Sezession oder Reconquista – nach der “Stunde Null”

Ich habe lange gezögert, diesen Text für den Sezession-Blog einzureichen. Bevor ich ad rem gehe, will ich daher sein Erscheinen rechtfertigen.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

In einem lau­fen­den Gefecht (und gar vor einer gro­ßen Wahl) von einem Wech­sel der Leit­stra­te­gie auch nur zu spre­chen, ver­hält sich not­wen­dig defai­tis­tisch gegen­über der aktu­el­len Aus­rich­tung. Es emp­fiehlt sich daher, sol­che Fra­gen in der Regel nicht öffent­lich zu erör­tern. Den­noch kann es in jedem Kon­flikt zu einem Punkt kom­men, an dem ein feh­len­des öffent­li­ches Bewußt­sein über einen „Plan B“, noch schä­di­gen­der auf die all­ge­mei­ne Moral wirkt als des­sen Thematisierung.

Die­sem Punkt nähern wir uns an. Die Schä­den zei­gen sich bereits jetzt: Aus­wan­de­rungs­wel­len aus Deutsch­land, Rück­fäl­le in Zynis­mus, Rück­zug in digi­ta­le Halb­wel­ten und die Wie­der­kehr längst über­wun­de­ner Ideo­lo­gie­frag­men­te. Geht der Glau­be an einen rea­len Erfolg ver­lo­ren und grei­fen kei­ne Durch­hal­te­pa­ro­len mehr, ver­fällt ein Teil der Kräf­te in Resi­gna­ti­on und geht von der Fah­ne. Die­se ver­le­gen sich im bes­ten Fall auf die opti­ma­le Gestal­tung ihrer pri­va­ten, bür­ger­li­chen Lebens­ent­wür­fe und eine „Lebens­re­form“ die heu­te im „white egg natio­na­lism“ und sei­nen Spiel­ar­ten wie­der fröh­li­che Urstän­de fei­ert. Ein ande­rer Teil radi­ka­li­siert sich, flüch­tet sich in eso­te­ri­sche Kri­sen­kul­te, pflegt ver­ba­le Mili­tanz, die in Ein­zel­fäl­len sogar in Ter­ror umschlägt. Das ist genau der Zustand des rech­ten Lagers, den sich jene wün­schen, wel­che die Iden­ti­tä­re Bewe­gung „ter­ro­ri­sie­ren“ wol­len (und mich auf Platz 9 der welt­ge­fähr­lichs­ten Men­schen pla­ziert haben). Die “Corona”-Krise, wel­che die Ten­denz zur Sezes­si­on unab­hän­gig von demo­gra­phi­schen Fra­gen noch ver­stär­ken könn­te, habe ich in die­sem Text bewußt ausgespart.

Es ist, so den­ke ich,  an der Zeit, über einen “Plan B” zu spre­chen, um Zwei­feln­den und Ver­zwei­fel­ten neue Per­spek­ti­ven zu geben. Der bis­he­ri­gen Leit­stra­te­gie der IB und der meis­ten Kräf­te im neu­rech­ten Lager, der „Recon­quis­ta“, stel­le ich hier also die „Sezes­si­on“ gegen­über, die das­sel­be Ziel mit ande­ren Mit­teln und über einen ande­ren Weg anstrebt. 

Ein Wech­sel der Stra­te­gie ist bei gleich­blei­ben­dem Ziel eben­so mög­lich, wie man eine fehl­ge­schla­ge­ne Tak­tik aus­tau­schen kann, ohne die Stra­te­gie zu ändern. Das Ziel lau­tet unum­stöß­lich: der Erhalt der eth­no­kul­tu­rel­len Iden­ti­tät, Kon­ti­nui­tät und Homo­ge­ni­tät. Das impli­ziert den Erhalt von Demo­kra­tie, Rechts­staat­lich­keit, Mei­nungs­plu­ra­lis­mus etc., für die ein Volk als poli­ti­scher Trä­ger, wenn auch kei­ne Garan­ten, so doch not­wen­di­ge Vor­be­din­gun­gen sind.

Die­se Über­le­gun­gen fol­gen aus einem Prin­zip, das ich die „Tugend des Feld­her­ren“ nen­nen möch­te. Wir alle ken­nen das Bei­spiel des letz­ten Wäch­ters aus Pom­pe­ji. Sei­ne Auf­ga­be, das Aus­har­ren auf dem Pos­ten, ist die Tugend des Sol­da­ten. Jeder Sol­dat, der sei­nem Befehl gemäß an einer Front­li­nie aus­harrt und dort fällt, sei der ihm zuge­wie­se­ne Abschnitt stra­te­gisch auch noch so sinn­los, hat sei­ne Pflicht erfüllt und tugend­haft gehan­delt. Flieht er, dann ent­ehrt er sich. An den Feld­herrn muß aber ein ande­res Maß gelegt wer­den. Wählt er aus geis­ti­ger Träg­heit, Cha­rak­ter­schwä­che oder sons­ti­gen vor­werf­ba­ren Män­geln eine fal­sche Stra­te­gie und setzt die Kräf­te falsch ein, dann schickt er Män­ner sinn­los in den Tod. Sei­ne Tugend kann und muß daher manch­mal in der Anord­nung eines Rück­zugs und der Auf­ga­be einer Stel­lung und Bela­ge­rung bestehen.

Jeder von uns, dem ande­re zuhö­ren und der durch sein Schrei­ben, Reden und Tun ande­re beein­flußt, befin­det sich – ent­spre­chend sei­nem Wir­kungs­grad – in der Rol­le eines „Feld­her­ren“. Des­sen Pflicht und Tugend besteht dar­in, in uner­bit­ter­li­cher Schär­fe mit­tels „stra­te­gi­schem Pes­si­mis­mus“ nach dem rich­ti­gen Punkt zu suchen, auf den wir die begrenz­ten und schwin­den­den Res­sour­cen des Lagers fokus­sie­ren sol­len. Ich hof­fe, daß die­ser Text die­ser Auf­ga­be gerecht wird und nicht auf einer takisch-pro­pa­gan­dis­ti­schen Ebe­ne gegen sie verstößt.

Das Ziel, der Erhalt unse­rer Iden­ti­tät, setzt eine geziel­te Grenz‑, Bevöl­ke­rungs- und Iden­ti­täts­po­li­tik vor­aus. Ange­sichts der ideo­lo­gi­schen Herr­schaft des Eth­no­ma­so­chis­mus und der glo­ba­len „liqui­den Gesell­schaft“, kann kei­ne Mas­se an pri­va­ten „Kon­su­men­ten­ent­schei­dun­gen“ den Bevöl­ke­rungs­aus­tausch stop­pen.  Die bis­he­ri­ge Stra­te­gie zur Erlan­gung der nöti­gen poli­ti­schen Macht wur­de bereits benannt. Die „Recon­quis­ta“ bezeich­net die Erobe­rung und Siche­rung der poli­ti­schen Macht durch meta­po­li­ti­sche Macht. Die­se akku­mu­liert man durch Aktio­nis­mus, Mas­sen­or­ga­ni­sa­ti­on, Infor­ma­ti­ons­ar­beit, Uni­po­li­tik, etc. Eben­so erfor­dert die­ses Vor­ge­hen den Auf­bau von Gegen­kul­tur und eines Soli­dar­netz­werks, das die Bewe­gung nach­hal­tig und attrak­tiv macht.

Die „Recon­quis­ta“ folgt dem Macht­ver­ständ­nis und den Theo­rien der „non­vio­lent action“ (die blin­den Fle­cken ihrer lin­ken Schöp­fer wur­den hier analysiert).
Zwei mög­li­che Kon­kur­renz­stra­te­gien, die vor­ge­ben, das­sel­be Ziel zu errei­chen und von iden­ti­tä­rer Sei­te kri­ti­siert wer­den, sehen wir im Par­la­ments­pa­trio­tis­mus (das Pri­mat der Gewin­nung poli­ti­scher Macht vor meta­po­li­ti­scher Macht) und in der Mili­tanz (Erobe­rung der poli­ti­schen Macht durch Gewalt in Form von Putsch, Regi­zid, Ein­fall frem­der Mäch­te, etc.)

Bis­her bestand die Auf­ga­be neu­rech­ter Intel­li­genz vor allem in der Bekämp­fung alt­rech­ter Pseu­do­mi­li­tanz, wel­che in immer wie­der­keh­ren­den Cha­rak­ter­mas­ken dem Kri­sen­kult frönt. Die ein­zi­ge Lösung wird hier auf­grund einer falsch ver­stan­de­nen sol­da­ti­schen Hal­tung in Gewalt und Mili­tanz gesucht. Damit die­se Stra­te­gie rea­lis­tisch erscheint, müß­te erst die bestehen­de Ord­nung zusam­men­bre­chen, was in zahl­rei­chen apo­ka­lyp­ti­schen Sze­na­ri­en gera­de­zu her­bei­ge­sehnt wird. Der Hang zu „prep­ping“, zum Hor­ten von Waf­fen und zur „Pan­ver­schwö­rung“ gehen Hand in Hand mit die­ser Hal­tung, die in jedem poli­ti­schen und reli­giö­sen Lager ein­tritt, wenn revo­lu­tio­nä­re Stra­te­gie fehlt. Die Hoff­nung auf das (mili­tä­ri­sche) Ein­grei­fen einer drit­ten Macht, sei­en es Trumps „ver­steck­te Armee“ aus „SHAEF-Patrio­ten“, Putins Mili­zen oder Flug­schei­ben, sind Varia­tio­nen einer unbe­wuß­ten Mili­tanz­stra­te­gie. Sie soll hier, eben­so wie der Par­la­ments­pa­trio­tis­mus, nicht erneut ana­ly­siert und wider­legt wer­den. (Eben­so gehe ich hier auf sub­stra­te­gi­sche Irr­we­ge wie den „Info­krieg“, den „meta­po­li­ti­schen Intel­lek­tua­lis­mus“, etc. nicht ein. Die­se Auf­ga­be stel­le ich mir in einem Buch, das bald im Antai­os-Ver­lag erschei­nen soll.)

Die ein­zi­ge Wahl, die sich mei­ner Mei­nung nach stellt, besteht zwi­schen den Leit­stra­te­gien der  „Recon­quis­ta“ und der „Sezes­si­on“. Letz­te­re kön­nen wir wie folgt defi­nie­ren: Die Sezes­si­on kop­pelt das Ziel „Erhalt der eth­no­kul­tu­rel­len Iden­ti­tät“ von dem Zwi­schen­ziel der Recon­quis­ta (Erobe­rung meta­po­li­ti­scher Macht zur Erlan­gung poli­ti­scher Macht) ab. Die Bewah­rung des Eige­nen soll von der Erlan­gung staats­po­li­ti­scher Macht weit­ge­hend unab­hän­gig gemacht wer­den. So fin­det eine Ver­än­de­rung des Bezugs­rah­mens statt. Es geht nicht mehr um den Staat, son­dern um eine Samm­lung aller ver­füg­ba­ren Res­sour­cen auf eine Regi­on, in der die abso­lu­te par­la­men­ta­ri­sche Mehr­heit ange­strebt wird. Vor allem soll aber eine Struk­tur auf­ge­baut wer­den, die groß­flä­chi­ge „prä­fi­g­u­ra­ti­ve Poli­tik“ ermög­licht. Damit sol­len in einer kon­kre­ten Regi­on Bevöl­ke­rungs­aus­tausch und Kul­tur­ver­fall durch sozia­les Han­deln direkt auf­ge­hal­ten und umge­kehrt wer­den, statt indi­rekt über die die Erlan­gung der Regie­rung mit­tels alter­na­ti­ver Bevöl­ke­rungs- und Identitätspolitik.

Es besteht ein datier­ba­rer Zeit­punkt, ab dem das gemein­sa­me Ziel von „Sezes­si­on“ und „Recon­quis­ta“ von letz­te­rer prin­zi­pi­ell nicht mehr erreicht wer­den kann. Ich nen­ne ihn den „point of no return“. Es ist der demo­gra­phi­sche Augen­blick, in der eine meta­po­li­ti­sche Stra­te­gie zum Erhalt der eth­no­kul­tu­rel­len Iden­ti­tät unmög­lich gewor­den ist, da eine Mehr­heit für eine ande­re Bevöl­ke­rungs­po­li­tik auf­grund des Bevöl­ke­rungs­aus­tauschs nicht mehr her­stell­bar ist. 

Ab die­sem Zeit­punkt ist für eine iden­ti­tä­re Poli­tik jede dau­er­haf­te Mehr­heit im Par­la­ment, ganz abge­se­hen von der fort­ge­schrit­te­nen Unter­wan­de­rung in Ver­wal­tung, Exe­ku­ti­ve und Juris­dik­ti­on, unmög­lich gewor­den. Die “eth­ni­sche Wahl” domi­niert dann den Staat und die Demo­gra­phie hat die Demo­kra­tie verschlungen.

Das Pro­blem, daß eine Aus­wei­tung der Abstim­mungs­ge­mein­schaft (qua Ver­lei­hung des all­ge­mei­nen Wahl­rechts) nie rück­gän­gig gemacht wer­den kann, macht die­sen Zustand irrever­si­bel. Theo­re­tisch wäre es mög­lich, wie das Bei­spiel Däne­marks zeigt, auch in lin­ken Par­tei­en einen Kon­sens gegen Mas­sen­mi­gra­ti­on her­zu­stel­len. Eben­so gibt es vie­le assi­mi­lier­te Migran­ten, die sich expli­zit gegen den Bevöl­ke­rungs­aus­tausch ein­set­zen. Sobald aber ein Groß­teil des Elek­to­rats selbst (nicht­eu­ro­päi­schen) Migra­ti­ons­hin­ter­grund hat und in nicht­as­si­mi­lier­ten Enkla­ven lebt, ist jede Ein­schrän­kung der trans­na­tio­na­len Migra­ti­on poli­tisch unrea­lis­tisch. Ich wür­de die­sen Punkt ein­ge­denk des Wahl­ver­hal­tens der ein­hei­mi­schen Bun­des­bür­ger dann anset­zen, wenn 30% der Wahl­be­rech­tig­ten nicht­eu­ro­päi­sche Migran­ten sind.

Der Bevöl­ke­rungs­an­teil mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund beträgt in Deutsch­land rund 26%. Bei den unter 5‑Jährigen sind es über 40%.
Die Erset­zungs­mi­gra­ti­on und die hohen Gebur­ten­ra­ten las­sen die­se Zah­len expo­nen­ti­ell stei­gen. Bei der  Bun­des­tags­wahl im Jahr 2013 gab es erst 9% Wahl­be­rech­tig­te mit Migra­ti­ons­hin­der­grund. 2017 stieg die Zahl auf 10,2 % an. Eine Migran­ten­in­itia­ti­ve namens “Nicht ohne uns” beklagt, daß bei der Bun­des­tags­wahl 2021 14% der voll­jäh­ri­gen Wohn­be­völ­ke­rung in Deutsch­land auf­grund feh­len­der Staats­bür­ger­schaft nicht wäh­len kön­nen. In Wien haben aus dem­sel­ben Grund rund ein Drit­tel, in eini­gen Bezir­ken sogar mehr als 50% der Migran­ten kei­ne Wahl­be­rech­ti­gung. Die­se „Dis­kre­panz“ wird von lin­ken Par­tei­en durch Mas­sen­ein­bür­ge­run­gen oder Aus­län­der­wahl­recht besei­tigt wer­den, sobald sie die poli­ti­sche Macht dazu haben. Wann der demo­gra­phisch-poli­ti­sche „point of no return“ ein­tritt, ist also schwer vor­her­zu­sa­gen. Geht die Ent­wick­lung wei­ter wie bis­her dür­fen wir um das Jahr 2045 mit dem defi­ni­ti­ven Ende der deut­schen Demo­kra­tie durch eth­no­kul­tu­rel­len Sub­stanz­ver­lust rech­nen. Par­tei­en wer­den ab dann immer deut­li­cher als Ver­tre­ter eth­no­re­li­giö­ser Inter­es­sen­grup­pen her­vor­tre­ten und in einem retri­ba­li­sier­ten Viel­völ­ker­staat um ihren Anteil an Macht und Wohl­stand ringen.

Alle meta­po­li­ti­schen und kul­tur­re­vo­lu­tio­nä­ren Über­le­gun­gen, die aufs Gan­ze zie­len, sind ab dann hin­fäl­lig. Ab dann kann eine rechts­po­pu­lis­ti­sche Stra­te­gie des Par­la­ments­pa­trio­tis­mus sich nur mehr dem trü­ge­ri­schen Irr­tum eines „civic natio­na­lism“ hin­ge­ben. Rech­te Par­tei­en müs­sen also zu lächer­li­chen deut­schen Kopien der US-Repu­bli­ka­ner wer­den. Migra­ti­ons­po­li­tik wür­de dann nur­mehr anhand sicher­heits­po­li­ti­scher und wirt­schaft­li­cher Fra­gen beur­teilt (Bevöl­ke­rungs­aus­tausch ist gut, solan­ge er „legal“ statt­fin­det). Man wür­de sich, die LKR kann als Avant­gar­de die­ser Kapi­tu­la­ti­on betrach­tet wer­den, als liber­tä­re, islam­kri­ti­sche „law-and-order“-Partei neu definieren.

Hängt man hin­ge­gen an Volk und Kul­tur­na­ti­on, so zwingt der Kip­punkt zu einer Ände­rung der Leit­stra­te­gie. Man befin­det sich ab dann in einer ähn­li­chen Lage wie die Kop­ten in Ägyp­ten oder die Deut­schen in Süd­ti­rol. Zwar wäre es theo­re­tisch mög­lich, auch als eth­ni­sche Min­der­heit migra­ti­ons- und kul­tur­po­li­ti­sche Domi­nanz in einem Staat zu errei­chen. Der von Iden­ti­tä­ren ange­streb­te Zustand ist jedoch nicht nur die Spit­zen­po­si­ti­on einer auto­ri­tä­ren eth­ni­schen Föde­ra­ti­on, wie sie die Ale­vi­ten in Syri­en ein­neh­men, son­dern ein soli­da­ri­scher, demo­kra­ti­scher Rechts- und Natio­nal­staat. Daß unter der der­zei­ti­gen anti­wei­ßen Stim­mung, die so rasch nicht ver­flie­gen wird, eine Par­tei der Auto­chtho­nen „mino­ri­ty rule“ aus­üben könn­te, ist hoch­gra­dig unrea­lis­tisch. Das gilt ins­be­son­de­re, weil jede tri­ba­le Aus­rich­tung aus­schließ­lich bei Ein­hei­mi­schen als poli­ti­sches Ver­bre­chen denun­ziert und bru­tal ver­folgt wird, wäh­rend sie bei migran­ti­schen Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten teil­wei­se sogar geför­dert wird.

Was ist die rich­ti­ge Stra­te­gie in der neu­en, post­de­mo­kra­ti­schen Mulit­mi­no­ri­tä­ten­ge­sell­schaft? Mei­ner Ansicht nach besteht sie in einer „tem­po­rä­ren Sezes­si­on“. Die­se stellt kei­ne eige­ne Staats­grün­dung, son­dern eine Samm­lung und Kon­zen­tra­ti­on aller ver­blie­be­nen Res­sour­cen in einer bestimm­ten Regi­on dar, um dort die ent­spre­chen­den Mehr­heits- und Syn­er­gie­ef­fek­te zu erzie­len. Ich will daher fort­an von einer „Samm­lungs­stra­te­gie“ sprechen.

Die natür­li­che und instink­ti­ve Reak­ti­on vie­ler Deut­scher auf die Kata­stro­phe des Bevöl­ke­rungs­aus­tauschs und der Über­frem­dung besteht bereits jetzt in der „white flight“. Unor­ga­ni­sier­te Aus­wan­de­rungs­wel­len, die Bil­dung klei­ner, kurz­le­bi­ger „Sied­lungs­krei­se“ und in Extrem­fäl­len die Ver­su­che von auto­no­men Staats­grün­dun­gen meh­ren sich im rech­ten Lager. Ich nen­ne die­sen Pro­zeß die „auto­ma­ti­sche Ekla­ven­bil­dung“ und habe ihn auf­grund sei­ner bür­ger­li­chen Apo­li­tik und Aso­zia­li­tät als „Arche-Noah-Stra­te­gie“ kritisiert.

