19. Mai 2021

Stinknormal, aber erfolgreich?

Gastbeitrag / 70 Kommentare

von Claus Wolfschlag -- Die AfD setzt auf Normalität. "Deutschland. Aber normal", lautet der Titel ihrer Wahlkampagne. Attraktiver macht sie das nicht.

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Der Gedanke hinter der Kampagne ist nachvollziehbar. Er speist sich aus Äußerungen, die öfters im Umfeld konservativ denkender Bürger, Leserbriefschreiber oder Online-Kommentatoren zu hören sind. Häufig verstehen diese Leute nicht die Hintergründe der sie verunsichernden gesellschaftlichen Entwicklungen.

Bildlich ausgedrückt haben sie Jahrzehnte geschlafen. Sie haben sich nicht mit den Zielen der maßgeblichen politisch-wirtschaftlichen Akteure auf nationaler und internationaler Ebene beschäftigt. Sie sind zu träge, sich auf die Komplexität gesellschaftlicher Vorgänge einzulassen. Deshalb bleibt ihnen nur, mit Äußerungen a la "die Welt ist doch verrückt geworden" oder "das ist doch alles nicht mehr normal" zu reagieren.

Hinter diesem verständlichen Wunsch nach "Normalität" verbirgt sich die Sehnsucht nach gesicherten Lebensgrundlagen, nach einem traditionellen oder zumindest gewohnten Wertesystem. All das aber gerät durch die forcierten weltpolitischen Entwicklungen und eine mächtiger werdende rot-grüne Ideologisierung, beispielsweise in der Migrations- oder Klimapolitik, zunehmend ins Wanken.

Doch das Konzept "Normalität" ist weitgehend eine konservative Kopfgeburt. Es wird ein Zustand der Vergangenheit als Idyll bewertet, bei dem die Welt noch "normal" war, und zu dem es zurückzukehren gelte. Das war in der sozialliberalen Ära Brandt und Schmidt die Welt der Vor-68er-Zeit, also die Epoche Adenauers und Erhards. Doch Helmut Kohl konnte und wollte die versprochene Wende nicht einlösen. Heute ist die Zeit Kohls wiederum das konservative Leitbild. Die Welt war damals offenbar noch "normal", mit Dieselfahrzeug, sicherem Job, Mallorca-Urlaub, und ohne zu viele Migranten im Stadtbild, von FFP2-Masken ganz abgesehen.

Man wird immer bescheidener. Oder: Die Wahrnehmung von "Normalität" ist Wandlungen unterlegen. Die Welt hat sich seit Kohl weitergedreht. Dafür gibt es Gründe, die teils mit klaren politischen Zielen der globalen Geldeliten zu tun haben. Jene sind es, die mittels meinungsstarker NGOs Migrationsströme fördern. Jene sind es, die auf Handelserleichterungen für global agierende Großkonzerne drängen, bei denen kleine und lokale Unternehmer zunehmend das Nachsehen haben. Jene sind es, die die Digitalisierung fördern und den damit einhergehenden Verlust der Privatsphäre der Bürger.

Doch zurück zur AfD-Kampagne, die auf viele Wähler wenig attraktiv wirken dürfte. Es ist nämlich zu bedenken, daß maßgebliche Teile der heute tonangebenden Generation in der Post-68-Zeit aufgewachsen sind. Sie wurden von einem Zeitgeist geprägt, in dem der Begriff "Normalität" negativ konnotiert ist. "Normalität" erschien als der spießige Muff des Kleinbürgertums, die Kehrwoche, der schnüffelnde Nachbar, der Sex nach Norm, die Hitparade der Volksmusik, Sessel mit Schonbezug.

Selbstverwirklichung gegen die Zwänge der Normalität wurde stattdessen als Parameter dieser Generation propagiert. "Be yourself, no matter what they say", sang Sting 1987.  "Lebe lieber ungewöhnlich", lautete ein bekannter Filmtitel von 1997. Für viele dieser Leute ist womöglich ihre einzige positive Vorstellung von "Normalität" eine Welt, in der es noch keine AfD gab bzw. nicht zu geben hat.

Auch die Post-68er-Generation ist gealtert, hat Berufe ergriffen und Familien gegründet. Somit hat bei ihnen eine durch die Lebensumstände bedingte, gleichsam natürliche Entwicklung in Richtung Konservatismus stattgefunden. Dennoch bleiben gewisse Prägungen, also in der Jugend erlernte Bewertungsmuster, oft bestehen. Und Jüngere neigen von Natur aus eher dazu, "unnormale", normübertretende Dinge auszutesten, da sie sich in der Lebensphase der Rebellion, Selbstfindung und Erfahrungssammlung befinden.

Bei diesen Gruppen also kann der Begriff der "Normalität" kaum gut ankommen. Er ist schlicht unsexy und wenig attraktiv. Bleiben also einige der Alten. Und bei der jungen und mittleren Generation einige der braven, also der im privaten Leben sehr traditionell orientierten Vertreter.

Doch diese sind bekanntlich keine Rebellen, die in der Lage sind, ein Stimmungsklima zu erzeugen bzw. ein solches zu drehen. "Normale Bürger" - also solche, für die "Normalität" ein Leitbild ist - gehen eher selten auf die Straße, sie artikulieren sich nicht laut und üben sich nicht in Widerstandshandlungen. Dem Kleinbürger muß sehr stark auf die Zehen getreten werden, damit er zum Rebellen wird. Dann aber steigen in ihm Wut, Empörung, Vergeltungsdrang hoch, nicht mehr der Wunsch nach der Ruhe "normaler Verhältnisse".

Nun leben wir wirklich nicht mehr in einer Welt des so genannten "normalen Menschenverstandes".  Junge Leute jubeln zur Ankunft von "Refugees", welche die hiesigen Sozialsysteme belasten und somit Steuergeld verbrauchen, das an anderer Stelle dringend fehlt. Sie fordern die Rettung der Welt durch Klimaziele, die längerfristig den eigenen Wohlstand in Frage stellen, während sie gleichzeitig fröhlich durch die Welt reisen und Massen an Energie durch Internetsurfen, Youtube-Filme gucken, Up- und Downloaden verbrauchen. Ihnen fällt der Widerspruch zwischen den eigenen Freiheits-Ansprüchen und den repressiven Forderungen gegen Andersdenkende, so lange diese "rechts" sind, kaum auf.

Geld wird für sinnlose Projekte der öffentlichen Hand verprasst und an anderer Stelle vom produktiven Teil der Bevölkerung erpreßt. Fernsehmoderatoren hauchen mittlerweile vor einem Millionenpublikum Gendersternchen, die von radikalfeministischen amerikanischen Professorinnen ausgedacht wurden und vor kurzem allenfalls in Sekten kursierten.

In einer Zeit riskanter Extremsportarten, der Fernreisen und einer, früheren Jahrhunderten unbekannten, Lust am Nervenkitzel, reicht die tägliche Fernsehbeschallung, um angesichts eines gewöhnlichen Virus übersteigerte Angstreaktionen hervorzurufen. Hinzu kommen die repressiven Maßnahmen des Staates inklusive Maskenzwang und Ausgangssperren, die zu einer massiven Verunsicherung vieler Bürger beitragen. Und nun ist bereits von Grundrechteinschränkungen zum Erreichen irrealer Klimaziele die Rede.

Der Wunsch nach Rückkehr zu "Normalität" ist also verständlich. Doch reicht dieser Wunsch als Kontra gegen einen zunehmenden ideologischen Radikalismus, der von Globalisten und "Grünen" immer offener durchgesetzt wird? Was setzt der Wunsch nach "Normalität" entgegen, außer dem bangen Verteidigen eines längst zerbröckelnden und zerschlagenen Status Quo ante?

"Normalisierungspatriotismus: Das ist die Wiederherstellung des Selbstverständlichen und Tragfähigen (...) Der Normalisierungspatriotismus ist der kleinste gemeinsame Nenner und das maximal erreichbare politische Ziel", schrieb Götz Kubitschek vor anderthalb Jahren.

Mehr ist es aber nicht. Das gibt Kubitschek auch zu: "Die Normalisierung der Verhältnisse, die Herstellung von Normalität in allen Lebensbereichen, Verfahrensfragen und Politikbereichen ist zugleich eine politische Minimalforderung und beinahe schon eine Überspannung der Kraft, und dies, obwohl in dem Aufruf zur Normalisierung das Defensive, das In-ein-Gleichgewicht-Bringen steckt – und keinesfalls eine Überdehnung in die andere, die nicht-linke Richtung."

