Der Mordanschlag auf Stürzenberger und der Tod des Rouven L.

Nur wenige Stunden nach dem Mordanschlag auf Michael Stürzenberger in Mannheim kursierte im rechten Netz ein "Mem", das ein Szenenbild aus dem ersten veröffentlichten Video der Tat zeigte.

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Der 29jährige Poli­zist Rou­ven L., der nun sei­nen Ver­let­zun­gen erle­gen ist, kniet dar­in auf einem Mann in einer blau­en Jacke, den vie­le zunächst für eine Art “Secu­ri­ty” der Pax-Euro­pa-Ver­an­stal­tung hiel­ten (er war offen­bar nur irgend­ein Hel­fer; Stür­zen­ber­ger kann­te ihn per­sön­lich nicht). Hin­ter ihm steht der Atten­tä­ter, ein angeb­lich 25jähriger Afgha­ne namens Sulai­man A., und sticht dem Poli­zis­ten mit dem Mes­ser in den Hals.

Auf der Video­auf­nah­me, die zu die­sem Zeit­punkt die Run­de mach­te, sah es so aus, als hät­te sich der Poli­zist absur­der­wei­se auf einen Hel­fer gestürzt, der sich wie­der­um auf den Atten­tä­ter gestürzt hat­te, wel­cher sei­ner­seits auf Stür­zen­ber­ger ein­stach. Die­se Fehl­ein­schät­zung führ­te schein­bar dazu, daß der Poli­zist unab­sicht­lich dem Täter half, wor­auf die­ser dem Poli­zis­ten buch­stäb­lich “in den Rücken fiel”.

Das besag­te Mem mach­te dar­aus eine Art Alle­go­rie, indem es die Betei­lig­ten mit Beschrif­tun­gen ver­sah: der Poli­zist wur­de zum “Staat”, der Mann in der blau­en Jacke zum “Volk”, der Täter ver­kör­per­te die “Migra­ti­on”.

Die Sug­ges­tiv­kraft die­ses Bil­des, der auch ich zunächst erlag, war schla­gend, denn sie stimmt mit einer Erfah­rung über­ein, die seit Jah­ren etli­che Kom­men­ta­to­ren und Akti­vis­ten unse­res Spek­trums haben: Daß näm­lich der Staat wesent­lich ener­gi­scher Ein­wan­de­rungs­kri­ti­ker bekämpft als die nega­ti­ven Fol­gen die­ser Ein­wan­de­rung, die ja schließ­lich Ursa­che der Ein­wan­de­rungs­kri­tik sind, wie etwa Aus­län­der­kri­mi­na­li­tät und Islamismus.

Die­ser Umstand zeig­te sich in der Hys­te­rie um die tan­zen­de und sin­gen­de Syl­ter Par­ty­hor­de und ihren krea­tiv betex­te­ten Ohr­wurm­schla­ger. Das Estab­lish­ment reagier­te dar­auf mit weit­aus grö­ße­rer Empö­rung als auf Mor­de, Gewalt­ta­ten und Grup­pen­ver­ge­wal­ti­gun­gen durch “Aus­län­der”.

In Wahr­heit empört es sich über­haupt nicht über die­se Din­ge, abge­se­hen von gele­gent­li­chen, geheu­chel­ten Betrof­fen­heits­phra­sen; sie schei­nen es völ­lig kalt zu las­sen. In Hit­ze­wal­lun­gen gerät es nur dann, wenn jemand “Alles für Deutsch­land” sagt oder Fak­ten über die Kri­mi­na­li­tät bestimm­ter eth­ni­scher Grup­pen veröffentlicht.

Als bekannt wur­de, daß der Poli­zist um sein Leben ringt, lösch­ten eini­ge ihre Pos­tings aus Pietätsgründen.

Den scho­ckie­rends­ten Ein­druck mach­te auf dem ers­ten Video der Anblick der fre­ne­ti­schen Wut des Angrei­fers. Er mein­te es ernst. Er woll­te ohne jeg­li­chen Zwei­fel Micha­el Stür­zen­ber­ger töten. Als ihm das nicht gelang, töte­te er den nächst­bes­ten, der ihm vor die Nase kam, eben jenen Poli­zis­ten, der gera­de dabei war, einen Drit­ten zu Boden zu drü­cken, der schein­bar ver­sucht hat­te, den Atten­tä­ter zu stoppen.

Was für eine wahn­sin­ni­ge Sze­ne! Was für ein Sinn­bild für das Vor­ge­hen die­ses Staates!

Es soll­te sich her­aus­stel­len, daß der Ablauf in Wahr­heit viel kom­pli­zier­ter war. Es soll­te uns eine Leh­re sein, mit “Memen” und Urtei­len zu war­ten, bis die in Fra­ge kom­men­de Situa­ti­on geklärt ist.

Einen Tag spä­ter tauch­te ein wei­te­res Video auf, das die Sze­ne aus einem ande­ren Blick­win­kel zeig­te. Es war aller­dings nur schwer und in Zeit­lu­pe zu ent­zif­fern. Das gesam­te töd­li­che Dra­ma spiel­te sich inner­halb von etwa 25 Sekun­den ab. Ent­schei­dun­gen, getrof­fen in Bruch­tei­len von Sekun­den, mit­ten im Kampf­ge­tüm­mel, rich­te­ten über Leben und Tod.

Ich ver­su­che, zu beschrei­ben, was ich auf die­sem zwei­ten Video sah (Kor­rek­tu­ren und Anmer­kun­gen bit­te in die Kom­men­tar­spal­ten; aus Grün­den der Über­sicht­lich­keit sind die meis­ten Screen­shots, die ich ein­ge­fügt habe, aus dem ers­ten Video).

Zwei Män­ner (einer in einer hell­grau­en Hose, einer mit einer Kapu­zen­ja­cke und “Coro­na­mas­ke”) eil­ten zu Hil­fe, um den Angrei­fer, der am Boden mit Stür­zen­ber­ger rang und auf ihn ein­stach, weg­zu­zie­hen. Der Mann mit der hell­grau­en Hose klam­mer­te den Kopf des Afgha­nen mit bei­den Bei­nen fest und fixier­te sei­ne Arme, der ande­re bück­te sich nach unten, und ver­such­te dabei zu hel­fen, wäh­rend Stür­zen­ber­ger Fuß­trit­te austeilte.

Als der Mann in der blau­en Jacke hin­zu­kam, dach­te er offen­bar, der Hel­fer am Boden mit der hell­grau­en Hose sei der Angrei­fer oder einer der Angrei­fer (nie­mand wuß­te zu die­sem Zeit­punkt, wie vie­le es waren), und begann, auf ihn ein­zu­schla­gen. Das aber war der ent­schei­den­de Irr­tum, der in einer Ket­ten­re­ak­ti­on das Schick­sal von Rou­ven L. besie­geln sollte.

Der nun zusam­men mit sei­nen Kol­le­gen hin­zu­ei­len­de Rou­ven L. stürz­te sich auf den Mann in der blau­en Jacke, der auf den Hel­fer in der hell­grau­en Hose ein­schlug. Er hat sub­jek­tiv rich­tig gehan­delt, denn es muß tat­säch­lich so aus­ge­se­hen haben, als sei der Mann in der blau­en Jacke ein Kom­pli­ze des Atten­tä­ters – sofern über­haupt erkenn­bar war, wer hier was tat. Was der Poli­zist in die­sem Moment wirk­lich dach­te und wahr­nahm, wer­den wir nie erfah­ren. Er muß­te rasch, sehr rasch ent­schei­den und handeln.

Die ande­ren Poli­zis­ten, allen vor­an der­je­ni­ge, der spä­ter den Angrei­fer nie­der­schoß, näher­ten sich dem am Boden lie­gen­den Angrei­fer. Die­ser konn­te sich jedoch blitz­schnell auf­rap­peln und den Hel­fer in der wei­ßen Hose bei­sei­te tre­ten, obwohl er von nicht weni­ger als sechs (männ­li­chen und weib­li­chen) Poli­zis­ten umzin­gelt war. Der zwei­te Hel­fer mit Kapu­ze und Coro­na­mas­ke flüchtete.

Sieht man sich das Video in Zeit­lu­pe an, dann erkennt man deut­lich, wie alle sechs Poli­zis­ten simul­tan in dem Augen­blick zurück­wei­chen, in dem der Atten­tä­ter den Mann in der wei­ßen Hose von sich stößt.

Es ist offen­bar in die­sem Moment, in dem der Poli­zist, der das Dra­ma durch einen Schuß been­den soll­te, und der dem Aus­se­hen nach ver­mut­lich sel­ber “Migra­ti­ons­hin­ter­grund” hat, die Waf­fe zu zie­hen scheint. Eine sei­ner Kol­le­gin­nen im Hin­ter­grund dreht der Sze­ne den Rücken zu und ergreift panisch die Flucht, wäh­rend der Atten­tä­ter auf Rou­ven L. einsticht.

Den Abschluß des Gesche­hens sieht man auf dem “ers­ten” Video bes­ser. Im glei­chen Augen­blick, in dem Rou­ven L. den Blau­be­jack­ten nie­der­wirft, steht Sulai­man auf. Er stürzt sich auf den Poli­zis­ten, sticht ihn von hin­ten mehr­fach in Hals und Kopf und wird von einem ande­ren Poli­zis­ten mit der Waf­fe niedergestreckt.

Drei Men­schen lie­gen nun am Boden: Der Atten­tä­ter, der Poli­zist und der Blau­be­jack­te, der in einem Moment stu­pen­der Geis­tes­ge­gen­wär­tig­keit das fal­len­ge­las­se­ne Mes­ser des Täters zu sei­ner Rech­ten greift und außer Reich­wei­te befördert.

Nun kommt der für mich per­sön­lich erschüt­ternds­te Moment: Rou­ven L. rap­pelt sich auf, legt sei­ne lin­ke Hand auf die Wun­de am Hin­ter­kopf, kniet zunächst am Boden und steht dann ker­zen­ge­ra­de auf.

Er weiß noch nicht, daß er bereits ein toter Mann ist.

Kann man irgend­je­man­dem der Betei­lig­ten einen Vor­wurf machen?

Merk­wür­dig erscheint es schon, daß ein Auf­ge­bot von sie­ben Poli­zis­ten bei­der­lei Geschlechts die Tat nicht ver­hin­dern konn­te, und eben­so, daß die Poli­zis­ten mit Zeit­ver­zö­ge­rung ein­grif­fen, wäh­rend es das beherz­te Han­deln der bei­den zivi­len Hel­fer war, das ver­mut­lich Stür­zen­ber­gers Leben geret­tet hat.

Man kann auch dem Mann in der blau­en Jacke, der sich so fatal geirrt hat, kei­nen Vor­wurf machen: Er war kein aus­ge­bil­de­ter Poli­zist, und es wäre jedem von uns schwer­ge­fal­len, mit­ten im Getüm­mel, wäh­rend es um Leben und Tod geht, unter Ein­satz des eige­nen Lebens den Über­blick zu bewahren.

[Nach­trag M.L. 7.6. 2024: Mit die­sem Urteil bin ich mir nicht mehr so sicher. Sie­he auch hier. Rein fak­tisch gese­hen hat die­ser Mann eine unheil­vol­le Rol­le gespielt.]

Stür­zen­ber­ger selbst hat die­sen von mir skiz­zier­ten Ablauf der Gescheh­nis­se bestä­tigt. Weil heu­te jeder Mensch ein Smart- oder iPho­ne griff­be­reit in der Tasche hat, ist die­ses Ereig­nis nun zwei­fach doku­men­tiert wor­den (was ver­mut­lich den Poli­zei­ein­satz gra­vie­rend behin­dert hat), und jeder, der will, kann ver­su­chen, es im Detail zu unter­su­chen. Vie­le sol­cher Ereig­nis­se sind indes nicht gefilmt worden.

Tra­gi­scher­wei­se muß­te jener Poli­zist, der als ers­ter gehan­delt und sich mutig in das Gesche­hen gestürzt hat, mit sei­nem Leben bezah­len. Er han­del­te im Diens­te eines Staa­tes, der Ver­bre­chen wie jene in Mann­heim nicht nur unge­nü­gend bekämpft, son­dern durch sei­ne Migra­ti­ons­po­li­tik auch noch aktiv begünstigt.

Der Atten­tä­ter hat die Kugel über­lebt, ist aber bis dato noch nicht “ver­neh­mungs­fä­hig”. Micha­el Stür­zen­ber­ger muß­te not­ope­riert wer­den. Er ist um Haa­res­brei­te dem Tod ent­ron­nen; sein Gesicht wird nun für immer von Nar­ben gekenn­zeich­net sein. Unge­bro­chen wer­den hin­ge­gen sei­ne Kampf­mo­ral und Kamp­fes­lust bleiben.

Fünf wei­te­re Men­schen wur­den durch den Angriff ver­letzt. Es ist auf­fal­lend, daß min­des­tens die Hälf­te der Ver­letz­ten eben­falls Migra­ti­ons­hin­ter­grund hat: Auf Wiki­pe­dia ist die Rede von einem “Deutsch-Kasa­chen” und einem “Ira­ker”. Ich weiß nicht, wel­cher von bei­den der Mann in der hell­grau­en Hose ist, der wohl tap­fers­te von allen, die ein­ge­grif­fen haben (hat er Kampf­spor­t­er­fah­rung, wie hier gemut­maßt wird?).

Stür­zen­ber­ger kann sich durch das Gesche­hen mit all sei­nen Details in sei­ner Mis­si­on bestä­tigt füh­len: Denn er ist kei­nes­wegs ein “Rechts­extre­mist”, son­dern in Wahr­heit ein libe­ra­ler Mul­ti­kul­tu­ra­list, der auf Pla­ka­ten dick, fett und unmiß­ver­ständ­lich erklärt, daß er sich nicht gegen “fried­li­che Mus­li­me” stellt, son­dern allein den “poli­ti­schen Islam”.

Mit die­ser ver­kürz­ten, aber in sich schlüs­si­gen Sicht­wei­se auf die Islam-Pro­ble­ma­tik in Deutsch­land, hat er vie­le Sym­pa­thien unter “Migra­ti­ons­hin­ter­gründ­lern” sam­meln kön­nen, dar­un­ter auch etli­chen “afro-ara­bi­schen” (um ein Schlag­wort zu benut­zen, über das ich in letz­ter Zeit in den rech­ten sozia­len Medi­en öfter stol­pe­re und das ich für nicht beson­ders gut gewählt hal­te, beson­ders, wenn damit Indi­vi­du­en titu­liert wer­den, die weder Afri­ka­ner noch Ara­ber sind).

