Netzfundstücke (85) – #allesdichtmachen, Stammheim

»Deshalb appelliere ich an unsere Regierung: Macht uns mehr Angst!«

Die von mehr als 50 bekann­ten Film- und Fern­seh­schau­spie­ler aus Deutsch­land und Öster­reich – dar­un­ter Jan-Josef Lie­fers, Ulrich Tukur oder Hei­ke Makatsch – getra­ge­ne Pro­test­ak­ti­on #alles­dicht­ma­chen , die sich auf sati­ri­sche Wei­se gegen die staat­li­che Coro­na-Poli­tik wen­det und ihren kopf­lo­sen Aber­witz durch bizarr anmu­ten­de Zuspit­zun­gen zur Kennt­lich­keit ent­stellt, wird an den meis­ten Sezes­si­on im Netz-Lesern nicht vor­über­ge­gan­gen sein – zu groß war der Ein­schlag und zu schrill die ver­ba­len Gegen­at­ta­cken der ver­bis­sen Lini­en­treu­en auf die kur­zen Videos.

Also streng­ge­nom­men kein wirk­li­ches Fund­stück; den­noch ist so man­ches Video der im Ver­gleich zu Lie­fers, Tukur und Makatsch etwas weni­ger bekann­ten Kol­le­gen sowie der gan­ze Rum­mel um #alles­dicht­ma­chen mit sei­nen Fol­gen einen zwei­ten Blick wert.

Da wäre bei­spiels­wei­se Bernd Gnanns in schöns­tem Schwä­bisch vor­ge­tra­ge­ne Defi­ni­ti­on davon, was »Angscht« und was »Schiß isch«:

 

Oder Nina Gum­michs Befrei­ung von der eige­nen Meinung:

 

 

Oder Nadi­ne Dubo­is süf­fi­san­te Kri­tik an bour­geoi­ser Arroganz:

 

Ich habe jeden­falls mehr als nur ein­mal herz­haft gelacht – ohne Fra­ge die bis­her gewitz­tes­te und hör­bars­te Kri­tik aus dem eta­blier­ten Kul­tur­be­trieb an der Coro­na-Poli­tik der Regierung.

Aber die­ser Erfolg hat sei­nen Preis; denn solch ein Aus­sche­ren, das eine der­ar­ti­ge Auf­merk­sam­keit erzeugt, sorgt bei den zutiefst Ver­bis­se­nen für Hyper­ven­ti­la­ti­on. Manch einer mag wohl auch zuviel von sich selbst in den Über­spit­zun­gen erkannt haben.

Das Sprin­ger­blätt­chen Bild hat hier eini­ge die­ser Reak­tio­nen zusammengetragen:

Deutsch­lands bekann­tes­te Schau­spie­ler kri­ti­sie­ren die Corona-Politik

Dahin­ge­hend ist die Akti­on ein Grad­mes­ser für eine auf­ge­heiz­te Gesell­schaft und hat genau das zuta­ge geför­dert, was die Vide­os anpran­gern: Eine voll­kom­men ver­gif­te­te Dis­kus­si­ons­kul­tur, in der das fest auf Linie ste­hen­de Lager nicht mehr dazu fähig geschwei­ge denn Wil­lens wäre, Nuan­cen in der poli­ti­schen Posi­tio­nie­rung zu erken­nen – stre­ber­haft, auf­ge­zo­gen wie eine Spannfeder.

Es ist voll­kom­men offen­sicht­lich, daß Jan Josef-Lie­fers und sei­ne Kol­le­gen nicht zu unse­rem Milieu gehö­ren und auch nicht in Schnell­ro­da ein- und aus­ge­hen. Alle saßen sie, zumin­dest bis ges­tern noch, fest im Estab­lish­ment-Sat­tel. Und dar­an wird sich im gro­ßen und gan­zen nichts ändern. Das kurz nach der Ver­öf­fent­li­chung und beim ers­ten auf­kom­men­den Gegen­wind jäm­mer­li­che Zurück­ru­dern eini­ger Schau­spie­ler wie Hei­ke Makatsch ver­deut­licht das – schnell wie­der zurück ins Trockene:

Ich distan­zie­re mich klar und ein­deu­tig von rech­tem Gedan­ken­gut und rech­ten Ideo­lo­gien. Schon immer. Ohne Fra­ge. Ich erken­ne die Gefahr, die von der Coro­na­Pan­de­mie [sic!] aus­geht und will nie­mals das Leid der Opfer und ihrer Ange­hö­ri­gen schmä­lern und sie womög­lich dadurch ver­let­zen. Soll­te das gesche­hen sein, so bit­te ich um Ver­zei­hung. Ich habe durch Kunst und Sati­re den Weg gewählt. Die Ver­än­de­rung unse­rer Gesell­schaft auf­zu­zei­gen und Raum zu schaf­fen, für einen kri­ti­schen Dis­kurs. Ich fin­de es wich­tig, unse­re nicht mehr wie­der zu erken­nen­de Welt auf irgend­ei­ne Art zu spie­geln oder zu kom­men­tie­ren. Wenn ich damit rech­ten Dem­ago­gen in die Hän­de gespielt habe, so bereue ich das zutiefst,

gab Makatsch auf Insta­gram bekannt.

