31. Mai 2020

Sonntagsheld (149) – Durch den Staub zu den Sternen

Till-Lucas Wessels / 38 Kommentare

Make your life matter

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

 

Nachrichten aus zwei verschiedenen Welten: Während die bisher schlimmsten Rassenunruhen des noch jungen Jahrhunderts die Großstädte der USA ins Chaos stürzen, dockt zeitgleich die "Dragon Endeavour" an der Internationalen Raumstation ISS an; mit an Bord: Die zwei Astronauten Doug Hurley und Bob Behnken.

Mit ihrem erfolgreichen Flug ins All hat der südafrikanische Unternehmer Elon Musk wieder einmal Geschichte geschrieben: Sein Weltraumprogramm "SpaceX" ist das erste private Unternehmen, das Menschen erfolgreich ins Weltall transportiert hat.

Damit ist Musk einem seiner Lebensziele ein Stück näher gekommen: Unter dem Wahlspruch "Occupy Mars" ("Den Mars besetzen") arbeitet er seit Jahren an der Wiederkunft des großen Mythos von der Besiedlung fremder Planeten. Den Weg dorthin sollen die Passagiere in wiederverwendbaren Raketenshuttles zurücklegen, die nach vollendeter Mission zur Erde zurückkehren. Dort sollen sie für den nächsten Flug wieder aufgearbeitet werden.

Diese Ambition zu den brennenden Straßenzügen in Minneapolis, Portland, oder Chicago in ein Verhältnis zu setzen, erscheint fast grotesk: Auf der einen Seite die blinde Zerstörungswut der Randalierer, Szenen ungezügelter Gier bei der Plünderung nutzloser Konsumgüter und rasende Gewalt, sobald sich irgendein Anlass bietet.

Auf der anderen Seite der Griff nach den Sternen, der unbändige Wille eines nie erwachsen gewordenen Südafrikaners, der sich vorgenommen hat, das Universum zu bereisen und mit maximalem Risiko ein Hindernis nach dem anderen auf seinem Weg in den Weltraum aus dem Weg zu räumen.

Betrüblich, aber symptomatisch, dass der allzu alltägliche Affentanz im Zentrum der amerikanischen Nichtorte aus allen politischen Lagern mehr Aufmerksamkeit bekommt, als der Meilenstein auf dem Weg des faustischen Menschen, den Elon Musk diese Woche gesetzt hat.

Dieses Jahr bringt der Jungeuropa-Verlag mit der Novelle "Ein Tag im Leben des Dimitri Leonidowitsch Oblomow" den (meiner Meinung nach) wichtigsten Teil von Guillaume Fayes Buch "Archeofuturism" heraus. Kollege Schick hat hierfür bereits kurz geworben, ich möchte mich seinen Worten anschließen. Wer im Dritten Jahrtausend ein konservativer Revolutionär sein möchte, der sollte dieses Buch lesen und er sollte sehr genau verfolgen, welche Sprünge in den Zentralen der Hochtechnologie – sei es im Silicon Valley, oder anderswo - dieser Tage gemacht werden

Die Rechte hat sich seit Jahrzehnten geistig und philosophisch gegen die Versuchungen des technischen Fortschritts gewappnet – sei es durch konservativen Kulturpessimismus, ökorechte Wachstumskritik, oder den integralen Traditionalismus von Julius Evola. Das in diesen unzähligen Stunden in den zeitlosen Leseklausen und Bibliotheken erworbene Rüstzeug allerdings harrt bei vielen nach wie vor der Prüfung.

Vielleicht kann Fayes visionäre, verrückte und zutiefst europäische Schrift für diese sehr belesene Bande ja ein Anlass sein, den Blick wieder nach dem Firmanent zu wenden. Elon Musk hat uns jetzt gezeigt: Es ist nur eine knappe Viertelstunde entfernt.

 


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.


Kommentare (38)

Andreas Walter

31. Mai 2020 23:14

Mit Blick auf die vielen Fehlschläge in letzter Zeit bei SpaceX war ich auch froh gestern zu lesen, dass die Jungs heil nach oben gekommen sind.

Die “Vision" einer Marsbesiedlung durch Musk halte ich allerdings für reine PR, um auch die infantilen, US-amerikanischen Tech-heads bei der Stange zu halten.

Im Augenblick freuen sich in den VSA jedoch manche Leute hauptsächlich deshalb über den geglückten Start, weil sie dadurch endlich wieder unabhängig von den Russen sind.

Musk ist daher ein Kind, ein Produkt des "neuen" Kalten Kriegs, den die VSA jetzt wieder gegen den Rest der Welt führen. MAGA eben. Da bleiben auch Kollateralschäden nicht aus:

https://youtu.be/8BaCBHaWeIo

Lotta Vorbeck

1. Juni 2020 01:07

+ Der aktuell 48 Jahre alte, "nie erwachsen gewordene, südafrikanische Unternehmer" verließ Südafrika im Jahre 1978.

+ Der "nie erwachsen gewordene, südafrikanische Unternehmer" nennt sein Kind X Æ A-12.

+ Die Mutter des X Æ A-12 versteigert einen Teil ihrer Seele für US$ 10.000.000,-.

+ Der "nie erwachsen gewordene südafrikanische Unternehmer" treibt das Projekt SpaceX Starlink voran.

