Restore Britain – eine Eruption

von Wiggo Mann -- Das mediale Attentat auf Nigel Farage, den Chef der Partei „Reform UK“, jährte sich in diesen Tagen. Die Botschaft auf der sozialen Plattform X am 5. Januar 25 lautete: „Farage doesn’t have what it takes“.

Elon Musks Nach­richt an die Bri­ten mar­kier­te viel­leicht den Anfang vom Ende des unge­bro­che­nen Erfolgs der Brexit-Par­tei „Reform UK“.

Im Hin­ter­grund wur­den neue Kraft­schlüs­se ver­han­delt. Die Num­mer 2 in der Füh­rung von „Reform UK“, der stein­rei­che Finanz­pro­fi und Par­la­men­ta­ri­er Rupert Lowe, reagier­te im Janu­ar 2025 zunächst stra­te­gisch sou­ve­rän. Mit der öffent­li­chen Aus­sa­ge „Nigel is the lea­der“ stell­te er sich anfangs hin­ter Fara­ge, ergänz­te aber, sich zukünf­tig aus­schließ­lich um die Inter­es­sen der Bür­ger zu küm­mern. Was zwi­schen den Zei­len bereits den Bruch andeutete.

Zwei Mona­te spä­ter folg­te die Eska­la­ti­on. Lowe und „Reform UK“ trenn­ten sich unter tur­bu­len­ten Vor­wür­fen, Gegen­vor­wür­fen und einer Exit-Sto­ry für Rupert Lowe: Die Kon­struk­ti­on einer neu­en Bewe­gung zur Ret­tung Groß­bri­tan­ni­ens sei eine zwin­gen­de Not­wehr­maß­nah­me gegen die jüngs­te Alt­par­tei „Reform UK“, wel­che immer­hin ein Drit­tel der bri­ti­schen Wäh­ler auf sich ver­eint. Am 30. Juni star­te­te die Abspal­tung „Res­to­re Bri­tain“ als Ver­ein, um den ver­deck­ten Auf­bau sta­bi­ler Struk­tu­ren außer­halb des klas­si­schen Poli­tik­be­triebs im Eil­tem­po voranzutreiben.

Die neue Orga­ni­sa­ti­on „Res­to­re Bri­tain“ nutz­te das zwei­te Halb­jahr 2025, um Tat­kraft zu bewei­sen. Rund 600 000 Pfund wur­den über Crowd­fun­ding für Unter­su­chun­gen zu Ver­ge­wal­ti­gun­gen durch über­wie­gend migran­ti­sche Täter ein­ge­sam­melt. In klu­gen regio­na­len Ver­net­zun­gen wur­den ers­te Man­da­te über­nom­men und Bünd­nis­se mit gut ver­an­ker­ten loka­len Grup­pen geschlossen.

Spä­tes­tens das Inter­view von Rupert Lowe mit dem welt­weit reich­wei­ten­stärks­ten Jour­na­lis­ten Tucker Carlson am 7. Dezem­ber 2025 mach­te deut­lich, dass Gro­ßes bevor­steht. Ein pri­vat abge­si­cher­ter und publi­kums­wirk­sa­mer Mann wie Lowe zieht sei­ne Befrie­di­gung nicht aus halb­ga­ren Dro­hun­gen, son­dern aus der knall­har­ten Umset­zung sei­ner Ideen. Kei­ne acht Wochen spä­ter star­te­te Eng­lands neue rech­te Par­tei „Res­to­re Bri­tain“ am Frei­tag, den 13. Febru­ar. Was wir seit­dem erle­ben, muss sich für das bri­ti­sche Estab­lish­ment tat­säch­lich anfüh­len wie der Hor­ror­film­klas­si­ker mit dem spe­zi­fi­schen Datum.

„Res­to­re Bri­tain“ darf wohl als der erfolg­reichs­te Par­tei­start der jün­ge­ren euro­päi­schen Geschich­te gel­ten. Umfra­gen schät­zen ihr Wäh­ler­po­ten­ti­al bereits zwei­stel­lig. Inner­halb von nur einer Woche hat die Par­tei nach eige­nen Anga­ben über 50.000 Mit­glie­der gewon­nen. Das ist mehr, als die AfD in der ers­ten Deka­de akqui­rie­ren konn­te. Dabei hat das United King­dom nur rund 70 Mil­lio­nen Ein­woh­ner – also weni­ger als die Bundesrepublik.

