11. Mai 2021

Blinder Fleck

Heino Bosselmann / 107 Kommentare

Schwierig, für „die Gesellschaft“ ein konkretes Agens, also einen Handlungsträger zu benennen. Wer handelt tatsächlich maßgeblich?

Heino Bosselmann

Heino Bosselmann studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien.

  • Sezession
Wer bestimmt – als Machthaber, mindestens als hegemonialer Meinungsbildner unsere Geschicke. Die Mehrheit, die Regierung? Wer genau legt die Richtung fest, deren Leitlinie wir erkennen – etwa daran, was vertreten werden darf und was als verwerflich gilt. Das als verwerflich Geltende – von Begriffen bis Handlungsweisen – nahm innerhalb der letzten beiden Jahrzehnte jedenfalls enorm zu.

Kurzer Exkurs: Niklas Luhmann hat die Gesellschaft systemtheoretisch zu erklären versucht, u. a. über den Begriff der Autopoiesis. Die Einheit des Systems und alle Elemente, aus denen das System besteht, werden durch dieses System selbst produziert.

Luhmann unterscheidet zwischen sozialen und psychischen Systemen. Psychische existieren in der Umwelt sozialer, und soziale in der Umwelt psychischer Systeme. Soziale Systeme sind dabei wesentlich Kommunikation. Keine Kommunikation ohne Bewußtsein und kein Bewußtsein ohne Kommunikation. Kommunikationssysteme erscheinen im Sinne einer Selbstreferenz operativ geschlossen. Zugleich verweisen sie mittels Beobachtung auf jeweils anderes: Fremdreferenz.

Es ergeben sich Beobachtungen zweiter Ordnung: Um eine genutzte Unterscheidung beobachten zu können, muß sie bezeichnet werden, und genau das setzt eine andere Unterscheidung voraus, in deren Rahmen die erste Unterscheidung wiederum von anderen Unterscheidungen unterschieden wird. –

In Anwendung dessen: Die politische Rechte steht außerhalb der Mitte der „Mehrheitsgesellschaft“, die sich selbst für die Mehrheit hält und daher – „Wir sind mehr!“ – im Recht und im Besitz der Wahrheit und gerechtfertigten Moral wähnt. Dieser Platz im Abseits ist für die kritische Perspektive von außen nicht nur komfortabel, er ist der einzige Ort, von dem aus sich die „Mehrheitsgesellschaft“ überhaupt jenseits ihrer eigenen Autopoiesis beobachten läßt.

Daher ist die Rechte nicht an „geltende Grundvereinbarungen“ gebunden: Die Gedanken sind frei! Allerdings muß sie zu ihrer eigenen Verortung stets klären: Wer ist sie selbst? Wo steht sie? Wie spinnt sich wiederum ihre Autopoiesis? – Sie versucht solche Klärungen etwa in dramatischen Auseinandersetzungen innerhalb der AfD zwischen den verschiedenen Lagern zu realisieren.

Die Rechte, der politische Paria, vermag den „blinden Fleck“ der anderen zu erkennen, den diese selbst nicht sehen, aus dem heraus sie jedoch wahrnehmen und ihre Autopoiesis entwickeln. Könnten sie sich selbst kritisch anschauen, wären die „politisch Anständigen“ mindestens verwundert über das überdehnte Bündnis von CSU bis grün und links, also von einem überspannten Spektrum, das von Markus Söder bis zu Carola Rackete und zu den Antifa-Rotten reicht.

Angela Merkel, der durchaus etwas Sibyllinisches eignet, steht dafür als eine so seltsame wie ausdauernd-beständige Personifizierung, ja beinahe als ein Symbol. Sogar physiognomisch: Kein natürliches Charisma, das eben dadurch zum Super-Charisma avancierte.

Mittlerweile sieht Merkel so aus, als hätte sie all diese Kräfte der „Mitte“ integriert und alle Feldlinien auf sich ausgerichtet. Sie ist das Gesicht der Berliner Republik und steht ebenso für „Christdemokratie“ wie für „Sozialdemokratie“, Strömungen, die ihren Gründungsimpuls längst verloren und die es an sich selbst überhaupt nicht mehr gibt. Nichts Ursprüngliches verbindet sich damit; alles scheint durchgemerkelt.

In der „Jungen Freiheit“ kommentierte Holger Douglas das Klima-Urteil des Verfassungsgerichts sehr treffend, indem er die ihm innewohnenden Tendenz genau erfaßte:

„Der Spruch aus Karlsruhe ist letztlich die Erbsünde einer linksgrünen Politik, die einen Machtblock quer durch alle Institutionen installiert hat. (...) Merkel und der Bundestag haben Verwaltungsgerichte und Souveränität der Länder ausgeschaltet und das Bundesverfassungsgericht politisiert. Stephan Harbarth, neuer Gerichtspräsident, hat geliefert. Merkels Mann fürs Grobe hatte bekanntlich im Dezember 2019 den extrem umstrittenen Migrationspakt für Merkel mit seiner Rede im Bundestag („wer gegen diesen Pakt stimmt, handelt gegen das nationale Interesse Deutschlands“) durchgedrückt."

Gewisse Unterscheidungsmerkmale innerhalb des politischen Breitbandes weist allein die FDP unter ihrem Retter und Alleinführer Christian Lindner auf, weil sie sich quasisozialistischen Grundvereinbarungen wie Vergesellschaftungstendenz, staatlicher Vormundschaft und staatserzieherischer Vereinnahmung zu entziehen versucht. Als Lindner nach der letzten Bundestagswahl zu einer nationalen Jamaika-Koalition nein sagte, tat er das Richtige. Insbesondere für sich und seine Partei.

Allerdings hat die FDP in der Gesellschaft kaum Gewicht, insofern mit der landläufigen Kritik am Neoliberalen gleich noch das Liberale wegerzogen werden soll. Die FDP interessiert daher eher sich selbst – und Christian Lindner. Ein Verlust. – In der Ablehnung der AfD und der Rechten stimmt sie wie selbstverständlich mit den Einheitsfrontlern der Altparteien überein. So wie alle anderen „Demokraten“ hält sie diese Kräfte für pathologisch und schädlich. Nationalliberale Strömungen, ausgehend von den Nationalliberalen im Kaiserreich und über die „Deutsche Volkspartei“ Gustav Stresemanns in Resten bis in die Bundesrepublik nachwirkend, sind längst versiegt oder eher trockengelegt. – Gerade deswegen ließ die Höcke-Kemmerich-Affäre in Thüringen aufhorchen.

Zurück zur neuen Volksfront von CSU bis Linksgrün, die künftig von den Grünen dominiert werden wird. Dieses Polit-Kartell mit immer weniger innerer Differenzierung konstituiert sich in den Akten seiner Kommunikation mittels gleicher Begriffe, Semantiken und Konnotationen. Aber: Wurde etwa die Forderung nach Toleranz in der Aufklärung eher den Herrschenden entgegengehalten („Geben Sie Gedankenfreiheit, Sire!“, Schiller im „Don Carlos“), so ist sie gegenwärtig ein reiner Herrschaftsbegriff – ebenso wie „Demokratie“, „Weltoffenheit“, „Zivilcourage“, „Antirassismus“, „Inklusion" und viele andere Begriffe nurmehr als Herrschafts- und also Ausschlußbegriffe fungieren.

Kurios, daß namentlich den früher so oppositionsvitalen Linken und Grünen gar nicht auffällt, wie sich die Exekutive ihrer einstigen Protestbegriffe bedient und diese längst staatstragend geworden sind. Vollständige Assimilation. Mehr noch: Die schwarz-rote Regierung kommt grünen Forderungen von sich aus entgegen und dient sich dem Öko-Bio-Klientel an. Das mag darauf hindeuten, daß die linksgrüne Revolution evolutionär längst vollzogen wurde – im Interessenkompromiß mit dem Groß-, also dem Finanzkapital, das in seinen globalen Marktinteressen gleichfalls „weltoffen“ ist und mit dem Ziel der Einnivellierung und Normierung des Verschiedenen seinem eigenen pragmatischen Universalismus folgt, der sich mindestens rhetorisch als anschlußfähig erweist.

Erst recht dann, wenn die Globalwirtschaft die Siegel „Fair Trade“ und „Nachhaltigkeit“ auf ihr überbordendes Warensortiment druckt. Viele linksgrüne Anhänger dürften in Konzernen längst zu „fairen“ Entscheidungsträgern aufgestiegen sein. Versteigt man sich mit der Behauptung, daß das, was in den letzten dreißig Jahren in Deutschland ablief, als erste erfolgreiche linke Revolution von oben gelten kann? Was die Linksgrünen im Bündnis mit dem modernen Kapital bisher erreichten, steht der von ihnen angeblich erwünschten „Diversität“ in jeder Hinsicht entgegen, und das Verfahren, politische Ziele zu erreichen, ist alles andere als „tolerant“.

Daß die grünlinke Revolution im Überbau kulturell und geistig vollzogen ist und sogar ein neubürgerliches Lifestyle-Milieu im Sinne eines Bio- und Fair-Trade-Hedonismus etablierte, zeigt sich an dem geradezu paranoiden bzw. haßgeladenen Aktionen „gegen Rechts“. Die Wahrnehmung, autopoietisch generiert, stimmt ja, jedenfalls in sich:

Da gibt es rechts immer noch welche, die es vernünftigerweise gar nicht geben dürfte, „Ewiggestrige“, denen man ihr krudes, abgrundböses Weltbild längst wegerzogen haben müßte, zumal immense öffentliche Mittel in diese Umerziehung fließen. Und doch gibt es sie. Immer noch! Und es kommen neue Varianten dazu, verunglimpft als Corona-Leugner, Verschwörungstheoretiker, Prepper und Reichsbürger.

Die in sich heterogene Rechte, von der biederen AfD bis nach Schnellroda aufgestellt, blickt auf den blinden Fleck der grünlinken Hegemonie. Dies vermögen die Protagonisten der grünlinken Bewegung selbst nicht. Sie erläutern ihre Weltanschauung und ihr Menschenbild, indem sie – längst ja staatstragend – die eigene Dogmatik aufrufen und durchweg apodiktisch verfahren. Diskussionen, mithin gedankliche Toleranz, wollen sie gerade nicht zulassen. Sie wollen ausgrenzen, müssen es gar, weil das, was sie vertreten, nach ihrem Selbstverständnis eben gar nicht in Frage gestellt werden darf. Rechte raus! – Wohin eigentlich?

Die politische Rechte ist die einzige Kraft, die eine zweite Lesart als Alternative zur offiziellen Verlautbarungsrhetorik der „politischen Klasse“ und zu den ihr weitgehend angepaßten Medien vermitteln kann. Ohne die Rechte gäbe es gar keinen politisch-intellektuellen Stoffwechsel mehr. Die von links betriebene Cancel-Culture und deren teils lächerliche, teils gespenstische Trigger-Warnungen lassen hingegen eine McCarthy-Ära von links befürchten. Wer – wie jüngst Hans-Georg Maaßen – den treffenden Begriff „Globalismus“ benutzt, gilt sogleich als Antisemit. Reflexe der Abwehr und Verunglimpfung zur Vermeidung genauer Auseinandersetzung. Der Umgang mit der einzigen Opposition erscheint irre hysterisch.

Zoff wie um Boris Pallmer verdeutlich das: Die Hypersensibilität der Gesellschaft läßt sich von den Possen eines Provinzpolitikers derartig reizen, daß Erregungswellen entstehen, auf denen der politische Narzißt dann zu surfen versucht. Eine berechnete Provokation mit Ironie, denn Witz ist der Linken mittlerweile völlig fremd. Ach, es muß nicht mal Witz sein; es reicht, wenn einer das farbige Wort "Negerschwanz" aus einem Chatverlauf von auf Mallorca urlaubenden Damen wiederholt. Was für belangloses Zeug, das zu Eruptionen führt. Während die Ökolinke Glaubensbekenntnisse zelebriert, übt sich die Rechte im genauen Analysieren. Dafür steht u. a. dieses Medium.

Die Rechte wird ihre Positionen festigen und die wesentlichen Themen bestimmen können. Dies muß durch alle Schmähung und Verunglimpfung hindurch über die Kritik der Begriffe und Sätze der anderen geschehen.


Heino Bosselmann

Heino Bosselmann studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien.

  • Sezession

Kommentare (107)

MARCEL

11. Mai 2021 12:06

Die Rechte wird traditionellerweise (von Lenin bis Mao, ebenso von A. Guzmán oder Pol Pot) von der Linken immer neu "erfunden", damit das Feindbild nicht ausgeht. Selbst dann, wenn es die wirklichen Rechten nicht mehr geben sollte.

Der Artikel trägt den Titel "Blinder Fleck"-  von ihm aus ließe sich zurückschlagen.

Je mehr Lockdown, desto mehr Überlebensnischen - vom Virus lernen!

 

 

paterfamilias

11. Mai 2021 12:14

"Versteigt man sich mit der Behauptung, daß das, was in den letzten dreißig Jahren in Deutschland ablief, als erste erfolgreiche linke Revolution von oben gelten kann?"

Ja, diese Behauptung wäre in der Tat verstiegen. Denn wie der Autor ja selbst zuvor belegt hat, hat diese tatsächliche Revolution von oben eben überhaupt nichts mit "links" zu tun, so wenig, wie das "linke" Feindbild der "Rechten" zum weitaus größten Teil mit rechtsextremistischen  zu tun hat. Die da die Revolution von oben machen, bedienen sich eben nur der linksökologischen Begrifflichkeiten und Symbole, um den Dampfer möglichst lange unter falscher Flagge fahren lassen zu können. Die richtige Flagge wäre die des entgrenzten Kapitalismus mit globalem Herrschaftsanspruch, die den regulierenden Nationalstaat als Hauptfeind erkannt und zerschlagen hat. Als zweiten Hauptfeind hat er alle anderen Halt gebenden und Schutz bietenden Strukturen erkannt, ob Heimat, Glaube, Tradition, Sitte, Kultur oder Familie, sogar Geschlecht und Sprache. All dies vermag er nur aufzulösen, indem die Illusion der "guten" Revolution von links unten aufrecht erhalten wird. Wenn dann allerdings die hedonistisch-globale Elite ihr Herrschaftssystem etabliert und abgesichert hat, bleibt für uns Übrige nur noch der Status einer digital im Zaum gehaltenen Ameisenarmee, ganz nach chinesischem und insofern immer noch maoistischem Vorbild. "Links" oder "sozialistisch" ist diese neue Diktatur dennoch in keiner Weise.

limes

11. Mai 2021 13:04

»Das als verwerflich Geltende – von Begriffen bis Handlungsweisen – nahm innerhalb der letzten beiden Jahrzehnte jedenfalls enorm zu.« (HB)

Wann wird Schiller gecancelt? Im neuen Buch des Professorenpaares Bhakdi/Reiss wird RKI-Chef Wieler mit der Aussage zitiert: Die Regeln dürften »nie hinterfragt werden. Das sollten wir einfach so tun.« Gedankenfreiheit? Was nimmt der Schiller sich da dreist heraus?

