Hard Power! Große Korrektur?

International erleben wir kraft Trump einen Wechsel von soft zu hard power.

Heino Bosselmann

Heino Bosselmann studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien.

Machia­vel­li statt Kon­sens, auto­ri­tär und kon­flikt­be­reit, weni­ger Kom­pro­mis­se. Innen­po­li­tisch wird eine Art „roll back“ gegen­über dem bis­he­ri­gen Ver­ständ­nis von „Demo­kra­tie“ und „Grund­wer­ten“ zu erwar­ten oder zu befürch­ten sein – zunächst anders­wo, spä­ter, aber unwei­ger­lich auch hier.

Gera­de hier. Denn ist nicht die Kom­mu­ni­ka­ti­on hier­zu­lan­de noch phra­si­ger, also noch unwahr­haf­ti­ger, ja ver­lo­ge­ner als bei den euro­päi­schen Nach­barn? Wer den all­zu gän­gi­gen, also ver­brauch­ten und längst nur­mehr in mani­pu­la­ti­ver Absicht pla­zier­ten Leit­be­grif­fen noch folg­te, war ent­we­der über­an­ge­paßt oder ließ ein Mini­mum an kri­ti­scher Urteils­kraft vermissen.

Phy­sio­gno­mie und Rhe­to­rik des Bun­des­prä­si­den­ten Frank-Wal­ter Stein­mei­er per­so­ni­fi­zie­ren das behä­bi­ge Selbst­ver­ständ­nis der blo­ckier­ten Repu­blik in einer Wei­se, daß man sich erstaunt fragt, war­um jede Epo­che tat­säch­lich die sie ver­kör­pern­de Leit­fi­gur hervorbringt.

In Anschau­ung des Groß­funk­tio­närs im Schloß Bel­le­vue scheint alles nur­mehr ledig­lich Rol­le, Mas­ke, ver­brauch­tes Sym­bol zu sein. Man weiß, daß man die pas­to­ral anmu­ten­den Ver­laut­ba­run­gen beja­hen soll, aber man ver­mag sich mit ihnen nicht zu ver­bin­den; sie durch­que­ren einen so reso­nanz­frei wie ein Neutrino-Schwarm.

Apro­pos Demokratie:

Es geht weni­ger um deren Revi­si­on als um die Infra­ge­stel­lung der inner­halb die­ser Demo­kra­tie zur Herr­schaft gelang­ten Kräf­te, die über Jahr­zehn­te poli­tisch exe­ku­tiv und kul­tu­rell hege­mo­ni­al wirk­ten, einen spe­zi­el­len Hof­staat mit Anci­en-Regime-Anmu­tung aus­bil­de­ten und mit der soge­nann­ten Zivil­ge­sell­schaft, also öffent­lich ali­men­tier­ten „NGOs“, einen „deep sta­te“ zur Selbst­ver­sor­gung und Fremd­be­ein­flus­sung ausbildeten.

Die Panik­stim­mung gegen­über der AfD und das hys­te­ri­sche Abwehr­ver­hal­ten erklärt sich maß­geb­lich aus der Furcht der bis­lang Pri­vi­le­gier­ten vor ihrem Kom­fort­ver­lust. Das von ihnen „demo­kra­tisch“ eta­blier­te Sys­tem scheint in bis­he­ri­ger Vari­an­te abge­braucht. Es wird auf vita­len Wider­stand kaum vital reagie­ren kön­nen. Nichts illus­triert die unfrei­wil­li­ge Tra­gi­ko­mik so treff­lich wie die „Omas gegen Rechts“.

Die letz­ten Jahr­zehn­te waren gekenn­zeich­net durch gera­de­zu irre Wunsch­vor­stel­lun­gen und sug­ge­riert selbst­er­fül­len­de Pro­phe­zei­un­gen – mit Blick auf das Men­schen­bild, die Welt­ord­nung und das Recht, sei­ne „Bedar­fe“ ein­zu­for­dern, ohne ein Mini­mum an Eigen­ver­ant­wor­tung wahr­zu­neh­men oder auch nur ein Ein­se­hen dar­in zu haben, daß eige­nes Lebens­ver­sa­gen nun mal Man­gel- und Not­si­tua­tio­nen verursacht.

In einem Deutsch­land­funk-Inter­view über sei­ne Auf­fas­sung zur Wehr­pflicht befragt, äußer­te kürz­lich ein ver­schnö­sel­ter Ber­li­ner Abitu­ri­ent und Leis­tungs­kurs­ler im Fach Sozi­al­kun­de, daß er „ver­wei­gern“ wer­de. Er for­mu­lier­te das so selbst­be­wußt, als sähe er dar­in eine cou­ra­gier­te Hand­lung, obwohl doch dazu nur irgend­ein Wisch zu unter­schrei­ben, jeden­falls über­haupt kein Mut auf­zu­wen­den ist.

Ange­spro­chen dann auf einen sozia­len Wehr­ersatz­dienst, ver­nein­te er eben­falls. Ha, ha, dazu wäre er doch viel zu faul, das wüß­te er ein­fach. Rund­um wur­de im „Leis­tungs­kurs“ über die ver­meint­li­che Cool­ness geki­chert. Genau die­ser Leis­tungs­kurs kann ins­ge­samt für Deutsch­land und mehr noch für des­sen nar­ziß­ti­sche Jugend stehen.

Eine Klä­rung war not­wen­dig, weil durch­weg Kon­tu­ren fehl­ten, die nun neu ein­zu­zeich­nen sind, auf daß viel­leicht sogar wie­der kla­re Rede mög­lich ist.

Was immer man etwa zu Trump­scher Innen- oder Außer­po­li­tik mei­nen mag:

Im Gegen­satz zur oben skiz­zier­ten Vari­an­te Stein­mei­er ist man wenigs­tens gezwun­gen, sich dazu zu ver­hal­ten. Man kann dem nicht neu­tral gegen­über­ste­hen, wäh­rend man hier­zu­lan­de doch bei­na­he allem, was man hört und erlebt, lei­den­schafts­los gegen­über­steht. Sobald man über­haupt auf Puls kommt, ist man ten­den­zi­ell schon Staats­feind, inso­fern man die grund­ver­ord­ne­te laue Seicht­heit zu erfri­schen droht.

Der Begriff „Zei­ten­wen­de“ war gleich­falls nicht ernst­zu­neh­men, denn in Deutsch­land wen­de­te sich außer ein paar vor­ge­spiel­te Ges­ten gar nichts. Der Staat stärk­te sich nicht, er pump­te sich neu­es Geld, das er eben­so frag­wür­dig ver­senkt wie frü­he­re Kre­di­te. Der Fit­neß­grad und der Body­m­aß­in­dex des Home­of­fice-Durch­schnitts­bür­gers schei­nen für eine neu­er­li­che „Wen­de“ über­haupt nicht auszureichen.

Um die Büro-Bour­geoi­sie mit all ihren staat­lich gewähr­ten Fest­tags- und Urlaubs­zu­la­ge geht es zu sehr, um jene, die früh an der Stra­ßen­bahn ste­hen, um eine har­te Schicht zu begin­nen, viel zu wenig. Auch das erklärt die Ener­gie der antie­li­tä­ren Bewegung.

Mag aber wohl sein, daß die Vor­ga­be „Zei­ten­wen­de“ von der Tat­sa­che „Gro­ße Kor­rek­tur“ abge­löst wird. Das eine blieb sub­jek­tiv Wunsch­vor­stel­lung, das ande­re ist objek­tiv not­wen­dig. Dringlichst.

Wir wer­den sehen, wie weit sie geht, und wir wer­den ihre Kon­se­quen­zen ver­mut­lich gar zu fürch­ten haben. Schlägt „hard power” künf­tig „moral visi­on”, weil die­se über­trie­ben, jene aber ver­nach­läs­sigt wur­de? Nicht nur in inter­na­tio­na­len Gewäs­sern holen die USA weit aus. Wir haben abzu­war­ten, wo sie noch über­all drein­schla­gen, wäh­rend Mini-Mäch­te wie Deutsch­land ver­druckst zuse­hen und um neue Phra­sen rin­gen, bevor der Kopf dann zum Nacken­biß geneigt wird.

Der von Ijo­ma Man­gold gepräg­te Begriff einer gera­de statt­fin­den­den „kul­tu­rel­len Schub­um­kehr“ scheint die tref­fen­de Ent­spre­chung für Niall Fer­gu­sons „vibe-shift“ zu sein – als Aus­druck für den bit­ter not­wen­di­gen, längst über­fäl­li­gen Gesin­nungs­wan­del, der das von den „woken“ Kräf­ten mäch­tig ange­sto­ße­ne Pen­del nun mit gewal­ti­ger Gegen­kraft zurück­schwin­gen läßt.

Man wird sich selbst kaum bemü­hen müs­sen, die­sem Gegen­schlag noch mehr Ener­gie zu ver­lei­hen, denn dies erfolgt bereits eigen­dy­na­misch – außen­po­li­tisch sowie­so, innen­po­li­tisch dann die­sem Impuls unwei­ger­lich fol­gend. Mag gar sein, es gibt bald wie­der eine Gro­ße Koali­ti­on, dann aber von CDU und AfD. Nur so wäre sie „groß“ denkbar.

Man soll­te eher kri­tisch dar­auf zu ach­ten begin­nen, inwie­weit mit der not­wen­di­gen „Dis­rup­ti­on“ bereits eine „Des­truc­tion“ zu dro­hen beginnt, der – wie­der­um hier­zu­lan­de – weder die Struk­tu­ren noch die schwä­cheln­den und ver­zär­tel­ten Bür­ger vom Stam­me Stein­mei­er gewach­sen sind.

Vor­ding­lich nun, das zu bewah­ren, was KI gera­de nach­wach­sen­den Gene­ra­tio­nen abgewöhnt:

Auto­nom blei­ben! In sich ent­wi­ckeln, was Unter­richt und Erzie­hung nicht mehr ent­wi­ckeln woll­ten – das Ver­mö­gen, sich tief nach­den­kend und beson­nen zu ori­en­tie­ren, die Quel­len zu fin­den, aus denen sich unse­re Iden­ti­tät einst speiste.

Dafür aller­dings sind wei­te Wege zu gehen und bei­na­he mär­chen­haft auf­wen­di­ge Pro­ben zu bestehen. Wer sich mög­lichst wenig durch exter­ne Maschi­nen ent­las­ten läßt, son­dern sei­ne Bord­mit­tel ent­wi­ckelt, dürf­te nicht nur bes­ser zurecht­kom­men, son­dern hoff­nungs­voll unter­wegs sein – wenn nicht als Akteur, so als kühl inter­es­sier­ter Beob­ach­ter eines Schau­spiels, das hof­fent­lich nicht kata­stro­phal ausartet.

Heino Bosselmann

Heino Bosselmann studierte in Leipzig Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien.

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Kommentare (118)

Le Chasseur

8. Januar 2026 11:28

"Der Begriff „Zeitenwende“ war gleichfalls nicht ernstzunehmen, denn in Deutschland wendete sich außer ein paar vorgespielte Gesten gar nichts. Der Staat stärkte sich nicht, er pumpte sich neues Geld, das er ebenso fragwürdig versenkt wie frühere Kredite."
Glückliches Amerika: "US-Präsident Donald Trump hat eine starke Erhöhung der US-Verteidigungsausgaben vorgeschlagen. Für 2027 sollten die Militärausgaben auf 1,5 Billionen Dollar steigen"
Natürlich alles auf Pump finanziert.
Hoffentlich verschwindet dieses von größenwahnsinnigen Kleptokraten regierte Land endlich im Abfluss der Geschichte.

Le Chasseur

8. Januar 2026 11:39

A propos "Milliarden versenken": Die letzte Schlachtschiff-Fantasie
 
 

RMH

8. Januar 2026 12:07

Hoffentlich verschwindet dieses von größenwahnsinnigen Kleptokraten regierte Land endlich im Abfluss der Geschichte.
@LeChasseur, bitte immer daran denken, dass wenn dieses Land durch den Abfluss geht, es einen solchen Strudel/Sog erzeugen wird, dass unser Land mit in die Kanalisation fließen wird. Diesen Hinweis möchte ich aber nicht als Angst- oder Jammerhinweis missverstanden wissen, sondern eher als Hinweis auf eine realistische Lage. Die Konsequenzen daraus wird eine Merz-Admin aber bestimmt nicht ziehen & auch nicht ziehen können. Insgesamt sehe ich aber eine Tiefenschicht im Artikel von H.B. berührt, die man nicht auf die Oberfläche "weg mit der Moral-Mimikri, aber heute wird ehrlich durchgefegt" reduzieren kann. Ist bei den USA (ebenso wie bei anderen Großmächten) dieses Verhalten ein Aufbäumen gegen den bei Wohlstandsgesellschaften angelegten Tod durch Dekadenz/Sinnverlust? Ein kleines bisschen Off-Topic, aber irgendwie passt es hierher, aber auch zur Debatte, die der Artikel von EK ausgelöst hat. Daher verlinke ich es:
https://www.youtube.com/watch?v=6pwIs_4pDZI

Dieter Rose

8. Januar 2026 14:12

Gibt es einen "Radetzkymarsch" für unsere Zeit(enwende)?

Dieter Rose

8. Januar 2026 14:52

Gibt es einen "Radetzkymarsch" für unsere Zeit(enwende)?

Hartwig aus LG8

8. Januar 2026 15:33

"Apropos Demokratie"
Hinweis: Die Bundesrepublik Deutschland (nomen est omen) ist als Republik verfasst, nicht als Demokratie. Das Substantiv "Demokratie" kommt im GG nicht ein einziges Mal vor. Ein paarmal ist von der "freiheitlich demokratischen Grundordnung" die Rede. Dies rechtfertigt wohl kaum den derzeitigen Fetisch, der auch im Kommentariat der SiN hin und wieder aufscheint.

Le Chasseur

8. Januar 2026 15:44

@Hartwig
Art 20 GG(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
Derzeit geht die Staatsgewalt faktisch natürlich nicht vom Volk aus, aber grundgesetzlich wäre das schon so vorgesehen.

Mitleser2

8. Januar 2026 15:55

" ... das Recht, seine „Bedarfe“ einzufordern, ohne ein Minimum an Eigenverantwortung wahrzunehmen oder auch nur ein Einsehen darin zu haben, daß eigenes Lebensversagen nun mal Mangel- und Notsituationen verursacht."
Ich stimme dem zu. Sie werden damit aber in Konflikt mit der SolPat-Fraktion von Benedikt Kaiser kommen. 
 

RMH

8. Januar 2026 16:00

@Hartwig, @LeChasseur hat bereits Art 20 GG genannt.
Aus der Forumlierung "ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat" ergibt sich die Verfasstheit der Bundesrepublik als Demokratie. Art. 79 Abs. 3 GG schreibt das als unveränderbar fest.
Die Sozis haben damals es geschafft, das Soziale einzufügen und das Grundrecht auf Eigentum von Anfang einzuschränken. Aber wie sang schon der linke Westernhagen? "Freiheit, Freiheit, ist die einzige, die fehlt". Das hört er wohl heute nur ungern von der "falschen" Seite aus gesungen.

