4. Oktober 2021

Kurze Replik auf Martin Sellner

Gastbeitrag / 36 Kommentare

von Markus Specht -- -- Martin Sellner veröffentlichte auf diesem Blog kürzlich einen Text, in dem er einen Plan B skizzierte.

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  • Sezession

Dort warf er die Frage nach der großen strategischen Ausrichtung der Rechten auf bzw. stellte eine mögliche Antwort vor.

Ausgehend von der These, daß die Reconquista so nicht mehr umzusetzen sei und wir geradewegs auf den „Point of no return“ zusteuern, sei es nur folgerichtig, Rückzugsorte zu errichten, zu sichern und von dort aus den Kampf, gleich einem strategischen Rückzug, fortzuführen.

Ein interessanter Ansatz, der ihm jedoch neben Lob auch sehr viel Kritik einbrachte. Seine Einleitung zeigt, daß er damit gerechnet hat. Auch ganz im Stil seiner (meta)politischen Mission agiert Sellner in diesem Text auf der großen Ebene der Politik. Er malt ein Bild, was viele Kommentatoren zurecht bereits in den Bereich der Abspaltung von der BRD setzen und zielt auf eine Zukunft, in der sich unser Volk nur noch um Minderheitenrechte bemühen kann.

Hier setzt diese Kritik an. Sie zielt zum einen auf einige Schlußfolgerungen und Prämissen, die ich als kritikwürdig ansehe. Die Punkte sollen hier jedoch nur kurz angerissen werden. Zum anderen setzt sie insbesondere an der Verortung der Strategie an und zeigt auf, warum die grundsätzliche Denkrichtung richtig, ihre strategische Ausrichtung jedoch falsch ist.

Sellner skizziert folgerichtig, daß in einer Demokratie, die sich einem demographischen Wandel auf ethnischer Ebene ausgesetzt sieht, die (Noch-)Minoritäten über kurz oder lang an politischem Einfluss gewinnen und diesen für ihre Zwecke nutzen werden. Hierbei setzt er implizit voraus, daß diese ethnisch fremden Minoritäten ein gemeinsames Ziel bzw. einen Grundkonsens haben.

Diese Annahme ist stark zu bezweifeln, da es selbst der Islam, als evtl. einigendes Motiv, noch nicht geschafft hat, diesen ethnisch vielfältigen Gruppen ein einheitliches Ziel zu geben, das wirkmächtig wird und sich politisch artikuliert. Vielmehr agieren einzelne Akteure in unterschiedlichen Parteien, ohne ein wirklich einendes Ziel. Sie eint lediglich – und auch dies nur womöglich – die Ablehnung der Mehrheitsgesellschaft. Hier kommt uns zudem der linke Dekonstruktivismus zugute, denn eine Einigkeit im Opferstatus gibt es nicht. Vielmehr ringen die einzelnen Gruppen miteinander, wer denn das größere Stück vom Kuchen abbekommt.

Die zweite irrige Annahme ist die, daß unser Volk einen wie auch immer gearteten geschützten Minderheitenstatus zuerkannt bekommt. Ein kurzer Blick in die Kolonialgeschichte genügt, um diese Annahme zu widerlegen. Außer, man gibt sich damit zufrieden, nach hundertjähriger Verfolgung und Zurückdrängung ein paar Reservate zugestanden zu bekommen. Schauen wir auf die islamische Herrschaft, so ist es sogar noch finsterer um Minderheiten bestellt. Dies kann keine wirkliche Option sein.

Doch gehen wir nun zum Grundsätzlichen. Hier hat Sellner treffend analysiert. Die metapolitische Reconquista ist krachend gescheitert. Der Rechten ist es nirgends nachhaltig gelungen, im Mainstream Themen zu setzen, diese zu lenken, Meinungen gewinnbringend zu platzieren oder Diskurse zu bestimmen. Das Deplatforming der Identitären Bewegung hat sie direkt in die Bedeutungslosigkeit katapultiert.

Hier muß ganz klar erkannt werden, daß es auch in den kommenden Jahren keine realistische Chance gibt, dies zu ändern. Die Diskurshoheit des linken Mainstream ist auf der Ebene des Mainstream nicht zu brechen. Themen können nicht gesetzt werden, man kann ihnen nur hinterherhecheln und reagieren. Gleiches zeigt sich auch in der großen Politik. Wer immer noch glaubt, daß durch Einbindung einer wie auch immer gearteten politischen Mitte eine Regierungsbeteiligung in Westdeutschland oder auf Bundesebene möglich sei, hat anscheinend die letzten Jahre bundesrepublikanischer Realität verpaßt.

Was bleibt, und das ist folgerichtig, wäre eine Sezession. Doch nicht im Großen, sondern im Kleinen. Trotz aller Rhetorik denken die meisten Rechten, Konservativen und Patrioten noch immer, dies sei unser Staat bzw. dieser sei schon für einen da und würde einen fair behandeln. Fast jeder hat noch ein Grundvertrauen in diesen Staat und glaubt, er würde seine Kraft zum Wohle des deutschen Volkes einsetzen. Genau aus diesem Grund findet man auf rechter Seite den immer wiederkehrenden Effekt der Vereinzelung. Man zieht allein aufs Land, denn dort ist ja die Welt noch in Ordnung; dort hat man seine Ruhe.

