Der Migrationspakt als Elitenprojekt

Vor einem Monat verlautbarte die österreichische Regierung, daß sie den Migrationspakt der UNO nicht unterzeichnen werde.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Das Geheul der links­li­be­ra­len Mei­nungs­ma­cher, Kanz­ler Kurz sei einer „rechts­ex­tre­men Ver­schwö­rungs­theo­rie“ auf­ge­ses­sen, und Öster­reich wer­de sich nun ganz furcht­bar „vom Rest der Welt tren­nen“ (Der Stan­dard) und einen schreck­li­chen “Anse­hens­ver­lust” bei Alex­an­der van der Bel­lens glo­ba­lis­ti­scher Peer-Group in Brüs­sel erlei­den, ver­klang ins Lee­re, als Schlag auf Schlag etli­che wei­te­re Staa­ten ihren Aus­tritt erklär­ten: neben den USA und Ungarn, die bereits aus­ge­schie­den waren, Polen, Isra­el, die Slo­wa­kei, Bul­ga­ri­en, Tsche­chi­en, Aus­tra­li­en; unklar ist noch, wie Ita­li­en, Kroa­ti­en, Slo­we­ni­en, Est­land, Bel­gi­en und die Schweiz agie­ren wer­den, Staa­ten, die sich alle­samt kri­tisch bis ableh­nend geäu­ßert haben.

Dies hat­te eine unge­heu­re Signal­wir­kung, und brach­te die deut­sche Regie­rung und die deut­schen Leit­me­di­en in Zug­zwang. Seit­her ver­ging kein Tag, an dem nicht ein Arti­kel pro oder con­tra “Migra­ti­ons­pakt” erschien. Die Debat­te war end­lich da, gleich­sam fünf Minu­ten vor zwölf. Die Pha­lanx der Kri­ti­ker des Abkom­mens reich­te bald von Sarah Wagen­knecht und Boris Pal­mer bis zu Ste­fan Aust und Ali­ce Weidel.

Dies wäre ohne die Pio­nier­ar­beit der alter­na­ti­ven Medi­en nicht mög­lich gewe­sen. Fol­ge­rich­tig wird beim Staats­funk ARD Stim­mung gegen die “Mei­nungs­ma­che” der “rech­ten Sze­ne”, die sinis­tren “Strip­pen­zie­her und ihre Tricks” gemacht, gegen die “Pro­pa­gan­da­ka­nä­le”, die “Ver­schwö­rungs­theo­rien” über eine “angeb­li­che ‘dau­er­haf­te Mas­sen­zu­wan­de­rung’ ” verbreiten.

Der von Svea Eckert veant­wor­te­te Bei­trag nennt die Haupt­schur­ken, von denen die “Top­vi­de­os” zu dem The­ma stam­men: RT Deutsch, Der feh­len­de Part, Epoch Times, Tim Kell­ner, Oli­ver Janich, Oli­ver Flesch und ganz oben auf der Lis­te Mar­tin Sell­ner, der als Initia­tor der seit Sep­tem­ber anrol­len­den Wel­le dar­ge­stellt wird: “Sein Video und ande­re set­zen jetzt das The­ma, mit dem es von nun an steil berg­auf geht…”

Die Pro­pa­gan­dis­ten und Mei­nungs­ma­cher von Staats­funk grei­fen zu den übli­chen Dif­fa­mie­rungs­num­mern, um sich selbst als allein­se­lig­ma­chen­de seriö­se Instanz hin­zu­stel­len. Dabei hat­ten Kai Gniff­ke (ARD) und Peter Frey (ZDF) noch Ende Okto­ber bei der Podi­ums­dis­kus­si­on in Dres­den mit Micha­el Klo­n­ovs­ky und Nico­laus Fest (bei­de AfD) erken­nen las­sen, daß sie kei­ne Ahnung hat­ten, wor­um es sich bei dem Pakt über­haupt handelt.

Gniff­ke ist bis heu­te der Ansicht, daß er nichts falsch gemacht habe. “Wir haben ange­mes­sen berich­tet”, beteu­er­te er gegen­über der Jun­gen Freiheit:

Mei­ner Ansicht nach haben wir auch beim Migra­ti­ons­pakt unvor­ein­ge­nom­men und kri­tisch berich­tet. Die Bewer­tung nimmt das Publi­kum selbst vor und ent­schei­det dar­über, ob aus Vor­ur­tei­len Urtei­le wer­den oder ob das Miß­trau­en grö­ßer oder klei­ner wird.

Die­se Dis­kre­panz zwi­schen Fremd- und Selbst­wahr­neh­mung ist verblüffend.

Bis Ende Okto­ber die­ses Jah­res hat­ten nur rela­tiv weni­ge Men­schen in Deutsch­land und Öster­reich etwas von einem Untier namens „Glo­ba­ler Pakt für eine siche­re, geord­ne­te und regu­lä­re Migra­ti­on“ gehört. Mich selbst hat­te eine Bekann­te seit Juli per E‑Mail mit Rund­brie­fen bom­bar­diert, die vor der Gefahr warn­ten, die Euro­pa durch die­sen „Pakt“ dro­he. Ein­fach war der eng­li­sche Text auf der Netz­sei­te der UNO nicht zu fin­den, und eine deut­sche Fas­sung wur­de erst am 30. 7. veröffentlicht.

Wer sich infor­mie­ren woll­te, muß­te sich, wie gesagt, alter­na­ti­ven Kanä­len zuwen­den: Pio­nie­re waren außer den schon Genann­ten Eva Her­man, Tichys Ein­blick, Ach­se des Guten, Unzen­su­riert, PI-News, Jun­ge Frei­heit sowie die Blogs von Dus­han Weg­ner, Had­mut Danisch, Jür­gen Fritz und David Berger.

AfD-Bun­des­spre­cher Jörg Meu­then warn­te schon im April via You­tube vor dem „glo­ba­len Pakt“.

Die Berich­te in den Main­stream­m­edi­en waren spär­lich. Der Spie­gel schrieb am 14. 7., es han­de­le sich um einen „recht­lich nicht bin­den­den“ Ver­trag, der aller­dings „hohen Sym­bol­cha­rak­ter“ habe.

Der Wirt­schafts­jour­na­list Nor­bert Häring publi­zier­te am 19. und 21. 7. zwei aus­führ­li­che Arti­kel über das „Migra­ti­ons­ab­kom­men“. Er kam zu dem Schluß, dass sich Deutsch­land mit sei­ner Unter­zeich­nung „zur För­de­rung inter­na­tio­na­ler Wan­de­rungs­be­we­gun­gen“ ver­pflich­te; das mit ideo­lo­gi­schen Vor­schrei­bun­gen gespick­te Abkom­men gehe „unter ande­rem auf inten­si­ves Lob­by­ing der im Welt­wirt­schafts­fo­rum ver­sam­mel­ten inter­na­tio­na­len Groß­kon­zer­ne zurück, die hoch­mo­bi­le Arbeits­kräf­te sehr nütz­lich fin­den.“ Auf die­se Arti­kel bezog sich auch Sarah Wagen­knecht, eine der weni­gen, sehr ein­sa­men Kri­ti­ke­rin­nen des Pakts von “links”.

“In Reak­ti­on auf Tweet- und Mail­kom­men­ta­re” schrieb Häring:

Wer in Zusam­men­hang mit der Migra­ti­ons­de­bat­te von “lin­ker Mei­nungs­dik­ta­tur” oder Ähn­li­chem spricht, ist herz­lich ein­ge­la­den zu hin­ter­fra­gen, ob man wirk­lich plau­si­bel davon aus­ge­hen kann, dass Orga­ni­sa­tio­nen wie die Inter­na­tio­na­le Arbeit­ge­ber­or­ga­ni­sa­ti­on und das Welt­wirt­schafts­fo­rum mit der­ar­ti­gem Eifer ein “lin­kes” Pro­jekt vorantreiben.

