6. September 2021

Terror von „rechts“ – Absturzprotokoll 01

Nils Wegner / 12 Kommentare

Terror und Massenmord von "Neonazis" – Händereiben in Medien und Politik. Bis das Narrativ zerschellt.

Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker, lektorierte 2015–2017 bei Antaios, IfS und Sezession und arbeitet als Übersetzer.

Und Terror von rechts, das ist insbesondere für den transatlantisch wohlinformierten Spiegel schon seit über drei Jahren insbesondere die "Atomwaffen Divison" (AWD). Deren acht mutmaßliche Mordopfer seit 2017 waren indes zum weit überwiegenden Teil selbst Mitglieder der Gruppe (!) oder standen zu diesen in unmittelbarer Beziehung. Ein politischer Hintergrund ist dementsprechend mindestens Auslegungssache. Egal, was nicht paßt, wird eben passend gemacht: Seit Sommer 2018 – also lange vor Christchurch oder gar Halle – berichtet man von der Hamburger Ericusspitze aus in immer kleineren Abständen über die unmittelbare Terrorgefahr, die von dieser aus den USA stammenden Bande auch in Deutschland (als »Erben des NSU«) drohe.

Ein wesentlicher Grund dafür lag in der Möglichkeit, eine Gruppe mit eklatant (rechts-)extremistischer Agenda pars pro toto als im Windschatten von Donald Trump segelnd präsentieren zu können. Tatsächlich wurde die AWD bereits 2015 von jugendlichen Nutzern rechter Internetforen gegründet. Ziel war zu Anfang das "Prepper"-mäßige Training für einen als unausweichlich angesehenen Systemkollaps und/oder Rassenkrieg in den USA. Die – mehr als obskure – Hinwendung zu einer Ideologie der aktiven Eskalation erfolgte allerdings schnell und unter höchst merkwürdigen Umständen. Was seit Jahren milieuintern darüber vermutet wurde, ist nun gerichtsnotorisch, worüber der Spiegel wohl eher nicht berichten wird.

Bereits etliche Jahre vor diesem Fall hat das FBI Untersuchungen gegen eine Organisation namens "Atomwaffen" geführt […]. Das FBI hat im Rahmen dieser Untersuchung einen V-Mann eingesetzt und großzügig bezahlt. Die Regierung [!] hat dem Verteidiger gegenüber angegeben, daß der V-Mann in diesem Fall ungefähr seit 16 Jahren als Informant für das FBI arbeite. Dafür sind ihm seit 2003 mehr als 140.000 Dollar gezahlt worden. […] dem V-Mann sind 78.133,20 Dollar sowie ein Vorschuß für Ausgaben in Höhe von 4378,60 Dollar gezahlt worden – seit dem 7. Februar 2018, was fast exakt mit seiner Arbeit für die Untersuchung in Sachen "Atomwaffen" […] übereinstimmt.
Der V-Mann ist ein vorbestrafter Verbrecher und derzeit Eigentümer und Betreiber eines Verlags, der Literatur der White Supremacy vertreibt. Der V-Mann begann seine Laufbahn als hauptberuflicher Informant im Austausch für eine Erleichterung seiner Verurteilung wegen Besitzes einer Feuerwaffe mit abgefeilter Seriennummer und unregistriertem Schalldämpfer. Er hat diese Tätigkeit gegen Bezahlung weitergeführt.
– United States of America v. Kaleb Cole, CR20-032 JCC, 13.08.2021.

Zu jener Zeit, im Jahre 2018, soll der nun als FBI-Einflußagent ausgemachte Joshua Caleb Sutter in die AWD eingestiegen sein und rasch die Kontrolle übernommen haben. Sutter war/ist gemeinsam mit seiner Partnerin – und ebenfalls FBI-Zuträgerin – außerdem Leiter einer US-Zelle der britischen satanistischen Endzeitsekte "Order of Nine Angles". Im Sinne des "Büros" extremisierte Sutter die Gruppe weiter, engagierte sich im Anwerben besonders junger und beeinflußbarer Mitglieder – und machte natürlich eifrig Aufnahmen von Chats, persönlichen Gesprächen usw. Wie es der alternative US-Journalist und AWD-FBI-Aufdecker "Eric Striker" bündig zusammenfaßte:

