15. Januar 2021

Sammelstelle in der Sturzflut des Gedruckten (2)

Benedikt Kaiser / 57 Kommentare

Die Kolumne »Sammelstelle in der Sturzflut des Gedruckten« hebt wöchentlich Beiträge aus unterschiedlichen Zeitungen und Zeitschriften hervor.

Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Die erste Folge der Kolumne erschien vor sieben Tagen hier – es ging um das Superwahljahr 2021, Ostdeutschland und das publizistische Elend der radikalen Linken.

Den Auftakt zu dieser Woche bietet die sonntägliche Welt. Dort ist ein Einwurf des slowenischen Pop-Intellektuellen Slavoj Žižek (mehr zu ihm bereits in der 70. Sezession) erschienen. Der unkonventionelle Linke widmet sich in »Trumps größter Verrat« den jüngsten Entwicklungen in den USA.

Über die Causa Julian Assange und die (richtige) Weigerung (aus falschen Gründen) der britischen Verantwortungsträger, den Whistleblower an die Vereinigten Staaten auszuliefern, kommt er auf die Ereignisse rund um das Kapitol zu sprechen. Die Demonstranten, notiert Žižek,

hatten Recht, als sie gegen das US-Wahlsystem mit seinen komplizierten Mechanismen protestierten, deren Ziel es ist, einen direkten Ausdruck der Unzufriedenheit des Volkes unmöglich zu machen (...). Aber ihr Angriff war kein faschistischer Putsch (...),

womit er zweifellos Recht behält.

Žižek leistet pflichtschuldig das, was ein weltweit gedrucktes enfant terrible leisten muß: Er stürzt einfache Denkschemata um und deutet Geschehnisse anders als man es etwa von einem typischen Linken erwarten würde. In diesem Kontext verweist er auf die Übereinstimmung der »Wirtschaftsführer« mit der allgemeinen Meinung, wonach Trump endlich im Orkus der Geschichte zu verschwinden haben.

Der rechte Einflüsterer Steve Bannon, erinnert Žižek seine Leser, wurde aus dem Weißen Haus geworfen,

als er nicht nur Trumps Steuerplan ablehnte, sondern offen dafür eintrat, die Steuern für Reichen auf 40 Prozent zu erhöhen.

Auch Bannons Kritik an der Bankenrettung durch öffentliche Gelder verärgerte Trump, der sich zwar gern als Präsident des »kleinen Mannes« inszenierte, jedoch die Interessensvertretung in keiner Weise wahrnahm (– wir erinnern an dieser Stelle auch an die höhere Abschiebequote illegaler Einwanderer Obamas im Vergleich zu derjenigen Trumps).

Trump sei demzufolge zwar ein Populist, er appellierte an die Bedürfnisse der unteren und mittleren Schichten, kontrastierte Establishment und Volk, Oben und Unten. Aber in Amt und Würden gekommen tat er schlichtweg das, was ein Populist tut,

der sich innerhalb des Systems bewegt.

Žižek berührt einen wunden Punkt vieler rechter Formationen der Gegenwart, wenn er bilanziert, daß

der heutige Populismus keine kohärente Vision einer neuen Ordnung

in sich birgt.

Man sollte sich hier an so unterschiedliche Denker wie den preußischen Dichterkommunisten Peter Hacks und den – ebenso preußischen – revolutionären Konservativen Herbert Blank erinnern, die just dies als zentrale Problemstellung aufwarfen: Die Schwierigkeit liege in potentiellen Wendesituationen primär nicht darin, machtpolitisch neue Weichen zu stellen, sondern eine neue Ordnung zu stiften – erst ideell, dann materialisiert in den konkreten Verhältnissen.

Die fehlende Interessenvertretung für seine eigenen Leute, erschwert durch eine manifeste »Leere des Programms«, so Žižek über das Fehlen stringenter Denkmodelle rechter Populisten, führe dazu, daß

die wahren Opfer von Trump seine gewöhnlichen Anhänger sind, die sein Geschwätz gegen liberale Konzerneliten und Großbanken ernst nehmen. Er ist ein Verräter an der populistischen Sache.

Diese Erkenntnis frißt sich nicht zuletzt nach Trumps widersprüchlichem Verhalten zur Kapitol-Problematik durch die alternative rechte Szene der USA – die Post-Trump-Zeit beginnt zumindest bei einem Teil besagter Zusammenhänge, die Žižeks Verdikt, Trump habe sich als »Feigling« desavouiert, wohl unterschreiben würden.

Die ganze Farce um den »Sturm« des Demokratiepalastes ist damit vorerst Geschichte, und Žižek zieht in seinem Fazit dann doch eine positive Teil-Bilanz, der man sich gerne anschließen mag:

Hoffen wir also, dass das, was am 6. Januar in Washington passiert ist, zumindest die Obszönität stoppt, dass die USA Beobachter zu Wahlen in andere Länder schicken, um deren Fairness zu beurteilen – jetzt bedürften die US-Wahlen selbst ausländischer Beobachter.

Bei der Wahlbeobachtungsmannschaft von Ein Prozent packte man nach Lektüre dieser Zeilen vorsorglich das Handgepäck für einen allfälligen Interkontinentalflug.

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Die US-Rechte »nach Trump«, sofern dieses Kapitel für einen Teil der Szene abgeschlossen wird, dürfte in nächster Zeit mit Sortierungsprozessen und ideologischen Kämpfen beschäftigt sein. Derartiges vollzieht sich, in abgeschwächter Form, auch in Ungarn.

Die Sezession pflegt solide Kontakte in jenes Land, das situativ als Hort europäischer Restvernunft beschrieben werden könnte. Hervorzuheben ist sicherlich Götz Kubitscheks Vortrag in Budapest 2018 oder die Rede von Gábor Tallai über den »Budapester Weg« bei der Europa-Akademie des Instituts für Staatspolitik in Schnellroda.

Der stellvertretende Vorsitzende der Stiftung »Terror Haza« ist nicht der einzige Ungar mit Auftritten beim IfS bzw. in der Institutszeitschrift. Doch während Tallai der Regierungspartei Fidesz nahesteht, wird der Name eines weiteren Akteurs mit einer Oppositionspartei verbunden: Gábor Vona.

Der ehemalige Parteichef von Jobbik hat sich, wie sich bereits in seinem Aufsatz für die 78. Sezession ankündigte, nun der Suche nach einem eher traditionalistisch ausgerichteten, spirituellen Konservatismus verschrieben – und seine »Bewegung für ein besseres Ungarn« verlassen.

Diese machte danach Transformationsprozesse durch: von einer radikalen Kraft, die weltanschaulichen und parlamentspolitischen Druck auf die rechtskonservative Fidesz-Regierung ausübt, zu einer moderateren patriotischen Kraft, die sich auch »grünen«, sozialen und christlichen Themen zuwende und damit nicht länger das »braune« Unberührbare verkörpert.

Hier kommt die NZZ (v. 12.1.2021) ins Spiel, die auf eine neue Situation verweist: »Ungarns Opposition vereint gegen Orban« vermeldet der Wiener Korrespondent Ivo Mijnssen.

Tatsächlich haben sich – unter wesentlicher Beteiligung Jobbiks – sechs Parteien Ende Dezember 2020 auf ein 13-Punkte-Programm geeinigt, mit dem man als gemeinsame Wahlliste in den Wahlkampf 2022 ziehen möchte.

Die Chancen für das illustre Bündnis aus Jobbik, Grünen, gemäßigten Sozialisten, Postkommunisten und Co., den Ministerpräsidenten Orbán und seine Fidesz vom Thron zu stoßen,

stehen so gut wie seit Jahren nicht mehr,

wie Mijnssen zu vermelden weiß:

Umfragen, auch solche regierungsnaher Institute, zeigen, dass der Fidesz in den letzten Monaten stark an Rückhalt bei den Wählern verloren hat. Die Probleme im Kampf gegen das Coronavirus, die Fundamentalopposition im Budgetstreit mit Brüssel und der Sexskandal des Fraktionschefs im Europaparlament haben Orban geschadet.