Maiordomus

8. Januar 2026 16:00

@Hartwig. Sie sehen es richtig. Beispiel direkte Demokratie in der Schweiz, die es in Genf schon im 17. Jahrhundert gab, in Glarus und Appenzell schon ab dem Mittelalter, funktionierte primär auf republikanischer Grundlage. Demokratische Entwicklungen in den Vereinigten Staaten waren zunächst republikanisch, wobei aber galt, dass Gleichheit nur in kulturell vergleichbaren Gesellschaftsschichten funktionieren kann, sonst bewahrheitet sich Orwells "gleicher als andere" für die Elite. Demokratie kann, was Platon auffiel, totalitär oder ochlokratisch entarten, bis hin zur Tyrannis. Dabei ist im demokratischen Prinzip das tyrannische enthalten, es sei denn, Demokratie beschränke sich (nach Popper) auf die Möglichkeit, eine gewählte Führung bei Nichtbewährung gewaltfrei zu beseitigen. Gewaltfreiheit ist dabei keineswegs garantiert. Das Prinzip Bürgerkrieg, das zeigten die USA 1861, ist im demokratischen Prinzip mitenthalten. Es gibt keine Freiheit ohne Mass, ohne gerechte Ordnung innerhalb eines Konsens und ohne Bereitschaft, auf Basis Selbstverantwortung Leistungen für die eigene Existenz einerseits und die Gesellschaft andererseits zu erbringen. Demokratie setzt den Willen, ein Volk zu sein, wohl voraus. "Volk" aber nicht notwendig auf "völkisch" reduzieren.   

Laurenz

8. Januar 2026 16:22

@HB ... Sie sollten es doch wissen, HB. Weder SED-Bonzen noch ihre letzten Nachfolger in der DDR hatten sich auch nur eine Sekunde mit den Grundfesten der BRD auseinandergesetzt, obwohl die Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) der Stasi mit an der Degeneration der BRD gebastelt hatte, hier dazu Juri Besmenow. https://youtu.be/pomA2h-YS9M Man war ja nie gezwungen, Verhandlungen zu führen, war dieser unfähig. Jedes politische System, welches immer weiter Haltung belohnt & sich vom Leistungsprinzip entfernt, verabschiedet, ist dem Untergang geweiht, so auch die heutige BRD. Niemand kann auf Dauer den Sozialismus eines Steinmeiers finanzieren, weil Leistung nicht belohnt, sondern verachtet wird. ... @Le Chasseur ... Ich muß es leider so hart ausdrücken, Sie haben von Militär & Krieg keine Ahnung. Nichts fördert die technische Entwicklung mehr, als ein Krieg. Neue Angriffs-Waffen bedingen neue Abwehr-Waffen. Und wie schon in den Weltkriegen, steht hinter jeder Waffe die Kosten-Nutzen-Relation. Schwächere Regimes neigen dazu, überlegene Waffen herstellen zu wollen, was aber am Ende meist scheitert. Das meiste Geld geht bei den Amis für Militär-Basen & Sprit zur Versorgung des Basen drauf. Wenn die Basen reduziert werden sollen, braucht man mehr mobile Macht auf den Weltmeeren.

Laurenz

8. Januar 2026 16:33

@Mitleser2 @HB ... Sie werden damit aber in Konflikt mit der SolPat-Fraktion von BK kommen. ... Sie haben Sich einfach nur zu wenig mit BK auseinandergesetzt. BK hat rechte Politik einfach nur dem Volk & nicht nur unserem Volk, sondern dem Westen angepaßt. Man kann nur mit dem Volk arbeiten, das man hat, es gibt kein anderes. Und die Mitleser2 in diesem Volk machen nicht mal 1% aus, auch wenn diese Mitleser2 von narzißtischer Egozentrik zerfressen sind, ändert das nichts an der Realität. Wenn heute keiner mehr freiwillig Kinder in die Welt setzt, muß man darauf reagieren. D.h. das Leben mit Kindern muß in einem Deutschen Staat einfacher sein, als das Leben ohne Kinder. Was gibt es daran nicht zu begreifen? Das kann man dann wieder nach 5 Jahrzehnten verändern, wenn das Kinderhaben wieder im Bewußtsein des Deutschen Menschen den Normalzustand darstellt. Und das, Mitleser2, wird HB (reine Vermutung) als passionierter Lehrer auch nicht anders sehen.

Le Chasseur

8. Januar 2026 17:45

"In einem Deutschlandfunk-Interview über seine Auffassung zur Wehrpflicht befragt, äußerte kürzlich ein verschnöselter Berliner Abiturient und Leistungskursler im Fach Sozialkunde, daß er „verweigern“ werde."
Mitte der 90er kam bei einer Kollegstufen-Feier in einer oberpfälzischen Kleinstadt das Thema "Wehrdienst oder Zivildienst?" auf. Ein anwesender Millionärssohn, dessen ganze Familie mit der örtlichen CSU verbandelt ist, erklärte blasiert: "Weder noch, dafür sorgt mein Anwalt." So kam es dann auch.
Jeder, der verweigert, trifft die richtige Entscheidung.

heinrichbrueck

8. Januar 2026 18:19

"International erleben wir kraft Trump einen Wechsel von soft zu hard power."
Ein bißchen so, als würde eine Frau von einem grünen zu einem roten Dirndl wechseln. Machtlogik ist überall gleich. 

RMH

8. Januar 2026 19:11

"Der Fitneßgrad und der Bodymaßindex des Homeoffice-Durchschnittsbürgers"
Kurze inhaltliche Kritik: Die Masse der Arbeitnehmer arbeitet nicht im Homeoffice. Gerade mal 11,x % haben das 2024 täglichgetan. Da der Trend wieder abnimmt, könnte dieser Teil schon seit 2025 sinken. Was aber gerade steigt, sind die, die zwangsweise zu Hause sind, weil sie gerade entlassen wurden oder die, die mehr oder weniger freiwillig aufhören, weil es wieder Altersteilzeitprogramme etc. gibt. Dabei wird selbstverständlich auch der ALG1 Bezug mit in die Planung einbezogen, so dass der Anteil der Langzeitarbeitslosen (= Personen im ALG1 Bezug, die bis zum Ende der Bezugsdauer keinen neuen job haben) naturgemäß ansteigt. Ich selber habe schon die unterscheidlichsten Arbeitssituationen in meinem Leben gehabt, am wenigsten habe ich mich als Berufspendler mit Bürotätigkeit körperlich bewegen können (zu viel Zeit auf der Straße gelassen). Für eine pauschale Bewertung taugt Homeoffice nicht mehr. Die Zeiten, wo Massen wg. Corona nach Hause geschickt wurden & dabei nicht so recht wussten, was sie tun sollten oder im ÖD nicht einmal die techn. Voraussetzungen erhalten haben, um "remote" zu arbeiten & damit Homeoffice faktisch Urlaub war, sind schon einige Zeit vorbei. Was nachwie vor zu oft schlecht ist, ist Online-Lehre aller Art, einschl. Unterricht. Die Zeitenwende kommt wohl über KI, wobei in D dafür aktuell nicht genug Strom vorhanden sein wird.

Ein gebuertiger Hesse

8. Januar 2026 19:17

Toller Aufsatz zur Lage, Jan. 2026. Danke, besonders für die letzten zwei Absätze.

Laurenz

8. Januar 2026 19:20

@RMH ... Homeoffice ... ist eine einfache Rechnung. Die Arbeitsleistung sinkt, dagegen stehen die Kosten für den Büroraum & die Anfahrtswege. Übrigens, GK macht schon über 20 Jahre Homeoffice.

RMH

8. Januar 2026 20:02

Übrigens, GK macht schon über 20 Jahre Homeoffice.
@L., er bringt offenbar auch alles dafür Notwendige mit: Hohes Maß an Selbstständigkeit (ist zugleich auch der Inhaber) und große Motiviation oder vermutlich zumindest die Fähigkeit, sich selber zu motivieren. Dies ist nach meiner Home-Office Erfahrung ganz entscheidend. Zum einen muss man Dinge wirklich selbstständig erledigen und entscheiden können und zum anderen sich motivieren, da keiner mehr direkt an Trommel steht und den Rudertakt auf der nach wie vor existierenden Sklavengaleere vorgibt. Auch die Peitsche fehlt, dafür kann es sein, dass man schneller über Bord geworfen wird. Alles hat eben verschiedene Seiten und Perspektiven. Eine der wenigen Themen, wo Arbeitgeber/Unternehmer vermutlich recht genau wissen, wann was Sinn macht und wann nicht. Aktuell geht der Trend wieder etwas weg vom Home-Office. Wirklich 100% machen, wie geschrieben, nur wenige. Es ist auch nichts für jeden, da auch die sozialen Kontakte auf Arbeit wegfallen und gerade dieser Faktor im sozialen Leben des Menschen ist nicht zu unterschätzen.

Ein gebuertiger Hesse

8. Januar 2026 20:29

@RMH. Sie sprechen etwas an, das parallel zur Selbstoptimierung läuft, nämlich das Sichselbstüberwasserhalten. Bravo.

Majestyk

8. Januar 2026 21:10

@ Laurenz:
Damit Kinder bekommen innerhalb einer intakten Familie wieder Normalzustand wird, muß der Feminismus überwunden werden, und zwar vollumfänglich. Zudem braucht es eine Rückkehr zum Abstammungsprinzip. Ich hoffe, darauf können wir uns einigen.

RMH

8. Januar 2026 21:58

@Majestyk,
der Feminisums als alleiniger Familienzerstörer ist etwas zu einseitig, da gibt es noch mehr Ursachen.
Auch als säkularer Moralist & Rationalist sollte Ihnen auffallen, dass das, was im anderen Debattenstrang angesprochen wurde und was in dem oben von mir verlinkten Video völlig fehlt, nämlich Glaube/Religion, in einem hohen Maße sinnstiftend zu sein scheint und in gläubigen Bereichen der Gesellschaft Familien mehr existieren, als in anderen gesellschaftlichen Kreisen. Das kann man erst einmal wertfrei feststellen. Der Volksmund sagt in meiner, fränkischen Gegend derb dazu: "Wo Glaube, Liebe, Hoffnung herrscht, wird Morgens, Mittags, Abends geberscht".
Gläubige haben meistens auch keine feministische Agenda, es sei denn, sie sind Angestellte bei der EKD. Man kann ein christliches Revival also auch positiv sehen.

Gracchus

8. Januar 2026 23:00

Ich teile die meisten Beobachtungen Bosselmanns. Bis zur Elitendämmerung wird es wohl noch ein Weilchen dauern. "Unsere Demokratie" ist ja, wenn nicht zu allem, so doch zu vielem bereit - wie MP Günther dem Hörensagen nach bei Lanz verlautbart hat, dies aber wiederum in diesem verwaschenen Duktus, der - wie Bosselmann zurecht bemerkt - klare Worte scheut wie der Teufel das Weihwassser. Bei Klonovsky ein schönes wahres Zitat von Cioran gefunden, wonach - sinngemäß- die Deutschen deshalb so in der Metaphysik glänzten, weil es ihnen an Alltgsverstand fehle. Auch dem jetzt herrschenden Ideologieamalgam haben wir Deutsche höhere metaphysische Weihen verliehen, weshalb es sich zäher halten wird als anderswo. Ob tatsächlich eine Dynamik der Schubumkehr unaufhaltsam in Gang gesetzt ist? So oder so sieht meiner einer sich in die Beobachterrolle gedrängt, ohne Einfluss auf das Spiel, das ja trotzdem Auswirkungen auf das eigene Leben hat.

Umlautkombinat

8. Januar 2026 23:05

Glaube, Liebe, Hoffnung  ... morgens, mittags, abends

 
Bin ja nicht der Fruehaufsteher, aber Mittag und Abend genuegen ja auch noch..

Beta Jas

8. Januar 2026 23:18

@RMH "Kurze inhaltliche Kritik: Die Masse der Arbeitnehmer arbeitet nicht im Homeoffice."
Das schreibt er selbst im nächsten Abschnitt des Textes mit den Worten: Um die Büro-Bourgeoisie mit all ihren staatlich gewährten Festtags- und Urlaubszulage geht es zu sehr, um jene, die früh an der Straßenbahn stehen, um eine harte Schicht zu beginnen, viel zu wenig. Auch das erklärt die Energie der antielitären Bewegung.
 

Speng

8. Januar 2026 23:50

„Jeder, der verweigert, trifft die richtige Entscheidung.“ Richtig!
Ach, Herr „Hetzer“. Ich durfte zehn, fünfzehn Jahre später (und etwas südlicher) eine sehr ähnliche Szene miterleben, mit ähnlichem Ausgang. Das war aber schon zu einer Zeit, als das Ende der ganzen Wehrpflicht-Farce langsam abzusehen war, nur noch nicht formalisiert wurde.
Bilanz: Von gut 30 männlichen Abgängern haben sich ganze vier für die BUNTEWEHR entschieden, größtenteils um einen etwaigen Numerus Clausus zu umgehen. Patriotische Gefühle wären vll. höchstens molekular nachzuweisen gewesen. Und der Rest? Tricksen, um ausgemustert zu werden, und wenn's halt schief lief: ab zum Zivi. 
Was ich damals noch als legitim und sinnstiftend empfand. Verstehe heute aber jeden jungen Mann, der sich für diese desolate Gerontokratie nicht als billige Arbeitskraft mißbrauchen lassen will. Während gleichzeitig die ganzen.... Sie wissen schon.
Erich Kästner Zitat, Kakao trinken usw.

Laurenz

9. Januar 2026 00:36

@RMH & Majestyk ... die Herren, habe weder für, noch gegen das Homeoffice, debattiert. Das haben Sie falsch verstanden. Ein Unternehmer, ein Vorgesetzter braucht die Freiheit selbst kalkulieren, selbst entscheiden zu können, manchmal auch vielleicht unter Konsultation seiner Mitarbeiter, zB zeitliche Ersparnis beim Weg zur Arbeit, 50/50 Firma-Familie, was auch immer. Wir sind doch keine Brüsseler EU-Bürokraten. Was den Feminismus angeht oder den Glauben, so können Sie beides weder mit Gläubigen, noch den Feministen debattieren. Wenn wir bei den politischen Fakten bleiben, muß der Glaube Privatsache bleiben, denn er behindert uns politisch & die Ökonomie. Das ist seit der Renaissance eindeutig festzumachen. Die säkulare Ex-DDR funktioniert politisch in unserem Sinne besser, als der gläubige Westen oder wollen Sie das abstreiten? Der Glaube, wie der Marximus, funktionierte am besten, als alle tatsächliche Angst vor ihm hatten. Die Sachsen wurden Christen, als sie von den Franken mit dem Schwerte gemessen wurden. Ohne das, kein wahrhaftiger Glaube. Die Tage postete ich Ihnen Leonarda Jonie. Die sagt, Sie hat keinen Bock mehr auf männliche Weicheier, die sie nicht füchtet. Ohne eine gewisse Furcht, kein Orgasmus.

anatol broder

9. Januar 2026 00:55

@ rmh 21:58
ich denke nicht, dass gedanken über transzendenz bei jungen menschen sinnstiftend sind. meine erklärung für die höhere familienrate in gläubigen bereichen ist die banale regelmässigkeit, mit der sich die gemeinde im gotteshaus trifft. die mitglieder beschnuppern sich lange genug, um eine gute wahl zu treffen.

