Krieg in der Ukraine – kühle Scham

Werte Leser, können Sie verstehen, daß wir uns in der Ukraine-Frage über das Lapidare hinaus nicht zu Wort melden? Ich denke schon.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Es han­delt sich dabei nicht um Unlust, nicht um man­geln­des Inter­es­se, sich mit die­sem Krieg und sei­ner geo­po­li­ti­schen Mecha­nik zu beschäf­ti­gen. Es gibt gute Ana­ly­sen und Stel­lung­nah­men, auf drei will ich hinweisen:

1. Auf den Pod­cast von Dr. Mar­tin Wagener haben wir im Zusam­men­hang mit sei­nem Buch Kul­tur­kampf um das deut­sche Volk bereits aus­führ­lich auf­merk­sam gemacht. Wageners Ana­ly­se zeich­net sich durch Nüch­tern­heit und Sach­kennt­nis aus. Er beschreibt den Wes­ten (vor allem Deutsch­land) als naiv und skiz­ziert zuletzt Ver­mitt­lungs­vor­schlä­ge, endet also konstruktiv.

Knap­pe 25 Minu­ten, Höcke hat Wageners Pod­cast bereits emp­foh­len: Angriff auf die Ukrai­ne – hören Sie Wageners Ana­ly­se hier.

2. Ali­ce Wei­del konn­te in der Son­der­sit­zung des Bun­des­tags eine Stel­lung­nah­me abge­ben – sie ist ihr in Ton und Inhalt gut gelun­gen, weil sie die Oppo­si­ti­on von rechts tat­säch­lich in Oppo­si­ti­on zur unfaß­bar ver­lo­ge­nen Hal­tung der Bun­des­re­gie­rung und des offi­zi­el­len Deutsch­lands stellte.

Wei­dels Stel­lung­nah­me im Bun­des­tag, rund 6 Minu­ten, hier anse­hen;

3. Einer der jun­gen Macher des online erschei­nen­den Kon­flikt-Maga­zins, Eric Ahrens, ver­sucht sich (und dem rech­ten Lager) dadurch Luft zu ver­schaf­fen, daß er einen kon­struk­ti­ven Ansatz sucht und zu mehr Sub­jek­ti­vi­tät in der Ukrai­ne-Fra­ge rät: Er ver­weist auf die Läh­mung, die daher rüh­re, daß man sich als Vasall der USA selbst für hand­lungs­un­fä­hig erklä­re und dies sogar als Ent­schul­di­gung für die eige­ne Träg­heit vor­brin­ge. Es sei aber man­ches mög­lich, und das zei­ge die­ser Tage unter ande­rem der AfD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Beckamp.

Eric Ahrens – “Der Mon­tag. Kalen­der­wo­che 9”, hier lesen.

Drei Wort­mel­dun­gen also: Wageners kopf­schüt­teln­der Rea­lis­mus wird nur dort pole­misch, wo er auf die 5000 Hel­me zu spre­chen kommt, vor denen zit­ternd Putin die Krim räu­men las­sen könn­te; Wei­dels schnei­den­de Oppo­si­ti­on setzt sich hör­bar vom Ton der libe­ra­len Wei­he­stun­de im Bun­des­tag ab; Ahrens will nicht wahr­ha­ben, daß er in einem Land zu leben hat, auf des­sen “Hal­tung” in der Ukrai­ne­fra­ge und in so vie­len ande­ren poli­ti­schen Fra­gen man am Ende nur mit einer ernüch­ter­ten Gegen­hal­tung reagie­ren kann: mit küh­ler Scham.

Ich habe mir den Selbst­ver­ge­wis­se­rungs­vor­mit­tag im sonn­täg­li­chen Bun­des­tag ange­schaut, um mir wie­der ein­mal, noch ein­mal, ein letz­tes Mal die gan­ze ent­setz­li­che Pein­lich­keit, Ver­lo­gen­heit und Scham­lo­sig­keit unse­rer regie­ren­den, pseu­do­op­po­si­tio­nel­len, gleich­ge­schal­te­ten Klas­se vor Augen füh­ren zu lassen.

Als die Bun­des­tags­prä­si­den­tin den auf der Tri­bü­ne plat­zier­ten Bot­schaf­ter der Ukrai­ne begrüß­te, setz­te Applaus ein, der nicht enden woll­te. Es setz­te ein, wor­auf Gesin­nungs­ethi­ker immer hof­fen dür­fen, wenn ihnen die Rea­li­tät zeigt, daß sie ihrer Ver­ant­wor­tung wie­der ein­mal nicht gerecht gewor­den sind: Sie ver­wan­deln ihre guten Absich­ten in ein schon Geleis­te­tes, glei­chen ihre Hand­lungs­schuld mit mora­li­schem Kre­dit aus, den sie sich aus der Zukunft leihen.

Das gelang durch den minu­ten­lan­gen Applaus: Es war das Zuklat­schen einer Erklä­rungs­lü­cke, das Über­tö­nen einer Fra­ge, die seit dem Kriegs­be­ginn in der Ukrai­ne im Rau­me steht und nur von tau­ben Gemü­tern über­hört wer­den kann: Habt ihr mehr zu bie­ten als Geschwätz?

Nein, haben wir nicht, haben wir nicht mehr, seit lan­gem nicht mehr, und ich ste­he fast fremd vor der Esels­ge­duld, mit der ein Peter Hah­ne im indu­bio-Pod­cast der “Ach­se des Guten” noch ein­mal auf­zu­zäh­len beginnt, was die letz­ten drei unge­dien­ten Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin­nen und ihre männ­li­chen Vor­gän­ger aus der deut­schen Armee gemacht haben, was unser Land außen­po­li­tisch als Vasall unter Vasal­len nicht nur mit­trug, son­dern mora­lisch welt­meis­ter­lich auf­lud und wie kom­plett es jede Leh­re aus den drei­ßig Jah­ren nach dem Ende der Block­kon­fron­ta­ti­on verweigerte.

100 Mil­li­ar­den Euro zusätz­lich für die Bun­des­wehr? Was ist das für eine Zahl, was bringt sie jetzt, heu­te, außer daß man Baer­bock und Kon­sor­ten (die das als Über­wäl­ti­gungs­ge­schenk aus­pack­ten) und Merz (der das mit fal­ti­ger Stirn “mit­trägt”) bei der spon­ta­nen Aus­rei­fung eines har­ten Gedan­kens zuse­hen konn­te: Wir wer­den viel­leicht kämp­fen müssen!

Wer­den wir nicht müs­sen, wer­den uns 100 Mil­li­ar­den auch nicht bei­brin­gen kön­nen, liegt sowie­so außer­halb der Vor­stel­lungs­welt der Ber­li­ner Par­al­lel­welt, aber den­noch treibt die­ses Wider­stands- und Ver­tei­di­gungs­ge­fühl sofort sei­ne Blü­ten. Resis­tance: Der Spie­gel ver­öf­fent­lich­te Bil­der einer Klein­kriegs­ro­man­tik aus den Stadt­quar­tie­ren Kiews:

ein jun­ges Pär­chen, eigent­lich Mode­trä­ger, jetzt aber mit Kalasch­ni­kow und MPi, ver­tei­di­gungs­wil­lig trotz (oder gera­de wegen) ihrer zar­ten Lie­be; Omis beim Befül­len von Molo­tow-Cock­tails; ein jun­ger Mann, der gera­de lernt, wo vorn und wo hin­ten ist beim Gewehr.

Wir müs­sen das alles zurück­wei­sen: die­ses gan­ze Gefüh­li­ge, die­se ver­lo­ge­ne Ver­brü­de­rung mit der einen oder der ande­ren Sei­te, die roman­ti­sche Betei­li­gung an einem Kampf, der 2000 Kilo­me­ter von uns ent­fernt nicht nur nach­emp­fun­den, son­dern tat­säch­lich aus­ge­tra­gen wird. Wer dort kämpft, wen­det an, was er kann oder rasch noch ler­nen muß, und es wird von Tugen­den getra­gen, die den Deut­schen aus­ge­trie­ben wur­den, und es ist das Gegen­teil von dem, was hier­zu­lan­de einen Mann aus­ma­chen soll.

Krieg in Euro­pa – Deutsch­land hat nichts zu mel­den, hat mit­ge­macht bei einer fahr­läs­si­gen Kon­fron­ta­ti­on dort, wo Aus­gleich, Neu­tra­li­tät, Ver­flech­tung und ein Aus­kom­men das Maß jeder Poli­tik hät­ten sein müs­sen. Es ist aller Ehren wert, den­je­ni­gen nun zu hel­fen, die flie­hen müs­sen und Schutz suchen. Bloß klar muß sein: Das Abpuf­fern von Not ist kei­ne star­ke Posi­ti­on, son­dern das, was denen zu tun übrigbleit, die nichts ver­hin­dern und nichts ent­schei­den können.

Abschlie­ßend: die Rech­te ist sich uneins. Pro Ukrai­ne hier, pro Ruß­land dort – sol­che Ent­schie­den­hei­ten sind nicht not­wen­dig, denn sie blei­ben fol­gen­los, oder hät­te jemand einen Hebel? Ist es letzt­lich sogar die Hoff­nung, nach Jah­ren als Paria zur mora­li­schen Mehr­heit wech­seln zu kön­nen, die man­chen aus unse­ren Rei­hen nun zum glü­hen­den Ukrai­ne­an­hän­ger machen?

