Linke Gewalt in Halle – Im Gespräch mit Andreas Karsten

Der MDR, die Mitteldeutsche und die Amadeu Antonio Stiftung sind überzeugt: Der jüngste Hallesche "Anti-Rechts"-Protest war friedlich, bunt, vielfältig.

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Nicht alle kön­nen die­ser Auf­fas­sung zum 20. Juli 2019 in Halle/Saale bei­pflich­ten. Till-Lucas Wes­sels sah es in sei­nem – sehr per­sön­li­chen – Bericht anders, aber ent­spre­chen­de Stand­punk­te wer­den aus­schließ­lich im “rech­ten” Bereich publiziert. 

Kein Main­stream-naher Autor woll­te sich bis­her äußern zu drei bren­nen­den Autos Iden­ti­tä­rer oder zu den But­ter­säu­re-Anschlä­gen um den 20. Juli 2019 her­um. Und bereits am 17. Juli flo­gen But­ter­säu­re-Behäl­ter auf das patrio­ti­sche Haus­pro­jekt in der Adam-Kuck­hoff-Stra­ße 16. 

Man kann nur mut­ma­ßen, ob es an per­sön­li­chen Ver­stri­ckun­gen – die ein oder ande­re freie MDR-Mit­ar­bei­te­rin konn­te man bereits gele­gent­lich beim Plausch mit extre­men Lin­ken aus Hal­le beob­ach­ten – oder an ideo­lo­gi­schen Moti­ven lie­gen mag. 

Fest steht indes: Der Pro­test in Hal­le gegen die “AK16” war weder aus­schließ­lich fried­lich noch bunt noch viel­fäl­tig. Vor allem war er von links­ex­tre­mis­ti­schen Grup­pen orches­triert und als Platt­form für Gewalt­ta­ten genutzt worden. 

Wir spra­chen daher in Per­son von Andre­as Kars­ten mit einem erneu­ten Opfer links­ex­tre­mer Gewalt, der in der 90. Sezes­si­on (Rest­ex­em­pla­re vor­han­den!) zur Migra­ti­on im Osten publi­zier­te. Kars­ten ist Jahr­gang 1992 und stu­diert in Hal­le im Mas­ter Soziologie.

SEZESSION: Herr Kars­ten, am letz­ten Sonn­abend gab es, so erfährt man aus der „Mit­tel­deut­schen Zei­tung“ und dem MDR, eine fried­li­che, bun­te und viel­fäl­ti­ge Pro­test­wel­le gegen eine geschei­ter­te Demons­tra­ti­on der „Iden­ti­tä­ren“. Zu die­ser fried­li­chen, bun­ten und viel­fäl­ti­gen lin­ken Lebens­welt gehör­te, wie üblich, eine grö­ße­re Wel­le der Gewalt. Bren­nen­de Bar­ri­ka­den und drei in Flam­men auf­ge­hen­de Autos, Schlä­ge und Trit­te, fer­ner But­ter­säu­re bei zwei „Rech­ten“ – und bei Ihnen. Was war los?

ANDREAS KARSTEN: Die Ereig­nis­se des 20. Juli war­fen schon eini­ge Tage vor der dort statt­fin­den­den Demons­tra­ti­on ihren Schat­ten vor­aus. Die links­ex­tre­me Sze­ne hat­te im gan­zen Bun­des­ge­biet mobi­li­siert und gab sich in sozia­len Netz­wer­ken gewalt­ori­en­tiert. Auch das Mot­to der Gegen­de­mons­tra­ti­on, “Nice To Beat You”, ließ nicht gera­de auf einen fried­li­chen Ver­lauf des Tages schließen.

SEZESSION: Konn­te man sich dar­auf vorbereiten?

KARSTEN: Nun­ja. Ich schätz­te die Bedro­hungs­la­ge gegen­über Patrio­ten aller unter­schied­li­cher Struk­tu­ren jeden­falls für so akut ein, daß die Pri­vat­woh­nung von mei­ner Freun­din und mir im Fal­le geziel­ter Angrif­fe auf mei­ne Per­son, genährt durch Ver­leum­dungs­kam­pa­gnen anti­fa­schis­ti­scher Agi­ta­to­ren, nicht genü­gend Schutz bie­ten würde.

Daher beschloß ich, den Tag auf dem Haus mei­ner Bur­schen­schaft in Hal­le zu ver­brin­gen. Dort erreich­te mich dann bereits gegen 12:50 Uhr der Anruf einer Nach­ba­rin, die mir mit­teil­te, daß mei­ne Woh­nung in die­sem Moment von Ver­mumm­ten atta­ckiert wür­de und die­se eine übel­rie­chen­de Flüs­sig­keit, ver­mut­lich But­ter­säu­re, in der Woh­nung ver­sprüht hätten.

SEZESSION: Was taten Sie dann?

KARSTEN: Ich alar­mier­te umge­hend die Poli­zei, die mit ent­spre­chen­den Kräf­ten vor Ort anrück­te. Mir selbst war es zu die­sem Zeit­punkt nicht mög­lich, mich mei­ner Woh­nung zu nähern. Mei­ne rela­ti­ve Bekannt­heit auf­grund per­ma­nen­ter “Outing”-Aktionen anti­fa­schis­ti­scher Täter und die star­ke Prä­senz gewalt­be­rei­ter Links­ex­tre­mis­ten im Innen­stadt­be­reich hät­ten, so muß­te ich anneh­men, ein zu hohes Sicher­heits­ri­si­ko dargestellt.

SEZESSION: Anti­fa­schis­mus heißt heu­te vor allem: Steck­brie­fe poli­ti­scher Geg­ner anfer­ti­gen, ver­brei­ten, zur Men­schen­jagd auf­ru­fen. Man könn­te an das Video der – in Hal­le­schen Links-Krei­sen stark gefei­er­ten – anti­deut­schen Musik­grup­pe “Ego­tro­nic” erin­nern, in dem zum Mord an “Rech­ten” bzw. unver­hoh­len zu neu­em lin­ken Ter­ror auf­ge­ru­fen wird – unbe­ach­tet von Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den, weil es wohl “gegen Rechts” geht. Ein Dar­stel­ler im Film ist Oli­ver Helm, bekann­ter Akti­vist der Links­par­tei. Auch das: fol­gen­los. Die­ser offen kul­ti­vier­te Haß wur­de Ihnen also in die­sem Fall zum Ver­häng­nis. Was geschah weiter?

KARSTEN: Kann man so sagen, ja, das sind eben die Fol­gen der tota­len Ent­glei­sung des lin­ken Has­ses. – Ich beauf­trag­te jeden­falls einen Freund damit, die Woh­nung in Augen­schein zu neh­men. Die gute Nach­richt: Mei­ne Woh­nungs­tür hat­te trotz Bles­su­ren stand­ge­hal­ten und ein Ein­drin­gen der Täter ver­hin­dert. Am Abend konn­te ich dann selbst wie­der in mei­ne Woh­nung zurück­keh­ren. Der bei­ßen­de Geruch von But­ter­säu­re war schon im Haus­auf­gang wahr­nehm­bar. Auf mei­ner Eta­ge ver­stärk­te sich der Geruch noch ein­mal. Mein Schloß hat­ten die Täter zusätz­lich mit Sekun­den­kle­ber verschlossen.

Glück­li­cher­wei­se ver­hin­der­te die Beschaf­fen­heit mei­ner Tür die Ein­lei­tung gro­ßer Men­gen der stin­ken­den Brü­he. Eine klei­ne Pfüt­ze auf der Tür­schwel­le sowie ätzen­der Gestank im Flur blie­ben zum Glück die ein­zi­gen Spu­ren der Atta­cke. Die Schre­ckens­bil­der ähn­li­cher Angrif­fe, bei denen gan­ze Woh­nun­gen unbe­wohn­bar blei­ben, hat­ten sich nicht erfüllt.

SEZESSION: War das der ein­zi­ge Vor­fall an die­sem Tag?

KARSTEN: Natür­lich nicht. Ich erfuhr, daß neben mir an die­sem Tag noch zwei wei­te­re Per­so­nen Ziel ähn­li­cher Angrif­fe wur­den. Das Vor­ge­hen war immer das­sel­be: Zugang zum Mehr­fa­mi­li­en­haus, dann Trit­te gegen die – sta­bi­len – Woh­nungs­tü­ren; But­ter­säu­re in die Rit­zen. Am Abend wur­den dann noch Behäl­ter mit But­ter­säu­re gegen die Tür des Hau­ses mei­ner Bur­schen­schaft geschleu­dert. Der Gestank war bis in die obe­ren Stock­wer­ke wahrnehmbar.

