15. Juni 2020

Im Zweifel: Trump!

Gastbeitrag / 40 Kommentare

Auf Johannes Poensgens Trump-Analyse antwortet Florian Sander, der meint, daß wir gerade jetzt nicht neutral bleiben sollten.

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Die politischen Verhältnisse in den USA sind für deutsche Konservative – jedenfalls solche, die sich nicht als neokonservativ und transatlantisch ausgerichtet verstehen – immer so eine Sache.

Beginnend beim US-amerikanischen Politikstil und der dort üblichen politischen Kultur, die gerade im dortigen konservativen Lager auf einer grundlegenden Staatsskepsis beruht und sich bereits dadurch vom konservativen Fundament in Kontinentaleuropa unterscheidet, bis hin zu konkreten politischen Inhalten und nicht zuletzt auch außen- und sicherheitspolitischen Fragen – unbestreitbar existieren mitunter große habituelle und inhaltliche Differenzen.

Es ist somit immer in gewisser Weise erklärungsbedürftig, wenn man, wie ich es hier im folgenden darlegen werde, als deutscher Konservativer eine politische Empfehlung hinsichtlich der Positionierung etwa in einem US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf abgibt.

Dies ist freilich nicht die erste: An anderer Stelle stellten wir bereits einmal eine klare Präferenz für die demokratische Kandidatin Tulsi Gabbard dar, welche allerdings – so viel war von Anfang an klar – chancenlos war und später ihren erwartbaren Rückzug von der Kandidatur erklärte.

Insbesondere im Kreise der souveränistisch gesinnten politischen Beobachter erfährt gar der „demokratische Sozialist“ Bernie Sanders aufgrund seiner anti-interventionistischen Ausrichtung eine gewisse Sympathie. Jedoch hat er sich nicht nur mittlerweile ebenfalls von der Präsidentschaftskandidatur zurückziehen müssen, sondern kann auch wegen seiner Unterstützung für illegale Einwanderung und nun die jüngsten linken Krawalle rund um „Black Lives Matter“ selbst von anti-interventionistischen Rechten schwerlich Unterstützung erfahren.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden schließlich verkörpert schon, wie schon vor vier Jahren Hillary Clinton, den Inbegriff des linksliberalen, globalistischen, demokratischen Washingtoner Establishments und ist daher außerhalb jeder Diskussion. Dann wäre da also wieder nur Trump übrig. Wie stehen wir zu ihm?

Das Verhältnis von Charakter und Politik

Vor nicht allzu langer Zeit veröffentlichte Johannes Poensgen – ein, das sollte man in dieser Stelle vorausschicken, vom Autor dieser Zeilen sehr geschätzter Kenner der Internationalen Beziehungen – einen kritischen Artikel über die Rolle und das Wirken des gegenwärtigen US-Präsidenten aus rechter Sicht.

Vielem davon kann man zunächst schwerlich widersprechen: Trump scheint in gewisser Weise eine Art „Dampfplauderer“ zu sein – ein durchweg unideologischer Machtpolitiker, der zuweilen viel erzählt, aber dann hinterher vieles nicht einlöst. Dies vermutlich nicht einmal aus gezieltem Kalkül: Dem impulsiven Narzissten Trump, dessen unberechenbares Twitter-Nutzungsverhalten bereits jetzt einen legendären Status innehat und wohl nicht wenige Regierungsoffizielle und Diplomaten der US-Administration einem Herzanfall nahegebracht haben dürfte, ist durchaus zuzutrauen, daß er das, was er in einem Impuls twittert / fordert / ankündigt, in dem Moment durchaus genau so meint, aber dann hinterher davon abläßt, wenn er sich wieder beruhigt hat.

Und damit sind wir auch schon beim ersten Problem der Person Donald Trump, auf dem auch das linksliberale mediale Establishment seit Jahren nicht müde wird herumzureiten: Seinem Charakter. Ja, es stimmt: Donald Trump ist narzisstisch, rechthaberisch, impulsiv, vermutlich oft ignorant und allzu zu oft unberechenbar. Doch halten wir an dieser Stelle mal mit einer provokativen Frage dagegen: Macht ihn das zwingend zu einem schlechten, für sein Amt ungeeigneten Präsidenten? Aus einem Instinkt heraus würde man hier nun erst einmal ausrufen: Ja, klar! Wer bitte will so jemanden in einem Amt haben, in dem man über Massenvernichtungswaffen verfügen kann? Doch ist es wirklich so einfach?

Wer so – und damit rein individualpsychologisch – argumentiert, hat die Rechnung ohne ein gerade in diesem Fall notwendiges soziologisches, weil systemisches Denken gemacht. Denn: Welche Eigenschaften bei einem führenden Politiker notwendig sind, das entscheidet kein abstraktes moralisches Wertegerüst, sondern die situative politische Rahmung.

Will heißen: Wenn die politische Situation einen Moderator, einen zusammenführenden Mann des Dialogs braucht, dann wäre ein Mann wie Trump in diesem Amt in der Tat grundfalsch. Wenn die Verhältnisse allerdings so sind, daß der – in Europa wie in den USA durchaus heterogen strukturierte – Konservatismus eine „Bastion“ braucht, einen kämpferischen Mann, der gegen äußeren Druck durchhält, der nicht umfällt, der sich nicht vereinnahmen läßt, der bei Druck sogar eher aus narzisstischem Trotz heraus das genaue Gegenteil von dem tut, was mediale und politische Establishment-Zeigefingerschwenker von ihm einfordern – dann ist jemand wie Trump charakterlich genau der richtige Mann zur richtigen Zeit.

Die amerikanische Wählerschaft hat das 2016 erkannt und diesen Mann gegen alle Widerstände des linksliberalen wie auch des neokonservativen Establishments bei Demokraten und Republikanern als Präsidenten durchgesetzt.

Trump und die NeoCons

Viele – auch der Autor dieser Zeilen selbst – waren in den Folgejahren mehr als einmal enttäuscht über die Nachrichten, die man über die Politik der Trump-Administration hat lesen müssen. Freilich nicht so sehr aus jenen Gründen, die uns die Medien tagtäglich über den Präsidenten auftischen, sondern eher vor dem Hintergrund der Desillusionierung, die eintrat bei der Erkenntnis, daß zu vieles eigentlich genauso weiterlief wie unter den US-Präsidenten zuvor, insbesondere hinsichtlich einer eskalativen Außenpolitik im Nahen Osten.

Traurige Tiefpunkte waren in diesem Zusammenhang die Ermordung des iranischen Generals Soleimani, die direkt auf Trumps Konto ging, sowie der Luftangriff auf den syrischen Militärflugplatz asch’Scha-irat.

