Bündnispartner? Gegenspieler? Simon Kießling denkt über neue Parteien nach

In der politischen Szenerie der BRD tritt neuerdings eine Tendenz zutage, die sich 2023 noch einmal signifikant verstärkt hat: ein Trend, daß prominente Persönlichkeiten sich politisch exponieren, Strömungen sich formieren und Parteigründungen angekündigt werden, zu denen die politische Rechte sich positionieren muß.

Denn die­se sind nicht ein­deu­tig als Freund oder Feind iden­ti­fi­zier­bar, son­dern wei­sen inhalt­li­che Schnitt­men­gen mit ihr auf und geben zu der Fra­ge Anlaß, ob es sich bei ihnen eher um poten­ti­el­le Ver­bün­de­te oder um Kon­kur­ren­ten han­delt, die eine mehr oder weni­ger ernst­haf­te Gefahr darstellen.

Kon­kret han­delt es sich um Alt-Bür­ger­li­che oder Alt-Libe­ra­le, die sich gegen die Angrif­fe auf den Mit­tel­stand, das Eigen­tum und die klas­si­schen Frei­heits­rech­te weh­ren; um Alt-Lin­ke oder Alt-Sozia­lis­ten, die der Neu­en Lin­ken vor­wer­fen, die sozia­len Belan­ge der arbei­ten­den Bevöl­ke­rung ver­ra­ten zu haben und sich nur noch für Kultur‑, Migra­ti­ons- oder Gat­tungs­fra­gen zu inter­es­sie­ren; und um alt­ge­dien­te Femi­nis­tin­nen, die sich gegen die Bestre­bun­gen der Trans-Agen­da aus­spre­chen, den Begriff der Frau und die Bina­ri­tät der Geschlech­ter zu dekonstruieren.

Wie also steht es, aus rech­ter Per­spek­ti­ve bese­hen, um die poli­ti­sche Rele­vanz der Alt-Libe­ra­len, Alt-Lin­ken und Alt-Femi­nis­tin­nen, und wel­che Maß­ga­ben für den Umgang mit ihnen las­sen sich ablei­ten, indem wir ver­su­chen, sie geschichts­theo­re­tisch ein­zu­ord­nen bzw. zu verorten?

Seit die Lin­ke 1789 als geschicht­lich wirk­sa­me Groß­for­ma­ti­on auf die welt­po­li­ti­sche Büh­ne tritt, zwingt sie das Abend­land auf eine abstei­gen­de Linie, in deren Ver­lauf sie sei­ne kul­tur­kon­sti­tu­ti­ven Bestän­de demon­tiert und abge­trägt. Als Takt­ge­ber die­ses Pro­zes­ses mobi­li­siert sie immer neue revo­lu­tio­nä­re Sub­jek­te, mit­hil­fe derer sie die ver­schie­de­nen Hier­ar­chie-Ebe­nen der Kul­tur und die mit ihnen jeweils ver­bun­de­nen Ent­wick­lungs- und Ver­fei­ne­rungs­stu­fen zurück­schnei­det. Sobald die ein­zel­nen revo­lu­tio­nä­ren Sub­jek­te ihre tem­po­rä­re zer­falls­ge­schicht­li­che Auf­ga­be erfüllt haben, läßt die Lin­ke sie nicht nur umge­hend fal­len, son­dern mar­kiert sie als Feind, gegen den sich fort­an ihr gan­zer bestands­zer­stö­ren­der Eifer richtet.

Das ers­te revo­lu­tio­nä­re Sub­jekt, wel­ches die Lin­ke mobi­li­siert, ist das Bür­ger­tum (der 3. Stand), das die obers­te Hier­ar­chie-Ebe­ne des König­tums stürzt und die Vor­herr­schaft der Urstän­de Adel und Kle­rus bricht. Die bür­ger­li­che Idee des rei­nen, jeder kor­po­ra­ti­ven Gebun­den­heit ent­wach­se­nen Indi­vi­du­ums (das bür­ger­li­che liber­té, éga­li­té, fra­ter­ni­té) ebnet die stän­disch geglie­der­te, hier­ar­chisch gestaf­fel­te, tra­di­tio­na­le Ord­nung ein. Ver­mit­tels der Auf­klä­rung unter­mi­niert das Bür­ger­tum die Macht der Tran­szen­denz und trock­net lang­fris­tig jene Kraft­quel­le aus, die die geis­ti­ge Frucht­bar­keit der abend­län­di­schen Völ­ker speist.

Durch sei­ne rast­lo­se pro­duk­ti­ve Tätig­keit (sei­ne unbe­ding­te Beto­nung der vita acti­va) setzt es die Sub­stanz des Sei­en­den in Bewe­gung und ver­nich­tet das alte, in der vita con­tem­pla­ti­va sich aus­drü­cken­de Eigen­recht der Din­ge und des Bestan­des der Welt.

