Dennoch die Fahne halten – Repression in Österreich

Ende Dezember des letzten Jahres erreichte mich ein Brief des Oberlandesgerichts Graz.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Dar­in wur­de mir fei­er­lich mit­ge­teilt, daß mein Ver­fah­ren wegen “Grün­dung einer ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung” offi­zi­ell ein­ge­stellt wur­de. Die­ser Beschluß war die Ant­wort auf einen Ein­spruch der Gra­zer Staats­an­walt­schaft, die um jeden Preis wei­ter ermit­teln wollte.

Bereits im Dezem­ber 2019 hat­te das Gericht das Ver­fah­ren in der Luft zer­ris­sen. Die Raz­zi­en waren für ille­gal erklärt wor­den und wört­lich sag­te der zustän­di­ge Rich­ter, daß es sich bei den Vor­wür­fen der Staats­an­walt­schaft um “blo­ße, durch nichts begrün­de­te Spe­ku­la­tio­nen” hand­le und “nicht ansatz­wei­se” dar­ge­legt wor­den sei, wie ich mit Bren­ton Tar­rant zusam­men­ge­ar­bei­tet hätte.

Es sei mir erlaubt, einen län­ge­ren Absatz aus dem End­be­schluß zu zitie­ren, um das gan­ze Aus­maß des Ver­dachts deutlichzumachen:

“Die Staats­an­walt­schaft geht in ihrer Stel­lung­nah­me zum Ein­stel­lungs­an­trag – unge­ach­tet wie­der­hol­ter Ent­schei­dun­gen des Beschwer­de­ge­richts, in denen ein Tat­ver­dacht aus­drück­lich ver­neint wur­de – vom Ver­dacht aus, Mar­tin Sell­ner (und offen­bar auch Britt­a­ny Sell­ner) hät­ten sich seit zumin­dest Jah­res­an­fang 2017 in Wien und ande­ren Orten im Zusam­men­wir­ken mit nament­lich nicht bekann­ten Per­so­nen aus dem Umfeld der Iden­ti­tä­ren Bewe­gung Öster­reich, die als rechts­ra­di­kal ein­zu­stu­fen sei, sowie mit Bren­ton Tar­rant, der der Bege­hung von 51 Mor­den und 40 wei­te­ren Mor­den in der Ent­wick­lungs­stu­fe des Ver­suchs drin­gend ver­däch­tig sei, und wei­te­ren nament­lich nicht bekann­ten Per­so­nen aus dem rechts­ra­di­ka­len Umfeld des Bren­ton Tar­rant in Neu­see­land und Aus­tra­li­en als Mit­glied (§ 278 Abs 3 StGB) an einer nament­lich nicht näher bezeich­ne­ten ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung, die in ihrer Aus­rich­tung als rechts­ra­di­kal, ras­sis­tisch, islam­feind­lich und struk­tu­rell faschis­tisch ein­zu­stu­fen sei, durch Bereit­stel­lung von Infor­ma­tio­nen, Ver­mö­gens­wer­ten und ideo­lo­gi­schen Grund­satz­aus­füh­run­gen im Wis­sen betei­ligt, dadurch die­se Ver­ei­ni­gung in ihren rechts­ex­tre­mis­ti­schen, ras­sis­ti­schen, frem­den- und islam­feind­li­chen Zie­len zur Errich­tung eines nach Rück­füh­rung von Flücht­lin­gen und Ein­wan­de­rern eth­nisch und ras­sisch ein­heit­li­chen Euro­pas und in den dafür als erfor­der­lich ange­se­he­nen ter­ro­ris­ti­schen Straf­ta­ten gemäß § 278c Abs 1 StGB, ins­be­son­de­re Mord nach Z 1 die­ser Bestim­mung, zu för­dern, wobei die Staats­an­walt­schaft wei­ter aus­führt, bei den von Bren­ton Tar­rant am 15. März 2019 in Christ­church (Neu­see­land) ver­üb­ten Taten habe es sich um Ver­ei­ni­gungs­ta­ten gehan­delt. Gegen Mar­tin Sell­ner und Britt­a­ny Sell­ner bestehe sohin der Ver­dacht des Ver­bre­chens der ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung nach § 278b Abs 2 StGB. (…) Die den Beschul­dig­ten von der Ankla­ge­be­hör­de vor­ge­wor­fe­ne straf­ba­re Hand­lung ist zwar über­aus schwer­wie­gend; aller­dings lie­gen nach etwa ein­ein­halb­jäh­ri­ger Ermitt­lungs­dau­er kei­ne Erkennt­nis­se vor, die den ange­nom­me­nen Ver­dacht stüt­zen würden.”

Nach der Ein­stel­lung des Ver­fah­rens im Früh­jahr 2020 leg­te die Staats­an­walt­schaft Beschwer­de ein, wel­che am Ende des Jah­res abge­wie­sen wur­de. Damit ende­te die ers­te gro­ße Pha­se der Repres­si­on gegen iden­ti­tä­ren Akti­vis­mus in Österreich.

Sie hat­te im März 2018 mit einer Raz­zia in den Alpen und dem gro­ßen Pro­zeß wegen “Grün­dung einer kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung” begon­nen. Kurz nach dem Frei­spruch Anfang 2019 setz­te die nächs­te Raz­zia wegen Ter­ror­er­mitt­lun­gen ein. Gleich­zei­tig wur­den ein gro­ßes Finanz­straf­ver­fah­ren gegen alle Mit­glie­der und ein Auf­lö­sungs­ver­fah­ren gegen alle Ver­ei­ne der IBÖ gestartet.

Unzäh­li­ge Ver­neh­mun­gen, Sta­pel durch­ge­ar­bei­te­ter Akten und vie­le anwalt­li­che Schrei­ben spä­ter sind alle Ver­fah­ren ein­ge­stellt. Auch die hoch­not­pein­li­che Finanz­prü­fung, im Zuge derer ich mit einem flei­ßi­gen Akti­vis­ten die mehr als  25 Kon­ten, wel­che die IBÖ seit ihrer Grün­dung “ver­braucht” hat­te, akri­bisch auf­ar­bei­ten muß­te, brach­te ein kla­res Ergebnis.

