4. April 2019

Alle gegen Sellner

Martin Lichtmesz / 54 Kommentare

Warum der Attentäter von Christchurch ausgerechnet an Martin Sellner und wohl auch andere IB-Strukturen in Europa Geld gespendet hat, weiß man nicht.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Vermutlich aber hat er diese Spur mit vollem Bewußtsein gelegt. Mehrere Stellen in seinem "Manifest" verkünden seinen Plan, die Lage eskalieren zu lassen, den Druck auch auf gemäßigte Einwanderungskritiker zu erhöhen, um sie in die Radikalisierung zu treiben. Martin Sellner hat in einer Pressekonferenz deutlich darauf hingewiesen.

Der Attentäter hat seine Strategie der Destabilisierung unmißverständlich verkündet, was von den Medien hartnäckig ignoriert wird:

Ein politischer Kandidat, der den Status Quo erhält oder nur minimalen Wandel herbeiführen will, sogar wenn dieser minimale Wandel unsere Sache unterstützt, ist am Ende nutzlos und sogar schädlich. (...) Es ist viel besser, radikale, gewaltsame Veränderung zu fördern, egal, woher sie kommt. (...) Diese stürmischen Zeiten können durch Taten ausgelöst werden. Zum Beispiel durch die Wahl von politischen Kandidaten, die radikalen Wandel herbeiführen oder eingefahrene Systeme herausfordern, durch die Radikalisierung des öffentlichen Diskurses, indem man einerseits alle gesellschaftlichen Konflikte unterstützt, attackiert,  ächtet, radikalisiert und übertreibt, andererseits auch schwache und weniger radikale Führer/Influencer auf beiden Seiten des sozialen Konflikts attackiert oder sogar ermordet.

Das bedeutet, daß er rechte wie linke Radikalisierung und "Hetze" ausdrücklich begrüßt, daß er gar die Ermordung von linken wie auch rechten Protagonisten, die zu gemäßigt sind, als Mittel zur großen, entscheidenden Eskalation sieht. Er ist ein Terrorist im reinsten Sinne, insofern er eine Atmosphäre aus Angst und Aggression heraufbeschwören möchte:

Das Nachbeben meiner Taten wird noch nach Jahren spürbar sein, den politischen und sozialen Diskurs bestimmen, die Atmosphäre aus Angst und Wandel erzeugen, die notwendig ist.

Andere Aussagen scheinen darauf abzuzielen, Paranoia und Unsicherheit zu erzeugen:

Ich bin kein direktes Mitglied irgendeiner Organisation oder Gruppe, obwohl ich vielen nationalistischen Gruppen gespendet und mit vielen weiteren interagiert habe. (...) Ich unterstütze viele Gruppen, bin aber von keiner Mitglied. (...) Keine Gruppe hat meinen Anschlag befohlen, ich habe die Entscheidung selbst getroffen. Ich habe allerdings die wiedergeborenen Tempelritter kontaktiert, um ihren Segen zur Unterstützung meiner Tat zu erbitten, den ich bekommen habe.

Die "Tempelritter" sind jene vermutlich fiktive Gruppe, auf die sich auch Anders Breivik bezog (der sie vermutlich erfunden hat). Im Anschluß behauptet der Täter, daß es "tausende" solcher Gruppen, mit "Millionen" von Anhängern gebe, wovon eine überproportionale Zahl im Militärdienst beschäftigt sei. Er selbst repräsentiere "Millionen von Europäern". Das sind entweder wahnhafte oder gezielte Lügen und Übertreibungen, eingewickelt in eine explizite Aufforderung zu Gewalt und Mord.

Das alles ist, wie gesagt, heller Wahnsinn, schwärzester Nihilismus. Es ist das Böse selbst, das sich als heroischer Kampf für ein größeres Ganzes ausgibt, für ein "Volk", das nur in der Phantasie des Täters hinter ihm steht. Aber seine Strategie scheint aufzugehen, die Medien beißen weltweit reflexartig an, die Hexenjagd kann beginnen, und es ist kein Geringerer als unser Martin Sellner, der in ihrem Brennpunkt steht. Bundeskanzler Kurz höchstpersönlich hat ein Verbot der Identitären Bewegung gefordert. Strache, wohl im Panikmodus wegen seines früheren Lobs der Bewegung, ist ihm folgsam hinterhergedackelt,  inzwischen aber wieder zurückgerudert.

Die eigentliche Zielscheibe der laufenden Kampagne in Österreich ist allerdings weder Sellner noch die IB, sondern die Regierungspartei FPÖ, die nun per "Kontaktschuld" und "inhaltliche Überschneidungen" zu Fall gebracht werden soll. Der Attentäter ist die Billardkugel, die Sellner und die IB zu Fall bringen soll, und diese wiederum dienen als Kugel, um die FPÖ versenken, insbesondere Herbert Kickl, der als großer Häuptling der Österreichabteilung des weltweiten "rechtsextremen Netzwerks" präsentiert wird.

Es geht aber um noch mehr: Jegliche Form der Einwanderungs- und Islamisierungskritik sowie des patriotischen Aktivismus soll dadurch geächtet und stigmatisiert werden. Ja, die Legitimität einer politischen Rechten schlechthin wird in Frage gestellt. Zu nichts anderem dient das armselig verschwörungstheoretische Theater um die "Netzwerke", die es in dieser Form auf der Linken genauso gibt, mit dem Unterschied, daß dort nicht einmal versucht wird, sich von "Extremisten" abzugrenzen.

Das profil, so etwas wie das österreichische Pendant zum Spiegel, zeigt auf seinem aktuellen Cover die Richtung an, in die es gehen soll:

Ähnlich wie eine Woche zuvor im Spiegel wird ein böses "weltumspannendes Netzwerk der modernen Rechtsextremen" beschworen, Martin Sellner per Assoziationscollage neben den Attentäter gestellt, und dieser wiederum mit Vizekanzler Strache verlinkt, mit Hilfe eines Fotos, das ihn zusammen mit dem Identitären-Aktivisten Patrick Lenart an einem Tisch zeigt.

Im Heft ist eine Grafik zu sehen, die Sellner als Spinne in einem Netz zeigt, in das alles reingesteckt wurde, was auch nur den kleinsten Berührungspunkt mit den Identitären aufzuweisen hat: Ein Prozent, Pegida, das Vereinslokal in Halle, das Institut für Staatspolitik, die AfD, die Zeitschriften Sezession, Info-Direkt, freilich, Wochenblick, Unzensuriert, Kontaktschuld über Vereinslokale, Demonstrationsteilnahmen, Burschenschaften, Akademikerball und Ring Freiheitlicher Studenten. Erwähnung finden auch Martins anglophone Mitstreiter Lauren Southern und Tommy Robinson sowie seine Verlobte Britanny Pettibone.

Besonderes Prachtstück für die Jagdgesellschaft ist die Teilnahme Herbert Kickls am Linzer Kongreß "Verteidiger Europas" im Jahr 2016. Kickl ist der von der Linken am meisten gehaßte Regierungsminister, und insbesondere der ehemalige Grüne Peter Pilz, der ihn den "Minister der Neonazis" nennt, verwendet viel Mühe darauf, ihn aus dem Amt zu jagen.

2015 sagte Pilz übrigens folgendes:

Ich bin da radikaler als die Freiheitlichen: Ich will so wenige Flüchtlinge wie möglich. Ich stehe nicht mit einer Kerze an der Südgrenze und freue mich über jeden, der kommt.

Kickl wird von den linksliberalen Medien schon seit langem zum "rechtsextremen" Dämon stilisiert. Maßnahmen wie die Forderung nach Schutzhaft von gefährlichen Asylbewerbern oder die  Gründung eines „Ausreisezentrums“ für Flüchtlinge werden allen Ernstes mit der Errichtung von Konzentrationslagern in Verbindung gebracht. profil sprach im März von "Kickls Durchmarsch" durch die Institutionen der Republik Österreich, die er gründlich zu unterminieren suche, "bis zur Unkenntlichkeit und ohne viel Widerstand": "Kickl scheint sich nicht weniger vorgenommen zu haben als den radikalen Umbau des Rechtsstaates."

Das "Netzwerk"-Narrativ soll diese Angst vor einer großen, bösen, rechten "Verschwörung" schüren, die den Staat umstürzen, "die Demokratie" beseitigen und allerlei finstere Dinge aus der Vergangenheit wieder aufleben lassen will. Es richtet sich gegen die Rechte in ihre Gesamtheit, und beinhaltet nicht mehr und nicht weniger als eine Drohung: Per Kontaktschuld hängen alle in ein- und demselben Netz, als fette Beute der Linken, die nun jeden einzelnen stigmatisieren und unter Druck setzen kann, der in eine Verbindung zu Sellner gebracht werden kann, und sei um zwei, drei Ecken.

Diese Angst vor Stigmatisierung, sozialer Exklusion, ethischer Anschwärzung ist natürlich das übliche politische Druckmittel "gegen Rechts". Es ist die "Herrschaft des Verdachts", die ein Klima des Mißtrauens schafft, in dem keine offene Debatte mehr möglich ist.

Diese Angstmache zielt ebenso auf all jene, die sich rechts engagieren, wie auf jene, die mit ihnen sympathisieren oder unentschieden sind, wie auch auf ihre dezidierten Feinde.  Die einen sollen isoliert und mundtot gemacht, die anderen abgeschreckt, die dritten aufgehetzt werden.

Dabei gibt es eine klare, schier unangefochtene Dominanz der linksradikalen, "antifaschistischen" Deutung der Rechten. Deshalb wird auch allein die politische Rechte zu absurden und unmöglichen Distanzierungen, Säuberungen und Selbstkastrationen genötigt, die nach Salamitaktik erst ein Ende finden, wenn sie sich in ihrer Gesamtheit aufgelöst hat, während die Linke guten Gewissens mit der Antifa und anderen Gruppen oder Ideologen schmust.

Es sind ausschließlich Linke und Antifaschisten, die die Schlagworte, "Framings" und moralischen Urteile vorgeben, mit denen die Rechte bewertet wird. Die in Österreich übliche Anlaufstelle ist Andreas Peham vom DOEW (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands), der schon die FPÖ als "rechtsextreme Partei" bezeichnet. Antifaseiten werden nicht nur als Quelle für bürgerliche Zeitungen, von Standard bis Kronen-Zeitung genutzt, sondern sogar - nicht selten wortwörtlich - für Verfassungsschutzberichte, in Österreich ebenso wie in Deutschland.

Deutungen, Kritik und Selbstdarstellung von rechts kommt demgegenüber zu kurz. Die aktuelle Ausgabe des Magazins freilich bietet einen alternativen "Baedeker" für die "rechten Netzwerke" Deutschlands an. Darstellungen dieser Art erreichen "freilich" kaum Leser außerhalb der rechten und konservativen Blasen.

