Sezession
2. April 2018

Schmitts Feindbegriff und unsere aufgesperrten Augen

Caroline Sommerfeld / 22 Kommentare

Zur Leipziger Buchmesse ist Helmut Lethens "Die Staatsräte - Kulturelite im Dritten Reich" erschienen.

Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

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In der Folge gab es zahlreiche Interviews und Rezensionen, in denen er sein Buch als unterschwelliges, gelegentlich auch als ziemlich offenes "Lehrstück" für die Neue Rechte hinstellte. Da lese ich von unserem "Ursprungsdenken", unserem "Dezisionismus", unserem "Exklusionsfuror", und frage mich: was will mein Mann mir mitteilen? Warum keine direkte Auseinandersetzung? Warum diese Strohmänner? Warum bleibt das unwidersprochen? Im Deutschlandfunk äußerte er sich in bekannter Gleichsetzungslust zu unserem und der Nazis "Volksgemeinschafts"-Ideal:

Und das scheint mir gegenüber dem Ursprungsdenken der neuen Rechten ein ganz, ganz wichtiger Punkt zu sein, das Ritual der Exklusionsmechanismen, wie das sich weiterdreht, bis sich eigentlich gar nichts mehr außer einer kleinen Elite herausfiltert.

Im ARD-Format „Titel, Thesen, Temperamente“ hörte sich das so an:

Carl Schmitts Feindbegriff sei "ein Begriff für die Verdichtung der Misstrauenssphäre", so Lethen, und er „verlangt nach Exklusion“. Hier sieht er die direkte Linie zum Denken der neuen Rechten, die nach Identität sucht und Ausgrenzung fordert.

Wer Identität sagt bei der neuen Rechten, meint Exklusion. Da haben wir schon ein Vorbild für Identität, deutsche Identität in den dreißiger Jahren.

Da ist H also mit einer recht ansehnlichen Wiedergängerin glücklich verheiratet. Der NS ist die moralische und argumentative Grundlage seines Geschichtsverständnisses. Doch die Wiedergängerin hat die Möglichkeit, ihn immer wieder zu packen und in seinem Denken herumzustöbern. Wer Identität sage, so hielt ich ihm entgegen, meine allein begrifflich schon „Exklusion“, denn „Identität“ ist ein Differenzbegriff, trennt ein Eingeschlossenes von einem Ausgeschlossenen. Was sonst?

H hielt dies für dialektische Spitzfindigkeiten, die ihn an den alten Carl Schmitt der 70er Jahre erinnern, der seine tödlichen Begriffe aus den 30er Jahren nachträglich totjongliert. Ich merkte an, Schmitts Freund-Feind-Unterscheidung sei doch ein heuristischer Beobachtungsbegriff. In ihm steckt, wie bei allen solchen großen Differenzen, keine eingebaute Abwertung des Negativpols (hier: Feind).

Der faz sagte H im Interview, daß

jeder Machthaber in Schmitts Matrix von Freund und Feind die Mitbürger eintragen kann, die getötet werden dürfen.

Freund/Feind ist eine Realdifferenz, eine banalité supérieure, und weder etwas, das ich kriegslüstern herbeiwünschte („Du willst doch Feinde, gib's zu!“), noch dialektisches Begriffsgeklingel, mit dem man beliebige Morde rechtfertigen könne, noch das Böse in meiner eigenen Gestalt. In der Welt kommen Feinde und Freunde vor, genauso wie Arme und Reiche, sagte ich. Ich rechtfertige schließlich auch nicht den Reichtum auf Kosten der Armen, wenn ich diese ökonomische Differenz als Beobachtungsraster auf die Welt lege und sehe, daß es arm und reich gibt. Systemtheorie ließe sich auch amoralisch mißbrauchen, entgegnete H.

Schmitt habe zustimmend den Satz zitiert, so H weiter in besagtem faz-Interview, im Deutschlandfunk, und dann noch einmal zu mir:

Das Leben speist sich aus dem Born des Bösen, die Moral aber führt in den Tod.

Daraus schlußfolgert er, „daß die Mutigen auf Seiten der Moral gestanden haben“.

Wenn Carl Schmitt einer hypertrophen Menschheitsmoral Tödlichkeit attestiert, weil sie die „Feinde der Menschheit“ hors la loi setzt, hat dies nichts, aber auch gar nichts, damit zu tun, daß die Widerstandskämpfer im Dritten Reich ihrem Gewissen verpflichtet handelten und manche deshalb umkamen.

Das faz-Interview endet ungeschickt abrupt mit der Frage der Journalistin Julia Encke: „In Ihrer Danksagung steht auch noch: 'Auseinandersetzungen mit Caroline Sommerfeld setzten das Buch unter Strom.' Das ist Ihre Frau.“, auf die H antwortet:

Ja, sie wünscht die Rückgewinnung der Identität des Volkes durch Abwehr des Fremden.

