7. Januar 2021

„Sacco di Washington“ – kein Sturm: Belagerungen!

Martin Sellner / 42 Kommentare

Kein historischer, sondern ein hysterischer Moment der Geschichte offenbarte sich uns gestern auf den Stufen und in den Hallen des US- Regierungsgebäudes.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Der „Sturm auf das Kapitol“, der heute von der Mainstreampresse genußvoll gemolken wird, war weder ein coup d’etat noch ein bewaffneter Aufstand oder gar ein Terroranschlag.

Die Aktion war nichts anderes als ein chaotisches, planloses Happening. Die Implosion der mobilisierten, aber führungslosen Masse lief im wesentlichen gewaltfrei ab. Mißt man sie mit denselben Maßstäben, welche die Mainstreampresse bei den „Black-Lives-Matter“-Plünderungen anlegte, so geht sie auf jedenfalls als „mostly peaceful protest“ durch.

Das derzeit bekannte von drei weiteren Todesopfern findet sich auf Seiten der Demonstranten. Eine Frau wurde von Sicherheitskräften ohne echte Not erschossen. 50 Verhaftete und Sachschaden im überschaubaren Maße verblassen aber gegen den Schockwert und Symbolcharakter des „Sturms auf das Kapitol“. Dieser ist in der Tat gewaltig und wird von den Gegnern Trumps bis ins letzte ausgekostet werden.

Martin Lichtmesz hat in seinem Beitrag alles wesentliche zum doppelten Standard und zur Heuchelei der Mainstreampresse gesagt. Daß es, wie Senatoren in Interviews nach dem Vorfall zugaben, regelmäßig zu Stör- und Protestaktionen kommt, und z.B. im Jahr 2011 linke Demonstranten das State Capitol von Wisconsin stürmten, wird natürlich stur ignoriert.

Die wirklichkeitssetzende Kraft der medialen „Wahrheitssysteme“ ist hinlänglich bekannt. Skandale werden nur ins kollektive Bewußtsein gebracht, wenn sie von rechts kommen. Die Repräsentation eines Vorfalls als mediales Spektakel ist wirksamer und damit „wirklicher“ als der reale Akt. Wir befinden uns daher in einer feindlichen Matrix, die mehr als „unfair“ ist.

Wie in einem Fußballspiel, in dem der Schiedsrichter scharf gegen uns pfeift, beim Gegner aber jeden Verstoß ignoriert, hilft es uns hier nichts, mit Gegenfouls zu antworten. Darauf wartet man nur. Das einzige, was in unserer Macht liegt, ist, dem Gegner so wenig materielles Substrat wie möglich für seine Verzerrungen und Übertreibungen zu liefern. Kurz: wir können sie nicht zwingen die Wahrheit zu sagen, aber wir können sie dazu nötigen, absurd und sichtbar zu lügen.

Leider wurde vor dem Kapitol tatsächlich bester Stoff geliefert aus dem die Medien, Think Tanks und „Experten“ noch jahrelang politisches Kapital schlagen werden. Trumps Plan, in der Republikanischen Partei Hegemon zu bleiben und über die „Stop-the-Steal“-Bewegung seinen Einfluß zu erweitern, könnte jetzt durchkreuzt werden.

Zahlreiche wankende Senatoren, die Trump in mühsamer Kleinarbeit dazu brachte, seinen Kampf gegen Biden zu unterstützen, nutzten die Gelegenheit, um sich wortreich zu distanzieren. Sie stimmten "noch bevor der Hahn dreimal krähte" konkludent für Bidens Präsidentschaft, indem sie keine Einwände gegen die Wahl vorbrachten. Die Beweisvorlagen der trumptreuen Senatoren wurden paradoxerweise ebenfalls durch den "Kapitolsturm" unterbunden. Er verdrängt die Debatte über die Unregelmäßigkeiten bei der Wahl.

Jede Erwähnung wird von den Medien fortan als „Aufruf zum Aufstand“ diffamiert werden. Der „moralische Druck“, der vom Establishment nun auf die GOP-Senatoren ausgeübt wird, hat es in sich. Viele, allen voran Mike Pence, haben sich bereits von Trump abgewandt. Gleichzeitig wird sich die Gruppe der "Trumpisten" radikalisieren und sich ähnlich wie die „Birther-Bewegung“ gegen Obama in eine Fundamentalopposition gegen die Biden-Präsidentschaft verwandeln.

In dieser Spannung zwischen Radikalisierungs- und Distanzierungsspiralen könnte die GOP sogar zerbrechen. Biden hat indes mit seiner Macht über den Senat die perfekte Ausgangslage, um die „Ordnung wiederherzustellen“, also seine Macht auszubauen. Daß Trump auch auf Facebook und Twitter gesperrt wurde und, sofern er seine „Stop-the-Steal“-Linie beibehält, bald gelöscht wird, kommt noch dazu. Massive Repression und strafrechtliche Verfolgungen gegen ihn, seine Familie und seine Unterstützer stehen, während das Establishment der Partei sie im Stich läßt, ebenfalls ins Haus.

Blickt man mit einer akzelerationistischen Brille auf die Ereignisse (also: hofft man auf eine Sezession, hält die US-Demokratie aus demographischen Grünen für rettungslos verloren und sieht in der GOP eher ein retardierendes Element), so war der Sturm auf das Kapitol womöglich ein guter Tag.

Doch ob man diese strategische Ansicht teilt oder nicht, das Chaos war ein taktisches Fiasko, das mittelfristig dem Gegner in die Hände spielt. Es war nicht Teil eines Planes, sondern Ergebnis einer totale Plan- und Führungslosigkeit. Weder ging es um ein durchdachtes metapolitisches Ziel, noch gab es konkrete revolutionäre Pläne zur Besetzung von Amtsgebäuden.

Posierende, bunt verkleidete „dionysische Individuen“, die Souvenirs mitgehen lassen und ihre Füße auf den Amtstisch von Nancy Pelosy legen, zeigen worum es wirklich ging: es war ein Akt der politischen Selbstbefriedigung und emotionalen Triebabfuhr.