+ Rhetorisch gefragt: Wozu braucht's 42.000 Satelliten im erdnahen Weltraum?

 

Laurenz

1. Juni 2020 02:28

Es ist schwierig, Menschen in die Erdumlaufbahn zu bekommen, schafften bisher nur Amis & Russen mit in Deutschland erfundener und dort geraubter Technik. Darüber hinaus, da muß man alle jetzt lebenden Erdbewohner (inkl. Herrn Wessels) enttäuschen, über 611 KM (mit dem Space-Shuttle) sind wir nie hinaus gekommen, und dieser Flug belastete die Augen der Astronauten schon mit sogenannten "Sparks" & wir werden in absehbarer Zeit, schätzungsweise die nächsten 200 Jahre, auch nicht über diese Höhe hinauskommen, dafür ist unsere Technik einfach zu primitiv.

Auch wenn Jeffrey Rusick in Seinem Vortrag die Mondlandung erwähnt, widerspricht Er ihr natürlich durch Seinen Vortrag hier aus 2014. Bis heute weiß man nicht, wie man Menschen vor der radioaktiven Belastung außerhalb des Van-Allen-Gürtels schützen soll. In der wissenschaftlichen Ratlosigkeit bittet Er sogar quasi jeden Erdenbürger um Ideen. Und wen das mehr interessiert, sollte sich die Energie-Probleme, welche Herr Rusick kurz und knackig anspricht, zu Gemüte führen, eingedenk dessen, daß bei Sonneneinstrahlung in einem Raumschiff (Erdumlaufbahn um die Sonne) um die 130 Grad Celsius herrschen und auf der Schattenseite knapp -270 Grad Celsius, alles kein echter Spaß für Hobby-Tüftler. https://youtu.be/mfR82NX58Bo (14:37 Min.)

Augustinus

1. Juni 2020 06:16

Elon Musk ist kein nie erwachsen gewordener Mensch, sondern ein Visionär.

Welche Leute ich als nie erwachsen geworden bezeichne, sind beispielsweise Flacherdler, die hier kommentieren dürfen.

Magellan hat vor rund 500 Jahren als erster die Welt umsegelt. Danach noch viele andere Seefahrer, später Flugzeuge und dann Raumschiffe, wo man zum ersten Mal die Erde von außen betrachten konnte. 

Wieso werden auf einem seriösen Portal, wo es um politische Theorien und Ideen geht, Flacherdler überhaupt ernst genommen?

Daneben andere Verschwörungstheoretiker: "Es gibt kein Virus" oder "nur eine Grippe".

Schade. Selbst Herr Sellner, den ich immer bewunderte, geht diesen Weg. Nur um Aufmerksamkeit zu generieren.
 

Augustinus

1. Juni 2020 10:00

Gehört zwar nicht zum Thema:

Aber man muß sich das mal ansehen:

https://twitter.com/Shaggie_Tweets/status/1267273066461007872 

"Die weiße Gemeinde kniete vor der schwarzen Gemeinde nieder, um nach Jahren des Rassismus um Vergebung zu bitten."

... und  wird von den schwarzen die davor stehen verhöhnt und verlacht ... zu Recht.

Schuld-Gottesdienst vom feinsten!

AlexSedlmayr

1. Juni 2020 11:28

Eine wichtige Gemahnung. Die Rechte sollte den Fortschritt lieber in etwas eigenes verwandeln. Unser Märchenkönig aus Bayern ließ Neuschwanstein als Surrogat romantisierten Mittelalters errichten, setze aber eben nicht auf die Romantik von Ziegeln und aufgeschichteten Feldsteinen sondern am Bau kamen modernste Technik und moderne Bauverfahren und Baustoffe zum Einsatz um diese überlebensgroße Vision eines bezaubernden Anachronismus zum Leben zu erwecken.

Vielfach verdanken wir gerade die Möglichkeiten einer breiten (konservativen) Bildung und Beteiligung, einer Gesellschaft, die Mittel hat Schönes und Wahres  zu schaffen, maßgeblich den Segnungen einer Industrialisierung und eines Aufstiegs von Technologie und Wirtschaft, die nun einmal ganz prosaisch das bereistellen, was als Schmierstoff eines konservativen Imperiums gelten muss.

Der Konservative sollte die Zukunft umarmen und nach einer Facon einkleiden, die aus ihr eine sinnliche und bewahrende Erfahrung macht. Nicht die kapitalistische, progressive oder industrielle Fundamentalkritik bringt uns weiter, sondern dessen Usurpation und Einbau in ein konservatives Weltbild unter Beseitigung ihrer verderblichen Zivilisationskrankheiten. Die deutliche Verbesserung unserer Umwelt- und Lebensbedingungen im Gegensatz zu sterbenden Wäldern, verödeten, betonierten Stadtlandschaften, verdreckten Flüssen und sauberer Luft ist spürbar: Umgesetzt durch Fortschritte in der Technologie und einen ökologischen Willen, dafür Transferkosten in einem akzeptablen Rahmen zu akzeptieren.

Andreas Walter

1. Juni 2020 12:23

"Du, Mami, wenn ich gross bin möchte ich auch Raketen bauen."