Es gilt jedoch, wie bei eigentlich allem, die Dinge in den großen Zusammenhang zu rücken. Schon in seinem Präsidentschaftswahlkampf genoß Trump – von wenigen Ausnahmen wie Donald Rumsfeld abgesehen – nicht die Gunst des neokonservativen Establishments seiner Partei, da er insgesamt eher eine klassisch-realistische, paläokonservative Ausrichtung in der Außen- und Sicherheitspolitik vertrat: Protektionismus statt Freihandel, „America first“, keine Weltpolizei-Funktion für die USA mehr, ein Ende der missionarischen Demokratie-Verbreitung und des liberalen Globalismus, der insbesondere der programmatische Kern der Demokraten, aber eben auch der der etablierten Republikaner ist.

Betrachtet man nun die außenpolitischen Schritte seiner ersten Amtszeit mit etwas Abstand, so fällt auf, daß sie insbesondere durch die Kluft geprägt waren, die sich mitten durch den Regierungsapparat und mitten durch die Republikanische Partei zieht.

Auf der einen Seite: Das neokonservative, d. h. militant-rechtsliberale, globalistisch-universalistische und außenpolitisch interventionistische Establishment. Auf der anderen: Die paläokonservative, wirtschaftsnationalistische, außenpolitisch realistische, anti-globalistische und anti-interventionistische (in der Sprache der Gegner: isolationistische) Basis der Partei, besonders in den Südstaaten stark verankert. Trump wird, ebenso wie sein zeitweiliger Chefstratege Steve Bannon, durch die letztere Seite getragen.

In seinem Regierungsapparat steht er, von wenigen Ausnahmen in seinem unmittelbaren Beraterumfeld abgesehen, mit dieser Haltung jedoch relativ allein. Der Regierungsapparat setzt sich primär aus ehemaligen Bush-Regierungsbeamten zusammen, politisch sozialisiert in der Reagan-Ära. Es verwundert nicht, daß dieser – mittlerweile auch gern als „tiefer Staat“ bezeichnet – die politischen Initiativen seines Chefs mehr oder weniger gezielt sabotiert. Trumps partielle – aber glücklicherweise nie wirklich konsequente – außenpolitische Schritte in Richtung Interventionismus dürften in diesem Zusammenhang dem Versuch zuzuschreiben sein, das in eben jenem tiefen Staat personell manifestierte Parteiestablishment außenpolitisch zu besänftigen und sich – gerade in Zeichen politischer Schwäche (Stichwort: Amtsenthebungsverfahren) – dessen weiterer Unterstützung insbesondere im Feld der Innenpolitik zu versichern.

Innenpolitische Erfolge und der Umgang mit den Medien

Und in diesem Feld wartet Trump durchaus mit Erfolgen auf, die auch europäische Konservative zu schätzen wissen können: Seine konsequent konservative, durch eine Null-Toleranz-Strategie geprägte Einwanderungspolitik, die wenn, dann nicht von Trump selbst, sondern nur von Gerichten und politischen Gegnern in Einzelschritten ausgebremst wurde, kann man als europäische Rechte nur mit ausgeprägtem Neid betrachten.

Gleiches gilt für seine konservative Umgestaltung des Obersten Gerichtshofs und seinen wirtschaftlichen Protektionismus. Auch sein durchaus effektiver Kampf gegen Abtreibungen sowie seine von Skepsis gegenüber der These des menschengemachten Klimawandels geprägte Energiepolitik dürften bei weiten Teilen der deutschen Konservativen durchaus anschlussfähig sein. Erinnerungspolitisch stand Trump mehrfach für die kulturell wichtige Bewahrung des Andenkens an Helden der Konföderierten wie Robert E. Lee und Stonewall Jackson und gegen die Abschaffung der traditionellen Südstaaten-Symbolik ein.

In der Frage des Umgangs mit den Medien setzt Trump Maßstäbe, die eben seinem – in der unmittelbaren Interaktion vermutlich höchst anstrengenden, aber in diesem Kontext hilfreichen – Charakter geschuldet sind: Im Gegensatz zu den „bürgerlichen“ Politikern hierzulande verfügt Trump über eine Art trotzige Unbeirrbarkeit, die zuverlässig gewährleistet, daß er gegenüber dreisten „journalistischen“ und „zivilgesellschaftlichen“ Kampagnen nicht einknickt, wie dies hierzulande der Fall ist (jüngstes und eindrucksvollstes Beispiel: das Verhalten von CDU und FDP nach der Wahl von Thomas Kemmerich in Thüringen mit den Stimmen der AfD), sondern seine Sache stur durchzieht – und dies vermutlich demonstrativ noch engagierter als vorher.

Daß er damit nicht gegen den gesamten tiefen Staat bzw. Regierungsapparat und Polit-Establishment ankommt und dieser ihn immer wieder zu sabotieren versucht – wie es etwa auch bei seinem durchweg richtigen Ansinnen, die Antifa zur Terrororganisation zu erklären, der Fall sein dürfte – ist klar und nicht verwunderlich. Aber eines ist ebenso klar: Trump ist eine konservative Bastion in einem durchweg linksliberalisierten, globalistischen Territorium.

Gerade und insbesondere (!) aus einer metapolitischen Betrachtungsweise heraus kann eine solche Bastion, an derart hervorgehobener Stelle, an der Spitze der (bislang jedenfalls) größten globalen Wirtschafts- und Militärmacht, nicht als relevant genug eingeschätzt werden, selbst wenn in einzelnen Politikfeldern der rechte Erfolg ausbleibt oder von der Macht der Institutionen ausgebremst wird. Und dies gilt nicht nur im Sinne eines „kleineren Übels“ und vor dem Hintergrund eines politischen Konkurrenten, der politisch-programmatisch nahezu vollends, wie schon die Clintons, dem Feindbild eines jeden (echten) Konservativen entspricht.

Die metapolitische Perspektive

Dies gilt eben auch aus einer sehr grundsätzlichen Perspektive heraus, im Rahmen derer Trump und die (im Vergleich zum Establishment eher wenigen) mit ihm verbündeten Institutionen – Breitbart, Fox News etc. – durchaus imstande sind, innerhalb gesellschaftlicher Diskurse Definitions- und Deutungshoheiten, politische Semantiken zu beeinflussen und zu prägen.

Es hat eben durchaus eine (wenn auch vielleicht eher langfristig beobachtbare) Wirkung, wenn ein US-Präsident in Zeiten eines globalisierten, bunten, BLM-geprägten Einheitsbreis im Rahmen des für ihn politisch Möglichen dagegenhält und diskursive Bastionen sichert anstatt sie schulterzuckend-opportunistisch preiszugeben.

Manch einer mag dies als langfristig hoffnungslose Abwehrkämpfe ansehen, jedoch würde dies dann so gut wie für jede konservative Bewegung in Nordamerika wie in Europa gelten und wäre daher ob dieses (wenn auch leider für Rechte nicht untypischen) inhärenten Kulturpessimismus kein gültiges Gegenargument gegen eine Unterstützung Trumps.