Das zu ver­ste­hen, ist sehr wich­tig: Der Glo­ba­lis­mus ist weder “links” noch “rechts” im her­kömm­li­chen Sin­ne, wes­halb die Ant­wort eben­falls jen­seits klas­si­scher lin­ker und rech­ter Mus­ter aus­fal­len muß (das wäre der Sinn des “Popu­lis­mus”). Der Glo­ba­lis­mus dient inter­na­tio­na­lis­tisch-kapi­ta­lis­ti­schen oder “super­ka­pi­ta­lis­ti­schen” Zwe­cken, und hat dafür links-uni­ver­sa­lis­ti­sche Agen­den eingespannt.

Häring warf jeden­falls die mehr als berech­tig­te Fra­ge auf, wer denn eigent­lich Pak­te die­ser Art aus­heckt und for­mu­liert, die über das Schick­sal von gan­zen Kon­ti­nen­ten und Völ­kern ent­schei­den, ohne die gerings­te demo­kra­ti­sche Legi­ti­ma­ti­on zu haben. Der Pakt ist zwei­fel­los den Wün­schen der “Davos­kra­ten” ent­sprun­gen, wie Ren­aud Camus die­se neue olig­ar­chi­sche Klas­se nach dem Schwei­zer Ort nennt, an dem das all­jähr­li­che Tref­fen des Welt­wirt­schafts­fo­rums statt­fin­det. Eine ein­zi­ge Per­son oder Inter­es­sens­grup­pe ist hier nicht ding­fest zu machen.

Wolf­ram Wei­mer nann­te etwa Loui­se Arbour, die ehe­ma­li­ge “Hoch­kom­mis­sa­rin für Men­schen­rech­te bei den Ver­ein­ten Natio­nen” als “Mut­ter des Migra­ti­ons­pak­tes”.

Denn Loui­se Arbour gilt nicht nur als “Mut­ter des Migra­ti­ons­pak­tes”, sie ist auch eine lei­den­schaft­li­che, poli­ti­sche Akti­vis­tin. Seit Jahr­zehn­ten betreibt sie aus einer links­li­be­ra­len Hal­tung her­aus Poli­tik zum The­ma Min­der­hei­ten und Völ­ker­recht; ihre poli­ti­schen Geg­ner rufen sie ger­ne “Com­ra­de Loui­se”, Genos­sin Louise.

Focus nann­te wie­der­um den amtie­ren­den Gene­ral­se­kre­tär Antó­nio Guter­res als einen der ent­schei­den­den Urhe­ber des Pak­tes. Der por­tu­gie­si­sche Poli­ti­ker ist ein in der Wol­le gewa­sche­ner Sozia­list: Mit­glied der Sozia­lis­ti­schen Par­tei war er Pre­mier­mi­nis­ter Por­tu­gals und von 1999 bis 2005 Prä­si­dent der Sozia­lis­ti­schen Inter­na­tio­na­le; 2005 – 2015 war er “Hoher Flücht­lings­kom­mis­sar der Ver­ein­ten Natio­nen” (er scheint übri­gens auch in einen Skan­dal um einem Kin­ders­schän­der­ring à la Dutroux ver­wi­ckelt gewe­sen zu sein.)

Guter­res steht ideo­lo­gisch in einer Rei­he mit ande­ren älte­ren glo­ba­lis­ti­schen Lin­ken wie Tony Blair oder Bill Clin­ton, die die Mas­sen­mi­gra­ti­on in west­li­che Län­der als eine Art “Revo­lu­ti­on” betrach­ten. Es wird also kei­nes­wegs über­ra­schen, daß Guter­res ein lei­den­schaft­li­cher Advo­kat der Über­flu­tung Euro­pas durch Migran­ten ist.

Hier ein Aus­zug aus einer Rede Guter­res, bevor er den Pos­ten des UN-Gene­ral­se­kre­tärs antrat:

Wie brau­chen in die­sem Moment drin­gend zwei Din­ge: Füh­rung und Wer­te. Die Wer­te, die alle unse­re Gesell­schaf­ten, die mul­ti­eth­nisch, mul­ti­kul­tu­rell und mul­ti­re­li­gi­ös wer­den, brau­chen, um Inklu­si­on, Zusam­men­halt zu för­dern, um den Men­schen das Gefühl zu geben, daß sie dazu­ge­hö­ren, um “Diver­si­ty” zu wert­schät­zen und um poli­ti­schen Popu­lis­mus, Frem­den­feind­lich­keit, Ras­sis­mus und gewalt­tä­ti­gen Extre­mis­mus zu kon­fron­tie­ren und zu besie­gen. Und dies sind die Wer­te, denen ich mein gan­zes Leben lang gedient habe.

Ein wei­te­res Zitat:

Die Glo­ba­li­sie­rung ist asym­me­trisch. Das Geld bewegt sich frei, Güter und Dienst­leis­tun­gen bewe­gen sich mehr oder weni­ger frei, aber für die Bewe­gungs­frei­heit der Men­schen gibt es alle mög­li­chen Hin­der­nis­se. Und das erzeugt vie­le Ungleich­hei­ten in der Welt. In Bezug auf die Migra­ti­on ist mei­ner Mei­nung nach wich­tig: Ers­tens, mög­lichst vie­le Gele­gen­hei­ten für lega­le Migra­ti­on zu erschaf­fen, um auf die­se Art die Men­schen­rech­te zu respek­tie­ren und die Rol­le von Schmugg­lern und Schlep­pern zu bekämp­fen, und gleich­zei­tig eine Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit zu haben, die auch mensch­li­che Mobi­li­tät in Rech­nung stellt, Migra­ti­on zu einer Opti­on macht statt einem Akt der Verzweiflung.

Das ist im Kern der Inhalt des Migra­ti­ons­pak­tes, der in der Tat eine “Ein­la­dung an alle” ist (Ste­fan Aust): Die Men­schen­strö­me sol­len nicht nur in wei­te­re Bewe­gung gesetzt wer­den, ihre Migra­ti­ons­be­we­gun­gen sol­len lega­li­siert und erleich­tert wer­den, die Auf­nah­me­län­der zur Akzep­tanz prä­pa­riert und ver­pflich­tet wer­den. Und da Guter­res die öko­no­mi­sche Ungleich­heit anspricht, ist klar, daß haupt­säch­li­ches Ziel die­ser Migra­ti­ons­be­we­gun­gen vor­ran­gig Nord­ame­ri­ka und Euro­pa sein wer­den (im gerin­ge­rem Maße die kolo­nia­len Able­ger Aus­tra­li­en und Neuseeland).

Der Bezug auf die Men­schen­rech­te dient hier als mora­li­sche Erpres­sung und “tro­ja­ni­sches Pferd”, wie Johan­nes Eis­le­ben in einer bril­lan­ten Tie­fen­boh­rung auf Ach­se des Guten schreibt. Es liegt auf der Hand, daß die Umset­zung des Pak­tes die Migra­ti­on nach Euro­pa rasant beschleu­ni­gen wird. Man muß sei­ne For­de­run­gen nur in Ver­bin­dung set­zen zu den mas­si­ven Migra­ti­ons­wel­len, die in abseh­ba­rer Zeit aus Schwarz­afri­ka her­an­rol­len wer­den (sie­he hier, hier und hier).

Das wür­de aber auch eine mas­si­ve Beschleu­ni­gung des “gro­ßen Aus­tauschs” der euro­päi­schen Völ­ker bedeu­ten, und damit die Ver­nich­tung all des­sen, was bis­her als Euro­pa bekannt wäre. Es wäre ein “Geno­zid durch Substitution”.