Fest­zu­hal­ten ist, dass sei­tens der Finanz­ver­wal­tung kei­ner­lei unge­recht­fer­tig­te Bar­ab­he­bun­gen, bzw. Über­wei­sun­gen von den Ver­eins­kon­ten fest­ge­stellt wer­den konn­ten, die auf eine sta­tu­ten­wid­ri­ge Ver­wen­dung, bzw. Ver­un­treu­ung von Ver­eins­ver­mö­gen hin­deu­ten würde,

heißt es im Abschluß­be­richt des Finanz­mi­nis­te­ri­ums. Auch für die­sen ruf­schä­di­gen­den Ver­dacht gab es kei­ner­lei Grund­la­gen. Auf­grund eines Form­feh­lers (die Ein­stel­lung eini­ger Ver­fah­ren wur­de zu früh bean­tragt) lau­fen man­che Ermitt­lun­gen nomi­nell wei­ter. Ihre Ein­stel­lung ist ledig­lich eine Form­sa­che. Der juris­ti­sche Sieg wur­de von Akti­vis­ten mit einem gro­ßen Ban­ner gefei­ert, das weit­hin sicht­bar in den Öster­rei­chi­schen Vor­al­pen ange­bracht wurde.

 

 

 

 

Doch was bringt uns die­ser Erfolg wirk­lich? Als das Ter­ror­ver­fah­ren begann, schrieb Götz Kubit­schek jene pro­phe­ti­schen Wor­te, die mir seit­dem im Gedächt­nis sind:

“Denn nun dür­fen wir (ich dabei als Ver­le­ger und Freund) aus der 1. Rei­he her­aus einen Vor­gang betrach­ten, der in beein­dru­cken­der Fol­ge­rich­tig­keit abläuft. Weil der Atten­tä­ter von Christ­church an Mar­tin Sell­ner eine Spen­de über­wie­sen hat und von ihm dafür mit einer obli­ga­to­ri­schen Dan­kes-Mail bedacht wur­de, beto­niert der Main­stream nun eine Begriffs­brü­cke, die kei­ner mehr ein­rei­ßen kann: Sellner-Identitäre-Kontakt-Christchurch.

Das mit dem Beto­nie­ren mei­ne ich bild­lich ganz wört­lich: Da kippt einer Beton in eine vor­be­rei­te­te Ver­scha­lung, und man steht dane­ben, sagt “Moment mal”, aber er hört gar nicht zu, nie­mand hört zu, und wäh­rend man sich Gehör zu ver­schaf­fen ver­sucht, här­tet der Beton aus, und in Zukunft muß man jedem erklä­ren, war­um die­ser Klotz da her­um­steht und wie man viel­leicht noch dar­an vor­bei­steu­ern könn­te. Er wird sich nicht in Luft auf­lö­sen, die­ser Klotz, und es gibt unter den 20 grö­ße­ren Medi­en­häu­sern in Deutsch­land oder Öster­reich kei­nes, das sich die Kon­struk­ti­ons­wei­se des Klot­zes ein­mal vor­neh­men und das Unstatt­haf­te dar­an und die Leich­tig­keit des Beto­nie­rens hin­ter­fra­gen wür­de mit ein paar simp­len Fragen.”

Kubit­schek behielt recht. Die Kon­no­ta­ti­on mei­nes Namens und der Iden­ti­tä­ren Bewe­gung mit “Ter­ro­ris­mus” wur­de im deut­schen Sprach­raum so oft wie­der­holt, daß sie ein Gemein­platz gewor­den ist. Daß es kei­nen sach­li­chen Grund dafür gibt, tut nichts zur Sache. Die rechts­wid­ri­ge Raz­zia erzeug­te selbst den Ver­dacht, der ihr hät­te vor­an­ge­hen sol­len. Die Fol­gen des erfun­de­nen Ter­ror­ver­dachts, wie das Ein­rei­se­ver­bot nach Eng­land und der Visums­ent­zug von sei­ten der VSA , Kon­to­sper­run­gen, Distan­zie­run­gen, etc. wur­den selbst zur Berech­ti­gung für die­sen Verdacht.

Das per­pe­tu­um mobi­le der Dämo­ni­sie­rung läuft immer schnel­ler und führ­te vor weni­gen Wochen zur absur­den Pla­zie­rung mei­nes Namens in einer Lis­te der 18 gefähr­lichs­ten Per­so­nen der Welt. Neben den Chefs von IS, His­bol­lah, Hamas und der Mus­lim­bru­der­schaft wird auch mei­ne Wenig­keit als „Gefahr für den Welt­frie­den“ genannt. Der Grund dafür? Natür­lich die “Ter­ror­er­mitt­lun­gen”. Die­se sind zwar offi­zi­ell vor­bei, doch mit der Auf­lis­tung des „Coun­ter Extre­mism Pro­ject“ gibt es nun neu­en Zun­der für das Feu­er des Ver­dachts. Beim genann­ten „Coun­ter Extre­mism Pro­ject“ han­delt es sich übri­gens um einen glo­bal agie­ren­den Think Tank, der von ehe­ma­li­gen US-Regie­rungs­be­am­ten gegrün­det wur­de. Er hat Büros in New York, Brüs­sel und bei der UN und wur­de von ehe­ma­li­gen US-Sena­to­ren und Home­land-Secu­ri­ty-Mit­glie­dern gegrün­det. Die NGO berät Poli­ti­ker in der gan­zen west­li­chen Welt und hat ein Jah­res­bud­get von 8,5 Mil­lio­nen US-Dollar.

Die Bericht­erstat­tung der Pres­se über die Ein­stel­lung der Ver­fah­ren war wider­wil­lig und nie­der­schwel­lig. Wäh­rend mein Ter­ror­ver­fah­ren Schlag­zei­len füll­te, blieb es hier bei eini­gen Rand­no­ti­zen. Kei­ne ein­zi­ge Pres­se­nach­fra­ge erreich­te die IBÖ. Wir hät­ten sie aber womög­lich ohne­hin nicht angenommen.