Sicherlich steht Trump einer politischen, medialen und gesellschaftlichen Übermacht gegenüber. Sogenannte Verschwörungstheorien enthalten in nicht wenigen Fällen eben doch, bei allem Überziehen, aller Melodramatik, allem Mystifizieren politischer und globaler Zusammenhänge, einen wahren Kern: So auch die problematische QAnon-Theorie, die eben jene durchaus epochal zu nennende Auseinandersetzung mit einer für Massen anschlußfähigen Erzählung ausstattet.

Kaum jemand, der das weltpolitische Geschehen genau beobachtet, wird bestreiten können, daß es klare ideologische und vor allem interessensgesteuerte Überschneidungen gibt zwischen globalistischer Agenda, Großbanken der Wall Street und politischen und medialen Eliten. Bereits der frühere US-Präsident Dwight Eisenhower warnte in seiner Abschiedsrede von 1961 vor einem „militärisch-industriellen Komplex“, der einen unbefugten Einfluss auf die Regierung ausübe. Im Kern bedeutet dies nicht weniger als eben jenen tiefen Staat, gegen den Donald Trump noch heute agiert, jene gar nicht so geheimen Netzwerke aus Finanzindustrie, Militär, Polit-Establishment und Massenmedien. War Dwight Eisenhower auch „Verschwörungstheoretiker“? Schwerlich.

Eine zentrale Wegmarke im Zusammenhang mit der wichtigen Rolle, die Trump in der Auseinandersetzung um Deutungshoheiten im politischen Diskurs spielt, wurde nach den Protesten in Charlottesville 2017 sichtbar. Hier kam es zu mehreren Stellungnahmen Trumps, im Rahmen derer dieser das bis dato allgemeingültige Mainstream-Narrativ der generellen Unschuld der politischen Linken und der automatischen Verdammung der politischen Rechten merklich in Frage stellte – ein für einen US-Präsidenten bis dato unerhörter Vorgang!

Da sprach das US-Staatsoberhaupt doch tatsächlich – rechte Demonstrationsteilnehmer meinend – von „sehr anständigen Leuten“. Nur ein paar wenige Worte, mag da der kulturpessimistische Skeptiker erwidern. Doch was zunächst nur wie wenige Worte scheint, ist eben letztendlich auch ein diskursiver Geländegewinn, ein Aufbrechen einer jahrzehntelang währenden diskursiven Mauer, die sich nun, wenn auch nur wenige Zentimeter weit, zu öffnen scheint.

Es ist eine metapolitische Verpflichtung, derlei Entwicklungen nicht zu ignorieren, so sehr bestimmte Schritte der Trump-Administration in anderen Politikfeldern den europäischen Beobachter mitunter auch schmerzen mögen. Am Ende geht es schlechterdings um mehr als das.


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Kommentare (40)

RMH

16. Juni 2020 12:25

Man kann es auch kürzer formulieren:

Bei einer Wahl zwischen Biden und Trump ist Trump nicht einfach nur das kleinere Übel, sondern klar der Bessere, ohne dass damit der Beitrag von Poensgen überflüssig werden würde.

Freier

16. Juni 2020 12:43

>Seine konsequent konservative, durch eine Null-Toleranz-Strategie geprägte Einwanderungspolitik

 

Irgendwie gewinne ich den Eindruck, wir reden von verschiedenen Menschen:

"I want people to come in the numbers numbers ever!"

https://youtu.be/n6GXRUDb8r4?t=53

 

Wenn das konservative Einwanderungspolitik ist, bin ich wohl kein Konservativer.

 

Ein gebuertiger Hesse

16. Juni 2020 12:53

Gut, wenn ein Artikel von der Detail-Kritik an Trump weggeht und die Linse auf das große Ganze aufzieht. Das instruiert, mitunter generös zu sein - wichtig gerade für intellektuelle Leute.

Der_Juergen

16. Juni 2020 13:41

Sehr guter Artikel. Ich gehe davon aus, dass auch scharfe Trump-Kritiker wie Poesgen, wären sie US-Bürger, ihre Stimme selbstverständlich ihm geben würden, da sie ihn zumindest als das kleinere Übel betrachten.

Trumps Untätigkeit angesichts der beispiellosen Vorgänge in den USA - man sehe sich die letzten Videos von Tucker Carlson an - geht vermutlich auf das Kalkül zurück, dass die  Mehrheit die Nase voll von den Krawallen und der Hetze hat und darum Trump wählen wird. Das Kalkül wird wohl aufgehen, aber das ändert nichts daran, dass ein Präsident, der in solchen Stunden zwar twittert, aber nichts tut, nicht das erforderliche Format hat. Dass der Präsident wirklich gegen den Tiefen Staat zuschlagen wird, glaube ich immer weniger - und ohne einen solchen Schritt sind die USA nicht zu retten; es ist die letzte Chance, einen furchtbaren Bürgerkrieg zu vermeiden. Und warum hat Trump die katastrophale Corona-Quarantäne verhängt, die den unter ihm erreichten wirtschaftlichen Aufschwung zunichte gemacht hat? Schlechte Berater? Warum hat er dann keine guten ernannt?

Manche sind eben berufen, aber nicht auserwählt.

 

Maiordomus

16. Juni 2020 13:43

Das war eine analytisches Gesellenstück von Florian Sander.  Jenseits von Eiferei eine stocknüchterne, auch hervorragend strukturierte politische Bestandesaufnahme. Realistische politische Analysen können weder aus einem Fan-Gesichtspunkt geleistet werden noch in der Art, wie man die Welt gerne sehen würde. Tut mir leid: Poensgen hat gegen diesen Beitrag kaum einen Stich, wiewohl, wie Sander mehr als nur andeutete, vieles in seinem Artikel durchaus zutreffend gesagt war. Doch gilt leider für ihn wie für andere auf dieser Seite gelegentlich das Motto Kants. "Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis."

Der_Juergen

16. Juni 2020 13:45

Hier der Text eines wahrhaft erstaunlichen Briefs von Kardinal Vigano an Trump. In der Lückenpresse war darüber wohl nichts zu lesen.

https://www.youtube.com/watch?v=pnd4QWpWJPM

Seneca

16. Juni 2020 14:04

Der Gastbeitrag bringt das Dilemma ganz gut auf den Punkt. Auch Ann Coulter wird trotz ALLEM zur Wiederwahl von Trump aufrufen. Das DENNOCH muss aber stetig und ganz scharf von allen kritischen Beobachtern im eigenen Lager herausgearbeitet werden. Das betrifft das Verhältnis zur AfD gleichermaßen.

