29. Mai 2019

Kopftuchmädchen

Caroline Sommerfeld / 74 Kommentare

Vor kurzem entdeckte ich auf Lichtmesz' Twitter-Timeline ein in Wien lebendes Kopftuchmädchen, das in die Kamera sprach:

Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

Und was macht Lichtmesz, der alte Schwerenöter? Der schrieb dazu:

Ein Mittwitterer schrie sofort auf, er sei

empört darüber, dass man versucht, so etwas hoffähig zu machen, indem man es als nachvollziehbare Option derartig verharmlost.

So, mal ganz ruhig: Es könnte doch sein, daß das Kopftuch als geziemende Damenkopfbedeckung seiner Wiederentdeckung harrt, und uns der Islam drauf bringt. Im Falle des gesamten Deutsch-Raps ist der moslemische Mann ja auch zum Rollenvorbild geworden. Doch die Sache ist vertrackter.

Am 16. Mai wurde in Österreich das Kopftuchverbot an Volksschulen im Nationalrat mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ als einfachgesetzliche Regelung beschlossen. Für die angepeilte Verfassungsbestimmung fand sich jedoch nicht die nötige Mehrheit. Es ist daher anzunehmen, daß es nach dem Staatsstreich schnellstmöglich rückabgewickelt oder per Verfassungsklage ausgehebelt wird. Die Abgeordneten der nunmehr abgesetzten Koalitionsparteien unterstrichen, es sei darum gegangen, ein klares Symbol gegen den politischen Islam und die Unterdrückung von Frauen und Mädchen zu setzen.

Es geht ein Riß durch die politische Rechte. Man könnte die beiden Seiten des öffentlichen Disputs, der zum Großteil und mitunter aggressiv in den Sozialen Medien ausgetragen wird, entlang der Waldstein-Gerlich-Kontroverse sortieren oder plakativer von „Aufklärern“ vs. „Reaktionären“ sprechen.

Rechte Aufklärer sind pro-westlich im Sinne eines amerikanischen Werteliberalismus, laizistisch, überwiegend pro-zionistisch, pro-feministisch, für eine politische Menschenrechte-Agenda und gegen Diskriminierung. Deswegen richten sie sich gegen den Islam, da er all diesen „Werten“ zuwiderhandelt.

Reaktionäre nennen sich nicht selber so. „Reaktionär“ ist ein Schimpfwort, lieber ist man doch „konservativ“. Man könnte sie in guter historischer Tradition auch Gegenaufklärer nennen. Die meisten von ihnen sind christlich, romantisch, in bestimmten Hinsichten anti-amerikanisch, gegen einen Menschenrechte-Liberalismus à la "Bikini statt Burka" und für einen Geschlechterrealismus im devlinschen Verständnis. „Das ist aber nichts für Konservative, denn zum Konservieren ist nichts mehr übrig“ (Nils Wegner).

Je suis réactionnaire. Bin ich deswegen „Islamversteher“, befürworte gar die "Islamisierung" Europas, oder wie ein weiterer Twitterant es pointiert faßte: „Ein Reaktionär hackt dem anderen kein Auge aus“?

Der populäre Mathematiker Rudolf Taschner, ÖVP-Mandatar, nannte das Kinderkopftuch ein politisches Symbol der Unterdrückung. Es gehe darum, den Kopf frei zu halten und die Mädchen von der Zumutung einer Unterwerfung zu befreien. Den Populismusvorwurf wies Taschner zurück: „Das Einstehen für die Aufklärung ist gar nicht populistisch.“

Die Parlamentsdiskussion nahm ihren erwartbaren Lauf: das islamische Kopftuch für Frauen sei ein klares Symbol der Sexualisierung von Mädchen und habe daher in der Schule aus ihrer Sicht nichts verloren, sagte Carmen Schimanek (FPÖ). Die Schule müsse Mädchen ein sicheres Umfeld und Schutz vor Diskriminierung bieten. Das Problem sei nicht das Kopftuch an sich, sondern die Tatsache, dass es ein Symbol für eine systematische Unterdrückung von Frauen geworden sei, meinte auch Robert Lugar (FPÖ). Gegen diese müsse der Staat auftreten, wenn er die Möglichkeit habe.

Unter anderem wird in den Erläuterungen zum Kopftuchverbot argumentiert, daß mit dem Verbot auch die „Information über den körperlichen Entwicklungsstand, das Religionsbekenntnis bzw. die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Islam-Ausrichtung geschützt werden soll“. Die Verhüllung des Hauptes bzw. das Tragen des Kopftuchs zeige nämlich „das Erreichen der Geschlechtsreife an, die Art der Trageweise unter Umständen die Anhängerschaft zu einer bestimmten Gemeinschaft bzw. auch die Einhaltung bestimmter religiöser Regeln und die familiäre Situation“.

„Unterdrückung“, „Diskriminierung“, „Zumutung der Unterwerfung“, „Schutz personenbezogener Informationen“ sind durch die Banke Vokabeln aus der Menschenrechtsideologie, wie sie exactement von allen politisch Linksstehenden und Globalisten verwendet werden. Die islamkritische Aufklärerfraktion geht – so meine Beobachtung – von denselben ideologischen Grundlagen aus wie der Kulturmarxismus. Hauptsache, niemand wird „diskriminiert“.

Linke Islamisierungsbefürworter und „Stellvertreterminoritäre“ (Sophie Liebnitz) aus den Reihen der SPÖ und der Grünen, die im Nationalrat geschlossen gegen das Kopftuchverbot stimmten, sprechen ihrerseits von „Unterdrückung“, „Diskriminierung“, „Zumutung der Unterwerfung“, „Schutz personenbezogener Informationen“, nur beziehen sie all diese Übel auf die „rassistische“ Mehrheitsgesellschaft, die eben Muslime unterdrücke, diskriminiere und nicht ausreichend schütze, wenn sie das Kopftuch für Volksschulmädchen verbiete. Man könnte von einer deadlock-Situation innerhalb desselben frames sprechen und sich als Reaktionär zurücklehnen und zuschauen.

Dann käme etwas anderes in den Blick. Und wir wären auch wieder etwas näher dran an diesem konkreten vermutlich tschetschenischen Mädel. Mit Roger Devlin ließe sich argumentieren, daß hier ein (anthropologisch gesehen) noch intaktes Frauenbild auf ein dekadent-dekonstruiertes trifft: Ist doch sonnenklar, daß moderne westliche Zehnjährige am liebsten bauchfrei und mit "girl power" am Leiberl herumrennen würden und sich kein bißchen ihrer Schönheit "schämen".

Hier wird es nötig, zu differenzieren zwischen Entwicklungspsycho- und biologie auf der einen Seite, mithin also menschlichen Konstanten, und kulturellen „Rollen“ auf der anderen Seite, die zwar als Geschlechterrollen anthropologisch angelegt sind, aber selbstverständlich mit unterschiedichen Stereotypen befüllt werden. Es wird also zugleich differenzierter und einfacher:

Ein ausgeprägtes Körpergefühl der Peinlichkeit und Scham entsteht erst mit der Pubertät ab etwa 10 Jahren. Insofern ist die 10-jährige Moslemin weder frühreif noch frühsexualisiert, wenngleich Mädchen beispielsweise afrikanischer oder südamerikanischer Abstammung früher geschlechtsreif werden als nordeuropäische.

Mädchen spielen Frauen. Vor dem Jugendalter ist es nichts anderes als das Sich-als-Frau-Verkleiden (so daß Glitzertütü, Perlenketten und Nagellack vom Kindergartenalter an bei Mädchen "chic" sind, allem gendergerechten Kindergärtnerinnengesäusel zum Trotz). Kleine Mädchen schämen sich ihrer sekundären Geschlechtsmerkmale ebenfalls bisweilen, und erröten, wenn man sie plötzlich auf ihre Nacktheit hinweist  – diese anthropologische Substanz sich entwickelnder Weiblichkeit ist nur für die sexuellen Befreier der 70er Jahre Ausdruck „bürgerlicher Repression“ gewesen.

Meine Eltern beispielsweise fanden in den 80ern nix dabei, wenn wir nackig oder im Höschen herumgelaufen sind, und im Schwimmbad am Dorfsee war ich eines Tages im besagten Alter von 10 völlig verwirrt, als mich ein fremdes älteres Mädchen schnodderig aufforderte, ich solle doch mal einen Bikini anziehen: "Bei dir sieht man ja voll die Titten!“ – die allerdings noch so aussahen wie bei kleinen Jungs. Deren (proletarische) Eltern und Geschwister hielten den Körper für etwas zum Verstecken, und "sexualisierten" das Mädchen auf diese Weise.

68er-Eltern haben ihren Kindern die kulturell nur in diesem sehr deutschen Habitat aufgetretene seltsame Mischung aus Asexualität (FKK-Kultur nach dem Motto: „Wir sind nackt und nennen uns du“) und ganz klar sexualisierter feministischer Selbstbestimmungsduselei (Ich bestimme, wie ich ich mich anziehe! Mein Körper gehört mir! Ich habe Rechte!) vermittelt.

Ein zehnjähriges Mädchen ist vom Rollenbild her bereits voll auf Frausein ausgerichtet: und zwar gleichwohl, ob es das Kopftuch oder Hotpants, lila Strähnen und Klebetattoos trägt. Natürlich sind 10-jährige Mädchen auch in einem protosexuellen Sinne "schön", ob sie nun diese Schönheit exhibieren oder verhüllen.

Buben – als Jungsmutter habe ich da mehr Anschauungsmaterial – sind im Volksschulalter ausgesprochen g'schamig und würden nie nackt herumspringen wenn Besuch da ist oder auch im Sommerurlaub mit Gleichaltrigen. Aufschlußreich war die Geschichte eines alten Freundes, dessen jugendlicher Nachwuchs am Nacktbadestrand auf Bekleidung beharrte, zum Leidwesen ihrer sexuell befreiten Eltern.

Der Sohn einer Bekannten hat einmal auf der Klassenfahrt die Regel eingeführt, daß sich im 4er-Bubenzimmer keiner "herzeigen" darf, sodaß die Knaben sich unter der Bettdecke umzogen oder er selbst – extra clever - im Kleiderschrank! Gleichzeitig sind Volksschulkinder innerhalb ihrer Familie privat oft noch extrem kindlich. Ich mußte manchen jungen Exhibitionisten an die Regel erinnern, daß ich nicht mit Nacktschnieplern frühstücke und der Betreffende bitte eine Unterhose anziehen möge.

Zehnjährige Buben behandeln ihre Freundinnen wie ihre Bubenfreunde, etwas reduzierter Ekel- und Deppenhumor in ihrer Gegenwart vielleicht, würden es aber weit von sich weisen, "verliebt" zu sein. Einer meiner Burschen fand es vor Jahren mit etwa 9 Jahren hochnotpeinlich, daß ich einen rosa Mädchensocken in seinem Bett fand und Witze über "Damenbesuch" machte.

Natürliches Schamgefühl (und Scham als moralisches Empfinden setzt Sexualität voraus) ist auch beim europäischen Kinde vorhanden ohne fürchterlich menschenverachtende Indoktrination, wie uns die Kopftuchverbieterfraktion innerhalb der politischen Rechten im Namen der Aufklärung weiszumachen versucht.

Ein Kommentator im selben Twitter-Diskussionsstrang kann sich nicht bloß nicht vorstellen, daß Schamgefühl nicht auf Indoktrination beruht, sondern setzt gleich volles Rohr auf Umerziehung zum Zwecke der Integration in die schamlose Gesellschaft:

In unserer westlichen Gesellschaft muss dieses Schamgefühl, ohne Kopftuch nackt zu sein, aberzogen werden. Man fängt bei den Eltern an, die ihren Töchtern diesen Floh ins Ohr setzen. Gegen Parallelgesellschaften, für Integration über Assimilation!

Islamkritikerin Seyran Ates formuliert mit dem gleichen Tenor:

Religiöse Gründe jedoch, die im Dienste der Geschlechtertrennung und zur Markierung der Frauen als "das andere Geschlecht", das minderwertigere, das schwache, das verführerische Geschlecht dienen, dürfen wir nicht länger akzeptieren.

Kopftücher markieren Frauen als Frau, als was auch sonst? Verführung funktioniert seit jeher über Ver- und Enthüllung, wie sowohl Camille Paglia als auch Slavoj Zizek betonen. Kinder bedürfen qua Kindsein ganz besonderer Begrenzung und eben gerade nicht der „Kinderrechte auf freie Selbstbestimmung“. Dies könnte uns Freud erklären.

Daß ein Kinderbuch ausgerechnet den sadistischen Titel „Justine und die Kinderrechte“ verpaßt bekommen hat, fällt wohl auch in sein Ressort. In entwicklungspsychologischer Betrachtung sind Kinder immer schon sexuelle Wesen, und brauchen nicht erst "sexualisiert" zu werden, sie sind es aber auf keimhafte Weise.

Im Mädchen ist immer schon die Frau angelegt, egal ob es als „stolze Puppenmutti“ posiert, sich züchtig verhüllt auf des gestrengen (und im Falle unseres Kopftuchmädchens unangenehm stolzen) Vaters Wort hin, oder zu aufreizender Musik „nuttig herumhopst“ (Zitat einer Lehrerin, die mit diesen Worten eine musikvideoimitierende Tanzeinlage ihrer Siebtkläßlerinnen nicht zuließ). Den Keim zu früh herauszuschälen tötet ihn.

Der Islam verlegt die notwendige Begrenzung des männlichen Begehrens (das sich im übrigen immer auch auf das Kindliche der Frau und das Frauliche des Mädchens richten kann) nach außen in die rigide Kleidervorschrift, das Christentum nach innen in die rigide moralische Selbstdisziplin, schreibt Zizek in seinen „Blasphemischen Gedanken“.

Und der Liberalismus?

Die Freiheit ist ein so ätherisches Ideal, daß es der Versteifung bedarf, dann liegt das Öbszöne nahe.

(Arnold Gehlen, Moral und Hypermoral)

Der Liberalismus zerstört die Versteifung der moralischen Selbstdisziplin und damit das für Kinder zum Aufwachsen nötige soziale Exoskelett. Dieses gewährleistet sowohl Begrenzung des männlichen als auch des weiblichen Begehrens, sonst wird dieses allzu leicht obszön. Das linksliberale und eben auch das rechtsliberal-islamkritische aufklärerische Selbstbild fühlt sich massiv gestört, wenn Mädchen islamisch „sexualisiert“ werden.

Daß sie umgekehrt liberal "sexualisiert" werden, ist kognitiv nicht anschlußfähig außerhalb reaktionärer Kreise. In diesen kann man sich durchaus vorstellen, daß bei weggebrochener innerer Versteifung wieder die äußere einen Teil der Stützfunktion übernehmen müßte. Und die "Islamisierung" konfrontiert uns knallhart mit realexistierenden Exoskeletten, die uns Deutschen wesensfremd sind.

Insofern wir jedoch zu moralischen Mollusken geworden sind, locken sie uns nackte Einsiedlerkrebse in den falschen Unterschlupf. Erkennen wir den Skelettbedarf und rekonstruieren uns das eigene.


Von Caroline Sommerfeld erschien vor kurzem ihre grundlegende Schrift Wir erziehen. Zehn Grundsätze im Verlag Antaios. Das Buch (328 S., 18 €) kann hier bestellt werden. 


Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.


Kommentare (74)

2019Sachsen
29. Mai 2019 19:59

Für "moralische Selbstdisziplin" braucht es in Europa keinen Islam und schon gar nicht dessen Kleiderordnung. Wir haben in unserer eigene christlichen - vornehmlich katholischen - Tradition gewissen Regeln, sich nicht "aufreizend" zu kleiden. Es gab Zeiten, da trugen Frauen Röcke und Kleider, dazu Hüte oder - zur Arbeit im Haus, auf dem Feld oder in der Fabrik - auch mal ein Kopftuch. Offenes Haar, wie es heute Alltag ist, galt als unzüchtig. Und selbst heute noch tragen Frauen aus traditionell-katholischen Kreisen beim Kirchgang prinzipiell einen mindestens knielangen Rock, ein nicht zu körperbetontes undurchsichtiges und nicht zu weit ausgeschnittenes Oberteil sowie in vielen Fällen auch eine Mantilla oder ähnliche Kopfbedeckung. Dagegen scheint die eigentlich männliche Hose für Musliminnen kein Problem darzustellen - solang sie mit einem langem Oberteil und Kopftuch kombiniert wird.

Es ist völlig richtig, dass wir vor unsrem christlichen Hintergrund (Sexual-)Moral vor allem durch Selbstdisziplin anstreben - nicht durch Wegsperren des "Objekts" hinter Stoffmassen. Allein das Begehren ist schon Sünde. Wir erwarten vom Mann, dass er sich und seine Triebe im Griff hat - selbst dann noch, wenn alle Frauen plötzlich nackt wären. Dagegen scheint es, dass im Islam allein die Frauen durch ihre Verschleierung, Absonderung etc. für die Wahrung der Moral zuständig sind. Anders sind Aufrufe, nicht normgerecht gekleidete Frauen durch Vergewaltigung zu betrafen, nicht zu erklären.

Kurz gesagt, unsere "Sittsamkeit" funktioniert anders. Es geht allein darum, dass wir wieder zu unserer eigenen Tradition, zu unseren Werten, zu unserer Kultur und letztlich auch zu unserer (katholischen) Religion zurückfinden. Der Islam ist und bleibt ein Fremdkörper. Es kann ihn nur als Entweder-Oder geben.

Monika
29. Mai 2019 20:57

Liebe Frau Sommerfeld,
Vielen Dank, dass Sie das Thema der Kopftuchmädchen auf diese rechte Art aufgenommen haben ! Ich habe den Filmausschnitt gesehen und muss gestehen, dass ich die beiden Mädchen entzückend fand. Und zwar deshalb, weil ich als streng katholisch sozialisiertes Mädchen in der 60er Jahren genauso empfand. Verschämt, aber stolz. Auch stolz darauf in eine reine Mädchenschule ( bei Nonnen) zu gehen. In der Nonnenschule durften wir keine Miniröcke tragen, sondern züchtige Kleidung. Zopf oder Dutt, die Haare nicht offen. In diesem Alter würde ich die Auseinandersetzung mit dem Islam nicht am Kopftuch festmachen. Genausowenig hätte man die „braven katholischen Mädchen“ zwingen können, einen Minirock zu tragen. Minirock statt Minarett ist für mich ein dummer Spruch. In diesem Sinne bin ich konservativ.
Kritisch wurde es erst in der Pubertät, als die Mödchen den Aufstand gegen die Nonnen probten. Der Rockbund wurde umgedreht, um den Rock zu verkürzen usw. Die Mödchenschule wurde ab dem 8. Schuljahr langweilig. Die Jungs wurden interessant.
In diesem Alter wird es auch für moslemische Mädchen kritisch, wenn sie mit den Moralvorstellungen Ihrer Familie in Konflikt geraten. Die Probleme sind bekannt.
Konservativsein bedeutet auch nicht, ein unkritischer Islamversteher zu sein. Im Gegenteil, es gibt durchaus moralische Schnittmengen zwischen Moslems und Katholiken ( gegen Abtreibung, Frühsexualisierung, Genderwahn) , aber die Unterschiede können gerade nur dann benannt werden, wenn man den anderen ernst nimmt.
Der Feminismus ( Alice Schwarzer im jüngsten Kopftuchstreit in Frankfurt) blendet diesen berechtigten konservativen Aspekt völlig aus. Schwarzer wurde von jungen Kopftuchfrauen zwar etwas rüde angegangen, womit sich die Mödchen selbst ins Aus schossen, aber der Altfeminismus ist angeschlagen. Da wäre es durchaus interessant, mal die moslemischen Argumente gegen den Feminismus zu hören.
Und ja, ich fände es schön, wenn junge christliche Mädchen es auf Augenhöhe mit ihren Moslemschwestern aufnehmen würden. Mit dem gleichen Selbstbewusstsein und Stolz.

