3. Juni 2020

George Floyd (2): Fakten über schwarze Kriminalität

Martin Lichtmesz / 48 Kommentare

Um den Fall George Floyd in ein angemessenes Licht zu rücken, bedarf es einiger Fakten über schwarze Kriminalität in den USA.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

In der englischen Version von Wikipedia findet sich in dem Lemma "Race and Crime in the United States" unter dem Abschnitt "homicide" folgender Eintrag:

Nach Angaben des US-Justizministeriums waren Afroamerikaner zwischen 1980 und 2008 für 52,5% aller Tötungsdelikte verantwortlich, wobei der Anteil der Weißen 45,3% und "anderer" Rassen 2,2% ausmachte. Die Täterquote bei Afroamerikanern war fast achtmal höher als bei Weißen und die Opferquote sechsmal höher. Die meisten Tötungsdelikte waren intrarassisch: 84% der weißen Opfer wurden von Weißen getötet, und 93% der afroamerikanischen Opfer wurden von Afroamerikanern getötet.

Im Jahr 2013 entfielen 52,2% aller Mordverhaftungen auf Afroamerikaner, 45,3% auf Weiße und 2,5% auf Asiaten/Ureinwohner (Indianer). Von den oben genannten Personen waren 21,7% Hispanoamerikaner.

Schwarze machen die Mehrheit der Opfer von Tötungsdelikten mit Waffengewalt bzw. Verhaftungen in den USA aus, während Weiße die große Mehrheit der Opfer von Tötungsdelikten ohne Waffengewalt bzw. Verhaftungen ausmachen. Von den Opfern von Waffenmorden in den Vereinigten Staaten zwischen 2007-2016 waren 57% Schwarze, 40,6% Weiße (einschließlich Hispanoamerikaner), 1,35% Asiaten, 0,98% Unbekannte und 0,48% Ureinwohner Amerikas.

Afroamerikaner stellen ca. 13% der US-Bevölkerung, und sind für mehr als die Hälfte aller Tötungsdelikte verantwortlich. Satte 93% der afroamerikanischen Mordopfer werden von anderen Afroamerikanern getötet.

Als Schaubild sieht das für das Jahr 2013 etwa so aus:

 

Allein damit wäre die Scharade "Black Lives Matter" ad absurdum geführt, denn angesichts der Mißachtung von "schwarzem Leben" in der schwarzen Gemeinschaft selbst, ist es ein wenig heuchlerisch, nur dann auf die Barrikaden zu gehen, wenn man die Weißen beschuldigen kann.

Aber auch das Narrativ von den weißen, rassistischen Cops, die ein strukturelles Problem darstellen, entbehrt jeglicher Grundlage.

Eine Studie aus dem Jahr 2016 kam vielmehr zu dem Schluß, daß schwarze Cops eher dazu neigen, schwarze Täter oder Verdächtige zu töten, als weiße Cops:

Im Rahmen einer Stichprobe von 2.699 Tötungen durch Polizisten zwischen 2013 und 2015 ergab die Studie, daß die Wahrscheinlichkeit, daß ein schwarzer Verdächtiger von einem schwarzen Polizisten getötet wird, durchweg größer ist als die Wahrscheinlichkeit, daß ein schwarzer Verdächtiger von einem weißen Polizisten getötet wird.

"Wenn man entweder die Gewaltverbrechensrate oder die Demografie einer Stadt berücksichtigt, stellen wir fest, dass weiße Polizeibeamte einen schwarzen Verdächtigen nicht signifikant häufiger töten", schrieben die Co-Autoren John R. Lott Jr. und Carlisle E. Moody vom Crime Prevention Research Center.

Hier ist eine weitere Statistik, die von der Polizei getötete Verdächtige nach Rasse ermittelt:

In absoluten Zahlen sind das pro Jahr fast doppelt so viele Weiße, die von der Polizei erschossen werden. Gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung sind Schwarze überproportional vertreten, aber wie wir sahen, liegt das vor allem daran, daß sie auch im kriminellen Bereich überproportional vertreten sind.

Hier sind noch ein paar Zahlen aus dem Jahr 2019 von der Washington Post Database, die Unbewaffnete auflistet, die von der Polizei erschossen wurden:


Aus derselben Quelle ein Vergleich zwischen a) unbewaffneten Schwarzen, die 2015-2019 von der Polizei getötet wurden (rot), und b) Polizisten, die von Schwarzen getötet wurden (blau). 2018 wurden 42% der getöteten Polizisten von Schwarzen ermordet.

Auch was Gewalt zwischen den Rassen angeht, sind Schwarze die absoluten Spitzenreiter: ganze 90% der "interracial violent victimizations" (mit Ausnahme von Mord) wurden 2017 von Schwarzen begangen.

Hinzu kommen noch etliche andere Geschichten Polizeigewalt betreffend, die kaum mediale Verbreitung finden, weil Täter und Opfer nicht in das antirassistische Schema passen:

2014 erschoß ein ein schwarzer Polizist einen unbewaffneten weißen 20jährigen in Salt Lake City.  2017 erschoß ein aus Somalia stammender Polizist in Minneapolis eine unbewaffnete weiße Frau, die den Notruf gewählt hatte, um eine Vergewaltigung in ihrer Nachbarschaft zu melden. 2019 wurde ein vermutlich schizophrener weißer Verdächtiger in Dallas von weißen Polizisten ebenso brutal "fixiert" wie George Floyd; kurz vor seinem Herztod, vermutlich induziert durch Kokainkonsum und Streß aufgrund der Gewaltanwendung, machten die Cops noch zynische Witze, die auf Video aufgezeichnet sind.

Der krasseste Fall war der Tod von Daniel Shaver im Jahr 2016, ebenfalls ein Weißer, der von einem nervösen Polizisten wegen einer ungeschickten Handbewegung erschossen wurde, obwohl er schon auf allen vieren auf dem Boden kroch und keinen Widerstand leistete. Der Polizist wurde deswegen nicht belangt.