Jahrelange Demütigungen und Zensur, die von den Regierung hingenommenen Regelbrüche von Links, von Plünderungen bis zur Besetzung eines Stadtviertels, hatten einen gerechten Zorn aufgestaut. Die dubiose Wahl hatte das Faß nur zum Überlaufen gebracht. Eine Szene, in der Demonstranten einen Haufen Kameras demolieren und dabei „Ihr belügt uns nicht mehr!“ skandieren, zeigt, wie satt man die medialen „Wahrheitssysteme“ hat und wie sehr man sich nach einem Ausbruch aus der Matrix sehnt.

Doch die Feier eines kurzen ekstatischen Krawallmoments ist kein Schritt Richtung Freiheit, sondern verstrickt uns nur tiefer in die Ohnmacht. Die Strategie der Gegner besteht nämlich gerade in der Provokation zur Eskalation mittels Gaslighting und tausend Nadelstichen. Ständige Demütigungen und Beleidigungen, zugelassene Hetze und ignorierter Terror von Links gehen Hand in Hand mit einer ständigen Verschärfung der Repression und Verringerung des Freiheitsraums für Rechte.

Die demographische Ersetzung, die ethnische Wahl, die Zensur und die Meinungskontrolle erzeugen eine engmaschige totalitäre Struktur, die den populistischen Widerstand in Schach hält. All das geschieht aber in kleinen Schritten und unter dem Anschein einer routinierten Demokratiesimulation. Wie ein Soziopath, der sein Opfer gezielt und mit vielen kleinen Angriffen in einen cholerischen Ausbruch treibt, um es dann in noch tiefere emotionale Abhängigkeit zu bringen, so zielt die gesamte Strategie der Globalisten gegen populistischen Widerstand auf Provokation zur Eskalation ab.

Die Zersetzungsstrategie gegen jede legale Oppositionsbewegung und der Raub jeder Plattform der alternativen Öffentlichkeit erzeugen eine Stimmung der Ohnmacht, Hoffnungslosigkeit und aufgestauten Wut. Statt eines „großen Feldzugs“ gegen die Opposition betreiben die Machteliten eine Taktik der tausend kleinen Überfälle, in denen sie alle paar Jahre die bisher aufgebauten Strukturen zerschlagen, oder gezielt einzelne Personen oder Bewegungen ausschalten.

Dabei wird bewußt das offene Verbot so lange vermieden wie möglich. Man hofft darauf, daß der Gegner irgendwann resigniert oder "explodiert", um so den eigenen „Gegenschlag“ zu legitimieren. Der "rechte Terror", der als Phänomen im Jahr 2018 relevant wurde und eng mit dem Rückzug von der Straße und vom Organisationsaufbau in anonyme, digitale Enklaven zusammenhängt, ist ein Ergebnis dieser Strategie, gegen die wir aber nicht machtlos sind.

Der Zorn, der Druck und die revolutionäre Stimmung im Lager der Patrioten ist prinzipiell ein positives Potential. Auch wenn es im "Kapitolsturm" sinnlos verpufft ist und nicht mehr als ein paar Memes und virale Videos hinterlassen wird, könnte eine organisierte und planvolle Herangehensweise aus dieser Stimmung einen wirkungsvolleren Widerstand formen. Als konkretes Beispiel will ich ein anderes Szenario des 6. 1. 2021 entwerfen:

Klar war, daß etwas geschehen mußte. Massenhafte Demos gab es bereits und sie hatten nicht viel bewirkt. Jeder der Zigtausenden, die Trump für diesen Tag in die Hauptstadt zu kommen mobilisierte, war bereits viele Demomeilen marschiert. Auch die Stimmung und Erwartungshaltung, welche die „Stop-the-Steal“-Bewegung rund um das Datum aufbaute, verlangte nach einem revolutionären Akt und einem gewissen „Regelbruch“.

Das, was im Kapitol vor sich ging, war in den Augen der Zigtausenden ein illegitimer, antidemokratischer Akt, der sie moralisch zum Widerstand berechtigte. Jeder einzelne wußte: Heute ist es soweit. Heute wehren wir uns! Doch Trump gab ihnen kein klares Ziel. Stattdessen schickte man die zornigen und erwartungsvollen Demonstranten ohne konkreten Plan und konkrete Führung, ohne Ordner, ohne Ansprache und Hilfe vor das Kapitol. Es war klar, daß etwas geschehen würde. Dass beim „Sacco di Washington“ nur so wenig Sach- und Personenschaden zu beklagen ist, ist ein kleines Wunder für sich.

Doch es gab eine Alternative zum nihilistischen Sturm: die Belagerung. Hätte man vorher geplant, vor dem Kapitol ein Protestlager zu errichten, das sich eventuell bis auf die Stufen erstreckt hätte und damit in Rufweite gewesen wäre, hätte man der zornigen Masse genau das als rebellischen Höhepunkt bieten können.

Tausende hätten sich angeschlossen und sich ein stand-off mit den Sicherheitskräften geliefert. Im Lager wäre ein Widerstandsgefühl entstanden, das sich (Trumps Fans sind darin ja geübt), mit einer Barbecue- und Country-Festival Stimmung vermählt hätte. Die trumptreuen Senatoren, durch den sichtbaren, friedlichen, aber rebellischen Protest bestärkt, hätten womöglich durchgehalten. Nachher hätte man sie bei spontanen Reden vor den tausenden Demonstraten im Lager feiern können.

Von unzähligen Livestreams, improvisierten Bühnen, Veranstaltungen, Ständen, etc. wäre ein medialer "Leuchtfeuereffekt" ausgegangen. Weitere Hundertausende wären bis zum Wochenende nach Washington mobilisiert worden, um das „Lager zu halten“ (Die Bilder vom Sturm hingegen schrecken, selbst die Leute, die sie amüsiert feiern, ab).

In der Haut der Stürmer will jetzt, wo die Repression zurückschlägt, keiner stecken. Einem weiteren Sturm wird sich wohl auch so bald keiner anschließen. Der Protest hätte so über Tage, wenn nicht Wochen ausgedehnt werden können und ebenfalls internationale Schlagzeilen gemacht. Diese - und das ist der Punkt - wären entweder neutraler, oder notwendig ein Gipfelpunkt der Heuchelei gewesen.

