Größte Bewunderung hegte Heidegger für Franz Beckenbauer

Meßkirch! Noch bewahre ich ein kleines Photo, das Heidegger mir zu Weihnachten 1952 schickte:

Es zeigt eine Stel­le nord­west­lich des Schlos­ses, wo ich mich als Bub viel her­um­ge­trie­ben habe.

War es am Ende der impro­vi­sier­te Fuß­ball­platz der Meß­kir­cher Jugend, für die der klei­ne Mar­tin damals den Links­au­ßen spiel­te? Er hat auch spä­ter die­se sport­li­che Rol­le nie­mals ver­leug­net, obwohl man im all­ge­mei­nen nur wuß­te, daß er ein guter Ski­läu­fer und Schwim­mer war.

So war ich eines Tages, Anfang der sech­zi­ger Jah­re, eini­ger­ma­ßen über­rascht, als er mich frag­te: ob mei­ne Frei­bur­ger Haus­leu­te ein Fern­seh­ge­rät hät­ten und ob sie ihn beja­hen­den­falls als Zuschau­er bei einem gro­ßen Pokal­spiel akzep­tie­ren wür­den? Mein Haus­wirt, nicht min­der über­rascht, stimm­te ger­ne zu.

Als Heid­eg­ger an dem bewuß­ten Nach­mit­tag kam, füg­te er sich unge­niert in den klei­nen, fuß­ball­kun­di­gen Fami­li­en­kreis. Nach­dem ich ihn mit einer Tas­se Tee ver­sorgt hat­te, sah er mich pfif­fig-lächelnd an und sagte:

So, Pet­zet, nun gehen Sie nach oben in Ihre Woh­nung und arbei­ten von Fuß­ball ver­ste­hen Sie ja doch nichts!

Sprach’s und wand­te sich dem Spiel HSV-Bar­ce­lo­na in Brüs­sel zu – wobei er (wie mir dann erzählt wur­de) ein­mal so hef­tig mit­ge­spielt und mit dem lin­ken Fuß zuge­sto­ßen habe, daß sich der Rest aus der Tee­tas­se über sei­ne Knie ergoß. Er ist noch mehr­fach aus ähn­li­chen Anläs­sen in die Schwarz­wald­stra­ße gekommen.

Jah­re nach Heid­eg­gers Tod hat eine ande­re Bege­ben­heit mir, dem Fuß­ball­frem­den, ein Licht auf­ge­steckt für die Anteil­nah­me, die der ehe­ma­li­ge Meß­kir­cher Links­au­ßen immer noch für den alten Sport bewahrte.

Der Inten­dant des Frei­bur­ger Thea­ters, Hans-Rein­hard Mül­ler, erzähl­te mir, er habe ein­mal im Zuge zwi­schen Karls­ru­he und Frei­burg den von einer Hei­del­ber­ger Aka­de­mie­sit­zung heim­keh­ren­den Heid­eg­ger getrof­fen und sich die­sem vor­ge­stellt. In der Hoff­nung auf ein inter­es­san­tes Gespräch über Lite­ra­tur und Büh­ne habe er des­sen Auf­merk­sam­keit auf die eige­ne Frei­bur­ger Tätig­keit zu brin­gen ver­sucht – doch sei ihm das nicht gelun­gen. (Er konn­te nicht wis­sen, daß Heid­eg­ger kei­ner­lei Ver­hält­nis zum Thea­ter hatte.)

Die­ser habe ihn viel­mehr gefragt, ob er gele­gent­lich mit dem Fern­se­hen zu tun habe und die­se Fra­ge dahin erläu­tert: daß ihn an der frag­wür­di­gen Ein­rich­tung der moder­nen Tele­vi­si­on eigent­lich nur eines inter­es­sie­re: die Über­tra­gun­gen von Fuß­ball­spie­len, und zwar der Pokal­spie­le, wobei er beson­ders die Eng­län­der hervorhob.

