Thorsten Hinz: Akif Pirinçci und die Meinungsmacher

Ohne diese Seite nun zum täglichen Frontberichtsblog über Deutschland von Sinnen machen zu wollen:...

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

aber der Kom­men­tar von Thors­ten Hinz auf der Netz­sei­te der Jun­gen Frei­heit ver­dient nun doch beson­de­re Erwäh­nung, allein um ihn wei­ter zu ver­brei­ten. Ich hal­te ihn für den bis­her bes­ten und hell­sich­tigs­ten Debattenbeitrag.

Hinz hat ein fei­nes Gespür für Poin­ten, die alle ande­ren über­se­hen, und er ver­steht es wie kein ande­rer, die Din­ge knapp, aber dif­fe­ren­ziert auf den Punkt zu brin­gen. Bei­spiels­wei­se scheint es ihm bezeich­nend, daß aus­ge­rech­net ein sonst eher abwä­gen­der und “kul­ti­vier­ter Schrei­ber” wie Ijo­ma Man­gold als einer der ers­ten in der Rezen­si­ons­schlacht die Ner­ven ver­lo­ren und die Hit­ler-Kar­te gezückt hat – Man­golds “Ent­hem­mung” sei ein Indiz dafür, daß “Pirin­çcis Bra­chi­al­kri­tik den Zen­tral­nerv des herr­schen­den Mei­nungs­ma­cher-Milieus getrof­fen hat”.

Die­ses links­li­be­ra­le Milieu sieht sich – ich ver­kür­ze ganz stark – als Deu­tungs- und Dres­sureli­te. Ihre Legi­ti­ma­ti­on, ihr Bedeu­tungs- und Über­le­gen­heits­ge­fühl bezieht sie aus der Über­zeu­gung, mit ihrem Wir­ken die Nazi-Bes­tie, die noch immer tief im Deut­schen laue­re, ein­zu­he­gen. Nun kommt Pirin­çci, der Empi­ri­ker mit der Stra­ßen­kö­ter-Per­spek­ti­ve und hält ihnen ent­ge­gen: Ätsch, der Deut­sche ist in Wahr­heit weich­lich, wehr­un­tüch­tig, debil und schwuch­te­lig. Das typi­sche Opfer eben. Das Aus­land lacht über ihn. Und die jun­gen Mos­lems, die tes­to­ste­ron­ge­füll­ten Kraft­pa­ke­te, sehen die Angst in sei­nen Augen ganz genau.

Pirin­çci ent­zieht der Deu­tungs­eli­te ihre geis­tig-mora­li­sche Grund­la­ge, er demas­kiert sie als Fehl­funk­ti­on, als Stif­ter bzw. Pro­pa­gan­dist eines fal­schen Bewußt­seins. Sie hat mit­ge­hol­fen, eine Rea­li­tät zu eta­blie­ren, die sie sel­ber zu fürch­ten hat. Damit muß man erst ein­mal fer­tig­wer­den. Es ist ein­fa­cher und psy­cho­lo­gisch nach­voll­zieh­bar, wenn Man­gold den ollen Hit­ler als Sinn­stif­ter zu ret­ten ver­sucht, indem er ihn in der Per­son eines ana­to­li­schen Beel­ze­bub (ich weiß, ich weiß, Pirin­çcis Geburts­stadt Istan­bul liegt nicht in Ana­to­li­en) zurück ins Spiel bringt.

Dies erhellt wohl auch die in den Erzeug­nis­sen der “Deu­tungs­eli­te” (sie­he hier und hier) immer wie­der auf­tau­chen­de zwei­glei­si­ge, in sich wider­sprüch­li­che Argu­men­ta­ti­on: einer­seits sei Deutsch­land rand­voll mit lau­ern­den Stamm­tisch­wer­wöl­fen und Pogrom­hor­den, beherrscht von einem all­ge­gen­wär­tig laten­ten “Ras­sis­mus aus der Mit­te”, ande­rer­seits sei­en Bücher wie jene von Pirin­çci und Sar­ra­zin Lite­ra­tur von und für Spin­ner, dir­ty old men, “schril­le” Pro­vo­ka­teu­re, Moder­ni­sie­rungs­ver­lie­rer und sons­ti­ge uncoo­le Min­der­hei­ten. Das eine muß so sein, um die eige­ne Rol­le zu recht­fer­ti­gen, das ande­re, um ihre Kri­ti­ker als lächer­lich und irrele­vant zu dis­qua­li­fi­zie­ren. Im einen Fall wird vor ihrer Anschluß­fä­hig­keit gewarnt, im ande­ren wird sie ihnen wie­der abgesprochen.

Der nächs­te Punkt, den Hinz her­vor­hebt, ist so wich­tig und liegt so dicht vor unse­rer Nase, daß ich mir auf den Kopf klat­schen muß­te, weil er mir sel­ber ent­gan­gen war:

Die Aggres­sio­nen und Igno­ranz in den Medi­en sind Zei­chen der Angst: der Angst vor dem Macht­ver­lust und der sozia­len Stel­lung, doch auch vor der Rea­li­tät, die man bis dato im Griff sei­ner poli­tisch kor­rek­ten Begriff­lich­keit zu haben glaub­te. Der Beweis: Kein ein­zi­ger Pirin­çci-Kri­ti­ker geht auf die Blut­tat von Kirch­w­ey­he ein, die Pirin­çci in dem Auf­satz „Das Schlach­ten hat begon­nen“ the­ma­ti­siert hat­te, der auch im Buch zitiert wird. Im März 2013 hat­te in dem Ort bei Bre­men ein Migran­ten-Mob dem 25jährigen Deut­schen Dani­el S. die Hirn­scha­le und das Rück­grat zer­tre­ten – für Pirin­çci eine neue Eska­la­ti­ons­stu­fe im „schlei­chen­den Geno­zid an einer bestimm­ten Grup­pe von jun­gen Män­nern“ – den deut­schen. Wäh­rend der Ermitt­lun­gen wur­den Zeu­gen bedroht, der Pro­zeß ende­te kürz­lich mit lächer­lich gerin­gen Stra­fen – für die deut­schen Qua­li­täts­jour­na­lis­ten war und ist das kein Thema.

Natür­lich – alle, die (wie ich selbst) seit “Das Schlach­ten hat begon­nen” (übri­gens, wie eben­falls gern ver­schwie­gen wird, ursprüng­lich auf der Ach­se des Guten erschie­nen) auf Pirin­çci auf­merk­sam wur­den und an der Legi­ti­mi­tät sei­nes Angriffs nicht zwei­feln, haben auch und vor allem Kirch­w­ey­he stets im Hin­ter­kopf. Die­ser Fall aber wird von den Rezen­sen­ten ver­schwie­gen, die zwar mit irgend­wel­chen hane­bü­che­nen “Sprach­ana­ly­sen” han­tie­ren, jedoch kaum die Fra­ge nach der Rea­li­tät der von Pirin­çci ange­pran­ger­ten Zustän­de stellen.

Wie ich bereits sag­te: es ist genau die­se Unauf­rich­tig­keit, ver­bun­den mit dem pene­trant aus­ge­stell­ten demo­kra­tisch-huma­ni­tä­ren Hei­li­gen­schein, die die Ver­tre­ter die­ser “stramm” auf Linie ste­hen­den “Deu­tungs­eli­te” für vie­le Men­schen zu so ver­ächt­li­chen, ja has­sens­wer­ten Figu­ren macht. Denn oft genug hat es den Anschein, als ob Opfer wie Dani­el S. ihnen nicht mehr bedeu­ten als Kol­la­te­ral­neb­bich auf dem Weg in die (ach so) “zag­haf­te Moder­ni­sie­rung des Ein­wan­de­rungs­lan­des Deutsch­land” (um Richard Geb­hart in der Zeit zu zitieren).

