Netzfundstücke (95) – Trio, Stahl, Epochenwechsel

Uri vom Faß, grobe Bratwürste, gutes Wetter und spannende Diskussionen – beste Voraussetzungen für ein gelungenes Verlagswochenende in Schnellroda.

Und es soll­te gelin­gen. Nach einem Jahr ver­ord­ne­ter Coro­na-Ruhe und der letz­ten Aka­de­mie unter stren­gen Hygie­ne­auf­la­gen kamen die Antai­os-Ver­lags­ta­ge einem Auf­at­men gleich. Der Andrang war groß, das Inter­es­se an der geis­ti­gen Arbeit unge­bro­chen, die Lust am Lesen wei­ter­hin intakt.

Und das für das Wochen­en­de live dis­ku­tie­ren­de Lite­ra­ri­sche Trio gedach­te, die­se Lese­lust noch anzu­feu­ern. Sezes­si­on-Lite­ra­tur­re­dak­teu­rin Ellen Kositza, Buch­händ­le­rin Susan­ne Dagen und Sezes­si­on-Redak­teur Bene­dikt Kai­ser als Gast stell­ten ihre Lieb­lings­bü­cher der letz­ten Wochen vor: Ein schreck­li­ches Land (Keith Ges­sen), Eine Seu­che in der Stadt (Ljud­mi­la Ulitz­ka­ja) und Euro­pa­Power­Bru­tal (John Hoewer).

Wäh­rend Kositza und Dagen kein gutes Haar an der Buch­aus­wahl der ande­ren lie­ßen, wuß­te Kai­sers Aus­le­se, Euro­pa­Power­Bru­tal, zumin­dest Kositza rest­los zu über­zeu­gen. Der von Kai­ser ange­führ­te, ganz eige­ne »Sound«, den Hoe­wer über die Gedan­ken des Prot­ago­nis­ten in die­ser wahn­wit­zi­gen Rei­se durch Euro­pa erklin­gen läßt, brach­te sie zu dem Urteil: »Ich fin­de das Buch abso­lut gigantisch!«

Aber sehen Sie am bes­ten selbst:

Wie immer erhal­ten Sie alle drei vor­ge­stell­ten Roma­ne bei Antai­os, dem größ­ten kon­ser­va­ti­ven Versandbuchhandel.

John Hoe­wers ver­sof­fe­nen Wahn­sinns­ritt durch Euro­pa erhal­ten Sie direkt hier.

Keith Ges­sens Ein schreck­li­ches Land, über einen US-ame­ri­ka­ni­sier­ten Rus­sen, der in sein Hei­mat­land zurück­kehrt, um sich um sei­ne Groß­mutter zu küm­mern, erhal­ten Sie direkt hier.

Und Ljud­mi­la Ulitz­ka­jas Eine Seu­che in der Stadt, die einem den Gro­ßen Ter­ror unter Sta­lin bedrü­ckend näher­bringt, erhal­ten Sie direkt hier.


In den »Netz­fund­stü­cken (83) – Koh­le, Affä­ren, Hör­stoff« lenk­te ich den Blick bereits auf den Ruhr­pott, spe­zi­ell Essen mit sei­ner Zeche »Zoll­ver­ein«, als Antrei­ber der indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on in Deutsch­land mit glo­ba­len Auswirkungen.

Koh­le, Eisen und Stahl sind die Stof­fe, mit denen der radi­ka­le Wan­del vor­an­ge­trie­ben wur­de. »Die stäh­ler­ne Zeit« pul­ve­ri­sier­te das Gewach­se­ne der vor­an­ge­gan­ge­nen Jahr­hun­der­te und über­hol­te sich dabei ste­tig selbst: Was ges­tern noch neue Gül­tig­keit bean­spruch­te, zer­fällt heu­te schon wie­der und wird mor­gen ridikülisiert.

Das Schick­sal der Sozi­al­de­mo­kra­tie in Euro­pa steht exem­pla­risch dafür: Die Grund­pfei­ler, auf denen sie grün­det –Indus­trie­pro­duk­ti­on, an deren Über­schuß die Arbei­ter bei­spiels­wei­se durch star­ke Tarif­ver­trä­ge betei­ligt wer­den – exis­tiert auf unse­rem Kon­ti­nent nicht mehr in der alten Form. Wenn, ist sie glo­bal wei­ter­ge­zo­gen. Die alten Ver­spre­chen der Sozi­al­de­mo­kra­ten sind aus der Zeit gefal­len, von dem Pro­zeß, von dem man einst pro­fi­tier­te, über­holt worden.