“Ja, Schatz, aber nicht in Deutschland."

https://de.wikipedia.org/wiki/Starlink

Letztendlich ist Elon Musk darum auch nur ein weiteres A., das die Welt zumüllt, den VSA ganz “nebenbei“ dadurch eine sehr mächtige Waffe zur Verfügung stellt und Milliardär werden will (oder sogar schon ist).

https://www.cnet.com/news/spacex-looks-to-rule-space-with-30000-more-satellites/

Denn jeder dieser Satelliten kann ebenso auch einen anderen rammen.

Tesla ist deshalb nur das grüne Mäntelchen, das er sich dazu anzieht.

 

 

Nordlicht

1. Juni 2020 13:18

Ein bemerkenswerter Mann ist der Herr Musk schon: Und das meine ich positiv. Die Batterieauto-Idee halt ich zwar für zukunftslos, aber seinen Beitrag zur bemannten Raumfahrt (- naja, zumindest im Nahbereich der Erde) hat er jetzt schon geleistet, indem er so etwas als Privatunternehmer schaffte. 

Den Bogen zum Thema "Archäofuturismus" ist für mich schwierig zu ziehen, weil G. Faye eine gesellschaftliche Rückkehr in mittelalterliche Strukturen träumt ("Kybernetische Ritter des hochtechnisierten Morgen werden mit ideologischen Rüstungen von gestern ausgestattet sein, um gegen die Feinde des Abendlandes in der Endschlacht siegreich hervorgehen zu können"   https://gegenstrom.org/archaeofuturismus-ich-habe-einen-traum/).

 

Martin Heinrich

1. Juni 2020 13:36

Lieber Herr Wessels, 100 % Zustimmung. Wie sie alle am heulen sind: "Wieviel Kindergärten man davon hätte bauen können? Wer braucht das?"

Ich vermisse schmerzlich jegliche Aufbruchstimmung in Deutschland. Da geht einer los und stürmt den Himmel! Erfüllt trotz aller Rückschläge seinen Lebenstraum ... und schafft es! Hier in Deutschland völlig undenkbar. Hier werden funktionsfähige, sichere AKWs gesprengt und stattdessen Radverkehrsprofessuren gefördert. (BMVI, Pressemitteilung vom 6.2.2020). Eine Gesellschaft, die folgsam und willig sich den Coronamaulkorb überstülpen läßt, wie will die nach den Sternen greifen? Sie als "Minenhund für zukünftig Zumutbares" verstehen das.

Laurenz

1. Juni 2020 16:03

Natürlich ist EM ein außergewöhnlicher Mann, aber zu welchem Preis? Wenn eine oder zwei Generationen an Luft- und Raumfahrt-Ingenieuren mit 45 mit ihrem Leben weitestgehend fertig sind, hat das was gebracht? 

https://youtu.be/J-QNxXlu0Ls

Gut, die Doku ist aus dem Schwarzen Kanal, aber so ganz abwegig wird sie nicht sein.

Und weiche Raketen-Landungen sind auch nicht auf seinem Mist gewachsen, die bis heute einzigartige Technik hat er von der NASA aus dem Morpheus-Projekt erhalten.

Ich finde einen konservativen Gewerkschaftler, der sein Leben einsetzt, bemerkenswerter.

Lotta Vorbeck

1. Juni 2020 18:18

@Martin Heinrich - 1. Juni 2020 - 01:36 PM

"Da geht einer los und stürmt den Himmel! Erfüllt trotz aller Rückschläge seinen Lebenstraum ... und schafft es!"

---

Bevor einer losging, den Himmel zu stürmen, sich trotz aller Rückschläge seinen Lebenstraum zu erfüllen ...

... pumpte die NASA zunächst 3 Mrd. US$ an Steuerzahlerkohle in die Fa. SpaceX.

Hartwig aus LG8

1. Juni 2020 22:01

Hier war in den vergangenen Monaten oft von den sogenannten Somewheres und Anywheres die Rede. Elon Musk gehört gewissermaßen zu den galaktischen Anywheres; denen ist die Erde noch zu klein. Ohne Sarkasmus: Man kann das beeindruckend finden. Durchaus!

Aber letztendlich ist Elon einer der Architekten des neuerlichen Babel-Turmbaues; ein Bauwerk des Frevels. Irgendwann werden Menschen auf dem Mars landen ... und Elons Ururenkel werden möglicherweise auf ihm leben - allesamt von universaler Erdenkultur geprägt.

(Dirk Müller hat in einem langen Interview bei Kenfm versucht, die Denkweise und "Philosophie" dieser Silicon-Valley-Typen zu erläutern - wertfrei, für mich aber um so desillusionierend)

Wenn ich es schon nicht aufhalten kann, so werde ich aber nicht Beifall klatschen.

 

Phil

1. Juni 2020 22:26

(Augustinus: "... und  wird von den schwarzen die davor stehen verhöhnt und verlacht ... zu Recht."

Die verhöhnen nicht, die sind bewegt.)

Andreas Walter

1. Juni 2020 23:55

@Lotta Vorbeck

Wenn man Starlink zu Ende denkt, womöglich auch noch damit:

https://de.wikipedia.org/wiki/SAR-Lupe

merkt man sofort mal wieder, mit was auch für cleveren Militärstrategen auch wir es in den VSA zu tun haben. Vom Marketing, der globalen Täuschung (auch unserer Medien und Jugend) mal ganz abgesehen. Das Ding wird daher selbst für die Russen und Chinesen noch ein echtes Problem werden, weil es letztendlich auf Wettrüsten hinausläuft.

