“Verwaltete Jugend”? Sicher nicht!

von Alexander Claus -- Torben Braga gehört zu den klügsten Köpfen in der Alternative für Deutschland. Ich schätze ihn nicht nur als Kollegen im Landesvorstand der AfD Thüringen, dem wir beide angehören, sondern auch wegen seiner analytischen Fähigkeiten und seiner schonungslosen Ehrlichkeit. Wer seine Texte liest, darf davon ausgehen, daß er schreibt, was er denkt – und nicht, was ihm taktisch opportun erscheint. Sein Beitrag "Verwaltete Jugend" verdient deshalb eine ernsthafte Auseinandersetzung. Denn vieles von dem, was er über die Auflösung der Jungen Alternative und die Gründung der GD schreibt, ist richtig oder zumindest diskussionswürdig. Gleichwohl gelangt er zu einigen Urteilen, die ich aus eigener Anschauung und als Mitglied ihres Bundesvorstands nicht stehen lassen kann.

Die GD sei einst­wei­len ein „Anhäng­sel“ der AfD und eine „schwä­che­re Kopie“ der Jun­gen Alter­na­ti­ve, die „weder weiß, was sie will, noch, was sie sein will“. Ihre Füh­rung pro­du­zie­re zwar öffent­lich­keits­wirk­sa­me Inhal­te, blei­be aber „in der Sache blank“. Hin­ter ihrer bis­he­ri­gen Arbeit ste­he kei­ne erkenn­ba­re Stra­te­gie. Das sind weit­rei­chen­de Urtei­le über eine Orga­ni­sa­ti­on, die zum Zeit­punkt der Ver­öf­fent­li­chung sei­nes Bei­trags noch nicht ein­mal neun Mona­te exis­tier­te. Vor allem aber tref­fen sie nicht zu.

1. Zunächst zum Aus­gangs­punkt, bei dem Bra­ga und ich näher bei­ein­an­der­lie­gen, als es die­se Erwi­de­rung viel­leicht ver­mu­ten läßt: Auch ich gehör­te zu den Geg­nern der Auf­lö­sung der Jun­gen Alter­na­ti­ve. Die JA hat­te über Jah­re hin­weg eine eigen­stän­di­ge poli­ti­sche Kul­tur ent­wi­ckelt. Sie ver­band Par­tei­ar­beit, Bewe­gung und rech­te Jugend­kul­tur, bot jun­gen Akti­vis­ten einen poli­ti­schen Raum und konn­te Posi­tio­nen zuspit­zen, die die Mut­ter­par­tei noch nicht tra­gen wollte.

Die Art und Wei­se, wie ihre Abglie­de­rung von der AfD vor­be­rei­tet und voll­zo­gen wur­de, hat vie­le jun­ge Mit­glie­der vor den Kopf gesto­ßen. Was von der Par­tei­füh­rung als Pro­fes­sio­na­li­sie­rung und Ver­bots­schutz dar­ge­stellt wur­de, kam an der Basis viel­fach als Miß­trau­ens­vo­tum und Ent­mach­tung an. Es ent­stand der Ein­druck, die Jugend sei der AfD zu radi­kal, zu eigen­sin­nig und müs­se des­halb unter Kon­trol­le gebracht werden.

Bra­ga hat auch recht damit, daß es zum Ver­bots­schutz­ar­gu­ment Gegen­ar­gu­men­te gab. Auch ist nicht zu bestrei­ten, daß die AfD mit der neu­en Kon­struk­ti­on grö­ße­re Durch­griffs- und Kon­troll­mög­lich­kei­ten gegen­über ihrer Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on erhal­ten hat.

Doch die Geschich­te ist kom­pli­zier­ter als die Erzäh­lung von einer intak­ten Jugend­be­we­gung, die allein aus Kon­troll­be­dürf­nis zer­schla­gen wur­de und die man vor­geb­lich vor einem Ver­eins­ver­bot schüt­zen wollte.

  • Die JA litt unter chro­ni­scher Unterfinanzierung,
  • einer schwa­chen Ver­an­ke­rung in vie­len Regio­nen und
  • einem teil­wei­se zer­rüt­te­ten Ver­hält­nis zur Mutterpartei.
  • Ihre Fähig­keit, in die AfD hin­ein­zu­wir­ken, hat­te erheb­lich abgenommen.
  • In der orga­ni­sa­to­ri­schen Fra­ge war sie selbst gespalten.

Auf dem Bun­des­par­tei­tag in Rie­sa war­ben des­halb nicht nur Ver­tre­ter der Par­tei­füh­rung, son­dern – wie Bra­ga selbst auf­führt – auch sämt­li­che in der Par­tei ver­blie­be­nen ehe­ma­li­gen JA-Bun­des­vor­sit­zen­den für den Neu­an­fang; oben­drein zahl­rei­che Funk­ti­ons­trä­ger der Landesverbände.

Man kann die voll­zo­ge­ne Auf­lö­sung daher für falsch hal­ten und den­noch aner­ken­nen, daß das Ver­hält­nis zwi­schen Par­tei und Par­tei­ju­gend reform­be­dürf­tig war. Und man kann die Moti­ve ein­zel­ner Betei­lig­ter kri­tisch hin­ter­fra­gen, ohne jeden spä­te­ren poli­ti­schen Auf­stieg zum Beweis eines vor­he­ri­gen Kar­rie­re­han­dels zu erklä­ren. Zeit­li­che Abfol­gen begrün­den noch kei­nen ursäch­li­chen Zusammenhang.

Für Jean-Pas­cal Hohm kann ich aus unmit­tel­ba­rer Erfah­rung sagen: Sei­ne Kan­di­da­tur für den AfD-Bun­des­vor­stand war kei­ne Beloh­nung, die ihm von der Par­tei­spit­ze für Wohl­ver­hal­ten gewährt wur­de. Meh­re­re Mit­glie­der des GD-Bun­des­vor­stands haben ihn viel­mehr wie­der­holt zu die­ser Kan­di­da­tur ermu­tigt, weil wir zu der Über­zeu­gung gelangt waren, daß die neue Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on eine star­ke Stim­me im höchs­ten Füh­rungs­gre­mi­um der Par­tei benö­tigt. Gewählt wur­de er schließ­lich von den Dele­gier­ten des Bundesparteitags.

2. Bra­gas zen­tra­ler Vor­wurf lau­tet, die Gene­ra­ti­on Deutsch­land wis­se nicht, was sie wol­le und was sie sein wol­le. Die­se Behaup­tung ver­wun­dert mich.

Bereits am 24. Janu­ar 2026 habe ich dem Bun­des­vor­stand der GD auf einer Klau­sur­ta­gung in Nord­hau­sen ein stra­te­gi­sches Kon­zept zur Rol­le der neu­en Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on inner­halb der AfD vor­ge­stellt. Aus­gangs­punkt war die Über­al­te­rung von Volk und Par­tei. Eine Par­tei, die einen grund­le­gen­den poli­ti­schen Wan­del her­bei­füh­ren will, darf sich nicht im Bestehen­den ein­rich­ten. Sie muß inno­va­ti­ver, beweg­li­cher und zukunfts­ori­en­tier­ter sein als die­je­ni­gen, die sie ablö­sen möch­te. Dafür braucht sie jugend­li­che Dyna­mik und welt­an­schau­li­che Tiefe.

Aus die­ser Dia­gno­se folg­te ein kla­rer Auf­trag: Die Gene­ra­ti­on Deutsch­land darf kein belie­bi­ges Anhäng­sel der AfD sein. Sie soll Inno­va­ti­ons­mo­tor, Zukunfts­schmie­de und Avant­gar­de der Par­tei wer­den. Ihre Kern­auf­ga­ben bestehen darin,

  • jun­ge Patrio­ten zu gewinnen,
  • sie poli­tisch, fach­lich, welt­an­schau­lich und stra­te­gisch aus­zu­bil­den und
  • sie sys­te­ma­tisch in die Struk­tu­ren der Par­tei einzubinden.

Zugleich haben wir von Anfang an den beson­de­ren Balan­ce­akt benannt, den die GD zu bewäl­ti­gen hat: Sie braucht genü­gend Frei­heit, um eige­ne Impul­se set­zen zu kön­nen, und gleich­zei­tig eine so fes­te Ver­an­ke­rung in der AfD, dass sie die­se Impul­se auch in die Par­tei hin­ein­tra­gen kann. Unse­re stra­te­gi­sche Leit­li­nie lau­tet des­halb: mög­lichst gro­ße Frei­heit in der inne­ren Orga­ni­sa­ti­on bei zugleich mög­lichst stark abge­si­cher­tem Ein­fluss in die Par­tei hinein.

Das neue Selbst­ver­ständ­nis der Gene­ra­ti­on Deutsch­land bedeu­tet also einen teil­wei­sen Rol­len­wech­sel gegen­über der Jun­gen Alter­na­ti­ve. Als eigen­stän­di­ger Ver­ein war die JA zugleich expe­ri­men­tier­freu­di­ge Außen­gren­ze der Par­tei und Aus­griff ins akti­vis­ti­sche Vor­feld hin­ein. In der Anfangs­pha­se des rech­ten Auf­bruchs war das rich­tig und not­wen­dig, auch weil vie­ler­orts erst Anlauf­punk­te für jun­ge Patrio­ten geschaf­fen wer­den muß­ten. Inzwi­schen ist ein viel­fäl­ti­ge­res rech­tes Öko­sys­tem ent­stan­den, in dem jun­ge Men­schen auch jen­seits der Par­tei­ar­beit ihren Platz fin­den können.

Die GD muß daher nicht län­ger zwi­schen Par­tei und Vor­feld pen­deln, son­dern kann sich auf ihre beson­de­re Auf­ga­be als Par­tei­ju­gend kon­zen­trie­ren: Nach­wuchs gewin­nen und aus­bil­den sowie in und an der AfD arbei­ten. Die Ver­bin­dung zum Vor­feld bleibt bestehen, folgt aber einer kla­ren Arbeits­tei­lung: Koope­ra­ti­on statt Rol­len­ver­mi­schung, Syn­er­gie statt Imi­ta­ti­on. Dar­aus ergibt sich ein ande­rer Habi­tus: weni­ger Akti­vis­mus, mehr Bildungs‑, Basis- und Pro­gramm­ar­beit; weni­ger Life­style, mehr Inhalt und Serio­si­tät – ohne zum Reser­voir aal­glat­ter Nach­wuchs­kar­rie­ris­ten zu werden.

Die­se Arbeits­tei­lung bedeu­tet kei­nen Rück­zug von der Stra­ße. Eine kraft­vol­le Groß­de­mons­tra­ti­on wie in Schwe­rin kann Gemein­schaft stif­ten und öffent­li­che Prä­senz zei­gen. Lega­ler Stra­ßen­ak­ti­vis­mus bleibt ein wich­ti­ges Instru­ment, darf aber nicht zum allei­ni­gen Orga­ni­sa­ti­ons­zweck wer­den. Die GD soll Teil einer grö­ße­ren patrio­ti­schen Jugend­be­we­gung sein – weder Kopie der Iden­ti­tä­ren Bewe­gung noch rech­te Vari­an­te der Jun­gen Union.

All das kann man kri­ti­sie­ren. Man kann ande­re Schwer­punk­te set­zen und ande­re stra­te­gi­sche Schluß­fol­ge­run­gen zie­hen. Aber man kann ange­sichts die­ser Über­le­gun­gen schwer­lich behaup­ten, inner­halb der GD bestehe kei­ner­lei Vor­stel­lung davon, was sie sein wolle.

3. Bra­ga erkennt zutref­fend, daß die GD stär­ker vom Wohl­wol­len der Par­tei abhän­gig sei als die frü­he­re JA. Nur zieht er dar­aus einen zu sta­ti­schen Schluß. Er behan­delt die gegen­wär­ti­gen Abhän­gig­kei­ten so, als sei­en sie bereits das end­gül­ti­ge Schick­sal der neu­en Organisation.

Auch wir wis­sen, dass sich die Gene­ra­ti­on Deutsch­land eman­zi­pie­ren muß. Die Fra­ge ist nicht, ob, son­dern wie das unter den gege­be­nen Bedin­gun­gen gelin­gen kann. Wer in der Lage lebt, geht nicht mit dem Kopf durch jede Wand. Die GD muß zunächst Ver­trau­en auf­bau­en, sich als ver­läss­li­cher und pro­fes­sio­nel­ler Part­ner erwei­sen und auf die­ser Grund­la­ge schritt­wei­se grö­ße­re Hand­lungs­spiel­räu­me einfordern.

Das ist kei­ne Unter­wer­fung, son­dern eine Stra­te­gie. Demons­tra­ti­ve Kon­flik­te mit der Par­tei­füh­rung kön­nen den Anschein von Unab­hän­gig­keit erzeu­gen, ohne tat­säch­li­chen Ein­fluß zu begrün­den. Umge­kehrt bedeu­tet eine fes­te insti­tu­tio­nel­le Ein­bin­dung nicht auto­ma­tisch poli­ti­sche Fremd­be­stim­mung. Ent­schei­dend ist, ob es gelingt, die Ver­an­ke­rung in der Par­tei auch zur Ein­wir­kung auf die Par­tei zu nutzen.

Genau hier unter­schätzt Bra­ga den qua­li­ta­ti­ven Unter­schied zwi­schen for­ma­ler Auto­no­mie und tat­säch­li­cher Ein­fluß­mög­lich­keit. Die JA war recht­lich eigen­stän­dig, hat­te am Ende aber nur noch begrenz­ten Zugriff auf die Wil­lens­bil­dung in der AfD. Die GD besitzt weni­ger recht­li­che Distanz, hat sich dafür inzwi­schen Zugän­ge zu nahe­zu allen maß­geb­li­chen Par­tei­gre­mi­en geschaf­fen. Ein­fluß­nah­me funk­tio­niert grund­sätz­lich in bei­de Richtungen.

Der Fall Kevin Dorow belegt zunächst, wie schlecht die Aus­gangs­la­ge war. Der AfD-Bun­des­vor­stand traf eine weit­rei­chen­de Ent­schei­dung gegen ein Mit­glied des GD-Bun­des­vor­stands, ohne die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on ange­mes­sen ein­zu­be­zie­hen. Eine zuge­sag­te Anhö­rung fand zunächst nicht statt. Das war kein Umgang mit einer Par­tei­ju­gend, die als Part­ner ernst genom­men wird.

Der Fall ende­te jedoch nicht dort. Nach der Inter­ven­ti­on des GD-Bun­des­vor­stands wur­de der ursprüng­li­che Kurs kor­ri­giert. Das Ergeb­nis ent­sprach nicht in jeder Hin­sicht unse­ren Vor­stel­lun­gen, aber das zunächst ver­folg­te Par­tei­aus­schluß­ver­fah­ren wur­de nicht auf­recht­erhal­ten. In der Fol­ge gelang es, die Zusam­men­ar­beit auf eine neue Grund­la­ge zu stel­len: Dem GD-Bun­des­vor­sit­zen­den wur­den Teil­nah­me- und Rede­recht in den Sit­zun­gen des AfD-Bun­des­vor­stands ein­ge­räumt. Zudem wur­de ver­bind­lich fest­ge­legt, dass die GD bei Ord­nungs­maß­nah­men gegen ihre Mit­glie­der ange­hört wird.

Man kann dar­in wei­ter­hin unzu­rei­chen­de Zuge­ständ­nis­se sehen. Man kann auch bezwei­feln, ob die neue Zusam­men­ar­beit auf Dau­er trägt – sie hängt sowie­so in höhe­rem Maße davon ab, wie die han­deln­den Per­so­nen mit­ein­an­der aus­kom­men, als von for­ma­len Struk­tu­ren. Aber der Fall Dorow beweist gera­de nicht, daß der insti­tu­tio­nel­le Kanal aus­schließ­lich von der Par­tei in die Jugend funk­tio­niert. Er zeigt viel­mehr einen Kon­flikt, in dem die GD zunächst über­gan­gen wur­de, anschlie­ßend aber eine Kor­rek­tur und dau­er­haf­te Ver­fah­rens­ver­bes­se­run­gen errei­chen konnte.