RMH
29. Mai 2019 21:13

"Daß sie umgekehrt liberal "sexualisiert" werden, ist kognitiv nicht anschlußfähig außerhalb reaktionärer Kreise."

Greife diesen Satz als Beispiel dafür heraus, dass "der Liberalismus" offenbar nur in seinen 68er dekonstruktiven, linken Auswirkungen, sprich anhand von Symptomen erkannt zu werden scheint und damit nicht vollständig. Dabei ist es "dem Liberalismus" grundsätzlich absolut egal, ob Mädchen Kopftücher tragen oder nicht, "liberal" sexualisiert werden oder nicht etc. - es ist, liberal betrachtet, ein Stück weit Sphäre der "eigenen Façon".

In diesem Zusammenhang ist wiederum an das (liberal-konservative) Böckenförde Diktum zu erinnern, wonach der freiheitlich, säkularisierte Staat von Voraussetzungen lebt, die er selber nicht garantieren kann. Damit ist meiner Meinung nach u.a. gemeint, dass eine in christlich geprägter Aufklärung entstandene Gesellschaft auch nach der Ablegung von Glauben, nach einer Säkularisation, eine eigentlich "überkommene" (in Europa eben christlich geprägte) Moral einfach weiterlebt, bis sie entweder langsam verfällt oder durch Hilfe künstlicher, politischer Maßnahmen dekonstruiert wird oder werden kann (oder beides gleichzeitig). Erst mit dem beginnenden Wegfall/Verfall wird bemerkt (offenbar auch von Herrn Böckenförde), dass die bisherige, bislang funktionierende Gesellschaft auf mehr als nur ein paar positivistisch niedergeschriebene Regeln und Grundrechten basierte und die waren - da man ja nicht viel anderes in Europa kannte - durchaus christlich basiert.

Liberal ist in diesem Zusammenhang also nur der Rahmen und der Inhalt ist in einem liberalen System daher durchaus variabel.

Politisch gesehen - und das wurde im Artikel offenbar ähnlich gesehen - ist es natürlich in unserer heutigen Zeit deutlich einfacher, sich an die vermeintlichen Werte des Grundgesetzes anzuschließen und das, was man als das Element des Fremden in seinem Land erkennt, welches auch noch den Hang zu Dominanz entwickelt, unter zu Hilfenahme einer "liberalen", "menschrechtsbasierenden" Kritik zu bekämpfen bzw. zu versuchen dies zu "integrieren", als es einfach schlicht nur aufgrund seiner Fremdheit zu kritisieren oder abzulehnen (was eine natürliche Reaktion darstellt). Diesen Braten wittern natürlich halbwegs clevere Linke und sehen hierin daher nur ein Mimikri und bezeichnen deshalb solche Protagonisten nur allzu gerne als Nazi oder als Rassisten. Ein Herr Stürzenberger könnte so ein Fall sein, auch wenn ich bei ihm fest davon ausgehe, dass er sogar daran glaubt, was er sagt, also kein Mimikri betreibt (aber: notwendig falsches Bewusstsein?). Andere hingegen könnten ihre simple Abneigung gegenüber dem Fremden in der Tat durch derartige Maßnahmen einfach nur verbrämen - in der heutigen Zeit durchaus auch aus Selbstschutz erforderlich und mithin verständlich.

Ich selber hatte vor kurzem mit einem Kollegen folgendes Erlebnis: Wir gehen in einen Laden und er sieht eine Bedienung mit Kopftuch und kauft deswegen dort nicht ein, da er nicht einsieht, warum man für diese Tätigkeit nicht das Kopftuch ablegt und warum der Inhaber hier nicht im Sinne einer Gleichheit/ Aufgeklärtheit/ Integration durchgreift, während ich ohne Probleme eingekauft habe und mich auch von der Dame habe bedienen lassen. Er, der weiß, dass ich AfD wähle, wunderte sich ob meiner vermeintlichen "Toleranz" und fragte mich, ob mich so etwas nicht störe, was ich zutreffend verneinte (ich will hier in diesem Land niemanden zwangsweise integrieren). Im Nachhinein erklärte ich es mir so, dass ich wohl eben ein struktureller Rassist bin und kein Rassist bei der konkreten Begegnung mit einem anderen Menschen. Denn von der Struktur her gesehen, lehne ich eine Ansiedlung von praktizierenden Moslems in größerer Zahl in unserem Land klar ab, habe aber schon immer vertreten, dass es mir egal ist, was diese Leute in ihren eigenen Ursprungsländern veranstalten, auch wenn bereits diese Einstellung eigentlich ein klares Anzeichen von (liberaler!) Dekadenz ist, denn eine natürliche Anschauung ist die der Dominanz und des Strebens nach Allgemeingültigkeit - im Zweifel weltweit und nicht nur lokal und national. Mir war es auch noch nie zuwider, mit Ausländern zu verkehren, weil mir das beim konkreten Gegenüber absolut egal ist, wo er/sie herkommt. Ich habe nur etwas gegen Gruppen und daraus entstehende Strukturen - hier bin ich "Rassist", der sein "Eigenes" verteidigen will, aber kein Chauvinist, da ich keine Gruppe der anderen für per se überlegen halte (auch wieder Ausfluss der bereits erwähnten liberalen Dekadenz, den natürlicherweise halten sich Menschen für überlegen und höherwertiger als andere). Konsequent links, humanitär und menschenrechtlich betrachtet, geht so eine Einstellung, dass es einem egal ist, was in anderen Ländern passiert, nun einmal gar nicht, da ja alle Menschen global unter gleichen Lebensbedingungen zu leben haben (fast schon totalitär, oder?).

Nach der Schilderung in dem Artikel gehe ich davon aus, dass es bei "uns" Rechten und Konservativen eben eine Toleranz gegenüber dem Menschen an und für sich und anderen Kulturen gibt, die ausgeprägter ist, als bei den globalistischen Humanisten. Uns ist egal, ob eine Zuwanderin ein Kopftuch trägt oder nicht, da es ja nur Ausdruck ihrer eigenen Kultur ist, die aber hier eben im Regelfall nicht ihren Platz hat, weswegen wir sie und ihre Sippe gerne wieder - Ausnahmen bleiben vorbehalten - remigrieren lassen würden. Wir legen eben nur Wert darauf, dass es für alles auf der Welt einen Raum, ein Land, ein "Siedlungsgebiet" gibt, wo dann die entsprechenden Kulturen und Gebräuche ausgelebt werden - ohne Einmischung von außen (der Zahn des Imperialismus wurde uns also schon sehr erfolgreich gezogen, denn ein natürliches menschliches Verhalten ist der Verzicht auf Eroberung eigentlich nicht. Gut, man könnte diesen Pazifismus jetzt als kulturelle Weiterentwicklung bezeichnen). Diese Einmischung von außen verbitten wir uns dann eben auch für das eigene Land, hier sind wir dann ausnahmsweise nicht pazifistisch. Man könnte das Ganze jetzt "ethnopluralistisch" nennen. Ich persönlich brauche aber für diese Auffassung keine "Ethnie", denn die Abstammung ist mir für diese Unterscheidung/Diskriminierung dabei primär egal, da ich auch in geografischen Räumen und Ländern denke. Zudem lehne ich, wie ich es hier auf SiN schon mehrfach vertreten habe, den Ethnopluralismus grundsätzlich ab, da er für mich nur eine allenfalls als Hilfsargumentation taugliche Anschauung ist, die auf große Länder nicht zufriedenstellend angewendet werden kann. Große Länder und insbesondere Imperien können sich nicht im klein-klein von Ethnien verfangen. Meine Kritik am Ethnopluralismus will ich an diese Stelle nicht vertiefen - da wird sicher noch ein anderer Debattenstrang dazu irgendwann kommen.

Thomas Martini
29. Mai 2019 21:17

"Schüler von reicher, zuweilen auch schon von mittelmäßiger Begabung verfallen leicht in eine andere Art des Stolzes, den geistigen Hochmut. Dieser hat ein ansehnliches Gefolge von anderen Untugenden hinter sich. An erster Stelle steht die Rechthaberei, die mit rücksichtsloser Schärfe die eigenen Ansichten gegen jede nur halbwegs abweichende Meinung verficht. Eitelkeit und Selbstsucht drängen sich überall hervor, stellen das eigene Wissen bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit prunkhaft zur Schau und erachten es als ihr gutes, altes Recht, stets der dominierende Mittelpunkt des Ganzen zu sein. Beim geringsten Widerstand brechen solche Schüler Zank und Streit vom Zaune oder ziehen sich tiefgekränkt zurück; deshalb heißen sie auch wohl Spielverderber, und man rechnet sie ganz sicher nicht zu den beliebten und gesuchten Kameraden. Auch das Strebertum, das die Gunst des Lehrers ganz allein für sich in Anspruch nehmen möchte und zu diesem Zwecke zuweilen sogar die niedrigste Heuchelei zu Hilfe nimmt, ist eine Folge des geistigen Hochmuts, ebenso wie die Sucht, alles mitleidlos zu verspotten und ins Lächerliche zu ziehen, wenn es gilt, Witz und Schlagfertigkeit in das rechte Licht zu setzen.

Der Gegensatz all dieser Untugenden ist die Bescheidenheit, der schönste Schmuck der heranwachsenden Mädchen und Knaben, den wir mit Recht höher schätzen als alle andern Vorzüge und Talente." - Hedwig Dransfeld, "Der gute Ton für die heranwachsende Jugend", Kapitel 9

In"Die entfesselte Freiheit" weist Dr. v. Waldstein auf den Unterschied zwischen "außengeleiteten" und "innengeleiteten" Menschen hin. Möglicherweise verläuft der Riß durch die politische Rechte genau dort? Mir die Worte von Hedwig Dransfeld zur Mahnung nehmend, verzichte ich an der Stelle mal darauf zu schreiben, was meiner Meinung nach den Durchbruch der außengeleiteten Menschen ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts massiv begünstigt hat.

Johannes K. Poensgen bezeichnete Michael Klonovsky und Stefan Zweig kürzlich in einem Interview als "Reaktionäre", und das wohl nicht zu unrecht.

https://coriolan.in/rom/zur-zukunft-der-identitaeren-bewegung/

Andererseits gehört Herr Klonovsky, der sich gerne über Äußerlichkeiten echauffiert, ganz klar zu den schärfsten Kritikern der Kopftuchmädchen, und in dem Fall zu den "rechten Aufklärern"?

Diese Kategorien treffen nicht den Kern der Sache, und stiften für meine Begriffe eher Verwirrung. "Je suis réactionnaire" ist insofern auch ein unpräzises, wenngleich doch sympathisches Bekenntnis von Frau Sommerfeld.

Gehen wir von Außengeleiteten und Innengeleiteten aus, so ist es nachvollziehbar, warum "rechte Aufklärer" sich so sehr über Kopftücher aufregen. Es handelt sich um eine äußerlich Symbolik, die nicht in das eigene Weltbild passt.

Wer den Mohammedanern Vorschriften machen will, wäre jedoch besser beraten, sich für Gesetze und deren Einhaltung stark zu machen, die den Zulauf verringern, und die Auswanderung begünstigen.

Idealerweise macht man sich auch die eigene "Re-Education" bewusst, bevor man sich daran macht, erzieherisch in die Bräuche anderer Kulturen eingreifen zu wollen.

ede
29. Mai 2019 22:05

Mein lieber Schwan. Das ist schon verdammt klug.

Gustav Grambauer
29. Mai 2019 23:33

"Deren (proletarische) Eltern und Geschwister hielten den Körper für etwas zum Verstecken"

Kenne ich anders. Z. B. Jacqueline / Leninplatz:

https://books.google.ch/books?id=jYFlDwAAQBAJ&pg=PA35&lpg=PA35&dq=scheppert+leninplatz+minigolf&source=bl&ots=SHo2j_G-KH&sig=ACfU3U02CWtz8MvS6Z8ZJFp4JmMu-SUbEQ&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiO4tObucHiAhUBy6QKHUDABokQ6AEwAHoECAgQAQ#v=onepage&q=scheppert%20leninplatz%20minigolf&f=false

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"Der Islam verlegt die notwendige Begrenzung des männlichen Begehrens (das sich im übrigen immer auch auf das Kindliche der Frau und das Frauliche des Mädchens richten kann) nach außen in die rigide Kleidervorschrift, das Christentum nach innen in die rigide moralische Selbstdisziplin"

Das ist wahr, aber nicht der Kern. Islamisten sind zu 98 % Südländer und somit mit einigen Atü Trieb im Kessel aufgeladen. Hingegen Dänen z. B. muß man erst zum Sex überreden,

https://www.aargauerzeitung.ch/panorama/vermischtes/daenemark-macht-werbung-fuer-mehr-sex-das-resultat-9-monate-spaeter-babyboom-130332983

eine große Mehrheit von denen findet Sex lt. Umfragen auch unhygienisch wie ich mal gelesen habe.

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"außerhalb reaktionärer Kreise. In diesen kann man sich durchaus vorstellen, daß bei weggebrochener innerer Versteifung wieder die äußere einen Teil der Stützfunktion übernehmen müßte."

Wiederum bei bei Südländern wird das wohl nötig sein. (Aber was geht uns das eigentlich an?) Die Frage ist doch: Inwiefern sollen nordische Menschen dies nötig haben? Andernfalls: wer das glaubt, der ist auch dem Spin um die angeblichen sexuellen Übergriffe durch weiße Männer auf dem Oktoberfest auf den Leim gegangen und trötet sogar in dasselbe Horn.

Es wäre gemäß dem Gleichheitsgebot, Wesentlich-Ungleiches nicht gleich zu behandeln. Wie wäre es, einmal den Gedanken zuzulassen, daß Araber, Türken, Afrikaner usw., wenn sie schon mal da sind, aufgrund ihres Temperaments grundsätzlich anders, härter angefaßt werden müssen als im Rahmen des großzügigen Umgangs, den wir Kühlen uns miteinander gönnen dürfen? Die rechtliche Durchsetzung wäre de lege ferenda und sehr schwierig, aber der erste Schritt hierzu wäre doch, dies einmal als Prinzip anzunehmen. Für mich ist seit jeher glasklar: was haben meine Frau und ich mit der Triebstruktur von Aptulah und Gülsüm zu tun? Nichts!

Habe letztes Jahr bei einem Seminar einer - sehr attraktiven - Dame, die einem Mißverständnis bei ihrer Buchung unterlag, das freie Bett eines verhinderten Bekannten in meinem Hotelzimmer angeboten, da im ganzen Haus kein anderes mehr frei war. Wir waren allein im Raum, haben uns im Schlafanzug gesehen, in aller Distanz. Ja, und?! Niemand mußte sich da "mit rigider moralischer Selbstdisziplin" "zwingen". Wir sind beide glücklich verheiratet. Vielmehr haben wir unausgesprochen den Respekt voreinander und vor dieser Tatsache möglichst stark zur Geltung gebracht.

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"Es könnte doch sein, daß das Kopftuch als geziemende Damenkopfbedeckung seiner Wiederentdeckung harrt, und uns der Islam drauf bringt."

Auch diese Vermischung mißfällt mir. Aus identitärer Sicht sollte es eine Grundsatzfrage sein, ob in einer Kultur Kleidersitten von innen heraus wachsen, gern inspiriert von der Berührung mit anderen Kulturen, oder ob man sich seine Permissivität gegenüber einem aggressiven, erpresserischen Invasionsheer mit Weltherrschaftsbestrebungen auf der Traditions- und Kreativitätsschiene schön redet. Hier wäre das ego non angebracht: gerade weil es die Moslems durchsetzen wollen, weisen wir es zurück. Anders gesagt: die Moslems haben das Kopftuch als "geziemende Damenkopfbedeckung" verdorben, soweit ich sehe auf unabsehbare Zeit. In vielen Teilen Rußlands mag es anders sein, aber hierzulande wird eine Frau mit Kopftuch in den heutigen Verhältnissen immer wie das Dhimmi-Puttchen aussehen, zumal im Alltag beim Einkaufen usw., wo selbst bei Greta Garbo wohl nicht das ganze Charisma gegeben war. (Aber damals war`s kulturhegemonial gesehen ja egal.)

Stehe auf keiner der beiden oben bezeichneten Seiten, sehe die Worte von Frau Weidel dennoch als ausgesprochen zutreffend für die Angesprochenen im Bundestag und für die Öffentlichkeit an:

https://www.youtube.com/watch?v=ZEGj1T0pnR0

- G. G.

eike
30. Mai 2019 03:37

Jahrhundertelang, nein jahrtausendelang, hat die westliche, die europäische Kultur weibliche Schönheit, den weiblichen Körper - nackt oder nicht - dargestellt, nein angehimmelt, von der griechischen Venus über Botticelli bis hin zu Armin Breker.

Nun kommt ein muslimischer Teenager und findet das "peinlich". Und ein rechter "alter Schwerenöter" applaudiert dazu, sekundiert von seiner Gesetz-Zwillingsschwester.

Es hat schon Spannenderes auf sezession.de gegeben.

Andreas Walter
30. Mai 2019 04:17

Schamgefühl ist antrainiert beziehungsweise eine Folge, Prägung durch eine mediale Idealisierungs-, Ideal-, Idolgesellschaft.

Daher auch das Bilderverbot in manchen Religionen aber auch manchen animistischen Glaubensformen.

Im Rahmen von Religion hat das Kopftuch darum tatsächlich etwas mit Verhüllung und Entblößung zu tun. Keusch, züchtig muss sie eben sein, die reine, unberührte Lotosblume, auch wenn gerade das bei manchen Männern Satan erst recht auf den Plan ruft.

