21. April 2021

Corona – Was wir wissen können (1)

Erik Lehnert / 22 Kommentare

Wir wissen, daß dort, wo es um »Große Erzählungen« und um Angstpolitik geht, das Argument ein Mauerblümchen ist.

Erik Lehnert

Erik Lehnert ist promovierter Philosoph und Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Staatspolitik.

Verstehen wir das folgende also als Protokoll: Was konnte man im Frühjahr 2021 wissen, aus welchen Erfahrungen hätte man seit Monaten klug geworden sein können?

Ursprung und Vorbereitung

Im Dezember 2019 brach in der chinesischen Stadt Wuhan (Provinz Hubei) die Lungenkrankheit COVID-19aus. Zu der Annahme, daß es sich bei dem Erreger SARS-CoV-2, einem Coronavirus, um eine Zoonose handelt, die auf einem chinesischen Tiermarkt in der Stadt Wuhan übertragen wurde, kommen zunehmend Hinweise auf einen Unfall in einem biotechnologischen Labor im Zentrum von Wuhan. Für beide Hypothesen gibt es wissenschaftliche Argumente, die Labor-These ist bisher allerdings eine akademische Außenseiterposition, findet jedoch zunehmend Fürsprecher.

Aus epidemiologischer Sicht ist die Antwort belanglos, das Virus ist in der Welt. Am 30. Januar 2020 rief die WHOeine »gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite« aus. In China wurden bis dahin in diesem Ausmaß ungekannte Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen. Die ganze Provinz Hubei mit 50 Millionen Einwohnern wurde abgeriegelt, Ausgangssperren verhängt, Quarantäne angeordnet, Kontaktverbote ausgesprochen und Kontaktverfolgung betrieben. Man war vorbereitet.

Zwei Monate vor dem Ausbruch in China fand am 18. Oktober 2019 in New York die Simulationsübung »Event 201« mit einem fiktiven Coronavirus statt. Das Planspiel wurde vom Weltwirtschaftsforum (WEF), der Johns-Hopkins-Universität und der Bill & Melinda Gates Foundation organisiert. In dem zugrundeliegenden Szenario einer globalen Pandemie durch die fiktive Lungenkrankheit »CAPS«, ausgelöst durch ein SARS-ähnliches Coronavirus, ging man von 65 Million Toten innerhalb von 18 Monaten aus.

Das Ergebnis der Beratungen, an der auch der Generaldirektor der chinesischen Seuchenschutzbehörde CCDCteilnahm, wurde in Form einer Handlungsaufforderung publiziert. Das zentrale Anliegen war ein staatlich-privater Zusammenschluß (»public-private cooperation«) in der Seuchenbekämfung, der Aufklärungsarbeit und der angemessenen Reaktion auf die ökonomischen Folgen von Pandemien. Regierungen und Privatwirtschaft sollten Methoden zur Bekämpfung von »Fehlinformationen« (»mis- and disinformation«) entwickeln. Auch in pharmazeutische Produkte, wie etwa Impfstoffe, sollten Regierungen investieren.

Bereits 2010 hatte die Rockefeller-Stiftung ein pandemisches Szenario hypothetisch durchgespielt und publiziert. Als Folge der Pandemie wurde die Entwicklung einer strengeren staatlichen Obrigkeit mit autoritärem Führungsstil inklusive einer entsprechenden bürgerlichen Gegenwehr für plausibel gehalten. Auch extreme Maßnahmen und hermetische Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie unter anderem mit einer »weltumspannenden« Maskenpflicht wurden für möglich gehalten.

Bergamo und Angstpolitik

Nachdem dann im Februar 2020 die ersten COVID-19-Fälle in Norditalien gemeldet wurden, gingen, den entsprechenden Meldungen aus China ähnlich, Bilder von überfüllten Intensivstationen, überlasteten Krematorien und Militärfahrzeugen, die Leichen abtransportierten, um die Welt. Die »Bilder aus Bergamo« wurden zum Topos, mit dem Verweis auf sie konnte man Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus anschaulich rechtfertigen.

Schnell wurde aber deutlich, daß in Norditalien die Altersstruktur der Bevölkerung, die Luftverschmutzung und vor allem der Zustand des Gesundheitssystems eine besondere Rolle spielten. Die Überlastung des italienischen Gesundheitssystems war bereits von der saisonalen Grippe her bekannt. Diese Umstände fanden jedoch kaum oder gar keinen Eingang in die Berichterstattung der Massenmedien.