Gewisse Interessengruppen, die fordern, die rasant wachsende nationalistische Bewegung im Namen des Vorgehens gegen »inländischen Terror weißer Suprematisten« zu zerschlagen, hatten vor 2018 Schwierigkeiten, eine Gruppe zu nennen, die ein Durchgreifen rechtfertigen würde.
Das FBI hat – in Zusammenarbeit mit Geheimdiensten weltweit – eine erfunden.
– Eric Striker: »Exclusive: The FBI Paid Leader Of Satanic Pedophile Death Cult $82,000 To Take Over Atomwaffen Division In Order To Brainwash, Drug and Entrap Its Young Members«, national-justice.com vom 22. August 2021.

Über diese Art von "rechtem" Terror wäre noch viel zu sagen, auch und gerade im Hinblick auf Europa. In Estland beispielsweise wurde als "Führer" der scheinbaren AWD-Ausgründung "Feuerkrieg Division" ein 13Jähriger (!) polizeilich einvernommen. Der Eindruck trügt also – auch weiterhin – nicht: Staatliche Behörden befördern "rechte" Terrorgruppen nicht nur, um sie zu gegebener Zeit öffentlichkeitswirksam auffliegen zu lassen. Die Praxis des FBI, die Medien zur politischen Steuerung der amerikanischen Öffentlichkeit zu benutzen, ist lange bekannt. Erst im August dieses Jahres wurde die Behörde in einem Bericht des Generalinspekteurs des US-Justizministeriums dafür gerügt, wie sie die öffentliche Meinung zu laufenden Gerichtsverfahren beeinflusst.

Vergleichbar intensive Arbeit behördlicher Einflussagenten in Sachen Terror ist mindestens aus der Zeit des Kalten Kriegs aus allen sogenannten rechtsextremen Gruppen Europas bekannt. Besonders in der Bundesrepublik Deutschland hat sie eine ganz spezielle Tradition, beginnend mit Aktivitäten alliierter Geheimdienste in den westlichen Besatzungszonen (Stichwort "Bund Deutscher Jugend" und insgesamt das Stay-behind-Programm der USA) sowie zeitnah übernommen von Verfassungsschutz und BND. Denken wir an das sogenannte Celler Loch, als der Verfassungsschutz Niedersachsen einen Sprengstoffanschlag auf ein Gefängnis verübte, um einen Informanten in die Rote Armee Fraktion einzuschleusen. Denken wir an das erste Verbotsverfahren gegen die NPD, das 2003 eingestellt werden mußte, nachdem herausgekommen war, daß so viele Schlüsselpositionen mit V-Leuten des Verfassungsschutzes besetzt waren, daß der Partei vom Bundesverfassungsgericht eine »fehlende Staatsferne« diagnostiziert wurde.

Denken wir an Heinz Lembke. Denken wir an das Oktoberfest-Attentat 1980. Linke machen daraus nur allzugern, daß die BRD-Behörden längst von Rechtsextremisten unterwandert seien. Nun, vielleicht ist tatsächlich das Gegenteil der Fall? Das FBI ist nicht von ungefähr ein großes Vorbild unserer Ermittlungsbehörden. Wenn der "rechte Terror" auch hierzulande wesentlich von staatlichen Stellen gesteuert wäre – wen würde das noch ansatzweise überraschen? Gerade auch für die Profiteure vom "Kampf gegen rechts" ist der Fortbestand dieses Budenzaubers existentiell wichtig – siehe die Genossen von Stoppt die Rechten zum jüngsten mutmaßlichen Bombenbastler in Österreich: »Man kann auch psychisch krank und trotzdem ein Rechtsextremist sein«, paraphrasiert. Franz Fuchs läßt schön grüßen, die "Gruppe Ludwig" und viele andere "Rechtsterroristen" ebenso.

