Schmitts Feindbegriff und unsere aufgesperrten Augen

Zur Leipziger Buchmesse ist Helmut Lethens "Die Staatsräte - Kulturelite im Dritten Reich" erschienen.

Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

In der Fol­ge gab es zahl­rei­che Inter­views und Rezen­sio­nen, in denen er sein Buch als unter­schwel­li­ges, gele­gent­lich auch als ziem­lich offe­nes “Lehr­stück” für die Neue Rech­te hin­stell­te. Da lese ich von unse­rem “Ursprungs­den­ken”, unse­rem “Dezisio­nis­mus”, unse­rem “Exklu­si­ons­fu­ror”, und fra­ge mich: was will mein Mann mir mit­tei­len? War­um kei­ne direk­te Aus­ein­an­der­set­zung? War­um die­se Stroh­män­ner? War­um bleibt das unwi­der­spro­chen? Im Deutsch­land­funk äußer­te er sich in bekann­ter Gleich­set­zungs­lust zu unse­rem und der Nazis “Volksgemeinschafts”-Ideal:

Und das scheint mir gegen­über dem Ursprungs­den­ken der neu­en Rech­ten ein ganz, ganz wich­ti­ger Punkt zu sein, das Ritu­al der Exklu­si­ons­me­cha­nis­men, wie das sich wei­ter­dreht, bis sich eigent­lich gar nichts mehr außer einer klei­nen Eli­te herausfiltert.

Im ARD-For­mat „Titel, The­sen, Tem­pe­ra­men­te“ hör­te sich das so an:

Carl Schmitts Feind­be­griff sei “ein Begriff für die Ver­dich­tung der Miss­trau­ens­sphä­re”, so Lethen, und er „ver­langt nach Exklu­si­on“. Hier sieht er die direk­te Linie zum Den­ken der neu­en Rech­ten, die nach Iden­ti­tät sucht und Aus­gren­zung fordert. 

Wer Iden­ti­tät sagt bei der neu­en Rech­ten, meint Exklu­si­on. Da haben wir schon ein Vor­bild für Iden­ti­tät, deut­sche Iden­ti­tät in den drei­ßi­ger Jahren.

Da ist H also mit einer recht ansehn­li­chen Wie­der­gän­ge­rin glück­lich ver­hei­ra­tet. Der NS ist die mora­li­sche und argu­men­ta­ti­ve Grund­la­ge sei­nes Geschichts­ver­ständ­nis­ses. Doch die Wie­der­gän­ge­rin hat die Mög­lich­keit, ihn immer wie­der zu packen und in sei­nem Den­ken her­um­zu­stö­bern. Wer Iden­ti­tät sage, so hielt ich ihm ent­ge­gen, mei­ne allein begriff­lich schon „Exklu­si­on“, denn „Iden­ti­tät“ ist ein Dif­fe­renz­be­griff, trennt ein Ein­ge­schlos­se­nes von einem Aus­ge­schlos­se­nen. Was sonst?

H hielt dies für dia­lek­ti­sche Spitz­fin­dig­kei­ten, die ihn an den alten Carl Schmitt der 70er Jah­re erin­nern, der sei­ne töd­li­chen Begrif­fe aus den 30er Jah­ren nach­träg­lich tot­jon­gliert. Ich merk­te an, Schmitts Freund-Feind-Unter­schei­dung sei doch ein heu­ris­ti­scher Beob­ach­tungs­be­griff. In ihm steckt, wie bei allen sol­chen gro­ßen Dif­fe­ren­zen, kei­ne ein­ge­bau­te Abwer­tung des Nega­tiv­pols (hier: Feind).

Der faz sag­te H im Inter­view, daß

jeder Macht­ha­ber in Schmitts Matrix von Freund und Feind die Mit­bür­ger ein­tra­gen kann, die getö­tet wer­den dürfen.

Freund/Feind ist eine Real­dif­fe­renz, eine bana­li­té supé­ri­eu­re, und weder etwas, das ich kriegs­lüs­tern her­bei­wünsch­te („Du willst doch Fein­de, gib’s zu!“), noch dia­lek­ti­sches Begriffs­ge­klin­gel, mit dem man belie­bi­ge Mor­de recht­fer­ti­gen kön­ne, noch das Böse in mei­ner eige­nen Gestalt. In der Welt kom­men Fein­de und Freun­de vor, genau­so wie Arme und Rei­che, sag­te ich. Ich recht­fer­ti­ge schließ­lich auch nicht den Reich­tum auf Kos­ten der Armen, wenn ich die­se öko­no­mi­sche Dif­fe­renz als Beob­ach­tungs­ras­ter auf die Welt lege und sehe, daß es arm und reich gibt. Sys­tem­theo­rie lie­ße sich auch amo­ra­lisch miß­brau­chen, ent­geg­ne­te H.

Schmitt habe zustim­mend den Satz zitiert, so H wei­ter in besag­tem faz-Inter­view, im Deutsch­land­funk, und dann noch ein­mal zu mir:

Das Leben speist sich aus dem Born des Bösen, die Moral aber führt in den Tod. 

Dar­aus schluß­fol­gert er, „daß die Muti­gen auf Sei­ten der Moral gestan­den haben“.

Wenn Carl Schmitt einer hyper­tro­phen Mensch­heits­mo­ral Töd­lich­keit attes­tiert, weil sie die „Fein­de der Mensch­heit“ hors la loi setzt, hat dies nichts, aber auch gar nichts, damit zu tun, daß die Wider­stands­kämp­fer im Drit­ten Reich ihrem Gewis­sen ver­pflich­tet han­del­ten und man­che des­halb umkamen.