Fritz

16. Juni 2020 14:17

Zustimmung im wesentlichen. Es ist doch bezeichnend, wie unseren Medien regelmäßig der Schaum vor den Mund tritt, wenn sie über Trump berichten. Sogar George W. Bush wird als Kronzeuge gegen ihn akzeptiert, wenn er sich Trump-kritisch äußert, dabei ist er ein übler Finger. Trump hat weder andere Länder militärisch überfallen, noch Gefangene in Geheimgefängnissen foltern lassen wie Bush, aber das spielt keine Rolle, wenn einem die ganze Richtung nicht passt.

Trump zeigt, dass es anders geht, dass nicht zwangsläufig alle Märkte der Welt mit chinesischen Billigwaren geflutet werden müssen, und dass sich die Massenmigration stoppen lässt (zumindest weitgehend), wenn man die Grenzen dicht macht und die Herkunftsländer unter Druck setzt. Von der famosen Flüchtlingskaravane aus Mittelamerika hat man nichts mehr gehört; die sind alle wieder daheim oder in Mexiko geblieben.

 

In sofern freue ich mich auf seine Wiederwahl. Und die dummen Gesichter in den deutschen Medien.

Laurenz

16. Juni 2020 18:29

@Freier

Deutschland hat eine Bevölkerungsdichte von 231 Einwohnern pro Quadrat-KM, die USA eine von 33. 

Das ist ein qualitativer Unterschied.

Zugegeben, mir würden auch bei uns 33 reichen, aber in Wyoming ist tatsächlich noch Platz. Da wohnt quasi so gut wie niemand.

Augustinus

16. Juni 2020 18:36

Gehört nicht ganz zum Thema ...

niemand würde diesen seltsamen Vogel, der von sich selbst behauptet ein Mann zu sein, als Mann ansehen.

https://www.youtube.com/watch?v=V0yHUDhO2Qo&t=369s

Die Brüste unter seinem grünen T-Shirt korrelieren mit seinem weibischen Gerede.

Ich habe nichts gegen die Angehörigen eines 3. Geschlechts. Nein, ganz im Gegenteil, ich finde es ausgesprochen schade, dass es von den großen Kastratensängern, Carlo Broschi, genannt Farinelli, oder Evangelista Bocchini, keine Tonaufzeichnungen gibt.

Von Alessandro Moreschi gibt es welche.

Allerdings war die damalige Technik nicht in der Lage den Klang seiner "unnatürlichen" Stimme voll zu erfassen.

Aber hört selbst: Ave Maria:

https://www.youtube.com/watch?v=5vDojdvpGOI 

Ich bin nur der Meinung, dass jemand, der kein richtiger Mann ist, sich nicht selbst als solch einen bezeichnen sollte.

Kositza: Das sind zwei wirklich interessante Fundstücke, drum stelle ich sie frei. Nur hab ich bei so kessen Einwürfen aus anonymen Mund leichte Skrupel. Ich meine: Von Ihnen selbst gibt es wohl kein Ganzkörperbild?

Pit

16. Juni 2020 20:05

Das sind berechtigte Punkte pro-Trump, danke. Sie geraten bei mir in Vergessenheit, wenn ich in Sendungen wie "FTN 311" (fashthenation) im 2. Teil höre, welche Kreise Trumps Sieg am Reißbrett entwarfen: Finkelstein und sein Protegé Birnbaum, dieselben Leute und Methoden wie für Orban, Netanyahu uvw. Darum das Verhältnis zwischen Trumps Wahlkampfreden und seinen tatsächlichen politischen Schritten, welche Trump zum "best president Israel ever had" machen, für seine Wähler bleiben hingegen nur Worte, keine Taten.

Interessant für mich dabei, daß also auch Trump (der zum Spaße bisweilen auch Golarnd Bromph, Blongord Drongoff, Brogorn Dungerand, Blingrund Blingoff u.ä. genannt wird) nur ein Produkt der üblichen Kreise ist und nicht im Entferntesten das, was seine Wahlkampfworte sagen... interessant, sage ich: daß "diese Kreise" offenbar unter sich in einem äußerst schweren Konkurrenzkampf liegen. Ihr Problem ist offenbar schon lange nicht mehr, eine Partei zu unterwandern, sondern, welche von BEIDEN von ihnen unterwanderten Parteien, also Reps und Dems, zum Sieg kommt, was dann bedeutet Sieg von Chabad Lubavitch oder Sieg von Säkularisierten oder so.
Mit ähnlichem Schrecken entnahm ich der Sendung "FTN 313", daß die Situation bez. Putin als identisch angesehen werden kann (!).

Inwieweit solche Parteien dann für unsere Interessen arbeiten, kann man sich überlegen.

Simplicius Teutsch

16. Juni 2020 21:26

@Sander: Meine volle Zustimmung: „Im Zweifel: Trump!“

Ihn im Büro, Verein oder sonstigen Bekanntenkreis zu verteidigen, ist kaum ratsam oder machbar. Die Informationslage zu Trump ist in Deutschland eine völlig schiefe Ebene. Es ist schon mutig, beim Trump-Bashing nicht mitzumachen. Sein weit und tief verbreitetes Image ist allzu umfassend negativ. Kein Tag vergeht, an dem Trump nicht in der veröffentlichten Meinung lächerlich gemacht wird oder mit einer verächtlichen Schlagzeile durch den Dreck der höhnischen Medien gezogen wird. Von den feindseligen Titelseiten des SPIEGEL ganz zu schweigen.

Als ohnmächtig dem Zeitenlauf und der Kriminalisierung ausgelieferter Deutscher, wenn ich die falsche Meinung vertrete, ist mir jeder mutige Erfolg und unbeugsame Widerstand von Trump eine Genugtuung. Trump ist kein Dummer. Ich meine, er ist ein nimmermüder Selfmademan, ein starker Einzelkämpfer, der sicher auch Fehler macht und in seiner Art nicht jedem sympathisch ist. Aber in Bewegung bleiben, ist für ihn oberstes Gebot. Er kennt seine Pappenheimer auf jeder Seite.

- Hoffentlich gewinnt er die Wiederwahl. Ob sie ihn dann wegräumen?

limes

16. Juni 2020 21:27

Schön, dass überholte Feindseligkeiten in Frage gestellt und »jene gar nicht so geheimen Netzwerke aus Finanzindustrie, Militär, Polit-Establishment und Massenmedien« angesprochen werden. Patrioten verschiedener Nationen sind natürliche Verbündete gegen jene. Florian Sanders Fazit »Am Ende geht es schlechterdings um mehr … « kann ich nur unterstreichen!

Was überholte Feindseligkeiten betrifft, verweigere ich mich keinesfalls einer sachlichen Revision der etablierten Geschichtsschreibung. Doch soll diese Patrioten verschiedener Völker, die sich für freiheitlich, demokratisch und rechtsstaatlich verfasste Nationen einsetzen, nicht länger entzweien.

