Nationale Fitneß

Ist Deutschland fit?

Heino Bosselmann

Heino Bosselmann studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien.

Ob eine Nati­on als in sich gesund und nach außen als wett­be­werbs­fä­hig gel­ten kann, das bemißt sich – anders als nach sozi­al-demo­kra­tisch ver­ord­ne­tem Men­schen­bild – durch­aus phy­sisch. Leben, auch wirt­schaft­li­ches, poli­ti­sches, kul­tu­rel­les, bedarf der Vitalität.

Sym­pto­ma­tisch, wenn sich bei­spiels­wei­se an der meck­len­bur­gisch-vor­pom­mer­schen Poli­zei-Fach­schu­le in Güs­trow die Durch­fall­quo­te in einem mode­ra­ten Sport­test regel­mä­ßig erhöht. Gera­de wies der Neu­bran­den­bur­ger NORDKURIER genau dar­auf hin.

Mitt­ler­wei­le, so der Bericht, ver­dop­pelt sich die Zahl der unfä­hi­gen Kan­di­da­ten. Fie­len 2013 noch 11 Pro­zent sport­lich durch, sind es nun­mehr bereits 21, obwohl besteht, wer 25 von 70 Punk­ten erreicht, also 36 Prozent.

Zu absol­vie­ren sind eine Hin­der­nis­bahn mit Sla­lom­lauf, das For­cie­ren eines Schräg­kas­tens, Rol­le vor­wärts und rück­wärts, das Durch­krie­chen und Über­sprin­gen zwei­er Turn­ho­cker und drei­er Kas­ten­tei­le sowie das Über­win­den bei­der Hol­me eines Stu­fen­bar­rens. Fer­ner wären jeweils nach Zeit ein Wen­de­lauf von vier­zig Metern zu bewäl­ti­gen und Klimm­zü­ge, die­se aller­dings erleich­tert nur im Schräghang.

Das schaf­fen vie­le nicht. Kei­ne acht­zehn Klimm­zü­ge in Rücken­la­ge in zwan­zig Sekun­den, wenn die Bei­ne noch auf dem Boden sind. So die Min­dest­an­for­de­rung für eine befrie­di­gen­de Note. Eben­so­we­nig den vier­zig Meter Pen­del­l­auf zwi­schen zwei Hockern in 10,3 Sekun­den oder 12,90 Meter im Drei­er­hopp und kei­ne vier Run­den Hin­der­nis-Par­cours in 2:57 Minuten.

Um mal bes­ser von den gleich­falls zu absol­vie­ren­den Test­ver­fah­ren – einem Dik­tat mit “hoher Ver­sa­ger­quo­te” (Ost­see-Zei­tung) und je einem kogni­ti­ven und psy­cho­lo­gi­schen Test – zu schweigen:

Eine Nati­on, deren Jugend nicht die Kno­chen hat, einen durch­schnitt­li­chen Sport­test zu bewäl­ti­gen, soll­te sich nicht allein um Ath­le­tik, son­dern um ihre Kul­tur Sor­gen machen. Ein­ge­denk des­sen, daß zu dem genann­ten Test die ver­gleichs­wei­se Fit­te­ren auf­lau­fen, die min­des­tens von sich ja mei­nen, sie hät­ten was drauf.

Sport ist eben nicht nur Spiel, son­dern der letzt­ver­blie­be­ne Bereich, in dem man Ursprungs­er­fah­run­gen sam­melt, die anders­wo nicht mehr mög­lich sind, weil straf­fe Her­aus­for­de­run­gen schnell als unge­recht und dis­kri­mi­nie­rend gel­ten. Sich anstren­gen, ja sogar aktiv schin­den, an die eige­nen Gren­zen und dar­über hin­aus­ge­hen, erle­ben, daß mehr mög­lich ist, als man annahm, und dar­an auch inner­lich und cha­rak­ter­lich wach­sen, sol­che Aus­bil­dung von Hal­tung erscheint bereits anachronistisch.

Der Jugend-Koor­di­na­tor des Hand­ball­klubs Empor Ros­tock, Tris­tan Staat, auf die Fra­ge, ob der Poli­zei­sport­test zu schwer wäre:

“Die sport­mo­to­ri­schen Tests rich­ten sich an die brei­te Mas­se. Mit regel­mä­ßi­gem Trai­ning über einen Zeit­raum von zwei Mona­ten soll­te einem Bestehen nichts im Wege ste­hen.” Wich­tig wären eben “Fleiß und Dis­zi­plin”. Das jedoch sind eben die Begrif­fe, die man in der soge­nann­ten Bil­dungs­for­schung und in kul­tus­mi­nis­te­ri­el­len Tex­ten ver­geb­lich sucht.

Ande­re Bun­des­län­der weich­ten die Nor­men für Poli­zis­ten längst auf: In Sach­sen-Anhalt reicht ein­fach die Vor­la­ge des Deut­schen Sport­ab­zei­chens in Sil­ber. Für die Bun­des­po­li­zei wird gar kein ech­ter Kraft­test gefor­dert; es rei­chen ein “Aus­dau­er­lauf” von zwölf Minu­ten, ein Hin­der­nis­par­cours und ein Pendellauf.

