28. Januar 2021

Hygieneerziehung und Bazooka

Heino Bosselmann / 75 Kommentare

Wir alle sammeln gegenwärtig die Erfahrung, Maßnahmen ausgeliefert zu sein.

Heino Bosselmann

Heino Bosselmann studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien.

  • Sezession
Es sei denn, wir fühlen uns vom Ausnahmezustand geschützt, weil wir uns ohne ihn gefährdet wähnen. Wenn nicht, so bleiben uns kaum Einspruchs-, geschweige denn Änderungsmöglichkeiten. Die früher allzu vertrauten Versicherungen gegenüber Willkür gibt es de jure noch, aber sie sind teilweise außer Kraft oder in ihrer Handhabung geändert: Grundrechte, Mitbestimmung, Gewaltenteilung, unabhängige Rechtsprechung, Pressefreiheit. Friseure gibt es ja auch noch, sie dürfen nur nicht frisieren. Ganz zu unserer und ihrer Sicherheit, klar. Das System wird uns fremd.

Wo sich eine Mehrheit in Übereinstimmung mit der Exekutive und deren ins Werk gesetzten Abriegelungen befindet, da bleiben der großen skeptischen Minderheit kaum Möglichkeiten, die einst als sicher geltenden Freiheiten einzufordern. Aber selbst wenn wir murren, bleiben wir doch folgsam. Wir sollen solidarisch sein und sind's.

Unsere Willfährigkeit rührt weniger aus der Angst vor dem als giftstachlig dargestellten Virus als aus der Sorge, mit unseren ungenauen Ahnungen doch falsch zu liegen und schuldig zu werden an zulaufenden Kliniken und Triagen. Vor einem Jahr wurden wir gewarnt, den Tod nicht zu Eltern und Großeltern zu tragen: "Bring Corona nicht zur Oma!"

Wer könnte solche Schuld je tragen? Also schleichen wir weiter, gesenkten Blicks, die nasse Maske vorm Gesicht. Eine dystopische Szenerie. Folgen wir nur beflissen den Vorgaben, sind wir im Sommer so wie immer am Strand. Heißt es.

Urteilen wird letztlich die Geschichte darüber, ob die Erfordernisse für die lähmende Einschränkungs- und Verbotspolitik bestanden. Bislang haben Institutionen wie das Robert-Koch-Institut und die Leopoldina den Ausnahmezustand als unabdingbar angesehen. Die Büchse der Pandora wäre geöffnet, hieß es. Indem sie nach Beratung mit ausgewählten Beratern meinten, daß eine außerordentlich gefährliche Pandemielage im Sinne einer Naturkatastrophe bestand, entschieden die Exekutiven in Videokonferenzen ein ums andere Mal neue Sperrmaßnahmen. Die Parlamente nickten danach alles ab. Wer denn, meinten auch die sogenannten Volksvertreter, könnte es besser wissen als dieser Welten-Areopag von Medizinern, Epidemiologen und Mikrobiologen, die ihrem Beruf nach immer zuerst den Kranken sehen – und ihn nun überall sehen.

Das Schlaglicht liegt auf einem "neuartigen Virus", das im Schein verordneter Aufmerksamkeit signalrot zu leuchten begann, umwimmelt von seinen Mutationen (F.A.Z.: "Europa im Griff der Mutanten!"), die als noch gefährlicher mystifiziert werden. Alle anderen Lebensrisiken scheinen relativiert, ja beinahe nichtig. Der Super-Trouper staatlich gelenkter Aufmerksamkeit wird demnächst wohl auf neue Erreger gerichtet werden können und darf der Resonanz bei den Ängstlichen gewiß sein. Es gibt zahllose tödliche Mikroben, die als pandemiefähig gelten. Wie bedrohlich solche Pandemien dann auch sein mögen, der Alarm verschreckt hypochondrische, hypersensible Gesellschaften. Also permanenter Ausnahmezustand?

Dem zweifelnden Bürger halten die Entscheidungsträger entgegen: Du selbst kannst kraft deines Verstandes und deiner Vernunft die Lage gegenwärtig überhaupt nicht beurteilen, weil dir ein Überblick über das fehlt, was wir viel umfassender wissen und als wahr erkennen können. Zugunsten deiner Gesundheit, ja deines Überlebens haben wir gemäß unserer Verantwortung Maßnahmen zu ergreifen, die dringend geboten sind, um dich zu schützen. Sei doch endlich dankbar! Ja, teilweise müssen wir dich entmündigen, da ansonsten Gefahr für Leib und Leben deiner Nächsten besteht, insofern du Uneinsichtiger zu einem Superspreader werden und einen neuen Hotspot an Krankheit und Tod auslösen könntest. Superspreader, auch so ein Wort, das wir nicht kannten und das nun zum Alltagswortschatz gehört. Mittlerweile sprechen wir es richtig aus. Und haben wir nicht tatsächlich schon dieses Kratzen hinten im Rachen?

Hinzu kommen Bilder von gestapelten Särgen, Nachrichten über Kapazitätsprobleme in der Intensivmedizin und vor allem Statistiken, Statistiken, Statistiken, die so oder so zu deuten sind, die die Exekutive mit den neuen Großwesiren in Weiß aber in ihrer Weise interpretiert, ohne daß Zeit wäre, dies alles wissenschaftstheoretisch zu prüfen. Nur kein Risiko eingehen, heißt es, genau das wäre jetzt unverantwortlich!

Es wird sich vielleicht weisen, ob die derzeit sogar verlängerten und nach wissenschaftlichem Rat angeblich vernünftigerweise weiter zu verlängernden Maßnahmen gerechtfertigt waren. Nur ergibt sich ein Dilemma:

Die Exekutive wird mit wissenschaftlichem Beistand argumentieren können, die sogenannte Pandemie wäre nur abgeklungen, weil rigorose Maßnahmen ergriffen wurden, während die Kritiker behaupten, dies wäre ohnehin geschehen; mehr noch, eine Pandemielage von den Ausmaßen einer Naturkatastrophe hätte in dieser Dramatik nie bestanden, so daß der Ausnahmezustand nicht auszurufen gewesen wäre. Und ja, die ganze Welt sei einer selbsterfüllenden Prophezeiung aufgesessen, die sich eigendynamisch noch verstärkt hätte. Kollektive Psychosen gäbe es nun mal, auch im globalen Dorf. Abgesehen davon verwies das Bundesverfassungsgericht trefflich auf Humboldt, wenn es anmerkte, Wahrheit sei "etwas noch nicht Gefundenes und nie ganz Aufzufindendes."

Mit solcher Unentscheidbarkeit ist zugleich jene Differenz in der Gesellschaft beschrieben, die so oder so noch lange die Politik bestimmen wird, da es nach dem Zweiten Weltkrieg nie so einschneidende Maßnahmen mit derart gravierenden Folgen und einer daraus resultierenden Polarisierung gegeben hat.

Wir werden also nicht nur bestenfalls in eine gesündere, sondern vor allem in eine dichotomische Welt eintreten. Die Schmittsche Freund-Feind-Konstellation wird deutlicher. Sie kann die Politik vitalisieren, dies jedoch im Sinne einer Dramatisierung. Ob beide Seiten, Befürworter und Gegner der massiven Einschränkungen, demnächst zu einem Ausgleich kommen, dürfte zweifelhaft sein. Beide agieren und argumentieren wie Gläubige. Die Differenzen sind zu deutlich zwischen der Dankbarkeit, beschützt worden zu sein, und dem Vorwurf, man sei genötigt, gezwungen, obrigkeitsstaatlich bevormundet gewesen, normale Hygienevorkehrungen wie gegenüber anderen Virusinfektionen wären, begleitet von Impfungen, ausreichend gewesen; der rigorosen Lockdown-Politik hätte es nicht bedurft, sie war ein Desaster.

Gerade jene, die „vor Corona“ selbständig für sich zu sorgen und wertschöpferisch zu arbeiten wußten, beklagen immense Verluste, während die Staatsbefürworter eben vor allem zu den Staatsversorgten zählen und im Home-Office komfortabel ausharren konnten. Indem die extremen Beschränkungen mit einer ebenso extremen Freigiebigkeit, ja Verschwendung durch die "öffentliche Hand" verbunden wurden, löste "Corona" eine Art klientelistisch funktionierenden Staatssozialismus aus, der namentlich die Linke, die ohnehin mehr und noch mehr Mittel fordert, enger und staatstragender an die CDU/CSU-SPD-Grüne-Einheitspartei band und um so deutlicher alle anderen außerhalb dieses „demokratischen Blocks“ der "Anständigen" übrig ließ, vielfach geschmäht als Corona-Leugner, Querdenker und rechts, weil nun mal blockfrei.

Wir werden mit diesem Riß leben müssen, zwischen denen, die meinen, es wäre mehr Mut notwendig gewesen, mit einem Virus zurechtzukommen, das es nun mal neben anderen Viren gibt. So wie man im kontingenten Leben mit einer Vielzahl von Risiken umzugehen hat – möglichst so vernünftig wie souverän, anstatt Rückversicherungen zu wünschen, die es nicht geben kann und die vor keiner Instanz einklagbar sind. Und jenen, die ab jetzt beständig einen totalen Schutz verlangen, wenn unausweichlich andere Gefahren drohen, und zwar nicht nur virale. Unheroische Gesellschaften sind Gebilde der Angst. Schmerz- und Leidvermeidung sowie Todesverdrängung gehen über alles. Allzu schnell werden Diskriminierung und Ungerechtigkeit gewittert; Karriere machen jene Politiker, die mehr Teilhabe und damit quasisozialistische Gleichstellungen und Gleichschaltungen fordern, obwohl sie genau das Diversität nennen.

Es ist schon für die allernächste Zeit erwartbar, daß die Schutzsuchenden wieder unter einen staatlichen Rettungsschirm schlüpfen wollen, wenn ökonomische oder ökologische Krisen drohen oder das Leben sonst irgendwie unangenehm auf sie herabregnet.

Was mit Corona an staatlichen Zuwendungen mit "Wumms!" möglich war, das sollte doch, so dürften die staatstreu Hilfsbedürftigen erwarten, ebenso einzufordern sein, wenn irgendein anderes Ungemach droht. Was das sein wird, ist dann wiederum nicht allein nach Faktenlage zu ermessen, sondern wird in Akten von Zuschreibungen mittels Autoritätsbeweisen entschieden. Genug Auguren und Expertisen gibt es. Und wieder kann der Staat die Bazooka entsichern.

Als gefährlich kann vielerlei empfunden werden – nicht nur Epidemien oder Pleitewellen, sondern ebenso politisch mißliebige Kräfte, die sich den Maßgaben der Einheitsfrontler nicht nur zu entziehen, sondern zu opponieren wagen. Ist ein Zustand vorstellbar, in dem nicht allein Viren die Wohlfahrt bedrohen, sondern Parteien oder überhaupt Gruppen, die sich den Erziehungszielen von Deutungsbehörden für politische Bildung widersetzen?

