Kritik der Woche (45): Die Bäume.

Bevor ich den von Feuilletonbuben in den Himmel gepriesenen Roman Bäume von Percival Everett vorstelle, lade ich zu einem Gedankenexperiment ein.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Den­ken Sie sich fol­gen­de Roman­kon­stel­la­ti­on (Sie wer­den rasch mer­ken, wor­auf das hinausläuft):

Wir ler­nen zunächst zwei schwar­ze Fami­li­en in Mis­sis­sip­pi ken­nen. Bei­de sind völ­lig ver­kom­men, ja ekel­er­re­gend desas­trös. Die Frau­en has­sen ihre Män­ner, und die Män­ner küm­mern sich dar­um, ihre dicken Bäu­che durch Bier „in Form“ zu hal­ten. Sie qual­men per­ma­nent, um einen beein­dru­cken­den Stuhl­gang zu befördern.

Die­se Leu­te sind der­ma­ßen am Boden, daß die Kin­der der einen schwar­zen Fami­lie ihre Mut­ter nur „Hot Mama Yel­ler“ nennt, weil Mama sich unter die­sem Namen an ande­re schwar­ze CB-Fun­ker prostituiert.

Über­haupt sind hier alle Schwar­zen der rei­ne Abschaum. Sie geben ihren Kin­dern unsin­ni­ge Namen („Juni­or Juni­or“), und sie sind der­ma­ßen analpha­be­tisch unter­wegs, daß sogar das ein­zi­ge Restau­rant in die­ser (übri­gens real­exis­tie­ren­den) Klein­stadt namens Money statt „Diner“ den Schrift­zug „Dinah“ trägt. Der Groß­teil der hier ange­bo­te­nen Spei­sen ist qua­si unge­nieß­bar, aber die Schwar­zen mögen das anschei­nend. Die Schwar­zen fin­den selbst pene­tran­tes­ten Stink­tier­ge­ruch offen­kun­dig akzeptabel.

Dann gesche­hen in die­ser Klein­stadt grau­sa­me Mor­de. Erst drei, dann vier Schwar­ze wer­den grau­sam ver­stüm­melt auf­ge­fun­den. Immer wur­den ihnen zusätz­lich die Hoden, ja: abge­ris­sen. Die Hoden befin­den sich in den Hän­den einer am Tat­ort auf­ge­fun­de­nen wei­ßen Lei­che. Gele­gent­lich lie­gen sie auch ver­streut in der Land­schaft her­um. Splat­ter: ja!!

Die immer anwe­sen­de wei­ße Lei­che scheint stets ein bereits älte­rer Leich­nam zu sein – womög­lich aus irgend­ei­ner Kühl­kam­mer geklaut?

Der Fokus liegt aber auf den schwar­zen Lei­chen. Das ist ein Fest! Par­don, aber man wird doch wohl die schwar­zen Schwei­ne als Schwei­ne ent­blö­ßen dürfen?

Erst gibt es nur 25 rät­sel­haft getö­te­te, alle in den Süd­staa­ten. Gemäß Recher­che – bald ermit­teln nicht allein die unfä­hi­gen schwar­zen Dorf­she­riffs, son­dern zwei sehr coo­le, blitz­ge­schei­te wei­ße Cops aus einer über­ge­ord­ne­ten Behör­de kom­men hin­zu – waren all die­se getö­te­ten schwar­zen Män­ner ech­te Arsch­lö­cher. Dann wei­tet sich die Mord­se­rie aus:

Flo­rence, South Cali­for­nia. Macon, Geor­gia. Hope Mills, North Caro­li­na. Sel­ma Ala­ba­ma. Usw. usf. Über­all wer­den Schwar­ze bra­chi­al ums Lebens gebracht. Jedem von ihnen wer­den die Hoden abgerisssen.

Die Auf­zäh­lung der Orte, an denen Mas­sa­ker an schwar­zen Män­nern statt­fin­den, geht tri­um­phal über andert­halb Sei­ten.  Wir befin­den uns hier auf Sei­te 353 unse­res aus­ge­dach­ten Romans.

Bereits ab Sei­te 223 bis Sei­te 233 gab es eine ähn­li­che Auf­lis­tung: Näm­lich die Namen all der Wei­ßen, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren und Jahr­zehn­ten durch schwar­ze Gewalt ums Leben kamen. Das sind nicht weni­ge. Und es ist gut, daß man sie sei­ten­lang aufschreibt.

Zum Glück haben wir die zwei wei­ßen, sich stets befrot­zeln­den Kom­mis­sa­re Ed und Jim, die in die­sem schwar­zen Drecks­loch namens Money auf­räu­men. Wol­len! Klei­nes Dialogbeispiel:

 “… so ein däm­li­cher Neger…“- „Däm­li­cher Neger ist red­un­dant. Ich muss sagen, die Inzucht-Neger-Mother­fu­cker jagen mir eine Hei­den­angst ein.“

Ihnen zur Sei­te steht die sehr wei­ße FBI-Agen­tin Her­ber­ta Hind, die die Spie­le der däm­li­chen Schwar­zen natür­lich sofort durchschaut.

