4. Juni 2020

George Floyd (3): Weiße Leben zählen nicht

Martin Lichtmesz / 79 Kommentare

Wenn sich meine Beiträge über George Floyd wie Aktualisierungen meines sieben Jahre alten Textes über Trayvon Martin lesen, dann hat das einen Grund.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Ich zitierte damals den bei diesem Thema äußerst zuverlässigen und unbestechlichen Takimag-Kolumnisten Jim Goad:

Diese Leute können sich nicht mehr von dem Drehbuch losreißen, das ihnen in ihre Dummköpfe eingebrannt wurde. Sie haben den rassen-fixierten Film, der ihnen von Anfang an vorgesetzt wurde, kritiklos aufgesogen. Und sie werden sich an dieser Version der Geschichte festbeißen, bis das ganze Land in Scherben fällt.

Der Zeitpunkt scheint nun erreicht zu sein: die landesweiten Unruhen, die Amerika gerade heimsuchen, hat es in dieser Intensität seit den sechziger Jahren nicht gegeben, auch wenn die Opferzahl der "L.A. Riots" von 1992 noch nicht erreicht ist. Sie sind teilweise Frucht der 2012 gesäten Trayvon-Martin-Lüge, haben aber Wurzeln, die weitaus tiefer reichen.

Fassen wir nochmal zusammen: George Floyd, ein bis dato unbekannter und unbedeutender schwarzer Durchschnittskrimineller, ist über Nacht zur antirassistischen Ikone geworden, die international verehrt wird wie ein Abgott.

Sein Antlitz prangt nun als Graffiti auch auf deutschen Mauerwänden (etwa in Berlin und Mannheim), und hat die gleiche Funktion wie ähnliche Heiligenbilder von Greta Thunberg oder Alan Kurdi: der westlichen, weißen Welt ein schlechtes Gewissen zu machen.

Die kultische Verklärung Floyds läßt sich, wie ich dargestellt habe, rational nicht rechtfertigen. Ihre Dynamik gründet vor allem auf zwei Faktoren: erstens einem tiefsitzenden Rassen-Ressentiment der Schwarzen, die sich trotz aller massiven Integrationsbemühungen seitens der Weißen als mangelhaft anerkannt, herabgesetzt, diskriminiert und benachteiligt fühlen, zweitens auf einer nicht minder tiefsitzenden Bereitschaft der Weißen, sich kollektiv für die echten und vermeintlichen Untaten der gesamten weißen Rasse schuldig zu fühlen, um auf diese Weise Bußbereitschaft und höhere Moral unter Beweis zu stellen.

So kam es im Zuge der Randale zu grotesken Szenen, die allesamt aus Jean Raspails Heerlager der Heiligen stammen könnten: man sah Gruppen von Weißen, die vor Schwarzen auf dem Boden knieten, und rituell um Verzeihung für die rassistischen Sünden ihrer Vorväter und Stammesgenossen baten, was von den Gehuldigten teils rührselig, teils arrogant entgegengenommen wurde.

Eine der irrsten Szenen ist vermutlich dieses Fragment aus Bethseda, Maryland, in dem hunderte Weiße mit Corona-Geschichtsmasken und hingebungsvoll ausgestreckten Armen im Chor einen antirassistischen Schwur nachsprechen, den sie von einer schwarzen Hohepriesterin empfangen:

"...über Rassismus, Anti-Schwarzsein oder Gewalt. Ich werde meine Stimme auf die erbaulichste Weise einsetzen, und alles in meiner Macht Stehende tun, um meine Gemeinde aufzuklären. Ich werde meine schwarzen Nächsten genauso lieben wie meine weißen."

Eine ähnliche Show kann man hier sehen: Da liegen buchstäblich hunderte Menschen auf der Straße und sprechen im Chor "I can't breathe". Die größten Spinnereien von Fridays for Future oder Extinction Rebellion verblassen gegenüber einem Massenwahn dieser Art.

Nicht nur Zivilisten, auch Polizisten und Soldaten sind "aus Solidarität" vor schwarzen Protestlern in die Knie gegangen, etwa in Washington, New York oder Portland, Oregon, wofür sie zum Dank von Antifas die Hände geschüttelt bekamen. Diese Geste erfolgte nach dem Vorbild des farbigen Football-Spielers Colin Kaepernick, einem populären Multimillionär, der der Ansicht ist, er lebe in einem System, das Schwarze "systematisch unterdrückt".

Die schwarze Politikerin Andrea Jenkins vom Stadtrat von Minneapolis forderte, Rassismus analog zur Coronakrise zum Staatsnotstand und Problem der öffentlichen Gesundheit zu erklären. Es handle sich immerhin um einen "Virus, der seit 400 Jahren Amerika infiziert hat".

Auch der schwarze CNN-Kommentator Van Jones bohrte unbarmherzig im Gewissen seines weißen Publikums:

Sogar die liberalste, wohlmeinendste weiße Person hat einen Virus in ihrem Kopf, der augenblicklich aktiviert werden kann. Jetzt erleben wir, wie sich ein Vorhang öffnet. Schaut in den Spiegel und erkennt, wie IHR schwarze Potenziale erstickt, wie IHR schwarze Menschenwürde erstickt, wie IHR euch benehmt.

Even the most liberal well-intentioned white person has a virus in his or her brain that can be activated at an instant. So what you're seeing now is a curtain falling away. Look in the mirror and how YOU choke off black opportunity, and how YOU choke off black dignity, how YOU behave.

Jeder Weiße ist hiermit aufgerufen, sich in dem Monster Derek Chauvin (nomen est omen) wiederzuerkennen und sich von seinen mikroaggressiven Diskriminierungsünden zu reinigen. Man fordert "Gerechtigkeit" für Floyds Tod, während doch die vier involvierten Polizisten, darunter einer koreanischer Abstammung, der nun auch der "anti-blackness" verdächtigt wird, rechtmäßig angeklagt wurden und mit harten Strafen rechnen müssen. Welche "Gerechtigkeit" kann man also noch verlangen?

Daß Floyd in der Tat trotz seiner Hilferufe brutal und rücksichtslos behandelt wurde, läßt sich unzweifelhaft dem Beweisvideo entnehmen. Hier scheint mindestens eine fahrlässige Tötung vorzuliegen. Chauvin wandte allerdings eine "nicht-tödliche" Fixierungsmethode an, die von der Polizei in Minneapolis ausdrücklich empfohlen wird, und wir kennen kaum die Vorgeschichte von Floyds Verhaftung im Zuge eines Betrugsversuches mit Falschgeld. Der mehrfach vorbestrafte, über zwei Meter große Riesenkerl soll zu diesem Zeitpunkt betrunken und unkontrollierbar gewesen sein. Mehr noch, laut einer im Netz einsehbaren Autopsie scheint er ein "wandelndes Drogenlabor" (Hadmut Danisch) gewesen zu sein; darüber hinaus war Covid19-positiv.

Die Todesursache bis dato nicht eindeutig erwiesen, ebensowenig die angeblich rassistischen Motive oder die Tötungsabsicht Derek Chauvins, der ganz schön dumm sein muß, jemanden vor laufender Kamera gezielt umzubringen zu wollen. Er muß nun aber als Symbolfigur für das "weiße Privileg" und "das System" schlechthin herhalten und hat wenig Chancen auf einen fairen Prozeß. Das "System" ist jedoch die eigentliche Zielscheibe der "Protestler" und ihrer Trittbrettfahrer, nicht etwa exzessive Polizeigewalt, die faktisch Tatverdächtige aller Rassen trifft.

In Louisville/Kentucky zum Beispiel randalierten 600 Schwarze, sieben Randalierer wurden von anderen Randalierern angeschossen, Dutzende von Gebäuden und Fahrzeugen beschädigt. Die schwarze Stadträtin Keisha Dorsey erklärte hierzu: "Es handelt sich nicht um einen Aufstand, es ist eine Revolte gegen ein System, in dem sich die Menschen unterdrückt fühlten." Die Betonung liegt wohl auf "fühlen", worauf ich noch zurückkommen werde.

Die "schwarzen Leben", deren Wertschätzung so vehement eingefordert wird, zählen für die Protestler offenbar nur dann, wenn ihre Mörder Weiße, oder noch enger gefaßt: weiße Polizisten waren (als offizielle Repräsentanten "des Systems"), wobei die Opfer unbewaffnet gewesen sein müssen, um die Empörung plausibel zu machen. Es handelt sich mithin nur um einen winzigen, verschwindend geringen Prozentsatz aller Schwarzen, die jährlich in den USA durch Gewalteinwirkung umkommen.

Starmodel Heidi Klum, blond-blauäugiges Starmodel und Mutter dreier gemischtrassiger Kinder, tappte in ein dickes Fettnäpfchen, als sie auf Twitter in aller Unschuld ein Symbolbild postete, das vielfarbige Hände in harmonischer Vereinigung zeigte und es mit einem "falschen" Hashtag versah: #AllLivesMatter, "alle Menschenleben zählen", nicht nur die schwarzen.

Diese Aussage gilt im "current year" als "umstritten" und tendenziell rassistisch, weshalb ein "Shitstorm" auf Klum einprasselte, der sie rasch wieder auf Linie brachte und ihr "virtue signalling" der Tagesmode anpaßte.  Nun postete sie eine korrekte Grafik mit der Aufschrift "Black Lives Matter", mit dem tiefsinnigen Kommentar "spread love not hate".

Klum hatte offenbar noch nicht mitgeteilt bekommen, daß progressive "weiße Menschen" nicht mehr so frech und bequem sein dürfen, Gleichheit für sich zu beanspruchen (Alice Hasters klärt auf).

Der Grund, warum #AllLivesMatter als Nivellierung empfunden wird, wie "Cop Killer" Ice-T hier erklärt, liegt auf der Hand:

Wenn ich "Black Lives Matter" sage, und du sagst "All Lives Matter", dann ist das so, als würde ich "Gay Lives Matter" sagen und du sagst "All Lives Matter". Wenn ich "Women's Lives Matter" sage und du sagst "All Lives Matter", dann verwässerst du, was ich sage. Es geht nicht um alle. Es geht um das Leben der Schwarzen - im Moment.

#BlackLivesMatter behauptet, daß die Gleichwertigkeit "schwarzen Lebens" in unserer weiß-privilegierten Gesellschaft nicht ausreichend anerkannt und ganz besonders virulent von Viktimisierung bedroht sei. Demnach wären weiße, männliche, heterosexuelle Leben der Goldstandard mit oberstem Wert. Diesem sei alles andere hierarchisch untergeordnet und müsse daher extra hervorgehoben und aufgewertet werden. Was theoretisch als Ausgleich gedacht ist, bedeutet in der Praxis die Minderung des Wertes "weißer Leben" und die emotionale Erpressung Weißer durch Induktion von Schuldgefühlen.

Die Wahrheit ist, daß es "weiße Leben" sind, die im herrschenden politischen Wertesystem der USA nichts oder nur wenig gelten, analog zu den deutschen Opfern der Multikulturalisierungspolitik, die als Einzelfälle bagatellisiert und als Kollateralschäden hingenommen werden.

Die konservative Autorin Heather MacDonald schrieb anläßlich der aktuellen Unruhen:

Fakten spielen für die akademische Viktimologie keine Rolle. Weit davon entfernt, den schwarzen Körper zu zerstören, sind es vielmehr die Weißen, die mit überwältigender Mehrheit interrassischer Gewalt zum Opfer fallen. Zwischen 2012 und 2015 haben Schwarze 85,5 Prozent aller interrassischen Gewalttaten zwischen Schwarzen und Weißen begangen (ausgenommen Tötungsdelikte zwischen Rassen, die ebenfalls unverhältnismäßig viele Weiße treffen, die Opfer von Schwarzen werden). Das ergibt 540.360 strafbare Übergriffe auf Weiße. Weiße begingen 14,4 Prozent aller Gewalttaten zwischen den Rassen, d.h. 91.470 tätliche Angriffe auf Schwarze. Schwarze machen weniger als 13 Prozent der Landesbevölkerung aus.

Die Empörung seitens der schwarzen Aktivisten und der weißen Linken ist also überaus heuchlerisch und selbstgerecht. Selbst bei krassen Fällen von rassistischer Gewalt gegen Weiße hält sich der Aufschrei, so er überhaupt erschallt, deutlich in Grenzen, sowohl bei den Meinungsmachern, als auch bei den betroffenen Weißen selbst, denen keinerlei Kanäle und legitime moralische Deutungsmuster angeboten werden, mit deren Hilfe sie ihre Empörung artikulieren könnten.