Auch das im Ver­gleich zu Makatsch etwas abge­schwäch­te­re Distan­zie­ren von Jan-Josef Lie­fers im Nach­gang kon­ter­ka­riert die eige­ne Akti­on, spe­zi­ell das Video von Jens Wawrczeck:

Schwei­gen oder zumin­dest ein simp­les »Nein« ob der hane­bü­che­nen Vor­wür­fe hät­te #alles­dicht­ma­chen wah­re Grö­ße ver­lie­hen, wäre ein Akt gewe­sen, der von Hal­tung gezeugt hät­te, von der der Kul­tur­be­trieb so ger­ne schwa­dro­niert. Gesche­hen ist jedoch der Gang nach Canos­sa. Nun bleibt ein scha­ler Beigeschmack.


Indes begann am Mon­tag den 19. April am Ort der RAF-Pro­zes­se in Stutt­gart-Stamm­heim einer der wich­tigs­ten Gerichts­pro­zes­se gegen Links­ex­tre­mis­ten der letz­ten Jahre.

Auf dem Weg zu einer Quer­den­ken-Demo am 16. Mai ver­gan­ge­nen Jah­res waren die drei alter­na­ti­ven Gewerk­schaft­ler von Zen­trum Auto­mo­bil Andre­as Zieg­ler, Ingo Thut und Jens Dippon von Links­ex­tre­men hin­ter­häl­tig über­fal­len und schwer ver­letzt wor­den. Zieg­ler lag im Koma, aus dem er nach einem Monat glück­li­cher­wei­se wie­der erwach­te. Seit­dem ist er auf dem Weg der Besserung.

Hier hat­te ich den fei­gen Angriff für Sezes­si­on im Netz beleuch­tet

Der mut­maß­li­chen Täter, zwei jun­ge Män­ner, ste­hen nun vor Gericht. Die »Pro­zeß­be­ob­ach­tung Links­ex­tre­mis­mus« beglei­tet das Ver­fah­ren und hat zum Auf­takt des Pro­zes­ses ein Video ver­öf­fent­licht, in dem der Angriff noch ein­mal nach­ge­zeich­net und weit­ver­zweig­ten Struk­tu­ren von IG Metall bis Anti­fa dar­ge­legt werden:

Auch das Bür­ger­netz­werk Ein Pro­zent e.V. berich­tet live vom Prozeß:

Pro­zess gegen Anti­fa-Angrei­fer beginnt

Vor Ort ist alles wie zu erwar­ten: Lin­ke Grup­pen haben zu Pro­tes­ten auf­ge­ru­fen, dut­zen­de augen­schein­lich Links­ex­tre­me ste­hen vor dem Gerichts­ge­bäu­de, inklu­si­ve ein­deu­ti­ger Bot­schaf­ten wie ›Nazis angrei­fen‹ auf den Ban­nern. Auf­grund der Coro­na-Auf­la­gen dür­fen nur sie­ben Jour­na­lis­ten dem Pro­zess bei­woh­nen. Wir, genau­so wie vie­le ande­re, wer­den hin­aus­ge­be­ten. Eini­ge Foto­gra­fen der ›Roten Hil­fe‹ hin­ge­gen wer­den hereingelassen,

berich­tet Ein Pro­zent vom ers­ten Verfahrenstag.

Die Ver­stri­ckung eben­je­ner »Roten Hil­fe« in die gewalt­tä­ti­ge, links­ex­tre­me Sze­ne und die Unter­stüt­zung ihrer Stutt­gar­ter Orts­grup­pe für die bei­den Ange­klag­ten hat der Welt-Jour­na­list Mar­cel Leu­be­cher in fol­gen­dem lesens­wer­ten Arti­kel dargelegt:

Wie die links­ra­di­ka­le Sze­ne ihre Gewalt­tä­ter fördert

Der­weil zie­hen Links­ex­tre­me eine Spur der Ver­wüs­tung durch Mit­tel­deutsch­land: Eine »rech­te« Immo­bi­lie nach der ande­ren wird ver­wüs­tet oder in Brand gesteckt.

Haben Sie mit­be­kom­men, dass es Angrif­fe in Apol­da gab, dass in Ron­ne­burg eine Kon­zert­hal­le abge­brannt ist, dass in Schmölln ein Fit­ness­stu­dio durch einen Brand ver­nich­tet wur­de, dass in Son­ne­berg ein Wald­gast­hof nie­der­ge­brannt wur­de oder dass in einer Knei­pe in Eisen­ach ein Spreng­satz explo­diert ist und man das Anschlags­vi­deo danach stolz im Inter­net prä­sen­tier­te? Wahr­schein­lich nicht, denn die Opfer wur­den als Rechts­ex­tre­mis­ten ein­ge­stuft. Ein­zig der bru­ta­le Über­fall auf den Chef der NPD-Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on schaff­te es in die Wahr­neh­mung der Medien,

lis­tet Ein Pro­zent die Anschlags­or­te im lesens­wer­ten Arti­kel »Lin­ke Anschlags­se­rie – Medi­en & Poli­tik« hier auf. Mit­ten­drin die »Rote Hil­fe Leipzig«:

Wir ste­hen als Rote Hil­fe für einen strö­mungs­über­grei­fen­den Ansatz. In die­sem Sin­ne ist uns bewusst, dass Anti­fa­schis­mus viel­fäl­tig sein muss. Wir wol­len ver­schie­de­ne Ansät­ze und Pra­xen nicht bewer­ten oder gegen­ein­an­der aus­spie­len. Ent­schei­dend ist für uns damit eben nicht, ob sich Men­schen fried­lich oder mili­tant für anti­fa­schis­ti­sche Zie­le engagieren.