Aus diesem Vertrauen heraus, daß der Staat ja immer noch „deutsch“ sei, es unsere Republik ist, kommt dieses Verhalten. Die Rechte sah sich nie genötigt und hat es, mit radikalen Ausnahmen in den Neunzigern, nie für nötig gehalten, Gegenkulturen, Kieze und Strukturen aufzubauen. Doch der Staat ist nicht mehr derselbe wie noch vor 20 Jahren. Dieser Staat agiert auf allen Ebenen gegen das deutsche Volk, negiert mittlerweile seine Existenzberechtigung als ethnokulturelle Einheit.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts im NPD-Verbotsverfahren hat dies nochmal verdeutlicht. Die Prügelgarden der Berliner Polizei hämmern den Demonstranten ein, daß sie jeder linken Politik treu ergeben sind. Die Bundeswehr feiert sich, weil sie in Afghanistan und im Mittelmeer als Schlepper agiert. Der politische Gegner hält sich an keine Spielregeln, Fairneß ist nicht zu erwarten. Rechte werden rausgedrängt aus Arbeitsstätten, sozialem Umfeld und Vereinen.

Und hier müßte Sellners Idee ansetzen. Genau auf dieser Ebene. Hier muß die Rechte sich von der Gesellschaft entkoppeln, Strukturen aufbauen, Kieze schaffen. Hier muß die Rechte zusammenrücken und sich nicht in ein vermeintliches Idyll flüchten, was in fünf Jahren ohnehin nicht mehr existieren wird.

Auf dieser Ebene zeigen sich zudem weitere Effekte. Hier kann eine Parlamentsrechte erfolgreich arbeiten, indem sie solchen Projekten Flankenschutz gegen Angriffe von links liefert. Hier findet sogar eine auf dem Notwehrrecht basierende und begründete Robustheit ihren Platz, wenn es darum geht, das Eigene zu verteidigen. Wir müssen und dürfen nicht immer im Großen denken, sondern lokal agieren. Hier können wir wirken. Hier finden Ideen eine praktische Umsetzung und Anwendung. Hier können flächendeckend Projekte umgesetzt werden.

Vielleicht sollte man erkennen, daß man eben doch kein Feldherr, sondern eher ein Feldwebel ist und auf dieser Ebene ansetzen.


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Kommentare (36)

Martin Sellner

4. Oktober 2021 23:22

Ich bedanke mich für die rege Aufnahme und Debatte über das aufgebrachte Thema. Ich begrüße jede Kritik und jede Auseinandersetzung mit dem Konzept, das auch für mich noch nicht zu Ende gedacht ist. Ich werde auf den Beitrag antworten. Hier nur 3 Dinge vorweg:

1. Ich habe nie behauptet, dass ein Minderheitenrecht "anerkannt" würde. Klar habe ich das nur als ein Narrativ zur Selbstlegitimation darstellt, das nicht auf seinen logischen zwang, sondern seine überzeugende Wirkung für die eigene Zielgruppe baut.
 

Martin Sellner

4. Oktober 2021 23:22

2. Die Reconquista ist denke ich nicht "krachend gescheitert" es sei denn man erwartete, dass sie in 5 Jahren eine Kehrtwende einleitet.  Es geht nur darum die Möglichkeit eines Scheiterns mit einem "Plan B" zu kontern.

3. Ich sprach nie von der Flucht in ein Idyll, sondern von der Sammlung in einer Region zur Schaffung von maximalen Synergieffekten. Die hier vorgeschlagene "Arche Noah Taktik" erzeugt mAn nicht die nötigen Synergieeffekte, um das anvisierte Ziel (lokale Überwindung des Bevölkerungsaustauschs) zu erreichen. Es ist also meiner Ansicht nach keine Strategie, sondern eher ein Herauszögern und Aufrechterhalten eines Bestandes für eine ungewisse Zukunft.

Martin Sellner

4. Oktober 2021 23:26

Die Zerstreuung in zahlreiche kleine, isolierte Einklaven, Kieze und in die globale Diaspora führt zu vielen kleinen Grüppchen, die mutmaßlich maximal eine Generation durchhalten, bevor ihre Kinder in der umgebenden Gesellschaft diffundieren. Alle Beispiele aus eroberten Ländern zeigen, dass die einheimischen Minderheiten sich in Gebieten sammelten und sich nicht in kleinste Kieze zerstreuten. Ich habe in diesen Videos bereits auf kritische Kommentare reagieren:

https://odysee.com/@MartinSellner:d/4902603-1633279637988_restream:4

https://odysee.com/@MartinSellner:d/sds2:0

brueckenbauer

5. Oktober 2021 01:18

Danke. Vielleicht kommt die Botschaft ja jetzt bei den "Vordenkern" an? (Und nicht vergessen: Zu unserer Sub- und Kontrakultur gehört unumgänglich eine Kreditgenossenschaft mit dem Ziel der Vollbank!)

Maiordomus

5. Oktober 2021 04:07

Markus Specht argumentiert in die richtige Richtung, was übrigens nicht nur für das Deutsche gilt, es gilt auch für die christlich-abendländische und kulturelle Substanz des Landes. Eine Resthoffnung bieten noch Sprache und Literatur, zumal wir gegenwärtig auf diesem Gebiet in einer offensichtlichen Null-Epoche leben, was die eine oder andere bedeutende Ausnahme nicht ausschliesst, gottseidank. Wobei aber klar sein muss, dass zum Beispiel "Gender" und "Antifa" auch das Bildungswesern kaputt machen, und umgekehrt etwa Berufsverbote für Leute vom Format eines Bosselmann, dessen Bildungsniveau wohl über dem an Hochschulen Etablierten einzuschätzen ist, eine direkte bildungsfeindliche Attacke darstellt in Richtung systematischer Volksverdummung. 

Andreas Walter

5. Oktober 2021 05:05

“Man zieht allein aufs Land, denn dort ist ja die Welt noch in Ordnung; dort hat man seine Ruhe.“

Ich habe schon mehrfach versucht, mit Rechten Kontakt aufzunehmen, doch den meisten bin ich wohl nicht rechts genug (ich sei wohl eher so ein PEGIDA-Rechter).