Wer im Kraft­raum die schwe­ren Eisen und sich selbst gern ein paar Bahn­run­den mehr bewegt, bewegt sein eige­nes Leben. Sport bil­det – mehr als bloß phy­sisch – gleich­falls inten­siv men­tal aus. Wer über kör­per­li­che Aus­dau­er ver­fügt, der ver­mag gleich­falls in ande­ren Anstren­gungs­be­rei­chen län­ger und tie­fer durch­zu­at­men, ist von Wid­rig­kei­ten nicht gleich gestreßt und über­for­dert und weist die so häu­fig beschwo­re­ne, weil eben viel­fach ver­miß­te Resi­li­enz nach; er ist sicher posi­tio­niert und widersteht.

Ja, er ist wehr­fä­hig, was ein­schließt, Schutz­be­dürf­ti­gen hel­fen zu kön­nen. Die Abbre­cher­quo­te inner­halb der Aus­bil­dung zur Bun­des­wehr erscheint gleich­falls immens hoch; jeder Fünf­te hält nicht durch, u. a. wegen der mode­ra­ten Anstren­gun­gen in der längst abge­rüs­te­ten phy­si­schen Ausbildung.

Ande­rer­seits kann Sport zu einem kon­tem­pla­ti­ven Weg wer­den: Still in ruhi­ger Anstren­gung allein unter­wegs sein, im Zwie­ge­spräch mit sich selbst, zur Klä­rung der Unru­he in regel­mä­ßi­ger Bewe­gung und vor allem im Atmen erkraf­ten. Oder im heil­sa­men Wag­nis der Leere.

Eben­so wie in allen ande­ren Schul­fä­chern sind die Anfor­de­run­gen im Sport­un­ter­richt inner­halb der letz­ten Jahr­zehn­te ste­tig redu­ziert und pro­por­tio­nal dazu die Bewer­tun­gen infla­tio­niert worden.

Gera­de in der Hal­le und auf dem Platz gilt nur noch: Ver­su­che mal locker, was dir mög­lich ist. Geht’s nicht, wirfst du drü­ben an der Bas­ket­ball­an­la­ge mal ein paar Kör­be. Haupt­sa­che, du bewegst dich über­haupt noch, denn schon damit liegst du weit vorn. Etwas männ­li­che Anspra­che, Puls und Tonus for­dernd, moti­vie­rend gemeint, ruft schnell die Kri­tik auf, es wür­de über­for­dert und „gedrillt“.

Dabei kommt es über­haupt dar­auf an, die all­zu fla­chen Ampli­tu­den des Lei­den­schafts­man­gels öfter mal aus­za­cken zu las­sen. Wo andau­ernd zuge­reicht wird, wo dem selbst Pas­si­ven Unter­hal­tung gra­tis über die Apps und Kon­so­len gelie­fert wird, wo er – wie im Unter­richt – nur noch miß­mu­ti­ger Rezi­pi­ent ist, der alles, was ihn selbst aus dem Ses­sel rei­ßen will, uncool fin­det, da dege­ne­rie­ren Form und Hal­tung. In meh­rer­lei Hin­sicht ver­kommt der Mensch und wird amorph.

Adi­po­si­tas ist sicht­lich das Kenn­zei­chen unse­rer Gesell­schaft und Fol­ge ihrer päd­ago­gi­schen und Sozi­al­be­grif­fe. Deutsch­land ver­liert nicht nur bei Leicht­ath­le­tik­wett­kämp­fen gegen­über Natio­nen, die nach wie vor auf Mumm und har­te Trai­nings­ein­hei­ten set­zen. Es soll­te eben gera­de nicht jeder dort abge­holt wer­den, wo er steht, wie es alle Banal­päd­ago­gik seit Jahr­zehn­ten ste­reo­typ meint; nein, er soll­te befä­higt wer­den, selbst kräf­ti­gen Schritts auf­zu­schlie­ßen und sich bewei­sen, daß er es kann, zuguns­ten des eige­nen Selbst­wert­ge­fühls. Kei­ne Nach­teils­aus­glei­che, son­dern die eige­nen Nach­tei­le selbst aus­glei­chen und so eine bio­gra­phisch not­wen­di­ge Auf­ga­be lösen.

Es braucht kei­ne Hel­den­ta­ten. Eine ers­te erfri­schen­de Her­aus­for­de­rung wäre schon ange­nom­men, wenn man jugend­lich dar­auf ver­zich­te­te, im Fond von Papas SUV chauf­fiert zu wer­den oder an der Mas­ken­pa­ra­den im Nah­ver­kehr teil­zu­neh­men. Statt­des­sen mit dem Fahr­rad frei durch die Stadt oder Land­schaft surren!

