Netzfundstücke (71) – Klärung, Leeds, Ausverkauf

Die Bürgerinitiative Ein Prozent eröffnet 2021 sogleich mit einem multimedialen Paukenschlag und macht direkt dort weiter, wo sie 2020 aufgehört hat:

Mit »Wir klä­ren das!« geht nach dem »Kul­tur­la­bor« ein wei­te­res Video­for­mat an den Start, das ins­be­son­de­re durch das neue und ers­te patrio­ti­sche Film­stu­dio – »Ein Prozent«-Leiter Phil­ip Stein stellt es vor – mög­lich gemacht wurde.

Mode­ra­to­rin der Erklär­sen­dung ist die jun­ge nie­der­säch­si­sche AfD-Poli­ti­ke­rin Marie-Thé­rè­se Kai­ser, die unter­stützt von Ani­ma­tio­nen poli­ti­sche Streit­the­men sach­lich in ihre inhalt­li­chen Bestand­tei­le auf­trennt und so Infor­ma­tio­nen her­aus­schält, die außer­halb der Deu­tungs­mus­ter und Denk­kor­ri­do­re des Estab­lish­ments liegen.

»Wir klä­ren das!« bil­det dadurch einen wich­ti­gen Gegen­pol zu den offi­zi­ös-media­len Wis­sens­laut­spre­chern im Videobe­reich wie »MrWissen2Go« oder »Faktenchecker«-Blogs wie bspw. Correctiv.org.

Eine gelun­ge­ne neue Sen­dung, deren ers­tes Video zum The­ma »Migra­ti­on« zurecht bereits über 35.000 Klicks auf sich ver­eint. Unbe­dingt hier anschauen:


Um die Ver­bin­dungs­li­ni­en zwi­schen 2020 und 2021 wei­ter auf­recht zu erhal­ten, geht es von Mill­wall (sie­he Sonn­tags­held 167 – Mill­wall, die Zwei­te) raus aus Lon­don zum »Pre­mie­re League«-Aufsteiger im Nor­den Eng­lands, Leeds United (The Whites).

Am letz­ten Spiel­tag im Jahr 2020 hat­te der Klub ein acht­ba­res 5:0 gegen West Brom­wich ein­ge­fah­ren und been­de­te das Jahr somit auf dem 11. Tabel­len­platz. Das hin­der­te die eng­li­sche Frau­en­na­tio­nal­spie­le­rin Karen Car­ney als Exper­tin des über­tra­gen­den Sen­ders »Ama­zon Prime Video« nicht dar­an, dem Ver­ein in gewis­ser Wei­se den recht­mä­ßi­gen Platz inner­halb der Liga abzu­spre­chen, da Leeds ihrer Mei­nung nach nur »wegen COVID auf­ge­stie­gen« sei – »dahin­ge­hend, daß es ihnen eine Art Atem­pau­se ver­schafft« habe.

Der Klub nahm die­se Äuße­rung per Kurz­nach­rich­ten­dienst Twit­ter direkt aufs Korn:

Car­ney ern­te­te dar­auf­hin einen »Shit­s­torm« und lösch­te ihr Twit­ter-Kon­to, was wie­der­um die übli­chen links­li­be­ra­len Ver­däch­ti­gen dazu ver­an­laß­te, Leeds vor­zu­wer­fen, durch die Reak­ti­on unbe­dach­ter Wei­se sexis­ti­sche Anfein­dun­gen zu pro­vo­zie­ren: »Wie konn­te Leeds nicht erfas­sen, was pas­sie­ren wür­de, wenn es eine Frau ins Visier nimmt?« frag­te bei­spiels­wei­se eine Kolum­nis­tin des Guar­di­an.

Wir mer­ken uns für das neue Jahr: Jeg­li­che Aus­sa­gen von Frau­en sind nicht kri­tik­wür­dig! Schließ­lich könn­te ein Wider­spre­chen, gar noch süf­fi­sant geäu­ßert, Belei­di­gun­gen durch ande­re provozieren.

Auch 2021 bleibt Euro­pa gefan­gen in der Clownwelt…


Aber Neu­jahr bringt auch etwas Gutes. Und zwar wird bei uns im Ver­lag Antai­os das Buch­la­ger neu geord­net. Man braucht Paltz, und das heißt: Eine fei­ne Aus­wahl an Büchern, die zur Nei­ge geht, gibt es ab sofort für einen schma­len Taler.

Mein abso­lu­ter Favo­rit unter den ermä­ßig­ten Schrif­ten ist das von Sezes­si­on-Autor Nils Weg­ner über­setz­te Sex, Macht, Uto­pie des US-ame­ri­ka­ni­schen Phi­lo­so­phen Roger Dev­lin, das Weg­ner außer­dem um ein Nach­wort berei­chert hat.

Eine klei­ne Kostprobe:

Der west­li­che Mann ist wie ein Schim­pan­se, der es über­trie­ben hat. nach­dem so gut wie alle gefähr­li­chen Kon­kur­ren­ten besiegt sind, fin­det er sich in einer Wohl­stands­ge­sell­schaft, die nicht län­ger ver­tei­digt wer­den muß, weit­ge­hend nutz­los wie­der. Unter die­sen Umstän­den ist es nur fol­ge­rich­tig, daß die Weib­chen anfan­gen, her­um­zu­mä­keln, und ver­lan­gen, daß er ler­nen sol­le, sich mehr wie ein Bono­bo zu ver­hal­ten. Der Femi­nis­mus ist ein Neben­pro­dukt von Frie­den und Wohl­stand, kei­ne Reak­ti­on auf Patri­ar­chat und Unterdrückung.