Durch panische Fehlentscheidungen wurde die Situation in Norditalien vermutlich noch verschärft. Menschen mit leichten Symptomen kamen in die Krankenhäuser und wurden von dort in Altenheime überwiesen. Solche Einweisungen stellten sich als eine tödliche Falle für viele der Betroffenen, inklusive des Personals, heraus. Später kam der mit klinischen Beobachtungen untermauerte Verdacht auf, daß die COVID-19-Patienten in Norditalien in der Panik etwa mit einer Intubation zur künstlichen Beatmung übertherapiert wurden und daran verstarben.

Die Massenmedien blieben, im Unterschied zur Schweinegrippe 2009, in erstaunlich gleichförmiger Weise unkritisch gegenüber dem offiziellen Narrativ der Regierungsorgane und ihrer Berater, die sozialen Medien wie Twitter, Facebook und YouTube zensierten kritische Beiträge. Erst mit dem Jahreswechsel 2020 / 21 wurde deutlichere Skepsis wahrnehmbar.

Die Welt am Sonntag legte am 7. Februar dieses Jahres Vorgänge offen, die zu der anfänglichen Kritiklosigkeit beigetragen haben dürften. Die Zeitung berichtete über Dokumente aus dem Bundesministerium des Innern (BMI), die offenlegten, daß die Bundesregierung in Gestalt des BMIwissenschaftliche Einrichtungen im März 2020 dazu angehalten hatte, Daten zu generieren, mit denen Maßnahmen »repressiver Natur« gerechtfertigt werden könnten.

Das Ergebnis war das zunächst vertrauliche Strategiepapier »Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen«, in dem man von über einer Million Toten im Jahre 2020 in Deutschland ausging. Dabei berief sich dasBMIauf ein »Expertenteam«, auf welches das Amt unmittelbar zuvor selbst mit dem Ziel eingewirkt hatte, möglichst bedrohliche Einschätzungen abzugeben, damit diese wiederum für die entsprechenden politischen Zwecke eingesetzt werden könnten. Zur Strategie des BMIgehörte damit auch das gezielte Schüren von Ängsten, gerade auch bei Kindern.

Unklar ist, welche Rolle dabei eine Risikoanalyse zum epidemischen Bevölkerungsschutz aus dem Jahr 2012 spielte, in der eine fiktive Pandemie durch ein SARS-Virus angenommen wurde. Das Szenario einer »Pandemie durch Virus Modi-SARS« wurde unter fachlicher Federführung des Robert-Koch-Instituts (RKI) und Mitwirkung weiterer Bundesbehörden entwickelt.

Es wurde dabei hervorgehoben, daß im Rahmen von notwendigen Schutzmaßnahmen Grundrechte (Freizügigkeit, Versammlungsfreiheit) eingeschränkt werden könnten. Dabei veranschlagte man die Sterblichkeitsrate bei den Erkrankten mit zehn Prozent und sah eine entsprechende Kommunikation in Printmedien, Fernsehen, Social Media vor. »Nur wenn die Bevölkerung von der Sinnhaftigkeit von Maßnahmen (etwa Quarantäne) überzeugt ist, werden sich diese umsetzen lassen«.

Grundrechte und Krankenhauskapazitäten

Während die deutsche Regierung zu Beginn des Jahres 2020 die gesundheitliche Gefahr für die Bevölkerung als gering einschätzte und dies auf einer Pressekonferenz am 28. Januar durch Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler, der noch am 14. Februar von einer schweren Grippewelle sprach, auch öffentlich kommunizierte, wendete sich das Blatt Ende Februar mit der Einsetzung eines Krisenstabs.

Seit dem 3. März 2020 einigt sich die Bund-Länder-Konferenz regelmäßig auf (verfassungsrechtlich umstrittene) Anordnungen, Verlängerungen, Lockerungen und Verschärfungen der bekannten Eindämmungsmaßnahmen nach chinesischem Vorbild (Lockdown), bestehend aus Zwangsmaßnahmen: von Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und Quarantäne über die Schließung von fast allen Einrichtungen bis zur Maskenpflicht im öffentlichen Raum und dem sogenannten Verweilverbot an öffentlichen Plätzen. Dringend gebotene Operationen wurden verschoben, um Krankenhauskapazitäten für COVID-19-­Patienten freizuhalten.