Selbst mit den besten Boden-Luftraketen sind die Dinger nämlich nicht zu erreichen, und es sollen 42.000 Stück werden.

Im Konfliktfall ist Starlink also ein wirklich fast unzerstörbares und schnelles Netz mit kurzen Latenzen ("Skynet"), doch das (zumindest global) ausschließlich in der Hand der VSA.

https://youtu.be/_Wlsd9mljiU

Wenn also der beste Go-Spieler ein Computer ist, wer wird dann bald auch der beste General oder Admiral sein (oder ist es sogar womöglich schon)?

Auch ein Computer. Doch der brauch eben auch ein schnelles und unzerstörbares Netz, um all seine Waffen und Systeme, womöglich sogar ganze Flugzeugträgerkampfgruppen selbst auf der anderen Seite der Erde in (fast) Echtzeit und ohne Verzögerung zu lenken.

 

 

RMH

2. Juni 2020 07:17

Es ist grundsätzlich politisch auch vernünftig, große Ziele zu verfolgen (Kennedy darf hier nicht unerwähnt bleiben).

Bei der bemannten Raumfahrt der letzten 40 Jahre ging es im wesentlichen darum, die Erde selber beherrschbarer zu machen und auch diese erdnahen Räume zu kommerzialisieren. SpaceX ist ad hoc auch nur Teil davon.

Die Vision, zu einem anderen Planeten wie dem Mars zu fliegen, hat da ganz anderes Gewicht. Ich gehöre zu der Generation, der man vorerzählt hat, ja, nach dem Jahr 2000, werden Flüge zum Mars stattfinden. Leider bislang (immerhin schon 2020) nichts daraus geworden. Stattdessen viel klein, klein und - überspitzt formuliert - jeder cm Erde wird schon das dritte bis vierte mal umgegraben. Die Kleingärtnermentalität, die in Deutschland mittlerweile auf mehr oder weniger allen Ebenen, einschließlich alternativer, neuer Rechte, gesiegt zu haben scheint, begrüßt das sogar.

zeitschnur

2. Juni 2020 11:25

Weltraum? Ah ja? Diese Satellitenketten & Co. KG muss man jetzt nachts ertragen, wenn man hochschaut, die sind nicht im "Weltraum", sondern hoch am Himmel, angeblich, um das Internet zu verschnellern. Wer weiß das schon so genau? Ansonsten war Jules Verne unterhaltsamer und intelligenter. Aber welch Machtgefühl, das Bild des Himmels zu verfälschen!

Die USA brauchen wieder mal einen himmlischen Auftrieb, wenn es irdisch gerade bergab geht, mehr nicht. Woran lag es eigentlich, dass die apollinische Euphorie einst so jäh versandete, die tolle Raumtechnik plötzlich vom Winde verweht war? Technischer Fortschritt sieht jedenfalls anders aus.

Wer weiß schon so genau, ob das postmoderne Märchen nicht nur am Lagerfeuer oder auf dem Ebookreader oder dem Plasmabildschirm erzählt wird, sondern auch für irrsinnig viel Geld als "Mitmach"-Story für Leute, die nicht wissen, wohin mit dem Geld, und in Musks Jahrmarktsraketen einsteigen und sich - eingeschlossen in eine Zigarre mit virtuellem Ausguck (Wohin nur durch die Screens?) - ein wenig in die phantastischen Hollywoodwelten entführen lassen, als wären sie wenigstens diesmal echt? Und klar doch sollten die "Rechten" da mitziehen und ihren Anteil am Reibach mit erfundenen Welten abholen.

Lotta Vorbeck

2. Juni 2020 12:25

@RMH - 2. Juni 2020 - 07:17 AM

Bei der bemannten Raumfahrt der letzten 40 Jahre ging es im wesentlichen darum, die Erde selber beherrschbarer zu machen ... Ich gehöre zu der Generation, der man vorerzählt hat, ja, nach dem Jahr 2000, werden Flüge zum Mars stattfinden.

---

Das was als Raumfahrt etikettiert seit den 1960er Jahren abläuft, verdient ohnehin mal näher betrachtet zu werden.

Gewaltige Summen werden eingesetzt. Wirklich greifbare Ergebnisse gibt es nicht*.

Niemand kann hingehen und im Weltraum nachschauen, was denn dort (angeblich) getrieben wird.

In erster Linie ist es - siehe @Andreas Walter - ein sehr irdisches, militärstrategisches Projekt. Raumfahrt = eine der monströsen Lügen der Neuzeit.

 

* Ja, die teflonbeschichtete Bratpfanne, gewiß!

Lotta Vorbeck

2. Juni 2020 12:43

@Andreas Walter - 1. Juni 2020 - 11:55 PM

Was war in den späten 1980er Jahren los, als in Kanada ein radioaktiv strahlendes Metallteil gefunden wurde, welches dort niederging, weil es beim Absturz eines sowjetrussischen Satelliten nicht vollständig verglühte!

Die 42.000 Musk-Satelliten werden genauso wie sämtliche Satelliten zuvor, der Wirkung der Gravitationskraft folgend, früher oder später zur Erde zurückkehren.

