13. Oktober 2021

Ethnopluralistischer Rassismus-Check: Sarah-Lee Heinrich

Martin Lichtmesz / 49 Kommentare

Ich gebe es zu: Der Titel meines letzten Beitrags war vor allem "click bait", ein Köder, eine Leimrute.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Die darin gestellte Frage "Ist Sarah Lee Heinrich eine Rassistin?" habe ich darin nicht beantwortet, jedenfalls nicht direkt. Sie ist auch nicht einfach zu beantworten, weil der Begriff "Rassismus", wie er heute verwendet wird, ein ideologisches Allzweck-Konstrukt ist, das äußerst anpassungsfähig ist.

Er ist einerseits nicht klar definiert und enthält andererseits ein ethisches Werturteil, das als äußerst schwerwiegend, ja vernichtend gilt. Beides zusammen macht ihn zur idealen politischen Waffe, um den Gegner zu brandmarken und mundtot zu machen.

Der Hauptzweck des kursierenden Rassismus-Begriffs ist die Unterminierung und Diskreditierung der Interessen und der Identität von "Weißen", mithin die Dekonstruktion und Abwertung der von ihnen geschaffenen Zivilisation in Vergangenheit und Gegenwart.

Jegliche Diskussion über Rassismus und Antirassismus, die diese antiweiße-Stoßrichtung ignoriert, ist eine bedeutungslose Scharade.

Das könnte man "Rassismus gegen Weiße" nennen, aber gegen diese Retourkutsche hat sich die antirassistische Scholastik durch verschiedene Zusatzklauseln abgeschirmt: So wird postuliert, daß sich Weiße qua Weißsein in einer "privilegierten" "Machtposition" befinden, und darum gar nicht diskriminiert werden können.

Diese Vorstellung hat sich zur "kritischen Rassentheorie" à la Robin DiAngelo und Ibram Kendi kristallisiert, dem bislang letzten Schrei der antirassistischen Ideologieproduktion. Demnach gibt es praktisch kein einziges soziales Problem nicht-weißer Menschen innerhalb "weißer Mehrheitsgesellschaften", für das man Weiße nicht hauptverantwortlich machen könnte. Den Weißen bleibt dabei nur noch eine permanente antirassistische Gewissensprüfung und eine ewige Buße durch Selbstdekonstruktion übrig.

Als "Privileg", dessen Besitz als "ungerecht" betrachtet wird, gilt dabei schon der Umstand, daß ein beliebiger Weißer in einer Gesellschaft lebt, die mehrheitlich aus Weißen besteht, deren kulturelle Errungenschaften von Weißen stammen, deren beliebteste Film- und Popstars weiß sind, deren Ästhetik, Umgangsformen, Verhaltensweisen, Geschmäcker etc. als "weiß" identifiziert werden. Im Grunde also ganz normale Dinge, die in schwarzen, gelben und sonstigen nicht-weißen Ländern nicht inkriminiert oder problematisiert werden.

Ich muß hier immer an eine Szene aus dem Film "Do the Right Thing" (1987) von Spike Lee denken.

Schauplatz ist ein Teil von New York, der überwiegend schwarz ist, was nicht immer der Fall war. Eine Pizzeria, die einer italoamerikanischen Familie gehört, wird fast nur mehr von Schwarzen frequentiert. Eines Tages beschwert sich einer von ihnen beim Besitzer Sal: Warum hat er nur Bilder von prominenten Italoamerikanern und keine schwarzen "bruthas" an der Wand hängen? Sal antwortet:

Ihr wollt "Brüder" an der Wand haben? Macht doch euren eigenen Laden auf. Da könnt ihr eure Brüder und Onkel und Nichten und Neffen und Stiefväter und Stiefmütter oder wen ihr wollt an die Wand hängen. Aber das ist MEINE Pizzeria. Nur Italoamerikaner an der Wand.

Der krawallgebürstete Schwarze antwortet, daß die meisten Kunden der Pizzeria schwarz sind, der Besitzer ihnen also gefälligst entgegenzukommen habe und Bilder z.B. von Malcom X, Nelson Mandela oder Michael Jordan aufhängen soll. Er wird rausgeschmissen und ruft dabei die anderen schwarzen Kunden zum "Boykott" auf.

Die ganze Szene zeigt "in einer Nußschale", was momentan in den weißen Ländern dieser Erde unter wachsendem nicht-weißen demographischen Druck passiert. Mit dem Unterschied, daß die Pizzeria nicht stolz verteidigt wird, sondern inzwischen bloße Zurufe genügen, damit die ursprünglichen Bilder verschwinden und durch andere ersetzt werden, die der neuen Klientel besser entsprechen.

"Weiß" wird im gängigen progressiven Jargon nicht wertfrei oder deskriptiv benutzt, sondern enthält immer eine mitschwingende Distanzierung, Anklage, Abwertung oder gar Verächtlichmachung. "Weiß" ist in diesem binären System ein Codewort für die Diskriminierung, Ausgrenzung, Abwertung oder gar Beleidigung von nicht-weißen Minderheiten.

"Weiß" ist geradezu ein Synonym für "rassistisch" geworden. Nur Weiße können wirklich "rassistisch" sein, alle anderen wehren sich lediglich gegen die repressive weiße Vorherrschaft.

Man erkennt hier deutlich vulgärmarxistische Strickmuster, in eine "rassische" Ebene übersetzt: Die Weißen sind die herrschende, besitzende Klasse, die "People of Color" sind das enteignete, revolutionäre Subjekt.

In der Tat hat der Begriff "Rassismus" selbst eine kommunistische Abstammungslinie. Zu den ersten, die ihn im ideologisch-polemischen Sinne benutzten, gehörten etwa Leo Trotzki oder Magnus Hirschfeld; allerdings wurde er im entgegengesetzten politischen Lager vor 1945 gelegentlich auch als positive oder wertfreie Selbstbezeichnung benutzt.

Es gibt heute praktisch nichts, was nicht als "zu weiß" bemosert werden kann: klassische Musik, Wandern, Mathematik, Bürgerlichkeit, Rationalität, Wissenschaft, Oscarnominierungen, Fridays for Future oder antike Skulpturen. Abgesehen von der negativen Bewertung, hat diese Annahme durchaus einen wahren Kern.

Aufgelöst ist auch der althergebrachte Konsens, daß vor allem das Moment der pauschalen Abwertung ausschlaggebend ist, um etwas als "Rassismus" zu qualifizieren. Inzwischen gilt bereits die bloße Wahrnehmung und Feststellung von Unterschieden, nicht nur biologischer Art, als "rassistisch".

Michael Klonovsky brachte es auf den Punkt: Früher galt es als Rassismus, wenn einer sagte, daß der Schwarze an sich schlecht ist, heute gilt es als Rassismus, wenn einer sagt, der Schwarze an sich sei schwarz (ich konnte die Formulierung im Wortlaut auf die Schnelle nicht finden; Klonovsky ist auch der Ansicht, daß Antirassismus "Neid auf Weiße" ist.).

Diese Rassismusdefinition wurde inzwischen von einem neuem Trend überholt, den Sarah-Lee Heinrich exemplarisch verkörpert: Ein Weißer verhält sich (auch) dann rassistisch, wenn er sich "farbenblind" stellt und somit die einzigartige Identität des Schwarzen nicht anerkennt.

Mehr noch: Der "Mensch der Farbe" gilt nun aufgrund seines vermeintlichen Opfer- und Diskriminiertenstatus implizit als eine Art höheres Lebewesen, der "Weiße" hingegen als Angehöriger einer vor allem moralisch minderwertigen Rasse, die eine gewaltige historische Schuld auf sich geladen hat.

Er kann sein "Weißsein" zumindest teilweise ablegen, wenn er sich dem farbigen Klassenrassenkampf anschließt und zum "Verbündeten" wird. Dabei muß íhm bewußt sein, daß er in der intersektionalen Hierarchie eine niedrigere Position einnimmt, und er muß wachsam bleiben, ob ihm nicht sein unheilbar rassistisches Unterbewußtes einen Streich spielt.

Ich breche hier ab, und verweise erneut auf mein Buch Ethnopluralismus, in dem ich diese Problematik ausführlich behandelt habe. "Rassismus" und "Antirassismus" sind generell fragwürdige Konzepte, die auf Wertvorstellungen und anthropologischen Konzeptionen beruhen, deren Prämissen man nicht zwangsläufig teilen muß.

Ethnozentrismus und Präferenz des Eigenen sind äußerst hartnäckige Dinge, die sich nicht so leicht aus der menschlichen Natur vertreiben lassen.

Sie können Gutes wie Schlechtes bewirken, sie können sich für die Gemeinschaft segensreich und schöpferisch auswirken oder pathologisch und destruktiv enarten, wenn sie etwa die Gestalt von Ethnonarzißmus oder Ethnomasochismus annehmen.

Es ist kindisch und abergläubisch, "Rassismus" als das unüberbietbare Böse schlechthin zu markieren. Wir haben es hier mit dem Teufel einer egalitär-utopisch-universalistisch.globalistischen Ideologie (wenn nicht Krypto-Theologie) zu tun, vor dem sich nur die Gläubigen fürchten und mit Amuletten und Ritualen schützen müssen.

Es fällt den Menschen im Allgemeinen schwer, Unterschiede bloß zu registrieren und anzuerkennen, ohne sie zu werten, sei es negativ, sei es positiv. Und jeder Wertung liegt ein Wertesystem zugrunde, das in Relation zu anderen Wertesystemen steht.