Und wie damals bei Rodney King, haben die vermeintlichen "Proteste" bereits mehrere Todesopfer gefordert: ein schwarzer Cop in Oakland, ein schwarzer pensionierter Polizist in St. Louis, ein 21jähriger in Detroit, ein weiterer Mann in Minneapolis. In Omaha, Nebraska erschoß ein weißer Barbesitzer einen schwarzen "Demonstranten" in Notwehr. Hinzu kommen etliche  weitere Verletzte und Tote im Zuge von Schießereien in dutzenden Städten.

Und ich habe nun nichts weiter getan, als ein paar Kieselsteine gegen einen brüllend lauten Niagarafall zu werfen.

 


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (48)

Wahrheitssucher

3. Juni 2020 16:15

Martin Sellner kommentiert ähnlich wie Lichtmesz:

https://www.youtube.com/watch?v=0Conw6bqZ8o&feature=youtu.be

RMH

3. Juni 2020 16:53

Habe heute einem Alt 68er den Link zu Frank Zappas "Trouble Every Day" gesendet (von 66, da verarbeitet Zappa die Watts Riots von 65). Dann war Ruhe im Hinblick auf sein Genöle über die unter Trump angeblich erst so schlimm gewordenen Zustände. Zappa ist zumindest bei ihm noch was wert ...

Wenn man Wikiblödia glauben darf, gingen die Watts Riots ungefähr so los, wie sich bei uns im Westen mittlerweile Polizeieinsätze aufgrund von Lappalien wie Verkehrsunfällen häufig darstellen, wenn Migranten beteiligt sind. Ruck Zuck sehen sich die Beamten von dutzenden von "jungen Männern" umstellt ... Die USA waren eben schon immer Avantgarde.

Niekisch

3. Juni 2020 17:30

" Die USA waren eben schon immer Avantgarde."

@ RMH 16:53: Lassen Sie uns doch bitte besser "Vorreiter" sagen, Avantgarde passt nicht zu diesem seltsamen Gebiet mit seinen unterdurchschnittlich begabten Bewohnern.

Nemo Obligatur

3. Juni 2020 18:07

Eigentlich unwiderlegbar, aber diese Zahlen werden in der gegenwärtig aufgeheizten Atmosphäre von den hiesigen Medien sicher nicht berücksichtigt.

Im Fall des nun getöten Farbigen George Floyd ist zu bedenken, dass es ein Video gibt, welches die Tat dokumentiert (nein, ich habe es nicht gesehen und werde es mir auch nicht ansehen, so roh bin ich nicht), was ohne Zweifel die emotionale Reaktion dort erklärt. Jedoch nimmt die Protestbewegegung (von den Plünderern ganz zu schweigen) gerade eine Wendung von "Polizeigewalt gegen Schwarze" in Richtung "Rassismus in den USA". Das weist darüber hinaus. Ich denke mal, so leicht wie hier die spezielle These von der Polizeigewalt gegen Schwarze lässt sich die allgemeine Behauptung nicht widerlegen, dass es in den USA einen weit verbreiteten Rassismus gegen Schwarze bzw. Farbige gibt.

Wenn man nun die deutsche Presse zur Hand nimmt (am besten gleich die taz oder die Zeit), dann sieht man, dass entsprechende Kreise in Deutschland das Wasser auf ihre Mühlen lenken wollen. Wie Pilze nach einem Herbstregen schießen dort die Artikel über "Alltagsrassismus in Deutschland" aus dem Boden. Ich denke, größer als zwischen dem unnötigen und grausamen Tod von George Floyd und dem deutschen Polizeialltag, in dem selbst Gewohnheitsverbrecher mit Samthandschuhen angefasst werden oder gar den vielfältig geförderten Aufstiegsmöglichkeiten für Migranten bis in die Spitzen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in Deutschland, kann ein Unterschied kaum sein. 

Moeller van den Bruck

3. Juni 2020 18:42

Du hast einen echten Klassiker vergessen!

https://www.youtube.com/watch?v=LH8gUhDd6WE

 

Die Demonstrationen haben übrigens nichts mehr mit BLM zu tun. Die Organisation ist am Ende seit dem sie die Zusammenarbeit mit der ADL verweigerte. Kein Geld mehr von Soros und Co.. Die Leute haben nur ihre abgelaufenen Flaggen aus der Mottenkiste geholt.

Gustav Grambauer

3. Juni 2020 19:34

Wo Farbenrevolutionen sind, sind auch die Change Designer nicht untätig, hier die neueste Mode aus dem PsyLab.

https://www.youtube.com/results?search_query=police+kneeling

Der Hunger nach Religionsersatz muß riesig sein. Was machen diese Flagellanten alle, wenn die Kniefall-Mode in ein paar Wochen abgenutzt ist?

Lotta Vorbeck, ich sehe die Gewalt gegen Rollstuhlfahrer als Symptom, sozusagen als Signatur, als Botschaft der Ostern eingeleiteten neuen Epoche.

- G. G.

Elvis Pressluft

3. Juni 2020 20:15

B. Zeller hat der krankhaft entstellenden Sprache, in der die deutschen Systemmedien die Ausschreitungen darstellen, einen treffenden Kommentar gewidmet, z.B. „Häuser gingen in Flammen auf“ – spontane Selbstentzündung, keiner war’s. Mir selbst fielen die nahezu wortgleichen Formulierungen in ard und zdf auf: „Teilweise arteten die Demonstrationen aus …“ – Böse, unartige Demonstration! Die faz wiederum gendert konsequent die „Demonstrierenden“ – natürlich nicht die Brandschatzenden, Zusammenschlagenden.