Madame wünschen Tee oder Kaffee? „Identität des Volkes“ bitte, mit ethnischen Säuberungen. Heute in der Früh zum Tee entspann sich eine Diskussion über dieses aparte Thema. H war sich felsenfest sicher, daß wir Rechten „in Wirklichkeit“ ethnische Säuberungen durchziehen wollten, wenn wir von „Remigration“ sprächen. Er fragte mich, warum ich mich eigentlich immer empörte, wenn er mir dies unterstellte, so als läge uns das vollkommen fern.

Spontan wollte ich seine Zumutung abweisen, kein Wort mehr davon. Es verhält sich doch haargenau andersherum: durch Hineinlassen d e r (nicht "des" Fremden, in Mit Linken leben gibt es ein Kapitel: "Haß auf alles Fremde") Fremden entsteht doch überhaupt eine Identitätskrise. Die Verursacher der Misere stellen sich hin und bürden uns unter drohendem Nazikehrbesenschwingen die prompte Lösung der Misere auf. Doch Rechte sind nun einmal, entlang der einen Bruchlinie, die wir in Mit Linken leben ziehen, Realisten. Realisten können sich Realproblemen nicht entziehen, auch wenn die Utopisten sie geschaffen haben.

Ist es das Äußerste, die Außerlandesschaffung abgelehnter und krimineller Asylbewerber zu wollen? Sozusagen bloß die FPÖ- und AfD-Mindestforderung? Wäre dann der status quo ante wiederhergestellt und wir zufrieden?

Das Verhängnis habe, so sagte ich zu H, mit den Gastarbeitern seinen Anfang genommen, dabei problematisch: die Türken weil Moslems. Müssen wir uns bescheiden und sie als Schicksal akzeptieren, inklusive Fortpflanzungs- und sonstigem Dschihadverhalten? Können wir sie wieder loswerden? Die Massenimmigration von Arabern und Afrikanern mindestens der letzten drei Jahre hat das Überdruckventil dann endgültig hochgehen lassen. Wenn wir         j e t z t die Schotten dichtmachen würden, wäre uns noch nicht geholfen, Merkels "Nun sind sie halt da" bleibt massiv unbefriedigend. Denn darüber zu räsonnieren, daß wir Deutschen ja nicht gefragt worden sind, wie es Rüdiger Safranski schon 2015 und noch einmal kürzlich tat, ist wohlfeil. Auch der Hinweis, das Asylsystem sei ja ursprünglich ganz anders gedacht gewesen (nämlich für einzelne politisch verfolgte Deutsche hauptsächlich aus dem Ostblock), ist heute nur mehr als hate fact interessant.

Sie sind halt da, und das Gesellschaftsspiel „Integration“ ist schon rein quantitativ ausgespielt. Wir müssen sie wieder loswerden, insistierte ich. „Willst du die gut Integrierten der zweiten Generation mit Gewalt alle abschieben? Sie sind doch Deutsche geworden“, insistierte H seinerseits. Also doch nichts als Gewaltphantasien über "ethnische Säuberungen"?

Der Begriff ethnic cleansing ist von der UN-Expertenkommission zum Jugoslawienkrieg 1994 definiert worden als

rendering an area ethnically homogenous by using force or intimidation to remove from a given area persons from another ethnic or religious group.

Wie kommt H auf „deutsche Identität in den dreißiger Jahren“?

Es ist in hohem Grade unverantwortlich und in hohem Grade anmaßend, kurzum: unpolitisch gedacht, die Wirklichkeit permanent mithilfe der „fixen Idee, sich ständig in derselben historischen Zeitschleife zu befinden“ zu denken. Wer die Freund-Feind-Dichotomie aufgrund einer moralischen Präferenz für den „Freund“, und der damit verbundenen Angst, bei Aktualisierung des „Feind“-Pols die schiefe Bahn hinunter in NS-Hölle zu rutschen, perhorresziert, richtet Schlimmeres an als das, wozu wir Rechten imstande wären.

Müssen wir denn, sprach ich zu H, der dummen Stammtischfangfrage der Linken, uns auf Deubel komm raus darauf festnageln zu wollen "wie das denn bitte gehen soll", eilfertig entsprechen und Reparaturanleitungen parat haben? Argumentativ wäre das ein klarer Fall von Beweislastverschiebung. Jedoch – als ich ein wenig darüber nachdachte während ich den Tisch abräumte und Tee verschüttete, stellte ich fest: ich kann mich nicht darauf herausreden, hier nicht zuständig zu sein. Mich als Philosophin nicht mit Realpolitik anzupatzen, sondern lieber ein paar Fehlschlüsse zu widerlegen. Denn dann bliebe ich im Rechte-spielen-nur-Sprachspiele-Frame, dieser hübschen Projektionsnummer linker Sprachspieler.