Dage­gen las­sen sie land­auf-land­ab alle Sire­nen heu­len, wenn einem Ein­wan­de­rer auch nur mut­maß­lich auch nur ein Haar gekrümmt wird – weil die Ein­wan­de­rer in der “Opfer”-Rolle ent­schei­den­de Figu­ren des sinn­stif­ten­den Nar­ra­tivs sind, als deren pries­ter­li­che Ver­mitt­ler sie sich insze­nie­ren. Tot­ge­schla­ge­ne Deut­sche stö­ren es dage­gen emp­find­lich. In die­sem Sze­na­rio wie­gen nicht alle Men­schen­le­ben gleich schwer – man­che sind offen­bar deut­lich wert­vol­ler als andere.

Des Hin­zens nächs­ter Streich ist eine bos­haf­te Spieß­um­kehr: wenn also Pirin­çcis Kri­ti­kern nichts wei­ter ein­fällt, als in etwai­gen sub­jek­tiv-per­sön­li­chen Dis­po­si­tio­nen des Autors und sei­nes ech­ten oder ima­gi­nier­ten Umfelds her­um­zu­sto­chern, dann darf man wohl die Fra­ge stel­len, was für inne­re Moti­ve eigent­lich sie selbst antrei­ben. Hinz knöpft sich hier die Jour­na­lis­tin Caro­li­ne Fet­scher vor, Mit­au­torin eines Arti­kels im Ber­li­ner Tages­spie­gel, in dem eine “exzep­tio­nel­le Bös­ar­tig­keit” zum Aus­druck käme,

die ihren Höhe­punkt in dem Satz erreicht: „Anders als Brei­vik, der das Aus­agie­ren von Res­sen­ti­ment, Haß und Para­noia mör­de­risch zele­brier­te, beläßt es die­ser Toben­de (Pirin­çci – Th.H.) offen­bar beim Wort; man muß hof­fen, daß auch sei­ne Rezi­pi­en­ten so viel Zurück­hal­tung auf­brin­gen.“ Offenbar!

Fet­scher und Schrö­der frei­lich, ganz besorg­te Demo­kra­ten, belas­sen es nicht bei der Hoff­nung. Der Wink an Jus­tiz und Ver­fas­sungs­schutz ist unüber­seh­bar. Im übri­gen gehen sie auf das Buch gar nicht ein, son­dern grei­fen den Ver­lag an: „Die zwei Dut­zend Autoren der zum Manu­scrip­tum-Ver­lag gehö­ren­den Edi­ti­on sind aus­schließ­lich Män­ner – älte­re, ver­bit­tert bis wei­ner­lich wir­ken­de Män­ner, deren Wut sich gegen die immer­glei­chen Geg­ner wen­det: die Eman­zi­pa­ti­on der Frau­en, die Moder­ne, den Westen.“

Nor­ma­ler­wei­se lese ich aus Hygie­ne­grün­den über sol­che Pas­sa­gen hin­weg, doch hier erlau­be ich mir eini­ge Anmer­kun­gen, die Jour­na­lis­tin Fet­scher betref­fend, die mir vor zwei Jah­ren bereits auf­ge­fal­len war und auch bei die­sem Arti­kel die trei­ben­de Kraft gewe­sen sein dürf­te. Ers­tens ken­ne ich wenigs­tens die Bücher des Manu­fac­tum-Autoren Frank Böckel­mann recht gut. Der Mann ist weder wei­ner­lich noch ver­bit­tert, son­dern sach­lich, unsen­ti­men­tal und lehr­reich. Zwei­tens: Wenn eine 57jährige – par­don – Matro­ne sich über Män­ner mokiert, weil die­se die 60 über­schrit­ten haben, ist das zum Brül­len! Die Grün­de auf­zu­zäh­len erspa­re ich mir.

Hinz ist nun

… Fet­schers unsterb­li­cher Arti­kel „Kein Sex mit Nazis“ vom August 2012 in Erin­ne­rung geblie­ben, der ihre Per­fi­die teil­wei­se wohl erklärt. Dar­in beschäf­tig­te sie sich mit der Olym­pia-Rude­rin Nad­ja Dry­gal­la, die ins Visier der Qua­li­täts­pres­se gera­ten war, weil ihr Freund poli­tisch sehr weit rechts stand. Fet­scher frag­te: „Nur weil eine sport­li­che jun­ge Frau mit einem Neo­na­zi schläft, darf sie nicht mehr für Deutsch­land bei Olym­pi­schen Spie­len rudern? Ist das nicht über­trie­ben?“, und fand, das sei ganz und gar nicht der Fall, denn schnell wer­den Men­schen „von Bei­schlä­fern zu Mit­läu­fern“. Und wenn dabei von den Medi­en „in sel­te­nen Fäl­len übers Ziel hin­aus­ge­schos­sen wird“, lie­ße sich das „eher ver­kraf­ten, als daß das Ziel aus den Augen gerät“.

Sind das tat­säch­lich die Sät­ze einer poli­ti­schen Ana­lys­tin? Oder han­delt es sich nicht viel­mehr um die Stu­ten­bis­sig­keit einer älte­ren gegen eine jün­ge­re und aus­neh­mend hüb­sche Frau? Fet­scher ver­eint die Eigen­schaf­ten der Polit­kom­mis­sa­rin mit der einer Unter-und Bett­wä­schen-Schnüff­le­rin. (…)Neben­bei wider­legt sie die modi­sche Irr­leh­re, daß die Welt eine bes­se­re und mensch­li­che­re sein wür­de, kämen nur mehr Frau­en an die Schalt­he­bel der Macht – und an die Tas­ta­tu­ren der Zeitungen.

Hinz schließt sei­ne Glos­se mit einer hei­te­ren Bemer­kung, der ich mich voll­auf anschließe:

Ach ja, Pirin­çci: Ich tei­le nicht jede sei­ner Aus­sa­gen und The­sen, und sein Stil berei­tet mir Schwie­rig­kei­ten. Aber: Er macht die Zustän­de und ihre Prot­ago­nis­ten bis zur Lächer­lich­keit kennt­lich. Und das macht Spaß bis zum Brüllen!

Micha­el Klo­n­ovs­ky nann­te Thors­ten Hinz ein­mal “das eigent­li­che Alpha-Tier der deut­schen poli­ti­schen Publi­zis­tik”. Er hat in den letz­ten Jah­ren zwei bril­lan­te Stu­di­en über die Men­ta­li­tät der Deut­schen und deren his­to­ri­sche Gene­se geschrie­ben, die skan­da­lö­ser­wei­se von den Feuil­le­tons tot­ge­schwie­gen wur­den. Hier kann man sie erwer­ben: “Der Weiz­sä­cker-Kom­plex” und “Die Psy­cho­lo­gie der Nie­der­la­ge”. Sein lan­ge vor Kirch­w­ey­he und Pirin­çci geschrie­be­ner Essay “Zurüs­tung zum Bür­ger­krieg”, erschie­nen in der Kapla­ken-Rei­he von Antai­os, hat kein biß­chen an Aktua­li­tät ein­ge­büßt - auch die­ser han­delt vom “Schlach­ten”, das bereits “begon­nen” hat.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Nichts schreibt sich
von allein!