Der Saar­län­di­sche Rund­funk und der West­deut­sche Rund­funk war­fen in einem Doku­drei­tei­ler einen Blick zurück auf die Zeit des Stahls. Hier ein Zusam­men­schnitt auf YouTube:


 

In einem Inter­view mit Der Zeit betont der Publi­zist und ehe­ma­li­ge Chef­re­dak­teur des Phi­lo­so­phie Maga­zins Wolf­ram Eilen­ber­ger, daß das Ruhr­ge­biet erneut der Vor­bo­te des­sen ist, was kom­men wird bzw. was sich längst voll­zieht: ein Epochenwechsel.

Covid fun­giert für Eilen­ber­ger dabei als Kata­ly­sa­tor die­ses Wech­sels, wobei er natür­lich den Gedan­ken­bah­nen des Estab­lish­ments ver­haf­tet bleibt und den neu­ro­ti­schen Cha­rak­ter einer hyper­sen­si­blen Gesell­schaft, der in der Pan­de­mie mit­schwingt, nicht auf­greift oder gar nicht erst erkennt.

Unge­ach­tet des­sen beschreibt er die Vor­zei­chen der Trans­for­ma­ti­on, die sich völ­lig unab­hän­gig von Covid ent­wi­ckelt und ins Unge­wis­se führt, konzise:

Wir begrei­fen heu­te, dass unse­re Lebens­form nicht fort­setz­bar ist und an ein Ende kommt, ohne dass wir wüss­ten, was an deren Stel­le tre­ten kann. Das Ruhr­ge­biet muss­te ein sol­ches Abbruchs­be­wusst­sein schon vor 40 Jah­ren ent­wi­ckeln. […] Das Ruhr­ge­biet als Emblem des Auf­bruchs und des Abbruchs des fos­si­len Kapi­ta­lis­mus führt uns vor Augen, mit wel­cher Wucht vor­mals selbst­ver­ständ­li­che Grund­la­gen einer Lebens­form frag­lich und brü­chig wer­den können.

Den Ein­wand der Inter­viewe­rin, daß »gera­de die­se Regi­on heu­te, im euro­päi­schen Ver­gleich, als eine doch eher respek­ta­ble Erfolgs­ge­schich­te der unaus­weich­li­chen Ver­än­de­rung« daste­he, kon­tert er:

Die umfas­sen­de öko­lo­gi­sche Ver­hee­rung der Land­schaf­ten, die von Men­schen dort in weni­gen Jahr­zehn­ten ange­rich­tet wur­de, wird in Zehn­tau­sen­den von Jah­ren noch zu spü­ren sein. Wenn die Pum­pen unter­halb des Ruhr­ge­biets nicht mehr pum­pen, ste­hen gro­ße Tei­le des Reviers bin­nen Wochen unter Was­ser. Es sind Ewig­keits­kos­ten, die so ent­ste­hen. Das bedeu­tet einen Hori­zont, der mit mensch­li­cher Ver­ant­wor­tung nicht zu mes­sen ist. Das Ruhr­ge­biet ist das Gestalt gewor­de­ne Anthro­po­zän. Es nimmt vor­weg, was wir in vie­len Gestal­ten auf dem Pla­ne­ten zu sehen und zu ver­wal­ten bekommen.

Und ver­deut­licht damit, die dün­ne, insta­bi­le Schicht, auf der die neu geschaf­fe­nen Indus­trie­fol­ge­land­schaf­ten gründen.

Zum gesam­ten lesens­wer­ten Inter­view geht es hier:

»Wir begrei­fen heu­te, dass unse­re Lebens­form nicht fort­setz­bar ist«

Ver­wur­ze­lung war für sie [Simo­ne Weil, Phi­lo­so­phin] das wich­tigs­te und am meis­ten ver­kann­te Bedürf­nis der See­le, Ent­wur­ze­lung dem­entspre­chend die tiefs­te und meist über­se­he­ne Krank­heit unse­rer Zeit. Sie tritt ein, wenn Men­schen an dem Ort, an dem sie leben, dar­an lei­den, dass sie kein inne­res Ver­hält­nis zu Natur, Ört­lich­keit und zu gewach­se­nen Tra­di­tio­nen spü­ren; und dass die Tätig­kei­ten, die sie aus­üben, für sie kei­nen Sinn verbürgen.

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Kommentare (39)

Laurenz

2. August 2021 13:47

"kontert er:

Die umfassende ökologische Verheerung der Landschaften, die von Menschen dort in wenigen Jahrzehnten angerichtet wurde, wird in Zehntausenden von Jahren noch zu spüren sein. Wenn die Pumpen unterhalb des Ruhrgebiets nicht mehr pumpen, stehen große Teile des Reviers binnen Wochen unter Wasser."

 

Das ist nun mal so. Mit Atommüll generiert man dieselben Ewigkeitskosten. Und den Wald durch Windkraftanlagen zu ersetzen, bringt auch nichts. Es sind einfach zu viele Menschen. Wären wir entschieden weniger, machte es auch nichts, wenn das Ruhrgebiet zum See würde. Und wer sollte die Überbevölkerung denn abbauen? Wilhelm Tore?