Die "häßlichen Bilder" (Sebastian Kurz) werden immer konkreter, und es ist eine Form der politisch korrekten Faselei, wenn man (auch wir Identitären) immer nur von "Remigration" als womöglich auch noch bezahltes freiwilliges Angebot, gekoppelt an "Hilfe vor Ort" und "Bekämpfung der Fluchtursachen", spricht, alles ganz humanitär und im Sinne der Anspruchsrechte aller Weltbürger.

Selbst wenn wir die Infiltranten der letzten drei Jahre und auch die schon länger hier lebende Bevölkerungsgruppe der Scharia-Anhänger allesamt wieder in ihre Heimatländer expedierten, wäre Deutschland noch lange nicht ethnisch homogen, und dies wäre auch nicht sinnvoll anzustreben. Historisch gewachsene Einwanderung ist so banal wie normal und wirft keine Identitätskrise auf. Forcierte replacement migration erfordert ebenso forcierte Schubumkehr – diese wäre von der Legislative durch Rückabwicklung der Asylrechtsänderung, von der Judikative durch Rechtsprechung in kollektivem Maße statt nur kasuistisch in hunderttausenden von subjektivierten Einzelfällen, und von der Exekutive durch schlichte Mann- und Technikstärke durchsetzbar. Und mit Geld.

Unerträglich wäre mir, den hochkonkreten Gedanken, daß das Migrationsproblem jetzt gelöst werden muß, nicht gedacht haben zu dürfen, weil mir die Verursacher moralische Verworfenheit, geplante „ethnische Säuberungen“, und falsche Schmittphantasien über „Mitbürger, die getötet werden dürfen“ vorwerfen.

Und es ist auch nicht der "letzte Atemzug der heroischen Moderne", wie H sagte, wenn wir denken: auf uns kommt es an. Denn wenn wir nicht erkennen dürfen, daß es auf uns ankommt, weil dies ja im Archiv der Literatur der Moderne schon unter dem Stichwort D wie "Dezisionismus" aufbewahrt wird, und "zu Grabe getragen werden" muß, dann verfluche ich diese postmoderne Abgeklärtheit und stelle mich vor H hin und entscheide: auf uns kommt es an!

Ich phantasiere nicht, sondern starre mit weitgeöffneten Augen auf die Wirklichkeit, ohne moralisches Apriori.

Ist das noch die Welt, vor der man getrost die Augen verschließen konnte?

fragt Botho Strauß in seinem neuen Aphorismenband "Der Fortführer“. Offenbar gehören wir Rechten zu denen, „denen für ewig das Auge aufgesperrt bleibt“.


Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

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Kommentare (22)

RMH
2. April 2018 12:17

Vorab:
Ich habe das Buch von H.L. nicht gelesen.

Zum Begriff Freund/ Feind:

Ich meine mich recht gut daran erinnern zu können (die Lektüre der Werke Schmitts liegt schon eine Weile zurück), dass Schmitt selber - noch ganz in der Tradition der typisch deutschen Antikenrezeption des 18. und 19 Jhdts. stehend - die Begriffe Freund und Feind als in der deutschen Sprache für zu indifferent gehalten hat und er daher klar zwischen den lateinischen Begriffen für Feind "inimicus" und "hostis" unterschieden hat, wobei der inimicus als Spiegelbild zum amicus der persönliche Feind sei und der Begriff "hostis" den Staatsfeind beschreibe, also den öffentlichen und damit politischen Bereich. Nur mit dieser von Schmitt selber klar herausgestellten Unterscheidung lässt sich die Freund-Feind Theorie Schmitts überhaupt begreifen und sie auch nicht zu einem uferlosen Gebilde werden, denn Schmitt meinte mit "Feind" nicht inimicus, sondern eben hostis. Die biblische Feindesliebe betrifft nach Schmitt´scher Denkart daher immer nur den persönlichen Feind, den inimicus, aber nicht den hostis.

Wenn man aber die Begriffe immer schön durcheinanderwirft, wie die deutsche Politik und das deutsche Feuilleton, dann kommt natürlich am Ende dabei heraus, dass "Rechte" und Schmittianer, ganz konkret den netten Onkel von der Dönerbude nebenan oder die benachbarte türkische Familie als persönlichen Feind bzw. persönliche Feinde sehen müssen. Dieser Fehlschluss lässt sich mit Schmitt nicht nachvollziehen. Schmitt unterschied klar zwischen Staat und Individuum. Die Gesinnungsterroristen von der kulturmarxistischen Front sehen ja bekanntermaßen alles politisch - Schmitt gönnte dem einzelnen hingegen durchaus auch unpolitische, private Räume. Leider gibt es aber auch bei Rechten (zu?) viele Gesinnungspolitiker und damit nach meiner Auffassung genuin Linke ...

Der_Juergen
2. April 2018 13:15

Ein ausgezeichneter Kommentar.