Das Agitprop-Schema ist so sattsam bekannt, daß es für sich genommen nur noch ermüdend wirkt: Der Linksblock orientiert sich grundsätzlich an den Linksultras, die als Avantgarde angesehen werden und deren systematischen hellen Wahn niemand infragestellt. (Ganz nett übrigens bei Aust nachzulesen, wie die eigenen Kumpane U. Meinhof in den Suizid trieben und übrigens jeder, der einen Rest von Skrupel bewahrt hatte, die schematische Frage entgegengeschleudert bekam: „Seid ihr raf, oder seid ihr nicht raf?“ – Unwesentlich subtiler funktionieren diese Mechanismen jetzt gesamtgesellschaftlich.) Wer nicht in den großen Choral einstimmt, macht sich unmittelbar verdächtig und ist schon potentielles nächstes Opfer. Was ist mit Ihnen; was haben Sie sich so? Was verbergen Sie?

Das freieste Deutschland (??) aller Zeiten, in der Tat. Frei von Diskurs, frei von Nachdenklichkeit, frei von Zweifel und Selbstzweifel. Und die Systembüttel schwadronieren von „Zusammenhalt“, alle, wie sie da sind.

Lotta Vorbeck

3. Juni 2020 22:47

@Gustav Grambauer - 3. Juni 2020 - 07:34 PM

Lieber Gustav Grambauer,

tja, auf Sie ist eben Verlaß!

Wer sehen möchte, wie sich die Portland-Police öffentlich dem Mob unterwirft, wird diese Videos leicht finden.

Deshalb spare ich mir die Links, möchte aber komplementär auf ein einzelnes Video mit völlig anderer Botschaft verweisen:

Herzerweichend, falls es nicht gestellt ist: 

---> Video - Mopedfahrer PoC & Police-Officer Caucasian

 

Die Anhängerschaft des aktuellen POTUS rekrutiert sich beileibe nicht nur aus Caucasians.

--

Additional:
Sollte wir einander "im richtigen Leben" mal über den Weg laufen, könnten wir uns, sozusagen von Thüringer zu Thüringer, über Mangel an Gesprächsstoff gewiß nicht beklagen.

Lotta Vorbeck

3. Juni 2020 22:56

@Moeller van den Bruck - 3. Juni 2020 - 06:42 PM

Die Demonstrationen haben übrigens nichts mehr mit BLM zu tun. Die Organisation ist am Ende seit dem sie die Zusammenarbeit mit der ADL verweigerte. Kein Geld mehr von Soros & Co.. Die Leute haben nur ihre abgelaufenen Flaggen aus der Mottenkiste geholt.

---

"George Soros, where is my money?"

---> Video - Die Antifanten fordern ihren Lohn

 

Ratwolf

3. Juni 2020 23:07

Die linken Weißen, die da in den USA für die Schwarzen demonstrieren, wollen uns doch nur sagen, dass die Schwarzen grundsätzlich diskriminiert werden und deshalb keinen Job bekommen. Und deshalb in der Kriminalität landen. Selbst die Plünderungen werden von diesen linken Weißen so eingeordnet.

Aber die beiden organisierten Gruppen laufen im Grunde genommen entfremdet nebeneinander her.

Die linken Weißen wollen sich einen Heiligenschein verdienen, in dem sie den Schwarzen unter möglich breiter medialer Aufmerksamkeit zu helfen versuchen.

Und die Schwarzen sind viel zu Stolz, als dass sie sich von diesen verwöhnten Wohlstandskindern helfen lassen wolle. Sie wollen sich selber aus den Schlamassel ziehen. Wenn sie sich helfen lassen, ist das eine Bankrotterklärung ihrer eigenen Möglichkeiten. Und ohne diese Hilfe kommen sie dann ja auch nicht über die nächste Hürde.

Ronny Licht

4. Juni 2020 00:11

Eine wunderbare Ergänzung zu den beiden Artikeln von Lichtmesz stellt die Netflix-Produktion "The 13th" (2016) dar. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der geneigte Soziologe und US-Politologe, Lichtmesz, diese Dokumentation bereits kennt.

ML: Danke, nie davon gehört.

links ist wo der daumen rechts ist

4. Juni 2020 05:30

Weiße Kultur 1

 

Propaganda mit Propaganda zu bekämpfen halte ich für eine eher unredliche Aktion eines Intellektuellen.

Wer will denn jetzt der bessere Schüler Bernays‘ sein?

 

Halten wir fest:

Hier ist ein Mensch vor laufender Kamera elendiglich verreckt. Punkt. Das Ganze dann mit Daten zu unterfüttern, nimmt dem unmittelbaren Eindruck nicht seine Wucht.

ML: Ja, darum wird das ja gezielt eingesetzt, um die laufende Massenmanipulation in Gang zu setzen, und per Emotionentrigger die Gehirne aufzulösen wie Brausetabletten.

@ Loxismus hat das im Kommentar zum ersten Teil des Artikels treffend ausgedrückt.

Daß und wie der Mob selbsthysterisierend agiert, steht auf einem anderen Blatt.

Natürlich können wir über die Situation in den USA diskutieren, speziell den multiethnischen Rassismus.

Aber wenn sogar eine Person des Kulturbetriebs aus meinem immer kleiner werdenden restlinken Umfeld nach dem letzten USA-Besuch gemeint hat: Entsetzlich, das Land ähnelt immer mehr einem Entwicklungsland – dann müssen wir diese Verhältnisse nicht mit aller Gewalt auf die Länder Europas (mit ihren je verschiedenen kolonialen Vergangenheiten) übertragen.

Sind wir denn die „kriegsgeilen Kiebitze“ von heute?

Ihr Bruder im Geiste, der andere Martin aus Ö, sah ja schon die Wiener Vorstädte als zweite Banlieues.

Und nein, Herr Lichtmesz, wir werden hier in 10 Jahren keine „Zustände wie in Pretoria“ haben.

