Sonntagsheld (179) – Putschen, auf Deutsch und Französisch

General-Streik, eine Neuauflage

 Gastbeitrag

Fremde Federn reichen Beiträge ein. Sind sie gut, bringen wir sie.

Gene­ral-Streik, eine Neuauflage

Die Kam­pa­gne #alles­dicht­ma­chen beherrscht wei­ter die Schlag­zei­len: Inzwi­schen wur­de mehr als ein Drit­tel der Vide­os zurück­ge­zo­gen und auch der Rest wird schwe­rer zu fin­den sein; You­Tube beleg­te die Film­chen näm­lich mit einem Shadow­ban, wodurch sie aus dem regu­lä­ren Such­al­go­rith­mus aus­ge­schlos­sen wer­den. Nur wer gezielt sucht, wird noch fün­dig. Mit­leid haben also, mit Lie­fers und Kollegen?

Fest steht: Jeder, der jetzt noch dabei ist, hat schon ein paar Aus­fahr­ten pas­siert, ohne wie­der in die ver­kehrs­be­ru­hig­te Zone abzu­bie­gen. Wir reden hier nicht mehr von einem Ver­se­hen, einem Aus­rut­scher oder einem emo­tio­na­le­nen Face­book-Kom­men­tar. Das Finan­zi­el­le mal außen vor – hier haben Leu­te in die Waag­scha­le gewor­fen, was sie zu geben haben: Ihr Gesicht, einen gut gepols­ter­ten, aus­kömm­li­chen Platz am Futtertrog.

Man darf natür­lich berech­tigt fra­gen: In wel­chem Land haben die­se Men­schen eigent­lich die ver­gan­ge­nen 12 Mona­te gelebt? Vie­le von ihnen haben jah­re­lang genau die­ses Gesicht ger­ne hin­ge­hal­ten für die­sen Staat und sei­ne Medi­en und sich dafür gut bezah­len las­sen. Seit je her obliegt es dem Nar­ren, dem König den Spie­gel vor­zu­hal­ten – ein brä­si­ger Gauk­ler, dass er ein gutes Jahr benö­tigt, um sei­nen Job zu machen.

Aber ande­rer­seits, es ist so ver­rückt alles, da passt die Akti­on schon ganz gut rein in das his­to­ri­sche Pan­ora­ma, dem wir live und in Far­be bei­woh­nen dür­fen. Als Kind habe ich mir ger­ne auf Phoe­nix alte Jah­res­rück­bli­cke ange­schaut und ich fra­ge mich heu­te, ob wir irgend­wann in den 2050ern einen Bei­trag über die­se tap­fe­re Künst­ler­trup­pe hören, bedäch­tig vor­ge­tra­gen im wis­sen­den Duk­tus der Nachgeborenen.

Viel­leicht hören wir dann auch etwas über die 20 fran­zö­si­schen Gene­rä­le, die sich nach dem isla­mis­ti­schen Mord­an­schlag auf eine Poli­zis­tin vor weni­gen Tagen mit mar­ki­gen Wor­ten an ihre Regie­rung wand­ten: In Frank­reich dro­he nicht weni­ger als ein “Ras­sen­krieg”, her­vor­ge­ru­fen durch die staat­lich for­cier­te Pro­pa­gan­da des Anti-Ras­sis­mus, Isla­mi­sie­rung und Masseneinwanderung.

Anstatt mit Spit­zeln und Pro­vo­ka­teu­ren gegen die eige­nen Leu­te, vor Allem die Gelb­wes­ten, vor­zu­ge­hen, müs­se sich Macrons Admi­nis­tra­ti­on umge­hend die­ser Pro­ble­me anneh­men. Täte sie das nicht, wür­de frü­her oder spä­ter der Ein­satz der Armee nötig wer­den – ein Blick in die Geschich­te der fran­zö­si­schen Repu­blik lässt brei­ten Inter­pre­ta­ti­ons­raum dar­über, wie ein sol­cher Ein­satz ablau­fen könnte.

Wie gesagt: Ver­rückt das alles; und span­nend! Und es gehört zu den Absur­di­tä­ten die­ser Gemenge­la­ge, dass der Schau­spie­ler, der sein Satire­vi­deo trotz Quer­den­ker-Ruch und kon­trol­lier­ter Akku­pres­sur hin­ter den Kulis­sen nicht vom Netz nimmt, einst­wei­len eher sei­ne Kar­rie­re aufs Spiel setzt, als der Gene­ral, der mit kan­ti­gen Sät­zen am Putsch her­um­zün­delt. Dort hat man Rou­ti­ne: Es ist nicht die ers­te poli­ti­sche Denk­schrift fran­zö­si­scher Mili­tärs; schon anläss­lich des UN-Migra­ti­ons­pak­tes mel­de­ten sich meh­re­re Gene­rä­le zu Wort.