Noch deut­li­cher wird die Stoß­rich­tung beim Blick auf den Erfur­ter Bun­des­par­tei­tag. Auf der Klau­sur­ta­gung im Janu­ar hat­ten wir als ers­te prak­ti­sche Auf­ga­be fest­ge­legt, rea­lis­ti­sche Ände­run­gen der Bun­des­sat­zung und der Finanz- und Bei­trags­ord­nung zu ent­wi­ckeln. Ziel war es, die GD insti­tu­tio­nell in den Ent­schei­dungs­pro­zes­sen und der Pro­gramm­ar­beit der Par­tei zu ver­an­kern, die finan­zi­el­le Belas­tung ihrer Mit­glie­der zu sen­ken, ihr die eigen­stän­di­ge Ver­tei­lung der ihr zuste­hen­den Mit­tel zu ermög­li­chen und bestehen­de Hür­den beim orga­ni­sa­to­ri­schen Auf­bau zu beseitigen.

Ein hal­bes Jahr spä­ter wur­den wesent­li­che Tei­le die­ses Arbeits­pro­gramms vom Bun­des­par­tei­tag beschlossen.

Der Bun­des­vor­stand der GD besitzt nun ein eige­nes Antrags­recht zum Bun­des­par­tei­tag. Die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on ist an der pro­gram­ma­ti­schen Antrags­kom­mis­si­on betei­ligt, wenn Grund­satz- und Wahl­pro­gram­me bera­ten wer­den. Sie ent­sen­det zwei stimm­be­rech­tig­te Ver­tre­ter in den Bun­des­kon­vent und ist in die Schatz­meis­ter­kon­fe­renz ein­ge­bun­den. Sie kann eige­ne Anträ­ge an den Kon­vent stel­len und gemein­sam mit zwei AfD-Lan­des­vor­stän­den des­sen Ein­be­ru­fung verlangen.

Dar­über hin­aus ent­sen­det die GD künf­tig einen Ver­tre­ter in die Bun­des­pro­gramm­kom­mis­si­on und jeweils ein Mit­glied in sämt­li­che Bun­des­fach­aus­schüs­se. Damit ist sie unmit­tel­bar in jenen Gre­mi­en ver­tre­ten, in denen die pro­gram­ma­ti­sche und fach­po­li­ti­sche Ent­wick­lung der AfD vor­be­rei­tet wird.

Auch der orga­ni­sa­to­ri­sche Auf­bau wur­de erleich­tert. Die Lan­des­ver­bän­de der GD kön­nen nun grund­sätz­lich Unter­glie­de­run­gen ent­spre­chend den Par­tei­struk­tu­ren bil­den, ohne daß zuvor sämt­li­che Lan­des­sat­zun­gen der AfD geän­dert wer­den müs­sen. Schließ­lich wur­de die finan­zi­el­le Grund­la­ge ver­bes­sert: Ein fest­ge­leg­ter Anteil der von GD-Mit­glie­dern gezahl­ten Par­tei­bei­trä­ge fließt an die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on; über die Ver­tei­lung zwi­schen Bun­des- und Lan­des­ver­bän­den ent­schei­det deren Bun­des­vor­stand nun­mehr selbst.

Die­se Anträ­ge wur­den inner­halb der GD ent­wi­ckelt, mit dem AfD-Bun­des­vor­stand abge­stimmt und teil­wei­se von die­sem beim Bun­des­par­tei­tag ein­ge­bracht. Natür­lich garan­tie­ren Gre­mi­en­sit­ze noch kei­nen poli­ti­schen Erfolg. Ein Ent­sen­dungs­recht ersetzt weder gute Ideen noch Durch­set­zungs­fä­hig­keit. Aber wer behaup­tet, der insti­tu­tio­nel­le Kanal funk­tio­nie­re bis­lang nach­weis­lich nur von der Par­tei in die Jugend, muß zur Kennt­nis neh­men, daß die GD bereits inner­halb weni­ger Mona­te auf die Sat­zung und Orga­ni­sa­ti­ons­ord­nung der AfD ein­ge­wirkt hat.

Sie hat die Par­tei­füh­rung beim Wort genom­men: Wenn die GD inte­gra­ler Bestand­teil der AfD sein soll, dann muß ihre Ein­bin­dung kon­se­quent voll­zo­gen wer­den – nicht nur durch Auf­sicht und Schieds­ge­richts­bar­keit, son­dern eben­so durch Antrags­rech­te, Gre­mi­en­sit­ze und pro­gram­ma­ti­sche Mitsprache.

Die Par­tei hat damit nicht bloß zusätz­li­chen Zugriff auf ihre Jugend erhal­ten. Die Jugend hat sich umge­kehrt erst­mals einen insti­tu­tio­nell abge­si­cher­ten Zugriff auf die Par­tei geschaf­fen. Ob wir die­se Mög­lich­kei­ten klug nut­zen, wird sich zei­gen müs­sen. Dass hin­ter ihnen eine erkenn­ba­re Stra­te­gie steht, ist jedoch kaum zu bestreiten.

4. Bra­ga ver­weist dar­auf, daß die Gene­ra­ti­on Deutsch­land in ihrem Auf­tre­ten, ihrer Bewe­gungs­äs­the­tik und ihrem Ver­hält­nis zum Vor­feld viel­fach an die JA anknüpft. Das ist rich­tig. Es ist aber kein Beleg dafür, daß die GD ledig­lich deren schwä­che­re Kopie sei.

Die neue Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on ist nicht mit dem Ziel gegrün­det wor­den, die poli­ti­schen Inhal­te der JA zu wider­ru­fen oder jede per­so­nel­le und kul­tu­rel­le Kon­ti­nui­tät zu besei­ti­gen. Füh­ren­de Ver­tre­ter der AfD haben wie­der­holt klar­ge­stellt, daß es bei der Struk­tur­re­form nicht um eine inhalt­li­che Mäßi­gung gegan­gen sei. Es ist daher kein Wider­spruch, wenn bei der Grün­dung der GD rech­te Ver­la­ge und Orga­ni­sa­tio­nen ver­tre­ten waren, wenn Ver­bin­dun­gen zum Vor­feld gepflegt wer­den oder wenn bei einer Demons­tra­ti­on bekann­te Losun­gen auf­ge­grif­fen werden.

Im Gegen­teil: Daß ein stra­ßen­po­li­ti­scher Auf­tritt wie in Schwe­rin und eine Zusam­men­ar­beit mit Akteu­ren des Vor­felds heu­te inner­halb des neu­en Orga­ni­sa­ti­ons­mo­dells mög­lich sind, ohne die­sel­ben Ver­wer­fun­gen zwi­schen Par­tei und Jugend her­vor­zu­ru­fen wie frü­her, kann man als Fort­schritt betrach­ten. Die grö­ße­re insti­tu­tio­nel­le Ein­bin­dung hat bis­lang jeden­falls nicht zu der von vie­len befürch­te­ten voll­stän­di­gen poli­ti­schen Zäh­mung geführt.

Gleich­zei­tig erschöpft sich die Iden­ti­tät einer Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on nicht in Trans­pa­ren­ten, Klei­dung, Fri­su­ren oder der Fra­ge, wel­che Milieus sich auf einer Kund­ge­bung begeg­nen. Poli­ti­sche Iden­ti­tät ist mehr als Ästhe­tik. Sie zeigt sich in ihrem Auf­trag, ihrer Arbeits­wei­se, ihrer Pro­gram­ma­tik und ihrer Stel­lung inner­halb des poli­ti­schen Gesamtgefüges.

Der „Tag der deut­schen Jugend“ war eine wich­ti­ge Ver­an­stal­tung, deren Ver­lauf und öffent­li­che Wir­kung selbst­ver­ständ­lich kri­tisch aus­ge­wer­tet wer­den dür­fen. Berech­tigt sind auch Fra­gen danach, wie ange­mes­sen sich ein­zel­ne Teil­neh­mer in der kon­kre­ten Kon­fron­ta­ti­ons­la­ge mit gewalt­be­rei­ten lin­ken Gegen­de­mons­tran­ten ver­hal­ten haben und ob die anschlie­ßen­de Ver­brei­tung bestimm­ter Auf­nah­men sinn­voll war. Wo Ver­bes­se­rungs­be­darf besteht, muß ver­bes­sert wer­den. Aus einer ein­zel­nen Stra­ßen­sze­ne las­sen sich jedoch weder die poli­ti­sche Sub­stanz noch die lang­fris­ti­gen Erfolgs­aus­sich­ten der GD ableiten.

Eben­so wenig ist es wider­sprüch­lich, daß zahl­rei­che frü­he­re JA-Mit­glie­der heu­te am Auf­bau der GD mit­wir­ken. Wer nach der Auf­lö­sung der Vor­gän­ger­or­ga­ni­sa­ti­on zugleich einen voll­stän­di­gen per­so­nel­len Bruch erwar­tet, ver­langt, daß auf Erfah­run­gen, Netz­wer­ke und poli­tisch sozia­li­sier­te Mit­glie­der ver­zich­tet wird, die für den Neu­auf­bau unver­zicht­bar sind. Kon­ti­nui­tät ist nicht das­sel­be wie Kopie.

5. Bra­ga hat recht, wenn er poli­ti­sche Bil­dung, Schu­lungs­an­ge­bo­te, Paten­schafts­pro­gram­me, pro­gram­ma­ti­sche Vor­stö­ße und eine flä­chen­de­cken­de Nach­wuchs­ar­beit ein­for­dert. All das gehört zum Auf­trag der Gene­ra­ti­on Deutsch­land. All das haben wir selbst bereits im Janu­ar als not­wen­di­ge Vor­aus­set­zung ihres Erfolgs benannt.

Aber eine Orga­ni­sa­ti­on, die noch kein Jahr exis­tiert, kann nicht sämt­li­che die­ser Struk­tu­ren gleich­zei­tig aus dem Boden stamp­fen. Zunächst muß­ten Bun­des- und Lan­des­ver­bän­de gegrün­det, Mit­glieds­ver­fah­ren auf­ge­baut, Finan­zen geord­net, eine Geschäfts­stel­le ein­ge­rich­tet, recht­li­che Fra­gen geklärt und arbeits­fä­hi­ge Vor­stän­de gebil­det wer­den. Par­al­lel dazu wur­den die Sat­zungs­än­de­run­gen für den Erfur­ter Bun­des­par­tei­tag vorbereitet.

Der Auf­bau einer eige­nen Aka­de­mie oder eines umfas­sen­den Schu­lungs­sys­tems ist damit nicht erle­digt. Er bleibt eine zen­tra­le Auf­ga­be. Eine blo­ße Orga­ni­sa­ti­ons­hül­le zu grün­den, bevor Inhal­te, Lehr­per­so­nal, Finan­zie­rung und Teil­neh­mer­ba­sis geklärt sind, wäre jedoch genau jener Aktio­nis­mus um sei­ner selbst wil­len, den Bra­ga an ande­rer Stel­le zu Recht kritisiert.

Auch pro­gram­ma­tisch ste­hen wir erst am Anfang. Auf dem bevor­ste­hen­den Bun­des­kon­gress am 29. August soll unter ande­rem eine eigen­stän­di­ge Posi­tio­nie­rung zum The­ma Euro­pa bera­ten wer­den. Wei­te­re The­men müs­sen fol­gen. Der Anspruch, Inno­va­ti­ons­mo­tor zu sein, darf nicht bei einem Eti­kett ste­hen blei­ben. Aber zwi­schen dem berech­tig­ten Hin­weis, dass noch zu wenig sicht­bar ist, und dem Urteil, die GD sei pro­gram­ma­tisch zur Sprach­lo­sig­keit kon­stru­iert wor­den, liegt ein erheb­li­cher Unterschied.

Das­sel­be gilt für die Mit­glie­der­ent­wick­lung. Es ist ein rea­les Pro­blem, wenn die AfD in einem Land­kreis mehr als vier­zig Pro­zent erreicht, dort aber kaum jun­ge Par­tei­mit­glie­der orga­ni­siert sind. Die­se Kri­tik trifft auch Bra­gas und mei­nen eige­nen AfD-Lan­des­ver­band. Die Nach­wuchs­ar­beit wur­de über Jah­re ver­nach­läs­sigt, und die Unter­bre­chung zwi­schen JA und GD hat bestehen­de Struk­tu­ren zusätz­lich geschwächt.

Dies belegt aber nicht, daß die neue Orga­ni­sa­ti­on kei­ne Vor­stel­lung von ihrer Auf­ga­be besit­ze. Es beschreibt viel­mehr die Grö­ße die­ser Auf­ga­be. Die GD muß wach­sen, jun­ge Leu­te müs­sen für die Par­tei­ar­beit begeis­tert werden.

Auch inter­na­tio­na­le Kon­tak­te sind kein Ersatz für Basis- und Bil­dungs­ar­beit. Sie sind aber eben­so wenig blo­ße Rei­sen, damit „die eige­ne Füh­rung Euro­pa sieht“. Wer eine poli­ti­sche Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on auf­bau­en will, soll­te sich mit Gleich­ge­sinn­ten in ande­ren euro­päi­schen Län­dern aus­tau­schen, Erfah­run­gen ver­glei­chen und Netz­wer­ke schaf­fen. Ent­schei­dend ist, dass aus sol­chen Kon­tak­ten poli­ti­scher und orga­ni­sa­to­ri­scher Mehr­wert erwächst.

Fazit: Nichts davon ist ein Frei­brief für die Gene­ra­ti­on Deutsch­land. Unse­re Stra­te­gie kann schei­tern. Die insti­tu­tio­nel­le Ein­bin­dung kann in dau­er­haf­te Abhän­gig­keit umschla­gen. Aus Pro­fes­sio­na­li­sie­rung kann Anpas­sung wer­den. Eine ver­meint­li­che Kader­schmie­de kann zum Kar­rie­ris­ten­re­ser­voir ver­kom­men, und der Anspruch pro­gram­ma­ti­scher Vor­hut kann in blo­ßer Öffent­lich­keits­ar­beit enden.

Die GD muß sich dar­an mes­sen las­sen, ob sie ihre neu­en Gre­mi­en­rech­te tat­säch­lich nutzt, ob sie ein ernst­haf­tes Bil­dungs­an­ge­bot auf­baut, eige­ne pro­gram­ma­ti­sche Impul­se ent­wi­ckelt, jun­ge Men­schen gewinnt und ihnen Ver­ant­wor­tung über­trägt. Bra­ga stellt inso­weit die rich­ti­gen Fragen.

Sei­ne Ant­wor­ten fal­len jedoch zu früh und zu end­gül­tig aus. Eine Orga­ni­sa­ti­on, die sich noch im Auf­bau befin­det, als Sack­gas­se, Appa­rat oder schwä­che­re Kopie zu beschrei­ben, erschwert aus­ge­rech­net die Gewin­nung jener fähi­gen jun­gen Men­schen, deren Feh­len anschlie­ßend beklagt wird. Kri­tik soll­te Maß­stä­be set­zen und zu bes­se­rer Arbeit zwin­gen. Sie soll­te nicht den Ein­druck erwe­cken, das Ergeb­nis des Ver­suchs ste­he bereits fest.

Die Auf­lö­sung der JA läßt sich nicht rück­gän­gig machen. Was sich beein­flus­sen läßt, ist die Zukunft der Gene­ra­ti­on Deutsch­land. Ent­we­der gelingt es, aus ihr eine star­ke, eigen­stän­di­ge und ein­fluss­rei­che Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on zu for­men, oder die AfD wird tat­säch­lich vor­zei­tig altern und ihren Anspruch auf grund­le­gen­de Ver­än­de­rung verlieren.

Bra­ga schreibt sinn­ge­mäß, eine Par­tei, die ihre Jugend ledig­lich ver­wal­te, sei bereits alt gewor­den, bevor sie regiert habe. Dem ist zuzu­stim­men. Aber eine Jugend, die nur ihre Ver­let­zung kul­ti­viert, bleibt in der Ver­gan­gen­heit gefan­gen, statt Zukunft zu gestalten.

Die Gene­ra­ti­on Deutsch­land hat ihren Auf­trag noch nicht erfüllt. Aber sie hat ihn for­mu­liert, ers­te insti­tu­tio­nel­le Vor­aus­set­zun­gen geschaf­fen und mit sei­ner Umset­zung begon­nen. Sie ist weder fer­tig noch so eigen­stän­dig, wie sie eines Tages sein soll­te. Sie ist aber auch nicht ori­en­tie­rungs­los, denn sie kennt ihre Auf­ga­ben. Nun muß sie zei­gen, was sie kann.

– –

Alex­an­der Claus ist Mit­glied im Bun­des­vor­stand der Gene­ra­ti­on Deutsch­land und gehört dem Lan­des­ver­band Thü­rin­gen der AfD an.