Sobald jedoch das Bür­ger­tum sei­ne bestands­zer­glie­dern­de geschicht­li­che Auf­ga­be erfüllt hat, wird es sei­tens der Lin­ken als Feind mar­kiert und zum schlecht­hin­ni­gen Geg­ner des mensch­heits­ge­schicht­li­chen Fort­schritts erklärt. Eben noch als Mau­er­bre­cher gegen das feu­da­le Pri­vi­leg, das Dog­ma und die Unmo­ral geprie­sen, ist es über Nacht nur noch die besit­zen­de, aus­beu­ten­de und unter­drü­cken­de Klas­se, die das Leben ihrer baren Zah­lung, kal­ten Berech­nung und ego­is­ti­schen Berei­che­rung unterwirft.

Aus dem Citoy­en wird der Bour­geois, der Spie­ßer und Heuch­ler, des­sen ver­lo­ge­ne Moral­be­grif­fe den Lebens­wil­len des Men­schen ersti­cken und sei­ne destruk­ti­ven Ener­gien näh­ren; des­sen enge ästhe­ti­sche For­men­welt zu spren­gen die Dich­ter und Künst­ler auf­ge­ru­fen sind, indem sie die bür­ger­li­che Gesell­schaft scho­ckie­ren und provozieren.

So wen­det sich die Lin­ke einem neu­en revo­lu­tio­nä­ren Sub­jekt in Gestalt des Pro­le­ta­ri­ers zu, dem sie die eman­zi­pa­ti­ons­ge­schicht­li­che Mis­si­on auf­er­legt, auch die Klas­sen­struk­tur auf­zu­lö­sen, die an die Stel­le der stän­di­schen Glie­de­rung getre­ten war. Das Pro­le­ta­ri­at soll jede „Herr­schaft des Men­schen über den Men­schen“, sprich jede Hier­ar­chie und ord­nen­de Struk­tur nivel­lie­ren, bis am Ende nur­mehr der aus allen Bin­dun­gen ent­las­se­ne, bestim­mungs­los abs­trak­te Mensch zurückbleibt.

Seit 1968 aller­dings läuft auch die Zeit des Pro­le­ta­ri­ers ab, des­sen revo­lu­tio­nä­re Ener­gie erlo­schen ist und der sei­nen revo­lu­ti­ons­ge­schicht­li­chen Kre­dit ver­liert, den die Lin­ke ihm ein­ge­räumt hat­te. Eben noch die umwor­be­ne revo­lu­tio­nä­re Klas­se, wird die (wei­ße) Arbei­ter­schicht unver­se­hens zum Gegen­stand des Has­ses und der Ver­ach­tung eines neu-lin­ken, kul­tur­re­vo­lu­tio­nä­ren Milieus.

Wo Marx noch geschwärmt hat­te, in den ver­härm­ten Gesich­tern der Pro­le­ta­ri­er spie­ge­le sich der Adel einer künf­tig befrei­ten Mensch­heit wider, will man nun die „deplo­rables“ in den gen­tri­fi­zier­ten, links wäh­len­den Innen­stadt­be­zir­ken nicht mehr sehen, aus denen man die alte Arbei­ter­klas­se sys­te­ma­tisch ver­treibt. Mit einem­mal ist der Arbei­ter nur noch der unbe­lehr­ba­re Fleisch­esser, pri­mi­ti­ve Sexist und toxi­sche Igno­rant, der sein männ­li­ches, wei­ßes Pri­vi­leg durch­aus nicht auf­ge­ben will; wenn das arbei­ter­li­che Milieu sich poli­tisch zu Wort mel­det, muß es sich als „Pack“ beschimp­fen oder als ras­sis­ti­scher „Boden­satz“ denun­zie­ren lassen.

Wo es im klas­si­schen Mar­xis­mus noch hieß, Erkennt­nis der sozia­len Wirk­lich­keit sei nur vom Stand­punkt des Pro­le­ta­ria­tes mög­lich, wird der Mann aus dem Volk, der in eine Kame­ra spricht, nun in ein­schlä­gi­gen TV-For­ma­ten als unge­bil­de­ter, tum­ber Proll ver­ächt­lich gemacht und einem fei­xen­den, pro­gres­si­ven Publi­kum höh­nisch vorgeführt.

Nach dem Abschied vom Pro­le­ta­ri­at mobi­li­siert die Lin­ke neue revo­lu­tio­nä­re Sub­jek­te, die der kul­tu­rell-repro­duk­ti­ven Sphä­re ent­stam­men. Deren ers­te Angriffs­wel­le ist der klas­si­sche Femi­nis­mus bzw. die Neue Frau­en­be­we­gung, die unmit­tel­bar aus dem Umfeld der anti­au­to­ri­tä­ren Revol­te von 1968 her­vor­geht. Von der Frau als sich poli­ti­sie­ren­des, indi­vi­du­el­le Selbst­ver­wirk­li­chung rekla­mie­ren­des Sub­jekt erwar­tet die Lin­ke, dass sie die Fami­lie dekon­stru­iert, die Repro­duk­ti­on ver­wei­gert und damit den Fort­be­stand des Vol­kes unterminiert.