Mitleser2

2. August 2021 15:24

Wer der Deindustrialisierung das Wort redet, muss aber auch die Konsequenzen erzählen. Bei den Grünen ist das einfach, die wollen zurück zum Lastenfahrrad. Wie ist es aber bei den Rechten?

Wie solidarischer Patriotismus z.B. in einer solchen Gesellschaft funktionieren soll, sehe ich nicht. Der Great Reset, wenn er denn irgendwie kommt, wird für sehr viele zu einem menschenunwürdigen Leben führen. Aber das scheint ja die Idee zu sein, die Überbevölkerung so zum Verschwinden zu bringen.

Ich sehe zuviel rechte Technologiekritik, dabei wird Innovation gebraucht.

Maiordomus

2. August 2021 16:48

"Den Wald durch Windkraftanlagen ersetzen", ist fürwahr und für heute eine gesellschaftskritische Trouvaille.  Wer das als erster formuliert hat, landete in der Tat einen Volltreffer. Waren Sie^s oder haben Sie das auch schon so gehört? Wenn ja, auch persönlich grossartig, und wenn nein, noch lange kein Baerbock, weil Sie ja nicht wissenschaftliche Sprache simulieren. 

Niekisch

2. August 2021 16:53

Ich schlage vor, dass die Kommentatoren zur Entwicklung des Ruhrreviers zugleich mitteilen, ob sie hier ansässig sind. Unsere hochkomplizierte und in jeder Hinsicht facettenreiche Gegend muss über längere Zeiträume erlebt sein, um ein wirklichkeitsangenähertes Urteil abgeben zu können. Selbst die SPD wird falsch beurteilt: sie ist nicht marginalisiert, weil die traditionelle Wählerschicht verschwunden ist, sondern weil die SPD heute weder sozial nach national, sondern ein überalterter, verlehrerter Nationalmasochistenverein ist.

Laurenz

2. August 2021 16:54

@Mitleser2

Beim wem lesen Sie das denn? Dass selbst die Mehrheit der Relotius-Leser, entgegen stalin-grüner Doktrin, auf dem Land leben wollen, st doch nachvollziehbar.

Mitleser2

2. August 2021 18:06

Laurenz fragt: Beim wem lesen Sie das denn?

Nun ja, Jonas Schick steht bei "Die Kehre" als verantwortlich für Inhalt und Programm.

Und das Programm ist: "Die Industrie- und Konsumgesellschaften westlicher Provenienz sind für die Umweltkrise exorbitanten Ausmaßes, mit der wir uns konfrontiert sehen, vollumfänglich verantwortlich zu machen."

Ich schließe daraus, dass Herr Schick für eine "rechte" Deindustrialisierung steht. Vielleicht mag er sich äußern?

Laurenz

2. August 2021 18:59

@Niekisch

Hatte mal Liebschaften in der Region von Witten bis Düsseldorf & Freunde in Heiligenhaus. Die hügelige Landschaft, wenn man vom Sauerland runter kommt, ergäbe doch ein schönes Inselparadies. Die Bevölkerungsdichte von 1.100 Einwohnern pro Quadrat-KM & das Dasein im Autobahn-Stau-KZ ist doch auch wirklich nicht gesund. Gondel-Verkehr wäre auch wirklich romantischer.

@Maiordomus

Hatte bei der Formulierung, "den Wald durch Windkraftanlagen ersetzen", nur das beschrieben, was ich in den Medien & meiner Umwelt wahrnehme.

Wie Sie Sich denken können, bin ich natürlich dagegen. Bin auch dagegen, daß wir den Wald nur kommerziell nutzen, etwas mehr "1.000 jährige Eichen" täten uns gut, auch wenn sich unser degenerierter Adel auf den Kopf stellt. Und mir ist es auch völlig egal, ob bezüglich des Deutschen Waldes die Deutsche Romantik kitschig sein soll. Der Deutsche Wald, der Deutsche Wald, alle sollten Hüter sein.

Laurenz

2. August 2021 22:17

 

@Mitleser2

"JS-Zeitung"

Sie verwechseln da etwas. Was hat Technologie mit Konsum-Schwachsinn zu tun? Wie umweltfreundlich sind Windkraftanlagen? Können wir 1 Mio. Elektrofahrzeuge an unser 50er Jahre Netz hängen? Reicht dafür unsere Stromproduktion. Wieso haben wir keine wieder-verwendbaren Pfandverpackungen im Einzel-, wie im Online-Handel? Warum benutzen wir keine genormten Rechner-Gehäuse? Das können Sie endlos fortsetzen.

Ihre Schlußfolgerungen sind hanebüchen.

