Lex Sellner

Auf Druck der linken Medien und Justiz gibt es in der AfD nun eine "Lex Sellner", die das Zusammentreffen zwischen mir und Parteimitgliedern per Beschluß regelt. Auch das muß man erst einmal schaffen.

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.


Ich dan­ke allen, die mir in den letz­ten Stun­den soli­da­ri­sche Nach­rich­ten geschrie­ben oder offen ihre Soli­da­ri­tät bekun­det haben. Ich kann an die­ser Stel­le ver­si­chern, daß ich mir die­se Lex Sell­ner nicht wirk­lich zu Her­zen nehme.

Ich ver­ste­he die poli­ti­sche Lage in mei­nem Nach­bar­land, der der­zeit dys­funk­tio­nals­ten Demo­kra­tie in West­eu­ro­pa. Die AfD hat den Colt des Par­tei­ver­bots an der Schlä­fe. Wie vie­le ande­re ver­mu­te auch ich, daß er nur mit Platz­pa­tro­nen gela­den ist. Aber die­se Lage macht es dem Flü­gel der Distan­zie­rer, den es in jeder Rechts­par­tei Euro­pas gibt, beson­ders leicht.

Dabei zeigt unter ande­rem ein Blick in die Geschich­te vor allem der Hofer-FPÖ des Jah­res 2019, daß die­ser Weg das Gegen­teil von dem bewirkt, was er errei­chen möch­te. Er signa­li­siert nach außen eine Schwach­stel­le und offe­ne Flan­ke. Das ist das Para­dox der Distan­ze­ri­tis: Indem man sich distan­ziert, erzeugt man noch mehr Druck, noch mehr Fokus auf soge­nann­te Ver­bin­dun­gen und wird das The­ma nicht mehr los.

Weder die Auf­lö­sung des Flü­gels noch die Abschal­tung der Jun­gen Alter­na­ti­ve befrie­dig­ten das Estab­lish­ment. Soll­te man also die inter­na­tio­na­le Iden­ti­tä­re Bewe­gung iso­lie­ren und kalt­stel­len, wür­de sich der Druck rasch auf die Gene­ra­ti­on Deutsch­land, wie die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on der AfD nun heißt, verlagern.

Doch nun ein Wort zum Beschluß, also zur “Lex Sell­ner”: Man darf mich nicht zu offi­zi­el­len Par­tei­ver­an­stal­tun­gen ein­la­den. Ehr­lich gesagt, weiß ich gar nicht, ob ich auf Ein­la­dung kom­men wür­de. Wer mich kennt, weiß, daß Par­tei­ver­an­stal­tun­gen nicht mein Bier sind.

Mein Büro war in den letz­ten Jah­ren die Stra­ße. Ich habe ges­tern Nach­mit­tag mei­nen Kalen­der durch­fors­tet und nichts gefun­den. Ich glau­be tat­säch­lich, daß die ein­zi­ge offi­zi­el­le Par­tei­ver­an­stal­tung der AfD, an der ich teil­ge­nom­men habe, die 2021 ver­an­stal­te­te Trau­er­kund­ge­bung in Chem­nitz war. Soll­te der Beschluß mich von sol­chen Demons­tra­tio­nen aus­schlie­ßen, dann täte mir das in der Tat leid. Aller­dings hat die AfD schon lan­ge kei­ne Demons­tra­tio­nen mehr ver­an­stal­tet, und ich den­ke nicht, daß man mich in einem sol­chen Fall des Plat­zes ver­wei­sen würde.

Tat­säch­lich traf ich AfD-Poli­ti­ker in den letz­ten Jah­ren vor allem auf Kund­ge­bun­gen von PEGIDA, auf Kon­fe­ren­zen von COMPACT und AUF1, auf Aka­de­mien in Schnell­ro­da, auf Vor­trä­gen und ein­fach pri­vat. Auch die Tref­fen im Janu­ar (mit Lena Kotré, und in Erfurt mit Robert Tes­ke und Dani­el Hasel­off) sind offen­bar nicht von die­sem Beschluß betrof­fen. Und den AfD-Poli­ti­kern dro­hen kei­ne Konsequenzen.

Das ist sehr gut. Ich begrei­fe die gan­ze Auf­re­gung daher als Chan­ce und nut­ze die Auf­merk­sam­keit, um das zu tun, was mei­ne Auf­ga­be im patrio­ti­schen Mosa­ik ist: die Bevöl­ke­rung mil­lio­nen­fach über Remi­gra­ti­on auf­zu­klä­ren, damit mil­lio­nen­fa­che Remi­gra­ti­on mög­lich wird.

Die Tak­tik des poli­ti­schen Geg­ners, ver­tre­ten durch die lin­ke Pres­se, ist durch­schau­bar. Er ver­sucht, einen Krieg zwi­schen Par­tei und Vor­feld anzu­zet­teln. Wir sol­len dabei als Bil­lard­ku­geln gegen die AfD gespielt wer­den. Aber wir sind eben kei­ne pas­si­ven Objek­te geg­ne­ri­scher Rän­ke­spie­le, son­dern set­zen unse­re eige­nen Schrit­te mit Bedacht.

Ich habe Erfah­rung in die­sem Spiel. 2018/19 hat man das­sel­be in Öster­reich mit der FPÖ pro­biert und ist geschei­tert. Ich gehe davon aus, daß die AfD sich ab jetzt auf die wich­ti­gen Wahl­kämp­fe in Baden-Würt­tem­berg, Rhein­land-Pfalz und im Osten fokus­sie­ren und media­le Stör­ver­su­che links lie­gen las­sen wird.

Ich bin mei­ner­seits voll mit der Grün­dung einer inter­na­tio­na­len NGO beschäf­tigt: dem Insti­tut für Remi­gra­ti­on. Es wird das neue gro­ße Pro­jekt und der nächs­te Schritt in mei­nem poli­ti­schen Leben.

Par­tei und Bewe­gung, Gegen­öf­fent­lich­keit, Ver­la­ge, NGOs und Thinktanks – wir alle haben das­sel­be Ziel, und mein Fokus liegt auf Mei­nungs­frei­heit und Remi­gra­ti­on. Nach wie vor liegt dafür mein Vor­schlag auf dem Tisch, das zwan­zig­tau­sends­te Exem­plar mei­nes Buches kommt Anfang März aus der Druckerei.

Ich bin über­zeugt davon, daß es im Jahr 2026 zu einer respekt­vol­len Koexis­tenz zwi­schen patrio­ti­schen NGOs und patrio­ti­schen Par­tei­en kom­men wird.

Martin Sellner ist Kopf der österreichischen Identitären Bewegung.

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Kommentare (77)

Joerg

10. Februar 2026 09:34

Volle Solidarität mit Martin Sellner.
Wer distanziert, verliert.

Karl Otto

10. Februar 2026 09:54

Martin, niemand der halbwegs klar im Kopf ist, kann bezweifeln, dass es eine massive Remigration geben muss (nicht nur in Deutschland), wenn Europa eine Zukunft haben soll. Diese Millionen von Migranten, die Leistungen beziehen aber nichts zum Erhalt des Gemeinwesens beitragen, müssen wir irgend wie los werden.
Auf der anderen Seite machen Sie sich durch den famosen "Ethnokulturellen Volksbegriff" unnötig angreifbar, sie sollten den aufgeben. Man kann daraus immer eine Form von Rassismus konstruieren, auch wenn das nicht ihren Absichten entspricht.

RMH

10. Februar 2026 10:01

"Die AfD hat den Colt des Parteiverbots an der Schläfe. Wie viele andere vermute auch ich, daß er nur mit Platzpatronen geladen ist."
Schönes Bild, aber bitte dieses zu Ende denken: Ein an der Schläfe aufgesetzter Schuss kann verheerende, bis tödliche Folgen haben - insbesondere, wenn dann erst der EGMR darüber am Ende zu entscheiden hat. Beim Zustand der Rechtswissenschaft in Deutschland, mit ihren "LTO", "Verfassungsblog" & anderen Gratis-Mut-Profilierungseinrichtungen bis hin zu "wissenschaftlichen Zeitschriften", im Verbund mit gehorsam die "Demokratie schützenden" Rechtsanwaltskammer-PräsidentInnen und Anwaltsvereinen mit entsprechenden VorständInnnen, ist die Platzpatrone ausreichend für den finalen, aufgesetzten Schuss.
Im Übrigen sollte man schon die Autonomie einer Partei, für sich Unvereinbarkeiten zu bestimmen, respektieren. Die Frage ist am Ende, was ist "übergriffiger", dass stete sich rein- und aufdrängen oder das Türe schließen. Für M.S. gilt das natürlich nur sehr begrenzt, er hat das mit dem getrennt marschieren für ein gemeinsames Ziel gut verstanden. Aber andere eben vielfach nicht.
PS: Gendern war hier ein Stilmittel der Ironie.

Laurenz

10. Februar 2026 10:52

Man darf festhalten, der bisherige Remigrationspapst im Westen ist Barack Obama. An den kommt Trump noch lange nicht ran. Das wird in den System-Medien gerne weggelassen, auch seitens der politischen Gegner Trumps. Das Problem bei den westlichen Weichlingen sind die unschönen Bilder, die Migration, wie Remigration verursacht. Die Wirkung unschöner Bilder läßt nur dann nach, wenn man selbst zum Objekt in unschönen Bildern wird, wenn man zB tot von den Gleisen gekratzt wird.

Monika

10. Februar 2026 11:35

Werter Herr Sellner ! Man muß weder ein Linker, noch ein LibCon, noch der Klischee-Boomer sein, um Ihrem Remigrationskonzept nicht (nicht mehr) folgen zu können. Durchaus auch im digitalen Sinne. Ich bin zwar politisch interessiert, aber kein ausschließlich politischer Mensch. Ich bemühe mich, die Wirklichkeit von Welt und Mensch in einem größeren Zusammenhang und sub specie aeternitatis zu sehen. Ich erwarte mir insgesamt nicht allzu viel vom rein Politischen, außer, daß die Politiker aller Parteien ihr Bestes für ihr Volk tun, was leider heute schon zu viel erwartet ist. Weshalb es Druck braucht. Auch darf Arbeit, Politik, Konsum nicht der Wertmaßstab des gesamten Lebens sein. Es soll Zeit für "Muße und Kult" (Josef Pieper) bleiben. Nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für das Volk ! Der desolate Zustand unseres Volkes rührt m.E. auch aus dieser Muße- und Kultvergessenheit her. Im ethnischen Sinne müssen Sie das deutsche Volk nicht retten. Das ist vermessen. Im tieferen und eigentlichen Sinne soll jeder seinen Beitrag leisten, ob in der Politik oder außerhalb. Ich wünsche Ihnen vor allem Muße, Entschleunigung, Selbstannahme statt Selbstoptimierung. Beste Grüße Monika R. 