Zwi­schen uns und der Pres­se gibt es kei­ne Kon­ve­ni­enz mehr. Die offe­ne Feind­schaft, die uns von sei­ten des Main­streams erklärt wur­de, die Zumu­tun­gen, die Zen­sur und das “Deplat­forming” das in den letz­ten Jah­ren absur­de Aus­ma­ße ange­nom­men hat, machen es schwer, so zu tun, als säße man nicht einem erbit­ter­ten Feind gegen­über, wenn man sich mit der Pres­se abgibt.

Statt­des­sen wer­den wir anwalt­lich gegen eini­ge aus­ge­wähl­te Zei­tun­gen vor­ge­hen. Das Öster­rei­chi­sche Medi­en­ge­setz ver­pflich­tet, bei vor­ma­li­ger Bericht­erstat­tung über ein Ver­fah­ren im sel­ben Aus­maß auch über des­sen Ein­stel­lung zu berich­ten. Ziel ist, das Ende des Ter­ror­ver­fah­rens mit juris­ti­schem Druck in die Schlag­zei­len zu brin­gen. Doch auch das ändert lang­fris­tig nichts an der norm­set­zen­den Kraft der Medi­en­lü­ge: Ich bin hoch­of­fi­zi­ell ein Ter­ro­rist und zwar des­we­gen, weil man mich wie einen behandelt.

Genau das tut der­weil die grün­schwar­ze Regie­rung. Eben­falls kurz vor dem Ende des letz­ten Jah­res wur­de ein neu­es Gesetz bekannt gege­ben. Das Sym­bol der Iden­ti­tä­ren Bewe­gung und der Bür­ger­be­we­gung “DO5” sol­len neben den Logos des IS und der His­bol­lah ver­bo­ten wer­den. Die­ses Gesetz wur­de als Ant­wort auf den isla­mi­schen Ter­ror­an­schlag im Novem­ber 2020 in Wien erlas­sen. Der Phi­lo­soph Wil­fried Grie­ßer schrieb dazu auf dem popu­lä­ren Blog von Andre­as Unter­ber­ger Ende Dezember:

Man fasst es nicht: Die Reak­ti­on auf einen isla­mis­ti­schen Ter­ror­an­schlag mit­ten in Wien ist neben einem über­ra­schend bestimm­ten, aber dafür reich­lich zahn­lo­sen Gesetz gegen die radi­ka­li­sier­te isla­mis­ti­sche Sze­ne – ein Ver­bot der Sym­bo­le der Iden­ti­tä­ren. Sym­bo­le einer poli­tisch expo­nier­ten, aber in ihrem öffent­li­chen Auf­tre­ten harm­lo­sen und legal agie­ren­den migra­ti­ons­kri­ti­schen Bewe­gung kur­zer­hand zu ver­bie­ten, ist in einem gefes­tig­ten Rechts­staat eine Ungeheuerlichkeit.

Die Kon­se­quen­zen und die Trag­wei­te die­ses Ver­bots, das im Febru­ar im Par­la­ment beschlos­sen wer­den und wohl ab März in Kraft tre­ten soll, ist auch den meis­ten Juris­ten, die ich ken­ne, noch unklar. Der­zeit bera­ten wir noch, wie wir genau dar­auf reagie­ren. Daß nach einem gewon­ne­nen Pro­zeß und einem ein­ge­stell­ten Ver­fah­ren den­noch unse­re Sym­bo­le mit Ter­ror­lo­gos gleich­ge­stellt und ver­bo­ten wer­den sol­len, zeigt uns jedoch klar, wel­ches Spiel gespielt wird:

Die “Repres­si­ons­ak­ze­le­ra­ti­on” wird von der ÖVP mit aller Kraft vor­an­ge­trie­ben. Ich wer­de hier noch tie­fer auf das Gesetz und unse­re Reak­ti­on ein­ge­hen. Eines ist jedoch klar: auf kei­nen Fall wer­den wir jetzt frei­wil­lig auf­ge­ben. Wir wer­den ihnen nicht den Gefal­len tun, frei­wil­lig das Feld zu räu­men. “Den­noch die Fah­ne hal­ten”, lau­te­te die Parole.

Das Kal­kül der Geg­ner, wonach wir ent­we­der resi­gnie­ren oder uns radi­ka­li­sie­ren, wer­den wir nicht erfül­len. Weni­ge Tage nach der Bekannt­ga­be des Geset­zes setz­te es eine Akti­on vor der Par­tei­zen­tra­le der ÖVP. Dabei wur­de die EU-Fah­ne durch das Ban­ner der Ver­folg­ten ersetzt.

Die Reak­ti­on der Regie­rungs­par­tei, die von einem “rechts­ex­tre­men Angriff” sprach, gab uns zumin­dest in einem Punkt recht: wir kön­nen sie nicht zwin­gen, die Wahr­heit zu sagen, aber wir kön­nen sie zwin­gen, immer absur­der zu lügen. Wir kön­nen sie nicht zwin­gen, gerecht zu sein, aber wir kön­nen und wer­den ihr Unrecht pein­lich sicht­bar machen.

 

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Nichts schreibt sich
von allein!

Das Blog der Zeitschrift Sezession ist die wichtigste rechtsintellektuelle Stimme im Netz. Es lebt vom Fleiß, von der Lesewut und von der Sprachkraft seiner Autoren. Wenn Sie diesen Federn Zeit und Ruhe verschaffen möchten, können Sie das mit einem Betrag Ihrer Wahl tun.

Verein für Staatspolitik e.V.
DE86 5185 0079 0027 1669 62
HELADEF1FRI

Kommentare (41)

frdnkndr

16. Februar 2021 11:59

'Das Kalkül der Gegner, wonach wir entweder resignieren oder uns radikalisieren, werden wir nicht erfüllen.'

 

Vielen Dank Herr Sellner - bitte bleiben Sie weiterhin stark. 

Laurenz

16. Februar 2021 12:03

Nur der politische Gegner weiß, wer Sie sind und er gibt sich überproportional viel Mühe, Sie & Gefährten zu beseitigen. Mehr als 90% der Deutschen Bevölkerung, in Österreich kann ich das nicht einschätzen, werden nicht wissen, wer Sie sind. Insofern kann man das totalitäre Gehabe und die Erzeugung eines "Image" auf die Juntas des Westens & ihre Büttel reduzieren.