Mitleser2

3. August 2021 09:14

@Laurenz: Sie postulieren, Industriegesellschaft und Komsumgesellschaft sei trennbar. Kann ich nicht so sehen, beides ist eng verwoben, und voneinander abhängig. Eine massive Einschränkung des Konsums würde erhebliche Einkommensverluste breiter Kreise erzeugen. Kann man (von oben) machen, Ergebnis unvorhersehbar.

Zum anderen: Natürlich sind Windmühlen überhaupt nicht umweltfreundlich, und natürlich ist E-Mobilität Unsinn ohne Grundlastkraftwerke und einer ganz anderen Ladeinfrastruktur. Daran sieht man ja wie dumm und verbohrt die Grünen sind. Genauso mit Pelletheizungen, wenn das jeder machen würde, gäbe es sehr schnell keinen Wald mehr. Vom Schadstoffausstoß gar nicht zu reden. Aber moderne Gas- und Ölheizungen sind "böse".

Ich sehe nur nicht, was in der JS-Zeitung der bessere Ansatz als bei den Grünen ist.

tearjerker

3. August 2021 09:57

Das Ruhrgebiet steht früher oder später unter Wasser, weil Leute wie Eilenberger nur rumsülzen anstatt die Pumpen zu reparieren.

Laurenz

3. August 2021 10:47

@Mitleser2 @L.

Sagen Sie mal, Sie wollen doch hier trollen.

Es geht doch nicht um Konsum oder nicht Konsum. Es geht um ökologischen Schwachsinn. 20% der Bürger sind potenzielle Grünen-Wähler, wo doch die Grünen in 7 Jahren an der Macht nicht mal ein richtig funktionierenden Dosenpfand implementiert hatten. Spritsteuern erhöhen, kann doch jeder Vollhonk. Deswegen müssen wir uns um unsere Umwelt kümmern & das auch verkaufen. Der Online-Handel hat unseren Verpackungsmüll fast verdreifacht. Da müssen einfach genormte wieder-benutzbare Verpackungskisten her. https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/onlinehandel-soll-fuer-innenstaedte-paketabgabe-zahlen-muessen-a-234a2222-00c8-4043-b5e0-ba720e6b67f1 oder hier https://www.spiegel.de/wirtschaft/rossmann-chef-raoul-rossmann-fordert-sondersteuer-fuer-online-einkaeufe-a-523ebb4b-c4d7-4ee5-8a4a-aa0c918850ac

Und wie gesagt, die Grünen sind Stalinisten & keine Ökologen. JS zu Idioten schicken, ist doch Folter & wider die Menschenrechte. Und hier für Sie unser BR-Stern Lesch ab 06:00  https://youtu.be/TswNLBnAPjU

Laurenz

3. August 2021 10:49

@Tearjerker

Wir haben doch angeblich jetzt & zukünftig Wassermangel. Da wissen wir doch, wo wir es für unsere Bauern hernehmen können.

Laurenz

3. August 2021 11:00

Mitleser 257, Sandstein, Brandolf, Büro Imagine, was auch immer. Gibt es niemanden besseren, den man uns schicken kann? Das langweilt total.

anatol broder

3. August 2021 13:03

die frankfurter ortsgruppe der schopenhauer-gesellschaft hat nun einen eigenen kanal auf youtube. michael crass verwaltet ihn. es sind bereits fünf vorträge drauf. den jüngsten hielt alessandro novembre (grosseto, italien): zwischen weimar und indien. crass lud so dazu ein: «alessandro novembre ist ein vorzüglicher kenner besonders des jungen schopenhauer und hat darüber vor kurzem eine beeindruckende studie veröffentlicht.»

Mitleser2

3. August 2021 13:17

@Laurenz: Sie können mich gerne als hanebüchenen Troll bezeichnen, perlt an mir ab.

Für mich vertritt Schick Deindustrialisierung von rechts. Und ich stelle die Frage, wie das im Gegensatz zu den Grünen positiv ablaufen soll, für 80 Mio, die derzeit fast vollständig vom Funktionieren des derzeitigen Systems abhängig sind. Nicht jeder hat den Gartenbau und die Ziegen wie in Schnellroda. Und ich bin Naturwissenschaftler und kein Soziologe/Politologe. Deswegen passe ich wahrscheinlich auch nicht hierher ...

PS: Und mit Imagine & Co habe ich nichts am Hut.

Uwe Lay

3. August 2021 13:22

Kein Grund zur Panik

Als Ikarus versuchte zu fliegen, stürzte er, der Sonne zu nahe gekommen ab; das war aber kein Grund, das Projekt des Fliegens aufzugeben: Die Flugtechnik wurde optimiert, sodaß heutzutage kaum noch Flugzeuge vom Himmel fallen. Das gilt so auch für das Problem der Umweltschädigung durch die Technik: Sie muß eben optimiert werden, um dies Problem in den Griff zu bekommen. Nostlgisches: "Zurück zur Natur" hilft da auf jeden Fall nicht weiter. Da unsere Ingenieure mal als die besten der Welt galten, muß die Politik nur dafür sorgen, daß hier gut geforscht und Lösungen erarbeitet werden.

