Belletristik – ein Aufruf!

Für eine belletristische Beilage der Sezession suchen wir unveröffentlichte Kurzprosatexte und Erzählungen, die sich an unsere Leserschaft wenden.

Den Ein­sen­dun­gen möch­ten wir a prio­ri kei­ne sti­lis­ti­schen oder the­ma­ti­schen Ein­schrän­kun­gen auf­er­le­gen, erwar­ten aber, in ihnen – ob vor­der- oder hin­ter­grün­dig, ernst oder augen­zwin­kernd – das Eige­ne, Rech­te und Schö­ne anzu­tref­fen, den Ord­nungs­wil­len und die Fes­tig­keit, das Hero­isch-Sol­da­ti­sche, das Über­zeit­li­che und Bewah­ren­de – oder aber die Abgrün­de unse­rer Geschich­te, Gegen­wart und Zukunft aus­ge­lo­tet zu sehen.

Was wir nicht wün­schen, ist die Dra­ma­ti­sie­rung poli­ti­scher Pro­gram­me oder Trak­ta­te; auch ist unser Inter­es­se am Kryp­ti­schen und Abs­trak­ten, an Bekennt­nis- und Befind­lich­keits­li­te­ra­tur gering. Groß ist es hin­ge­gen an ein­dring­li­chen, lapi­da­ren, dia­lo­gi­schen Manu­skrip­ten: Die Zeit dafür ist reif, wir müs­sen nun auch zwi­schen den Zei­len suchen.

For­ma­les:

  • Es dür­fen meh­re­re Tex­te ein­ge­reicht wer­den, doch soll­te der Gesamt­um­fang eine Län­ge von 35.000 Zei­chen ein­schließ­lich Leer­zei­chen nicht überschreiten.
  • Ange­nom­men wer­den aus­schließ­lich digi­ta­le Zusen­dun­gen: Sen­den Sie Ihre Tex­te an [email protected]
  • Der Ein­sen­dung ist eine sepa­ra­te Vita bei­zu­fü­gen, die die aktu­el­le Post­adres­se des Ein­sen­ders beinhal­tet sowie ggf. wei­te­re Veröffentlichungen.
  • Der Ein­sen­der ver­si­chert mit der Ein­sen­dung aus­drück­lich, das heißt: im Begleit­schrei­ben, dass er allei­ni­ger Rech­te­inha­ber der ein­ge­sand­ten Tex­te ist.
  • Die Tex­te sol­len bis­her unver­öf­fent­licht sein. Aus­nah­men hier­von bedür­fen der Absprache.
  • Eine Ver­öf­fent­li­chung unter Pseud­onym ist auf Wunsch möglich.
  • Der Ver­öf­fent­li­chungs­zeit­punkt steht noch nicht fest. Wir wer­den sam­meln, bis aus­rei­chend hoch­wer­ti­ge Tex­te vor­han­den sind, und hal­ten die Bei­trä­ger bezüg­lich des Erschei­nens auf dem Laufenden.
  • Hono­ra­re wer­den nach dem für die Sezes­si­on übli­chen Satz bezahlt. Die Rech­te an den Tex­ten blei­ben bei den Autoren.

Wir hof­fen auf Teil­nah­me und Über­ra­schun­gen. Es muß noch unge­ho­be­ne Schät­ze geben, min­des­tens für eine Bei­la­ge (zwei im Jahr?) muß es rei­chen, viel­leicht sogar für mehr. Jeden­falls haben wir Plä­ne. Und nun sind wir gespannt.

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Kommentare (16)

MARCEL

3. Mai 2021 10:21

Grundsätzlich gute Idee, um das Spektrum zu erweitern und Autoren/Leser enger anzubinden.

Sezession darf darüber nicht verwässern oder gar harmlos werden (bitte fürderhin keine Kochrezepte oder Cartoons), die Zeiten sind es nicht und unsere Gegner auch nicht.