Eine neue, femi­ni­ne Kul­tur der Fried­fer­tig­keit, Emp­fäng­lich­keit und Emo­tio­na­li­tät (einer ufer­los aus­ge­wei­te­ten, ursprüng­lich fami­li­är-pri­va­ten Moral), die die Lin­ke sich von der poli­ti­schen Sicht­bar­wer­dung der Frau erhofft, soll den Wei­ßen Mann sei­ner vita­len, kul­tur­tra­gen­den vita­len Stär­ke berau­ben. Die neue, sanf­te, weib­lich inspi­rier­te Zivi­li­sa­ti­on, wie sie nament­lich Mar­cu­se bewarb, ersetzt Behaup­tungs­kraft durch Unter­wer­fungs­wil­lig­keit und schafft die geis­ti­gen Vor­aus­set­zun­gen für die Bewill­komm­nung Mil­lio­nen Frem­der, die als Vehi­kel lin­ker Bestands­zer­stö­rung das ver­hass­te Eige­ne verschlingen.

Doch wie im Fal­le des Bür­ger­tums und der Arbei­ter­klas­se kommt schließ­lich der Punkt, wo auch die revo­lu­ti­ons­ge­schicht­li­che Rol­le der Frau aus­ge­spielt ist. Wäh­rend klas­si­sche Femi­nis­tin­nen noch für Frau­en­rech­te kämp­fen, setzt die Lin­ke längst auf Trans­se­xu­el­le und Gen­der­flui­de als neue revo­lu­tio­nä­re Subjekte.

Die kul­tur­mar­xis­ti­sche Lin­ke wei­tet die Sub­stanz­auf­lö­sung von der wirt­schaft­lich-sozia­len auf die repro­duk­ti­ve Sphä­re aus, indem sie das alt­mar­xis­ti­sche Ziel der klas­sen­lo­sen Gesell­schaft zur Per­spek­ti­ve einer geschlechts­lo­sen Gesell­schaft fort­schreibt, sprich: nicht allein die sozia­le Hier­ar­chie ein­eb­net, son­dern auch die ord­nen­de Struk­tur der Geschlecht­er­ord­nung planiert.

Wo die Frau eben noch als Weg­be­rei­te­rin einer neu­en, fried­fer­tig-femi­ni­nen Zivi­li­sa­ti­on geprie­sen wur­de, sehen sich die­je­ni­gen, die an objek­tiv fest­stell­ba­ren weib­li­chen Qua­li­tä­ten fest­hal­ten, nun als ten­den­zi­ell reak­tio­när mar­kiert. Der Urbe­griff der Mut­ter, ja die Bezeich­nung Frau über­haupt wer­den aus dem offi­ziö­sen Sprach­ge­brauch gestri­chen und durch tech­no­sphä­risch-geschlechts­neu­tra­le Bezeich­nun­gen wie „aus­tra­gen­de Per­son“ oder „menstru­ie­ren­de Per­son“ ersetzt. Im Sport und bei Schön­heits­kon­kur­ren­zen lau­fen bio­lo­gi­sche Män­ner als Trans-Per­so­nen den Frau­en den Rang ab.

Nicht von unge­fähr sind es unter puber­tä­ren und prä­pu­ber­tä­ren Jugend­li­chen weit über­wie­gend Mäd­chen, die sich, von lin­ken Gen­der-Ideo­lo­gen ange­stif­tet, im fal­schen Kör­per wäh­nen und durch chir­ur­gi­sche oder hor­mo­nel­le Inter­ven­tio­nen die Weib­lich­keit aus­trei­ben las­sen. Längst haben Trans­se­xu­el­le die Frau als Avant­gar­de des Sub­stanz­ab­baus abge­löst, inso­fern ihr Selbst­ver­fü­gungs­an­spruch die natür­lich vor­ge­fun­de­nen, objek­tiv vor­han­de­nen (bio­lo­gi­schen) Bestän­de auf bis dato prä­ze­denz­los radi­ka­le Wei­se liqui­diert bzw. verflüssigt.

Dem­ge­gen­über ste­hen klas­si­sche Femi­nis­tin­nen, die sich gegen die Trans-Agen­da und die Gabe von Puber­täts­blo­ckern bei jun­gen Mäd­chen aus­spre­chen, oft­mals fas­sungs­los vor der Tat­sa­che, dass sie als die ehe­dem ori­gi­nä­re, kul­tur­re­vo­lu­tio­nä­re Avant­gar­de mit einem­mal zu lin­ken Angriffs­zie­len werden.

Bereits heu­te aller­dings zeich­net sich ab, dass eines Tages auch die Trans­se­xu­el­len bei der uni­ver­sa­len Lin­ken in Ungna­de fal­len wer­den. Schon ist abseh­bar, dass die regres­si­ve Logik der Rück­bil­dung von Sub­stanz zuletzt dahin drängt, nicht nur die Geschlechts­iden­ti­tä­ten, son­dern die leib­see­li­sche Natur des Men­schen über­haupt zu liquidieren.

