28. Februar 2021

Ladenpleiten, Sparkassenzettel, Great Reset

Caroline Sommerfeld / 43 Kommentare

Ich habe mir angewöhnt, weite Strecken durch Wien zu Fuß zurückzulegen.

Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

Einerseits des Maskenzwangs in öffentlichen Verkehrsmitteln wegen, andererseits um sorgsam über die Zeichen der Zeit zu wachen.

So flaniere ich also und sehe immer mehr Geschäfte eingehen. Straßenzugweise ist jedes dritte Geschäft oder Lokal für immer zugesperrt, besonders die alteingesessenen, mittelgroßen und kleinen und die in Seitengassen gelegenen (die FAZ berichtet dasselbe über die Berliner Kantstraße).

I will never financially recover from this las ich an einem kleinen Kaffeehaus, es muß ein Zitat aus einem Film sein, Kind kannte den abgebildeten zitierten Schauspieler. Überall radeln E-Bikes von „Lieferando“ und „Mjam“, parken vor hippen Vegan-bowl-pop-up-Shops genauso wie vor den globalistischen Schnellfutterketten, und auch selten mal vor dem Italiener, in dessen Fenster jeden Tag dieselbe frustrierte Frau stundenlang auf ihr Handy stiert.

Derzeit sind in Wien gewöhnliche Ladengeschäfte wieder offen, dürfen aber je nach Größe nur einzelne Kunden mit FFP2-Maske einlassen, was einer hinausgezögerten Pleite gleichkommt, denn staatliche „Coronahilfen“ stehen ihnen nun freilich nicht mehr zu.

Was soll daraus werden? Man sieht von der Straße hineinlugend noch nicht endgültig, wie es um Wiens Kaffeehäuser steht, doch "Nespresso" wirbt bereits auf Großplakaten damit, sich die „Kaffeekulturen der Welt" nach Hause zu holen.

Wer derzeit ungern "Zufallstheoretiker" (Paul Schreyer) sein möchte, fragt sich alsbald, wohin diese Reise eigentlich gehen soll, was das Ziel, der Plan dahinter ist. Und sollte es kein jetzt schon erkennbares Ziel geben, bleibt zu fragen, wem die derzeitige Lage nützen wird und wem nicht.

Wie hat man sich die Stadt und ihre Lokale in ein, zwei Jahren vorzustellen? Sperren die jetzigen Läden zu, um als staatlich abhängige „geförderte“ Betriebe (analog zur geförderten Kunst oder subventionierten Landwirtschaft) wieder zu öffnen? Kommen in die Ladenlokale lauter Franchise-Nehmer von Ketten, die dann nach QR-ablesbaren Kriterien selektierte (getestete, geimpfte, sozialkreditgenehme) Kunden einlassen dürfen?

Gastronomie wäre Streetfood-Abholstation mit zwei Bartischen und ansonsten Lieferando, der Rest der Volksfütterung läuft über Kantinen? Die bisher in Präsenzgeschäften feilgebotenen Konsumgüter werden eben im Internet bestellt, ein paar sogenannte flagship stores bleiben in der Innenstadt bestehen? Die Ladenlokale stehen leer, bis darin ebenfalls geförderte Wohnungen eingerichtet werden? Hierzu fand ich tatsächlich einschlägige Planungen: wenn die Leute im homeoffice verbleiben, wird via Umwidmung der einstigen Büroflächen ein Teil des Wohnungsmarktproblems elegant gelöst.

Ungefähr bis dahin reichten meine eigenen Gedanken, bis ich das Buch Covid 19 - Der große Umbruch (Engl. Covid 19 - The Great Reset ) von Klaus Schwab und Thierry Malleret las. Ich wurde darin fündig.

Die beiden Autoren schreiben, wie sich im Zuge der „Corona“-Krise das Stadtbild und die Wirtschaft langsam hin zu ihrem Idealszenario hin entwickeln werden. Stand der Dinge ihrer Beobachtungen ist Sommer 2020, alles danach Ablaufende ist Wunschdenken. Im Buch oszilliert die Argumentation ständig zwischen bereits Realisiertem und Möglichem. Ich zitiere eine längere Passage:

Wie bereits erwähnt, ist es sehr wahrscheinlich, dass Ladengeschäfte gegenüber dem Online- Shopping stark an Bedeutung verlieren werden. Die Verbraucher sind möglicherweise bereit, für die Lieferung schwerer und sperriger Produkte, wie Flaschen und Haushaltswaren, etwas mehr zu bezahlen. Die Einzelhandelsfläche von Supermärkten wird daher schrumpfen und den Nachbarschaftsläden ähneln, in denen die Käufer relativ kleine Mengen von bestimmten Lebensmitteln kaufen.

Es könnte aber auch sein, dass weniger Geld in Restaurants ausgegeben wird, was darauf hinauslaufen könnte, dass an Orten, an denen traditionell ein hoher Prozentsatz des Lebensmittelbudgets der Menschen in Restaurants ausgegeben wurde (z. B. 60 % in New York City), diese Gelder in Supermärkte im Stadtgebiet umgeleitet werden und diesen zugute kommen könnten. Vorausgesetzt die Stadtbewohner entdecken die Freude am Kochen zu Hause wieder.

Dasselbe Phänomen könnte im Unterhaltungs-Business auftreten. Aufgrund der Corona-bedingten höheren Angst, mit völlig Fremden in einem geschlossenen Raum zu sitzen, könnte es sein, dass viele Menschen beschließen, sich den neuesten Film oder die Opernaufführung lieber zu Hause anzusehen, weil das am vernünftigsten ist. Eine solche Entscheidung würde den lokalen Supermärkten zugute kommen, aber zulasten der Bars und Restaurants fallen (wobei die Möglichkeit, Mahlzeiten online zum Mitnehmen oder zur Lieferung nach Hause anzubieten, für sie ein Rettungsanker sein könnte). Es gab zahlreiche Beispiele dafür, dass dies ad hoc in Städten auf der ganzen Welt während der Lockdowns geschah.

Könnte das vielleicht ein wichtiges Element eines neuen Business-Überlebensplans einiger Restaurants nach Covid-19 werden? Es gibt andere erste Auswirkungen, die viel leichter vorherzusehen sind. Sauberkeit ist eine davon. Die Pandemie wird unseren Fokus auf Hygiene sicherlich mehr in den Vordergrund rücken. Die neue Hygienebesessenheit wird insbesondere die Schaffung neuer Verpackungsformen nach sich ziehen. Wir werden angehalten, die Produkte, die wir kaufen wollen, nicht anzufassen. Einfache Freuden, wie das Riechen an einer Melone oder das Betasten einer Frucht werden verpönt sein und vielleicht sogar der Vergangenheit angehören.

Vor einiger Zeit erreichte mich ein Schreiben unserer Sparkasse, in dem für Fondsanlagen geworben wurde. Sie schrieben, man sehe sich beglückt, daß 2021 alles besser wird:

Neben mehrerer (sic!) Erfolgsmeldungen zu Corona-Impfstoffen, verbunden mit einer Perspektive auf baldige erste Impfungen und Eindämmung der Pandemie, wirkten auch politische Ereignisse positiv. Der Brexit wird offenkundig hinreichend geordnet verlaufen und mit dem Ausgang der US-Wahlen sieht sich der neue demokratische US-Präsident Biden unterschiedlichen Mehrheiten gegenüber. Kurzum, aus fundamentaler Sicht ist die Welt spürbar sicherer geworden.