ML: Wo habe ich das gesagt? Das ist kein Zitat von mir. Aber ja, warten Sie es ab, spätestens 20 Jahre.

links ist wo der daumen rechts ist

4. Juni 2020 05:36

Weiße Kultur 2

 

Unabhängig davon geht die Kultur des alten weißen Mannes unwiderruflich ihrem Ende entgegen – leider.

Sammeln wir ruhig mit melancholischer Ironie unsere „weißen Restbestände“ (auch z.B. des britischen Empire) – wie hier:

https://www.youtube.com/watch?v=FF0VaBxb27w

Herrlich, diese Gesichter, oder? Und Hester Goodman sieht sogar ein bißchen CS ähnlich.

 

Vermutlich starb der weiße Mann (Caucasian), wenn schon nicht in Stalingrad, dann am Kaukasus.

Aber das wäre eine andere Geschichte, falls die 1000 RM-Sperre, perdon, 1500 Zeichen-Sperre endlich fällt.

Dieses ständige Aufteilenmüssen auch bei Texten von deutlich weniger als 1500 Zeichen NERVT gewaltig.

Avalon

4. Juni 2020 08:20

Grundsätzlich: Die US-Gesellschaft basiert auf rauchenden Colts. Die gesamte Entstehungsgeschichte ist blutrünstig ohne Beispiel. Sie haben nichts ausgelassen, Genozid an den Ureinwohnern, Massenmord der Büffel, rund um die Welt Angriffskriege nach dem Motto: Ich bin der gute amerikanische GI. Und ich bringe euch ganz viel Demokracy, Chewing gum und Coca Cola. Und wenn ihr das nicht wollt, schlage ich euch den Schädel ein. Es wurden Leichen ohne Ende erzeugt und Seen von Blut, in denen Amerika eigentlich ersaufen müsste. Und es hört nicht auf. Es wird niemals aufhören. Ich brauche keine differenzierte Betrachtung der USA. Nicht mehr. Für alles, was dort geschieht oder von dort kommt, habe ich nur noch eines: Verachtung.

Der_Juergen

4. Juni 2020 09:18

@Avalon

Wie der früher sehr häufig hier kommentierende @Thomas Martini schiessen Sie deutlich über das Ziel hinaus. Sie haben Ihren Worten zufolge für alles, was von den USA kommt, nur Verachtung übrig. Verachten Sie auch das First Amendment, das unbegrenzte Meinungsäusserungsfreiheit garantiert? Im Gegensatz zur BRD, deren Grundgesetz diese Freiheit ebenfalls gewährleistet, wird dieses Gesetz ernstgenommen; kein Amerikaner muss z. B. fürchten, wegen Aussagen zu zeitgeschichtlichen Fragen hinter Gitter zu kommen.

Und verachten Sie auch die amerikanische Literatur einschliesslich Poe, Twain, Faulkner, Hemingway? Verachten Sie die Gemälde von Thomas Cole? Verachten Sie die amerikanische Musik pauschal - also nicht nur Lärm wie Hardrock und Rap, sondern auch die klassische Jazzmusik und die Negro Spirituals? Verachten Sie alle amerikanischen Filme, nicht nur den tonnenweise produzierten Schund, sondern auch anerkannte Meisterwerke?

Dieter Rose

4. Juni 2020 09:31

@Avalon

und das Schlimme ist:

wir sind auf dem Weg

im eine ähnliche Gesellschaft.

Wir hinken nur etwas nach.

Es sieht nach 50 Jahren Rückstand aus,

aber der Verlauf beschleunigt sich.

Als mitten im Geschehen befindliche

erkennen das nur nicht alle.

Augustinus

4. Juni 2020 10:00

Ich habe mir die Frage gestellt, wie groß die gruppenübergreifende Kriminalität in einer  Gesellschaft mit 2 unterschiedlich großen Gruppen ist, bei gleich großer Kriminalität in beiden Gruppen und bei absolut zufälliger Täter-Opfer-Auswahl.

Ich habe es mathematisch durchgespielt und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass sie in absoluten Zahlen gleich groß sein müsste, auch bei unterschiedlich großen Gruppen.

Insofern verstehe ich nicht warum die FBI-Statistik sich nicht der absoluten Zahlen, sondern  relativer Zahlen (pro 1000000 Einwohner des Mörders) bedient. Beim FBI müssten doch eigentlich  gute Mathematiker beschäftigt sein.

Wenn man obiges berücksichtigt, ist die Kriminalität von Schwarzen gegenüber Weißen immer noch 3-4 mal so groß (geschätzt) wie umgekehrt, aber nicht 12 mal so hoch.

Avalon

4. Juni 2020 10:39

@Der_Juergen

Werter "Juergen"..ich denke, Sie wissen, was ich meine. Nehmen Sie den Vergleich. Es irrlichtern ja auch Leute in der Gegend herum, die Deutschland hartnäckig mit den Nazis verwechseln und darüber die Dichter und Denker vergessen. Und die sich bei dieser Sicht auf eine breite Unterstützung verlassen können. Ich bleibe dabei: Wenn Sie die Massenmörder der Welt an einen Tisch setzen, haben die Deutschen höchstens Platz am Katzentisch. Und vergessen wir nicht die blutigen Kolonialgeschichten besonders der Engländer und Franzosen.

Und noch etwas: Meine Musik war und ist der Blues. Der Blues der Baumwollpflücker. Und ich nenne King Oliver..das soll reichen. Aber was ist der Boden dafür? Sie wissen es. Seien Sie sicher: Ich bin sehr wohl in der Lage, zu differenzieren.

Gustav Grambauer

4. Juni 2020 10:46

links ist wo der daumen rechts ist

"Hier ist ein Mensch vor laufender Kamera elendiglich verreckt. Punkt."

ML: Das bestreitet keiner. Es geht um die Manipulationen, die damit in Gang gesetzt werden.