Und mit diesen Gerätschaften kehren auch deren Atombatterien und anderer überaus fragwürdiger Plunder zur Erde zurück.

Ob dieses Teufelszeug ungesehen ins Meer stürzt, oder wie man den Leuten seit Jahrzehnten weiszumachen versucht, beim Wiedereintritt in die Atmosphäre tatsächlich verglüht und diese somit kontaminiert, macht letztendlich nur einen marginalen Unterschied aus.

Laurenz

2. Juni 2020 13:03

@Augustinus

Sie sind zu sehr von Ihren eigenen Befindlichkeiten eingefangen & recherchieren zu schlecht. Was Elon Musk gemacht hat, ist, er hat die Russen auf ihrem eigenen Terrain geschlagen, baut Raketen, die einfacher, praktischer und billiger als die der Russen sind. Das ist im Grunde die russische Methode.

Raketen in einer weitere Umlaufbahn zu bringen, also sonst üblich, ist selbst für die meist versagenden ESA-Ingenieure mit ihrer viel zu teuren Ariane kein Problem. GPS-Satelliten befinden sich auf ca. 1.000 KM Höhe. Militärisch liegen aktuell die Russen vorne, sie bauen die schnellsten Raketen überhaupt & die sind, aus dem Orbit kommend, mit den bisherigen Luftabwehr-Mitteln nicht aufzuhalten. Selbst kleine Satelliten von der Erde aus mit Abwehr-Raketen zu zerstören, ist möglich, aber äußerst aufwendig.

Was Ihre "Flacherdler" angeht, so haben Sie natürlich Recht, aber was heißt das schon? Abgesehen, daß man leichtens die Erdkrümmung aus dem Flugzeug in 10 KM Höhe sehen kann, bietet sich schon in 900 Meter Höhe auf dem Aussichtsturm des Gr. Feldbergs der Blick auf den "gekrümmten" Taunus. Aber sei's drum. Milliarden von Menschen glauben an spirituelle Kumpels, Engel, Geister, Dämonen & (jetzt der Haken) deren tatsächlichen Einfluß auf irdisches Leben, damit wird doch der Planet zu einer globalen Klapse, & selbst die "Gesunden" sind dort eingesperrt. Und Sie glauben doch auch an den real existierenden Sozialismus, das ist besser?

Lotta Vorbeck

2. Juni 2020 13:28

Domino-Day im Universum

Elon Musks Starlink-Satelliten: Der zerstörte Himmel

Elon Musks Starlink-Satelliten sind das größte ästhetische Verbrechen, das vorstellbar ist. Eine Beschimpfung

von Clemens J. Setz

FAZ - 01.05.2020

Aber wir dürfen nicht vergessen, dass Elon Musk uns durch diese seelenmordend deprimierende Neugestaltung des Sternenhimmels ja nur befreien will. Denn seine Starlinks bringen uns: das Internet. Zuerst nur in den Vereinigten Staaten, dann angeblich auch weltweit. Eine bahnbrechende Vision. Das wird großartig, wenn wir dann alle Internet haben, in der Zukunft. Eine neue Ära wird anheben, mit sehr vielen neuen Möglichkeiten. Ein Information Superhighway, direkt auf Deinem Bildschirm. Kosten wird es angeblich so um die 80 bis 100 Dollar pro Monat.

---> Weiterlesen

Lotta Vorbeck

2. Juni 2020 13:41

@Hartwig aus LG8 - 1. Juni 2020 - 10:01 PM

Ohne das Faß "Musk-Tesla-Grünheide-Woidke" an dieser Stelle aufmachen zu wollen:

Mäuse verderben Elon Musk die Show… nicht

In der Kater-Community lacht man gerade über die Maus, die im offenen Weltraum auf dem Triebwerk von Musks Raumschiff hin und her spaziert.

Auf dem SpaceX-Kanal auf youtube ist das Video (jedenfalls noch) hier zu sehen. Ab Minute 20:00 im rechten Bild gibt es die Maus zu sehen. Im späteren Verlauf krabbelt die Maus noch mehrmals hin und her.

Das Witzige ist, dass in den Kommentaren unter dem Video auf die Maus hingewiesen wird. Und? Uhaha, gar nichts! Dann krabbelt da eben eine Maus über das Triebwerk im offenen Weltraum. Was soll schon falsch daran sein? Niemand stört sich daran. Physik-Unterricht ist längst durch Hollywood verdrängt worden. SpaceX muss diese Kommentare nicht mal zensieren und kann sie einfach stehen lassen, weil es keinen Unterschied macht.

Verstehen Sie, was Sie da sehen?

Veröffentlicht am  23. Dezember 2019 von Analitik

 

eike

2. Juni 2020 17:14

Kleingärtnermentalität ?

Wenn wir statt Marsbesiedlungen zu applaudieren unser Land vor der Umvolkung bewahren und Invasoren hinauswerfen wollen?

Seltsam.

 

Jan

2. Juni 2020 19:47

Unglaublich. In den USA brennt die Hütte und wir unterhalten uns hier über Raumfahrt! Uns ist gerade ein Mega-Thema vor die Füße gefallen, welches Jared Taylor in seinen Werken immer wieder angesprochen hat: Diversität ist kein Zeichen von Stärke, sondern ein ständiger Herd von Konflikten. Multikulturelle, multi-ethnische Gesellschaften als Pulverfass: ein Funke genügt und alles geht in die Luft. Wo bleibt ein entsprechender Artikel von Lichtmesz? Warum nimmt die AfD die Steilvorlage nicht auf? Trump, Antifa oder Polizeigewalt sind nicht die wahren Kernthemen. 