Laurenz

9. Januar 2026 01:04

@RMH & Majestyk (2) ... Schauen Sie nach Osteuropa, dort sind die Frauen weiblicher als bei uns, warum ist das so? https://www.youtube.com/shorts/j_1RtXSedE8?feature=share  https://www.youtube.com/shorts/j_GErYJGVnc?feature=share Weil sich der Staat weniger in die Partnerschaften einmischt. Der Staat muß mehr in die Familien investieren & sich bei Trennungen herausnehmen, das heißt, die Trennungsschuld wieder einführen & den Unterhalt für den, der geht, abschaffen. Derjenige, der keine Schuld trägt, behält die Kinder. Das zwingt Frauen dazu, wieder mehr Frau zu werden & zwingt auch alle sich mehr über Bindung Gedanken zu machen, die man eingeht. Heute werden Partnerschaften vor allem von Frauen als Platzhalter benutzt, bis was besseres kommt. Diesen Menschenhandel kann man nicht verbieten, aber man kann ihn steuern. Die persönliche Verantwortung für das Überleben der Kinder tötet den Feminismus. Meine Großeltern mußten noch zusammenhalten, wenn die Familie überleben sollte. Die Zeit holen wir nicht zurück, aber wir können eine neue Zeit gestalten.

Mitleser2

9. Januar 2026 08:31

@Laurenz:
Ach Laurenz, was Sie alles über mich wissen. Und ja, genau was HB schreibt "... oder auch nur ein Einsehen darin zu haben, daß eigenes Lebensversagen nun mal Mangel- und Notsituationen verursacht" ist völlig richtig, hat mit "narzißtischer Egozentrik" nichts zu tun und sollte jedem Rechten bewußt sein. Auch wenn das für Sie libertär ist. Wir sind da, wo wir sind, WEIL der Staat Selbstverantwortung nicht möchte, um alles unter seiner Kontrolle zu haben. Und mit Ihrer Ablenkung zum Kinderkriegen hat das eh nichts zu tun.

RMH

9. Januar 2026 08:31

@Beta Jas, berechtigter Einwand, habe ich aber gesehen. Die Verhältnisse passten so aber meiner Meinung nach nicht. Die Masse der Büroarbeiter arbeitet überwiegend im Büro, sonst hätten wir die morgendlichen Verkehrsstaus nicht. Die kommen nicht allein von Schülern & den paar verbliebenen, echten Werktätigen. Ich sehe die Formulierung daher eher als Stilmittel im Aufbau des Beitrags. 
@Laurenz, "Meine Großeltern mußten noch zusammenhalten, wenn die Familie überleben sollte. Die Zeit holen wir nicht zurück, aber wir können eine neue Zeit gestalten." Da sind wir fast schon wieder bei dem Experiment mit den Mäusen von J.B. Calhoun (siehe Video-Link eingangs).
@anatol broder,
Unterschätzen Sie nicht die Erotik von gläubigen Menschen. Da diese in den meisten Religionen nicht (oder allenfalls nur zu gewissen Zeiten) extrovertiert gezeigt wird, ist sie im verborgenen sehr aktiv. Man sollte sich vom Alt-68er Narrativ, dass ja alle so wahnsinnig "verklemmt" gewesen waren, lösen. Die Verklemmtheit der 68er war in erster Linie bei diesen selbst gelegen. Im übertragenen Sinne, nur wer die Sünde kennt, kann ernsthaft sündigen, wer inbrünstig beten kann, der ist u.U. auch in anderen Bereichen brünstig, etc.

Laurenz

9. Januar 2026 09:04

@Mitleser2 @L. ... Wollen Sie mich falsch verstehen? Wünsche niemandem von uns Unglück, sondern Glück. Was ich in Debatten kritisere, was ich Ihnen scheinbar auch nicht vermitteln kann, ist von sich auf andere zu schließen. Um politisch die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist es notwendig den Fokus von sich selbst weg auf die anderen zu legen, sie zu beobachten, mit ihnen zu reden. Wenn der Bürger nichts mehr verantworten will, kann man nicht, wie Sie, davon ausgehen, gewählt zu werden, wenn man dem Bürger sagt, "friß' oder stirb'." Wollen Sie, wie Daniel Günther bei Lanz, Sich als Diktator offenbaren? Selbst Melanie Amann hat blöd geguckt, denn, wie schnell ist nicht nur Nius, sondern auch der Relotius durch die Heil-Günthers verboten. Um aber politisch gestalten zu können, muß man gewählt werden. Das funktioniert nur, wenn man auf die Bedürfnisse der Bürger eingeht & nicht, wie in der DDR oder EU Haltung belohnt. Damit geht man pleite.

Mitleser2

9. Januar 2026 09:57

@Laurenz: Ich will Sie nicht falsch verstehen. Aber es geht nicht um "Friss oder stirb!". Sondern darum, dass Selbstverantwortung unabdingbar ist, auch für Glück. Unser Überwachungs- und Regel-Staat will das natürlich nicht. Wenn wir aber tatsächlich so weit wären, dass auch "der Bürger nichts mehr verantworten will", und das eine Mehrheitshaltung wäre, gäbe es eh nichts mehr zu retten. Denn dann bräuchten wir tatsächlich eine lenkende Diktatur.

Laurenz

9. Januar 2026 10:04

@RMH @L. ... Man braucht keine Mäuse-Tests. Fragen Sie junge Eltern mit ein oder 2 Kindern, was sein müßte, daß sie sich auch Kind 3 & 4 leisten würden. Gleichzeitig muß man Trennung, demjenigen, der die Partnerschaft sabotiert, steuerlich hart bestrafen. Sie sind zwar Jurist, was nicht gerade für Kreativität spricht, aber Sie besitzen Geist. Schauen Sie Sich um & denken über Ursache & gewünschter Wirkung nach. Das teilen Sie uns dann bitte mit.

Laurenz

9. Januar 2026 10:24

@Mitleser2 @L. ... Sie wollen immer noch Ihren sturen Dickschädel durchsetzen. Das ist nicht mal zum grandiosen, eher zum erbärmlichen Scheitern verurteilt. Sie gehen nachwievor von Sich aus & wenn alle nicht wollen, wie Sie, dann nach mir, im Führerbunker, der Untergang, die Sintflut. Mit Verlaub, was soll der Scheiß'? Sie schreiben hier unter dem Artikel eines Lehrers. Mit Mitleser2-Pädagogik wäre HB schon früh in Seiner Karriere gescheitert. Mangelndes Verantwortungsbewußtsein ist das Resultat linker Volkserziehung in 75 Jahren BRD & DDR. Linke wünschen sich ein völkisches Großprekariat, weil das weniger (intellektuell) in der Lage ist, an den Grundfesten der eigenen Macht zu rütteln. Wir brauchen also eine Gegenerziehung mit dem Ziel, daß Deutsche Männer (& ein paar talentierte Frauen) wieder vorangehen & Verantwortung für das Volk übernehmen, am besten in jeder Familie mindestens einer. Um das zu bewirken braucht man 2 Generationen, mindestens 40 Jahre. Die Voraussetzung dafür ist aber, gewählt zu werden. Die Mitleser2s werden nicht gewählt, aber die Sigismunds & Kirchners. Das sollte Ihnen zu denken geben. Ihr Hang zur Apokalypse, den Sie mit vielen Deutschen (Rechten) teilen, ist mir zuwider.

Umlautkombinat

9. Januar 2026 10:29

@Mitleser2

Sondern darum, dass Selbstverantwortung unabdingbar ist

 
Richtig, und da geht es eben genau darum, dass "der Buerger" seinen Fokus auf sich lenkt. Das tut er naemlich nicht wirklich, dies an @Laurenz. Stattdessen lenkt er sich ab. Uebrigens tut er das durchaus auch in alternativer weltanschaulicher Form, mittlerweile haben wir dafuer eine zumindest empirische mengen- und zeitmaessig belastbare Datengrundlage.
 
Dann - und erst dann - wird man langsam auch rezeptiv fuer andere Leute. Liebe braucht Selbstliebe, wie man so schoen sagt. 

RMH

9. Januar 2026 11:23

"Fragen Sie junge Eltern mit ein oder 2 Kindern, was sein müßte, daß sie sich auch Kind 3 & 4 leisten würden."
@Laurenz, da sind wir schon wieder beim nächste Thema. Die meisten hierzulande sind nicht mehr wirklich jung, wenn sie Eltern werden (siehe Statistik des steigenden Alters der Erstgebärenden) & dann ist das Zeitfenster halt oft nur noch für eine Kleinfamilie bis 2 Kinder da. Ich bin ja ganz bei allen, die einen säkularen Staat fordern & das jeder nach seiner eigenen Facon selig werden soll, aber alles, was irgendwie wirklich jungen Menschen Sinn stiftet & vor allem eine Lebensbejahung, welche unabdingbar für eine Familiengründung ist, & was aus unserem eigenen Kulturkreis im weiteren Sinne kommt, kann man dann eigentlich nur bejahen. Wenn bspw. Heiden endlich auch einmal wieder das zyklisch Fruchtbare mitleben & Leben durch Zeugung & Geburt weitergeben, dann ist auch diese Anschauung/Glaubensrichtung nicht mehr etwas postmodern, steril-künstlich "alternativ" Aufgesetztes für Post-Hippies mehr, sondern in einer natürlichen Vitalität angekommen. Staatlich regeln lässt sich Vitalität nicht. Trotz 50 Jahre aktiver Familienpolitik sind die Ergebnisse doch eher bescheiden (lässt sich international bestätigen, auch Ungarn hat Probleme), Sinnstiftung, Lebensbejahung trotz der zugegeben miesen Lage, dass ist das Thema.

Mitleser2

9. Januar 2026 11:41

@Laurenz: "Mangelndes Verantwortungsbewußtsein ist das Resultat linker Volkserziehung in 75 Jahren BRD & DDR."
Sag ich was anderes? Sie meinen halt, dass es zu einer Änderung zwei Generationen braucht. Kein Widerspruch. Mir geht es nur um das Prinzip Selbstverantwortung in Abgrenzung zum Solidarischen Patriotismus, der mir zu gleichmacherisch und verantwortungsentlastend daherkommt. Wenn Sie meinen, dass man damit keine Mehrheiten bekommt, ist das Ihr gutes Recht. Aber wir sollten es dabei belassen. 
 

Laurenz

9. Januar 2026 12:57

@Mitleser2 @L. ...  "Wenn Sie meinen, dass man damit keine Mehrheiten bekommt, ist das Ihr gutes Recht." ... Das ist keine Frage von Meinung oder Haltung, sondern von realen Wahlergebnissen. Es sind einige von-Hayek-/von-Mises-Geile in der AfD geblieben, wie zB von Storch, Boehringer & vielleicht auch Weidel. Die wissen alle ganz genau, daß sie ohne die Volkstribune, wie Höcke oder Dr. Berndt kein Mandat hätten, in der FDP schon gar nicht. Es bringt nichts, wie ein Linker, die Realität zu ignorieren oder zu leugnen. In Bundesländern, wo die Liberalen in der AfD das Sagen haben, kam die AfD kaum auf 6% & das auch nur mit dem Patriotismus-Bonus der Gesamtpartei.

Mitleser2

9. Januar 2026 13:45

@Laurenz, Bosselmann:
Ok, nur noch ein Frage: warum schreibt dann Herr Bosselmann den Satz
"... ohne ein Minimum an Eigenverantwortung wahrzunehmen oder auch nur ein Einsehen darin zu haben, daß eigenes Lebensversagen nun mal Mangel- und Notsituationen verursacht."
Das ist ja ganz libertär!? Ich hatte das ja nur als Gegensatz zu SolPat zitiert. Und Sie sind dann über mich hergefallen. Gehört Herr Bosselmann also auch zu den "von-Hayek-/von-Mises-Geilen"?
Herr Bosselmann, möchten dazu vielleicht was kommentieren?

Gracchus

9. Januar 2026 15:03

@Mitleser 2: "Eigenverantwortung" war ein neoliberales Schlagwort, weshalb Kaiser den Begriff womöglich nicht mit Kneifzange anfassen mag, ohne jedoch die Sache zu verneinen. Not- und Mangelsituationen beruhen - falls Bosselmann das überhaupt so pauschal meint - nicht immer auf eigenem Lebensversagen. Man denke an Naturkatastrophen, Krieg oder nun den Anschlag auf das Berliner Stromnetz oder auch an Finanzkrisen. Dem rechten Denken ist ohnehin Gehlens Institutionenlehre eingeschrieben, wonach der "Mensch" zu seiner Entlastung Institutionen braucht und diese auch schafft. Ferner führt eine arbeitsteilige Gesellschaft zu mehr Interdependenz und Angewiesenheit aufeinander. Das politische und administrative System erscheint heutzutage als organisierte Verwantwortungslosigkeit. Die fehlende Verantwortungsbereitschaft allein auf Linke zu schieben, erscheint mir daher zu kurz gegriffen. Die Kritik am Feminismus: dito.
 
 

Majestyk

9. Januar 2026 15:05

Wenn ich die Reaktion von Laurenz auf den zutreffenden Kommentar von Mitleser2 betrachte, wieder mal im Ton unter aller Sau, schwant mir Böses. Wenn relevante Rechte oder relevante Kräfte in der AfD so denken wie Laurenz, braucht es keine farbliche Wende. Dann steuert Deutschland so oder so auf eine Diktatur zu. Dann sind die Deutschen tatsächlich unfähig, ihr Gemeinwesen durch demokratische Aushandlungsprozesse zu verwalten und auf die Mündigkeit des Bürgers zu vertrauen. Was Laurenz vom Leder läßt, lädt nicht zu Debatten ein, es beendet jegliche Diskussion bereits im Keim.
 
Ich wiederhole, was ich schon einmal Richtung Diogenes schrieb: "Man liebt nur, was einen in Freyheit setzt!" - Schiller. Gilt zumindest für Leute, die es vorziehen selbstständig zu denken. Kein Mensch kann von mir Loyalität und Respekt erwarten, der nicht auch mir mit Loyalität und Respekt begegnet, und ich folge niemandem, der in mir keinen Bürger sieht, sondern einen Untertan. 
 
"In Bundesländern, wo die Liberalen in der AfD das Sagen haben, kam die AfD kaum auf 6% & das auch nur mit dem Patriotismus-Bonus der Gesamtpartei." schreibt Laurenz.
Das ist eine Korrelation, keine Kausalität.

Gracchus

9. Januar 2026 15:06

Mich würde interessieren, welches die Quellen sind und wo zu finden, die unsere Identität einst speiste!