Maiordomus

10. Februar 2026 11:48

Es war und bleibt unbestritten, dass Herr MS eine andere Glaubwürdigkeitsliga darstellt als seinerzeit Herr Strache, und auch, dass Norbert Hofer ein schwacher Parteiführer war im Gegensatz zu Kickl, der aber keinerlei Beratung von aussen benötigt, so wie es niemandem in den Sinn käme, MS an der Albisgüetlitagung der SVP CH sprechen zu lassen, wo schon Köppel nur Gleichgesinnte überzeugt. 
 Dass die Parteiführung via TC, AW und Baumann konkret genug sagt, was mit unerwünschten Einwanderern zu machen ist, erfordert keine Verstärkung durch Chefideologen aus "Vorfeld" ,ein undifferenziertes Schlagwort. Dass es eine theoretische Zeitschrift der deutschen Rechten gibt, darüber hinaus die Junge Freiheit, ist hinlänglich bekannt. "Compact" geschah zwar Unrecht, bleibt aber sektiererisch angehaucht. Noch weniger ist man auf das Geschäft des "digitalen Chronisten" angewiesen. Die besten privaten Digitalmedien vermitteln allenfalls "gesunden Menschenverstand". Distanzeritis ist insofern nicht nötig. 
 
 
  

Le Chasseur

10. Februar 2026 12:27

@Laurenz"Man darf festhalten, der bisherige Remigrationspapst im Westen ist Barack Obama. An den kommt Trump noch lange nicht ran."
Trump will ja auch gar nicht an Obama rankommen. Es geht darum, die Einwanderer noch mehr in den Untergrund zu treiben, dann kann man sie als rechtlose billige Arbeitssklaven noch besser ausbeuten.

Majestyk

10. Februar 2026 13:28

Ein Messer nützt nur, wenn die Klinge scharf ist. Wer distanziert stumpft die Klinge ab und macht das Messer wertlos.
Ich weiß nicht, warum so viele Angst vor einem Verbotsverfahren haben oder eventuell wirklich vor einem Verbot. Die Partei ist doch nicht der Heilige Gral, sondern das von der AfD vertretene politische Objekt - Deutschland.
Unschön braucht es gar nicht werden, ist es schon, wie Laurenz perfekt beschreibt.
Die Schwester vom Leichtsinn ist die Zögerlichkeit. Manche Schlacht ging verloren, weil ein General zum Hasenfuß mutierte. Kostet manchmal sogar mehr Opfer. Wer nur verteidigen will, hat schon verloren. Die AfD sollte lieber Ihrerseits zum Konter ausholen und Anträge auf Parteiverbotsverfahren für Grüne und SPD vorbereiten, um das System vorzuführen. Es ist ganz schön schräg, daß die AfD nun nicht mehr mit Martin Sellner sprechen soll, deren Vorsitzender aber in jede Talkshow rennt, statt sich mal ein Beispiel an Kickl zu nehmen. Nicht Martin Sellner ist ein Problem für die AfD, sondern deren Führung. In Zeiten wo es um alles oder nichts geht, braucht es einen Kriegshäuptling an der Spitze und keine Bedenkenträger.
Die AfD Spitze agiert nach dem Motto, mag das Land auch verfallen, Hauptsache unser Vorgarten bleibt schön.

Majestyk

10. Februar 2026 13:30

@ Le Chasseur:
"Trump will ja auch gar nicht an Obama rankommen. Es geht darum, die Einwanderer noch mehr in den Untergrund zu treiben, dann kann man sie als rechtlose billige Arbeitssklaven noch besser ausbeuten."
Selbst wenn dem außerhalb Ihrer Phantasie in der Realität so wäre, diese Leute können ja zu Hause bleiben oder nach Hause zurückkehren.
Im Übrigen und das ist für jeden außerhalb Ihrer Sphäre offensichtlich, sind diese Leute keine Einwanderer, sondern Straftäter. Sie haben illegal eine Grenze überschritten. Der legale Einwanderer tut dies nicht, er bewirbt sich mit seinen Fähigkeiten. Aber Rechtsverständnis ist nicht jedermanns Sache.

Majestyk

10. Februar 2026 14:15

@ Maiordomus:
Was sagen denn Chrupalla oder Weidel konkret, abgesehen von Distanz zur amerikanischen Abschiebepraxis? Dass gerade diese beiden Syrer, Iraker, Afghanen oder Ukrainer komplett wieder nach Hause schicken glaubt doch kein Mensch. Und bei allem Respekt, Ihre Menschenkenntnis, auch bezüglich politischer Integrität haben Sie doch hinreichend bewiesen, als Sie hier Wolfram Weimar angepriesen haben. 
@ Karl Otto:
Der "Ethnokulturelle Volksbegriff" ist weltweit überwiegend unbestritten, siehe China, Japan, Slowakei oder Türkei. Selbst im Vielvölkerstaat Rußland hinterfragt niemand die russische Kulturdominanz. Russische Sprache, Kultur und Geschichte sind verbindender Kern aller ethnischen Gruppen. Das ethnische Staatsverständnis ist der Normalzustand. Nur Westeuropäer haben sich seit ca. 1968 von linken Kräften ihr Verständnis von Volk abschwatzen lassen.
Ihre ständigen Vergleiche mit Einwanderungsländern sind sinnfrei. Diese Länder waren bzw. sind fast leer, Westeuropa aber eh schon proppenvoll. In den USA leistet man sich zudem keinen Sozialstaat. Einwanderung nutzt vornehmlich den Einwanderern. Das ist falsch. Es müßte den Einheimischen nutzen. Wie viele echte Ingenieure sind konkret von außerhalb der EU eingewandert und wie viele deutsche Ingenieure aus Deutschland abgewandert? 
Wenn es an der Ausbildungsquote hapert, ändere ich doch nicht die Homogenität der Bevölkerung, sondern verbessere Ausbildung und Attraktivität des Arbeitsmarktes.

Majestyk

10. Februar 2026 14:38

@ RMH:
"Im Übrigen sollte man schon die Autonomie einer Partei, für sich Unvereinbarkeiten zu bestimmen, respektieren."
In Ordnung. Dann muß die Partei aber auch akzeptieren, wenn der Wähler ihr die Gefolgschaft kündigt, wenn es ihm zu bunt wird.
In Wirklichkeit ist es ja nicht so, daß man nur Sellner als Person die Tür weist, sondern seinen Ideen. Und dazu paßt dann ja auch, daß Krah auf türkisch um türkische Stimmen buhlt oder Weidel die Leistung von Ausländern hofiert.
Ich kann damit leben, wenn Siegmund seine Familie ins Boot holt. Ich habe eh wenig Hoffnungen, daß die AfD so regieren wird, wie ich es mir wünschen würde. Wer aber signalisiert, daß er nicht vorrangig die Interessen der Deutschen vertreten möchte ist für mich nicht mehr wählbar. Die ökonomische Wende kann ich auch weiter aussitzen, die kann theoretisch auch ein Söder moderieren. Gewählt wird die AfD überwiegend, weil es zu bunt geworden ist.
Wenn schon sonst nichts, so sollte zumindest die diesbezügliche Korrektur der kleinste gemeinsame Nenner sein. Diese ständige Debatte um Begriffe ist peinlich, spricht auch nicht für Standhaftigkeit. Fehlt noch, daß man ermahnt wird, weil man Negerkuß, Mohrenkopf oder Zigeunersoße sagt.

Valjean72

10. Februar 2026 15:15

@Majestyk: kann Ihnen heute betreffend Ihrer vier Beiträge zwischen 13:28 und 14:38 Uhr vollumfänglich zustimmen.

RMH

10. Februar 2026 15:22

"In Ordnung. Dann muß die Partei aber auch akzeptieren, wenn der Wähler ihr die Gefolgschaft kündigt, wenn es ihm zu bunt wird."
@Majestyk, vollkomen richtig. Eine Partei versucht ein Angebot zu machen, welches möglichst viele dazu bewegt, sie zu wählen. Selbst wenn Sie oder ich, alle Abonnenten der Sezession, ja auch die 20tsd Käufer des Buches von M.S. die AfD auf einmal nicht mehr wählen würden, wäre das bezogen auf alle Wahlberechtigten in D ziemlich unerheblich. Bei ca. 50.000.000 abgegebenen Stimmen braucht man schon 500.000 für nur 1%. Die AfD ist als Volkspartei "mittiger", als es allen hier lieb ist. Insofern macht M.S. das schon richtig, wenn er sein eigenes Ding macht. Und eine Entscheidung der AfD, "mit dem hier nicht mehr offiziell", ist auch zu respektieren. Ebenso ist es schon ziemlich anmaßend, einer Partei vorzuwerfen, dass sie das Thema Verbot ernst nimmt. Wenn Sie das als Mitglied der AfD (sind Sie das?) schreiben, dann ist es ok. Als Nichtmitglied hingegen kann man ab einem gewissen Punkt nur sagen, ok, Euch wähl ich halt nicht mehr, gibt genug Mitbewerber (auch rechts), was aber, wenn man damit keinen echten, massiven Trend generiert (& das können wir alle hier nicht), komplett irrelvant für eine Partei mit einer Stimmenzahl, wie sie die AfD hat, ist (s.o.). Nehmen wir uns doch bitte alle mal nicht so wichtig.