Danke, das mußte mal gesagt werden. Und all denen, die insgeheim denken "war doch nur `nen Nigger" sei gesagt: morgen seid genau ihr dran, und zwar in einunddemselben Rassenkrieg, in dem der Spieß alsbald rumgedreht wird. Ihr merkt gar nicht, wie die Welt (und ihr selbst!) nur heute auf die Selbstverständlichkeit der morgigen Brutalität euch selbst gegenüber konditioniert werdet. Phase 1, Phase 2.

Wer Wind sät, wird Sturm ernten ...

- G. G.

Gustav Grambauer

4. Juni 2020 10:46

In meiner Kindheit war selbst der minderbemitteltste Volkspolizist noch irgendwie Gentleman à la "Harry, hol schon mal den Wagen". Bis in die 2000er Jahre traten mir Polizisten, wie der Förster aus dem Heimatfilm mit Rudolf Prack und Sonja Ziemann anmutend, als Staatsbürger in Uniform mit Halbschuhen, einer Art dunkelgrünem Jacket mit Messingknöpfen, Anzughemd, Krawatte, Bügelfaltenhosen und Leder-Riemchentäschchen gegenüber. Unter keinen Umständen wäre mir das Wort "Bullen" über die Lippen gekommen!

Und heute?! Allein, daß die Polizei inzwischen so sehr durch ihre Gummihandschuhe auffällt, sagt eigentlich alles über sie. Als welche eurhythmische Figur würde man das Überstreifen eines Gummihandschuhs sehen?

- G. G.

Gustav Grambauer

4. Juni 2020 10:47

Es gehört zur Apokalypse, daß nicht nur das Unterste nach oben gekehrt wird, genauso drängt das Oberste nach unten. Mein Verhältnis zur Polizei hat sich seit den "Corona"-Demos völlig verändert. Sie ist für mich nur noch Inbegriff für Unberechenbarkeit in einem Exzeß, den man in keinem Irrenhaus antreffen würde, dabei für Hinterhältigkeit, Brutalitäts-Notgeilheit und wiederum dabei für unfaßbare Feigheit. Bis vor kurzer Zeit hatte ich z. B. noch geschluckt, "daß auch Polizisten sich schützen müßten". Aber jetzt nach den "Corona-Spaziergängen" ist für mich klar: daß Polizisten keine Dienstausweise (oder gar Amtsausweise!) mehr vorzeigen, nicht mal mehr auf Verlangen, daß die Polizei z. B. ihren Schriftverkehr nicht mehr namentlich und handschriftlich unterzeichnet, ist nur Beweis dafür, daß sie keinerlei Legalität oder gar Legitimität mehr innehat. Der letzte Hauch des Anscheins, sie würde noch irgendwie dem Volk dienen, ist demaskiert. Jeder Polizist, der in seinem Skaphander in den Spiegel schaut, oder der sich wie inzwischen üblich nicht mehr im Dienst, - und zwar von sich aus -, korrekt mit Namen und Dienstgrad vorstellt, weiß auch, daß er nur noch eine Scherge einer sinistren Diktatur ist!

- G. G.

Gustav Grambauer

4. Juni 2020 10:47

Die Selbstdemaskierung der Polizei ist gewollt. Wie zur Prägung des Kükens auf die Entenmutter, d. h. zur Prägung auf den nun weltweit durchgesetzten Duterte-Stil, hat uns während der "Corona-Spaziergänge" das "alternative Medienspektrum" in Dauerschleife Bilder aufgenötigt, in denen die unwürdigen Erben des einstigen polizeilichen Rittertums gezielt aus dem buchstäblichen Nichts heraus die Schwächsten der friedlichen Spaziergänger, vor allem schmächtige Frauen, immer (!) zu viert von hinten (!) her in den Würgegriff genommen und zu Boden geworfen haben, um dann - auch wieder ausnahmslos zu viert - auf sie draufzuknien und sie dabei zu quälen und vor allen Kameras zu erniedrigen. (Sicher dieselben, das Sch... kriegen, wenn mal ein afghanischer Hänfling um die Ecke schielt ...)

- G. G.

Gustav Grambauer

4. Juni 2020 10:47

Keiner hat das Eigentliche im unmittelbar-politischen respektive operativen Zusammenhang angemerkt: Trump wurde mit der Floyd-Operation in eine Zwickmühle geführt - um ihn so zu schwächen, daß er im November nicht wiedergewählt wird.

Trump ist übrigens nicht dafür da, Kleinkaro-Klientelpolitik für die Alt-Right zu betreiben, so wie kleine Politiker-Pupser überall auf der Welt zuerst mal ihre Clan-Kumpels versorgen und deren Sentimentalitäten schmeicheln. Trump nimmt eine Verantwortug für die gesamte Zivilisation wahr.

- G. G.

Gustav Grambauer

4. Juni 2020 10:48

Lotta Vorbeck, Stammesbruder

"Ich gom d`n Berch nauf
mid Och un Groch
mid maen Wartburch as Aesnnoch!"

Ge!

- G. G.

Avalon

4. Juni 2020 11:11

@Der_Juergen

Sie erwähnen die "Meinungsfreiheit" in den USA. Ich setze noch einen drauf. Erinnern wir uns an Cassius Clay/Muhammad Ali. Ich habe nicht einen seiner legendären Kämpfe verpasst. Gab es vorher nicht und wird es nie wieder geben. Unbeschreiblich. Also: Er sollte zum Wehrdienst und dann nach Vietnam, um dort die Demokratie zu verbreiten. Er hat sich geweiger und Haltung gezeigt. Er war nicht feige. Aber die Ansage war: Kein Vietcong hat mich je "nigger" genannt. Aus welchem Grund sollte ich dort hin gehen und auf sie schießen? Und weil das seine Meinung war, die er frei geäussert hat, haben sie ihn vor den Kadi gezerrt und den Titel weggenommen. Soviel zur Meinungsfreiheit. Andererseits war Ali ein ganz übler Rassist. Schauen Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=6nPbCiinTDM. Mir persönlich gefällt die erste Variante. Und bei allem gibt es genug Gründe, eine gewisse Distanz zu Amerika aufrechtzuerhalten.