NC472

9. Januar 2026 15:17

Große Sprachmodelle führen genau zum Gegengteil im Sinne der Epistemie, BoomerX. Während der Alte sich an autoritären, vertikalen, passiven und eingefrorenen Texten abmüht, betreibt die Jugend aktive kontextabhängige hermeneutische Spiralen mit der gesamten Wissensbasis der Menschheit auf weißen Seiten, die aktiv "reden". Das ist horizontale antiautoritäre Epistemie, und das ist nicht im Interesse der bestehenden sprachlichen Machtstrukturen, die ihre Sprach- und Wissensbilder verkaufen will und reproduziert sehen möchte. Ja, es ist auch nicht im Interesse anderer vertikaler epistemischer Strukturen wie von Verlagen und ewiggestrigen Sozialisten, die noch immer der Idee anhängen, dass der politische Raum zwischen nationalen Sozialisten und Kommunisten existiert, also exklusiv auf der linken Seite, im Sinne des 19. Jahrhunderts.
Die epistemische Zukunft ist gut. Die Machtstrukturen haben einen strategischen Fehler begangen, sie glaubten an die Universalität von Sprache und dass die KI es verkaufen kann. Sprache ist nicht universal und hat keine Essence. Wer sich sträubt, der wird intellektuell ausgehungert und bleibt zurück.

Majestyk

9. Januar 2026 15:40

@ Gracchus:
Sie können Identität auch als Strom betrachten, sagen wir mal wie den Rhein. Der wird auch von verschiedenen Zuflüssen gespeist.
Auf YT gab es mal ein Video. Ich finde es leider nicht mehr; da sprach jemand von Identität. Er nahm hierzu den Querschnitt eines Baumes und deutete auf die Jahresringe. Einer für die Nation, einer für die Ethnie, einer für die Landsmannschaft, einer für die Region, einer für die Sprache, für den Dialekt, das Geschlecht, die Sexualität, Generation, soziale Herkunft, Bildung, Beruf, Passion usw.
Manche picken sich einen Punkt heraus, und ein oder zwei Punkte sind den meisten besonders wichtig. Im Grunde besteht Identität aber aus mehr und läßt sich nicht auf einen einzelnen Punkt oder Ursprung reduzieren. Wir sind ja keine reinen Germanen, wie mancher behauptet, sondern auch Kelten, Slawen, Römer, Franken und sogar eine Prise Neandertaler.

Le Chasseur

9. Januar 2026 16:13

@Laurenz
"Es sind einige von-Hayek-/von-Mises-Geile in der AfD geblieben, wie zB von Storch, Boehringer & vielleicht auch Weidel. Die wissen alle ganz genau, daß sie ohne die Volkstribune, wie Höcke oder Dr. Berndt kein Mandat hätten"
Sehe ich genauso. Allerdings bekäme die AfD ohne die Hayek- und von-Mises-Geilen keine nennenswerten Parteispenden, und ohne Moos ist bekanntlich nix los.

Gracchus

9. Januar 2026 16:25

@Majestyk: Das ist grundsätzlich richtig. Man spricht ja von multipler Identität oder multiplen Identitäten. Wieso ist dann aber die Rede von der knappen Ressource "Identität". Es scheint ja davon zu viel zu geben. Könnte es sein, dass das moderne Individuum an zu viel Identität "leidet"? An der Schwierigkeit, die vielen Identitäten unter einen Hut zu bringen und nicht davon zerrissen zu werden? Was ist dann das Eine in dem Vielen? Das "Ich"? Fluss und Baum wiederum sind ja verschiedene Bilder, stehen aber vielleicht für zwei konkurrierende Identitätsmodelle? Der Fluss für eine fluide nomadische Identität, die alles wechseln kann, sei es Wohnort, Nation, Geschlecht - und der Baum für eine sesshafte, in der Erde wurzeln wollende Identität.
Aber was sind Bosselmanns Quellen?
 

Laurenz

9. Januar 2026 17:10

@Le Chasseur @L. ... haben Sie jemals von Höcke, Kirchner, Urban oder Berndt gehört, daß Sie die Liberalen in der Partei entsorgen wollen? Umgekehrt fiel das nur den Meuthens, Luckes & Petris ein. Das liberale Element hat auf jeden Fall seine Berechtigung in den Bürgerrechten. ... @Mitleser2 @HB & L. ... HB schreibt das, was Er denkt. Daran entbrennt dann eine kontroverse Debatte. Wenn Sie Harmonie wollen, gehen Sie zum Relotius, Indymedia oder katholisch.de. ... @Majestyk @Gracchus ... Identität ... Darüber sind die Meinungen geteilt. Wenn Ihnen langweilig ist, bestellen Sie bei Antaios Helmut Schröcke. Der sagt, es gibt keine Slawen & begründet das auch. Demnach sind wir eine Mischung aus Kelten, Germanen & ein paar Südeuropäern. ... @NC472 ... mit Ihrem Erkenntnisgewinn ist das alles gut & schön. Aber, wenn junge Leute gar nicht wissen, wonach sie suchen könnten, beginnt erst gar kein Erkenntnisprozeß. @Majestyk ... Sie können in jedem meiner Kommentare für @Mitleser2 den steigenden Härtegrad im Ton feststellen. Debattieren wir hier politische Sachverhalte oder dann doch die Auferstehung Christi? Ich habe hier nicht den Heil-Günther gemacht, Mitleser2 schon, unglaublich. Natürlich erlaubt die SiN hier viel Unfug, aber ohne die legale Erringung politischer Macht, ist das alles vergebliche Speicherverschwendung.

Kurativ

9. Januar 2026 17:18

Wenn man über die Zyklen von Perioden der "Bidens" und der "Trumps" himwegschaut, dann ergibt sich seit längerer Zeit ein Plus für die USA. Schon zu Trumps erster Amtszeit hat er die Bürokatie und Steuern (ZB Gerwerbesteuer) massiv veringert und einen Vorteil gegenüber den Sateliitenstaaten gewonnen. Aber selbst Biden hat eine Abschaltung der Kernenergie verweigert, während seine Jünger in Europa weiter die Kühltürme sprengten um ihre Wähler bei Stange zu hlaten. Die Ausgaben für Militär und Geheimsienste amortisieren sich auch, wenn man sieht. wie Schiffe gekapert werden oder Länder wieder auf Linie gebracht werden. Das Zeitalter der USA ist längst nicht vorbeit. Die Dominanz im Bereich der Informationstechnologie ist erdrückend. Von Endgeräten über Server bis zu Internetdiensten ist "alles USA" (siehe auch TicTok von China gekapwert). Die Jünger in den Satelitenstaaten sind gerne bereit, China als bösen Überwacher darzusrtellen, während die USA die komplette infrastruktur in der Hand haben. Eine Mischung währe eigentlich sinnvoll, so dass nicht einfach durchgegriffen werden kann, während man selber noch nichts auf die Reihe bekommen hat.

Laurenz

9. Januar 2026 18:25

@Kurativ ... Das Trump-Zeitalter kann nur den Niedergang der USA verzögern. Die USA werden in 50 Jahren noch eine lokale Macht sein. Alleine schon das Bevölkerungspotenzial Ostasiens ist nicht aufzuhalten. Ihre Bidens, Clintons & Bushs provozierten den Ukraine-Konflikt. Diese Oligarchen hatten sich im Bezug zu Rußland schlicht verzockt. Die Russen passen unter Einsatzbedingungen ihre Rüstungsindustrie an & werden die einzig überlebende Armee besitzen, die in einem modernen symmetrischen Krieg durchexerziert ist, was die Machtverhältnisse, auch gegenüber den USA, eindeutig nach Osten verschiebt. Nicht, daß Rußland zusätzliches Territorium bräuchte, aber angesichts geo-politischer Eingriffe der USA, bleibt es fraglich, ob es in 10 Jahren noch ein selbständiges Baltikum oder Moldawien geben wird. In Taiwan wird einfach eine chinafreundliche Partei irgendwann die Wahlen gewinnen, so siegt man ohne Militär.

Wuwwerboezer

9. Januar 2026 19:34

"Physiognomie und Rhetorik des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier personifizieren das behäbige Selbstverständnis der blockierten Republik ..."

Also ich sehe da etwas völlig anderes und auch keinen verzärtelten Bürger. Habe vielmehr beim Anblick von dessen Physiognomie immer subito dieses Che-von-Detmold-Gesicht vor Augen stehen:

https://cache.pressmailing.net/thumbnail/story_big/30bcc041-009b-4e0f-8bef-5356a9372e38/frank-walter-steinmeier-wie-ihn-keiner-kennt-united-charity-versteigert-handsigniertes-jugendfoto-de

Bin mir auch sicher: lediglich sind Behäbigkeit und Milchbubi-Image Teil der Inszenierung.

- W.

Ordoliberal

9. Januar 2026 20:19

@laurenz: "Das Leben mit Kindern muß in einem Deutschen Staat einfacher sein, als das Leben ohne Kinder."
Das Leben mit Kindern ist in keinem Staat je einfacher gewesen als das Leben ohne Kinder. Der Wunsch nach Kindern ist kein Wunsch nach Vereinfachung des Lebens. Es ist der Wunsch, seinem Leben einen Sinn zu geben über die Befriedigung der physischen Bedürfnisse hinaus.

Majestyk

9. Januar 2026 21:29

@ Gracchus:
"Könnte es sein, dass das moderne Individuum an zu viel Identität "leidet""
Mich dürfen Sie eigentlich nicht fragen, bin kein modernes Individuum, sondern in der falschen Zeit abgeladen worden. Vielleicht erlebe ich deswegen keine Widersprüche in meinen Identitäten? Ich würde aber sagen, der moderne Mensch hat zu viel Zeit und ist zu wenig ausgelastet, weswegen er Probleme erfindet bzw. dramatisiert und sich Identitäten zuwendet, die eher sekundär sind. Die Sorge des unmodernen Menschen galt ja noch der Nahrung und dem Dach über dem Kopf.
Essenziell ist z.B. die eigene Nation. Ohne die ist alles nüscht. Deswegen räume ich dem Teil meiner Identität Vorrang ein. Sollten auch Christen, so sie morgen noch christlich leben wollen, oder Frauen, so sie morgen noch mitreden möchten. Nur die Nation ermöglicht es, deutsch leben zu können. Iren, Armenier, Kurden, auch Juden können ein Lied davon singen, wie beschissen es ist, keine eigene Nation zu haben und hin und her geschoben zu werden oder die eigene Sprache abtrainiert zu bekommen. Jenem Teil der Identität eine gewisse Priorität einzuräumen ist für mich schon rein rational betrachtet eine Notwendigkeit. Noch wichtiger ist nur die Familie, aus und in ihr sind wir. Mein Motto wäre "Familie, Treue, Freiheit, Vaterland". Was Sie oder Herrn Bosselmann antreibt, kann ich natürlich nicht beantworten.

Hartwig aus LG8

9. Januar 2026 21:48

@ Wuwwerboezer
alias G...b...r    Immer wieder originell, Ihre Einlassungen zu lesen, obwohl eigentlich nicht ernst zu nehmen ...   Ich ...  nehme sie ernst. 
Erinnere mich an Ihre Trans-Sex-Äußerungen, als das noch ein totales Randthema war und keine geringere als Kositza Sie im vierten Untergeschoss einer Verschwörungstheorie-Fabrik verortete. Legendär Ihr Orakel im Frühherbst 2016 zur US-Wahl.  Und nun unser BuPrä als steiler Zahn bzw. "harter Hund" ? !
Heute ist der 09. Januar, also gerade noch Zeit für ein "Gesundes Neues".
H.
 

Ein gebuertiger Hesse

9. Januar 2026 22:42

Steile und schön ausufernde Disussion hier. Da das Wort "Identität" mehrfach gefallen ist, fällt mir nur gerad ein, daß eine gewisse Doppelgesichtigkeit (Zerrissenheit angesichts des Tagseitigen, Vernunft-Begrenzenden und dem Nachtseitigen mit seinem über alle Berggipfel der Unvernunft Hinausgehenden) auch ein fester Topos des deutschen Stummfilms von vor 100+ Jahren war. Schon mal "Der Student von Prag" gesehen? Es gibt zwei Versionen (1913, 1926), die zweite ist besser. Und darin wird, mit Nachhall aus der Romantik, "Identität" als etwas ... ich möchte nicht sagen, Zwiegespaltenes, aber doch Mehrschneidiges ins Auge gefasst. Gehört dies dem dt. Wesen an? Wer weiß. Aber Mehrdeutigkeiten + der Zweifel sind, so sprechen diese Werke, "menschengemäßer" als Eindeutigkeiten + Parteiprogramme.

Wuwwerboezer

10. Januar 2026 10:05

Hartwig aus LG8

1

Danke und ebenso ein Gesundes Neues!

Hmm, also ich selbst nehme mich auf einer Ebene überhaupt nicht ernst und auf einer anderen sehr ernst. Steiner sagt ja, der Mensch begegne sich gegenüber dem kleinen Hüter der Schwelle "als der sich selbst erlebende Widersinn" (GA16). Wer hier die leise Selbstironie beibehält, ist drüber ...

Der Bundespräsident mag für viele lediglich der Grüßaugust des BRD-Akademikertums sein. Aber warum informiert der Geheimdienstkoodinator im Bundeskanzleramt zuerst ihn und dann erst den Kanzler?! Er ist duplex persona: Brahmin, d. h. Priester / Prophet / Medizinmann / Eschatologe, tiefenpsychologisch gesehen ist er ja der Surrogatkaiser, am Tag des Staatsnotstands wird er das Prime Time Anchor Face im Staatsfernsehen sein, siehe hier bei 2:54 (Glauben Sie, daß die NATO da gern ein Dekandenzopfer ranläßt, was glauben Sie, warum Wulff so schnell weg vom Fenster war?)

https://www.youtube.com/watch?v=k5I9ETi0MuQ

und Ksattryia (FWS legendiert ja gern als "streitbar" und "Streiter", aber eigentlich ist er Typ Che, also Kommissar) - nur Vaeshya (wie es z. B. Trump ist) und Shudra (wie es nahezu alle Funktionäre im Sozialismus sind, Honecker war bekanntlich Dachdecker), darf er in der BRD nicht sein, was die ganze Abgehobenheit und auch Disbalance / Schieflage dieser Repube ja ins Bild bringt.

Wuwwerboezer

10. Januar 2026 10:06

2

Es bietet sich an, hierbei noch mal auf das Thema Transen zurückzukommen: schauen Sie sich mal die Fotogalerie der Bundespräsidentenehefrauen an. Will keineswegs so weit gehen, daß auch nur eine einzige Tranny dabei wäre, aber das sind durchweg Frauen, die der Volksmund Mannweiber nennt, und zwar ist dies viel mehr fragwürdig ins Auge stechend als bei allen anderen Gruppen von Politikerehefrauen. Ist in den USA auch so.

- W.

anatol broder

10. Januar 2026 10:15

@ majestyk 21:29
«vielleicht erlebe ich deswegen keine widersprüche in meinen identitäten?»
der grund für solche widersprüche ist ein wackeliges nervensystem. du scheinst gesund zu sein, gratuliere. geht mir mein leben lang auch so: ich bin ich.
das gefasel von identitäten finde ich unerträglich.

Jan

10. Januar 2026 10:23

@Laurenz
"... Das Trump-Zeitalter kann nur den Niedergang der USA verzögern. Die USA werden in 50 Jahren noch eine lokale Macht sein."
Einspruch. China ist zwar eine Wirtschaftsmacht und Russland eine Rohstoffmacht, aber beide haben keine kulturelle Macht. Die liegt immer noch bei den USA und es ist nicht abzusehen, dass sich hier ein Wechsel vollzieht. Auch dank der Macht der englischen Sprache. Die USA beeinflussen immer noch die globale Lebensart und sind der Sehnsuchtsort von Millionen von Migranten. Die Amerikaner haben auch die Macht, Geschichtsbilder und Weltdeutung zu prägen sowie festzulegen, wer die Guten und die Bösen sind.
 