Es mag sein, daß die AfD mit ihrer Kampagne gewisse Wählerstimmen gewinnt. Es mag sein, daß sie sich als Hort eines sicheren Lebens wie vor Corona, wie vor 2015, wie „vor Merkel“ zu präsentieren vermag. Doch selbst wenn dadurch Stimmen gewonnen werden - was nutzen diese, wenn man keinen gestalterischen Willen hat, der über die Herstellung einer angeblichen "Normalität" hinausgeht?

Will man die Werte retten, die durch die Vorstöße des "Unnormalen" zerstört werden, muß man der negativen Kraft eine positive Vision entgegensetzen. Eine Vision von Gesellschaft, die auch junge Menschen begeistern kann. Eine Vision, die die Augen stärker glänzen läßt als der Traum, sein Geschlecht jeden Tag wechseln zu können.

"Normalität" ist nur wieder zu erlangen, indem man kreativ ist, wagemutig, ein bisschen verrückt, jedenfalls herrlich unnormal.


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Kommentare (70)

Dietrichs Bern

19. Mai 2021 20:52

Also ein klein wenig konkreter hätten die Vorschläge was denn anders zu machen wäre, schon sein dürfen. 

Die seit der letzten BTW gruselige Leistung des Führungspersonals zu verbessern, die alle in ihren Ämtern geschrumpft sind, wäre schon mal ein Anfang. 

 

RMH

19. Mai 2021 20:56

Die AfD wurde und wird bestimmt nicht wegen irgendwelcher besonders klugen Wahlkampagnen gewählt. Die Generation der Post 68er wählt ohnehin grün oder, wenn sie dieses mal was anderes wählen wollen und sich ein bisschen verwegen fühlen wollen, eben FDP.

Die AfD wird dieses mal entweder nur schlicht von bisherigen Wählern widergewählt (darauf deuten die bisherigen Umfrageergebnisse hin), von Leuten wie bspw. mir, denen die Slogans der AfD komplett wumpe sind, oder Leuten, auf die B.K. hier regelmäßig seinen Blick als potentielle Wähler richtet, wenn diese überhaupt zur Wahl gehen (evtl. wählen sie dann dank S. Wagenknecht auch die Linke). Die kommende BT Wahl ist für die AfD eher eine Konsolidierungswahl als eine Expansionswahl - es geht um den Wiedereinzug und das halten des Ergebnisses.

Der Slogan dient daher doch eher der Selbstvergewisserung der eigenen Reihen, der eigenen Wahlkämpfer, die ständig angefeindet werden und als abseitige Extremisten und Nazis dargestellt, in ihrer beruflichen Existenz und auch körperlich angegriffen werden. Wenn diese sich das Mantra, wie sind die Normalen, die anderen die Spinner, vor jeder Wahlkampfaktion aufsagen, dann kann der Slogan durchaus hilfreich sein.

Die Kritik in dem Beitrag halte ich daher für nicht wirklich relevant.

pBackfisch

19. Mai 2021 21:02

Niemals hätte ich mir die Rückkehr zur Normalität als ein erstrebenswertes  Ziel habe vorstellen können.  Die Normalität der Verhältnisse war für mich negativ besetzt, ganz zu Schweigen im Leben der„Normalen Bürger“ etwas erstrebenswertes zu sehen.

Aber die Zeiten wandeln sich (passt zum 80. Geburtstag von Bob Dylan, dies nur am Rande). Es ist der Alltag mit dem man zurecht kommen muss. Mehr und mehr werden im Freundeskreis, in der Nachbarschaft, im Kreise der Verwandten die Auswirkungen der staatlichen Propaganda wirksam. Es ist auch nicht nur ein Fehlen an Meinungsfreiheit. Es ist so, dass bestimmte Meinungen nicht mehr angehört werden, man will davon nichts wissen, will sich nicht damit beschäftigen. Dies geschieht bereits im Vorfeld von Ausgrenzung und Diskriminierung. Beispielhaft steht hier die umfassend Impfbereitschaft, die in alle menschlichen Beziehungen hineinwirkt. Man will Reisen können und deshalb nichts weiteres zum Thema hören, selbst die weiter bestehenden Reiseeinschränkungen werden in Kauf genommen.

Ich sehne mich nach einer Normalität in der man auf der Straße, in der Nachbarschaft, überall,  Argumente des normalen Menschenverstandes frei äußern kann ohne beschimpft, schräg angesehen zu werden oder sich das Nachplappern kleberscher Kommentare anhören zu 

Dass die AFD in ihrem aktuellen Zustand etwas ändern wird muss bezweifelt werden.

limes

19. Mai 2021 21:40

»Herstellung einer angeblichen "Normalität"«?

Wir sind mit der Kriegserklärung konfrontiert, dass es kein Zurück mehr zu UNSERER Normalität geben werde. Nicht einmal, wenn wir uns für das menschenrechtswidrige Experiment hergeben, das Big Pharma die Herrschaft über unsere soziale und biologische Existenz verschaffen würde.

Was ist angeblich an der Normalität, die vor dem Corona-Regime (und vor Energiewende,  Masseneinwanderung etc.) die unsere war?

Der letzte Satz des Beitrags von Claus Wolfschlag kommt einer Kapitulation gleich: »"Normalität" ist nur wieder zu erlangen, indem man kreativ ist, wagemutig, ein bisschen verrückt, jedenfalls herrlich unnormal.« Kreativ und wagemutig: ja! Aber nicht »ver-rückt« und unnormal. »Unnormal« ist nur für diejenigen herrlich, die Normalität negieren.

»Will man die Werte retten, die durch die Vorstöße des "Unnormalen" zerstört werden, muß man der negativen Kraft eine positive Vision entgegensetzen«, meint Wolfschlag. Und diese positive Vision ist? Das Normale.

Der_Juergen

19. Mai 2021 21:41

Ein wirklich hervorragender Artikel. Unpolemisch, sachlich und zugleich voll ins Schwarze treffend. Nun hoffe ich auf eine Fortsetzung, in der Claus Wolfschlag die positive Vision umreisst, die es den Kräften der Zerstörung entgegenzustellen gilt.

Volksdeutscher

19. Mai 2021 21:46

Normalität nenne ich die zum Zustand gewordene (etablierte) Norm. Die Norm geht dem, was man hinterher als die Normalität wahrnimmt, voraus. Man muß zuerst die Normen bestimmen, ehe es zu einer (neuen) Normalität kommt. Wer die Normen setzt, gestaltet und bestimmt die Normalität, d.h. was als normal gilt. Es geht also weder ohne Norm noch ohne Normalität, unabhängig davon, wie bestimmte soziale Schichten dazu stehen. Die Frage ist nur, nach wessen Normen soll die Normalität normal sein oder als normal gelten. Wir können auch feststellen, daß hinter Norm und Normalität immer eine Mehrheit steht. Man kann auch die funktionale Frage in den Raum stellen, ob diese Mehrheit ohne Druck, Zwang oder Manipulation entsteht/entstehen kann. Eine weitere interessante Frage wäre, was Normalität und Konformität miteinander verbindet und was sie voneinander trennt.

paterfamilias

19. Mai 2021 22:20

Das "Aber" ist der Fehler. "Deutschland. Normal.", das klänge gleich die entscheidende Nuance anders. Denn es suggeriert das Gegenmodell der tatsächlichen Verhältnisse: Deutschland per se ist heute unnormal, denn Rot-Schwarz-Grün arbeiten weiter an der Normalisierung eines Nicht-Deutschland. Ihre Wunsch-Normalität ist  ein Vielvölkerkonglomerat ohne Unterscheidbarkeit zu anderen europäischen bzw. westlichen Vielvölkerkonglomeraten. Normalität ist für sie die materielle und ideelle Verarmung breiter Schichten bei gleichzeitiger Entgrenzung einer globalisierten "Elite". Normalität ist für sie, Deutschland nicht einmal mehr zu erwähnen. 

Dem allen würde "Deutschland. Normal." entgegensetzen, dass allein das Bewahren des Nationalstaates in einem europäischen Staatenbund Grundlage einer anderen Normalität wäre. Es würde ausdrücken, dass nicht die Entgrenzer Normalität beanspruchen können, sondern dass Normalität war und ist, was jene mit allen gesellschaftlichen Folgen auf den Müllhaufen der Geschichte verbannen wollen. Zugleich wäre es eine selbstbewusste, hübsch lakonische Formel, kein Wort zuviel. Es würde diesem Land seinen Kompass zurückgeben, statt es mit merkwürdig gebrochenen Aber-Konstruktionen zu verwirren.