Das faz-Inter­view endet unge­schickt abrupt mit der Fra­ge der Jour­na­lis­tin Julia Encke: „In Ihrer Dank­sa­gung steht auch noch: ‘Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit Caro­li­ne Som­mer­feld setz­ten das Buch unter Strom.’ Das ist Ihre Frau.“, auf die H antwortet:

Ja, sie wünscht die Rück­ge­win­nung der Iden­ti­tät des Vol­kes durch Abwehr des Fremden.

Madame wün­schen Tee oder Kaf­fee? „Iden­ti­tät des Vol­kes“ bit­te, mit eth­ni­schen Säu­be­run­gen. Heu­te in der Früh zum Tee ent­spann sich eine Dis­kus­si­on über die­ses apar­te The­ma. H war sich fel­sen­fest sicher, daß wir Rech­ten „in Wirk­lich­keit“ eth­ni­sche Säu­be­run­gen durch­zie­hen woll­ten, wenn wir von „Remi­gra­ti­on“ sprä­chen. Er frag­te mich, war­um ich mich eigent­lich immer empör­te, wenn er mir dies unter­stell­te, so als läge uns das voll­kom­men fern.

Spon­tan woll­te ich sei­ne Zumu­tung abwei­sen, kein Wort mehr davon. Es ver­hält sich doch haar­ge­nau anders­her­um: durch Hin­ein­las­sen d e r (nicht “des” Frem­den, in Mit Lin­ken leben gibt es ein Kapi­tel: “Haß auf alles Frem­de”) Frem­den ent­steht doch über­haupt eine Iden­ti­täts­kri­se. Die Ver­ur­sa­cher der Mise­re stel­len sich hin und bür­den uns unter dro­hen­dem Naz­i­kehr­be­sen­schwin­gen die promp­te Lösung der Mise­re auf. Doch Rech­te sind nun ein­mal, ent­lang der einen Bruch­li­nie, die wir in Mit Lin­ken leben zie­hen, Rea­lis­ten. Rea­lis­ten kön­nen sich Real­pro­ble­men nicht ent­zie­hen, auch wenn die Uto­pis­ten sie geschaf­fen haben.

Ist es das Äußers­te, die Außer­lan­des­schaf­fung abge­lehn­ter und kri­mi­nel­ler Asyl­be­wer­ber zu wol­len? Sozu­sa­gen bloß die FPÖ- und AfD-Min­dest­for­de­rung? Wäre dann der sta­tus quo ante wie­der­her­ge­stellt und wir zufrieden?

Das Ver­häng­nis habe, so sag­te ich zu H, mit den Gast­ar­bei­tern sei­nen Anfang genom­men, dabei pro­ble­ma­tisch: die Tür­ken weil Mos­lems. Müs­sen wir uns beschei­den und sie als Schick­sal akzep­tie­ren, inklu­si­ve Fort­pflan­zungs- und sons­ti­gem Dschi­h­ad­ver­hal­ten? Kön­nen wir sie wie­der los­wer­den? Die Mas­sen­im­mi­gra­ti­on von Ara­bern und Afri­ka­nern min­des­tens der letz­ten drei Jah­re hat das Über­druck­ven­til dann end­gül­tig hoch­ge­hen las­sen. Wenn wir  j e t z t die Schot­ten dicht­ma­chen wür­den, wäre uns noch nicht gehol­fen, Mer­kels “Nun sind sie halt da” bleibt mas­siv unbe­frie­di­gend. Denn dar­über zu räson­nie­ren, daß wir Deut­schen ja nicht gefragt wor­den sind, wie es Rüdi­ger Safran­ski schon 2015 und noch ein­mal kürz­lich tat, ist wohl­feil. Auch der Hin­weis, das Asyl­sys­tem sei ja ursprüng­lich ganz anders gedacht gewe­sen (näm­lich für ein­zel­ne poli­tisch ver­folg­te Deut­sche haupt­säch­lich aus dem Ost­block), ist heu­te nur mehr als hate fact interessant.

Sie sind halt da, und das Gesell­schafts­spiel „Inte­gra­ti­on“ ist schon rein quan­ti­ta­tiv aus­ge­spielt. Wir müs­sen sie wie­der los­wer­den, insis­tier­te ich. „Willst du die gut Inte­grier­ten der zwei­ten Genera­ti­on mit Gewalt alle abschie­ben? Sie sind doch Deut­sche gewor­den“, insis­tier­te H sei­ner­seits. Also doch nichts als Gewalt­phan­ta­sien über “eth­ni­sche Säuberungen”?

Der Begriff eth­nic clean­sing ist von der UN-Exper­ten­kom­mis­si­on zum Jugo­sla­wi­en­krieg 1994 defi­niert wor­den als

ren­de­ring an area eth­ni­cal­ly homo­ge­nous by using for­ce or intimi­da­ti­on to remo­ve from a given area per­sons from ano­t­her eth­nic or reli­gious group. 

Wie kommt H auf „deut­sche Iden­ti­tät in den drei­ßi­ger Jahren“?

Es ist in hohem Gra­de unver­ant­wort­lich und in hohem Gra­de anma­ßend, kurz­um: unpo­li­tisch gedacht, die Wirk­lich­keit per­ma­nent mit­hil­fe der „fixen Idee, sich stän­dig in der­sel­ben his­to­ri­schen Zeit­schlei­fe zu befin­den“ zu den­ken. Wer die Freund-Feind-Dicho­to­mie auf­grund einer mora­li­schen Prä­fe­renz für den „Freund“, und der damit ver­bun­de­nen Angst, bei Aktua­li­sie­rung des „Feind“-Pols die schie­fe Bahn hin­un­ter in NS-Höl­le zu rut­schen, per­hor­res­ziert, rich­tet Schlim­me­res an als das, wozu wir Rech­ten imstan­de wären.