Wie zu erwar­ten, hat sich die­ses Dra­ma erneut in die neur­al­gi­schen Punk­te der auf Lebens­lü­gen auf­ge­bau­ten heu­ti­gen Bun­des­re­pu­blik gebohrt und Unmen­gen an ent­lar­ven­den Reak­tio­nen pro­vo­ziert. Der Fall ist so ein­deu­tig, daß die Medi­en sicht­li­che Schwie­rig­kei­ten haben, ihn in ein abschwä­chen­des Framing zu packen. Mit ent­spre­chen­den Ver­ren­kun­gen gelingt frei­lich auch dies leidlich.

Beson­ders bizarr ist die stän­dig wie­der­hol­te Behaup­tung, “die Hin­ter­grün­de der Tat sind immer noch unklar”, wäh­rend jeder Blin­de sehen kann, was hier pas­siert ist, und nur ein biß­chen Recher­che genü­gen wür­de, um zu erfah­ren, daß Stür­zen­ber­ger schon seit Jah­ren von aggres­si­ven Mus­li­men, die auf sei­nen Ver­an­stal­tun­gen auf­tau­chen, mit dem Tod bedroht wird.

Der Rest läuft ab wie ein Skript, das eine Sati­re-KI schrei­ben könn­te: Der Wal­fisch im Raum wird geflis­sent­lich über­se­hen, und auf blo­ße “Mes­ser­kri­mi­na­li­tät” redu­ziert, als ob es uner­heb­lich wäre, in wes­sen Hän­den die­se Mes­ser vor sich hin­mes­sern. “Poli­ti­ker for­dern mehr Mes­ser­ver­bots­zo­nen”, obwohl die Tat in einer Waf­fen­ver­bots­zo­ne statt­fand (wenn auch außer­halb der gül­ti­gen Tageszeiten).

Rai­ner Wendt, Vor­sit­zen­der der deut­schen Poli­zei­ge­werk­schaft, kom­men­tier­te per­fi­de: “Wenn zwei Extre­mis­ten auf­ein­an­der­tref­fen, dann wird’s gefähr­lich”, und ver­wies dar­auf, daß Stür­zen­ber­ger “poli­zei­be­kannt wegen vie­ler Ver­ur­tei­lun­gen” sei, ohne zu erwäh­nen, daß es sich hier­bei um rei­ne “Mei­nungs­ver­bre­chen” handelt.

Nicht min­der durch­sich­tig war das Manö­ver von Olaf Scholz, Kat­rin Göring-Eckardt und ande­ren, just zu die­sem Zeit­punkt an den Mord an Wal­ter Lüb­cke zu erinnern:

2019 wur­de Wal­ter Lüb­cke ermor­det. Von einem durch Hass im Netz ange­sta­chel­ten Rechts­extre­mis­ten. Wal­ter Lüb­cke kämpf­te für eine offe­ne Gesell­schaft und die Demo­kra­tie in unse­rem Land. Ich tei­le den Appell sei­ner Fami­lie: Lasst uns stand­haft blei­ben. Jeden Tag. Wir sind mehr!

Das ist ange­wand­te “Hier­ar­chie der Opfer” in eige­ner Sache. Der “Fall” Sulai­man A., des­sen Tat von Mus­li­men unter­schied­li­cher eth­ni­scher Her­kunft in den sozia­len Medi­en hem­mungs­los und laut­stark beju­belt wur­de, steht exem­pla­risch für alles, was an der deut­schen Ein­wan­de­rungs­po­li­tik schief lief und schief läuft.

Inzwi­schen wur­den fol­gen­de Tat­sa­chen bekannt: 2013 kam er als “unbe­glei­te­ter Min­der­jäh­ri­ger” nach Deutsch­land, bereits 2014 wur­de sein Asyl­an­trag abge­lehnt. Den­noch schaff­te er es, sich bei­na­he ein Jahr­zehnt lang in die­sem Land auf­zu­hal­ten, ohne abge­scho­ben zu wer­den. Wäh­rend die­ses ille­ga­len Auf­ent­halts gelang es ihm, “mit einer deut­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen” ein “Anker­kind” zu zeu­gen, und damit einen Auf­ent­halts­ti­tel zu erhal­ten. Sei­ne You­tube-Akti­vi­tä­ten las­sen deut­li­che Rück­schlüs­se auf isla­mis­ti­sche Sym­pa­thien zu.

Es gibt hier­zu nichts ande­res zu sagen, als was etwa Feroz Khan gesagt hat:

Nicht, dass es mich wun­dern wür­de, aber der Umstand, dass das Mas­sa­ker mit einer ein­fa­chen Rück­füh­rung – wel­che nicht nur recht­lich völ­lig legi­tim gewe­sen wäre, son­dern im Sin­ne der öffent­li­chen Sicher­heit offen­kun­dig auch mehr als not­wen­dig – oder doch zumin­dest Unter­brin­gung in Abschie­be­haft hät­te ver­mie­den wer­den kön­nen, macht umso wütender.

Ich for­de­re die kon­se­quen­te und sofor­ti­ge Remi­gra­ti­on von allen in Deutsch­land befind­li­chen Isla­mis­ten, ille­ga­len und/oder kri­mi­nel­len Zuwan­de­rern. Jene Isla­mis­ten mit deut­schem Hin­ter­grund gilt es streng zu beobachten.

Das ist das MINDESTE, DIE ABSOLUTE NULLLINIE ein­ge­denk des ermor­de­ten Poli­zis­ten Rou­ven L.

Was wir hier vor Augen haben, ist frei­lich nur die Spit­ze des Eis­bergs, denn es haben sich in den letz­ten Jah­re vie­le ver­gleich­ba­re und zum Teil noch schlim­me­re Taten ereig­net, die nicht auf Video fest­ge­hal­ten wurden.

Ich erin­ne­re nur, falls das schon in Ver­ges­sen­heit gera­ten ist, an Abdi­rah­man Jibril A., der 2021 in der Würz­bur­ger Alt­stadt gleich drei (!) Frau­en mit einem Mes­ser getö­te­te und fünf wei­te­re schwer ver­letzt hat. Das ältes­te Opfer war Jahr­gang 1939, das jüngs­te 1996. Das drit­te war eine erst ein paar Mona­te zuvor ein­ge­wan­der­te Bra­si­lia­ne­rin, die nur knapp das Leben ihrer elf­jäh­ri­gen Toch­ter ret­ten konnte.

Der Soma­li­er war 2015 im Zuge der gro­ßen “Flücht­lings­wel­le” ins Land gekom­men und 2018 als Kron­zeu­ge für angeb­li­che neo­na­zis­ti­sche “Hetz­jag­den” in Chem­nitz auf­ge­tre­ten. Auch sein Asyl­an­trag war abge­lehnt wor­den, aber er genoß soge­nann­ten “sub­si­diä­ren Schutz”, weil er behaup­tet hat­te, in sei­ner Hei­mat von isla­mis­ti­schen Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen bedroht zu wer­den. Dadurch hielt er sich legal im Lan­de auf.

Das ist wie gesagt, ein beson­ders haar­sträu­ben­des Bei­spiel, aber nur eines von vie­len, all­zu­vie­len ande­ren. Die Opfer die­ser Taten wer­den regel­mä­ßig im “Erin­ne­rungs­loch” ver­senkt, wäh­rend nach ande­ren, die dem Regime ideo­lo­gisch bes­ser in den Kram pas­sen, Stra­ßen benannt werden.

Eine “Remigrations”-Politik, die auch demo­gra­phi­sche Effek­te zei­ti­gen wür­de, liegt heu­te noch in wei­ter Fer­ne. Aber allein schon mit den bestehen­den Geset­zen lie­ße sich eine gan­ze Men­ge an Gewalt, Ter­ror und Blut­ver­gie­ßen ver­hin­dern, wenn nur der Wil­le da wäre, sie kon­se­quent anzuwenden.

Der deut­sche Staat hat die­sen Wil­len aber nicht, und dar­um ist Rou­ven L., der für ihn vor­bild­lich sei­ne Pflicht erfüllt hat, nun tot.

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Nichts schreibt sich
von allein!

Das Blog der Zeitschrift Sezession ist die wichtigste rechtsintellektuelle Stimme im Netz. Es lebt vom Fleiß, von der Lesewut und von der Sprachkraft seiner Autoren. Wenn Sie diesen Federn Zeit und Ruhe verschaffen möchten, können Sie das mit einem Betrag Ihrer Wahl tun.

Sezession
DE58 8005 3762 1894 1405 98
NOLADE21HAL

Kommentare (98)

lxndr

4. Juni 2024 09:18

Zu Figure R. Wendt: er wusste, vielleicht, nicht, dass er mit seiner Meinung manch einen nicht schlecht an den Lübcke erinnert.
 
TAZ-Kommentator:in machte es auch nicht übel; zitieren werd ich hier nichts. 

Nemo Obligatur

4. Juni 2024 09:33

Nach einigen Tagen, in denen das Geschehen in den Medien breitgetreten wurde und bis zur Unkenntlichkeit durch die Mangel der Parteiinteressen gedreht wurde, ist das der erste sachliche Beitrag zum islamistischen Messerangriff von Mannheim, der einem deutschen Polizisten nun das Leben kostete. 
Das gibt mir, zusammen mit dem inhaltsreichen Interview von GK auf dem Kanal des Schattenmachers, einigermaßen die Hoffnung zurück, bei der Sezession doch nicht an die falsche Adresse geraten zu sein. 

MARCEL

4. Juni 2024 09:45

Danke für die Analyse! 
In der Tat: eine "Ikone" der Groteske.
Die kleinen Massaker im Alltag und obendrauf der vorbereitete "Amoklauf" gegen Russland (gestern Zug Fuchspanzer auf Autobahn).
Psychologisch das Pawlowsche Glöcklein der Moralhamster, die wieder im Rad rennen. 
Propagandistisch: Verschiebung der Ängste, d.h. die fiktive Angst (Rechts/AfD/Putin) ersetzt zügig die reale Angst (Krieg/Terror).
Im Alltag: Business as usual, Kollegen betreten zwar, aber Arbeit ist Ablenkung/Flucht. Vielleicht der widerlichste Zug unseres Krämerstaates BRD. Ich empfinde traurige Verachtung. 
Fazit: Es tut mir leid. Es gibt keine Heilung (außer die einer Katastrophe =Katharsis?) Remigration? Ein frommer Wunsch

Fordring

4. Juni 2024 09:48

Das Problem ist auch diese verdammte Deeskalationsmentalität. Es wird ja noch "das Messer fallen lassen" gerufen, während der Täter schon längst Stiche austeilt. 

Le Chasseur

4. Juni 2024 10:06

"Merkwürdig erscheint es schon, daß ein Aufgebot von sieben Polizisten beiderlei Geschlechts die Tat nicht verhindern konnte, und ebenso, daß die Polizisten mit Zeitverzögerung eingriffen, während es das beherzte Handeln der beiden zivilen Helfer war, das vermutlich Stürzenbergers Leben gerettet hat."
Die Polizisten mussten meiner Ansicht nach erst an den Ort des Geschehens kommen. Sie waren ja offensichtlich weiter entfernt, als der Angreifer zuschlug. Es wäre wichtig zu wissen, was der genaue Auftrag der Beamten vor Ort war. Der Angriff scheint ja auch noch vor Beginn der Veranstaltung stattgefunden zu haben.
Haben Streifenpolizisten eigentlich noch Schlagstöcke bei sich? Die wären in dem Fall vermutlich das probateste Mittel gewesen.

Adler und Drache

4. Juni 2024 10:23

Sehr informativ, vielen Dank. 
Ich erinnere nur, falls das schon in Vergessenheit geraten ist 
Es wundert mich, dass sich nach all den Jahren und all den Taten keine "rechte" Gedenkkultur entwickelt hat, die den Opfern gerecht zu werden versucht. Mir scheint, dass es auf "unserer Seite" nach jeder Untat eine Welle der Empörung gibt, die so schnell abebbt wie sie anhebt. Ansonsten: Gewöhnung, Vergessen. Natürlich "wählen wir richtig", klar. Aber so etwas rührt doch an Ebenen, die mit Wahlen nicht zu kompensieren sind. 
Wenn ich mich recht entsinne, war "Einprozent" mal gegründet worden u.a. mit der Aufgabenbeschreibung, die Migrantengewalt zu dokumentieren und zu katalogisieren. Das ist noch nicht das, was ich meine, aber es wäre ein erster Schritt gegen das Vergessen. 

Maiordomus

4. Juni 2024 10:37

Die Polizisten sind sehr bedroht, riskieren bei Eingreifen wie in Frankreich normal ihren Job. Lichtmesz kann ich für seine analytische Kompetenz nur meine Achtung aussprechen. Ich glaube nicht, dass es im deutschen Sprachraum ein Dutzend Publizisten von seinem Präzisionsgrad gibt, würde mich freuen, wenn ich mich irrte, weniger, wenn ich mich in ihm täuschte. Das nehme ich nicht an. Er soll in genau den Bereichen bleiben, in denen er stark ist. Und das sind nicht wenige, weil Spezialist sein heute für Analysen längst nicht mehr genügt. Ich gratuliere indes nur deshalb nicht, weil die Gesamtsituation zu himmeltraurig ist, siehe auch den Todesfall. Polizisten gehören im übrigens zu einer Berufsgruppe, die extrem nicht sagen darf, was sie denken. Ein Grund mehr, dass sie sogar in der Praxis mit angezogener Handbremse aktiv werden. Natürlich ist das Gegenteil des Falschen auch nicht immer das Richtige.  Zu den Publizisten, die den Präzisionsgrad von ML nicht erreichen, gehört meines Erachtens auch Altmeister Broder.  

MARCEL

4. Juni 2024 10:40

Ein letzter Nachtrag sei erlaubt: 
Man mag mir vorwerfen: Du läufst doch selbst im spätbürgerlichen Alltags-Trott mit und dann verachtest Du das? Nun Ja, die Verachtung richtet sich zuweilen auch gegen einen selbst, aufgrund der Ohnmacht, in die man eingeschlossen ist, aus der man sich aber herausträumt...
Und doch ist sie eine der aristokratischen Empfindungen, die ich nicht verbannen will. 
Achtung-Verachtung sind letzte Bastionen innerer Souveränität, wenn sonst nichts mehr geht.
Da stehe ich auf der Seite von Henry de Montherlant.