Aber, wem sage ich das? Sezession ist und bleibt ein Kampforgan auf hohem Niveau (Kein triviales "Kampfblatt")

Franz Bettinger

3. Mai 2021 11:57

Prima Idee!  Noch schöner fände ich, wenn solche Kurzgeschichten regelmäßig auch hier im SiN-Blog erschienen und ggf. kommentiert werden dürften.

RMH

3. Mai 2021 12:21

@Marcel,

Man sollte das Thema Kochen nie unterschätzen ;)

Eine Schlachtplatte kann in Zeiten des Veggie- Booms eine reactionäre Angelegenheit sein und ein Kochbuch hat den meisten Verlagen noch nie geschadet.

@# Belletristik bei Sezession,

Ich hoffe, da trauen sich viele, einen Beitrag einzureichen und dann kann das Raten beginnen, wer hinter welchem Pseudonym stecken mag.

zeitschnur

3. Mai 2021 18:27

Entweder ich habe was überlesen oder es fehlt wirklich: Darf ich fragen, ob es einen Einsendeschluss gibt, und wenn ja, wann der ist?

Oder lassen Sie es einfach mal laufen und veröffentlichen dann, wenn genügend für eine erste Beilage zusammengekommen ist?

anatol broder

3. Mai 2021 19:31

@ rmh 12:21

zwei fälle werden einfach sein:

besteht der text aus 1 absatz und 100 protagonisten, dann beginnt das pseudonym mit mai und endet mit mus;

besteht der text aus 100 absätzen und 1 antagonisten, dann beginnt das pseudonym mit ima und endet mit ine.

Pferdefuss

3. Mai 2021 19:42

Famos! Das erweitert den Horizont von Sezession, SiN, antaios auf höchst erfreuliche Weise. Honorar wird zugesagt? Wer's mag und kann - Spende an nahe Stiftungen. 

@ MARCEL @ RMH

Cartoons? Eher nicht! Wann gibt es schon mal wieder einen Wilhelm Busch mit 'Max und Moritz' oder Dr. Hoffmann mit  'Struwwelpeter'! Aber kindgerechtes Futter, warum nicht?  

Auch anekdotische Kochbücher, warum nicht?  Nirgendwo schlägt sich Vertrauen, Tradition, Erbe so befriedigend nieder wie bei Mutters oder Omas Küche. Ein noch unausgegorener Einfall, ein Koch-Brevier für ältere Herrschaften, Pflegeheime, Essendienste, Reste-Essen-Verwerter, halbe Portionen im Pensionsstadium zu kreieren, muss noch etwas köcheln. Wer sich selbst versorgt, ist gut bedient. Wer sich nicht mehr versorgen kann, ist (Liefer-)Diensten ausgeliefert, die den Zustand älterer Herrschaften mit ihren Beißerchen, ihren alte-vertrauten Gewohnheiten, ihrem Verdauungstrakt und gezügeltem Appetit kaum gerecht werden.  

 

 

Gracchus

3. Mai 2021 21:23

@anatol broder

Haha. Sie wären aber auch leicht zu erraten.

Francesco

3. Mai 2021 21:25

Mein Großvater hat in den 30iger Jahren eine Ausbildung zum Schlosser gemacht und sich auf eine Eheschließung vorbereitet.

Dann wurde er plötzlich zum Krieg eingezogen und hat 6 Jahre an allen Fronten gekämpft. Danach 5 Jahre russische Kriegsgefangenschaft. Seine ganze Jugend war im Eimer.

Er hat die Gefangenschaft nur überlebt, weil ein Wärter ihm regelmäßig Speck zusteckte.

Warum dieser Wärter das machte, ist mir bis heute unverständlich. Das muss mit der tiefen Religiosität der Russen zusammenhängen. 

Ich weiß nicht wie kaltes Fleisch schmeckt. Aber für jemanden, der nur dünnen Brei zu essen bekommt, muss das ein Festessen gewesen sein.

Vielleicht wäre die Geschichte meines Großvaters ein interessanter Beitrag?

links ist wo der daumen rechts ist

3. Mai 2021 22:24

@ anatol broder

Dank für das Abendschmunzeln.