Immerhin: Der Verfassungsschutz ist jetzt bereits sensibilisiert und höchst agil – gegenüber einer Partei, deren hauptsächliche Ziele denen der Kohl-CDU der frühen Achtziger entsprechen. Wird sich das Bedürfnis nach Hygiene, Flächendesinfektion und großer Gesundheit irgendwann auch auf eine Politik der sauberen Hände und der Prophylaxe gegenüber Andersdenkenden beziehen?

Und wie wird dann die Therapie aussehen? Womit wird man weltanschaulich geimpft werden, damit für die vermeintlich Wohlmeinenden eine Herdenimmunität erreicht ist? Taugt der Verfassungsschutz nicht als Bazooka gegen die konservative und rechte Opposition, die als politische Mutation verunglimpft wird? – Mag sein, die Maßnahmenpolitik wird in Permanenz fortgesetzt, zunächst um uns medizinisch, dann aber politisch kuriert zu wissen. Verfassungsschutzpräsident Haldenwangs Wort von den „Superspreadern von Haß und Gewalt“ erteilte den Staatssicherheitsbehörden die richtungsweisende Aufgabe.


Heino Bosselmann

Heino Bosselmann studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien.

  • Sezession

Kommentare (75)

Laurenz

28. Januar 2021 12:32

Ja, sicher, die Viren-Schuld-Kult-Inszenierung funktionierte viel schneller und effizienter als der Klima-Schuld-Kult (der Al-Gore-Film erschien 2006). Und das Viren-Theater fegte mit einem Handstreich f...up-for-future ins Nirwana.

Das Viren-Theater endet dann, wenn wir tatsächliche Weimarer Verhältnisse bekommen. Dann bleibt kein Auge trocken. Und umso länger die Kaschberls zu Berlin inszenieren, umso sicher landen wir im Neo-Weimar. Prügelnde Stasi haben wir ja schon wieder. Ist es als Volkspolizist nicht erleichternd, nach Jahrzehnte andauernder Kastration des Berufsstands wieder mal so richtig unterm Mob aufräumen zu dürfen?

Gotlandfahrer

28. Januar 2021 14:59

1 von 2:

Mein Gefühl:

Du fühlst Dich gefangen und kommst da nicht raus,

dann heul‘ nicht rum und reiß das Kabel raus.

Doch natürlich geht das nicht, denn wir sind soziale Wesen und können nicht unsere Beziehungen kappen wie eine DSL-Leitung.

Aber das macht mir nichts, denn auf’s Langfristige gesehen bin ich Optimist. Ich sehe es so: Der totalitäre, östliche Sozialismus musste aufgrund unehrlicher Axiome scheitern.  Er war dumm und verlogen, nur seine Brutalität trug ihn einige Jahrzehnte weit. 

Aber auch das „westliche“ Gesellschaftsmodell basiert auf Unehrlichkeit.  Es ist smart, aber erst recht verlogen. Damit ist unsere Gesellschaft nicht in der Lage, Korrekturen durchzuführen, weil dies die Unehrlichkeiten offenlegen und dadurch immer weitere Schlussfolgerungen auslösen würde, die die Hierarchien bedrohten.  Die Konsequenzen der Unehrlichkeit, wozu u.a. auch die Verleugnung der Tatsache gehört, dass jeder Mensch auch auf Kosten anderer zu leben bereit ist, sind durch Steigerungen nur aufschiebbar, aber nicht dauerhaft vermeidbar.  Die Folgen werden nur drastischer, je weiter das Aufschieben gelingt.

Gotlandfahrer

28. Januar 2021 15:00

2 von 2:

Nach ganz fest kommt ganz lose. Wie kurz wir vor dem Abbruch sind, weiß wohl niemand, aber dass wir ein exponentiell angestiegenes, neues Spannungsniveau erreicht haben, ist unübersehbar.  Nur täuscht sich, wer in diesem Abbruch einen „großen Umbruch“ im Sinne einer Transponierung der bisherigen Unehrlichkeiten auf ein global höheres Niveau herbeisehnt.  Denn weder kann Staatswirtschaft ohne freie Bürger auskommen (selbst Gulags haben eine recht niedrige Produktivitätsrate) noch kann Big Tech oder Big Money unendliche Abbaurenditen einstreichen, wo nichts mehr einzustreichen übrigbleibt.  Wo Werbung nichts mehr verkauft, können Google & Co einpacken.

Selbst Big Yellow, dem demographisch die Fabrikarbeiter ausgehen und der u.a. deswegen die Uiguren in Konzentrationslagern ausbeutet, braucht Kapitalzufluss von außen, und Kapital ist geronnene Leistung freier Bürger (ein KI Füllhorn existiert noch nicht). 

Man kann das kurzfristig - naja, wohl leider: mittelfristig - alles mit uns machen, weil wir uns in dem von HB trefflich beschriebenen Dilemma befinden.  Aber irgendwann ist es vorbei. Mein Tipp: Spätestens wenn die Mutti von Bord geht, gibt es kein Halten mehr. Und das ist dann endlich gut so.

brueckenbauer

28. Januar 2021 15:08

Da sich die Diskussion ja nun zunehmend auf das "incitement" von Gewalt festfrisst, wäre mal eine grundsätzliche Erörterung der geltenden Rechtslage nötig. Wieviel Kritik und negative Beurteilung ist per Rechtslage zulässig und wo beginnt die Verbotsschwelle? (In solchen Rechtsberatungen war übrigens das NPD-Umfeld viel besser; die AfD lässt ihre Mitglieder da viel zu sehr allein; auch Antaios tut sich da nicht hervor.)

Erst wenn man eine Skala der möglichen Eingriffe diesseits und jenseits der Verbotsschwelle erstellt hat, kann man klar darüber reden, was man (a) für sich selbst praktiziert und (b) was man vom Gesetzgeber fordert!

MARCEL

28. Januar 2021 15:45

"Unheroische Gesellschaften sind Gebilde der Angst" - oh, ja

Und je weniger wirklich passiert, desto blindwütiger gebärdet sich die Angst. Als sei es ihr unerträglich, nicht bestätigt zu werden. Von vielen Phobien kennt man das. Letztlich haben wir im Westen phobische Gesellschaften, die das Ende, psychologisch gesprochen, "panikartig herbeisehnen".

Für vieles, was in den Köpfen geschieht, trägt das Internet Mitschuld. Gäbe es das nicht, hätten wir auch vieles an Panik nicht.

Hanna Arendt sprach im Zusammenhang mit der Frage nach dem Widerstand in der NS-Zeit davon, man solle nicht dauernd fragen: Warum hast Du das System nicht bekämpft? Man solle vielmehr die Frage stellen: Wo hast Du es unterstützt? Hier sich in unserer Zeit zu fragen, wäre ein Anfang.

Die vielen kleinen Übertretungen der Vorschriften, die oft zu beobachtende Verachtung, mit der man sich ihnen beugt, der Hohn gegenüber dem System (bisweilen sogar von Ordnungshütern "tief zwischen den Zeilen" zu vernehmen), die neuen Heimlichkeiten und das Erlernen konspirativer Reflexe, auch das wird bleiben und sich weiter entwickeln. 

 

Waldgaenger aus Schwaben

28. Januar 2021 16:04

Dieser Tage las ich aus gegebenem Anlass in Wikipedia das Stichwort "Republikflucht" nach.  Interessant ist die Diskussionsseite. Dort hat jemand die juristische Begründung für den Straftatbestand zitiert. Es war nicht, wie vermutet, die Begründung, dass in der DDR halt die Bürger nicht weglaufen  dürfen. Es war die Fürsorgepflicht des Staates für die Bürger. Ein sozialistischer Staat darf den Bürger nicht einer ausbeuterischen Gesellschaft überlassen. Im Wortlaut:

Die ... moralische Verantwortung für jeden Bürger ... stellt in Rechnung, daß die Auswanderung in einen imperialistischen Staat bedeutet, Menschen einem System auszuliefern, das sie ausbeutet .... ihre Existenz gefährdet...."

siehe hier.Was mal wieder beweist, dass die Justiz sich wie eine Hure jedem System andient. Mit der Fürsorgepflicht des Staates für die Bürger sollen nun auch wieder Reisebeschränkungen begründet werden. 

Hoffnung auf Besserung bietet allein noch die Freie Berichterstattung in den alternativen Medien. Wenn in anderen Staaten, wie in Ungarn, Russland, GB  oder Israel die Beschränkungen fallen, wird dies nicht zu verheimlichen sein. 

limes

28. Januar 2021 17:35

@ Gotlandfahrer ( 28. Januar 2021 15:00)

Durch Bazooka-Politik wurde Kapital als »geronnene Leistung freier Bürger« obsolet, wenn ich das richtig verstehe. Deshalb fiel vielleicht die Entscheidung gar nicht schwer, die Wirtschaft gegen die Wand zu fahren.

Am KI-Füllhorn in Form der der Industrie 4.0 können sich Big Tech und Big Money komfortabel weiter mästen, wenn die arbeitsintensiven (»klimaschädlichen«) Industrien erst beseitigt sind, und für Renditen sorgen Massenmigration und »gerechte« globale Umverteilung, die mit wachsender Nachfrage nach Konsumartikeln und IT einhergehen, in einer Schönen Neuen Welt nach dem Großen Neustart. Elon Musk und andere schielen auch schon nach Wachstumsperspektiven in den unendlichen Weiten des Alls …

Geerdete freie Bürger sind nur Störenfriede in einer solchen Zukunft.

Probleme sehe ich allerdings bei der Versorgung mit Lebensmitteln vorprogrammiert. Mit Ackerbau kennen sich weder die »Masters oft he Universe« aus, noch die Fridays-for-Future-Kinder, die zur Klimarettung auch schon mal durch bestellte Felder trampeln.

Nemo Obligatur

28. Januar 2021 17:40

Bei Lichte besehen sind die Corona-Maßnahmen in Deutschland eher moderat. Von China über Singapur bis hin zu Frankreich oder Spanien wird mit den Leuten noch ganz anders umgesprungen. Die Zahlen zeigen, dass viele Maßnahmen berechtigt sind, mögen sie auch im Detail umstritten sein. Aber zurecht stellt Bosselmann die Frage nach den Lehren: Wenn Bund-Länder-Runden, wo man unter sich ist, so gut funktionieren, warum nicht anwenden auf die Säkular-Herausforderung Klimawandel? Die Stimmen sind vernehmlich und werden bei Gelegenheit lauter; den nötigen Nachdruck werden stromlinienförmige soziale Netzwerke, umfassende Handyüberwachung und die Dauerbeschallung der Medien verleihen. Natürlich zu unserem Besten! Wer nicht hüpft, der ist für Kohle und wer bald dieses tut oder jenes nicht lässt, ist Verfassungsfeind.