Kann sich noch jemand erinnern, wie vor 40 Jahren viele dachten, die Japaner würden über ihre Konzerne die Weltherrschaft übernehmen und um zu überleben ("Kaizen" etc.), müssten alle werden wie Japaner? Selbst Hollywood reflektierte diese Angst ("Black Rain", "Wiege der Sonne"). Zumindest die kulturelle Ausstrahlung (nicht der Einfluss) Japans war damals größer als heute die von China (abseits der Gastronomie). Redet schon lange kein Mensch mehr von.

Ordoliberal

10. Januar 2026 12:23

"Hayek-und-von-Mises-Geile" - nun ja. Ich bin ja auch ein Anhänger Nietzsches und Gehlens. Dass der Mensch in der Kultur lebt und sich Institutionen schafft, um leben zu können, ist für alle diese vier Denker eine Selbstverständlichkeit. Aber es gibt ja nicht nur politische Institutionen. Sprache, Umgangsformen, Techniken, Unternehmen, Familien, Vereine, Moralsysteme, Theorien sind ebenfalls Institutionen. Die wirtschaftlichen und kulturellen Institutionen sind genauso wichtig wie die politischen. Der Konservative geht wie der Libertäre davon aus, dass die gewachsenen, d.h. tradierten Institutionen ("spontane Ordnungen" bei Hayek) den am Reißbrett entworfenen überlegen sind, weil sie durch Versuch und Irrtum, durch Variation und Bewährung, nach den Regeln der biologischen Evolution entstanden sind. Sie sind daher den Bedürfnissen der Menschen maximal angepasst. Der Paternalist, der Autoritäre und der Totalitäre glauben, dass eine erwählte Klasse von Menschen die "richtigen" Institutionen durch Erleuchtung oder Nachdenken erkennen kann und sie den nicht erwählten Menschen aufzwingen muss: Propheten wie Moses, Mohammed und Marx. Oder dass "große Männer" kraft des in ihnen wirksam werdenden Weltgeistes das Volk in die richtige Richtung führen müssen: Alexander, Cäsar, Napoleon, Mao, Lenin, Hitler. Die Neue Rechte sollte sich mal entscheiden, auf welcher Seite sie steht.

anatol broder

10. Januar 2026 12:43

@ rmh 8:31
ich habe nichts dergleichen behauptet.
nochmal: die meisten jungen kirchengänger haben keine ahnung, was ihre heiligen schriften aussagen. es reicht vollkommen, dass man sich regelmässig sieht, hört, berührt, riecht und schmeckt (hostie). natürlich entsteht auch erotik dabei.
mir die kommunistische beschränktheit zu unterstellen war nicht nett.

Ordoliberal

10. Januar 2026 12:51

Zu Trump und seiner Hard-Power-Politik: Da bin ich hin- und hergerissen. Das Säbelgerassel Richtung Grönland beunruhigt mich. Vabanque-Spieler haben in der Weltgeschichte schon viel Unheil angerichtet. So sehr ich Trumps Ziele für richtig halte, seine Mittel werden mir langsam zu autoritär. Sein egomaner Charakter war schon immer ein Problem. Jetzt, in seiner zweiten und letzten Amtszeit, nach den unfassbaren Demütigungen und Vernichtungsversuchen im Interregnum und mit der Aussicht auf das letzte Lebensjahrzehnt, die einem Kraftmenschen wie ihm nicht angenehm sein kann, scheint mir da etwas bei ihm außer Kontrolle zu geraten.

Majestyk

10. Januar 2026 13:43

@ Jan:
"Einspruch. China ist zwar eine Wirtschaftsmacht und Russland eine Rohstoffmacht, aber beide haben keine kulturelle Macht."
Sollte Trump bzw. sein Nachfolger Erfolg haben, werden die USA auch wieder Industriemacht und hängen als Rohstoffmacht sogar Rußland ab. Finanz-, Digital-, Medien/Kultur- und Militärmacht ist man sowieso. Die Monroedoktrin hat wieder Gültigkeit. Taiwan wird man keineswegs fallen lassen, deswegen schafft man doch Produktionskapazitäten und den Einfluß auf Grönland werden sich die USA holen, so oder so. Ist auch besser für die Grönländer. Man sollte nicht vergessen, wie Grönland zu Dänemark kam oder wie Grönland noch bis in die 90er mit Zwangsverhütung die Geburtenrate der Grönländer senken wollte. Eh lustig zuzusehen, wie die einstige Kolonialmacht den anderen Imperialismus vorwirft. Der Zugriff von Russen oder Chinesen auf Grönland muß verhindert werden und das kann nur die USA. Mitgefühl mit den sozialdemokratisch und feministisch lobotomierten Green Deal Dänen ist nicht angebracht.
M.E. wird die chinesische Dominanz überschätzt, ist eine Momentaufnahme. Die haben selber ein massives demografisches Problem, wobei man denen jederzeit eine radikale Lösung zutrauen darf. Die Exportabhängigkeit birgt auch viele Risiken. Trump schlägt gerade viele Fliegen mit einer Klappe, und zwar bislang ohne Einsatz der Dame. Ich würde eher sagen, das amerikanische Imperium beginnt gerade erst. Man ist derzeit im Übergang von Republik zu Imperium.

RMH

10. Januar 2026 13:44

mir die kommunistische beschränktheit zu unterstellen war nicht nett.
@antol broder, war von meiner Seite aus gewiss nicht so gemeint. Der Satz war eher ad publica, also allgemein zu verstehen. Daher bitte ich um Entschuldigung.

Le Chasseur

10. Januar 2026 13:50

@Majestyk
Die große Hure Babylon wird fallen.

Majestyk

10. Januar 2026 13:56

@ Ordoliberal:
"Die Neue Rechte sollte sich mal entscheiden, auf welcher Seite sie steht."
Hat sie doch und anhand dessen, was man ablehnt bzw. begrüßt, ist doch offensichtlich, wie die Entscheidung ausgefallen ist. Nur durch Trumps Erfolg und dessen Kampf gegen die woke EU ist die Entscheidung etwas ins Wanken geraten.

RMH

10. Januar 2026 14:11

"Mitgefühl mit den sozialdemokratisch und feministisch lobotomierten Green Deal Dänen ist nicht angebracht." Deren Sozialdemokratismus räumt aber besser in Sachen Migration auf als der unsrige & eine Form des Femin., i.S.v selbstbewusst, dom Frauen, liegt bei den Skandinavieren offenbar auch bereits ein Stück weit in der Kultur veranlagt. Dennoch sieht man bspw in DK nach wie vor mehr Familien mit Kindern. Das Grönland schon über 70 Jahre keine Kolonie mehr ist, dürfte bekannt sein & es sind die autnomen Grönl. selber, die klar erklären, keine Amis werden zu wollen, so dass die Hauptdänen kein Thema sind. Mit Antikolonialismus oder white-guilt Phrasen braucht man den Griff nach Grönl durch die Trump Admin also nicht irgendwie beweihräuchern. Es ist schlichte Machtpolitik. Gegen China & RUS ist das NATO Mitglied DK/GRL doch bereits geschützt. Das nächste rat-race, welches wir wg dieser Machtspiele bald erleben werden ist, dass sich möglichst viele Länder Nuklear-Waffen anschaffen werden, die Dt dann halt via FR (was natürlich Blödsinn ist, aber seit wann handeln dt Poltiker konsequent?). Trump legt sich ja auch nicht mehr mit dem Rocket Man an, was zeigt, das N-korea recht hatte. Und die Ukrainer sterben heute, weil sie sich damals auf das Bud. Memomrandum eingelassen haben. Ob man das jetzt gut empfindet, bleibt jedem selbst überlassen.

Laurenz

10. Januar 2026 15:44

@Ordoliberal @L. ... ich lehne Ihr antiquiertes Denken in philosophischen, ökonomischen Theorien, etc., völlig ab. Es gibt nur eine Seite, auf der die Neue Rechte Deutschlands stehen muß, auf der Deutschen Seite. Es geht hier einzig nur um das schlichte, nackte Überleben Deutschlands als Volk & Kultur-Nation. Dem ist alles unterzuordnen. Den Luxus, wie Mitleser2 oder Sie (teils auch die Redaktion) Sich erlauben, sich in Denk-, Ideologie- oder Religionsschablonen auszutoben, das können sich nur Chinesen, Amis oder Inder leisten, aber nicht mal die Russen. Das erste, was wir zum Überleben brauchen, sind erst mal eigene Kinder. Dem ist alles unterzuordnen. Das ergibt sich nicht nur aus dem völlig logischen Denken, sodern auch aus dem reinen Überlebensinstinkt, der Ihnen abhanden gekommen zu sein scheint. Der nationale Überlebenswille muß das oberste politische Ziel eines Neurechten Deutschen sein. Und im Sinne HBs (so unterstelle ich es Ihm), muß auch die Bildung unserer Kinder, anders als jetzt, weltweit wieder vorbildlich werden. Da bleiben Schopenhauer, Hegel, Marx & von Hayek die reinsten Luxusgüter, um wenige von vielen geistig phantastischen Luxusgütern aus unserer Geschichte zu nennen.

Gracchus

10. Januar 2026 15:54

Wenn - wie @Jan meint - die kulturelle soft power eine Art Indikator bildet, dann sind die USA im Niedergang begriffen, denn seit Jahrzehnten kommt von dort nur noch Schrott. Es ist alles "auserzählt", und es ist wohl vornehmste Aufgabe eines traditionsbewussten Konservativismus, die amerikanische "Lebensart", soweit sie sich hier schon leider breitgemacht hat, zurückzudrängen. Politisch kann man ja pragmatisch verfahren, da sonst ja nichts übrig bleibt. Was die Grönland-Sache angeht, überzieht Trump offensichtlich, das sehe ich ähnlich wie @Ordoliberal und @RMH.

anatol broder

10. Januar 2026 16:35

@ rmh 13:44
schwamm drüber.

Ordoliberal

10. Januar 2026 18:45

1/2
@laurenz: "Es geht hier einzig nur um das schlichte, nackte Überleben Deutschlands als Volk & Kultur-Nation. Dem ist alles unterzuordnen."
Was schwebt Ihnen denn so vor, werter @laurenz? Lebensborn? Pillenverbot? Wohnungszuteilung nach Kinderzahl? Social-Credit-System mit Kinderbonus?
Der Rechtsstaat kann keine selbstbewusste, vitale und fortpflanzungsfreudige Gesellschaft erzwingen. Wenn es überhaupt ein rechtliches Mittel gibt, um in der postchristlichen Gesellschaft wieder eine Moral zu befördern, die kinderlose Frauen und Männer bemitleidet und das Leben auf Kosten anderer verachtet, dann ist es die verfassungsrechtliche Verankerung des Leistungs- und Haftungsprinzips. Solange das GG willkürliche Besteuerung, Verschuldung und Umverteilung erlaubt, solange die Bundesrepublik ein "demokratischer und sozialer Bundesstaat" [GG Art 20 (1)] ist, werden es immer die Linken in allen Parteien sein, die am skrupellosesten und erfolgreichsten davon Gebrauch machen. Nimmt man ihnen diese rechtlichen Mittel jedoch, entzieht man ihnen dauerhaft die Geschäftsgrundlage und beendet damit auch ihre tödliche hedonistische Propaganda.

Ordoliberal

10. Januar 2026 18:46

2/2
Ich fürchte, der sozialpatriotische Weg ist dennoch der sozialdemokratische: Übernahme des ÖRR und Beauftragung von Familienpropaganda. Subventionen für Kinder. Strafsteuern für Kinderlose. Paternalismus von Rechts. Der Staat als Erzieher und Wohltäter im Dienste "Deutschlands als Volk & Kultur-Nation".
Nein, danke! Ich brauche keine SPD in Blau. Keine Funktionärskultur von Rechts statt von Links. Am Ende läuft das dann doch nur auf braunen Wein in blauen Schläuchen heraus.

Laurenz

10. Januar 2026 19:46

@Ordoliberal @L. ... Linke kann man klar als Deppen definieren & man weiß, daß bei Linken nicht sein kann, was nicht sein darf. Sie, Ordoliberal, ticken genauso totalitär, das macht einem wesentlich mehr Angst, als Linke. Sie sind in all den Jahren auf der SiN, religiös lernresistent. Debatten mit Ihnen kann man sich im Grunde sparen, weil Sie immer! denselben irren Mist schreiben. Sie entwickeln Sich auch nicht weiter. Auch globale politische Trends gehen an Ihnen spurlos vorüber. Zum Glück spielt politisch Ihre Meinung eh keine Rolle, da Edelsozialisten, genannt Liberale, eh nicht gewählt werden. Gehen Sie auf die Antaios Heimseite, der Kaplaken-Band, "Warum Konservative immer verlieren", ist günstig zu erwerben. Gehe davon aus, der Chef hat die Buchbeschreibung höchstpersönlich geschrieben. Damit ist quasi schon der halbe Band in 3 Sätze gefaßt. In einem Punkt haben Sie Recht. Kinder müssen in der Gesellschaft positiv besetzt sein. Aber selbst dann, wenn wir die 10 Milliarden p.a. des ÖRRs zur Verfügung hätten, kann man Prägungen nicht einfach so ändern. Man muß die Bürger da abholen, wo sie sind. Der Homo sinister ist die Realität, die es erstmal zu akzeptieren gilt.

Majestyk

10. Januar 2026 19:52

@ RMH:
"Deren Sozialdemokratismus räumt aber besser in Sachen Migration auf als der unsrige" Das ist mehr Behauptung als Tatsache. 235 Personen wurden in den vergangenen drei Jahren aus DK abgeschoben, von 650 Abschiebebeschlüssen. Wow, was für ein Erfolg. Würden Sie Dobrindt und Merz wählen, wegen dem, was die beiden Herren behaupten zu tun?
Die Geburtenrate ist in Dänemark seit Jahren rückläufigt, liegt bei 1,5 Geburten pro Frau, und auch in DK erfolgen die Erstgeburten später.
"Das Grönland schon über 70 Jahre keine Kolonie mehr ist, dürfte bekannt sein"
Hat die Grönländer nicht vor Zwangssterilisationen, Zwangsadoptionen und Zwangsverhütung bewahrt. Letztgenanntes Programm endete 1991. Das sind Fakten, die sich nicht dadurch ändern, daß Sie ausgerechnet mir Wokeness unterstellen.
Die Grönländer müssen gar keine Amerikaner werden, sie wollen gleichfalls keine Dänen sein. Der einzige Grund, warum es nie eine Abstimmung bezgl. voller Souveränität gab, ist die fehlende eigene Infrastruktur. Hier bietet sich eine neue Option. Damit wird Grönland kaum als 51st State enden, ein Assoziierungsabkommen reicht völlig, siehe Südseeinseln. Und die Südseeinsel müßte noch entdeckt werden, die mit einem solchen Abkommen schlecht gefahren wäre. Anders als DK werden die USA Grönland deutlich weniger Auflagen, z.B. bei der Fischerei, auferlegen. Was leistet DK für Grönland, und was tut DK für Deutschland?

