Wie eine weiße Generation zerstört wird

Jacob Savages Essay The Lost Generation ist wohl einer der meistgelesenen dissidenten Essays des Jahres 2025. Und das muß ihm jemand in den letzten Dezemberwochen erst einmal nachmachen.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

Sei­ne akri­bi­sche Ana­ly­se der Flur­schä­den, die Diver­si­ty, Equi­ty und Inclu­si­on (kurz DEI) in den USA hin­ter­las­sen haben, ver­brei­te­te sich wie ein Lauf­feu­er auf X und wur­de auch von Elon Musk geteilt. Jacob Sava­ge schreibt hier als Geschä­dig­ter, der alles selbst mit­er­lebt hat.

Als wei­ßer, männ­li­cher Mil­len­ni­al wur­de er mit dem Ver­spre­chen der Meri­to­kra­tie groß – aus­ge­bil­det für eine Welt, die Leis­tung pre­dig­te, aber eth­ni­sche und sexu­el­le Bevor­zu­gung prak­ti­ziert. Ab etwa 2014, so sei­ne The­se, ver­wan­del­te sich „Diver­si­ty, Equi­ty, Inclu­si­on“ von einer aka­de­mi­schen Orchi­dee in eine bru­ta­le Macht­tech­nik. Ein per­ver­tier­ter Selek­ti­ons­me­cha­nis­mus raub­te einer gan­zen Gene­ra­ti­on die Auf­stiegs- und Kar­rie­re­chan­cen. Eine Umver­tei­lung von Chan­cen ent­lang bio­lo­gi­scher Mar­ker führ­te zu einer erzwun­ge­nen Eli­ten-Rota­ti­on, die eine Nega­tiv­aus­le­se darstellte.

Unwei­ger­lich dach­te ich bei der Lek­tü­re des gesam­ten Tex­tes an die The­se des Bio­leni­nis­mus.

Die Zah­len, die Sava­ge für die USA anführt, haben es in sich: Der Anteil jun­ger wei­ßer Män­ner unter den Fern­seh­re­dak­teu­ren in Ein­stiegs­po­si­tio­nen sank von 48 % im Jahr 2011 auf 11,9 % im Jahr 2024. Im aka­de­mi­schen Bereich sank ihr Anteil unter den fest­an­ge­stell­ten Geis­tes­wis­sen­schaft­lern in Har­vard von 39 % im Jahr 2014 auf 18 % im Jahr 2023. An der UC Irvi­ne wur­den seit 2020 64 Pro­fes­so­ren in den Geis­tes- und Sozi­al­wis­sen­schaf­ten ein­ge­stellt. Nur drei davon waren wei­ße Män­ner. Bei Ama­zon sank der Anteil wei­ßer Män­ner in mitt­le­ren Füh­rungs­po­si­tio­nen von 55,8 % im Jahr 2014 auf 33,8 % im Jahr 2022.

Die Zah­len sind ins­ge­samt ein­deu­tig: An medi­zi­ni­schen Fakul­tä­ten sank der Anteil wei­ßer männ­li­cher Stu­den­ten von 31 % im Jahr 2014 auf 20,5 % im Jahr 2025, an juris­ti­schen Fakul­tä­ten inner­halb von acht Jah­ren von 31,2 % auf 25,7 %. Das „Dis­ney Wri­ting Pro­gram“ ver­gab über einen Zeit­raum von zehn Jah­ren 107 Sti­pen­di­en. Kei­nes davon ging an einen jun­gen wei­ßen Mann.

Redak­tio­nen, Uni­ver­si­tä­ten und Büros homo­ge­ni­sie­ren sich ideo­lo­gisch und eth­nisch, anti­weiß und „gegen rechts“.

Was an Sava­ges Text her­vor­sticht, ist ein oft über­se­hen­der Fakt: Die „alten wei­ßen Män­ner“ blie­ben unge­scho­ren. Wei­ße Män­ner der Gene­ra­ti­on X lei­ten nach wie vor das New York Times Maga­zi­ne, beklei­den  Füh­rungs­po­si­tio­nen in Hol­ly­wood und domi­nie­ren zahl­rei­che Uni­ver­si­täts­fach­be­rei­che. Auch die Boo­mer waren kaum betroffen.

DEI rich­tet sich gegen die Nach­rü­cker, die Mil­len­ni­als. Die eta­blier­ten Boo­mer beug­ten sich sofort der neu­en ideo­lo­gi­schen Linie und opfer­ten dafür eine ver­lo­re­ne Kohor­te, um die „Har­mo­nie“ zu wah­ren. Sie setz­ten „Diversity“-Vorgaben um, die aus­schließ­lich Ein­stiegs­po­si­tio­nen betra­fen und schlos­sen damit die nach­fol­gen­de Gene­ra­ti­on aus, wäh­rend sie ihre eige­nen Pos­ten sicher­ten. Wer 2014 40 Jah­re alt und eta­bliert war, hat­te nichts zu befürch­ten. Wer 30 Jah­re alt war und ver­such­te, Fuß zu fas­sen, stieß auf eine anti­wei­ße Mauer.

Sava­ge schil­der­te die­se Ent­wick­lung nicht abs­trakt, son­dern kon­kret: vom Job, der nicht ver­ge­ben wird, weil das Team „nicht zu weiß“ sein darf; vom Jour­na­lis­ten, des­sen Kar­rie­re sta­gniert, weil „Diver­si­ty“ wich­ti­ger ist als Talent; vom Aka­de­mi­ker, der an immer absur­de­ren DEI-Ritua­len scheitert.

Die­se Anek­do­ten sind kei­ne Ein­zel­fäl­le, son­dern Gewe­be­pro­ben eines anti­wei­ßen Orga­nis­mus. „The world is not roo­ting for you—in fact, it’s deli­bera­te­ly roo­ting against you.“ lau­tet eine der bit­te­ren Ein­sich­ten. Es ist der Satz einer Gene­ra­ti­on, von der man erwar­tet, lei­se und ohne sich zu bekla­gen von der Bild­flä­che zu verschwinden.

Auch der Ton des Essays ist eher melan­cho­lisch als ankla­gend. Und gera­de dar­in liegt sei­ne Spreng­kraft. Sava­ge jam­mert nicht, er bilan­ziert. Die Fol­gen des Bio-Leni­nis­mus zei­gen sich jetzt schon: Jour­na­lis­mus wird zur vor­her­seh­ba­ren Pro­pa­gan­da, Kunst wird zum anti­wei­ßen Erzie­hungs­in­stru­ment, die Wis­sen­schaft wird vor­ein­ge­nom­men und ver­liert an Ver­trau­en. Eine stil­le Abwan­de­rung fin­det statt.

Jun­ge, wei­ße Exzel­lenz ver­schwand in den „digi­ta­len Kata­kom­ben“.  Dark Aca­de­mia, Kryp­to, digi­ta­les Noma­den­tum, Selbst­hil­fe, Sub­stack-Blogs und anony­me X‑Accounts. Die Ant­wort auf anti­wei­ßen Ras­sis­mus mit Ver­wal­tungs­stem­pel war eine Inne­re Emigration.

Daß die­ser Text auf X viral ging, ist kein Zufall.  Die Platt­form ist das ers­te sozia­le Medi­um in der Geschich­te des Inter­nets, auf der jun­ge wei­ße Män­ner sich weit­ge­hend ohne Zen­sur glo­bal aus­tau­schen kön­nen.  Taus­en­de mel­de­ten sich mit ähn­li­chen Bei­spie­len. Ein wah­rer wei­ßer „#MeToo-Moment“  besie­gel­te damit das Jahr 2025.

Als ich ihn las, erin­ner­te ich mich an ein bemer­kens­wer­tes Tref­fen vor sie­ben Jah­ren.  Ein jun­ger Geis­tes­wis­sen­schaft­ler, der in den USA stu­diert hat­te, war über You­Tube auf mich gesto­ßen und woll­te sich in Wien mit mir tref­fen. Der Abend ende­te bei einer Fla­sche Wein in mei­ner dama­li­gen Wie­ner Woh­nung, in einem Mono­log vol­ler Trau­er und Zorn.

Über eine Stun­de ließ ich ihn spre­chen und sich den Frust von der See­le reden: wie sei­ne femi­nis­ti­schen Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, wie die ersti­cken­de anti-ras­sis­ti­sche, anti-wei­ße, anti-männ­li­che Atmo­sphä­re an den Unis ihn quä­len; daß allein die Tat­sa­che, daß er Kraft­trai­ning betreibt, von sei­ner Umge­bung wie eine Häre­sie betrach­tet wird; wie ver­zwei­felt er dar­über ist, daß sein Ide­al von Wis­sen­schaft und Phi­lo­so­phie der­art ver­ra­ten wird und daß er sich, Zitat, „ver­s­killt“ habe und auf einem feind­li­chen, besetz­ten Pla­ne­ten gelan­det ist, auf dem es für ihn kei­ne Zukunft gibt.

Ich saß ein­fach da und ließ ihn reden, froh, daß ich nach mei­nem Phi­lo­so­phie-Bache­lor den Zita­te-Appa­rat gegen das Mega­phon getauscht hatte.

Erst durch den lesens­wer­ten Essay von Jacob Sava­ge wird mir das Aus­maß und die Bru­ta­li­tät bewußt, mit der eine gan­ze Gene­ra­ti­on jun­ger, wei­ßer Män­ner um ihre Kar­rie­re und ihre Zukunft gebracht wur­de. Der Geg­ner schuf damit ein revo­lu­tio­nä­res Poten­zi­al, das ihn jetzt heim­sucht. Fett und trä­ge, unan­ge­foch­ten in ihren künst­lich gesäu­ber­ten Hör­sä­len und Redak­tio­nen sind sie denk­faul und schwach gewor­den. Hegels Herr-Knecht-Dia­lek­tik ist ein eiser­nes Gesetz. Der Thron der DEI muß und wird fallen.

Martin Sellner

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

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Kommentare (70)

RMH

21. Dezember 2025 20:27

Eine ähnliche, substantielle Analyse der Daten wäre für Deutschland und die EU auch angezeigt.

Umlautkombinat

21. Dezember 2025 21:08

Warum spielt man eigentlich die Spaltung entlang Generationen mit? Am langsam schon ins archetypisch ueberhoehten Boomer, an der Generation X (das ist die danach oder, ich vergesse das immer wieder). Wenn Sie so Profil schaerfen wollen - ich habe etwas den Eindruck - dann sind Sie auf dem falschen Dampfer, Herr Sellner.
 