Ja, die Fit­neß-Stu­di­os lau­fen – aller­dings eher aus indi­vi­dua­lis­ti­schen, nicht sel­ten redu­ziert ästhe­ti­schen oder gar nar­ziß­ti­schen Moti­ven. Ver­ständ­lich, aber mit einem kol­lek­tiv oder gesell­schaft­lich über­fäl­li­gen Ziel, im umfas­sen­den Sin­ne kräf­ti­ger und leis­tungs­fä­hi­ger zu wer­den, hat das weni­ger zu tun. Obwohl Ästhe­tik schon mal vor Ethik gedacht wer­den darf.

Sport­leh­rer regis­trie­ren die Defi­zi­te, selbst das Minis­te­ri­um weiß dar­um. Inter­es­sant, wie dar­auf reagiert wur­de, mit einer „Hand­rei­chung zur Ermitt­lung und Bewer­tung der all­ge­mei­nen sport­mo­to­ri­schen Leis­tungs­fä­hig­keit“. Die dar­in emp­foh­le­nen Übun­gen sind inten­siv, sogar anspruchs­voll und hin­sicht­lich der Erwar­tungs­maß­stä­be ange­mes­sen. Nur gehört dazu: Anstren­gung, Trai­ning, Selbst­über­win­dung. Als Sport­leh­rer hat­te ich sie an einer Rüge­ner Schu­le ein­zu­üben und übte mit. Zur Nach­ah­mung empfohlen.

Heino Bosselmann

Heino Bosselmann studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien.

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Kommentare (36)

Schobbepetzer

17. September 2021 08:39

Topartikel. Gleiche Situation in den Vereinen, habe als Fussballtrainer erlebt, dass 7j Kinder nicht mehr rückwärts laufen können. Der Staat will solche Versager, wer körperlich unfit ist, hat ein mangelndes Selbstbewußtsein.

@Bosselmann, sie sind der Typ Lehrer, den ich als Schüler gehasst und geliebt habe. Gehasst wg den Liegestütze bei mangelnden Vokabeln. Und geliebt, weil Sie nicht mein Freund, sondern mein Forderer und Förderer gewesen sind. Davon profitiere ich heute noch.

RMH

17. September 2021 09:02

I don't fit into this system and I am proud of it.

Fit hieß ein Spülmittel in der DDR. Ohne das Produkt zu kennen, löst das bei mir die Assoziation mit flutschen und aalglat sein aus.

So viel zum Bullshitbegriff "Fit".

Im Übrigen hat Herr Bosselmann natürlich Recht. Mens sana in corpore sano, was wir in der Schule in mens sana in corpore Sanella (gab's vermutlich in der DDR nicht mehr) verhonepipelten. 

Lumi

17. September 2021 09:30

Das ist ein sehr schöner Artikel zum Sport. Zum echten Sport. Ein Zeichen der Zeit ist ja, daß seit einigen Jahren die Existenz eines elektronischen Sports postuliert wird. Wir haben es damals am C64 daddeln genannt und heute heißt es zocken. Wahnsinn überall.

Das verlinkte PDF (überflogen) enthält viele nützliche Übungen. So etwas hätte ich in der Schulzeit (80er) mit Fleiß und Disziplin befolgen sollen. Die Lehrer hätten Kinder mit fehlenden Muckis (wie mich) üben lassen sollen, damit sie den Körper aufbauen, der sie dann auch durch die benoteten Übungen trägt. Das hat damals leider kein einziger Lehrer getan. Und ich wußte von Haus aus nicht, was ich tun kann, um mir den Erfolg zu erarbeiten, da den Eltern Sport egal war und ich den Mißerfolg einfach als Fatalität hingenommen habe.

Heute schaffe ich zehn echte Klimmzüge (nix Schräghang) im Vorgriff und zwölf im Rückgriff. Das reicht mir. Viele schaffen null, weil sie aus dem echten Hang nicht hochkommen. Oder einfach zu kräftig sind. Wenn ich nicht übe, schaffe ich die Zahl auch nicht mehr.

Ich bin dreimal Marathon gelaufen, einmal in 3:05, und konnte mir so beweisen, was mit Fleiß und Disziplin erreicht werden kann. Auch Joschka Fischer hat es geschafft, und der war sogar richtig moppelig. Das immerhin muß man ihm lassen.

Auf S.8 im PDF ist eine Empfehlung zur Festlegung der Noten. Sie scheint zu garantieren, daß es immer einen Haufen Einsen gibt. Kann das richtig sein?

Gustav Grambauer

17. September 2021 09:46

"Der Seiler ist kein Mann für sie. Der Seiler paßt zu weißen Turnschuhen. Nicht zu ihnen. Tschuldigung."

- Wanzka zu Frl. Marlott in dem auf Wellms Roman "Pause für Wanzka oder Die Reise nach Descansar" basierenden Kinofilm "Pause für Wanzka".