Hinzu kommt noch die besondere Beziehung auch von Frauen zu ihrer Kopfbehaarung.

Bei dem Thema Kopfbedeckung fallen mir dazu spontan auch die Nonnen, Mennoniten, Amische ein, ebenso wie aber auch orthodoxe Juden.

Gleichzeitig aber auch die Bauersfrau, die nicht ständig ihr Haar waschen möchte, und es darum am Tag bei der Arbeit vor Staub und Dreck schützt. Eine oft dann ganz und gar unkokette Nutzung des Kopftuchs.

Manche Zuckermäuse spielen aber auch nur gerne verstecken, das Unschuldslamm, die Unschuld vom Lande, unter ihrem keuschen Kopftuch, bis sie dann Einen entweder mit Haut und Haaren förmlich auffressen oder je nach Neigung sich lieber verzückt auffressen lassen.

Eine dritte Variante ist das Kopftuch als bewusste religiöse Demonstration, wie sie derzeit auch manche Juden von ihrer Gemeinde fordern. Kopfbedeckung daher als Protest und Symbol der Selbstbehauptung:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article194306115/Am-Samstag-Antisemitismus-Beauftragter-ruft-zum-Kippa-Tragen-auf.html

Insgesamt kann allein ich also schon 4 unterschiedliche Motivationen für das Tragen von Kopf- beziehungsweise Kopfhaarbedeckungen identifizieren, neben übrigens auch Sonnenschutz. Also 5. Oder auch nur gegen Wind und Wetter. 6.

https://youtu.be/QxhAHL9fFa0

Erinnert mich irgendwie an den Begriff der Demut und Bescheidenheit im Christentum. Mich stört es darum nicht, weil man dadurch doch gleich weiß, wenn man sehr wahrscheinlich dann vor sich hat. Auch hier macht das kulturelle, gesellschaftliche "Gift" die Menge, nicht der Glaube an sich.

The T
30. Mai 2019 08:58

Ich verstehe diesen Artikel nicht, vielleicht funktioniert mein Hirn heute nicht...
Soweit ich verstanden habe ist die Argumentation Kopftuch für Mädchen schwierig, wenn man ausschliesslich die Sexualität heranführt.

Aber darum geht es doch gar nicht...eigentlich nie!

Es geht doch vielmehr darum, dass mit dem Kopftuch eine offensichtliche Gegengesellschaft eingeführt wird, die darauf folgend auch die üblichen Repressalien für Frauen mit sich bringt. Das ist das Allarmierende!

Eventuelle frühsexualisierte Argumentationslinien sind doch die sinnlosen Argumente der Muslime, ihrerseits die islamische Gegenkultur zu rechtfertigen.

Das Kind wird hier nur zur Spielfläche für eine radikale Ideologie, die nicht diskussionsfähig ist, und unumkehrbar ist.

Es ist doch ganz einfach: wie frei ist ein Mensch, dass er selber entscheiden darf was er trägt?! Ein Kind ist gesellschaftlich noch nicht so frei, dass es diese Entscheidung treffen kann.
Deshalb muss seine Unversehrtheit in einem "Schutzraum" gewährleistet werden.
Deshalb gibt es kein Alkohol, keine Filme ab 18 J. etc.

"Wir" reagieren deshalb so empfindlich auf Kinder mit Kopftüchern, weil wir als Erwachsene sehen was später auf diese Mädchen zukommt und schliesslich auch auf uns....

Ich habe noch keinen echten Moslem kennengelernt, der sich ernsthaft dazu entschliesst seine Auffassungen mit der noch bestehenden Mehrheitsgesellschaft zu diskutieren und darauf respektvoll angleichen möchte, damit es nicht zu Problemen kommt.

Kein Buddhist, Shintoist, Jude, Christ, Pantheist etc. fährt so einen Diskurs. Überall herrscht Toleranz, nur nicht bei Moslems. Schande über diese "Religion".

Stil-Bluete
30. Mai 2019 09:32

@2019 Sachsen
'Kurz gesagt, unsere "Sittsamkeit" funktioniert anders.'

Im Prinzip sicherlich richtig, in der Praxis nur noch in geschützten Biotopen.

Dass eine Kleiderordnung - Tracht mit Mieder, Anzug mit Bundhose, Hosenträgern, Weste, Kostüm (der Anzug für Frauen), Uniform, Arbeitskleidung, Küchenschürze, Hüte und Hütchen - nicht nur der Sittsamkeit, sondern auch der Funktionalität entsprachen, ist längst ausgehebelt.

Ein Beispiel: Alle Welt, wirklich alle Welt trägt zu jeder passenden und unpassenden die nicht passgerechten Jeans, auch im Islam. Und Madonna hat die typische Prostituiertenkleidung 'salonfähig' gemacht.

Auch ich ertappe mich oft, dass ich muslimisch gekleidete Frauen für geschmackvoller gekleidet finde als die durchschnittliche europäische Großstädterin.

Der Verfall der Sitten geht einher mit dem Verfall dessen, wie man sich kleidet, was man anzieht, wenn man 'ausgeht'.

Vor allem Frauen sollten uns wieder schöner kleiden.

Laurenz
30. Mai 2019 09:32

Mitte des 1. Jahrzehnts im neuen Jahrtausend sah ich wilde Russinnen und Ukrainerinnen beim Kirchenbesuch in Kiew und auf der Krim Kopftuch tragen, und einen für mich fast unerträglichen Respekt vor den Ostkirchen-Würdenträgern demonstrieren. Mein Respekt vor den östlichen Kuttenträgern blieb auf deren wirklich hervorragende Sangeskünste reduziert.
Wie @2019Sachsen es beschrieb, kenne ich aus meiner Kindheit Frauen, die Kopftücher tragen, vor allem dann, wenn sie ihre Haare nicht "gemacht" hatten, bei Feld- und Gartenarbeit, aber nicht beim Kirchenbesuch. Dieses Bedecken der Frau oder auch der Männer ist historisch christlich, und damit orientalisch, zumindest im Sommer, was ja auch eindeutig an den Klamotten der kirchlichen Würdenträger (für die Hardcore-Christen hier nur wie gehabt "Kuttenbiesler") zu sehen ist. Deutsche Männer tragen seit Jahrtausenden Hosen. Hosen hätten auch Martin Luther gestanden und Ihn glaubwürdiger gemacht.
Auch alle Frauen einschränkenden Gesetze, auch die im Ur-BGB der Kaiserzeit sind christlichen, also orientalischen Ursprungs. Von daher ist der Unterschied zum Islam zu vernachlässigen. Im Prinzip tragen Nonnen auch heute noch Tschador.

Im gesellschaftlichen Umgang mit Moslems bei uns, bleibt mein Mitleid für durch diese "mitgenommenen", einheimischen Frauen, gelinde gesagt, bescheiden. Ich habe nur was dagegen, wenn Muslime ihre Frauen zuhause einsperren. In Kairo konnte sich die damalige blonde, aber "bedeckte" Freundin sich selbst gegen grapschende Basarhändler wehren. Aber es gab eine fette Prügelei und Polizei im Basar, weil die dort heimischen Herren ihre Mädels versteckten. Das geht mal gar nicht, gleiches Recht für alle. Und die Polizei machte einige Läden zu. Denn nichts haßt die ägyptische Obrigkeit mehr als Geldbeutel-schmälernde Touristen-Skandale. Hier zuhause habe ich immer noch gute Erfahrungen damit gemacht, Kopftuch-bedeckten Musliminnen lächelnd zuzuwinken. Das zieht in der Wirkung den Damen quasi Kopftuch & Sackgewänder aus. 

Ich erachte die unterschiedliche Scham von Jungs und Mädels im Artikel als gut beschrieben. Ich betrachte dieses Verhältnis lieber aus der Perspektive der heidnischen Spiritualität. Frauen sind bis heute grundsätzlich mehr wert als Männer. Bei der ersten Partnerwahl lernen das Jungs schmerzlich kennen. Und auch nur die Frauen, die ihren Wert, relativ betrachtet, behalten, sind grundsätzlich begehrt. Schlampen dienen bis zum heutigen Tag nur der Freude der Männer. 

Frau Sommerfeld, wie sehr wir, auch in ihrem Artikel stark ersichtlich, aus dem Mittelalter orientalisiert sind, erkennen Sie daran, daß heidnische Wikinger-Ehepaare noch auf der Altenbank vor dem Haus öffentlich kopulierten. Das würde Ihnen und mir heute nicht mal im Traum einfallen. Wenn wir auf Ovid & Co. zurückgreifen, wird das noch deutlicher. Und dadurch werden auch eben die Kinder, so oder so, geprägt.

Apostat
30. Mai 2019 09:51

Einige Anmerkungen von einem Atheisten/Ungläubigen.
Das ist mein Frame.

@ Sommerfeld
Kopftücher markieren Frauen als Frau, als was auch sonst?

Als Frau, für die der Koran gilt, z.B.?

@Sommerfeld
 Kinder bedürfen qua Kindsein ganz besonderer Begrenzung und eben gerade nicht der „Kinderrechte auf freie Selbstbestimmung“. 
„Das linksliberale und eben auch das rechtsliberal-islamkritische aufklärerische Selbstbild fühlt sich massiv gestört, wenn Mädchen islamisch „sexualisiert“ werden.“

Na da bietet der Koran ja progressive Ansätze und der Bruder wird dem Mädchen sicher helfen.

@ RMH
„Ein Herr Stürzenberger könnte so ein Fall sein ...“
Dazu eine Youtube Empfehlung von mir :https://youtu.be/mLOg_UVP9rM

@ Thomas Martini
„....es handelt sich um eine äußerlich Symbolik, die nicht in das eigene Weltbild passt.“

Für mich ist das Kopftuch ein Symbol für eine Ideologie, die im Gewand einer Religion mein Weltbild zerstören will.

Islam = Unterwerfung!

Martin Heinrich
30. Mai 2019 09:54

"... deshalb trage ich Kopftuch."
"Ich finde das nicht verkehrt."
Und wenn das "Kopftuchmädchen" mit gleicher Begründung eine Burka trägt, was sagt Martin Lichtmesz dann?

Adler und Drache
30. Mai 2019 10:40

"Reaktionär" ist doch eigentlich nur für Leute ein Schimpfwort, die gar nicht wissen, was reaktionär sein bedeutet. Ich jedenfalls bedanke mich immer artig, wenn ich wieder einmal solchermaßen tituliert werde.
Das Reaktionäre, Romantische empfinde ich als urtümlicher deutsch denn das Aufklärerische. Letzteres möchte ich gar nicht weiter diskutieren, da ich es für ein Spiel mit gezinkten Karten halte. Der Aufklärer operiert im Geheimen, im verschworenen Zirkel, im Hinterzimmer, in der maximalen Deckung, mit dem Ziel der Schleifung jeglicher Grenze, und die Grenzen eines Staates sind dabei nur die letzten, die Grenzen zwischen Menschen fielen schon viel früher. Nichts durfte im Dunkeln bleiben, in heilsamer Verborgenheit, alles musste ins Licht der "Öffentlichkeit" gezerrt werden, um dort bewertet und/oder konsumiert zu werden - und selbstverständlich darf auch kein Schleier die aufblühende, jungfräuliche Schönheit vor dem zudringlichen, taxierenden Blick verbergen. Es hat etwas sehr Schamloses. Der Schmitt-Schüler Reinhart Koselleck hat dieses falsche Spiel der Aufklärer punktgenau analysiert, es ist das typisch "linke" Spiel. Der bürgerlich Konservative hält die Aufklärung immer noch für einen der Ecksteine der europäischen Grundordnung, für die Transformation christlicher "Werte" in eine säkulare Sphäre. Man sollte "Kritik und Krise" zur Pflichtlektüre für jeden AfD-Politiker machen, damit dieser faule Zahn einmal gezogen werden kann.
Aber auch das Reaktionäre, Romantische halte ich nur für eine zu überwindende Stufe. Meinem Gemüt nach bin ich reaktionär, dem Verstand nach aber humanistisch (jedoch nicht im Sinne der Antichristen und Antireligiösen). Auf der individuellen Ebene sehe ich im Reaktionär-Romantischen die Vorstufe zum heroischen Realismus, welcher wiederum das Ritterliche im modernen Gewand ist. Auf der kollektiven Ebene ist es die politische Vorstufe zum Staatshumanismus (bei Peter Hacks gibt es dazu erhellende Überlegungen). Man könnte das Reaktionär-Romantische mit Nietzsche auch als das "Dionysische" begreifen, das Humanistische dagegen als das "Apollinische". Künstlerisch wie politisch dürfte das Ziel der Rechten eigentlich in nichts weniger als der Wiedergewinnung und Wiederaufrichtung der Klassik, des Humanismus, des Maßes aller Dinge, des ewig Gültigen bestehen - was freilich von jedwedem linken Verständnis von "Politik" so weit entfernt ist wie nur möglich. (Und in künstlerischer Hinsicht bedeutet es, dass wir Rechten sehr eingeschränkt sind - weder können wir Dekonstruktion und Desintegration zum künstlerischen Programm erheben wie die Linken, noch können wir Propaganda als Kunst einstufen, das verbietet sich von selbst ... Es bleibt am Ende nur das vergnügliche Anecken und Auf-die-Füße-Treten des Reaktionären, was aber nur mit Esprit und Genie geht, wie bei Klonovsky oder Pschera, oder die Strenge der Klassik, was Übung, Übung, Übung erfordert. Ich hätte Sellner gern gefragt, was auf der von ihm letztens imaginierten "rechten Bühne" denn gespielt werden solle?)
Reaktionär sein ist gut, aber es ist nur der halbe Weg. Und es ist der weit einfachere Teil des Wegs. Der Reaktionär hat immer auch etwas Dandyhaftes an sich. Wer sich gegen den Zeitgeist positionieren kann, hat sich immerhin schon mal von ihm gelöst, aber er kommt noch nicht darüber hinaus - dafür braucht es dann Bündelung der Kräfte, Sammlung, Selbstbeschränkung, Erziehung, Übung, Gehorsam. Und da es niemanden gibt, der uns dazu anleitet, müssen wir es uns eben selbst beibringen.

LotNemez
30. Mai 2019 10:42

Am Ende kann man nicht mit Bestimmtheit wissen, ob Schamgefühl überhaupt "angeboren" ist, da jede Kultur, die die Ethnologie untersucht hat, eine bestimmte Vorstellung von Kindheit, Jugend und Adoleszenz hat und damit die Heranwachsenden formt, also sozialisiert. Möglich wäre sowohl die Sichtweise, dass Scham bei wilden Stämmen abtrainiert wird, als auch, dass es in höher stehenden Kulturen erlernt wird. Schon die Scham an sich (wie auch ihre Abwesenheit) könnte demnach ein Konstrukt sein, auf jeden Fall ist es aber ihre Ausformung. Es ist durchaus eine Kultur vorstellbar, in der die Hände oder Füße als erogene Zonen gelten und daher verhüllt werden müssen, der Kopf und die Haare aber nicht.

Wir haben seit Jahrhunderten eine Kultur, in der das Haupthaar der Frau nicht schambesetzt ist. Es ist nicht von Belang, wie es früher war. Irgendwann waren wir alle Afrikaner, man sollte nicht zu weit zurück gehen auf der Suche nach dem "richtigen Leben". Wir haben also das Vorherrschende und das gilt es zu verteidigen. Die gemeine Osteuropäerin kleidet sich in jungen Jahren auch reichlich nuttig und benimmt sich später trotzdem, wie eines gutes Weib es sollte.

Geht es unterm Strich eigentlich um Form oder Funktion? Also um Sexualmoral oder um Geburtenrate? Ungarn und Polen zeigen, wie man das Problem mit der Geburtenrate durch Steuervergünstigungen und Kredite lösen könnte. Der Konservative denkt zu anthropologisch und begreift den Staat nicht genug als Steuerelement für gesellschaftliche Prozesse.

Der oben zitierte Empörer hat also völlig recht: "In unserer westlichen Gesellschaft muss dieses Schamgefühl, ohne Kopftuch nackt zu sein, aberzogen werden. Man fängt bei den Eltern an, die ihren Töchtern diesen Floh ins Ohr setzen. Gegen Parallelgesellschaften, für Integration über Assimilation!"

Achterndiek
30. Mai 2019 11:05

"Reaktionäre nennen sich nicht selber so. „Reaktionär“ ist ein Schimpfwort, lieber ist man doch „konservativ“."

Konservativ finde ich nicht unproblematisch. Konnotiert mit "Ich bin kein Rassist, kein Rechtsextremist u.ä.". Bin ein Reaktionär. Ein Reaktionär ist nur genau dann konservativ, wenn er in einer Zeit lebt, in der etwas Bewahrenswertes existiert. Zwischen den Werten eines Reaktionäres und denen eines ewigheutigen Jetztsassen der Moderne gibt es keine Schnittflächen. Weil der Reaktionär somit nicht verstanden werden kann, läßt man ihn am Leben, er kann sich sogar größerer Beliebtheit erfreuen, wenn man ihn als Spaßvogel und Possenreißer mißversteht.

Solution
30. Mai 2019 11:13

Unter dem Gesichtspunkt der revolutionären Dialektik ist es zu begrüßen, wenn die Fremdvölkischen sich alle selbst markieren und von den Deutschen derart abheben und auch abgrenzen. In einem Meer von Kopftüchern und Verschleierten wird der eine oder andere vor sich hin träumende Volksgenosse vielleicht doch noch aufwachen. So ist das auch mit den Moscheen. Sollen sie doch alle anderen Gebäude überragen und den Grad der Landnahme für jeden unübersehbar deutlich machen.

Thomas Martini
30. Mai 2019 12:15

"Für mich ist das Kopftuch ein Symbol für eine Ideologie, die im Gewand einer Religion mein Weltbild zerstören will.

Islam = Unterwerfung!" - Apostat, 30. Mai 2019 09:51

Denkanstoß zum Thema Unterwerfung:

"Seit längerer Zeit beschäftige ich mich mit der Frage, warum man heute manchen Völkern, die in ihrer Geschichte eine entscheidende Rolle beim materiellen und geistigen Fortschritt der Menschheit in verschiedenen Bereichen der Wissenschaft, Kunst, Literatur, Philosophie und Politik gespielt und kulturbildend gewirkt haben, nicht erlaubt, als große Völker auf ihren eigenen historischen Errungenschaften zu stützen, sondern es wird ständig versucht, über ihnen eine schwarze Wolke der Erniedrigung und des Scham- und Schuldgefühls zu halten. Das Bedauern wird umso größer, wenn man beobachtet, dass manche Zuständigen des einen oder anderen Staates sich die Erniedrigung ihres Volkes gefallen lassen und sie sogar verteidigen. Ist das nicht ein seltsames Phänomen in der heutigen Welt?"