Wie Götz Kubitschek apropos Martin Sellner schrieb:

...  ich möchte wissen, ob es nicht wenigstens ein paar Journalisten gibt, die nicht nur über Piccolo-Flöten wie wir (sezession.de, youtube-kanäle, Selbstkommentierungen) verfügen, sondern über die große Tuba, und nun bereit sind, mit ein paar kräftigen Tönen die Kirche ins Dorf zurückzublasen.

Das ist momentan eher unwahrscheinlich. Die Fronten sind gerade verhärtet wie nie zuvor. Linke, die schon vor Christchurch und der vergifteten Spende an Sellner in einer permanenten Angsthysterie vor der Rechten lebten, fühlen sich nun in ihrem Zerrbild und ihrer Paranoia bestätigt, sind verhetzter und feindseliger als je zuvor. Ihre ohnehin schon erklecklich vorhandene Skrupellosigkeit und Mißachtung der Fakten kennt nun keine Grenzen mehr.

All jene, die nun der FPÖ an den Karren flicken wollen, lassen sich den Braten munden wie Aasgeier. Aus der Spende an Martin Sellner wird ein ganzer Roman an Kontaktschuld generiert, der immer größer und größer wird.

Beispielhaft ist diese Diskussion zwischen Rudi Fußi (SPÖ) und Andreas Mölzer (FPÖ) auf dem österreichischen Sender oe24: Fußi versucht, der FPÖ soviel Identitäre Bewegung wie möglich anzupappen, Mölzer versucht sie abbzubürsten und zu bagatellisieren. Für Fußi ist Kickl "zweifelsohne" ein "Rechtsextremer", ebenso wie Norbert Hofer oder Heinz-Christian Strache welche sind. Wie skrupellos und demagogisch Fußi dabei vorgeht, zeigt etwa diese Aussage:

Und spätestens jetzt, wo erwiesen ist, daß der Herbert Kickl am Kongreß vor Rechtsextremen, vor Menschen, die mit dem Terroristen von Kräisdtschörtsch in engem Kontakt offenbar gestanden sind, und wo es sogar finanzielle Verflechtungen offensichtlich gibt, spätestens jetzt muß Herbert Kickl...

Mit einem rhetorischen  Handstreich steht nicht mehr allein Sellner im "engen" Kontakt mit dem Terroristen, sondern das gesamte Publikum einer einzigen Rede von Kickl (wohlgemerkt im Jahre 2016), während aus einer einmaligen Spende ominöse "finanzielle Verflechtungen" werden.

Immerhin gab derselbe Sender Martin Sellner die Chance, sich persönlich zu den Vorwürfen zu äußern, was er mit Bravour gemeistert hat. Jedes Lob Kickls und FPÖ aus seinem Munde ließ natürlich die politischen Goldmünzen im Sack des Gastgebers Wolfgang Fellner klingeln.

Dieser hat eine ziemlich merkwürdige Vorstellung geliefert, indem er Martin mit seinem jovialen, sehr österreichischen Schmäh eine Dummheit nach der anderen um die Ohren warf. Fußi hat daraus ein "Worst of" geschnitten und es begeistert auf Youtube hochgeladen, mit dem Titel: "Wolfgang Fellner liest Sellner die Leviten, großartig!"

Was dem einen sein Cringefest, ist dem anderen sein Genieblitz. Diese Paarung aus Dummheit und Bösartigkeit der Jagdgesellschaft macht mir fast schon wieder Hoffnung. Daher meine Prognose:

Ich vermute, daß die laufende Kampagne scheitern und Kickl im Amt bleiben wird. Juristisch wird die Sache nichts hergeben und die IB wird legal bleiben. Die Vorwürfe sind allzu offensichtlich konstruiert und müssen nicht umsonst ständig aufgebauscht und weitergesponnen werden. Die Themen und Probleme, die von der IB angesprochen und verschlagwortet werden, werden weder durch ein Verbot noch durch eine kriechende, entmannte FPÖ verschwinden. Die identitäre Idee ergibt sich zwangsläufig aus der multikulturalistischen Politik.

Hinzu kommt, daß Martin Sellner ein in der Wolle gewaschener "Happy Warrior" ist, eine Pflanze, die im Sturm gedeiht. Er hält sich optisch und argumentativ exzellent, seine Botschaft kommt glasklar rüber. Wer weiß, was die nächste Stufe sein wird, wenn er diese Feuerprobe bestanden hat ? Und mit ihm das gesamte patriotische Lager, das lernen muß, sich nicht mehr einschüchtern zu lassen und zu sich selbst zu stehen.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (54)

Niekisch
4. April 2019 10:36

"Die Legitimität einer politischen Rechten schlechthin wird in Frage gestellt"

Das ist aber nicht erst seit diesem abscheulichen Attentat der Fall, auch nicht seit Jahren oder Jahrzehnten, sondern das hat mit dem Augenblick begonnen, als die Deutschen anfingen, das Versailler Diktat abzuschütteln und damit wieder zur Konkurrenz der westlichen Mammonokratien wurden. Für die damaligen Alliierten war ein zweiter Durchgang erforderlich, der nur noch damit zu begründen war, daß die Deutschen von Natur aus die genetisch festgelegt gefährlichsten Geschöpfe auf der Welt seien. Das setzt sich bis heute fort, weil die "Rechte" die angeblich bösartigsten deutschen Tugenden verkörpert. Es ist zu einfach, die "Linke" als causa für den Kampf gegen "Rechts" zu definieren. "Die Rechte" wird für immer alleiniger Adressat des Vernichtungswillens sein, solange sie diesen Antagonismus "rechts - links" anerkennt, sich nicht mit eigenen Werten und Begriffen daraus befreit, zugleich notfalls Knast und Tod in Kauf nimmt, um die ungeheuerlichen Angriffe einer messianistischen Mafia gegen unsere Ehre als Nachgeborene mit letzter Konsequenz zurückzuweisen. Solange wir das nicht wagen, spielen wir das Spiel des Feindes mit, werden als "Nazibällchen" auf der Tischtennisplatte so hin und hergeschlagen, daß uns Hören und Sehen vergeht.

Laurenz
4. April 2019 10:58

Das Zitat des Christchurch-Attentäters ist theoretisch logisch absolut korrekt. Ex-Präsident Obama hat während seiner 8-jährigen Amtszeit täglich 9 Terroristen per Drohne ohne jegliches Militärgerichtsverfahren vom Esel schießen -, und pro Stunde 3 Bomben werfen lassen. Der evangelische Kirchentag feiert ihn dafür als Heils-bringenden Pop-Stern. Was der Attentäter nicht berücksichtigte, ist, daß die Frage, wen er umbringt, eine entscheidende Rolle spielt. Die ermordeten muslimischen Bürger Neuseelands sind nicht für ihre neuseeländische Existenz verantwortlich, sondern links-liberale Politiker. Hätte der Mann das schiitische Politbüro in Teheran umgenietet, wäre er wohl mit dem höchsten israelischen und us amerikanischen Orden bedacht worden. Exekutionen Wehrloser sind nie von irgendeinem Wert. Der Kampf gegen etablierte Macht sehr wohl. Und jeder entscheidet für sich selbst, welchen Weg er geht. Christchurch ist aber kein Weg, nur eine Sackgasse, die von politischen Schergen, wie Frau Adern zur persönlichen Promo mißbraucht wird, einfach nur eklig.
Was die linke Propaganda-Walze gegen Herrn Sellner veranstaltet, ist in meinen Augen noch selten dämlicher als links sonst ist. Und es liegt an dem Talent Herrn Sellners was daraus zu machen.

Andreas Walter
4. April 2019 13:19

Jetzt weiß ich, warum die AfD, die FPÖ und die IB angeblich so gefährlich sind:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1339/umfrage/mitgliederzahlen-der-politischen-parteien-deutschlands/

So etwas nennt sich daher Ablenkungsmanöver. Wenn doch sogar schon die Grünen, die FDP und Linke alle doppelt so gefährlich sein müssten als die AfD.

Natürlich wird darum die IB nicht verboten. Die Jungs sind doch ihr Eigengewicht in Gold wert, um von den Machenschaften und Seilschaften aller anderen und tatsächlich mächtigen Akteure derzeit in der Politik und Wirtschaft abzulenken. Hier wird darum aus einer Fliege ein Elefant gemacht, und Millionen fallen darauf rein. Sogar die dämlichen und sensationsgeilen Journalisten.

Das Schlimmste, was doch jetzt darum passieren könnte, wäre eine Selbstauflösung der AfD, der FPÖ und der IB. Von PEGIDA hat man doch eh seit Monaten nichts mehr gehört, ist also bereits (in der öffentlichen Wahrnehmung) tot.

Ganz entspannt darum weitermachen und auf sich selbst, auf die Selbstsicherung achten. Wegen der vielen Verrückten, der Entgrenzten, die es auf der Welt ja leider auch gibt.

MARCEL
4. April 2019 13:19

Eskalation und/oder Zermürbung (war of attrition) gehören zum Repertoire terroristischer Strategen. Die Wahl der Mittel, der Opfer und des Zeitpunktes sorgen dann für den kolossalen Bärendienst einer Sache, der man zu dienen vorgab. Wer so starke Sehnsucht nach gewaltsamer Katharsis hat, der möge die Waffe am Ende auch gegen sich selber richten, anstatt in einer Zelle an seinem Mythos zu stricken...
Die Dinge treiben ohnehin ihrer Entladung entgegen, aus mehreren Gründen und ganz ohne Zutun von Psychotikern - jetzt allerdings einen Gang schneller.
Wir dürfen nicht nur aus der Defensive agieren und zu Opfern von Eskalation (auf die auch der Gegner gewartet hat) und Zermürbung werden. Rückgewinnung der Initiative. Apologie lähmt.

Valjean72
4. April 2019 15:05

@Niekisch:
"..., als die Deutschen anfingen, das Versailler Diktat abzuschütteln und damit wieder zur Konkurrenz der westlichen Mammonokratien wurden."
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Das geht jetzt zwar am Artikelthema vorbei, bzw. weit darüber hinaus aber ich will Niekisch‘ trefflichen Kommentar zum Anlass nehmen und zwei historische Zitate anbringen, die diese Sicht bestätigen.

Zunächst ein kurzer Auszug aus der Rede von Reichsministerpräsident Philipp Scheidemann (SPD) in der Nationalversammlung vom 12. Mai 1919 (gegen die Annahme des Versailler Vertrages)

Ich will Ihnen nicht alle die großen und kleinen Schlingen nachweisen, in deren Gesamtheit sich ein großes Volk zu Tode verstricken soll, getreu dem Worte der „Times“:
Wenn Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel zu treiben beginnt, ist dieser Krieg umsonst geführt worden.