(Der späte) Wellm ist m. E. einer der unterschätztesten Autoren und der Film ist m. E. der beste, der stärkste, der reifste der DEFA-Filme, ein Wurf weit über die damaligen Verhältnisse hinaus. Buch und Streifen empfehle ich Ihnen einmal, lieber Herr Bosselmann. Mehr muß ich dazu vor dem Hintergrund Ihres Beitrags nicht sagen. Sie sind Jg. `64, haben Sie denn diese die 80er Jahre so tief prägenden Auseinandersetzungen völlig an sich vorbeirauschen lassen? 

- G. G.

Gustav Grambauer

17. September 2021 09:47

War gestern abend zum ersten Elternabend mit den drei (!) neuen Klassenlehrerinnen der Schulklasse meines Kindes nach dem Übertritt in die Mittelstufe. Hatte dort ein unbeschreibliches inneres Erlebnis: dort treffen Lehrer, Eltern und Kinder in Freiheit zur Erziehung der Kinder aufeinander - zwar in einem Gebäude, aber das Gebäude (und damit die teilweise durchaus sinistre Schulstruktur) tritt demgegenüber phasenweise völlig in den Hintergrund. Die Menschen und ihre Beziehungen treten - mit Nachdruck auf die Förderung der Individualität - so stark in den Vordergrund, daß Gebäude und damit Struktur ihrer Bedeutung enthoben werden. Finde, darauf sollte man aufbauen, wobei Sie meine neulichen Hinweise auf die tiefere Bedeutung des Wortes "Fitneß" offenbar ebenso an sich haben vorbeirauschen lassen.

"Fürstenerziehung für alle"!

("Statt Fitneß = Sträflingserziehung für alle".)

(Um auf Raspails "Jeder Mensch ist ein König" zurückzukommen.)

- G. G.

Franz Bettinger

17. September 2021 09:48

"Sport ist eben nicht nur Spiel.“ Wie wahr! Wenn ich meinen Eltern für eins dankbar bin, dann dafür, dass sie mich (und meinen Bruder) schon mit 6 Jahren in die Turnstunde schickten. Die da entwickelten Talente vom Seilklettern über klassisches Turnen bis zum Hindernis- Lauf verleihen einem ein (selbstverliebtes?) tolles Körpergefühl und das nötige Selbstvertrauen Krisen zu überstehen. Wer im Gymnasium sportlich unangreifbar war, den konnte man in der Pause kaum in die Unterwerfung mobben. Das rettete mich immer wieder; auch später noch; eigentlich ein Leben lang. Wer dieses Körpergefühl nie richtig kennenlernte, dem (denke ich) entgeht eine Quelle des Glücks.

zeitschnur

17. September 2021 09:56

Diese Muskelfeiglinge, die seit anderthalb Jahren auf Demos zu fünft über Schwangere, zierliche Opas und Kinder herfallen, allesamt in Uniform, schwarz, wie gehabt, was ist mit denen?

Ansonsten: Die Zerstörung der körperlichen Geschmeidigkeit ist gewollt. Es ist ja schon was dran an "Mens sana in corpore sano". Von allen Seiten wird die zerstörung der Leben eingeleitet.

Mit bloßen Appellen sind die Betroffenen überfordert.

Gustav

17. September 2021 10:07

Der Untergang des Abendlandes in Reinkultur. Und niemand wird ihn aufhalten.

Selbst bei der Olympiade der ganz besonderen Menschen und Menschinnen, die nicht behindert sind sondern die Umwelt behindert ist, mußten wir Ländern wie Aserbaidschan den Vortritt lassen.

Made in Germany...

Franz Bettinger

17. September 2021 10:22

Ich kann mich nicht erinnern, Turnen + Sport als Drill, Stress + mit Disziplin verbunden empfunden zu haben. Es machte einfach Spaß, den Körper kennenzulernen und besser zu werden. Niemand brauchte einem zu sagen 'Streng dich an'. Motivation bezogen wir allein durch die Anschauung unserer Vorbilder + das Bewundern ihres Könnens, das der überlegenen Jungs und sogar einiger Mädchen, die 1 oder 2 Jahre älter waren. Vielleicht liegt die Leichtigkeit des Seins (ha) und des Lernens darin begründet, alles zur richtigen Zeit zu machen, in den Prägung-Phasen, die einen Anfang und ein Ende haben, und die später nicht wirklich (oder eben nur per Stress) nachgeholte werden können. Meine Frau hat, weil sie aus eher armen Verhältnissen kam, als Kind kein Fahrrädchen besessen und doch später mit mir große Rad-Touren gemacht (tausende Km weit) und doch lag es ihr nie im Blut. Sie musste sich zwingen, sagt sie heute. Die Prägung verpasst?

Maiordomus

17. September 2021 10:38

In der Schweiz, zumal der Deutschschweiz, ist die deutsche Sprache und nicht der Sport ein Hauptgrund, warum man die Aufnahmeprüfung in die Polizeischule nicht besteht, wobei letzteres zumal bei männlichen Kandidaten der häufige Versagensgrund ist. 