Laurenz

10. Januar 2026 20:01

@Ordoliberal ... Vance ist ein sehr kluger Mann, der begriffen hat, daß es einen starken Staat braucht, um sich gegen supranationale Konzerne durchzusetzen, auch gegen die Karps, siehe https://sezession.de/70529/kritik-der-woche-73-the-technological-republic Vance will kein Geld an NGOs verschwenden, sondern an Familien. Lesen Sie einfach nochmal Ihren Eigenen Doppelkommentar. Ihnen fällt nichts anderes ein, als linke Schlagworte zu benutzen. Sie Selbst besitzen keine Eigene Kreativität irgendeiner Gestaltung. 1. Mitbürger ab 4 Kinder, zB GK, bekommen mehr Rente & zahlen deutlich weniger Steuern, lebenslang. Betriebe, deren Mitarbeiter im Schnitt mindestens 4 Kinder haben, zahlen nur die halbe Gewerbesteuer. 2. Man erhöht die Kapitalertragssteuer auf 35%. Anteilseigner von Personen-, wie Kapitalgesellgesellschaften, deren Mitarbeiter im Schnitt mindestens 4 Kinder haben, zahlen nur 15% Einkommenssteuer/ Kapitalertragssteuer. 3. Nur Mitarbeiter mit 4 Kindern+ bekommen einen verbesserten Kündigunsgschutz. 4. Gemeinden, die Baugrundstücke ausweisen, müssen diese an Deutsche Familien mit 4 Kindern für 1/3 abgeben. 5. Familien mit 4 Kindern+ erhalten Hypothekendarlehen fast zinsfrei. Ich kann die Liste hier um weitere 30 Punkte verlängern, überhaupt kein Problem. Aber glauben Sie mir, mehr Deutsche Kinder in die Welt zu setzen, ist überhaupt kein Problem. Es ist einzig eine Frage des politischen Willens, den Sie nicht besitzen, Sie Nibelungen-Deutscher.

Le Chasseur

10. Januar 2026 20:15

Zum Stichwort soft power im Zusammenhang mit den Amis muss ich immer an dieses Montherlant-Zitat denken: "Eine einzelne Nation, der es gelingt, die Moral, die Qualität des Menschen auf fast der gesamten Erdoberfläche in die Tiefe stürzen zu lassen, das hat es nicht gegeben, seit der Globus existiert. Ich klage die Vereinigten Staaten an, im ständigen Zustand des Verbrechens gegen die Menschheit zu sein."

Majestyk

10. Januar 2026 20:22

@ Ordoliberal:
"Nein, danke! Ich brauche keine SPD in Blau."
Ich auch nicht und mittlerweile bin ich überzeugt, echter Rückbau des Apparats ist von der AfD, so wie sie sich entwickelt, nicht zu erwarten. An echte Remigration glaube ich ebenfalls nicht, so wie die AfD bereits um fremde Stimmen wirbt, neulich wieder durch Weidel. Bestimmte andere Themen, bei denen es um bürgerliche Freiheiten geht, werden eh eher stiefmütterlich behandelt. Es ist eigentlich auch egal, ob die AfD der SPD nacheifert oder sich nach Kohls CDU sehnt. Der konnte auch nur Bürokratie aufbauen, Souveränität und Produktion verschachern und Ausländer importieren. Irgendwie braucht der Deutsche seine Obrigkeit und kann auch nicht gänzlich ohne Ideologie.
 
 
 

Majestyk

10. Januar 2026 20:57

@ Laurenz:
"Es gibt nur eine Seite, auf der die Neue Rechte Deutschlands stehen muß, auf der Deutschen Seite."
Dafür interessieren sich so einige Neurechte aber ziemlich intensiv für die Interessen anderer Nationen und zum Teil erschreckend wenig für existentielle Nöte deutscher Mitbürger.
Ich bin übrigens deutsch. Vermutlich deutscher als viele andere Teilnehmer. Sämtliche Urgroßeltern waren Deutsche, auch alle Ururgroßeltern, von denen ich über Daten verfüge, väterlicherseits komplett. Wenn es um die deutsche Seite geht, müßte ich stimmberechtigt an Ihren Plänen beteiligt sein und müßte eigentlich hoffen dürfen, von neurechten Einflüßen auf die Politik zu profitieren.
Schafft die Neue Rechte den unsäglichen auf Standesdenken basierenden Berufsbeamten ab? Beendet Sie Frauenquote, Gewerkschaftszwang, Konkordat, Zwangsgebühren für den Rundfunk? Werden sämtliche Meinungsdelikte aus dem Strafrecht gestrichen und werden die einschränkenden Klauseln bei den Grundrechten abgeschafft?
Kann ich etwa von den teilnehmenden Anwälten Beistand bei anliegenden Problemen erwarten? Was ist die Neue Rechte bereit für mich Deutschen zu tun?

Majestyk

10. Januar 2026 21:19

@ Laurenz:
Erstens, JD Vance wird von Peter Thiel gefördert. Der wird einen Teufel tun, die Hand zu beißen, die ihn füttert. Zweitens ist der von Ihnen beschriebene starke Staat nichts anderes als eine bevormundende totalitäre Zuchtanstalt. Finanzieren Sie Ihren Lebensborn alleine.

RMH

10. Januar 2026 21:28

@Majestyk, Ihre ganzen Argumente zu Grönland sprechen für eine vollständige Unabhängigkeit Grönlands von DK, aber nicht dafür, dass Trump in Mafia-Manier ein Angebot macht, welches man nicht ablehnen kann. Die Geburtenrate in DK ist immer noch höher als in D & auf dem Land sieht man noch Familien, mit vielen blonden Kindern, die Städte sind sauber & die Ansprache der MP zum Jahreswechsel ist auch recht eindeutig - und bei uns? Wie auch immer, ich habe entgegen den linken Medien & der neurechten Russophilie in D eigentlich auch zumeist Trumps & den US-Kurs positiver gesehen, denke bspw. auch, dass man in USA eben damit rechnen muss, wenn man bei ner Kontrolle einfach los fährt, dass man sofort erschossen wird etc (einer von vielen Gründen, warum ich das Land nicht mal als Tourist bereise, dennoch gelte ich hier in diesen Debattenrunden ja als der große Transatlantiker & US-Apologet - lächerlich), aber beim Grönland Ding überspannt Trump. Soll er doch mal ein wirklich gutes Angebot machen (die bisher kolportierten Zahlen sind ein Witz), dann sollen die Grönländer abstimmen, ob sie sich kaufen lassen wollen oder nicht. Und wenn dann ein Nein kommt, dann hat das auch Mr. Dealmaker mal zu aktzeptieren, Ansonsten kann man wirklich jedem Land nur raten, dass es sich atomar bewaffnet, damit der Preis des Haben wollens oder ich diktiere die Deal-Regeln auch für all die anderen Machtimperien zu hoch wird.

Laurenz

10. Januar 2026 21:55

@Majestyk @L. ... machen Sie doch erstmal Selbst Politik & lassen Sich in Ihr Gemeindeparlament wählen, wenn Sie Sich da bewähren, in den Kreistag. Ich schreibe halt irgendwie Chinesisch, die Ignoranz hier ist manchmal zum verzweifeln. Niemand kann überall Fronten aufmachen & über das Machbare hinausgehen. Ihre Vorstellungen sind infantil, nichts unübliches auf diesem Forum. Wie hätte Vance ohne Geld Macht generieren & Vize-Präsident in jungen Jahren werden können. Warum hat Er nicht Sie nach Geld für Seine Wahlkämpfe gefragt? Warum beschäftigt man sich hier mit Grönland, obwohl es längst ein US Amerikanischer Bundesstaat ist, weiß nur noch keiner. In Grönland lebt nicht mal halb Würzburg, also niemand. Das Land nimmt sich der, der die Macht dazu hat & es haben will. Die Dänen sind es ganz gewiß nicht. Dazu hätte Europa in 2 Weltkriegen die USA & die Sowjetunion zerschlagen müssen. Also, Majestyk, kommen Sie mal runter von Ihrem Hohen Roß. Entweder finden Sie für Ihre Ideen Mehrheiten, die Sie nur bekommen, wenn Sie Ideen anderer mittragen, auch wenn diese Ihnen nicht passen.

Umlautkombinat

10. Januar 2026 22:23

@Laurenz, wenn ich Ihre Liste lese, fuehle ich mich wieder zu Haus in der DDR selig. Bringen Sie sich doch wenigstens elementare oekonomische Positionen bei, um die Probleme Ihres Herangehens wenigstens zu erahnen. Sowell's "Basic Economy" kann ich empfehlen. Voll mit realen Beispielen sich in wundersamster Weise auswirkender incentives weil man meinte, Menschen planen zu koennen. Stichwort Kobrasammeln in Indien. Ein paar der Punkte koennte ich auch direkt vorfuehren, in der DDR gab es u.a. auch "Wurfpraemien". 
 
Dann ware da noch der prinzipielle Zugang. Kinder sind Zukunft. Wenn man zu Letzterer keine Meinung mehr hat, hilft kein Geld der Welt.

Laurenz

11. Januar 2026 05:18

@Umlautkombinat @L. ... Ja klar, Sie sind in der DDR groß geworden, haben aber keine Ahnung davon. Die DDR war nicht pleite, sondern nicht liquide, ähnlich Lehman Brothers. Thomas Sowell ist Wissenschaftler & arbeitete für die US Amerikanische Bundesregierung, hat also keine Ahnung. Ich arbeitete als Zinsknecht im Herzen des Kapitalismus, wo nur die Gier nach Geld zählt. Hören Sie auf, mir mit Bibeln von Ökonomen zu kommen, die grundsätzlich mehr falsch als richtig liegen. Der aktuell bekannteste Deutsche Ökonom ist nicht der Dummschwätzer Marcel Fratzscher, sondern Max Otte. Otte wurde bekannt, weil Er die Finanzkrise als einer von sehr wenigen vorhersagte. Aber heute sind Seine Fonds auch nicht besser als Durchschnitt. Der Unterschied zu einem Händler ist, ein Händler muß häufiger richtig als falsch liegen, sonst ist Schluß mit lustig. Das Verhalten am Kapitalmarkt ist bedingt rational, meist mehr emotional. Meine Händler-Kollegen, die sehr erfolgreich waren, hatten auch nicht mehr Kinder als alle anderen. Aber sie haßten Steuern. Vor allem Reiche fahren auf Steuern sparen ab. Ferdinand Piëch hatte 13 Kinder mit 4 Frauen. Das liegt einfach an einem anderen Selbstverständnis. Piëch fürchtete einfach nichts.

Laurenz

11. Januar 2026 05:29

@Umlautkombinat @L. (2) ... Man kann die Pille nicht verbieten. Das heißt, die Sucht, sich in Krisenzeiten (siehe Kriegsehen) lebendig zu fühlen & mehr Sex zu haben, fruchtet nicht mehr, siehe das Calhoun-Experiment. Die Israelis bekommen deswegen mehr Kinder als wir, weil das Vertrauen in den Staat wesentlich größer ist, als bei uns. Der Israelische Staat geht fullhouse in die Sicherung der eigenen Existenz. Unser Staat führt Krieg gegen das Volk. All jene, die bereits ein Kind haben, bekommen nicht mehr davon, aufgrund ihrer gefühlten Lebensumstände. Man muß also das Vertrauen in die Institutionen wieder herstellen, wenn man als Staat mehr Kinder will. Überschuldete Staaten vermitteln keine Sicherheit. Rußland ist nicht überschuldet, aber dort fehlt es immer noch an Einkommen.

Umlautkombinat

11. Januar 2026 09:37

@Laurenz, Sie koennen sich nicht einfach eine einzelne Ursache ausdenken, die Ihnen in den Kram passt (ein generelles Problem auch mit Ihren "Recherchen"), und die dann weiter pseudologisch aufblasen. Mal drei willkuerliche Beispiele:
 
a) Geburtenraten Schwarzafrika,
b) Geburtenraten beide(!) Teile Deutschlands nach dem Krieg,
c) Geburtenraten heute im Westen.
 
a) kommt sicher nicht aus Vertrauen in den Staat (eher dem Gegenteil und das hat durchaus auch eine oekonomische Komponente, Oekonomie fehlt also natuerlich nicht unter den Gruenden, aber sie wirkt ganz anders als Sie sich das vorstellen)
 
b) Vertrauen Staat? Eher Vertrauen Zukunft, das ist viel weiter als Staat und kann der Auspraegung von letzterem auch entgegenstehen. Letzteres vgl. a) und ueber die Zeit zunehmend b) in der DDR. Und letztlich dann auch der BRD, s.u. Funktionierte aber zuerst  in zwei von Beginn doch recht unterschiedlichen Systemen zur selben Zeit.
 
c) muss ich eigentlich nicht kommentieren.  Der Zeitpunkt ist aber interessant. Der Einbruch kam schon lange vor explizitem Staatsmisstrauen und der Aenderung von dessen Institutionen in den heutigen Zustand.
 
Der Staat kann und sollte die Dinge etwas unterstuetzen oder bremsen, eine Ursache ist er nicht. Eher genauso eine Folge des spezifisch westlichen Zerfalls wie die Geburtenraten selbst. Mit Wechselwirkungen, aber nicht als Kausalitaet.
 
 

Umlautkombinat

11. Januar 2026 09:42

Berichtigung: Sowells "Basic Economics"

MarkusMagnus

11. Januar 2026 10:02

Was ich ich mich frage:
Was habt ihr eigentlich alle (oder viele) gegen Sozialismus?
Ich bin Sozialist (Höcke auch oder nicht?), weil mir das Wohl eines jeden Deutschen am Herz liegt.
Herr Höcke sieht das mit Sicherheit genauso. Ich kann mich noch erinnern, als dieser Pazderski gegen Höcke und Chrupalla gehetzt hat: Er hat über Malermeister und Sportlehrer (und deren Wähler) geredet, als wären sie die letzten Asozialen, dabei ist er es selbst.
Wie redet er dann erst gegen Malergesellen, Arbeitslose, Alleinerziehende Mütter?  Klar, der Typ ist weg, aber diesen Ungeist gibt es weiterhin in der AFD.
Selbst in der Ost-CDU wurde überlegt, ob man nicht das Nationale mit dem Sozialen versöhnen könnte. Die AFD hat gerade das Moment, aber sie sollte es auch nicht verspielen mit diesem Hurra-Zionismus von einigen AFDlern. Das widert viele Leute an. Meine Freundin fragt auch an, ob die AFD nicht auch mehr für den Tierschutz machen könnte, ein Thema, was gerade auch bei jungen Frauen viele neue Wähler bringen wird und - ihrer Ansicht nach - zu stiefmütterlich behandelt wird. Ich finde, sie hat recht. Sie hat den Bericht gelesen, in dem Frau Kositza ihre Katzen zum Tierarzt gebracht und ein Haufen Geld dafür bezahlt hat. Aber genau das ist es, was uns eben von Anderen unterscheidet. Und nein, wir sind keine Vegetarier ;)
Umweltschutz und Tierschutz sind Heimatschutz. Wie wäre es mit einem Luchs-Projekt, so ähnlich wie es V. Putin für den sibirischen Tiger getan hat. Kommt immer gut.

