12. Oktober 2020

Sonntagsheld (161) – Alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren…

Till-Lucas Wessels / 15 Kommentare

...dürfen keine Skandinavier sein!

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

Daß es nichts skandinavisches, indes aber viel nicht-skandinavisches gibt, wissen Sie, werte Leser, ja spätestens, seitdem wir uns Anfang des Jahres im Rahmen dieser Kolumne gemeinsam einem filmischen Machwerk der Scandinavian Airlines gewidmet haben.

Neue Erkenntnisse im Bereich der Non-Skandinavistik liefert nun ein Artikel auf der Homepage von National Geographic:
Die Wikinger – eigentlich DER Exportschlager der Nordlande – waren, so stellt eine im Fachmagazin Nature erschienene Studie begeistert fest, keine ethnisch homogene Gruppe. Erschienen ist der Artikel unter dem reißerischen Titel: „DNA-Studie zu den Wurzeln der Wikinger: Weder blond noch skandinavisch”.

Wie Sie sich vorstellen können, sitzt der Schock tief. Für viele Skandinavier und Wikinger-Fans dürfte durch diese Studie ihr felsenfestes Weltbild vom blonden Barbaren gehörig ins Wanken geraten. Denn sie müssen sich belehren lassen: „Die Wikinger waren ein bunter Haufen ohne einheitliche Ethnie oder Nation.“ Insbesondere der derzeit in Gründung befindliche Zentralrat der Wikinger in Deutschland ist schwer empört und gab bekannt, eine Verfassungsbeschwerde beim nächsten Allthing in Haithabu einreichen zu wollen. Auch Vertreter wikingischer Minderheiten in Schweden und Norwegen kündeten Protestkundgebungen an, welche jedoch an den vorherrschenden Corona-Bestimmungen scheiterten.

Spaß beiseite: Natürlich ist das ein großer Strohmann. Selbst in den verwirrtesten Winkeln der Rechten habe ich noch nie jemanden getroffen, der „die Wikinger” ernsthaft für „eine eigene ethnische oder regionale Gruppe von Menschen mit einer reinen‘ genetischen Blutlinie” gehalten hat. Wenn der Begriff überhaupt als (Selbst-)bezeichnung verwendet wurde, bezog er sich auf den Akt der (Raub-)seefahrt. Um so interessanter ist es allerdings, sich nicht nur über die offensichtlich politisch motivierte Überschrift zu echauffieren, sondern ein wenig weiter im Text zu stöbern.

Nach einigen oberflächlich einleitenden Worten, die sich den seetüchtigen Nordmännern widmen, rücken die Autoren nämlich mit den Hintergründen der Studie heraus: „Die „Nature“-Studie untersuchte die genetischen Daten von 442 Menschen, deren Überreste aus der Zeit von etwa 2400 v. Chr. bis 1600 n. Chr. stammen. Alle wurden in Gebieten begraben, in die sich die Wikinger einst ausgebreitet hatten. Einige hatten einfache Gräber an weit entfernten Orten wie Grönland, andere wurden mit Artefakten im skandinavischen Stil wie Münzen, Waffen und sogar ganzen Booten bestattet.“

Wer kennt sie nicht, die brutalen Seeräuber aus den sturmumtosten Fjorden, die mit ihren Kaperfahrten begannen, als in Mesopotamien gerade das Gilgamesch-Epos niedergeschrieben wurde und insgesamt 4000 Jahre lang den Kontinent terrorisierten, bevor sie sich im Jahr 1600 – vielleicht angesichts des herandräuenden Dreißigjährigen Krieges - zur Ruhe setzten?

Viel interessanter – und im Artikel überraschend wenig gewürdigt – ist da doch die Tatsache, daß bei den fast 450 aus ganz Europa zusammengeklaubten Skeletten aus vier Jahrtausenden, die in der Studie durchsucht wurden, zwar durchaus eine innereuropäische Varianz (vulgo „Vielfalt") nachgewiesen werden konnte, Spuren außereuropäischer Populationen aber offenbar weitestgehend fehlen: „‚Viele Wikinger sind gemischte Individuen‘ und hatten beispielsweise Vorfahren sowohl aus Südeuropa und Skandinavien oder sogar samischen und europäischen Ursprungs.“ In Anbetracht der Tatsache, daß ihre Handels- und Raub- und Entdeckerfahrten die Wikinger bis nach Afrika und Asien führten, ein durchaus beachtliches Detail.