@ Fritz schreibt in seinem Kommentar: »Es ist doch bezeichnend, wie unseren Medien regelmäßig der Schaum vor den Mund tritt, wenn sie über Trump berichten. … Von der famosen Flüchtlingskaravane aus Mittelamerika hat man nichts mehr gehört«. Das erinnert mich an das Buch von Juan Moreno zur angeblichen Aufarbeitung des Relotius-Skandals. Dieses Buch scheint mir keineswegs der kritischen Betrachtung des deutschen Journalismus zu dienen, wie der Untertitel verspricht, sondern der Bemäntelung politischer Triebkräfte, die den deutschen Journalismus beherrschen. Dies lässt sich nicht zuletzt daran festmachen, wie Moreno wie selbstverständlich POTUS Trump herabwürdigt und eine Protagonistin aus der Karawane auswählt, die angibt, vor einem prügelnden Ehemann in die USA zu fliehen und die scheinbar über jeden Zweifel erhaben ist.

Hartwig aus LG8

16. Juni 2020 21:30

Klammert man mal die privatesten Dinge aus, so besteht das ganze Leben doch aus der Hinwendung zum kleineren Übel.

Ich halte Sanders Beitrag für klärend; hielt Poensgens Beitrag für eine Tat im Affekt.

Trump ist das schärfste Schwert was wir haben; der Sieg Trumps 2020 ist nicht nur für unsere Sache, sondern für die gesamte Welt ein Muss!

Wir, also meine Kameraden und ich, werden die Präsidentschaftswahl in den USA so begleiten, wie wir eine innerdeutsche Wahl begleiten würden.

 

Wahrheitssucher

16. Juni 2020 21:39

+++ Kein Weltpolizist mehr? Trump kündigt Nicht-Einmischung von USA in fremde Konflikte an - Mainstream schweigt dazu +++

https://t.me/militarbeobachter/1506

 

Maiordomus

16. Juni 2020 22:12

@Pit. "Solche" arbeiten für ihre Interessen, nicht für "unsere". Haben Sie auch schon mal was von Politik gehört?

Der_Juergen

16. Juni 2020 22:23

@Pit

Dass sich Trump während des Wahlkampfs bei der jüdischen Lobby anbiederte - wie es jeder Kandidat, der Wert auf Siegeschancen legt, angesichts der jüdischen Medienkontrolle tun muss - ist verzeihlich. Dass er die US-Botschaft nach Jerusalem verlegt hat, war ein symbolischer Akt, der an den Realitäten nichts änderte. Immerhin hat er sich den Forderungen Israels nach einem Krieg gegen den Iran beharrlich verschlossen, auch wenn er als Trostpflaster für letzteres General Soleimani ermorden liess. Fatal ist aber, dass er sich mit mosaischen Beratern umgeben hat, zu denen sein Schwiegersohn gehört, in der Hoffnung, hierdurch die Unterstützung der US-Juden zu gewinnen. Die grosse Mehrheit letzterer wird aber stets gegen einen "America first"-Präsidenten sein, da die Gefahr besteht, dass dieser einen Befreiungsschlag versuchen könnte, um die USA aus dem Würgegriff dieser Minderheit zu befreien. Von Trump ist das nicht zu erwarten (ja, die Hoffnung stirbt zuletzt, aber seien wir Realisten!). - Zu Putin gäbe es hier noch mehr zu sagen, aber das würde den Rahmen dieser Diskussion sprengen.

Lotta Vorbeck

17. Juni 2020 00:19

@Augustinus - 16. Juni 2020 - 06:36 PM

Augustinus' Ganzkörperbild möge im nichtöffentlichen SiN-Photoalbum gut aufgehoben sein.

Auch ohne in Kurpfuschermanier an vorpubertären Knaben verstümmelnde Operationen zu exekutieren, vermag die Natur ganz besondere, unverwechselbare, menschliche Stimmen hervorzubringen. Ob das Besondere an der Stimme des "Great Pretender" aus der Vermischung von europäisch-britischem und asiatisch-indischem Genmaterial herrührt, kann an dieser Stelle genausowenig beurteilt werden, wie die Frage inwieweit sich Freddy Mercury selbst möglicherweise als Angehöriger eines 3. Geschlechts empfand.

Den "Love-Priest" aus der Nähe Paderborns wird man eher nicht beim Bücher-Café auf dem Rittergut treffen.

Mehr über den "Love-Priest" aus der Nähe Paderborns erfährt man unter Tim K - kein Teil des Systems.

In seinen Büchern beschreibt Tim K., weshalb er in Opposition zum System geriet und in welch perfider Weise eben jenes System die Existenzvernichtungskeule auf den Abtrünnigen niedergehen ließ.

 

Lotta Vorbeck

17. Juni 2020 00:57

@Der_Juergen - 16. Juni 2020 - 01:41 PM

"Trumps Untätigkeit angesichts der beispiellosen Vorgänge in den USA - man sehe sich die letzten Videos von Tucker Carlson an - geht vermutlich auf das Kalkül zurück, dass die  Mehrheit die Nase voll von den Krawallen und der Hetze hat und darum Trump wählen wird."

---

Tucker Carlson über BLM Hysterie

Tucker on the incredible popularity of Black Lives Matter
Black Lives Matter may be the single most powerful political party in the United States. 

 

+ Leute mit geringen Englisch-Kenntnissen finden hier Hilfe: 

YouTube: Automatische Untertitel nutzen – so geht es

Videos in fremden Sprachen sind nicht immer leicht zu verstehen, oft sogar überhaupt nicht. Manchmal gilt das sogar für deutschsprachige Videos. Dafür gibt es automatische Untertitel.

 

Laurenz

17. Juni 2020 02:09

@Augustinus

Moreschi wird der "letzte" Kastrat genannt. Hierbei sollte man sich dessen eingedenk sein, daß der Eingriff meist bei 9-jährigen Jungen vorgenommen wurde, die aus ärmeren Verhältnissen kamen, weil auf einen Kastraten Wohlstand und Privilegien warteten. Aber jeder 2te oder gar 2 von 3 Jungen starben nach dem Eingriff. Im Prinzip lernt man, wenn man die Stimme dazu hat, auf jeder Kontra-Tenor-Schule dieselbe Fähigkeit als Mann hoch zu singen, ohne einen Eingriff vorzunehmen. Die unvergleichliche Reinheit von Jungen-Stimmen ist auch bei Moreschi nicht mehr zu hören.

Hier ein guter Kontra-Tenor, der Klaus Nomis Interpretation vom Cold Song (Henry Purcell-King Arthur, Original ist Bariton) sehr gut singt, auch wenn das Arrangement des begleitenden "Orchesters" für den Allerwertesten ist.

https://youtu.be/w9TPkZQpBOI  (ab etwa 04:45)

hier mit ordentlichem Orchester

https://youtu.be/Q8K8wFk-tn8

Hier mit Orgel-Begleitung, auch ok

https://youtu.be/T9vY3umOvEE

Hier tatsächlich von einem Jungen gesungen.

https://youtu.be/q7vrwet4VmE

Gefühlt existieren auf Jutjub 1.000 Versionen. Die Kontra-Tenor-Szene hat es jedenfalls Klaus Nomi, dem deutschen Konditor in NY, zu verdanken, daß sie ihren Platz in der Kultur-Szene gefunden hat. Klaus Nomi starb 1983 im Alter von 39 Jahren an Immun-Schwäche.