Ich hoffe nur, dass jetzt diese Mega-Vorlage nicht verdaddelt wird, so wie einst die Piratenpartei 2013 Snowden und NSA (Merkels Handy) nicht für sich zu nutzen wussten. 

Bitte nicht auf Nebenschauplätzen oder im Klein-Klein verzetteln. Die Meta-Ebene ist das Wichtigste.

RMH

2. Juni 2020 21:35

@eike,

warum sollte das eine das andere ausschließen?

Bitte Technologie-Skepsis nicht zu Technologie-Feindlichkeit werden lassen. Zudem: Nationales Denken schließt globales eben nur bei Kirchturmpolitikern aus.

Andreas Walter

2. Juni 2020 21:40

Hier ein Artikel der NZZ über Starlink, allerdings noch mit 12.000 Satelliten:

https://www.nzz.ch/wissenschaft/starlink-so-funktioniert-das-satelliteninternet-von-elon-musk-ld.1493375

Die militärische Bedeutung wie auch das eventuell zivile (hauptsächlich Geschwindigkeits-)Monopol eines solchen Netzes wird von der NZZ leider überhaupt nicht erwähnt und zur Kenntnis der Allgemeinheit gebracht.

Darüber bekommt man allerdings hier ein wenig erzählt, auch auf durchaus seriöse, ruhige und überzeugende Art:

https://youtu.be/0jeRDHnFIRo

Wer daher einen Tesla fährt und/oder (auch) dieses Unternehmen unterstützt sollte sich darüber im klaren sein, dass er damit hauptsächlich den Neuen Kalten Krieg und wohlhabende Leute mit “Ferienwohnsitz“ jwd, Bunker und Solaranlage unterstützt, am wenigsten aber (auch) arme Afrikaner, die sich auch dieses Internet nämlich gar nicht leisten können. Sein Cybertruck ist darum auch ein guter Spiegel dafür, wie auch er die Zukunft (tatsächlich) sieht und sich deshalb darauf vorbereitet:

https://youtu.be/25ZuKkbHdqM

Die jüngste Entwicklung auch in den VSA gibt ihm ja leider recht.

RMH

2. Juni 2020 21:52

@Jan,

Lichtmesz hat zum Thema Rassismus in den USA schon wesentliches geschrieben.

Das Thema taugt aktuell nicht für eine politische Kampagne, da es zu stark vom Anlass überschattet wird - und da kann man sagen was man will, der weiße Bulle war einfach 8 Minuten zu lang auf dem Hals des Opfers. Egal was die person of colour vorher gemacht hat, haben soll etc. Das war einfach zu viel seitens der Polizei und die Dauer der Fixierung ist nicht zu rechtfertigen. Da lässt sich nichts mehr "gewinnen".

Im Übrigen haben wir für die Kritik an multi-ethnischen Gesellschaften mittlerweile mehr als genug eigenes Anschauungsmaterial bei uns im Land - einschließlich Feigheit der eigenen Polizei kombiniert mit massivem im Stich lassen derselben durch die Politik. Da lässt sich nicht mehr lange der Deckel drauf halten.

heinrichbrueck

2. Juni 2020 23:02

@ Jan

Diversität könnte das Paradies sein, ich wäre trotzdem dagegen. Umvolkung bleibt Umvolkung, ob in der Hölle oder im Paradies. Bezüglich Parteien, müssen die Vorstellungen mit der Realität eine gewisse Kompatibilität aufweisen. Parteien können nützlich sein: Piratenpartei gegen Totalüberwachung, AfD gegen Zuwanderung, Linke gegen Hartz; immer eine Gegenposition für den braven Demokraten. So kommt selten jemand auf die Idee, die Realität könnte nicht der eigenen Vorstellung entsprechen. Und die Zumutungen werden hingenommen, schließlich ist die Regierung unfähig.

Das globale Finanzsystem muß weg, nicht Merkel. Jörg Haider sprach darüber, kurz danach sein Tod. Im Kasperletheater entscheidet der Puppenspieler, nicht die Figuren (AfD). Und das System duldet keine neuen Puppenspieler, deren Figuren andere Handlungen aufführen könnten. Im Augenblick wird die Umvolkungshandlung angepriesen; und die Zuschauer nicht in der Position, die Theaterleitung austauschen zu können; wobei schon viel gewonnen wäre, würde das Theater endlich durchschaut werden. Aber auch dann, wird nicht die Masse entscheiden.

Ratwolf

2. Juni 2020 23:49

Die Synthese aus US-Rassenunruhen und Elon Musk soll Archeofuturism sein

Die Somewheres:  Statt Plünderungen also dann in der Welt der Bücher leben. Kein TV und keine Verdummung mehr. Aber wer verdient dann das Brot? Vielleicht per Grundeinkommen. Elon Musk ist ein Vertreter davon.

Die Anywheres: Multi-Kulti funktioniert. In Firmen zumindest. Wenn man gemeinsam an einer Sache arbeitet. Und ausgebildet ist. Die Sprache ist Englisch. Die Maschinen werden dann die notwendigen Produkte herstellen.

