6. Dezember 2011

Emma West als Exempel

Martin Lichtmesz

Der Fall der "rassistischen" tram lady Emma West, über den ich kürzlich auf diesem Blog berichtet habe, ist mir die letzten Tage nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Die Geschichte hat beunruhigende Implikationen, die weit über den konkreten Fall hinausreichen. Wir sollten uns genau ansehen, was hier gerade in Großbritannien passiert, denn möglicherweise steht uns ähnliches auch in Deutschland in naher Zukunft bevor. 

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Die 34jährige Frau mit dem nicht unpassenden Nachnamen wurde per Handykamera bei einem mit Kraftausdrücken gesättigten Wutausbruch in einer mit Einwanderern überfüllten Londoner Straßenbahn gefilmt. Das Video wurde von einer farbigen Frau auf Youtube hochgeladen, und erhielt innerhalb von wenigen Tagen Millionen von Klicks - während ich diesen Beitrag schreibe, sind es nicht weniger als 10,5 Millionen.

Kurz nach der Veröffentlichung setzte via "Twitter" eine wahre Hetzjagd ein, an der sich der Vorsitzende der Labour Party persönlich beteiligte - jener Partei, die wohlgemerkt in den letzten zwei Jahrzehnten das Land planmäßig mit einer Flut von Einwanderern überschwemmt hat, um es "radikal zu verändern" und die "diversity" seiner ethnischen Zusammensetzung zu erhöhen.

Wenig später wurde West unter dem Beifall des Netzmobs wegen "rassistischer Agitation" verhaftet und bisher nicht freigelassen - zu ihrer "eigenen Sicherheit", wie die Polizei nun betont. Ihre beiden Kinder wurden von staatlichen Stellen in Gewahrsam genommen. Ganz England kennt nun ihren Namen und ihr Gesicht. Die linke Presse skandalisiert den Fall, um den angeblich allgegenwärtigen, offenbar immer noch nicht ausgerotteten "Rassismus" der englischen Gesellschaft anzuprangern. Dabei wird betont, wie "entsetzt" und "angeekelt" alle Welt von ihrem "Übelkeit erregenden Geschimpfe" sei.

Dies ist, was sie gesagt hat (und es ist nebenbei nicht ersichtlich, ob sie zuvor provoziert worden ist):

Was ist bloß aus diesem Land geworden? Alles voll mit Polen, mit Schwarzen, mit Asiaten... Du bist kein Engländer... und du auch nicht! Keiner von euch ist ein Engländer! Schert euch heim in eure beschissenen Länder, aber kommt nicht her und bleibt in meinem! … England ist heute ein Nichts! England ist nur mehr ein Scheißhaufen! Mein England ist nur mehr ein Scheißhaufen!

Eine schwarze Frau schimpfte zurück:

SCHWARZE FRAU: Wenn wir nicht hierher kommen würden, dann würde niemand arbeiten. Ihr Leute arbeitet nicht. Wir müssen die Arbeit für euch tun.

EMMA WEST: Ach wirklich? Ich arbeite! Ich arbeite! Ich arbeite! Das ist mein Land, bis ihr hierher gekommen seid.

SF: Na und? Na und?

EW:  Ja, na und! Das ist mein britisches Land.  Du bist keine Britin. Du bist keine Britin. Bist du eine Britin?

SF: Ja, das bin ich! Ja, das bin ich!

EW: Du bist keine Britin. Verpiß dich. Du bist nicht britisch. Du bist schwarz. Du bist nicht britisch, du bist schwarz! ... Woher kommst du? Woher kommst du?

Diesen Wortwechsel bezeichnet nun die Boulevardzeitung Daily Mail , die sich ansonsten durch eine eher multikulturalismuskritische Berichterstattung auszeichnet, als "horrific", als "erschreckend". Mir scheint das eine absurde Übertreibung zu sein. In der viktorianischen Zeit war "Sex" das große, verdrängte Tabu, das jedermann als "shocking" empfand, heute ist es eben das Thema "Rasse". Das bestärkt mich einmal mehr in der Ansicht, daß der heute gängige "Antirassismus" eine Art neopuritanisches und tendenziell totalitäres Syndrom ist. Hester Prynne aus Hawthornes "Der scharlachrote Buchstabe" bekam ein rotes "A" für "Adultery" (Ehebruch) auf die Brust genäht, damit jedermann ihre Sünde sehen und sich darüber empören konnte, und im Grunde wird gerade nicht anders mit Emma West umgesprungen.