Jedenfalls ist nicht anzuraten, sich Deutsche Schäferhunde anzuschaffen, vielleicht was unverdächtiges Afrikanisches?

https://en.wikipedia.org/wiki/African_hairless_dog

Slentz

16. Februar 2021 13:01

Wahnsinn, Terrorermittlungen, auftauchen auf Terrorlisten, dass auch Ihre Frau in Mithaftung genommen wurde... Dass das System zu derart niedrigen Mitteln greift, hätte ich lange Zeit nicht erwartet, inzwischen tritt der Wunsch zur ungehemmten Repression aber täglich offener hervor.

"Wir können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen, aber wir können sie zwingen, immer absurder zu lügen." Sehr richtig.

Ich bete für Sie und ihre Frau.

Uodal

16. Februar 2021 13:34

Zuerst: Glückwunsch. Wer nicht auch nur ein Lüftlein des Sturms, der Ihnen entgegen braust, abbekommen hat, ahnt wahrscheinlich nicht, welche extreme psychische Belastung, auch für die Angehörigen, dies darstellt.

Dann: Bewunderung. Denn niemand, wirklich niemand kennt sich selbst genau. Weiß, wie er in einer bestimmten Situation reagieren wird. Eine Extremsituation ist immer auch ein Roulettespiel, aus dem man als Held oder als lächerliche Figur hervorgehen kann. Sich darauf einzulassen, allein das bereits nötigt Respekt ab...

Jedoch, der Abstand zwischen dem, der voran geht, und denen die folgen, darf nicht zu groß werden. Wenn die Zahl derer, die versuchen hinterher zu kommen, immer schmaler wird, muss etwas geschehen.

@ Laurenz: Oh, jeh, das lorbergekränzte Universalgenie will sich jetzt sogar in Kynologie auskennen. Aber, ist das politisch korrekte Pendant zu einem dt. Schäferhund nicht der Kangal? Auffallend ist jedenfalls, dass dieser Internet-Troll Laurenz wieder einmal versucht, vom Thema ab- und die Diskussion, schon zu Beginn, auf ein ganz anderes Feld zu lenken. Ein schon zu oft vorgekommenes Phänomen, um nicht langsam verdächtig zu wirken...

 

Andreas Walter

16. Februar 2021 15:22

Das ist der Preis, Herr Sellner. Dafür, dass ihr Name jetzt schon in die Geschichte gemeisselt ist. Ob als Wilhelm Tell oder "Che“ Guevara Österreichs wird die Zukunft zeigen.

Nichts neues zudem. Die gleichen Kreise, die Sie jetzt nötigen und bedrohen haben es sogar geschafft, auch die Bevölkerung der VSA zu einem Kriegseintritt zu motivieren. Mächtige Gegner also, die Sie sich ausgesucht haben. Doch ich versichere Ihnen, Sie haben ebenso mächtige Verbündete.

Notfalls müssen Sie halt nach Russland ziehen, so wie Edward Snowden. Viele berühmte Revolutionäre sind schon ins Exil gegangen, da wären Sie nicht der Erste. Lenin zum Beispiel hat eine Zeit lang in der Schweiz gelebt. Warum also nicht auch Sie. Ein paar Jahre im Exil ist geradezu ein Muss im Lebenslauf eines Berufsrevolutionärs. Haben Sie eigentlich auch was anständiges gelernt? (kleiner Scherz, damit Sie Ihren Humor nicht verlieren. Humor ist ein mächtiges Werkzeug im Kampf gegen die Bangemacher)

Unter vier Augen würde ich Ihnen allerdings noch ein paar weitere Tips geben, woran Sie an sich noch arbeiten sollten. Um nicht bestimmte Energien anzuziehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_der_Anziehung

Gotlandfahrer

16. Februar 2021 15:31

1/3

Meinen erneuten Respekt und Dank möchte ich nicht versäumen zu äußern.

Ein Gedanke zu:  „…aber wir können sie zwingen, immer absurder zu lügen.“

Ja, immer absurdere Lügen sind erzwingbar.  Klar sollte jedoch sein, dass dies beim Gegenüber nur Folgendes auslöst: Verfestigung. Immer höhere Gewaltbereitschaft. Nicht: Scham. Irritation. Hinterfragen. Entgegenkommen.

Man kann sie also entweder zwingen, a., um sie zu entscheidenden Fehlern im Zuge ihrer immer stärker überzogenen Eskalation zu treiben. Oder, b., für Dritte, die es zu gewinnen gilt. Motto: Irgendwann müssen sie doch kapieren, wer hier lügt.

Zu a: Welche Fehler sollten dies sein, sofern ihr Effekt nicht unter b. zu betrachten wäre? Unser Problem ist ja, dass sie selbst nach schwersten Verfehlungen nicht mehr aus den Herrschaftspositionen verdrängbar sind. Klar, der ein oder andere muss wegen einem Bobbycar oder einer getürkten Dissertation den Hut nehmen.  Um als unvollendeter Held zu gelten, weil ihm sein ach so menschliches Fehlen trotzdem Grund genug war, sich „für uns alle als Vorbild“ zurückzunehmen.

...

Gotlandfahrer

16. Februar 2021 15:33

2/3

Und ohnehin: Sofort wachsen sieben Köpfe nach. Es sind zu viele und sie residieren in globalen Sphären, die für uns nicht beeinflussbar sind, weil es keine volksnahen Milliardäre gibt. Selbst wenn ein Präsident den Befehl zum Erschießen aller „domestic Terrorists“ ohne Beweisaufnahme befehlte – neben dem Beifall, den er erhielte, würde er höchstens zurücktreten müssen. Nicht mal das ist noch sicher. Das Overton-Fenster jedenfalls wieder verschoben.  Es gibt keinen Fehler, den sie im Zuge absurden Lügens oder eskalierender Gewalt uns gegenüber machen könnten, der sie uns durch sich selbst als systemisches Problem entledigen würde.

Autor Poensgens schrieb hier vor einiger Zeit recht erhellend, dass ein System mit seiner zunehmenden inneren Vernetztheit nicht etwa leichter, sondern schwerer durch eigene Dysfunktionalität ins Straucheln gerät. Dies gilt erst Recht für das System des globalen Neofeudalismus.