Konservative Regierungspartei und die Links-Rechts-Querfront liegen gleichauf, wobei es fraglich bleibt, ob das Zweckbündnis die inneren Widersprüche bis zum Urnengang austarieren und moderieren kann – oder ob einzelne Akteure ob der jeweils neuen ungleichen Partner ausscheren werden.

Die Generalprobe für die im Feindbild Orbán vereinte Opposition ging jedenfalls schief, berichtet Mijnssen:

Im Oktober verlor ihr Einheitskandidat, der Jobbik-Politiker Laszlo Biro, die Nachwahl für einen wichtigen Parlamentssitz, nachdem frühere antisemitische Äusserungen publik geworden waren. So hatte er die Hauptstadt als «Judapest» bezeichnet. In Zukunft soll eine Durchleuchtung der wichtigen Kandidaten solche Altlasten frühzeitig heben. Die Kriterien dafür dürften aber umstritten sein.

Man würde nur allzu gerne des Ungarischen mächtig sein und am Verhandlungstisch der neuen Allparteienallianz lauschen, wenn es 2021 an die Listenaufstellung für alle 106 Wahlkreise und das Amt des Regierungschefs gehen soll.

Ob die Feindschaft zu Orbáns Strukturen wirklich ehemalige Neo-»Hungaristen« (Neo-Pfeilkreuzler), Sozialnationalisten, Linksliberale, Sozialdemokraten und die Erben der kommunistischen Partei zusammenhält? Ich werde sicherlich in der »Sammelstelle in der Sturzflut des Gedruckten« darauf zurück kommen können. Ob in wenigen Monaten oder tatsächlich nach dem Wahltag – das wird mit einiger Gewißheit der Jahresverlauf zeigen.

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Mit dem internationalen Zug »Ivo Andrić« von Budapest, Ungarn, nach Belgrad, Serbien, und von dort aus direkt weiter in die Serbische Republik, die eine der beiden Entitäten des multinationalen Staates Bosnien-Hercegowina darstellt: Dort gelte, so Michael Martens in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) v. 12.1.2021, »eine eigene Zeitrechnung«.

Der stets lesenswerte Südosteuropakorrespondent der FAZ meint damit, daß dem an Konflikten reichen und an Einnahmen armen Land immer wieder diagnostiziert werde, daß es »fünf vor zwölf« sei. Zur Erinnerung: Fünfzig Prozent der Einwohner sind (muslimische) Bosniaken, knapp ein Drittel sind (orthodoxe) Serben, circa 15 Prozent (katholische) Kroaten. Es gibt ein starres System föderaler Sonderrechte, die virulente Chauvinismen der Volks- und Religionsgruppen einhegen und allen »konstitutiven« Volksgruppen Einflußmöglichkeiten einräumen sollen.

Übergreifende Parteien und Bewegungen gibt es kaum, eine geeinte bosnische Nation und ein zentralisierter Staat, so Martens treffend, seien irreal. Daß deshalb die Bundeswehr (seit 2012 abgezogen) oder andere internationale Truppen nach Sarajevo, Tuzla und Mostar zurückkehren müßten, wie Politiker quer über alle Parteigrenzen immer wieder fordern, hält Martens für absurd.

Ja, viele

Menschen verlassen das Land, weil sie es als korrupt und ineffizient empfinden. Die Löhne gehören zu den niedrigsten in Europa.

Aber Martens hat Recht:

An solchen Problemen leiden indes alle Länder der Region. Doch nur im Falle Bosniens gibt es immer wieder Forderungen, der Westen müsse sofort eingreifen, um den angeblichen drohenden Kollaps des Staates abzuwenden – am besten per Dekret.

Martens tritt in seinem Kommentarbericht demgegenüber für eine Bewahrung und moderate Weiterentwicklung des bosnischen föderalen Prinzips ein. »Einheit in Vielfalt« sei Friedensgarant:

Wer diesen Konsens aufgibt, bringt das Land wirklich in Gefahr.

Es gibt gute Gründe, Martens' Serbien-kritische Seitenhiebe für überzogen zu halten; über jeden Zweifel erhaben ist demgegenüber seine verdienstvolle Arbeit rund um das Werk des – in oben genanntem Zug verewigten – Schriftstellers Ivo Andrić (Die Brücke über die Drina, Wesire und Konsuln, Der verdammte Hof et al.)

Martens' Andrić-Biographie wurde in der Sezession bereits ausführlich gewürdigt, denn sie porträtiert den »Dichter von europäischem Rang« (Martens über Andrić) herausragend, was unter anderem einige Kenntnisse über die komplexe Gemengelage im alten Jugoslawien erforderte.

Andrić, ein in Bosnien geborener (katholischer) Kroate, der die längste Zeit in Montenegro und Serbien lebte und sich überwiegend der serbischen Schriftsprache bediente, fand schon vor drei Jahrzehnten im Sezession-Vorläufer Criticón (vgl. »Sammelstelle« Nummer 1 aus vergangener Woche) seine Bewunderer: Die umsichtigste Schau zu Biographie und Werkgenese samt internationaler Bibliographie erschien just dort im Jahrgang 1992.

Das Interesse lag unter anderem an Andrićs Naheverhältnis zu Ernst Jünger und Carl Schmitt, das sich auch deshalb persönlich ergab, weil Andrić von 1939 bis 1941 Gesandter an der Botschaft des Königreich Jugoslawiens in Berlin gewesen war. Diese Beziehung zu beleuchten und die Korrespondenzen auszuwerten, bleibt einstweilen Forschungsdesiderat.

Gehoben wurde von Martens derweil ein literarischer Schatz, der »Abschiedsgruß Andrićs« (Martens) aus dem Nachlaß. Insomnia versammelt »Nachtgedanken« des jugoslawischen Nobelpreisträgers von 1961. Das sind, wie Lothar Müller in der Süddeutschen Zeitung vom 13.1.2021 zusammenfaßt,

Reflexionen, Beobachtungen, Erinnerungsfragmente, Traumreste.

Markante Passagen stammen aus der Berliner Phase, aber die von Martens übersetzten und mit einem Nachwort versehenen Texte reichen weit darüber hinaus: Von 1915 bis 1974 erstreckt sich der Band,

ein schmaler, großartiger Beitrag zur Schlaflosigkeit, zum ersten Mal auf Deutsch erschienen.

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Bei aller Begeisterung für die so leidgeplagten Länder des ehemaligen Jugoslawien und ihre besten literarischen Köpfe – nicht nur Bosnien-Hercegowina hat ein Problem mit Terrorismus.

Zu diesem Themenkomplex des sunnitischen Islamismus – und weit darüber hinaus – schreibt Wolfgang Dvorak-Stocker in der in dieser Woche eingetroffenen Dezember-Ausgabe (IV/2020) des Abendlands aus Graz. Die bis 2020 als Neue Ordnung bekannte, zweifelsfrei empfehlenswerte Quartalsschrift hat ein kleines »Relaunch« hinter sich (die Homepage hat es allerdings noch vor sich).

Dvorak-Stocker geht im Leitartikel »Terrorismus« auf dessen Typologie ein. Zunächst sei

festzuhalten, daß sich bisher alle Terroristen [der letzten 200 Jahre], ob radikale Burschenschafter, RAF, Islamisten oder rechte Attentäter, in einem fundamentalen Irrtum befunden haben. Sie alle haben geglaubt, mit ihrer schrecklichen Tat eine 'schweigende Mehrheit' erreichen und aufrütteln zu können, sie alle haben mit ihren Morden nicht bloß Schuldige oder Unschuldige exekutieren wollen, sondern hofften, damit Anstoß für eine breite Erhebung zu geben. Dies ist immer ganz und gar ausgeblieben. Zurück blieb der Mord, der absolute Zivilisationsbruch.