Und der Schiller könnte sogar zur Rechtfertigung widerspenstiger Querdenker zitiert werden, die sich das Versammlungsrecht nicht nehmen lassen wollen:

»So lasst uns tagen nach den alten Bräuchen
Des Lands, wie wir’s in ruhigen Zeiten pflegen,
Was ungesetzlich ist in der Versammlung,
Entschuldige die Not der Zeit. Doch Gott
Ist überall, wo man das Recht verwaltet,
Und unter seinem Himmel stehen wir.«

limes

11. Mai 2021 13:13

»Viele linksgrüne Anhänger dürften in Konzernen längst zu „fairen“ Entscheidungsträgern aufgestiegen sein.« (HB)

Was weniger »durchschlagenden« linksgrünen Anhängern recht ist, scheint dem militanten linksextremen Untergrund mit seinen Kontakten zum linken und grünen Politestablishment wohl billig: In seinem Beitrag zum COMPACT-Spezial »Antifa« zitiert Mario Alexander Müller ein Gründungsmitglied der Süddeutschen Antifa mit der 2014 dokumentierten Aussage über den Verbleib linksextremer Gewalttäter der 1990-er Jahre: »Die sind heute Lehrer oder Geschichtsprofessor oder in einer PR-Abteilung beschäftigt, wo auch immer.«

Aber es haben sich andererseits auch unpolitische Menschen beim Erklimmen der Karriereleiter eingefärbt. So schrieb ein Freund aus Studienzeiten, der in der baden-württembergischen Ministerialbürokratie reüssierte, vor Jahren in der abschließenden Grußformel eines freundschaftlichen Briefes: »Ergraut und ergrünt, Euer …«

Imagine

11. Mai 2021 16:08

1/3
Drei große Theorien wendeten sich gegen die „Kritische Theorie“ aka „Kapitalismuskritik“ marxistischer Provenienz, die auf einer materialistischen Evolutions- und Reproduktionstheorie basierte und eine hegemoniale Stellung in der kritischen Intelligenz zu APO- und „68-er“Zeiten innehatte:

1. Poppers Theorie der „offenen Gesellschaft“
Diese Theorie war nicht gänzlich falsch. Gerade in den Nachkriegsjahrzehnten waren  westliche Gesellschaften weitaus „offener“ als der Sowjetkommunismus.

2. Luhmanns Systemtheorie.
Dass es bei der Herausbildung sozialer Systeme Selbstorganisationsprozesse gibt, gehörte zur Theorie menschlicher Entwicklung aka „Zivilisationstheorie“ bereits bei Marx. Aber auch der Klassenkampf - die Herrschaft von Menschen über Menschen – besaß bei Marx einen entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung sozialer Systeme.
Von der Seiten der der kritischen Intelligenz wurde an Luhmanns Theorie kritisiert, dass sie genau den Aspekt der Herrschaftsausübung ignoriert und somit Systemapologetik betreibt.
Denn die sozialen Systeme sind nicht vom Himmel gefallen, sondern Menschen haben diese gemacht und Menschen können diese verändern und transformieren.
Luhmanns Theorie hingen suggeriert ein Ausgeliefertsein an die systemische Selbstorganisation und damit Alternativlosigkeit. Die Menschen können sich nur an existierende Systeme anpassen.

Imagine

11. Mai 2021 16:10

2/3

3. Die Theorie des Radikalen Konstruktivismus
Der RK behauptet, die Realität entstehe im Auge des Betrachters. Es gäbe keine Objektivität. Heinz von Foerster  behauptet sogar: „Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners“ Sein Buch wurde ein Bestseller.
Stand von Foerster – wie viele andere Intellektuelle - auf der Payroll der CIA?

Die Negierung von Wahrheit und Objektivität führte in den totalen Subjektivismus und zur Denk- und Wissenschaftszerstörung, da nicht mehr die materielle Wirklichkeit als Referenz genommen wurde.

Alle drei Theorien wendeten sich gegen die marxistische Kritik am kapitalistischen System.

Inzwischen sind wir – ein halbes Jahrhundert später - im Westen im Prozess des „Great Resets“ mit der Etablierung eines faschistischen System neuen Typs.

Danach wird es mit Rechtsstaatlichkeit, individuellen Freiheitsrechten und der liberalen Gesellschaft vorbei sein.

Denn dann herrscht ein System einer totalitären Terrorherrschaft mit extremem Konformitätsdruck.

Imagine

11. Mai 2021 16:11

3/3
Jedoch wird sich vermutlich für die meisten Menschen deren Alltag nicht grundlegend ändern. Denn sie sind schon heute weitgehend entpolitisiert und demoralisiert. Sie werden weiter in ihren Hamsterrädern im System der Lohnarbeit laufen und sich noch mehr ins Private flüchten. Viele antizipieren schon jetzt die Senkung ihres Lebensstandards und glauben, damit der Ökologie etwas Gutes getan zu haben.

Für mich ist nicht nachvollziehbar, wie man angesichts dieser Konstellation seine Hoffnungen auf den Rechtskonservativismus setzt.

Ob linksgrün oder rechts, überall dominiert ein Neo-Biedermeier. Das Alltagsleben eines Höcke, eines Strache oder eines Sellner unterscheidet sich nicht sehr von dem verklemmten Spießertum einer Kamp-Karrenbauer oder einer Baerbock, nur dass dort die Frau die Karriere macht.

Mitleser2

11. Mai 2021 17:17

@Imagine: "Für mich ist nicht nachvollziehbar, wie man angesichts dieser Konstellation seine Hoffnungen auf den Rechtskonservativismus setzt. Ob linksgrün oder rechts, überall dominiert ein Neo-Biedermeier. Das Alltagsleben eines Höcke, eines Strache oder eines Sellner ... "

Was ist dann Ihr Vorschlag? Oder ist das jetzt wieder das Ende der Geschichte, nachdem es mit Fukuyama nicht so geklappt hat?

Marc_Aurel

11. Mai 2021 17:34

Meiner Ansicht nach kann man die Vorgänge in der BRD nur verstehen, wenn man sie als Vasallenstaat begreift, auf eine andere Art jedenfalls, ist eine jahrzehntelang stur betriebene Politik der Selbstvernichtung und Selbstauflösung kaum erklärbar. Was die herrschende Großmacht antreibt, mit welchen Methoden sie Macht ausübt und in welchen anderen westlichen Ländern in ihrem Bannkreis sie ähnliche Prozesse fördert, lasse ich jetzt außen vor.

Unter diesem großen äußeren Mantel werden auf Dauer nur politische Kräfte geduldet, die den Status Quo nicht gefährden, wer zu sehr aus der Reihe tanzt, dem werden die Flügel gestutzt, wer sich an die Spielregeln hält, darf fast alles (von dem was dann noch bleibt) im Narrenhaus.

Unter diesen Umständen hat sich im Laufe der Zeit ein mediokres, korruptes politisches Milieu gebildet, das sich nicht für die Geschicke des Landes interessiert, wohl aber für das eigene Auskommen. Diese Haltung ist, wenn auch verwerflich, sogar einigermaßen verständlich: da die großen Entscheidungen ohnehin andere treffen, konzentriert man sich darauf, es sich in seiner Nische gemütlich zu machen und soviel mitzunehmen, wie nur geht.

Das Deutschland trotz allem immer noch einigermaßen funktioniert, ist wohl seiner enormen Leistungsfähigkeit zu verdanken.

Die (nicht entkernte) Rechte, per se patriotisch, damit nach Selbstbestimmung strebend, kann bei dieser Konstellation vom System nur feindlich wahrgenommen werden.

Gustav

11. Mai 2021 17:48

"Wer – wie jüngst Hans-Georg Maaßen – den treffenden Begriff „Globalismus“ benutzt, gilt sogleich als Antisemit."

Die Grünen Khmer scheinen jedenfalls zu wissen, wer die Globalisten sind.

Und deshalb liegt auch @ paterfamilias richtig. Die Revolution ist keine der Linken und Grünen, sondern eine der Internationalisten/Globalisten, wie auch schon die Revolution in Russland. An deren Nasenring hängen auch SPD und CDU. Deshalb dieser fast unheimliche Gleichklang.

OttoS

11. Mai 2021 18:53

.. "Die Rechte wird ihre Positionen festigen und die wesentlichen Themen bestimmen können."
Ganz bestimmt! Schon sehr bald! Sobald die Rechte fertig geübt hat, mit dem genauen Analysieren, wird es allen wie Schuppen von den Augen fallen. Und dann ist hier endlich Schluss mit Migration, Klima und Genderwahn. Und Coronawahn natürlich auch.

Valjean72

11. Mai 2021 19:14

Marc Aurel:

Die (nicht entkernte) Rechte, per se patriotisch, damit nach Selbstbestimmung strebend, kann bei dieser Konstellation vom System nur feindlich wahrgenommen werden.

Der Auffassung bin ich eben auch und folglich ist jedes Anbiedern, eilfertiges Übernehmen bestimmter politischer Positionen des Mainstreams sowie ein "braves, öffentliches Distanzieren" mE niemals zielführend.

Eine wahrhaft patriotische Kraft wird in diesem anti-patriotischem System naturgemäß immer als feindliche Kraft wahrgenommen werden, die es zu "domestizieren" (zu vernichten) gilt.

sok

11. Mai 2021 21:00

Der blinde Fleck oder die Frage, warum es keine Patrionen mehr gibt, bleibt im Nebel, solange man die richtige Untersuchungmethode feht.  Schmidt-Denter  hat durch gigantische Befragungen ein Lebenswerk geschaffen, indem er geklärt hat , wer wie das Nationalbewusstsein zerstört hat. Mit dem Vorwand, die Wiederholung Hitlers verhindern zu wollen, zerstört die Holocaust-Erziehung das Naionalbewusstsein. 

Da das zerstörte Nationalbewusstsein das Zusammengehörigkeitsgefühl zerstört, das zur Bildung von Voksparteien nötig ist, werden alle Parteien zerstrört. Heimat und Sozialstaat gehen unter. Die Politik ist nicht links oder rechts, sondern gegen links und rechts.

Franz Bettinger

12. Mai 2021 02:58

@Marc Aurel: Sie haben eine zentrale Frage angesprochen. Warum die Zerstörung der BRD? (Das wäre aus alt-rechter Sicht noch durch den alten anglikanischen Neid auf Deutschland zu erklären, obwohl man die Germanen ja vorbildlich zu arbeitswilligen Untertanen und Söldnern gebombt und erpresst hat, was sonstwo nie mehr gelungen ist. Es fehlte in Korea und Vietnam etc. die konsequente Brutalität.) Aber wieso auch England, Frankreich und selbst die USA? Schwabs Ziele, seine vier Ds - De-Industrialisierung, De-Stabilsisierung, De-Populisierung, Debilsisierung - wirken ja weltweit und eben auch im Homeland USA. Warum? Mit Anywheres ist das nicht zu erklären. Man zerstört nicht die Infrastruktur und Kultur der ganze Welt, wenn man später noch gut darin leben will. Man könnte auf die Dummheit des Tiefen Staates hinweisen, der nicht erkennt, dass er sich mit der Verbrannte-Erde-Politik selbst dekapitiert. Aber ist das wirklich die Erklärung? Ist das deep states Blinder Fleck? 

Volksdeutscher

12. Mai 2021 09:41

1. Die ominöse "politische Mitte" ist eine Chimäre. Es ist praktisch überhaupt nicht nachweisbar, daß sie eine Mehrheit abbilden würde und theoretische Nachweise hierüber sind praktisch nutzlos. Es ist eine andere Weise zu sagen: "Ich habe deshalb die Mehrheit hinter mir, weil ich in der Mitte stehe, und nur  deshalb kann ich in der Mitte stehen, weil ich die Mehrheit habe." Die "politische Mitte" und die damit verknüfte Vorstellung einer Wichtigkeit ist eine willkürliche Setzung und reine rhetorische Dogmatik, die als eine Art Joker fungiert, den jeder ausspielen kann, wie es ihm beliebt, ohne mit Beweisen aufwarten zu können und zu müssen. An dem Extremismus der Mitte wird nicht gerührt.

 

 

Volksdeutscher

12. Mai 2021 09:51

2. Was das sog. Migrationspakt betrifft, ist so, als wollte man sagen, wer nicht für die Vernichtung Deutschlands sei, handle nicht im nationalen Interesse... Diese Art Rethorik ist vollkommen pervers und widerlich, aber so weit sind wir schon. Dieses Thema sollte die AfD immer wieder zum Gegenstand der verbalen Auseinandersetzung machen, um der deutschen Bevölkerung das Bewußtsein dafür zu schärfen: daß das, was die Regierung damit verwirklichen möchte, die Endlösung der Deutschenfrage darstelle. Die Endlösung der Deutschenfrage könnte ein markanter und starker Slogan in aktuellen Landtags- und Bundestagsdebatten werden. Politiker der AfD sollten sich nicht davor hüten, derlei Bestrebungen der Regierung mit noch emotionaleren Bezeichnungen wie "verbrecherisch" zu brandmarken, denn die beabsichtigte Endlösung der Deutschenfrage deckt eine solche Bezeichnung ab. Man muß das Volk emotionalisieren, um es gegen seine Vernichtung zu mobilisieren. Natürlich nicht nur jetzt vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und den Bundestagswahlen.

Volksdeutscher

12. Mai 2021 10:44

@Mitleser2

Fukuyama mit seiner Behauptung von der "Ende der Geschichte" lag von vorneherein falsch, sie ermangelt sowohl der Logik als auch des Sinnes. Denn die Geschichte endet nicht und beginnt nicht neu. Geschichte und Sein sind Kontinuitäten. Um dies zu wissen, braucht man nicht einmal Philosoph zu sein.

Marc_Aurel

12. Mai 2021 10:58

@ Franz Bettinger
Nun was die BRD betrifft, gibt es ja aus Sicht US-amerikanischer Eliten 2 mögliche Zukunftsszenarien:
a) man kann das Beuteland halten
b) man kann es nicht halten

Man fährt hier wohl eine Strategie, die in jedem Fall Erfolg hat:

Tritt Szenario B ein, ist es nützlich, wenn Deutschland maximal geschwächt zurückbleibt (Frage 1), damit es selbst bei einem strategischen Bündniswechsel keine größere Bedrohung darstellt, da es auf absehbare Zeit mit heftigen inneren Spannungen zu kämpfen haben wird.