SEZESSION: Lin­ke Gewalt eska­liert immer wie­der in und um Hal­le. Wäh­rend „rech­te“ Auf­kle­ber oder ver­ba­le Gefech­te zu einem media­len Auf­schrei samt TV-Dokus führ­ten, blei­ben die loka­len und regio­na­len Medi­en indes stumm, wenn es um lin­ke Gewalt geht. Gibt es dafür Erklä­rungs­mus­ter, die Hal­le-spe­zi­fisch sind? Oder ist das nun­mal die all­ge­mei­ne Situa­ti­on, wenn Links­ex­tre­mis­mus offi­zi­ös als „auf­ge­bausch­tes Pro­blem“ ver­han­delt wird?

KARSTEN: Was die media­le Bericht­erstat­tung angeht, ist es so, daß eini­ge Per­so­nen in Hal­le, die ent­we­der selbst der links­ex­tre­men Sze­ne ent­stam­men oder zumin­dest Ver­bin­dun­gen ins Milieu pfle­gen, einen sehr engen Kon­takt zu den loka­len Ver­tre­tern der Estab­lish­ment-Medi­en pfle­gen. Sie wer­den in TV-Berich­ten als “Exper­ten” befragt oder tre­ten als Sprach­roh­re lin­ker Bünd­nis­se auf. Eine die­ser gut ver­netz­ten Per­so­nen ist mitt­ler­wei­le Autor für das For­mat Zeit Online – das sagt doch schon eini­ges aus über feh­len­de Abgren­zun­gen zwi­schen extre­mer “Mit­te” und lin­ken Struk­tu­ren. Es ist ein­mal mehr der Weg in den publi­zis­ti­schen Main­stream, den radi­ka­le Lin­ke – erfolg­reich – ange­tre­ten sind.

Dadurch ent­steht nun aber ein ekla­tan­tes Miß­ver­hält­nis in der Dar­stel­lung der Ereig­nis­se hier vor Ort. Gleich­zei­tig macht die lin­ke Sze­ne in Hal­le aktu­ell einen Wan­del durch. Noch vor weni­gen Jah­ren war ihr Bild geprägt von jun­gen Frau­en und Män­nern mit zot­te­li­gen Haa­ren, die am Bahn­hof Ein­wan­de­rer in Emp­fang nah­men. Das erschien man­chen Kri­ti­kern unap­pe­tit­lich, aber blieb letzt­lich irrele­vant. In der letz­ten Zeit set­zen sich aber die gewalt­be­rei­ten Kräf­te in der lin­ken Sze­ne Hal­les durch.

Optisch könn­te man sie leicht mit jun­gen Fuß­ball-Ultras ver­wech­seln, und tat­säch­lich tum­meln sich eini­ge lin­ke Akti­vis­ten im Umfeld zwei­er unter­klas­si­ger Fuß­ball­clubs und ver­brei­ten dort Anti­fa-Pro­pa­gan­da. Die Rhe­to­rik die­ser gewalt­af­fi­nen neu­en Hal­le­schen Lin­ken ist aggres­siv und expli­zit anti­deutsch. Ihre Bild­spra­che auf Grup­pen­bil­dern ist geprägt von Sturm­hau­ben und Waf­fen, mit denen sie ver­su­chen, ihren poten­ti­el­len Geg­nern zu drohen.

SEZESSION: Und die­ses Milieu setzt nun die medi­al satt­sam bekann­ten anti­fa­schis­ti­schen Phra­sen in die Rea­li­tät um, heißt: mili­tan­te Feindbekämpfung?

KARSTEN: Ja. Aus die­sem Milieu her­aus hat es in den letz­ten Jah­ren immer wie­der Angrif­fe auf jun­ge Patrio­ten gege­ben, die, wie in der lin­ken Sze­ne tra­di­tio­nell üblich, aus dem Hin­ter­halt und in per­so­nel­ler Über­zahl erfolg­ten. Bit­ter dabei: Die straf­recht­li­che Ver­fol­gung links­ex­tre­mer Gewalt­ta­ten ver­läuft allen­falls sto­ckend. Etli­che Ver­fah­ren wur­den – trotz unab­hän­gi­ger Zeu­gen und belas­ten­der Bewei­se – ein­ge­stellt oder lie­gen auf Eis. Und: Die Täter wer­den von ihren ali­men­tier­ten Struk­tu­ren mit Anwäl­ten ver­sorgt und brau­chen sich über eine even­tu­el­le Bestra­fung weni­ge mate­ri­el­le Sor­gen machen.

Gleich­zei­tig wer­den jun­ge Akti­vis­ten und ande­re Per­so­nen aus dem patrio­ti­schen Lager in Hal­le schon bei klei­ne­ren Vor­fäl­len mit Anzei­gen und Vor­la­dun­gen über­häuft. So ent­steht, ähn­lich der Situa­ti­on in den Medi­en, ein Miß­ver­hält­nis im Ver­fol­gungs­druck der Behör­den, durch das lin­ke Straf­tä­ter sich wei­ter insze­nie­ren kön­nen und in der Pla­nung wei­te­rer Gewalt­ta­ten bestärkt wer­den. Die media­len Jubel­ari­en über die Pro­tes­te vom 20. Juli las­sen lin­ke Täter natür­lich wei­ter von der tota­len Ent­gren­zung ihrer mora­lisch “guten” Gewalt träu­men. Im übri­gen bald mit eige­nem Kampf­sport­stu­dio in Hal­le! Und “der Staat”? Schaut dem Trei­ben – war­um auch immer – wei­ter zu.

SEZESSION: Sie waren poli­ti­scher Akti­vist, sind jun­ger Sozio­lo­ge, Sezes­si­on-Autor – und ste­hen daher im Fokus der Gewalt­tä­ter. Hören Sie jetzt auf?

KARSTEN: Natür­lich nicht. Der All­tag in Hal­le ist nicht immer ein­fach. Oft­mals hat man das Gefühl, an der Front­li­nie eines unglei­chen Kamp­fes zu ste­hen. Es ist ein täg­li­cher Kampf um Deu­tungs­ho­heit und um das Recht, sich als poli­tisch non­kon­form den­ken­der jun­ger Mensch frei im öffent­li­chen Raum bewe­gen zu kön­nen, etwa wenn man in die Men­sa geht. So banal ist das manchmal.

Es ist zudem auch ein Kampf gegen lin­ke Angst­räu­me, die gera­de im uni­ver­si­tä­ren Umfeld, in Form von Denk- und Rede­ver­bo­ten, aber eben auch in Form von phy­si­scher Bedro­hung bestehen. Auch wenn die­ser Kampf teils kräf­te­zeh­rend ist, so ruft er einem doch tag­täg­lich ins Gedächt­nis, was unter ande­rem falsch läuft in die­sem Land. Es ist eine Mah­nung, sich gera­de nicht ins ver­meint­lich klein­bür­ger­li­che Frie­densexil zu flüch­ten, son­dern die Her­aus­for­de­rung anzu­neh­men und dadurch auch ande­re zu ermu­ti­gen, im All­tag selbst­be­wußt auf­zu­tre­ten – und dem roten Ter­ror damit kei­ne Stra­ße zu über­las­sen, egal ob in Hal­le oder bald sonstwo.

SEZESSION: Die Stra­ßen in Hal­le glei­chen also – zumin­dest poten­ti­ell – bei­spiels­wei­se den Stra­ßen in Erfurt, Chem­nitz oder Cottbus?

KARSTEN: Schon, ja. Wenn die Anti­fa­schis­ten Hal­les mit ihrem gewähl­ten Weg der Gewalt Erfolg haben, wird das Pro­ze­de­re in wei­te­ren, den von Ihnen genann­ten, bis­her nicht nach links “gekipp­ten” Städ­ten nach­ge­spielt: die haben Geld, Zeit und Per­so­nal. Daher muß allen Leu­ten ein­mal mehr klar sein: Vor lin­ker Ent­gren­zung darf man nicht wei­chen, nicht kuschen, nicht “die Füße still­hal­ten”, in der Hoff­nung, einen selbst tref­fe es dann viel­leicht erst­mal nicht (mehr).

Im Hier und Jetzt hilft nur soli­da­ri­sche, gemein­sa­me, ent­schlos­se­ne Koope­ra­ti­on aller gut­mei­nen­den hei­mat­lie­ben­den Kräf­te. Das lin­ke “Nice to beat you” dif­fe­ren­ziert nicht zwi­schen “IB”, “AfD”, “Lebens­schutz”, “Pegi­da”, “Ein­Pro­zent”, patrio­ti­schen Fuß­ball­fans, “ver­däch­ti­gen” Kampf­sport­lern usw. – für sie sind wir alle, ohne Unter­schied, zu bekämp­fen­de Unmenschen.

Die­ser Haß von links darf einen sprach­los wer­den las­sen – aber nicht mut­los. Wir sind im Recht, wir blei­ben dran, unse­re Zeit kommt.

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Kommentare (41)

Breckert

26. Juli 2019 11:07

"Wir sind im Recht"

Ja, tatsächlich; das seid Ihr.
Aber das waren andere in der unseligen Zeit auch.