Müs­sen wir denn, sprach ich zu H, der dum­men Stamm­tisch­fang­fra­ge der Lin­ken, uns auf Deu­bel komm raus dar­auf fest­na­geln zu wol­len “wie das denn bit­te gehen soll”, eil­fer­tig ent­spre­chen und Repa­ra­tur­anlei­tun­gen parat haben? Argu­men­ta­tiv wäre das ein kla­rer Fall von Beweis­last­ver­schie­bung. Jedoch – als ich ein wenig dar­über nach­dach­te wäh­rend ich den Tisch abräum­te und Tee ver­schüt­te­te, stell­te ich fest: ich kann mich nicht dar­auf her­aus­re­den, hier nicht zustän­dig zu sein. Mich als Phi­lo­so­phin nicht mit Real­po­li­tik anzu­pat­zen, son­dern lie­ber ein paar Fehl­schlüs­se zu wider­le­gen. Denn dann blie­be ich im Rech­te-spie­len-nur-Sprach­spie­le-Frame, die­ser hüb­schen Pro­jek­ti­ons­num­mer lin­ker Sprachspieler.

Die “häß­li­chen Bil­der” (Sebas­ti­an Kurz) wer­den immer kon­kre­ter, und es ist eine Form der poli­tisch kor­rek­ten Fase­lei, wenn man (auch wir Iden­ti­tä­ren) immer nur von “Remi­gra­ti­on” als womög­lich auch noch bezahl­tes frei­wil­li­ges Ange­bot, gekop­pelt an “Hil­fe vor Ort” und “Bekämp­fung der Flucht­ur­sa­chen”, spricht, alles ganz huma­ni­tär und im Sin­ne der Anspruchs­rech­te aller Weltbürger.

Selbst wenn wir die Infil­tran­ten der letz­ten drei Jah­re und auch die schon län­ger hier leben­de Bevöl­ke­rungs­grup­pe der Scha­ria-Anhän­ger alle­samt wie­der in ihre Hei­mat­län­der expe­dier­ten, wäre Deutsch­land noch lan­ge nicht eth­nisch homo­gen, und dies wäre auch nicht sinn­voll anzu­stre­ben. His­to­risch gewach­se­ne Ein­wan­de­rung ist so banal wie nor­mal und wirft kei­ne Iden­ti­täts­kri­se auf. For­cier­te repla­ce­ment migra­ti­on erfor­dert eben­so for­cier­te Schub­um­kehr – die­se wäre von der Legis­la­ti­ve durch Rück­ab­wick­lung der Asyl­rechts­än­de­rung, von der Judi­ka­ti­ve durch Recht­spre­chung in kol­lek­ti­vem Maße statt nur kasu­is­tisch in hun­dert­tau­sen­den von sub­jek­ti­vier­ten Ein­zel­fäl­len, und von der Exe­ku­ti­ve durch schlich­te Mann- und Tech­nik­stär­ke durch­setz­bar. Und mit Geld.

Uner­träg­lich wäre mir, den hoch­kon­kre­ten Gedan­ken, daß das Migra­ti­ons­pro­blem jetzt gelöst wer­den muß, nicht gedacht haben zu dür­fen, weil mir die Ver­ur­sa­cher mora­li­sche Ver­wor­fen­heit, geplan­te „eth­ni­sche Säu­be­run­gen“, und fal­sche Schmitt­phan­ta­sien über „Mit­bür­ger, die getö­tet wer­den dür­fen“ vorwerfen.

Und es ist auch nicht der “letz­te Atem­zug der heroi­schen Moder­ne”, wie H sag­te, wenn wir den­ken: auf uns kommt es an. Denn wenn wir nicht erken­nen dür­fen, daß es auf uns ankommt, weil dies ja im Archiv der Lite­ra­tur der Moder­ne schon unter dem Stich­wort D wie “Dezisio­nis­mus” auf­be­wahrt wird, und “zu Gra­be getra­gen wer­den” muß, dann ver­flu­che ich die­se post­mo­der­ne Abge­klärt­heit und stel­le mich vor H hin und ent­schei­de: auf uns kommt es an!

Ich phan­ta­sie­re nicht, son­dern star­re mit weit­ge­öff­ne­ten Augen auf die Wirk­lich­keit, ohne mora­li­sches Apriori.

Ist das noch die Welt, vor der man getrost die Augen ver­schlie­ßen konnte?

fragt Botho Strauß in sei­nem neu­en Apho­ris­men­band “Der Fort­füh­rer“. Offen­bar gehö­ren wir Rech­ten zu denen, „denen für ewig das Auge auf­ge­sperrt bleibt“.

Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

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Kommentare (23)

RMH

2. April 2018 12:17

Vorab:
Ich habe das Buch von H.L. nicht gelesen.

Zum Begriff Freund/ Feind:

Ich meine mich recht gut daran erinnern zu können (die Lektüre der Werke Schmitts liegt schon eine Weile zurück), dass Schmitt selber - noch ganz in der Tradition der typisch deutschen Antikenrezeption des 18. und 19 Jhdts. stehend - die Begriffe Freund und Feind als in der deutschen Sprache für zu indifferent gehalten hat und er daher klar zwischen den lateinischen Begriffen für Feind "inimicus" und "hostis" unterschieden hat, wobei der inimicus als Spiegelbild zum amicus der persönliche Feind sei und der Begriff "hostis" den Staatsfeind beschreibe, also den öffentlichen und damit politischen Bereich. Nur mit dieser von Schmitt selber klar herausgestellten Unterscheidung lässt sich die Freund-Feind Theorie Schmitts überhaupt begreifen und sie auch nicht zu einem uferlosen Gebilde werden, denn Schmitt meinte mit "Feind" nicht inimicus, sondern eben hostis. Die biblische Feindesliebe betrifft nach Schmitt´scher Denkart daher immer nur den persönlichen Feind, den inimicus, aber nicht den hostis.