Wie die Remigration (von ihm "ethnische Säuberung" genannt - bitte sehr, ich protestiere nicht allzu heftig gegen diesen Begriff) denn praktisch zu vollziehen sei, fragt Caroline Sommerfelds Ehemann. Hier einige Vorschläge:

- Abschaffung des Asylrechts, das praktisch nur noch als Einfallstor für illegale Immigration dient.
- Sicherung der Grenzen. Wer diese ohne Pass und Visum überquert, wird interniert, bis er in seine Heimat zurückgeführt werden kann.
- Ausländern wird kein Arbeitslosen- und Kindergeld und keine Sozialhilfe mehr gezahlt (eine Ausnahme kann man bei kurzzeitig arbeitslos gewordenen Europäern machen, die vorher jahrelang hier gearbeitet haben) . Damit sich die von diesem Schritt Betroffenen in Ruhe auf ihre Heimkehr vorbereite können, wird er ca. ein halbes Jahr vor dem Inkrafttreten bekanntgegeben. (Medizinische Versorgung erhält jeder auf deutschem Territorium Lebende im Bedarfsfall, unabhängig von seinem Status. Wir sind keine Barbaren.)

Allein schon diese Massnahmen werden Millionen von Fremden, die Deutschland zu Last fallen, dazu bewegen, freiwillig in ihre Heimat zurückzukehren. Ihnen wird, ausser wenn sie schwere Delikte begangen haben, die Rückkehr durch eine namhafte Summe versüsst, die allerdings alle sechs Monate etwas gekürzt wird, bis nach vielleicht drei Jahren nichts mehr davon übrig bleibt - als Ansporn zum raschen Kofferpacken. - Die Heimatländer der Repatriierten erhalten von Deutschland für einen gewissen Zeitraum Finanzhilfe, um die Wiederintegration der Rückkehrer zu erleichtern.)

- Alle illegal Eingedrungenen, alle Kriminellen und alle muslimischen Prediger sowie Angehörige islamistischer Gruppen haben Deutschland zu verlassen, und zwar schnell.
- Halalschlachten (Schächten), der Import von Halalfleisch sowie die Beschneidung nicht nur von Mädchen (das sowieso), sondern auch von Knaben werden hart bestraft.
- Es werden keine neuen Moscheen mehr gebaut und die bereits bestehenden schrittweise geschlossen. Koranschulen und dergleichen gibt es nicht mehr; Verschleierung ist in jedem Fall, das Kopftuch zumindest in Schulen und auf Ämtern verboten.

Durch letztere Massnahmen werden für praktizierende Muslime unerträgliche Umstände geschaffen, die ihnen den Entscheid zur Heimkehr erleichtern werden.

Dass all dies unter den bestehenden Verhältnissen radikal unmöglich ist, gebe ich als erster zu. Folglich gilt es diese Verhältnisse zu ändern, und das geht schwerlich durch Wahlen. Eine nationale Regierung, die den Volkstod abwehren will, wird also sehr weitgehender Befugnisse bedürfen, d. h. autoritär regieren müssen.

Und das Forschungsverbot über den NS, insbesondere bestimmte Aspekte der Geschichte des 2. Weltkriegs, wird von einer solchen nationalen Regierung natürlich gleich in den Orkus befördert werden, wo es hingehört. Bücher über die "Kulturelite im Dritten Reich" darf selbstverständlich auch weiterhin schreiben, wer will. Ob er ausser sich selbst dann noch Leser finden wird, sei dahingestellt.

Die Alternative? Der Volkstod, das qualvolle Ab- und schliesslich Aussterben der Deutschen und die fortgesetzte Überflutung mit Fremdrassigen und Kulturfremden, deren durchschnittlicher IQ bei Arabern um 15 und bei Schwarzafrikanern um 30 Punkte tiefer liegt als bei Europäern. Eines schönen Tages wird die Flut allerdings aufhören - weil es keinen Grund mehr geben wird, nach Europa auszuwandern. Schliesslich wird dieses dann selbst zu einer Mischung aus Afghanistan und Nigeria geworden und die wunderbarste Kultur der Menschheitsgeschichte wird vernichtet sein. Für immer.

"Apres c'est la nuit et le tamtam negre" (Louis Ferdinand Celine).

Pit
2. April 2018 15:58

Tja... solange sie einen mit dieser Frage vor sich hertreiben können, wird das nix. Die Antwort auf die Frage lautet natürlich: ja. Ja natürlich werden wir in Selbstbestimmung als Deutsches Volk bestimmen, wer zu uns gehört und wer nicht. Ich entscheide die Frage basierend darauf, wie ich mich gut fühle: in was für einer Umgebung fühle ich mich wohl? Die Frage wird bereits überall beantwortet: durch Selbstsegregation. DAS ist offensichtlich die Art, wie die Leute leben wollen. Wir sind der Souverän, wir schaffen die Umstände, unter denen wir leben wollen. Wo ist da gleich das Problem?