Danach kommt das Schreiben noch auf den Klimaschutz zu sprechen und die sogenannten ESG-Kriterien (environment, social, governance, also Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung), denn diese

fassen zusammen, an was gearbeitet werden muss, um eine zukunftsfähige Welt zu schaffen. Die drei Begriffe drücken aus, dass nachhaltiges Handeln einen ganzheitlichen Ansatz benötigt, in den alle gesellschaftlichen Aspekte einzubeziehen sind. ESG definiert einen Marktstandard, an dem sich die Finanzindustrie orientiert.

Auf eine für den ökonomischen Laien befremdliche Weise werden Politik und Wirtschaft derzeit in Windeseile zu weitgehender Deckung gebracht, und zwar mithilfe moralischer Narrative (systemtheoretisch gesprochen: beide Teilsysteme, Politik und Wirtschaft, werden durch die moralische Kommunikation Gut/Böse überformt). Was soll das und wozu führt das?

Nun, mit Schwab läßt sich feststellen: die „Umgestaltung“ der Innenstädte (1.) und die Neuausrichtung der Kapitalanlagen (2.), die ich beide als Lebensweltbewohner in ihren Auswirkungen wahrnehmen kann, sind tragende Elemente des Great-Reset-Szenarios. Im Plan des World Economic Forum sollen sowohl die Eigentums-, als auch die Konsumverhältnisse von oben durch einen soft despotism revolutioniert werden – also ohne daß es zu bei Revolutionen üblichen sozialen Aufständen, Bürgerkrieg und Militäreinsätzen kommen muß.

Geht der Great Reset wirklich glatt über die Bühne des Welttheaters? Ist das antizipierte Szenario, dessen Umsetzung wir gerade staunend beiwohnen können, so alternativlos, wie es scheint? Schon aus Widerborstigkeit und Nichtglaubenwollen machte ich mich auf die Suche bei ökonomisch Kundigeren.

Zunächst fand ich die These des Finanzexperten und Risikomanagers Markus Krall, der schon seit Jahren davon überzeugt ist, daß die weitere Entwicklung entscheidend davon abhängt, ob die Leistungsträger der Gesellschaft bereit und in der Lage sind, die freiheitliche Kraft der bürgerlichen Revolution zu revitalisieren. Andernfalls, so Krall, drohe exakt die Form des Sozialismus, die das WEF gerade durchzusetzen bestrebt ist.

Auch Johannes Eisleben, der auf der Achse des Guten zwei allgemeinverständliche und sehr kluge Artikel zum „kommenden Machtmodell“ geschrieben hat, sieht die Lage zunächst genauso, wie ich sie mit meinem Laienblick halbwegs intuitiv erfaßt hatte:

Das neue Herrschaftsmodell soll die Trennung von Eigentum und politischer Macht, die mit dem Ende des Absolutismus zumindest formell und teilweise auch de facto erfolgte, rückgängig machen, und Oligopoleigentum wieder mit der vollständigen politischen Macht vereinigen – wie zur Zeit des Feudalismus, aber mit besseren Herrschaftstechniken.

Jedoch hält Eisleben ähnlich wie Markus Krall zwei Möglichkeiten für denkbar, unter denen der Great Reset nicht mit zwingender Logik seinen Lauf nimmt. Die eine hat er hier ausgeführt:

a.) Wenn die Trägerschichten der Gesellschaft und die vor allem funktional orientierten, wenig ideologisierten Amtsträger der Institutionen und Körperschaften merken, dass es dem Westmarxismus nicht um Wortspiele wie Genderformen oder sprachliche Inklusionsakrobatik ohne Bezug zur Wirklichkeit geht, sondern dass ein Entzug von Rechten und Partizipationsmöglichkeiten stattfindet, kann sich schnell echter Widerstand bilden,

zumal, wenn es sich auf die Frage zuspitzt: „Wo werden dann die bewaffneten Ordnungskräfte stehen?“

Möglich sei auch, so schrieb Eisleben mir, daß

b.) die gegenwärtige oligarchisch-kommunistische Revolution, die den ganzen Westen erfasst hat, spontan wieder abebbt, weil es de facto praktisch nicht funktioniert, die Propaganda nicht mehr greift oder die Eliten vor echter Gewalt zurückschrecken, wenn "soft despotism" alleine (incl. Medienselbstzensur und cancel culture) nicht mehr reichen.

Eine dritte Möglichkeit, weshalb der Great Reset trotz derzeit glückender Anfänge nicht das Vollbildstadium erreichen könnte, liegt meines Erachtens in der Natur des geistigen Prinzips divide et impera.

c.) Denn selbstverständlich befindet sich in der Hierarchie der Herrschenden auf den unterschiedlichen Ebenen auch auf derjenigen der „Davokratie“ (Renaud Camus) Konkurrenz. Ein Binnenkonflikt der Eliten ist, wenn auch nicht aus der Froschperspektive der Wiener Flaneuse und Sparkassenzettelempfängerin direkt wahrnehmbar, so doch rein strukturalistisch gedacht notwendig. Es gibt nichts auf dieser Welt, das nicht zwei Seiten in sich trüge, nichts, das nicht in sich gespalten wäre und dadurch besiegbar ist. Also steht auch innerhalb des Machtkampfs der Eliten niemals von vornherein fest, welche Seite ihren Plan durchsetzen kann und wie weit sie (aus Sicht der übergeordneten Ebene) gehen darf bzw. (aus Sicht der Konkurrenz auf derselben Ebene) gehen kann.

Was wir derzeit erleben, ist eine Revolution: Es geht um eine komplette Neuverteilung von Macht und Eigentum. Eisleben schließt daran einen genuin konservativen Gedanken an: Revolutionen kämen immer von den Eliten (von den Orwell'schen proles kämen bloß Revolten  - wie die Bauernaufstände im 16. Jahrhundert oder der Sturm auf die Bastille 1789). Sie führten immer zu Gewalt und seien niemals nachhaltig, denn die  - einstmals spontan entstandene - tradierte Ordnung setze sich immer wieder durch.

So war es in der Geschichte bisher. Ob die Möglichkeiten des „kommenden Herrschaftsmodells“ weiter reichen, ob dieses sich daher dauerhaft etabliert, können wir nicht wissen. Wir stecken mittendrin in der Revolution. Die Abräumphase ist fast geschafft, es folgt - mit Augustin Cochins Revolutionsmaschine gefolgert - die Neuordnungsphase.


Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.


Kommentare (43)

Franz Bettinger

28. Februar 2021 10:23

Frau Sommerfeld schreibt, das WEF wolle eine Form des "Sozialismus durchzusetzen". Auch Herr Bosselmann meinte das kürzlich. Das befremdet nicht nur mich, sondern (wie ich glaube) auch @Lotta, @Valjean, @Gustav und @Laurenz (schleichender Entzug von Privateigentum).