Freier

17. Juni 2020 02:13

@ Laurenz

Also konservative Einwanderungspolitik heißt hier wirklich, "I want them to come in the largest numbers ever"? Nahezu sinngleich mit Claudia Roths "Es sollen alle kommen".

Dann bin ich wohl wirklich kein Konservativer. Ich habe mit dünnbesiedelten Ländern wie Island, den ländlichen USA, Nordschweden, etc. keinerlei Probleme. Im Gegenteil, ich finde das erhaltenswert und äußerst wohltuend. Einwanderung heißt immer, dass sich die Kapitalbasis und Ressourcen eines Landes auf mehr Menschen verteilen. In den USA konnten Einwanderer sehr lange Land einfach den Indianern abnehmen, deshalb war Einwanderung sowohl für die USA als auch für die Einwanderer ein Gewinn. Heute ist das nicht mehr der Fall.

In New York City besteht die Bevölkerung noch zu 17% aus Europäern. Mit Trumps konservativer Einwanderungspolitik werden diese noch schneller USA-weit zur Minderheit. Ich denke, wir alle hier wissen dass dies Versklavung und Tod für die Europäer bringen soll.

Trump hätte aus seiner Position heraus sehr viel erreichen können, aber er hat nichts getan. Letzten Endes ist er zwar kein Linker, aber mehr außer mit Twitter zu trollen und große Reden zu schwingen kommt von ihm nicht. In alten Tagen hätte man einem, der seine Versprechen so bricht Verrat an den eigenen Leuten vorgeworfen.

paernu

17. Juni 2020 08:51

Toller Kommentar, deckt sich in weiten Teilen mit einem Gespräch welches ich langjährigen Freunden in den USA vor einigen Tagen geführt habe. Beide weiß (m+w), relativ wohlhabend, IT-lastig und im Silicon Valley beheimatet. Früher eher Wechselwähler diesmal erneut auf Trump fokussiert.
Die Stimmung beim weißen konservativen Bürgertum geht stark in die Richtung Trump unbedingt zu unterstützen, weil alles was Clinton-nah ist abgelehnt wird.

Der Sohn von Joe Biden soll neben seiner zweifelhaften Rolle in der Ukraine, einen Beraterjob mit einem hohen sechsstelligen Salär aus China haben. Davon habe ich in Deutschland bisher noch nichts gehört, in den USA ist das ein Thema.

Vor einem Jahr hat Friedrich Merz bei einem Vortrag der Finanzbranche darauf hingewiesen, das strukturell-demografisch die Wahlmännerstimmen sich in das Hinterland verschieben. Merz wies daraufhin, dass die Wiederwahl von Trump damit in 2020 wahrscheinlicher wird. Das Gewicht weißer Stimmen (red-necks) würde tendenziell ansteigen.

Meine Bekannten erwähnten ferner das die Unruhen der letzten Tage Asiaten, Hispanics und Schwarze die wirtschaftlich etwas zu verlieren haben auch zu Trump bringen.

Trump steht unter Druck
1. Wenn er schiessen lässt auf den Mob, dann von Linken/Ausland.
2. Wenn er nichts gehen den Mob unternimmt, von seinen konservativen Wählern, die dass dann selbst in die Hand nehmen werden.

Wenn Trump verliert, wird es einen brutalen Bürgerkrieg in den USA geben.

Franz Bettinger

17. Juni 2020 11:06

@Der Jürgen schreibt: „Warum hat Trump die katastrophale Corona-Quarantäne verhängt?" Eben! Mir hat noch niemand erklären können, warum das Abwürgen von Wirtschaft und Leistungsträgern - und das weltweit und sogar in Russland - deep State (oder wem auch immer) irgendwelche Vorteile bringen soll. Ordo ab Chao? Das Herbeiführen einer NWO durch das Herstellen von Not und Chaos? Die Methode scheint mir mittelalterlich. Hat der Teufel nur dieses eine Rezept? Hat er nach 500 Jahren nichts Neues zu bieten? Ist ordo ab chao nicht eine zu dünne Erklärung für all das Absurde, das wir seit 2005, 08, 15 und mit Corona nun seit 2020 in immer schrilleren Versionen vorgeführt bekommen?

Franz Bettinger

17. Juni 2020 12:10

In Sanders Artikel wird der Regierungsapparat (der USA) - welcher sich aus alten Regierungs-Beamten zusammensetzt - als „tiefer Staat“ bezeichnet. Ich glaube, da irrt Sanders. Unter dem deep State versteht man (okay: ich) die global players, die Wallstreet, die Super-Reichen, die alten Geld-Familien, die Rockefellers und Rothschilds, alle jene international agierenden, die sich ad libitum Kanzler und Präsidenten wählen und Marionetten halten (wie Gates und Zuckerberg). Es sind US-Amerikaner, Russen und Chinesen. Was diese Leute verbindet, ist ihr Geld, ihre Macht und ihre Blutlinie. Im Bilderberger und in Davos lassen sie ihre Puppen tanzen. Ich dachte eigentlich, das sei bekannt.

KlausD.

17. Juni 2020 13:19

@Laurenz  17. Juni 2020 02:09

"Die Kontra-Tenor-Szene hat es jedenfalls Klaus Nomi, dem deutschen Konditor in NY, zu verdanken, daß sie ihren Platz in der Kultur-Szene gefunden hat."

Nicht nur - kennen Sie Jochen Kowalski nicht? Bereits in der DDR war er ein international gefeierter Countertenor - und ist es bis jetzt!

https://www.staatsoper-berlin.de/de/kuenstler/jochen-kowalski.279/

Hier klassisch:

https://www.youtube.com/watch?v=G8ZWIMVPKMQ

und hier modern:

https://www.youtube.com/watch?v=3pQuod4zbmg

 

Lotta Vorbeck

17. Juni 2020 14:34

Tucker Carlson: "Black Lives Matter ist möglicherweise die mächtigste politische Partei in den Vereinigten Staaten."

Wie diese Macht dazu führt, dass Politiker diese erkennen und für sich nutzen. Dafür müssen sie natürlich die Interessen von BLM vertreten. Demokratisch-knieend in den Kommunismus

 

https://t.me/ExpressZeitung/4931

 

Pit

17. Juni 2020 15:01

Hallo Maiordomus "16. Juni 2020 22:12", danke für Ihre Antwort. Der Inhalt ist mir nicht völlig klar: wollen Sie damit ausdrücken, daß es selbstverständlich und offensichtlich ist, daß die Parteien nicht für unsere Interessen arbeiten? Daß es offensichtlich ist, daß die Parteien von Leuten bestimmt werden, die andere Interessen haben als wir? Daß diese Leute irgendwie "andere" Leute sind als wir? Daß es also vielleicht in Ordnung ist, daß die Parteien nicht für uns arbeiten, da sie ja von "anderen" Leuten bestimmmt werden und diese "Anderen" ja natürlich für "ihre" Interessen arbeiten?