Die “Davos­kra­ten” wis­sen das natür­lich. Ihre Pro­pa­gan­dis­ten sind schon lan­ge am Werk, um die­ses Pro­jekt vor­an­zu­trei­ben. Die­ses Schick­sal soll als unaus­weich­lich und alter­na­tiv­los dar­ge­stellt wer­den. Sei­ne Apo­lo­ge­ten geben sich als nüch­ter­ne, illu­si­ons­lo­se Rea­lis­ten aus, die tun, was unwei­ger­lich getan wer­den im muß.

Im Sep­tem­ber schrieb ein Kolum­nist des Eco­no­mist:

Die bei­den Optio­nen, Fes­tung Euro­pa vs. Eurafri­ka, könn­ten sich eines Tages als die Wahl zwi­schen Ver­leug­nung und Wirk­lich­keit her­aus­stel­len. Euro­pa kann sich nicht von den dra­ma­ti­schen, lang­fris­ti­gen Ver­schie­bun­gen sei­nes kon­ti­nen­ta­len Nach­barn abkap­seln. Ob es einem gefällt oder nicht, Eurafri­ka ist Euro­pas demo­gra­phi­sches und kul­tu­rel­les Schick­sal. Statt es zu igno­rie­ren oder abzu­leh­nen, ist es gewiß bes­ser, dar­an zu arbei­ten, es zu einem Erfolg zu machen.

The Eco­no­mist ist eines der Zen­tral­or­ga­ne der Davos­kra­tie; Haupt­ei­gen­tü­mer ist die Invest­ment­ge­sell­schaft Exor im Besitz der Agnel­li-Fami­lie (43,3%), wei­te­re Antei­le besit­zen die Roth­schilds (21%), Schro­ders und Lay­tons.

Nun wur­de auch bekannt, daß nie­mand anders als die deut­sche Regie­rung selbst maß­geb­lich zur Ent­wick­lung des Pak­tes bei­getra­gen hat, womög­lich um die Grenz­öff­nung von 2015 nach­träg­lich zu recht­fer­ti­gen und zu legalisieren.

Die Welt berichtete:

Das 144-Sei­ten-Papier trägt den Titel „Bericht der Bun­des­re­gie­rung zur Zusam­men­ar­beit zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und den Ver­ein­ten Natio­nen und ein­zel­nen, glo­bal agie­ren­den inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen und Insti­tu­tio­nen im Rah­men des VN-Sys­tems in den Jah­ren 2016 und 2017“. Es wur­de im August geschrie­ben, im Okto­ber gedruckt und liegt WELT AM SONNTAG vor.

„Deutsch­land hat die Aus­ge­stal­tung der bei­den Pak­te durch Text­vor­schlä­ge aktiv mit­ge­stal­tet“, heißt es in dem vom Refe­rat OR07 des Außen­mi­nis­te­ri­ums ver­fass­ten Doku­ment. Zudem macht das Papier deut­lich, dass die Regie­rung den Migra­ti­ons­pakt zwar als völ­ker­recht­lich unver­bind­lich ein­stuft. In ihrem offi­zi­el­len Bericht heißt es aber auch, der Migra­ti­ons­pakt sei „als recht­lich nicht bin­dend, aber poli­tisch ver­pflich­tend konzipiert“.

Das macht das still­schwei­gen­de, alles ande­re als trans­pa­ren­te Vor­ge­hen der deut­schen Regie­rung umso ver­werf­li­cher. Hei­ko Maas hat­te noch die Unver­schämt­heit, zu behaup­ten, die Bun­des­re­gie­rung habe “früh­zei­tig die Bevöl­ke­rung ein­ge­bun­den”. Es ist lei­der bezeich­nend für das Wach­ko­ma, in dem sich der Groß­teil Deutsch­land immer noch befin­det, daß ein füh­ren­der Poli­ti­ker eine der­art faust­di­cke Lüge äußern kann, ohne daß in der Haupt­stadt Bar­ri­ka­den errich­tet wer­den wie in Frankreich.

Abge­se­hen von der übli­chen Gas­lich­te­rei war das ein­zi­ge Beschwich­ti­gungs­ar­gu­ment, das die Apo­lo­ge­ten des Abkom­mens her­vor­brin­gen konn­ten, daß der Pakt doch recht­lich nicht bin­dend sei, nichts wer­de oder müs­se sich ver­än­dern, alle Staa­ten dür­fen trotz der akzep­tier­ten Ver­pflich­tun­gen sou­ve­rän machen, was sie wol­len, wes­halb auch die Skep­ti­ker doch gar kei­nen Grund zur Sor­ge hätten.

So etwa EU-Innen­kom­mis­sar Dimi­tris Avra­mo­pou­los, der die abtrün­ni­gen Staa­ten nun drängt, sich die Sache doch anders zu überlegen:

Ich ver­ste­he die Ableh­nung des UN-Migra­ti­ons­pak­tes nicht, weil das Doku­ment nicht recht­lich bin­dend ist und nie­man­dem etwas auf­ge­drängt wird.

Auch das ist auf gut Deutsch gesagt eine scham­lo­se, fre­che Ver­ar­schung, wie auch Hei­ko Maas’ Bemer­kung, daß in dem Ver­trag „kei­ne ein­klag­ba­ren Rech­te und Pflich­ten“ ent­hal­ten sei­en und „kei­ner­lei rechts­än­dern­de oder rechts­set­zen­de Wir­kung“ ent­fal­tet wür­de. Nun, wenn das gan­ze ohne­hin weder “recht­lich bin­dend ist” und “nie­man­dem etwas auf­ge­drängt wird”, wozu dann die gan­ze Mühe, es auf­zu­set­zen? War­um es unter­schrei­ben? War­um das Geheul und Geflen­ne, weil immer mehr Staa­ten das Abkom­men auf­kün­di­gen? War­um die­ses ver­däch­ti­ge Drän­gen und For­dern: Schluck end­lich die Pil­le, sie hat sowie­so kei­ne Wirkung!

Indes ist dem Ver­trag selbst klar zu ent­neh­men, daß hier via “Ver­pflich­tun­gen” die Schie­nen für ent­spre­chen­de recht­li­che Umset­zun­gen, für ein Gewohn­heits­recht ange­legt wer­den sol­len. Es wird zwar beteu­tert, daß die natio­na­le Sou­ve­rä­ni­tät unan­ge­tas­tet blei­be, aber das sind blo­ße Text­s­treu­sel, die ein Ali­bi­tür­chen offen las­sen sol­len, die Pil­le ver­sü­ßen und tar­nen sol­len. Die Annah­me der Absichts­er­klä­rung ist der ers­te Schritt der natio­na­len Regie­run­gen, die Umset­zung der For­de­run­gen und “Ver­pflich­tun­gen” ein­zu­lei­ten. Die “natio­na­le Sou­ve­rä­ni­tät” ist dann nur mehr eine papier­dün­ne Far­ce, die mit dem nächs­ten Feder­strich abge­wi­ckelt wer­den kann.

Die kon­kre­ten For­de­run­gen und Ver­pflich­tun­gen wür­den, ein­mal umge­setzt, die­se Sou­ve­rä­ni­tät näm­lich ekla­tant ein­schrän­ken, das Eigen­in­ter­es­se auf ein Mini­mum redu­zie­ren, womög­lich voll­stän­dig aus­lö­schen. Die Akkla­ma­ti­on der Regie­rung bekun­det ihren Wil­len zur Umset­zung und den Pakt der eige­nen Bevöl­ke­rung als not­wen­di­gen, legal sank­tio­nier­ten fait accom­pli vorzuschwindeln.