Umgekehrt habe ich aber auch keine Lust, meine Zeit mit irgendwelchen pseudorechten V-Männern vom VS zu verschwenden, mich von denen zu ihrem Werkzeug machen zu lassen.

Also freue ich mich jetzt lieber zu wissen, dass hier jeder vierte die AfD wählt, und fordere darum alle AfD-Wähler im Westen dazu auf, auch nach Sachsen oder Thüringen zu ziehen.

Damit hier schon bald jeder Zweite eine Alternative für Deutschland sucht.

Denn "Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan." und “Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Großer Wohlstand dagegen fördert nur die Begehrlichkeit und lockt darum traditionell Diebe, Trickser und Betrüger an - und schlechte Frauen.

Adler und Drache

5. Oktober 2021 08:28

@Martin Sellner:

Kleine Einheiten gehen nicht zwangsläufig unter. Beispiel: die Hutterer. Allerdings verfügen diese weitgehend über wirtschaftliche Selbständigkeit und über eine stark ausgeprägte kulturelle Identität.  

Hartwig aus LG8

5. Oktober 2021 08:51

Ein bisschen OT, aber vielleicht doch passend:

Viel wäre schon gewonnen, wenn die "vereinzelten Rechten" endlich einsehen würden, dass sie, von einigen Ausnahmen abgesehen, in aller Regel Stützen der Gesellschaft sind; tragende Säulen im Wirtschaftsleben; ob als Arbeiter, Handwerksmeister, Angestellte, Unternehmer, Freiberufler ... und endlich Konsequenzen ziehen würden. Konsequenz heisst konkret: Ein positives Saldo gegenüber Finanzamt und Sozialversicherung anstreben.

Ich behaupte nicht, dass das bei einem ausgeprägten Hang zur "(klein-)bürgerlichen Lebensweise" leicht ist. Aber unter den gegebenen Umständen braucht es Mut zur Assozialität.

Assozial in diesem Sinne ist der legale Steuertrickser, der faulenzende Beamte im HomeOffice, der krank-feiernde Angestellte, oder auch der Erwerbsarbeit meidende Hartz4-Bezieher .....

Der obligatorische Energietranfer von Rechts nach Links wäre gedrosselt. Es wäre ein erster und zwingender Schritt beim Abschied von diesem Staat.

 

MARCEL

5. Oktober 2021 09:02

Bedenkenswerte Replik, ein paar Gedanken dazu:

Man kann keine Themen setzen, weil die virtuellen Plattformen alle in der Hand des Gegners sind.

Der Islam wird hierzulande dann einiger, wenn ein machtvoller Staat von außen die Regie übernimmt, sammelt, ausrichtet und ohne Hemmung hineinregiert (Erdogans Türkei).

Die Rechte muss sich "ent-bürgerlichen", muss sich Reflexe der "Zivilgesellschaft" abgewöhnen. Vor dem Territorium kommt die (Kampf-)Moral.

Maiordomus

5. Oktober 2021 10:21

@Adler und Drache. Nichts gegen die Hutterer, so wie mir die Amish in den Vereinigten Staaten zumindest unter dem Gesichtspunkt der religiösen Volkskunde sympathisch sind. Aber gerade die Hutterer blieben faktisch ohne politischen Einfluss und entfalteten sich, sage es durchaus wertungsfrei, also nicht mal negativ gemeint, als Sekte. Genau dies kann aber, wie unterdessen auch Sellner in seinen Repliken auf die erhobenen Kritiken andeutet, für die hier grossmehrheitlich vertretene Auffassung von Erhaltung der deutschen Kultur keine Lösung sein. 

Niekisch

5. Oktober 2021 10:24

@ Martin Sellner: Seien auch ein paar Punkte in Ihrem Text anfechtbar, unanfechtbar ist Ihr Mut, vorauszudenken und Unbequemes vorzubringen. Ich wünschte mir, weil mein Vorschlag zum Ausgangspunkt allen Wirkens, nämlich ein wollensmäßiges Fundament, ein "weltanschauliches Minimum für Alle", zu erarbeiten, kein Gehör findet, von Ihrer Seite einen Vorstoß in dieses Terrain. Es wäre zugleich der erste Schritt vor weiteren Schritten. 

"Die Rechte muss sich "ent-bürgerlichen", muss sich Reflexe der "Zivilgesellschaft" abgewöhnen. Vor dem Territorium kommt die (Kampf-)Moral."

@ MARCEL 9:02: Ja, entbürgerlichen, denn die weniger bürgerlichen Deutschen sind von der Lage am meisten betroffen und brauchen unsere Ansprache in deren Sprache aus echtem, ehrlichem Verständnis heraus. So, wie "vor dem Fressen die Moral", so kommt die einer Wollensfestigkeit und Wollenssicherheit entspringende Kampfmoral vor Strategie und Taktik einer Lageveränderung. So habe ich ja auch gerade Martin Sellner angesprochen. 

RMH

5. Oktober 2021 10:26

Die schon länger politisch Interessierten erinnert manches, was hier andiskutiert wird, an die vergangenen Konzepte der "national befreiten Zonen" und der kleinen Weiler und Dörfer, die von deutschen "Siedlern" übernommen wurden (manche davon gibt es sogar heute noch).

Bitte also nicht einfach nur neue Gewänder derartigen alten und bereits mehr oder weniger gescheiterten Konzepten verpassen. Andreas Walter weist zurecht auf die VS- Durchsetzung derartiger Projekte hin, wie sie im ersten NPD- Verbotsverfahren dann auf einmal auch für alle offenkundig wurde.

Die neue Rechte - und insbesondere die Sezession - hatte doch zu Beginn auch einen bürgerlich-subversiven Ansatz. Wenn man jetzt WGs oder Siedlungen gründen würde, wären alle schön zusammen auf einem Präsentierteller versammelt und der VS- Durchsatz wäre schnell wieder da, so sicher wie der erste Grundsteuerbescheid. Kein Wunder, dass G.K. einstmals vom Konzept der 1-Mann-Kaserne sprach ...