Laurenz

28. Januar 2021 17:57

@limes @Gotlandfahrer

Alles scheidet sich direkt & lapidar an der Inflation. Am Beispiel Türkei mit einer Inflationsrate zwischen meist 10-15% können Sie ermessen, wann es noch keinen Aufstand gibt, auch in Anbetracht dessen, inwieweit Löhne nachziehen. Der mit einhergehende Verfall einer Währung am Devisenmarkt zwingt die Bürger auch, soweit vorhanden, vor allem einheimische Produkte zu kaufen.

Fängt die Inflation darüber hinaus an zu galoppieren, ist das Verhältnis von Geldentwertung und Lohnerhöhungen nicht mehr zu organisieren. Dann bricht der Krug, der zum Brunnen geht.

In Anbetracht dieses einfachen Faktes kann man sich, so bitter es auch für alle Denker sein mag, im Grunde alle weiteren Debatten sparen.

Der HB-Artikel ist, wie meistens, eine wohl gelungene Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Ereignisse.

Laurenz

28. Januar 2021 18:23

 

@Nemo Obligatur

"Bei Lichte betrachtet sind die Corona-Maßnahmen in Deutschland eher moderat". 

Sie täuschen uns über Ihre Betrachtung in völliger Umnachtung. In China waren die Maßnahmen härter, betrafen aber nicht einmal 5% der chinesischen Bevölkerung. In Singapur, wo man quasi auf 6 Quadratmetern lebt, wird schon seit Jahrzehnten das Spucken oder das Spucken mit Kaugummis mit Gefängnis bestraft. In Frankreich sind nur die Großräume Paris, Lyon und Marseille betroffen. Bei der restlichen dünnen Besiedlung ist Schnellroda im Vergleich übervölkert. Und meine spanischen Freunde schicken mir dauernd Reisephotos ohne Maske.

In 2020 hatten wir eine leichte Übersterblichkeit zu 2019 und eine leichte Untersterblichkeit zu 2018. Infektionszahlen haben keinerlei Bedeutung. Unsere Vorfahren waren einfach blöd, als sie die Neanderthaler ausrotteten, anstatt sich bei denen wegen Lockdowns in die soziale Hängematte zu legen. Mit dem unheilbaren und un-impfbaren Herpes-Virus half bis heute auch keine Herden-Immunität. Die Menschheitsgeschichte, ein ewiger Lockdown, quasi das Paradies auf Erden.

Waldgaenger aus Schwaben

28. Januar 2021 20:26

@limes 

Hinter der Ausweitung der Geldmengen in USA /EU/ Japan steht die MMT (modern monetary theory). Diese besagt, und das ist gar nicht so falsch, Geld ist nicht primär, wie bisher gedacht, ein Tauschmittel oder ein Wertaufbewahrungsmittel, sondern etwas, das der Staat vom Bürger als Steuern eintreibt und womit er seine Rechnungen bezahlt. Der Staat kann Goldmünzen, buntes Papier oder blaue Kieselsteine vom Bürger eintreiben und damit bezahlen. Geld muss nur halbwegs fälschungssicher sein oder wie Gold nur mit großen Aufwand zu gewinnen. Die Bürger sind dann gezwungen, von den Staatsdienern Geld zu erwerben, damit sie Steuern zahlen können. Früher oder später werden die Bürger untereinander auch mit dem staatlichen Geld Geschäfte tätigen, das ist aber nicht mal zwingend erforderlich. 

1/2

Waldgaenger aus Schwaben

28. Januar 2021 20:27

2/2 

Dieser Theorie zufolge, die vom linken Flügel der US-Demokraten-Partei vertreten wird, kann der Staat sich in eigener Währung grenzenlos verschulden. Was die Anhänger nicht sagen, aber faktisch beabsichtigen, ist, dass der staatliche Einfluss  auf alle Bereiche des Lebens mit der Ausweitung der Geldmenge stetig wächst. Am Ende gibt der Staat jedem, was er braucht, und nimmt wieder von jedem, was er seiner, der staatlichen Meinung nach nicht braucht. Jeder bekommt nach seinen Bedürfnissen, jeder gibt nach seinen Fähigkeiten. Der alte Traum des  Sozialismus, nun geträumt im 21.Jahrhundert. Funktionieren wird der genauso wenig wie alle anderen Varianten zuvor, und dann wird man Schuldige suchen, finden und liquidieren, wie in allen anderen Varianten zuvor.

 

Gotlandfahrer

28. Januar 2021 20:44

@ limes:

"...für Renditen sorgen Massenmigration und »gerechte« globale Umverteilung"

Kurzfristig vielleicht, weil dadurch Ihre geronnene und laufende Leistung durch Umleitung schneller ans Ziel fließt, langfristig speist sich jede Rendite aber aus (Gegen-) Leistung, und da dürfte erst dann die Rechnung aufgehen, wenn es natürlicher Intelligenz im Unterbau gar nicht mehr bedarf.  Ob es schon so weit ist, weiß ich nicht.

Volksdeutscher

28. Januar 2021 20:52

Die Analysen von Herrn Bosselmann sind in sich logisch,. Aber nicht eine Stufe zu pessimistisch? Ich finde, es schadet nicht, wenn wir unseren Kopf nach dem Aufwachen aus tief depressiver Stimmung durch erfrischende Neuigkeiten lüften. Während wir analysieren und um die richtigen Methaphern ringen, um mit der Wirklichkeit zu Rande zu kommen, hat sich in der Zwischenzeit juristisch eine Menge getan. Abgesehen von Dr. Füllmichs abwegigen Verknüpfung des "deutschen" Impfstoffes mit dem Tode von zwei (?) Juden in Israel (ein neuer "Auschwitz" droht!), gehen die Prozesse weltweit recht gut voran und es gibt bald auch in Deutschland Erfolge zu verzeichnen. Vielleicht sollte man sie bei der nächsten Lageanalyse mitbedenken.

https://www.youtube.com/watch?v=ckd_b-V1Ew4&t=0s

Und Frau Sommerfeld möchte ich zu bedenken geben (die mal treffend bemerkte, daß selbst wenn all diese Prozesse zum Erfolg führen, wäre die Migrantenkrise damit noch lange nicht gelöst), daß die strafrechtliche Aufarbeitung der Hintergründe um Covid-19 bei der Suche nach den Verantwortlichen eine so tiefe Enttäuschung bei der Mehrheit der Deutschen auslösen könnte, daß sie den Rest ihres Vertrauens in die alten Parteien verlören, was eine Staatskrise auslösen und die Wähler in Scharen zur AfD treiben könnte. Wenn das so käme und die AfD die Situation geschickt für sich nutzte, könnte sie das Geschick des deutschen Volkes - zumindest in der BRD - zu seinen und ihren Gunsten bestimmen.

 

anatol broder

29. Januar 2021 04:51

@ marcel 15:55

danke für den beitrag. mit der zweiten hälfte bin ich einverstanden.

in der ersten sehe ich dagegen gleich zwei aussagen, die mir und dem autor des artikels widersprechen, was die angst ins falsche licht rückt. zunächst verrate ich, wie ich bosselmann verstehe: jeder ist für seine angst selbst verantwortlich.

(1)

[…] gebärdet sich die Angst. Als sei es ihr unerträglich, nicht bestätigt zu werden.

die angst ist kein lebewesen, sie hat kein bewusstsein. ist das poesie?

(2)

Für vieles, was in den Köpfen geschieht, trägt das Internet Mitschuld. Gäbe es das nicht, hätten wir auch vieles an Panik nicht.

das übersetze ich zunächst in die steinzeitsprache:

Für vieles, was in den Köpfen geschieht, trägt die Höhlenmalerei Mitschuld. Gäbe es die nicht, hätten wir auch vieles an Panik nicht.

jetzt ist es klarer, oder? die wand ist unschuldig und das internet genauso.

das war’s mit meinen einwänden. zur einordnung unserer unheroischen mitbürger scheint mir auch ein blick auf die abhängige persönlichkeits­störung (f60.7) dienlich.

Amos

29. Januar 2021 07:11

Schausten, ihre gestrige Belehrungsstunde zu Lübcke und der anschliessende AFD-Diffamierungskommentar im ÖRE haben gezeigt: Die Propaganda wird dreister, die Maske der Objektivität ist nicht mehr nur verrutscht. Optimisten mögen daraus ableiten, dass das System nervös wird, kann sein, aber anders als in den USA kann es auch auf deutlich über 50% der Leute als Ressource zurückgreifen und profitiert von der NS- Keule, die erfolgreich gegen alles, was vom amtlichen Kurs abweicht, eingesetzt wird. Sogar gegen die Love-and-Peace-Hippies von den Querdenkern.

 

Maiordomus

29. Januar 2021 07:49

@Volksdeutscher. Es wird in der deutschen Geschichte nie mehr einer Partei gelingen, "das Geschick des Volkes" zu bestimmen, am allerwenigsten einer rechtsorientierten. Selbst eine absolute Mehrheit der AfD im Parlament, rein theoretisch, könnte an den gesellschaftlichen Machtverhältnissen und auch an den realen sonstigen Machtverhältnissen nicht mehr ändern als die Trump-Episode in den Vereinigten Staaten. 

Franz Bettinger

29. Januar 2021 09:09

@Herr Bosselmann befürchtet „mit unseren ungenauen Ahnungen doch falsch zu liegen und schuldig zu werden an zulaufenden Kliniken…“ Tut mir leid, aber ich fasse es nicht. Myriaden von Argumenten liegen auf dem Tisch (allen voran die fehlenden Toten, fehlende Übersterblichkeiten, die gleich gebliebenen Gesamt-Mortalitäten aller Länder des Globus), und dann diese Aussage! Herr Bosselmann, was brauchen Sie eigentlich noch? Den Segen Merkels oder Dr. Ostens? Wenn Sie’s bisher nicht begriffen haben, wie sollen wir dann vom Pizzabäcker erwarten, dass er durchblickt. Das Seltsame: Der Pizzabäcker blickt durch. Schon lange. Und die Serviererin auch. 

Youwatch, Tichy bzw. dessen Autoren und die AfD verhalten sich alle ähnlich: Sie kritisieren Merkel. Mal sind sie für die Maßnahmen, die aber zu spät gekommen seien, mal ist alles übertrieben. Das Grundsätzliche an der Krise aber wird nicht verstanden: Es gibt keine Pandemie. Basta. Und um diese Kernaussage drücken sich viele.

Franz Bettinger

29. Januar 2021 09:12

Beiseite gesprochen: Es gibt viele gute Argumente gegen die Quarantäne- (Hotel-KZs-) Maßnahmen, das wichtigste ist das Zusammenpferchen gesunder Menschen in einer Pest-Schiff-Umgebung, wo sich (nach offizieller Lesart) hochinfektiöse Menschen aufhalten (können), die einen Gesunden infizieren, krank werden lassen und töten könnten. Was soll der Unfug?! müsste man die Verantwortlichen fragen.