Laurenz

17. September 2021 10:41

@HB

Also Hedonist muß ich Ihnen ausnahmsweise, was den Polizeidienst angeht, Recht geben. Das liegt natürlich in der heute schlechten sportlichen Jugendarbeit begründet.

Hier der olympische Siegeslauf des Norwegers Warholm in 400 Meter Hürden Disziplin in Tokio .... 

https://youtu.be/rt7ZPK9nw5g

Einfach nur grandios....

Ein gebuertiger Hesse

17. September 2021 10:43

Prima Artikel, gute Kommentare - besonders dieser vom Schobbepetzer:

"@Bosselmann, Sie sind der Typ Lehrer, den ich als Schüler gehasst und geliebt habe. Gehasst wg den Liegestütze bei mangelnden Vokabeln. Und geliebt, weil Sie nicht mein Freund, sondern mein Forderer und Förderer gewesen sind. Davon profitiere ich heute noch."

Was da drinsteckt, macht ganze Regalreihen von Erziehungshandbüchern obsolet. Fünf von vier Punkten!

Karl

17. September 2021 10:56

Ich erlaube mir aus einem meiner Artikel zu zitieren: "Die Schließung von Sportanlagen und Fitnessstudios (im Rahmen der sog. "C-Krise") bringt erhebliche Auswirkungen für die Gesundheit mit sich. Körperliche Aktivität wirkt sich nicht nur positiv auf die Gesundheit aus, sondern bedeutet auch für Menschen mit bereits bestehenden Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, muskulo-skeletalen, neurologischen, onkologischen und psychischen Erkrankungen und vielen mehr ein Segen, eine Besserung der Symptomatik, der Lebensqualität, des Befindens und verbessert nicht zuletzt auch bei vielen Krankheiten sogar die Prognose. Den Menschen diese Möglichkeiten zu nehmen, läuft darauf hinaus, sie kranker zu machen." Ist das politisch gewollt? Jedenfalls ist "Gesundheit" nicht das Ziel dieser Politik. Umgekehrt ist auch in zahlreichen Studien zur Auswirkung körperlicher Inaktivität dieser Zusammenhang eindrucksvoll belegt worden. Schon nach 10 Tagen bahnt sich eine diabetische Stoffwechsellage an, Fetteinlagerungen und Muskelabbau werden registriert.  Dazu gibt es sehr eindrucksvolle Studien (vgl. z.B.: Booth FW et al. Role of Inactivity in Chronic Diseases: Evolutionary Insight and Pathophysiological Mechanisms. Physiol Rev. 2017 ; 97 : 1351-1402. doi: 10.1152/physrev.00019.2016. PMID: 28814614.)

Ein gebuertiger Hesse

17. September 2021 11:00

@ Bettinger

"Die da entwickelten Talente vom Seilklettern über klassisches Turnen bis zum Hindernis- Lauf verleihen einem ein (selbstverliebtes?) tolles Körpergefühl und das nötige Selbstvertrauen Krisen zu überstehen."

Es ehrt Sie, daß Sie das Wort "selbstverliebt" mit einem Fragezeichen versehen. Aber machen wir uns nichts vor: Worum es hier geht, gibt einen echten Grund zum vollumfänglichen Gefallen an einem selbst. Es hat auch mit Respekt zu tun - den man nämlich hier vor seinen eigenen Leistungen hat. Daß viel zu viele Leute dergleichen Erfahrungen zu selten oder auch nie machen, ist ein Hauptgrund für das grassierende Unglücklichsein da draußen.

Apostat

17. September 2021 11:35

Wenn man in den besseren Vierteln Berlins unterwegs ist, trifft man schon viele Jogger. Aber gesamtgesellschaftlich besteht- meiner Meinung nach, seit Ende des kalten Krieges, spätestens seit der Abschaffung der Wehrpflicht, kein Interesse mehr an einer fitten Jugend.

Sport bedeutet auch immer Auslese, Sieger und Verlierer. Und das passt nun gar nicht in das linke Weltbild von Gleichheit und Inklusion.

Hartwig aus LG8

17. September 2021 11:47

Es geht um den einen Klimmzug, den man schaffen muss.

Man hat dabei ca 3 kg Kleidung/Schuhwerk am Leib. Dazu kommt ein 10 kg-Rucksack; vielleicht hängt statt des Rucksacks auch ein Kind auf dem Rücken, die Arme um den Hals geklammert. Und da ist keine normierte Reckstange, sondern ein Balken, bei dem man gerade so die Finger drüber kriegt. Bis zum Schlüsselbein muss man sich bis zur Höhe dieses Griffes ziehen, um dann irgendwie mit dem Ellenbogen Halt zu finden ...

Valjean72

17. September 2021 13:00

Starker Artikel, wichtiges Thema.

"Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper". Seitdem ich zum ersten mal ganz früh am Gymnasium dieses altgriechische Ideal vernahm, kommt es mir immer wieder mal in den Sinn.