Noch­mal aus der Welt:

Zu die­sem Urteil kommt auch der Bon­ner Völ­ker­recht­ler Mat­thi­as Her­de­gen: Man müs­se „ganz klar sehen, dass auch sol­che Doku­men­te als soge­nann­tes wei­ches Recht, Soft Law, die Aus­le­gung und Fort­ent­wick­lung des gel­ten­den Rechts der ver­bind­li­chen Nor­men mit­steu­ern und damit natür­lich auch am Ende recht­li­che Wir­kun­gen bekommen.“

Der Staats­recht­ler Rein­hard Mer­kel wirft der Regie­rung “sug­ges­ti­ve Irre­füh­rung” vor – nichts ande­res, als was ich als “Gas­lich­tern” bezeichne:

Der Pakt wer­de „eine gewis­se Sog­wir­kung aus­lö­sen“ und die „Migra­ti­on aus den armen Staa­ten in die wohl­ha­ben­den Staa­ten deut­lich ver­stär­ken“, „aus Afri­ka vor allem. (…) Wir wer­den neue Migra­ti­ons­wel­len kriegen.“

Die Erwar­tung, der Pakt sen­ke den Migra­ti­ons­druck, sei „blau­äu­gig“, sag­te Mer­kel: „Die Ver­ein­ba­rung wird ganz sicher völ­ker­recht­li­che Wir­kun­gen haben. Ver­ein­bart wer­den Zie­le. Wie die­se Zie­le umge­setzt wer­den, bleibt Sache der Staa­ten. Dass sie umzu­set­zen sind, wird ver­ein­bart – und zwar wirk­lich recht­lich verbindlich.“

Ähn­lich der Völ­ker­recht­ler Frank Schorkopf:

Der Bun­des­tags­be­schluss könn­te nach Ansicht des Göt­tin­ger Völ­ker­recht­lers Frank Schor­kopf (48) durch das im Pakt fest­ge­schrie­be­ne Prin­zip der „gemein­sa­men Ver­ant­wor­tung“ aus­ge­he­belt wer­den, sag­te er dem „Spie­gel“.

Schor­kopf in dem Inter­view: „Ver­schie­de­ne Akteu­re kön­nen dar­aus Pflich­ten ent­wi­ckeln, die sehr weit­rei­chend sind: Ein­wan­de­rungs­kon­tin­gen­te aus­zu­wei­ten, Her­kunfts- und Tran­sit­län­der finan­zi­ell zu unter­stüt­zen oder ille­ga­len Immi­gran­ten einen lega­len Sta­tus zuzu­wei­sen.“ Die­se Wir­kung bezeich­net Schor­kopf als „Schlag­sei­te“ des Paktes.

Schor­kopf wei­ter: „Stän­dig wer­den, zu Recht, die Men­schen­rech­te der Migran­ten betont. Dar­aus wer­den Hand­lungs­ver­pflich­tun­gen für die Staa­ten abge­lei­tet, ohne zu sehen, dass hin­ter die­sen auch deren Bür­ger ste­hen, mit eige­nen Men­schen­rech­ten. Wer in Duis­burg wohnt oder Ber­lin-Neu­kölln, hat auch Rech­te, und wenn dort die Kri­mi­na­li­tät steigt, wenn es weni­ger bezahl­ba­ren Wohn­raum gibt, weil die Kom­mu­nen den für Flücht­lin­ge benö­ti­gen, oder wenn in den Grund­schu­len kaum noch Kin­der sind, die Deutsch als Mut­ter­spra­che beherr­schen, dann hat das auch Gewicht.“

Schor­kopf spricht einen wesent­li­chen Punkt an: Die Rech­te und Inter­es­sen der Ein­hei­mi­schen der Auf­nah­me­län­der wer­den in dem Pakt so gut wie negiert. Schlim­mer noch, sie sol­len durch ent­spre­chen­de Pro­pa­gan­da wehr­los und durch Straf­an­dro­hun­gen ein­ge­schüch­tert und mund­tot gemacht wer­den. “Dis­kri­mi­nie­rung” soll als “Haß­ver­bre­chen” geahn­det wer­den. Kri­tik schlecht­hin an Ein­wan­de­rung könn­te mit ent­spre­chen­dem Aus­le­gungs­wil­len kri­mi­na­li­siert werden.

Aus dem mit orwel­lia­ni­schem Dop­pel­denk gespick­ten Vertragstext:

Wir bekräf­ti­gen außer­dem die Ver­pflich­tung, alle For­men der “Dis­kri­mi­nie­rung, ein­schließ­lich Ras­sis­mus, Frem­den­feind­lich­keit und Into­le­ranz, gegen­über Migran­ten und ihren Fami­li­en zu beseitigen. (.…)

Wir müs­sen außer­dem allen unse­ren Bür­ge­rin­nen und Bür­gern objek­ti­ve, fak­ten­ge­stütz­te und kla­re Infor­ma­tio­nen über die Vor­tei­le und Her­aus­for­de­run­gen der Migra­ti­on ver­mit­teln, um irre­füh­ren­de Nar­ra­ti­ve, die zu einer nega­ti­ven Wahr­neh­mung von Migran­ten füh­ren, auszuräumen.

Wir ver­pflich­ten uns, im Ein­klang mit den inter­na­tio­na­len Men­schen­rechts­nor­men alle For­men der Dis­kri­mi­nie­rung zu besei­ti­gen und Äuße­run­gen, Hand­lun­gen und Aus­prä­gun­gen von Ras­sis­mus, Ras­sen­dis­kri­mi­nie­rung, Gewalt, Frem­den­feind­lich­keit und damit zusam­men­hän­gen­der Into­le­ranz gegen­über allen Migran­ten zu ver­ur­tei­len und zu bekämpfen.

Dazu ist auch die Kon­trol­le der Medi­en vorgesehen.“Unter vol­ler Ach­tung der Medi­en­frei­heit” soll “eine unab­hän­gi­ge, objek­ti­ve und hoch­wer­ti­ge Bericht­erstat­tung durch die Medi­en, ein­schließ­lich Infor­ma­tio­nen im Inter­net” geför­dert wer­den. Auch die­ser Abschnitt ist par excel­lence orwel­lia­nisch, denn es ist genau das Gegen­teil einer “unab­hän­gi­gen, objek­ti­ven” Bericht­erstat­tung vorgesehen.

Gefor­dert wird viel­mehr “Sen­si­bi­li­sie­rung und Auf­klä­rung von Medi­en­schaf­fen­den hin­sicht­lich Migra­ti­ons­fra­gen und ‑begrif­fen”, “Inves­ti­tio­nen in ethi­sche Stan­dards der Bericht­erstat­tung und Wer­bung”, sowie “Ein­stel­lung der öffent­li­chen Finan­zie­rung oder mate­ri­el­len Unter­stüt­zung von Medi­en, die sys­te­ma­tisch Into­le­ranz, Frem­den­feind­lich­keit, Ras­sis­mus und ande­re For­men der Dis­kri­mi­nie­rung gegen­über Migran­ten fördern”.

Jeg­li­cher Form der Ein­wan­de­rungs­kri­tik soll also der Geld­hahn abge­dreht wer­den, sol­len sich die Regie­run­gen doch nun zu einem aus­schließ­lich posi­ti­ven Bild von Ein­wan­de­rung verpflichten:

Migra­ti­on war schon immer Teil der Mensch­heits­ge­schich­te, und wir erken­nen an, dass sie in unse­rer glo­ba­li­sier­ten Welt eine Quel­le des Wohl­stands, der Inno­va­ti­on und der nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung dar­stellt und dass die­se posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen durch eine bes­ser gesteu­er­te Migra­ti­ons­po­li­tik opti­miert wer­den können.