Der Autor schreitet von aktuellen Attentaten wie in Wien zu jenen in Paris, Berlin oder Oslo und ordnet diese in seine kurze Geschichte des unterschiedlich wahrgenommenen Terrors der letzten Jahre ein. Diese »Hierarchie der Attentäter« im frühen 21. Jahrhundert verdient es gelesen zu werden, obschon eine der Hauptthesen Diskussionen hervorrufen dürfte.

Es folgten, versucht Dvorak-Stocker eine Art historischen Determinismus aufzurichten,

auf die Attentate der Narodniki, Sozialrevolutionäre und Anarchisten in Rußland der Bolschewismus, auf die Morde der radikalen Rechten in der Weimarer Republik der Nationalsozialismus und auf die Anschläge der RAF der Linksrutsch der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Auch die rechten und islamistischen Attentäter, die den Terror der letzten Jahrzehnte prägten, könnten so für grundsätzliche Tendenzen stehen.

Billigt man dieser Zuspitzung Relevanz zu und projiziert sie auf die Bundesrepublik, so scheint deren Weg in weitere antifaschistische Raserei zu führen.

Dvorak-Stocker verweist darauf, daß in Deutschland

ein historisch neues Phänomen zu beobachten

sei, und zwar

ein Terrorismus, dessen Ziele sich mit denen des politmedialen Establishments zum Teil decken und der daher von diesem unterstützt wird.

Man kann dem Autor schwerlich Übertreibung vorwerfen, wenn er skizziert, wie sich im »Kampf gegen Rechts« das Establishment mit linker Militanz verbündet:

Die zunehmende Gewaltbereitschaft der radikalen Linken gegenüber jeglichem im weitesten Sinne rechten Widerstand, die bis hin zu Mord und Mordversuchen reicht, hat die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit nur deswegen nicht erreicht, weil sie von den Massenmedien mit Sympathie begleitet und entsprechend heruntergespielt worden ist. Terrorismus und Mainstreampresse vertragen sich also – wenn die Ziele stimmen.

In Thüringen werden derweil Sprengsätze auf einen »rechtsextremen Szene-Treff« geworfen, die das Eisenacher Wohnhaus (!) mit Kneipe im Erdgeschoß einstweilen unbewohnbar gemacht haben.

Die regionale Bild-Ausgabe vom 14. Januar vermeldet:

CDU-Fraktionsvize Raymond Walk (58) will das Thema am 28. Januar im Innenausschuss des Landtages behandeln lassen. Dann soll die Landesregierung über ihre neuesten Erkenntnisse informieren.

Wohlgemerkt: Jene rot-rot-grüne Landesregierung, die ausschließlich dank christdemokratischer Kollaboration erneut praktikabel wurde und nicht nur im Einzelfall als Sponsor antifaschistischer Akteure der »Zivilgesellschaft« auftritt.

Einer Zivilgesellschaft freilich, die den kulturbrüchigen »Kampf gegen Rechts« von Antifa-Kräften viel zu oft schon

mit Sympathie begleitet und entsprechend heruntergespielt

hat, wie Dvorak-Stocker resümiert.

Der Blick in die deutsche Tagespresse, die all dies verschweigt, wo nicht relativiert oder gar verherrlicht, ist folglich nur mit einiger Indulgenz verkraftbar. Doch als temporäres Gegengift zum Wahnsinn des Alltags bieten sich immerhin die »Nachtgedanken« Ivo Andrićs an.


Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.


Kommentare (57)

RMH

15. Januar 2021 10:45

Die Chancen für einen Erfolg des zweiten Amtsenthebungsverfahrens gegen D. T. sehe ich im Gegensatz zum ersten als besser, da so die Republikaner die Altlast Trump los sind und ihn für eine weitere Präsidentschaftskandidatur (selbst wenn D. T. kein Rep. mehr wäre und eine eigene Partei gründen würde) sperren können.

Trump wird zum offiziellen Sündenbock erklärt und dann wird für die nächste Wahl jemand anderes aufgebaut.

Franz Bettinger

15. Januar 2021 11:48

Wenn es in der Tat so kommt oder schon so ist, dass Trumps Geschichte mit diesem ungeheueren historischen Wahlbetrug in den USA zu Ende ist, dann ist es für alle, die ihre Hoffnung in ihn bis zum 6. Januar setzen, einfach schäbig, jetzt auf ihm herumzutrampeln, da sein Stern verlischt. Die Spötter mögen schweigen, statt es am Ende besser wissen zu wollen und von "Trump, dem Verräter“ zu schwafeln. Dies Verhalten erinnert mich an jene armseligen Kletterer und Bergsteiger, die einen Reinhold Messner hinsichtlich seiner 14 Achttausender der Raffsucht bezichtigten, aber selbst nicht einen schafften. Ich kann Trump nicht wirklich beurteilen, aber ich denke, er hat viel riskiert und riskiert es immer noch. Im Vergleich zu all den Feiglingen und Opportunisten diesseits und jenseits des Atlantiks habe ich davor hohen Respekt.

Nordlicht

15. Januar 2021 12:47

Zu: Žižek über Trump:

Ein verdienstvolle Zusammenstellung der leider hinter der Bezahlschranke der Welt verborgenen Aussagen. Auch Material, dass als Gift in die Kommentarfunktionen linke Medien geträufelt werden kann. Aber der Spiegel hat scharfe Zensoren ... Eine "Relativierung" der Verbrechen Trumps, auch wenn sie von Žižek ganz anders zielt als sonst, wird nicht geduldet.

Zu: Linker Terror gegen Rechte:

Es wird notwendig, Bürgerwehren aufzustellen. 

 

 

 

Gotlandfahrer

15. Januar 2021 12:54

Heute, aus dem Graben:

A: Hast Du das Video gesehen, auf dem Trump zur Gewalt aufruft?

B: Nein.

A: Ich auch nicht.

B: Hä?

A: Na ich meine, ist es nicht komisch? Überall ist davon die Rede. Aber nirgends wird es gezeigt.  

B: Na und?

A: Also ich habe seine gesamte Rede im Wortlaut gesehen und gelesen, da war kein Aufruf zur Gewalt.

B: Ach lass mich in Ruhe.

Da gibt es nichts auszutarieren, nichts nicht abbrechen zu lassen.

Mboko Lumumbe

15. Januar 2021 13:05

Der Antifa-Anführer John Sullivan ist am Donnerstag von der US-Bundespolizei wegen seiner Beteiligung am „Sturm aufs Kapitol“ verhaftet worden. Seine eigenen Filmaufnahmen zeigen, dass Sullivan mit der CNN-Journalistin Jade Slacker bei der Randale beteiligt und beim Tod der Trump-Anhängerin Ashli Babbitt mit involviert war.

Sullivan ist ein “Black Lives Matter“ und „Antifa“-Aktivist, der am 29. Juni 2020 in Provo, Utah, eine illegale, gewalttätige Demo gegen die Polizei organisiert hatte, bei der ein Autofahrer erschossen wurde. Videos zeigen, wie Sullivan Autos blockiert und gegen Türen und Fenster tritt, bis sein Kollege Jesse Taggart einen der Autofahrer erschossen haben soll.

Sullivan ist Gründer der linksradikalen „Insurgence USA“ und tritt unter dem Namen „Jayden X“ auf. Am 6. Januar sprach er in Washington auf der Anti-Trump-Demo „Kick These Fascists Out“. Dort rief Sullivan dazu auf, „die ganze Scheiße hier abzufackeln“, und „Trump aus dem Weißen Haus zu zerren“. „Wir holen uns jetzt diesen Motherfucker,“ so Sullivan.

Fortsetzung hier:
http://www.pi-news.net/2021/01/antifa-blm-anfuehrer-wegen-sturm-aufs-kapitol-verhaftet/

Imagine

15. Januar 2021 13:16

Einem kritischen Beobachter war es von Anfang an bewusst, dass die Wahl zwischen H. Clinton und D. Trump eine „zwischen Pest und Cholera“ war.