Küh­le Scham: Das ist die Hal­tung, die wir ein­neh­men soll­ten – Scham dar­über, die Regie­rung zu haben, die wir ver­die­nen, also seit Jahr­zehn­ten von einer Ban­de Gesin­nungs­ethi­ker regiert zu wer­den und dies nicht ver­hin­dert zu haben. Küh­le im Blick auf die Macht­ver­hält­nis­se: Erik Leh­nert hat das in sei­nem Bei­trag über den Krieg in der Ukrai­ne, Wagener und Wei­del haben das in ihren Stel­lung­nah­men geleis­tet, Höcke hat eine knap­pe, kla­re Pres­se­mit­tei­lung dazu abgegeben.

Jeder Kom­men­tar, jede Lage­be­ur­tei­lung muß frei von der ver­lo­ge­nen Ein­ge­mein­dung ins Lager der­je­ni­gen sein, die immer alles gut mei­nen und immer alles falsch machen. Mehr als das steht uns Deut­schen nicht zu, alles ande­re ist nur Geschwätz.

Götz Kubitschek

Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

Nichts schreibt sich
von allein!

Das Blog der Zeitschrift Sezession ist die wichtigste rechtsintellektuelle Stimme im Netz. Es lebt vom Fleiß, von der Lesewut und von der Sprachkraft seiner Autoren. Wenn Sie diesen Federn Zeit und Ruhe verschaffen möchten, können Sie das mit einem Betrag Ihrer Wahl tun.

Verein für Staatspolitik e.V.
DE86 5185 0079 0027 1669 62
HELADEF1FRI

Kommentare (72)

Rheinlaender

1. März 2022 11:45

Ich möchte in diesem Zusammenhang auf die Gedanken Marcel Bohnerts (eines aktiven deutschen Stabsoffiziers) verweisen, der die Auswirkungen der Herrschaft der Gesinnungsethiker auf die Bundeswehr mit klaren Worten angesprochen hatte. Man hat nicht nur die Institution der Streitkräfte, sondern auch die Fähigkeit der Deutschen zur Verteidigung über Jahrzehnte hinweg systematisch zerstört. Die Gedanken sind hier zugesammengefasst: https://renovatio.org/2021/08/marcel-bohnert-die-kulturellen-ursachen-der-deutschen-niederlage-in-afghanistan/

MARCEL

1. März 2022 11:47

ein erwarteter Beitrag

Er sagt alles, was von deutscher rechter Seite dazu zu sagen ist und sammelt die Fraktionen (pro Ukraine, pro Russland) im eigenen Lager wieder ein. Wäre auch zu blöd, unter uns diesen Krieg "nachzuspielen"

Ich selbst als moderater deutscher "Slawophiler" verstehe Russland und bewundere zugleich die Kampfmoral der Ukrainer - ein Vorbild, nicht mehr und nicht weniger.

Schade nur, dass den Ukrainern das, was sie jetzt so tapfer verteidigen nicht nur von Putin, sondern auch von Brüssel/Washington wieder genommen werden wird. Brachial hier, smart dort.

tearjerker

1. März 2022 11:52

Nichts Besseres weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
wenn hinten, weit, in der Türkei die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
und sieht den Fluss hinab die bunten Schiffe gleiten.
Dann kehrt man abends froh nach Haus
und segnet Fried und Friedenszeiten.

Imagine

1. März 2022 11:59

Wer in einem Krieg Waffen an eine Kriegspartei liefert, praktiziert eine militärische Teilnahme, so als würde er Truppen schicken.

Das kommt einer Kriegserklärung gegen Russland gleich. Mehr noch: Es ist die Teilnahme an einem Krieg gegen Russland.

Damit wird die Grenze vom „kalten“ zu einem heißen Krieg überschritten, weil der „kalte Krieg“ durch eine nicht-miltärische Kriegführung definiert ist. Man unterstützt eine Seite, aber man ist nicht unmittelbar am Krieg, am Zerstören und Töten, beteiligt, was bei Waffenlieferungen der Fall ist.

Wer an eine Kriegspartei Waffen liefert, dem geht es nicht um die Wiederherstellung des Friedens, sondern um Eskalation.

Die EU mit Deutschland an der Spitze wird durch die Waffenlieferungen kriegsteilnehmende Partei und eskaliert mit den Waffenlieferungen den Krieg.
Als kriegsteilnehmende Partei bringt sich Deutschland ganz klar in die Zielkoordinaten russischer Atomraketen.

Deutschland hat sich aus eigener Entscheidung zum Teil der Kriegspartei gegen Russland gemacht und zur Eskalation des Kriegs beigetragen. Welche militärische Konsequenzen dies von Seiten Russlands haben wird, wird sich zeigen.

Nun befindet sich Deutschland im Krieg gegen Russland, der als physischer Krieg bislang noch auf die Ukraine beschränkt ist. Die Frage ist, wie lange noch?

Waldgaenger aus Schwaben

1. März 2022 12:14

Eine vor einem Monat noch undenkbare Diskussion bei uns im Hause:

"Gibt es Ideale, für die man bereit sein sollte zu sterben?", fragt die jüngste Tochter den Ältesten. Der weiß keine Antwort. Ich gehe dazwischen:

"Für Euch nicht. Für Männer in meinem Alter schon. Wenn es bei uns ernst wird macht euch bloß vom Acker! Ich würde mich als Reservist freiwillig melden."

Die Stimmung ändert sich gerade rapide im Lande.

 

Der Anspacher

1. März 2022 12:47

Ich finde auch den Beitrag von Stefan Scheil "Bloss nicht zwischen allen Stühlen" in der JF vor mehr als zwei Wochen sehr klug und informativ  - gerade weil er VOR dem ganzen Schlamassel geschrieben wurde und den Kern der Sache heute immer noch trifft, der sich schon im Titel ausgedrückt.

MartinHimstedt

1. März 2022 12:57

Na ja, aber so ein bißchen geil ist das doch schon:

Nach Transgender-Kommandeur*Innen »Ich lasse mich gerne vögeln in Darkrooms«, Panzern, in welchen auch schwangere Frauen (und Männer, die selbstverständlich auch schwanger werden können) Platz finden sollen, einer »feministischen Außenpolitik« und dem Einhorn nun also das drittgrößte Verteidigungsbudget der gesamten Welt. Beschlossen ausgerechnet von Annalena und Co.! 

Realpolitik kann etwas wunderschönes sein.

Gagern

1. März 2022 12:57

Es ist vor allem auch die Implosion eines weiteren Narrativs der rechten Metapolitik - nämlich dass eine "Eurasische Union" anzustreben wäre. Dies kann überhaupt kein realistisches Ziel, keine umsetzbare Realpolitik sein. Der Dugin-Diskurs gehört in Zukunft nicht mehr in das konservative Mindset. Russland hätte etliche politische Mittel gehabt, seine Sicherheitsinteressen auch auf dem Verhandlungsweg zu erreichen - aber das Ziel Putins, die Vernichtung des Staates Ukraine, ist nichts anderes als ein Völkerrechtsverbrechen. Wir können uns mit dem totalitären Putin-System auf keine Weise gemein machen.

Adler und Drache

1. März 2022 13:31

Hier lernt man wirkliche Haltung - nicht das, was die anderen meinen, wenn sie sich mit T-Shirts mit "I stand with Ukraine"-Aufdruck ablichten lassen oder ihrem FB-Profilphoto einen Rahmen geben. 

"Kühle Scham" - ja, freilich! Und Verweigerung einer allzu eifrigen Parteilichkeit, und allzu schneller und schnell fertiger Urteile! Und größtmögliche Distanz gegenüber der Zudringlichkeit, mit der man schon wieder irgendwo eingereiht werden, irgendwo mitlaufen soll! 

Migration, Klima, Corona, nun Ukraine - Prozesse, die mir wie Siebe erscheinen: ausgesiebt wird, wer sich nicht als Klumpen in eine Teigmasse hineinkneten lässt. (Und danach wird nochmals ausgesiebt, wer sich auch nicht als Klumpen in die Teigmasse auf der Gegenseite hineinkneten lässt, die zwar deutlich kleiner ist, aber nach denselben Regeln geknetet wird ...)

Das Eigene beginnt beim Selbsteigenen. 

Maiordomus

1. März 2022 13:32

Die Debatte hier bekundet einschliesslich des im Ansatz klugen Leitartikel zur Hauptsache Ratlosigkeit bis an die Grenze und darüber hinaus Orientierungslosigkeit. Ich will und kann mich nicht nur deshalb nicht daran beteiligen.

Es bedrückt mich schon genug, weil mein eigenes Land seine seit dem Wiener Kongress 1815 mit Erfolg ausgelebte Maxime der bewaffneten Neutralität nicht zuletzt wegen krasser Unfähigkeit in Regierung und Parlament, bei Verlernung des Elementaren, aufgegeben hat. Dies liegt möglicherweise darin, dass ein existentieller Bestandteil der Eignung für Politik, nämlich die soldatische Ausbildung, als Bestandteil einer Demokratie der selbstbestimmenden Waffenträger im Sinne auch einer personalen Realisierung von Souveränität in Heimat und Nation offenbar preisgegeben worden ist. Bei RKs Artikel scheint ein Nachvollzug dieses Gedankens, auf deutsche Verhältnisse umgerechnet, noch angedeutet. Damit hat es sich aber auch schon. 

Imagine

1. März 2022 13:48

Deutschland befindet sich im Krieg.

Zum zweiten Mal seit 1945 ist Deutschland in Europa Kriegspartei. 1999 im Krieg gegen Jugoslawien, jetzt gegen Russland.

Im Unterschied zu Jugoslawien kann Russland als zweitstärkste Militärmacht der Welt Deutschland zerstören.