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Kommentare (90)

das kapital

22. August 2026 09:18

Die Generation Deutschland darf zuversichtlich sein. Eure Zeit wird kommen. Intern schon jetzt bei den Wahlkämpfen. Nach den Wahlkämpfen auch wieder verstärkt nach außen hin. Es wird versucht werden, euch genauso zu diskre-ditieren, wie die Junge Alternative. Blut und Boden, haha, Frauen in die Küche, haha. Angefangen mit Alice Weidel und Beatrix von Storch und Fürstin Gloria (die ja durchaus parteilos ist). Nur merkwürdig, dass moderne Konservative so gar nicht nach Küche riechen, sondern nach großer Welt. Z. B. auch eine Eva Vlaardingerbroek. Ansehnlich, klug, präsent. Und vom Geheimdienst des eigenen Landes diffamiert. Wenn Europa sich nicht mehr verteidigt, geht es unter. Die GD kann und muss dazu beitragen, es zu verteidigen./// Die GD kann und muss in der Mitte aktive Menschen gewinnen und den nachfolgenden Generationen eine echte Zukunftsperspektive bieten. Dazu gehört auch, junge Konservative aktiv anzuwerben, die von CDU und CSU unendlich enttäuscht werden. Wenn die sich trauen. Denn noch ist blau eine massive Gefahr für den eigenen Beruf , das eigene Geschäft, die eigene Karriere.

Martha

22. August 2026 09:37

Leider bin ich da aus eigener Anschauung in der AfD eher bei Braga. Wo ist denn überhaupt die GD? Großflächig ist sie weitestgehend nicht vorhanden oder inaktiv. Die AfD sollte zuerst ihr Programm überdenken. Ein Beispiel: Wie kann man unter den heutigen politischen Verhältnissen eine insgesamt zweijährige Wehrpflicht fordern, wenn man die Jugend ansprechen will? Noch dazu als Oppositionspartei, die nicht regiert und nichts entscheidet. Meiner Meinung nach ist die AfD neben einer wachsenden Zahl an Jung-Karrieristen aus mehreren Gründen der Hauptschuldige an der Misere der fehlenden Jugend, denn anders kann man das nicht beschreiben. Andererseits: Wenn die GD meint, z.B. mit einem GD-Landesvorsitzenden aus Bangladesh eine "Generation Deutschland" darzustellen, wie in Hessen, kann man schon ahnen, was daraus wird.

Maiordomus

22. August 2026 10:05

Von Braga oder jemandem, der ihn kennt, hätte ich gerne gewusst, ob er von seiner familiären Herkunft her mit der brasilianischen Gesellschaft für Religion, Eigentum und Familie in Beziehung stehe oder gestanden sei, welche Institution mir vor bald 60 Jahren ein Begriff war, kannte Studenten mit diesem Hintergrund.. Jedenfalls konstituiert südamerikanische kulturelle Herkunft einen spürbaren Unterschied etwa zum norddeutschen Konservatismus, der u.a. von Justus Möser geprägt war, einem Repräsentanten einer ausgesprochen gesellschaftskonservativen regional geprägten Mentalität um Osnabrück. Möser verkörperte, gelinde gesagt, biedermännische Aufklärung mit Betonung deutscher Treue und deutscher Frauen, vergleiche die unverkürzte Fassung der Nationalhymne. Noch berüchtigt ein Diktum, auf das Möser jedoch nicht reduziert werden sollte: "Ich würde nie ein Mädchen heiraten, das lesen und schreiben kann." Zumindest die Junker dachten damals nicht so, sonst wäre der freilich später anzusetzende und geografisch mit Möser nicht kongruente Herr von Stechlin, vgl. Fontane, kaum denkbar geworden. Eine moderne konservative Existenz.    

Laurenz

22. August 2026 10:14

@AC ... will weder Ihre politischen Fähigkeiten, Haltungen, noch die @TBs in Frage stellen. Sie debattieren ja. Mir als lesenden Konsumenten reicht das erstmal. Beim diesbezüglichen TB-Artikel war meine Sicht der Dinge aber nicht gerade beliebt in der SiN-Redaktion. Die Demographie-Frage stellt sich in der Partei genausowenig, wie im Land. In 20 Jahren ist die Masse der alten Säcke der Partei, wie ich auch, tot. Die Jusos sind so, wie die GD organisiert. Die JU ist ein echter Verein, den kann man, an der Macht, verbieten. Wenn Sie & TB persönlich von älteren Funktionären mehr ernst genommen werden wollen, verabschieden Sie Sich von Ihrer linken Karriere mit Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal & gehen beide 5 Jahre mal richtig arbeiten.

das kapital

22. August 2026 11:13

@ Martha Die Generation Bangladesch ist allerdings ein Humorfaktor. Aber wir müssen es ja nicht gleich übertreiben. Enxhi Seli-Zacharias deren Namen ich noch immer nicht richtig schreiben kann ohne nachzublättern und Anna Nguyen sind doch eine Zier. ///  Wie kann man unter den heutigen politischen Verhältnissen eine insgesamt zweijährige Wehrpflicht fordern, wenn man die Jugend ansprechen will?  Wollen wir nun Deutschland retten oder mit falschen Versprechen Mehrheiten organisieren. Deutschland ist wegen der politischen Lügen und der kompletten Realitätsverweigerung seit Euro EU EZB Target 2 und Maastrichter Verträgen am A. Da noch drauf zu satteln, hilft dem Land nicht weiter. Wir sollen uns ja gerne für Frieden einsetzen. Nur leben wir in einem Land, dass sich komplett ohne Gegenwehr die zentrale Energieversorgung zerstören lässt. Wie wollen sie ohne militärische Leistungsfähigkeit Deutschland vor den USA und der Ukraine schützen? Das ist nicht machbar. Nur ein gestärktes Militär kann uns gegen den hybriden Krieg der USA verteidigen. Ohne Wehrpflicht geht es nicht.Her mit einem Europa, dass sich vor der Übergriffigkeit der ehemaligen Freunde schützt. Ohne Wehrpflicht bleiben wir willige Sklaven der USA und der Epsteins dieser Erde.
 

RMH

22. August 2026 11:54

Schon der Text von Braga befremdete mich leicht (siehe meinen Kom. # 14. August 2026 20:43).  Auch mit diesem Text habe ich Probleme. Er hat zu viel Apparatschik-Sound.  Eine Partei-"Jugend" (die dann altparteilich bis 35 gehen darf ^^) hat so oder so, politische Bildung, etc., etc, zu sein. Wahnsinng "alternativ" zu dem, was man von anderen Parteien liest & hört. Wie auch immer, der Begriff "junge Alternative" bezog sich eng auf die Alternative f D. Das man hier von oben das Regiment erweitern wollte/musste, liegt nahe - Geburtsfehler? Evtl. hätte man sich von Anfang Gen D nennen sollen. Die beste polit Bildung aber, die man als junger Mensch haben kann ist, dass man nicht zu Hause am smarten Endgerät hängen bleibt sondern raus in die Polis geht. Aktiv in Sportver. oder Vereinen, Gruppen ist, mit off. Augen durch die Welt geht & erst einmal aufnimmt (auch durch das Lesen von Büchern, wie uncool), bevor man sofort Meinungen abgibt & sich festlegt. @Laurenz hat recht, ne gescheite Berufsausbildung & ein paar Jahre Arbeit geöhren auch dazu. Gerne darf man dann sich auch am "Markt" der polit. Angebote umsehen, einmal in Schnellroda an einem Seminar teilnehmen oder bei einer anderen Feldpostnummer. Die AfD muss offen bleiben für Leute aus den Berufen, Quereinsteiger etc. Das machte sie einst aus. Wer bei ner Jugendorga einer Partei einstiegt, vermittelt den Eindruck des Zeichnens einer Subskription auf spätere Pfründe. Wie unjugendlich, wie berechnend.

das kapital

22. August 2026 12:38

Parteien neigen generell dazu, ihre Basis zu verklappsen. Die Apparatschiks, die sich den Verklappsern wie Merz Merkel von der Leyen Söder Aiwanger Klingbeil Esken und Bas andienen, verdienen, obwohl sie keine Verdienste haben. Die anderen zahlen drauf. Hat sich bei der Jugend weitgehend rumgesprochen. Führt dazu, dass außer Apparatschiks wie Amthor nicht mehr viel übrig bleibt. 10 Prozent in Mecklenburg, Aber nicht überbieten. /// Nun gut, bei den Blauen ist ein bisschen mehr Basisorientierung. Hoffen wir mal, dass es so bleibt. Aber für einen jungen Menschen ist AfD nach wie vor "Ende der Karriere". Es kann dich deinen Job, deine Zukunft, dein Geschäft, deine Karriere, deine Beziehungen kosten, angesichts all der linken und linksextremistischen Hassprediger, die unterwegs sind, auch bei Katholiken und EKD. Ich glaube zwar, Gott ist blau. Die EKD hat auch bisher den Gegenbeweis nicht erbracht. Die Diakonie setzt aber dennoch schon mal nach 11 Berufsjahren erfahrene Mitarbeiter vor die Tür und die EKD schmeißt alles Blaue aus dem Ehrenamt raus. Die Sippenhaftung nimmt zu.

Theren

22. August 2026 12:52

mag ja "irrlichtern", aber bei mir hört es schon mit dem Begriff "Jugend" auf...
Die Jugend endet irgendwo zwischen 18 und 21 und das sind auch schon junge Erwachsene - können die Damen und Herren im "wehr- ehe- erwerbs- und elternfähigem" Alter nicht schlicht bei den Erwachsenen mitmachen, oder warum benötigen die "Kleinen" unbedingt einen "Safespace" ?
30 jährige Berufsjugendliche die dann Mittzwanziger "führen", sind dann schon comedy....
eine Jugendorganisation sehe ich doch eher bei den 14 bis 17jährigen...
 

Majestyk

22. August 2026 13:17

@ das kapital:
"Ohne Wehrpflicht geht es nicht."
Man merkt Ihre politische Herkunft bei jedem einzelnen Kommentar. Ohne autoritären Zwang geht es bei Ihnen nicht. Seltsam, daß es der größten Militärmacht gelingt ganz ohne Wehrpflichtige auszukommen. Was wollen Sie eigentlich eine Armee zur Landesverteidigung oder eine Wehrmacht als Angriffsarmee?
Die Jugend hat recht, wenn Sie gegen die Alten aus der Wohlstandsgeneration rebelliert. Wie kann man sich anmaßen, der Jugend ein derart marodes Land zu hinterlassen und von Ihr beim Eintritt ins Erwachsenenleben zwei Jahre ihres Lebens als Kriegsdienstpflicht abzuverlangen? Wohlgemerkt gilt das nur für den männlichen Teil der Jugend, was für sich genommen schon eine Unverschämtheit ist, weil dressierte Männer mitverantwortlich sind, daß gerade der männlichen Jugend der Zugang zu diversen Aufstiegs- und Druckposten mehrheitlich verwehrt wird. Kein Mann muß eine femischistische Gesellschaft verteidigen und kein deutscher junger Mann muß einen Staat verteidigen, der sich entschieden hat das eigene Volk zu marginalisieren und sich in Mult-Kultistan zu verwandeln.
Deutschland muß nicht vor den USA und der Ukraine geschützt werden, was für eine verzerrte Sicht auf die Welt. Dieses Land und vor allem seine Jugend muß geschützt werden vor Sozialdemokraten jeglichen Alters, die absolut lernresistent sind. 
 

Majestyk

22. August 2026 13:31

"sie politisch, fachlich, weltanschaulich und strategisch auszubilden"
Aha. Klingt wie eine Kaderschule. Hatten wir schon, war nicht so toll, gefällt mir nicht. Feministische Außenpolitik basiert auch auf Weltanschauung, mittels absurder Abgasvorschriften die wichtigste Industrie zerstören ebenfalls. Ich will keine weltanschaulichen Politiker in der Verantwortung sehen, die von Jugend an, auf Ideologie und Funktionär getrimmt werden, sondern Menschen mit Realitätssinn und praktischer Lebenserfahrung. Wenn man den Wilhelmismus mit seinem Sendungsbewußtsein dazu zählt, hat Deutschland 135 Jahre Ideologieerfahrung hinter sich, mindestens mal 90 Jahre. Ich würde es mal mit schnödem und langweiligen Realismus versuchen.

anatol broder

22. August 2026 13:32

@ das kapital 11:13
ich dachte, dass die deutschen atomkraftwerke unter tobendem beifall von den deutschen selbst zerstört wurden. ob sich die junge alternative gegen die zerstörung gewehrt hat, wäre im zusammenhang mit der erwiderung von alexander claus eine spannende frage.

Majestyk

22. August 2026 13:40

@ Theren:
"können die Damen und Herren im "wehr- ehe- erwerbs- und elternfähigem" Alter nicht schlicht bei den Erwachsenen mitmachen,"
Berechtigte Frage. Ich halte eh nichts von politischen Jugendorganisationen, egal von wem. Beim Fußball finden sich bei der U-21 auch gerne mal Mittzwanziger, im Olympiateam auch mal über 30-Jährige kurz vor der Fußballrente. In Deutschland kann man ja auch bis in die 20er hinein nach Jugendstrafrecht verurteilt werden. Angeblich weil Jugend noch nicht so reif ist, das eigene Handeln überblicken zu können, aber mitregieren und Politik machen kann man natürlich. 
 

Majestyk

22. August 2026 14:06

"verabschieden Sie Sich von Ihrer linken Karriere mit Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal & gehen beide 5 Jahre mal richtig arbeiten" - schägt Laurenz treffenderweise vor.
Ich habe keine Ahnung, wie aus einer linken Karriere etwas anderes entstehen soll als ein Linker. Genau diese Berufsfunktionäre waren schon immer ein Problem. Von solchen Leuten wird man doch regiert. Es kann doch nicht darum gehen, nur deren Parteifarbe auszutauschen, das Prinzip muß durchbrochen werden. Die AfD sollte das erste Wort im Namen deutlich ernster nehmen, dann würde vielleicht auch der innerparteiliche Nepotismus etwas reduziert. Weniger Seilschaften, dafür mehr Nähe zum Bürger. 

RMH

22. August 2026 14:12

@Theren,
bin grundsätzlich bei Ihrem Beitrag. Habe gerade mal nachgesehen: Um überhaupt Mitglied bei der GD werden zu können, muss man vorher Mitglied bei der AfD werden, was ab 16 möglich ist. Für Leute zwischen 14 und 16 ist die Mitgliedschaft bei der GD wohl auch ohne Mitgliedschaft bei der AfD möglich.
Es ist also, wie man so schön sagt, doppelt gemoppelt und man könnte dann in der Tat sowas auf örtliches Jugendgruppen-Niveau runter fahren, ohne große Bläh-Orga, wie GD.
Ach ja: Man darf wohl auch ihne deutsche Staatsbürgerschaft AfD Mitglied werden (so habe ich das dortige Aufnahmeformular verstanden).

RMH

22. August 2026 14:36

Das Gelästere gegen Nafiur Rahman hat Fremdschäm-Niveau. Der Mann wurde von 94% der Delegierten offen gewählt und nicht von einem Hintergrund-Strippenzieher als Quoten-Alibi-Figur aufs politische Schachbrett gestellt. Damit hat ein Landesverband der AfD- Jugend schon mal bewiesen, dass er weniger Bretter vor dem Kopf hat, als andere und mit einem Nase hoch ziehen gegen Rahman zeigt man 0 Respekt gegenüber den Delegierten, die ihn gewählt haben und von ihm offenbar überzeugt waren/ sind.
Wenn die Linke ein Angebot an zumeist arabisch- stämmige Israel-Hasser & Antisemiten macht, dann kann eine AfD, die ernsthaft rechts sein will, Angebote an konservative Deutsche mit MiHiGru oder MiHiGrus machen, die dies nicht sind.
2026 ist nicht mehr die Zeit von Parteipolitik auf dem Niveau von Dackelzüchter- Vereinen, die nur Halter von Dackeln aufnehmen aber nicht Halter von Pekinesen obwohl beide Kynologen sind.  

das kapital

22. August 2026 15:06

@ anatol broder Wir sind diversen Teilstrategien der Zerstörung ausgesetzt. Der hybride Krieg gegen Deutschland ist vielfältig und bunt. Ich nahm Bezug auf die Nordstreamsprengung. Die USA hat das am 7.2.2022 angestiftet und öffentlich angekündigt, ukrainische Kräfte sollen den Wunsch der USA dann umgesetzt haben. Keinerlei Schutz dieser existentiellen Energieversorgung. Nicht durch die Bundeswehr, nicht durch die NATO, nicht durch die EU, nicht durch die anderen EU Staaten. Statt dessen Unterdrückung und Vernichtung der Beweismittel durch Schweden und ggf. auch Dänemark. /// Die Energiewende ins Nichts, die seit  1998 läuft ist eine andere der Teilstrategien. Aiwanger und Söder haben da auch Großes geleistet. In der größten Energiekrise seit  1945 haben sie zugelassen, dass 11 Prozent des bayerischen Energiebedarfs in Gundremmingen C weggesprengt werden. Die sind genauso irre wie Merkel und Trittin. Nach der Nordstream-sprengung, nach 20 Sanktionspaketen der EU die Deutschland von einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung abschneiden, und nach dem ersten Krieg im Persischen Golf, lassen die am 25. Oktober 2025 die Sprengung zu, obwohl der 2. Krieg gegen den Iran schon absehbar war.