Dev­lin hat­te außer­dem die Gele­gen­heit, sei­ne The­sen auf dem staats­po­li­ti­schen Kon­greß des IfS aus­zu­füh­ren. Hier sein Vor­trag »Die sexu­el­le Revo­lu­ti­on und ihre Folgen«:

Sex, Macht, Uto­pie kön­nen Sie direkt bei Antai­os, dem größ­ten kon­ser­va­ti­ven Ver­sand­buch­han­del, für 9 statt 22 Euro bestellen.

Außer­dem ermä­ßigt sind:

Das Ein­zel­fall-Paket mit Ulf­kot­te & Kositza für 9 €, hier.

Man­fred Klei­ne-Hart­la­ges Die Besich­ti­gung des Schlacht­felds für 9 €, hier.

Britt­a­ny Pet­ti­bo­nes jung, weib­lich, rechts für 9 €, hier.

Und Alex­an­der Schley­ers Defend Euro­pe für 9 €, hier.

Also, zugrei­fen!

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Kommentare (8)

Hartwig aus LG8

9. Januar 2021 16:29

Ergänzend, erweiternd oder auch vertiefend zu Marie-Therese Kaisers Migrationsfilm möchte ich u.a. Video vorstellen. Inhaltlich beachtlich, in seiner Gediegenheit nicht jedermanns Sache, die Zielgruppe begrenzt - etwas für den langen "Lockdown"-Nachmittag.

https://www.youtube.com/watch?v=pRQppKEWDw0

quarz

9. Januar 2021 22:03

"Wir klären das" verzichtet auf Verweise auf die massenhaft vorhandenen wissenschaftlichen Belege für die Schädlichkeit der Multikulturalisierung und deutet nur ganz vorsichtig an, dass die ausschließlich positive Bewertung der Migrationsdynamik zu einseitig ist.

Ich weiß nicht, ob die Gestalter dieses Formats absichtlich auf Konfrontationsrhetorik verzichtet haben, um die (bisher) naiven Mitläufer, die es zu gewinnen gilt, nicht zu verschrecken. Möglicherweise braucht es ja diesen versöhnlichen Tonfall, wie es das sanfte Ziehen am Sicherheitsgurt braucht, damit dieser sich nicht durch Sperre widersetzt.

Laurenz

10. Januar 2021 11:07

 

@quarz

Vorauseilender Gehorsam brachte noch nie irgendwas außer Verachtung.

Laurenz

10. Januar 2021 11:29

 

@Hartwig aus LG8

Thomas Wangenheim denkt beim Reden, oder meint dem Zuhörer beim Denken helfen zu müssen, das macht alles zu langatmig und langweilig, es artet in Laberei aus.

Hier sind die gelesenen Vorträge GKs ein ganz anderes Kaliber und Format. GK ist der Meister der brillanten Kürze und Prägnanz. Mir würde es schon reichen, wenn ich das nur halb so gut beim Schreiben könnte. Aber ich poste auch keine Videos.

Vielleicht schneidet sich Thomas Wangenheim hier mal eine Scheibe ab.

Und dazu labert Thomas Wangenheim auch noch einen Haufen Scheiß', wie zB  die Inflationsfrage hätte mit der Migrationsfrage nichts zu tun. Natürlich sind die exorbitanten Migrations-Kosten im Euroland Inflations-treibend. Oder die BIP-Frage. Auch ein BIP pro Kopf sagt nichts über die Verteilung des BIPs aus. Auch dazu braucht man kein VWL-Studium.

Die Bücher sind nur Kulisse, das erkennen Sie, Hartwig aus LG8, daran, daß nur vor den Büchern abgestaubt wird. Zwischen den Büchern bleibt der Staub liegen, weil sie nicht benutzt werden.

Das einzig Gute am Vortrag waren Frisur und Klamotten. Das, Hartwig aus LG8, war eine schlechte Empfehlung Ihrerseits.

Ordo

10. Januar 2021 15:27

@Laurenz

Das hat nichts mit vorauseilendem Gehorsam zu tun, sondern mit einfachster Psychologie und Zielgruppenrhetorik. Verbaler Vorschlaghammer und Frontalbelehrung werden die Normies, den Durchschnittsmichel, die noch nicht Erreichten eben, eher abschrecken, als anziehen. Langsam vortasten, Zweifel säen ist hier die bessere Taktik. 

Lotta Vorbeck

10. Januar 2021 16:32

@Laurenz - 10. Januar 2021 - 11:29 AM

Die Bücher sind nur Kulisse, das erkennen Sie, Hartwig aus LG8, daran, daß nur vor den Büchern abgestaubt wird. Zwischen den Büchern bleibt der Staub liegen, weil sie nicht benutzt werden.

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Chapeau @Laurenz,

bestens beobachtet!

quarz

10. Januar 2021 16:49

@Laurenz

Ich halte das Format dennoch für nützlich, weil die Dämonisierung einer Position schwerer ist, wenn sie sich am rechten Rand eines Spektrums befindet, zu dem hin eine Reihe von Trittsteinen führt, als wenn sie jenseits eines tiefen Grabens liegt, den man zur Demarkationslinie gegenüber der Hölle hochstilisieren kann.

Das soll allerdings kein Plädoyer dafür sein, die eigene Position in konziliantere Bereiche zu verschieben oder zu verwässern, sondern nur ein Plädoyer dagegen, sich hinter die eigenen Burgmauern zurückzuziehen und die Gestaltung des Vorfeldes der Gegenseite zu überlassen.

Laurenz

10. Januar 2021 18:07

@Ordo

Wenn man das in Ihrem Sinne machen will, muß man mehr auf die Befindlichkeiten, also die persönlichen Konsequenzen eingehen. Denn gegen billige Putzfrauen hat niemand was. Dagegen müssen Sie erstmal anstinken. Der Bürger neigt zur Sklavenhaltung.

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