Le Chasseur

10. Februar 2026 15:26

@Majestyk
"Im Übrigen und das ist für jeden außerhalb Ihrer Sphäre offensichtlich, sind diese Leute keine Einwanderer, sondern Straftäter. Sie haben illegal eine Grenze überschritten."
No one is illegal on stolen land.

heinrichbrueck

10. Februar 2026 15:52

@ Majestyk
Wie sollen denn die Interessen der Deutschen umgesetzt werden, wenn, wie in vielen Kommentaren oft überdeutlich wird, das "Epstein-System" weithin akzeptiert ist? Die Tiefe und Tragweite der gegenwärtigen historischen Veränderungen sind noch lange nicht begriffen worden. Die gesamte "westliche Zivilisation" ist so gut wie tot. 

Gracchus

10. Februar 2026 16:05

Den Beschluss hätte man sich sparen können. Ein freier Mensch entscheidet selbst, mit wem er auf ein Podium steigt. Ganz allgemein: Diese Unterstellungen - sage mir, mit wem du sprichst, und ich sage dir, wer du bist - müssen aufhören, sie vergiften und verhindern die geistige Auseinandersetzung. 

Gracchus

10. Februar 2026 16:08

@RMH: Neulich ist mir auch so eine Kammer-Einladung reingeflattert, a la wie schützen wir das BVerfG vor der AfD; ich war peinlich berührt und kurz davor hinzugehen, um die Diskussion zu "beleben".

Gracchus

10. Februar 2026 16:21

@Karl Otto: Den ethno-kulturellen Volksbegriff kann man schlecht aufgeben, da er ja eine Realität beschreibt und, wenn auch nicht der einzige, so doch der originäre ist. Diesbezüglich müsste sich die Debatte ebenfalls entkrampfen und versachlichen.

Gracchus

10. Februar 2026 16:27

@Monika: Was Muße und Kult angeht, bin ich 100% bei Ihnen. Leider stoßen Sie damit sonst wohl eher auf taube Ohren. Ohnehin setze ich keine Heilserwartungen in eine Partei, aber die Krise, wenn man es so nennen will, geht über das Politische und somit über die Möglichkeiten einer Partei hinaus. 

Mitleser2

10. Februar 2026 17:17

@Majestyk, Gracchus: Zustimmung, auch wenn RMH versucht so zu tun, als würde diese Haltung für die AfD egal sein, und die meisten würden die AfD aus ganz anderen Gründen wählen. Und was mit dem Chasseur los ist, weiß ich auch nicht.

Karl Otto

10. Februar 2026 17:19

Ethnisch und Kuturell sind zwei verschiedene Dinge. Sprache und Kultur kann man sich aneignen, ethnische Zugehörigkeit (sprich: Hautfarbe und andere physische Merkmale) nicht.
Ich sehe eigentlich nicht, warum ein Mensch aus Asien oder Afrika nicht grundsätzlich Deutscher werden können sollte? Er muss sich halt Sprache und Kultur aneignen. Das geht natürlich nicht im Rahmen der Massenmigration in die Sozialsysteme mit Entstehung von Parallelgesellschaften. Und mit orthodoxen Muslimen.

das kapital

10. Februar 2026 17:25

Der Krieg gegen Rechts und die Brandmauer machen Deutschland widerlich und handlungsunfähig.Danke an Martin Sellner und andere, dass sie durchhalten und Richtung geben.Herr Höcke hatte das ja schon mal deutlich polemischer getan und erklärt, welche Zuwanderungsquote er sich jährlich wünsche. minus 200.000.D a s kann ich voll unterschreiben, anderes eher nicht.Die Einreiseverbote für Martin Sellner und seine "Bearbeitung" durch gekaufte Linksextremisten sind unsäglich. Eine totalitäre EU Kommission setzt dann auch noch einen drauf und macht Jacques Baud ganz und gar willkürlich zum Gefangenen, der nicht mal mehr ein Brötchen geliefert bekommen soll.In dieser Art von Willkürumgebung ist es leider unvermeidlich, dass die AfD Bundesführung vorsichtig auf Distanz zu Martin Sellner geht. Sonst liefert sie Angriffsfläche.Inhaltlich aber enthält doch sein Buch zur Remigration gute und praktikable Vorschläge, wie der völligen Zerstörung dieses Landes durch unqualifizierte außereuropäische Massenmigration entgegengewirkt werden kann. Keiner ist da so bekloppt wie Merkel von der Leyen und der Rest seit 2015 auftreten.Alle wehren sich wirksam und organisieren Gegenwehr. Nur die Büttel des Kapitals in Deutschland nicht.

Marcus AC Severus

10. Februar 2026 17:49

Vielleicht fehlt es mir noch an genug Wissen und auch werde ich das Buch von MS noch bestellen.
Aber ich frage mich bei dem Ganzen was der Plan für Europa ist? 
Als jemand der häufiger in Italien ist, die Italiener sind blond, braun oder dunkelhaarig. Sehr gemischt. Niemand käme da auf die Idee jemanden dem Aussehen nach abzuwerten.
Wenn ich an die Stadtbild-Debatte denke, so wären diese dunkelhaarigen Italiener allein aufs Aussehen blickend, auch unerwünscht. 
Die allerwenigsten Deutschen sind dunkelhaarig, ja. Aber 1/4-1/3 waschechte Europäer sind es.
Bei den ganzen Debatten schwingt doch stark das Aussehen des Menschen mit, welches entsprechend in Schubladen eingeordnet wird die gewisse Wertigkeiten haben. 
Ich bin in Europa viel herumgekommen und nirgends ist die nationale Debatte und Sache so fixisiert aufs Aussehen wie in Deutschland. 
Deswegen bleibt meine Frage, wie der Plan im europäischen Kontext aussieht? Was werden die Kriterien für Remigration sein, was ist mit dem Sizilianer in Deutschland der einem Araber gleichen würde im Stadtbild? 

Marcus AC Severus

10. Februar 2026 18:04

@Majestyk:
 
Sie irren und zwar stark. Bezogen auf die Slowakei zum Beispiel.
Nicht wenige waschechte Slowaken (keine Zigeuner) sind sehr dunkelhaarig, wie europäische Südländer. Grund sind die Karpaten. Andere sehen den Deutschen nicht unähnlich, wiederum andere haben typisch slawische Merkmale.
So einheitlich ethnisch aussehend wie Deutschland, tut neben den skandinavischen Ländern kaum eines in Europa.
Deswegen sind die ganzen Debatten ob des Stadtbildes in keinem anderen Land so geführt wie in Deutschland. In anderen Ländern geht es darum, islamischen und anderen Einfluss zurückzudrängen. Dinge die darauf hinweisen im Stadtbild. Hierzulande würde doch manch Italiener, Spanier oder Slowake selbst das "Problem" im Stadtbild für manche sein, wenn man nur das Aussehen als Information über den Menschen hätte. 
Ich frage mich, wie da die europäische Zusammenarbeit in Zukunft laufen soll oder wird es darauf hinauslaufen, dass auch Italiener, Griechen und Spanier unerwünscht sein werden im Stadtbild? 
In Tschechien ist ein Halbjapaner Chef der ersten erfolgreichen Rechtspartei. Tschechien den Tschechen skandierte unter seinen Plakaten in Tschechien. Keiner hat damit ein Problem. In Deutschland wäre bei Links oder Rechts die Hölle los. 

Marcus AC Severus

10. Februar 2026 18:16

@Gracchus 
Aber was ist mit der europäischen Sache, steht da der starre ethno-kulturelle Begriff dem nicht im Wege? 
Warum kann man das Deutschsein nicht primär kulturell definieren und es so für ändere "Ethnien" öffnen?
Könnte das nicht der nötige Kitt für Gesamteuropa werden, eine Art neues römisches Reich was von Deutschland kulturell bestimmt wird? Nicht per Gewalt, sondern weil andere Europäer freiwillig die deutsche Kultur zur ihrer primären Kultur erheben? Ähnlich wie die USA?
Der andere Weg, selbst dunkelhaarige Eruropäer abzulehnen, weil sie auch nicht ins Stadtbild passen defacto, wird doch eher zwangsläufig wieder in einem Weg des ethno-kulturellen Kampfes innerhalb Europas führen.
Des Weiteren haben damals die Nazis blonde Slawen abgelehnt, vertrieben, ermordet.dunkle Bosniaken waren wiederum sogar in der SS. Das zeigt doch wie willkürlich eine reine "ethnische Brille" häufig ist.
 

Majestyk

10. Februar 2026 19:12

@ Valjean72:
Danke. Wir zwei sind uns zwar nicht immer einig, aber Sie behalten das Wesentliche im Blick. Das ist eine Basis.
@ RMH:
Nein, ich bin kein Parteimitglied. Ich gehöre seit meiner Volljährigkeit keiner Konfession mehr an, nie einer Partei und vor allem nie einer Gewerkschaft. Das Thema Verbot könnte man auch ernst nehmen ohne Kontaktschuldvorwürfen nachzugeben. 
Ich habe aber auch nicht gesagt, daß ich der AfD etwas vorschreibe oder vorhalte, nur folge ich der AfD nicht überall hin. Ich brauche weder eine blaue SPD, noch eine CDU oder eine FDP reloaded. Meine Beobachtungen mache ich aber auch nicht von der Causa Sellner abhängig. Immerhin können sich Mitglieder immer noch mit Sellber treffen, nur nicht bei offiziellen Veranstaltungen.
@ heinrichbrueck:
Ich habe meine Ansicht zum System Epstein schon geäußert. Zudem halte ich das System, falls Werkzeug bzw. eine Art Waffe, für eine Waffe gegen den Westen à la Sunzi und nicht für ein Symbol des Westens. Dekadente, korrupte Menschen sind natürlich auch für böse Saat empfänglich.
"Die gesamte "westliche Zivilisation" ist so gut wie tot. "
Aber nur, wenn man sich von der westlichen Ideenwelt generell abwendet. Ich erachte Wertezerstörung, genau wie Familienzerstörung, Deindustrialisierung oder Islamisierung für linke Projekte. Es gilt die Macht der Linken zu brechen und denen die Spielzeuge wegzunehmen. Wird nicht alles korrigieren, aber einen Kurswechsel ermöglichen.

Valjean72

10. Februar 2026 19:20

Ich höre gerade das Kontrafunk-Interview mit Martin Sellner und bin kurz vorm Ende.
 