Würden Sie sich genauer äußern, wer diese "Anderen" sind und was deren Interessen sind und inwiefern sich diese von unseren Interessen unterscheiden? Seit wann ist Ihnen klar, daß die Parteien von "Anderen" bestimmt sind und die Interessen dieser "Anderen" vertreten? Ich habe von Ihnen darüber bisher nichts gehört, aber es scheint Ihnen völlig klar und selbstverständlich zu sein. Gehen Sie davon aus, daß das auch für alle Menschen klar und selbstverständlich ist?

Finden Sie diesen Zustand in Ordnung? Da es eben halt einfach eine politische Tatsache ist? Oder würden Sie anstreben, das zu ändern? Ggf. wie?

(ich halte nichts vom "Siezen" in Internetforen, beuge mich aber für den Moment der hier etablierten Konvention)

qvc1753

17. Juni 2020 16:15

Wenn ein neuer Präsident in den USA antritt, so kann (oder muss) er ca. 4000 Beamte und Abteilungsleiter austauschen. Damit stellt die neue Administration sicher, dass an der Spitze der Ministerien und der Behörden die Politik der neuen Administration durchgesetzt wird. 

Dies hat Trump nur eingeschränkt getan. Es gibt Berichte, das sein Team auf diese Aufgabe nicht vorbereitet war (sei es, weil er selber nicht mit einem Sieg rechnete, sei es, weil er als "Aussenseiterkandidat" gar nicht den Personalstamm hatte oder haben wollte).

Teilweise wurden Behörden nicht mit neuen Behördenleitern versehen, teilweise hat Trump auch diverse Minister oder Mitarbeiter relativ schnell wieder entlassen​.

Persönlich neige ich der Ansicht zu, dass Trump nicht willens war ein entsprechend großes Team auf zu stellen, da er gar keine entsprechende Parteibasis hinter sich hatte. Damit fehlt es ihm aber auch ​​​​​​an der personellen Unterstützung im Behördenapparat. 

Da - im Gegensatz z.B. zu Deutschland - es den Parlamentarischen Staatssekretär nicht gibt und eine Regierung sich nicht wirklich wie eine Firma leiten lässt, stößt Trump immer wieder an praktische Grenzen.Da hilft dann nur der Wutausbruch via Twitter. 
 
Vielleicht ist er aber auch zu erratisch um eine Politik über eine längere Strecke konsistent durch zu halten. 

Laurenz

17. Juni 2020 16:31

@Freier (1)

Ihre Haltung hat jeder verstanden, ich auch, denke ich. Und ich stimme Ihnen zu. Für uns oder die Skandis trifft das auch zu. Wir Deutschen leben in einem völlig überbevölkerten Land. Die Besiedlung der Amerikas ist aber eine andere Geschichte. Die Weißen dort entstammten dem Abschaum Europas, der hier meist nichts zu verlieren hatte. Das Verhältnis der weißen Amerikaner zu uns, zeichnet sich schon bei den Erfahrungen vom Prinzen zu Neuwied ab. https://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_zu_Wied-Neuwied

(Meine subjektive Wahrnehmung ist, daß weiße Amerikaner andere Gesichter haben und vor allem andere Augen, als wir. Gut zu bemerken an den Werken Hollywoods, nehmen Sie Brad Pitt oder Johnny Depp oder auch Juden wie Barbra Streisand. Die haben alle den "blöden" Blick.)

Die Donald Trumps Amerikas sind quasi die Einäuigigen unter den Blinden und das seit George Washington. Man etablierte entsprechend ein Freimaurer-Paradies, und beherrscht(e) damit im Prinzip ganz sozialistisch, größtenteils Mob. Blutrünstiger Mord und Totschlag sind der wesentliche Export-Schlager der USA seit Staatsgründung, eine extrem gewalttätige Nation.

Laurenz

17. Juni 2020 16:50

@Freier (2)

Die Geschichte der Amerikas ist unweigerlich mit der der permanenten Einwanderung und einer multi-ethnisch gespaltenen Gesellschaft verbunden. Ein Beispiel: Während der Ardennen-Offensive 1944 rekrutierte man vor allem schwarze Soldaten um sie der Waffen-SS entgegen zu werfen. Man verfeuerte lieber Schwarze anstatt Weiße als Kanonenfutter. Dazu muß man aber über Schwarze überhaupt erst verfügen und das dazu gehörige Verständnis. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts war klar, daß die gesamte Politik der USA darauf angelegt war, es den alten Herren in Europa (degenerierter Adel) so richtig zu zeigen. Das wurde auch, zugegeben, recht geschickt durchgezogen. Die Macht Europas wurde, auf britisches Bestreben hin, in 2 Weltkriegen gebrochen. 

Von daher, die Weißen der USA haben mit uns nichts zu tun.

Mir ist es recht, wenn unser Folterknecht, die USA, so wie wir sie kennen, vom Angesicht des Planeten verschwindet. Und dazu ist die Einwanderungs-Politik Donald Trumps vorbildlich. Zu retten wären die USA nur durch eine ethnisch bestimmte Sezession, wie Louis Farrakhan es vorschlägt. Aber zum Glück wird das nicht passieren. 

Allerdings werden auch unsere Nachkommen, wenn sie Glück haben, in Reservaten leben.

Nordlicht

17. Juni 2020 18:29

Trump gewinnt ungemein, wenn man an die Alternativen denkt.

Vergleichbares gilt m. E. für die AfD. Wählen wir nicht immer das kleinste Übel?

limes

17. Juni 2020 22:31

@ Laurenz

Ihre so genannte »subjektive Wahrnehmung« und noch so manches andere, das Sie oben von sich geben, ist mir widerlich. Sie verweben des Zustimmens werte Aussagen – beispielsweise zu Natur und Besiedlungsdichte –  mit bösartigen Bemerkungen (»blöder Blick«).

Mit der Behauptung, die weißen Besiedler Amerikas »entstammten dem Abschaum Europas« ziehen Sie ganz schlicht die Formulierungen des von Emma Lazarus in Reime gegossenen US-Gründungsnarrativs ins Negative:

»Give me your tired, your poor,

Your huddled masses yearning to breathe free,

The wretched refuse of your teeming shore.«

»Wretched refuse«, »elender Abfall«, von Lazarus wohlwollend pathetisch so bezeichnet, wären demnach auch Schwarzwaldbauern, die durch Auswanderung der Hungersnot zu entgehen versuchten. »Abschaum«, Laurenz?

