31. Mai 2019

Netzfundstücke (13) – Problemschüler, Dysgenik, Klima

Jonas Schick / 48 Kommentare

Nicht erst seit gestern ist bekannt, daß sich an Deutschlands Schulhöfen tiefe ethnische Gräben auftun.

„Rütli“ geriet zum geflügelten Wort und steht bis heute für gescheiterte Integration und einer daraus resultierenden Gewalteskalation – eine brodelnde Suppe aus multikulturellen Zutaten. Unterricht wird zur Unmöglichkeit, Lehrer zu Sozialarbeitern und die letzten Deutschen in den Brennpunkten des Großen Austauschs zu ausgegrenzten und verachteten „Kartoffeln“

Ellen Kositza stellt nun in ihrer beliebten Videokolumne auf dem kanal schnellroda ein neues Buch vor, dessen Autorin Julia Wöllenstein als Direktinvolvierte die Problemlagen ungeschönt auf den Tisch legt:

Wen nach Kositzas Anriß die Lust auf die Lektüre packt, der kann Von Kartoffeln und Kanakendirekt hierbei Antaios, dem größten konservativen Versandbuchhandel, bestellen.

Indessen ist Wöllenstein über die ZDF-Reportage „Lehrer am Limit – Dauerstress im Schulalltag“ bekanntgeworden und bekam als Folge das Angebot für ihr aktuelles Buch unterbreitet.

„Fack Ju Göhte“ ist hier Realprogramm – der oberflächliche, narzisstische Youtube-„Influencer“ zelebriertes Vorbild. Zum eigenständigen Denken ist keiner dieser Kinder und Jugendlichen befähigt. Sie bilden die weiche Knetmasse der Konsumgesellschaft.

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In diesem Kontext kommt einem der Begriff „Dysgenik“ in den Sinn. Die von der Evolutionstheorie geleiteten Dysgeniker sind der Ansicht, daß ein Nebeneffekt moderner Gesellschaften in der Abnahme des natürlichen Selektionsdruck liegt, was zum Beispiel zu einem Absinken des durchschnittlichen IQs in der Gesamtpopulation führe. Einer der bekanntesten Vertreter dieser These ist der emeritierte britische Professor der Psychologie Richard Lynn.

In seinem Werk Dysgenics: Genetic Deterioration in Modern Populations revitalisiert er den Ansatz früher Eugeniker und prognostiziert ein Absinken des durchschnittlichen IQs in den westlichen Gesellschaften. Gebrauchte und relativ erschwingliche Exemplare des leider nur auf Englisch verfügbaren Buchs finden sich schon nach kurzer Suche im Netz.

Als deutschsprachige Komplementärwerke empfehlen sich die Arbeiten des profilierten Anthropologen Andreas VonderachVölkerpsychologie. Was uns unterscheidet oder Anthropologie Europas sowie sein Beitrag zu den Berliner Schriften der Ideologiekunde des Instituts für Staatspolitik Sozialbiologie. Geschichte und Ergebnisse. Ferner lohnt sich J. Philippe Rushtons kontroverses Rasse, Evolution und Verhalten – Eine Theorie der Entwicklungsgeschichte.

Leser, welche des Englischen mächtig sind, sollten außerdem einen Blick auf den Vortrag von Lynn anläßlich einer American Renaissance-Konferenz im Jahr 2012 werfen:

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Da nach der Europawahl die Ökologie in unserem Lager steigendes Interesse genießt und eine konservative Wiedergewinnung des brachliegenden Geländes nicht erst seit dem 26. Mai Not tut, hier eine Auswahl an älteren Arbeiten aus unserem Milieu zu diesem Themenkomplex, die ich in meinen Netzfundstücken Nr. 10 noch nicht erwähnt hatte:

  1. Sezession Nr. 56 Heimatboden mit dem Themenschwerpunkt Ökologie
  2. Philip Stein zur Décroissance-Bewegung
  3. Claus Wolfschlag mit einer scharfen Kritik an der „konservativen“ Ablehnung anthropogener Klimabeeinflußung: „Prima Klima?
  4. Götz Kubitschek „Masse und ökologische Frage“ in Sezession Nr. 24
  5. Karlheinz Weißmann „Das rechte Prinzip“ in Sezession Nr. 3

Sezession-Redakteur Benedikt Kaiser zwitscherte auf den Punkt:

Fundierter Umweltschutz, nicht abstrakter und überstiegener Klimaschutz, ist ein konservatives Thema, das mit anderen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft (etwa mit sozialen Fragen) verknüpft ist. Man sollte es nicht verabsolutieren, aber nicht ignorieren.



Kommentare (48)

nom de guerre
31. Mai 2019 16:17

Gehören in die obenstehende Liste zur Intelligenz nicht auch die Bücher von Volkmar Weiss, z.B. Die Intelligenz und ihre Feinde?

Kositza: Na, aber sicher!

Andreas Walter
31. Mai 2019 16:23

Umweltschutz ja, versteht sich von selbst, doch das mit dem Klimaschutz: Abhaken. Wird sonst noch zur Lüge eben dieses Jahrhunderts. Das mit dem CO2 und dem Meer habe ich jetzt auch noch abgeklärt. Ist auch künstlicher Alarmismus, Panikmache, reine Propaganda ohne reales Fundament.

Was die Dysgenik betrifft: Abwarten. Die Geschichte der Menschheit ist noch lange nicht zu Ende erzählt und schon gar nicht alles und alle darum in trockenen Tüchern. Ein einziger Supervulkanausbruch, nur 2, 3, 4 Jahre ohne Sommer, und Milliarden Menschen sind einfach weg vom Fenster. Verhungert. Manche auch erfroren, verdurstet (durch Zusammenbruch von Infrastruktur als Folge des Massensterbens durch Verhungern aber auch durch Seuchen. Wegen dem schlechten Ernährungszustand, der nämlich auch die Widerstandskraft schwächt).

Jahre ohne Sommer gibt es nämlich viel öfter als kleine Klimaschwankungen um nur ein paar Grad oder sogar Warm- und Kaltzeiten, Eiszeiten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jahr_ohne_Sommer

Andreas Walter
31. Mai 2019 17:23

Nachtrag: Mit abhaken meine ich, sich keine Sorgen zumindest wegen dem CO2 zu machen. Klimawandel hat es schon immer (fast immer) völlig unabhängig vom CO2 gegeben, nur sind wir jetzt eben viel mehr Menschen, die der natürliche Klimawandel je nach Delta-T dann eventuell betreffen kann. Das Eine hat mit dem Anderen ja nichts zu tun, ausser vielleicht in einer Eiszeit, weil dann viel weniger Wasserdampf in der Atmosphäre ist wie jetzt. Nur dann aber bekommt CO2 überhaupt eine Relevanz, deren Auswirkung jedoch bisher unbekannt, wenig oder sogar nicht erforscht ist.

Um die Aufklärung der Falschinformation müssen wir uns allerdings tatsächlich kümmern, was aber leider auch mit Medienreichweite zu tun hat und der Involvierung mancher Parteien in diese Propagandaaktion zwecks mehr Geld für den Staat (versteckte Steuererhöhung).

Es geht halt um viel Geld, nicht nur für die Forschung, sondern auch für die politischen Eliten. Zudem ist es ein Instrument zur Knechtung nicht nur ganzer Völker, sondern auch mancher Wirtschaftszweige und sogar Nationen und Weltwirtschaftsregionen.

So ein gigantischer Betrug, Raubzug muss natürlich auch verhindert und aufgeklärt, die betroffenen Völker darüber informiert werden.

Geht ja um Milliarden, bei dieser gigantischen Umschichtung von Kapital nur zu bestimmten Unternehmen und Nationen, jedoch ohne Mitsprache aller Ausgenommenen.

Andreas Walter
31. Mai 2019 17:58

Zum kotzen.

Folgende Grafik ist natürlich auch mal wieder absoluter Wikipedia-Schwachsinn:

https://de.wikipedia.org/wiki/Jahr_ohne_Sommer#/media/File:1816_summer.png

Durch den natürlichen Klimawandel kann ich nicht einfach das Jahresmittel von 1971 bis 2000 mit dem einen Jahr 1816 vergleichen. Wenn braucht man dazu das Mittel der Jahre um 1816. Also von mir aus 1800 bis 1830.

Diese Dummköpfe bei Wikipedia wissen also noch nicht einmal, wie man mit statistischen Daten korrekt umgeht, wollen aber über das gesamte Wissen (und damit aber auch Nichtwissen und falsches Wissen) der ganzen Welt bestimmen.

W. Wagner
31. Mai 2019 19:07

Zum Thema Umwelt, Naturschutz, Denkmalpflege wird es doch das einfachste sein, sich die gesamte Literatur der Heimatschutzbewegung mal wieder anzusehen. Da findet man reichlich Material wie schöne Dörfer aussehen können, etc. etc.
Gelobt sei Paul Schultze-Naumburg!
Zudem wird einem bewusst, wie tief deutsch die Grünen eigentlich sind, und sei es, dass sie Blümchen um die Bäume in ihrer Straße pflanzen, in Berlin. Bloß bringen sie einige Dinge in ihren Köpfchen nicht recht zusammen, z.B. dass man die Natur und die Bienchen nicht rettet, wenn man für Afrikaner neue Wohnanlagen auf die grüne Wiese baut oder überhaupt Bevölkerungsgruppen ins Land holt, die keinen Bezug zum Thema Natur haben, sondern einzig hierher kommen um zu konsumieren und nicht um zu verzichten. Aber Verzicht ist ja auch so anstrengend und spießig. - Auf morgen! Freue mich!

Solution
31. Mai 2019 19:08

Schade, daß Lynn und seine Mitstreiter - bis auf ein Buch von Rushton - nicht auf Deutsch erscheinen.

Besonder verdienstvoll sind hier die Bücher des "Ulster Intitute for Social Research".

In der BRD bleiben wir somit auf die englischsprachige Lektüre angewiesen. Der unverwüstliche Vonderach kann dies leider nicht alleine ausgleichen.

Richard Lynn und David Becker haben gerade ein neues Buch vorgelegt, das den bezeichnenden Titel "The Intelligence of Nations" trägt und Lynns Thesen weiter untermauert.

Ebenso hat Edward Dutton mit Michael A. Woodley of Menie den Niedergang des IQs und die daraus resultierenden Folgen in einer Studie dargestellt, die absolut empfehlenswert ist: "At Our Wits` End -Why We are Becoming Less Intelligent and What It Means for the Future".

Auch Duttons jüngstes Buch "Race Differences in Ethnocentrism" sei hier nachdrücklich empfohlen.

Der Gehenkte
31. Mai 2019 21:25

Ich bin kein großer Anhänger dieser Kolumne, die mir zu sehr in der eigenen Blase agiert und den Blick nach und von außen bisher strikt scheut.

Aber daß der Text "Prima Klima?" von Wolfschlag in Erinnerung gerufen wurde und daß dieser Text in der SiN erschien, erscheinen konnte, das ist ein Photo vor der Truppenfahne wert!

Eine ehrenvolle Erwähnung verdient auch dieser Satz aus dem Jahre 2008: "Verzicht und Bescheidenheit sind die ökologischen Kardinaltugenden, und daraus abgeleitet: Regionalität und Saison, Handarbeit, geschlossene Wertschöpfungsketten. Ökologisch zu denken und zu leben heißt: im relationslosen Angemessenen verankert zu sein"

Der Duktus verrät seinen Verfasser.

Nemesis
31. Mai 2019 21:34

@Andreas Walter
"Diese Dummköpfe bei Wikipedia wissen also noch nicht einmal, wie man mit statistischen Daten korrekt umgeht, wollen aber über das gesamte Wissen (und damit aber auch Nichtwissen und falsches Wissen) der ganzen Welt bestimmen."

Die wissen ziemlich genau, wie man mit statistischen Daten umzugehen hat. Zumindest um das zu zeigen, was man zeigen will.

"Durch den natürlichen Klimawandel kann ich nicht einfach das Jahresmittel von 1971 bis 2000 mit dem einen Jahr 1816 vergleichen. Wenn braucht man dazu das Mittel der Jahre um 1816. Also von mir aus 1800 bis 1830."

Nein.
30 Jahre bei Zeitreihen bezüglich des Klimas können Sie getrost vergessen. Was Sie da brauchen, sind Zeitreihen über sehr viel längere Zeiträume, weil die Periodizitäten sehr viel niederfrequent sind.

Das ist ja der Trick bei der ganzen Geschichte:
Man nimmt willkürlich den niedrigsten Wert der Zeitreihe und behauptet dann, daß die Temperaturen steigen.
Die eigentliche Frage bei diesen ganzen Daten ist:
Welcher Referenztemperaturwert wurde zugrunde gelegt und warum ausgerechnet der? Und vor allem: Wie verhält es sich mit den Datenwerten davor? Die Periodizitäten der Zeitreihen beim Klima gehen über lange, sehr lange Zeiträume.
U.U. über Jahrhunderte...

Gustav Grambauer
1. Juni 2019 09:13

"hier eine Auswahl an älteren Arbeiten aus unserem Milieu zu diesem Themenkomplex"

Erlaube mir, noch ein paar Aspekte hierzu einzuführen, die nicht nicht so sehr im Fokus der Aufmerksamkeit stehen:

McDonalds hat mal in Zürich plakatiert "Cause we are Just Guests on this Planet" und damit die Kernaussage der New-Age-Ideologie, - der DNA der Grünen und aller Anywheres -, knackig auf den Punkt gebracht. Zu Gast kann man nur bei einem Hausherrn sein. Wer maßt sich an, Hausherr bzw. Eigentümer dieses Planeten zu sein? Dasselbe gilt auch für die anderen Planeten des Sonnensystems, die längst katastermäßig vermessen und "aufgeteilt" sind (in Anführungszeichen, effektiv wird da nichts aufgeteilt).

Der Abbau von Rohstoffen erfolgt über Lizenzen (die Verträge auf dieser Basis sind die berüchtigten PSA-Agreements). Wer ist das Rechtssubjekt, das - in letzter Konsequenz, über Kaskaden, ja, Architekturen an Strohmann-Holdigs und / oder Staats- bzw- Gebietskörperschaftssimulationen kaschiert - diese Lizenzen vergibt?