Einem jeden, der es gut mit "unserer Sache" meint, kann des Gebahren des AFD-Bundesvorstandes in Bezug auf Martin Sellner nur lächerlich und beschämend vorkommen ...

Ulrike

10. Februar 2026 19:24

Zum Thema „Distanzierung“ schreibt Michael Klonovsky in seiner Acta Diurna von 2014: „... es gilt hier die Vortrittsregel Odo Marquards: „Legitimieren Sie sich!“ – „Bitte nach Ihnen!“ Nur der brave nachkriegsdeutsche Poilitfunktionär distanziert sich auf Kommando von wem auch immer.“ Was die Bundes-AfD hier mit der „Lex Sellner“ für einen Blödsinn verzapft, versteht sie in ein paar Jahren hoffentlich selber nicht mehr.
Die Brandenbuger AfD geht vernünftiger an die ganze Sache ran: AfD-Fraktionschef Berndt stellte sich erneut hinter Sellner: „Ich bestreite, dass dieses Konzept verfassungswidrig ist.“ Er bekräftigte seinen Aufruf an Innenminister René Wilke, mit Sellner über dessen Konzept zu diskutieren. „Das könnten wir auch gerne hier organisieren im Landtag Brandenburg.“

Rabenkaiser

10. Februar 2026 19:47

Vielleicht wird es ja mal Zeit, dass nicht mehr zugesehen wird, wie die linke Presse den AfD-Vertretern die Remigration madig quatscht, direkt und indirekt Mäßigung und Distanzierung vom Konzept und von der Person MS selbst provoziert (und dies sogar erhält!!), sondern dass nun die mittlerweile gewachsene alternative rechte Presse den AfD-Politikern kritischer auf den Sack geht, sie also konfrontiert, indem ernsthaft hinterfragt wird, inwiefern das Konzept Sellners etwa nicht zum Partei-/Wählerwillen passen würde. ... Will man bspw. etwa die illegalen Einreisen samt Passvergaben seit 2015 nun doch einfach hinnehmen? Falls nicht, dann sind wir doch schon bei millionenfacher Remigration (und nicht nur bei den am Sonntag von Chrupalla bei Miosga genannten 200.000..).
Druck von Rechts auf Rechts statt zuzusehen wie sich Rechts dem Druck von Links in Teilen fügt.. — Kein Sellner ist illegal!

Hannah

10. Februar 2026 19:51

Kennt jemand hier Konstantin Kisin? Britischer Blogger (mit russischem Migrationshintergrund "Triggernometry"). Der schlägt zum Thema Remigration vor: KEINE staatlichen Leistungen für illegale Migranten, abgelehnte Asylbewerber, Menschen, deren Schutzstatus abgelaufen ist. Würde geradezu eine Auto-Remigration auslösen.
Einwände mit Hinweis auf das BVerfG werden, wenn es hart auf hart kommt, gegenstandslos: Not kennt kein Gebot.

RWDS

10. Februar 2026 20:04

Der Partei kann man (fast) keinen Vorwurf machen, aber wann immer man von solchen Anbiderungen ans System liest, wird man umso erzürnter darüber, dass man der AfD immer noch die Label rechtsextrem oder sogar nazistisch und faschistisch anhängt.
Jeder Schulhof im Osten, ist radikaler als die Partei. Das sollten sich auch die U-Boote (und solche die es sein könnten) in der AfD hinter die Ohren schreiben.
"Rechts von der AfD darf es keine andere Partei geben."

Dietrichs Bern

10. Februar 2026 21:04

Für eine wie auch immer geartete Remigration, wäre zunächst überhaupt einmal politische Gestaltungsmacht erforderlich. Wie die überhaupt erreicht werden soll, wenn man sich öffentlich über Einzelpersonen zerstreitet (da haben wir über Nepotismus und Spezlnwirtschaft noch gar nicht gesprochen) bleibt mir verborgen. Vielleicht die Forderung von @RMH, sich nicht so wichtig zu nehmen gerade auch für einen Martin Sellner erstrebenswert.

MarkusMagnus

10. Februar 2026 21:06

Je mehr die BRD am Rad dreht, umso besser.
Wenn rauskommt (und das wird es) das die Änderung des Staatsbürgerrecht durch vom Ausland erpressbare Pädokriminelle durchgedrückt und geduldet wurde, ist hier eh Feierabend. Dann ist alles was das betrifft null und nichtig.
Die meisten deutschen Opfer von Epstein und Co. leben nur leider nicht mehr...

Laurenz

10. Februar 2026 21:08

@Le Chasseur & die AfD-Basher In den USA ist es nicht anders als hier. Es sind ja nicht die Reichen & die Wohlhabenden, die in der Regel von kriminellen Invasoren betroffen sind. Es geht vordergründig um das Sicherheitsbedürfnis von Trumps Wählern. Sie denken alle nur bis zum Tellerrand. Das, was MS fordert, zB Remigration, wird in 10 oder 15 Jahren Mainstream sein. Mit einer AfD an der Macht, wird nicht, wie aktuell in den USA, die Antifa dagegen halten, sondern die Union wird mehr Remigration fordern, als man staatspolitisch leisten kann. Die Erkenntnis, daß man mit Internetzensur keine No-Go-Areas verhindern kann, muß erstmal sacken.

RMH

10. Februar 2026 21:34

"nur folge ich der AfD nicht überall hin." @Majestyk, zum einen verlangt das keiner & zum anderen wäre das auch nicht normal. Keiner wird für sich mit irgendeinem Parteiprogramm 100% Deckung erzielen. Wählen war & ist schon immer ein Kompromiss gewesen. Ich für meinen Teil darf schon bedeutend länger wählen, als es die AfD gibt & SPD & Grüne habe ich zumindest noch nie gewählt. Bei der kommenden Kommunalwahl wird in meiner Gemeinde sogar die CSU mal wieder die "rechteste" Partei sein, weil kein anderer außer FW, SPD, Grünen & Linken sonst noch antritt. Geh ich deshalb nicht zur Wahl oder enthalte mich? Vermutlich nicht, aber ich werde es mir diesesmal überlegen. Und so ist auch die "causa Sellner" für mich kein Aufreger, da ich MS für gar nicht von der AfD abhängig sehe oder ihn durch dieses "Beschlüsschen" irgendwie in seiner Entfaltung behindert sehe (anders als durch Debanking etc.). Es gibt auch auf der Rechten die stete Neigung manche Thema unnötig zu dramatisieren. Die echten Dramen liegen ganz woanders.
Anderes Thema: Ich finde, Chrupalla hat sich sowohl beim BR Stammtisch als auch bei C.M. aus meiner Sicht ganz gut geschlagen (beim BR noch besser, als bei der ARD). Man merkt, der Mann will noch.

Gracchus

10. Februar 2026 21:53

@Karl Otto, Marcus AC Severus
Zunächst mal habe ich mich für den ethnisch-kulturellen Volksbegriff in deskriptiver, nicht in präskriptiver Hinsicht verwandt - wie ein Ethnologe. Mir ist die ethnische Herkunft normalerweise wurscht. Auch ein Asiate oder Afrikaner kann Deutscher werden - so ähnlich wie bei einer Adoption. Ich denke, normalerweise wollen Migranten, die hierher kommen, einfach dazugehören. Man muss dafür gewisse Anpassungsleistungen vollbringen, aber man kann auch dazugehören, ohne seine bisherige Identität komplett aufzugeben, was ohnehin nicht möglich ist. Das sind Dinge, die sich nicht haarscharf definieren lassen, und ob man jemanden, der sich hier eingelebt hat, dann als Deutschen bezeichnet oder nicht, erscheint mir nachrangig. 

Martha

10. Februar 2026 22:24

Wie stark ist das Potential hinter Martin Sellner? Auf jeden Fall größer als jenes aus den 4000 Abonnenten der Sezession und denen aus den 20.000 Buchkäufern. Vergessen wir nicht die ihm wohlgesonnen Printmedien und Organisationen im insgesamt hohen fünfstelligen Bereich. Hinzu kommen vor allem auch die Youtuber. Das dürfte ein sechsstelliges Potential sein. Also: Man braucht sich nicht vor jenen in der AfD, die ihm nicht wohlgesonnen sind, wegducken, sondern sollte selbstbewußter auftreten. 

Majestyk

11. Februar 2026 01:11

@ Karl Otto:
Nehmen wir mal an Sie sehen auf der Straße zwei Männer, der eine sieht aus wie ein Japaner, der andere ist ein Weißer oder Schwarzer. Dann hören Sie, wie die zwei miteinander Japanisch sprechen. Denken Sie dann, "aha, zwei Japaner" oder denken Sie, "der Weiße oder Schwarze spricht aber gut japanisch"?
Deutsch zu sein ist ja kein wert an sich. Es gibt Türken, die sind anständiger als viele Deutsche. Das ist keine Frage der Wertigkeit. Aber egal, ob ich die Sprache lerne oder die Kultur wertschätze, mir fehlt etwas. Ich kenne die Geschichte meiner Familie, die meines Geburtsortes, meiner Region ich weiß, wo meine Großeltern lebten, teilweise sogar meine Urgroßeltern. Da ist ein Band, das zieht sich durch Generationen. Empfindet man oder eben nicht. 

Majestyk

11. Februar 2026 01:34

@ Marcus AC Severus:
Warum leben in der Slowakei dann rund 85 % Slowaken und rund 8 % Ungarn, was sich schon historisch erklärt? Sie bemerken die prozentualen Anteile? Warum werden die Slowaken in deren Verfassung als Staatsvolk bezeichnet? Was stört Sie an Deutschen, daß ich als Deutscher genötigt werden soll, mein Land mit halb Europa oder der hallen Welt zu teilen? Was ist so unerträglich an den Heimatländern? Und hier ist kaum einer, der überhaupt noch die Gastarbeiternachfahren erwähnt.
Seit 2013 kamen 15 Mio Menschen nach Deutschland, brutto versteht sich. Wenn ich die Zahlen seit 1991 nenne, bekommt das Kommentariat einen Schock. Mit angeblichen Kosten von 28 Mrd. nur für 2024. Was ist daran normal? Egal was politisch korrekt ist, ich nenne das Invasion und Landraub und ich weigere mich, mich wegen meiner Abneigung gegen diese Überfremdung zu rechtfertigen. Wenn Sie oder andere in einer Mischkultur leben wollen, ist das Ihre Sache, ich will das nicht. Wie soll unter den Umständen gelebte deutsche Kultur noch möglich sein? Wie Amerikaner leben ist mir schnurz. Das ist als Argument irrelevant. Hier wird mittels Einschleusung ein Volk zersetzt, ermöglicht durch Kriminalisierung von Kritikern und Gehirnwäsche durch Medienpropaganda. Den meisten Einheimischen sind nicht einmal die konkreten Zahlen bekannt. Das ist keine "Zuwanderung", das ist eine schleichende Übernahme und je mehr ich nachdenke, desto wütender werde ich, auch wegen der relativierenden Kommentare hier.