Das Blog der Zeitschrift Sezession ist die wichtigste rechtsintellektuelle Stimme im Netz. Es lebt vom Fleiß, von der Lesewut und von der Sprachkraft seiner Autoren. Wenn Sie diesen Federn Zeit und Ruhe verschaffen möchten, können Sie das mit einem Betrag Ihrer Wahl tun.

Verein für Staatspolitik e.V.
DE86 5185 0079 0027 1669 62
HELADEF1FRI

Kommentare (50)

Nordlaender

17. April 2014 11:58

„Anders als Breivik, der das Ausagieren von Ressentiment, Haß und Paranoia mörderisch zelebrierte, beläßt es dieser Tobende (Pirinçci – Th.H.) offenbar beim Wort; man muß hoffen, daß auch seine Rezipienten so viel Zurückhaltung aufbringen.“

Anders als Stalin, Kaganovich und Konsorten unterschreibt die Journalistin Caroline Fetscher keine langen Listen, wenn es gilt, per Massenerschießungen die Reihen der Systemfeinde zu lichten. Es bleibt zu hoffen, daß diese Haßreden solcher Schreibtischtäterinnen nicht auf Rezipienten stößt, die dann noch Toleranzlager einrichten, besorgniserregende Ansätze in dieser Richtung gibt es bereits: https://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article112822562/Amsterdam-siedelt-Schwulenhasser-aus.html

Ansonsten möchte ich unter dem jetzt allerorten grassierenden Pirinccismus doch mal loswerden, daß ich "integrations"-preisverdächtigen Schwerverbrecherräpp grundsätzlich nicht mag, ob nun von Bushido oder einem Pirincci, wie viele Teilwahrheiten er nun auch aussprechen mag, denen ich inhaltlich durchaus zustimmen könnte.

"Herr Broder (oder Herr Pirinccis) hat auch gesagt ..."
Ich kriege es einfach nicht weg, dieses Bild vom antideutschen (Broder) bzw. nichtdeutschen (Pirincci) großen Bruder, der dem kleinen deutschen Michel zu mehr vermeintlicher Stärke verhilft.

So stehe ich nun da, als Reaktionär, dem Fick- und Furzprosa zutiefst zuwider ist und der darüber hinaus noch
biologismusverdächtige Ansprüche erhebt, was das Prädikat "deutsch" anbelangt.
Rechne hier mit sofortiger Erschießung, aber ich kann nicht anders.

Mit strammem Gruße!

M.L.: Feuer frei!!!

Alt-Badener

17. April 2014 12:49

Es gibt in den USA Straftäter-Camps, in denen den jungen kriminellen Wiederholungstätern sozusagen der Wille gebrochen wird, damit sie niemals mehr straffällig werden. Also so eine Art Umerziehungslager. Nichts anderes ist aus unserem Land geworden. So gut wie jedem autochthonen deutschen Bürger wird von Beginn seines bewussten Lebens an die große und immerwährende Schuld eingetrichtert, es wird ihm eingebläut, dass er ein ganz böser Mensch ist und sich gegen nichts wehren darf. Dafür wird ihm von seinem erarbeitenden Verdienst ein sehr hoher Strafobolus namens Steuer und Sozialabgaben abgepresst, den er sich auch klaglos abnehmen lässt. Und dieses System wird mit einer ungeheuren Präzision mehr und mehr verfeinert. Je länger die "bösen" Taten zurückliegen, desto intensiver wird der Schuldkomplex in die Köpfe gehämmert, denn schließlich leben mittlerweile Millionen von Betroffenheitsprofis von diesem System. Und wehe, es traut sich jemand, die Dinge beim Namen zu nennen. Der muss vernichtet werden. Jetzt hat es ein geborener Türke getan, eine ganz neue Situation. Jetzt muss aufgepasst werden, dass dieser freigesetzte Erreger, der den Schuldkörper befallen kann oder befallen hat, sich nicht ausbreitet. Heerscharen von Soziologen, Gutmenschen und linken Journalisten werden Tag und Nacht daran arbeiten, eine wirksame Medizin gegen diesen Erreger zu entwickeln und ein neuer Impfstoff wird in den Gesinnungslaboratorien ebenfalls entwickelt. Und dieser Impfstoff wird sicherlich in Bälde mittels TV und Systempresse dem Volk verabreicht werden. Einige von uns, die dagegen immun sind, wird man problemlos mit den üblichen Methoden unschädlich machen können.

Waldschrat

17. April 2014 14:18

"L'Empire du Bien triomphe, il est donc urgent de le saboter." (Philippe Muray)

Nur kein falsches Mitleid mit Journalisten, die tagtäglich die gleiche Meinung schreiben müssen mit anderen Worten in denselben Sätzen, dasselbe Moral-Geleier und -Geseier. Bloß keine Schonung! Nun taucht ein Pirincci auf, den sie vorher in ihrem Frühwarnsystem nicht verortet hatten und sie müssen so schnell wie möglich seine Wirkung neutralisieren. Beispielsweise indem aus ihm und anderen "verbitterte, ältere Männer" gemacht werden, mit dem Ziel den Verlag öffentlich zu denunzieren. Wenn allerdings der Artikel vielleicht von einer Frau geschrieben wird, die von der Emanzipation uneingestanden nicht weniger enttäuscht und verbittert ist, zeigt es tatsächlich nur, wie Hinz es erkannt hat, den verborgenen Groll einer "Matrone, die sich über Männer mokiert, weil diese die 60 überschritten haben." Wer behauptet, aus "Beischläfern" würden schnell "Mittäter" werden, muss dem nicht zumindest der gesunde Menschenverstand abgesprochen werden? Oder wer die Leser von Pirincci zu potentiellen Amokläufern stiliisert, die irgendwelche Komplexe "ausagieren" müssen? Früher sagte man Schreckschraube dazu.

Wenn Pirincci auch gezündet hat (was zu bezweifeln ist trotz der Verkaufszahlen), fehlt es doch an weiteren Zündsätzen. Gedankenblitze allein helfen nicht. Erst dann wird diese Fassade in sich einstürzen und das potemkinsche Dorf "Einwanderungsland Deutschland" wieder in dem ganzen Glanz seiner Elendsjahre erscheinen. Sind aber dort die Gutgläubigen oder Wohlmeinenden an die Macht gelangt? Oder etwa doch "die Wohlgestinnten"? Übrigens ging bei Littells Buch ein ähnlicher Lärm durch den Medienwald Deutschland und ein näherer Vergleich der Reaktionen wäre interessant.

Übergeht man die Phänomene akuter Massenhysterie, wird sich solange nichts ändern, wie man nicht die Meinungsfunktionäre mit vielen Pirinccis oder möglichst vielen Littells überfordert und die ihnen den moralinsauren Wortschleim aus Zunge und Gaumen kitzeln. Beides "Einwanderer" übrigens. Selbst wenn das manchem Geschmack zuwider ist. Das eine wie das andere. Und die Speichelleckerei erst recht.