Deutschland macht sich zur Kriegspartei gegen Russland, ist aber nicht in der Lage, sich militärisch zu verteidigen.
Selbstverständlich muss Deutschland einen atomaren Angriff ins Kalkül ziehen. Jedoch stehen kaum noch Bunker zur Verfügung (https://tinyurl.com/2p8845p6). Zur Situation in NRW (https://tinyurl.com/3mw96tc5).

Offensichtlich gibt es nur wenige, die den Ernst der Lage erkannt haben.

Mitleser2

1. März 2022 13:55

@Imagine: "Deutschland hat sich aus eigener Entscheidung zum Teil der Kriegspartei gegen Russland gemacht"

Glauben Sie das wirklich. Scholz wurde in Washington "eingenordet". So etwa: wenn ihr weiter nicht mitmacht, kein Ausgleich für russisches Gas und Öl, etc. Da gibt es sehr viele Druckmittel. Bis vor vier Wochen war die SPD russophil.

Trotzdem ist natürlich die allgemeine Kriegsbegeisterung in D völlig pervers.

heinrichbrueck

1. März 2022 13:58

Wagener bleibt 20. Jahrhundert. Politikwissenschaft (Kindergarten Geopolitik) ohne globale Politik. Wer bei Politikern Naivität feststellt, wird mit der Bewertung "naiv" noch höflich bedient. Man sollte auch in der Lage sein, solche grundverschiedenen Kategorien wie Intelligenz und Ethik auseinanderzuhalten. Wäre desillusioniert das Gegenteil von naiv?
Und wenn die Demokratie ein Traum ist, Baerbock träumte, kann nur der Träumer zerstört werden - und davon gibt es viele. Wie die Träumer denken, hängt sehr stark davon ab, vor welchen Mediengeräten sie sitzen. Aufwachen ist nicht vorgesehen. 
Rußland aus Europa rauszudrängen, scheint mir nicht akzeptabel zu sein. Oder warum sollte der Nutzen, langfristig gesehen, evident sein?
Naivität, Versagen (Unfähigkeit), Selbstvergessenheit, und andere sprachlichen Vorgaben, seien wir also froh, daß diese Träumer keine Armee haben. Und wieso sind wir gezwungen, uns auf eine der beiden Seiten zu stellen? Geopolitik verschweigt einiges. 

deutscheridentitaerer

1. März 2022 13:58

@Waldgänger aus Schwaben

"Die Stimmung ändert sich gerade rapide im Lande."

Das stimmt. Von einem Massenwahn übergangslos in den nächsten. Ich mache Ihnen keinen Vorwurf. Sie sind sicher ein braver Bürger und ein nützliches Mitglied der Gesellschaft. Virus oder der Russe vor den Türen - hier ist für jeden was dabei.

Laurenz

1. März 2022 14:09

(1)

Hatte schon @Franz Bettinger bezüglich der redaktionellen Stille angeschrieben & der verwies mich auf die 1%-Sendung, die nicht nur mir zulange war. (Wieso macht man nicht mehrere Sendungen?)

Ich ging schlicht davon aus, die Redaktion hat keinen Bock auf diese Debatte.

Andererseits hat Heise/Telepolis schon 10 oder 20 unterschiedliche Artikel veröffentlicht, einen sehr guten, hier https://www.heise.de/tp/features/Wir-stehen-vor-der-zweiten-Neuordnung-Europas-6527460.html

von einem Juristen.

Teilweise haben diese Artikel über 800 Forums-Beiträge mit anschließendem Diskussionsstrang.

Wer sich unabhängig mit der Materie "Ukraine in der Geopolitik" auseinandersetzen möchte, hier ein knapp 2h langer Vortrag von Ganser aus 2019  https://youtu.be/_sMfNmx0wKo

Gustav

1. März 2022 14:12

Ein Krieg in der Ukraine und die bloße Drohung, dass sich dieser Krieg über die Region hinaus ausbreiten könnte, könnte eine Reihe von Dingen bewirken, die Covid nicht bewirkt hat. Er bietet eine fortlaufende Deckung für den stagflationären Zusammenbruch, der in den USA in vollem Gange ist, für die Lieferkettenprobleme, die weltweit anhalten, sowie für die Destabilisierung der europäischen Wirtschaft.

Krieg ist immer eine Ablenkung von wirtschaftlicher Sabotage. Auch wenn die Saat für Finanzkrisen oft schon lange im Voraus von den Zentralbanken gelegt und bewässert wird, werden die Banken nie dafür verantwortlich gemacht, weil internationale Konflikte bequem im Mittelpunkt stehen. Wirtschaftskrisen führen zu Massenarmut, Massenverzweiflung und Massenhysterie, und die Globalisten werden sagen, dass diese Gefahren eine internationale Lösung erfordern, die sie gerne in Form von Zentralisierung bereitstellen.

https://axelkra.us/ordnung-aus-dem-chaos-wie-der-ukraine-konflikt-den-globalisten-nutzen-soll-brandon-smith/

Laurenz

1. März 2022 14:16

(2)

Ich selbst hatte gestern ein Streitgespräch mit meinem besten Freund, CDU-Anti-Merkel-Mann, der die Rede von Merz als gut erachtete.

Meine Meinung ist, ein wehrloses Land, wie wir, sollte sich eindeutig zurückhalten. Jahrzehnte lange Politik der Zersetzung der eigenen Armee, Vernichtung aller soldatischen Traditionen, kann nur dazu führen, daß ein Soldat, der heute in Deutschland dient, nicht bereit sein wird, für diesen Kack-Staat zu sterben. Oder glaubt wer in Berlin, jemand fällt, damit wir hier weiter gegen den Willen einer Mehrheit gendern dürfen?

Weiter haben die hiesigen Regierungen nicht begriffen, was das heißt, Krieg mit Rußland. Das Schlachtfeld ist Polen & Deutschland.

Und natürlich muß auch jedem Rußland-Freund klar sein, mit 200k Mann kann man nicht die Ukraine besetzen.

Maiordomus

1. März 2022 14:21

PS. Der Artikel von GK war angesprochen, nicht RK. Wiewohl persönlich alles andere als ein Militarist, glaube ich, dass ohne das Soldatische, gemeint die Bereitschaft der persönlichen Existenz für sein Land und sein Volk, der Gedanke der Volkssouveränität, von Tocqueville und noch Popper zwar als "fausse idée claire" bezeichnet, nicht realisiert werden kann. Auch klar, dass die deutschen Verteidigungsministerinnen diese Voraussetzungen nicht erfüllten, im Gegensatz allerdings zu Thatcher und Golda Meir für je ihre Länder. Bis 1989 erfüllten die Männer des Kantons Appenzell, von denen jeder jeweils bewaffnet an der Landsgemeinde teilzunehmen hatte, noch die Voraussetzung zu "Bürger und Soldat", wobei jeder Bürger zu allen Fragen mehr Selbstbestimmung hatte als Bundestagsabgeordnete, von denen die meisten zumindest informell an den Fraktionszwang gebunden bleiben.  

PS. Unbeschadet von der Frage, wer im UK-Krieg im Recht sei, ist die Bereitschaft ungezählter ukrainischer Männer, für ihr Land ihr Leben einzusetzen, Legitimation genug für ein souveränes Vaterland. "Gewiss wird ein Kampf durch seine Sache geheiligt; mehr noch wird eine Sache durch Kampf geheiligt", formulierte diesen Gedanken 1925 Ernst Jünger. Diese Leute kämpfen aber wohl kaum für "Diversity" gemäss EU-Vorstellungen, wohl auch nicht für blossen "Verfassungs-Patriotismus". 

Peter Gamon

1. März 2022 14:22

Auf den Punkt gebracht. Danke!

Heinrich der Seefahrer

1. März 2022 14:39

Die Darlegungen und Hinweise von Götz Kubitscheck sind stimmig und ernüchternd zugleich; die kühle Scham wird deutlich. Vielleicht wäre der Hinweis auf die Ausführungen von Craig Murray, dem Aktivisten, auf den Nachdenkseiten zu geben. Ein anders drängt doch dazu, die Scham, die man für die realen Menschen vor Ort fühlen muss. Sie hat GeorgTrakl vor dem 1.WK, für mich ebenso stimmig, so zum Ausdruck gebracht:

Menschheit

Menschheit vor Feuerschlünden aufgestellt,
Ein Trommelwirbel, dunkler Krieger Stirnen,
Schritte durch Blutnebel; schwarzes Eisen schellt,
Verzweiflung, Nacht in traurigen Gehirnen:
Hier Evas Schatten, Jagd und rotes Geld.
Gewölk, das Licht durchbricht, das Abendmahl.
Es wohnt in Brot und Wein ein sanftes Schweigen
Und jene sind versammelt zwölf an Zahl.
Nachts schrein im Schlaf sie unter Ölbaumzweigen;
Thomas taucht die Hand ins Wundenmal.

Allnichts

1. März 2022 14:41

Erik Ahrens muss an der Stelle berichtigt werden, an der er vor einem Vorgehen Putins gegen Antinationalismus schreibt. Es ist genau das Gegenteil der Fall, Putin geht scharf gegen jeden Nationalismus im eigenen Land vor, richtet sich aber genauso gegen den Nationalismus anderer Länder bzw. den in anderen Ländern. Jene ukrainischen Freiwilligenverbände, welche auch in neurechten Kreisen mitunter wohlwollend betrachtet werden, sind derzeit erklärtermassen ein Kriegsgrund und ein Angriffsziel Putins. Um sie zu bekämpfen und ihre Mitglieder zu beseitigen, werden vom Hoffnungsträger der christlichen Rechten gezielt auch Islamisten geschickt. Russland ist ein multiethnisches und multireligiöses Land, welches von Putin als eigene Zivilisation angesehen wird. Das sollte bedacht werden, wenn im hiesigen rechten Lager keine unangebrachten Erwartungen entstehen oder erhalten bleiben sollen.