Allnichts

5. Oktober 2021 11:07

Ob eine Rückeroberung durch Metapolitik als gescheitert wahrgenommen werden muss oder nicht, das sei mal dahingestellt, es scheint sich aber die Erkenntnis durchzusetzen, dass rechter Metapoltik unter den konkret gegebenen, stabilen Machtverhältnissen enge Grenzen gesetzt sind, weil man nur unzureichend an die grossen Informations- und Geldströme angeschlossen ist und noch dazu leicht davon abgetrennt werden kann. Das "Reale" rückt wieder mehr in den Blick.

Der Strategie-Ansatz von Martin Sellner ist strikt und vor allem systematisch, was auch sinnvoll ist, aber auch sehr theoretisch. Daher finde ich es auch angebracht, wie im Artikel geschehen ein wenig bodenständiger an das Ganze heranzugehen, denn wäre es bspw. so, dass man sich nicht einmal in einem Viertel oder einem kleinen Ort festsetzen kann, sind weitergehende Konzepte natürlich mehr oder weniger hinfällig. Und auch bei dieser eher bescheidenen Herangehensweise, erst einmal ein Viertel für sich zu gewinnen, sehe ich die Schwierigkeit, dass selbst die bereits Überzeugten da nicht so recht mitmachen wollen.

Es mag für viele Konservative gelten, aber von Rechten habe ich noch nicht gehört, dass sie sich zurückziehen, weil der Staat es schon irgendwie richten wird. Da dürften eher Gründe wie Resignation, allgemeine Vorliebe fürs Ländliche und Ablehnung der allgemeinen Gesellschaftswirklichkeit eine Rolle spielen, aber auch, dass nicht jeder im politischen Aktivismus seine Rolle findet.

Insgesamt wirkt der Text auf mich zu überhastet.

Allnichts

5. Oktober 2021 11:13

Zu den Videos und an Martin Sellner gerichtet will ich sagen, dass mich die sachliche und eingehende Beschäftigung mit den Kommentaren sehr gefreut hat.

Bezüglich Untergang, Überwintern usw.: Da schwingt natürlich einiges an Hoffnung mit, was für einen Plan im eigentlichen Sinne wenig hilfreich ist. Es ist aber auch mehr, nämlich Ergebnis von Überlegungen und Beobachtungen, welche zu der Einschätzung geführt haben, dass auch der beste Plan nichts daran ändern wird, dass ein wirklich vollkommene Rückeroberung nicht willentlich herbeiführbar ist, man selbst für eine solche also auf zufällige Ereignisse angewiesen ist. Es ist ein Denken in Szenarien, was theoretisch passieren müsste, um uns wieder in die Lage zu versetzen, den wirklichen Wandel selber herbeiführen zu können. Ob diese Szenarien dann realistisch sind, ist eine andere Frage, letztlich aber auch nachrangig, wenn die willentliche Rückeroberung im umfassenden Sinne für mehr oder weniger ausgeschlossen gehalten wird.

Für die politische Arbeit bedeutet dies nicht, dass man keine Pläne erstellen, allgemein nicht handeln und nicht alles Sinnvolle versuchen sollte, um so viel wie möglich zu schaffen. Es sollte immer auf Sieg gespielt und nicht aufgegeben werden, schon aus weltanschaulicher Überzeugung und selbst für die geringe Restchance. Nur das Bewusstsein ist ein anderes. Erreicht man dann trotzdem das unerreichbare Ziel: Umso besser.

Andreas Walter

5. Oktober 2021 12:02

“VS- Durchsatz“ ist immer und überall da, und sei es auch nur ein hinterfotziger altlinker Nachbar, der nichts zu tun hat und gerne IM spielt.

Es geht daher um schiere Masse, die man aufbieten muss, so wie ja auch schon jetzt ganze Stadtviertel in fremder Hand sind, und sich dort darum viele nur noch ungern sehen lassen.

Unser Kiez, unser Dorf, unsere Stadt, unserer Kleinstaat. Mehr ist eben nicht mehr drin, mit nur noch 4,8 Millionen Unterstützer aller Altersklassen plus deren Kinder.

Echte Deutsche, egal welcher Hautfarbe, sind daher nicht mal mehr 10% der hier in “Deutschland“ Ansässigen. Das scheinen aber auch hier bei der Sezession ein paar noch nicht verstanden zu haben.

Auch das Blaue Band als noch letzter Hafen vor dem Sturm ist bereits eine Notlösung, allein schon wegen der regionalen Arbeitsmarktsituation. Schon bald heisst es darum Geld oder Leben, und zwar schon lange vor 2040. Oder sagte Martin sogar 2045? Viel zu optimistisch. Denkt nur mal zurück, was die allein schon in den letzten 6 Jahren alles auf den Kopf gestellt haben.

Nächstes Jahr im Blauen Band, alles andere sehen wir dann hier. Und nehmt ein deutsches, patriotisches Umzugsunternehmen, deutsche, patriotische Umzugshelfer, damit auch das Geld in Zukunft in der Familie bleibt. Ihr müsst es nur wollen, dann ist es kein Märchen.