Gene­rä­le also in Frank­reich, dage­gen Mimen im bes­ten Ger­ma­ny aller Zei­ten – ein Preu­ße wür­de es sich wohl umge­kehrt wün­schen. Und dann doch wie­der der Gedan­ke: Undeutsch, so einen Mahn­brief zu schrei­ben, wo Eti­ket­te nichts mehr gel­ten. Undeutsch, das Gewursch­tel, die Appel­le, die lee­ren Ver­spre­chun­gen. Dann lie­ber rich­tig, dann lie­ber geball­ter Ernst oder geball­ter Sar­kas­mus: am Altar von Not­re Dame,  oder halt doch in eine Kame­ra quat­schen, wenn der Mumm sich im Früh­jahr zu sprie­ßen anschickt.

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Kommentare (36)

RMH

26. April 2021 07:07

Liefers, Brambach, Ossis - die allererste "OMG, ich ziehe lieber zurück" Kreischerin, Makatsch, Wessi ...

könnte man ja jetzt einmal abzählen und die West/Ost Quoten der Standhaften bilden.

Wie auch immer, wer nie ein Sensorium für die Übergriffigkeit eines Staates herausgebildet hat, der gibt eben Leuten wie Böhmermann likes ...

An der Diskussion selber nerven am meisten die selbsternannten Ärztesprecher*innen und sonstige Zweitverwerter ihres Heilberufes. Halbgötter in weiß mit ihren helfenden Pflegeengeln, leisten Unermüdliches an der Corona-Front und dürfen sich Süffisantes, ausgerechnet von Schauspielern anhören. Das schmerzt, zumal man die vom job mit abzuzahlende Jacht an der kroatischen Adria (oder was auch immer man für bullshit mit der Kohle anschafft) in diesem Jahr auch wieder weniger besuchen darf (mithin also schlimme berufliche Schicksale). Wenn man dann - bis in juristische Fachzeitschriften hinein - ausgetragene Debatten über wegen Corona geringer gewordene sog. "Privatliquidationserlöse" und deren möglichen Ausgleich liest, dann wird klar, dass die Halbgötterdämmerung schon lange hinter uns liegt.

Gustav

26. April 2021 09:00

Zehn kleine Schauspieler,
die wollten mutig sein.
Auf Twitter zog ein Shitstorm auf,
da waren’s nur noch neun.

Neun kleine Schauspieler,
einer hat gedacht:
„Karriere ist mir wichtiger.”
Da waren’s nur noch acht.

Acht kleine Schauspieler
haben aufbegehrt.
Ein Anruf aus Berlin kam rein,
schnell machte einer kehrt.

Sieben kleine Schauspieler
für das Grundgesetz.
Ein Hausbesuch der Antifa,
da waren’s nur noch sechs.

Sechs kleine Schauspieler
erleiden Schmach und Schimpf.
„Schwurbler! Nazi! Omatöter!”
Übrig blieben fünf.

Fünf kleine Schauspieler
von rechts sich distanziert.
Das reicht den „Demokraten” nicht,
und weiter ging’s zu viert.

Vier kleine Schauspieler
kritisier’n die Gängelei.
Einer bekam die Kündigung,
da waren’s nur noch drei.

Drei kleinen Schauspielern
die AfD spendet Applaus.
Beifall von den Bösen, schlimm!
Einer stieg schleunigst aus.

Zwei kleine Schauspieler,
jeder war ein Held,
fünf Hetzartikel später dann,
gab einer Fersengeld.

Ein kleiner Schauspieler
hatte ein Déjà-vu,
doch dann begriff der Liefers Jan:
Die DDR war nie perdu.

(Netzfund, leicht bearbeitet)

acta diurna, M. Klonovsky

Gustav

26. April 2021 09:04

„Das Schlimmste in einem 3-wöchigen Lockdown sind die ersten 6 Monate.“  (Netzfund)

GuntherManz

26. April 2021 09:42

Jeder sollte uns willkommen sein, der auf dem Regierungsweg umkehrt und die Freiheit wieder herstellen hilft. In meiner besonnenen Hälfte bin ich froh, daß wir Deutschen keine großartigen Anlagen zum Bürgerkrieg besitzen. Was umkehrt soll willkommen und geschützt sein, was stehenbleibt soll von Gewalt verschont sein. Diese Menschlichkeit haben wir Stalinisten voraus.