Größ­te Bewun­de­rung hege er für Franz Becken­bau­er. In einer begeis­ter­ten Schil­de­rung von des­sen Spiel­wei­se hob er her­vor, wie sehr ihn des­sen Tak­tik und Ball­be­hand­lung fas­zi­nier­ten und ver­such­te sei­nem nicht wenig erstaun­ten Zuhō­rer die Fines­sen sol­ches Spiels gera­de­zu augen­fäl­lig zu machen.

Nicht min­der bewun­de­re er Becken­bau­ers Geschick­lich­keit, den so häu­fig dro­hen­den Zusam­men­stö­ßen mit geg­ne­ri­schen Spie­lern aus­zu­wei­chen, was Heid­eg­ger schließ­lich dazu ver­an­laß­te, bei die­sem wie er sich aus­drück­te „genia­len” Fuß­ball­spie­ler gera­de­zu von „Unver­wund­bar­keit” zu sprechen.

So ging es bis Frei­burg, wo bei­de aus­stie­gen. Nie hät­te der Thea­ter­mann ver­mu­tet, mit dem Phi­lo­so­phen ein sol­ches Gespräch zu füh­ren, das ihr ein­zi­ges geblie­ben ist. Heid­eg­ger hat mir wohl­weis­lich nie etwas davon erzählt, auch als ich ihm spä­ter gele­gent­lich von dem frucht­ba­ren Wir­ken des Inten­dan­ten in Frei­burg und Mün­chen berich­te­te. Denn schließ­lich ver­stand ich ja nichts vom Fußball.

– – –

(aus: Hein­rich Wie­gand Pet­zet: Auf einen Stern zuge­hen. Begeg­nun­gen und Gesprä­che mit Mar­tin Heid­eg­ger 1929–1976, Frank­furt am Main 1983, S. 219f.)

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Kommentare (17)

Kurativ

10. Januar 2024 01:53

Franz Beckenbauer hat es in die Sezessions-Online-Ausgabe geschafft
Herzlichen Glückwunsch zur Niveauverschiebung!

Laurenz

10. Januar 2024 08:15

Das, was Franz Beckenbauer am Beispiel Martin Heideggers zeigt, ist eigentlich etwas Verbotenes im sogenannten Christlichen Abendland. Es beweist die Existenz von Magie, so ganz ohne die Attribute von gut oder schlecht & ohne Gott. Franz Beckenbauer war ein großer Magier, in einer Reihe mit vielen großen Sportlern, Künstlern, Musikern oder Politikern. Wie Carlos Castaneda sagen würde, Fußball erzeugt immer im wichtigsten Augenblick des Lebens, im hier & jetzt, die Magie, die Emotionen freisetzt, die sonst nur in extremen Lebenssituationen auftreten, um diese bewältigen zu können. Die Magie ist im Sport auch nicht anders als in der Musik. Umso authentischer umso stärker. Wie der Artikel an Heinrich Wiegand Petzet oder Hans-Reinhard Müller zeigt, kann man sich der Magie auch entziehen. Jeder Mensch hat eigene Sensibilitäten für Leidenschaft, die unerläßliche Energie-Quelle der Magie. Wenn Sich der Spruch des Koppel-Schlosses "Gott mit uns" bei Ernst Jünger bewahrheitet hatte, ist das nur die legale Erklärung für das, was Dank der Magie, Übermenschliches aus dem Menschen werden kann. Und der Artikel relativiert natürlich aus der Sicht Heideggers dessen eigenes Werk. In einer Zeit, wo Denkmale abgerissen werden, wäre es durchaus angemessen, wenn der FC Bayern, dem politisch selten korrekten Franz Beckenbauer ein würdiges Denkmal setzt.