Gehen Sie doch einmal ins produktive Leben der Gesellschaft hinein. Dort wo Begrifflichkeiten wie "identitaer" keinerlei Rolle spielen. Sehen Sie sich mittleres Management in den Dreissigern an, 25-jaehrige im Fachlichen top-fitte Leute, was auch immer. Die leben diesen Krempel selbst aus, an ihrer eigenen Generation als Konkurrenten und oft genug, weil sie es einfach koennen. Und wenn greifbar durchaus an den angeblich unbetroffenen o.g. aelteren Tranchen. Muss man aber i.a.R. nicht, man kann die auch wegsterben lassen. Oder Rente oder was auch immer. Das dauert nicht lange und man spart sich direkte Reibungsflaechen.
 
Mehr ist es aber nicht, Taktik. Beugen unter Ideologie koennen diese Leute sich genauso gut, das sind nicht nur Opfer. Das Ausleben passiert verschieden. Das ist aber keinerlei eigenes charakterliches Gut, sondern die verschiedenen Umstaende unter denen man auch aufgrund verschiedenen Alters agiert. Das spielt aber keine Rolle. Jeder fuegt sein Teil ein, der eine so, der andere so.

Kositza: Haben Sie den Text überhaupt gelesen?? Bitte immer erst DANACH kommentieren. Nach gründlicher Lektüre. Oft wird beklagt, daß hier Texte "zensiert" würden."Zensiert" werden hier (zugegeben unzuverlässig) Kommentare die entweder grob unhöflich sind, die gewisse Paragraphen berühren oder die extrem unsachlich sind.Letzteres ist hier der Fall.

Joerg

21. Dezember 2025 21:41

Gefühlt deckt sich das auch mit meiner beruflichen Erfahrung seit den 1980er Jahren in großen Firmen: Frauen wurden und werden bei Einstellung und Karriere bevorzugt, fehlende Qualifikationen werden offiziell als irrelevant betrachtet oder auf dem Papier passend gemacht. Den verbliebenen Männern bleibt nur, übervorsichtig gute Miene dazu zu machen, um sich den Rest an Möglichkeiten nicht zu verbauen, denn alle Vorgesetzten sind ja auch Frauen.
Ähnliches berichten mir immer wieder Bekannte aus dem Öffentlichen Dienst wie Finanzamt und Jobcenter.
Der volkswirtschaftliche Schaden durch diese un- oder minderqualifizierten Frauen in unverdienten Positionen muss gigantisch sein: Irrationale Entscheidungen, Zickenterror mit dienstlichen Mitteln usw.

Kurativ

21. Dezember 2025 22:09

Das sieht ein wenig aus, wie im Ost-Kommunismus. Nur das man dort wenigstens noch eine Chance hatte, wenn man sich der Parteilinie angeschlossen hat. Zudem konnten die Nationen innerhalb des Warschauer Paktes ein Volk bleiben. Hier und jetzt steht man im Rahmen der Machtverhältnissen da, wie jemand aus dem Opferkreis des Nationalsozialismus. Keine Chance. An der Stelle der direkten physischen Vernichtung jedes Einzelnen tritt die Vernichtung des eigenen Volkes, der eigenen Nation und der eigenen Kultur über den Zeitraum von ein bis zwei Generationen. Wir können uns das Live und in Farbe in unserem Goldkäfig anschauen. Also sollten wir uns nicht beschweren, oder?

Ein gebuertiger Hesse

21. Dezember 2025 22:16

Wichtige Zahlen, wichtige Aufbereitung. Danke!

Dietrichs Bern

21. Dezember 2025 22:54

Ich darf,was die Zerstörung angeht, vor allem auf die Menschen am unteren Ende der Einkommensklasse verweisen, die mit brachialer Gewalt ihre Wohnbezirke "umgestaltet" bekamen, die Multikulturalisiert wurden, während die Befürworter des Ganzen, sich Einfluss, Geld und abgeschottete Wohnbezirke erhielten. 

MarkusMagnus

22. Dezember 2025 01:21

@ Joerg
Diese Maßnahmen dienen natürlich bei Weissen auch zur Geburtenverhinderung. Man will damit Männer gegen Frauen aufbringen und für Spaltung sorgen. Wie auch dieser ganze LGBT- und Gender-Zirkus. 
 
 
 

Majestyk

22. Dezember 2025 01:34

Mein Thema, wird morgen gelesen. Bin eh überzeugt, den Niedergang des Westens und Deutschlands verantworten vor allem Feminismus neben ideologischer Unterwanderung. Denke aber, daß der Niedergang eher begann. Antirassismus wird nicht ohne Grund als Rassismus gegen Weiße bezeichnet. Wessen Lebensraum steht denn unter Beschuß, wer soll seinen Lebensraum mit Fremden teilen? Wer soll das Klimamärchen bezahlen und Milliarden Steuergelder überweisen? Wer verliert seine Existenzgrundlage? Wird sich nie beweisen lassen, aber mich würde es nicht überraschen, wenn wir seit Jahrzehnten im Grunde eine Form von asymmetrischem Krieg erleben und bildlich betrachtet sturmreif geschossen wurden. Diese Wehrlosigkeit durch zerstörte Männlichkeit paßt ebenfalls ins Bild, genauso wie die Attacken auf unsere Werte und die Korruption unserer Eliten. Wenn der Westen den Kalten Krieg gewonnen hat, frage ich mich, warum China heute Supermacht ist und Westeuropa aussieht wie ein Sanierungsfall.

FranzJosef

22. Dezember 2025 08:27

Ich werde skeptisch, wenn von Klickzahlen/Likes auf irgendetwas geschlossen wird. Candace Owens hat Millionen von Followern und Live-Viewers. Schreibt Martin demnächst auf Sezession auch etwas über Brigitte Macron und ägyptische Flugzeuge, die irgendwie am Tod von Charlie schuld sein sollen? Und wenn Elon Musk etwas liked, dann werde ich noch skeptischer. Der liked am Tag Hunderte von Posts.
Ich nehme an, dass die "Lost Generation" bei der letzten Wahl in den USA Trump gewählt hat. Was hat es genützt? Man möge sich Nick Fuentes anhören. Er zieht eine absolut vernichtende Bilanz zur Trump-Regierung. In seinen Augen hat sie nichts bewirkt für MAGA und America First. Gar nichts. Im Gegenteil. Er befürchtet katastrophale Halbzeit-Wahlen 2026 und lag mit seinen Prognosen bisher überprüfbar richtig. Man schaue sich Trumps letzte Primetime-Rede an. Eine Katastrophe! Wo bleibt jetzt die Lost Generation?
Fuentes' Vorträge sind ebenfalls gespickt mit Zahlen. Und er dürfte einen besseren Ruf als irgendein rechter Influencer in den USA haben. Übrigens: Im Gegensatz zu Martin oder Elon postet er nur höchstens 1x am Tag.

Joerg

22. Dezember 2025 11:10

Ich weiß, dass Martin Sellner nicht nur über die Frau-Mann Entwicklung im Berufsleben gesprochen hat. Aber damit fing es an und ist mittlerweile Normalität geworden. Aber nur da, wo nicht dreckig und hart gearbeitet werden muss.
@MarkusMagnus: Allein schon die zahlreichen unverdienten Karrieremöglichkeiten für Frauen führen dazu, dass diese sich von der klassischen Mutterrolle abwenden. Oft handelt es sich bei den Tätigkeiten um reine Bullshit-Jobs, die man problemlos streichen könnte, ohne eine spürbare Lücke zu hinterlassen. 

fw87

22. Dezember 2025 11:29

Ein sehr wichtiges Thema. In Deutschland ist die Entwicklung sicher noch nicht so krass, aber der unausgesprochene Grundgedanke ist auch hier der gleiche: Weiße Menschen, insbesondere Männer, sind ethnisch minderwertig. Diesen subkutanen Rassismus bekommen dann vor allem junge Menschen in unserem Bildungssystem (man ist schon versucht, den Begriff in Anführungszeichen zu setzen) zu spüren. Deshalb finde ich es so wichtig, dass sich die AfD mit der Jugend solidarisiert und ihre Themen aufgreift. Manchmal kommt es mir vor, als wären die jungen Leute in der Partei wie in einem Waisenhaus. Keiner kümmert sich so wirklich oder fühlt sich zuständig. Wenn überhaupt wird die Jugend nur als Problem wahrgenommen (ich spreche jetzt von meiner Erfahrung im Westen).
Mit der "Generation Deutschland" besteht jetzt die Chance, dass sich das ändert. Vor kurzem habe ich mir ein Interview mit Kevin Dorow im Deutschlandkurier angehört. Ich war sehr positiv überrascht davon. Was ich dabei für mich persönlich mitgenommen habe: Der Jugend in der AfD liegen nationales Selbstbewusstsein, Freiheit und ein gesundes Ehrgefühl am Herzen. Darum geht es. Nicht um ein Zurück in die vermeintlich heile Welt der 90er-Jahre.

RMH

22. Dezember 2025 11:37

@Umlautkombinat, ich verstehe, wenn Sie darauf reagieren, dass so en passent im Artikel die Spitzen gegen Boomer & Gen X verteilt werden, die ja angeblich breit auf ihren Posten säßen. Als ich vor Jahrzehnten jung war, gabs diesen Blick nach oben, auf die Alten auch. Damals, noch unideologisch, nicht DEI beeinflusst, sagte ein deutlich älterer Kollege zu mir, "Das ist wie bei den Schweinen, die alten Säue machen sich an den Trögen breit & drücken die Ferkel weg". Heute ist aber doch eine ganz andere Lage & in D ist es für arbeitende Jung-Boomer & GenX auch alles andere als nett, "gesandwiched" zwischen noch in der Ausbildung stehenden Kindern & pflegebedürftigen Eltern zu sein. Wenn da noch der Kredt auf dem Haus läuft, überlegt man es sich 2x, ob man jetzt die nervigen Vorgaben aus der HR-Abteilung auch noch kritisiert. Zumal man in D ab 55 nach wie vor nicht besten Karten auf dem Arbeitsmarkt hat, das lässt sich nicht wegdisktuieren. Dennoch macht die Analyse ihre Punkte & gibt aus meiner Sicht zutreffendes wieder, ohne das man darin ein Boomer/GenX- Bashing oder eine Spaltung sehen muss. Die Schwäche des Artikels liegt eher darin, dass keine Zahlen für technische und IT-Berufe genannt werden (dazu noch sogleich etwas).

