KiKA und Kandel

In der letzten Woche überschnitten sich die Berichte über die Liebesbeziehungen zweier deutscher minderjähriger Mädchen zu muslimischen "Flüchtlingen", deren tatsächliches Alter ungeklärt ist.Eine endete als blutiger "culture clash", die andere, glaubt man den Machern des ARD-ZDF-Kinderprogramms KiKA, mündete (vorläufig) in ein romantisches, interkulturelles Happy-End.Die fünfzehnjährige Mia aus Kandel in der Südpfalz wurde von einem angeblich gleichaltrigen, abgewiesenen Afghanen erstochen. Das erinnerte natürlich an den Mordfall Maria Ladenburger aus Freiburg. Auch hier handelte es sich bei dem Täter um eine "unbegleiteten minderjährigen Flüchtling" aus Afghanistan, der angab, siebzehn Jahre alt zu sein, nachweislich aber wesentlich älter, womöglich schon über 30 war:

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

In der letz­ten Woche über­schnit­ten sich die Berich­te über die Lie­bes­be­zie­hun­gen zwei­er deut­scher min­der­jäh­ri­ger Mäd­chen zu mus­li­mi­schen “Flücht­lin­gen”, deren tat­säch­li­ches Alter unge­klärt ist.Eine ende­te als blu­ti­ger “cul­tu­re clash”, die ande­re, glaubt man den Machern des ARD-ZDF-Kin­der­pro­gramms KiKA, mün­de­te (vor­läu­fig) in ein roman­ti­sches, inter­kul­tu­rel­les Happy-End.Die fünf­zehn­jäh­ri­ge Mia aus Kan­del in der Süd­pfalz wur­de von einem angeb­lich gleich­alt­ri­gen, abge­wie­se­nen Afgha­nen ersto­chen. Das erin­ner­te natür­lich an den Mord­fall Maria Laden­bur­ger aus Frei­burg. Auch hier han­del­te es sich bei dem Täter um eine “unbe­glei­te­ten min­der­jäh­ri­gen Flücht­ling” aus Afgha­ni­stan, der angab, sieb­zehn Jah­re alt zu sein, nach­weis­lich aber wesent­lich älter, womög­lich schon über 30 war:

Dann habe er sie in den dunk­len Teil des Grün­strei­fens am Fluss­ufer geschleift und ihr die Klei­dung über den Kopf gezo­gen. Dann habe er dem Mäd­chen u.a. in Wan­ge, Brust und Unter­bauch gebis­sen. Laut „Stutt­gar­ter Zei­tung“ ver­lor die 19-Jäh­ri­ge spä­tes­tens wäh­rend der schwe­ren Miss­hand­lun­gen das Bewusst­sein. Anschlie­ßend ver­ge­wal­tig­te er sie und zerr­te sie zum Fluss­bett, leg­te sie über einen Brom­beer­busch, kopf­über ins Was­ser, zum Ster­ben. Sie ertrank, ohne das Bewusst­sein wie­der­erlangt zu haben, so Ober­staats­an­walt Ber­ger. (Epocht­i­mes)

Die Mahn­wa­che für Maria L. wur­de eben­so von der Anti­fa gestört, wie ein Trau­er­marsch für Mia aus Kan­del. In gewohnt dezen­ter Manier kreuz­ten die Links­ex­tre­men mit “bun­ten Regen­schir­men” auf und pöbel­ten gegen Teil­neh­mer des Trau­er­mar­sches. Hier kann man die reich­lich schi­zo­phre­ne Art nach­le­sen, mit der die­se Lebe­we­sen ihre Akti­on vor sich und der Welt recht­fer­ti­gen. Wie immer folg­te der anti­fan­ti­schen Vari­an­te die bür­ger­li­che auf den Fuß. “Beschä­mend” fand der Bür­ger­meis­ter von Kan­del (SPD) nicht die “bun­ten” Stö­rer, son­dern die “Frem­den­feind­lich­keit”, die aus uner­hör­ten For­de­run­gen wie die­sen spricht:

“Da ist von Poli­ti­ker­ver­sa­gen die Rede, da wer­den Abschie­bun­gen gefor­dert, da wer­den Kon­se­quen­zen in Bezug auf den Umgang mit unse­ren Flücht­lin­gen ein­ge­for­dert”, sag­te der Verwaltungschef.

Sho­cking!!

Inzwi­schen hat die Kar­ne­vals­ge­sell­schaft (!) Bien­wald-Kar­ben für nächs­ten Sonn­tag zu einer “Men­schen­ket­te” für “Mensch­lich­keit” auf­ge­ru­fen. Anlaß sei der “gewalt­sa­me Tod der 15-jäh­ri­gen Mia und die Ver­su­che aus der rech­ten Ecke, ihn poli­tisch zu instru­men­ta­li­sie­ren”. Das Mot­to ist natür­lich „Kan­del ist bunt“ (Update: die “Men­schen­ket­te” wur­de “um vier Wochen ver­scho­ben”.)

Nach dem Neu­jahrs­emp­fang der Stadt Kan­del sol­len ab 13 Uhr für etwa eine Stun­de Men­schen die Haupt­stra­ße säu­men. Die BiKa-Ge will an sie bun­te Fähn­chen ver­tei­len. Auf­ge­ru­fen sind „alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Ver­bands­ge­mein­de und dar­über hin­aus, alle Ver­ei­ne, Grup­pen, Ver­bän­de, Par­tei­en, Kir­chen, kurz­um an alle, denen Mensch­lich­keit etwas bedeu­tet“, so die BiKa-Ge.

Dies alles folgt exakt dem immer­glei­chen Mus­ter, das ich in mei­nem Kapla­ken Die Hier­ar­chie der Opfer beschrie­ben und ana­ly­siert habe. Trotz allem Geschwätz über “Erschüt­te­rung”, “Mit­ge­fühl”, “Trau­er”, “Mensch­lich­keit” usw. scheint es nur eine ein­zi­ge dring­li­che Auf­ga­be zu geben: Das erneut ris­sig gewor­de­ne Mul­ti­kul­tu­ra­li­sie­rungs­nar­ra­tiv, das in das infan­ti­le Schlag­wort “bunt” grif­fig ein­ge­tü­tet wird, um jeden Preis zu ret­ten und zu ver­tei­di­gen. Die reflex­ar­tig ein­set­zen­den Abwehr­ri­tua­le haben einen pein­lich regres­si­ven und auto­hyp­no­ti­schen Cha­rak­ter. Sämt­li­che Fra­gen nach kon­kre­ter poli­ti­scher Ver­ant­wor­tung und poli­ti­schen Ursa­chen wer­den in einem Meer aus Gefüh­lig­keit und Sen­ti­men­ta­li­tät ertränkt.

Das grö­ße­re Ziel einer “welt­of­fe­nen”, uni­ver­sal­hu­ma­ni­ta­ris­ti­schen Gesell­schaft, die nur mehr “Men­schen” unge­ach­tet ihrer Her­kunft und Kul­tur ken­nen und ver­ei­nen will,  ist gewich­ti­ger als sämt­li­che Vergewaltigungs‑, Todes- und Ter­ror­op­fer, die als Kol­la­te­ral­schä­den für die gute Sache immer wie­der von neu­em baga­tel­li­siert, rela­ti­viert und in Kauf genom­men werden.

Die­ser Rah­men sor­tiert die Opfer hier­ar­chisch, ent­lang der Fra­ge, ob sie das Nar­ra­tiv stär­ken oder schwä­chen. Dies ent­schei­det, ob eine Tat als “Ein­zel­fall” neu­tra­li­siert oder als exem­pla­risch auf­ge­wer­tet wird. Die Hier­ar­chi­sie­rung folgt psy­cho­lo­gi­schen und poli­ti­schen Bedürf­nis­sen. Und ver­mut­lich kryp­tore­li­giö­sen: Auf gar kei­nen Fall darf die Tod­sün­de des “Ras­sis­mus” began­gen wer­den – ein Wort, das in sei­nem jet­zi­gen Gebrauch wie Kleis­ter auf die Gehir­ne wirkt.

Had­mut Danisch ver­glich die Fäl­le Tuğ­çe Albay­rak und Mia. Letz­te­re steht

in der Rang- und Wer­te­ord­nung der Medi­en und der links­po­li­ti­schen Öffent­lich­keit weit, weit unter dem Migran­ten. Das wird wer­te­mä­ßig ganz anders wahr­ge­nom­men als Tuğ­çe. Man gab es als Zivil­cou­ra­ge aus (war aber nur Streit­sucht mit Alkohol).

Zwei­tens gab es kei­ne Gele­gen­heit, ihr eine poli­tisch güns­ti­ge Tat anzu­dich­ten wie der edlen Tuğ­çe, die sich ja selbst­los für zwei beläs­tig­te Mäd­chen geop­fert haben soll.

Drit­tens schnö­de Schü­le­rin, dar­aus lässt sich nichts machen.

Vier­tens deut­sche Eltern, das geht poli­tisch gera­de gar nicht, denen beizustehen.

Ne beson­de­re Schön­heit war sie jetzt auch nicht. Hört sich böse an, ist für Medi­en und Öffent­lich­keit aber ganz wichtig.

Und eben die poli­ti­sche Lage.

Tuğ­çe konn­te man als Gewalt gegen Aus­län­der aus­ge­ben, Gewalt gegen Frau­en, Gewalt gegen Zivil­cou­ra­ge, und die Sache lag eben zuguns­ten der Migra­ti­on, weil man damit jeden, der was dage­gen sag­te, in so eine Ecke stel­len konn­te. So eine Art Anders Brei­vik light. Män­ner sind doch alle gleich. Des­halb schrei­en wir auch alle #MeToo.

Mia war Gewalt durch Aus­län­der. Gewalt an Gut­men­schen. Und die Sache lag gegen Migra­ti­on. Außer­dem nur ein bedau­er­li­cher Ein­zel­fall. Män­ner sind nicht so. (Auch wenn wir stän­dig #MeToo schrei­en.) Und dann war ja noch Köln-Sil­ves­ter dazwischen.

Es war ein maka­bres, aber sinn­fäl­li­ges Zusam­men­tref­fen, daß das gebüh­ren­pflich­ti­ge, öffent­lich-recht­li­che Fern­se­hen die Sen­dung „Schau in mei­ne Welt – Mal­vina, Diaa und die Lie­be“ zu einem Zeit­punkt aus­strahl­te, als die Erre­gung über die Tat von Kan­del noch am Sie­de­punkt war. Die­ser kurio­se Film wur­de auf dem Kin­der­ka­nal KiKA aus­ge­strahlt, der ein “ziel­grup­pen­ori­en­tier­tes Pro­gramm für drei- bis 13-jäh­ri­ge Zuschau­er” (Wiki­pe­dia) anbie­ten soll.

Als öffent­lich-recht­li­ches Pro­gramm betreibt auch KiKA mas­siv links­ge­rich­te­te Indok­tri­na­ti­on – in einer Fol­ge der Serie “Die Pfef­fer­kör­ner” wur­de etwa neu­lich der letz­te Schrei pro­gres­si­ver Kin­der­er­zie­hung, ein “Trans­gen­der-Kind”, prä­sen­tiert. “Mal­vina, Diaa und die Lie­be” ist dickest­mög­lich auf­ge­tra­ge­ne Pro­pa­gan­da, die noch dazu ein The­ma behan­delt, das kaum für “drei- bis 13-jäh­ri­ge” adäquat ist. Insze­niert hat den Film ein gewis­ser Mar­co Giac­co­puz­zi, der in ande­ren Fil­men für das Adop­ti­ons­recht von Homo­se­xu­el­len und “gegen rechts” agi­tiert hat (letz­te­res mit teil­wei­se gefak­ten “Nazi”-Darstellern).

Ich emp­feh­le, das besag­te Meis­ter­werk unbe­dingt anzu­se­hen, auch wenn man sei­ne Zehen­nä­gel nach­her mit einer Zan­ge wie­der aus­rol­len muß. Es zeigt zu zar­ter Gitar­ren­klim­per­mu­sik, mit viel Küßchen‑, Umarmungs‑, Händ­che­hal­ten­sze­nen und Kul­ler­au­gen-Clo­se-Ups, die rüh­ren­de Love-Sto­ry zwi­schen der süßen sech­zehn­jäh­ri­gen Deut­schen Mal­vina und einem knuf­fi­gen voll­bär­ti­gen syri­schen “Flücht­ling” namens Diaa, der angeb­lich 19 Jah­re alt ist – ursprüng­lich hat­te die Redak­ti­on 17 Jah­re ange­ge­ben, inzwi­schen wur­de sein Alter nach Aus­kunft von Juli­an Rei­chelt gar auf 20 erhöht. Da sich in Diaas recht volu­mi­nö­sem Bart schon deut­lich graue Haa­re zei­gen, steht die Fra­ge im Raum, ob er nicht noch älter ist, und wor­über er sonst noch gelo­gen hat. 

Das ist eine signi­fi­kan­te Fra­ge, die mit­ten in das Pro­blem des Staats­ver­sa­gens seit 2015 zielt – ver­mut­lich haben tau­sen­de Flücht­lin­ge über ihr Alter und ihre Iden­ti­tät gelo­gen (sie­he z.B hier, hier, hier, hier), um dadurch recht­li­che und finan­zi­el­le Vor­tei­le zu gewin­nen. Daß das ange­ge­be­ne Alter vom phy­si­schen Erschei­nungs­bild mit­un­ter ekla­tant abweicht, ist inzwi­schen schon zum “run­ning gag” unter Ein­wan­de­rungs­kri­ti­kern geworden. 

Selbst der links­li­be­ra­le Stan­dard hat erkannt, daß hier ein mas­si­ves Pro­blem vorliegt:

Durch die der­zeit lau­fen­de Debat­te über die Neu­re­ge­lung des Fami­li­en­nach­zugs von Flücht­lin­gen erhält die Über­prü­fung der Alters­an­ga­ben des Afgha­nen [des Täters von Kan­del] aber auch poli­ti­sche Bri­sanz. Die Regie­rung hat­te den Fami­li­en­nach­zug für sub­si­di­är Geschütz­te Anfang 2016 aus­ge­setzt, die Rege­lung läuft im März 2018 aus. Das The­ma wird ein Knack­punkt bei den am 7. Jän­ner star­ten­den Son­die­rungs­ge­sprä­chen zwi­schen den Uni­ons­par­tei­en und der SPD.

Auf­sei­ten der Uni­on hat­te zuletzt CDU-Vize Armin Laschet ent­ge­gen sei­ner Par­tei­li­nie Kom­pro­miss­be­reit­schaft gezeigt, indem er ein Urteil des Ber­li­ner Ver­wal­tungs­ge­richts, das die Regie­rung ver­pflich­tet, einem 16-jäh­ri­gen Flücht­ling den Fami­li­en­nach­zug zu ermög­li­chen, als eine “gute For­mel” bezeichnete.

Wie man in dem KiKA-Film sehen kann, ist auch Diaa zur Zeit eif­rig bemüht, sei­ne gesam­te Fami­lie nach Deutsch­land zu holen. “Geflüch­tet” ist hier offen­bar nicht der schwa­che Teil der Fami­lie (etwa Frau­en und Kin­der), son­dern ein kraft­strot­zen­der und wenig “trau­ma­ti­siert” wir­ken­der Sohn, der gleich­sam als Pio­nier vor­ge­schickt wur­de, um in Deutsch­land Fuß zu fas­sen und dort einen Brü­cken­kopf für die nach­zie­hen­de Sip­pe klar­zu­ma­chen. Eine deut­sche Braut ver­heißt eine rasche Staats­bür­ger­schaft, auch wenn er hier nach deut­schen Geset­zen noch etwas war­ten muß (Frau­en dür­fen in Syri­en unter Umstän­den bereits mit 13 Jah­ren heiraten).

Man merkt deut­lich, wie er die Sache sieht: Die Frau gehört nun ihm, sie ist eine Res­sour­ce, die er sei­ner Kul­tur, Reli­gi­on und Fami­lie ein­ver­leibt. Viel­leicht ist ganz Deutsch­land für ihn eine Art Frau, die es zu erobern gilt.

Diaa hat also schein­bar einen glän­zen­den Deal gemacht: In Deutsch­land ange­kom­men, wur­den ihm Lebens­un­ter­halt, Deutsch­kur­se (er spricht so gut Deutsch, daß ich mich fra­ge, ob er nicht schon Vor­kennt­nis­se hat­te, und viel­leicht des­halb von der Fami­lie los­ge­schickt wur­de), “Paten­schaf­ten” (ich kom­me gleich dar­auf zurück), Fit­ness-Stu­di­os und eine hüb­sche jun­ge Frau mit Mit­tel­klas­se-Wohl­stand ange­bo­ten, die ihn als “Prinz” titu­liert; zuletzt wur­de er noch der roman­ti­sche Held eines staat­lich pro­du­zier­ten, kit­schi­gen Fern­seh­films. Nicht alle Flücht­lin­ge sind so Glücks­pil­ze wie er, aber die meis­ten erhof­fen sich wohl eine ähn­li­che Auf­nah­me und Ver­sor­gung im gelob­ten Deutschland.

Der mus­kel­be­pack­te, Opti­mis­mus und Selbst­be­wußt­sein aus­strah­len­de Diaa tritt deut­lich mit der Men­ta­li­tät eines Erobe­rers auf; der Gedan­ke an Assi­mi­la­ti­on und Anpas­sung kommt dem gläu­bi­gen Mos­lem gar nicht erst in den Sinn: „Ich bin mit einer ara­bisch-isla­mi­schen Kul­tur auf­ge­wach­sen. Ich glau­be an mei­ne Kul­tur und mei­ne Reli­gi­on“, ver­kün­det er stolz. Wozu auch irgend­et­was davon auf­ge­ben, wenn Deutsch­land ohne­hin schon voll mit Glau­bens­brü­dern und Kopf­tuch­frau­en ist (eine sol­che sieht man in einer Sze­ne an der Kas­se eines Super­mark­tes, in der er ein­kau­fen geht), und die­se täg­lich mehr wer­den? Der Fami­li­en­nach­zug wird dies noch beför­dern; Diaa wird sich bald ganz wie zuhau­se fühlen.