Da die Presse damals die „autonome Zone“ der Linksextremen in Seattle beklatschte, wäre jede Kritik an der "Trumpzone" vor dem Kapitol offensichtlich verlogen gewesen. Das hätte zu einer Solidarisierung und Verteidigung auch durch cuckservative GOP-Senatoren geführt. Führer des Protests wären von ihnen vielleicht sogar im Lauf der nächsten Tage als Gäste ins Kapitol eingeladen worden, um ihre Standpunkte und Forderungen zu übermitteln.

Kurz: eine Belagerung des Kapitols wäre ein großer metapolitischer Erfolg gewesen, ebenso rebellisch wie die „Stürmung“, im Unterschied zu ihr aber planvoll und gewaltfrei, kräfteschonend und anschlußfähig. Auch die eindrucksvollsten Bilder des 6.1. vor dem Kapitol hätte man so erzeugen können.

Anders als die Stürmung erfordert die Belagerung aber einen hohen Organisationsgrad, der derzeit weder in den USA noch in Europa im Widerstandslager ausreichend vorhanden ist. Daß Plan und Disziplin jedoch einen Unterschied machen, zeigt das „Reichstagsstürmchen“ in Berlin.

Da die Querdenker tatsächlich einen Plan B für eine weitere kontrollierte Eskalation in der Tasche hatten, war die Besetzung der Stufen nur ein kleiner Nebenschauplatz. Ihr Protestlager floppte zwar, doch band es die Masse der Demonstranten, die "mehr wollten". Hätte es gar keine Leitung und keinen erkennbaren Plan gegeben, wären Szenen wie in Washington samt all ihrer Bewegungsfreiheit und parteipolitischen Folgen auch in Berlin denkbar gewesen.

Was der „Sturm auf das Kapitol“ auf jeden Fall zeigt, ist, daß es in den USA eine kritische Masse an Patrioten aus der Mitte der Gesellschaft gibt, die einen rebellischen Bewußtseinszustand erreicht haben. Sie sehen das derzeitige System als illegitim an, sind bereit auszuscheren, ihr Leben in die Waagschale zu werfen, Regeln zu brechen und Opfer zu bringen. Daß ihr Idealismus nicht in sinnlosen Akten politischer Selbstbefriedigung und vandalisischer Ekstasen verheizt wird, wäre Aufabge einer organisatorischen „Aktivismuselite“, die derzeit bitter fehlt.

Ein Grund dafür ist auch der Triumph der Verschwörungskritik im Jahr 2020, der weite Teile des patriotischen Lagers davon abhält, die Dinge klar zu sehen und volle Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen. Es gibt keinen geheimen Plan und keine „Kavallerie“, die uns retten werden. Wir selbst müssen beginnen, planvoll und methodisch vorzugehen. Daß „Stürme“ keine Protestform des patriotischen Lagers werden dürfen, und wir uns auf „Belagerungen“ konzentrieren sollten, muß auch eine Lektion aus dem vergangenen Jahr sein.


Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.


Kommentare (42)

Solution

7. Januar 2021 22:08

Wollen wir hoffen, daß es nicht ein 2. "Charlottesville" für das Trumplager wird. Auch hier werden die Medien es längstmöglichst ausschlachten und immer wieder darauf zurückkommen. Ebenso werden zahlreiche Leute vor Gericht stehen und empfindliche Strafen bekommen.

Ob tatsächlich eine kritische Masse an Patrioten vorhanden ist, glaube ich persönlich nicht. Gemessen an den 330 000 000 Einwohnern sind es nur kleine, verlaufene Haufen, zumal deren Idol, unter dem sich alle die Unterschiedlichen versammeln konnten, sich anscheinend komplett zurückziehen wird.

links ist wo der daumen rechts ist

7. Januar 2021 22:19

Das ist mit Verlaub der zentrale Gedanke des Artikels:

Was der „Sturm auf das Kapitol“ auf jeden Fall zeigt, ist, daß es in den USA eine kritische Masse an Patrioten aus der Mitte der Gesellschaft gibt, die einen rebellischen Bewußtseinszustand [Hervorhebung @ links ist...) erreicht haben. Sie sehen das derzeitige System als illegitim an, sind bereit auszuscheren, ihr Leben in die Waagschale zu werfen, Regeln zu brechen und Opfer zu bringen. Daß ihr Idealismus nicht in sinnlosen Akten politischer Selbstbefriedigung und vandalisischer Ekstasen verheizt wird, wäre Aufabge einer organisatorischen „Aktivismuselite“, die derzeit bitter fehlt.

Der heroische Ton aber und die Schlußfolgerung sind kontraproduktiv.
Es muß weiter gären und der Unmut darf sich eben nicht politisch eindeutig zuordnen und damit "gängeln" lassen. Es wird bei diesen überhasteten Aktionen bleiben müssen, und es wird weitere Opfer (ohne Stilisierung) geben, ehe neue Formen eines systemkritischen und lagerübergreifenden Widerstands gefunden sein werden.
Die Chance, linke und rechte Globalisierungskritik in den 90ern im Rahmen einer notwendigen Renationalisierung (rechts) bzw. Regionalisierung (links) zu vereinen, wurde ja gründlich vertan. Diese Zeit geht uns ab.
 

anatol broder

7. Januar 2021 22:49

in washington ist es gerade eiskalt. die sommerfestivalstimmung ist so nicht zu erreichen.

über die «bitter fehlende organisatorische aktivismuselite» hätte ich gerne mehr erfahren. ich nahm an, dass sellner wenigstens sich selber für solche hält.

tearjerker

8. Januar 2021 01:55

Belagerungen wären hier passend, denn sie sind genau so fake und gay wie die ganzen Q-, Lin Wood- und Bannon-Aktionen , deren Ankündigungen eher PR als Politik waren und zumeist Absichts-Bekundungen blieben. Wenn‘s ganz dumm läuft gibt‘s dafür noch an die Ohren, weil man nicht durchziehen konnte oder wollte und der Gegenschlag droht. Jetzt hat man halbhart für 30 Minuten Konsequenzen gezogen und es geht eine so-aber-bitte-nicht-Welle aus Distanzierung durch das restrechte Milieu, weil man nicht schnallt, dass es sinnlos ist, sich auf die Einhaltung von Grundsätzen zu berufen, wenn diese einem die Misere erst eingebrockt haben.