Im Unter­schied dazu ist die Samm­lungs­stra­te­gie ein geord­ne­ter und koor­di­nier­ter Pro­zeß, der alle Akteu­re des rech­ten Lagers in sei­nen Plan fügt, um maxi­ma­le Effi­zi­enz und mini­ma­le Frik­ti­on zu ermög­li­chen. Es geht hier nicht um die Ret­tung der eige­nen Fel­le ins Tro­cke­ne und die Flucht an einen (noch) lebens­wer­ten Ort, son­dern um die Bewah­rung der eth­no­kul­tu­rel­len Iden­ti­tät durch Schaf­fung und Erhal­tung eines eben­sol­chen Bereichs. Die Stra­te­gie bestün­de also auch in einer Bewußt­ma­chung, Poli­ti­sie­rung und Pro­fes­sio­na­li­sie­rung der statt­fin­den­den Enkla­ven­bil­dung in jenen Räu­men des Staats­ge­biets, in die sie sich instink­tiv ver­la­gert hat.

Anders als die­se Enkla­ven­bil­dung ist die Samm­lungs­stra­te­gie kein reak­ti­ver, auto­ma­ti­scher und des­or­ga­ni­sier­ter Pro­zeß Pri­va­ter, son­dern gemein­sa­me Leit­li­nie von Par­tei, Bewe­gung und Gegen­öf­fent­lich­keit, die sich auch in Wahl­kämp­fen, Infor­ma­ti­ons­ar­beit, Aktio­nen, Kund­ge­bun­gen, etc. nie­der­schlägt. Eben­falls wird nicht ver­sucht, durch ein Ver­schwin­den von der Bild­flä­che und einen Rück­zug ins Pri­va­te der Repres­si­on zu ent­ge­hen. Die poli­ti­schen Wider­stän­de und Angrif­fe gegen die Samm­lungs­stra­te­gie müs­sen, eben­so wie die jet­zi­ge Repres­si­on gegen die Stra­te­gie der Recon­quis­ta, anti­zi­piert und gekon­tert wer­den. Der Geg­ner ist selbst­ver­ständ­lich nicht indif­fe­rent oder wehr­los gegen sei­ne sol­che Stra­te­gie und wird sie, das erkennt man bereits am Alar­mis­mus ange­sichts kleins­ter Sied­lungs­pro­jek­te, mit bru­ta­ler Här­te verfolgen.

Gegen die­se Angrif­fe gäl­te es in mög­lichst gro­ßen Berei­chen eine prä­fi­g­u­ra­ti­ve, iden­ti­tä­re Poli­tik umzu­set­zen. In die­sen Gebie­ten müß­te die abso­lu­te Mehr­heit in Lan­des­par­la­men­ten und Stadt­rä­ten eben­so ange­strebt wer­den wie die meta­po­li­ti­sche Domi­nanz über die loka­le Zivil­ge­sell­schaft. Über ein umfas­sen­des Netz an Par­al­lel­struk­tu­ren müß­ten, soweit das recht­lich mög­lich ist, Bedin­gun­gen geschaf­fen wer­den, die deut­schen Fami­li­en eine Lebens­per­spek­ti­ve bieten.

Jede sek­ten­ar­ti­ge Kom­mu­nen­bil­dung ist um jeden Preis zu ver­mei­den. Das­sel­be gilt für “Staats­grün­dun­gen” und Sezes­si­ons­be­stre­bun­gen im enge­ren, staats­po­li­ti­schen Wort­sinn. Abge­se­hen von den straf­recht­li­chen Aspek­ten schreckt man damit genau jene Mas­se ab, die man anzie­hen und sam­meln will. Man macht sich angreif­bar und legi­ti­miert die staat­li­che Repres­si­on. Kei­nes­falls darf eine Samm­lungs­stra­te­gie das staat­li­che Gewalt­mo­no­pol her­aus­for­dern und in die Mili­tanz kip­pen. Das wäre ihr Ende, wie zahl­rei­che Bei­spie­le aus der jün­ge­ren Geschich­te bele­gen. Ich will in mei­nem nächs­ten Blog­bei­trag genau­er auf die Aus­ge­stal­tung die­ser Stra­te­gie ein­ge­hen und dabei auf Vor­bil­der von den Sude­ten­deut­schen Lands­mann­schaf­ten über Süd­ti­ro­ler Kata­kom­ben­schu­len bis zu den Kib­bu­zim zu spre­chen kom­men. Eben­falls will ich dabei auf ers­te Kri­tik zu die­sem Gedan­ken­gang ein­ge­hen. Abschlie­ßend will ich hier das poli­ti­sche Nar­ra­tiv der Samm­lungs­stra­te­gie umreißen.

Wäh­rend die Recon­quis­ta die legi­ti­me Hoheit der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung über ihr Staats­ge­biet, ihre Leit­kul­tur und Bevöl­ke­rungs­po­li­tik zurück­er­obern will, läuft die For­de­rung der Sezes­si­on not­wen­dig auf Volks­grup­pen­rech­te in einer Regi­on hinaus.
Sie fußt damit auf einer unver­söhn­li­chen Zur­kennt­nis­nah­me der Mul­ti­mi­no­ri­tä­ten­ge­sell­schaft als der­zei­ti­gem sta­tus quo. „Unver­söhn­lich“ des­halb, weil die Schuld an die­ser auf­ge­nö­tig­ten Ent­wick­lung nicht ver­schwie­gen und die Recon­quis­ta als end­gül­ti­ges Ziel auf­recht­erhal­ten bleibt. Wie Spa­ni­er in Astu­ri­en die Erin­ne­rung an ihre ursprüng­li­che Herr­schaft nie auf­ga­ben, so muß in den Samm­lungs­zo­nen einer post­iden­ti­tä­ren, mul­ti­kul­tu­rel­len BRD die Erin­ne­rung an Deutsch­land wach­ge­hal­ten werden.

Die For­de­rung der AfD, die sich in die­sem Sze­na­rio zu einer „Volks­grup­pen­par­tei“ ent­wi­ckeln wür­de, wäre zwei­glied­rig. Ent­we­der das Par­la­ment setzt noch in sei­ner post­de­mo­kra­ti­schen, eth­ni­schen Frag­men­tie­rung eine patrio­ti­sche Bevöl­ke­rungs- und Iden­ti­täts­po­li­tik um (die Bewe­gung DO5 hat sie sei­ner­zeit in einem „5‑Punk­te-Plan“ umris­sen und im wesent­li­chen ent­spre­chen sie auch dem Nor­ma­li­sie­rungs­pa­trio­tis­mus der AfD-Kam­pa­gne „Deutsch­land, aber nor­mal“ ), oder man erkennt die loka­len Volks­grup­pen­rech­te der Deut­schen in Deutsch­land in ihren Kern­zo­nen an.

Tat­säch­lich bestehen zu die­ser For­de­rung zahl­rei­che Rechts­quel­len im Ver­fas­sungs­rang. Vor allem in Öster­reich wird im Staats­grund­ge­setz klar fest­ge­hal­ten: „Jede Volks­grup­pe hat ein unver­letz­li­ches Recht auf Erhal­tung ihres Bestan­des sowie auf Wah­rung und Pfle­ge ihrer Spra­che und ihres Volks­tums. Die Volks­grup­pen und ihre Ange­hö­ri­gen ste­hen unter dem beson­de­ren Schutz der Gesetze.”

Inso­fern und sobald die ein­hei­mi­schen Deut­schen, die als „Bio­deut­sche“, „Almans“, „Schon-län­ger-hier-Leben­de“ auch vom Main­stream als sol­che bezeich­net wer­den, kei­ne Mehr­heit mehr dar­stel­len, kann man ihnen weder die juris­ti­sche Schutz­lo­sig­keit noch die wirt­schaft­li­che Haf­tung für das Gan­ze zumuten.

Gegen die abseh­ba­re Stra­te­gie der glo­ba­len Eli­ten und Eth­no­ma­so­chis­ten, der deut­schen Min­der­heit ein „wei­ßes Pri­vi­leg“ und eine „mino­ri­ty rule“ zu unter­stel­len, um ihr die Schuld an allen Pro­ble­men in der bun­ten BRD zuzu­schie­ben, muß das rech­te Lager ein kla­res Gegen­nar­ra­tiv vor­be­rei­ten. Die­ses besteht aus den bei­den genann­ten Alter­na­ti­ven: „Recon­quis­ta oder Sezes­si­on - ter­ti­um non datur.“

Ent­we­der Deutsch­land ist ein deut­sches Land mit deut­scher Leit­kul­tur und deut­scher Mehr­heits­be­völ­ke­rung, in dem frem­de Min­der­hei­ten vor Über­vor­tei­lung geschützt wer­den. Dann muß es aber auch Geset­ze zum Erhalt die­ser Leit­kul­tur und Mehr­heits­be­völ­ke­rung geben. Ist das aber nicht der Fall, so haben Deut­sche als eine Min­der­heit unter ande­ren Anrecht auf recht­li­chen Schutz und den Erhalt ihrer eth­no­kul­tu­rel­len Identität.

Selbst­ver­ständ­lich ist die­se Argu­men­ta­ti­on nur logisch zwin­gend und wird unse­re Geg­ner nicht beein­dru­cken. Die Dop­pel­for­de­rung: „Stop des Bevöl­ke­rungs­aus­tauschs oder Volks­grup­pen­rech­te“ ist aber ein soli­des demo­kra­tie­po­li­ti­sches und rechts­staat­li­ches Nar­ra­tiv, das einer Samm­lungs­be­we­gung Legi­ti­ma­ti­on und Zuspruch ver­schaf­fen würde.

Ein iden­ti­tä­re Par­tei und eine iden­ti­tä­re Bewe­gung wür­den wei­ter­hin im Bun­des­tag und in den gro­ßen west­li­chen Metro­po­len aktiv sein, doch ihre Basis und ihr Macht­zen­trum im Osten auf­bau­en. Ihre Haupt­auf­ga­be ist jedoch nicht mehr der Fokus aller Res­sour­cen auf die Errin­gung einer Mehr­heit im Par­la­ment, son­dern der Abzug der Kräf­te aus den Zonen des Bevöl­ke­rungs­aus­tauschs und ihre Samm­lung in den Kern­zo­nen. Nur wenn dort durch kon­kre­te, direk­te Maß­nah­men Über­al­te­rung, Kin­der­lo­sig­keit und Deka­denz über­wun­den und der Bevöl­ke­rungs­aus­tausch auf­ge­hal­ten wer­den kann, haben die Samm­lung und unser Volk eine Zukunft.

Wie kon­kret die­se prä­fi­g­u­ra­ti­ve Poli­tik aus­se­hen könn­te, wel­che Rol­le Bewe­gung und Par­tei in die­ser neu­en Stra­te­gie spie­len, wie sich jeder ein­zel­ne dabei ein­brin­gen und wie ein Wech­sel der Leit­stra­te­gien sich voll­zie­hen kann, will ich, wie erwähnt, im nächs­ten Bei­trag umrei­ßen. Da die­ser Text auch eine Debat­te und einen Nach­denk­pro­zeß anre­gen soll, bit­te ich um kon­struk­ti­ve Kri­tik in der Kom­men­tar­spal­te. Nach wie vor sehe ich in der meta­po­li­ti­schen Recon­quis­ta die sinn­vol­le Leit­stra­te­gie für unser Lager, die vor dem „point of no return“ noch eine demo­kra­ti­sche Wen­de ein­lei­ten könn­te. Aller­dings ist es Zeit, über einen “Plan B” nach­zu­den­ken, um den Aus­bruch von zyni­scher Resi­gna­ti­on und nega­ti­ver Radi­ka­li­sie­rung im rech­ten Lager zu verhindern.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

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Kommentare (137)

Ralph

21. September 2021 12:05

Eine gute Zusammenfassung über mögliche Strategien, Herr Sellner. Die Konzentration in einem bestimmten Territorium ist aber keineswegs neu. Bsplw. hat sich bereits vor einigen Jahren eine Initiative gegründet, welche ein Zusammenrücken in Mitteldeutschland propagiert und scheinbar auch praktische Unterstützung zu diesem Vorhaben anbietet.  

Hajo Blaschke

21. September 2021 12:10

Ich glaube, dass man in der Strategie der AfD unter der Führung von Björn Höcke diese Strategie wiederfindet. Er hat mehrfach geäußert und die dortige AfD agiert auch so, dass man in einem Bundesland Regierungsmacht erreichen und verfestigen will. Danach kann man mit dieser Strategie in anderen Bundesländern darum kämpfen, Regierungsmacht zu erlangen. Voraussichtlich wird die AfD in mitteldeutschen Bundesländer erfolgreich in dieser Richtung sein. 

In früheren deutschen Staatsbildungen gab es in Deutschland Bundesstaaten, die im Gegensatz zu den heutigen Bundesländern vom gesamtstaatlichen Bund souverän, autonom waren und bei Bedarf und Willen jederzeit auch unabhängig werden konnten. Das wäre eventuell eine Zielmarke für Mitteldeutschland, wenn die AfD dort Regierungsmacht erlangen würde.

Langsax

21. September 2021 12:30

"Wann der demographisch-politische „point of no return“ eintritt, ist also schwer vorherzusagen."

Einerseits stimmt obige Aussage, andererseits dürfte dieser Zeitpunkt bereits sehr nah sein! 

Ich durfte vor ca. 10 Jahren einen Vortrag des damaligen Direktors des demografischen Instituts Berlin-Brandenburg hören, dieser Mensch meinte, in ca. 30 Jahren wird es in den westdeutschen Ballungszentren keine autochtonen Deutschen mehr geben! (Ausnahme: Alte Damen in Pflegeeinrichtungen). 

Rettung dür das deutsche Volk kann es meines Erachtens nur geben, wenn das jetzige ökonomische System zusammen bricht. Zumindest CDUSPDGrüne arbeiten ja daran. 

Elvis Pressluft

21. September 2021 12:37

Bei allem Wohlwollen erkenne ich nur sehr schwer, was mit diesem Ansatz auszurichten wäre. Alles hängt, wie der Artikel selbst klar konstatiert, an der demographischen Entwicklung. Ist deren katastrophale Eigendynamik als unumkehrbar anzusehen, werden alle weiteren Strategie-Überlegungen weitgehend hinfällig. Bei MS tritt regelmäßig die Zuversicht hervor, mit Appellen an demokratische Rechtsstaatlichkeit müßte – (meta-) politisch, wenn nicht juristisch/formal – immer noch etwas auszurichten sein. Mir fehlt solche Zuversicht, weil ihr Einsatz darin zu bestehen scheint, anhand des Topos „Volksgruppenrechte“ diejenigen zu erreichen, die jetzt noch schlummern. Dies hätte zugleich in mehr als kosmetischem Ausmaß zu geschehen, um irgendeine Relevanz zu gewinnen. Offenbar keine logische Unmöglichkeit, aber für sich genommen schwer denkbar.

Der kommende Sonntag wird in der BRD manches klären und manche Auseinandersetzung erzwingen, auch und gerade innerhalb der AfD. Allgemein plädiere ich dafür, die Abgrenzungshaltung gegenüber jenen zu überdenken, die hier allgemein als „Altrechte“ und/oder „Narrensaum“ figurieren. Sie sind nicht allesamt dumm (schon gar nicht dümmer als Meuthen und seine Cliqueure) und stellen in Teilen Mitteldeutschlands eine Kraft dar, mit der zu rechnen ist.

RMH

21. September 2021 12:38

Meine mittelgroße Heimatstadt gibt als Schulträger regelmäßig eine Zusammenstellung "Schulen in ... " heraus. In dieser Übersicht sind recht genaue Statistiken enthalten. Dabei gibt es auch den Wert Schüler mit Migrationshintergrund neben der Unterscheidung deutsche und andere Staatsangehörigkeit. Da der Prozentsatz der Schüler mit Migrationshintergrund deutlich höher ist, umfasst dieser Wert also auch Migranten, die ab 18 dann wählen können. Um es kurz zu fassen: Auf allen Grund- und Mittelschulen, mit Ausnahme einer einzigen, kleinen Privatschule, liegt der Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund deutlich >50%, an einzelnen Schulen geht das bis knapp an 80%. Stand Schuljahr 19/ 20. Wir sprechen hier über bayerische Provinz. Ergo: Das beschriebene Kippen der Bevölkerungszusammensetzung ist sehr weit fortgeschritten und m.M.n nicht mehr umkehrbar. Prüfe bitte jeder selber in seiner Region.

Ich kann daher MS nur zustimmen, der von ihm skizzierte Plan B ist einzuleiten. Hindert aber niemanden, dennoch an Wählen teilzunehmen. Das Eisen kann man trotzdem in die laue Brühe halten.

Niekisch

21. September 2021 12:45

"Nach wie vor sehe ich in der metapolitischen Reconquista die sinnvolle Leitstrategie für unser Lager, die vor dem „point of no return“ noch eine demokratische Wende einleiten könnte. Allerdings ist es Zeit, über einen "Plan B" nachzudenken,"

@ Martin Sellner: den allergrößten Dank für diese geistig-politische Bombe! Ihr Text ist zugleich eine Bestärkung für alle, die seit vielen Jahren -obwohl als "Altrechte" aus den eigenen Reihen herabgewürdigt- am angerissenen "Plan B" arbeiten, ihn jetzt aber in eine weitgreifende Strategie gestellt sehen. Nach meinem Geschmack und meiner Lagebeurteilung sollte "Plan B" sofort an Stelle 1 gesetzt werden. Denn in vielen Gegenden Deutschlands ist an "reconquista" oder ähnliche Vorhaben schon längst nicht mehr zu denken. Wir Noch-Freigänger in der kollektiven Psychiatrie brauchen Gruppentherapie außerhalb der "Geschlossenen" in eigener Regie und mit eigenen Örtlichkeiten im Kreise derjenigen, deren Synapsen noch nicht völlig verklebt sind.

Niekisch

21. September 2021 12:50

"man in der Strategie der AfD unter der Führung von Björn Höcke diese Strategie wiederfindet."

@ Hajo Blaschke 12:10: Darf ich fragen, wo genau sie sich in beiden von Herrn Sellner bezeichneten Varianten im Rahmen der AfD wiederfindet? Und wenn, was sagt sagt das  Parteiengesetz, dem die AfD unterliegt, dazu? Kann eine Partei alleine überhaupt Subjekt einer solchen alternativierten Strategie sein? 

Maiordomus

21. September 2021 12:59

Wenn der "metapolitische Intellektualismus" ein Irrweg wäre, müsste Sezession, so das hier meist einhellig geschätzte gedruckte Heft, dann nicht eingestellt werden? Auch wird esin den Ostländern im Fall von echten Wahlsiegen schwer fallen,  im Bereich der Kommunikation, Bildung, Hochschulen usw. generell Kulturbereich einen kulturrevolutionären Umsturz zu bewerkstelligen, und wäre es auch nur ein bildungsbürgerliches Schulwesen in der Art des auf dieser Seite regelmässig recht überzeugende Artikel schreibenden Bosselmann mit zwar wurzelgründigen, aber nicht unbedingt radikalen Vorstellungen. Vier Jahre AfD-Regierung in einem Bundesland würden noch weit weniger verändern als es bekanntlich Trump in den Vereinigten Staaten nicht geschafft hat. Im Gegenteil, die metapolitische Ebene liess sich durch eine rechte Regierung zumal  neurotisieren und radikalsieren. So wäre es auch in Deutschland. Guter Rat ist insofern teuer. Prima aber, dass der 9.gefährlichste Mensch hier indes bedenkenswerte, z.T.  nicht ganz ausgereifte Vorstellungen präsentiert,

Laurenz

21. September 2021 13:04

(1)

Empfinde den Artikel nicht als falsch, aber auch nicht unbedingt als richtig. 

1. Das recht Klischee des Bevölkerungsaustauschs stimmt so nicht. Historisch ist das nicht gerechtfertigt, wenn wir Rußland (Tartaren), Serbien (Osmanen) oder die USA & das restliche Amerika betrachten.

2. Ein Bevölkerungsaustausch findet insofern statt, daß die Sezession bereits passiert, mit der Getto-Bildung. Auch linke deutsche Familien ziehen aus Häusern oder sozialen Brennpunkten mit orientalischen oder afrikanischen Bewohnern weg.

3. Der politische Aspekt über das Wahlrecht von Migranten wird von der Linken und auch MS falsch eingeschätzt. Musels oder Afrikaner wählen nur links, solange Geld da ist. Im anderen Falle, daß das Geld ausbleibt, werden sofort die Kulturträger der eigentlichen Heimat gewählt werden.