Es ist für Diaa selbst­ver­ständ­lich, daß sich Mal­vina sei­nen reli­giö­sen und kul­tu­rel­len Vor­stel­lun­gen anzu­pas­sen hat, auch wenn er in ihrem Land lebt. Hier the­ma­ti­siert der Film sach­te eini­ge inter­kul­tu­rel­le Kon­flik­te, die aller­dings noch durch die Wat­te der gegen­sei­ti­gen Ver­liebt­heit (an der augen­schein­lich nicht zu zwei­feln ist, beson­ders, was das Mäd­chen betrifft) abge­fe­dert wer­den. Diaa schreibt sei­ner deut­schen “Prin­zes­sin” schwüls­ti­ge Lie­bes­brie­fe, die mich alten Zyni­ker an die Pra­xis und den Stil des ori­en­ta­li­schen “Bez­ness” erinnerten:

Ihre Freundin/Tochter/Schwester oder Frau hat sich ganz fürch­ter­lich in einen Mann ver­liebt, der sie wahr­schein­lich nur des­halb erwählt hat, um sich Geschen­ke, Geld und viel­leicht das Auf­ent­halts­recht in Euro­pa zu sichern. Sie haben ver­mut­lich Recht und trotz­dem genügt es lei­der nicht, die Dame ein­fach nur dar­auf auf­merk­sam zu machen, denn dafür sind die Glä­ser der rosa­ro­ten Bril­le eifach zu dick im Moment. Sie soll­ten wis­sen, dass vie­le die­ser Män­ner unglaub­lich geschickt vor­ge­hen. Sie haben ein Gespür für die­se klei­nen Din­ge, die Frau­en ins Herz tref­fen. Sie kön­nen wun­der­bar tan­zen, sin­gen und sind unglaub­lich roman­tisch. Ich weiß, es klingt wahn­sin­nig kit­schig und ist eigent­lich unfass­bar, aber man­che Frau­en mögen das offen­bar sehr, jedoch nur, wenn es ein Tune­si­er macht. Wür­de sich ein Mann in Deutsch­land so auf­füh­ren, käme er mit die­ser Masche wohl nicht sehr weit. (…)

 Im wei­te­ren Ver­lauf einer sol­chen Bezie­hung kommt es nicht sel­ten zu einem tie­fen Fall. Finan­zi­ell und auch psy­chisch wer­den man­che Frau­en ruiniert.

Diaa möch­te am liebs­ten so bald wie mög­lich hei­ra­ten, weil das in sei­nem Hei­mat­land Ziel aller Män­ner ist und Mal­vina dann “ein­fach immer bei mir bleibt“ (wür­de er eine Tren­nung ähn­lich schwer ver­kraf­ten wie der Täter von Kan­del?). Er wünscht, daß sei­ne zukünf­ti­ge Frau zum Islam kon­ver­tiert, ein Kopf­tuch trägt, ver­bie­tet ihr Schwei­ne­fleisch und kur­ze Röcke. Bis auf das Kopf­tuch und den Über­tritt hat sich Mal­vina weit­ge­hend sei­nen Wün­schen gefügt, auch ihren kar­tof­fel­deut­schen “bes­ten Freund”, der offen­bar in der “Friend-Zone” ver­sau­ert und gegen­über dem um Län­gen viri­le­ren, voll­bär­ti­gen Syrer wie ein hal­bes Kind wirkt, umarmt sie immer noch, trotz Miß­bil­li­gung ihres mor­gen­län­di­schen Prin­zen („Für ara­bi­sche Män­ner gibt es etwas Gren­zen, zum Bei­spiel umar­men. Das geht gar nicht bei mir. Das geht gar nicht, daß ein Typ Mal­vina umarmt“).

Nur über Homo­se­xua­li­tät und ähn­lich wich­ti­ge Din­ge strei­tet sie noch mit ihm. “Ich habe das Pro­blem mit ihm, daß ich oft in eine Rich­tung gelenkt wer­de, in die ich gar nicht kom­men möch­te“, sagt sie an einer Stel­le, aber sie wirkt nicht gera­de so, als wäre ihr Wider­stand­wil­le all­zu stark aus­ge­prägt. Sie gesteht ein, daß in der Regel sie es ist, die bei einem Streit nach­gibt. Die stär­ke­re Iden­ti­tät, die stär­ke­ren Prin­zi­pi­en, die zwei­fels­freie­re Selbst­si­cher­heit und Über­zeu­gung lie­gen deut­lich auf Diaas Sei­te. Noch herrscht halb­wegs Balan­ce zwi­schen den bei­den, aber es ist abzu­se­hen, daß der Assi­mi­lie­rungs­sog auch in Zukunft mehr in sei­ne Rich­tung wei­sen wird.

Dabei trägt Mal­vina, wie um ein Stück Abgren­zungs­iden­ti­tät zu bewah­ren, ein Kreuz um den Hals, nennt sich “Chris­tin” und törich­ter­wei­se “Eman­ze”. Schon dar­an kann man able­sen, daß ihre Auf­fas­sung von Reli­gi­on weit­ge­hend libe­ra­li­siert und säku­la­ri­siert, viel­leicht nicht mehr als ein rest­kul­tu­rel­ler Schmuck ist. Das ver­hält sich bei Diaa völ­lig anders, er scheint zu glau­ben, was er glaubt, und rich­tet sein Leben danach aus, auch wenn er offen­bar kein Hard­li­ner ist (sonst hät­te er wohl gar nicht erst die Bezie­hung mit Mal­vina begon­nen; haben sie, neben­bei und viel­leicht etwas naiv gefragt, bereits Geschlechts­ver­kehr?) und ver­gleichs­wei­se mode­rat ist.

An die­ser Stel­le zeigt sich übri­gens für mich, wie hilf­los der libe­ra­le Ein­wand gegen die­se Art von Ver­bin­dung ist. Wenn die west­li­che Zivi­li­sa­ti­on sich in dem Recht für Frau­en erschöpft, Hot­pants und Mini­rö­cke zu tra­gen, dann ist das eine sehr dürf­ti­ge  Grund­la­ge. Wir West­ler haben aller­lei sexu­el­le und ande­re Frei­hei­ten, aber was fan­gen wir damit an?

Alex­an­der Wal­l­asch zitiert zu die­ser Fra­ge Fatih Akins Film “Gegen die Wand”:

Sei­ne Geschich­te han­delt vom Schick­sal eines tür­kisch­stäm­mi­gen Mäd­chens in Deutsch­land auf der Suche nach ihrer per­sön­li­chen Frei­heit, die immer nur die Frei­heit der deut­schen Freun­din­nen ist, die den Moral­vor­stel­lun­gen der Eltern ent­ge­hen will, die Moral­vor­stel­lun­gen end­lich hin­ter sich las­sen will, Moral­vor­stel­lun­gen, so wie sie der Syrer Diaa auf dem deut­schen Kin­der­ka­nal lächelnd in die Kame­ras spre­chen kann. „Ich will leben, ich will tan­zen, ich will ficken – und nicht nur mit einem Typen!“, lässt Akin sei­ne Sibel schreien.

Als Lebens­ide­al ist das am Ende eine sehr scha­le Sache, die nicht sel­ten rasch zur Ernüch­te­rung führt, und als Lebens­stil Frau­en inner­lich wohl noch mehr beschä­digt als Män­ner. Es läßt sich indes auch eine umge­kehr­te Ent­wick­lung den­ken, daß man sich nach der Par­ty und dem Kat­zen­jam­mer wie­der nach Ver­bind­lich­keit und fes­ten Moral­vor­stel­lun­gen zurück­sehnt. Die archai­sche Rigo­ro­si­tät der isla­mi­schen Welt wirkt sich viel­leicht eben­so selbst­schä­di­gend aus, wie unse­re inzwi­schen völ­lig per­ver­tier­te Hyperliberalität.

Dar­um lese ich die Tweets der islam­kri­ti­schen, jesi­di­schen Akti­vis­tin Ronai Cha­ker mit gemisch­ten Gefühlen:

Mein Vater ist ein libe­ra­ler aus dem Nahen Osten. Ich stand einem west­li­chen Mäd­chen in nichts nach und hat­te mei­ne Frei­hei­ten. Für ihn bedeu­te­te das, dass er von Kon­ser­va­ti­ven als: ‑uneh­ren­haft ‑Wasch­lap­pen ‑unmänn­lich ‑fei­ge usw. wahr­ge­nom­men wur­de. Und es war für mich nie ein­fach, mit­zu­be­kom­men, wie gering­schät­zig mein Vater betrach­tet wird, weil er mir ein Leben nach west­li­chen Wer­ten und Frei­hei­ten ermög­licht. Etwas was hier eigent­lich selbst­ver­ständ­lich sein sollte!

Lie­be west­li­chen Mäd­chen, ich ver­ste­he euch nicht. Es gibt so vie­le Mäd­chen aus dem Nahen Osten, die ihr Leben ris­kie­ren, um eure Frei­hei­ten zu haben. Man­che muss­ten ster­ben dafür! Und ihr gebt die­se wun­der­ba­ren Frei­hei­ten auf für rück­stän­di­ge Ker­le? Das kann nicht wahr sein!

Hier ver­tei­digt eine Ein­wan­de­re­rin aus ver­ständ­li­chen Grün­den einen Frei­heits­be­griff, der vie­len Ein­hei­mi­schen bereits schal und in sei­ner exzes­si­ven Form frag­wür­dig gewor­den ist, der in ein Sta­di­um über­ge­gan­gen ist, in dem er die Wider­stands­fä­hig­keit der Gesell­schaft zer­mürbt und illi­be­ra­len Kräf­ten, wie eben den Islam, das Tor öff­net. Min­des­tens sind die Frei­en die­ser Art trä­ge gewor­den, unfä­hig oder unwil­lig, ihre Frei­hei­ten zu verteidigen.

In der Gestalt von Diaa kehrt ein kon­ser­va­ti­ves Geschlech­ter­ide­al zurück, das in die­ser exo­ti­schen, naiv-selbst­si­che­ren und nicht zuletzt jugend­li­chen Ver­pa­ckung womög­lich für vie­le west­li­che Frau­en wie­der an Reiz gewinnt. Wie Oli­ver Janich bemerk­te, sind “Flücht­lin­ge” à la Diaa Machos und “verwundbar“zugleich, was eine attrak­ti­ve Kom­bi­na­ti­on ist. Ihre Fremd­heit macht sie zu geeig­ne­ten Pro­jek­ti­ons­flä­chen für aller­lei Wunsch­vor­stel­lun­gen. Für Mal­vina kommt hier viel­leicht ein dop­pel­ter Gewinn hin­zu: Sie hat einen “Alpha”-Mann als Lieb­ha­ber und kann die Ver­bin­dung gleich­zei­tig für sta­tus­er­hö­hen­des “vir­tue signal­ling” nutzen.

Diaas Wert­vor­stel­lun­gen haben viel Rich­ti­ges an sich: Es ist kei­nes­falls ver­kehrt, in einer Lie­bes­be­zie­hung Ehe und Fami­lie statt unver­bind­li­chen “Spaß” als pri­mä­res Ziel anzu­vi­sie­ren, oder ins­be­son­de­re (aber nicht nur) von Frau­en zu for­dern, sich eher auf­zu­spa­ren statt weg­zu­wer­fen, die Eltern zu respek­tie­ren oder gene­rell sein Leben nach reli­giö­sen oder mora­li­schen Prin­zi­pi­en aus­zu­rich­ten. Die­se sind den libe­ra­len west­li­chen Vor­stel­lun­gen zwei­fel­los min­des­tens inso­fern über­le­gen, als sie eine stär­ke­re Grup­pen- und Eigen­iden­ti­tät schaf­fen, was einen ent­schei­den­den Feld­vor­teil gegen­über einer all­zu indi­vi­dua­lis­tisch aus­ge­rich­te­ten und ent­so­li­da­ri­sier­ten Gesell­schaft ver­schafft – fata­ler­wei­se auch in demo­gra­phi­scher Hinsicht.

In der Tat ist das ein Grund, war­um die isla­mi­sche Land­nah­me so rasant vor­an­schrei­tet und auf so wenig Wider­stand stößt. Men­schen, die an ihre Kul­tur und Reli­gi­on glau­ben, haben einen Lebens‑, Fort­pflan­zungs- und Zukunfts­wil­len, der den mori­bun­den libe­ra­len Gesell­schaf­ten des Wes­tens weit­ge­hend fehlt – und dem Deutsch­land der bösen und unfrucht­ba­ren “Mut­ti”, die sich locken­dre­hend jun­gen Diaas für koket­te Sel­fies zur Ver­fü­gung stell­te, erst recht.

Ich den­ke nicht, daß man die isla­mi­schen Moral­vor­stel­lun­gen per se als “unter­drü­cke­risch” oder “frau­en­feind­lich” bezeich­nen soll­te, es sei denn, man will die Din­ge aus­schließ­lich mit west­lich-libe­ra­len Augen sehen und bewer­ten – und mir scheint der Wes­ten kei­nes­wegs in einem so herr­li­chen Zustand zu sein, daß er das Recht hät­te, ande­ren Kul­tu­ren etwas vor­zu­schrei­ben, oder sie mit haus­ei­ge­nen ideo­lo­gi­schen Gif­ten wie “Femi­nis­mus” anzu­ste­cken. Vie­le “Islam­kri­ti­ker” wol­len nicht wahr­ha­ben, daß eine beträcht­li­che Anzahl mos­le­mi­scher Frau­en eben­so an ihre Kul­tur und Reli­gi­on glaubt wie ihre Män­ner, und ihr Leben dar­in als sinn­voll und erfül­lend betrachtet.

Damit will ich kei­nes­wegs rela­ti­vie­ren, daß es auch sehr dunk­le Sei­ten und Fol­gen die­ser Moral­vor­stel­lun­gen gibt. Bei­spiels­wei­se ist es wohl kein Zufall, daß vie­le der übels­ten Fäl­le von migran­ti­scher Gewalt gegen Frau­en auf das Kon­to von Afgha­nen gehen. Und so albern und ver­ächt­lich die meis­ten Akti­vi­tä­ten der Tit­ten­dum­mies von “Femen” im Wes­ten und im west­li­chen Kon­text sind (sie tre­ten ohne­hin bloß, was schon am Boden liegt), so wenig kann man es man­chen Frau­en aus mus­li­mi­schen Län­dern ver­übeln, wenn sie auf Libe­ra­li­sie­rung ihrer Gesell­schaf­ten nach west­li­chem Vor­bild hof­fen. So äußer­te etwa die ehe­ma­li­ge Femen-Akti­vis­tin Zana Rama­da­ni gegen­über der Welt:

Die Welt: Nach den Exzes­sen der Sil­ves­ter­nacht – auf wen soll man wütend sein? Auf Ara­ber? Auf Mus­li­me? Auf Män­ner ganz allgemein?

Zana Rama­da­ni: Ganz klar: auf Mus­li­me. Nicht nur auf die mus­li­mi­schen Män­ner, auch auf die mus­li­mi­schen Frau­en, vor allem auf die mus­li­mi­schen Müt­ter. Das Frau­en­bild, das uns in der Sil­ves­ter­nacht ent­ge­gen­schlug, wird im gesam­ten isla­mi­schen Kul­tur­kreis gelebt. In Maze­do­ni­en, wo ich her­kom­me, hät­te unter den Mus­li­men genau das Glei­che pas­sie­ren kön­nen. Auch in Paki­stan oder Ban­gla­desch. In jedem isla­mi­schen Land hät­te das pas­sie­ren kön­nen und pas­siert dort auch täg­lich. Denn die Wer­te sind schuld an den Gescheh­nis­sen. Es sind die Wer­te des Islam.

Die Welt: Wel­che Wer­te sind das?

Rama­da­ni: Fol­gen­de: Frau­en sind Bediens­te­te. Frau­en sind Skla­vin­nen. Wir sind Ware. Wir haben uns züch­tig zu beneh­men. Wenn wir einem Mann zu lan­ge in die Augen sehen, dann wol­len wir ihn rei­zen und erre­gen. Alles, was wir tun, und alles, was wir sind, ist rei­ne Pro­vo­ka­ti­on. Des­we­gen müs­sen wir uns ver­hül­len. Zugleich wird Män­nern damit unter­stellt, dass sie trieb­ge­steu­er­te Ver­ge­wal­ti­ger sind.

Und, im Hin­blick auf unse­ren knuf­fi­gen, selbst­er­klär­ten “Prin­zen” Diaa interessant:

Rama­da­ni: Im isla­mi­schen Kul­tur­kreis ist es so, dass noch immer fast aus­schließ­lich Frau­en erzie­hen. Die Frau­en haben die Wer­te, unter denen sie selbst oft gelit­ten haben, so ver­in­ner­licht, dass sie sie sowohl an ihre Söh­ne als auch an ihre Töch­ter wei­ter­ge­ben. Die Jungs wer­den schon von klein auf als Prin­zen behan­delt und ver­hät­schelt. Die Mäd­chen wer­den vor allem zur Tugend­haf­tig­keit ange­lei­tet. Sie müs­sen von Anfang an im Haus­halt arbei­ten und der Mut­ter hel­fen, die Män­ner der Fami­lie zu verziehen.

Das Ver­hält­nis isla­mi­scher Män­ner zur west­li­chen Gesell­schaft und ihren Frei­hei­ten scheint auf jeden Fall über­aus ambi­va­lent zu sein. Es mag sein, daß vie­le nach ihrer Ankunft in unse­rem frei­zü­gi­gen Kon­sum- und Sex­pa­ra­dies ähn­li­che Gelüs­te ver­spü­ren wie Fatih Akins Film­fi­gur, ohne ihre ein­ge­fleisch­ten Moral­vor­stel­lun­gen und Frau­en­bil­der able­gen zu können.