"...wir bleiben dran, unsere Zeit kommt...."

Auch das ist möglich.
Die Frage nur, ob das die aktuellen Protagonisten noch selbst miterleben.

Ich bin altersmäßig im letzten Viertel angekommen.
Da interessieren mich Heilsversprechen nicht mehr, die erst in einem halben Jahrhundert in Erfüllung gehen (...könnten).
Deswegen werde ich mich hier auch nicht mehr zu Wort melden.
Hier passiert nichts.

Eine kleine Prognose gebe ich aber noch für die hier Anwesenden, denen ich außer falscher Einschätzung der Lage nichts anderes vorwerfen möchte:
Das System ist bereits gekippt.
Parlamentarischer Widerstand ist nicht mehr möglich; eine umfassende Information der Bevölkerung durch Bündelung und Gleichschaltung der Medien aussichtslos.
Wer jetzt nicht schon bei "Tichy" oder der "Achse" liest, wird das auch nicht mehr tun.

Es wird jetzt die Zeit der für uns unerreichbaren ideologisierten Jugend kommen, denen man jegliche Beißreflexe gegen rechts abtrainiert hat. Die Hitlerjugend der Linken quasi.
Und dann geht der Kampf in seine physische Phase.
Magnitz war nur ein kleiner Vorgeschmack und viel aussagekräftiger als das Attentat war die Resonanz in den Mainstreammedien, die vor unverhohlener Freude schier überkochten.
Da weiß man schon, wie sich das weiterentwickeln wird.
Ihr werdet Freiwild und vogelfrei. In jeder Beziehung.

Euer Kuschelkurs mit dem links indoktrinierten bürgerlichen Lager, Eure Abgrenzungen und Differenzierungen untereinander haben dazu geführt, daß die Bewegung immer wieder gespalten wurde....bis zur Marginalität.

Jetzt werden die Köpfe, die herausragen, abrasiert.
Sellner und Stürzenberger werden nur die ersten, aber längst nicht die letzten sein. Mit zunehmender Schlagzahl.

Ich glaube nicht, daß von hier aus noch etwas mit politischer Relevanz ausgeht, weswegen ich mich jetzt vorrangig um mich und meine Familie kümmern werde.

Viel Glück.

Thomas Martini

26. Juli 2019 11:37

"Es ist eine Mahnung, sich gerade nicht ins vermeintlich kleinbürgerliche Friedensexil zu flüchten, sondern die Herausforderung anzunehmen und dadurch auch andere zu ermutigen, im Alltag selbstbewußt aufzutreten – und dem roten Terror damit keine Straße zu überlassen, egal ob in Halle oder bald sonstwo." - ANDREAS KARSTEN

Das "vermeintlich kleinbürgerliche Friedensexil" ist der Lohn für Menschen, die einem geregelten Berufsleben nachgehen, und nicht von Spenden leben.

Daß neurechte Studenten wie Sellner, Wessels, Fiß, oder Johannes K. Poensgen (der durch unsere Trierer Altstadt torkelnd ein imposantes Mannesbild abgibt) zur Arbeitswelt, und damit zur Lebensrealität der meisten Bürger, keinen Bezug haben, sticht aus jedem ihrer Texte heraus.

Ich aber soll mich solidarisch mit der Lebensrealität eines Aktivisten zeigen? Wozu eigentlich? Meiner Erfahrung nach, erfährt man "roten Terror" nur dann, wenn man ihn suchen geht. Man muß auf rechtsextreme Demos gehen, um mal mit eigenen Augen zu sehen, was das überhaupt ist: Linksextremismus

Fand ich nicht sehr ansprechend. Da ein antifaschistischer Staat logischerweise die antifaschistischen Schlägertruppen und Randalierer unterstützt, um die Opposition zu unterdrücken, halte ich es längst für eine dumme Idee, sich diesen Repressionen sehenden Auges auszusetzen.

"Wir halten mit friedlichen Mitteln dagegen!"

Ehrenwert und christlich. Aber gibt es zu diesem Weg aktuell eine Alternative? Sicher nicht. Und unter diesen völlig ungleichen Vorzeichen, bin ich draußen, und ziehe mein kleinbürgerliches Friedensexil vor. Wer will mir Feigheit vorwerfen?

In meinem Umfeld, innerhalb meiner Familie, meines Freundes- und Kollegenkreises, gibt es keine politischen Extreme, was im Klartext heißt: Ich muss dem "roten Terror" nichts überlassen.

Daß hier und in der "rechten Szene", Themen debattiert werden, die sich außerhalb der Wahrnehmung des Kleinbürgers abspielen, muß bei solchen Gelegenheiten stets noch einmal ins Gedächtnis gerufen werden.

Die Identitäre Bewegung hat zudem aus meiner Sicht den großen Fehler gemacht, sich als reine Jugendbewegung zu positionieren. Seit Jahren dieselben Gesichter, seit Jahren Stagnation. Wo bleibt der Nachwuchs? Interessant und spannend war das Projekt mal, aber das ist schon lange her. Wie lange will Sellner der Bewegung noch als "Kopf" vorstehen, mit 35 noch, oder gar mit 40? Wenn er noch ein paar Jahre wartet, ist er für echte Jugendliche der "Alte".

Was mich aber am meisten von der IB trennt, ist die Distanzierung von sogenannten "Altrechten". Damit sind ja bestimmte Positionen gemeint, die sich allesamt auf die Besatzung Deutschlands zurückführen lassen. Wer die nicht wahrhaben will, und da auch keine Priorität erkennt, mit dem kann und werde ich politisch nicht gemeinsame Sache machen.

Ich werde deshalb auch davon absehen, meine "eigenen Fetische und krankhaften Fixierungen" (Till-Lucas Wessels) in die Mitte der IB zu tragen. Wenn die Wohnung meiner Familie dafür von Buttersäure verschont bleibt, ist alles gut.

Benedikt Kaiser

26. Juli 2019 11:51

@Martini:
Der Demonstrationsversuch der IB war ein Scheitern mit Ansage, ja. Dementsprechend waren die Teilnehmerzahlen absehbar. Man kann – und muß – folglich konstruktive Kritik üben; etwas, das ohnehin konstant nötig ist. Auch die Frage nach Vereinbarkeit der Lebensrealitäten von Berufsaktivisten und "Normalbürgern" bleibt – in jedem grundsätzlich ausgerichteten politischen Milieu – eine diffizile, die man immer wieder aufs Tableau holen muß.

Aber alleine diese Stelle hier zeigt, daß Sie nichts, aber auch wirklich nichts verstanden haben:

Man muß auf rechtsextreme Demos gehen, um mal mit eigenen Augen zu sehen, was das überhaupt ist: Linksextremismus

Nein, es reicht dazu aus,
+ als christlicher Abtreibungsgegner für das Leben zu demonstrieren;
+ für die AfD im kommunalen Raum zu kandidieren;
+ als Beamter den Einsatzbefehl in Richtung einer Demo eines "breiten Bündnisses" zu erhalten;
+ auf einer Buchmesse konservative Bücher auszustellen;
+ usw. usf.;
kurz: es reicht dazu aus, einen einzigen Schritt aus der privatisierten, postpolitischen, widerspruchsfreien und damit behaglichen Konsenswelt hinaus zu wagen, um Linksextreme auf den Plan zu rufen.

Die Haltung, die Sie verkörpern, ist bedauerlicherweise die des davongekommenen Besserwissers, der jene, die sich mit allem, was dazugehört, in die Bresche für die (oft aus nachvollziehbaren Gründen!) anonyme 2. und 3. Reihe werfen, mit Unrat bewirft, weil sie so "dumm" waren, mehr als nur virtuelle Unmutsäußerungen kundzutun. Gewiß: Nicht jeder ist für vollständiges politisches Engagement geboren, aber Respekt anstelle von affektierter Häme sollte man schon aufbringen.

Unabhängig von der IB, an der vieles seit langem überlebt ist und die für manches (ob nun strategisch oder inhaltlich etc.) kritikwürdig bleibt:
Eine jedwede politische Strömung, die nach fundamentalem Wandel strebt und dafür mit Namen und Gesichtern einsteht, benötigt ein Hinterland der Solidarität mit einem gemeinsamen Grundverständnis von Theorie und Praxis, von Zusammenhalt und effektiver Arbeitsteilung. Wo dieses Hinterland fehlt, entstehen ungefährdete Dominanzräume des Gegners – also etwa des hegemonialen Antifaschismus, der diese Lektion vor Jahrzehnten begriffen hat.

deutscheridentitaerer

26. Juli 2019 12:27

@Martini

Stimmt, wenn Sie schön die Fresse halten und nicht aufmucken, lässt die Antifa Sie in Ruhe. Dann können Sie auch brav weiter arbeiten. Sellner und Co. können das eben nicht, weil Sie keine feigen Schweine sind, die vor dem Feind kuschen.