D. h. wer sich z. B. an einem Naturpflege-Projekt beteiligt, sollte sich nicht nur klar machen, daß er das im Interesse der Biosphäre, der Arten, der Pflanzen oder Tiere usw. tut, sondern auch wessen Eigentumsposition er damit pflegt. Ich sage nicht, daß man nicht in der Naturpflege Hand anlegen soll, bin selbst bei einem Naturschutzverein mit dabei und habe schon etliche Nistkästen aufgehängt, etliche kleine Biotope mit aufgebaut, etliche Bachausläufe mit renaturiert. Ich sage nur: man sollte im Bewußtsein der Ambivalenz sein, einerseits etwas für die Natur sui generis zu tun, andererseits als nützlicher Idiot von sehr dunklen Interessen dazustehen, abgesehen davon, daß Ökologie eine Mega-Beschäftigungstherapie und ein Mega-Ablenkungsmanöver für die Massen ist. Ebenso ist sie zentrales Element der kommunistischen Langzeitstrategie wie von Thorsten Mann prägnant zusammengefaßt. Und noch dazu ist sie ein vorzügliches Vehikel eines Mega-Schuldkultes und der entsprechenden Totalüberwachung. (In Großbritannien hat z. B. jeder Müllsack einen EAN-Code.)

Den Malthusianern gebe ich zu bedenken, daß sie, insbesondere wenn weiß an Hautfarbe oder gar Deutsche, mit großer Sicherheit als erste ausgerottet werden würden, allein das Resonanzprinzip sorgt dafür, daß immer mehr Leute und immer schneller selbst von der Arznei kosten "dürfen", die sie anderen zugedacht hatten.

Z. B. wer in der Schorfheide lebt, den kann es schnell treffen. Sinnbild der Verlogenheit der Volk-Ohne-Raum-Ideologie der Nazis war der Plan des "Reichsjägermeisters" Hermann Göring, von Carinhall aus zunächst die gesamte Schorfheide zu entvölkern, später den gesamten Landstrich bis zum Anschluß an sein bestehendes Projekt in Bialowiza in Weißrußland

www.youtube.com/watch?v=76Qb-EOy6Nk

(wie mir der Förster, der mich mal bei einer meiner vielen Radtouren an sein Lagerfeuer nahe Groß-Dölln einlud, erzählt hat). Die Menschen sollten verjagt werden, um Platz für die Anzucht und Jagd seiner Auerochsen

ww.spiegel.d/einestages/hermann-goering-und-das-heckrind-reservat-in-bialowieza-a-1170491.html

zu haben, wohlgemerkt als sein Privatprojekt, ein gigantomanisches Wildlife-Kitsch-Disneyland um seine geraubten Kunstschätze und seine Modelleisenbahnanlage herum.

Wieviele Leute in der Schorfheide, fest mit der Scholle verbunden, haben NSDAP gewählt?

Und ich bin mir sicher: (auch) dieser Plan liegt noch in den Schubladen parat. Göring hat eigentlich nur die Frechheit gehabt, den Plänen globalen Oligarchie vorgreifen zu wollen. Pjakin spricht vom Plan des Rückbaus der technogenen Zivilisation zurück zur biogenen Zivilisation, auch die LaRouche-Bewegung warnt davor unter dem Stichwort "Neues Finsteres Zeitalter" immer wieder.

https://www.solidaritaet.com/neuesol/2015/7/small.htm

(Ich sage es erneut: diejenigen Sezessionisten, die das "Neue Finstere Zeitalter" herbeisehnen wie etwa Raskolnikow, sind nicht vorgesehen, darin eine maßgebliche oder überhaupt irgendeine Position zun haben, im Gegenteil. Außerdem will die Oligarchie eine begrenzte Technosphäre - für sich selbst zur High-Tech-Kontrolle der Massen und damit derer - beibehalten.)

Organisationen des "Neuen Finsteren Zeitalters" im engeren Sinne sind u. a. der vom britischen und holländischen Hochadel lancierte und mit harmlos-unverfänglicher PR daherkommende WWF, zu dem es hier einschlägige wenn auch z. T. etwas ältere Dossiers gibt:

www.bueso.de/suchen?search_api_views_fulltext=wildlife

hier z. B. mit "wildlife" im Suchfenster links unten,

www.solidaritaet.com/neuesol/2019/22/index.php

pars pro toto:

www.bueso.de/klimahysterie-finsteren-urspruenge-umweltlobby

M. E. haben in der Führung der AfD nur Höcke und sicher noch andere in einer kleinen Minderheit ein glaubhaftes Herz für die Natur. Wenn sich die Partei schon wie vorgeschlagen

https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/die-afd-sollte-eine-oekologische-kernkompetenz-entwickeln/

grünwaschen

https://de.wikipedia.org/wiki/Greenwashing

sollte, würde ich empfehlen, die oben aufgezeigten vielfältigen Ambivalenzen mitzubedenken und sogar mitzuplakatieren, so wie es die BüSo ja auch immer tut. Die Formel, die noch PR-mäßig auszufeilen wäre, könnte etwa lauten: "Überlassen wir die Technosphäre und Biosphäre nicht der Oligarchie, die sich, teile und herrsche, der Pole "Hippies" versus "Reaktionäre" als derer nützlicher Idioten bedient".

- G. G.

Weltversteher
1. Juni 2019 10:01

"Da nach der Europawahl die Ökologie in unserem Lager steigendes Interesse genießt..."

Wieso "nach der Wahl"? Man sagt den Rechten ja gern nach, sie setzten sich nur auf Themen drauf und benutzten diese, um beachtet zu werden. Da ist das vom Artikel zitierte ein trauriger Beleg.

Thomas Martini
1. Juni 2019 11:31

Um das Thema Dysgenik würde ich einen ganz weiten Bogen machen, solange mir das Rüstzeug fehlt, um mich gegen die Nazikeule wehren zu können.

Wenn ich bei einem Spiel nicht die passende Ausrüstung habe, um meinen Gegner zu schlagen, ergibt es keinen Sinn, sich dem Kampf mit ihm zu stellen. So oft man einen "Reset" machte, man käme immer wieder an den gleichen Ausgangspunkt zurück.

So verhält es sich auch mit der Dysgenik, ein gefundenes Fressen für alle, die der Neuen Rechten schon immer mal ein rassistisches Weltbild mit Nähe zum Nationalsozialismus unterstellen wollten.

Dann heißt es "Game Over", und der Verfasser wird nicht nur an den Ausgangspunkt zurückgeworfen - wenn er Pech hat, dann stürzt er aus der "Spurbreite des schmalen Grats" und landet im gesellschaflichen Nirwana. Wäre zum Beispiel keine gute Idee für AfD-Politiker, mit der Dysgenik hausieren zu gehen.

"Wer will schon in die Nazi-Ecke gestellt werden? Das kann den gesellschaftlichen Ausschluß nach sich ziehen und irgendwann zu Gefängnis, Ruin und Tod führen.

Die Nazi-Keule wirkt deshalb mit der sattsam bekannten Wucht, die jedes Jahr stärker zu werden scheint, weil den Deutschen wie kaum bei einem Thema sonst jedes tragfähige Informationsfundament fehlt und sie folglich die Keulenschläge wehrlos über sich ergehen lassen müssen.

Dabei wäre es so leicht, sich mit Gegenargumenten zu versorgen." - Tempranillo, "Angst vor der Keule"

Sich mit Gegenargumenten versorgen. Frage in die Runde: Was könnte damit gemeint sein?

herbstlicht
1. Juni 2019 12:28

@Weltversteher 1. Juni 2019 10:01 schrieb:

»Man sagt den Rechten ja gern nach, sie setzten sich nur auf Themen drauf und benutzten diese, um beachtet zu werden.«

Na, wie war's bei der Linken? Ging Mitte der Siebziger, als Student der Physik und aus dem praktischen Naturschutz kommend, in die Anti-AKW-Bewegung; hatte schon um 1970 in Scientific American über mögliches menschliches Einwirken auf die großen Naturkreisläufe gelesen, "Club of Rome" lag in der Luft. In der studentisch geprägten BI der Uni-Stadt gab es zwei starke Fraktionen: Studenten der Harten Wissenschaften und Marxisten. Erste interessierten sich für technisch-naturwissenschaftliche Fragen; Zweite schwafelten von Querfront. Heute rennt die Herde halt in die Gegenrichtung --- in altgewohnter Blödheit.

Das tieferliegende Problem ist wohl, daß Leute der Harten Wissenschaften meist wenig Neigung zur Politik haben: der "Mensch im Allgemeinen" funktioniert als Gesprächspartner meist zu unpräzis und als Studienobjekt ist er zu kompliziert.

Nemesis
1. Juni 2019 12:42

@Thomas Martini
Ich habe diese ganzen Diskussionen um höheren oder niederen IQ noch nie verstanden und werde sie auch nicht verstehen.
Das ist aus meiner Sicht völlig irrational.

Selbst wenn man einen höheren IQ hätte:
Soll dann genau was beweisen?

Aus meiner Sicht verhält es sich so:
Wer unter Aufbietung aller ihm gegebenen Möglichkeiten meint nachweisen zu müssen das er einen höheren IQ hat,
der kann ihn, aus meiner Sicht, schon mal gar nicht haben.

Ich halte es dabei mit einem alten Sprichwort:
Die Leute reden am Liebsten über das, woran es ihnen mangelt...

Andreas Walter
1. Juni 2019 16:14

@Thomas Martini

Och, na ja. Mit Dysgenik (und auch sehr viel mit Genetik) beschäftigen sich sogar Juden. Das sehe ich darum auch alles ganz entspannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dor_Yeshorim

https://en.wikipedia.org/wiki/Genetic_studies_on_Jews

Nicht darum immer einschüchtern und verarschen lassen, und deshalb auch da dann den Anschluss an die Spitzenforschung verlieren.

Thomas Martini
1. Juni 2019 17:19

Deutsch auf der falschen Seite

Als Historiker kann man im 21. Jahrhundert leicht in die Bredouille kommen. Ehe man sich so recht versieht, steht man wie aktuell der französische Schriftsteller Lorànt Deutsch auf der falschen Seite …hier weiterlesen:

https://coriolan.in/rom/deutsch-auf-der-falschen-seite/

Niekisch
1. Juni 2019 19:12

"Sich mit Gegenargumenten versorgen. Frage in die Runde: Was könnte damit gemeint sein?"

@ Thomas Martini 1.6. 11:31: Da es offensichtlich um die Abwehr der Keule geht: Auf jeden Fall immer nur das W i r betonen und keinesfalls im Hinblick auf andere Menschen oder Großgruppen argumentieren. Dann geht die Keule wohl fehl. Da die Grünen nach neuesten Umfragen schon die stärkste Partei sind, können wir uns in absehbarer Zeit ohnehin aus jeglicher Politik verabschieden und als Minderheit in Deutschland unsere dysgenetische Besonderheit ausleben. Wenn man uns denn läßt.

Andreas Walter
1. Juni 2019 19:32

@Nemesis

Was hat denn eine Anomalie mit Periodizität zu tun?

Meine Kritik an der Grafik richtet sich einzig und allein gegen die Auswahl des Referenzzeitraums, der nämlich über 150, fast 200 Jahre später liegt als das Ereignis selbst.

Da die Temperaturen um 1800 jedoch im Durchschnitt etwas niedriger lagen als heute führt das zu einer Verzerrung der Beschreibung. Nicht viel, nur wenige Zehntel Grad, doch wenn alle "Klimaforscher" so arbeiten braucht man sich über das Chaos und die Verwirrung nicht zu wundern, die manche von denen bereits angerichtet haben. Nicht nur wie auch in diesem Fall bei der Darstellung, sondern auch weil sich auch echte Fehler, Rechenfehler in Berechnungen und Modellen addieren und dadurch zu immer grösserer Ungenauigkeit im Endergebnis führen. Darum nur ärgert mich auch diese schlampige Arbeit. Korrekt wäre ein Referenzzeitraum direkt um das Ereignis selbst. Das 30-Jahre-Mittel ist in der Klimaforschung übrigens auch kein Unbekannter. Hängt immer von dem Zeitraum ab, den man betrachtet und analysiert. Wie zum Beispiel deswegen hier:

https://www.researchgate.net/publication/281377131_Estimates_of_volcanic---induced_cooling_in_the_Northern_Hemisphere_over_the_past_1500_years/download

Thomas Martini
1. Juni 2019 21:45

Ein Netzfundstück, mit dem man sich gut gegen die "allgegenwärtige Amerikanisierung" (Prof. David Engels) impfen kann. Man fühlt sich leicht an Merkels "Jetzt sind sie halt da" erinnert:

"Das waren auch sehr nette Leute
wir kümmerten uns nicht sehr viel
wie gut es war wissen wir heute
was weiss man denn ohne Gefühl

Jetzt sind die Dinge da und haben Namen
und jetzt seh'n, was wir bekamen
und wir geh'n durch eine atemlose Welt

Und manchmal hebt einer die Hände
wozu ist das ganze bestellt?

Die Gegenwart besteht nur eine Weile
und vergeht und ist vorbei
man hat gelebt, als wäre alles nur geträumt

Aber nur dann, wenn einer nie etwas geliebt hat
dann hat er sein Leben versäumt

Ein Auge wird meistens geschlossen
das andere Auge visiert
was schön ist wird wenig genossen
die Schönheit wird fotografiert

Jetzt sind die Dinge da und haben Namen
und jetzt seh'n, was wir bekamen
und wir geh'n durch eine atemlose Welt

Und manchmal hebt einer die Hände
wozu ist das ganze bestellt?

Die Gegenwart besteht nur eine Weile
und vergeht und ist vorbei
man hat gelebt, als wäre alles nur geträumt

Aber nur dann, wenn einer nie etwas geliebt hat
dann hat er sein Leben versäumt

Fühle das, fühle das
greife das, greife das
halte das, halte das fest

Fühle das, fühle das
greife das, greife das
halte das, halte das fest" -Milva & Michael Heltau - 'Jetzt sind die Dinge da 1983'

Michael Heltau, über den ich bei Jaques Brel stolperte, wartet noch auf eine Neuentdeckung. Werde ich mir vielleicht als nächstes Thema auf meinem Blog vornehmen.