Franz Bettinger

29. Januar 2021 09:21

@"... außerordentlich gefährliche Pandemie-Lage im Sinne einer Natur-Katastrophe…" Dazu einer einen offenen Brief an Tobi Hans, MP des Saarlandes, geschrieben, der gerade ziemlich Furore macht: „Herr Hans, ihre Veröffentlichungen enthalten nur propagandistischen Unsinn: „...die schlimmste Natur-Katastrophe der letzten Jahrhunderte ... eine große nationale Kraftanstrengung … vertrauen Sie der Medizin…" Welcher Medizin, frage ich Sie? Jener bestellten und vom Regime genehmigten Gekauften, die mit falschen (= falsch positiv reagierenden) unvalidierten PCR-Testen hantiert und unausgegorene gefährliche Impfstoffe auf die Bevölkerung loslässt, ja zum Zwang macht? Medizin, die die Hersteller-Haftung ausschließt  und deren fadenscheinige Aussagen Sie mit ihrem Bildungsstand gar nicht beurteilen können? Herr Hans, Sie sind der erste Mi-Prä im Saarland ohne jeden Lehr-, Studien- oder sonstigen Berufs-Abschluss. Verschonen Sie mich mit nicht vorhandenen Weisheiten und vorgekautem Gestanze. Akzeptieren Sie endlich das Recht der Bürger auf unbehelligtes Leben und Sterben in Würde, das heißt frei von Gängelei, dummen anmaßenden Briefen und erpresserischer Bevormundung!  Ich kann Ihre Paniksprüche nicht mehr ertragen. Nomaské, XY 

MARCEL

29. Januar 2021 09:29

@anatol broder

Kurz nur: Danke für die Gegenlese!

Ezra Pound sagte einmal, es gebe viele Arten von Klarheit, die poetische sei die älteste ;-)

Klar, Angst ist lebensnotwendig, dennoch kann sie die Kontrolle über den psychischen Apparat eines Menschen komplett übernehmen, so dass man sich fragen muss, was sich in diesem Menschen "inkarniert" hat, aber das führt jetzt zu weit...

Das Internet bietet eine Unendlichkeit von Möglichkeiten der Manipulation, die eine Höhlenmalerei etc. nicht hat. Internet ist für den Einzelnen letztlich schwerer zu verifizieren. Klar aber auch, es ist ebenso ein Instrument, direkter Ansprache und Mitsprache, sonst würden wir uns hier nicht austauschen.

Dennoch: Ich behaupte einfach mal, wäre Corona in den 50iger oder 60iger Jahren aufgetreten, hätte man nicht so eine Welle gemacht.

Franz Bettinger

29. Januar 2021 09:37

Neue Idee von Schwab, Merkel und Dr. Osten, falls das mit der Coronoia nicht so richtig klappt: "Wir lassen die Medien von einem Sonnensturm berichten, zählen alle Krebs-Toten als Strahlen-Opfer desselben, und sagen: #StayHome.

Franz Bettinger

29. Januar 2021 09:53

@„...die Pandemie wäre nur abgeklungen, weil rigorose Maßnahmen ergriffen wurden“. In der Tat wird man das behaupten. Es wird jetzt schon so argumentiert, da es ja (objektiv und wie jeder für selbst vor seiner Tür feststellen kann) ein Grippe-Jahr wie jedes andere war / ist. Was kann man dagegen sagen?

Dies: Es gab Kontroll-Gruppen, auch wenn man diese weg haben wollte (weil allein Kontrollgruppen epidemiologische Aussagen zur Wirksamkeit oder eben Unwirksamkeit von Maßnahmen / Therapien zulassen). Es gab Länder, die den Unsinn nicht mitmachten; und es gab welche, die den Unsinn erst spät mitmachten; und welche, die vergleichsweise lockere Maßnahmen anordneten. Vergleicht man all diese Länder, so erkennt man: keinen signifikanten Unterschied. Fazit: Die Übersterblichkeiten sind überall gleich und sogar niedrig im Vergleich zu anderen Jahren (wie dem Grippejahr 2017-18), ganz egal, welche Maßnahmen (strenge, schlappe oder gar keine) getroffen wurden. Auch das ist ein Beweis.

Franz Bettinger

29. Januar 2021 10:07

@Bosselmann und andere: Sie lesen so viel. Wieso lesen Sie nicht einmal ein handfestes, wissenschaftliches Buch über Epidemiologie. (Es muss gar nicht der dicke Schmöker von Sackett und Tuckwell sein.) Wenn Sie sich die kleine Mühe nicht machen, werden Sie immer im Teich rum schwimmen und nie an ein klares rettendes Ufer gelangen. Es geht nicht anders. Und Sie werden feststellen: Es ist ein Genuss, Dinge zu WISSEN.

Franz Bettinger

29. Januar 2021 10:16

Weiß nicht, ob es anderen auch so geht, aber seit heute muss ich mich immer als Mensch (statt Roboter) ausweisen, bevor man mich auf die SiN lässt, und zwar auch beim Absenden meiner Kommentare. Die Front rückt näher. Vielleicht werde ich bald ganz abgeschaltet. - Na gut, dann betrachtet dies als letzte Flaschenpost.

Ein gebuertiger Hesse

29. Januar 2021 10:38

@ Bettinger

"Vielleicht werde ich bald ganz abgeschaltet. - Na gut, dann betrachtet dies als letzte Flaschenpost."

Immer schön weiter verschicken, Ihre Flaschenpost(en? wir brauchen einen Plural). Der inhaltliche Belang läßt die Dinger komischerweise oben schwimmen und stracks das Ufer erreichen; das soll mal so weitergehen.

anatol broder

29. Januar 2021 12:03

@ franz bettinger 10:07

haben wir unterschiedliche artikel gelesen? ist der sarkasmus von bosselmann so schwer zu erkennen? ich empfehle, den folgenden satz erneut zu lesen, aber diesmal laut und langsam.

Hinzu kommen Bilder von gestapelten Särgen, Nachrichten über Kapazitätsprobleme in der Intensivmedizin und vor allem Statistiken, Statistiken, Statistiken, die so oder so zu deuten sind, die die Exekutive mit den neuen Großwesiren in Weiß aber in ihrer Weise interpretiert, ohne daß Zeit wäre, dies alles wissenschaftstheoretisch zu prüfen.

hinter dem drittletzten wort steckt übrigens sarkasmus-freie information. auch sie gehört zum artikel.

Laurenz

29. Januar 2021 12:32

@ANATOL BRODER @FRANZ BETTINGER

Stimme Ihnen zu. Franz Bettinger befindet sich, als Mediziner, auf Seinem Kreuzzug (dafür danke ich Ihm). Und auf einem Kreuzzug werden auch mal die Falschen gelyncht.

@ANATOL BRODER @MARCEL

Hier liegen Sie nicht ganz richtig, wir stammen von Angsthasen ab, die im Falle des Falles frühzeitig das Weite gesucht hatten. Deswegen lebten sie länger als die Helden und pflanzten sich fort. Darwinistisch betrachtet, ist also die Angst ein gesundes Gefühl, solange sie einen nicht erstarren läßt, wie man das bei vielen Kraftfahrzeug-Führern im Schockzustand des Augenblicks (sie bleiben stehen) feststellen kann.

Der Angst wird man nur dann verlustig, wenn man den Tod grundsätzlich in Kauf nimmt.

Lotta Vorbeck

29. Januar 2021 17:07

@Franz Bettinger - 29. Januar 2021 - 10:07 AM

@Bosselmann und andere: Sie lesen so viel. Wieso lesen Sie nicht einmal ein handfestes, wissenschaftliches Buch über Epidemiologie. ... Es ist ein Genuss, Dinge zu WISSEN."

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Während die tödlichste Seuche aller Zeiten im Lande grassiert, "die Intensivstationen volllaufen", werden allein im Jahre 2020 in der BRD 20 (in Worten: zwanzig) Krankenhäuser geschlossen. Weitere Kliniken stehen auf der Abschußliste. Gleichzeitig quillt das Internet über von Videos, die tanzendes Krankenhauspersonal zeigen. Ja, 2+2=22.

Lotta Vorbeck

29. Januar 2021 17:14

@Ein gebuertiger Hesse - 29. Januar 2021 - 10:38 AM

@ Bettinger

"Vielleicht werde ich bald ganz abgeschaltet. - Na gut, dann betrachtet dies als letzte Flaschenpost."

Immer schön weiter verschicken, Ihre Flaschenpost(en? wir brauchen einen Plural). Der inhaltliche Belang läßt die Dinger komischerweise oben schwimmen und stracks das Ufer erreichen; das soll mal so weitergehen.

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Ja, @Ein gebuertiger Hesse, wir, die Freunde und Sprecher des deutschen Idioms brauchen einen Plural für "Flaschenpost" und noch viel, viel dringender benötigen wir die von der anderen Seite der Erdscheibe materialisiert auf die Reise geschickten und hierzulande aus dem Wasser des WWW-Ozeans gefischten Flaschenpostdepeschen Franz Bettingers.

Pferdefuss

29. Januar 2021 21:17

Herr Bosselmann, Sie geben uns einen anschaulichen Überblick über die Lage.

Doch läuft parallel noch anderes ab, was existentiell ist. Liest man Werbung analog oder virtuell, heißt es bei Immobilien  'V e r kaufen!. Nie umgekehrt. Gleichzeitig proklamieren Grüne das Verbot von Einfamilienhäusern, also vom eigenen Häuschen. Gleichzeitig laufen hier Leute rum, fotografieren, observieren Häuser, Geschäfte, Restaurants wie nach der Wende '89, als damals für 'n Appel und'n Ei an Spekulanten verhökert wurde. Gleichzeitig werden denkmalgeschützte staatliche, städtische Grundstücke, Häuser, Schlösser weiter verscherbelt, Wem gehören alte Rathäuser, Bahnhöfe, Schulen, Postgebäude, Kasernen, Weinberge noch? Das läuft im Schatten von Corona massiver ab als je zuvor.

Pferdefuss

29. Januar 2021 21:17

@anatol broder,

nicht erst seit diesem Beitrag zeigen Sie für 'Kleingedrucktes' eine Schwäche, will sagen, Stärke. Darüber hinaus mögen Sie es, Beiträge und Kommentare über das sachbezogene Maß hinaus sprachlich zu korrigieren, zu transformieren, ja, sogar die deutsche Höflichkeitsform insgesamt zu füsilieren.

Eine Leidenschaft für eine radikale Duden-Reform, da Denk-, Lese- und Rechtschreibschwächen I.M.n. auch im Revier der 'Sezession' Einzug gehalten haben, kann man Ihnen nicht absprechen.

Vorschlag zur Güte: Werden Sie Referent oder Co-Referent! Ich ließe mich gerne verblüffen. Ein Co-Referat aus Ihrer Feder wäre hin und wieder eine willkommene Abwechslung. 

Franz Bettinger

29. Januar 2021 21:41

@Waldgänger schreibt „Wie in der DDR aus Fürsorgepflicht. Was sonst.“ Danke für den treffenden Vergleich.

@Hesse, Lotta, Laurenz: Danke für den Rückenwind. Werde meine Flaschenpostsendungen wasserdicht verkorken. Irgendwann kommen sie dann an. 