Ist das realistisch?

Andreas Walter

3. Juni 2020 02:08

@Lotta Vorbeck

Den Text und die Gedanken von Clemens Setz kann ich durchaus nachvollziehen. Für mich auch noch in seiner Bedeutung als Käfig, wie Hühnerdraht, der die ganze Welt umspannt, ein-pfercht, ausser an den Polen.

Als Superbowl in der die Erde eingeschlossen, eingelassen ist, kamen mir daher auch einige der Animationen heute vor, die ich davon gesehen habe. Was früher die Volksempfänger waren, werden schon bald die Starlink-Satelliten sein. Ein Instrument zur Gleichschaltung diesmal der ganzen Welt durch wen auch immer die VSA regieren und beherrschen.

Doch wie auch schon damals oder später auch mit dem Fernsehen haben die meisten weder begriffen noch bemerkt, was man mit ihnen da macht und bereits gemacht hat. Die Schlacht um das Bewusstsein und den Glauben der Menschen, die bereits mit den Religionen vor tausenden von Jahren begann.

Die Frage nach dem was es ist. Ich glaube nicht, dass es eine Maus ist. Dazu ist der Druck in der Höhe zu gering. Es ist abplatzendes Eis, das wegen dem Ring oben um die Düse nicht einfach vertikal abfällt, sondern nur horizontal in der Vertiefung um die Düse hin und her wandert. Dort oben im Weltraum ist ja auch kein Fahrtwind, der die Eisstücke hoch und damit über den Rand wirbeln könnte. Hier kann man den oberen Ring, auch ein Teil der Kühlung der Düse, gut erkennen:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/92/Merlin_1D_engines_and_octaweb_harness----image-cropped.jpg

eike

3. Juni 2020 04:51

@Heinrich, der Wagen bricht!

"Ich vermisse schmerzlich jegliche Aufbruchstimmung in Deutschland. Da geht einer los und stürmt den Himmel! Erfüllt trotz aller Rückschläge seinen Lebenstraum ... und schafft es! Hier in Deutschland völlig undenkbar."

Nun seien Sie doch nicht so pessimistisch, warten Sie ein paar "Goldstücke" ab !

Nach den syrischen Augenärzten brauchen wir nur noch somalische Raumfahrtingenieure, und hier geht die Post ab: die "BRD" stürmt den Himmel und Ihre Lebensträume werden wahr.

 

Valjean72

3. Juni 2020 08:46

Im April 1918 wurde Manfred Freiherr von Richthofen über der Somme in seiner "fliegenden Kiste" abgeschossen. Er fiel für (das alte) Deutschland.

51 Jahre später, im Juli 1969 fand die erste Mondlandung statt. Der in diesem Zeitraum vollzogene technologische Sprung ist doch faszinierend. Von einfachen, wackeligen und propeller-betriebenen Doppel- und Dreifachdeckern hin zu Raketenantrieben und Mondlandefähren. Letztere war 1969 als Senkrechtstarter mit einem einzigen Triebwerk konzipiert, eine wahre ingenieurtechnische Meisterleistung. (Dieses Know-How geriet hernach allerdings für ein paar Jahrzehnte in Vergessenheit...)

Weitere 51 Jahre später, befinden wir uns im hier und jetzt, im Jahre 2020. Welcher technologische Sprung wurde in den letzten 5 Jahrzehnten im Bereich der bemannten Raumfahrt seit der ersten Mondlandung vollzogen?

Von 1918 auf 1969: vom Doppeldecker zur Mondlandefähre

Von 1969 auf 2020: von der Mondlandefähre zu ... ?

Lotta Vorbeck

3. Juni 2020 10:58

@Andreas Walter - 3. Juni 2020 - 02:08 AM

Ich glaube nicht, dass es eine Maus ist. Dazu ist der Druck in der Höhe zu gering. Es ist abplatzendes Eis, das wegen dem Ring oben um die Düse nicht einfach vertikal abfällt, sondern nur horizontal in der Vertiefung um die Düse hin und her wandert.

---

Haben Sie sich das Video angeschaut?

Auf Sputnik gibt's dazu ein weiteres Filmchen, in höherer Auflösung.

Ja, im Weltraum gibt's keinen Fahrtwind.

Aber eine auf den Antrieb gerichtete, seitlich an der Rakete angebrachte Kamera?

Und ein laufendes, der Schwerkraft unterliegendes Eisstück in Mausgestalt mit Mäuseschwanz?

Lotta Vorbeck

3. Juni 2020 11:10

@Andreas Walter - 2. Juni 2020 - 09:40 PM

Hier ein Artikel der NZZ über Starlink, allerdings noch mit 12.000 Satelliten:

Die militärische Bedeutung wie auch das eventuell zivile (hauptsächlich Geschwindigkeits-)Monopol eines solchen Netzes wird von der NZZ leider überhaupt nicht erwähnt und zur Kenntnis der Allgemeinheit gebracht.

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Warum sollte ein schweizerisches Mainstreamblatt / zugleich NATO-Sprachrohr diese militärstategischen Aspekte thematisieren?

Selbst 3.000 Meter üNN hoch in den Anden gibt's seit mehr als 15 Jahren Internetverbindung. Dafür braucht's keine 42.000 Musk-Satelliten.