Bliebe also b.: Hier sehe ich wenig Potenzial. Grund in Kurzform: Wer es bisher nicht geschnallt hat, tat es nicht, weil es nicht genug Hinweise gab.  Sondern aufgrund selektiver Wahrnehmung, die jeden sehen und hören lässt, was man bevorzugt und gewohnt ist. 

...

Gotlandfahrer

16. Februar 2021 15:36

3/3

Wenn ich nichts von Herrn Sellner wüsste und aber „offen“ bin, werde ich in der Lage sein, mir ein Bild über die tatsächlichen Verhältnisse zu machen. Wenn ich es aber eben nicht tue, werde ich es auch dann nicht tun, wenn die Lügen noch absurder werden. Sparen wir uns weitere Psychologie, erneute historische Bezüge und die Sommerfeld’schen Gräben – klar ist: Es mögen noch doppelt und dreimal, zehnmal so viele Demonstranten werden (was ich gut fände) – wenn es einen Umschwung gibt, der den Globalisten das Handwerk legen könnte (wie müsste der dann überhaupt aussehen?), wird er nicht aus der Absurdität der Lügen heraus sich speisen, sondern aus der Unmittelbarkeit des spürbaren Nachteils für jeden, der weiterhin nichts tut.  Das wird passieren so sicher wie das Amen in der Kirche. 

Wichtiger ist daher die Frage: Und dann? Angenommen, es würde dann Personenkreis XYZ erkoren, um die Souveränität der Staatsvölker wiederherzustellen: Wie liefe das im internationalen Kontext ab? Wie im Inneren? Wäre das nicht auch wieder genau das, auf was man dort wartet?

Hatte ich vor längerer Zeit schon mal hier als Anregung eingefügt, ist für mich aber immer noch repräsentativ für die Frage: Wie kommt man aus so einer Nummer wieder raus?:

https://www.youtube.com/watch?v=JLUUST3mPXE

 

quarz

16. Februar 2021 16:11

Bei mir stellen sich derzeit reihenweise literarische Assoziationen ein, die wie Archetypen das Handeln der politischen Akteure charakterisieren. Neulich: Kahane-Pennywise. Jetzt erscheint mir die Grazer Staatsanwaltschaft in ihrem fanatischen Verfolgungshass wie Melvilles Kapitän Ahab. Und die ÖVP scheint von der IB getrieben zu sein wie von einem schlechten Gewissen, dessen sie sich entledigen möchte wie Poes "William Wilson".

Laurenz

16. Februar 2021 18:42

Ein Lichtblick

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/politisch-korrekte-fuenf-freunde-verkaufen-sich-nicht-verlage-reagieren/

MARCEL

16. Februar 2021 19:27

Aus dem Dekalog des Systems/Regimes (gleich welcher Name dafür steht: A. Merkel o.a.):

- Du sollst nicht kämpfen!

-Du sollst vergehen und deinem Tod mit vollem Herzen zustimmen!

Alle anderen Gebote sind bloße Anmerkungen dazu.

Laurenz

16. Februar 2021 19:35

@Uodal

Daß Sie Sich durch meine Kritik an Ihren dämlichen Debatten-Beiträgen verletzen lassen, ist Ihr Problem, tun Sie mal was für Ihr Ego. Und da Sie die Debatten grundsätzlich verlieren und daraufhin persönlich werden, ist vollkommen in Ordnung. Einen schöneren Beweis, richtig zu liegen, gibt es nicht.

Auf Sehrohrtiefe

16. Februar 2021 20:48

Zunächst erneut meinen Respekt für Durchhaltevermögen, Tatkraft und Haltung, Herr Sellner.

Ich bin ohne Illusion darüber, daß ein absterbendes, doch noch reichlich mit Ressourcen ausgestattetes System irgendeine Form von Anstand aufrecht erhalten würde, und sei es nur als Feigenblatt. Die Absurdität, ja kriminelle Energie, mit der ein ganzer Apparat das Leben eines Patrioten terrorisiert, ist jedem, der Augen zum Sehen hat, deutlich, und das soll es ja auch sein. "Verhaften Sie die üblichen Verdächtigen!", und die herrschende Klasse kann weiter ungestört ihrem verbrecherischen Tun nachgehen, das ist die Botschaft. Und dennoch bleibt die Tatsache, daß der selbstverständliche Dank für eine Spende ein solches Martyrium nach sich zieht, skandalös und widerlich.

Allerdings ist es Symptom eines neuen Ansatzes des Systems: Wer spendet, ist Terrorist, wem gespendet wird, ist es auch. Der Apparat steckt inzwischen jede Menge Energie in das Aufspüren von Finanzströmen, die rechtlich vollkommen in Ordnung sind. Jüngstes Beispiel: https://blog.chainalysis.com/reports/capitol-riot-bitcoin-donation-alt-right-domestic-extremism. Es tut nun nichts mehr zur Sache, was das Gesetz sagt: Selbst die unschuldigste patriotische Tat ist der Freifahrtschein zur Klassifizierung als Terrorist.

Die Konsequenz daraus kann nur Verfeinerung von Strategie und technischen Fähigkeiten sein, nicht aber Infragestellen des eigenen Tuns.

Hartwig aus LG8

16. Februar 2021 22:35

Fast OT, aber lassen Sie es durchgehen.

@Heinzelmann vom GS-Forum, sind Sie hier? Ende der 90er; und ich wollte Ihnen nicht glauben; widersprach Ihnen heftig.

Fast alles, was Sie damals schrieben, wird allmählich wahr. Vom Staatsterrorismus bis zur Bepreisung der Atemluft (Ihrer damaligen Krönung des vermeindlichen Wahnsinns); alles beginnt sich zu bestätigen. Ich leiste Abbitte.

DerRechteAnwalt

16. Februar 2021 23:22

Alle Achtung: Diese Grazer Staatsanwaltschaft läßt sogar einen ausgebufften Verschwörungstheoretiker wie Attila Hildmann ganz schön alt aussehen.

Die Richter des mit dieser Sache befaßten Senats des Oberlandesgerichts Graz hingegen schlage ich hiermit rückwirkend für die Ehrung als Sonntagsheld vor @Till-Lucas Wessels!