Wenn man aber die Begriffe immer schön durcheinanderwirft, wie die deutsche Politik und das deutsche Feuilleton, dann kommt natürlich am Ende dabei heraus, dass "Rechte" und Schmittianer, ganz konkret den netten Onkel von der Dönerbude nebenan oder die benachbarte türkische Familie als persönlichen Feind bzw. persönliche Feinde sehen müssen. Dieser Fehlschluss lässt sich mit Schmitt nicht nachvollziehen. Schmitt unterschied klar zwischen Staat und Individuum. Die Gesinnungsterroristen von der kulturmarxistischen Front sehen ja bekanntermaßen alles politisch - Schmitt gönnte dem einzelnen hingegen durchaus auch unpolitische, private Räume. Leider gibt es aber auch bei Rechten (zu?) viele Gesinnungspolitiker und damit nach meiner Auffassung genuin Linke ...

Der_Juergen

2. April 2018 13:15

Ein ausgezeichneter Kommentar.

Wie die Remigration (von ihm "ethnische Säuberung" genannt - bitte sehr, ich protestiere nicht allzu heftig gegen diesen Begriff) denn praktisch zu vollziehen sei, fragt Caroline Sommerfelds Ehemann. Hier einige Vorschläge:

- Abschaffung des Asylrechts, das praktisch nur noch als Einfallstor für illegale Immigration dient.
- Sicherung der Grenzen. Wer diese ohne Pass und Visum überquert, wird interniert, bis er in seine Heimat zurückgeführt werden kann.
- Ausländern wird kein Arbeitslosen- und Kindergeld und keine Sozialhilfe mehr gezahlt (eine Ausnahme kann man bei kurzzeitig arbeitslos gewordenen Europäern machen, die vorher jahrelang hier gearbeitet haben) . Damit sich die von diesem Schritt Betroffenen in Ruhe auf ihre Heimkehr vorbereite können, wird er ca. ein halbes Jahr vor dem Inkrafttreten bekanntgegeben. (Medizinische Versorgung erhält jeder auf deutschem Territorium Lebende im Bedarfsfall, unabhängig von seinem Status. Wir sind keine Barbaren.)

Allein schon diese Massnahmen werden Millionen von Fremden, die Deutschland zu Last fallen, dazu bewegen, freiwillig in ihre Heimat zurückzukehren. Ihnen wird, ausser wenn sie schwere Delikte begangen haben, die Rückkehr durch eine namhafte Summe versüsst, die allerdings alle sechs Monate etwas gekürzt wird, bis nach vielleicht drei Jahren nichts mehr davon übrig bleibt - als Ansporn zum raschen Kofferpacken. - Die Heimatländer der Repatriierten erhalten von Deutschland für einen gewissen Zeitraum Finanzhilfe, um die Wiederintegration der Rückkehrer zu erleichtern.)

- Alle illegal Eingedrungenen, alle Kriminellen und alle muslimischen Prediger sowie Angehörige islamistischer Gruppen haben Deutschland zu verlassen, und zwar schnell.
- Halalschlachten (Schächten), der Import von Halalfleisch sowie die Beschneidung nicht nur von Mädchen (das sowieso), sondern auch von Knaben werden hart bestraft.
- Es werden keine neuen Moscheen mehr gebaut und die bereits bestehenden schrittweise geschlossen. Koranschulen und dergleichen gibt es nicht mehr; Verschleierung ist in jedem Fall, das Kopftuch zumindest in Schulen und auf Ämtern verboten.

Durch letztere Massnahmen werden für praktizierende Muslime unerträgliche Umstände geschaffen, die ihnen den Entscheid zur Heimkehr erleichtern werden.

Dass all dies unter den bestehenden Verhältnissen radikal unmöglich ist, gebe ich als erster zu. Folglich gilt es diese Verhältnisse zu ändern, und das geht schwerlich durch Wahlen. Eine nationale Regierung, die den Volkstod abwehren will, wird also sehr weitgehender Befugnisse bedürfen, d. h. autoritär regieren müssen.

Und das Forschungsverbot über den NS, insbesondere bestimmte Aspekte der Geschichte des 2. Weltkriegs, wird von einer solchen nationalen Regierung natürlich gleich in den Orkus befördert werden, wo es hingehört. Bücher über die "Kulturelite im Dritten Reich" darf selbstverständlich auch weiterhin schreiben, wer will. Ob er ausser sich selbst dann noch Leser finden wird, sei dahingestellt.

Die Alternative? Der Volkstod, das qualvolle Ab- und schliesslich Aussterben der Deutschen und die fortgesetzte Überflutung mit Fremdrassigen und Kulturfremden, deren durchschnittlicher IQ bei Arabern um 15 und bei Schwarzafrikanern um 30 Punkte tiefer liegt als bei Europäern. Eines schönen Tages wird die Flut allerdings aufhören - weil es keinen Grund mehr geben wird, nach Europa auszuwandern. Schliesslich wird dieses dann selbst zu einer Mischung aus Afghanistan und Nigeria geworden und die wunderbarste Kultur der Menschheitsgeschichte wird vernichtet sein. Für immer.

"Apres c'est la nuit et le tamtam negre" (Louis Ferdinand Celine).