Bei Meltau merkt man sofort, daß die Veramerikanisierung spurlos an ihm vorbei gegangen ist, seine Kunst kommt zu meiner großen Überraschung ohne modernen Stumpfsinn aus. Ein durch und durch europäischer Schauspieler und Sänger, Repräsentant des Alten Europas.

Finde auch seine Stimme hat einen hohen Wiedererkennungswert und eine schöne Bariton-Klangfarbe. Hört man gut bei "Mein Mädel ist nur eine Verkäuferin" raus, wo man höchstens noch mit Willi Forst was wirklich besseres findet.

Der soll seinem Kollegen Curd Jürgens mal während der schrecklichen, dunklen Jahre geraten haben: "„Curd, mach nur keinen Film, in dem eine politische Situation zu zeigen ist. Du wirst eines Tages eine Antwort geben müssen.“

Solution
1. Juni 2019 22:23

@ Alle Hasenfüße und Ignoranten hier

Verzichten Sie ruhig auf die Lektüre neuester wissenschaftlicher Bücher. Die meisten sind ja ohnehin in englischer Sprache und daher kann man sie ja aus prinzipiellen, patriotischen Gründen ignorieren. Wozu auch sich die Mühe der Lektüre machen, wenn man ohnehin ein untrügliches Bauchgefühl hat?

Aber: Wagen Sie nicht, zu behaupten, Sie hätten ein "realistischeres Bild vom Menschen" als die Linken.

Wer von Ihnen hat je ein Buch von Lynn, Vanhanen, Dutton, Nyborg, Jensen, Sarich, Salter, Rushton, Murray, Herrnstein und Co. gelesen?

Nicht einmal die in unserer Sprache gedruckten Bücher von Weiss, Eysenck, Eibl-Eibesfeldt und Vonderach kennen Sie.

Wäre dem nicht so, würde hier nicht so viel Unsinn geschrieben.

Man rauft sich die Haare, ist doch schon mehrfach bei SIN alles durchgekaut und sogar in der Sezession gedruckt worden.

Nein, man muß immer wieder von ganz vorne anfangen und bleibt schließlich mittendrin stecken. Man kann gar nicht soviel Nachhilfe geben, wie Unsinn geschrieben wird.

Was ist das für eine "intellektuelle" Rechte?

Leider muß ich hier feststellen, daß das Niveau auf SIN unterirdisch ist, sobald es um die neuen Humanwissenschaften geht.

Da bleibt nur noch, zu resignieren.

Thomas Martini
2. Juni 2019 11:23

"Wenn ich die die Herde seh'
Noch vor der großen Schur
Dann hab' ich die Idee:
Man lebt doch besser nur
Wie ein Schaf!
Man geht den Weiden nach
Und weidet wenn man soll
Und trinkt sich dann beim Bach
Für dürre Tage voll
Wie ein Schaf!
Und spielt der Hirte dann
Die Flötenmelodie
So gut er's eben kann
Dann nenne ihn Genie
Wie ein Schaf!

Gib deine Wolle her
Wenn man's von dir verlangt
Und wenn dir keiner dankt
Dann kränke dich nicht sehr -
Sei ein Schaf!
Und reize nie den Hund
Und sprich auch nicht im Schlaf
Man frisst nur mit dem Mund
Beträgt sich immer brav
Wie ein Schaf!
Und halte stets dein Tal
Für's Zentrum dieser Welt
Und glaube allemal
Was Einer dir erzält
Wie ein Schaf!

Und halt im Regen still
Und finde nichts zu heiß
Tu alles was man will
Und niemals was zu Fleiß -
Sei ein Schaf!
Und biet dem Wandersmann
Ein wunderschönes Bild -
Der Mann erbaut sich dran
Weil er sich auch so fühlt
Wie ein Schaf!
Und stör nie den Betrieb
Und schere niemals aus
Und hab die Herde lieb
Wenn nicht, dann sprich's nicht aus -
Sei ein Schaf!

Und muss ein Opfer her
Dann weißt du was dir blüht -
Dann wehre dich nicht sehr
Und habe ein Gemüt
Wie ein Schaf!
Fühl dich besonders gut
Wenn man dir Weihrauch schenkt
Und dann mit deinem Blut
Die Opferstelle tränkt -
Sei ein Schaf!
Und wenn man nachher noch
Dich auch als Braten frisst
Dann zeig den Leuten doch
Wie sehr du glücklich bist -
Wie ein Schaf!

Wenn ich die die Herde seh'
Noch vor der großen Schur
Dann hab' ich die die Idee:
Man lebt doch besser nur
Wie ein Schaf!
Dann überleg' ich's mir
Und komme zu dem Schluss
Ich werd' ein wildes Tier
Weil ich nicht leben muss
Wie ein Schaf!
Ich will ein Panther sein
Oder vom Leopard
Sonst ein Verwandter sein
Verschlagen, bös' und hart
Nur kein Schaf!
Nur kein Schaf!
Nur kein Schaf!"

Michael Heltaus Intepretation von Jacques Brels "Les Bergers".

https://www.youtube.com/watch?v=ci2Fydz0AnA

Wer sich ehrlich einen Eindruck davon verschaffen möchte, welches Ausmaß an kultureller Verheerung 70 Jahre Amerikanisierung in Europa mit sich brachte, wie krass sich Verdummung und eine "gewisse Verflachung" (Prof. David Engels) auf weiter Flur durchgesetzt haben, der braucht dazu keine Rückgriffe auf fragwürdige Genwissenschaften.

Es reicht völlig aus, sich auf dem Gebiet der Unterhaltung umzuschauen, um den Totalausverkauf des Wahren, Guten und Schönen aufzuzeigen.

Das gilt natürlich nicht nur für die Musik, sondern auch für andere Kunstbereiche wie Literatur, Schauspiel, Architektur, Werken, Malerei, Poesie und so weiter.

Mit anderen Worten: Es käme darauf an, unser europäisches Kulturerbe neu zu entdecken, und einem interessierten, neurechten Publikum vorzustellen. Warum passiert das so selten?

Da kommt mir einfach viel zu wenig, auch bei der Sezession.

Diese ganzen angloamerikanischen Wissenschaftler könnte man dagegen endlich mal links liegen lassen. Was aus der Ecke kommt, ist sowieso zu einem Großteil erstunken und erlogen, verfälscht oder verwässert - man könnte auch sagen vergiftet, und somit stets mit allerhöchter Vorsicht zu genießen.

Nemesis
2. Juni 2019 12:58

@Andreas Walter
"Was hat denn eine Anomalie mit Periodizität zu tun?"

Die Anomalie selber hat sicher nichts mit Periodizität zu tun.
Beim 30 Jahresmittel sieht es aber schon wieder anders aus.
Ich wollte nur in Ergänzung zu der von Ihnen zurecht in Frage gestellten Methoden zusätzlich nochmal bekräftigen, daß es bei diesem ganzen Temperaturanstiegs/Klimaszenario nahezu unbegrenzte Möglichkeiten gibt, die Daten zu massieren: wie immer halt in der Statistik.
Dazu kommen ja auch noch sehr viele andere Parameter, die bei einer Bewertung des Temperaturveränderung mit Erwägung gezogen werden müssen, wie z.B. die Auswirkung des Meßortes etc..

Für mich ergibt sich daraus:
Es ist verschwendete, kostbare Lebenszeit, sich darüber übermäßig Gedanken zu machen. Es fehlen schlichtweg die relevanten Informationen, um das Ganze wirklich korrekt einordnen und bewerten zu können.

Und wenn mich meine Wahrnehmung nicht gänzlich täuscht, wird das Ganze auch gerade wieder runtergefahren.
In den letzten Tagen gab es etliche Artikel und Interviews, welche vor einer Klimahysterie warnen.
Natürlich nach den Wahlen, weil vorher ja nicht absehbar.

Es geht um die Erzeugung kollektiver Angstzustände (funktioniert bei den Deutschen offenbar sehr gut).
Es ist die Angst, die die Menschen ins Gatter treibt.
Man darf gespannt sein, was die nächste Panikattacke sein wird, die geritten wird. Wer das nicht begreift und geeignete Gegenstrategien entwickelt, wird immer wieder am Nasenring durch die Manege geführt.

Andreas Walter
2. Juni 2019 16:45

Ein ganz guter Bericht darüber, was einen aber im Osten erwartet, selbst wenn man auf Subsistenz setzt:

https://www.nzz.ch/international/deutschland/abgeloescht-der-stille-aufstand-im-osten-ld.1486011

Das die Polen klauen, der Spruch war mir jetzt allerdings nicht neu, und auch dass ein Verfasser der NZZ angeblich oder tatsächlich nicht versteht, von welcher mangelnden Freiheit und Demokratie dort die Rede ist wundert mich nicht.

Der Rest, wie gesagt, ein schonungslos ehrlicher Bericht über die bereits desolate Lage in manchen Teilen der ehemals deutschen Nation.

Denn obwohl die Regenten rein gar nichts mehr für diese Regionen tun verlangen sie immer noch die vollen Hoheitsrechte über diese Gebiete. Sie verlangen zum Beispiel auch das Gewaltmonopol dort weiter zu halten, tun aber gleichzeitig nichts mehr für die Sicherheit der Bevölkerung. Erlauben der Bevölkerung also auch keine Selbstorganisation und Maßnahmen gegen Kriminalität. Wie Sklaven, die in der Wildnis von ihren Herren einfach sich selbst überlassen werden, man ihnen aber vorher nicht die Fesseln abnimmt. Darum wählen dort viele die AfD in der Hoffnung, durch sie endlich von den Fesseln falscher Politik befreit zu werden.

https://youtu.be/6Sx0riEOfd4

Alles Irrsinn, der auf Kriminelle und kriminelle und/oder unfähige Politiker zurückzuführen ist. In ganz Deutschland. Das ist nämlich nicht nur im Osten. Das sind darum CDU/CSU, SPD und Grüne. Die angeblich "Grünen" leben nämlich auch nicht auf dem Land, sondern haben auch politisch schon die Grossstädte übernommen.

Lotta Vorbeck
3. Juni 2019 01:03

Warum die Klimalüge die gefährlichste aller Lügen ist:

"Erstens mal, weil sie weltweit greift. ... Die lokalisiert nicht ein bestimmtes System. Die greift nicht die bösen Amerikaner, die noch böseren Russen oder irgendwie die nicht bös[e] definierten Chinesen [an], sondern sie ist global. ... Die Klimalüge, das wiederhole ich hiermit nochmal, ist für mich eine der gefährlichsten Lügen, weil, sie zu allererst ... diese Klimalüge etwas leugnet, nämlich die Umweltzerstörung ... daß heißt, je mehr wir über Klima sprechen, desto weniger sprechen wir über Umwelt ... daß heißt, die Umweltzerstörung ist etwas real vorhandenes und ist etwas, was sich vor unseren Augen wirklich abspielt ... und zwar drastisch. Wir überdecken das, mit der Klimadiskussion ... und heutige Klimakonferenzen sind ja Wirtschaftsforen ... da geht's um Ressourcenverteilung, vielfach ist die Ressource Geld, wo soll wieviel Geld hinfließen etc. ... das ist das Eine, aber das hätte mich noch nicht veranlaßt, diese drastische Formulierung zu wählen. Die drastische Formulierung, daß das eine - nach meiner Wahrnehmung - ... ist es die gefährlichste [Lüge], weil sie zu einer Waffe gemacht wird. ... Daß heißt, dieser Klimagedanke kann auch zu einer wirksamen Waffe stilisiert werden, weil sie zum Schutze des Klimas plötzlich alles drunter tun können ... ich will mal ein virtuelles Beispiel nennen ... nehmen wir einmal an, man platziert irgendwo eine Lüge ... daß beispielsweise in China oder in Indien, irgendwo, irgendwer, irgendwas macht, was uns klimatisch zerstört. Sie hätten auf der ganzen Welt, von den knapp acht Milliarden Menschen hätten sie wahrscheinlich sechs Milliarden, die sagen: "Ja, den muß man vernichten! Weil, der will uns ja alle umbringen." Bis wir dahinter kommen, daß es eine Lüge war, ist der längst tot ... und Waffen haben wir genug. ..."

Milorad Krstic im Gespräch mit Robert Stein,
veröffentlicht am 02.06.2019

Quelle: NuoViso-TV, Leipzig
https://youtu.be/x_EHf3SQ0dg?t=2156

Laurenz
3. Juni 2019 10:45

Wer sich noch nie einem Online-Spiel hingegeben hat, könnte dies mal nachholen. Erst solch ein Spiel macht den Unterschied der realen Welt zur digitalen Welt tatsächlich spürbar. Die digitale Welt ist weitestgehend unverbindlich, was sich einerseits in der niederen Form der Sprache widerspiegelt, weil diese keine körperlichen Konsequenzen nach sich zieht und weiterhin die Form des sozialen Kontakts, welcher ebenso unverbindlich daherkommt. Der soziale Kontakt wird erst wahrhaft, wenn er im echten Leben bestätigt wird, was selten passiert. Von daher bleiben auch Haltung und Meinungsäußerung unverbindlich.

Caroline Sommerfeld
3. Juni 2019 10:49

@Lotta Vorbeck:
Der von Ihnen Zitierte bringt es mit Worten genau auf den Punkt, dieser hier mit Bildern: https://www.youtube.com/watch?v=3npJfhe-tgs.
Und sage mir einer, das wäre ein Schiefe-Bahn-Argument ...

Andreas Walter
3. Juni 2019 13:51

@Caroline Sommerfeld

Was Sie da zeigen bezeichnet man für gewöhnlich als Fundamentalismus. Gibt es ja in ganz vielen Ausprägungen. Manche offen sichtbar, unverblümt, unverhüllt (hihihi), wie auch der Koran, oder sogar unsichtbare, wie wahrscheinlich die totale Ausspähung grosser Teile der Menschheit durch Geheimdienste und Netzgiganten/Monopolisten wie Google, Facebook, Wikipedia, usw..