Max

21. September 2021 13:05

Als Libertärer sehe ich die Zukunft sowieso in kleineren Gemeinschaften, bis hinunter zur Familie und eingezäunten Gemeinschaft, in der man sich auf die lokalen herrschenden Gesetze wirklich im Konsens einigen kann - wer nicht mehr zustimmen kann und will, dem kann dann ja zugemutet werden, diese kleinste Einheit zu verlassen und sich woanders Gleichgesinnte zu suchen.  

Größere Einheiten basieren dann auf der Lösung von Problemen öffentlicher Güter, die auf Gebieten der jeweiligen Größe gelöst werden können.  Je größer die Gebiete, desto geringer die Zahl der Probleme, die es noch zu lösen gibt, weil sie auf kleinerer Ebene nicht lösbar sind. 

Und das Recht, was verhindert, dass die größere Einheit sich in die Angelegenheiten kleinerer Einheiten einmischt, heißt Recht auf Sezession.  

Laurenz

21. September 2021 13:05

(2)

4. Die Besitzstandswahrung ist der wichtigste politische Fakt der indigenen Bevölkerung. Solange letztere etwas zu verlieren hat, werden alle politischen Maßnahmen der Einheitsfront akzeptiert. Insofern ist der strategische Ansatz im Artikel falsch. Nur die Beschleunigung der Eskalation der Ausbeutung der Indigenen, bringt die persönliche Betroffenheit, die einen politische Reaktion seitens der Indigenen zur Folge haben wird.

5. Tatsächliche territoriale Sezession. Der Brexit ist quasi eine im großen Maßstab. Aber Korsika, Katalonien, Nord-Irland scheitern nachwievor. Wenn der Freistaat Thüringen sich aus der Bundesrepublik Deutschland lösen wollte, wäre das Scheitern, wie in den anderen Fällen vorprogrammiert.

Rheinlaender

21. September 2021 13:10

Unter konservativen Christen gibt es seit einiger Zeit ähnliche Diskussionen sowie eine Vielzahl praktischer Ansätze inkl. Versuchen der räumlich konzentrierten Ansiedlung. Aktuell werden diese Diskussionen unter dem Stichwort der "Benedikt-Option" geführt (hier eine Zusammenfassung: Teil 1, Teil 2, Teil 3).

Diese Idee vereint die Ansätze "Sezession" und "Reconquista". Man will zunächst eigene Solidarstrukturen aufbauen, die vor allem Familien aus dem eigenen Lager unterstützen und dafür sorgen, dass die eigenen Kinder seelisch nicht vergiftet werden. Diese Strukturen sollen dann in die umgebende Welt hineinwirken, wobei man davon ausgeht, dass sich ihnen immer mehr Menschen anschließen werden, wenn die Lage ernst wird. 

Rheinlaender

21. September 2021 13:19

Mittlerweile gibt es auch praktische Erfahrungen bei der Umsetzung. Die räumlich konzentrierte Ansiedlung funktioniert z. B. offenbar vor allem dann, wenn man eine brauchbare Schule betreibt und es berufliche Optionen bzw. freundlich gesonnene Unternehmer in der Umgebung gibt. Besser als die Ansiedlung in entlegenen Gebieten funktioniert die Ansiedlung an bestimmten Orten im Umland größerer Städte. Ein weiterer Faktor, der den Erfolg solcher Vorhaben fördert, sind gemeinsame verbindliche Ansichten über die Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens. Dies führt allerdings dazu, dass es nicht ein einzelne Ansiedlungsprojekt gibt, sondern viele, die sich jeweils vielleicht nur ein Dutzend Familien umfassen. Man kann diesbezüglich viel von existierenden ethnokulturellen Parallelgesellschaften lernen. Ein Beispiel dafür, dass dieser Ansatz auch in großem Maßstab gelingen kann, sind die (nichtchristlichen) Mormonen im amerikanischen Bundesstaat Utah, der allerdings wegen seiner guten Lebensbedingungen immer mehr Migranten anzieht, die davon profitieren wollen, ohne die Kultur und Religion anzunehmen. Je größer und sichtbarer das Vorhaben, desto größer ist im Übrigen die Wahrscheinlichkeit, dass staatliche Stellen dagegen aktiv werden.

Ralph

21. September 2021 13:25

Letztlich ist ja so, dass der Großteil Westdeutschlands verloren ist. Insbesondere natürlich die Städte und Großstädte. Gründe hierfür sind neben der exorbitanten Zuwanderung auch der degenerative Befall der dortigen Restdeutschen. Ein Zusammenrücken in Mitteldeutschland stellt für mich daher eine der wenigen Optionen dar, den „großen Austausch“ abzufedern. Hoffnung gibt auch die mitteldeutsche Jugend. So lag in Sachsen und Thüringen bei der Unter-18-Wahl die AFD jeweils auf Platz 1.

Franz Bettinger

21. September 2021 13:31

Wieso kämpfen? Ich streite, weil ich's so gelernt habe. Gelernt habe, dass man um das kämpft, was einem richtig und wertvoll erscheint. Und doch: Meine Auflehnung ist nur ein dummer Reflex. Sie ist nicht durchdacht. Vielleicht gar selbstmörderisch. Wäre es nicht besser für mich, zu akzeptieren, was nicht zu ändern ist? // Wir haben alle ein vergleichsweise gute Zeit gehabt. 60 wunderbare Jahre. Wir konnten reisen und uns was leisten, ohne uns dafür 12 Std. am Tag krumm zu machen wie unsere Väter. Seien wir dankbar! Diese gute alte Zeit ist vorbei. Eine neue Ära bricht an. Keine gute. 

Die alte Karre, die Demokratie? Steuern wir schon lange nicht mehr. Sie rollt noch ein bisschen aus, fällt vornüber und bleibt stecken, mit dem Kopf im Sand. Der Great Reset ist vor allem eins: ein Zurück. Let’s „build back better“ heißt deep state’s Slogan mit Betonung auf back. Zurück. Es geht mit Volldampf zurück ins Mittelalter, wo die Menschen dumm waren und unterjocht Frondienst leisteten. Wo der Kaiser und der Papst bestimmten, was gedacht und geglaubt werden sollte. 

Rheinlaender

21. September 2021 13:32

In einigen europäischen Staaten gibt es solche Vorhaben bereits seit längerer Zeit. Hochwertige Gymnasien bilden oft das Zentrum. Diese sind auch bei außenstehenden, oft sehr zahlungskräftigen Eltern beliebt. Das trägt zur wirtschaftlichen Nachhaltigkeit dieser Vorhaben bei und verschafft ihnen Akzeptanz bei lokalen Eliten, erzeugt aber zugleich das Problem, dass materielle Abhängigkeiten entstehen bzw. dass man sich bei der Kultur- und Religionsvermittlung an die Außenstehenden anpasst. Wiederum andere Vorhaben leben davon, dass sie zahlungskräftigen linksgrünen Zielgruppen unter neutralen Firmenbezeichnungen hochwertige Bio-Produkte verkaufen.

Sugus

21. September 2021 13:36

Seien wir realistisch.

-Es wird formaljuristisch keine Minderheitenrechte für Deutsche geben, selbst wenn deren Anteil unter 50% kippt

-Wenn sich z.B. in Mecklenburg-Vorpommern alle patriotischen Kräfte erfolgreich sammeln würden, würde der Bund einfach ein neues Bundesland zuschneiden, mit Berlin und Hamburg und der entsprechenden "bunten" Bevölkerung im Topf. Quasi über Nacht wäre der Erfolg passé.

Ansonsten finde ich den Ansatz einer Konzentration der Kräfte doch der Überlegung wert. Ich würde aber nicht danach fragen, was das "System" dagegenhält. Vielmehr: Was sind die Blockaden im eigenen Lager?

Franz Bettinger

21. September 2021 13:43

Wir haben Prof. Mausfeld auf unserer Seite, Dr. Fuellmich und noch eine ganze Reihe anderer brillanter Akademiker und Aufklärer. Aber die andere Seite hat 1000mal mehr Personal als wir. Im materiellen Vergleich haben wir keine Chance. Auf dem Gebiet der Medien (der sog. soft power) haben wir keine. Hinsichtlich Einflussmöglichkeiten auf die Bevölkerung haben wir keine. In so einem hoffnungslosen Fall löst man sich vom Gegner und ändert die alles entscheidenden Regeln der Auseinandersetzung. Die Betreiber des großen System-Spiels, das den klingenden Namen Demokratie trägt, haben nur eine Sorge: Dass wir nicht mehr mitspielen. Dass wir die Kinder nicht mehr in die Verdummungs- und Indoktrinationslager namens Schule schicken. Dass wir unseren Zöglingen selbst beibringen, was richtig und wichtig ist. Dass wir die Lügenpresse nicht mehr konsumieren und den Fernseher zertrümmert und dauerhaft vor der Tür abstellen als Zeichen unserer Verachtung. Deep state fürchtet, dass wir nicht mehr zu Wahlen tappen und uns nicht mehr in den Hierarchie-Baum eingliedern lassen. Schlicht, dass wir die Arbeit für das System und die Anbetung des Großen Bruders verweigern.  ff

Franz Bettinger

21. September 2021 13:49

ff  -  Allerdings ist die Sorge des Tiefen Staates gering, denn in der Bevölkerung besteht nach wir vor große Spiellust. Es ist die Illusion, diesmal die Veränderung, eine Verbesserung herbeiführen zu können. Wir müssen nur alle dieses Mal die richtige Partei wählen. Wobei es die richtige Partei des Wandels nicht gibt. Alle Parteien mussten sich (vor der Erlaubnis zur Teilnahme am Spiel) verpflichten, die Regeln einzuhalten. Die Regel aller Regeln aber lautet: dass man alle anderen Parteien in Frage stellen und wählen kann; aber das System darf man nicht in Frage stellen. Niemals.

Offensichtlich ist nur mit einem ganz anderen Spiel Fortschritt im positiven Sinne für die Bürger zu erzielen. Tja, das ist die Falle der Demokratie. Wir müssten zur Verteidigung erst einmal den Begriff Demokratie enttarnen und uns lustig machen über diese Schweine-Priester-Ausgabe von (indirekter, repräsentativer) Demokratie. Wir müssten die Scheindemokratie abwracken und dann eine echte, viel direktere Demokratie aufbauen. Oder etwas Ähnliches. Denn etwas Neues wird ohnehin kommen. So oder so. (Verkürzt und verfranzelt nach H. P. Geese: https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20212/der-geplante-totale-zusammenbruch-der-westlichen-welt/) 

Slentz

21. September 2021 13:55

Also "Benedikt Option" und auf David Engels' "Was tun?" befolgen. Kann ich nur unterstützen.

Slentz

21. September 2021 14:01

@ Suggs Wenn sich z.B. in Mecklenburg-Vorpommern alle patriotischen Kräfte erfolgreich sammeln würden, würde der Bund einfach ein neues Bundesland zuschneiden, mit Berlin und Hamburg und der entsprechenden "bunten" Bevölkerung im Topf. Quasi über Nacht wäre der Erfolg passé.

Das ginge nach Art. 29 II GG allerdings nur mit Zustimmung per Volksabstimmung. Andererseits haben sie natürlich Recht, wenn die Altparteien sich bedroht sähen, käme sicherlich eine 2/3 Mehrheit zur Abschaffung dieses "Hindernisses" zustande.

Dennoch halte ich diese Strategie für richtig. Schon wenn man nur einen Landkreis langfristig sichern könnte, wäre viel gewonnen. 

 

Herold

21. September 2021 14:04

@RMH

Oha, für die "80% Migrantenkinderquote" im Westen wurde ich letztens hier noch angegangen. Natürlich muss ich mir nur die Klassenlisten anschauen und mich mit Familienmitgliedern unterhalten, die im Kindergarten arbeiten um zu wissen, dass die Zahl nicht überall genau getroffen, aber auch nicht übertrieben ist.

Insofern freue ich mich über Herrn Sellners Beitrag besonders und bin gespannt auf den nächsten. 

Ich wiederhole gerne aber meine Frage aus einem anderen Strang: Wohin, wenn nicht der "dunkle" Osten?

quarz

21. September 2021 14:20

"Selbstverständlich ist diese Argumentation nur logisch zwingend und wird unsere Gegner nicht beeindrucken."

Insbesondere ist damit zu rechnen, dass, sobald die Vorgangsweise (in welcher strategischen Variante auch immer) zu irgendwelchen Reibungsverlusten in der Abwicklung der Macht führt, die rotberobten und ideologisch vorsortierten Helfer des Regimes nicht zögern werden, einen Grund zu erfinden, warum die Verweigerung der bedingungslosen Mitwirkung am zivilreligiösen Projekt der bunten Eloi-Gesellschaft "mit der Würde des Menschen unvereinbar" sei.

Es ist daher wichtig, bereits von Anfang an keine Kompromisse in Bezug auf unverhandelbare Grundpositionen einzugehen. Denn wenn das durchgehalten wird, dann haben es die Machthaber im Fall des Eintretens mit einem unüberwindlichen Hindernis zu tun: Einzelne kann man noch nach dem Motto "Bestrafe einen, erziehe Tausende" verfolgen, aber Millionen von politischen Gefangenen zu halten, scheitert schon an ganz trivialen Problemen.

Franz Bettinger

21. September 2021 14:25

Martin Sellner’s Artikel trifft ins Schwarze. Die CEP-Liste der 20 gefährlichsten Personen der Welt, auf der MS als Nummer 9 gelistet steht, ist allerdings fast Werbung für die Identität Bewegung. Ich lese sie jedenfalls so. Was da steht, klingt hoffnungsvoll: "Sellner is an Austrian ethno-nationalist and leader of the Identitären Bewegung, also referred to as Generation Identity (GI), one of Europe’s fastest growing and most prominent far-right groups. GI is a pan-European youth movement that originated in France in 2012 as the youth wing of France’s Les Identitaires movement. GI has since spread to 5 other regions in Europe. Its newest branch claims to span the UK + Ireland, which the group claims are inflicted by extreme multiculturalism. GI believes that white Europeans are falling victim to the Great Replacement, the process by which the indigenous European population is replaced by non-European migrants. GI seeks to stop what it views as the Islamization of Europe, stop globalization, and reverse the Great Replacement." Wo kann man beitreten, werden sich viele junge Europäer da fragen.

MARCEL

21. September 2021 14:42

Sollte rot-rot-grün kommen, wird man mit zunehmender Militanz von der Gegenseite rechnen müssen.

Ein beeindruckendes Modell von Sezession und Reconquista hat man m. E. in den sog. Autodefensas in Mexiko vor sich. Einwohner, die die Kartelle vertreiben konnten und sich und ihr Terrain nun selbst schützen (Provokation für die vorher untätige Regierung)

Jede Sezession, ja sogar jeder Check- point ist so etwas wie eine Staatsgruendung, weil sie eine Unterscheidung markieren. 

 

 

Andrenio

21. September 2021 14:51

Bei Sezession in Richtung Ausland bleibt man immer Fremder, kommt also nicht Frage - auch weil man früher oder später vor die Wahl gestellt wird, in dem jeweiligen Land aufzugehen, oder geächtet zu werden, bis zum Progrom.

Bleibt also nur die Konzentration im eigenen Land.

Das „Free State Project“, eine Sammlung überzeugter Libertärer in den VSA, hat seit Jahren New Hampshire als gelobtes Land ausgesucht. Idee war 20.000 Umzugswillige zu finden, die sich bei Erreichen dieses Schwellwertes innert kurzer Zeit in diese Richtung aufmachen. Obwohl die Migrationswilligkeit in den VSA grundsätzlich sehr hoch ist, konnte man diesen Wert nie erreichen, auch nicht nach 10 Jahren.

In welchem Bundesland hätte man die größte Durchsetzungskraft? Wohl in Sachsen, wo man auch heimtückische Zusammenlegungen von Bundesländern vermeiden könnte. In Mittelsachsen gibt es Städte, in denen ganze Straßenzüge zum Verkauf stehen, für wirklich wenig Geld. 

Alle Umzugswilligen könnten dort eine Genossenschaft gründen, die dazu noch vom Steuerrecht stark bevorzugt wird. Schon alleine die Gründung einer eigenen Krankenkasse würde die laufenden Kosten erheblich senken.

Mehr soll an dieser Stelle nicht gesagt werden. Ideen gäbe es viele und ich selbst würde auf meine alten Tage noch unziehen.

Gotlandfahrer

21. September 2021 14:53

1/4

Hochverehrter Herr Sellner,

für Ihre unermüdliche Arbeit und gefährliche Heraushebung Ihrer Person und jungen Familie in unser aller Schicksalsfragen danke ich Ihnen von Herzen.  Ihren Schmiss, mit dem Sie nach operativen und strategischen Lösungen für uns suchen, bewundere ich aufrichtig. Wenn ich nun kommentiere, geschieht dies als Ausdruck meiner Zugewandtheit und meines Wunsches, mit Bordmitteln einen bescheidenen Beitrag aus dem Off zur Sortierung der Möglichkeiten zu leisten.

Zunächst möchte ich Zuversicht äußern.  Diese speist sich aus der Erfahrung, dass es selten so kommt, wie man denkt.  Nach allem, was wir in die Prognose hineinwerfen können, sieht es übel aus.  Wie es weitergeht, weiß ich dennoch nicht.  Nur bin ich mir sicher, wie es nicht weitergeht:  So wie bisher oder exponentiell verstärkt.  Ein Abbruch des Pfades liegt in der Luft, zu überdehnt ist alles.  Ob es laut knallt, leise puff macht oder was auch immer: Keine Ahnung – nur:  es endet eine lange Epoche und mit ihr die Zeit derer, die den ganzen Scheiß in hoher Funktion vorangetrieben haben. 

...

Gotlandfahrer

21. September 2021 14:53

2/4

Es wird keine Fortführung bis 2045 geben, so dass dann eine irgendwie an ethnischen Linien entlang aufgestellte Parteienlandschaft balkanische Minimalkonsensdeals ausbaldovert.  Weder glaube ich, dass uns das Schicksal der Kopten droht, denn die wurden in kurzer Zeit von einer einheitlichen Gruppierung überrannt. Noch glaube ich, dass es den unterschiedlichen Migranten in den Sinn kommt, sich gemeinsam gegen uns zu organisieren, jedenfalls spätestens dann nicht mehr, sobald es nichts mehr zu plündern gibt.  Migrationshintergrund“ heißt ja von sunnitisch, schiitisch, alevitisch, vodoo bis hin zu christlich-orthodox vieles.  Perfide gedacht könnte es einer zukünftigen Kartoffelelite gelingen, die ethnisch gespaltenen Minderheiten zu ihren Gunsten gegeneinander auszuspielen.  Nichts Erstrebenswertes, nur als Idee zur Abwehr des „wir sind alle verloren Gedankens“.

Zunächst gilt ja: Das Bisherige basiert auf dem Win-Win der Herrschenden und ihrer Sachwalter, also einem mit moralischem Firlefanz dekoriertem Ausnutzen der Leistenden und des in die Würdelosigkeit abmoderierten einheimischen Proletariats.  Dies ist möglich durch eine digital und materiell erstmals global und hochkartelliert ablaufende Neuanordnung der Produktionsmittel.  Dass die europäischen Nationalstaaten dabei längst zu Illusionsvarietés verkommen sind, wird allenthalben nach und nach den Menschen bewusst. 

...

Gotlandfahrer

21. September 2021 14:54

3/4

Dieses Schauspiel ist in seine letzte Phase eingetreten, denn was wäre auf der finalen Stufe den Menschen noch zu bieten?  Das, was jetzt noch kommen kann, ist in Australien zu besichtigen.  Dort haben sich übrigens gerade die Aborigines für unabhängig erklärt… (https://www.youtube.com/watch?v=h5c__RgQeeQ)

Ein anderer Indikator dafür, dass sich die neue Feudalherrschaft ihr eigenes Grab schaufelt, ist die auf Korruption basierte Sprengung der Nato und ihrer An-Allianzpartner (Indien, Japan und Frankreich gehen gerade steil auf den Trump-Überwinder Biden, weil der – wie passend für China – die gemeinsame Phalanx gegen die Volksrepublik auflöst).

Was als nächste Stufe kommen muss, ist klar: Entweder 1984, das offene Staatsverbrechertum – was aber an der Vernichtung seiner eigenen Lebensgrundlagen scheitern muss – oder dessen große, womöglich „einende“ Abwehr.  Damit sind dann aber auch sämtliche Befürworter des Jetzt endgültig delegitimiert.  Je „härter“ das Leben ab diesem Zeitpunkt, desto eher wird es a: Mehr Anreiz für Einheimische geben, für Ordnung einzutreten und b: Mehr Anreiz für fremdländische  Spesenritter, aus dem ansonsten unwirtlichen Land wieder zu verschwinden. 