RMH

4. Juni 2024 10:42

Das Ereignis zeigte, dass es noch kurze Momente des Chaos im "System" geben kann, aber sofort danach zeigten sich die planmäßig abgespulten "Einordnungsprozesse" in den Medien. Da wird über die Tat sehr kurz berichtet, aber direkt danach viel länger über eine Gedenkfeier für W. Lübcke, damit allen klar wird, wie die Rangordnung ist. Man kann sich fragen, ob grundsätzlich gute Kommentare, wie der heute in der Blöd Zeitung:
https://www.bild.de/politik/meinung-kommentare-kolumnen/polit-bla-bla-nach-mannheim-ich-kann-es-nicht-mehr-hoeren-665db84ec34cbc2d431c06e5
wirklich ehrlich sind oder Teil einer Kanalisierung der Empörung und Inszenierung einer vermeintlichen Pressevielfalt. Wie auch immer, eines ist klar: Sobald die Wahl am Sonntag durch ist, werden alle jetzt präsentierten "Lösungen", wie Abschiebung nach Afghanistan etc. kleinlaut auf Seite 3 mit der Formulierung, nach intensiver Prüfung wegen "verfassungsrechtlicher Bedenken" zu den Akten gelegt.

Rittmeisterle

4. Juni 2024 10:47

Vielen Dank für die sachliche Aufbereitung.
Eine sehr aufschlussreiche Analyse des Geschehens findet sich auch auf dem YouTube-Kanal von Outdoor Chiemgau:https://www.youtube.com/watch?v=6n-qNH4AUH4
Unter anderem ist durch das zweite Video erkennbar, dass der Polizist nur deshalb so spät schoss, weil der Ersteller des zweiten Videos beim Ziehen der Waffe unmittelbar in Schusslinie stand. Daher musste der Polizist erst zur Seite gehen – was dem Täter genügend Zeit für die totbringenden Stiche gegeben hat.
Danisch hat außerdem das Verhalten des Rettungsdienstes analysiert – ein weiteres frappierendes Puzzleteil des Systemversagens im Konkreten:https://www.danisch.de/blog/2024/06/01/die-unfaehigkeit-des-rettungsdienstes-in-mannheim/

Laurenz

4. Juni 2024 10:51

@Adler & Drache ... Gedenke der Toten ... Der 17. Juni wäre ein idealer Gedenktag. https://www.achgut.com/artikel/der_ermordete_polizist_und_das_vergessene

Monika

4. Juni 2024 11:08

Bei jedem dieser schrecklichen Ereignisse denkt und hofft man, daß es jetzt doch endlich mal zu einer Lösung oder Veränderung oder Zäsur kommen sollte. Letztlich, daß man der Wahrheit ins Gesicht sehen kann und sollte und sei sie, wie in diesem Falle, erschütternd. Was   einiges verändern könnte, ist, daß es Videos von diesem Attentat gibt. Aber selbst da sind Interpretationen und Framings möglich. Wie Herr Lichtmesz schreibt, sind die mutigsten Eingreifer in das tragische Geschehen Menschen mit Migrationshintergrund. Das heißt aber doch auch, daß es sich weniger um einen ethnischen als um einen religiösen "Krieg" handelt. Wenn Martin Sellner von einem Angriff eines "afroarabischen" Angreifers auf einen vermutlich deutschen Polizisten schreibt (sein erstes Video auf telegram  zur Einschätzung der Lage geht völlig daneben), dann trifft dieses "identitäre framing" die Sache genauso wenig wie das framing der Linken (umgekehrtes Vorzeichen: Der Polizist, der schießt hat Migrationshintergrund, eine Sanitäterin trägt Kopftuch, ergo: es gibt keinen bösen Islam oder Islamismus. Oder wie der Stern das Ganze schönredet: "Bauarbeiter leben gefährlicher als Polizisten".

Carsten Lucke

4. Juni 2024 11:20

@ Adler und Drache  10.23
Eine solche Dokumentation existiert(e) seit 2016 - refcrime.info/de.
Ist aber - zumindest auf die Schnelle - nicht mehr zu finden.

Monika

4. Juni 2024 11:26

1/2 Die Politiker halten sich zurück mit der Einordnung der Tat als islamistischer Gewalt. Der Generalbundesanwalt spricht nun von einer "religiös motivierten Tat". Was ist das für eine Religion, die behaupten kann, daß ihre Vertreter im Auftrag Gottes töten sollen und können? Das wird man doch fragen müssen und Herr Stürzenberger hat diese Frage umgetrieben. Wenn der  todesmutige Mann in der grauen Hose, der "Stürzi" wahrscheinlich das Leben gerettet hat, derselbe ist wie der  in dem Welt-Interview, dann ist das wahrlich eine neue dokumentierte Grenzerfahrung. Der Mann ist sichtlich im Tiefsten erschüttert. Er spricht von seinem beherzten  Eingreifen, davon, daß "Gott ihm die Kraft gebe und helfe", einen Menschen zu retten. Und tragischerweise verliert ein anderer Mensch dadurch sein Leben. ( Es gibt eine längere Sequenz dieses Interviews). Von welchem Gott spricht  nun dieser Mann ? Denn auch seine Tat war, wie man sagen könnte "religiös motiviert".

Dr Stoermer

4. Juni 2024 11:43

Erneut hervorragende Arbeit von ML. Wut und Traurigkeit gehen mit dem Beileid für die Verwandten des durch heimtückischen Mord gefallenen jungen Polizisten einher.
Die sichtbaren Repräsentanten des Apparates haben, außer der Konditionierungsträgheit der hilflosen Massen und der Blendgranaten aus dem faulen Zauberkasten, nichts mehr, mit dem sie noch eine Zukunftsperspektive vorgaukeln können. Selbst ihre Unterstützer glauben nur noch dran, weil sie nicht anders können. 
Es wird immer interessanter. Die spannenste Frage bleibt, wie der hiesige Apparat aufstellt sein wird, wenn ihm am Potomac der Teppich unter den Füßen weggezogen wird. Was für eine Zeit, Gott schütze unsere Lieben!

Wahnsinnistkeinemeinung

4. Juni 2024 11:45

Tiede (Bild) schrieb: Er starb für uns alle (der Polizeibeamte). Zunächst wäre bei einer durchschnittlichen Wahrscheinlichkeitsrechnung vor 25 Jahren, eine solche Tat äußerst selten gewesen. Der Irrsinn besteht zusätzlich darin, dass die CDU z. Z. wieder viel zu viel Oberwasser gewinnt. Letztlich war es diese Partei, die den gesamten Vorgang möglich gemacht hat (Duldung, Hinnahme von Lügen usw.). Der sog. Migrationsdruck wird weiter zunehmen und eine Duldung muss schlussendlich zu einer Häufung solcher Taten führen. Diesmal traf es einen Polizeibeamten. Ermordete Bürger gab es schon so häufig, dass sich darüber niemand mehr aufregt. Stichwort: Die Hierarchie der Opfer. Ärgerlich auch die vermeintliche Solidarität (s. JF). Was soll das? Alle gemeinsam gegen die Deutschen lautet doch die allgemeine Devise. Den Begriff Solidargemeinschaft googelt sowieso niemand. Mit aufgebaut wurde die BRD von Italienern, Portugiesen, Spaniern, Jugoslawen, Griechen usw. Erst später kamen die heutigen Problembevölkerungsgruppen hinzu. Von außen auf-gedrängt, s. Anwerbeabkommen (diplomatische Tauschgeschäfte von Heike Knortz). Die Probleme wurden größer und in die Zukunft verlagert. Mit den daraus entstandenen Ergebnissen leben wir.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/politik/initiative-der-entsendelaender-1550013.html
https://www.faz.net/aktuell/politik/politische-buecher/migration-erpressung-die-neue-superwaffe-1609116.html

Kriemhild

4. Juni 2024 11:56

Zur Gesellschaft des Spektakels zählen auch diejenigen, die immer noch glauben, dass durch "formative Ereignisse" eine Bewusstseinswende ausgelöst werden könnte. Diese Leute haben 9 Jahre nach 2015 noch immer nichts dazugelernt. Sie können die ganze Wucht der suizidalen Impulse in den Völkern des Westens nicht begreifen. "Mannheim" beschleunigt den Niedergang der AfD in den Umfragen. Es sind dieselben suizidalen Impulse, die auch der Eskalationsspirale in RUS/UKR zugrundeliegen. Statt zu politisieren geht es heute zuvörderst darum, seinen Frieden mit Gott zu machen.

Der Gehenkte

4. Juni 2024 12:02

Auf dem Kanal "Elijah Tee - ET Video & Content" wurde gestern eine lange Analyse hochgeladen, die suggeriert, daß der "Mann in der blauen Jacke" nicht unschuldig gewesen sei und es sich evtl. um einen verdeckten Polizisten gehandelt haben könnten. Sein seltsames Verhalten und die Sonderbehandlung, die er erfährt, macht das durchaus plausibel. 
https://www.youtube.com/watch?v=z1hbbOWr4HE&ab_channel=ElijahTee-ETVideo%26Content (ab Mitte Video)
Auffällig auch die Tatsache, daß da mehrere Menschen in blauen Jacken herumlaufen, in der gleichen Farbschattierung wie die Leute von BPE.

Maiordomus

4. Juni 2024 12:20

@Monika. Diejenigen, die sagen "religiös motiviert" sind oft dieselben, die sagen, man müsse zwischen Islam und Islamismus unterscheiden. Womit sie gerade nciht meinen, dass Islamismus eine Religion sei. Selber lasse ich mir ein gewisses Verstehen der muslimischen Mystik sowie etwa des Islam-Bildes von Goethe und Hammer-Purgstall nicht nehmen, wiewohl ich weiss, dass es nur ein Gesichtspunkt ist.  Wer sagt "religiös motiviert", bestätigt entweder seinen Hass oder sein Nichtsanfangenkönnen mit Religion. Wobei unter "Hass" heute fast ausschliesslich verstanden wird bzw. bezeichnet, wenn man so denkt wie z.B. Stürzenberger über den Islam, wiewohl Differenzierungen bei ihm nachgewiesen sind. Selber plädierte ich noch vor 35 Jahren für den "Irenismus" im christlich-islamischen Dialog, es war wohl bei wahrem Kern eine Illusion. 
PS. Finde die Aussage von lxndr ganz oben für den  Moment unglücklich formuliert, weil Verdacht erweckend und aus Feindsicht als Drohung interpretierbar. Man sollte das paranoide Denken derjenigen, welche die Gefahrenperspektive umdrehen, nicht unterschätzen    

Le Chasseur

4. Juni 2024 12:21

@Kriemhild""Mannheim" beschleunigt den Niedergang der AfD in den Umfragen."
Sie glauben doch nicht etwa diesen gefälschten bzw. schlichtweg frei erfundenen Umfragen? Weshalb sollte der Anschlag von Mannheim zu schlechteren Umfragewerten der AfD führen? Weil man Merz und Konsorten eher zutraut, das Problem gewaltbereiter Muslime zu lösen? "Ha-ha", sage ich da nur.
Der Besitzer der Bild-Zeitung, Springer-Chef Döpfner und Friedrich Merz haben am vergangenen Wochenende an der Bilderberg-Konferenz in Madrid teilgenommen. Merz soll zum Kanzler hochgeschrieben werden, der dann mit der SPD und/oder den Grünen eine Koalition bilden wird.

Liselotte

4. Juni 2024 12:42

Gut das mal genau festzuhalten, was die ausführlicheren Videos hergeben - auch wenn es wohl immer noch nicht das ganze Geschehen ist. Auf jeden Fall war es weit komplizierter, als man nach dem ersten Video gemeint hat, und es waren mehr Personen beteiligt, als es zuerst aussah (ich bekomme die "Blaujacken" - es sind mehrere - noch nicht auseinander, und die Person in der dunkelgrauen Tarnjacke, die manchmal ins Bild kommt. u.a.).

Frika Wies

4. Juni 2024 12:44

Szenarien wie dieses fallen einem ein, wenn nach Schießereien in den USA "We need more weapons!" gefordert wird.
Wenn ein Attentäter durch einen Revolverhelden erschossen wird, muß letzterer damit rechnen, seinerseits für einen Attentäter gehalten und erschossen zu werden. Wir müssen in Deutschland noch froh sein, daß bei Attentaten meist "nur" Messer zum Einsatz kommen und keine AKs.
Dem Problem der gestiegenen Messerkriminalität kann nicht mit "Demos gegen Rechts" beigekommen werden, wie es in Deutschland üblicher Reflex von links nach solchen Attentaten ist, wie auch jetzt wieder in Mannheim. Auch Messerverbote oder Messerverbotszonen werden das Problem nicht beseitigen, das Mannheimer Attentat fand in einer solchen statt!
Allein Remigration könnte die Situation verbessern, und es werden noch zahlreiche weitere Attentate und Morde geschehen müssen, bis diese Erkenntnis in die Köpfe der Verantwortlichen durchsickert.
 

Monika

4. Juni 2024 12:50

Derweil scheint es in Mannheim ein Gedenken zu geben, eine Art Trauerfeier, bei der auch ein Vertreter der Friedensreligion in unverständlicher Sprache singt und das Volk ergriffen lauscht. Ich will das nicht so genau verfolgen. Das habe ich getan, als das islamistische Attentat in Würzburg drei Frauen das Leben kostete. Da gab es einen "interreligiösen" Trauergottesdienst, dabei Bischof Jung aus Würzburg, Manfred Söder, ein Jude und ein Iman ( Sure 5,32) . Herr Stürzenberger könnte das auseinandernehmen. In diesem Gottesdienst wurden nicht einmal die Namen der Opfer genannt. ( Ist auf youtube sicher noch auffindbar.) Bevor Bischof Jung nach Würzburg ging, war er Generalvikar in Speyer. In dieser Funktion erlebte ich ihn bei einer Demo in Kandel gegen rechts mit Maly Dreyer und der Antifa, nach dem Messermord an Mia Valentin. Unsere Kirchenvertreter sind leider in diesen Tagen keine Hoffnung, @Maiordomus, weshalb ich derzeit irgendwelche religiösen Spitzfindigkeiten kaum ertrage. Nach seiner Genesung sollte Herr STürzenberger mit seinem "Retter" ein Gespräch führen, authentisch. Die ganze Verlogenheit ist schwer erträglich. Da braucht es eine große Stille. 

kikl

4. Juni 2024 12:55

Herr Reichelt hat die Verlogenheit im Umgang mit diesen Migrantenmorden hervorragend auf den Punkt gebracht mit diesem Video.
Am niederträchtigsten war der Versuch, die Erinnerung an den Mord von Walter Lübcke dazu zu benutzen, um den mannheimer Messermord vergessen zu machen. Erstaunlich ist, dass der sonst an Demenz leidende Kanzler, Grinsemännchen Olaf, sich überhaupt an Lübcke erinnern konnte. 
Das war eine konzertierte Aktion der Regierung, denn die Minister haben fast alle den gleichen Müll zeitgleich auf X/Twitter gepostet. Just an diesem Tage verstarb allerdings der Polizist Rouven L an seinen schweren Verletzungen. Damit wurde den Vertuschern vom Dienst ein Strich durch die Rechnung gemacht. Hoffentlich führt das fürchterliche Ereignis bei vielen Mitbürgern zum Umdenken.