Egal ob 12.000 oder 42.000 Satelliten, diese Flugkörper werden wie all ihre Vorgänger früher oder später, mehr oder weniger vollständig verglüht zur Erde zurückkehren. 

Was war während der späten 1980er Jahre los, als auf dem Eis eines zugefrorenen Sees in Kanada ein radioaktiv strahlendes Metallteil gefunden wurde, welches man einem abgestürzten russischen Satelliten zuschrieb?

Lotta Vorbeck

3. Juni 2020 11:16

@Valjean72 - 3. Juni 2020 - 08:46 AM

Von einfachen, wackeligen und propeller-betriebenen Doppel- und Dreifachdeckern hin zu Raketenantrieben und Mondlandefähren. Letztere war 1969 als Senkrechtstarter mit einem einzigen Triebwerk konzipiert, eine wahre ingenieurtechnische Meisterleistung. (Dieses Know-How geriet hernach allerdings für ein paar Jahrzehnte in Vergessenheit...)

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Offiziell heißt es, die Unterlagen seien aus Platzmangel / Mangel an Speicherkapazität vernichtet worden. - So what!

Oder geriet dieses faszinierende Know-How möglicherweise deshalb in Vergessenheit, weil es Stanley Kubrick mit ins Grab nahm?

Ratwolf

3. Juni 2020 23:25

Die Privatisierung von Weltraumtransporten finde ich bemerkenswert. Die USA sind mal wieder Vorreiter. Konkurrenz belebt das Geschäft. Um Investorengelder dafür locker zu machen, hat man noch diese unsinnige Mars-Geschichte erfunden. Bleibt die Frage, ob SpaceX günstiger und besser werden wird, als z.B. die Russen mit ihren Transporten.

Langfristig würde ich das Geld in die Materialforschung (Graphene) stecken, um eine Art Weltraumfahrstuhl zu bauen. Um bei der Kohlenstofftechnologie zu bleiben: Auch die Fullerene bieten erstaunliche Möglichkeiten. Aber leider sprießen in Deutschland nur Lehrstühle für Genderwissenschaften wie Pilze aus dem Boden. Der Rest des Geldes wird dann für die Ansiedlung schlecht ausgebildeter Asylanten verwendet.

Technologisch ist Deutschland verloren. Weil die nächste Generation verloren ist. Das was war, wird sich nicht fortsetzen können, weil die Innovationen und der Wohlstand eine deutsche Kultureigenschaft war.

Andreas Walter

4. Juni 2020 09:24

Dann eben noch mal:

@Lotta Vorbeck

“Aber eine auf den Antrieb gerichtete, seitlich an der Rakete angebrachte Kamera?“

Ja. Eine seitlich (aber innen) angebrachte Weitwinkelkamera, die sich vor der Abtrennung der 1. Stufe noch vollständig geschützt in der Raketenhülle befindet. Der Durchmesser der Düse der 2. Stufe (etwa 1m) ist ja deutlich kleiner als der Durchmesser der Rakete selbst (3,7m).

https://i.redd.it/wn6hk5s8n5e21.jpg

Das ist keine Schwerkraft, die den Gegenstand (oder von mir aus auch Ihre tote Maus) gegen den Ring drückt, sondern die Trägheit seiner Masse. Weil die Rakete (die 2. Stufe) in dieser Phase ja immer noch beschleunigt ("drückt").

Als letztes nehmen Sie jetzt bitte einen Eiswürfel aus der Tiefkühltruhe und legen diesen in eine heiße, dunkle Pfanne (ohne Öl). Bei den meisten billigen und bereits kaputten Pfannen (nach oben gewölbter Boden auch im heißen Zustand) wird der Eiswürfel dann zum Rand hin wandern. Heben Sie die Pfanne jetzt nur leicht am Griff einseitig an und simulieren Sie damit leichte Kurskorrekturen der Rakete, sprich, Winkelveränderungen der Düse samt Ring. Das Eis wandert, gleitet dann am Rand kreisförmig entlang jeweils in die Richtung, in der Sie die Pfanne eben leicht nach links oder rechts kippen.

Nachbauten der V2, oder gab es die etwa auch nicht, stehen sogar China:

https://en.wikipedia.org/wiki/Dongfeng_(missile)#/media/File:Dongfeng_1_at_Beijing_Military_Museum.jpg

Lotta Vorbeck

4. Juni 2020 14:44

@Andreas Walter - 4. Juni 2020 - 09:24 AM

Dann eben noch mal:

Die mehrfach dokumentierte Maus macht einen durchaus quicklebendigen Eindruck.

Und die auf das Triebwerk gerichtete Weitwinkekamera, liefert mal Bildsequenzen mit und mal Bildsequenzen ohne Erdkrümmung.

 

Lotta Vorbeck

4. Juni 2020 14:47

@Ratwolf - 3. Juni 2020 - 11:25 PM

Die Privatisierung von Weltraumtransporten finde ich bemerkenswert. Die USA sind mal wieder Vorreiter. Konkurrenz belebt das Geschäft.

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Stellen wir doch mal die Vertrauensfrage:

Wo sind eigentlich die per Mobilphone von Zuschauern während des Starts der Musk-Rakete gefertigten Aufnahmen?

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