...

Gotlandfahrer

21. September 2021 14:55

4/4

Wer c: auch sich dann noch, also in einem erneut ordnungsliebenden Land mit armutsüberwindendem Arbeitsethos und Respekt für die auferstandene deutsche Kultur trotz ethnisch fremder Herkunft treu und ehrlich zeigt, soll sich dann als einer von uns fühlen.

Unterm Strich heißt das als Ergänzung zu Ihren Punkten:  Wir brauchen uns denke ich nicht zwischen „Reconquista“ oder „Sezession“ zu entscheiden (hier gilt eh: SiN!), wir brauchen nur ganz bei uns sein, lieben und leben, ganz der einzig denkbare Plan A, das verhindert zynische Resignation!  Wir machen deren Spiel nicht mit, wir machen nicht auf Widerstand, denn wir sind das Leben, die sind der Widerstand gegen das Leben.

Niekisch

21. September 2021 14:59

"Nur die Beschleunigung der Eskalation der Ausbeutung der Indigenen, bringt die persönliche Betroffenheit, die einen politische Reaktion seitens der Indigenen zur Folge haben wird."

@ Laurenz 13:05: Ein wahres Wort, gelassen ausgesprochen! Nehmen wir noch persönliche Gewalterfahrungen hinzu, dann wird es völlig stimmig. 

"von Anfang an keine Kompromisse in Bezug auf unverhandelbare Grundpositionen einzugehen."

@ quarz 14:20: wann endlich einigen wir uns auf solche Grundpositionen als weltanschauliches und verhaltensmäßiges Minimum deklarieren sollten?

Mitleser2

21. September 2021 15:07

Ich glaube, dass MS zu optimistisch ist, was eine wie auch immer geartete Sezession anbelangt. Da bewegt er sich wohl zu sehr vom Mainstream entfernt. Das ist was für kleine, bewußte Minderheiten.

Ich möchte aber auf den Kommentar von Laurenz zurückkommen: "Die Besitzstandswahrung ist der wichtigste politische Fakt der indigenen Bevölkerung."

Bis Sonntag wird weiter alles gesund gebetet werden. Danach werden sich aber die wahren Fragen zeigen, und ich glaube nicht, dass sie weiter einfach mit Geld zugeschüttet werden können. Energie, Inflation, Migranten-Kriminalität, Deindustrialisierung, ...

Bis jetzt funktioniert es mit der sozialen Abfederung. Das hat ja auch Kubitschek im letzten Podcast konstatiert. Wenn es aber in der Mittelschicht zu realen Wohlstandsverlusten in größerem Stil kommen sollte, werden die Karten neu gemischt. Das sehe ich als größere Chance für die Rechte.

 

Marc_Aurel

21. September 2021 15:18

Im Stillen haben wohl viele geahnt, dass es irgendwann so kommen würde, dass sich die Bemühungen des patriotischen Widerstandes auf jene Gebiete konzentrieren werden (müssen), die aufgrund von Gesinnung und Demographie überhaupt noch zu halten sind und das die anderen Teile, die wie havarierte Schiffe im Schlepptau im Seegang schwer an den Tauen ziehen und bei denen die Masse der Besatzungen zu verblendet und zu satt ist, um sich selbst zu retten, irgendwann unter dem Wirken der äußeren Kräfte abreißen. Unabhängig von den strategischen Überlegungen unseres Lagers ist es wahrscheinlich, dass sich in den kommenden Jahrzehnten, aus demographischen und damit einhergehend politischen und wirtschaftlichen Gründen, die Spannungen zwischen Teilen des Landes drastisch verschärfen und eine echte Sezession aufgrund unüberbrückbarer Differenzen, etwa zwischen dem bankrotten und innerlich brodelndem Kalifat Schland und Restdeutschland, von ganz allein eintreten könnte. Käme es so, wäre es eine bittere Pille, aber vielleicht auch eine Chance auf einen Neuanfang, wenn auch deutlich bescheidener. Ich ertappe mich dabei, gestehe ich offen, den Gedanken interessant zu finden - als kleiner restdeutscher Krauter ist man vielleicht für die großen Mächte uninteressant und hat seine Ruhe…aber natürlich sind solche Vorstellungen naiv, denn man wird uns nicht in Ruhe lassen und der Todeskampf der zerfallenden BRD wird mit Sicherheit alles andere als entspannt.

Valjean72

21. September 2021 15:28

Elvis Pressluft:

Bei MS tritt regelmäßig die Zuversicht hervor, mit Appellen an demokratische Rechtsstaatlichkeit müßte – (meta-) politisch, wenn nicht juristisch/formal – immer noch etwas auszurichten sein., …

Allgemein plädiere ich dafür, die Abgrenzungshaltung gegenüber jenen zu überdenken, die hier allgemein als „Altrechte“ und/oder „Narrensaum“ figurieren.

Zustimmung zu Ihrer Einschätzung. Darüber hinaus will ich folgenden Aspekt einbringen: Die Masseneinwanderung ist gesteuert und erfolgt gezielt. Wer sagt denn, dass die globalen Machtstrukturen ethno-kulturelle Rückzugsgebiete für Deutsche und andere Mittel-, West- und Nordeuropäer vorgesehen haben und derlei dulden werden?

Ich erinnere an folgenden Ausspruch Herrn Timmermans aus dem Jahr 2015:

But diversity is humanity’s destiny. There is not going to be, even in the remotest places of this planet, a nation that will not see diversity in its future.

Diesen Satz empfand ich damals bereits als Drohung.

Insofern handeln Menschen die auf privater Ebene Vorbereitungen treffen, durchaus richtig.

RMH

21. September 2021 15:32

Nur am Rande: Das Anstreben einer Sezession von Landesteilen oder gar ganzen Bundesländern ist natürlich eindeutig verfassungswidrig. Wurde bereits vom BVerfG entschieden. Der VS darf so etwas also beobachten ...

Der Artikel von Sellner zielte aber gar nicht darauf ab.

Allnichts

21. September 2021 15:58

1/2

Zu Anfang muss die Frage stehen, weshalb solche und irgendwie ähnliche Konzepte bisher nur selten und auch nie besonders grossen oder nachhaltigen Erfolg im oben dargestellten Sinne hatten. Dabei ist der Blick nicht nur auf Deutschland zu richten (Siedlungsprojekte, "National befreite Zonen"), auch in den USA gab es entsprechende Überlegungen und Versuche (bspw. Pioneer Little Europe), Siedlungen in Skandinavien kommen ebenfalls in den Sinn. Als Probleme haben sich herausgestellt:

- es fehlten die Mittel zu Verwirklichung,
- es konnten nicht genügend (fähige) Leute aus den eigenen Reihen gewonnen werden,
- das Projekt zerbrach von innen,
- das Projekt wurde von aussen zerstört oder verdrängt.

Falls nichts davon zutraf und sich das Projekt behaupten konnte, kam zum Tragen, was ein grundsätzliches Problem der politischen Rechten und der Nationalen ist:

- ausser der eigenen Zielgruppe interessierte sich niemand dafür oder Interessenten waren abgeschreckt.

Ich kenne solche Überlegungen wie die im Text dargelegten, es ist auch sinnvoll und wichtig, mögliche Wege und vor allem Ziele vor Augen zu haben, aber ich sehe keine aussichtsreiche Chance auf Verwirklichung, solange die aufgelisteten Punkte nicht angegangen worden sind, was wiederum schwierig ist, weil es uns sowohl an Geld als auch an Menschen mangelt.

Allnichts

21. September 2021 15:59

2/2

Die ersten Schritte müssten sein, die unsägliche Aufsplitterung der Rechten zu beheben, um zumindest voll aus der Menge der eher wenigen schöpfen zu können, welche sich noch für ihr Volk interessieren und einsetzen wollen, sowie ganz unidealistisch finanzielle Mittel anzuhäufen. Dann wäre es auch angebracht und realitätsnah, über den Aufbau von Gemeinschaften zu sprechen, was an sich ja ein naheliegender Gedanke ist, da es die einzige Möglichkeit sein wird, im wirklichen Leben noch in einer vom Deutschen geprägten Gemeinschaft zu leben.

Letztendlich hat nichts davon Aussicht auf besonderen Erfolg im Sinne eines Deutschlands, wie man es sich auf rechter und nationaler Seite wünscht. Die Gesamtdynamik läuft derart gnadenlos dagegen, dass sie nicht aus eigener Kraft zu bewältigen ist, was wiederum zur Idee einer möglicherweise notwendigen Untergangs des Systems führt. Die ist nicht einfach Ausdruck verzweifelter Hoffnung, sondern Einsicht. Seit Jahrzehnten überlegt man, was man tun kann, und das Ergebnis sind LGBTQ, BLM und Offenbach.

Laurenz

21. September 2021 16:22

@Max & Co.

Die libertäre Religion versagt fast vollständig. Die meisten Ihrer Gemeinschaften zerplatzen nach 2 Jahren mit späterer konsequenter Kommunikation über Rechtsanwälte. Das liegt schlicht daran, daß wir als Volk schon immer! undiszipliniert föderal waren. Nur extreme Situationen & Notstandslagen schweißten uns zusammen. Deswegen werden letztere auch tunlichst politisch vermieden. Natürlich ist es absehbar, daß die Einheitsfront, in welcher Konstellation auch immer, den Karren an die Wand fahren wird, ob in 2 Jahren oder in 20, wissen wir nicht.

Klima- & Corona-Religion funktionieren wesentlich besser als die libertäre-, zugegeben, die haben auch mehr wesentlich Geld für Propaganda.

Also wenn wir schon eine Ersatz-Religion erfinden wollen, dann eine mit der die Kapitalisten oder eine Lobby viel Geld verdienen können, sonst wird das nie was.

Die Kirchen sind ausgelutscht & haben fertig. (Bitte, liebe Mitforisten, nicht die alte Bibel-Leier wieder.)

@Niekisch

Danke für Ihre prominente Unterstützung, den Gewaltaspekt hatte ich in meiner Formulierung eingepreist. Ich hoffte, ein Leser verstünde das auch ohne Offensichtlichkeit.

Allnichts

21. September 2021 16:26

Laurenz, 13:05:

Ihr vierter Punkt deutet etwas Entscheidendes, aber viel zu wenig Beachtetes an: Solange das System die materiellen Bedürfnisse der meisten sowie der vermeintlich wichtigsten Menschen ausreichend bzw. besser als die politische Rechte befriedigen kann, wird sich hier auch nichts Grundlegendes zu unseren Gunsten ändern. Man muss den Menschen, den Eliten etwas bieten können, wozu wir soweit aber kaum in der Lage sind. Derweil ist man zwar nicht zu Untätigkeit verdammt, man sollte aber auch keine Illusionen bezüglich der eigenen Machtmittel haben.

waldewahr

21. September 2021 16:46

Lieber Martin, auch ich bin leider pessimistischer, was das Sezessions-Szenario angeht. Das Problem mit dem wir heute zu kämpfen haben, ist der Wunsch nach "Selbstauflösung" weiter Teile der autochthonen Bevölkerung. Wir sehen das an BLM und den ganzen doppelten Standards, die uns jeden Tag begegnen.
Ein Gebiet, in dem wir uns sammeln, wäre eine Herausforderung der totalitären Politik dieser Kräfte. Dies wird ein totalitäres System niemals zulassen. Wir würden also mit allen Mitteln bekämpft werden und nicht die uns zustehenden Rechte bekommen. Das Ziel dieser Kräfte ist schließlich die komplette Umverteilung und da wird auch nicht eher halt gemacht...
Wie ich es sehe, haben wir daher nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir können das Runder noch herumreißen (also Reconquista) oder wir müssen schweren Herzens auswandern. Und zwar in ein Land, das unser Wissen, unsere Arbeitskraft und unsere Traditionen zu schätzen weiß.

Gustav Grambauer

21. September 2021 16:47

Gilt auch für die Rechte:

https://www.dreigliederung.de/steiner/zitate/1918-11-22_GA_185a_2004_149-151_000001_001

- G. G.

Valjean72

21. September 2021 17:18

MarcAurel:

... denn man wird uns nicht in Ruhe lassen und der Todeskampf der zerfallenden BRD wird mit Sicherheit alles andere als entspannt.

Zustimmung aber ich sehe gerade hier eine Chance, denn ich glaube nicht wirklich an eine tatsächlich positive Veränderung innerhalb des vorgegebenen Systems (EU/BRD). Dies bedeutet allerdings ganz und gar nicht, dass ich einer offenen Konfrontation das Wort rede.

Nein, mE gilt es sich emotional und mental von diesem System zu lösen (zu emanzipieren), nicht zu viel Energie hinein geben und ja, auch an Parallelstrukturen zu arbeiten, wie die Landwirte und Bauunternehmer im Ahrtal anlässlich der Flutkatastrophe.

Wäre ich ein junger Mann, ein angehender Familienvater in einer westdeutschen Großstadt, dann würde ich dieser mit meiner Frau spätestens jetzt den Rücken kehren.

 

 

 

 

 

ebertus

21. September 2021 17:21

#MARCEL

"Sollte rot-rot-grün kommen, wird man mit zunehmender Militanz von der Gegenseite rechnen müssen."

Das mag richtig sein, bedeutet im Umkehrschluß jedoch, dass sich CDU/CSU deutlich neu aufstellen müssen, ggf. bis dato vehement abgelehnte Allianzen eingehen werden;

gerade eben dort, wo sich gemäß der Philosophie von Martin Sellner die lokalen bzw. regionalen Schwerpunkte "rechten" Widerstandes entwickeln könnten.

Ansonsten und bei dem Absatz von Martin Sellner:

"... verfällt ein Teil der Kräfte in Resignation und geht von der Fahne. Diese verlegen sich im besten Fall auf die optimale Gestaltung ihrer privaten, bürgerlichen Lebensentwürfe und eine „Lebensreform“ die heute im „white egg nationalism“ und seinen Spielarten wieder fröhliche Urstände feiert."

finde ich mich als Altlinker 68er ein Stück weit wieder, muß wohl jeder Mensch angesichts des faktischen Rollback (nochmal Martin Sellner):

"Es geht mit Volldampf zurück ins Mittelalter, wo die Menschen dumm waren und unterjocht Frondienst leisteten. Wo der Kaiser und der Papst bestimmten, was gedacht und geglaubt werden sollte."

die eigene Form von passivem Widerstand finden.

anatol broder

21. September 2021 17:43

«der von identitären angestrebte zustand ist […] ein solidarischer […] staat.» 

was bedeutet hier solidarisch? das bedeutet, dass sich bürger gegenseitig helfen. doch wann ist hilfe erwünscht?

nehmen wir an, martin sellner bestellt für die nächste öffentliche protestaktion versehentlich fünfzig halstücher mit der aufschrift rekonquista (mit k anstatt c). erwartet er von seinen mitstreitern, (1) dass sie die fehlerhaften tücher klaglos tragen, oder, (2) dass sie ihn auf den fehler aufmerksam machen, oder (3) dass sie gar eine korrekte version bestellen? welches verhalten wäre solidarisch?

Niekisch

21. September 2021 18:18

"Anstreben einer Sezession von Landesteilen oder gar ganzen Bundesländern ist natürlich eindeutig verfassungswidrig."

@ RMH 15:32: Hierzu §§ 81,82 StGB, wonach auch Strafbarkeit bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe verhängt werden kann, wenn mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt ein Teil eines (Bundes) -Landes von diesem abgetrennt wird. Eine friedliche Besiedelung bis zur Majorität dürfte straflos sein. 

All unsere Überlegungen leiden seit vielen Jahren darunter, dass der Ausgangspunkt alles Bemühens, eine gemeinsame weltanschauliche Plattform, einfach nicht in Angriff genommen wird. Es sollte einmal besprochen werden, warum das so ist. 

Niekisch

21. September 2021 19:04

"Wäre ich ein junger Mann, ein angehender Familienvater in einer westdeutschen Großstadt, dann würde ich dieser mit meiner Frau spätestens jetzt den Rücken kehren."

@ Valjean72 17:18: als älterer Mann, wohnhaft in einer kleinen Großstadt des Ruhrgebiets, empfinde ich tiefes Verständnis für ihre Haltung. Ich bleibe, um die weitere Entwicklung noch ein paar Jahre lang aus nächster Nähe zu sehen und mein Empfinden an Menschen  weiterzugeben, die die Entwicklung (noch) nicht richtig einschätzen. 

Hier jedenfalls greift Plan B.

URN

21. September 2021 19:10

"Sollte rot-rot-grün kommen, wird man mit zunehmender Militanz von der Gegenseite rechnen müssen."

Zu so einem Quark, der hier geschrieben wird, wird hier auch noch Zustimmung erteilt. Genannte Farbkombination gibt es, mit Verlaub, seit wieviel Jahren im hier Gelobten Land Thüringen und im nicht soooooooo sehr gelobten Berlin?! Ach so, klar, die Militanz der Gegenseite ist mir nur nicht aufgefallen....

Gläubische aller Länder und Regionen, vereinigt Euch!

RockabillyRebel

21. September 2021 19:35

Den Exodus einer autochthonen Bevölkerung in selbst gewählte "Reservate" wird jede Staatsführung aufgrund von Abwanderung qualifizierter Fachkräfte sowie wegen der dann zu erwartenden Steuerausfälle zu unterbinden versuchen. Im Übrigen hege ich erhebliche Zweifel an der Migrationsbereitschaft derjenigen, die sich mittels Segregation bereits in westdeutschen Ballungsgebieten eine ureigene "Wohlfühlblase unter ihresgleichen" geschaffen haben. Ein spürbarer Migrationsdruck ist daher allein bei denjenigen existent, welche sich in Ermangelung der hierfür erforderlichen Geldmittel der alltäglichen Multiethnizität ihrer Umgebung nicht haben entziehen können.Was aber hat ein separierter "Teilstaat" Letztgenannten an wirtschaftlicher Perspektive anzubieten? In letzter Konsequenz liefe die von MS angedachte Sezession auf die Errichtung eines Agarstaates weitgehend morgenthauscher Prägung hinaus, welcher ob seiner wirtschaftlichen und militärischen Schwäche erst recht zum Spielball der ihn umgebenden Mächte degenerierte.

"Omnibus aut nihil" kann daher nur die patriotische Losung sein.

Und wenn Deutschland als Wirtsstaat seine Attraktivität zu verlieren droht, werden sich die exterritorialen Zuströme schon wieder lukrativeren Destinationen zuwenden.

Uns ist nur die eine Heimat beschieden, jene vermögen allein die Saaten anderer zu ernten. 

 

Laurenz

21. September 2021 19:54

@Allnichts @L.

"die materiellen Bedürfnisse der meisten"

& die direkten materiellen Zuwendungen oder Beutelschneiderei staatlicherseits sind die stärksten Argumente für die meisten Mitbürger bei Wahlentscheidungen. Es ist auch die einzige Aussage von Karl Marx, die wahr ist, das Materielle bestimmt das Sein. Schon die geringste politische oder ökonomische Abstraktion wird vom Michelbürger sofort ausgeblendet. Ich schreibe, nach jedweder Aktualität der Artikel auf der SiN darüber quasi im Wochen- oder Monatstakt, seit ich hier vor ein paar Jahren aufgeschlagen bin.

Der rechte Denker, der diesen Sachverhalt (interessanterweise) am besten verstanden hat, ist Benedikt Kaiser & Er ist damit allen anderen rechten Denkern überlegen, gerade weil Er in der Lage ist, Seine persönlichen Vorstellungen vom idealen Staat zurückzustellen & die Erlangung politischer Macht in den Vordergrund zu stellen.

Man könnte es auch so formulieren, die meisten rechten Denker sind Narzisse, wollen immer Recht haben, besitzen aber 0 Macht-Instinkt, was die Erfolglosigkeit der Rechten seit Jahrzehnten wohl am trefflichsten beschreibt.

Auch die Wahrnehmung meiner fleißigen Mitforisten ist eingeschränkt (nicht nur die der Mitbürger). Meinen Satz, der dem geschätzten @Niekisch gefallen hat, den habe ich hier, natürlich in anderem Wortlaut, wohl schon mehr als 100x zum Besten gegeben.

Laurenz

21. September 2021 19:59

@URN

"Quark"

Wer finanziert den Rotfrontkämpferbund 2.0?

Wer pfeift die Polizei im Falle des Falles zurück?