Begründet wurden die harten Einschnitte in das private und öffentliche Leben zunächst mit einer drohenden Überlastung des Gesundheitssystems. »Flatten the Curve«, die Infektionskurve flach halten, hieß die Parole, mit der man die Bevölkerung auf die Eindämmungsmaßnahmen einschwor. Als epidemiologische Parameter für eine flache Kurve galt zunächst eine Verdoppelung der festgestellten Neuinfektionen während eines Zeitraums von nicht weniger als zwei Wochen, später von nur noch zehn Tagen.

Außerdem durfte der R-Wert (wie viele andere Personen steckt ein Mensch durchschnittlich an?) nicht größer als eins sein – ein Parameter der auch bei niedrigen Inzidenzen schnell erreicht ist. Schließlich wurde die Anzahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner pro Woche zum epidemiologischen Parameter für die Rechtfertigung von Lockdown-Maßnahmen.

Für diese Inzidenzen wurden Mitte November mit dem »Dritten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite« absolute Schwellenwerte ins Infektionsschutzgesetz eingebracht; deren Überschreitung verband man mit gesetzlich verpflichtenden Schutzmaßnahmen, die je nach Schwellenwert eine Abschwächung, eine Kontrolle oder eine Eindämmung des Infektionsgeschehens zum Ziel haben. Diese Schwellenwerte sind insofern willkürlich, als daß die Inzidenzen von der Anzahl der Testungen abhängen.

Die Daten des zu Beginn der Corona-Krise eingerichteten deutschen Intensivbettenregisters (DIVI-Intensivregister) zeigen jedoch, daß das deutsche Gesundheitssystem sich seit Beginn der Krise zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd an der Grenze zur Überlastung befand.

Auch die mutierten Varianten von SARS-CoV-2mit einer um 50 Prozent erhöhten Übertragbarkeit konnten daran nichts ändern. Angesichts der relativ unauffälligen epidemiologischen Daten stehen die Einschränkungen der Grundrechte aus Sicht vieler Bürger in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen der Maßnahmen.

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Dieser Beitrag, dessen zweiter Teil morgen erscheint, wurde für die 101. Sezession von Dr. Frederik Holst und Dr. Erik Lehnert erarbeitet. Das Heft – mit weiteren Beiträgen zum Corona-Komplex – kann hier erworben werden.


Erik Lehnert

Erik Lehnert ist promovierter Philosoph und Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Staatspolitik.


Kommentare (22)

limes

21. April 2021 14:26

Verblüffend wenig bekannt sind die schweren Vorwürfe, die gegen WHO-Chef Tedros Adhanom erhoben werden.

Tedros Adhanom: WHO chief may face genocide charges

https://www.thetimes.co.uk/article/who-chief-tedros-adhanom-ghebreyesus-may-face-genocide-charges-2fbfz7sff

The Ethiopian Terrorist in Charge of the World Health Organization — Dr. Tedros Adhanom

https://frankreport.com/2020/04/14/the-ethiopian-terrorist-in-charge-of-the-world-health-organization-dr-tedros-adhanom/

The Crimes of Tedros Adhanom

https://www.roughestimate.org/roughestimate/the-crimes-of-tedros-adhanom

limes

21. April 2021 14:27

Auch von einem möglichen Interessenskonflikt der Dame, die bei der EU über die Impfstoffzulassungen entscheidet, weiß die Hauptstrompresse kaum zu berichten.

EMA-Präsidentin Emer Cooke war jahrelang Lobbyistin der größten europäischen Pharmaorganisation

https://www.epochtimes.de/politik/ausland/ema-praesidentin-emer-cooke-war-jahrelang-lobbyistin-der-groessten-europaeischen-pharmaorganisation-a3486580.html

Lotta Vorbeck

21. April 2021 15:11

Eva Herman Offiziell, [20.04.21 02:32]

Da sind sie ja alle versammelt - in trauter Einigkeit ....

Von Dietmar Hopp bis Elon Musk Die Köpfe hinter Curevac
Dietmar Hopp, Bill Gates, Elon Musk - mehrere Multimilliardäre versammeln sich hinter dem Tübinger Unternehmen Curevac.

Die wichtigsten Akteure des Impfstoffentwicklers im Überblick.