Rupert Lowe gelang es, die 30%-Partei „Reform UK“ als unzu­ver­läs­si­ge Sys­tem­lin­ge dar­zu­stel­len. Gleich­zei­tig wur­de die im rech­ten Lager typi­sche Distan­ze­ri­tis weit­ge­hend auf­ge­ho­ben, sodass mehr oder min­der seriö­se Orga­ni­sa­tio­nen und Klein­par­tei­en mit der neu­en Bewe­gung ver­schmel­zen kön­nen. Ben Habib von „Advan­ce UK“ hat sei­ne Mit­glie­der dazu auf­ge­ru­fen, dar­über nach­zu­den­ken. Paul Gol­ding von „Bri­tain First“ flir­tet eben­falls mit dem Gedanken.

Im Ergeb­nis könn­te sich unter Rupert Lowe eine neue Par­tei­platt­form ent­wi­ckeln, die inner­halb kür­zes­ter Zeit Rele­vanz im Ren­nen um regio­na­le und natio­na­le Macht gewinnt. Wenn gerüch­te­wei­se noch „Natio­nal­hei­li­ge“ wie der mas­sen­wirk­sam un-woke Auto­jour­na­list, Emmy-Preis­trä­ger und Autor Jere­my Clark­son der Par­tei bei­tre­ten soll­ten, wäre die Schock­star­re des Estab­lish­ments komplett.

Was auf vie­le ver­zwei­fel­te Kämp­fer im euro­päi­schen rech­ten Lager wie ein klei­nes Wun­der wir­ken mag, ist nicht nur durch klu­ge Vor­be­rei­tung und Fleiß hin­ter den Kulis­sen einer ver­äs­tel­ten Demo­kra­tie ent­stan­den, son­dern auch Ergeb­nis prä­zi­ser Mar­ken­füh­rung. Besucht man die Par­tei im Web, wird die zen­tra­le Bot­schaft in knap­pen sechs Zei­len erklärt:

Res­to­re Bri­tain ist eine poli­ti­sche Par­tei für all jene, die glau­ben, dass unser Land durch schwa­che Füh­rung, dys­funk­tio­na­le Insti­tu­tio­nen und eine poli­ti­sche Klas­se aus­ge­höhlt wur­de, die den Men­schen nicht län­ger dient. Wenn Sie an nied­ri­ge Steu­ern, einen schlan­ken Staat, siche­re Gren­zen, natio­na­len Stolz, tra­di­tio­nel­le christ­li­che Wer­te, Mei­nungs­frei­heit und direk­te Demo­kra­tie glau­ben, sind Sie hier genau richtig.

Das sitzt. Das moti­viert (oder erschreckt – je nach Stand­punkt). Das ist aus­rei­chend höf­lich, lässt aber wenig Inter­pre­ta­ti­ons­spiel­raum. Es geht noch dra­ma­ti­scher: Die Par­tei feu­ert im Stun­den­rhyth­mus Bot­schaf­ten in den sozia­len Medi­en, die übli­cher­wei­se Anlass zu poli­zei­li­chen Maß­nah­men gegen den Absen­der geben könnten.

Ille­ga­le Migran­ten? Tschüss. Alle. Kei­ne Aus­re­de. Jeder Mann, jede Frau. Sie wer­den alle remigriert.

Jeder Leh­rer, Medi­zi­ner, jede Auto­ri­täts­per­son, die Kin­der zur Selbst­ver­stüm­me­lung anstif­tet, wür­de unter unse­rer Regie­rung straf­recht­lich ver­folgt. Sie wür­den ins Gefäng­nis kommen.

Wir been­den die schlei­chen­de Isla­mi­fi­zie­rung Großbritanniens.

Halal und kosche­res Schlach­ten wür­de unter unse­rer Regie­rung verboten.

Es gibt Män­ner. Es gibt Frau­en. Män­ner kön­nen nicht Frau­en wer­den und Frau­en nicht Män­ner. Das steht nicht zur Debatte.