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/deutschland-vor-der-wahl/

oder hier

https://youtu.be/Sjf-nioBK0I

eike

21. September 2021 20:01

"Das Problem mit dem wir heute zu kämpfen haben, ist der Wunsch nach "Selbstauflösung" weiter Teile der autochthonen Bevölkerung."

Na, wenigstens einer hat's kapiert:

Der Lokführer ist demokratisch gewählt worden, und zwar von der Mehrheit der schon länger im Zug Sitzenden, (noch) nicht von den Neuzusteigern.

Wenn diese Autochtonen wollen, daß er mit voller Fahrt auf den Abgrund hin rast, hilft nicht mehr, mit Megaphon durch die Gänge zu laufen ("Metapolitik"), das haben wir hier alle - ich zumindest - seit Jahrzehnten erfolglos praktiziert.

Da hilft nur, rechtzeitig abzuspringen. Sich - a la Sellner - mit gleichgesinnten in einem Wagen zu sammeln, bringt außer Seelenbalsam nichts, solange dieser Wagen nicht komplett abgekoppelt werden kann, was hier keiner ernsthaft vorgeschlagen hat.

 

Wahrheitssucher

21. September 2021 20:01

@ Gustav Grambauer

Der Steinersche Gedanke der Drei-Gliederung findet sich tatsächlich im Wahlprogramm der neuen Partei „Die Basis“:

„1.1  Entflechtung des geistig-kulturellen, rechtlichen und wirtschaftlichen Bereichs…“  (!)

Rorschach

21. September 2021 20:05

Werter Herr Sellner.

Zunächst finde ich es gut, dass Sie nach Lösungen suchen und diese auch formulieren und dafür Danke ich Ihnen. Das tun leider nur wenige.

Ja, diese Option sollte in Betracht gezogen und auch durchdacht werden aber dennoch halte ich diese Überlegung nicht für einen Plan B sondern für einen Plan X oder Y.

Wie weiter oben schon geschrieben, wird diese Unternehmung von Außen, (sofern es nicht schon von innen) zerstört. Es werden Personen eingeschleust, jede Handlung genaustens beobachtet, jedes Wort auf die Goldwaage gelegt. Spätestens wenn ein Jouralistenteam versucht Migranten dort anzusiedeln und deren Ablehnung in dieser Gemeinschaft skandalieren. Auch wenn man es noch so versucht, es wird den faden Beigeschmack von Sektiererei haften bleiben, die guten abschrecken und die schlechten anziehen. 

Über die Selbstzerfleischung innerhalb der Gemeinschaft will ich gar nicht erst anfangen. Nur so viel: Frauenmabgel und Eifersucht. 

Vielleicht bringen Ihre weiteren Ausführungen ja etwas Hoffnung, denn die können wir wirklich gebrauchen. Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass Sie all die Kritikpunkte in Ihrer wohl überlegen Idee berücksichtigt haben. ;) 

Beste Grüße.

 

Nemo Obligatur

21. September 2021 20:39

Ähnliche Gedanken wie MS hat auch der hier sicher nicht unbekannte David Engels in seiner Schrift "Was tun?" vor über einem Jahr geäußert. Das Buch dürfte bei Antaios noch lieferbar sein. Es genügt, einige Kapitelüberschriften aufzuzählen: Realistisch sein, den Staat aufgeben, eine neue Zivilgesellschaft aufbauen, die Stadt verlassen, an der Natur teilhaben, eine Familie gründen, seine Kinder erziehen, seine Pflicht erfüllen, glauben, lesen  - aber nicht beliebig, "Rechts" und "Links" überwinden, Europa zurückerobern.

Die meisten Punkte sind wohl unstrittig. Vielleicht dürfte über "Europa zurückerobern" weniger Einmütigkeit bestehen. Doch haben wir keine besser Option als diese. In jedem europäischen Land von Portugal bis Polen gibt es Menschen, die so denken wie wir. Diese Kräfte müssen zusammenwirken. Die "Sezession" ist darin vorbildlich, schon viele gute Texte aus Frankreich, Ungarn oder anderen Ländern habe ich darin gefunden. Die Biologie hält niemand auf. Europa altert zusehends, Zuwanderer aus allen Teilen der Welt strömen herein. Das sind unabweisbare Fakten. Was wir am Ende weitergeben, werden weniger die Gene sein als der "Geist Europas" (Kaltenbrunner). Wenn schon niemand mehr weiß, wer Ursula von der Leyen war oder wo das EU-Parlament getagt hat, wird man gewiss Kant, Shakespeare und Proust noch kennen. Wenn dann auch noch Jünger, Raspail und Davila gelesen werden, war das hier nicht vergeblich.

heinrichbrueck

21. September 2021 20:41

Wir leben in einer globalisierten Welt. Der Geist bestimmt die Erziehung der Massen. Plan B auf der einen Seite, Verslumung rundherum, klingt nach Asterixdemokratie, jedoch nicht besser. Weltführung und Weltherrschaft, Freiheit und Logik, zwingend und bestimmend. 
Enklavenbildung ohne eigene Währung, wie Plan A ohne Slumbevölkerung? Weiße Wohlstandszonen, keine parasitären Eigenschaften? In welchem Geist diese Welt gesteuert wird, hängt auch davon ab, in welchem Geist die Elite verstanden wird. 
Die Abhängigkeit der Volksgruppenrechte, bestes Beispiel USA. Eine Demokratie ist nicht postdemokratisch, wenn die Ergebnisse zuwiderlaufen, der eigenen Macht widersprechen. Wir leben in einer Demokratie, die krebsartigen Gefallen finden wird. Um sich eine Welt B siegreich vorstellen zu können, müßte sie schon existieren. Dann wurde Welt A vernichtet. Ist es möglich, Gott einen Plan B zu unterstellen? 
Volksgruppenrechte. Rechte sind keine Volksgruppe. Rechtsstaat geht auch ohne Demokratie. Der linken Helfershelferelite muß bewiesen werden, daß ihr Geist dem Untergang geweiht ist, argumentativ verständlich und präzise. 

MARCEL

21. September 2021 20:43

@URN

Erst auf Bundesebene fallen die letzten Schranken.

Man will ja noch hoffen, aber nicht nur unsere Machtlosigkeit sondern auch unsere Kampfunfähigkeit sollten wir uns eingestehen.

Ja und mir tut die Redaktion von SiN leid, die tagaus, tagein diesen und anderen Quark lesen muss!

Laurenz

21. September 2021 20:48

@Eike

"Selbstauflösung der Autochtonen"

Ich muß Ihnen da entschieden widersprechen.

Diese Frage interessiert die meisten Autochtonen nicht, daß sie nicht betroffen sind. Es liegt nicht mal oder nur bedingt im Bereich ihrer Wahrnehmung (man freut sich über die billige türkische Putze).

Nur geographische Minderheiten werden hier vielleicht zu lokalen Mehrheiten.

Aber was dieser erlauchte Kreis hier meint, interessiert die meisten einen Scheiß'.

Natürlich wandern solche Minderheiten auch ab, aber vor allem deswegen, weil die materielle Betroffenheit (Steuern) sie trifft. Im Ausland ist die autochtone Frage ja noch schlechter zu beantworten als im Inland.

Auch wenn die Rechte an der Macht wäre & Remigrations-Programme durchziehen würde, wäre kein Interesse autochtoner Mehrheiten zu gegenwärtigen.

Deswegen ist die Erlangung von Macht, koste es, was es wolle, die entscheidende. Und das haben auch die Aussteiger, wie Sie, nicht verstanden.

Der Gehenkte

21. September 2021 21:43

Zuerst einmal vielen Dank für diese Zeilen:

"... Rückfälle in Zynismus, Rückzug in digitale Halbwelten und die Wiederkehr längst überwundener Ideologiefragmente."

und:

"Ein anderer Teil radikalisiert sich, flüchtet sich in esoterische Krisenkulte, pflegt verbale Militanz,...."

Das ist die Crux hiesiger Diskussionen ...

Der Gehenkte

21. September 2021 21:55

... Es werden hier offenbar zwei Begriffe verwechselt. Zum Thema steht im Artikel nicht die Sezession, sondern die Segregation.

Sezession ist das, was die Akteure - nicht die Kommentatoren! - dieser Seite betreiben - sie findet im geistigen Bereich statt. Sie ermöglicht es, daß die seltsamsten Positionen sich darunter versammeln können. Tatsächlich erliegen die lautesten Stimmen der letzten beiden Jahre wohl einer Täuschung, weil sie in die Seite, in die Akteure und in den Begriff der "Sezession" etwas hinein projizieren, was das der Begriff der Meta-Politik nicht hergibt. Eine Segregation in dieser Gemeinschaft würde bald an den inneren Differenzen und der Unnachgiebigkeit ebenjener Positionen scheitern.

Die nun angesprochene Strategie gehört wohl ebenfalls in den Bereich der Illusionen. Schon die Prämisse ist problematisch, etwa im Begriff "Ethnokultur" ("Das Ziel lautet unumstößlich: der Erhalt der ethnokulturellen Identität"). Zweifelhaft daran ist der erste Teil: Ethno. Könnte man sich auf eine kulturelle Identität einigen, dann wären nicht nur die inhärenten Spannung gelöst(er), sondern man sähe sich auch nicht der restriktiven Vehemenz der agierenden Macht gegenüber, der gegenüber wir nur Zwerge sind.

Nordlicht

21. September 2021 21:56

Es gibt also unter den Lesern einen RRG-Fan und Verharmloser linker Gewalt: Willkommen, @URN! Ich begrüsse solche Querschüsse, weil man doch feststellt, wie politische Gegner so denken bzw. fühlen.

Und, es ist ja nicht ausgeschlossen, dass @URN konvertiert.-

-----

Zum Beitrag von Sellner:

Immer wieder faszinierend, eine unermüdlichen Denker in Aktion zu sehen bzw. zu lesen. Wenn ich mir praktisch vorstelle, wie aus allen Bundesländern Recht-Denkende und -Schaffend nach Sachsen ziehen und den dortigen Widerstand auch personell stärken, dann hat das schon was.

Man wird natürlich damit rechnen müssen, was  auf höherer Ebene, nämlich durch die EU, mit Ungarn und Polen passiert: Der Geldhahn wird zugedreht und es gibt weitere Knebel-Versuche. 

Gracchus

21. September 2021 22:00

Ethnokulturelle Wahlen setzen voraus, dass es dann überhaupt noch Wahlen gibt - womöglich liegt deren Abschaffung im Kalkül des globalistischen Systems. Was auch immer der Plan des Systems ist, eher nicht ein islamischer Staat. Da - wie Kabul zeigt - das System die Lage auch schon mal falsch einschätzt, ist so etwas natürlich dennoch möglich. Gerade ethnische Konflikte - Konflikte auch aufgrund vermehrter Zugangsbeschränkungen wie Impfung und ähnlichem - könnte das System dazu verleiten, eine Notstandsdiktatur zu errichten, bis die Gesellschaft "befriedet" ist. 

tearjerker

21. September 2021 22:05

Der Beitrag liest sich als hätte es einen Plan A gegeben, der jetzt irgendwie gescheitert zu sein scheint. Wo kam der denn über die Verbreitung von Schlagworten hinaus? Und jetzt soll eine Strategie befestigter Plätze die Antwort sein? Das letzte mal, als ein Ösi diese Idee hatte, hat das ja auch schon super funktioniert. Sind Laurenz und zeitschnur schon auf dem Weg in ihre neue gemeinsame identitäre Bleibe am Stettiner Haff? 

Allnichts

21. September 2021 22:07

Das Buch von David Engels ist tatsächlich sehr interessant, allerdings vor allem wegen der offen eingestandenen Niederlage, nicht wegen der enthaltenen Ratschläge, welche allesamt nicht neu und im Grunde auch selbstverständlich sind, noch dazu auch nicht die Entwicklung hin zum heutigen Zustand verhindern konnten. Ich sehe innerhalb der rechten Logik kaum Möglichkeiten, neue Ansätze zu entwickeln, man dreht sich im Kreis.

Die Rechte scheitert am eigenen Idealismus, an Idealen, die zeitlos sind und in dieser Kunstwelt doch nicht so richtig greifen wollen. Mir kam einmal in den Sinn, wie es wohl wäre, junge Rechte nicht mehr in Fragen der Metapolitik zu schulen und zu Aktivisten auszubilden, sondern sie bspw. zu "Daytradern" o.ä. zu machen, damit sie ordentlich Geld verdienen oder eher machen können, welches an jeder Ecke fehlt, für den Aufbau von Strukturen aber nötig ist. Man muss die Bedingungen der Macht nicht mögen, ich will auch etwas ganz anderes, das lässt sie aber nicht verschwinden, man muss sie nutzen.

Solche Ansätze, die das eigene Denken aufbrechen und kühl den wirklich gegebenen Verhältnissen Rechnung tragen, vermisse ich. Man ist noch viel zu gutmütig.

Fredy

21. September 2021 22:12

Es sieht alles dauerhaft gut zementiert aus. Ob das nach 48 Stunden großflächigem Stromausfall auch noch so ist? Wir tänzeln täglich mehr am Abgrund, und nur weil es noch immer gut ging kann man sich den Sturz nicht vorstellen. Weitermachen!

Ansonsten ist selbstverständlich alles verboten, was das System ernsthaft gefährden könnte. Ist in jedem System so.

Ordo

21. September 2021 23:14

Resignation und Zynismus sind manchmal wirklich allzu verlockend. Das gebe ich gern zu. Radikalisieren lasse ich mich jedoch nicht. Allerdings gibt es natürlich auch auf der Rechten Personen, die zu primitiver Gewaltverherrlichung neigen. Die es zum Beispiel online feiern, wenn ein Alki einem studentischen Milchgesicht an der Tanke ins Gesicht schießt, weil der auf den Gesichtslappen bestanden hat. Wenn Sellners Plan B dazu beiträgt solch destruktive Energie in konstruktive zu verwandeln, indem sie sinnvoll kanalisiert wird, wäre das eine gute Sache. Ich bezweifle allerdings, dass das Berliner Regime auch nur Ansätze zu seiner Umsetzung tolerieren wird, selbst wenn sie noch so rechtsstaatlich daherkommen. Dafür wäre dann sogar die Bundeswehr noch gut genug.

Andreas Walter

22. September 2021 00:34

Seltsam. Folgendes Logo (oder Flagge?) der AfD habe ich noch nie gesehen:

https://www.counterextremism.com/content/european-ethno-nationalist-and-white-supremacy-groups

CEP ist daher auch ein reines Propaganda-Instrument einiger internationaler Eliten die sich sorgen um ihre lukrativen Geschäfte rund um den Globus machen. Die genau darum zu 80% den Islam für ihr Extremismus-Problem halten (Iran, Afghanistan, der übliche Unsinn eben).

Besonders Interessant: Wieso gibt es (auch) für diese Leute keine linken Extremisten?

Weil der Mann und der Hund schon lange zusammenarbeiten. Mindestens seit 1919, vermutlich aber auch schon früher (1889). In Germoney dann auch wieder ab 1945.

 

Pit

22. September 2021 01:01

positiv: exzellente Idee mit den Volksgruppenrechten und der Zwickmühle, die daraus für den Gegner gebastelt wird : „Stop des Bevölkerungsaustauschs oder Volksgruppenrechte“

-problematisch: warum sind wir überhaupt in der Lage, in der wir sind? Weil unser Gegner besser ist als wir. Schon mal überlegt, warum der gewinnt? Warum er uns besiegt hat? Diese Frage wird nie gestellt.
Und der Gegner wird weiter gewinnen: in unserer Ethnoenklave sind wir a)entweder vom Gegner unterwandert, dann dürfen wir prosperieren, solange der Gegner wie immer klandestin die Macht hat, oder b)wir werden marginalisiert, und alle fähigen Leute wandern in die vom Gegner betriebenen Zonen der Prosperität ab.

Wir verlieren, weil wir... ja... wir sind nicht nur schlechter als der Gegner: wir sind im absoluten Sinne blöde. Solange das so bleibt, sind wir auf dem Weg in die Auslöschung. Einzige Lösung: WIRKLICH vom Gegner lernen, seine Stärken erkennen und übernehmen. Wahrscheinlichkeit dafür gering, denn der Gegner ist an sich eine Sammlungsbewegung all derer, die die Dummheit ihres eigenen Lagers nicht mehr ertragen konnten und sich daher dieser globalen Leistungsgruppe angeschlossen haben. Zu dem müßten wir eine Alternative aufbauen und die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr klein.

brueckenbauer

22. September 2021 01:21

Ich hab bestimmt nichts gegen eine ethnodeutsche Mehrheit in Vorpommern oder Südthüringen. Nur: Auch dafür ist es jetzt noch zu früh. Zur Zeit geht es einfach um den Aufbau einer funktionsfähigen ethnodeutschen Sub- bzw. Kontrakultur. D.h. die Ethnodeutschen müssen beweisen, dass sie einigermaßen eine ebenso effektive Solidargemeinschaft bilden können (können!) wie die Juden, die Türken etc. Wenn das erreicht ist, kann man in zwanzig Jahren über alles andere reden.

Franz Bettinger

22. September 2021 05:46

@Waldewahr: Ich stimme zu, außer in einem Punkt: Die Option des Auswanderns wäre allenfalls eine kurzfristige, mit vielen Nachteilen verbundene Lösung, denn wir befinden uns in einem Weltkrieg. Deep State wird keine Insel der Freien + Glückseligen zulassen. Am Ende betrifft die NWO auch Bhutan + die Mongolei; eigentlich jetzt schon. Da wird wie wild geimpft. Wieso sollte man wie eine irre gewordene Stubenfliege von einer Region in die nächste flüchten und sich dabei aufreiben? Klar, ich hab gut reden, aber auch in down under läuft die Uhr ab. 

@Gotlandfahrer schreibt „In Australien erklärten sich die Aborigines gerade für unabhängig.“ Ähnliches passiert auch in Neuseeland. Der berühmte Vertrag von Waitangi wird revidiert. Die 16% Maori wollen 50% des Landes. Das dient jedoch nicht dazu, sich vom Corona. und Klima-Irrsinn der weißen Beherrscher zu befreien, sondern ist mMn von deep state inszeniert, um das entstehende Chaos (zumindest das in den Köpfen) zur Schaffung ihrer diktatorischen NWO zu nutzen. 

Franz Bettinger

22. September 2021 05:53

@Rockabilly argumentiert stringent: "Omnibus aut nihil“. Anderes, etwa eine isolierte Asterix-Demokratie (Danke @HeinrichBrueck für den Begriff) kann auch ich mir nicht vorstellen.

Die Strategie von @Lau "Die Burg und die Scheunen verbrennen, so dass die Ratten Leine ziehen“ ist schwer zu bewerkstelligen. Es ist die Strategie des kleinen Jungen, der (wie ich einst) in einem Zimmer des 1. Stocks eingesperrt auf dem Fenstersims sitzt und hinunter springen will (+ es auch tut), um seine Eltern zu bestrafen, wenn er dabei stirbt, oder seinem Gefängnis zu entkommen, wenn er den Sprung überlebt. Immerhin: Er hat eine Chance. (Ich weiß, wie die Sache ausgegangen ist. Der Kleine hat das Richtige getan. Er sprang.) 

Franz Bettinger

22. September 2021 06:00

@Andrenio schreibt, die Gründung einer eigenen Krankenkasse würde die laufenden Kosten erheblich senken. Touché! Der normale Bürger ist sich kaum bewusst, wie viel Geld ihm monatlich für ein gigantisches mafiöses System namens Kranken-Versicherung aus der Tasche gezogen wird, in D auch noch zwangsweise. Wenn man den institutionalisierten Betrug, der natürlich unter dem Deckmantel der Fürsorge daherkommt, aufbrechen könnte, wäre in der Tat viel gewonnen.

Doch hier hierzu eine praktische Frage: Wenn es gelänge, eine neue Alternative KV zu gründen, die von ihren Mitgliedern lediglich 20% der jetzigen Beiträge einzöge, könnte diese AKV 80% der üblichen 'Leistungen‘ nicht erbringen, z.B. die Chemotherapie oder Radiatio bei einer Frau mit Mamma-Karzinom, oder die Behandlung eines AIDS-Kranken, oder eine Leber-Transplantation. Weil die meisten Patienten nicht wissen, dass diese Therapien völlig sinnlos, ja sogar schädlich sind, würden sie, weil Lobbyisten es ihnen einredeten, auf eine Therapie klagen und möglicherweise recht bekommen, da diese Therapien nicht experimentell, aber konsensuell anerkannt sind. Wie man aus dieser Zwickmühle rauskommt, weiß ich momentan nicht.