Wobei Trump die weniger bedrohliche Alternative gegenüber „Killary“ Clinton war.

Es war völlig klar, dass Trump als ein Mann des Establishments eine Politik für dieses machen würde, insbesondere eine Politik der Selbstbereicherung für sich und seine Familie.

Natürlich sind „Deals“ besser als Kriege, zumal Kriege zwar die Reichen reicher machen, aber zugleich die US-Ökonomie, insbesondere die Binnenökonomie, ruinieren. Was die Systemunzufriedenheit der Massen erhöht.

Erstaunlich wie „blind“ die Rechten hinsichtlich der politökonomischen Zusammenhänge waren, als sie Trump zu ihrem Hoffnungsträger machten, von dem sie hofften, dass er America „great again“ macht und sie selbst davon mitprofitieren.

Aber wie nicht anders zu erwarten, machte Trump vor allem die Reichen reicher, senkte deren Steuern etc. Und förderte nationalistische Illusionen und rassistische Ressentiments.

Woher kommt die politökonomische „Blindheit“ der Rechten?

Die These ist: Sie schauen auf die Worte und Inszenierungen, aber es fehlt ihnen eine kritische Analyse der gesellschaftlichen Zusammenhänge, insbesondere eine materialistische Klassenanalyse.

Dietrichs Bern

15. Januar 2021 13:51

Trump: Wer hat denn dem alten Motto " Viel Feind, viel Ehr" mehr entsprochen als er? Und das reicht dann nicht, um wenigstens zu wohlwollender Beurteilung zu kommen, selbst wenn ich seinen Abgang als würdelos" bezeichnen würde (aber nach 4 Jahren Dauerfeuer 24/7 entschuldbar)

Wie wäre die Grinsekatze mit Preisen überhäuft worden, wäre sie mal in Nordkorea über den Zaun gehüpft, hätte zu Aussöhnung Israels mit wichtigen Gegnern beigetragen und hätte schlicht keinen Krieg angefangen?

Es ist leider Schicksal der republikanischen Präsidenten mit Krisen (911/Corona) umzugehen, deren Eintritt demokratische Präsidenten hinweg gefegt hätten.

Gescheitert ist Trump am Ungleichgewicht der zur Verfügung stehenden Propagandaheere, dies sollten sich alle Nichtlinken mal hinter die Ohren schreiben und den Aufbau vorantreiben wo es nur geht.

P.S.: Ich wollte noch schreiben, dass mich das Benehmen von Trump grundsätzlich gestört hat. Es erschien mir lächerlich. Das ungebührlichste, was im Oval Office unter seiner Ägide geschah, war das seine Sprecherin mit Pumps auf dem Sofa Platz kniete- man vergleiche das Presseecho bis nach Deutschland mit der Berichterstattungen über Parktikantinnen.

anatol broder

15. Januar 2021 14:53

im beitrag zur sprengung in eisenach sieht man eine botschaft in rot:

fight nazis everyday ♀

die sprecherin (mdr) sagt dazu:

an die fassade des gebäudes sprühten unbekannte den graffitischriftzug fight nazis everyday, zu deutsch: jeden tag nazis bekämpfen.

weder die farbe noch die venus werden erläutert.

Maiordomus

15. Januar 2021 18:14

@Imagine. Ob Sie von dem, was man heute wissen müsste, wo Sie zwar mit dem Hinweis grundsätzlich sicher nicht falsch liegen, selber eine Ahnung haben, das haben Sie mit Ihrem längeren Gesalbader bis jetzt nicht bewiesen. Mit solchen Schemata löst man keine ökonomischen Probleme. 

Imagine

15. Januar 2021 19:19

@Maiordomus

Bei dem, was Sie als „Gesalbader“ bezeichnen, handelt es sich um Soziologie und Politische Ökonomie.

Ihr Beitrag zeigt, dass keinen Anschluss an die modernen Sozialwissenschaften gefunden haben.

Diese wissenschaftsparadigmatische Inkompatibilität ist auch ein Grund für unüberwindbare Gräben in der Kommunikation.

Insofern ist es zu begrüßen, dass Benedikt Kaiser Zugänge zu den modernen Sozialwissenschaften eröffnen will.

heinrichbrueck

15. Januar 2021 21:54

Wissenschaft: 2+2=4  /  Imagine: 2+2=156893 

Volksdeutscher

16. Januar 2021 05:31

1. Teil

Als einer, der des Ungarischen mächtig ist, möchte ich Folgendes zum Thema beisteuern. Was die Jobbik betrifft kann man mit Fug und Recht sagen, daß Gábor Vona seine Partei zugrunderichtete, in der sich am Ende Gemäßigte und Radikale gegenseitig bekämpften. Er wollte, um an die Macht zu kommen, den radikalen nationalen Konservatismus zähmen und ihm ein lauwarmes, etabliertes Ideal von Konservatismus aufzwingen, so sprach und sehnte er folgerichtig die Notwendigkeit einer Mäßigung herbei. In seinen Worten: Um die Fidesz abzulösen müsse die Jobbik zu einer Volkspartei werden, ein breites Spektrum an Wählerschaft ansprechen. Dies führte zu einer Profil- und Farblosigkeit ihrer politischen Agenda, an erster Stelle zur Hintanstellung des nationalkonservativen Diskurses. Vona begnügte sich nicht mit dem 20 Prozent, die Partei spaltete sich: die Nationalkonservativen lösten sich aus der Partei heraus und gründeten eine neue unter dem Namen "Mi Hazánk Mozgalom" (Bewegung Unsere Heimat) unter der Führung von László Torockai, dem Bürgermeister von Ásotthalom, einer kleinen Siedlung an der serbischen Grenze. Die Idee, einen Zaun entlang der gesamten Grenze zu bauen, stammt von ihm, aber wie so oft in der Politik, wurde sie von der Koalitionspartei Fidesz verwirklicht. In den Jahren 2015-2016 war er des öfteren von Journalisten aus aller Welt interviewt: https://www.youtube.com/watch?v=4tqdcJREw6Y

 

 

Volksdeutscher

16. Januar 2021 05:59

2. Teil

Gábor Vona trat aus der Partei heraus und verdingt sich seitdem als Vlogger. Der neue Chef der Partei ist Péter Jakab. Jakab ist jüdischer Herkunft, wurde anno dazu mal von Vona gefördert, war jedoch schon von Anfang an mißtrauisch von den Nationalkonservativen beäugelt. Das Mißtrauen hat sich nicht als falsch erwiesen. Einst hieß es, daß die Jobbik niemals mit Liberalen, Kommunisten und Sozialisten koallieren dürfe und werde. Unter der neuen Führung wurde nun selbst dieses Mindestmaß an konservativem Credo abgestreift. Jakob paßt sich den Linken an, unterschreibt gemeinsame Erklärungen, äußert sich positiv über eine vermeintlich gute Zusammenarbeit und stellt mit ihnen gemeinsame Kandidaten auf. Die Jobbik hat aufgehört eine nationalkonservative Partei zu sein und hat sich inzwischen zu einer rechtsliberalen Partei gemausert. Unter Jakobs Führung setzt sich die Selbstauflösung von Jobbik fort. Es sieht so aus, daß die Partei bei den nächsten Wahlen nicht über die Fünf-Prozent-Hürde kommen wird.