Dazu paßt gut, was mir Moni­tor-Mode­ra­tor Georg Rest­le auf Twit­ter geschrie­ben hat. Rest­le, ein stram­mer Ideo­lo­gie­sol­dat mit stets blank geputz­tem hyper­mo­ra­li­schen Hei­li­gen­schein, hält es bekannt­lich auch für einen gebo­te­nen “ethi­schen Stan­dard”, die Objek­ti­vi­täts­du­se­lei und den “Neu­tra­li­täts­wahn” in der media­len Bericht­erstat­tung fah­ren zu las­sen und statt­des­sen den öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk zur Volks­er­zie­hung ein­zu­set­zen. Schließ­lich sind die Bür­ger zu dumm und unmün­dig, einen so hoch­kom­pli­zier­ten Text wie den Migra­ti­ons­pakt ange­mes­sen zu interpretieren.

Das hört sich dann so an:

Ich habe alle 32 Sei­ten gele­sen und ken­ne mich mit völ­ker­recht­li­chen Ver­trä­gen sehr gut aus. Fakt ist: Nichts wird sich durch die­se Absichts­er­klä­run­gen ändern, solan­ge Regie­run­gen das nicht wol­len. Die Behaup­tung, natio­na­le Sou­ve­rä­ni­tät wür­de ein­ge­schränkt, ist blan­ker Unsinn.

Sie haben offen­sicht­lich über­haupt kei­ne Ahnung vom Völ­ker­recht. Dass aus einer aus­drück­lich unver­bind­li­chen Absichts­er­klä­rung wie dem Migra­ti­ons­pakt bin­den­des (!) Völ­ker­ge­wohn­heits­recht wird, glaubt nicht mal Herr Gau­land wirk­lich. Lesen Sie mal Fachliteratur!

Wie­der dass­sel­be Mus­ter: “Schluck die Pil­le, sie hat ohne­hin kei­ne Wir­kung!” Die Unter­ta­nen vor der Glot­ze haben die wei­sen Ent­schei­dun­gen ihrer wohl­wol­len­den, kom­pe­ten­ten, sach­ver­stän­di­gen Herr­scher und Hohe­pries­ter hin­zu­neh­men; wenn nicht, wer­den sie ver­spot­tet, ver­höhnt, dif­fa­miert, als rechts­ra­di­ka­le Verschwörungsspinner.

Ich schick­te Rest­le ein paar Links zu kri­ti­schen Bei­trä­gen, die auch auf die Pra­xis des “soft law” ein­ge­hen, unter ande­rem von Nor­bert Hae­ring. Sei­ne Antwort:

Mei­ne Güte: Da ver­sam­melt sich ja das Who is Who der Völ­ker­rechts­ex­per­ten. Q.e.d.: Durch­sich­ti­ge Kam­pa­gne einer völ­kisch-natio­na­lis­ti­schen Sze­ne am unge­eig­ne­ten Objekt. Sach­ver­stand sieht anders aus. Sei­en Sie doch wenigs­tens ehrlich!

Wenn Sie den Stuss, den Sie hier wei­ter­hin ver­brei­ten, offen­sicht­lich selbst glau­ben, neh­me ich mei­ne Ver­mu­tung Ihrer über­durch­schnitt­li­chen Intel­li­genz dann doch zurück.

Der Witz dar­an ist, daß Rest­le und ähn­li­che gewi­ckel­te Genos­sen selbst mit dem Inhalt des Pak­tes kein Pro­blem haben, ja es kaum erwar­ten kön­nen, bis er umge­setzt wird. Er beschimpft jeden, der behaup­tet, der Pakt schrän­ke die natio­na­le Sou­ve­rä­ni­tät ein, und kann kaum erwar­ten, daß eben das geschieht; wer das nicht wol­le, sei ein “Igno­rant”.

Die­je­ni­gen, die so argu­men­tie­ren, beto­nen beschwich­ti­gend, daß die Regie­rung den Inhalt des Pak­tes nicht umset­zen muß, WOLLEN aber daß dies mög­lichst bald geschieht. Nun muß noch der stö­ren­de Wider­stand der Skep­ti­ker und Geg­ner lahm­ge­legt wer­den. Sie kapie­ren in ihrer Ver­blen­dung nicht, daß das Miß­trau­en umso grö­ßer wird, je mehr sie danach drän­gen, die­se angeb­lich völ­lig fol­gen­lo­se Pil­le ver­dammt noch­mal zu schlucken.

Wie zu erwar­ten, stell­te sich der Bun­des­tag hin­ter den Migra­ti­ons­pakt: “Von den 709 Abge­ord­ne­ten stimm­ten 372 mit Ja, 153 mit Nein, 141 haben sich ent­hal­ten, bei 43 nicht abge­ge­be­nen Stim­men.” Die Abstim­mung erfolg­te allein auf Drän­gen der AfD-Frak­ti­on (85 Nein-Stim­men), die auch geschlos­sen gegen den Pakt stimm­te – eben­so wie übri­gens die Links­par­tei (62 Nein-Stim­men, O Ja-Stim­men), aller­dings mit der Begrün­dung, daß der Pakt zu „vage und unkon­kret“ sei, ihnen also wohl nicht weit genug gehe. Vier ein­sa­me Mit­glie­der der CDU/CSU hat­ten eben­falls den Mumm dage­gen zu stim­men, ansons­ten taten die Block­par­tei­en, was man von ihnen erwartet.

Das Aus­wär­ti­ge Amt ließ am 29. 11. über Twit­ter fol­gen­de Mel­dung verbreiten:

Es ist höchs­te Zeit. Die Pro­ble­me der Welt wach­sen zusam­men. Davor die Augen zu ver­schlie­ßen, wäre naiv. Der Glo­ba­le Pakt ist kei­ne inter­na­tio­na­le Ver­schwö­rung, er ist ein Akt der puren Vernunft.

Wie­der der Ges­tus des nüch­ter­nen Rea­lis­mus, ver­faßt im schöns­ten Mer­kel­deutsch: Pro­ble­me “wach­sen zusammen”?

Wie auch immer: Nein, es ist in der Tat kei­ne “Ver­schwö­rung”. In Wahr­heit han­delt es sich hier um eine offe­ne Agen­da inter­na­tio­na­ler Eli­ten, die mei­nen, sie könn­ten über das Schick­sal gan­zer Völ­ker und Kon­ti­nen­te ent­schei­den, ohne sich demo­kra­tisch legi­ti­mie­ren zu müs­sen; und natür­lich ist ihr Vor­ha­ben nicht „pure Ver­nunft“, son­dern blan­ker Wahnsinn.

Das “Ver­schwö­re­ri­sche” besteht vor allem in den Lügen und Irre­füh­run­gen, mit denen die­se Agen­da dem Volk ver­kauft wird, das weder aus­rei­chend infor­miert noch in irgend­ei­ner Wei­se befragt wird, das abwech­selnd ein­ge­schüch­tert und ein­ge­schlä­fert wird. Was vor unse­ren Augen geschieht, ist ein mas­si­ves, his­to­risch nie dage­we­se­nes Ver­bre­chen, ein gewal­ti­ger Ver­rat an den Völ­kern Euro­pas mit einer “demo­kra­ti­schen” und “huma­ni­tä­ren” Maske.

Vor einem Monat äußer­te Mar­tin Sell­ner, er habe zum ers­ten Mal über­haupt das Gefühl, von Men­schen regiert zu wer­den, die sich tat­säch­lich für das Wohl des eige­nen Lan­des und Vol­kes ver­ant­wort­lich füh­len. Nun, die­ses Ver­trau­en war viel­leicht nicht gerecht­fer­tigt. Völ­lig unbe­greif­li­cher­wei­se gab die öster­rei­chi­sche Regie­rung nun bekannt, dem nächs­ten, bis­lang ver­steck­ten Untier, dem “Flücht­lings­pakt” zuzu­stim­men, der genau die­sel­be Stoß­rich­tung wie der Migra­ti­ons­pakt hat, inklu­si­ve Ver­pflich­tung zur Gehirn­wä­sche, um Kri­tik zu kriminalisieren.