(Quelle: germanhistorydocs.ghi-dc.org)

Anschließend eine Passage aus Oswald Spenglers „Jahre der Entscheidung“ :

Der Vertrag von Versailles sollte gar keinen Friedenszustand begründen, sondern die Machtverhältnisse derart regeln, daß das Ziel jederzeit mit neuen Forderungen und Maßnahmen gesichert werden konnte. Daher die Auslieferung der Kolonien, der Handelsflotte, die Beschlagnahme der Bankguthaben, Besitzungen, Patente in allen Ländern, die Abtrennung von Industriegebieten wie Oberschlesien und das Saarland, die Einführung der Republik von der man mit Recht eine Untergrabung der Industrie durch die allmächtig gewordenen Gewerkschaften erwartete, und endlich die Reparationen, die wenigstens im Sinne Englands keine Kriegsentschädigung sein sollten, sondern eine dauernde Belastung der deutschen Wirtschaft bis zu deren Erliegen.

(Quelle: Oswald Spengler: Jahre der Entscheidung; 1933; S.37)

Meine Zustimmung zu zitiertem obigen Leserkommentar gilt auch den beiden abschließenden Sätzen.

Nath
4. April 2019 15:20

@Lichtmesz
"Das alles ist, wie gesagt, heller Wahnsinn, schwärzester Nihilismus. Es ist d a s B ö s e s e l b s t,..." (meine Hervorhebung).
Letzterer Satz erscheint mir fragwürdig. Zwar steht er in einer langen Tradition, das Schlechte in einem Dies-Da verorten und in seiner metaphysischen Konkretion fassen zu wollen. Solches kann die Form einer mythisch-theologischen Erzählung annehmen (z.B die biblische Ur-Rebellion des Engels Luzifer gegen die göttliche Ordnung ) oder die säkularisierte Gestalt eines politisch-biologisch motivierten Immoralismus (Holocaust) annehmen, immer ist es motiviert von dem Versuch, dem "malum-ad-se-ipsum" h a b h a f t zu werden. Wie aber, wenn das "Böse" gerade darin besteht, sich niemals als solches zu manifestieren und damit in seiner behaupteten Positivität entlarvt werden zu können? Es gibt auch die a n d e r e Sichtweise, die ebenfalls eine lange Überlieferung hinter sich hat, wonach von einem an sich Schlechten zu reden ein Widerspruch in sich selbst ist. Sie findet sich überall da, wo letzteres mit der Nichtigkeit "selbst" identifiziert und ihm damit das Sein abgesprochen wird, also in den Upanishaden, im Vedanta, bei Parmenides, den Eleaten und selbst noch bei Platon, der das zur Andersheit gewandelte Nichtsein (heterotes) mit in die höchsten Gattungen hineinnimmt und damit dialektisch aufhebt. Auch im Christentum hat es neben der Hauptströmung, dem Bösen ein Sein zuzubilligen und in Gestalt Satans zu personifizieren, immer auch eine platonisierende Nebenströmung gegeben, etwa in jener auf Proklos zurückgehenden mittelalterlichen Schrift "De subsistentia malorum", wo letzteres als Privation, als Mangel, nicht als ein sich selbst durchsichtiger böser Urwille gefasst wird.
(Bei Goethe's Mephisto ist der uneigentliche, letztlich allversöhnende Charakter der vermeintlichen Bös-Willigkeit auf die Spitze getrieben: "...bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft.")
*********
Man irrt, wenn man glaubt, bei Figuren wie Tarrant, Stalin oder selbst Hitler den bösen Willen geleichsam auf dem Welttheater vorgeführt zu bekommen. Eher ist festzustellen, dass jene hier exemplarisch Genannten bei der Suche nach ihrem jeweiligen "Guten" der Gefahr unterlagen, erst recht und gründlich in die Irre zu gehen. Wenn aber das "Töten Unschuldiger" das Kriterium für das inkarnierte "Böse selbst" abgeben soll, dann fände man solcherart Verdammte auch unter manch Anderen, über welche die nachkommende weltgeschichtliche Betrachtung eher mildere Urteile abzugeben pflegt.
*****
Das Mahabharata-Epos ist ein sehr zu empfehlendes Beispiel für eine moralisch "ausgewogene" Betrachtung der vermeintlich schlimmsten Schurken. Zum einen kämpfen dort teiweise die ehrenhaftesten und integersten Personen auf der vermeintlich falschen Seite. Und dann, wenn es um die abschließende "Moral" geht, nimmt der moderne Leser verblüfft zur Kenntnis, dass der vermeintliche Ober-Halunke (Duryodhana) schon im selben Himmelreich weilt, in das die guten Pandavas gerade einzutreten im Begriff sind und das sie voller Empörung zunächst gleich wieder verlassen wollen. Er war, so wird ihnen gesagt, zu Lebzeiten nie von seinem Krieger-Dharma abgewichen, und zusätzlich haben ihn auch noch die "guten" Pandavas auf hinterlistige, unerlaubte Weise (bereits bei ihnen heiligte der Zweck die Mittel) ins Jenseits befördert. Duryodhana, sicherlich kein erleucheter Weiser, der die Göttlichkeit Krishnas nicht anerkannte und dessen Unversöhnlichkeit den Tod Zehntausender in Kauf nahm, repräsentiert trotz alledem nicht das "Böse selbst". - Er darf sogar (zeitweilige) himmlische Freuden genießen.
Wer nach einer großen Erzählung sucht, in welcher moralische Schwarz-Weiß-Malerei auf frappante Weise abwesend ist, der ist im Mahabharata an der richtigen Adresse, und er gewinnt eine weitere Perspektive, was spätere historisch-empirische Moralkriterien anbetrifft.
Daher: Tarrant, ein Verblendeter, Fehlgehender, schuldig Gewordener, aber auch ein absolut Verworfener? Daran sind Zweifel angebracht.

heinrichbrueck
4. April 2019 15:52

Bühnentheater, die Kulissen, mehr ist nicht zu sehen. Aber diese Vorgänge sind eingebunden in einen größeren Rahmen, und in diesem Zusammenhang zeigt die Realität die verursachten Ergebnisse. Um die Realität eskalieren zu lassen, bedarf es keiner Terroristen und deren propagierten Akzelerationismus. Die Menschheit vermehrt sich in einem Tempo, in den Auswirkungen sowohl gnadenloser als auch grausamer. Und die Naturgesetze werden keine Rücksicht auf die Moral nehmen.

Wie die Rechte die Demokratie retten und gleichzeitig die Macht innehaben will, erschließt sich mir nicht so ganz. Wer gegen die Demokratie ist, hat verloren. Klar. Und wer für die Demokratie ist, hat keine langfristige Überlebenschance. So will es die Demokratie; in diesem Rahmen wird Demokratie möglich. Wie die Masse Demokratie denkt, hat mit Demokratie nichts zu tun. Und hier wird es verlogen. Der demokratischen Masse kann man die Wahrheit überhaupt nicht mehr sagen, denn sie würde sie überhaupt nicht verstehen. Geschlossene Grenzen und Remigration, eine einfache Forderung, wird nicht mehr kapiert, weil sie die Konsequenzen einer Unterlassung nicht mehr auf dem Bildschirm haben. Und um diese Konsequenzen ins Bewußtsein zu hämmern, müßte natürlich die Demokratie abgeschafft werden. Die Demokratie hat doch erst die Voraussetzungen geschaffen, die jetzt als Realität für Unordnung und Chaos sorgen; und wir sind noch lange nicht auf der Spitze des Eisbergs.

Glaubt die Rechte wirklich, ein Blindflug wäre möglich, also realistisch und Macht im eigenen Sinne? Der Autopilot als Instrumentarium der geschaffenen Institutionen, die einer höheren Moral gehören? Dieser konservative Glaube, gut bürgerlich, scheint vorhanden zu sein. Und hier lügt sich die Rechte in die eigene Tasche.

Mit der Masse ist eine vernünftige Diskussion nicht mehr gegeben. Die Masse glaubt an eine Phantasiedemokratie, und beschwert sich nur gelegentlich über die reale Demokratie. Von wem wird eine solche Masse geführt?

So groß ist die Macht der Linken nicht. Will die Rechte Diskursparität, wird ihre Macht auch nicht größer sein. Eine praktische Vorstellung von Macht, im Augenblick ohnehin nicht massentauglich. Und die Medien wissen ganz genau, was sie tun, deshalb der Attentäter auch nicht der Auslöser sein kann. Die Medien. Pressefreiheit, nicht wahr? Das Recht der Freiheit, das große Ideal, unter der Herrschaft des Liberalismus. Kracht dieses liberale System zusammen, wer wird dann sichtbar? Wem gehört dann die Herrschaftsmacht? Und wer gehört zur Knechtschaft? Die Naturgesetze glauben nicht an die Gleichheit.

Der Idealismus der IB, der mit Christchurch politisch nicht gleichgesetzt werden kann, ist die machtpolitische Achillesferse der österreichischen Regierungspartei. Deren Äußerungen sprächen Bände; könnte die Masse sie bloß hören! Aber für die Masse ist Freiheit nurmehr das, was das Recht zuläßt. Es rächt sich halt, an falschen Werten zu hängen, anstatt die richtigen Schöpfungsgesetze anzuerkennen.

Der_Juergen
4. April 2019 16:43

Sellner hält sich untadelig. Er hatte in der Fernsehdebatte allerdings einen selten dämlichen Gegner. Hätte dieser noch einen Funken Schamgefühl, so könnte er nicht mehr in den Spiegel schauen.

Die Kampagne gegen Sellner und die Identitären (deren eigentliches Ziel sehr wohl die FPÖ sein könnte, wie Lichtmesz plausibel mutmasst), könnte zum Rohrkrepierer werden. Diesmal haben die Kerle es zu toll getrieben.

Frika Wies
4. April 2019 17:03

"Assiziationscollage" - Die großen Blätter wissen, daß die allermeisten "Leser" sich nur im Vorbeigehen durch Überschriften "informieren", das ist einkalkuliert.
Wer dennoch das Kleingedruckte liest, hat unterbewußt bereits den Zusammenhang zwischen Sellner und Terrorismus abgespeichert und geht nicht mehr unvoreingenommen an weitere Informationen heran.
Diese Informations-Unkultur ist hat nichts mit seriösem Journalismus zu tun.

Sellners Positionen haben jedenfalls enorm viel Rückhalt in der Bevölkerung. Aber die Konditionierung wirkt noch zu stark.
Der Pawlowsche Hund zuckt zusammen wenn er "rechts" hört, auch wenn er selber rechts ist. Das ist das eigentliche Problem.

Laurenz
4. April 2019 17:32

@MARCEL .... cui bono? Den Rechten? Den Weißen? Würde man 09/11 eine Symbolik zugrunde legen, flogen, welche Attentäter auch immer, weder in den Kongreß noch ins Weiße Haus, sondern ins Pentagon (Militärmacht) und das WTO (Wirtschaftsmacht). Wer flöge denn in die Deutsche Bank? Doch nur jemand mit Mitleid. Wenn hier einer flöge, dann in den Reichstag oder ins Kanzleramt. Alles andere wäre zu lapidar. Daß ein Breivik die schwedischen Sozis über ihre Kinder verletzen will, mag denkbar sein, aber brachte das rechte Politik wirklich weiter? Ich denke nicht. Ein echter Terrorist, welcher Couleur auch immer, würde, wie die Mafia, ganz normale Redakteure aus dem Mainstream wortlos in Brückenpfeilern verschwinden lassen. Nur das würde wirklich Angst unter den Wasserträgern der Macht verbreiten. Aber sogenannte Terroristen, die dauernd ihren Ausweis im Tatfahrzeug liegen lassen, sind alles mögliche, nur keine echten Terroristen.