Pit

2. April 2018 15:58

Tja... solange sie einen mit dieser Frage vor sich hertreiben können, wird das nix. Die Antwort auf die Frage lautet natürlich: ja. Ja natürlich werden wir in Selbstbestimmung als Deutsches Volk bestimmen, wer zu uns gehört und wer nicht. Ich entscheide die Frage basierend darauf, wie ich mich gut fühle: in was für einer Umgebung fühle ich mich wohl? Die Frage wird bereits überall beantwortet: durch Selbstsegregation. DAS ist offensichtlich die Art, wie die Leute leben wollen. Wir sind der Souverän, wir schaffen die Umstände, unter denen wir leben wollen. Wo ist da gleich das Problem?

Wer sich für Durchführungsdetails interessiert: Greg Johnson, The Slow Cleanse

paar Argumente:
-wenn sie ihr eigenes Land verlassen konnten, warum ist´s dann eine Zumutung, ein fremdes Land zu verlassen?
-Leute verlassen ihren Ort beständig aus wirtschaftlichen Gründen: also ist Umziehen keine Zumutung sondern normal
-die Remigration kann ganz langsam per wirtschaftlichen Anreizen geschehen: die Einwanderung geschah über Jahrzehnte, die Rückwanderung kann über Jahrzehnte passieren
-keine Sozialleistungen für Einwanderer wird bereits den größten Teil des Problems lösen
-es hat bislang keinen gestört, wo ethnische Säuberung stattfand: wo Weiße aus ihren Stadtteilen vertrieben werden; ethnische Säuberung ist also offensichtlich kein grundsätzliches Problem für die Guten

Solution

2. April 2018 16:34

Da stellt sich mir die einzig relevante Frage: Wie soll ein Deutschland aussehen, das nicht ethnisch homogen sein soll? Wer ist drin und wer ist draußen?

Ich hoffe, daß Frau S. bekannt ist, wie schnell auch kleinste Minderheiten zur Mehrheit werden können - auch wenn das eine Weile länger dauert, als die derzeitige Masseneinwanderung. Die Zahl der Nachkommen, die Geschwindigkeit der Reprodukiton und das Einstiegsalter in die Reproduktion sind mathematisch exakt vorausberechenbar.

Warum sollten wir also kein ethnisch homogenes Volk wollen? Was ist verwerflich daran, auch für uns ein eigenes Reservat zu haben, das sogar alle, die bei uns auftauchen, mit größter Selbstverständlichkeit für sich reklamieren?

Man kommt nicht drum herum: Entweder - oder!

Ein gebuertiger Hesse

2. April 2018 17:11

Das öffentliche Austragen ehelicher Weltanschauungsdifferenzen in allen Ehren - über die 9. Runde hinaus (Sommerfeld hat schon lang gewonnen) droht das Ganze zu einer Show zu werden, oder zu einer Screwball-Comedy, die die 90-Minuten-Marke überschreitet. Unparteiische Ringrichter gibt es nicht? Dann wäre es an den Kombattanten selbst, einen Strich unter die Partie zu ziehen.

Martin Heinrich

2. April 2018 17:35

Apropos Remigration:
Geben wir jedem "Flüchtling" als Heimkehrprämie 10.000 Euro und 2000 Euro für Flug und "Umzug". Dann kostet uns die Remigration von 1 Million Menschen als Einmalzahlung 12 Milliarden Euro.

Woeviel kostet uns die "Integration" pro Jahr(!), wenn alle hierbleiben? 40, 50, 60 Mrd.???

Natürlich sind dann bei gelungener Remigration die "Fleischtöpfe" für Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz, usw. erst einmal leer. Aber genauso wenig wie Rüstungsarbeitsplätze Krieg rechtfertigen sollten, genauso wenig rechtfertigen Sozialarbeiterplätze ungehemmte Migration.

Im Übrigen wird es höchste Zeit das einklagbare Asylrecht in ein ausschließliches Gnadenrecht umzuwandeln.

Der_Juergen

2. April 2018 17:50

@Pit

Danke für den Hinweis auf den neuen Artikel des von mir sehr geschätzten Greg Johnson. Ihrem Kommentar sowie dem von @Solution stimme ich zu. Wir sind unabhängig voneinander offenbar zum selben Schluss gekommen. Nicht erstaunlich, weil er der einzig logische ist. Gar nicht hoch genug kann man den Hinweis von @RMH auf die entscheidende Schmittsche Unterscheidung zwischen "hostis" und "inimicus" einschätzen. Dieses Argument allein setzt linke Ignoranten, die uns unterstellen, die dunkelhäutige Krankenpflegerin in der Klinik oder den türkischen Gemüsehändler an der Ecke zu "hassen", ausser Kraft.

Caroline Sommerfeld

2. April 2018 18:15

@gebürtiger Hesse: Wo gibt es denn den neutralen medialen Ort, an dem sich dieser Widerstreit austragen ließe? Und: es ist ja weit mehr als "ehelich", deswegen veranstalte ich ja den ganzen Zirkus. Wir erwarten übrigens ein Doppelporträt in der New York Times diese Woche. Ich werde es verlinken.

Waldgaenger aus Schwaben

2. April 2018 18:17

Falls der werte Gatte unter zu niedrigem Blutdruck leidet, weisen Sie ihn auf das Konzept des Feindstrafrechts hin.

https://de.wikipedia.org/wiki/Feindstrafrecht

quarz

2. April 2018 18:35

Wichtig ist, zuerst mal die allzu billige Polemik aus dem Spiel zu nehmen. Dazu gehört im Zusammenhang mit dem Remigrationsgedanken in erster Linie das Beschwören der Assoziation "Ihr habt zwei Stunden Zeit, eure Sachen zu packen, dann macht ihr euch auf den Fußmarsch in den Orient; wer stolpert oder zu schwach ist, wird erschossen".