Ich weiß nicht, was die geplante Neue Welt-Ordnung mit (S) Sozialismus oder (K) Kommunismus gemein haben soll; mal abgesehen davon, dass es ein Interesse am "Wohlstand der gesamten Gesellschaft" (=S) gerade in den sich sozialistisch nennenden Staaten (aber am wenigsten noch im NS) nie gab; immer gab es einen (mehr als im Kapitalismus) ausgeprägten Unterschied zwischen Oben und ein Unten. Das hat sich auch in 70 Jahren S u. K nicht geändert, wie William S. Schlamm anschaulich nachwies. Die Verwendung des Wortes S ist gefährlich, denn S hat einen verführerischen Klang. Man sieht's daran, dass Schwab und Konsorten das Wort in Orwell’scher Manier für ihre NWO benutzen. Was in Wirklichkeit auf uns zu kommt, ist im Gegenteil ein neo-feudaler Totalitarismus, in dem es eine dünne Oberschicht gibt, eine breite Unterschicht aus Unfreien und dazwischen gedungene Kontrolleure, Söldner und Umerzieher.

franzheister

28. Februar 2021 10:52

Vielen Dank für Ihren Artikel. Der kommende Weltsozialismus zeigt sich an der Unfähigkeit logisch denken zu können? Weshalb nehmen die Emirate nicht die arabischen Fachkräfte aus den Nachbarstaaten auf? Stattdessen führen sie eine idiotische Marsmission durch. Warum wird Europa und hier besonders Deutschland gezwungen, immer mehr Flüchtlinge aufzunehmen? Die Konsequenz aus diesem Handeln läuft auf die allzu bekannten Argumente hinaus: Entfremdung und Zerstörung gewachsener europäischer Strukturen inkl. Vernichtung sozialer Standards. Wem nützt dieser Prozess? All jenen die kein Interesse an mühsam erfochtener sozialer Gerechtigkeit haben und uns Europäer als williges Mastvieh ansehen. Bald wird zudem niemand mehr da sein, der intellektuell noch fähig wäre diese Prozesse zu durchschauen. Schon heute unterläuft der Jubel für Einwanderung und die Diktatur der Toleranz, jedes logische Denkmuster. Die Religion des Friedens regelt bald alle Fragen der sozialen Gerechtigkeit wie von selbst. Europa wird passend gemacht und welch ein Wunder, werden alle europäischen Errungenschaften als "voll Nazi" denunziert! Die Unis und unser Bildungssystem haben ganze Arbeit geleistet. Die Herren in Uniform sind wohl auch eher Fans von billigen US Serien als ernsthafte Anhänger der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Der globale Konsum Gulag für Besserverdienende ist eben schon eine Alternative für manche. Marx und Lenin als trojanisches Pferd für durchgeknallte Oligarchen.

Matthes

28. Februar 2021 10:59

Etwas Aufklärung bezüglich dem Zitat am Anfang des Beitrages:

https://de.meming.world/wiki/I_Am_Never_Gonna_Financially_Recover_From_This

sok

28. Februar 2021 11:00

Bei Corona erstaunt mich immer, wie viel über die Folgen und wie wenig über die Vermeidung der Probleme nachgedacht wird.

Ob etwas giftig ist oder nicht, ist in aller Regel eine Frage der Dosierung. Die einzige Besonderheit bei Corona ist, dass eine kleinere Menge nicht weniger ungesund. sondern gesünder als gar nichts ist, da man Antikörper bildet, die einen bei einer unbeasichtigten Konfrontation mit einer größeren Menge von Viren schützen.

Dass die Konfrontation mit einer geringen Menge von Coraonaviren gesund ist, zeigen die Krankmeldungen der AOK . Pfleger und Krankenschwestern haben sich zunächst häufig mit Corona angesteckt. Inzwischen sind sie kaum noch betroffen, da sie sich gerade so schützen, dass sie nicht krank werden. Die  aufgenommenen Mengen reichen aber für die Immunisierung.

Es ist auch schon aufgefallen, dass sich Virologen bisher nicht angesteckt haben. Vielleicht sind sie nicht vorsichtiger sondern haben mehr Antikörper.

Franz Bettinger

28. Februar 2021 11:06

Auch die Vorstellung, wir hätten in Zeiten Coronas nun mal ultimativ zu wählen zwischen "Freiheit oder Sicherheit", ist falsch. Als ob etwas durch Quarantänen und Ausgangssperren sicherer würde! Nichts ist durch die Maßnahmen des Merkel-Regimes besser oder sicherer geworden. Im Gegenteil, alles, inklusive des Seelenzustandes, wurde elender, unglücklicher, und unsicherer. Wer in den irrwitzigen weltweit veranstalteten Maßnahmen Schritte in die richtige Richtung sieht, ist bereits in die Lügenfalle getappt. 

LetzteGoten

28. Februar 2021 11:31

Die Beobachtungen Fr. Sommerfelds sind zutreffend; Ideen, Pläne und Projekte zum „Great Reset“ am Laufen; Digitalisierung und Technisierung gehen Hand in Hand mit einer perfektionierten Überwachung der Bevölkerung (s. Impfpaß, Personen-ID-Nummer, usw.): Doch Widerstand dagegen keimt kaum auf. Im Volk brodelt es – einmal wieder – nur aufgrund der wirtschaftlichen Einschränkungen und Verwerfungen im Kontext der Corona-Politik der Bundesregierung, wohlgemerkt nicht aufgrund irgendwelcher Pläne zur umfassenden Digitalisierung des gesamten Lebens und der damit einhergehenden Möglichkeit der Totalüberwachung.

Zu erkennen, daß das Gros der Bevölkerung mit den skizzierten Inhalten des „Great Reset“ gar kein Problem hat und „rechte“ Positionen eine marginale Größe darstellen, ist ein Problem auf seiten der „Rechten“.

Abgesehen davon: vielleicht birgt der „Great Reset“ auch Ansatzpunkte für einen tiefgreifenden Wandel, der „die Dinge zum Tanzen bringt“. In den Innenstädten dominieren seit Jahren schon globalistische Ketten, ausländische Essensanbieter und Billig- bis Ramschhändler. Ich sehe deshalb nicht, warum die aktuelle Entwicklung so schlimm sein soll.

Flurbereinigung nennt man dies in der Landwirtschaft. Danach geht es schon weiter, vielleicht anders, vielleicht besser, vielleicht schlechter. Ändern können wir es nicht.

Waldgaenger aus Schwaben

28. Februar 2021 11:32

1/3

Beginne ich mit einem wesentlichen Teil meiner Leserbiographie. Im Jahre 1984 empfahl ein Professor der Elektrotechnik in einer Vorlesung für Informatiker uns das Buch "Der Untergang des Abendlandes" von Oswald Spengler.  Begeistert las ich es zusammen mit Kommilitonen. 

Was Spengler hier den Sozialismus schreibt kurz: Sozialismus ist Christentum ohne Metaphysik, sowie Buddhismus Hinduismus ohne Metaphysik ist und die Stoa der antiken griechische Religion ohne Metaphysik entspricht. 

Das erschien mir 1984 einleuchtend, auch weil er in seinem Werk bereits 1917 dem Sozialismus eine weltweite Expansion vorher sagte. "Erstaunlicher Weitblick. Seine Definition des Sozialismus stimmt wahrscheinlich." 

Fünf Jahre später brach der real existierende Sozialismus zusammen. "Da hat  Spengler sich also geirrt. Seine Ausführungen über den  Sozialismus als Christentum ohne Metaphysik waren vielleicht doch unzutreffend", dachte ich. 

Nun aber heute im Jahre 2021 sehe ich die Rückkehr des Sozialismus als weltweite Erscheinung. Spengler hatte recht.

Was ist der Sozialismus als Christentum ohne Metaphysik aus der Sicht der christlichen Religion? Dazu im nächsten Teil mehr!

Waldgaenger aus Schwaben

28. Februar 2021 11:49

2/3 

Was ist der Sozialismus, ein Christentum ohne Gott, als der Sicht des Glaubens?