Wahrscheinlicher ist Szenario A. Auch für dieses Szenario ist eine Schwächung der BRD nützlich, weil man offenbar vor hat uns in ein höheres Ganzes zu integrieren. Damit diese Integration leichter von statten geht, wird zuerst zertrümmert, geknetet, weichgekocht und kulturell gleichgeschaltet, aus demselben Grund schwächt man auch die anderen westlichen Staaten, inklusive der USA selbst (Frage 2). Die EU ist wahrscheinlich so eine Art Testaufbau für das erwähnte höhere Ganze. Da sie mittlerweile bröckelt, kommt möglichweise irgendwann auch etwas Neues, vielleicht war sie aber auch von vornherein nur als Raketenstufe gedacht oder man entscheidet sich die Kulissen stehen zu lassen und beschränkt sich auf das Herrschen aus dem Hintergrund, ohne ein politische Einheit herzustellen. Die USA selbst mit ihrem Apparat dient den Globalisten als Vehikel und ist in dieser Rolle erst einmal nicht ersetzbar, könnte aber später durchaus auch in einem neuen Machtgebilde aufgehen.

Imagine

12. Mai 2021 12:03

1/4
H.B.:
„Wer bestimmt – als Machthaber, mindestens als hegemonialer Meinungsbildner unsere Geschicke.“

Ja, dies ist die entscheidende Frage. Wer bestimmt unsere Gegenwart und Zukunft?

Die Antwort der Retros ist: Eine Verschwörung der Mächtigen. Die machen dies mit ihrer Geld-, Medien-, Geheimdienst-Macht etc.

Das ist nicht völlig falsch, aber zu oberflächlich und zu kurz gedacht.

Denn die richtige Antwort ist: Das gesellschaftliche System.

Das System bestimmt unser Fühlen, Denken und Handeln. Die Menschen werden in dieses System hineingeboren und passen sich daran an.

Sozialisation ist Selbstsozialisation.

Daher halten diese Menschen dieses System und ihr eigene psychosoziale Funktionsweise für „natürlich“. Und meinen, der Kapitalismus entspräche der Natur des Menschen. Sie können sich kein anderes System vorstellen.

Selbstverständlich ist auch die herrschende Oberschicht in dieses System hineinsozialisiert worden. Auch sie halten dieses System für „Natur“. Und tun alles, das System zu erhalten, damit sie und ihre Kinder reich und mächtig bleiben. Selbstverständlich bilden sie Netzwerke und mafiöse Strukturen.

Es ist das System, was die Systemerhalter und Reaktionäre hervorbringt. Diese bekämpfen die kreativen und innovativen Menschen, welche das System verändern wollen.

Imagine

12. Mai 2021 12:08

2/4

Lange Zeit war es ein psychologisches Rätsel, warum auch die Verlierer in diesem System - die Arbeitsbevölkerung – entgegen ihren objektiven Interessen dieses erhalten wollen. Dieses Rätsel hat der Freudomarxismus gelöst.

Wenn man gelernt hat, historisch und systemisch zu denken und sozialwissenschaftlich gebildet ist, dann sind diese Zusammenhänge völlig klar. Dann versteht man, dass die Systemfrage die zentrale Frage ist.

Marx hatte erkannt, dass der Kapitalismus ein falsches System ist. Weil es von seiner Funktionslogik hin zur Barbarei führt. Das wurde schon beim Beginn des Kapitalismus deutlich. Um des Profits willen, schickten die Unternehmer Kinder in die Bergwerke. Man konnte kleinere Stollen bauen und das war profitabler.

Um des Profits willen, vergewaltigt man die Menschen. Man betrügt, manipuliert, macht aus den Menschen Arbeitsmaschinen (cf. Taylorisierung), baut künstlichen Verschleiß in die Produkte ein, betreibt Raubbau mit der Natur etc.

Imagine

12. Mai 2021 12:09

3/4
Diese Profitlogik zeigt sich besonders im Corona-Szenario. Das ganz große Geschäft sind Testen und Impfen. Zudem profitiert die internetbasierte Industrie. Big Pharma, IT-Industrie, Internethandel und Gesundheitsindustrie machen gigantische Profite.

Den Menschen wird mit Angstmache der Verstand geraubt, wie bei einer Stampede drängen die in Panik geratenen Bürger in die Impfzentren. Der Druck wird erhöht durch Corona-„Schutzmaßnahmen“: Maskenpflicht, Zwang zum Social Distancing, Freiheitsberaubung durch Ausgangssperren, Zerstörung von mittelständischen Existenzen.

Die Rettung sei, so wird suggeriert: Impfen, impfen, impfen …

Hirnlos drängen die Menschen in die Impfzentren, man will möglichst bald geimpft werden. Die vollzogene Impfung wird stolz mitgeteilt, als sei es ein Lottogewinn.
So wie die Apple-Idioten sich mit dem Schlafsack vor den Shop legen, um als erste ein neues iPhone zu bekommen, das man kurze Zeit später zum günstigeren Preis erhält.

Vor 4 Tagen berichteten die Massenmedien, dass die EU fast 2 Milliarden weitere Biontech-Impfdosen gekauft haben. Aber die Hirntoten begreifen nicht, was dies bedeutet. Die EU hat rund 500 Mio. Bürger. Dauerimpfen mit dem Gen-Zeug ist nun angesagt. Nichts mit Rückkehr zur Normalität.

Imagine

12. Mai 2021 12:12

4/4
Marx lag nicht mit seiner Systemkritik falsch, jedoch mit seiner Transformations- und Revolutionstheorie.

Es war falsch, die Arbeiterklasse als potentiell revolutionäre Klasse anzusehen, den Klassenkampf als Lösung anzusehen und eine „Diktatur des Proletariats“ anzustreben. Deshalb sind jene Klassenkampf-Marxisten megaout, die noch auf eine Arbeiterrevolution bzw. „Revolution von unten“ setzen.

Die kritische Intelligenz hat sich längst vom „Arbeiter-Marxismus“ (Robert Kurz) und vom Klassenkampf verabschiedet.

André Gorz hat bereits vor 40 Jahren in seinem gleichnamigen Buch den „Abschied vom Proletariat“ verkündet. Wobei Gorz ein Nachzügler war, andere, wie z.B. Herbert Marcuse, hatten dies schon Jahrzehnte vorher getan.

Wie kann man aber angesichts dieser Situation seine Hoffnungen auf die rechten Systemerhalter und Retros setzen?

 

Jan

12. Mai 2021 12:39

@Volksdeutscher

"Was das sog. Migrationspakt betrifft, ist so, als wollte man sagen, wer nicht für die Vernichtung Deutschlands sei, handle nicht im nationalen Interesse... Diese Art Rethorik ist vollkommen pervers und widerlich, aber so weit sind wir schon."

Wobei der Migrationspakt damals so verkauft wurde, dass er zu einer Reduzierung der Migration beitragen würde, indem sich alle Unterzeichner an die hohen Standards halten. Vermutlich hoffte die Regierung, damit die illegale Migration einzudämmen. Wahrscheinlich meinte Harbarth genau das, als er vom Interesse Deutschlands sprach. Es war damals aber allen Kritikern klar, dass die illegale Migration weitergehen würde und über den legalen Zugangsweg durch den Migrationspakt nur noch mehr Migranten kommen würden. Genau das passiert jetzt auch.

 

Eo

12. Mai 2021 12:47

@Franz Bettinger  12. Mai 2021 02:58

 

Damit hast Du mal eben
die Frage der Fragen aufgeworfen ... Nur leider gibt es das Problem, daß sich diese halt nur vorm Kamin oder so im vertrauten Kreise eingängig besprechen und umkreisen und womöglich auch beantworten läßt.

 

Carsten Lucke

12. Mai 2021 13:03

@ Volksdeutscher

Sie haben es wirklich ultimativ auf den Punkt gebracht : Die "Endlösung der Deutschenfrage" ist es, worum es in diesem einst wunderbaren und inzwischen fast verrotteten Land geht !

Und Sie haben abermals recht, daß dieser Begriff in die Rhetorik der AfD unbedingt aufgenommen werden, mehr noch - als wichtigster "Slogan" installiert werden muß !

Diese einzige patriotische Partei braucht leider noch viel Hilfe.

Mitleser2

12. Mai 2021 14:27

@Imagine: Sie wiederholen sich in Ihrer Negierung der Möglichkeiten von „Rechten“,  „rechten Systemerhaltern“ und „Retros“. Kann man ja möglicherweise so sehen. Und natürlich ist auch der Klassenkampf-Marxismus krachend gescheitert.  Aber Ihr blinder Fleck ist Ihre Alternative: Wer ist denn diese „kritische Intelligenz, die kein Proletariat mehr braucht, oder „die kreativen und innovativen Menschen, welche das System verändern wollen“.  Ich nehme an, Sie meinen nicht Susanne Hennig-Wellsow oder Janine Wissler. Kommen Sie doch mal mit ein paar Namen rüber.

Marc_Aurel

12. Mai 2021 15:23

@Imagine:
Das kapitalistischen System hat die US-Eliten/Globalisten hervorgebracht, richtig, aber es ist doch nun so, dass jedes System seine Eliten hat, auch das sozialistische; der Unterschied liegt doch nur im Auswahlmechanismus – die Möglichkeiten/Wege des Zugangs zur Macht sind andere. Auch der kulturelle Hintergrund spielt eine Rolle - dass die US-Elite besonders enthemmt, vermessen und „experimentierfreudig“ ist, hat auch ein Stück weit etwas mit deren kulturellem Hintergrund zu tun.

Eo

12. Mai 2021 15:36

PS.
Wer diese Frage einmal mit mir erörtern will, mag dies gerne tun; er muß nur vorbeikommen. Kamin vorhanden.

Imagine

12. Mai 2021 16:12

1/2
@Mitleser2   12. Mai 2021 14:27
„Wer ist denn diese „kritische Intelligenz, die kein Proletariat mehr braucht, oder „die kreativen und innovativen Menschen, welche das System verändern wollen“. Ich nehme an, Sie meinen nicht Susanne Hennig-Wellsow oder Janine Wissler. Kommen Sie doch mal mit ein paar Namen rüber.“

Nein, nicht Susanne Hennig-Wellsow oder Janine Wissler. Von der SED-Nachfolgepartei habe ich noch nie etwas gehalten.

So wie auch Rudi Dutschke vom stalinistischen Sowjetkommunismus und dessen Nachfolgern in der DDR nie etwas gehalten hat. Denn Dutschke „verstand sich zeitlebens als linker Antistalinist, gesamtdeutscher Patriot und internationalistischer Sozialist.“(Tilman Fichter).

Es kennzeichnet den heutigen geistigen Zustand des Westens, dass es dort diese kreativen und innovativen Menschen – anders als zur 68-er-Zeit - nicht mehr oder nur höchst selten gibt. Das ist das Resultat von einem fast einem halben Jahrhundert repressiver Geistlosigkeit, Wissenschaftszerstörung und Alternativlosigkeit.

Es gibt keinen allgemeinen gesellschaftlichen Fortschritt im Westen, die kritische Intelligenz, soweit sie überhaupt noch vorhanden ist, wird unterdrückt. Es ist eine dunkle und bleierne Zeit.

Imagine

12. Mai 2021 16:12

2/2
Fortschritt findet in China statt. Nur wird dies hier nicht zur Kenntnis genommen. Man glaubt, in China herrsche noch der Maoismus und die Chinesen seien noch die „blauen Ameisen“ wie damals.

Aber in China hat ab 1979 eine zweite Revolution stattgefunden, eine strukturelle Revolution, die mit dem Namen Deng Xiaoping verbunden ist.

Inzwischen findet unter Xi Jinping eine dritte strukturelle Revolution statt, nämlich die Entwicklung der Binnenökonomie Chinas. Immer mehr Chinesen kommen zu Wohlstand. Er liegt inzwischen höher als in vielen EU-Staaten.

In den Medien erfährt man davon nichts oder nur wenig, aber viel Falsches. Es ist wie beim Corona-Szenario. Die virtuelle Darstellung der Realität in den Medien ist das eine und die wirkliche Realität das andere.

Es gibt zwar Möglichkeiten sich über China und dessen Entwicklung zu informieren. So hat beispielsweise B.K. hier am 1.10.20 auf das Buch des Ökonomen Wolfram Elsner „Das chinesische Jahrhundert“ hingewiesen. Aber wer hat es gelesen?

Gelddrucker

12. Mai 2021 16:18

@Carsten Lucke:

 

Das Problem ist, würde die AfD das so dreist ansprechen, würde der VS völlig freidrehen und der Kampf gegen die "Völkischen" oder die "neue NPD" würde ungeahnte Formen annehmen.

Da sehe ich aktuell ein Problem. Einerseits würde das klare Ansprechen dieser schockierenden Tatsache viele aufrütteln, andererseits ist das Thema aktuell noch ein Tabu. Wer wie Höcke von "zivilisatorischem Bruch" spricht, wird als Nemesis behandelt.

 

Das ist Aufgabe der Metapolitik, jedes Einzelnen von uns, bei Youtube, Facebook wo auch immer.

Carsten Lucke

12. Mai 2021 17:03

@ Gelddrucker

Bei Facebook und ähnlichem Scheißdreck bin ich nicht unterwegs - nur hier in der Walhalla, ha !

Gegen den "Slogan" von @ Volksdeutscher kommt keiner an - auch rechtlich nicht !

Deswegen ist er genial.

Und der VS kann mich mal. Der weiß nicht mal, was "völkisch" ist.

Bleiben Sie tapfer !

Lotta Vorbeck

12. Mai 2021 17:51

@Jan - 12. Mai 2021 - 12:39 PM

"Wobei der Migrationspakt damals so verkauft wurde, dass er zu einer Reduzierung der Migration beitragen würde.

...

Vermutlich hoffte die Regierung, damit die illegale Migration einzudämmen. ..."

---

---> Offizieller Werbefilm des BAMF aus dem Jahre 2015

 

Auszug, aus dem Begleittext zum Video:

"Mit Steuergeldern werden aufwendig produzierte Pro Asyl BAMF Werbefilme und Kampagnen in fast allen relevanten Sprachen vom Bundesamt für Migration in den Krisenregionen dieser Welt ausgestrahlt.

...

Übrigens die Asylwerbekampangen stehen bis heute den 05.02.2016 noch weltweit zum Download bereit. Die Nutzungs- und Verwertungsrechte für den Film liegen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Er ist zur nicht kommerziellen Wiedergabe und nicht gewerblichen Aufführung freigegeben."