West­li­che Frau­en wer­den dann glei­cher­ma­ßen als “Huren” ver­ach­tet wie sexu­ell begehrt (was neben­bei kei­nes­wegs eine mos­le­mi­sche Spe­zia­li­tät ist), und die Ver­ach­tung auf reli­gi­ös-kul­tu­rel­ler Basis bewirkt wie­der­um, daß vie­le Män­ner aus mos­le­mi­schen Kul­tu­ren glau­ben, sie hät­ten gewis­ser­ma­ßen ein Recht, sich an den west­li­chen Frau­en zu ver­grei­fen (die­se haben auch kei­ne Brü­der, Väter oder Ehe­män­ner, die sie schüt­zen und rächen).

Die west­li­chen Män­ner hin­ge­gen wer­den wegen ihrer Schwä­che ver­ach­tet, die sich aus der Sicht der Mos­lems auch dar­in zeigt, daß sie den Frau­en so vie­le Frei­hei­ten gewäh­ren. Dabei darf nicht ver­ges­sen wer­den, daß Aggres­si­on und Sexua­li­tät eng zusam­men­hän­gen, und die Lust an der Erobe­rung resp. Unter­wer­fung tief in der männ­li­chen resp. weib­li­chen Sexua­li­tät ver­an­kert ist.

Die­se Sze­ne, die sich letz­ten Som­mer in einem Wald­see bei Wien abspiel­te, ver­deut­licht ziem­lich gut die­se merk­wür­dig ambi­va­len­te Hal­tung vie­ler mos­le­mi­scher Män­ner ange­sichts des unver­schlei­er­ten Fleisch­an­ge­bo­tes, das sich ihnen im Wes­ten darbietet.

Es ist ein paar Tage her, als ich und eine Freun­din an einem son­ni­gen Tag spon­tan beschlos­sen haben zu einem Wald­see nähe Wien schwim­men zu gehen.  Wir lagen dort zu zweit in der Son­ne bis 6 voll­bär­ti­ge Män­ner kamen, denen es offen­sicht­lich nicht recht war, dass mei­ne Beglei­tung nur im Hös­chen und oben ohne da lag. Als sie dann ihren BH ange­zo­gen hat, war es denen schein­bar auch noch zu viel Haut und sie bestan­den drauf, dass sie ein T‑Shirt anzie­hen soll, sonst wäre die Gefahr zu groß, dass sie sich nicht unter Kon­trol­le hät­ten und sie ver­ge­wal­ti­gen (!) könn­ten. Zum Schluss fie­len dann noch die Wör­ter „Ehren­los“ „Hure“ „Scheiß Öster­rei­cher“ und ein paar die ich gar nicht schrei­ben möch­te. Da es 6 waren und die vor­bei­ge­hen­den Spa­zier­gän­ger kei­nen Anstand gemacht haben uns hel­fen zu wol­len, gin­gen wir schließ­lich lie­ber und der schö­ne Tag ende­te damit für uns.

Das ist für unse­re Begrif­fe reich­lich ver­quer: Das Rudel (das Zah­len­ver­hält­nis ist auch typisch für die Situa­ti­on) begrün­de­te sei­ne Ver­ge­wal­ti­gungs­an­dro­hung mit mora­li­scher Empö­rung, Ver­ge­wal­ti­gung wird qua­si zur mora­li­schen Sank­ti­on für Sit­ten­lo­sig­keit ratio­na­li­siert. Der Foto­graf, der die­se Sze­ne (sie könn­te der Auf­takt zu einem Por­no­film sein) auf­nahm, hat­te es übri­gens eilig, zu betonen:

Und für alle die mich nicht ken­nen: Nein, ich bin kein Rech­ter, kein Het­zer und selbst­ver­ständ­lich kein Aus­län­der­has­ser. Ich bin nur ein Wie­ner Foto­graf aus Prag der sich gro­ße Sor­gen um die Zukunft sei­ner neu­en Hei­mat macht.

Ein wei­te­rer Aspekt der Geschich­ten Kan­del und KiKA sei noch erwähnt. Der deut­sche Staat scheint bemüht zu sein, die “Infil­tra­ti­on” (Fer­i­dun Zai­mo­g­lu) bzw. “Inte­gra­ti­on durch Pene­tra­ti­on” nach Kräf­ten zu för­dern – ich erin­ne­re an die berüch­tig­te Sexu­al­an­lei­tungs­bro­schü­re “für Flücht­lin­ge”, die von der Bun­des­re­gie­rung her­aus­ge­ge­ben und ver­brei­tet wur­de. Auch in Kan­del gibt es “Flücht­lings­in­itia­ti­ven”, die gezielt junge deut­sche Frau­en mit “Flücht­lin­gen” in Kon­takt brin­gen. Wohl geblen­det von Pro­pa­gan­da die­ser Art, hat­ten auch Mias Eltern den Mör­der ihrer Toch­ter “wie einen Sohn auf­ge­nom­men” (so die Aus­sa­ge ihres Vaters).

In einem ähn­li­chen Rah­men hat sich auch die Ver­kup­pe­lung von Mal­vina und Diaa abge­spielt (die bereits am 26. 11. 2017 auf KiKA auf­tauch­ten, zu die­sem Zeit­punkt stell­te sich Diaa als “Moha­med Dia­ya­di” vor und gab an, 18 Jah­re alt zu sein). Die­ser Arti­kel vom 5. 12. 2016 schil­dert den Vor­gang (Diaa soll ihm zufol­ge wohl­ge­merkt bereits damals 18 Jah­re alt gewe­sen sein) – dem­nach nah­men Mal­vina und ihre Mut­ter an einem Pro­jekt für “inter­kul­tu­rel­le Begeg­nun­gen” des Kreis­ver­bands für Arbei­ter­wohl­fahrt Ful­da teil und über­nah­men  eine Tan­dem-Paten­schaft von Ehren­amt­li­chen und Geflüchteten”.

Bei der Paten­schaft gehe es nicht um Behör­den­gän­ge, son­dern in ers­ter Linie um gemein­sa­me Unter­neh­mun­gen. „Die Paten sol­len auf Augen­hö­he mit­ein­an­der aus­kom­men und gemein­sa­me Inter­es­sen haben“, erklärt sie. Im bes­ten Fall ent­ste­hen so Ver­bin­dun­gen, die Jah­re über­dau­ern. Bei der Koor­di­na­ti­on unter­stützt Ilch­mann. Auch über die Ver­mitt­lung hin­aus hilft sie den Tan­dem-Part­nern mit Schu­lun­gen und Weiterbildungen.

Bereits seit mehr als einem Jahr haben Kat­ja Ewe­ring und ihre Toch­ter Mal­vina Paten­schaf­ten für Geflüch­te­te über­nom­men. „Es kommt ganz viel zurück“, erklärt die 47-Jäh­ri­ge freu­de­strah­lend. Die 15-Jäh­ri­ge stimmt in das fröh­li­che Lachen ihrer Mut­ter ein. Gemein­sam stem­men die zwei Frau­en zahl­rei­che ehren­amt­li­chen Auf­ga­ben – neben Frau­en­kreis und Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung auch zwei Paten­schaf­ten beim AWO Kreis­ver­band Fulda.

Mit ihren syri­schen Paten Diaa (18) und  Anas (32) unter­neh­men Mut­ter und Toch­ter viel. Wäh­rend sich der 32-Jäh­ri­ge erst seit Kur­zem in der Paten­schaft befin­det, kennt der 18-Jäh­ri­ge sei­ne Patin­nen seit mehr als einem Jahr. Der jun­ge Mann ist auf­ge­schlos­sen, spricht gut deutsch und fühlt sich in sei­ner neu­en Hei­mat wohl. Diaa besucht einen Deutsch­kurs, damit er an der Hoch­schu­le stu­die­ren  kann. „Viel­leicht wer­de ich Inge­nieur“, sagt der 18-Jäh­ri­ge aus Alep­po. Doch eigent­lich träumt er davon, Pilot zu wer­den. Den Wol­ken zum Grei­fen nahe gekom­men, ist er mit Mal­vina auf der Was­ser­kup­pe, als sie dort gemein­sam geflo­gen sind. Seit Kur­zem sind sie ein Paar – die bei­den sind glück­lich, lachen sich ver­liebt an.

Hier kann man einen Scan des Arti­kels ein­se­hen – Mal­vina sieht auf die­sem Foto noch ziem­lich kind­lich aus. Wor­auf ihre Mut­ter spe­ku­liert hat, dar­über kann man nur spekulieren.

Was sich hin­ter den Kulis­sen des Films noch alles abspielt und abge­spielt hat, kön­nen wir nicht wis­sen. Die “Mes­sa­ge” des wohl­ge­merkt an Kin­der und Teen­ager gerich­te­ten KiKA-Pro­pa­gan­da­films ist jeden­falls unmiß­ver­ständ­lich: “Hei­mat­land gibt dir war­me Sache, durch die du rich­tig dich füh­len kannst, daß du hier kei­ne frem­de Mensch bist, son­dern… Hei­mat ist alles” (Diaa), “Ich hab das Gefühl, daß Hei­mat immer da ist, wo auch er ist, in mei­nem Fall, und dem­entspre­chend hof­fe ich eigent­lich, daß ich für ihn nur Hei­mat bin, daß er kei­nen Ort braucht, solan­ge ich da bin” (Mal­vina), “Bist du auch!” (Diaa), “Kicher­lach” (Mal­vina).

Der Sen­der recht­fer­tig­te sich so:

 Die in enger Koope­ra­ti­on mit den Kin­der­pro­gramm­re­dak­tio­nen von der ARD und dem ZDF ent­wi­ckel­ten The­men lei­ten sich direkt vom KiKA-Pro­gramm­auf­trag ab: ein Voll­pro­gramm, das infor­miert, berät, bil­det und unter­hält und das demo­kra­ti­sche Grund­wer­te wie Offen­heit, Tole­ranz und Gleich­be­rech­ti­gung ver­mit­teln soll.

Unter der Über­schrift „Gemein­sam leben“ ist KiKA der Fra­ge nach­ge­gan­gen, wo Zusam­men­le­ben funk­tio­niert, wo nicht, und wo es aus Sicht der Kin­der Pro­ble­me, Hoff­nun­gen oder Ängs­te gibt. Der Ein­blick in den kul­tu­rel­len und reli­giö­sen Hin­ter­grund von Kin­dern mit ande­rer Haut­far­be, Her­kunft oder Reli­gi­on ist dabei wich­tig für das gegen­sei­ti­ge Ver­ständ­nis. Pro­gramm­ma­cher bemü­hen sich, die Erleb­nis- und Erfah­rungs­welt aufzuzeigen. (…)

Die Geschich­te von Mal­vina und Diaa ist eine Lie­bes­ge­schich­te. Sie sind ein Bei­spiel dafür, wie unter­schied­li­che Kul­tu­ren auf­ein­an­der zuge­hen. Auch wenn die äuße­ren Umstän­de schwie­rig sind. Bei­de suchen nach Kom­pro­mis­sen, weil es ohne die nicht geht.

Abseits von die­sem Gehar­fe ist unüber­seh­bar, daß der Film ver­sucht, vor allem jun­gen Mäd­chen die Vor­stel­lung zu ver­mit­teln, wie schön und roman­tisch die ero­ti­schen Bezie­hun­gen zu kusche­li­gen ara­bi­schen Ein­wan­de­rer­jungs sein kön­nen. Die dabei auf­tre­ten­den Schwie­rig­kei­ten und kul­tu­rel­len Dif­fe­ren­zen wer­den ver­nied­licht, außer­dem braucht jede Lie­bes­ge­schich­te dra­ma­ti­sche Hür­den, um die Lei­den­schaft zu befeuern.

Hier wer­den gra­vie­ren­de Pro­ble­me und bedenk­li­che Ent­wick­lun­gen in einer süß­li­chen Schmalz­sauce aus Teen­ager-Gefüh­lig­keit ersäuft. Mehr noch: Es wird hier nichts weni­ger als Gehirn­wä­sche und Beein­fluß­ung von Min­der­jäh­ri­gen betrie­ben. Die Roman­ze wird von KiKA nicht als indi­vi­du­ell schein­bar geglück­ter “Ein­zel­fall”, son­dern als ein gang­ba­res, akzep­ta­bles Modell prä­sen­tiert. Mal­vina hat­te im Gegen­satz zu Mia Glück (so erzählt uns zumin­dest der Film): Sie hat aus der Schüs­sel von ver­gif­te­ten Smar­ties ein eßba­res erwischt.

Der aus dem Kon­go stam­men­de Ser­ge Men­ga warnt uns zu Recht: “Es wur­den Raub­tie­re unter Scha­fe gemischt”, und Sen­dun­gen wie “Mal­vina, Diaa und die Lie­be” die­nen der wei­te­ren Regres­si­on, Infan­ti­li­sie­rung, Verschafung.

Dar­um sage ich es mal eben rüde:

Der Staat för­dert mit sol­chen Sen­dun­gen aktiv den Bevöl­ke­rungs­aus­tausch. Sexu­al­po­li­tik ist Bio- und Bevöl­ke­rungs­po­li­tik, egal, ob das Mal­vina und Diaa-Moha­med (dem schon eher) in ihrem Rausch bewußt ist. Weil die Deut­schen nicht mehr an ihre Kul­tur oder Reli­gi­on glau­ben, sind sie vor­be­halts­los bereit, ihre Töch­ter mit Frem­den zu ver­kup­peln, und sehen dar­in auch noch einen Aus­weis ihrer Tugend, Welt­of­fen­heit und Toleranz.

Die ara­bisch-mos­le­mi­sche Mas­sen­ein­wan­de­rung hat sich längst zu einer Art von Sied­ler­ko­lo­na­lis­mus ent­wi­ckelt; jun­ge Frau­en sind für die ein­wan­dern­den jun­gen Män­ner eine Res­sour­ce, die sie dem Aus­bau, Wachs­tum und Gedei­hen ihrer eige­nen “Kul­tur und Reli­gi­on”, ihrer Fami­li­en und ihrer Völ­ker erschlie­ßen. Wie die Geschichts­bü­cher zei­gen, ist jede Land­nah­me auch immer eine Frau­en­nah­me, nicht erst ange­fan­gen beim mythi­schen “Raub der Sabi­ne­rin­nen”. Ob frei­wil­lig oder mit Gewalt, das End­ergeb­nis ist das­sel­be, und meis­tens fin­det man hier eine Kom­bi­na­ti­on aus bei­dem. Dar­um gibt es einen Zusam­men­hang zwi­schen Kan­del und KiKA.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (55)

Maiordomus

10. Januar 2018 18:19

Bei Lichtmesz fällt auf, dass er im Vergleich zu anderen Autoren und Analytikern etwas von Film versteht, gleichsam filmisch denken kann. Unabhängig davon, ob der Vorgang wirklich auch in der realen Welt in dieser Konsequenz als Standardfall abzulaufen scheint, was in mehr als nur Einzelfällen offenkundig wird:  im filmischen Basismodell, selbst noch im nicht eingestandenen Narrativ (zwar ein Modewort der Neusprache) der bunten Propaganda  läuft dieses unheimliche Regie-Modell ab. Filmisch müsste man eigentlich statt von "Narrativ" besser von "Szenario" sprechen.  Noch bedenkenswert, dass die muslimische Weltanschauung bei Lichtmesz eigentlich nicht als der geistige Hauptfaktor denunziert wird. Sie wäre in ihrer Schlichtheit abzuwehren, würde man den historischen Vorgang verstehen, den weissen Elefanten im Saal auch zur Kenntnis nehmen, diesen unter Kontrolle zu bringen versuchen.  

Monika L.

10. Januar 2018 19:12

Zunächst:

Wir können es als einen Erfolg betrachten, daß die Menschenkette, d.h. die pietätlose Aktion des Karnevalsvereins am kommenden Sonntag abgesagt und verschoben wurde. Wenn der Veranstalter dies aus den Grund tat, dass" er es noch nie erlebt habe, dass Menschen solche Sachen loslassen", dann möge der Leser selbst beurteilen, welche Sachen da losgelassen wurden:

https://www.pfalz-express.de/kandel-bi-ka-ge-ruft-buerger-zu-menschenkette-in-der-hauptstrasse-auf/

Man lese die Leserzuschriften. Man kann nur weiter solche Sachen loslassen und aufzeigen, wie verlogen Bürgermeister, Kirchenpräsident Schad, Julia Klöckner u.a. mit dem Fall Kandel umgehen. Hier gibt es einiges aufzudecken und zu entlarven. 

Ich war jetzt zweimal in Kandel und man muß sehr genau hinschauen, was dort abgeht. Auch das Abwiegeln von  offizieller Seite muß man erlebt haben. 

Weiter am Ball bleiben . ( Vielleicht  wird mein Beitrag zum sauberen Kandel noch veröffentlicht ? Er setzt andere Akzente als Lichtmesz)

Spekulationen über die Art der Verletzungen von Mia ( Schunke) halte ich nicht für sinnvoll und weiterführend. Das kann man dem PI Kommentariat überlassen. Trotzdem ist PI zu danken, dass dieser blog nachforscht ! Und die feinen Herren und Damen ins Schleudern bringt. 

. Laut Meldung in der Welt ( Obduktionsbericht) war ein Stich ins Herz tödlich. Über weitere Details ist m.W. nichts bekannt. Das sieht im Fall Maria Ladenburger anders aus. Wir sollten trotz aufwühlenden Berichterstattung sehr  ruhig und überlegt an die Aufklärung gehen. 

 

Thomas S.