Ein Werk des Teufels, des Ewigen Widersachers, des Fürsten dieser Welt. Er ist der Antichrist, das Tier 666. Selbstverständlich war der National-Sozialismus auch eine Spielart des Sozialismus, ein calvinistisches, gottloses Christentum, dass die Prädestination des Einzelnen (Zugehörigkeit zu einer Rasse)  in den Mittelpunkt stellte und die Vernichtung der Verworfenen und Vergöttlichung der Erwählten selbst in dieser Welt in die Hand nehmen wollte. 

In NS zeigte der Sozialismus seine teuflische Fratze unverhohlen, so wie im Stalinismus, Maoismus und ähnlichen Varianten. Einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz gab es stellenweise nur dort wo er das werbende  Schaufenster zum Westen sein wollte.

Obwohl oder weil der Sozialismus seine teuflische Fratze wieder und wieder offen zeigte, hat er nichts von seiner Anziehungskraft verloren. 

Wie wird es weitergehen? Schon oft meinten Zeitgenossen gewaltiger Umbrüche das Wetterleuchten des Jüngsten Gerichts am dunklen Horizont zu sehen. Meistens waren es älter Männer jenseits ihrer besten Jahre, so wie ich. Eingedenk dessen werde ich trotzdem  im nächsten Teil einen Ausblick wagen.

Laurenz

28. Februar 2021 12:45

@CS

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/boris-palmer-das-sterben-der-innenstaedte-ist-in-vollem-gange/

Das hat vor allem in Deutschland & Co. ernste Konsequenzen, die meisten kleinen - und mittelständischen Unternehmen sind bei Sparkassen & Volks-/Raiffeisenbanken verschuldet, die dann die faulen Kredite auf den Büchern haben. Das mag zwar im Sinne der Großbanken sein, hat aber die richtigen Folgen auf der kommunalen Ebene. Die Kleinbanken sind alle personell mit den Gemeinden verbunden, fast das gesamte Vereinsleben wird ua mit den Gewinnen der Kleinbanken finanziert. Insofern können wir weit gefächerte Betroffenheit erwarten, die für das richtige politische Klima in unserem Sinne sorgt.

Global betrachtet, haben sicher über 100 Staaten keinen wirklichen -, sondern nur einen "offiziellen", formalen Lockdown durchgezogen. Die Ökonomien dieser Staaten dürften vor allem im Binnenbereich  nur sehr bedingt betroffen sein. Unsere System-Medien berichten darüber natürlich nicht. Das sollten wir bei der Analyse in Betracht ziehen.

tearjerker

28. Februar 2021 13:45

Die Ideen des WEF können bei den Eigentümern von Unternehmen, Anteilseignern und vor Allem bei Banken und Versicherungen eigentlich keinen Anklang finden, da sie auf die Zerstörung der Kapital- und Eigentumsstrukturen zielen, deren Erhalt in den letzten 3 Jahrzehnten  die Politik unter dem Stichwort „Rettung“ bestimmt hat. Auf beiden Seiten des Spielfelds ist das ein blinder Fleck. Anders sieht es aus Sicht der Bevölkerungen aus, in der grosse Teile seit jeher bereit sind „Rechte“ gegen Versorgungsgarantien zu tauschen. Historisch adressieren die „unfreien“ Systeme wie der Feudalismus oder der Kommunismus das öknomisch und politisch als Versorgungsdiktaturen, während die Neuzeit ab 1800 den feudalistischen Vorgänger ablöst, damit aber auch für viele den damit verbundenen Unterhalt durch Kirche, Adel, Stände usw. beseitigt. Seither schwingt das Pendel Richtung Ausgangspunkt zurück. Keine guten Aussichten.

Waldgaenger aus Schwaben

28. Februar 2021 13:58

3/3

Nachdem in den 1930iger Jahren infolge der Umbrüche des WK1 Satan die Herrschaft über die Sowjetunion und Deutschland errungen hatte, begann er sofort mit dem Wüten der Herrscher gegen Teile des eigenen Volkes. 1939 hetzte er dann die Völker in einem Krieg.  mörderischer als die Welt ihn je gesehen hatte, gegeneinander. 

Heute haben wieder einen nationalen Sozialismus chinesischer Prägung und einen im Werden begriffenen internationalen US/EU-Sozialismus. Der Fürst dieser Welt wird sein grausames Spiel wiederholen wollen. Der ganz große Sieg, der atomare Weltenbrand, blieb ihm bislang versagt. Gott lässt den nach seinem Bilde geschaffenen Menschen, die Freiheit zum Bösen, aber bevor er zur völligen Vernichtung kommt, beruft er Menschen, die das schlimmste verhindern, so zum Beispiel in der Kubakrise.

Doch wir müssen befürchten, dass es im Zuge einer Konfrontation USA/EU vs. China zu großer Drangsal kommen wird. Wie groß die Leiden sein werden, hängt von dem Ausmass des Widerstandes in beiden Blöcken ab. 

Ob dieser Drangsal dann die Parusie folgt, wage ich nicht vorher zu sagen. Zu oft waren Endzeit-Erwartungen trügerisch. Widerstehen wir und halten wir aus!

Laurenz

28. Februar 2021 14:37

@Waldgaenger aus Schwaben
(...)

Als die Bolschewisten die Sowjetunion gründeten, existierte bereits das größte faschistische Imperium, welches die Erde je gesehen hatte, nämlich das Britische -, neben dem französischen und dem niederländischen -. Diese Imperien waren von Gott vergeben?

Da wissen die Chinesen, welche die Kontrolle Indochinas Ende des 19. Jahrhunderts vom Franzmann abgenommen bekamen, sicher ein anderes Liedchen zu singen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sisch-Indochina

Der II. Weltkrieg wurde von wem entfacht? Vom Satan in Deutschland? Ich möchte Sie daran erinnern, daß ein Grenzkonflikt mit dem Kunststaat Polen von Frankreich & Britannien genutzt wurde, dem Deutschen Reich den Krieg zu erklären.

Man kann der Sowjetunion, Japan, wie auch Deutschland in den 30ern sicherlich eine aggressive Außenpolitik unterstellen, aber im Vergleich zu den Westmächten, war das ein Kindergeburtstag. (...)

Gustav Grambauer

28. Februar 2021 14:42

Von welchen Varianten gehen denn Schwab / Malleret selbst aus?:

"... was mit dem Kampf gegen den Klimawandel in der Zeit nach der Pandemie passiert, in zwei entgegengesetzte Richtungen gehen.

Die erste ...: Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind so schmerzhaft, schwierig zu bewältigen und komplex in der Umsetzung, daß die meisten Regierungen auf der ganzen Welt beschließen könnten, die Sorgen um die globale Erwärmung 'vorübergehend' beiseite zu schieben, um sich auf die wirtschaftliche Erholung zu konzentrieren. Wenn dies der Fall ist, werden politische Entscheidungen die fossilen Schwer- und Kohlendioxidemissions-Industrien unterstützen und stimulieren, indem sie sie subventionieren. Sie werden auch strenge Umweltstandards zurückschrauben, die als Stolperstein auf dem Weg zu einer schnellen wirtschaftlichen Erholung angesehen werden, und sie werden Unternehmen und Verbraucher ermutigen, so viel wie möglich zu produzieren und zu konsumieren.

Die zweite wird von einem anderen Narrativ beflügelt, in dem Unternehmen und Regierungen durch ein neues soziales Bewußtsein in weiten Teilen der Bevölkerung ermutigt werden, daß das Leben auch anders sein kann, und von Aktivisten vorangetrieben wird: die Chance muß ergriffen werden, dieses einmalige Fenster zu nutzen, um eine nachhaltigere Wirtschaft zum größeren Wohl unserer Gesellschaften neu zu gestalten." - Schwab / Malleret, "COVID 19: The Great Reset", WEF 2020, Seite 91, Übersetzung von Alexander Hartmann, BüSo

- G. G.