Heinrich Loewe

8. Januar 2021 03:33

Warroom, Abendshow. Ein absolutes Meisterwerk! Bannon baut eine Stunde lang, durch sorgfältig aufgebaute Befragung von Augenzeugen (Finchum, Posobiec, FogCityMitch), ivm Filmclips Schritt für Schritt für Schritt faktenbasiert ein Gegennarrativ zu den  völlig durchdrehenden Mainstreammedien auf. Ein Framing-Lehrstück für die Geschichtsbücher.

Zum Schluß Rep. Mark Finchem, Arizona: Am 11. tritt neuer Senat zusammen, sie werden eine forensische Untersuchung für Maricopa County (Phenix, 3/5 der gesamten Wähler des Staates) durchsetzen. Ob Ergebnis bis 20. ist offen. -

In Wisconsin ist Briefwahl nur bei wichtigem Grund erlaubt. Es gab, glaube ich ca. 60.000 Briefwahlstimmen. Ein Gericht hat bereits von ca. 3 Wochen entschieden, daß die Pandemie kein wichtiger Grund ist und somit einen Weg aufgezeigt. Die Marge in W. war auch sehr eng. Die Trump-Kampagne wollte in mühevoller Kleinarbeit (einzeln die Leute aufsuchen) versuchen, genügend unberechtigte Briefwahlstimmen zusammenzubringen. Dort kann also noch ein Urteil erwartet werden. Ebenso könnten also vor dem 20. Januar Georgia und Arizona noch annullieren.

Das liegt jetzt alles völlig in Gottes Hand.

Im Leben geschieht manchmal folgendes: Man kämpft bis zum Äußersten um etwas festzuhalten, und es gelingt einfach nicht, obwohl man auf der „richtigen“ Seite ist. In dem Moment, wenn man es losläßt fällt es einem von selbst zu…

Heinrich Loewe

8. Januar 2021 03:45

 

Trump-Video. Trump gibt niemals auf. Ruhe reinbringen. Die Integrität des Wahlsystems und das Vertrauen der Bürger auf die Wahl wieder herzustellen ist die wichtigste Aufgabe, vor der das Land steht. Ein klares Signal der Versöhnung. Meisterhaft!

50% der Bürger ist sicher, daß die Wahl gestohlen war. Biden hatte einen Weg, das Land zu befrieden: Durch Herstellen völliger Transparenz und Unterstützung jeglicher Aufklärung. Wer unschuldig ist, tut genau dies. Das Gegenteil haben sie gemacht, mit aller Macht…

Perdue wird in Georgia noch den 51. Sitz im Senat bekommen und damit die Mehrheit sichern.

Ein gebuertiger Hesse

8. Januar 2021 09:04

@ Heinrich Loewe

Was Sie schreiben, fährt wie ein unverhoffter Hoffnungsblitz in die Frustration seit vorgestern. Merci. Sie scheinen the ways of the world zu kennen.

Dieter Rose

8. Januar 2021 09:39

Wer weiß genaueres über die unter dem Schutz von State Troopers herbeigekarrten "Stürmer"?

Und eigenartig ist doch das zeitgenaue Zusammentreffen des Sturms mit dem Beginn der Debatte über Wahlbetrug und die Nichtwiederaufnahme dieser Debatte nach Beendigung!

limes

8. Januar 2021 10:18

Danke, @ Heinrich Loewe, so sehe ich das auch.

Ashli Babbitt geht mir nicht aus dem Sinn, die Frau, die »von Sicherheitskräften ohne echte Not erschossen« erschossen wurde, wie Martin Sellner lapidar und ohne den von ihm gewohnten Sinn für das Symbolische schreibt.

Wenn ich an die Getötete denke, höre ich im Geiste die Klänge des Liedes »Maid of Orleans (The Waltz Joan of Arc)« von OMD (Orchestral Manoeuvres in the Dark). Ashli Babbitt war als Air-Force-Veteranin wie Johanna eine Kriegerin. Der wiegende Rhythmus des Musikstückes kontrastiert und kombiniert das weibliche Thema mit militärisch anmutendem Trommelwirbel.

Ashli Babbitt war offenbar unbewaffnet, als sie erschossen wurde. Wer sie auf dem Gewissen hat, tötete eine wehrlose Frau und einen Soldaten auf einen Streich. Man wird ihrer wohl noch lange gedenken: Maid of Washington.

Rosenkranz

8. Januar 2021 10:26

Nein, auch Belagerungen hätten nichts gebracht. Wie wir ja gelernt haben sollten, können sie noch so friedlich daherkommen. Irgendein Anlaß wird der Feind schon konstruieren, um die Sache aufzulösen oder im schlechten Lichte erscheinen zu lassen. 
Wir haben es mit einem übermächtigen Gegner zu tun, der über unglaubliche Ressourcen verfügt und auch gewillt ist uns kleinen aufmüpfigen Haufen zu vernichten. Sparen wir uns die Energie auf diesem Feld anzugreifen.
Die Energie sollte nur da eingesetzt werden können, wo sie etwas bewirkt, nämlich lokal. Leben wir also abseits des Staates und kümmern uns nicht um ihn. Die Wut und der Frust muß in die lokale Raumergreifung vor Ort umgewandelt werden, ohne das an die große Glocke zu hängen. Verschwinden wir also von Twitter und YouTube und sparen wir uns den damit verbundenen Ärger. Lassen wir den Gegner mit sich allein. 