Thomas Wawerka

17. April 2014 14:19

Ich nominiere "Stammtischwerwölfe" als Wort der Woche.

ene

17. April 2014 14:40

Ich bin zwar zu spät dran, möchte mich aber doch noch ausdrücklich für Ihre Verlinkung der Artikel Geschmacksmacht I udn II von Michael Messer bedanken.
Was da gesagt wird, trifft auf einen großen Teil der Diskussion hier zu. Mit großer Eleoquenz wird beharrlich nicht unterschieden zwischen solchen, die einen bestimmten Jargon benutzen und solchen, die einen bestimmten Jargon vorführen, wie Pirincci das tut. Das kommt mir vor, als würde man sagen: "Ich will zwar, daß bestimmte Zustände kritisiert werden und auch treffend - aber bitte nur so, wie ich sie kritisieren würde, wenn ich das denn könnte." Absurd!

Citizen Kane

17. April 2014 14:46

…,daß ich mir auf den Kopf klatschen mußte, weil er mir selber entgangen war

:

Das verstehe ich nicht!
Das ist doch beides, „die Angst ..“ und „Daniel S., Kirchweyhe..“ hier, ich meine auch von Ihnen, thematisiert worden.
Zudem in Artikeln auf PI und zahllosen Kommentaren auf PI, WON und auch SPON, soweit hier nicht wegzensiert.

M.L.: Dass Pirrincis Kritiker Kirchweyhe so laut verschweigen, das war mir nicht aufgefallen! Eben weil es so knapp vor der Nase liegt.

Gerade die „Angst“ der abhängigen Journalistenschaft ist als eine wesentliche Ursachen der PC und der Meinungsunterdrückung längst erkannt.

An Nordländer:

So stehe ich nun da, als Reaktionär, dem Fick- und Furzprosa zutiefst zuwider ist

..

Da können Sie unbesorgt sein, unter einem richtigen Reaktionär stelle ich mir eher sowas wie einen Peter Gauweiler vor, nachdem er am Aschermittwoch alle anderen unter den Tisch gesoffen hat.

Und des Alten Fritzens Tabakrunde, Goethe im Herrenzimmer oder ein Offizierskasino zur vorgerückter Stunde würden Sie wohl nicht überleben.

Halte Sie für den bevorstehenden Kulturkampf eher für zu zart besaitet. Zu dem passt auch Ihr Pseudonym überhaupt nicht.
Nix für ungut, oder wie es hier angemessen ist - mit Verlaub! ;-)

M.L.: Haben Sie Ihren Sinn für Humor zuhause vergessen?

Carsten

17. April 2014 14:52

Dass die Bücher von Sarrazin und Pirincci Megaseller sind, zeigt a) daß die Mehrheit in Deutschland noch richtig, normal und gesund tickt und b) daß die Dressurelite versagt hat und das auch weiß.
Die Frage ist nur: Wie kriegt man den Dynamo ans Rad? Wie wird aus Büchern sozialer Ungehorsam? Wie generiert man aus dem Weckruf der Autoren Zivilcourage und das vielzitierte "Gesicht zeigen"?
Wenn Sarrazin und Pirincci Katalysatoren sind, reagiert bislang nur die linke Seite der Chemie.

Urwinkel

17. April 2014 15:13

@ Alt-Badener: Ihre letzten Sätze klingen sehr verschwörerisch und aus dem Hemd gezogen. Eine Droge, von der Sie reden, lasse ich mir doch nicht unfreiwillig verabreichen. Mittelfinger, fertig.

Aber, und da gebe ich Ihnen Recht: Es gibt diese Irren, die mit total krummen und zynischen Argumenten daherkommen und eine Doktrin durchdrücken wollen an der man ihr eigens Alter und ihre Gewissheit erkennen kann.

Erst gestern hatte ich einen Disput mit solch Einem: Angefixt von den jüngsten Lichtmesz-Analysen, versuchte ich mich mit diesem, in ganz klassischem Sinn argumentierenden Typen zu unterhalten. Das verlief desaströs.

Mir unterstellte er, die Schuld immer bei den Anderen zu suchen; was ich nicht gänzlich ausschließe. Ich warf zurück, daß er linke Klischees bedient und die er auch noch mit Geld versorgt und irgendwelchen Tätigkeiten. Sogar in die Komunalregierung wollte er mal gehen (-> Linkspartei). Daraus ist nichts geworden. Er und ich sitzen am Tresen, und hauen uns gemeinsam die Sorgen um die Ohren.

Was ich ihm aber nachhaltig übel nehme, ist, daß er mich vor versammelten Leuten als "wahnsinnig" fertigzumachen versuchte.

M.L.: So ist das im Irrenhaus, einer hält den anderen für den Wahnsinnigen. Deutschland oder Pirrinci von Sinnen?

Rumpelstilzchen

17. April 2014 15:31

"ich kann mich nicht erinnern, dass in meiner Jugend fast jeden Monat ein Altersgenosse von mir auf bestialische Weise totgetreten wurde" zitiert der FAZ Schreiberling Harald Staun in "wie Sarrazin auf Speed" immerhin Akif Pirinçci. Allerdings fährt er fort:" was läßt sich gegen die Evidenz so einer selbsterlebten Empirie schon einwenden?"

Ich frage: ist das Zynismus, Ignoranz, Angst oder Dummheit ?

Revolte

17. April 2014 15:59

Es wäre mir wahrhaftig ein innerer Reichsparteitag, wenn Pirinçci alle Rezensenten der Leitmedien mit Diskriminierungs- und Rassismusklagen überzöge und diese, wenn nötig, bis vor den EGMR in Straßburg brächte.

Sicarier

17. April 2014 18:15

"Das Schlachten" ist in der Tat auf der Achse erschienen. Da muss der eine oder andere auch mal seine Pappkameraden abräumen. Die konservative Rechte steht der Linken in Sachen Borniertheit in wenig nach, was auch das Geätze gegen Pirincci zeigt. Rechts-Liberatarismus ftw !!

M.L.: "Rechts-Liberatarismus ftw" WTF?

forsetithing

17. April 2014 18:54

@Sicarier, so etwas wie „Rechts-Liberatarismus" gibt es gar nicht. Libertarismus ist an sich schon rechts. Und ich finde es vollkommen opportun Pirincci für seine Abneigung gegen Ius sanguinis und seiner Religionsfeindlichkeit zu kritisieren. Das kritisieren von Pirincci fällt nur schwer, weil die vereinigte Deutsche Linksfront gegen ihn Mobil macht.

Nordlaender

17. April 2014 19:08

@ Citizen Cane

"Da können Sie unbesorgt sein, unter einem richtigen Reaktionär stelle ich mir eher sowas wie einen Peter Gauweiler vor, nachdem er am Aschermittwoch alle anderen unter den Tisch gesoffen hat. ...

Halte Sie für den bevorstehenden Kulturkampf eher für zu zart besaitet. Zu dem passt auch Ihr Pseudonym überhaupt nicht."

Gauweiler! ...? Das lesend, mußte ich mir erst mal ein paar Gläschen Davilado hinter den Lampenschirm kippen.

Reaktionärstum läßt sich nicht erklären. Es bereitete mir vergleichsweise weniger Schmerzen, die Geschichte mit dem Gast, dem Ober und der Fliege in der Suppe näher zu erläutern. Eine Andeutung muß genügen, und was nicht geht, das geht eben nicht.

Zwar gehört das Tragen der kurzen Herrenhose grundsätzlich polizeilich abgestraft, doch wer daraus den verkehrten Rückschluß zieht, ich wüßte Angus Young nicht zu schätzen, hat sich getäuscht. Der eine vermag es eben, einen bestimmten Power-Chord zur richtigen Zeit am richtigen Ort anzuschlagen, dem anderen ist vom Anspielen desselben dringend wie grundsätzlich abzuraten.