Ein gebuertiger Hesse

28. Februar 2021 14:57

Wichtiger Aufsatz. Die Dinge vor der Haustür werden haptisch beschrieben UND metapolitisch mit- und weitergedacht. Was sollte man derzeit besseres tun?

Gustav Grambauer

28. Februar 2021 16:01

Was verbirgt sich denn hinter der Phrase, "eine nachhaltigere Wirtschaft zum größeren Wohl unserer (sic!) Gesellschaften neu zu gestalten"?

Kommunismus, die "Rettung von Mutter Erde", Nachhaltigkeit, Sozialismus, smarter Kapitalismus, Governance, Geld, Börsenwerte, Ressourcen, Energie - alles pillepalle.

Einige hier werden es nicht gern hören, aber am allermeisten stören sich die Lenker des Great Reset an der menschlichen Kreativität. Sie wissen, daß sie die menschliche Kreativität nicht wirksam ertöten können. Aber sie wissen, daß sie deren lebendigen Fluß unterdrücken bzw. anstauen oder in die (Auto-)Destruktivität hinein umkanalisieren können. Wird er unterdrückt bzw. angestaut, wird er zu einem stinkenden, infektiösen Pfuhl. Wird er nach unten in den Abgrund umkanalisiert, kann er direkt von allerhand satanischen Kulten aufgefangen werden.

Genau das ist das Ziel: das Unterdrücken bzw. Anstauen oder Umkanalisieren der menschlichen Kreativität - die "Kehre", der Globalmorgenthauplan, in das Neue Finstere Zeitalter hinein.

Manche sehen es immer noch nicht. Weil es aus ideologischer, z. B. katholisch-reaktionärer oder naturmystischer Verblendung heraus ihr Herz erwärmt, wenn gegen die menschliche Kreativität angehetzt wird, und wiederum weil doch die Oberhetzer so "ästhetisch" daherkommen.

Grambauer hat`s Euch hiermit gesagt. Beschwert Euch hinterher nicht!

- G. G.

starhemberg

28. Februar 2021 17:39

Der Neo-Kommunismus ist die "woke" Hülle, eine pervertierte Form des wettbewerbsfeindlichen, nun digitalen Kartell-Pseudokapitalismus ist der tatsächliche Inhalt, der Kampf FÜR "mehr Menschenrechte und Demokratie" oder wahlweise GEGEN "den menschengemachten Klimawandel" und GEGEN "Rechts"ist die Munition, die Unterhaltungsindustrie, die staatlich geförderten Kulturschaffenden und die Lücken- und Täuschungsmedien sind die Waffe. Seit der vergangenen US-Wahl habe ich die letzten Illusionen verloren. Entscheidend in diesem Szenario werden am Ende die Pläne und Strategien der Chinesen und die Widerstandsfähigkeit der US-amerikanischen Mittelschicht sein. Zwischen diesen beiden Fronten muss es ausgefochten werden. Europa ist dabei der kastrierte Zuseher, der darauf wartet, wer in Zukunft sein Herr sein wird. 

Waldgaenger aus Schwaben

28. Februar 2021 22:01

@Laurenz

Das British Empire hatte keinen ideologischen Kern, wie der National-Sozialismus oder der Sozialismus in der UdSSR oder China. Weltreiche, die andere Völker unterdrücken ausbeuten, hat es immer gegeben und sie sind nicht gottgewollt. Aber Staaten, die um das Paradies auf Erden zu schaffen, Millionen von Menschen töten und am Ende sogar sich selbst vernichten, sind satanisch. Wenn Sie kein Christ sind, sind diese Überlegungen für Sie hinfällig. Aber Christen müssen sich der Frage stellen, wie sie ein Christentum ohne Gott bewerten. 

Imagine

28. Februar 2021 23:27

@Gustav Grambauer   28. Februar 2021 16:01

„Einige hier werden es nicht gern hören, aber am allermeisten stören sich die Lenker des Great Reset an der menschlichen Kreativität. … sie wissen, daß sie deren lebendigen Fluß unterdrücken bzw. anstauen oder in die (Auto-)Destruktivität hinein umkanalisieren können. Wird er unterdrückt bzw. angestaut, wird er zu einem stinkenden, infektiösen Pfuhl...“

Richtig. Hinter der philanthropischen Maske befinden sich Perverse, Menschenhasser und Sadisten.

Nicht wenige sind Kinderschänder. So die „höchsten Kreise“ hinter dem Kinderschänder und Kindermörder Marc Dutroux oder dem „Mädchenbeschaffer“ Jeffrey Epstein.

Sie hassen die Kinder, weil diese Träger von Lebendigkeit und Kreativität sind, und sie selbst das Kind in sich abgetötet haben.

Genau das ist der psychologische Mechanismus bei der (Auto)Destruktivität. Es handelt sich um eine Perversion, um eine Lust auf Machtausübung, auf Manipulieren, Quälen, Vergewaltigen, Zerstören und Töten.

Empirisch kann man eine solche Pervertierung des Menschen bei den Kindersoldaten beobachten. Wie diese zu Monstern gemacht werden.

Wilhelm Reich hat diese psychologischen Prozesse in der „Massenpsychologie des Faschismus“ analysiert und beschrieben. Wie sich z.B. die Nekrophilie der Nazis bereits in ihren Totenkopf-Symbolen ausdrückte.

ede

1. März 2021 00:05

Rubrik Denken ist gut.

Vom Herrn Johannes Eisleben hatte ich bisher noch nichts gehört, zunächst also vielen Dank für die Verlinkungen nach Achgut. Hervorragende Analyse.

Mir stellt sich die Frage:
 
Ist das Herrschaftsmodell Oligopoleigentum verbunden mit vollständiger politischen Macht (also Orwell 2.0) nach derzeitigen Prognosefähigkeiten tatsächlich stabil und überlebensfähig?

Ich habe da Zweifel, es behindert die Entfaltung von produktiven Kräften und die sexuellen Antriebe. Das heißt, es wird relativ zügig zu technologischen Stillstand und Rückschritt bei allen Formen der zivilisatorischen Infrastruktur kommen. Die Anzeichen dafür sind schon jetzt unübersehbar. Stagnation der Naturwissenschaften, Erosion des Rechtsstaates, des Familien-und Gemeinsinns usw.

Und es hat einen mächtigen Gegner, den Willen des Individuums zur Macht.

 

Franz Bettinger

1. März 2021 00:25

@Grambauer hat seinen Pfeil ins Zentrum geschossen. Er hat deep state’s Budenzauber (von "dass das Leben auch anders sein könne und zum größeren Wohl unserer Gesellschaften einmalige Fenster zu nutzen seien“) als Orwell’sche Floskeln erkannt. Andere Foristen schwelgen in der Hoffnung auf das Heraufziehen eines Sozialismus (ohne religiösen Gedöns).

Einmalig sind Schwab’s Fenster indessen nicht, denn diese Fenster sind in Wahrheit künstliche Löcher, die (national und international) immer wieder brutal in die Gemäuer gesunder Zivilisationen gesprengt werden - siehe 9/11, Energiewende, Farbenrevolutionen, regelmäßige Wahlfälschungen, Banken-Krise und Migrations-Chaos und all die erfundenen Seuchen. (@Staremberg hat's beschrieben.) Wenn wir sie nur auf den Mond schießen könnten, diese Satanisten! 