RMH

8. Januar 2021 10:30

Unter dem Strich war Trump - trotz seiner außenpolitischen Erfolge (oder besser: glücklichen Unschädlichkeit) und auch seinem für die US-Wirtschaft z.T. guten Händchen - in allen Kernpunkten aus Sicht des globalen Patriotismus ein Schaumschläger. Den halbherzig vorgetragenen "Sturm" aufs Capitol, bei dem sich nach den Videos die Besucher (ist das eigentlich passende Wort - Mob war das schon mal gleich keiner) des Capitols sogar an die abgesperrten Besucherwege gehalten haben, baden nun diese braven US-Patrioten aus. Etliche werden in den Knast gehen, andere auch ohne Haft ihre Existenz verlieren. Unter dem Strich sind sie schlicht verheizt worden. Und das darf man Trump, Bannon und all den anderen, die beständig getrommelt, aber nicht geliefert haben, durchaus mit Fug und Recht anlasten.

Trump hat noch wenige Tage, wenigstens ein paar Sachen als President Eject gerade zu rücken. Aber vermutlich wird es nicht dazu kommen. Es wird alles verpuffen, die verbrannte Erde noch ein bisschen schwelen und dann wird die schöne neue Welt Stück für Stück umgesetzt werden.

anatol broder

8. Januar 2021 11:02

@ rosenkranz 10:26

Verschwinden wir also von Twitter und YouTube und sparen wir uns den damit verbundenen Ärger.

man kann fremde medien auch ärgerfrei benutzen: nur nehmen, nichts geben.

Laurenz

8. Januar 2021 11:18

 

@Heinrich Loewe

Sagen Sie es uns, wie hoch ist die Reichweite Bannons?

Gotlandfahrer

8. Januar 2021 11:23

@ limes:

Nicht aus Voyeurismus, sondern weil es die Lage kennzeichnet, für die Interessierten hier der Vorgang, die ersten 12 Sekunden reichen, um alles zu sehen (nachdem die zahlreichen Uploads der Szene aus anderen Perspektive im Netzt verschwunden sind):

https://www.youtube.com/watch?v=00AeOUDMKq0&feature=youtu.be&bpctr=1610102818

Glast

8. Januar 2021 11:23

Die MSM frohlocken bereits die frohe Kunde durchs Land, dass die ersten Protestteilnehmer ihre Arbeitsplätze verlieren, darunter ein Lehrer. 

Mit feuchten Höschen wird festgestellt und gehofft, dass weitere Entlassungen folgen könnten. Das ist für unsere Medien wie Weihnachten und Ostern zusammen. 

Gotlandfahrer

8. Januar 2021 12:29

1 von 3

@ tearjerker:

„es geht eine so-aber-bitte-nicht-Welle aus Distanzierung durch das restrechte Milieu, weil man nicht schnallt, dass es sinnlos ist, sich auf die Einhaltung von Grundsätzen zu berufen, wenn diese einem die Misere erst eingebrockt haben.“

Das bringt es denke ich gut auf den Punkt.  Recht kann die Macht nicht schützen, da jedes Recht durch Macht erst wirkt. Macht muss sich legitimeren, aber das ist etwas ganz anderes, wie jede Geisel weiß.  Wenn Trump auf Pence als Silverbullet, als letzte Chance, HOFFEN musste, war das Spiel bereits längst aus für ihn. Ich gebe ja zu, dass auch ich „gehofft“ hatte, aber ich bin auch nicht US-Präsident.  Warum sollte Pence loyal sein, wenn Trump auf ihn angewiesen war? Allein das zeigt, dass es keinen Plan B gab, schon gar keinen Plan Q – denn so ein Plan kann nicht darin bestehen, den GESAMTEN Affenhügel verhaften zu lassen.

Das entscheidende Signal, das klarmachte, dass Trump längst allein dasteht, war das Verstreichenlassen des Termins für die Abgabe des Geheimdienstberichtes zur Einmischung ausländischer Kräfte in die Wahlen, die zur Ausrufung des Kriegsrechtes berechtigt hätte.

Gotlandfahrer

8. Januar 2021 12:30

2 von 3

Ich sage nicht, dass Kriegsrecht hier notwendig oder wünschenswert wäre, sondern, dass es sich um offene Meuterei handelt, wenn der FBI Chef einfach sagen kann "äh sorry, bin noch nicht fertig" und NICHTS daraus folgt.  Trumps fatale Schwäche war es, diese fehlende Loyalität verkannt oder dann nicht umgesteuert zu haben, sondern stattdessen seine Anhänger – nicht nur in den USA - den jetzt kommenden Säuberungswellen ausgeliefert zu haben. Aus ganz hoher Draufsicht kann man natürlich sagen:  Den Kickstart gegeben zu haben, den es braucht, um überhaupt noch der ohnehin laufenden Unterwerfung entgegentreten zu können.

Mir sind ein paar Sätze im öffentlichen Raum aufgefallen, die recht aussagekräftig dafür sind, dass heute, eingebettet in Technologie und „Postmoderne“, ein simpler, alter Vorgang abläuft:

„There are no political solutions.“  “We don’t take it anymore.“ “Violence matters“ (Tucker).

Alte Ordnungen werden von neuen Herren zerstört und mit ihnen die alten Herren und alle, die ihnen anhängen oder geeignet sind, darzustellen, dass dies nicht mehr geduldet wird.  Dazu gehört die Entweihung der alten Tempel, oder einfacher: Die (zeitweilige) Umkehrung der Werte. Nur deswegen BLM, Gender und der ganze Irrsinn.  Es ist gezielte Demütigung, um die alte Herrschaft sichtbar abzukündigen. 

...

Gotlandfahrer

8. Januar 2021 12:30

3 von 3

Demütigungen sind Signale der hierarchischen Neuanordnung (ich muss dabei an die englischen Soldaten denken, die den Bauern, bei denen meine Oma evakuiert war, beim Durchmarsch in die Töpfe… obwohl es nebenan ein WC gab).  Immerhin: Auch neue Herren können eine Gesellschaft nicht mittels Irrsinn bewirtschaften, so dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die alten Tempel für die neuen Herren umgebaut sind und der Irrsinn wieder beendet wird.  Mir tun die Verqueerten im Grunde leid, weil sie nicht wissen, dass sie nur die Mohren sind, die gegangen werden, wenn ihre Schuldigkeit getan ist.  Aber wir dürfen andere Sorgen haben. Zum Beispiel, dass auch wir in Deutschland das alte Bonmot abwandeln werden können zu „Wenn Wahlen etwas verändern würden, werden sie nicht verboten, sondern verändert“.