RMH

22. Dezember 2025 11:50

Die Schwäche des Artikels liegt darin, dass keine Zahlen für technische & IT-Berufe genannt werden. Ein Schulfreund von mir ist in den USA Leiter der IT-Abteilung einer Bank. Er sagte mir vor kurzem, dass es bei der Einstellung in den USA in der Tat Vorgaben aus der HR gibt (& die werden durch Trumps Anti-DEI-Maßnahmen bei priv Unternehmen gar nicht erfasst), bei denen man sich an den Kopf fasst, weil man so manchmal gar nicht mehr zur Stellenbesetzung kommt (wobei man natürlich auch weiße, männliche Amerikaner einstellt, aber ein gesamtes Team soll eben nicht mehr nur aus diesen bestehen, so die Vorgabe). Insbesondere Frauen sind in seinem Bereich fast gar nicht zu bekommen & zum Glück zählt es mittlerweile schon als "divers", wenn man einen männl. Europäer oder Israeli einstellt, denn so viele Inder & Asiaten, die ansonsten über die diversity-Schwelle springen könnten, gibt es auch in den USA nicht auf dem Markt. 
Das sich in administrativen, journalistischen, jurist. Berufen Frauen hingegen breit machen, ist auch bei uns zu beobachten, was aber auch daran liegt, dass diese Berufe strebsamen & anpassungsfähigen Frauen eindeutig zu liegen scheinen. Über die Diskrim. von Jungen in der Schule wurde hier auf SIN schon häufiger diskutiert. Aber falsch verstandene Ritterlichkeit von Konservativen hemmt sie, ernsthaft "männerrechtlich" unterwegs zu sein. Ich bin hier unschlüssig, ob man mit Männerrechtlerrei irgendwas groß bewegen kann.

dojon86

22. Dezember 2025 11:58

@Franz Josef Nick Fuentes und andere halte ich für einen Teil des tiefen Staates, der begriffen hat, dass er die Anhänger seiner Gegner zwar nicht umdrehen, aber sie sehr wohl in die Apathie und Wahlabsenz treiben kann, eine Strategie, die in den USA seit langem gut funktioniert. (Im übrigen auch bei uns wenn auch nicht ganz so gut)

Herold

22. Dezember 2025 12:48

Warum spielt man eigentlich die Spaltung entlang Generationen mit?

Weil sie existiert. Hast du den Text überhaupt gelesen?
Davon ab, was Martin hier schreibt, sind die Alten nur noch eine Last. Sie wählen mit ihrer dämlichen Hundetreue gegenüber den Altparteien den Untergang herbei, sie besetzen Arztpraxen und stehen im Supermarkt im Weg. Sie fahren mit dicken Autos langsam durch die Gegend. Sie besitzen die Wohnungen, für die junge Leute viel Geld ausgeben müssen, glücklich in einer Zeit erworben, als es noch leistbar war. Die Migrationsschwemme war im substantiellen Maße von alten Schabracken getragen, die ihre kinderlose Existenz mit dem Import von (Jung-)Männern erträglich machen wollten: Kurze graue Haare, hässliche Holzkette und Kirchentagsattitüde, Typ Britta Haßelmann.
Und natürlich: Sie sind nicht mal still. Sie blöken im Internet in Kommentarspalten die nervtötensten Takes und dämlichsten Kommentare, haben in Videos die schlechtesten Optics und sorgen mit ihrer Aufmerksamkeit und ihrem Geld dafür, dass es die klassischen Medien überhaupt noch gibt. "Journalismus", der ÖRR, wären schon lange weg, wenn Boomer und Konsorten sie nicht am Leben halten würden. Rentner zeigen auf Dinge, die es ohne sie schon gar nicht mehr gebe, im ewigen Zyklus der Empörung und Aufmerksamkeit.

Freier

22. Dezember 2025 13:48

Danke für den Hinweis, interessanter Artikel.
 
Verstehe ich das richtig, dass es in den USA gerade jene weißen Männer erwischt, die sonst "White supremacy" bekämpften, Weiße in Film und Fernsehen verächtlich machten und keine Chance ausließen, sich über "White trash" oder den weißen Arbeiter zu stellen und nach unten zu treten? Die keinerlei Solidarität mit anderen unserer Abstammung zeigen konnten und wollten? Immerhin haben sie jetzt eine Chance zum Umdenken. Und wenn das Ganze dann zu einer realen Version der Landungs-Szene aus Covingtons "The Brigade" führt, das ist doch die Kirsche auf der Torte.
 
Vorraussetzung eines revolutionären Potentials ist aber auch ein entsprechendes politisches Bewusstsein. Schauen wir mal, wie das entsteht.
 
@Joerg, Majestyk: Frauenquote bedeutet Tagesbetreuung für weiße Frauen, damit diese keine Kinder haben. Das ist Absicht und so gedacht. Lesen sie mal Kevin MacDonalds "Kultur der Kritik". Wurde auch auf SiN besprochen.

Ekstroem

22. Dezember 2025 14:36

Danke für den Artikel. Eine Anmerkung als Fragen: "Wer sind die "alten weißen Männer", die nicht angetastet werden? Gehören sie vielleicht zu den Zerstörern? Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen.

Le Chasseur

22. Dezember 2025 15:34

@Umlautkombinat
"Am langsam schon ins archetypisch ueberhoehten Boomer, an der Generation X (das ist die danach oder, ich vergesse das immer wieder)."
Generation X - Die beste Generation
"The middle child of history: Overlooked, underappreciated and ignored his entire life. But he's used to it."

MarkusMagnus

22. Dezember 2025 16:30

@ FranzJosef
Ich bin -wie Sie-  auch ganz gut über die amerikanische Szene informiert und kenne natürlich auch Nick Fuentes. Ich stimme ihm bei den meisten Dingen zu.
Ich bin allerdings skeptisch bei Leuten die sich selbst als Incel bezeichnen. Oder ist das nur eine Masche?
"Und er dürfte einen besseren Ruf als irgendein rechter Influencer in den USA haben" 
Fragt sich nur bei wem ;)
 

Umlautkombinat

22. Dezember 2025 16:39

Natuerlich habe ich den Sellner nicht gelesen und sofort zugeschlagen, Frau Kositza. Wie ich das immer mache.
Sie haben aber wohl mich nicht gelesen oder den Kontext verpasst. War auch z.T. implizit, kann schon sein. Also, aus dem Artikel:

DEI richtet sich gegen die Nachrücker, die Millennials.

Das stimmt natuerlich nicht. Es richtet sich gegen alle.  Ein Unterschied sind die Folgen, das beschreibt die Statistik und liefert den Unterschied in den Zahlen, weil ein Berufsleben eben die Altersstufen hat, die es hat. Aber das hat mit der Ausrichtung nichts zu tun. Zur Verdeutlichung: Ich habe schon Projekte (mehrere) verloren, weil ich ein paar politisch korrekte Dinge verweigert habe. Die Auswirkungen sind genau dieselben und ich bin ein Boomer. Aber das waeren eben Ereignisse aus anderen Bereichen und nicht den von Sellner oder dem Amerikaner gewaehlten. Und deswegen wollte ich Sellner mal dorthin schicken. Die sind naemlich das Salz der Erde und nicht irgendein lauter Ueberbau.
Ich betonte die Generationen deswegen, weil bei Nichtbeachtung dieses Unterschieds ein Abdriften in die genannte Spaltrichtung erfolgt, der gefaehrlich ist. Junge sind mittlerweile sehr empfaenglich dafuer. Und dann sind sie ganz schnell in Positionen die den angekreideten unpolitischen Vogel-Strauss-Positionen der "Boomer" entweder voellig aehnlich sind oder - da sich Geschichte so nicht wiederholt - in anderer Form die Zustaende wieder einmal fortsetzen.

Wolfram

22. Dezember 2025 17:35

Dieser Krieg gegen uns geht auch in allen anderen Bereichen des Lebens weiter, nicht nur in den Geisteswissenschaften. Du möchtest promovieren? Tut uns Leid, aber der andere Doktorand ist schon ein Mann. Du möchtest dich für ein Stipendium bewerben? Tut uns Leid, aber bei uns können sich nur vor Frauen bewerben. Usw. Und auch in der Wirtschaft, in den gut bezahlten Stellen, wo man sich noch sowas wie Wohlstand und gewisse Unabhängigkeit aufbauen könnte, werden wir Stück für Stück abgeschnitten von den Chancen, die uns eigentlich zustehen müssten. Man nehme Mal nur die geisteskranke Lüge vom Fachkräftemangel, die als Ausrede missbraucht wird, uns so viel Konkurrenz zu schaffen wie möglich. Wieso habe ich als Weißer 50 Inder als Konkurrenz, wenn ich mich auf eine Informatiker-Stelle in DEUTSCHLAND bewerbe? Und wieso holt man immer mehr von denen in's Land, wenn man täglich von Massenentlassungen liest? Es geht darum, uns von Wohlstand, Glück und Macht auszuschließen und uns erst gar nicht die Chance zu geben, das alles im Leben überhaupt anstreben zu KÖNNEN. Weiße Männer sind erst der Anfang. Als Nächstes kommen weiße Frauen dran, wenn der Umbau weiter fortgeschritten ist. Aber es ist schön zu wissen, dass der Unmut mittlerweile sehr große Dimensionen annimmt und dass meine Generation, Gen Z, mehr als genug von allem hat. Die lineare Entwicklung in Gesellschaft und Politik, die vermutlich die wirtschaftlichen und politischen Eliten erwartet haben, wird mit unserer Generationen gebrochen.

Umlautkombinat

22. Dezember 2025 18:25

@Herold
 
Hier wird gesiezt. Wenn Sie mir etwas sagen wollen, dann halten Sie sich daran. Wir haben nicht zusammen Schweine gehuetet.
 
@RMH
 
Ihre genannten und noch eine Menge andere Bereiche meinte ich. Ich habe einen ziemlich breiten Ueberblick aus ueber 30 Jahren Arbeit in verschiedenen Industrien. Die kommen so gut wie alle oben nicht vor. Dort wird Wert geschaffen. Sie liefern ueberhaupt erst grundlegende Signifikanz fuer eine Gesamtaussage. Was interessiert mich Hollywood, ein Vogelschiss der US-amerikanischen Geschichte... Und Geisteswissenschaften? Deren Probleme begannen schon lange vor personellem Einfaerben (und leiteten unter bluetenweisser Feder direkt dorthin). Die Auswahl ist eines der Probleme.
 
DEI's Funktion ist nicht eine holzschnittartig singulaere Eintrittssperre fuer die naechste Generation, sondern wirkt ganz verschieden und darin auf alle Generationen. Man darf und sollte Systematiken suchen, die aber bitte nicht zum Alleinleiden zuspitzen. Dann verliert man den Blick fuer das Wesentliche.