Ich seh schon: Es werden ca. ein Dutzend Texte mit leicht satirischem Unterton eingesendet werden, die Pseudonyme werden frei flottieren...

Franz Bettinger

3. Mai 2021 23:39

@anatol broder: einige Stammgäste sind tatsächlich schon am Stil zu erkennen. Manchmal rolle ich die Kommentar-Zeilen von hinten auf und weiß sofort, noch bevor ich den dickgedruckten Autor sehe: das ist Laurenz, Lotta oder Grambauer. Quarz und Jürgen haben ebenfalls ihren eigenen (präzisen) Stil.

Volksdeutscher

4. Mai 2021 08:34

Bitte um Spezifizierung der Ausschreibung:

- Gibt es einen Frist, einen Einsendeschluß oder kann man fortwährend Texte einreichen?

- Was ist, wenn man noch nie einen Text veröffentlicht hat, ist es ein Ausschlußkriterium?

- Gibt es eine Beschränkung oder Empfehlung für die Länge des Textes?

Volksdeutscher

4. Mai 2021 09:40

@Francesco - "Vielleicht wäre die Geschichte meines Großvaters ein interessanter Beitrag?" 

Was Sie da kurz angerissen haben, hat etwas für sich. Die Geschichte unserer Helden im zweiten Weltkrieg muß auch in der literarischen Form für die Nachwelt erhalten bleiben. Von den Siegern wurden genug Lügen und primitive Propagandafilme über sie in Umlauf gebracht. Aber ob sie letztenendes ein interessanter Beitrag wäre, hängt von dem Wie ab, d.h. von der Art, wie Geschichte geschrieben wurde. Versuchen Sie´s!

Der_Juergen

4. Mai 2021 11:45

@Francesco

Unzählige deutsche Kriegsgefangene erfuhren seitens der russischen Zivilbevölkerung Zeichen der Menschlichkeit. Ihr Grossvater war also glücklicherweise kein Einzelfall. Obgleich die Tschechen unvergleichlich weniger gelitten hatten als die Russen (keine einzige tschechische Stadt wurde zerstört, und die Zahl der ethnischen tschechischen Opfer der deutschen Besatzung war sehr gering), haben sich erhebliche Teile der tschechischen Zivilbevölkerung 1945 auf übelste Weise an wehrlosen Deutschen vergangen. Dasselbe geschah in Polen, aber den Polen kann man aufgrund ihrer weitaus härteren Unterdrückung noch mildernde Umstände zubilligen.

Niekisch

4. Mai 2021 15:15

Sind auch Gedichte genehm?

MARCEL

4. Mai 2021 16:56

@Der_Juergen

Ja, in der Tat, immer wieder hört man, dass Duckmäuser, Angepasste und Feiglinge ihren Makel durch besondere Grausamkeit an Wehrlosen "wettmachen" wollten (bestürzende Beispiele sind auch aus der franz. épuration überliefert) Ob das (abgemildert) wieder passiert? Gegen Impfunwillige beispielsweise?

Volksdeutscher

4. Mai 2021 21:54

@Laurenz

Das stimmt so nicht. Auch in Ungarn plünderte, vergewaltigte und mordete die rote Soldateska nicht anders als in Deutschland, ganze Dörfer rotteten sie aus. Auch in Polen taten sie das Gleiche. Und das will Genosse Putin den Verlierernationen als "Befreiung" verkaufen und Jubel dafür ernten. Viele Flachköpfe in Deutschland fallen leider auf die russische Propaganda auch noch herein. Einer meiner Onkel war in sowjetischer Gefangenschaft in der Ukraine. Er erzählte, daß Frauen mit Säuglingen am Arm zum Zaun des Gefangenenlagers kamen in der Hoffnung, dort etwas Eßbares für sich und ihre Kleinen von den gefangenen Soldaten zu erbetteln. Die Wachsoldaten vertrieben sie, indem sie mit dem Gewehrkolben auf sie eingeschlugen. Sie zwangen auch flüchtende russische Kinder und Frauen zur Räumung von Minen. Kein Wunder, daß sie am 9. Mai in Putins Reich als Helden gefeiert werden.

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