Vor ungefähr 60 Jahren ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Aber bis heute leiden die Welt und manche Länder noch unter den verheerenden Nachwirkungen des Krieges. Nach wie vor werden manche Länder von manch anderen gewaltorientierten Staaten und macht- und kriegsüchtigen Gruppen, die als Siegermächte auftreten, als besiegte Länder betrachtet und behandelt.[...]

Die Erpressungen dauern an und niemend darf sie in Frage stellen. Die Menschen dürfen nicht einmal den Ursachen dieser Erpressungen nachgehen oder sich darüber Gedanken machen, weil ihnen in diesem Fall die Haftstrafe drohen würde. Wie lange noch soll die Erniedrigung des Volkes und die Erpressung andauern? 60 Jahre, ein Jahrhundert, 10 Jahrhunderte, bis wann? Es tut mir leid, daran erinnern zu müssen, dass heute die ständigen „Kläger“ des großen deutschen Volkes manche gewaltbesessene Länder und die Zionisten sind, die das Besatzungs-Regime durch Waffengewalt im Nahen Osten errichtet haben." - Brief des iranischen Präsidenten Ahmadinejad an die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Angela Merkel

http://www.eslam.de/manuskripte/briefe/ahmadinejads_brief_an_merkel.htm

Niekisch
30. Mai 2019 12:45

Interessant, wie stark unser Denken und Parlieren schon um das uns Fremde kreist, wie wenig um u n s e r eigenes Inneres und dessen äußeren Ausdruck.

Bemerkenswert, wie trotz der grundgesetzlich garantierten inneren und äußeren Religionsfreiheit ein Mädchen nicht Kopftuch "trägt", sondern ein Kopftuchmädchen sein soll, also ein Kopftuch statt eines Kopfes. Wollen wir selber uns Hostienmädchen oder Rosenkranzjunge nennen lassen? (mich betrifft es nicht)

Bevor wir uns vergewissert haben, was unter unserer Fremdpatina zum Vorschein kommt, überhaupt noch vorhanden ist, sollten wir uns hüten, andere Menschen in ihrer Persönlichkeit anzutasten. Wir schaden uns damit nur selber, nehmen uns die Möglichkeit, wirklich identitär zu sein.

Kommentar Sommerfeld: Das ist ein geflügeltes Sarrazin-Wort geworden!

Fredy
30. Mai 2019 13:02

Ich hätte fast geschrieben "Sommerfeld, halts Maul". Aber ich tue es nicht. Geht euren Weg weiter, Ihr Vollidioten. Klar kann man einigem zustimmen, kann ich fast überall. Aber das Wesentliche ist hier nicht im Ansatz begriffen, noch angesprochen worden. Ich wünsche euch die Vollverschleierung. Vielleicht geht in der Dunkelheit ein Licht auf.

Kommentar Sommerfeld: Dann klären sie bitte uns Vollidioten vollends auf über die lichte Wahrheit, vorher halt ich nicht das Maul.

t.gygax
30. Mai 2019 13:06

the T
"ich habe noch keinen Moslem kennen gelernt..."
Genau so verhält es sich. Vor zwei Wochen sprach ich an der Hochschule mit einer jungen Frau, die sich zum Hinduismus bekennt. Sie ist in Deutschland geboren, aber die Eltern flüchteten aus dem Bürgerkrieg eines mehrheitlich hinduistischen Staates ( allerdings herrscht dort eine verhältnismäßig große Religionsfreiheit), und sie fühlt sich der Kultur und Religion ihrer Eltern zugehörig. Es war ein angenehmes, höfliches Gespräch, Zitat: "ja, wir im Hinduismus verehren Jesus auch, es gibt da so viele Götter, ich kenne auch nicht alle..."
Ein solches Gespräch mit einem Moslem habe ich noch nie erlebt, im Gegenteil. es ist überhaupt nicht möglich. mit Moslems "über den Propheten" zu reden, bereits das ist tabu.
Kopftuch hin oder her, es geht um Unterwerfung, um nichts anderes. Der Islam - lassen wir die sufistische und überall abgelehnte Ketzervariante einmal beiseite- lässt nicht mit sich diskutieren, da gibt es keine "Gespräche über verschiedene theologische Meinungen ". Wer das sagt, hat entweder keine Ahnung, auch wenn er in Islamwissenschaft promoviert ist, oder er lügt.
Ich bin nicht unwissend- hatte Schülerinnen mit Kopftuch, türkische Jugendliche, die mich sehr schätzten, und an der Hochschule wimmelt es von kopftuchtragenden Frauen, die alle BWL studieren.

Der Umgang mit den islamischen Staaten ist allerdings auf der politischen Ebene etwas ganz anderes...ich habe bei den Reden des früheren iranischen Präsidenten Ahmadinedschad niemals Hass oder Ablehnung gegenüber Deutschland erlebt, aber das ist eine andere Baustelle.

sokrates399
30. Mai 2019 14:11

Dávila sagt sinngemäß: „Sorge des Reaktionärs ist die Reinheit der Seele und ihr Schutz vor der Verwahrlosung“ und „Unermüdlich arbeitet die moderne Gesellschaft daran, die Vulgarität allen erreichbar zu machen.“ Kopftücher (sollten wir nicht Burka und Tschador thematisieren?) verbergen die Schönheit und die Ästhetik des Haares, das ein Teil der Erotik und des sakralen Charakters der Frau ist. Sind – beginnen wir bei Ovid oder Madonnenbildern – Frauen nicht stets als herrliche Wesen der Schönheit dargestellt worden?
Die Trennung, die Frau Sommerfeld vornimmt, ist so nicht zu halten: Gerade der Reaktionär wehrt sich gegen alle Formen des Vulgarismus, der im Westen z.B. in Gestalt von „Top Models“ auftritt. Diese sind nur die Kehrseite der Verhüllung, weil die Enthüllung nur den Objektcharakter bloßlegt. Für den Reaktionär handelt gerade der Islam Werten entgegen, weil er die Frau, die als Gefährtin des Mannes (und es gibt nur Mann und Frau und keine 66 Geschlechter) diesen als Schutz, Schild und All lieben sollte, aus diesem all–menschlichen Gefüge herausreißen will und zu minderwertigen Objekten macht, ebenso wie es die modernen Pornophilen, die wiederum in den USA entspringen, tun. Also ist ein Reaktionär ein Denker, der sich beiden Facetten des Un–Heiligen widersetzt, die beide mit einem Diktat eines unmoralischen Despotismus die Welt besetzen wollen. Beide zerstören Seele wie Körper.
Im übrigen stimme ich Solution zu: Verschleierte entlarven sich selbst durch ihr Äußeres; jeder sollte dann erkennen, wer Feind unseres Wertesystems, d.h. auch des Grundgesetzes ist.

A. Kovacs
30. Mai 2019 14:28

Warum haben gerade Deutsche so viel Verständnis für den Islam und die Muslime? Der Versuch einer Antwort:
https://docs.wixstatic.com/ugd/1a3180_e2d88436482c40ebb87b87bb66886606.pdf

Utz
30. Mai 2019 14:49

@ Solution
Nein! Wenn der letzte träumende Volksgenosse aufgewacht ist, ist zu spät.

"... deshalb trage ich Kopftuch."
"Ich finde das nicht verkehrt."

Dieser Artikel, insbesondere Lichtmesz' Reaktion, waren für mich ein einziger Horror. Wenn ich im Zentralrat der Muslime wäre, würde ich genau dafür werben: ich würde sagen: "Es ist doch nicht alles schlecht am Islam, schaut auf unser Familienbild, etc." Meine größte Angst ist die, daß die Moslems in Deutschland Teile der Rechten kapern.

Meine Herangehensweise wäre eine komplett andere:
Das Kopftuch ist den Moslems heilig, da gibt es für die keine Kompromisse. Also müssen wir (bildlich gesprochen) an unseren Grenzen Pflöcke in die Erde rammen und Schilder mit durchgestrichenen Kopftüchern aufstellen. Wir müssen laut sagen: "Das ist nicht unsere Kultur, und das wird sie niemals sein." Wenn wir diese Kultur nicht wollen, dann müssen wir auch ihre Symbole bekämpfen, egal was kleine Moslemmädchen rumheulen. Wenn sie sich ohne Kopftuch schämen, von mir aus! Dann ist eben Deutschland kein passendes Land für sie! Punkt!

Sandstein
30. Mai 2019 15:24

@ A. Kovacs

Danke!

Niekisch
30. Mai 2019 15:24

"Kommentar Sommerfeld: Das ist ein geflügeltes Sarrazin-Wort geworden!" (zu 12:45):

Verehrte Frau Sommerfeld,
darf ich bitten um Aufklärung bitten, was Sie da meinen? Im übrigen bin auch ich der Meinung, daß der Islam wie jede andere orientalische Religion uns nur an einem uns gemäßen Denken und Leben hindern kann. Die Abwehr kann sich aber nur gegen die verantwortliche Politik richten, nicht gegen Leute, die nun einmal- da sie hier sind- unter dem Schutz der Rechtsordnung stehen. Aus identitärer Sicht gibt es nur ei n e unanfechtbare Möglichkeit der Auseinandersetzung mit Muslimen persönlich: Sobald sie ganz konkret in persona über die rechtlichen Grenzen der äußeren Religionsfreiheit, also der äußerlichen Repräsentation innerer Glaubensinhalte, hinausgehen, z.B. aus dem Staatlichkeitsbegriff des Islam heraus Hoheitsgewalt für sich beanspruchen oder im Rahmen der Scharia "Nebengerichte" parallel zu unserer stattlichen Justiz einrichten oder mit Druck oder Gewalt innerstaatlich missionieren wollen. Die Wuppertaler "Sharia -Polizei" war zumindest dicht daran.

Kommentar Sommerfeld: "Ich muß niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert." - Thilo Sarrazin in: Lettre International, Berlinheft vom 30. September 2009

Nemesis
30. Mai 2019 15:46

@Sommerfeld
"Linke Islamisierungsbefürworter und „Stellvertreterminoritäre“ (Sophie Liebnitz) aus den Reihen der SPÖ und der Grünen, die im Nationalrat geschlossen gegen das Kopftuchverbot stimmten, sprechen ihrerseits von „Unterdrückung“.."

O.k.
Dann fasse ich das mal kurz zusammen:
1. Wir haben also die "Unterdrücker" (Kopftuchverordner)
2. Dann haben wir die "Unterdrücker" der "Unterdrücker", sprich "Befreier" (FPÖ)
3. Und dann hätten wir dann da noch die "Befreier" der (ursprünglichen) "Unterdrücker" (Kopftuchverordner), also die "Unterdrücker" (Grüne, SPÖ) der "Unterdrücker" (FPÖ) der "Unterdrückten" (Kopftuchverordner)...

Ich weiß ja jetzt nicht, was der Arzt oder Apotheker empfiehlt, aber ich empfehle:
https://www.youtube.com/watch?v=6pwmffpugRo

Monthy Python hatten für mich schon immer was Prophetisches.

Und ob ich jetzt ein Reaktionär bin, weiß ich nicht, aber ich habe schon mal eine Großpackung Chips geordert...

Gustav
30. Mai 2019 15:56

@ Andreas Walter

"Schamgefühl ist antrainiert....."

Scham ist angeboren und natürlich, denn sie stellt eine wichtige evolutionäre Anpassung dar, indem Schamgefühl dem Einzelnen dabei hilft, Handlungen zu vermeiden, die ihn innerhalb einer Gemeinschaft abwerten oder ächten. Scham hat die Aufgabe, die Würde des Menschen zu behüten. Eine Zerstörung der Scham vorzugsweise im Kindesalter, wie sie durch das globalistische Zwangsprogramm der Frühsexualisierung vorangetrieben wird, hat die Beschädigung dieser Würde und der Selbstachtung zum Ziel.

Sigmund Freud (obwohl selbst Dekonstruktivist) meinte: „Kinder, die sexuell stimuliert werden, sind nicht mehr erziehungsfähig; die Zerstörung der Scham bewirkt eine Enthemmung auf allen anderen Gebieten, eine Brutalität und Missachtung der Persönlichkeit des Mitmenschen.“ Genau hier setzt die gewaltsame, durch das unausweichliche staatliche Bildungssystem erzwungene „Genderisierung“ unserer Kinder an, exakt mit den von Freud beschriebenen Folgen, und zwar mit voller neomarxistischer Absicht. Aber vielleicht ist es ja einer der Schlüssel zum Erkennen der Linken: der psychopathische Mangel an angeborener Scham. Das würde so vieles erklären, was seit der Machtübernahme der Schüler der von den Nazis ins USamerikanische Exil gedrängten De(kon)struktivisten Horkheimer und Adorno sowie ihrer Nachahmer unserem Land den seelischen und kulturellen Teppich unter den Füßen wegzieht, es zersetzt, wehrlos, willenlos und angreifbar macht.

http://www.familienwehr.de/herrschaft-der-unverschaemten.pdf

Oblationisvir
30. Mai 2019 17:08

Wenn ich den Text des Artikels recht verstehe, geht es darin um zwei Arten von wirbellosen Weichtieren ohne eigenes Exoskelett: Beide weisen Weichheit als Folge fehlender Traditionen auf, doch die eine steht zu ihrer aufgeklärten Weichheit und lehnt fremde Härte ab, die andere borgt sich daher ganz reaktionär von irgendwoher, hier: vom Islam, ein Exoskelett. - Im Widerspruch zu beiden steht die Wiederentdeckung der auf die menschliche Natur gegründeten [- und in bezug auf ihre Übereinstimmung damit stets rational überprüfbaren -] eigenen Traditionen als Exoskelett aus selbst hervorgebrachten Kristallen. [Es wäre, so meine ich, zu klären, warum die eigenen Traditionen so weitgehend verschwinden konnten, und sie künftig dagegen zu feien.]

Niekisch
30. Mai 2019 18:06

"Kommentar Sommerfeld: "Ich muß niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert." - Thilo Sarrazin in: Lettre International, Berlinheft vom 30. September 2009" (zu 15:24)

Verehrte Frau Sommerfeld,
ja, er sagt es, aber das belegt nicht per se die Richtigkeit. Richtig ist zu schreiben: ...ständig neue Mädchen produziert (na,ja), die Kopftücher tragen werden/sollen.

Trotz meiner Korinthenkackerei in diesen rechtlichen und metapolitisch bedeutsamen Dingen bin ich der Auffassung, daß ethnisch Fremde mit ihren uns fernliegenden Religions- und Moralvorstellungen nicht in unser Land gehören und auf legalem Wege und unter menschlichen Bedingungen mit Stichtag in ihre einstmals geliebten Heimatländer migrieren sollten.

RMH
30. Mai 2019 18:11

Noch ein Reaktionär, der Europa für Dekadent (und vermutlich auch schamlos) hält:

https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/online/Kardinal-Sarah-Gott-wollte-keine-Migration;art4691,197008

heinrichbrueck
30. Mai 2019 18:38

@ Gustav Grambauer / A. Weidel
Gerügt wegen des Wortes „Kopftuchmädchen“ (Ordnungsruf vom Schäuble), aber nicht wegen der „Idioten“ aus dem Zitat - als Bezeichnung für die Bundesregierung. Ob dieses Land von Idioten regiert wird, darf bezweifelt werden. Das Zitat wäre niemals gebracht worden, hätte Z. Marionetten (nicht die Regierenden/Mächtigen) oder Verbrecher (nicht die Idioten) gesagt.

Waldgaenger aus Schwaben
30. Mai 2019 18:48

Von Shang Yang (gest. 338 v. Chr.),, einer Art chinesischem Machiavelli, stammt der Satz:
"Wenn das Volk schwach ist, ist der Staat stark, wenn der Staat stark ist, ist das Volk schwach. Deshalb bemüht sich der Staat, der den rechten Weg beschreitet, das Volk zu schwächen."

Das Schwächen des Volkes kann geschehen durch zwei Schritte, die in einer Schleife ablaufen:
1. Der Staat schafft Probleme.
2. Der Staat erlässt Gesetze,die die Probleme lösen sollen.

Zuerst massenhafte Einwanderung, dann Gesetze, die das Recht der Eltern auf Erziehung der Kinder einschränken. Parallel dazu werden u.a. staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt gefordert. Beides unter Beifall gewisser Rechter.

Eine rechte, richtige Antwort auf Forderungen nach einem Kopftuchverbot wäre:
"Wenn Ihr meint, dass der Islam zu Europa gehört, dann müsst Ihr auch Kopftuchmädchen in den Grundschulen akzeptieren. Mit anderen Worten:
Macht Euren Dreck alleene."

Aber ich sehe auch, dass sich es praktisch kaum gegenüber den FPÖ/AfD Anhängern verargumentieren lässt, gegen Kopftuchverbote zu sein. Aber aktiv fordern sollten die Parteien rechts der Mitte nicht Einschränkungen der Freiheit.

Andreas Walter
30. Mai 2019 19:52

Ich muss zugeben, dass mir submissive Frauen auch besser gefallen als Dominante. Also die, die es wirklich sind, submissiv. Es gibt ja auch viele, die es nur spielen, um zu gefallen. Zur völligen Unterwerfung, Auslieferung, Hingabe gehört ja auch Mut, Vertrauen und Zuversicht.

Eben diese Zuversicht stärkt aber wiederum die Zuversicht und das Selbstbewusstsein des Mannes. Eine positive Rückkopplungsspirale, die sehr oft darum zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten führt, einschließlich auch der Kinder, die aus so einer Verbindung entstehen.

Kopftuch ist allerdings nur ein äußeres Merkmal, das darum täuschen kann. Man sollte deshalb immer auch noch auf andere Indizien für echte Submissivität achten, um die Echtheit dieser Charaktereigenschaft zu überprüfen. Um also Schauspielerinnen vorher sicher aussortieren zu können, bevor man sich auf mehr einlässt.

Thomas Martini
30. Mai 2019 20:14

Bei der von Herr Kovács eingestellten PDF-Datei über die "Rache der Ausgetauschten", handelt es sich um digitales papier-cul.

Wer versucht den Eindruck zu vermitteln, als sei der Bevölkerungsaustausch auf Deutschland begrenzt, übersieht die Lage in den anderen westlichen Demokratien. In England ist die Unterwerfung unter die Muslime doch schon viel weiter fortgeschritten. Kovács unredliche Versuche, den Deutschen mal wieder tiefenphyschologisch eins reinzudrücken, sind letztlich nur eine Ablenkung von der Tatsache, daß Deutschland seit 1945 kein souveräner Staat mehr ist. Was das in der Praxis bedeutet, hat Prof. Alexej Fenenko, Mitglied des Russischen Sicherheitsrates, neulich bei RT en detail erklärt. Jeder hier sollte das sowieso längst wissen.

"Schauen wir in die historische Vergangenheit, die bekanntlich nie vergeht. Die Freundschaft zwischen Deutschen und Muslimen begann mit dem Orientkult der alten Heiden Goethe und Rückert, als sich auch das, was deutsche Mentalität genannt wird, herausbildete."