Wer sich für Durchführungsdetails interessiert: Greg Johnson, The Slow Cleanse

paar Argumente:
-wenn sie ihr eigenes Land verlassen konnten, warum ist´s dann eine Zumutung, ein fremdes Land zu verlassen?
-Leute verlassen ihren Ort beständig aus wirtschaftlichen Gründen: also ist Umziehen keine Zumutung sondern normal
-die Remigration kann ganz langsam per wirtschaftlichen Anreizen geschehen: die Einwanderung geschah über Jahrzehnte, die Rückwanderung kann über Jahrzehnte passieren
-keine Sozialleistungen für Einwanderer wird bereits den größten Teil des Problems lösen
-es hat bislang keinen gestört, wo ethnische Säuberung stattfand: wo Weiße aus ihren Stadtteilen vertrieben werden; ethnische Säuberung ist also offensichtlich kein grundsätzliches Problem für die Guten

Solution
2. April 2018 16:34

Da stellt sich mir die einzig relevante Frage: Wie soll ein Deutschland aussehen, das nicht ethnisch homogen sein soll? Wer ist drin und wer ist draußen?

Ich hoffe, daß Frau S. bekannt ist, wie schnell auch kleinste Minderheiten zur Mehrheit werden können - auch wenn das eine Weile länger dauert, als die derzeitige Masseneinwanderung. Die Zahl der Nachkommen, die Geschwindigkeit der Reprodukiton und das Einstiegsalter in die Reproduktion sind mathematisch exakt vorausberechenbar.

Warum sollten wir also kein ethnisch homogenes Volk wollen? Was ist verwerflich daran, auch für uns ein eigenes Reservat zu haben, das sogar alle, die bei uns auftauchen, mit größter Selbstverständlichkeit für sich reklamieren?

Man kommt nicht drum herum: Entweder - oder!

Ein gebuertiger Hesse
2. April 2018 17:11

Das öffentliche Austragen ehelicher Weltanschauungsdifferenzen in allen Ehren - über die 9. Runde hinaus (Sommerfeld hat schon lang gewonnen) droht das Ganze zu einer Show zu werden, oder zu einer Screwball-Comedy, die die 90-Minuten-Marke überschreitet. Unparteiische Ringrichter gibt es nicht? Dann wäre es an den Kombattanten selbst, einen Strich unter die Partie zu ziehen.

Martin Heinrich
2. April 2018 17:35

Apropos Remigration:
Geben wir jedem "Flüchtling" als Heimkehrprämie 10.000 Euro und 2000 Euro für Flug und "Umzug". Dann kostet uns die Remigration von 1 Million Menschen als Einmalzahlung 12 Milliarden Euro.

Woeviel kostet uns die "Integration" pro Jahr(!), wenn alle hierbleiben? 40, 50, 60 Mrd.???

Natürlich sind dann bei gelungener Remigration die "Fleischtöpfe" für Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz, usw. erst einmal leer. Aber genauso wenig wie Rüstungsarbeitsplätze Krieg rechtfertigen sollten, genauso wenig rechtfertigen Sozialarbeiterplätze ungehemmte Migration.

Im Übrigen wird es höchste Zeit das einklagbare Asylrecht in ein ausschließliches Gnadenrecht umzuwandeln.

Der_Juergen
2. April 2018 17:50

@Pit

Danke für den Hinweis auf den neuen Artikel des von mir sehr geschätzten Greg Johnson. Ihrem Kommentar sowie dem von @Solution stimme ich zu. Wir sind unabhängig voneinander offenbar zum selben Schluss gekommen. Nicht erstaunlich, weil er der einzig logische ist. Gar nicht hoch genug kann man den Hinweis von @RMH auf die entscheidende Schmittsche Unterscheidung zwischen "hostis" und "inimicus" einschätzen. Dieses Argument allein setzt linke Ignoranten, die uns unterstellen, die dunkelhäutige Krankenpflegerin in der Klinik oder den türkischen Gemüsehändler an der Ecke zu "hassen", ausser Kraft.

Caroline Sommerfeld
2. April 2018 18:15

@gebürtiger Hesse: Wo gibt es denn den neutralen medialen Ort, an dem sich dieser Widerstreit austragen ließe? Und: es ist ja weit mehr als "ehelich", deswegen veranstalte ich ja den ganzen Zirkus. Wir erwarten übrigens ein Doppelporträt in der New York Times diese Woche. Ich werde es verlinken.