Liselotte

4. Juni 2024 13:03

@Maiordomus: Ich halte den Islam mit seinem Jahreszeiten nicht beachtenden Kalender, entsprechend uU 16 h nichts essen und trinken im Hochsommer, seiner Abneigung gegen das in unseren Breitengraden hochwertige Schweinefleisch für schlicht mit dem Abendland nicht kompatibel. Und wenn das nun immer mehr und dominanter wird, wird die abendländische, an hiesige Breitengrade angepaßte, Lebensweise zerstört. Da hilft auch keine Mystik.

Le Chasseur

4. Juni 2024 13:33

@kikl"Am niederträchtigsten war der Versuch, die Erinnerung an den Mord von Walter Lübcke dazu zu benutzen, um den mannheimer Messermord vergessen zu machen. Erstaunlich ist, dass der sonst an Demenz leidende Kanzler, Grinsemännchen Olaf, sich überhaupt an Lübcke erinnern konnte."
Naja, Lübcke wurde am 2. Juni 2019, also vor genau fünf Jahren, getötet. Und die Gedenkveranstaltung inkl. Bundespräsident wurde sicherlich nicht ad hoc anberaumt, um von dem Anschlag in Mannheim abzulenken. Aber das verlogene Getue hat natürlich den Zweck, den Eindruck zu erwecken, dass eine gewaltsame rechte Machtübernahme unmittelbar bevorsteht, und danach eine totalitäre Diktatur herrscht (deswegen wurde das Sylt-Video ja auch so grotesk aufgeblasen). Außer diesem Popanz, außer dem "Kampf gegen Rechts" haben die Altparteien absolut nichts mehr zu bieten. Denn keines der realen, wirklich drängenden Probleme (Verteuerung der Energie, Geldentwertung, Ausländerkriminalität, Überlastung der Sozialkassen, Wohnungsmangel, Kriegsgefahr...) wollen, dürfen oder können sie lösen.

RMH

4. Juni 2024 13:42

@Monika, danke, dass Sie an das Würzburger Messerattentat vom 25.06.2021 erinnern. Damals war der muslimische Täter am Ende bekanntermaßen schuldunfähig & die Stadt Würzburg erinnert in einer sehr kleinen Tafel auf einer Stele in Sitzhöhe, direkt vor einer Metzgerei, so dass man auch mal mit seinem Leberkäsbrötchen mampfend daneben sitzen kann, mit folgenden, möglichst unverbindlichen Worten (die beim gegenüber liegenden Kolping-Bildungswerk ihre pro-forma Deutschkurse absolvierenden großen Massen an Migranten sollen offenbar möglichst wenig belästigt oder in ihren Gefühlen verletzt werden):
"Hier wurden am 25. Juni 2021 drei Menschen ermordet und mehrere schwer verletzt und traumatisiert. Wir erinnern und gedenken."
Da jeder Beamte im Todesfall einen Trauerkranz vom Staat bei der Beerdigung erhält, dürfen wir auf die Belanglosigkeiten auf der Schleife des Kranzes gespannt sein.

Klaus Kunde

4. Juni 2024 14:25

Meisterhaft, die Beschreibung der virtuell konservierten Wirklichkeit, die aus veränderter Perspektive noch andere, ergänzende Schlüsse zuläßt. Möglich nur, weil das bewegte Abbild verlangsamt oder gar zum Stillstand gebracht werden kann. Ich gehöre zu jenen, die den Einsatzkräften der Polizei in vorschneller Reaktion zwar kein Versagen aber immerhin partielle Unfähigkeit attestiert hat, was ich zukünftig tunlichst unterlassen werde. Welchen Wert können Augenzeugenberichte generell haben?
Stürzenberger wird nach Rekonvaleszenz wohl dauerhaft Personenschutz zugeordnet. Der tote Polizist, abgestochen wie ein Schwein, was gilt er uns? Starb er "für das Recht“, wie der Tagesspiegel titelte? Oder ist er vielmehr ein "Gefallener“ für Deutschland im Kampf gegen den Islam? Viele, wenn nicht die Mehrheit der Polizisten, sollen der AfD nahestehen, zum einen gespeist aus alltäglichen Erfahrungen. Zum anderen dürfte der Polizeinachwuchs bereits von Hause Law & Order favorisieren, sonst wäre man nicht Polizist geworden, nicht unbedingt ein Betätigungsfeld, in dem linksgrüne Ausrichtung dominieren kann. Ein Ärgernis, das sich nicht ändern läßt, weder durch Erlasse noch Indoktrination. Veränderte Motivlagen: Mein Vater schloß sich im Sommer 1945 der West-Berliner Schutzpolizei an, um nicht zu verhungern. Kaserniert gab es täglich immerhin den Teller Suppe.

Umlautkombinat

4. Juni 2024 14:45

@Klaus Kunde
> Polizei AfD-nahDa bin ich nicht so sicher. Zur Hochzeit von Corona wurde das oefter einmal etwas genauer betrachtet. Ergebnis war, dass die juengeren Polizisten zu Grossteilen doch gern der offiziellen "Parteilinie" folgten, die aelteren etwas zurueckhaltender waren. Aus meinen nun doch wiederholten Teilnahmen an entsprechenden Demonstrationen und Spaziergaengen wuerde ich das bestaetigt sehen.
 

tearjerker

4. Juni 2024 14:47

@Wahnsinnikm: Die Zahl der im Dienst getöteten Polizisten nach 1945 liegt bei 400, also etwa bei etwa einem Opfer alle 2 Monate. Die Zahlen befinden sich langfristig im Sinkflug. Gleiches gilt lt. Statista auch für Mord- und Totschlag. Die heutigen Zahlen liegen noch deutlich unter denen der 90ger und 2000er und selbst die westdeutschen Zahlen der 1970ger und 80ger stellen die aktuelle Entwicklung in den Schatten. Die Schübe für Kriminalität insgesamt finden in der alten BR ab 1965 und nach 1990 durch die Öffnung nach Osten (nach 1991 Anstieg aller Delikte von 4 auf 6 Millionen) und mit jeder Schengenerweiterung statt. Die Folgen der Fluchtwelle 2015 und 2016 sind bereits 2017 wieder kompensiert und durchbrechen den allgemeinen Abwärtstrend der letzten 15 Jahre nur kurzfristig. Einzig die im Zuge des Ukraine-Konflikts ab 2022 anziehenden Zahlen deuten an, dass das grössere Potential für Eskalation auf dem europäischen Kontinent liegt und der Nahe Osten und Afrika nur die zweite Geige spielen. Der Leidensdruck ist aktuell zu gering um von irgendeiner Seite politisch genutzt werden zu können.

Le Chasseur

4. Juni 2024 14:51

Übrigens:
Inzwischen sind 30 Kollegen des ermordeten Polizisten "mental angegriffen und dienstunfähig. Thomas Franz (58), stellvertretender Landesvorsitzender von der Opferorganisation Weißer Ring: „Wir haben die Großschadenslage ausgerufen, damit wir allen Betroffenen auf Anfrage mit sämtlichen Hilfsmöglichkeiten zur Seite stehen können.“" (Quelle)
Ob man das als eine Art Streik seitens der Polizisten auffassen darf?

Klaus Kunde

4. Juni 2024 16:30

@ Umlautkombinat
"Die Polizei AfD-nah“- sicher bin ich auch nicht. Vielleicht der Wunsch als Vater des Gedankens.
Nebenbei: "Welt-TV“ zeigt den noch sichtlich bewegten, gerade aus dem Krankenhaus entlassenen Herrn, der, wie im Video zu sehen, den Kopf des Attentäters kurzzeitig mit den Beinen umklammern konnte. Wird als syrischer Christ tituliert. Vermutlich Angehöriger der syrisch-orthodoxen Kirche. Wenn dem so ist, hätte ich mit denen einige Erfahrungen. Eine syrisch-orthodoxe Gemeinde in Berlin erhielt von meiner evangelischen Kirchengemeinde ein entbehrliches Kirchen- und Gemeindegebäude übertragen. Fortan Partnergemeinde, einmal jährlich gemeinsamer Gottesdienst mit sich anschließendem zwanglosen Beisammensein. Beeindruckend, christliche Rituale und Predigt in aramäisch, der Sprache Christi, zu hören. Ansonsten nicht nur die Speisen sehr orientalisch geprägt, Männer und Frauen stets separiert. Kein Zugang zum Gottesdienst ohne Einlaßkontrolle, von mehreren kräftigen jungen Männern übernommen. Antwort zur Frage weshalb: "Warum habt ihr unsere Todfeinde ins Land geholt?“

Maiordomus

4. Juni 2024 17:09

@Umlaut/Kunde. Aus Kontakten mit Polizeischulen weiss ich, dass Aussagen wie "AfD-nah" bzw, "SVPnah" usw. viel weniger zutreffen als man glaubt. Eher versuchen Polizisten, sich in Mainstreamparteien einzubringen, wobei sie verbal im Allgemeinen schnell auf Verständnis stossen, nicht jedoch in der Praxis. Die Folge ist eher Wahlabstinenz als dass man sich mit parteipolitischem Engagement zusätzlich in Schwierigkeiten bringt, es hilft auch der Beförderung nicht. Kommt dazu , dass man stark am Sozialstaat orientiert ist, früher gehörten Polizisten jeweils zum rechten Flügel der SP-Parteien.  
Im Sinne von Stürzenberger wäre es, hier durchaus auf Niveau über den Islam disktutieren zu lassen. 

Olmo

4. Juni 2024 17:10

"Nun kommt der für mich persönlich erschütterndste Moment: Rouven L. rappelt sich auf, ...
kniet zunächst am Boden und steht dann kerzengerade auf."
Geht mir auch so. Ich bekomme es die letzten Tage nicht mehr aus dem Kopf.

Tarik

4. Juni 2024 17:38

I.
Kurzfristig gesehen: ein schwarzer Tag. Identitäre werden sich weiter radikalisieren und "das Momentum" nutzen. Muslimischen Aufklärer/Deradikalisierer an der "Heimatfront" können - mal wieder - den umgetretenen Milchtrog aufheben, und wieder eine gehörige Zeit mit Melken zubringen. Wenns nach meinem Ego ginge, hätte ich meinen Wohnsitz dauerhaft 1.250 km südöstlich verlegt, aber eine höhere Instanz (in mir) intervenierte und der Kompromiss ist ein Pendeln (Berlin-Sarajevo). 
Erst neulich fiel mir auf, dass "dort unten" nicht nur jüdische Einrichtungen keines Schutzes bedürfen, sondern in einer Stadt, in der 80% der Einwohner Muslime sind, eine jüdische Frau Bürgermeisterin ist. MS und Co. können sich sowas schwer vorstellen. Ansonsten gilt, was Houllebecq gesagt hat (Kriminalität, nicht Islam, ist das Problem). Das Problem mit türkischen Gangs gabs schon, bevor das ganze "islamisiert" wurde - Filme wie "Boys in the Hood" hatten enormen Einfluss auf eine 2. Generation, die sich sowohl von Eltern noch mehr von Gesellschaft entfremdet fühlte. Islam ist ein Reife-, Erkenntnisprozess statt eines Identitätsmerkmals. 

Sandstein

4. Juni 2024 18:27

"Zur Gesellschaft des Spektakels zählen auch diejenigen, die immer noch glauben, dass durch "formative Ereignisse" eine Bewusstseinswende ausgelöst werden könnte. Diese Leute haben 9 Jahre nach 2015 noch immer nichts dazugelernt. Sie können die ganze Wucht der suizidalen Impulse in den Völkern des Westens nicht begreifen. "Mannheim" beschleunigt den Niedergang der AfD in den Umfragen. Es sind dieselben suizidalen Impulse, die auch der Eskalationsspirale in RUS/UKR zugrundeliegen. Statt zu politisieren geht es heute zuvörderst darum, seinen Frieden mit Gott zu machen."
Bisher der beste Kommentar und irgendwie auch der einzige der zur nüchternen Analyse von ML passen mag. Es ist zwar geschmacklos, aber man muss den Spindoktoren in Politik und Medien schon zugestehen: selbst eine solche Tat zerren sie clever und ungeniert in ihr Narrativ. Alitsche Weidel tritt derweil den Rückzug an, weil sie auf ein Fakeposting hereinfällt. Wahnsinn! 

Wahnsinnistkeinemeinung

4. Juni 2024 18:28

@tearjerker. Danke für die Verweise bzgl. der Statistiken. Allerdings geht daraus noch nicht hervor, wie viele Polizeibeamte tatsächlich durch Gewaltdelikte zu Tode kamen und nicht möglicherweise durch z.B. Verkehrsunfälle bei Alarmeinsätzen. Wie wurde die Statistik errechnet? Für die ehemalige DDR (z.B. Sowjetsoldaten, Grenzzwischenfälle etc.) und für Westdeutschland gelten ähnliche Kriterien (Besatzungstruppen usw.). Ehrlich gesagt, kann ich das nicht glauben, dass Mord oder Gewalttaten mit Todesfolge, ähnliche oder sogar höhere Werte als heutzutage erreicht haben sollen. Da sich die Gesamtbevölkerung mittlerweile in Richtung 86 Millionen bewegt, müsste auch hier statistisch eine differenzierte Trennung vorgenommen werden oder denke ich da falsch? 

RMH

4. Juni 2024 18:50

Der Artikel ist gerade zu rechten Zeit erschienen. Es deutet sich an, dass an einer Legende gestrickt wird, zu unterstellen das Rechte - und damit AfD Anhänger - beginnen, den ermordeten Polizisten zu verhöhnen, den Mord für "staatsfeindliche Hetze" auszunutzen etc. Daher danke an M.L., dass er die Spürnase hatte, hier sofort den richtigen Artikel sehr zeitnah zu veröffentlichen. Das wird zwar die sich andeutende Schmutzkampagne gegen Rechts vermutlich nicht aufhalten (dass die Gegner in den Medien schäbig sind, wissen wir), aber niemand kann jetzt sagen, man hätte die Vorfälle nicht sachlich und differenziert dargestellt. Daher nochmals: Danke.