Andreas Walter

26. Juli 2019 12:39

Über zwei der Lieder auf einer CD, die für den Grammy für das Best World Music (Weltmusik) Album 2019 nominiert wurde:

“»Joschke aus Odessa« erzählt die Geschichte eines jüdischen Soldaten in der Roten Armee – einer von einer halben Million –, der seine Feinde wie ein Metzger in Stücke schneidet. »Mein Maschinengewehr«, unterlegt von einer Klezmer‐Melodie, bezieht sich auf den Stolz eines sonst ohnmächtigen Juden darauf, bewaffnet zu sein."

Das ist reale Gewalt- und Kriegsverherrlichung. Frei und käuflich überall erwerbbar ohne jede Altersbeschränkung und veröffentlicht im "Deutschland" des Jahres 2019. Kein Aufschrei, kein Entsetzen, keine Kritik, kein Widerstand - und bisher auch keine Reaktion der Staatsanwaltschaft.

Was sind das für Leute, die so etwas fördern, produzieren, erlauben, kaufen? Gefördert wurde das Projekt durch die kanadische Regierung über den Social Sciences and Humanities Research Council of Canada.

Ich bin mal gespannt, ob auf der CD auch die Judenverfolgung durch die Zaren und später dann auch Stalin thematisiert wird. Oder ob auch die Grenzschliessung der VSA speziell für Ostjuden und Süditaliener ab 1924 (Immigration Act of 1924) erwähnt wird. Muss ich aber erst überprüfen.

Solution

26. Juli 2019 13:03

@ Thomas Martini

Sie machen es sich aber leicht: Wenn ich nicht öffentlich in Erscheinung trete und schön im Anonymen meine Sprüche in die Tastatur haue, kann mir nichts passieren.

Ich habe auch als Student in Marburg/Lahn zum ersten Mal eine gebrochene Nase erlebt. Wer sowas nie erlebt hat, wer den Geruch und Geschmack des eigenen Blutes nie kennenlernte, sollte gegenüber den Aktiven schweigen und sie nicht noch verhöhnen.

Stellen Sie Sich mal vor, alle - von der AFD bis zu Verlagen - würden so denken. Dann würde es gar keinen Widerstand mehr geben.

Wie sind wir doch heruntergekommen.

Monika

26. Juli 2019 13:29

Jetzt bin ich sauer - gleichzeitig zieht hier ein Gewitter auf:)
Die Defätisten und Dummschwaller in diesem Forum sollten sich ausklinken und das nicht immer nur „androhen“.
Das sind diejenigen, die sagen: „Ich wandere jetzt aus“, aber um das Ziel ein großes Geheimnis machen. So, wie das kleine Kinder machen, die sich sich wichtig machen wollen: „Ätsch, ich sage dir nicht, was ich in dieser Tüte habe.“ Diese Kleinbürger schielen auf die Aktivisten, die ihren Kopf hinhalten und hoffen insgeheim, dass ihr eigener Arsch gerettet wird. Wenn es dann mal nicht so gut läuft, wird rumgejammert.
Wenn ich höre, man „muss auf rechtsextreme Demos gehen“ (@Martini) ...da übernehmen Sie die Sprache des politischen Gegners, der auch nicht mehr zwischen rechts und rechtsextrem unterscheidet. Wie Herr Karsten schon sagt, es hilft nichts, sich ins „kleinbürgerliche Friedensexil zurückzuziehen“. Genau an dieser Stelle setzt der Feind an. Er liebt den Spießbürger. Er liebt ihn sehr ! Das wissen die Kleingläubigen auch.
Im April 2018 war eine große Demo in Kandel ( zum „Fall“ Mia). Dort waren 3000-4000 Bürger, die ihrem Gefühl folgten und spontan Flagge zeigten. Dort war auch eine Gruppe Identitärer aus Baden ( total sympathische, nette junge Menschen) , die der Demo etwas Struktur gaben, denn der politische Gegner lauerte schon am Rande, sich auf die die Kleinbürger und Bekloppten ( die es immer gibt) stürzend. Ein sehr netter Identitärer meinte: „Wir Jungen sind bereit, den Kopf für euer Anliegen hinzuhalten.“ Das nötigte mir Respekt ab.
Die Alten und Kleinbürger müssen sich ja nicht mehr ins Getümmel stürzen. Und sicher wird auch Kritik in den eigenen Reihen geübt, da muss man nicht immer seinen Senf zu geben.
Es gibt auch andere Möglichkeiten, die Akrivisten zu unterstützen. Manchmal genügt es schon , das Maul zu halten ! Wie Kurt Beck schon sagte: „Einfach mal es Maul halte“.

Thomas Martini

26. Juli 2019 14:50

Altrechte bei praktisch jeder Gelegenheit auszuschließen, sie der Narretei, dem Wahn, und der Verblendung zu beschuldigen, diesen "abseitigen Gestalten" ein "eigenes Fetisch und krankhafte Fixierungen" nachzusagen (Wessels), sie als "Schmuddelkinder" (Sellner, Poensgen) zu bezeichnen, und diese Menschen dann noch der Feigheit zu bezichtigen, wenn sie von sich aus auf Abstand gehen, das passt ganz genau zu dem Eindruck, den ich nun über die Jahre von der IB gewonnen habe.

Ich bin wie gesagt raus. Vielleicht kommt ja Onkel Donald aus Amerika, um der IB mal unter die Arme zu greifen? Oder sein Schwiegersohn Jared Kushner? Dann braucht man auch keine "feigen Schweine" und altrechte "Besserwisser".

Vorhin habe ich die IB mal unter den Kollegen angesprochen, in Kürze dargestellt, was in Halle um den 20. Juli herum geschehen ist. Empörung: Fehlanzeige. Zwei Jungs haben nicht einmal von ihrem Handy aufgesehen. Nach wenigen Sekunden war das Thema gegessen. Was soll man da "Mahnungen" anbringen, "selbstbewusst aufzutreten", und die Straße nicht dem "roten Terror" zu überlassen?

Warum bei uns im Getränkeautomat die Cola aus ist, warum der Kühlschrank nicht drei Kisten Mineralwasser auf einmal gekühlt bekommt, all das sind nun einmal gerade drängendere Probleme, als das Klagen über die Antifa. Dafür kann ich nichts.

Atz

26. Juli 2019 15:23

"...es reicht dazu aus, einen einzigen Schritt aus der privatisierten, postpolitischen, widerspruchsfreien und damit behaglichen Konsenswelt hinaus zu wagen, um Linksextreme auf den Plan zu rufen."

Am Besten paranoide Linke schlagen sich gegenseitig den Schädel ein. Also immer schön die Paranoia anfüttern. Gemeinsame Fotos mit Linken machen. usw. Linke fressen den merkwürdigsten Tobak wenn es nur aus dem ideologischen Freundeslager kommt. Der naivste Schulterschluss mit militant-völkischen Kurden etwa, die kurzen Prozess mit den eigenen Abweichlern machen, und ihren Amazonen.

Martin Heinrich

26. Juli 2019 16:23

Ein kurzer Bericht zur Lage von einem aus der fünten Reihe, eines "Septembergefallenen":
"Konservativ" war ich schon immer. Mit dem "Eigenen" und allen sich daraus ergebenen Fragen habe ich mich tatsächlich erst intensiver ab September 2015 auseinander gesetzt. Eine Mitgliedschaft in der AfD kam nicht in Frage. (Das Kungeln und Mauscheln in den politischen Parteien kotzt mich an.) Meine Aktivitäten beschränk(t)en sich auf ein Abonnement von Sezession, Bücherkauf bei Antaios und gelegentliche kleine Spenden an Martin Sellner, IB, IfS und 20 Euro-Dauerauftrag an Ein-Prozent. So weit, so lala ...