Waldgaenger aus Schwaben
2. April 2018 18:17

Falls der werte Gatte unter zu niedrigem Blutdruck leidet, weisen Sie ihn auf das Konzept des Feindstrafrechts hin.

https://de.wikipedia.org/wiki/Feindstrafrecht

quarz
2. April 2018 18:35

Wichtig ist, zuerst mal die allzu billige Polemik aus dem Spiel zu nehmen. Dazu gehört im Zusammenhang mit dem Remigrationsgedanken in erster Linie das Beschwören der Assoziation "Ihr habt zwei Stunden Zeit, eure Sachen zu packen, dann macht ihr euch auf den Fußmarsch in den Orient; wer stolpert oder zu schwach ist, wird erschossen".

Sine ira et studio geht es einfach um Maßnahmen, um Migration in eine bestimmte Richtung zu lenken. Wenn solche per se schon verwerflich wären, dann wäre auch ein UN-Resettlement-Programm oder ein Anwerbeprogramm für Fachkräfte aus dem Ausland moralisch abzulehnen. Und natürlich wäre es dann auch verwerflich ein Sozialsystem zu haben, das Leute motiviert, hierher zu kommen. All diesen migrationsdynamischen Vorgänge liegen absichtlich gesetzte (bzw. im Fall des Sozialsystems zumindest belassene) Anreize und Impulse zur Lenkung von Migration zugrunde.

Und es ist apriori überhaupt kein Grund erkennbar, warum moralisch akzeptable Steuerungsimpulse nicht auch einer Remigration zugrunde liegen können.

W. Wagner
2. April 2018 19:11

@ein gebürtiger Hesse
Die Gespräche zwischen Caroline Sommerfeld und ihrem Mann, das Öffentliche dieser Gespräche, erscheint mir von Bedeutung, denn diese stehen nicht für sich, sondern für einen Zustand, in dem sich mittlerweile ganze Familien und Freundschaften befinden.
Es stellt sich die Frage, wie kann es sein, dass sich liebende Menschen keinen verstehenden Zugang mehr zueinander finden. Beispiele könnte ich hier aus meiner Umgebung geben, die wahrlich krass sind - ein anderes Wort fällt mir nicht ein -, intelligente Menschen, die völlig unverständlich vor der Sicht des anderen stehen.
Ich bringe nur ein mir heute (!) widerfahrenes Beispiel: Mein bester Freund in England, dessen Buchempfehlungen ich gerne folgte, mit dem ich über Stunden über das Zerstörende unserer iPhone-Gesellschaft, die kaum noch Bücher liest, über das Schöne der englischen Dörfer, etc. etc. sprechen kann, reagierte auf meine Empfehlung, sich Martin Sellners neues Interview mit dem jungen Tom aus London (wohlgemerkt nicht mit T. Robinson) anzusehen, mit einer kurzen SMS, dass sich ein Gespräch nicht mehr lohne, die Meinungen gingen zu sehr auseinander.
Nun, das nenn ich feige, seine Meinung hätte mich interessiert.
Da lob ich mir den obigen wohl durchdachten Text von Caroline Sommerfeld, der auch Ausdruck geistigen Austausches ist.
Weiter so! Dank!

Fredy
2. April 2018 20:05

Der Text ist gewiß nicht schlecht. Wo aber will man mit Kritik hier ansetzen? Mit diesem BRD-Gutmenschenweichei hätte man sich gar nicht einlassen sollen. Zu spät. Und das Weib hätte über den Gatten so nicht schreiben dürfen. Er hat es durchgehen lassen, logo. Man müßte gar auf alle einprügeln. Jesus Gott, es gibt doch beschissene Familienkonstellationen. Hätte Lethen rechtzeitig rausgezogen, wöre uns dieser Text erspart geblieben.

Caroline Sommerfeld
2. April 2018 21:01

@Fredy: Das Einprügeln überlasse ich dem Gatten und die Entschuldigung für diesen Kommentar Ihnen.

Der_Juergen
2. April 2018 21:31

Lieber @Fredy, haben Sie einen über den Durst getrunken? Allein schon die saumässige sprachliche Formulierung Ihrer Wortmeldung spricht für diese Annahme, ganz abgesehen davon, dass Sie kein Recht haben, Herrn Lethen zu beleidigen. Kritik kann auch in anständigem Ton formuliert werden.

Das nächste Mal also bitte in nüchternem Zustand kommentieren und Ihren Text dreimal lesen, ehe Sie ihn abschicken.

Andreas Walter
2. April 2018 22:49

Liebe Frau Sommerfeld.

Letztendlich ist es doch egal, wie es zu Mord und Totschlag kommt. Ob also durch "Nazis", "Kapitalisten", "Religionen" oder "Kommunisten", oder weil einfach Gruppen oder einzelne Personen unterschiedlicher An-sichten (das gilt ebenso für das Innen, Geist, wie für aussen, Körper) aneinandergeraten, weil man sie entweder nicht mehr trennen kann oder sogar bewusst zusammenführt.

Der einzige Unterschied ist dabei aktiv oder passiv aggressiv, Yin oder Yang.