Dar­in ist wort­wört­lich von einer “Neu­an­sied­lung” die Rede:

Die Not­wen­dig­keit, ein posi­ti­ves Kli­ma für Neu­an­sied­lun­gen zu för­dern und die dafür nöti­gen Kapa­zi­tä­ten zu stär­ken sowie den Bestand an Neu­an­sied­lungs­mög­lich­kei­ten zu erwei­tern, kann nicht genug betont werde.

Vie­le deut­sche Schlaf­scha­fe wol­len wohl schon allein des­halb nicht auf­wa­chen, weil sie sich das Aus­maß des Ver­ra­tes und der abge­kop­pel­ten Feind­se­lig­keit und Kor­rup­ti­on der herr­schen­den Eli­ten kaum vor­stel­len kön­nen. Das logi­sche Ergeb­nis die­ser Poli­tik ist Bevöl­ke­rungs­aus­tausch, Umvol­kung, Eth­no­zid, Geno­zid. Man muß es genau­so scharf sagen.

Mar­tin Sell­ners Kom­men­tar zum Flücht­lings­pakt hier.

“Alles, was Sie über den Migra­ti­ons­pakt wis­sen soll­ten” von Thi­lo Sar­ra­zin hier.

Sein Resü­mee:

Die unter­ent­wi­ckel­ten Her­kunfts­län­der mit ihrem außer Kon­trol­le gera­te­nen Bevöl­ke­rungs­wachs­tum geben einen Teil ihres jähr­li­chen Bevöl­ke­rungs­über­schus­ses an die Indus­trie­staa­ten ab und wer­den dadurch mit Geld­über­wei­sun­gen belohnt. Die Indus­trie­län­der wie­der­um ver­pflich­ten sich zum Unter­halt, zur sozia­len Inklu­si­on, zur Aus­bil­dung und Beschäf­ti­gung des regel­mä­ßig bei ihnen anlan­den­den Bevölkerungsüberschusses.

Das ist die schö­ne neue Welt der inter­na­tio­na­len Poli­tik, die der Migra­ti­ons­pakt offen­bar im Auge hat.

Eine Regie­rung der Bun­des­re­pu­blik, die die natio­na­len Inter­es­sen wahrt, soll­te einen sol­chen Text nicht unter­schrei­ben. Zudem ist im gesam­ten Text kei­ne ein­zi­ge ver­läss­li­che und wert­hal­ti­ge Gegen­leis­tung der Her­kunfts­län­der der welt­wei­ten Migra­ti­on zu erkennen.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (12)

MartinHimstedt

3. Dezember 2018 17:25

Das Interview mit Gniffke in der JF ist pures Gold und erinnert mich an meine Konversationen mit dem virtuellen Berater von IKEA oder meiner Hausbank (ja, noch habe ich eine).

Bei der Podiumsdiskussion, die sich, an dieser Stelle wiederhole ich mich, wirklich jeder ansehen sollte, sagte Peter Frey (aus der Erinnerung), dass man schon über den Pakt berichten würde, wenn er denn unterzeichnet ist.

Es hat im Übrigen im Bundestag keine Abstimmung über den Migrationspakt gegeben, wie im Mainstream (und irgendwie ja auch hier) kolportiert wird, sondern eine Abstimmung über Drucksache 19/6056 (vgl. facebook-Profil Matthias Moosdorf, Eintrag vom 30. November 2018). Nun bin ich kein Staatsrechtler, aber diese Drucksache, an den UN-Migrationspakt geheftet, ist doch eigentlich ein Erfolg für den Widerstand.

eike

3. Dezember 2018 18:04

Ich nehme an, der Pakt gilt auch in der umgekehrten Richtung:

Wenn es hier zu eng wird - und das ist schon der Fall - kann ich in jedes afrikanische Land einwandern, mit Recht auf Residenz und Arbeitserlaubnis und mir eine große Farm kaufen.

Mehr Sonne, kein Dieselverbot, billige Bedienstete, weniger Umweltverschmutzung, keine Staatsfunkindoktrinationszwangsbeiträge,...

Je mehr ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir der Pakt. (:-))

Langsax

3. Dezember 2018 18:48

Die deutsche Regierung gehört nunmal zu den Ausführenden der globalen Elite. Und deren Ziel ist klar: Die Vernichtung der europäischen Völker. Vernichtung durch Verdrängung und Vermischung, Vernichtung durch Ressourcenklau durch Fremde. Darum gehört Ethnopluralismus ja auch für den Verfassungsschutz zu den "rechtsradikalen Theorien". Denn Ethnopluralismus ist das Gegenteil von "Multikulti".
Ich denke, die Mehrheit der westeuropäischen Völker beugt sich in das vorgesehene Schicksal.
Nur eine Frage bleibt: Warum wollen die Eliten das Auslöschen der Völker, die in der Vergangenheit gezeigt haben, dass sie ganz Großes bewerkstelligen können? Ich habe eine Vermutung, aber die ist so ungeheuerlich, dass ich sie lieber gar nicht mehr denken möchte.

Caroline Sommerfeld

3. Dezember 2018 19:49

Elitenkasperln winden sich, wenn es um "Elite" geht. Mehrfach erlebt, ein Exemplar (http://www.vernunft.org/) wollte mich im Gespräch elegant eingemeinden in "die Elite", da ich doch wie er selbst gebildet bin und schon mal im Ausland war. Er wollte partout nicht verstehen, was Elitenkritiker für einen Elitenbegriff anlegen. Warum bloß?

Ein zweites, nachlesbares Beispiel für das Sichwinden eines Elitenkasperls ist dieses Deutschlandfunk-Kultur-Interview mit dem Regisseur Doron Rabinovici über sein neues, in Wien aufgeführtes "Polittheater", das aus zusammengestückelten Orbánstrachesalvinireden besteht (muß ein Hochgenuß fürs sich in Tugendprotzerei suhlende Publikum sein).

https://www.deutschlandfunkkultur.de/polittheater-gegen-rechts-was-tun-gegen-die-internationale.990.de.html?dram:article_id=434639
„Wir sollten uns diesem Bild der Eliten nicht fügen“

(...)

Deutschlandfunk Kultur: Also, der Sozialstaat in der Krise, die soziale Frage, die nicht ausreichend berücksichtig wurde, das interpretiere ich jetzt doch mal so, dass der Erfolg dieser rechtspopulistischen Parteien schon auch auf ein Versagen der bisherigen Eliten hinweist, also, sich um diese Fragen nicht genügend gekümmert zu haben, und dass deswegen auch solche Parolen „unser Geld für unsere Leute“ überhaupt erst verfangen können, weil die Menschen eben das Gefühl bekommen haben, da macht sich eine linke Schickeria ein feines Leben auf unsere Kosten.

Rabinovici: Darf ich Sie was fragen?

Deutschlandfunk Kultur: Ja.

Rabinovici: Wer sind „die Eliten“?

Deutschlandfunk Kultur: Das war sozusagen ein Zitat. Aus der Sicht einer Sekretärin sind möglicherweise Sie und ich schon „die Eliten“. Wir äußern uns öffentlich. Wir verdienen ganz gut. Wir sind gebildet.

Rabinovici: Also, Sie sind ja Journalistin, aber die meisten Schriftsteller sind ja nicht die Reichsten unserer Gesellschaft. Und Journalisten sind es ja auch zusehends weniger, oder?

Deutschlandfunk Kultur: Auf jeden Fall, ja, klar.