Macht ist keine Frage der Teilhabe.

@RMH: Zu Bannon und nicht liefern: Seine Rolle ist das Trommeln, und das hat er mit einem bewundernswerten Elan getan.  Vielleicht zu naiv, angesichts seines Wissenkönnens um die Verhältnisse in DC.

Noch ein Hesse

8. Januar 2021 12:44

Mit diesem Text kann ich leider so recht nicht viel anfangen. Versucht Sellner hier nicht etwas zu angestrengt, sich von Q et al. abzugrenzen? Tatsache ist doch a), dass spätestens mit der absurden Wahlnacht vom 03. 11. eine Art Zeitlupen-Putsch der "Demokraten"-CCP-BigTech-Kabale begonnen hat, b) der "Sturm" auf das Capitol GENAUSO inszeniert war wie der auf die Reichtstagstreppe am 29. 08. - und c), dass es eine Kavallerie, nämlich das US-Militär, auf jeden Fall gibt. Ob sie eingreifen wird? Ob uns das helfen wird? Werden wir sehen. Auf jeden Fall finde ich jede Analyse der Situation rund ums Capitol ohne diese Hinweise sehr unvollständig.

@Rosenkranz: Genau, volle Zustimmung.

 

Heinrich Loewe

8. Januar 2021 12:54

@Laurenz

Podcast 25 Mio. weltweit; ca. 6-8 weitere Distibutionen; Ranking Politik USA zwischen Platz 1 und 5

Maiordomus

8. Januar 2021 13:04

@Rosenkranz. youtube wäre nicht schlecht, aber nur, wenn die Zensur systematisch und klug unterlaufen wird; es ist auf Dauer sogar zu plump, sich lediglich auf alternative Nachrichten zu kaprizieren mit Betonung, welch demagogischen Blödsinn die Mainstream-Medien wieder verzapft hätten. Auf Dauer ermüdet auch dies, selbst wenn es im Einzelfall sinnvoll erscheint. Es müssten echte Samisdat-Geschichten erzählt werden, welche langfristig zum Denken anregen und natürlich gilt es sich gegenüber allem offiziell Verlautbarten zu immunisieren. 

Lotta Vorbeck

8. Januar 2021 13:44

@Glast - 8. Januar 2021 - 11:23 AM

"... Das ist für unsere Medien wie Weihnachten und Ostern zusammen."

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Unsere?

Also meine Medien sind das definitiv nicht.

Ein gebuertiger Hesse

8. Januar 2021 13:58

Übrigens, Leute, so wir uns schon im Schützengraben wähnen: Wer behauptet noch gleich, daß das ehrliche Gebet nichts brächte? Wer sich jetzt nicht am inneren Schopf nach ganz oben zu ziehen versucht, vergibt sich im Sinne von Pascals Wette die Aussicht auf Rettung, auch auf das Wunder.

MARCEL

8. Januar 2021 16:17

Die notwendige "Schanzarbeit" patriotisch-revolutionärer Metapolitik ist ein europäisches Phänomen. Von Ausnahmen abgesehen, ist das in den USA einfach zu oberflächlich.

Cugel

8. Januar 2021 17:28

@Maiordomus

"Es müssten echte Samisdat-Geschichten erzählt werden, welche langfristig zum Denken anregen  [...]."

Welche sollten das sein, wenn Hinz und Kunz bereits die sattsam bekannten Offenkundigkeiten in der Rubrik der Verschwörungstheorie ablegen?

Wer von all dem offenliegenden Haarsträubenden - an welchem es nach all den Eskalationen beileibe nicht mangelt - nicht zum Nachdenken gebracht wird, kann mit Worten nicht erreicht werden. Die Querdenker z. B. kamen mehrheitlich erst durch eigene Betroffenheit in Gegensatz zur veröffentlichten Meinung (statt durch die vielen Engelszungen, die aus bereits fusseligen Mündern reden), und die meisten dieser Leute sind nach wie vor nicht bereit, grundlegende Schlüsse zu ziehen. Es ist eben keine Frage des Verstehens, sondern eine des Willens. Sellners schweigende Mehrheit wird aus vielfältigem Grund weiterhin schweigen, und die Dinge werden ihren Lauf nehmen.

Glast

8. Januar 2021 18:07

@Lotta Vorbeck

Meine auch nicht. Natürlich nicht. Bin Berufspendler und hatte gerade auf einem Autobahnparkplatz zwei hart gekochte Eier runtergeschlungen und dabei den Kurztext verfasst. Da passierte mir das Versehen. 

anatol broder

8. Januar 2021 19:51

@ maiordomus, cugel 

wenn eine geschichte möglichst breite schichten langfristig erreichen soll, verpackt man sie als märchen. das bunt bebilderte büchlein schenkt man dann zu jedem kindergeburtstag. beispiel:

(beginn) auf dem weg in die neue schule verlaufen sich bruder und schwester in einem wald. sie finden ein leeres haus, gehen hinein, machen etwas kaputt. die hexe, die im haus lebt, kehrt heim, ist sauer, verhext die kinder. nun sind sie sternwesen mit entstellten körpern: bruder*in und schwester*in. (mittelteil) ... (schluss) die kinder sind wieder normal, die hexe stirbt qualvoll.

Simplicius Teutsch

8. Januar 2021 21:49

Es ist zwar eine adjektivische Nebensächlichkeit, aber ein Tippfehler, der unangenehm ins Auge fällt.

Gemeint haben Sie, @ Sellner, kontextbezogen die „vandalistische Ekstase“ in Hinsicht auf das Hauptwort „Vandalismus“, nicht die „vandalisische“ (Tippfehler) und natürlich auch nicht die „vandalische“.