Es darf aber nicht unter den Tisch gekehrt wer­den, dass der Anlass der Kam­pa­gne die Fest­nah­me von Lina ist, der vor­ge­wor­fen wird, zusam­men mit ande­ren Angrif­fe auf Rechts­ra­di­ka­le ver­übt zu haben. Ob die­se Vor­wür­fe zutref­fen, ist für uns an die­ser Stel­le nicht relevant.

Der Staat geht hier gegen mili­tan­ten Anti­fa­schis­mus vor, und allen Unterzeichner*innen soll­te dies bewusst sein. Die Unter­stüt­zung der Kam­pa­gne soll­te ein sicht­ba­res, hör­ba­res Ein­ge­ständ­nis sein, dass wir mili­tan­ten Wider­stand für legi­tim und not­wen­dig hal­ten, und dass wir uns nicht ent­so­li­da­ri­sie­ren, weil wir wis­sen, dass die staat­li­che Repres­si­on alle han­deln­den Antifaschist*innen tref­fen kann.

An die­ses Ein­ge­ständ­nis soll­ten sich die unter­zeich­nen­den Initia­ti­ven erin­nern, wenn sie dar­an gemes­sen wer­den. Unse­re Mit­tel und unse­re Zie­le ste­hen nicht im Ein­klang mit dem bür­ger­li­chen Staat. Wenn ihr auch alle linx seid, dann lasst euch nicht von die­sem spalten!

Soli­da­ri­tät mit Lina! Auf zu neu­en Taten!

Die­ser unmiß­ver­ständ­li­che Auf­ruf und ein­deu­ti­ge Soli­da­ri­sie­rung mit der ver­mut­li­chen Strip­pen­zie­he­rin etli­cher links­ex­tre­mer Anschlä­ge Lina Engel wur­de vor zwei Tagen auf dem ein­schlä­gi­gen Por­tal indymedia.org ver­öf­fent­licht. Die Eska­la­ti­ons­spi­ra­le wird von lin­ker Sei­te mun­ter wei­ter gedreht. Reak­tio­nen oder eine The­ma­ti­sie­rung von Medi­en oder eta­blier­ter Poli­tik, Fehl­an­zei­ge. Es regiert das Schwei­gen im Walde.

Zurück zum Pro­zeß: Bereits am ers­ten Pro­zeß­tag kam es zu einer coro­nabe­ding­ten Ver­schie­bung. Erst nächs­te Woche soll es wei­ter­ge­hen. Es bleibt abzu­war­ten, ob die Jus­tiz hier eine har­te Stra­fe gegen die Gewalt­tä­ter fällt oder wie so oft mit zwei­er­lei Maß mißt.

Ers­te­res wäre den Opfern Andre­as Zieg­ler, Ingo Thut und Jens Dippon zu wünschen.

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Kommentare (40)

Der_Juergen

24. April 2021 14:28

Ich habe vor einiger Zeit mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass sich Sezession mit dem von Antifa-Verbrechern zusammengeschlagenen jungen Fahrlehrer von der NPD solidarisiert hat, und zwar ohne rituelle Distanzierung von seinen Ansichten. Allen Opfern des linken Terrors gebührt unsere Solidarität. Viele der Opfer sind natürlich Mitglieder oder Anhänger der AFD. Wenn @imagine auf einem vorigen Strang die Unverschämtheit hatte, die AFD-Leute, die ja nicht nur physische Angriffe, sonden auch Berufsverbote oder ihre gesellschaftliche Ausgrenzung riskieren, pauschal als "Opportunisten" zu betiteln, wirft das grelles Licht auf den Charakter eines Mannes, von dem ich überzeugt bin, dass er noch nie in seinem Leben für seine Überzeugungen gelitten hat. Zuerst wetterte der Mann auf diesem Forum gegen die Corona-Skeptiker und beschimpfte Prof. Bhakti, doch als er merkte, wie isoliert er damit dastand, wandelte er sich über Nacht zum Kritiker des Corona-Terrors. Und sein Alter Ego @Skeptiker, angeblicher Leiter einer Lungenklinik, deren Namen er leider niemals nannte, ist zumindest zeitweilig verstummt. Hoffentlich folgt @Imagine seinem Beispiel bald.

Lotta Vorbeck

24. April 2021 14:44

Dachstuhlbrand in Guthmannshausen - 23.04.2021

--->  Video

---> COMPACT-Magazin [23.04.21 22:44]

💥 Der Osten steht in Flammen, Antifa-Terror überall - Hier die Meldung des MDR zum Brand in Guthmannshausen

 

RMH

24. April 2021 14:47

"Ich bin ein eher unsicherer Mensch und brauche klare Regeln ..."

Der Clip von Martin Brambach nimmt den Typ Mensch, der sich jetzt über die Aktion aufregt, 100% vorweg ... 