Bushido, Bohlen, Pirincci, Broder ... jede Seite ist die verkehrte, schrieb kürzlich der unter Reaktionärverdacht stehende Klonovsky.
Zwänge man mich aber, Stellung zu beziehen, dann entschiede ich mich für Angus Young.
(Hoffentlich ist das jetzt prollig genug, sodaß ich mir hier wenigstens ein Stück street credibility zurückerobern kann.)

Sicarier

17. April 2014 19:27

´tschuldigung, ein a zu viel. Was ist "Deutschland von Sinnen" denn sonst, wenn nicht das Manifest eines neuen Rechts-Libertarismus ?? Warten Sie mal ab.

Revolte

17. April 2014 19:42

@Carsten

Eine Windhose sollte man nicht für einen Tornado halten. Wie oft hat sich "Deutschland schafft sich ab" verkauft? 1,5, Mio. mal? Dem stehen immerhin noch über 80 Mio. Bürger entgegen, die das Buch nicht gekauft haben. Die oft bemühte "schweigende Mehrheit" halte ich zunehmend für eine Schimäre.
Auch das nächste Buch, der nächste Totgetretene, die nächste Asylantenwelle werden nichts ändern. Dieses Volk lässt sich mittlerweile absolut alles gefallen.
Ich glaube vielmehr, das deutsche Volk wird die Koffer packen und sich ein neues Land suchen, ehe hier jemand zur Mistgabel greift.

Marcus Junge

17. April 2014 19:43

"Sein lange vor Kirchweyhe und Pirinçci geschriebener Essay „Zurüstung zum Bürgerkrieg“, erschienen in der Kaplaken-Reihe von Antaios," war mein erster Kaplake und brachte mich zur Sezession.de.

Nils Wegner

17. April 2014 20:08

"Liberatarismus", das wäre dann also etwa "Befreitentum". Treffer und versenkt, würde ich mal sagen.

Corax

17. April 2014 20:26

Unterschied zwischen Akif P. und seinen Wärengernkritikern:

Akif P. tut nicht intellektuell, er ist es und Akif P. ist nicht öbszön, er tut nur so.

Karolus

17. April 2014 21:06

@ Citizen Kane

Zu Ihrem Nutzen und Frommen erlaube ich mir die Bemerkung, dass der Alte Fritz = Preußens König Friedrich II. (Regierungszeit 1740 - 1786) NICHT der Betreiber des "Tabakkollegiums" im Schloss Königswusterhausen war. Dies war vielmehr sein Vater Friedrich Wilhelm I. (Regierungszeit 1713 - 1740). Friedrich II. bevorzugte Schnupftabak.

Sebi

17. April 2014 22:33

Oh my God, Lichtmesz, i love You, i love You!

Harald de Azania

17. April 2014 22:58

Lieber ML,

(TL war ein Tippfehler,sorry!)

Das Ganze hat Zuege der typischen Querelle Allemande. Gut, ich glaube, alle haben sich wechselseitig bestaetigt, dass "die Linke" die kulturelle Dominanz hat. So what ? Ursachen bereits zur Genuege analysiert.

Schnitt.

"Die Zeit" vorgestern: Tatort: Hamburg, Gedenken an - no na - "Kolonialverbrechen":ein pigmentpriviligierter Zugewehter erklaert den Eingeborenen, wie in einer "demokratischen Einwandererstadt" deutscher Kolonialarbeit gedacht zu werden habe.Also: Hamburg ist keine Hansestadt mehr, keine deutsche Stadt mehr sondern eine DES. Auch so drueckt sich Landnahme aus. Alles weitere bei Carl Schmitt "Der Nomos der Erde".

Auch das ist Fortschritt: Deutsche werden von Hottentotten wie Hottentotten behandelt.

Schnitt.

"Junge Freiheit" Gestern: Deutsche vertrauen mehrheitlich Angela Merkl."Mutti Merkl macht schon". Die totale geistige Abdankung eines geistig fellachisierten Volkes vor der fleischgewordenen 'Tullia destructiva'.

Aber natuerlich koennte dies auch raffinierte Tarnung des zum Aufstand entschlossenen Volkes sein, das die Herrschaft in Sicherheit wiegt. Natuerlich und selbstredend .....

Schnitt.

Diverse Informationen ueber auslaendische Gewalttaten, windelweiche pardon milde Justiz und zurueckweichende Polizei.

Moeglichkeiten :

Abgesehen vom, fuer mich als Katholiken immer moeglichem Wunder (in Zeiten eines Papstes, der aesthetisch im Schlossergwandl daherkommt aber schwer zu glauben ....)

M.L.: Und in was für einem Gwandl sind Jesus und die Jünger dahergekommen?

a) Machtuebernahme der importierten lumpenproletarischen Calibans mit Versklavung der Eingeborenen und anschliessenden Verspeisung der Linksintellektuellen ( den dasz die den Tiger reiten koennen, ist unwahrscheinlich)(,Entordnung und Entortung. Irgendeine Macht besetzt die Ruinen und sorgt fuer Neupoeplierung.) Noch lange nicht so weit, aber : wie demoralisiert sind Polizei und Heer eigentlich, habt ihr das schon mal geprueft?

b) Kombinierter Rassen-, Klassen- und Kultkriege a la Libanon.

c) Schneidend kalte Rettung a la Sulla.Voraussetzung dafuer : Verbindung machtbewusst denkender Rechtsintellektueller mit einem militaerischem Kopf.Bereitschaft, ohne wenn und aber und ohne "nett' sein zu woollen durch Jahrzehnte zu dominieren. Jedoch: Waehrend romanisch und katholisch gepraegte Kulturen und Voelker den Caudillo hervorbringen (Franco, Pinochet, in Oesterreich /bedingt/ Dollfuss, Starhemberg) koennen dies protestantisch gepraegte nicht ... der furchterregende Schatten Cromwells ???) Also hoechst unwahrscheinlich.

d) Mutige Selbstbesinnung wesentlicher Volksteile, die den Mut haben, den Spuk durch taegliche, mutige Konfrontation zu vertreiben. Also Zivilcourage coute a coute. Wahrscheinlichkeit : auch Sumper und Seicherln koennen ueber sich hinauswachsen, nicht wahr ???

e) Nach Nestroy's Motto "Is alles net wahr, net wahr, net wahr" allgemeines durchwurschteln . Geht nur ohne unmittelbar wirksame Feinde, die aber gibt es jetzt extra- und intramuran.

Schlussfolgerung fuer alle "Sezessionisten" : Geistig aggressive Taktik nach dem Motto :"Hit first, hit hard and keep on hitting"(Admiral Jacky Fisher) , jedenTag, rund um die Uhr, nicht nachlassende Jagd kurz und praezise auf jede linke Position und Person.Und bitte nicht "nett' sein wollen .....

Harald de Azania

Joseph von Sternberg

17. April 2014 23:28

Hinz macht es richtig: auf ad hominem Beleidigungen rechtfertigt man sich nicht nur nicht, sondern man führt auch keinen Beweis, daß sich der Gegner unredlich verhält. Nein man spuckt diesen Leuten das tu quoque direkt ins Gesicht.