Dietrichs Bern

22. August 2026 15:33

Um noch mal mit der Realität außerhalb des Elfenbeinturmes zu langweilen: Die Wirtschaftslage ist schlecht wie nie, selbst Rekordschulden führen zu keinem wirklichen Wachstum. Die Energieversorgung ist unsicher und teuer. Armutsmigration ist vielleicht verlangsamt, findet aber weiter statt. Sozialsysteme erodieren, der Beitragszahler soll mehr zahlen und weniger Leistung erhalten. Die öffentliche Sicherheit ist nur noch ein Witz, das Justizsystem beschäftigt sich mit Rollatorgangs und angeblicher Volksverhetzung. Der Staat schaft Demokratie in nicht gekannten Ausmaß ab und Kriegsrhetorik fragt mittlerweile unverhohlen, wie man mehr russische Soldaten töten könne.
Darf ich vorschlagen, das alternative Politik - egal welchen Alters sich mit echten Problemen beschäftigt? 

Ordoliberal

22. August 2026 16:16

Bin mal wieder bei @Majestyk, @RMH und sogar @laurenz. Wen interessieren die Kindergärten von Parteien? Nichts Widerlicheres als Jusos, Julis, JUler und junge Grüne!
Die Rechte muss angesichts der massiven Probleme im Westen nur eins sein: Antilinks. Das heißt: subsidiär, regional, national, antiglobalistisch, antigrün, antiwoke, antipaternalistisch. Mit anderen Worten: ordnungspolitisch. Die Wirtschaft ist der Dreh- und Angelpunkt. Alle anderen Politikfelder - Bildung, Kultur, Migration, Innere Sicherheit, Sozialversicherung, Außenpolitik - sind vollkommen davon abhängig. Der umverteilende Staat ist unser Untergang.
Ohne Umverteilung gäbe es keine EU, keinen Euro, keine Migration, keine Frauenstudiengänge, keinen Facharbeitermangel, keinen Ärztemangel, keinen Wohnungsmangel, keine Inflation, keine Kuscheljustiz, keine NGOs, keinen ÖRR, keine Mainstreammedien, keine Windmühlen, keine Solarpanels, keine Wärmepumpen, keine gesprengten Kernkraftwerke, keine Blockparteien.
Linke, Grüne, Technokraten und Paternalisten aller Parteien könnten in einem nicht-umverteilenden Staat gar nicht existieren. In einem solchen Staat würde es den Blockparteilen schlicht an Mitteln fehlen, um die AfD so zu dämonisieren, dass die Menschen es für demokratisch halten, sie politisch zu verfolgen.

Majestyk

22. August 2026 16:38

@ anatol broder:
"ich dachte, dass die deutschen atomkraftwerke unter tobendem beifall von den deutschen selbst zerstört wurden."
Bekommen Sie nicht in die Schädel von Leuten, die die Niederlage noch nicht verwunden haben und dem Gegner von einst eine Erbschuld andichten wollen. Eigenverantwortung Fehlanzeige. Technikfeindlichkeit ist übrigens auch bei Rechten weit verbreitet.
"Man darf wohl auch ihne deutsche Staatsbürgerschaft AfD Mitglied werden (so habe ich das dortige Aufnahmeformular verstanden)." schreibt RMH. Habe ich nachgeprüft. Zu meinem Erschrecken stimmt das. 
Man kann aber nicht Mitglied werden, wenn man als Deutscher eine politische Jugendsünde begangen hat, echte oder vermeintliche. Finde den Fehler. Kein Wunder, daß die AfD sich von Sellners Remigration distanziert. Eigentlich ist auch der Drops schon gelutscht. Bedenkt man, daß @ Laurenz recht hat und überwiegend deutschstämmige Generationen wegsterben und solche nachrücken, die mehrheitlich nicht mehr deutsch sind, ist das Ende von Deutschland als Land der Deutschen absehbar.
Wenn jemand unter Fremden im eigenen Land alt werden soll, kann er aber auch gehen und zum Fremden im Ausland werden, bei deutlich niedrigerem Steuersatz und weniger Bevormundungskultur. Warum sollten nicht linke Deutsche noch arbeiten, wenn der Dank aus Maßregelung, Übergriffigkeit, Enteigung, unbezahlbaren Immobilienpreisen und einer Rente besteht, die maximal bis zum 10. des Monats reicht? 

Majestyk

22. August 2026 16:46

@ Dietrichs Bern:
"Darf ich vorschlagen, das alternative Politik - egal welchen Alters sich mit echten Problemen beschäftigt?"
Dürfen Sie, mir werden Sie auch immer sympathischer. Ich fürchte aber Ihr Vorschlag wird ungehört bleiben. Von Kreißsaal über Hörsaal in den Plenarsaal wird sich auch bei der AfD durchsetzen, Seilschaften und Nepotismus inklusive. In meiner Gemeinde lehnte man die Zusammenarbeit mit einem Unabhängigen, der hier fest verwurzelt ist, kategorisch ab und stellte stattdessen einen ortsfremden Bürgermeisterkandidaten auf, der gerade seinen Abschluß in Gesellschaftswissenschaft gemacht hatte. Die Quittung folgte auf dem Fuße und der Stimmenanteil halbierte sich gegenüber der BT-Wahl. Spätestens, wenn Beamte und die vom öffentlichen Dienst überlaufen, kann das Wort Alternative ohnehin gestrichen werden.
@ Ordoliberal:
Willkommen zurück. Wie immer mit einer Punktlandung. "It's all about the money"

heinrichbrueck

22. August 2026 16:47

"Ich glaube zwar, Gott ist blau."
So viel kann nicht einmal Gott saufen. Aber Gott hat Glück, es gibt eine kurze und eine lange Realität. Denken die Leute nach, bevor sie leben? Um das zu können, muß man die Zeit auf seiner Seite haben. Was ist Zeit? Meistens das, was man sich vorstellen kann. Was ist eine langfristige Perspektive? Vielleicht die Ewigkeit, vielleicht aber auch das Jüngste Gericht. Hängt von der apokalyptischen Begabung ab. 
Wer ehrenamtlich arbeitet, ist nicht ganz dicht. 

das kapital

22. August 2026 18:21

@ Ordoliberal Es hat viele Vorteile, (erz-) liberal zu denken und zu handeln. Aber das war (immer schon) ein Minderheitenkonzept, das gesamtgesellschaftlich n i c h t vorherrschend war. Das muss Gründe haben. Als Erzliberaler behaupte ich "die Menschheit ist zu blöd dafür". Das aber ist ein "arroganter" Standpunkt, der die Gesellschaft nicht weiterbringt. Wäre die FDP eine liberale Partei, könnte sie zum gesellschaftlichen Fortschritt beitragen. Sie ist aber längst keine liberale Partei mehr und hat ihre Basis verraten und verkauft. Und bei den Blauen wurde 2021 Bundestagswahlkampf mit dem Slogan geführt, jetzt müsse man aber "endlich mal die Liberalen ausschwitzen." Die Liebe zur liberalen Ordnungspolitik hält sich auch dort in Grenzen. /// Eine Partei muss dafür sorgen, dass sie auch in 20 Jahren noch Gutes und zukunftsfähiges Personal hat. Und das muss ein Personal sein, das dem Kulturkampf gegen blau standhält ohne selbst nur einen Kulturkampf gegen die Widerlinge von links zu führen. Es müssen da positive Botschaften in die Breite getragen werden, wie ein Ulli Siegmund oder eine Eva Vlaardingerbroek das schaffen. Die leuchten. Und auch GD braucht junge Menschen, die von innen leuchten und in 20 Jahren die Welt erleuchten.

das kapital

22. August 2026 18:58

"Wer ehrenamtlich arbeitet, ist nicht ganz dicht." Streng genommen wird der überwiegende Teil der Arbeit der Menschheit ehrenamtlich erledigt. Nach 2 Jahren ist Schluss mit dem Elterngeld. Dann müssen Sie weitere 16 Jahre ehrenamtlich ran zur Elternarbeit. Wenn Sie Glück haben, leisten die dann im Alter auch ehrenamtlich was für Sie. ///  Es gibt Teile von ehrenamtlich, die nischt bringen. Z.B. Parteiarbeit ohne Mandat. Oder auch für eine Kirche Caritas und Diakonie, die sie nur verachtet und emotional ausplündert. Oder für einen Bürgermeister, der sie verächtlich macht, sobald Sie bei der Feuerwehr freiwillig ein Foto mit einem künftigen Ministerpräsidenten machen. /// Dennoch, das Ehrenamt ist stilprägend für christlich geprägte Gesellschaften und war mal ein echter evolutionärer Vorteil. Isch over. Diakonie in Berlin schmeißt gerne ältere Christen raus, um Platz für islamische Flüchtlinge zu schaffen. Rechnet sich mehr und der Staat liebt den Islam. Wer sich danach noch für die Diakonie engagiert, leidet an Altersstarrsinn.

Ordoliberal

22. August 2026 19:00

@Majestyk
"Von Kreißsaal über Hörsaal in den Plenarsaal wird sich auch bei der AfD durchsetzen, Seilschaften und Nepotismus inklusive."
Das fürchte ich auch. Ebenso die Umverteilerei. Was hat denn ein Berufspolitiker sonst anzubieten?

Maiordomus

22. August 2026 19:12

Die Debatte hier, anscheinend auf gutem Wege, läuft aus dem Ruder, wenn Gott eine Parteifarbe bekommt: also die potentielle Verirrung von Schwachstrom-Bischöfen der letzten 100 Jahre in verschiedenen Konstellationen der öffentlichen Feindbild-Verkündigung.. "Elohim", einer der biblischen Gottesnamen, meint "Himmel" und ist insofern an die Farbwirkung "blau" erinnernd, vor etwa 35 Jahren eine wunderschöne Kunstausstellung in Baden.Baden. Auf wirklich irrlichternde Phantasien aber kann und muss aber wohl verzichtet werden. Es scheint eine Sünde gegen das 1. Gebot zu sein, nicht zu vergessen das über Generationen nun doch gut begründete Misstrauen der direkten und unmittelbaren Verquickung von Gott und Politik. Es  geht nicht gut aus und es kommt nicht gut. Das Gewissen als eine Art "Gott in uns" ist noch einmal alles andere, und bei Kierkegaard wäre aus der Warte eines gläubigen Existentialismus zu lernen "das Erbauliche, das im Bewusstsein liegt, dass wir gegen Gott immer Unrecht haben." So nachzulesen in dessen Hauptwerk "Entweder - oder", das pikanterweise auch das "Tagebuch des Verführers" enthält. Hier wäre also wohl Wegtreten erbeten. 

dojon86

22. August 2026 19:49

@Majesty @Ordoliberal Wer etwas ändern will, benötigt Macht. Wer Macht will, der muss über Seilschaften, Netzwerke, und ja auch Korruption nachdenken und sie nützen. Dabei hilft auch der Aufbau einer Jugendorganisation. So entsteht ein Netzwerk. Libertäre wünschen sich ein System ohne all dem , dass es nirgendwo gibt. Außer vielleicht in irgendwelchen afrikanischen Staaten, wo es tatsächlich keinen Staat gibt. Dort gibt es kein Meldewesen, keine Steuereinhebung bei der Masse der Bevölkerung, keine präsente Polizei. Ein Paradies für den Libertären ?  Mit dem Resultat, dass marodierende  Banden übernehmen. Tut mir leid das sagen zu müssen. Ein Rudi Dutscke war verrückt und gefährlich. Aber er verstand mehr von Macht als viele deutsche Liberalkonservative. Was sein Sager über den Marsch durch die Institutionen beweist. Das ist überhaupt so eine deutsche Marotte. "Macht ist ultraböse" . Ich halte es da mehr mit einem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten der gefragt wurde, ob so lange Machtausübung nicht einen Mann abnützt. Er antwortete, "das einzige was einen Mann abnützt, ist ein Mangel an Macht". Darum, Netzwerke bilden, Seilschaften bilden, lernen die eigene Meinung bei Bedarf zu verbergen. Die Anfälligkeit aller Menschen für Korruption nützen. Etc..

MarkusMagnus

22. August 2026 21:34

 @ Majestyk
"Seltsam, daß es der größten Militärmacht gelingt ganz ohne Wehrpflichtige auszukommen"
Sie vergessen das in richtigen Kriegen die Amis auch nicht an der Wehrpflicht vorbeigekommen sind: Wk 1, Wk 2, Korea, Vietnam. 
Für Länder wie den Irak mag es gereicht haben, beim Iran sieht es schon wieder ganz anders aus. 
 
 
 

MarkusMagnus

22. August 2026 21:44

@ dojon86
Wieso war Dutschke verrückt und gefährlich? Er lehnte seinerseits für sich persönlich die Wehrpflicht ab weil er nicht auf Deutsche schiessen wollte. In Zeiten des kalten Krieges ein sehr richtiges und patriotisches Argument.

das kapital

22. August 2026 21:56

"Nutze die Anfälligkeit der Menschen für Korruption". So entsteht genau die widerliche Welt, in der wir leben müssen. Migrantenvereine aus Bremen werden mit Steuermillionen gepampert. Deren Mitarbeiterin fährt dann einen menschenfreundlichen Türken mit einem teueren Kraftfahrzeug nach Stade, um ihm mal richtig zu helfen, 6 Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst für seinesgleichen freizumachen. Die Schwiegermutter des SPD Landtagsabgeordneten türkischen Herkommens wurde bis heute nicht zur Verantwortung gezogen. Nutze die Anfälligkeit. /// Von der Leyen verballert regelwidrig 35 Milliarden an Pfizer und erhält zur Belohnung den Karlspreis. Bourla, der Pfizer Chef erhält für den Deal den "jüdischen Nobelpreis", also den Genesispreis. Nutze die Anfälligkeit. Tatsächlich möchte ich das nicht nutzen, sondern mit jeder Faser bekämpfen.

Le Chasseur

22. August 2026 22:12

@MarkusMagnus
"Sie vergessen das in richtigen Kriegen die Amis auch nicht an der Wehrpflicht vorbeigekommen sind: Wk 1, Wk 2, Korea, Vietnam"
Jetzt kommen Sie Majestyk doch bitte nicht immer mit Fakten. 
https://www.berliner-zeitung.de/article/wehrpflichtregistrierung-in-den-usa-maenner-sollen-automatisch-erfasst-werden-10029435

Beta Jas

22. August 2026 22:33

@Majestyk "Ohne autoritären Zwang geht es bei Ihnen nicht. Seltsam, daß es der größten Militärmacht gelingt ganz ohne Wehrpflichtige auszukommen. Was wollen Sie eigentlich eine Armee zur Landesverteidigung oder eine Wehrmacht als Angriffsarmee?"
 
Der Klassiker der Pflichten ist die Schulpflicht, so gibt es auch eine "autoritäre" Wehrpflicht um dann in einem Umfeld von Autoritäten wie Offizieren, ihre Befehle auszuführen und später hat man einen Chef in einem Unternehmen. Keine Selbstbestimmung sondern Fremdbestimmung, und das quasi überall.
Das einzige was an einer Wehrpflicht in der heutigen Zeit zu kritisieren wäre, ist, dass sie nicht auch für Frauen gilt. In Anbetracht dessen welche destruktiven Narrenfreiheiten Frauen besitzen, die zu einem demografischen Zusammenbruch führen, ist es bemerkenswert, das hier tatsächlich eine Pflicht noch für Männer existiert, aufgrund ihres Geschlechts. Anderseits, was verteidigen; Die Fußgängerzonen in den Städten und das ethnographische Bild das sich da einem bietet?  Die Deutschen sind doch nicht mal in der Lage gewesen in den letzten Jahrzehnten, dies zu verhindern und ihr Land zu verteidigen.