Was ich über diese Szene in der Tram denke, habe ich ausführlich hier gesagt.  Die Linke erzählt uns immer wieder, daß "Rassismus" erst dann als solcher bezeichnet werden kann, wenn er in "Machtstrukturen" eingebettet ist und "Privilegien" deckt. Darum sei der "Rassismus" von Einwanderern grundsätzlich anders zu bewerten als derjenige der "Mehrheitsgesellschaft". Nun, wieviel "Macht" und wieviele "Privilegien" mag eine Emma West wohl hinter sich haben, wenn selbst die oberste Spitze jener Partei, die einst die Interessen ihrer Klasse vertrat, sich dafür einsetzt, sie zu zerquetschen? Ihr „Rassismus“ ist ganz offensichtlich nicht der eines selbstherrlichen Kolonialherrn aus Kiplings Zeiten, sondern die gereizte Überreaktion eines in die Enge getriebenen, ohnmächtigen Menschen.

Der Haß, der ihr nun in der Öffentlichkeit des Internets entgegenschlägt, überbietet ihre Ausfälle um ein Vielfaches.  Schon die erste Welle des Twittermobs wollte sie „sterilisieren“, „deportierten“, „einsperren“, „schlagen“, „treten“, „aufhängen“, „zwischen die Augen schießen“, "ertränken", „erniedrigen wie einen Hund“, und so weiter und so fort. Besonders auf Youtube toben sich die Haßlamas hemmungslos aus. Die Intensität der Aggressivität ist dabei wirklich verblüffend.

Ein paar zufällig herausgepickte Kostproben aus Tausenden gefällig? (Wer ein zartes Gemüt hat, kann das auch überspringen.) Das Netz scheint übervoll mit passionierten Nachtretern zu sein:

Rassistische Schlampe... Rassistische Fotze ... Engstirnige, kaputte Rassistin... hätte sie kein Kind bei sich gehabt, hätte ich ihr in die Kehle gehauen... kranke, verkommene Nutte, man sollte ihr das Kind wegnehmen... rassistisches Stück Scheiße... sie ist einen Bums wert, ich würde die Scheiße aus ihr herausbumsen, mich auf ihr Gesicht setzen und auf sie scheißen... ich bin 95% polnisch, ich möchte die Scheiße aus ihr herausprügeln... ich bin 100% Englisch, und ich möchte die dumme Schlampe die Klippen von Dover in das Scheißmeer hinunterschmeißen, und dabei zusehen, wie dieses rassistische, schweinescheißedicke Stück Hautverschwendung ertrinkt. Ich habe noch niemals solche Gefühle gehabt, gegenüber niemandem... Arschloch. Sie ist so dumm und sie hat keine Ahnung, wovon sie redet. Wäre ich in der Tram gewesen, ich hätte sie geschlagen... weiße Menschen sind Drecksäcke... ich würde ihr Gesicht zerstören...

Test

Emma West hat nicht annähernd so bösartige Dinge von sich gegeben, und auch nicht mehr "fucks" benutzt, als heute in einem durchschnittlichen amerikanischen Film im Laufe von fünf Minuten vorkommen. Und hat die Linke nicht zu guten, alten Kulturkampfzeiten die Fäkalsprache als grandioses Befreiungsinstrument gepriesen, als revolutionäres Ventil, um dem "Druck der Herrschenden" zu antworten?

Allerdings ist Emma West nicht eingesperrt und zur meistgehassten Frau des Landes erklärt worden, weil sie "fuck" gesagt hat.  Auch nicht deswegen, weil sie angeheitert in einem öffentlichen Verkehrsmittel gepöbelt hat, was ja nun wirklich banal ist und in jeder Großstadt ständig vorkommt (von derartigen Vorfällen gibt es massenweise Videos auf Youtube). Ich kann mir auch schwer vorstellen, daß in den Trams, Bussen und U-Bahnen Londons nicht weitaus schlimmere Dinge passieren, nicht zuletzt dank der Segnungen des Multikulturalismus.

Nein, West wurde wegen eines Meinungsverbrechens eingesperrt und als abschreckendes Exempel öffentlich gebrandmarkt.  Das "dirty word" war nicht "fuck", sondern "my country". Sie hat die Schwarzen nicht einmal per se angegriffen, weil sie Schwarze sind, sondern weil sie in ihnen eine Art von Siedlungskolonialisten sieht. Ihre mediale Stigmatisierung hat den Zweck, der Öffentlichkeit einmal mehr zu signalisieren, welche Gefühle und Äußerungen als verwerflich, kriminell und unverzeihlich zu gelten haben. Wer es wagt, sie zur Sprache zu bringen, egal in welcher Form, muß in Zukunft damit rechnen, daß überall ein mit Handykamera bewaffneter Denunziant lauern kann, der dafür sorgt, daß er vor Millionen Zuschauern an den medialen Pranger gestellt, und auf das Übelste beschimpft und bedroht wird.