Rabinovici: Also, wenn wir von Eliten sprechen, dann müssen wir, finde ich, schon genau sein. Ich würde sagen, das, was als linke Schickeria abgetan wird, als Eliten in den Redaktionen, das ist ja sehr lustig, wenn zum Beispiel Donald Trump sagt, „das sind die Eliten“. Das muss man sich mal vorstellen, wer da – auch in Europa – über diese reichen Eliten spricht. Nein, es gibt Menschen, die wirklich ungemein viel international verdienen.

Und ich komme wieder zurück zur Globalisierung. Ich glaube, wir sollten uns diesem Bild der Eliten nicht fügen, weil wir dadurch eine falsche Diskussion beginnen. Was schon stimmt, ist, und da gebe ich Ihnen Recht, es gibt einen Elitismus, der über die Leute und ihre Zukunftsängste hinweg geht. Trotzdem, wir dürfen es uns nicht zu einfach machen. Die Frage, wer hier Ängste hat und Zukunftsängste hat, ist auch ganz klar. Wir haben sie eigentlich alle – und gar nicht einmal zu Unrecht.

(...)

Mir scheint fast, als täuschen solche Leute den blinden Fleck (Eliten? Keeeeeiiiine Ahnung, was das sein soll" Reiche Leute? Kluge Leute? Linke Schickeria die's ja gar nicht gibt?) nur vor ...

Du schriebst kürzlich: Dummstellen + virtue signalling = gaslighting.

Gleichung empirisch überprüft an zwei Beispielen. Sollte stimmen.

W. Wagner

3. Dezember 2018 21:39

Der Text von Martin Lichtmesz zeigt sehr genau, was da in den letzten Monaten, fast muss man von Wochen sprechen, geschehen ist: Ohne die alternativen Medien hätten unsere GEZ-finanzierten Medien nach (!) Vertragsunterzeichnung berichtet und kein Bürger hätte sich weiter damit beschäftigt. Diese Staatsmedien, die sich für soviel ausgewogener halten, müssen erkennen, dass es mündige Bürger (das hat man uns doch in der Schule beigebracht) gibt, die sich informieren wollen, die Fragen stellen, ... . Die Antworten fand man erneut nicht bei ARD und ZDF, sondern z.B. durch die Junge Freiheit, die den gesamten Pakt veröffentlichte und ihren Lesern gab.
Ich habe das genauso auch in Italien erlebt: Niemand, selbst politisch interessierte Freunde haben vom Pakt gehört - und das trotz Innenminister Salvini. Schließlich berichteten nicht La Repubblica oder Corriere della sera, sondern vor allem ilprimatonazionale.it, zunächst auch auf Basis deutscher Quellen ihr Autor Valerio Benedetti, mittlerweile fast täglich er und auch andere Autoren, und es gibt ein Video.
Vielleicht die Androhung verschiedener rechter Gruppen/Parteien, gegen den Pakt auf die Straße zu gehen, zwang die Regierung, ihr eigenartiges Schweigen aufzugeben.
Mir zeigte die dortige Situation erneut, dass die Zusammenarbeit alternativer Medien über die Grenzen hinweg gestärkt werden muss. Texte, wie jener von Martin Lichtmesz, wären zumindest auf Italienisch, Französisch und Spanisch zu übersetzen. Und umgekehrt. Es müsste eine Internetseite in verschiedenen Sprachen geben, denn:
Wie auch immer man zu solchen Verträgen steht, das unsachliche Geschrei von Politikern und einigen Medien zeigt mir nur eins: sie wollen keine gebildeten, mündigen, lesenden Bürger.

Hesperiolus

3. Dezember 2018 23:46

Allein die sinistre Sprache dieser Dokumente. Nur eine schnell überflogene Giftblütenlese einkopiert:

"The Global Compact ensures that the human rights of women, men, girls and boys are respected at all stages of migration, their specific needs are properly understood and addressed and they are empowered as agents of change."

Was bitte ist mit "empowered as agents of change" gemeint?

"Engage migrants, political, religious and community leaders, as well as educators and service providers to detect and prevent incidences of intolerance, racism, xenophobia, and other forms of discrimination against migrants and diasporas and support activities in local communities to promote mutual respect, including in the context of electoral campaigns"

"Instrumentalisierung von Denunziation und Diffamierung zu völlig unbestimmten Verdächten, insonders durch Pastoren und Lehrer, und manipulative Wahlbeeinflussungen.

"Promote awareness-raising campaigns targeted at communities of origin, transit and destination in order to inform public perceptions regarding the positive contributions"

Verordnete Schönfärbereien?

"Enable political participation and engagement of migrants in their countries of origin, including in peace and reconciliation processes, in elections and political reforms,"

Instrumentalisierung der Migration für eine globalpolitische Agenda. "Political reforms"?

"We will implement the Global Compact in cooperation and partnership with migrants, civil society, migrant and diaspora organizations, faith-based organizations, local authorities and communities, the private sector, trade unions, parliamentarians, National Human Rights Institutions, the International Red Cross and Red Crescent Movement, academia, the media and other relevant stakeholders."

Die üblichen Verdächtigen! Natürlich die relevanten "stakeholders", besonders der "private sector" für seine Sklaven im Rahmen von " temporary, seasonal, circular, and fast-track programmes in areas of labour shortages".

"Promote independent, objective and quality reporting of media outlets, including internetbased information, including by sensitizing and educating media professionals on migration-related issues and terminology"

Auf der Zunge zergehen lassen: "Promote independent (!)...information...by...educating media professionals on...terminology".

Sara Tempel

4. Dezember 2018 18:54

Wie von Ihnen, Herr Lichtmesz, gewohnt, ist dieser Artikel wieder hervorragend. Meinem Mann, der kein Kabbalist ist, fiel zu der Abstimmung im Bundestag auf, daß die Summe der abgegebenen Stimmen 666 beträgt!

Gotlandfahrer

4. Dezember 2018 19:46

Danke, wie immer allen hier und insbesondere dem unermüdlichen ML, für die fortwährende Akribie, Geistesschärfe und überhaupt dafür, dass ich nicht allein bin.
Wie immer stellt sich die Frage des Warum. Systemische Sichten, wie die hier andernorts trefflich angestellte Analyse der Bobo-Klasse in Frankreich, sind dafür beispielsweise ein Gewinn. Mein Gefühl ist nach alledem aber nach wie vor, dass der eigentliche Grund in dem Primatengruppen antreibenden mimetischen Zyklus liegt: Einer dreidimensionalen Schraubenkurve, die, aus Z-Achsendraufsicht einem börsenähnlichen Up- and Downverlauf mit langfristiger Tendenz nach "oben" gleicht ("Fortschritt/Rückschritt" vs "Zeit"), aus Perspektive eines X-Achsenbewohners einer nach oben strebenden Kringelbewegung zwischen "Chaos/Ordnung" vs "Fortschritt/Zeit". Getrieben wird der Prozess von der primatenhaften Eigenschaft der Nachahmung, der in einer Phase des Chaos den strukturschaffenden Helden Vorbildfunktion zukommen lässt. In einer nächsten Phase wird dies institutionalisiert und schafft Raum für Nachahmungskünstler, die Fortschritt und Ordnung zunächst ausbauen. Sodann wird dies zur zunehmend holen Poserei und irgendwann muss die Negativleistung durch Autorität in Form vermeintlich vernunftbedingter Alternativlosigkeit immer mehr überdeckt werden. So wird die Reproduktion der ehemals leistungserzeugenden Verfahren zunehmend ins Absurde verkehrt. Die Verhältnisse drehen sich in die gegenteilige Auslebung ihrer eigenen Vorgeblichkeiten und ein System in diesem Zustand wird durch robustere Systeme in jüngerem Zyklus-Status abgeräumt. Chaos tritt ein, jedoch können einzelne Errungenschaften von den Steppenvölkern selektiv übernommen werden. Aus dem Chaos entstehen die nächsten Helden usw.