Majestyk

23. August 2026 00:49

@ das kapital:
Ehrenamt ist vor allem Selbstinszenierung. Caritas und Diakonie haben zusammen 1,4 Mio. bezahlte Mitarbeiter. Da haben Sie wesentliche Akteure der ominösen Zivilgesellschaft. Wie wollen Leute wie Sie eigentlich was ändern, wenn Sie jener Zivilgesellschaft nicht den Geldzufluß dosieren wollen? Im Übrigen gewinnt man, wenn man Tore schießt, nicht wenn bloß die Null hält, gilt auch für Kulturkampf. 
@ dojon86:
"Macht ist ultraböse"
So einen Quatsch werden Sie von mir nie lesen. Ich möchte Macht nur nicht in den Händen von Berufsfunktionären sehen, die noch nie am normalen Erwerbsleben teilgenommen haben, aber über Erwerbstätige bestimmen wollen. Ich muß mich wirklich wundern. Ist noch nicht so lange her, da wurde auch hier über Leute wie Ricarda Lang oder Jette Nietzard gespottet. Aber in Blau soll das plötzlich OK sein? Was für doppelte Standards.
@ MarkusMagnus:
Deutschland befindet sich nicht im Krieg, oder doch? Wollen Sie Krieg? Bei Ihnen weiß man nie so genau, Sie haben es ja gerne mal martialisch, wie bei Robert A.. Heinlein.
@ Ordoliberal:
Die SPD heiratet den sozialen Flügel der CDU und ist nun blau. Sonst ändert sich nichts. Keine Sorge, auch in 20 Jahren werden Sie beim Heimatbesuch ein durch und durch sozialdemokratisches Land vorfinden. Falls sich der Flug noch lohnt und Flugzeuge hier noch landen können. Ohne bitterbösen Humor können Sie hier nicht überleben. Wie groß sind die Chancen auf politisches Asyl in den USA?

RMH

23. August 2026 06:38

Die Wehrpflichtdebatte ist aktuell vorrangig eine psy-op oder ein Propaganda-Test um zu sehen, wie kriegsgeneigt die Bevölkerung ist bzw. um diese in eine solche Richtung wieder zu bringen. Solange die Wehrpflicht in erster Linie ein Papiertiger ist, dem man durch bequeme Verweigerung ohne Zivlidienst entgehen kann, ist sie rein praktisch kein großes Thema, außer, dass man darauf hinweist, dass damit eben eine Manipulation der Stimmung in der Bevölkerung läuft. AfD & Linke haben eine Sperrminorität im BT in Bezug auf Verfassungsänderungen, daher geht auch keiner an den GG Art zur Wehrpflicht & Frauen bleiben (erst mal) außen vor. Insgesamt ist das Thema Wehrpf. damit aktuell (kann sich noch ändern), mal wieder einer der ganz großen Knochen, den man den Wachhunden hin wirft, damit sie was zu kauen haben, im Hintergrund geht die Plünderung & Besetzung des Palastes D einfach weiter. & damit wird auch klar: Wenn es um "Jugend" & deren Zukunft geht, ist Wehrpflicht nicht das Thema, welches primär abzuarbeiten ist. Ich persönlich war immer ein Befürworter der Wehrpflicht, aber nur, wenn das Recht zur Verweigerung garantiert ist. Aktuell traue ich 18  bis 20 Järigen zu, dass sie selber für sich eine gute Entscheidung treffen können & halte mich mit Meinungsäußerungen dazu zurück.

RMH

23. August 2026 06:43

@MarkusMagnus, Dutschkes Argument war auch so ein Propaganda-Trick, findet man sicher auch in einer der chinesischen Strategemen, überhole die Patrioten mit Patriotismus, bekämpfe Feuer mit Feuer oder was auch immer. Dutschke hat für ein gutes Argument, eine schöne Propaganda auch gerne seine Seele verkauft. In der damaligen Realität gab es aber nur eine Armee, die eine ganze Abteilung hatte und die ganz real mit Deutschen Soldaten auf Deutsche geschossen hat und das war die NVA mit ihren Grenztruppen, deren ehem. Anehöroge zumeist 0 Schuldempfinden haben, sich insgesheim als "Elite" sehen und nur sehr selten kritische Distanz entwickelten - zumindest gilt das für die meisten von denen, die sich öffentlich zu Wort melden (wie es in all denen, die jetzt still & friedlich ihr Leben leben vorgeht, kann keiner wissen).

Laurenz

23. August 2026 07:08

@die völlig Ahnungslosen auf der SiN ... Ehrenamt ... 11k Kommunen in Deutschland werden durch 11k kommunale Parlamente im Ehrenamt verwaltet. Einzige Ausnahmen sind die Stadt Bremen & die Stadt Bremerhaven, Sozis/Linke halt. Das Parlament Frankfurts bezahlt quasi eine Art Teilzeit-Einkommen. Das wars. Auch die meisten verbeamteten Gemeindevorstände agieren im Ehrenamt. Dazu kommen 294 Landkreise. Es gibt meist Sitzungsgeld, aber das reicht gerade für ein halbes Schnitzel & sonst etwas zum Kosten decken. Weil Sie Ahnungslose Alle Sich Selbst noch nie engagiert haben, sind Sie Alle auch ahnungslos, wollen aber mitreden. @Anatol Broder engagiert Sich immerhin in der Schopenhauer-Gesellschaft, das doch schon mal was. Kommunen werden zukünftig mehr Geld brauchen, um genügend Leute in die Feuerwehr zu locken. Dadurch wird erst recht kein Geld über sein, um eine gewählte Gemeinde-Vertretung zu bezahlen. ... @Maiordomus ... Gottes Parteifarbe ... Wir bieten hier keine Anekdoten feil. Der überzeugte Jude Jesus v. Nazareth war Politiker. Juden trennen nicht zwischen Himmel & Erde. Daß Kirchen mal nicht politisch agierten, war bei den Protestantischen Fürsten der Aufklärung so, aber selbst nach der Säkularisierung Bonapartes nicht der Normalzustand. Vor allem die Katholiken wollten nie akzeptzieren, keinen politischen Einfluß nehmen zu dürfen, siehe Bismarcks Kulturkrieg gegen die "Reichsfeinde" vom Zentrum, siehe Wehler.

Laurenz

23. August 2026 07:29

@die Kack-Liberalen ... Liberale Phantasten begehen denselben Denkfehler, wie die Marxisten. Beides benötigt eine Umerziehung des Menschen zu Homo sovieticus oder zum Homo liberalis. Kein Erdenbürger ist von Natur aus liberal oder gleich. Deswegen sind der Marxismus & der Liberalismus unmenschliche Systeme. Alle anderslautenden Haltungen/Meinungen bleiben Lebenslügen. Man kann das am besten über John M. Keynes oder Karl Schiller festmachen. Beide waren geniale Wissenschaftler, scheiterten aber am menschlichen Faktor in der Politik. Kein Politiker zahlt Staats-Schulden zurück, auch Trump & Meloni nicht. Putin installierte Elwira Nabiullina, als Chefin der Zentralbank & Gegenpol zu den Gelddruckern in seinem Kabinett. Milei übernimmt in Argentinien Selbst die Funktion einer Schuldenkontrolle. Beides sind aber ungenügende Konstrukte. Was ist, wenn Putin & Milei weg sind? Ohne eine unabhängige Zentralbank (deren Hauptaufgabe die Bekämpfung der Inflation ist), wie die einstige Bundesbank nach Wilhelm Vocke, versinken Staaten im Existenz gefährdenden Schuldensumpf, der sich immer zu Lasten des Kleinen Mannes auswirkt & die Reichen privilegiert. Vor allem Linke agieren so, weil sie das Prinzip nicht verstehen wollen oder können.

Maiordomus

23. August 2026 08:01

@Torben Braga, falls mitlesend, ist gebeten, irgendwann eine ihm oben gestellte Frage zu beantworten bei Differenzierung des brasilianischen Systems im Vergleich zum deutschen. "Deus e brasileiro" lautet bekanntlich ein Sprichwort, falls ich es hier richtig hinschreibe. Ausserdem interessiert seine Haltung zu der hier ebenfalls diskutierten Wehrpflicht. Vergessen wird bei der  Wehrpflicht, dass wahre Dienstverweigerung Befehlsverweigerung aus Gewissensgründen ist und dass es niemals schaden kann, in der Lage zu sein, eine Knarre zu bedienen. Wehrpflicht ist auch dann nicht einfach abzulehnen, wenn eine gelinde gesagt unpassende Regierung an der Macht ist, wie es im 3. Reich nun mal der Fall war. Die tapfersten Deutschen der Geschichte waren, von wenigen Ausnahmen abgesehen, Soldaten. Habe in diesem Sinn auch die Geschwister Scholl nicht überschätzt. Mit der Waffe in der Hand wäre vielleicht mehr möglich gewesen. Als Student hatte ich 1968 ein zwiespältiges Verhältnis zur Selbstverbrennung des Ian Pallach in Tschechien. Es war mir noch zu viel  "Schwejk". Dabei wurde trotz der Vergewaltigung der Tschechoslowakei die Entspannungspolitik damals nicht eingestellt, was zu denken gibt. Putin ist halt im Vergleich zu Breshnev, an dessen Friedenswillen Brandt nicht zweifelte, wohl "zu rechts".

Maiordomus

23. August 2026 08:19

Was heisst da "ehrenamtlich"? Auch in der Schweiz hält sich die Einbildung, es sei im Bund von 1291 "die Demokratie" der freien Männer beschworen worden. Das sind Projektionen, an welchen der Schweiz-Laie Schiller nicht unschuldig ist mit seinem Denken über ästhetische Erziehung des Menschengeschlechts, was ihn zum Ehrenmitglied der franz. Nationalversammlung machte. Wie die Berg-Schweiz funktionierte, zeigen die (meist) Leibeigenen von Glarus mit ihren Gemeindeorganisationen. Für ihre Herrin, die Äbtissin von Säckingen, war es zu umständlich, ins Bergtal zu reisen und dort die Ämter zu besetzen, Strassenwärter, Lawinenverantwortliche, Förster, Soldaten, Gemeindebeauftragte, Ausrufer, Feuerwehrleute, Schaf- und Geisshirten, auch Hebammen und Krankenpfleger, die alle unter sich gewählt wurden im Sinne einer "Ämtli-Verteilung" von Pflichten. So entstand die Dorfdemokratie der "Tagwen", Tagwerker und die Landsgemeinde, sogar der Pfarrer wurde mit der Zeit so gewählt, weswegen Humanist Glarean sich 1510 weigerte, "wie ein Geisshirt" zu Hause jährlich sich einer Wahl zu unterstellen. Es war schlicht eine Pflichtenverteilung meist von Leibeigenen zum Überleben in unwirtlicher Umgebung. Das System ist seit 1387 genau belegt.      

Mitleser2

23. August 2026 08:58

@das Kapital: "Her mit einem Europa, dass sich vor der Übergriffigkeit der ehemaligen Freunde schützt."
Dieses Europa gibt es nicht, und wird es nie geben. Der Versuch war die EU. Das Ergebnis ist bekannt. Es heißt zwar, schlimmer geht immer. Aber nicht bei der EU. 

deutscheridentitaerer

23. August 2026 09:17

@RMH"2026 ist nicht mehr die Zeit von Parteipolitik auf dem Niveau von Dackelzüchter- Vereinen, die nur Halter von Dackeln aufnehmen aber nicht Halter von Pekinesen obwohl beide Kynologen sind."Die Debatte um die GD interessiert mich als Außenstehenden wenig, aber hier stellt sich die Sache doch komplexer da. Herr Rahman wirkt persönlich wie eine integre und kluge Person, deren Wahlergebnis für sich spricht. Da haben Sie schon Recht. Aber der Verweis auf Integration etc. greift zu kurz. Diese Phrasendrescherei hatten wir nun jahrzehntelang zu genüge, es funktioniert nicht, weil es konzeptionell keinen Sinn macht. Man kann sich nicht in eine Gemeinschaft integrieren, die dadurch definiert, dass wir doch alle integriert sind. Das ist selbstbezüglich. Integrieren kann man sich nur in das durch die Abstammungsgemeinschaft Vorgegebene. Hier wird es es dann jedoch rechtlich und tatsächlich ebenfalls sehr schwierig. Es hat in unserem Lager für Spalterei und Polemiken gesorgt, aber ich halte den von Paul Strieder aufgestellten und von Krah popularisierten Ansatz hier für richtungsweisend. Es ist bedauerlich, dass die Auseinandesetzung hierüber durch persönliche Konflike überlagert wurde.

dojon86

23. August 2026 09:31

@Marcus Magnus Alle Zeitzeugen beschreiben Dutsckes politisches Auftreten als das eines Volkstribunen. Populistisch und agressiv. Unser Glück war, das er es in einer Zeit war, als es den Deutschen immer besser ging. Darum fand er außerhalb der Studentenschaft keine Anhänger. Wir hatten 50 Jahre davor schon so einen Volkstribunen. Er hat uns ins Unglück geführt. Das ist übrigens kein Widerspruch dazu, dass beide natürlich mit manchen ihrer Thesen Recht hatten. Aber der politische Stil ihrer Auftritte ließ beim ersteren einiges erahnen, beim zweiten kam es nicht zur Umsetzung in die Praxis. Man sollte im übrigen jedem Deutschen den Satz Bismarcks in den Kopf hämmern "Politik ist die Kunst des Möglichen". Leider liebt der Wähler nichts weniger als Politiker, die nach diesem Motto handeln. Oder nur nachdem solche Politiker wie Stresemann, Adenauer und übrigens auch Milei den Schutt wegräumen, den die Wunschdenker hinterlassen haben.

Le Chasseur

23. August 2026 10:07

@Majestyk
"Deutschland befindet sich nicht im Krieg, oder doch?"
Natürlich befindet sich Deutschland im Krieg gegen Russland.

das kapital

23. August 2026 10:54

@ Le Chasseur Volle Zustimmung Baerbock: wir sind im Krieg gegen Russland. Merz und Pistorius Wir müssen rüstenrüstenrüsten, denn Russland marschiert 2029 in Deutschland ein (nachdem es die Ukraine platt gemacht hat? Geht das nicht schneller?) Wir müssen (noch) kriegstüchtig(er) werden. Wadephul. Russland ist unser ewiger Feind. /// Der Krieg gegen Russland wird von den deutschen Standorten der Amerikaner in Stuttgart Wiesbaden und Ramstein aus geführt. Dort erfolgt die Feindaufklärung die Zielerfassung und mit einiger Wahrscheinlichkeit auch die Steuerung einiger Drohnen und Raketen, die in Russland z.B. in Moskau und St. Petersburg einschlagen. Ein Teil wird (ggf. von NATO Kräften in der Ukraine) von der Ukraine aus gesteuert. Deutschland hat etwa 29.000 ukrainische Soldaten für den Krieg gegen Russland ausgebildet. Von denen sind etwa 200 (völlig zu Recht!) desertiert. Russland wird mit deutschen Waffen beschossen, die in Deutschland produziert werden. Deutsches Geld hilft, Russland zu bekriegen. Merz hat gerade erst wieder 90 Milliarden dafür aufgetrieben, die hier fehlen. /// Familienversicherung ade. Hauptsache wir können schön brav Krieg gegen Russland führen.

Gimli

23. August 2026 11:18

@Le ChasseurDiese Verkürzung ""Deutschland befindet sich nicht im Krieg, oder doch?"Natürlich befindet sich Deutschland im Krieg gegen Russland." würde ein WP in einem seiner geheimen Bunker in Russland sicher gerne so konkret ausgesprochen von einem wichtigen Politiker Deutschlands hören, um seinen Angriffskrieg auf einen souveränen Staat eskalieren und ausweiten zu können. Er scheint es ja mit allerlei Provokationen zu versuchen. Und benimmt sich wie andere aus der Zeit gefallene Machtpolitiker, die noch in "Blut und Boden" denken. (Oder auch nur an sich.) Aufregen wäre zu viel, wundern zu wenig, iwas dazwischen ist meine emotionaler Korridor dafür - als Bürger, Wähler und -ja- Europäer. Wie schon mal geschrieben: Ich hoffe sehr, dass diese irrationale Phase der Geschichte eine Art atavistische Zuckung vergangener Zeiten ist und in USA, C und andernorts, wo Wirrköpfe und Gestrige an die Macht gelangt sind, einfach wieder verschwinden. Sich an diplomatischen Gummiwänden müde kämpfen und verschwinden. Leider besteht die Gummiwand in dieser Situation auch aus Waffenlieferungen und Machtdemonstration. Hier bin ich dabei. Falls es drauf ankäme, stelle ich mich der Geschichte, aber als Europäer. 