Martin Brambach https://allesdichtmachen.de​#allesdichtmachen​#niewiederaufmachen​#lockdownfürimmer​ - YouTube

Laurenz

24. April 2021 15:12

Die neo-weimar'sche gesellschaftliche Eskalation ist gewünscht. Man kann sich auch auf die Historie beziehen, wie @Imagine, & prognostizieren, der Bürgerkrieg ist politisch gewünscht.

Hier stellt sich nur die Frage, inwieweit die Antifa es schafft, sich selbst zu überwinden, & gegen die Macher der Gesellschaft geht, und sich nicht an kleinen Leuten vergreift, die sie als "rechts" oder als "Nazis" definiert. Wollte die Antifa tatsächlich gesellschaftliche Veränderung, würde sie nicht auf einer Querdenker-Demo oder bei einem AfD-Ortsverein aufschlagen. Das sind doch, mit Verlaub, keine Gegner. Echte Gegner der Antifa sind doch Bürgermeister von Großstädten, Landräte oder die Bewohner Hamburg-Blankeneses, des Bad Homburger Hardtwaldes, die Schickis auf der Kö zu Düsseldorf oder die Villen-Besitzer am Wannsee. Da sieht man aber keine Antifantasten. Vielleicht wohnen die ja da selbst.

Lotta Vorbeck

24. April 2021 18:28

--->  Blick in die Säulenhalle des Rittergutes Guthmannshausen nach dem Brand

Die einzigartige, erst kürzlich sanierte Dachkuppel auf dem Hauptgebäude ist vollständig zerstört. Den Rest erledigt das Löschwasser.

Ein Schelm gewiß, wem bei diesem Anblick eine andere Brandruine in den Sinn kommt.

Alter weiser Mann

24. April 2021 18:32

@Laurenz

ich würde die Rolle der Antifa schon etwas ernster nehmen. Auf der einen Seite treibt sie die Linkswendung im Mainstream voran, auf der anderen ist sie der militante Arm des Mainstreams gegen Rechts. Sie übernimmt die Drecksarbeit zur Sicherstellung jenes „Wehret den Anfängen“, das der linke Mainstream gegen jeden einsetzt, der rechten Begriffen nicht abschwört.

tearjerker

24. April 2021 21:22

Gewerkschaften sind von Haus aus Kampforganisationen, deren Geschäftsmodell Gewaltdrohung und Erpressung sind. Sie und ihre Schwesterorganisationen der Terrorlinken verhalten sich zu den Unterstützerstrukturen in Parteien, Kultur etc wie die IRA zur Sinn Fein.

Solution

24. April 2021 21:48

Höchste Zeit, Schnellroda zu sichern. Vielleicht greift man jetzt endlich meinen Vorschlag auf, präventiv finanziell vorzusorgen. Die Front ist mittlerweile überall und wir haben noch gemeinsam die Kraft, allen Eventualitäten zu trotzen. Warum sollte man warten - nach einem eventuellen Notfall - und erst dann zur Solidarität aufrufen? Herr Kubitschek - eröffnen Sie ein Notfallkonto! 

Laurenz

24. April 2021 23:09

@Alter weiser Mann @Laurenz

Sie haben das totalitäre Prinzip nicht verstanden. "Rechts" sind mehr oder weniger alle, die nicht nicht direkt zum Machtapparat gehören. Noch ungünstiger ist es, zur indigenen Volksgruppe zu gehören. Nur das absolute Bekenntnis zur "Kurie" läutert.

Alter weiser Mann

25. April 2021 07:54

@Laurenz

Ich sehe da jetzt keinen großen Unterschied in der Einschätzung der Antifa. Mir ging es um die Doppelfunktion von Beschleuniger innerhalb des Mainstream durch massiven Druck auf die, die noch nicht komplett auf Linie sind, und Militanz gegen alles Rechte. Da kann man viele Differenzierungen und Einordnungen anschließen. Die Identifikation als Totalitarismus gehört auch dazu. Also: ich sehe ihren Einwand eher als Ergänzung.

Gustav Grambauer

25. April 2021 10:45

Warum gibt es eigentlich diesmal keine Gottbegnadeten-Liste? Warum bekommen wir diesmal keine hochsubventionierten Durchhaltefilme à la "Kolberg" zu sehen? Das System könnte doch auch z. B. Grönemeyer, Wecker und Krummbiegel gemeinsam "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen" und "Bei der Notaufnahme / Vor dem großen Tor" covern und vor Krankenschwestern im Fronteinsatz spielen lassen, an den Wänden der bespielten Bundeswehr-Lazarettsäle könnte plakatiert werden "Unsere Kanülen brachen - aber unsere Herzen nicht".

Spaß beiseite: es ist verräterisch, daß das System diesmal seine Kulturpolitik überhaupt nicht in Richtung "Wir faffen daff" bündelt.

- G. G.

Franz Bettinger

25. April 2021 11:57

Hut ab vor all ! den 57 mutigen Schauspielern, die sich an die Front wagten, vor allem vor Jan J Liefers, der gut reagierte und standfest blieb gegenüber dem hinterfotzigen Inquisitions-Gericht des WDR: https://www.youtube.com/watch?v=i-k5g0daLpA  An alle Kritiker, denen diese Helden nicht auf allen Seiten poliert genug erscheinen: Erstmal mal besser oder nachmachen!