Diese Erkenntnis macht die Bahn frei für die ethnopluralistische Variante des Antirassismus, die die Relativität der Wertmaßstäbe betont, und damit eine Art "Pufferzone" der Toleranz und möglichen Anerkennung und Wertschätzung des Anderen, Fremden, Verschiedenen schaffen und den ethnokulturellen Eigendünkel mildern und bremsen kann. Sie birgt allerdings auch die Gefahr eines fruchtlosen Relativismus, der in die Sackgasse der Beliebigkeit oder gar des Nihilismus führt.

Ich selbst unterscheide in meinem Buch nicht zwischen Rassisten und Antirassisten, sondern zwischen Rassenrealisten, Rassenmythologen und Rassenleugnern. Dem liegt die Annahme zugrunde, daß es selbstverständlich Menschenrassen "gibt", über die man auf mehreren Ebenen reden kann: streng-wissenschaftlich, sozial, kulturell oder im Bereich der Alltagserfahrung und -anschauung.

Hinzu kommt eine tiefer, im Bereich der Gefühle und der (nennen wir es) Formenharmonik liegende Ebene, die sich ebenso wenig ausrotten läßt wie die sexuelle Anziehung der Geschlechter:  Innerhalb der ganzen Vielfalt der Rassen, Völker und Kulturen wird es immer wieder kollektive und individuelle Anziehungen und Abstoßungen, Wahlverwandtschaften wie Befremdungen oder gar Verfeindungen geben. Man kann niemanden zur Zuneigung zum Anderen und Fremden zwingen, und Toleranz ist nicht dasselbe wie Liebe.

Nun also der Rassismus-Check von Sarah-Lee Heinrich, basierend auf der Klonovsky-Definition: Rassismus wäre demnach die pauschale Abwertung einer biologisch definierten Menschengruppe sowie von Individuen allein aufgrund ihrer biologischen Zugehörigkeit zu dieser Menschengruppe.

Ich mache Heinrich dabei weder Vorwürfe, noch habe ich vergessen, daß ein Teenager diese Gedanken geäußert hat.

Beginnen wir mit dem Hauptstein des Anstosses: Heinrich äußerte die Ansicht, daß weiße Zugpferde für die gute Sache (in diesem Fall Klimaschutz) wie Greta Thunberg bei weißen Menschen mehr ziehen, weil sie sie als "eine von uns" betrachten:

... das geht mir so auf die Nerven, daß da so viele weiße Bürgis bei Fridays for Future rumlaufen, und ich weiß auch, das ist einfach unsere Gesellschaft, daß das anders angekommen wäre, wenn sich hier in Deutschland aus dem Nichts so eine Gruppe zusammengefunden hätte von People of Color und die hätten damit angefangen, das wär anders gewesen...

Und weil wir so ne eklig weiße Mehrheitschgesellschaft haben, wäre es einfach zu sagen, na ja, das sind auch alles unsere Kinder, weil wir definieren unsere Kinder auch als Weiße.

Hier kann man einfach den Umkehrtest machen, statt "Weiße" z. B. "Schwarze" einsetzen, und das Setting in ein beliebiges schwarzafrikanisches Land verlegen, wo eine weiße Frau nun sagen würde:

...das geht mir so auf die Nerven, daß da so viele schwarze Homies rumlaufen...  Und weil wir so ne eklig schwarze Mehrheitsgesellschaft haben, wäre es einfach zu sagen, na ja, das sind auch alles unsere Kinder, weil wir definieren unsere Kinder auch als Schwarze.

Man gewinnt den starken Eindruck, daß Heinrich weiße Menschen insgesamt nicht besonders mag und die Gesellschaften, in denen sie die Mehrheit bilden sogar "eklig" findet (auch wenn sie später wenig überzeugend beteuert hat, sie hätte stattdessen auch "ungerecht" einsetzen können). Das "eklig" bezog sich im gesprochenen Satz jedoch deutlich auf "weiß".

Judith Liere, die Kultur-Ressortleiterin Kultur der Zeit, stellte sich etwas dumm, als sie auf Twitter schrieb:

Verstehe die Aufregung um "eklig weiße Mehrheitsgesellschaft" nicht. Abgesehen davon, dass Sarah-Lee Heinrich sich entschuldigt u gesagt hat, dass "ungerecht" treffender wäre: Warum darf sie das nicht eklig finden? Ich kann doch auch zB sagen, dass ich das Patriarchat eklig finde

Und jetzt stellen wir uns vor, was passieren würde, wenn irgendein konservativer oder rechter Zeitungsredakteur schreiben würde: "Ich kann doch auch zB sagen, dass ich den Feminismus/das Judentum/den Islam/den Schwulenkult/die farbige Parallelgesellschaft eklig finde". Nein, kann er nicht, jedenfalls nicht ohne helle Aufregung bei der Zeit und anderswo.

Das Verdikt? Nach herkömmlichen, üblichen Maßstäben wäre diese Aussage eindeutig "rassistisch", wird aber durch die Klausel neutralisiert, daß man weiße Menschen nicht rassistisch diskriminieren kann, weil sie "weißes Privileg" genießen und sich dadurch in einer "Machtposition" befinden (die komischerweise nicht verhindert, daß sie sozial geächtet werden, wenn ihnen auch nur ein entfernt negatives Wort über geschützte Minderheiten entschlüpft).

Diese Rassenhierarchisierung weise ich hiermit als "farbiges Privileg" und "rassistisch" gegenüber Weißen zurück. Sarah-Lee darf meinetwegen von Weißen genervt und angeekelt sein,  so viel sie will, umgekehrt sollte aber jeder beliebige Weiße einen komplementären Ekel über ihren Stamm äußern dürfen, wenn ihm das ein Bedürfnis ist. Das wäre zwar fair, aber gewiß kein optimaler Zustand, was die öffentlichen Umgangsformen angeht. Die Spielregeln müssen jedoch entweder für alle oder für keinen gelten.

Ansonsten stellt sie hier, abgesehen von der Wertung, eine zutreffende Beobachtung an: Menschen, nicht nur "Weiße", identifzieren sich in der Regel emotional eher mit denen, die so aussehen wie sie selber. Daran ist nichts Verwerfliches, und es ist nackte Doppelmoral, wenn Sarah-Lee den Weißen vorwirft, was sie selber praktiziert.

Weiter:

ich hasse die gesamtheit der weissen Menschen die davon profitieren dass mein heimatkontinent ausgeraubt wurde (24. Okt. 2016).

Auch hier: Nach der "klassischen" Definition eindeutig Rassismus (sogar der "Haß" ist expressiv verbis dabei), aber neutralisiert durch die "Klausel", und moralisch durch das Postulat von kollektiven Täter- und Opferrollen legitimiert. "Darf" sie das sagen? Von mir aus Ja, auch wenn es dumm, manichäisch und faktisch unzutreffend ist.

Weiter:

man ist nicht white nur wegen der hautfarbe, sondern wegen der abstammung

Völlig zutreffende, "rassenrealistische" Aussage.

ich werde mir irgendwann einen besen nehmen und alle weißen Menschen aus Afrika raus kehren

Kehren wir die Aussage wieder um:  "Ich werde mir irgendwann einen besen nehmen und alle schwarzen Menschen aus Europa raus kehren", darunter z.B. auch Sarah-Lee, die dann endlich auf ihren "Heimatkontinent" zurückkehren und in einer "schwarzen Mehrheitsgesellschaft" leben kann. Wer das eine in Ordnung und das andere verwerflich findet, muß die beiden Rassen hierarchisieren und mit zweierlei Maßstäben messen (sich also "rassistisch" in einem klassischen Sinn verhalten).

ich bin grad bei der Stelle, wo sich die Käsis darüber aufregen, dass weiße diskriminiert werden und ich heule

Eindeutig abschätzige, auf die Hautfarbe bezogene Aussage (vulgo "Rassismus"). Umgekehrt sollte man es fairerweise auch einem Chef der Jungen Alternative durchgehen lassen, wenn er mit fünfzehn irgendwo von "Schokos" gesprochen hat, die sich mal wieder über irgendetwas Unbotmäßiges aufregen. Auch hier hätte ich keine größeren Probleme, wenn beide dasselbe tun "dürfen", halte derlei aber nicht sehr förderlich für den öffentlichen Umgangston.

juden und asiaten sind keine weissen Menschen und bei Slawen weiß ichs ehrlich gesagt nicht.

Das ist eine eher steile rassenkundliche These, die vielleicht auch Heinrich Himmler bejaht hätte, wenn man statt "Weiße" "Arier" einsetzen würde, die aber für sich genommen nichts Abwertendes enthält. Im Kontext von Sarah-Lees Denke freilich schon: Sie will ja, seitenverkehrt zu Himmler, etwas Positives über Juden und Slawen aussagen, indem sie ihnen das Stigma des "Weißseins" abspricht.

Ist nun Sarah-Lee also eine Rassistin? Wie ich hier zu demonstrieren versucht habe, hängt dies von den Definitionen ab, die man bemühen will.

Wenn Ekel und Haß bezogen auf eine Rasse (aus welchen Gründen auch immer) die entscheidenden Kriterien sind, lautet die Antwort Ja.

Wenn kollektive Abwertung und Inkriminierung aufgrund gruppenbezogener biologischer Kriterien das entscheidende Kriterium ist, lautet die Antwort ebenfalls Ja.

Wenn es der Wunsch ist, in einer Gesellschaft zu leben, in der die Mehrheit der Menschen die gleiche Abstammung hat wie man selber, lautet die Antwort ebenfalls Ja.

Aber all dies wird, wie gesagt, aufgelöst durch die bequeme Generalklausel, daß Rassismus gegen Weiße nicht existieren kann, ungültig ist. Und damit wird paradoxerweise wieder eine Rassenhierarchie hergestellt (die Begründung ist egal), was in früheren Zeiten als typisches Kennzeichen des "Rassismus" galt.