Ordoliberal

23. August 2026 12:47

@Majestyk
Lassen Sie alle Hoffnung auf eine bessere USA fahren. Kalifornien ist noch schlimmer als Deutschland. Auch hier sind die Sozialisten übermächtig. Dazu kommt das hohe Korruptionslevel in der Politik und der Materialismus der Amerikaner, die Erfolg nur als materiellen Erfolg kennen. Das gilt ja selbst für die amerikanische Geschmacksrichtung des Christentums, den Calvinismus. Es gibt auch keine Handwerkstraditionen. Perfektionismus um seiner selbst willen im europäischen oder japanischen Sinne ist dem Amerikaner fremd. Genuss und Stil wird kopiert, nicht selbst erfunden. Entsprechend ist das Freizeitniveau.
Ein Multikulti- und multiethnischer Staat wie Kalifornien kann mir nie eine Heimat sein. Wer sich hier heimisch fühlt, lebt in seinem mitgebrachten Volk: Juden, Chinesen, Schwarze, Latinos, weiße Amerikaner. Oder er lebt in einer Oberschichts- oder Berufsblase. Die Deutschen bilden hier kein Volk im Volke. Das hat man ihnen schon lange ausgetrieben.
Für einen alten weißen Mann aus Deutschland gar nicht zu ertragen: Das Bildungssystem und das Gesundheitssystem. Ein einziger Alptraum und eines Erstweltlandes unwürdig. Eine Mischung aus Korruption und Sozialismus. No country for old men.

Ordoliberal

23. August 2026 12:50

@laurenz
"Ohne eine unabhängige Zentralbank (deren Hauptaufgabe die Bekämpfung der Inflation ist), wie die einstige Bundesbank nach Wilhelm Vocke, versinken Staaten im Existenz gefährdenden Schuldensumpf, der sich immer zu Lasten des Kleinen Mannes auswirkt & die Reichen privilegiert."
Und das erklären Sie mir? Einem Kackliberalen?
Im Übrigen: Die Umerziehung, die für einen liberalen Staat angeblich nötig sein soll (und damit meinen Sie - und Böckenförde - wohl: Erziehung durch den Staat), passiert in einem liberalen Staat automatisch und privat. Nämlich dadurch, dass Lebensformen, die sich nicht selbst in einer freiwilligen Gemeinschaft erhalten können, aussterben. Die Härte und Disziplin der amerikanischen Pioniere müsste den Rechten eigentlich gefallen. Aber die mögen ja lieber die Härte und Disziplin der preußische Erziehung.

Diogenes

23. August 2026 13:08

@dojon86"23. August 2026 09:31@Marcus Magnus Alle Zeitzeugen beschreiben Dutsckes..."
 
"Alle" Zeitungen die von Marxisten/Bolschewisten/Antideutschen unterwandert wurden, sind, und noch werden, beschreiben "ihre" Kleingeister als Großgeister (Vordenker). Was ich nicht verstehe: Warum muss sich unser deutschbewusstes "Wir" an deren "Helden" und "Wortbestimmungen" anpassen (müssen)? So muss ich umgekehrt fragen: wer so sagt, sich so bestimmen lässt, der Deutsch auf der Zunge führt, aber nicht in Gemeinsamkeit "Geist oder Abstammug" bringt, dessen Wort ist also wie zu wiegen unter der Deutschschau in die Welt! 

Maiordomus

23. August 2026 13:22

@¨Le Chasseur. Übertreiben Sie hier bitte nicht, es ist immer schrecklich, wenn in Vergessenheit gerät, was Krieg wirklich ist. Für die Fanatiker war auch der 1. Weltkrieg nie zu Ende, im Vergleich zu den heutigen Verhältnissen war dies sogar proportional noch "eher wahr", wiewohl "eher wahr" streng logisch falsch ist. So wie es zwar den Klimawandel tatsächlich gibt, aber unsere Vorstellungen von dem selben vermutlich sogar flächendeckend falsch sind, jedenfalls nicht wahr genug, um ihn gewisse Vorstellungen von demselben Geld zu investieren.  

Majestyk

23. August 2026 14:11

Jaja, Ehrenamt, aber dann frühzeitig wissen, wo man beim Bauerwartungsland zuschlagen kann. Ich sah noch keinen im Gemeinderat, dessen Taschen hinterher leerer waren.
Thema Kriegsdienstpflicht. Ich wüßte mal gerne, was hiesige Staatshörige von der DDR-Führung unterscheidet? Dort war man der Ansicht, der Mensch gehöre dem Staat, weswegen man Gesetze erließ, die es erlaubten einem Menschen in den Rücken zu schießen, falls der unerlaubt das Land verlassen wollte. Kriegsdienstpflicht ist nicht nichts anderes. Der Staat nimmt sich das Recht heraus, über Menschen zu verfügen als wären sie sein Eigentum. Die Pflicht zum Kriegsdienst mit Schulpflicht vergleichen ist purer Zynismus und dann jammern, daß die Kriegsgefahr wächst. #
Der Verweis auf Verweigerung ist auch nur Schönfärberei. Junge Menschen sind nicht dazu da, fremde Alte zu pflegen, die entweder keine Kinder in die Welt gesetzt haben oder wo deren Kinder zwar Interesse am Erbe, aber keines an der Pflege haben. Jugend ist keine Verfügungsmasse, weder um zwangsweise in Schützengräben zu verrecken, für Leute, die von Krieg profitieren wollen, noch um gesellschaftliche Defizite zu beheben. Seit 1871 wurde Deutschland noch nie angegriffen, sondern erhielt stets nur das Echo eigener Angriffskriege. 
Das trennt mich von jedem Staatsgläubigen, gleich ob links oder rechts, der glaubt, ein Staat habe das Recht über ein Individuum autoritär zu verfügen. Ein Mensch gehört niemandem.

Majestyk

23. August 2026 14:25

Und diese Männerverachtung geht mir erst recht gegen den Strich. Wenn Frauen leben wollen wie Männer, per Quote Männern Jobs wegnehmen wollen, dann können sie auch sterben wie Männer. Gleiche Rechte im Leben, gleiche Rechte im Tod. Frauen wissen doch eh alles besser, können alles besser und alles, was Männer sagen oder tun ist eh nur Mansplaining, dann können die Weiber sehr gerne im Krieg beweisen, daß sie alles mindestens genauso gut können wie Männer. 
@ Maiordomus:
Eben. Dieses ganze "Ehrenamt stärken" und das Gerede von der "Zivilgesellschaft" macht die Menschen nicht freier. Es gaukelt lediglich Selbstbestimmtheit vor. 
"Vergessen wird bei der  Wehrpflicht, dass wahre Dienstverweigerung Befehlsverweigerung aus Gewissensgründen ist und dass es niemals schaden kann, in der Lage zu sein, eine Knarre zu bedienen."
Das ist zwar richtig. Ohne Staat gäbe es aber keine Waffengesetze. Ein Mann, den man zum Kriegsdienst verpflichten will, muß das natürliche Recht haben eine Waffe besitzen und tragen zu können, wenn es ihm beliebt. Ohne Recht auf Waffenbesitz, keine Pflicht zum Waffengang für den Staat.

heinrichbrueck

23. August 2026 14:33

„Politik ist die Kunst des Möglichen.“
Was ist in 20 Jahren möglich, was in 20.000?
„Das Geheimnis des Erfolges liegt in der Beständigkeit des Ziels.“ – Disraeli
„Politik ist die Kunst des Möglichen, aber auch die Kunst, Mögliches unmöglich zu machen.“ – Werner Hadulla

heinrichbrueck

23. August 2026 14:36

Wenn ein ehrenamtlicher Gemeinde- oder Stadtrat beschließt, keinen weiteren Asylzuzug zu erlauben oder den Bau einer Flüchtlingsunterkunft komplett zu blockieren, wird dieser Beschluß in der Praxis rechtlich einkassiert.
Kommunen sind in Deutschland rechtlich gesehen keine eigenständigen Staaten, sondern Vollzugsbehörden, die an Recht und Gesetz von Bund und Ländern gebunden sind. 
Weigert sich die Gemeinde weiterhin, eine zugewiesene Anzahl an Asylsuchenden unterzubringen, kann die Aufsichtsbehörde die Entscheidung stellvertretend für die Gemeinde fällen. Sie ordnet dann beispielsweise den Bau oder die Anmietung einer Unterkunft an – die Kosten dafür werden der Gemeinde direkt vom Konto abgebucht.
Verhalten und Macht. Pflichtgefühl ohne Ziel. 
Macht durch Geschlossenheit: Nur wenn eine Fraktion geschlossen abstimmt, kann sie Projekte durchsetzen oder den Bürgermeister kontrollieren.
Das Verhalten: Ratsmitglieder, die permanent gegen die eigene Fraktion stimmen, riskieren den Verlust von Ausschußsitzen oder werden bei der nächsten Wahl auf der Liste nach hinten gesetzt. Man paßt sich dem Gruppendruck an. 

Majestyk

23. August 2026 14:57

@ Ordoliberal:
Die Zustände in Commifornien glaube ich gern. Dachte auch eher an New Hampshire oder Tennessee. Aber natürlich nicht ernsthaft, es war reine Ironie. In Ihrem Staat war ich nie. Ich bin in Deutschland geboren und werde auch hier sterben. Die Sache mit der Handwerksdisziplin können sie hierzulande aber auch längst vergessen. Die medizinische Versorgungsqualität ist ebenfalls rückläufig, vorsichtig ausgedrückt.
"Die Härte und Disziplin der amerikanischen Pioniere müsste den Rechten eigentlich gefallen. Aber die mögen ja lieber die Härte und Disziplin der preußische Erziehung."
Weswegen hier ja auch alles ausgeblendet oder wegmoderiert wird, was autoritäre Besitzansprüche des Staates gegenüber dem Individuum infrage stellt. Diesbezüglich sind Rechte keinen Deut besser als Linke. Die Rechte will den paternalistischen Staat nicht abschaffen, sondern nur für sich erobern. 

heinrichbrueck

23. August 2026 15:03

"Gleiche Rechte im Leben, gleiche Rechte im Tod."
Ich will im Schützengraben keine Frau sehen. 

Le Chasseur

23. August 2026 15:10

@Maiordomus"@¨Le Chasseur. Übertreiben Sie hier bitte nicht, es ist immer schrecklich, wenn in Vergessenheit gerät, was Krieg wirklich ist."
Mal angenommen, Ihr Nachbar bewirft Ihr Haus mit Molotov-Cocktails, die er wiederum von Ihrem übernächsten Nachbarn erhält. Weiter angenommen, Ihr übernächster Nachbar brächte Ihrem direkten Nachbarn auch noch bei, wie er am besten wirft, und gäbe ihm auch noch Tipps, wo Ihr Haus am leichtesten Feuer fängt - würden Sie dann sagen, Sie wären nur mit Ihrem direkten Nachbarn im Krieg?
Baerbock hatte es offen ausgesprochen: die deutsche Regierung will Russland ruinieren. Alles andere ist Gelaber, um die Bevölkerung für dumm zu verkaufen. Natürlich nimmt man in Kauf, dass hier bald russische Raketen einschlagen, vielleicht will man das sogar. Keine Ahnung, was in den kranken Hirnen vorgeht. Von "Schlafwandeln" wie vor dem 1. WK (Christopher Clark) kann jedenfalls keine Rede sein.

Maiordomus

23. August 2026 16:02

Danke, Majestyk. Praktizierte Demokratie ist als Pflichterfüllung weder "Ehrenamt" noch einfach so bezahlbar, Vor allem müsste verhindert werden, dass staatlich bezahlte  Berufspolitik an sich ein Ziel ist, das man zum Lebensunterhalt so vornehmen kann, "als wäre es Schuhmachen" (Sprichwort) . Wer nicht morgen gleich quittieren kann, wenn die Politik sich als falsch erweist, ist als Demokrat im Sinne des Wählerauftrags nur sehr bedingt brauchbar. Dass man die Dienstwaffe bei sich zu Hause aufbewahrt, war in der älteren Schweiz so erklärbar, als diese meist persönliches Eigentum der Schützen war. Es setzte auch innerhalb der Gemeinschaft einen Konsens voraus, den Sie bei heutigen Bevölkerungszusammensetzungen vielfach vergessen können. Noch interessant in der Schweiz: bei den Zivildienstleistenden sind heute immer mehr Studenten und Leute mit gehobenen Berufsansprüchen. Umgekehrt sind eingebürgerte Migranten etwa aus dem Balkan stolz darauf, die Armeewaffe nach Hause nehmen zu dürfen: eine unerhörte Freihheitserweiterung! Immerhin kann bei Kriminalität usw. dieser Privileg entfallen, was aber iuristisch umständlich ist.    

Maiordomus

23. August 2026 16:24

@Laurenz. Lassen wir das mit dem "Ehrenamt". Es gilt das Prinzip "Miliz". Selber diente ich vor 50 Jahren in einer höheren vom Volk gewählten Behörde für ein Sitzungsgeld von 30 Franken pro Halbtag, damals 28 D-Mark. Dabei darf ich netto einen einzigen dieser Halbtage als wirklichen Erfolg verbuchen, meine nicht finanziell, sondern im Sinne einer für den Nachruf allenfalls erwähnbaren Errungenschaft jenseits von Quatschparagraphen. Dies bei einer lebenszeitlichen Gesamtinvestition von 8 Jahren. Das ist durchaus mehr als nichts, weil bereits "nichts" unter der Bedingung, dass man keinen Schaden angerichet hätte, in der sog. liberalen Demokratie vielleicht schon ein Verdienst bleibt und Grund genug, wenigstens im Amt zu bleiben oder dann ehrenvoll aus diesem ausgeschieden zu sein. Aber wirklich; man darf @Ihre Aufzählungen oben ernst nehmen als Repräsentation des Gemeinwohls. Noch was: der Landammann von Glarus, immerhin Regierungspräsident einer in vielem souveränen Alpenrepublik, arbeitete bis 1924 ohne Lohn. Allerdings waren es oft Fabrikherren, die von ihrer Machtposition direkt oder indirekt profitierten. Oder zu früheren Zeiten Obersten und Hauptleute in fremden Diensten.      

dojon86

23. August 2026 16:28

@Ordoliberal Sie loben das amerikanische Pioniermodell. Die sozialen Vorstellungen auf denen die Härte (stimme zu) und Disziplin (na ja) der amerikanischen Pioniere beruhte, waren in einer Welt des leichten Landerwerbs möglich. Man steckte seinen Claim ab und begann zu roden. Die Ureinwohner waren derartig unterlegen, dass sie weggewischt werden konnten. Zur diesbezüglichen Entschuldigung der Europäer sein gesagt, das haben Ackerbauern und Viehzüchter seit je her mit den Jägern und Sammlern gemacht, wahrscheinlich übrigens auch in Europa zu Beginn der Jungsteinzeit. Zumindest weisen genetische Spuren der modernen Europäer darauf hin. Auf jeden Fall erlaubte diese Pionier Gesellschaft der Europäer in Nordamerika ein soziales Modell, das im armen Preußen mit seinen geographisch ungeschützten Grenzen nicht möglich war. Und auch sonst nirgendwo in Europa. Wünschen kann man viel aber wenn Friedrich der Große bei der Natur seines Herrschaftsgebietes versucht hätte, anderes als eben preußische Disziplin und Härte zu fördern und fordern wäre er und sein Staat gescheitert.

Laurenz

23. August 2026 16:35

@Ordoliberal @L. ... Ja, ich erkläre es u.a. Ihnen. Tietmeyer bemerkte es mehrfach, daß die Inflationsbekämpfung den Kleinen Mann, der nur sein Einkommen & keine Vermögenswerte besitzt, schützt. Die Bundesbank wurde gerne von den Ordoliberalen der Freiburger Schule vereinnahmt. Das bleibt aber völliger Humbug. Die historische Bundesbank handelte fundamental-diametral gegen die Dogmen des Ordoliberalismus, vornehmlich gegen die Aussagen Euckens & Hayeks. Hayek votierte sogar für die Privatisierung des Geldes, der obligatorische Schritt in die reinste Oligarchie (von der Hayek finanziert wurde) mit der Folge in den Bolschewismus. Verarschen können wir uns selbst, Ordoliberal. Die Bundesbank stellte einen massiven Markteingriff dar. Das einzige Regulativ der Bundesbank war die Inflation. Die Bundesbank stützte bis zum Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems, 1973, welches bereits seit 1960 bröckelte, die festen Wechselkurse zum US$, was zu einer Aufblähung der Geldmenge führte. Das kann/konnte man kritisieren, weil es Inflation importierte. Allerdings waren die geopolitischen Zwänge seitens der USA enorm. Übrigens, bei den Sowjets lief die Umerziehung in den Homo sovieticus, wie bei Ihnen,  auch nebenbei. Jeder zehnte kam in den Gulag. Bestrafe einen, erziehe 9.