Speng

22. Dezember 2025 18:43

 
Tja, wollte schon fast schreiben, dass Kommentariat zeigt sein Alter und hat keinen Sinn für Millennial-Ennui, und dann kommt so ein Herold vorbei ;)
Es wäre für's Establishment so einfach gewesen. Die Migration langsam aber stetig anziehen, die Kohorte in Bullshit Büro-Jobs voller E-Mails und Power-Point-Präsentationen stecken und per Streaming und den sozialen Medien für sedierte Zerstreuung sorgen. Politisch hätten die meisten nicht aufgemuckt. Aber 2008/09 flog den Entscheidern ihr komplettes Wirtschafts-/Finanzsystem um die Ohren und der große Krieg der Identitäten musste erklärt werden. Die große Revolte war die erste Trumpwahl, welche auch zu einem großen Teil von dem Enthusiasmus und der Kreativität des männlichen Teils der Kohorte ermöglicht wurde (Meme-Krieg, Alt-Right). Bekommen haben sie dafür wenig bis nichts. Die Rache der Linken war dann auch dementsprechend gehäßig und brutal.
Vielleicht wird's beim nächsten Millennial Präsidenten 2028 besser (wird's natürlich nicht)?
Der Essay bezog sich ja hauptsächlich auf die US-Unterhaltungsindustrie. Mit einer angemessenen Portion Schadenfreude kann man der zum Glück gerade dabei zusehen, wie sie ob ihrer Politik gerade in Flammen aufgeht. Und wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch! ( In ein paar Jahren kann jeder mit Hilfe von KI eigene Filme auf Hollywoodniveau kreieren.
 
@Le Chasseur
Ha, der Nomade in unserer Zeit. Haben Sie Howe-Strauss gelesen?

Monika

22. Dezember 2025 19:38

Huhu Herold , ich stimme Dir zu, daß die Alten nur eine Last sind. Ich kenne ein kinderloses Boomerehepaar, das jetzt über die kalten Wintermonate erst mal eine dreimonatige Kreuzfahrt um die Welt macht. Ein anderes Boomerehepaar, immer flott gelebt, klappert jetzt noch die Sternerestaurants ab. Alles nach dem Motto: Nimm noch mit, was du kriegen kannst. Mein alter Nachbar schrammt mit seinem SUV hin und wieder den Rand seiner Garage ab. Ich selbst, Boomerin,  zwar nicht kinderlos, will die Brut enterben, weil die politisch nicht so tickt wie Mutti. Wollte was einer Klosterstiftung spenden, damit die Nonnen für mein Seelenheil beten. Jetzt sagt die gute Schwester: "Laß mal, wer weiß, ob es das Kloster in 10 Jahren noch gibt. Die Boomernonnen sterben weg und junges Blut kommt nicht nach. Also, wohin mit der Kohle ? Meine letzte Idee, ich spende an Exit-Vereine "Würdiger  sterben".  Ein assistierter Suizid kostet 4000 Euro. Da kann man viel Gutes tun. Und ja, meine hässliche Holzkette werde ich endlich dem Sozialkaufhaus  geben. Nicht, daß ich noch aussehe wie eine "Oma gegen rechts". 😂 Haha.

FranzJosef

22. Dezember 2025 19:42

@MarkusMagnus
Ob er tatsächlich sexuell enthaltsam ist oder nicht, interessiert mich nicht. Seit wann interessiert hier auf dem Board das Sexleben? Und dass eine feste Partnerschaft, geschweige denn Ehe bei seinem Leben und seiner Gefährdung für jede Frau eine Zumutung wäre, kann man gut nachvollziehen. Er gibt Unmengen für Security aus. Sein Auftreten in den Podcasts jedenfalls ist nun alles andere als verklemmt.
Lost Generation:
@Sellner
Wen interessieren eigentlich die ganzen Statistiken? Weiße Männer bei Fernsehredakteuren? Bei Amazon? Bei Professoren? Bei Ärzten? In Büros? Was soll das? Wen will man damit überzeugen? Und wovon?
Trump hat in seiner Primetime-Rede auch Statistiken benutzt: Der Wirtschaft gehe es hervorragend! Golden Age! Big Beautiful Bill. The Future is going to be amazing! Und dann folgten Zahlen, Zahlen, Zahlen. Wer so auftritt, hat schon verloren.
"Ein pervertierter Selektionsmechanismus raubte einer ganzen Generation die Aufstiegs- und Karrierechancen."
Was hat diese "ganze Generation" eigentlich dagegen gemacht? Trump gewählt? Schlaue Bücher gelesen? Getwittert?
 

MarkusMagnus

22. Dezember 2025 19:44

@ Herold
"Davon ab, was Martin hier schreibt, sind die Alten nur noch eine Last"
Diese Alten sind unsere Mütter und Väter!!! Meine Güte.
Sie wurden umerzogen und hatten keine Möglichkeit sich über alternative Medien zu informieren. Teilweise traumatisiert vom Krieg. Sie haben gearbeitet uns uns großgezogen, während Andere schon ihre finsteren Pläne in Deutschland umgesetzt haben.
 
 
 

dojon86

22. Dezember 2025 20:09

@Herold Na da ist die Empörung mit ihnen durchgegangen. Teilweise gebe ich ihnen recht. Boomer informieren sich in der Mehrheit aus den Tageszeitungen und dem ÖRR und sind in ihrem Berufsfeld und ihrer Wohnumgebung noch wenig mit der Masseneinwanderung konfrontiert worden. Dementsprechend sind sie oft ziemlich unkritisch. Trotzdem kann ich ihnen versichern, so supertoll war es nicht, ein Babyboomer zu sein. Es waren zu viele. Die gymnasiale Bildung war in Österreich zwar schon aufgeweicht, wurde aber bis Mitte der 70ger Jahre noch immer ziemlich unnachgiebig durchgesetzt. In meinem Gymnasium kamen nur ca. 50 % bis zum Abitur, die anderen wurden aussortiert. Ein weiteres Beispiel, Mitte der 80ger durftest du nach Absolvierung deines Medizinstudiums in Österreich jahrelang auf einen Ausbildungsplatz warten. (Ich bin selbst kein Mediziner, hatte aber beruflich viel mit Ärzten zu tun) Um Facharztausbildungen herrschte ein ziemliches Gerangel. Meine jüngste Tochter wird heuer mit ihrem Medizinstudium fertig, es gibt keine Wartezeiten nach Beendigung des Studiums, sie kann sich das Spital fast aussuchen und ebenso die berufliche Spezialisierung. Im übrigen geht sowohl ihr Posting als auch meine Antwort am Beitrag des Autors vorbei. Nämlich, wie sich die heutige Erziehung, die Ausbildungsselektion und das Diversitymanagenent bei der Vergabe von Positionen auf junge autochthone Männer auswirkt.

RWDS

22. Dezember 2025 20:22

Wäre dann noch interessant die Verkaufszahlen, Auflagen und Klicks zu sehen, die diese Medien vor und nach DEI vorzuweisen haben.
Ich nehme an, da werden in ähnlichen Größen Verluste eingefahren, wie "PoC"-Schreiberlinge angestellt werden.

Ein gebuertiger Hesse

22. Dezember 2025 21:11

@Monika
"Die Brut enterben" - nicht machen! Die werden ihr/das Licht schon noch sehen. Kommt Zeit, kommt (für die Eltern nicht vorbedachtes) Erkennen. Oder auch nicht. Aber worauf wollen Sie setzen?

Le Chasseur

22. Dezember 2025 21:32

@Wolfram
"Wieso habe ich als Weißer 50 Inder als Konkurrenz, wenn ich mich auf eine Informatiker-Stelle in DEUTSCHLAND bewerbe? Und wieso holt man immer mehr von denen in's Land, wenn man täglich von Massenentlassungen liest?"
Und jetzt werden Billionen in die KI investiert, in der Hoffnung, menschliche Arbeitskraft überflüssig zu machen. Wenn es klappt, werden Millionen arbeitslos, wenn's nicht klappt, bekommen wir eine Finanzkrise, gegen die jene von 2008 wie ein laues Lüftchen erscheinen wird.

Le Chasseur

22. Dezember 2025 22:28

@Speng
"Haben Sie Howe-Strauss gelesen?"
Nein, nur einen Artikel, in dem ihre Theorie vorgestellt wurde.
 

Joerg

22. Dezember 2025 23:16

Mich wundert in den Kommentaren wieder einmal, wie weit man sich inhaltlich vom kommentierten Text entfernen kann 
Ich hatte ja schon die Befürchtung, mit meinem Ausweiten auf die generelle Bevorzugung von Frauen seit mindestens Mitte der 1980er Jahre, zu weit abzuschweifen.
Aber die meisten Kommentare lesen sich für mich, als ob die überhaupt nichts mit dem Ursprungstext zu tun haben. Einige verstehe ich nicht mal. 

Speng

22. Dezember 2025 23:26

Als kleines Addendum zu meinem vorherigen Beitrag wollte ich noch erwähnen, dass es vielleicht hilfreich wäre, beschäftigte man sich mit dem Konzept der "Hauntology" und den Schriften von Derrida/Mark Fisher, um die seit der Jahrtausendwende großgewordenen Generation(en) zu verstehen.
Durch wirtschaftliche Veränderungen und "Virtualisierung/Digitalisierung" immer weiterer Lebensbereiche kommt es einem so vor, als lebte man im ewigen Präsenz ohne Veränderung. Einerseits von Schatten der Vergangenheit heimgesucht, andererseits realisieren sich die idaealisierten und versprochenen Zukunftsvorstellungen (persönlich und gesellschaftlich) nie und wenn, dann bestenfalls in pervertierter Form. "Lost Future" vs. "No Future" der Generation X. 
Alles ist nur noch ein Remix alter Versatzstücke, Popkultur als wiederholtes Aufwärmen des Immergleichen. Cyberpunk-Dystopie mit allen negativen Versatzstücken (globale Megakonzerne, Totalüberwachung), nur in hässlich und ohne ästhetischen Reiz. Das kann an sensiblen Seelchen nicht spurlos vorübergehen. Formneuschöpfungen finden kaum mehr statt und Trost wird wieder mal nur in Vergangenem gesucht/gefunden.
Seit 2000 wurden Concorde, Hovercraft bei Dover, Cargo-Lifter und Transrapid für Öko-Ikea und Verspargelung der Landschaften eingetauscht. Noch gar nicht erwähnt habe ich den Geschlechterkrieg und die demographische Zersetzung durch Masseneinwanderung...
 
 
 
 

Speng

22. Dezember 2025 23:26

...Man sollte sich also nicht wundern, dass Personen wie Elon Musk und Phänomene wie die KI-Forschung mit quasi-eschatologischen Hoffnungen aufgeladen werde!
 

nagini

23. Dezember 2025 00:19

Ich wollte hier zwar nicht mehr kommentieren, weil es bringt ja doch nichts - aber ähm Frau @Monika, Geld könnte ich schon gebrauchen und das Richtige wählen tu ich auch. ;) 
 

dojon86

23. Dezember 2025 07:28

@Monika Sie wollen ihre Brut enterben, weil die politisch nicht so tickt wie Sie ? Sie werden Ihre Gründe haben aber solche politischer Natur wären für mich der allerletzte Grund, die nachkommende Generation zu enterben. Ein Tipp übrigens, spenden Sie Ihr Geld einem Männerkloster. Soweit ich informiert bin, haben gut geführte konservative Männerklöster wie z. B. Heiligenkreuz in Niederösterreich (leider sind nicht alle gut geführt) keine Nachwuchssorgen. Mein Verdacht geht ja dahin, dass das eine stillschweigende Antwort mancher junger autochthoner Männer auf ihre durch Herrn Sellner angesprochene Benachteiligung ist. Aber gut. Vielleicht ist Ihr Posting ja ironisch gemeint gewesen. Ich bin mir da nicht ganz sicher.