Majestyk

11. Februar 2026 02:04

@ Laurenz:
"Das, was MS fordert, zB Remigration, wird in 10 oder 15 Jahren Mainstream sein."
Möglich, aber bedeutungslos. In 10 - 15 Jahren sind 10 - 15 Mio Deutsche aus Altersgründen weggestorben, mindestens 2 Mio weitere fähige Deutsche abgewandert, vermutlich noch mehr von den brauchbaren, integrierten Ausländern und vermutlich fast 10 Mio. weitere Fremde eingewandert und mindestens 10 Mio. Fremde eingebürgert. BW und die Polizei werden dann mehrheitlich auch von Fremden dominiert. Die einzig mehrheitlich deutsche Altersgruppe ist dann meine und die befindet sich dann im Rentenalter.
Eigentlich ist der Kippzeitpunkt eh schon überschritten. Auf ein Ereignis in 10 - 15 Jahren zu hoffen ist illusorisch, dann ist der Kahn längst abgesoffen. Der Versuch einer Wende kommt vor 2030 oder gar nicht mehr. 
Die ganzen Migrationsappeaser hier sollten sich mal klar machen, wie sehr sich dieses Land verändern wird. Alles was bisher geschah ist dann die gute alte Zeit. 

RMH

11. Februar 2026 08:43

Ich finde es regelmäßig etwas seltsam, wenn an eine Partei Forderungen nach Unterstützung, "Solidaridät" mit diesem oder jenem herangetragen werden und natürlich der Vorwurf seit Stunde 1 der Parteigründung anklagend vorgebracht wird, "Distanzeritis". Das ist eine vergleichbare Haltung wie, "der Staat hat, der Staat soll, der Staat muss doch ..." während man selber seine Hände in der Hosentasche oder nur an der Tastatur hat. Während es beim Staat ein Stück weit nachvollziehbar ist, weil man diesem nur durch Flucht entkommen kann, sollte man mit Forderungen an eine Partei immer etwas zurückhaltender sein oder Mitglied werden und die Ochsentour machen, bis man dann am Ende irgendwann ein bisschen "fordern" darf aber auch bei Parteien werden lieber Zupackende als Fordernde gesucht.
Wer Martin Sellner konkret unterstützen will, kauft am besten eines seiner Bücher. Im Antaios Shop sind 3 Titel lieferbar, bei denen er alleiniger Autor ist und 2, bei denen er Mitautor war oder er spendet oder er besucht einen Vortrag oder er nimmt an einer Aktion teil oder, oder, oder. Aber für alles die Partei zu bemühen ...
PS: Warum ist M.Sellner eigentlich nicht bei den "Antaios Autoren" gelistet? Kein dauerhafter Autor?

RMH

11. Februar 2026 08:53

"Die ganzen Migrationsappeaser hier sollten sich mal klar machen, wie sehr sich dieses Land verändern wird."
@Majestyk, ich springe ihnen hier bei und ergänze: wie sehr sich dieses Land bereits verändert hat!
Deutsch ist Deutschland nur noch auf dem Land, selbst die Städte in Mitteldeutschland kippen, die im Ausgangsdeutschland sind es bereits. Da hilft nur noch kompletter Zuzugsstopp, Bestandsaufnahme, wer alles da ist (ich vermute nämlich, bereits hier ist ein enormer Kontrollverlust eingetreten, so richtig weiß keiner mehr bei unserem allmigthy Staat, wer alles da ist. Überwachung, Kontrolle, Vollzug etc. funktioniert offenbar nur bei Deutschen) und alle, die hier ohnehin nur der staatlichen Leistungen wegen sind und noch nicht eingebürgert wurden, bekommen als allererstes ein höfliches Angebot. 

Laurenz

11. Februar 2026 09:49

@Majestyk @L. ... Remigrations-Mainstream bedeutungslos ... mag sein oder nicht sein. Die Frage stellt sich aber so gar nicht oder wird sich so nicht stellen. Hier dazu der Alt- & Salon-Linke Reinhard Mohr. https://www.achgut.com/artikel/sozialstaat_im_bunker_der_besitzstandswahrer Es dauert keine 10 Jahre mehr, bis Deutschland nicht mehr an der Milei-isierung des Sozialstaats vorbeikommen wird. Selbst in den restlichen 2020ern wird der Sozialstaat schon zu einem nicht mehr von Links lösbarem oder vertagbarem  Problem werden.

Dietrichs Bern

11. Februar 2026 10:08

@Majestyk: Sie beschreiben gerade in Ihren beiden letzten Beiträgen ganz gut, was Migration für Deutschland bedeutet, aber ich sehe nicht - auch die AFD nicht und auch Sellner ncht- wer das zum Einen einmal sachlich versucht auszubreiten und in die Öffentlichkeit zu tragen und zum Anderen tragfähige Lösungskonzepte vorzuschlagen. Mit Schlagworten um sich zu werfen und dann im Nirwana zu verschwinden konnte bereits Petry, Meuthen ubd und Krah gut.

Karl

11. Februar 2026 11:21

Es gibt Türkischstämmige, Araber und Schwarze, die mir näher stehen als deutsche linksgrüne „Gutmenschen“. Auch in den sozialen Medien engagieren sich solche Einwanderer für unser Land. Und die „Gutmenschen“ zerstören es. Auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Es liegen Welten zwischen ihnen und mir. Sie sind für mich die eigentlich Fremden. Es ist von (mindestens) zwei Kulturen unter „Deutschen“ auszugehen (Parallelgesellschaften unberücksichtigt gelassen). Und einer Masse von Dummköpfen, die „…den Propagandatrichter im Hirn nicht mehr als Fremdkörper empfinden“ (Anton Böhm).

Majestyk

11. Februar 2026 12:15

@ Laurenz:
"Es dauert keine 10 Jahre mehr, bis Deutschland nicht mehr an der Milei-isierung des Sozialstaats vorbeikommen wird."
Und warum sperren sich dann so viele gegen das, was ich oft schreibe? Dabei will ich nicht einmal Sozialversicherungen abschaffen, sondern nur staatlicher Kontrolle entziehen. Gerade jetzt, wo der Staatsapparat linke Schlagseite hat und man eben nicht einfach Sozialleistungen nur an Staatsbürger ausgeben darf, kommt man an die Reduzierung des Apparats nicht herum. Sollte die AfD in naher Zukunft in der Regierungsverantwortung sein, hat sie es ja nicht unbedingt mit einer ihr wohlgesonnen Beamtenschaft zu tun. Die Gerichte sind ohnehin ab den höheren Ebenen fest in der Hand der Gegnerschaft und werden, wie auch jetzt in den USA alles tun, um die Politik der AfD zu sabotieren. Die Rechte sollte endlich ihre Pläne vom Sozialpatriotismus auf den Tag verschieben, an dem dieser Staat für ein solches Konzept tauglich ist. Für den Moment ist das doch Zukunftsmusik. Bezüglich Wehrpflicht sagen viele ja auch, prinzipiell ja, nur nicht jetzt. Im jetzt sollte man sich mal mit den Ideen befassen, die von der libertären Brühe vorgeschlagen werden. Sellners Ideen sind gut, Kralls Ideen könnten aber die Basis dafür liefern, daß Sellner seine Ideen überhaupt erst offen vortragen und man diese umsetzen kann. Man muß ja nicht alles übernehmen, aber zumindest mal offen solche Ideen debattieren.

Majestyk

11. Februar 2026 12:18

@ Dietrichs Bern:
Habe auch keine Patentlösung für alles, bin aber überzeugt, sobald das Weltsozialamt Deutschland geschlossen wird ist der Anfang gemacht. Steuersenkungen z.B. entlasten nicht nur die Bürger, sie reduzieren auch Möglichkeiten einer Regierung mit dem Geld schädlichen Unsinn zu treiben. Der Apparat muß sich dann automatisch verkleinern. Dafür muß natürlich entweder die AfD regieren oder es muß ihr gelingen die Union (bzw. was noch von ihr übrig sein wird) in die Richtung zu treiben, wo man diese haben will. 
Natürlich wird das hart, werden viele unter die Räder kommen, ich vielleicht auch. Hart wird es aber eh werden. Besser kontrolliert als Chaos. Und ich erwarte wirklich nicht, daß es so wird, wie es hätte sein können, wenn die Linken nicht systematisch versucht hätten Land und Kultur zu zerstören. Aber Deutschland kann ganz sicher wieder lebbarer werden. Damit wäre schon einiges erreicht.

dojon86

11. Februar 2026 12:21

@Marcus AC Severus, @Majestyk Der Streit zwischen Anhängern eines ethnischen und eines kulturellen Volksbegriffes angesichts der konkreten Machtlosigkeit der rechten Opposition nicht nur in Deutschland sondern in ganz Westeuropa mutet skurril und typisch deutsch an. Die Franzosen haben dafür eine spezielle Bezeichnung. "querelles allemande". Das könnte man am besten auf Deutsch übersetzen mit dem Ausdruck, "streiten um des Kaisers Bart". Für mich sind beide Konzepte wertvoll aber fluid. Weder könnte ich präzis sagen, wo der Deutsche im kulturellen Sinn aufhört, noch wo er im ethnischen Sinn aufhört. Im übrigen lehne ich den Ausdruck "Migrationsappeaser" von Seiten der ethnisch völkisch orientierten Rechten ab. Ihnen sei ins Stammbuch der Satz von Bismarck geschrieben: "Politik ist die Kunst des Möglichen". Einesteils zuzugeben, dass der demographische Karren im Dreck steckt, und andererseits aber am ethnischen (letztlich rassischen) Volksbegriff festzuhalten ist schon eine ganz spezielle Form der Realitätsblindheit.