Gewiss haben sich Siedler und Gründer der USA vielfach schuldig gemacht. Doch nach Ihren markigen Worten wollte ich Sie, Laurenz, sehen, wie Sie reinen Herzens als ausgewanderter, ausgehungerter Schwarzwaldbauer oder Ire in Amerika Ihr Leben gemeistert hätten.

limes

17. Juni 2020 22:47

@ Laurenz: Ihnen wäre »es recht, wenn unser Folterknecht, die USA, so wie wir sie kennen, vom Angesicht des Planeten verschwindet«?

Auch Sie würden es bitter bereuen, wenn die USA vom Angesicht der Erde verschwinden. Wer steht denn bereit, die Lücke zu füllen? Denken Sie doch beispielsweise an den Würgegriff der Kommunisten in China und das Terrorregime des IS in den befallenen Regionen!

Mir ist realistischer Weise schon bang bei dem Gedanken an den Abzug amerikanischer Truppen aus Deutschland. Ich bin der Ansicht, dass es die Anwesenheit der US-Army ist, die uns angesichts im Innland wachsender Bedrohungen bis jetzt leidlich Ruhe gesichert hat.

Laurenz

17. Juni 2020 23:49

@KlausD.

Na klar, Kowalski, ein absolut toller (internationaler) Künstler. Und die Stimme trägt fast in allen Lagen, wirklich verblüffend grandios.

Klaus Nomi verstand es, (nicht immer optimal), für extravagante Aufmerksamkeit in der Ära des NewWave zu sorgen, trotz Seiner Ihm eigenen Häßlichkeit. Das ist eine beträchtliche Leistung, bei einer im Grunde eher konservativen gesanglichen Darbietung. 

Nach dem was man aus den Dokumentationen erfahren konnte, blieb Nomi auch deswegen alleine und suchte daher gerne die Schwulen-Treffs in Parks, etc. auf, was Ihm quasi den Hals kostete.

Ratwolf

18. Juni 2020 00:23

Die USA sind etwa 8800 km weit entfernt von Europa. Und doch hat die USA so einen großen Einfluß auf die Entwicklung in Europa und anderswo in der Welt. Der jeweilige US-amerikanische Präsident ist ein Teil dieses Einflusses.

Maiordomus

18. Juni 2020 06:08

@Pit. Trump sieht sich nicht als Wahrer deutscher Interessen. Solche müssten von Deutschland aus wahrgenommen werden, und zwar überparteilich.

Der_Juergen

18. Juni 2020 09:28

@limes

So, Sie wollen also angesichts der "im Inneren wachsenden Bedrohung" die US-Truppen behalten? Vor wem schützen die uns denn? Vor der ständig wachsenden Willkür des antideutschen Regimes, vor der Antifa, vor der Migrantenkriminalität, vor den verheerenden Auswirkungen des Corona-Hypes? - Mit dem IS und ähnlichen Terroristen würde ein selbstbewusstes Europa schon selber fertig. Und China bedroht uns vielleicht wirtschaftlich, nicht jedoch militärisch oder ideologisch. Stehen etwa die Chinesen hinter Umerziehung und Umvolkung, sind es die Chinesen, die den Begriff "Rasse" aus dem Grundgesetz tilgen wollen, mit der schwachsinnigen Behauptung, es gebe ja gar keine Rassen? - Was in Ihrer Wortmeldung noch fehlt, ist eine Warnung vor dem aggressiven Putin. Bauen Sie die noch ein, und Sie können Ihren Kommentar in der Bildzeitung veröffentlichen und zudem der AFD beitreten, deren Führung die Besatzer ebenfalls in Deutschland behalten will. (Siehe Gaulands Gejammer über den angekündigten Abzug von 10.000 US-Soldaten.)

Lotta Vorbeck

18. Juni 2020 11:57

@limes - 17. Juni 2020 - 10:47 PM

"Mir ist realistischer Weise schon bang bei dem Gedanken an den Abzug amerikanischer Truppen aus Deutschland. Ich bin der Ansicht, dass es die Anwesenheit der US-Army ist, die uns angesichts im Inland wachsender Bedrohungen bis jetzt leidlich Ruhe gesichert hat."

---

Die spannende Frage, welche sich momentan nicht beantworten läßt lautet: Wie werden sich diese Truppen und deren ebenfalls bewaffnete "zivile Mitarbeiter" - insgesamt ergo etwa 100.000 Mann, verhalten, wenn die Merkel-Junta ernsthaft unter Druck gerät?

Siehe auch Peter Orzechowski Autor des Buches "Besatzungszone" im Gespräch mit Markus Gärtner

Die USA wollen das gegenüberliegende Ufer sichern

veröffentlicht am 11.02.2020

 

limes

18. Juni 2020 14:42

@Der_Juergen

An der entscheidenden Stelle verwenden Sie korrekt den Konjunktiv: »Mit dem IS und ähnlichen Terroristen würde ein selbstbewusstes Europa schon selber fertig«: würde!

Wie selbstbewusst EU-Europa ist, kann aktuell in Dijon bewundert werden.

Die Chinesen stehen zwar nicht hinter der politisch forcierten Masseneinwanderung, Umerziehung im Sinne der KPCh jedoch und die dazu notwendige Implementierung von Überwachungs- und Unterdrückungssystemen sehe ich schon als Gefahr an, gegen die allerdings nicht die US-Army schützen wird. Darauf bezog sich meine Erwähnung Chinas auch nicht, sondern auf Laurenz‘ Wunsch, die USA mögen vom Angesicht der Erde verschwinden.

Eine Warnung vor Putin – die Sie unterstellen – liegt mir mehr als fern. Ich würde im Gegenteil eine größere Annäherung befürworten, auch wenn dies in den USA nicht geschätzt wäre. Vielleicht ist es eine naive Hoffnung, aber Deutschland könnte – entsprechende Änderung der hiesigen politischen Machtverhältnisse vorausgesetzt – eines sehr schönen Tages womöglich ausgleichend wirken. Nun bin ich aber auch beim Konjunktiv angelangt. :o)

Wahrheitssucher

19. Juni 2020 00:36

Zu obigem Link:

US-Präsident Donald Trump nahm heute, wie bereits versprochen, an der Abschlussfeier der wichtigsten Militäruniversität des Landes teil - der West Point Academy.
> "Amerikanische Soldaten sollten andere Länder nicht wieder aufbauen. Die Aufgabe amerikanischer Soldaten ist es, ihre Nation vor Feinden zu schützen. Wir beenden die Ära endloser Kriege. Wir sollten nicht die Konflikte anderer Menschen in fernen Ländern lösen, von denen viele nicht einmal wissen. Wir sind kein Weltpolizist. Wir müssen schützen." sagte Trump während seiner Rede vor jungen Offizieren.

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