Ein gebuertiger Hesse

21. April 2021 15:13

Wichtiger Aufsatz mit vielen Stellen, die man bei der nächsten Grundsatzdiskussion zum Thema einsetzen kann (wo sie womöglich nichts ausrichten werden, denn wer sich derzeit blind stellt, will die Augen auch ob neuer Argumente nicht aufmachen). Ohnehin ist das jüngste Sezessions-Heft eine Goldgrube in Sachen Carola. Weiter so.

Alter weiser Mann

21. April 2021 16:53

Die Rechte und die nicht assimilierten Migranten sind sich einig: Corona ist ein Hype. Liegt hier die gleiche Widerständigkeit gegen Eingriffe ins gewohnte Leben und Sterben vor? Bei den Migranten als Fortführung ihrer nicht westlich zivilisierten Herkunft, bei den Rechten als anarchisch-individualistische Sehnsucht nach einer Befreiung vom bevormundenden westlich zivilisierten Staat. 

KlausD.

21. April 2021 17:00

"Die Daten des zu Beginn der Corona-Krise eingerichteten deutschen Intensivbettenregisters (DIVI-Intensivregister) zeigen jedoch, daß das deutsche Gesundheitssystem sich seit Beginn der Krise zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd an der Grenze zur Überlastung befand."

Dem gegenüber schlagen jedoch die Medien Alarm wegen (angeblich) fehlender Intensivbetten, wie hier z.B.

https://www.dw.com/de/wegen-knappen-betten-auf-intensivstationen-jeder-tag-z%C3%A4hlt/a-57130309

Und per 9.4.2021 liegt tatsächlich in 29 Krankenhäusern eine Auslastung der Intensivbettenkapazität größer 99 Prozent vor.

Wie kommt das? Das „Geheimnis“ besteht in der Anpassung der Zahl der Intensivbetten an den jeweiligen aktuellen Bedarf! Und der Grund für diese Zahlenmanipulationen ist die gesetzlichen Regelung, wonach bei einer Auslastung der Intensivbettenkapazität größer 75 Prozent Förderzahlungen vom Bund geleistet werden.

Samuel Eckert zeigt im folgenden Video die Zusammenhänge:

https://www.youtube.com/watch?v=JilayrOl8xg&t=486s

Loki

21. April 2021 17:06

Was wir wissen können?

Wenn man seit beinahe anderthalb Jahren "Pandemie" noch darüber sinniert ob und was ein R Wert oder ein Inzidenz Wert ist, ob oder welche Aussagen sich mithilfe dieser Kürzel treffen lassen, der spielt schon mit im Spiel, der lässt sich schon testen um einen Laden betreten zu dürfen.

Was jeder denkende Mensch weiß, ein Sterbefaktor von 0,15  (lt. WHO) ist keine Sterberate einer Pandemie oder auch nur Epidemie. Der Sterbefaktor allerdings, ist der einzig aussagefähige Faktor!

Möge daher jeder selbst nachdenken wozu dies da ist, was man auch noch kurz vor "Ausbruch" testete. 

Arrow

21. April 2021 19:01

Darf man sagen, dass das Thema in seiner Frühphase von der Rechten völlig unterschätzt wurde? Möglicherweise deshalb, weil man in einer Großkrise ein Stimulans für den Zusammenhalt des Volkes erblickte und eine solche daher sogar als identitätsstiftend angesehen hätte? Zumindest für die AfD als parlamentarischen Arm wird man es doch so sehen müssen.  Mir scheint auch erinnerlich, dass z.B. Klonovosky den Braten früher gerochen hat, als der wackere Martin Sellner. Doch mag ich mich, was diesen Vergleich betrifft, irren. Es wäre interessant hier etwas zur Selbstreflexion zu lesen, also zur Frage, wie rasch man beim Corona-Thema Position bezogen hat.

Alter weiser Mann

21. April 2021 19:38

@Arrow

Ist der Umgang mit covid für die Rechten taktisch motiviert? Wohl kaum, obwohl man Sie so missverstehen kann. Die Rechte agiert aus einer vitalistischen Überzeugung heraus. Taktisch wäre sie mit der Option Australien (kurzer Londoner, Grenzen dicht, danach innen alles offen) besser gefahren. Das hätte aber ein taktisches Bekenntnis zum starken Staat Schmittscher Prägung bedeutet. Im Gegensatz zum schwachen Staat, der sich in wirkungslosen, sich beständig ausweitenden Maßnahmen verliert. Der Vitalismus der neuen Rechten lässt ein solches Bekenntnis nicht zu, es wäre als taktisches auch unglaubwürdig. Die neue Rechte ist anti-etatistisch, wie die Romantiker und Ernst Jünger.

heinrichbrueck

21. April 2021 19:42

„Aus epidemiologischer Sicht ist die Antwort belanglos, das Virus ist in der Welt.“

Das Coronavirus war schon vorher in der Welt. Man hat nur nicht getestet. Das ist der Unterschied.