Umlautkombinat

11. Januar 2026 10:15

Noch ein Drittes.

Calhoun-Experiment

Kannte ich nicht, hochinteressant. Siehe hier (mehr habe ich natuerlich noch nicht).

Umlautkombinat

11. Januar 2026 10:28

@MarkusMagnus

Was habt ihr eigentlich alle (oder viele) gegen Sozialismus?

Die Antwort heisst Kategorienfehler. sozial <> Sozialismus (wie meist bei -ismen).
 

RMH

11. Januar 2026 10:31

"Kannte ich nicht, hochinteressant"
@Umlautkombinat,
Ganz oben, eingang der Debatte, #8. Januar 2026 12:07 habe ich am Ende einen Link zu einem Erklärvideo (leider KI Stimme und etwas überdramatisierend dargestellt) dazu eingestellt.

MarkusMagnus

11. Januar 2026 10:49

@ Majestyk
Frage nicht, was die neue Rechte für dich tun kann.
Frage dich, was DU für die neue Rechte tun kannst.

RMH

11. Januar 2026 10:53

Was habt .. gegen Sozialismus? @M.M, mal losgelöst von jeden lib., demokr., konserv. Einwänden etc.: Nach der gelt. Verfassungslage, die wir & auch die AfD nicht im Kernbestand ändern können & vor allem auch nicht wollen, da wir keine Verfassungsfeinde sind, kann Sozialism nur egalitär sein, darf keine Unterscheide zwischen Dt & Nichtdt machen. Das ist ein Punkt, den der in Ungnade gefallene Krah komplett richtig erkannt hat. Jede Sozialleistung ist zudem, da die BR unveränderbar ein demokr. & soz. Staat ist (siehe oben) allen hier Lebenden zukommen zu lassen, hier kann man allenfalls noch graduell zwischen Staatsbgn & Nichtstaatsbgn unterscheiden aber auch bei den Staatsbgn nicht zwischen Dt & Passdt. Schon heute begünstigt der Sozialstaat auch Nichtdt. Ebenso begünstigen die familienpolit. Maßnahmen Nichtdt. Sie sind bekannte Pullfaktoren. Aufgrund der Verfassungslage kann man den Sozialstaat nicht abschaffen, aber man kann ihn beschneiden, um die Pullfaktoren zu minimieren. Das will, vermute ich, auch Höcke. Wenn er ggf. verspricht, Leistungen nur für Dt geben zu wollen, dann werden dass auch Passdt sein. Aus "völkischer" Sicht ist daher der Sozialismus das Grundfalscheste, was man fordern kann, es sei denn, man will offen verfassungsfeindlich agieren. Kann sich die AfD nicht erlauben, da sie sonst tot ist & auch ganz real, ohne strateg. Überlegungen, ist die abs. Mehrheit der AfD nicht (national) sozialistisch gestrickt.

Diogenes

11. Januar 2026 11:05

@RMH
 
Sie verwechseln Marxismus mit Sozialismus. Sozialismus kann sehr wohl der gruppenspezifischen Mentalität (Volkscharakter) der Nutzer/Anwender bezogen funktionieren. Der Marxismus, der den Begriff "Sozialismus" gekapert und für sich alleine beansprucht, kann das und will (gleich dumm machen in der Annahme den Universalschlüssel zu besitzen der in jedes Schloss passt, ausgehend von der Formel: "Alle Menschen sind gleich") nicht. 

RMH

11. Januar 2026 11:05

"Dann ware da noch der prinzipielle Zugang. Kinder sind Zukunft. Wenn man zu Letzterer keine Meinung mehr hat, hilft kein Geld der Welt."
@Umlautkombinat,
da stimme ich Ihnen zu. Familienpolitik, die immer Geld- und Umverteilungspoltik ist, ist nur sehr begrenzt wirksam und hat einen Gießkanneneffekt, den nationale Rechte nicht begrüßen können (dazu auch meine Antwort an @M.M). Wenn man nur im hier und jetzt ist & schon mit sich selber nicht so recht etwas anzufangen weiß, dann existiert man, aber zum Leben gehört in der Regel auch die Weitergabe desselben. Daher sind mir 100 Hosiana- Singende & für den Außenstehenden teilweise debil wirkende Lobpreis-Verzückte unter 30-Jährige lieber, als 100 selbstoptimierende, knall-hart realistische Rechte oder Linke, die oft zum "no future" Punkt kommen werden (unter der Gen X waren die Geburtenraten nochmal niedriger, also unter den sog. "Boomern"). Von ersten, also z.B. den Sound of Joy Besuchern oder den Besuchern trad. kath. Messen, ist mehr Wille zur Zukunft erwarten (es sei denn, sie fallen dem auch bei den Christen existierenden Apokalypsismus anheim, denn dann hilft nur noch Arschbacken zusammenkneifen und beten).

RMH

11. Januar 2026 11:18

"Sie verwechseln Marxismus mit Sozialismus. Sozialismus kann sehr wohl der gruppenspezifischen Mentalität (Volkscharakter) der Nutzer/Anwender bezogen funktionieren."
@Diongenes, dann ist unsere Verfassung teilweise marxistisch bzw. verwendet den marxistischen Egalitätsansatz (das wurde ja von vielen Konserv. und älteren Rechten, die früher streng antikommunistisch waren, auch schon vermutet). Man kann natürlich auch gegen die Verfassung sein und argumentieren und auch für einen Volkssozialismus sein, nur wird man dies aus den bekannten Gründen dann nicht auf dem parlamentarischen Weg mit Erfolg machen können. Das ist meiner Meinung nach auch aus meinem vorherigen Beitrag an M.M. entnehmbar. Zudem sehe ich tatsächlich, unabhängig von der Theorie, bspw. die AfD als nicht sozialistisch (daher kann ich diese Partei auch wählen). Es gibt aber Parteien, die rechts und sozialistisch-völkisch sind. Diese Parteien können dann aber nach der Rechtsprechung des BVerfG verboten werden, sobald sie erfolgreich werden. Für Menschen, deren Meinung und Weltanschauung so ist, ist das ein Dilemma.

Ordoliberal

11. Januar 2026 11:23

1/2
Der Deutsche wird als Sozialdemokrat geboren und versteht sich selbst zeitlebens als Mündel des Staats. Seine Wahl ist: Hedonistischer Kollektivismus von Links oder stoizistischer Kollektivismus von Rechts. In jedem Fall aber hat er der Kirche, dem Fürsten, dem Volk, dem Staat, dem Planeten zu dienen: Schutz gegen Gehorsam.
@laurenz: Was Sie mit "starker Staat" meinen ist ein paternalistischer, ein sozialdemokratischer Staat mit der Tendenz zum Autoritären. Sobald man akzeptiert, dass der Staat bestimmte Lebensformen finanziell belohnen und andere finanziell bestrafen darf, kann man natürlich sehr "kreativ" werden: Steuern hier, Subventionen da, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Großartiger Einfall von Ihnen: Die privaten Investitionen werden staatlicherseits in Unternehmen gelenkt, deren Mitarbeiter eine hohe Kinderzahl haben. Das hätte sich die NSDAP nicht besser ausdenken können. Ich verstehe langsam, was Sie mit "Kreativität" meinen.

Ordoliberal

11. Januar 2026 11:24

2/2
Das Haftungsprinzip ist viel tiefgreifender als den meisten bewusst ist. Es folgt zum Beispiel die Sozialversicherungspflicht daraus. Aber es folgt nicht daraus, dass die Versicherungsträger Körperschaften öffentlichen Rechts sein müssen. Es folgen auch Kinderpunkte beim Umlagesystem daraus. Hier hat sich Adenauer versündigt, als er sie aus politischem Eigennutz abgelehnt hat. Auch das ordoliberale Prinzip, dass der Staat die Allmende verwaltet, ist folgenreich: Zählt man die Kultur zur Allmende, ergibt sich dadurch die Steuerfinanzierung der Schulen, jedoch nicht die Schulhoheit, die ein autoritäres Erbe ist.
Kinderlose Paare werden immer mehr Geld zur Verfügung haben als Elternpaare. Das trifft die unteren Einkommensschichten besonders stark, insbesondere in der Vermögensbildung. Dennoch bekommt man in diesen Schichten tendeziell mehr Kinder. Aber ist es so unverständlich, dass eine DM-Verkäuferin früher in ihrem Leben von Kindern träumt als eine Ärztin, Anwältin oder Germanistikdoktorin?

Umlautkombinat

11. Januar 2026 11:25

Ich hatte das ad personam posting schon vermisst, wurde wohl erst spaeter freigeschaltet.

Ja klar, Sie sind in der DDR groß geworden, haben aber keine Ahnung davon.

Klar doch..., da musste ich auf Sie warten. Uebrigens: Belege am Thema?

Thomas Sowell ist Wissenschaftler & arbeitete für die US Amerikanische Bundesregierung, hat also keine Ahnung

Der hat auch auf Sie gewartet. Gelesen? Belege am Thema?

Ich arbeitete als Zinsknecht im Herzen des Kapitalismus,

Mit fremdem Geld, kein Problem. Ich habe ein kleines Vermoegen mit Wertpapieren gemacht, aber ganz mit eigenem Geld. Was wollen Sie mir hier erzaehlen, Sie "Macher"?

Ordoliberal

11. Januar 2026 11:26

Im Übrigen schließe ich mich mal wieder @Majestyk an: "Schafft die Neue Rechte den unsäglichen auf Standesdenken basierenden Berufsbeamten ab? Beendet Sie Frauenquote, Gewerkschaftszwang, Konkordat, Zwangsgebühren für den Rundfunk? Werden sämtliche Meinungsdelikte aus dem Strafrecht gestrichen und werden die einschränkenden Klauseln bei den Grundrechten abgeschafft?"
Das sind die dicken Bretter, die zu bohren sind. Kein Politiker des Parteienkartells wird sich je dafür stark machen. Wenn es die AfD auch nicht tut, kann sie meinetwegen untergehen.

RMH

11. Januar 2026 11:44

Wenn es die AfD auch nicht tut, kann sie meinetwegen untergehen.
@Ordoliberal, warum gleich so melodramatisch, statt pragmatisch?
Das meiste von den genannten Punkten geht die AfD recht eindeutig an. Bei den Beamten, die ja auch Wähler sind, ist es doch so, dass man als Ordoliberaler auch anerkennt, dass der Staat seine "Diener" braucht. Das Problem bei den Beamten ist auch nicht, dass es sie gibt, sondern dass mit Beamtenposten ausufernd & neofeudal um sich geschmissen wurde, selbst für Funktionen, wo man keine Beamte braucht sowie deren Alimentierungs- und Altersversorgungssystem. Bei letzterem ist die AfD bspw. dafür, dass auch Beamte in die Rentenversicherung einzahlen sollen. 

Diogenes

11. Januar 2026 12:02

@RMH
 
In Schriftsätzen festgehaltene Grundsätze können derart verbogen und gedreht werden wie auch ein Krieg beliebig in seiner Form und seinem Ausmaß (ab)wandelbar ist. Ihr Argument taugt nur für Menschen die ausschließlich in juristischen (Kleingeistigkeit/Verengung d. Denkweges) Dimensionen denken (Tunnelblick: Was außerhalb vor sich geht wird ignoriert). Und so funktioniert ja auch das marxistisch-materialistische Dogma: Gruppenbezogene Spiritualität/Mentalität wird vollkommen vom Logos ausgeschlossen bzw. internationalisiert/theoretisiert und beliebig gemacht (Auch das z.B. das Christentum und der Kapitalismus funktionieren nur in dieser Beliebigkeitsannahme (Egalitär u. Libertär) des Menschen (halt du sie dumm - ich kontrolliere sie!)). Dem ist aber nicht so und deswegen driftet jedes menschengemachte System, das sich danach ausrichtet, in den Mechanikus Diabolo ab und erhebt letztlich die böse Handlung zu seinem Vorbild. Das Schaffen durch Zerstörung zeugt Ungleichgewichte, die heute geradezu angebetet/angehimmelt werden!

Diogenes

11. Januar 2026 12:08

@RMH
 
"Ordoliberal" geht m.E. von (s)einer ego-bezogenen Weltsicht/Weltzentrum aus. - Er überträgt sein Denken, seinen Logos, auf alle anderen Menschen/Menschengruppen und meint, sein "Bestes" wäre auch für alle anderen das "Beste. Das ist auch eine Form von Gleichmacherei, wenn man es zu seiner Politik erhebt und den Ellenbogen als System fordert. 

Umlautkombinat

11. Januar 2026 12:12

@RMH
 
"Beamte"
 
Das widerlegt doch @ordoliberal's Punkt nicht. Das reale Problem ist halt der Umfang der Beamtenschaft und nicht die Existenz solcher Leute als solches. Die sich weiter einbettet in Staatsquote als Ganzes und deren grundsaetzlichen Problemen. Das ist schon allein ein ganz dickes Brett fuer dessen Aufloesung durch rein politische Kraefte es nicht viele, wenn ueberhaupt, Beispiele gibt. Entwickelt sich wie Entropie umfassend in immer nur eine Richtung bis zum kreativen Bruch. Und "kreativ" nimmt dann ganz unangenehme Zuege an, die weit ueber Politikwechsel von einer/einigen Partei/en zu/r anderen hinausgeht.
 
 

Ein gebuertiger Hesse

11. Januar 2026 12:17

@RMH
Was @Ordoliberal schrieb, ist nicht melodramatisch, viel eher moralisch. Und warum sollte das einem pragmatischen Ansatz, wie Sie ihn andenken, im Wege stehen?

MarkusMagnus

11. Januar 2026 12:18

@ RMH
"Diese Parteien können dann aber nach der Rechtsprechung des BVerfG verboten werden, sobald sie erfolgreich werden. Für Menschen, deren Meinung und Weltanschauung so ist, ist das ein Dilemma."
Warum. Die SPD war auch mal verboten, die NSDAP auch. Hat das irgendwas gebracht? Darüber lache ich mich kaputt. Das deutsche Volk steht auf dem Spiel, was juckt mich da ein Stück Papier?
Das Parteienverbot ist sowieso vom Tisch, der Wind dreht sich gerade:
https://www.bild.de/politik/inland/kommentar-von-bild-chefin-marion-horn-guenther-muss-das-zuruecknehmen-oder-zuruecktreten-696298a54d1d5f581eeb2892
Die würden gerne. Das Problem: Im Osten der BRD wäre dann voll mit unzufriedenen Leuten, und so ein Geschenk will man Onkel Wanja dann auch nicht machen. 
Was wir nicht brauchen, sind libcon-ziocucks. 

Ordoliberal

11. Januar 2026 12:21

@RMH: Sie haben natürlich Recht. Man ist manchmal nur so verzweifelt. Es geht so zäh! Es geht so langsam! Und dann immer wieder dieser Kampf gegen den in Deutschland so tief verwurzelten Etatismus und Moralismus, der uns immer und immer wieder in autoritäre Abgründe und vermeidbare Kriege gestürzt hat. Ist es nur meine Stimmung, die von Hoffnungslosigkeit getrübt ist? Oder ist es die Stimmung in diesem Land? Ich weiß es nicht mehr. Ich weiß nur, dass mir der sich seit Jahren immer mehr ausbreitende und von der Mehrheit akzeptierte Tugendterror beruflich sehr schadet. Das geht bis zur Existenzbedrohung.