Maiordomus

23. August 2026 16:47

@Gimli. Widerspreche Ihnen weniger als andere. Aber schauen Sie doch lieber als Deutscher zum Rechten, nicht als "Europäer". Als solcher kann wohl selbst Putin im Vergleich sagen wir mal zu Stalin längst durchgehen. St. Petersburg macht, vergleichen Sie mal Gogols Beschreibung des Newski-Prospekts, der auch heute noch einen erfreulich gutbürgerlich europäischen Eindruck macht,  mit den Verhältnissen auch nur in einigen französischen Gross-Städten. Und eines Tages muss wohl doch die Schadenrechnung Merkels jenseits von unpassenden Gegenrechnungen wie natürlich dem Ukraine-Krieg sachlich vorgelegt werden, ohne ihre Bilanz dann gleich noch mit dem Schaden von Egon Krenz für die DDR zu vergleichen. Bin gespannt, welche dieser beiden Personen aus der Ex-DDR sagen wir mal im Jahre 2050 vor dem Gericht der Geschichte besser oder schlechter dastehen wird. Dabei gehört aber das Klicken von Handschellen keineswegs zu meinen politischen Fantasien.      

Majestyk

23. August 2026 16:57

Rumort seit gestern in mir, muß raus. Warum muß eine Partei, die angeblich gegen Quoten für Frauen und Ausländer ist, selber Frauen und Zugewanderte nach oben puschen, um weiblicher und migrantischer zu wirken? 
Ich habe meine Zustimmung zur Änderung des Staatsbürgerrechts nie gegeben, wurde nicht einmal gefragt. Es wäre eine Entscheidung des Volkes gewesen, inwiefern es sich öffnen möchte, ob es Zuwanderung will oder nicht. Solche Entscheidungen sind so elementar, es steht Politikern gar nicht zu, diese unter sich auszuklüngeln. Ohne wirklich freie Medien gab es ja nicht einmal eine freie Debatte. Wo bitteschön ist der Unterschied zwischen Neubürgern als Aushängeschild für die AfD und Ferda Ataman oder Sawsan Chebli? Wie will ein Fremder eine deutsche Position einnehmen, glaubhaft Remigration betreiben? Wie kann ich erwarten, daß jemand, der hier im Land gar keine Wurzeln hat, Politik für mich macht? Freiheitliches Gedankengut will die AfD eh nicht vertreten. Wenn die AfD aber nicht einmal prodeutsch sein will, braucht es die AfD nicht. Abschieben kann im Prinzip auch eine SPD, siehe Dänemark. 
Sprachpolizei gegen Migrationskritik gibt es schon von links, braucht es nicht auch aus dem Oppositionsmilieu. Hier schließt sich auch der Kreis zur Wehrpflicht. Warum sollten Deutsche, die ethnisch und kulturell denken, einen Multikultistaat verteidigen müssen? Wozu Bundeswehr, wenn die Grenzen eh offen sind?

Majestyk

23. August 2026 17:04

@ Gimli:
"Falls es drauf ankäme, stelle ich mich der Geschichte, aber als Europäer."
Es gibt keine Nation, die Europa heißt. Jeder, der Europäer sein will, ist zuerst etwas anderes, Deutscher, Franzose, Pole, Spanier etc.
Und ob Sie jemals gedient haben oder dazu bereit gewesen wären, wage ich ernsthaft anzuzweifeln. In meiner Kompanie war kein Grüner oder Hardcorelinker.

Le Chasseur

23. August 2026 17:07

@Gimli
"Ich hoffe sehr, dass diese irrationale Phase der Geschichte eine Art atavistische Zuckung vergangener Zeiten ist und (...) Wirrköpfe und Gestrige (...) einfach wieder verschwinden."
Kürzlich nahm Selenskyj an der Bestattung der sterblichen Überreste des OUN-Gründers und Judenhassers Jewhen Konowalez teil. Selenskyj bezeichnete Konowalez als "herausragenden Sohn des ukrainischen Volkes", einen "vorbildlichen Krieger" und "bedeutenden ukrainischen Staatsmann". Quelle
Wer kritisiert, dass in der Ukraine NS-Kollaborateure und Judenhasser wie bspw. Konowalez, Melnyk oder Bandera als Nationalhelden verehrt werden, wird zu 15 Jahren Gefängnis wegen "Hochverrats" verurteilt.
Wie schrieb Marcus Klöckner neulich so treffend auf den NDS: Die westliche „Wertegemeinschaft“ ist zu einer offenen Kloake verkommen

Mitleser2

23. August 2026 17:21

@Ordoliberal: "Für einen alten weißen Mann aus Deutschland gar nicht zu ertragen: Das Bildungssystem und das Gesundheitssystem. Ein einziger Alptraum und eines Erstweltlandes unwürdig."
Warten Sie noch ein wenig. Für das Bildungssystem hier gilt das auch schon. Und das Gesundheitssystem wird nicht lange auf sich warten lassen. 
@das Kapital: Ihr Beitrag zum Krieg gegen Russland - 1a. Ich verstehe nicht,  warum die meisten (Neu)rechten das nicht sehen wollen oder können.

das kapital

23. August 2026 20:58

Jaja, Ehrenamt, aber dann frühzeitig wissen, wo man beim Bauerwartungsland zuschlagen kann. Ich sah noch keinen im Gemeinderat, dessen Taschen hinterher leerer waren. ///  Ich war nun 5 jahre lang Gemeinderat und meine Taschen waren hinterher nicht voller. Was habe ich falsch gemacht? Und damit kenne ich auch viele der anderen Gemeinderatsmitglieder und deren organisatorischen und finanziellen Hintergrund, und zwar parteiübergreifend. Da hat sich niemand die Taschen voll gemacht. Sie haben einfach einen bösartigen Blick auf das Ehrenamt, Majestyk. Im Einzelfall mag es ja Leute geben, die sich bereichern. Die sind dann aber z.B. gleichzeitig Landtagsabgeordnete und streben nach Höherem.

das kapital

24. August 2026 07:28

Nachtrag zu Leuten von der Linkspartei, die sich im Ehrenamt bereichert haben.Peer Jürgens hier. Torsten Krause hätten wir hier für Brandenburg auch noch im Angebot. Die Jungs von der Linkspartei sind schon bemerkenswert kaltschnäuzige Abzocker.

Laurenz

24. August 2026 07:35

@Majestyk ... Ihren Ärger über Zuwanderung verstehe ich. Aber das ist auch eine Frage der Relation. Die Landsmänner unseres Maiordomus litten vor allem in den Bergen an zu vielen Dorfdeppen ob des Inzests. Ein paar Zuwanderer können wir uns erlauben. Sie & ich können aber viel schreiben, wenn der Tag lang ist. Die AfD muß einerseits der Option des politisch Machbaren folgen & andererseits auch gewählt werden. Folgte die AfD Ihrer Strategie, würde sie nicht gewählt werden & könnte gar nichts gestalten. Halten Sie doch Siegmund & Seine Mannschaft nicht für blöd. Falls Er es schafft, funktionierende Bezahlkarten in Sachsen-Anhalt zu installieren, werden Deutsche & Invasoren, die Grundsicherung erhalten, Sachsen-Anhalt verlassen, die Sächsisch-Anhaltinischen Kommunen entlasten & die Kommunen anderer Bundesländer belasten. Sie schreiben in diesem Kommentar arg infantil, muß das sein? ...  @Majestyk & Das Kapital ... Bauerwartungsland ... Natürlich gibt es hier Mißbrauch. Häufig werden gemischte Gewerbegebiete viel billiger von Gemeinden an Gewerbetreibende verkauft, als an Normalsterbliche. Warum haben Sie es nicht verhindert? Weil Sie zu faul waren, 3 Abende die Woche für lau zu investieren. Sie faseln. Und wie viel Großgrundbesitzer sollen Gemeinden denn haben, die profitieren könnten? Wie viel Gewerbesteuer haben Sie schon an Ihre Gemeinde abgedrückt? Mein bester Kumpel liest als Gemeindevorstand jedes Jahr den Haushaltsplan für lau, weit über 400 Seiten. Das machen nicht viele, Sie schon gar nicht.

Laurenz

24. August 2026 09:02

@Maiordomus @L. ... Bin beim Thema durchaus Ihrer sonstigen Gewohnheit, sehr ins Detail zu gehen, wohlgesonnen. In Deutschland wird in der aktuellen Epoche der Föderalismus extrem durch Bund & Länder ausgehebelt, indem man den Kommunen das (Steuer-)Geld abnimmt, um es nachher über beantragte Fördermittel den Kommunen wieder zukommen zu lassen. Ist ja nett für den lokalen Mandatsträger im Landtag, wenn er, als Graf Koks, beim dörflichen Mob vorbeischaut & Förderprojekte großzügig einweiht. Den Gemeinden bleibt im wesentlichen nur Grund- & Gewerbesteuer als direkte Einnahme. Das verbrieft natürlich Gewerbetreibenden oder Industriellen mehr Macht vor Ort. Da Verluste auch im nachhinein steuerlich geltend gemacht werden können, treibt dieses Procedere so manche Kommune fast in die Pleite, siehe Stuttgart. Auch Kommunalpolitiker sind eben unfähig, in guten Zeiten Geld in Fonds für schlechte Zeiten anzusparen. Berühmt sind hier die Zebrastreifen Sindelfingens aus Carrara-Marmor. Sparsamkeit oder finanzielle Nachhaltigkeit wird eben nicht belohnt, ein systemisch staatspolitischer Fehler.

Gimli

24. August 2026 09:34

@ Majestyk23. August 2026 17:04@ Gimli:"Falls es drauf ankäme, stelle ich mich der Geschichte, aber als Europäer."Es gibt keine Nation, die Europa heißt. Jeder, der Europäer sein will, ist zuerst etwas anderes, Deutscher, Franzose, Pole, Spanier etc.Und ob Sie jemals gedient haben oder dazu bereit gewesen wären, wage ich ernsthaft anzuzweifeln. In meiner Kompanie war kein Grüner oder Hardcorelinker.----------1) Warum sollte ich in "Nationen" denken? Mir bedeutet Deutschland in Gänze wenig, mit meiner Herkunftsregion Rhein-Neckar bin ich vertraut. Ebenso mit der Sprache. Bin aber polyglott. Europa in Gänze ist mir schon mehr Leidenschaft.
2) Sie bewerten voreilig. 15 Monate an der SanAk in München. Anfang 90er. Und ob "in Ihrer Kompanie .." ...Grün oder Hardcorelinks = ich? > 20 Jahre Selbständig mit zum Ende ca. 60 Mitarbeitenden. Mehr ESt pro Jahr bezahlt als manche in 2 Jahren brutto verdienen. Ich schätze Vieles an den GRünen, meine Sozialisation beinhaltet aber Brandt und Schmidt (Papa war Betriebsrat).Das sind die Fakten.

NC472

24. August 2026 09:48

@Majestyk
Die AfD ist auch nur eine Partei. Von der Struktur nicht von den Anderen zu unterscheiden. Sie konkuriert um die gleichen Positionen im selben System, mit den gleichen Mitteln und dem selben Effekt auf ihre interne Logik. Natürlich führt dies dazu, dass die selben Personen nach oben gespühlt werden; Frauen und "integrierte" Migranten für Stimmenfang. Mit einer AfD an den politischen Schalthebeln wird es sicher keinen paradigmatischen Wechsel ersten Grades geben, eine Revolution des post-45 Systems, bestenfalls Zweit und Dritt gradige Umwälzungen, mit einem Euro Austritt als höchstes Gut, und selbst das ist Unwahrscheinlich. 
Was die AfD aber tun könnte, und das ängstigt die "Etablierten", ist dass die Partei aufzeigt, dass das System Parteienstaat komplett gescheitert ist, dass die System Internen Änderungen nicht in der Lage sind das Post-45 System zu reformieren, und dass nach einem Scheitern der AfD auch der letzte versteht, dass die Organisationen des Staates im Sinne des 20. Jahrhunderts samt Personal weg müssen. Die AfD ist nur die System interne Organisation die den Boden ebnen könnte, sicher nicht die Lösung. Im schlimmsten Falle ist sie eine FPÖ, die dem Post-45 System noch zwei Dekaden schenkt, im bestenfalle der Tropfen der den Krug bricht, und sich selbst gleich mit für eine Entzauberung des Staates und radikale Reform in der 30er und 40er.

Laurenz

24. August 2026 13:07

@NC472 @Majestyk ... Nennen Sie uns doch einen Staat, bei dem das so funktionierte, wie Sie Sich das vorstellen. Das darf auch ein historischer/s Staat/Reich sein. Uns was Ihre 30er/40er angeht, so war die NSDAP die Mutter des Sozialstaats. Das will nur keiner wissen. Und Krieg, den ich Deutschland historisch gar nicht in die Schuhe schieben will, braucht auch niemand. Man muß also außenpolitisch so agieren, daß andere Staaten mehr im militärischen Fokus stehen, als man selbst. Diese Vermeidung der eigenen Kriegsbeteiligung wäre bei beiden Weltkriegen vorab möglich gewesen.

Majestyk

24. August 2026 14:21

Apropos Preußen. Dessen Erfolg basierte doch auf liberalen Ideen. Bauernbefreiung, Bildungsreformen, Gewerbefreiheit usw. Oder habe ich da was verpaßt?
@ Maiordomus:
War es nicht so, daß einst in der Schweiz das Stimmrecht an den Milizdienst gekoppelt war? Jeder Stimmberechtigte ein Bürgersoldat? Falls ich mich richtig erinnere, wurde in Appenzell Innerrhoden erst Anfang der 90er eine Stimmrechtskarte eingeführt. Bis dahin reichten Degen oder Bajonett. Bei Verknüpfung von Pflichten mit exklusiven Rechten macht Wehrpflicht Sinn. So wie man es heute praktiziert, ist Wehrpflicht ohne damit verbundene Rechte reiner Zwang, dem man einem Geschlecht auferlegt, dem anderen nicht.
@ heinrichbrueck:
Ich will Deutsche gar nicht mehr im Schützengraben sehen, da lagen schon genug. Alternativ habe ich nichts gegen Wahlrecht durch Pflichterfüllung. Bin eh der Meinung, daß Wahlrecht auch an Steuern gekoppelt sein sollte. Wer mehr zur Finanzierung der Gemeinschaft beiträgt, sollte mehr mitbestimmen dürfen, was die Musik spielt. Kann ja nicht sein, daß Berufsbeamte oder Sozialhilfeempfänger genauso viel Stimmrecht haben, wie derjenige, der den ganzen Spaß bezahlt. 

Lady

24. August 2026 14:24

Gimli
"20 Jahre Selbständig mit zum Ende ca. 60 Mitarbeitenden."
Feministische FAKE-Propaganda wirkt! Er merkt es schon gar nicht mehr.

Majestyk

24. August 2026 14:26

@ Laurenz:
"Ein paar Zuwanderer können wir uns erlauben."
Wir haben aber jetzt schon mehr als nur ein paar. Und was für welche. Wer redet noch von den Italienern, Jugoslawen, Iberern? Das sind doch Europäer. Und warum muß man jedem das Staatsbürgerrecht gewähren? Macht Japan doch auch nicht in der Form. Islamische Einwanderung kann sich Deutschland gar nicht mehr erlauben. Nicht bei der demografischen Schere.
@ NC472:
"Die AfD ist auch nur eine Partei. Von der Struktur nicht von den Anderen zu unterscheiden." 
Sage ich ja. Bin eh davon überzeugt, daß man ein System nicht von innen heraus reformieren kann. Vom Dexit redet innerhalb der AfD ja keiner mehr allzu laut. Problem an der Sache, Deutschland hat keine 10 oder 15 Jahre, ehe Veränderungen greifen. Bei Clan-Opas mit 24 Enkeln tickt die Uhr gegen das eigene Volk, und zwar stetig schneller werdend. Laurenz hat ja recht, es sterben jedes Jahr 1 Mio. Alte weg. Das sind aber die überwiegend deutschen Jahrgänge. 