Inwieweit der Bänkelsang vom "rechten Terror" in den USA weiter ausgebaut werden wird, könnte sich schon bald zeigen: Am 18. September soll es eine große Demonstration als Nachklapp des "Aufstands" vom 6. Januar (zur Auffrischung lesen Sie hier) geben. Die Geheimdienste wittern schon jetzt eine neue "Verschwörung" von Gruppen wie "Proud Boys" und "Oath Keepers" – mal wieder, weil Mitglieder derselben scheints einfach nicht online den Mund halten können. Sei's drum: Gerade "Oath Keepers" und "Three Percenter" haben sich als vorwiegende Veteranen-"Milizen" auch und gerade wegen ihres Waffenfetischismus bislang höchstens als radikale Zentristen herausgestellt. In Charlottesville noch waren sie die ersten, die vor der angreifenden Antifa das Weite gesucht haben; hinzu kommen proaktive Attacken auf "Rassisten", die ihre "basierten schwarzen Freunde" emotional verletzen könnten. Es bleibt zu hoffen, daß bei dieser Veranstaltung nicht geschossen werden wird.

Was lernen wir? Nicht viel Neues. Man läßt sich eben einfach nicht verleiten zu einer Straftat, wenn man halbwegs bei Trost ist. Wie schon seinerzeit klargestellt: Wir haben viel zu sehr auf unsereins aufzupassen. Selbstzerstörerischer "Aktivismus" bis hin zum Terror kann und darf da gar nicht auf der Tagesordnung stehen. Und wer aktiv(istisch)e Zusammenschlüsse sucht, der wird – wenn er weiß, wovon er Abstand zu halten hat – sicher Möglichkeiten finden, die nicht »im Dunkeln leuchten«, wie man drüben sagt. Witzig genug darob, daß die AWD ausgerechnet das Piktogramm für Radioaktivität im Wappen führt.


Nils Wegner

Nils Wegner ist studierter Historiker, lektorierte 2015–2017 bei Antaios, IfS und Sezession und arbeitet als Übersetzer.


Kommentare (12)

RMH

7. September 2021 07:00

Wenn man sich die Geschichte des Terrors der Nachkriegszeit bis heute betrachtet, stellt man fest, dass jeder substantielle Terror, also über den Einzeltäter hinausgehend, strukturelle Hintergründe hatte, die in staatlichen Dunkelfeldern von Geheimdiensten oder staatliche infiltrierten und kontrollierten Gemengen liegen, die eben bewusst außerhalb der eigentlichen Behörde gezüchtet werden. Selbst mancher lonesome wolf mag seine Einflüsterer gehabt haben. Die RAF hatte die DDR nebst Ostblock gesteuerten Palästinensern. Ehem. RAF "Rentner" wissen offenbar noch heute so viel, dass man ihnen Coups zur Geldbeschaffung zubilligt, denn es kann mir keiner sagen, dass es möglich wäre, so lange Jahre im Untergrund zu leben, ohne aufzufliegen. Bei dem sog. NSU hat man beredt auch recht schnell den Deckel drauf gemacht. Es gibt nicht die reichen Dunkelmänner, die als Privatiers Terror finanzieren. Weder rechte Altnazis (so der Mythos bei den Linken) noch 68er Establishment mit Geld und Einfluss (so der parallele Mythos bei den Rechten). Letztlich wird es immer einen Staatsbezug (gleich ob in- oder ausländisch) geben und wenn es sich dabei am Ende nur um Beamte handelte, die skandalöserweise und im "gutgemeinten" Übereifer, selbstredend ohne Kenntnis der Führungsebene, handelten (klassisches Bauernopfer Narrativ). Und: Es gibt keine rechte Szene, die nicht von Zuträgern und VS-lern durchsetzt ist. Weder bei der AfD noch hier. Davon muss - ohne dabei paranoid zu werden - jeder ausgehen.

zeitschnur

7. September 2021 11:26

@ RMH

So ähnlich sehe ich das auch: Terror ist immer am Ende Staatsterror. Bisher hat sich alles entweder als solcher erwiesen oder der Verdacht steht übergroß im Raum. Ob es um die vielen offenen Fragen im Falle der Ermordung Bubacks und der Rolle(n) Verena Beckers geht, ob es um den seltsamen Breitscheidplatzanschlag durch den angeblichen Islamisten Anis Amri geht, der von einem Geheimdienstmann einen Tag vorher nach Berlin gebracht worden sein soll, ob es um die stets sauber in den Tatfahrzeugen liegengelassenen unversehrten Pässe der Terroristen in aller Welt geht, ob es um die wuchernden Ungereimtheiten und offenen Fragen im NSU-Prozess geht samt der weggeschlossenen Akten. Diese geradezu absurde Charlie-Hebdo-Nummer oder dann auch die abolut schräge Inszenierung mit dem Lübke-Mord ...