Majestyk

11. Januar 2026 12:52

@ Laurenz:
"Thomas Sowell ist Wissenschaftler & arbeitete für die US Amerikanische Bundesregierung, hat also keine Ahnung."
 
Klar, Thomas Sowell doof, alle doof, außer Laurenz. Umlautkombinat hat keine Ahnung von der DDR, ich bin infantil, RMH argumentiert wie ein Linker, der einzige, der Bescheid weiß ist Laurenz. Wann höre ich Sie im Parlament? 
 
Sie merken nicht einmal, wie widersprüchlich Sie schreiben, und vor allem, wie woke Sie auftreten bezüglich Geburten. Wenn man Sie liest, muß man ernsthaft glauben, die Deutschen müsse man auf die Liste der bedrohten Arten setzen. Woran es in Deutschland mangelt, ist Realitätssinn - und an der Fähigkeit zu erkennen, daß eine jede Entscheidung Konsequenzen hat.
Beispiel: Ich setze keine Kinder in die Welt und merke dann, daß im Alter niemand zur Betreuung vorhanden ist und man dafür richtig Geld auf den Tisch legen muß.
Wenn die AfD nicht fähig ist, die Gunst der Stunde zu nutzen und Scheinreförmchen umsetzen will, statt echten Wertewandel, stattdessen lieber auf den schnellen Stimmengewinn setzt und sich sowohl Sozen als auch CDUlern anbiedern will, ohne daß diese sich geistig bewegen, ist sie so wertlos wie ein stumpfes Schwert. Niemand braucht eine weitere halblinke Partei. Nur einen Schritt zurück, um dann wieder zwei Schritte nach vorne zu gehen, das ist den Aufwand nicht wert.

Wuwwerboezer

11. Januar 2026 12:57

1

Angeregt durch Hartwig aus LG8 werde ich nach längerer Zeit wieder mal etwas grundsätzlicher im Zurückkommen auf das vorliegende Thema.

Die Deutschen haben zwei Weltkriege verloren. Es hilft alle Schönrednerei nichts, folgerichtig müssen sie auch (gemeinsam!) Verlierer des dritten, des Kalten Krieges sein, denn dieser ist nur die Konsequenz der vorherigen beiden. Es hat insbesondere den Adenauerdeutschen perspektivisch nichts gebracht, auf die Seite der Sieger rüberzukriechen. (Dies sei angemerkt, obwohl sie gar keine Wahl hatten, denn zu viele glauben ja immer noch, sie hätten eine Wahl gehabt.) Nebenbei gesagt bedeutet NATO-Osterweiterung militärische Einkesselung Deutschlands durch die NATO, nur hat`s (angeblich) keiner gemerkt. (Pack-Siggi hat gerade wieder bei Frau Maischberger die Formel In-Out-Down wiederholt, aber zu viele kapieren`s nach 70 - 80 Jahren und selbst nach solchen Andeutungen vor Millionenpublikum immer noch nicht.) Auch hat sich noch kaum einer klar gemacht, was 'Marsch durch die Institutionen' eigentlich bedeutet. Die AfD wird evtl. den Bundeskanzler und jdf. etliche Ministerpräsidenten, Minister, Staatssekretäre und Ministerialdirigenten stellen, aber diese werden bereits durch die Hauptabteilungsleiterebene allüberall kalt auflaufen gelassen wie der Pott auf die Sandbank. Frau Weidel wird all die Sabotage sogar noch nachträglich vor der Kamera loben müssen so wie derzeit Donnie nachträglich immer gute Mine zum bösen Spiel seiner Erzfeinde in den Apparaten machen muß - denn sonst würde ihr / sein Autoritätsvakuum in den Apparaten vor der Öffentlichkeit offenbar werden.

Wuwwerboezer

11. Januar 2026 12:57

2

Es bräuchte eine brutale und forcierte schneisenschlagende Lustration wie im Osten `45 und `90 (ohne daß ich letztere gutheißen würde), aber wir beobachten, wie z. B. nicht mal Putin in den russischen Apparaten damit vorankommt. (Putin hat ja nicht mal seinen eigenen Pressesprecher, Peskow, unter Kontrolle, muß ihm unentwegt hinterherfahren und ihn berichtigen; WWP hat erst recht nicht Medwedjew und erst recht nicht Gerassimow und erst recht nicht z. B. Frau Nabiulina unter Kontrolle, auch da tanzen die Mäuse auf dem Tisch!, immerhin: Schoigu, das U-Boot des Jelzin-Clans, konnte er loswerden, aber es wimmelt bekanntlich dort von Clans.)

Wuwwerboezer

11. Januar 2026 12:58

3

Einen Hoffnungsschimmer bietet der Perestroika-Blickwinkel. Perestoika (Wortbedeutung: "Umbau") bedeutet "Umbau einer Super-, Atom- und Weltraummacht zur Provinzmacht". In Rußland durchlief die "Perestroika" drei Phasen:

Phase 1: Sodom & Gomorrha (Gorbatschow, Aprilplenum 1985 bis Silvesternacht 1999)
Phase 2: Rekonsolidierung (eben: auf Regionalmachtniveau, 1. Januar 2000 bis 15. August 2025, übrigens Mariä Himmelfahrt)

https://drive.google.com/file/d/15UI7BbJzo454mCi2OOyzSq58UDyEa1lj/view

Phase 3: Wiederherstellung der konzeptuellen Souveränität und damit Befähigung zu globaler Politik auf einem in jeder Hinsicht höheren Niveau (ab 15. August 2025).

Wuwwerboezer

11. Januar 2026 12:58

4

Auch wenn von den "Projektanten" Phase 2 völlig anders (sie wollten die KPdSU als "Retterin" reaktivieren und den Russen erst noch richtig die Sklavenketten anlegen) und Phase 3 überhaupt nicht vorgesehen waren, sozusagen Betriebsunfälle waren, stellt sich die Frage, ob dieser Ablauf für Perestroika-Länder verallgemeinerbar ist.

Falls sich herausstellt, daß er verallgemeinerbar ist, dann wären die USA derzeit in Phase 2.

Dann wäre Deutschland, keine Super-, Atom- und Weltraummacht aber analog vergleichbar, noch in Phase 1 und demnächst in Phase 2.

Dann wären die USA und Deutschland (wiederum) danach in Phase 3.

Wuwwerboezer

11. Januar 2026 12:59

5

Stichwort Betriebsunfall: Reagan hatte den Kommunismus als "Betriebsunfall der Geschichte" angesehen. Dieses Mem war und ist immer noch tief prägend für das Denken der westlichen "Eliten", zumal dieser "Betriebsunfall" wie mit einer Fingerübung überwunden wurde (wie sie glauben). Diese "Eliten" denken, auch Trump wäre ja nur ein "Betriebsunfall der Geschichte" - und würde bald ebenso en passant überwunden werden. Hinzu kommt deren strunzdumme Personenfixierung. Sie glauben, man müsse nur Trump (oder wahlweise Putin) um die Ecke bringen und schwuppdiwupp wäre alles wieder wie früher. Die gesamte transatlantische Politik bis in die hinterste Kolumne der hintersten Dorfzeitung hinein ist derzeit nur so zu verstehen, daß alle glauben, bald wird der "Betriebsunfall" wieder glattgebügelt und alles wird wieder so knülle wie in den 90ern. Sie hatten damals eine äonische Glückssträhne, hatten bekanntlich schon das "Ende der Geschichte" ausgerufen; Gysi hatte dies damals auf die Formel "Sie können gar nicht mehr aufhören zu siegen.“ gebracht. Dadurch sind sie sind so sehr auf den Rausch am Siegen konditioniert, daß sie noch gar nicht realisiert haben, daß sie inzwischen längst in der Pechsträhne sind.

Alle reden vom "Kippunkt". Es gibt m. E. derzeit nur einen maßgeblichen (bevorstehenden) Kippunkt: wenn sich dies bei den westlichen Eliten herumspricht. Dann wird`s spannend ...

- W.

Majestyk

11. Januar 2026 13:07

@ Diogenes:
"Ordoliberal" geht m.E. von (s)einer ego-bezogenen Weltsicht/Weltzentrum aus. - Er überträgt sein Denken, seinen Logos, auf alle anderen Menschen/Menschengruppen und meint, sein "Bestes" wäre auch für alle anderen das "Beste."
 
Schöne Steilvorlage. Wenn dieser Glaube, das eigene Denken sei das beste, für alle auf einen Teilnehmer zutrifft, dann doch auf Sie.
Jeder Mensch hält seine Überzeugungen für die besten. Wäre dem nicht so, würde er die Überzeugung ja wechseln. Aber es sind doch Leute wie Sie, die gar keine Zwischentöne zulassen. Und bei Ihrer Fraktion kommt erschwerend hinzu, daß komplett ausgeblendet wird, daß der Mensch eben nicht von Glaube, Identität alleine leben kann, sondern auch was zum Fressen braucht. Selbst wenn euresgleichen das Leben in Deutschland bestimmen könnten, so doch nicht im Rest der Welt, und Deutschland ist nun einmal keine Insel.
In letzter Konsequenz müßten auch Sie um Deutschland einen Zaun ziehen, um jene, die was können und nicht nach Ihrem Gusto leben wollen, drin zu halten. Sie und viele andere ignorieren die Natur des Menschen, auch das ist Fundament all dieser deutschen Ideologien.

Majestyk

11. Januar 2026 13:13

@ MarkusMagnus:
"Frage nicht, was die neue Rechte für dich tun kann.Frage dich, was DU für die neue Rechte tun kannst."
Sie müssen sich mal entscheiden, Heinleins Starship Troopers, deutscher Islam oder Sozialismusexperiment Nr. 128. Im Übrigen bin ich der Enkel meines Großvaters, der erschossen werden sollte, weil er das Menschsein dem Gehorsam vorzog. Sie müßten sich selbst mal mit meinen Augen lesen.
 

MarkusMagnus

11. Januar 2026 13:28

@ Wuwwerboezer
Ich bin der Meinung, im Westen spitzen sich die Widersprüche zu, die seit dem 2. Weltkrieg entstanden und zugeschüttet wurden.
Deutschland kann davon nur profitieren. 
 

Mitleser2

11. Januar 2026 13:31

@Diogenes: was Sie über Ordoliberal und seine "ego-bezogene Weltsicht" schreiben, passt doch zu jeder anderen Weltsicht genauso. Was soll denn eine Nicht-ego-bezogene Weltsicht sein? Da landen Sie sofort bei den grünen Gutmenschen (die behaupten von sich so was), die sich aber in der Realität auch nur permanent selbst entlarven. 

Majestyk

11. Januar 2026 13:37

@ Wuwwerboezer:
Ich habe Ihre Beiträge komplett gelesen, teils wiederholt. Ganz schlau daraus, was Sie möchten, bin ich nicht geworden. Bezüglich des Irrtums, der Kommunismus sei ein Betriebsunfall, stimme ich zu. Irgendwas an der Ideologie muß Menschen ansprechen. Ich vermute, daß Laurenz recht hat und der Marxismus nichts anderes ist als eine säkulare Neuinterpretation des Katholizismus, zumindest bezüglich Eine-Welt-Gedanken.
Wenn der Vatikan die Gläubigen des eigenen Landes kontrolliert, hat man automatisch Landsleute, die einer fremden Macht folgen. Katholizismus und nationale Macht gehen schlecht zusammen, weswegen es ja eher Protestanten waren, die ein Empire bauten und dann wieder ein neues. Kapitalismus geht besser mit Calvinisten.
Ich stimme Ihnen auch zu, daß Trump gar nicht alles können darf, was er vielleicht wollen würde. Letztendlich wird sich auch Trumpsche Politik am Bildungswesen messen lassen müssen. Wer es gut mit seinem Volk meint, erzieht Kinder zu lebensfähigen, eigenverantwortlichen Menschen, die ihr Leben selber in die Hand nehmen können, selbstständig denken und gesunden Ehrgeiz entwickeln, etwas zu schaffen. Ist dem in Rußland so? In Deutschland hatte ich den Eindruck nie.
Ihre Sichtweise auf Einhegung durch Osterweiterung finde ich interessant, aber haben sich nicht alle anderen auch einhegen lassen? Wer hegt eigentlich ein, wirklich eine nationale Kraft oder die westliche Version des Eine-Welt-Gedankens, quasi der Hochfinanzkommunismus?

Majestyk

11. Januar 2026 13:54

@ Ordoliberal:
In Deutschland bzw. fast überall im Westen wird Angst erzeugt (Klima, Pandemie, Arbeitslosigkeit, Altersarmut, Krieg). Menschen in Angst sind nicht fähig zur Freude. Nur wer gerne in die Zukunft sieht, kann froh und unbeschwert sein und setzt gerne Kinder in die Welt. Wie oft hörte ich "das kann ich nicht verantworten, Kinder in diese Welt zu setzen". Wer in Angst vor dem Leben erstarrt wie das Reh im Licht des Scheinwerfers, verliert den Glauben an die Zukunft und wird seiner Energie beraubt. Ich denke, ein jeder hier, mich eingeschlossen, verbringt viel zu viel Zeit mit Diskussionen im Netz. Stattdessen könnte man auch walden. Man könnte sich auch zum Wandern treffen oder beim Altherrenfußball oder wir helfen einander abwechselnd beim Hausbau. Vermutlich bin ich der einzige, der das Netz eher als Hemmnis empfindet. Ich bin nach wie vor überzeugt, mit Internet wären die DDR-Bürger montags zu Hause geblieben. Eine Lösung kann ich auch nicht bieten, außer vielleicht, sich nicht immer auf die große Politik zu konzentrieren, sondern eher auf die Angelegenheiten im eigenen Leben, wo man vielleicht Einfluß nehmen könnte.
"Auf die kleinen Sachen kommt es gerade an. Wo die kleinen Sachen nicht stimmen, da stimmen auch die Großen nicht." - Wachtmeister Studer

Diogenes

11. Januar 2026 14:01

@Majestyk
 
Man muss in dieser Geistlosigkeit nicht (viel) über "das Leben" nachdenken, deswegen nennt man Kommunismus ja auch die "Ideologie der Dummen". Anspruchslose ansprechend könnte man auch meinen. Auf der anderen Seite der materialistischen Medaille ist der Kapitalismus auch nicht besser, denn beide Systeme funktionieren nur, indem sie anderen Menschen/Menschengruppen etwas wegnehmen und es sich selbst hinzufügen. Aus sich selbst heraus, wie es gesunden Menschen u. Menschenvölkern zueigen ist, können sie nichts erschaffen. Sie nehmen weg und äffen nur nach, weil das der leichteste Gang (Gängigste) für Denkfaule ist (und in der Masse wird eh das gemacht, was alle machen; je weniger Bildung darin ist, umso besser aus Perspektive des Kontrolleurs/Ausbeuters/Nutznießers).

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