Franz Bettinger

22. September 2021 06:05

ff Rechnen Sie aus, was Sie im Laufe des Lebens an KV-Beiträgen zahlen, also wie viel Sie inklusive Zinsen sparen würden, wenn Sie dieses Geld für sich selbst ansparen würden. Sie kommen auf rund 500.000 € pro Person, 1 Mio € pro Paar. Mit dieser Summe in der eigenen Tasche, ändert sich Ihr Leben! Wenn Sie's nur früh genug begreifen u. entsprechend handeln, ändert sich ihr Leben wirklich. Man sollte Geld nicht überbewerten, aber auch nicht unterschätzen.

eike

22. September 2021 06:47

@Laurenz
Sie gehen am Thema vorbei:
Was die Autochtonen interessiert, ist unwichtig. Joe Sixpack interessiert auch nur die NBA und seine Baseballmannschaft, trotzdem - oder deshalb - wählt er Biden&Co.

Wichtig ist, in unserer Demokratiekarikatur, wo sein Kreuzchen gemacht wird. Das werden Sie schon in ein paar Tagen merken. Und da hängen Sie mit drin, 'autochtone Wahrnehmung' oder nicht, 'türkische Putze' oder afrikanische.

"Deswegen ist die Erlangung von Macht, koste es, was es wolle, die entscheidende. Und das haben auch die Aussteiger, wie Sie, nicht verstanden."

Mag sein, ich verstehe ohnehin vieles nicht.

Z.B., wie lange will Laurenz Sisyphus den Stein noch den Berg raufrollen, um die Macht zu erlangen gegen seine ignoranten Landsleute, die sich "einen Scheiß'" (Originalton Laurenz) um die sich anbahnende Katastrophe und seine Anstrengungen kümmern ?

 

MARCEL

22. September 2021 07:54

Bilden wir vielleicht auch nur die Sterbephasen nach Kübler-Ross ab? 

Laurenz

22. September 2021 08:26

@Marcel @URN

"Kampfunfähigkeit & Mitleid"

Ihr Desperado-Gequatsche lesen wir nun schon 70 Jahre. Meinen Sie nicht, irgendwann isses auch mal gut?

Reduzieren Sie Ihre Vorstellungen einfach auf das Machbare. Damit ist man glücklicher.

Das Bild, welches Sie über die Rechte verbreiten, ist immer vom Chef abhängig, denn keiner ist besser als der Chef. Und der Chef versagt seit langer Zeit militärisch, zB jetzt gerade wieder in Afghanistan. Da wir ein Teil dieser Gesellschaft sind, wenn auch nur an ihrem Rande, können auch wir nicht besser als der Chef zu Berlin sein. Selbst unsere Hanswurst-Antifa ist doch nicht mal ein Schatten der einstigen Größe, ein korrupter Haufen schwanzlosen Gesindels.

Und das letzte, was irgendein Mensch auf dem Planeten braucht, ist Mitleid. Heben Sie Sich das doch bitte für den Kirchendienst auf. Das hat hier als undeutsches Gefühl nix verloren.

dojon86

22. September 2021 09:30

Ich glaube, es gibt nur noch eine einzige Chance, Teile des alten (West) Deutschlands zu retten. nämlich indem man Kontakte zu bestimmte Einwanderergruppen, gern auch Muslimen, aufbaut,  die LGBT, Effeminierung der Männer, Zerstörung der Familien etc. , genaus so verabscheuen, wie wir und die merken, dass ihre Kinder auch mehr und mehr der Propagandamaschine anheim fallen. Nur so als Gedankenanstoß, ein Trump hätte, wenn er auch auf die konservativen Instinkte der Ladinos gebaut hätte, die Demokraten wahrscheinlich (trotz möglichen Wahlschwindels) weggefegt.

Laurenz

22. September 2021 09:35

@Eike @L.

"Sisyphus"

Geschichtliche Abläufe ziehen sich meist mehrere Menschenleben hin. Und wer nicht über sein eigenes Zeitfenster des Hierseins hinaus denkt, kann Geschichte nicht verstehen. Der weiße Abschaum Europas in den USA ist auch nicht in 240 Jahren ausgestorben.

Was hätten die Russen über 300 Jahre Tartaren-Herrschaft, die Serben & Byzantiner über 500 Jahre osmanische Herrschaft alles an Verzweiflung auf der SiN schreiben können?

Nein, man fälscht die eigene Geschichte und macht den Versager Lazar zum Helden.

Also Geduld und immer das Machbare im Auge behalten.

Laurenz

22. September 2021 09:41

@Franz Bettinger

"Burg und die Scheunen verbrennen"

Das passiert doch sowieso. Flavius herrscht. Umso schneller umso besser.

RMH

22. September 2021 10:15

@dojon86,

ihr Gedankenanstoß ist zumindest für eine parlamentarische Partei wie die AfD aus meiner Sicht richtig und wird dort auch bereits ein Stück weit umgesetzt.

MiHiGru bedeutet ja nicht immer zwangsläufig Moslem - gerade in dem von mir Eingangs erwähnten Beispiel meiner Heimatstadt sind da auch sehr viele Leute aus Osteuropa, Asien, Kaukasus etc. darunter (aus meiner Sicht ist das die Mehrheit). Vermutlich hätte die AfD heute schon einige Prozentpunkte weniger an Wählerstimmen, wenn nicht aktuell bereits viele aus diesen Migrantenkreisen für die AfD stimmen würden. 

Türken, Griechen, Italiener sollten auch für die AfD gewonnen werden, nur ist diese Feld sehr amorph. Insbesondere ein Zugehen auf "Muslime" stelle ich mir schwer vor, weil das ja selber eine völlig uneinheitliche Gruppe ist.

Aber: Diese Überlegungen sind rein technisch - pragmatischer Natur und verstehen sich bei einem echten, ethnopluralistischen Ansatz (der bekanntermaßen pazifistisch ist), von selber. In dem Artikel von Sellner geht es meiner Meinung nach nicht unbedingt um dieses praktische Handeln, sondern darum, das Substrat zu erhalten und es nicht wie Salz im Wasser auflösen zu lassen.

MARCEL

22. September 2021 10:25

@Laurenz

Na, dann kommen jetzt die nächsten 70 Jahre Laurenz!

Man sollte die Zeitschrift lesen und keine Kommentare mehr schreiben. 

Laurenz

22. September 2021 11:47

@Marcel @L.

"Kommentare"

MS hat doch eine nette Debatte provoziert. Und man muß zumindest versuchen, die Anhänger der libertären Religion den Dogmatismus auszutreiben, wenn es denn schon keinen Teufel gibt.

Und bis sich Bewußtsein für die Sache ändert, braucht es manchmal auch mehr Arbeit als ein ganzes Menschenleben verrichten kann.

Eine liebenswürdigen Bitte darum, mag Sie doch vielleicht veranlassen, Ihr Desperado-Dasein aufzugeben, stattdessen mit guter Laune kreativ zu werden. Denn.....

wir brauchen jeden Mann (von jeder Frau ganz zu schweigen).

Marc_Aurel

22. September 2021 12:02

@Pit
„warum sind wir überhaupt in der Lage, in der wir sind? Weil unser Gegner besser ist als wir. Schon mal überlegt, warum der gewinnt? Warum er uns besiegt hat? Diese Frage wird nie gestellt.“

Ich glaube diese Fragen wurden schon oft erörtert, das hat etwas mit den verloren Kriegen zu tun, mit den statischen Verhältnissen und der langen Dauer des kalten Krieges, dem Eintritt ins Atomzeitalter (keine Revanche möglich), mit der Erfahrung und dem Geschick der Westalliierten im Manipulieren der öffentl. Meinung auf eine sanft totalitäre Art, Reeducation, mit der Tatsache das die US-Plutokratie mit einer Mischung aus staatl. und priv. Elementen agiert und somit schwer zu orten und zu greifen ist, aber die Vorteile beider Sphären einsetzen kann, mit einem ganzen Apparat aus staatl. Diensten, priv. Unternehmen, Netzwerken, NGO’s und Denkfabriken, einem Milliarden-Budget, mit dem Geschick der westlichen Turbokapitalisten politische Bewegungen wie die Grünen oder die Linken zu zähmen und sich diese als abhängige Parasiten zu halten und gegen die eigenen Feinde zu hetzen, mit der enormen Potential des westl. Systems durch Zuckerbrot (Wohlstand) und Peitsche (Kaltstellung) zu korrumpieren und Widerstände wie Eis in der Sonne schmelzen zu lassen, Gleichschaltung der Medien, Überwachung, Auswertung soz. Medien, Stimmungsanalyse, belast. Mat. geg. Schlüsselpersonen (Stasiakten), Druck auf die Wirtschaft (z.B. VW-Skandal)…eigentlich ist es ein Wunder, das die Rechte überhaupt Erfolg hat.

Glast

22. September 2021 12:06

Auf einem Grabstein aus den frühen Zwanzigern des 20. Jahrhunderts auf einem der älteren städtischen Friedhöfe Dresdens steht: 

"Er starb an gebrochenem Herzen über das Unglück seines Vaterlands". 

Verlorener Weltkrieg, Demütigungen durch die Alliierten in einem schauerlichen Ausmaß von morgens bis abends, Chaos und Mord und Totschlag durch eine völlig enthemmte Rote Ruhrarmee, Abwehrkämpfe von Kärnten bis ins Baltikum, marrodierende Marokkanische Truppen im Ruhrgebiet, Bürgerkrieg im Innern und an den Grenzen... und dennoch waren viele Deutsche nicht betroffen und gleichgültig gegenüber diesem Unglück und den Verheerungen. 

Laurenz hat recht. Wir Deutschen müssen einfach mehr leiden. Vielleicht geht es nur so. 

Franz Bettinger

22. September 2021 12:15

@eike + @dojon haben Wichtiges gesagt. Denn Rettung kam in der Geschichte der Menschheit oft von unvermuteter Seite. Out of the box-Denken! Unser Spirit und deren Eier, das wäre was, wogegen deep state alt aussähe. Wie bringt man dieses Gemisch zusammen? Keine Sorge, das besorgen nicht unsere gewaltlosen Philosophen und Meta-Politiker, sondern die Elitioten ganz von selbst. Die nächste Zeit wird noch ganz schön bunt und interessant werden, und ich freu mich drauf. 

Gurbanguly

22. September 2021 12:27

"Anstreben einer Sezession von Landesteilen oder gar ganzen Bundesländern ist natürlich eindeutig verfassungswidrig."

Man sollte als Gedankenkonstrukt hier prinzipiell nie von einer rechtswidrigen Sezession reden, sondern von legalem Erwerb von Staatsgebiet für eine staatliche Neugründung. 

Dass die BRD kein Staatsgebiet verkaufen würde - gerade an Rechte nicht - kümmert hierbei nicht. Wer weiß, was so eine zerschossenes Kalifat in 100 Jahren machen wird, wenn es Geld braucht. 

wbs47

22. September 2021 12:32

@Fredy:

Genau das sage ich auch schon seit langem, eigentlich seit 89. Ich bin 79 "gesprungen" wie Franz Bettinger als Kind, nur daß ich da schon 32 war. Der Sprung tat zunächst weh - vier Jahre Haft wegen missglückter Republikflucht. Aber die danach gefundene Freiheit wog alles auf.

Und 89 kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus, was meine ehemaligen Six-Pack-Mitmenschen plötzlich auf die Reihe brachten. Aber was war die Grundlage dafür? Ich beurteile es seit damals so: Ein System kollabiert, wenn es nicht mehr schafft, seine Systemlinge zufriedenzustellen!

Caroline Sommerfeld

22. September 2021 12:45

Spinnen wir mal weiter, ja? Wenn dieser KV nun nur solche Leute beitreten würden, die diese "Leistungen" überhaupt nicht in Anspruch nehmen wollen? Ich zahle ein Heidengeld für lauter Möglichkeiten, von denen ich keinen Gebrauch mache, während diejenigen Therapieformen, die ich für mich für gut befunden habe, allesamt nicht übernommen werden "von der Kasse". Ich zahle also doppelt. Fürchte bloß, daß dies Spinnerei bleibt, denn die Tendenz geht in Richtung Kompletterfassung qua elektronischer Akte, man wird also einen Teufel tun und erfassungs- und therapieunwillige Spezis wie uns davonkommen lassen ...

RMH

22. September 2021 12:55

"Wir Deutschen müssen einfach mehr leiden. Vielleicht geht es nur so."

Abwandlung: "Vielleicht müssen die Ungeimpften nur mehr leiden, damit sie sich endlich impfen lassen"???

Das ist Blödsinn - mehr "Leid" führt (genauso wie auch ohne Leid?) zu einem Verschwinden und Abtritt aus der Geschichte, aber nicht zur einem revolutionärem Aufbegehren (so wird es bei der Corona Bewegung auch geschehen). Revolutionen haben stets Zündfaktoren, die nicht im "Leid" alleine liegen. Lässt sich bei allen Revolutionen in Europa studieren (wie oft darf man in diesem Blog eigentlich noch an Tocqueville erinnern?). Leerer Bauch alleine veränderte nichts - und in Deutschland historisch belegbar schon mal gleich gar nichts.

Bitte Abstand also von vulgärmarxistischen Trivialisierungen der Verelendungstheorie.

Überhaupt sind Diskussionen wie diese immer schöner Anlass für die ganzen Uruks da draußen, schon zu frohlocken, dass wir uns bereits in die Hornburg zurückziehen würden.

Man darf die Sache mithin weder schön noch schlecht reden. Im Hier und Jetzt handeln, aber nicht utopisch denken, dass man irgendwann einmal wieder bei der  Jellinekschen Trias das Staatsvolk in unserem Lande als homogen bezeichnen könnte. Der Zug ist abgefahren. Bei den Punkten Staatsgebiet und Staatsgewalt, sieht man übrigens auch mehr oder weniger nur noch die Rücklichter ...

Allnichts

22. September 2021 13:13

Marc_Aurel 12:02 und Glast 12:06:

Gut analysiert, auf jeden Fall zutreffend, aber doch nicht beachtend, dass sich nicht nur Deutschland seit Jahrzehnten im Verfall befindet, sondern ganz Europa sowie Nordamerika und teils auch Australien. In all diesen Ländern finden wir als grundlegende Elemente Demokratie, Kapitalismus und Liberalismus vor, von denen ich vor allem letzteren als für die Lage verantwortlich sehe, allerdings im Verbund mit dem europäischen Wesen, denn Länder wie Japan und Südkorea sind ähnlich organisiert, zeigen aber nicht solch ausgeprägte selbstzerstörerische Einstellungen. Und Japan hat den Krieg genauso verloren und wurde daraufhin durchgekämmt.
 

Die vom Liberalismus geprägten Weissen wirken zu verwöhnt, zu entfremdet, leben zu sehr in einer herbeigekünstelten Welt, um die oft harten Regeln des Lebens, welche für ihr Dasein faktisch kaum noch zu gelten scheinen, noch wahrnehmen zu können.

Es ist zu kurz gedacht, nur Deutschlands Elend untersuchen zu wollen, es ist ein weisses Problem, kein deutsches.

Breckert

22. September 2021 13:38

Mir war der Text zu lang, Herr Sellner.

Auch bleiben Sie eher diffus in dem, was Sie konkret aussagen wollen.

Ich bin jetzt nicht wirklich schlauer.

 

Daß Leute anfangen, sich einzuigeln, wenn sie kein Fortkommen in politischen Entwicklungen sehen, ist normal und nicht ehrenrührig.

Ich selbst fühle mich immer mehr wie in dem Film "Matrix".

Es gibt allerdings Millionen von uns in diesem Land; einzig die fehlende Vernetzung durch die kontrollierten Medien hindert uns daran, uns unserer Stärke bewußt zu werden.

Der Besitz der Medienhoheit ist das A und O jeder politischen Entwicklung.

 

 

Was Ihre Einschätzung des "Points of no return" angeht, liegen Sie weit daneben. Sicher nicht, was die Prozentzahlen angeht, aber in punkto Lebensrealität haben wir den Punkt schon Jashre überschritten.

In vielen deutschen Kleinstädten hier an der holländischen Grenze finden sie fast keine Deutschsprachigen mehr in den Innenstädten.

Bei einer Durchfahrt durch Dortmund vor zwei Wochen habe ich explizit auf den möglichen Migrationshintergrund der Leute auf den Gehsteigen geachtet.....unter Tausenden von Fußgängern waren da keine 20, bei denen ich noch auf eine rein deutsche Herkunft hätte schwören mögen. Der Rest war Bart, Kopftuch, Burka.

Der Zug ist abgefahren.

Gotlandfahrer

22. September 2021 15:22

@Breckert:

1/2

„Ich bin jetzt nicht wirklich schlauer“ und „Der Zug ist abgefahren“.

Sie haben ja Recht.  Aber darauf kommt es nicht an.  „Schlauer“ heißt irgendetwas besser handhaben zu können, also besser „gestalten“ können.  Das ist das, was den Gegner antreibt.  Das ist Progressivismus.  Das ist das Spiel der Schweinchenschlaus, der Knöpchendrücker und Reagenzglasschwenker.  Gucken, was als Nächstes geht.  So ein Text, auch von MS, soll nicht „schlauer“ machen, sondern Zusammenhalt stiften.  Das ist schlauer als schlau, das ist weise, auch oder gerade ohne konkrete Funktionsanleitung.  Wir sind doch alle hier, lesen, schreiben, obwohl wir „Nützlicheres“ zu tun hätten.  DIES ist der große Sinn von SiN, der Vernutzungsentzug, der nicht morgen schon im Reporting Ergebnisse zeigt und doch mehr bewirken wird als alles, was die großen Strategen uns als Zugehstrecke anlegen. 

„Der Zug“: Fährt immer und niemals ab.  Auch dieses Bild bleibt im Aktion-Ergebnis-Denken.  Die Botschaft heißt deswegen nicht nichts tun.  Sie heißt, sich nicht mitreißen oder beeindrucken zu lassen von Aktionisten. 

...

Gotlandfahrer

22. September 2021 15:22

2/2

Sondern keine Angst zu haben davor, dass morgen anders als gestern ist, nur weil gestern vertrauter war als heute.  Der Bahnsteig in Dortmund heute, ist das, was wir nicht wollen.  Er wird morgen anders sein, das ist sicher und damit aber möglicherweise besser als heute.  Das Heute ist das Ergebnis der geistlosen Funktionäre.  Die können nur materielle, äußerliche Effekte erzielen. Sie können mit viel Tamtam die Gutgläubigen und Dummen eine Zeitlang im Glauben lassen, alles wäre auch in ihrem Sinne.  Aber nicht ewig, und dann kommt die Zeit der Ehrlichkeit.  An diesem Punkt sind wir.  Ich beobachte eine Stille der bis eben noch auf mich Einredenden.  Ihr Lachen, ihre Überheblichkeit, ihr guter Wille, mich zu therapieren oder zu verstoßen, über Daten, Fakten und Werte aufzuklären - erloschen.  Es kläffen noch die ganz grob Gestrickten, die, die keine Skrupel kennen und nichts, rein gar nichts, an eigenem Denken in sich tragen.  Das sind die Signale, auf die es ankommt, nicht Aktionspläne, denn die Signale zeigen Abkehr von denen, denen sie folgen.  Der Mensch ist ein Menschenfolger.  Morgen folgt man vielleicht ganz anderen, und dann sieht auch der Bahnsteig in Dortmund wieder anders aus. Vielleicht nicht wie gestern, aber eben besser als heute. Vielleicht sogar auf irgendeine Weise besser als gestern.

Ralph

22. September 2021 15:32

@ Breckert

Genau, der Zug ist abgefahren. Aber eben noch nicht überall. Daher die Ressourcen bündeln. U.a. in Mitteldeutschland!

Der_Juergen

22. September 2021 15:56

@Dojon 86

"Ich glaube, es gibt nur noch eine einzige Chance, Teile des alten (West) Deutschlands zu retten. nämlich indem man Kontakte zu bestimmte Einwanderergruppen, gern auch Muslimen, aufbaut,  die LGBT, Effeminierung der Männer, Zerstörung der Familien etc. , genaus so verabscheuen, wie wir und die merken, dass ihre Kinder auch mehr und mehr der Propagandamaschine anheim fallen."