Als gesichert kann gelten, dass es sich bei dem Krieg samt Folgen um eine Zeitenwende handelt. Eine kleine, möglicherweise auch eine grössere. Scham als einzunehmende Haltung ist mir zu passiv.

Phil

1. März 2022 14:50

@Imagine

Russland hat genug Probleme mit der Ukraine, als sich nun (wegen Waffenlieferungen) dem NATO-Mitglied Deutschland zuzuwenden.

Bran

1. März 2022 15:01

Ohne mich gross in den Diskurs reinhängen zu wollen, weil ich der Ansicht bin, dass der ganze Klamauk in der Ukraine auch ohne meine dezidierten Wortmeldungen seinen Gang nehmen wird, wollte ich mal fragen, was denn eigentlich aus dem werten Raskolnikow geworden ist, da seine Meinung hier sicher interessant wäre. Ist er gefallen, abtrünnig geworden oder hat er sich als Kunstprojekt herausgestellt? 

Hartwig aus LG8

1. März 2022 15:13

@ imagine

Was erwarten Sie denn von unseren deutschen Regierungsmitgliedern, die alle noch das große A an ihrer Heckscheibe kleben haben?

Selenskyj beherrscht die Klaviatur, mit der er und seine Verstärker den Westen unter Druck setzen bzw. ermutigen. Da gilt es jetzt, Falken wie Stoltenberg und den Polen im Zaume zu halten.

Ein paar Panzerfäuste zuzusagen und Nordstream2 "auf Eis" zu legen, gehören da einfach zum Tagesgeschäft. Schon die Formulierung "auf Eis" zeigt doch den Spagat zwischen dem Versuch der eigenen Behauptung und dem abzuliefernden gehorsamen Vasallentum.

Im Übrigen, mal wieder hellsichtig, hat @Grambauer auf SiN vor ein paar Wochen eine langfristige Zukunftsaussicht gezeichnet . . . "Marschal Shukow auf dem Reichstag" und so weiter.

SamweisG

1. März 2022 15:25

Sehr geehrter Herr Kubitschek,

vielen Dank für diesen Beitrag. Ich kann nur hoffe, dass wir alle das hier überleben und kein Krieg mit Atomwaffen durchgeführt wird. Das ein solcher Krieg in Europa möglich ist, ist schlimm. Mir persönlich tun die Zivilisten leid, in beiden Ländern. 

Ich sehe hier auch, dass Schwarz/Weiß Denke uns nicht hilft. Leider wird dies zu Regel.

Siehe Corona, Siehe Ukraine. In der Ukraine werden jetzt Waffen an Zivilisten verteilt, von einem souveränen Staat. Ich stelle mir da so meine Fragen. Weil ich das sehr ungewöhnlich finde. Das Gewaltmonopol sollte beim Staat liegen, alles andere in Anarchie für mich. Und wenn ich die offiziellen Fotos der Verhandlungsdelegation der Ukraine so ansehe, dann erscheinen diese dort in Freizeitkleidung... mit Basecap auf dem Kopf. Das ist auch ungewöhnlich.

Ungewöhnlich ist auch, wie unsere Executive reagiert.

Erst kein Geld für die Bundeswehr, sonst ist man Klimasünder, nun 100 Milliarden Euro und man diskutiert über die Wehrpflicht... 

 

SamweisG

1. März 2022 15:25

Abschliessend kann ich nur sagen. Möge noch mal Gnade geschenkt und alle Akteuren Sachverstand und Demut und eine Gewinnschätzung des Grundgesetzes, denn dieses wurde mal verfasst von Leuten, die den Schrecken live erlebt haben und wissen wohin die strikte Umsetzung einer Ideologie führen kann. Wir brauchen in unserem Lande wieder mehr Sachlichkeit, Augenmaß und Objektivität und die praktische Umsetzung von Artikel 1 GG. 
Das folgendes im "Westen" möglich ist, hätte ich nicht gedacht.

https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2022/mangelnde-distanzierung-zu-putin-und-krieg-muenchen-entlaesst-chefdirigent/

Besonders schlimm folgendes:

https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2022/restaurant-russen-krieg/

Bei FAZ habe ich das nicht gefunden..

kikl

1. März 2022 15:26

Schön, dass der Podcast von Dr. Martin Wagener hier genannt wird, den ich jedem nur empfehlen kann.

Das Gesäusel von "Völkerrecht" tut auch meinen Ohren weh, weil es nur dann angewendet wird, wenn sich das Völkerrecht gegen die Gegner der USA wendet. Der Unterschied zwischen Recht und Willkür ist, dass Recht immer und überall gilt, während Willkür nur dann gilt, wenn es dem Herrschenden genehm ist. Das Völkerrecht ist folglich kein Recht sondern ein propagandistisches Schwert.

Auch gut, dass Sie sich Zeit gelassen haben, um gelassen zu antworten. 

Laurenz

1. März 2022 15:34

@Phil @Imagine

"Russland hat genug Probleme mit der Ukraine, als sich nun (wegen Waffenlieferungen) dem NATO-Mitglied Deutschland zuzuwenden."

Das zeugt von einem gewaltigen Irrtum. Die Russen haben die beste bodengestützte Luftabwehr. Die A400 sind den Nato-Patriots haushoch überlegen. In Königsberg sind Flugzeuge stationiert, die Mach III fliegen können, ausgerüstet mit Kinschals.  https://de.wikipedia.org/wiki/Ch-47M2_Kinschal

Da sieht man die Rakete noch nicht mal kommen. Und hören tut man sie erst, wenn sie eingeschlagen ist. Dagegen hat die Nato keine Gegenwehr.

RMH

1. März 2022 15:35

Ich habe mir am Sonntag alle Bundestagsreden angehört. Auch wenn es mancher nicht wahr haben wollte und vielen das nicht schmeckt und aus diesem Grunde nicht akzeptiert wird und daher verleugnet wird: Eines ist klar, die Union ist unter Friedrich Merz wieder zurück. Von den Reden der AfD war die von Frau Weidel noch die beste, Chrupalla hat versagt, immerhin haben sich beide dem nur noch peinlichen "ja, aber-Reflex", dem notorisch gewordenen Whataboutism und cui-bono Geraune, wie er bei pi und anderen rechten, politisch alternativen Seiten zum trotzigen Gebet erhoben wurde, enthalten. Die AfD braucht keiner mehr - so das Fazit nach diesem Sonntag. AfD-Credo der Unterversorgung der BW und viele weitere Kernthemen der AfD, weggespült, absorbiert von der Union und auch der SPD. Man sollte sich jetzt nicht gegenseitig zerfleischen, aber die neue Lage nüchtern analysieren, sich selber sortieren und dann weiter machen. In der Ukraine erleben wir gerade das, was Putin immer verhindern wollte: Die Geburt einer Nation, die, auch wenn sie besetzt wird (wovon ich ausgehe), mehr von Russland entfernt sein wird, als je zuvor. Im Übrigen hat @Gagern recht. 

RMH

1. März 2022 15:43

"Das Völkerrecht ist folglich kein Recht sondern ein propagandistisches Schwert."

@Kikl,

Sie reden einer völkerrechtlichen Anarchie das Wort, die jeder europäischen Tradition der Kriegshege widerspricht und welche vollkommen unbegründet ist. Vergleichbar damit dafür zu plädieren, das Plündern und Vergewaltigen zuzulassen, weil es eben andere auch schon straflos gemacht haben. Das ist - mit Verlaub - unter dem Niveau ihrer bisherigen Beiträge. Schauen Sie bitte ins Archiv der Sezession und lesen einmal Heft 1 der Zeitschrift, dann wissen Sie, dass gerade Rechte keine Anarchisten sind (auch wenn aus rechter Sicht, das Verbot des Angriffskrieges etwas historisch neues ist, geschaffen für den Fall Deutschlands, was man mit guten Gründen kritisieren kann).

RMH

1. März 2022 15:50

@Maiordomus,

die Schweizer Neutralität war doch spätestens schon weg, als man dem Druck der USA im Hinblick auf das Steuergeheimnis nachgab. Kurzer Überblick dazu für Dritte:

Schweizer Bankgeheimnis – Wikipedia

Insofern verwundert das jetzige Verhalten der Schweiz nicht - einzig Ungarn überrascht einmal wieder, in dem es Waffentransporte über sein Gebiet untersagt.

Imagine

1. März 2022 15:57

@Hartwig aus LG8  1. März 2022 15:13
„Da gilt es jetzt, Falken wie Stoltenberg und den Polen im Zaume zu halten.“

Stoltenberg ist nur eine Art “Pressesprecher” der NATO, der hat nichts zu entscheiden.

“One of the two strategic commanders for NATO and the commanding officer of Allied Command Operations (ACO). The current SACEUR is General Tod D. Wolters. The SACEUR is responsible to NATO's Military Committee, the highest military authority in NATO, for the overall direction and conduct of military operations for NATO. SACEUR, a United States Flag or General officer, leads all NATO military operations and is dual-hatted as Commander US European Command. His command is exercised from the Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE) at Casteau, Mons, Belgium.”( https://shape.nato.int/)

Maiordomus

1. März 2022 15:59

@RMH. Was Sie über die "Geburt der Nation" gesagt haben, versuchte ich oben mit dem Zitat von Ernst Jünger zu unterstreichen und den Ausführungen über die waffenfähigen freien Männer als Bedingung einer Demokratie. 