Und was spricht gegen eine Freundschaft zwischen Deutschen und Muslimen? In der Zeit, von der hier die Rede ist, haben die Muslime zu den Deutschen aufgeblickt. Insbesondere unser letzter Kaiser, der in diesem Elaborat von Herr Kovács übel diffamiert wird, erfuhr im Osmanischen Reich allerhöchsten Respekt und Wertschätzung.

Da Kaiser Wilhelm das deutsche Volk repräsentierte, ergab sich daraus auch die Haltung der Muslime gegenüber den Deutschen.

Daß sich diese Haltung geändert hat, ist der Verdienst all derjenigen, welche die von Adenauer eingeführte Westbindung etablierten, und im Begriff sind sie zu zementieren.

"Von den Schlachten von Tel-el-Kebir (1882) und Omdurman (1898) über das Sykes-Picot-Abkommen (1916) und die Balfour-Deklaration (1917) bis zur Bombardierung Libyens (2011) zieht sich eine Endloskette aus völkerrechtswidrigen Eingriffen des „Westens“ auf islamisches Territorium (vgl. i.e. Ernst Nolte, Die dritte radikale Widerstandsbewegung: der Islamismus, Berlin 2009, S. 86 ff.), die dort nicht nur Leben und Eigentum zerstört, sondern nicht zuletzt Haß gesät haben unter denjenigen, die der Westen als willkürliches Opfer seiner geopolitischen Interessen herabgewürdigt hat." - Dr. Thor von Waldstein

Heute erleben wir, wie die USA auf Druck von Israel gegen den Iran aufmarschiert. Mit welchem Recht?

Die muslimische Masseneinwqnderung ist das Ergebnis der westlichen Systemwechsel-Kriege im Nahen Osten.

Wir vergessen, daß es dieser Westen gewesen ist, der im letzten Jahrhundert Millionen deutsche Volksgenossen ermordete, tausende deutsche Städte und Gemeinden zerstörte, Millionen deutscher Kulturgüter verbrannte.

"Vergeben und vergessen heißt kostbare Erfahrungen zum Fenster hinauswerfen." - Arthur Schopenhauer

Jeder der noch halbwegs seine Sinne zusammen hat, sollte sich an der Stelle einmal ernsthaft die Frage stellen, was die Muslime den Deutschen denn getan haben, daß sie nicht wenigestens Respekt verdienen?

Die Westbindung wird heute von den allermeisten Deutschen als selbstverständlich betrachtet, da haben die Nachfolger von Adenauer, jenem grandiosen Staatsmann, der uns dieses Unheil einbrockte, ganze Arbeit geleistet.

Was für ein Alptraum, die Demokratie.

Thomas
30. Mai 2019 21:26

@Utz
Mit den vielen Kopftüchern ist es so wie mit einem roten Warnlämpchen, welches in einem Auto plötzlich aufleuchtet. Jemand, den das rote Licht stört, würde das Lämpchen vielleicht ausbauen. Das entspricht der Reaktion, Kopftücher zu verbieten. Frau Sommerfeld ist fasziniert von dem roten Lämpchen, findet das rote Licht nicht störend sondern irgendwie sinnvoll und normal. Das entspricht der Reaktion, den Frauen und Mädchen ihre Kopftücher zu lassen.
Ich würde in die nächste Werkstatt fahren, weil ich weiß, das dies ein Warnsignal ist und nach dem Fehler suchen, vielleicht einen Ölwechsel machen oder den Motor austauschen.
Bei welcher Reaktion würde das Auto noch am längsten fahren?

Nath
30. Mai 2019 21:50

Mein Verhältnis zu Kopftüchern ist ein durchaus entspanntes. Meine Mutter pflegte sie als junge Frau gelegentlich zu tragen, und sie war damals (vor der Gastarbeiterwelle) keine Ausnahme.
Die Absicht von Frau Sommerfeld scheint jedoch eine andere zu sein. Wie die meisten nimmt sie es als ein Symbol, und zwar als ein positives Symbol anti-permissiven Umgangs mit der erwachenden Weiblichkeit. Dass sie als Rechtskatholikin die Rückkehr zu einer gezügelteren Sexualmoral favorisiert, kann nicht überraschen, ebensowenig, dass sie im Sinne des gratia supponit naturam argumentiert und der theologischen zunächst eine natürlich-anthropologische Begründung von Scham und Züchtigkeit "vorschaltet"- an welche dann historisch wie systematisch die spezifisch religiöse Fundierung derselben andocken kann. Vor diesem Hintergrund macht es auch Sinn, die Frage aufzuwerfen, ob Islam und Christentum angesichts der Entstellung jenes behaupteten natürlichen Schamgefühls nicht zumindest ein Stück des Weges gemeinsam gehen könnten, um dabei mitzuhelfen, letzteres wieder herzustellen - ungeachtet der theologischen Unvereinbarkeit beider Religionen.
Es bedarf jedoch nur einer oberflächlichen kulturhistorischen Kenntnis, um zu der Einsicht zu gelangen, dass das Verhältnis von Scham und Laszivität, zwischen Rogorismus und Permissivität in verschiedenen Zeitaltern und Regionen äußerst intrikat ist - innerhalb wie außerhalb einer religlösen Kontextuierung. (Man denke etwa nur an den Propheten selbst und seiner, vorsichtig formuliert, heiklen Beziehung zu einem vorpubertären Mädchen, um von gewissen religiös sanktionierten Fiktionen derselben Religion bezüglich paradiesischer Freuden ganz zu schweigen.)

Das eigentlich Problematische einer möglichen "Liaison" zweier Buchreligionen ist in ´Frau Sommerfelds Text nicht direkt ausgesprochen, ergibt sich jedoch zwangsläufig, wenn man ihre Gedanken zu Ende denkt: Wenn der Islam - und sei es in Form des "Kopftuchgebotes" - im Jahre 2019 eine größere Wertschätzung sittlicher Verhaltensnormen an den Tag legt als das liberalisierte Christentum oder gar der Hedonismus des linken Zeitgeistes, so zeigt sich daran gerade seine Übelegenheit, sein "höheres moralisches Niveau" gegenüber dem aufgeklärten westlichen Amoralismus. Jenes vor-religiöse natürliche Schamgefühl, von welcher hier im Sinne einer anthropologischen Konstante die Rede ist, würde - entsprechend der Argumentation - in dieser Religion eine Art modernen Schutzherrn besitzen.
Hier scheiden sich nun die Geister. Mit einem geistigen Phänomen wie dem Islam auch nur die leiseste, die allerleiseste Sympathie zu hegen, kompromittiert ein für allemal. Wie einige Foristen schon anmerkten, dies ist eine Unterwerfungsreligion. Hier wird die Anmaßung eines Individuums, einziger Heilsvermittler, Sprachrohr des Gottes für den Rest der Menschheit zu sein, geheiligt - und der "rechte Reaktionär, welcher, ohne an den Propheten zu glauben, ihm doch Achtung und Respekt entgegenbringt, entlarvt sich seinem sinistren Imperativ:
Es soll gehorcht werden, sei es einem Kaiser, einem Propheten, einem Gottessohn, der natürlichen Ordnung, dem Ding-an sich etc.
Besser ein falsches Ideal als gar keines, besser eine falsche Ordung als gar keine Ordnung? Wenn das "rechts" ist, war ich es nie und werde es auch nie sein.
Nein, dieser ganze abrahamitische Furor, mit dem Islam als seiner spätesten, krudesten und brutalsten Manifestation, verdient keinerlei Schonung, weder in geistiger, moralischer noch politischer Richtung. (Wenn jemand wie Stürzenberger die Leute auffordert, den Koran zu lesen, statt ihm selbst oder den Islamophilen zu "glauben", so ist dem in jeder Hinsicht zuzustimmen.)
Älter als diese Art neuerdings von Linken tolerierten Religionswahns ist jener Spruch des (nicht gottlosen) Parmenides (500 v. Chr):
"Krinein ton logon" - unterscheide mit dem Denken.
D a s ist unser Erbe, das Gegengift für jenseitig oder diesseitig ausgerichteten Fanatismus aller couleur, das ist die "abendländische Überlieferung", von der so viele gedankenlos daherreden und dabei allzuoft etwas im Sinne haben, was eben nicht abendländisch ist.
Aber würden die arabischen Völker nicht in Chaos und Anarchie versinken, wenn diese Religion als "Ordnungsfaktor" ausfiele? Wohl kaum, denn wenn sie die geistige Kraft und Tiefe besäßen, sich vom Islam wirklich zu befreien, hätten sie auch die Kraft, etwas neues, ungleich Besseres an seine Stelle zu setzen.
So aber bleibt es beim Alpdruck, der mehr und mehr auf den Westen als leichte Beute hoffen kann.

Fredy
30. Mai 2019 22:24

Schon der erste Kommentar ist besser als der ursächliche Artikel. Es bleibt aber nicht bei einem, was nicht verwundert. Hätte ich den Müll geschrieben, ich hatte ihn spätestens nach dem fünften Kommentar gelöscht. Aber offensichtlich mangelt es wirklich an Scham, auch bei scheins Erwachsenen Gören.

Atz
30. Mai 2019 23:51

Es ist zwar so, dass die Metapolitik auch symbolpolitische Debatten charakterisiert. Jedoch ist in der Regel nur ein Mitglied der muslimischen Gemeinschaft davon direkt betroffen, wenn Verhüllung propagiert wird.

Warum also verbieten? Ganz einfach: im europäischen Islam gehört das nicht zur Religion. Raumfremde Sitten sollten allgemein verdrängt werden. Vor allem nicht im öffentlichen Dienst und in der Bildung.

Es sind wichtige Marker dafür, wer in diesem Lande das Sagen hat.

Dass vor gar nicht so langer Zeit der Islam die Religion der Rechten war, wird man auch nicht vergessen. Die islamkritische Rechte ist selbst ein Produkt amerikanischer Public Diplomacy unseres Jahrhunderts. Sie verkennt, dass der Fluch des Islams seine einstige Fortschrittlichkeit ist und dämonisiert mehrheitlich muslimische Länder aus durchsichtigen Interessen.

Andreas Walter
31. Mai 2019 03:57

@Gustav

Wie wollen Sie mit so einer Einstellung denn jemals eine Frau in den 7. Himmel befördern, Gustav. Alles darum immer am richtigen Ort und zur richtigen Zeit.

Dancehall Rumsfeld
31. Mai 2019 05:43

Ich sag' mal so:

Wenn Lichtmesz und Sommerfeld rechts sein sollen, verspüre ich den unwiderstehlichen Drang, auf der Stelle zum Neoliberalismus zu konvertieren.

PS: Herzlichen Gruß an eike, Martin Heinrich und Utz.

PPS: Danke, Sezession, dass es Dich gibt.

Search4M
31. Mai 2019 07:25

Hat nicht ein Herr Van der Bellen den Vorschlag gemacht, dass die Österreicherinnen aus Solidarität zu ihren Leidensgenossinnen alle Kopftuch tragen sollten? Nun, in Österreich scheint das ein spezielles Thema zu sein und VdB gehört ja auch zum islamophilen grünen Schleim, der von Deutschland aus gerade Europa schlucken möchte.

Ergänze ich das Bild vom Zwangskopftuch mit der Zwangsverheiratung von Nochkindern und der Vielweiberehe, fällt mir kein Begriff für die Wertlosigkeit der Frau im Islam mehr ein. Damit muss man sich nicht mehr theoretisierend, analysierend, begründend beschäftigen.

Solution
31. Mai 2019 09:14

@ Utz
Doch: Man kann sowohl gegen die ausufernde Islamisierung kämpfen, als auch das Zeigen von deren Symbolen in der Öffentlichkeit begrüßen. Dialektik bedeutet letztlich die Einheit der Gegensätze auf einer höheren Ebene.

Je mehr die Islamisierung sichtbar wird, umso mehr wird sie Anstoß erregen.

Wenn die muslimischen Symbole versteckt werden, wiegen sich viele in einer Scheinsicherheit.

Warum sollte man nicht die Gegner eines Moscheebaues unterstützen und zugleich die Muslime ihre Symbole zeigen lassen?

Wenn die Masse schläft, muß man sie wecken. Moscheen und verhüllte Frauen, orientalische Beschriftungen usw. - in ausreichender Dichte - werden maßgeblich dazu beitragen, immer mehr Menschen die Augen zu öffnen.

Das ist ja gerade der Vorteil der revolutionären Dialektik: Man nutzt beide Seiten zu einem höheren Zweck. Ist der Graben breit genug und hat der Kampf um schrumpfende Ressourcen begonnen, können wir mit dem beginnen, was dann erforderlich sein wird.

Valjean72
31. Mai 2019 10:16

Zitat von solution:

Unter dem Gesichtspunkt der revolutionären Dialektik ist es zu begrüßen, wenn die Fremdvölkischen sich alle selbst markieren und von den Deutschen derart abheben und auch abgrenzen.

---
Revolutionäre Dialektik ist mir einerlei aber ich stimme Ihnen vollkommen darin zu, dass es zu begrüßen ist, wenn muslimische Mädchen Kopftücher tragen und auch muslimische Männer sich von der Kleidung her abheben.

Integration und Assimilation sind mit einem süßen Gift versehene Begriffe, zumal angesichts einer massenhaften Einwanderung aus fremden Erdteilen.

Ich bin kein Islamfeind, diese Religion soll ihren Platz haben aber eben nicht in Deutschland. Parolen wie „Bikini statt Burka“ oder „Miniröcke statt Minarette“ erachte ich als Ausfluss eines intellektuell und auch charakterlich dürftigen und „lauwarmen“ (d.h. inkonsequenten und verfälschten) Patriotismus.

Neben Reaktionären und Rechten Aufklären gibt es noch jene Patrioten, die ohne verankerte, althergebrachte Denk- und Politikschablonen auskommen, die über gemeinhin akzeptierte Overton-Fenster hinweg denken, um im Idealfall an die Wurzel einer Problemstellung zu gelangen.

AlexSedlmayr
31. Mai 2019 10:23

Es gibt bei so einer Debatte immer die kontextuellen Abhängigkeiten:

Wir leben im Westen in einer Phase einer Hyperliberalisierung, die nicht einmal mehr bereit ist, sich selbst zu beschränken und dabei zunehmend an Sittlichkeit und Moral degeneriert. Ich denke selbst jemand, der auch gar kein Grundproblem mit Freiheit in einem allgemein vernünftigen Rahmen hat, dürfte sich über eine Übersexualisierung und unangemessener Kleidung zu egal welchem Anlass freuen. Weil wir von einem Sittlichkeitsverlust übersättigt sind, fangen wir an sittlichere Gesellschaften zu romantisieren (ein bisschen so, wie wir Einwanderungskritiker häufig auch Japan romantisieren), meinen dabei aber in unserem erfahrbaren Mangel an etwas (Durchsetzung von Sittlichkeit/ Behauptung nationaler Identität) und weniger, dass mit den dortigen Modellen alles in Ordnung wäre und diese 1 zu 1 anzustreben sind oder überhaupt anstrebenswert sind. Deshalb kann ich ein gewisses Verständnis für gewisse reaktionär erscheinende Artikel und einem sehnsüchtigen Blick auf den Islam aufbringen.

Allerdings muss man klar sagen, dass es hier ja nicht um eine Wahl zwischen völliger (liberal geframter) moralischer Verwahrlosung und dem Wegschließen von Körpern hinter Stoffgefängnissen im streng religiösen Sinn geht. Von dem grad der Versittlichung (wenn es so nennen will) bis hin zu deren Begründung liegen zwischen der guten(?) alten Zeit Mitteleuropas und dem Islam kulturell und ihrem konservativen Härtegrad immer noch gewisse Welten. Selbst wenn die Frau beim Kirchenbesuch sehr züchtig auftrat, kann man die Verhüllung, wie sie in islamischen Gesellschaften für die breite Bevölkerung immer noch üblich ist, eher mit dem Ordensornat von Nonnen vergleichen.

Das heißt nicht, dass wir unseren westlich-liberalen Anspruch auf alle Länder der Welt ausdehnen müssen (höchstens auf die Muslime dort, die aus dem Kontext ihrer Herkunftsgesellschaften, in denen diese Form der Sittlichkeit mehrheitlich akzeptiert ist, herausfallen und die um Schutz nachsuchen können) es heißt aber auch nicht, dass man aus falsch verstandender Romantisierung jetzt eine absolute Rolle ins Reaktionäre zurück rechtfertigen muss.

Achterndiek
31. Mai 2019 10:39

@ Fredy 30. Mai 2019 22:24

"Hätte ich den Müll geschrieben ..."

Gibt wohl in jedem Volk solche und auch solche. Einem Flegel wie Ihnen möchte ich im wirklichen Leben nicht begegnen.

Martin Heinrich
31. Mai 2019 11:37

Ich gewinne mehr und mehr den Eindruck, dass schon Friedrich der Große vor mehr als 250 Jahren eine gesündere Ablehnung gegenüber dem Islam (und den Religionen allgemein) verspürte als das heute der Fall ist.

In einem Brief, den er am 13. August 1775 an Voltaire schrieb, schildert er sein Bemühen, tausend mohammedanische Familien in Westpreussen anzusiedeln. Trotz aller Toleranz, dass in Preussen jeder nach seiner Facon selig werden könne, scheint er von dieser Religion nicht nicht viel gehalten zu haben: "... Diese Sekte fehlte gerade noch in meinen Ländern. ..."

Statt über jedes Stöckchen zu springen, das uns der Islam hinhält, sollten wir es lieber wie Friedrich II. halten. In besagtem Brief schreibt er über das Christentum (ähnlich wird er über den Islam gedacht haben): "Wenn man in aller Stille das Gebäude der Unvernunft unterhöhlt, muss es einmal von selbst zusammenbrechen. ..."

Recht hat er!

Der Islam ist lediglich ein abergläubisches Narrativ, das 1400 Jahre alt ist. Statt sich von diesem Unfug pseudo-argumentativ vereinnahmen zu lassen, um auf dessen "Niveau" auf Augenhöhe zu diskutieren, sollten wir uns zum Selbstschutz von dieser unvernünftigen Sekte mit aller Konsequenz separieren. Sezession halt ...

Laurenz
31. Mai 2019 12:10

@Dancehall Rumsfeld ... der war echt gut. Ihr Beitrag war tatsächlich ziemlich lustig.