Nemo Obligatur

19. Mai 2021 22:41

" Eine Vision von Gesellschaft, die auch junge Menschen begeistern kann."

Aha! Und welche Vision soll das jetzt sein? Und was hat die AfD damit zu tun? Ich denke, Visionen gehören in den metapolitischen Raum, also eher hierhin. Die AfD muss eher den verbliebenen Patrioten eine Stimme geben, Räume öffnen, Mittel beschaffen, auch solche finanzieller Art. Alles ganz real und bodenständig. Phantasten hat das patriotische Lager schon genug.

Gotlandfahrer

19. Mai 2021 23:30

Die Schlacht gegen das Unnormale wird nicht mit Bundestagswahlkampagnen gewonnen. Trotzdem kann unsereins die AfD nicht nicht wählen, selbst wenn sie sich, wie mit diesem minimalistisch-braven Claim, in größtmöglicher Deckung hält. Die AfD ist kein Kampfverband, sondern besteht aus Bürgern mit attackierbarer Existenz. Ihre Parlamentskohorten können nicht mehr sein als ein Stachel und Anker im System, sie werden das System - damit meine ich das Bewusstseinswerk, nicht die FDGO - durch ihr dadurch-dabei-sein-können aber nicht stürzen können. Der Sturz wird von außen kommen, da auch das System des Unnormalen von außen kommt. Niemand in Deutschland hat die Möglichkeit, der Masse oder den größeren Teilen der Jugend gedeihliche Ideale zu vermitteln, Erwartungen dieser Art müssen enttäuscht werden. Wir bleiben ein großartiges Volk, weil es überhaupt noch, trotz dieser gewaltigen feindlichen Einflüsse, einen harten tugendhaften Kern gibt. Im Kerker werden keine Aufstände gemacht, aber wenn die Schinder fallen, reichen wenige Unverzagte, um die Ketten aller zu sprengen.  Vielleicht wird es gar nicht die AfD sein, die dies tut, na und? Nicht Menschen machen die Zeiten.

Laurenz

20. Mai 2021 00:22

(1)

Ich weiß weder über was Sie, Herr Wolfschlag, noch über was meine Mitforisten schreiben. 

Weder der Artikel noch die Beiträge beschreiben eine relevante Realität. limes oder Dietrichs Bern liegen da noch vorne. Kohl war nicht besser als Merkel. Kohl ließ seine Kumpels über die Treuhand reich werden, umging sogar diese, wenn die Treuhand nicht spurte. Kohl machte eine Währungsunion, die jeder Vernunft trotzte & die SED/PDS reich machte. Und er betrieb den Aufbau Ost mit der Plünderung der Sozialversicherungen, anstatt Steuergeld zu nutzen. Sein Nachfolger trieb dies auch noch auf die Spitze.

Den von GK insistierten Normalisierungspatriotismus habe ich so verstanden, daß er vordergründig uns, den konservativ denkenden politisch Interessierten als eigene Definition dienen soll. Ob die AfD dieses in ihren Wahlkampf einbaut, ist doch nur eine spannende Wette auf die politische Entwicklung der Fakedemie in Übersee & wann diese tatsächlich zu uns rüber schwappt. Wenn die jetzigen Schüler in ein paar Jahren wählen gehen, dann ganz sicher keine Parteien der Einheitsfront.

Laurenz

20. Mai 2021 00:25

(2) 

Der vergleichsweise Mißerfolg der AfD im Westen basiert rein auf der Klüngel-Politik Meuthens & Seiner Gefolgsleute. Wenn Sie, Herr Wolfschlag, die Wahlanalysen BKs zu den letzten 3 Landtagswahlen in den Neuen Ländern gelesen hätten, wüßten Sie, daß die AfD bei den Wählern von 18-60 Jahren explizit sehr erfolgreich war. Und nur bei den Rentnerdeppen fanden wir ein Wahlverhalten, das von Nostalgie geprägt ist. Diese Realität widerspricht diametral Ihrer falschen These. Daß in den Neuen Ländern durch die AfD Mehrheiten angesprochen werden, ist völlig unnormal, da die Parteien der Einheitsfront nur noch Minderheiten repräsentieren (, wie Meuthen im Westen auch nur, dämlich bis Alaska, Minderheiten anspricht). Bei dieser Rechnung müssen Sie natürlich auch die Partei der Nichtwähler einbeziehen. Die werden nämlich von gar niemandem repräsentiert. Die CDU/CSU wurde bei der letzten Bundestagswahl von 15% aller Wahlberechtigten gewählt. Der Unmut an der CDU-Basis entstand schon vor 10-15 Jahren. Aber diese Parteigänger sind eben nicht in der Lage, die richtigen Delegierten zu wählen. Deswegen werden sie den Weg der SPD gehen, in die selbst gestrickte Vernichtung. Nur die Politik der AfD in den Neuen Ländern verspricht den Wählern auch im Westen völlig unnormale Normalität.

brueckenbauer

20. Mai 2021 01:07

Den AfD-Slogan kann ich nicht beurteilen. Kubitscheks "Normalisierungspatriotismus" habe ich so verstanden, dass es nicht um eine Rückkehr zu irgendeiner Normalität geht, sondern dass speziell der Patriotismus normal werden soll (im Sinne von "man muss ihn nicht erklären und nicht rechtfertigen").  Insofern geht Wolfschlag m.E. an der Sache vorbei.

pBackfisch

20. Mai 2021 07:13

Um Klar zu stellen, mein Kommentar zu Claus Wolfsschlag soll nicht als Kritik verstanden werden, ich stimme ihm ausdrücklich in seiner Analyse zu. Ich sehe im Thema des „Normalen“, Rückkehr zur Normalität usw. ein weites Feld! In den politischen Grundorientierungen und deren Einbringung in einen politischen Diskurs im Kulturkampf, wird es auf absehbare Zeit eine Rückkehr zur Normalität wohl nicht geben. Die menschenverachtende Propaganda der Herrschenden ist bei der kleinsten Hütte angekommen und das ist der Grund warum Normalität selbst beim „Guten Tag sagen“ nicht mehr gegeben ist. Dies zu ändern wäre ein kleiner Schritt in eine richtige Richtung.

Dorian Gray

20. Mai 2021 08:05

Aus meiner Erfahrung in der Partei ist sind die meisten AfDler viel zu sehr Kinder ihrer Zeit, das heißt des 20. Jahrhunderts, um tatsächlich eine grundlegend neue, möglichst unideologische Vision der Zukunft Deutschlands entwickeln zu können.

Sie bekämpfen den Individualismus, sind tatsächlich aber auch nicht mehr als ein Haufen „autoritärer Individualisten“ (FAZ vor paar Jahren).

Sie beklagen, das Postengeschacher der anderen, schachern aber selbst schon um jeden Posten, der Prestige und Dineros verspricht.

Sie sind selbst zutiefst dekadente Menschen, viele ohne Familie, ohne Kinder, das ganze Leben immer nur für den Dschob gelebt, bindungsunfähig, halbgebildet, infantil und kleinbürgerlich-materialistisch… um für eine nennenswerte Zahl von Wähler – vor allem der jüngeren, die tatsächlich ganz anders leben wollen – attraktiv zu sein.

Vielleicht ist im Rahmen des total Falschen auch gar kein Richtiges (mehr) möglich. Vielleicht kann in diesem Land keine Partei mehr entstehen, die nicht grundsätzlich lächerlich und abstoßend ist.

Vielleicht muss diese Falsche erst komplett und radikal zu Grunde gehen. Und dass das passieren wird, wenigstens darauf ist ja Verlass.

Nordlicht

20. Mai 2021 09:56

"Es mag sein, daß die AfD mit ihrer Kampagne gewisse Wählerstimmen gewinnt."

Hoffentlich!! Das ist der Sinn des Wahlkampfes, und je mehr die AfD gewinnt, desto besser. Die Befürchtung, dass daraus keine (parlamentarische) Gestaltungsmacht erwächst, gilt unabhängig davon, welche Wählerschichten gewonnen wurden. Hier gilt: Masse zählt.

Die inhaltlichen Einschätzungen des Autors teile ich nicht. Nach meiner Wahrnehmung besteht in allen Altersgruppen einen - durch die Pandemiepolitik verstärkten - Wunsch nach Normalität. Die Frage, ob es eine alte oder neue Normalität geben wird, geistert durch alle debatten. Insofern halte ich den Begriff weder für verstaubt noch für abschreckend.