 

Laurenz

3. August 2021 14:18

@Uwe Lay

Ja, allerdings in der Raumfahrt stehen wir uns seit von Braun die Füße platt.

@Mitleser2

"Naturwissenschaftler"

Vielleicht hätten Sie lieber Ökonomie studiert. Den (Massen-) Konsum, den Sie beschreiben, findet europaweit bei uns am wenigsten statt. Wir haben hier die höchsten Steuern & die ärmsten Bürger. Wo sollte denn das Geld für den Konsum herkommen?

Wenn Sie JS hier in den Senkel stellen, so bitte ich Sie einfach, anstatt obskure Behauptungen in den Debatten-Raum zu werfen, Artikel oder Passagen zu verlinken, wo Sie JS der geplanten De-Industrialisierung überführen. Nicht quatschen, Fakten bitte.

Niekisch

3. August 2021 14:37

"Gondel-Verkehr wäre auch wirklich romantischer."

@ Laurenz 2.8. 18:59: das könnte überhaupt die Verkehrsform der Zukunft sein - durch- und rundlaufende Gondeln für Personen und kleinere Lasten über den Strassen, Hauptlastverkehr auf den Wasserstrassen. Schon hätten wir hier im Ruhrgebiet eine große Entlastung. Zugleich wäre der Verkehr vor Überschwemmungen geschützt.

Mitleser2

3. August 2021 15:27

@Laurenz: "Den (Massen-) Konsum, den Sie beschreiben, findet europaweit bei uns am wenigsten statt. Wir haben hier die höchsten Steuern & die ärmsten Bürger. Wo sollte denn das Geld für den Konsum herkommen?"

Ich weiß nicht, wo Sie leben. Gehen Sie mal in Südbayern durch Supermärkte, Baumärkte, Möbelhäuser, etc. Ich sehe da sehr viel Konsum. Und zählen Sie mal die BMW, Daimler und Porsche.

Aber das sind wahrscheinlich nur die Überreste der Franz-Josef Strauß Industriepolitik /Ironie off

Lustigerweise habe ich auch noch 30 Jahre in der Raumfahrt gearbeitet, wo seit Wernher von Braun nichts weitergegangen ist (Zugegebenermaßen sind die Fortschritte im Vergleich zu Star Wars und Raumschiff Enterprise gering).

Laurenz

3. August 2021 15:40

@Niekisch

Die Industrie sieht Flugtaxis als Zukunft.

Falls das jemals wieder geht, besuchen Sie Pattaya. Einmal im Sammeltaxi um die Innenstadt kostet 10 Baht (um die 25 Cent), quasi geschenkt. Einmal winken reicht & ein Tuktuk hält, zum aussteigen klingeln. Natürlich können Sie EU-Sicherheitsnormen vergessen, die Thais haben dafür Buddha. Wenn Sie allerdings zB Ko-Chang (Elefanten-Insel) besuchen, da gibt es nur ca. 15 Taxis, dann zahlen Sie das 40fache für dieselbe Strecke.

Grundsätzlich ist das alles aber ein falsch aufgezäumtes Pferd. Die Sozialisierung des Personenverkehrs mit einer immer größer werdenden Individualisierung des Güterverkehrs auf deutschen Straßen ist einerseits ideologisch bestimmt und andererseits durch Lobby-Interessen gesteuert, um die infrastrukturellen Logistik-Kosten auf den saublöden Bürger abzuwälzen. Das Maut-Desaster Scheuers war doch theatralisch beabsichtigt.

Dietrichs Bern

3. August 2021 16:52

Also, das der deutsche Linke sich seine industrieferne Zukunft ungewaschen in Bäumen hängend, den Fäkalienbeutel stets abwurfbereit, erträumt, habe ich verstanden.

Was will der Rechte da?

Laurenz

3. August 2021 17:48

@Mitleser2 @L. (1)

Habe schon einige Luft- & Raumfahrt-Ingenieure kennengelernt, im Westen nichts Neues.

Das war 1969 in Deutschland https://youtu.be/x3YueCf1JeI

Im Vergleich dazu stellten sich die Amis in demselben Zeitraum ziemlich dämlich an. 

Hier erprobt Neil Armstrong erfolgreich die Mondlandung.... 

https://youtu.be/BkIwHkwh3Ws

Der Unterschied zu heute ist, daß hier alles auf reiner Konstruktion beruhte. Das, was Sie als Fortschritt bezeichnen, ist kein Fortschritt des Luft - & Raumfahrt-Wesens, sondern der IT-Fortschritt. Ohne enorme Rechnerleistung würden die US Amerikaner nicht als einzige eine weiche Raketenlandung (Soft-Rocket-Landing) nachweisen können.

