Netzfundstücke (51) – Am Rande, Oblomow, Archiv

Über die Zeit seiner Existenz ist der kanal schnellroda auf YouTube stetig gewachsen.

Den Anfang mach­te ein Video, das die Win­ter­aka­de­mie in Schnell­ro­da 2015 Revue pas­sie­ren ließ. Danach wur­de das Pro­gramm um Ellen Kositz­as Buch­vor­stel­lungs­rei­he erwei­tert (aktu­ells­tes Video hier) und mitt­ler­wei­le gehört das Sin­nie­ren über die neus­te Sezes­si­on-Aus­ga­be mit Chef­re­dak­teur Götz Kubit­schek und Redak­teur Bene­dikt Kai­ser (zu Sezes­si­on 95 hier) zum fes­ten Reper­toire des Kanals.

Seit zwei Wochen gibt es nun wei­te­ren Zuwachs: Mit den Pod­casts »Am Ran­de der Gesell­schaft« und »Die Kri­sen­trin­ker« erhält der lei­der ver­grif­fe­ne Gesprächs­band Tris­tesse Droi­te: Die Aben­de von Schnell­ro­da sein audio­vi­su­el­les Pen­dant. In der aktu­ells­ten Fol­ge spre­chen Ellen Kositza, Dr. Erik Leh­nert, Götz Kubit­schek und der stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der AfD im Bun­des­tag, Peter Fel­ser, über das The­ma: Wol­len wir eigent­lich zu dem zurück­keh­ren, was vor der Kri­se »nor­mal« war?

Anhö­ren!
Abseits von You­Tube fin­den Sie den Pod­cast auch bei allen gän­gi­gen Platt­for­men, von Spo­ti­fy bis iTu­nes.


Neu­es gibt es auch aus dem Hau­se »Jun­g­eu­ro­pa« zu ver­mel­den. Auf das ukrai­ni­sche Natio­kra­tie von Myko­la Szi­borskyj (hier bestel­len) folgt nun Fran­zö­si­sches – es bleibt also ganz im Ein­klang mit der Ver­lags­aus­rich­tung europäisch.

Die Novel­le Ein Tag im Leben des Dimi­tri Leo­ni­do­witsch Oblo­mow aus der Feder des fran­zö­si­schen Vor­den­kers Guil­laume Faye (1949–2019), malt »eine aus der Asche wie­der­ge­bo­re­ne Welt jen­seits der ega­li­tä­ren Irr­we­ge der Neu­zeit, in der sich Euro­pa mit Russ­land zu einem mäch­ti­gen, eth­nop­lu­ra­lis­ti­schen Kon­ti­nen­tal-Impe­ri­um ver­ei­nigt hat, das sich von der Bre­ta­gne bis an die Bering­stra­ße erstreckt, und der der faus­ti­sche Geist eine nie dage­we­se­ne Syn­the­se zwi­schen Mensch, Tech­nik und Natur, Tra­di­ti­on und Wis­sen­schaft, ewi­ger Wie­der­kehr und tita­ni­scher Grenz­über­schrei­tung, zwi­schen dem Ur-Alten und dem Immer-Neu­en ent­wi­ckelt hat: den Archäofuturismus«.

Über­setzt wur­de Fayes von schwar­zem Humor durch­zo­ge­ne Erzäh­lung von Sezes­si­on-Autor Mar­tin Licht­mesz, der das Buch auch um ein lesens­wer­tes Nach­wort ergänzt hat. Ein Tag im Leben des Dimi­tri Leo­ni­do­witsch Oblo­mow erscheint mit einem for­mi­da­bel gestal­te­ten Umschlag am 05. Juni und kann natür­lich bei Antai­os, dem größ­ten kon­ser­va­ti­ven Ver­sand­buch­han­del, hier vor­be­stellt werden.


Unser Archiv wur­de um neue alte Aus­ga­ben erwei­tert. Hin­zu­ge­kom­men sind die Sezes­si­on-Aus­ga­ben 82–91. Dar­un­ter das in kür­zes­ter Zeit ver­grif­fe­ne Sach­sen-Heft, das mit wich­ti­gen Bei­trä­gen von Jörg Sei­del, Bene­dikt Kai­ser, Uwe Tell­kamp u.a. aufwartet.

Außer­dem fin­det man Wesent­li­ches in Gerd-Klaus Kal­ten­brun­ners »Sie­ben The­sen über den Kon­ser­va­tis­mus« (hier zu lesen) und in Hans-Diet­rich San­ders »Die unpo­li­ti­schen Prä­mis­sen des deut­schen Nie­der­gangs« (hier zu lesen).

Alle Tex­te der frisch ein­ge­pfleg­ten Aus­ga­ben sind frei ver­füg­bar. Jedoch bit­ten wir um eine Spen­de, die Sie auf fol­gen­des Kon­to über­wei­sen können:

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Viel Spaß beim Lesen!

 

 

 

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Kommentare (7)

Niekisch

17. Mai 2020 16:47

" Hans-Dietrich Sanders »Die unpolitischen Prämissen des deutschen Niedergangs« (hier zu lesen)."

Nach wie vor klassisch dissidentisch. So wie Dr. Hans-Dietrich Sander hat außer Ernst Niekisch niemand den Finger in die deutschen Wunden gelegt.