Eine wei­te­re weib­li­che Per­son, die kes­se Ger­tru­de, Kell­ne­rin im „Dinah“, legt den Ermitt­lern eine Fähr­te. Ger­tru­de wird von unse­ren wei­ßen Cops zunächst für eine Schwar­ze gehal­ten, und sie wun­dern sich ein biß­chen, daß sie den­noch ganz sym­pa­thisch („süß“) ist. Aber Ger­tru­de gesteht ihnen bald, daß sie (per Blut) eine Wei­ße ist – was natür­lich ihre Anzie­hungs­kraft auf die Cops erklärt.

Ger­tru­de wird die Ermitt­ler dann zu ihrer Urgroß­mutter füh­ren, die als wei­se Wei­ße zurück­ge­zo­gen lebt. Die Uroma ist 105 Jah­re alt, frech und hoch­in­tel­li­gent, und sie führt ein ein­zig­ar­ti­ges Archiv: Über 6000 Fäl­le von schwar­zer Gewalt hat sie in jahr­zehn­te­lan­ger Arbeit dokumentiert.„Schwarzköppe“, sagt sie verächtlich.

(Ist ja auch nicht schwie­rig: Schwar­ze stel­len rund 14% der US-Bevöl­ke­rung, aber bege­hen 50% der Straf­ta­ten! Allein zwi­schen 2012 und 2015 haben Schwar­ze 85,5 Pro­zent aller inter­ras­si­schen Gewalt­ta­ten zwi­schen Schwar­zen und Wei­ßen began­gen – aus­ge­nom­men Tötungs­de­lik­te zwi­schen Ras­sen, die eben­falls unver­hält­nis­mä­ßig vie­le Wei­ße tref­fen, die Opfer von Schwar­zen wer­den. Mar­tin Licht­mesz hat­te die­se uner­freu­li­chen Fak­ten ein­mal auf die­sem Blog auf­be­rei­tet.)

Die Ver­ächt­li­chung­ma­chung alles Schwar­zen zieht sich durch unse­ren gan­zen (aus­ge­dach­ten) Roman und macht natür­lich den Charme die­ser sub­ver­si­ven Mischung aus Kri­mi und Komö­die aus. Man kann das ja alles mit einem hei­te­ren Augen­zwin­kern betrachten!

Ein­mal bli­cken die bei­den wei­ßen Ermitt­ler auf das Denk­mal für die schwar­ze Bür­ger­rechts­be­we­gung, wo bekannt­lich die radi­ka­len “Black Pan­thers” eine gewis­se Rol­le spielten:

Nun schau dir die­ses Stück Schei­ße an. Sieht aus wie ein gro­ßer schwar­zer Pimmel.

Rasch errei­chen die Rache­feld­zü­ge der Wei­ßen den Regie­rungs­be­zirk. Oba­ma kau­ert dort fei­ge und panisch unter sei­nem Schreib­tisch im Oval Office. Er steckt fest! Ein Kau­gum­mi klebt an sei­nen Haa­ren. Er stam­melt unsin­ni­ges Zeug. Sei­ne Leu­te beru­hi­gen ihn: Sei­ne Frau sei sicher.

Oba­ma:

“Ach so, Michaela.“-„Michelle, Sir.“

Das Ende bleibt offen. Die arm­se­li­gen Ver­tei­di­ger mit ihren Koh­le­ge­sich­tern schrei­ten „wat­schel­fü­ßig“ die Bun­des­stra­ßen ab. Der­weil wer­den in der Hüt­te der wei­sen Urgroß­mutter Namen getippt. Namen von wei­ßen Opfern schwar­zer Gewalt. Weil sie nicht ver­ges­sen wer­den dürfen!

– –

Okay, Ende des Quat­sches. Ver­mut­lich haben Sie mein simp­les Spiel durch­schaut. Wenn Sie wis­sen wol­len, wor­um es in die­sem Roman (Autor Ever­ett, *1956, Eng­lisch­pro­fes­sor, gebo­ren in Geor­gia, ist viel­fach preis­ge­krönt) wirk­lich geht, soll­ten sie ein­fach schwarz gegen weiß eintauschen:

Schwarz­köp­pe gegen Weiß­ba­cken. Koh­le­ge­sich­ter gegen Käs­ge­sich­ter. Oba­ma gegen Trump. Den Haß der Wei­ßen auf die Schwar­zen in den Haß der Schwar­ze auf die Wei­ßen. Den schwar­zen Abschaum gegen den weißen.