Der pro­zes­sua­le, kon­ti­nu­ier­lich radi­ka­li­sier­te Rück­bau des Bestan­des muss in letz­ter Kon­se­quenz dazu füh­ren, dass trans­hu­ma­ne Wesen die Rol­le der revo­lu­tio­nä­ren Avant­gar­de über­neh­men: denn der Trans­hu­ma­ne treibt die Abwick­lung des bestands­mä­ßig Vor­ge­fun­de­nen noch eine Win­dung wei­ter als der Trans­gen­der, der am Ende trotz alle­dem einem vor­ge­ge­be­nen, natür­lich-orga­ni­schen Sub­strat ver­haf­tet bleibt, von dem sich erst der Trans­hu­ma­ne kon­se­quent eman­zi­piert. Auch der Trans­se­xu­el­le wird inso­fern eines Tages kei­ne Ansprü­che mehr zu stel­len haben und der Ten­denz nicht wider­ste­hen kön­nen, dass die Lin­ke den Men­schen als Natur­we­sen über­haupt in all sei­nen Erschei­nungs­for­men als Feind markiert.

Was folgt nun aus all dem für die Ein­schät­zung der Alt-Bür­ger­li­chen, Alt-Sozia­lis­ten und Alt-Femi­nis­tin­nen und ihrer poli­ti­schen Rele­vanz, für den Umgang mit pro­mi­nen­ten Per­sön­lich­kei­ten, die die­se Milieus ver­tre­ten, und mit Par­tei­grün­dungs­ver­su­chen, die die­sen Milieus ent­sprin­gen? Han­delt es sich hier um Bünd­nis­part­ner oder doch um Gegenspieler?

Auch wenn die betref­fen­den Strö­mun­gen durch­aus Schnitt­men­gen mit der poli­ti­schen Rech­ten auf­wei­sen, bleibt eines fest­zu­hal­ten: näm­lich dass sie, geschichts­theo­re­tisch betrach­tet, aus­nahms­los Ent­wick­lungs­stu­fen jenes gro­ßen Pro­zes­ses der Des­in­te­gra­ti­on und des Abbaus von Sub­stanz reprä­sen­tie­ren – nur dass sie auf frü­he­ren Stu­fen die­ses Pro­zes­ses ste­hen geblie­ben sind und sich in bestimm­ten Berei­chen wei­gern, an sei­ner wei­ter­ge­hen­den Eska­lie­rung mitzuwirken.

Indem die Lin­ke immer neue Schü­be der Liqui­da­ti­on von Sub­stanz ein­lei­tet, geht sie über Alt-Bür­ger­li­che, Alt-Lin­ke und Alt-Femi­nis­tin­nen hin­weg, die sie gleich­sam aus­sor­tiert und am Weges­rand zurück­lässt, nach­dem sie ihre revo­lu­ti­ons­ge­schicht­li­che Schul­dig­keit getan haben.

Das poli­ti­sche Agie­ren die­ser Grup­pen reflek­tiert den illu­so­ri­schen Wunsch, auf einem ein­mal erreich­ten Stand der Zer­rüt­tung Halt zu machen, um noch radi­ka­le­ren, wei­ter rei­chen­den For­men der Dege­ne­ra­ti­on zu ent­ge­hen. Dem­ge­gen­über ist die Rech­te beru­fen, sich nicht an einem Ges­tern fest­zu­klam­mern, das sei­ner­seits schon von Zer­fall und Zer­rüt­tung gezeich­net ist, son­dern das Über­lie­fer­te zu bewah­ren, indem sie es in neue, lebens­fä­hi­ge For­men gießt. Zwar spricht nur wenig gegen eine tem­po­rä­re, prag­ma­ti­sche, wesen­haf­te Unter­schie­de nicht aus dem Blick ver­lie­ren­de Zusam­men­ar­beit mit ent­spre­chen­den Grup­pie­run­gen und Krei­sen. Doch hat die Rech­te kei­nen Grund, in Ehr­furcht oder Ängst­lich­keit zu ver­fal­len oder demü­tig um ihre Gunst zu buhlen.

Denn wäh­rend die ande­ren essen­zi­ell defen­siv und unin­spi­riert (teil-)konservativ agie­ren, ist sie allein befä­higt, sich dem Sog der Des­in­te­gra­ti­on zu ent­zie­hen, der Logik der Auf­lö­sung den Rücken zu keh­ren und selbst­be­wusst neue Bestän­de, eige­ne Sub­stanz aufzubauen.

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Kommentare (28)

Simplicius Teutsch

7. Dezember 2023 17:16

Ja, und die Linke war nie zimperlich: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit oder Tod!“