Maiordomus

4. Juni 2024 19:09

@Tarik. Nicht uninteressant, was Sie zu erzählen wissen, aus Ihrer Sicht nachvollziehbar. Vielleicht eignen Sie sich dort unten als Bürgermeister, wo aber Ihre soziale Lage vermutlich unsicherer wäre.
Wiewohl ich immer warnte vor "identitärem" Getue und entsprechender politischer Symbolik, möchte ich Ihre Unterstellung eines Momentums für "Identitäre" zurückweisen, Die bleiben nun mal Aussenseiter, sogar in ihrer Partei, die es schwerlich auf 30% und mehr bringt. Was sich radikalisiert hat, sind objektiv die Mainstream-Lebenslügen. Was ein führender Polizist, W.. zu diesem Mord abgesondert hat, ist praktizierter Extremismus, wie man es in der AfD fast nur bei ausgeschlossenen extremistischen Mitgliedern festgestellt hat; die Radikalisierung betrifft ganz klar die, welche in ihrer Tatsachen setzenden Interpetation des Rechtstaates und des Sozialstaates so weit gegangen sind, dass selbst ein Schwerstkrimineller nicht mehr der "Remigration" zugeführt werden kann. Die Verhältnisse sind extrem, nicht diejenigen, die gesagt haben, was Sache ist. Aber der Politik fehlt flächendeckend Problemlösungspersonal. Wohl selbst eine zwar als Kanzlerin nicht infrage kommende W. würde, wäre es so weit, aus Systemgründen nolens-volens "melonisiert".  
 
 
    

dojon86

4. Juni 2024 19:50

@Tarik Sie wissen aber, dass Bosnien-Hezegowina nach wie vor ein Protektorat ist. Ob dieser Staat stabil bliebe, wenn der hohe Repräsentant, dessen Befugnisse an die eines Kolonialgouverneurs erinnern mitsamt den Natotruppen abzöge und die EU diesen Staat nicht mehr dauersubventionieren würde ?  Ich kenne Bosnien und seine Bewohner ganz gut und ich habe da so meine Zweifel. Die Methode, in Osteuropa erwünschte Regierungen per Scheckbuch zu ermöglichen, könnte ihre Grenzen haben, wenn einem das Geld ausgeht. Oder wenn andere mehr zahlen !

Tarik

4. Juni 2024 19:50

II. In den 1980ern besprachen rechte serb. Akademiker u.a. die "Remigration" der Muslime in Jugoslawien. Vom "gewaltfreien Vorschlag" bis zum Völkermord verging weniger als ein Jahrzehnt. Fast 1000 zerstörte Moscheen vs. unangetastete Kirchen. Wie entgegnet man derlei Hass? Ich erinnere mich an eine - innermusl. - Veranstaltung, in der ein bekannter Berater des damaligen musl. Präsidenten folgendes sagte: "Wir müssen sie [die Serben] durch unsere Friedfertigkeit für uns [d.h. für Bosnien] gewinnen." Eben das, was Sure 40 - von allen traditionellen Exegeten als fundamentale Kernaussage erkannt - fordert: "Entgegne [Bösem] mit etwas Besserem." 
Wut aufgrund extremer Gewalterfahrungen ist oft ein Motiv. Bei Stürzenberger wars der Tod seines Bekannten in Mumbai 2008, bei Wilders der Mord an Theo van Gogh. Tatsächlich hat der Attentäter eine Todsünde begangen aus mehreren Aspekten, u.a. auch diesen: Es ist das Gegenteil der "da'va" (Aufruf zu Gott), auf die gerade die Jungs mit ihren Qur'anverteilaktionen so erpicht sind - es ist "tanfir": Jemanden durch Wort und/oder Tat von der Wahrheit weiter zu entfernen. (aus dem selben Grund das quranische Verbot, selbst Götzen von Polytheisten zu schmähen!) 
 
 

Mitleser2

4. Juni 2024 20:06

@Tarik: ich glaube Sie zu verstehen. Aber multikulturelle Gesellschaften der Art "BRD" funktionieren einfach nicht. Warum das vielleicht in Sarajewo anders ist, wäre zu diskutieren. In D kann es jedenfalls nur weiter eskalieren. Und daran sind die Identitären nicht schuld. 

Der Ronny

4. Juni 2024 20:10

Lichtmesz, Sie haben das Geschehene sehr plausibel niedergeschrieben. Ich habe mir beide Videos einige Male in Zeitlupe angeschaut, doch über die Rolle des Typen in Jeans, Camouflage-Jacke, Kapuze übergezogen und Maske im Gesicht, bin ich mir unsicher. Warum läuft einer so herum? Der war ja von Anfang an dabei. In dem ersten Video steht der sogar unmittelbar hinter dem Messer-Mann als der das Messer schon hoch hält, und später, im zweiten Video, greift der ins Geschehen ein. Und als alles gelaufen ist verschwindet der Typ plötzlich!? Ehrlich gesagt sieht der für mich eher wie ein Komplize aus. 

RWDS

4. Juni 2024 20:29

Die Islamversteher jetzt auch in der Kommentarspalte bei SiN. Danke. Da schau ich mir lieber ein paar alte DVA-Folgen an.

Le Chasseur

4. Juni 2024 20:46

@Ronny
Bei dem Maskenmann soll es sich um einen Unterstützer von Stürzenberger handeln, der sich so vermummt hat, weil er Repressalien seitens der Antifa fürchtet. Er erlitt eine Stichwunde am Oberarm.

Le Chasseur

4. Juni 2024 20:55

@Wahnsinnistkeinemeinung"Ehrlich gesagt, kann ich das nicht glauben, dass Mord oder Gewalttaten mit Todesfolge, ähnliche oder sogar höhere Werte als heutzutage erreicht haben sollen."
Ließe sich das möglicherweise mit dem medizinischen Fortschritt erklären? Schwerverletzte, die heute überleben, wären früher gestorben (und umgekehrt).

deutscheridentitaerer

4. Juni 2024 21:25

Natürlich können auch die Boomer hier wieder nicht genug davon kriegen, dass der Retter und der Polizist auch Migrationshintergrund hatten. Toll, toll, toll diese Leute mit Migrationshintergrund. Chaldäischer Christ sogar! Das hat man nicht alle Tage. Meistens sind es ja gewöhnliche Moslems.
 
Was man dieser Generation an Gehirnwäsche angetan hat, dass diese nicht atmen kann ohne durch irgendeinen Ausländer legitimiert zu sein, ist wirklich schlimm. Grade auch drüben bei Klonovsky wieder; natürlich muss er, nach dem er 20 Absätze aufgezählt hat, welche Verbrechen Ausländer hier so tagtäglich begehen, noch einen offensichtlichen Fakeaccount der sich als AfDwählende Türkin ausgibt anführen ... warum auch immer.

dojon86

4. Juni 2024 21:36

@Mitleser2 Die Bevölkerung Bosniens ist nicht eigentlich multikulturell. Es sind Südslawen und sie sprechen eine Sprache, nämlich serbokroatisch. Der Trend in dieser Region neuerdings zu behaupten, man spräche kroatisch, bosnisch oder serbisch, ist genauso ein linguistischen Unfug, wie zu behaupten, die Österreicher sprächen Österreichisch. Auch die Alltagskultur der drei religiösen Gruppen ist sich sehr ähnlich. Die Kriege zwischen den drei Gruppen würde ich eher mit den Kriegen zwischen Protestanten und Katholiken in Deutschland vergleichen. Man kann also nicht eigentlich sagen, dass es ein multikulturelles Land wäre. Die drei Gruppen haben sich historisch gebildet, weil eine Ethnie zu unterschiedlichen Zeiten durch drei verschiedene Imperien geprägt wurde.

Tarik

4. Juni 2024 21:38

@maiordamus
Mit "Momentum" paraphrasierte ich MS aus seinem Kanal - eine Kommentatorin hat seine Ausführungen entsprechend bewertet, dem würde ich nichts zufügen. Zum Anderen erinnere ich mich gut an die Eskalationsschraube auf dem Balkan, wo Einzeltaten populistisch als Brandbeschleuniger dienten.
Meine soziale Lage wäre sogar besser da unten (Lebeshaltungskosten, vom Wetter und der  besser gelaunten Leute - wobei im Vergleich mit Berlin wohl jeder besser dasteht - ganz zu schweigen). Es ist nur, was ich für "Pflichtgefühl" halte, einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, dass dieses Land hier nicht vor die Hunde geht. Die Christen hier werden wohl mit mir übereinstimmen, dass es letztlich unerheblich ist, ob man mit einem Projekt im Diesseits Erfolg hat. 
@dajon
Ich rede von szialer Grundmentalität: Es ist kein Zufall, dass es nach dem Krieg seitens der Muslime zu keinem Revanchismus kam - eher umgekehrt: gerade im ersten Nachkriegsjahr musste der IFOR oft eingreifen, weil mal wieder musl. Rückkehrer angegriffen wurden. Oder welcher Hass sich entlud, als man versuchte, 2001 einen Grundstein für eine im Krieg zerstörte Moschee (UNESCO-Erbe) in Banja Luka zu legen (viele Verletzte, ein Todesopfer).  Was passieren würde, wenn die OHR abzöge, weiß ich nicht, es liegt ohnehin alles in Gottes Händen, ich bin für Bosnien zuversichtlicher als für Deutschland. 

Tarik

4. Juni 2024 21:39

@ RWDS
Noch schlimmer, sogar Muslime selbst. Sie wissen ja, "Feind" liest mit. 

Speng

4. Juni 2024 22:11

Also nichts läge mir ferner, als auf irgendwelchen Gräbern herumzutanzen, aber ich muss schon sagen, dass die Institution Polizei, spätestens seit 2020, nicht unendlich viel Rücksicht verdient hat.
Rein hypothetisch gefragt, wie würden sich die Polizeifunktionäre, Politiker und Medienhu...-leute den gerieren, falls die einzigen Toten/Verletzten auf Seiten der Islamkritiker zu finden gewesen wären? Selbst schuld? Totales Schweigen? Muss man in Beifallsstürme ausbrechen, weil nur 30 Sek. zugestochen werden konnte und ein paar unserer Freunde in Blau einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht haben?
Und man verzeihe mir meine sarkastisch-morbiden Worte, aber zutreffender wäre das obige Mem, wenn der Attentäter auf den am Boden Liegenden eingestochen hätte, bei gleiche Beschriftung.

Gracchus

4. Juni 2024 22:12

Wenn ich - wozu mich der Beitrag veranlasst - die öffentliche Debatte seit 2015 Revue passieren lasse, stelle ich fest, dass sie keinen Schritt weiter ist, obwohl sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet haben. Deshalb stimme ich @Kriemhild zu - und @Maiordomus Antwort auf @Tarik - es gibt kein "identitäres Momentum". Eher ein resignatives. 

Speng

4. Juni 2024 22:24

@Tarik
"Es ist kein Zufall, dass es nach dem Krieg seitens der Muslime zu keinem Revanchismus kam."
Nun, das würden die jetzigen Serben im Kosovo wohl ein bisschen anders sehen.
"Identitäre werden sich weiter radikalisieren und "das Momentum" nutzen."
Und dies wiederum schrammt haarscharf an einer perfiden Täter-Opfer-Umkehr vorbei.

Paul Aner

4. Juni 2024 23:32

Ich denke, auch hierbei  ist die Analyse nicht allzu schwer:
Das Überschreiten der deutschen Grenze ist offenbar eine ziemlich leichte Übung für jeden, der es will.
Das Zurückschicken der Personen ( für die Betrachtung des Gesamtumstandes unabhängig davon, ob die rechtmäßig oder unrechtmässig die Grenze überschritten haben) weg aus Deutschland zurück über die Grenze des Herkunftslandes ist ein  unüberwindbares
Hindernis für die dt. Behörden. Offensichtlich.
Die einzige Frage, die sich hier stellt, ist die, warum die afganische/syrische/türkische/iranische etcpp Grenze sozusagen schützenswerter als die deutsche Grenze ist.
Rein, ja klar.....zurück in die Heimat, hmmmmm....geht irgendwie nicht ider nur schwer.
DAS konnte mir auch noch kein Politiker beantworten. 

Wahnsinnistkeinemeinung

5. Juni 2024 05:10

@Le Chasseur  Wäre denkbar. Allerdings zeigt sich zumindest in der Statistik eine Signifikanz bzgl. der an schweren Gewalttaten beteiligten Bevölkerungsgruppen. Solange die Einbürgerung dermaßen voraussetzungslos erfolgt, habe ich wenig Hoffnung. Zudem wird das gesamte politische System immer mehr ausgehöhlt. Zurück bleibt eine dysfunktionale Demokratie-Attrappe.

RMH

5. Juni 2024 07:57

Interessant ist, was jetzt insbesondere Unions-Politiker kurz vor der Wahl vom Stapel lassen können:
https://www.bild.de/regional/baden-wuerttemberg/mannheim-kommissar-mit-brandrede-polizistenmord-war-islamistisch-665f10a45cfff230440f8d9f?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F
Entzug doppelter Staatsbürgerschaften, vom unantastaberen Menschrecht auf Asyl kommt man zum "Gastrecht" (die "Heimat" wird feixen), welches natürlich entzogen werden kann etc. (beobachtet der VS das schon?) - und aus dem Kaffeekränzchen in Potsdam haben die Medien vor kurzem noch eine Wannseekonferenz 2.0 gemacht. Etabl. Parteien im Verbund mit MSM, Gewerkschaften und Medien haben zehntausende ihrer Leute auf die Straße gebracht, um so eine angebliche "Mehrheit" der "Demokraten" zu zeigen. Wie ich oben schrieb: Nach der Wahl werden dann die wichtigsten Regeln aller etabl. Politiker gelten: Was geht mich mein Geschwätz von gestern an & ich kann mich nicht erinnern. Die nackte Heuchelei - und für sowas geben Polizisten ihr Leben. Die, die darüber nachgedacht haben, halten lieber die Klappe, denn sonst werden sie als leichteste Form nur aufs Karriereabstellgleis gebracht, wohl aber eher gefeuert unter Verlust der Pensionsansprüche.

dojon86

5. Juni 2024 08:52

@deutscherIdentitärer Die Boomer müssen sich immer durch irgendwelche Ausländer legitimieren, weil sie eine hysterische Angst haben, als Nazis bezeichnet zu werden. Dabei ist das Blödsinn. Nazis wollten andere Länder erobern und deren dortige Bevölkerung ersetzen. Das wollen Identitäre eigentlich nicht. In meiner Jugend wurden Leute, die ihr eigenes Volk bewahren wollten, gerade bei Linken als Freiheitskämpfer bezeichnet. (berühmte Beispiele waren Vietnam, Algerien und in gewissem Sinne auch Kuba, welches vor 1960 eine defacto Kolonie der USA war)

tearjerker

5. Juni 2024 09:49

@Wahnsinnistkeinemeinung: 
Die 400 Fälle sind Gewalttaten, nicht Unfälle.
Beschreibungen in den Links:
Straftaten gesamt
Mordstatistik 15-23
Mordstatistik 53-15
Die Probleme sind aktuell bei Mord-/Totschlag deutlich geringer als in der Vergangenheit. Auch insgesamt ist der Trend rückläufig, selbst wenn die Ukraine-Krise und die Folgen das Blatt wieder wenden könnten. Die Zahlen sind tendenziell fallend, weil die Leute im Schnitt immer älter werden, damit die Dynamik und resultierende Konflikte abnehmen und die Umverteilung über den Staat und die Sozialversicherungen zwischen 2005 (insgesamt 1 Billion Euro Ausgaben durch Staat und Sozialversicherung) und 2023 (2 Billionen) die Probleme mit Geld zuwirft.