MARCEL

10. Januar 2024 08:59

Anhand solcher Gestalten wird klar, dass die BRD stirbt (eigentlich: gestorben ist). Übrig geblieben ist die Bühne, auf der schon kein Deutsch mehr gesprochen wird und ein paar Requisiten...
Jemand, wie Beckenbauer wäre vermutlich heute nicht mehr hochgekommen, sagt ein Nicht-Fußballfan

Dr Stoermer

10. Januar 2024 10:39

Möge der Kaiser in Frieden ruhen. In ihm spiegelte sich die Sehnsucht nach eleganter Souveränität, die aus Kampf spielerische, aber siegreiche Kunst macht. 
Dass Fußball große Geister wie Heidegger ansprach verwundert nicht, da in ihm mehr liegt, als Proletengebolze.  Das Spiel ist zivilisierte Modellierung des Krieges, der selbst auch nicht nur in Hauen und Stechen besteht, sondern in lernbasierter Vorbereitung und Steuerung relevanter Ressourcen. Moderne Trainings- und Taktiklehre sind eigene Wissenschaftszweige. Selbst die vulgärkapitalistischen Auswüchse des Transfermarktes sind Entsprechung der globalen Machtkonzentration. Problematisch wird oft die mit dem Fan-Kult einhergehende Ersatzidentität gesehen, die von eigentlichen Loyalitätszusammenhängen ablenkt und entfernt. Diese Rechnung, sollte sie angestellt worden sein, wird nicht aufgehen, denn "die Liebe zum Verein" ist immer auch Parkplatz der romantischen Verbundenheit mit der Heimat, und nach Abpfiff streben doch alle wieder in ihr Zuhause, das nicht irgendwo ist.
Dem von Heidegger mit einer Tasse Tee verfolgten Entscheidungsspiel (es gab damals noch keine Elfmeterschießen, daher ein drittes Spiel auf neutralem Platz) ging übrigens dies hier unmittelbar voraus. Man kann sich Heidegger in einer ähnlichen Umgebung damals vorstellen, und der Franz schaute bestimmt ebenfalls irgendwo in Giesing zu.

Suedburgunder

10. Januar 2024 11:16

Danke für den erfrischenden, nicht gerade SiN-gemäßen Beitrag (angemessen ist er allemal!). Er bestätigt übrigens den von Generationen von Fußballern kolportierten Satz, wonach Torhüter und Linksaußen "einen an der Klatsche" hätten. Im Falle des großen Meßkirchers natürlich im positiven Sinne zu deuten.
Abschließend noch ein Zitat vom Kaiser: "Ich mache ja nur deshalb seit 33 Jahren Fußball, weil ich nichts anderes kann. Wenn ich zum Beispiel einen Schopenhauer lese - ich verstehe ihn nicht."
Bevor jetzt die ersten Meckerer auf den Plan treten: Der Autor dieser Wortmeldung hat selbst über 30 Jahre auf bescheidenem Niveau Fußball gespielt. Als Linksaußen.

Laurenz

10. Januar 2024 13:26

@Südburgunder ... echte Linksaußen sind selten. Auch politisch.

Sandstein

10. Januar 2024 13:40

@Kurativ
Seh ich ähnlich. Möge er in Frieden ruhen, aber wieso er hier thematisiert wird erschließt sich mir nicht. Er war jedenfalls kein großer Deutscher in dem Sinn, dass er sich um die deutsche Sache irgendwie bemüht hätte. Fußball hin oder her.
@Laurenz 
..der Kaiser wollte nie ein Denkmal. Zitat: "ich brauche kein Denkmal, unten pinkeln die Hunde dran und oben scheißen die Vögel drauf." Humor und treffende Sprüche konnte er!

Hax Morkheimer

10. Januar 2024 15:14

@Sandstein
Warum nicht - er war selbstverständlich ein "großer Deutscher": Indem er herausragend Fußball spielte und diszipliniert agierte, nicht zuletzt für die deutsche Nationalmannschaft, hat er sich hinreichend um "die deutsche Sache" bemüht. Es muß nicht jeder eine "rechte" Gesinnung vor sich hertragen - diejenigen, die dies tun, sind allzu oft Maulhelden, die realiter nichts für ihr Land leisten. Monty Python haben ihn auch richtig eingereiht - neben Heidegger & Co:
https://www.youtube.com/watch?v=LfduUFF_i1A