Exakt so lau­ten öffent­li­che Bot­schaf­ten der Par­tei. Mal als fröh­li­ches Meme, mal staats­tra­gend gestal­tet und – in eng­li­scher Tra­di­ti­on – hübsch typografiert.

Was unglaub­lich klingt, basiert auf einer Stra­te­gie, die bis­lang in der poli­ti­schen Geschich­te vor allem von lin­ker Sei­te erfolg­reich genutzt wur­de. Die aktu­el­le „Res­to­re Britain“-Propaganda ist eine No-Com­pli­ance-Cam­paign: Der impli­zi­te Auf­ruf zu mas­sen­haf­tem zivi­len Unge­hor­sam. Viel­leicht die radi­kals­te, weil ein­fachs­te Ant­wort auf die Fra­ge, was zu tun sei, um die Frei­l­auf­zo­ne in einer gelenk­ten Demo­kra­tie zu ver­las­sen und ein Sys­tem in sinn­vol­le Schran­ken zurückzuführen?

Absol­viert man im Inter­net den „Auf­fri­schungs-Kurs Radi­ka­li­sie­rung“ für Staats­be­diens­te­te der bri­ti­schen Regie­rung, dann fällt dort die simp­le For­de­rung nach Remi­gra­ti­on unter den Tat­be­stand des Ter­ro­ris­mus. 2023 wur­den rund 12.000 Bür­ger in Groß­bri­tan­ni­en im Zusam­men­hang mit Online-Posts fest­ge­nom­men. Die Haft­grün­de waren meist tri­via­ler als vie­les was „Res­to­re Bri­tain“ veröffentlicht.

Was soll die Exe­ku­ti­ve jetzt tun? „Res­to­re Bri­tain“ alle Mög­lich­kei­ten zur Ver­öf­fent­li­chung ent­zie­hen? Rupert Lowe ver­haf­ten? Oder nichts tun und zuse­hen, wie Hun­dert­tau­sen­de sich die sel­be Mei­nungs­frei­heit neh­men? Aus­wir­kun­gen von mas­sen­haf­tem zivi­lem Unge­hor­sam wer­den seit vie­len Jahr­zehn­ten in der Sozi­al­for­schung und in poli­zei­li­chen Stu­di­en diskutiert.

Eine Über­las­tungs­stra­te­gie, oder kurz „Dilem­ma Action“, bringt die Exe­ku­ti­ve in eine „Lose-Lose-Situa­ti­on“. Schon zu Zei­ten der Anti-Viet­nam­kriegs-Demos, des Black-Power-Move­ment und der US-Bür­ger­rechts­be­we­gung ver­such­ten Juris­ten und Kri­mi­no­lo­gen sol­che Sze­na­ri­en des Wider­stands zu bewer­ten. Nach­zu­le­sen unter ande­rem im Jour­nal of Cri­mi­nal Law and Cri­mi­no­lo­gy des Jah­res 1968.

Noch läßt sich nicht sagen, wohin der Ansturm von „Res­to­re Bri­tain“ führt und wel­che Gefah­ren lau­ern. Was poli­ti­sche Leit­fi­gu­ren in Deutsch­land aber jetzt schon ler­nen kön­nen, ist, dass dra­ma­ti­sche, unüber­sicht­li­che, radi­ka­le Bot­schaf­ten in der poli­ti­schen Pro­pa­gan­da kein Zufall sein müs­sen und nicht immer ein schlin­gern­des Schiff zeigen.

Gera­de die Insze­nie­rung von ver­meint­li­chen Extrem­si­tua­tio­nen kann das Ergeb­nis prä­zi­sen Mar­ke­tings sein. Es erfor­dert para­do­xer­wei­se Ruhe, Vor­be­rei­tung und hand­werk­li­che Dis­zi­plin. „Viva la libert­ad, cara­jo!“ und eine Ket­ten­sä­ge wir­ken wild und situa­tiv. Tat­säch­lich hat Kari­na Milei, die Bera­te­rin im Hin­ter­grund, die­se fröh­li­chen Kom­po­nen­ten für ihren Bru­der Javier instrumentalisiert.