Le Chasseur

5. Juni 2024 10:04

@RMH
"Nach der Wahl werden dann die wichtigsten Regeln aller etabl. Politiker gelten: Was geht mich mein Geschwätz von gestern an & ich kann mich nicht erinnern."
Die Unionsparteien werden am Sonntag deutliche Verluste erleiden, und dann wird es heißen, "die Annäherung an die AfD war ein Fehler" , und als Parole wird ausgegeben, die AfD und andere patriotische Parteien bis auf's Messer zu bekämpfen.

Tarik

5. Juni 2024 10:19

@ Speng
Mein Aussage bezieht sich auf Bosnien - nicht auf den Kosovo. Die Kosovo-Albaner sind ähnlich wie ihre Landsleute im Mutterland weitesgehend areligiös,  kompensieren dies jedoch mit einer leichten Überdosis an Nationalismus. Hier ist der Konflikt schon eher ein ethnischer denn religiöser. Man kann den Unterschied auch an religiösen Bildungsinstitutionen ausmachen. In Bosnien gibt es 9 islamische Internate, im Kosovo keine einzige. Und an ihren Landsleuten im albanischen Mutterland - man denke an Enver Hoxhas extr. Stalinismus - können sie sich schwerlich religiös orientieren. In Mazedonien wiederum verhält es sich anders. 
Was ihre Bemerkung angeht: 
"Und dies wiederum schrammt haarscharf an einer perfiden Täter-Opfer-Umkehr vorbei."
Nicht mal ansatzweise, sondern beschreibt die abzusehenden Folgen der Tat - in Verbindung mit dem letzten Absatz von Kommentar II. zu verstehen. 

Laurenz

5. Juni 2024 10:26

@Olmo ... "Nun kommt der für mich persönlich erschütterndste Moment: Rouven L. rappelt sich auf, ...kniet zunächst am Boden und steht dann kerzengerade auf."Geht mir auch so. Ich bekomme es die letzten Tage nicht mehr aus dem Kopf." ... Das geht jedem normalen Menschen so, mir auch. Zuschauen macht betroffen. Aus dem Zuschauen generiert sich die sogenannte Menschlichkeit, obwohl die Empfindung auch bei manchen Tierarten vorhanden ist. Als Menschen, vor allem dann, wenn wir das auch sein wollen, müssen wir aber auch darüber hinaus zuschauen. Aus diesem Betroffenheits-Mechanismus funktionieren Nachrichten & Propaganda explizit darüber, wobei man das Volk zuschauen läßt & wobei nicht. Wenn wir als Menschen intelligent sein wollen, müssen wir auch dahin schauen, wo man uns nicht zuschauen lassen will. Um selbst zu überleben, muß man sich beim Zuschauen distanzieren können. Castaneda meint, Mitleid sei nur projiziertes Selbstmitleid. Man könne nur helfen, wenn man sich bis zum egalen Empfinden distanzieren kann. Mitgefühl sei dann durchaus noch hilfreich. Konnte mich früher nicht distanzieren & mußte das erst beim Familienstellen & einer Körper-Therapie lernen.

Artabanus

5. Juni 2024 10:52

Das Thema Kriminalität von Einwanderern gegen die Einheimischen ist nicht neu, wird aber durch die filmische Dokumentation anschaulich und wirkt daher viel stärker als eine abstrakte Polizeistatistik. 
Ein wichtiger Punkt, der in der Diskussion zu wenig beachtet wird ist die Tatsache, dass praktisch die gesamte Muslimische Einwanderung nach D eine unmittelbare Folge des Vasallenstatus der BRD im US-Imperium ist. Angefangen hat es mit der Einwanderung von Türken, zur Unterstützung des NATO-Partners Türkei, danach kamen Flüchtlinge aus Gebieten, die von den USA mit Krieg überzogen wurden. Die Grenzöffnung 2015 diente z.B. u.a. dazu die Regierung Assad zu schwächen. Und natürlich sind die 400000 Afghanen in D eine Folge des 20 jährigen NATO-Einsatzes dort.
Es nützt daher nichts, den Islam zu kritisieren. Auffällig ist, dass die vehementeste Islamkritik meist aus einer proisraelischen Ecke kommt(z.B.Stürzenberger, PI-News,Wilders). 
 
 

Tarik

5. Juni 2024 11:26

Zu "Täter-Opfer-Umkehr". Herr Seidel hat einen lesenswerten Artikel verfasst, "Über Stürzenbergers Mitschuld"
Abschließend: Für mich stellt sich die Frage überhaupt nicht, aber ich kann nur für mich sprechen. In meinem Umfeld sind Leute, die Extremes erlebt haben: körperliche und psychische Folter jenseits der Vorstellungskraft vieler, den damaligen Tätern kann man jedenfalls keinen Mangel an Kreativität vorwerfen. Da das Urinieren auf dem Qur'an (vor der eigenen Familie) dazugehörte, können ehemalige Betroffene wohl unterschiedlich auf "Shlomos" ex-Intro reagieren. Die Einen sind hochempfindlich geworden, emotionale Stimmgabeln leicht getriggert werden. Andere zeigen rein körperliche Reaktionen, Ekel z.B. Wiederum Andere entwickeln eher ein dickes Fell, a la "was interessiert mich PI-"News", ich hab schlimmeres überlebt.".
Erfahrungsgemäß haben traditionell religiöse Menschen das weitaus besser verkraftet oder aber, das Erlebte hat sie überhaupt näher zur Religion gebracht. Wenn näher zu a) traditionellem Mainstream-Islam, umso besser, wenn b) Salafi-Import, problematisch (siehe freiwillige Kämpfer aus dem Balkan, die nach Syrien zogen. Auch hier war der Anteil aus dem eher areligiösen Kosovo am höchsten. Genauso wie Tunesien, als säkularisiertestes arabisches Land mit größten Abstand das größte Kontigent an Freiwilligen stellte.. 

Olmo

5. Juni 2024 12:27

Man schaue und höre sich den Eingangsdialog dieser beiden Damen an: 
https://www.youtube.com/live/mIO7231Y0jY?si=9T32CRrRpEqVOAfE
Das Kind wird in den Brunnen fallen. Das wird  auch kein niveauvoller Dialog über den Islam mit muslimischen Intellektuellen verhindern noch den Aufprall abmildern, ohnehin haben die Islamisten vermutlich die überzeugenderen Argumente (ich bin da kein Experte). Warum sollten die Muslime auf Eroberung und Unterwerfung verzichten? Weil die Deutschen doch so nett sind? Mal abgesehen von den Überläufern/Konvertiten, siehe Bosnien, das waren auch einmal Christen. 
 
 

Ein Fremder aus Elea

5. Juni 2024 13:54

dojon86,

in Vietnam war es doch genau umgekehrt. Antikolonialisten haben sich einen roten Anstrich gegeben, um militärisch unterstützt zu werden. Der Sozialismus war damals die Eintrittskarte zur industriellen Moderne für die kolonial Abhängigen, und in Schwarzafrika ist es vielleicht immer noch so.

Vielleicht sollten sich alle Polizisten ihre Haare über ihre Schultern wachsen lassen. Würde ihren Hals schützen - und ihnen etwas ritterliches geben. Wenn's bei Rockstars klappt, warum nicht auch bei der Polizei?

Ansonsten, wenn man Unordnung stiftet, verliert man eben den Überblick. Der Verlauf des Ganzen ist schon symptomatisch. Ich habe mir heute morgen Köppels Interview mit diesem Theaterregisseur angesehen, und das sind so Zeiten, zu welchen mir das Politische so richtig zum Halse 'raushängt. Die eine Gruppe, zu welcher alle Deutschen gehören wollen, ist die Gruppe der Unpolitischen.

Olmo

5. Juni 2024 15:47

@Tarik
Ja, es ist wahr, Gangster-Filme und Hip Hop aus den USA haben viel Schaden angerichtet. Und es gibt auch den Ritter, den Saladin (ich meine nicht die Polizisten), der seine deutschen Schäfchen beschützt. Aber es ist falsch und würdelos, daß ein Deutscher auf deutschem Boden auf den Schutz eines Ausländers oder Moslems angewiesen sein soll. Wenn Sie uns helfen wollen, gehen Sie mit gutem Beispiel voran, kehren Sie in Ihre Heimat zurück. Eröffnen Sie einen Youtubekanal, auf dem Sie erzählen, wie schön es ist, wieder daheim zu sein.

Ahmed

5. Juni 2024 15:57

Gute Analyse und Bewertung - bis auf ein wichtiges Detail: Man könne dem Mann in der blauen Jacke, der auf den Helfer in der hellen Hose (ein christlicher Aramäer aus dem Irak, wie wir seit heute wissen) einschlug, "keinen Vorwurf machen", schreibt Lichtmesz. Denn jedem von uns wäre es schwergefallen, so Lichtmesz, in dem Durcheinander Freund und Feind auseinanderzuhalten. Dieser Bewertung ("keinen Vorwurf machen"), die so oder so ähnlich auch Stürzenberger im Interview mit Dieter Stein am 1.6.24 geäußert hat, ist energisch zu widersprechen. Objektiv hat der Blaubejackte, wie auch Lichtmesz feststellt, eine Kaskade an Handlungen in Gang gesetzt, die dem Polizisten das Leben kosteten. Wenn jemand - wie der Blaubejackte - auf einen Tumult mit mehreren Beteiligten trifft und dabei nicht auf Anhieb zu erkennen ist, was Sache ist, muss man sich schlicht und einfach zumindest so lange heraushalten, bis klar ist, was Sache ist. Das ist ein Gebot elementarer Vernunft, dessen Befolgung grundsätzlich von jedem Aktivisten einzufordern ist. Gegen dieses elementare Gebot hat der Blaubejackte verstoßen, und deshalb trifft ihn eine Mitschuld am Tod des Polizisten. 

ML: Wahrscheinlich haben Sie recht.

links ist wo der daumen rechts ist

5. Juni 2024 16:15

Ich fände es angesichts unseres Argumentationsfurors (mea culpa) angemessen, in dieser Sache doch etwas länger zu schweigen, und keine Aktualitätsnutzen zu ziehen; war ja auch schon in der Sache George Floyd vice versa fraglich. Trauerphasen kennt sogar das Tierreich.
In dieser Sache hat das Ganze zudem – auch angesichts der Unübersichtlichkeit (die drei Helfer, ein Christ aus dem Irak als Haupthelfer, zögernde Polizisten, kreischende Polizistinnen…) – fast schon eine mytho-poetische Tiefenstruktur; ein Alexander Kluge müßte darüber schreiben.
Zutiefst deutsche Dramen wurden an die Oberfläche gespült: ein Siegfried-Tod (die verwundbare Stelle), die „Dolchstoßlegende“, der Todestag an einem 2. Juni, die Schuldfrage (wer ist an dem Ganzen - in actu - schuld) usw.
Allein die Struktur der übereinanderpurzelnden Helfer ist so unübersichtlich wie die Schuld-Struktur im Nibelungenlied (die Urverbrechen der Merowinger/Salfranken vs. Rheinfranken); damals war es ein paranoides Zeitalter mit Todesverleugnung (nach der genialen Interpretation von Franz Borkenau).
Und heute? Wer schreibt das gegenwärtige Epos?

MaxMueller

5. Juni 2024 19:43

@Le Chasseur
Guter Mann, mit Schlagstöcken richtet man gegen einen Messerstecher genau gar nichts aus, weil es zu schnell geht.
Es hilft nur folgende Vorgehensweise: wer ein Messer zückt, muss mit mehreren Kugeln rechnen, und die Polizisten dürfen dafür auch nicht belangt werden. Wenn sich das rumspricht lässt es vielleicht nach.

RMH

5. Juni 2024 20:51

@Artabanus, Sie erzählen nur eine Seite aus dem vielseitigen Buch der moslem. "Migration". Fakt ist auch, dass mit dem Eingreifen von RUS in Syrien die Fluchtwelle noch einmal angestiegen ist, dass RUS im Verbund mit Belarus weitere Fluchtlinien eröffnete und Flüchtlinge an die EU-Grenzen schleusen lies, dass einer der wesentlichen Gründe für Finnland, der Nato beizutreten nicht alleine der Ukraine-Krieg war, sondern die von RUS beförderte, permanente Einsickerung von Flüchtlingen über die lange finnische Grenze (bis hin nach NOR). Der Überfall allein hätte nie ausgereicht, die im Grunde guten Beziehungen zwischen FIN und RUS derart zu Grunde zu richten und FiN in die Nato zu bringen. Die Einwanderung von Moslems begann nicht erst mit dem Anwerbeabkommen mit der Türkei, dazu gibt es verschiedene Quellen, die bspw. auch auf ein Netzwerk von Altnazis zu ehmaligen bosniakischen SS-Leuten und deren männliche Verwandete hinweisen, welche diese Muslime als "bewährte" Kräfte für die deutsche Industrie anwarben (zumindest für die Goßindustrie in meiner Heimtstadt, deren Personaler ehem. SS-Kader waren, lässt sich das gut aufzeigen. Die letzten Beteiligten sind aber mittlerweile auch schon verstorben).

Le Chasseur

5. Juni 2024 21:27

@MaxMueller"Es hilft nur folgende Vorgehensweise: wer ein Messer zückt, muss mit mehreren Kugeln rechnen"
Was in diesem Fall ja auch geschehen ist. Ich wüsste nicht, wann man eher hätte schießen können, als der Polizist es getan hat. Außer, man nimmt in Kauf, dass auch jemand anderes als der Täter getroffen wird.

ML: Hier ein recht überzeugendes Analyse-Video, wonach vermutlich ein Kameramann im Weg stand.