10. Januar 2018 19:15

Ich möchte in dem Zusammenhang auch diesen Beitrag hinweisen, der die angesprochene Ambivalenz zwischen Verachtung und Begehren im islamischen Bild der europäischen Frau bzw. der europäischen Gesellschaft behandelt:

https://bundsanktmichael.org/2017/09/20/islambezogene-gewalt-gegen-nichtmuslimische-frauen-in-europa-kulturelle-ursachen/

Durch Heirat und und Konversion Frau erobert man die verachtete nichtmuslimische Gesellschaft symbolisch. Das trophäenartige Vorführen von Blondinen, die zum Islam konvertieren, ist ein beliebtes Motiv in der muslimischen YouTube-Welt, z.B. hier (ab ca. 03:35): https://www.youtube.com/watch?v=PWheLoqBQFQ

Alternativ bestraft man aber auch die verachtete Gesellschaft durch Gewalt gegen europäische symbolisch und stellt dadurch die eigene Ehre wieder her.

W. Wagner

10. Januar 2018 19:45

Die JF wird ausführlich berichten, das Gesicht wurde nicht zerschnitten. 

M.L.: OK, ich lösche das.

Nemo Obligatur

10. Januar 2018 20:29

"der angeblich 19 Jahre alt ist - ursprünglich hatte die Redaktion 17 Jahre angegeben, inzwischen wurde sein Alter nach Auskunft von Julian Reichelt gar auf 20..."

Mal schauen, wo der Sender beim "Altersskat" aussteigt. Wir haben damals einen ordentlichen Grand mit Vieren schon mal bis 48 hochgereizt....

Julius Fischer

10. Januar 2018 21:47

Die letzten beiden Absätze sind die wichtigsten, aber auch eigentlich augenscheinlichsten.

Eigentlich müsste es jeder sehen: Vor 2015 war das Geschlechterverhältnis in der für die Demographie wichtigen Alterskohorte von 20 bis 35 einigermaßen ausgeglichen. Seitdem herrschaft aber auf Seiten der Männer ein Überschuss von Hundertausenden, wenn nicht gar einer Million. D.h., wenn nicht sehr viele, sobald die Krisen in ihren Ländern überwunden sind, in ihre Länder zurückkehren, werden viele junge deutsche Männer schon rein rechnerisch keine Familie gründen können, weil die jungen Frauen knapp werden. Zugleich "müssen" diese auch alle studieren und möglichst berufstätig sein, was den "Markt" abermals kleiner werden lässt. Es geht hier also tatsächlich ums Existentielle, aber Merkel wollte es anscheindend so. Warum, dass weiß nur sie.

quarz

10. Januar 2018 22:11

Das, was in der "kindgerecht" aufbereiteten Nachrichtenvermittlung des Kinderkanals KIKA an politischer Indoktrination von gutgläubigen Kleinkindern abläuft, ist an Infamie schwer zu überbieten.

Cacatum non est pictum

10. Januar 2018 22:59

@Julius Fischer

"Eigentlich müsste es jeder sehen: Vor 2015 war das Geschlechterverhältnis in der für die Demographie wichtigen Alterskohorte von 20 bis 35 einigermaßen ausgeglichen. Seitdem herrschaft aber auf Seiten der Männer ein Überschuss von Hundertausenden, wenn nicht gar einer Million. D.h., wenn nicht sehr viele, sobald die Krisen in ihren Ländern überwunden sind, in ihre Länder zurückkehren, werden viele junge deutsche Männer schon rein rechnerisch keine Familie gründen können, weil die jungen Frauen knapp werden. Zugleich 'müssen' diese auch alle studieren und möglichst berufstätig sein, was den 'Markt' abermals kleiner werden lässt. Es geht hier also tatsächlich ums Existentielle, aber Merkel wollte es anscheindend so. Warum, dass weiß nur sie."

Der Tatbestand des Völkermordes ist in § 6 Völkerstrafgesetzbuch (VStGB) niedergelegt. Nicht ausgeschlossen, daß dereinst gegen Verantwortliche wegen genau diesem Delikt ermittelt wird.

@quarz

"Das, was in der "kindgerecht" aufbereiteten Nachrichtenvermittlung des Kinderkanals KIKA an politischer Indoktrination von gutgläubigen Kleinkindern abläuft, ist an Infamie schwer zu überbieten."

... und für sich genommen schon ein Grund, die Gebührenzahlung zu verweigern.

Obi Wan Kenobi

10. Januar 2018 23:25

@Julius Fischer

Und genau das ist der Punkt. Karin Kneissl, diese großartige Journalistin, Völkerrechtlerin, Nahost-Kennerin, Diplomatin und Autorin, die jetzt seit dem 18.12.2017 auch österreichische Außenministerin ist, hat in einem Artikel für die österreichische Tageszeitung "Die Presse" schon im Januar 2016 darauf hingewiesen, dass in Schweden wegen des massenhaften Zustroms junger Asylanten bei den Teenagern auf 125 Jungen nur noch 100 Mädchen kommen:

https://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/4904687/Zornige-junge-Maenner-sind-in-Europa-angekommen

 

Und es kommt ja noch etwas hinzu: Da jeder 25jährige Asylbewerber ohne Papiere in Deutschland bei den "Inaugenscheinnahmen" durch die Jugendämter mal flott zum "Minderjährigen" gemacht wird, müssen dann auf den Schulhöfen 15jährige deutsche Jungs mit durch und durch maskulinen, zehn Jahre älteren Arabern um die raren Mädels konkurrieren. Wie das dann häufig ausgehen wird, kann man sich leider nur allzu gut vorstellen, auch die 15jährige Mia V. hat ihren späteren Mörder ja auf der Integrierten Gesamtschule in Kandel kennengelernt.

Das ist alles echt bitter. Und es geht immer weiter, ohne Verschnaufpuse: Habe eben gerade im Radio gehört, dass Sachsen-Anhalts Innenminister Stahlknecht auch in diesem Jahr wieder mit bis zu 300.000 "Schutzsuchenden" rechnet. Es geht echt ans Eingemachte.

Selbstdenker

10. Januar 2018 23:27

Man kommt sich vor wie in einem Horrorfilm. Was in diesen Land( Merkel: in einem Land wo wir gut und gerne Leben) vor sich geht, ist nicht mehr zu beschreiben. KIKA als Indoktrinationskanal der besonderen Art. Kürzlich sagte mir eine Mutter, wie gut das ich keine kleinen Kinder mehr habe. 

Franz Bettinger

10. Januar 2018 23:29

@Abronsius, @Kositza - Thema Datenbank

Verehrte Frau Kositza, Sie haben letzlich die Kommentar-Funktion zu Kandel just in dem Moment beendet, in dem wir 16 Unterstützer des Witziani-Vorschlages k.o. gingen. Fast hatte ich den Eindruck, Sie wollten uns ein zweckloses Wehren ersparen. Vielleicht haben Sie ja recht. Dennoch fand ich es schade, den uns alle dämpfenden Knockout so ganz ohne den Versuch einer Riposte - oder auch einer ehrenwerten Unterwerfungsgeste, die auch denkbar wäre, zu akzeptieren. Vielleicht lassen Sie zu, dass ich meinen Kommentar zu der uns niederstreckenden Einlassung des @Abronsius an dieser Stelle unterbringe? - Voilà:

"Die Einrichtung und Veröffentlichung einer solchen Datenbank dürfte nach dem BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) rechtswidrig sein und eine Ordnungswidrigkeit sein; wenn man Schädigungsabsicht annimmt, läge sogar eine Straftat vor. Unterlassungsansprüche der Betroffenen kämen auch in Betracht."

Werter Herr @Abronsius, zunächst gebührt Ihnen Dank für Ihren Kommentar, der 1. auf soliden Füßen daherzukommen scheint (da Sie wohl Jurist sind), 2. uns vor einer Peinlichkeit bewahren könnte, und der 3. die Gemüter der 16 Kommentatoren abkühlen sollte, die von der Idee einer ZEVR begeistert waren ("Zentralen Erfassungsstelle für vermutete Rechtsbrüche des Merkel-Regimes"). Abkühlung? Das hat er, was mich betrifft, geschafft. 10 Minuten lang. Dann sind mir, obwohl ich kein Jurist bin, ein paar Überlegungen gekommen, die uns "16 Enthusiasten" nicht ganz so sehr wie Idioten aussehen lassen. Gestatten Sie?

1. mag eine ZEVR in der Tat nicht legal auf dem Boden des existierenden (Un-)Rechts-Systems einzurichten sein. 2. entspräche eine solche Datenbank dennoch einem (Groß-)Teil dessen, was der juristisch unbeleckte Laie für richtig hält. 3. spiegelt rechtsphilosophisch das Recht nicht das Recht als solches wider; das gibt es so wenig wie es Gott gibt. Das Recht ist eine Hilfsannahme, sonst nichts. Das Recht ist in Wirklichkeit nichts anderes als der in (Schrift-) Form gegossene Wille des Stärkeren bzw. des Herrschenden. 4. kann mE außerhalb des z. Zt. existierenden (Rechts-)Systems durchaus eine ZEVR eingerichtet werden. Dies war ja auch in Salzgitter der Fall im Hinblick auf Verbrechen der DDR, die es nach einem erhofften System-wechsel zu richten gelten würde. Ein solches Vorgehen lag auch den Nürnberger Prozessen zugrunde, die rechtsphilosophisch, aber auch formal unhaltbar waren, da sie u.a. gegen das Rückwirkungs-Verbot verstießen. Dasselbe bei Milosevic uva. (Die Verbrechen eines Unrechts-Staates sind innerhalb des Unrechts-Systems natürlich keine Verbrechen.) 5. könnte so eine Datenbank auch als privates Hobby angelegt werden. Lauer gesagt kann es nicht verboten sein, "Vermutungen" zu sammeln. 6. "Das Volk will Angela Merkel einfach nicht abwählen". Da liegen Sie falsch. Angela Merkel stand gar nicht zur Wahl (außer in ihrem eigenen Wahlkreis). Auch Fragen wie "Wollt ihr" den Euro, die EU, die EU-Ost-Erweiterung, Griechenland retten, Migranten ins Land, Grenzkontrollen, Merkel als Kanzlerin usw., solche Sachfragen werden dem deutschen Wähler anders als in Schweiz nicht gestellt. Werden sie doch einmal gestellt, dann gibt es Überraschungen. Dann sagt das so konkret befragte Volk nämlich i.d.R. NEIN. 83% haben in einer (Bildzeitungs-?) Umfrage NEIN zur Aufnahme von Migranten gesagt.  7. Sie überschätzen SiN, wenn Sie glauben, hinter Schnellroda stände ein Stab Rechtsgelehrter. K+K sind nicht Kahane+Maas, und SiN ist nicht die mit Steuergeldern gut versorgte Amadeo Antonio-Stiftung. Herr @Abronsius, seien Sie bitte nicht zu streng mit uns. Bei der Sezession darf auch einmal wie bei Partisanen üblich ein Schuss aus der Hüfte erfolgen.

Hesperiolus

11. Januar 2018 00:31

Die "besten Flirttips" für die "Willkommensklasse":

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Lotta Vorbeck

11. Januar 2018 01:09

@Julius Fischer - 10. Januar 2018 - 09:47 PM

 

"... Eigentlich müsste es jeder sehen: Vor 2015 war das Geschlechterverhältnis in der für die Demographie wichtigen Alterskohorte von 20 bis 35 einigermaßen ausgeglichen. Seitdem herrschaft aber auf Seiten der Männer ein Überschuss von Hundertausenden, wenn nicht gar einer Million. D.h., wenn nicht sehr viele, sobald die Krisen in ihren Ländern überwunden sind, in ihre Länder zurückkehren, werden viele junge deutsche Männer schon rein rechnerisch keine Familie gründen können, weil die jungen Frauen knapp werden. Zugleich "müssen" diese auch alle studieren und möglichst berufstätig sein, was den "Markt" abermals kleiner werden lässt. Es geht hier also tatsächlich ums Existentielle, aber Merkel wollte es anscheindend so. Warum, dass weiß nur sie."

 

Nicht nur die Schlepperkönigin will es so, die macht nur, was man sie machen läßt.

Diejenigen, die seit 2015 nicht mehr nur schleichend ausgetauscht werden, ihre eigene Verdrängung obendrein noch finanzieren dürfen und in ein paar Jahren in puncto Rentenzahlung in die Röhre schauen werden, haben in ihrer übergroßen Mehrheit - 13% für die AfD sind angesichts der im Lande mittlerweile nahezu flächendeckend herrschenden, skandalös-kafkaesken Zustände lediglich ein schlechter Witz - offenbar überhaupt nichts gegen die seitens der Bundesregierung forcierte, Islamisierung/Umvolkung der BRD einzuwenden.

Franz Bettinger

11. Januar 2018 05:26

Maria Ladenburger ... "ertrank, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben, so Oberstaatsanwalt Berger."

Das ist aus forensischer Sicht grober Unsinn. Es gibt posthum keine Mittel, Zeichen, Spuren oder Laborwerte, aus denen Kriminologen oder Gerichtsmediziner schließen könnten, dass das Opfer während der Misshandlung bewusstlos war. Solche Behauptungen dienen bestenfalls dazu, die Angehörigen zu trösten, in diesem Fall aber wohl eher, die Öffentlichkeit über die Grausamkeit des Geschehens zu täuschen. Durch Bisse in Wange, Brust und Bauch wird man nicht ohnmächtig.

Monika L.

11. Januar 2018 08:38

Das  schöne Städtchen Kandel steht exemplarisch für den Zustand Deutschlands. Hier kann der politische, kulturelle, religiöse, seelische Zerfall eines "Kulturvolkes" studiert werden. Unfreiwillige Komik, mysteriöse Koinzidenzen lassen uns staunen uns erschaudern. Fügen wir die Puzzleteile zusammen. Puzzleteil "Rubrik: Internationale Jugendbegegnung". Seit Dezember 2015 trifft sich in Kandel die Internationale Jugend.

https://www.pfalz-express.de/kandel-max-moritz-als-internationale-begegnungsstaette-eroeffnet-bomben-fielen-auf-unsere-strasse-alles-brannte/

Holde und zarte deutsche Jungfrauen stehen unter bösen Buben . Nein, ich meine nicht Ali ( 25) und dessen Bruder Rabaee ( 21), sondern Max und Moritz... ein Schelm, wer Böses dabei denkt....Wie heißt es doch in dieser Lausbubengeschichte so sinnig: Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe... Auch die Bemerkung der jungen syrischen Mutter ( erstes syrisch-südpfälzer Baby) : " Hier müssen wir keine Angst um unser Kind haben" klingt zwei Jahre später irgendwie prophetisch....

Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich...

Gustav Grambauer

11. Januar 2018 10:28

Ich habe diesen Kuppelstreifen mit völlig anderen Augen gesehen als alle, von denen ich im Netz darüber Reflexionen gelesen oder gehört habe. Was ich jetzt schreibe wird sehr hart und kontrovers, ich sehe dem sog. "Sh...storm" schon entgegen:

Anders als z. B. Martin Sellner, der die Kindlichkeit und somit Unschuld dieses Mädchens besonders herausstellt, gilt mein Entsetzen dem medialen Ausnutzen des rasanten Voranschreitens der Akzeleration, was aber nur wenige Mädchen betrifft. Dieses kleine Luder ist nicht die Unschuld. Mohammed hat - noch – Freude an ihr, weil er sie so "süß“ findet. Der wird eines Tages schweißgebadet aufwachen und bemerken, wie wenig "süß", vielmehr herb, die eigentlich ist und, falls er überhaupt das Reflexionsvermögen dazu hat, wie eiskalt er nicht nur von den Filmemachern sondern vor allem von ihr und ihrem Klüngel mißbraucht wurde. Ich sehe dieses Früchtchen vor meinem geistigen Auge in fünfzehn Jahren "super vernetzt" als Oberstudienrätin im Geschwätzwissenschafts-Sumpf oder in ähnlichen Gefilden von ganz oben herab die Emanzen-Klaviatur spielen. Darauf hinzuarbeiten hat sie im zarten Alter von vierzehn (!) Jahren oder sogar noch früher begonnen. Ihre Stärke (bzw. die Stärke ihrer Mentoren) ist das Aufspüren von sophistischen Marktlücken in schrägen aber perspektivisch hochvirulenten Konstellationen wie hier im Kontinuum Islam - Christentum - Gender - Pädo - "(Quasi-)Kinderehe mit bidodeutschen Mädchen". Tippe darauf, daß sich die verquasten Mentoren dieses Mädchens zum Ziel gesetzt haben, über Jahre hinweg eine käßmannkirchentagschristliche oder zumindest zivilreligiöse Bekehrungs-Story mit netten weltoffenen Babies aufzubauen. Jetzt wird`s heiß: würde mich aber nicht wundern, wenn Malvina vonvornherein das Scheitern eingeplant hat und von Anfang an Material für ihre spätere "Vergangenheitsbewältigung" als "deutsche Kinderbraut" in Buchform sammelt. Einen gewissen Mut zum Risiko dabei kann man ihr nicht absprechen, ihre Härte zeigt sich bereits in ihrer Kompromiß- und Opferbereitschaft für ihre Karriere. Das stupsnasig-schnippische, zuwendungsbedürftige Mädchengebaren dabei ist reine Show für die Männer und die Kamera.

Wenn sie sagt, "ich bin Christin und Emanze" dann dürfen wir nicht vergessen, wie sorgfältig solche Filme hergestellt werden, was selbstverständlich die Auswahl der Protagonisten einschließt, und wobei es sehr auf die gewünschte Persönlichkeitsstruktur ankommt. Die denken ja immer noch, drei weitere Kirchentage würden schon noch den ganzen Islam "integrieren". Insofern war klar, daß man ein Pärchen sehen würde, bei dem sie die Dominierende und er, obwohl und gerade weil er viel älter ist, - ein feministischer Clou -, der Submissive ist. EMMA-Leser_Innen wird das sofort ins Auge gesprungen sein. Mohammed wird, wenn er ein waschechter Moslem ist, sowieso noch mit seinem Imam zusammenrasseln, und an folgender Stelle wird es ganz besonders laut knallen: er hat ja eben gerade nicht gesagt "sie gehört mir" sondern "sie gehört mir und ich gehöre ihr" - ergo "... ich gehöre der Christin". (Nicht nur in der "Talkshow" ist nach Mattscheibe-Spielregeln das letze Wort das Machtwort.) Das ist die nonchalant irgendwo mittendrin vom in konquistadorischer Hinsicht funktionellen Analphabeten ausgesprochene aber wohlkalkulierte hegemoniale Botschaft des Films.