 

URN

5. Oktober 2021 13:25

Volle Zustimmung, Andreas Walter. Und wie jeder sehen und lesen konnte, hat es die AfD nicht geschafft, ein deutsches, patriotisches Handzettelverteilunternehmen zu beauftragen, um ihre Wahlwerbung in Briefkästen zu werfen (handwerklich u n d geistig höchst anspruchsvoll, das Einwerfen meine ich). 

brueckenbauer

5. Oktober 2021 13:58

Andreas Walter,

vielen Dank für diesen Realismus. In der BRD gibt es maximal 15 Prozent Wähler, die Deutsche bleiben wollen. Für die muss man arbeiten, und dabei muss man sich eben am Vorbild von anderen strukturellen Minoritäten orientieren, die uns weit voraus sind (durchaus auch weltanschauliche "Sekten", wie z.B. Anthroposophen, aber auch Schwule usw.).Wenn man dann mal was auf die Beine gestellt hat, kann es durchaus sein, dass sich noch weitere Individuen aus dem "Streusand" anschließen. Aber das ist eine Frage, mit der sich Sellners Enkel beschäftigen dürfen.

Jetzt sei'n wir erst mal froh, dass der Reconquista-Quatsch erledigt ist.

Laurenz

5. Oktober 2021 14:27

Ich möchte auch hier nochmals auf unseren Volkscharakter hinweisen, der hier ideologisch schlicht übergangen wird.

Den Spartanismus von @Andreas Walter interessiert keine Sau, sonst hätten die Spartaner auf Dauer auch (leider) nicht verloren. Denn ihr Ansatz war richtig, nur eben ideologisch zuwenig anpassungsfähig.

Wo MS falsch liegt, ist Seine Gebrauchsanweisung für die Dauerkrise. In der Dauerkrise agieren die Bürger richtig. Man braucht, wenn, eine Gebrauchsanweisung in der Schublade für den Zusammenbruch, den Untergang eines Staatswesens.

Solange mehrheitlicher Wohlstand existiert, existieren/funktionieren keine deutschen Gemeinschaften, außer vielleicht Vereine mit dem üblichen nibelung'schen Intrigantenstadl. Das ist deutsch. Im Wohlstand macht eben jeder, was er will.

Gemeinschaft entsteht erst, wie in der DDR, in einer Mangelwirtschaft. Nur im Mangel & der Not entsteht deutsche Gemeinschaft.

Und weil die Kommunisten das schon vor mehr als 100 Jahren wußten, organisierten sie erst den Zusammenbruch & dann die Mangelwirtschaft.

Seismos

5. Oktober 2021 15:24

Wie allein schon die Bundestagswahl zeigt, sind wir inzwischen in allen größen Städten hoffnungslos in der Minderheit! Gleiches galt auch für die Kommunalwahlen in Niedersachsen bzl. der neuzuwählenden Bürgermeister und auch den Stadträten etc.

Außerdem ist, wie in Niedersachsen, die AfD als "politischer Arm" zumindest hier im Westen, intern  quer durch alle "Flügel" total zerplittert und die meisten Protagonisten streben auf Deubel komm raus nur nach lukrativen Mandaten und Parteiposten.
Veranschaulicht wird dies u.a. dadurch, daß im neuen Bundesvorstand der AfD gleich zu Beginn ein Antrag gestellt wurde, den niedersächsischen Landesvorstand abzusetzen - Quizzfrage: wer mag den Antrag wohl gestellt haben?

Wie man durch die vielen, durchweg negativen Berichte in den Medien sieht, ist es sehr schwierig, sich "aufs Land" zurückzuziehen, ohne daß dies Probleme schafft.
Die Kurden z.B. in Celle haben dies geschafft - warum nicht wir?

Warum haben wir keinen eigenen Fernsehsender und Radiosender? Warum keine eigene Tageszeitung? Gibt es dafür keine Geldgeber und Sponsoren???

Warum schwimmen wir nur noch im eigenen Saft und vermeinen, daß nur wir (oder ihr?) genau das richtige Konzept habt?

Nur gemeinsam sind wir stark!!!!

https://www.facebook.com/JuergenWirtzII

RockabillyRebel

5. Oktober 2021 15:51

In einem von der Multi-Ethnizität gekaperten Staat auf Schonung und Berücksichtigung innerhalb idyliischer Reservate zu hoffen, halte ich für einen zu optimistischen Denkansatz.

Mit Erreichen des demografischen Kipp-Punktes wird es keinen funktionierenden Staat  mehr geben, weil sich schon vor diesem Zeitpunkt Mitteleuropa denjenigen Kontinenten angeglichen haben wird, aus denen "die neuen Mehrheiten" herkamen.

Die verfassungsmäßige Achtung von autochthonen Minderheiten setzt aber regelmäßig das Funktionieren eines schützenden und wehrhaften, säkularen Rechtsstaates voraus.

In der öffentlichen Wahrnehmung wird dieser bei weiteren Zuzug als sicher zu prognostizierende "Zusammenbruch" als ein plötzlicher erscheinen, da die Leitmedien und das Sozialsystem bis zuletzt ein funktionierendes Staatsystem vorgaukeln werden.

Vor dem demografischen Kipp-Punkt sollten daher andere Szenarien für einen vorzeitigen "Systemausfall" provoziert werden, wofür sich ultralinke und transzendent-grüne Heilsbotschaften in vielfältiger Weise anbieten.

Die Aussage "Wer hat uns verraten, die Sozialdemokraten!" muß einer neuen Gültigkeit zugeführt werden, um aus dieser Katharsis eine neue Volks- und Heimatliebe aufbauen zu können.

 

Niekisch

5. Oktober 2021 16:00

"Echte Deutsche, egal welcher Hautfarbe"

@ Andreas Walter 12:02: Wo gibts die? Möchte ich auch mal kennenlernen...

Laurenz

5. Oktober 2021 17:45

@Seismos (1)

"Minderheit in den größten Städten"

Da ich leider nicht über das Talent & die Schreib-Kompetenz eines GK verfüge, Beiträge klar verständlich zu verkürzen, sehe ich mich gezwungen, Ihnen weniger talentiert in einem weiteren Beitrag zu antworten. 