So sahen die ersten Tests vor 10 Jahren aus: https://youtu.be/RFbFzR12IEs

Hier, endlich gelungen: https://youtu.be/ftPZsKeAZTY

Elon Musk ging es nicht anders: https://youtu.be/bvim4rsNHkQ

Sie sehen, das kann kein Pilot manuell steuern. Das kann nur ein Rechner. Und sonst ist an den Videos gut zu erkennen, daß Sie & Ihre Technik seit der V2 mehr oder weniger dasselbe machen.

Laurenz

3. August 2021 17:51

@Mitleser2 @L. (2)

Menschen auch nur in die Erdumlaufbahn zu bringen, ist nachwievor eine extreme Herausforderung. & US-Präsidenten faseln auch nur davon, Menschen auf den Mond oder auf den Mars zu bringen, passieren tut nichts. Bis jetzt weiß eben keiner, wie man lebendig durch den van-Allan-Gürtel kommt & wo man die erforderliche Energie herbekommt. Siehe hier:

Jeffrey Rusick für die Nasa vor 7 Jahren: https://youtu.be/mfR82NX58Bo

Sie schreiben nur davon, was Sie sind. Ich vermisse einfach Ihre Faktenlage. Was haben Sie denn in den 30 Jahren Raumfahrt-Technik denn hauptberuflich gemacht? Schon richtig, ein guter Haarschnitt muß auch gelernt sein.

Mitleser2

3. August 2021 20:16

@Laurenz: Schön, mal eine ganz ander Diskussion auf SiN. Sie meinen also, Menschen waren nie auf dem Mond ("passieren tut nichts")? Das ist nur ein amerikanischer Fake? Was ist mit den Russen und Chinesen, die zumindest in der Umlaufbahn waren und sind, und die Chinesen bemannt zum Mond wollen, und das auch schaffen werden. Der Unterschied zum Mond ist nicht so groß, der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre ist schwierig, aber es passiert seit Juri Gagarin. Warum sollten ausgerechnet die Russen und die Chinesen die Amis bestätigen, wenn die Amis lügen?

Und richtig, ich war nie in der Hardware, immer in der Software. 15 Jahre Satelliten-Steuerung (Flugdynamik), 15 Jahre Auswerte-Software für Erdbeobachtung. Ohne Software natürlich kein Fortschritt. Obwohl, von Braun mit der Saturn V war genial, das war fast alles Hardware. Peenemünde war eben der Nabel der Raumfahrt-Welt.

 

Laurenz

3. August 2021 21:29

@Mitleser2

Ich habe mich hier nur auf Sie eingelassen, & bisher haben Sie nichts gegen JS an Industrie-Feindlichkeit auf den Tisch gelegt.

Was die Mondlandung angeht, sie war so technisch einfach nicht möglich. Da hier jeder nur von einem plausiblen Glauben schreiben kann, so ist es plausibler an eine Fälschung der Mondlandung zu glauben, als, daß sie tatsächlich stattfand. Von Braun macht bei der zwergenhaften Saturn V nur gute Miene zum bösen Spiel. Seine Berechnungen sahen 3 Raketen der ungefähren Größe des Empire State Hochhauses vor. Die F1 Triebwerke funktionierten nie wirklich. Die Landefähre wurde nur 2x mit 2.000 Fehlermeldungen in der Umlaufbahn getestet. Stellen Sie Sich vor, jemand erfindet das Flugzeug & danach passiert 50 Jahre nicht mehr. Das ist lächerlich. Und man kommt auch nicht einfach so durch den van-Allen-Gürtel, wie Sie hier bei Ihren Kollegen erfahren können, hier Kelly Smith https://youtu.be/hQDTlsN5V24 oder hier Terry Virts (ab 04:00 etwa)  https://youtu.be/1cBrnIyeEwI

Auch das Orion-Projekt hinkt auf allen Beinen, wie Sie hier sehen können  https://de.wikipedia.org/wiki/Orion_(Raumschiff)

Und ich nehme nur dem eine bemannte oder unbemannte Mondlandung ab, der auf der Erde eine weiche Raketenlandung vornehmen kann. Das heißt für mich, auch die Russen & Chinesen hatten nie eine Lande-Fähre auf dem Mond.

Hier von Braun zum Gürtel https://youtu.be/RJze7XGwxZI

Gracchus

3. August 2021 23:05

Wenn Ellen Kositza Bücher derart enthusiastisch lobt ("gigantisch"), werden Erwartungen geweckt, die die Bücher kaum erfüllen (können). So erging es mir mit Rudolf Preyer. 