Hier einige Beispiele aus jüngerer Zeit:

Hier kann man das übliche Spiel treiben, sich die Schlagzeilen auszumalen, wären die rassischen Rollen vertauscht gewesen.

Es ist das Schema der "Hierarchie der Opfer", die immer auch eine Hierarchie der Täter ist. Es geht nicht um Gleichstellung, sondern um einen Sonderstatus für bestimmte Minderheitengruppen, um ihre numinose Aufwertung und die Abwertung der "weißen Mehrheitsgesellschaft", wie es die ultraprogressive Linke inzwischen auch in Deutschland explizit formuliert.

Dabei wird die kriminelle Gewalt von Schwarzen untereinander sowie von Schwarzen gegen Weiße  von den rassistisch vermeintlich unterdrückten Protestlern völlig ausgeblendet. Das macht die ganze "Rassismus"-Debatte so kafkaesk: Es ist eine zweifelsfrei belegte Tatsache, daß in den USA Weiße überproportional Opfer schwarzer Gewalt werden, sei es durch Körperverletzung, Raub, Mord oder Vergewaltigung.

Nicht schwarze, sondern weiße Leben sind in den USA primär von interrassischer Gewalt bedroht, die inzwischen ein epidemisches Ausmaß erreicht hat. Der Journalist Colin Flaherty hat sie in seinem Buch White Girl Bleed a Lot, das unter anderem von der konservativen Legende Thomas Sowell gepriesen wurde, eindrucksvoll dokumentiert.

Diese Fakten werden komplett auf den Kopf gestellt und werden im Zuge der permanenten Anklagen gegen "systemischen Rassismus" völlig verschwiegen.

Bethseda, Maryland


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (79)

Simplicius Teutsch

4. Juni 2020 15:32

Herr Lichtmesz, das haben Sie wirklich großartig – und wie ich meine sehr abgewogen, sachlich, umfassend statistisch – dargelegt. Sie verleihen dem irrsinnig verdrehten Vorgang Worte, die öffentlich allenthalben zur Kenntnis gebracht werden müssten; nicht nur hier auf SiN. Es ist der fehlende Teil dieser auf den amerikanischen Straßen und in den Medien aufgeheizt und hasserfüllt ablaufenden Auseinandersetzung.

Das Video vom gewaltsamen Tod des schwarzen Amerikaners G. Floyd wird zum Anlass genommen für eine sowohl systematische als auch hemmungslose, blinde Hassorgie gegen das von Donald Trump vertretene Amerika. Politisches Nahziel: Trump soll unter keinen Umständen wiedergewählt werden.

Und die deutschen Mainstream-Medien machen natürlich voll einseitig und Präsident Trump herabwürdigend mit; fast schlimmer noch als CNN, weil CNN an den Fakten und den Bildern vor Ort doch nicht so ganz vorbei berichten kann.

Dass die US-Amerikaner ein unausrottbares, schmerzhaftes Problem wegen ihrer gar nicht so alten Ur-Sünde der Sklaverei haben, sehe ich sehr deutlich. Aber aktuell bei dieser von den Medien (CNN) und Trump?! befeuerten Hasskampagne verbünden sich die psychisch offenbar tief beschädigten Nachfahren der schwarzen Sklaven mit den opportunistischen und mit den unerbittlichen weißen Gegnern Trumps, die glauben bzw. behaupten, dass Trump und seine Anhänger an dem ungelösten humanitären Ur-Problem schuld sind, zumindest seiner Lösung im Weg stehen.

RWDS

4. Juni 2020 16:17

Man kann eigentlich nur noch auf China hoffen.

Die Mentalität, die man als konkrete Weltmacht global verbreiten könnte, dürfte dem linksliberalen Cabal einen Dämpfer verpassen. Ansonsten sehe ich buchstäblich schwarz.

SamweisG

4. Juni 2020 17:24

Sehr geehrter Lichtmesz,

vielen Dank für die Mühen des Schreibens dieser langen Texte, welche sehr gut darstellen, wie unsachlich und ideologisch weite Teile der Journalisten heutzutage berichten. 
Sehr vieles wird überdramatisiert, vieles relativiert und scheinbar liegt eine unglaubliche Naivität vor. 
Eine Frage, die ich mir schon seit langer Zeit stelle ist, warum das so ist.

Eine Antwort könnte sein, dass wir in einem postchristlichen Zeitalter leben.
Die Menschen aber die Transzendenz spüren, leider aber die falsche Schlussfolgerungen ziehen. Es wird versucht, sich selbst zu erlösen, anstatt dem Erlöser zu vertrauen.
Daher der Gretawahn, jetzt Black Live usw.

Dies ist sehr schade, steht aber leider schon so geschrieben im Buch der Bücher.
Das ist für mich eine subjektive Erklärung.

 

 

Niekisch

4. Juni 2020 17:27

"Ansonsten sehe ich buchstäblich schwarz."

@ RWDS: Nein, bitte nicht schon wieder einer, der kein Weiss mehr sieht, nicht einmal Schwarz-Weiss, nein Black, was ja gerade so gefragt ist.

Hartwig aus LG8

4. Juni 2020 18:21

Falls man sich in "kniebeugender" Gesellschaft befindet, würde ich argumentativ ergänzen: Was passierte, als in den Jahren 2016 /17/18 junge weisse Mädchen und Frauen in Deutschland von orientalischen Flüchtlingen vergewaltigt und getötet wurden (für deren Abzählen mehr als die sprichwörtlichen zwei Hände nötig waren)? Gab es Großdemonstrationen vor dem Kanzleramt? Wurden Stadtteile in Brand gesetzt? Wurden Läden geplündert? Polizisten mit Steinen beworfen? Nein. Man vertraute dem Rechtstaat; auch dann, als Politik und Medien die Rasse der mutmaßlichen Täter nicht benennen wollten; auch dann, als Prominente die mörderischen Taten relativieren wollten; auch dann, als man hörte, dass der eine oder andere Verdächtige sich aus dem Staub, sprich außer Landes geflüchtet hatte ... Und dergleichen Verhalten findet man überall in Europa, wo Weiße Opfer von Nichtweissen wurden ... Skandinavien, Frankreich, Benelux, UK ...

Soweit die Argumentation. Das es sich in Wirklichkeit anders verhält, muss man ja nicht gleich kundtun. Nämlich, dass das stillhaltende Verhalten der Weißen ihrer Degeneration geschuldet ist.

 

Lotta Vorbeck

4. Juni 2020 18:45

CNN: Weiße Kinder "verdienen keine Unschuld"

Originaltitel:
CNN: White Children "Don't Deserve Innocence"

Zero Hedge
Talking head decrees that white children should be indoctrinated to feel guilt about their skin color…

---> eine Übersetzung gibt es hier

 

 

eike

4. Juni 2020 19:31

Ohne den Beitrag von Herrn Lichtmesz herabsetzen zu wollen, eine Analyse dessen, was hier vor sich geht, sollte schon etwas tiefer ansetzen.

Die Amerikaner bekommen derzeit mit gleicher Münze heimgezahlt, was sie nach 1945 virtuos und historisch ohne Präzedenzfall mit blankem Zynismus inszeniert haben: die Schuldaufladung eines ganzen Volkes mithilfe subtiler (Frankfurter Schule) oder weniger subtiler (Entnazifizierung) Methoden.

Die Weißen werden heute 'entnazifiziert' und glauben, wenn sie auf den Knien rutschen und den Fragebogen politisch korrekt ausfüllen, wird ihnen vergeben. Daß die 'Kentucky boys' ihnen trotzdem die Zähne einschlagen, können sie nicht wissen - sie haben ja von Salomon nicht gelesen.

Darauf, daß es i.w. die gleichen Kreise sind, die die USA damals auf Deutschland losgelassen haben, und die heute dort (wie hier) den Ton angeben, darf vermutlich in diesem Forum nicht hingewiesen werden.

Der CIA nennt sowas 'blowback'.

Der_Juergen

4. Juni 2020 20:06

In "Vopros i Otvet" (Sendung vom 1. oder 2. Juni) hat Valeri Pyakin eine sehr interessante Hypothese zu Derek Chauvin aufgestellt. Derek Vinyard ist die Hauptfigur des 1998 gedrehten US-Streifens "American History X". Derek Vinyard, ein junger Neonazi, verbringt wegen Gewalttaten gegen Schwarze einige Jahre im Gefängnis, das er dann als geläuterter Antirassist verlässt. Den Familiennamen Chauvin hat der brutale Polizist von Minneapolis mit dem Franzosen gemein, der durch seinen Hurrapatriotismus den Anstoss zur Bildung des Begriffs "Chauvinismus" gab. Dies sei kein Zufall, meint Pyakin.

Dass der Totschlag/Mord an Floyd für die linken und liberalen Trump-Gegner wie gerufen kam, steht ausser Frage. Wenn diese Leute so teuflisch klug sind, dass sie einen Mann mit dem zutiefst symbolträchtigen Namen Derek Chauvin zu seiner Tat anstacheln konnten, muss man widerwillig vor ihnen den Hut ziehen. - Natürlich kann es sich um blossen Zufall handeln.

Hartwig aus LG8

4. Juni 2020 21:00

Lichtmesz hat in seinen drei Teilen den Fall Floyd in allen Facetten hervorragend aufgearbeitet.

Aus dem Kommentariat bleibt mal wieder @G.Grambauer hängen; der Mann, der 2016 gegen alle Prognosen den Sieg Trumps vorhersagte. Dieser @Grambauer wagt nun die Aussage, Trump wird/könnte 2020 verlieren - auch entgegen der meisten Prognosen.

Das ist harter Tobak.

Und jetzt off topic: Grenell verlässt Berlin. Merkel hält stur an Nordstream2 fest. Und trotz allem Lärms ist die Verhinderung von Nordsteam2 nicht das Projekt der Trump-Regierung, sondern des Clinton-Flügels. Wie passt das alles zusammen? Würde mich um eine Einschätzung @Grambauers freuen. So wirklich offTopic ist das gar nicht, wenn man die Floyd-Inszenierung als das begreift, was sie ist: Eine Inszenierung. Wie auch vor 2 Jahren der Latino-Marsch aus Guatemala via Mexiko Richtung USA; hatte Trump aber wohl nicht geschadet ...

 

 

Lotta Vorbeck

4. Juni 2020 21:19

"Es ist die Faust von Otpor, der Umsturztruppe von George Soros, die schon in Dutzenden Staaten eine Revolution organisiert hat. Diese Typen wollen jetzt zusammen mit den Antifa-Faschisten für "schwarze Leben" demonstrieren. Der Vorfall in den USA und die anschließenden Proteste sollen wohl dazu dienen, die Corona-Proteste zu verdrängen. Erstaunlicherweise dürfen diese Typen selbst in München plötzlich ohne Anmeldung und Sicherheitsabstand demonstrieren, während die Corona-Demos rechts- und verfassungswidrig behindert werden"

Notiert Gerhard Wischnewski zu den für's kommende Wochenende in Berlin, Frankfurt am Main, Mannheim Mainz, Stuttgart, Köln und Düsseldorf angekündigten "Otpor"-Demonstrationen.

Ratwolf

4. Juni 2020 21:33

Bei den Artikeln dieser Reihe könnte man meinen, dass es Vorurteile von Weißen gegenüber Schwarzen überhaupt nicht gibt. Es gibt angeblich nur die umgekehrte Version. 

So ähnlich war es auch schon bei den Artikeln über Israel. Die Position der anderen Seite wird so wenig berücksichtigt, dass der Eindruck entsteht, dass der Autor mehr ein Argent als ein Berichtender solcher Zustände der gesellschaftlichen Spaltung ist. Denn solche Artikel gibt es auf der anderen Seite mit umgekehrter Polarität auch.

Sicher wird uns die völlig verzerrte andere Seite der Medaille brühwarm jeden Tag per TV und Zeitungen in überzahliger Weise eingehämmert. Aber das kann kein Vorbild sein. Weder das eine, noch das andere ist glaubwürdig. 

Es zeigt sich mal wieder, dass es keinen Sinn macht, sich reaktiv am anderen abzuarbeiten. Es ist nichts Eigenes.

Sorry, für die offenen Worte. Ich denke, ich bin nicht er einzige der das so sieht.

ML: Ich seh schon, faktische Aufklärung ist wurscht.