Monika

23. Dezember 2025 07:46

#Gebürtiger Hesse 
Die NZZ bringt derzeit eine fünfteilige Reihe über die Zukunft Deutschlands. Wie sieht es 2050 hier aus. Welche Veränderungen und Verwerfungen bringen Masseneinwanderung und Islaminierug ? Es klingt nicht gut, überhaupt nicht.Wir Alten sind dann nicht mehr. Was wird aus unseren Kindern und Enkeln? Worauf wollen wir setzen? Ich kann meine Hoffnung nur setzen auf ein Kind in einer Krippe. Alle Jahre wieder. Euch allen Frohe Weihnachten ! 
https://www.nzz.ch/international/deutschland-2050-wie-alterung-zuwanderung-und-islam-das-land-veraendern-koennten-ld.1915626

Laurenz

23. Dezember 2025 08:27

@FranzJosef ... Sie leiden, wie viele Rechte, an der Ignoranz der politischen Machbarkeit. Gut gemeinte Empfehlung, lassen Sie Sich in Ihr Gemeindeparlament wählen, das kuriert. @Herold:in & alle anderen Geburtenstarken-Basher ... Sie haben Sich fett aufs Glatteis führen lassen & sind alle auf Ihre/Deine Schnauze gefallen. Es geht hier weder um MSs verlorene Generation, noch sonstige Generationen. Ihre Boomer sind doch nicht das Problem an der Wahlurne, sondern die noch lebenden älteren Generationen, die falsch wählen. Meine Mutter, 87, wählt zwar, als Ausnahme, das Richtige, ist aber eine von 3 Mio. Offline-Bürgern, was natürlich Probleme schafft, die ich ausgleiche. Offline-Bürger sind nicht mehr vorgesehen. Die Basher lesen Sich hier, als wären Sie bei Indymedia als Linksabweichler rausgeflogen. @MS ... brauchte etwas Zeit, um mir klar zu werden, was man mit Ihrem Artikel, der durchaus nachvollziehbar ist, anfängt. Nach mehrmaligen Lesen der Kommentare, empfinde ich, die Teilnehmer @RMH & @Wolfram kommen des Pudels Kern am nächsten, während @Umlaukombinat zu abstrakt bleibt. Auch mein Mitgefühl für Ihren 30jährigen Skript-Schreiber hält sich dann doch in engen Grenzen.

Laurenz

23. Dezember 2025 08:41

@MS (2) ... kann Ihnen nur empfehlen, die Sache mehr aus der kulturmarxistischen Perspektive zu sehen. Die Alt68er & Folgegenerationen gibt es nicht erst seit 10 Jahren, alle hatten zugeschaut & nichts unternommen. Die Skriptschreiber Hollywoods waren schon immer links & in starken Gewerkschaften organisiert. https://www.youtube.com/shorts/ttgbVvnUTyI?feature=share Schauen Sie einfach in die Jubelorgien bei SpaceX, wenn ein Raketenstart funktioniert. Wie viele Frauen sind dabei & wie viele Schwarze? Vorsicht bei der Berufswahl. Beim Stürzenberger-Attentat wurde offensichtlich, daß Politessen im operativen Einsatz völlig nutzlos sind. Die Trump-Admin hat jetzt alle von den Demokraten berufenen Botschafter abberufen, ein liberaler Staat funktioniert eben nicht, egal was Vance hier sagt. https://www.zerohedge.com/political/vance-you-dont-have-apologize-being-white DEI wurde von Weißen (aller Konfessionen) kreiert, was beweist, daß Kulturmarximus & Feudalimus informell dasselbe darstellen, exzessive Privilegierung von Minderheiten. Das, Herr Sellner, finden Sie schon bei unserem Beamtenrecht. Der Adel erschuf ein Verwaltungssystem, in dem Bildung & nicht Leistung den Besitzstand der durch Inzest verblödeten adligen Rotzlöffel erschuf.

Monika

23. Dezember 2025 09:37

Der Zweifel ( 1864) 
"Der Glauben ist zum Ruhen gut;Doch bringt er nicht von der Stelle; Der Zweifel in ehrlicher Männerfaust, Der sprengt die Pforten der Hölle." ( Theodor Storm) Dieses Gedicht sei zugeeignet allen Volksgenossen, die nicht an das Weihnachtswunder glauben können und meinen, daß "es den Betern nicht gelingen kann, das Schwert ob unsern Häuptern aufzuhalten" ( Reinhold Schneider) und die das Heil erzwingen wollen, also den Hyperaktivisten. Andere mögen "diese Welt den richtenden Gewalten durch ein geheiligtes Leben abzuringen " ( Reinhold Schneider) versuchen. Ich bin für eine gute Mischung von Vita activa und Vita contemplativa. Mein Beitrag war natürlich ironisch gemeint !!M Und niemand soll hier rumjammern und betteln und dumme Ratschläge erteilen. Unsere Väter waren da aus anderem Holz geschnitzt. https://www.amazon.de/Wenn-ich-doch-glauben-k%C3%B6nnte/dp/3804213081

Maiordomus

23. Dezember 2025 10:00

Es handelt sich von dem hier vielfach kritisierten Sellner um einen seiner bedeutendsten, in der Grundsubstanz gewichtigen Beiträge. Was mir beim bestätigenden Kommentariat vielfach nicht passt, ist das Gejammer, sei es von Männern, die tatsächlich schon Quotenopfer wurden, oder ganz allgemein. Dass der Mann, spezifisch auch männliche Jugendliche, heute vielfach in katastrophaler, Unterform u. Wehleidigkeit sich präsentiert, ist ein wesentlicher, unterschätzter, vielleicht primärer Faktor des Problems. Was wir brauchten, wäre geistige Aufrüstung zumal der Männerwelt.   
2050 wird @Monika, wenn ich richtig im Bilde bin, erst 94 sein. Was schreibt sie denn "Wir Alten sind dann nicht mehr". Paracelsus erkannte schon vor 500 Jahren, dass Frauen, haben wie mal die Wechseljahre überstanden, kaum mehr umzubringen seien.  In diesem Sinne verdanke ich ihre Weihnachtswünsche, vielleicht noch mit dem Hinweis auf die besten Weihnachtspredigten in deutscher Sprache, die nämlich von Johann Peter Hebel, stets am 2. Weihnachtstage gehalten.    

RMH

23. Dezember 2025 10:11

1. Savages Essay ist ein Essay, also keine wiss. Abhandlung mit breiter Datenanalyse. Dennoch knüpft er an validen Teilmengen & objektiven Hintergründen an. Das dabei ein bisschen subjektives & wir & die anderen dabei ist, aus meiner Sicht: Geschenkt.
2. Alle Antidiskr.-maßn haben auch den Zweck, den Faktor Arbeit komplett zu mobilisieren, keiner soll mehr ruhen (auch die Alten bald nicht mehr). Am leichtesten lies es sich damit bei den Frauen anfangen, die man kriegsb. schon in Männerjobs lassen musste, also konnte man weitermachen. Danach sollen eben alle Minderheiten ran an die Arbeitsfront & damit es zu keinem "sozialen Sprengstoff" durch Ethnien kommt, wollte man eben durch breite Vermischung allen den Mythos, "Jeder kann es schaffen" glaubhaft machen. Selbst Behinderte dürfen nicht mehr in Ruhe in einem Heim oder in der Familie sein, nur wer arbeitet, hat angeblich "teil" & so karrt man sie an grenzdebile Arbeitsplätze & die, die Aufseher sind & das alles schön arrangieren, profitieren. Man erzeugt mit Allen aber am Ende Durchschnitt & keine "Exzellenz". Was man macht, wenn KI den bullshit aus der Arbeit nimmt? Keiner weis es, keiner hat ein Angebot.
3. Befremdlich an der Debatte ist, wenn man den Inhalt von Savage nicht zuallerst kritisiert, sondern erst einmal danach schaut, aus welchem Stall er kommt. 

Karl Otto

23. Dezember 2025 11:37

Man sollte nicht in die Falle gehen. Divide et impera, teilen und herrschen. Genau das wollen sie, dass wir uns gegenseitig an die Kehrele gehen, während sie den Laden übernehmen.
Natürlich sind die Alten unsere Eltern, und die Jungen werden sich wundern, wie schnell sie plötzlich selber alt sind und dann anderen im Wege stehen.

dojon86

23. Dezember 2025 12:04

@Joerg Sie haben völlig recht, dass sich das Kommentariat vom Thema entfernt. Was mich persönlich interessieren würde, wäre, wie Eltern von Buben die heutigen Schulen und das in ihnen Gelehrte sehen. Ebenso würde mich die Situation in Schulen, in denen die "Eingeborenen" zur Minderheit geworden sind, interessieren. Und natürlich vor allem, wie sich das auf Heranwachsende auswirkt. Aber offensichtlich haben diejenigen, die dazu etwas sagen könnten, zuwenig Zeit zum Kommentieren. Oder sie können es nicht kommentieren weil sie Lehrer sind und berufliche Konsequenzen fürchten.

Karl

23. Dezember 2025 12:35

Wie @Joerg richtig schreibt begann die Tendenz der Bevorzugung von (mehr oder weniger qualifizierten) Frauen in Deutschland bereits in den 80er Jahren nicht nur in der Wirtschaft, sondern - vielleicht noch extremer - in der Wissenschaft. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Ergänzen möchte ich zudem, dass diese Selektion nicht allein geschlechtsbezogen durchexerziert wurde, sondern auch ideologisch vorsortiert wurde. Links-grün-drehende Anpasser hatten gute Chancen, während kritischere Geister aussortiert wurden. Das Ergebnis dieser langfristigen Strategie ist an der gegenwärtigen Hochschullandschaft zu bewundern. Da die gehirngewaschenen Resultate dieser "Ausbildung" nicht alle in ihrem Habitat der Universität verbleiben können, ergießen sie sich fachbereichsspezifisch über alle gesellschaftlichen Bereiche. Besonders auffällig ist dies in der Justiz, der Pädagogik, der Medizin und last but not least in den Medien. 
Die Selektion in der BRD betrifft also jedenfalls nicht nur die Millenials. Sie begann schon viel früher. Beginnend mit der Bevorteilung von Frauen und ideologisch Wohlgesonnenen, sukzessive ergänzt durch alle Arten von „Opfern“, wie Migranten, Transpersonen und psychisch Gestörten. Aber dies Fass will ich hier nicht aufmachen.

