1. Dezember 2019

Sonntagsheld (129) – Zähne zeigen!

Till-Lucas Wessels / 8 Kommentare

Londoner Helden, die Dritte

Zuerst einmal die Fakten, sie sind absurd genug: In der Hauptstadt eines Landes, das weltweit Häme für die versuchte Verbannung jeglicher Messer oder messerähnlicher Gegenstände aus der Öffentlichkeit erntete, ersticht ein für die Vorbereitung eines Anschlags verurteilter nichteuropäischer Terrorist bei einer Resozialisierungsmaßnahme, die er als vorzeitig freigelassener Häftling besucht, zwei Menschen, darunter einen diversitäts-vernarrten Bewährungshelfer.

Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.

Mit zwei an seine Hände geklebten Klingen läuft er anschließend, bekleidet mit einer Sprengstoffgurtattrappe, Amok. Gestoppt wird der Attentäter, der zufällig denselben Nachnamen trägt wie der für seine Multikulti-Propaganda bekannte Bürgermeister der Stadt, letztendlich von drei Passanten: Einem mutigen Unbekannten mit einem Feuerlöscher, einem verurteilten Mörder auf Freigang und einem polnischen Koch namens Lukasz, der mit dem Zahn eines Narwals auf den Messerschwinger einsticht, bevor Polizeibeamte den Angreifer erschießen. Besagter Bürgermeister feiert diesen ganzen Vorfall als Erfolg der vielfältigen Einwanderungsgesellschaft.

Schon wieder London also. Wer meine Kolumne von Beginn an verfolgt, dem wird auffallen, daß wir nicht zum ersten Mal einen tapferen Mann begrüßen, der sich auf den Straßen dieses Molochs seine Meriten verdiente. Auf Keith Palmer, einen unbewaffneten Polizisten, dessen Tod im fünften Sonntagshelden seine Würdigung fand, folgte als Sonntagsheld Nr. 15 der „Lion of the London Bridge“ Roy Larner; ein Fußball-Hooligan, der sich gleich drei mit Messer bewaffneten Islamisten in den Weg stellte.

Palmer bezahlte seinen Einsatz mit dem Leben, aber Larner hat überlebt. Bis zum Ende seiner Tage wird er die Narben von 17 Messerschnitten an seinem Körper tragen. Eine zeitlang lud man ihn deshalb in ein paar Talkshows ein, im Jahr 2019 ist er nur noch ein abschreckendes Beispiel dafür, welches bedrückende Schicksal die jetzt zu kürenden Heroen erwarten kann, sobald sich der Trubel und die Dankesbekundungen gelegt haben: Bis heute hat Roy Larner für die schweren Verletzungen, die er sich beim Kampf mit den Terroristen zuzog, keinerlei staatliche Kompensation erhalten.

Im Gegenteil: Der einstige Held landete seinerseits auf einer Überwachungsliste der Anti-Terror-Einheiten, weil er in Kontakt mit islamkritischen Parteien stand und im Rahmen einer verbalen Auseinandersetzung einen farbigen Fotografen, der ihn gegen seinen Willen knipsen wollte, beleidigte und anspuckte. Infolgedessen wurde ihm vonseiten des Staates die Teilnahme an einem „Anti-Aggressions-Training“ und einem „Deradikalisierungsprogramm“ verordnet, inzwischen ist er – Netzberichten zufolge – obdachlos und leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Von außen betrachtet erscheint es fast so, als wolle jenes London, welches Sadiq Khan sich wünscht, gar nicht von Menschen wie Palmer, Larner oder Lukasz vor seinen schrecklichen Kindern gerettet oder geschützt werden. Seit Jahren ächzt es unter den Attacken von Terroristen und Migrantenbanden und doch wendet es sein von Säureattacken zerfressenes Gesicht von denjenigen ab, die sich dem Wahnsinn in den Straßen entgegenstellen.