Lotta Vorbeck

4. Juni 2020 21:33

Andere Blickwinkel auf den Fall Floyd

Hadmut Danisch

4.6.2020 15:07

Das Geschrei könnte noch nach hinten losgehen.

Inzwischen gibt es Behauptungen, dass diese Praxis, auf Festgenommenen zu knien, bei den meisten amerikanischen Polizeien – aus gutem Grund – verboten ist, es in Minneapolis aber noch erlaubt und vorschriftsmäßiges Verfahren ist. Demnach wäre es gut möglich, dass sich die Polizisten vor Gericht darauf berufen, exakt nach Dienstvorschrift gehandelt zu haben. Das ist im amerikanischen Recht ein ziemliches Argument. ...

---> Weiterlesen

Niedersachse

4. Juni 2020 21:42

Damals 2013, schrieb GK seinerseits einen ahnungsvollen und zugleich düsteren Text über die "Schutthalden der Moderne". Titel: "Schreibtisch, Garten, Alltag (XVIII): Zeigerpflanzen". In diesem Artikel, der an Aktualität nichts eingebüsst hat und einen desillusionierten Blick auf die gegenwärtige Gesellschaft wirft, gibt es eine Passage, die besonders heraussticht und mir im Gedächtnis geblieben ist:

" Zu viel Geld, zu wenig Mut, zu wenig Not, zu wenig Ausweglosigkeit, zu viel weiße Scham, historische Last, zu viel Raum, zu wenig Volk. Da ist keine „schweigende Mehrheit“, deren Wut- und Kraftüberschuß nach einem Ventil sucht."

Kann es sein, dass diese Zeilen das ganze Dilemma der westlichen, weißen Welt kurz und prägnant auf den Punkt bringen?!

Ratwolf

4. Juni 2020 22:22

Im November sind Präsidentschaftswahlen in den USA.

Was man jetzt beobachten kann, ist der vorgezogene Vorwahlkampf der Demokraten.

Idise

4. Juni 2020 22:24

Angst vor Schuld, dies ist das Phänomen, welches allgegenwärtig in Erscheinung tritt.

Das Bild der vor Schwarzen knienden Weißen weckte sofort die Assoziation vom bürgerlich-liberalen AfD-ler Kniefall vor dem Verfassungsschutz und den Altparteien. Nur als kleine Anmerkung hier.

Nun zum Thema. Schuld am Tod eines Schwarzen. Weißer Polizist. Wie kommt man ohne über Rasse nachzudenken auf die Hinterfragung der kollektiven Schuld? Das geht nur über so propagierte rassistische Gedanken und so ist also die Frage zu beantworten, was denn nun "rassistische Gedanken" überhaupt sind. Das Wahrnehmen des Andersartigen? Das Wahrnehmen der wirklichen Vielfalt der Geschöpfe in ihrem Aussehen, ihrer Abstammung? Folglich ist Vielfalt = Rassismus? Schuld. Kollektiv, aber nur für die Nachdenker, nicht für Forderer. Nachdem Margot Käßmann die Verknüpfung über die Nazidefinition und den vier deutschen Großeltern also an die Gene knüpfte, kann dies nun über den Virusvergleich globalisiert werden.

Einzig die klare Befreiung von Kollektivschuldgedanken kann dieses Dilemma lösen. Schuld ist immer persönlich, nicht vererbbar, nicht übertragbar. Daraus folgt: Angst unbegründet.

Daß Menschen sich in ihrer gewachsenen Gemeinschaft sicher und wohl fühlen, das ist ein anderes Thema.

Gelddrucker

4. Juni 2020 22:25

Zum 1000. Mal, doch, da ist die schweigende Mehrheit:

https://wewereneverasked.co.uk/survey

die nicht weiß was passiert. Also anstatt hier weiter zu jammer, bitte rausgehen.

Ronny Licht

5. Juni 2020 00:02

@Martin Lichtmesz

Teil 1/2

Nicht nur, dass Sie auch in diesem Text jeglichen Apell an das "Gewissen" einer Gesellschaft (vgl. die Reihe Floyd, Kurdi und Thunberg) per se als "schlecht" und damit als negativ markieren - ein typisches Symptom rechten Denkens, wie es wohl am eindrücklichsten im politischen Kampfbegriff "Schuldkult" kumuliert.

ML: Schon dieser erste Satz ist eine Nebelkanone und Strohmännerei, wie Sie für Genies Ihrer Art typisch ist. Sie reden von "jeglichem" Appell, während wir es hier mit einer Kampagne zu tun haben, wonach sich praktisch die gesamte weiße Menschheit schuldig für die Tat eines einzelnen Polizisten fühlen soll, deren Hintergründe bis dato nicht einmal ausreichend geklärt sind.

So kenne ich persönlich wirklich keine einzige Person, die in irgendeiner Art Schuldgefühle für die Gräueltaten der Jahre zwischen 33-45 hegt.

ML: Dann leben Sie wahrscheinlich in einer Gummizelle.

Hingegen begegne ich jedoch umso mehr der selbstauferlegten - und ja auch medial viel beschworenen - Verantwortung zur Verhinderung ähnlicher Prozesse in unserer Gesellschaft. Die gefühlte, oder auch in die Tat schreitende Pflicht im Geiste von "Leave no one behind", enstpringt also einem positiven Grundmythos einer gestärkten Gesellschaft, die in der Lage ist, sich diese Einstellung zu leisten. Nur ein Beispiel für einen positiven Aspekt von Gewissensapellen. 

ML: Als ergänzende Lektüre empfehle ich "Paved with Good Intentions" von Jared Taylor, "The Age of Entitlement" von Christopher Caldwell, und "White Girl Bleed a Lot" von Colin Flaherty. Danach können wir gerne über "Gewissensappelle" reden. Aber halt, Sie beziehen Ihre Bildung ja lieber aus Netflix, alles klar...

Ronny Licht

5. Juni 2020 00:03

@Martin Lichtmesz 
Teil 2/2

Sie scheinen obendrein in Ihrer Werte- und Ideologieblase auch derart gegen mancherlei gesicherte Faktenlage "gefestigt" und vermeintlich gewappnet zu sein, dass Sie sich zu solch einem Kommentar hinreißen lassen:

"[...] trotz aller massiven Integrationsbemühungen seitens der Weißen"

Sogar die Kritik aus den "eigenen Reihen" ist Ihnen sicher war selten lauter. Oder wie es @Teleshopping2020 als Frage ausdrückte:"[...] Möchte ich selber in den USA lieber ein Schwarzer oder lieber ein Weisser sein?"

Nicht ohne Grund habe ich im letzten Strang auf die Dokumentation "The 13the" als "Ergänzung" zu Ihren Artikeln verwiesen. 

ML: Ich hab schon verstanden, daß Sie mir ein Propagandastück aus Ihrer eigenen Werte- und Ideologieblase empfohlen haben. Ich sage nur "Netflix"... ;-)

HomoFaber

5. Juni 2020 01:04

"Zu viel Geld, zu wenig Mut, zu wenig Not, zu wenig Ausweglosigkeit, zu viel weiße Scham, historische Last, zu viel Raum, zu wenig Volk. Da ist keine „schweigende Mehrheit“, deren Wut- und Kraftüberschuß nach einem Ventil sucht.”
Kann es sein, dass diese Zeilen das ganze Dilemma der westlichen, weißen Welt kurz und prägnant auf den Punkt bringen?!

Ja

Benno

5. Juni 2020 06:48

Manchmal wundere ich mich gehörig, wenn ich die Kommentare hier lese. Da geistert eine Erzählung durch den westlichen Blätterwald, dass europäischstämmige Gemeinschaften wegen Ihrer abgrundtiefen Bösartigkeit für das Scheitern gewisser Minderheitengruppen, in sozioökonomischen Hinsicht, verantwortlich sind. Dann kommt ein ML und zeigt anhand von Studien und Statistiken, dass der Aufhänger der ganzen Anklage, nämlich übermässige weisse Polizeigewalt gegen Schwarze, eine faktisch nicht belegbare Behauptung ist, ja die Zahlen sogar in die andere Richtung deuten. Und alles was einige Kommentatoren dazu sagen können ist, der Text lasse die Empathie für den Toten vermissen und man spiegle zu sehr die Gegenseite und er sei deshalb irgendwie pfui...

A. Kovacs

5. Juni 2020 07:05

Lotta Vorbeck hat (mit H. Danisch) richtig auf die Ergebnisse der Blutuntersuchungen bei George Floyd und auf das erste Obduktionsergebnis hingewiesen. 
Ich darf eine einfache ärztliche Beobachtung anfügen: Kann jemand, der mehrmals vernehmlich äußern kann: „I can‘t breathe“, wirklich Atemprobleme durch Erdrosselung haben? Ich meine: Nein. Die Atemwege waren immerhin so frei, dass er reden konnte. Das können Leute, die erdrosselt werden, nicht. 
Daraus ergibt sich zwangsläufig die Konsequenz, dass die Atemprobleme von anderswo herkamen, z. B. von Herzversagen, das bekanntlich auch Atemprobleme hervorruft.                    
Was ich (oder irgendwelche „Protestierer“) von der Fixierungsmethode halte, ist unerheblich. Wenn sie geltende Anweisung für die Polizei von Minneapolis ist, um Randalierer zu fixieren, wird sie wohl schon oft ohne gesundheitliche Konsequenzen für die jeweils Fixierten angewandt worden sein.  

 

RMH

5. Juni 2020 07:39

@L. Vorbeck,

ihr link zu D., der normalerw. ein aufmerks. Blogger ist, führt doch zu Nichts. In allen unseren Rechtsordn., zu denen es ab und an auch irgendwelche Dienstvors., Handlungsanweis. etc. gibt, gelten die Prinzipien des Übermaßverbotes und der Verhältnismäßigkeit. Und jetzt liefere doch endlich mal einer die Erklärung, warum man über 8 Min im Genick des Opfers sitzen muss. Das Geraune von wegen, in USA könnte sowas erlaubt sein, ist kompletter Nonsens - der dortige Staatsa. und der dort. Haftr. werden sich beim Festsetzen von dem "Chauvi" (dank @Der_J. f. d. Hinw.) schon was gedacht haben. Übrigens: Auch in D darf sich die Polizei auf einen Täter knien, um eine potent. Gefahr zu vermindern - das passiert oft. Aber dann nur solange, bis andere Fixierungen, Handschellen etc. angebracht sind und jetzt: Überraschung! Man findet dazu keine schriftlichen Zeilen in Dienstanw., sondern das ergibt sich aus der Befugnis der Polizei zur Ausübung von unmittelbarem Zwang, der unter dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit steht.

Also Leute: An dem Sachver.selber gibt es für uns nichts groß zu deuteln - da soll jetzt das Gerichtsverf. ggf. etwas liefern. Die tiefgehenden Beitr. von M.L. zielen auch nicht auf das Schrecken der Tat, sondern auf andere Ebenen und zwar u.a. die der Instrumentalisierung, der Prop. etc. In dem er auf diese Ebenen hinweist, relativiert er doch nicht Ebene 1, die Tat.

quarz

5. Juni 2020 08:57

@Ronny Licht

"Die gefühlte, oder auch in die Tat schreitende Pflicht im Geiste von "Leave no one behind""

Die zentrale intellektuelle Fehlleistung, die hinter diesem Slogan lauert, ist die Verweigerung der Einsicht, dass alle zurückbleiben müssen, wenn sie keinen zurücklassen wollen. Das ist in der Bildung oder in der sozioökonomischen Entwicklung nicht anders als beim Wandern. Vor dem Faktum, dass nicht jeder jedem Anforderungsniveau gerecht werden kann, kann man die Augen verschließen. Aber dann blüht einem halt das Schicksal all derer, die mit geschlossenen Augen durch die Welt laufen.

Valjean72

5. Juni 2020 09:17

Vielen Dank an M. Lichtmesz für diese umfangreiche sowie auch pointierte Zusammenstellung der Sachlage.

"Die größten Spinnereien von Fridays for Future oder Extinction Rebellion verblassen gegenüber einem Massenwahn dieser Art."

Jene Kreise (Machtstrukturen), welche die Masseneinwanderung nach Europa propagieren und dementsprechend sog. NGO’s aufbauen und finanziell unterstützen, stehen ebenfalls hinter «Klimawahn» und «Black Lives Matter» etc. pp.

Diese Dinge hängen mE allesamt zusammen und sind somit auch in ihrer Gesamtheit zu betrachten. Es handelt sich mMn im Kern um eine anti-weisse Politik, welche «Flüchtlinge» und «peoples of colour» lediglich als Manövriermasse benutzt.