Caroline Sommerfeld

21. April 2021 19:54

@Arrow: Das ist in der Tat interessant zu wissen, nicht als Überbietungswettbewerb, wer's zuerst durchschaut hat, sondern vielmehr, was die Gründe waren, zu Anfang dies oder jenes zu glauben. Ich für meinen Teil kann sagen: im Februar 2020 las ich auf der Netzseite Sciencefiles, daß die KPCh uns im Westen das Ausmaß der Gefahr verschweige. Ich bezweifelte das Argument, daß etwas deshalb "real" ist, weil es die KPCh verschweigt, und fragte den Martin Barkhoff, welcher in China lebt. Von diesem bekam ich am 5.2. einen Hinweis auf Wolfgang Wodargs Homepage, auf der dieser die "Schweinegrippe" mit dem "neuartigen" Spiel verglich und die Rolle der Pharmafirmen hervorhob. Ab diesem Zeitpunkt war ich grob im Bilde und es fügte sich danach, was sich fügen mußte.

hoffnungstraeger

21. April 2021 21:36

Was ich mich immer wieder frage, warum nicht auf den Umstand hingewiesen wird, dass jeder zukünftige Lockdown weiteren Mutationen des Virus förderlich ist, weil eine zügige Durchseuchung der Bevölkerung nicht stattfinden kann. Ich lebe seit einigen Jahren in Brasilien unweit von Manaus. In Manaus hatten wir die Durchseuchung im letzten Herbst mit ca. 70% schon erreicht, das Virus war verschwunden. Dann schwappte die Welle der wohl bisher "gefährlichsten" Virusvariante über die Region, gegen welche die schon immunisierte Bevölkerung nicht gewappnet war. Es kam zu vielen Zweitinfektionen. Das lag wohl daran, dass in anderen Landesteilen der harte Lockdown gegen den Ratschlag des im Unterschied zur Berichterstattung in den europäischen Medien überaus fähigen Präsidenten Bolsonaro durchgeführt worden ist und sich in diesen "Konserven" die neue Mutante herausbilden konnte. - Da ich aufgrund des hier im Dschungel schlechten Internets nicht immer ins Internet kann, konnte ich gestern nicht rechtzeitig auf die Reaktion von "Gracchus" zu meinem Beitrag zu "Volk - zwanzig Thesen" antworten, wo ich dem Verfassers des Beitrages die Lektüre von Stengel von Rutkowskis "Was ist ein Volk" nahegelegt hatte. Nur eine Frage an "Gracchus": Haben Sie das Buch gelesen? Ja oder nein? Wenn nicht, haben sich sich mit Ihrer Reaktion selbst disqualifiziert.

Alter weiser Mann

21. April 2021 22:32

@hoffnungsträger

Die Mutation ist in Brasilien entstanden, ist also hausgemacht. Sie ist entstanden, weil die systematische Durchseuchung nicht überall das Ziel war. Viele haben sich durch Selbstschutz entzogen. Dadurch entstand ein Zustand einer nicht exponentiellen Ausbreitung, das ideale Spielfeld für Mutationen. Zur Herstellung der Herdenimmunität hätten alle Selbstschutz-Mechanismen durch staatliche Repression unterbunden werden müssen. Da war die Regierung nicht konsequent. Anschließend müssen die Grenzen dicht gemacht werden, um das Einschleppen neuer Mutationen zu unterbinden.

Das blüht uns alles auch noch. Die Impfstoffe werden nicht mehr wirken und alles geht von vorne los. Wird spannend.

Hat Gates das alles in seinem Drehbuch?

@Arrow

Als China im Januar 2020 von Geheimhaltung auf radikale Maßnahmen umgeschaltet hat, da wusste ich, dass da was auf uns zukommt.

AmazonBesteller

21. April 2021 23:36

@ Alter weiser Mann

Herdenimmunität.  Durchseuchung. Exponentiell. Impfstoffe werden nicht mehr wirken. Alles geht von vorne los.