Natürlich befinden sich "rechte" Christen in einem Paradoxon. Und es ist auch davon auszugehen, daß sie bezüglich des inneren Widerspruchs Bescheid wissen.
Ob wir nun den aktuellen Spiegel-Artikel über die Vermögen der Kirche zur Hand nehmen oder den neuen Artikel „Akt der politischen Exkommunizierung Andersdenkender“ von Uwe Schramm auf Tichys in die Debatte werfen, oder gar in den antiken Werte-Kanon der biblischen Texte oder bei Augustinus einsteigen, so werden wir feststellen, das Christentum ist marxistisch, nur mit Gott. (Jesus wurde ja erst in Nicäa göttlich, also 280 Jahre nach seinem Tode.)
Im umgekehrten Verhältnis gibt es das ja auch, viele Linke glauben an den "Führer", dem Teufel der Neuzeit und erwecken in jeden Tag aus dem Reich des Bösen zu neuem Leben. Und die Linke verlöre ohne ihn jegliche Bodenhaftung, mangels eigener funktionaler Inhalte. Ein Blick in Goethes Faust zeigt, daß das nichts Neues ist, sondern im Grunde eine Gesetzmäßigkeit in einer sehr alten Debatte.

Und wenn selbst der Spiegel in die Kerbe schlägt, sind sich zumindest die links-liberalen Realos mit der säkularen - oder heidnischen Rechten einig, das werden die Autoren Alexander Preker, Frank Kalinowski und Guido Grigat auch wissen.
Trotzdem sollte man der relativ großen Freiheit auf SiN dankbar sein. Man sieht an der Entwicklung der Stellungnahmen zur Geschichte des Islam von Dr. Bill Warner, der sehr wissenschaftlich arbeitet, zu was Unfreiheit zwingt. Von daher schadet es uns überhaupt nichts, wenn wir einen linken Artikel von Frau Sommerfeld debattieren.

Gustav Grambauer
31. Mai 2019 12:11

Nath

Superb. Volle Zustimmung. Das was zum Islam gesagt werden muß. Goethe hat übrigens später gegenüber Eckermann seine W-Ö-Diwan-Phase als seine "wiederholte Pubertät" bezeichnet. Er dürfte gewußt haben, was er da sagt.

"... gewissen religiös sanktionierten Fiktionen derselben Religion bezüglich paradiesischer Freuden ..."

Frage mich schon lange insgeheim, ob der Islam(ismus)kitzel mancher militant-abgedrehter Rechtskatholiken, die ihre Zerstörungssucht - für mich nicht hauchweise glaubhaft - als "Rettung der Moral" verbrämen (damit meine ich weder Frau Sommerfeld noch M. L., man findet die Abgründe aber mit ein paar Klicks auf Rechtstwitter) vielleicht damit zu erklären sei; wenn, dann wäre noch zu prüfen, ob auf (proxymaskulinistischer) Wolfsrudel- oder auf Neid-Basis.

Es wird aber gewarnt (FSK-18):

https://www.youtube.com/watch?v=IGjvi9mqw-g

- G. G.

Thomas Martini
31. Mai 2019 12:23

In meinem Arbeitsumfeld hatten wir u. a. mal einen blutjungen Burschen aus Aufghanistan, der mit der großen Flüchtlingswelle von 2015 seinen Weg nach Deutschland fand.

Unfähig, die einfachsten Dinge in deutscher Sprache benennen, und somit unterscheiden zu können, hob er sich dennoch mit seinem unterwürfigen Gestus von allen anderen Mitarbeitern ab. Für diesen jungen Afghanen war es selbstverständlich, sich vor älteren Kollegen lächelnd zu verbeugen, ihnen die Tür aufzuhalten, jeden Menschen freundlich zu begrüßen. Während er bei diesem Unternehmen beschäftigt war, konnte man von ihm nie Widerworte vernehmen.

Natürlich, und das spricht gegen den Mythos von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland, erfuhr er durch sein Verhalten auch viel Unterstützung bei der Arbeit, was seine erheblichen Sprachdefizite schließlich kaschierte.

Soviel war dem jungen Mann zu entlocken: Innerhalb eines Jahres, war es ihm möglich, mit Zeitarbeit fast 10.000 Euro zu sparen. Von zuhause aus keinen Konsum gewöhnt, lebte er nur von dem Nötigsten. Zum Beispiel gab er sehr wenig Geld für Getränke aus - das Wasser fließt schließlich aus der Leitung.

Die positiven Eindrücke werden getrübt, wenn man sich die gesamte Sozialisierung des Jungen vergegenwärtigt. Dort wo er aufwuchs, dürfen die Frauen nicht ohne männliche Begleitung aus dem Haus. Man kann sich die erstaunten Blicke des jungen Burschen vorstellen, wenn in seinem Arbeitsbereich hier und da Besucher vorbeikamen, zu denen bei uns eben auch verwestlichte Frauen gehören, die im Berufsleben ihr Äußeres möglichst körperbetont zur Schau stellen müssen.

Tierquälerei sei bei ihm daheim an der Tagesordnung gewesen, was meine Vorbehalte und Reserviertheit ihm gegenüber letztlich bestätigte.

Die Wahrheit ist, daß diese Menschen einfach nicht hierher gehören, mit ihren Sitten, Bräuchen und ihrer Religion. All das ist uns fremd, und es kann nie das Eigene werden.

Wenn man sich auf diesen Ansatz verständigt, sollten sich viele unnötige Diskussionen und Streitereien innerhalb der politischen Rechten erledigt haben.

Theren
31. Mai 2019 13:26

in "meiner" Koranausgabe steht nur, daß sich Männer und Frauen zurückhaltend/sittsam zu kleiden haben, von spezieller Frauenkleidung steht da nichts....
Insbesondere die männlichen Moslems scheinen das auch nicht verstanden zu haben, so wie sie oft posieren...
Wer die Kopftuchdebatte auf religiös psychologischer Ebene führt hat sich vom "Gegner" schon übertölpeln lassen, es ist einzig und allein eine politische (militärische) Frage, ähnlich des röm. Senators der die Sklaven kennzeichnen wollte; im Rahmen der "ethnischen Gruppenbildung" ist es ein Zeichen von Geschlossenheit, Dominanz, Landnahme - fällt in Deutschland also unter das "Uniformverbot"

nom de guerre
31. Mai 2019 14:07

Nachdem ich Ihren Text gestern gelesen habe und den Eindruck hatte, dass ich ihn nicht verstehe, kann ich Ihren Ausführungen auch nach dem zweiten Lesen immer noch nicht folgen. Daher im Folgenden lediglich einige Gedankenfetzen (wobei ich die Kommentare dieses Mal nicht gelesen habe, es ist also möglich, dass ich etwas wiederhole), von denen ich nicht sicher bin, ob sie sich überhaupt auf das beziehen, was Sie sagen wollen, oder völlig daran vorbeigehen.

Sie schreiben, kleine Mädchen würden immer "Frau" spielen. Ja, das ist zumindest ein Teil des kindlichen Spielverhaltens. Aber was sagt uns das in diesem Kontext? Kann es für uns Europäer wünschenswert sein, wenn innerhalb der jungen Generation eine sehr zahlreiche Gruppe heranwächst, für die Frausein bedeutet, (mindestens) sein Haar zu bedecken? Weiter schreiben Sie, das Kopftuch markiere seine Trägerin als Frau - das ist nur halb richtig. Es markiert sie laut Mohammed vielmehr als "anständige Frau", und das ist ein enormer Unterschied. Dem entgegenzukommen, bedeutet, die islamische Werteordnung anzuerkennen und sich ihr - aus moslemischer Sicht - zu unterwerfen (die entsprechenden Mechanismen legt Kleine-Hartlage instruktiv dar und auch Schwester Hatune Dogan verstehe ich so). Insofern ist es bereits taktisch unklug, Moslems und ihren Wertvorstellungen mit Rücksichtnahme und Zugeständnissen zu begegnen.

Unabhängig davon kann ich im Einzelfall sehr wohl nachvollziehen, wenn ein "Kopftuchmädchen" sagt, es sei ihr peinlich, ihr Haar vor Jungs zu zeigen. Nur sehe ich nicht, wie es sich dabei um etwas anderes als ein anerzogenes Schamgefühl handeln soll. Selbstverständlich gibt es ein anthropologisch bedingtes Schamgefühl, das jeder Mensch spätestens mit der Pubertät entwickelt. Aber wann, d.h. ab welchem Grad an Unbekleidetsein, dieses zum Ausdruck kommt, ist eben sozialisationsbedingt, weshalb manche Naturvölker in wärmeren Gefilden ihre Blöße gar nicht oder nur ansatzweise bedecken und unsere germanischen Urahninnen, wenn man Tacitus glauben darf, eine Brust unbedeckt ließen, während unsereiner, die wir, ob es uns nun im einzelnen bewusst ist oder nicht, (kultur)christlich sozialisiert sind, dies eher fernläge.

Die islamischen Bekleidungsvorschriften gehen dagegen zum einen auf die Zustände in der vorislamischen arabischen Welt zurück, in der Frauenraub u.ä. anscheinend an der Tagesordnung waren, und zum anderen darauf, dass Mohammed (wie den Hadithen zu entnehmen ist), über einen außergewöhnlich stark ausgeprägten Sexualtrieb verfügte und diesen auch bei seinen Anhängern voraussetzte - ob das bei Orientalen naturgegebenerweise der Fall ist oder nicht, sei dahingestellt, auch das Hochhängen eines solchen Themas in einer Gesellschaft kann schließlich tradiert und beim Einzelnen dann anerzogen sein.

Allerdings: Was hat das mit uns zu tun? Den Bezug zu dem von Ihnen erwähnten inneren Korsett, das es in unserer Kultur gibt, erkenne ich wirklich überhaupt nicht. Ich meine, welcher normale europäische Mann muss denn in einer gewöhnlichen Alltagssituation (d.h. ohne bspw. sturzbetrunken zu sein, wobei es auch da eher die Ausnahme darstellt) seine, wie Sie schreiben, rigide moralische Selbstdisziplin bemühen, um nicht über eine sommerlich leicht (meinetwegen auch mit Minirock) bekleidete Frau herzufallen? Mir leuchtet dieser Vergleich einfach nicht ein.

Die richtige Antwort auf die zahlreicher werdenden Kopftücher in der Öffentlichkeit ist m.E. nicht, dass wir uns über Miniröcke Gedanken machen (wobei es durchaus Gründe gäbe, zumindest über Geschlechterrollen in der westlichen Gesellschaft zu diskutieren, auch um der Genderideologie etwas entgegenzusetzen, aber eben nicht aus Anlass der islamischen Zuwanderung), sondern dass diese eingewanderten Personen, deren gesamte Weltsicht nicht nach Europa passt, polemisch ausgedrückt schnellstmöglich wieder dorthin zurückkehren, wo sie hergekommen sind, was man durch ein Zurückdrängen der islamischen Lebensart aus dem öffentlichen Raum befördern könnte.

Was eine Wiederentdeckung des Kopftuchs als auch in Europa "geziemende Damenkopfbedeckung" angeht: Meine Oma pflegte regelmäßig ein Kopftuch zu tragen - jedoch nur im Kuhstall. Anders ausgedrückt schließen "Dame" (sein wollen) und "Kopftuch" einander aus meiner Sicht aus. Wenn ich diese Stelle im Artikel weniger wörtlich nehme und dahingehend auffasse, dass man zu (schichtspezifisch und regional unterschiedlich weit zurückliegenden) früheren Zeiten als Frau auch in Mitteleuropa nicht mit unbedecktem Haar aus dem Haus ging (also einen Hut, eine Haube oder bei manchen Bauerntrachten tatsächlich ein Kopftuch trug), dann möchte ich darauf hinweisen, dass dies nach meiner Kenntnis aber ausdrücklich nur verheiratete Frauen betraf und keinesfalls zehnjährige Mädchen. So wie bei der hiesigen lange vergangenen Tracht verheiratete Frauen gedecktere Farben trugen als junge (konfirmierte und damit vom Grundsatz her "erwachsene") Mädchen und zum Beispiel kein Rot. Dass diese Gesellschaftsordnung und ihre Regeln nicht wiedererweckt werden können, dürfte allerdings auch aus rechter - oder reaktionärer - Sicht unstreitig sein.

So, jetzt ist der Kommentar doch länger geworden als geplant, hoffe, das geht noch durch.

Utz
31. Mai 2019 16:44

@ Thomas
Wenn Sie meinen Wunsch nach einem umfassenden Kopftuch-, Burka- etc.-Verbot mit einem Ausbau von Warnlämpchen im Auto vergleichen, haben Sie mein Anliegen nicht verstanden. Es gibt in Deutschland den liberalen Islam nur sehr sehr selten (das sind so Leute, die üblicherweise unter Polizeischutz stehen). Das heißt der bei uns vorherrschende Islam neigt dazu immer fundamentalistischer zu werden und Abweichler auf Linie zu bringen. Wir können diese Leute nur los werden, wenn wir genau die von Ihnen angeprangerte Symptombekämpfung betreiben, weil genau diese Leute an diesen Symbolen hängen. Es geht nicht darum sie unsichtbar zu machen, sondern sie los zu werden, indem wir sicherstellen, daß sie hier den Nährboden für ihre Art von Islam nicht vorfinden.

A. Kovacs
31. Mai 2019 17:07

@Thomas Martini
Im Unterschied zu dem von Ihnen genannten Land (England), in dem der Austausch schon weiter fortgeschritten sei (Frankreich könnte auch genannt werden), war Deutschland kein Staat mit großen Kolonien. Ohne jede Not haben die Deutschen Muslime in großer Zahl ins Land geholt, völlig unabhängig von irgendwelchen „Systemwechselkriegen“ – und setzen diese Politik seit ca. 1960 unbeirrt und sogar gesteigert fort. Das sucht nach Erklärungen. Sie können gerne andere Erklärungen anbieten, ich habe die meine ausgehend von Thesen eines deutschen Historikers (Chr. v. Krockow) ausführlich begründet. Was daran „unredlich“ sein soll, erschließt sich mir nicht.
„Respekt“ fordert heute jeder ohne irgendeine Leistung. Und was die „Freundschaft“ angeht, die Sie zwischen Deutschen und Muslimen erhoffen, muss ich Sie enttäuschen, denn sie wird einseitig sein: Muslimen ist es verboten, mit Ungläubigen Freundschaft zu hegen. Ebenso naiv ist es, irgendwelche Abkommen mit islamischen Staaten zu schließen, ohne immer im Hinterkopf zu wissen: Es gibt nur Waffenstillstände zwischen Muslimen und Ungläubigen, mehr nicht. Soviel zum Iran-Abkommen.
Es ist diese fast völlige Ignoranz der Mehrheit der Deutschen gegenüber dem Islam und den Muslimen, die ebenfalls einer Erklärung bedarf. Ich habe versucht, eine zu geben.
Übrigens bin ich Monarchist, aber den Hohenzollern ziehe ich die Habsburger vor. Der Verzicht auf die Kaiserwürde durch Franz II. 1806 war ein Fehler und für alle Deutschen eine Tragödie.

Benno
31. Mai 2019 21:47

Ganz grundlegend und unintelektuell: Das Problem ist nicht das Kopftuch, sondern, dass seine Trägerinnen nicht hierher gehören. Ich gebe Solution insofern recht; es wäre für uns besser, wenn jede Mohamedanerin Kopftuch tragen würde. Der Grad der Überfremdung wäre noch sichtbarer. Sommerfelds Ausführungen sind nichts desto trotz sehr interessant. MMn ist es kein Zufall, dass sich das lateinische „Pudor“ sowohl mit Scham als auch Anstand übersetzen lässt. Wir brauchen aber in unseren Breiten bestimmt nicht die rigiden Regeln des Islam, ganz einfach aus dem Grund, weil die Impulskontrolle der heimischen Männer einiges ausgeprägter ist als diejenige der Herren aus den historisch islamischen Gebieten.

Thomas Martini
31. Mai 2019 21:48

@Prof. Kovács

"Im Unterschied zu dem von Ihnen genannten Land (England), in dem der Austausch schon weiter fortgeschritten sei (Frankreich könnte auch genannt werden), war Deutschland kein Staat mit großen Kolonien. Ohne jede Not haben die Deutschen Muslime in großer Zahl ins Land geholt, völlig unabhängig von irgendwelchen „Systemwechselkriegen“ – und setzen diese Politik seit ca. 1960 unbeirrt und sogar gesteigert fort. Das sucht nach Erklärungen. Sie können gerne andere Erklärungen anbieten, ich habe die meine ausgehend von Thesen eines deutschen Historikers (Chr. v. Krockow) ausführlich begründet. Was daran „unredlich“ sein soll, erschließt sich mir nicht."

Unredlich ist Ihr Versuch, den Deutschen die Verantwortung für Dinge in die Schuhe zu schieben, für die sie nichts können. Das ist so, als würde man die Häftlinge für die Zustände in GULAG und Konzentrationslagern verantwortlich machen, nicht etwa Stalin, Hitler, Kommunisten und Nazis.

Meine Erklärungen zu dem Thema finden sich in den Büchern von Maurice Bardèche über das Internationale Militärtribunal von Nürnberg. Weitere Namen wäre Alain Soral, Hervé Ryssen, Gilad Atzmon oder auch Thierry Meyssan.

Man kann das totschweigen oder ignorieren, aber Bardèche wagte in seinen Werken eine Prophezeiung, über die zukünftige Entwicklung, die nicht nur Deutschland, sondern auch Europa ins Haus stehen wird. Was wir in der Gegenwart erleben, bestätigt den französischen Autor exakt.

Was Sie dagegen als Erklärungsversuch anbieten, kommt nicht ohne Ressentiments gegen die Deutschen und Mohammedaner aus, was üblich ist, wenn man die Welt durch die Besatzerbrille betrachtet. Vielleicht ziehen Sie die mal aus, bitte?

"„Respekt“ fordert heute jeder ohne irgendeine Leistung. Und was die „Freundschaft“ angeht, die Sie zwischen Deutschen und Muslimen erhoffen, muss ich Sie enttäuschen, denn sie wird einseitig sein: Muslimen ist es verboten, mit Ungläubigen Freundschaft zu hegen."

Mich können Sie mit diesen weltfremden Vorurteilen nicht beeindrucken. So habe ich zum Beispiel mal einen Mohammedaner aus Tunesien als großherzigen und freundlichen Mann erlebt, als ich ihm nach der Nachtschicht leicht hinten auf's Auto drauf fuhr. Wir kannten uns schon länger über meinen Vater, wo der Mann den 50. Geburtstag von meinem Vater mitfeierte. Er stieg an dem besagten Morgen aus dem Auto aus, warf einen Blick auf den Schaden - mein Nummernschild was sogar verbeult - um dann abzuwinken und kein weiteres Wort darüber zu verlieren.

Anderes Beispiel: Ein Flüchtling aus Syrien, Muslim, half mir und meiner Schwangeren Frau kurz vor Weihnachten beim Umzug, und wollte für diesen Freundschaftsdienst nicht einmal Geld annehmen! Behandeln Sie Patienten umsonsz?