Unterdessen ist Youtube voll mit Video-"Antworten" von Farbigen auf die "Rassistin". Es gibt keinen einzigen, der in irgendeiner Weise Verständnis dafür zeigt, daß jemand es nicht erträgt, von fremden Völkern kolonisiert zu werden. Gerade die Schwarzen müßten es doch besser wissen. Stattdessen wird süffisant an die Sünden des britischen Imperialismus erinnert, als wäre es gerecht, daß heute ausgerechnet eine armselige Unterschichtenmutter den Preis dafür zahlen müsse. Manche geben sich beleidigt und geschockt, manche spotten mit höhnischen Grinsen:

Wir sind jetzt da, und es gibt nichts, was ihr dagegen machen könnt... Sie hat einen schwarzen Schwanz nötig! Sie wird es lieben!... Wir bleiben hier, wir gehen nirgendwo hin, wir halten euer Land am Laufen... wir sind eure Busfahrer, eurer Zugfahrer, eure Straßenreiniger, eure... wir machen alles. ... Wie auch immer, du brauchst einen schwarzen Schwanz in deinem Loch, um es stillzuhalten!

Ich bin sicher, mit solchen Botschaften wird viel dazu beigetragen, um den "Rassismus" zu bekämpfen und die allgemeine Gereiztheit zu befrieden. Unterdessen ist dieser Tage auf Youtube ein weiteres Video mit einer rassistischen Pöbelei (hier ist das Wort einmal wirklich angebracht) in einem öffentlichen Verkehrsmittel, diesmal aus Frankreich, aufgetaucht, die Emma Wests Ausbruch weit in den Schatten stellt. Es wird aus einem einfachen Grund kaum diesselbe Publicity erhalten (bis dato nur schlappe 40,000 Klicks): denn diesmal ist der Täter schwarz, wenngleich offenbar ebenfalls angeheitert. Wenn schon Emma Wests "rant" laut Daily Mail "horrific" sein soll, mit welchem Adjektiv soll man dann erst diesen Monolog belegen?

Warum sind die Franzosen nach Afrika gekommen? Warum? Ich möchte alle Weißen umbringen! Ihr seid extrem böse! Wir müssen die Weißen töten! Die schlimmsten Menschen auf der Welt sind die Weißen. Ihr habt uns verkauft... ihr dachtet, ihr seid die Stärksten... wir werden euch langsam töten. Ich hoffe, Gott tötet alle Weißen!

Es ist kein Wunder, daß heute viele Schwarze tief sitzende Ressentiments gegen Weiße haben, wenn auch gewiß nicht immer in dieser extremen Form. Nicht, weil sie etwa selbst unter dem Kolonialismus gelitten hätten, der vor Jahrzehnten beendet wurde, oh nein! Die korrupten Regierungen in ihren Heimatländern, die die ehemaligen Kolonien in wahre Höllen auf Erden verwandelt haben, verkaufen ihnen die Weißen als Sündenböcke für all ihre Probleme, um von ihrem eigenen Versagen und ihren Schandtaten abzulenken; wenn sie nach Europa kommen, erzählen ihnen die meinungsbildenden Linken und "Gutmenschen" praktisch dasselbe, wenn auch aus anderen Gründen.

Die nach Europa strömenden Afrikaner werden also von allen Seiten mit der Überzeugung gefüttert, daß die Nachkommen der weißen Menschen, die einst ihre Länder kolonisiert haben, ja alle weißen Menschen überhaupt, ihnen etwas schuldig seien und für die Sünden ihrer Vorfahren zu büßen hätten. Dadurch läßt sich natürlich mit viel besserem Gewissen ein Anspruch auf die Annehmlichkeiten der Zivilisation erheben, die diese angeblich so grundbösen Weißen geschaffen haben. Wie immer haben unsere Linken, die im Grunde immer noch mit westlich-paternalistischen Augen auf die armen, unterentwickelten Schwarzen herabblicken, keine Ahnung, was sie da heranzüchten - vielleicht sogar, wie in Jean Raspails "Heerlager der Heiligen", ihre eigenen Mörder.