Tröstend indes: Für Lukasz, den Koch mit dem Narwalzahn, wird der ganze Trubel vermutlich etwas zuträglicher ablaufen. Als Zugezogener taugt er nicht nur besser für den Multikulti-Fimmel von Sadiq Khan als ein islamkritischer Hooligan, er hat auch eine zweite Heimat, die es im Umgang mit ihren Helden etwas besser meint als Großbritannien: In Polen soll er bereits für die Medaille für die „Medaille für Zivilcourage und Opferbereitschaft“ vorgeschlagen werden. Und während die britische Streifenpolizisten weiterhin unbewaffnet Passanten nach Kartoffelschälern und Buttermessern (die unterliegen nämlich auch einem Führungsverbot) untersuchen müssen, läßt der polnische Ministerpräsident dem Ritter mit dem Narwalzahn ausrichten: „Gegen den Terrorismus ist jede Waffe erlaubt”. Das macht Hoffnung.


Till-Lucas Wessels

Till-Lucas Wessels studiert und ist identitärer Aktivist sowie »Minenhund für zukünftig Zumutbares«.


Kommentare (8)

Franz Bettinger
2. Dezember 2019 04:40

Klasse Beitrag!

RMH
2. Dezember 2019 08:22

Notizen aus der Provinz ...
(des Weltstaates)
Im Westen nichts Neues ... etc.

H. M. Richter
2. Dezember 2019 09:05

"Besagter Bürgermeister feiert diesen ganzen Vorfall als Erfolg der vielfältigen Einwanderungsgesellschaft."
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Beim Lesen des Satzes mußte ich an folgende Aussagen ( "Terror attacks are part of living in big city" u.a.) Bürgermeisters Khan denken:
https://twitter.com/ARmastrangelo/status/1200783023484129280
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Der in London als Waffe eingesetzte Walzahn nun verweist - Tieferes berührend - auf anderes:

Von Jack London(!) gibt es in den 'Südsee-Geschichten' eine Erzählung, die den Namen "Der Wahlzahn" trägt und vermutlich nicht noch nachträglich ins Kositza-Sommerfeld'sche Bändchen 'Vorlesen' aufgenommen werden wird.

Es ist eine sehr harte Geschichte, in der es gegen Anfang heißt: "Lotu, das Christentum, machte nur langsame Fortschritte und ging oft den Krebsgang. Häuptlinge, die sich selbst für Christen erklärt hatten, zeigten eine bedauerliche Neigung zu Rückfällen, um sich am Verzehren eines Lieblingsfeindes beteiligen zu können."
Und kurz vor derem Ende: "Barhaupt stand er in der Sonne und betete laut – das geheimnisvolle Bild des unvermeidlichen weißen Mannes, der mit Bibel, Kugel oder Rumflasche dem erstaunten Wilden auf dessen eignem Gebiet gegenübersteht."

https://gutenberg.spiegel.de/buch/sudsee-geschichten-10092/3

Vielleicht wird diese Geschichte ja in einen späteren Band aufgenommen werden. Möglicher Titel: 'Selbst lesen'.

Caroline Sommerfeld
2. Dezember 2019 10:28

"'Gegen den Terrorismus ist jede Waffe erlaubt'. Das macht Hoffnung."

Um Gottes Willen! Ich habe die Szene auf der Londoner Brücke, den perversen Zynismus von Sadiq-"part and parcel of living in a big city"-Khan und die Positivsanktionierung der absurden Waffe durch den polnischen Präsidenten als Einzelszene schon kapiert.
Im Gesamtbild fügt sich das Präsidentenzitat plus Schlußsatz jedoch mit dem ekligen Schmatzgeräusch dichter Passung in den "war against terror", dem jedes Mittel im Kampf gegen das deklarierte neue Böse recht sein muß.