Wer nun denkt, das alles wäre nichts weiter als ein farcenhafter, ideologischer Kuddelmuddel, ausgebrütet von flachen Gehirnen und ressentimentvergifteten Seelen, unterschätzt die Lage. Ich denke, es ist hilfreich, die Widersprüche, logischen Fehler und Zirkelschlüsse des Antirassismus auch als eine Art von psychologischer Kriegsführung zu begreifen.

Zwei Dinge wären hier zu leisten:

Erstens muß das Begriffs-Zwillingspaar Rassismus und Antirassismus inhaltlich dekonstruiert und seines übertriebenen moralischen Nimbus beraubt werden.

Es ist freilich immer wieder verlockend, die Linken an ihren Standards zu packen (wie Andrew Breitbart empfahl), aber man darf nicht vergessen, daß sie ihr Gedankengebäude mit Hilfe der Klauseln gut abgesichert haben. Darum muß es an den Fundamenten angegriffen werden. Das Konzept "Rassismus" an sich muß in Frage gestellt werden. Ich weiß, daß dies sehr schwierig ist, da man den etablierten semantischen Rahmen nicht gänzlich verlassen oder ignorieren kann, wenn man noch irgendwie mitreden oder Einfluß nehmen will.

Zweitens sollte angesichts der Doppelstandards der Linken eine firm identitäre Position bezogen werden.

Es ist vergeblich, die Sarah-Lees und ihre Unterstützer in der "woken" Presse zur Rückkehr zu liberalen, "farbenblinden" Spielregeln bewegen zu wollen. Das ist ein- und für allemal vorbei. Die "Farbenblindheit" war immer schon eine fromme Lüge und bestenfalls eine regulative Idee. Für die Linken war sie stets nur eine Zwischenstation auf dem Weg zur Umkehrung der alten Hierarchien; wir sollten aus ihrer Geschichte  gelernt haben, daß am Ende immer manche Tiere gleicher sind als andere.

Das zeigt sich eindeutig in dem leider sehr erfolgreichen Bestreben, "weiß" als abwertendes und negativ konnotiertes Wort zu etablieren - eine klassisch "rassistische" Praxis (nach allen Kritierien, die bis zur Einführung der "Klauseln" gültig waren).

Man muß hier beharrlich auf einer Gleichheit der Waffen und auf Disputen auf Augenhöhe bestehen. Wenn einer der beiden Kombattanten offen "Rassist" sein "darf", während der andere ständig fürchten muß, bei einem falschen Wort der Majestätsbeleidigung angeklagt und gelyncht zu werden, kann von einem fairen Spiel keine Rede sein (genau das ist freilich aus linker Sicht Zweck der Sache).

Zu diesem Zweck gilt es schon aus reiner Notwehr eine entschieden affirmative Haltung einzunehmen: "It's OK to be White" lautete 2017 ein Slogan, der in den USA die Runde machte und den antiweißen Furor der Antirassisten aufs Schönste entlarvte. Das ist eine einfache und gute Prämisse, und mehr braucht es vielleicht auch gar nicht.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (49)

kikl

13. Oktober 2021 11:07

"Es ist freilich immer wieder verlockend, die Linken an ihren Standards zu packen (wie Andrew Breitbart empfahl), aber man darf nicht vergessen, daß sie ihr Gedankengebäude mit Hilfe der Klauseln gut abgesichert haben."

Ist das jetzt eine Absicherung oder ein Fallstrick?

"So wird postuliert, daß sich Weiße qua Weißsein in einer "privilegierten" "Machtposition" befinden, und darum gar nicht diskriminiert werden können."

Wegen Ihrer vermeintlichen oder tatsächlichen Machtposition werden Weiße doch gerade gehasst. Das ist das eigentliche Motiv für den Rassismus. Wurden die Juden nicht aus dem gleichen Grunde gehasst?

Nein, das linke Gedankengebäude hat keinerlei Fundament und keine belastbare Absicherung.  Es gilt diesem Denken keinerlei Achtung oder Respekt entgegenzubringen. Das wäre unverdient. Wir müssen es verspotten, denn das schmerzt viel mehr.

kikl

13. Oktober 2021 11:14

""Weiß" wird im gängigen progressiven Jargon nicht wertfrei oder deskriptiv benutzt, sondern enthält immer eine mitschwingende Distanzierung, Anklage, Abwertung oder gar Verächtlichmachung."

Richtig, hier findet wieder eine Kontaminierung von Begriffen statt. Eine wertfrei Beschreibung einer Hautfarbe wird gleichgesetzt mit dem Bösen. 

Das gleiche ist ja auch mit dem Begriff Rasse geschehen. Eine wertfreie Beschreibung biologischer Unterschiede zwischen menschlichen Populationen wird wiederum negativ konnotiert.

Die Methode ist immer die Gleiche. Anstatt folgerichtig zu Denken wird die Sprache manipuliert.

Aber der Widerspruch ist schreit doch zum Himmel. Wie kann man Rassismus als verabscheuungswürdig ansehen und gleichzeitig die Weißen verächtlich machen? 

Über so viel Einfalt muss man Witze machen. Das Spielchen ist doch lächerlich!

Grobschlosser

13. Oktober 2021 11:17

https://de.wikipedia.org/wiki/Judith_Liere

ich vermute - ich überprüfe -und wer hätte das gedacht : Frl.Liere konnte sich immer ihre Sozialkontakte aussuchen.Keine grapschenden Migranten an der anne-frank Hauptschule ,keine Belästigungen durch präpotente S-Bahn-alis. Die soziale Realität einer zeit-Redaktöse ist immer der eppendorfer wellness-Bereich , die achtsame Lehrerin und die ganz lieben "antifa" Kumpels aus Mitte . Beteiligen wir also die Lieres dieser Republik an den Segnungen des Multikulturalismus. "och nöö- heute bitte keine Sozialkontakte zu Ali ist guter Junge oder Sarah Laut& dumm -heute habe ich mir mal eine Auszeit verdient. Mailand. Studium unter optimalen Bedingungen - der weiße Papa zahlt. Oh wie ich sie hasse diese frommen Lügner -wie ich diese Leute verachte. Deutsche Arbeiterkinder leiden jeden Tag unter dem Migrantenterror ,in Deutschland , in Frankreich - in Holland-überall in Europa . 

Allnichts

13. Oktober 2021 11:45

Ebenfalls ein an sich guter Artikel, aber:

Ich bezweifle, dass es sinnvoll ist, sich immer wieder so sehr in diese linke Logik hineinzubegeben und zu überprüfen, inwieweit sie überhaupt stichhaltig und ob sie mitunter auch auf Linke anwendbar ist oder nicht. Mag es nun um Rassismus oder "Rassismus" gehen, um Feminismus, Intersektionalität, diesen gesamten Trans- und allgemein Genderkomplex, Diskriminierung und vielerlei mehr: Es handelt sich dabei offensichtlich um ideologisch motivierte Konzepte, um Interessen, die jene der anderen sind, nicht unsere, und welche dann mit irgendwelchen ebenfalls ideologisch motivierten Argumentationsmustern zu begründen versucht werden. Man kommt dem sachlich also niemals wirklich bei, es wird für deren eigene Theorie immer ein Ausweg gefunden werden, weil es eben nicht um saubere Begründung geht, sondern um Ziele.

Politische Akteure müssen damit sicherlich anders umgehen als Privatpersonen, insgesamt begibt man sich damit aber auf einen Teil des Feindesgebietes, wo es kaum etwas zu gewinnen gibt, man sich aber endlos verzetteln kann und wo man sich vor allem andauernd mit den Themen des politischen Gegners beschäftigt statt sich ans Eigene zu halten. Ich bin allgemein für einen sachlichen, nüchternen, auch höflichen Ton, aber ich muss leider sagen, dass wir es zu einem grossen Teil mit Wahnsinnigen zu tun haben, und in diesen Wahnsinn sollten wir uns nicht zu sehr verstricken lassen.

ChristianB

13. Oktober 2021 12:06

Sind die diesbezüglichen Gedankengänge des amerikanischen Apologeten des Katholizismus E Michael Jones dem Forum bekannt, der die Kategorien "weiße" / "schwarze" Menschen für abwegig hält? Ohne hier weit auszuholen und doch nicht abschließend seine Argumentationslinien darzulegen, hier ein Verweis auf das Streitgespräch mit Jaret Taylor, das bei Youtube natürlich schon gelöscht wurde: The Great Debate | E. Michael Jones vs. Jared Taylor: Is Race an Important Reality or a Fiction? (bitchute.com) 

https://www.bitchute.com/video/jZhOiPmrP5Ra/ 

 

Andreas Walter

13. Oktober 2021 12:32

@Martin Lichmesz

“ethisches Werturteil“?

Finde ich überhaupt nicht.

ML: Wenn ich in unserer heutigen Gesellschaft jemanden als "Rassisten" bezeichne, habe ich ein ethisches Werturteil abgegeben. Bitte vor dem Kommentieren sinnentnehmend lesen und nachdenken.

Es ist nicht einmal ein ästhetisches Werturteil, da es auch sehr hübsche Asiatinnen wie auch ebenso schöne Afrikanerinnen gibt. Bildschöne Mischlinge gibt es auch. Gleichzeitig aber finde ich (persönlich) ebenso nur wenige weiße Frauen wirklich attraktiv.

Die persönliche Referenz für Schönheit beziehungsweise Attraktivität wird nämlich hauptsächlich durch die Eltern (alternativ: positiv wahrgenommene Bezugspersonen) und das eigene (im besten Fall positiv empfundene) Aussehen geprägt.