Ich persönlich glaube nie und nimmer, dass in den faktisch totalitären und miteinander bestens vernetzten Staaten, in denen wir gezwungen werden zu leben, sich überhaupt unerkannter Terror "aus dem Volk" bilden könnte. Das sind alles nur Räuberpistolen für den suchtkranken Fernsehglotzer, von dem die Länder voll sind und immer voller werden. Leider werden nur die Storyteller immer dämlicher, oder es reicht nicht für ordentliches Lektorat.

Ohne Feind läuft der Laden einfach nicht. Und nichts ist prinzipiell leichter, als Feinde auszumachen und in Szene zu setzen.

Schöne neue Welt.

Aussenseiter

7. September 2021 11:43

Leider lesen Normies "VS-Informanten in rechtsextremer Gruppe" und glauben dann, die Behörden seien von Rechtsextremen unterwandert - und nicht umgekehrt. 

Der_Juergen

7. September 2021 17:50

Hervorragend dokumentierter Artikel.

Statt mit "basiert" würde ich "based" eher mit "charakterfest" oder "prinzipientreu" übersetzen.

nobika

7. September 2021 18:17

Einen Gruß in die ehrenwerte Runde!

Ich habe mich extra angemeldet, um einen Hinweis auf ein historisches Interview zum Thema "Oktoberfest-Attentat" zu geben: 

"Zeitdokument: Daniele Ganser im Gespräch mit Karl Heinz Hoffmann."

www.youtube.com/watch?v=1YfmpZDXcR0

Ansonsten "Der zweite Tod meines Vaters" lesen ...

Andreas Walter

7. September 2021 19:01

Fast 40 Seiten umfasst der deutsche Artikel über die Adomwaffendivision auf Wikipedia.

In Englisch nur 26.

Selbst der hebräische (israelische) über die Hagana würde ausgedruckt nur 26 liefern.

Der hebräische über die Adomwaffendivision sogar nur 3.

Der Witz ist daher so alt wie meine Oma: Schon mein Opa war bei der Adomwaffendivision.

Gäbe es in Deutschland tatsächlich so viele (Hollywood-)Nazis, wie die Politik und Presse suggeriert, würden jede Woche auch duzende Muslime, Linke und Juden umgebracht werden. In einem Tempo, in dem auch das Bundeskriminalamt gar nicht mehr hinterher käme mit Autopsien und Untersuchung der Tatorte und Tatortfunde. Der Rechtsstaat wäre bereits ausgehebelt und nachts würde es dauerhaft eine Ausgangssperre geben.

Das Bild des Nazis in den Medien ist daher absoluter Nonsens, eine Erfindung und ebenso hanebüchene Überreibung ähnlich wie das Killervirus Corona oder auch die zukünftige Apokalypse des nicht mehr umkehrbaren Klimawandels.

Adomwaffendivision. Ich wäre froh wir hätten eine, um uns diesen räuberischen und erpresserischen Quatsch nicht mehr bieten lassen zu müssen. So aber f. jetzt andere auch deutsche Mädchen und Frauen tot. So wie auch schon 44/45 and beyond.

https://www.welt.de/vermischtes/article139831771/Als-meine-Grossmutter-1945-zur-Kriegsbeute-wurde.html

 

Herold

7. September 2021 21:18

@Der Juergen:

Basiert ist, wie stabil, ein feststehender Begriff.

How to tame a horse in minecraft?

Franz Bettinger

8. September 2021 02:34

Am Schicksal Trojas, das uns bevorsteht, macht das Vermeidbare und Selbst-Verschuldete des Untergangs fassungslos. Um das hölzerne Pferd, in dem der Feind steckt, in die Stadt zu ziehen, riss man sogar die Mauern ein. Wir Heutigen machen es ähnlich, nur dass der Feind längst in der Burg sitzt und zwar ganz oben. Die eigene Regierung importiert ethnische Konflikte und verschuldet uns durch gigantische Klima- und Corona-Ausgaben. Ein willfähriges "Verfassungsgericht" höhlt unsere ehernen Grundrechte aus und schreibt hochspekulative Klimarechnungen für die Zukunft fest. Die Parteien kommandieren mit Hilfe weisungsgebundener Staatsanwälten und des "V-Schutzes", was debattiert werden darf und was tabu ist. Die Ideologie-Fabriken züchten ununterbrochen Sumpfblüten von Wokeness. Eine idiotische Gesundheits-Politik testet, was man Untertanen zumuten kann. Und die Universitäten, einst freie Orte fruchtbaren Wissenschafts-Streits? Degenerieren zu PR-Abteilungen des tiefen Staates! Einsame Rufer hat es immer gegeben. Kassandra hatte gewarnt, und auch Laokoon, bevor er von Schlangen erwürgt wurde.