Aber ernsthaft:

Wir nähern uns dem Endstadium des Kampfes der Partikularisten gegen die Universalisten, der Ethnopluralisten gegen die Globalisten, der Heimatliebenden gegen die Zerstörer der Völker. Dieser Kampf, das zeigt die Geschichte der Patriotenverfolgung in Österreich, ist noch lange nicht entschieden.

Sein derzeitiges Schlachtfeld ist nicht Österreich, nicht Deutschland, sondern Frankreich. Dort hat die Regierung zum finalen Schlag gegen die Génération identitaire ausgeholt. Am kommenden Sonnabend wird in Paris eine Großdemonstration stattfinden.

Martin Sellner ist ein strahlendes Vorbild für jeden Patrioten in diesem Kampf für unser Eigenes, für unser Volk und unsere Kultur. Unser Dank muß vor allem darin bestehen, daß wir uns ihm anschließen!

Wir werden niemals aufgeben.

 

Glast

17. Februar 2021 11:56

@DerRechteAnwalt

Gut gebrüllt, Löwe.

Aufgeben nicht, nein. Aber verzweifeln, ja. Habe das Pech oder Glück nicht in einer rechten Blase festzusitzen und mich nicht von morgens bis abends mit Mitstreitern umgeben zu können. Wenn man heutzutage an einer Schule arbeitet - das ist schon mehr als ernüchternd. Und da spreche ich noch nicht mal davon, dass man oft einer von wenigen Deutschen im Klassenzimmer ist. Sondern davon, dass die übrig gebliebenden deutschen Kinder NIEMALS AfD wählen werden. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Ich schließe das absolut aus. So dreckig wird es denen nicht gehen. 

Im Grunde genommen ruht meine ganze Hoffnung auf den Deutschen im Alter von 30 aufwärts (genereller Trend und statistische Ausnahme).  

Laurenz

17. Februar 2021 15:15

@Glast @DerRechteAnwalt

"So dreckig wird es denen nicht gehen"

Dafür würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen. Ich erinnere Sie an den Sommerfeld-Artikel

https://sezession.de/63878/demos-in-wien-system-und-lebenswelt

Alle meine als Unternehmer tätigen Verwandten, selbst im bestens organisierten Bayern, haben noch keinen Cent Staatsknete gesehen, bei voller Einstellung des Geschäftsbetriebes mit weiter laufender Miete und und Bezahlung von Mitarbeitern. Da steht das Wasser schnell am Hals.

Seit neuestem weiß meine unternehmerische Verwandschaft sogar, wer die Rothschilds sind. Es geschehen kleine Wunder.

Vor dem permanenten Ladenschluß hatte man auch keine Zeit darum zu wissen.

Gelddrucker

17. Februar 2021 19:40

@Glast:

Projezieren Sie nicht die Zustände irgendwo in einer Großstadt auf den Rest des Landes bitte. 

Und geben Sie keinen einzigen Kopf auf. Nur schätzungsweise ca. 20% sind für das was man "rechts" nennt, nicht empfänglich.

Glast

17. Februar 2021 20:11

@Gelddrucker

"Projizieren Sie nicht...Großstadt..."

Arbeite an einem Gymnasium in christlicher Trägerschaft, privat (natürlich zu 90% vom Staat finanziert), Dominikaner, Kleinstadt. Moslemanteil bei 1%, gefühlt 2%. Der Rest ist ein Mix aus Italienern, Rumänen, Montenegrinern, Russen etc. etc. Zum Teil jeweils deutsche Mütter oder deutsche Väter. Und ich projiziere nichts auf niemanden, wenn ich behaupte, dass bei denen  nichts (mehr) geht. Keines dieser Kinder fühlt deutsch. Obwohl teilweise deren Eltern bereits hier geboren sind. Die haben aber auch nicht wirklich was gegen Deutsche. Da kommt höchstens mal ein nachdenklicher Spruch auf dem Pausenhof wie: "Irgendwie sind Ausländer hübscher als Deutsche". Zum Kichern. 

Gelddrucker

17. Februar 2021 21:08

@Glast: Dann muss man es ihnen halt wieder einimpfen. Vom Zuglotzen wirds nicht besser.

Seltsames Gymnasium, seltsame Stadt. Ich wohne nicht weit von einer der zehn größten Städte in Bayern. Die Gymnasien hier sind durchweg sehr deutsch, eine Klasse wo Migrationshintergründler die Mehrheit stellen gibt es nicht.

Gerade die mit deutschem Elternteil. Das sind für mich alles potentielle Volldeutsche.

Gelddrucker

17. Februar 2021 21:13

Nachtrag zu @Glast:

Wieso sollten sie deutsch fühlen? Die Erziehung ist antideutsch und wer macht sich darum Gedanken?

Als ich 18 war, war mir mein Deutschsein auch scheißegal. 

Es muss ihnen auch erstmal gesagt werden woher sie kommen und wer sie sind. Sie können es ja garnicht wissen.

Lotta Vorbeck

17. Februar 2021 21:42

@Gelddrucker - 17. Februar 2021 - 09:08 PM

"Seltsames Gymnasium, seltsame Stadt. 

Gerade die mit deutschem Elternteil. Das sind für mich alles potentielle Volldeutsche."

---

+ Haben Sie @Gelddrucker, die potentiellen Volldeutschen, gerade die mit deutschem Elternteil, gefragt, ob diese selber denn überhaupt Deutsche/Volldeutsche sein möchten?

+ Oder verfährt der geschätzte @Gelddrucker nach der Devise "Wer Deutscher ist, bestimme ich!"?

 

Glast

17. Februar 2021 21:57

@Gelddrucker

Schauen Sie sich bitte die Statistiken zur Ausländerthematik an deutschen Schulen an. Beliebiger Ballungsraum in Baden-Württemberg, im Saarland oder in Nordrhein-Westpfahlen. Oder die Statistiken zur ethnischen Zusammensetzung in Kitas. Selbst in Magdeburg gibt es bereits Grundschulen mit 30% Ausländeranteil. 

Und: Impfen Sie! Ich tue es auch soweit mir möglich.

Glast

17. Februar 2021 22:14

@Laurenz

Die Argumente hinsichtlich Ihrer Verwandtschaft haben allerdings was für sich. 