Jeder Tagesspiegel-Matrone und jedem Hipster-Homunculus...

ene

17. April 2014 23:57

Beim Alten Fritz gabs zwar keine Tabaks -aber eine Tafelrunde.
Jedenfalls hat Menzel diese berühmte Tafelrunde gemalt (das Bild existiert nicht mehr), und langweilig ging es dort bestimmt auch nicht zu. -

ingres

18. April 2014 00:23

Also das fing ja damals an mit dem Beitrag von Pirincci über die Lügenpartei die Grünen. Für mich war in diesem Moment entscheidend: werden Grüne reagieren? Die Frage war ja, kommt der Beitrag über das Internet hinaus. Wäre er nur auf der Achse geblieben, wäre ja bis heute alles beim Alten. Es ging so weit, dass ich mich fragte, soll ich das so kommentieren und das System darauf hinweisen, dass es, wenn es den damaligen Beitrag von Pirincci kommentiert, einen Fehler begeh?.

Ich weiß nicht mehr was ich gemacht habe, müßte ich nachsehen. Ich dachte damals, wenn das System reagiert ist es sein Anfang vom Ende (wenn das nun auch noch etwas dauert, aber Pirincci ist ja auch davon überzeugt sein Deutschland zurückzubekommen, wobei für mich die Frage ist: zu welchem Preis?), wenn Pirincci zurückschlagen würde, wovon ich aber ausging.
Nun reagierte damals ein Grüner in Bremen. Das war m. E. der entscheidende Fehler. Denn Pirincci schlug auf der Achse zurück mit "Mit mir nicht du Vollpfosten", was selbstverständlich war, aber für einen "Autochthonen" schwerer möglich gewesen wäre.
Und ich weiß nicht ob ich es schreiben soll. Ich dachte damals, dass System wäre so clever Pirincci totzuschweigen und ich meine es wäre auch jetzt für das System das Beste gewesen. Merkel (man mag von ihr halten was man will) war bei Sarrazin cleverer und sprach nur von nicht hilfreich. Merkel eben, unauffällig (vielleicht weil sie gar nicht mehr kann), aber "machteffektiv"!
Ich weiß nicht, ob das System dem Rat des Totschweigens (wenn es hier mitliest) nun folgt und ob es jetzt damit noch was retten könnte. Aber ich weiß natürlich auch nicht, ob meine Theorie richtig ist. Ich meine das System war merkwürdigerweise nicht nervenstark genug. Ich dachte als Pirincci mit dem Beitrag über die Lügenpartei (die Grünen) rauskam, dass sie clever genug wären ihn zu ignorieren.

Nureinmal

18. April 2014 01:10

Herr Lichtmesz, zur Zweigleisigkeit der "Deutungselite" passt auch dieses:

(Berlin: Tugendterror gegen Sarrazin):

Das ist ein Muster, das in allen verwandten politischen Themenfeldern wiederkehrt: Leugnung der Problematik, wie sie die Abweichler thematisieren, durch das linksliberale Establishment, kräftige Bejahung durch die Linksextremisten. Etwa: „Sarrazin ist hysterisch, Deutschland schafft sich doch gar nicht ab, alles ist gut.“ - Antifa: „Deutschland schafft sich ab und das ist gut so! Laßt uns Deutschland weiter abschaffen!“ Oder: „Die Vorstellung, die Deutschen könnten zur Minderheit im eigenen Land werden, ist völlig überzogen …. die demographische Krise wird allenfalls im Pensionssystem Probleme bereiten.“ - Antifa: „Still loving the Volkstod!“ Hier wird also „guter Polizist – böser Polizist“ gespielt.

Windwärgut

18. April 2014 05:02

Gerechtigkeit soll sein.
Wenn schon Frau Drygalla verlinkt wird, dann bitte auch die Matrone Fetscher.
https://www.esiweb.org/testing/webseiten/images/photoalbum_98.jpg
Wie man da wohl auf Stutenbissigkeit kommt ....

M.L.: "Stutenbissigkeit" hat nichts mit dem Aussehen zu tun, und der Sexualneid auf Jüngere vor allem mit dem Alter...

Rainer Gebhardt

18. April 2014 09:50

@ Nordländer

"Zwänge man mich aber, Stellung zu beziehen, dann entschiede ich mich für Angus Young."

Keine schlechte Entscheidung!

"Hell Ain't a Bad Place to Be"
...
Late in the night
Turns down the light
Closes up on me
Opens my heart
Tears me apart
Brings out the devil in me

Biobrother

18. April 2014 11:41

Mal abgesehen davon, dass sich besagtes Büchlein offenbar glänzend verkauft (was natürlich immer erfreulich ist), erscheint die darüber hinausgehende Reaktion der Rechten etwas eigen: man stürzt sich offenbar wie ein Ertrinkender auf den zugehörigen Miniskandal, freut sich wie ein Schneekönig über die aufgescheuchten Reaktionen der Gegenseite, möchte darin gar eine mediale Aufsprengung erblicken und weiß doch vermutlich insgeheim, dass in wenigen Monaten niemand mehr davon sprechen wird, da dann längst eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird.

Die von Herrn Pirinçci in derber Sprache beklagte Auflösung vertrauter alter Identitäten mag durchaus zutreffen, nur ist sie m.E. nicht auf Deutschland beschränkt, sondern betrifft alle westlichen Staaten mit freizügiger Gesetzgebung, die es den Bürgern ermöglicht, sich nach dem Baukastenprinzip und ohne jedwede Einschränkung "originelle" neue Identitäten zusammenzubasteln. Ein etwas bizarres Beispiel, das die Themen Islam, Gender und sexuelle Identität spielerisch verbindet, findet sich beispielsweise in GB:

https://www.dailymail.co.uk/news/article-2411152/Lucy-Vallender-Former-male-TA-soldier-UKs-transgender-Muslim-woman-MARRIED.html

https://www.youtube.com/watch?v=pBsODiaIbqs

Hartwig

18. April 2014 12:10

In meiner Stadt fallen Europawahl und Kommunalwahl zusammen. Entsprechend zugeklebt ist die Stadt. Seit gestern auch NPD-Plakate mit recht verfänglichen Slogans oberhalb des gewohnten Niveaus, AfD groß mit Lucke, Linkspartei vielfältigst: bei der Hälfte der Sprüche unterschreibe ich sofort, die andere Hälfte bedeutet Volkstod. Die anderen Pateien mit dem Üblichen.
Bei einer so unbedeutenden Wahl wie der Europawahl, bei welcher das Ergebnis quasi keinerlei Rückwirkung auf den einzelnen Wähler hat, könnte man doch meinen, mal ein realistisches Stimmungsbild der Deutschen (der Europäer) geliefert zu bekommen. Es wäre die Gelegenheit, eine Duftmarke zu hinterlassen. Stattdessen wird die schweigende Mehrheit schweigen, indem sie gar nicht erst wählt. So genügen dann 30 bis 40 Prozent der Wahlberechtigten, um die Illusion vom allgemeinen Konsens eines WeiterSo und RichtigSo zu bestätigen.

Nordlaender

18. April 2014 12:40

@ Rainer Gebhart

"Brings out the devil in me"

Danke, man versteht sich. Bon Scott lebt!

jak

18. April 2014 12:53

Falls es jemanden interessiert... endlich ist es soweit, dass auch Spondurchblicker Georg Diez seinen Senf zu der Causa Pirincci gegeben hat. Eine Kostprobe des Schwachsinns:

„die Pirinccis und Sarrazins dieser Welt, sie haben sich in einer freien Gesellschaft mit ihrer freien Meinung als sabbernde Vorbilddeutsche oder biologistische Kaltblüter präsentiert“

...und was das...