 

Franz Bettinger

4. August 2021 01:30

»Wir begreifen heute, dass unsere Lebensform nicht fortsetzbar ist«. An diesem Satz könnte man mit Kritik ansetzen und dabei auf Al Gore's These (2006) vom Global Warming eingehen, eine peinliche Lüge, welche die Gauner mittlerweile abgemildert und unkenntlich gemacht haben, weil keine Inseln absaufen, Meeresspiegel nicht auf höchsten Befehl ansteigen und das Wetter nicht so recht mitspielt und ums Verrecken nicht wärmer werden will - ja das kalte, ungemütliche Gegenteil droht. Nun trauen sie sich nicht mehr von Erderwärmung zu schwadronieren, sondern nennen es so unscharf wie möglich nur noch: Klimawandel. Da kann schon mal weniger schief gehen. Ich finde das Zitat von Simone-Weil über die Verwurzelung an dieser Stelle treffend, denn darum geht es dem Tiefen Staat bei all seinen Lügen und Bedrohungs-Szenarien: die Menschen ihrer Wurzeln zu berauben, ihrer Sicherheit und ihres gesunden Menschenverstandes.

Franz Bettinger

4. August 2021 09:00

Umweltkrise, wenn ich das schon höre! Im Vergleich zu was? ist der heutige Zustand der Umwelt so krisenhaft? Im Vergleich zu welcher guten alten Zeit, das möchte ich das rechtsgestrickte Klimaideologie -Blatt „Die Kehre“ fragen? Ihr macht euch einfach kein Bild von der Umwelt früherer Epochen. Noch nie ging es der Umwelt so gut wie heute. In der Seine zwischen Paris und dem Meer wäre zur Zeit von George Sand und ihrem Lover Chopin niemand baden gegangen. Die Ufer und die Strände waren verdreckt und mit stinkenden Kadavern übersäht. Von der guten Luft der Städte ganz zu schweigen, und dem Pferdemist in den Straßen. Lest euch mal in die Literatur jener guten alten Zeit ein, bevor ihr von Krise sprecht. Und nie vergessen: Stets fragen: Im Vergleich zu was?

Franz Bettinger

4. August 2021 09:09

Man vergleiche nur die Zustände in den modernen Gruben von heute mit den Minen von früher. Tuberkulose, Silikose, Staublungen... das traf fast jeden, der unter Tage ran musste, ganz zu schweigen von den vielfältigen und schweren Unfällen des Arbeitstages. Ernst gemeinte Frage: In welcher Epoche der so herrlichen Vergangenheit möchten Sie denn leben, welche ziehen Sie dem Heute vor? Das ist eigentlich ist die Gretchenfrage, die man jedem Weltverbesserer stellen sollte.  

Sekundant

4. August 2021 09:22

Dank dem - nach dessen eigenen Worten "Generalisten" - Laurenz ist der Gedankenaustausch auf diesem Forum mittlerweile völlig absurd geworden. Da haben auch halbwegs rationale Kommentatoren wie beispielsweise Mitleser2 keine Chance..... Nix wie weg also.

Franz Bettinger

4. August 2021 09:26

Am Rande: Gerade heute fiel's mir wieder auf: Wie gesegnet D mit öffentlichem Gelände, insbesondere Wäldern, ist. Das ist nicht auf dem Planeten nicht selbstverständlich. Weil's so ein herrlich knackig sonniger Wintertag war, radelte ich schon früh mit meinem MTB los und abenteuerte durch die Küstenlandschaft der Bay, die leider fast nur aus riesigen, 50-100 Hektar großen Privat-Grundstücken besteht. Folglich musste ich etliche Gatter aushängen und Zäune übersteigen, teilte meine Freude hier oben auf den Hügeln ganz allein zu sein nur mit den Schafen, und wurde wieder mal: nicht gefasst. Wär mir auch egal gewesen. Leute, vergesst das Spielen nicht!

Franz Bettinger

4. August 2021 10:03

@Mitleser 2: Gerade weil Sie Wissenschaftler sind: Bleiben Sie souverän und auf SiN! Sie passen. Halten Sie durch! @Lau hat mal wieder zu schnell und aus der Hüfte geschossen. Das vergeht. - Den Mond? Den sollten wir uns vielleicht für später aufheben, für nach dem Krieg. Den kann man nicht so nebenher debattieren.

@Uwe Lay: Volle Zustimmung. Was die Umwelt angeht, haben wir wirklich keinen Grund zur Panik. Was unsere Herrscher angeht: jeden Grund zur Panik. 