Die AfD wird in der Alterkategorie 18 bis 35 kaum nennenswert Stimmen bekommen können, in dem Alter will man in der Tat das Neue, Verrückte, Utopische. Aber in der Familienphase kommt der Wunsch nach Normalität. Und der Anteil derer, die durch den neuen Ausländerzustrom, durch Genderquatsch und die durch Klimavorschriften steigenden Lebenshaltungskosten genervt sind, ist hoch.

Diese "Normalos" gilt es zu gewinnen, auch gerne mit unkonventionellen und provozierenden Forderungen: Grundlegende EU-Reform, Reduzierung des ÖR um 90%, stabile beziehungen zu Russland.

Und: Politiker wie Höcke sollten im BT-Wahlkampf nicht "versteckt" werden. Er verkörpert für mich Normalität.

 

Sekundant

20. Mai 2021 10:27

Bei sachlicher Betrachtung hat sich die AFD mit ihrem Wahlmotto ein seltsames Eigentor geschossen. Ihre (vielleicht) Ko-Spitzenkandidatin bei der Wahl für den deutschen (!) Bundestag Weidel, inhaltlich weit besser als deren Konkurrenten, lebt mit ihrer Lebensgefährtin in der Schweiz. Für mich ist das nicht "Normal"!

Ein gebuertiger Hesse

20. Mai 2021 10:37

Guter Beitrag, der etwas Wichtiges kritisiert, nämlich die der Partei inzwischen eigene Lesetreterei und Uncoolness. "Deutschland. Aber normal" ist ja nicht zuletzt ein ausgesprochen undynamischer Slogan, der keinerlei Schärfe erkennen läßt. Wiederum kommt die Kritik natürlich von intellektuell-analytischer Seite und mag deshalb außer Acht lassen, wie sehr auch klein(st)e gemeinsame Nenner im Gemüt des "normalen" Mannes eine für das Kreuzchenmachen ausreichende Hebelwirkung haben können. Das Wörtchen "normal", so ausgelutscht und zum Abwinken ranzig es für unsereins auch klingt, birgt ein Potential, das im Halb- oder Unbewußten nicht weniger Leute das Richtige ansprechen mag.

Apostat

20. Mai 2021 10:41

Der Wahlslogan der AfD macht, was Werbung erreichen soll- Aufmerksamkeit erzielen.

Unter diesem Aspekt ist er doch recht kreativ und der Artikel eine Überinterpretation.

 

 

Thomas

20. Mai 2021 10:45

Mit Hr. Wolfschlag stimme ich überein, dass der Fokus des Wahlprogramms auf "Normalität" zu wenig ist. Dem Begriff "Normalität" fehlt das zukunftsweisende, das inspirierende, das freche, das  emotionale Element. Die Begriffe des Wahlkampfes der AFD sollten immer auch eine Negation der jetzigen destruktiven Politik sein, wie z.B. "Wir lieben Deutschland" oder "wir arbeiten für Deutschland", das implizit beeinhaltet, dass die anderen es eben nicht lieben oder dafür arbeiten. Andere Beispiele: "Uns wählen die Besten (Klügsten)", "Vorfahrt für Vernunft", "Raus aus dem Irrenhaus!", "Sei kein braver Untertan!" oder "Die Rente ist sicher - für die Südeuropäer" usw.

Nur ein paar Beispiele auf die Schnelle, die mir gerade eingefallen sind. Die AFD braucht keinen braven, drögen Wahlkampf, der kaum einen Hund hinterm Ofen hervorlockt, sondern markante, provozierende Wahlkampfbegriffe, die eben nicht "normal" sind.

Franz Bettinger

20. Mai 2021 11:17

Der Autor will uns weismachen, Normalität sei eine Kopfgeburt. Es gäbe sie gar nicht, die Normalität. Ist der Mann vom Gender-Zirkus? Reist er in Chaos-Versicherungen? Arbeitet er für die Davoser Wurst-Fabrik? Normalität muss keineswegs ein Idyll sein. Normalität gibt es dort, wo man nicht befürchten muss, von Fremdstämmigen erstochen zu werden, zum Impfen gezwungen zu werden, oder in ein Land ohne Schulpflicht fliehen zu müssen, wenn man seine Kinder nicht an die staatliche "Fürsorge" verlieren will. Normalität liegt vor, wenn man nicht fürchten muss, dass morgens die Tür aufbricht und vermummte Polizeihorden ins Haus stürmen, um Computer oder deine Kinder zu entführen. Normalität herrscht, wenn Meinungsfreiheit herrscht und wenn Journalisten, Richter, Ärzte, Lehrer ihren Job machen können, ohne um ihren Job bangen zu müssen. Normalität ist, wenn Schüler ohne Masken angstfrei in die Schule gehen und dort nicht verwahrt werden, sondern Vernünftiges lernen und nicht von Greta-infizierten Kultusminister zum Schulschwänzen animiert werden. Normal und wünschenswert wäre auch, wenn Deutschland politisch souverän handeln und endlich zu sich selbst finden könnte. Nach Normalität sehnen sich alle, die Alten, die Jungen und die ehemaligen und gut integrierten Gastarbeiter mit ihren Familien. Und deshalb finde den Vormarsch der AfD, Normalität einzufordern, als begrüßenswert. Die schon fast überflüssig gewordene AfD erkennt endlich, warum es sie gibt.

Franz Bettinger

20. Mai 2021 11:21

@Herr Wolfschlag, die AfD und wir Deutsche brauchen keine Fata Morgana (Visionen haben andere schon zur Genüge), wir brauchen Klarblick. 

@paterfamilias hat recht. Der simple lakonische Slogan Deutschland - Normal wäre besser (ohne das aber zwischen den zwei Worten) und konterkarierte Merkels Wunschvorstellung Ein Zurück zur Normalität wird es nicht geben in idealer Weise. (Es müsste sich doch eigentlich herumgesprochen haben, dass aber-Konstruktionen jede Aussage abschwächen und möglichst zu vermeiden sind.)

@Nordlichts "radikalen" Forderungen stimme ich zu: "Raus aus der EU oder wenigstens grundlegende EU-Reform, Reduzierung des ÖR um 90%, weg mit der GEZ, stabile Beziehungen zu Russland. Ein Ende des Corona-Spuks.“ Daraus ließen sich weitere Wahlkampf-Slogans formen. 

Niedersachse

20. Mai 2021 11:27

1. "Deutschland. Aber normal" ist doch nur ein Überbegriff, der durch viele andere Wahlkampfsprüche ergänzt werden kann und wird. Er ist deshalb weder richtig noch falsch. Es ist doch in der Tat so, dass viele Wähler und auch potentielle Wähler der AfD sich nach den Verhältnissen von vor 2015 sehnen. Ob das nun gut und ausreichend ist, sei mal dahingestellt. Für mich natürlich nicht, aber darauf kommt es zunächst nicht an. Für viele verkörpert diese Zeit um 2015 einen einschneidenden Wendepunkt, ein "davor" und ein "danach". Die allermeisten erleben die Gegenwart als unnormal, bedrückend, bevormundend und einschneident, sei es aus  der - berechtigten - Sorge vor Überfremdung, oder aus der - nichtberechtigten - Angst vor dem "Killervirus", oder aus der - wiederum berechtigten - Sorge vor einem repressiven Überwachungs- und Nachtwächterstaat. Diese Beispiele sind hier stellvertretend für viele andere. Viel wichtiger als ein Wahlkampfbegriff wäre ein entschiedenes Auftreten der AfD in den kommenden Wochen und Monaten. Das Spitzenduo für die BTW (das hoffentlich Chrupalla und Weidel heisst) wird ja gerade in einer online- Mitgliederbefragung  der AfD herausgebildet. Ich habe zumindest meinen Teil als AfDler dazu beigetragen.

Der_Juergen

20. Mai 2021 12:17

@Sekundant

Ihre Frage ist schon berechtigt: Kann eine lesbische Frau, mag sie auch intelligent, schlagfertig und ökonomisch bewandert sein, in der Spitzenriege einer Partei stehen, die "Normalität" predigt? Ich habe gegen Lesben aus vermutlich irrationalen Gründen weniger Vorbehalte als gegen Schwule, aber eine nach meinen Vorstellungen geführten Partei würde keine Homosexuellen in iher Führung dulden.

Ein verstorbener Schweizer Patriot, G. A. Amaudruz, hat es so formuliert: Bei einem Menschen, der sein Geschlecht verrät, muss damit gerechnet werden, dass er auch sein Volk verraten wird.