„rechts-konservative rassistische Geraune tatsächlich erzeugt, ist das Hintergrundrauschen für echte Gewalt gegen Menschen. Ein Buch wie das von Pirincci liefert damit die Begleitmusik etwa für den NSU-Prozess.
All diese Bücher formen ja in ihrer unterschiedlichen Art den Hass und die Wut und die Menschenverachtung, die andere in Taten umsetzen. Bücher töten nicht, und Autoren sehr selten, aber es ist auch nicht so, dass Gedanken harmlos sind und keine Konsequenzen in der realen Welt haben. “

Na dann Prost...

Nordlaender

18. April 2014 15:59

"All diese Bücher formen ja in ihrer unterschiedlichen Art den Hass und die Wut und die Menschenverachtung"

Na, was soll man denn sonst schon verachten, wenn nicht Menschen. (Aber: Ob Georg Diez sich das bereits verdient hat?)

"... aber es ist auch nicht so, dass Gedanken harmlos sind und keine Konsequenzen in der realen Welt haben. “

Stimmt. Wie oft bereiten wir Handlungen erst gedanklich vor und führen sie dann auch tatsächlich aus. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Inselbauer

18. April 2014 16:45

Georg Diez hat eben zugeschlagen; er argumentiert recht brav und bringt in seinen 3000 Zeichen fast alle Argumente unter, die der konventionelle Opinion Leader hier aufgreifen sollte.
Auf die Gefahr hin, wieder mal gelöscht zu werden:
Dieses erbärmliche Würstchen!

Magnus Göller

18. April 2014 18:36

Das ist ja mal ein fetziger Kommentarstrang!
Saftig gestritten!
Ich schließe mich der Meinung an, dass man aus Sicht der Volksniederbeglücker Pirincci wohl lieber totgeschwiegen hätte, das aber wohl erst jetzt gemerkt hat (wenn überhaupt).
Ich weiß, dass ich es zum Thema schonmal so ähnlich sagte, bitte darum, die Redundanz zu verzeihen: Was, wenn nun autochthone Deutsche so oder ähnlich öffentlich reden wie der geborene Türke, und den hat man dafür nicht verurteilt?
Da wird es schwer, wenn ein guter Strafverteidiger und ein kluger Mandant zusammenkommen, dem Deutschen auch nur ein paar Tagessätze aufzubrummen.
Schnell dräut ein Präzedenzurteil von einem Landgericht.
Es gibt da schon Leute, die weiter denken, nicht nur die versifften "presstitutes".
Das Problem ist daher wohl doch selbst strukturell so klein nicht.

Carsten

18. April 2014 20:21

Haha, darauf hab' ich gewartet! Jetzt ist Pirinci nicht nur Hitler und Breivik, sondern auch noch NSU! Das hatte noch gefehlt. Mein Gott, müssen die verzweifelt sein!

M.L.: Haben wir sie jetzt bald alle durch?

"...ist das Hintergrundrauschen für echte Gewalt gegen Menschen."

Hm, sieht man ja an Überfällen der SAntifa auf AfD-Wahlstände, etc. etc. pp.

Rumpelstilzchen

18. April 2014 22:39

Nochmal aus SARRAZIN AUF SPEED , FAZ Harald Staun:

dennoch befallen angesichts der Verkaufszahlen dieser Buch gewordenen Leserkommentare selbst manche Mainstreamjournalisten leise Selbstzweifel. Womöglich ist ja etwas dran an der Theorie von ihrer eigenen Linkstendenz. Womöglich ist in der Tatsache, dass so ein reaktionäres Gedankengut in den bürgerlichen Zeitungen und im Fernsehen nicht adäquat repräsentiert wird, tatsächlich eine strukturelle Schieflage zu erkennen. Und vielleicht könnte man ja die Erregung der alten weißen Heteromänner wirklich am besten dadurch abkühlen, indem man sie aus den Schmuddelecken des Internets auf die großen Bühnen des gesellschaftlichen Diskurses holt.

Die Reaktionen auf Pirinçcis Buch scheinen mir interessanter als das Buch zu sein, das ich nicht gelesen habe. Man erkennt plötzlich eine strukturelle Schieflage, immerhin. Die Erregung der alten weißen Heteromänner ????
Seid ihr Mainstream-Schreiberlinge alle schwul ? Was soll der Altersrassismus? Ihr pseudointellektuellen Fielmannbrillenträger.

Konstantin Wecker ist auch ein erregter weißer Heteromann, ein Frauenversteher, der sich eine Jüngere gesucht hat und Sexualneid erzeugt bei klimakterischen Makronen. Ups.
Georg Dietz macht besser Fielmannwerbung statt auf Schweinchen Schlau.
Sezession ist keine Schmuddelecke !!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wie ertragen Sie das Herr Lichtmesz, dass Sie nicht auf der großen Bühne des gesellschaftlichen Diskurses auftreten dürfen, obwohl ihr Talent unverborgen blüht ? Soll man Ihnen die Gunst erweisen, Sie aus der Schmuddelecke zu holen ?

M.L.: Bitte nicht!!! Dem Himmel sei dank, daß ich mein Dasein nicht bei Spiegel oder Faztaz als Meinungssklave fristen muß...

Ha, es gibt keine Schmuddelecken mehr !
Der Schmuddel ist schon lange salonfähig !

M.L.: Alles ist Schmuddelecke, außer Sezession!

Das Thema Irrenhaus Deutschland sollte nie wieder ernsthaft, sondern nurmehr kabarettistisch abgehandelt werden !

Morgen ist Karsamstag. Der Tag der absoluten Gottferne.
Der Tabernakel steht offen und ist leer.

Wilhelm Mayrhuber

18. April 2014 23:33

Herr Lichtmesz,

haben Sie schon einmal darüber nachgedacht was das Gefühl der schweigenden Mehrheit in dieser Sache mit den Beschwerden zahlloser Medienkonsumenten bei Rundfunk, Zeitungen etc. über die einseitige Berichterstattung zu tun haben könnte?
Ich meine bei den vielen Kommentaren weniger eine Pro-Putin als eine Contra Status Quo-Haltung herauslesen zu können. Im Tenor: "Hört endlich auf zu erzählen ihr wäret die Guten. In Wahrheit wollt ihr nur eure Interessen wahren und würdet dafür über Leichen gehen".
Lässt sich da nicht eine erstaunliche Nähe zu den Aussagen in "Deutschland von Sinnen" erkennen? Ist es wirklich ausschließlich die Situation in der Ukraine selbst, die die Leute so auf die Barrikaden treibt? Oder sind die Ereignisse auch ein Ventil für anderes?

M.L.: Guter Gedanke, möglich!

Waldgänger aus Schwaben

19. April 2014 08:36

Meine Vermutung ist, dass es weniger der Inahlt des Buches noch der Autor ist, der die Meinungsmacher zum Geifern bringt. Es sind die Verkaufszahlen. Nach den 1,5 Millionen bei Sarrazin nun auch eine ähnliche Größenordnung bei Pirincci.

"Was ist das los?", werden sie sich fragen.
Man bemüht sich und arbeitet sich doch erfolglos daran ab, den Deutschen Rassismus, Homophobie und Frauenfeindlichkeit auszutreiben.