ML: Ich sehe nicht ein, was an diesen Aussagen von Muhammad Ali irgendwie "übel" sein soll. Sie machen ihn im Gegenteil sehr sympathisch, und es ist ein Genuß zu sehen, wie sich der weiße Shitlib windet vor Pein.

Niekisch

4. Juni 2020 11:57

"Und nein, Herr Lichtmesz, wir werden hier in 10 Jahren keine „Zustände wie in Pretoria“ haben.

ML: Wo habe ich das gesagt? Das ist kein Zitat von mir. Aber ja, warten Sie es ab, spätestens 20 Jahre."

@links wo der Daumen rechts ist: Vermittelnde Meinung: sobald der "Sozialstaat" zerbrochen ist. Latent und partiell haben wir solche Zustände schon.

Lotta Vorbeck

4. Juni 2020 12:30

@Dieter Rose - 4. Juni 2020 - 09:31 AM

an Avalon

und das Schlimme ist: wir sind auf dem Weg in eine ähnliche Gesellschaft. Wir hinken nur etwas nach.

Es sieht nach 50 Jahren Rückstand aus, aber der Verlauf beschleunigt sich.

---

Die Oligarchen-NGO EU und das importierte "Haus des Friedens" wirken dabei als Brandbeschleuniger.

Wer mehr dazu erfahren möchte, füttere seine Suchmaschine mit "Erst Manhattan - dann Berlin".

Avalon

4. Juni 2020 13:17

Werter ML: Muhammad Ali und Rassist: Das war von mir eine Anspielung auf alle "Eine Welt/alles durcheinander/alle sind gleich"- Schwurbler, Empörer uind Schnappatmer, denen eigentlich das Blut in den Adern gefrieren müsste bei den Äusserungen von Ali. Will sagen: Er hat es auf den Punkt gebracht! Chapeau.

ML: Ok, mir entging die Ironie.

quarz

4. Juni 2020 13:30

@Augustinus

"Ich habe es mathematisch durchgespielt und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass sie in absoluten Zahlen gleich groß sein müsste, auch bei unterschiedlich großen Gruppen."

Können Sie das bitte genauer erläutern, ich Ihrem Gedankengang bisher nicht folgen.

heinrichbrueck

4. Juni 2020 13:32

Wenn Schwarze in Deutschland mehr Einsatz gegen Rassismus fordern, dann fordern sie mehr Schwarze in Deutschland. Die Bildung der Weißen ist leider ein Problem. Dieses Problem werden die Schwarzen nicht haben.

Der weiße Mann starb nicht in Stalingrad, er starb am Schreibtisch...

RWDS

4. Juni 2020 13:54

@Avalon

Ureinwohner? Was soll das denn sein? So wie die Maoris, die als Ureinwohner Neuseelands gelten und dort seit dem 14. Jahrhundert leben?

Erste urkundliche Erwähnung meiner Heimatstadt 1206. Mich nennt niemand Ureinwohner.

Der Großteil der Indianer ist an Krankheiten gestorben. Sowas nennt man in der Natur "survival of the fittest".

Weil dieses Prinzip viele vergessen haben, geht es zur Zeit auch mit Europa bergab.

RMH

4. Juni 2020 14:22

G.G. weißt auf einen wichtigen Umstand hin:

Die Polizei hat auch in Deutschland ihr Einsatzverhalten in vielen Fällen vom vom einstmaligen "Freund & Helfer" (ehem. Selbstbezeichnung der Polizei im Westen) zum autoritären, für den Bürger weitestgehend anonymen Durchsetzer und Vollstrecker gewandelt. Dadurch geht der wechselseitige Respekt verloren. Mitleid mit Polizisten, die mal aufs Maul bekommen, verspürt man immer weniger. Wir nähern uns den US Zuständen an. Im genannten Lied "Cop Killer" wurde schon vor fast 30 Jahren gesungen: "Better you than me."

Tja, dem will man sich eigentlich fast schon anschließen ... Und irgendwann muss man wohl auch so handeln.

Waldgaenger aus Schwaben

4. Juni 2020 14:38

Den Beobachter auf den Marmorklippen interessiert das Spiel der lebendigen Kräfte. Die Verwurzelten hatten den Wurzellosen einen gewaltigen Baum, eine deutsche Trump-Eiche,  als Zeichen des Widerstandes  in's frisch gepflügte Feld gesetzt. Er schien Wurzeln zu schlagen, dann eine zufällige Pandemie, die ihn fast entwurzelte (Verschwörungstheorien gedeihen auf den Klippen nicht). Halb hingen die Wurzel schon in Luft. Dann misshandelt ein brutaler, dummer, sadistischer Polizist einen Schwarzen, ein Verbrechen wie es leider jeden Tag geschieht, wenn auch seltener in dieser Täter-Opfer Konstellation. Zufällig wird die Tat ungestört gefilmt, zufällig stirbt das Opfer.

Nun sehen die Wurzellosen die Chance den Baum zu endgültig durch einen weiteren Sturm zu fällen. Doch wird er vielleicht gerade durch ihn wieder aufgerichtet, wenn der Sturm dreht und sich gegen Wurzellosen wendet?

Gustav Grambauer

4. Juni 2020 15:04

RMH

Darauf, Freund und Helfer zu sein, hat auch auch die Volkspolizei größten Wert gelegt. Meine Mutter erzählt noch heute, wie sie Ende der 50er Jahre auf der Autobahn am Hermsdorfer Kreuz mit ihrem Wartburg eine Panne hatte und von der VP nach Gotha geschleppt wurde, 100 Kliometer über vier oder fünf VPKA-Zuständigkeiten hinweg - gebührenfrei und ohne Formular-Krieg. Die Ritter haben nicht geduldet, daß sie als Frau das Abschleppseil auch nur berührt!