Volksdeutscher

16. Januar 2021 06:05

3. Teil

Ob die Chancen, die Fidesz abzulösen wirklich realistisch sind, möchte der Schreiber dieser Zeilen bezweifeln. Daß ein bunter und lauter Haufen entstanden ist, deren Bestandteile bei einer eventuellen Machtwechsel sofort auseinanderdriften und das Land ins Chaos stürzen würden, wäre, wenn es einträte, zu befürchten. Die nationalkonservative MHM (Mi Hazánk Mozgalom) geht ihren eigenen Weg. Wenn auch bei ihr keine Sympatien für Orbáns Außen- und Innnenpolitik vorhanden sind, so sagt sie sich dennoch: Ehe die Linken an die Macht kommen, solle die Fidesz, ergo das kleinere Übel an der Macht bleiben. Denn eine Machtwechsel würde das Ende der ungarischen Nation bedeuten. Sie erlitte vermutlich das gleiche Schicksal wie Deutschland, Italien oder Frankreich, damit wäre Europa vom Süden her wehrlos ausgeliefert. Die Handreichung der Linken durch Jobbik wird von der MHM mit einer Mischung aus Besorgtheit und Verachtung beobachtet. Auch in Fidesz gibt es kritische Stimmen zu Orbáns Politik, die kommt jedoch aus dem intellektuellen Umkreis der Partei. Es gibt jedoch keine inhaltlich scharf gezogene Grenze zwischen den Rechtskonservativen von Fidesz und den Nationalkonservativen von MHM. Es findet auch ein geistiger Austausch zwischen rechtskonservativen Intellektuellen von Fidesz und jungen nationalkonservativen Politikern der MHM statt. Auf statistische Auswertungen braucht man sich überdies nicht zu verlassen, denn sie bilden die politischen Verhältnisse in der Regel im Sinne iheres Auftraggebers ab. Erst recht in Ungarn.

Volksdeutscher

16. Januar 2021 06:35

4.Teil

Die Pfeilkreuzer-Bewegung war ehemals eine nationalkonservative, in intellektueller Hinsicht vom ungarischen Katholizismus getragene Bewegung. Es gab viele katholische Würdenträger, die mit ihren Schriften ihren Weg geebnet hatten. Was die Pfeilkreuzer Bewegung und das Verhältnis der "Mi Hazánk Mozgalom" zu ihr betrifft, sei man nicht zu voreilig mit Bewertungen anderer. Mit der in Deutschland grassierenden unkritischen Sympatie mit Feinden und Gegnern nationaler/nationalistischer Bewegungen am Anfang des 20. Jahrhunderts sollte man vorsichtig sein. Im westlichen Europa kennt man die Pfeilkreuzer Bewegung - wenn man sie überhaupt kennt - nur vom Namen her oder aus Erzählung ihrer Feinde und Gegner. Das intellektuelle Gedankengut, das sich in vielen, für den ungarischen Konservatismus bedeutenden Schriften niederschlug, kennt man jedoch nicht. Eines der Zeugnisse der Lebendigkeit dieser Ideen ist der Grenzzaun von 2015-2016, erdacht von jungen ungarischen Nationalkonservativen, der die Invasoren von der Erstürmung und Vernichtung unserer weißen Zivilisation bis jetzt ganz gut abhält.

Laurenz

16. Januar 2021 12:19

Bei Trump und Bannon sollte man immer die Frage des "Machbaren" ins Auge fassen. Man kann nicht gegen alle und jeden kämpfen.

Was den Terrorismus angeht, so stellt sich die Frage, ob es ihn überhaupt gibt, und es sich nicht ausnahmslos um Staats-Terrorismus handelt, von welchem Staat auch immer ausgehend. Bei 09/11 hatte jemand Sinn für's Politische oder auch für einen gewissen Humor. Die Anschläge richteten sich nicht gegen die Symbole der Demokratie, sondern gegen die Symbole der Macht, wie WTC oder Pentagon. Es ist jedenfalls nicht so einfach, ein Terrorist ohne staatliche - oder gewerbliche Unterstützung zu werden.

Deswegen kann man sich auch die Frage stellen, ob es heute nicht dieselben Leute sind, die mit dem Neo-Links-Terrorismus sympathisieren und seinerzeit der RAF das Wasser reichten.

Bei der Frage des Links-Terrorismus, wie auch in der Trump-/Bannon-Frage, sollte man sich überlegen, ob man überhaupt etwas tun sollte. Denn die Masse der "Nazis" wird von Tag zu Tag größer, gemäß sich einer selbst erfüllenden Prophezeiung der linken Machthaber. Der Rahmen des Aussprechbaren wird zwangsläufig immer kleiner werden, so daß immer mehr aus dem Raster fallen. In dem benannten Bündnis gegen Fidesz in Ungarn, werden sich natürlich die Kommunisten durchsetzen. Das war schon immer so. Deswegen einfach Finger weg.

Man sollte sich eher auf den Tag X oder M vorbereiten, wenn das System sich selbst hinrichtet.

Laurenz

16. Januar 2021 12:36

 

@Imagine

Sie übersehen einen wesentlichen Fakt. Auch wenn Trump, um dem üblichen us amerikanischen Kuhhirten-Klischee zu entsprechen, General Soleimani hinrichten & 80 Tomahawk-Missiles in der syrischen Wüste einschlagen ließ, so hat er die Massenmord-Serie per Drohne durch Obama beendet. Er hat auch keinen neuen Krieg angefangen, sondern bereits bestehende reduziert. Das ist für die USA ein revolutionärer Ansatz, einfach deswegen, weil es vernünftig ist. Trump hat erkannt, die USA können keinen asymmetrischen Krieg gewinnen, die Zerstörung von Infrastruktur & zivile Opfer schüren nur die berechtigten Ressentiments gegen die USA. Trump hat deswegen den ökonomischen Krieg ausgebaut.

Sie begehen denselben Fehler, wie viele Rechte auch. Sie übersehen die Situation der Macht inne habenden Protagonisten & damit das Machbare. Sie unterstellen, wie BK in Seinem Artikel die Terroristen zitiert, eine Mehrheit würde einen Systemwechsel, einen Wechsel der Ordnung befürworten. Dem ist mitnichten so. Sie, als Alt-Linker, müßten doch wissen, daß nur tiefste materielle Not einen System- oder Ordnungs-Wechsel provoziert. Es herrscht aber keine tiefste Not. Und die Rechte ist emotional nicht in der Lage, solch einen Zustand herbeizuführen, auch nicht die SiN-Redaktion. Hier hört bei der Rechten das Denken auf. Hier, verstehen Sie?

Imagine

16. Januar 2021 13:56

1/2

@Laurenz   16. Januar 2021 12:36

„Sie begehen denselben Fehler, wie viele Rechte auch. Sie übersehen die Situation der Macht inne habenden Protagonisten & damit das Machbare.“

Nein, im Gegenteil. Ich halte Power Structure Research für ganz wesentlich. Daher empfehle ich seit Jahrzehnten, sich mit den Forschungen von Hans-Jürgen Krysmanski (1935 – 2016) auseinandersetzen, mit dessen Publikationen, seiner Website und dem Video-Interview bei KenFM.

Habe dazu viel verlinkt. Ist aber aussichtlos, da das I-Net ist voller Wissenschaftsignoranten und –dilettanten ist.

Imagine

16. Januar 2021 13:57

2/2

@Laurenz:
Sie unterstellen, wie BK in Seinem Artikel die Terroristen zitiert, eine Mehrheit würde einen Systemwechsel, einen Wechsel der Ordnung befürworten. Dem ist mitnichten so. Sie, als Alt-Linker, müßten doch wissen, daß nur tiefste materielle Not einen System- oder Ordnungs-Wechsel provoziert. Es herrscht aber keine tiefste Not.“

Völlig falsch. Die Mehrheit ist strukturkonservativ und hinkt der Gesellschaftsentwicklung bewusstseinsmäßig viele Jahrzehnte und zum Teil sogar Jahrhunderte hinterher.

Fragen Sie doch einmal einen jungen Menschen, was den Übergang von der feudalen Gesellschaft zur bürgerlichen kennzeichnet und welche Faktoren für diesen Zivilisationssprung entscheidend waren. Das wissen über 90+ % nicht, weil diese über kein Wissen über Zivilisations- und Transformationstheorie verfügen.