Man muss sich also nicht wun­dern, dass der zen­tra­le Slo­gan von Rupert Lowe dicht an einem Run­ning Gag des belieb­ten eng­li­schen Come­di­ans Ricky Ger­vais liegt. Bei sei­nem legen­dä­ren Eröff­nungs­mo­no­log zu den Gol­den Glo­bes des Jah­res 2020 belei­dig­te Ger­vais die kom­plet­te anwe­sen­de Hol­ly­wood-Pro­mi­nenz und ver­si­cher­te, ihre Reak­tio­nen sei­en ihm egal. In leicht ange­paß­ter Form bringt Rupert Lowe, der Vor­sit­zen­de von „Res­to­re Bri­tain“, die­se Phra­se heu­te nahe­zu täg­lich als Ant­wort auf Beden­ken­trä­ger und Angrei­fer: „I. Do. Not. Care.“

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Kommentare (16)

paterfamilias

20. Februar 2026 12:38

Divide et impera. Demnächst dann analog in Germany. Würde mich nicht überraschen, wenn Systemsieger Musk (der mit der Starlink-Wunderwaffe für alle Kriegsparteien) bald twittert: "Weidel/Chrupalla don't have what it takes". Und das System gewinnt immer. 

Andreas J

20. Februar 2026 13:43

Welche Akteure auch immer in Erscheinung treten mögen, jeder Versuch, Worten Taten folgen zu lassen und in GB die Zeit zurückzudrehen, kann nur im Bürgerkrieg enden, darüber dürfte nach Southport Konsens herrschen. 

Majestyk

20. Februar 2026 13:55

Jetzt schon die zweite Analyse von Wiggo Mann, der ich zustimmen kann. Gute Quote. 
Deutschland würde eine Kraft rechts der AfD auch guttun, die dafür sorgt, daß sich jene AfD nicht dem Establishment anbiedert und sich nicht ungeniert Vetternwirtschaft erlaubt, im Glauben uns kann schon keiner, wir sind doch die einzige Alternative.

"llegale Migranten? Tschüss. (...)
Wir beenden die schleichende Islamifizierung Großbritanniens.
(..)
Männer können nicht Frauen werden und Frauen nicht Männer. (...)"

Das sind klare eindeutige Aussagen ohne sich zu verbiegen, schlicht, präzise, wahrhaftig. Würde ich mir auch hier wünschen, statt taktierende bis schamvolle Debatten um Begriffe wie Remigration oder völkisch bzw. Beifall für Altlinke, welche nun von der CDU für ihre Dienste ausgezeichnet werden und die dafür von einer blauen Fanbasis verehrt werden, die jede Kritik an Systemumarmung als Schmähung oder Neid verunglimpft.

„I want my country back“ singen Angelsachsen und Kolonisten. Ich auch.

Laurenz

20. Februar 2026 14:05

@Andreas J ... wenn dem so ist, wie Sie sagen & es gibt eine Art Bürgerkrieg, wollen Sie dann vorher kapitulieren? ... @WM ... Restore UK liegt immer noch an der Spitze mit 30% in den Umfragen mit irgendwo 250-270k Mitgliedern. Restore Britain liegt bei ca. 10% in den Umfragen & ca. 70k Mitgliedern. Hier bleibt immer zu berücksichtigen, daß in Britannien nach Mehrheitswahlrecht gewählt wird. Die entscheidende Frage ist, ob Lenin Starmer bis 2029 durchhält. ... @Ordoliberal ... Hier sehen Sie den Erfolg einer völlig konträren Haltung gegenüber Ihrer Appeasement-Taktik, die Sie der AfD vorschlagen & wenn angewandt, noch nie zu Wahlerfolgen führte.

Valjean72

20. Februar 2026 14:21

Seit ein paar Wochen verfolge ich englisch-patriotische, einwanderungskritische YT-Kanäle. Dabei wurde mir sehr schnell klar, dass Nigel Farage bei diesen Kräften kein Vertrauen besitzt.
 
Vor ein paar Tagen war dann das Vorstellungs-Video von Rupert Lowe zu Restore Britain in meinen YT-Empfehlungen und ich war tatsächlich ein wenig beeindruckt von der Klarheit der Worte.
 