Nicht nur die Verbalattacken des Schwarzen in der französischen Bahn haben einen Kontext, sondern auch jene von Emma West. Sehr viele Engländer - in den besonders betroffenen Gebieten wahrscheinlich die Mehrheit -, fühlen vermutlich ganz genau so wie sie. Sie wagen es aber nicht, aufzumucken, aus Angst vor dem öffentlichen Druck und physischer Gewaltandrohung. Und nun haben sie ja gesehen, was passieren kann, wenn einer das Maul nicht hält. Der schäumende und über alles Maß hinausschießende Haß, den Wests Auftritt offenbar auch bei vielen ihrer weißen Landsleute hervorruft, ist allenfalls psychologisch zu erklären.

Auch kultureller Selbsthaß und in Fleisch und Blut übergegangener "Ethnomasochismus" erzeugen inneren Druck. Das Verdrängte hat sich in Form der ungewaschenen "Tram Lady" die Bahn gebrochen, das geschmähte "Es" das politisch korrekte Über-Ich weggefegt, es platzt tourettesyndromartig aus ihm heraus, und nun muß es um so härter in die Kiste zurückgeknüppelt werden. Vielleicht schlägt man sich auch schon präventiv auf die Seite der künftigen Herren, um selber geschont zu werden.
Test

Die Heuchelei, die durch diesen Druck ensteht, hat vermutlich ein ungeheures Ausmaß erreicht. Ich glaube, daß es keinen Menschen gibt, der nicht auf die Dauer erheblich gereizt wird, wenn er in seinem eigenen Land nur mehr von fremden Gesichtern und fremden Sprachen umgeben ist. Erst recht wird dies der Fall sein, wenn diese Entwicklung mit einem Anstieg an Gewalt, Verwahrlosung, sexuellen Übergriffen, Chaos und Verbrechen verbunden ist, sowie der wachsenden Zumutung, sich wie die drei Tempelaffen verhalten zu müssen, und all dies weder ansprechen, noch kritisieren, noch beklagen, noch lediglich wahrnehmen zu dürfen. Man wird sogar dazu genötigt, sich überhaupt den rückständigen und abstrusen Gedanken, daß man ein Anrecht auf ein eigenes Land hätte, aus dem Kopf zu schlagen. Ein "Über-Ich" wird konditioniert, um derlei Ansichten als "böse" und "rassistisch" zu zensieren.

Und nun wird per Emma West der Öffentlichkeit kommuniziert, daß diese Ansichten noch mehr sind als das, nämlich illegal. "Manchmal ist ein Polizeistaat etwas Gutes",  zwitscherte in diesem Sinne befriedigt ein "Twitterer", und eine "migrationshintergründige" Bloggerin namens Rachael Singh (offenbar ein indischer oder pakistanischer Name) verpaßte der am Boden Liegenden noch genüßlich einen triumphierenden Fußtritt:

Wir haben Gesetze gegen deine Taten und Gesetze gegen deine Ansichten, weil sie in einer zivilisierten, multikulturellen, multi-ethnischen, multi-rassischen Gesellschaft inakzeptabel sind. Das Gesetz bestraft sie, weil sie in Großbritannien nicht toleriert werden können. Das ist das Großbritannien, in dem du lebst, Emma. Willkommen.

"Gesetze gegen deine Ansichten"! Diese Aufklärung hat sie wohl nicht mehr nötig gehabt. Daß der Druck von oben bei wachsender Heterogenisierung der Gesellschaft wächst, hat sie gewiß vorher schon erfahren. Meiner Meinung, daß insgeheim sehr viele Menschen so fühlen und denken wie Emma West, sind übrigens auch die meisten Multikulti-Apologeten. Sie drücken es nur seitenverkehrt aus, und weigern sich dabei, den dazugehörigen Kontext in Rechnung zu stellen oder auch nur seine Existenz anzuerkennen.

Wenn sich wie im vorliegenden Fall"rassistische" Gefühle aller drückenden öffentlichen Tabuisierung zum Trotz die Luft machen, dann wird dies über alle Maßen skandalisiert und zum allgemeinen Exempel erhoben, dann wird rasch die Anklage ausgeweitet, um den angeblich allgegenwärtigen "Rassismus" der Mehrheit anzuprangern, oder wie es in Deutschland heißt, den "Extremismus der Mitte".  Man tut dann so, als ob jede noch so leise Mißbilligung der Einwanderungspolitik einem ethischen Defekt entspränge, als ob sie etwa mit einer Billigung von "Dönermorden" und ähnlichen Scheußlichkeiten gleichzusetzen sei, während es sich dabei doch nur um Gefühle handelt, die für die meisten Menschen - egal welcher Abstammung und Rasse - natürlich, ja unvermeidlich sind.