Sine ira et studio geht es einfach um Maßnahmen, um Migration in eine bestimmte Richtung zu lenken. Wenn solche per se schon verwerflich wären, dann wäre auch ein UN-Resettlement-Programm oder ein Anwerbeprogramm für Fachkräfte aus dem Ausland moralisch abzulehnen. Und natürlich wäre es dann auch verwerflich ein Sozialsystem zu haben, das Leute motiviert, hierher zu kommen. All diesen migrationsdynamischen Vorgänge liegen absichtlich gesetzte (bzw. im Fall des Sozialsystems zumindest belassene) Anreize und Impulse zur Lenkung von Migration zugrunde.

Und es ist apriori überhaupt kein Grund erkennbar, warum moralisch akzeptable Steuerungsimpulse nicht auch einer Remigration zugrunde liegen können.

W. Wagner

2. April 2018 19:11

@ein gebürtiger Hesse
Die Gespräche zwischen Caroline Sommerfeld und ihrem Mann, das Öffentliche dieser Gespräche, erscheint mir von Bedeutung, denn diese stehen nicht für sich, sondern für einen Zustand, in dem sich mittlerweile ganze Familien und Freundschaften befinden.
Es stellt sich die Frage, wie kann es sein, dass sich liebende Menschen keinen verstehenden Zugang mehr zueinander finden. Beispiele könnte ich hier aus meiner Umgebung geben, die wahrlich krass sind - ein anderes Wort fällt mir nicht ein -, intelligente Menschen, die völlig unverständlich vor der Sicht des anderen stehen.
Ich bringe nur ein mir heute (!) widerfahrenes Beispiel: Mein bester Freund in England, dessen Buchempfehlungen ich gerne folgte, mit dem ich über Stunden über das Zerstörende unserer iPhone-Gesellschaft, die kaum noch Bücher liest, über das Schöne der englischen Dörfer, etc. etc. sprechen kann, reagierte auf meine Empfehlung, sich Martin Sellners neues Interview mit dem jungen Tom aus London (wohlgemerkt nicht mit T. Robinson) anzusehen, mit einer kurzen SMS, dass sich ein Gespräch nicht mehr lohne, die Meinungen gingen zu sehr auseinander.
Nun, das nenn ich feige, seine Meinung hätte mich interessiert.
Da lob ich mir den obigen wohl durchdachten Text von Caroline Sommerfeld, der auch Ausdruck geistigen Austausches ist.
Weiter so! Dank!

Fredy

2. April 2018 20:05

Der Text ist gewiß nicht schlecht. Wo aber will man mit Kritik hier ansetzen? Mit diesem BRD-Gutmenschenweichei hätte man sich gar nicht einlassen sollen. Zu spät. Und das Weib hätte über den Gatten so nicht schreiben dürfen. Er hat es durchgehen lassen, logo. Man müßte gar auf alle einprügeln. Jesus Gott, es gibt doch beschissene Familienkonstellationen. Hätte Lethen rechtzeitig rausgezogen, wöre uns dieser Text erspart geblieben.

Caroline Sommerfeld

2. April 2018 21:01

@Fredy: Das Einprügeln überlasse ich dem Gatten und die Entschuldigung für diesen Kommentar Ihnen.

Der_Juergen

2. April 2018 21:31

Lieber @Fredy, haben Sie einen über den Durst getrunken? Allein schon die saumässige sprachliche Formulierung Ihrer Wortmeldung spricht für diese Annahme, ganz abgesehen davon, dass Sie kein Recht haben, Herrn Lethen zu beleidigen. Kritik kann auch in anständigem Ton formuliert werden.

Das nächste Mal also bitte in nüchternem Zustand kommentieren und Ihren Text dreimal lesen, ehe Sie ihn abschicken.

Andreas Walter

2. April 2018 22:49

Liebe Frau Sommerfeld.

Letztendlich ist es doch egal, wie es zu Mord und Totschlag kommt. Ob also durch "Nazis", "Kapitalisten", "Religionen" oder "Kommunisten", oder weil einfach Gruppen oder einzelne Personen unterschiedlicher An-sichten (das gilt ebenso für das Innen, Geist, wie für aussen, Körper) aneinandergeraten, weil man sie entweder nicht mehr trennen kann oder sogar bewusst zusammenführt.

Der einzige Unterschied ist dabei aktiv oder passiv aggressiv, Yin oder Yang.

Die Kälte der Nacht ist in der Wüste genauso gnadenlos wie der Tag mit seiner mörderischen Hitze. Nur in der Liebe, in dem kurzen Moment in dem der Tag die Nacht küsst ist es darum auch in der Wüste erträglich, schön warm.

Wo liegt also auch der Unterschied zwischen voller und keinerlei Übernahme von Verantwortung für egal was? Es gibt Keinen. Gutgläubigkeit oder Ignoranz ist darum genauso mörderisch wie Kontrollwahn. Oder hat der Glaube an die Heilslehre des Kommunismus bisher etwa weniger Tote gefordert als der Kapitalismus oder Imperialismus? Nein.

Führt die Verantwortungslosigkeit, egal ob erzwungen oder nicht, in Ländern der sogenannten Dritten Welt zu weniger Toten? Doch wie viele gerade auch junge Menschen nehmen sich in den Industrienationen jährlich das Leben, weil sie von der angeblichen Verantwortlichkeit ihrer Gesellschaft für alles Leid in der Welt geistig und seelisch zermürbt werden?