Die Franzosen sind anders gestrickt. 95 tsd.Tote sollen es gewesen sein von 1945-48. Es ist ihr Land, und ich bewundere Sie dafür Gras über solche Sachen wachsen zu lassen und zu amnestieren. Alles andere wäre Selbstzerfleischung.

Ich sehe mit Sorge auf die Not der kleinen Franzosen, der Gelbwesten, der Abgehängten. Bei den Franzosen laufen die Dinge im Allgemeinen brutaler ab. Ich bin nicht neugierig auf die Entwicklungen. Wir stehen am Abbruch unseres bisherigen Lebens.

tearjerker

26. April 2021 10:11

@RMH: „ (...) dass die Halbgötterdämmerung schon lange hinter uns liegt.“

Teile der Druidenkaste schaffen es altuell aber trotzdem, eine ganze Zivilisation in Haft zu nehmen und ihren Interessen zu unterwerfen.

MARCEL

26. April 2021 10:27

Treffend und traurig. Ja, schon am Klopapier-Hamstern konnte man den Zustand der Moral bei vielen hierzulande ablesen.

2050 wird man nicht mehr Muße haben, um auf der Couch zurückzublicken. Uns gibt es entweder gar nicht mehr oder in umkämpften Residuen. Die Geschichtsschreibung wird dann auch von anderen übernommen werden. Vermutlich von Orientalen, die über die erfolgreiche Eingliederung des einst stolzen Almanya in den Dar-ul-Islam schreiben werden.

Ach ja, Grün ist auch die Farbe des Islam!

Maiordomus

26. April 2021 10:57

Ein solcher Brief von deutschen Generälen würde als Machtergreifung und 1933. 2.0 interpretiert. Ohnehin haben wir heute einen neuen "Mut-Begriff". Etwa wenn eine Schauspielerin oder Sportlerin, von der man lange nichts gehört hat, bekennt: "Ich war auch schon mal in eine Frau verliebt". Auch gilt oder gälte das Outing eines schwulen Fussballers heute als das Maximum einer Revolution in den deutschsprachigen Ländern. 

Lotta Vorbeck

26. April 2021 11:04

@tearjerker - 26. April 2021 - 10:11 AM

"Teile der Druidenkaste schaffen es aktuell aber trotzdem, eine ganze Zivilisation in Haft zu nehmen und ihren Interessen zu unterwerfen."

---

Im Moment ist das offenbar so.

Noch.

 

---> William Toel im Norden Deutschlands - Gruppengespräch Teil 1

---> William Toel im Norden Deutschlands - Gruppengespräch Teil 2

veröffentlicht am 5. April 2021

 

Anmerkung:

Es war derselbe William Toel, der die umwälzenden Ereignisse der Jahre 1989/90 exakt voraussagte.

 

Ein gebuertiger Hesse

26. April 2021 13:23

@ Lotta Vorbeck

Sensationell, was der Amerikaner in den beiden Videos sagt. Anhören, wir alle.

Danke für die Darreichung.

Valjean72

26. April 2021 13:38

@Lotta Vorbeck:

Vielen Dank für Ihre Hinweise im anderen Strang den schändlichen Anschlag in Guthmannshausen betreffend. Schon länger hatte ich mir vorgenommen, dort einmal vorbeizusehen.

Lotta Vorbeck

26. April 2021 14:35

@Valjean72 - 26. April 2021 - 01:38 PM

2/2

Allerdings ist es wohl auch ziemlich leichtsinnig, solch eine wertvolle Immobilie quasi unbeaufsichtigt einfach im Gelände stehen zu lassen.

Die Leute vom Trägerverein reisten immer nur für die Veranstaltungen aus ihrem schon lange nicht mehr goldenen Westen an und irgendwann ist der Hausmeister dann auch mal außer Haus, eine Konstellation, die die Brandstifter vorab ausgekundschaftet haben dürften.

---> Vorstellung des Tagungszentrums des Vereins Gedächtnisstätte e.V - 28.06.2017

Lotta Vorbeck

26. April 2021 14:40

@Ein gebuertiger Hesse - 26. April 2021 - 01:23 PM

Sensationell, was der Amerikaner in den beiden Videos sagt. Anhören, wir alle.