@AnatolBroder: Um die Behauptungen 2+2=22 und 22 ist viel zu widerlegen, bedarf es keiner Wissenschafts-Theorie, nur eines klaren Verstandes. Ich rede von der (vom Regime und den Vasallen von Anfang an aufgestellten) Behauptung hinsichtlich der Gefährlichkeit des Corona-Virus. Mehr als Basiswissen (nicht in Virologie oder Medizin, sondern) auf dem Gebiet der Epidemiologie ist nicht nötig, diesen Unsinn als solchen zu erkennen und zwar in 10 Sekunden. Man muss sich nur die Frage stellen „Gefährlich im Vergleich zu was?“ „Viel im Vergleich zu was?“ Wenn die Gefährlichkeit nicht in Relation gesetzt wird zu bekannten Gefahren (z.B. Influenza), dann ist eine solche Aussage nichts, aber auch gar nichts wert, es sei denn man ist Anhänger der Jeder-Toter-ist-einer-zu-viel -Religion.

heinrichbrueck

30. Januar 2021 01:41

„Gefährlich im Vergleich zu was?

1. Das Virus ist nicht besonders gefährlich, wir müssen mitspielen.

2. Das Virus ist nicht besonders gefährlich, wir spielen nicht mit, bekommen ein gefährlicheres Virus. 

Franz Bettinger

30. Januar 2021 07:51

@heinrichbruek: Sie überschätzen die Fähigkeiten der Medizin. Ein Virus zu basteln oder (seien wir realistischer) ein schon existierendes lebendes ! Agens (z.B. Milzbrand) gefährlicher (als den natürlichen M-Bazillus) zu designen, halte ich für extrem schwierig, eigentlich aber für unmöglich.

Die Fähigkeiten der Mediziner werden maßlos überschätzt. Das betrifft übrigens die gesamte Medizin. Sie schmückt sich gern mit fremden Federn. Den sog. medizinischen Fortschritt haben wir drei Dingen zu verdanken: (1) geregeltes Trink- und Abwasser (also einem Minimum an Hygiene, ohne einen Fetisch daraus zu machen); (2) genug zu essen (egal was; also die Beseitigung des Hungers; die Qualität der Nahrungsmittel spielt fast keine Rolle!) und (3) 10% der Medizin. Der Rest ist Scharlatanerie. Es gibt nicht viele wertvolle Medikamente. Ich muss nur in den Notfall-Koffer sehen, darin: örtliche (und inhalative) Betäubungsmittel (auch Augentropfen); peripher und zentral wirksame Scherzmittel (Morphium, Ibuprofen); Valium (fantastisches Psychopharmakon; und auch zur iv-Kurznarkose geeignet), Kortison (bei Allergien), Antibiotika, Diuretika. Mehr brauche ich nicht für eine Reise zum Mars.

Valjean72

30. Januar 2021 09:32

@heinrichbrueck

Das Virus ist nicht besonders gefährlich, wir spielen nicht mit, bekommen ein gefährlicheres Virus. 

Dieser Gedanke kam mir auch schon: der/das Virus als Biowaffe, künstlich geschaffen oder modifiziert und insofern - bei Bedarf - von der lethalen Wirkung her steigerbar.

Nun, Franz Bettinger verfügt hierüber über mehr Wissen und ich möchte ihm für seine unermüdliche Aufklärung hier danken.

Grundsätzlich frage ich mich allerdings, wie Menschen - welche die verheerenden Auswirkungen der Masseneinwanderung erfasst haben und ebenso den Sachverhalt, dass diese Migrationsströme gezielt ausgelöst und gelenkt werden - den etablierten Politikern in Bezug auf die Corona-Thematik über den Weg trauen können ...

 

Lumi

30. Januar 2021 12:16

Franz Bettinger um 09:09, 09:53 und 10:07 kann ich nur beipflichten. Es geht sehr intellektuell zu, aber die einfachsten Dinge werden auch nach elf Monaten noch nicht erkannt:

  • keine Übersterblichkeit in der BRD
  • Weißrußland ohne Maßnahmen und auch keine Übersterblichkeit
  • praktisch keine Grippe mehr, alles "Covid-19"

Das allein reicht, um das ganze "Corona" Narrativ abzuschießen.

Altbekannte Krankheiten, die früher als Schnupfen, Grippe oder grippaler Infekt bezeichnet wurden, daneben ebenso altbekannte Symptome wie Anosmie (die viele Ursachen haben kann) werden heute durch PCR Hokuspokus mit einem angeblich neuartigen und gefährlichen Coronavirus in Verbindung gebracht, das nie nachgewiesen, sondern nur bioinformatisch konstruiert wurde, also mit einem Phantom. Das so geschnürte Paket wird dann als neue Krankheit namens "Covid-19" vermarktet.

Wer die Grundlüge schluckt, kann strampeln wie er will: vorankommen wird er nicht.

Dummheit und Feigheit sind die Ursachen der Misere.

Lumi

30. Januar 2021 12:23

Zum Verständnis des "Corona" Betruges empfehle ich das Studium des AIDS/HIV Betruges. Die meisten wissen nicht, daß AIDS ursprünglich GRID hieß - Gay-Related Immuno-Deficiency.

NEW HOMOSEXUAL DISORDER WORRIES HEALTH OFFICIALS - New York Times 11.05.1982

Diese Bezeichnung war nicht falsch, aber auch nicht ganz richtig. Besser wäre DRID oder NiDRID gewesen - Nitrite Drug Related Immuno-Deficiency. Oder am besten NiD&GRID. Mit dem sogenannten "HI Virus" hat das ganze nichts zu tun, sondern mit Drogen und Lebenswandel. Hierzu hört man die einschlägigen Vorträge und Interviews von Peter Duesberg und Claus Köhnlein.

Volksdeutscher

30. Januar 2021 12:37

@Maiordomus

1. Ungewisses weiß man nicht. Ihre Lageanalyse möchte ich gefühlsorientiert bezeichnen, gegen die sich mein Verstand zur Wehr setzen muß. Was auch immer für Ihre Gefühlsargumente steht, glaube ich nichts desto trotz, daß man sich nicht aufgeben, sich mit dem gegenwärtigen Zustand nicht zufrieden stellen und sich in dieser Situation am allerwenigsten einrichten darf. Warum und wozu dieser Fatalismus? Lassen wir lieber den Ausgang der Geschichte vorerst mal offen, tun wir jedoch alles Mögliche für das hehre Ziel, daß wir selber das Geschick des deutschen Volkes in die Hand nehmen. Denn das ist unser Schicksal, das uns gehört, das zu lenken nur wir befugt sind und niemand sonst!

Volksdeutscher

30. Januar 2021 12:38

@Maiordomus

2. Wenn ich englische oder russische Kommentare unter Videos über den 2. Weltkrieg lese, finde ich oft pointierte Kommentare über unsere Soldaten, ihre Tugenden, ihren Mut und ihre Tapferkeit. Es macht einen erschaudern, wenn man sich vergegenwärtigt, daß sich dabei um Kommentare der Nachkommen unserer ehemaligen Feinde handelt, die sich mehr als nur fair über sie äußern. Die Kommentatoren bewundern an erster Stelle gerade jene Eigenschaften der Soldaten und ihrer Führung, die bei uns seit Kriegsende am meisten in den Dreck gezogen und die am meisten in böser Absicht gegen uns gewendet wurde: Pflichterfüllung, Aushalten und Treue bis zum bitteren Ende. Das sind jene Tugenden, die germanischen Völkern schon in der Antike bescheinigt wurden.

Volksdeutscher

30. Januar 2021 12:42

@Maiordomus

3. Aber es reichte den "Siegern" nicht, uns einseitig für den Krieg verantwortlich zu machen, sondern wir hätten im Sinne ihrer Demagogie auch nicht verteidigen dürfen. Sie nannten und nennen es bis zum heutigen Tage "das blinde Folgen dem Führerbefehl". Welch eine Heuchelei! Als hätten bei ihnen Diskussion und Abstimmung stattgefunden, ob ein Befehl ausgeführt werden sollte oder nicht... Dieses Tribunal sprach uns nicht nur alle Schuld am Krieg zu, sondern auch jedes Recht ab, uns zu Recht verteidigt zu haben. Perverser kann Logik nicht sein. Wenn ein Volk keine andere Wahl hat und mit dem Rücken zur Wand steht, was glaubt es da noch verlieren zu können? Dann lieber aufrecht sterben als auf den Knien leben! Und gerade diese Entschlossenheit zu Opfermut, Ausdauer und Treue nennen Nachkommen unserer ehemaligen Feinde den "romatischen Heroismus" - und nicht "Kadavergehorsam". Wir schulden unseren Großvätern viel, auch wenn sie darin scheiterten, Europa zu retten. Das muß unseren Dank und unsere Bewunderung für sie noch mehr erhöhen. Blicken wir auf die politischen Geschehnisse unserer Zeit, so können wir mit Fug und Recht sagen: ER hatte recht. Unser Kampf war der letzte heroische Widerstand gegen jene Macht, die heute allen Nationen den Garaus machen will. Die davon mitbetroffenen Nachkommen unserer ehemaligen Feinde wissen das inzwischen.

 

Volksdeutscher

30. Januar 2021 13:17

@Valjean72 - Wir haben Franz Bettinger nicht um etwas zu danken, worum wir ihn nicht gebeten haben. Er betriebt hier außerdem keine Aufklärung, der wir eh nicht bedüfen, sondern betreibt Regierungspropaganda, der wir am allerwenigsten bedürfen.

Maiordomus

30. Januar 2021 16:15

@Unklar, warum Sie von "gefühlsorientiert" schreiben. Es ist unmöglich, in Amerika nach Rezept Oktoberrevolution 1917 zu putschen; wie noch unlängst in Südamerika, wo Eroberung des Regierungspalastes schon die Macht bedeutet. Glaube die europäischen Revolutionen aus bester Fachliteratur studiert zu haben. Es stimmt, dass für Kriegsparteien im Weltkrieg ein Befehl ein Befehl war und Desertion u. Landesverrat in der Regel mit dem Tode bestraft wurde; sogar in der Schweiz noch 1943. Dort meldeten sich Milizionäre freiwillig für die Erschiessung der Landesverräter. Aber von aussen gesehen erscheint es unangemessen, bei irgendeiner Kriegspartei des 2. Weltkrieges, zuallerletzt der deutschen, "Rettung Europas" vorzuschieben. Aber genau so wie der Grosse Vaterländische Krieg unter Führung eines Tyrannen und Massenmörders letztlich der Verteidigung Russlands diente, worauf nicht nur Putin heute noch stolz ist; ging es für Millionen Deutsche gegen Ende des 2. Weltkrieges nicht um eine erwartete Befreiung (dies wohl auch, nämlich das Regime betreffend), aber letztlich um die Verteidigung von Land und Volk gegen den drohenden Plan der Aufteilung, Desindustrialisierung, Besetzung und z.T. angedrohten Rückbau auf einen frühmittelalterlichen Agrarstaat. Also gab es 1944/45 wie in Russland 1941/42 ein Motiv zur Landesverteidigung. Dazu dürfen Sie ruhig stehen, auch wenn es in den Schulbüchern anders formuliert ist.  

anatol broder

30. Januar 2021 17:51

@ pferdefuss 21:17

danke für den hinweis auf die entwicklung des immobilienmarkts. darüber würde ich gerne mehr erfahren.

meine unsachlichen einlassungen sind ausschliesslich reaktionen auf belehrungen, die selbst fehlerhaft vorgetragen sind. das spiel heisst bumerang. und wo kann man es besser treiben als unter reaktionären? dass manche aquapistoleros noch nicht meine bazooka erkannt haben, verleiht dem spiel zusätzlich eine komische note. ich lache gerne.

der vorschlag zu einer vortragreihe (worüber?) ehrt mich. falls damit gastbeiträge auf sezession im netz gemeint sind, finde ich auf der entsprechenden seite nur eine emailadresse. wann erschien hier der letzte gastbeitrag?