Dieses Kalkül kann schief gehen. Sie wissen sicher, dass viele Türken mit Doppelpass in Deutschland grün und in der Türkei nationalistisch wählen. Aus gut verständlichen Gründen sehen sie den moralischen Zerfall Deutschlands, und des Abendlandes überhaupt, wohl als Garant ihres künftigen Sieges. Wenn wir einmal die Macht übernommen haben, werden die Muslime wohl kalkulieren, räumen wir mit Genderwahn, Schwulenkult un Feminismus rasch und gründlich auf, aber vorderhand sind diese Entartungen für uns nützlich, weil sie den Widerstandswillen der Deutschen (bzw. Europäer) schwächen.

Allnichts

22. September 2021 16:25

Gotlandfahrer, 15:22:

"Das Heute ist das Ergebnis der geistlosen Funktionäre.  Die können nur materielle, äußerliche Effekte erzielen. Sie können mit viel Tamtam die Gutgläubigen und Dummen eine Zeitlang im Glauben lassen, alles wäre auch in ihrem Sinne. Aber nicht ewig, und dann kommt die Zeit der Ehrlichkeit. An diesem Punkt sind wir."

Ähnliches hört man seit Jahrzehnten, ständig ist die Umwälzung zum Greifen nah. Die Wirklichkeit sah aber immer anders aus. Ich frage mich, wie man solche Aussagen treffen kann, während trotz eigener Erfolge so gut wie alle aus unserer Sicht negativen Entwicklungen anziehen und sich noch weiter ausbreiten.

Der Zug ist nicht abgefahren, es gibt noch immer genug Deutsche, Europäer, Weisse auf dieser Welt, um alles wieder in geordnete Bahnen lenken zu können, nur kann bei nüchterner Analyse doch kaum Optimismus das Ergebnis sein. Während wir uns im Kreise drehen, schaffen andere Fakten, die irgendwann nicht mehr umkehrbar sind. Und der Punkt ist tatsächlich nicht mehr so unheimlich fern.

URN

22. September 2021 17:08

Was alles so geht.... Kaum schreibe ich einen Hinweis zum fehlenden Zusammenhang zwischen einer "rot-rot-grünen" Regierung in zwei Bundesländern östlich von Elbe/Werra und Militanz, erklärt mich der eine Schnelldenker, Nordlicht, zum Anhänger derartigen Irrsinns, der andere, Laurenz, zum Desperado. Könnten Sie, Nordlicht, alte Kirchenbücher lesen (wovon ich nicht ausgehe), fänden Sie mich unter der Rubrik "Dissidenten". Konvertieren ginge also in meinem Fall selbst dann nicht, wenn ich wöllte. Und sowohl Eilenburg, wo man die Sprunggelenke des Herrn R. traktierte, als auch Leipzig-Connewitz, wo sich die Irren von der lächerlichen Möchtegern-"Antifa" austoben dürfen, liegen wo? Richtig, im angeblich soooooo widerständigen und patriotischen Sachsen.

MARCEL

22. September 2021 18:23

Der gute Wille ist ja vorhanden, das Ziel irgendwie auch, aber Wege und Charaktere sind halt verschieden, auch in dieser Spalte des Blogs.

Man kann als Volk, Ethnie, Staat oder Kultur untergehen, leider ist das historisch immer möglich gewesen, nur: sang- und klanglos, vor allem aber ehrlos darf es niemals sein, da bin ich wahnsinnig old school. 

quarz

22. September 2021 18:58

@Breckert

"Es gibt allerdings Millionen von uns in diesem Land; einzig die fehlende Vernetzung durch die kontrollierten Medien hindert uns daran, uns unserer Stärke bewußt zu werden."

Manchmal frage ich mich, welchen Einfluss es wohl auf das kollektive politische Bewusstsein im Lande hätte, wenn alle Wahlergebnisse immer auch in Bezug auf die Kategorien "ethnisch Deutsche" vs. "Passdeutsche" aufgeschlüsselt und präsentiert würden. Da wüsste dann jeder AfD-Wähler, dass er innerhalb seiner Ethnie bundesweit nicht einem 10%-Fragment angehört, sondern einer nicht enorm viel, aber doch erkennbar größeren Gruppe. Und es würde ein Bewusstsein dafür schaffen, in welchem Umfang die politischen Möglichkeiten, die Geschicke der eigenen Ethnie zu bestimmen, bereits in fremder Hand sind.

RockabillyRebel

22. September 2021 19:23

Das letzte Pfand, welches der konservative Patriot noch in seinen Händen hält, ist die Gewissheit, dass bislang sämtliche Heilsphantastereien linksgrüner Prägung immer wieder an gesellschaftlichen Realitäten und naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten krachend zerschellt sind. Anstatt sich argumentativ-konfrontativ an den sprichwörtlichen "Reichsverwesern" abzuarbeiten, wäre es -meines Erachtens nach- weitaus einfacher, sich (in geeigneten Themenfeldern) an die Speerspitze linker Indoktrination zu stellen, um so den politischen Gegner diskursiv vor sich her zu treiben. Letzteres würde als agent provocateur innerhalb einer temporären Querfront (bspw. beim Kohleausstieg und der Elektrifizierung des Individualverkehrs) dem deutschen Schlafmichel noch am ehesten die Augen öffnen, welche weiteren "Danäergeschenke" er von linksgrün bereits erhalten und noch zu erwarten hat.

Niekisch

22. September 2021 19:47

Fazit der Diskussion für mich nach metapolitischer Aktivität seit September 1965: die sog. Neue Rechte wird im Gegensatz zur sog. Alten Rechten nie zur Kameradschaftlichkeit in der Anschauung von Welt, Politik und Verhalten gelangen, es besteht nicht einmal wirkliche Einigkeit hinsichtlich dessen, was man nicht will. Ich werde mich verstärkt in der antagonistischen Kunst, in einer hiesigen Baumschutzgruppe, Fußgänger- und Radfahrerinitiativen sowie im Klimaschutz engagieren. Solidarität ist da kein Fremdwort und da mein Herz schon immer auch für soziale Gerechtigkeit schlug, sehe ich mal, ob sich systemisch antiplutokratische Kräfte finden lassen, die zugleich an Deutschland hängen. 

Herold

22. September 2021 19:49

@RockabillyRebel 

Finde ich auch sympathisch, aber das eine schließt das andere nicht aus. Im Prinzip leben einige Linke ja auch (unbewusst) so, predigen Multikulti, schicken ihre Kinder dann aber in die Schule im Nichtsoproblemviertel und haben erstaunlich konservative Ansichten was ihre Kindererziehung angeht. btdt.

Meine Wahlempfehlung war deshalb im Westen auch Grün zu wählen, und im Osten Blau. Und einfach für den Spaß bei den Grünen eintreten und der fundamentalste Fundi zu werden, inkl. Asylantenheim im Villenviertel bei den Genossen, jftl. Ich glaube, eine Gruppe Patrioten vor Ort, die sich abgesprochen in einen Ortsverband einnistet und dort den Politkommissar spielt, ist deutlich effektiver als drei Boomer am AfD-Stand mit "Im Islam hängen sie Schwule vom Baukran" oder "Für Slutoutfits, gegen Vergewaltiger"-Hirntot.

Breckert

22. September 2021 19:50

@quarz

 

Und genau deswegen versucht man mit allen Mitteln, politische Kristallisationspunkte im Ansatz zu zerstören.

Der Druck, der auf Martin Sellner, Götz Kubitschek und eigentlich jeden anderen A-Z Promi ausgeübt wird, wenn sie sich der Regierungslinie widersetzen, ist doch nicht mit deren Aussagen begründet, sondern allein der Angst der Mächtigen geschuldet, diese könnten der großen Masse vor Augen führen, daß es durchaus eine andere vertretbare  Seite in diesem Narrativ gibt.

Deswegen doch die mediale Überkübelung jedes Künstlers und Sportlers mit Unrat, weil solche Leute eben auch bei der breiten Masse bekannt und beliebt sind.

Hätte die AfD die Chance, im "richtigen" (ARD und ZDF) Fernsehen mal 6 Monate das komplette Programm zu bstreiten, würden doch nur noch ein paar Weichbirnige oder Ultraextremisten die Altparteien wählen.

 

Vielen Zuschauern ist doch gar nicht klar, daß "Flüchtlingshilfe" in der Realität babylonisches Sprachgewirr und unfassbar brutale Gewalt in deutschen Straßen bedeutet.

"Klimaschutz" steht in Wahrheit für Enteignung und Kommunismus.

"Coronapolitik" für Entmündigung, Vollkontrolle und Abschaffung sämtlicher demokratischer Regelwerke.

Allnichts

22. September 2021 21:14

Niekisch, 19:47:

Im Grunde geht es doch um eines: Erhalt des im biologischen Sinne deutschen Volkes und auch der europäischen Völker. Man scheint immer noch der Meinung zu sein, sich den Luxus gönnen zu können, sich nicht mit jedem, der dieses Leitbild teilt, zu verbünden, völlig gleich, welche sonstigen weltanschaulichen Unterschiede bestehen. Wenn es um die Deutschen und die Weissen im Allgemeinen wirklich so schlecht steht, dann darf es keine zersplitterte Rechte geben, weder innerhalb von Deutschland noch in Europa bzw. unter Weissen überhaupt.

Gelddrucker

22. September 2021 22:50

Was ist hier überhaupt los?

 

Woher kommt plötzlich der Pessimismus bei vielen Kommentatoren, ist irgendwas passiert in den letzten paar Monaten?

 

Deutschland ist 90% weiß. Ich weiß nicht wie man da so herumunken kann. 

Pit

22. September 2021 23:10

Diejenigen, die das anführen, sind bekanntlich eine winzig kleine Gruppe, absolut gesehen zahlenmäßig sowie auch relativ zur Anzahl der anderen: gäbe das nicht Anlaß zu fragen, warum es denen gelingt, unter diesen Umständen diese aufgeführte Liste von Leistungen zu erreichen? Also... nicht nur diese Liste aufführen, sondern fragen, warum die das erreichen, obwohl sie wenige sind? Es gibt da mehr herauszuanalysieren als diese Liste.
Ein anderer Ansatzpunkt wäre: warum machen wir nicht einfach dasselbe wie die? Würden wir dann nicht automatisch gewinnen?
Ich bleibe dabei: diese Leute leisten sich nicht den Luxus, auf Dingen zu beharren, die sich als falsch, als nicht erfolgreich, als nicht zielführend, herausgestellt haben. Sie unterwerfen sich einer gnadenlosen Selektion nach Erfolg und Leistung. Der Rechte aber weiß, daß "Markt" böse ist... er meint eben, sich diese Haltung leisten zu können...

Flaneur

22. September 2021 23:14

Wunden lecken und Kräfte bündeln im Osten der Republik, weil der Westen eh verloren und man dort gegen die sprichwörtlichen Windmühlen angeritten ist?

Eine sichere Bank ist der Osten allerdings auch nicht. Man denke nur an Städte wie Leipzig. Also eher nur der ländliche Bereich im Osten und vielleicht noch ein paar Kleinstädte in strukturschwachen Regionen, denn die Metropolregionen sind auch im Osten verloren? Kein sonderlich großes und attraktives Reservat. Aber zur Not kann man es sich brutal schönsaufen.

Und wenn man dann noch bedenkt, dass der gesamte Osten weniger Einwohner hat, als das westliche Flächenland NRW, dass das große östliche MVP weniger Einwohner hat, als der kleine westdeutsche Stadtstaat Hamburg... 

Rechte Rückzugsgefechte als Ausdruck der wahrgenommenen Niederlage im metapolitischen Meinungskampf? Alles nachvollziehbar, aber auch arg unbefriedigend.

Phinehas

22. September 2021 23:22

"Die Kirchen sind ausgelutscht & haben fertig. (Bitte, liebe Mitforisten, nicht die alte Bibel-Leier wieder.)"

Daß gegens Ende hin immer mehr vom Glauben abfallen, ist biblisch (ich behaupte nicht, daß dies bereits die Endzeiten sind).

Corona eine Religion …? Auf die oft laschen Argumente gegen Gott ging Vox Day in "On the Existence of gods" ein. Ihm ist schon eher zuzustimmen: Entweder, der Westen kehrt zum Christentum zurück, oder er wird von Dämonen regiert werden. Einen Plan B gibt es nicht.

Europa war über tausend Jahre christlich, dann fiel man nach und nach vom Glauben ab. Die Christen sind jedenfalls nicht Schuld an der Misere, sind ja auch gar nicht in der Politik. Es sei denn, man meint Wölfe im Schafspelz.

Die Ehe ist deshalb ja auch hinüber. Moral ohne Gott kann es schließlich nicht geben. Es gibt keinen moralischen Calculus, alleine der Begriff ist lächerlich. Will man "berechnen", ob ich mit der Frau des Nachbarn die Ehe brechen darf?  

Gläubige Gemeinden gibt es noch, z. B. Jakob Tscharntkes in Riedlingen. Europa ist ohne Christus jedenfalls gar nicht denkbar; dafür hat Er uns viel zu stark geprägt, nicht nur in der Kunst, auch moralisch, was gerne ignoriert wird.

Hiervon entfernen wir uns gerade, denkt man an „hookup“, „Abtreibung“ usw. Es ist doch die Geilheit, die uns kaputt macht, die uns in Unzucht degenerieren läßt.

Man kann doch auch nicht den Tod ausblenden und sich hier wie ein bloßes Tier verhalten.

Gelddrucker

22. September 2021 23:40

"Das Problem mit dem wir heute zu kämpfen haben, ist der Wunsch nach "Selbstauflösung" weiter Teile der autochthonen Bevölkerung."

 

NEIN

 

Siehe hier England, ungefähr auf alle westeuropäischen Länder zu transferieren:

 

https://odysee.com/@LauraTowler:3/we-were-never-asked:2

 

Wieso bin ich eigentlich einer der sehr wenigen, der diese essentielle Info verbreitet?

Gelddrucker

22. September 2021 23:48

"Wir verlieren, weil wir... ja... wir sind nicht nur schlechter als der Gegner: wir sind im absoluten Sinne blöde"

 

Richtig. Wir haben es noch nicht einmal geschafft eine seriöse Quelle aufzubauen, wo man sich über das von den meisten Europäern nicht gewollte demographische Szenario Europa 2050 informieren kann.

Wo bleibt endlich diese Quelle? 

 

Geschätzte 80-90% der Europäer sind gegen eine Islamisierung/Afrikanisierung unserer Länder. Sollte dies also tatsächlich passieren, wird es nur daran gelegen haben, dass wir zu dumm waren.

Der Ronny

23. September 2021 00:33

Tatsächlich kam mir der Gedanke schon des Öfteren in ein Bundesland umzusiedeln, in dem die AFD stärkste Kraft ist und der Migrationsanteil klein. Einzige, klitzekleine Bedingung dafür wäre, dass ich dort einer Arbeit nachgehen kann, die mir Spaß macht und von der ich in ähnlichen Verhältnissen leben kann, wie zur Zeit. 

Herold

23. September 2021 01:08

> Wo bleibt endlich diese Quelle? 

Bevölkerungsaustausch ist eine verfolgte "Verschwörungstheorie", schon vergessen? Die Quelle ist vergiftet und jeder, der mit diesem Thema auf die Straße/ins Netz geht, hat schnell Probleme.

Ich bin aber wirklich gespannt auf die Ideen von @Flaneur und @Gelddrucker wie's weitergehen soll. Ganz ohne Häme. Ich weiß es nämlich nicht.

Volksdeutscher

23. September 2021 01:12

1.

"Die Sezession koppelt das Ziel „Erhalt der ethnokulturellen Identität“ von dem Zwischenziel der Reconquista (Eroberung metapolitischer Macht zur Erlangung politischer Macht) ab. Die Bewahrung des Eigenen soll von der Erlangung staatspolitischer Macht weitgehend unabhängig gemacht werden."

Hervorragender Artikel von Matin Sellner, auch die Argumente sind alle schön und gut. Nur sehe ich bei der AfD im Bundestag (die sich als einzige und wahre Alternative des Widerstands anbietet) lauter Schlafmützen, Leisetreter und Windmühlenkämpfer. Keiner von ihnen traut sich, emotionale, zu Herz gehende Reden zu halten oder schlicht und einfach die Wahrheit in die Runde zu rufen. Was sie tun, nenne ich steriles Intellektualisieren. Denn die rationalen Argumente kann man zwar brav abnicken und auf YouTube und woanders mögen (mein Wort für den schäbigen Anglizismus "liken"), aber mitreißen aus der Lethargie tun sie kaum einen.

 

Volksdeutscher

23. September 2021 01:13

2.

Und was sehe ich in meiner Umgebung? Mit jedem Tag mehr und mehr lärmende, aggressive, sich primitiv benehmende Araber mit ihren schwangeren Frauen oder mit mindestens zwei Kindern aus wer weiß welchem Wüstenzelt gerade frisch eingeflogen. Und an allen Straßenecken und Haltestellen: Neger, Neger, Neger... Mir wird schon vom Anblick dieser Völker übel. Merkel hat Deutschland zu einem orientalischen Bazar gemacht. Wenn es so weitergeht, ist Germanistan bald nicht nur ein fahder Wortwitz, sondern die traurige Wirklichkeit.

Volksdeutscher

23. September 2021 01:17

3.

Wer seine Umgebung nicht nur wahrnimmt, sondern auch aufmerksam beobachtet, kann leicht zwei Frauentypen unter Deutschen ausfindig machen, die nach solchen, dem europäischen Schönheitsideal vollkommen konträr aussehenden und sich benehmenden Fremden grabschen: Handelt es sich um junge Deutsche, dann sind sie in der Regel physisch verbaut, dick, häßlich und hätten sonst kaum eine Chance, einen ordentlich aussehenden deutschen Mann, geschweige denn Kinder von ihm zu bekommen. Sind es ältere Deutsche, dann handelt es sich in ihrem Falle ebenfalls um physisch unattraktive Frauen um die 60 mit verlebtem Gesicht, die einem potenten Araber- oder Negerjungen für regelmäßigen Sex das Bleiberecht durch Ehelichung verschaffen. Aber sie produzieren wenigstens keine Nachkommen auf finanzielle und ästhetische Kosten es Deutschtums.

Volksdeutscher

23. September 2021 01:33

4.

Konklusion: Sellner hat recht, man kann seine Identität als Deutsche auch unter immer mehr werdenden Fremden durch physische und mentale Abgrenzung für eine gewisse Zeit erhalten. Das lindert jedoch nicht das Problem des physischen Verschwindens des Deutschtums (in der BRD, der Schweiz und Österreich) im Besonderen und der Weißen im Allgemeinen. Die importierten Fremden werden uns mittelfristig "niedergebären", wenn kein Wunder geschieht. Dazu bedürfte es wenigsten an der Rethorik mehr in Richtung Emotionalität zu drehen! Was ich darüber hinaus noch fordere, ist die von linken aufgestellten inhaltlichen Tabus zu niederreißen, was das konkrete, vielleicht auch brutal ehrliches Benennen und Verbildlichen der Dinge verunmöglicht!

Ob Politiker vom Schlage Orbáns je mitbedacht haben, daß die Verteidigung Europas Außengrenzen nichts gegen den infamen Verrat von innen hilft, wenn die mit deutschem, britischen oder französischem Paß ausgestatteten ethnisch und kulturell Fremde allmählich nach allen Himmelsrichtungen ausschwärmen, weil sie sich im Sinne des EU-Rechts überall in Europa - also auch in ihrem Land - niederlassen können und dürfen und vielleicht auch werden?

Franz Bettinger

23. September 2021 03:11

@Gotlandfahrer: Danke für Ihre Hoffnung machenden Zeilen über die „Zeit der Stille, Zeit der Abkehr“.

@Jürgen’s Einwand (15:56) ist berechtigt, aber was will man machen, wenn man im Loch sitzt und nur der Türke lässt ein Seil herab? Das Angebot ausschlagen? 

@Gelddrucker: Sie sind nicht der einzige. Ich sehe es wie Sie. Einen "Wunsch nach Selbstauflösung" gibt es bei der autochthonen Bevölkerung nicht. Den gibt es nirgends in der lebendigen Welt. Er ist ein Hirngespinst verrückt gewordener Psychologen und Philosophen. 

Franz Bettinger

23. September 2021 03:14

@Niekisch: Sie suchen etwas, was es hier nicht gibt. SiN ist ein Club furchtloser Denker, kein Verein zur Pflege deutscher Tradition. SiN hat keine festgelegten Statuten. Mir scheint, Sie sind der geborene Vereinsmensch. Also hin zu Baumschutz-Gruppen, Fußgänger- und Radfahrer-Initiativen. Mal so gefragt: Sind Sie eigentlich für die bei der AfD beliebten PAVs (Ausschluss-Verfahren unliebsamer Partei-Mitglieder) und diese Unvereinbarkeits-Liste? Ich wette, Sie sind dafür. No harm intended.