Niekisch

25. April 2021 12:24

"Alter Ego @Skeptiker, angeblicher Leiter einer Lungenklinik, deren Namen er leider niemals nannte, ist zumindest zeitweilig verstummt. Hoffentlich folgt @Imagine seinem Beispiel bald."

@ Der_Juergen 24.4. 14:28: Sie wissen doch, wo diejenigen einzuordnen sind, die immer und überall präsent sind, die immer und immer wieder möglichst langatmig eine Gegenposition zur vorherrschenden Ansicht propagieren, aus dem Fundus der BpB schöpfen, zu unterschiedlichen nn greifen, sie von Zeit zu Zeit wechseln wie auch die IP-Adresse, wobei die meisten im landschaftlich schönen Gebiet des hessischen Taunus beheimatet sind, wo neben vielen anderen Personen mit Spezialaufgaben auch der berüchtigte Armin Pfahl-Traugber ausgebildet wurde. Auch die frühere Dauerklette "fisherman" auf Metapolitika. 

Der_Juergen

25. April 2021 12:30

Bedeutend mehr Mut als Schauspieler, die mal ausnahmsweise den Mund etwas aufmachen,  aber beim ersten Anpfiff erschrocken zurückweichen und um Vergebung flennen, zeigt die AFD-Frau Andrea Haberl, die im Gegensatz zu diesen "Kulturschaffenden und Kulturschaffendinnen" Flagge zeigt. Nachdem sich Höcke beim letzten AFD-Kongress gegen Meuthens Meuthe durchgesetzt hat, darf man wieder auf diese Partei hoffen - nicht, weil sie durch Wahlerfolge etwas ändern könnte (es wird ohnehin massiv gefälscht werden), sondern weil sie zum parlamentarischen Arm einer radikalen ausserparlamentarischen Opposition werden könnte, die, wie Manfred Kleine-Hartlage in der neusten "Compact"-Ausgabe treffend schreibt, die herrschende Kaste vollständig ablösen wird. Es gibt keinen anderen Weg der Rettung mehr.

 

"Merkel plant totale Corona-Diktatur nach der Bundestags-Wahl": Mutige AfD-Politikerin packt aus | Michael Mannheimer Blog (michael-mannheimer.net)

Andreas Walter

25. April 2021 12:38

“Ziegler lag im Koma, aus dem er nach einem Monat glücklicherweise wieder erwachte. Seitdem ist er auf dem Weg der Besserung.“

Na, das ist doch mal eine gute Nachricht. Eine weiterhin Gute Besserung wünsche ich ihm daher auch. Dass sie die Mörder beziehungsweise politischen Attentäter, RAF-Terroristen in spe, gefasst haben, lese ich auch mit Freude. Wobei die Anklage nur auf versuchten Totschlag bereits nichts gutes verheisst, auf eine eher schwache, unsichere oder befangene Staatsanwaltschaft schließen lässt. Oder ist etwa ein aufgesetzter Schuss direkt am Kopf mit einer Schreckschuss- beziehungsweise Gaspistole etwa kein gemeingefährliches Mittel, so wie es § 211 Absatz 2 des StGB beschreibt? Genauso hätten sie auch einen Hammer nehmen können, die Wirkung ist in etwa die Gleiche. Das sind und waren daher keine gewöhnlichen "Antifaschläger", das war eindeutig ein politisch motivierter Mordversuch. Ein Attentat, und ein Attentat kann niemals ein versuchter Totschlag sein. Zumindest nicht nach der TAZ:

“Das eigentliche Attentat gilt immer als Mord.“

https://taz.de/Das-Attentat-von-Halle/!5632813/

Deutschland hat daher fertig, ist am Ende. Da helfen auch kleine, kurze Lichtblicke wie folgender nicht mehr (mit den üblichen Abstrichen, die ja lediglich auch auf Unwissenheit beruhen):

https://www.n-tv.de/leute/Regisseur-von-allesdichtmachen-Dietrich-Brueggemann-Wir-unterwerfen-uns-absurden-Regeln-article22512402.html

 

Jan

25. April 2021 12:38

Teil I

"(...) jämmerliche Zurückrudern einiger Schauspieler wie Heike Makatsch (...)"

Ich will nicht meinen Stab über sie und die anderen Rückzieher brechen. Hinter den Kulissen wird mit Existenzvernichtung gedroht werden und nicht jeder hat das Rückgrat, solchem Druck standzuhalten und erst recht nicht das finanzielle Polster, um längere Durststrecken zu überstehen. Auch Schauspieler haben Familien zu versorgen und Hypotheken zu bedienen. Der Großteil der Film- und Fernsehindustrie bzw. der Kunst- und Kulturszene ist von staatlicher Förderung abhängig und damit haben wieder die großen Parteien das Machtwort. Die Äußerung des WDR-Rundfunkrates Garrelt Duin (SPD), man müsse überlegen, die Zusammenarbeit mit Liefers und Tukur zu beenden, ist ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl auch für die anderen Teilnehmer der Aktion. Wie frei der deutsche Film vom politischen Einfluss ist, lässt sich dadurch leicht abschätzen. 