Cugel

30. Januar 2021 18:22

@Volksdeutscher    30. Januar 2021 13:17

Können Sie Ihre Anschuldigung begründen?

heinrichbrueck

30. Januar 2021 18:33

@ Volksdeutscher / ER hatte recht. // @ Maiordomus

Sie haben Ihren Kampf vor 76 Jahren verloren“ - Charlotte Knobloch (neulich, Rede im Reichstag).

Deutschland = Deutschland als das Land der Deutschen = Ihr Deutschland = verloren. Nicht nur die Nationalsozialisten haben verloren, Deutschland war gemeint. Die AfD wird als Partei gedacht, die ein deutsches Deutschland wollen, also kein grenzenoffenes Knoblochdeutschland.

Putins Davosrede war auch interessant. Die Dinge bekommen so langsam Kontur, man muß aber genau hinschauen; denn diejenigen, die ihren blinden Fleck nicht sehen, werden unter die Räder kommen. (ER war nicht fehlerfrei.)

Bettinger betreibt keine Regierungspropaganda. Und wenn er schreibt, die Medizin werde überschätzt, dann können wir Schlußfolgerungen Richtung Forschung ziehen. Überall fließen Milliarden; und wie mir kürzlich ein Verwandter mitteilte, haben wenige Milliardäre fast alle deutschen Krankenhäuser im Sack.

Volksdeutscher

30. Januar 2021 18:58

@Maiordomus - Ihren ironisch gemeinten letzten Satz möchte ich nicht kommentieren. Ich hätte mir gewünscht, Sie hätten statt dessen Beweise für Ihre Behauptungen aufgestellt - geliefert haben Sie nur Behauptungen.

1. Nun, ich schrieb deshalb gefühlsorientiert, weil Ihre Behauptung, "es wird in der deutschen Geschichte nie mehr einer Partei gelingen, "das Geschick des Volkes" zu bestimmen, am allerwenigsten einer rechtsorientierten", nicht einen Beweis, sondern eine Annahme darstellt, die immer eine "gefühlte" ist. Für eine Annahme kann man freilich rational ergründete Argumente liefern, wie Sie es taten, aber das verändert nichts an der Tatsache, daß die Annahme deshalb noch lange eine Annahme bleibt.

 

Volksdeutscher

30. Januar 2021 19:00

@Maiordomus

2. Und dann ist da noch die von Ihnen benutzte Gleichsetzung im Sinne von "Landesverteidigung hier gleich Landesverdigung dort". Sie ist eine sehr bequeme Vereinfachung der geschichtlichen Ausgangslage. Daß der zweite Weltkrieg die Fortsetzung des ersten war, ist ein Gemeinplatz. Das mußte so kommen, weil die wirtschaftliche Vernichtung Deutschlands nach dem ersten Krieg nicht gelang. Ergo hatte Deutschland ein ganz anderes Motiv und einen ganz anderen Grund, sich zur Wehr zu setzen. Ich vereinfache das einmal auf: Deutschlands Ziel war die Behauptung seiner nationalen Eigenart. Diese Eigenart hatte die deutschen Wirtschaft in kürzester Zeit zu ungeahnten Leistungen befähigt, was das deutsche Volk auch noch psychisch aufbaute und seiner Kraft, seinen Fähigkeiten bewußt werden ließ. Das mußte aus der Sicht seiner Feinde niedergeschlagen werden, aber diesmal so, daß es sich nie wieder erhole. Nach dem Krieg wurde dann dieses Niederhalten des Nationalen zum Leitmotiv des politischen und wirtschaftlichen Handelns, sowohl diesseits als auch jenseits des Eisernen Vorhangs. Angeblich zur Vermeidung neuer Kriege in Europa....

Volksdeutscher

30. Januar 2021 19:04

@Maiordomus

3. Deutschlang ging es also in erster Linie um die Behauptung der Eigenart des deutschen Volkes, in zweiter Linie um die Behauptung der Ideologie des nationalen Sozialismus. Aber der Sowjetunion ging es nur noch um die Behauptung der Ideologie des Kommunismus, der mit Expansionsabsichten einherging. Denn der russischen Eigenart hatte sie (da sie von Juden geführt wurde, die alles Russische haßten) den Kampf angesagt. Jeder religiöse und antikommunistische Russe weiß das. Das sich zur Überlistung des Volkes sich religiös gebärdende Väterchen Putin schlägt in dieselbe Kerbe, wenn er in seiner Innenpolitik den globalen Begriff des российский propagiert anstelle des national Begriffs des русский. Der Unterschied ist schwer ins Deutsche zu übersetzen, es entspräche etwa dem Unterschied zwischen "deutschländisch" und "deutsch". Denken Sie bitte darüber nach, warum der globaler Kapitalismus und Kommunismus sich gefunden haben, wie wir das in unseren Tagen beobachten können. Das kommt nicht von ungefähr.

Volksdeutscher

30. Januar 2021 19:20

@Maiordomus

4. Wenn die Russen sich den "Luxus" erlauben können, am 9. Mai einer Ideologie zu huldigen, die über 10 Millionen von ihnen bis 1941 ermordete, ehe auch nur ein deutscher Soldat seinen Fuß auf russischen Boden setzte, dann versteht man nicht, warum sie immer noch der Geschichtslüge vom Überfall Deutschlands auf Russland anhängen. Wir haben glücklicherweise unseren Macchiavelli zur Hand - den Sie in einem Ihrer Kommentare geschmäht haben - und der sinngemäß sagte, es sei nicht derjenige am Übel des Krieges schuld, der zuerst zur Waffe greife, sondern derjenige, der ihn dazu provoziere. In unserem Falle also Russland.

Laurenz

30. Januar 2021 20:27

@Pferdefuss @anatol broder

Wieso wollen Sie den Duden reformieren und Kultur vernichten? Damit wurde schon genug Unfug getrieben. So wie man spricht und schreibt, vor allem in der Muttersprache, denkt man. Wer nur klein schreibt, denkt auch nur klein.

Was Ihre Immobilien-Nummer angeht, so ist die Geschichte viel einfacher, als Sie glauben und in keiner Weise konspirativ. Eine Aufhebung des des Ladenschlusses (Lockdown), bedeutet, nach vielen Unternehmens-Pleiten und Flotten-Reduzierungen, ein weiteres Ansteigen der Inflation, weil man mit einem Nachfrage-Schub rechnet. Und man kann nur am Aktien- und Immobilienmarkt der Inflation ausweichen.

Lotta Vorbeck

30. Januar 2021 20:40

@anatol broder - 30. Januar 2021 - 05:51 PM

dass manche aquapistoleros noch nicht meine bazooka erkannt haben, verleiht dem spiel zusätzlich eine komische note. ich lache gerne.

---

Mal ganz abgesehen davon, werter @anatol broder, daß Ihre von manchen Aquapistoleros noch nicht erkannte Bazooka, offenbar auch nur mit kleingeschriebenem aqua destillata geladen ist, steht nun als Frage im Raum: Sie lachen gerne? oder Sie lachen gern?

 

@anatol broder - 30. Januar 2021 - 05:51 PM

wann erschien hier der letzte gastbeitrag?

---

Der letzte Gastbeitrag hier im SEZESSIONs-Netztagebuch erschien am 17. Dezember 2020.

 

anatol broder

30. Januar 2021 22:44

@ laurenz 20:27

danke für den hinweis auf die inflation. wird das angedrohte verbot des einfamilienhauses, von dem pferdefuss (21:17) berichtet, die anleger verunsichern?

zu bosselmanns frage zurück: wohnt die unliebsame opposition (kulaken) nicht überdurchschnittlich oft im einfamilienhaus?

@ lotta vorbeck 20:40

auch hier danke ich für die information. nun kann ich die übernahme von antaios (anatols) planen.

@ die vorigen und franz bettinger 21:41

danke für die belustigung. hoffentlich zaubert euch der folgende comic (en) über sigmund freud und karl popper ein lächeln ins gesicht. ich hab sowas gerne – sonne, mond und sterne.

Franz Bettinger

31. Januar 2021 00:05

@Lumi: Schön, dass wenigstens Sie Bescheid wissen. Sie haben recht, im Zusammenhang mit Corona auch auf die HIV-Lüge hinzuweisen, aber auch hier kratzt man an einem Riesen-Tabu. Die Leute (anscheinend auch unsere eigenen großen Denker hier) haben die HIV-Kröte geschluckt, die man ihnen in einer Austernschale gereicht hat, und für eine wissenschaftliche Delikatesse gehalten. Irgendwie ist HIV-AIDSyndrom (das die Medien uns damals als größte Seuche der Menschheitsgeschichte und als unausrottbar servierten) aus den Schlagzeilen und der Realität verschwunden. Wieso? Nun, die Lügenpresse sagt: Weil wir neuerdings fantastische Medikamente haben. Nein, die Wahrheit ist: Die Lüge wurde langsam peinlich. Man wollte sie aus der Welt haben und schwieg einfach dazu, denn HIV verursacht nicht AIDS. Das hat der HIV-Entdecker und Nobelpreisträger Luc Montagnier immer schon gesagt. Koch’s 3. Forderung, der Provokations-test, schlug immer fehl. Übrigens auch bei allen anderen Endo- und Exosomen (aka Viren), einschließlich Corona. 

anatol broder

31. Januar 2021 01:41

@ laurenz 12:32

mein freund michael crass untersuchte in einem aufsatz, ob aus der sicht von epikur und schopenhauer der tod ein übel ist.

@ volksdeutscher 19:20

crass untersuchte auch, ob dein liebling ein guter fürst im sinne machiavellis war.

Max

31. Januar 2021 05:53

@Volksdeutscher "Putin schlägt in dieselbe Kerbe, wenn er in seiner Innenpolitik den globalen Begriff des российский propagiert anstelle des national Begriffs des русский."