Amos

1. März 2022 16:16

Zu Wegener: 1. Es bleibt spannend, ob der Westen überhaupt je in der Position sein wird, über die "weitgehende Autonomie" der beiden Teilrepubliken im Osten der Ukraine zu verhandeln, diese werden vermutlich ebenso Teil Russlands, wie die Krim, denn diese Kröte hat der Westen schon geschluckt. 2. Es bleibt spannend, wohin das Narrenschiff der Gesinnungsethiker in Amt und Würden weiter treibt. Aktuell sieht es danach aus, dass die Emotionalisierung der Politik weiter voranschreitet und die Tür für einen von Wegener beschriebenen rationalen Ausgleich der Interessen erstmal zu ist. Man sucht Halt in der weltweiten Stimmung der Ablehnung Putins und hat sich bereits auf die schiefe Ebene begeben Kriegspartei zu sein.    

Andreas Walter

1. März 2022 16:24

Die Ukraine wird daher wahrscheinlich geteilt werden, so wie auch Deutschland geteilt wurde oder Korea.

Wenn die Chinesen klug sind werden sie die Russen trotz ihrer neuen Monopolstellung nicht finanziell über den Tisch ziehen, sondern gemeinsam über 3/4 der Welt regieren. Den Rest überlassen sie ebenso klug den Nordamerikanern und dem ehemaligen "Empire", denn Afrika und Iberoamerika haben sie auch schon im Sack. Weil erst das große Fressen, der Hunger, und dann erst die Moral kommt.

Europa? Europa darf in Zukunft von den Brosamen leben, die ihr die VSA dann noch zugestehen. Falls die Muslime sie bis dahin nicht eh schon geschwängert haben. Oder große, coole, schlanke Afrikaner mit strahlend weißen Zähnen.

100 Milliarden Euro sind übrigens 2.500 für jeden werktätigen Deutschen. Für nix, denn ganz Westeuropa besitzt kaum noch etwas, was die Große Allianz des Ostens nicht schon hätte oder überhaupt haben will. Nicht Europa hat sich daher von Russland abgewandt, sondern Russland von Europa.

Avalon

1. März 2022 16:24

Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen: Im 2. Weltkrieg haben sich dieser naive Idiot Roossevelt und der Kriegsverbrecher Churchill mit dem bolschewistischen Massenmörder Stalin ins Bett gelegt. (Jalta) und eine heilige Waffenbrüderschaft geschmiedet. Das Ziel: Nazi-Deutschland endgültig zu erledigen. Hat funktioniert. Nebeneffekt: Das, was Hitler und Stalin bzgl. der Einflußsphären (Baltikum) ausgekungelt haben, als Stalin schon Millionen auf dem Gewissen hatte und Hitler im Verein der Massenmörder noch am Katzentisch saß, wurde nach dem Sieg zementiert. Die Amis und die Briten haben der Roten Armee tatkräftig den Weg nach Mitteleuropa freigebombt und sich anschließend von Stalin auf der Nase herumtanzen zu lassen. Churchill wußte, was kommt. (Eiserner Vorhang) (Wir haben das falsche Schwein geschlachtet) Warum? Weil er sich aufgrund seines verkommenen Charakters eher in Stalin hineinversetzen konnte. Und heute jammern sie herum. Sie hätten es verhindern können. Alle Leichen, die in den Kriegen weltweit nach 1945 produziert wurden, waren und sind das Ergebnis. So what? Ein großer Verbrecher erklärt dem anderen großen Verbrecher, was Recht und Gesetz sei?

Avalon

1. März 2022 16:32

Und darüber hinaus: Kubitschek...und die Mitstreiter...die Stimmen der Vernunft!

kikl

1. März 2022 16:43

@RMH

"Sie reden einer völkerrechtlichen Anarchie das Wort,..."

Ich rede der Anarchie nicht das Wort, ich beschreibe wie es ist.

Ich würde mich freuen, wenn es ein Völkerrecht gäbe. Nur dazu bedürfte es einer unabhängigen Gewalt, die dieses Recht auch durchsetzen kann. Es bräuchte eine unabhängige Gerichtsbarkeit, die dieses Recht feststellt. Das gibt es nicht.

"Plündern und Vergewaltigen" ist straflos, wenn es der Stärkere tut. Für Kriegsverbrechen muss nur der Verlierer büßen, der Sieger klopft sich dafür auf die Brust, siehe 2. Weltkrieg, Vietnam, Koreakrieg, Hiroshima,.... die Liste ist unendlich lang.

Ja, wenn man älter wird, dann wird man zynischer. Aber das ist leider die Wahrheit. Deswegen klingt das Gerede vom Völkerrecht für mich einfach nur verlogen, mir wird dabei speiübel.

Karl

1. März 2022 16:44

Spätestens wenn stramme sog. "Antifaschisten" der Berliner Anstalt strammen "Faschisten" im ukrainischen Tollhaus (s. die hervorragende historische und gesellschaftspolitische Analyse von Eric Angerer: Die ukrainische Vorgeschichte - (tkp.at) applaudieren und diese unterstützen sollte klar sein, dass der veraltete politische Kompass keine Orientierung mehr gibt. Ganz in diesem Sinne schreibt Axel Krauss: "Es ist wichtig zu verstehen, dass die meisten Konflikte zwischen dem Osten und dem Westen konstruierte Konflikte sind und dass die Führer BEIDER SEITEN nicht wirklich im Streit miteinander liegen. Vielmehr sind diese Kriege Kabuki-Theater; es sind Kriege der Bequemlichkeit, um verdeckte Ziele zu erreichen, während sie die Massen mit Momenten des Terrors und des Unheils hypnotisieren." (zitiert aus: https://axelkra.us/ordnung-aus-dem-chaos-wie-der-ukraine-konflikt-den-globalisten-nutzen-soll-brandon-smith/)

ordoestlibertas

1. März 2022 16:54

Für mich steht aufjedenfall fest, daß ich nicht für den untergehenden Westen in einem Krieg kämpfen werde. Sollen sie doch die ganzen Freitag für Zukunft Schüler und die heldenhaft dreifach geboosterten hinschicken. Wenn ein Krieg ausbrechen sollte wird mein Motto sein: "Ihr wolltet toxische Maskulinität besiegen und eine diverse Gesellschaft haben? Bitteschön! Viel Spaß beim Sterben für täglich neu ausgehandelte Kultur!"

Maiordomus

1. März 2022 17:05

@Avalon. Vom bloss parteiischen Hasserstandpunkt, den Goethe einst im Zusammenhang mit Napoleon den "moralischen Standpunkt" genannt hat, lässt sich gemäss dem sonst wenig politischen Weimarianer "keine Weltgeschichte schreiben", zu schweigen davon, dass herkömmliche einseitige Darstellungen durch blosse Behauptung einer Gegenposition nicht widerlegt werden. In kriegerischen Zeiten wäre vielleicht wieder an das Gedicht von Rudolf Alexander Schröder voon 1935 zu denken:

"Freiheit, wer sie verlor, weiss es, bedenkt es, und schweigt."

Letzteres aber nicht unbeschränkt, sondern nur so lange der die Vernunft abtötende Mainstream-Furor anhält. Der Artikel von Kubitschek hat an sich das Beeindruckende, dass er eben gerade nicht in Ihrem Tonfall, @Avalon, gehalten ist. @RMH. Glaube nicht, dass Ihre Einschätzung von Friedrich Merz zutrifft. Insofern war die Stellungnahme von Frau Weidel in ihrer Besonnenheit kein Luxus, und selbst Wagenknecht, von Gysi gerüffelt, behält in vielem recht. 

Ein Fremder aus Elea

1. März 2022 17:18

Tja, was habe ich bisher gesagt?

1. Wenn es 1839 o.k. war, Belgien für alle Zeit zu neutralisieren, warum nicht heute die Ukraine? (Übrigens, derselbe Gedanke findet sich in Bezug auf die Kaukasusvölker in Sure 18:92-97 im Koran.)

2. Putin hat uns von den Coronarepressionen befreit und erweckt darüberhinaus die Welt ganz allgemein aus infantilen Psychospielchen (unter deren Mantel wer weiß was noch herausgekrochen kommt).

3. Gegen Filz hilft nur Entschlossenheit.

4. Wenn Regierungen sich als Direktionen verstehen (mustertypisch von Lenin im Anzug dargestellt), verfeinden sich die Bürger untereinander über ihrer jeweiligen Stellung, und wenn dies von rivalisierenden Direktionen ausgenutzt werden kann, früher etwa über der Anerkennung von Stephan von Blois, heute in folge der Rechtsansprüche als Sowjetbürger (Enteignung der Armenier in Abchasien etc.), kommt es zu Bürgerkriegen, wobei ich nur hoffe, daß nicht auch Bundesbürger einander irgendwann nur noch als Systemprofiteure betrachten, denn dann wird es mörderisch.

Nicht, daß wir auf dem Weg dahin wären, mit all diesen großzügigen industriellen Wohltätern und ihren Claqueuren.

Das war's wohl. Und dabei belasse ich's auch.

ccced

1. März 2022 17:38

Weniger verschämt als konsterniert bin über diese Kriegsbegeisterung, die mehr derer im Jahr 1914 als derer im Jahr 1939 ähnelt. Der Westen befindet sich am Beginn eines Krieges mit Russland, dem notwendiger Weise von China der Rücken gestärkt wird.

In diesem Krieg, der ein Überlebenskampf des westlichen Empires und seines globalen Finanzsystemes ist, ist Deutschland ein großer Verlierer jetzt schon. Und das Tor zu Russland ist auf lange Zeit geschlossen.

Russland von SWIFT ausgeschlossen, auswärtige Reserven der russischen Zentralbank eingefroren: mit dem Abschuß dieser Atombomben ist jetzt schon das nichtmilitärische Pulver verschossen und der Startschuß für die Diversifikation des globalen Finazsystemes gegeben.