Die Antwort auf die Frage, weshalb Wikinger jetzt gar keine blonden Haare hatten und unter ihnen auch keine Skandinavier waren, wie es die Überschrift insinuiert, bleiben die Autoren schuldig. Wenigstens mit dem Schlußsatz des Artikels erkläre ich mich indes einverstanden: „Migration war schon immer ein Faktor in der Geschichte der Menschheit“. Nein, wirklich. Wer hätte das gedacht?!


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.


Kommentare (15)

RMH

12. Oktober 2020 07:23

... und der Sonntagsheld ist damit Hägar der Schreckliche?

Da Urlaub in Dänemark seit einiger Zeit in Mode gekommen ist, empfehle ich den Besuch des Museums in Jelling. Da kann man - wie in vielen anderen Museen Dänemarks auch - erleben, wie unverkrampft mit Vergangenheit umgegangen werden kann und man kann u.a. multimedial, -visuel schon einmal den Einzug nach Walhalla proben ...

PS:  Jedes europäische Volk beruht auf einer anfänglichen Mischung - welch Überraschung! Das hat sogar der als Tabu geltende notorische H.St. Chamberlain in seinen Grundlagen des 19.Jhdts vor mehr als 120 Jahren so dargestellt (siehe Kapitel: Das Völkerchaos).

quarz

12. Oktober 2020 08:26

"filmisches Machwerk der Scandinavian Airlines"

Als ich vor einiger Zeit nach norwegischen Wanderrouten googelte, wurde ich auf ein bemerkenswertes Phänomen aufmerksam. Mir wurden vom Suchprogramm verschiedene Youtube-Videos nahegelegt, unter denen in auffälliger Häufung (ich weiß nicht, ob man bereits von einem Genre sprechen kann) Video-Blog-Sequenzen vorkamen, die durch folgende Gemeinsamkeit gekennzeichnet waren.

Junge skandinavische Frauen berichten regelmäßig in schwärmerischem Ton von ihrem abgeschiedenen Leben in der Natur weitab der dichten Siedlungsräume. Sie zeichnen Bilder von ihrem Dasein, die man unter Kitsch rubrizieren würde, wenn da nicht ein ehrlicher Grundton alles durchwebte. Die staatsideologisch verordnete "neueVielfalt" kommt nicht einmal in homöopathischen Dosen vor.

Und diese Videos generieren z.T. 10-20 Millionen Klicks. Man braucht vermutlich kein Tiefenpsychologe zu sein, um zu ahnen, dass da eine Sehnsucht nach etwas zu Ausdruck kommt, das explizit nicht gesagt werden darf.

 

Volksdeutscher

12. Oktober 2020 08:34

Es gibt viel pseudowissenschaftlichen Schwachsinn auf You Tube und auf Wikipedia. Oft werden sie in politischer Absicht hochgeladen und verbreitet. Die Leute, die das betreiben, müssen dessen bewußt sein. Das beginnt schon mit der Behauptung, daß es skandinavische Sprachen gibt. Die gibt es eben nicht. Skandinavisch ist ein geografischer Begriff und kein linguistischer. In der Linguistik benutzt man den Terminus germanische Sprachen. Skandinavien ist eine Region in Nordeuropa und bezeichnet im eigentlichen Sinne das Staatsgebiet von Schweden und Norwegen. Selbst Dänemark (ebenfalls das Gebiet eines ehemaligen Wikingervolkes) gehört geografisch nicht dazu! Und Finnland gehört geografisch, ethnisch, sprachlich und kulturell nicht dazu. Es gibt doch auch keine südeuropäische Sprachen oder osteuropäische Sprachen... Warum hat man dann gerade jene Region Europas für die Verfälschung herangezogen? Was soll die falsche Bezeichnung? Für mich offensichtlich: der Terminus skandinavisch soll germanisch ersetzen, verdrängen und so unsere gemeinsame Sprach- und Abstammungsgeschichte mit ihnen zerstören. Auf Wikipedia wird sogar behauptet, daß die Verwandtschaft des Gotischen mit den nordgermanischen Sprachen "umstritten" sei. Durch wen denn? Wer einen gotischen Text in der Hand hatte und allgemeine Kenntnisse der germanischen Sprachen besitzt, weiß, daß es ein Unsinn ist. Wo behauptet wird, daß nichts mit nichts verwandt sei: Ist das nicht Atomisierung mittels Individualisierung?