Nein, das ist eine andere, imperiale Kerbe.  Russland ist eben kein Nationalstaat, sondern ein Imperium, mit imperialen Traditionen.  Die sind anders als die von demokratischen Nationalstaaten.  Russland ist natürlich das das Imperium führende Volk. Aber in einem Imperium gilt eben wirklich, dass Fremde willkommen sind. Der Islam ist zwar nicht die Religion der Führungsnation, aber trotzdem wichtiger Teil Russlands, weil eben große Teile der Bevölkerung Muslime sind. Das wurde auch so gewollt, als man seinerzeit diese Gebiete eroberte und dem russischen Reich einverleibte, ohne auch nur ernsthaft zu versuchen, die Bevölkerung zu christianisieren.  

Also, российский erfasst all die, die Bürger des russischen Reiches sind, Reichsbürger gewissermaßen, die ja auch Polen oder Juden sein können. Und das sind deutlich mehr als nur die dort lebenden Russen. Und es ist notwendig für das Überleben des Russischen Reiches, dass auch die nichtrussischen Bewohner Russlands hinter Russland stehen.

Max

31. Januar 2021 06:01

Fortsetzung 

So wie inzwischen die Tschetschenen unter Kadyrow.  Die stehen ja nicht deswegen zu Russland, weil Putin sie militärisch besiegt hätte, sondern weil sie die Emissare der Wahabiten kennengelernt haben, und erkannt haben, dass sie unter deren Herrschaft von Riyad gegängelt werden in einer Weise, die mit Unabhängigkeit nichts zu tun hat, während sie im christlichen Russland sehr viel mehr Freiheit haben, nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben.  

Die Tschetschenen waren extrem wichtig insbesondere auch in Syrien.  Große Teile der Militärpolizei, die dort ganz informell und lokal, von Ort zu Ort und Stadt für Stadt, als Friedenstruppen agieren, bestehen aus Muslimen, und haben schon deswegen besseren Zugang zu den Muslimen dort.  Ohne die Unterstützung Russlands durch die eigene muslimische Bevölkerung hätte Russland in Syrien gar nichts erreichen können.  

Russland muss also auf российский setzen, wenn es zumindest Regionalmacht bleiben will. Würde man nur auf русский setzen, wäre sogar der Bestand Russlands selbst gefährdet. 

Pferdefuss

31. Januar 2021 09:24

@ Laurenz

Mitnichten will   i c h   den Duden reformieren, mitnichten. Wenn schon, dann eine Reconquista. Mir scheint das rhetorische Stilmittel der Übertreibung, Überhöhung, eine Sache auf die Spitze treiben,  nicht gelungen zu sein. Wenn Schriftgestaltung, dann als reines Stilmittel. Ff 

»Die größten Revolutionen des Menschengeistes gehen auf Letternfüßen einher. Kein anderer Künstler nähert sich der Welt in so subver­siver Absicht wie der Erfinder einer neuen Schrift. Indem er die Träger der Transmission zu seinem primären Material macht, greift er ins Räderwerk der intel­lek­tu­ellen Konventionen. Als metal­li­sche Glieder eines geschmei­digen Körpers sind die Lettern mini­male Konstanten endloser Variation – carac­tères, wie die Franzosen sagen: Atome, Gene und Merkzeichen des Intellekts. Nirgends zeigt sich dieser unver­hüllter, nirgends verbirgt er sich besser als unter den zwei, drei Dutzend schwarzer Kiesel, über die der lesende Geist springt, wenn er das Flussbett der mate­ri­ellen Welt durchquert.«

(Ute Oelmann, Leiterin des George-Archivs, Stuttgart ((»Fürs schön­heit verlan­gende Auge«)): 

Volksdeutscher

31. Januar 2021 11:58

@Max - "Russland ist eben kein Nationalstaat, sondern ein Imperium, mit imperialen Traditionen."

Da sind die russischen Nationalkonservativen und Nationalisten anderer Meinung als Sie und Putin. Ein Imperium mit entsprechenden Traditionen war Russland auch schon vor dem Putsch der Bolschwiken, dennoch hatte das Zarenreich seine russische Identität niemals aufgegeben oder hätte jemals aufgeben wollen. Es wäre niemals auf den Gedanken gekommen, das Russische durch das Russländische abzulösen Aber es ist gut möglich, daß Putin für diese quasi-globalistische Politik bei den Freimaurern ein paar Reihen weiter vorne sitzen darf...

Daß Fremde im Imperium willkommen seien, ist etwas, was Sie der Geschichte hinzudichten. Das ist Ihr Wunschdenken, denn das Gegenteil ist wahr: das Hinzukommen neuer Ethnien schwächen den Zusammenhalt des Imperiums (aber auch eines normalen Nationalstaates) durch künstlich hereingetragenen Konflikte, die auch noch leicht von Außen geschürt werden können und den Staat destabilisieren. Auch das normale russische Volk beklagt Putins Politik und die Überfremdung Russlands durch Kaukasier, was Moskau das Aussehen eines orientalischen Bazars gibt. Ich empfehle Ihnen, russische Sprachkenntnisse anzulegen, auf Vkontakte ein Konto zu eröffnen und sich mit Russen bekannt zu machen oder zu befreunden (auch im wirklichen Leben). Es wird Ihre Augen für die Wirklichkeit öffnen und Ihre Begeisterung für Globalismus bremsen.

Volksdeutscher

31. Januar 2021 12:08

@anatol broder - "crass untersuchte auch, ob dein liebling ein guter fürst war im sinne macchiavellis war."

Wenn dieser Satz an mich adressiert war, möchte ich nur bemerken:

1. Unter dem Artikel, auf den Sie sich berufen, steht ein vollkommen voreingenommener, ungechichtlicher Stuß.

2. Meines Wissens duzen wir uns nicht.

Maiordomus

31. Januar 2021 12:22

@Pferdefuss. Spannend, dass zur Zeit des 3. Reiches die alte deutsche Fraktur durch die herkömmliche lateinische Antiqua ersetzt wurde, gemäss einem deutschen Professor aus der Zeit von Stalingrad  "zur Rettung Europas",  wie der 2. Weltkrieg aus deutscher Sicht hier von einem Foristen auch schon kommentiert wurde. Die Schweizer Lesebücher meiner Kindheit verweigerten sich diese Reform, weswegen ich noch in der  Volksschule mit der alten Schrift aufgewachsen bin, bin dafür direkt dankbar.  Heutige Abiturienten können zum Beispiel Goethe-Gedichte im kopierten Druck der Erstausgabe nicht mehr lesen. 

Maiordomus

31. Januar 2021 12:32

@Volskdeutscher. Zu Ihrer Entlastung: der Satz: 1+1=2 ist bekanntlich auch eine Annahme, wie nicht nur Einstein betonte, klar nicht empirisch; und soweit empirisch, nicht mal bewiesen, wie er sagte. Aber eine durchaus rationale Annahme. Solche gibt es nun mal. Wenn Sie die Wahlen gewinnen, auch hoch gewinnen; dann können Sie, siehe Trumpm zwar einiges zu verändern suchen. Aber an den Realitäten haben Sie nichts geändert. Wie schwierig es ist, trotz Macht zum Beispiel ökonomische Verhältnisse wirklich zu ändern, erfuhr u.a. der durch seine Partei herrschende Lenin nach der Revolution zur Zeit der Neuen Oekonomischen Politik. Man könnte da noch lange Analysen machen. An den tatsächlichen Machtverhältnissen in Amerika vermochte Trump beinahe nichts zu verändern. Wäre er fähiger gewesen und hätte weniger Fehler gemacht, hätte er mehr verändern können, aber nie so viel wie diejenigen erträumen, die hier ihre politischen Phantasien bei ungenügenden Kenntnissen des Systems Politik auszuleben versuchen. Trotzdem, nur für Sie: ich "habe das Gefühl," dass 1+1 vielleicht ergeben sollte. Zufrieden? 

 

links ist wo der daumen rechts ist

31. Januar 2021 12:55

Imperiale Blicke

@ Max vs. @ Volksdeutscher
Vielen Dank an Ersteren, was die Relativierungen zum russischen Imperiumsbegriff betrifft.
Ad Letzteren:
Nein, ER hatte nicht recht.
Deutschland hatte seit den Tagen des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation seligen Angedenkens keinen tragfähiges Gedanken eines auch nichtdeutschsprachige Völker umfassenden Reiches mehr.
Was aus dem ein Dreivierteljahr währenden "Ostimperium" in WK 1 geworden wäre, wissen wir nicht (und ob genau das - laut Sebastian Haffner - nicht den Sieg im Westen verhindert habe); ebensowenig, wie ein Europa nach einem deutschen Sieg ausgesehen hätte (ich tippe auf mindestens 200 Jahre Friedenszeit).
Am allerwenigsten aber gab es ab Sommer 1941 auch nur irgendwo Ansätze zu einem Völker-Imperium. Da sah man ja im östlichen Gebiet bis zur "A-A-Linie" (Archangelsk - Astrachan) ein riesiges Monopoly-Feld mit  millionenfachem "Flurbereinigungsauftrag". Auch nach Beginn des Ostfeldzuges hätte es noch politische Möglichkeiten einer inklusiven Bevölkerungspolitik gegeben (Stichwort Wlassow).
Daß dann in der Dynamik des Rückzugs ein vaterländischer Verteidigungswille entstand, steht natürlich außer Frage.
Aber Ihr Blick ist so einseitig vereinnahmend wie der direkte Blick des Therapeuten auf den Patienten in diesem von @ anatol broder verlinkten Comic 
https://existentialcomics.com/comic/285
schlicht und einfach falsch ist.

Maiordomus

31. Januar 2021 13:28

@Volksdeutscher. Ich habe Machiavelli nicht geschmäht, sondern erklärt, wie er das Problem der Enteignungen erklärte; sichere Enteignungen, besonders langfristig, müssen mit Ermordungen begleitet werden; dass Machiavelli das so beschrieb, ist nicht seine "Schuld", sondern ein anthropologisch bedingter Auszug aus dem Lehrbuch der Macht. In Sachen Beschreibung der selben war er sowohl Hobbes ala auch noch erst recht Carl Schmitt haushoch überlegen. Über Machiavelli wurde ich übrigens noch beim mündlichen Doktorexamen geprüft, von dem konnte man über Politik wirklich was "lernen". Im Ernst: an anthropologischem Realismus hält keiner der neueren System- und Sozialwissenschaftler mit ihm mit. 

anatol broder

31. Januar 2021 13:53

@ max 6:01

danke für die zusammenfassung.

als der konflikt in der ostukraine militärisch wurde, spielten die russen tschetschenische gebete über die lautsprecher richtung ukrainische armee ab. das war eine unmissverständliche botschaft.

es heisst, falls die opposition den kreml stürmt, dann verteidigen ihn ausgerechnet die moskauer tschetschenen bis zum letzten tropfen blut.

Laurenz

31. Januar 2021 14:39

@Anatol Broder @Laurenz (1)

Also, ich habe das Traktat Ihres Kumpels über Schopenhauer und Epikur bezüglich des Todes mit oder ohne Übel gelesen. Überlege, ob ich Ihnen dazu eine längere Antwort schreiben soll oder nicht. Denn Kürze fiele mir hier schwer.