MarkusMagnus

11. Februar 2026 12:21

Wäre es eventuell möglich das die AFD oder ihr Vorfeld eine Organisation ins Leben ruft, bei der sich Leute melden können die etwas über Verwicklungen von Leuten wie Epstein in Deutschland wissen, sich aber bisher nicht getraut haben? 
Ich denke davon gibt es Einige, auch und gerade Polizisten. 
Ich finde Herr Höcke sollte das tun. Ich vertraue ihm. Oder die Organisation "1%".
Bevor die Leute Autounfälle haben oder Selbstmord begehen. Die Sache bekommen sie nicht mehr gedeckelt.
Ich bin mir ziemlich sicher das auch diese ganze Masseneinwanderung auf Erpressung beruht. Für die Opfer dieser Leute ist es besonders belastend, daß Verbrechen an Ihnen verübt wurden die zu weiteren Verbrechen an unschuldigen deutschen Frauen und Kindern geführt haben, wie Mia aus Kandel oder Maria aus Freiburg. Irgendwann werden diese Leute oder Angehörige sonst eventuell Selbstjustiz üben.
 

Majestyk

11. Februar 2026 12:28

@ Karl 11. Februar 2026 11:21:
Das Gefühl kann ich verstehen, teile ich selber oft innerlich. Aber wenn man Kinder hätte, die auf die schiefe Bahn geraten, Drogen nehmen oder woke werden, gehören die dann auch nicht mehr zur Familie? 
Es ist ja nicht so, daß Sie Ihr Umfeld wirklich hochrechnen können. 
Hardcorelinke gibt es gar nicht so viele, höchstens 20 Prozent. Die meisten sind Opportunisten, wie in den 1930ern oder im System DDR. Die werden auch wieder umlernen und dann behaupten immer schon im Widerstand gewesen zu sein. 
Man darf die Macht der Medien nicht unterschätzen. Was die betreiben ist sowas Ähnliches wie Drogen für Augen und Ohren. Die meisten Deutschen brauchen diesbezüglich eine Entziehungskur. 
Glaubt man Medienberichten zeigen Smartphone-Einschränkungen in Australien für U 16 bereits Wirkung im Verhalten. Eine Radikaldiät für den ÖRR durch Wegfall der Zwangsgebühren würde auch Wunder bewirken, ebenso ein Ende aller staatlichen Subventionen für Printmedien. Wenn man das geistige Input verändert, dürfte dies bereits Verhaltensveränderungen bewirken. Der Mensch ist in seinem Denken oft leider nicht so mündig, wie er selber glaubt, siehe auch Konsumverhalten durch Werbung.
Mit Menschen, die so konditioniert werden, daß sie gegen eigene langfristige Interessen entscheiden kann man keine Demokratie betreiben. Das ist ja so, als würde man Leute abstimmen lassen, die unter Hypnose stehen. So erreicht der Hypnotiseur immer sein Ziel.

Majestyk

11. Februar 2026 12:43

@ RMH:
Was ist an Kritik so schlimm? 
Der Fan beim Fußball steht auch nicht auf dem Platz, trotzdem muß der Verein auch die Fans ernst nehmen, die geben ihm ja erst die Basis. 
Wenn ich mich kritisch artikuliere, dann doch auch deshalb, weil in Summe mit anderen kritischen Stimmen dies die AfD irgendwie erreicht. Dort lesen ja auch einige im Netz. Als mündiger Wähler muß ich doch nicht passiv sein. Und wenn die AfD klug ist, dann nimmt sie auch Kritik aus der Wählerschaft ernst und nicht nur den Applaus.
Ist ja nicht so, als wäre das Programm der AfD so komplett neu. Nur haben die Etablierten Kritik aus der Wählerschaft eben jahrzehntelang nicht ernst genommen, bzw. komplett ignoriert. Genau das ist falsch. Wer Politik fürs Volk machen will, muß auch fähig sein sich anzuhören, was das Volk so denkt. Kritik ist doch nicht per se Abwertung, sondern kann auch Ansporn sein sich zu verbessern. Sie sehen das m.E. viel zu streng. Wir zwei kritisieren uns doch auch und dann wieder stimmen wir einander zu. Man sollte Kritik, so der Ton vernünftig ist und nicht destruktiv nicht zu persönlich nehmen.

Der mit dem Wolf tanzt

11. Februar 2026 13:08

Hybride Kriegsführung: Einhegung von Außen und Zersetzung von Innen, immer unter tatkräftiger Mithilfe des Opfers. Der AfD fällt ihr bürgerlicher Duktus immer wieder auf die Füße: Geistige Bräsigkeit, Mangel an Idealismus, Gefallsucht dem Feind gegenüber, im irrigen Glauben, dadurch mittelfristig diskursfähig/koalitionsfähig zu werden. 
In der Haltung des Bundesvorstands sehe ich kein Taktieren, sondern nur Feigheit, im Geiste der Besitztumswahrung. Wer sich (zurecht) über Ausgrenzung beklagt, sollte keine Distanzeritis gegenüber dem eigenen politischen Vorfeld betreiben! 
Wer nach den Regeln des Feindes spielt hat bereits verloren!
Gäbe es nicht die Landesverbände  wie in Brandenburg oder Thüringen, wäre die AfD längst Geschichte. Die Unversöhnlichkeit gegenüber dem Feind ist der Treibstoff für einen gesellschafts-politischen Neuanfang, einen patriotischen "Great Reset". Die FPÖ zeigt wie das geht.
Diese Spannung auf dem Wege dorthin muß ausgehalten werden, gerade gegenüber den Ex-CDUlern innerhalb der Partei. 
Ohne männliche Tugenden, wie Standhaftigkeit gegenüber dem Gewissen, Treue zum Ideal, auch UNGEHORSAM (gegenüber antidemokratischen Diktaten in den eigenen Kreisen), kann es keine Rettung geben. 
Sellner ist zu loben für seine kompromisslose Vorbildfunktion!
 

Laurenz

11. Februar 2026 13:45

@Karl ... "Türkischstämmige, Araber & Schwarze, die mir näher stehen als deutsche linksgrüne „Gutmenschen“. ... Diese grünen & woken Deutschen gab es schon immer, die gehören zu unserer Volks-DNA, ein gewisser Irrsinn. Bei der Arminius-Geschichte ist es Flavus, der jüngere Bruder, der den politischen Sozi & den Büttel der Fremdherrschaft macht. Wissen Sie, Karl, Ihre persönliche Argumentation spielt aber politisch keine Rolle, denn Sie können ja Ihre exotischen Vorlieben, auch in der Türkei, Arabien oder Schwarzafrika ausleben, oder? Jeder hat hier seinen netten Quoten-Türken, das sind dann 60 Mio. Türken in Deutschland.

heinrichbrueck

11. Februar 2026 15:15

Thema Realitätsblindheit (und Logos): Es wird also verlangt, weiterzulügen wie immer – seit wann? Ich sehe eine Katze, mir aber wird gesagt, es sei ein Hund. Ist aber auch wurscht; schließlich kann der Hund auch eine Katze werden – so ähnlich, wie ein Deutscher sagt, der Logos sei ein Deutscher. Stellt man sich so oder so ähnlich die Demokratie vor?

Karl

11. Februar 2026 15:23

@Majestyk 11. Februar 2026 12:28
„… wenn man Kinder hätte, die auf die schiefe Bahn geraten, Drogen nehmen oder woke werden, gehören die dann auch nicht mehr zur Familie?“
Dazu ein Beispiel, das wohl für Viele steht: 
https://t.me/oliverflesch/18032
„Wenn man das geistige Input verändert, dürfte dies bereits Verhaltensveränderungen bewirken. …" 
Schön wär´s. Zwischen Einstellung und Verhalten liegen Welten. 
„Mit Menschen, die so konditioniert werden, daß sie gegen eigene langfristige Interessen entscheiden kann man keine Demokratie betreiben.“ 
<<Unsere Demokratie>> schon…
„Das ist ja so, als würde man Leute abstimmen lassen, die unter Hypnose stehen. …“
Genau das geschieht ja!

Karl

11. Februar 2026 15:41

@Laurenz 11. Februar 2026 13:45
Wissen Sie, Laurenz: spielt eine kulturell gespaltene Gesellschaft politisch keine Rolle? Wenn hiesige Antideutsche das Land zerstören und selbst Einwanderer helfen, sich dagegenzustemmen: ist das politisch irrelevant? Ist es eigentlich eine ihrer Vorlieben, sich etwas unangemessen gegenüber Ihnen nicht genehme Äußerungen herzumachen? Das muss doch nicht sein. Ich würde mir wünschen, dass Sie etwas freundlicher werden. Ihre Gedanken sind doch immer eine Bereicherung. 

Maiordomus

11. Februar 2026 15:49

@Martha. Das mit 4000 Abonnenten des gedruckten Heftes Sezession würde ich nicht unterschätzen, so diejenigen, die das Heft genau lesen einschliesslich Buchbesprechungen. Darunter solche, welche die Texte schon seit Jahrzehnten studieren, in meinem und anderen Fällen schon das Vorgängerheft Criticon. Das sind nun mal diejenigen, welche die deutsche Rechte seit ihren Ursprüngen kennen, gelegentlich solche, die früher mal als "belastet" galten, unter denen es unterschiedliche Intelligenzen gab und gibt. Wichtiger als sog. Unbelehrbare sind zumal solche, welche Schwächen und Kinderkrankheiten der Rechten kennen und ausserdem die theoretischen und geistesgeschichtlichen Hintergründe. Nicht unterschätzen Jünger-, Mohler- und Carl-Schmitt-Kenner, sofern es nicht unkritische Rezeption bedeutet. Nicht diejenigen unterschätzen, die theologisch denken können, ohne naive Gläubige zu sein und zumal die illusionslosen Rechtsliberalen. Es muss auch solche geben, die sich im osteuropäischen und russischen Geistesleben auskennen, einschliesslich Sprachkenntnisse, wie unser vor Jahresfrist verstorbene Kollege J. dessen Beiträge vermisst werden. Hatte mehr Hintergrundwissen als zB. MS. HM, nicht mein Freund, hat leider auch zu viel Wissen mit ins Grab genommen. 