Ihre Position ist völlig wissenschaftsfern. Denn es war nicht tiefste materielle Not, der zu diesem Systemwechsel führte. Sondern dort waren Sozialphilosophie und technischer Fortschritt entscheidende Faktoren.

Fonce

16. Januar 2021 14:02

Die Kritik an Trump ist nicht berechtigt. Trump hat alles richtig gemacht, um die Globalisten zu entlarven. Auch das Durcheinander beim Capitol war Etwas, das die USA und die Welt gebraucht hat. Jetzt sitzt er zwar (infolge der Medienschelte etc.) da wie ein begossener Pudel, der im Weissen Haus vor sich hin brütet. Aber eigentlich haben sich ja nur die Medien (incl. Twitter etc.) selber endgültig enttarnt.

Wenn die Militärführung seine Sichtweise betr. China und Globalisten versteht, könnte Trump noch im letzten Moment, wenn er das Weisse Haus schon geräumt hat, also am nächsten Mittwoch, 10 Minuten bevor Biden als Präsident eingesetzt wird, als Oberbefehlshaber der Armee das Kriegsrecht (wegen Wahlbetrug und äussere Einmischung z.B. Chinas in die Wahl) verhängen und veranlassen, dass Biden & Cie. durch die von ihnen gewünschten 15000 Mann Nationalgarde als Verräter nach Guantanamo verfrachtet werden. 

Hartwig aus LG8

16. Januar 2021 14:55

@ Gotlandfahrer

Ihr Dialog "aus dem Graben":

Dieses "Ach lass mich in Ruhe" könnte auch von mir stammen. In etwas anderem Zusammenhang, aber dennoch. Es geht mir nämlich entschieden auf die Nerven, wenn sich intelligente Leute immer und immer wieder an den gleichen Dingen aufreiben. "Hast du das gesehen? Hast du das gehört? Unverschämtheit, Lügenpresse etc. etc." ... Ja, alles richtig! Aber irgendwann erwarte ich dann auch mal einen Schritt weiter. Und wenn ich dann auf die aller einfachste Tat verweise, die getan werden könnte (auf idiotische Talkshows im TV komplett zu verzichten, oder aber eine Spende an .... z.B. einprozent zu leisten), dann ist's meist nicht weit her mit dem "Widerstand"; dann wollte einer zum hundertsten Mal nur Dampf ablassen.

Volksdeutscher

16. Januar 2021 16:49

@ Fonce - "Wenn die Militärführung seine Sichtweise betr. China und Globalisten versteht, könnte Trump (....) noch im letzten Moment das Kriegsrecht (wegen Wahlbetrug und äussere Einmischung z.B. Chinas in die Wahl) verhängen und veranlassen, dass Biden & Cie. durch die von ihnen gewünschten 15000 Mann Nationalgarde als Verräter nach Guantanamo verfrachtet werden."

Das ist nur Wunschdenken. Trump ist nicht von dem Typus, der so etwas wagen würde. Überdies hätte er schon viel früher härtere Entscheidungen treffen können, wenn er das gewollt hätte. Jetzt zum Schluß über die Wahlfälschungen zu jammern und die melancholisch-heroische Pose des Verlierers zu spielen, ist erbärmlich. Schon ganz am Anfang seiner Amtszeit hätte er ein eignes Medienimperium aufbauen müssen. Das Geld hatte er dazu gehabt. Er hat das aber nicht getan. Wir wissen nicht, warum.

Laurenz

16. Januar 2021 17:12

@Imagine

Wen interessieren Wissenschaftler? Wissenschaftler sind meist Fachidioten, welche ihre besten Jahre an ihre Leidenschaft verballert und sonst von nichts eine Ahnung haben. So wie Sie. 

Schreiben Sie doch lieber, was Sie meinen, und begründen das anhand von Fakten und nicht anhand von Zitaten, die sie meist nicht weitergehend gelesen haben.

", was den Übergang von der feudalen Gesellschaft zur bürgerlichen kennzeichnet" & "Denn es war nicht tiefste materielle Not, der zu diesem Systemwechsel führte."

Das beweist doch wieder mal, daß Sie 0 Plan von irgendwas haben.

Im Feudalismus waren 10% der Bevölkerung von Adel und der Rest darbte in Leibeigenschaft. Die Entwicklung der Städte Europas und ihre wachsende Macht beförderte das Bürgertum. Lesen Sie doch einfach die Geschichte von der frühen Messe-Stadt Frankfurt am Main mit ihren vielen Konflikten bezüglich der umliegenden Ritterschaft. Was glauben Sie denn, für was und gegen wen die umliegenden Warten (heute noch sichtbar im Stadtgebiet) gebaut waren?

Und wissen Sie, welcher feudale Revolutionär als erster die Leibeigenschaft abschaffte? Genau, der alte Fritz auf königlich preußischen Staatsgütern. Und selbst danach kam sonstwo erstmal lange nichts. Geschichts-Ignoranten oder besser Geschichts-Umschreiber, wie Sie, Imagine, sind mir bisher nur im Bolschewismus begegnet.

anatol broder

16. Januar 2021 21:59

@ volksdeutscher 5:31

danke für den beitrag. wie steht jobbik zum ausbau des atomkraftwerks paks?

Fonce

17. Januar 2021 00:42

@Volksdeutscher  —  Obwohl alle Leute sich einig sind, dass Trump verbal ein Rüppel ist, ist er eigentlich im Kern liebenswürdig. Er will selber nichts mit physischen Konflikten zu tun haben. Dennoch: Er gibt niemals auf. ‒ Er hat bezüglich dem Wahlbetrug endlos alle milden Konfrontationsstufen (Gerichte) durchlaufen, ohne mürbe zu werden, und nachher die von ihm geschürte Massendemonstration (wobei er aus dem Hintergrund, nicht an der Front agierte) mit Medienschelte. Glauben Sie, dass er mürbe wird?

Er hat die harte physisch brutale Konfrontation immer vermieden, weil das wie Sie richtig sagen, nicht sein Typ ist. Es wäre aber (ohne Wunschdenken) möglich, dass er sich mit der Militärführung abspricht, dass auf seinen Befehl kurz vor seinem Abgang (aufgrund der Einführung von Kriegsrecht) eine Militärregierung errichtet wird (der er nicht mehr angehört, da er ab 21.1. nicht mehr Präsident ist), um unter ihrer Obhut  geordnete sichere Neuwahlen durchzuführen und die Wahlmanipulatoren sowie den gefakten Präsidenten in Gewahrsam zu nehmen, und überhaupt den ganzen menschenfeindlichen Globalisten- und Mediensumpf in Amerika auszutrocknen. Wenn es in dieser Weise organisiert würde, könnte Trump seinem Spruch (Gib niemals auf!) treu bleiben, ohne dass er sich selber die Finger schmutzig machen müsste.

Laurenz

17. Januar 2021 11:45

@Fonce

Ganz abgesehen davon, was oder Trump ist oder nicht ist, er hat zumindest den richtigen Weg, weg von der militärischen Konfrontation und weg von globalisierten Wirtschaftskreisläufen gezeigt, die eine Abhängigkeit von multinationalen Konzernen begünstigen, wie wir gerade bei der Corona-Religion eklatant feststellen können. Hier ist selbst Rußland schwach.

Es ist auch nicht dienlich einen Menschen als Heilsbringer zu stilisieren, das hatten wir schon desöfteren in den letzten paar tausend Jahren und es hatte nie was gebracht. Da können sich unsere katholischen Freunde so oft hinknien und beten, wie sie wollen. Es wird nichts mit "et in terra pax".

Der Exzess der Multis ist noch nicht ausgereizt. Es sind noch keine Mehrheiten von Not betroffen. Leider muß ich mich da dauernd wiederholen. Solange sich keine Mehrheiten in Nöten befinden, ändert sich auf diesem Planeten und schon gar in Buntland rein gar nichts. Solange sich das nicht in den Köpfen der Rechten materialisiert, befinden wir uns in einer Sackgasse.