---

Toel weist immer wieder darauf hin: Ihr müßt Euch selber retten!

 

Vielleicht für Sie ebenfalls interessant:

+ William Toel - Eine Vision für Deutschland

 

Ganz frisch, sozusagen noch warm:

Prof. William Toel im Interview mit Marc (engl. Originalfassung)

Weiteres dazu ist dem Begleittext zu entnehmen.

Gotlandfahrer

26. April 2021 15:31

#allesdichtmachen wird vermutlich ein bisschen Bandbreite für Kritik freigeben, da die Reaktionen selbst für den Politbetrieb peinlich waren.  Was ihn nicht abhält, weiter zu machen, immer weiter.  Der Bundesuntertan sieht sich sogar bestätigt: Ist doch alles gut, mit der Meinungsfreiheit, siehste.  Oh - jetzt dürfen die Kinder erneut wieder nicht zum Training, wegen Notbremse... das ist ja wirklich überzogen.  Naja, solche Details können schon mal durchrutschen, dagegen kann man ja - ok, nicht mehr klagen - aber doch bestimmt irgendwie: mobilisieren? Lass mal beim Verein beschweren. Es ist ja alles so komplex... Hauptsache nicht Rechts.

#allesdichtmachen ist eine Mulmigkeits-Blähung einiger Funktionsgeiseln, etwas, was auf ein besseres Leben IM Kerker gerichtet ist, nicht auf Befreiung.

Es werden Vergleiche zu Biermann angestellt.  Trifft es nicht, denn die DDR ging aufgrund des Zerfalls ihres Hegemon unter.  Um dies heute zu bewirken, müsste der ganze Globalistenhaufen zusammenbrechen.  Insofern sind die Neuauszählungen in Maricopa County bedeutsamer, als diese ironisch gewundene Affirmation der Herrschenden (Nur wer noch anerkannt ist, kann etwas durch Annahme ironischer Kritik korrigieren - wen ich nicht anerkenne, dem versuche ich gar nicht erst diese Brücke zu lassen).

Solange die Masken- und Impfflagellanten mehr Angst vor ihrem eigenen Sein haben als vor dem Leiden durch das Herrschaftstabu wird sich nichts ändern. 

Der_Juergen

26. April 2021 16:10

@Gunther Manz

Um der Genauigkeit willen: Die Säuberungen in Frankreich nach dem 2. Weltkrieg forderten keine 95.000 Toten, aber immerhin ca. 16.000. (Habe die Zahl von einem für sein Beharren auf "Exactitude" bekannten französischen Literaturprofessor, der im Oktober 2018 starb und als einer der grossen Helden unserer Zeit gelten darf.)

"Die Menschlichkeit haben wir den Stalinisten voraus..:" Ihre Humanität in Ehren, aber manchmal bedarf es einer "wohltemperierten Grausamkeit" (treffende Formulierung von Peter Sloterdijk). Wer die Möglichkeit hat, Dracula den Pfahl durchs Herz zu stossen, es aber aus Mitleid nicht tut, hat Draculas künftige Opfer auf dem Gewissen.

Ein Mann, der zu feige war, um die nötige Härte zu zeigen, war Donald Trump. Er hätte die USA, ja vielleicht die Welt retten können. Er hat es nicht getan, sei es, weil er um sein eigenes Leben fürchtete, sei es weil er keinen Bürgerkrieg mit vielleicht einigen Zehntausend Toten wollte. Stattdessen werden die USA nun entweder einen Bürgerkrieg mit Hunderttausenden bis Millionen von Toten kriegen, um als Staat zu überleben, oder sie werden als Staat untergehen, und zwar ebenfalls unter gewaltigem Blutvergiessen. Und Europa versinkt in einer Nacht, der vielleicht kein Morgen mehr folgen wird - es sei denn, die französischen Generäle lassen den Worten Taten folgen und finden Nachahmer anderswo.

Der_Juergen

26. April 2021 16:14

@Maiordomus

"Auch gilt oder gälte das Outing eines schwulen Fussballers heute als das Maximum einer Revolution in den deutschsprachigen Ländern."

Schon bald wird es wohl umgekehrt sein. Es wird als revolutionär gelten, sich als Hetero zu outen. Mildernde Umstände wird ein Hetero nur beanspruchen dürfen, wenn seine Frau oder Freundin eine woman of colour ist.