URN

8. September 2021 10:00

Was eigentlich möchten die Schreiber im Forum zum Ausdruck bringen, die, wie zuletzt gestern um 21:18 Herold, zunehmend Einsprengsel in englischer Sprache machen?! 

Valjean72

8. September 2021 10:10

Im August 2007 veröffentlichte die ZEIT ein Interview, welches Giovanni di Lorenzo mit Helmut Schmidt führte.

ZEIT: Gab es denn eine besondere Form des Terrorismus in Deutschland durch Baader, Meinhof und die anderen?

Schmidt: Ich habe den Verdacht, dass sich alle Terrorismen, egal, ob die deutsche RAF, die italienischen Brigate Rosse, die Franzosen, Iren, Spanier oder Araber, in ihrer Menschenverachtung wenig nehmen. Sie werden übertroffen von bestimmten Formen von Staatsterrorismus.

ZEIT: Ist das Ihr Ernst? Wen meinen Sie?

Schmidt: Belassen wir es dabei. Aber ich meine wirklich, was ich sage.

(Quelle: ZEIT.de, 30.08.2007)

Laurenz

8. September 2021 13:42

Wie sollte nicht-staatlicher Terrorismus funktionieren? Dazu müßte man schwer reich sein. Sobald Terroristen nicht alleine agieren, sind sie immer dem Verrat ausgesetzt, gutes Beispiel sind die Attentats-Versuche gegen de Gaulle, als zB die DS (sein Auto) ihm & seiner Frau das Leben rettete. Die Frage, wo kommt das viele Geld her, daß man dafür braucht, steht immer im Raum. Der/die CIA füllte in den 70ern seine schwarzen Kassen mit afghanischem Mohn. http://www.organized-crime.de/revmcc01.htm

@Valjean72

Helmut Schmidt war selbst mit einem Organisator des Staatsterrorismus & gewaltsamen Regime-Wechseln befreundet, Henry Kissinger. https://youtu.be/jo1FnL5WeQA

Interessant ist, wie dämlich der Interview-Reporter, Stephan Lamby ist & daß Schmidt überhaupt mit dem redet. Wahrscheinlich hatte sich Schmidt an depperte Reporter gewöhnt. Noch spannender ist es, daß ein Faschist & Massenmörder, wie Kissinger, die Ansprache auf einem deutschen Staatsbegräbnis hält & keinen stört es. Es gab natürlich Linke, die, wie hier in der taz berichtet, schon mal gegen Kissinger aussprachen.  https://taz.de/Proteste-gegen-Kissinger-Lehrstuhl/!5050636/ aber der Protest ist auch eher als "verhalten" zu deklarieren.

Herold

8. September 2021 15:59

@URN

Genau wie "basiert" und "stabil" basieren diese Ausdrücke auf oder sind selbst Memes, die es eben in verschiedenen Sprachen gibt und in komprimierter Form Informationen übermitteln. Es sind quasi Codes, Komprimate, aber auch Markierungen. Meistens lustig, fast immer absurd, manchmal rassistisch, oft sexistisch, fast immer voller Stereotype. Deshalb bei den Linken unbeliebt - the left can't meme.

Der geneigte Leser weiß, was mit how to tame a horse in minecraft gemeint ist: Nämlich das Der Juergen offenbar nicht so recht netzaffin ist.

Und wer es nicht weiß sollte sich informieren, denn Memes haben einerseits Strahlkraft (Pepe the Frog, die erwähnten strahlenden Personen) und andererseits gehören sie zum sozialen Kitt, der die jüngeren Semester unserer Subkultur zusammenhält. Sie sind am Ende eine Form von Samisdat. Ich versuche einfach beides: /pol und Mohler. /pol macht aber mehr Spaß.

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