Nun, muss halt alles noch viel schlimmer werden. Die AfD ist in den Umfragen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg nur noch bei ca. 15%. In Brandenburg demnächst überholt von den Grünen. Zugezogene Berliner machen es möglich. Der Karren muss halt noch viel tiefer in den Dreck...

Laurenz

17. Februar 2021 22:59

@Glast @Laurenz

"Nun, muss halt alles noch viel schlimmer werden."

Darüber schreibe ich hier schon lange Zeit. Wenn sich aus einer Weimarer Krise 2.0  mehr Bewegung in die apolitische Bevölkerung trägt, müssen wir etwas auf der Pfanne haben. Hier baue ich auf die theoretische Arbeit von BK. Und wir müssen uns gegen die Radikalen von wo auch immer durchsetzen. Die pseudo-bürgerlichen Flaschen haben dann eh verschissen.

anatol broder

18. Februar 2021 01:46

@ glast 22:14

afd bielefeld: «veränderung ist möglich» (symbolbild).

Glast

18. Februar 2021 08:41

@Gelddrucker / @ Lotta Vorbeck

Sie haben das mit den potentiellen Volksdeutschen nicht durchdrungen und ich habe mich zudem sehr missverständlich geäußert. Lotta Vorbeck hingegen trifft es auf den Punkt. 

Es geht überhaupt nicht darum, dass diese Kinder keine Deutschen sein wollen, weil es die böse Schule und die bösen Medien verhindern. Sie sind nicht antideutsch - sie sind prorumänisch zum Beispiel. Es geht darum, dass diese Schüler ein Elternteil mit ausländischen Wurzeln haben (bei den Rumänen z.B. ist es in 99% der Fälle die Mutter). Das bedeutet, dass die Kinder sich nicht gegen ein Deutschsein entscheiden, sondern über die Mütter als Rumänen erzogen werden und das sind sie dann auch. Für immer. Ist dann auch richtig so. Und wenn man denen dann kommt mit: Dein Vater ist doch Deutscher, du bist hier geboren, du sprichst doch deutsch wie ich, dann verstehen die das zurecht nicht. Es sind keine Deutschen. 

Laurenz

18. Februar 2021 11:47

@Glast

Die wenigsten hier, haben mit Europäern, in Ihrem Beispiel Wallachen, Probleme. Fast der gesamte Adel Europas ist Deutsch und hat sich sicherlich mit den "Einheimischen" auch im Intimen gut verstanden. Das ist ein Europa, mit dem ich im Sinne von @limes gut leben kann. Auch die vielen Sprachen & Dialekte erachte ich als erhaltenswert. Denn Sie sind Kultur im reinsten Sinne. Hier liegen doch nicht unsere Konflikte. Oder fragen Sie danach, ob hier jemand eine polnische, russische oder ungarische Großmutter hat? Sicherlich nicht.

Unsere Konflikte liegen darin begründet, daß Europäer von der Linken (Einheitsfront) mit Orientalen & Afrikanern gleich geschaltet werden, was in keiner Weise irgendeiner Realität entspricht, weder biologisch, noch kulturell.

heinrichbrueck

18. Februar 2021 13:17

"Nun, muss halt alles noch viel schlimmer werden."

Es war schon schlimmer. Na ja, kommt halt wieder ein Jubeljahr. 

Ist es überhaupt möglich, die tatsächlichen Machtverhältnisse erfassen zu können? Aus welcher Perspektive, nach Jahrzehnten psychohistorischer Kriegspropaganda, soll dieses Denken kommen? Lage: schlecht. Führung: feindlich. Zukunft: besser? Wie? Ein Wunder? 

Laurenz

18. Februar 2021 13:53

@heinrichbrueck

Die Mehrheit unserer männlichen Vorfahren waren im Kirchenbuch mit "Ackermann" eingetragen. Dieses Leben, auch noch unter feudaler Herrschaft, war gewiß kein Zuckerschlecken, ebenso, wenn wir das Leben nach der industriellen Revolution betrachten. Von daher sind Beschwerden eher dem Jammern geschuldet. Die Weltkriege und die Weimarer Zeit gingen ins Eingemachte. Das ist der Zustand für Veränderungen.

 

Gelddrucker

18. Februar 2021 18:27

@Glast: Ich kenne jede Statistik und ich sagte bereits, warum die Statistik schlimmer ist als die Realität.

Dann sind sie einfach nicht gut genug im Überzeugen. Einen Jugendlichen mit deutschem Vater und rumänischer Mutter zum echten Deutschen zu machen ist lediglich eine Frage der Medien- und Überzeugungsarbeit. 

Ich kenne genug andere Beispiele. Vollgriechen oder Halbitaliener, die AfD wählen, aus Überzeugung. Im übrigen haben auch die Halbrumänen oder wie immer sie sie nennen wollen keinen Bock auf Afroislamien hier, sollten prinzipiell als Verbündete im Kampf um Europa gesehen werden.

Glast

18. Februar 2021 21:09

@Gelddrucker

Einen Teufel werde ich tun, einen jungen Menschen, der von seiner liebenden Mutter zum stolzen Rumänen erzogen wurde, umzuerziehen. Soll das konservativ sein? 

Schulen Sie dich zum Lehrer um und mache es selbst anstatt andere zu belehren. 

Und als Europäer hab ich mich nie gesehen. 

Glast

18. Februar 2021 21:13

@Gelddrucker

Und ich lese natürlich im Literaturunterricht Flex mit den Schülern und höre mit ihnen in der Hausaufgabenbetreuung leise Jännerwein. Ein nettes türkisches Mädchen summt immer fröhlich mit. Aber ich erziehe gewiss Kinder gegen ihre Eltern und sagr Ihnen, was sie zu sein haben. 

Lotta Vorbeck

18. Februar 2021 22:55

@Glast - 18. Februar 2021 - 09:09 PM

Ja @Glast, es läßt schon verdammt tief blicken, wenn der @Gelddrucker meint, Ausländer gegen deren Willen als Deutsche vereinnahmen zu müssen, die er dann in die Schlacht zur Verteidigung Europas zu schicken gedenkt.

Vermute mal keck, der direkt westlich des Urals gelegene Teil Europas dürfte keinerlei Interesse daran haben, von den Truppen des @Gelddruckers (Vor wem oder was überhaupt?) verteidigt zu werden.