Wäre es denk­bar, daß ein Roman in mei­ner vor­ge­führ­ten Ver­si­on in einem gro­ßen Publi­kums­ver­lag erschie­ne? Logisch nein, und es wäre auch reich­lich ekel­haft. Wie kann man so ver­ses­sen auf „Ras­se“ sein? Die Bäu­me ist es aber. Es ist Ras­sen­haß in Kunstform.

War­um? Weil sie es dür­fen. Ja, die­ser Roman hat eine gewis­se Ver­ve, und der zugrun­de­lie­gen­de Lynch­mord an dem schwar­zen Jun­gen Emmett Till (1955) ist frag­los grau­en­haft. Es gab unent­schuld­ba­re Lynch­jus­tiz durch Wei­ße an Schwarzen.

Die hier exer­zier­te Erb­schuld ist alt­tes­ta­men­ta­risch und über­aus grau­en­haft. Der Stil ist der von Ing­lo­rious Bas­ter­ds. Bekannt­lich sind die zeit­ge­nös­si­schen Deut­schen beson­ders leicht dafür zu gewin­nen, den Kakao, durch den sie gezo­gen wur­den, auch noch zu trin­ken. Nun ist die­ser Roman nicht in irgend­ei­ner lin­ken Nischenedi­ti­on erschei­nen, son­dern im „bür­ger­li­chen“ (ha! ha!) Hanser-Verlag.

Gibt es übri­gens Gegrum­mel über das Zeug? Nein, son­dern das:

Sie wer­den höl­li­schen Spaß haben mit ‘Die Bäu­me’, einem ein­zig­ar­ti­gen Hybrid aus Kri­mi­nal­ro­man und Rachefan­ta­sie, Schau­er­stück und Süd­staa­ten­ko­mö­die – auch wenn Ihnen beim Lesen das Lachen immer wie­der im Hals ste­cken blei­ben mag. … Die­ses Buch blu­tet. Aber die­ses Buch weint nicht. Es beißt.
(Mar­cus Mün­te­fe­ring, Spie­gel Online, 1. 3 .23

Sehr, sehr fes­selnd, sehr kraft­voll, sehr atmo­sphä­risch, … kurz gesagt: Eine außer­ge­wöhn­li­che und sehr, sehr loh­nen­de Lektüre.
(Iri­ne Binal, Ö1 ex libris, 26. 2. 23)

In mei­nen Augen ist die­ses Buch glän­zend, wirk­lich auf­re­gend… Das ist ein gro­ßer Lite­ra­tur­spaß! (Denis Scheck, 3sat Kul­tur­zeit, 23.2.23)

Per­ci­val Ever­ett zeigt die Lächer­lich­keit des Bösen und die sich selbst ent­blö­ßen­de Blöd­heit jedes Ras­sis­mus. Hohe Kunst ist das, wie Ever­ett in ‚Die Bäu­me‘, Humor und Hor­ror, Spaß und Span­nung inein­an­der­flie­ßen lässt. (Wolf­gang Popp, ORF, 18.2.23)

Meis­ter­haft zwi­schen unaus­sprech­li­chem Grau­en und umwer­fen­der Komö­die. (New York Times Book Review)

Man wun­dert sich und sagt zu sich selbst: „Ein Wun­der, daß der Autor nicht längst kul­tisch ver­ehrt wird.“

In gewis­ser Wei­se sind wir ein­fach durch. Und falls Sie sich selbst über­zeu­gen wol­len, bestel­len Sie dies­mal bit­te anderswo.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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Kommentare (31)

Adler und Drache

8. März 2023 15:24

Außer Dennis Scheck kenne ich keinen Namen, aber dieser eine betrübt mich doch - seine Buchbesprechungen fand ich früher unterhaltsam und erhellend, ich wusste gar nicht, dass der so drauf ist. 
Bevor ich hier landete, war ich in einem Science-Fiction-Forum. Als 2012 der Film "Django Unchained" erschien (von demselben Regisseur wie "Inglorious Basterds"), las ich Kommentare wie: "Einfach geil, dieses Redneck-Abknallen!" Es schloss sich eine Diskussion an, nach der ich rausgeworfen wurde. 
Davila schrieb doch mal sinngemäß: "Man wird nicht rechts, wenn man Rechten zuhört, sondern man wird rechts, wenn man Linken zuhört." (Jedenfalls scheint es mir unausweichlich, wenn man noch über eine grundlegende menschliche Haltung und einen normal funktionierenden Verstand verfügt.)
 

Nemo Obligatur

8. März 2023 16:02

Nein, danke! Da bleibe ich lieber im Heerlager der Heiligen oder so sonst die rechtsextreme Verschwörungstheorie des Großen Austauschs gepflegt wird.
Ist eigentlich mal jemandem aufgefallen, dass Literatur generell immer blutrünstiger wird? Man lese einmal die Klappentexte in der Krimiecke der örtlichen Bücherei. Am schlimmsten sind die Autoren aus Skandinavien. Und dass, obgleich kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht erzählt bekommen, dass unser Land immer friedlicher wird. Offenbar braucht der Menschen sein Quantum Horror, ob real oder eingebildet.