Volksdeutscher

17. Januar 2021 13:24

@ Fonce - Es hätte mich gefreut, wenn Trump weiterhin Präsident geblieben wäre. Aber ich bin nicht sein Gläubiger. Spekulationen sind sterile Spiele. Und man sollte nicht von Politikern reden, als wäre man in sie verliebt.

Volksdeutscher

17. Januar 2021 14:16

@anatol broder - Aber gerne!

Nun, die Jobbik steht (wie die Fidesz auch) für Erweiterung und Ausbau des Kraftwerks von Paks (sprich: paksch). Das Gebiet um das Kraftwerk sollte im Sinne ihres Vorschlages im Umkreis von 35 km zu einem Sonderfördergebiet erklärt werden. Dies beträfe etwa 80 dort ansässige Unternehmen in diesem Gebiet. Die Voraussetzungen für den Erhalt von Staatsaufträgen wäre, daß die betreffenden Unternehmen mindestens seit drei Jahren existieren. Der Vorschlag verhehlte nicht, daß der Sinn dahinter die Verunmöglichung von Korruption um die Vergabe der Staatsaufträge sei, damit nicht der Fidesz nahe Unternehmen jene Gelder bekommen sollen, sondern sie den um Paks ansässigen Unternehmen zufließe. Ungarn hat für die Erweiterung des Atomkraftwerks Kredite von Russland in Höhe von mehreren Milliarden aufgenommen. Viele Milliarden von diesem Kredit sind bereits "verschwunden", wo die Ausbauarbeiten noch gar nicht angefangen haben. Man vermutet Korruption im Hintergrund. Die Jobbik wollte, daß ein parlamentarischer Untersuchungsausschuß aufgestellt werden sollte, um den Verbleib der Gelder zu prüfen, aber der Fidesz ist es bis jetzt gelungen, derlei Bestrebungen zu vereiteln.

Waldgaenger aus Schwaben

17. Januar 2021 14:42

@Fonce

Trump hätte den Rubikon schon lange überschritten, wenn er sich halbwegs der Loyalität des Militärs sicher sein könnte. Im Vorfeld der Wahl wurde ihm aber schon aus der Generalität signalisiert, dass der Supreme Court das letzte Wort über die Gültigkeit der Wahl hätte und das Militär dessen Urteil nicht in Zweifel ziehen würde. So bleibt ihm nur die Wahl 2024. Ob er seine Chancen mit seinem Verhalten in den letzten Wochen dazu verbessert hat, wird die Zukunft zeigen. Jedenfalls scheint das Establishment diese Gefahr zu wittern, sonst gäbe es nicht dieses seltsame Amtsenthebungsverfahren für einen  Präsidenten außer Dienst.

Die GOP steckt in einer gewissen Zwickmühle, stimmt sie dem Amtsenthebungsverfahren zu, muss sie sich fragen lassen, warum sie so einen Menschen vier Jahre lang unterstützt hat. Lässt sie es scheitern, riskiert sie, dass er 2024 sich in den Vorwahlen wieder durchsetzt. 

 

 

Imagine

17. Januar 2021 17:46

1/3

Menschen verarbeiten ihre Erfahrungen und Erlebnisse zu Theorien.

In diese Theorien gehen subjektive Annahmen über Kausalzusammenhänge ein. Daraus werden Erzählungen. Daraus werden Göttergeschichten, Schöpfungsgeschichten etc. Diese Narrative werden zu Religionen und Ideologien.

Das Gegenstück zu Religionen und Ideologien bildet die kritische Wissenschaft. Man kann diese Religionen und Ideologien menschheitsgeschichtlichen Entwicklungsstufen zuordnen.

Menschliche Entwicklung läuft nicht nur gesellschaftlich, sondern auch jeweils individuell in Entwicklungsstufen ab.

Wir kennen beispielsweise das Stufenmodell der kognitiven Entwicklung nach Jean Piaget, es gibt zudem humanbiologische sowie psycho- und identitätsstrukturelle Modelle.

Gelingende menschliche Kommunikation hat zur Voraussetzung, dass eine gleiche bzw. kompatible kognitive und kulturelle Entwicklungsstufe erreicht wird, denn es gibt zwar Abwärtskompatibilität, aber keine Aufwärtskompatibilität.

Ein Mensch auf einer höheren Stufe kann zwar Menschen auf einer niedrigeren Stufe verstehen, aber nicht umgekehrt. Beispiele sind Mathematik- oder Physiklehrer, Psychotherapeuten etc. Ein Arzt oder Ingenieur kann falsches medizinisches oder technisches Denken bei nicht wissenschaftlich gebildeten Menschen identifizieren, aber nicht umgekehrt.

Imagine

17. Januar 2021 17:47

2/3

Ähnlich verhält es sich in der Sozialwissenschaft, Ökonomie, Psychologie etc.

Daher macht es wenig Sinn, mit Menschen kontrovers zu diskutieren, die keinen Anschluss an die moderne Wissenschaft gefunden haben. Das führt immer zu misslingender Kommunikation.

In antagonistischen Klassengesellschaften wird zwecks System- und Herrschaftserhalt an den Schulen und Universitäten systemisch ein falsches oder unzureichendes Bewusstsein und Verständnis gesellschaftlicher Zusammenhänge vermittelt.

Im Westen sind es realitätsferne Sozialkunde und Ökonomie, in der DDR war es ein falscher Marxismus. Dieser Marxismus-Leninismus war eine Religion bzw. Ideologie zur Verschleierung der real existierenden Klassenherrschaft (vgl. z.B. Milovan Đilas).

Den staatlichen Lehrern kommt die Rolle der Vermittlung herrschaftskonformen Wissens und Denkens zu. Der Regelfall ist, dass Lehrer dies verdrängen und verleugnen. Obwohl es unbestreitbar ist, dass Lehrer die Ideologie der Herrschenden vermitteln. So waren es im NS-Regime Rassenkunde, völkische Narrative und Führerkult, in der BRD sind es marktwirtschaftliche und inzwischen neoliberale Ideologien und in der DDR waren es Stalinismus und Marxismus-Leninismus.

Imagine

17. Januar 2021 17:47

3/3

Die jeweiligen gesellschaftlichen Klassen sowie die jeweiligen politischen Strömungen und Lager weisen unterschiedliche Ideologien und Glaubenssysteme auf. So lassen sich „linke“ Narrative und Ideologien von „rechten“ oder von sozialliberalen Mischideologien unterscheiden.

Marx hat aufgezeigt, dass aus der Alltagserfahrung regelmäßig ein falsches Bewusstsein entsteht, nicht nur, weil dieses von „oben“ gemacht wird, wie durch die Kirchen im Feudalismus, sondern weil dieses falsche Bewusstsein von der Funktionsweise des Systems produziert wird. Daraus resultiert eine allgemeine Irrationalität, weil das. was dem Individuum als rationales Verhalten erscheint, gesamtgesellschaftlich irrational ist.

Gläubige und Träger von Ideologien weisen die Tendenz auf, sich gegen die Korrektur ihrer Glaubenssysteme zu immunisieren. Sie wählen jene Informationen und Vorstellungen, die ihr Glaubenssystem und ihre Vorurteile bestätigen und ignorieren Anderweitiges.

Wie viele haben das von mir verlinkte Video von Krysmanski angesehen?

Laurenz

17. Januar 2021 18:33

@Imagine

Sie faseln schon wieder.

Marx war gern gesehener Gast bei den Rothschilds (in Paris) und lebte das Leben eines Bourgeois, was seine Kumpels oder im wesentlichen Engels bezahlten. Engels heiratete auch das von Marx geschwängerte Hausmädchen Marx'. Wenn das mal kein fast feudaler Lebensstil ist?

Marx dachte also selbst von oben,

so ganz anders als HB, welcher sich in die Platten-Brennpunkte begibt.