Das Verrückte an unserer Existenz ist aber, dass es tatsächlich solche optimalen Einstellungen gibt, die nur um wenig nach "oben" und "unten", also um einen bestimmten Punkt schwanken (schwanken dürfen). Die Körpertemperatur der meisten Warmblüter zum Beispiel (jedoch auch da, nicht alle).

Dieses "es ist beides gleichzeitig", "es ist beides zugleich" überfordert aber viele Menschen. Alle beispielsweise, die Halt suchen, oder Gewissheit, Sicherheit, Orientierung, Ordnung. Oder dadurch auch Kontrolle. Berechenbarkeit, Voraussicht.

Was glauben Sie, warum gerade auch junge Frauen so gerne die Grünen wählen. Weil junge Frauen nicht hören wollen: "Keine Ahnung, wie ich euch ernähren, wie es weitergehen, wie ich euch beschützen soll." Frauen wollen hören: "Alles wird gut, wir schaffen das." (mit Softlan).

Frauen sind (in jeder Hinsicht) die Brücke zwischen dem Kind und dem Krieger. Ich nenne sie darum auch Halbkinder, und liebe sie genau deshalb. Wohlstand macht den Krieger jedoch überflüssig, was wie bei den Bonobos darum zum Matriarchat führt. Das funktioniert jedoch nur dort, wo natürliche (oder auch künstliche) Grenzen ein solches Habitat-in-Wohlstand schützen. Darum gibt es Bonobos auch nur in einer Region der Welt. Im Paradies der Affen. Mit dem Kongo-Fluss im Norden/Osten/Westen und Wüsten im Süden als natürliche (Schutz-)Grenzen.

Gestern lese ich (zum ersten mal), dass die Schweiz erst 1971 das Frauenwahlrecht eingeführt hat. Hahahahaha, oh, du (ehemals) glückliches Helvetien. Das Halbe hätte es auch getan, ist wahrscheinlich sogar die beste Wahl (oft ein Zwischending, wenn man die Extreme, Fundamentalismus vermeiden will).

Doch erst unter Druck, unter Belastung zeigen sich auch fehlerhafte, schwache Schweißnähte, Verbindungen, Konstruktionen, die dann nämlich einfach reissen, abbrechen, zerstört werden.

Oder bersten (was lustiges):

https://youtu.be/tKpO-uZH2Gg

Der Gehenkte
3. Juni 2019 14:45

Ich fürchte, es hilft alles nichts: wir müssen uns in der Frage Klima auf seriösere Füße stellen. Das beginnt damit, daß man zwischen dem objektiv stattfindenden/objektiv nicht stattfindendem Prozeß und seiner politischen/ideologischen Funktionalisierung unterscheidet.

Das von @ Lotta Vorbeck vorgebrachte Zitat spricht ein wichtiges Problem an, unabhängig davon, wer es geäußert hat, ist aber nur für den zweiten Punkt relevant.

Zur seriösen Beschäftigung gehört aber auch, endlich damit aufzuhören, sich irgendwelche Videos zuzustecken in den denen Meinungen vertreten werden. Diese Youtuberei ist selbst ein Zeichen des geistigen Niedergangs.

Wie die meisten Leser hier bin ich kein Naturwissenschaftler und auch die meisten Naturwissenschaftler sind nicht kompetent, relevante Aussagen zum Problem zu äußern. Dennoch darf man sich eine Meinung bilden.

Ich frage daher die kundigeren Teilnehmer dieses Forums, je zwei, drei, vier maßgebliche Bücher zum Thema zu benennen - pro und contra. Diese sollten dann durchgearbeitet werden - ich zumindest würde das tun - und danach kann die Diskussion auf einer höheren Stufe, nämlich der eines gewissen Wissens, fortgeführt werden. Die Lektüre sollte selbstredend ergebnisoffen bleiben. Man könnte sogar über Lesekreise nachdenken.

Also noch einmal meine Bitte an die Fachleute oder diejenigen, die das Thema schon intensiver - jenseits der Meinung und der Politik - beackert haben:

Nennen Sie die maßgebliche allgemeinverständliche Literatur!

Caroline Sommerfeld
3. Juni 2019 18:34

@Andreas Walter:
Und da dachte ich doch glatt, Sie hätten einen Kommentar zu den "Kopftuchmädchen" hier hineingeschmuggelt, der mit dem Vorwurf an die Kopftuchliebhaberin beginnt: "Was Sie hier zeigen, nennt man gewöhnlich Fundamentalismus." Nun, zu Ihrer Erheiterung dann bittesehr, dieser ältere, leicht trollhaft zu verstehende Frauenwahlrechtsartikel: https://sezession.de/57327/zivilisationsrettungij-phylomasochismusij
Zur Kindlichkeit noch etwas:
Vorhin Diskussion mit mittlerem Kind über FFF. Kind meint, es wäre grundfalsch und cringeworthy, Kinder mit auf Demos zu schleppen. Erst, wenn sie sich ihre "eigene Meinung" bilden könnten, wären diese da richtig. Und wenn - so mein Einwand - diese sich ihre "eigene" Meinung aus der peer group hernähmen, statt sie sich zu "bilden"? Kind: "Das machen Erwachsene doch auch!" Punkt für Kind. Und wenn sie aber mit 14 im Herzen so sind wie viel jüngere Kinder, weit davon entfernt, Urteilskraft ausbilden zu können? "Dann wären wir da, wo du eben angefangen hast: es ist einfach nur peinlich, weil die Erwachsenen es ihnen dann eingeredet haben."

Nemesis
3. Juni 2019 19:18

@Der Gehenkte
"Ich fürchte, es hilft alles nichts: wir müssen uns in der Frage Klima auf seriösere Füße stellen. Das beginnt damit, daß man zwischen dem objektiv stattfindenden/objektiv nicht stattfindendem Prozeß und seiner politischen/ideologischen Funktionalisierung unterscheidet"
"Dennoch darf man sich eine Meinung bilden."

Wo kann ich unterschreiben?

"Zur seriösen Beschäftigung gehört aber auch, endlich damit aufzuhören, sich irgendwelche Videos zuzustecken in den denen Meinungen vertreten werden. Diese Youtuberei ist selbst ein Zeichen des geistigen Niedergangs."

Nicht unbedingt, die Welt ist ja nicht nur schwarz oder weiß.
Es gibt auch ganz hervorragende Videos auf youtube. Das entscheidende ist die Quelle des Videos.

Zum Klima empfehle ich Ihnen, jetzt wirds ganz hart, ein: youtubevideo :))) von zweifellos einem der größten noch lebenden mathematischen Physikern, der sich sein Leben lang mit mathematischer Modellbildung beschäftigt hat. Freeman Dyson, Institute for Advanced Study, Princeton
(Das heißt ja nun nicht, daß man in Expertenstarre zu verfallen hätte, aber wenn sich jemand zum Thema mathematischer Modellierung (was ja Klimavoraussage ist) äußern kann, dann ganz sicher er. Im Gegensatz zu Myriaden von anderen...)

(ab 2:56)
https://www.youtube.com/watch?v=BiKfWdXXfIs
https://www.youtube.com/watch?v=fmy0tXcNTPs

Neben der politischen Instrumentalisierung des Themas (die ich jetzt mal außen vorlasse) ruft ein Gebiet wie z.B. das der Klimavoraussage deshalb so kontroverse Reaktionen hervor, weil man es da mit sehr speziellen Systemen zu tun hat (nichtlineare komplex-dynamische Systeme (populär "Chaostheorie"; jaja überall lauert der Populismus....)

Meine Empfehlung zu einer etwas anderen Annäherungsweise an das Thema wäre, sich erstmal gar nicht speziell mit dem Klima zu beschäftigen, sondern grundsätzlich mit den Eigenschaften solcher Systeme. Im Detail und in der Tiefe ist das sehr mathematisch (Differentialgleichungssysteme), für ein intuitives Verstehen ist das aber, glücklicherweise, nicht nur nicht notwendig, sondern sogar ausgesprochen kurzweilig und interessant.
Der Vorteil liegt darin, daß man damit einerseits grundsätzlich versteht, worin bei solchen Systemen (wie z.B. Klima, Biologie, Physiologie, soziale Systeme etc.) die Schwierigkeit besteht (nämlich in der Berechenbarkeit als solches (weil sie u.a. extrem sensitiv gegenüber den Startbedingungen sind)) und man andererseits somit zu einer eigenständigeren Einschätzung kommen kann.

Ein guter Startpunkt ist z.B. hier:
https://www.youtube.com/watch?v=eJAs9Qr359o

Und falls sie volle Fahrt aufnehmen möchten:
https://www.youtube.com/watch?v=ZbK92bRW2lQ
https://www.santafe.edu/engage/learn/courses
https://www.youtube.com/watch?v=ycJEoqmQvwg&list=PLbN57C5Zdl6j_qJA-pARJnKsmROzPnO9V

Tja, jetzt gibt es eigentlich nur noch zwei Probleme:
1. Sie müssen Ihre Abscheu vor youtube überwinden
2. Sie müssen (sehr wahrscheinlich) den Vorwürfen trotzen, daß diese ganzen Erkenntnisse von veramerikanisierten Wissenschaftlern stammen und im Grunde genommen nur aus rein dekonstruktivistisch-subversiver Intention zur Unterhöhlung aller kulturellen Werte hochgeladen wurden.
:)))

Lotta Vorbeck
3. Juni 2019 21:16

@Der Gehenkte - 3. Juni 2019 - 02:45 PM

1.) Wenn es denn einen menschengemachten Klimawandel gibt und man diesem partout entgegen wirken möchte, wäre zunächst mal das nicht linear, sondern exponentiell Wachstum der auf diesem Planeten befindlichen Gesamtpopulation zu stoppen und sukzessive umzukehren.

2.) Sollte es einen menschengemachten Klimawandel geben, dann nähme ich (Sie müssen sich diese Ansicht selbstverständlich nicht zu eigen machen) lieber in Kauf, daß hier in irgendwann in ferner Zukunft alles zu Asche verglüht, als mich islamisieren zu lassen.

3.) Eine Dienstwagenadel-Politikerdarsteller-Kaste, die fortwährend erklärt, nicht mal die Grenzen des eigenen Landes seien zu sichern, maßt sich an, das "Welt"-Klima "retten" zu wollen?

Lotta Vorbeck
4. Juni 2019 00:14

"ICH BIN FÜR KLIMAWANDEL. LEBEN SIE WOHL!"

Wie Sie vielleicht wissen, habe ich ein inniges Verhältnis zu meinem Neffen. Ich habe ihn bereits als Kleinkind gewickelt, und derlei gemeinsam durchlebte existenzielle Erfahrung schweißt zusammen, ähnlich wie Krieg. Mittlerweile ist das laut Selbsteinschätzung „geile Stück DNA“ sechzehn Jahre alt und entdeckte vor einigen Wochen das political animal in sich. Er werde demonstrieren, verkündete der erwachende Staatsbürger entschlossen. Ich bestärkte ihn in seinem Vorhaben.

Was meinen Neffen alarmiert hatte, war nicht die schwedische Tochter Gottes, sondern die Aussicht auf ein sinnloses Leben ohne Youtube. Dieser primären Bildungsquelle Heranwachsender hatte er entnommen, „Artikel 13“ werde das Internet abschaffen. „Genau“, erklärte der Onkel in zielgruppengerechter Ansprache. Da die Aufmerksamkeitsspanne eines heutigen Teenagers der eines flüchtenden Zwergkaninchens entspricht, sind längere Ausführungen auf Notfälle zu beschränken. Ein solcher lag hier nicht vor, denn der junge Krieger kämpfte für die richtige Seite. Wozu ihn also mit Mehrwortsätzen verwirren.

Kurz nach der politischen Ersterweckung entdeckte mein einziger und Lieblingsneffe, dass es ein Klima gibt. Quell der Information war ausnahmsweise nicht Youtube, sondern seine Lehranstalt. Deren verantwortungsvolle Pädagogen hatten ihren Schutzbefohlenen erklärt, dass wir alle bald sterben, wenn Kinder nicht fürs Klima Schule schwänzen. Wie der Zufall es will, ist ein langes Wochenende für Lehrer nicht unbedingt von Nachteil und so ermunterte man die Schüler zum freitäglichen Gretinieren.

Eisenerz und Butterherz

Die Eltern waren geteilter Meinung. Nicht so Onkel und Tante. Ich erklärte dem angehenden Klimarevoluzzer, dass unser wundervoller, freiheitlicher, demokratischer Rechtsstaat spätestens am Oheim seine Grenzen finden werde, falls der Neffe beabsichtige, wegen einer Demo auch nur eine einzige Schulstunde zu verpassen. Da Onkel Eisenerz und Tante Butterherz in puncto Schulpflicht eine stabile Einheitsfront bildeten, wusste das geile Stück DNA, dass dies ernst gemeint ist.

Die möglichen Folgen musste ich nicht weiter konkretisieren. Als typisches Opfer des nachhaltig zerstörten deutschen Bildungssystems glaubt mein Neffe, sein Onkel sei reicher als Gott – ein Missverständnis, das meinem Wort naturgesetzlich mehr Gewicht verleiht als jeder Videobotschaft einer Kanzlerin in Altersteilzeit. Ich überließ es also der jugendlichen Phantasie, ob Schuleschwänzen den nächsten Urlaub oder den steten Strom abgelegter Onkel-iPhones gefährden könnte.

Eine inhaltliche Diskussion über Klimafragen versuchte ich nicht. Sie wissen, Stichwort Zwergkaninchen. Allerdings passierte mir ein fatales Missgeschick, das mich nun zu diesem Beitrag veranlasst. In einem Nebensatz enthüllte ich gegenüber meinem Neffen ein lange und sorgsam gehütetes Geheimnis. Seitdem ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Jedes unbedacht vom Neffen gepostete Instagram-Foto kann mein Ende sein: „Ich und mein Onkel. Er findet Klimawandel gut.“

Ich bin für warm, und das ist gut so

Ja, ich bin für Klimawandel. Die Konsequenzen liegen auf der Hand. Ich bin vielleicht gestört, aber nicht dämlich und ich habe alle realistischen Szenarien durchgespielt. Im besten Fall werde ich von einem „Kommando 1,5 Grad“ vor laufender Kamera enthauptet. Im schlimmsten Fall verbringe ich den Rest meines irdischen Daseins in Sicherungsverwahrung, notdürftig am Leben gehalten mittels veganer Elendsgrütze und dauerbeschallt mit Reden von Toni Hofreiter.