Ähnlich geht es bei der Anti-Putin-Kampagne. Zündet einfach nicht.

Nordlaender

19. April 2014 10:42

Sollte man einer Person begegnen, die aus dem Katalog "krude, Nazi, verblendet, Homophober, verstaubt, Rassist, selbsternannt, fremdenfeindlich, stramm, Verschwörungstheoretiker, Lookist, rückwärtsgewandt, Antisemit, Transphober, Frauenfeind" noch nicht einmal drei, vier dieser Qualitätsmerkmale vorweisen kann, dann sind gesundes Mißtrauen und Vorsicht geboten.

Revolte

19. April 2014 11:03

Für alle, die es vergessen haben: heute ist auf ProSieben Tolerance Day.

Enjoy difference, start tolerance!

ene

19. April 2014 12:03

Es gibt noch einen weiteren, ganz einfachen und naheliegenden Aspekt, weswegen Pirincci für Journalisten der Leitmedien unverständlich sein muß. Pirincci kennt die Wirklichkeit aus erster Hand. Sein Vater hat richtig gearbeitet, er selbst immerhin zwei Monate in einer Brauerei. (Sein Bericht darüber ist ein Kabinettstück!) Wer aber es in den Medien auf eine Stelle geschafft hat, stammt aller Regel nach aus Schichten, wo die soziale Wirklichkeit nur aus zweiter und dritter Hand bekannt ist und vermittelt wird. - Auch so erklären sich grobe Fehleinschätzungen wie "alte weiße Heteromänner" usw.
Mit anderen Worten, diese Leute wissen gar nicht, was Sache ist - zumal es auch keine Neugierde gibt. Man lebt mitten in der Stadt und in einer geschlossenen Welt.

Ich empfehle, mal auf youtube das lange Interview mit dem Titel "Auf eine Zigarre mit Akif Pirincci" anzuhören - sehr interessant u.a. wegen der Frage: wie lernt man eine Sprache? Zum Beispiel durch Fernsehen und Lektüre von E.T.A. Hoffmann (sieh an - wer hätte das gedacht?) Ich glaube, es war in Teil 3, wo er über Kirchweyhe ausführlich spricht. Mein Eindruck: da ist jemand, der seinen Verstand noch beisammen und das Herz auf dem rechten Fleck hat.

Urwinkel

19. April 2014 13:58

Heute wärs mal dran den Osternazi zu schießen... Bei all den Tummelrum fällts doch nicht auf. Wer das beste Foto am Osterfeuer knipst, bekommt einen Kuss von mir. Versprochen. Ich freu´mich auf die Sause.

Martin

19. April 2014 14:19

Sind ja, nach dem schlechtesten aller SPON- Kolumnisten, alles nur "Hass-" Bücher, Hintergrundrauschen für NSU, Gebrauchsanleitungen der Gewalt etc. - Die von Linken betriebene Liberalisierung der Sexualität, der Ehescheidung, der Abtreibung, der Homosexualität, der Pornografie, der Prostitution waren bspw. unbestreitbar echte Türöffner für Gewalt, insbesondere gegenüber Kindern. Das Hereinlassen einer Gewaltkultur namens Islam sollte dabei auch nicht unerwähnt bleiben.

Daher: Gähn - Als ob wirklich einer der genannten Autoren ernsthaft etwas gegen Schwule, Einwanderer etc. hätte. Denen geht nur auf den Geist, dass in unserem Lande ständig der Schwanz mit dem Hund wackelt und nicht umgekehrt. Ich kann sowohl bei Sarrazin als auch bei A.P. nichts genuin Hass-Hervorrufendes oder ernsthaft "Rechtes" erkennen. Um so mehr freue ich mich, wenn diese Feuilleton- W ... sich jetzt aufgrund dieser normalen Menschen und ihrer Bücher ins Hemd machen .

Waldgänger aus Schwaben

19. April 2014 14:51

Auf SPON gibt es auch eine differenziertere Analyse zum Buch von Pirincci:

Fleischhauer über Pirincci

Die Einschätzung Fleischhauers über Pirincci teile ich:

.. der Mann [ist] ein Anarchist, von dem man nicht weiß, ob er nicht im nächsten Moment auf die Leute losgeht, die ihn zu ihrem Helden erkoren haben.

Also etwas langsamer mit dem Erkiesen Pirinccis zum neuen Helden der Rechts-Intellektuellen.

Das Gehampel der EU/USA Nomenklature angesichts der Ukraine-Krise finde ich mittlerweile viel unterhaltsamer und lehrreicher.

Carsten

19. April 2014 16:48

"Ein Buch wie das von Pirincci liefert damit die Begleitmusik etwa für den NSU-Prozess."

Und SpOn-Dietz' linkspopulistisches Gegöbel ist der Soundtrack zum Mordexzess an Johnny K., in Kirchweyhe und der Münchner U-Bahn. Im Geiste tritt er mit zu.

Harald de Azania

19. April 2014 17:09

Lieber ML,

Nur kurz zwischen den Liturgien >>>

Lukas 7,37-46 zum Thema "Jesus und gepflegter Luxus". :-)

Wie - ganz allgemein gesagt - man annehmen kann, eine Botschaft ohne Stil, Form und Aesthetik dem Publikum vermitteln zu koennen, ist mir raetselhaft.

Ueberwindung der kulturellen Hegemonie des Lumpenproletariats durch schlecht geschnittene ( vom Fleisch bis zum Gewand) Durchschnittlichkeit ? Keine Option.Punkt.

..man begebe sich zu seinem Herrenschneider!

M.L.: Die ersten Jünger des Herrn haben sich auch aus dem "Lumpenproletariat" rekrutiert. Die Heiligen der Geschichte haben sich bis heute wenig um ihre Anzüge gekümmert. Wen lieben Sie mehr: Ihn selbst, oder die schönen Gewänder der kirchlichen Würdenträger?

Ohne einen "Schuss' Dandy kein wahrhafter Reaktionaer ...

...und, nochmals verbunden mit einem "Dankeschoen' fuer Ihre unermuedliche Streitbereitschaft wuensche ich "Frohe Ostern"

Harald de Azania

neocromagnon

20. April 2014 03:50

Ich bin ein großer Fan von Thorsten Hinz. Er trifft fast immer ins Schwarze.

Windwärgut

21. April 2014 08:36

"M.L.: „Stutenbissigkeit“ hat nichts mit dem Aussehen zu tun, und der Sexualneid auf Jüngere vor allem mit dem Alter…"

@ ML Dass das nichts mit dem Aussehen zu tun hat, das ist mal nicht so ganz sicher ...
https://www.alltagsforschung.de/stutenbissigkeit-%E2%80%93-wie-reagieren-frauen-auf-schone-konkurrentinnen/
Der Link im Text liegt vielleicht unbewusst aber nicht unbegründet auf "hübsche" und nicht auf "jünger"

Urwinkel

21. April 2014 10:57

Frauen, die was können finde ich anziehend. Da war mein kleiner schwarzer Engel, der mir aus dem Drogensumpf half und Tee servierte. Danach die robuste Hundetrainerin, die völlig geerdet war und es immer noch ist. Mein vollkommener Dank an sie alle; auch wenns pathetisch klingt.

Ansonsten: Joy Division rockt!

Martin Lichtmesz

21. April 2014 14:17

Ansonsten: Joy Division rockt!

In der Tat... und nun: Badeschluß!

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.