Unsere Minderheit in ca. 11.000 deutschen Kommunen ist nicht so schwerwiegend, wie Sie denken. Die mehrheitlichen Wähler der Einheitsfront sind Rentner. Wir kämpfen aktuell mit der FDP & den Grünen um nicht ganz so alte Wähler.

Die Fakedemie (siehe ML-Artikel) trägt dazu bei, daß der Zwang, aus arbeitstechnischen Gründen in der Stadt zu leben, nachläßt. Wer will in einer Großstadt ohne Auto (& mit einer gewissen Übertreibung) in der Ausgangssperre leben? 

Das ist, neben der Migrantenflut & den woken Urbanen, die sich generell das Taxi (inklusive Fremdarbeiter als Fahrer) leisten können, mit ein Grund für eine neue Stadtflucht.

Laurenz

5. Oktober 2021 17:45

@Seismos (2)

Die räumliche Bewegung der Bevölkerung, die MS hier in den Raum stellt, begann bereits, bevor MS diesen Artikel schrieb, mal abgesehen von den Anywheres, die eh das Land jedes Jahr verlassen. Letztere brauchen wir auch nicht, sie sind nur ein Symptom zu unseren Gunsten.

Diese Stadtflucht führt unweigerlich zu Steuermindereinnahmen der Kommunen, bei einer immer mehr steigenden Belastung der Stadtkreise durch Sozialleistungen, was immer weiter dazu führen wird, daß das Stadtleben auch für die Woken & Migranten in seiner Qualität nachlassen wird. Hier ist dann durchaus zukünftig Stimmenpotential zu generieren.

Waldgaenger aus Schwaben

5. Oktober 2021 19:25

Der Beitrag geht schon mal in die richtige Richtung. Sellner macht IMHO zwei Fehler:

1) Er unterscheidet nicht zwischen den Migranten, man kann doch einen Polen, Ungarn, Rumänen, Russen, Italiener nicht in einen Topf werfen mit einem 2015-Migranten ungewisser Herkunft,vielleicht aus Syrien, dem Irak, Nordafrika, Somalia oder sonst wo her. Alle Migranten rechnet er zu den "anderen", die von den "unsrigen" zu unterscheiden seien. Er tut das, indem er unreflektiert den Begriff "Migrationshintergrund" der staatlichen Propaganda übernimmt.  Mit diesem Begriff soll suggiert werden, dass die 2015er ff die "Gastarbeiter" von morgen seien, mit denen viele überwiegend keine schechten Erfahrungen gemacht haben. Sind sie aber nicht!

2) Das Grundproblem ist, dass das christliche Abendland seine Seele verloren hat. Spanien, der Balkan, Indien haben jahrhundertelange unter moslemischer Fremdherrschaft gelebt und ihre Seele bewahrt und dann als es möglich, ihr Land befreit. Ebenso die Russen unter den Mongolen.  Hier muss die reconquista beginnen: Die rein geistige Wiedergewinnung und Bewahrung der Seele des Abendlands.

Salzburger

5. Oktober 2021 20:47

"Der Rechten ist es nirgends nachhaltig gelungen, im Mainstream Themen zu setzen, diese zu lenken, Meinungen gewinnbringend zu platzieren oder Diskurse zu bestimmen"

Das ist in Deutschland leider so, in anderen westeuropäischen Ländern verhält es sich anders.

In meiner Heimat Österreich muss beispielsweise eine ÖVP sich als strikt migrationskritisch geben, um gewählt zu werden. Zwar betrügt sie hier schamlos (Österreich hat 2021 im EU-Vergleich pro Kopf die allerhöchsten Asylzahlen) und diesen Betrug hat die breite Öffentlichkeit noch nicht richtig realisiert, aber immerhin ist es ein Erfolg der Rechten, dass eine Partei die Verhinderung von Asylmigration überhaupt erst versprechen muss, wenn sie gewinnen will.

In Frankreich steht die politische Debatte ohnehin gerade Kopf. Eric Zemmour, der bekannte identitäre Intellektuelle, Journalist und Bestseller-Autor tritt bei der Präsidentschaftswahl an und steht in Umfragen aktuell auf Platz 3 mit 14% (Macron 24, LePen 16), mit realistischen Chancen auf Platz 2 (und damit Stichwahl gegen Macron) weil LePen im rechten Lager keine Glaubwürdigkeit mehr hat. Zemmour publiziert seit Jahren messerscharfe Analysen zur französischen Identität, zur islamischen Kolonisierung Frankreichs, zum Großen Austausch und der möglichen Rettung der frz. Republik vor der demographischen Zeitbombe - und dank seiner Kandidatur häufen sich nun die TV-Diskussionen über genau diese Themen. 

Locke84

5. Oktober 2021 20:49

Im Großen stimme ich Sellner zu. Wir benötigen Sammlunggebiete. Auch die Gründe dafür kann ich nachvollziehen und stimme zu. 

Was ich allerdings nicht verstehe ist, warum man bis zum Point of no Return warten soll. Und wie soll man sich das dann vorstellen? Als eine Art Völkerwanderung? Oder werden die willigen Deutschen dann mit Bussen abgeholt? Nein. Die Sammlung muss jetzt beginnen. Und sie muss individuell sein, dann ist sie auch nicht behördlich zu verhindern. Wichtig ist hierbei das wohin? Sellner umreißt es kurz. Neue Bundesländer und Grenzgebiete von Österreich. Aber was konkret. Soll es das ganze Ostdeutschland , exkl. Berlin sein, oder nur z.B. Sachsen. Oder nur bestimmte Regionen in Sachsen. Vlt. auch bestimmte Regionen im Westen? Das muss klar benannt werden. Gerade Junge Menschen die eine Familie gründen und ein Haus kaufen wollen müssen wissen wo ihre Zukunft liegen soll. 