 

Niedersachse

20. Mai 2021 12:34

2. In dem Artikel wird auch behauptet, die Jüngeren würden mehr zu "Normübertretungen" und "Rebellion" neigen. Hört sich erstmal richtig an, aber bei näherem Hinsehen entpuppt sich das als bloße Behauptung. In jeder Epoche der Menschheit dürften sich die Erwachsenen über "die Jugend von heute" beschwert haben; heute allerdings mehrheitlich zurecht. Zu keiner Zeit war "die Jugend" wohl derart konform, denkfaul und politisch angepasst wie heute. Präziser gesagt: Vor allem die westdeutsche Jugend.  Sei es bei dem Thema Multikulti, Klima oder dem Corona- Extremismus: Immer wenn es darum geht, politische Forderungen, die dem Wohl der Allgemeinheit abträglich sind, zu unterstützen, ist die "Jugend" vorne mit dabei. So zumindest meine Beobachtung. Das sieht man am Wahlverhalten, an der Teilnehmerstruktur der "Wir sind mehr"- Demos, bei "fridays for future"- Demos und anderem Kokolores. Bei Querdenken beispielsweise ist das Teilnehmerspektrum durchmischt. Die meisten dürften so zwischen 35 und 60 Jahre sein. Die Jugend ist also zumindest im Westen der Katalysator einer Politik, die auf Gehorsam, Angepasstheit und Untertanengeist setzt. In der heutigen Zeit das "alte Normal" einzufordern (gegen Multikulti, Gender und Klima - und Coronaextremismus) kommt aus Sicht der Machthaber schon revolutionären Bestrebungen gleich.

MARCEL

20. Mai 2021 13:08

Normalität ist zum Sehnsuchtsort geworden und somit Propagandamunition der biederen AfD für ältere, klassisch konservative Wähler. Mehr nicht.

Nichts mehr wird normal sein und gerade das ist die Chance der (leider zu wenigen) jungen Kräfte unseres Spektrums. Revolutionen gedeihen zumeist unter höchst un-normalen Verhältnissen. Normalität sowie Verantwortung sind mittlerweile zu Vokabeln geworden, die den kühnen Vorstoß verhindern (sollen).

Wer die massiven Demonstrationen vom Wochenende und ihre mediale Rückendeckung gesehen hat, kann nicht mehr an Normalität glauben (was, wenn die einmal Kriegswaffen haben, so viel SEK gibt es in Deutschland nicht).

 

Silent Reader

20. Mai 2021 13:40

Relevant für dieses Thema:

Wo steht die Neue Rechte (von Martin T. Neumann)

Laurenz

20. Mai 2021 13:56

Hier ist das Interview mit Herrn Rimoldi, einem intelligenten jungen Mann aus der Schweiz, der das Referendum zur bevorstehenden Volksabstimmung der Schweizer gegen die Fakedemie-Maßnahmen mit bewirkt hat. Was wünschen sich Herr Rimoldi & Seine Mitstreiter anderes zu bewirken, als Normalität? Exakt, nichts!

https://youtu.be/EOn4kJMPXLs

anatol broder

20. Mai 2021 14:16

treffen sich till-lucas wessels, claus wolfschlag und johannes scharf in einer bar.

wessels. ich wäre gern ein sonntagsheld.

wolfschlag. ich wäre gern herrlich unnormal.

scharf. ich wäre gern.

Schwarzseher

20. Mai 2021 14:19

I.)

Ja das mit der "Normalität" ist ein wichtiger Punkt. Baut ja darauf die "Hoffnung" der meisten "Rechten". Die Wirtschaft, das Sozialsystem, Multikulti und was sonst nicht alles, würde irgendwann zum "Zusammenbruch" führen, da die Zustände nicht mehr normal wären. Und dann aber wachen die Leute auf.. Das hat wohl mit dem sehr verbreiteten Biologismus zutun. Das "Normale" wäre in den Genen festgelegt. Da kann man aber sehr lange daruf warten. Man braucht sich nur die heuteige Jugend anschauen. Um zu sehen wohin alles läuft.
Das "Normale" der Moderne ist der Progress, der ganz normal in die Postmoderne führt. Wer bremst ist nicht Normal ist Vormodern. Wie der Islam.

Schwarzseher

20. Mai 2021 14:20

II.)

Und mit dem Islam wären wir bei der AfD. Der Slogan ist wohl eine gute Verkaufsmasche. Jeder stellt sich unter Normal vor was er möchte. Nach der Wahl ist das Geschwätz vor der Wahl eh nichts mehr wert. Aber interessanter finde ich die Frage, ob sich die AfD "Normalität" ähnlich ähnlich vorstellt wie die Rechten. Oder ergenben sich nur scheinbare Überschneidungen. Ist nicht die AfD mit ihrer Weidel z. B. gegen den Islam ausschließlich weil Muslime erstens Progressfeindlich, also Homofeindlich und zweitens Antisemiten sind. Weil sie ihre Identität nicht wegwerfen, und sich nicht als gute neue Deutsche integrieren wollen. Sozusagen ein Störfaktor bei der Umvolkung. Also da sind mir solche unintegrierbare Islamisten wesentlich lieber, als die gut integrierbaren und fleißigen Migranten. Wie sie z.B. ein Broder hier gerne hätte. Ist für die AfD nicht die liberale offene Gesellschaft das normale Ideal, ein moderner liberaler "Melting Pot"? Weidel und Co verarschen doch die Deutschen.

Ein gebuertiger Hesse

20. Mai 2021 15:01

@ Jürgen

Großartiges Zitat jenes Schweizers! So sieht eine fundamentale Wahrheit aus, wenn sie geradlinig und ohne Rüschen formuliert ist.

RMH

20. Mai 2021 15:54

@Niedersachse,

Sie scheinen keinerlei Kontakt zur jungen Generation, insbesondere zu Schülern, zu haben. Deren offen grünes Lehrerpersonal weckt sehr wohl den Wiederspruch, nur werden sie solche Jugendlichen bestimmt nicht in irgendwelchen ummantelten Berichterstattungen in den Medien finden.

RMH

20. Mai 2021 16:06

@gebürtiger Hesse & Juergen,

Homosexualität kann kein Verrat am eigenen Geschlecht sein, da sie eine natürliche Randausprägung des jeweiligen biologischen Geschlechts ist und ganz normal in der jeweiligen Bandbreite vorkommt, so wie es auch zu natürlichen Normalverteilung gehört, dass es Menschen mit kaum bis gar keinem sexuellem Verlangen gibt. Das Zitat ist wahrlich grottendumm, insbesondere die Rechte fühlt sich doch sonst der Biologie recht nah verbunden.

nom de guerre

20. Mai 2021 16:27

@ Der Juergen u. das Zitat des Schweizers

Frau Baerbock ist seit 14 Jahren verheiratet und hat zwei Kinder, Herr Habeck seit 25 Jahren - vier Kinder - und bei Frau von der Leyen sind es über 30 Jahre und sieben Kinder. (Quelle: Wikipedia)

Wirkt alles sehr normal im obigen Sinne. Nur sagt das offensichtlich nichts über das Verhältnis der Damen und Herren zu ihrem Volk bzw. überhaupt dem einfachen Bürger aus. Insofern verstehe ich nicht, weshalb Sie glauben, aus dem Privatleben einer homosexuellen Politikerin (negative) Schlüsse ziehen zu können, wenn im Umkehrschluss der klassisch bürgerliche Lebensentwurf anderer Politiker keine entspechend positiven Schlussfolgerungen zulässt.

Sekundant

20. Mai 2021 16:33

Die Gründe, weshalb Männer im Allgemeinen, nicht nur Der Jürgen, gegen Lesben-Frauen weniger Einwände als gegen Homo-Männer haben, liegen auf der Hand und müssen hier nicht erläutert werden. Ausgehend vom Gegenstand des Artikels - das Normale bzw. Normalität - ist aber doch klar: wären homosexuelle Paare gleich welchen Geschlechts normal, also der Norm entsprechend, wäre es um die Art geschehen...

Niedersachse

20. Mai 2021 16:34

@RMH

 

Ich selber bin ja nun auch noch nicht so alt, 42 Jahre um genau zu sein. Und natürlich habe ich auch Kontakt zu jüngeren Leuten die so um die 18-20 Jahre sind, vornehmlich bei uns auf der Arbeit. Sicher gibt es dort auch viele mit vernünftigen Ansichten, aber ich ging jetzt vom großen Ganzen aus. Es sind einfach die Beobachtungen die ich mache. Und es ist eben auch anhand von Statistiken klar zu sehen: Bei der BTW 2017 haben bei den Zweitstimmen insgesamt 12.6 Prozent AfD gewählt. In meiner Alterskohorte von 35- 44 Jahren sind es 15.4 Prozent, bei Männern in dem Alter sogar fast 20 Prozent. Bei den 18- 24 jährigen schnitt die AfD schlechter ab, nämlich gerade mal 8 Prozent. Darauf wollte ich hinaus. Wie gesagt, vornehmlich im Westen.