Mitleser2

12. Mai 2021 17:55

Imagine meint also, Dutschke und China solle man als Vorbild sehen. Ich tu mich da schwer, auch wenn das chinesische Gesellschaftsmodell inzwischen auch in rechten Kreisen Wohlwollen erfährt. Dazu bin ich wohl ein zu libertärer Rechter.

Imagine

12. Mai 2021 19:31

@Mitleser2   12. Mai 2021 17:55
„Imagine meint also, Dutschke und China solle man als Vorbild sehen. Ich tu mich da schwer, auch wenn das chinesische Gesellschaftsmodell inzwischen auch in rechten Kreisen Wohlwollen erfährt.“

Nein, als „Vorbild“, das man 1:1 kopiert, sehe ich China überhaupt nicht.

Sondern es geht zunächst darum, sich Kenntnisse über China anzueignen und nicht nur die Medienlügen papageienhaft nachzuplappern.

Der nächste Schritt ist, zu analysieren und zu verstehen, wo und warum das chinesische System anders und besser funktioniert. Warum es dort für die Bevölkerung aufwärts geht und hier abwärts.

Materieller Wohlstand ist eine wichtige Voraussetzung für ein freies Leben. Das wissen alle, die einmal selbst Armut erlebt haben und sich ständig im Überlebenskampf befanden. Die heutigen materiell verwöhnten Generationen, die in Wohlstand und sozialer Sicherheit aufgewachsen sind, unterschätzen diesen Zusammenhang.

Gerade jetzt im Umgang mit der Corona-Pandemie zeigt sich beim Vergleich mit China, dass die Menschen dort mehr Freiheit im Alltag besitzen, weil das Leben weitgehend normalisiert worden ist.

Imagine

12. Mai 2021 19:57

@Marc_Aurel  12. Mai 2021 15:23
„Das kapitalistischen System hat die US-Eliten/Globalisten hervorgebracht, richtig, aber es ist doch nun so, dass jedes System seine Eliten hat, auch das sozialistische; der Unterschied liegt doch nur im Auswahlmechanismus – die Möglichkeiten/Wege des Zugangs zur Macht sind andere.“

Jedes arbeitsteilige System braucht eine hierarchische Struktur, weil es Unterschiede im Wissen, Können und Leisten gibt.

Im Kapitalismus müssen diejenigen nicht leisten, welche  sie von zuhause mit Geldüberversorgt sind oder aufgrund von Beziehungen auf Positionen kommen, denen sie vom Können und der Leisten nicht gewachsen sind.

Daher die vielen unfähigen, korrupten und parasitären Existenzen im Kapitalismus.

Es geht auch nicht nur um den Auswahlmechanismus, sondern vor allen auch um das Handeln für und gegen das Gemeinwohl. Wer gegen das Gemeinwohl handelt, kriminell oder korrupt ist, muss in China mit empfindlichen Strafen rechnen, auch wenn er reich ist oder in der Partei eine hohe Funktion hat.

In China haben Beamte und Funktionäre hohe, teils sehr hohe Einkommen. Die Bevölkerung akzeptiert das, vorausgesetzt diese arbeiten im Interesse des Gemeinwohls.

Nach chinesischen Maßstäben würde vermutlich ein großer Teil unserer Politiker und Funktionäre im Gefängnis sitzen.

Mitleser2

12. Mai 2021 20:41

@Imagine: "Materieller Wohlstand ist eine wichtige Voraussetzung für ein freies Leben."

100% Zustimmung, auch wenn das auf Sezession nicht von allen so gesehen wird. Genau das wird aber aktuell in Deutschland durch immer neue Belastungen für die angeblichen Ziele "Gleichheit" und "Klima" reduziert. Sie negieren gleichzeitig die Möglichkeiten der Rechten. Unsere Alternative ist aber nur "Rot-Rot-Grün" oder Schwarz-Grün, und nicht China. Deswegen hilft ein Schauen nach China kurzfristig gar nichts, selbst wenn man das als positiv ansehen würde. Und RRG können Sie guten Gewissens selbst als Linker nicht gutheißen. Warum dann nicht jetzt rechte Modelle probieren?

Marc_Aurel

12. Mai 2021 22:12

@Imagine:

"...  Im Kapitalismus müssen diejenigen nicht leisten...die vielen unfähigen, korrupten und parasitären Existenzen im Kapitalismus. ..."

Das was Sie beschreiben mag es hier und da geben, etwa dann wenn das Vermögen ererbt wurde, aber die meisten der bekannten Globalisten wie etwa Rockefeller, Kissinger, Soros, Gates, Musk usw. sind helle und fähige Köpfe, die durch kreative Ideen und ein gutes Händchen fürs Geld verdienen nach oben gekommen sind, wenn auch zum Teil mit kriminellen oder halbkriminellen Methoden. Natürlich setzen diese ihren Reichtum in der Regel nicht für das Gemeinwohl ein, außer im Rahmen von PR-Aktionen und meistens handelt es sich (hinter den Kulissen) um skrupellose, Enthemmte, deren Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Gesellschaft sie gefährlich machen.

Über das heutige China und seine innere Struktur weiß ich zuwenig aktuelles um es beurteilen zu können, aber in den sozialistischen Systemen der Vergangenheit wurde in der Regel Gesinnung über Fähigkeit gesetzt, wenn es um Aufstieg ging. Das muss menschlichen Ermessens nach dazu führen, das nicht die besten verfügbaren Leute auftsteigen.

Man kann am Kapitalismus sehr viel kritisieren, aber das er Unfähige nach oben bringt, würde ich aus genannten Gründen nun gerade nicht behaupten. Das die Eliten im Kapitalismus im von ihnen ausgehöhlten Staat nur noch abhängige, zweitklassige Lakeien dulden, ist eine andere Geschichte.

Gelddrucker

12. Mai 2021 22:48

@Carsten Lucke:

 

Diese elitistische Einstellung ist weit verbreitet in unseren Kreisen, aber leider ein Problem.

Hier wird kein Normalo überzeugt.

Wo sind die Menschen, die wir für uns gewinnen müssen? Auf Sezession oder in Telegram?

Oder bei Facebook und Youtube?

Der_Juergen

12. Mai 2021 22:50

Teil 1

@Mitleser 2

"Warum dann nicht jetzt rechte Modelle probieren?"

Die Krux ist eben, dass es keine ausgereiften rechten Modelle gibt. Weder in Schnellroda noch seitens des patriotischen AFD-Flügels sind solche ausgearbeitet worden. Der Grund hierfür liegt auf der Hand:

Wer mit einem Minimum an politischer Denkfähigkeit gesegnet ist, hat schon längst begriffen, dass auf parlamentarischem Wege nichts Wesentliches mehr läuft. Die Rettung kann nur auf ausserparlamentarischem Weg erfolgen. Das kann aber weder das IFS noch der Flügel sagen, weil das System und seine Gedankenpolizei, der VS, nur auf solche Äusserungen lauern. Sie wollen die nationale Rechte ja als "antidemokratisch" brandmarken (und wenn man die Demokratie mit dem Parlamentarismus, seiner Parteienwirtschaft und seinen Wahlfarcen identifiziert, ist eine authentische nationale Rechte in der Tat antidemokratisch).

 

Der_Juergen

12. Mai 2021 22:52

Teil 2

Das können Rechte, die Verantwortung wahrzunehmen haben, aber nicht laut sagen. Sie müssen - der Not gehorchend, nicht dem eignen Triebe - Lippenbekenntnisse zu jenem System ablegen, das Deutschland in die grösste Katastrophe seiner Geschichte zu führen droht. Ansonsten werden sie aus dem Verkehr gezogen. 

Unter diesen Umständen kann die Rechte also keine eigene, ausgereifte Alternative anbieten, wenigstens vorerst nicht. Wenn das System dann wirklich schwankt und eine alternative Mannschaft zur Verfügung steht, kann diese immer noch ein "Rettungsprogramm der 10 Punkte" oder so etwas Ähnliches ausarbeiten, welches nach einem Machtwechsel als Grundlage für eine fundamental neue Politik dienen würde.

Volksdeutscher

13. Mai 2021 00:03

@Carsten Lucke

- Ich danke für Ihre anerkennenden Worte.

Imagine

13. Mai 2021 00:22

1/3
@Franz Bettinger   12. Mai 2021 02:58
„Warum die Zerstörung der BRD? …Aber wieso auch England, Frankreich und selbst die USA? …Man zerstört nicht die Infrastruktur und Kultur der ganze Welt, wenn man später noch gut darin leben will.“

Das sind zwei Punkte, die m. E. zunächst getrennt betrachtet werden sollten.

1. Die These, dass es nach wie vor Ziel einer anglo-amerikanischen Verschwörung sein soll, Deutschland zu zerstören, hat mir nie eingeleuchtet.
Richtig ist, dass dies das Ziel der Alliierten im WK II war. Deutschland sollte als Weltmarktkonkurrent zerstört werden.
Aber danach gab es den Wiederaufbau und der deutschen Arbeitsbevölkerung ging es lange Zeit sehr gut, jedenfalls besser als z.B. der britischen unter Thatcher.
Der Niedergang der amerikanischen Mittelschicht hat viel früher eingesetzt als in Deutschland. In USA gibt es schon seit Jahrzehnten Slums, massenhaft Obdachlose, Alkoholiker und Drogenabhängige sowie massenhaft Hunger und medizinische Unterversorgung.

Imagine

13. Mai 2021 00:23

2/3
Die rotgrüne Regierung Schröder-Fischer hat einen riesigen Niedriglohnsektor geschaffen, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Massenarbeitslosigkeit zu verringern. Die Agenda 2010 mit den Hartz-Gesetzen war ein Volksverarmungsprogramm, aber dies war nicht das Ziel, sondern ein unausweichliches Kollateral-Ereignis, um Wachstumsbedingungen herzustellen. Niedrigere Löhne ermöglichen höhere Profite. Und die Möglichkeit zu guten Profiten fördert die Investitionstätigkeit der Kapitaleigner.

Trotz Trumps rücksichtsloser „America first“-Politik geht es nach wie vor der Arbeitsbevölkerung in Deutschland insgesamt besser als der US-amerikanischen oder der britischen.

Das Deutungsmuster, dass gewissermaßen ein Krieg gegen Deutschland mit dem Ziel von dessen Zerstörung i. S. einer „Endlösung der Deutschenfrage“ geführt wird,  ist ein paranoides Wahngespinst von ökonomischen Analphabeten.

Tatsächlich herrscht wirtschaftliche Konkurrenz, zum Teil auch ein Wirtschaftskrieg nach dem Prinzip „beggar-thy-neighbour“.

Der Grund ist die nicht zu überwindende Dauerkrise des kapitalistischen Systems.

Imagine

13. Mai 2021 00:24

3/3
2. Natürlich ist es irrational, die Infrastruktur und Kultur der Welt, in der man später noch gut leben will, zu zerstören.

Das nehmen – so meine These – jedoch die Reichen, Mächtigen und Schönen so nicht bewusst wahr. Die leben in ihren Gated Communities, Clubs, Golfplätzen, Luxushotels und auf ihren Yachten. Da gibt es keine Armut und kein Elend. Sondern jede Menge Menschen, die ihnen ständig schmeicheln, ihnen Grandiosität attestieren und in den A…. kriechen.

Die superreichen Kapitalismus-Junkies in ihrem Geld- und Machtrausch sowie Größenwahn wissen zwar irgendwie, dass des nicht ewig so weitergehen wird. Viele der Super-Reichen in den USA bereiten sich – wie Sandra Navidi berichtete - auf eine Flucht vor für den Fall, dass das System kollabiert. Sie bauen Bunker, halten Yachten und Flugzeuge fluchtbereit, kaufen Grundstücke in Neuseeland etc.

In Berlin bauen sie einen panzergängigen Graben um den Reichstag und in Schnöggersburg wird fleißig für den Fall von Bürgerkriegszuständen geübt.

Irgendwie wissen die Eliten schon, dass das Ganze nicht gut ausgehen wird, aber sie verdrängen das und machen weiter. Wir kennen dieses Phänomen von Süchtigen.

Cugel

13. Mai 2021 00:46

@Jan

"Vermutlich hoffte die Regierung, damit die illegale Migration einzudämmen. Wahrscheinlich meinte Harbarth genau das, als er vom Interesse Deutschlands sprach."

Daß die Herrschaft illegale Einwanderung zu legalisieren trachtet, ist Fakt.
Daß sie das Ausmaß der Einwanderung zu drücken versucht, nehmen Sie hoffentlich nicht an.
Harbarth ist sicher ein Patriot.
Das Land, dessen Wohlergehen ihm gewiß am Herzen liegt, ist ebenso sicher nicht Deutschland.

 

Cugel

13. Mai 2021 00:46

@ Imagine

"Es gibt keinen allgemeinen gesellschaftlichen Fortschritt im Westen, die kritische Intelligenz, soweit sie überhaupt noch vorhanden ist, wird unterdrückt. Es ist eine dunkle und bleierne Zeit."

War es nicht der hochgeschätzte Marcuse, der eben diese Repression propagierte?
Er hat der Unterdrückung doch mit dem ebenso platten wie fadenscheinigen Begriff der Repressiven Toleranz das gute Gewissen geliefert.

"André Gorz hat bereits vor 40 Jahren in seinem gleichnamigen Buch den „Abschied vom Proletariat“ verkündet. Wobei Gorz ein Nachzügler war, andere, wie z.B. Herbert Marcuse, hatten dies schon Jahrzehnte vorher getan."

Ja.
Daß aber M. statt der proletarischen die Kulturrevolution propagierte, hat die Sache mitnichten besser gemacht.
Er hat doch die 68er Degeneration in Szene gesetzt.
Selbst Horkheimer und Adorno waren entsetzt.
Im übrigen hat der Strolch für die CIA gearbeitet.

Cugel

13. Mai 2021 00:47

@ Imagine

"Im Kapitalismus müssen diejenigen nicht leisten, welche  sie von zuhause mit Geldüberversorgt sind oder aufgrund von Beziehungen auf Positionen kommen, denen sie vom Können und der Leisten nicht gewachsen sind.

Daher die vielen unfähigen, korrupten und parasitären Existenzen im Kapitalismus."