LotNemez
4. April 2019 17:33

"Die Fronten sind gerade verhärtet wie nie zuvor. Linke [...] sind verhetzter und feindseliger als je zuvor. Ihre ohnehin schon erklecklich vorhandene Skrupellosigkeit und Mißachtung der Fakten kennt nun keine Grenzen mehr."

Denen gehen die Argumente aus und folgerichtig werden sie ruppig. Ist das nun gut für uns, weil sie sich damit selbst entzaubern? Oder schlecht für uns, weil sie nicht nur den Abweichlern sondern allen Bürgern Stück für Stück ihre verbrieften Rechte zu nehmen und die Auflösung des Rechtsstaats vorantreiben?

Die Antwort darauf ist wiederum von der Frage abhängig, wie weit die Linken zu gehen bereit sind, wieviel Diktatur sie wagen. Und ob und wie weit der Normalbürger bereit ist, jenen Weg ins Totalitäre mitzugehen.

Es gibt offenbar Etliche, die zu enormen Schandtaten bereit sind. Inklusive Beugung, Verdrehung und Umschreibung des Rechts, Gewaltanwendung usw.

Kommen sie damit durch ? Werden die Leute es merken, wenn der Druck doch nur langsam erhöht wird?

Es gibt vielleicht nicht mal unbedingt mehr Chaoten als vor 10-20 Jahren, aber die Wenigen reichen schon. Sie schreien lauter und man hat es aufgegeben, sie wieder auf ihre Bonsaigröße zurück zu stutzen. Es ist die Zeit der Schreihälse.

Ich sehe aber den Punkt noch lange nicht gekommen, wo es dem Volk zu viel wird. Es fehlt irgendwie eine allgemein akzeptierte Wasserstandsmarke, um ablesen zu können, wie weit es mit uns gekommen ist. Man merkt zwar, es wird enger. Aber man stellt auch fest, der Alltag funktioniert trotzdem noch, also muss es wohl an der eigenen subjektiven Einschätzung liegen.

Nicht die Welt ist entrückt, sondern ich selbst. So geht man also in sich, bringt sich wieder auf Kurs und denkt, es wird schon nicht zum Äußersten kommen.

Hier bricht nicht nur ein Stück Erde weg, der ganze Hang ist ins Rutschen gekommen. Das macht es so schwer erkennbar für den der darauf steht.

Die Wasserstandmarke kann deshalb nur das Ausland sein. Nur und erst, wenn weitere Nachbarländer den Hangrutsch stoppen, kann sich der Deutsche orientieren. Wenn aber der Kontinent mit uns driftet, wird der Michel nichts auffälliges feststellen können.

Niekisch
4. April 2019 19:08

"Es fehlt irgendwie eine allgemein akzeptierte Wasserstandsmarke, um ablesen zu können, wie weit es mit uns gekommen ist."

@LotNemez 4.4. 17:33: Eine solche Marke hat es wohl auch früher nie gegeben: 1913 wußte außer denjenigen, die den Sturz der Monarchien durch Krieg herbeiführen wollten, nahezu niemand, daß sich anschließend das Leben - auch das Sterben - grundlegend radikalisieren würde. 1918 konnte niemand exakt prognostizieren, unter welcher Regierungsform man leben werde. Auch nicht, daß mit dem Versailler Diktat eine Bombe mit Langzeitzünder für den nächsten Weltkrieg gelegt wurde. Auch nicht, daß sowohl die Gründung der Weimarer Republik verfassungswidrig zustande kam als auch mit dem Notverordnungsrecht eine "demokratische Diktatur" praktiziert wurde. Anfang 1933 wußten nicht einmal informierte Leute wie Theodor Heuss, wohin sich der Systemwechsel bewegte und wie er 1945 enden würde. Und 1945 war das Installieren der BRD als Scheindemokratie mit Scheinsouveränität nur für wenige absehbar. Später nicht einmal, daß sie es bis heute blieb.

Jetzt gibt es ebenfalls keine "Wasserstandsmarke", allenfalls einzelne, weitgehend unvernetzte, sich voneinander distanzierende Wasserstandsmelder, die zudem noch unter feindlichem Dauerdruck stehen. Es fehlen die starken Milieus, die sich gegen die Spundwände stemmen, die das unaufhörlich steigende, faulig-stinkende Brackwasser von uns abhalten sollen.

Nehme also jeder von uns seinen eigenen Zollstock, indem er vor Ort kleine Netzwerke bildet und ganz konkret in "Graswurzelarbeit" testet, wie weit es gekommen ist, wer ganz konkret die Verantwortlichen sind und dann Wort ergreift, wo er sie trifft. Dann aber in angreifender Form mit den härtesten, gerade noch legalen, jedermann verständlichen, herzbewegenden, avantgardistischen Begriffen.

Nemo Obligatur
4. April 2019 19:37

Die Erregungswelle türmt sich auf. Das ist doch alle absurd. Kickl ist ein guter Mann. Der Schutzmann seines Landes. Strache möchte gerne Vizekanzler bleiben und hängt sich daher an Kurz. Kurz schießt scharf gegen die Identitären, weil er nicht auch nur den Anschein einer Nachlässsigkeit im Kampf gegen "rechten Terror" dulden kann, ohne sein internationales Renommee zu gefährden.
Aber ruhig Blut. In zwei Wochen ist die Sache vorbei.

Ich habe schon einige von Sellner gelesen und angeschaut. Nicht nur ruft er nirgends zur Gewalt auf, er lehnt sie sogar explizit ab und droht jedem der IB, der auch nur mit dem Gedanken spielt, mit Ausschluss.

Aber: Jetzt ist vielleicht der Moment, wo auch die Identitären Farbe bekennen müssen über ihre Ziele. Das Schlagwort von der "Remigration". Wie soll da eigentlich gehen? Da wüsste man als neutraler Beobachter doch gerne Näheres.

deutscheridentitaerer
4. April 2019 21:03

Das eigentlich Niederträchtige ist doch folgendes:

Tarrants Strategie, wie er sie in seinem Manifest niedegelegt hat, ist zunächst plausibel und einleuchtend.

Ich hab sie so oder so ähnlich immer wieder von Rechten gehört und habe auch jahrelang ähnliches gedacht.

Es erschien mir einfach völlig klar, dass der einzige Weg zum Sturz des Systems darin besteht, die Gewaltspirale des moslemischen Terrors durch eigene Terroranschläge zu beschleunigen, bis das System im Chaos versinkt und dann in dem frei gewordenen Vakuum eine neue Ordnung zu errichten.

Ausschließlich Sellners Texte, vor allem der Funken, aber auch seine SiN-Artikel und sein Buch, haben mich davon überzeugt, dass ein solches Vorgehen falsch ist. Zunächst strategisch, aber auch grundsätzlich ethisch.

Ich weiß also aus erster Hand, das Sellner das radikale Gegenteil eines Terrorpaten ist.

Dass ausgerechnet er jetzt kollektiv als solcher verhetzt wird, ist so dreist gelogen, wie ich es trotz aller Erfahrungen der letzten zehn Jahren nicht für möglich gehalten hätte.

deutscheridentitaerer
4. April 2019 21:13

@Nemo Obligatur

Lesen Sie halt die Texte oder machen sie sich selbst Gedanken, so fernliegend ist das alles nicht.

In zwei Wochen ist außerdem gar nichts vorbei, Sellner wird bis heute nachgetragen, dass er sich gegen einen Antifaüberfall verteidigt hat, glauben Sie im Ernst so eine Sache verschwindet einfach wieder?

Und warum soll sie überhaupt verschwinden? Es kann doch nicht darum gehen, einfach halbwegs ungeschoren davon zu kommen. Wir müssen diesen ganzen Haufen Arschlöcher in die Defensive treiben und den Finger in die Wunde legen, dem Volk bewusst machen, was für ein absurdes Theater hier gespielt wird.

Strache und der ganze Rest müsste Abbitte leisten.

Neutrale Beobachter, was ist das überhaupt für ein Quatsch? "Alles absurd oh lala Kickl ist doch gut! Ein Schutzmann!" Sie sind wohl erwachsen, positionieren Sie sich gefälligst.

Gelddrucker
4. April 2019 21:14

Die Remigration:
1. Alle Kriminellen
2. Alle Arbeitslosen
3. Alle illegal Eingewanderten und ihre Nachkommen, auch wenn sie sich dadurch illegal die Staatsbürgerschaft erschlichen haben

Dann siehts schon deutlich besser aus.

LotNemez
4. April 2019 22:11

@Nemo: "Aber ruhig Blut. In zwei Wochen ist die Sache vorbei."

Seh ich auch so kommen. Worauf sollte eine Anklage auch aufbauen? Wenn nicht gerade Schauprozesse wieder eingeführt werden sollen, führt da kein Weg rein.

Ist schon mal jemandem in den Sinn gekommen, dass sich IB und Ösi-Regierung hier wunderbar ergänzen? Mir kommt es fast vor wie ein Vorgehen in stillschweigendem Einvernehmen. Einer lenkt den Scheinwerfer auf den anderen, der macht die Drecksarbeit, erweitert den Raum des Sagbaren, bringt die Idee des Großen Austauschs in Umlauf, wovon dann wiederum der rechte Regierungspolitiker in einer linken Gesellschaft nur profitieren kann.

"Aber: Jetzt ist vielleicht der Moment, wo auch die Identitären Farbe bekennen müssen über ihre Ziele. Das Schlagwort von der "Remigration". Wie soll da eigentlich gehen? Da wüsste man als neutraler Beobachter doch gerne Näheres."

Sellner hatte das mal irgendwann etwas genauer erklärt mit den Remigrationsanreizen. Da gäbe es finanzielle, außenpolitische, sicherheitspolitische Stellschrauben. Aber er sagte auch, die IB ist keine Partei und nicht in der Pflicht, konkrete Konzepte zu liefern. Und da hat er auch wieder recht. Aber der AfD könnte man diese fehlende Konkretisierung ihrer Vorstellungen tatsächlich vorwerfen.

Lotta Vorbeck
4. April 2019 22:17

"Der Schattenmacher" veröffentlichte ebenfalls ein paar Gedanken zum Mr. Tarrant:

Das Christchurch-Manifest - Ein Kommentar

https://youtu.be/fAgBeuxuE6U

Der Schattenmacher

KOMMENTARE • 1.300 [Stand 04.04.2019]

44.552 Aufrufe [Stand 04.04.2019]

am 20.03.2019 veröffentlicht

Ein Kommentar zu den Ereignissen im neuseeländischen Christchurch und dem Manifest des Brendon Tarrant.
In meinem Video analysiere ich den Inhalt des besagten Dokuments und übe Kritik an der nach meinem Dafürhalten, mangelnden Selbsterkenntnis des Autors.