Keine Sorge, ich komme schon noch darauf: klar haben wir hier die Ausnahme von der Regel. Vom Sozialistischen Realismus, bei dem es darauf ankam, "das Typische" zu zeigen, haben die Kulturmarxisten nie etwas gehalten. Sie stehen schon deshalb unter dem Drang, immer die absonderliche Form zu zeigen. Selbstverständlich ist es bei 99 % der auf diese Sorte Südländer hereinfallenden deutschen Mädchen umgekehrt, dort ist Er der dominante Part, was bekanntermaßen strukturell bis zum Abschlachten bei mangelnder Unterwürfigkeit von Ihr führt. Man kann sich nur fragen, zu welchem Grade die Petitesse als solche von den Filmemachern einkalkuliert wurde bzw. inwieweit sie "Weltmacht und Söhne" gelesen haben. Ich traue denen an Berechnung und Bösartigkeit alles zu.

- G. G.

Preußischblau

11. Januar 2018 10:44

Mir ist es ein Rätsel, warum diese Propaganda nicht mehr Typen wie Milo Yiannopoulos auf den Plan ruft. Wo bleiben Talente wie John Cleese? Warum decken so viele, eigentlich kluge Leute, noch diese wahnsinnige Agenda, obwohl sie verstehen, was passiert, und es nicht mögen? 

Monika L.

11. Januar 2018 10:54

"Gestern hat eine schreckliche Gewalttat Kandel erschüttert. Viele Menschen wissen nicht, wohin mit ihrer Trauer, ihrer Wut und ihrer Ohnmacht. Für alle, die möchten, werden heute die Türen der St. Georgskirche und der St. Piuskirche heute Nachmittag von 14.00-17.00 Uhr geöffnet sein. Hier gibt es Gelegenheit, eine Kerze anzuzünden, im Stillen zu gedenken und zu beten. Seelsorger werden anwesend sein, wenn jemand ein Gespräch wünscht."

Das steht als letzte Meldung am 28. Dezember 2017 auf der facebookseite der protestantischen Kirchengemeinde Kandel. Es folgt als letzter Eintrag am 31.12. das obligatorische Bonhoeffer Gebet. 

https://www.facebook.com/prot.kirche.kandel.de

Ich muß sagen, dass auch ich nicht weiß, wohin mit meiner Wut, meiner Ohnmacht und meiner Trauer. An der Sprechstunde am 28.12.konnte ich nicht teilnehmen, da von außerhalb und auch in unserer Gemeinde sind die Seelsorger rar und das Thema kein Thema.

 Zudem fühle ich mich im Moment " auch nicht von Guten Mächten wunderbar geborgen" und möchte auch nicht " getrost erwarten, was da noch kommen mag". 

Wohin also mit Ohnmacht, Wut und Trauer. Am Neujahrstag war die St. Georgskirche in Kandel verschlossen. In der katholischen St.  Pius Kirche brannte in der Marienkapelle eine einsame Kerze. Der Pfarrer der protestantischen Kirche war dann bis 9. Januar in Urlaub. Seine Vertreterin krank. Was ich durchaus verstehen kann. Die katholische Kirche könne für dringende Fälle eine Handynummer für die Seelsorge vermitteln, der Leitende Pfarrer habe keine Sprechstunde. So die Auskunft der Sekretärin....Wohin also mit Trauer, Wut und Ohnmacht ???

Vom deutschen Requiem zum deutschen Trauerspiel. Habe dann doch noch eine Telefonnummer gefunden:

Im online Gemeindebrief der Protestantischen Kirchengemeinde Kandel , Dezember 2017, Jan, Februar 2018 steht unter Gruppen und Kreisen:

Bistro International Treffpunkt für Menschen von hier und anderswo, Freitag 16 -18 Uhr, in den Räumen des Max & Moritz, Rheinstraße Info: Pfarrer Dr. Arne Dembek ( 07275/1297) 

Ich traue mich nicht, dort wegen seelsorgerlicher Betreuung anzurufen, da ich nicht zu dieser Gemeinde gehöre, sondern von anderswo bin....

Inzwischen überwiegt mal wieder die Wut...

Ein gebürtiger Hesse

11. Januar 2018 11:02

Alle Einwohner Kandels müßten diese hervorragend luzide Analyse als Druck in ihrem Briefkasten finden. Wenn Aufklärung überhaupt noch einen Nutzen hat (= Löcher in das Multikulti-Lügen-Narrativ schlagen kann), dann gerade auch an dieser Stelle. In einer besseren, heute noch erträumten Zukunft würde die AfD für solche Flugblatt-Aktionen in die Parteikasse greifen ...

Preußischblau

11. Januar 2018 11:52

@Gustav Grambauer 

Interessante Perspektive. Gar nicht so absurd, wie es mir beim ersten durchlesen schien. 

Ich kenne eine gescheiterte italienisch-marokkanische Ehe, er: gläubiger Muslim, sie: linke Katholikin. Beide hatten eine Mission. Sie ein bisschen mehr, er ein bisschen weniger, vermute ich. Beide leben noch, beide sind geblieben, was sie waren. Er ist eigentlich ganz nett, sie auch. 

Monika L.

11. Januar 2018 12:01

@Gustav Grambauer

ich habe diesen Kuppelstreifen zwar nicht gesehen, (es genügen die Bilder und das Geschriebene),  teile aber ein klein wenig  Ihre feinen Beobachtungen. Das Mädchen changiert zwischen Unschuld und kessem Früchtchen. Sie spielt mit dem Feuer und hat den Mut zum Risiko....Ob sie sich die Finger verbrennt  - wer weiß ..Wenn sie aus der Sache heil raus kommt, könnte sie mit einem Lied von Kurt Tucholski auftreten. Ein Name wie Malvine, wenn das kein Zufall ist.

https://m.youtube.com/watch?v=4M06-9wSZ3I

Vielleicht gibt sie Diaa mehr als ein Viertelchen , aber alles wird Diaa auch nicht bekommen, selbst  wenn er sich rasiert...

CJD

11. Januar 2018 13:50

 

@ Franz Bettinger, 10. Januar 2018 23:29

 

Besten Dank, Hr. Bettinger, daß Sie sich die Mühe gemacht haben. Insbesondere Ihre Punkte 1.) und 4.) sind eine momentan völlig ausreichende Legitimation für die Errichtung der ZEVR. Auch auf das Widerstandsrecht aus Art. 20 IV GG könnte man noch zurückgreifen, wenn man angesichts der aktuellen Rechtsbrüche und –beugungen überhaupt noch legalistisch argumentieren will.

 

Caroline Sommerfeld

11. Januar 2018 14:08

Viele Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Unsere Töchter und unsere Söhne werden sich in Menschen verlieben, die nicht deutsch sind, und es wird immer häufiger gemischte Paare geben.“

Tanja Nadig, betreuende Redakteurin beim Hessischen Rundfunk, sagte dies der „Welt“ (Donnerstagsausgabe). Sie spricht ja nur Fakten aus, keine Ahnung, was die Kritiker haben ...

Man nennt das auch "Normalismus", der Fehlschluß geht so: aus einer Tatsache (x ist der Fall) wird auf die Zukunft geschlossen (y wird der Fall sein, weil x), und das wiederum ist dann eine neue Tatsache (x ist der Fall). Das Normative rutscht beim Schluß auf die Zukunft einfach von der Seite geschmeidig hinein und keiner hat's gesehen.

Stil-Blüte

11. Januar 2018 14:49

Hat Züge von 'Die Leiden des jungen Werther' auf deutsch-syrisch. Überhaupt Parabelcharakter, Hund und Katze tauchen auf, ein 'blonder Freund').

Sieht man den Film genau an, ist an bestimmten Stellen zu erkennen, wie gestellt manche Positionen sind (als sie in den Zug einsteigt und im Zug weitergeht und er stehenbleibt und mit ihr weiter pantomimisch korrespondiert oder als als sie ihn küsst und er sich schnell abwendet, um irgendetwas zu tun). Falls das ihr Hund ist, na dann gute Nacht, mein Freund.

Auch auf die Gefahr hin, das ich jetzt als neidisch gelten könnte, frage ich: 'Wie kann man sich solch eine komplett und modern eingerichtete Wohnung  mit 19 Jahren leisten?

Übrigens in den DaF-(Deutsch als Fremdsprache)-Lehrbüchern werden solche Geschichten schon längst, mindestens seit 25 Jahren, systematisch auf- und ausgebaut. Und noch viele andere Geschichten, die mehr oder minder darauf hinauslaufen, dass allein das Zusammensein und -leben mit Menschen aus allen Himmelsrichtungen das Erstrebenswerteste auf Erden sei.

Mit diesen DaF-Lehrbüchern haben sich diejenigen Germanisten über Jahrzehnte geschult, allen voran die Mitarbeiter vom 'Goethe-Institut e. V.', die heute mehr und mehr als Sprachzensoren eines ganzen Volkes 'auftreten'('auftreten' tun sie ja leider nicht).

Herrn Grambauer ist in vielerlei Hinsicht Recht zu geben. Malwina hat eine starke Ausstrahlung. Und der assoziativ und feminin wirkende Name des Syrers Diaa (Diana = Glücksgöttin, Dschiad) ist auch nicht zufällig. Ein Kunstname?   Aber wie gesagt, das Muster läuft in den Sprachlehrbüchern und d-filmen schon sehr lange.

Wir haben einfach nicht genügend aufgepasst. Und wenn, dann sich nicht rechtzeitig zu Wort gemeldet, geschweige denn anders gemacht. Traurig, qber wahr. Die gesamten Geisteswissenschaften sind seit langem okkupiert und unbemerkt abgewandelt worden. Nun glaubt man, ist es an der Zeit es unverhohlen tun zu können. 

Gespannt wäre ich gewesen, wie diese Liebesgeschichte im Film weitergegangen wäre. Muster: 'GZ und SZ'? Stimmt, Herr Grambauer, darauf ist es angelegt.

Unabhängig von den Ausländern, Flüchtlingen, Einwanderern - die 'Mündigkeit des Bürgers' ist in Deutscvhland immer weiter in die Akzelerationszeit verlegt worden: Schüler ab 14 Jahren mit 'Sie' ansprechen, Personalausweis ab 14 Jahren, eigene Unterschrift bei Krankheit ab 14 Jahren leisten, aktives und passives Wahlrecht von 21 auf 18 Jahren zurückverlegt.

Biologische Reife, in südlichen Ländern eher als in nördlichen, hier aber auch immer eher, kollidiert mit psychischer Reife, doch die juristische Reife wird mit verschwommenen Begriffen von 'Jugendlicher, junger Erwachsener' vollends unbegreiflich. Biologische, soziale, juristische, Asyl-Gesetze widersprechen sich permanent. Das öffnet dem Missbrauch und der Ideologisierung Tor und Tür. Ununterbrochen kommen neue Gesetzelchen dazu, wads alles nur verschlimmert. Statt sich die Geschichte und 30jährige Entstehungszeit des BGB (Bürgerlichen Gesetzbuches) vorzunehmen, werkelt jede Partei/Franktion mit neuen Gesetzesvorlagen, auch die AfD, vor sich hin.     

Caroline Sommerfeld

11. Januar 2018 15:19

@Monika: Ich mußte gerade hell auflachen, "Malwine" von Tucholsky, die
ist großartig, denn dem Diaa-Mohammed fehlt auch ganz prosaisch ein Viertelchen, ein Achtelchen, auch wenn er nicht "mosaisch", sondern ...

Monika L.

11. Januar 2018 15:48

Fall Kandel 

KAPITEL Verantwortung der Politiker

Heute in der Druckausgabe der Rheinpfalz ( Donnerstag 11.1.18) zu lesen:

"Zur Sache: Landtagsausschuss lässt trotz Kandel Sitzung  ausfallen

Die Debatte um mögliche Versäumnisse im Vorfeld der Bluttat von Kandel erreicht heute auch den Landtag. Auf Antrag der AfD Fraktion steht das Thema auf der Tagesordnung des Innenausschusses. Der Integrationsausschuss lässt dagegen ungeachtet der Kandeler Ereignisse seine für den 17. Januar vorgesehene Sitzung ausfallen. Dort hätte es unter anderem um die umstrittene Altersfeststellung bei unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden gehen sollen. Dazu liegen dem Ausschuss Anträge von CDU und AfD vor. Die Sitzung war bereits Ende November - -also vor dem Kandeler Tötungsdelikt - wegen einer Klausursitzung der SPD-Fraktion abgesagt worden. Man habe aufgrund der aktuellen Entwicklung zwar überlegt, was zu machen sei, sagte gestern die stellvertretende Ausschussvorsitzende Simone Huth-Haage ( CDU), aber in der kommenden Woche sei kein Termin zu finden gewesen. Deshalb wird der Ausschuss erst am 15. Februar tagen." 

Monika L.

11. Januar 2018 17:00

Heute wurde Mia Beerdigt. Die Trauer Predigt von Pfarrer Dr. Arne Dembek im Wortlaut:

https://www.bild.de/regional/frankfurt/totschlag/ergreifende-trauerrede-fuer-erstochene-mia-in-kandel-54441950.bild.html

Selbstdenker

11. Januar 2018 17:12

Dieser Kinderkanal fiel ja schon des öfteren als Indoktrinationkanal auf. 2016 kam im sog Kinderkanals schon der Versuch, wie es ist ein Kopftuch zu tragen.

Überschrift:Selbstversuch Kopftuch tragen.

Fazit: Man ist ja noch immer die gleiche Person. Tja wenn man lauter stramme antideutsche will, muss man bei den kleinsten schon anfangen

https://www1.wdr.de/kinder/tv/du-bist-kein-werwolf/selbstversuche/kopftuch-tragen100.html

Der_Jürgen

11. Januar 2018 20:13

@Monika L.

Ich habe die von Ihnen verlinkte Trauerrede von Pfarrer Dembek gelesen. Schöne Worte, gewiss, aber sie vermögen meinen Groll nicht zu lindern. Dass ausgerechnet Deutschlands widerlichstes Blatt, die "Bild"-Zeitung, die vor zwei Jahren jeden Kritiker der Flut mit Beschimpfungen und Drohungen übergoss, diese Rede abdruckte, ruft bei mir nur Ekel hervor.

Das Mädchen Mia musste sterben, weil ein superkriminelles Regime, aus Gründen, die ich zu kennen glaube, die aber letzten Endes zweitrangig sind, eine uferlose Schar von Invasoren ins Land lockte und immer noch lockt und diese Preisgabe deutschen Territoriums an fremde Eindringlingen mit heuchlerischen pseudohumanitären Phrasen rechtfertigt.

In Afghanistan wird seit 1978 unablässig gekämpft, seit bald einmal 40 Jahren also, und keiner kann ausschliessen, dass es noch 40 oder mehr Jahre so weitergehen wird. Die meiste Zeit über war der Krieg von geringer Intensität. Gegenwärtig kommen laut einem Afghanistan-Spezialisten, dessen Name mir nicht mehr präsent ist, in jenem Land ca. 2.500 Menschen jährlich infolge von Gefechten und Terroranschlägen um. Prozentuell um ein Mehrfaches weniger, als beispielsweise in Honduras oder El Salvador aufgrund unpolitischer Kriminalität sterben.

"Schelm und Narr" (ein Zitat  Ihres und meines Lieblingsdichters, werter @Gehenkter) versuchen uns einzureden, dass Deutschland verpflichtet sei, jeden beliebigen Afghanen für unbegrenzte Zeit aufzunehmen, bis in Afghanistan "das Friedensreich" (abermals derselbe Dichter) herrscht. Wenn wir einen "Schutzsuchenden" aus jenem zentralasiatischen Land abschieben, könnte ihm ja etwas zustossen, und dann wären wir schon wieder schuldig, wie damals unter dem bösen Adolf! Also müssen wir auch weiterhin junge Männer aus einem der wildesten und barbarischsten Länder der Welt in unbegrenzter Zahl aufnehmen. Die von diesen "Schutzsuchenden" vergewaltigten oder ermordeten deutschen Mädchen und Frauen, die Opfer ihrer Räubereien und Diebstähle, sind bedauerliche Kollateralschäden, weiter nichts.

Dasselbe gilt, allerdings in geringerem Umfang, für Syrien. Dort ist mittlerweile weitgehend (nicht vollständig!) Frieden eingekehrt. Die Halsabschneider kontrollieren, den Russen und Persern sowie Assads Soldaten sei Dank, keine einzige Stadt mehr. In Damaskus fand unlängst eine internationale Handelsmesse statt. Ein Syrer, der unter diesen Umständen noch im Exil verweilt, ist entweder in Sympathisant der islamistischen Banden oder ein Parasit, der, statt am Wiederaufbau seiner Heimat mitzuwirken, in deutschen Landen schmarotzt. In beiden Fällen hat er in Deutschland nichts verloren. Und ein Regime, das, statt diese Schmarotzer heimzuschicken, ihre Familien nachkommen lässt, verfolgt damit einzig und allein das Ziel, sein eigene Volk durch "Landnehmer" (so Lichtmesz im drittletzten Satz seines vortrefflichen Artikels) verdrängen zu lassen.