Bei den Mohammedanern gibt es wie überall solche und solche, und es steht niemandem gut zu Gesicht, alle über einen Kamm zu scheren, nur weil sie an Allah glauben.

"Ebenso naiv ist es, irgendwelche Abkommen mit islamischen Staaten zu schließen, ohne immer im Hinterkopf zu wissen: Es gibt nur Waffenstillstände zwischen Muslimen und Ungläubigen, mehr nicht. Soviel zum Iran-Abkommen."

Es gibt auf der ganzen Welt nur eine einzige Nation, die seit 100 Jahren immer wieder dadurch hervorsticht, daß sie internationale Verträge bricht, und noch jede Abmachung nur solange einhält, solange sich daraus Vorteile ziehen lassen. Die Rede ist natürlich von dem heutigen US-Imperium, für daß Sie sich offenkundig in die Bresche werfen.

Über Naivität lasse ich mich von Menschen, die für das Imperium eintreten, ganz sicher nicht belehren. Man fragt sich halt auch in diesem Fall, was der Lohn sein wird, für diesen Seelenausverkauf an den Westen.

Max
1. Juni 2019 04:50

"Schamgefühl ist antrainiert....."

"Scham ist angeboren und natürlich"

Eine durchaus empirische Frage. Was angeboren ist, müsste sich in allen Kulturen wiederfinden. Was antrainiert ist, wird in verschiedenen Kulturen verschieden sein.

Die wohl interessanteste Quelle dazu duerfte Duerr sein, der die These von der Universalität der weiblichen Körperscham vertreten hat. Nicht jedoch der männlichen, und dies sicher nicht weil er sie nicht vertreten hätte wenn sie universal wäre, sondern weil es bei Männern offenbar doch genug Ausnahmen gibt.

Trotzdem beweist auch die Universalität der weiblichen Körperscham noch nicht deren Angeborenheit. Denn es gibt nun einmal eine ganz klare Funktion der weiblichen Körperscham, nämlich die Unterscheidung zwischen der anständigen Frau, die lediglich Interesse an langfristigen Beziehungen hat, und dem leichten Mädchen welche Gelegenheitssex akzeptiert.

Thomas Martini
1. Juni 2019 10:57

Viele Kommentatoren legen hier einen traurigen Mut an den Tag. Pauschal gegen den Islam oder das Christentum zu hetzen, ist dasselbe, als würde man ganz allgemein über das Judentum herziehen.

Ich würde Haus und Hof darauf verwetten: Keiner der hier Anwesenden würde sich das jemals in der Öffentlichkeit trauen. Wie hier beispielsweise Herr Prof. Dr. Kovács den Islam beurteilt, ist vor allem eine Unverschämtheit.

Man setzt also Prioritäten in seiner Systemkritik. Gegenüber Islam und Christentum, kann man den erwachsenen Oppositionellen geben, der mutig aufklärt.

Wenn das nicht so gewollt wäre, hätte man längst gesetzliche Schranken gezogen.

Jemand der noch innerhalb der BRD-Gesellschaft öffentliches Ansehen genießt, überlegt sich dreimal, ob er das Wort Jude überhaupt in den Mund nehmen soll. Wen er es tut, geht das nicht ohne einen symbolischen Kniefall, nicht ohne Entschuldigung, nicht ohne Schuldeingeständnis. Soviel zum Thema "Unterwerfung".

Da lache ich mir doch den Hintern ab!

Kopftuchmädchen zu diskriminieren, ist nichts anderes als "Kippajungen" zu verunglimpfen. Es ist sogar noch einen Tick fieser, denn wer würde jüdischen Kindern das Tragen der Kippa verbieten wollen, mit dem Argument, das Kopftuch sei "ein Symbol für eine Ideologie, die im Gewand einer Religion" anderer Leute Weltbild "zerstören will"?

Wir sehen also: Das Prinzip der zwei Maße, zwei Gewichte, das überall in den westlichen Demokratien zur Anwendung kommt, und u.a. für die Doppelmoral des westlichen "Mainstreams" verantwortlich zeichnet, wird auch von den scheinbar Oppositionellen übernommen.

Der_Juergen
1. Juni 2019 11:52

Nachdem zwei kurz zuvor ins Rampenlicht getretene Kommentatoren mit ihren fast immer erbärmlich seichten Beiträgen die Debatte weitgehend monopolisiert hatten, zog ich mich vor ca. sechs Wochen temporär von diesem Forum zurück. Inzwischen haben diese beiden Herren, sei es aus eigener Einsicht, sei es dank der lenkenden Hand der Hausmeister, ihre Wortmeldungen auf ein vertretbares Mass begrenzt und argumentieren auch nicht mehr ganz so grobschlächtig. Deshalb möchte ich in Zukunft hier gelegentlich wieder kommentieren.

Unmittelbaren Anlass hierzu bietet die Kontroverse zwischen Dr. Adorjan Kovacs, den ich ausserordentlich schätze, und Thomas Martini, mit dem ich ebenfalls sehr oft einig bin, auch wenn ich seine zu einseitige Fixierung auf das Feindbild Amerika nicht teile.

Die Wahrheit dürfte bei diesem Streit ungefähr in der Mitte liegen. Dr. Kovac ist zuzustimmen, wenn er auf den intoleranten und aggressiven Charakter der islamischen Religion hinweist, die in Europa immer ein importierter Fremdkörper sein wird. Andererseits lebt glücklicherweise nicht jeder Muslim nach dem Koran, so wenig wie jeder Jude nach den Lehren des Talmud lebt. Ich habe selber sehr edle Muslime kennengelernt, gegen die ich kein Wort sagen kann und will. Das Problem liegt erstens in der schier uferlosen Zahl der muselmanischen Immigranten und zweitens in der mangelnden Integrationsbereitschaft der grossen Mehrheit von ihnen, die unweigerlich zur Entstehung einer Parallelgesellschaft und zu endlosen ethnischen und kulturellen Konflikten führen muss, wird diese Entwicklung nicht gestoppt und rückgängig gemacht.

Dr. Kovacs hat recht, wenn er betont, dass Deutschland keine Mitschuld an den Konflikten in der islamischen Welt trug und doch Unmengen von Mohammedanern ins Land gelockt hat, "ohne Not", wie er sich ausdrückt. Doch muss ich Th. Martini beipflichten, wenn er unterstreicht, dass im Grunde nicht "Deutschland" diese Leute ins Land gerufen hat, sondern die Herren und Meister der deutschen Marionettenregime. Beispielsweise wurde die Anwerbung türkischer Gastarbeiter der BRD in den sechziger Jahren von den USA aufgenötigt, "weil die Türkei die Südostflanke der Nato vor den Russen schützt und dafür belohnt werden muss".

Die von Martini genannten Autoren kenne und schätze ich, nicht zuletzt Maurice Bardeche.

Gäbe es die von fremdbestimmten "deutschen" Regierungen heraufbeschworene Immigrationskatastrophe nicht, so stünde harmonischen Beziehungen Deutschlands zur islamischen Welt nichts im Wege. In die inneren Angelegenheiten der betreffenden Staaten hat sich Deutschland, wie der Rest Europas, nicht einzumischen. Wenn Ehebrecherinnen im Iran gesteinigt werden, so empört sich hiergegen zwar sowohl unser Gefühl und unser Verstand, aber das ändert nichts daran, dass gute Beziehungen zum Iran erstrebenswert sind. Deutschland strebt ja auch gute Beziehungen zu den afrikanischen Ländern an, wo jährlich Millionen von Mädchen der bestialischen Prozedur der Beschneidung unterzogen werden. Was können wir dagegen tun? Recht wenig.

heinrichbrueck
1. Juni 2019 13:57

@ Thomas Martini
Es werden deshalb Prioritäten in der Systemkritik gesetzt, weil vorsichtig differenziert werden muß. Kovacs Aufsatz wird jeder halbwegs gesunde Mensch ablehnen. Dort stehen hanebüchene Dinge. Beispiel: „Die ethnischen Deutschen hätten nur noch zwei oder drei Generationen einigermaßen homogenen Lebens in einer stabilen Demokratie benötigt, um ihre alte Mentalität wirklich dauerhaft abzulegen. Aber der Selbsthass sitzt bei vielen zu tief, als dass sie so lange warten wollten.“ Wenn die Zeitschrift 'Tumult' einen solcherart intellektuellen Genozid am deutschen Volke für veröffentlichkeitswert befindet, muß man sich schon die Frage stellen, welches Informationsfeld dieses Denken hervorbringt. Es wird eine Unvereinbarkeit „von deutschem und demokratischem Geist“ konstatiert, was für den deutschen Geist spricht, gleichzeitig der Vorwurf sich für den demokratischen Geist ausspricht. Jahrzehntausende Jahre Volksgeschichte auf den Müll der Geschichte geworfen, damit die Systembetreiber Deutschland demokratisch ausrotten können. Für eine erste Schubladenfassung ein akzeptabler Versuch, aber als Veröffentlichung ungeeignet, sollen nicht die üblichen deutschfeindlichen Präferenzen bedient werden. Schon der erste Absatz eine falsche Ableitung, die dann als Folgefehler durch die gesamte Skizze wandert. Als hätte Deutschland nie in einem Existenzkampf gestanden, der noch lange nicht beendet ist...

Thomas Martini
1. Juni 2019 14:30

Vielen Dank @Der_Juergen für den Versuch einer sachlichen Differenzierung.

Ich habe Verständnis dafür, wenn man mir meine Fixierung auf USA, Demokratie und den Westen vorwirft. Daß nichts mein Gerechtigkeitsempfinden so sehr verletzt, wie die willkürliche und räuberische Völkermordpolitik der beiden großen angelsächischen Imperien in den vergangenen 400 Jahren, ist nunmal so.

Fremde Länder mit militärischer Gewalt zu überfallen und auszubeuten, ist die große Spezialität Englands und Amerikas. Das sind Staaten, die nicht imstande sind, ihr Geld auf ehrliche Weise zu verdienen und Land und Volk im Zustand des Friedens zu halten.

"Die Geschichte zeigt, dass es nicht in der Natur des iranischen Volkes liegt, andere Völker und Länder anzugreifen." - Dr. Mahmud Ahmedinejad

Die Engländer haben 95% aller Staaten auf dieser Erde mindestens einmal überfallen, und die Amerikaner haben seit dem 18. Jahrhundert über 200 Angriffskriege geführt, um ihre Vormachtstellung über die Welt zu sichern.

Und hier wollen hochgebildete Menschen wissenschaftlich den Eindruck erwecken, vom Islam und islamischen Staaten ginge die entscheidende Gefahr für die Freiheit aus.

"Auch unser Volk hat nach dem Zweiten Weltkrieg unter der Einmischung einiger Siegermächte des Krieges gelitten. Über viele Jahre hinweg mischten sie sich in alle unserer Angelegenheiten ein und ließen nicht zu, dass unser Volk sich weiterentwickelt und Fortschritte erzielt. Diese Mächte hatten es auf den großen Reichtum unseres Volkes, v.a. auf unsere Energiequellen abgesehen; um ihre Ziele zu erreichen, haben sie seinerzeit eine legitime Regierung gestürzt und ein diktatorisches Regime bis zum Ende seiner Lebenszeit unterstützt, und beim auferlegten Krieg von Saddam Hussein gegen uns Saddam unterstützt und die Grenzen der Menschlichkeit weit überschritten.

Unser Volk hat genau unter der Einmischung derjenigen gelitten, die sich heute schreiend für Menschenrechte einsetzen. Es gibt heute noch viele meiner Landsleute, die unter den Verletzungen aus der Kriegszeit leiden." - Dr. Mahmud Ahmedinejad

Von jenen Staaten, die überwiegend seit 150 Jahren ein sehr einseitiges Opfer der willkürlichen und barbarischen Kriegsfeldzüge des Westens sind, soll die große Gefahr für Europa ausgehen. Ernsthaft?

Das meine ich mit unredlich.

Für eine dauerhaft unterwürfige Anbindung an dieses Imperium, bei gleichzeitiger Kritik an der "Unterwerfungs"-Stratefgie des Islams, zu werben, kann m. E. weder moralisch, sittlich, noch rational begründet werden. Das wäre nichts weiter als Kollaboration.

A. Kovacs
1. Juni 2019 16:56

@Der_Juergen, Thomas Martini
Zu den bloßen Unterstellungen Herrn Martinis wie der „Besatzerbrille“ möchte ich nichts sagen. Auch nichts zur angeblichen „Hetze“ gegen den Islam. Es sei Herrn Martini u. a. die Lektüre von Tilman Nagels „Was ist der Islam?“ empfohlen, ferner ein Blick auf die Geschichte ALLER islamischen Länder, die ohne Ausnahme durch konstante Gewalt gegen „Ungläubige“ zu reinen Monokulturen geworden sind. Komme mir bitte niemand mit al-Andalus, dessen „Toleranz“ längst als Mythos entlarvt ist.

Aber es ist für die deutsche Gegenwart typisch, dass der Islam und die Mohammedaner verwechselt werden. Das nämlich tut auch Herr Martini. Ich möchte einmal folgende Analogie wagen, damit begriffen wird, worum es geht: Es gab mal den sehr anständigen Nationalsozialisten NN, hilfsbereit usw., der auch nicht der reinen Lehre in allem gefolgt ist. Wer würde daraus den Schluß ziehen, dass der Nationalsozialismus eine gute Sache war? Und Nazi war NN eben doch. So ist es auch beim Islam und den Mohammedanern. Was nützt es mir, dass der nette Tunesier beim Auffahrunfall abwinkt, wenn der Islam mich für einen Untermenschen hält, der gerade mal als Dhimmi überleben darf? Letztlich bestimmen andere als der nette Tunesier die Agenda, das sollte klar sein. Und wo er im Zweifelsfall steht, dürfte auch klar sein. (Etwas anderes sind die säkularen „Muslime“, die Alkohol trinken oder Atheisten sind. Für sie, die eigentlich keine Muslime mehr sind – aber Austreten kann man ja nicht – , passt der Begriff „Kulturmuslime“.)

Auch die absurden, immer und immer wieder auch hier auf dieser Seite gezogenen Vergleiche der Kopftücher unserer Großmütter oder von Bäuerinnen mit dem islamischen Kopftuch zeigen eine vollkommene Ahnungslosigkeit. Es geht eben nicht um regional oder zeitlich begrenzte Sitten, sondern um GOTTES DIREKTES WORT, das sich ÜBERALL und ZU ALLEN ZEITEN an ALLE Frauen richtet. Deshalb gilt das Wort des Islamkritikers Udo Hildebrand: „Warum sich mit dem Islam beschäftigen? Weil der Islam sich irgendwann mit Dir beschäftigen wird!“ Deshalb ist auch der Vergleich mit der Kippa unglaublich: Man mag die Bekleidungsvorschriften der orthodoxen Juden seltsam finden, aber es ist m. W. noch nie vorgekommen, dass Andersgläubige von ihnen gezwungen wurden, sich diesen Vorschriften anzupassen. Genau das passiert aber beim Islam.

Letztlich handelt es sich bei diesem naiven Verständnis für diese als Religion verkleidete Herrschaftsideologie bereits um das Winken mit der weißen Fahne: Wenn wir nett zu euch sind, werdet ihr hoffentlich auch nett zu uns sein. Leider wird das aber nicht passieren. Ich wiederhole mich: Ein Blick auf die islamische Geschichte genügt. Und ich würde Deutschland gern ersparen, was Ungarn zwischen 1526 und 1699 erfahren hat: eine intensive Beschäftigung mit dem Islam.

Monika
1. Juni 2019 16:58

Zunächst möchte ich nochmals betonen, dass dieser Beitrag von grundlegender Bedeutung ist, auch wenn das nicht sofort erkennbar ist. Die Rechten und konservativen Frauen sollten am Thema bleiben und auch im Forum sollten die Frauen mitreden.
Noch ein paar Anmerkungen:
1. Bei den beiden im Film gezeigten Mädchen dominiert noch die entwicklungspsychologisch-biologische Konstante, weshalb das Verschämte „nicht verkehrt“ ( Lichtmesz) wirkt. Es gibt aber auch einen Film über „Kopftuchmädchen“ der DW aus NRW, in dem die kulturellen Unterschiede wesentlich stärker betont sind. Dort werden auch Moslemjungs zum Kopftuch befragt. und da sind die Aussagen erschreckend. Der Tenor lautet, dass Mädchen ohne Kopftuch verachtenswert sind. Hier werden Rollen festgelegt, die nicht zu akzeptieren sind.
2. Unsere Sittsamkeit funktioniert anders. Moralische Selbstdisziplin braucht keine Kleider. Das stimmt, aber das Problem ist, dass für einen Moslem die moralische Selbstdisziplin einheimischer Mädchen nicht erkennbar ist. Oder bewusst nicht erkannt wird. Sehr verletzend wird es dann, wenn von Christenschlampen gesprochen wird!
Allerdings ist auch nicht erkennbar, ob Moslemmödchen so sittsam sind, wie es scheint.
3. der Liberalismus ist darauf ausgelegt, die moralische Selbstdisziplin zu zerstören ( die erkennbare oder nicht erkennbare) . Jetzt stürzt er sich vor allem auf die Äußerlichkeit des Kopftuches . Damit ist er aber nicht am Kern des Problems.
Es gab durchaus mal einen freiheitlichen, nicht verkehrten Aspekt der weiblichen „Enthüllung“. Etwa zu finden in dem Gedicht von Anette von Droste-Hülshoff, „Am Turme“ ( 1842) wo das Mädchen davon träumt, sein Haar zu lösen und es im Winde flattern zu lassen.
In Venedig sah ich einmal eine junge Moslemfrau, die an der Rialtobrücke ihr Kopftuch abnahm, die Haare flattern ließ und sich vom Ehemann fotografieren.
4. nicht zuletzt kann jeder, den es interessiert, die Texte der verschiedenen Positionen zum Kopftuch, vorgetragen an der Frankfurter Uni, 8. Mai 19 , Kopftuch, Würde oder Unterdrückung nachlesen. ( Susanne Schröter, Alice Schwarzer u.v.a.). Interessant fand ich den Vortrag von einer Muslimischen Theologin, Dina El-Omani, Münster, die mit Hilfe der historisch-kritischen Betrachtung nachwies, dass die entsprechen 3 Stellen im Koran zum Kopftuch / hiqab keinen Kopftuchzwang begründen. Allerdings ist diese Art der Auslegung des Koran noch nicht bei den Rechtsgelehrten angelangt. In einem solchermaßen praktizierten historischen Zugang zum Koran liegt allergrößter Sprengstoff. Weshalb die entscheidende Frage letztendlich ist, wie der Islam in Europa gelehrt und praktiziert wird.

Utz
1. Juni 2019 21:50

"Von jenen Staaten, die überwiegend seit 150 Jahren ein sehr einseitiges Opfer der willkürlichen und barbarischen Kriegsfeldzüge des Westens sind, soll die große Gefahr für Europa ausgehen. Ernsthaft?"