Kurativ

23. Dezember 2025 15:11

Die ethnische Fragmentierung durch Umvolkung und die Nutzung der daraus entstehenden Spalte in der Gesellschaft sind eiskalte Machtpolitik (..und keine verduselte Schwärmerei von Menschenrechtsträumern).
Das neueste Beispiel zeigt sich beim „Internationalen Tag gegen Islamfeindlichkeit“, welcher gerade durch die regierungsamtlichen Hauptmedien der NATO-Presse getrieben wird.
Man versucht die Moslems auf ihre Seite zu bekommen. Jede ethnische Gruppe hört es gerne, wenn sie als benachteiligt und unterdrückt in den Medien dargestellt wird: "Ja, diese Moderatorin hat recht. Bei dem Sender höre ich öfter mal vorbei. Und was sie sonst sagen, dem stimme ich zu. Hauptsache ich kommen vor".
Medien, welche die eigene Seele schmeicheln hört man halt gerne.
Das ihnen das schöne hubraumstarke Auto und der Arbeitsplatz unter den Hintern weggezogen wird, das merkt dann keiner. Ganz zu schweigen von den Zuständen in Gaza oder dem westlich-finanzierten Aufbau von radikalen Djihadis, welche plötzlich mit einem riesigen Haufen an Geld auftreten, nachdem sie sich radikalisiert haben.
Auf der anderen Seite macht es keinen Sinn auf Minderheiten oder Moslems einzuprügeln, wenn es keine Chance einer großen Remigration gibt. Die Gebärrate erhört sich nochmals.

Ein gebuertiger Hesse

23. Dezember 2025 18:13

@Monika
Aber Vorsicht, so richtig Sie in der Lage-Beurteilung betreffs des Kollektivs auch sein mögen - halsen Sie sich darob kein schlechtes Karma auf im Privaten. Sie haben nur eine Brut und keine andere. Gott sei's gedankt, oder?

Majestyk

23. Dezember 2025 20:19

Wie kommt man auf die Idee, eine Position stünde einem zu aufgrund von Altersklasse, Geschlechts- oder Rassezugehörigkeit?
Über den Sinn der Diversity-Quotierung braucht man kein Wort zu verlieren. White Supremacy ist keinen Deut besser. Die USA wollen Vielvölkerstaat sein und unterscheidet sich schon dadurch von Nationen wie Deutschland. „Gebt mir eure Müden, eure Armen, eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren" steht am Fuß der Freiheitsstatue.
Da kann ja nicht eine Rasse per se über allen anderen stehen, einfach nur aus der Behauptung heraus, die eine Rasse sei besser. Was soll das sein, ein Kastenwesen nach Rassenzugehörigkeit? So eine Art ständische Gesellschaftsordnung mit Weißen als Adel und den anderen als Proletariat? Für eine Nation wie die USA ist die einzig tragfähige Denkweise, der beste Mensch für den Job. Insofern sind Frauenquoten falsch, die Erwartungshaltung, "ich bin männlich geboren, also gehört die Führungsposition mit" aber gleichfalls. Zur Anmaßung "ich komme frisch von der Uni, also haben die anderen Platz zu machen" kann sich auch jeder seinen Teil denken. Hetze gegen Ältere liegt aber auch rechts jetzt voll im Trend. Logan's Run kann kommen. 
Zählen sollte immer nur eines, die individuelle Leistung.
 

Beta Jas

23. Dezember 2025 20:34

"Daß dieser Text auf X viral ging, ist kein Zufall. Die Plattform ist das erste soziale Medium in der Geschichte des Internets, auf der junge weiße Männer sich weitgehend ohne Zensur global austauschen können. Tausende meldeten sich mit ähnlichen Beispielen. Ein wahrer weißer „#MeToo-Moment“ besiegelte damit das Jahr 2025."
In dem Artikel steckt eine Form von Selbstmitleid drin, wo man sich auch fragt, da hier wieder nur von den Männern gesprochen wird, ob eine Gruppe, eine Rasse, nur aus Männern besteht. Wenn es um Weiße geht offenbar schon, sehr homoerotisch, böse gesagt. Wenn es um Weiße geht spricht man selbst bei einigen Rechten selbstironisch unbeholfen, "von alten weißen Männern" und merkt wohl dabei überhaupt nicht, wie man sich selbst damit ins lächerliche zieht. Das selbe hat man auch mit der Verwendung von linken Soziologen-Begriffen wie "Boomer" oder "Millennials".
 
@RMH, 21. Dezember 2025 20:27
Eine substantielle Analyse für Deutschland und die EU müsste sich auf die Menschen im allgemeinen beziehen, die als Angehörige des weißen Teils der Welt leben, nicht auf die oberen 10000, die Universitäten abgeschlossen haben und dann auch meistens die Vertreter einer Ideologie sind, die zerstörerisch von ihrer Stelle aus eingesetzt wird. Menschen im allgemeinen und in wie fern sie auch selbst Schuld daran sind.

Majestyk

23. Dezember 2025 20:54

@ RMH:
"wie sich die heutige Erziehung, die Ausbildungsselektion und das Diversitymanagenent bei der Vergabe von Positionen auf junge autochthone Männer auswirkt."
 
Die Erziehung wirkt sich ja schon insofern negativ aus, als junge Männer schon länger selten eine männliche Lebensweise anstreben und die zeigt sich u.a. auch im angestrebten oder ausgeübten Beruf.
Im Kern liegt doch im Mann ein Mammutjäger verschüttet. Wenn Männer heute eher zum Beerensammler mutieren ist schon alleine das nicht positiv für die Selbstwahrnehmung, selbst wenn die Kasse stimmt.
 
Ich sah gestern Nacht seit Jahren nochmal den Film City Slickers, wo vom eigenen Leben gelangweilte und frustrierte Großstädter einen Abenteuerurlaub als Cowboys verbringen. Sinngemäß sagt der echte Cowboy (Jack Palance), der sich um die Touristen kümmert "Ihr verknotet ein ganzes Jahr euer Leben und glaubt dann, daß ihr in zwei Wochen alle Knoten lösen könnt."
Ich will damit jetzt nicht sagen, daß Männer Cowboys werden sollen, aber was viele Menschen heute mental krank macht, ist eine doch irgendwie unnatürliche Lebensführung auf vielen Ebenen. Ich sehe das an meinem Vater. Der ist zwar körperlich marode, hat aber ein interessantes Arbeitsleben erlebt und kann heute noch spannende oder witzige Geschichten erzählen und seine Erinnerungen genießen. Kann man das auch in diesen Medienberufen?

Wolfram

24. Dezember 2025 00:57

@Maiordomus
 
"Dass der Mann, spezifisch auch männliche Jugendliche, heute vielfach in katastrophaler, Unterform u. Wehleidigkeit sich präsentiert, ist ein wesentlicher, unterschätzter, vielleicht primärer Faktor des Problems"
 
Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, Herr oder Frau Maiordomus, aber genau das ist feinstes "Boomersplaining", wie wir Jüngeren es uns die ganze Zeit anhören dürfen. Wir sollen doch nicht so rumheulen, und uns selber an den eigenen Haaren aus dem Dreck ziehen sollen. Ich kenne Sie und Ihr Alter nicht, aber ich denke, dass Sie nicht begreifen, was hier Fundamentales vor sich geht - erst recht, wenn Sie gar nicht selber betroffen sind. Es geht hier nicht primär darum, dass wir keine tollen Jobs mit viel Verdienst bekommen und deswegen rumflennen. Was Herr Sellner und der Originalpost beschreiben, ist der methodische Austausch der zukünftigen gesellschaftlichen Elite bzw. die böswillige Verhinderung, dass Einheimische zukünftig in wichtigen Positionen stehen. Und darauf hinzuweisen und es anzuprangern ist absolut notwendig. Oder wollen Sie, dass hier zukünftig alle Professuren, Rundfunkanstalten, Ministerien und sonstige einflussreiche Positionen von uns feindlich gesinnten Menschen/Ausländern besetzt werden?

Wolfram

24. Dezember 2025 01:09

@Majestyk
 
"Wie kommt man auf die Idee, eine Position stünde einem zu aufgrund von Altersklasse, Geschlechts- oder Rassezugehörigkeit?"
 
Quizfrage: Wen hätten Sie lieber als sagen wir Mal Chefredakteur der Tagesschau?
 
A) Einen weißen deutschen Mann, sich seinem Land und Volk verpflichtet fühlend oder sogar rechts, ABER fachlich nur eine "8/10" (sehr gut, aber nicht perfekt)
 
B) Eine afrikanische Frau (entweder mit Migrationshintergrund oder direkt immigriert), die wiederum sich ihrem Heimatland aber auch ihrem Geschlecht UND einer globalistischen Agenda verpflichtet fühlt und die fachlich das Beste ist, was man in Deutschland findet (sog. "10/10)
 
Die richtige Antwort ist A. Schauen Sie sich Mal Inder in Amerika an, die als Manager arbeiten. Es gibt welche, die geben offen zu, dass sie nur noch weitere Inder einstellen. Da gab es wohl auch einen Unternehmer, der sich dachte: "Woher nimmt sich dieser junge weiße amerikanische Mann das Recht heraus, er könne hier Manager werden, wenn dieser tolle Inder hier besser ist?". 

Majestyk

24. Dezember 2025 01:19

@ Beta Jas:
"In dem Artikel steckt eine Form von Selbstmitleid drin"
Stimmt. Der Text hat einen weinerlichen Unterton. Ausgerechnet aus einer Branche, die gerne auf weiße Arbeiter und Rheinecks herumtrampelt und Benachteiligungslegenden salonfähig machte. @ Freier hat das schon zutreffend erfaßt. Wer in der Medienbranche bevorzugt und wer benachteiligt wird, ist für Normalsterbliche unerheblich. Wer interessiert sich schon für die Herolde und Hofnarren des Königs?

Laurenz

24. Dezember 2025 07:51

Wir hatten die die Tage schon das Thema, glaube unter dem letzten EK-Artikel, https://sezession.de/70485/kauft-nicht-bei-wie-bitte wie man als Konsument reagiert. Das woke Desaster bei Disney-Produktionen hat dazu geführt, daß der Konzern die TV-Rechte an der Champions-League der Frauen in Europa gekauft hat, um seine Reputation aufzubessern. Damit hat die UEFA ganz gewiß dem Frauenfußball keinen Gefallen getan, die Reichweite sinkt, weil Disney Geld für das Schauen der Spiele sehen will. Bei DAZN, dem vorigen Inhaber der TV-Rechte, waren die Spiele kostenfrei zu sehen. Genauso ist es auch mit den Schreiberlingen Hollywoods & Co. Wenn das Niveau der Skripte & Drehbücher sinkt, weil keine Leistungsparameter mehr zählen, sondern Status, wird die Nachfrage nach Hollywood-Produkten sinken. Das passiert gerade auch mit der Deutschen/Europäischen Wirtschaft. Sie wird diskriminiert, macht zu oder wandert ins wirtschaftlich freundlichere Ausland ab. Das muß auch so sein. Die Wähler dieser Politik müssen leiden. Die brauchen das. Im Gegensatz zu Maiordomus, finde ich diesen Artikel nicht so gelungen, weil er die Gesellschaft weiter spaltet. Wer Wohlstand will, muß eben einen Job erlernen, der gut bezahlt wird. Und wenn man als weißer Schreiberling nichts werden kann, muß man eben Produzent werden, Geld für Projekte organisieren, & dann weiße Schreiberlinge anheuern.