UN-Generalsekretärin Angela Merkel wird Google drängen, auch die letzte meiner digitalen Spuren zu tilgen. Meinen Namen werden nur noch wenige Todesmutige im Flüsterton weitergeben. Meine Immobilien werden der Amadeu Antonio Stiftung zufallen, Barmittel und Aktien zugunsten der Kanzlerinnen-Kandidatur von Katha Schulze eingezogen. Jedenfalls die Mittel, die ich nicht rechtzeitig in Krügerrand getauscht habe, um der besten kleinen Frau von allen und dem Neffen einen Neustart im Exil zu ermöglichen.

Angesichts der akuten Bedrohungslage habe ich mich entschlossen, die Flucht nach vorne anzutreten und mich selbst zu outen. Dieser Beitrag ist daher Bekenntnis, Vermächtnis und – wegen der erwartbaren Folgen – Abschied von der Achse und ihren geschätzten Lesern. Auf diese Weise kann ich wenigstens noch mit eigenen Worten darlegen, was zu meinem plötzlichen Verschwinden führte. Also, hier noch einmal aus erster Hand und in aller Öffentlichkeit: Ich bin für warm, und das ist gut so.

Robert – Allein zu Haus

Bevor ich auf die Gründe für meine abseitige Position in Sachen Klimawandel eingehe, zunächst eine für mich erschütternde Entdeckung: Anscheinend gibt es keinen einzigen Menschen auf dieser Welt, der meine Meinung öffentlich teilt, egal ob rechts oder links, jung oder alt, weiß oder schwarz.

Kein Witz, ich habe es überprüft. Sie können auch gern selbst googeln. Die Suchanfrage „Ich bin für Klimawandel“ liefert bei mir 15 Millionen Ergebnisse in 0,4 Sekunden. „Ja zum Klimawandel“ bringt 19,4 Millionen in 0,43 Sekunden. Das kann bei Ihnen im Detail anders ausfallen, je nachdem, ob sie zum Beispiel regelmäßig nach Bohrhämmern, Haftcreme und/oder Sibel Kekilli suchen. Aber die Tendenz bleibt. Ich habe es auch auf Englisch probiert, ebenfalls in diversen Varianten: „I support climate change“, „say yes to climate change“ und „pro climate change“ – hunderte Millionen Treffer.

Nur, keiner dieser angeblichen Treffer passt zu meinen Anfragen. Ich habe weder eine Einzelperson noch eine Gruppe gefunden, die sich ausdrücklich zum Klimawandel bekennt. Natürlich habe ich nicht zweihundert Millionen Links durchgeklickt, da wäre ich rund hundert Jahre acht Stunden täglich beschäftigt. (Ja, ich hab’s ausgerechnet. So etwas machen Menschen, die vor Sonnenaufgang darauf warten, dass ein Kampfverband der Deutschen Umwelthilfe, an Seilen schwingend, durch die Fenster bricht.) Aber man möchte doch meinen, dass jeweils auf den ersten ein, zwei oder drei Seiten mit Suchergebnissen irgendwas Passendes dabei sein müsste – und zwar ohne, dass man in die Tiefen des Darknets hinabsteigt.

Klimawandel ist progressiv

Ganz ehrlich, das habe ich noch nie erlebt. Sonst findet man zu jedem Thema innerhalb von Minuten Vollhonks, die auch noch das denkbar Abstruseste oder Bescheuertste vertreten. Es gibt hunderte Millionen Schwachmaten (geschätzt 96,4 Prozent davon Freunde Allahs), die überzeugt sind, „die Juden“ seien für 9/11 verantwortlich. Es gibt Hunderttausende oder Millionen Verstrahlte, die meinen, die Erde sei eine Scheibe oder die Regierung wolle sie mit Chemikalien gefügig halten, die sie per Flugzeug versprüht. Und es gibt mindestens ein paar hundert oder tausend Absonderliche, die sich in Internetforen verabreden, um sich gegenseitig aufzuessen.

Nur Klimawandelbefürworter gibt es nicht. Ich finde das sehr seltsam. Für Wandel zu sein, ist doch eigentlich fortschrittlich, also progressiv. Damit ist man bekanntlich irgendwie links, und links sind heutzutage alle. Bis auf die Rechtspopulisten natürlich, die früher CDU-Wähler hießen. Beziehungsweise Konservative, als man noch Latein hatte. Theoretisch müsste ich also mit meinem progressiven Ja zum Klimawandel auf linker Seite eine Menge Gesinnungsfreunde haben. Ist aber nicht so.

In solchem Fall darf man erwarten, dass sich wenigstens auf rechter Seite welche finden, die allein deswegen dafür sind, weil die Linken dagegen sind. Ist aber auch nicht so. Da sagen einige, Klimawandel gibt’s nicht. Andere sagen, gibt’s schon, ist aber nicht menschengemacht. Und die Dritten sagen, mir egal, wer was gemacht hat, bringt jedenfalls nichts, wenn die Deutschen sich deswegen persönlich und industriell enteiern. Aber keiner ist explizit für Erderwärmung.

Perverser als ein Kinderfresser?

Ich finde nicht einmal Protestler, die sich aus reinem Überdruss pro Klimawandel äußern. Zum Beispiel, weil sie von den irren Auftritten eines ZDF-Hysterikers Spontanherpes bekommen. Oder weil ihnen die apokalyptische Permanentpanik der nordischen Carrie – Tochter des Satans Oberkante Unterlippe steht. Nein, niemand sagt: Klimawandel – wie geil ist das denn?

Außer mir. Offenbar bin ich perverser als einer, der Kinderärmchen am liebsten Sous-vide gart. Jetzt denken Sie vielleicht, genau, Loewenstern, endlich bist du auf der richtigen Spur. Glaube ich nicht. Schließlich weiß ich, dass es außer mir mindestens noch eine Person auf diesem Planeten gibt, die ebenfalls den Klimawandel befürwortet, nämlich die beste kleine Frau von allen. Und die ist objektiv nicht krank im Kopf. Kommen Sie mir jetzt bloß nicht mit dem Einwand, die sei bestimmt von mir fremdgesteuert oder so was. Sie kennen die kleine Frau nicht. Können Sie komplett knicken, das mit dem Fremdsteuern. Da geht gar nichts, so sehr ich mir das manchmal wünschte.

Die kleine Frau ist für mich der Beweis, dass noch andere da draußen sein müssen. Also nicht unbedingt so klein und auch nicht unbedingt so Frau. Sie wissen, was ich meine. Menschen eben, die Klimawandel im Sinne von mehr Sommer für Deutschland begrüßen, aber ihre Meinung nicht offensiv kundtun, weil ihnen klar ist, dass sie anschließend radikal entfreundet werden, in der virtuellen wie in der realen Realität.

Auch für diese Closet-Klimatiker oute ich mich hier. „Du bist nicht allein!“ rufe ich jedem zu, der sich heimlich für Erderwärmung erwärmt. Alle anderen mögen diese Zeilen nehmen wie einen Verkehrsunfall auf der A2. Schrecklich, erschütternd, abstoßend, aber man schaut hin.

Klima ist wie Ernährung – heute so, morgen so

Nun zum Klima. Mit dem Stand der Forschung will ich mich nicht lange aufhalten. Beim Klima ist es wie bei der Ernährung. Die einen sagen so, die anderen sagen so, und beide sagen erfahrungsgemäß morgen was anderes. Jahrzehntelang war Kaffee todbringend und Milch gesund. Jetzt ist Milch ein Problembär und Kaffee ein heilsamer Pflanzenextrakt, der das Krebsrisiko senkt. Von Cholesterin und Fetten will ich gar nicht anfangen.

Ähnlich beim Klima: Mitte der Siebziger warnten die Experten noch vor einer dramatischen globalen Abkühlung. Wenige Jahre später lautete der Alarmruf Heißzeit statt Eiszeit. Jetzt schmelzen alle Gletscher, außer wenn plötzlich wieder welche wachsen. Sogar den Komplettschwund der Himalaya-Gletscher bis 2035 hatte der Weltklimarat IPCC schon prophezeit. Ein paar Jahre später musste man einräumen, dass man falsch abgeschrieben hatte, es sollte 2350 statt 2035 heißen. Was soll’s, waren ja nur ein paar hundert Jahre Unterschied. Fürchterliche Wetterextreme nehmen zu, dann wieder nicht, dann doch wieder. Oder halt doch wieder nicht, weil die Zunahme nur interessengesteuert behauptet wird. Die Liste lässt sich fast beliebig fortsetzen, ob Anstieg des Meeresspiegels um Meter statt um Zentimeter oder herbeigelogene Inseluntergänge – beim Klima geht offenbar alles.

Das ist im Grunde nicht weiter überraschend, denn IPCC-Berichte sind nichts anderes als „Schätzungen von Schätzungen von Schätzungen“. Unzählige Vorhersagen und Horrorszenarien mussten die Klimawächter daher schon korrigieren – ganz im Sinne des Churchill zugeschriebenen Bonmots: Ein Experte ist jemand, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat.

Meeresspiegel steigt? Na und?

Ich gebe zu, mein Vertrauen in Gelehrte hat gelitten, seitdem wissenschaftliche Erkenntnis gern per Mehrheitsbeschluss statt per Einzelbeweis gewonnen wird. Mit Ü50/U60 habe ich außerdem ein Lebensalter erreicht, in dem schon diverse Weltuntergänge überraschend spurlos an mir vorübergegangen sind, von Waldsterben, Ozonloch, Y2K und Maya-Kalender bis Peak Oil und anderen Quatschvorhersagen des Club of Rome.

Sehen Sie mir daher bitte nach, wenn ich das jeweils aktuelle Sirenengelärm des IPCC zunehmend entspannt zur Kenntnis nehme. Mir fällt es ohnehin schwer, eine globale Institution ernstzunehmen, die die eigentliche Wurzel der allermeisten Weltübel so auffällig und dröhnend laut beschweigt: Überbevölkerung. Erschwerend kommt hinzu, dass mich so manche angebliche Folge des Klimawandels per se nicht sonderlich erregt.

Der Meeresspiegel steigt? Na und? Dafür hat der Herr den Menschen Deiche gegeben. Ein paar Viecher sterben aus? Normal. Die allermeisten Arten, die es jemals auf diesem Planeten gab, hat es längst von der Stange gehauen. Deswegen heule ich mich abends ganz bestimmt nicht in den Schlaf. Dinosaurier zum Beispiel mag ich durchaus, aber in erster Linie als Konzept. Praktisch bin ich ganz froh darüber, dass mir nach Verlassen des Hauses kein unternehmungslustiger T-Rex oder ein Trüppchen Velociraptoren gegenübersteht. Nach meinem Geschmack sorgen bereits die großzügig importierten Neubürger in Parks und in Bahnhofsnähe für ausreichend Abwechslung.
Wenn es nach mir ginge, dürften auch Mücken, Tauben und alle kurzschnäuzig gezüchteten Modehunde auf einen Schlag tot umfallen. Wespen sowieso. Aber bitte, ich propagiere hier keinen Genozid an den pestigen Kerbtieren. Mir ist natürlich bewusst, dass die al-Qaida unter den Fluginsekten ganz bestimmt höchst nützlich ist und deshalb ein unbedachter Schlag beim Terrassenfrühstück teuer werden kann – bis zu 20.000 oder 50.000 Euro Ordnungsstrafe übrigens, je nachdem, ob es sich um eine normale oder eine besonders geschützte Terrorwespe handelt.

Klimawandel ist wie Erbschaftsteuer

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle etwas klarstellen. Man muss ja heutzutage fürchterlich aufpassen, was die eigene Positionierung angeht, Sie wissen schon. Also, ich bin kein Klimaskeptiker. Auch kein Klimaleugner und schon gar nicht Klimagegner. Ich bin Klimaoptimist.

Wie gesagt, ich habe so meine Zweifel an den Glaskugel-Weisheiten des IPCC. Aber ich will mich da überhaupt nicht streiten. Ich hoffe nämlich, dass die Weltklimaheinis mit ihren Wandel-Prophetien recht haben. Ich finde Klima ja gut, im Prinzip. Außer in Miami oder Bangkok oder an gewissen Novembertagen in Berlin. Ansonsten bin ich einigermaßen zufrieden. Das heißt nicht, dass es nicht besser sein könnte. Und daher meine ich, jede Chance auf mehr Sommer in unseren Breitengraden sollte man erst mal auf der Habenseite verbuchen.

Falls Sie dies als einen egoistischen, gar asozialen Standpunkt empfinden, widerspreche ich hiermit aufs Schärfste. Ich denke an alle, die bisher klimatisch benachteiligt waren. Ich fühle, spreche und handle im Sinne der Klimadiskriminierten dieser Erde. Das sind nicht wenige. Wenn sich, vom Äquator aus gesehen, die warmen, angenehmen Zonen ein bisschen mehr nach Norden und Süden verschieben, ob menschengewollt und -gemacht oder nicht, dann ist das eine sozialpolitisch begrüßenswerte Entwicklung.

Menschen, ja ganze Völker, die über Jahrzehnte und Jahrhunderte unter schlechtem Wetter litten, stehen plötzlich im Wortsinne auf der Sonnenseite des Lebens. Aus Klimaverlierern werden Klimagewinner. Was soll daran schlecht sein? Warum sollen immer nur die gleichen und ihre Nachkommen von gutem Wetter profitieren? Nun sind halt mal andere dran. Klimawandel ist wie Erbschaftsteuer. Beides trägt zum sozialen Ausgleich bei. Ich nenne das Verteilungsgerechtigkeit.