Franz Bettinger

4. August 2021 10:12

@Laurenz: »Wir begreifen heute, dass unsere Lebensform nicht fortsetzbar ist« Dieser Satz ist es, der den Mitleser2 und mich auf die Palme bringt. Dieser Satz ist bodenlos; er ist Hybris; er istundankbar denen gegenüber, die unsere Lebensform durch ihre Ingenieurskunst und ihre Arbeit erst möglich gemacht haben. Dieser Satz könnte in jedem dummen grünen Blättchen stehen. Er strotz vor Anmaßung. 

Ein gebuertiger Hesse

4. August 2021 10:24

Da gerad die Klimawandel-Sau durch das hiesige gallische Dorf gejagt (und von F.B. wie gewohnt souverän erlegt) wurde, sei auf dieses großartige Buch verwiesen, das die Zusammenhänge zwischen den beiden Mega-Lügen unserer Zeit aufzeigt: https://www.manuscriptum.de/vom-klimawandel-zu-corona.html 

Laurenz

4. August 2021 10:42

@Sekundant

Blabla... tschüß dann, mach's gut.

Andreas Walter

4. August 2021 11:24

Alles klar, ist das auch geklärt:

https://de.rt.com/asien/121748-indien-will-prasenz-im-sudchinesischen/

Unverständlich (aus moralischer Sicht) wenn man bedenkt, wie Putin den bankroten Teil der Sowjetunion Russland wieder auf die Beine gebracht hat oder was auch die Chinesen in den letzten Jahrzehnten geleistet haben (für die Welt und auch ihr Volk), auch ohne Mao oder Marx.

China ist daher das "Deutschland" des 21. Jahrhunderts. "Der Uiguren wegen", werden die Aggressoren später behaupten, und abenteuerliche Geschichten darüber erzählen. Falls sie gewinnen.

Deutschland wurde übrigens auch durch Wettrüsten vernichtet, genauso wie die Sowjetunion.

Erinnert Ihr euch noch, womit die Amis gedroht haben, als die Sowjets Raketen auf Kuba stationiert haben? Daran sollte sich jetzt auch China im Südchinesischen Meer orientieren. Falls sie nicht einen genialeren Plan haben, um ihren Teil der Welt und 1,6 Milliarden Menschen zu verteidigen. Wobei es durchaus noch mehr Menschen gibt, die eine eher pro-chinesische, antiamerikanische und auch antibritische Einstellung haben. Die auf die "Pax" Americana keinen Bock mehr haben oder auf die Kapitalisten in London und NY.

 

 

Andreas Walter

4. August 2021 11:25

2. Teil

Die deutsche Friedensbewegung? Gibt's wahrscheinlich nicht mehr und eine Neue werden sie dann als Nazis, als Rechte und Antisemiten diffamieren. So wie auch die Querdenker:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article232904471/Querdenker-Antisemitismusbeauftragter-warnt-vor-Terrorismus.html

https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/wie-michael-blume-zum-islamistenfreund-gestempelt-wurde-a-913972.html

https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/meinem-vater-falko-blume-1950-2012/

Jetzt stempelt er dafür andere zu Nazis. Der "Christ" und "konservative Musterbürger", dessen Eltern aus der ehemaligen DDR stammen. Perdidos en el espacio, solche Leute.

Laurenz

4. August 2021 11:49

@Franz Bettinger @L.

"unsere Lebensform"

Also, ich lese das als Zitat in diesem Artikel & nichts sonst. Der Vollspakken  https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfram_Eilenberger meint damit ja auch die Menschen in Äthiopien, die durch den Staudamm das erste mal Elektrizität in ihren Haushalt bekommen, oder verstehe ich da was falsch? Eilenberger lebt im Moloch Berlin & Kopenhagen, sicher in beiden Städten mit Solaranlage, einen 400-qm-Garten, Brunnen & Tiere als Selbstversorger. Dieser Anywhere meint mit "uns" doch nur doch nur die anderen & nicht sich selbst. Frage mich, wieso man sich darüber so aufregen muß? Ich habe das Zitat dieses Hanswursts gleich nur als Geschwalle nicht ernst genommen. Wenn man das ganze Gequatsche irgendwelcher Pseudo-Grünen zu nah an sich ran läßt, erzeugt das nur Magen-Geschwüre, lieber Franz. JS berichtet einfach nur, was in seiner journalistischen Szene passiert, mehr nicht.

RMH

4. August 2021 12:52

Bei den aktuellen Verhältnissen sehnt man sich schon irgendwie danach, sich auszuklinken, den Thoreau zu machen etc.

Man weiß aber, dass heutzutage auch der brävste Eremit nicht mehr in Frieden leben kann. Zudem: Eskapismus ist in diesen Zeiten ein Stück weit Egoismus.

Ich warte daher auch am Mittwoch auf einen Kommentar und eine Bewertung seitens der neuen Rechten zu den Vorgängen der letzten 7 Tage. Der Abgrund der Diktatur öffnet sich immer weiter.

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