Der positive Aspekt: wenn es den Militärs gelingt, schützend Hände über rote Knöpfe zu halten, wird es vielleicht langfristig zu einer Erosion des westlichen Bündnisses führen.

Heinrich Loewe

1. März 2022 17:45

Ich stimme absolut zu, daß Alice Weidel eine hervorragende, weil v.a. differenzierende Rede im Bundestag gehalten hat. Kanzler-Format!

Meine kühle Scham ist, ehrlich gesagt, doch großer Sorge angesichts der inkompetent-großmäuligen Leichtfertigkeit fast aller übrigen politischen Akteure gewichen.- Ich seh das komplett wie @Laurenz. Das Schließen von SWIFT und -wichtiger noch, erstmaliger Vorgang- der Russischen Zentralbank ist ein Akt offensiver ökonomischer Kriegsführung seitens des Westens.

Im Nebel des Krieges gilt das „Gesetz der unbeabsichtigten Wirkungen“. Kein Mensch kann vorher sagen wie sich die Dynamik jetzt entwickelt. 

Wie verhält sich ein in die Ecke getriebenes verwundetes Tier mit Atomraketen und Spitzen-Fähigkeiten in der Cyber-Kriegsführung…?

Hajo Blaschke

1. März 2022 17:52

Der Konflikt nach dem von den USA initiierten Staatsputsch in Kiew läuft seit 2014. Seit 2014 wurden durch ukrainische Armee und Freischalter neben den Toten in Kiew und den durch die gleichen Killer in Odessa Verbrannten im Donbass etwa 15 000 Russischsprachige umgebracht. Umgebracht, weil sie den Putsch abgelehnt haben und ihr Leben selbst gestalten wollten. Kein einziges Wort habe ich in diesem Blog bis jetzt dazu gelesen. Man fragt sich, ist das so, weil es nur Russen sind, die ermordet wurden. Diese 15 000 Ermordeten sind Völkermord. Auch wenn ein Scholz Putin für diese Einordnung ausgelacht hat, in einer Weise, die den Zynismus dieses Polidarstellers zielgenau offengelegt hat.

Allnichts

1. März 2022 18:56

Hajo Blaschke:

Die Zahl von 15000 toten Russen in den Seperatisten-Gebieten seit 2014 wurde hier nun schon mehrmals genannt, allerdings immer ohne Quellenangabe. Soweit ich weiss, ist die Zahl auf eine Äusserung des Führers der Donezk-Seperatisten zurückzuführen und muss zwar nicht falsch sein, aber auch nicht einfach geglaubt werden. Im Allgemeinen wird eher von 14000 Toten insgesamt ausgegangen.

Ekki

1. März 2022 18:59

Die Rede von Frau Weidel im Bundestag war hervorragend. Gleichwohl stimme ich nicht mit allem überein. Krieg darf nie wieder ein Mittel der Politik sein. Die aktive, parteiergreifende Einmischung in diesen Krieg durch Waffenlieferungen an die Ukraine, war eine unglaublich dumme und gefährliche Massnahme von Politikern, die nie an die Regierung hätten gelangen dürfen.

Wir phantastische-demokraten.de (Denkwerkstatt) schlagen seit 6 Jahren vor:
Ja zu einem vereinigten Europa in Form eines engen Staatenbundes souveräner Staaten. Russland soll zur Mitarbeit und zum späteren Beitritt in die EU eingeladen werden.

Deutschland beendet die militärische Zusammenarbeit mit der NATO. Das Verbot der militärischen Einmischung in ausländische Bürgerkriege und sonstige kriegerische Auseinandersetzungen wird ins Grundgesetz aufgenommen. Auf deutschem Boden befindliche ausländische Truppen und Atomwaffen ausländischer Staaten werden abgezogen.

Die Bundeswehr wird aufgelöst und umgestaltet durch Verstärkung von Grenzschutz, Polizei, THW,  Feuerwehr und Rettungswesen.
Ohne Militär ist Deutschland nicht mehr befähigt, an Kriegseinsätzen teilzunehmen.

Ein Teil der Bundeswehr wird umgestaltet zu einem neuen Elite-Bundesgrenzschutz mit Ausrüstung und Uniformierung (identitätsstiftend) wie 1952. Ausrüstung und Ausstattung stets nach modernstem Stand der Verteidigungstechnik, mit besonderer Berücksichtigung des automatischen, mit einem Minimum an Personal zu betreibenden Geräts.

Hajo Blaschke

1. März 2022 19:03

@ Heinrich Loewe

Russland ist kein in die Ecke getriebenes waidwundes Tier. Die russische Wirtschaft hatte acht Jahre seit Beginn der Sanktionen ausreichend Zeit, sich importunabhängig zu machen bzw. effektive Quellen für benötigte Importe aufzubauen. Auch die Abschaltung von SWIFT ist kein Todesurteil. Russland hat mit China und den BRIKS-Staaten alternative Zahlungssysteme aufgebaut, die komplett ohne Dollar auskommen. Lustig wird es, wenn Russland Zahlungen nur noch über sein System akzeptiert und die Importe aus Russland nur noch in Rubel akzeptiert. Wir Europäer werden die Verlierer sein. 

RMH

1. März 2022 19:04

@MD,

ich bin selbstredend nicht im "Team Merz", wie man das heutzutage so sagt, aber wenn die andere Mannschaft ein Tor macht, dann muss man das anerkennen. Und so, wie die Union hier punktet, so hat Putin der deutschen Rechten einfach ein riesiges, stinkendes Ei ins Nest gelegt. Diese Feststellungen treffe ich als Lagebeschreibung. Man muss es einmal auf etwas tieferen Ebenen betrachten. Die Aggressor-Markierung ist durch Abgabe des ersten Schusses klar - egal, was davor geschehen ist. Zum ersten Mal seit langer Zeit darf sich die deutsche Bevölkerung auf der Seite derjenigen, die nicht auf der Seite des Aggressors stehen, sehen (welcher Erlösungsmoment!). Zudem ist die Angst vor dem Russen fast schon epigenetisch im Deutschen verankert - im Westen mehr, als im Osten. Es wird eine Urangst ausgelöst, wie die vor Seuchen (was Urängste für riesige Mehrheiten beschert, haben wir gerade erst erlebt). Nicht ohne Grund sammelt aktuell jeder bis hin zum Hühnerzüchter e.V. für die Ukraine. Jeder, der hier noch versucht, neutral oder nur ehrlich zu bleiben, wird als Feind markiert. Die AfD als "Putinversteher" desavouiert.

RMH

1. März 2022 19:05

2.

Werte Debattanten,

machen wir uns klar, dass wir hier tausend mal Ursachen analysieren können und da mag auch viel Berechtigtes dabei sein, aber mit Abgabe des ersten Schusses hat Putin als allererstes diejenigen Kräfte im Ausland erledigt, die für eine friedliche Partnerschaft auch mit einem Putin-Russland waren. Mit der Markierung "Putins Krieg" wurde auch geschickt gesagt, dass niemand etwas gegen Russland als solches hat. Überspitzt formuliert rechtfertigt in der öffentlichen Wahrnehmung jeder, der Putin argumentativ ansatzweise zur Seite springt, quasi Hitler. Das hat man kühl zur Kenntnis zu nehmen und sich darauf einzustellen. Ansonsten spült es die AfD ganz schnell aus den Parlamenten (im Osten evtl. ein bisschen später).

Serino

1. März 2022 19:06

Diese ganzen derzeitigen Politikdarsteller in ihrem Elfenbeinturm in Berlin müssten doch endlich mal begriffen haben, dass die USA nicht unsere Freunde sind und auch noch nie waren!
Die Amis tun seit 1945 immer alles dafür, dass sich die deutsche Ingenieurskunst niemals mit der russischen Menpower vereinigt! Denn dass sie dadurch ihre "führende Rolle" in der Welt verlieren, davor haben sie richtig Angst! Seit 1990 kreist die NATO Russland immer näher ein...Entgegen anders verabredeter Versprechen.
Leider tut Putin zur Zeit alles negative dafür, dass die Amis garnichts machen und nur zuschauen brauchen und können sich ins Fäustchen lachen...! Ich verstehe nicht, warum Putin nicht den Donbasskonflikt nur weiter hat schwelen lassen...?! Denn es darf kein Land in die NATO aufgenommen werden, in dem ein Krieg bzw. Konflikt ist.

Carsten Lucke

1. März 2022 19:39

@ ordoestlibertas

Sehe ich ganz genauso ! - Und jetzt, da es nuklear zu werden verspricht, gleich die ganzen Gender-Verstrahlten als radioaktivistischen "fallout"  hinterherschicken ... strahlende Siege stehen bevor !

Ich für meinen Teil verpacke bereits meine geliebten Kunstgegenstände (nichts von nationaler Bedeutung, jedoch ein paar Unikate darunter) und versuche, sie in Sicherheit zu bringen. Für Überlebende, die sie vielleicht zu schätzen wissen.

Das Gleiche rate ich - mit Verlaub - u.a. allen Museen und Sammlungen.

Wie @ Imagine sehe und nehme ich die Lage sehr ernst. Freilich, Angst ist auch dabei - um die ganzen schönen Dinge dieser Welt.