Laurenz
4. April 2019 23:19

@Nemo Obligatur ..... nein. Auch wenn Sie unfreiwillig im Schützengraben liegen und die Einschläge nahe sind, werden auch Sie keine Flagge hissen, damit die Position Ihres MG-Nests für die gegnerische Artillerie exakt kalkulierbar wird. Geschichte läuft immer wieder "ähnlich" ab, aber nie kongruent. Migration oder Demigration waren noch nie ein Problem, (siehe Isabella von Kastilien). Sie hängen alleine vom politischen Willen ab. Nichts geschieht zufällig. Dem menschlichen Handeln liegt immer eine Motivation zugrunde. Unmotiviert geschieht im Menschsein rein gar nichts. Martinus obligatur.

Dieter Rose
5. April 2019 08:10

@Niekisch 10:08

Wenn ich den von Ihnen geschilderten
Geschichtsablauf lese - und dem ich
weitestgehend zustimme -, frage ich mich,
wie gegen "die Mächte" eine Veränderung
durchzusetzen sein wird, mit welchen Mitteln,
mit welcher breiter Unterstützung.
Haben wir soviel Zeit, wenn wir sehen,
dass durch Bevölkerungsverschiebung
eine ganz andere Art von "Untergebenen"
geschaffen wird. Oder kann das sogar
den Untergang "der Mächte" bewirken -
ein "Neues Volk", mit einem aufgegeweichten Islam (vielleicht werfen die ja auch mal
Glaubenssätze über Bord?).

Laurenz
5. April 2019 10:04

@Dieter Rose .... politisch Schwächere wünschen oft den Umbruch zu ihren Lebzeiten. Das ist auch ein fataler Wunsch vieler Rechter. Chinesen oder auch andere Asiaten denken locker auf 100 oder gar 200 Jahren hin. Politisches Denken, mit Visionen, Vorhaben und Vorstellungen, entwickelt sich anders, wenn man über die eigene Rest-Lebensspanne hinaus denkt, ganz egal, ob man Kinder hat oder nicht. Mit Kindern hat man mehr Perspektive, aber für das eigene Handeln, nehmen einem Kinder den Schneid. Castaneda nennt es ein Loch im energetischen Bauchbereich, das Kinder reißen.

Niekisch
5. April 2019 11:20

@ Dieter Rose 10:08:

Gut, daß Sie sich selber fragen und nicht mich:-) Aber wenn Sie mich fragten: eine Antwort fällt sehr, sehr schwer. Darf ich Sie zunächst zufrieden stellen, indem ich auf die Unsicherheit früher Denkender und Handelnder verweise? Oswald Spengler, Moeller van den Bruck, Ernst Jünger, Ernst von Salomon, Stefan George, Gregor und Otto Straßer, Graf Stauffenberg - wie auch immer wir zu Ihnen stehen- wußten in ihrer jeweils besonderen Situation und der allgemeinen Lage auch nicht, wie Veränderung konkret zu bewirken ist. Auch sie sahen sich Kräften gegenüber, die schier unüberwindbar erschienen, welches Ergebnis ihre Bemühungen haben werden. Meine Beurteilung nach 54 Jahren metapolitischer und parteipolitischer Versuche:

Versuchen, sich trotz aller Zeiterscheinungen als Deutsche/Deutscher zu fühlen, in sich hineinhören, ob das Herz noch für dieses nur noch landschaftlich schöne Deutschland schlägt, ob es für Dich persönlich noch etwas Unverwechselbares gegen alle Widerstände zu verteidigen gibt.

Sich unter keinen Umständen irgendeiner Sprachregelung von welcher Seite auch immer unterwerfen, keine geistigen Stolpersteine putzen, notfalls vorab juristischen Rat zur Wort- und Begriffswahl einholen.

Erkennen, daß wir bewußt geschrumpften Deutschen einer kollektiven Charaktermetamorphose unterliegen, der wir durch ein Leben in positiv deutschen Narrativen, Ritualen und Vereinigungen als Gegengewicht zu begegnen versuchen sollten.

Abschied nehmen von Nebenkriegsschauplätzen, der Etappe und überholten politischen Verortungen wie dem "Rechts-Links" Antagonismus. Rein in die Hauptkampflinie, in der heute nicht mehr Granaten einschlagen und mit Bajonetten gestochen wird, sondern Giftgas wabert. Giftgas wurde im ersten Weltkrieg erfunden und zuerst als Tränengas durch Franzosen eingesetzt, nicht zufällig parallel zur sog. Northcliff- Propaganda, die uns schon damals aus der Völkerfamilie ausgrenzen sollte. Über Art. 231 des Versailler Diktates - Schuld§- bis zur späteren Greuelpropaganda und heutigen Schuldinjektion ziehen sich die Fäden der Gaswolke, die uns in den vordersten Gräben ersticken will. H i e r müssen wir eine geistig-politische Gasmaske erfinden und einsetzen.
Haben die Wenigen ganz vorn sie übergestülpt, dann kann der Nahkampf beginnen, der Gegner rechnet möglicherweise schon gar nicht mehr mit ernsthaftem Widerstand und getraut sich nicht mehr zum Sprung in unseren Graben und weicht irgendwann. Heutzutage muß A l l e s darauf ausgerichtet sein, die Gaswolke zu überleben und zum Gegenangriff überzugehen. Nehmen wir uns ein Beispiel am frühen Ernst Jünger, der im stärksten Kugelhagel am konzentriertesten und todesverachtendsten nach vorn preschte. Wer den stärksten feindlichen Riegel zerbricht, der zerbricht auch am ehesten dessen ganze Front. Wir können und dürfen um unseres Landes und unserer Kinder willen die Seelenverkrümmung und Vergiftung ganzer Generationen nicht weiter hinnehmen. Auch wenn Martin Sellner auf diesem Terrain nicht kämpfen will, so wird doch auch er weiterhin einem Vernichtungsfeldzug ausgesetzt sein. Wir müssen jetzt viel mehr riskieren, weil tatsächlich nicht mehr all zu viel Zeit bleibt. Sagte nicht einmal jemand "Kurzer Krieg ist bester Krieg"?

Wenn die uns jede Sekunde bedrohende Giftwolke abgezogen oder vertrieben oder unwirksam gemacht ist, dann ist der Weg frei, um das demographische Problem mit notfalls Aufschreie erzeugenden Mitteln anzupacken. Die wissenschaftlichen und technischen Möglichkeiten gibt es. Parallel werden die allzu Fremden unter Fremdenrecht gestellt, helfen uns oder werden ab einem Stichtag repatriiert.
Bevor es so weit ist, beschäftigen wir uns weder mit der Deutschheit der Broders und Friedmanns, auch nicht der Mazyeks und Voll- oder Halbmuslimen, Problemen wie Syrien oder Brexit, sondern grundsätzlich nur mit den hiesigen Verwerfungen, alleine schon deswegen, um Animositäten untereinander auszuschalten.

Sage niemand, es gebe keine sachlichen und örtlichen Ansatzpunkte, um zunächst in Kleingruppen wie die Fische im Wasser oder mit dem Rammbock anzugreifen:

Jetzt schnell zur "Fridays for future"- Demo, damit ich ein paar Schüler darüber aufklären kann, daß auch zu viele, keinen Müll sortierende oder "Hochzeitsrennen" veranstaltende, uns bereichernde Menschen das Klima schädigen. Hoffentlich bin ich nicht schon zu spät.

Sei wieder deutsch und werde Kamerad!

Thomas Martini
5. April 2019 15:37

"Die Identitären betreieben einen Rechtsradikalismus mit einem freundlichen Gesicht" - Bernhard Heinzlmaier

"Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land." - Angela Merkel

Dieter Rose
5. April 2019 17:10

@Laurenz 10:04

"politisch Schwächere":
damit meinen Sie wohl mich.
"Zu Lebzeiten":
ich glaube auch, dass nichts
übers Knie gebrochen werden kann und soll
(aber da stocke ich schon mal:
wie war das 1989, das kam auch
noch zu Lebzeiten - unerwartet).
Ich stelle mir halt auch ganz einfach die Frage,
wie kann "der Große Austausch"
wie er schon bisher begonnen hat,
in seinen Folgen gestoppt werden
bzw in seinen jetzt schon erkennbaren
Negativereignissen rückabgewickelt werden?
Kann man das? Willl man das?
Welche Konsequenzen hat das nach außen?
Ist es dann nicht sinnvoller, sich abzufinden
und zu hoffen, dass die fremde übergestülpte
Ideologie unter dem Deckmantel einer
Religion sich abmildert, abgeschliffen wird,
einfach durch die Erfahrungen und die
Lebensweise, die dann ein großer Teil der
verbleibenden Urbevölkerung erlebt (oder erzählt bekommen) hat und auf deren Annehmlichkeiten er nicht verzichten mag.
Und das wollte ich, zumindest angedeutet
zu haben, dass das nicht sofort stattfindet, sondern in einem Prozess erfolgen wird -
eine Aufweichung der Ideologie/der Religion.
Oder wird die Unterwerfung so radikal sein,
dass es keine Erinnerung an alte schon
erreichte Kultur- und Denkfortschritte
mehr geben wird?

Kahlenberg
5. April 2019 17:56

BK Kurz bezeichnet die Identitären als "widerlich". Er fungiert als Spitze einer Kampagne, deren Niedertracht, Verlogenheit und Ungerechtigkeit beispiellos ist.
Aus der Angriffsbewegung zur Vernichtung, praktisch des gesamten, patriotischen Lagers heraus, führt er den Dolchstoß gegen den angeblichen "Koalitionspartner".
Ich kann es nicht verstehen, warum die ÖVP und Kurz nicht schon längst als der entscheidende politische Gegner angesprochen wird. Mehr noch, die Perfidie und Brutalität des Vorgehens zeigen uns eher einen Feind sensu strictu, denn einen Gegner im diskursiven Sinn.
Das Gesamtbild der Personalie Kurz spricht doch seit Jahren Bände: Er liefert den Aspekt eines vollsynthetischen Systemroboters, der einzig und allein auf Machtkonzentration programmiert ist. Er scheint weder weltanschauliche noch moralische Eigenschaften zu besitzen, oder dergleichen echte Regungen zu äußern. Es entsteht der Eindruck einer Ganzkörperprothese, die einen Politiker substituieren soll.
Sein Wirken ist effektiv ausschließlich globalistisch, gegen das Volk, gegen die Souveränität, und letztlich gegen jeden Ausdruck unserer Freiheit gerichtet.
Dies im Blick, drängt sich folgende taktische Überlegung auf: Patrioten raus aus der Defensive ! Die Billardkugel umdrehen. Gerade der Proponent Kurz hat auch seine Angriffsfläche, nämlich seine gut dokumentierten Verbindungen zu Netzwerken, die uns substantiellen Schaden zufügen. Man denke an die vielfältigen Soros-Verbindungen, den "Türkei-Deal", etc. Man sollte das Dossier aus Ungarn anfordern, und hier auf allen Kanälen angreifen, und zwar jetzt, wo die Medien hochgefahren sind !