Franz Bettinger

12. Oktober 2020 09:40

Wer etwas über die Wikinger wissen will, soll das sehr unterhaltsame Buch lesen: „Die Abenteuer des Röde Orm" von Frans Bengtsson. Der Leser wird nicht nur Gutes über die Nordmänner erfahren. Die Wikinger waren z.B. groß im Sklavenhandel tätig (weißer Sklaven in die arabische Welt) und fielen nicht selten selbst der Sklaverei zum Opfer. 

herbstlicht

12. Oktober 2020 10:09

»„Ich hätte mir die rechnerischen Herausforderungen bei diesem Datensatz nicht träumen lassen“, sagt die Evolutionsgenetikerin Eske Willerslev. Die Professorin für Ökologie und Evolution an der Universität Kopenhagen und Direktorin ihres Exzellenzzentrums für Genetik leitete das Wikinger-Genomprojekt.«

Eske Willerslev

Schmierfink bei NG!

 

Fritz

12. Oktober 2020 10:19

Eine genetische Untersuchung der Einwohner Andalusiens hat ähnliche Ergebnisse zu tage gefördert. In Almeria, Granada und Malaga, wo die arabische Herrschaft am längsten dauerte, finden sich praktisch keine afrikanischen Gene.

 https://elpais.com/elpais/2019/06/04/ciencia/1559654994_049558.html

"Trotz der langen Anwesenheit von Arabern und Nordafrikanern in diesem Teil Spaniens sind ihre genetischen Spuren praktisch nicht nachweisbar. Es gibt da nicht mal signifikante Unterschiede zu anderen europäischen Völkern." (meine Übersetzung)

Der_Juergen

12. Oktober 2020 12:18

@Volksdeutscher

Der Begriff "skandinavische Sprachen" könnte durch "nordgermanische Sprachen" ersetzt werden. Diese Idiome bilden, wie auf den ersten Blick zu erkennen ist, eine eigene Gruppe innerhalb der germanischen Sprachfamilie. Hiervon zeugt der eigenständige Wortschatz ebenso wie gewisse grammatikalische Strukturen, z. B. der suffigierte bestimmte Artikel. Dass Dänemark geographisch nicht zu Skandiniavien gehört, mag durchaus stimmen, ändert jedoch nichts daran, dass die dänische Sprache der norwegischen (in ihrer geschriebenen Form, die Aussprache ist völlig anders) so stark ähnelt, dass man ganze dänische Sätze schreibe kann, die sich nur minimal von den entsprechenden norwegischen unterscheiden. Norweger und Dänen können geschriebenes Schwedisch auf Anhieb zu mindestens 85% verstehen. - Isländisch und Färoisch sind von diesen drei Sprachen recht verschieden, weil sie extrem konservativ sind und sich im Verlauf der Jahrhunderte strukturell und in Bezug auf den Grundwortschaft nur wenig geändert haben. - Dass Finnisch nicht zu den germanischen und somit auch nicht zu den skandinavischen Sprachen gehört, ist weithin bekannt.

