9. Januar 2021

Netzfundstücke (71) – Klärung, Leeds, Ausverkauf

Jonas Schick / 8 Kommentare

Die Bürgerinitiative Ein Prozent eröffnet 2021 sogleich mit einem multimedialen Paukenschlag und macht direkt dort weiter, wo sie 2020 aufgehört hat:

Mit »Wir klären das!« geht nach dem »Kulturlabor« ein weiteres Videoformat an den Start, das insbesondere durch das neue und erste patriotische Filmstudio – »Ein Prozent«-Leiter Philip Stein stellt es vor – möglich gemacht wurde.

Moderatorin der Erklärsendung ist die junge niedersächsische AfD-Politikerin Marie-Thérèse Kaiser, die unterstützt von Animationen politische Streitthemen sachlich in ihre inhaltlichen Bestandteile auftrennt und so Informationen herausschält, die außerhalb der Deutungsmuster und Denkkorridore des Establishments liegen.

»Wir klären das!« bildet dadurch einen wichtigen Gegenpol zu den offiziös-medialen Wissenslautsprechern im Videobereich wie »MrWissen2Go« oder »Faktenchecker«-Blogs wie bspw. Correctiv.org.

Eine gelungene neue Sendung, deren erstes Video zum Thema »Migration« zurecht bereits über 35.000 Klicks auf sich vereint. Unbedingt hier anschauen:


Um die Verbindungslinien zwischen 2020 und 2021 weiter aufrecht zu erhalten, geht es von Millwall (siehe Sonntagsheld 167 – Millwall, die Zweite) raus aus London zum »Premiere League«-Aufsteiger im Norden Englands, Leeds United (The Whites).

Am letzten Spieltag im Jahr 2020 hatte der Klub ein achtbares 5:0 gegen West Bromwich eingefahren und beendete das Jahr somit auf dem 11. Tabellenplatz. Das hinderte die englische Frauennationalspielerin Karen Carney als Expertin des übertragenden Senders »Amazon Prime Video« nicht daran, dem Verein in gewisser Weise den rechtmäßigen Platz innerhalb der Liga abzusprechen, da Leeds ihrer Meinung nach nur »wegen COVID aufgestiegen« sei – »dahingehend, daß es ihnen eine Art Atempause verschafft« habe.

Der Klub nahm diese Äußerung per Kurznachrichtendienst Twitter direkt aufs Korn:

Carney erntete daraufhin einen »Shitstorm« und löschte ihr Twitter-Konto, was wiederum die üblichen linksliberalen Verdächtigen dazu veranlaßte, Leeds vorzuwerfen, durch die Reaktion unbedachter Weise sexistische Anfeindungen zu provozieren: »Wie konnte Leeds nicht erfassen, was passieren würde, wenn es eine Frau ins Visier nimmt?« fragte beispielsweise eine Kolumnistin des Guardian.

Wir merken uns für das neue Jahr: Jegliche Aussagen von Frauen sind nicht kritikwürdig! Schließlich könnte ein Widersprechen, gar noch süffisant geäußert, Beleidigungen durch andere provozieren.

Auch 2021 bleibt Europa gefangen in der Clownwelt…


Aber Neujahr bringt auch etwas Gutes. Und zwar wird bei uns im Verlag Antaios das Buchlager neu geordnet. Man braucht Paltz, und das heißt: Eine feine Auswahl an Büchern, die zur Neige geht, gibt es ab sofort für einen schmalen Taler.

Mein absoluter Favorit unter den ermäßigten Schriften ist das von Sezession-Autor Nils Wegner übersetzte Sex, Macht, Utopie des US-amerikanischen Philosophen Roger Devlin, das Wegner außerdem um ein Nachwort bereichert hat.

Eine kleine Kostprobe:

Der westliche Mann ist wie ein Schimpanse, der es übertrieben hat. nachdem so gut wie alle gefährlichen Konkurrenten besiegt sind, findet er sich in einer Wohlstandsgesellschaft, die nicht länger verteidigt werden muß, weitgehend nutzlos wieder. Unter diesen Umständen ist es nur folgerichtig, daß die Weibchen anfangen, herumzumäkeln, und verlangen, daß er lernen solle, sich mehr wie ein Bonobo zu verhalten. Der Feminismus ist ein Nebenprodukt von Frieden und Wohlstand, keine Reaktion auf Patriarchat und Unterdrückung.

Devlin hatte außerdem die Gelegenheit, seine Thesen auf dem staatspolitischen Kongreß des IfS auszuführen. Hier sein Vortrag »Die sexuelle Revolution und ihre Folgen«:

Sex, Macht, Utopie können Sie direkt bei Antaios, dem größten konservativen Versandbuchhandel, für 9 statt 22 Euro bestellen.

Außerdem ermäßigt sind:

Das Einzelfall-Paket mit Ulfkotte & Kositza für 9 €, hier.

Manfred Kleine-Hartlages Die Besichtigung des Schlachtfelds für 9 €, hier.

Brittany Pettibones jung, weiblich, rechts für 9 €, hier.