Die Sammlung muss also von den Deutschen selbst ausgehen und nicht in irgendeiner Form gesteuert werden. Auch Kommunenbildung ist abzulehnen, da das nie zu einem Guten führt. Hutterer und Amische können nicht als Vorbilder dienen. Aber als Familie oder Junggeselle in eine Region zu ziehen, sich Arbeit zu suchen und sich ein Leben aufzubauen, das geht.

Die Jungs von Zusammenrücken machen eigentlich einen guten Job, haben aber wahrscheinlich keine wirkliche Reichweite außerhalb ihrer Szene. 

Grobschlosser

5. Oktober 2021 21:13

linksliberale Bildungsbürger sind das Problem - sie schützen ihre eigenen Kinder gegen den Globalistenmüll ( Privatschulen , sicheres Heim , kontrollierter Umgang , keine multikulti-Zumutungen etc.pp ) 

diese Leute hassen Deutschland und sie biedern sich gerne bei bestimmten hochproblematischen Minderheiten an ; Herrenclubs rekrutieren neo-bolschewistische Multiplikatoren ,setzen diese medial gegen Deutschland und Europa ein .

Multikulti ist Sand im Getriebe der europäischen Völker ; das linksliberale Bürgertum ist die 5. Kolonne der internationalen Medien und Finanzelite . 

Rundfunk , Schulen , Hochschulen werden von dieser gut abgeschirmten Elite kontrolliert .

https://de.wikipedia.org/wiki/Landesinstitut_f%C3%BCr_Lehrerbildung_und_Schulentwicklung

 

 

 

Salzburger

5. Oktober 2021 21:43

Ein mögliches Szenario wäre, dass die demographische und kulturelle Spaltung zwischen urbanen Zentren und ländlichem Raum sich ins realpolitische steigert, und in der Folge Autonomiebestrebungen beider Seiten entstehen lässt, die aber nicht gleich in eine Sezession mündet, sondern anfangs nur größere Spielräume bei Zuzug/Wohnsitz/Grunderwerb etc. gewährleistet.

Das Maximalziel für die Städte kann ohnehin nur mehr darin liegen, nicht islamisch dominiert zu werden, ein internationaler melting pot europäischer Prägung wäre wahrscheinlich das höchste der Gefühle, für alles darüberhinaus ist der demographische Zug wohl schon abgefahren.

Die urbanen Zentren werden also ohnehin immer weniger kulturelle Bindungen und Berührungspunkte zum nationalen Ganzen haben und könnten sich infolgedessen auch politisch zu einer Art Stadtstaat entwickeln, während sich außerhalb der Großstädte noch eine autochthone Leitkultur und Demographie verteidigen lässt, wodurch diese Regionen dann den eigentlichen Nationalstaat darstellen.

Marc_Aurel

5. Oktober 2021 21:54

Teil 1/2
@Niekisch
„...ein "weltanschauliches Minimum für Alle", zu erarbeiten...Es wäre zugleich der erste Schritt vor weiteren Schritten. „

Das sehe ich auch so, ohne eine „Basisideologie“ die als Kleber zwischen den rechten Mikrogruppen wirkt, ohne eine wenigstens grobe Ausrichtung und ohne eine Vernetzung, gleicht der rechte Widerstand einem unregelmäßigen Flackern, was ihn aber für den Gegner auch schwer greifbar macht, wie man erwähnen sollte.
Zu einer neuen Ideologie hatte ich mal ein mehrseitiges Pamphlet ausgearbeitet, es aber schnell in einer Schublade verschwinden lassen, weil wahrscheinlich an ein paar Abenden mit ein bisschen Rum im Glas nichts vom Umfang des kommunistischen Manifestes entstehen kann. Die Stoßrichtung des weltanschaulichen Minimums zu finden, ist aber eigentlich nicht schwer, man könnte zum Beispiel dem Dämon unserer Zeit, dem Globalismus, einen Gegenentwurf gegenüberstellen, der das Potential hat, ihn abzulösen und es besser zu machen. In dieses Thema kann man brennende soziale, wirtschaftliche und auch ökologische Fragen wunderbar mit einweben, die der Globalismus nicht löst, sondern verschärft. Stärkung und Wiederbelebung des Lokalen, Perspektiven dort bieten, wo die Menschen leben usw. Endziel Mulitpolare Welt mit starken ethnopluralistischen Nationalstaaten, die sich gegenseitig unterstützen und wohlwollende Kooexistenz anstreben.

Marc_Aurel

5. Oktober 2021 21:58

Teil 2/2
Ehemals verfeindete Staaten bemühen sich um ein Gesichtsbild, mit dem beide Leben können, wunden heilen, nicht aufreißen. Niemand muss draußen bleiben, jeder hat seinen Platz. Niemand leidet, alle gewinnen. Den Ethnopluralismus muss man konsequent ernst nehmen und ehrlich vertreten, sonst funktioniert es nicht. Der Syrer in Syrien ist mein Bruder, wenn er derselben Ideologie angehört, ich blicke nicht auf ihn herbab, ich unterstütze ihn ehrlich und mit voller Kraft. Ich sehe schon ein Plakat vor meinen geistigen Auge, auf dem ein deutscher Anhänger in einer Art Pfadfinderuniform dem syrischen Anhänger in einer ähnlichen Uniform, die Hand reicht. Das ist exportfähig und revolutionär. Eigentlich ist das ja genau das, was die Rechte will, echte Vielvalt (in Einigkeit), echte Identität, keine Identitätsprotesen (Schacht). Propagandistisch wird der Globalismus zum Monster aufgebaut und in seiner ganzen Menschenverachtung herausgearbeitet, was ja nicht einmal gelogen ist, die pervertierten Träume seiner Manager und Vordenker, von Kastengesellschaft, Versklavung und Bevölkerungsreduzierung schonungslos angeprangert, seine willigen Helfer als Verräter und Heuchler gebrandmarkt.