RMH

8. Dezember 2023 07:16

Der Beitrag schildert einen Verlauf der Degeneration. Alleine sehe ich keine Evolution bei einer Rechten, die grundsätzlich die Auflösung nur in eine andere Richtung drehen will als die transhumane Neulinke. Das ist auch der Grund, warum sich altlinks gerierende Bewegungen (ob sie wirklich altlinks sind, wäre die Frage), wie BSW, so großen Anklang - einschließlich offen kommunizierter Bewunderung gegenüber der Führerin S.W. - bei ähnlichen Milieus wie den Neurechten haben (es gibt de facto nur homöopathische Dosen echter Altrechter in D. - das, was als Altrechts bezeichnet wird, sind im überwiegenden Teil Nazis, die bereits selber nur eine Spielart des degenerativen Progressivismus sind). Bislang entwirft die Rechte, bei ihrem Versuch "neue Bestände, eigene Substanz aufzubauen", doch eher die Utopie einer großen Volkskaserne, mit Befehlsempfang am Morgen, Arbeit, geordneten Literaturstunden und der am Abend nähenden Mutter. Das hat mit guter, alter Zeit genauso wenig zu tun wie Transhumanismus und eine Übertragung der Persönlichkeit in eine Cloud, denn die Rechte betreibt im Grunde genau das gleiche Geschäft wie die Linke und das ist das Geschäft der Totalität. Der Totalität der Politisierung einer Gesellschaft bis in die letzten Winkel, eben weil sie nicht die Kraft für eine Ordnung hat, die Freiräume, große apolitische Zonen bietet. Denn dafür ist der Zustand des ewigen gesellschaftlichen Kampfes, den die Linke spätestens seit 1789 in die Welt gesetzt hat, zu drückend.

Charles Makumbi

8. Dezember 2023 07:44

Hallo Herr Kießling,
vielen Dank für Ihre Genealogie linker Wegwerfmentalität. Mir kam bei der Lektüre der für mich tröstliche Gedanke, ob das ständige Suchen, Durchkauen und Auspucken immer neuer "misfits" letztlich nicht auch sein Gutes hat. 
Es mögen nach dieser Logik noch eine ganze Reihe weiterer Subjekte mit eingebildetem Erlösungsanspruch verstoffechselt werden. Aber landet man am Ende nicht unweigerlich wieder bei - Gott? Frei nach Werner Heisenberg, schon der erste Schluck aus dem Becher des Befreiungswahns macht süchtig nach Selbsterhöhung, aber auf dem Grunde des Bechers wartet Gott.
Natürlich wäre mit dieser Konfrontation allein noch nichts gewonnen. Aber wirkmächtig für einen (Neu)Anfang war sie oft genug. Kann etwas mehr beitragen ". . .  selbstbewußt . . .  eigene Substanz aufzubauen"?

Herr K aus O

8. Dezember 2023 08:22

Die Aufklärung als zerstörerisch zu beschreiben, ist schon gewagt. Den einen oder anderen Fortschritt hat die schon gebracht - zumindest für mich. Außerdem betrachte ich diesen historizistischen Ansatz skeptisch. Da steckt doch viel Marx drin - eventuell in seiner Verneinung - aber eben doch Marx.
Was die letzten, linken Bewegungen anbetrifft, läßt sich eine eigentümliche Partnerschaft zum Kapital erkennen. Die Grenzöffnung 2015 ist sicher ein Traum für Oneworld-Anhänger, hat aber zu einer Verdoppelung der Mieten geführt. Ist das wirklich Links? Immerhin machen doch eher Vermieter Kasse.
Nein, was die sog. Linke zur Zeit veranstaltet, ist eher ein Zuarbeiten für Kapitalinteressen, sei es die unendlichen Möglichkeiten der deutschen Industrie hier Jobs abzubauen ohne Gegenwehr oder die Aufspaltung der Gesellschaft in Mikrointeressen. 
Diversität bedeutet halt auch: Es gibt keine zwei Pole mehr in der Republik wie früher, vertreten durch CDU und SPD, sondern ein viel besser beherrschbares Durcheinander. Divide et impera. 

Adler und Drache

8. Dezember 2023 08:40

Das ist wirklich hübsch und scharfsinnig konstruiert, allein ergibt sich daraus ein allzu deutlich sichtbares Problem: "Wir" sind Teil dieses Prozesses. Wer kein katholischer Monarchist wie Davila ist, steht auf Seiten der Revolution. Wer politisch ist, steht auf Seiten der Revolution. Aber gut, dann ist es halt so, dann muss eben das Vernünftigste aus den Voraussetzungen gemacht werden. 
Vielleicht nicht ganz ohne Bezug zum Thema: Ein Kommentar zu Geert Wilders Sieg wäre gut. 

MARCEL

8. Dezember 2023 10:24

"neue, lebensfähige Formen"
"neue Bestände"
Andeutende Rhetorik!
Ich bin einmal konkret-frech: Die Rechte wird sukzessive aufgeben: Ethnie und Kultur. Zu Widerstand reicht es nicht, Remigration etc. sind Slogans, zum kollektiven "Eingraben" siedeln wir zu zerstreut.
Bleiben wird: ein Traditionalismus, der keine heimischen Wurzeln mehr findet, außer er pflanzt sich in einen neuen Nährboden, z. B. den Islam
In den nächsten 10-15 Jahren sehe ich manche sich gen Mekka niederwerfen und in arabischer Sprache beten. Und in weiterer Zukunft dann vielleicht blauäugige, relativ hellhäutige Misch-Araber, die hoffentlich mit Stolz auf ihre germanischen Ahnen blicken...
(Man sehe sich die Geschichte des maurischen Spanien an, manche Kalifen waren stolz auf westgotisches Blut in den Adern)