Phil

8. März 2023 16:06

Die Amerikaner machen jetzt ihre eigene "re-education" durch. Wenigstens hat das Buch kein Weißer geschrieben, aber das Weiße es gutheißen, auch bei uns, ist Ausdruck der bekannten Neurose und/oder einer weit verbreiteten Feigheit; beides gefährlich.

brueckenbauer

8. März 2023 16:10

Diese Lust am Sehen/Lesen antideutscher/antiweißer Rachephantasien: Können wir das in eine schon existierende psychologische Kategorie einordnen? Identifikation mit dem Angreifer? Masochismus (die Amerikaner haben unseren alten Begriff "Nationalmasochismus" jetzt auch für sich entdeckt)? Persönliches Ressentiment, bei dem die schwarzen Rächer nur stellvertetend tun, was sich der Autor oder Leser selber nicht traut? Offenbar ein Bedürfnis, was auf einem Markt bedient wird.

deutscheridentitaerer

8. März 2023 17:15

@Adler und DracheDas finde ich auch immer kurios, da ich nicht den Eindruck habe, dass es sich bei den von Ihnen genannten Kommentatoren meist um dezidierte Linke handelt. Eher um Normies, die eben den gesellschaftlichen Linksdrall abbekommen haben. Aber ich frage mich dann immer, wenn ihr so sehr gegen Weiße, Deutsche etc. seid, wie kommt ihr dann mit eurem eigenen Deutschtum oder Weiß-Sein zurecht? Gibt ja Leute, die das als sehr problematisch empfinden und einen entsprechenden Knacks haben. Aber solche Leute scheinen das, wie gesagt, nicht zu sein. Die kommen eigentlich ganz gut mit sich zurecht. Wenn man sich zum Beispiel mal die Amazonrezensionen anschaut.Was die Lynchjustiz angeht, so wird diese wohl in den seltensten Fällen unentschuldbar gewesen sein, sondern eine landesübliche, den örtlichen und vor allem demopgraphischen Umständen angepasste Form des Rechtswesens. Keineswegs sind Weiße rumgelaufen und haben den nächstebesten Schwarzen aufgehängt. So war es ja nicht mal bei diesem Till. Der mir sowieso sehr egal ist, da man jede Woche ein vergleichbares, eigentlich meist schlimmeres, Verbrechen an Weißen durch Schwarze mitbekommt.

dojon86

8. März 2023 22:44

Na ja. Ich werde das Buch sowieso nicht lesen. Und dieser ganze nonsense wird sich ohnehin infolge der Masseneinwanderung der Ladinos aufhören. Ladinos und Asiaten werden niemals mit den amerikanischen Schwarzen gemeinsame Sache mache. Es gibt mittlerweile intelligente Schwarzafrikanern, die vor einer agressiven Identitätspolitik der US Schwarzen warnen weil ihnen bewusst ist, dass das für sie ein gefährliches Spiel ist. Gefahr droht dabei nicht gar so sehr von den ebenso wie die meisten US Schwarzen vom American Way of Life demoralisierten rednecks sondern langfristig von Ladinos und Asiaten. Ähnliches sehe ich übrigens im besten Deutschland aller Zeiten auf uns zukommen. Arabische Clans gegen afrikanische Neueinwanderer, dass nenn ich Brutalität. Weiße Gutmenschen salbadern, aber wenn's um die Wohngegend geht, dann wird mit den Füssen abgestimmt. Ich hatte beruflich mit dieser Spezies Mensch reichlich zu tun, manchmal überraschte ich mich beim Gedanken, dass ich meinen Türkischen Emmaladenbetreiber (wahrscheinlich ein milder Islamist) sympathischer und weltklüger fand. Und vor allem heuchelte er weniger.

ede

8. März 2023 23:14

@Adler&Drache 
Das Davila Zitat ist überzeugend. Falls man befürchtet vom Glauben abzufallen, oder selbigen festigen möchte, empfehle ich sehr dem o.a. link (am Schluß der Besprechung von EK) zum selbsternannten Deutschlandfunk Kultur zu folgen. 

der michel

8. März 2023 23:28

sehr geehrte frau kositza,
beschäftigen sie sich lieber mit anderen themen.
"rock bottom" ist noch lange nicht erreicht -
nicht einmal in den usa.
sie haben ein talent zum "sehen anderer dinge".
nutzen sie es weiterhin und lassen sie sich nicht
durch diesen dreck hinunterziehen.
"hoc scio pro certo, quod si cum stercore certo vinco
vel vincor, semper ego maculor".