Marc_Aurel

5. Oktober 2021 21:59

Nachtrag:

Diese Flamme sollte man zuerst nicht in Deutschland entfachen, sondern dort, wo sie gut greifen wird, in den osteuropäischen Nationalstaaten, wenn sie hell genug leuchtet, importiert man sie zurück nach Deutschland, das schafft eine schwer unter Kontrolle zu bekommende multinationale Widerstandszone (siehe Afghanistan)…das sind alles nur grobe Fragmente aus dem Pamphlet, etwas aus dem Zusammenhang gerissen und stark gekürzt. Aber so ungefähr könnte das schon gehen, ist nur ein Vision.

Andreas Walter

5. Oktober 2021 22:26

@Locke84

Neuen Arbeitsplatz suchen in Thüringen oder Sachsen (das Blaue Band). Erstmal kein Haus kaufen. Möglichst dicht an den Arbeitsplatz ziehen. Mit etwas geringerem Lohn rechnen, dafür aber je nach Ort auch mit einer geringeren Miete. Alles andere könnte in nächster Zeit deutlich teurer werden (wegen Inflation und irrer Bundesregierung). Ossis nicht erzählen, was sie alles besser machen könnten oder was im Westen angeblich alles besser ist. Immer damit rechnen, dass manches hier wirklich immer noch anders ist als im Westen. Es wird immer noch viel gebaut. Der Ausbau der Infrastruktur ist immer noch nicht abgeschlossen, auch nach 30 Jahren noch nicht. Vieles ist jedoch schon deutlich moderner als man als Wessi womöglich denkt. Die Erfahrung einfach geniessen, selbst wenn es einen irgendwann vielleicht wieder fortzieht. Einige der positiven Sachen der DDR haben sich tatsächlich bis heute gehalten und viele interessante Geschichten bekommt man hier auch zu hören. Nicht jedem gleich alles erzählen was man denkt, denn rote und grüne Socken gibt es auch hier. In den großen Städten auch schon viele Ausländer und auch sozial auffällige Menschen. Viele Betriebe sind aber auch auf dem Land, wenn man mit dem rauen Charme der Städte nicht klar kommt. Mir geht es zumindest so, seit dem ich hier auf dem Land lebe.

Skeptiker

5. Oktober 2021 22:27

Momentan werden die Nobelpreise vergeben. Ich wundere mich, dass "Laurenz" nicht den Sonder-Preis des Universalgelehrten erhält. Sie wissen einfach alles - besser. Mag sein, dass auch dieses Gehabe viele potentielle AfD-Wähler abschreckt. Dieses besserwisserische, arrogante Auftreten kenne ich auch von einigen AfD-Kommunalpolitikern. Und gerade dort, wo der Wähler wie bei den niedersächsischen Kommunalwahlen besonders nah am Kandidaten sein sollte, war das Abschneiden der AfD desaströs. Mitunter wäre etwas Achtung gegenüber abweichenden Positionen eventuell auch mal angebracht ...

 

Kurativ

5. Oktober 2021 22:52

Für mich ist das eine Machtfrage. Wer die Macht hat kann inzwischen auch die Bevölkerung austauschen.

Valjean72

6. Oktober 2021 10:27

Zwei Stellen des Artikels fielen mir sogleich auf:

Die zweite irrige Annahme ist die, daß unser Volk einen wie auch immer gearteten geschützten Minderheitenstatus zuerkannt bekommt […]

Dieser Staat agiert auf allen Ebenen gegen das deutsche Volk, negiert mittlerweile seine Existenzberechtigung als ethnokulturelle Einheit.

 

Ich teile diese Auffassung. Daß es sich so verhält, wie gerade in der zweiten zitierten Passage dargelegt, ist mE im "patriotischen Lager" allerdings noch nicht hinreichend erfasst.

Daher dieses verbreitete Bestreben nach Koalitionsfähigkeit, nach gemäßigter Politik und bürgerlicher Anerkennung.

Mit politischen Kräften, die alles daran setzen unser Volk zu schleifen, kann es keine Kompromisse geben.

Daneben gefällt mir das Bild des Feldwebels, dessen Rolle wichtiger und auch passender ist als jene des Generals für die Vielzahl an Patrioten, die an Ihrem Ort, in Ihrem Umfeld aktiv sind.

Andreas Walter

6. Oktober 2021 10:35

@Skeptiker

Wenn er Sie nervt bitten Sie ihn einfach, Sie in Ruhe zu lassen.

Normalerweise respektiert er das.

Der (oder das?) ist zwar noch nicht so lange hier, beansprucht aber tatsächlich sehr viel Raum (Aufmerksamkeit) für sich. Einfach ignorieren funktioniert aber auch.

https://youtu.be/I6oKCW6imjM

(Legendär)

Ja, auch die AfD zieht zum Teil recht exotische (alternative) Menschen an, das Phänomen konnte man allerdings auch schon bei und nach der Gründung der Grünen beobachten. 

Schließe mich selbst da gar nicht aus, nur bei den “demokratischen Umgangsformen“ hapert es eben noch bei manchen. Was man allerdings auch über die Antifa oder das ZPS sagen kann, oder über bisher jede Bundesregierung. Oder auch über nicht gerade wenige cabrones extranjeros, die sich mittlerweile auch nach Deutschland verirrt haben. Houston, wir haben [darum] ein Problem. Wobei Eins wohl eher eine extrem optimistische Unterschätzung ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Houston,_wir_haben_ein_Problem!

(Main B bus undervolt [!] war ja nur, was die Instrumente im ersten Moment gezeigt haben)

Humor haben ist darum auch hier wichtig.

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