Volksdeutscher

20. Mai 2021 17:31

1.

@RMH - "Homosexualität kann kein Verrat am eigenen Geschlecht sein, da sie eine natürliche Randausprägung des jeweiligen biologischen Geschlechts ist und ganz normal in der jeweiligen Bandbreite vorkommt..." 

"Verrat am eigenen Geschlecht" ist gewiß etwas überspitzt formuliert, da Verrat bewußt erfolgt, während sexuelle Identität unterbewußt entsteht. Aber das sollte uns nicht vom Wesentlichen ablenken, daß Unnatürlichkeit sich nicht natürlich ausprägen kann, es sei denn man will sowohl die Sprache vergewaltigen als auch der Natur eine Absicht unterlegen, die ihrem Wesen fremd ist, nämlich unnatürliche Subjekte hervorbringen, die nicht an der Fortpflanzung der Art teilnehmen können und ihr eigenes Geschlecht sexuell begehren.

Volksdeutscher

20. Mai 2021 17:35

2.

@RMH

Unnatürlichkeit entsteht unter unnatürlichen Verhältnissen. Denn auch Sie glauben doch nicht daran, daß die Natur die Spermien dazu geschaffen hat, ihr kurzes Leben in einem After zu beenden oder daß die Natur die Scheide dazu geschaffen hat, von einem Silikonpenis traktiert zu werden. Nichts Natürliches ist an diesen Erscheinungen. Entartung kommt von "der Art, wie jemand oder etwas sein sollte, zu entsagen". Die biologische Norm bildet also die Grundlage der Normalität. Es gibt keine anderen Geschlechter, als die biologischen - männlich und weiblich. Und wenn Geist und Seele etwas Abweichendes dazu sagen, hat das keine Beweiskraft, denn keine Gendertheorie kann die Natur widerlegen. Wenn die Natur sich irrt, gibt sie dem defekten Subjekt keine Überlebenschance, was ganz natürlich ist. Diese Chance zum Überleben hat es nur in der (unnatürlichen) Gesellschaft.

Der_Juergen

20. Mai 2021 18:18

@nom de guerre

Ihr Einwand ist ernstzunehmen. U. von der Leyen, eine Globalistin und Antipatriotin, wie sie im Buche steht, hat sieben deutsche Kinder geboren, daran ist nichts zu rütteln. Und der Nationalsozialist Michael Kühnen - ein hochintelligenter Mann, der ein paarmal sogar in Sanders "Staatsbriefen"schreiben durfte, was nicht jedem vergönnt war - war stochschwul. Ich würde folgende Formulierung vorschlagen: Die sexuelle Orientierung sagt für sich allein nichts über die Ehrlichkeit und Loyalität eines Menschen aus, aber statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein normal veranlagter Mensch ehrlich und loyal und ein abnormal veranlagter unehrlich und illoyal ist, sehr viel höher als umgekehrt. Ich möchte aus meiner im vorigen Beitrag geäusserter Meinung kein Dogma machen und anerkenne abweichende Positionen als legitim.

Pit

20. Mai 2021 19:18

Kommt eben drauf an, was normal ist. Für mich ist normal: Entwicklung; Chancengleichheit; Selbstbestimmung. Es wäre sehr viel gewonnen, wenn verstanden würde, daß diese ganzen globalen Agenden überhaupt nichts mit Fortschritt zu tun haben, es sind reine Machtausübungen für mehr Machtgewinn UNTER DEM VORWAND der Fortschrittlichkeit. Alle Lösungsansätze der herbeigelogenen Probleme bedeuten immer Entmündigung des Bürgers, totale Kontrolle, transhumanistische Dystopie. Diese Lösungsansätze sind aber eben NICHT alternativlos: Dezentralität und Selbstbestimmung sind die Antwort.
Die Oberkasten sind wie üblich an dem Punkt, wo sie das Finanzsystem durch Lügen, Diebstahl und Unfähigkeit an die Wand gefahren haben , jeder wußte seit langem, daß hier eine Riesenkatastrophe ansteht. Und da kommt auf einmal wie Kai aus der Kiste ein Geist (Virus) angeflogen, welcher es notwendig macht, eine totalitäre Diktatur einzuführen weil wir sonst alle sterben...
... also kurz und gut, normal ist Selbstbestimmung. WAS in dieser Selbstbestimmung passiert, geht niemand was an; "normal" muß es aber überhaupt nicht sein ! DAS löst den scheinbaren Widerspruch zwischen "normal" und Langeweile... darum, s.o.: kommt drauf an, was man unter "normal" versteht: die globale Oberkastendiktatur ist abzulehnen ganz egal welche Inhalte sie hat; nicht weil sie Genderbrechkram ist, sondern weil sie keine Selbstbestimmung erlaubt. Wieviele bei Freiwilligkeit dann Gender wollen, wird man dann ja sehen.

RMH

20. Mai 2021 19:29

@Volksdeutscher,

ich sprach von Normalverteilung im Sinne der Gausschen Normalverteilung. Und da findet man eben einen großen Bauch der Heteros und die weniger häufigen nicht Heteros an den Rändern verteilt. Und da dies nach allen geschichtlichen Zeugnissen schon immer so der Fall gewesen zu sein scheint, darf man von einer "Normalität" ausgehen, da auch die Ränder bei einer Normalverteilung eben der "Norm" entsprechen - offenbar auch in biologischer Sicht, da diese Menschen immer wieder geboren werden (obwohl sie sich eigentlich oftmals nicht fortpflanzen). Sie hingegen sehen sexuelle Normalität offenbar nur von der biologischen Fortpflanzungsfunktion her. Und auch hier hat der Mensch ein natürliches Verhalten, welches abweichend von anderen Tieren ist - gerade auch bei Heteros. Zusammengefasst: So lange die Natur dafür sorgt, dass es bei der beschriebenen Normalverteilung innerhalb der jeweils zur Welt kommenden Generationen bleibt, stirbt der Mensch mit Sicherheit nicht aus. Prozentual gesehen sind regelmäßig deutlich weniger Menschen homo, als man von den öffentlichen Kampagnen und dem Gekreische der Lobbygruppen her heutzutage vermuten mag.

Gracchus

20. Mai 2021 20:20

Ich halte dieses Wahlkampfmotto für großen Mist. Was heißt schon "normal"? Das klingt nach "Normalo", "Normopathie" und "Normierung". Alles Dinge, die entweder furchtbar sind oder langweilig. Eine grundlegende Opposition würde doch geraade gegen solche Normierungen opponieren.

Letztlich ist's wahrscheinlich egal. Ich werde diesmal - anders als die letzten Male - wählen gehen. Und von den Parteien, die überhaupt Chancen haben, in den Bundestag einzuziehen, kommt nur die AfD in Betracht.  

Laurenz

20. Mai 2021 21:52

@Schwarzseher

Tja, leider muß man hier die Position RMHs unterstützen. Sie schreiben einfach hanebüchen. Frau Weidel hat überall da gearbeitet, was Sie hier angeführt haben. Aber der Fakt ist, wir brauchen Mitstreiter, die den Feind kennen. Frau Weidel trat auch bei IfS auf, da treten ja sonst auch nur Anywheres auf irgendwie, oder? Habe auch früher lange Zeit im Kapitalmarkt gearbeitet, wollen Sie mich auf den Rest meines Lebens als Zinsschneider (, der ich tatsächlich war) & Anywhere abstempeln oder mir Patriotismus-Heuchelei & Spionage unterstellen? Es ist doch besser, daß Weidel zu bestimmten Schlußfolgerungen gekommen ist & ihr Leben verändert hat. Mir ist Weidels schönes Gesicht als Gesicht der AfD lieber, als jenes schöne Gesicht von Petry, die 5-fache Mutter ist & nie Bock hatte, sich, im Gegensatz zu Weidel, mit der profanen Basis abzugeben. Nicht, daß man Weidel nicht kritisieren dürfte, aber wer perfekt ist, werfe den ersten virtuellen Stein.