Franz Bettinger

9. März 2023 03:51

Den Film Inglorious Basterds habe ich nicht als das sonst übliche amerikanische dumb German bashing percipiert, sondern auf subtile Weise pro-deutsch. Quentin Tarantino (ein Freund des Deutschen, wenn ich nicht irre?) hat nicht zufällig mit Christoph Waltz einen verstörend (sic) sympathischen, klugen (SS-) Mann für die Hauptrolle ausgewählt, der im Kontrast zu seinen amerikanischen Gegenspielern (brutalen Primitivlingen) verbal und schauspielerisch brilliert. Privat hat mich Walz mit Kommentare, auch zum C- Thema und Querdenker, enttäuscht. 

Laurenz

9. März 2023 07:25

Ist es nicht günstiger die jeweils Betroffenen selbst zu fragen, wie Sie eigene & fremde Stereotyypen beschreiben? Hier 2 derbe Ausschnitte von Dave Chappelle .... https://youtu.be/iE_InAiuxm4  &  https://youtu.be/JbZEgz5ubUQ   oder hier Bill Burr, der mit einer schwarzen Frau verheiratet ist. Bill Burr hat, wie so gut alle Amis, keine Ahnung von Geschichte, ist aber lustig & beschreibt das Gegenwärtige, deswegen ist Er ja lustig. https://youtu.be/AdO9X7Lxzvs

RMH

9. März 2023 10:01

Tarantino lässt sich nicht so ohne weiteres in ein Schema "der macht Filme für oder gegen xyz ..." pressen.
Tarantino exploites jedes Exploitation Genre im Film. Nazis haben dann grell zu sein etc. Sein letzter Film "Once upon ..." war ein Fest der Anspielungen und Zitate. Tarantino macht Filme für Film-Nerds, da er ja selber bekennender Nerd ist. Damit können auch normale Kinogänger unterhalten werden, nur werden sie eben einen Tarantino Film mal gut und einen anderen mal schlecht finden. Wüsste gerne einmal die Meinung von M.L. zu Tarantino. "Basterds" habe ich mir bewusst noch nicht angesehen, da ich den Tarantino- Stil bei dem Thema nicht brauche. Der Rest seines Ouevres ist aber durchweg ansehbar. Gut fand ich bspw. "Jackie Brown" und eben auch "Once upon ..."

RMH

9. März 2023 10:07

Nachtrag: Irgendwie musste ich bei dieser Besprechung an die Vorwürfe gegen Maaßen denken, als dieser das Thema antiweißer Rassismus angesprochen hatte und dafür sich jetzt ein Parteiausschlussverfahren eingefangen hat.
Es wurde in dem Zusammenhang von den MSM wieder breiten Schichten erklärt, dass es Rassismus gegen Weiße ja gar nicht geben kann ... ;)

B Traven

9. März 2023 10:39

Das hier erwähnte DLF Kultur höre ich seit den 90er Jahren, als es noch Deutschlandradio Berlin hieß. 
Da es zu allen möglichen kulturellen und politischen Themen ausschließlich woke Linke bzw Buergerliche im Unterwerfungsmodus zulässt, erlaubte es mir als Vertreter der Schwefelbubenpartei (Klonovsky dixit) im Kulturausschuss meiner westdeutschen Großstadt linke Argumentations- und Manipulationstechniken zu analysieren und zumindestens in einem Fall auszukontern: Die hier beabsichtigte, vom afrikanischen Herkunftsstaat noch nicht einmal selbst verlangte Restution afrikanischer Kunstgegenstände wurde von der Tagesordnung genommen, nachdem ich die Menschenrechts- und Korruptionslage in der sozialistischen Diktatur breit dargestellt und die Lokalpresse das aufgegriffen hatte.
Das setzt aber voraus, dass man Recherchearbeit leistet und sich nicht nur auf die von Krah bemühte Intuition verlässt, das Gegenüber in seiner Widerspruechlichkeit durchschaut und Druckpunkte findet. Der mit innerer Distanz erfolgte Konsum des DLF Kultur hat mir dabei geholfen. 

Phil

9. März 2023 11:32

Nemo Obligatur: Offenbar braucht der Mensch sein Quantum Horror, ob real oder eingebildet.
Ich denke, das ist tatsächlich (unbewusst) wichtig für den Seelenhaushalt. Dann besser eingebildet.
dojon86: ...überraschte ich mich beim Gedanken, dass ich meinen Türkischen Emmaladenbetreiber (wahrscheinlich ein milder Islamist) sympathischer und weltklüger fand. Und vor allem heuchelte er weniger.
Verstehe das. Bin den ich sag mal gehirngewaschenen deutschen Schafen (hier in Westdeutschland; im Osten gibt es ja noch Deutsche) mittlerweile so entfremdet, dass ich mich Nicht-Deutschen, Nicht-Europäern (oder Deutschen mit entsprechenden Wurzeln) mitunter näher fühle, schon weil sie lockerer sind: Sie haben keine Angst, das "Falsche" zu sagen.
Und die "Ladinos" (ist wohl sächsisch, he he), wenn wir Weißen nur etwas von deren Stolz und Zusammengehörigkeitsgefühl hätten...