Schwabs Buch  ("Mein Kampf“ wäre ein zutreffenderer und mutigerer Titel gewesen als „The Great Reset“)  deutet aber auch (Achtung) die Unsicherheit an, die dem perfiden Neuen Morgenthau-Plan zugrunde liegt: "Wenn’s schief geht, bauen wir das Trümmerfeld eben wieder auf - 'We build back better' heißt die Erkennungsmelodie) - und vergessen unsere Lügen (Klima, CO2, Seuchen…) für eine Weile.“  

Monika

1. März 2021 10:40

@ Laurenz aus dem noblen Taunus

Was ist denn Ihre Sache und Ihr Anliegen ? Primitives Heidengequatsche ? 

Ihr Niveau ist erbärmlich ! Weder solidarisch noch patriotisch. Vielleicht gehen Sie im schönen Taunus spazieren und reagieren Ihren Frust in der Natur ab. 

Eine kleine Disziplinierung wäre auch nicht schlecht. Es ist Fastenzeit. Gehen Sie mal für 40 Tage in die Wüste.

Der Bademeister ist wohl zu gutmütig, um einzuschreiten.

Also tue ich es. Es reicht !!!

Imagine

1. März 2021 12:22

1/2

Es gab schon immer größenwahnsinnige Psychopathen, welche sich an der Macht berauschten, eine neue Menschheit schaffen wollten und zu Massen- und Völkermördern wurden.

Im letzten Jahrhundert waren dies insbesondere Stalin und Hitler und deren Exekutoren. Das historisch Neue bei ihnen war, dass sie über gigantische technische Machtmittel verfügten, die es in der vorindustriellen Welt nicht gab.

Aber mit deren Tod hat nicht die Barbarei geendet.

Nach wie vor gibt es politische Führer und mächtige Menschen, die vor Massenmord nicht zurückschrecken. Und zur Normalität des modernen Imperialismus gehört nach wie vor der Massenmord.

Für die Christenmenschen stellte der Massenmord an anderen Völkern kein moralisches Problem dar. So auch nicht bei der Kolonisierung von Nord- und Südamerika, von Australien und Asien.

Imagine

1. März 2021 12:24

2/2

Auch der Massenmord von Seiten der NATO war nie ein Vorgang, welcher den Christen ein schlechtes Gewissen machte oder gar deren gute Laune beeinträchtigte. Bilder aus Vietnam oder dem Irak riefen keine wirkliche Empörung hervor, die dem Morden ein Ende setzte.

Das Volk ist so demoralisiert, dass es den entwürdigenden und erniedrigenden Umgang mit Menschen bei TV-Formaten wie „Big Brother“ etc. unterhaltsam und belustigend findet

Im „Zeitalter des Narzissmus“ sind nun wiederum größenwahnsinnige Psychopathen entstanden, welche die Menschheit nach ihren Vorstellungen verändern wollen. Mit ihrem Geldvermögen beherrschen sie vermittels Medien, Korruption, Geheimorganisationen etc. die Staaten.

Diese neuen Hitlers und Stalins verbergen sich hinter der Maske von Philanthropen, scheinbar wohltägigen Stiftungen, Projekten und Organisationen. Sie propagieren Menschenrechte, aber sind realiter eine Form des organisierten Verbrechens, das von grenzenloser psychopathischer Geld-, Macht- und Statusgier – vielleicht auch Mordgier - gekennzeichnet ist.

 

RMH

1. März 2021 13:34

"Für die Christenmenschen stellte der Massenmord an anderen Völkern kein moralisches Problem dar. So auch nicht bei der Kolonisierung von Nord- und Südamerika, von Australien und Asien."

@I.

Was erzählen Sie hier für einen historischen Blödsinn?

Als kurz nach Columbus die heftige Debatte aufkam, ob Indianer überhaupt Menschen sein, war es glasklar die christlich-katholische Kirche, die hier von Anfang an das Machtwort zu Gunsten der Indianer sprach. Am Ende verbot die päpstliche Bulle "Sublimis Deus" von 1534 klar die Versklavung der Indianer und anderer Menschen. Das es im Einzelfall dann auch anders ablief, kann man daher nicht den "Christenmenschen" anlasten, sondern eher den Menschen allgemein, die sich gerade nicht an diese offiziellen Vorgaben hielten.

Gustav

1. März 2021 14:33

@ Waldgaenger aus Schwaben

"Das British Empire hatte keinen ideologischen Kern...."

„Es ist bewunderungswürdig, mit welcher Sicherheit der englische Instinkt aus der ... ganz doktrinären und kahlen Lehre Kalvins sein eignes religiöses Bewußtsein formte. Das Volk als Gemeinschaft der Heiligen, das englische insbesondere als das auserwählte Volk, jede Tat schon dadurch gerechtfertigt, daß man sie überhaupt tun konnte, jede Schuld, jede Brutalität, selbst das Verbrechen auf dem Wege zum Erfolg ein von Gott verhängtes und von ihm zu verantwortendes Schicksal - so nahm sich die Prädestination im Geiste Cromwells und seiner Soldaten aus. Mit dieser unbedingten Selbstsicherheit und Gewissenlosigkeit des Handelns ist das englische Volk emporgestiegen.“

(Oswald Spengler, Preußentum und Sozialismus, 1919, S. 41).

MARCEL

1. März 2021 15:00

Im China Maos war es lange Zeit verboten, privat Mahlzeiten zu kochen bzw. einzunehmen. Auch erinnere ich an Samjatins dystopischen Roman "Wir" (1920). Es geht immer um lückenlose Erfassung, die in unserer Zeit am besten über digital basierte Vereinzelung läuft. Der Einzelne ist beeinflussbarer und wehrloser.

MARCEL

1. März 2021 15:18

Als Appendix:

Bewaffnete Kräfte stellen zur Not auch diverse Clans zur Verfügung, die sich mit den Herrschenden verbünden (so wie das Cartelle in Mexiko vormachen, wo die gepeinigte Bevölkerung zu den sog. autodefensas greifen muss).

Maiordomus

1. März 2021 15:40

@RMH I. Man muss die Bullen des zwar als Renaissance-Fürsten berüchtigten Papstes Alexander VI. zur Neuweltpolitik kennen und die Auseinandersetzungen der Dominikaner mit dem spanischen Staatsrechtler Juan Gines de Sepulveda, der eindeutig für die Versklavung der Eroberten eintrat; es war aber eine andere Debatte als die des 2. Kreuzzuges im 11. Jahrhundert, wo die Jerusalem besetzt haltenden "Feinde Christi" gemäss Papst Honorius im Rahmen der Kriegsführung sündefrei zur Abschlachtung freigegeben waren. Die einschlägigen Predigten von Bernard von Clairvaux im oberdeutschen Raum vor grossen Volksmengen erfolgten jedoch lateinisch, mit null Kenntnis des künftigen Kriegsschauplatzes und als Alternative zu abgelehnten Judenverfolgungen.

Sepulveda wurde indes von den Dominikanern, besonders B. de las Casas, erbittert bekämpft, zunächst mit dem pragmatischen Vorschlag, wenn schon Sklaven, dann importierte Schwarze, was Las Casas und Francisco de Vittoria später aber als sittlich falsch erkannten. Immerhin verursachte Dilemma zwischen Mission und Kolonisierung Gewissensprobleme, nach Reinhold Schneider (1938) die Geburt des Weltgewissens, wiewohl mehr im Zeugnis der Debatte als in Durchsetzung. 