Rundum gelungene Umverteilung

Die Umverteilung findet dabei nicht nur im globalen Maßstab statt, sondern auch lokal. Die Privilegierten, die bisher erste Meeresreihe wohnten, müssen sich eben wieder hinten anstellen, wenn es im Strandhaus fußfeucht wird. Das ist nicht nur gut für die Chancengleichheit, sondern auch für die Natur. Was dem einen eine untergegangene Villa ist, nenne ich das Korallenriff von morgen. Alles in allem eine rundum gelungene Umverteilung, finde ich. Von vorne nach hinten, von oben nach unten und von Kultur zu Natur. Klar, wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. Die bekommen in Zukunft möglicherweise ein bisschen ungünstigeres Wetter als bisher. Wenn das so ist, dann ist das so. Das Leben ist kein Ponyhof. In Hamburg war es auch über Jahrhunderte kälter und nasser, als man sich das dort wünschte, in London sowieso. Von Chicago, Anchorage oder Ulan Bator will ich gar nicht erst anfangen.

Aber was geschieht mit den armen Kreaturen, bei denen es jetzt vielleicht ein bisschen wärmer als warm wird und dazu noch trockener als trocken? Denen müssen wir doch helfen, mögen Sie schluchzend hervorstoßen, die Augen tränenumflort, das Taschentuch gezückt. Ach ja, müssen wir? Überlegen wir kurz, wie es bisher gelaufen ist. Haben die Saudis den Holländern Dämme geschenkt, damit sie nicht absaufen? Haben die Malediven je eine Sammelaktion organisiert, um Fleecepullis über Inuit-Gebiet abzuwerfen? Hat Afrika irgendwann mal zusammengelegt, um Jakutsk eine Bürgersteigheizung zu spendieren oder Naxos mit Süßwasser zu versorgen?

Nichts dergleichen. Im Gegenteil. Wenn wir Nordländer uns auf die jährliche drei- bis fünfwöchige Klimaflucht begaben, haben uns die Sonnenprofiteure im Süden auch noch kräftig abgeledert, statt barmherzig Schlafstatt, Strand und Fladenbrot mit uns zu teilen.

Mein Antrieb ist Respekt

Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich plädiere hier nicht dafür, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Auch ich habe eine Art Herz und bin mit christlichen Werten aufgewachsen. Ich bin durchaus für Hilfe beim Nächsten, meinetwegen auch noch beim Übernächsten. Aber alles hat seine Grenzen (außer Deutschland natürlich). Jedem, der kuhäugig schranken- und budgetlose Fremdzuwendung predigt, halte ich entgegen: Zeig mir dein Schild an Vorgartenzaun oder offener Haustüre, das da lautet „Tritt ein, unbekannter Freund, und nimm, was dein Herz begehrt! Ob Wein, Weib oder WLAN – ich teile gern und gebe alles“. Solcherlei gelebte Überzeugung würde ich ernstnehmen – jedenfalls für die halbe Schweigeminute, bevor ich Notarzt und Jugendamt verständige.

Wie gesagt, ich bin uneingeschränkt für Hilfe, aber für eingeschränkte. Bei akutem Ungemach wie Extremdürre, Tsunami oder Erdbeben gibt’s weiter die gewohnten Care-Pakete von der nordwestlichen Mitleidsindustrie. Fürs Tagesgeschäft helfen wir auf die Sprünge per Anschubfinanzierung und Know-how-Transfer, von Dammbau über Meerwasserentsalzung bis Tröpfchenbewässerung und was weiß ich noch. Und wenn der eine oder andere hitzegeplagte Südländer ein paar Wochen im Jahr bei uns Klimaurlaub machen möchte: gern. Gegen harte Devisen, versteht sich, wie wir sie umgekehrt jetzt auch abdrücken. Aber sonst? Ende im Gelände.

Falls Sie nun meinen, ich sei erbarmungslos, brutal, empathieunfähig und überhaupt ein veritabler Unmensch: Nö. Wissen Sie, was mich antreibt? Respekt. Ja, Sie haben richtig gelesen, Respekt vor dem Mitmenschen und aufrichtige Anerkennung seiner Gleichwertigkeit.

Drittweltler sind keine Inklusionsschüler

Im Gegensatz zu vielen anderen traue ich nämlich auch zum Beispiel Arabern und Schwarzafrikanern eine Menge zu. Natürlich sieht es auf den ersten Blick etwas suboptimal aus, wenn aus der Richtung nichts Nennenswertes kommt außer Datteln, Gebetsbüchern und ausgebuddelten Bodenschätzen. Aber wozu man in südlichen Gefilden in der Lage ist, ist längst bewiesen. Ein Schwarzer war bis vor kurzem mächtigster Mann der Welt, Iraner beherrschen das Atom, und die Palästinenser lieferten bereits in den Achtzigern Spitzentechnologie nach Deutschland. Die Herrhausen-Präzisionsbombe, die man den tumben Terrorfreunden von der RAF als Entwicklungshilfe zukommen ließ, war ein technisches Meisterwerk.

Die können also, wenn sie wollen. Es ist ja auch nicht so, als ob man es sich in staubigen Heißzonen nicht hübsch machen könnte. Israel ist seit 70 Jahren das lebendige Paradebeispiel. Klar, das mit dem „lebendig“ würden die meisten Araber am liebsten umgehend beenden. Kann man verstehen, seien wir ehrlich. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen bei sich zu Hause jahrzehntelang in einem Shithole-Hinterhof, der aussieht wie ein zu groß geratener Sandkasten. Und bei Ihrem Nachbarn, der nicht mehr Wasser oder besseren Boden hat als Sie, ist jedes Jahr Bundesgartenschau. Da würden Sie auch auf ungute Gedanken kommen, stimmt’s?

Wie auch immer, die Südländer könnten, wenn sie wollten, davon bin ich überzeugt. Und wenn sie nicht wollen, dann ist das auch in Ordnung. Jeder hat die Wahl, jeder setzt seine eigenen Prioritäten. Ich akzeptiere das aus vollem Herzen – und habe deshalb keinerlei Verständnis für linksgrünen Paternalismus, geprägt von überkommener Kolonialdenke. Es sollte endlich Schluss damit sein, Zweit- oder Drittweltler wie Inklusionsschüler zu behandeln.

Daueralimentation ist Rassismus

Wer meint, bestimmte Völker, Ethnien oder Staaten müssten per „Entwicklungshilfe“ daueralimentiert werden, weil sie alleine nichts auf die Kette kriegen, ist in meinen Augen ein Rassist. Ein solcher bin ich ganz bestimmt nicht, dafür ein großer Fan von Eigenverantwortung. Und daher sage ich, diskriminiert die Südländer nicht länger, sondern lasst sie mal machen. Läuft bei denen. Nicht wir schaffen das, die schaffen das. Natürlich gibt es eine Menge Leute, die lieber Bomben bauen statt Brunnen, die es vorziehen, auf Ungläubige zu spucken statt in die Hände, die fünfmal täglich den Allerwertesten gen Himmel recken, statt sich auf denselben zu setzen. Mir soll’s recht sein. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

Im Gegenzug gilt: Wer schon unter den gegenwärtigen Bedingungen Religion, Kopulation und Eskalation über Edukation, Produktion und Organisation stellt, dessen Kopf zerbreche ich mir nicht für den Fall, dass es aufgrund von Klimawandel vielleicht noch ein bisschen wärmer und trockener wird. Sie finden das hart? Ich finde das konsequent und angemessen. Reinen Gewissens erkläre ich hiermit: #nichtmeinproblem.

Klar, in Zeiten eines sorgsam gepflegten Schuldkultes westlicher Gesellschaften mag diese Einstellung exotisch erscheinen. Aber was gerade Mode ist, ist noch lange nicht richtig. Globalisierung hin oder her – ich finde, es ist ein politisch, philosophisch und moralisch absolut legitimer Standpunkt, sich nicht für jeden Leistungsverweigerer und Luftwegatmer dieser Erde verantwortlich zu fühlen.

Klimawandel schafft Lebensraum

Falls es mit Klimawandel in einigen Gegenden dann doch allzu ungemütlich wird, ob wegen Überflutung oder dem Gegenteil, dann können die Betroffenen immer noch umziehen. Heutzutage sind doch alle für Migration und überhaupt mehr Mobilität. Kein Problem, denn Erderwärmung schafft neue Lebensräume, zum Beispiel in Sibirien und Grönland.

Dort war es schon öfter in der Erdgeschichte viel wärmer als jetzt, insofern ist das nichts Neues. Weder Ötzi noch die Mammuts haben sich zum Sterben tief ins Eis oder den Permafrostboden gegraben. Offensichtlich war der Frost damals nicht so perma, wie wir es ihm später angedichtet haben. Und Grönland benamste man nicht ohne Grund grünes Land. Die Wikinger fanden an den dortigen Küsten vor tausend Jahren auf ihrem Weg nach Amerika erträgliche Bedingungen für Ackerbau und Viehzucht – genau wie heute wieder, inklusive Kartoffelernte und Freiland-Erdbeeren. Der Planet ist also in Wärmephasen beileibe nicht explodiert, sondern hatte nur etwas anders verteilte Wohlfühlzonen.

So, wie das IPCC zum Klima und den Folgen seine „Schätzungen von Schätzungen von Schätzungen“ abgibt, erlaube ich mir mit gleichem Recht und ähnlicher Substanz daher meine eigene Prognose: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird, nicht einmal die Erderwärmung. Im Grunde geht es nur um die Frage, wer sich sinnvollerweise wem anpasst: wir dem Klima oder das Klima sich uns? Bereits Darwin erkannte, dass das Geheimnis des Menschenerfolges nicht in außergewöhnlicher Stärke oder Schnelligkeit liegt, sondern in der humanen Flexibilität. Sich auf den Klimawandel vorzubereiten, erscheint mir daher spontan zweckmäßiger, als das Klima beherrschen zu wollen.

Hunnia, verwaltet von den Zeugen Gretas

Im Zweifel ist dieser Weg auch deutlich billiger. Wer ständig wechselnden Vorhersagen hinterherläuft, verschwendet schnell eine Menge Zeit und Geld in die Abwehr von Gefahren, die sich später als Phantome erweisen. Hinzu kommt, dass die Menschheit erfahrungsgemäß fortschreitet.

Moden ändern sich. Ich persönlich setze darauf, dass Ahnung gegen Meinung irgendwann wieder die Oberhand gewinnt. Meine Prognose ist, dass sich die Weisheit „Für Schnitzel müssen Schweine sterben“ in spätestens 30 bis 60 Jahren erledigt hat. Filets und Nackensteaks werden dann in der Biofabrik geboren, ganz ohne umgebendes Huftier. In 50 bis 80 Jahren werden wir jedes beliebige Lebewesen per Gentechnik zusammenbasteln können, auch irgendwelche Mikroben, die CO2 aus der Atmosphäre knabbern, falls nötig.

Natürlich werden solche Innovationen nicht in Deutschland stattfinden, das werden die Zeugen Gretas (vormals Die Grünen) unter Führung von Gouverneurin Luisa Neubauer zu verhindern wissen. Aber die Welthandelsorganisation Amazon (vormals WTO) wird dafür sorgen, dass wir auch im EU-Verwaltungsbezirk Hunnia (vormals Deutschland) ein paar Lieferungen aus China abkriegen.

Alles in allem meine ich: Erderwärmung ist sozial, gerecht, fortschrittlich, beherrschbar und mit einiger Sicherheit billiger als der Versuch, sie zu verhindern. Deswegen bin ich dafür, und ich wundere mich, dass das sonst niemand ausspricht.

Die Erde gehört den Erwachsenen

Da ich nach meinem Outing nichts mehr zu verlieren habe, bin ich entschlossen, eine Bewegung zu gründen. Arbeitstitel: WiB – Warm is Beautiful. Eine spätere Parteigründung ist nicht ausgeschlossen (Arbeitstitel: WfD - Wärme für Deutschland). Interessenten können sich im Kommentarbereich melden, ein Bitcoin-Konto für Großspenden ist in Vorbereitung (spontane Vorabzuwendungen bitte hier).

Die WiB-Bewegung soll ein Gegengewicht zur erdrückenden grünen Meinungsmacht aufbauen und wird sich vorrangig um Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Falls Sie dies als hoffnungsloses Unterfangen ansehen, bedenken Sie bitte: Man kann den Menschen alles verkaufen, wirklich alles. Wer es nicht glaubt, erinnere sich an den Skandal um sogenannten Analogkäse. Noch vor zehn Jahren als ekliger Industriedreck verteufelt, wird die Pampe heute mit Riesengewinnen als veganer Käse an verpeilte Besserverdiener abgesetzt.

Die erste Aufgabe von WiB wird sein, dem Nachwuchs zu vermitteln, dass er sich den Flachspruch „Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geliehen“ in die Haare schmieren kann. Die Erde gehört den Erwachsenen, wie bereits ein kurzer Blick ins Grundbuch beweist. Das ist auch gut so, denn Kinder würden den Planeten in Nullkommanichts kaputthauen, wie jedes Spielzeug.

Generation Mimimi

Was für die bisher ebenso überprivilegierten wie unterperformenden Sonnengewinnler in südlichen Gefilden gilt, betrifft auch Kinder. Eigenverantwortung ist angesagt. Keine Generation profitiert so sehr von den Leistungen ihrer Ahnen wie die jetzt Geborenen und noch zu Gebärenden. Sie erben Wissen, Technologie, Infrastruktur und nicht zuletzt persönliches Vermögen in historisch einmaligem Ausmaß. Macht was draus, lautet die Losung der Zeit. Entwickeln statt einfordern, erwirtschaften statt erbetteln – das müssen die Leitlinien der Generation Mimimi sein. Darüber hinaus kann eine Portion Demut und Dankbarkeit nicht schaden.

Apropos Kinder. Falls es Sie interessiert, was aus den „Fridays for Future“-Plänen meines Neffen wurde: Er beschloss – aus welchen Gründen auch immer – nicht der schwedischen Prophetin ins Lala-Land zu folgen. Statt dessen ging er in die Schule. Dort fand er sich in Gesellschaft von drei anderen Losern wieder, die entweder auch einen reaktionären Onkel haben oder sowieso nie mitkriegen, was abgeht. Unterricht fand nicht statt. Der Lehrkörper hatte sich bereits ins wohlverdiente Wochenende verabschiedet.