Ich könnte Ihnen jetzt aber auch die Geschichte einer Gardine und einer Kerze erzählen von der ich schon vorher wusste, dass das nicht gut geht. Doch ich habe geschwiegen und wusste dabei ebenso, dass auch das das Richtige war. Habe ich dann nämlich auch feststellen dürfen, als ich genau das dann nämlich erzählt habe, nachdem das Unglück aber schon passiert war.

Manche Menschen wollen eben den Spiegel nicht vorgehalten bekommen, wollen ihre Schwächen und ihren Schatten nicht sehen, oder schlicht sich selbst nicht. Richtig viele sogar, Milliarden. Alles Wissen der Welt nützt daher nichts, wenn man nicht gleichzeitig über den Tod und die Dummheit lachen kann, auch über seine Eigene und Eigenen. Können aber verantwortungsvolle oder betroffene Menschen natürlich nicht verstehen. Vor allem nicht am frühen Vormittag oder am Abend, wenn es gerade schön warm ist. In der Wüste.

Franz Bettinger

2. April 2018 22:55

Carl Schmitt definierte Politik als das Unterscheiden von Freund und Feind. Genial einfach und richtig. Menschen, die sich eine Welt ohne Feinde wünschen, sind deshalb (so sage ich) keine Politiker, sondern Träumer. Der Bundestag wimmelt von ihnen. Sie sind dabei, sich abzuschaffen, da sie ihren Wunsch, in Frieden leben und nirgends Feinde sehen zu wollen über die Wirklichkeit stellen. Sie sind Max Frisch's Biedermann, der Brandstifter ins Haus lässt, weil er ums Verrecken in seinen Gästen keine Brandstifter erkennen will. Unglaublich, wie weit sich die Kuh aufs Eis hinaus begeben hat! - "Dadurch, dass ein Volk nicht mehr den Willen hat, sich politisch zu verhalten, verschwindet nicht das Politische aus seiner Welt. Es verschwindet nur ein schwaches Volk." Auch das stammt von Carl Schmitt. Das Ignorieren von Grenzen, von Mein und Dein, von Zu- und Abträglich ist von einer fatalen Unnatürlichkeit. Das gilt ebenfalls für die Verschiebung von Eigen und Fremd in einen allgemeinen Menschheits-Begriff, der sogar Worte wie Individuum, Familie und Volk anrüchig macht.

Ein gebuertiger Hesse

3. April 2018 08:26

@ Caroline Sommerfeld
"Wo gibt es denn den neutralen medialen Ort, an dem sich dieser Widerstreit austragen ließe?"

Sicher, diesen Ort gibt es nicht. Gerade deshalb ist der Dialog, den Sie mit Ihrem Mann über die Banden der Öffentlichkeit führen, so außerordentlich und beispielhaft. Und doch, dachte ich bei diesem Beitrag, mag durch die wiederholte Auseinandersetzung etwas tangiert und ins Licht geschubst werden, das ausschließlich zu Ihnen beiden und zu Ihrer Ehe gehört. Die Insistenz auf den weltanschaulichen Unterschieden droht ansonsten das Unsichtbare zwischen den "Kontrahenten", das allein zu ihnen gehört und für niemandes Auge bestimmt ist, zu sehr zu verwischen. Wichtig für den Leser ist hier auch, was er NICHT versteht. Gerade dies sollte virulent bleiben.

Aber davon abgesehen: vielen Dank für Ihre Wanderung auf diesem schmalen Grat.

Immer noch S.J.

3. April 2018 08:45

Ein nebensächlicher Gedankengang: Das gern und oft bemühte "Lernen aus der Geschichte" - gibt es das eigentlich? Nein. Sicherlich, es gibt den Verweis auf die Geschichte, es gibt die Assoziationen mit der Vergangenheit oder das gewichtig wirkende Zitieren aus dem Fundus der Geschichte - und immer geschieht es zu einem bestimmten Zweck. Was es nicht gibt, jedenfalls bitte ich um den Gegenbeweis, ist die Wiederkehr einer gleichen Situation mit all ihren Bedingungen, sodass man ein zwingend gelungenes Handeln aus einem historischen Muster ableiten könnte. Warum diese Zeilen? Weil es nervend ist, mit welcher Selbstverständlichkeit das Dritte Reich in der Gegenwart moralisierend verewigt wird, obgleich niemand etwas mit ihm zu tun haben will. Wenn man bspw. aus intellektuellen Gründen Carl Schmitt zitiert oder den Begriff "Gemeinschaft" in den Mund nimmt, wird man sofort in den NS-Käfig gesperrt. Das hat nichts mit einem "Lernen aus der Geschichte" zu tun.

heinrichbrueck

3. April 2018 13:44

"Der NS ist die moralische und argumentative Grundlage seines Geschichtsverständnisses."
Der NS ist die Weltanschauung von der Volksgemeinschaft. Die politische Lehre wird völkisch begründet.

Die Frage ist doch, wer in Deutschland die Politik machen soll. Nach H und Konsorten diejenigen, die den Ausländern das Land überlassen. In vielen Grundschulklassen ab 75 % Ausländeranteil. Die Dezimierung des eigenen Volkes, in einer Machtleere unterwegs, eine moralische Grundlage?

"jeder Machthaber in Schmitts Matrix von Freund und Feind die Mitbürger eintragen kann, die getötet werden dürfen."
Und in der Machtleere diejenigen, die geboren werden dürfen? 25 % Deutschenanteil in vielen Grundschulklassen, nicht weiter schlimm? Konnten halt nicht geboren werden; und ab hier ist die Grundlage eines Geschichtsverständnisses nicht mehr ernst zu nehmen.

Wie will H seine Moral bezahlen? In der südafrikanischen Währung? Feinde haben diejenigen, die Macht haben.

Wollen deutsche Kinder geboren werden, dann nicht in der Machtleere - der Moral des Machtverzichts!