Diess Video wurde auch sehr schnell von anderen Influencern in UK/US aufgegriffen.
 
Falls es überhaupt möglich ist über politische Wahlen etwas grundsätzlich zum positiven im patriotischen Sinne zu ändern, dann ist mE Restore Britain in England der real deal und Reform UK (Nigel Farage) nur ein lauwarmer Tory-Ableger, der weder Willen noch Kraft besitzt wirklich etwas grundsätzliches zu ändern.

Gracchus

20. Februar 2026 14:28

@pater familias: "Und das System gewinnt immer." Natürlich, ist wie im Casino.
@Majestyk: keine schlechte Idee - nur zu: gründen Sie doch eine Partei rechts der AfD. 

Dieter Rose

20. Februar 2026 14:50

Deutschland Erneuern - DE

Andreas Stullkowski

20. Februar 2026 14:51

Sollte Lowe erfolgreich sein, zeigt es einmal mehr, dass ein wirklicher Umbruch nur durch eine kleine Gruppe mit einer starken Persönlichkeit erreicht werden kann. Ohne dass sich korrupte Parteistrukturen ausbilden können, die nach einiger Zeit nur noch für sich selber da sind.
Gleichzeitig muss genug Geld dahinterstecken, um die Kampagne gegen alle Anfeindungen, die vom Staat kommen werden, durchzuhalten. Beispiele sind Trump, Milei, Bolsonaro, Wilders (die letzteren beiden mit unglücklichem Ausgang).
Hierzulande wird es nicht anders sein können; jedoch gibt es auf weitem Felde keine Persönlichkeit, der ich das zutrauen würde. Was aber nichts zu sagen hat: Wenn es passiert, wird es unerwartet sein.

Mitleser2

20. Februar 2026 14:58

@Laurenz: Sie sind zu nachsichtig. Es muss heißen Stalin Starmer, nicht Lenin Starmer.

Andreas J

20. Februar 2026 15:05

@Laurenz@Andreas J ... wenn dem so ist, wie Sie sagen & es gibt eine Art Bürgerkrieg, wollen Sie dann vorher kapitulieren? ...Nein. Ich glaube, in Brüssel, London, Rom oder Paris weiß man um die Gefahr und scheint sich daher auf die ewige Kunst des Beschwichtigens und der folgenlosen Ankündigungen verlegt zu haben, während Trump mit ICE liefert. 

fw87

20. Februar 2026 16:45

Diese neue Partei hört sich vielversprechend an. Dass hier ein steinreicher Mann dahinter steckt, halte ich nicht für ein Argument für irgendetwas. Es ist klar, dass jede politische Bewegung, die in der Breite wirksam werden, will ihre Geldgeber braucht.
Die Forderung sind völlig richtig und nichts davon ist radikal. Was kann denn normaler sein, als die eigene Selbsterhaltung zu wollen? Das ist schon aus rein biologischer Sicht das normalste und vernünftigste. Hier geht es noch nicht einmal im Ansatz um irgendeinen Überlegenheitsdünkel oder ähnliches. 
Die Formulierung "Extremismus der Mitte" ergibt natürlich räumlich gedacht keinen Sinn, trifft aber dennoch politisch den Nagel auf den Kopf. Wie jemand einmal nach der Bundestagswahl sagte: Leider haben die Extremisten wieder 80 Prozent bekommen. Das eigene Volk abschaffen zu wollen oder sich sogar über diese Abschaffung zu freuen ist lupenreiner Extremismus. Besser gesagt ist es sogar der Gipfel des politischen Extremismus. 
 