Jede weisse Identitätspolitik soll mit Stigmata behaftet und dergestalt unmöglich gemacht werden. Wobei es mir auch scheint, dass diese Kreise auch gewillt sind, einen Bürgerkrieg in Kauf zu nehmen.

Zum Tod dieses Afro-Amerikaners noch folgendes: Hat es sich tatsächlich so zugetragen, dann war es in der Tat grausam. Allein, können wir dessen denn sicher sein, angesichts massenmedialer Manipulation? Jedenfalls halte ich eine Inszenierung durchaus für möglich. Auf jeden Fall profitieren die «Globalisten» enorm von diesem Vorfall.

Niedersachse

5. Juni 2020 09:43

@Ronny Licht

 

Die Hauptintention der politisch- medialen Kaste ist es gerade nicht, jede Form von Gewalt und Übergriffen zu verurteilen und zu verhindern, sondern - ganz im Gegenteil - noch Öl ins Feuer zu gießen und die Leute mit Lügen und Desinformation zu überziehen. Nehmen sie mal die beiden Fälle "Chemnitz 2018" und "Minneapolis 2020" als Beispiele:

In Chemnitz wird Daniel Hillig 2018 (der nebenbei noch selber Halbmigrant ist) von einem Asylanten mit 30 Messerstichen geradezu hingerichtet, ein anderer wird schwer verletzt, überlebt aber. Daraufhin gibt es lautstarke, aber friedliche Proteste in Chemnitz. Was macht nun der Staat?Eine komplette Schuldumkehr, die eigenen Bürger werden angepöbelt, es wird von "Zusammenrottungen" gefaselt, es werden "Hetzjagden auf unschuldige Ausländer" erfunden, die es nachweislich nie gab und das ist Fakt!

Und jetzt: In Minneapolis kommt der krimminelle und mehrfach vorbestrafte  George Floyd wegen völlig überzogener Polizeigewalt zu Tode. Es kommt zu Brandschatzungen und Plünderungen im ganzen Land, Politik und Presse drehen frei und eine Welle der Hysterie ergreift das Land. Die Zahlen sind ja eindeutig: Es gibt keine strukturelle Polizeigewalt expliziert von weißen Polizisten gegenüber schwarzen Bürgern, sondern oft genug das Gegenteil, meistens jedoch sind es Schwarze, die andere Schwarze ermorden. Es interessiert nur keinen, da diese Fälle nicht für die antiweiße, globalistische Agenda ausgeschlachtet werden können.

Ronny Licht

5. Juni 2020 09:49

@ Lichtmesz

Teil 1/3

„[…] Sie reden von "jeglichem" Appell, während wir es hier mit einer Kampagne zu tun haben, wonach sich praktisch die gesamte weiße Menschheit schuldig für die Tat eines einzelnen Polizisten fühlen soll, deren Hintergründe bis dato nicht einmal ausreichend geklärt sind.“

 

Ja, Sie vergesellschaften die Ereignisse George Floyd, Alan Kurdi und Greta Thunberg.

 

Zitat: Sein Antlitz [George Floyd] prangt nun als Graffiti auch auf deutschen Mauerwänden (etwa in Berlin und Mannheim), und hat die gleiche Funktion wie ähnliche Heiligenbilder von Greta Thunberg oder Alan Kurdi: der westlichen, weißen Welt ein schlechtes Gewissen zu machen.“

 

Abgesehen davon, dass die Denkfigur „westliche, weiße Welt“ als soziologisches Konstrukt wenigstens gewagt ist, muss an dieser Stelle die Frage erlaubt sein: Wo hat Thunberg jemals „How dare you…white, western people!“ gerufen?

ML: Stimmt, jetzt wo Sie es sagen. Sie bringen mich wirklich zum Nachdenken.

Ronny Licht

5. Juni 2020 09:52

@Lichtmesz

Teil 2/3

 

„ Dann leben Sie wahrscheinlich in einer Gummizelle.“

 

Ich bin – Sakrileg! – mehrheitlich, also beruflich und privat, in einem Umfeld von Kunst- und Kulturschaffenden, genauer der Kunsthandels-, Museums- und Ausstellungswelt unterwegs (da u.a. in der – Sakrileg²! – Provenienzforschung),

ML: Na bitte, wie ich sagte: Gummizelle.

entspringe aber dem sozialen Schoß, aus dem sich zu großen Teilen auch PEGIDA-Anhänger und AFD-Wählerschaft speisen.

 

Und meine „Gummizelle“ ist auch das gleiche Viertel als Wohnort, seit meiner Geburt. Die berühmten „Baseballschlägerjahre“ endeten hier erst gegen Mitte der 2000er Jahre. Ein historisches Flachrelief sowie eine Postkarte mit dem Antlitz von Adolf Hitler hingen bis zu seinem Tod, an der Stubenwand meines Vaters, der auch auf „Fahnenweihen“ am Kyffhäuser teilnahm. Das erste Buch aus der Edition Antaios fand ich übrigens bei ihm. Ich habe es 2017 an Götz Kubitschek zurückgeschickt.

 

Aber in keiner dieser sozialen Makro- und Mikrokosmen, bin ich auf den von rechts viel beschworenen „Schuldkult“ gestoßen. Wenn, dann maximal als diffuse Wahrnehmungsverzerrung gesellschaftlicher Prozesse aus dem rechten Spektrum.

ML: Spannend.

Ronny Licht

5. Juni 2020 09:58

@ Lichtmesz

Teil 3/3

 

"Als ergänzende Lektüre empfehle ich "Paved with Good Intentions" von Jared Taylor, "The Age of Entitlement" von Christopher Caldwell, und "White Girl Bleed a Lot" von Colin Flaherty. Danach können wir gerne über "Gewissensappelle" reden […]"

Danke, nie davon gehört. Stell´ ich aber neben Andreas Vonderachs "Gab es Germanen".

Mein Literaturtipp: Helmuth Plessners "Grenzen der Gemeinschaft". Aber Vorsicht: Impfgefahr!

ML: Jetzt haben Sie mich aber schwer beeindruckt!

"Ich hab schon verstanden, daß Sie mir ein Propagandastück aus Ihrer eigenen Werte- und Ideologieblase empfohlen haben. Ich sage nur "Netflix"... ;-)"

Den Netflix-Vorwurf lass ich – bezogen auf "The 13th" – als inhaltslose Plattitüde im Raum stehen. Ich erwarte ja schon fast einen SiN-Beitrag dazu.

ML: Steht es da gut neben Ihren extrem gehaltvollen Platitüden?

Und wir wissen ja nicht erst seit „Hunters“, wie gerne Sie als Cineast netflixen und chillen… ;-)

ML: Der Unterschied ist, ich benutze Netflix nicht als Wissensquelle. ;-)

Gustav Grambauer

5. Juni 2020 10:14

Hartwig aus LG8

(Muß leider in drei Teilen antworten, anders geht`s nicht.)

Habe ja nicht gesagt, daß sie Trump stürzen werden, habe nur gesagt, daß sie ihn zu stürzen versuchen. Sie wissen ja: Präsident wird nicht, wer gewählt wird - Präsident wird, wer (von IBM) gezählt wird. Die Zentrale braucht Trump dringend; wenn sich die US-Landeselite durchsetzte, wäre das der Super-GAU für sie.

(Zäsur: Die Zentrale leidet unter Personalmangel, Pjakin hat neulich auf die Analogie verwiesen, daß schon viele Meuterer den Käpt`n über Bord geworfen haben - aber dann nicht wußten, wie man eigentlich navigiert, woraufhin schon viele Schiffe auf dem Meeresgrund versunken sind. Eine Michelle Obama, von der viele Analytiker sagen, daß sie im Oktober als Knaller aus dem Hut gezaubert werden würde, würde niemals die zivilisatorische Verantwortung einer POTUS erfüllen können, geschweige denn einigermaßen balancierend sein. Pjakin sagt auch, daß die Mauer zu Mexiko keineswegs dazu da sei, die USA abzuriegeln - im Gegenteil: Mittel- und Südamerika sollen vor der Invasion von - sinnbildllich - "Mad Max" bewahrt werden, wenn ihm im nicht unwahrscheinlichen US-Bürgerkrieg oben der Boden zu heiß wird.)

Hinzu kommt, daß die Demokraten auch mit Michelle sehr blaß aussehen.

Gustav Grambauer

5. Juni 2020 10:14

Teil 2

Man konnte an vielen kleinen Anzeichen bis in Körpersprache, Settings, symbolischen Signalen, Andeutungen usw. hinein sehen, daß Trump zwischenzeitlich (mit seiner - immer noch mysteriösen - PK am Ostersonntg beginnend) sehr geschwächt (überrumpelt) war, jetzt rappelt er sich offenbar wieder. Dasselbe gilt auch für Putin, hatten Sie die Begräbnisstimmung, den Todeshauch, bei dieser Schandveranstaltung

https://www.youtube.com/watch?v=C4ODnDsASwA

mitbekommen, diese Verdüsterung der Atmopshäre? Hatte den Eindruck, er würde jeden Moment in Tränen ausbrechen (weil Rußland in den Abgrund der 90er Jahre zurückgeworfen werden könnte, mit allen Folgen für die Weltzivilisation). Aber auch er hat sich wieder gefangen, die Tatkraft ist wieder da. Für das Referendum scheint er schon wieder optimistisch zu sein.

Jedoch das Maßgebliche für meinen Optimismus für Trump im November ist, daß die Störmanöver zunehmend wirkungslos sind, vor allem psychologisch. War selbst gestern abend bei meiner Nachrichtenschau - sehr angenehm - überrascht, wie schnell das Floyd-Strohfheuer an sich selbst erstickt ist; hatte schon befürchtet gehabt, daß die USA für ein paar Wochen brennen würden. Selbst z. B. mit einem (Pseudo-)Bio-Terroranggriff auf Miami oder Mallorca in der Hochphase des Massentourismus im Sommer würde die Fronde nur noch rudimentär und minimal an die psychologische Resonanz vom März anknüpfen können, die Leute winken jetzt nur noch genervt ab.

Gustav Grambauer

5. Juni 2020 10:16

Teil 3

Dennoch kann bis November noch viel geschehen, für beide Seiten geht es im November je betreffend ihre Pläne um Alles oder Nichts. Wobei es, egal wie das Rennen ausgeht, dabei bleibt, was Bannon gleich nach der Wahl 2016 gesagt hat: es wird eine lange Zeit der Koexistenz der beiden Blöcke geben.

North Stream: eines der Hauptziele der Clinton-Obama-Administrationen war, die Wirtschaft der USA so sehr sie können zu schwächen, und dies betraf auch den Energiesektor. Dabei waren sie völlig siegestrunken noch von 1990 her und davon ausgegangen, Putin wäre nur eine kurze Episode und sie würden alsbald Rußland wieder zurückerobern. Zudem gab es zu der Zeit noch den Plan für das Kalifat Europa, bei dem sie davon ausgegangen waren, daß dieses für die neuen nicht an Kälte gewöhnten Herren im Winter gut geheizt werden müsse (auch wenn sie es z. B. mit der Stromversorgung nicht so genau nehmen müßten; sowieso läuft die Energiepolitik auf einer der allgemeinen Wirtschaftpolitik und dem sonstigen Politikrummel völlig entzogenen Schiene). Hingegen Trump blufft gern, oder man könnte sagen, seine Züge sind nicht leicht zu durchschauen, tendenziell treibt er Europa eigentlich in die Arme Rußlands. Gerade hier, wo es keinen Öffentlichkeitsbezug gibt, wissen wir nicht, welche völlig anderslautenden Kautelen hinter gepolsterten Türen abgemacht werden. Ich gehe davon aus, daß er da für die Nachrichtenticker sehr viel Schaum schlägt, zumal er sich mit seiner "Russenaffähre" am Hacken gern als Anti-Rußland-Hardliner inszeniert (solange die REC-Lampe an der Kamera blinkt, bildlich gesprochen).

Put my 2 ¢, all I have ...

- G. G.

Andreas Walter

5. Juni 2020 10:31

@A. Kovacs

Habe ich mich auch schon gefragt und habe ich auch schon geschrieben.

Wurde lediglich nicht veröffentlicht.

Ich vermute darum auch Vorerkrankung und/oder wegen der Drogen im Zusammenhang der Umstände der Verhaftung.