Als kürzlich die IB in Deutschland vom VS als "rechtsextremistisch" eingestuft wurde, hatte ich deswegen ein Gespräch mit meinem Rechtsanwalt, inwieweit wg. Sellner-Christchurch-IB-meine Spendentätigkeit eine Beobachtung/Hausdurchsuchung meiner Person durch den Staatsschutz eventuell möglich sei. Quintessenz seiner Antwort war: "Die Wahrscheinlichkeit, dass bei Ihnen wegen Ihrer Aktivitäten im Moment (Juli 2019) eine Hausdurchsuchung durchgeführt wird, stufe ich als gering ein. Aufgrund Ihrer Spendentätigkeit können Sie aber davon ausgehen, dass Sie bereits im Raster des VS erfasst sind."
Meine Spendentätigkeit setze ich trotzdem fort. Aber "Gesicht zeigen"? Wenn ich, angestellt im öff. Dienst, in meiner rot-grünen 200.000-Einwohner-Wahlheimat meine "Aktivitäten" offenbare, bin ich beruflich und sozial "verbrannt". Und zwar total! Erste "Freundschaften" sind wegen meiner "Einstellung" jetzt schon in die Brüche gegangen. Da ich alleinstehend bin, wächst die Isolation jetzt schon spürbar, was mich aber nur wenig stört.
Aber ernsthaft "Gesicht zeigen"? Mit der Folge einer sicheren (!) Kündigung des Angestelltenverhältnisses, totaler sozialer Isolation, eventuell auch noch Antifa-Terror ... ?
Ja, es ist ein Spagat zwischen "noch-in-den-Spiegel-schauen-zu-können" und meinen kleinbürgerlichen Verlustängsten. Meine Ambitionen, beruflich alles hinzuschmeissen wachsen ( nur noch acht Jahre bis zur Rente). Im Moment betrachte ich mich suf Posten als "Ein-Mann-Kaserne". Mal schaun, eie es weiter geht ...
Den jungen Aktivisten der IB spreche ich für ihren Mut meinen höchsten Respekt aus!
Beste Grüße an alle hier im SiN-Forum
Martin Heinrich

Laurenz

26. Juli 2019 16:29

Kurze Anmerkung: Die Terminologie zB "antifaschistischer" Täter impliziert, daß es sich dabei um Anti-Faschisten handelt. Ist das nicht etwas unglücklich? In meinen Augen könnte man doch bei der USPD bleiben und diese Leute mit dem benennen, was sie ausmacht, zB Sozial-Faschisten. Sozial- oder (von Fall zu Fall) grün-faschistische Täter klingt doch wesentlich treffender.

heinrichbrueck

26. Juli 2019 16:39

Diese Art Streit ist überflüssig. Jeder halbwegs normale Mitstreiter weiß, ein Machtwechsel ist immer eine militärische Angelegenheit. Bis zu diesem Zeitpunkt, am richtigen Bewußtseinswandel arbeiten, cool bleiben, emotionale Aufregungen weglassen, abwarten. Was vermieden werden muß: Bürgerkrieg, Einmischung einer Fremdarmee.

Niekisch

26. Juli 2019 18:06

"Antifaschismus heißt heute vor allem: Steckbriefe politischer Gegner anfertigen, verbreiten, zur Menschenjagd aufrufen."

@ Redaktion: Das ist schon seit Jahrzehnten so und früher mit z.T. viel schlimmeren Methoden.

Ich erlaube mir hier an die damals jungen Kameraden und leider schon verstorbenen Kameraden Bernd Droese, Heinrich Gerlach und Rainer Vogel zu erinnern, die mit bewundernswertem Mut an der Uni und auf den Strassen und Plätzen trotz schlimmstem Terror gegen sie, ihre Familien und ihr Umfeld immer anständig und fair im Kampf für ihr geliebtes und trotz aller brutalen Schläge gegen seine Existenz unvergängliches Mutter/Vaterland Deutschland standen und nie aufgaben.

Frieda Helbig

26. Juli 2019 18:16

Danke B.K. für die notwendige und treffende Klarstellung!

Was ist nur los hier in diesem Forum? Liegt es am Wetter?

Dieses weibische Rumgezicke hier inkl. persönlicher Angriffe und Besserwisserei vermiest einem echt die tägliche Lektüre!

Anstand, Stil, Respekt??? Schade drum...

Friedrich

26. Juli 2019 18:38

Das hätte ich nicht gedacht, daß in der Kommentarspalte der "Sezession" so viel Negatives steht. Wenn sich jemand zurückzieht, sollte man nicht böse sein, vielmehr seinen Mut loben, so lange durchgehalten zu haben. Als DDR-erfahrener Altrechter oder besser -konservativer
habe ich das Gefühl, zu wenig für die Jugend getan zu haben und sie nicht mitgenommen haben. Meine eigenen Kinder lassen mich im Stich und wählen Grün, obwohl sie die 50 Jahre zurückliegende Sturm- und Drangzeit ihres Vaters mit mehrjähriger Stasihaft infolge freiheitlichen, aktiven Kampfes nur zu gut kennen! Sie wissen sehr genau auf welcher Seite wir standen, als die Mauer am 9.November 1989 zum Einsturz gebracht wurde. Und doch habe ich sie nicht erreicht.
Zu viele Grauköpfe sehe ich bei den
Versammlungen der AfD, zu viele alte Abgeordnete in den Parlamenten. Mit ihnen allein haben wir keine Chance, die Wende zu schaffen. Nur,wie kommen wir an die Jugend ran? Vielleicht müssen wir ein überzeugendes Signal, ein Großereignis wählen, um die junge Generation geschlossen auf die Straße zu bringen, begeistert, furchtlos wie wir es vor 30 und 50 Jahren waren. Ihr ahnt, woran ich denke- Geschichte schreiben am 9.Nov.2019!

quarz

26. Juli 2019 20:38

@Martini

"Seit Jahren dieselben Gesichter, seit Jahren Stagnation."

Von Stagnation kann nicht die Rede sein. Innerhalb weniger Jahre haben sich die Identitären in die vorderen Reihen des nationalen Politdiskurses katapultiert. Die Nähe zu ihnen wurde zum Kriterium für das gegenseitige Verhältnis von Parteien im Bundestag, die Fokussierung auf sie zu einem Premiumanliegen des zum Regierungswerkzeug verkommenen Verfassungsschutzes. In Österreich haben sie, so kann man mit guten Grund vermuten, die Positionen der Regierung in Bezug auf EU-Außengrenzschutz und UN-Migrationspakt wesentlich beeinflusst.

Kundrie

26. Juli 2019 22:10

Ich finde die Kommentare zu diesem Artikel allesamt sehr anregend und interessant. Endlich werden die echten, existenziellen Fragen aufgeworfen.

Hier hat doch hoffentlich jeder seinen Raspail bis zum bitteren Ende gelesen und weiß von daher, was diejenigen zu gewärtigen haben, die sich dem neuen, global geweiteten "Menschhheitszusammenhang" widersetzen.

Doch soll andererseits keiner glauben, sich eine private bürgerliche Nische erhalten zu können angesichts einer linken Kulturrevolution, die nirgends Halt machen will. Spätestens, wenn das elterliche Sorgerecht entzogen wird, weil die Kinder zu Hause ein falsches Wort aufgeschnappt und in der Schule leichtfertig ausgesprochen haben, wenn das traute Eigenheim zur Einquartierung neuer Refugees requiriert wird und die ersten Straf- und Sühnegesetze gegen eine zur MInderheit gewordene "weiße" Bevölkerung erlassen werden, dürfte es mit der Hoffnung auf eine private Idylle zu Ende gehen - eine Idylle, von der noch immer viele naive Deutsche hoffen, dass die kulturrevolutionäre Linke sie im Ausgleich für maximale politische Abstinenz gewähren wird.

bb

26. Juli 2019 22:27

Kleiner Denkanstoß an die Fraktion der spießigen Kleinbürger und die der lebensfernen Studenten:

Wir müssen im politischen Kampf nicht immer das ganze Volk mit in unser Boot holen. Wie wäre es denn, wenn wir an Netzwerken und Wirtschaftskreisläufen arbeiten würden? Arabische Clans spielen ganz entspannt Monopoly in der Hauptstadt, während IBster sich in der Provinz mit Antifanten herumschlagen. Diskrete Vernetzung und Bildung einer Parallelgesellschaft wird meines Erachtens langfristig erfolgreicher sein, als Protest gegen die Clownwelt.

Rechte Ideale orientieren sich an den Gesetzen der Natur. Die Zeit ist auf unserer Seite und sobald sie gekommen ist, wird sich dort auch die Masse der Mitläufer einfinden. Die Frage ist nur, ob jene, die dies erkennen, sich im Politischen Kampf aufreiben oder in der sozialen Isolation verharren, statt sich zusammenzuraufen, um gemeinsam Wege in die Freiheit und Unabhängigkeit zu suchen.

Laurenz

26. Juli 2019 23:38

@Friedrich ... mit den Grauköpfen wird das noch viel mehr und lustiger werden, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen und keiner mehr bekommen.

@Frieda Helbig .... liegt es am Wetter unter dem sie leiden? Selber nur rumnölen ohne konkret zu werden, hilft wem weiter?

Tino Taffanek

27. Juli 2019 08:37

@Thomas Martini

Das "vermeintlich kleinbürgerliche Friedensexil" ist der Lohn für Menschen, die einem geregelten Berufsleben nachgehen, und nicht von Spenden leben.

Wozu das Zurückziehen ins kleinbürgerliche Friedensexil führt, zumindest wenn es so weitergeht, sollten wir zumindest seit dem Roman Mister von Alex Kurtagic vor Augen haben. Das Exil wird nicht Ruhe sondern Strafe sein. Denn "SJWs always double down" bis auch das letzte Exil ausgeräuchert ist.