Mit Kapitalismus hat das genausoviel zu tun wie mit jedem anderen Ordnungssystem menschlicher Koexistenz.
Korruption ist nicht ideologisch begründet.
Sie ist allerdings einer der wesentlichen Indikatoren für die Güte eines Gemeinwesens.
China dürfte diesbezüglich weltweit den Spitzenplatz halten.
Der Erfolg Chinas beruht wesentlich auf der Intelligenz der Chinesen und ihrer sittlichen Reife, die konfuzianisch begründet ist.
Der autoritäre Charakter, Sie wissen schon.
Das chinesische ökonomische Modell ist eine Synthese aus Kapitalismus, Sozialismus und Konfuzianismus.
Es ist keineswegs neu, sondern in hohem Maße eine Kopie des deutschen der Jahre 33-39, mit Abstrichen an der Humanität des Umgangs mit dem Arbeiter.

Das grundlegende globale ökonomische Problem ist nicht der Kapitalismus, sondern der Finanzkapitalismus bzw. -imperialismus.
Seine Überwindung ist die Voraussetzung für die Lösung der übrigen Probleme.

Nitschewo

13. Mai 2021 03:03

Schön und gut, aber mit Analysieren werden wir keinen  Blumentopf gewinnen. 

Alter weiser Mann

13. Mai 2021 09:04

@ Der_Jürgen

Man sollte die Möglichkeiten einer parlamentarischen Anti-Migrationspolitik nicht unterschätzen. Ohne ein Gesetz zu verändern, können Hunderttausende von Illegalen rückgeführt werden. Hier wäre Druck (Sanktionen, Streichung Entwicklungshilfe) auf aufnahmeunwillige Länder erforderlich. Dass Flüchtlinge im Ankunftsland verbleiben, ist ebenfalls durchzusetzenden geltendes Recht. Solche Aktivitäten würden die Windrichtung ändern und die politischen Voraussetzungen für Weiteres schaffen. Für diese Initiativen braucht man fähige Juristen und erfahrene Politiker. Die hat die AfD nicht, das ist ihr Problem. Deshalb finden sich im Programm auch nur phrasenhafte Allgemeinplätze und kein 10-Punkte-Programm.

AmazonBesteller

13. Mai 2021 09:46

"Schön und gut, aber mit Analysieren werden wir keinen  Blumentopf gewinnen."

So ist es. Ein Mitforist namens Grobschlosser hatte hier wunderbare Vorschläge gemacht, wie eine Gemeinschaft im Kleinen entstehen kann. Nachbarschaftshilfe, Bildung, Sport usw. usf. Das scheint irgendwie nicht zu klappen, wenn ich mir all die isolierten Patrioten ansehe. Einsam philosophieren sie darüber, wann endlich unsere Zeit gekommen ist. 

Die große Machtübernahme, Verschwörungen, Systemumsturz (Imagine), ja die großen Fragen lassen sich hier trefflich diskutieren. Das kleine Einmaleins hingegen: nicht vorhanden - so scheint es. Mir ist das Privatleben der Foristen nicht bekannt. In meinem Umfeld kenne ich niemanden der sich auch nur bedingt outen würde. Daher kenne ich alle Rechten nur aus dem Fernseher und dem WWW. Keine Ahnung wie Imagine die Rechte herbeifantasiert.

@HB "Dies muß durch alle Schmähung und Verunglimpfung hindurch über die Kritik der Begriffe und Sätze der anderen geschehen."

Sie meinem damit die Rechten im Fernseher? Wer nicht verbeamtet ist, muss sich zu den Schmähungen und Verunglimpfungen wohl auch noch einen neuen Job suchen. Fehlende Zustimmung ist heute schon verdächtig. #BLM

Der_Juergen

13. Mai 2021 11:07

@Alter weis(s)er Mann

"Man sollte die Möglichkeiten einer parlamentarischen Anti-Migrationspolitik nicht unterschätzen. Ohne ein Gesetz zu verändern, können Hunderttausende von Illegalen rückgeführt werden."

Das stimmt, ebenso wie es stimmt, dass die faktische Abschaffung der Meinungsfreiheit in der BRD nicht durch das Grundgesetzt gedeckt ist; dieses garatiert im Gegenteil alle Freiheiten. Doch es ist eben toter Buchstabe geworden. Von den Vertretern des Parteienkartells ist nicht zu erwarten, dass sie den gesetzlichen Spielraum ausnutzen werden, um die Umvolkung zu beenden - im Gegenteil: Diese ist ja das Instrument zu der von allen Kartellparteien beabsichtigten Auslöschung des deutschen Volkes. Noch so viele schöne Reden von Dr. Curio, Beatrix Storch etc. werden nichts daran ändern. Es bleibt wirklich nur die Revolution, mit einem Mindestprogramm aus zehn bis fünfzehn Punkten als Grundlage.. Weder die Bolschewisten noch die Faschisten noch die Nationalsozialisten hatten vor ihrer Machtübernahme ein klar durchdachtes wirtschafts- und gesellschaftspolitisches Programm. Dieses erarbeiteten sie dann nach ihrer Machtübernahme.

Uwe Lay

13. Mai 2021 11:28

Ein wenig Systemtheorie

2 Personen spielen eine Partie Schach. Das Regelsystem Schach ist nicht eine Hervorbringung dieser 2 Spieler und kann so auch nicht aus einer Analyse dieser 2 Handlungssubjekte rekonstruiert werden. Aber es gibt auch kein Regelsystem Schach, das sich selbst spielt. Es müßte so distinguiert werden zwischen dem dies Regelsystem hervorgebracht habenden Subjekt und den 2 Spielern der Schachgpartie. Die Spieler können nur gemäß dem Regelsystem spielen, aber sie spielen individuiert.

Wird dies auf die Gesellschaft oder Subsysteme der Gesellschaft appliziert, müßte zwischem dem jeweiligem Regelkwerk des Systemes und den Möglichkeiten individuierten Handelns in den Systemen unterschieden werden. Die Autopiesie darf so nicht so verstanden werden, als spielten die Subsysteme einer Gesellschaft sich selbst, aber sie definieren erst, welche Spielzüge in einem Subsystem möglich sind. Richtig an dem Begriff der Autopoisie ist aber, daß die Regelsystemne nicht selbst noch von den Agierenden in den Subsystemen hervorgebracht werden.

Reformen wären dann zu deuten als Aufweis der Möglichgkeit von Alternativhandlungen im Regelwerk eines Subsystemes, Revolutionen dagegen, wenn ein Subsystem mit einem anderes Regelsystem gesteuert werden soll.

Imagine

13. Mai 2021 12:53

1/2
Wie die Feministinnen mit ihrem „Opfer-Abo“ beklagen sich die Nazi-Affinen darüber, dass die Deutschen Opfer sind. Opfer der Alliierten, Opfer des US-Imperialismus, Opfer einer „Endlösung der Deutschen“ usw. usf. Sie meinen, Deutschland wäre noch ein besetztes Land.

Tatsächlich ist die größte Sorge der Merkel-Deutschen, dass die USA ihre Truppen in Deutschland reduzieren. Ganz erleichtert wird verkündet, dass dies unter Biden nicht der Fall sein wird. Gern stimmen sie der Erhöhung der Verteidigungsausgaben zu.

Die kulturelle „Amerikanisierung“ Deutschland wurde von den Schwarzen durchgeführt. Niemand hat Kohl gezwungen, das Privatfernsehen einzuführen.

Niemand hat die Deutschen gezwungen, ihre Gymnasien zu Volksgymnasien auf niedrigem Allgemeinbildungsniveau zu machen und ihre zuvor exzellenten Universitäten zu Massenhochschulen mit Niveauverlust ins Mittelmäßige.

Ihren Exportimperialismus zum „Exportweltmeister“ haben die Deutschen selbst gemacht. Natürlich kann man nur erfolgreich exportieren, wenn die Waren billiger sind. Das hat man mit Lohnsenkungen und Erhöhung der Arbeitsintensität gemacht.

Die deutsche Arbeitsbevölkerung hat sich arm exportiert. Entsprechend war der Verlust der Massenkaufkraft und damit verbunden der Rückgang der Binnenökonomie mit Folge der Pleiten vieler mittelständischer Geschäfte, aber auch der Niedergang von großen Handelsunternehmen wie Quelle, Schlecker, Kaufhof, Karstadt.
 

Imagine

13. Mai 2021 12:54

2/2
Auch hat niemand die Deutschen zur muslimischen Massenimmigration gezwungen. Die USA, Kanada, Australien etc. haben eine ganz andere Politik gemacht. Trump hat den Merkel-Deutschen sogar Dummheit vorgehalten.

Das Problem des rechten Lagers ist nicht nur die Idealisierung der deutschen Geschichte, sondern vor allem der soziologische und ökonomische Unverstand. Dazu kommt, dass keine klare und konsequente Grenzziehung zu den Nazi-Affinen erfolgt und so das gesamte Milieu kontaminiert wird.

 

Volksdeutscher

13. Mai 2021 12:58

@Carsten Lucke

Meine Erwiderung an Gelddrucker ging leider nicht durch... Das verrät Einiges darüber, in was für einem Land wir inzwischen leben. Es wird nichts Wesentliches in Deutschland geschehen, solange der Leisetreter der bestimmende Typus unter den Politikern ist. Das ist er aber leider auch in der AfD. Wir können uns hier die Finger wundschreiben, die besten Begriffe und Analysen liefern, mit alledem ist kein Blumentopf zu gewinnen. Die Volksvernichtung schreitet weiter voran, solange der Typus des Leisetreters den Ton in der Politik angibt und den Weg zur echten Veränderung versperrt. Während die Unseren sich mit Behauptungen zurückhalten, lassen die Liberalbolschewiken die Sau heraus: "Deutschland verrecke!" Es wird Unsereinem gleichzeitig empfohlen, den Slogan "Endlösung der deutschen Frage" nicht zu erwähnen, ihn gegen die Feinde des deutschen Volkes nicht auszuspielen.... Und dann wundert man sich, daß in der Politik der AfD seit einiger Zeit nichts wirklich vorangeht?

anatol broder

13. Mai 2021 13:03

was kann ein mensch allein nicht? er kann sich nicht fortpflanzen, denn dafür braucht es zwei. hier handelt massgeblich die gattung, während die betroffenen individuen blind vor liebe neben sich stehen.

Gustav

13. Mai 2021 13:26

@ Alter weiser Mann

Mit solchen Programmen kommen sie in der BRD erst gar nicht an den Türstehern vorbei.

Ansonsten läuft bei uns ein Monopolyspiel, bei dem einer immer die Bank hat, aus der er sich ständig mit frischen Geldmitteln versorgen kann. Solange diese Regel nicht abgeschaft worden ist, bleiben alle anderen Mitspieler auf der Verliererstraße. Da helfen weder Wahlen noch Parteiprogramme.

Der_Juergen

13. Mai 2021 13:31

@Uwe Lay

Sehr geistvoller Vergleich! Da hinkt nichts.

Gustav

13. Mai 2021 13:31

@ Cugel

"Das grundlegende globale ökonomische Problem ist nicht der Kapitalismus, sondern der Finanzkapitalismus bzw. -imperialismus.
Seine Überwindung ist die Voraussetzung für die Lösung der übrigen Probleme."

So ist es. Und der Weg zur Überwindung ist gepflastert mit Tabus und sonstigen Tretminen.

nixfuerungut

13. Mai 2021 13:40

@imagine

Sie sind leider den Lösungsvorschlag (Mitleser2, 11.Mai 2021, 17:17) schuldig geblieben. Auf diesen wäre ich schon ein wenig neugierig.

Jegliche gesellschaftliche Umwälzungen werden zweifelsfrei nicht ohne internationale Einflussnahme der großen Spieler geschehen. Gerade hier finde ich die Bedeutung Chinas für uns höchst interessant. Wer und wie in Deutschland herrscht wird ist und bleibt voraussichtlich wesentlich vom Ausland "geprägt". 

Die „rechten“ Theorien geben keine Antwort, aber nicht weil sie fehlerhaft wären (die Frage stellt sich nicht einmal), sondern durch die Abstinenz von praktikablen Strategien zur Umsetzung selbiger (Keine Revolution ohne internationale Unterstützung!). Die "Neuen Rechten" sind die Bibliothekare des gewesenen - nicht mehr nicht weniger. Das „politische Minimum“ – keine Sau interessiert sich dafür, wenn keine Macht dahintersteht! (Wie dumm von der AFD nicht auch nur die chinesische Karte zu zeigen, sondern sich auf die amerikanische festzulegen – das macht Merkel besser!).

Der Grundansatz müsste lauten: erst die Macht, dann die Theorie. In diesem Sinne bin ich Kritiker des hiesigen metapolitischen Ansatzes der dies genau umgedreht sieht, oder mit anderen Worten von den „Grünen“ lernen. (Die Grünen haben sich selbst den globalen Geldhaien angedient - eigentlich unvorstellbar, oder? / Und solche Steilvorlagen bleiben ungenutzt...)

PS: Viel Feind... – ich danke Ihnen für Ihre Beiträge im Forum. 

Alter weiser Mann

13. Mai 2021 13:56

@Der_Jürgen

Mit der Entwicklung der Programmatik nach der Machtübernahme haben Sie recht. Allerdings hat Hitler es vor 33 gut verstanden, sich in der Elite zu vernetzen. Gemeinsam haben sie dann die weitere Politik erarbeitet.

An ein 33 2.0 glaube ich nicht. Die demokratischen Parteien werden das nicht zulassen und den Ausnahmezustand erklären. Man macht nicht zweimal den gleichen Fehler.

Ich halte den parlamentarischen Weg für den einzig aussichtsreichen.

Gustav

13. Mai 2021 14:00

@ Imagine

Wir haben oft gehört, daß, wenn wir die Lektionen der Geschichte nicht verstehen, wir verurteilt sind sie zu wiederholen.

Lebt man in einer Welt, die auf Fakten gründet, dann verkörpert Glaube einen Sinn für die verbindende Vernunft wie auch einen Sinn für das verbindende Wohl. In einer Welt, die durch Unterhaltungsbestimmte Szenarien und biblischen Fundamentalismus erfüllt ist, sucht eine neue „Glaubensbewegte“ Perspektive zunehmend Zuflucht in endzeitliche Spekulationen, die sie durch eine Politik der Polarisierung, der Teilung und des Extremismus beschleunigen will. Im Antrieb, eine neue Welt zu suchen wird so jene bedroht, auf der wir leben.

„Es ist sicher, daß Gott seine Prophetien erfüllen wird. Das wird nicht nur eine jüdische Privatveranstaltung sein. Die ganze Menschheit hat in der anstehenden entscheidenden Erlösung ihre Rolle zu spielen. Wir haben allen Anschein nach ein dauerhaftes Großreinemachen auf unserem Planeten zu erwarten. Hinaus mit dem Schlechten … herein mit dem Guten. Und Leute, ich glaube, daß wir die Berichterstattung all dessen sehr bald auf CNN miterleben dürfen.“

(Rabbi Moshe Yess 2002)

AmazonBesteller

13. Mai 2021 14:38

@Alter weiser Mann

Ohne ein Gesetz zu verändern, können Hunderttausende von Illegalen rückgeführt werden.