RMH

24. Dezember 2025 10:20

"Ausgerechnet aus einer Branche,"
Das ist ja der bereits mehrfach in dieser Diskussion genannte Grundfehler des Essays, dass er sich zu sehr an der einen Branche festbeißt, die im Übrigen schon längst ihren MAGA-fähigen, massenkompatiblen Turn ganz marktwirtschaftlich gefunden hat. Die Erfolgsserien von Taylor Sheridan (Yellowstone & Co, Comeback von Silvester Stalone in Tulsa King etc.) sind ein Beispiel von sicher mehreren dafür. Darauf braucht man mithin eigentlich nicht mehr große herum zu reiten. Interessanter wäre, ob es einen größeren Impact auf den gesamten Arbeitsmarkt von weißen Menschen hat. Hier fehlen mir die Zahlen, aber meine Vermutung sagt, klar ja und daher ist der Essay immerhin ein Türöffner, ein Anstoßer. Hoffen wir, dass sich die Debatte verbreitet. Antidiskriminierung wendet sich gegen die Gruppe, aus der wenige Protogonisten daraus sie maßgeblich vorangetrieben haben. Ergebnis: Selbstzerstörung.

Laurenz

24. Dezember 2025 11:00

@Wolfram @Maiordomus ... Schauen Sie in die Deutschen TV-, meinst Krimi-Produktionen rein, permanent-Quoten-Zebrajäger & Quoten-Kameltreiber. Und die indigenen Darsteller müssen meist die Blöden & die Kriminellen spielen. Von diesem Prinzip gibt es nur seltene Ausnahmen, wie zB im letzten Tatort mit der Mocro-Mafia. Das ist überall so. (Meine Mutter hat bei einigen Ihrer Krankenhausbesuche das Recht auf einen Krankentransport, aber Sie bat mich, das zu übernehmen, weil Sie keinen Bock auf die Backschisch-Fahrer hat. Also fahre ich meine Mutter. Meine Mutter ist 87, ich bin fast 61.) Und 50 dieser Darsteller/Schauspieler fordern nun die Aufnahme von mehr Afghanen, also quasi zukünftigen Mitbewerbern, um den aktuellen eigenen Job (ÖRR-schmarotzend) zu behalten, also genau das, was MS beschreibt. Aber das betrifft doch nicht nur Ihre Generation. Es gibt genügend Jobs, die weder von Quoten-Ausländern noch von Frauen zu stemmen sind. Werden Sie zB Dachdecker. Das Haus, in dem ich lebe, wurde neu gedeckt, alles nur Deutsche Handwerker an der Arbeit, natürlich ein teurer Spaßhttps://www.youtube.com/shorts/3cwpD-tMRjA?feature=share https://www.kabulluftbruecke.de/updates/brief-an-merz-prominente-fordern-aufnahme-aller-menschen-aus-afghanistan-die-deutsche-aufnahmezusagen-erhalten-hatten/

FranzJosef

24. Dezember 2025 12:45

@Laurenz
"Sie leiden, wie viele Rechte, an der Ignoranz der politischen Machbarkeit. Gut gemeinte Empfehlung, lassen Sie Sich in Ihr Gemeindeparlament wählen, das kuriert."
Und Sie werden dann Pressesprecher von Weidel/Chrupalla/Höcke, wenn diese in Regierungsverantwortung kommen? Und wenn dann deren Wähler die Umsetzung z. B. von Remigration fordern bzw. deren Nicht-Umsetzung kritisieren, dann werfen Sie ihnen "Ignoranz der politischen Machbarkeit" vor? Habe ich Sie richtig verstanden?

Wolfram

24. Dezember 2025 12:52

@Laurenz
 
Klar, das ist ja mittlerweile überall so. Der weiße Ehemann ist der Vollidiot, die Ehefrau ist die Rationale und Kluge in der Familie, der Schwarze ist der Superheld und der Schwule der Quell aller Weisheit. Nicht nur in Hollywood-Blockbustern sondern auch in deutschen ÖRR-Serien. 
 
Und was die von Ihnen vorgeschlagenen Jobs angeht: Klar, ein Handwerksmeister zu sein kann was Tolles und Erfüllendes sein, wenn es einem denn gefällt. Und man kann sicherlich auch viel verdienen in der Selbstständigkeit, aber es ist eben ein Beruf, der keinen größeren Einfluss auf die Gesellschaft zulässt. Und darum geht es, wie gesagt, primär. Nicht darum, OB man irgendeinen Job zum Broterwerb kriegt. Der Dachdecker bestimmt halt nicht, was in der Tagesschau dran kommt, an welchen Themen in der Uni geforscht wird, was unseren Kindern beigebracht wird, wie unsere Städte ausschauen usw. Ich will die Bedeutung eines Handwerkers nicht runterreden, keine Frage. Aber sie haben halt politisch/gesellschaftliche keine Auswirkung und darum geht es in der ganzen Debatte.

Majestyk

24. Dezember 2025 13:02

@ Wolfram:
Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Die USA sind eine Einwanderergesellschaft. Man kann amerikanische Verhältnisse nicht mit Deutschland vergleichen. Der amerikanische Ausverkauf wird doch wohl von oben betrieben, haargenau wie hier. Die Elite in den USA stellen immer noch die Weißen, genau wie die gesellschaftliche Elite in Deutschland nach wie vor autochthon ist. Die Kritik geht am eigentlichen Kern vorbei. Den Kampf einer miteinander vernetzten linken Elite gegen den ganzen Rest.
Im Übrigen sollten Sie vielleicht nochmal meinen Beitrag lesen. Ich lehne sowohl jede Form von Quotierung ab, als auch Konzepte wie Herrschaft einer vermeintlichen Überlegenheit ohne Bestätigung durch Leistung. Wo Leistung fehlt, ist keine Überlegenheit. Der Anspruch auf Positionen als Geburtsrecht ist nichts anderes als feudales und damit linkes Denken. Boomersplaining ist als Vorwurf genauso anmaßend und dümmlich wie das Mansplaining der Feministen. Haargenau jener feministischen Benachteiligungslogik folgt ja auch der Artikel. Ich mische mich aber in einen Streit unter Linken nicht ein.
Warum sollte mich heutzutage interessieren, welche privilegierte Akademikergruppe in einer Dekadenzbranche gerade bevorzugt wird? Es hat sich jahrzehntelang kein Akademiker oder Bürgerlicher dafür interessiert, wie es auf meiner Seite des Zauns aussieht. Jetzt jammern Akademiker über Benachteiligung. Willkommen in meiner Welt.

Majestyk

24. Dezember 2025 13:16

@ Laurenz:
Der Frauenfußball jammert seit Jahrzehnten, man würde schlechter bezahlt. Was Quatsch ist, weil Männerfußball eindeutig mehr Leute sehen wollen und sogar bereit sind, dafür hohe Ticketpreise zu entrichten oder kostenpflichtige TV-Abos abzuschließen.
Entweder die Frauen begnügen sich mit kleinen Gehältern, dann kann man Frauenfußball für lau anbieten oder man will in höhere Gehaltssphären, dann müssen die Frauenligen und Vereine ihr Produkt entsprechend verkaufen können. Das entspricht marktwirtschaftlicher Logik. Kann ja nicht sein, daß Männervereine das Geld erwirtschaften und dann die Frauen subventionieren sollen oder soll etwa der Steuerzahler einspringen? 
Der Frauenfußball, so wie man ihn die letzten Jahre aufgebläht hat, ist ein ideologisches Projekt, genau wie paritätische Besetzung bei der Moderation des Männerfußballs. Wenn aus dem Ballon nun die Luft entweicht und man sieht, wie begehrt Frauenfußball wirklich ist, dann ist das nicht die schlechteste Entwicklung. 
 

Majestyk

24. Dezember 2025 13:36

Welches deutsche Kind wird eigentlich davon abgehalten gut in Mathe etc. zu werden und nach der Schule Berufe zu ergreifen, die man wirklich braucht? Ingenieure z.B. IT-Entwickler oder schlichtweg Handwerker?
Wenn Lara-Sophie aber lieber was mit Medien macht und Ben-Niklas doch nicht Profifußballer wird und nun von einer Karriere als YouTuber träumt, dann ist doch auch das Teil des Problems. Es drängeln ja nicht gerade viele junge Deutsche ins Handwerk oder auf den Bau. Hieran scheitert doch schon die feministische Legende.
Zu meiner Zeit hieß es schon "wir brauchen mehr Akademiker". Dann hat man jahrzehntelang Leute sogar in Studiengänge gestopft, die man extra erfunden hat, weil die Mehrheit der Studenten für richtige Wissenschaften nicht zu gebrauchen war und hat so Defizite auf dem Arbeitsmarkt selber erschaffen. Barrieren gegen Quereinsteiger, eine notorische Abneigung gegen ältere Arbeitnehmer von Seiten vieler Arbeitgeber tut ihr Übriges.
Wer sich die Pionierzeit des Films anschaut. Die Mehrzahl der alten Größen hatten nie studiert. Die Diskussion wird von der falschen Seite aufgezäumt. Der Fehler beginnt damit, daß in solchen Branchen Schranken errichtet werden, die zwangsläufig zu einer ideologischen Vorauslese führen. Man werfe doch einen Blick in westliche Universitäten der Moderne. Das sind doch größtenteils linke Gehirnwaschmaschinen. Und wenn man das Bildungswesen hinterfragt, landet man wo?
Frohe Weihnachten!

Laurenz

24. Dezember 2025 21:41

@Majestyk @L. ... Frauenfußball ... Megan Rapinoe machte mit "Equal Pay" medial Furore. Ansonsten wollen Kicker-Frauen das nicht wirklich. Sie bitten um gute Trainingsbedingungen, was heißt "Equal Play". Das fällt Vereinen mit erfolgreichen Männermannschaften auch nicht wirklich schwer, hier Synergien zu heben. Abgesehen von Basketball, American Football, Eishockey, leiden alle Sportarten & Vereine aller Art an Unterfinanzierung, deshalb existiert die politische Abhängigkeit. Umso besser Frauen kicken, umso attraktiver wird der Sport. Das ist auch eine soziale Frage. Stadionbesuche sind mit der Familie beim Frauenfußball meist finanzierbar, bei den Männern nicht. Deswegen haben die Arsenal-Frauen den Männern schon einige Marktanteile abgenommen. Auch Union Berlin hat gute Zuschauerzahlen bei den Frauen. Sport ist immer auch eine staatspolitische Prestigefrage. Ich schaue Frauenfußball, weil die Frauen einfach besser aussehen & authentischer sind. Um die 10% aller Kicker sind Frauen. Das ist für einen Job, der draußen stattfindet, die beste Frauenquote überhaupt. Sonst liegt die Quote bei unter 1%. Komisch, daß da kein Linker aufsteht & eine 50/50-Quote bei der Müllabfuhr oder den Kanalarbeitern fordert.