Die auf einem anderen Strang von @Franz Bettinger geforderte Zentrale Erfassungsstelle für Verbrechen des BRD-Regimes ist unnötig, da man, sofern die Wende kommt (und ich glaube weiterhin, dass sie kommen wird) dann mit den Verantwortlichen kurzen Prozess machen wird, ohne sich um irgendwelche Paragraphen zu kümmern. Wenn ein Bankräuber acht Jahre bekommt, was für eine Strafe ist dann für jemanden angemessen, der sein eigenes Volk und Land zielstrebig in den Abgrund geführt hat?

quarz

11. Januar 2018 20:21

Gerade eben in "logo", der Nachrichtensendung des Kinderkanals:

"Was in der bulgarischen Presse zu lesen ist, sollte man nicht unbedingt glauben, denn Journalisten können in dem Land oft nicht frei und unabhängig berichten."

So viel Chuzpe geht auf keine Kuhhaut!

Der_Jürgen

11. Januar 2018 21:45

Ich bitte um Nachsicht dafür, dass ich Afghanistan statt als "zentralasiatisches" als "zentralafrikanisches" Land bezeichnete. Solche Schreibfehler kommen vor, so wie man in der Hitze des Gefechts "Lichtmesz" statt "Lichtschlag" oder "Thor Kinkel" statt "Thor Kunkel" schreiben kann. Man sollte seine Wortmeldungen sorgfältig durchlesen, ehe man sie absendet. Tue ich meist, aber in diesem Fall offenbar nicht.

Heinrich Brück

11. Januar 2018 22:11

Die Mentalitätsunterschiede werden nicht verschwinden, nur weil KIKA ordentlich bezahlen kann.

 

Mir reicht die Predigt dieses evangelischen Pfarrers nicht. Als Seelsorgegespräch im Ton ganz nett, aber die unbeantwortete Frage hat der Predigt keinen Gefallen getan.

 

Über eine Wende zu schreiben, woran DER_JÜRGEN weiterhin glaubt, ich auch, bleibt heikel. Im Augenblick wäre ein Putsch nicht machbar. Es fehlt die Führung, die Armee, das Geld. Und ein einverstandenes Volk. Die Krawalle aus Hamburg dürften noch in Erinnerung sein. Die Medien sind auch nicht der Freund, gekauft und weltweit aufhetzbar. Bleibt noch eine demokratische Partei, die AfD. An Parteien habe ich noch nie geglaubt, sind sie doch alle systemeingebunden demokratisch. Die Moral ist bestimmt gegeben, jedoch nicht zur Strafe. Wäre diese Moral vorhanden, hätten wir ein anderes System. Dann wären die Schuldigen alle tot, niemand könnte mehr bestraft werden. Kürzer formuliert: Das Messer aus Kandel ist die Demokratie der Deutschen, die sie nicht kennen... Deshalb wohl auch die unbeantwortete Frage des Geistlichen.

 

Chris

12. Januar 2018 00:00

@Julius Fischer

Was Sie schreiben, ist natürlich zu 100%-ig richtig.

Komischerweise scheint das niemanden zu interessieren.

Vor allem die jungen Männer nicht, die davon betroffen sind. Seltsam?

Dodecan

12. Januar 2018 00:58

Grambauers "Dieses kleine Luder ist nicht die Unschuld" hat mich erst geschockt, dann nachdenklich gemacht. 

Was man über Malvina im Internet erfährt, dieses überdrehte Selbstdarstellungsgehabe (Poetry-Slam s.u., Tierfutterausgabe an Bedürftige,...) führt mich zur Bestätigung von Grambauers Hypothese, auch zu der Annahme, daß sie als zukünftige Polit- oder Medienfrau von den derzeit Herrschenden aufgebaut wird.

--------------

https://www.move36.de/kultur/malvina-ewering/

"Das Ideal lädt zum 35. Mal zum Poetry-Slam-Abend ein. Wir begleiten Malvina Ewering aus Fulda...

Malvina war schon immer sehr kreativ und hatte Freude am Schreiben. Sie ist ein großer Fan von Goethe und seinen Werken. Mit ihren 15 Jahren hat sie bereits eigene Lieder verfasst und ganze Bücher geschrieben. ...Irgendwann hat sie die berühmte Poetin Julia Engelmann im Internet entdeckt und gelang so zum Poetry Slam.

wikipedia zu Engelmann:

"Ein Kommentator in der Süddeutschen Zeitung meinte, der große Erfolg des Auftritts beruhe nicht etwa auf seiner Wahrhaftigkeit, sondern auf seiner exakt kalkulierten Ästhetik."

siehe mehr dazu unter https://en.wikipedia.org/wiki/Poetry_slam

 

Cacatum non est pictum

12. Januar 2018 02:24

@Caroline Sommerfeld

"Tanja Nadig, betreuende Redakteurin beim Hessischen Rundfunk, sagte dies der 'Welt' (Donnerstagsausgabe). Sie spricht ja nur Fakten aus, keine Ahnung, was die Kritiker haben ..."

Frau Nadig kann ihre feuchten Völkerzerstörungsphantasien meinethalben im Privaten ausleben. Ansonsten sollte sie schweigen. Vor allem möge sie ihre totalitaristischen Finger von meinen Kindern lassen. Vor diesem Menschenschlag, den das deutsche Volk nach dem Krieg offenbar zuhauf hervorgebracht hat, empfinde ich nur noch Abscheu. Der Forist deutscheridentitärer hat neulich in einem Beitrag bekundet, daß es ihm recht wäre, wenn diese dekadenten Gestalten durch den vordringenden Islam von der Straße gefegt würden. Diese Meinung teile ich eigentlich nicht, aber vielleicht ist sie doch überlegenswert. Den Tanja Nadigs dieser Welt ist jedenfalls zu wünschen, daß sie ihre eigene Medizin überreichlich zu schmecken bekommen.

Das ist auch die einzige Ergänzung, die ich dem Beitrag von Der_Jürgen anzufügen hätte: Es sind nicht nur die Galionsfiguren des Großen Austauschs, die uns ins Verderben reißen, sondern ebenso jene Heerscharen gutgläubiger und desinteressierter Landsleute, die den Wahnsinn dieser Tage durch Beschweigung der Ursachen auch noch weihen.

Franz Bettinger

12. Januar 2018 02:58

@Gehenkter:  Anal- und Oral-Verkehr zählen nicht als Geschlechtsverkehr. Diese Praktiken sind gerade in moslemischen Gesellschaften gesellschaftsfähig. Sie dienen dort auch der Empfängnis-Verhütung, nicht ausschließlich, vor allem aber im jugendlichen Alter.

Wie antwortete Bill Clinton auf die Frage, ob er mal Marihuana geraucht hätte? "Yes, but I did not inhale." Und auf die Frage, ob er mit der Praktikantin Sex gehabt hätte, sagte er: "No." Auf die Nachfrage hin meinte er: "She only sucked."

But she didn't swallow, war dann in der Yellow Press zu lesen. Der Zusatz war wohl als Witz gemeint. - Was ich sagen will: Alles Ansichts- und Geschmacksache, oder wie mir ein Türke anvertraute: There are ways around.

Der Gehenkte

13. Januar 2018 20:18

@ Franz Bettinger

"Diese Praktiken sind gerade in moslemischen Gesellschaften gesellschaftsfähig."

Gibt es dazu verwertbare Quellen?

"Sie dienen dort auch der Empfängnis-Verhütung"

Lustiger Satz, irgendwie ...

Santiago

13. Januar 2018 22:37

Sexueller Mißbrauch in türkischen und arabischen Familien ist ein Problem, daß totgeschwiegen wird. Die Ehre der Familie steht über allem. Also auch über dem Leid der Opfer. Mädchen und Jungen werden oral und anal vergewaltigt. Bei Mädchen muß das Jungfernhäutchen erhalten werden, ansonsten sind sie wertlos für eine spätere Heirat. In der Süddeutschen Zeitung erschien am 13. November der Artikel "Gefangen im Unaussprechlichen" von Cathrin Kahlweit, der das Thema behandelt und lange im Internet nachlesbar war, dann aber leider nicht mehr. Zu finden ist der ganze Artikel jedoch unter folgendem Link: https://koptisch.wordpress.com/2010/04/21/turkische-arztin-deckt-das-elend-der-turkinnen-auf/
Hier ein Auszug: "Sie erzählt von einem Mädchen, in deren Mund sich eine Geschlechtskrankheit eingenistet hatte, vom Bruder übertragen. Von einer Fünfjährigen, deren Anus zerrissen ist, weil sie anal missbraucht wurde, um das Jungfernhäutchen zu schützen. „Tor zwei“ nennen Musliminnen das: Analverkehr, um die Jungfräulichkeit zu bewahren; diese Sexualpraktik nutzen Männer, wenn ein junges Mädchen in der Hochzeitsnacht unberührt wirken soll."
Genaue Zahlen zu der Häufigkeit dieser Verbrechen gibt es nicht, aber jedoch Hinweise, daß dies bei zugewanderten Muslimen häufiger vorkommt als bei deutschen Familien.
Ein weiterer Auszug aus dem angesprochenen Artikel: "Eine Studie, die das Bundesfamilienministerium veröffentlichte, gab 2004 erste Hinweise auf eine erhöhte Zahl von Gewaltfällen in muslimischen Familien. Fast 40 Prozent der Frauen türkischer Herkunft hatten angegeben, körperlicher oder sexueller Gewalt in der Familie ausgeliefert gewesen zu sein; bei den deutschen Frauen waren es 25 Prozent."
Die Heuchelei unserer Gesellschaft äußert sich offensiv in dieser Problematik: während tatsächliche oder vermeintliche sexuelle Belästigung angeprangert wird - wie in der metoo-Aktion - , wird gleichzeitig zugelassen, daß sexuelle Gewalt in muslimischen Familien ein Tabu bleibt.

Utz

14. Januar 2018 06:24

Einige Kommentare lese ich mit Befremden. Da wird darüber diskutiert wie es dem Mann oder dem Mädchen geht bzw. wer da jetzt der/die Böse/Dominante ist. Und ich frage mich, habe ich da was verpaßt? Bisher ging ich immer davon aus: Fernsehen ist nicht echt. Und solange mir niemand das Gegenteil beweist, bleibt das für mich auch so.

Unabhängig davon halte ich es für wichtig, die Tatsache, daß die Sendung gemacht wurde anzuprangern. Das Ziel ist ganz klar: Es soll eine Auseinandersetzung mit einem anderen Kulturkreis stattfinden, um letzten Endes eine Gewöhnung zu erreichen. Dabei unterstelle ich gar nicht unbedingt den Wunsch nach einer Islamisierung, den Machern beim KIKA reicht es, wenn das Zusammenleben mit diesem Kulturkreis "jeden Tag neu ausgehandelt wird". Nur genereller Widerstand wird abgelehnt. Ich sehe nur äußerst selten Fernsehen.

Die interessante Frage ist: können wir uns gegen die aggressiven Aktionen, uns an eine andere Kultur zu gewöhnen, wehren. Ich sehe darin tatsächlich einen Akt der Gewalt. Nicht Malwina oder ihr Moslem sind Opfer, sondern wir, die Zuschauer. Ich fürchte wir sind in der Rolle der Lorenz'schen Gänse, die sich auch hätten fragen können (hätten sie Verstand und Bewußtsein gehabt): sind wir eigentlich blöd, warum schwimmen wir einem Menschen nach, das ist doch keiner von uns. Aber Prägung ist halt Prägung.

Dieter Rose

14. Januar 2018 09:58

gewöhnen?
an 10 neue Großstädte
à 100.000 Einwohner pro Jahr?
Ja spinnen die denn?

Der Gehenkte

14. Januar 2018 10:00

@Santiago

Vielen Dank für die Quelle. Diese Dinge entstehen in zweiter Ebene, aus den strengen Sexualregeln heraus, so wie katholische Priester statistisch gesehen und gesellschaftlich erklärbar zu erhöhtem Mißbrauch neigen - Eugen Drewermann hatte das in "Kleriker" auf 1000 Seiten aufgearbeitet.

https://www.zeit.de/2006/20/Freud-Islam_xml

Was fehlt ist wirklich belastbares Material, also soziologische Untersuchungen oder theologische Rechtfertigungen. Da es im Islam ein ausgeprägtes Reinheitsideal gibt und gerade der GV streng reguliert ist, würde man eine theologische Legitimation nicht vermuten. Allerdings scheint der eheliche Oral- oder Analverkehr je nach Schule verschieden interpretiert zu werden.

https://islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten/89-verlobung-a-ehe/intimit%C3%A4teten-zwischen-ehepartnern/1099-urteil-ueber-analverkehr-und-oralverkehr

Aber das ist nicht der Bereich, den Franz Bettinger meinte. Was Selmin Kundrun in den Artikel erzählt, ist interessant, aber wenig verwertbar. "Analverkehr, um die Jungfräulichkeit zu bewahren" - das könnte strukturell sein.
Jeder, der schon mal Nachrichten aus einer Psychotherapie empfangen hat, kennt ähnliche Geschichten aus allen sozialen Schichten. Einzelfälle, solange nicht jemand unabhängig die Summe zieht.

hessenbursche

14. Januar 2018 10:07

Der Hessische Rundfunk änderte sogar sein Programm gestern am Samstag 13.01.18 aus aktuellem Anlass und zeigte die Dokumentation erneut.

Anschließend diskutierte der HR-Moderator Philipp Engel über den Film und seine Auswirkungen mit:

1) hr-Fernsehdirektorin Gabriele Holzner
2) AfD-Bundestagsabgeordneten Dr. Dirk Spaniel
3) Medienpädagogin Dr. Maya Götz
4) Dr. Lamya Kaddor
5) Thomas Mücke

"Was ist los in unserer Gesellschaft, dass ein Film im Kinderkanal für so viel Aufregung sorgen kann?"

Hier der Link zur Mediathek vom Hessischen Rundfunk (bin sehr erstaunt, dass auch die Diskussion online gestellt wurde):

https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/engel-fragt/sendungen/engel-fragt---spezial-malvina-diaa-und-die-grosse-aufregung-ueber-einen-kika-film-,sendung-25228.html

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Gabriele Holzner - HR-Programmdirektorin

https://www.hr.de/unternehmen/struktur/fernsehdirektion,fernsehdirektion-100.html

Sie ist die Hauptverantwortliche für das, was im HR gezeigt wird. Der HR hat den umstrittenen Film für den Kinderkanal produziert.

Die Fernsehdirektorin Gabriele Holzner leitet den Unternehmensbereich Fernsehdirektion und ist damit verantwortlich für das gesamte Fernsehprogramm: für das hr-fernsehen, für die Zulieferungen des hr zu den ARD-Gemeinschaftsprogrammen Das Erste, tagesschau.24, ARD Digital und ONE, den kooptierten Programmen von ARD und ZDF KiKA (Kinderkanal) und Phoenix, Arte sowie für 3Sat.
Die Fernsehdirektion entscheidet in letzter Instanz über die strategische Ausrichtung des Programms, über neue Sendungen und Formate. Zusammen mit Redaktionen und Produktion legt sie die inhaltlichen Schwerpunkte und Ausrichtungen der einzelnen Sendungen, die Umsetzungsformen und die finanzielle Ausstattung fest.

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Dr. Dirk Spaniel, AfD-Bundestagsabgeordneter, geboren in Marburg - findet den Film skandalös.

"Wahrheiten müssen ausgesprochen und ausgehalten werden. Nichts ist zu komplex, um Bürger im Dunkeln zu lassen. Sie haben das Recht, von mir klare Antworten zu erwarten.

Nichts darf alternativlos, nichts zu komplex sein, um den Bürgern den Dialog zu verweigern. Ich kämpfe gegen die Arroganz der Macht, die mit solchen Worthülsen Bürger ausgrenzt und unmündig hält. Der mündige Bürger, einst häufig beschworen, ist mittlerweile inexistent, verkümmert. Seit Frau Merkel ihr Zepter schwingt, ist von ihm nicht mehr die Rede."

https://www.dirkspaniel.de

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Dr. Maya Götz - findet den Film pädagogisch gut und diffrenziert.

Zur Person: https://www.maya-goetz.de/person.htm

Sie ist fleißig am Publizieren... https://www.maya-goetz.de/publikation.htm

Eine Selbsterklärung: https://www.kika.de/erwachsene/ueber-uns/philosophie/maya-goetz102.html

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Dr. Lamya Kaddor - findet den Film gut, hätte ihn aber nicht ohne kommentierte Einordnung im KiKa gesendet

https://de.wikipedia.org/wiki/Lamya_Kaddor

(Ich wusste gar nicht, wie viele Auszeichnungen eine engagierte Frau in kurzer Zeit erhalten kann... https://de.wikipedia.org/wiki/Lamya_Kaddor#Ehrungen )

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Thomas Mücke

Mitbegründer und Geschäftsführer von Violence Prevention Network. Dipl. Pädagoge und Dipl. Politologe, widmet sein gesamtes berufliches Schaffen von Beginn an der Arbeit mit gefährdeten Jugendlichen. Er ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins für aufsuchende Jugend- und Sozialarbeit in Berlin (Gangway e.V.) und Trainer und Ausbilder für das Antigewalt- und Kompetenztraining und für Mediation. Als Dozent, Referent und Coach arbeitet er bundesweit zu Methoden der Antigewaltarbeit, Konfliktmanagement, Jugendarbeit, Straßensozialarbeit und Rechtsextremismus. In der Arbeit mit Jugendlichen legt Thomas Mücke größten Wert auf einen wertschätzenden und demütigungsfreien Umgang. Diese Haltung verschafft ihm den für den Erfolg in der Jugendarbeit so wichtigen Zugang zu den gefährdeten Jugendlichen.

https://www.violence-prevention-network.de/de/ueber-uns/team/208-thomas-muecke

Gustav Grambauer

14. Januar 2018 10:37

Utz

Habe gerade die Diskussion gesehen.

https://www.youtube.com/watch?v=hcbWa-tUWPs

Sage es ohne Eitelkeit: sehe mich sehr bestätigt. Spaniel war schwach, er ist regelrecht abgesoffen. Und zwar, weil er in die Sendung in der Gewißheit reingegangen war, allein mit dem Hintergrundwissen des PI-Lesers um den Dschihad alles reißen zu können. Er wurde eiskalt mit der hypersubjektivistischen Masche abserviert, auf der schon der Film basiert - und nicht, weil der Dschihad-Vorwurf tabu ist ("Jetzt kontextualisieren sie aber unzulässig!") und entsprechend argumentativ wie ein rohes Ei angefaßt werden muß (was aber auch nur wieder ein Aspekt des hypersubjektivistischen Zynismus ist), sondern weil für Spaniel mit seiner Denkschablone die Spielregeln nicht nicht klar ("Herr Spaniel, sie machen doch das Mädchen zum Opfer"), die Interessenlage zu vielschichtig, die ideologische Hintergrunddimension zu komplex und ihm die psychologische Tiefe (nicht zufällig wurden zwei "Experten aus der Kinder- und Jugendarbeit" ins Studio geholt) völlig unerschlossen sind.