Da haben Sie die Rechnung ohne die Exekutive und Judikative gemacht. Ich arbeite selbst im ÖD und habe am Rand auch mit den Begleiterscheinungen der Flüchtlinge zu tun. Ab und an sehe ich auch die Bescheide des Bamf und die Urteile nach - wie immer- verlorener Gerichtsverhandlung (die Beklagte ist das Bamf). Dass eine patriotische Kraft in absehbarer Zeit 50% + 1 Stimmen im Bundestag oder gar 2/3 Mehrheit erlangen wird halte ich für ausgeschlossen. Selbst die bestehenden Gesetze werden nicht umgesetzt, sogar aktiv von der Exekutive und Judikative behindert. Meine Berufserfahrung sagt mir, dass Abschiebungen bei geringstem Widerstand aufgegeben werden. Deutsche sind dazu (momentan) einfach nicht mehr fähig und willig, egal was das Gesetz sagt. Es gehört eben mehr dazu, einfach nur ein Gesetz zu lesen und zu denken, hey das ist voll gut. Zumal die anderen Gewalten von Systemlingen durchsetzt sind. Das läuft nicht wie in einem Computerprogramm mit dem Gesetz als Code. 

@Der_Juergen

Sie reden von einer großen Revolution? Warum nicht erstmal eine kleine Revolution? Vielleicht haben wir da mehr Chancen. Berufliche Bildung. Seilschaften, Bündnisse. Nachbarschaftshilfe. Das Nahe kann so gut sein. Eine Revolution im System und im Kopf. Ich glaube, das ist möglich. Es mag pathetisch klingen, aber Deutschland beginnt zuerst im Kopf und bei meinem Mitmenschen. Selbst dieser kleine Anfang klappt nicht. Warum?

Volksdeutscher

13. Mai 2021 14:54

@Gustav

Die Geschichte gibt keine Lektüre auf, sie ist keine Veranstaltung zur Morallehre. Nichts wird sich und kann sich in einer Welt aus singulären Erscheinungen wiederholen. Die 1 ist die wahre und wirkliche Quantität und Qualität. Die 2 ist bereits eine Abstraktion, die nur auf Kosten der Wirklichkeit zustandekommen kann. Was Sie zitieren ist eine der stigmatisierenden und diskriminierenden Floskeln aus einer wohlbekannter Richtung, die sich weder für Einzigartigkeit noch für Wiederholbarkeit entscheiden kann oder will. Da in unserer Welt jedoch alles Einzigartig ist, kann sich nichts wiederholen. Das Gleiche ist jedoch nicht Dasselbe.

Mitleser2

13. Mai 2021 14:57

Eine interessante Diskussion. Die Rechte ist überzeugt, dass es so nicht weitergehen kann, aber ratlos bezüglich der Umsetzung. Vielleicht muss man es nihilistisch sehen: Die sogenannte „Klimaschutzpolitik“,  die in dieser extremen Form in keinem anderen Industrieland betrieben wird, wird zu einer De-Industrialisierung führen, wenn kein Wunder geschieht. Dann wird es zu massiven Wohlstandsverlusten breiter Kreise kommen. Und dann wird man sehen was passiert …

(Natürlich ist damit kein positiver Ausgang vorgegeben).

nixfuerungut

13. Mai 2021 15:02

@imagine

Nachtrag:

"Niemand hat die Deutschen gezwungen, ihre Gymnasien zu Volksgymnasien auf niedrigem Allgemeinbildungsniveau ..."

"... Das hat man mit Lohnsenkungen und Erhöhung der Arbeitsintensität gemacht."

"Die deutsche Arbeitsbevölkerung hat sich arm exportiert..."

"Auch hat niemand die Deutschen zur muslimischen Massenimmigration gezwungen..."

---

Wiederspruch. Das ist das erste mal wirklich oberflächlich. Es sind Interessensvertretungen die auschlaggebend sind welche Gesetze oder Wirklichkeiten geschaffen werden - nicht der Willen der Bürger.  Das haben sie m.E. schon selbst unlängst geschrieben. 

 

Gracchus

13. Mai 2021 15:42

Die Suche nach dem "blinden Fleck" war während meiner Uni-Zeit ein beliebtes akademisches Spiel; inzwischen ist es etwas ausser der Mode gekommen. Liegt darin - ketzerisch gefragt - der Grund dafür, dass Rechte es aufgreifen? Liegt die Crux darin, dass die Rechte - allgemein eher nicht theorieaffin - theoretische Resteverwertung betreibt? 

Ob man Luhmann jetzt zustimmt oder nicht: Nach seiner Systemtheorie gibt es keinen Beobachterstandpunkt außerhalb der Gesellschaft. Jede Kommunikation ist soziale Kommunikation und vollzieht sich innerhalb der Gesellschaft. Rechte politische Kommunikation vollzieht sich innerhalb des politischen Systems - und wird von den anderen Parteien und Verfassungsschutz auch so behandelt. Der politischen Semantik gemäß soll die Rechte im Wortsinne "exkommuniziert" werden. Ist das überhaupt eine mögliche systemische Operation? Man könnte auch sagen, der Rechten soll dauerhaft der Codewert "Ohnmacht" zugewiesen werden, sie soll vom Machtpol ferngehalten werden. In den politischen Debatten wird daher jeder als rechts bezeichnet, wer aus welchen Gründen auch immer keine Macht erlangen darf. Das kann dann auch linke Querdenker treffen. Was über das "normale Mass" hinausgeht, dass die Opposition delegitimiert werden soll? Wie ist das  systemtheoretisch zu erklären?

Gracchus

13. Mai 2021 15:51

Ein mögliche Erklärung: Luhmann setzt die Weltgesellschaft voraus. Auch das politische System operiert global. Die territoriale Segmentierung betrifft die Ebene der Organisation; und auf dieser Ebene der Organisation findet offensichtlich ein Umbau hin zu einer Aufweichung territoriale Segmentierung statt, weshalb Opposition, die sich hiergegen wehrt, vorübergehend (= solange bis der Umbau abgeschlossen ist) ausgesetzt wird.  

Zwar kann man mit Luhmann seinen Scharfsinn üben; angewandt auf ein konkretes Phänomen,  frage ich mich aber, ob der begriffliche Aufwand in einem Verhältnis zu dem Ertrag steht. 

Imagine

13. Mai 2021 15:56

1/2
@Uwe Lay   13. Mai 2021 11:28
„Reformen wären dann zu deuten als Aufweis der Möglichkeit von Alternativhandlungen im Regelwerk eines Subsystems, Revolutionen dagegen, wenn ein Subsystem mit einem anderen Regelsystem gesteuert werden soll.“

Anders als beim Schachspiel gibt es in der Gesellschaft kein feststehendes Regelsystem, sondern das Regelsystem ändert sich im Verlauf des Gesellschaftsprozess.

Zugleich unterliegen die Menschen – von der körperlichen Seite - den Gesetzen der Natur und sind – um zu überleben - wie die anderen Lebewesen einem Stoffwechsel mit der Natur unterworfen. Drei Minuten kann der Mensch ohne Luft auskommen, 3 Tage ohne Wasser, 3 Monate ohne feste Nahrung. Das gilt für Christen, Muslime sowie für die Anhänger aller sonstigen Religionen und Glaubenssysteme.

Deshalb ist es sinnvoll, die Ökonomie – aden materiellen Reproduktionsprozess der Menschen – als Basis von gesellschaftlichen Betrachtungen zu nehmen. Also beispielsweise das Verhalten der Chinesen aus der Organisation ihrer Ökonomie und nicht aus Glaubenssystemen zu erklären.

Der Kapitalismus ist eine Konkurrenzgesellschaft und deshalb begegnen sich die Menschen als Konkurrenten mit Angst und Feindseligkeit.

Das Recht ist das oberste von Menschen gemachte Regelsystem. Es bestimmt das Sozialverhalten in einem Gesellschaftssystem.

Und um diese Regeln wird ständig gekämpft, um sich in eine bessere und die Konkurrenten in eine schlechtere Position zu bringen.

Imagine

13. Mai 2021 15:59

2/2
Bei der neoliberalen Revolution ist die Arbeitsbevölkerung durch die „Deregulierung“ Schritt für Schritt um historisch errungene Rechte gebracht worden.

Ganz extrem ist es jetzt beim Corona-Pandemie-Szenario, wo der Bevölkerung elementare Grundrechte eingeschränkt und genommen werden.

Deshalb ist der Kampf, welchen der Corona-Ausschuss und andere führen, so wichtig. Man kämpft um den Erhalt des Rechtsstaates, sowohl auf dem Rechtsweg über die Gerichte wie auch auf dem Weg der Aufklärung. Man macht bewusst, was den Menschen droht, sollte die Entrechtung der Bürger zum Dauerzustand werden.

Die Bürger sind Rechtsunterworfene, der Staat verfügt über das Gewaltmonopol, deshalb ist der Kampf für die Grund- und Freiheitsrechte so wichtig.

Dieser Rechts und Freiheitsverlust betrifft bis auf eine kleine Minderheit, die sich der Diktatur durch ihr Privateigentum und ihre Macht entziehen kann, alle Bürger.

Genau dies ist der Unterschied zum Schachspiel, wo alle Mitspieler den gleichen Regeln unterworfen sind.

Es ist eine Tatsache, dass die Menschen in China derzeit im Alltag über mehr Freiheit verfügen als die Menschen im angeblich freien und offenen Westen.

Das ist die Wahrheit. Aber wer hat den Mut, diese Wahrheit auszusprechen?

Gracchus

13. Mai 2021 16:10

@"Endlösung der Deutschenfrage" - ist wohl ein schlechter Scherz. Wer hat so etwas proklamiert? Nationale Zugehörigkeiten werden innerhalb eines globalen politischen Systems ganz allgemein abgeschwächt. Man könnte auch auf Schumpeters Theorem von der schöpferischen Zerstörung des Kapitalismus rekurrieren. Momentan ist Zerstörung angesagt - nichts anderes sagt Great Reset -; da die Standardlösung "Krieg" zu gefährlich ist, hat "man" andere Mittel ersonnen, etwa eine Pandemie. 

Sozialpsychologisch würde ich die selbstdestruktiven Energien bei den Deutschen selbst verorten. Diese speisen sich aus Selbsthass, über dessen Ursachen man lange spekulieren kann. Anscheinend haben die Deutschen auch einen Hang zur Regression, wenn Änderungen bevorstehen. Die "German Angst". Statt Probleme anzugehen, flüchtet man sich in magisches Denken und schafft hierdurch noch mehr Probleme. Magisch ist das Denken, Lockdown und Pandemie könnten die Pandemie besiegen; magisch ist die Energie- und Klimapolitik.  

Alter weiser Mann

13. Mai 2021 16:21

@AmazonBestseller

Da haben Sie schon recht, die Hürden in Verwaltung und Justiz sind hoch. Diese Hürden aus einer Regierung heraus zu beseitigen, das wäre die Aufgabe. Das das nicht leicht wäre, steht auf einem anderen Blatt.

Imagine

13. Mai 2021 17:17

@nixfuerungut  13. Mai 2021 15:02

Selbstverständlich ist dies oberflächlich-deskriptiv.

Es ist die Gegenthese zur Behauptung, diese Entwicklung sei von fremden ausländischen Mächten bestimmt.

Meine These ist, dass der nationalstaatliche Spielraum viel größer ist und eine andere Entwicklung möglich gewesen wäre.

Das ist auch heute noch der Fall. Die behauptete Alternativlosigkeit ist eine Lüge.

Die Aussage, dass die deutsche Arbeitsbevölkerung sich arm exportiert hat, ist objektiv zutreffend..

Exportüberschuss bedeutet ökonomisch, dass diese Waren de facto verschenkt werden. Natürlich sind die Exporteure dabei reich geworden. Aber der deutsche Michel wurde betrogen und arm gemacht.

Zum Betrügen gehören immer mindestens zwei, einer der betrügt und einer, der sich betrügen lässt.

Sie kennen das Märchen vom Fuchs und dem Raben?

Es ist die Dummheit und der Narzissmus des Raben, Genau das Gleiche geschieht mit dem treu-doofen Michel. Er lässt sich immer wieder und wieder übers Ohr hauen.

Die Geschichte der Deutschen im letzten halben Jahrhundert erinnert an den „Hans im Glück“.

Gelddrucker

13. Mai 2021 17:21

@Volksdeutscher

 

Ich sage doch garnicht, dass man nicht Klartext reden soll, im Gegenteil.

Ich sage nur, dass das aktuell eher Aufgabe der Metapolitik ist, überall, eines jeden von uns, im täglichen Leben, und zwar nicht als Einzelkämpfer gegen eine Mehrheit, sondern gut vernetzt als lokale patriotische Mehrheit (ich meine damit durchaus eine "Mehrheit" im Sinne davon, das 4 Patrioten in der lokalem Kneipe einen Normalo überzeugen)

 

Nur bin ich nicht sicher, ob die AfD aktuell Klartext reden sollte, oder ob das nicht nach hinten losgehen würde, solange beim Ottonormal-Bürger noch völkische Haltungen mit NPD und Hitler verknüpft sind.

Volksdeutscher

13. Mai 2021 17:55

@ Gracchus - Vollkommen irrelevant, wo man die Absicht zur Zerstörung alles Deutschen verortet: die wesentliche Erkenntnis lautet, daß diese Absicht vorhanden ist sowohl innerhalb als auch außerhalb Deutschlands. Übrigens nicht nur alles Deutschen, sondern alles Europäischen, die "Endlösung der Deutschen Frage" ist daher nur ein Aspekt innerhalb der Zerstörung der europäischen Zivilisation wie von Klaus Schwab bereits vorformuliert wurde. Außerdem haben Sie nicht erkannt, daß dies ein polemischer Begriff ist, mit dem man so ziemlich alle gegen uns gerichteten Zerstörungsabsichten desavouieren kann, wenn man ihn mit diesen in Verbindung bringt. Dies gilt insbesondere in lebendigen Debatten als unterstellte Absicht der Gegenseite. Linke Ansprüche lassen sich nur dann entschärfen, wann man sie mit der gleichen polemischen Verallgemeinerung traktiert, wie sie es selbst gewohnt sind zu benutzen.