SMHJanssen

24. August 2026 14:33

@Le Chasseur: man muss kein Freund des ukrainischen Nationalismus sein um feststellen zu können das Russland die Ukraine überfallen hat, Putin Russland in eine brutale Diktatur verwandelt hat, in dem jegliche Form von Opposition mit Gefängnis oder mit heimtückischen Mordanschlägen bestraft wird. Bevor jetzt der Vorwurf kommt ich wäre Russenhasser: Blödsinn, im Gegenteil: ich habe an zahlreichen universitären Austauschen teilgenommen, teilweise Lehraufträge an russischen Universitäten übernommen und ich habe nur positive Erfahrungen gemacht.  Das ist aber ein diametraler Gegensatz zu Putins, in jeder Hinsicht, mörderischer Politik die die Ukraine und Russland ins Unglück stürzt und nur deshalb funktioniert, weil der eitel-fanatische Selbstdarsteller in Washington und der Sonnenkönig in Peking Putin gewähren lassen. Herzliche Grüße,
Siebo M. H. Janssen

Majestyk

24. August 2026 14:35

 @ das kapital:
"Sie haben einfach einen bösartigen Blick auf das Ehrenamt, Majestyk"
Ne, habe ich nicht. Der ist schon ziemlich realistisch und kann mit Dutzenden Eindrücken bebildert werden. Vom unnötigen Abriß von Freibad/ Hallenbad, wo hinterher das Grundstück in der Verwandtschaft aufgeteilt wurde, bis zu Leuten, die eine Spendenaktion betreiben, sich als Wohltäter inszenieren, aber im Berufsleben Ausbeuter waren und Lohndumping betrieben. Wenn Sie recht hätten, wäre die BRD ein nicht derart durch und durch korruptes Land. Ich wiederhole es gerne, Ehrenamt ist Selbstinszenierung. Niemand handelt altruistisch. Irgendwas hat man davon, sei es ein ökonomischer Vorteil oder sozialer Status und wenn es nur emotionales Wohlempfinden ist. Manchmal ergeben sich daraus einfach Geschäftskontakte und damit klüngelt es sich besser. Die Geschichte wo ich aufgedeckt habe, daß Gelder aus einer Sterbekasse verschwanden erwähnte ich bereits. Auch hier waren es Ehrenamtler. Und mit etwas Hilfe hätte ich vielleicht sogar beweisen können, daß Gelder in den Anti-Rechts-Verein flossen, wo dieselbe Person ebenfalls die Kassen betreut. Interessanterweise haben Ehrenamtler meist ein Parteibuch, wie nützlich. In der Theorie sollte Ehrenamt von Parteisteuerung und staatlichen Einflüßen getrennt sein. So ist es aber in der Praxis nicht, siehe auch NGO-Komplex. Zivilgesellschaft und Parteikratur sind eins. 

SMHJanssen

24. August 2026 14:49

@Majestyk und andere Foristen: einmal mehr muss ich Gimli zustimmen. Ich betrachte mich als Europäer - historisch und politisch - unseren Kontinent verbindet eine lange gemeinsame Geschichte - im positiven wie negativen. Darüber hinaus bin ich Rheinländer und Ostfriese, fühle mich in Bonn so zu Hause, wie im Norden. Heimat sind für mich aber auch die Orte wo es mir gut geht, ich eine Verbindung zu habe und dazu braucht es eben nicht die Nation mit ihren Ritualen - das ist auch problemlos in anderen Staaten möglich! Ich merke aber auch: je mehr die sogenannte AfD die Deutschlandflagge schwenkt, sich auf Deutschland beruft,  desto mehr wächst in mir die Überzeugung: Deutschland muss, als liberales und weltoffen-europäisches Land mit seinem herausragenden Grundgesetz, gegen die nationalistischen Vereinnahmungsversuche, geschützt werden. Deutschland als europäisches Land, als Land das aus seiner Geschichte gelernt hat und denen Heimat ist und sein soll, die sich zu seiner Verfassung bekennen, dieses Deutschland gilt es zu schützen und auszubauen!
Herzliche Grüße,
Siebo M. H. Janssen

Ein gebuertiger Hesse

24. August 2026 14:49

"Verwaltete Jugend" - nicht gut, aber immer noch besser als "veraltete".
 

Majestyk

24. August 2026 14:53

@ Gimli:
"meine Sozialisation beinhaltet aber Brandt und Schmidt (Papa war Betriebsrat)"
Eben. Damit wollen Sie einen SPD-Gegner und Gewerkschaftsfeind überzeugen? Betriebsräte gehören abgeschafft, genau wie der Gewerkschaftszwang in den Betrieben. Ich habe sehr lange in einem Industriebetrieb gearbeitet. Mit dem Unternehmer und Eigentümer kann man sich als selbstständig denkender Mitarbeiter arrangieren,, mit einer Gewerkschaft angeschlossenen Betriebsräten nie. Der Unternehmer hat genau wie der Arbeiter ein Interesse daran, daß der Betrieb floriert. Die Gewerkschaft greift ab. Dank der an den Lohn gekoppelten Beiträge, was im Grunde sowas wie Schutzgeld ist - ohne Gewerkschaftsausweis kein Zugang zur Großindustrie und dank der Kontrolle über die Arbeiter handelt die Gewerkschaft für ihre Leute Privilegien aus, wie der nicht selber arbeitende Betriebsrat. 
Neben Rundfunkbeitrag wäre der Gewerkschaftszwang das erste, was ich abschaffen würde. An dem Tag, an der DGB zerschlagen wird, mache ich mir eine Flasche Schampus auf. Gewerkschaft ist Mafia. Sieht man in vielen US-Filmen, da wird die Gewerkschaft durch die Mafia unterwandert. Bei uns läuft das nur subtiler ab und die Gewerkschaft ist selber Mafia., die Leute haben sich schon daran gewöhnt. Damit das nie angetastet wird, positionieren sich die Gewerkschaften ja auch gegen die Opposition, sprich AfD.

Laurenz

24. August 2026 15:45

@Gimli @Majestyk ... Brandt & Schmidt ... es waren diese beiden Herren, welche die antizyklische Wirtschaftspolitik Schillers durchbrachen & den Schuldenstaat etablierten. Brand entnahm zugunsten Titos Gelder aus der Rentenkasse. Beide taten auch nichts gegen die Fremdbelastungen der Rentenkasse. Alles Maßnahmen gegen den Kleinen Mann, die Schwachen. Auch die Ostpolitik Brandts & Bahrs scheiterte am Ende. Die Sozialdemokratie hatte immer nur eine gute PR, welche die feudale Politik der SPD verdunkelte. ... @SMHJanssen @Le Chasseur ... Sie verbreiten hier Tagesschau-Märchen. Rußland ist gegen die wachsende Bedrohungslage in der Ukraine vorgegangen, wie zum Schutz der eigenen Minderheit. Weder die USA, noch China könnten aktuell gegen Rußland Krieg führen. Kriege werden wieder am Fließband gewonnen. NATO-Europa kann nicht mal 100 KM Ukrainische Front abdecken. Und die USA sind bei einem bißchen Ballerei mit dem Iran völlig verschossen & ziehen vor ein paar Kämpfern in Sandalen & Kartoffelsäcken mit Kalaschnikows den Schwanz ein. Wenn sich hier jemand ins Unglück stürzt, ist es die NATO. Und weil das so ist, werden sich auch die NATO-Ostgrenzen nach Westen verschieben. Da wird kein Auge trocken bleiben.

SMHJanssen

24. August 2026 16:07

@Majestyk: eigentlich sind Sie mir ja gar nicht so unsymphatisch, auch wenn viele Ihrer Stellungnahmen mich schon den Kopf schütteln lassen. Die Zerschlagung der Gewerkschaften zu fordern ist jetzt allerdings doch über die Grenze des Erträglichen hinaus. Gewerkschaften sind immer dann zerschlagen worden, wenn die Herrschenden Angst vor einer starken, selbstbewussten Arbeiterbewegung hatten, die z. B. den Nazis mit einem Generalstreik die Grenzen hätten aufzeigen können. Das die Gewerkschaften und die SPD dies am Ende unterlassen haben, war nicht nur ein dramatischer politischer Fehler, sondern hat auch mit der Fehleinschätzung der Legalität der Machtergreifung zu tun, im Sinne von: Hitler und Co sind legal an die Macht gekommen, wir können sie auch wieder abwählen. Das der DGB heute gegen die sogenannte AfD auftritt hat wohlmöglich andere Gründe als sich einer Konkurrenz zu entledigen...
Mit herzlichen Grüßen,
Siebo M. H. Janssen

Mitleser2

24. August 2026 16:30

" als Land das aus seiner Geschichte gelernt hat und denen Heimat ist und sein soll, die sich zu seiner Verfassung bekennen, dieses Deutschland gilt es zu schützen und auszubauen!"
Was für ein Geschwätz. Aus der Geschichte gelernt mit Schuldkult. Und kein Migrant bekennt sich zur Verfassung. Der Pass wird ihm geschenkt. Und dann noch die "herausragende Verfassung". Man glaubt es nicht.
 

heinrichbrueck

24. August 2026 17:10

Deutschland soll vor politischer Vereinnahmung geschützt werden, indem man zugleich festlegt, welches Deutschland das "richtige" ist. Wer Deutschland anders versteht, wird damit indirekt aus diesem Deutschland herausdefiniert. Manche wollen die harte Tour. Kein Problem. 

dojon86

24. August 2026 18:21

@SMHJanssen Ach Gottchen. Sie sind Europäer. Ich auch. Sie haben einen Pickel am Hintern, ich auch. Ist ihnen entgangen, dass in der Realgesellschaft die Kategorie Europäer keine Rolle spielt. Außer wir sprechen über Rasse, ein Begriff der zu Recht als dubios und unscharf kritisiert wird. Für die fetten Posten musst du in Österreich etwas können und in der richtigen Seilschaft sein. Es kann bei unseren Neubürgern auch gerne eine ethnisch grundierte Seilschaft sein. Gibt's in übrigen auch bei den Autochthonen. Ein Nichttiroler wird in Tirol niemals Amtstierarzt werden. Fehlt eine der beiden Kategorien wird es schwer. Wobei ich den Verdacht habe, dass die 2. Kategorie wichtiger ist. Wer glaubt, ohne Zugehörigkeit zu einer Gruppe in Österreich etwas zu erreichen, wird sich wundern. Nachdem was ich so sehe, ist das in Deutschland nicht anders. Sie leben in der Welt wie ein ehemaliger Lehrer in meiner Bekanntschaft, der es geschafft hat, vom Schuldienst weg ins Ministerium zu kommen. (Warum wohl, die Frage sei mir gestattet, er sollte doch dankbar für die wunderbar bunte Welt der Schule sein) Er bedankt sich von der Befreiung von den nicht immer erfreulichen Niederungen des Schulalltags mit eiserner Linientreue und glühendem Europäertum. Dabei gehört seine echte Loyalität seiner Partei, die ihm das ermöglicht hat. Darüber spricht er aber nicht 

Dietrichs Bern

24. August 2026 18:33

@SMHJanssen: Unabhängig davon, was Sie vom Fahnenschwenken halten, ist Ihr Text so dermaßen aus der Realität gefallen, dass es einen schüttelt. Frankreich, Deutschland und Großbritannien versinken in Wirtschaftsabschwung, Erosion der sozial-Systeme und Gewalt durch Migration und muslimischen Herrschaftsanspruch bis in Schulen und Kindergärten. Die Folgen werden Europa in Stücke reißen. Und: Ob Sie sich als "Europäer" betrachten ist im Rest von Europa so dermaßen uninteressant, dass es kaum im Worte zu fassen ist. Ich bin es so satt, dass kinderlose Sozialstaatsprofiteure eine Groteske nach der andere erfinden.

Laurenz

24. August 2026 20:29

@Majestyk ... Ihre Wahlrechtsphantasien stammen schon wieder aus dem Kindergarten. Sie wollen also, daß sich jemand Regierungen kauft? Schauen Sie doch einfach, woran das II. Reich scheiterte. Warum lernen Sie nichts aus unserer Geschichte?

SMHJanssen

24. August 2026 21:49

@dojon86: tatsächlich habe ich nie eine Stelle aufgrund einer Klüngelei bekommen. Im Gegenteil: ich habe mir meine intellektuelle Freiheit - ja, die gibt es nicht nur bei den blauen, selbsternannten Rächern der angeblich geschändeten Deutschen - immer bewahrt, nie ein politisches Amt angestrebt, vielmehr das gemacht was ich seit ca. 28 Jahren mache: Forschung, Lehre, Politische Bildung und Politikberatung und das zu 3/4 freiberuflich! Das zu viele Positionen über Filz vergeben werden - wem würde da nicht als allererstes die sogenannte AfD ins Auge springen - da bin ich bei Ihnen!
Herzlichst,
Siebo M. H. Janssen

NC472

24. August 2026 22:26

@MajestyWenn Ihnen die Deutsche Kultur und das Deutsche Wesen am Herzen liegen gibt es nur eine Option, lokale Sezession. Maximale Ausbeutung der sterbenden Strukturen bei minimaler Kooperation, so wie es die "Klans" bereits tun. Was Sie vergessen können ist, dass die Ü-50 da mitziehen wird, denn die hat 40 Jahre in seit 40 Jahren Bankrotte Pyramidenspiele eingezahlt und weil sie "gearbeitet hat" will jetzt was raus haben bis in Loch. Wo die Liquidität herkommt ist den meisten so egal, wie es ihnen während der aktiven Zeit egal war, dass die Pyramidenspiele alle bereits pleite waren.@Laurenz. Nicht die 30er/40er des 20., sondern des 21. Jahrhunderts. Die Dekaden wo der "Staat" unter seinen Versäumnisen der letzten 40 Jahre von den eigenen Schulden erschlagen wird, die Organisationen ihre Handlungsfähigkeit verlieren und es für die verschwindende Minderheit der Parteien Feldsöldner irrational und unmöglich wird Papier Gesetze effektiv zu exekutieren. Klassisches Beispiel, Rom ab 350, andere wäre "Italien" des 15. und 16. Jahrhunderts. Heute, Brasilien und Mexiko sind ist bereits sehr fortgeschritten, auch der Afrikanischen Kontinent seit den 1970er ist ein Blick in die Zukunft Europas. Territorien wo der Zentralstaat pro forma noch existiert, aber außerhalb der Zentren offen mit anderen Gruppen um Resourcen konkurieren muss. Gescheiterte Staaten halt.

Majestyk

24. August 2026 23:05

@ SMHJanssen:
In Japan gibt es Unternehmensgewerkschaften und keine Gewerkschaften nach Branchen. So ergibt es wenigstens Sinn. Da muß die Vertretung der Belegschaft im Interesse des Betriebes handeln und nicht übergeordneten Interessen folgen. 
"Das der DGB heute gegen die sogenannte AfD auftritt hat wohlmöglich andere Gründe als sich einer Konkurrenz zu entledigen..."
Welchen sonst? Ich war 16 Jahre stinknormaler Arbeiter in einem gewerkschaftlich organisierten Betrieb. Noch jemand in dieser Runde? Ich kann mich nicht erinnern, daß eine Gewerkschaft jemals andere Interessen vertreten hat als die eigenen. Und wie wirtschaftfreundlich und damit Arbeitnehmerfreundlich die Politik linker Parteien ist, denen die Gewerkschaften nahestehen, kann nun wirklich jeder sehen, der nicht blind ist. 

Karl Otto

25. August 2026 08:13

@SMHJannsen: Die europäischen Nationen und Völker unterscheiden sich  untereinander mehr als alle anderen außerhalb Europas. Einen Dänen und einen Italiener kann man schon unterscheiden, bervor sie ein Wort gesagt haben. Versuchen sie das mal in Südamerika, (fast) alle sprechen Spanisch, alle haben dunkles Haar und dunkle Augen. Um einen Mexikaner und einen Kolumbianer zu unterscheiden, muss man schon sehr gut Spanisch können.
Aber alle Europäer (und alle westlichen Menschen überhaupt) teilen bestimmte historische Entwicklungen, die auf die Katholische Kirche zurück gehen. S. dieses aufschlussreiche Buch: https://www.suhrkamp.de/buch/joseph-henrich-die-seltsamsten-menschen-der-welt-t-9783518300718
Europäer haben so viel Gemeinsames, dass sie viel besser kooperieren und miteinander auskommen als etwa Lateinamerikaner, deren kulturelle Unterschiede wesentlich geringer sind.

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