Wenn man wie der vorherige Poster "altersmäßig im letzten Viertel" angekommen ist, kann kan zwar hoffen, diese Zustände nicht mehr erleben zu müssen. Wie man es aber rechtfertigen kann seine Kinder durch das zurückziehen ins "bürgerliche Exil" diesen Zuständen auszusetzen erschließt sich mir nicht. Oder hat Martini etwa auch keine Kinder wie die Macrons und Merkels dieser Welt?

Lotta Vorbeck

27. Juli 2019 09:25

@Frieda Helbig - 26. Juli 2019 - 06:16 PM

I.) "Danke B.K. für die notwendige und treffende Klarstellung!"

Mit unserem Benedikt Kaiser, dies sei an dieser Stelle einfach mal ausgesprochen, ist eine fast noch jugendlich-frische "Edelfeder", ein unverbrauchter, brillianter Denker herangewachsen.

II.) "Was ist nur los hier in diesem Forum? Liegt es am Wetter?"

Am Wetter wird's wohl eher nicht liegen.

Möglicherweise finden am rechten Ufer des großen Flusses nunmehr Frust und Resignation Nahrung, weil die rot-grünen BRD-Mandarine - AfD-Präsenz in den Parlamenten hin oder her - ihre heimat-, volks- und staatszersetzende Agenda scheinbar unbeeindruckt fortführen.

Lotta Vorbeck

27. Juli 2019 09:48

@Friedrich - 26. Juli 2019 - 06:38 PM

"... Meine eigenen Kinder lassen mich im Stich und wählen Grün, obwohl sie die 50 Jahre zurückliegende Sturm- und Drangzeit ihres Vaters mit mehrjähriger Stasihaft infolge freiheitlichen, aktiven Kampfes nur zu gut kennen! Sie wissen sehr genau auf welcher Seite wir standen, als die Mauer am 9.November 1989 zum Einsturz gebracht wurde. Und doch habe ich sie nicht erreicht."

+++ Was fünf Jahrzehnte im Präteritum liegt, fühlt sich für die grüne Gefolgschaft unserer Tage etwa so an, als ob man dieser, mittels ratterndem Projektor und aufgespannter Leinwand in einem abgedunkelten Raum eine auf schwarz-weißem ORWO-Film überlieferte DEFA-Wochenschau "DER AUGENZEUGE" vorführen würde.

"Zu viele Grauköpfe sehe ich bei den
Versammlungen der AfD, zu viele alte Abgeordnete in den Parlamenten. Mit ihnen allein haben wir keine Chance, die Wende zu schaffen. Nur, wie kommen wir an die Jugend ran? ..."

+++ Es sind die "Grauköpfe" die nach wie vor überall dort, wo real gearbeitet werden muß, das gegenwärtige System auf ihren Schultern tragen.

Die zahlenmäßig ohnehin schwache Restjugend steht ebenso wie die weiterhin anwachsenden Rentner-Bataillone bolzenfest mit erdrückender Mehrheit auf Seiten des Systems.

Rhetorisch gefragt: Wodurch könnte sich dieser Umstand ändern?

RMH

27. Juli 2019 09:56

Die Debatte hier ist fast erhellender, als das Interview selber, welches den Zustand in diesem Land, den man bereits kannte und z.T. erahnte, nur noch fundierter an dem konkreten Beispiel beschreibt.

Evtl. stellt man ja bei der nächsten Veranstaltung unter der Rubrik "Ein Herz für Altrechte" einen Raum im Haus zur Verfügung, in dem dann die geneigten Kreise wieder ihre üblichen Referate wie "Wie der zweite Weltkrieg wirklich war und seine wahren Ursachen" oder "Die okkulten Herrscher der Welt (und warum ich dann dennoch ohne persönliche Folgen hier frei darüber referieren darf)" halten dürfen.

Selbstverständlich mit Büchertisch, wo man dann Werke wie "die Geschichte und Entwicklung des Seitengewehrs in der deutschen Infanterie", oder die "Helden von Narvik" etc. finden kann.

Man verzeihe mir diese Spitzen - aber genau darin liegt doch der Markenkern der jungen patriotischen Bewegungen wie der IB, dass sie so etwas gerade nicht anbieten und ihr eigenes, aktuelles Ding losgelöst von solchen Fragen machen. Wer das nicht verstanden hat oder verstehen will, der disqualifiziert sich bei Diskussionen um und über die IB von ganz alleine.

Zum Thema der öffentlichen Veranstaltungen und den dabei auftretenden, von staatlicher Seite geduldeten und z.T. mitveranlassten Schikanen hat B. Kaiser bereits alles notwendige geschrieben. Schon simple AfD- Infostände bei Wahlkämpfen können nicht mehr öffentlich angekündigt werden, sondern müssen konspirativ vorbereitet werden und dann nach spätestens 2 Stunden wieder abgebaut werden, damit keine Rollkommandos anrücken oder vor Ort bereits den Aufbau der Stände verhindern.

Wobei man durchaus die Strategie des Beanspruchens von Raum in der Öffentlichkeit kritisch hinterfragen kann. Denn im Grunde genommen erreicht man damit in der Tat nur Minderheiten und auch die Antifa ist nur eine Minderheit. Die Symbolik und der Beweiswert derartiger Veranstaltungen sind klar, aber dennoch: Die großen Kreise der Jugend ist in anderen "Szenen" unterwegs und mitnichten bereits mehrheitlich grün-links versaut, auch wenn sie deren Mantras in den Schulen zur Erlangung entsprechender Noten bereitwillig wiedergeben.

Als kleine Detailanregung: Evtl. sollte man eigene Gaming-Tutorials etc. online stellen. Da erreicht man ggf. noch mehr Breitenwirkung. Oder: Sellner mit Lambda-Skin, eingehackt in Fortnite oder so etwas in der Art ...

Gustav

27. Juli 2019 14:35

„Der Klassenhaß muß durch die organische Abstoßung des Feinds als eines inferioren Wesens kultiviert werden. Meine innerste Überzeugung ist, daß der Feind ein durchaus minderwertiges Wesen ist, physisch, aber auch moralisch degeneriert.“ (Maxim Gorki)

(Nachweis bei Stéphane Courtois u.a., Das Schwarzbuch des Kommunismus. Unterdrückung, Verbrechen undTerror, 4. Auflage 2000, S. 819 f.)

Schreckliche Angst fällt mir aufs Herz, wenn ich bedenke, wie es mit der allmächtigen Gewalt des Bösen in aller Geschichte gewesen ist. Sagt man, daß die Wahrheit endlich immer triumphiert, daß das Gute stärker ist als das Böse, so läutet man nur Phrasen und gibt sich Illusionen hin.

Juan Francisco María de la Salud Donoso Cortés

Glast

27. Juli 2019 15:52

Monika:

In Kandel haben sich Althools aus dem süddeutschen Raum ins Getümmel gestürzt. Jungs aus Karlsruhe, Kaiserslautern und Saarbrücken - fast alle jenseits der 40. Keine Identitären. War dabei. Ist aber auch in verschiedenen Videoaufnahmen dokumentiert. Für die Kandeldemos war die Identitäre Bewegung schlichtweg irrelevant. Was man bedauern mag...

Niekisch

27. Juli 2019 18:57

"Diskrete Vernetzung und Bildung einer Parallelgesellschaft wird meines Erachtens langfristig erfolgreicher sein, als Protest gegen die Clownwelt."

@ bb 26.7. 12:27: Der beste Vorschlag hier seit längerer Zeit! Besten Dank dafür! Schon lange trommele ich selber dafür, sich an Codreanus "Nestern" zu orientieren. Da unsere "Mehrheitsgesellschaft" sich mittlerweile schon nicht mehr in den Schwimmbädern behaupten kann, ist das Erfordernis unbedingt gegeben. Gab es damals in Rumänien die "Eiserne Garde", so gab es bei uns die "Eiserne Faust". Wird es sie hier und für uns auch morgen geben?

quarz

27. Juli 2019 19:24

@bb

"Wie wäre es denn, wenn wir an Netzwerken und Wirtschaftskreisläufen arbeiten würden?"

Dafür plädiere ich auch immer wieder. Wenn uns schon der Modus der Parallelgesellschaften aufgezwungen wird, dann sollten wir das Beste aus dieser Situation machen und unsere eigene Parallelgesellschaft so effizient wie möglich organisieren. Das schließt ja nicht aus, dass wir das "große Ganze" des Volkes dauernd im Auge behalten und bei passender Gelegenheit zu dessen Wohl tätig werden.

Wie sie richtig schreiben, wird die Zeit kommen, wo es für derzeit noch mit dem System Mitlaufende attraktiver sein wird, sich unserem funktionierenden Subsystem anzuschließen als weiterhin dem unübersehbar dysfunktional werdenden Buntland als Rädchen im Getriebe zu dienen.