Andreas Walter

3. April 2018 15:27

Oh ja, bitte, Fredy.

Das möchte ich auch sehen, wie Sie das schaffen wollen, sich bei Frau Sommerfeld zu entschuldigen.

Obwohl, vielleicht mit einer Beichte. Dass Sie auch gerne jüngere Frauen über das Knie legen, um ihnen den Popo zu versohlen.

Damit haben Sie die Hälfte des Publikums schon auf Ihrer Seite, und nur darum geht es doch bei allem im Namen des Volkes.

Die andere Hälfte gewinnen Sie dadurch dass Sie glaubhaft aber vor allem herzerweichend versichern, dass Ihre böse Stiefmutter das mit Ihnen gemacht hat. Spielt doch gar keine Rolle, ob etwas wahr ist, nur glauben müssen es die Leut'. Je irrer und bestialischer die Geschichte, um so glaubwürdiger, das beweist die Geschichte. Weil eben niemand als irre und Bestie gelten will klappt hier die Projektion darum am besten.

Ein Phänomen, das auch der Psychologie und Propaganda schon seit langem bekannt ist, weil sich niemand mit dem identifizieren will, was er am meisten fürchtet, verabscheut, ablehnt (eben mit des Pudels Kern). "So ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz, das Böse nennt, mein eigentliches Element."

Bran

4. April 2018 22:22

Fredy kann sich für seinen Kommentar nicht entschuldigen. Er kann Frau Sommerfeld um Entschuldigung bitten und sie kann ihm diese gewähren.
Ausgerechnet auf SiN solche Verirrungen zu lesen, macht einem ganz konfus.
Niemand kann sich selbst ent-schuldigen, wo kämen wir denn da hin.

A. Kovacs

7. April 2018 22:33

Auf der Leipziger Buchmesse war ich Zeuge, wie ein gewisser René Aguigah, mit miesepetrigem Gesicht, immer den Rassismusvorwurf in der Hinterhand, ein durch und durch missgünstiges Interview über dieses Buch mit Helmut Lethen geführt hat, ohne jeden Versuch des Verstehens. Herr Lethen wirkte dagegen mit seinem Bemühen, die Staatsräte aus ihrer Zeit heraus verstehen zu wollen, immer in der Defensive und zuletzt entnervt. Fazit Aguigahs: Warum überhaupt so ein Buch über Nazis schreiben? Herr Aguigah ist beim Staatsfunk beschäftigt, hat etwas über – horribile dictu – Foucault publiziert und kann und will deshalb die Faszination von Nationalsozialismus und Faschismus für viele Intellektuelle Europas weder ergründen noch begreifen. Dabei wäre das gerade heute wichtig, wo, wahrscheinlich wegen dieses Mangels an Erkenntnis, wieder viele Intellektuelle Deutschlands einer Führerin folgen, die befiehlt.

zeitschnur

10. Juni 2019 09:32

Vorausgesetzt wir halten fest an der "Volkssouveränität", müssen wir uns zuerst, bevor wir etwas anderes denken, klar werden darüber, wer wir als dieses Volk sein wollen, was unsere gemeinsame Geschichte ist und was unser Ziel hier und jetzt und für die nahe Zukunft sein soll.
Im 19. Jh kam ein so verstandener Volksbegriff erst auf. "Volk" iS einer Masse an Untertanen ("Bevölkerung"), denen der monarchische Fürst oder eine aristokratische bzw oligarchische (um nicht postmodern zu sagen faschistische) Elite erklärt, wer sie zu sein haben, ob katholisch, multiethnisch, henotheistisch, "reinrassig", "bunt" oder eben vor allem "sein Körper", weil in letzteren Konstrukten Völker, wie immer man sie definiert, immer Abglanz seiner Herrscher sind, liegt nicht nur traditionellen Vorstellungen, sondern gerade auch diesen seicht-linken Konzepten zugrunde, mit denen wir kämpfen.
"Identität" kann daher in einer echten Volkssouveränität niemals vorrangig ethnisch begründet sein, es sei denn, das Volk will es selbst so. Interessanterweise ist das aber einem souveränen Volk prinzipiell eher nachrangig. Es denkt einfach darüber nach, ob sich einer, der von außen dazukommt mit den Zielen, die man sich selbst gesetzt hat, identifizieren kann und die bloße Identifikation bereit ist umzuformen in echte Identität iS des Volkes, dem er zuwandert.
Nun hat aber der Westen tatsächlich auf verschiedenen Ebenen so viele Fluchtursachen geschaffen, einschließlich eines verdeckten Menschenhandels, die Anwerbung der Fremden, nachdem man ihnen ihr Leben zur Hölle macht daheim - hier müsste soviel aufgeräumt werden, dass man nicht weiß, wo man anfangen soll. Bzw doch: erst mal müssten sich die souveränen Völker wieder formieren, dann müsste ein Gericht stattfinden über die Untaten unserer Oligarchen und der "Elite", die die Welt seit Jahrzehnten ins Chaos stürzt. Viele viele Fragen müssten geklärt werden, etwa auch, woher der salafistische Islam, der sich so erst im 18. Jh aus ungeklärten Quellen gespeist entwickelt hat und in unseren tagen massiv mit westlicher Hilfe anwachsen konnte... nein, man weiß wirklich nicht, wo man anfangen kann. Aber eines ist sicher: ein Heilungsprozess sollte nur langsam und geduldig sein.
All das rechts-linke und links-rechte Geplänkel, in dem man sich gegenseitig rein theoretisch irgendwelche platten Prognosen stellt, sollten endlich mal überwunden werden. Damit wird nur Zeit vertan und Energie verschleudert.