Und Alexander Schleyers Defend Europe für 9 €, hier.

Also, zugreifen!



Kommentare (8)

Hartwig aus LG8

9. Januar 2021 16:29

Ergänzend, erweiternd oder auch vertiefend zu Marie-Therese Kaisers Migrationsfilm möchte ich u.a. Video vorstellen. Inhaltlich beachtlich, in seiner Gediegenheit nicht jedermanns Sache, die Zielgruppe begrenzt - etwas für den langen "Lockdown"-Nachmittag.

https://www.youtube.com/watch?v=pRQppKEWDw0

quarz

9. Januar 2021 22:03

"Wir klären das" verzichtet auf Verweise auf die massenhaft vorhandenen wissenschaftlichen Belege für die Schädlichkeit der Multikulturalisierung und deutet nur ganz vorsichtig an, dass die ausschließlich positive Bewertung der Migrationsdynamik zu einseitig ist.

Ich weiß nicht, ob die Gestalter dieses Formats absichtlich auf Konfrontationsrhetorik verzichtet haben, um die (bisher) naiven Mitläufer, die es zu gewinnen gilt, nicht zu verschrecken. Möglicherweise braucht es ja diesen versöhnlichen Tonfall, wie es das sanfte Ziehen am Sicherheitsgurt braucht, damit dieser sich nicht durch Sperre widersetzt.

Laurenz

10. Januar 2021 11:07

 

@quarz

Vorauseilender Gehorsam brachte noch nie irgendwas außer Verachtung.

Laurenz

10. Januar 2021 11:29

 

@Hartwig aus LG8

Thomas Wangenheim denkt beim Reden, oder meint dem Zuhörer beim Denken helfen zu müssen, das macht alles zu langatmig und langweilig, es artet in Laberei aus.

Hier sind die gelesenen Vorträge GKs ein ganz anderes Kaliber und Format. GK ist der Meister der brillanten Kürze und Prägnanz. Mir würde es schon reichen, wenn ich das nur halb so gut beim Schreiben könnte. Aber ich poste auch keine Videos.

Vielleicht schneidet sich Thomas Wangenheim hier mal eine Scheibe ab.

Und dazu labert Thomas Wangenheim auch noch einen Haufen Scheiß', wie zB  die Inflationsfrage hätte mit der Migrationsfrage nichts zu tun. Natürlich sind die exorbitanten Migrations-Kosten im Euroland Inflations-treibend. Oder die BIP-Frage. Auch ein BIP pro Kopf sagt nichts über die Verteilung des BIPs aus. Auch dazu braucht man kein VWL-Studium.

Die Bücher sind nur Kulisse, das erkennen Sie, Hartwig aus LG8, daran, daß nur vor den Büchern abgestaubt wird. Zwischen den Büchern bleibt der Staub liegen, weil sie nicht benutzt werden.

Das einzig Gute am Vortrag waren Frisur und Klamotten. Das, Hartwig aus LG8, war eine schlechte Empfehlung Ihrerseits.

Ordo

10. Januar 2021 15:27

@Laurenz

Das hat nichts mit vorauseilendem Gehorsam zu tun, sondern mit einfachster Psychologie und Zielgruppenrhetorik. Verbaler Vorschlaghammer und Frontalbelehrung werden die Normies, den Durchschnittsmichel, die noch nicht Erreichten eben, eher abschrecken, als anziehen. Langsam vortasten, Zweifel säen ist hier die bessere Taktik. 

Lotta Vorbeck

10. Januar 2021 16:32

@Laurenz - 10. Januar 2021 - 11:29 AM

Die Bücher sind nur Kulisse, das erkennen Sie, Hartwig aus LG8, daran, daß nur vor den Büchern abgestaubt wird. Zwischen den Büchern bleibt der Staub liegen, weil sie nicht benutzt werden.

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Chapeau @Laurenz,

bestens beobachtet!

quarz

10. Januar 2021 16:49

@Laurenz

Ich halte das Format dennoch für nützlich, weil die Dämonisierung einer Position schwerer ist, wenn sie sich am rechten Rand eines Spektrums befindet, zu dem hin eine Reihe von Trittsteinen führt, als wenn sie jenseits eines tiefen Grabens liegt, den man zur Demarkationslinie gegenüber der Hölle hochstilisieren kann.

Das soll allerdings kein Plädoyer dafür sein, die eigene Position in konziliantere Bereiche zu verschieben oder zu verwässern, sondern nur ein Plädoyer dagegen, sich hinter die eigenen Burgmauern zurückzuziehen und die Gestaltung des Vorfeldes der Gegenseite zu überlassen.

Laurenz

10. Januar 2021 18:07

@Ordo

Wenn man das in Ihrem Sinne machen will, muß man mehr auf die Befindlichkeiten, also die persönlichen Konsequenzen eingehen. Denn gegen billige Putzfrauen hat niemand was. Dagegen müssen Sie erstmal anstinken. Der Bürger neigt zur Sklavenhaltung.

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