Zu glauben, es gäbe mit der sehr schnellen (exponentiellen) Durchseuchung keine Mutationen ist geradezu lachhaft. Das entbehrt jeglicher Grundlage. Was glauben Sie, wie schnell das Virus mutieren kann? Zudem war das Virus wahrscheinlich schon seit Januar (ich sag nicht welches Jahr :^)  ) im Land. Da hätte es schon massig Tote geben müssen. Zu der Zeit bin ich noch mit dem Zug in die Arbeit gefahren. War voll wie immer.

Die Impfung wirkt nur gegen die Wuhan-Variante. Der Rest ist eine Kreuzimmunität die auch ausbleiben kann.

Lotta Vorbeck

22. April 2021 04:15

Dr. Wolfgang Wodarg:

💉 Warum werden die teuersten Krankenkassenmitglieder zuerst geimpft?

Quelle: Corona Ausschuss Sitzung 48

RMH

22. April 2021 06:53

"Die neue Rechte ist anti-etatistisch,"

Das ist definitiv auf die Mehrheit der Protagonisten gesehen, falsch. Die neue Rechte ist Opposition und jede Opposition ist staatskritisch und hat ohne wenn und aber die Karte der Freiheit zu spielen. Wir alle wissen nicht, wie Leute, wenn sie Macht haben, dann tatsächlich regieren.

Die AfD hat bereits im Februar 2020 einen Entschließungsantrag in den Bundestag eingebracht, der den Staat dazu auffordert, Maßnahmen zu ergreifen, die dieser - bis auf die Wärmebildkontrolle an den Flughäfen - dann auch gemacht hat.

Deutscher Bundestag - AfD fordert Seuchenbekämpfung

Im Übrigen kann ich nur jedem, der noch kein Sezessions-Abo hat, ein solches empfehlen. Im Heft sind zu den Artikeln dann immer an den Seitenrändern, statt Fußnoten, Quellenangaben mit Zitaten daraus, die bei den Online-Veröffentlichungen bei SiN dann fehlen. Diese Angaben geben den Beiträgen nochmals mehr Stoßkraft.

Alter weiser Mann

22. April 2021 07:35

@AmazonBestseller

Sie haben Recht. Auch bei der raschen Durchseuchung können Mutationen entstehen. Beim jahrelangen flaten the curve aber viel eher. Die brasilianische Mutation ist nicht in Manaus entstanden.

@RMH

Sie geben mir wider Willen Recht. Wer in der Opposition staatskritisch ist und erst nach Erringung der Macht sich der Frage des Staates zuwendet, der hat keinen positiven Staatsbegriff.

heinrichbrueck

22. April 2021 15:01

„Wir alle wissen nicht, wie Leute, wenn sie Macht haben, dann tatsächlich regieren.“

Macht plant langfristig. Ihr solltet eigentlich wissen.

hoffnungstraeger

22. April 2021 17:15

Zum Thema Durchseuchung: file:///C:/Users/user/Downloads/Corona%20Die%20Great%20Barrington%20Erkl%C3%A4rung%20%E2%80%93%20Great%20Barrington%20Declaration.html

ede

22. April 2021 23:37

Loki hat Recht. Und was in China wirklich los war weiß vielleicht die NSA, spielt aber keine Rolle. Ich vermute Strategie gegen die Hongkong Nummer.
Die "Epidemie" und ihre nachprüfbaren Begleitumstände (eigenes Umfeld, keine erhöhte Sterblichkeit, normale Intensivbettenbelegung, Medien erhalten) sprechen klar für eine politische Instrumentalisierung.

Gracchus

22. April 2021 23:49

@hoffnungstraeger 

Nein. Das Buch habe ich natürlich nicht gelesen. Sie haben aber meine Replik nicht verstanden. 

Lotta Vorbeck

23. April 2021 13:32

@ede

MARKmobil

Unsere Zeit verstehen

Professor ALAN REDICK von der Universität North Carolina hat einen herausragenden Artikel für die Zeitung "El Nacional" in Paraguay geschrieben.

Er hilft dem Leser gut, die verwirrenden Vorgänge in unserer Zeit zu verstehen.

MARKmobil hat ihn in voller Länge übersetzt. 

---> PDF - Alan Redick: "Der chinesische Drache - Vom Kommunismus zum Nazi-China"

Originalartikel auf Spanisch:

El Dragón chino: Del comunismo a la China Nacional Socialista (nazi) - 7 de abril de 2021 - 05:46