In meinem Fall etwas speziell (hihihi, und deswegen auch durcheinander), weil ich als Baby zwei "Mütter" hatte, die aber sehr unterschiedlich ausgesehen haben. Hat trotzdem viele Jahrzehnte gedauert bis ich begriffen habe (weil man mir es gesagt hat), wer diese hübsche, junge, liebenswerte mexikanische Frau war, die mir hin und wieder in meinen Träumen erschienen ist. Meine physische Mutter war dagegen auch eine sehr attraktive, allerdings europäische junge Frau im Alter von 21, und die war ja auch für mich da, hat mich auch geliebt und angelächelt. Darum muss ich auch immer so herzlich lachen bei folgendem Film:

https://youtu.be/58a1ecMKrVI

Mboko Lumumbe

13. Oktober 2021 12:52

In diesem Zusammenhang möchte ich auf den neuen Straftatbestand „Verhetzende Beleidigung“ hinweisen, auch wenn das schon bekannt sein sollte:

"Neue Strafvorschrift soll vor verhetzenden Beleidigungen schützen.
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz setzt weitere Maßnahmen des Kabinettausschusses zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus um."

https://www.bmjv.de/SharedDocs/Artikel/DE/2021/0512_verhetzende_Beleidigungen.html

Und hier die Konkretisierung des neuen Straftatbestandes:

"Zum 22. September 2021 tritt ein Gesetz in Kraft, das das deutsche Strafrecht in mehreren Punkten fortentwickelt: das Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuches – Verbesserung des strafrechtlichen Schutzes gegen sogenannte Feindeslisten, Strafbarkeit der Verbreitung und des Besitzes von Anleitungen zu sexuellem Missbrauch von Kindern und Verbesserung der Bekämpfung verhetzender Inhalte sowie Bekämpfung von Propagandamitteln und Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen."

https://www.bmjv.de/SharedDocs/Artikel/DE/2021/0921_Neue_Strafvorschriften.html

Die Kenntnisnahme ist empfehlenswert.

Koek Boeri

13. Oktober 2021 13:11

Eines Tages beschwert sich einer von ihnen beim Besitzer Sal: Warum hat er nur Bilder von prominenten Italoamerikanern und keine schwarzen "bruthas" an der Wand hängen?

 

***

Eine ähnliche Frage entstand bei mir, als ich 1990 zum ersten Mal nach West-Berlin kam, und in türkischen Bezirken Kreuzberg und Neukölln überall nur die Bilder und Posters mit Mao Zedong und Che Guevara sah, manchmal - bei den Kurden - auch Öcalan, aber nirgendwo ein Bild von Nihal Atsiz, Alparslan Türkeş oder sogar von Atatürk.

kikl

13. Oktober 2021 13:12

In diesem Talk mit Markus Lanz wird die Causa Kurz besprochen, was Martin Lichtmesz interessieren dürfte.

Ferner wird der Rassismus der Frau Heinrich von Elke Heidenreich aufgespießt. 

https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-12-oktober-2021-100.html

RMH

13. Oktober 2021 13:14

Zu der ganzen Thematik fällt auf, dass in Deutschland offenbar präventiv Tabus aufgestellt werden, um Migration aus Nichteuropa den Weg zu ebnen. Da schwingt viel "Don't even think about it" mit. In Deutschland waren poc früher eher die Ausnahme, in meiner Heimat-Kleinstadt gab's wenn, denn welche via stationierter US- GIs, aber im Grunde war es kein Thema. Jetzt, wo Afrika nach Europa kommt, bekommen wir den in USA schon lange durchexerzierten Antirassismus aufs Tablett, quasi präventiv. Ob dass tatsächlich einer Integration zuträglich ist, wage ich zu bezweifeln. Man hält sich von Sachen, wo man sich die Finger verbrennen kann, eher fern und wenn aus schwarzen Menschen werden, bei denen man aufpassen muss, was man sagt oder tut, dann hält man sich auch fern. Man hat zudem den Eindruck, dass über 50 Jahre nach dem Tode von Martin Luther King die USA weiter von dessen "Dream" entfernt sind, als zu seinen Lebzeiten. Totalitärer Antirassismus,  der in Form von Hass auf Weiße kultiviert wurde, könnte seinen Teil dazu beigetragen haben.

Pit

13. Oktober 2021 13:44

Ich ziehe es vom Subjektiven her auf: Anziehung - Nichtanziehung. Mit wem möchte ich zusammenleben, eine Schicksalsgemeinschaft sein, zu welcher Gruppe zieht es mich hin, zu welcher nicht. Mit den ganzen logischen Argumentationen wird man nicht froh. Es gibt keine logischen Begründungen, es kann alles immer zerredet, dekonstruiert werden.
Jedoch trauen sich die Leute nicht, das subjektive Empfinden als Argument vorzubringen, weil sie meinen, etwas müsse logisch hergeleitet werden, nur dann sei es gültig. Dabei ist GERADE nur das subjektive Empfinden das wirklich funktionierende Argument, vermutlich, weil das eben auch der wirkliche Grund ist. Die Leute wollen EMOTIONAL mit Ihresgleichen, nicht mit Andersartigen, zusammenleben. Der Grund ist z.B. NICHT IQ, oder Gewalt, ich will auch keine Invasion von IQ-Asiaten. An dieser grundlegend falschen Argumentation krankt die ganze Lage
Das subjektive Argument ist voll gültig, denn wir sind der Souverän, wir brauchen uns nicht zu rechtfertigen, wir schulden keine Erklärung was wir sagen, gilt !

Andreas Walter

13. Oktober 2021 13:50

Schon vor vielen Jahren (2006) hat der Spiegel darum folgendes berichtet:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/diskriminierung-kleinkinder-bevorzugen-die-eigene-hautfarbe-a-401132.html

Prägung und Gewohnheit, allerdings auch die Persönliche, spielen daher eine große Rolle bei all diesen Dingen. Selbstverständlich bringt das dadurch dann aber auch Vor- und Nachteile, die sich genau eben daraus ergeben. Im Kongo, China oder Indien gibt es nun mal sehr wenige Rothaarige, Brünette oder auch echte Blondinen, mit blauen oder grünen Augen.

Schade eigentlich, denn das ist doch sehr schön und zudem viel seltener als dunkle Augen:

https://www.theafricancourier.de/news/africa/nigerian-woman-husband-blues-eyes/

Rassismus, aber auch das Wort Rassismus, ist daher bei mir nicht automatisch negativ konnotiert. Sogar das Zusprechen bestimmter Eigenschaften auf bestimmte Gruppen oder Ethnien (oder auf den historisch bedingen Oberbegriff Rassen) empfinde ich daher nicht automatisch als diskriminierend. Man muss darum immer den Kontext beachten.

Gerade bei Augen und der dadurch leichter sichtbaren, unbewussten Pupillenreaktion bei Sympathie und Antipathie könnte das eine wichtige Bedeutung haben, die bis heute glaube ich noch nicht genau untersucht wurde. Die Vor- und Nacheile, die sich daraus für welche Gruppe ergeben und wahrscheinlich entstehen, wenn man sie gewaltsam mischt.

 

 

 

kikl

13. Oktober 2021 13:52

Die TAZ hat folgendes zum Fall Heinrich veröffentlicht:

"....Diskriminieren kann nur, wer Macht hat. Schwarze Menschen haben in Deutschland – oder Europa – keine Macht. Von daher kann Heinrich vielleicht Geschmacklosigkeit und mangelnde Einsicht, nicht aber umgekehrter Rassismus vorgeworfen werden.

Schwarze, die sich negativ über Weiße äußern, und Weiße, die negativ über Schwarze reden – das wird nie das Gleiche sein, nicht in 100 Jahren. Queers dürfen Heteros ablehnen, aber nicht umgekehrt. Frauen dürfen Männer nicht dabeihaben wollen, aber nicht umgekehrt. Behinderte Menschen dürfen über Nichtbehinderte lästern, aber nicht umgekehrt. Jüdinnen und Juden dürfen sich über nichtjüdische Deutsche lustig machen – umgekehrt keinesfalls."

Rassismus verstanden als Hass auf bestimmte Rassen kann jedem vorgeworfen werden. Zum Hassen braucht man keine Macht oder Diskriminierung, das geht ganz ohne. Ein machtloser schwarzer Sklave kann seinen weißen Master hassen.

Diskriminieren bedeutet jemanden durch unterschiedliche Behandlung benachteiligen bzw. zurücksetzen. Danach diskriminiert Frau Silke Mertins bis der Arzt kommt. Sie teilt die Menschen in Übermenschen mit Privilegien und Untermenschen ein. Wo bleibt da der Verstand? Das ist doch Comedy! ;-)

https://taz.de/Kontroverse-um-Sarah-Lee-Heinrich/!5807616&s=heinrich/

Hartwig aus LG8

13. Oktober 2021 14:04

Der Selbsthass (das kritische Weißsein), der von vielen Weißen zelebriert wird, ist nur mit einem tief verinnerlichten Gefühl der Überlegenheit gegenüber anderen Rassen, insbesondere gegenüber Schwarzen möglich. Es ist das Gefühl, die eigene Rasse unbeschädigt verunglimpfen (lassen) zu können; jedes Zugeständnis ohne Schaden für sich selbst und die Seinen billigen zu können. Es ist das Überlegenheitsgefühl, jederzeit in der Lage zu sein, zurückrudern zu können.

Oder wie es einmal @Raskolnikov ausgedrückt hat: "Es ist zu Ende, wenn der weiße Mann aufhört, es zuzulassen."

Ich weiss nicht, ob das noch zutrifft.

 

 

Kriemhild

13. Oktober 2021 15:21

"Diskriminieren kann nur, wer Macht hat", erklärt die Linken ganz offen.