Laurenz

20. Mai 2021 21:54

 

@Gracchus

Was schlagen Sie denn vor, wenn Sie schon GK indirekt kritisieren? 

Schwarzseher

20. Mai 2021 22:11

@ RMH

Keine Frage. Frau Weidel ist sehr Intelligent. Hat unbestreitbar Redetalent. Und ist wohl dazu noch Photogen.
Wer sie ist, und woher sie kommt, löst bei Konservativen allerdings einen Schock aus. Bei Rechten und Linken.
Aber in Ordnung, die AfD ist ja eine liberale Partei, die durch rechtspopulistische Rethorik im rechten Lager fischt. Bei der Masse der Unzufriedenen. Dadurch bietet die AfD allerdiengs auch den Rechten eineige Möglichkeiten. Die müssten halt diese Hayek-Clique beiseite räumen. Das ist so in etwa was sich da abspielt?

Carsten Lucke

20. Mai 2021 22:35

Eigentlich wollte ich nach Bosselmanns letztem Text erstmal für geraume Zeit hier die Schnauze halten - allein : Warum pflichtet hier keiner @ Franz Bettinger bei ?!

Er bringt auf den Punkt, was normal ist !

HartwigBenzler

20. Mai 2021 23:35

Gut beobachtet. Gut gedacht. Gut geschrieben. Die Erkenntnis? Mit DIESER AfD kann es nichts werden. Richtig. Aber wer sagt, daß aus dieser AfD nicht doch noch DIE AfD entstehen könnte? Denn: Alles hat seine Zeit.  

Augustinus

21. Mai 2021 00:36

@RMH

"ich sprach von Normalverteilung im Sinne der Gausschen Normalverteilung."

Gauss ist nicht gestern gestorben. Heute gibt es auch noch andere mathematische Verteilungen.

Tun Sie bitte nicht so als hätten Sie Ahnung von dem Zeugs.

Herr K aus O

21. Mai 2021 07:37

Also: Ein Wahlkampfslogan ist dazu da, ein Produkt zu verkaufen. Natürlich wünschen sich die Menschen “Normalität”. Und sie wollen vor allem weniger “müssen”. In der Merkel-Welt müssen die Menschen alles Mögliche. Müssen den größten Mist tolerieren, müssen bis 70 arbeiten, müssen die höchsten Steuern zahlen und müssen erkennen, dass sie durch ihren Rassismus verhindern, dass halbe Analphabeten keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. Usw. Schwarz-Grün, Grün-Schwarz wird dieses System noch perfektionieren, dieser Zwangsjacke Bundesrepublik noch einen drauf setzen. Diesen Zustand nenne ich Ausbeutung, Raub, auf keinen Fall “Links”, über permanente Kampagnen wird den Leuten suggeriert, es würde sich was ändern, es müsse sich was ändern, denn das sei Fortschritt. 

Also: Das Produkt Normalität finde ich nicht schlecht, besser auf jeden Fall als diese permanente Revolution (von oben)

Carsten Lucke

21. Mai 2021 07:55

@ anal broder

Och nee - jetzt auch Ihre Kleingeistschreibung kursiv ?!

Volksdeutscher

21. Mai 2021 09:38

@ HartwigBenzler - "Alles hat seine Zeit."

Ja. Aber Deutschland hat nicht mehr so viel Zeit.

RMH

21. Mai 2021 10:03

@Augustinus,

Welche Verteilung sehen sie besser passend?

Ich selber habe in der Tat von solchen mathematischen Sachen wenig Ahnung, fand das Glocken- oder Bauchbild nur Recht passend.

Etwas seltsam finde ich, dass mein Lob auf Frau Weidel verschwunden ist. Darf man nicht mehr schreiben, dass man sie für einen Glücksfall für die AfD hält?

Nur fürs Protokoll: Ich halte auch B. Höcke für einen Glücksfall für die AfD und sehe da keinen Widerspruch, wenn es um das gesamte Projekt AfD geht.

Phil

21. Mai 2021 10:50

Es ist alle paar Jahre faszinierend, wie nichtssagend und austauschbar die Wahlslogans der Parteien sind. "Deutschland. Aber normal." könnte auch von den Grünen sein, "Deutschland. Alles drin." von der AfD.

Jedoch, Wahlkampagnen können wichtig sein, eine positive oder negative Wirkung haben. Um Leute hinterm Ofen hervorzuholen, braucht es in der Tat mehr Pep –, und die große Gruppe der Nichtwähler sollte die Zielgruppe Nr. 1 der AfD sein.

Laurenz

21. Mai 2021 11:30

@Carsten Lucke

Warum wollen Sie die Schnauze halten, wenn Sie anderer Meinung als HB sind? HB macht das ja auch nicht. Wie gesagt, ich sehe auf der privaten Ebene den Artikel als sinnvoll an, auf der gesellschaftlichen Ebene nicht, denn da beschwert sich HB ganz unbescheiden darüber, daß die Deppen ihren Mund aufmachen, was impliziert, daß Er Sich Selbst für überlegen hält, ein kleines Lüftchen von Narzißmus, der die meisten Rechten/Konservativen ab und an besucht. Außerdem haben hier einige meinen Freund @Franz Bettinger unterstützt, aber jeder schreibt eben in seinem eigenen Stil. Und das ist auch ganz gut so.

Phil

21. Mai 2021 11:36

@Sekundant, Der_Juergen und Co.

"Ein verstorbener Schweizer Patriot, G. A. Amaudruz, hat es so formuliert: Bei einem Menschen, der sein Geschlecht verrät, muss damit gerechnet werden, dass er auch sein Volk verraten wird."

Da muss ich eine Lanze für Schwule und Lesben brechen: Es sind (hauptsächlich) Heterosexuelle, die Deutschland (und Europa) zugrunde richten.

Sexualität ist Privatsache. Weidel hat sich ihre sexuelle Orientierung sicher nicht ausgesucht, sie ist "Schicksal".

Laurenz

21. Mai 2021 11:38

@Carsten Lucke @An Broder

Sie haben tatsächlich Humor.

Sie können an 95% der Beiträge unseres Mitforisten den didaktischen Befehl Seiner Eltern herauslesen, daß Er ein intelligenter, den anderen rational überlegener Sohnemann zu sein hat. Diese Prägung ist extrem gut herauszulesen. Und die leicht andere Sozialisierung (als unsere mehrheitliche) sorgt für das kulturelle Unverständnis, daß man mit Groß- und Kleinschreibung den minderwertigen schriftlichen Ausdruck (im Vergleich zum direkten Gespräch Auge in Auge) das eigene Anliegen expliziter formulieren kann. Hier besteht auch ein Mangel an Wahrnehmung der anderen, weil man sich in der schriftlichen Überlegenheit gegenüber anderen im Grunde nur sehr bedingt dafür interessiert, ob die eigenen Gefühle & Sichtweisen auch bestens bei Empfänger ankommen. Und natürlich ist Groß- & Kleinschreibung besser zu lesen, als die anti-römische Kleinschreibung, die aus einem 2.000 Jahre altem Trauma entstand. Es haftet einem dabei auch der exklusive Hauch des Enfant terrible an, wenn man so billig die anderen provozieren darf. Ich mag die 5% Seines entspannten Schreibens lieber. Aber sehr bedauerlich, wird das die letzte Zeit seltener.

Laurenz

21. Mai 2021 11:40

@Augustinus @RMH

Mathematik behandelt abstrakt Naturgesetze & die sind zeitlos, also tun Sie bitte nicht so, als ob Sie davon Ahnung hätten.

Laurenz

21. Mai 2021 11:43

@Volksdeutscher @HartwigBenzler

Deutschland hat alle Zeit der Welt, die Menschen, also auch Sie haben keine Zeit, denn das Leben ändert immer tödlich. Von daher empfehle ich Ihnen, Politik über Ihren eigenen Tod hinaus zu betrachten, so wie man auch die Vergangenheit betrachtet, die manche aus einer älteren Vergangenheit nicht mehr erlebt haben. Aber das interessiert unser Ego herzlich wenig, ein eklatanter Wahrnehmungsfehler.

Laurenz

21. Mai 2021 11:59

@Phil @Sekundant, Der_Juergen und Co.

Gebe Ihnen absolut Recht, aber Homosexuelle sind in unserer Politik absolut überrepräsentiert. Denken Sie einfach an Spahn, Altmeier, Tauber etc.pp. 

Deswegen sollten wir politisch für eine Homosexuellen-Quote in Parlamenten eintreten, 3% in allen Gremien muß reichen.