 

Jan

25. April 2021 12:39

Teil II

Auf jeden Fall ist es interessant zu sehen, wie aggressiv dieses System mittlerweile auf jeden Abweichler reagiert und wie unverhohlen die autoritären Bestecke gezeigt werden, um Abweichler wieder auf Linie zu bringen, auch wenn sie ursprünglich aus den eigenen Reihen kommen. "Hey, ich wähl' doch eigentlich die Grünen und fand die AfD immer schon scheiße". Nein, das nützt einem nichts, da gibt es kein Erbarmen, wie viele Querdenker im letzten Jahr schon erfahren haben.

Natürlich darf auch Kettenhund Böhmermann, der gescheiterte angehende Schauspieler, nicht fehlen, der natürlich sofort wieder auf allen Kanälen rumkläfft. Aus meiner Sicht noch vor Welke und Kebekus der unerträglichste mediale Lakai des neuen Grünen Reiches. Wie flach und unlustig war doch sein Erdogan-Gedicht gegen die vielen gelungen Clips von #allesdichtmachen. Ich glaube, dieses Vorführen der eigenen Mittelmäßigkeit schmerzt viele Kritiker am meisten und macht sie noch aggressiver. 

Dietrichs Bern

25. April 2021 12:53

Guten Morgen,

da ja hier auch wieder auf den Fall des NPD-Fahrlehrers hingewiesen wurde, bitte mal eine Erläuterung für naive Menschen wie mich, die sich derart brutale wie präzise Angriffe gar nicht vorstellen konnten: Wie kommt es dazu? Ist das Opfer ein friedliebender Zeitgenosse, mit rechtsextremen Ansichten, oder selbst bisher durch Gewalt aufgefallen?

Das würde für mich trotzdem denn Angriff nicht rechtfertigen, aber ich stelle mir Rechtsextremismus eben auch nicht groß anders vor.

 

Simplicius Teutsch

25. April 2021 13:17

ntv-Schlagzeile vom 23.04.2021:

Aufschrei nach #allesdichtmachen. Liefers verteidigt sich, Makatsch bittet um Verzeihung

Aber wer könnte ihr Verzeihung gewähren?

 

Echo aus finsteren Zeiten:

Gnadenappell: "Ich bitte Sie daher, üben Sie Gerechtigkeit, lassen Sie Ihr Herz sprechen, für einen armen, verurteilten Menschen, der nur das Gute wollte, und ich glaube und vertraue auf Sie! Ich denke an die Worte unseres ,größten Mannes', Generalissimus Stalin."

anatol broder

25. April 2021 14:05

@ solution 21:48 

ich verweise auf den spendenaufruf oberhalb der kommentare. das konto des vereins für staatspolitik ist die lösung. im verwendungszweck lassen sich sowohl schnellroda als auch kubitschek unterbringen.

Der_Juergen

25. April 2021 15:19

@Dietrich Bern

Der 30-jährige Fahrlehrer ist Chef der jungen Nationaldemokraten, das ist sein "Verbrechen". Gewalt hat er nie angewendet.

"So stelle ich mir Rechtsextremismus vor", schreiben Sie. Was ist "Rechtsextermismus"? Eine Etikette, die selbständig denkenden Menschen vom System angeheftet wird.

Imagine

25. April 2021 16:20

1/2

@Der_Juergen  24. April 2021 14:28

„Wenn @imagine auf einem vorigen Strang die Unverschämtheit hatte, die AFD-Leute, die ja nicht nur physische Angriffe, sondern auch Berufsverbote oder ihre gesellschaftliche Ausgrenzung riskieren, pauschal als "Opportunisten" zu betiteln, wirft das grelles Licht auf den Charakter eines Mannes, von dem ich überzeugt bin, dass er noch nie in seinem Leben für seine Überzeugungen gelitten hat. Zuerst wetterte der Mann auf diesem Forum gegen die Corona-Skeptiker und beschimpfte Prof. Bhakti…“

Die Politik einer Partei und damit deren Charakter gibt das Partei-Establishment vor. Das sind meist nur kleine Gruppen und Seilschaften.

Parteien sind hierarchische Organisation, ähnlich wie Kirchen. Unten sind diejenigen, die zahlen, und oben jene, die kassieren und bestimmen.

Das Fußvolk zahlt Mitgliedbeiträge, verteilt Wahlwerbung, klebt Plakate etc. Oben wird der Parteikurs vorgegeben und die Ziele werden verraten

Das Establishment der AfD – wie in anderen Parteien auch – aus einem Sammelsurium systemkonformistischer Opportunisten.

Darauf bezog sich meine Aussage. Das ist aus dem Kontext klar erkennbar.

So funktionieren generell Parteien in diesem System. Die soziologische Analyse und Darstellung der Gesetzmäßigkeit von Parteien wurde schon vor über 100 Jahren von Robert Michels publiziert.

Imagine

25. April 2021 16:20

2/2

Die Position von Prof. Bhakti, nämlich die Corona-Pandemie hinzunehmen wie das Wetter und nichts dagegen zu tun, kritisiere ich nach wie vor.

Durch Corona-Infektionen treten schwerste Verläufe und Todesfälle auf, auch bei zuvor gesunden und jungen Menschen, wie die Beispiele beim medizinischen Personal und sonstigen Helfern zeigen.