Laurenz

11. Februar 2026 17:17

@Karl @L. ... Sie nehmen meinen Kommentar viel zu persönlich. Versuche nur, meine Kommentare auf das wesentliche zu reduzieren, so gut es geht. Muß ja nicht kurz & knackig schreiben können, wie GK, aber probieren kann ich es. Der Punkt ist recht simpel, Karl. Nur ganz wenige Migranten haben Ihre Identität weitestgehend abgelegt, weil sie so sein wollen, wie wir sind, zB Akif Pirinçci oder Ahmet Refii Dener von der Achse. Wenn wir da auf 1% aller Migranten kommen, können wir uns von & zu schreiben. Der natürliche Unterschied ist, wir können uns unsere eigenen Leute nicht aussuchen, Fremde schon, zumindest in einem idealen Staat. Die Wahnsinnigen haben alle Europäer. Das kommt nicht von ungefähr. Seit der Christianisierung, zwischen 500 - 800 nach 0., heiratete der Adel nur noch unter sich, & zwar über 1.000 Jahre, sagen wir an die 40 Generationen. Wenn jeder nur noch seine Cousine heiratet, wird man immer woker. Das wird auch nicht viel besser, wenn man nach 500 Jahren Degeneration die Küchenmagd schwängert. Wilhelm II wechselte 4x am Tag seine Karnevalsuniform, was das Ausmaß des vertunteten Wahnsinns an einer Banalität zeigt. Das bieb in ganz Europa hängen, sehen Sie hier, Interview short von eingollan  https://www.youtube.com/shorts/tHcTycjSTKY?feature=share Das wird auch mit einer fremden Zumischung eher noch schlimmer, weil bei den Moslems auch schon die Normalos gerne die Cousine heiraten & das auch seit über 1.000 Jahren.

Laurenz

11. Februar 2026 17:20

Falls es wen interessiert, hier ein neues Podcast-Interview mit Martin Sellner vom Kontrafunk. https://youtu.be/x0eAZLY4Ynw

Majestyk

11. Februar 2026 17:26

@ dojon86:
"Der Streit zwischen Anhängern eines ethnischen und eines kulturellen Volksbegriffes angesichts der konkreten Machtlosigkeit der rechten Opposition nicht nur in Deutschland sondern in ganz Westeuropa mutet skurril und typisch deutsch an."
Die Durchsetzungsfähigkeit ist doch eine andere Frage. Aber die Diskussion selber ähnelt der Diskussion um Geschlechter. Die einen sagen, es ist eine soziale Konstruktion, andere sagen: Es gibt nur zwei.
Dass der Staat rechtlich keinen Unterschied zwischen Autochthonen und Eingebürgerten machen kann ist logisch. Ich lasse mir aber in einer Diskussion nicht erzählen, Ethnie sei bedeutungslos. Das ist nämlich ziemlich nahe an "eine echte deutsche Ethnie im eigentlichen Sinn gibt es nicht".
Warum fragen Sie und andere Verfechter des "Ethnie ist wurscht" sich nicht einmal woher das bei Ihnen kommt, warum Sie so geprägt sind und was Sie so schlimm an einem ethnischen Volksbegriff finden. Diese Unfähigkeit sich zur eigenen Art zu bekennen finde ich nämlich sehr skurril. Woher kommt sowas?
Ich werde mich wegen meine Überzeugung garantiert nicht rechtfertigen und erst recht nicht verbiegen lassen, ich hege auch nicht jene deutsche Fremdenliebe. Da bin ich dann nämlich komisch. Ich kann den stolzen Türken mehr respektieren, als Deutsche, die so gar keinen Bezug zur eigenen Herkunft haben. Wo ist denn da eigentlich der Unterschied zu Linken und anywheres?
 

Gracchus

11. Februar 2026 20:10

@Laurenz: Wenn man ihrer Ansicht nach woke wird, wenn man die Cousine heiratet, und wenn ihrer Ansicht nach Moslems das praktizieren, dann müssten die Moslems ja total woke sein. Irgendetwas kann an ihrem Gedankengang nicht so richtig sein.

Gracchus

11. Februar 2026 20:37

@Majestyk: Ich habe gemerkt, dass Sie vor meinen Kommentaren kneifen. Dann sollten Sie mich aber auch nicht halb-zitieren. Wenn ich schrieb, dass mir Ethnie normalerweise wurscht sei, hatte die Aussage einen Kontext. Mir = es muss nicht für Sie - oder den Staat bei seiner Migrationspolitik - so sein. Normalerweise = es gibt auch Ausnahmen. Wurscht = mit wem ich in Kontakt trete, hängt nicht von seiner Ethnie ab.
Dass Ethnie bedeutungslos sei, folgt daraus nicht; weiter unten deutete ich dies ja an. Tatsächlich vermittelt mir aber ethnische Zugehörigkeit nicht zugleich ein Gefühl von Zugehörigkeit. Tatsächlich befremden mich viele meiner ethnisch deutschen Zeitgenossen. 

Gracchus

11. Februar 2026 20:56

Ich bin zwar bei Ihnen, @dojon86, aber Kultur wächst ja aus dem Ethnos hervor. Deshalb würde ich dies nicht trennen. Aber was die gegenwärtig Kultur angeht, sieht es ja auch nicht so rosig aus. Abgesehen davon, dass sich kulturelle Unterschiede entlang der alten Konfessionsgrenzen bemerkbar machen, ist die gegenwärtige Kultur bestimmt von der globalen Kulturindustrie, subventioniertem Trash und ein bisschen subventionierter Klassikpflege. In die Richtung deute ich @Monikas Kommentar: Welche Kultur gilt es zu verteidigen? In welche Kultur sollen sich Migranten integrieren?  

Karl

11. Februar 2026 21:19

@Laurenz
Ich würde die Degenerationserscheinungen nicht monokausal auf Inzuchtvarianten zurückführen. Leider sind die Sozialisationsbedingungen, unter denen wir aufwachsen, mindestens eine genauso bedeutende Determinante. Aus meiner Sicht hat der Kulturmarxismus hier seit Jahrzehnten ganze Arbeit geleistet (s. https://seuse-verlag.de/produkt/benjamin-kaiser-kulturmarxismus/ und Bolton, K.R. Cultural Marxism: Origins, Development and Significance. Journal of Social, Political and Social Studies, 43, 2018). Selbst der Kindergarten ist nicht frei davon, die Schulen und Universitäten sowieso nicht. Und die Medien tun ihr Übriges. So entsteht, wie ich weiter oben schon schrieb, eine Fließbandproduktion von Dummköpfen, die „…den Propagandatrichter im Hirn nicht mehr als Fremdkörper empfinden“.

MarkusMagnus

11. Februar 2026 22:10

"Die einen sagen, es ist eine soziale Konstruktion, andere sagen: Es gibt nur zwei"
@Majestyk
Ja, aber die Einen haben einen totalen Dachschaden und die Anderen nicht.
Man kann es ja mal auf die alternativ-pädagogische Art versuchen es Linken zu erklären:
"Hanf ist eine zweigeschlechtige Pflanze. Der weibliche Hanf knallt, der männliche Hanf nicht.
Es gibt manchmal Zwitter, die entstehen wenn die Pflanze, insbesondere in der Blütezeit, gestresst wird. Es liegt auch in der Genetik ob eine Pflanze zum zwittern neigt oder eher nicht.
So wie beim Menschen auch.
Vielleicht würden sie es so kapieren ;)
 
 
 

dojon86

11. Februar 2026 23:00

@Majestyk Keineswegs wende ich mich so scharf gegen den ethnischen Volksbegriff. Ich sagte, ich könne nicht genau sagen wo das Deutsche aufhört. Wenn ich zum Beispiel von Wien mit dem Auto nach Ankara reise, vermag ich nicht zu sagen, wo genau Europa aufhört. Die letzten Spuren vergehen zwischen Istanbul und Ankara. Genauso ist es mit dem Deutschen. Ich weiß nicht, wo es aufhört. Aber ich vermag, zu sagen, wo es noch stark ist, wo die Substanz geschwächt ist und wo sie nur mehr in Spuren vorhanden ist. Beide Sichtweisen, die ethnische und die kulturelle haben ihre Berechtigung. Wobei ich zugegeben eher zur kulturellen Sichtweise neige. Ein ethnischer Deutscher, der jeansbekleidet und glatzköpfig (diese Mode stammt aus angelsächsischen Slums) die Reichskriegsflagge schwenkt, ist jetzt nicht so meins obwohl der Typus aus kämpferischer Sicht seine Meriten hat. Aber ich wende mich gegen den weitverbreiteten Hang zum Irrationalismus. Und auf nichtethnische Deutsche, als politische Weggefährten der deutschen Rechten zu verzichten, ist Dummheit. Ein ethnisch reines Deutschland hätte Vorzüge gehabt, es gäbe keine Gehaltsdumping bei unteren Lohngruppen, es gäbe erschwingliche Wohnungen, es gäbe keine Flucht in alimentierte akademische Berufe da der Hauptgrund für diese Flucht entfiele, die öffentliche Sicherheit wäre besser, aber da hätte das Volk vor 30 Jahren richtig wählen und auch mindestens 2 Kinder großziehen müssen.

Majestyk

12. Februar 2026 00:17

@ Gracchus:
"In welche Kultur sollen sich Migranten integrieren?"
Vorzugsweise in ihre eigene und zwar bei denen zu Hause.
Es ist aber schon so wie @ Laurenz schreibt:
"Jeder hat hier seinen netten Quoten-Türken, das sind dann 60 Mio. Türken in Deutschland."
Das ist das Problem. 