Speng

6. Juni 2024 00:04

@Tarik
Ich hatte eher den "Balkankomplex" als Ganzes im Blick, aber ja, sie bezogen sich dezidiert nur auf Bosnien. Also geschenkt, ich bin wirklich nicht tief genug in der Materie, um Ihnen fundamental widersprechen zu können. Auf die ganze Region bezogen, ist die Darstellung der Muslime als unschuldige Opferlämmer aber sicher falsch. Die Balkankriege in den 90ern waren ja auch Musterbeispiele des Kampfs der Kulturen nach Huntington, an deren Bruchlinien die Vertreter der dort aufeinander treffenden ethno-religösen Großzivilisationen ihren Konflikt, per Stellvertreter, austrugen und noch heute austragen. Ein ethnischer Konflikt ist somit immer auch religiös aufgeladen und vice versa. Um beim Kosovo Beispiel zu bleiben, haben also die Albaner hier mindestens ein potentes Instrument, um ihre Interessen durchzusetzen. Und dies alles andere als unblutig.

ofeliaa

6. Juni 2024 00:19

Ja, es wird momentan wohl um die Zukunft gekämpft. Wer darf die Zukunft gestalten... In welcher Farbe wird die Welt gestrichen. Nicht auf Hautfarben bezogen, sondern einfach eine Metapher. Wir radikalsieren uns gegenseitig im Bestreben den zukünftigen Duktus zu bestimmen. Die muslimischen Jugendlichen und, wie wir nun auch wissen - Studierenden - sagen, wir sollen uns hüten schlecht über die Muslime zu sprechen. Die anderen fordern ein Kalifat. Obgleich ich glaube, dass es doch immer noch wir sind, die hier im Recht sind, eigentlich unsere Kultur als hier ansässig und somit als rechtmässig anzusehen, kann ich auch die Gegenseite verstehen. In dem Sinne verstehen, dass man Angst davor hat, dass das Seine unterdrückt wird, nicht geachtet wird. Der muslimische Angreifer wird wohl so gedacht haben. Und die Polizei ist immer zwischendrin und hat nicht nur meinen Respekt verdient, sondern auch mein Beileid sicher. Was diese Beamten jeden Tag erleben, ist kriegsähnlich. Ich bin hin- und hergerissen. Rebellieren gegen die Eindringlinge oder für Verständigung sorgen. Auf jeden Fall kann die gegenseitige Radikalisierung so nicht weitergehen. Ich meine damit vor allem bzgl. der Jugendlichen. Sie sind wohl der Schlüssel, denn sie sind ja die Zukunft. Wenn wir die jungen Muslime ablehnen, spielt man den Islamisten in die Hände, denn sie nehmen sich allzu gerne der jungen Menschen an und machen sie zu "Helden".

Maiordomus

6. Juni 2024 07:39

@Lichtmesz. Ihr "wahrscheinlich haben Sie recht" bezeugt Grösse, jene Offenheit, die bei den Zwangsmedien nicht mehr, nicht oder noch nicht wieder zugelassen ist , wobei freilich Zwangsabonnemente von Beschimpfungen durch Monopolisten, die einen als Mitbürger nicht zählen wollen, so oder so die derzeit schwerste Menschenrechtsverletzung in Deutschland darstellt und nicht nur dort.
Dass hier Ahmeds und Tariks an der Debatte teilnehmen, stört mich nicht. Meine Hinweise auf ein interessantes Gespräch mit einem indes schwer umstritten gewesenen Ahmed wurde, wohl auch wegen scharfer Zurückweisung unqualifizierter Aussagen in dieser Kolonne, was zwar die Ausnahme ist, nicht geschaltet. Selber schloss ich nie aus, auch in einer Publikation, dass ein konstruktiver Dialog mit einem Teil der Muslime bei uns möglich ist, bis hin zu potentieller Allianz gegen diejenigen, welche hier vertretene Auffassungen im Orwellschen Sinn als "Verbrechdenk" abtun. 

Artabanus

6. Juni 2024 08:07

@RMH
Der NATO-Beitritt Finnlands ist eine Katastrophe für die Finnen. Eine Grenzschließung zu Russland dagegen erfordert keinen NATO-Beitritt.
Die Initiative für das Deutsch-Türkische Anwerbeabkommen ging von der Türkei aus. 
Zum Thema Syrien sollten Sie besser kein Fass aufmachen. ISIS, oder ISIL, wie Obama zu sagen pflegt, ist ein Kind der Amerikaner.
Amerika ist nicht unser Freund und Russland ist nicht unser Feind. Freundschaft unter Staaten gibt es eh nicht, sondern nur Interessen. 

Monika

6. Juni 2024 09:01

Werter Herr Lichtmesz, ich habe gerade nochmal Ihren Beitrag von 2015 "Ich bin nicht Charlie", insbesondere Teil 3 (Das Ziel der Kampagne) gelesen. Das ist hochinteressant. Was kann man heute, nach fast 10 Jahren noch übernehmen? Wo bedarf es einer Nachjustierung ? Gibt es neue Überlegungen? Platzen Denkblasen? Es wird Zeit für eine Art "Chronik der laufenden Ereignisse", ähnlich der gleichnamigen Samisdatzeitschrift in der SU. Das wäre ein großes Projekt (Erstellung einer Dokumentation)  zum 10-jährigen Jubiläum des "Unterganges" Deutschlands und Europas. Was wäre eigentlich anders, hätte es Herrn Stürzenberger das Leben gekostet ? Hätte da ein Iman der DITIB auf dem Marktplatz  "gesungen" ? Wäre Nancy Faeser in Mannheim erschienen? Hätte es eine Gedenkminute im BT gegeben ? Die Fragen nehmen kein Ende und die Blasen sind längst am Platzen....

Olmo

6. Juni 2024 09:37

@Maiordomus
Auf einer Veranstaltung der Gülen Bewegung sagte mir eine niedliche,  blaße Muslima, mit leuchtenden Augen, auf gebrochenem Italienisch, daß sie Italienerin sei, und dieses Faktum mache den Islam zu einen Teil Italiens. Süß. Gegen diesen Typus von Mystik- Müsli-Moslem habe ich überhaupt nichts. Doch ich befürchte, daß die Sufibewegung sich nicht durchsetzen wird. Auch ein Salafist, der auf seiner Kalifats-Werbeveranstaltung herumkrakelt, kann unter anderen Umständen, in einem anderen Kontext (z.B.in Tunesien) vielleicht ein guter Typ sein. Sie sind Entwurzelte. Diese Menschen und ihre Religion gehören nicht nach Europa. Außerdem ist die ganze Einwanderungs- und Islam Debatte m.E. eine Frage der Quantität, und eine Frage unserer eigenen Schwäche bzw. Verirrung oder besser: Gottlosigkeit. Die friedlichste Lösung: Scheidung, räumliche Trennung. Wir können ja Freunde bleiben ... 

Monika

6. Juni 2024 09:55

Da in Eile, verweise ich noch schnell auf einen Beitrag von Ayaan Hirsi Ali in https://unherd.com/2024/06/the-mannheim attacks-reveal-europes-impotence/
Hirsi Ali erweitert etwas den Blickwinkel. Diese ständigen Anschläge, Attacken, gegen die keine Poltiker ernsthaft etwas unternehmen, zeigen die ganze Ohnmacht Eropas .Internationale Verträge machen es nationalen Regierungen schwer, illegale Einwanderung zu stoppen oder Islamisten vom Eintreten in die Länder abzuhalten. Eine Ausnahme ist für Hirsi Ali Ungarn. Das unvollständig in Kürze.
Vielleicht kann man solche Beiträge, die von außerhalb auf Europa blicken, in die Diskussion mit einbeziehen. 

RMH

6. Juni 2024 10:07

@Artabanus, kenne die deutsch-amerikanische-Freundschaft auch nur als Name eine Band (DAF). Unabhängig davon spielt die "alte Migration" bis zum Epochen-Dammbruch in Deutschland 2015 sicher keine besondere Rolle für das Attentat in Mannheim. Die damaligen Moslems, die seit den 60er Jahren eingewandert sind (fast alle Türken oder aus anderen europäischen Teilen kommend), mögen zwar teilweise Hinterwäldler gewesen sein, aber Terroristen waren sie eindeutig keine. Sie arbeiteten auch & lebten nicht auf Stütze, wie der Mörder in Mannheim. Im Islam gab es aber eine Politisierung & Radikalisierung, die zwar alte Anfänge hat, aber uns erst in den 90ern offenbar wurden. Die Muslimbruderschaft, das Erz-Wahhabitentum in Arabien, Salafisten, dass alles kann man mit den zu uns früher eingewanderten Moslems nur schwer in Verbindung bringen & die islamische Welle ist auch erst spät auf die Türkei selber, seit Atatürk offiziell laizistisch, übergeschwappt. Das da was gärt & brodelt, werden die ersten zum ersten mal 98, bei den Anschlägen auf die US-Botschaften erkannt haben. Unter dem Strich: Es bleibt auch nach dem Anschlag in Mannheim komplex & Moslems unter Generalverdacht stellen ging noch nie und geht auch heute nicht in Ordnung (das war jetzt nicht auf @Artabanus bezogen).

Ein Fremder aus Elea

6. Juni 2024 11:27

ofeliaa,

Eine Verständigung ist doch überhaupt nur innerhalb des gegenwärtigen sozioökonomischen Rahmens denkbar, in welchem dem Individuum keine politische Rolle zukommt.

Artabanus,

die Freundschaft zwischen Samweis Gamdschie und Frodo Beutlin beruht darauf, daß Samweis ein Analphabet ist und Frodo braucht, um ihm Dinge vorzulesen, und da es sehr leicht ist, diese Rolle auszunutzen, ist Samweis um so dankbarer für Frodos Integrität. Daß Leute ihre Interessen verfolgen ist doch keine Gefahr für die Menschheit - im Gegenteil.

zeitschnur

6. Juni 2024 12:42

Zu dem Mann in der blauen Jacke gibt dazu eine sehr genau Bildanalyse von einem "Uwe Klardenker" zusammen mit "Elijah Tee". Der Mann drückte sich die ganze Zeit in weiter Entfernung bereits herum und war dann ganz plötzlich da, um den Täter freizuprügeln. Es ist sehr gut sichtbar auf allen Bildern, dass der Täter dieses Messer in der Hand hält. Das war schwerlich zu verkennen. Und falls man es nicht klar wahrnimmt, darf man nicht losprügeln.
An diesem Ereignis ist sehr vieles ungereimt. Auch sehe ich nicht, dass "Pax Europa" nur kritisch gegenüber dem politischen Islam ist. Sie setzen den Islamismus mit "dem" Islam gleich. Das kann man leicht erkennen, wenn man auf die PE-Website geht. Ulfkotte trat in den 10er-Jahren aus, weil er den Verein für rassistisch und rechtsextrem hielt und dafür gute Gründe auflisten konnte. Das rechtfertigt natürlich keine Mordanschläge, ich sage es nur, weil das anders dargestellt wird.
Bei einer Zahl von über 10 000 Messerattacken im ganzen Bundesgebiet im Jahr 2023, ausgeführt von trainierten Killern (Söldnern?), muss man sich fragen, wie es sein kann, dass die "Dienste", die doch sonst das Gras wachsen hören, das nicht gemerkt haben wollen. Und: Das hohe Aufkommen spricht für eine hybride Kriegsführung. Von wem sie ausgeht, ist nicht leicht zu beurteilen.
Punktgenau fand dieses medial sehr gut gestreute Verbrechen kurz vor der Europawahl statt.

Mboko Lumumbe

6. Juni 2024 12:47

@Monika 09:55Ayaan Hirsi Ali schreibt u.a.:
"Ein Teil der Antwort – ein wesentlicher Teil der Antwort – liegt in den verschiedenen Strategien und Annahmen, die alle großen europäischen Länder in ihren Einwanderungsregeln verankert haben.
Der erste betrifft Verträge...
Der zweite Punkt betrifft Verfassungen....
Der dritte Punkt betrifft die Wahrnehmung....
Was ist die Lösung? Die Wahl einer Mitte-rechts-Regierung ist sicherlich keine Lösung. Wie die letzten 14 Jahre in Großbritannien gezeigt haben, tun Mitte-rechts-Regierungen nichts. Stattdessen bedarf es einer Änderung des Völker- und Verfassungsrechts, sonst werden sich Ereignisse wie in Deutschland so lange wiederholen, bis die Nationen Europas zusammenbrechen.
Zweifellos werde ich diesen Artikel in einem Jahr noch einmal schreiben. Und im Jahr darauf. Aber wenn wir groß denken und genug von uns aufwachen, werde ich eines Tages aufhören können. Bis dahin."

Olmo

6. Juni 2024 12:58

Während meines Erasmusstudiums in Istanbul, warnte ein osteuropäischer Freund und Kommilitone, der sich dort nicht 100% wohlzufühlen schien, man müsse immer auf der Hut sein, Muslime seien wie wilde Tiere. Ich empfand das nicht so, im Gegenteil. Istanbul kam mir oft zivilisierter vor als Berlin, Köln oder Hamburg. Auch bewege ich mich dort teils entspannter. Und ich hing nicht nur in Taksim/ Beyoglu oder Kadıkoy ab, nein, ich war auch in Üsküdar und Fathi unterwegs. Wir besuchten Kars und Konya, Nord-Süd, Ost-West. In Italien wird man als Deutscher von manchen Kurden und Türken fast wie ein Stammesmitglied behandelt, weil alle irgendwie mit Deutschland verbandelt sind. Diese Sympathie und diese Erfahrungen ändern nichts an meiner Einschätzung, daß der Versuch einer Fusion beider Welten scheitern wird.

Mboko Lumumbe

6. Juni 2024 13:02

Nachtrag mit der Frage, auf die Ayaan Hirsi Ali in ihrem Artikel selbst antwortet:
"Nicht alle dieser Politiker sind verantwortungslose Monster, auch wenn es vorübergehend befriedigend sein mag, das zu sagen.
Warum also scheinen sie nichts zu tun?
Ein Teil der Antwort – ein wesentlicher Teil der Antwort – liegt in den verschiedenen Strategien und Annahmen, die alle großen europäischen Länder in ihren Einwanderungsregeln verankert haben."
 
Ayaan Hirsi Ali mahnt dazu, sehr viel größer zu denken und zu handeln. Die sich daraus ergebende Frage ist natürlich sofort: Wie kann man das konkret umsetzen?
Es ist ja nicht so, dass sie das jetzt als Erste erkannt und benannt hätte. Wenn man EU-Politik und Brüssel betrachtet, kann man leicht erkennen, dass derartiges schon seit vielen Jahren stattfindet, nur eben gegen die Völker und Nationen. Es genügt nicht, groß zu denken, denn ohne entsprechende Handlungsmacht (hierzu gehören auch Medien) bleibt das Denken wirkungslos. 

rotenburg

6. Juni 2024 14:34

@Artabanus: "Ein wichtiger Punkt, der in der Diskussion zu wenig beachtet wird ist die Tatsache, dass praktisch die gesamte Muslimische Einwanderung nach D eine unmittelbare Folge des Vasallenstatus der BRD im US-Imperium ist."
Japan und Südkorea sind noch abhängiger von der US-Politik als die Bundesrepublik. Japan durfte ja nicht einmal eine eigene Armee haben und trotzdem gab es keine nennenswerte Einwanderung. Das ist eine Metalitätsfrage. Wenn die Deutschen die gleiche Mentalität hätten wie Koreaner und Japaner hätte es auch in Deutschland keine nennenswerte Einwanderung  gegeben. 
 