ML: Jetzt, wo Sie es sagen, komme ich drauf, dass das wieder Lichtmesz-Sommerfeld-Gesetz ist.

Genau dort liegt der Hase im Pfeffer. Diejenigen, die heute vor unser aller Augen die Macht in diesem Lande übernehmen und sich als die neuen Herren installieren, schreiben sich das Recht zu, die Unterworfenen (Alteingesessenen) zu diskriminieren ...

Die Diskurs-Macht in Deutschland liegt heute bei Frau Heinrich & Co. Diese Leute bestimmen, was gesagt werden darf und was nicht. Und sie selbst dürfen sagen, was sie wollen.

Das meint ja auch Habermas mit seinem "herrschaftsfreien Diskurs", aus dem jede nicht-linke Stimme eliminiert worden ist.  

anatol broder

13. Oktober 2021 15:25

@ allnichts 11:45

danke.

lichtmesz ist erstaunlich tauchfest, was ungewöhnliche denkweisen betrifft. für seine geduld gilt wahrscheinlich deine vorzügliche erklärung: «weil es eben nicht um saubere begründung geht, sondern um ziele». ich vermute, dass sein lieblingsspruch aus dem film snatch (guy ritchie, 2000) so lautet: «do you know what nemesis means?»

ML: Kenn den Film gar nicht, aber meyn geduld hat ursach.

tearjerker

13. Oktober 2021 16:29

Also gilt Paragraph 192 StgB nicht für Frau Heinrich?

Achterndiek

13. Oktober 2021 17:05

@ Pit

13. Oktober 2021 13:44

"Ich ziehe es vom Subjektiven her auf: Anziehung - Nichtanziehung. Mit wem möchte ich zusammenleben, eine Schicksalsgemeinschaft sein, zu welcher Gruppe zieht es mich hin, zu welcher nicht. Mit den ganzen logischen Argumentationen wird man nicht froh."

Der Beitrag spricht mir aus der Seele! Subjektivität ist DAS Stichwort. Wer Herr und Eigentümer ist, besitzt Diskriminierungsmacht. Diesen läßt er in sein Haus, jenen aber nicht. In manchen Fällen könnte er gar nicht erklären, warum er den A gerne empfängt, den B aber nicht. Auch wenn heute die Ratio vorgezogen wird, es gibt immer noch Menschen, die eine Seele besitzen, die Zuneigung und Abneigung empfinden können.

Wer nun wähnt, sich für seine Auswahl rechtfertigen zu müssen, der verzichtet darauf, ein Herr zu sein. Vertragsfreiheit hieße, daß ein Privatunternehmer nur Chinesen einstellen darf oder auch gar keine Chinesen, daß er nur Frauen einstellen darf oder auch gar keine Frauen. Unter dem herrschenden BUNT-Bolschewismus EUropas gibt es die Vertragsfreiheit freilich schon lange nicht mehr, die Privatunternehmer wurden teilenteignet.

heinrichbrueck

13. Oktober 2021 17:20

@ Kriemhild
Ein Kind übernimmt die Macht? Man sollte zwischen Tagelöhner und Auftraggeber unterscheiden. 
Wären die Weißen echte Rassisten, könnte niemand etwas dagegen tun. Alle europäischstämmigen Territorien wären komplett weiß, bis auf ein paar Ausnahmen im Diplomatenviertel. 
Die Macht wird über das Denken übernommen. Was die Europäer denken, wurde ihnen nicht von schwarzen Philosophen vorgegeben. Arme Gastarbeiter und verwirrte Mischlingskinder kamen erst dann in die weiße Welt, als die Weißen dazu bereit waren. Es passiert in den weißen Ländern. 

Silent Reader

13. Oktober 2021 17:35

@ChristianB

Übrigens bezeichnet Dr. Jones sich als "birassisch" (irischstämmiger Vater, deutschstämmige Mutter) und spricht fließend deutsch (auffindbar bei Youtube) weil er einige Jahre in Westdeutschland gelebt bzw. gearbeitet hat.

Gustav

13. Oktober 2021 17:54

Realistisch ist ein Menschenbild, das jedem Menschen alles zutraut, von den schrecklichsten Taten bis hin zu liebevoller Selbstaufopferung. Seine Realität sucht es in der rückblickenden Betrachtung der Geschichte und in den Naturwissenschaften vom Menschen. Es hatte seit Ende des Mittelalters nach und nach das Weltbild der Scholastik abgelöst, das sich für die Zufälligkeiten der Welt nicht interessierte und sein Heil in der kontemplativen Versenkung in religiösen Idealen suchte.

Die Erben der religiösen Scholastik sind unsere Gutmenschen. Sie haben Gott abgesetzt, einen “Menschen an sich” inthronisiert und verehren ihn wie etwas Heiliges. Der tiefe Graben, der die westlichen Gesellschaften spaltet, ist in seinem tiefsten Kern auch religiös fundiert. Zwischen religiösem Wahn und strikt diesseitigem Weltbild gibt es keine Brücke. Die alten Scholastiker hatten für Gottesleugner nur den Scheiterhaufen übrig. Mit seinen Flammen rotteten sie „das Böse“ aus und befreiten die verlorenen Seelen von ihm.

Wenn wir unseren Gutmenschen ganz, ganz tief in die Augen blicken, sehen wir die Feuer des Fanatismus schon in ihnen brennen.

Maiordomus

13. Oktober 2021 19:03

@Pit. "Wir sind der Souverän, wir brauchen uns nicht zu rechtfertigen", galt bei genauerem Hinsehen in der europäischen Rechtstheorie und Rechtsphilosophie noch nie, am allerwenigsten sogar bei Rousseau. Und es bleibt dabei, dass aus rechter Sicht Souveränität eine "fausse idée claire" bleibt; genau dies meinte Tocqueville mit letzterer Satztteilschöpfung aus drei Wörtern. Finde aber gut, dass man sich bei Kubitschek u. Co. um Metapolitik kümmert, also "Politische Philosophie", wiewohl  nicht alle hier und gewiss nicht alle Artikelverfasser davon eine Ahnung haben. Thema könnte wohl bei internen Treffen, z.B. unter den Lesern in der CH, präziser abgehandelt werden. Obwohl selber bei weitem nicht Popperianer, halte ich dessen Kritik an Theorien der Souveränität bis jetzt für nicht überholt und auch für Anfänger der Debatte beherzigenswert. Unter meinen rechten Gesinnungsfreunden in D u. Österreich hielten G.-K. Kaltenbrunner u. Kuehnelt-Leddihn nie was von Souveränitätstheorien. Unter den Schweizer Konservativen auch nicht z.B. Philipp Anton von Segesser u. Jacob Burckhardt. Dahinter steckt ein falsches Menschenbild. 

Imagine

13. Oktober 2021 19:04

@Pit  13. Oktober 2021 13:44
„Ich ziehe es vom Subjektiven her auf: Anziehung - Nichtanziehung. Mit wem möchte ich zusammenleben …“

Genau hier hat sich in unserer Gesellschaft seit 50 Jahren Entscheidendes gewandelt. Am deutlichsten ist es bei der Partnerwahl.

Junge hübsche Frauen wählen vermehrt alte reiche Männer, weil die ihnen ein arbeitsfreies Luxusleben und hohen Sozialstatus ermöglichen können.

Farbige Männer sind für hübsche junge weiße Frauen äußerst attraktiv, wenn es sich um reiche Fußballspieler, Popstars etc. handelt.

Aus meiner Jugend- und Studienzeit ist mir keine Paarbildung bekannt, die eine ähnliche Konstellation wie jene von Furtwängler-Burda aufwies.

Aus Erzählungen und Lektüre wusste ich allerdings, dass in den Krisen- und Armutszeiten der Weimarer Republik Männer mit Beamtenstatus sehr begehrt als Ehepartner wurden.

Auch das Partnerwahlverhalten der Männer – insbesondere in den oberen Schichten – hat sich gewandelt. Es ist normal geworden, eine ausländische und/oder andersfarbige Ehefrau zu wählen, selbst unter „Rechten“.

Heinrich Loewe

13. Oktober 2021 19:24

@Lichtmesz

Sie erwähnen den großen Andrew B. und haben sicher "Righteous Indignation" gelesen. Ein Klassiker, wenngleich auch schon ein paar Jahre alt. Wäre es nicht gut, den mal auf Deutsch herauszubringen? Immerhin ist eine Kurz-Abriß von Alinskys "Rules for Radicals" -samt "Gegen-Mitteln"- enthalten, wo eine neue deutsche Auflage auch schmerzlich vermißt wird.

Niekisch

13. Oktober 2021 19:34

Ich : "Warum bezeichnen wir, um einmal anzufangen, die Rasseverneiner nicht als "Rasseleugner", wobei wir 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen: Wir haben einen neuen Begriff, der parallel zu "Holocaustleugner" den Gegner in den Ruch des Schmuddeligen befördert. Wie soll der Gegner darauf antworten? Dass wir "Rassenanerkenner", selbst "Rassenbejaher" sind? Oder trotzdem weiter "Rassisten"? 

Metapolitik ist Begriffsüberwindung durch Begriffsfindung!

ML: Mir ist das in dieser Form zu verkrampft.Ich werde sicher keine neuen Wörter für selbst ernannte "Antirassisten" oder "Antifaschisten" erfinden, immerhin will ich noch verstanden werden. Lieber arbeite ich daran, diese Begriffe zu diskreditieren. "Faschist" war auch einmal eine Selbstbezeichnung, ehe es zum Schimpfwort wurde." (in Artikel I.)

ML oben: "Ich selbst unterscheide in meinem Buch nicht zwischen Rassisten und Antirassisten, sondern zwischen Rassenrealisten, Rassenmythologen und Rassenleugnern." (Fettung durch mich)

Und nun?