Müssen sich aber ein Gericht der VSA und Mediziner mit beschäftigen, nicht wir. 

Ist aber, egal wie es passiert ist, trotzdem keine Rechtfertigung für Volksaufstände und Vandalismus, Plünderung und Brandschatzung in 140 Städten der VSA.

Die daran beteiligten Gruppen bestätigen dadurch lediglich die angeblichen Vorurteile, die gegen sie vorgebracht werden. Die Gewaltbereitschaft der Schwarzen und der Antifa.

 

Humboldt

5. Juni 2020 10:46

Dazu muss man folgendes wissen. Das Problem mit den us-amerikanischen Schwarzen hatte seinen Höhepunkt zwischen den siebziger und den neunziger Jahren. Damals ist die Gewalt explodiert bis hin zum Bürgerkrieg. Dagegen sind die aktuellen Ausschreitungen relativ „harmlos“. Denn im Grunde hat die US-Elite das Problem so weit in den Griff bekommen, soweit man das Problem überhaupt in den Griff bekommen kann.

Die Strategie, auf die man sich verständigt hat, bestand aus drei Punkten:

  1. Massive Ausweitung des Gefängniskomplexes mit geradezu fantastisch hohen Strafen. Dadurch ist es gelungen, die Kriminalität massiv zu senken. Die heutigen Zahlen sind für europäische Verhältnisse sehr hoch, aber gering im Vergleich zu den neunziger Jahren.
  2. Kürzung der Sozialleistungen und Rückbau des Wohlfahrtsstaates. Noch unter Clinton wurde die Unterstützung für die Welfare mothers gestrichen. Ergebnis: Rückläufige Geburtenraten und stagnierender demographischer Anteil der Schwarzen an der Gesamtbevölkerung.
  3. Appeasement: Beschwichtigung der afroamerikanischen Community, damit sie diese Maßnahmen mitträgt. Verbunden mit Geld für die entsprechenden Lobbygruppen, Rituale, öffentliche Entschuldigungen etc.

Punkt 3 ist sozusagen, der Preis für die Punkte 1 und 2.

 

ratatoskr

5. Juni 2020 10:54

" ... Apell an das "Gewissen" einer Gesellschaft "

Mit Verlaub, wo fantasieren Sie dies zu sehen? Alles was ich sehe sind andauernde "Appelle" (besser: Nötigungen) an das Gewissen eines Teils der Gesellschaften hüben wie drüben. Dies alles richtet sich einzig und allein an das Gewissen der (sogenannten) "weissen" Menschen. An Europäer und nur an Europäer.

Ich bin schlicht nicht mehr bereit das zu schlucken! Es kommt mir zum Halse raus.

Die Schwarzen Amerikas sind in diesem perfiden Spiel nichts als ein Werkzeug bestimmter anderer Gruppen. Werden sie nicht mehr gebraucht, werden sie ein ganz böses Erwachen erleben. Das ist den meisten intelligenten Schwarzen durchaus bewusst.

Grobschlosser

5. Juni 2020 11:00

gestern : GEZ / Markus Lanz - vorhersehbar unangenehmes Publikum ; kommt mit "pädagogischen" Handlungsanweisungen für weiße Menschen um die Ecke .

 

grundsätzlich keine Sozialkontakte zu Leuten die ihre extrem teuren Sozialexperimente bewerben - grundsätzlich keinen frechen Forderungen nachgeben , grundsätzlich auf den Verteidigungsfall vorbereiten . 

das was der Systemfunk behauptet ist dummes Zeug ; die weiße Mehrheit in den USA ist bis an die Zähne bewaffnet , i.d.R. militärisch ausgebildet und bereit die US-Verfassung zu verteidigen - die frechen , anmaßenden Sprüche bestimmter us Minderheiten interessieren im bible-belt NIEMANDEN . 

sofern Teile der us Intelligenz den Restverstand noch nicht verloren hat sei diesen Leuten gesagt : sucht euch ein anderes Land wenn euch das christliche Amerika nicht passt . Tickets gibts im Internetz oder im Reisebüro . 

 

 

Valjean72

5. Juni 2020 11:51

@ratatoskr:

Die Schwarzen Amerikas sind in diesem perfiden Spiel nichts als ein Werkzeug bestimmter anderer Gruppen. Werden sie nicht mehr gebraucht, werden sie ein ganz böses Erwachen erleben. Das ist den meisten intelligenten Schwarzen durchaus bewusst.

Dieser Auffassung teile ich ausdrücklich (s. meinen Kommentar weiter oben), insbesondere auch den Punkt, dass dies den intelligenteren Farbigen durchaus bewusst ist.

Und insofern widespreche ich der Einlassung des Diskursteilnehmers Humboldt:

Denn im Grunde hat die US-Elite das Problem so weit in den Griff bekommen, soweit man das Problem überhaupt in den Griff bekommen kann.

Es war/ist nur auf den ersten Blick ein Problem für die "US-Elite". Um die Ecke, bzw. weiter gedacht, erkennt man eine manipulierbare Manövriermasse zur Durchsetzung der eigenen Agenda.

 

 

 

Humboldt

5. Juni 2020 12:24

@Valjean72

„Es war/ist nur auf den ersten Blick ein Problem für die "US-Elite". Um die Ecke, bzw. weiter gedacht, erkennt man eine manipulierbare Manövriermasse zur Durchsetzung der eigenen Agenda!"

Dass eine Elite ihre Agenda durchsetzt, ist nun eine sehr banale Aussage. Eine politische Elite, die keine Agenda hat, ist keine politische Elite. 

Erst einmal ging es der US-Elite um die innere Stabilität der USA:  Dass die Regierung Nixon in erheblicher Sorge war, wegen der Radikalisierung der Schwarzen, ist durch viele Zitate und Quellen belegt.

Damals gab hatten die Nation of Islam, Black Panther, black Muslims etc eine erhebliche Reichweite. Die US-Elite hatte Angst vor einer kommunistischen Unterwanderung und Instrumentalisierung dieser Gruppen bis hin zu einer totalen Destabilisierung:

Gleichzeitig explodierte die Gewalt in den schwarzen Ghettos, die Kriminalität erreicht ungekannte Höchststände und die Afroamerikaner wiesen eine große demographische Dynamik auf.

Ein halbes Jahrhundert später wählen 95 % der Schwarzen weiterhin brav die Demokraten, die radikalen Schwarzen-Bewegung darf als „Black lives matter“-Bewegung Wahlkampfhilfe für den "alten weißen Mann" Biden betreiben. Die Kriminalitätsraten sind gegenüber den neunziger Jahren erheblich zurückgegangen und die demographische Dynamik der Schwarzen ist zum Stillstand gekommen.

Mehr konnten die  realpolitisch gar nicht erreichen.

 

Gotlandfahrer

5. Juni 2020 12:27

Herr Lichtmesz,

Danke für Ihre akribische Arbeit in der Sache unseres Überlebens. Eine Ergänzung von mir:

Der Shitstorm gegen Heidi Klum ist gerechtfertigt und auch der Kommentar von Alice Hasters ist im Grunde richtig: Durch das vorgebliche Negierenkönnen des Interesses an der Bevorzugung der eigenen Loyalitäts- und Leidensgemeinschaft, die entstehensbedingt im Regelfall ethnisch-kulturell geprägt sein muss, überhöhe ich mich – ungerechtfertigt, da nicht wahr - über denjenigen, der dies nicht tut, sondern lediglich die Benachteiligung seiner Gemeinschaft durch die des Negierenden beklagt (ob zu Recht oder Unrecht).  Zu sagen „Für mich kommt es nicht auf Hautfarbe an“, wo die mit schwarzer Hautfarbe sagen, sie seien deswegen benachteiligt, ist, als ob man sagt „Ich benachteilige Dich aber gar nicht“ bzw. übersetzt in das, um was es eigentlich geht: „Tut mir nichts an und nehmt mir nichts weg, denn bei mir habt ihr dafür keinen Grund“. 

Ein Rotarmist, der in Königsberg vor einer Deutschen stand, wird sich auch nicht in seinem Anspruch durch ihr Bekenntnis zurückgewiesen lassen haben, sie sei immer gegen die Nazis gewesen und ein Freund der Sowjetunion, selbst wenn ihre Aussage wahr gewesen sein sollte. Mitgehangen, mitgefangen, und an seiner Ethnie hängt man fest, ob man will oder nicht.

Gotlandfahrer

5. Juni 2020 12:28

„All Lives matter“ im Juni 2020 bzw. „Ich bin ein Freund der Sowjetunion“ im April 1945 ist der Versuch einen Anspruch abzuwehren, den das Gegenüber als gerechtfertigt ansieht und angesichts der Verhältnisse auch durchsetzen kann.  Man stelle sich nun die (theoretische, weil in der Praxis wohl nicht relevante) Reaktion deutscher Frauen in Königsberg im April 1945 vor, die dieses Bekenntnis nicht vorbringen, dies jedoch von einer Leidensgenossin (!) hören (ob wahr oder unwahr), weil diese sich dadurch dem Anspruch der Rotarmisten entziehen will.  Letztere dürfte kaum mit Zustimmung der anderen rechnen, d.h. sowohl in den eigenen Reihen als auch unter den Rotarmisten wird das Freundschaftsbekenntnis nichts Anderes als Aggression auslösen. Einen Shitstorm im wahrsten Sinne des Wortes.

Ehrlicher wäre es zu sagen: Ja, wir sind weiß und wie jeder Mensch bevorzugen wir unseresgleichen, wie auch ihr zu Recht Schwarze bevorzugt.  Und wenn Ihr Euch etwas von uns mit Gewalt holen wollt, statt mit uns zu verhandeln und uns etwas anzubieten, dann tut dies, wenn ihr es könnt. Rechnet nur damit, dass wir uns verteidigen, sofern wir es noch können. Ansonsten stehen wir herzlich gern weiterhin für ein friedliches Miteinander zur Verfügung.

Vera

5. Juni 2020 13:23

Danke für diese hervorragenden Artikel. Leider kann man der Verblendung der Menschen keine Vernunftargumente entgegensetzen. Die Verblendeten sind schlicht nicht in der Lage, Argumente aufzunehmen. Für diejenigen aber, die ihren gesunden Menschenverstand bewahrt haben, sind sie hilfreich, weil entlastend. Sie zeigen nur die Tatsachen auf und rücken das Bild dabei ins rechte Licht. Bitte weiter so.

Simplicius Teutsch

5. Juni 2020 13:48

Noch hat Trump die anstehenden Wahlen nicht verloren. - Bei dieser Sachlage.

„In keiner Weise gehe es mehr um den Tod von Floyd, sagte Gouverneur Tim Walz, der den minderheitenaffinen Demokraten angehört. „Es geht darum, die Zivilgesellschaft zu attackieren, Furcht einzuflößen und unsere großartigen Städte zu sprengen.“ Ein vornehmlich schwarzer Mob agiert als revolutionärer Stoßtrupp und bestätigt genau das, was vielen Weißen als rassistisches Vorurteil vorgeworfen wird. Auch weiße Gewalttäter sind dabei, anscheinend linke Anarchisten, die versuchen, ihr Umsturz-Süppchen zu kochen. Der Polizist, der Floyds Tod mutmaßlich verursacht hat, ist allerdings mit einer Asiatin verheiratet, was dem schlichten Rassismus-Klischee widerspricht.“ - Soweit aus dem Leitartikel von Thorsten Hinz in der aktuellen JF, als bestätigende Ergänzung zu Herrn Lichtmesz' klarstellenden Ausführungen zur bisherigen Sachlage.

 

Franz Bettinger

5. Juni 2020 13:51

@ML: Ich habe viel gelacht über Ihre Antworten ;-) und auch über die einiger anderer Kommentatoren. Ich bin immer wieder erstaunt, was für helle Antworten man auf abartige Fragen geben kann. Auf echt Dummes fällt mir fast nie etwas Kluges ein; nur manchmal ein Späßchen.

Valjean72

5. Juni 2020 14:09

@Humboldt:

Dass eine Elite ihre Agenda durchsetzt, ist nun eine sehr banale Aussage. Eine politische Elite, die keine Agenda hat, ist keine politische Elite

Mein Kommentar zielte mitnichten auf die - in der Tat - banale Aussage ab, dass politische Eliten naturgemäss eine wie auch immer gerartete Agenda verfolgen, sondern viel mehr darauf, dass - im konkreten Fall - diese ethnisch motivierten Unruhen besagter  "Elite"  (diese ist sowohl an der Spitze als auch oberhalb von Politik & Medien zu verorten) in die Hände spielen, also Teil, bzw. Mittel zum Zweck zur Verwirklichung deren (inoffizieller) Agenda sind.