Olmo

6. Juni 2024 16:22

"Löst sich aber ein Volk, wie es die Deutschen um 1500 doch taten, von seiner Landschaft, so verfällt mit dem landschaftsgebundenen Recht naturgemäß auch die landschaftsgebundene Soziologie und das landschaftsgebundene Brauchtum. Der Zusammenbruch der alten Vorstellungen aber erzeugt dann zunächst immer eine tiefe Ratlosigkeit und schwere Erschütterungen, und folgerichtig sehen wir die Massenpsychosen der Völker immer in ihren Wechseljahren und etwa den Pugatschowschen Aufstand in Rußland als Quittung auf die zwangsmäßige Europäisierung unter Peter dem Großen erscheinen." Aus Bockelson von Friedrich Reck-Malleczewen 
Wenn das stimmt, kann man erahnen, was da auf Europa mit den Massen an entwurzelten orientalischen und afrikanischen Muslimen anrollt, die in Europa auf Massen orientierungsloser seelisch bzw. religiös  entwurzelter Europäer treffen. 
Badeschluss für mich, sonst gibt es Ärger mit dem Chef (zu recht).

Mitleser2

6. Juni 2024 20:23

@totenburg: was ändert das denn an der Situation? Japaner und Koreaner hatten eben nie diese 75-jährige Indoktrination mit dem Schuldkult. Mentalität ist was anderes.

Maiordomus

6. Juni 2024 21:10

@Olmo. Mystik-Müsli-Moslem hat definitiv nichts mit Abu Ali al Hoseyn ben Abdllah ibn Sina, genannt Avicenna zu tun. Das mit den Leuten, die Sie definitiv nicht hierhaben wollen, kann ich meistenteils nachvollziehen. Dieser Tage las ich, zwar in deutscher Übersetzung aus dem 19. Jahrhundert, Gedichte von Bejli Hassan, Mohamed Ferdi, Monla Abdul Latifi, Scheich Elwan Shirasi, Ssubi von Brussa, Bassiri, der mir durch seinen beissenden Witz aufgefallen ist, Ssaadi Tschelebi, Sadi, Ahmed Pascha, Ahmed Dajii und natürlich wunderschöne Hafis-Canzonen, für die schon Goethe schwärmte, ausserdem gibt es noch ein paar türkische Klassiker. Für die meisten dieser Gedichte würden Sie im Iran an einem Kran aufgehängt, sie stammen zwischen 1200 und 1800. Zitiert sind sie aus einem in der Schweiz 1838 verbotenen Buch. Ich lese das nicht zum Ausgleich zur heutigen Situation, eher schon, weil allein schon die Übersetzungsleistung an keine mir bekannten deutschen Gedichte der Gegenwart heranreicht. Immerhin gibt es auch sehr gute türkische Gegenwartsliteratur, zu denen bei uns subventionierte Exiltürken, besonders der bekannteste diesbezügliche, wirklich nur Scheisse produzieren, sogar bewusst angepasst an die gegenwärtige deutsche Fäkalsprache. Hier wäre wenigstens geistige Remigration fürwahr eine Wohltat, obwohl der genannte Türke unter der Sch. sog. biodeutscher oft noch subventionierten Literaten produziert.   

Artabanus

7. Juni 2024 07:20

@RMH
Könnte die Radikalisierung der Moslems weltweit etwas mit den Aktivitäten der Amerikaner und ihrer Verbündeten in islamischen Ländern zu tun haben? 
Da der Attentäter Afghane ist, nehmen wir als Beispiel Afghanistan. Das Land war in den 70ern weitgehend säkularisiert. Die USA haben dort die Radikalisierung vorangetrieben, um einen Stellvertreterkrieg gegen die Sowjetunion zu führen. The rest is history.
@ rotenburg
Japan wurde von den USA eine andere Rolle zugeordnet als D. Geographisch haben sie auch Vorteile. Die BRD ist seit der NATO-Osterweiterung so etwas wie der Mülleimer für Amerika, und wir bekommen seitdem auch die allgemeinen Rachegelüste zu spüren. Trotzdem sind die Japaner momentan dabei ihre Währung zugunsten der USA zu vernichten. Aber natürlich sind die Japaner weniger geisteskrank als die Deutschen, da haben Sie recht.

Jan

7. Juni 2024 07:37

Habe mir die zweistündige Video-Analyse bei Elijah Tee gegeben. Ja, der Mann in der blauen Jacke spielt wirklich eine merkwürdige Rolle. Ein normaler Passant war das nicht. Auch wie die Polizei danach mit ihm umgeht. Was im Video nicht genau thematisiert wurde: Der spätere Polizeischütze steht unmittelbar über der Kampfszene, warum greift er nicht ein oder weist seine Kollegen an, zu unterstützen? Stattdessen versucht er den Arm vom Maskenmann wegzudrücken, der den Täter mit runter drückte. Hier wurde schon der erste Fehler gemacht. Der Blaubejackte schlug währenddessen auf den anderen Helfer ein. Wieso geht der Täter nach seiner Befreiung nicht wieder auf Stürzenberger los? Warum schaut der Täter kurz vor der Tat die ganze Zeit auf sein Handy? Bekam er noch Instruktionen?
 
Der ganze Vorfall bedarf weiterer Aufklärung und man sollte die weiteren Ermittlungen genau beobachten, ebenso wie die Gerichtsverhandlung.

Monika

7. Juni 2024 08:51

Nach dem Anschlag in Mannheim ist die CDU/CSU-Fraktion mit einem Antrag zur Bekämpfung des polit. Islam gescheitert. SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP u. die Gruppe Die Linke stimmten gegen den Antrag. Warum folgen auf solche Anschläge nur große Worte und keine Taten ? Das fragt Eric Guer in der heutigen NZZ National verklemmt statt selbstbewußt deutsch - so seltsam geht Deutschland mit Islam und Migration um . Auch Hirsi Ali in o.g. Beitrag (Danke an Mboko Lumumbe) versucht eine Erklärung der deutschen Laschheit und Feigheit: " The elites swim in a pool where everyone believes that rasicm underlies opposition to open borders. This is particularly true of Germany's elites, who are still so focused on stopping the re-emergence of Nazism that they see it everywhere, and are blind to any other threat." Wenn die Deutschen nicht mehr zu einem selbstverständlichen Patriotismus zurückfinden, dann wird das nichts mehr in diesem Land. Da hilft auch kein Stolzmonat oder die Betonung, identitär zu sein.

Monika

7. Juni 2024 09:06

"Was ist das für ein Land, in dem sich offenbar vor allem die Einheimischen verdächtig machen? Was ist das für ein Land, in dem anscheinend nur Ausländer volle Persönlichkeitsrechte und den Schutz des Rechtsstaates geniessen? Es ist ein Land, in dem das Epizentrum der Geschichte - der Nationalsozialismus - ein unverkrampftes Nationalgefühl und einen von Übertreibungen freien Selbstbehauptungswillen verhindert. " Eric Guer NZZ 7.6.24 "National verklemmt statt selbstbewusst deutsch- so seltsam geht Deutschland mit Islam und Migration um". Heute vor einer Woche wurde Rouven Laur ermordet. Heute um 11.34 findet eine Gedenkminute statt. Politprominenz wird auf dem Marktplatz in Mannheim erwartet. Die AfD darf wohl ihre Veranstaltung um 18 Uhr auf dem Marktplatz abhalten. Die Antifa hat sich auch angekündigt. Die erste Trauerfeier am Montag hat die DITIB schon dominiert mithilfe des Bürgermeisters und der beiden christl. Kirchen. Zu spät für die einheimische Trauer ? Die AfD-Veranstaltung auf dem Marktplatz könnte der Partei Sympathien kosten.  Rouven soll heute beerdigt werden. Ein deutsches Requiem.

Umlautkombinat

7. Juni 2024 10:12

@Artabanus
 
> Könnte die Radikalisierung der Moslems weltweit etwas mit den Aktivitäten der Amerikaner und ihrer Verbündeten in islamischen Ländern zu tun haben? 
 
Wenn Sie diese These interessiert, dann suchen Sie einmal nach der "The Power of Nightmares", dreiteilige Dokumentation von 2004. Von der mittlerweile komplett linken BBC beauftragt, aber doch interessant. Die links zur Original-Seite sind "geofenced", aber archive.org haelt auch Kopien (etwas geringe Aufloesung, aber das ist nicht wichtig). 

RMH

7. Juni 2024 10:28

"The rest is history." @Artabanus, zur history gehört auch, dass D entgegen des ewigen, sich seit den 90ern unter den Rechten breit machenden Druschba-Mantras, in RUS keine freundschaftlichere Alternative hat & die Amerika-Kritik, die man gerne machen kann, oft genau unter dem Aspekt, das Tor nach Osten zu öffnen, geführt wird. Das ist aber der falsche Weg. RUS hatte immer seine Interessen GEGEN D knallhart gerichtet bzw. mit D gearbeitet, wenn es für die eigenen Interessen nützlich war. RUS sieht für D die Rolle des nützlichen Idioten vor, deutlich erkennbar auch im Umgang mit der AfD. Putins Worte vor der EU-Wahl haben der AfD klar geschadet (man hat dort die AfD in Wahrheit abgeschrieben), aber dennoch werden sich aus diesen Kreisen wieder genug Leute finden, die nach Moskau oder in irgendwelche Botschaften pilgern, da man mit dieser Politik meint, Stimmen in den neuen Ländern zu bekommen. Die gesamte Diskussion ist eine der notorischen unter der echten politischen Opposition in D & sie kann nur dadurch zielführend & damit nicht spaltend gelöst werden, wenn man sich radikal nur auf das eigene Land & allenfalls auf die Länder der EU (wenn man schon an der EU Wahl teilnimmt) konzentriert. Forget USA, CHINA, RUS, Germany first.

dojon86

7. Juni 2024 10:33

@Artabanus Der Ansicht, Afghanistan wäre in den 70ger Jahren weitestgehend säkularisiert gewesen, muss ich deutlich widersprechen. Ich habe Afghanistan 1976 ca. zwei Monate bereist und säkularisiert war da außerhalb des Universitätcampus Kabul gar nichts. Drei Photos von Journalisten, die an dieser Legende strickten, beweisen gar nichts. Was ich sah, waren Überlandbusse, die zu den Gebetszeiten anhielten, 90 % der Fahrgäste stiegen aus und verrichteten ihr Gebet. In manche Moscheen wie z B. Kandahar und Maße e Sharif durftest du als Ungläubiger nicht. In den städtischen Bussen würden Männlein und Weiblein sauber durch eine Kette die in der Mitte des Fahrgastraums hing, getrennt. Frauen waren im Straßenbild kaum vorhanden. Ja, man konnte im Land auch als Ungläubiger gefahrlos reisen. Die Gastfreundschaft der Menschen war ausgeprägt. Aber säkularisiert war da gar nichts.  Die Behauptung, Afghanistan säkularisiert gewesen, ist eine "urban legend"

das kapital

7. Juni 2024 10:53

@ Monika Was das für ein Land ist ? Ein sterbendes Land. Ein Land, das dem Untergang geweiht ist. /// Auf einer Art "umgedrehtem Nationalsozialismus" und einer Art "umgedrehtem Dritten Reich" lässt sich längst noch nichts Gutes aufbauen. Die Negation der Negation ist nicht der Weg in den Himmel, sondern ein Highway to hell. Die Ampel hat bei AC / DC abgeschrieben und die Mehrheit folgt ihr, weils so gute Bässe hat. Wenn die ganze Gesellschaft nicht mehr produktiv hat, weil alle Werte zersetzt werden, dann bleibt eben weder ideell noch materiell irgendwas übrig. Das Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit kannte keinen Pride Month. Pride Month und Wirtschaftswunder sind miteinander unvereinbar. Wenn aber die CDU da mit herumtanzt, u.a. der Bürgermeister von Berlin, dann ist es vorbei. /// Konterrevolutionäre Kräfte hießen die Leute, die Lenin , Stalin und die ihren niedermetzeln ließen. Das ist der Antifaschismus. Er setzt die Leute außer Gefecht, die leistungsfähig und leistungswillig sind und wundert sich dann, dass nichts mehr richtig funktioniert. Wer Krieg gegen das eigene Volk führt ohne Rücksicht auf Verluste, wer sich als grüne xxx über einen ermordeten Polizisten lustig macht, wie die grüne Tussi aus dem Abgeordnetenhaus in Berlin, der lässt von diesem Land nichts übrig. Der will es sterben sehen.

Monika

7. Juni 2024 14:16

@dojon 86 ich empfehle auf youtube Radreise unlimited  von einem Daniel, dort "Das krasseste Land auf meiner Radreise" (Kulturschock in Afghanistan vom April 2024), da wird Ihnen geholfen :)))

herbstlicht

7. Juni 2024 14:19

@das kapital 7. Juni 2024 10:53
NS alleine greift zu kurz; z.B. in Schweden kann man eine ähnliche Entwicklung beobachten, trotz des dortigen Stolzes auf die eigene Geschichte.  Aber dort wie hier haben es die langen, fetten Friedensjahrzehnte Schwätzern und Phantasten ermöglicht, an die Schaltstellen der Gesellschaft zu kommen.  Ich zitiere aus dem Epilog der 1963 erschienenen 2.Auflage von H.J.Schoeps "Rückblicke":»Manches, was 1956 erst in Umrissen erkennbar war, hat aber in der Zwischenzeit deutliche Konturen erhalten, so etwa der unangefochtene Sieg der klassenlosen Wohlstandsgesellschaft und das Ausmaß des geistigen Verlustes, mit dem er bezahlt worden ist. Am erstaunlichsten war mir das Vordringen eines Typus quer durch alle Schichten und Institutionen hindurch, der offenbar widerspruchslos hingenommen wird; in meiner Jugend ist er ``Piefke'' genannt worden. Er bezeichnet Maßlosigkeit der Ansprüche bei bodenloser Dummbheit, Unbescheidenheit bei schwacher Leistung und geht durch vom Hotelportier bis zu den auf Hochglanz polierten Intellektuellen. Piefke sitzt hinter dem Steuer der teuersten chromblitzenden Markenwagen, in den Direktorenzimmern der Büros und als Spesenreiter in den Ministerien. Er repräsentiert den bundesrepublikanischen Wohlstand in Sizilien und am Nordkap und ist doch nur überall er selber: das Nivellement, das juste millieu, platt --- aber wabbelig wie ein Schaumomelett.«

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.