Volksdeutscher

12. Oktober 2020 14:15

@Der_Jürgen Das ist alles richtig. Meines Wissens brauchen Dänen, Norweger und Schweden bis zum heutigen Tag keinen Dolmetscher im Umgang miteinander, sie betrachten sich als ein Volk. Allerdings, wie ein dänischer Bekannter mir beteuerte, sei es für Dänen gar nicht so einfach Schwedisch zu verstehen. Sowohl Isländisch als auch Färöerisch sind eigentlich Altnorwegisch, die durch räumliche Isolation sehr konservativ geblieben sind und all dasbewahrt haben, was die "modernen" nordgermanischen Sprachen abgestreift haben. Der suffigierte bestimmte Artikel ist eine Eigentümlichkeit aller nordgermanischen Sprachen. Ob das einen Archaismus darstellt, den die westgermanischen Sprachen durch ihre räumliche Herauslösung aus der nordischen Einheit sehr früh abgeworfen haben, weiß ich leider nicht. Ich meinesteils benutze niemals die Bezeichnung skandinavisch, weil nordgermanisch korrekt und an sich schon eine Unterscheidung zu westgermanisch darstellt. Sprachen werden nicht nach geografischen Begriffen geordnet, was mein Hinweis auf die falsche und nicht existente Unterscheidung von ost- oder südeuropäische Sprachen verdeutlichen sollte. Die sprachlichen Eigentümlichkeiten und der Lebensraum nordgermanischer Stämme haben für Sprachwissenschaftler nie ein Geheimnis dargestellt. Zum Glück haben wir die Edda, die uns mit ihnen unzertrennlich verbindet.

Marc_Aurel

12. Oktober 2020 15:11

Solche und ähnliche Wortmeldungen tauchen ja in den Leitmedien immer mal wieder auf und man lässt sie, zusammen mit anderen Versuchen der Einflussnahme, wie Brandungswellen kontinuierlich gegen die Fundamente der Identität (in den Köpfen) anlaufen, in der Hoffnung auf schleichende Erosion. Der geschilderte Fall ist natürlich besonders grotesk und dadurch, dass die Absicht einen Strohmann aufzubauen besonders offensichtlich ist, schon fast wieder komisch, trotzdem wirkt dieses Gift leider bei vielen. Perfide daran ist vor allem, dass hier Ideologie im Gewand der Wissenschaft daherkommt, aber auch das ist man ja gewohnt (siehe Gender u.a.)

Fritz

12. Oktober 2020 15:57

Ein authentisches Bild der Welt der Wikinger zeichnet Bernard Cornwell in seinen hervorragenden Romanen: https://www.bernard-cornwell.de/buchreihe/uhtred-wikinger/

Beowulf

12. Oktober 2020 16:09

Na zum Glück wurden genug Skelette über einen ausreichend langen Zeitraum untersucht um Varianz zu finden. 
Viel schlimmer wäre es, wenn ein Homo wikingerensis gefunden worden wäre, der eine eigene Menschenart bildet.

Thomas

12. Oktober 2020 20:20

Bin etwas enttäuscht, den Titel des gestrigen Sonntagshelden hätte Michael Wendler bekommen sollen, den hier wahrscheinlich niemand kennt. Ein B-Promi aus der Unterhaltungsbranche, Schlagersänger und DSDS-Moderator bei RTL. Der hat in einem privaten Video der Bundesregierung Verfassungsbruch in der "Corona-Krise" vorgeworfen und die Medien in der BRD als gleichgeschaltet und politisch gesteuert bezeichnet. Nach seinem Bekenntnis gab es eine massive Kampagne aller Rundfunk- und Printmedien gegen ihn, mit dem Ziel, ihn gesellschaftlich, sozial und finanziell zu vernichten, Ehefrau, Freunde und Geschäftspartner unter Druck zu setzen, sich von ihm zu distanzieren, Werbeverträge zu kündigen. Wie immer mit den üblichen Verleumdungen wie Verschwörungstheoretiker, "Corona-Leugner" usw. Bis jetzt hat er aber gegen die ganze Meute tapfer durchgehalten, ich hoffe, dass er dies auch weiterhin tut und andere ermutigt.

https://www.youtube.com/watch?v=XD8jUpVc6Ys

Eldor

12. Oktober 2020 20:22

Immer wieder derselbe (sorry) "Narrativ" von der angeblichen migrantischen Konstanz der Menschheitsgeschichte, so auch verzapft vom grünen TV-Professor Lesch. Und dann natürlich aus Afrika, als ob das vorsteinzeitliche etwas mit dem heutigen zu tun hätte oder eine positive Aussage über die dort zurückgebliebenen wäre.