Nabeela Zahir, eine indischstämmige Autorin der einflußreichen linksgerichteten Huffington Post schrieb in diesem Sinne:

Die rassistische Flut von Beleidigungen aus dem Mund einer Frau in Londoner Straßenbahn entsetzte viele Briten.... Den Meldungen auf Twitter zum Tag #mytramexperience zufolge ist eine Mehrheit von Menschen darüber schockiert, daß ein solcher Rassismus immer noch existieren kann. ... Ich frage mich jedoch, ob das Video tasächlich nur eine psychisch kranke Frau zeigt, oder nicht vielmehr ein ernstzunehmender Gradmesser für den Rassismus in Großbritannien ist.

Die Antwort darauf fällt ihr nicht schwer:

Haßverbrechen werden nicht immer gemeldet und es wäre völlig naiv, anzunehmen, daß Rassismus nur in Form von Gewalttaten existiert. Sei es nun verbal, im Netz, direkt oder indirekt, am Arbeitsplatz, in unseren Krankenhäusern, in unserem Erziehungssystem, in den öffentlichen Verkehrsmitteln, existiert der Rassismus in vielerlei Form.  Auf die Frage, "Haben Sie rassistische Ansichten", würden wahrscheinlich die wenigsten mit "Ja" antworten.

Alex Kurtagic kommentierte dies auf der US-Seite Alternative Right:

Zahir, die sich als "britische Asiatin" bezeichnet, bemüht hier einmal mehr das alte lahme Klischee, daß die weiße ethnische Identität eine psychische Krankheit sei, und stellt ihr Adoptivland als Sumpfloch voll ekligem Rassismus hin. Es scheint ihr egal zu sein, daß sie in britischen Universitäten eine vollständige Ausbildung erhalten konnte, und eine Menge beruflicher Chancen bekam, um ihre Wunschkarriere als Nachrichtenproduzentin, Dokumentarfilmerin, Co-Moderatorin, assistierende Fernsehjournalistin, Autorin, stellvertretende Redakteurin und Pressebeauftrage zu verfolgen, unter anderem für  Channel 4, Channel 4 News, Waddell Media, BBC und ITN. Zusätzlich publizierte sie im Guardian and hat ein George-Viner-Stipendium erhalten.  Ihrer Ansicht nach ist Englands ekliger Rassismus immer und überall gegenwärtig, nicht nur in gewalttätigen Formen, sondern unter der Oberfläche, auf alle nur erdenklichen subtilen Arten, manchmal sogar im Gewande des sozial akzeptablen Diskurses.

Diese Töne und dieser (auffallend häufig weibliche) Typus des Intellektuellen mit "Migrationshintergrund", der hauptberuflich die "Mehrheitsgesellschaft" als "rassistisch" denunziert, sind inzwischen auch in Deutschland notorisch - siehe unter anderem hier und hier.

Nun denn: wenn soviele Briten das Emma West-Video tatsächlich so "shocking" fanden und darüber so furchtbar "horrified" waren, dann frage ich mich, was sie fühlen, wenn sie zum Beispiel lesen, daß eine sechsköpfige Immigrantengang zwei zwölfjährige Mädchen gruppenvergewaltigt hat? Daß eine Gang von Schwarzen einen weißen Teenager gejagt und erstochen hat? Daß pakistanische Gangs minderjährige weiße Mädchen zum Sex erpressen und die Beute familienweise herumreichen? Daß jährlich tausende asiatische und afrikanische Kinder ins Land geschleust werden, um für Prostitution und Drogenkurierdienste mißbraucht zu werden?

Was fühlen sie, wenn sie in London zunehmend auf Poster stoßen, die ein Stadtviertel zur "Zone unter Shariah-Kontrolle" erklären? Wenn eine Moslemgang einen weißen Lehrer verprügelt, weil er es wagt, moslemische Mädchen zu unterrichten, und ihm dabei irreparablen Gehirnschaden zufügen? Oder wenn ihnen mal wieder eine militante Moslemdemo mit anheimelnden Gestalten über den Weg läuft, vor denen sich selbstverständlich nur krankhafte "Islamophobe" gruseln? Oder wenn die Polizei bekannt gibt, daß in ihrem Land im letzten Jahr 2800 "Ehrenverbrechen" stattfanden, eine rund fünzigprozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahr?

Denken sie dann vielleicht auch wie Emma West: "My Britain is fuck-all now"?


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


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