Glast

19. Februar 2021 08:57

Ja, @Lotta Vorbeck. Für mich ist das auch eine individuelle Umvolkung - einen jungen Menschen, der sich körperlich und seelisch nicht deutsch fühlt umzuerziehen. Da käme ich mir vor wie ein Linker bei Zeit-Online. Da machen die Kommentatoren auch aus jedem Ausländer einen Deutschen - ob die das wollen oder nicht. Nicht gut. 

Und ich entschuldige mich für die Grammatik- und Rechtschreibfehler in meinen vorherigen Kommentaren. Komme mit dem kleinen Gerät nicht klar. 

Lotta Vorbeck

19. Februar 2021 13:28

@Glast - 19. Februar 2021 - 08:57 AM

+ Die erste paneuropäische Streitmacht, in der gegen Ende mehr Ausländer als Deutsche dienten, wurde (formal) von einem Hühnerzüchter angeführt, der während seiner frühen Jugend ein Jesuitengymnasium absolviert hatte und später, "im Osten" postulierte: "Wir sind nicht gekommen, um Manna zu verteilen".

+ Die letzten Verteidiger des Reichstages waren am Abend des 1. Mai 1945 Ausländer, die den Freitod der Gefangenschaft vorzogen.

 

Suggestivfrage:

Was treibt eigentlich Leute an, die jedem der für sie greifbar erscheint, ungeachtet dessen wo er mental verwurzelt und beheimatet ist, quasi vergewaltigend, dieses ihn mit seinen Vorfahren verbindende Band zerschneiden, ihn vereinnahmen und sodann zum "Europäer" kneten wollen?

 

Postscriptum:

Wer Grammatik- und Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

 

anatol broder

19. Februar 2021 14:39

@ glast

zeitmagazin, 2021, nr 6, s 70, gemeinsame freizeit:

«junge akademikerin (33) sucht vorzugsweise ältere adelige dame (ggf auch ein paar) zur adoption (ohne erbrechtsansprüche). selbst bereits seinerzeit als baby adoptiert, sucht sie nach dem tod ihrer adoptivmutter wieder eine solche person, mit der sie gerne ein inniges mutter-tochter-verhältnis pflegen möchte, da ihr diese mutterfigur im leben fehlt. sehr weltgewandt, sprachenbegabt, musikalisch wünscht sie sich, mit ihr hobbies und leidenschaften zu teilen und möchte wiederum liebend gerne für den rest ihres lebens für sie da sein. reizende enkelkinder wären für die adoptivmutter oder adoptiveltern auch vorhanden.»

Laurenz

19. Februar 2021 14:59

@Anatol Broder @Glast

Adoptions-Vorschläge werden von Vermögensverwaltern an die Reichen (20 Mio. aufwärts) häufig gemacht, weil dieses sich als "steuerlich günstig" gestaltet. Meist schlagen sich die Vermögensverwalter selbst als "Adoptivkind" vor. Dabei tut es nichts zur Sache, wenn man älter als die Adoptiv-Eltern ist.

Das kommt aber in Regel nie zum Vollzug, so extrem ist der Steuergeiz der "Reichen" nun auch wieder nicht.

Wenn Sie oder Ihre Schopenhauer-Kumpels genug Geld haben, Anatol Broder, können Sie auch gerne mich adoptieren. Mein Vater ist leider tot, so kann ein neuer "Vater" nicht schaden und Sie sparen Steuern.

Glast

19. Februar 2021 17:01

@Lotta Vorbeck

Ihre Suggestivfrage beschreibt tiefenschärfer, präziser und fühliger die Problematik als ich es könnte. Sehr pointiert. Bei mir klang das hingespuckt. Rege mich über dieses Thema auch auf. 

Rosenkranz

20. Februar 2021 07:55

Die Fahne halten... Herr Sellner glauben Sie wirklich, daß Sie die Kraft haben politisch für Österreich noch etwas zu verändern? Sie werden dazu viele Menschen begeistern müssen, aber diese ganzen Gerichtsverfahren lassen nicht viel Begeisterung bei diesen aufkommen. Wer schließt sich schon gern Bewegungen auf "Verlorenem Posten" an? Die Zeit dafür ist nicht reif. Deshalb kann ich nur einen Strategiewechsel empfehlen.

Sie mögen vielleicht nicht ganz Österreich für sich gewinnen können, aber warum nicht auf einer Alm in Österreich beginnen und dort mit ein paar Leuten Familien gründen und die Fahne seines eigenen "Klein Österreichs" in den Boden rammen. Stellen Sie es richtig an, wirkt das auf Nachahmer sehr attraktiv. Geben Sie damit den Menschen einen attraktiven Lebensstil und sie werden sich für die kleine Gemeinschaft wieder aufopfern und Kinder gebären.

Lernen Sie von den Klanen. Verteufeln Sie die Fehlgeleiteten nicht. Lieber ein König auf der  Alm, als ein Geächteter in Wien.

Laurenz

20. Februar 2021 10:55

@Rosenkranz

Ihrer Analyse zu MS & Identitären stimme ich zu, der Schlußfolgerung nicht.

Natürlich gibt es Mitbürger, die sich auf Rest-Höfen ein alternatives Leben geschaffen haben, kenne persönlich mehrere. Aber das ist nicht mal ein halbes % der Bevölkerung und nur in der TV- oder Jutjub-Werbung repräsentativ.

Und Sie schätzen MS falsch ein, Er ist mit Leib & Seele Aktivist & würde beim Lipizaner-Züchten in den Grazer Bergen "verschimmeln".

MS ist in 8 Jahren 40. Entweder wird Er Künstler & verpackt Schloß Schönbrunn oder Er wird Politiker. Etwas anderes sehe ich nicht. Natürlich kann man die Identitären auch in eine Bürgerbewegung, wie 1%, umbauen, aber Elsässer & Co., wie Ken Jebsens Friedensbewegung sind im Erfolg überschaubar.

Das kann sich mit einer Verschärfung ökonomischer Krisen natürlich schlagartig ändern. Dann können wir aber als Lösung niemandem vorschlagen, sich einen alten Hof zu kaufen.