Lotta Vorbeck

13. Mai 2021 18:02

@Mitleser2 - 13. Mai 2021 - 02:57 PM

... wenn kein Wunder geschieht. Dann wird es zu massiven Wohlstandsverlusten breiter Kreise kommen. Und dann wird man sehen was passiert …

---

Man muß nicht Zarah Leander sein, um zu wissen, daß (k)ein Wunder geschieht.

Mit all den "Wenn's" hintereinander aufgereiht, ließe sich inzwischen die halbe Distanz bis zum Mond überbrücken.

Geschehen ist "dann", jedesmal nichts.

Und "wenn" die servierte, monströse Kröte in Wahrheit ein kapitaler Ochsenfrosch war. "Dann" wurde eben anstelle der angekündigten Kröte, der Ochsenfrosch willig geschluckt.

Die "massiven Wohlstandsverluste breiter Kreise" sind seit den 1990er Jahren an der Tagesordnung. Wen juckt's? Warum sollte "dann" künftig etwas anderes als bisher geschehen?

OttoS

13. Mai 2021 19:24

Glaubt hier irgendjemand eine "deutsche" Regierung könnte hier etwas entscheiden? Etwas von Belang. Sagen wir so etwas wie ein Migrationsstopp?
 

Dann hätte diese Regierung hier einen Maidan, noch bevor so etwas als Gesetzt bestätigt wäre. Und wenn diese Regierung dann nicht bereit wäre ein Tiananmen zu veranstalten, mit anschließenden Stalinschen Säuberungen von einigen 100 000 Leuten, dann würde es auch nichts werden mit dem Regieren. 

anatol broder

13. Mai 2021 19:43

@ amazonbesteller 

«in meinem umfeld kenne ich niemanden der sich auch nur bedingt outen würde.»

«es gehört eben mehr dazu, einfach nur ein gesetz zu lesen und zu denken, hey das ist voll gut.»

somit ist es denkbar, dass in deinem umfeld niemand die entsprechenden gesetze gut findet.

Niekisch

13. Mai 2021 19:54

"Es bleibt wirklich nur die Revolution, mit einem Mindestprogramm aus zehn bis fünfzehn Punkten als Grundlage."

@ Der_Juergen 13.5. 11:07: Ich habe es einmal mit 24 Punkten versucht: 

Behaupte Dich außer im Falle äußerster Notwehr stets gewaltfrei – Gewalt verursacht immer neue Gewalt.

Raube nicht anderer Menschen Land und gib die  eigene Heimat niemals auf.

Fordere Meinungs-, Versammlungs-, Glaubens-, Weltanschauungs-, Kunst- und Forschungsfreiheit für jedes Mitglied der Gemeinschaft.

Wisse, daß alle naturwidrigen Lehren am Ende scheitern.

II folgt

Niekisch

13. Mai 2021 19:55

@ Der_Juergen II:

Erkenne, daß eine nationale und soziale Volkswirtschaft eine bloß versorgende und der Politik gegenüber dienende Funktion hat.

Hilf das allgemeine Recht auf  Arbeit und die Pflicht zu ihr erkämpfen.

Fordere Miteigentum  am Landesboden und den  übrigen Produktionsmitteln für alle Mitglieder der Gemeinschaft.

Verlange Fesseln für das Finanzkapital und ein neues Geldsystem ohne würgenden Zins, damit die drohende Weltdiktatur des Geldadels verhindert wird.

Verteidige ein freies Bauerntum als Lebensquell Deines Heimatlandes.

Bestehe auf einer Außenpolitik, welche Souveränität und volle Gleichberechtigung Deines Landes unter den Völkern verwirklicht.

Verneige Dich vor allen Verteidigern des Vaterlandes in der Geschichte, die guten Glaubens waren und sittlich handelten.

Erkenne, daß nur in Bindung an den Heimatboden eine unverwechselbare Geisteskultur erwächst.

Liebe das Vaterland trotz aller geschichtlichen und heutigen Katastrophen über alles.

Erwarte nicht fremde Hilfe – in Dir und Deinem Volk allein liegt die entscheidende Kraft zu Befreiung und Aufstieg aus tiefer Not!“

Quelle: https://diskuswerfer.wordpress.com/2013/12/30/appell-an-alle-identitaren-fur-2014/

Marc_Aurel

13. Mai 2021 20:43

@Imagine
„Wie die Feministinnen mit ihrem „Opfer-Abo“ beklagen sich die Nazi-Affinen darüber, dass die Deutschen Opfer sind. ...Deutschland wäre noch ein besetztes Land.“

Die ewige Nazikeule ist ermüdend, mit der selben Boshaftigkeit könnte man Sie einen Gulag-, Tscheka- oder Stalin-Affinen oder einen neuen roten-Khmer nennen, man könnte Ihnen ständig die Millionen Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft um die Ohren schlagen, so bald Sie sich zur Wort melden – würden Sie das als sinnvolle Diskussionskultur bezeichnen, zumal klar ist, das eine objektiv-nüchterne Bewertung dieses Zeitabschnittes im politischen Klima unserer Zeit gar nicht möglich ist?

Sie haben natürlich Recht, wir haben nur zufällig noch Stützpunkte der Westalliierten in unserem Land, für deren Unterhalt wir mit aufkommen und werden natürlich nur zufällig flächendeckend überwacht und in den Arbeitsverträgen deutscher Leitmedien steht nur zufällig das US-kritischen Berichterstattung zu unterbleiben hat und wir haben nur zufällig mehrere dutzend transatlantischer Lobbyorganisationen im Land und nur zufällig sind die wichtigsten Personen der BRD aus den Bereichen Politik, Medien, Wirtschaft darin Mitglied, manche gleich mehrfach, nur zufällig wird eine Politik gefahren, die primär transatlantische Interessen bedient, nur zufällig haben wir keine eigenständigen Generalstab usw. – also ernsthaft, das die BRD ein Vasallenstaat ist, dringt ihr aus allen Poren, wer das nicht wahrnimmt...aber lassen wir das.

Niekisch

13. Mai 2021 20:48

@ Der_Juergen: Verzeihung bitte! Hier noch als III die ersten 10 Punkte:

„Richte  den Blick  auf  Dein Inneres und bewahre die Seele unantastbar.

Sei Deiner Herkunft bewußt und halte die Vorfahren in Ehre.

Bemühe Dich um ein wahrhaftiges, treues und uneigennütziges Leben.

Strebe hinweg von der Masse zur eigenständigen Persönlichkeit.

Achte alles Leben und versündige Dich nicht gegen die Natur.

Gründe eine Familie Deiner Art und ziehe Kinder auf.

Pflege und schütze die Muttersprache.

Begreife Religionen alleine als Brücken zum Höheren – dulde sie ausschließlich als Gottesdienst.

Begehe die Feiertage auch nach ursprünglichem Brauch der Ahnen.

Lasse  Politik alleine als Streben nach der Verwirklichung volksgemäßen Wollens und der Unabhängigkeit Deines Landes gelten.

Imagine

13. Mai 2021 20:49

1/3
@Mitleser2   11. Mai 2021 17:17
Was ist dann Ihr Vorschlag? Oder ist das jetzt wieder das Ende der Geschichte, nachdem es mit Fukuyama nicht so geklappt hat?“

Nein, nicht das Ende der Geschichte, im Gegenteil, der Beginn einer neuen Stufe menschlicher Geschichte.

Wodurch ist diese gekennzeichnet?

Durch Roboterisierung, Computerisierung und Automatisierung kommt es zum Ersatz menschlicher Arbeit durch Maschinen. Das führt zu zunehmender und andauernder Arbeitslosigkeit.

Unternehmer im Kapitalismus stellen nur bezahlte Arbeitskräfte ein, wenn diese dem Unternehmen mehr einbringen als sie kosten. Diese Differenz nennt man Mehrwert. Das ist kein ausbeuterischer und böser Wille, sondern anders kann ein privatwirtschaftlicher Betrieb in der kapitalistischen Marktwirtschaft nicht funktionieren.

Folglich werden durch den technischen Fortschritt immer mehr Menschen dauerarbeitslos, sie können keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen, ihnen fehlt es an Kaufkraft, sie müssen vom Sozialstaat alimentiert werden und sinken ab ins Prekariat.

Natürlich kann der Sozialstaat auf Dauer so nicht funktionieren, denn der Staat kann sich nicht endlos verschulden. Jede neue Verschuldung erhöht die Inflation, man merkt es an den Sachwertpreisen, wie Immobilien, Gold etc.

Das ist ein Circulus vitiosus, der zwangsläufig zum Kollaps des existierenden Systems führt.

 

Imagine

13. Mai 2021 20:51

2/3
Für eine Gemeinwirtschaft ist dies alles kein Problem, denn deren Arbeitsmarkt  funktioniert nicht mehrwert- und profitorientiert.

In einer Gemeinwirtschaft sind Roboterisierung, Computerisierung und Automatisierung ein Mittel zur Befreiung vom Zwang zur Arbeit.

Die Arbeitszeit kann  gemäß dem gesellschaftlichen Bedarf verkürzt werden. Es gibt ein existenzsicherndes Grundeinkommen für alle, niemand muss verhungern oder erfrieren, jeder bekommt eine medizinische Grundversorgung. Wenn er arbeitet, bekommt er für seine Arbeit Lohn. Natürlich bekommen auch Schüler, Studenten einen Lohn, sie leisten ja etwas für die Gemeinwirtschaft. Genauso Eltern, die Betreuungs- und Erziehungsarbeit leisten, ebenso alle werden alle sonstigen gemeinschaftsnützlichen Tätigkeiten bezahlt.

Letztlich las ich: „Experten warnen vor Überalterung in China“. In der ZEIT schwafelte Theo Sommer über „Chinas Achillesferse“, welche durch „Überschuldung, Überalterung, Umweltverseuchung, wachsende soziale Ungleichheit, ein gravierendes Mittelstandsgefälle zwischen Stadt und Land, die Misere von 300 Millionen Landarbeitern und die Rückständigkeit des Sozialsystems“ existiere.

 

Imagine

13. Mai 2021 20:52

3/3
Über derartigen Blödsinn kann die chinesische Intelligenz nur lachen. Denn schon jetzt besteht in China eine Arbeitslosigkeit, die der Staat durch Beschäftigungsprogramme kompensiert.

Schon vor 5 Jahren berichtete Computer-Bild: „Foxconn ersetzt in China 60.000 Mitarbeiter durch Roboter.“ In der ZEIT vom 3.1.17 war zu lesen:„Apple-Zulieferer will Mitarbeiter durch Roboter ersetzen - Foxconn trennt sich in der Fertigung nach und nach von menschlichen Mitarbeitern.

Das ist die Zukunft.

Das Bewusstsein in Deutschland ist völlig hinterwäldlerisch.
 

Mitleser2

13. Mai 2021 21:03

@Lotta Vorbeck:

"Die "massiven Wohlstandsverluste breiter Kreise" sind seit den 1990er Jahren an der Tagesordnung. Wen juckt's? Warum sollte "dann" künftig etwas anderes als bisher geschehen?"

Ich weiß nicht, wo Sie leben. Ich kenn nur Bayern etwas besser. Dort ist das absolut nicht zutreffend, im Gegenteil, ich sehe eine massive Verbesserung für die meisten Einheimischen, vielleicht außer dem Prekariat in München und Nürnberg. Nur deswegen konnte die CSU sich so behaupten. Und die Verluste der CSU seit 2015 liegen nur an der Migrationsproblematik, nicht an der sozialen Lage.

limes

13. Mai 2021 21:04

@ Niekisch und andere

1/2

In der Aprilausgabe von »Politik Spezial« beruft sich der Rechtsanwalt Friedemann Willemer auf Artikel 146 Grundgesetz und erklärt: »Nur Volkssouveränität ohne Wenn und Aber bietet Aussicht auf Beseitigung der Parteienoligarchie. Mit Artikel 146 Grundgesetz hat die Verfassung unserer Republik diesen Weg ausdrücklich eröffnet. Die Kämpfer für Volkssouveränität agieren also deckungsgleich mit dem Grundgesetz: Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Wer von den “demokratischen“ Parteien und Medien wollte dieses Vorhaben ächten, das die Umsetzung des Verfassungsauftrages von Artikels 146 Grundgesetz zum Ziel hat.«

Willemer : »Der Besitz von Gewalt führt systematisch zu Verderbtheit und Unredlichkeit. Nur eine direkte Demokratie kann diese Gesetzmäßigkeit durchbrechen; denn direkte Demokratie schränkt die Macht der Vertreter massiv ein.«

limes

13. Mai 2021 21:04

2/2

Unter www.verfassungs-forum.de wird die Petition Mitte Mai 2021 ins Netz gestellt. Ein Beitrag zur Petition ist bereits unter www.verfassungs-forum.de veröffentlicht. Ziel der Petition ist es, eine Verfassung zu formen, welche:

< die Alleinherrschaft der Parteien beendet, für die Zukunft ausschließt und die Parteien auf ihre Mitwirkung an der politischen Willensbildung des Volkes gemäß Artikel 21 Grundgesetz beschränkt,
< die Grundrechte von den durch die Parteien in den Jahrzehnten ihrer Herrschaft auferlegten Fesseln
befreit und die Grundrechte zu einem unantastbaren Bollwerk gegen staatliche Willkür macht,
< die Meinungsfreiheit, das Kernstück politischer und geistiger Freiheit, das Lebenselixier einer Demokratie, vor jedweden Eingriffen schützt,
< die von den Parteien weitgehend beseitigte Gewaltenteilung wiederherstellt und vor direkten und indirekten Eingriffen durch jedermann dauerhaft sichert und
< die Staatsgewalt endlich in die Hände des deutschen Volkes legt mit der Maßgabe, dass zukünftig für alle Zeiten das Gestaltungs- und Mitbestimmungsrecht des Souveräns garantiert ist. Das deutsche Volk muss keine Paläste stürmen.

Gracchus

13. Mai 2021 21:34

@Volksdeutscher: Das können Sie gerne so handhaben; jenseits dessen bietet der Begriff nur kaum Erkenntnisgewinn. Es macht schon einen Unterschied, ob diese destruktiven Energien von innen oder außen kommen. 

Volksdeutscher

13. Mai 2021 21:55

@Gelddrucker - "Nur bin ich nicht sicher, ob die AfD aktuell Klartext reden sollte, oder ob das nicht nach hinten losgehen würde, solange beim Ottonormal-Bürger noch völkische Haltungen mit NPD und Hitler verknüpft sind."