 

 

Lotta Vorbeck

5. Juni 2020 14:26

Im Jahr 2019 wurden in den gesamten USA ZEHN unbewaffnete Schwarze, 9 Männer und eine Frau, von der Polizei erschossen. Tucker Carlson stellt alle Fälle vor, große Überraschung: Von rassistischer Polizei kann keine Rede sein.

[EH - 05.06.2020 - 11:43]

 

YouTube
Tucker: Kneeling will never be enough for the mob
Why are Americans surrendering to violent mobs? Because they've been told they have to

Tucker: Das Niederknieen wird dem Mob niemals ausreichen Warum kapitulieren Amerikaner vor gewalttätigen Mobs? Weil ihnen gesagt wurde, dass sie es müssen.

(adm)

Leute mit geringen Englisch-Kenntnissen finden hier Hilfe: 

YouTube: Automatische Untertitel nutzen – so wird's gemacht

 

 

 

Monika

5. Juni 2020 15:13

1. Da 1. nicht alle Leben zählen und ich 2. verstört bin von der hollywoodreifen Inszenierung der Tauerfeier für G. Loyd ( Bürgermeister schluchzend am golden Sarg des „sanften Riesen“), beschäftigt mich in diesem Falle die „Macht der Narrative“ stärker als die bloßen Fakten, die ich kaum beurteilen kann. Und  Videos, die in qualvoller Länge sterbende Menschen zeigen, pflege  ich mir zwecks Meinungsbildung nicht anzuschauen. Schon die Berichte über den Erstickungstod von M. Ladenburger oder Susanna Feldmann fand ich kaum erträglich und die beiden „sanften Mädchen“ hätten m.E. die gleiche Empörung  und wenigstens nationale Aufmerksamkeit gerade auch durch Politiker und Kulturschaffende verdient. Wie kommt es zu diesen Wahrnehmungsunterschieden ? Das ist die Frage, die mich beschäftigt ? 

„Weiße Leben zählen nicht“. Auch das ist ein Narrativ ( ein rechtes) und sollte auf seine Realitätsdichte  geprüft werden. Soviel Selbstreflexion muss sein. Fast zur gleichen Zeit wie Gorge Floyd starb die 14-jährige Romina Ashrafi im Iran einen grausamen Erstickungstod. Sie wurde vom eigenen Vater mit einer Sichel im Schlaf enthauptet. 

https://www.welt.de/politik/ausland/article208502415/Iran-Proteste-nach-Ehrenmord-an-14-jaehriger-Romina-Ashrafi.html Die Proteste gegen diesen sog. Ehrenmord erreichten kaum die westliche, weiße Welt. Von einer weltweiten Bewegung „muslimgirls lives matter“ habe ich auch nichts gehört. Wenn alle Leben zählen, dann dürfen diese Leben auch nicht ausgeblendet werden, auch wenn sie keine weißen Leben im o.g. Sinne sind . Hier haben Rechte und Linke blinde Flecke in der Wahrnehmung. 

Mboko Lumumbe

5. Juni 2020 15:59

Meine Meinung zum Film „13th“ der schwarzen Regisseurin Ava DuVernay:

Der Filmtitel leitet sich ab vom 13. Zusatzartikel zur Verfassung der USA, dieser schaffte die Sklaverei und Zwangsarbeit mit Ausnahme für Straftäter endgültig ab.

Es wird aus meist einseitig schwarzer Sicht behauptet, dass an Stelle der Sklaverei eine privatisierte Gefängnisindustrie in den USA entstanden sei, in der überwiegend Schwarze und PoC sklavenähnlich ausgebeutet würden. Dabei wird propagandistisch anheim gestellt, dass viele schwarze Häftlinge wegen kleinkriminellen Drogendelikten wie Marihuanahandel eingesperrt seien. Auf Mord- und Totschlagstäter und andere schwerwiegende Haftgründe wird im Film kaum bis garnicht eingegangen. Schwarze werden pauschal und undifferenziert als Opfer eines Staates dargestellt, der Sklavenhaltung durch Gefangenenhaltung ersetzt habe und ständig Nachschub an (schwarzen) Häftlingen brauche und erzeuge.

Natürlich werden politisch einseitig hauptsächlich Republikaner beschuldigt, teils auch Demokraten.

Der Film benutzt dramatische Bilder, wilde Erzählungen und ergreifende Musik um den Emotionentrigger der moralischen Erpressung einzusetzen mittels Instrumentalisierung einiger bedauerlicher schwarzer Einzelfälle. Rassistische Gewalt Schwarzer gegen Weiße wird verschwiegen.

Der Film 13th ist vergleichbar mit der NS-Dauerberieselung im deutschen TV zum Schuldkult, Gewissensfolter und Gehirnwäsche.

Teils informativ und unterhaltsam, jedoch entbehrlich.

t.gygax

5. Juni 2020 16:15

@Grobschlosser " die weiße Mehrheit ist bis an die Zähne bewaffnet"

So ist es. Und der Hinweis auf den bibel -belt stimmt auch. Ich habe in Denver in  einer sehr christlichen Familie gewohnt ( vor vielen Jahren) , die hatten alle Gewehre und diverse Pistolen. Und das waren sehr gebildete und im Vergleich zu Deutschland damals vermögende Leute , übrigens ziemlich deutschfreundlich- vielleicht ist das heute nicht mehr so.....Amerika war für mich  eine völlig andere Welt, und ich habe- dies zu Thomas Martini, der hier immer sehr anti-amerikanisch argumentierte- nur gute Erfahrungen mit den Menschen gemacht. Und das "Volk" ist etwas anderes als die Regierung, das wurde mir dort jeden Tag klar, Damals regierte Jimmy Carter, der fromme Erdnussfarmer. Was " da in Washington abging, interessiert in Colorado Springs keinen Menschen", so jedenfalls mein Eindruck.

Lotta Vorbeck

5. Juni 2020 18:07

@t.gygax - 5. Juni 2020 - 04:15 PM

Was "da in Washington abging, interessiert in Colorado Springs keinen Menschen", so jedenfalls mein Eindruck.

---

Russland ist bekanntlich nicht Moskau.

Und was in Berlin passiert, tangiert die (allermeisten) Leute im Mansfelder Land, im Eichsfeld, im Schwarzwald oder in der Grafschaft Bentheim nicht wirklich. - Mit fatalen Folgen.

 

Monika

5. Juni 2020 18:35

@ Gotlandfahrer 

Nein, der shitstorm gegen Heidi  Klum ist nicht gerechtfertigt. Es gilt tatsächlich „all lives matter“ ( jedenfalls im westlichen, noch christlich geprägten Kulturkreis) . Das bedeutet keine Nivellierung oder Missachtung der Anliegen der Schwarzen. Im Gegenteil. Wenn der shitstorm damit begründet wird, dass es um das konkrete Leben der Schwarzen - im Moment - geht, dann ist gerade Heidi Klum vom Vorwurf der Nivellierung auszunehmen. Ich gehe mal davon aus, dass sie ihre drei farbigen Kinder und ihre weiße Tochter als gleichwertig betrachtet. Und das im Moment. Auf Demos in den USA sind Plakate zu sehen mit dem Slogan : „All lives can‘t matter until Black Lives Matter.“ Wer definiert, ab wann und wie schwarzes Leben zählt ? Und dürfen die Weißen dabei ein Wörtchen mitreden ? Klonovsky: „Wer sich wegen seines Weißseins zu einer Selbsterniedrigung herablässt, gesteht der Gegenseite die alleinige Definition zu, was Diskriminierung ist.“ Ein Dialog auf Augenhöhe sieht anders aus. Wer sich selbst erniedrigt, wird nicht ernst genommen. 

 

Humboldt

5. Juni 2020 19:10

@Valjean72

Also in diesem Fall ist die Agenda ziemlich offensichtlich. Schließlich ist Wahlkampf. Die Demokraten haben drei Ziele:

  1. Ihre eigenen schwarzen Wähler für die Wahl zu mobilisieren
  2. Zu verhindern, dass schwarze Wähler zu Donald Trump abwandern. Bei der letzten Wahl hat Trump unter schwarzen Männer gar nicht so schlecht abgeschnitten und sein Protektionismus kommt vielen schwarzen Arbeitern zu Gute.
  3. Imdem sie alles auf Trump und den „Rassismus“ schieben, lenken sie davon ab, dass in Minneapolis den Bürgermeister stellen und im Bundesstaat den Gouverneur. Da die Verantwortung für die Polizei bei Stadt und Staat liegt und nicht in Washington, müssten die dafür eigentlich den Kopf hinhalten.

Trumps erster Instinkt, seine Hände in Unschuld zu waschen und sich raus zu ahlten, war wahrscheinlich taktisch richtig. Mit seiner Drohung,  das Militär einzusetzen hat er  den Demokraten eine Vorlage für ihre Kampagne geliefert. Wahrscheinlich unnötig, weil die Mittelschicht, die Angst vor Plünderungen hat, ihn sowieso wählt. 

Den Demokraten kann man nicht einmal einen Vorwurf machen. Wenn die die Chance nicht nutzen würden, müsste Biden sein Wahlkampfteam feuern.

Andreas Walter

5. Juni 2020 19:56

@Mboko Lumumbe

Ich finde den Gedanken gar nicht so abwegig (die ganze Weltwirtschaft funktioniert doch letztendlich so, nur eben in unterschiedlichen Härtegraden und Ausformungen für die heute überall auf der Welt Abhängigen vom Geld. Wer kommt denn ohne aus? Oder ohne Land?).

Über China behaupten manche darum genau das Gleiche. Heißt dort nur Laogai:

https://youtu.be/JJUwp77BGu4

Bei Lanz erst seit Ende 2019 ein Thema (auch kein Zufall), doch die originale Dokumentation kenne ich schon lange und stammt aus dem Jahr 2015:

https://youtu.be/NaY4iaQ_tFE

https://www.dw.com/de/bundestag-verurteilt-chinesische-arbeitslager/a-2510514

Arbeitslager sind daher nichts ungewöhnliches und unterliegen eben einem eigenen System von Spielregeln wie aber auch der Marktwirtschaft. Doch auch im real existierenden Sozialismus und Marxismus waren diese Lager und Gefängnisse, Arbeitseinsätze, ein Wirtschaftsfaktor. Auch im Dritten Reich während des Krieges. In den VSA mussten die Kriegsgefangenen Japaner auch mehr oder weniger ihre eigene Nahrung anbauen:

https://www.riffreporter.de/usa/manzanar/

Überall das Gleiche und genug Land und Wasser für alle als Ökobauern gibt es nicht mehr.

Lotta Vorbeck

5. Juni 2020 20:06

Frust über Ausschreitungen: Polizisten von Louisville kehren Bürgermeister bei Ansprache den Rücken zu

„Der Präsident des Berufsverbands US-amerikanischer Polizisten (Fraternal Order of Police), Ryan Nichols, war zwar nicht anwesend, bestätigte den Vorfall jedoch. Er sagte, die Polizei sei frustriert über Bürgermeister Fischer, ob seines bisherigen Umgangs mit den Protesten, Ausschreitungen und Plünderungen in der Stadt. Fischer gehört dem Lager der Demokraten an. (…)

Nichols sagte, Fischers Reaktion in Bezug auf die gewalttätigen Ausschreitungen in der Stadt, sei „konzentriert gegen die Polizei gerichtet gewesen“.“

YouTube
Louisville police boo, walk out on Mayor Greg Fischer
Videos show Louisville Metro police officers walking out on Mayor Greg Fischer when he walked into roll call Wednesday.

Loxismus

5. Juni 2020 20:10

Man muß George Floyd nicht kultisch verklären. Man muß kein Mordopfer kultisch verklären. Es genügt völlig einen Mord EHRLICH als Mord zu benennen, zu ächten und zu sühnen. Soweit sollte die Kulturleistung einer Gesellschaft, die sich gerne als zivilisiert bezeichnet, schon gehen.

nom de guerre

5. Juni 2020 21:08

Zunächst einmal vielen Dank für diese fundierte Analyse! Dennoch meine ich, ein Aspekt kommt darin zu kurz, nämlich die Hysterisierungsbereitschaft westlicher Gesellschaften.