Pferdefuss

1. März 2021 15:41

@ Gustav Grambauer

Wie wäre es, wenn Sie 'Kreativität' durch 'Natürlichkeit' ersetzten? Wissen Sie, warum 'Kreativität' gar nicht so hoch zu schätzten ist? Weil seit der Gesamtschule die 'Kreativität' vor allen anderen Fähigkeiten nicht nur an oberster Stelle steht, sondern auf Kosten  der anderen Fähigkeiten: Logik, Grammatik, Ehrgreiz/Lerneifer, Aufmerksamkeit, Sachverständnis usw. setzt. 

Mal ganz im Ernst, was hilft es 'kreativ' zu sein, wenn ein Brücken-Bauer nicht die statischen also Natur-Gesetze, ein Bauer nicht die Natur-Gesetze seiner Bodenbeschaffenheit, ein Bau-Herr nicht den Natur-Gesetze der Generationenabfolge folgt?

Laurenz

1. März 2021 16:17

@Monika @Laurenz

Meine Rüpelhaftigkeit wurde doch bereits exekutiert, was wollen Sie noch?

Ihnen paßt doch nur nicht, daß ich den Befürwortern antiker Rhetorik mitteile, daß Sie in sich tragen, was Sie angeblich bekämpfen. Wahrheit findet immer ihren Weg, wenn nötig, auch außerhalb der SiN.

@Imagine & Gustav

Danke für Ihre Unterstützung. 

@RMH

Die Jesuiten konnten nur die christianisierten Indianer retten. Insofern ist Ihre Aussauge historisch falsch. 9/10 aller Indianer (etwa 60 Mio.) verstarben an "europäischen" Krankheiten.

@Imagine

Während der Großen Säuberung waren die Gulags bereits überfüllt. Man trieb die Ukrainer einfach auf das freie Feld und ließ Millionen verhungern, während zu derselben Zeit Deutsche Kommunisten zur Kur auf die Krim fuhren. 

In den vor- & nach-napoleonischen Konflikten, wurde einfach der Handel durch die Kriegsflotten unterbunden. In den 300 Jahren vor 1942 geschah dies in der Regel durch die Royal Navy, was insgesamt gut 80 Mio. Hungeropfer kostete. Kleines Beispiel .... im 7-jährigen Krieg kaperten die Briten ca. 1.500 Blockade-Brecher. Natürlich probierten Franzmann-Kaper dasselbe, bei Handelsschiffen, die durch den Kanal mußten.

Maiordomus

1. März 2021 18:49

PS. Indianerpolitik in 2. Hälfte des vorigen Jahrtausends. Wo Spanier am Werk waren, mit Indianerschutzgesetzen seit 1542 (über deren Einhaltung aber sich gemäss Reinhold Schneider Kaiser Karl V. kaum Illusionen machte), registriert der Reisende heute noch in den meisten Ländern ein im Alltag weithin spürbares diesbezügliches "völkisches" Substrat. Dem gegenüber verstanden die Angelsachsen auf ganz andere deutlichere Weise die Ureinwohner zu verdrängen. Der schlechte Ruf der Spanier geht nicht zuletzt auf "leyenda negra" zurück, wie die Brevissima relaçion des Las Casas genannt wurde, der erste grosse Text der Weltgeschichte, wo mit Opfern nicht betr. eigene Überlegenheit geprahlt wurde, sondern auf eine möglichst hohe, nachweislich übertriebene Opferzahl als Argument für Anklage und Schuld  gepocht werden musste, um ein politisches Ziel, den gesetzlichen Schutz der Indios, zu erreichen. Waren die Kreuzzügler und noch El Cid auf ihre Opfer als Beweis des Sieges stolz, wurde die Völkermord-These erstmals zur Waffe in der Politik. Der nie heiliggesprochene Las Casas bleibt bei aller Fragwürdigkeit eine der bedeutendsten Figuren der Entdecker- und Kolonialgeschichte, auch Vorkämpfer der Menschenrechte. 

RMH

1. März 2021 18:52

"Insofern ist Ihre Aussauge historisch falsch. 9/10 aller Indianer (etwa 60 Mio.) verstarben an "europäischen" Krankheiten."

Was haben jetzt die Krankheiten spezifisch mit "Christenmenschen" und Moral zu tun, um die es bei Imagine ging und worauf ich geantwortet habe?

Unter linker, humanitärer Betrachtungsweise können die ganzen Indianer doch froh sein, dass sie von ihren blutrünstigen Menschenopfer-Totem-Marterpfahl-Skalp-etc. -Kulten "befreit" wurden und so auf die Straße des "Fortschritts" gebracht wurden. Das man die Indianer immer wieder als Opfer darstellt - was sie zum Teil auch waren, zum Teil haben sie sich an ihrem eigenen Untergang aber auch aktiv selber beteiligt - wird doch nur noch im Rahmen des allgemeinen "Der weiße Mann ist an allem Schuld" Mantras repetiert. Im Grunde ist doch jeder froh, dass sie nicht weiter an ihren Tzompantlis bauen oder ihren netten, anderen Kulten frönen, denn die wären allesamt alles andere als Grundgesetz- oder UN-Konventionen-kompatibel.

tearjerker

1. März 2021 19:02

@Marcel:

„Bewaffnete Kräfte (...)“. - In den Niederlanden vor einigen Wochen liefen die Auseinandersetzungen zwischen Pass-Niederländern auf der einen und der Polizei, Hools und der ländlichen antiEU-Protestszene auf der anderen Seite ab. Hierzulande würde das bei einer Verschärfung der Krise mit echter Konfrontation ähnlich aussehen.

Gotlandfahrer

1. März 2021 19:06

1/3

Die Analyse ist einleuchtend, wertvoll zusammengefasst wenngleich mittlerweile auch nicht mehr ganz überraschend, was es ja aber auch eh nicht sein muss, um gut zu sein.

Wenn ich ergänzen darf:

Zunächst zur im Kommentarfeld diskutierten Anwendbarkeit des Topos „Sozialismus“ im Zusammenhang mit dem WEF: Es ist völlig wurscht, ob der Great Reset tatsächlich viel oder wenig damit gemein hat, wesentlich für seine scheibchenweise Verbreitbarkeit ist die – in @Waldgaengers Spengler-Exkurs ja griffig vorgebrachte – Wahrnehmung des Narratives als etwas Benachteiligten Zugutekommendes, das ohne Selbstverantwortungsideal (Metaphysik) auskommt.  Also jedem Entlastung durch Verschlechterung für alle, denen es besser geht, verspricht (aufschlussreich zu diesem Mechanismus aus meiner Sicht das Foto in Sezession 100 auf S. 46, wo verwahrloste menschliche Stadtratten Schilder vor ihr Gesicht halten mit ihren Zwangsphantasien „Impflicht für alle – kollektive Verantwortung“ = „Ich will, dass sich alle so ausgeliefert fühlen wie ich“ und „Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit“ = „Eure Freiheit ertrage ich nicht weil ich meine nicht ertrage“).

Gotlandfahrer

1. März 2021 19:06

2/3

Das ist ja auch nicht verwunderlich, denn letztlich waren ja alle Revolutionen, wie Sommerfeld darlegt, von „oben“ angelegt und wenn etwas hierarchisch-unterdrückerisch angelegt ist, dann sind es die kommunistischen One-Man Shows.