Lotta Vorbeck

27. Juli 2019 20:41

@bb - 26. Juli 2019 - 10:27 PM

"Wir müssen im politischen Kampf nicht immer das ganze Volk mit in unser Boot holen. Wie wäre es denn, wenn wir an Netzwerken und Wirtschaftskreisläufen arbeiten würden? Arabische Clans spielen ganz entspannt Monopoly in der Hauptstadt, während IBster sich in der Provinz mit Antifanten herumschlagen. Diskrete Vernetzung und Bildung einer Parallelgesellschaft wird meines Erachtens langfristig erfolgreicher sein, als Protest gegen die Clownwelt."

+++ Die offene Feldschlacht, vulgo frontale Kraftprobe zu suchen, hat keinerlei Aussicht auf Erfolg und liefert nebenbei an ganzes Füllhorn an famosem Kraftfutter für die Relotius-System-Presse.

Die Flamberger und IBler, sind noch jung an Jahren, allesamt deutlich unter 40. Diese Jungen(s) und Mädchen(s) benötigen ab und an eine solche Gelegenheit zur Selbstvergewisserung.

Ansonsten haben Sie, werter @bb völlig Recht:
Der Aufbau eigener, auch ökonomisch tragfähiger Netzwerke dürfte langfristig wesentlich erfolgversprechender sein, als das Schlagen von vorhersehbar nicht zu gewinnenden Schlachten gegen die Clownwelt.

"Rechte Ideale orientieren sich an den Gesetzen der Natur. Die Zeit ist auf unserer Seite und sobald sie gekommen ist, wird sich dort auch die Masse der Mitläufer einfinden."

+++ Für die amorphe Masse der Mitläufer, vorgeblich politisch Uninteressierten und Saturierten ist es nur ein winziger Schritt vom "Hosianna!" zum "Ans Kreuz mit ihm!"

Sobald Erfolge zu verzeichnen sind, werden die Mitläufer in derartigen Massen versuchen das rechte Boot zu entern, daß dieses zu kentern droht.

heinrichbrueck

27. Juli 2019 21:48

@ RMH

Sie glauben wirklich, es ginge gegen die AfD? Die Presse preist die AfD dem Wählerpublikum an, verschafft ihr 15 %, um dann die AfD weghaben zu wollen?
Wie soll denn die AfD in Regierungsposition kommen? Die Systemlogik sieht eine Regierungsbeteiligung überhaupt nicht vor, sonst würde die Presse eine ganz andere Parteienbehandlung gezeigt haben.
War Geronimo altrechts oder neurechts? Gibt es eine übergeordnete Moralinstanz, sind zwei Völker im Krieg gegeneinander, die dem Sieger die Moral zuspricht? Vielleicht ging dem Sieg die niederträchtigste Machenschaft voraus, wird dadurch der Sieger moralisch ein besserer Mensch, weil seine Geschichtsschreibung geglaubt wird? Und wenn sie nicht geglaubt wird, was will der geschlagene Reservatsbewohner dann machen? Selbstverständlich können Indianer gefunden werden, die nie einen anderen Ausgang des Krieges wünschten. Dieser Krieg ist vorbei.

Frieda Helbig

27. Juli 2019 21:59

@Laurenz:
Ich nöle nicht nur rum, sondern ich lobte auch im selben Kommentar...

Mein Unverständnis bezieht lediglich auf den neuerdings hier anzutreffenden Umgangston und die ausgelutschte alt-neu-rechts-Debatte. Denn wem genau hilft das jetzt weiter?

Nochmal: ich bin um Jeden froh, der um Deutschland kämpft, egal in welcher Reihe. Solidarität und Zusammenhalt mit jedem, der es gut meint mit dem deutschen Volk! (Gilt genauso fürs weibliche Geschlecht.)

@Lotta: ist wohl leider so, wie Sie sagen! Kommt der gewünschte Erfolg nicht gleich, wird intern wieder rumgezankt...

Laurenz

28. Juli 2019 10:02

@Frieda Helbig .... wer liest schon gerne Endzeit-Phantasien? Würde sich die Endzeit Platz schaffen, dann gäbe es hier keinen mehr, weder zum schreiben noch zum kommentieren.
Was ist denn Ihr Bild von der Sezession im Netze? Eine Art Parteizentrale? Ein elitärer Debattier-Klub? Nach Ihrer Sicht wohl nicht.
Wenn Sie den Diskurs an sich falsch verstehen, wer soll Ihnen dann noch helfen? Und wenn Sie Ihren Beitrag auch nur 5 Meter weiter denken, endet er im virtuellen Gulag der Einheitsfront.

RMH

28. Juli 2019 10:06

@heinrichbrueck,
es geht in diesem Artikel in einem großen Schwerpunkt um Repressionsmaßnahmen und ich habe auf B. Kaisers Beitrag verwiesen und gleichzeitig als weiteres Beispiel ausgeführt, dass selbst so eine vergleichsweise harmlose Partei wie die AfD bei absoluten Kleinigkeiten wie Infoständen etc. massiver Repression, gerade auch durch Gewalttätigkeiten unterliegt, neben all den anderen, bürokratischen und pseudo-rechtsstaatlichen Schikanen (siehe Vorgehen des Wahlausschusses in Sachsen). Diese Fakten dürften unstreitig sein.

Was SIe dann wieder in Ihren Gedanken und Ihrer eigenen Vorstellungswelt daraus stricken, ist dann ganz Ihre Sache, unterstellen Sie mir aber bitte nichts, was ich nicht geschrieben habe.

Wie auch immer, die Themen der Vernetzung laufen doch bereits schon, wenn auch naturgemäß auch auf kleinerer Flamme. Was soll denn auch so etwas wie ein Hausprojekt anderes sein?

Sobald die "Rechts-Bewegten" in der Lage sind, sich gegenseitig wirtschaftlich am Leben zu halten, nicht nur ein paar Referentenstellen (hier kommt dann auch die AfD praktisch ins Spiel) oder Spendenverwaltungen zu verteilen haben, sondern sich auch echte jobs in der "Realwirtschaft" oder Wohnungen etc. zuschustern können, wird das Projekt erfolgreich sein. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Arbeiten wir daran.

RMH

28. Juli 2019 11:07

Nochmal zu @heinrichbrueck,

Ihr Beispiel mit den Indianern möchte ich dann doch noch aufgreifen. Bei denen gibt es heutzutage solche, bei denen an allem immer und ausschließlich der weiße Mann Schuld ist, die in shitholes leben, eben weil der böse weiße Mann vor Jahrhundert eingefallen ist, Krankheiten mitgebracht hat etc. etc. (alles bekannt). Gleichzeitig hängen sie wie am Feuerwasser an den Gnaden-Geldern des bösen weißen Mannes und seines Regimes. Und dann gibt es Indianer, die aus ihren Reservaten mit viel Einsatz blühende Oasen gemacht haben, den Öko- und Umweltschutzfimmel so wie den Minderheiten-Blues der linken Weißen geschickt ausgenutzt haben und ihr eigenes Leben selbstbewusst und stolz leben. Gut, diese findet man jetzt auch eher in Canada und das hat auch seine spezifischen historischen Ursachen, aber auch in Canada gibt es solche der ersten Kategorie und in den USA auch solche der zweiten.

Die alte Rechte ist in ihrem gesamten äußerlichen und intellektuellen Erscheinungsbild der Kategorie 1 der genannten Indianer fast zum Verwechseln ähnlich. Schuld sind immer nur die anderen, immer nur die bösen Amis, Engländer, Franzosen und wenn die Zimmertür zu ist, dann natürlich die "Juden" ("USrael", "Ostküste" etc. - "VSA" etc.).

Wer solch alten Muff anzubieten hat, der braucht sich nicht im geringsten darüber zu wundern, warum junge Menschen überhaupt kein Interesse an so etwas entwickeln. Insofern nochmals Danke an die IB und an alle weiteren Kreise, dass sie Patriotismus eben gerade nicht über einen Schuldvorwurf an andere definieren oder sich immer nur als Opfer irgendwelcher Machenschaften sehen.

Daher: Bitte weiter machen, Deutsche müssen ihr eigenes Ding stricken und entwickeln und dabei hilft es nichts, immer zu sagen, wir sind Opfer, weil wir sind nur besetztes Land etc. … oder aber: Die bösen etc. werfen uns immer Knüppel zwischen die Beine und halten uns klein - lässt sich alles beliebig fortführen, diese Tiraden kennen wir alle zu Genüge, denn sie werden bis zum Erbrechen regelmäßig wieder und wieder präsentiert. Sie helfen aber im konkreten Hier und Heute nicht 1 mm weiter …

Frieda Helbig

28. Juli 2019 11:08

@Laurenz:

Es bleibt Ihr Geheimnis, wie Sie darauf kommen, das man gegen einen Diskurs sei, wenn man einzig und allein an gewisse Umgangsformen und Wertschätzung im eigenen Lager hinweist...aber natürlich können Sie interpretieren, wie Sie mögen...