Niekisch

9. März 2023 12:39

Nicht nur unter den Schuhsohlen klebt der Dreck,
auch im Kopfe erfüllt er seinen Zweck...
 

deutscheridentitaerer

9. März 2023 13:48

Der türkische Emmaladenbesitzer und die stolzen Ladinos - ein neues Volk?

Ein gebuertiger Hesse

9. März 2023 15:19

@ Bettinger
"Den Film 'Inglorious Basterds' habe ich nicht als das sonst übliche amerikanische dumb German bashing percipiert, sondern auf subtile Weise pro-deutsch."
Vorsicht! Ja, Tarantino macht aus der von Waltz gegebenen Nazifigur ein reiches, überreiches Bouquet an weltmännischer Finesse, allerdings nur, um ihm diese  "vordergründig positiven" Qualitäten später als hitlerisch-diabolisches Kalkül um die Ohren zu hauen und ihn umso gründlicher zu desavouieren. Dies ist wiederum das Kalkül und die Perfidie von Tarantions Film. Gleichwohl, und erst hier wird es interessant, bekräftigt das Kino all das, was es zeigt - und selbst noch entgegen des eigenen Kalküls, es ist per se AFFIRMATIKON DES GEZEIGTEN, AFFIRMATION DER DARGESTELLTEN WELT. Schon daher gibt es eigentlich keine "Anti"-Filme, etwa Antikriegs-Filme; der Begriff ist vielmehr eine faule Ausrede. Und daher kann etwa bei Tarantino die Figur von Waltz so attraktiv erscheinen und einen "abholen". Das Gleiche betrifft die Figuren von De Niro & Co. in den diversen Gangsterfilmen von Scorsese.

deutscheridentitaerer

9. März 2023 18:41

@Ein gebürtiger HesseDer SS-Oberst wird weniger als hitlerisch-diabolisch o.ä. demaskiert - als solcher wird er eher eingeführt - sondern als Opportunist ohne Überzeugungen. Knackpunkt ist aber sowieso eine andere Figur, nämlich des Feldwebels, der vom Bärenjuden totgeprügelt wird. Hier meine ich von Tarrantino gelesen zu haben, dass dies gerade keine deutschfeindliche, sondern "ambivalente" Szene sein sollte. Denn der Feldwebel wird hier nicht nur Opfer eines offensichtlichen Kriegsverbrechens, sondern er tritt dem Tod auch völlig gefasst entgegen. Kann man so sehen. Nur: das Publikum sah das nicht so, sondern lachte sich bei der ganzen Szene einen ab. 

Laurenz

9. März 2023 19:57

@Ein gebürtiger Hesse @Franz Bettinger
Die ganzen Linken, Produzenten, Regisseure, Journalisten, Publizisten, Autoren & sonstigen Schwachköpfe, die täglich Adolf Hitler aus dem Reich des Bösen auferstehen lassen, dazu gehören auch viele unserer jüdischen Freunde, unterliegen einer Art intensiver Haßliebe mit den Nationalsozialisten, sonst würden sie sich nicht manisch, ja krankhaft mit den Nationalsozialismus tagein tagaus beschäftigen. Und keiner gesteht sich ein, daß der Nationalsozialismus in China ideologisch, natürlich mit asiatischem Flair, auf der Siegerstraße wandelt. Wer mit dem bei uns gescheiterten Projekt des Nationalsozailismus abgescheschlossen hat, braucht da keine Gedanken mehr dran verschwenden, außer die historischen Fakten irgendwann zur Kenntnis genommen zu haben. Wer das, wie die o.G. nicht kann, der wird einige Generationen weiter von der Magie der Nationalsozialisten eingefangen bleiben. Vielmehr muß der freie politische Geist sich damit auseinandersetzen, wie man völlig nüchtern China begegnet, wenn die USA als Weltmacht Nr. 1 abgedankt haben werden.