- G. G.

qvc1753

4. Juni 2020 15:28

Eine Frage sollte man sich stellen: Möchte ich selber in den USA lieber ein Schwarzer oder lieber ein Weisser sein? 
 

RWDS

4. Juni 2020 15:42

@ qvc1753

Die Frage ist unsinnig, da man überall auf der Welt lieber ein Weißer sein möchte. Ein paar Ausnahmen wie brasilianische Favelas oder südafrikanische Townships bestätigen nur die Regel.

Niekisch

4. Juni 2020 15:48

"Der weiße Mann starb nicht in Stalingrad, er starb am Schreibtisch..."

@ heinrichbrueck 4.6. 13:32:

Gibt es nicht immer viele Varianten? Generalfeldmarschall Paulus ging vom Schreibtisch aus in die Gefangenschaft, um nicht zu sterben. 

Der weiße Mann an sich starb an Instinktverlust infolge Überkulturisation.

links ist wo der daumen rechts ist

4. Juni 2020 19:05

Teil 1 (stöhn)

 

Zitat:

Und nein, Herr Lichtmesz, wir werden hier in 10 Jahren keine „Zustände wie in Pretoria“ haben.

ML: Wo habe ich das gesagt? Das ist kein Zitat von mir. Aber ja, warten Sie es ab, spätestens 20 Jahre.

 

An dieser Stelle haben Sie es gesagt (Anmerkung zu meinem Kommentar 15.4. 13:31):

https://sezession.de/62470/100-cornelia-100-nicole-zwei-genanalysen

Gut, wollen wir nicht feilschen, sollen es 20 oder 30 Jahre sein.

Sollten wir nicht an „gebrochenem Herzen“ sterben, werden wir es ja noch erleben.

Und ich halte dagegen und verwette meine Bibliothek (allerdings bräuchten sie dann im hohen Alter drei bis vier Sattelschlepper, Sie Armer!).

Mit „Hier“ war übrigens kein diffuses Irgendwo in Europa oder die Lage im armen Deutschland gemeint, sondern der reale Ort unserer Wahlheimat Wien.

Der Moustafa, der mir heute als Regalbetreuer beflissen gegenübersteht, wird mir auch in 30 Jahren nicht an die Gurgel gehen.

Eher habe ich Angst, daß dann nicht ein vermeintlicher sondern tatsächlicher Basti-Android Bundeskanzler ist…

Was1NiceSeite

4. Juni 2020 20:01

Ach Lichtmesz, es ist schon ein Trauerspiel, wie blind Sie gegenüber den Widersprüchlichkeiten in Ihren eigenen Zeilen sein können...

Wenn Afroamerikaner 13% der US-Bevölkerung darstellen, aber von allen unbewaffneten Menschen, die 2019 von der Polizei erschossen werden, 22% ausmachen, sind sie mit ca. 2.5 facher Wahrscheinlichkeit, durch Polizeigewalt getötet zu werden, überrepräsentiert. Weiße Menschen machen weit über 70% der Gesamtbevölkerung aus und sind dementsprechend mit ca. 50% in dieser Statistik unterrepräsentiert. 

ML: Sie können wohl nicht sinnentnehmend lesen (und das ist eher eine Komödie als ein Trauerspiel),denn genau das habe ich doch angemerkt, mit dem Zusatz, daß das kein Wunder sei, wenn Schwarze gleichzeitig in den Kriminalstatistiken überrepräsentiert sind (und zwar mit mehr als 2,5 facher Wahrscheinlichkeit, rechnen Sie es aus). Der Blinde sind also Sie selber.

Hier der Abschnitt in meinem Text, der Ihnen entgangen ist:

"In absoluten Zahlen sind das pro Jahr fast doppelt so viele Weiße, die von der Polizei erschossen werden. Gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung sind Schwarze überproportional vertreten, aber wie wir sahen, liegt das vor allem daran, daß sie auch im kriminellen Bereich überproportional vertreten sind."

links ist wo der daumen rechts ist

4. Juni 2020 20:55

Teil 1 (doppelstöhn)

 

Zitat:

Halten wir fest:

Hier ist ein Mensch vor laufender Kamera elendiglich verreckt. Punkt. Das Ganze dann mit Daten zu unterfüttern, nimmt dem unmittelbaren Eindruck nicht seine Wucht.

ML: Ja, darum wird das ja gezielt eingesetzt, um die laufende Massenmanipulation in Gang zu setzen, und per Emotionentrigger die Gehirne aufzulösen wie Brausetabletten.

 

Halten wir nochmals fest:

Hier ist ein Mensch zu Tode gebracht worden – und ich kann meine Erschütterung nicht verhehlen.

ZUGLEICH lehne ich alle Formen eines scheinheiligen Betroffenheitskultes ab; als jemand, der in den 80ern und 90ern (Wackersdorf bis „Lichtermeer“) mit Selbstbeweihräucherungsthesen wie „ich bin so betroffen, wir müssen ein Zeichen setzen…“ groß geworden ist, weiß ich, wovon ich spreche.

Sobald die persönliche Erschütterung im Kollektiv medial und „viral“ wird, ist sie per se verlogen (und durch Gewaltexzesse ohnehin kontraproduktiv).

Das gilt aber auch im umgekehrten Sinne, wenn hier mit unzähligen „Telegram“-Videos die Empörungsseele zum Kochen gebracht werden soll (@ Lotta Vorbeck im Kommentarstrang zu Teil 1 des Artikels) …

In einem ganz anderen Zusammenhang sprach der große W.G. Sebald vom Paradoxon der „stummen Zeugenschaft“.

Nichtsdestoweniger sehe ich im vorliegenden Fall ein „unerhörtes Ereignis“ im Kleistschen Sinne.

ff

links ist wo der daumen rechts ist

4. Juni 2020 21:09

Teil 2 (doppelseufz)

 

Und zur vermeintlichen Breathing-Parole.