Laurenz

8. Dezember 2023 10:49

@RMH ... da machen Sie aber ein Faß auf. Der Artikel SKs stimmt auch nur in der Schlußfolgerung. Es gibt keine Gute Alte Zeit. Halten wir als Provokation fest, GK hätte vor 110 Jahren kaum die Chance gehabt, Offizier zu werden. Die Französische Revolution ist als zeitliche Marke auch ungeeignet. Wir alle wissen, was die historische Linke auszeichnet, eine Elite, historisch der degenerierte Adel, durch einen informellen Feudalismus unter einem Vorwand von sogenannten Werten mit den eigenen Leuten zu ersetzen. In Frankreich hingegen kam noch eine tribalistische Komponente hinzu. Die gallo-römischen intellektuellen Bürgerlichen wollten den komplett Deutschen Adel Frankreichs eliminieren. In Deutschland hingegen herrschte der Deutsche Adel über Deutsche. Allerdings, nur Bürgerliche waren je patriotisch, der Adel war es nie & das einfache Volk sah keinen Grund dazu. Wieso soll man für die absolutistische Herrschaft in einem Krieg verrecken oder überteuertes Deutsches Getreide ostelbischer Juncker kaufen & an einen Gott glauben, der letztere begnadete? In der gescheiterten deutschen Revolution von 1848/49 liegt unsere größte Tragik. Mit seinem Unwillen zur Reform vernichtete der Adel sich quasi selbst & sorgte für den Erfolg der Linken.

tearjerker

8. Dezember 2023 11:03

Die Linke entstand, weil die Stände das immer zahlreicher nachdrängende Potential nicht mehr unterbringen konnten und Siedlung, Auswanderung und Eroberung für sich genommen nicht mehr ausreichend waren, den Deckel auf dem Topf zu halten. Praktisch hiess das Freizügigkeit um den eigenen Stand verlassen zu können, aber um den Preis des Verlustes von Versorgung und Status, den die Standeszugehörigkeit garantierte. Resultat war die beispielose durch die explodierende Masse angetriebene ökonomische Dynamik, die eine neue Gesellschaftspyramide hervorbrachte. Die linke Gegenbewegung bekämpft diesen Prozess seitdem radikal um das alte System wieder einzusetzen in Form einer durch eine Staatspartei/Parteienkartell kontrollierte Versorgungsdiktatur bei gleichzeitiger Beseitigung der Möglichkeit Status ohne Zustimmung der Herrschaftspartei zu erlangen. Quasi ein Ständesystem mit nur einem Stand. Da die Dynamik inzwischen von Gruppen mit starkem Interesse an garantierter Versorgung ausgeht (Alte, Frauen, Landfremde), sieht es für die Rechte nicht gut aus, selbst wenn die als verkappte Linke deren Konzepte zu verkaufen versucht.

Eo

8. Dezember 2023 11:07

@ Simplicius Teutsch

.
wie wahr.
Beifall für das Fallbeil ...
bzw.: Freiheit, Gleichheit, Kopfab.
.

Artabanus

8. Dezember 2023 11:42

Ich kann den historischen Parallelen des Autors nicht ganz zustimmen. Ging es in früheren Epochen doch im Wesentlichen immer um soziale Konflikte zwischen grob gesagt Arm und Reich, so hat das, was in den letzten 30 Jahren läuft einen anderen Charakter. Die aktuelle Politik zu CO2("Klima"), Massenimmigration, "Pandemie", Transgenderismus, etc. ist nach rationalen Kriterien nur als Wahnsinn zu erkennen. Gleichzeitig wird aber gerade dieser Wahnsinn mit gigantischem Aufwand an Propaganda als vernünftig und alternativlos aggressiv verkündet und massiv finanziert.
Ich sehe dahinter keine natürliche Entwicklung sondern dies bewusst treibende Kräfte. 

Ptolemaios

8. Dezember 2023 12:51

Das ist ein interessantes historisches Narrativ. Prinzipiell kann ich einer solchen Vorstellung zustimmen. Nur in einem Punkt möchte ich widersprechen: Rechts und Links gibt es meines Wissens erst seit der Februar-Revolution 1848 in Paris. Die gesamte Entwicklung, die sie zeichnen, ist davon natürlich nicht im geringsten beeinflußt. Nur würde ich die Aufklärung selber oder die Liberalen dafür verantwortlich machen. Den Anfang würde ich auch nicht erst in der Französischen Revolution, sondern schon in der Englischen Revolution, die weithin unterschätzt ist, sehen.
Das Ziel ist klar: Die Zerstörung aller Gruppen, die Schutz bieten könnten, damit der Einzelne zur hilflosen Verfügungsmasse der Mächtigen wird.  
Wenn sich nun die Feministen der ersten Stunde ausgebootet fühlen, dann sehe ich das genauso. Inhaltlich haben wir viele Gemeinsamkeiten mit den benutzten und dann fallengelassenen Gruppierungen. Prinzipiell könnte man sich mit ihnen verbünden. Nur wenn eine Wagenknecht von vorneherein ausschließt, mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann ist sie für mich unwählbar. Das erste Ziel muß es sein, das Establishment zu entmachten. Wer sich hier entzieht, gehört schon zum Feind.  Meine Vermutung ist, das Establishment hat Wagenknecht erlaubt, eine Partei zu gründen, weil sie damit die Opposition spaltet. Wir brauchen aber alle, um eine Bresche zu schlagen.