Die Corona-Pandemie lässt sich erfolgreich beherrschen, wenn die Regierung dies will, wie das Beispiel China zeigt. Und zwar mit Mitteln, die weitaus weniger die individuelle Freiheit und die Grundrechte einschränken sowie nicht zu einer massenhaften Zerstörung von wirtschaftlichen Existenzen führen, sei es auf Arbeitnehmerseite wie auch bei Klein- und Mittelunternehmen.

 

Niekisch

25. April 2021 16:37

@Andres Walter 12:38: Stimmt! Es kommen auch noch §§ 127, 129,129 a StGB in Betracht: Bildung bewaffneter Gruppen, Bildung einer kriminellen bzw. terroristischen Vereinigung. 

anatol broder

25. April 2021 16:46

ich kenne die «50 bekannten film- und fernseh­schauspieler aus deutsch­land und öster­reich» genauso wenig wie die 50 bekannten biere aus diesen ländern. der grund ist der­selbe. doch bevor die kultur­schaffende frage auf­kommt, wer hier nicht ganz dicht ist, schlage ich eine fortsetzung der numero­logisch-charakter­lichen diskussion vor: kommt «die wichtigste rechts­intellektuelle stimme im netz» jähr­lich auf 50 kommentatoren unter bürger­lichem namen?

Lotta Vorbeck

25. April 2021 17:42

Guthmannshausen, 25.04.2021, Nikolai Nerling berichtet:

---> Zwei Tage nach dem Brandanschlag - das THW sichert die Runine

---> Die Gedenkstätte ist zerstört

 

Simplicius Teutsch

25. April 2021 18:01

@ Franz Bettinger: „Hut ab vor all ! den 57 mutigen Schauspielern, die sich an die Front wagten, vor allem vor Jan J Liefers, der gut reagierte und standfest blieb gegenüber dem hinterfotzigen Inquisitions-Gericht des WDR: https://www.youtube.com/watch?v=i-k5g0daLpA „

VOLLE ZUSTIMMUNG

Und doch will ich ein bisschen analysieren. Von den „57 mutigen Schauspielern“ ist die weit, weit überwiegende Mehrheit sicherlich freiheitlich-demokratisch eingestellt. Es sind eben relativ mutige, freisinnige, sogar kämpferische Charaktere mit einer eigenen Meinung, die sich selbstbewusst und kritisch gegen die herrschende Politikerkaste und gegen die übermächtigen Regierungsmedien zu äußern wagen.

Und diese Charaktere werden gerade vom Merkel-Regime kleingehauen. - Gleichzeitig werden sie aus den eigenen Reihen angepisst von den System-Mitläufern.

Gustav Grambauer

25. April 2021 18:31

Zufallsfund im Netz zum Stichwort "grönemeyer + corona":

https://www.youtube.com/watch?v=ij5l6Qcp8k0

- G. G.

Laurenz

25. April 2021 18:57

@Dietrichs Bern

Guten Abend,

Rechtsextremismus geht in Deutschland laut VS gegen 0. Rechtsextremismus resultiert in der Regel aus voranschreitendem Linksextremismus, bei dessen Bekämpfung das Bürgertum versagt.

nom de guerre

25. April 2021 19:33

@ Gustav Grambauer

„Spaß beiseite: es ist verräterisch, daß das System diesmal seine Kulturpolitik überhaupt nicht in Richtung "Wir faffen daff" bündelt.“

Wäre das denn psychologisch klug? Das ganze perfide Spiel basiert doch darauf, dass man den Leuten permanent einhämmert, alles sei so schrecklich, dass wir es womöglich NICHT schaffen. Durchhalteparolen sind m.E. nur dann sinnvoll, wenn es ein reales, mutmaßlich eben nicht zu bewältigendes Problem (s. die Beispiele, die Sie bringen) gibt, vor dem die Leute Angst haben, ohne dass eine mediale Dauerbeschallung nachhelfen muss.

@ Dietrichs Bern

„Wie kommt es dazu? Ist das Opfer ein friedliebender Zeitgenosse, mit rechtsextremen Ansichten, oder selbst bisher durch Gewalt aufgefallen?“

Haben Sie die Prokuristin der Immobilienfirma aus Leipzig vergessen, die letztes oder vorletztes Jahr zu Hause „besucht“ wurde? Auch Coronamaßnahmenkritiker werden inzwischen unschön heimgesucht. Ohne diesen Fahrlehrer oder irgendeinen anderen NPDler zu kennen, wirkt das auf mich nicht so, als müssten die jeweiligen Opfer einen Anlass, wie Sie ihn in den Raum stellen, bieten.

Gracchus

25. April 2021 22:22

Ich finde die Aktion insgesamt gelungen, auch wenn ich erst ein paar Videos gesehen habe (und mir auch keine weiteren ansehen werde). Also:

1. Der Mainstream mag nicht den Spiegel vorgehalten kriegen.

2. Der Mainstream hält Kritik für zulässig, will aber deren Bedingungen definieren. 

3. Wer kritisiert, muss sich erst einmal distanzieren. 

4. Der Mainstream versteht Satire, Ironie nicht. Wie eindeutige Regeln braucht er eindeutige Aussagen. Mit dem Spiel von Bedeutung ist er überfordert. Den hierdurch eröffneten Deutungsspielraum füllt er mit Unterstellungen.