@Herold: "Asylantenheim im Villenviertel der Grünen Genossen“ - Ha, gute Taktik! Erinnert an Sven Liebich's „Corona ist in der Stadt. Bringt eure Toten raus!“ https://www.bitchute.com/video/s0RwZI7khbCm/

Gelddrucker

23. September 2021 08:06

@Herold

Ich wiederhole mich, aber es kann nur so weitergehen, dass die Aufklärung über den Volkstausch und wie Europa 2040/2050 aussehen wird, alleroberste Priorität haben muss. Laut Umfragen ist dieses Szenario von den meisten Europäern nicht gewünscht, und zwar deutlich. 

Wie Volksdeutscher sagt, "die von linken aufgestellten inhaltlichen Tabus zu niederreißen". Lasst sie doch reden. Wieso sollten wir Europäer uns dafür verteidigen, dass wir unsere Völker retten wollen? Müsste doch auch kein Asiate, Araber oder Afrikaner tun. Das wäre dort selbstveständlich und keiner würde sich beschweren.

 

Was die IB und ähnliche Organisationen wirklich sind:

Gesellschaften zum Erhalt der bedrohten Völker Europas

Das muss die Botschaft sein. Habe persönlich noch keinen getroffen der mir da widersprechen konnte (nach Erläuterung)

Volksdeutscher

23. September 2021 09:01

1.

"Das Problem, daß eine Ausweitung der Abstimmungsgemeinschaft (qua Verleihung des allgemeinen Wahlrechts) nie rückgängig gemacht werden kann, macht diesen Zustand irreversibel."

Nun, es ist zu befürchten, daß diese "Ausweitung der Abstimmungsgemeinschaft" irgenwann mal kommen könnte. Aber selbst dann gäbe es im Falle einer politisch Kompetenten und verantwortungsbewußten AfD-Regierung oder einer von ihr mitgestalteten Regierung die Möglichkeit, Abschiebeurteile knallhart durchzusetzen, ohne das zur Abstimmungsfrage im Bundestag zu machen: Es gibt markante Daten, die in dieser Frage einzig alleine entscheidend sind. Bereits verliehene Staatsangehörigkeiten nicht nur einzelnen Personen, sondern ganzen Familien abzuerkennen wäre dann der notwendige Schritt. Kontainerdörfer für Alleinstehende und solche für Familien an mehreren Stellen im Lande in der Nähe von Großstädten mit Flughafen/Flughäfen sind heutzutage einfach zu errichten, um als kurzfristige Aufenthaltslager kurz vor der Abschiebung (nebst medizinischer Versorgung und polizeilicher Bewachung gegen Sabotage von außen und Aufrechterhalten von Recht und Ordnung) benutzt zu werden.

Volksdeutscher

23. September 2021 09:03

2.

Das Merkelsche Credo von Unrecht zu Recht machen darf keine Geltung erreichen: wenn kein Einreiserecht (im Sinne des deutschen Asyl- und Aufenthaltsrechts) vorhanden war, dann sind Erhalt und Besitz der Staatsangehörigkeit nicht rechtens und nichtig. Rechtliche und organisatorische Fragen mit den jeweiligen Heimatländern müßten im Vorfeld erfolgen. Da von "Unmöglichkeit der Rückgängigmachung" zu faseln wie Alice Weidel und andere es tun, zeugt in der Frage von politischer Inkompetenz und Phantasielosigkeit. Aber mindestens von Sentimentalität. Oder falscher Menschlichkeit. Deutsche sind Menschen und ihre Menschenrechte (z.B. das vordergründige Existenzrecht, das durch Migration gefährdet ist) zu durchsetzen muß für die AfD an erster Stelle stehen. Das durch die Merkel-Regierung und ihres eventuellen Ablegers entstandene Unrecht darf die AfD nicht dulden, will sie nicht als Verräter des eigenen Volkes dastehen, dessen sie ihren Vorgänger bezichtigte.

Volksdeutscher

23. September 2021 09:04

3.

Aber als erster Schritt in die richtige Richtung gölte es, wenigstens die Sprachbarrieren im Kulturkampf zu durchbrechen. Die von den Linken verhängte Tabuisierung der Aussprache von biologischen Zusammenhängen, Abläufen und die daraus entstehenen Konsequenzen der Rassenvermischung für die deutsche Kultur und Ethnie dient dem einen Zweck: die Kommunikation zwischen den Rechten und ihren Anhängern zu verunmöglichen: Wenn die Rechte sich nicht traut, die Dinge beim Namen zu nennen, wenn sie zu umständliche Formulierungen benutzt, um ja nicht dies oder jenes genannt zu werden, kann sie weder ihre politischen Absichten ihren Sympatisanten und Wählern zufriedenstellend vermitteln noch die politischen Absichten der Feinde der deutschen Nation entlarven, da die Informationen zu umständlich formuliert sind und so einen zu langen Weg brauchen, um bei den Adressaten anzukommen und verstanden zu werden.

Volksdeutscher

23. September 2021 09:43

1.

"Der Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund beträgt in Deutschland rund 26%. Bei den unter 5-Jährigen sind es über 40%."

Ich meinesteils würde gerne erfahren, worauf sich diese Statistik stützt, wie ihre einzelnen Wertungen erstellt worden sind und vor allen Dingen: von wem wurde sie in Auftrag gegeben und von wem erstellt. Wer gilt zum Beispiel im Sinne dieser Statistik als "Migrant"? Ich habe die Erfahrung gemacht, daß (neuerdings) auch Auslandsdeutsche aus mittel- und osteuropäischen Staaten und ergo auch ihre Nachkommenschaft zu diesem Personenkreis hinzugerechnet werden: Deutsche aus Russland, Ungarn, Rumänien, Schlesien, Sudetenland. Auch deutsche Flüchtlinge und ihre Nachkommenschaft in der Kriegszeit? Es wäre ebenfalls erfahrenswert, welche Gründe zum Migrationsgrund im Sinne der Macher dieser Statistik gehören, ab welchem Zeitpunkt und auf welche Ethnien sie sich erstrecken. Werden auch türkische, italienische oder serbo-kroatische Gastarbeiter und ihre Nachkommenschaft zu "Migranten" gezählt, also Menschen ohne Fluchtgrund und -motiv, einzig alleine deshalb, weil sie keine Deutsche sind? Sind Nichtdeutscher und Migrant identische und austauschbare Begriffe im Sinne der Statistik?

Volksdeutscher

23. September 2021 09:47

2.

Denn ich habe den Verdacht, daß diese hohen und deprimierenden Werte den einen Zweck verfolgen, der deutschen Bevölkerung die Ausweglosikeit aus ihrer gegenwärtigen Situation vorzugaukeln, um es zu entmutigen und dadurch seine Einwilligung in die ultimative Selbstaufgabe als europäische Kulturnation zu erpressen. Es ist wäre also die Absicht, seine Widerstandsbemühungen schon im Vorfeld zu zersetzen: Der Krieg gegen die Nation wird nicht nur ethno-kulturell geführt, sondern auch psychologisch.

Anders gesagt: Was gibt uns das Recht, dieser Statistik zu vertrauen und sie auf ihre Inhalte hin nicht abzuklopfen?

Ralph

23. September 2021 10:12

Ronny

Arbeit (für Fachkräfte) gibt es in Mitteldeutschland genügend. Die Arbeitslosigkeit ist aktuell minimal. Ein gewisses Lohngefälle herrscht jedoch zwischen Ost und West, Einbußen müssen daher akzeptiert werden. Dafür gibt es dann aber auch wesentlich angenehmere Lebensbedingungen. ;-)

Allnichts

23. September 2021 10:25

Die Menschen sind darüber aufgeklärt, dass ihr Land immer mehr von Ausländern bevölkert wird und dies natürlich allerlei Folgen hat, es kümmert sie nur nicht oder nicht genug. Gäbe es die angeblich schweigende Mehrheit, dann hätte sie sich in all den Jahrzehnten schon einmal irgendwo als anhaltend grosse Bewegung oder Wahlerfolgsserie rechter und nationaler Parteien gezeigt. Die geforderten Informationsangebote sind vorhanden und leichter zugänglich als je zuvor, teils müssen sie sogar nicht einmal aufgesucht werden, sondern sie werden an die Menschen herangetragen. Das trockene Fazit ist: Was uns wichtig und das Wichtigste ist, ist für den normalen Bürger bestenfalls eine Randgeschichte, für die er auch kein Risiko eingehen wird.

Womit wir wieder beim Thema des Artikels sind: Es ist höchst zweifelhaft, dass eine Bewegung zur Besiedlung eines bestimmten Ortes überhaupt genügend Mitstreiter finden würde, weiter oben habe ich noch einige andere Punkte aufgeführt, warum solche Vorhaben immer wieder gescheitert sind und auch erneut scheitern würden. Mir scheint, sowohl Analyse als auch Planung leiden auf rechter Seite darunter, von Bedingungen auszugehen, die es in der Form nicht gibt. Wenn man permanent in der absoluten Minderheit ist, kann man nicht genauso permanent davon ausgehen, eigentlich Teil der absoluten Mehrheit zu sein, sondern man muss die Strategie an die Tatsache anpassen, dass die eigenen Werte und Ziele von der Allgemeinheit abgelehnt werden.

URN

23. September 2021 10:43

Lassen Sie, Ronny, sich von Ralf  keinen Bären aufbinden. Der Erzgebirgskreis beispielsweise hat die geringsten Löhne bundesweit ("gewisses Lohngefälle"...). Arbeit gibt es in vielen Gegenden überhaupt nur in Pflegeheimen für Alte, die natürlich, wie heute üblich, so nicht genannt werden; Alte sind ja bekanntlich Senioren geworden, die nicht mehr untergebracht und gepflegt/betreut werden, sondern residieren. Und die "angenehmeren Lebensbedingungen" dort, wo es - vielleicht - den ein oder anderen Arbeitsplatz gibt: Leipzig-Connewitz liegt in Mitteldeutschland, Eilenburg auch....

RMH

23. September 2021 10:54

Letztlich wäre eine konsequente Flucht aufs Land angezeigt, denn das ist West wie Ost noch deutsch. Treibstoffpreise von 2.50 /l und mehr verhageln die Rechnung für den Berufspendler zukünftig.

Herold

23. September 2021 11:06

@Allnichts

Das Märchen von der schweigenden Mehrheit hat was vom Angriff Steiners, der alles in Ordnung bringen wird. Nur: Die schweigende Mehrheit schweigt aus für sie gutem Grund. 

In meiner Altersklasse ist man entweder politisch nicht interessiert und beschränkt sich auf Arbeit und Freizeit (und ist damit auch ausgelastet) oder aber man ist tunlichst auf die richtige Weise politisch interessiert. Denn wenn morgen rauskommt(!), dass man bei einer nicht genehmen politischen Vereinigung teilnimmt, ist man auch mal seinen Job, sein Geschäft oder einen Auftrag los. btdt. Man hat Kinder, versucht sich gerade den Besitzstand aufzubauen, den unsere Eltern noch relativ problemlos (aber nicht mühelos, da möchte ich nicht falsch verstanden werden) erreicht haben - man versuche mal in für die Bedürfnisse einer jungen Familie praktikabler Entfernung ein Eigenheim zu erwerben, fat chance.

Herold

23. September 2021 11:06

Seien wir mal ehrlich: Es gibt genug Leute, die vom Zuzug profitieren. Vermieter, Unternehmer, die Sozialverbände (und ihre Angestellten), die NGO-Branche, Bauern, usw. Warum sollten die gegen Zuzug (und für Repatriierung) wählen/arbeiten? Da könnten informelle Netzwerke schon ein Gegengewicht bilden, aber dafür bräuchte es halt genügend Leute lokal. Auch hier könnte man von den Linken und den Fremden lernen: Genossenschaften gründen; gemeinsam Wohnraum - ganze Straßenzüge - aufkaufen; Geschäfte untereinander betreiben; Dienstleistungen informell auf Austausch ohne Bezahlung erbringen; Einsehen, dass der Staat und die Polizei nicht auf ein Signal warten um auf unsere Seite überzutreten mit allen Konsequenzen; Geld von den Fremden in eigene Kreise umschleusen und nun, haltet euch fest, einfach mal solidarisch sein mit den eigenen Leuten (Wer hat noch für den Solifond gespendet?).

Herold

23. September 2021 11:23

@URN

Nicht alle Leute sind Arbeitnehmer. Es ist doch ein nobles Ziel, eine strukturschwache Gegend mit Struktur in unserem Sinne aufzuwerten. Ich bin z.B. Unternehmer und hätte kein Problem damit, auch im Erzgebirgkreis zu sein, weil meine Arbeit überall verkauft werden kann, insb. auch Finanzmittel von den "anderen" zu uns umleiten kann. Durch mich fließt auch Geld in weitere Sektoren, z.B. in Dienstleistungen, die ich in Anspruch nehme und in Infrastruktur die ich nutze und bezahle.

Aber: Ich alleine kann das nicht wuppen. Dazu bräuchte ich Gewissheit, dass eine nenneswerte Anzahl von Gleichgesinnten mitzieht. Am besten eben ein guter Mix aus Handwerkern, brauchbaren Angestellten, loyalen Verwaltungsleuten, akad. Fachkräften (Ärzte, etc.), Dienstleistern und natürlich und insbesondere auch Landwirte. Eben alle drei Sektoren.

Hat schon mal jemand eingehender Landkreise / Orte nach günstigen Strukturen ausgewertet? Wir reden hier immer in Extremen (ich auch, zugegeben), aber vielleicht gibt es ja auch woanders Ecken, die man "kostengünstig" übernehmen könnte.

Locke84

23. September 2021 11:39

@URN

Sie müssen ihre Kentnisse über den ostdeutschen Arbeitsmarkt dringend auffrischen. 

10-20 Jahre verpennt kann ich nur sagen...

Marc_Aurel

23. September 2021 11:44

URN

"...Arbeit gibt es in vielen Gegenden überhaupt nur in Pflegeheimen für Alte"

Ach naja, Sie übertreiben etwas, in Ost- und Mittelsachsen zum Beispiel, gibt es genug Arbeit würde ich sagen, zumindest im Vergleich etwa zu den 90ziger/frühen 2000der Jahren hat sich die Situation deutlich entspannt - wer hier arbeiten will, findet etwas, die Konditionen sind meist aktzeptabel, man kann davon leben.

Franz Bettinger

23. September 2021 11:54

@Herold will die Quelle für den Großen Austausch. Voilà: Replacement Agenda der UN und der EU: https://po.neopresse.com/asylanten-un-fordern-bevoelkerungsaustausch-von-deutschland/ —>

Sie sehen, dieses wichtige Dokument ist gelöscht worden; es war im Internet 2015 in mindestens 3 Sprachen vorhanden, dann wurde die deutsche +mittlerweile alle Versionen gelöscht. Das Papier beginnt: 

"Department of Economic and Social Affairs, Population Division, Replacement Migration. United Nations projections indicate that over the next 50 years, the populations of virtually all countries of Europe ... will face population decline and population ageing. The new challenges of declining and ageing populations will require comprehensive reassessments of many established policies and programmes, including those relating to international migration. Focusing on these two striking and critical population trends, the report considers replacement migration for 8 low-fertility countries (France, Germany...)... . Replacement migration refers to the international migration that a country would need to offset population decline and population ageing resulting from low fertility and mortality rates. …“ ff

Franz Bettinger

23. September 2021 11:59

ff  'Replacement Migration' heißt Bevölkerungs-Austausch. Die UN fordern für D, F und I einen Bevölkerungs-Austausch mit Migranten aus Nahost und Afrika. In dem UN-Bericht »Replacement Migration« (ST/ESA/SER A./206) der Bevölkerungs-Abteilung der UN (2001) wird die Öffnung D's für mindestens 11,4 Mio. Migranten gefordert, auch wenn das zu sozialen Spannungen + Aufständen führt. Presse-Schulungen sind vorgesehen + TV-Beiträge zum Einhämmern einer Welcome-Ideologie. Hier über Rehabitlitations-Programme auf S.9: "Juveniles convicted of committing crimes... will be required to undergo a rehabilitation programme designed to instill in them a culture of tolerance.“ Das sind nichts anderes als Umerziehungs-Lager. In der 'Replacement Agenda' der UN und der EU kann jeder nachlesen, dass UN und EU fest damit rechnen, dass die Bürger sich gegen die Zuwanderung wehren werden. Der Lissabon Vertrag hat das Problem des Widerstandes jedoch schon vorsorglich und legal gelöst, indem er erlaubt, Aufständische zu töten und die Armeen im Landesinneren einzusetzen. Es wurde mir sofort klar, dass auch das 'European Framework for Promoting Tolerance' nur dazu bestimmt ist, den zu erwartenden Widerstand zu ersticken und Kritik nicht nur zu unterbinden, sondern unter Strafe zu stellen. Dazu passt der jetzt von den Parteien beschlossene Sanktions-Maßnahmen-Katalog gegen sogenannte Falsch-Meldungen.

Der_Juergen

23. September 2021 12:03

@Gelddrucker

"Deutschland ist 90% weiß. Ich weiß nicht wie man da so herumunken kann."

Wenn das satirisch gemeint sein sollte, geht es in Ordnung,. Ist es jedoch, wie ich argwöhne, ernst gemeint, ist an Ihnen Hopfen und Malz verloren, und das von Ihnen gedruckte Geld dürfte aus lauter Einunddreissigeuroscheinen, Siebzehneuroscheinen etc. bestehen.

Vielleicht ist Deutschland, wenn man z. B. die Syrer grosszügig zu den Weissen rechnet (manche sind in der Tat physisch kaum von Süditalienern zu unterscheiden), tatsächlich noch zu 90% weiss, aber erstens kommt es nicht nur auf die Rasse, sondern auch auf die Kultur an, und grosse muslimische Bevölkerungsteile sind nicht assimilierbar. Zweitens, und dies ist noch wesentlich wichtiger, ist Deutschland nur noch in seiner übergrossen Mehrheit weiss, weil die älteren Menschen fast ausschliesslich Biodeutsche oder zumindest Europäer sind. Entscheidend sind jedoch die geburtsfähigen und künftig geburtsfähigen Jahrgänge, und dann ergibt sich ein vollkommen anderes Bild. 

URN

23. September 2021 12:34

Nein, Locke84, leider nichts um 10-20 Jahre verpennt. Notgedrungen bin ich nach 35 Jahren mal mehr, mal weniger glücklich verlaufender Abwesenheit wieder in genanntem Kreis aufgeschlagen. Die Möglichkeiten, in dem komplett deindustrialisierten Kaff seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, hatte ich auf einem anderen Strang hier kurz angerissen.... Aber bauen Sie ruhig an Ihrem Bullerbü weiter.

RockabillyRebel

23. September 2021 12:48

@Herold

Man machte es wohl dem politischen Gegner zu einfach, den eigenen Willen zur Identitätswahrung mit den Begriffen von "Überfremdung" oder "Sezession" zu untermauern.

Nach meiner Vorstellung wäre es weit weniger angreifbar, rotgrünes Denken dadurch zu diskreditieren, indem man es an geeigneterer Stelle auf die Spitze treibt.

Anstelle einer "Deutschen Umwelthilfe" gründete sich bspw. ein Verein (mit dem in linken Ohren wohlkingenden Namen) "Ökologie und Menschlichkeit", der unter Berufung auf die neuen WHO-Grenzwerte für Feinstaub u.ä. als "Erstschlag" versucht, sämtliche deutschen Hochsee- und Binnenhäfen quasi lahm zu legen, während er sich i. Ü. sämtlichen Klagen der Deutschen Umwelthilfe als simpler Trittbrettfahrer anschließt.

Mit einem solchen "Abmahninstrument" ließe sich i.E. sogar (Staats-)Geld in die klammen, rechten Kassen spülen.

Und wenn erst alles in D kurz vor dem Kollaps steht, dann sinniert man öffentlichkeitswirksam noch über Entschädigungen an China für die deutschen "Greuel" während des Boxeraufstands sowie über die "Rückgabe" der alten Herzogtümern Schleswig, Holstein und Lauenburg an Dänemark ;-)

Spätestens dann begänne für viele Volksdeutsche die Ausreise in unser (noch) nördlichstes Bundesland.

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