Laurenz

12. Februar 2026 00:28

@Gracchus & Karl @L ... Sie unterschätzen Beide kolossal, wer man ist. Natürlich hat der Breitengrad auf dem man lebt, erheblichen Einfluß auf die Bildung eines Volkes. Bei uns ist es der Keltische Ursprung, vermengt mit dem der Gemanen aus dem ost-kontinentalen Raum Europas, um es an Namen festzumachen. Schulwissenschaftlich gibt es uns, als Homo sapiens, erst seit 40k Jahren, also ca. 1.400 Generationen. Hellhäutig, also weiß, in Westasien seit 30k Jahren, gepaart mit Blauäugigkeit (Weißrußland) in Europa seit 8k Jahren. Das ist nicht wirklich viel. Explizit wir besitzen zudem 2,5% weibliche Neanderthaler-Gene. Was Sie hier u.a. indirekt als Argument anführen, ist die Christianisierung, was eine Orientalisierung des Denkens implementierte. Karl Marx ist nur die moderne orientalische Version davon. Daran zeigt sich, daß der Europäische Mensch in einer Reizüberflutung seit der Antike, immer weniger mit einer komplexen Beseeltheit, dann Vielgötterei & selbst nur noch mit einem Gott klarkam (-kommt), weil dafür kein Raum mehr bestand (-steht). Aber niemand konnte die verursachende Zivilisation oder auch das degenerierende Geld aufhalten. Das linke Verbot der Ungleichheit (Zitat Outdoor-Illner (, + L.: auch vor Gott)) wirkt eben desaströs, dazu in der Wüste oder am Äquator gepaart mit der üblich hohen Dosis an Heliosis über hunderte Generationen hinweg, was den Unterschied zu Muslimen (Nomaden) & Afrikanern (Sammler) ausmacht.

Laurenz

12. Februar 2026 09:33

@Dojon86 ... Wenn man der Relotious-Märchenagentur ausnahmsweise Glauben schenken will, wurde die Jeans in Genua erfunden. https://www.spiegel.de/geschichte/jeans-wie-die-blaue-baumwollhose-aus-genua-die-welt-eroberte-a-ac105d83-b4d4-4fa2-89c4-b68644f922a3

Gracchus

12. Februar 2026 10:30

@Majestyk: Sie übersehen bei ihrer flapsigen Replik auf meinen Kommentar dessen Hintergrund, dass zu Sellners Remigrationskonzept - und das ist nebenbei der strittigste Punkt, an dem sich die Diskussion um die Verfassungsgemäßheit entzündet - ein Konzept von deutscher Leitkultur und die Erzeugung von Assimilationsdruck auf eingebürgerte Migranten gehören. Also ist die Frage berechtigt, was von deutscher Kultur überhaupt noch übrig ist. 
Das mit den 60 Mio. Quotentürken ist auch eine kabarettistische Einlage Laurenzens.

Laurenz

12. Februar 2026 11:07

@Gracchus @Majestyk ... Kabarettistische Einlage ... mag ja sein. Es ging aber hier nicht um Zahlen, sondern um die Konsequenz im Denken des verehrten Teilnehmers @Karl. Daher ist Ihre Verwässerung der Debatte weder angebracht, noch weiterführend. Das Grungesetz ist eben zu überdenken, wenn die aktuelle juristische Interpretation desselbigen dafür sorgt, daß der Staat Deutschland, als staatspolitische Einheit aufhört zu existieren. Denn bei einer Exekution dieses Staates, wird auch die linke Junta zu Berlin, wie in Brüssel endgültig gecrasht. Die Realität holt Deutschland ein, wie auch die Schweiz & Österreich.

Gracchus

12. Februar 2026 11:22

@Laurenz: Ich weiß leider wieder nicht, was Sie meinen. Das keltische Christentum, soweit es sich rekonstruieren lässt, ist sehr interessant. Die Homogenität, die Sie aufrufen, trägt die Gleichheit im Namen. Was wettern Sie dann dagegen?
Man kann, ja muss auch mit Leuten klar kommen, die anders sind als man selbst. Ich muss ja auch mit ihrem Christenhass klar kommen. Das ist die individuelle Seite.
Die kollektive ist aber eine andere, und da halte ich es für wahnwitzig, Völker zusammen zu würfeln. Die Lüge besteht und bestand schon vor 2015 darin, uns einzureden, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei. 
 
 

MarkusMagnus

12. Februar 2026 11:51

Als ob die Türken in Deutschland hier das Problem wären.
Ich kenne viele Türken die die AFD wählen. 
Mittlerweile werden sie doch auch Opfer von illegalen bzw. polizeibekannten Verbrechern. Wie der Schaffner neulich erst.
Ich will Leute wie Chan Jo-Jun aus dem Land haben, nicht aber solche wie Anna Nguyen.
Für die, die nichts mit den Namen anfangen können: Der Eine ist ein deutschenhassender Linksanwalt der die AFD gerne verbieten möchte. Frau Nguyen dagegen ist bei der AFD in Frankfurt.
 
 
 
 

Majestyk

12. Februar 2026 16:25

@ dojon86:
Das Volk hat vor 30 Jahren richtig gewählt, da regierte Helmut Kohl. Die Union hat als Partei aber Mimikry betrieben und mit den Informationsmöglichkeiten von damals war das schwer zu durchschauen.
Gegen eine leicht sinkende Geburtenrate, mit Konsolidierung auf etwas niedrigerem Niveau wäre gar nichts einzuwenden gewesen. Der starke Abfall wurde politisch genauso begünstigt, wie das erwähnte Lohndumping. 2 Mio. Abtreibungen in der DDR, mehr als 1 Mio. in Westdeutschland und 3,5 Mio. seit 1990. Jene Abgetriebenen hätten inzwischen selber Kinder und Enkel. Hinzu kommt der feministisch gelenkte Apparatausbau. Der Rückgang bei Geburten und damit die langfristige Reduzierung der autochthonen Bevölkerung wurde politisch erzeugt. 
Ändert alles nichts an meiner Überzeugung, daß Merkels Goldstücke gehen müssen. Von den Gastarbeitern habe ich nie geschrieben, lasse mir auch nichts unterstellen, akteptiere aber prinzipiell kein "Jetzt sind sie halt da".
Die Deutschtürken wählen übrigens mehrheitlich SPD, gefolgt von Union. Zahlen lügen nicht. Die AfD ist im Osten auch deshalb so stark, weil der Migrationsanteil dort signifikant niedriger ist. In den Flächenländern unter 10 %, dagegen in Berlin fast 41 %.Nehmen wir die westdeutsche Stadt Pirmasens, mit einem unterdurchschschnittlichen Migrationsanteil von 15 %, da kam die AfD bei der letzten BT-Wahl auf 35 %. Ich rechne mehr und fühle weniger. Das ist rational.

Majestyk

12. Februar 2026 16:43

@ Gracchus:
Es war Heiner Geissler, der als Erster um 1990/1991 von Deutschland als einem Einwanderungsland sprach. Er war es auch, der einst formulierte "Wir müssen Lobbyisten für die Ausländer sein, denn heute muss es der Hans nicht länger mit der Grete treiben."
Ihm sprang dann Rita Süssmuth bei, die ab 2000 die Unabhängige Kommission Zuwanderung leitetet. 
2010 wurde die Behauptung Deutschland sei ein Einwanderungsland, dank Christian Wulff präsidial. Wulff übernahm auch von Wolfgang Schäuble die Aussage "Der Islam gehört zu Deutschland."
Geissler, Süssmuth, Schäuble, Wulff, Merkel verbindet was genau?
Im Übrigen gibt es Parallelen zum Ausland. Um 2000 lebten z.B. in GB 58 Mio. Menschen, heute sind es 70 Mio. Wozu? Man füllt ja nicht nur die fehlenden Geburten auf, man mästet die eigenen Länder wie Weihnachtsgänse.

Laurenz

13. Februar 2026 10:25

@Majestyk @Dojon86 ... Das Volk hat vor 30 Jahren richtig gewählt ... Echt jetzt? Helmut Kohl finanzierte den sogenannten Aufbau Ost vornehmlich aus der Kasse der Sozialversicherten, eine Maßnahme, die Gerhard Schröder zwang, Hartz4 einzuführen. Gerade scheindebattiert die Union wieder darüber, die Krankenkosten-Alimentierung der Migranten durch die gesetzlich Versicherten abzuschaffen. Dieses kriminelle Vorgehen, sich politisch-ideologisch an den Versicherten zugunsten Dritter zu bereichern, ist eine der größten Sauereien überhaupt. Interessiert aber das Wahlvolk nicht, weder unter Willy Brandt, Helmut Schmidt oder einem sonstigen Kanzler-Simulanten.

Marcus AC Severus

13. Februar 2026 12:36

@Majestyk Ich gehe da mit dojon86. Das "rasssische" ethnische Argument ist komplex. Nach wie vor ist das Bild vom Deutschen stark verzerrt durch die Mär vom "Arier" des NS. Das Märchen von blau und blauäugig. Ein großer Teil der Deutschen DNA stammt aus der Jamnaja Kultur, Menschen die in der Steppe des nördlichen Kaukasus gelebt haben. Diese waren groß, überwiegend hell und hatten lange Gliedmaßen. Exzellente Reiter. Wenn man aber danach gehen will, ist helle Haut und helles Haar nur ein Aspekt. Der dunkle große Spanier kann viel mehr dieser Gene haben, als der kleine kompakte blonde Bayer. Wenn man schon "rassisch" argumentieren müsste, dann müsste man genetische Analysen heranziehen, das Ergebnis wäre aber ein anderes als die plumpe Fantasie von blond und blauäugig oder die Richtung. (Das mit der Jamnaja Kultur ist erst seit den 90ern erforscht.)
Wenn man aber von einer "Rasse" weggeht, bleibt das Kulturelle. Und Kulturen sind nicht genetisch, sondern anerzogen. Ein Phillip Rösler (damals FDP) zum Beispiel, genetisch wahrscheinlich 0 mit den Deutschen verwandt, ist doch kulturell ohne Zweifel Deutscher. Entweder wir gehen voll ins Genetische, dann aber richtig oder wir bleiben beim Kulturellen, dann aber auch konsequent. Eine Vermischung aus beiden, weder hier noch da konsequent ist sinnlos. Es kann doch nicht sein, dass ein blonder Finne der hier lebt und kaum Deutsch kann dann Deutscher sein/werden kann, der Rösler aber nicht. (Die Realität des heutigen GG mal Außen vor, da zählt nur der rechtliche Status).

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