RMH

8. Dezember 2023 13:03

@Adler und Drache,
Sie bringen das, was ich zum Ausdruck bringen wollte, kürzer und auf den Punkt. Danke. Es ist so. Eine Rechte, die sich u.a. auf Gramsci beruft bzw. dessen vorpolitisches Spiel spielt, ist eigentlich keine Rechte mehr, da sie einen vom Gegner bereiteten Kampfraum betritt, statt einen eigenen aufzumachen.
 

ede

8. Dezember 2023 15:09

Ja, liest sich recht flüssig und einleuchtend. 
Vielleicht aber nur, weil es an den Staatsbürgerkundeunterricht der DDR erinnert. Da lief die Geschichte zwangsläufig auf etwas hinaus, nämlich die lichte Zukunft des Kommunismus, des "jeder nach seinen Bedürfnissen". 
Vorher gab's nur schnöden Sozialismus. Der stagnierte freilich und wäre auch gescheitert wenn es keine Vergleichsmöglichkeit mit dem Westen gegeben hätte. 
Diese ganze Geschichtserklärung im Nachhinein ist eine Scheinerklärung. Das gilt für die Türken vor Wien genauso wie 1789 Paris oder 1942 Stalingrad. 
Die heutige Rechte ist im guten Sinne progressiv, nämlich (hoffentlich) überlebensfähig.
Nur das ist der Maßstab.
Ein Theoriegebäude nebst Zwangsläufigkeitsnachweis (bis wohin zurück eigentlich?) wäre hübsch und entbehrlich zugleich. Packen wirs einfach an. 

Valjean72

8. Dezember 2023 15:26

@Artabanus:
«Ging es in früheren Epochen doch im Wesentlichen immer um soziale Konflikte zwischen grob gesagt Arm und Reich»
---
Darum ging es nur vordergründig. Mit vermeintlichen hehren Idealen wurden & werden die Menschen nur geködert.
 
Anders gelagert aber gleichwohl in gewisser Weise vergleichbar: den US-Amerikanischen Entscheidungsträgern ging es bei den Bombardierungen Belgrads (1999) oder Bagdads (2003) nicht um freedom & democray. Mit solch süsslichen Worten wurden und werden lediglich knallharte Ziele camoufliert.
 
Für die Jakobiner waren es die Citoyens, für die Marxisten die Proletarier aller Länder, das ausgemachte Subjekt der kommenden Weltrevolution. Später eben die Frauen, schliesslich ethnische Minderheiten, heute nun geschlechtliche Minderheiten, bald schon technologisch optimierte Menschen …
 
Die linke Progressionsmaschine kennt kein innehalten, sie «will» letztlich alles zermalmen, was ein Volk zusammenhält. Ein entscheidender Schritt hierzu war 1789.
 
Mein Dank an den Gastautoren für diesen Artikel.

anatol broder

8. Dezember 2023 17:29

simon kießling spricht über die alten gegner, doch er nennt keine fristen. sehen wir uns einen frischen fall an. philip zeschmann war über dreissig jahre lang aktives mitglied der spd. als er kürzlich zur afd wechselte, wurde er von christoph berndt als held gefeiert, was ihn eindeutig zum partner der afd macht. wie lange muss man mitglied der spd gewesen sein, um als gegenspieler der afd eingestuft zu werden?

anatol broder

8. Dezember 2023 17:34

@ artabanus 11:42
nein, auch vor mehr als dreissig jahren waren die kommunisten auf zerstörung aus.

Fonce

8. Dezember 2023 20:31

Eigentlich ist es seltsam, dass es keine Familien-Graswurzelbewegung und ein Forschungsinstitut dazu gibt, die dazu aufrufen herauszufinden, was in Familien falsch gemacht wird, dass Familienmitglieder sexuell derart auf die schiefe Bahn geraten können. Neben Homo, Trans, usw. könnte auch noch gleich Pädophilie und Sodomie, sowie interrassische Sexualität und Exhibitionismus parallel untersucht werden, ob es aufschlussreiche Zusammenhänge gibt. 
Dem IfS sollte ein solches Familien-Forschungsinstitut angegliedert sein! 

Dietrichs Bern

8. Dezember 2023 20:38

@RHM & Laurenz : Sie sehen mich stehend Beifall klatschen.

Gracchus

8. Dezember 2023 20:55

Die Linke - also Agenten des Mephisto: "denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht". Wird da nicht das destruktive Potential der Rechten unterschätzt? 
"Ur-Stände Klerus und Adel" - warum nicht zurück zur Theokratie, wie sie Martin Buber anhand der Richterzeit herausgearbeitet hat. Das Königtum bedeutet schon Abfall, beruht auf einer Konzession.
Man könnte auch - wie Valentin Tomberg - eine Rechtsdegeneration annehmen - vom göttlichen Recht zum Naturrecht und von da zum rein positiven Recht. Im positiven Recht kann alles Beliebige Recht werden, auch dass Frauen Männer genannt werden müssen.
 