Und wenn man an Geschlossenheit im eigenen Beritt apelliert, weil mir diese grad ob der Überzahl der Deutschlandabschaffer wichtig erscheint,

Frieda Helbig

28. Juli 2019 11:10

dann endet man Ihrer Meinung nach im geistigen Gulag...kann man natürlich so sehen, vor allem hilft uns das in der jetzigen Lage extrem weiter...

Lotta Vorbeck

28. Juli 2019 18:33

Kesselschlacht am Flamberg
https://youtu.be/YtbVhmh5isI

am 28.07.2019 veröffentlicht

Steintor wird zum Sperrgebiet. Die identitäre Demo (Halle 20.07) wurde nach wenigen Stunden zu einem Hexenkessel. Rechtsbrüche seitens der Polizeiführung inklusive.

Quelle: Ruhrpott Roulette

Laurenz

29. Juli 2019 10:23

@Frieda Helbig ... schön, zumindest haben Sie mich etwas verstanden. Die Frage, wie auf SiN geschrieben wird, ist unlösbar und kann nur subjektiv von der Redaktion entschieden werden. Denn, soll die benutzte Sprache nur wenigen zugänglich sein, oder ist eine höhere Reichweite wünschenswert?

@RMH .... in meinen Augen haben Sie den Mitforisten heinrichbrueck nicht verstanden. Vielleicht hat Er Sich auch Selbst nicht ganz verstanden, weiß ich nicht. Der Krieg ist natürlich nicht vorbei. Es herrscht immer Krieg. Ihn nicht wahrzunehmen, liegt an der beschränkten Wahrnehmung des Menschen.

Wer will schon irgendeine Moral definieren? Doch nur derjenige, der im Luxus beheimatet, zu viel Zeit hat.
Ob die Indianer nun gemeuchelt wurden oder unverschämterweise völlig unproduktiv mit zuwenigen (ca. 60 Mio.) Einwohnern zu viel Land beanspruchten, sei dahin gestellt.
Der militärische Fakt ist, die Indianer haben es nicht geschafft, den einfallenden Abschaum Europas zu eliminieren und konsequent wurde, ganz christlich, die indianische Kultur zerstört. Seien wir doch egoistisch und froh darum, daß wir diesen fast unmenschlichen Abschaum (leider nicht ganz) los sind.

Ob nun AfD oder Indianer, hier geht es grundsätzlich um die Deutungshoheit, und die wird vom linken Rassismus bestimmt.
Die Linke hat überhaupt kein Problem, identitäre Minderheiten und deren ethnischen Rechte zu unterstützen, zu bewahren, siehe die Sioux am Standing Rock. Denn der Feind wurde ausgemacht, der angeblich mehrheitliche WIP and WASP, welcher die kleine Ethnie unterdrückt. Die Sioux werden von der Linken und ihrem globalen Herrschaftsanspruch nicht als Gefahr erachtet, und sie sind gut genug dazu, propagandistisch ausgeschlachtet zu werden, siehe der große Vaterländische Krieg. Diese geistige Gülle kann nur Linken einfallen, denn Indianer genießen privilegierte Sonderrechte. Wer ist hier tatsächlich der Rassist?
Weder greift die Linke den Chinesen an, welcher die am meisten verbreitete Ethnie auf dem Planeten repräsentiert, noch den Indio und den Afrikaner.
Weiße bevölkern nur noch zu 8% den Planeten. Anti-Rassismus aus dem Munde der Linken bedeutet grundsätzlich Rassismus gegen Weiße, mit dem damit verbundenen Wunsch, die Weißen zu eliminieren. Da unsere jüdischen Freunde, bis auf Israel, nur dort leben, wo Weiße leben, werden sie das Schicksal der Weißen teilen, auch wenn ihnen das vielleicht noch nicht ganz klar ist.
Daß die AfD, wie die Sioux im Prinzip für sich auch, die globalen Minderheiten-Rechte von weißen Menschen vertritt, und auch noch fordert, die entsprechend nötigen Reservate einzurichten, macht diese Partei zum Hort des Widerstands gegen den biologischen Völkermord und muß weg.

heinrichbrueck

29. Juli 2019 11:22

Es geht eigentlich darum, Macht zu entwickeln. Die Einteilungen, ob jetzt altrechts – neurechts, blühende Indianer – saufende Indianer, ist mir im ersten Falle nicht so geläufig, im zweiten sind auch die anständig lebenden Indianer, der Großzügigkeit und der Erlaubnis dieses führen zu dürfen, angewiesen. Die IB habe ich auch schon gelobt, dagegen ist nichts einzuwenden, nicht daß sie es nicht selber wüßte, was aber ein zweites Thema wäre. Mir reicht es nicht, als anständiger Indianer leben zu dürfen.

„Die Geschichtsaufzeichnungen zeigen, dass die Geldwechsler jede mögliche Art von Missbrauch, Intrige, Betrug und Gewalt benutzt haben, um ihre Kontrolle über Regierungen mittels der Kontrolle von Geld und Geldemission aufrecht zu erhalten.“(Präsident James Madison)

Ein selbstbestimmtes Leben, ein eigenes Leben, bedarf der Absicherung durch Macht. Erst dann ist Kultur möglich, in einem eigenen Kultur- und Lebensraum. „Ihr eigenes Ding stricken“ klingt gut. Muß aber auch abgesichert sein, damit es zustande kommen kann. Andernfalls bleibt konsumorientierte Sklaverei; Max Otte sprach in seiner Abschiedsvorlesung einige Dinge an, mehr ging auch nicht, man mußte sich nur das Publikum anschauen.

Wurden Fehler gemacht? Politisch, volkswirtschaftlich etc. Ja. Aber es kommt auch darauf an, aus welcher Perspektive diese historischen Niederlagen diskutiert, wie sie besprochen werden, zu welchen Schlußfolgerungen man gelangen kann.

Niekisch

29. Juli 2019 11:42

"Bitte weiter machen, Deutsche müssen ihr eigenes Ding stricken und entwickeln und dabei hilft es nichts, immer zu sagen, wir sind Opfer, weil wir sind nur besetztes Land etc. … oder aber: Die bösen etc. werfen uns immer Knüppel zwischen die Beine und halten uns klein - lässt sich alles beliebig fortführen, diese Tiraden kennen wir alle zu Genüge, denn sie werden bis zum Erbrechen regelmäßig wieder und wieder präsentiert. Sie helfen aber im konkreten Hier und Heute nicht 1 mm weiter …"

@ RMH 28.7. 11:07: Dann stricken Sie bitte, RMH, Butter bei die Fisch! Auf mich läßt sich ja hier fast niemand ein mit meinem Vorschlag, einen zündenden Anruf für Alt und Jung, "Rechts" und "Links" zugleich zu formulieren, der mehr ist als ein bloßes Sammelsurium von Forderungen, das niemandem vom Hocker reißt.
Los, die Nadeln in die Hand und Maschen aufgezogen!!!

RMH

29. Juli 2019 19:56

@Laurenz, heinrichbrueck, niekisch,
ich möchte Ihnen in weiten Teilen auf Ihre Erwiderungen auf meinen Beitrag recht geben. Nichtsdestoweniger:
Es läuft am Ende bzgl. Deutschlands auch auf eine Betrachtung im Sinne von "Glas halb leer oder halb voll" im Hinblick auf die Ausgangslage hinaus und da gehen die Meinungen naturgemäß auseinander (ich bin da durchaus weniger optimistisch, als ich schreibe).

Im Hinblick auf junge Menschen muss man - egal ob damit die Lage zutreffend oder nicht widergegeben wird - meiner Meinung nach gesunden Zweckoptimismus verbreiten. Bedenken wir, dass Kreise wie die IB in Deutschland ja gerade mal ein paar hundert Leute umfassen mit einem Dunst- und Zuseherkreis von bestenfalls einer kleinen 4-stelligen Zahl an anderen jungen Menschen (alle über 30 möchte, die auch Sellner & Co. verfolgen, möchte ich einmal raus nehmen). Dennoch ist die öffentliche Bekanntheit groß.

Was das "Stricken" angeht, so kann jeder ein bisschen an seiner Stelle etwas tun bei seinen Entscheidungen, die er beruflich und geschäftlich treffen kann. Bspw. sollte eine klandestine Bevorzugung von Deutschen jedem, der etwas zu entscheiden hat, möglich sein. Kann man nicht mehr an die große Glocke hängen, aber die Herausbildung von stillschweigenden Übereinkünften und Bräuchen ist eines der Themen, an denen man "stricken" kann.

Laurenz

30. Juli 2019 02:43

@RMH .... schauen Sie Sich, wenn Sie mögen, das neueste Interview von Roland Tichy mit Thilo Sarrazin an.
https://youtu.be/ArWewyYiDJQ

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