Wolfram

24. Dezember 2025 22:56

@Majestyk
 
Ihren Vorwurf weise ich von mir. Im Gegenteil, es scheint mir, als würden Sie nicht verstehen, was ich meine. Ich wiederhole: Diese Thematik ist NICHT ein Rumgeheule, dass man hier keine saftigen Akademikerstellen als Anfänger bekommt, sondern dass Autochthone kategorisch von Elitenpositionen ausgeschlossen werden. Das ist genauso, als würde man für Staatsanwälte und Richte nur noch Linke in Betracht ziehen und alles andere kategorisch ausschließen. Das ist keine Diskussion um Akademiker, sondern eine um Hautfarben und Politik. Und was Sie als Dekadenzbranchen bezeichnen ist schon etwas ignorant. Ich denke Mal, Sie haben damit diese Diskussion darüber im Hinterkopf, wieviel uns jetzt 5 Millionen zusätzliche Politikwissenschaftler als Gesellschaft an Nutzen bringen. Darum geht es aber nicht. Es geht darum, dass man an die entscheidenden, gesellschaftsbeeinflussenden Positionen nur noch gezielt Personengruppe X zulässt, was sich in einigen Jahrzehnten sehr bemerkbar machen wird. Sie denken hier zu sehr im Fachlichen. Und diese Denke von "Der Beste soll dahin" kann man sich leisten, wenn die gesamte Auswahl aus Deutschen besteht. Sobald man aber Inder, Afrikaner, Araber usw. hinzukommen, MÜSSEN Sie - wenn nicht absolut notwendig - den Deutschen nehmen, da Sie sonst auf lange Sicht verlieren. Und dass ich hier Äpfel mit Birnen vergleiche ist auch Blödsinn, da diese gesamte Thematik bei uns auch aufkommt! Kommen Sie Mal zu mir an die Universität, da werden Sie ZUGEBOMBT mit Quoten, DEI usw. 

Majestyk

25. Dezember 2025 12:33

@ Wolfram:
"MÜSSEN Sie - wenn nicht absolut notwendig - den Deutschen nehmen, da Sie sonst auf lange Sicht verlieren."
Warum, sind die Deutschen so schlecht? Sie setzen am falschen Punkt an. Fremde kommen ja nicht von selbst, die werden geholt, geschleust, was auch immer. Läßt sich, so man will, leicht beheben. Wenn es um den mit deutscher Staatsbürgerschaft geborenen Türken dritter Generation geht, den können Sie gar nicht benachteiligen, es sei denn Sie wollen Apartheid.
Will man konkurrenzfähige Deutsche, muß man in der Schule anfangen. Schon zu meiner Zeit war die Qualität des Lehrpersonals oftmals bescheiden. Was nichts damit zu tun hatte, daß ich gezielt von einigen Lehrern gemobbt wurde. Man hat bei einer ganzen Reihe fast nichts gelernt. Jedenfalls nicht mehr als wenn man Anfang des Schuljahres die Bücher durchgelesen und danach freigenommen hätte.
Es ist immer eine Frage der Qualität. Und sollte jene Qualität an Ihrer Uni kein Maßstab sein, so hoffe ich es handelt sich nicht um die medizinische Fakultät oder Bauingenieurwesen. Was die meisten geisteswissenschaftlichen Fächer oder auch VWL und Jura betrifft, habe ich ohnehin eine eindeutige Meinung.
Dass Autochthone komplett von Elitenpositionen ausgeschlossen werden, stimmt auch nicht. Was sind denn Habeck oder Wadephul bzw. die Vorstände der Banken und der Industrie? Die Fremden sind doch nur ein Symptom, was wirklich nicht stimmt ist die Mentalität der sogenannten Elite. Auch eine Frage der Qualität.
 

Umlautkombinat

25. Dezember 2025 12:41

@Wolfram
 
Funktionseliten werden nach in der Historie wechselnden Kriterien ausgetauscht, das ist doch nicht das erste Mal. Was meinen sie, was ein DDR-Buerger dahingehend an Erinnerungen zu drittklassigen Beamten und anderen Gruppen (uebrigens auch Hochschullehrern) mit sich traegt. Denken Sie die Vorgaenger waren alles harte Parteikader, die es "verdient" hatten? Von Qualifikation nicht zu reden.
 
Neu ist eigentlich nur das Hinterfotzige als bestimmender Teil des Herrschaftssystems. Da wird genudget, pseudogewissenschaftelt und moralisiert, dass die Schwarte kracht. 
 
Und das wird in die Koepfe der geistes- oder/und Charakterschwachen gesenkt. Das ist wesentlich, denn immer geht es um Herrscher und Beherrschte. Dahingehend zieht ihre Handwerkerdiskussion uebrigens nicht. Die gehoeren zur Masse und Masse ist die einzige und ewige echte Herausforderung fuer alle Herrscher. Wer sie zusammenfassen kann oder spaltet, der gewinnt. Was er davon konkret tut, das variiert.
 
 
 
 

Majestyk

25. Dezember 2025 12:53

Frohe Weihnachten Laurenz,
ich will heute mit Ihnen gar nicht argumentieren.
"Komisch, daß da kein Linker aufsteht & eine 50/50-Quote bei der Müllabfuhr oder den Kanalarbeitern fordert."
Das ist nicht komisch, sondern hat System. Linke und Feministen reklamieren vom Steuerzahler finanzierte Bullshitjobs für sich. Um echte Arbeit machen die einen weiten Bogen. Maria Furtwängler fordert mehr weibliche Mordermittler im deutschen Fernsehen, dabei sind Frauen jetzt schon überrepräsentiert im Vergleich zur Realität. Dächer werden von Männern gedeckt, der Müll von Männern abgeholt und im Falle des Falles sollten Männer die Kastanien aus dem Feuer holen. Vielleicht fällt auf diesem Bild ja was auf.
Wie heißt es so schön, man kann die Realität ignorieren, nicht aber die Konsequenzen die sich aus der Realitätsverleugnung ergeben. Es besteht also noch Hoffnung.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein besinnliches WeihnachtsfestIhr Majestyk
PS: Die Klingen kreuzen wir dann wieder im neuen Jahr in alter Frische.

Majestyk

25. Dezember 2025 13:35

@ Wolfram:
Noch eines. Der Handwerker mag nicht die "Gesellschaft" gestalten, dafür sein eigenes Leben, siehe mein Kommentar unterm Jahresschlußwort.Jene Gestaltung des eigenen Lebens ist Hauptvoraussetzung dafür, überhaupt Verantwortung übernehmen zu können. Erst das eigene Bett machen, dann versuchen die Welt zu retten. Manche von Euch merken nicht einmal wie sehr ihr woken Linken gleicht, nur eben spiegelverkehrt.
Tino Chrupalla ist gelernter Maler und schickt sich an Deutschland zu verändern. Nicht der Zugang zu akademischen Berufen ist das Problem. Die Schieflage entsteht durch übersteigerte Bedeutungsbeimessung akademischer Bildung. Abgesehen davon, daß man die Tagesschau besser abschaltet, braucht es keine akademische Ausbildung um journalistisch tätig zu sein. Könnte auch jemand wie ich. Solche Schranken in manchen Bereichen sind Standesschranken. Es braucht nicht mehr Akademiker in Führungspositionen, es sei denn der Akademiker arbeitet am OP-Tisch, baut Häuser oder erkundet den Meeresboden nach Ölvorkommen. Unsere Kathedralen wurden einst von Baumeistern errichtet, und zwar ohne akademische Ausbildung, meist waren es Steinmetze.
Hier wird versucht, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Die akademische Überrepräsentanz in Bereichen, die nicht fest greifbar sind erzeugt erst die Schlagseite nach links. Wenn ich eine Position habe, wo egal ist, ob ich Jura oder Politik studiert habe, Hauptsache studiert, kann das fachliche Wissen nicht entscheiden.
Frohes Fest!

Karl Otto

25. Dezember 2025 16:31

Ich habe jedenfalls nochnnie verstehen können, warum alle Politiker so geil auf diesen Doktortitel sind, dass sie dafür sogar zu illegalen Mitteln greifen und ihre Karriere Gefährden.

MarkusMagnus

27. Dezember 2025 11:36

Wie kann man weisse Gesellschaften aufbauen müsste die Frage heißen.
Die Amish in den USA zum Beispiel wachsen und gedeihen.
Es gibt dort natürlich Gemeinden, die der Technik reservierter gegenüber stehen als Andere. Trotz ihrer Friedseligkeit sind die Amish keinenesfalls wehrlos wie uns manche Klischees weismachen wollen. Die Männer sind in der Regel alle körperlich sehr stark von der harten Arbeit, und während in den USA ca. 50% aller Haushalte Schusswaffen besitzen, sind es bei den Amish fast 100%. 
Vom Impfen halten/hielten sie auch nicht besonders viel. Es gab/gibt dort einigen Ärger deswegen, genau wie der Versuch die Amish zwangsweise an Strom und Abwassersysteme anzuschließen. Normalerweise klagen sie ungern vor den "englischen" Gerichten, aber in diesen Sachen lassen sie nicht ohne (juristische) Gegenwehr die Butter vom Brot nehmen. Gut so. Mal sehen wie sich das dort weiterentwickelt. Wäre vielleicht auch mal ein Thema in der Sezession.

dojon86

28. Dezember 2025 09:45

#MarkusMagnus 27.12.2023 11:36 Das Geheimnis der Amish ist ihre Religion. Diese gibt ihnen das Gefühl, auserwählt zu sein und damit die Kraft, gegen die Dauerpropaganda der modernen Welt zu bestehen. In der Geschichte gab es mehrere Beispiele für dieses Überlebensmodell einer Nation nach einer verheerenden Niederlage. Von den Juden nach der Vernichtung ihres Staates durch Rom angefangen. Weitere erspare ich mir, aufzuzählen nachdem ich das in diesem Forum schon mehrmals tat. Ich dachte immer, dieses Modell wäre auch für Deutschland gangbar da ich es für sicher halte, dass die Deutschen auf ihrem eigenen Territorium zur Minderheit werden. Mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass dieser Weg für Deutschland gangbar ist.

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