Auch das hat (nur) für mich fast mythisch-erschütternde Dimensionen und eignet sich gerade deswegen nicht für abgenützte Parolen einer kollektiven Sekundärbetroffenheit, tut mir leid, vgl.:

https://www.youtube.com/watch?v=VzlofSthVwc

Wobei ich nicht annehme, daß George Floyd seinen Tod durch bewußte "Parolen" mitinszeniert hat, etwa im Sinne einer "Projektilwerdung des Selbst" (Theweleit zur selbstgewählten Märtyrer-Inszenierung der Stammheimer; das Ganze ist aber ein verkapptes Jünger-Zitat…).

ML: Dafür gib es jetzt den großen SiN-Strohmann-Preis.

links ist wo der daumen rechts ist

4. Juni 2020 23:41

Schade, die Klärung des Pretoria-Zitats wurde per Nichtfreischaltung dem Kommentariat vorenthalten. Dafür wird zeitverzögert über Strohmänner nachgedacht.

ML: Haben Sie eigentlich sonst noch sinnvolle Ambitionen im Leben außer kleinkarierter Besserwisserei im Internet?

Augustinus

5. Juni 2020 04:21

@quarz 

"Können Sie das bitte genauer erläutern, ich Ihrem Gedankengang bisher nicht folgen."

Beispiel:
Eine Gruppe von 1000 Personen bestehend aus 100 Schwarzen und 900 Weißen sind gleichermaßen zu 10% kriminell. Jeder Kriminelle verübt in einem bestimmten Zeitraum (z.B. am Flughafen) einen Taschendiebstahl, wobei die Opferauswahl zufällig sein soll.

Ergebnis: 
- die 10 schwarzen Taschendiebe beklauen 1 Schwarzen und 9 Weiße
- die 90 weißen Taschendiebe beklauen 9 Schwarze und 81 Weiße
- beide Gruppen beklauen jeweils 9 der anderen Gruppe, obwohl sie unterschiedlich groß sind

(Bei meinem kleinen Modell habe ich angenommen, dass jeder Taschendieb auch sich selbst beklauen kann, um krumme Zahlen zu vermeiden und um die Angelegenheit nicht unnötig zu verkomplizieren)

qvc1753

5. Juni 2020 10:29

@RWDS: "Die Frage ist unsinnig, da man überall auf der Welt lieber ein Weißer sein möchte. Ein paar Ausnahmen wie brasilianische Favelas oder südafrikanische Townships bestätigen nur die Regel."

Irgendwie bestätigt das genau meinen Punkt. 

Ein weiterer Unterschied ist auch das die Vorfahren der schwarzen US Bevölkerung im Regelfall in Ketten und unfreiwillig in Amerika ankamen. . 

Die USA sind von Weißen für Weiße gegründet - andere Bevölkerungsteile müssen und mussten sich "integrieren".

 

quarz

5. Juni 2020 10:35

@Augustinus

Ok, danke, jetzt verstehe ich, wie Sie das meinen. Man könnte das Ergebnis auch so formulieren: Unter der Voraussetzung der zufälligen Opferauswahl gibt es unter jenen Täter-Opfer-Paaren, bei denen je ein Weißer und ein Schwarzer beteiligt ist, gleich viele mit schwarzen Tätern wie mit weißen Tätern.

Daran anknüpfend könnte man den relativen Grad der Feindseligkeit gegenüber der anderen Gruppe am Ausmaß messen, in dem von diesem Gleichstand abgewichen und damit die Prämisse der zufälligen Opferauswahl verfehlt wird. Es findet dann also eine gezielte Auswahl von Opfern aus der anderen Gruppe statt.* In einer der von Lichtmesz verlinkten Statistiken wird belegt, dass in 90% der Gewaltverbrechen, die zwischen einem Weißen und einem Schwarzen stattfinden, der Schwarze der Täter und der Weiße das Opfer ist. Das ist eine sehr starke Abweichung vom 50%/50%-Gleichstand und belegt eine einseitig größere Neigung der Schwarzen, gezielt Opfer aus der anderen Gruppe auszuwählen.

 

Franz Bettinger

5. Juni 2020 12:27

@Avalon (11:11): Ich habe niemals einen besseren Kommentar zu dem verlogenen Thema Rassismus gehört als den von Mohammed Ali in diesem Link (https://www.youtube.com/watch?v=6nPbCiinTDM). Jeder sollte das gesehen haben und verinnerlichen. Seine Aussagen verdienten es, täglich nach den Acht-Uhr-Tageslügen über alle Sender ausgestrahlt zu werden. - Ali wurde übrigens nicht wegen seiner frei geäußerten Meinung eingesperrt, sondern als Kriegsdienstverweigerer wie viele andere auch (und auch in der BRD). Ich fand das doof, aber es war immerhin vom Gesetz gedeckt. Schändlich war allerdings die Aberkennung seines Titels. Oder gab es dafür andere Gründe? Trat er zu lange nicht zu einem Revanche-Kampf an? 

qvc1753

5. Juni 2020 16:00

Nichts gegen Herrn Ali, aber ich denke A. Lincoln hat damals alles Notwendige zu diesem Thema gesagt: 

"Four score and seven years ago our fathers brought forth on this continent, a new nation, conceived in Liberty, and dedicated to the proposition that all men are created equal. Now we are engaged in a great civil war, testing whether that nation, or any nation so conceived and so dedicated, can long endure. We are met on a great battle-field of that war. We have come to dedicate a portion of that field, as a final resting place for those who here gave their lives that that nation might live. It is altogether fitting and proper that we should do this. We here highly resolve that these dead shall not have died in vain - that this nation, under God, shall have a new birth of freedom - and that government of the people, by the people, for the people, shall not perish from the earth."

Götz Kubitschek

5. Juni 2020 19:57

badeschluß (2)

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