Adler und Drache

9. März 2023 20:01

@ Franz Bettinger: Quentin Tarantino (ein Freund des Deutschen, wenn ich nicht irre?) hat nicht zufällig mit Christoph Waltz einen verstörend (sic) sympathischen, klugen (SS-) Mann für die Hauptrolle ausgewählt, der im Kontrast zu seinen amerikanischen Gegenspielern (brutalen Primitivlingen) verbal und schauspielerisch brilliert. 
Ein anderer Freund des/der Deutschen war der Science-Fiction-Autor Philip K. Dick, mittlerweile auch im literarischen Mainstream anerkannt und im Grunde Surrealist. Von ihm stammt die Vorlage für die Serie "The Man in the High Castle" (der Roman hat denselben Titel, auf Deutsch: "Das Orakel vom Berge").
Die Serie lief von 2015-2019 und ist (endlich mal) relativ werkgetreu. Bei der Ausstrahlung fragten nach einiger Zeit linke Amerikaner mit einiger Beklemmung, rechte Amerikaner dagegen mit einiger Süffisanz, wie es sein könne, dass im modernen amerikanischen Film die einzige Vaterfigur, die positiv präsentiert wird, ein SS-Mann ist (John Smith, SS-Obergruppenführer, später Reichsmarschall von Amerika ... ich erwähnte, dass es sich um Science Fiction handelt!) - denn sonst gäbe es nur kaputte Vaterfiguren wie Homer Simpson etc. pp. 

Gracchus

9. März 2023 22:19

Ich würde mir das Buch antun, wenn ich nichts anderes zu lesen hätte. Rachephantasien finde ich legitim. Das AT ist voll davon (mir scheint die amerikanische Religiosität sowieso noch sehr AT-geprägt). Ich mag auch Südstaaten-Literatur und hardboiled-Krimis - allerdings vertrage ich Gewaltschilderungen nicht mehr so wie früher (2006 und Die Morgenröte im Westen musste ich sbbrechen). Mich würde auch interessieren, ob nicht doch ein doppelter Boden eingezogen ist. Ich habe eine Kritik (NDR) gefunden, die die Karikaturenhaftigkeit der Figuren bemängelt; das vorherige ("Erschütterung") sei besser. 

Gracchus

9. März 2023 22:26

@Tarantino: Inglorious Basterds fand ich - na ja, ambivalent, aber nicht schlecht. Bettinger hat recht, dass der Film vom Oberst Landa lebt und die Basterds primitiv sind. Die vorherigen Filme Tarantinos fand ich besser, v. a. Reservoir Dogs, Pulp Fiction und Jackie Brown. Django unchained fand ich misslungen; Once upon wieder besser. 
Philipp K. Dick - guter Tipp.
 

Hartwig aus LG8

10. März 2023 10:56

Da sich dieser Strang als Filmforum entpuppt, so empfehle ich den kammerspielartigen deutschen Film "Zeit der Kannibalen". 
Drei Wirtschaftsberater einer sogenannten "Company" touren durch Asien und Afrika. Dialoglastig. Kaum weniger skurril als mancher Tarantino.

Nitschewo

10. März 2023 23:12

@dojon 86
Recht haben Sie, die Südtiroler sind prinzipiell renitent. Allerdings sind es doch recht wenige die in die USA auswandern.

Majestyk

11. März 2023 14:33

Mich wundert gar nichts mehr. Ich sehe aber auch seit Jahren schon einen Krieg gegen weiße Menschen, sowohl in Nordamerika als auch hier in Europa. Ausgeklammert wird nur das Schranzengesindel.
Deswegen überrascht es auch nicht, wenn die autochtone Bevölkerung nun Platz machen soll, weiße Männer toxisch sind oder jeden Tag ein neuer Impfskandal oder eine andere Medienlüge das Licht der Welt erblickt. 
Aus meiner Sicht ist Krieg, ein Krieg den ich und meinesgleichen höchstwahrscheinlich verlieren werden und für die Eskalationsspirale ist noch lange kein Ende in Sicht und dafür braucht es nicht einmal sonderlich viel Phantasie. 
Man braucht nur mit offenen Augen die Entwicklung in Hollywood zu beobachten, dann weiß man, eigentlich bräuchten die USA ein Komitee gegen antiamerikanische Umtriebe. Rückblickend kann man über die Methoden streiten, ich bin aber mittlerweile geneigt die antikommunistische Paranoia der 50er Jahre heute mit anderen Augen zu betrachten. Und vermutlich war das so hochgelobte New Hollywood nichts anderes als ein linker Putsch. Deswegen hat man heute eben Star Wars, Marvel, Spielberg und Netflix, statt Howard Hawks oder John Ford. Stars sind eben vegane Genderfanatiker und Leute die um die Welt jetten um das Klima zu retten, statt Typen wie John Wayne oder James Stewart.
 

Phil

11. März 2023 15:43

Tarantino schneide ich; Dick bekannt durch (den empfehlenswerten Film) Blade Runner.
 
Gedanke: Animieren unterwürfige Weiße durch ihre Akzeptanz bis Affirmation von Weißenhass Schwarze, sich Sachen zu trauen (wie dieses Buch), die sie sich sonst nicht getraut hätten?