Unter dem Eindruck dieser Erfahrung beschloss ich, meinem Neffen jede zukünftige Teilnahme am Freaky Friday zu erlauben. Einzige Bedingung: Er nimmt seinen Onkel mit und bastelt vorab große Schilder. Eins für mich („Strukturwandel, Sinneswandel, Klimawandel: Ich sage ja!“) und eins für ihn („Klimawandel? Gönn ihn dir!“). Für den Fall, dass uns die Transparente in eventuellen Tumulten frühzeitig abhanden kommen, werde ich für uns beide außerdem T-Shirts mit themenneutraler, aufmunternder Botschaft bedrucken lassen: „Heult leise, ihr Opfer!“

von Robert von Loewenstern

veröffentlicht am 22.04.2019 - 06:29 AM auf "Die Achse des Guten"

185 Kommentare

Hier geht's zum Original:

https://www.achgut.com/artikel/ich_bin_fuer_klimawandel._leben_sie_wohl

- inclusive der zahlreichen, vom Autor in den Fließtextblock eingefügten Links

Andreas Walter
4. Juni 2019 01:19

@Der Gehenkte

Habe mich selbst noch nie speziell um Bücher dazu gekümmert, da ich das Thema bereits an der Universität hatte (um 2005). Schon damals war die Studentenschaft und auch die Fakultät der Agrarwissenschaften aber gespalten, wegen dem Fachbereich der Agrarökologen und ihren Studenten, die durch die Bank alle Grüne waren.

Im ersten Abschnitt meines Studiums noch in den 1990ern stellten die sogar mal die Hälfte aller Studenten der Agrarwissenschaften, war die neue Fachrichtung gerade erst geschaffen worden und damals sehr populär. Die andere Hälfte waren der moderne Pflanzenbau, die moderne Tierproduktion und die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus. Schon damals war mir klar, irgendwas stimmt damit nicht, die These mit dem CO2 als Grund für Klimaveränderungen ist nicht schlüssig. Heute weiß ich sogar, was und wie es gemacht wurde, die Leute genau das aber glauben zu lassen.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article13466483/Die-CO2-Theorie-ist-nur-geniale-Propaganda.html

https://www.thegwpf.org/content/uploads/2018/02/Groupthink.pdf

https://www.journalistenwatch.com/2019/06/03/gruenwaehler-klimaschuetzer-stadtmenschen/

Grün ist das neue Rot, also Marxismus, und darum sind wir auch die (neuen) "Nazis". Damit hält man die Menschen auf Trab, in Schach, so wie auch mit dem Kalten Krieg. Damit sie sich nicht gegen die Herren der Welt richten, sondern sich untereinander anfeinden und zerfleischen. Die Reformationskriege wurden auch erst durch die Gutenberg-Presse möglich, also (auch) durch Propaganda. In einer Zeit, in der es in Europa sehr kalt war, es darum wenig zu fressen gab. In der Kleinen Eiszeit. Die Gletscher gehen seit etwa 1600 zurück, waren zu der Zeit bei einem (Zwischen-)Maximum. Doch auch danach sind sie zeitweise zwischendurch auch wieder länger geworden. Das Klima verändert sich darum ständig, vollkommen unabhängig vom CO2. In den 1970ern vielen lediglich zwei Kurven bei der Erstentdeckung der Einen zufällig zusammen, und seit dem glauben manche, beziehungsweise, suggerieren manche, dass beide auch (in beide Richtungen) kausal zusammenhängen. Doch es ist eine Scheinkausalität, die aus einem anderen Grund aber schwer zu erkennen ist. Weil Temperaturänderungen des Planeten auch den CO2-Gehalt in der Luft beeinflussen, CO2 jedoch nicht die Temperatur.

Hier, icarus62 bringt es auf den Punkt:

https://twitter.com/icarus62/status/957005665133907968?lang=sk

Denn wenn CO2 (blaue Kurve) die Temperatur (rote Kurve) bestimmen würde, warum liegt sie dann jetzt nicht schon viel höher als tatsächlich gemessen (bei jetzt sogar schon 415ppm CO2)?

Weil auch das (tatsächlich) durch den Menschen zusätzlich in die Atmosphäre eingebrachte CO2 keine Klimawirkung, keine Wirkung auf die Temperatur und damit auf das Klima hat.

Eigentlich banal, wenn man nicht auf dem Schlauch steht (bereits gestellt wurde).

Laurenz
4. Juni 2019 07:53

@Lotta Vorbeck .... beim Zucker & Krautvernichtern (bis heute) & dem Rauchen gab und gibt es eine große Masse an Instituten, die alles als unschädlich begutachte(te)n. Von daher ist der Wissenschaft immer nur bedingt zu trauen. Unser bekanntester Experten-Demagoge ist wohl Herr Lesch, der BR zahlt wohl gut. Auch bei historischen Ereignissen kann man persönlich Plausibilität und Wahrscheinlichkeit abwägen, aber einen endgültiger Beweis ist oft nicht möglich. Klar, ein großer Verband der us amerikanischen Bauingenieure postuliert, die 3 Türme wurden 2001 gesprengt, von wem auch immer. Da mag die arabische Welt behaupten, die Israelis seien es gewesen, was politisch nicht unbedingt unlogisch wäre, wenn man die Konsequenzen bedenkt, aber andererseits ist ohne wirkliche Beweise jegliche Meinungsbekundung möglich, aber im Grunde wertlos. Selbst in Anbetracht dessen, daß Herr Generalmajor a.D. Schultze-Rhonhof anhand der Quellen in osteuropäischen Staaten einen anderen 2. Weltkrieg nachweist oder zumindest wahrscheinlich macht als bisher bewahrheitet, werden Geschichts- und Lehrbücher in der westlichen Hemisphäre bis jetzt nicht umgeschrieben. Von daher ist der Schwachmatismus, welchen wir bei der Erde als Scheibe persönlich beurteilen können, wenn wir die Erdkrümmung betrachten, uns nicht mehr wirklich vergönnt, wenn wir in die Bereiche der Religion vorstoßen. Klimawandel wird zur Religion, wenn wir nicht 3 Tage im voraus das Wetter berechnen können. Wetterkunde basiert auf denselben Datensätzen, wie Klimaforschung. Dasselbe passiert uns bei einer historischen Mondlandung, wenn der Glaube oder die Ketzerei ohne tatsächlichen Beweis im virtuellen Krieg mündet. Hier ein nettes und auch selbst-ironisches Video vom Kongo-Helden Elon Musk & Co. https://youtu.be/bvim4rsNHkQ , explizit für Sie, Lotta Vorbeck, welches zeigt, wie schwer der Glaube an eine weiche Raketenlandung werden kann, wenn wir den heutigen Stand des tatsächlichen Wissens betrachten. Das Video ist mit schöner Marschmusik unterlegt. Ansonsten ist Ihr Beitrag plausibel zu lesen.

Der Gehenkte
4. Juni 2019 09:36

@ Andreas Walter @ Nemesis

Vielen Dank! Befriedigt zwar nicht meine Frage, wirft aber andere auf. Da hier gerade ein paar Rezensionen eingeschoben wurden und dieser Strang bald auf Seite 2 versinkt, vertage ich meinerseits die Diskussion. Nur ein paar schnelle Erwiderungen.

@ AW: Der gezeigte Graph https://twitter.com/icarus62/status/957005665133907968?lang=sk
ist ja nun dennoch extrem beunruhigend, denn warm sollte das CO2 zum ersten Mal im 300000 Jahren derart ausscheren? Ich würde das sofort apokalyptisch lesen.

@ Nemesis
Habe fast alle Videos durch. Bottom line: ist zu komplex, um prognostische Aussagen zu machen. Paradox: Wenn es derart komplex ist, warum dann mit unterkomplexen Videobotschaften argumentieren?
Außerdem: Wenn Kompelxität zu groß ist, dann sind beide Antworten gleich gültig. Daraus ergäbe sich m.E. die Pflicht zur Vorsicht.

Großes Paradox: Es wir immer von der Klimareligion gesprochen und sicher zeigt die Bewegung quasi-religiöse Züge. Dann aber bitte auch die Verstrickung in die eigene religiöse Orthodoxie bemerken. Auf rechter Seite wird mit vergleichbarem religiösen Furor argumentiert. Wie wäre sonst zu erklären, daß nahezu alle rechten Parteien mehr und mehr zum Klimaskeptizimus konvertiert sind?

Methodologie: Nicht Bestätigungsvideos anschauen, sondern die relevante Literatur lesen und widerlegen! Relevant wäre auch auch Lesch, weil er die Massen erreicht. Sein neues Buch müßte faktisch entkräftet werden. So etwas geht nicht mit ein paar suggestiven Fangfragen.

https://www.youtube.com/watch?v=pxLx_Y6xkPQ

Tip: Sätze wie "Eigentlich banal, wenn man nicht auf dem Schlauch steht (bereits gestellt wurde)." besser unterlassen. Sie sind sachlich nutzlos und erschweren die Diskussion und laufen zudem Gefahr, lächerlich gemacht zu werden.

Das in aller Kürze.

Imagine
4. Juni 2019 10:20

Klimaideologie ist eine Ware.

Um im kapitalistischen System zu Geld zu kommen, muss man Waren oder Dienstleistungen erfolgreich verkaufen können. Da nur noch wenige Menschen im Bereich der materiellen Produktion, also der Industriearbeit, tätig sind (< 10%), wuchert die Ideologieproduktion. Wie bei jeder Überproduktion bedarf der erfolgreiche Verkauf der Werbung.

Ideologien und Werbung machen dumm. Deshalb werden die Menschen im kapitalistischen System immer dümmer. Trotzdem braucht es ein paar Intelligente, um das Ganze am Laufen zu halten. Auch hier entdeckt(e) der Kapitalismus neue Märkte: Privatschulen und Privatuniversitäten.

So ist heute der weltgeschichtlich entscheidende Kulturkampf ein Kampf zwischen Systemen.

Auf der einen Seite das kapitalistische System, welches Massen an dummen Menschen und völlig sinnlose, unnütze und umweltzerstörende Waren herstellt, weil es nur darum geht, aus Geld mehr Geld zu machen. Daher werden ständig neue Geschäftsmodelle entwickelt, ohne Rücksicht aufs Gemeinwohl und die Folgen für die Zukunft.

Die Gegenstruktur ist das sozialistische System, wie es sich in China praktisch in der Entwicklung befindet.

Das System, welches sich auf dem Weg befindet, das beste Schul- und Hochschulsystem der Welt zu entwickeln. Mit freiem Zugang für alle, vorausgesetzt die Individuen verfügen über die erforderliche Leistungsfähigkeit und –bereitschaft, wozu auch Leidensbereitschaft gehört. Ohne (pseudo)sozialistische Gleichmacherei.

Kapitalistische Kultur – von nicht wenigen missverstanden als „Amerikanismus“ – VERSUS sozialistische Kultur – das ist die globale welthistorische Front.

Die eine Zivilisation produziert wenige Gewinner und Massen von Verlierern. Diese Zivilisation muss die Massen dumm halten und machen, damit die als Arbeits- und Konsummenschen funktionieren.

Die andere Zivilisation hat zum Ziel, dass der wissenschaftlich-technische Fortschritt allen zugutekommt. Dazu macht es die Menschen immer intelligenter.

Wer es gelesen und verstanden hat, erinnert sich daran, nämlich an den Zusammenhang zwischen Produktionsverhältnissen und Produktivkräften.

Aber wer im kapitalistischen Westen verfügt heutzutage noch über ein Bewusstsein über diese elementaren Zusammenhänge?

Andreas Walter
4. Juni 2019 15:30

@Der Gehenkte

“..., denn war[u]m sollte das CO2 zum ersten Mal im [in] 300000 Jahren derart ausscheren?"

Schrieb ich doch bereits. Das mehr an CO2 ist Menschengemacht, hat aber auf die Temperatur keine Wirkung, wie Sie doch selbst sehen (an der roten Kurve).

"Ich würde das sofort apokalyptisch lesen."

Weshalb? Das ist doch wenigstens mal eine gute Nachricht, auch wenn (selbst) wir noch zig andere sehr ernste Probleme haben. Nämlich (sehr wahrscheinlich) endliche fossile Energiereserven auf der Erde, die aber so oder so immer teurer werden werden (wegen dem immer höheren Förderaufwand), und gleichzeitig aber auch bald 8 Milliarden Menschen, wovon ein Viertel (26%), jetzt noch Kinder unter 15 Jahre alt sind (und die Hälfte davon männlich).

Der Gehenkte
4. Juni 2019 17:12

@ Andreas Walter

Wir haben eine 400000-jährige Kongruenz zwischen Temperatur und CO2-Konzentration und plötzlich schießen die CO2-Werte nie gesehen in die Höhe - das soll nicht besorgniserregend sein?

Mir fehlt hier auch die Quelle. Im Netz findet man hingegen aus Eisbohrkernen gewonnene Korrelationen, die den hier gezeigten Effekt nicht zeigen. fix gegoogelt:

https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-der-co2-anstieg-ist-nicht-ursache-sondern-folge-des-klimawandels

Nemesis
4. Juni 2019 17:14

@Imagine
"Die Gegenstruktur ist das sozialistische System, wie es sich in China praktisch in der Entwicklung befindet. Das System, welches sich auf dem Weg befindet, das beste Schul- und Hochschulsystem der Welt zu entwickeln. Mit freiem Zugang für alle, vorausgesetzt die Individuen verfügen über die erforderliche Leistungsfähigkeit und –bereitschaft, wozu auch Leidensbereitschaft gehört. Ohne (pseudo)sozialistische Gleichmacherei."

Darf ich fragen, wie lange, in welcher Funktion und wo Sie in China gelebt haben? Und welchen Dialekt sprechen Sie?

"Die Gegenstruktur ist das sozialistische System, wie es sich in China praktisch in der Entwicklung befindet."

Ich hatte Sie dies schon mal in einem anderen Strang gefragt, bei dem dann aber der Badeschluß eingeleitet wurde.
Deshalb hier nochmals meine Frage:
Können Sie mir erklären, wer und mit welchen Maßnahmen verhindert, daß der CCP Funktionärsapparat seine Macht mißbraucht? Oder gibt es so etwas wie Machtmißbrauch in sozialistischen Gesellschaften prinzipiell nicht?
Qua Grundprämisse und Naturgesetzlichkeit?