@Phil

"Es ist alle paar Jahre faszinierend, wie nichtssagend und austauschbar die Wahlslogans der Parteien sind. "Deutschland. Aber normal.""

Ihre Wahrnehmung stimmt hier nicht. Kann Ihnen nur empfehlen, das bekannte Buch eines Politikers zu lesen, der sich 1945 selbst erschoß. Alle Partei-Wahl-Strategen richten sich bis heute ausnahmslos nach dessen & anderer ähnlicher Vorgaben.

Und wenn Sie etwas an dem auszusetzen haben, was andere leisten, sollten Sie vielleicht auch einen Vorschlag machen, der in Ihren Augen besser wäre. Rumnölen können wir alle, das ist keine Kunst.

Carsten Lucke

21. Mai 2021 12:32

@ Laurenz

Sie haben mich natürlich eiskalt erwischt - klar und angemessen.

Ich habe nur noch sehr, sehr wenige Menschen, denen ich traue und die mir wichtig sind. Bei denen gibt's halt zuweilen einen Bonus.

Sehen Sie's mir nach.

Gerd Soldierer

21. Mai 2021 13:27

Etablierte bekämpfen "rächst- extrem" holen zeitgleich gleichartigen Extremismus des Politischen Islam ins Land.

Totalitäre Strukturen werden aufgebaut - ideologisch- sozialistische Ziele - beispielgebend für totalitäre Herrschaft - jeden Bereich des Lebens manipulierend - daraus hätt ich einen Slogan gebildet....

Otto u. Achmed haben von der totalitär- faschistischen Ideologie des Politischen Islam keine Ahnung. S 5 V 60 : Ungläubige sind Schweine u. Affen - dümmer als Vieh - der nächste Vers : Muslime gehören zur besten Gesellschaft dieses Erdballs ! Den Knirpsen der Moschee- Schule wird der Märytrer vorgeblasen, der kindliche Verstand vermasselt ! Mit der Interpretation dieser Konstellationen können Sie flammende Reden generieren - die Interpretation ! - die Freiheit, Bevormundung - ist das nix für die Anfänge des Lebens?

Geben Sie Otto u. Achmed ihre Stimme, Sie kriegen sie dreifach zurück.

 

Phil

21. Mai 2021 14:20

@Laurenz

Die Strategie scheint zu sein: Wer die Grünen nicht mag und von Corona die Nase voll hat, wähle doch bitte AfD

Glauben Sie, das geht auf?

Der_Juergen

21. Mai 2021 14:59

@Gerd Soldierer

Willkommen auf diesem Blog. Da Sie hier neu sind, gestatte ich mir, Sie darauf hinzuweisen, dass hier schon mehrfach der völlig unangemessne Ausdruck "faschistisch" für den radikalen Islamismus gerügt wurde. Ja, der Islamismus - oder einfacher gesagt der Islam - ist totalitär, daran besteht kein Zweifel, aber "faschistisch" kann er schon darum nicht sein, weil jede Spielart des Faschismus nationalistisch und der Islam antinationalistisch ist. Die "Umma" ist die Gemeinschaft der Muslime, die über jedem Nationalstaat steht. Auch ist der Islam seiner Lehre nach antirassistisch; die Praxis sah und sieht freilich anders aus, da die Neger von den arabischen Sklavenhändlern und -haltern wie Untermenschen behandelt wurden und (z.B. in Mauretanien)  heute noch werden. Aber mit dem Koran lässt sich das nicht rechtfertigen.

Laurenz

21. Mai 2021 16:52

@Phil @L.

"Wer die Grünen nicht mag und von Corona die Nase voll hat, wähle doch bitte AfD

Glauben Sie, das geht auf?"

Lesen Sie einfach noch mal den Artikel GKs über den Normalisierungspatriotismus.

Die Liste an völlig irren politischen Wahnvorstellungen,

wie Klima, Gender, islamistische Invasion, Neue Energien-Ausbeutung der Bürger, marode Bundeswehr, Bananen-republikanische Bildungs- & Kulturpolitik, BLM/NLM, cancel Culture, politisches Framing, Kampf gegen die Klugen, sozialistische Notenbank- & Finanzpolitik, "guter" Neo-Kolonialismus, Vernichtung jeglicher Infrastruktur, desaströse Verkehrs- & Mobilitäts & Verkehrspolitik, Fakedemie etc.pp., um nur einige wenige zu nennen,

ist tatsächlich endlos.

Die Masse unserer Mitbürger kann sich aber maximal 5 politische, kurz benannte Aufhänger merken, aber auch nur dann, wenn sie permanent wiederholt werden.

Natürlich gäbe es provokantere Aufhänger, wie "Baerbock-Bild  Hitler? Wollt Ihr das?" Oder "Laschet-Bild, der Kapitän der Titanic, geht von Bord". Soweit will man aber wohl nicht gehen.

Und Sie, Phil, waren immer noch nicht kreativ.

Laurenz

21. Mai 2021 17:00

@Gerd Soldierer

Schön, daß Sie schreiben. Natürlich hat der erfahrene Forist, @Der_Juergen, Recht. Wenn Sie etwas in der Tendenz als quasi-faschistisch benennen wollen, ohne eine Definition zu verletzen, nutzen Sie einfach das Wort faschistoid.

Die eingeschlafenen urbanen Grünenwähler, die mit dem SUV am Wochenende das Land besuchen, um pseudo-Bio-Produkte zu kaufen, wie auch alle anderen Wähler sind bei Orientalen bereits abgestumpft, da diese billig putzen. Man muß kurz & bündig neue sensible Punkte beim Wahl-Bürger erstmal finden.

Aber bitte schreiben Sie weiter Ihre Meinung, denn neue individuelle Standpunkte sind meistens gut, nicht anders als bei Neuen Besen.

Sekundant

21. Mai 2021 17:08

Mir ist unklar, weshalb mich Phil darauf hinweist, daß "Sexualität Privatsache und Schicksal" sei. Mir sind sexuelle Vorlieben dritter Personen so gleichgültig wie deren Nahrungsgewohnheiten; immer vorausgesetzt, sie gehen
m i r damit nicht auf direkt an die Wäsche bzw. den Teller. Mein Hinweis galt nur d e m Umstand, daß das Paarungsverhalten Homosexueller (gleich welchen Geschlechts) und das Leben im Ausland für Bundestagsabgeordnete keineswegs normsetzend - also
n o r m a l - sein kann. Mehr nicht...

Augustinus

21. Mai 2021 17:45

@Laurenz

Die Gaußsche Normalverteilung ist im engeren Sinne keine exakte Mathematik sondern Empirik.

Im Gegensatz zum Satz des Pythagoras oder in neuerer Zeit der Poincaré-Vermutung (die 2002 der geniale russische Mathematiker Perelman bewies) ist die Gaußsche Normalverteilung als Arbeitshypothese anzusehen, weil es keinen Beweis dafür gibt.

Das ist ein Unterschied.

Natürlich spricht nichts dagegen in den Naturwissenschaften mit unbewiesenen Hypothesen zu arbeiten. Es gibt aber heute verfeinerte Methoden Verteilungsprozesse zu beschreiben, die der Wirklichkeit näher kommen als die veraltete Normalverteilung von Gauß.

Phil

21. Mai 2021 18:38

@Sekundant

Sehen Sie es als Versehen an. Sie weisen auf einen Widerspruch hin (was ich etwas kleinlich finde), werten aber nicht ab.

@Laurenz

Was ist los? Warum machen Sie mir zum Vorwurf, kein Rezept für den Wahlkampf einer Partei zu haben, die mich als Nichtwähler gar nicht interessieren würde, hätte sie nicht einen guten Mann wie Höcke in ihren Reihen? Mit Pep meine ich übrigens nicht Krawall oder billige Provokation.

Ich sage nicht einmal, dass die Strategie scheiße ist, nur, dass ich meine Zweifel habe. Klar wollen viele Leute "Normalität" (was immer das auch ist), aber ob die ausgerechnet eine (sozusagen) nicht normale Partei wählen, einen geächteten Außenseiter?

Normalität kann nicht nur langweilig sein, sondern etwas Abschreckendes haben.

Gracchus

21. Mai 2021 21:30

@Laurenz 

Ich wende mich gegen den AfD-Slogan. Was Kubitschek angeht, bevorzuge ich "Patriotismus". 

"Wer die Grünen nicht mag und von Corona die Nase voll hat, wähle doch bitte AfD" Korrekt. Das ist meine einzige Wahlmotivitation. 

 

Götz Kubitschek

21. Mai 2021 21:54

feierabend. und danke!

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