 

Kurativ

1. März 2022 19:40

Ich kann sehr gut leben mit dieser Darstellung. Die Haltung spiegelt den Unterschied zwischen Rechts und Links exemplarisch dar. Es ist der Umgang mit dem innerpsychologischen Phänomen der "Hoffung". Jede Anstiftung der Medien und der Alt-Parteien in Richtung "Hoffnung" ist ein Witz. Wenn man das verstanden hat, sieht die Welt viel klarer aus. Aus ästhetischer Sicht sind die aktuellen Ereignisse "schön" oder "ernächternd", weil man sehen kann, wie abhängig man von den USA ist. Für Putin mag das möglicherweise egal gewesen sein. Denn die Sanktionsmaßnahmen wären ohnehin irgendwann gekommen. Auch ohne Ukraine. Einfach weil es Russland ist.

Laurenz

1. März 2022 19:43

@Hajo Blaschke

Sie haben Recht. Aber andere & ich selbst haben versucht, in Anbetracht des GK-Artikels anders zu schreiben, als in einer Ukraine-Debatte üblich. Das ist auch der Punkt, wo Teile der Rechten, wie zB @RMH, wie Sie sehen, der Propaganda schon zum Opfer gefallen sind & auf die billigste Agitation im Bundestag hereinfielen. Worüber Merz, Scholz & Co. gesprochen haben, ist doch nicht des Pudels Kern. Es geht doch nicht nur um Aufrüstung. Wenn, muß man die ganzen Parteibuch-Offiziers-Darsteller, die nach oben buckeln, austauschen. Das dauert 20 Jahre. Und wer sollte unternehmen, die eigenen Parteibücher in der Armee zu beseitigen? Solange Offiziere, die Jünger-Lesungen veranstalten, nachhause geschickt werden, machen 100 Milliarden nur Berufs-Berater reich, mehr nicht. Kampfkraft & Kampfwert kommen nicht vom Geld allein, ohne staatliche akzeptierte Identität bleiben Soldaten Söldner. Und solange der Bundestag den Weltkriegsveteran Högl losschickt, sind wir, als Staat, militärisch verloren & sollten einfach mal die Fresse halten.

Simplicius Teutsch

1. März 2022 20:39

Volle Zustimmung, Herr Kubitschek. So ist die Lage.

@ Kubitschek:

Ich habe mir den Selbstvergewisserungsvormittag im sonntäglichen Bundestag angeschaut, um mir wieder einmal, noch einmal, ein letztes Mal die ganze entsetzliche Peinlichkeit, Verlogenheit und Schamlosigkeit unserer regierenden, pseudooppositionellen, gleichgeschalteten Klasse vor Augen führen zu lassen.

Ja, leider, unerträglich was wir da als „Volksvertreter“ haben.

Wenigstens hat die AfD mit Vernunft gut dagegen gehalten, gegen die humanitätsbesoffenen (Wirtschafts-)Kriegstreiber und Waffenlieferanten von CSU, CDU, FDP, SPD bis zu den GRÜNEN. 

Avalon

1. März 2022 20:43

@Maiordomus: Ihre Erwiderung in meine Richtung halte ich für nebulös. Sie sind im Ungefähren unterwegs. Angesichts des Lärms der Raketeneinschläge und der Schreie der Verletzten ist meine "Tonlage" nur ein Tönchen. Vielleicht könnten Sie mich inhaltlich korrigieren. Vorher aber bitte saubere Recherche.

Avalon

1. März 2022 21:00

@Maiordomus: Noch etwas: Ich habe weder an Götz Kubitschek, noch Alice Weidel etwas zu kritisieren. Ich wollte die Dinge nur auf den Punkt bringen. Große Philosophie ist angesichts des Kriegslärms nicht meine Sache. Es ist alles gesagt und geschrieben. Nur noch nicht von jedem. Worum geht es? Zu verhindern und zu hoffen, daß nicht bei einem der Atomkofferträger sämtliche Sicherungen durchbrennen.

RMH

1. März 2022 21:06

"Im Allgemeinen wird eher von 14000 Toten insgesamt ausgegangen."

@H.B vers. Allnichts,

Und da sollen die Kombattanten in hoher Zahl mit inbegriffen sein. Mit den Begriffen "Völkermord" und "Nazis" sollte man bekanntermaßen ganz vorsichtig sein. Mit dem (eigenen) Versagen beim Völkermord an den Bosniern wurde auch der Kosovo-Luftkrieg begründet.

@Laurenz,

ich bin gar nichts auf dem Leim gegangen - ich beobachte, höre zu, maße mir an, Stimmungen im Land subjektiv zu erfassen und daraus Prognosen für die politische Lage in Deutschland abzuleiten. Wenn Sie andere Stimmungen aufnehmen, dann erweiterten Sie bitte Ihre Resonanzbasis. Ihr Gerede von der überlegenen Militärtechnik Russlands erinnert an das bekannte von den "Wunderwaffen".  Und im Übrigen ist die russische Propaganda keinen deut ehrlicher oder von größerem Wahrheitsgehalt, als die "unsrige". Auf eigenem Grund zu stehen, ist die Herausforderung (das schafft aktuell keine einzige Partei im Bundestag).

Hartwig aus LG8

1. März 2022 21:06

Geehrter @Bran,

Ihre Beiträge sind mir noch aus alten Zeiten von SiN in geschätzter Erinnerung; einer Zeit, als die meisten der heutigen Kommentatoren noch ... ja, was weiss ich, jedenfalls noch nicht hier waren. Eine Zeit, als ein alt-rechter @Ex-Meyer den wohl gewaltigsten Satz geschrieben hatte, den ich je in einem Internet-Forum gelesen habe.

@Raskolnikow fehlt. Mich wundert seine Abwesenheit allerdings nicht. Dennoch wäre seine Expertise willkommen. In seinem Nachwort in "Der Weg der Männer" (Donovan) nimmt er zweimal Bezug zu den Kampfhandlungen im Donbass. ... Und er war es auch, der mich ganz nebenbei auf Elena Vaenga aufmerksam werden ließ ... lang ist's her.

https://www.youtube.com/watch?v=zcRD0XbLI6M

Was für eine "Walküre" ...

 

 

Hajo Blaschke

1. März 2022 21:07

RMH, Ihre Darstellung ist falsch und geprägt von deutschen Lügenmedien. Weder Russland noch Putin haben den ersten Schuss abgegeben. Der erste Schuss wurde anl. des Maidan-Putsches 2014 abgegeben. Und zwar von ukrainischen Asow-Mörderbanden unter Schirmherrschaft der USA. Ich sage das nicht aus Freundschaft zu Putin, sondern weil es die Wahrheit ist. Klar, fällt manchmal schwer zu glauben, weil man ja mit russischen Opfern kein Mitleid zeigen darf. Den Völkermord an Russen bedauern doch auch Konservative nicht. Da philosophiert man doch lieber über Freiheiten, die die Ukraine braucht. Warum dann nicht auch über die Ansage Selenskis in München, dass die Ukraine an Atombomben bastelt und wie die russischen Truppen feststellten, auch schon fleißig dabeiwaren.

 

 

 

Simplicius Teutsch

1. März 2022 21:24

Da überlegt man sich zweimal, ob und was man zu Bekannten und Kollegen sagt. Dieser umfassende, gigantische Propaganda-Druck, der die öffentliche Meinung vor sich hertreibt! 

„Shell beendet Zusammenarbeit mit Gazprom.“ „Entscheidung auf Schalke: Trennung von Gazprom beschlossen.“ „Münchner Oberbürgermeister Reiter (SPD) wirft russischen Dirigenten Gergiev raus.“ „BVB droht Ehrenmitglied Gerhard Schröder mit Rauswurf.“ „Alle Mitarbeiter im Büro von Altkanzler Schröder kündigen.“ „FIFA und UEFA suspendieren Russland.“

Eine unerbittliche und fast schon triumphale Stimmung im EU-Parlament: „Wollt Ihr den totalen Wirtschaftskrieg gegen Russland?“ – „Ja!“ „Wollt Ihr ihn totaler, als Ihr ihn euch bisher vorstellen konntet?“ – Ja! Ja! Ja!“

Laurenz

1. März 2022 21:31

@Allnichts @Hajo Blaschke:

"Im Allgemeinen wird eher von 14000 Toten insgesamt ausgegangen."

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/krieg-ukraine-101.html

Das ist Haarspalterei. Beim ÖRR werden die Opferzahlen auf über 13k beziffert.

Fakt ist, wir haben beim Regime-Wechsel 2014 gegen die Amis verloren. Der deutsche Kandidat Klitschko, für das Präsidentenamt vorgesehen, durfte nur Bürgermeister von Kiew werden. Wir sind aber mit verantwortlich für die Opfer in der Ostukraine. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

@Carsten Lucke

Natürlich ist die Einschätzung von @Imagine die einzig realistische. Es ist schlicht eine Frage des "Ernst"nehmens. Bis zum heutigen Tage nimmt in der politischen Kaste Deutschlands kein Politiker Putin für ernst. Und wer nicht hören will, muß fühlen.

@Ein Fremder aus Elea

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/impfnebenwirkungen-bkk-pro-vita-chef-entlassen/

Laurenz

1. März 2022 21:39

@RMH

Ex-Außenminister Westerwelle bezog sich im Libyen-Konflikt zurecht auf das Grundgesetz & schickte keine Bundesflieger los. Franzosen & Briten erreichten das Uno-Mandat einer Flugverbotszone über Libyen mit Zustimmung Chinas & Rußlands. Frankreich & Britannien mißbrauchten aber das Mandat und bombten sich durch Libyen. Als deren Bomben aber schon in den ersten Tagen ausgingen, lieferte Westerwelle Bomben aus Bundesluftwaffe-Beständen. Auch hier sind wir wieder mit für einen "Failed State" verantwortlich, was ganz klar einen Bruch des Völkerrechts darstellt, wie auch einen Bruch des Grundgesetzes. Von daher kann ich dieses ganze juristische Blödgequatsche nicht mehr hören oder lesen, weder von Ihnen, noch von einem der Hanswurste zu Berlin.