Ich denke, wir reden hier nicht darüber, wie die - unbestrittene - Lage an der Islamisierungsfront ist (das ist auch nicht unsere Aufgabe, das ist die Aufgabe von PI) sondern darüber, wie man das Gehirnwaschkartell wirklich effektiv aufknackt, um z. B. in solcherart Diskussionen ausreichend ausgerüstet hineinzugehen. Dazu muß man aber dessen Mechanik analysieren.

Und, so zugespitzt hätte ich das ohne Sie gar nicht expressis verbis formuliert, ich bleibe dabei: Mohammed "Diya" ist derjenige, der hier von allen, wirklich allen Beteiligten gef... wird.

Habe gehört, daß beim Hessischen Rundfunk die letzte Woche eine Krisensitzung die andere gejagt hat. Die sind sich aber danach selbstsicherer als je zuvor ("Wir verstehen die ganze Aufregung nicht"), weil zwar sehr viel Schaum auf der Oberfläche geschlagen, der machiavellistische Quellcode der Sendung aber bisher, auch im ganzen Netz, immer noch von niemandem entschlüsselt wurde.

- G. G.

Cacatum non est pictum

14. Januar 2018 11:07

@Der Gehenkte

Ich benötige nicht für alles, was ich im täglichen Leben sehe und erfahre, eine Studie. Daß Oral- und vor allem Analverkehr bei den unverheirateten Frauen aus wertkonservativen muslimischen Familien gängig sind, um die vaginale Jungfräulichkeit vor der Hochzeit nicht anzutasten, ist mir von verschiedenen Türken - Männern wie Frauen - persönlich erzählt worden. Ich würde das sogar als Binsenweisheit einstufen.

Der Gehenkte

14. Januar 2018 13:00

@ Cacatum non est pictum

Mir fehlt diese lebensweltliche Erfahrung sowohl in praxis als auch in theoria.

Trotzdem müssen wir klären, wovon wir sprechen: Wenn eine erwachsene Frau mit ihrem versprochenen Bräutigam vorehelichen einvernehmlichen Analverkehr hat, dann ist das etwas anderes, als wenn Kinder (systemisch) vergewaltigt werden. Wenn ich die Zeichen der Zeit richtig lese, dann ist diese Praxis mittlerweile übrigens kulturübergreifend akzeptiert.

Der Ausgangspunkt war: " Anal- und Oral-Verkehr zählen nicht als Geschlechtsverkehr. Diese Praktiken sind gerade in moslemischen Gesellschaften gesellschaftsfähig. Sie dienen dort auch der Empfängnis-Verhütung, nicht ausschließlich, vor allem aber im jugendlichen Alter."

Daran sind mehrere fragwürdige Aussagen:
1. Zählt AOV nicht als GV?
2. Sind diese Praktiken in mosl. Gesellschaften (Verallgemeinerung) gesellschaftsfähig?
3. Dient das der Verhütung (diese Frage kann man mit nein beantworten, weil Verhütung den GV definitorisch voraussetzt)
4. Betrifft es vor allem Jugendliche?

Es tut mir leid, aber die Äußerungen einiger Türken helfen da nicht weiter. Zudem grenzen sie ein: "wertkonservativen muslimischen (türkische) Familien" - das entspricht übrigens nicht der Erwartung - zu erwarten wäre gewesen, daß eher nichtstrenge Muslime sich derartige Techniken erschließen.

Ich bleibe dabei - auch wenn es Binsenweisheiten sind: bevor man einen Satz sagen kann wie: Muslime mache A oder O (noch dazu bei kleinen Kindern) braucht man statistische oder exegetische Evidenz. Auch Rotherham hilft hier nicht weiter, weil zu spezifisch ....

Ihr Satz "Ich benötige nicht für alles, was ich im täglichen Leben sehe und erfahre, eine Studie" hat natürlich trotzdem Anspruch auf Wahrheit" Ich benötige keine Studie, um das Vogelsterben in meiner Region festzustellen - ich benötigte aber eine oder doch zumindest den Vergleich mit anderen Regionen - wollte ich den Satz verallgemeinern. Für alles benötige ich keine Studie, für einiges aber doch.

Dieter Rose

14. Januar 2018 18:11

@Gustav Grambauer

den Herrn Spaniel bwertet
Vera Lengsfeld heute aber
ganz anders.

Der Feinsinnige

14. Januar 2018 21:43

Ein eindrucksvoller Artikel – die letzten beiden Absätze empfinde ich anders als der Autor Martin Lichtmesz keineswegs als rüde, sehr wohl dagegen den sich immer dramatischer vollziehenden Einbruch der Realität in das Wolkenkuckucksheim namens „Multikulti“, welchem die Regierenden und die regierten humanitätsduseligen Beifallklatscher nach wie vor anhängen. Was jetzt so nebenbei alles ans Licht kommt von durch „Flüchtlingsinitiativen“ inszenierten, durch kommunale Verantwortungsträger geförderten Kontaktanbahnungstreffen bis zur Propaganda à la KIKA ist so haarsträubend und widerlich, daß man es eigentlich gar nicht zur Kenntnis nehmen will (ich merke, daß meine eigene Desillusionierung über die Verkommenheit unseres Gemeinwesens, die ich eigentlich für nicht mehr steigerungsfähig hielt, mühelos Tag für Tag von der Realität übertroffen wird) – und doch, man muß es zur Kenntnis nehmen, denn es gehört zu der sich vollziehenden Entwicklung zwingend dazu: Im Westen(!) kommt es zu Schweigemärschen „normaler“ Bürger, die von Linken attackiert werden; eine „Menschenkette“ von Humanitätsduselern wird verschoben; der HR muß sich offenbar rechtfertigen für seine allzu plumpe Schmierenpropaganda – die „Etablierten“ im weitesten Sinne scheinen zu spüren, daß sich die Risse im für monolithisch gehaltenen Boden inzwischen schon zu einem veritablen Erdrutsch auszuwachsen beginnen. Hoffentlich braucht es nicht mehr allzu viele „Kandels“, „Freiburgs“ etc., ehe das ganze Lügengebäude zusammenbricht. Ich jedenfalls glaube an eine politische Wende, die schneller kommen könnte, als das heute voraussehbar ist. Der Bevölkerungsaustausch muß und wird gestoppt werden.

@ Heinrich Brück:
Sicher gibt die Predigt von Pfarrer Dembek, wie sie in dem von @ Monika L. verlinkten BILD-Artikel abgedruckt ist, die entscheidende Antwort nicht. Aber ich empfinde sowohl die Formulierungen als auch die Ratlosigkeit des Pfarrers durchaus als wohltuende Absetzbewegung vom sonstigen Schönreden seitens vieler Vertreter der Amtskirchen. So schrecklich der Anlaß ist – dieser Pfarrer jedenfalls scheint zumindest nachdenklich geworden zu sein.

Franz Bettinger

14. Januar 2018 21:55

@Gehenkter und @Jürgen
Zum Fragen-Komplex 'freiwilliger und unfreiwilliger Oral- und Anal-Verkehr im Islam' (auch beim dortigen Militär!) sind valide Statistiken schon vom theoretischen Ansatz her schwer herzustellen. Man müsste schambedingte Lügen (der Frauen) und Übertreibungen (der Männer) versuchen auszuschließen. Die Schwierigkeiten sind vergleichbar mit dem Thema 'Vergewaltigungen deutscher (polnischer und französischer) Frauen durch die Soldaten der Alliierten'. Ich wollte mal herausfinden, wie viele Frauen meines Dorfes im Saarland nach 1945 durch die durchziehenden (meist amerikanischen) Soldaten vergewaltigt worden waren. Obwohl dar Dorf über eine solide - und was eingefleischte Nazis betrifft, deren Nachfolger ja immer noch leben, eine überraschend schonungslose - Dorf-Chronik verfügt, war über diese Vergewaltigungen nur andeutungsweise etwas zu lesen. Es gibt für West-Deutschland komplizierte, aber mE nach dennoch verwertbare Hochrechnungen (weiß die Quelle nicht mehr), die am Ende auch eine Dunkelziffer extrapolieren. Ihr zugrunde liegt u.a. die Zahl unehelicher und gemischt-rassiger Geburten. Fündig wird man auch in den Beicht-Protokolle der katholischen Kirche, die ziemlich komplett (!) und minutiös anonymisierte Fallschilderungen (ein 17-jähriges Mädchen aus dem Eck...) auflisten.

Gustav Grambauer

14. Januar 2018 22:02

Wurde im Freundeskreis gefragt, wie ich denn anstelle von Spaniel aufgetreten wäre wenn ich den Mund so voll nehme. Bitte sehr:

Hätte mich sicher nicht daran verbrannt, zu sagen, Malvina hätte sich "untergeordnet". Darauf haben die nur gewartet.

Eingangs hätte ich mich gleich daran hochgezogen, daß die monatelang durchs Land gezogen sind, um wie die Stecknadel im Heuhaufen ein Pärchen zu finden, das ihrer ideologischen (feministisch-multikulturalistisch-individualistisch-endaufgeklärt-akzelerationsbesessen-kinderrechtsfanatisch-ermutigungswütigen) Verbohrtheit gut genug ist, und daß diese lange Suche nicht nur ihre Realitätsferne sondern sogar ihren lügnerischen Eifer beim Streben weg vom Filmen der Realität beweist.

Sie hätten erwidert, daß es ja zur filmemacherischen Sorgfaltspflicht und Verantwortung gehöre, ein Pärchen auszuwählen, das "reflektiert sei und sich ausdrücken könne" (- Intendantin in dem Sinne bei 4 : 16). Daraufhin hätte ich erwidert, daß es verantwortungslos sei, die Zuschauerinnen mit einem - nun unfreiwillig-bewiesenermaßen - atypischen Pärchen in den Glauben einzulullen, Moslems seien für Mädchen pflegeleicht. (Letzteres sagt Spaniel selbst bei 55 : 22 und bestätigt auch das Rollenmodell, aber ohne dessen Knüller, dessen atypische feministisch-asymmetrische Natur, zu erfassen.)

Weiterhin: "Wie muß man danach ringen, 'das' (erste Beziehungen von '(Pre-)Teens' - multikulturell - G. G.) zusammenzukriegen?" (- Intendantin bei 3 : 35) - Antwort: "Ja, warum 'muß' man denn 'das' überhaupt zusammenkriegen, abgesehen davon, daß der GEZ-Funk nicht die Aufgabe hat, irgendwen, und seien es deutsche Erwachsene, zu verkuppeln, es sei denn er verstünde sich in dem Fall als Agitpropfunk für Merkels Willkommenskultur, aber das zu sein wollen sie ja die ganze Zeit bestreiten."

"Er liked auch eine Seite einer Initiative gegen Homophobie" (- Intendantin bei 9 : 59) - Hätte die Dame gefragt, ob dieser öffentliche "Hinweis" etwa ein Ausdruck des Verantwortungsbewußtseins sei, da dieser Mohammed doch sicher zwanzig weitere Morddrohungen (grundsätzlich von Intendantin bei 53 : 09 bestätigt) einbringe, und ob dieser Preis den "Menschenfreunden" wert sei, nur um das ramponierte Image ihres Senders wieder um einen halben Punkt aufzubessern. (Vorher bei 3 : 51 hatte Intendantin die Auswahl des Elfenbeinturmpärchens damit gerechtfertigt, daß "das Kinderfernsehen auch eine hohe Verantwortung hat bei der Suche der Protagonisten, damit die sich nicht selbst schaden". Geht`s noch verlogener?)

"Ich würd sie gern fragen, was für sie dann die Handlungsanleitung bei so einer Geschichte ist" (- Intendantin bei 49 : 15) - Antwort: "Na, ganz einfach, keine solchen Machwerke produzieren."

"Ich habe auch schon mal bei der AfD geliked, sorry, aber das war jetzt keine Absicht" (- Mücke bei 51 : 46) - "Wollen sie hier meine Partei beleidigen? Sind sie eigentlich Demokrat?"

"in dem Film kommt er mir als alles andere vor als jemand, der jetzt hier gehorsam ist und eine Ideologie verfolgt" (- Mücke bei 51 : 56) - "Das kann jemand wie sie, dem Gehorsam und Ideologie aus jeder Pore herausquellen, sicher gut beurteilen."

"Das heißt: es war viel geschickter, Pascal diese Kommentation fahren zu lassen." (- Götz bei 58 : 00) - Erwiderung: "Jetzt fällt ihr ganzes Lügengebäude in sich zusammen und noch viel mehr. Mit dieser Aussage haben sie zugegeben, wie tief dieser Film sogar regietechnisch bis ins Kleinste durchgeskripted ist. Damit ist klar, daß keine einzige Aussage von irgendwem in diesem Film echt ist. Es ist eine Frechheit, daß sie mich ins Studio einladen, um über einen komplett durchinszenierten Film zu debattieren, den sie mit "Zeig mir deine Welt" als authentisch und spontan aus dem Alltag heraus entstanden anpreisen. Diese Verlogenheit ist nicht mehr zu überbieten. Dafür gebe ich mich nicht her. Ich verlasse das Studio."

(- Gespielte Aufregung, klar ist jede Sekunde in jedem Film bei jedem größeren Sender durchgeskripted. -)

Mit der Variante würde das Netz jetzt erst richtig toben wie der Hurrikan!!! Aber das hat er kreuzbrav vergeigt.

- G. G.

herbstlicht

14. Januar 2018 22:03

@Der Gehenkte 14. Januar 2018 10:00
"Belastbare Quellen";

Pernilla Ouis ist Soziologin in Malmö:

https://forskning.mau.se/id/impeou

Hat sich besonders mit dem Themenkreis Islam-Frauen-Sexualität befaßt. Man klicke "Publikationer" um ihre Liste von Veröffentlichungen zu sehen. Viele davon stehen im Web, teilweise in Englisch.

Ouis hatte sich in der Jugend in einen Moslem verliebt, konvertierte zum Islam, war in Schweden "Gallionsfigur" der Multikulturalisten; inzwischen hat sie sich distanziert, gerade wegen der Rolle der Frau im Islam. Mich interessiert das Thema nur am Rande, habe aber vor Jahren aus ihren schwedischen Texten übersetzt; auch als Schwedischübung. Will morgen abend hieraus zitieren.

Franz Bettinger

15. Januar 2018 08:03

Falls gestattet, hier ein kleiner Nachtrag zum Thema: Alters-Bestimmung durch Röntgen der Handwurzel

Im Saarland werden seit 2016 bei Zweifel über das wahre Alter Asylsuchende geröntgt. In 35% der Fälle handelte es sich um Volljährige, nicht wie vorgetäuscht um Jugendliche. Die Zahlen dürften in Bundesländern, in denen nicht geröngt wird, bedeutend höher liegen.

herbstlicht

15. Januar 2018 19:48

Beziehe mich auf meinen obigen Kommentar vom 14. Januar 2018 22:03.
Zu Thema AOV (Der Gehenkte, 14. Januar 2018 13:00) schreibt Ouis (2009) in

https://muep.mau.se/bitstream/handle/2043/9441/OUIS.pdf
Den verkliga kulturkonflikten? Islamisk sexualmoralism i liberala Sverige
(Der wirkliche Kulturkonflikt? Islamische Sexualmoral im liberalen Schweden)

auf Seite 360:

»»Onani, Anal- und Oralsex sind verboten gemäß der allgemeinen Deutung des Koranverses 2:223: "Eure Ehefrauen sind für euch wie euer Acker; betretet euren Acker wann und wie ihr wünscht --- aber sorgt zuerst für eure Seelen ...". Die Frau ist ein Acker, welcher betreten und besamt werden soll und des Mannes Samen darf einzig dafür angewendet werden.<<

»»Onani und Oralsex sind Handlungen, welche in vielen islamischen Foren lebhaft diskutiert werden. Es scheint, daß die Akzeptanz für diese Handlungen aufgenommen wird; wengleich man sie nicht mag. Sex als Genuß scheint die alte Betrachtungsweise ersetzen zu sollen. Analsex ist jedoch immer noch kontroversiell und wird von den muslimischen Gelehrten einstimmig verurteilt. Es gibt sogar Hadith welche dieses Verbot stützen.««

Nun zur auszugsweise Übersetzungen und Inhaltsbeschreibung von

https://fritanke.se/ett-ofrankomligt-fortryck/
Ett ofrånkomligt förtryck?
(Ist Unterdrückung zwangsläufig?)(2009)

Aus der Einführung:

»»Ein entschuldigender muslimischer Standpunkt ist zu sagen, daß es Frauenunterdrückung in der islamischen Welt gibt trotz Islam, nicht wegen des Islam. Dies war auch meine Ansicht unter den Jahren als aktiver Muslim. Ich meinte --- wie viele andere muslimische Feministen, daß der Islam sehr wohl als eine Religion gedeutet werden könnte, welche für die Gleichstellung der Geschlechter eintritt. Es waren nur die Muslime, welche sich schlecht benahmen, trotz einer ausgezeichneten Religion.
...
Vor jetzt gut fünf Jahren begann ich, am Islam zu zweifeln und an meinem Glauben an Gott. Das war ein schmerzhafter aber notwendiger Prozess. Eine treibende Kraft bei diesem Prozess ist meine Erfahrung mit der islamischen Frauenunterdrückung gewesen. Als Muslimin hielt ich dafür, daß nicht der Islam die Fehlerursache sei, sondern die Muslime --- in Einklang mit der Argumentation oben [nicht "religiös" bedingt sondern "sozio-ökonomisch"]. Nach meiner "Entislamisierung" habe ich eingesehen, daß es sich genau umgekehrt verhält: nicht die Muslime sind die Fehlerursache, sondern der Islam. Ich meine, daß viele gläubige Muslime vom Islam in gewissen Ansichten und Praktiken gefangen gehalten werden.