Laurenz

17. Mai 2020 19:44

Werter Herr Schick, hab dieses Audio durchgehört. Um den Auslöser Krise herum, driftete die Debatte ansatzlos vom verblaßten Wertekostüm des Glaubens & der "überflüssigen" kirchlichen Institutionen in die Ökonomie, weil Felser oder Lehnert meinte, die Runde würde zu philosophisch. Damit konnte ich mich wenig anfreunden. Man hätte hier lieber 2 Gesprächsrunden (gerne an demselben Abend) produzieren können.

Ganz abseits der Glaubensfrage, (die nur jeder sich selbst beantworten kann,) stellt sich mir historisch die Frage, welche "Gute Zeit" der gesunden kirchlichen Institutionen und eines funktionierenden katholischen Werte-Kontextes meinten die 4 Debattierenden? Ich wüßte in 1.675 Jahren staatstragender katholischer Geschichte in Europa und großzügige 1.000 bis 1.520 Jahre katholischer Geschichte in Deutschland nicht eine Dekade zu benennen, mit der man irgendwie glücklich sein könnte. Und wie es sich anhörte, war die Gesprächs-Runde diesbezüglich nur für 27-28% der Bürger repräsentativ. Christliche Werte existieren erst etwa seit 1730, weil ungefähr zu dieser Zeit die europäischen Kirchen zumindest teilweise entmachtet wurden, einen weiteren Macht-verlustigen Schub gab die Säkularisierung Bonapartes. Erst dadurch wurde der Raum geschaffen, den man, geprägt durch den Humanismus "christliche Werte" nennt. Frage: Hatte sich das irgendwann politisch ausgewirkt? Wenn ja, wann bitte?

Laurenz

17. Mai 2020 19:47

Die Krisen-Ökonomie-Debatte war dann doch recht allgemein gehalten. Ich konnte mich mit der grundlegenden, doch wenig definierten Haltung der Runde anfreunden, aber GK wird mir sicher zugestehen, daß Björn Höcke mehr Schüler in ihren sozialen Verhältnissen in Seinem Berufsleben persönlich erlebt hat, als GK Rekruten zu einer noch anderen Zeit. Von daher genießt Höcke sicherlich einen anderen Überblick über die Gesellschaft. Wir haben alle noch die ökonomisch glückliche Zeit von 1965 bis 1985 im Kopfe. Seitdem diese Ära vergangen ist, konsumieren wir mehr als wir produzieren. Da kann uns Herr Felser vergleichen wollen, wie er mag, der Italiener ist 4x so reich wie der Deutsche, und die Wohneigentums-Quote liegt im europäischen Vergleich sehr niedrig bei knapp über 40%. Der von Frau Kositza, nicht zu Unrecht, geforderte Verzicht (zumindest auf echt Unnötiges), ist purer Luxus. Nur jemand, der etwas zum Verzicht besitzt, kann auch verzichten. In einer Zeit, in der man im Gegensatz zu s.o., zu 2t arbeiten muß, um die Lebenshaltungskosten etc. zu stemmen, und man gleichzeitig für den Steuerzahler extrem teure Kindergarten-Plätze unterhält (zwischen 1.000 und 1.300 Euro pro Monat und Kind), soll ein konservatives oder wirkliches Familienleben wie stattfinden? Solange die AfD nicht klar antritt, die ökonomischen Voraussetzungen zu schaffen, die ein Familienleben wieder ermöglichen, findet keine echte Opposition statt. Daß Höcke sich mit Seinem Rentenkonzept nicht durchsetzen konnte, ist schlimm genug. 

Laurenz

17. Mai 2020 19:48

Aber daß wir trotz der vielen liberalen Weichspüler in der Partei kein entsprechendes Wirtschaftsprogramm auf die Beine stellen konnten, welches wieder Familie ermöglicht und angesichts der "Krise" dringend gebraucht würde, läßt vermuten, daß diese politischen Kreise der AfD gar nichts verändern wollen. Auch hier müssen endlich Patrioten ran.

Gracchus

17. Mai 2020 23:28

Danke für den Kaltenbrunner-Artikel. Der fasst gut zusammen, was konservatives Denken und Handeln ausmacht. 

Laurenz

19. Mai 2020 16:42

Mir ist noch etwas zur Rede von Frau Kositza im Video eingefallen. Die absolute Mehrheit der abstimmenden Relotius-Leser sieht zukünftig keine verstärkte Solidarisierung der Gesellschaft durch die Krise. Die Relotius-Leser werden sich selbst recht nüchtern eingeschätzt haben. Wenn dem so ist, brauchen wir uns nichts vorzumachen, wir sind gerade mitten in einer Nazifizierungs-Phase von oben gelenkt, die Gehorsam, Mitläufer-Mentalität, Denunziantentum etc. fordert und fördert.

Ratwolf

22. Mai 2020 21:10

Ohne Videos geht es heute nicht mehr

Die Beiträge vom IfS heben sich deutlich vom Umfeld ab. Man merkt sofort, dass man hier in einer anderen Welt ist. Abseits von Fast Food und aggressiver Aufmerksamkeitssuche.

Die Krisentrinker sind ein unterhaltsames Format mit einen phänomenal niedrigen Budget (Flaschen mit alkoholischen Getränken)

Die Vorträge erfordern eine höhere Bereitschaft und Aufmerksamkeit. Es ist eben ein anderes Niveau.