Adler und Drache

12. März 2023 10:41

@ Phil: Das ist eine hochinteressante Spekulation. Ein Freund schrieb mir, vielleicht sei diese spezielle Blindheit der Weißen (sicher unterschiedlich ausgeprägt, aber jetzt - im Endstadium - nähern sich doch alle demselben Pegel an, auch die einst so stolzen Iberer, und wenn wir noch eine Generation warten, dann wird sich dieser Krebs auch in Osteuropa verbreiten), dieser eigenartig tote Winkel in der Selbstwahrnehmung, der bei anderen nicht vorhanden zu sein scheint, der Preis, den "wir" für unsere "Erfolge" bezahlen - eine Art eingebaute Sicherung, die vor dem Überhitzen & Durchbrennen bewahrt.
Im Grunde eine moderne Variante der Geschichte vom Turmbau zu Babel. 

Umlautkombinat

12. März 2023 12:03

> Sicherung, die vor dem Überhitzen & Durchbrennen bewahrt.
 
Das ist aber nun gerade keine Sicherung, im Gegenteil ist das selbst der Inbegriff von Ueberhitzung & Durchbrennen und parallel auch das Tor, welches sich in sich weiter steigernde Verruecktheiten dieser und heute noch unvorstellbarerer Art immer weiter und kaum gebrochen fortlaufend auftut. Der Inbegriff von Irrationalitaet.
 
Im selben Kontext: wir haben "Erfolge" und Erfolge. Legt man das undifferenziert ausschliesslich in den Bedeutungstopf mit den Anfuehrungsstrichen, dann hat man schon verloren und diese "Sicherungen" verdient.
 

Laurenz

12. März 2023 12:09

@Adler & Drache @Phil
Im Grunde eine moderne Variante der Geschichte vom Turmbau zu Babel......Eben nicht, das antike Hollywood bekämpfte Babel & wurde da rausgeschmissen.

Adler und Drache

12. März 2023 15:36

@ Umlautkombinat: Ich habe die Gänsefüßchen bewusst verwendet. Jeglicher Erfolg wird mit etwas bezahlt: Grundgesetz der Fortschrittsdynamik. Mobilität wird mit Verkehrstoten bezahlt. "Erfolg" ist es, wenn man nur auf die Mobilität schaut. 
Der Versuch des "Rückbaus", bzw. gar der forcierten "Rückkehr zur Natur", zum Humus, zur Ackerfurche, zur Pachamama, in den Schoß der indigenen Mutter (wie Greta Thunberg sagt), in die Große Mutter Erde, mit all den damit einhergehenden Selbstbezichtigungen des "weißen Eroberers", hat sehr viel mit einem Bußritual gemein. Die Weißen hatten ihren Lauf, geschichtlich unvergleichbar; es ist, als springe ihnen jetzt das Getriebe auseinander, als erschreckten sie vor dem eigenen Mut. 
Angesichts der fast gleichgültigen Haltung, mit der der letzte Inka den Konquistadoren sein Reich überließ, frage ich mich, ob ein Bau, der "bis an den Himmel reicht", seine Vollendung erst in seiner Zerstörung findet. Höher hinauf geht es nicht, besser wird es nicht, und statt im langen Siechtum zum Tode kann man seine Sache auch mit einem letzten großen Willensakt beenden, und sei dieser auch nur noch als destruktiver möglich.    

Umlautkombinat

12. März 2023 22:09

> "Erfolg" ist es, wenn man nur auf die Mobilität schaut. 
 
Ich verstand Sie gerade andersherum: Gaensefuesschen ist, wenn man nur auf die Toten sieht, oder? 
 
> Höher hinauf geht es nicht, besser wird es nicht,
 
Das ist aber die Frage. Sehen Sie, ich schreibe seit Mitte der Neunziger Neuronale Netze als Software fuer Bildbearbeitung. Das Gebiet war damals fast tot, trat das wiederholte Mal in einen "neuronalen Winter" ein (kaum Forschung, keine Bereitschaft fuer Gelder dafuer).
2012 aenderte sich das mit AlexNet massiv. Seitdem haben wir den Boom. Ich nehme das Beispiel wegen der Umstrittenheit (vgl. auch die ChatGPT-Diskussion) von KI. Ja ist es, persoenlich verleidet es mir viel.
 
Ich gehe aber auch seit vielen Jahren zu einem Oberarzt einer Uniklinik, weil mein Ruecken ein Sternenhimmel (seine Worte) an Leberflecken ist. Auch ein Horror fuer ihn. Seit wenigen Jahren haben sie in der Klinik eine Moeglichkeit, solche Leute mit acht Kameras zu fotografieren und ein CNN (spezielles Neuronales Netz) auf die Bilder loszulassen. Sieht sich noch ein Arzt an, aber die Erkennungsfaehigkeit hat schon etliches zu Tage gebracht. Es gibt also auch Gewinn und der wird gerade hier immer notorisch ignoriert. Schade, weil beide Aspekte zum Leben gehoeren. 
 

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