Als zynisch empfand ich, einen "Totensonntag" einzurichten, ganz offensichtlich um ein verfassungswidriges Gesetz durchzupeitschen. Als zynisch empfinde ich überhaupt, dauernd Kranke und Tote zu instrumentalisieren.  

Gracchus

25. April 2021 22:27

@ Jan

Volle Zustimmung. Insbesondere was Jan Böhmermann angeht. Für mich die personifizierte Charakterlosigkeit. 

Gracchus

25. April 2021 22:33

@Laurenz (vorheriger Strang)

Hinsichtlich Exorzismus liegen Sie vermutlich richtig. Durchaus zeigt Merkel Symptome von Besessenheit. Was auch auf ihr Umfeld abzufärben scheint. Man denke an Brinkhaus' Gebrüll. Wenn also der verehrte Franz Bettinger exorzieren kann: nur zu!

Lotta Vorbeck

25. April 2021 23:02

Guthmannshausen

---> vom Trägerverein der Gedenkstätte herausgegebene Pressemitteilung

Simplicius Teutsch

25. April 2021 23:08

Ein überzeugendes Beispiel für die Verhörmethode eines öffentlich-rechtlichen Gesinnungsinquisitors hat Claus Kleber (600.000 € Jahresverdienst) am 21. April im heute journal abgegeben: https://ro-ro.facebook.com/ZDFheute/videos/963923557710586/

Kleber hat Volker Wissing, FDP-Generalsekretär, in die Mangel genommen, weil die FDP die im Bundestag beschlossenen Corona-Maßnahmen als unverhältnismäßig und gegen die Grundrechte verstoßend einstuft. - Eindrucksvoll bis unerträglich.

Ich finde, Volker Wissing ist überraschend standhaft geblieben. Aber hätte er nicht doch bessere Argumente gegen die Corona-Notbremse und gegen Kleber vorbringen können?

Lotta Vorbeck

25. April 2021 23:19

@Gustav Grambauer - 25. April 2021 - 06:31 PM

Ja, lieber Gustav Grambauer, wie weit ist's noch bis Buffalo?

Wann wird sie erreicht sein, die Ente von der Fahnenstange?

Cugel

26. April 2021 01:12

Zwei Tage lang tobte der Meinungsorkan, zwei Tage, in denen Bundespräsident Walter Steinmeier schnell Zeit fand, das neue Bevölkerungsschutzgesetz zu unterzeichnen, das umgehend im elektronischen Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde und nur Stunden später in Kraft treten konnte. Den Regeln des Zweiten Grundgesetzes der Mediendynamik zufolge bekam das schon kaum noch jemand mit: In der Bühnenmitte hatten sich Liefers, Turkur und Makatsch dafür zu verantworten, dass ihr Zynismus mehr als 81.000 Corona-Tote das Leben gekostet hatte. Der Rest verschwamm.

Über Ausgangssperren oder auch nur Ausgangsbeschränkungen musste nicht mehr diskutiert werden. Drängender waren nun Verschwörungserzählungen: Wer steckt dahitler? War das ganze ein AktionMarke Storymachine, Streeck und Heinsberg? Scriptet reality? Nach nur 48 Stunden entfernte Youtube #allesdichmachen aus den Suchergebnissen, so dass interessierte Zuschauer statt der inkriminierten Kurzfilme der Aktion jetzt aufklärende Enthüllungen über die Hintergründe des Alleingangs der - inzwischen noch - 42 Zyniker finden.

Das Ziel der Unternehmung war erreicht, der Opfergang von Jan Josef Liefers nach Canossa hatte seinen edelsten Zweck erfüllt: Die Ausgangssperre ist in Kraft, die leidigen verfassungsrechtlichen Bedenken beerdigt. Das Impfversagen spielt keine Rolle mehr, der peinliche Kandidatenstreit nicht, die historische Weichenstellung zu gemeinsamen EU-Schulden ist kein Thema und wird auch keines mehr.

https://www.politplatschquatsch.com/2021/04/kluge-kommunikation-wie.html

Cugel

26. April 2021 01:15

@Simplicius Teutsch

"Ich finde, Volker Wissing ist überraschend standhaft geblieben. Aber hätte er nicht doch bessere Argumente gegen die Corona-Notbremse und gegen Kleber vorbringen können?"

Wissing ist so standhaft wie Bosbach.

Andreas Walter

26. April 2021 02:12

Endlich! So eine Sendung, und das auch noch zwangsgebührenfinanziert, gibt es meines Wissens nicht einmal in den VSA:

https://www.welt.de/kultur/medien/article230591567/Freitagnacht-Jews-endlich-eine-juedische-Talkshow.html

So eine Sendung jetzt auch noch von und mit echten deutschen Identitären, am besten im wöchentlichen Wechsel, und dann erst steht für mich die Welt wieder etwas gerader. Denn noch sind die Juden auch in Deutschland weiterhin in der Minderheit, selbst gegenüber den deutschen Patrioten, und die Deutschen reden doch auch sonst so gerne von Quoten.

Götz Kubitschek

26. April 2021 07:53

badeschluß.

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