Andreas Walter
5. April 2019 18:23

Fast alle Medien und auch sehr viele Politiker treiben derzeit sehr viele Menschen in den Wahnsinn, und damit meine ich nicht Martin Sellner. Der ist erstaunlich gefasst gemessen an dem, was diese Leute gerade auch mit ihm machen. Dem Martin darum ohne Vorbehalt Unterstützung anzubieten ist Ehrensache für jeden, der noch bei Verstand (bei Sinnen) ist.

Der Focus fragt beispielsweise heute in einer Umfrage:

"In welche politische Richtung bewegt sich Ihrer Meinung nach die AfD aktuell?"

Und 45,7% Antworten: "Eindeutig nach rechts"

Wie geht das? Die AfD gilt doch seit ihrer Gründung bereits als Rechtsextrem.

Jeder der in Deutschland Patriot ist gilt darum seit 1945 als rechtsextrem, als Nazi. Muss aber tatsächlich die AfD "zur Mitte finden", oder hat ganz Deutschland womöglich nach 1945 seine Mitte verloren? Wenn doch selbst Che Guevara, die Ikone aller Linken, vor den Vereinten Nationen klipp und klar sagt: "Patria, o muerte." (Vaterland, oder Tod):

https://youtu.be/BIefiQ6pagc

Auch die Kubaner wollten nicht, dass auch ihr Land und ihre Kultur immer weiter durch den Kapitalismus zerstört wird, ihre Töchter zu Huren werden und ihr Land nach und nach durch Ausländer, durch Fremde besetzt und übernommen wird. Legitime, nachvollziehbare Forderung. Es spielt nämlich keine Rolle, ob "el invasor", der Eindringling, bewaffnet oder unbewaffnet, reich oder arm ist, der sich einfach über Grenzen hinwegsetzt, ein fremdes Land besetzt. Genau das aber passiert gerade auch in Westeuropa. Eine passiv aggressive Invasion und Übernahme durch fremde Kulturen, mit fremden Bräuchen und Traditionen, fremde Religionen und auch andere Wertvorstellungen über Recht und Gerechtigkeit. Zu nicht geringem Teil sogar mit der festen Überzeugung, mit Gewalt ihre Ansprüche und Vorstellungen durchsetzen zu dürfen. Man versucht derzeit der IB also genau die Dinge anzuhängen, welche die Invasoren vor denen die IB warnt tagtäglich praktizieren. Eine vollkommene Umgehrung also der wahren Verhältnisse. Wenn das kein kollektiver Irrsinn ist, was bitte dann? Tarrant hat damit alles erreicht, was er erreichen wollte. Eskalation und noch weitere, noch tiefere Spaltung der Gesellschaft. Wobei Spaltung hier wirklich auch im psychologischen Sinn zu verstehen ist. Für alle die sich derzeit noch nicht rational erklären können, was gerade passiert. Gleichschaltung, egal durch wen, kann nämlich lebensgefährlich werden, das haben schon einige Diktaturen gezeigt, nicht nur der Nationalsozialismus.

Fritz
5. April 2019 19:47

Ja es ist absolut irre, was im Augenblick passiert. Gewissermaßen ein Quantensprung der Irrationalität. Es steigert sich alles immer mehr, es gibt immer weniger Möglichkeiten, einen Konsens zu finden, Feindschaft drängt in alle Lebensbereiche.

Ich bin z.Z. allein zu hause, meine Frau ist auf einem Seminar. Habe seit 18h den Fernseher laufen. Heute-Nachrichten, Kulturzeit, Tagesschau; überall Hass und Geifer gegen die AfD, gegen Sellner, Deutschland nimmt Flüchtlinge auf, die in Italien nicht an Land können, Putin kontrolliert die AfD, England wird an der EU-Wahl teilnehmen und anschließend austreten.

Wo soll das nur hinführen?

Breckert
5. April 2019 21:40

Alles läuft auf einen Punkt hinaus, wo man entweder kapitulieren oder die Fäuste heben muß.

Ich schätze, das ist auch von den Strippenziehern so geplant.
"Wir wollen Europa unregierbar machen" sagten diese vor Jahren schon unverholen in der Öffentlichkeit.
Weit ist es nicht mehr damit, daß wir uns hier alle den Schädel einschlagen.

Umso wichtiger sind die Namen derer, die uns das eingebrockt haben.
Auch auf die Gefahr hin, daß es Familienamen sein können, die in dem Zusammenhang in Deutschland schon vor Jahrzehnten dafür verdächtigt wurden.
Man muß es prüfen.

Was hier läuft, ist größer als Merkel, Macron und Kurz zusammen.
Und wenn wir nicht die Oberbrandstifter erwischen, wird das Feuerlöschen selbst in kurzer Zeit zu einer unlösbaren Aufgabe werden.

Gelddrucker
5. April 2019 22:24

Fritz je schlimmer der Hass und der Geifer, desto ärger wirds. Heute wieder einen Linken beim Diskutieren bei völliger Argumentationslosigkeit ertappt. Als ich ihm das genau vor Augen führte, hatte er nicht den Schneid es zuzugeben, war sich dessen selbst aber bewusst.

Die automatische Reaktion war der Vorwurf, dass ich so hassgetrieben bin, was nur mit mir los sei.

Der Hass (von deren Seite) wird sicher zunehmen, je mehr sie Weltbild erschüttert sehen. Es gibt ein gutes neues Video von Paul Joseph Watson zu Islam und LGBT. Man muss mittlerweile schon geistig arg mitgenommen sein, um das alles nicht mehr zu sehen.

Sellners Youtube-Abos sind ja steil nach oben, auch die Spenden sind anscheinend nur so eingetrudelt. Was mich etwas rätselhaft stimmt, dass die nationalen Parteien aktuell etwas stagnieren. Schockierend ebenfalls, dass es zusätzlich zu den sagen wir ca. 15% AfD-Wählern sicher noch einmal weitere 15% gibt, die die Zustände nicht erträglich finden, aber zu gehirnverwaschen sind, um daraus das richtige zu folgern.

Ebenso seltsam, Leute die völlig selbstverständlich dafür plädieren, dass doch mal einige Leute wieder in ihre Heimat zurückkehren sollen, diesselben Leute reagieren auf die IB mit Zurückhaltung, vorsichtig formuliert. Wir brauchen dringend Psychologen, die wissen, wie man Gehirnwäsche auflöst, so dass den Leuten wieder erlaubt wird, aus ihrer Meinung die richtige Tat entspringen zu lassen.

Wahrheitssucher
5. April 2019 23:44

@ Fritz

Laß die Kiste aus. Es ist Deine Lebenszeit. Vergeudete Lebenszeit!

LotNemez
6. April 2019 01:29

@Fritz: " Es steigert sich alles immer mehr, es gibt immer weniger Möglichkeiten, einen Konsens zu finden, Feindschaft drängt in alle Lebensbereiche."

Habe mich heute vor einem befreundeten, linken Pärchen "zu erkennen gegeben". Mit Ethnopluralismus und allem Drum und Dran in einem Café wo jeder mithören konnte weil es ziemlich laut wurde. Das geht in letzter Zeit immer leichter, finde ich jedendalls, vermutlich weil die Linken auch mitgekriegt haben, dass in Zeiten von Trump, Salvini und selbst einer antifeministisch-konservativen AKK ihr Machtvorsprung schrumpft. Und sie sehen glaube ich auch, dass sie mit gender, Teddywerfen und Feminismus nix erreicht haben und nurmehr die Radikalen in ihren Reihen den Ton angeben, für die sich der normale Linke auch teilweise schämt. Deswegen ist es auch wichtig, dass wir die Form wahren, damit ihnen ihreLeute unangenehmer auffallen als wir. Sie wenden sich jetzt auch wieder eher anderen Themen zu wie dem neuen sächs. Polizeigesetz, dem freien Internet, dem Mietpreiswucher und der Klimasache. Sollen sie machen. Wir ziehen unser Programm durch.

So kann es was werden. Mit Ruhe und Gelassenheit und dabei sellnerischen Entschiedenheit in der Sache. Auch wenn wir es vielleicht nicht mehr in Niekischs Lebenszeit erreichen und auch nicht ganz Deutschland retten können.

Im übrigen lohnt sich ab und an ein Blick nach Israel. Vieles lässt sich zum Beispiel mit Mauern, separaten Rechtsstufen, Immobilienpolitik, über Wehrdienst und Schulsystem lösen.

Laurenz
6. April 2019 03:12

@Dieter Rose .... ich meine damit national Gesinnte und Konservative weltweit, außer in Ostasien, vordergründig in der weißen Welt. Serben und Nachbarn hielten an die 500 Jahre die türkische Herrschaft aus, Griechen/Ex-Byzantiner assimilierten sich weitestgehend, bis auf den Glauben. Rußlanddeutsche behielten Kultur 300 Jahre lang. Manche Indiostämme hielten 300 Jahre spanische Herrschaft aus, Das britische Kolonialreich zerstörte am meisten Kultur. Die Franzosen schickten Jesuiten. Überreste einer unterlegenen Kultur blieben nur dann erhalten, wenn Menschen über sich selbst hinaus dachten. Wir selbst wurden durch christliche Progrome gegen Heiden großer Teile unserer geistigen Hinterlassenschaft beraubt. Das Bewußtsein dafür ging durch mehrere 30jährige Kriege verloren.

Andreas Walter
6. April 2019 03:19

@Fritz

In einen Zustand, in dem auch die Deutschen dann wieder nach einer höheren Ordnungsmacht rufen. Diesmal allerdings einschließlich der Franzosen und Engländer. Es gibt keine bessere Möglichkeit, einen Polizeistaat "legitim" ins Leben zu rufen, in dem Fall die EU, als durch Mord und Totschlag, Chaos auf den Strassen.

Nur wird das womöglich gar nicht passieren, weil dazu einfach das Personal in ausreichender Menge, die Ordnungsmacht dazu schlicht fehlt.