In folgendem Artikel werde ich zeigen, daß es islamische Gründe gibt, welche eine patriarchalische Ordnung im Islam legitimieren. Es war genau dieses Fundament der Religion, welches es für mich persönlich unmöglich gemacht hat, den Glauben an den Islam zu bewahren. Ich habe auch die Ansicht aufgegeben, daß der Islam reformiert werden kann und daß die Schriften des Islam zu einer Auffassung berechtigen können, welche zum Beispiel die Akzeptanz der Gleichberechtigung der Geschlechter oder der Homosexualität umfaßt. Meine Einstellung weicht dadurch ab von zum Beispiel Irshad Manjis Meinung, daß der Islam per "ijtihad" reformiert werden kann, der progressiven Neuauslegung.««

Ich fasse nun einen Teil des weiteren Artikels zusammen:

-- Welche Stellen der heiligen Schriftren des Islam sind von Beutung für dessen Wesen? Pernilla Ouis weist darauf hin, daß diese Frage im Juden- und Christentum genauso gestellt werden muß und folgert, daß es darauf ankommt, was in der Praxis herangezogen wird. Ouis zitiert auch Jan Hjärpe, früherer Professor für Islamologie an der Universität Lund, welcher den Islam mit einem Korb verglich, welcher verschiedene Texte, Kategorisierungen, Traditionen, Erzählungen und Rituale enthält. Ein Korb ist jedoch durchlässig und was in diesem liegt, variiert in Zeit und Raum.

-- Sie geht die wichtigen pro- und anti-feministischen Stellen der heiligen Schriften einzeln durch.

-- Die Einwanderer in Schweden neigen mehr zum Fundamentalismus als die Bevölkerung zuhause, welcher sie entstammen. Keine Überraschung: sie haben wenig oder nichts vorzuweisen von dem, was einem Schweden eine gute gesellschaftliche Stellung gibt. Also ziehen sie sich auf den Glauben zurück: daß sie "die Besseren" sind. Eine charakteristische Erschienung sind "autodidaktische Imane" --- welche für ihre Studien nicht zuletzt das Internet nutzen.

-- Sie spricht auch klar über den religiösen Hintergrund der "Ehrenmorde":

»»Muslimische Männer dürfen sich mit jüdischen oder christlichen Frauen verheiraten, aber muslimische Frauen dürfen nur muslimische Männer heiraten. Dies schaftt bekanntlich Schwierigleiten für viele junge muslimische Frauen, welche sich in einen Burschen der falschen Sorte verlieben. In Wirklichkeit regelt häufig das Kollektiv (die Sippe) wen man als Ehepartner haben kann; das alles ist mit Fragen der Ehre gekoppelt (siehe unten). Ich glaube, daß die schwedische Gesellschaft erst dann reagieren und zu starken Maßnahmen greifen wird, wenn der erste ethnisch schwedische Bursche Opfer eines Ehrenmordes geworden ist, etwas, was nicht unwahrscheinlich erscheint.««

-- Die Position des Islam zur Beschneidung ist zweifelhaft, dagegen die zur Homosexualität eindeutig ablehnend.

-- Verschleierung: Koran schreibt der Frau vor, ihre Reize vor fremden Männern zu verbergen. Anscheinend wurden zur Zeit Mohammeds die Brüste mit einem "Schal" bedeckt, welcher über den Kopf gehängt wurde. Dies wird heute "mißverstanden" und eine Pflicht zur Bedeckung des Haars herausgelesen.

Dann geht Pernilla Ouis auf "Gewalt um der Ehre willen" [Hedersvåld] ein. Auf diesem Gebiet hat sie geforscht und dieses Thema hat mich vor Jahren besonders interessiert, weshalb ich den Rest des Artikels wiedergebe:

»»In den letzten Jahren hat die Gewalt um der Ehre willen Aufmerksamkeit erfahren. In der Debatte hört man oft die Behauptung, fast wie eine Mantra: "Die Gewalt um der Ehre willen hat nichts mit dem Islam zu tun". Ich glaube, das ist eine bequeme Vereinfachung. Es ist richtig, daß nicht alle Ehrenkulturen muslimische Kulturen sind --- Ehrenkulturen finden sich unter anderem auch bei Christen --- und nicht alle muslimischen Kulturen sind Ehrenkulturen. Aber ich meine, man muß dies Behauptung abstufen. Nichts in den islamischen Schriften schreibt die Gewalt um der Ehre willen vor, aber dennoch haben viele Muslime den Eindruck, daß die strenge Sexualmoral im Islam mit den Ehrenvorschriften harmonisiert. Die islamische Moral kann also eine Berechtigung liefern für das "Ehrendenken" zum Beispiel hinsichtlich Sex außerhalb der Ehe, Zwangsehe und Homosexualität. Die Unterdrückung um der Ehre willen kann von einer strengenen religiösen Sexualmoral verstärkt werden und dieser Zusammenhang gilt natürlich für alle Religionen, in welchen Sex vor der Ehe verboten ist. Vertreter der Religion waren schwach darin, sich von Gewalt um der Ehre willen zu distanzieren und haben diese in manchen Fällen gestützt. Ich glaube, man muß den Islam in diesem Zusammenhang als ein zweischneidiges Schwert sehen: die Religion kann sowohl zur Unterstützung als auch gegen die Gewalt um der Ehre willen verwendet werden.

Was ist Ehre? Man pflegt zu sagen daß dies die Berechtigung ist, stolz zu sein und und von den Anderen respektiert zu werden und daß es sich hier oft um ein kollektive Eigenschaft handelt, welche der Familie und der Sippe zusteht. Ehre kann als ein symbolisches, soziales Kapital gesehen werden; unersetzlich wenn man keine anderen Einkünfte hat und wenn der Sozialstaat schwach ist. Ehre ist ein absoluter Zustand (welchen man entweder hat oder nicht hat) und hat man sein Ehre verloren, so ist man im Zustand der Scham.

In einer eher protestantischen Tradition, wie etwa in Schweden, steht dagegen an zentraler Stelle die Schuld. In einer "Schuldkultur" geschieht die Disziplinierung des Einzelnen innerlich (durch das Gewissen) während es in "Ehrenkulturen" darum geht, was andere wissen oder gesehen haben, die Fassade nach außen. Dies gibt eine gewisse Freiheit --- das was nicht gesehen wird kann versteckt weitergehen. Viele Protestanten betrachten diese Auffassung als Heuchlerei und Getue, aber in Wirklichkeit gibt sie dem Einzelnen einen gewissen Handlungsspielraum in einer Ehrenkultur. Die Ehre kann mit gewissen Mitteln wiedergewonnen werden; oft durch Gewalt oder Verstoßung. Ehre wird oft als ein positives Attribut von Männern aufgefaßt, wärend Schuld mit Frauen verknüpft wird und vielleicht als negative Eigenschaft bei diesen gilt. Ehrenvorschriften schaffen klare Geschlechterrollen: Männer sollen aktive, starke, dominante Versorger sein, während Frauen schwach sein sollen, passiv und unterwürfig.

Das wichtigste ist daß jene, welche über die Ehre wachen, es schaffen, die Sexualität der weiblichen Verwandten zu kontrollieren. Es handelt sich jedoch nicht um Sex als solchen, sondern um alle Arten von Verhalten, welches als Interesse der Frauen oder Mädchen am andern Geschlecht aufgefaßt werden kann. Es braucht sehr wenig um eine Befleckung der Ehre zu sehen, selbst dann wenn es um ganz kleine Mädchen geht, und dadurch wird ein alltäglicher Druck errichtet.

In meinen Studien über die Gewalt um der Ehre willen im Nahen Osten bezeugten Mädchen, daß es sehr wenig braucht, um die Eltern zu veranlassen, zur Gewalt zu greifen; zum Beispiel, wenn sie mit einem Jungen plaudern, laut lachen, ins Kino gingen, sich falsch kleideten. Für sie handelt es sich nicht notwendig darum, Buben als Freunde zu haben oder sexuelle Freiheit, sondern oft nur um ein wenig mehr Freiheit in ihrem Alltag. Paradoxerweise bewirken die Ehrenvorschriften wohl eine Art Sexualisierung der Kinder.

In der Debatte in Schweden wird oft behauptet, daß es bei der "sogenannte Gewalt um der Ehre willen" um eine Dämonisierung "der Anderen" gehe und daß es genau der gleiche Typ von Gewalt sei, welche schwedische Männer gegenüber Frauen ausüben. Ich meine, daß das falsch ist. Ich will die Gewalt schwedischer Männer weder leugnen noch herunterspielen, aber es gibt wichtige Unterschiede, welche man sehen muß. Gewalt um der Ehre willen wird von einem Kollektiv ausgeführt und geplant, nicht von einem allein. Beide, Männer wie Frauen, sind sowohl Opfer wie Täter der Gewalt um der Ehre willen. Gewalt um der Ehre willen bedeutet auch immer geplante, überlegte Gewalttat oder Mord. Ein anderer wichtiger Unterschied ist, daß die "gewöhnliche" männliche Gewalt gegen Frauen in Schweden verurteilt wird und gesetzlich verboten ist, während Gewalt um der Ehre willen in den Kulturen, in welchen sie vorkommt, vom Kollektiv gutgeheißen wird. Es ist schließlich so, daß das Kollektiv die Ursache der Gewalt ist, denn die Gruppe verlangt sie: wenn dei Ehre wieder hergestellt ist, wird die Gewalt "beklatscht". Außerdem tritt die Gewalt um der Ehre willen neben der "gewöhnlichen" familiären Gewalt auf, nicht an deren Stelle, wie viele Teilnehmer an der schwedischen Debatte zu glauben scheinen.

Gewalt um der Ehre willen gilt als "Leidenschaftstat" in vielen Ländern, in welchen eine Ehrenkultur existiert. Die Argumentation ist, daß ein echter Gatte "rasend" wird, wenn er seine Frau mit einem anderen Mann im Bett findet und dadurch entschulidgt ist, wenn er zur Gewalt greift. Aber da begeht man den gleichen Denkfehler, wie wenn man glaubt, daß Gewalt um der Ehre willen im Grund das Gleiche ist, wie gewöhnliche männliche Gewalt gegen Frauen. Ehrenmord ist geplanter, überlegter, Mord, nicht ein Totschlag, welcher in Wahn oder Raserei verübt wurde. Diese Morde werden selten von einem betrogenen Mann ausgeführt, sondern die Täter sind nahe Verwandte, wie Vater, Bruder oder Bruder des Vaters und das Opfer ist nicht eine untreue Frau, sondern eher eine Tochter oder Schwester. Außerdem sind die Opfer meist auch Minderjährige.

Ehrenmorde sind nur die Spitze des Eisberges. Es werden nur jene von Gewalt getroffen, welche offen gegen die Normen verstoßen; aber die Masse der Frauen und Kinder in diesen Kulturen haben sich angepaßt an die Ehrennormen und verstoßen nicht gegen diese. Deshalb sehen wir in gewissen Gruppen wenig Gewalt, aber dies bedeutet nicht, daß die Lage gut ist. Gesteigerte Gewalt um der Ehre willen signalisiert Veränderungen und nimmt zu, wenn sich familiäre Konflikte häufen, was bei einer Migration oft der Fall ist. Die Gewalt um der Ehre willen zum Beispiel unter den Kurden in Schweden im letzten Jahrzehnten kann als Zeichen gesehen werden, daß diese Gruppe am meisten mordernisiert war, weil es mehr Mädchen gab welche es wagten, gegen die Normen zu verstossen. In einigen Fällen antwortete das traditionelle System und schlug mit Gewalt und Mord zurück.

Leider unterstützen viele der Opfer die Ehrenvorschriften; sogenannte Internalisierung. Die Gewalt wird immer als vom Opfer verschuldet angesehen. Während meinen Studien im Nahen Osten drückte sich ein Mädchen so aus: "Ein Mädchen ist wie ein Apfel. Wenn er faul wird, dann muß man ihn wegwerfen". Ihre Freundin setzte hinzu: "Oder wie ein Glas, zu nichts mehr nutze, wenn es kaputt geht". Es ist tragisch, wie Mädchen mit so geringem Selbstbewußtsein aufgezogen werden. In Schweden wurde neulich die Vereinigung "Tänk om!" [Umdenken!] gegründet, welche darauf aufmerksam machen will, daß Unterdrückung durch Ehrenvorschriften andere Probleme bei Jugendlichen hervorrufen kann, etwa selbstzerstörerisches Verhalten, Drogenmißbrauch und Kriminalität.

Zusammenfassend kann man sagen, daß der Islam zur Ungleichberechtigung der Geschlechter beitragen kann, zu sexueller Unterdrückung und Gewalt um der Ehre willen. Das hängt ganz und gar davon ab, welche Auslegung und Rolle Muslime dem Isalm geben bei der Legitimation von Wertvorstellungen, Handlungsweisen und der sozialen Ordnung. Das Problem mit dem Islam ist, daß die Religion am ehesten als Hindernis wirkt bei der Herstellung der Gleichstellung und als etwas, was die traditionellen Geschlechterrollen konserviert. Leider wird Gleichstellung und sexuelle Freiheit immer noch mit dem Westen verknüpft und im Rahmen der globalen Polarisierung als etwas gesehen, wogegen gute Muslime sich wenden müssen. Gleichzeitig muß man einsehen, daß nur die Muslime selbst die Auslegung ihrer Religion verändern können; sie sind es, welche schließlich bestimmen, was sich in dem Korb befindet, welcher Islam genannt werden darf.

Man muß hoffen, daß Irshad Manji Erfolg haben wird mit ihrer "Operation Ijtihad". Frauen im Westen sollten sich keine Umstände machen damit, die muslimischen Frauen von ihren Fesseln zu "befreien". Geschichtlich sind derartige Versuche nutzlos gewesen und haben den Islam nur gestärkt als eine Ideologie des Widerstandes. Aller Widerstand und alles Bewußtsein müssen von innen heraus erwachsen.««

Corax

16. Januar 2018 10:40

@ G. Grambauer
„Vergeigt“, werter Herr Grambauer, hat Herr Spaniel nur, dass die Sendung nicht zu einem „Skandal“ wurde, der das Netz hätte "toben" lassen. Das wäre Ihre Strategie gewesen. Aber genau das wollte Spaniel ja nicht. Er verfolgte eine andere Strategie. Und er ist mit seiner Strategie auch durchgekommen und hat mit ihr einen Sieg nach Punkten davongetragen. Diese Talkrunde war die erste Babbelrunde im Ö. R., in der es nicht gelungen ist, den anwesenden zur „Entzauberung“ (also zur Verteufelung) freigegebenen Rechten in die Falle zu jagen. Ganz im Gegenteil: Spaniel hat eigentlich die ganze Zeit über die Diskussion beherrscht. Er war es der die Akzente gesetzt hat. Und er hat jeden Angriff gekontert. Die anderen mussten sich ständig an ihm abarbeiten und es gab keine Gelegenheit für sie, das gewohnte Empörungsritual durchzustarten. Sicher hätte er mehr bringen können, aber weniger kann auch mehr sein. So war z. B. seine Weigerung, überhaupt auf die Altersfrage einzugehen, wohl ein taktischer Verzicht, um die Angriffe, die er brachte, konzentriert und erfolgreich zu Ende führen zu können. Ich muss allerdings auch dem Diskussionsleiter der Talkrunde zugestehen, dass er sehr fair war. Von anderen DikussionsleiterINNEN ist man ja gewöhnt, dass sie dem zur „Entzauberung“ einbestellten politisch inkorrekten Freak das Wort entziehen, sobald es brenzlig wird. Das war hier nicht der Fall.

Der Gehenkte

16. Januar 2018 14:19

@ herbstlicht

Vielen Dank für die Mühen! Der Text arbeitet einige wichtige Punkte heraus, auch wenn die Autorin das Wesen des Islams noch immer nicht verstanden zu haben scheint:

"Es war genau dieses Fundament der Religion, welches es für mich persönlich unmöglich gemacht hat, den Glauben an den Islam zu bewahren." - sowas ist an Naivität kaum noch zu überbieten. Es ist als ob sich ein Katholik von der Kirche abwendet, nachdem ihm aufging, daß das was mit Gott zu tun habe. Das Wesen wird zum Fehler erklärt.

Auf unsere konkrete Frage gibt der Text leider auch keine Antwort, es sei denn in "meinem" Sinne, daß man differenzieren müsse und möglichst verallgemeinernde Aussagen meiden solle. Wesensfragen lassen sich eben nur in der Abstraktion beantworten und nicht im Konkretum.

Franz Bettinger

16. Januar 2018 22:26

@Herbstlicht:

Vielen Dank für Ihre Mühe! Aber wie lautet die wörtliche Übersetzung im Koran hinsichtlich des vorehelichen Sex- Verbotes. Die Bibel betreffend besagt das 6. Gebot nur: "Du sollst nicht ehebrechen". Es heißt dort nicht: "Du sollst keinen Sex vor der Ehe haben", und es heißt auch nicht: "Du sollst nicht Unkeuchheit treiben". Das sind unzulässige Interpretationen der späteren Kirche. Da wurde der Urtext so schlampig und tendenziös umgedeutet wie heute das Vater-Unser durch den unsäglichen Papst Franziskus.