Die Instrumentalisierung des Todes von George Floyd und das (berechtigt oder nicht) kollektive Schuldgefühl weißer Amerikaner im Kontext mit der Rassenthematik sind m.E. keine hinreichende Erklärung für die irren Szenen, die ML oben beschreibt (selbst wenn man sich noch so schuldig fühlt, liegt es nicht innerhalb der Bandbreite normaler Reaktionen, vor einer letztlich anonymen Gruppe auf den Knien herumzurutschen und um Vergebung für die eigene Existenz zu bitten), und auch nicht dafür, dass aus einem Kriminellen innerhalb weniger Tage eine Art Heiliger gemacht wird, den man in einem goldenen Sarg beerdigt. Diese Form der Mythenbildung braucht normalerweise Jahrzehnte.

Aus meiner Sicht lassen gewisse Phänomene der letzten Jahre in der Bundesrepublik einige Parallelen erkennen – weder bei „Refugees welcome“ noch bei dem Klima- bzw. Gretahype, und schon gar nicht beim, nun allerdings weltweit zu beobachtenden, Umgang mit Corona handelte es sich um Verhaltensweisen, die man in einer laut Selbsteinschätzung aufgeklärten, faktenorientierten Gesellschaft erwarten würde. Nur kommt in den USA sowohl bzgl. des Anlasses (die Polizeigewalt lässt sich ja nicht wegdiskutieren) als auch der Reaktionen eine Gewaltgeneigtheit dazu, die es bei uns so (noch) nicht gibt.

RMH

5. Juni 2020 21:49

"Es genügt völlig einen Mord EHRLICH als Mord zu benennen, zu ächten und zu sühnen. Soweit sollte die Kulturleistung einer Gesellschaft, die sich gerne als zivilisiert bezeichnet, schon gehen."

@Loxismus,

Für solche "zivilisierte" Aufgaben gibt es in Europa seit allerspätestens dem 19. Jhdt. (die Entwicklung ist aber noch viel älter) den sog. Rechtsstaat, Gerichte und Justizvollzug. Die machen gerade auch in diesem Fall ihren job. Der Mob auf der Straße ist noch viel länger nicht mehr zuständig, nennt man Gewaltmonopol des Staates. Aber ich vergas, dass Ganze ist ja eine europäische Erfindung, also mithin eine weiße und man bevormundet/diskriminiert offenbar die p.o.c., wenn man sie auf den "weißen" Rechtsweg verweist. Flagellantentum - eigentlich schon länger aus der Mode - ist übrigens auch eine weiße Erfindung. Das brauchen manche weiße offenbar auch wieder, so dass es fröhliche Urständ feiert.

 

Lotta Vorbeck

5. Juni 2020 22:18

Man achte sowohl auf die Worte als auch auf die Bildsequenzen!

+++ YouTube 
Healing, Not Hatred
“We support the right of peaceful protesters, and we hear their pleas. ... I stand before you as a friend and ally to every American seeking justice and peace.”

POTUS Donald Trump

03.06.2020
Laufzeit: 3:45 min.

---

+++ „Platz vor dem Weißen Haus heißt jetzt "Black Lives Matter Plaza"

Die Bürgermeisterin Washingtons, Muriel Bowser, hat eine Straße vor dem Weißen Haus in "Black Lives Matter Plaza" umbenannt. Zuvor ließ die Stadtverwaltung die Worte in riesigen gelben Lettern auf die 16th Street malen.“

n-TV - 05.06.2020

---> Weiterlesen

 

 

Achterndiek

5. Juni 2020 22:35

@ Loxismus

Unsere Rechtsordnung schreibt vor, zwischen a) Mord, b) Totschlag und c) fahrlässiger Tötung deutlich zu differenzieren.

Ein HERR steht nicht in der Pflicht, zu jedem Tötungsdelikt, das ihm die Hauptstrommedien servieren, irgendeinen Kommentar abzugeben. Wer sich jedoch dazu genötigt fühlt, kann kein HERR nicht sein. 

Lotta Vorbeck

5. Juni 2020 22:40

@Niedersachse - 5. Juni 2020 - 09:43 AM

In beiden Städten begann es mit einem Mord.

Die Frage ist: Was macht der Staat?

BRD

+ er veranstaltet ein Konzert mit "Feine Sahne Fischfilet"
+ die Anreise der Teilnehmer erfolgt mit Gratis-Bussen

+ er erfindet Hetzjagden auf Unschuldige", die sich nicht belegen lassen
+ er stellt dem zuvor jahrelang protegierten Chef des Inlandsgeheimdienstes den Koffer vor die Tür

+ Sonderzüge bringen Demonstranten anläßlich der G20-Veranstaltung nach HH
+ zu anderen Anlässen übernehmen vom DGB gecharterte Busse den Transport der Demonstranten

+ Renate Künast verlangt die dauerhafte Finanzierung von Antifa-Gruppen 13.03.2020

 

USA

+ die entsprechenden Videos sind mühelos auffindbar, seit Pfingsten finden jenseits des Atlantiks tatsächlich Menschenjagden statt

Als besonders grausame Täter tun sich dabei (auch) blutjunge Caucasians hervor.
Black Lives, sofern deren Inhaber nicht zu den Marodeuren gehören, spielen keine Rolle.

Alles, was sich in den USA manifestiert, pflegt mit gewisser zeitlicher Verzögerung auch die BRD zu erreichen.

Valjean72

5. Juni 2020 23:28

@Gotlandfahrer:

Ein Rotarmist, der in Königsberg vor einer Deutschen stand, wird sich auch nicht in seinem Anspruch durch ihr Bekenntnis zurückgewiesen lassen haben, sie sei immer gegen die Nazis gewesen und ein Freund der Sowjetunion, selbst wenn ihre Aussage wahr gewesen sein sollte. Mitgehangen, mitgefangen ...

Was ich beim Lesen Ihrer Zeilen empfunden habe, kann ich hier nicht zum Ausdruck bringen, da mein Kommentar dann gewiss nicht veröffentlicht würde.

Gehen Sie in sich ... Ellen Kositzas Artikel der Ausgabe 95 der Sezession mag Ihnen dabei behilflich sein.

"Heute wie damals?"

Nath

6. Juni 2020 01:03

Die hier gezeigten Statistiken der USA sprechen eine eindeutige Sprache: Es werden ungleich mehr Weiße von Schwarzen ermordet als umgekehrt, woraus der unwiderlegbare Befund hervorgeht, dass die (pseudo-)linke Mär vom Afroamerikaner als dem "ewigen Opfer" eine Falschbehauptung ist. 

Es gibt aber auch logische Inkonsistenzen auf Seiten der Rechten, und zwar dann, wenn man sich weg von der individuellen auf die ethno-historische Ebene begibt und nach einer Renaissance des weißen oder abendländischen Selbstbewusstsein ruft (der vermeintlichen oder wirklichen geistig-moralischen Errungenschaften). Als Individuen sind z.B. Herr Lichtmesz und meine Wenigkeit nicht für die kolonialistischen und imperialistischen Greueltaten unserer Vorfahren zur Verantwortung zu ziehen - als Glieder einer europäiden Generationenkette, also im Sinne eines metaphysischen Biologismus, sehr wohl. Will man das? - Dann aber nicht nur auf das Gute, Großartige und Imposante hinweisen, sondern auch auf das Kriminelle und Verabscheuungswürdige, und da sind z.B. die seinerzeit nach Amerika verbrachten schwarzen Sklaven eine "Ursünde", für welchen man jetzt, soweit es die USA betrifft, den karmischen Preis bezahlt.

Augustinus

6. Juni 2020 05:29

Wenn man die Kriminalität verschiedener Gruppen vergleichen will, muss man die Gruppengröße berücksichtigen. Logo.

Das gilt aber nicht für die gruppenübergreifende Kriminalität. 

Ich hatte das FBI schon für unzurechnungsfähig erklärt und gedacht: Kein Wunder, dass die Kriminalität in den USA so hoch ist, wenn die Mathematiker beim FBI noch nicht einmal die einfachsten Gesetze der Statistik beherrschen.

Nun habe ich mir mal die Quelle angesehen:

https://ucr.fbi.gov/crime-in-the-u.s/2013/crime-in-the-u.s.-2013/offenses-known-to-law-enforcement/expanded-homicide/expanded_homicide_data_table_6_murder_race_and_sex_of_vicitm_by_race_and_sex_of_offender_2013.xls 

Und siehe da: Das FBI verwendet gar keine relativen Zahlen. Ein mathematischer Laie, der die Balkendiagramme erstellte, hat die Zahlen des FBI nicht einfach abgeschrieben sondern frisiert.

ML: Was ist das für ein Unfug? Natürlich verwendet das FBI keine relativen Zahlen. Und welches Balkendiagramm meinen Sie denn konkret?

Valjean72

6. Juni 2020 08:39

@Nath:

... eine "Ursünde", für welchen man jetzt, soweit es die USA betrifft, den karmischen Preis bezahlt.

Der SPIEGEL schrieb im Jahr 2007 folgendes über "DAS GESCHÄFT MIT DEN SKLAVEN"

Tatsache aber ist: Schon Jahrhunderte vor Ankunft der ersten Weißen funktionierte eine Versklavungsmaschinerie und florierte der Menschenhandel von Afrika nach Asien. Sklaverei war in vielen afrikanischen Kulturen selbstverständlich - ganze Reiche im Inneren Afrikas profitierten wirtschaftlich stark von der Jagd auf Menschen und vom Handel mit ihnen. Die Europäer bedienten sich vorhandener sozialer Strukturen und Handelswege. Mühsame und gefährliche Raubzüge ins Innere des Kontinents konnten sie sich darum lange ersparen: Man wartete in Posten an der Küste auf die dorthin gelieferte Ware.

(Quelle: spiegel.de, 22.05.2007)

Lassen Sie ihr negatives Karma stecken.

RMH

6. Juni 2020 09:51

Letztlich bringt die gesamte Rassismus/Diskriminierungsdebatte kompletten Unfrieden in die Gesellschaft. Diskriminierungs-, Ablehnungserfahrungen, unschöne Momente, wenn einem eine Macht, insbes. die Staatsmacht, gegenüber tritt, sind grundsätzlich - neutral gesehen - normale, weil reguläre Erfahrungen, die jeder im Leben laufend macht. Man bekommt ne schlechtere Note als der andere, der Lehre hätschelt den "Streber", man bekommt eine Wohnung nicht, nicht den job, den man wollte, hat weniger Kohle auf dem Konto als xy, die Bullen ziehen bei ner Kontrolle "ihr Programm" übergenau und übergriffig durch etc.

Jeder lernt von klein auf, damit umzugehen - der eine schafft es besser, der andere schafft es schlechter. In dem man jetzt die Rassenkarte ins Spiel bringt, schafft man eine Universalerklärung, einen Joker, mit dem sich plötzlich alles erklärt. Die anderen mögen mich nicht, weil ich die oder jene Hautfarbe habe etc. - jeder misstraut jedem, weil er ja anders aussieht und sicher "Vorurteile" hat und nichts besseres zu tun hat, als andere zu diskriminieren etc. So spaltet man Gesellschaften, weil Grundvertrauen zerstört wurde. Letztlich ist die Rassismus-Debatte in der heutigen Zeit am Ende kontraproduktiv, denn am Ende steht keine egalitäre Gesellschaft, sondern eine Gesellschaft am Rande des oder gar im Bürgerkrieg und jeder glaubt, er sei auf der "guten Seite", was die Sache noch vorantreibt.

Phil

6. Juni 2020 10:23

Loxismus: "Es genügt völlig einen Mord EHRLICH als Mord zu benennen, zu ächten und zu sühnen."

Wir wissen nicht, ob es Mord (vor laufender Kamera!) war.

Wir wissen nicht mal, ob Rassismus im Spiel war.

Wir wissen nicht, ob der Polizist schon häufig Leute auf diese Weise fixiert hat, ohne dass etwas passiert ist.

Vielleicht werden wir es nie erfahren, wenn sich die Justiz vom gewalttätigen Mob erpressen lässt.

Simplicius Teutsch

6. Juni 2020 12:36

@Valjean72, Sie machen es sich zu einfach, wenn Sie mit dem SPIEGEL argumentieren:

„Tatsache aber ist: Schon Jahrhunderte vor der Ankunft der ersten Weißen funktionierte eine Versklavungsmaschinerie und florierte der Menschenhandel von Afrika nach Asien. Sklaverei war in vielen afrikanischen Kulturen selbstverständlich.“

----------------------------

Dass die Sklaverei eine (unerfreuliche) menschheitsgeschichtliche Tatsache in unterschiedlichen Ausprägungen ist, wird wohl niemand in Abrede stellen wollen. Aber die Zeiten, die Sensibilität und die moralisch-humanitären Ansprüche im „westlichen“ Weltbild haben sich geändert; egal wie viel Heuchelei bei vielen dahinter stecken mag. (Teil 1).