Man kann nicht allen gefallen und seinen politischen Feinden soll man erst recht nicht gefallen. Wer befürchtet, mißverstanden zu werden, der wird am Ende überhaupt nichts mehr sagen, weil er von dieser einen Furcht besessen wird. Ansonsten sagen Sie uns bitte, wie lange wir noch Zeit haben, einen echten Erfolg zu erreichen, um Deutschlands Schicksal zu wenden, wenn wir ständig danach trachten, was andere über unsere Gedanken und Taten denken, wenn wir ständig taktisieren und leise treten? Lassen wir uns dadurch nicht etwa von jenen in unseren Gedanken und Taten bremsen, die vorhaben, uns und unser Deutschland abzuschaffen?

 

Der_Juergen

13. Mai 2021 21:56

@Niekisch

Diese Punkte würde ich unterschreiben. Sie sind zeitlos; wir brauchen natürlich solche, die der jetzigen Lage Rechnung tragen.

@Gelddrucker

"Nur bin ich nicht sicher, ob die AfD aktuell Klartext reden sollte, oder ob das nicht nach hinten losgehen würde, solange beim Ottonormal-Bürger noch völkische Haltungen mit NPD und Hitler verknüpft sind."

Herrgott, Gelddrucker, es ist eine Minute vor zwölf. Worauf sollen die AFD (d. h. der Flügel, über die Meuthen-Meuthe brauchen wir nicht zu reden), worauf sollen die rechten Metapolitiker eigentlich noch warten? Bis Ihr werter Otto Normalverbraucher erwacht, findet er sich längst als "Smith, 6079 Smith, Winston", in einer Gesellschaftsordnung wieder, die noch weitaus schreklicher ist als Orwells Ozeanien, weil in diesem wenigstens der Mensch als biologische Spezies nicht modifiziert wird.

Ich bin kein bedingungsloser Verehrer meines Landsmanns Max Frisch, aber sein "Biedermann und die Brandstifter" ist schon ein solides Lehrstück. 

 

Maiordomus

13. Mai 2021 22:03

Die Debatten hier nähern sich einem Treten am Ort. 

Gelddrucker

13. Mai 2021 22:44

@Volksdeutscher

Aktuell findet ein rasanter Wandel statt und der Rahmen des Sagbaren verschiebt sich zu unseren Gunsten. Wer Facebook hat und die Kommentarspalten beobachtet sieht das deutlich. Wer natürlich nur in elitären Telegramgruppen oder noch elitäreren Zirkeln unterwegs ist, bekommt das nicht mit.

 

Daher lieber noch 1-2 Jahren warten und die Metapolitik machen lassen als zu schnell das Pulver verschießen? Ich setzte hier absichtlich ein Fragezeichen, denn ich bin mir selbst nicht im Klaren darüber, was besser wäre.

 

Ich muss aber klar widersprechen, was die Gründe für die Zerstörung der europäischen Zivilisation angeht. Sie schreiben oben, der Grund wäre nicht wichtig. Der Hauptgrund ist Gewinn-Maximierung. Der Weiße hat einfach nicht genug Kinder, um die Profite weiter zu steigern. Alle ideologischen Gründe sind meiner Ansicht nach Folgegründe dieses Kernproblems. Wenn man das der Bevölkerung klarmacht, ist das ein weiterer Punkt für uns, denn wenn Superreiche hier die Gesellschaften kaputtmachen wollen, um noch reicher zu bleiben, werden das viele Menschen als niedere Beweggründe empfinden. Diese Hintergründe aufzuzeigen ist wesentlich sinnvoller als irgendwelches Geschwurbel vom Kalergiplan etc

Gelddrucker

13. Mai 2021 22:47

@Der Juergen:

 

Ich sage doch , dass die Metapolitik Klartext reden soll.

Nur ob man als AfD-Bundestagsredner mit Begriffen wie "Endlösung der Deutschenfrage" auftrumpfen sollte, ist fraglich. Um es mal so zu sagen.

Niekisch

13. Mai 2021 23:01

"Diese Punkte würde ich unterschreiben. Sie sind zeitlos; wir brauchen natürlich solche, die der jetzigen Lage Rechnung tragen."

@ Der_ Juergen 21:56: Einerseits freue ich mich über Ihre Zustimmung, andererseits verstehe ich nicht Ihre Bezugnahme zur aktuellen Lage. Diese Punkte habe ich vor 7 Jahren wegen der damals aktuellen Lage formuliert, damit aus dem Zeitlosen das Erforderliche jeweils gefolgert werden kann. Ohne das zeitlos Richtige kann doch nie das aktuell notwendige Richtige abgeleitet werden. Können wir nicht nur dergestalt den Mordgelüsten an uns Deutschen und der weltanschaulichen Hilflosigkeit innerhalb der "Mosaik"rechten"" begegnen? Wieso immer der zweite Schritt  vor dem ersten? 

Volksdeutscher

13. Mai 2021 23:04

@Gracchus - Bei dem Begriff geht es auch nicht um Theoretisieren um des Erkenntnisgewinns halber. Vergessen Sie doch das beruhigende, sterile Herumlabern! Es geht bei der Endlösung der Deutschenfrage um einen praktischen "Arbeitsbegriff", den man an Ort und Stelle in seine Reden einflechten kann. Wie lange wollen Sie noch debattieren und selbstgefällig Theorien bilden? als wüßten wir nicht längst, was wir tum müßten! Müßte es nicht längst an der Tagesordnung sein, bestimmte polemisch-kämpferische Begriffe dem politischen Gegener um die Ohren zu hauen, die wirklich verletzen und sie aus der Ruhe bringen? Und mit wem wollen Sie denn überhaupt debattieren und theoretisieren? Denn wir wissen doch längst, daß der politische Feind sich nicht um Diskussionen und Problemlösungen schert, weil gerade die von ihm verursachten Probleme für ihn die Lösungen darstellen. Dem ist, wenn überhaupt, nur mit solchen Begriffen beizukommen.

Niekisch

13. Mai 2021 23:16

"Mit Artikel 146 Grundgesetz hat die Verfassung unserer Republik diesen Weg ausdrücklich eröffnet."

@ limes 21:04: Nein, hat sie nicht. Dieser Art. des GG ist eine Falle für Reformer. Er resultiert aus dem schlechten Gewisssen derjenigen, die um die Verfassungslosigkeit Deutschlands wussten und wissen. Wer direkt über Art. 146GG vorgeht, begibt sich in die Gefahr, wegen Verstoßes gegen Staatsschutzdelikte belangt zu werden. Wir können nur durch Einberufung einer Nationalversammlung wie nach 1918 zu einer echten Verfassung kommen. D i e s  meint Art. 146 GG und sonst nichts. Er ist auch inhaltlich falsch, weil die deutsche Einheit gar nicht vollendet ist. In einer neuen Nationalversammlung müßten auch Vertreter der annektierten deutschen Gebiete sitzen.

Lotta Vorbeck

13. Mai 2021 23:44

@Marc_Aurel - 13. Mai 2021 - 08:43 PM

"... wir haben nur zufällig noch Stützpunkte der Westalliierten in unserem Land ... und werden natürlich nur zufällig flächendeckend überwacht und in den Arbeitsverträgen deutscher Leitmedien steht nur zufällig das US-kritischen Berichterstattung zu unterbleiben hat und wir haben nur zufällig mehrere dutzend transatlantischer Lobbyorganisationen im Land und nur zufällig sind die wichtigsten Personen der BRD aus den Bereichen Politik, Medien, Wirtschaft darin Mitglied ... nur zufällig wird eine Politik gefahren, die primär transatlantische Interessen bedient, nur zufällig haben wir keine eigenständigen Generalstab ..."

---

Alles Zufälle, claro, na was denn sonst?

+ Zbigniew Brzezinski - "The Grand Chessboard" [1997]

Deutschland ... ist ein amerikanisches Protektorat und ein tributpflichtiger Vasallenstaat“

+ Barack Hussein Obama vor US-Soldaten in Rammstein am 05.06.2009: "Deutschland ist ein besetztes Land und wird es auch bleiben."

+ Wolfgang Schäuble [2011]: "Deutschland ist seit 1945 zu keinem Zeitpunkt souverän gewesen."

+ @Imagine am 6. Mai 2021 - 23:04

"Die militärische Besatzung endete mit dem Abzug der Besatzungstruppen."

... und die Besatzungskosten trägt, wie der Zufall es will - siehe Art. 120 GG - der Bund.

Frieda Helbig

14. Mai 2021 00:38

@Mitleser2:

Welcher normale Arbeiter oder Angestellte kann sich zwischen München und Augsburg noch ein Eigenheim selbst finanzieren? 

Warum steigen die Zahlen derjenigen, die Hilfe zur Pflege (Sozialhilfe) im Alter benötigen?

Oder warum sieht man Leute am Münchner Hbf. Flaschen sammeln? Zuzahlungen für Medikamente, Behandlungen und Zahnersatz sind nicht gestiegen? Ihre gesetzliche Krankenkasse zahlt Ihre Brille? Strompreise sind auch nicht gestiegen, genauso wie die Staatsverschuldung? 

Mh, ist halt die Frage, wie man Wohlstand definiert und ob Wohlstand auf Pump halt einen Wert hat...oder nochmal anders, wie sich der Wohlstand verteilt?

AmazonBesteller

14. Mai 2021 00:41

@anatol broder  @Alter weiser Mann

Ich arbeite in der Exekutive. Niemanden interessieren hier Gesetze.

Meine Äußerung ist an den naiv-gutmütigen Bürger gerichtet, welcher als Außenstehender noch der Illusion anhängt, mit Gesetzen ließe sich etwas richten. Passen die Gesetze und Verordnungen in das Multi-Kulti Weltbild, führen das meine Kollegen wie programmiert aus. Verstößt etwas gegen das genannte Weltbild, wird es einfach nicht durchgeführt.

Korruption und Rechtsbruch durch Unterlassen. Im Prinzip Anarcho-Tyrannei. Wie wird man Tyrannen Herr?

 

Trotzdem muss der parlamentarische Weg bestritten werden. Aber nicht um den CDU-, Grünen- oder Links-Wähler zu überzeugen, sondern um Ressourcen zu sichern. Ich meine auch, dass die Nichtwähler eine bessere Zielgruppe darstellen.

Meine Botschaft ist nur: wir als Nichtpolitiker sollten nicht zu viel Energie mit der BRD Politik verschwenden - gerade geistig. Es lenkt uns ab von dem was wir tun können. Im Hier und Jetzt.

 

Werden Nuklei gebildet? An Ort und Stelle? Schlicht und einfach da, wo jeder wohnt? Nein.

Wie können wir das schaffen? Besteht überhaupt Interesse, oder hofft man auf die da oben? Sollen die Höckes und Curios alles für uns richten?

AmazonBesteller

14. Mai 2021 00:45

@Imagine

Sie sind auf Werbung hereingefallen (gerade Sie, welche Ironie).

Automatisierung in unseren Lebensbereichen funktioniert nur in normierten Grenzen. Außerhalb der (zum Teil konstruierten) Norm muss der Mensch arbeiten.

Deshalb gibt es Werbung. Mit Werbung wird die Norm kommuniziert und die Menschen nähern sich dieser an. Befindet sich man dann in dieser Norm kommt das große Staunen und Sätze wie diese entfleuchen manchen Träumern:

"In einer Gemeinwirtschaft sind Roboterisierung, Computerisierung und Automatisierung ein Mittel zur Befreiung vom Zwang zur Arbeit."

Dass die Welt aber außerhalb der Norm immer noch existiert und bewirtschaftet werden muss um die Grundlagen zu erhalten, fällt diesen Träumern nicht ein. Sie träumen davon, selbst nicht mehr zu arbeiten. Andere sollen das natürlich schon, damit Sie weiterhin in der Blase bleiben können, mit Ihrem Grundeinkommen.  

Das ist klassische Ausbeuterdenke, Imagine. Lassen Sie mich raten: zufällig ist gerade Ihre Profession extrem wichtig, weswegen Sie mehr Lohn bekommen sollen als andere, die nur Bullshitjobs machen ;)

Also im Prinzip Hartz 4 für alle mit ein wenig Einkommen oben drauf. Was ist der Unterschied zum jetzigen System? 

Franz Bettinger

14. Mai 2021 07:24

@Uwe Lay: Wieso kann man aus einer Analyse der Schachspieler nicht die Schachregeln rekonstruieren? Dann könnte ja nie jemand Schach spielen lernen oder ein Brett samt Figuren nachbauen? Im Gegenteil, man kann sehr schnell herausfinden, was der Erfinder des Schachspiels sich dabei gedacht hat. Kann man Schach auf den deep state übertragen? Ich fürchte Nein. Denn zumindest mir ist es bisher nicht gelungen nachzuweisen, dass deep state überhaupt nach Regeln spielt. Im Gegenteil habe ich festgestellt, dass deep state die Regeln (nach denen die anderen temporär spielen müssen) nach Gutdenken ändert. Ganz wie die Mafia. Nur das Ziel der Gauner scheint (mir) klar: Macht-Maximierung und - Verstetigung. 

Ein gebuertiger Hesse

14. Mai 2021 07:43

@ Niekisch

Ihre 24 Punkte sind ein großartiger rechter Katechismus. Danke dafür.

Franz Bettinger

14. Mai 2021 08:19

@Imagine: Ich komme ihrem blinden Fleck näher. Sie schreiben "Der Kapitalismus ist eine Konkurrenz-Gesellschaft, und deshalb...“. Wahr hingegen ist: Alles in der Natur ist eine Konkurrenz-Gesellschaft. Der Kapitalismus ist aber ein Abbild der Natur. Das Wort K ist eigentlich völlig überflüssig. Jedes Lebewesen ist sich selbst am nächsten. DAS ist K, pure and simple: Sich um das Eigene zuerst zu kümmern. Und es ist auch die (aufs Nötigste abgespeckte) Definition von Rechts.

Franz Bettinger

14. Mai 2021 08:35

@Imagine schreibt richtig „Export-Überschuss bedeutet, dass Waren de facto verschenkt werden, die Exporteure dabei reich werden und der deutsche Michel verarmt.“ Wie funktioniert das? Vordergründig per Hermes-Bürgschaften; in Wahrheit mit „Griechenland-Rettungs-Aktionen“ und dergleichen makro-ökonomische Enteignungen der deutschen Steuerzahler. (@Laurenz wird das besser wissen.)

Franz Bettinger

14. Mai 2021 08:45

@Volksdeutscher: Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich für ihre "Endlösung der Deutschen Frage" bzw. "Europäischen oder Weisen Frage“ erwärmen konnte. Nun sehe ich: Sie haben recht: Man kann mit dieser grandiosen Polemik alle gegen Deutschland, Europa und die weise Rasse gerichteten Zerstörungsabsichten desavouieren. 

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