ML: Einfach nachlesen, nachher dumme Fragen stellen.

ChristianB

13. Oktober 2021 19:58

@Silent Reader

Vermutlich habe ich alles von und über ihn gelesen / gesehen, dessen man hier so habhaft werden kann. Ich finde die Idee, dass die Kategorien "schwarz" / "weiß" in dem von ihm dargelegten Sinne fiktional sind, sehr überzeugend. 

Ein paar Gedanken noch zum Thema des Artikels: 

bezogen auf Fr.Heinrich kann man mit Jones wohl sagen, dass sie keine Rassistin ist, sondern eine "nützliche Idiotin", die sich am Ende vielleicht doch noch wundern wird, nach wessen Pfeife sie eigentlich getanzt hat.

Ihre Herkunft und "Gemischtrassigkeit" würde doch in einem geistig freien, souveränen, sittlich aufrichtigem, familienfreundlichen, rechtssicheren Deutschland überhaupt keine Rolle spielen...

Auch könnte ein geistig freies Deutschland auch mit einer 50% schwarzen Bevölkerung ein wahrhaft schönes Land sein, müsste aber wahrscheinlich nicht erst so viele ins Land lassen.

Das gegenwärtige Deutschland könnte es nicht sein, wird es aber wohl soweit kommen lassen müssen.  

Niekisch

13. Oktober 2021 20:21

""Wir sind der Souverän, wir brauchen uns nicht zu rechtfertigen" (Pit), galt bei genauerem Hinsehen in der europäischen Rechtstheorie und Rechtsphilosophie noch nie, am allerwenigsten sogar bei Rousseau. Und es bleibt dabei, dass aus rechter Sicht Souveränität eine "fausse idée claire" bleibt; genau dies meinte Tocqueville mit letzterer Satztteilschöpfung aus drei Wörtern."

 @ Maiordomus 13.10. 19:03:  Noch nie? Royer-Collard und Guizot haben Pit indirekt bestätigt, Tocqueville hat es für die französische Verfassung von 1830 explizit erklärt, der "rechte" Katholik Carl Schmitt in der Auseinandersetzung mit Kelsen. "In Wahrheit gilt eine Verfassung, weil sie von einer verfassunggebenden Gewalt ausgeht und durch deren  Willen gesetzt ist" ( Verfassungslehre, unveränderter Neudruck 1954, S. 9 ) 

Nur bei Interesse und Zustimmung  der Red. sollten wir hier in die Tiefe gehen.

Allnichts

13. Oktober 2021 20:53

ChristianB:

"Ihre Herkunft und "Gemischtrassigkeit" würde doch in einem geistig freien, souveränen, sittlich aufrichtigem, familienfreundlichen, rechtssicheren Deutschland überhaupt keine Rolle spielen..."

"Auch könnte ein geistig freies Deutschland auch mit einer 50% schwarzen Bevölkerung ein wahrhaft schönes Land sein"

Nein, könnte es nicht und es hätte auch nichts mehr mit Deutschland zu tun. Es verwundert mich, hier doch recht häufig etwas Derartiges zu lesen. Sie propagieren eine Multikultigesellschaft unter anderen Vorzeichen.

Imagine

13. Oktober 2021 20:55

1/2
Frau Mertins schreibt in der „taz“:
„....Diskriminieren kann nur, wer Macht hat. Schwarze Menschen haben in Deutschland – oder Europa – keine Macht.“

Nein, schwarze Menschen besitzen Macht, weil sie eine starke Schutzmacht haben.

Ihre Schutzmacht ist die herrschende Klasse.

Die kleine Oligarchie mit ihren Thinktanks ist der Bevölkerung intellektuell weit überlegen, sonst könnten sie als kleine Minorität nicht herrschen.

Aus politischem Raffinesse bilden sie eine Schutzmacht für den immer größer werdenden Teil der eingewanderten „neuen Deutschen“, während die indigenen Deutschen immer mehr zu einer „Volksgruppe“ schrumpfen.

So werden beispielsweise die Grünen in Deutschland von türkischen Doppelbürgern gewählt, die zugleich anti-liberale Anhänger von Erdogan sind und deshalb diesen wählen. Eben weil sich die Grünen für die Interessen der Migranten einsetzen – durchaus auch gegen die Interessen der indigenen Deutschen.

Frau Mertins schreibt weiterhin:
„Schwarze, die sich negativ über Weiße äußern, und Weiße, die negativ über Schwarze reden – das wird nie das Gleiche sein, nicht in 100 Jahren. ...  Queers dürfen Heteros ablehnen, aber nicht umgekehrt.  Jüdinnen und Juden dürfen sich über nichtjüdische Deutsche lustig machen – umgekehrt keinesfalls.“

Imagine

13. Oktober 2021 20:56

2/2
Mit dieser psychologischen Strategie holt die herrschende Klasse bei den Wahlen Stimmen für ihre herrschaftskonformen Parteien.

Die raffinierte Herrschaftsstrategie der Oligarchie, wie diese z.B. im Buch von Manfred Pohl zum Ausdruck kommt, stellt offensichtlich für die meisten Menschen eine intellektuelle Überforderung dar, sonst würden sie diese durchschauen.

Offensichtlich geht Frau Mertins davon aus, dass sich in den nächsten 100 Jahren an der Herrschaft der Plutokraten nicht ändert. Wie die meisten Menschen im Imperium glaubt sie, dass der Kapitalismus ein ewiges Leben hat und daher die Kapitalistenklasse ewig herrscht.

Die Dummheit der Massen führt für die herrschende Klasse allerdings zu einem Dilemma.

Einerseits profitiert sie davon, weil das treudoofe Volk seine Systemloyalität nicht aufkündigt, sondern sich widerstandlos verarmen und impfen lässt.

Andererseits ist die Verblödung der Bevölkerung langfristig ein Vorteil für die Chinesen in der Systemkonkurrenz. Denn den Kampf um die Weltherrschaft werden die Bevölkerungen mit überlegender Intelligenz gewinnen.

Pit

13. Oktober 2021 21:03

an Achterndiek 13. Oktober 2021 17:05:
freut mich, daß es positives Echo findet!

an Maiordomus 13. Oktober 2021 19:03:
danke für die interessanten Hinweise... ich bekenne jedoch, daß ich nur Bahnhof verstehe. Es läge also irgendwie in der Natur der Sache, daß Souveränität nicht funktioniert? Ich höre dies durchaus mit Interesse... es ist nur schwer zu glauben... und wirft offensichtlich eine Tonne Fragen auf...

an Imagine 13. Oktober 2021 19:04:
was auch immer. Eine Gruppe kann sich eine Verfassung geben, wonach nur bestimmte Phänotypen als Mitglieder erlaubt sind. Es bleibt dann abzuwarten (Stichwort Empirie statt Ideologie), wie es einer solchen Gruppe ergeht (also aus sich heraus; daß sie von Globalisten annihiliert wird, ist klar). Die Freude der Damen an Dunkelhäutigen ist auch geringer, wenn sie als Paar im dunklen Land leben müssen, nicht im weißen, wetten?

ChristianB

13. Oktober 2021 21:24

@Allnichts

Ich rede einer Multikultigesellschaft auch oben nicht das Wort. Es scheint mir allerdings so -und das ist der Sinn der obigen Gegenüberstellung-, dass das deutsche Volk nicht souverän über seine Zusammensetzung entscheiden kann - sei es durch politische Maßnahmen, die Einwanderungspolitik betreffend oder demographisch gestalterische (wo es neben anderen Völkern auch durch globale Megatrends an verschiedenen Fronten gewissermaßen bekämpft wird: Abtreibung, Sexualmoral, Familienpolitik etc). 

Frl. Heinrich hat also sehr viel mit Deutschland zu tun, da sie ja nun geradezu beispielhaft alles widerspiegelt, was hierzulande so beigebracht und propagiert wird. Das geht rein theoretisch also auch anders...

Aber -der biologistische Scherz sei erlaubt- wenn bis dahin eine Katrin Mbembe schneller läuft als eine Katrin Krabbe, dann  ist wenigstens noch für Unterhaltung gesorgt.

kikl

13. Oktober 2021 21:32

@Kriemhild

Das war ein super Kommentar. 

"Die Diskurs-Macht in Deutschland liegt heute bei Frau Heinrich & Co."

Richtig, der linke Mainstream definiert, was gesagt werden darf, jedenfalls ist das sein Selbstverständnis. Die Massenmedien, insbesondere der ÖRR, verleihen dem Mainstream diese Macht.

AmazonBesteller

13. Oktober 2021 21:38

@ Imagine

"Farbige Männer sind für hübsche junge weiße Frauen äußerst attraktiv, wenn es sich um reiche Fußballspieler, Popstars etc. handelt."

 

Nein. Mal wieder falsch. Schon im 19. Jahrhundert wurden Farbige als attraktiv angesehen. Da geht es gar nicht um "Schwarze" alleine. Der mediterrane Typ gilt im Allgemeinen als schöner. Vollkommen egal wie gut der Geldbeutel gefüllt ist. Meine Arbeit demonstriert mir das täglich. 

Dass gerade Sie, Imagine, so eine schlechte Beobachtungsgabe an den Tag legen, wundert mich. Als Psychiater sollte man da schon besser sein.   :^)

ML: Jetzt begeben wir uns allmählich aufs Liebenfels-Terrain..