Simplicius Teutsch

6. Juni 2020 12:41

Teil 2: Meine (spekulative) Küchenpsychologie:

Die Schwarzen, die unbestritten die Opfer der Sklaverei im Amerika der Neuzeit waren, kommen vor allem in den USA aus ihrer entwürdigenden Opferrolle einfach nicht heraus. Nachdem die gesetzlich-formale Gleichstellung mit den Weißen vollzogen ist, müsste man meiner Meinung nach sagen: Schwamm drüber, lasst die Wunde heilen; emotional abrüsten!

Aber was sehen wir? Kaum erträgliche Bilder von Massenwahn: Jetzt wird die Wunde („Ur-Sünde“) gerade wieder (mit schmerzlicher Wolllust?) aufgerissen und Salz hineingestreut von den offenbar traumatisierten, emotionalisierten Schwarzen im Bündnis mit den aufhetzenden, hypermoralischen weißen Massas, den Gutmenschen (CNN, Antifa, etc.) jenseits und diesseits des Atlantik.

Aus einem billigen Wahlkampf-Zweck für die Demokraten: Die Wiederwahl von Donald Trump zum Präsidenten soll unter allen Umständen verhindert werden.

 

Laurenz

6. Juni 2020 14:11

@Valjean72 @Nath

Es zählen nur schwarze Sklaven, die meist von Ashkenazi & Sephardi gehandelt wurden, ohne das zu benennen. 1 Mio im Orient versklavte Europäer fallen sowieso unter den Tisch. Von der Leibeigenschaft Europas ganz zu schweigen. Und die arabischen Sklavenjäger & - Endverbraucher fallen sowieso unter den Tisch, weil sonst islamophob. 

Als die Royal Navy zwischen 1803 und 1865 tatsächliche Ernst machte mit der Jagd auf Sklaven-Schiffe, hatte die damals über-mächtige Marine Britanniens aber keine Hemmungen zu derselben Zeit in Ost-Asien zugunsten der Sassoons & Co. für den erzwungenen Opium-Handel Krieg zu führen, die Fakten zu schaffen und China damit ins Unglück zu stürzen .

Andreas Walter

6. Juni 2020 16:32

https://www.deutschlandfunk.de/tod-von-george-floyd-tausende-bei-demonstrationen-gegen.1939.de.html?drn:news_id=1138346

Es geht um eine grosse Demo (angeblich 9.000 Menschen, trotz Corona!) in Hamburg.

“Auch in Köln, Frankfurt am Main und Dresden gingen viele Menschen auf die Straße, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.“ Und gegen Corona?

Und um Kanada geht es in dem Artikel auch. Um den Kniefall eines linken Premierministers.

“Kundgebungen gab es auch in Australien, Japan, Frankreich und Brasilien.“

Doch ich “höre“, lese dort sehr zu meinem Erstaunen nichts über und aus Ländern mit überwiegend mohammedanischer Bevölkerung und/oder aus Afrika.

Haben die das Ganze verpasst? Interessiert es sie nicht? Haben sie dort womöglich nichts damit zu tun? Oder gibt es dort einfach keine oder nicht genug Aktivisten, die solche Demos organisieren? Darf man dort womöglich nicht Demonstrieren? Oder hat es die DW nicht interessiert, was man dort dazu sagt? Gibt es dort womöglich das Problem gar nicht? Oder nur anders herum? Werden in Indonesien vielleicht nur die Chinesen verfolgt? In Afrika die Albinos zerhackt? In Saudi Arabien philippinische Kindermädchen misshandelt?

Augustinus

6. Juni 2020 16:33

Der ganze 3-Teilige Artikel untergräbt durch die Verwendung von gefälschten Zahlen natürlich seine Glaubwürdig.

Schade.

ML: Welche Zahlen sind "gefälscht" bitte?

Valjean72

6. Juni 2020 17:52
@Simplicius Teutsch
 

"Sie machen es sich zu einfach, wenn Sie mit dem SPIEGEL argumentieren ... Dass die Sklaverei eine (unerfreuliche) menschheitsgeschichtliche Tatsache in unterschiedlichen Ausprägungen ist, wird wohl niemand in Abrede stellen wollen. Aber ..."

Wenn Sie meinen, bitte - ich will Sie und andere auch gar nicht von der "gerechten Betroffenheit" abhalten. Ziehen Sie sich also Ihr virtuelles Büßergewand über und beugen Sie schamvoll Ihre Knie wenn es Ihnen beliebt ...

Aber inwiefern sollte ich es mir zu einfach machen, wenn ich darauf hinweise, dass am Sklavenhandel über Jahrhunderte hinweg Afrikaner und Araber (auch Juden) mitwirkten und dies bevor die ersten Europäer in dieser Hinsicht in Afrika aktiv wurden?

Wird den heutigen Arabern ein schlechtes Gewissen eingebläut oder den Nachfahren von Angehörigen Afrikanischer Völker und Stämme, die Sklavenhandel betrieben?

Mittels eingimpfter "Schuldgefühle" und über "Angst" (Bedrohungsszenarien) werden seit Jahrhunderten Gesellschaften gelenkt ... Heute passiert das subtiler aber das Prinizip ist das selbe.

Lotta Vorbeck

6. Juni 2020 18:48

@Valjean72 - 6. Juni 2020 - 05:52 PM

Eine Gelegenheit den Blick auf Liberia zu richten, das aus US-amerikanischer Sklaverei entlassenen Sklaven geschenkte Land. Mithin nach Äthiopien, der zweitälteste, selbständige Staat Afrikas.

@Franz Bettinger wies unlängst daraufhin: Die Verfassung Liberias entspricht weitgegehend der Verfassung der USA.

Und wie sieht's sonst so in Liberia aus?

Wie lebt es sich im Jahre 2020 im Lande der freigelassenen Sklaven?

quarz

6. Juni 2020 19:02

@Augustinus

Ich habe mir erlaubt, Ihr Modell zu verallgemeinern. Seine Prämissen beinhalten ja zwei Gleichheitsannahmen, die getrennt zu bewerten sind: 1. Gleiche Kriminalitätsrate in beiden Gruppen und 2. gleiche Opferwahrscheinlichkeit für jedes Mitglied der Gesamtpopulation (Laplace-Annahme). Sei p der schwarze Bevölkerungsanteil, q1 die schwarze und q2 die weiße (einschlägige) Kriminalitätsrate. Dann sind:

1) n*p*q1 Tathandlungen schwarzer Täter und n*(1-p)*q2 Tathandlungen weißer Täter

2) Von den ersteren n*p*q1*p mit schwarzem Opfer und n*p*q1*(1-p) mit weißem Opfer

3) Von den letzteren n*(1-p)*q2*p mit schwarzem Opfer und n*(1-p)*q2*p mit schwarzem Opfer

zu erwarten. Es ist folglich ein Verhältnis (S->W):(W->S) von q1:q2 zu erwarten. Die Abweichung von diesem Verhältnis indiziert also die Asymmetrie des "Rassismus".

Augustinus

6. Juni 2020 20:04

Habe ich in vorherigen Kommentaren nicht aufgedröselt, warum es mathematisch unzulässig ist, bei gruppenübergreifender Kriminalität relative Zahlen zu benutzen? 

Dem FBI scheint das bekannt zu sein und deswegen benutzen sie in ihren Statistiken bei der Rassen-übergreifender Kriminalität ausschließlich absolute Zahlen. 

Irgend ein Schlauberger hat die Zahlen vom FBI aufgebohrt und daraus Balkendiagramme erstellt. Er hat sie zig mal im Internet verbreitet. Und auch Sie haben sie ungeprüft übernommen.

Augustinus

6. Juni 2020 20:27

@ML
Das Balkendiagramm in ihren ersten Artikel ist gefälscht.
Und das Balkendiagramm in Ihrem zweiten Artikel (oben in blau) ist gefälscht.

ML: Beweisen Sie das bitte.

Pit

6. Juni 2020 20:45

Die Pathologisierung des Normalen, die Kriminalisierung des Natürlichen (nämlich: mit den Eigenen zusammenleben zu wollen) :
SO praktisch: auf diese Weise kann in multirassischer Gesellschaft IMMER die Bombe gezündet werden... wann es gerade schön reinpaßt; denn der unlösbare Konflikt ist ja immer eingebaut.

Ziel ist die totale Diktatur, die totale Kontrolle.

Werden sie es jemals lernen...?

links ist wo der daumen rechts ist

6. Juni 2020 21:09

 

Nachdem der Chef höchstpersönlich ein Machtwort gesprochen hat („Keine Kinnhaken!“), wage ich mich wieder aus der Deckung.

 

Angesichts zunehmender Proteste – drei Fallbeispiele.

Es gibt Demonstrationen in Ländern, in denen relativ wenig Unrecht geschieht, weswegen auch die Massenproteste relativ friedlich verlaufen, aber gerade deswegen hauptsächlich symbolischen Charakter haben (Zivilgesellschaften), dann gibt es Länder, in denen tatsächlich relativ viel Unrecht geschieht und Proteste über ihren symbolischen Charakter hinaus bald gewalttätig werden (Straßenmob) – und es gibt Länder, in denen tatsächlich sehr viel Unrecht geschieht (Despotien), in denen aber keine Demonstrationen mit Symbolcharakter oder gar Ausschreitungen stattfinden (können), woher aber derzeit der größte Anteil des Migrationsstromes nach Europa kommt.

Das alles in den richtigen Maßstab zu rücken, wäre doch eine spannende aktuelle Aufgabe…

Eine Vermutung:

Die Wohlstandskinder des Westens verbünden sich mit den Objekten ihres Begehrens aus Fallbeispiel zwei und drei und geraten in eine Schleife aus Bußritualen und ohnmächtigen Betroffenheitsposen, um die Frage nach der eigenen Identität und der Veränderung der Verhältnisse in Ländern aus Fallbeispiel drei nicht stellen zu müssen.

 

links ist wo der daumen rechts ist

6. Juni 2020 21:20

2

 

Für jemanden, der diese mitunter selbstquälerischen Fragen einer Dauerschleife aus Selbstviktimisierung und Protest ausgehend von seiner eigenen schwarzen Community gestellt hat, verweise ich wieder einmal auf Keith B. Richburgs „Jenseits von Amerika“ (v.a. die Passagen im Kapitel „Alles wie zu Hause“). Abseits tragischer Anlaßfälle.

Durch dieses ganze Dickicht an Fragen hindurch aber sind persönliche Erschütterungen wie im Fall George Floyd, die nicht kollektiv symbolisch aufgeladen werden und damit einer ganz anderen Konfliktbearbeitung dienen sollen, nichts Ehrenrühriges - und darüber hinaus darf z.B. sachlich gefragt werden, ab wann etwa die legitime Praxis der Polizei von Minneapolis, die Nackenfixierung anzuwenden, aus einer selbstschützenden Anwendung in ihr Gegenteil umschlägt, wenn etwa der bereits Arretierte dadurch in akute Atemnot kommt (und keine Zeit bleibt zu überlegen, ob es sich möglicherweise ja nur um eine sattsam bekannte Parole handeln könnte).

Simplicius Teutsch

6. Juni 2020 23:03

@Valjean72, - ich bin voll bei Ihnen in der Ablehnung von Büßergewand und Schuldkult-Politik.

Aber ich meine, mit Ihrem (richtigen) Hinweis auf das menschheitsgeschichtliche Phänomen der Versklavung von Menschen, ist das noch immer schwärende, konkrete Problem für die US-Amerikaner nicht einfach aus der Welt geschafft. Versklavung, das war in den USA die Behandlung von Menschen wie Vieh, ist nach meinem Empfinden die schlimmste Form der Demütigung für einen Menschen, der frei sein will.

Also, ich bin da schon sensibel. Selber bin ich bei meinen jugendlichen Lektürestreifzügen durch die Geschichte mit Spartakus gegen Rom gezogen oder habe als Old Shatterhand an der Seite des edlen Winnetou gegen die bösen, hinterhältigen weißen Einwanderer gekämpft. Weiter will ich jetzt gar nicht gehen.

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