Le Chasseur

8. Dezember 2023 22:03

@Ptolemaios"Nur wenn eine Wagenknecht von vorneherein ausschließt, mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann ist sie für mich unwählbar. Das erste Ziel muß es sein, das Establishment zu entmachten. Wer sich hier entzieht, gehört schon zum Feind."
Sie können sich doch ausmalen, was passieren würde, wenn Wagenknecht eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht ausschließen würde. Und wenn Sie dann die Wagenknecht-Partei wählen, hat dafür die AfD einen Wähler weniger. Für die Sache ist damit also nichts gewonnen.
Entscheidend ist, wie sich die Situation nach der Wahl darstellt. Hat eigentlich die AfD schon ihre Bereitschaft erklärt, mit der Wagenknecht-Partei zusammenzuarbeiten?
"Meine Vermutung ist, das Establishment hat Wagenknecht erlaubt, eine Partei zu gründen, weil sie damit die Opposition spaltet."
Möglich. Es gibt auch Leute, die die AfD für kontrollierte Opposition halten.

Laurenz

9. Dezember 2023 02:08

@Gracchus ... "Die Linke - also Agenten des Mephisto" ... eben nicht. Sie bestätigen das Narrativ der einstigen Konservativen (Die gescheiterten Fausteaner). Ich sage Ihnen, der wahre Rechte ist Mephisto. Denn nur Mephisto ist in der Lage, das Gretchen zu erschaffen, mit all dem, was das Gretchen ausmacht.

Jan

9. Dezember 2023 10:50

@RMH
"Eine Rechte, die sich u.a. auf Gramsci beruft bzw. dessen vorpolitisches Spiel spielt, ist eigentlich keine Rechte mehr, da sie einen vom Gegner bereiteten Kampfraum betritt, statt einen eigenen aufzumachen."
 
Das sehe ich ganz pragmatisch. Das Nützliche mitnehmen, das Schädliche weglassen. Alles, was der eigenen Sache zur Durchsetzung zuträglich ist, ist gut. 

anatol broder

9. Dezember 2023 12:19

@ jan 10:50
die linke sieht die unterwanderung von fremden projekten auch ganz pragmatisch.

Laurenz

9. Dezember 2023 14:53

@Anatol Broder ... Wie lange muss man Mitglied der SPD gewesen sein, um als Gegenspieler der AfD eingestuft zu werden? ... Alexander Gauland war über 40 Jahre CDU-Mitglied. Er ist jetzt Ehrenvorsitzender der AfD. Er hat als einziger der 5 Gründer durchgezogen, weil Er Sich immer an das Machbare hielt. Er war als Alter Weißer Mann staatsmännisch so integer, daß Er nie von irgendeiner Parteiströmung in Zweifel gezogen wurde. Wie lange muß man also Mitglied der Union gewesen sein, um als Gegenspieler der AfD eingestuft zu werden?
@Anatol Broder @Artabanus ... Nein, auch vor mehr als 30 Jahren waren die Kommunisten auf Zerstörung aus. ... Falsch, die Kommunisten waren schon immer auf Zerstörung aus.
@Artabanus ... Sie erkennen an der historisch unüblichen Verurteilung der NS-Führung in Nürnberg, wer bei den Alliierten das Sagen hatte & hat. Das war seit dem Russischen Bürgerkrieg erstmals deutlich abzusehen.

Gracchus

9. Dezember 2023 18:34

@L. Weder ist Faust konservativ noch hat Mephisto Gretchen erschaffen.

Freier

9. Dezember 2023 19:38

Danke für diesen (meiner Meinung nach) sauberen Theorie-Artikel.
Gerade die absichtsvolle Zerstörung des Guten und Höheren als Kernaspekt der Linken wird oft nicht beachtet oder erkannt ('Gutmenschen'), und auch ich habe lange dafür gebraucht.

FraAimerich

10. Dezember 2023 17:55

@Marcel
Inshallah. - Schon die "Perser" profitierten einst von der skytho-germanischen Blutsauffrischung. Ahmadineschad und gewisse iranische Überlieferungsträger wußten und wissen darum. Vielleicht erlangen wir auf entsprechenden Umwegen etwas vom Verlorenen und "Weggezüchteten" zurück und werden mit muslimischer Bruderhilfe wieder zu einem Faktor, mit dem einst noch einmal zu rechnen sein wird... oder tragen zumindest dazu bei, daß mit den "Misch-Arabern" ein solcher Faktor neu entsteht.

Laurenz

10. Dezember 2023 21:34

@Gracchus @L. ... Weder ist Faust konservativ noch hat Mephisto Gretchen erschaffen. ... Es ist keine Schande, Goethe nicht zu verstehen. Machen Sie Sich nichts draus.

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