Maiordomus

13. Oktober 2021 22:58

@Dass eine Verfassung "gilt", hat nichts mit der Anerkennung von Volkssouveränität zu tun. Schmitt ist gewiss ein interessanter wichtiger Denker, hat aber nichts mit der konservativen Philosophie zu tun, am allerwenigsten mit seiner in den richtigen Proportionen durchaus bedenkenswerten Lehre vom Dezisionismus. Was "gilt" ist das eine; das gehört in die Debatte um Regeln. Siehe die derzeitigen Vorschriften betr. Umgang mit einer ausschliesslich der Machtverwaltung dienenden Krankheit, die zweifelsohne zu den 300 bis 400 besonders ernst zu nehmenden Krankheiten gehört, die aber rein wissenschaftlich mutmasslich als massenpychologisches Phänomen in die Geschichte eingehen wird. 

PS. Auch ich bin übrigens der Meinung, dass eine Regierung sich z.B. an Beschlüsse von zugelassenen Volksabstimmungen halten sollte, und sowieso an Verfassungen. Aber mit Anerkennung des Dogmas der Volkssouveränität hat dies nach Popper nichts zu tun. 

 

Andreas Walter

14. Oktober 2021 00:15

@ Imagine

"Die Dummheit der Massen führt für die herrschende Klasse allerdings zu einem Dilemma.

Einerseits profitiert sie davon, weil das treudoofe Volk seine Systemloyalität nicht aufkündigt, sondern sich widerstandlos verarmen und impfen lässt.

Andererseits ist die Verblödung der Bevölkerung langfristig ein Vorteil für die Chinesen in der Systemkonkurrenz. Denn den Kampf um die Weltherrschaft werden die Bevölkerungen mit überlegender Intelligenz gewinnen." (Zitat Ende)

Nicht nur für die Chinesen. Wenn Europa afrikanisch und/oder muslimisch wird ist das doch auch ein Vorteil für die VSA. Ist ein ernstzunehmender Mitbewerber weniger im Spiel um die Welt (“fuck the EU“).

Die VSA hat derzeit nämlich mehr Probleme, als (auch) kapitalistische Insolvenzverschlepper das in der Regel zugeben. Normalerweise wurde dann früher immer ein großer Krieg vom Zaun gebrochen, um die Konjunktur anzukurbeln, doch das ist im Atom- und Raketenzeitalter nicht mehr so leicht möglich. Also versucht man es jetzt nur noch über Propaganda, Wirtschaftskrieg, verdecke Operationen und biologische Waffen.

Ein möglicher Angriff auf den Iran, gleich 3 Containerschiffe, die den Suezkanal blockieren, eine Riesen Explosion im Panamakanal, Angriff auf Taiwan und Südkorea, Marburgvirus in den VSA? Möglichkeiten gibt es viele, um eine Weltwirtschaftskrise auszulösen.

Putin ist es aber nicht, der gerade die Energiepreise in den Himmel schraubt, mit all seinen Folgen.

Laurenz

14. Oktober 2021 05:52

(2)

Das unterscheidet sich in keiner Weise von afrikanischen oder asiatischen Gesellschaften. In Afrika gab es schon immer! Sklavenjagd & -Handel, so ganz ohne Weiße. Auch Mio. Europäer gingen in die nordafrikanische oder levantinische Sklaverei des Islams & Judentums. In Europa gab es so gut wie keine afrikanischen Sklaven, nur in den Amerikas. Der Grund ist einfach, die europäischen Arbeitskräfte standen im Feudalismus billig zur Verfügung. Dasselbe gilt für Asien, Ärger gab es meist untereinander, meist mit den Mongolen, Japanern oder Chinesen.

Ziehen wir das Thema ins heute, was hat ein europäischer Facharbeiter, der in Turin oder Wolfsburg am Fließband steht & Autos baut, für eine Machtposition gegenüber Schwarzen oder sonstigen? Genau, keine. Was ihn unterscheidet, ist der durchschnittliche Intelligenzquotient & seine überlegene Produktivität. Stellte man die Produktivität ab, bräuchte auch keiner mehr Öl aus Nigeria, Venezuela oder Saudi-Arabien. Dann ist die bisherige Party für alle, außer Asien, vorbei.

Die Grünen haben keinerlei Hemmung, Elektrofahrzeuge zu propagieren, eingedenk dessen, daß der Kongo wieder mal, nach dem belgischen Genozid, zu bluten hat. https://www.medico.de/dossier-zum-krieg-im-kongo-13383

Laurenz

14. Oktober 2021 05:57

(6)

Wenn also die Debatte um Weiße & Schwarze korrekt geführt werden würde, müßte man abseits von linken Märchenerzählungen, historische Fakten konkret benennen & keine weiße Gesellschaften in moralische Sippenhaft nehmen. 98% der Weißen haben mit dem Thema rein gar nichts zu tun. Und die 2% Herrschaftsschicht bei Weißen unterscheidet sich moralisch nur wenig bis gar nicht von schwarzen Herrschern. Wenn unsere schwarzen Mitbürger auf uns Weiße kein Bock haben, so hält sie keiner. Sie können alle gerne zurück ins gelobte schwarze Land, auch "Nazi-Heinrich".

PS: Die größten Rassisten, die ich je auf dem Planeten traf, waren übrigens Massai & die sind tiefschwarz.

RMH

14. Oktober 2021 09:26

"Die multikulturelle Gesellschaft ist hart, schnell, grausam und wenig solidarisch, sie ist von beträchtlichen sozialen Ungleichgewichten geprägt und kennt Wanderungsgewinner ebenso wie Modernisierungsverlierer" (Daniel Cohn Bendit)

Wenn man in so einer Wettbewerbsgesellschaft jetzt der einen Gruppe den Floh ins Ohr setzt, dass jede alltägliche Niederlage, jede Zurückweisung, jeder Miss- oder Mindererfolg ja aufgrund der Hautfarbe geradezu strukturell bedingt ist, dann tränkt man die Gesellschaft mit Benzin.

Der Mensch sucht sich unter natürlichen Verhältnissen (und wenn er nicht einen gewissen Reifegrad erlangt hat) - und hier gibt es keine Rassenunterschiede, hier sind alle Menschen mehr oder weniger gleich - immer die einfachste Ursache bei einer für ihn nicht zufriedenstellenden Situation. Insofern sind die kritischen Weißtheorien und Postulate wie, dass Weiße nie Opfer von Diskriminierung sein können, Brandbeschleuniger für Unruhen und Gewalt in einer ohnehin zerfallenden Gesellschaft. Im Grunde eigentlich genau das, was uferlose Tatbestände wie Volksverhetzung einmal verhindern sollten oder wollten.

Jan

14. Oktober 2021 09:56

"(...) daß sie ihr Gedankengebäude mit Hilfe der Klauseln gut abgesichert haben."

Ich finde die Machthypothese nicht überzeugend. Das hieße ja, bei Machtübernahme der Farbigen in Deutschland, würden die Herabwürdigungen von Weißen auf einmal als rassistisch betrachtet und von den Farbigen eingestellt werden. Genau das wird nicht der Fall sein. Dann geht es erst richtig los. Man braucht nur in die Herkunftsländer der Migranten zu schauen, wie dort mit Minderheiten umgegangen wird. Jeder weiße Linke muss wissen: Auch er ist letztendlich, wenn er seine Nützlichkeit verloren hat, nur ein weißer Nazi, der die Verachtung zu spüren bekommt. 

Die Linken unterschätzen das ganze Ding. Sie benutzen den farbigen Migranten, um ihren ethnischen Selbsthass zu befriedigen und sie glauben, sie hätten die entfesselte Dynamik des anti-weißen (Neo-) Rassismus unter Kontrolle. Genau dort liegt die Verachtung der Linken gegenüber den Farbigen: zu glauben, diese könnten ihnen nicht gefährlich werden.   

Jan

14. Oktober 2021 10:38

@ Hartwig

"Der Selbsthass (das kritische Weißsein), der von vielen Weißen zelebriert wird, ist nur mit einem tief verinnerlichten Gefühl der Überlegenheit gegenüber anderen Rassen, insbesondere gegenüber Schwarzen möglich".

Genau das! Schwer vorstellbar, dass ein intellektueller Snob wie Habermaß viele Migranten aufgrund ihrer Rohheit und Primitivität nicht verachtet. Wobei dieser Selbsthass häufig daraus resultiert, materiell nicht zur gehobenen Schicht zu gehören. Der Linke hasst die deutschen Prolls, die deutschen Spießer und die deutschen Bonzen. Die Prolls für ihre Primitivität und geistige Unterlegenheit, die Spießer für ihre biedere Kleinbürgerlichkeit und die Bonzen für den Reichtum, den er zu erwirtschaften nicht in der Lage ist. Sein Dilemma: Er meint vom Intellekt her eine Villa in Dahlem verdient zu haben, muss aber in Kreuzberg im Dreck sitzen. Aus Rache will er das Land mit Migrantenimport aus Armutsregionen, je fremder desto besser, versauen.

An Joseph Fischer (zwar kein Intellektueller) sieht man die wahren Wünsche dieses Milieus: Früher wollte er den Kommunismus einführen, weil er ein Habenichts war. Heute wohnt er fett und selbstzufrieden in Dahlem. Fragt ihn mal nach Enteignung. 

Niekisch

14. Oktober 2021 11:23

"Dass eine Verfassung "gilt", hat nichts mit der Anerkennung von Volkssouveränität zu tun."

@ Maiordomus 13.10.22:58: Wenn z.B. Tocqueville die Verfassung für unabänderlich gültig sehen wollte und die Volkssouveränität als deren  causa zu betrachten beliebte, dann liegt das genaue Gegenteil Ihrer Aussage vor.

"Schmitt ist gewiss ein interessanter wichtiger Denker, hat aber nichts mit der konservativen Philosophie zu tun, am allerwenigsten mit seiner in den richtigen Proportionen durchaus bedenkenswerten Lehre vom Dezisionismus."