Laurenz

10. Januar 2024 15:35

@Sandstein & Kurativ ... Sie überschätzen Beide den Kopf & unterschätzen den Körper. Autoritäre Regimes wußten sehr genau, wie wichtig der populäre Sport für das apolitische Volks ist, egal ob Wagenrennen oder heute Fußball. Das ist heute wieder so, wenn man sieht, wie die SPD den DFB & seine Sportler mißbraucht. Nur, die heutige Agenda entzieht dem Sport jegliche identitäre Triebkraft, so bleiben Erfolge aus. Warum sollte die SiN sich nicht mit diesen gesellschaftlichen Zusammenhängen beschäftigen, vor allem, wenn sie damit einen der angesehensten Deutschen Philosophen vermenschlicht?
@Sandstein @L. ... Ja, richtig ist, Franz Beckenbauer nahm Sich Selbst nicht zu ernst. Das hatte Er auch nicht nötig. Jetzt sonnen Sich viele wieder in Seinem Glanz & Gloria. Wir dürfen aber hier davon ausgehen, daß Sich Franz Beckenbauer keine weiteren Gedanken um den Sinn von Denkmälern gemacht hatte. Die Deutsche Sprache ist manchmal so genial einfach. Hier bieten sich 2 Optionen an. Der Imperativ, Denk' mal oder einen Ort, an dem erinnert wird. Das hat auch nicht Franz Beckenbauer zu entscheiden. Die Amis sind da viel pragmatischer & die Dallas Mavericks errichteten Dirk Nowitzki bereits zu Lebzeiten ein Denkmal. https://youtu.be/CB2Hu7tH9ig

Sandstein

10. Januar 2024 16:24

@ Max Horkheimer
Sie haben mich missverstanden. Sicher hat Franz Beckenbauer als Fußballspieler, Trainer und Funktionär vieles für den Sport getan und sicher auch für eine gewisse Reputation Deutschlands in der Welt gesorgt. Doch was können wir damit heute anfangen? Sommermärchen war schön und gut, aber hilft das in der aktuellen Lage? Nein.
Und ich wüsste nicht, dass er in den letzten Jahren seine herausragende Stellung genutzt hätte, um sich für Deutschland, unsere Sprache, die "länger hier Lebenden" oder deutsche Kultur besonders zu positionieren. Und nein, nicht jeder muss seine Gesinnung vor sich hertragen. Das war aber auch nicht mein Kritikpunkt.

Nemo Obligatur

10. Januar 2024 16:32

Beckenbauer haben alle bewundert. Viel interessanter wäre ein Artikel gewesen über den jungen Franz Beckenbauer als glühenden Heidegger-Verehrer :-)

Simplicius Teutsch

10. Januar 2024 21:31

@ Hax Morkheimer
Klasse! - Vielen Dank für den Monty Python-Final-Tipp. „Beckenbauer obviously a bit of a surprise here.
 
Einfach nur wohltuend dieser „exciting contest“, auch wenn Deutschland in der letzten Sekunde gegen Griechenland verliert. Denn leider, - gegen den Kopfball von Sokrates: „Leibnitz doesn’t have a chance.“
Habe das kurze Video gleich dreimal angeschaut: „There is certainly no lack of excitement here.“ Mein Dank an Monty Python für die Referenz an den Kaiser.
Mit Untertiteln: https://www.youtube.com/watch?v=i21OJ8SkBMQ

RMH

11. Januar 2024 11:16

An der Demontage des "Kaisers" und der Lichtgestalt lassen sich auch sehr gut linke, mediale Dekonstruktionstechniken studieren. So viele schwarz-rot-goldene Fahnen auf einmal in Deutschland wie anno 2006 kann man als linker Antideutscher in den Medien nicht ungestraft durchgehen lassen und so zersört man eben und denunziert.
Danke an SiN, dieses Bonmot aus Anlass des Ablebens von F. B. gebracht zu haben.