Allerdings setzt dieser Staat (und die ihn durchdrungen habenden nichtstaatlichen Einheiten und Strukturen) alles daran, den Volkskörper langfristig auf körperlicher, geistiger und letztlich auch auf seelischer Ebene grösstmöglich zu degenerieren.

Noch nie war eine deutsche, männliche Jugend in der Breite so unfit und motorisch so linkisch wie heute. Dafür können sich die Burschen heutzutage per einfachem Mausklick mit belangloser "Musik" zudröhnen oder sich mit jederzeit verfügbaren Pornofilmchen die Sinne abstumpfen lassen.

Dies alles ist gewollt, ebenso wie die Masseneinwanderung oder der Abbau der industriellen Säulen dieses Landes.

Valjean72

17. September 2021 13:09

Es ist nicht allein die zunehmend mangelnde körperliche Fitness, die Anlass zur Sorge bei bundesdeutschen Polizei-Anwärtern gibt:

Aus der Schule im Bezirk Spandau, an der der Nachwuchs der Hauptstadt-Polizei ausgebildet wird, waren Missstände bekannt geworden. Demnach gebe es Bewerber, bei denen Respekt, Disziplin und Rücksichtnahme nicht ausreichten. Manche beherrschten die deutsche Sprache ungenügend. Laut Polizei gibt es Deutsch-Nachhilfekurse. Einige Anwärter seien zuvor straffällig geworden, hatte die Behörde eingeräumt.

(Quelle: WELT.de; 03.11.2017)

Dieser Staat (und damit dieses Land) wird gezielt an die Wand gefahren.

Gotlandfahrer

17. September 2021 13:12

Deutschland ist nicht fit.  Einem Volk, dem die innere Kommunikation durch die Zugriffe der Fremdinteressen dahingehend manipuliert ist, dass es seine Entscheidungen nicht anhand des freien Spiels seiner eigenen Kräfte erringen kann, geht - blind gemacht für diesen Umstand - ein, erst recht, wenn es sich in einem von Arbeits- und Entstehungszusammenhängen maximal entfremdeten Stand seiner kulturellen Entwicklung befindet.  Aber wie heißt es so schön: Die Kraft, die Böses will und Gutes schafft - wenn das Faule erst vom Knochen gefallen ist, reden wir weiter.

Laurenz

17. September 2021 15:41

@viele Foristen

Wenn HB als Lehrer schreibt, betrifft das, auch wenn es den Polizeidienst betrifft, vor allem Kinder & Jugendliche, im weiteren Sinne jungen Leute.

(Und HB ist daher auch exakt der Richtige, der darüber schreibt, weil Er direkt den Ball führt.)

Und das ist auch prägend für das Leben, egal, wie man danach lebt.

Wie schon desöfteren erwähnt, war es der preußische Generalstab, der nach jeglichem Verlust an Körperlichkeit durch die christliche Herrschaft als erste Institution in Europa Kinderarbeit verbot, weil die Rekruten damals für eine jegliche Ausbildung schon zu kaputt waren. Insofern ist auch die heutige Zeit zu bewerten. Was macht denn Kinder & Jugendliche kaputt?

Mit der Verteufelung des Mausklicks ist es sicherlich nicht getan.

AmazonBesteller

17. September 2021 16:46

Sie sind doch Lehrer, also lehren sie. Ihr Kommentar verengt sich nur auf Prüfungen. Und ja, prüfen, das tun die Lehrer gerne. Den Rotstift ansetzen... hmmm.... welch Macht.

In der Bahn (vor Corona) saßen mir häufig Lehrer gegenüber. Während das monotone Rumpeln des Zuges uns alle in einen Dämmerschlaf versetzte, korrigierten diese Lebensrichter mit strenger Miene, Grimassen und leidigem Seufzen. Aber was korrigierten sie da eigentlich? Das Ergebnis der eigenen Unfähigkeit Wissen und Können zu vermitteln. Ich vergaß, die Kinder sind schuld. 

Und diese Tests sind absolut dämlich. Das Turnen fehlt völlig. Wo ist der Handstand? Der Purzelbaum oder Salto in die Matte? Handstand-Überschlag? Ein Rad schlagen? Kniebeugen OHNE Stuhl (zu viel verlangt?) Stattdessen mit einem Ball an die Wand tippen... merken Sie den Unterschied? Irrenhaus. Was kommt als Nächstes? Wer kann am häufigsten mit dem Kopf gegen die Wand schlagen? 

PS

Krafttests waren in deutschen Exekutiven nie von Belang oder völlig untergeordnet. Der Schwerpunkt lang nur auf Ausdauer und laufen. Find ich nicht gut. Aber schauen Sie sich mal das Deutsche Sportabzeichen bei der Bundeswehr an. Bei mir wurden keine Ausweichdisziplinen zugelassen und bei Bekannten auch nicht. Fette hatten da schon Probleme. Mit Klimmzügen wären alle raus. Laufen, Hochsprung, Dauerlauf, Sprint, Kugelstoßen und 200 Meter schwimmen. Mehr gab's nicht.