"Die eine Zivilisation produziert wenige Gewinner und Massen von Verlierern. Diese Zivilisation muss die Massen dumm halten und machen, damit die als Arbeits- und Konsummenschen funktionieren. Die andere Zivilisation hat zum Ziel, dass der wissenschaftlich-technische Fortschritt allen zugutekommt. Dazu macht es die Menschen immer intelligenter."

Wissen denn das auch die Arbeiter von Foxxcon und anderer Firmen?

Und weil wir gerade das Klima hatten:
Wie kann es eigentlich sein, daß Deutschland seit 1976 10 Milliarden an Entwicklungshilfe nach China überwiesen hat, obwohl doch China der weltgrößte Energieverbraucher und Co2 Verursacher ist, auf dessen Konto 30% der globalen Emissionen geht (von der Frage nach Notwendigkeit einer Entwicklungshilfe mal ganz abgesehen)?

https://sciencefiles.org/2018/12/13/10-milliarden-fur-entwicklungshilfe-an-china-diskriminierung-und-versteckte-subventionen/
https://www.nature.com/articles/sdata2017201

Liegt es im Bereich des Möglichen, daß Sie sich China schöndenken?

Andreas Walter
4. Juni 2019 17:20

@Der Gehenkte

Ich habe die Redewendung ganz bewusst so gewählt, Der Gehenkte.

Nicht, um Sie lächerlich zu machen, was für einen Grund hätte ich dazu, nennen Sie mir nur einen, sondern um den wirklich gemeinen Charakter dieser Denkfalle aufzuzeigen.

Das passiert aber auch mir, dass ich mir manchmal die Gedanken (wieder) verdrehen lasse, da kann ich Sie darum völlig beruhigen.

Kennen Sie so Witze, bei denen "der Groschen erst fallen muss", es "erstmal Klick machen muss", bis man ihn versteht?

So ein ähnliches Ding ist das auch. Wie ein Zen-Koan, und nur deshalb auch mein Spruch.

Ohne, Arg.

(...)

Nemesis
4. Juni 2019 17:46

@Der Gehenkte
Gerne.

"Paradox: Wenn es derart komplex ist, warum dann mit unterkomplexen Videobotschaften argumentieren?"

Hätte ich es Ihnen besser in Form von Differentialgleichungssystemen aufzeigen sollen? ;))

"Wenn Kompelxität zu groß ist, dann sind beide Antworten gleich gültig. Daraus ergäbe sich m.E. die Pflicht zur Vorsicht."

Genau so verhält es sich auch.
Einen religiösen Fanatismus für die Eine oder Andere Seite zu entwickeln, ist wissenschaftlich nicht abgedeckt.

"Methodologie: Nicht Bestätigungsvideos anschauen, sondern die relevante Literatur lesen und widerlegen!"

Sie können die relevante Literatur aber erst dann bewerten, wenn Sie wissen, wo die grundlegende Problematik liegt.
Wo sehen Sie denn Bestätigungsvideos?
Die Dyson Videos sind definitiv keine Bestätigungsvideos. Die Beiden zu den komplexen Systemen bestätigen ebenfalls nichts, sondern stellen die Problematik dar. Und die letzten Beiden zeigen nur: Man kann sehr gut unterkomplexe Medien verwenden, um auch sehr komplexe Sachverhalte zu lernen. Und das Klima ist halt nun mal eines der komplexesten Systeme, die wir kennen.

"Relevant wäre auch auch Lesch, weil er die Massen erreicht."

Da müssen Sie sich die Frage stellen, was Sie wirklich wollen:
Einen Kurs in Medien- und Verkaufskunde oder die wirkliche Problematik bei der Klimamodellierung kennenlernen.

Imagine
4. Juni 2019 20:19

Korrelationen begründen keine Kausalität.

Mit Modellen kann man nichts beweisen.

Wo ist das Experiment, welches belegt, dass die Erhöhung von CO2 die Temoeratur erhöht?

Der Positivismus war ein historischer Fortschritt.

Computersimulationen beweisen nichts.

Andreas Walter
5. Juni 2019 05:27

@Der Gehenkte

Den Ostdeutschen fällt es darum leichter zu glauben und zu verstehen, wie unverschämt und warum nicht nur Regierungen lügen können wie gedruckt. Sie haben es ja bereits erlebt (und erleben es jetzt schon wieder).

Lesen Sie mal hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Jura_(Geologie)

Fast 2.000 ppm CO2, aber trotzdem auch nur 2 Grad wärmer als heute. War aber gut für die Pflanzen, die Algen und auch das Plankton. Muss vor Leben damals nur so gewimmelt haben, auf der Erde. Ein gigantisches Nahrungsangebot, und deshalb wohl auch die riesigen Tiere.

Könnte man darum auch einen schönen Kurzfilm machen, für Kinder. Die lieben nämlich Dinos. Ist Outdoor Illner nicht auch Comiczeichner?

2.000 ppm. Wäre auch ein guter Titel, für den Film.

https://youtu.be/A7TG_c--d0w

Kinderfilme ist das Einzige, was ich mir aus den VSA noch anschaue. Auch nicht alle, doch es gibt auch da ein paar ganz Süsse.

Imagine
5. Juni 2019 09:46

@Nemesis 4. Juni 2019 17:14
„Liegt es im Bereich des Möglichen, daß Sie sich China schöndenken?“

Selbstverständlich besteht diese Möglichkeit. Politische Parteinahmen enthalten IMMER Wunschdenken auf gesellschaftliche Entwicklungen.

Entscheidend ist, dass man sich dessen bewusst ist.

Deshalb wähle ich zur Beurteilung der Entwicklung Chinas „harte“ - d.h. materialistische und empirisch überprüfbare – Parameter.

Z.B. Steigen die Reallöhne? Wächst die Mittelschicht?
Werden die formulierten Ziele der KPCH erreicht?

Lesen Sie die von Ihnen geposteten Links?

„Die Geldreserven der Bank of China betragen 45,8% des Bruttosozialprodukts. Damit liegt China auf Platz 6 in der Welt. Zum Vergleich: Deutschland liegt auf Platz 40. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,6%, rund 3,3% der Bevölkerung müssen mit 400 US-Dollar oder weniger im Monat auskommen und zählen somit als von Armut betroffen. In Deutschland wird die Zahl der relativ Armen mit 16,7% angegeben.

Wozu man einem Land Entwicklungshilfe zahlen muss, das im Gegensatz zu Deutschland nicht nur in der Lage ist, einen modernen Großflughafen zu bauen, führend bei modernster Kerntechnologie ist, ein Weltraumprogramm unterhält und darüber hinaus den Transrapid, der Deutschland zu teuer war, bauen konnte, das ist eine Frage, die man erst beantworten kann, wenn man sich durch die Miniaturdruck-Liste der geförderten Projekte, die der Bundestagsdrucksache 19/6328 angehängt wurde, gelesen hat.
Entwicklungshilfe dient nämlich nicht dazu, das Zielland zu entwickeln.
Entwicklungshilfe dient z.B. dazu, die Ladenhüter-Technologien, die niemand kaufen will, auf Kosten der deutschen Steuerzahler zu exportieren. Allein 26 Entwicklungshilfeprojekte widmen sich „Erneuerbaren Energien“. …
Entwicklungshilfe dient aber nicht nur als verdeckte Subventionierung nicht marktfähiger Technologien, sie dient auch der Verbreitung von Diskriminierung, der Arbeitsmarktbeschaffung für all die unnützen Genderberater, die in Deutschland ausgebildet werden. Weil sie in Deutschland keinen Arbeitsplatz finden, werden sie über die Entwicklungshilfe finanziert, um den Chinesen Misandrie zu vermitteln, und zwar in Projekten wie: …“

Das steht in dem Link von Ihnen: https://sciencefiles.org/2018/12/13/10-milliarden-fur-entwicklungshilfe-an-china-diskriminierung-und-versteckte-subventionen/

Nemesis
5. Juni 2019 18:38

@Der Gehenkte
Gerne.

"Paradox: Wenn es derart komplex ist, warum dann mit unterkomplexen Videobotschaften argumentieren?"

Hätte ich es Ihnen besser in Form von Differentialgleichungssystemen aufzeigen sollen? ;))

"Wenn Kompelxität zu groß ist, dann sind beide Antworten gleich gültig. Daraus ergäbe sich m.E. die Pflicht zur Vorsicht."

Genau so verhält es sich auch. Einen religiösen Fanatismus für die Eine oder Andere Seite zu entwickeln, ist wissenschaftlich nicht abgedeckt.

"Methodologie: Nicht Bestätigungsvideos anschauen, sondern die relevante Literatur lesen und widerlegen!"

Sie können die relevante Literatur aber erst dann bewerten, wenn Sie wissen, wo die grundlegende Problematik liegt.
Wo sehen Sie denn Bestätigungsvideos?
Die Dyson Videos sind definitiv keine Bestätigungsvideos.
Die Beiden zu den komplexen Systemen bestätigen ebenfalls nichts, sondern stellen die Problematik dar.
Und die letzten Beiden zeigen nur: Man kann sehr gut "unterkomplexe Medien" verwenden, um auch sehr komplexe Sachverhalte zu lernen. Und das Klima ist halt nun mal eines.

Nemesis
5. Juni 2019 20:09

@Imagine
"Lesen Sie die von Ihnen geposteten Links?"

Rhetorische Frage?
Glauben Sie, ich verteidige diese Umverteilungspolitik nach China?

"Deshalb wähle ich zur Beurteilung der Entwicklung Chinas „harte“ - d.h. materialistische und empirisch überprüfbare – Parameter.
Z.B. Steigen die Reallöhne? Wächst die Mittelschicht? Werden die formulierten Ziele der KPCH erreicht?"

Harte und empirisch überprüfbare Parameter in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften?
lol

Weil Sie selber ja gerne aus Wikipedia zitieren:
"However, real wages suffer the disadvantage of not being well defined, since the amount of inflation (which can be calculated based on different combinations of goods and services) is itself not well defined. ...

Um dann zur logischen Schlußfolgerung zu kommen:
"Real wages are a useful economic measure, as opposed to nominal wages, which simply show the monetary value of wages in that year."

Deswegen sind auch die Voraussagen in diesen "Wissenschaften" auch so hart und empirisch...daneben.
Da fängts schon in den Definitionen an.

"Wächst die Mittelschicht?"
Was sagt dieses Maß aus?
Die Mittelschicht kann auch in einer Diktatur wachsen.
Geht es den Leuten deswegen besser?

Aber zurück zum Eigentlichen:

Sie haben aber meine wesentliche Frage nicht beantwortet:

Können Sie mir erklären, wer und mit welchen Maßnahmen verhindert, daß der CCP Funktionärsapparat seine Macht mißbraucht? Oder gibt es so etwas wie Machtmißbrauch in sozialistischen Gesellschaften prinzipiell nicht?
Qua Grundprämisse und Naturgesetzlichkeit?

Der Gehenkte
5. Juni 2019 23:27

@ Andreas Walter

Danke für diesen Tip: https://www.thegwpf.org/content/uploads/2018/02/Groupthink.pdf

Habe zwar bisher nur reingelesen, aber das ist, was ich suchte und weist auch gleich auf weitere Quellen hin. Merkt man schon nach den ersten Seiten, daß das Substanz haben dürfte.

@ Nemesis

Dyson ist - wenn man mal die Autorität beiseite läßt - doch eher dünn:

- Klima ist zu komplex
- Computermodelle helfen, das Klima zu verstehen
aber taugen nicht zur Prognose
- "you cannot model everything"
- "burning coal and gas does us probably good" - das grenzt schon ein wenig an Demenz
- "everything has improved since the 1930s" - wenn dem so wäre, dann könnte man diese Webseite wegen mangelnden Bedarfs dicht machen

Ansonsten ist das die Meinung einer Autorität, also ein Autoritätsbeweis und Autoritätsbeweise beweisen nur eines: eben die Autorität.

Nemesis
6. Juni 2019 17:59

@der Gehenkte
"Dyson ist - wenn man mal die Autorität beiseite läßt - doch eher dünn."

Kann man so sehen. Muß man aber nicht.
Er vermeidet genau daß, was beide Seite machen:
Nämlich bis zum Anschlag Statistiken zu zitieren oder zu zeigen, von denen die meisten sowieso keinen Sinn machen. Er nennt aber die Schlagworte, die eigentlich hinter der ganzen Problematik stehen, sie haben ja die Schlagworte extrahiert. Das Video ist von 2015; wer hat sich denn da überhaupt getraut, contra zu geben?

Mein Ansatz ist halt ein anderer:
Warum sagt er das?
Warum ist das Klima ist zu komplex
Warum helfen Computermodelle, das Klima zu verstehen aber taugen nicht zur Prognose
Warum "you cannot model everything"
...und mache mich auf die Suche.

- "burning coal and gas does us probably good" - "das grenzt schon ein wenig an Demenz"
Das begründen Sie womit?

- "everything has improved since the 1930s" - "wenn dem so wäre, dann könnte man diese Webseite wegen mangelnden Bedarfs dicht machen"
Das Gleiche könnte man von so manchen Kommentaren hier auch sagen. Allerdings diametral in die andere Richtung.

"Ansonsten ist das die Meinung einer Autorität, also ein Autoritätsbeweis und Autoritätsbeweise beweisen nur eines: eben die Autorität."
Damit genau das eben nicht stattfindet, waren die anderen Links gedacht.

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/neue-wege/die-forschung-zwingt-uns-nicht-zum-klimaschutz/

Außerdem finde ich seine Bescheidenheit in der Debatte sehr angenehm.
https://e360.yale.edu/features/freeman_dyson_takes_on_the_climate_establishment
2009...

Der Gehenkte
15. Juni 2019 16:08

@ Andreas Walter @ Nemesis

Vielen Dank für die Anregungen! Besonders Christopher Booker: Global Warming. A case study in groupthink hat mich nachhaltig beeindruckt und erschüttert und die Notwendigkeit aufgezeigt, daß ich das Thema weiter kritisch und offen vertiefen muß. Daher war manch eine meiner Aussagen vermutlich zu vorschnell und zu absolut.