Ganz Westeuropa einschließlich der EU scheint derzeit daher unter dem Rotherham-Effekt zu stehen, eine Variante des Stockholm-Syndroms, der es vielen europäischen Menschen und vor allem auch der Führung und den Eliten derzeit unmöglich macht, noch rationale Entscheidungen zu treffen. Was man auch an folgendem Fall sieht:

https://www.journalistenwatch.com/2019/04/04/mordfall-susanna-mutter/

Aus Engst vor Gewalt durch Migranten beziehungsweise Engst, als Nazi diffamiert zu werden, wenn man gegen diese Gewalt vorgeht, sind viele Menschen derzeit entweder bereits vollkommen eingeschüchtert oder aber zeigen vermeintlich irrationale Verhaltensmuster, wie man sie vom Stockholm-Syndrom her kennt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom

https://de.wikipedia.org/wiki/Identifikation_mit_dem_Aggressor

Gut möglich übrigens, viel mir gerade dazu noch ein, als Antwort zum Teil auch auf Goldhagen, dass dies auch in Diktaturen auftritt, schlicht auch aus Todesengst und Engst vor Repressionen durch die Staatsmacht, aber auch aus Furcht vor Ausgrenzung durch die Mehrheit oder zumindest grosse Teile der Gesellschaft. Die Brüche betreffen dann ja womöglich auch die Familien, Freundeskreise, Arbeitskollegen, Vereine, usw., das ganze soziale Leben. Was Frauen übrigens stärker belastet als Männer.

Es bahnt sich also eine erneute Tragödie in Europa an, die wieder niemand aufhalten können wird, egal welche Strategie er wählt.

Fritz
6. April 2019 09:40

Ich kann mich erinnern als ich in den 90er Jahren noch Straßenwahlkampf für die SPD machte. Wir hatten einen Stand am Wochenmarkt, die CDU gegenüber. Natürlich ging man rüber und wünschte sich einen schönen Tag, niemand wäre auf die Idee gekommen, den anderen Hass oder Hetze zu unterstellen. Dabei waren die Unterschiede zwischen den Parteien damals noch groß.

Wenn das nun nicht mehr geht, wenn es nur noch entweder wir oder die anderen sein können, halte ich das für eine bedenkliche Entwicklung. Was die AfD betrifft, sieht man sich ja schon nicht mehr zur Einhaltung demokratischer Standards genötigt.

Ich denke allerdings das die politische Entwicklung auch in die andere Richtung drängt, die Europawahl wird es zeigen.

Hier sieht man Santiago Abascal, den Chef von VOX, dem spanischen Äquivalent zur AfD in einer Bar in Cuenca.

https://twitter.com/voxnoticias_es/status/1114198306106769409

Dieter Rose
6. April 2019 10:17

@Laurenz 03:12

ja - aber die, die Jahrzehnte und
Jahrhunderte ertragen mussten . . .
würde man gerne seinen Nachkommen
ersparen.
Ja, das Leben ist kein Wunschlonzert . . .

Imagine
6. April 2019 11:31

Alle gegen Sellner? Nicht alle, aber geschätzt 70-80% in Deutschland.

70-80% sind gegen die muslimische Massenimmigration. Und zugleich sind 70-80% „gegen Rechts“.

Wie will die IB unter diesen Bedingungen eine ideologische („metapolitische“) Hegemonie erreichen? Völlig unmöglich.

Sofern es um die muslimische Massenimmigration geht, so stärkt die IB nicht die Opposition dagegen, sondern schwächt sie. Weil die IB Anlass und Grund gibt, die gesamte Opposition als „rechts“ – also „völkisch-rassistisch“ - zu diffamieren.

Niekisch
6. April 2019 12:03

"Auch wenn wir es vielleicht nicht mehr in Niekischs Lebenszeit erreichen"

@ LotNemez 6.4. 1:29: So unwahrscheinlich ist das nicht. Ich heiße mit Vornamen Adolf, lebe ewig und gebe allen für alle Zeit Arbeit.

deutscheridentitaerer
6. April 2019 12:19

@Imagine

Weniger rassistisch als die IB kann man nicht sein. Wenn die Deutschen/Österreicher es unter diesen Umständen nicht hinkriegen, die Propaganda zu durchschauen, dann war es das eben.

Mit so einer Population von dummen und feigen Lemmingen soll dann meinetwegen geschehen, was immer die multikulturelle Zukunft für sie bereithält.

deutscheridentitaerer
6. April 2019 12:22

@imagine

Falls sie es noch nicht gemerkt haben: JEDE Opposition gegen Masseneinwanderung wird als völkisch/rassistisch gebrandmarkt, selbst die aus reinem liberalen Herzen geführte eine Stürzenbergers.

Die IB schwächt die Opposition auch nicht, sie ist die Opposition, und das fast alleine. Denn was man von der AfD zu erwarten hat, wissen wir ja nun seit Trump und FPÖ.

Gelddrucker
6. April 2019 14:56

Remigration als Konzept ist auch in der Mitte der Gesellschaft, am Tisch mit gemäßigten Grünen- oder SPD-Wählern geäußert, für diese überhaupt kein Grund sich aufzuregen. Je flapsiger und umgangssprachlicher formuliert, desto besser. Es ist lediglich die linksliberale Elite, die die Meinungsmacht in der Hand hält, die das als menschenverachtend, rechtsextrem usw. brandmarkt.

heinrichbrueck
6. April 2019 21:19

„Mit so einer Population von dummen und feigen Lemmingen soll dann meinetwegen geschehen, was immer die multikulturelle Zukunft für sie bereithält.“

Ein patriotischer Schwächeanfall? Sellners Patriotismus kam etwas anders rüber. Das „meinetwegen“ klingt nach Entmutigung; insgesamt eine Geisteshaltung des Satanismus. Ist das Böse erfolgreich, muß es noch lange nicht verdient sein. Unser Volk verdient bestimmt keine multikulturelle Zukunft. Vielleicht sollte diejenigen der Teufel holen, die diese Dummheit ausnützen.

Frika Wies
7. April 2019 03:53

Das Problem ist der ruinierte Ruf. Hakenkreuze an Synagogen und Christchurch-Spende, das ist starker Tobak. Die genauen Hintergründe sind bei der Außenwahrnehmung unerheblich.

Machen wir uns die Dimensionen klar: Um die Islamisierung zu stoppen, muß rechtsnationale Politik zur Massenbewegung werden. Dazu muß man die Menschen bis weit in die bürgerliche Mitte hinein mobilisieren, sonst bleibt man ewig nur eine Szene. Jede nachvollziehbare NS-Verbindung ist Gift auf diesem Weg. Wenn Wähler nur zögerlich AfD/FPÖ wählen, liegt das einzig daran, daß die Angst vor einem neuen NS-Gewalt-Regime immer noch größer ist als die Angst vor den Auswirkungen der Massenimmigration und Islamisierung.

Daß sich die FPÖ nun panisch von Sellner und der IB distanziert, ist vor diesem Hintergrund absolut verständlich. Wer nicht gewählt wird, kann auch nicht regieren. Die FPÖ weiß sehr gut, daß die IB der Partei viele junge Wähler zugearbeitet hat. Aber sie weiß auch, daß diese Wähler trotz der Feigheit von Herrn Strache weiterhin FPÖ wählen werden, was denn auch sonst?

Zu seiner Vergangenheit stehen allein reicht in dem Fall nicht. Ich wünsche Herrn Sellner, daß Gras über die Sache wächst. Aber ihm muß klar sein, daß er seine Lage nicht verbessert indem er nun Giftpfeile in Richtung FPÖ schießt.

Imagine
7. April 2019 06:43

@deutscheridentitaerer 6. April 2019 12:19
„Weniger rassistisch als die IB kann man nicht sein.“

Warum wird die IB als „rassistisch“ wahrgenommen?

Lotta Vorbeck (in: https://sezession.de/60842/letzte-nation-ddr) berichtet von folgender Beobachtung:
„Schauen Sie sich mal (ohne rosarote Touristenbrille) in anderen Ländern, gern auch auf verschiedenen Erdteilen um und Sie werden rasch feststellen, wo der gegenseitige, außerfamiläre Umgang von Vertrauen und wo er von der Grundannahme des Mißtrauens her geprägt ist.
Ein weltweit unter deutschen Expats kursierender Spruch lautet: "Hüte Dich vor Sturm und Wind, sowie Deutschen die im Ausland sind!"
Frisch ausgewanderte Deutsche gehen mit Landsleuten zunächst meistens so um, wie sie es von zu Hause gewohnt waren - soll heißen, man vertraut nahezu blind auf die Lauterkeit des Geschäftspartners. Allzu oft - über die Gründe dafür läßt sich trefflich debattieren - haben sich die deutschen Expats binnen kürzester Frist den im Gastland geltenden Gepflogenheiten angepaßt und nutzen ihre Chance, die frisch angekommenen, deutschen "Greenhorns" erstmal gnadenlos auszunehmen.“

Das ist ein gutes und starkes Argument gegen das Menschenbild jener völkischen Rassisten, die glauben, Charaktereigenschaften und Verhalten seien genetisch bestimmt und würden vererbt werden.
Dies ist jedoch ein mittelalterliches und vormodernes Menschenbild, welches nach wie vor das Denken der nationalen Rechten kennzeichnet.

Die Persönlichkeitsstruktur und das Verhalten werden durch die gesellschaftliche Umwelt geprägt. Der heute in den kapitalistischen Gesellschaften vorherrschende Sozialisationstyp ist der „flexible Mensch“ (Richard Sennett), der sich an den jeweiligen sozialen Kontext anpassende „Marketing-Charakter“ (Erich Fromm).

Sellner wird deshalb trotz modischer Erscheinung von den meisten Menschen als anachronistisch, unaufgeklärt-retro und nazi-like wahrgenommen, weil er ein Menschenbild propagiert, welches der gesellschaftlichen Realität nicht entspricht und wissenschaftlich schon lange obsolet ist.

Imagine
7. April 2019 14:40

@deutscheridentitaerer 6. April 2019 12:22
„Falls sie es noch nicht gemerkt haben: JEDE Opposition gegen Masseneinwanderung wird als völkisch/rassistisch gebrandmarkt, …“

Diese Attribuierung erfolgt lediglich durch die fanatischen Anti-Deutschen und die sog. Antifa. Aufgrund von deren medialen Repräsentanz wird meist übersehen, dass es sich nur eine kleine Minderheit handelt. Und diese Leute wird man – wenn es politisch opportun ist – schnell entsorgen. So wie heute rechte Hetzer wie F.J. Strauss oder Gerhard Löwenthal nicht mehr medial präsent sind, während ersterer fast Bundeskanzler geworden wäre und letzterer rund zwei Jahrzehnte lang mit dem ZDF-Magazin eine rechte Propagandasendung leitete und moderierte.

Es gibt im Rahmen des gebildeten Bürgertums durchaus eine entschiedene Kritik an der muslimischen Massenimmigration, aber diese hat mit der Argumentation eines Sellner wenig gemein. Sie hat auch einen anderen Adressaten, eben das gebildete Bürgertum. Sellner hingegen ist ein Internet-Popstar und findet seine Fans hauptsächlich in der Internet-Plebs, während er das gebildete Bürgertum und die heutigen Intelligenzschichten nicht erreicht.