Die Einwanderung der Neandertaler in das menschenleere Europa fand vor 200 Tsd. Jahren statt, zu einer Zeit, als es auf der ganzen Erde weniger Menschen gab als heute in einer einzigen Großstadt. Eine zweiten Wanderungsphase brachte, beginnend etwa vor 60 Tsd. Jahren, den Sapiens nach Europa, nachdem dessen erster Vorstoß vor 100 Tsd. Jahren stecken geblieben war. Im heutigen Syrien übrigens; was das wohl den Politkorrekten bedeuten mag...? Aber auch das zielte in so gut wie leere Gebiete; denn es gab damals in Europa wohl weniger als 500 Tsd. Menschen.

Diese Verhältnisse zeigen, wie abstrus es ist, historische "Wanderungen" mit der prähistorischen Besetzung leerer Räume zu vergleichen, auch wenn dadurch teilweise vorher dorthin gezogene Menschengruppen eher verdrängt als systematisch ausgerottet wurden. Gewalt und Ausrottunge sind hingegen für die meisten späteren Völkerwanderungen oder Eroberungen verbürgt. Eine Ausnahme ist etwa die deutsche Ostkolonisation.  

Eldor

12. Oktober 2020 20:30

(fortgesetzt)

Nun kann man sich auf den Standpunkt stellen, daß sich nach vielen historischen Fällen der Einwanderung eine "höhere" Kultur durchgesetzt oder andere erhöht habe wie bei den Römern in Germanien oder den Eroberern der heutigen Gebiete Kanadas und der USA. Fairerweise sollte man den islamischen und osmanischen Eroberern in ihrer Zeit dasselbe zugestehen. Gleiches muß man aber beim Zusammenstoß spanischer Desperados mit den Azteken für fraglich halten. Allerdings stieß ja danach ein geordnetes Staatswesen in die Bresche. 

Auf die Raubzüge der Mongolen, Hunnen, Tataren oder Wikinger trifft weder das erste, noch das zweite zu. Sie waren eine Heimsuchung für alle Zielgebiete, und die genetische Vermischung mit deren Bevölkerung eine Folge von Vergewaltigungen und Frauenraub. Wie jemand bei allem Verständnis für die Aufnahme der Wikinger in die heutige skandinavische Folklore darauf kommen kann, deren Treiben als Lehrstück für die heutige - und sogar noch von Regierungen wie der deutschen ermunterte - sog. Zuwanderung zumeist alleinstehender junger Männer aus zurückgebliebenen Weltgegenden anzusehen, erschließt sich mir jedenfalls nicht.

Volksdeutscher

12. Oktober 2020 21:55

Marc_Aurel "Solche und ähnliche Wortmeldungen tauchen ja in den Leitmedien immer mal wieder auf und man lässt sie, zusammen mit anderen Versuchen der Einflussnahme, wie Brandungswellen kontinuierlich gegen die Fundamente der Identität (in den Köpfen) anlaufen, in der Hoffnung auf schleichende Erosion." Sie sehen das sehr richtig, ähnliches Bestreben vermute ich ebenfalls dahinter: Zerstörung von Identität.

@Beowulf - Rekonstruktion von Skeletten darf man nicht für bare Münze nehmen, da Skelette keinen Aufschluß darüber liefern, zu welcher sozialen Schicht derjenige ehemals gehörte und mit welcher Häufigkeit er innerhalb einer Population auftrat. So kann man zwar bescheinigen, daß der Ausgegrabene negroide oder asiatische Gesichtszüge hatte, aber er wird mit  höchster Wahrscheinlichkeit ein Sklave oder ein Gefangener in der Gemeinschaft von Germanen sein oder der das Kind einer arabischen Sklavin von einem Germanen. Dies hochzurechnen und daraus auf die physische Beschaffenheit und ethnische Herkunft eines Volkes zu schließen, wäre purer Fälschung in manipulativer Absicht. Leider geschieht dies oft.

 

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