RMH

20. Februar 2026 17:04

"Hier bleibt immer zu berücksichtigen, daß in Britannien nach Mehrheitswahlrecht gewählt wird." @L nennt den entsc. Punkt, der im Artikel nicht beachtet wird. In UK führt eine Abspaltung nach der Mehrheitswahlrechts-Logik vermutlich zur Schwächung des "Lagers" & gerade zu keiner Stärkung. Zudem: So eine Neugründung kann, das nötige Kapital & know-how vorausgesetzt, natürlich erst mal eine große Welle machen & man darf US/UK-übliche Online-Registrierungen nicht mit Parteimitgliedschaften im dt Sinne verwechseln. Insofern steht die Stunde der Wahrheit, bspw. Wahlen, noch aus, es besteht kein Grund, den Tag vor dem Abend zu loben. Was bei schnellen Parteigründungen mit überragendem Erfolg herauskommt, kann man in D beim sich offenbarenden, teilweisen Clan-Filz der AfD, dem sofortigen sich Zerstreiten bei rechten Kleinparteien etc. ansehen. & D hat den großen Vorteil, dass man "nur" eine 5% Hürde überschreiten muss & ein Lager bilden kann. Bislang waren die "Freunde der Tat" & der Legal, Illegal, Sch.egal -Fraktion innerhalb der AfD zu sehr am Erfolgslabel AfD & deren Pfründe gehangen & haben daher nur verdeckt operiert. Evtl. bewegt sie der "Filz" der AfD jetzt dazu, endlich selber einen eigenen Laden aufzumachen, statt Übernahme der Marke anzustreben. @D. Rose nennt schon mal einen kurzen, knackigen Namen. Let´s Go.

Majestyk

20. Februar 2026 18:17

@ FraAimerich OT:
Habe mir Ihre Kritik vom 15. Februar 2026 22:09 zu Herzen genommen und mittlerweile sämtliche Kommentarfäden wo wir beide geschrieben haben durchforstet, aber keinen Beleg für meine vorausgegangene Behauptung gefunden. Sie haben also recht, meine Aussage war in Bezug auf ihre Person faktisch falsch. Das tut mir leid, auch wenn es meine Falschbehauptung nicht besser macht. Ich kann hiermit nur versuchen dies öffentlich richtigzustellen und Sie, um Entschuldigung zu bitten. Ich meine das aufrichtig.

Majestyk

20. Februar 2026 18:31

@ Andreas J:
"während Trump mit ICE liefert"
Was man in den USA beobachten kann oder in Italien, selbst wenn man politische Macht erobert, steht einem immer noch der linkspolitische Gesinnungshelfer Justitia im Weg. Auch Richter und Staatsanwälte sollte man abwählen können, dann begreifen die vielleicht, daß sie dem Volk zu dienen haben und nicht einer Regierung oder politischen Parteien.

Franz Bettinger

20. Februar 2026 19:06

Schockstarre des Establishments? Wie? Was kann dem Establishment Besseres passieren, als dass sich die Rechten spalten?! Das auch noch in GB mit seinem Mehrheitswahlrecht. Dass Lowe weder von der britischen Propaganda-Presse noch vom (Un-) Rechts-Staat aufs Korn genommen wird, spricht für eine Falle. Kleines Einmaleins!

Karl

20. Februar 2026 19:16

Um an den Vorschlag von @Dieter Rose anzuknüpfen:
Die Alternative für Deutschland (AfD)
oder
Deutschland Erneuern (DE)
… ist eine politische Partei für all jene, die glauben überzeugt sind, dass unser Land durch schwache hilflose Führung, dysfunktionale verkommene Institutionen und eine politische Klasse Kaste ausgezehrt ausgehöhlt wurde wird, die den Menschen Bürgern nicht länger dient. Wenn Sie an niedrige Steuern, einen schlanken Staat, sichere Grenzen, nationalen Stolz, traditionelle christliche Werte, Meinungsfreiheit und direkte Demokratie glauben, sind Sie hier bei uns genau richtig.

Dieser Text müsste sicher für einen ansprechenderen 6-Zeiler weiter ausgefeilt werden, wozu ich gern einladen möchte. Solch kurze und prägnante Ansprachen fehlen mir bei der AfD oft. Weniger ist manchmal mehr. Krah hatte damit ja vorübergehenden Erfolg unter den jüngeren Wählern. Der Text müsste deshalb wohl auch auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtet werden. Und eine DE-Partei ist hierzulande wohl eher schädlich, da die AfD gerade versucht, sich zu etablieren. Eine alternative rechte Partei wäre wohl genauso ein Rohrkrepierer wie die „Werteunion“ u.a. wenn nicht der weiße Ritter erscheint.