Zur Erinnerung: Im großen Welttheater der frühmittelalterlichen Völkerwanderung hatten die Vandalen nach ihrer andalusischen Phase schließlich von Nordafrika aus das Imperium Romanum ganz gehörig ins Wanken gebracht. Noch heute werden die Vandalen geschmäht für ihre „vandalistische“ Plünderung Roms im Jahr 455, die einherging mit der „vandalischen“ Eroberung unter ihrem tollkühnen Heerführer Geiserich.

Beowulf

8. Januar 2021 21:54

@limes

Ich denke auch das der Tod von Ashli Babbitt durch seinen Symbolcharakter noch länger ein Thema sein wird.

Es gibt jetzt eine "Blutzeugin" auf die sich bezogen werden kann und die Sinn stiften kann. Siehe zum Vergleich den Tod von Benno Ohnesorg 1967 und die anschließende Radikalisierung der Studentenbewegung in Deutschland.

Ob das der Sache hilft wage ich zu bezweifeln. 

links ist wo der daumen rechts ist

9. Januar 2021 01:27

Lassen wir doch die Kirche im Dorf.
Konjunktivische Kausalitäten bringen uns nicht weiter.

Belagerungen haben es zudem an sich, daß sie andauern - und nicht nur die Belagerten zermürben. Sieht man doch an Pegida als einer Art mobiler Belagerung.

Und je durchdachter Pläne sind (mit entsprechender Vorlaufzeit), desto größer die Gefahr, daß V-Leute einsickern und das Ganze wenden.

Nein, es soll bei diesem irrlichternden, nicht faßbaren Widerstand bleiben - bis zu dem Zeitpunkt, wenn die kritische Masse tatsächlich erreicht ist. Bis dahin werden zumindest auch die Eingeschleusten zusehends verwirrt.

Und Metapolitik heißt eben nicht, aus einem Lager zwei gegenläufige Interpretationen anzubieten, die sich gegenseitig aufheben. Konkret: einmal relativ gewaltfreie erzürnte Patrioten, die höchstens ein paar Andenken mitgehen lassen, ein andermal eingeschleuste Antifa-Leute, die gezielt plündern.
Das ist mir zu oft über die Bande gespielt gedacht.
Metapolitik spielt sich im Danach ab, wenn genau diese nicht faßbaren Aktionen, die plötzlich auftauchen und auch schnell wieder verschwinden, entschlüsselt werden, aber ein Rest an unplanbarer Unsicherheit bleibt.
 

Maiordomus

9. Januar 2021 07:41

@Weit verbreitet ist die Aussage bei der "Lügenpresse", dass im Falle eines Stürmens des Capitols durch Schwarze ein ganz anderes Massaker angerichtet worden wäre. Indirekt wird auch gesagt, dass eine solche Aktion selbstverständlich historisch "heldenfähig" gewesen wäre, wobei ein Vergleich mit der Bastille immer noch heikel wäre, hätte doch z.B. das Aufspiessen von Köpfen durch die Masse irgendwie auch noch dazu gehört. Dies alles beiseite: Es ist und wäre völlig richtig, kritisch über die Demokratie in Amerika und auch über die Demokratie in Grossstaaten überhaupt nachzudenken. Aber nicht wie die Analphabeten von Korrespondeten, sondern via Lektüre von Tocqueville "De la démocratie en Amérique" einerseits und andererseits zumal über das achte und neunte Buch von Platons Staat, betr. Demokratie und Tyrannis. Es liegt Griechisch-Deutsch auf meinem Schreibtisch; das hätte noch gut für einen Aufsatz von "Criticòn" gepasst; heute wäre es nur Bildungsexotik. 

Lotta Vorbeck

9. Januar 2021 09:51

@Maiordomus - 9. Januar 2021 - 07:41 AM

"Armed Black Panthers invaded Capitol" [1967]

--->   Bild 1

--->   Bild 2

--->   Bild 3

--->   Bild 4

 

Der_Juergen

9. Januar 2021 11:36

Die neuste Version der Gründe des Sturms:

https://t.me/TranslatedVideos/1498

 

Aber mir geht das Hopium langsam aus...

Marc_Aurel

9. Januar 2021 12:50

Nebenbei bemerkt: habe gerade heute zufällig einen Werbespot der Funke-Mediengruppe gesehen, in welchem ein Loblied auf Kamala Harris gesungen wurde, um sie einer breiten Öffentlichkeit als positive Heldin bekannt zu machen, vermutlich um ihre später geplante häufigere Medienpräsenz propagandistisch vorzubereiten. Inhalt ungefähr: ein bisschen Lebenslauf, Trump Gegnerin, schwarze Politikerin (ganz wichtig!), linke Politik (=Globalistenauxilia), gegen Waffenlobby, für BLM, für (illegale) Einwanderung, für gleichgeschlechtliche Ehe, Hoffnung, Demokratie – das übliche Geschwurbel halt, man ahnt wo die Reise personell und politisch hingehen wird.

Immerhin ist nun schon aus Obama eine Frau geworden (falls Biden abtritt), um die SJW-Basispunktzahl weiter zu optimieren, wird als nächstes dann jemand gefunden der weiblich, schwarz, lesbisch und behindert ist oder man führt die Doppelpräsidentschaft ein und ein homosexuelles schwarzes Paar regiert. Irgendwann wird dieses Amt dann vermutlich zu einer reinen Unterhaltungsveranstaltung, primär drauf ausgelegt, die dem jeweiligen (oder gewünschtem) Zeitgeist am meisten entsprechende Figur als Sprechpuppe und Smypathieträger vor die Mikrofone zu stellen, sie schönklingende Belanglosigkeiten absondern zu lassen und ansonsten durchs Land zu reisen, zu winken und mit Hüftschwung zu tanzen.

Lotta Vorbeck

9. Januar 2021 14:24

@Marc_Aurel - 9. Januar 2021 - 12:50 PM

Immerhin ist nun schon aus Obama eine Frau geworden ...

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... und aus Michelle, "Meikel".