Die Kälte der Nacht ist in der Wüste genauso gnadenlos wie der Tag mit seiner mörderischen Hitze. Nur in der Liebe, in dem kurzen Moment in dem der Tag die Nacht küsst ist es darum auch in der Wüste erträglich, schön warm.

Wo liegt also auch der Unterschied zwischen voller und keinerlei Übernahme von Verantwortung für egal was? Es gibt Keinen. Gutgläubigkeit oder Ignoranz ist darum genauso mörderisch wie Kontrollwahn. Oder hat der Glaube an die Heilslehre des Kommunismus bisher etwa weniger Tote gefordert als der Kapitalismus oder Imperialismus? Nein.

Führt die Verantwortungslosigkeit, egal ob erzwungen oder nicht, in Ländern der sogenannten Dritten Welt zu weniger Toten? Doch wie viele gerade auch junge Menschen nehmen sich in den Industrienationen jährlich das Leben, weil sie von der angeblichen Verantwortlichkeit ihrer Gesellschaft für alles Leid in der Welt geistig und seelisch zermürbt werden?

Ich könnte Ihnen jetzt aber auch die Geschichte einer Gardine und einer Kerze erzählen von der ich schon vorher wusste, dass das nicht gut geht. Doch ich habe geschwiegen und wusste dabei ebenso, dass auch das das Richtige war. Habe ich dann nämlich auch feststellen dürfen, als ich genau das dann nämlich erzählt habe, nachdem das Unglück aber schon passiert war.

Manche Menschen wollen eben den Spiegel nicht vorgehalten bekommen, wollen ihre Schwächen und ihren Schatten nicht sehen, oder schlicht sich selbst nicht. Richtig viele sogar, Milliarden. Alles Wissen der Welt nützt daher nichts, wenn man nicht gleichzeitig über den Tod und die Dummheit lachen kann, auch über seine Eigene und Eigenen. Können aber verantwortungsvolle oder betroffene Menschen natürlich nicht verstehen. Vor allem nicht am frühen Vormittag oder am Abend, wenn es gerade schön warm ist. In der Wüste.

Franz Bettinger
2. April 2018 22:55

Carl Schmitt definierte Politik als das Unterscheiden von Freund und Feind. Genial einfach und richtig. Menschen, die sich eine Welt ohne Feinde wünschen, sind deshalb (so sage ich) keine Politiker, sondern Träumer. Der Bundestag wimmelt von ihnen. Sie sind dabei, sich abzuschaffen, da sie ihren Wunsch, in Frieden leben und nirgends Feinde sehen zu wollen über die Wirklichkeit stellen. Sie sind Max Frisch's Biedermann, der Brandstifter ins Haus lässt, weil er ums Verrecken in seinen Gästen keine Brandstifter erkennen will. Unglaublich, wie weit sich die Kuh aufs Eis hinaus begeben hat! - "Dadurch, dass ein Volk nicht mehr den Willen hat, sich politisch zu verhalten, verschwindet nicht das Politische aus seiner Welt. Es verschwindet nur ein schwaches Volk." Auch das stammt von Carl Schmitt. Das Ignorieren von Grenzen, von Mein und Dein, von Zu- und Abträglich ist von einer fatalen Unnatürlichkeit. Das gilt ebenfalls für die Verschiebung von Eigen und Fremd in einen allgemeinen Menschheits-Begriff, der sogar Worte wie Individuum, Familie und Volk anrüchig macht.

Ein gebuertiger Hesse
3. April 2018 08:26

@ Caroline Sommerfeld
"Wo gibt es denn den neutralen medialen Ort, an dem sich dieser Widerstreit austragen ließe?"

Sicher, diesen Ort gibt es nicht. Gerade deshalb ist der Dialog, den Sie mit Ihrem Mann über die Banden der Öffentlichkeit führen, so außerordentlich und beispielhaft. Und doch, dachte ich bei diesem Beitrag, mag durch die wiederholte Auseinandersetzung etwas tangiert und ins Licht geschubst werden, das ausschließlich zu Ihnen beiden und zu Ihrer Ehe gehört. Die Insistenz auf den weltanschaulichen Unterschieden droht ansonsten das Unsichtbare zwischen den "Kontrahenten", das allein zu ihnen gehört und für niemandes Auge bestimmt ist, zu sehr zu verwischen. Wichtig für den Leser ist hier auch, was er NICHT versteht. Gerade dies sollte virulent bleiben.

Aber davon abgesehen: vielen Dank für Ihre Wanderung auf diesem schmalen Grat.