 

Niekisch

26. April 2021 19:06

"müsste der ganze Globalistenhaufen zusammenbrechen."

@ Gotlandfahrer 15:31: da müssen wir eben ganz von unten und ganz, ganz klein anfangen wie hier:

Mein Volk, was bist Du?…III. | Metapolitika (wordpress.com)

Lotta Vorbeck

26. April 2021 21:44

Reiner Fuellmich, [26.04.21 18:58]

❗️ Hausdurchsuchung bei Weimarer Richter !

Jetzt ist es offiziell: Christian Dettmar, Richter am AG Weimar (Verfasser der Entscheidung vom 08.04.2021) wurde heute morgen durchsucht:

Büro, Auto (privat), Handy beschlagnahmt.

Der Kollege RA Strate aus HH vertritt ihn, soweit ist erstmal alles unter Kontrolle.

➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖
Wir verbreiten diese - offensichtlich willkürliche und allein der Einschüchterung dienende - Geschichte sofort weltweit.
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RA Dr. Reiner Fuellmich, hier geht's zum Kanal:
@ReinerFuellmich
Mehr Infos unter:
fuellmich.com/Newsletter

 

Reiner Fuellmich, [26.04.21 20:00]
[Weitergeleitet aus corona-ausschuss.de]

🔥Die heutige Hausdurchsuchung bei Richter Dettmar, dessen Unabhängigkeit Art. 97 I GG garantiert – “Richter sind unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen” – erfolgte offenbar aus politischen Gründen.

2020news.de/hausdurchsuchung-bei-weimarer-sensationsrichter

👉 RA Füllmich hierzu 

Lotta Vorbeck

26. April 2021 21:54

Freie Sachsen, [26.04.21 19:43]

 

---> Video 

Kretschmers Söldner jagen Bürger durch die Straßen in Zwönitz - doch nun stehen sie unter Beobachtung, denn Rechtsanwalt Martin Kohlmann ist soeben eingetroffen und hat sich an die Fersen der Beamten gehängt, um Rechtsbrüche zu dokumentieren und Opfern von Polizeigewalt beizustehen. Sportlich, sportlich!

FREIE SACHSEN

 

Freie Sachsen, [26.04.21 20:42]

---> Video 

Polizeigewalt gegen Rechtsanwalt Kohlmann in Zwönitz!

So geht die Polizei mittlerweile mit Rechtsanwälten um, die ihre rechtswidrigen Maßnahmen dokumentieren. RA Kohlmann wird von mehreren Beamten körperlich angegangen und selbst in den Polizeikessel gebracht, den er eigentlich im Rahmen seines Berufes beobachten wollte.

Offenbar hatten die Kretschmer-Söldner heute die klare Anweisung, die Bürger beim größten Spaziergang im Erzgebirge zu drangsalieren. Doch die empörten Reaktionen machen deutlich: Diese Rechnung wird nicht aufgehen! Und für die aus Leipzig angerückte Hundertschaft dürfte es auch kein besonders schönes Erlebnis gewesen sein, von nahezu sämtlichen Anwohnern rund um die Polizeikessel verhöhnt zu werden!

FREIE SACHSEN

Laurenz

27. April 2021 01:13

@Reiner Fuellmich

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/511532/Nach-Urteil-gegen-Masken-Pflicht-Behoerden-durchsuchen-Wohnung-und-Buero-von-Richter

 

anatol broder

27. April 2021 01:14

@ niekisch 19:06

«lebendiges wir-ich. was kann gemeint sein? der wortlaut alleine schenkt uns keine lösung.»

doch, tut er. wenn der wortlaut widersprüchlich ist, dann ist die aussage nicht wahr. gemeint ist nichts. die sechs silben schunkeln höchstens.

anatol broder

27. April 2021 01:43

@ maiordomus 10:57

um den guten alten mut nicht zu beschmutzen, schlage ich für seine eindimensionale fassung die bezeichnung die muh vor. die entsprechung des übermuts wäre dann die muhmuh.

Simplicius Teutsch

27. April 2021 08:19

Text und Zitat auf WELT online am 25.04.21:

Ich bin auch kein Corona-Leugner oder jemand, der die Grenzen für Flüchtlinge schließen will!“ Er sei per Telefon gefeuert worden. Seine Bandkollegen hätten ihm rechtes Gedankengut unterstellt.