Ja. Es gibt schließlich so etwas wie einen Geburtendschihad!

Länder sind nicht brutal oder schlecht oder unmoralisch. Es ist unsinnig sie miteinander zu vergleichen. Die Rechnung ist in der Regel ganz einfach, sie heißt: "Wer koo, der koo!". Was soviel heißt wie: ein Land das viel Macht hat, neigt dazu selbige auszunutzen. Wenn wir hier in Deutschland eine fremde Kultur "füttern" kann das, zusammen mit differierenden Geburtenraten, durchaus zu einer Machtverschiebung und einer tatsächlichen Gefahr führen.

nom de guerre
1. Juni 2019 22:02

@ A. Kovacs
"Auch die absurden, immer und immer wieder auch hier auf dieser Seite gezogenen Vergleiche der Kopftücher unserer Großmütter oder von Bäuerinnen mit dem islamischen Kopftuch zeigen eine vollkommene Ahnungslosigkeit. Es geht eben nicht um regional oder zeitlich begrenzte Sitten, sondern um GOTTES DIREKTES WORT, das sich ÜBERALL und ZU ALLEN ZEITEN an ALLE Frauen richtet."
Sie sprechen mich zwar nicht direkt an, aber da ich diesen Vergleich oben gezogen habe, möchte ich Ihnen trotzdem antworten. Wenn Frau Sommerfeld in ihrem Artikel eine Wiedererweckung des europäischen Kopftuchtragens - angestoßen durch die Begegnung mit dem Islam - in den Raum stellt, bietet sich eine Erörterung der Hintergründe dieser der Vergangenheit angehörenden Praxis in Europa nun einmal an. Damit setze ich selbige aber nicht mit den islamischen Verhüllungsgewohnheiten gleich - im Gegenteil! Dass letztere religiös bedingte Handlungen darstellen, die nach der islamischen Lehre direkt auf das Wort Gottes zurückgehen, ist mir bewusst. Genau diese im Islam angenommene unmittelbare Rückkopplung der Verfasstheit der islamischen Gesellschaft an das Wort Gottes und das daraus abgeleitete Überlegenheitsgefühl gegenüber den "Ungläubigen" macht es ja so gefährlich, dem Islam irgendwelche, von seinen Anhängern stets als Unterwerfung missverstandene, Zugeständnisse zu machen oder sich gar anzupassen. Dass einzelne Moslems durchaus nette, anständige Menschen sein können, nützt uns Europäern bei einer weiteren Ausbreitung dieser Lehre in der Tat gar nichts.

@ Monika
"Unsere Sittsamkeit funktioniert anders. Moralische Selbstdisziplin braucht keine Kleider. Das stimmt, aber das Problem ist, dass für einen Moslem die moralische Selbstdisziplin einheimischer Mädchen nicht erkennbar ist. Oder bewusst nicht erkannt wird."
Ja, das mag sein, aber ich wiederhole: Was hat das mit mir zu tun? Wie komme ich dazu, als europäische Frau einem Moslem meine Sittsamkeit beweisen zu müssen? Schon allein die Fragestellung ist eine Zumutung! (Wobei diese - damit keine Missverständnisse aufkommen - selbstverständlich nicht von Ihnen ausgeht.)

RMH
1. Juni 2019 22:13

Jetzt bitte alle mal nicht den Fehler machen, "den Islam" für eine intakte, noch über seine volle Spiritualität verfügende integrale Weltanschauung und Religion zu halten. Ich denke, eine René Guénon würde heutzutage auch nicht mehr zum Islam übertreten und ein Evola ebenso ihn nicht mehr als Beispiel für eine existente traditionale und damit integrale Weltanschauung ansehen. Der Islam ist zersplittert und vielfach - ich habe das hier schon vor Jahren unter anderem Forennamen geschrieben - hohl, leer und bis auf Nischen spirituell faktisch tot. Er hat aber eine große Beharrlichkeit was äußere Formen und Gruppenzwang bedingte Konformität angeht. Diese setzt er auch mit extremer Brutalität durch. Hier wird also vor allem die Form gewahrt, die spirituellen Inhalte sind hingegen vielfach verschüttet und abgestorben (insbesondere wohl in der Diaspora) und im übrigen wird dem westlichen Mainstream und Globalismus gefrönt. Fastfood, Pornos, dicke Karren etc. - alles kein Problem, dafür müssen eben die Frauen - rein äußerlich - hübsch unter der Haube bleiben und hier ist
@Monika
mit ihrer Vermutung
"Allerdings ist auch nicht erkennbar, ob Moslemmödchen so sittsam sind, wie es scheint."
auf der richtigen Spur. So ist bspw. Hymen Rekonstruktion mittlerweile eine sehr gängige Sache, man findet Angebote dafür mit einem Mausklick. Wer ein bisschen Kontakte auch zu Moslems hat, erfährt recht viel und das war schon vor 30 Jahren so, dass man sich mit einer Frau aus diesem Kulturkreis in erster Linie nicht erwischen lassen sollte, aber im übrigen war da echte Vielfalt … das muss hier auch nicht vertieft werden, aber selbst in der Literatur finden sich sehr alte Berichte zu dieser Thematik. Die Damen sind vermutlich auch nicht "keuscher" als anderswo, können das aber nicht offen ausleben, wie bei uns (womit wir bei der alten Frage sind, inwiefern das bei uns in früheren, prüderen Zeiten tatsächlich so viel anders war, wie heute. Gut, die Pornografisierung durch das Internet hat sicher extremen Einfluss auf die Jugend, aber früher gab es dafür eben erstaunlich viele, gut und gesund auf die Welt kommende 7 oder 8 Monatsgeburten).

Insofern, nicht immer von der äußeren Form täuschen lassen, der Islam hat meiner Meinung nach keine größere inhaltliche und spirituelle Relevanz und auch nichts, worauf man als Rechter/Konservativer mit fast schon ein kleines bisschen Neid und Achtung bzw. Nostalgie im Hinblick auf "früher war es bei uns auch sittsamer" schauen müsste. Wie bei jeder Religion, bei der Formen und Rituale nicht mehr (Informations-) Speicher, Träger und Vermittler von Möglichkeiten zur spirituellen Erfahrung sind, ist eben vieles nur noch Form und leere Tradition, die dann stellenweise auch Formen der Bigotterie und Heuchelei annimmt (wir kennen das alle von unseren eigenen Kirchen, die sich mittlerweile vielfach den ganzen Brimborium auch schlicht sparen könnten, um wieder ehrlicher zu werden).

Der fundamentalistische Rollback - Ausdruck eines fast schon zwanghaften Festhaltens und der Suche nach Halt im reinen Niedergeschriebenen - im Islam ist ein deutliche Zeichen dafür, dass der Islam schon seit mindestens 100 oder mehr Jahren (da begann er ja) seine spirituellen Inhalte verloren hat, dass er genauso in den Sturm der Moderne geraten ist. Er zeigt nur eben einen kämpferischen, gewaltsamen Widerstand dagegen (Nolte dachte rein historisch in diese Richtung), aber aus dem Widerstand heraus darf man nicht unbedingt auf einen intakten Inhalt, eine intakte Seele schließen. Eine von innen faule Linde kann auch noch über hundert Jahre dem Sturm trotzen, bis dann auf einmal ein Blitz sie spaltet und die Dorfbewohner feststellen, dass der stattliche Baum eigentlich schon fast tot war.

Michael B.
1. Juni 2019 23:36

> aber aus dem Widerstand heraus darf man nicht unbedingt auf einen intakten Inhalt, eine intakte Seele schließen. Eine von innen faule Linde kann auch noch über hundert Jahre dem Sturm trotzen, bis dann auf einmal ein Blitz sie spaltet und die Dorfbewohner feststellen, dass der stattliche Baum eigentlich schon fast tot war.

Ich muss zugeben, nicht der Islam weckt bei mir zuerst solche Gedanken, sondern viel greifbarere Umgebungen...

heinrichbrueck
2. Juni 2019 01:37

Kopftuchmädchen sind keine Sexmädchen. Normalerweise überliefern die Frauen die Kultur. Sie tradieren ihren Kulturkreis, geben also ihre Erziehung weiter. Selbstverständlich auch die Religion, den Kulturträger. Diese Fähigkeiten müssen vorhanden sein, soll der Familienkreis geschützt sein und eine Zukunft haben.
Christliche Erziehung trennt Liebe und Sex nicht, deshalb im Christentum von Christenschlampen nicht gesprochen werden kann. Die Kulturmarxisten dekonstruierten die alten sittlichen Gesetze; ihre Kritik schuf auch keine Verbesserungen, dahingehend war es nie angelegt.
Der Islam wird sich dem Abwehrkampf stellen, jedenfalls bevor aus dem Kopftuchmädchen eine Kopftuchschlampe dekonstruiert wird.
Warum den Islam angreifen? Um das Eigene noch mehr zu schwächen? Die Dekonstruierten sind haltlos verloren. Oder sie werden als Treibholz verheizt. Als Kulturmarxisten und deren Kanonenfutter, finden sie nicht rechtzeitig den passenden Halt.

dreamingplanet7
2. Juni 2019 04:38

Dieser Artikel tut dasselbe was die Linken machen wenn sie ueber Nikab, Tschador und etc aufklaeren: Er redet sich die Tatsache schoen das der Islam gewinnen wird, dieser Anlauf wird klappen denn er kommt diesmal nicht mit Feuer und Schwert sondern dem Kinderwagen.
Es gibt nur eine Religion bzw Kultur die stark genug war dem Islam zu wiederstehen und das ist der Hinduismus. Als die Moguln kamen entstanden die Sikhs und er wurde gestoppt, trotzdem waren es blutige Jahrhunderte...
Ansonsten hat der Islam ueberall wo er hinkam alles hinweggefegt was vorher da war und die Frontlinie weitet sich immer weiter aus.
Nun denn, sic transit gloria mundi, reden wir es uns halt schoen und machen das Beste draus nicht war?

Zu dem Part was ein junges Maedle ueber Schamgefuehl eingetrichtert bekommt, da kann man nur muede laecheln: Junge Dinger haben keine eigene Meinung, bei den Griechen hat man ihnen beigebracht es sei Dienst an Gott sich im Tempel fremden Maennern hinzugeben, diese Variante waere mir eigentlich lieber.

@RMH Ich schaetze Sie sehr, glaube in diesem Fall aber nicht das Sie Recht haben, Spiritualitaet ist nur so ein Wort ohne Bedeutung, im Islam ging es immer darum wer der beste radikalste Moslem ist, so hat er sich ausgebreitet, so war er und so wird er bleiben, Veraenderung ist in dem System nicht vorgesehen, kein Messias ist angekuendigt, Mohamed war der perfekte Mensch, so ticken diese Typen schon immer und mehr ist da nicht dahinter.

Gustav Grambauer
2. Juni 2019 08:52

RMH

"Jetzt bitte alle mal nicht den Fehler machen, "den Islam" für eine intakte, noch über seine volle Spiritualität verfügende integrale Weltanschauung und Religion zu halten. ..."

Sie haben recht, und gut, daß Sie es anmerken. Ideengeschichtlich, entwicklungspsychologisch usw. gesehen ist der Islam schon lange in tiefster Dekadenz, nur noch ein seltsames kafkaeskes Kuriosum, dementsprechend von innen her in Fäulnis. Als ich etwa zehn Jahre alt war, hat mir mein Vater, noch viel mehr geschult an Karl May als ich, das Wesen des Islam aus seiner Sicht erklärt: es läge in der Domestizierung der aggressiven Wildheit der Araber. Viele "Islamkritiker" sind darüber noch nicht ansatzweise zur Besinnung gekommen. Gnade uns allen Gott, wenn der Islam zusammenbräche und diese Wildheit wieder auflebte. Das kann schnell einmal geschehen, es genügte dazu eine einzige nicht mal besonders großkalibrige Rakete auf die Kaaba. Bereits in der darauffolgenden Nacht würde die halbe Welt lichterloh brennen (die westlichen Städte wären ein einziges Flammenmeer), reden wir nicht von den folgenden Jahrzehnten der völligen Desorientierung der ehemals mohammedanischen und nun marodierenden Massen weit über die arabische Welt hinaus. Mit Trump ist der Konsens über den Stand von Saudi-Arabien im Weltgefüge erschüttert. Allein im kleinen Jemen haben die hochgerüsteten Sauds letztes Jahr mächtig Dresche bezogen. Saudi-Arabien ist die Schutzmacht der Heiligtümer des Islam ...

- G. G.

Der_Juergen
2. Juni 2019 09:59

@A. Kovacs

"Man mag die Bekleidungsvorschriften der orthodoxen Juden seltsam finden, aber es ist m. W. noch nie vorgekommen, dass Andersgläubige von ihnen gezwungen wurden, sich diesen Vorschriften anzupassen. Genau das passiert aber beim Islam."

Richtig, aber das liegt im Wesen der beiden totalitären nahöstlichen Religionen begründet. Jude wird man durch Geburt, durch eine jüdische Mutter. Eine jüdische Mission gibt es nicht; dass seit einigen Jahrzehnten etliche Nichtjuden zum Judentum konvertiert sind, dürfte daran liegen, dass dieser Schritt heute karrierefördernd sein kann. Und laut dem Talmud sind Konvertiten "Lepraflecken" am Leib des Judentums. Ein Nichtjude ist dem Talmud zufolge von Geburt minderwertig ("Der Samen der Nichtjuden wird Viehsamen genannt"). Zum Glück richtet sich längst nicht jeder Jude nach diesen abscheulichen Lehren, so wie längst nicht jeder Muslim den "Ungläubigen" am liebsten die Köpfe abschneiden möchte.

Im Gegensatz dazu kann jeder, unabhängig von seiner Rasse und Herkunft, Moslem werden. Zumindest der Theorie nach sind Rassismus und Nationalismus dem Islam völlig fremd (ich weiss, in der Praxis gibt es einen virulenten antischwarzen Rassismus bei den Arabern). Daraus folgert, dass der Islam aggressiv missioniert und, sobald er die Macht dazu errungen hat, die Nichtmuslime unterdrückt.

Gustav Grambauer
2. Juni 2019 11:05

Hoffentlich sind diejenigen, die für den in Demut gesenkten Blick der anmutigen Keuschheit unserer Mädchen eintreten, nicht dieselben, die an anderer Stelle für die Steigerung der Frauen-Kampfkraft in den israelischen Streitkräften argumentieren!

- G. G.

A. Kovacs
2. Juni 2019 22:41

@Der_Juergen
Besten Dank für die Ergänzung. Was den theoretisch mangelnden Nationalismus der Mohammedaner angeht, bin ich mir schon bei Türken und Persern nicht so sicher. Sicher bin ich mir dagegen beim angeblich fehlenden Rassismus: Wer jeden Menschen als „Muslim“ zur Welt kommen läßt, wobei nur schlechte Einflüsse (Eltern, Mission, selbständiges Denken) einen von der rechten Daseinsordnung wegbringen, und alle diese Ungläubigen demnach denaturierte Menschen zweiter Klasse sind, eigentlich Untermenschen, da halte ich den Begriff „Rassismus“ für angebracht.
Natürlich steckt im Islam auch viel Judentum. Klar ähneln sich da „abscheuliche“ Lehren. Aber ich sag‘ mal so, mit Väterchen Stalin: Irgendwann wird aus Quantität eben Qualität. Wären 100 % von 15 Millionen Juden orthodox, so wäre das immer noch viel, viel tolerabler als 10 % Rechtgeleitete von 1400 Millionen Mohammedanern. –
Ich danke und beende meine Teilnahme an diesem Strang. Ich fürchte, die Deutschen müssen, bevor sie anderen Völkern glauben, ihre eigenen Erfahrungen mit dem Islam machen. Man sollte wissen: Wenn der Islam zu Deutschland gehört, dann heißt das für Mohammedaner, dass Deutschland zum Islam gehört. Es scheint für viele beruhigend zu sein, dass „nicht alle“ Mohammedaner so denken. Na denn...

RMH
3. Juni 2019 06:27

"Im Gegensatz dazu kann jeder, unabhängig von seiner Rasse und Herkunft, Moslem werden. Zumindest der Theorie nach sind Rassismus und Nationalismus dem Islam völlig fremd"

Das ist auch der Hauptgrund, warum die auf islamkritischer Seiter (bspw. pi-news, M. Stürzenberger etc.) so gerne vertretene These von "Naz-Islam" schon vom Kern her grundfalsch ist. Hier werden oberflächlich Symptome verglichen, sich an ein paar historischen Aufnahmen aufgehängt, ohne auch nur ansatzweise die Grundlagen zu beachten. Hier ist der von M.D. angebrachte "Dummheits"-Vorwurf vorsätzliche Bildungsverweigerung mehr als angebracht. Dieser Vergleich geschieht meiner Meinung nach aus der Hilflosigkeit angesichts des Nazi-Vorwurfs, den man selber erleiden muss. Man denkt, man könne die Nazi-Keule damit quasi umdrehen. Falsch gedacht. Wenn schon der historische Faschismus in Italien Evolas Auffassung/ Variante (er war ja nicht der einzige) von der integralen Tradition letztlich nicht als tauglich angesehen hat, dann kann man selbst das anstatzweise näher liegende Argument vom "Fasch-Islam" auch nicht ernsthaft in die Debatte einbringen, auch wenn der Islam mit seinem Anspruch eine Gesellschaft komplett von der Religion, über die Herrschaft bis hin zu den Verhaltens- und Speisevorschriften durchregeln zu wollen einer traditionalen Auffassung - zumindest in seine Geschichte - recht nahe gekommen war. Nicht umsonst konvertierte einstmals René Guénon, wie ich bereits erwähnt habe.

Der Islamisierung kommt man nicht mit untauglichen Nazikeulen bei, da helfen nur recht radikale Dinge, wie Verhinderung weiteren Zuzugs, Angebote zur Remigration in berechtigten Fällen (durchaus auch robust vermittelt) sowie die Hoffnung, dass der eckige Stein der hier bereits lebenden am Ende doch rund geschliffen wird, so wie das auch bei den christlichen Kirchen geklappt hat (ma vergesse auch hier bitte nicht, was es noch vor nur 60 Jahren für harte Auseinandersetzungen zwischen den 2 hier vorwiegenden Konfessionen gegeben hat, wie das ganz Landstriche gespalten hat, was es bspw. schon für ein Affentanz war, wenn ein evangelisches und katholisches Paar nur heiraten wollte etc. - die Liste lässt sich beliebig verlängern und es scheint so, als ob man das alles nur gerne, allzu gerne, vergessen hat).

PS: Ich möchte hier keine Gefahren klein reden, aber die "Kirche" sollte schon noch im Dorf gelassen werden.

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