Beispiele in de Menschheitsgeschichte gibt es zuhauf, Stichwort Kublai Khan.

Gibt es ein Mittel gegen die Macht des Zyklus? Aus meiner Sicht die Überdehnung, die Beschleunigung des Zerfallsprozesses über die natürliche Taktung hinaus, allein um ihm vor einem totalen Abriss der Widerstandskräfte zuvor zu kommen. Islamisierung ist ggf der Weg, um der Islamisierung zuvor zu kommen. Wenn die Bobo-Bettnässer spüren, dass Sie alleine sind, schwindet ihr Einfluss auf den Prozess. Denn natürlich streben sie nicht bewusst an, was sie anstreben.

halbautomat

4. Dezember 2018 22:05

Vielen Dank Herr Lichtmesz für diesen Beitrag in gewohnt hoher Qualität.

Ich möchte noch einmal auf die von Ihnen schon besonders betonte Einlassung von Herrn Häring eingehen:
Häring und Lichtmesz haben natürlich recht, wenn Sie darauf hinweisen, dass die Links-/Rechts-Dichotomie in Bezug auf das einzigartige Menscheitsexperiment des Globalismus zu kurz greift bzw. den falschen Blickwinkel anbietet.

In gewissem Widerspruch zu @Langsax unterstelle ich nicht, dass DAS Ziel DER globalen Elite die Vernichtung der europäischen Völker ist. Für meisten ist es mMn schlicht ein Kollateralschaden. Manche von ihnen mögen ihn sogar bedauern, anderen ist er gleichgültig, wiederum andere begrüßen Ihn. Und zweifellos stellt er für einige auch die primäre Motivation dar.
Unabhängig von der jeweiligen Motivation läuft es im Ergebnis auf die zunehmend Fahrt aufnehmende „Verdrängung“ der weißen europäischen Völker vom Angesicht dieser Erde hinaus. Da sind wir uns einig.

In Rückgriff auf einen Begriff aus der klassischen Mechanik lassen sich politische Prozesse vereinfacht als Summenvektor aus den verschiedenen Einzelvektoren politischer Kräfte begreifen. Exemplarisch seien drei zentrale Kräfte genannt:

- Die globalen ökonomischen Eliten, welche natürlich ein großes Interesse daran haben, den freien Verkehr von Waren und Kapital nun um den freien Verkehr von Arbeitskräften und Konsumenten zu ergänzen.
- Die „antirassistisch“ motivierten und tatsächlich meist von Oikophobie und Selbsthass (*) oder einfach von Naivität getriebenen humanitären Universalisten.
- Das soziale Gift des modernen sog. Feminismus (der ja im Kern auf eine tiefe Ablehnung der genuinen weiblichen Identität zurückführt), der mit der Zerstörung von Familie und Reproduktion seinen Teil beiträgt.

Das Fatale für „uns“ ist also, dass diese Einzelvektoren eigentlich antagonistischer Kräfte in Hinblick auf die Verdrängung der europäischen Völker in die selbe Richtung zeigen und sich addieren.

Ob wir es schaffen, diesen Kraftvektor auszugleichen, um die Richtung des politischen Prozesses rechtzeitig zu ändern? Dazu brauchen wir entsprechend starke Kräfte, deren Vorzeichen in die Gegenrichtung weist. Nicht alle diese Kräfte müssen kongruent sein. Die Summe der Vektoren muss aber groß genug sein und in die richtige Richtung weisen.

Noch ist es nicht zu spät, aber wir sollten vorbereitet sein auf das, was danach kommen mag. So oder so.

halbautomat

4. Dezember 2018 22:09

(*) diesen schönen Twitter-Link, den ich ebenfalls Herrn @Lichtmesz verdanke, zum Thema „antirassistischer“ Selbsthass, bin ich noch schuldig geblieben:

https://twitter.com/MikePFanAccount/status/1067979869651460096

Laurenz

9. Dezember 2018 04:17

Sahra Wagenknecht weiß nur zu genau, daß schon die bolschewistische Revolution in Rußland durch kapitalistische Investoren, abgesehen vom deutschen Gold für Lenin, aus den USA finanziert wurde. Ebenso weiß Sie, daß viele geflohene Menschewiki in ganz Europa, aber vor allem in Berlin, zumindest die intellektuelle Welt über die Zustände in der frühen Sowjetunion informierte. Ebenso bezeugt der aktuelle Migrationspakt wieder eindeutig, daß bis heute das historische Versagen der bürgerlichen Kräfte gegen den oligarchen orwell'ianischen Totalitarismus überhaupt erst das Entstehen einer schlagkräftigen nationalen Rechten in Europa seit 1923 dann und wann provozierte. Sahra Wagenknecht ist zu intelligent, um sich selbst dem Vorwurf, den revolutionären Büttel für den internationalen Kapitalismus zu machen, auszusetzen. Die Dummbatzen bei der Linken, Riexinger und Kipping, riechen eben wieder Morgenluft, in der Erfüllung genau dieser Funktion, den Bolschewismus weltweit gangbar zu machen. Der Verlust des Sozialstaats war einer kommunistischen NomenKlatura schon immer egal. Man zieht dann, im Falle des Falles, eben wieder nach Wandlitz.

Sylvia Taraba

10. Dezember 2018 21:36

Es scheint, dass es verschiedene, verschwiegene "Grade" von "Eliten" gibt, (ähnlich wie sie sich etwa in den unterschiedlichen Freimaurerlogen finden), ohne dass die einen von den anderen, die unteren von den oberen, "wissen wollen". Sie arbeiten auf ein geheimes gemeinsames Ideal hin, aus unterschiedlichen Beweg-Gründen und Polit-Herkünften auf unterschiedlichen Gesellschafts-Ebenen, als Lebens-Werk sozusagen. Sie arbeiten auf einander zu und geben einander so zu erkennen, treten aber stets unabhängig voneinander auf. Sie verfolgen ein haarsträubendes Ziel, das zunehmend geschärft und nur allmählich erkennbar wird, nämlich wenn es schon fast erreicht ist (...) Die "Elitegrade" - ob hoch oder nieder - sehen deutlich ihre zukünftigen Rollen vor sich, in denen sie sich jetzt schon fleißig üben oder in denen sie jetzt schon ehrgeizig tätig sind...
Der Meister-Prüfungs-Grad, von sagen wir Grad 32 hin zu Grad 33. wäre die Einladung zur Bilderberg-Konferenz, in deren Anschluss ein maßgeblicher zielführender Beitrag erwartet wird. Wie ihn Merkel ja seit bald 15 Jahren leistet und ihm gleichmütig frönt ... Ein genialer Treffer der ihr 2015 mit der "spontan" zugelassenen Invasion von Migrantenmassen gelungen ist! Und jetzt 2018 glatt noch das heimlich vorbereiteten Zauberkunststück deren Heiligung mittels regulärem, geordnetem, sicherem "Migrationspakt".
Vielleicht verschwindet sie gar nicht so schnell von der UN-EU-Weltbühne .... nach dieser globalen Leistung steht ihr möglicherweise noch eine globale Welt-Karriere offen. Die Frau denkt nicht daran abzutreten, die macht das im Traum mit ihren genialen Einfällen, beflügelt von der globalen Huldigung und ihrem Grundstück in Paraguay. Was könnte müsste geschehen um sie zu stoppen? Hatte da kürzlich jemand versucht sie abstürzen zu lassen? oder wollte sie nur einfach mal Business-Class zu fliegen?
Ich mag weder ironisch noch zynisch sein, aber die Vorstellung was sie jetzt in Deutschland und Europa weiterhin anrichten kann, macht mich wütend.

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