Vergoossen schreibt auf Facebook, er habe nach seinem Rauswurf um ein persönliches Gespräch gebeten, um der Band zu verdeutlichen, dass er kein Rassist oder „Virenverweigerer“ sei. Das sei jedoch abgelehnt worden. Seine Sachen, die er noch in Köln habe, wolle ihm die Band nach Hause in die Niederlande schicken, so der Gitarrist.

-----

Einer hat falsch gegackert. Da muss gründlich gesäubert werden im Kölner Hühnerstall. Vorbildhaft. Hygiene über alles, über alles in der Welt.

RMH

27. April 2021 10:00

Die Durchsuchung beim Weimarer Richter zeigt den vermutlich  grundsätzlich üblen Zustand unserer Justiz. Man bedenke: Die Durchsuchnungsanordnungen werden die Unterschrift eines Richterkollegen tragen, der damit letztlich am Ast sägt, auf dem er selber sitzt.

Das System wäre besser beraten gewesen, wenn sie Urteile wie das aus Weimar als Feigenblatt verwendet hätten. Aber offensichtlich war das Urteil zu gut begründet.

Niekisch

27. April 2021 10:30

"doch, tut er. wenn der wortlaut widersprüchlich ist, dann ist die aussage nicht wahr. gemeint ist nichts. die sechs silben schunkeln höchstens."

@ anatol broder 27.4.01:14: alle drei Elemente "lebendig-wir-ich" sind ja im Begriff  "Volk" enthalten, insoweit widersprechen sie sich nicht gegenseitig. Sie sind lediglich falsch gestuft: das "Rohmaterial" Volk als Abstammungsgemeinschaft im bestimmten Raum läßt Individuen gedeihen, die wiederum aufgrund inzidierter Geistigkeit ein "Wir" kreieren können. Thor von Waldstein schreibt nicht Unwahres, sondern Undifferenziertes.

links ist wo der daumen rechts ist

27. April 2021 10:38

Sonntagsheld oder Sonntagsdenker: Rudolf Burger (1938-2021)

 

Da es in diesem Kommentarstrang am ehesten paßt, erlaube ich mir einen nachgetragenen Nachruf zu platzieren.

Erinnern möchte ich an den am Montag vergangener Woche in einem Wiener Spital verstorbenen Rudolf Burger.

Bezeichnend ist, daß in der verkommenen österr. Medienlandschaft scheinbar eine Nachruf-Blaupause verwendet wurde (mit einer kleinen Ausnahme ist kein einziges größeres Porträt erschienen); dabei ist dann immer von einem „streitbaren Intellektuellen“ die Rede und man listet kurz & lieblos (das ist keine Anspielung auf den österr. Kinderkanzler) seine bekanntesten Statements auf: also, „kriegsgeile Kiebitze“ als Bezeichnung für die serbienfeindliche Haltung österr. Politiker, als es um die Anerkennung Kroatiens und Sloweniens als souveräne Staaten ging und „antifaschistischer Karneval“ als Kommentar zum Widerstand gegen die schwarz-blaue Regierung im Jahr 2000. Dazwischen streut man noch seinen Essay „Plädoyer für das Vergessen“ (Europ. Rundschau 2001) ein.

Unterschlagen wird dabei vollkommen, daß er einer der ersten war, der die grüne Weltverbesserungsideologie als Ausdruck eines (unbezwingbar scheinenden) Hypermoralismus kritisierte; im Kampf gegen letzteren wurde er vom in der Wolle gefärbten Sozialdemokraten zum (immer noch) linken Konservativen. Man kann das auch Skeptizismus mit Hang zu Weltschmerz nennen. Oft wurde dann Haltung zur Pose eines in feinste Stoffe Gewande(l)ten.

links ist wo der daumen rechts ist

27. April 2021 10:47

Rudolf Burger 2

 

Er war in allem wahrscheinlich ein Paradeintellektueller, aber eben auch – typisch österr. – zugleich die Parodie darauf. Er hat in seinen und durch seine Texte gelebt, hakte man aber coram publico nach (mea culpa), begann er nicht nur einmal hektisch in seinen Vortragsmanuskripten das rettende Paul-Valery-Zitat zu suchen.

Vermutlich gewann er erst durch Sloterdijks „Kritik der zynischen Vernunft“ (und den darin beschriebenen Gratwanderungen zw. rechts und links) den an seiner Jünger-Lektüre geschulten kalten Blick, der auch den "Morast gefror", über den sich wandeln ließ.