Vorab mag ich Ihnen aber mitteilen, daß Epikur und Schopenhauer schon rechte Langweiler waren, die weder irgendwas arbeiten mußten & wohl ihren eigenen Luxus-Problemen nachhingen. Die Zeit mit Ihnen zu verbringen, erachte ich als verschwendet.

Auch vom bescheidenen rationalen Standpunkt aus betrachtet, macht die Zeit vor unserer Geburt natürlich einen Unterschied zu der Zeit nach unserem Ableben aus. An der Vergangenheit (zB Schopenhauer oder Epikur, "gähn") kann man zu eigenen Lebzeiten teilhaben, an der Zukunft weniger oder gar nicht.

Lotta Vorbeck

31. Januar 2021 17:54

@anatol broder - 30. Januar 2021 - 10:44 PM

an @Laurenz 

"zu bosselmanns frage zurück: wohnt die unliebsame opposition (kulaken) nicht überdurchschnittlich oft im einfamilienhaus?"

---

Die neuzeitliche Kulakenklasse bewohnt keine Einfamilienhäuser.

Die Kulakenklasse der Gegenwart residiert im zeitgenössischen Pendant zu dem, was einst unter dem Begriff "Gutshaus" oder "Herrenhaus" rubriziert worden ist. Die großen Immo-Portale offerieren dererlei Anwesen auf der nach oben offenen Preisskala beginnend ab € 2.500.000,- 

 

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an @Lotta Vorbeck

"auch hier danke ich für die information. nun kann ich die übernahme von antaios (anatols) planen."

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Um noch rasch ein paar Vorbereitungen für den Ihnen werter @anatol gebührenden Empfang in die Wege zu leiten sei nachgefragt:

+ Sie kommen als Schwarzer Schwan, als Heuschrecke oder als Weißer Ritter?

+ Soll Kirschwein bereitstehen?

+ Sie fahren in der Kutsche der Madame Petrell zur Übernahme vor?

 

 

Lotta Vorbeck

31. Januar 2021 18:11

@anatol broder - 31. Januar 2021 - 01:53 PM

"es heisst, falls die opposition den kreml stürmt, dann verteidigen ihn ausgerechnet die moskauer tschetschenen bis zum letzten tropfen blut."

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Zwischenfrage:

Waren es Deutsche, die den Reichstag bis zum Abend des 1. Mai 1945 gegen die Russen verteidigten?

Volksdeutscher

31. Januar 2021 19:12

@links ist wo der daumen rechts ist - Kommunismus ist eine Form des Globalismus, Kommunisten kennen kein Vaterland, Kommunisten haben kein Vaterland. Was Sie über die Kommunisten behaupten, ist sehr schmeichelnd für sie, aber in Wirklichkeit pure Unterstellung. Die Kommunisten, wo sie auch immer in Erscheinung traten, hatten alles Nationale bekämpft, wie sie in Russland alles Russische bekämpft hatten. Die althergebrachten nationalen Symbole ersetzten sie durch künstliche, deuteten die Nationalgeschichte im Sinne von Marx und Engels um und verfälschten diese. Was die Sowjetkommunisten in Wirklichkeit machten, war, das Nationale für sich zu reklamieren und das russische Volk auch auf diese Weise zu enteignen. Etwas Ähnliches ist heute auch im Merkelland zu beobachten. Fortan bestimmten sie, was "vaterländisch" war und was nicht. "Vaterländisch galt, was der kommunistischen Macht nutzte. Wer sich gegen den Kommunismus positionierte, war ein "Vaterlandsverräter". Im gleichen Sinne ist Ihr Putin, der Kryptokommunist, auf seine Weise tätig. Wenn Sie den Text der "Internationale" oder der sowjetischen "Hymne" nicht kennen, dann lesen Sie ihn bitte. Die Melodie der gegenwärtigen russischen Hymne ist immer noch die der kommunistischen, damit der alte Text den Russen im Gedächtnis bleibe. Guter Trick!

Volksdeutscher

31. Januar 2021 20:10

@ links ist wo der daumen rechts is 

"Am allerwenigsten aber gab es ab Sommer 1941 auch nur irgendwo Ansätze zu einem Völker-Imperium."

Sie verwenden (absichtlich?) falsche Begriffe. Die Aggressivität und Eroberungsabsichten liegen in der Ideologie des Kommunismus von Anfang an, die ganze Welt zu "befreien" und mit dem Kommunismus zu beglücken. Das ist durchaus eine rethorische Floskel, der von Putin, dem Kryptokommunisten, im selben Sinne auch heute noch benutzt wird: befrien = erobern. Seiner Meinung nach wurden Deutschland und Ungarn vom "Faschismus" befreit, ja ganz Europa wurde vom Faschismus befreit, siehe Polen, Tschechei, Rumänien, Serbien, Kroatien, Estland, Lettland, Litauen.... Aus unerklärlichen Gründen vargaßen sie nur, diese Länder zu verlassen. Statt dessen verschleppten sie nur aus Ungarn etwa zweihunderttausend Zivilisten in ihre Konzentrationslager, denn das gehört ja zur Befreiung, nicht? Das Gleiche taten sie mit uns Deutschen.

 

Volksdeutscher

31. Januar 2021 20:59

@links ist wo der daumen rechts ist

"Daß dann in der Dynamik des Rückzugs ein vaterländischer Verteidigungswille entstand, steht natürlich außer Frage."

Ja, was für Sie außer Frage steht, ist eine Sache, die mit den wahren Geschehnissen nicht im Geringsten korrespondiert und mehr Ihrer Begeisterung für die "ruhmreiche Rote Armee" entspringen dürfte. Der deutsche Rückzug hatte keine Dynamik, da Rückzüge als Verteidigungskriege erzwungenermaßen entstehen. Dynamisch ist immer derjenige, der die Position des Angreifers einnimmt, da die Aufgabe von Rückzugsgefechten es ist, jene Dynamik zu bremsen. Die Rotarmisten brauchten drei Jahre dieselben Gebiete zu besetzen (mit angloamerikanischer Hilfe), die vorher von deutschen Streitkräften dominiert waren. Soviel über den angedichteten "vaterländischen Verteidigungswillen" Ihrer Rotarmisten, die in Russland als Helden gelten. Wissen Sie, nichts war damals einfacher als mit den besten Soldaten der damaligen Welt im Angesicht und den Maschinengewehren der Tscheka im Rücken zum Held zu werden....

Die Geschichte des 2. Weltkrieges ist größtenteils schon geschrieben. Mit allem, was Sie in Ihrem Wunschdenken hinzufügen, kommen Sie ungerufen und zu spät. Bevor Sie irgendeine Kritik an meinem Blick äußern, befreien Sie sich zunächst einmal von Ihrer Begeisterung für die bestialische Rote Armee und den Putinschen Kryptokommunismus. Sie wären aber nicht Sie, wenn Sie das könnten, stimmt´s?

anatol broder

1. Februar 2021 04:05

volksdeutscher 12:08

mich überrascht die unsachliche bewertung, gibt crass doch für seinen artikel 66 quellen an. der bumerang fliegt zurück: macchiavelli hat ein c zu viel, ungechichtlicher ein s zu wenig.

ich biete anbei das du an, denn wir beide pflegen, wenn auch aus unterschiedlichen gründen, eine grosse leidenschaft für mein volk (juden). halte deine freunde nah, aber deine feinde noch näher.

@ laurenz 14:39

ich gebe weiter, dass arbeitlose philosophen langweilig sind. wenigstens das argument des vorgeburtlichen nichtseins scheint zu überzeugen. ist ja logisch, denn schopenhauer war vor seiner geburt noch kein arbeitsloser langweiler und deshalb überzeugend.

auf seinem grab stehen übrigens dem testament entsprechend keine jahreszahlen:

Arthur Schopenhauer.

man beachte den punkt.

@ lotta vorbeck 17:54

danke für die richtigstellung. ich kenne mich mit immobilien nicht aus. mal sehen, wie die grünen die bemessungsgrenze gesetzlich festhalten werden.

zum empfang in schnellbroda: schwarzer schwan; kein alkohol, dafür franz bettingers (7:51) notfallkoffer; petrells kutsche (herrlich).

Maiordomus

1. Februar 2021 07:12

@Volksdeutscher: Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass 1+1=2 ergeben könnte? Zufrieden?

Zur Thematik ergänzte vor bald 60 Jahren William S. Schlamm in der "Welt am Sonntag" auf die Frage, welches sein politisches Programm sei: "Ich habe keine politisches Programm. Und wenn schon: das Einmaleins, die Zehn Gebote und Mozart!" Eine fürwahr geistvolle Aussage des nach 1938 ausgebürgerten amerikanischen Staatsbürgers mit manchmal übereifrigen antikommunistischen Thesen zum Ausgleich seiner kommunistischen Jugendsünden. Er war bei Springer der Vorläufer zunächst von Hans Habe, dann - wie heute noch - von Henrik M. Broder, auch im Zusammenhang mit dem Pro-Israel-Bekenntnis jenes Verlags. 

links ist wo der daumen rechts ist

1. Februar 2021 09:26

@ Volksdeutscher

Wie kommen Sie dazu, mir Dinge zu unterstellen wie:
Bevor Sie irgendeine Kritik an meinem Blick äußern, befreien Sie sich zunächst einmal von Ihrer Begeisterung für die bestialische Rote Armee und den Putinschen Kryptokommunismus. Sie wären aber nicht Sie, wenn Sie das könnten, stimmt´s?
Allein dieses joviale "stimmt's?". In Wien würde man Sie für einen Vollkoffer halten.
Ich habe aus rein deutscher Sicht geschrieben, Herrschaftszeiten!
Nocheinmal:
Aus deutscher Sicht gab es 1941 kein tragfähiges Konzept eines Imperiums, sondern einen "Generalplan Ost", also Stalinismus deutscher Prägung (Ihre heimliche Leidenschaft?). Alternativen hätte es gegeben (Wlassow).
Aber Sie schwafeln ständig von der "Selbstfindung der deutschen Nation". Die wäre im Frühjahr 1939 abgeschlossen gewesen.
Spätestens mit dem deutschen Rückzug war der deutsche Verteidigungswille legitim.
Und die Beschlüsse von Potsdam waren nicht nur politisch dumm und kurzsichtig, sondern ein Verbrechen.
Wozu habe ich nur aberdutzende Kommentare geschrieben, um den deutschen Standpunkt zu verteidigen? Stichworte: großdeutsche Position aus österr. Sicht, deutsche Kulturnation, "Ideen von 1914", Wehrmacht-Balkenkreuz, Vertreibungsverbrechen, usw. usf.
Ach was soll's. Gegen Ihre Verblendung kommt man eh nicht an.
Oder sind Sie gar ein kommunistischer Provokateur mit Hang zur Satire - bei Ihrem vereinfachenden Geschichtsbild?

Götz Kubitschek

1. Februar 2021 09:58

feierabend. und: mäßigen Sie sich, v. und l.

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