Laurenz

17. September 2021 17:30

 

@AmazonBesteller

Zu verbessern gibt es immer irgendetwas.

Was Lehrer angeht, so gibt es 2 Sorten, die einen, die aus Leidenschaft lehren & die anderen, die vor allem die Privilegien gewählt haben.

"Macht"

Was allen Lehrern gemein ist, ist das Klugscheißertum.

Lehrer wissen alles am besten.

Jetzt wissen Sie auch, eingedenk dessen, daß ich meinen eigenen Charakter kenne, warum ich mich völlig bewußt nicht für den Lehrerberuf entschieden hatte. Nur unter meinesgleichen wäre es einfach ein zu langweiliges Leben gewesen, trotz aller Privilegien.

AndreasausE

17. September 2021 19:03

Sportunterricht hatte ich weiland verabscheut. Erst Jahre später entdeckte ich die Freude an Leibesübungen.

Dennoch (oder gerade deswegen) bin ich dafür, mindestens dreimal die Woche die erste Schulstunde dem Sport zu widmen. Zum Ende wird geduscht - und zwar kalt.

Daß ich das nicht mochte, lag indes wohl an völlig unfähiger Lehrerschaft. Diejenigen, die ohnehin schon gut waren, also Vereinssportler oder Naturtalente, wurden gefördert, wir "Weichlinge" gern mal als "fußkrank" vor versammelter Klasse verspottet. Dazu dann noch das Wählen - sehr "ermutigend", als letzter auf der Bank zu sitzen.

War mir aber nicht unrecht, solchen Mist wie Basketball mochte ich nie.

 

Heute mache ich den meisten meiner Altersklasse was vor, die 10 km laufe ich locker, meinetwegen rauche ich dabei auch nen Joint und trinke ein Bier, etwas überspitzt gesagt.

Lumi

17. September 2021 19:34

@AndreasausE

Genau so ist es im Sportunterricht auch bei uns gewesen (80er). Die guten wurden gefördert, mit den minder guten wußten die Lehrer nichts anzufangen. Dabei hätte man sie aufbauen und auch gut machen können. Durch ganz einfache Übungen, die man auch zuhause hätte wiederholen können. Durch einen Übungsplan. Unweigerlich hätte sich der Erfolg eingestellt.

Indes wurde in diese Richtung nichts gemacht, rein gar nichts, und zwar durch die Bank bei allen Lehrern von der Grundschule bis in die Oberstufe.

Heino Bosselmann, haben Sie das gehört?

RMH

17. September 2021 19:56

Kann die Erfahrungen von A aus Einem und Lumi bestätigen. Stunden würden für sinnlose Notenabnahmen vergeudet und im Zweifelsfall, um sich beliebt zu machen, nur ein bisschen gekickt. Sport im Sinne von Ausdauer etc. habe ich erst bei der Bundeswehr erfahren und war da eher positiv angetan. Kein sinnloses Geschleife, sondern Waldlauf, Geländemarsch, schwimmen, schießen. Hat Spaß gemacht. Die heutigen Generationen verpassen was.

tearjerker

17. September 2021 20:02

Sportunterricht wird allgemeinen Bewegungsmangel nie ausgleichen und gehört nicht an allgemeinbildende Schulen. Die Voraussetzung für grundlegende gesellschaftliche Verbesserungen und mehr Fitness ist und bleibt das Unschooling und die Beseitigung der Schulpflicht, dessen einziger Zweck ist, den Nachwuchs daran zu hindern, sich auf etwas anderes als die Versorgungsinteressen des Apparates zu verpflichten.

Leander

17. September 2021 21:12

Nein @Lumi,

die Talente verbessern sich mit wenig Übung deutlich schneller, als die Grobmotoriker mit Qualen je erreichen könnten. Macht aber nichts, denn „fit for purpose“ ist die Herausforderung. Die mühelose Leichtigkeit des Golfers versus dem brutalen Uppercut des untergrossen Mike Tyson. Zur Not beisst man halt dem Gegner ein Ohr ab.

Körperliche Fitness, ein scheinbar leichtes Thema, aber im Lebenslauf häufig mit Dramen verbunden. Der Sunnyboy pfeilte vom 5er nach einem Salto ins Wasser, dem (immerhin nicht feigen) Nichttalent blieb nur die Arschbombe. Wem die Aufmerksamkeit der Klassenbeauties galt war klar, denn Arschbombe könnte der Talentierte sowieso. Später im Leben gibt es dann häufig die Gelegenheit zur Rache, besonders wenn der Intellekt konkurrenzfähig ist. In der Kanzleramtsstube ist das Nichttalent ein mächtiger Koloss. In den Managersesseln der Wirtschaft trifft man nicht nur die Dr. Reitzles, sondern auch die Tysons (Mehdorns), die auf ihrem Kompensationsfeldzug weniger sich, als den Unternehmen schaden.