Bezeichnenderweise hat er bei seiner Verabschiedungsfeier als Rektor der Hochschule für Angewandte Kunst vier Personen von wiss. Rang eingeladen, die er als seine Lehrer bezeichnete (einer war sogar im strikten Sinne sein Schüler): Karl Heinz Bohrer, Helmut Lethen, Christian Demand und Ulrich Horstmann. Das klingt zurecht wie das rhetorisch glitzernde Programm eines Desillusionierungsorchesters. Er war der österr. Ableger dieser bundesdeutschen Anreger und wirkte im österr. Kollegenkreis irgendwann so exotisch wie überlebt. Viel Tumult und Auftritte zu Lebzeiten, zuletzt bei einer offiziellen Veranstaltung zu seinem 80. Geburtstag noch eine Handvoll Getreuer im Saal - und in den „Nachrufen“ pflichtschuldigste Miniatur-Huldigungen.

„Ist es Komödie? Ist es eine Tragödie?“

links ist wo der daumen rechts ist

27. April 2021 11:22

Rudolf Burger 3

 

Oft muß ich dabei an die berühmte Passage in Doderers „Dämonen“ denken, in der eine der Hauptfiguren, Leonhard Kakabsa (er hat den Ehrgeiz, aus der Welt des Dialekts mittels Lateinstudien und Heirat in die hehre bürgerliche Welt aufzusteigen) nächtlicherweise in einem Lokal über einer verschmutzten Wirtshaustischplatte sinniert und meint: „Irgendwann ist bei uns in Österreich alles verschüttet.“

Ein paar Seiten zuvor hatte dieser Kakabsa eine Vision, als er auf dem Bett liegend auf die Zimmerecke blickt, in der normalerweise (?) das Kruzifix hängt und plötzlich meint (sich an seine Zeit auf einem Donauschlepper erinnernd): „Bin i‘ zan Riach‘n auf dar Wöd?“ Der Erzähler erlöst ihn aus seiner olfaktorischen Hypersensibilität und schwenkt – fast Kubrick-mäßig – den Blick vom Bett im Zimmer nach oben auf den 2. und 20. Bezirk (wo Kakabsa wohnt) und stellt fest, daß die beiden Bezirke aus der Vogelperspektive wie ein gestrandetes Schiff, ein Donauschlepper aussehen.

Das Schwanken zwischen diesen beiden Perspektiven war Burgers Dilemma und Verdienst.

Er hatte oft den richtigen „Riecher“, aber sein Blick von oben, seine Nonchalance war immer auch umweht von einer ahnenden Verbitterung, die ruhende Mitte hielt die Melancholie eines gläubigen Skeptikers; darin nicht unähnlich dem großen Doderer, dem nicht minder großen W.G. Sebald und einigen wenigen anderen...

anatol broder

27. April 2021 13:01

@ niekisch 10:30

«thor von waldstein schreibt nicht unwahres, sondern undifferenziertes.»

undifferenziert ist aber unwahr. ich verdeutliche das mit natürlichen zahlen:

1 = 1 (ich bin ich) ist wahr;

1 < 2 (ich bin weniger als volk) ist wahr;

1 = 2 (ich bin volk) ist unwahr.

die ausführungen von waldsteins sind höchstens lyrisch wertvoll. ein echter metaphysiker hätte in seinen 20 thesen die beziehung zwischen volk und gott nicht ausgelassen.

Lotta Vorbeck

27. April 2021 14:21

Kandel - Team 2020, [27.04.21 12:08]
[Weitergeleitet aus Der Berliner Bote]

---> Video

Der Ministerpräsident von Sachsen, Michael Kretschmer, hat sich angeblich mit AstraZeneca impfen lassen 😄

Die "Ärztin" muss gefühlt 90% von dem was sie sagt, von einem Stück Papier ablesen.
Außerdem "vergisst" sie bei der Aufklärung über die Nebenwirkungen zu erwähnen, dass es auch zu Thrombosen, Schlaganfällen, Rückenmarksentzündungen oder Tod kommen kann. 
Während des Gespräches hyperventiliert sie heftig in ihre Maske und die Impfung... ach, schaut einfach selbst 😆

Gracchus

27. April 2021 19:57

@Lotta Vorbeck

Unfassbar. Was für ein Verblödungsgrad bei den Bürgern - pardon: Untertanen - vorausgesetzt wird. Vermutlich zu Recht. 

Sugus

27. April 2021 21:49

In der französischen Quelle steht, dass diese Militärs alle pensioniert sind. Das schwächt das Ganze erheblich ab. Ein so wichtiges Detail sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen.