Laurenz

11. Januar 2024 15:00

@Sandstein @Max Horkheimer ...aber hilft das in der aktuellen Lage? Nein. ...
Doch, es hilft gewaltig. Ihr Denken geht dieses Mal in die falsche Richtung. Auch wenn der Tod Beckenbauers etwas von der Protestberichterstattung ablenkt, zum kurzen Glück der Ampel-Despoten, so wird darüber weltweit in hunderten Agenturen & Sendungen berichtet. Der Sport ist Teil der Kultur, weltweit. Die Karriere Beckenbauers, aus dem Arbeiter-Milieu stammend, fand in einer Zeit großer Freiheiten statt. Lockere Sprüche, wie in Katar keine Sklaven-Arbeiter gesehen zu haben, sind für Woke undenkbar. Beckenbauer, kein Engel, lebte Freiheit. Von daher ist Er sehr wohl ein Holz-Splitter im Arsch der woken Anti-Kultur. Unsere Hofberichterstattung, die sich veranlaßt sah, Beckenbauer wegen Korrruptionsvorwürfen zur Heimholung der WM in 2006 mit einem schwarz-rot-goldenen Fahnenmeer durch den Kakao ziehen zu müssen, hat sich damit keinen Gefallen getan. Selbst der Relotius ist ohne interessengeleiteter Zuwendungen nicht mehr überlebensfähig.

Sandstein

11. Januar 2024 18:55

Ich mag Monty Python (Judäische Volksfront..) und respektiere die Meinungen älterer Kommentatoren hier. Man spürt es allenthalben; der Kaiser ist für gewisse Generationen eine Lichtgestalt. Haken dran von mir aus. Aber Laurenz Sie laufen hier in ein Messer, die Realität hat Sie längst überholt. Zur Gedenkminute (!) in Saudi Arabien gabs gellende Pfiffe für den Kaiser und Toni Kross (der sich kritisch zu Saudi-Praktiken geäußert hatte) bei jedem Ballkontakt. Und das ist genau was ich meine, die Zeit läuft und wir haben es mit einem Klientel zu tun, die mit dem Wunder von Bern oder anderen Ereignissen einfach mal null Komma null anfangen können (wieso auch?). Da kann man auch gleich im luftleeren Raum diskutieren, die Realitäten sind jedenfalls andere. Also nochmal: Ruhe in Frieden, aber er war eben kein Martell. Punkt.

Laurenz

11. Januar 2024 23:07

@Sandstein ... Monty Python mögen nur jene nicht, welche die Wahrheit, die in der Komödie steckt, nicht ertragen können. Ich bin übrigens kein Beckenbauer-Anhänger, mir war Jürgen Grabowski wesentlich näher. Aber trotzdem kann ich Lebensleistungen erkennen. Ein Karl-Martell-Denkmal würde heute eher gestürzt, als eines von Fritz Walter. Erfolgreiche Sportler vermitteln meist Positives. Viel schlimmer ist das hier... https://youtu.be/bPUXaTIhjsc Nochmal, Sie, Sandstein, irgnorieren das weltweite Medien-Echo zum Tod Beckenbauers. Er wird als historische Persönlichkeit angesehen. Würde Scholz beim Dauerlauf tot umfallen, wäre das Echo nicht mal halb so laut.

Suedburgunder

12. Januar 2024 10:03

@ Laurenz
"...das weltweite Medienecho zum Tod Beckenbauers"
Das ist wirklich nicht zu übersehen. L'Équipe widmete Beckenbauer in ihrer Dienstagausgabe sage und schreibe 10 (!) Seiten. Und dies, obwohl Fußball-Frankreich doch allen Grund zu haben glaubt, den Deutschen nicht gerade wohlgesinnt zu sein (unverdiente Niederlage der Verts im Glasgower Finale gegen Bayern sowie der Schumacher-Battiston-Vorfall: kollektive Traumata, die bis heute nachwirken). Freunde und Bekannte kondolierten mir beinahe zum Ableben des Kaisers. Das nenne ich Grandezza.