Aber wozu muss man denn heute körperlich fit sein? Die schwer gepanzerten Polizisten müssen nur den Schlagstock schwingen. Zu viert reicht auch die Kraft eine alte Frau zu schleifen. Und um Drohnen zu steuern genügen blasse Computernerds.

RMH

17. September 2021 22:30

"Aber wozu muss man denn heute körperlich fit sein?"

Ausschließlich fürs eigene Wohlbefinden. Nicht gleich schwitzen, wenn man mal ein paar Treppen hoch geht etc.

Aus Verteidigungsgründen sicher nicht mehr. Angriffe auf einen als Person erfolgen fast nie offen, sondern meistens aus Überraschungssituationen, Ausnutzung von Überzahlsituationen und/oder unter Anwendung "linker" Methoden. Habe schon gestandene Kampfsportler in ihrem eigenen Blut liegen sehen. Ich gebe auf das Ganze rein gar nichts mehr.

Sport ja, aber nur für sich selber und nie verbissen - mens sana in corpore sano eben. 

Volksdeutscher

17. September 2021 23:56

Ja, wozu braucht der deutsche Polizist unserer Tage so viel Kraft? Er hat ja seinen Schlagstock, mit dem er auch als Fliegengewichtiger den starken Max miemen kann und er hat seinen Wasserwerfer, mit dem er jeden umpusten kann. Und sollte er einmal wirklich in Not sein, wird er sich an seiner Pfefferspraydose festhalten. Den Ballermann darf er freilich nicht benutzen und vielleicht kann er ja auch nicht, aber täuschend echt sieht er damit aus. Das bißchen Kraft also, die er hat, verwendet er deshalb lieber dazu, deutsche Rentner in den Schwitzkasten zu nehmen oder zu Boden zu schleudern. Ich habe in mehreren Videos auf YouTube gesehen: sie verwenden diesen speziellen "Rentnerwürgegriff". Jeder Mann und jede Frau über 80 klopft da ohne Widerstand zu leisten ab.

Laurenz

18. September 2021 00:09

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/jeder-fuenfte-polizeibewerber-scheitert-am-sporttest/

Die bei der JF lesen auch SiN...

Lumi

18. September 2021 11:06

@Leander um 21:12

Mir ging es nicht um Konkurrenz, Rang, Kampf, Ausstechen, Auftrumpfen, Bessersein oder sonstigen Sozialdarwinismus, sondern um die individuelle Entwicklung des Menschen.

Es geht hier nicht um Spitzenleistungen, sondern um Übungen, die jeder schaffen können sollte, und dafür braucht es nun mal einen körperlichen Aufbau, den der Schulsport fördern und schaffen soll.

Natürlich sind Menschen unterschiedlich talentiert und entwickeln sich unterschiedlich rasch und weit. In vielen Fächern wurden aber in der Schule die Leistungsschwachen extra gefördert, während im Sport nur die Leistungsstarken gefördert wurden. Das finde ich nicht richtig. Das muß man verbessern.

URN

19. September 2021 10:58

Kein vernünftiger Mensch kann etwas gegen körperliche Betätigung von Kindern haben. Warum sollte Schulsport dafür nicht a u c h ein Rahmen sein, einer von möglichst vielen? Aber auf diesem Forum wird mittlerweile ja auch gegen die allgemeine Schulpflicht gewettert; was würde wohl der "Vater" dazu sagen?!

Flaneur

19. September 2021 15:56

Nachfolgend ein Link zum physischen Eignungstest der Berufsfeuerwehr Hamburg:

https://www.hamburg.de/innenbehoerde/ausbildung-feuerwehr/7823328/physischer-eignungstest/

Solcherart sind die Übungen, die eine immer geringere Zahl an Bewerben erfolgreich bewältigt.

AmazonBesteller

19. September 2021 18:03

@Flaneur

Der Test ist ein Witz. Nicht mal annähernd das Niveau des Deutschen Sportabzeichens. 3000 Meter in unter 13 Minuten ist das Minimum und der Goldstandard. Wer wohl von denen so gerade die 15 Minuten packt?

Das wollte ich eigentlich schreiben. Dann habe ich nochmal nachgesehen und stellte fest: auch das Deutsche Sportabzeichen ist bezüglich der Anforderungen abgesenkt worden...

 

@URN

Ach Urn. Der Schulsport dient doch nur der Besatzung der letzten Freizeitreserve. Was soll man den da lernen? Weniger Schule, nicht mehr. Das gilt nicht nur für den Sport.

adrianCH

20. September 2021 05:39

Beruflich habe ich sehr viel mit Menschen zu tun. Ich stelle mit schrecken fest, daß seit der sogenannten "Corona-Krise" die Menschen mehr an Bauchumfang zugelegt haben und der Griff zur Flasche ist für viele zur "normalität" geworden...

RMH

20. September 2021 08:44

"auch das Deutsche Sportabzeichen ist bezüglich der Anforderungen abgesenkt worden..."

Den Eindruck hatte ich beim durchsehen der aktuellen Anforderungen auch, konnte es aber auf die Schnelle nicht recherchieren.

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