Eo

1. März 2022 21:50

Andreas Walter    1. März 2022 16:24

Die Ukraine wird daher wahrscheinlich geteilt werden, so wie auch Deutschland geteilt wurde oder Korea.

---------

Praktisch überall, wo sich die USA
zusamm mit den Großbriten eingemischt haben, sind in der Folge Länder geteilt worden, ob nun Deutschland, Korea, Vietnam, Kolumbien, Serbien, ja auch Argentinien (Uruguay abgespalten).

Und eigentlich schon
beim Versailler Diktatfrieden, wo Woodrow Wilson mit dem 14-Punkteplan (oder so) und trügerischen Schalmeienklängen à la Selbstbestimmungsrecht der Völker den lieben Onkel markierte. Denn der Zusammenschluß von Restösterreich mit dem DR  wurde ja ausdrücklich verboten, obwohl das kleine Österreich durch die Kappung aller Wirtschaftsverbindungen zu seinen ehemaligen Gebieten in große Existenznot fiel und als Rumpfstaat kaum lebensfähig war.

Nun, bei eim solch stolzen
Sündenregister kann es natürlich auch passieren, wie so einige Anzeichen durchaus erwarten lassen, daß dieses selbstherrliche und grausame Spiel einmal umgekehrt verläuft und die Usa eben selbst der Teilung und Zerstückelung anheimfallen. Und wenn sie denn geteilt werden, dann mindestens gevierteilt.

Tja

 

Simplicius Teutsch

1. März 2022 21:52

@ RMH: „Die AfD als "Putinversteher" desavouiert.“

Das sehe ich ganz anders. Oft stimme ich Ihnen bei vielen Themen ja zu, wenn ich das richtig einschätze. Aber hier irren Sie sich, werter RMH.

Die Debatte am Sonntag im Reichstag war nach meiner Meinung eine Sternstunde für die AfD. Oder vielleicht besser: eine Schicksalsstunde für die AfD als Friedenspartei.

„Desavouiert“ haben sich vor allem die moralbesoffenen, wirtschaftskriegsbegeisterten anderen Parteien, die Grünen und die SPD, als angebliche Friedensparteien. Emotion! Emotion! Emotion!

Ich fand nicht nur die Rede von Frau Alice Weidel mutig, sachlich und gut; ein Appell für den Frieden in Europa, für die Freilegung von Konflikt-Ursachen; genauso gut die Rede von Chrupalla, und auch die (rhetorisch etwas holprige) von Petr Bystron.

RMH

1. März 2022 22:07

@Hajo Blaschke

stellen Sie sich doch bitte mit Ihrer Meinung einmal zu irgendeiner Wahl in Deutschland auf - und unter diesem Blickwinkel sind meine Beiträge auch zu verstehen - und wenn Sie damit etwas gewinnen oder einen Achtungserfolg von 5% haben, dann bin ich ruhig und räume ein, man kann auch mit den Wahrheiten der anderen Seite etwas politisch in diesem Land reißen. Ändert alles nichts an der Sache, dass Hitler 39 trotz bekannter Vorgeschichte den ersten Schuss abgegeben hat und Putin eben heute, gleichfalls trotz der bekannten Vorgeschichte. Putin hat sich damit selber ins Aus geschossen und damit wird es eben für alle auch gefährlich (den Befürchtungen vieler - auch hier - stimme ich zu. Warten wir ab, was sich daraus entwickelt, mehr können wir ohnehin nicht mehr machen, alea iacta est).

Und das gleiche gilt für @Laurenz,

der Beiträge nicht sinnerfassend liest und so etwas wie "Rechte" nur dann zu kennen scheint, wenn sie ihm selber nutzen. Sich gegen einen übergriffigen Staat in Sachen Impfung wehren, aber Übergriffigkeiten in ganz anderem Maße goutieren, weil es dieses mal einem selber in den Kram passt, lässt auf einen Menschen mit echten Prinzipien schließen. 

Carsten Lucke

1. März 2022 22:13

@ Hartwig aus LG8

Nicht so wichtigheimern - wie lautet denn dieser legendäre Satz des Herrn Meyer ?

Hajo Blaschke

1. März 2022 22:17

Welche zynische Haarspalterei? Sind es 13000 oder 14000 ermordete Russen? Es würde bislang nie erwähnt, dass diese Morde von Ukrainern in der Ukraine ausgeübt wurden. Einem angeblich zivilisierten Land, bereit für die Aufnahme in die EU. Russland hat sich das viel zu lange mit angeschaut. Dass es sich jetzt vehement wehrt, ist völlig verständlich. Und es wird wahrscheinlich allen denjenigen, die sich als überlegen wähnten, eine schmerzhafte Lektion erteilen. Und auch Schröder wird bald wieder Mitarbeiter haben.

RMH

1. März 2022 22:19

@Simplicius Teutsch,

ich gebe ihnen dahingehend recht, dass die Reden der 3 AfD Abgeordneten im Bundestag zumindest den "eigenen Laden" zusammengehalten haben. Man hat aber deutlich am Verhalten der anderen Abgeordneten der AfD bei den Kameraschwenks gemerkt, dass da doch einige gerne mal offen bei Redebeiträgen von anderen Fraktionen (u.a. Merz) mitgeklatscht hätten, z.T. auch verhalten getan haben (damit brachen sie sich auch keinen Zacken aus der Krone). Im Übrigen schrieb ich schon, dass ich die Rede von Frau Weidel für die Beste seitens der AfD gehalten habe. Medial steht die AfD aber aktuell in einer ähnlichen Bredouille, wie die Linke, wobei die Linke hier mit mehr Schonung zu rechnen hat. Die Profis bei der AfD haben das auch schon längstens bemerkt (Höcke formuliert in seinen Telegram-Beiträgen relativ vorsichtig).

Gotlandfahrer

1. März 2022 22:34

Ob z.B. auch ich die zurückhaltenden Wortmeldungen verstehen kann? Mehr als das, die Beschreibung spricht mir aus dem Herzen. Danke auch für die Hinweise auf die interessanten Stellungnahmen.

Dass auch die Rechte uneins ist, wie schon bei der Impfzwangfrage, ist denke ich die Konsequenz des künstlich durch Befreier abgewürgten inneren Ringens um den besseren Weg. Ausdruck aber auch des Endes einer Zwangsorientierung gebenden Epoche, die zur Abwägungsunfähigkeit geprügelte Geisteslandschaften hinterlässt. Auch da müssen wir durch, jeder hier ahnte doch, dass es schlimmer kommen musste, nur wie genau konnte man nicht vorhersagen, und nun sind wir halt mitten drin.

So laut es gerade ist, so beeindruckend ist das Schweigen der Nachbarn. Da passiert was und es wird Zeit. Den Mist hält doch keiner mehr aus.

heinrichbrueck

1. März 2022 22:40

"Diese ganzen derzeitigen Politikdarsteller in ihrem Elfenbeinturm in Berlin müssten doch endlich mal begriffen haben, dass die USA nicht unsere Freunde sind und auch noch nie waren!"
Im Reichstag sitzen unsere Politiker? Seit wann? Diese Politiker sind auch nicht unsere Freunde, könnte man denken. 
Und das Sterben in der Ukraine? Weiße Völker werden dezimiert. Wofür? Für wen? Warum können Weiße, irgendwie seltsam, ihre Probleme nicht friedlich lösen? Weil Weiße an den Weihnachtsmann glauben, diesen Glauben analysieren und das Ergebnis als Rechtfertigung glauben. Für manche eine Tragödie, für andere ein kreativer Wettbewerb. 
USA, Westen, NATO, alles Personalisierungen ohne Sinn. Niemand sagt die Wahrheit. Die Ukrainer hassen die Russen, geben der russischen Sowjetunion die Schuld; und nehmen Hilfe von denjenigen an, die diesen Haß nähren. In diesem Mißverständnis, bleibt der heldenhafte Tod ein Witz, vergehen alle ehrenhaften Auszeichnungen. Wessen Kabuki-Theater ist dieser Krieg? 

Simplicius Teutsch

1. März 2022 22:46

Die Falken im hedonistischen und wehrunfähigen EU-Westeuropa scheinen vor einem Triumpf über Putin-Russland zu stehen. Täusche ich mich?

„Die Ukraine wird Russlands Stalingrad.“ - Lasse ich mich durch die Schlagzeilen in den Medien täuschen? Muss ich bald eine Ukraine-Fahne aus dem Fenster hängen?

Die Mainstream-Medien erwecken den Anschein, als ob Putin gar nicht die nötige militärische Macht aufbringen kann, um die Ukraine (schnell) zu besiegen. Das schürt natürlich die westliche Zuversicht und damit die Kriegsbegeisterung der gierigen Opportunisten-Meute.

Aber die Ukraine ist ein riesiges Land, und für Putin sind das ja zum großen Teil Russen, Volksbrüder, die er nicht in Massakern totbomben will. Die Amis im Irak hatten es da einfacher. Innerhalb von drei Tagen geht da in der Ukraine wenig, wenn sich das ukrainische Militär nicht ergibt.

Nachdem ich eben auf CNN eine Landkarte mit den russischen Gebietseroberungen sah, denke ich, Putin macht einen Zug nach dem anderen, so wie er es vermutlich seit 2014 gründlich geplant hat.

Bin gespannt, wie die deutschen Kriegsgurgeln reagieren, wenn Putin in spätestens zwei Wochen seine russischen Fakten in der Ukraine geschaffen hat.

 

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.