Lotta Vorbeck
2. Dezember 2019 17:10

@Caroline Sommerfeld - 2. Dezember 2019 - 10:28 AM

"... Im Gesamtbild fügt sich das Präsidentenzitat plus Schlußsatz jedoch mit dem ekligen Schmatzgeräusch dichter Passung in den "war against terror", dem jedes Mittel im Kampf gegen das deklarierte neue Böse recht sein muß."

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Den Täter mit vereinten Kräften noch vor dem Eintreffen (bewaffneter) Polizei, in unmittelbarer Nähe des Tatortes mittels improvisierter Bewaffnung gestellt und paralysiert ...

... dem von Ihnen sofort erspürten, anderen Aspekt des präsidialen Zitats, sollte man sich trotz der im allerersten Moment aufkeimenden Genugtuung durchaus bewußt sein.

qvc1753
2. Dezember 2019 23:09

Was bei den ganzen Heldengeschichten vergessen wird, ist das im UK seit mehr als einem Jahrzehnt Polizei, Justiz und vor allem der Strafvollzug drastischen Budgetkürzungen unterlagen. Nicht nur schwächte man damit die Innere Sicherheit und überliess Subjekte wie Khan sich selber. Die Ärmsten im UK, im Besonderen in alten Industrieregionen sowie so schon durch Deindustrialisierung gebeutelt, werden seit Ende der Finanzkrise durch rigorose Streichung von Sozialleistungen („Heating or Eating”) kontinuierlich ärmer.
Das die Londoner Polizei der Lage schnell Herr wurde ist eher der Tatsache geschuldet das London Bridge im Zentrum liegt. Nicht der Effizienz der Bewährungsbehörde, die dem Mann eine elektronische Fussfessel verpasste.

Polizeiarbeit, Terrorbekämpfung,Resozialisierung oder eben auch Programme gegen Extremismus kosten Geld.
Wenn man das einspart kostet es Menschenleben.

Und es kostet Menschenleben, wenn man ganze Landstriche verarmt. Sowieso schon vorhandene Konflikte werden dann noch verschärft.

Seneca
4. Dezember 2019 15:01

Der London Bridge Fall ist noch unter zwei anderen Aspekten aufschlussreich bzw interessant. Beide Opfer waren ethnisch leicht zu identifizierende Briten und dies in einem extrem multikulturellen Umfeld (Fishmongers Hall). Es kommt einem sofort die Frage nach dem von Akif Pirincci vorhergesagten Ethnomorden in den Sinn. Jack Merrit, das erste Opfer, war zudem ähnlich wie im Freiburger Fall von Maria Ladenburger im NGO-Bereich für Einwanderer aktiv. Hat man noch bei der Traueranzeige der Eltern und der Bitte einer Geldspende an die Flüchtlingshilfe anstelle von Blumenschmuck mit dem Koof geschüttelt ob der unglaublichen „Geste“, sieht dies bei dem vom Vater gestern im Guardian veröffentlichten Kommentar gänzlich anders aus. EINEN Tag nachdem sein Sohn kaltblütig vom eigenen Schutzmilieu regelrecht geschlachtet worden ist, analysiert der Vater völlig trocken und ohne jegliche Emotionen, was sein Sohn politisch jetzt als Lehren aus der Tat gewollt hätte. Dieses Stück sollte jeder im Original gelesen haben, um zu verstehen bzw nicht zu verstehen, was in diesen Menschen vorgeht. Als Vater macht einen diese staubtrockene und völlig nüchtern analysierte Betrachtungsweise einfach nur fassungslos. Es wäre eine lohnenswerte Aufgabe für einen der S-Autoren dieses Stück psychologisch zu analysieren.

Phil
5. Dezember 2019 10:34

Mir scheint, man hat dort aus Rotherham nichts gelernt und ist immer noch auf dem "farbigen Auge" blind.

@ Sommerfeld und Vorbeck: Es passt zu Polen. Ich sage nur: geheime CIA-Foltergefängnisse...

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