Die drei Möglichkeiten, an denen der Great Reset scheitern könnte, möchte darüber hinaus als doch tatsächlich alternativlos herausstellen, er könnte also nicht nur scheitern, er wird es zwangsläufig und zwar nicht nur, weil wie oben beschrieben, sich nach a: Ordnungskräfte selber als Opfer fühlen werden, und/oder b: das Ganze aus Angst vor echter Gewalt wieder abebbt und/oder c: sich die Eliten selbst nicht grün bleiben werden, sondern weil das ganze Modell zwingend auf unsere Vernichtung angelegt sein muss, selbst wenn dies nicht beabsichtigt sein sollte.  Denn natürlich sind weder die Klimaneutralitätsziele noch ist die „Ausbettung“ der Weißen aus ihren Lebenszusammenhängen unter ihrer weiteren eigenen Teilnahme am ökonomischen Kreislauf möglich. 

Gotlandfahrer

1. März 2021 19:07

3/3

Und - da ohnehin durch China und KI längst überflüssig - auch nicht nötig.  Das Neuvolk wurde ja gerade hierfür rekrutiert: Die letzte Gegenwehr der überflüssig gewordenen Energieverzehrer durch ethnische Aufhetzung der Anspruchslosen für diese Eliten zu vereiteln. Ist der Lebensraum der ursprünglich Handlungsfähigen von diesen erstmal geräumt, sind die verbleibenden Auskehrer dann sich selbst überlassen. Diese Notwendigkeit ist für die „Revolutionäre“ unumgehbar, was heißt: Entweder scheitert der Great Reset an der Tatsache, dass er die, die er zu „resetten“ vorgibt, schlichtweg eliminiert, womit er vielleicht ein wahres, so aber nicht vorgetragenes Ziel erreichte, oder er wird vorher noch, womöglich im Schulterschluss des Neu- und Altvolkes, hinweggespült.  Und wer weiß: Vielleicht ist dies die identitätsstiftende Erfahrung, die es zur Verwirklichung einer auch metaphysisch intakten Neuordnung braucht. Das wäre, mal wieder, die List der Vernunft.

Lotta Vorbeck

1. März 2021 22:03

@Maiordomus - 1. März 2021 - 06:49 PM

Chapeau!

Lotta Vorbeck

1. März 2021 22:38

@Gotlandfahrer - 1. März 2021 - 07:06 PM - 1/3

@Gotlandfahrer - 1. März 2021 - 07:06 PM - 2/3

@Gotlandfahrer - 1. März 2021 - 07:07 PM - 3/3

Die Sache durchdrungen und den Faden einfach mal konsequent versucht weiterzuspinnen. - Herrlich!

Franz Bettinger

1. März 2021 23:23

@Marcel schreibt 'es geht um lückenlose Erfassung'. Dazu: 

Ich hatte bis 1980 kein eigenes Telefon, sondern nutzte das meines Vermieters. Danach hatte ich vier Jahre lang in der Wohnung ein fest installiertes Telefon in der Größe eines Schuhkartons, aber keinen Anrufbeantworter, obwohl schon Arzt. Und bis heute habe ich kein Handy und erst recht kein Smartphone. Das ist schön. Wenn man nicht da ist, ist man nicht da, sondern weg und hat Zeit für alles, nur nicht fürs Angebundenen. Man ist unabhängig. Das ist gar nicht, was Deep State will. Ich bin mir sicher, dass ich in Zukunft von Vielem ausgeschlossen sein werde. Da das Viele heute schon viel Unnötiges beinhaltet, macht mir das gar nichts aus. Im Gegenteil, es ist ein neues Abenteuer; vielleicht das letzte. 

Laurenz

2. März 2021 00:21

@Gotlandfahrer

Sie haben vielleicht etwas zu ausgedehnt 2 Tatbestände beschrieben, die jedem, aber eigentlich unseren politischen Gegnern zu denken geben sollten.

1. Jeder totalitäre Ansatz ist immer irgendwann "verunfallt". 

2. Was nutzt es, jetzt den Westen zu schwächen und desweiteren durch oligarche Strukturen zu bolschewisieren, wenn China in 20-30 Jahren sowieso Weltmacht Nummer 1 wird.

Ralph

2. März 2021 07:42

@ Laurenz

Ich bin zumeist nur stiller Mitleser, möchte dennoch kurz Bescheid geben, dass ich Ihre Stoßrichtung oft richtig finde. Daher bitte vom vermeintlich „primitiven Heidengequatsche“ nicht ablassen. Danke.

Gotlandfahrer

2. März 2021 09:28

1/2

@ Laurenz:

wenn

1. es eh immer verunfallt und

2. Schwächung nichts gegen die kommende chinesische Weltordnung ausrichten kann

(was ich für richtig halte)

dann passte - eben erfahrungsbasiert - dazu,

a. dass Rechte vielleicht materialistischer funktionieren als Linke, da wir es vom "Ende her denken" = ergebnisorientiert sind und dabei Metaphysik als Bestandteil des Lebens hinnehmen und berücksichtigen, während der Linke diesen Teil explizit als "nicht beherrscht von ihm" nicht will und Metaphysik stattdessen verdrängt, unbewusst und implizit - damit hilf- und heillos - in ersatzreligiösen Auflösungsverfahren seiner kognitiven Dissonanzen verwurstet. 

Was wiederum ausweglosen Wiederholzwang der Verunfallungen gemäß Ihrem1. hervorbringt (immer wieder mit dem Kopf durch die Wand, wie ein Kind, das sich seines Kopfes und der Wand bewusst wurde, nicht aber seiner Fähigkeit, anders ans Ziel kommen zu können), da der Verstand, hat er erst einmal die giftige Argumentationskette der eigenen Überlegenheit gegenüber dem Instinkteschlamm verschluckt, schlichtweg nicht die Bedingungen der Ursuppe annehmen will, in der wir alle auf ewig baden.  Der nächste, höhere Entwicklungsschritt bestünde im teilweisen wieder Loslassen vom Stützenden, so wie ein Fahrradfahrer lernen muss, ohne schiebenden Vater und ohne Stützräder seinem Gleichgewichtssinn zu vertrauen.

...

Gotlandfahrer

2. März 2021 09:28

2/2

Dieses Nichtvertrauen in eigene Sinne erklärt wiederum den zwanghaften Trieb hin zum Transhumanismus der Linken und Perversen wie Schwab & Co, die die Zerstörung als Singularität anstreben, aus der sich - wieder einmal, gähn, nur diesmal durch Steuerchips und Implantate - der neue Mensch erhebe. Noch mehr Stützräder.

Womit, b., aber auch Ihr 2. keinerlei Bedenken bei dieser Art Werktätigen hervorrufen wird, denn ohne den Maßstab übersinnlicher Ehre ist es "rationaler", im eigenen Scheitern den Nächsten genauso schlecht zu stellen, gleich, wer der neue Herr wird.  Das erinnert mich an Schilderungen aus der Zeit kurz nach der "Befreiung", nach denen einige der Befreiten den Befreiern bedeuteten, wo noch nicht so befreite Nachbarn ihre Töchter versteckt hielten, damit auch diese in den Befreiungsgenuss kämen, nicht nur die eigene.

Denkt man noch weiter und nimmt an, dass der Chinese als solcher ein hochintelligenter Mensch ist, der, in kommunistischen Kreisen organisiert, keinerlei Skrupel kennt, dann könnte es sich um ein halbes Sinken und ein halbes Gestoßenwerden handeln. Der Auftritt von Xi und Merkel bei Körperschafts Klaus breitete dies vor uns aus.

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