Maiordomus

9. Januar 2021 15:38

@Lotta. Danke, das mit den Black Panthers  muss man unbedingt zur Kenntnis nehmen, hätte es nicht (mehr) gewusst, also, wenn schon zur Kenntnis genommen, unterdessen komplett vergessen. Es war zur Zeit der Präsidentschaft von Lyndon B. Johnson, den ich ehrlich gesagt in Sachen Aufmerksamkeit damals "ausgelassen" habe. War indes um 1964, wie die wohl ganz anders geartete gleichaltrige Hillary Rodham, ein Fan von Barry Morris Goldwater, nicht zuletzt wegen seines Statements betr. Extremismus und Gerechtigkeit. Heute neige ich indes dazu, Extremismus auch im Namen der Gerechtigkeit abzulehnen. 

limes

9. Januar 2021 17:16

@ Lotta Vorbeck

Danke für den Hinweis! Genau gesagt handelte es sich um das State Capitol in Sacramento, California:

https://www.nytimes.com/1967/05/03/archives/armed-negroes-protest-gun-bill-30-black-panthers-invade-sacramento.html

https://www.history.com/news/black-panthers-gun-control-nra-support-mulford-act

Lotta Vorbeck

9. Januar 2021 21:03

@limes - 9. Januar 2021 - 05:16 PM

@ Lotta Vorbeck

Danke für den Hinweis! Genau gesagt handelte es sich um das State Capitol in Sacramento, California.

---

1:0 für Sie, liebe @limes.

Wie wir seit der Lektüre des (nach wie vor empfehlenswerten in mehrererlei Hinsicht luziden) Kopetzky Romans "Propaganda" wissen, gibt es noch ein weiteres Capitol, nämlich jenes in Topeka, Kansas.

---> The Kansas State Capitol, known also as the Kansas Statehouse

 

 

 

 

links ist wo der daumen rechts ist

10. Januar 2021 00:22

@ Lotta Vorbeck

Ad Kopetzky:
Schade, daß die forumsinterne Diskussion vor einem Jahr abrupt abgebrochen ist.

Ad Black Panthers:
Erlaube mir aus einem älteren Kommentar von mir ein Zitat aus Kuehnelt-Leddihns "Amerika. Leitbild im Zwielicht" (S. 76) zu bringen:

Bezeichnend war daran die (unterbewußte) Formulierung der Farbigen als "ein Volk" im ethnischen Sinn und die Identifizierung dieses "people" mit einer Unterschicht, die schön "nationalsozialistisch" (und "marxistisch") einen Rassen-, Volks- und Klassenkampf - eine guerre zoologique, würde Renau sagen - unternehmen muß. [...] Die Black Power ist nur als Diktatur denkbar.

Allerdings, man höre:
Zum Abbau der rassischen Spannungen gehört daher auch eine innere Reform des Gefühllebens, eine echte Con-Versio [in einer Fußnote heißt es, das gerade das von den "Radikalen unter den 'schwarzen' Rassisten" bekämpft werde] vom identitär-konformistischen zum pluralistischen (im Grunde religiösen) Denken, das nicht nur das "Anderssein verzeiht", sondern echte Freude an der Vielfalt besitzt." (S. 79)

Kuehnelt-Leddihn huldigt keinem sekundären "Rassismus" via anthropologischer Test-Faktoren (im Gegenteil) - und ich als alter Motown-Fan frage mich, ob es z.B. bei den Riots in Detroit 1967 nicht doch wieder einmal "übergeordnete Interessen" gab...
 

Lotta Vorbeck

10. Januar 2021 16:06

@links ist wo der daumen rechts ist - 10. Januar 2021 - 00:22 AM

@ Lotta Vorbeck

Ad Kopetzky:
Schade, daß die forumsinterne Diskussion vor einem Jahr abrupt abgebrochen ist.

---

Den von einem Foristen aus der Geburtsstadt des Karl Marx wohlgezielt zwischen die Figuren auf dem SiN-Schachbrett geworfenen Ball aufnehmend, sollte, so Götz Kubitschek seinerzeit, ein Rezensionswettbewerb in Sachen "PROPAGANDA" gestartet werden.

489 Seiten wollen erstmal gelesen und mental verdaut sein.

Wegen meiner, hätte die vom Steffen Kopetzky ausgerollte Geschichte aber gern auch 978 Seiten lang sein dürfen.

limes

10. Januar 2021 17:14

@ Lotta Vorbeck

Kein 1:0, liebe Lotta Vorbeck! Vielmehr ein kleiner Beitrag zur Festigkeit der argumentativen Front.

Viel kann ich hier von Fachwissen und Allgemeinbildung anderer lernen. Mein eigener Beitrag kann sich aus dem Handwerk ergeben, das ich bei der Redakteursausbildung in den guten alten Zeiten anständiger Publizistik erlernt habe: aus strenger und ergebnisoffener Recherche, dem Schürfen bis auf festen Grund.

Lotta Vorbeck

10. Januar 2021 21:16

@limes - 10. Januar 2021 - 05:14 PM

@ Lotta Vorbeck

Kein 1:0, liebe Lotta Vorbeck! Vielmehr ein kleiner Beitrag zur Festigkeit der argumentativen Front.

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So soll(te) es sein, liebe @limes:

Eine Schar von Eichhörnchen. Deren Fellfarben weichen etwas voneinander ab. Aber alle sind Eichhörnchen.

Jedes Eichhörnchen sucht Nüsse und bringt diese in den gemeinsamen SiN-Topf ein. Der SiN-Betreiber spendiert noch ein paar Flaschen Freyburger Unstrutwein dazu, stellt den mit Nüssen befüllten Topf auf den großen Tisch im gut vorgeheizten Bücherlager, so daß sich sämtliche Eichhörnchen mit Gewinn und Genuß um den Topf herum versammeln und laben können.

Beckmesserische Rechthaberei, kniesepötrige Erbsenzählerei bringen keine einzige Nuß in den SiN-Topf.

Allerdings, Sie @limes brauchen Ihr Licht auch überhaupt nicht unter den Scheffel stellen. Wenn's um das Thema "Gods own Country unter'm Weißkopfadler" geht, dann haben Sie den Heimspielvorteil auf Ihrer Seite.

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