War Carl Schmitts äußerst heterogene "Lehre" wirklich durchgehend dezisionistisch? Ich denke nicht. Und hat er nicht mit konservativer Rechtstheorie, die Sie selber unter 19:03 neben der Philosophie heranziehen, zu tun? Gerade er? Wo er doch aus Donoso Corte`s` Werk schöpft?

Da wir hier etwas am Thema des Strangs vorbeischlingern, finis.

ML: Bitte.

zeitschnur

14. Oktober 2021 11:30

Es ist wie ein rotierendes Kaleidoskop-Bild, das davonrutscht, sobald man es genauer fassen will.

Unsere Zeitgenossen werden seit Jahren auf eine Art "Wandelmoral" eingeschworen. Der Wackelzeigefinger hängt über uns, gleich, was wir sagen oder denken. Psychologisch gesehen ist das "Double bind".

Sarah Lee reagiert seismografisch irre auf diesen Irrsinn, denn er wird ja tatsächlich in einer spezifischen Weise mithilfe ihrer noch nicht entfalteten Identität zelebriert. Man raubt ihr jeden Halt und nutzt die entstehende Unsicherheit aus, um sie gegen andere auszuspielen, die man ebenso tief verunsichern will oder schon verunsichert hat. Immerhin sind die Säcke, die uns das alles einbrocken, meist alte weiße Männer oder weibliche Ableger davon.

Was die von uns wollen? Dass wir jeden Halt verlieren, dass wir ständig zurückgesetzt werden, die Schwarzen haben tatsächlich ihr Trauma schon weg, nun muss man die Weißen so bearbeiten, dass sie sich genauso mies und wertlos fühlen wie die Schwarzen. Darum geht es, und darum, dass keiner mehr weiß, wo oben und unten ist, man sich an das Treibgut zerschossener Begriffe klammert, bis einem das nächste Brett an den Kopf geknallt wird. Kriegstaktik: Divide et impera.

links ist wo der daumen rechts ist

14. Oktober 2021 11:51

Zugehörigkeit 1

Weißsein ist kein Gegensatz zu irgendetwas, sondern sozusagen die transzendentale Voraussetzung zu jeder Art von Entgegensetzung – oder wie Klonovsky immer wieder betont: die Voraussetzungen zur Abschaffung der weißen Kultur sind weiße Errungenschaften.

Der weiße Universalismus macht Minderheiten (im doppelten Wortsinn), die es zu schützen gelte, erst ausfindig und dann „gleichrangig“. Wenn diese – nach Frantz Fanon - als Erfüllung und Konsequenz dieser Gleichrangigkeit in einer verqueren Herr-Knecht-Dialektik die weißen Herren stürzen, ist und bleibt die Denkart weiß. Davor ist bereits jeder Taliban mit Smartphone, MG und Pickup de facto ein Weißer.

Und jeder Schwarze in den USA, der es „geschafft“ hat, gilt in der Community als Weißer und Verräter; das haben wir ja an anderer Stelle schon ausgiebig diskutiert.

Das Grunddilemma lautet Zugehörigkeit. Man könnte das auch an der gebrochenen Identität von „Mischlingen“ oder Emigranten aus unseren Breiten durchspielen. Als Beispiel nenne ich die Figur des Paul Bereyter in Sebalds „Die Ausgewanderten“; aber da plärren gleich wieder unsere Steckenpferdreiter und Semitismus-Forscher…

links ist wo der daumen rechts ist

14. Oktober 2021 11:52

Zugehörigkeit 2

Anders formuliert:

Die Linksliberalen schwelgen in ihrer gebrochenen Identität; alles Strikte oder „Herkünftige“ lehnen sie ab. Daher die Vorliebe für Zwischenformen wie „Transgender“, Bobo-Anywhere oder „Mischling“.

Die Rechten verleugnen hingegen gebrochene Identitäten und flüchten in homogene Vergangenheitsutopien. Aber das ungebrochene Eigene, das mich vom Fremden trennt, gibt es nicht. Das zumindest sollten die aktuellen Corona-Fronten gezeigt haben.

Imagine

14. Oktober 2021 12:05

1/2
@Andreas Walter  14. Oktober 2021 00:15 „Nicht nur für die Chinesen. Wenn Europa afrikanisch und/oder muslimisch wird ist das doch auch ein Vorteil für die VSA. Ist ein ernstzunehmender Mitbewerber weniger im Spiel um die Welt (“fuck the EU“).

Völlig zutreffend.

Die VSA hat derzeit nämlich mehr Probleme, als (auch) kapitalistische Insolvenzverschlepper das in der Regel zugeben. Normalerweise wurde dann früher immer ein großer Krieg vom Zaun gebrochen, um die Konjunktur anzukurbeln, doch das ist im Atom- und Raketenzeitalter nicht mehr so leicht möglich. Also versucht man es jetzt nur noch über Propaganda, Wirtschaftskrieg, verdecke Operationen und biologische Waffen.

Das kapitalistische System befindet sich in einer Zusammenbruchsspirale. Das weiß die herrschende Klasse.

Folglich versucht sie das System mit dem „Great Reset“ in eine transhumanistische Diktatur umzuwandeln, Hier werden dann roboterisierte Überwachung (https://youtu.be/0Ylrw4_8Bvk) genauso wie gentechnische Manipulation zur Herrschaftssicherung eingesetzt werden.

Systemgegner kann man dann sterilisieren, zu geistigen und körperlichen Krüppeln (vgl. „long Covid“) machen oder definitiv „neutralisieren“. Durch Impfzwang muss sich jeder sein jährliches gentechnisches Update spritzen lassen, um sein „Freiheitszertifikat“ zu bekommen.

Imagine

14. Oktober 2021 12:09

2/2
Das Zertifikat ermöglicht zudem die Applikation ein individualisierten gentechnische Mixtur, welche durch Verhaltensanalyse durch Computer-Algorithmen bestimmt wird.

Singapur wird das Modell sein. Schon jetzt wird es durch Polizei und Technik (Videos, Gesichtserkennung etc.) so diktatorisch überwacht wie kein anders Land auf dieser Welt.

„Im September hat der Stadtstaat Singapur einen Polizeiroboter namens „Xavier“ getestet, der gegen „unerwünschtes Sozialverhalten“ eingesetzt werden soll. …
Singapur hat ein eigenes Kompetenzzentrum für Polizei- und Überwachungsroboter eingerichtet. …
Wie der Guardian berichtet, habe sich „Xavier“ bei einer Patrouille durch eine Wohnsiedlung fortbewegt und blieb vor einer Gruppe älterer Bewohner stehen … Dann sagte er mit Roboterstimme: „Bitte halten Sie einen Meter Abstand, bitte halten Sie sich an fünf Personen pro Gruppe.“ Dabei richtet das System die Kamera auf die Personengruppe. …

In Singapur regiert seit 1959 die People’s Action Party (PAP), die Organisation Freedom House stuft den Staat als nur „teilweise frei“ ein. Das Versammlungsrecht und andere bürgerliche Freiheiten sind stark eingeschränkt. Mit dem „Protection against Online Falsehoods and Manipulation Act“ verabschiedete die Regierung 2019 ein Gesetz gegen Fake News, das Bürgerrechtler in Singapur und internationale Organisationen als Einschränkung der Meinungsfreiheit- und Pressefreiheit werten.“
 

Imagine

14. Oktober 2021 14:28

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Der Zusammenhang von „Umvolkung“ und „gentechnischer Behandlung“ besteht darin, dass es sich bei beidem um Strategien der herrschenden Klasse handelt.

Die Politik der Herrschenden hat immer zwei Ziele:
1. Profit und
2. Herrschaftserhalt.

Der Profit ist garantiert durch das kapitalistische System, das quasi automatisch den Reichtum der Vermögenden vermehrt. Das System funktioniert nach dem Matthäus-Prinzip: Wer hat, dem wird gegeben. Wer hat, der kann vermieten und verpachten, Geldverleihen und Zinsen kassieren, als Unternehmer den Mehrwert seiner Lohnarbeiter abschöpfen usw.

Allerdings hat das kapitalistische System den großen Nachteil, dass es nicht dauerhaft stabil ist. Es muss ständig expandieren, sonst kollabiert es. Es gibt ständig Krisen. Und es findet ständig eine Entwertung des Geldwerts (= Inflation) statt.

Der Markt hat seine Gesetzmäßigkeiten: Die Großen fressen die Kleinen, die Reichen werden immer reicher und die Lohnarbeiter immer ärmer. Die Klein- und Mittelunternehmen werden von den großen und globalen Unternehmen „gefressen“ bzw. aus dem Markt gedrängt. Die Mitte schrumpft und steigt ab.

Imagine

14. Oktober 2021 14:29

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Oligarchisierung und Globalisierung sind  zwangsläufige Folgen der Systemlogik der Markwirtschaft, genauso wie die Auflösung der Nationalstaaten mit ihren Kulturen und nationalen Verfassungen.

Die Mehrheit der nationalen Rechten ist gegen die Globalisierung, aber für Marktwirtschaft und Kapitalismus. Was systemlogisch ein unaufhebbarer Widerspruch ist.

Entweder wirtschaftliche Gesamtsteuerung im gemeinwirtschaftlichen Interesse oder Marktwirtschaft, wo vermögende Akteure im privatwirtschaftlichen Interesse agieren.

Deshalb sind im Stadium der Globalisierung die nationalen Rechten zum Störfaktor geworden, der von den system- und marktkonformen konservativen, liberalen, linken und ökologischen Parteien bekämpft wird.

Zugleich besitzen die nationalen Rechten jedoch kein Konzept für ein funktionierendes System jenseits der kapitalistischen Marktwirtschaft.

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