Das ist der entscheidende Unterschied zu Rudi Dutschke. Die „Neue Rechte“ imitiert zwar Aktionsformen der 68-er, aber findet kaum Resonanz in den Intelligenzschichten und dem gebildeten Bürgertum. Dutschke war akzeptierter Gesprächspartner bei den größten Intellektuellen seiner Zeit, er diskutierte mit Adorno, Bloch, Habermas, Marcuse et al. Er wurde von Günter Gaus interviewt und dieses Interview wurde von der ARD gesendet (https://www.youtube.com/watch?v=U6X-ZeYC54E).

Es lohnt sich nach wie vor, dieses anzusehen. Denn es zeigt, dass die damaligen 68-er-Linken mit den heutigen Linken wenig gemein hatten. Im Gegenteil, im Verständnis der damaligen führenden Köpfe des SDS - wie Hans-Jürgen Krahl und Rudi Dutschke – sind die heutigen (Pseudo)Linken korrupte Linksreaktionäre, die sich in den Dienst der herrschenden Klasse stellen und als herrschaftserhaltende Ideologen für diese fungieren, so wie diese Funktion zuvor rechte Ideologen innehatten.

Die heutige (pseudo)linke Ideologie passt zur Politik und Ökonomie des Neoliberalismus, zur Globalisierung, zum gezielten Verfall von bürgerlichem Freiheitsdenken, von Demokratie sowie von Rechts- und Sozialstaatlichkeit. Es gehört zum Herrschaftskonzept der Plutokratie, aus den Staaten „failed states“ zu machen. George Friedman von Stratfor spricht dies offen aus.

Genau dies passiert in Europa. So wird Deutschland – wie gegenwärtig z.B. schon Griechenland - in absehbarer Zeit Dritte-Welt-Strukturen aufweisen, die Tendenz dazu ist beobachtbar.

deutscheridentitaerer
7. April 2019 16:29

@Frika Wies

Sellner hatte klar zu seiner Vergangenheit Stellung bezogen, immer schon.

Wenn das einigen Cucks erst jetzt auffällt, ist das nicht seine Schuld.

Für die Spende kann Sellner rein gar nichts, wenn sie das für starken Tobak halten, sind Sie der Feind, ganz einfach. Ein Feind, den jedenfalls ich, aber vermutlich nicht nur ich, weit mehr verachte als jeden Linken.

Einfach einmal Einigkeit zeigen und die Reihen schließen, dass das manche einfach nicht hinbekommen.

deutscheridentitaerer
7. April 2019 16:38

Die ganzen Arschlöcher, die jetzt Sellner in den Rücken fallen, werden schon sehen, was sie davon haben.

Ohne Sellner gäbe es keinen ernstzunehmenden Widerstand. Es gäbe eine zweimonatlich erscheinende lesenswerte Zeitschrift, zwei Parteien voller Cucks und ein Haufen Schwachsinnsprojekte sozial Gestörter. Und so wird es auch wieder sein, falls Sellner beseitigt werden würde.

Fritz
7. April 2019 18:37

Indiesem Zusammenhang hat Urich Beck den Begriff der Brasilianisierung geprägt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Brasilianisierung

"Brasilianisierung meint den Einbruch des Prekären, Diskontinuierlichen, Flockigen, Informellen in die westlichen Bastionen der Vollbeschäftigungsgesellschaft. Damit breitet sich im Zentrum des Westens der sozialstrukturelle Flickenteppich aus, will sagen: die Vielfalt, Unübersichtlichkeit und Unsicherheit von Arbeits-, Biographie- und Lebensformen des Südens."

Sehr treffender Begriff, genau das erleben wir grade. Es wird hier so werden wie heute in Brasilien; extreme Ungleichheit, extreme Unsicherheit, extremes Misstrauen jedes gegen jeden.

In Sao Paulo fliegen die Reichen mit dem Hubschrauber zur Arbeit, weil die Straßen zu unsicher sind.

Niekisch
7. April 2019 18:41

"das Menschenbild jener völkischen Rassisten, die glauben, Charaktereigenschaften und Verhalten seien genetisch bestimmt und würden vererbt werden."

@ Imagine 7.4. 6:43: Darf ich Ihnen einen Test vorschlagen? Lassen Sie eineiige Zwillinge sofort nach der Geburt in völlig unterschiedlicher geographischer, ethnischer und kultureller Umgebung in völlig unterschiedlichen Milieus aufwachsen und Sie werden entsprechend der wissenschaftlichen Erkenntnis feststellen, daß die Zwillinge das ganze Leben lang verhaltensmäßige Parallelen aufweisen. Wetten?

Der_Juergen
7. April 2019 20:24

Ich ärgere mich masslos über jene arroganten Besserwisser, die Sellner jetzt in den Rücken fallen, und ich frage mich, warum die eigentlich hier kommentieren und nicht auf dem Blog der Bildzeitung oder der taz, wo sie besser aufgehoben wären. Wenn Kommentatoren wie @imagine oder @Frika Wies es nicht für nötig erachten, sich mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen vertraut zu machen, ist das ihr eigenes Problem.

Und wie kann jemand bloss auf die Idee kommen, Sellner habe nach dem feigen und würdelosen Verhalten Straches noch irgendeinen Grund, die FPÖ mit Samthandschuhen anzufassen?

@Fritz
Der Begriff der "Brasilianisierung" scheint mir zur Beschreibung der künftigen Situation in Deutschland unangemessen. Bei allen immensen Problemen der "multirassischen" brasilianischen Gesellschaft und trotz der gigantischen Kriminalität in den Favelas herrscht in Brasilien doch noch eine fröhliche, lebensbejahende Stimmung, symbolisiert durch den Karneval und die Samba. Dies ist der Tatsache zu verdanken, dass das islamische Element dort fehlt. Die Zukunft Deutschlands bei einer Fortsetzung der heutigen Politik ist nicht Brasilien. Sie ist eine Mischung aus Nigeria und Afghanistan, eine ungleich finsterere Perspektive.

Imagine
7. April 2019 20:35

@Niekisch 7. April 2019 18:41
„Darf ich Ihnen einen Test vorschlagen? Lassen Sie eineiige Zwillinge sofort nach der Geburt in völlig unterschiedlicher geographischer, ethnischer und kultureller Umgebung in völlig unterschiedlichen Milieus aufwachsen und Sie werden entsprechend der wissenschaftlichen Erkenntnis feststellen, daß die Zwillinge das ganze Leben lang verhaltensmäßige Parallelen aufweisen. Wetten?“

Die Wette verlieren Sie. Sie werden keine Studien finden, die ihre Position nach streng wissenschaftlichen Kriterien beweisen. Nachgewiesene Fälschungen von rassistischen Forschern gibt es einige.

Die wissenschaftlichen Befunde von seriösen Forschern hingegen sprechen ganz eindeutig dafür, dass die Persönlichkeitsentwicklung und das Verhalten entscheidend vom dem sozialen Kontext abhängen, in dem sich das Kind entwickelt.

Atz
7. April 2019 21:42

Wie fandet Ihr denn den Artikel in der Jungle World zur Causa Sellner?

Der baut es als eine Verschwörung des österreichischen Staates Martin Sellner Zeit zum Verwischen von peinlichen Spuren zu geben.

Wahrheitssucher
7. April 2019 22:52

@ Imagine

Zu „nature versus nurture“ (um die Streitfrage einmal auf „neuhochdeutsch“) auszudrücken:
Nicht wenig spricht nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen dafür, daß es sich genau umgekehrt verhält.
Und @ Niekisch seine Wette sicher gewinnt...

Zooey
7. April 2019 23:37

Dieser feiste Fellner ist ja eine Type! Dass Sellner da so smart geblieben ist. Ich halte Sellner für lauter. Die Hakenkreuze buche ich unter Jugendsünde ab. Für die Spende kann Sellner nichts. Darin liegt auch kein strafbares Verhalten. Wenn man da anfängt, irgendeine Schuld zu konstruieren, kommt man in Teufels Küche. Die Hausdurchsuchung war m. E. illegal, natürlich kann das ein Richter anders sehen und der Fantasie des Grazer Anklägers folgen. Das Verfahren wird eingestellt werden. Wie es dann weitergeht, kann man schlecht abschätzen. Medial wird Sellner weiterhin einem diffusen Verdacht ausgesetzt sein, wie schon zuvor. Den Anliegen der IB wird das eher schaden, und dass Kurz und v. a. Strache sich derart distanzieren, zeigt, dass sie den Einfluss der IB ohnehin nicht so hoch einschätzen.

Ich kenne mich mit der IB wenig aus, frage mich aber, ob da nicht ein konzeptioneller Fehler vorliegt, wenn das Volk nicht mitzieht und man das Volk dann wie @deutscher identitärer dafür beschimpft und es doch Landsmänner und -frauen sind, die dieses Klima von Gängelei und Bevormundung angerichtet haben, und Typen wie dieser Fellner, wie Hofreiter und Böhmermann, wie Kahane werden ja nicht remigrieren.

Genetischen Rassismus hat es wohl im Mittelalter nicht gegeben, aber wie @imagine kann ich mit dem genetisch oder rassisch unterlegten Ethnozentrismus - wie er hier im Forum des öfteren vertreten wird; ich weiss aber gar nicht, ob das die Position der IB ist - wenig anfangen. Dafür gibt es nicht die geringste Evidenz. Mit Nietzsche denke ich: Der Mensch ist das nicht festgestellte Tier - was nach Portmann mit seiner Frühgeburtlichkeit zu tun hat, auf Grund der er unfertig zur Welt kommt und umso offener für kulturelle und soziale Prägungen ist. Und @imagine ist zuzustimmen, dass die aktuelle Einwanderungspolitik von ganz unterschiedlichen Standpunkten aus kritisiert werden kann, und meiner ist v. a. der, dass sie soziokulturell destruktiv wirkt.

Lotta Vorbeck
8. April 2019 01:19

@Imagine - 7. April 2019 - 06:43 AM
@Niekisch - 7. April 2019 - 06:41 PM
@Imagine - 7. April 2019 - 08:35 PM

Diejenigen Auslandsdeutschen, deren Geschäftsmodell darin besteht, sich frisch hinzugekommenen, noch arglosen Landsleuten in der Absicht als Helfer und Berater anzudienen, diese nach Strich und Faden auszunehmen, haben üblicherweise leichtes Spiel, weil sie einerseits genau wissen, wie die Neuen ticken. Und diese neuen, angehenden Expats andererseits gehen völlig naiv und weltfremd häufig von der irrigen Annahme aus, sich in der Fremde einer verschworenen Gemeinschaft von Auslandsdeutschen anschließen zu können.

Intelligenz (oder eben auch mindere Intelligenz) wird als Grundausstattung gewissermaßen vererbt.
Wie sich diese Grundausstattung weiter entwickelt, hängt in erster Linie von den das Kind umgebenden, es prägenden Lebensumständen ab.

Sowohl in preußischen Kadettenanstalten legte man einst, in buddhistischen Klöstern sowie russischen Kadettenanstalten legt man noch heute Wert darauf, möglichst junge Zöglinge zu gewinnen. - "Gib mir Dein Kind die ersten sieben Jahre ..."

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