Immer noch S.J.
3. April 2018 08:45

Ein nebensächlicher Gedankengang: Das gern und oft bemühte "Lernen aus der Geschichte" - gibt es das eigentlich? Nein. Sicherlich, es gibt den Verweis auf die Geschichte, es gibt die Assoziationen mit der Vergangenheit oder das gewichtig wirkende Zitieren aus dem Fundus der Geschichte - und immer geschieht es zu einem bestimmten Zweck. Was es nicht gibt, jedenfalls bitte ich um den Gegenbeweis, ist die Wiederkehr einer gleichen Situation mit all ihren Bedingungen, sodass man ein zwingend gelungenes Handeln aus einem historischen Muster ableiten könnte. Warum diese Zeilen? Weil es nervend ist, mit welcher Selbstverständlichkeit das Dritte Reich in der Gegenwart moralisierend verewigt wird, obgleich niemand etwas mit ihm zu tun haben will. Wenn man bspw. aus intellektuellen Gründen Carl Schmitt zitiert oder den Begriff "Gemeinschaft" in den Mund nimmt, wird man sofort in den NS-Käfig gesperrt. Das hat nichts mit einem "Lernen aus der Geschichte" zu tun.

heinrichbrueck
3. April 2018 13:44

"Der NS ist die moralische und argumentative Grundlage seines Geschichtsverständnisses."
Der NS ist die Weltanschauung von der Volksgemeinschaft. Die politische Lehre wird völkisch begründet.

Die Frage ist doch, wer in Deutschland die Politik machen soll. Nach H und Konsorten diejenigen, die den Ausländern das Land überlassen. In vielen Grundschulklassen ab 75 % Ausländeranteil. Die Dezimierung des eigenen Volkes, in einer Machtleere unterwegs, eine moralische Grundlage?

"jeder Machthaber in Schmitts Matrix von Freund und Feind die Mitbürger eintragen kann, die getötet werden dürfen."
Und in der Machtleere diejenigen, die geboren werden dürfen? 25 % Deutschenanteil in vielen Grundschulklassen, nicht weiter schlimm? Konnten halt nicht geboren werden; und ab hier ist die Grundlage eines Geschichtsverständnisses nicht mehr ernst zu nehmen.

Wie will H seine Moral bezahlen? In der südafrikanischen Währung? Feinde haben diejenigen, die Macht haben.

Wollen deutsche Kinder geboren werden, dann nicht in der Machtleere - der Moral des Machtverzichts!

Andreas Walter
3. April 2018 15:27

Oh ja, bitte, Fredy.

Das möchte ich auch sehen, wie Sie das schaffen wollen, sich bei Frau Sommerfeld zu entschuldigen.

Obwohl, vielleicht mit einer Beichte. Dass Sie auch gerne jüngere Frauen über das Knie legen, um ihnen den Popo zu versohlen.

Damit haben Sie die Hälfte des Publikums schon auf Ihrer Seite, und nur darum geht es doch bei allem im Namen des Volkes.

Die andere Hälfte gewinnen Sie dadurch dass Sie glaubhaft aber vor allem herzerweichend versichern, dass Ihre böse Stiefmutter das mit Ihnen gemacht hat. Spielt doch gar keine Rolle, ob etwas wahr ist, nur glauben müssen es die Leut'. Je irrer und bestialischer die Geschichte, um so glaubwürdiger, das beweist die Geschichte. Weil eben niemand als irre und Bestie gelten will klappt hier die Projektion darum am besten.

Ein Phänomen, das auch der Psychologie und Propaganda schon seit langem bekannt ist, weil sich niemand mit dem identifizieren will, was er am meisten fürchtet, verabscheut, ablehnt (eben mit des Pudels Kern). "So ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz, das Böse nennt, mein eigentliches Element."

Bran
4. April 2018 22:22

Fredy kann sich für seinen Kommentar nicht entschuldigen. Er kann Frau Sommerfeld um Entschuldigung bitten und sie kann ihm diese gewähren.
Ausgerechnet auf SiN solche Verirrungen zu lesen, macht einem ganz konfus.
Niemand kann sich selbst ent-schuldigen, wo kämen wir denn da hin.

A. Kovacs
7. April 2018 22:33

Auf der Leipziger Buchmesse war ich Zeuge, wie ein gewisser René Aguigah, mit miesepetrigem Gesicht, immer den Rassismusvorwurf in der Hinterhand, ein durch und durch missgünstiges Interview über dieses Buch mit Helmut Lethen geführt hat, ohne jeden Versuch des Verstehens. Herr Lethen wirkte dagegen mit seinem Bemühen, die Staatsräte aus ihrer Zeit heraus verstehen zu wollen, immer in der Defensive und zuletzt entnervt. Fazit Aguigahs: Warum überhaupt so ein Buch über Nazis schreiben? Herr Aguigah ist beim Staatsfunk beschäftigt, hat etwas über – horribile dictu – Foucault publiziert und kann und will deshalb die Faszination von Nationalsozialismus und Faschismus für viele Intellektuelle Europas weder ergründen noch begreifen. Dabei wäre das gerade heute wichtig, wo, wahrscheinlich wegen dieses Mangels an Erkenntnis, wieder viele Intellektuelle Deutschlands einer Führerin folgen, die befiehlt.

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