Gracchus

27. April 2021 23:21

@Lotta Vorbeck 

Gerne bzw. die Tiefenbohrung in meine Nase neulich vermittels eines Wattestäbchens reicht mir erst mal. Allerdings bezog sich mein Kommentar auf das Filmchen mit MP Kretschmer. 

Simplicius Teutsch

27. April 2021 23:48

@ Lotta Vorbeck: "Seht und hört bitte her. Wer anlässlich dieser Rede heute jubelt, sollte besser hinhören."

Habe genau hingehört. Und vielen Dank für diesen Link.

ABER, @ Lotta Vorbeck, nehmen Sie es mir bitte nicht übel, Ihrer negativen Beurteilungs-Tendenz muss ich diesmal konträr widersprechen. Ich empfinde ganz anders. Sie tun Jan Liefers total unrecht.

Eindrucksvoll, die sachliche Stimmung auf dieser revolutionären Demonstration.

Liefers hat den Text vorgelesen, wie ein Deutsch-Sozialkunde-Abiturient, den man schnell nach vorne auf die Bühne geschickt hat, ohne jede schauspielerische Rhetorik. Ja, es war sicher nicht sein eigener, alleiniger Text. Ja, bei seiner amateurhaft vorgelesenen Forderung nach einem „demokratischen Sozialismus“ war keine Begeisterung im Publikum, aber auch nicht bei ihm. Er hat dazu andeutungsweise mit dem Kopf geschüttelt; warum ???

Und erstens: Am 04.11.1989 war noch gar nichts (!) entschieden! Die Erich Mielke-Stasi wartete nur auf den blutigen Einsatzbefehl aus Moskau. Die legendäre Zettel-Konferenz von SED-Trottel Schabowski bezüglich der allg. DDR-Ausreisegenehmigungen war erst 5 Tage später am 9.11.1989. Und auch danach war lange Zeit noch gar nichts entschieden.

Beim zweiten Anhören, habe ich erst die ganze Spannung gespürt und erkannt, wie fundamental mutig gegen die SED-Diktatur diese Rede gerichtet war: „Deshalb müssen die vorhandenen Strukturen zerstört werden ...“

AmazonBesteller

28. April 2021 00:00

@ anatol broder 27. April 2021 13:01

„1 = 2 (ich bin volk) ist unwahr.“ Warum nutzen Sie nur einen begrenzten Vorrat an Vergleichszeichen? Nehmen Sie das hier: <= dann passt es wieder :^). Oder 1⊆ 2.Außerdem könnte man bestimmt eine Relation basteln um da eine Verbindung zwischen Ich und Volk zu schaffen die auch Ihren formellen Anforderungen genügt. Sie erinnern mich an Michael B. Der war ein durch Scheidung und Rechtsstreit geschlagener Mann. Hat hier auch oft geschrieben. Ist aber dann verstummt, weil Laurenz sich nicht belehren ließ. 

Was ich eigentlich schreiben wollte:

Ich mag die 50 Schauspieler nicht. Diese Art von übertriebener Ironie, die auch noch gefeiert wird zeigt doch ganz gut das eigentliche Problem: man ist schlichtweg nicht fähig zu sagen was Sache ist. Direkt, ohne Schutzschild der Satire. Kann am Kopf liegen oder an den Umständen wie es viele hier zu befürchten haben: den bürgerlichen Tod sterben. Soll das gem. Laschet der von der Regierung akzeptierte Widerstand sein? Ich denke ja. Laut der Jungen Freiheit stand bei einem Statement etwas von FCKNZS oder so . Hat mir gereicht um die Schauspieler (!) nicht weiter zu beachten. Keine Helden.

@ Lotta Vorbeck

Hören Sie bitte auf dieses Zeug hier zu verlinken. In einem anderen Strang unterstützen Sie die These einer Maus über einem Raketentriebwerk. In der Höhe wird das wohl eher eine gefrorene Flüssigkeit gewesen sein, die abschmilzt und durch die Bewegung in die Rillen gepresst wird.

anatol broder

28. April 2021 10:27

@ sugus 21:49

danke für die ergänzung.

Niekisch

28. April 2021 11:08

@ anatol broder 27.4. 13:01: von Mehr und Weniger war nicht die Rede. Rechenspiele versagen, wenn evolutionsbiologische und philosophische Erwägungen zusammenfallen.

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