Natürlich ist es legitim Wissenschaft und Religion zu trennen. Einst waren sie eins, wie Astrologie aus Astrologie und Astronomie bestand. Und auch heute noch beruht Astronomie rein auf Vermutungen, da man Astronomie nicht wirklich empirisch beweisen kann.

Sie, Imagine, überschätzen maßlos den Verstand, ein typischer Fehler der Linken. Selbst hier auf der SiN mit ihrem hohen Anteil an Akademikern und Intellektuellen (ich gehöre nicht dazu) in der Redaktion und der Leserschaft werden 98% der täglichen Handlungen aller aus dem Unterbewußtsein bestimmt und nur 2% der Handlungen geschehen willentlich.

Um Ihnen ein für Sie akzeptables Beispiel für die Begrenztheit unseres Verstandes zu geben, hier der Vortrag einer Physik-Koryphäe, Sabine Hossenfelder zu Gast bei der Uni Stuttgart, wenn Sie so wollen, über das Ende der aktuellen Wissenschaft ... 

https://youtu.be/99hVAu1k6G8 (58:00 min)

Das Video kann auch von Nicht-Physikern verstanden werden.

Imagine

17. Januar 2021 19:34

1/2

Was der SDS und Führungspersonen wie Krahl, Dutschke, Oberlercher et al. begriffen hatten und was den heutigen Politaktivisten links wie rechts fehlt, ist ein Bewusstsein darüber, dass es für gesellschaftliche Veränderungen Transformationstheorien und Sozialtechnologien braucht.

Jeder Ingenieur weiß, dass es zur Veränderung und Innovation hochkomplexer Systeme wissenschaftliche Theorien und Methoden benötigt und dass für diese Qualifikation eine sehr lange Studiendauer erforderlich ist.

Aber die heutigen politischen Aktivisten befinden sich zum großen Teil auf einem infantilen oder pubertären Niveau und glauben, dass es für eine gesellschaftliche Veränderung vor allem Wille, Moral, Mut, Opferbereitschaft etc. braucht und eben keine wissenschaftliche Qualifikation auf höchsten Niveau.

Entsprechend wählen sie sich Führungspersonen, die nicht durch sachlich-fachliche Kompetenzen ausgewiesen sind, sondern in die sie ihre Veränderungs- und Rettungshoffnungen projizieren können.

Die Massen halten daran fest, auch wenn deren Inkompetenz offensichtlich ist, so wie jetzt bei der völlig ineffektiven Pandemie-Strategie.

Imagine

17. Januar 2021 19:35

2/2

So wie damals in den böhmischen Gefreiten geniale Fähigkeiten hineinprojiziert worden waren. An Warnungen hat es damals nicht gefehlt. Aber nur eine Minderheit hat damals rational gehandelt und ist ausgewandert. Die Massen jedoch sind dem Führer gefolgt und am Ende waren Millionen tot und Deutschland fast total zerstört.

Deutschland wurde von einem Entwicklungsland und dessen Roter Armee besiegt. Die West-Alliierten hatten sich aus dem Kriegsgeschehen ab Mitte 1940 weitgehend herausgehalten und haben erst in Form der Invasion eingegriffen, als Deutschlands Niederlage 1944 offensichtlich war und Deutschland komplett an die Sowjetunion zu fallen drohte.

Die Sowjets haben nicht nach dem alt-biblischen Prinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ Rache genommen und 28 Mio. Deutsche getötet. Gedankt wurde dies jedoch den Russen nie.

Ein vergleichbarer Massenmord an Deutschen, wie von James Bacque im „Der geplante Tod“ beschrieben, ist von russischer Seite nicht bekannt.

Volksdeutscher

17. Januar 2021 20:16

@ Imagine - Mit Verlaub, aber können Sie nicht mal mit der Geschichtsklitterung aufhören? Was Sie hier ablassen, ist üble Geschichtverdrehung. Machen Sie das im Auftrag von jemandem, werden Sie dafür bezahlt, denn die von Ihnen niedergeschriebenen Lügen haben mit subjektiever Sicht auf die Geschichte nicht das Geringste zu tun.

Imagine

17. Januar 2021 20:44

Kleine Kinder behaupten, wenn ihnen etwas nicht passt; „Das stimmt nicht!“

Erwachsene bringen sachlich begründete Arumente.

 

Volksdeutscher

17. Januar 2021 21:38

@Imagine - Na, dann lassen Sie mal Ihre sachlich begründeten Argumente sehen! Übrigens, Behauptungen können zwar sachlich begründet sein, aber das bedeutet nicht wirklich viel. Eigentlich gar nichts. Da sind sie noch weit davon entfernt, Beweise oder Fakten zu sein. Alles kann man eigentlich begründen, das ist keine Kunst und erst recht keine Wissenschaft. Damit haben Sie nur eine Rechtfertigung für Ihre Behauptungen hergestellt. Ich könnte auch sagen: das ist eine private Angelegenheit. Mehr ist das auch nicht, selbst wenn das Ihnen reicht. Wie alle Linken, haben Sie nicht nur mit der Wahrheit ernsthafte Sorgen, sondern auch mit der Logik. Ich muß aber anerkennen: Wenigstens haben Sie den Mut, das nicht hinterm Berg zu halten.

Hätten Sie sich´s gedacht, daß es der unverbesserlicher schlechter Stil von Linken ist, sich in die Polemik zu flüchten, wenn man sie wiederholterweise beim Lügen ertappt?

Imagine

17. Januar 2021 23:30

Wenn man behauptet, dass die Aussagen eines Anderen nicht stimmen oder gar Lüge seien, dann gehört zu den kulturellen Mindeststandards zu benennen

a) welche Aussagen nicht stimmen oder Lüge seien

und zu begründen

b) warum diese nicht stimmen oder Lüge sein sollen.

Aber manche erreichen die kulturellen Mindeststandards eines erwachsenen Menschen nicht.

anatol broder

17. Januar 2021 23:44

@ volksdeutscher 14:16

danke für die ausführliche antwort. ich schliesse daraus, dass jobbik die energiefrage ernstnimmt. das dürfte beim produktiven wähler auf zuneigung stossen. die beziehung zu grünen atomgegnern wäre auch geklärt.

es wundert mich, dass fidesz den ausbau von paks sabotiert. ich ging von einem vorzeigeprojekt aus.

Laurenz

18. Januar 2021 04:09

@Imagine

Also bald sollten Sie, für Ihre historische Erziehung hier auf der SiN an das IfS Geld spenden. Ihr letzter Beitrag geht davon aus, daß es ohne den "Böhmischen Gefreiten" keinen Krieg gegeben hätte. Diese These ist äußerst unwahrscheinlich, und ich sehe auch nicht, daß Sie Ihre These irgendwie begründet hätten.

Als Grund für den I. Weltkrieg wird oft die Kaiserliche Flotte herangezogen, ein historisches Fehlurteil. Ihr "Böhmischer Gefreiter" verzichtete, auch aufgrund der Kürze seiner Regierungszeit, weitestgehend auf eine Flotte, 4 gebaute Schlachtschiffe kann man diesbezüglich auch als lächerlich beurteilen. Es ging also im II.Weltkrieg, den schon wieder die Briten entfesselten, rein um die weitere Vernichtung Deutschlands und Europas, ob nun mit oder ohne einen "Böhmischen Gefreiten", einfach Churchill-Zitate lesen.

Aber mit Verlaub, Imagine, Sie erfüllen mit Ihren historischen Kenntnissen nicht einmal die Voraussetzungen für einen Hauptschulabschluß. Warum schreiben Sie nicht phantastische Leserbriefe im Relotius. Da passen Sie bestens hin.

Volksdeutscher

18. Januar 2021 11:48

@anatol broder - Ich habe nirgends geschrieben, daß die Fidesz den Ausbau vom Pakser Atomkraftwerk sabotieren würde.... Die Orbán-Regierung hatte ja speziell dafür Kredite von Russland in mehrerer Milliardenhöhe aufgenommen. Das Problem ist nur, daß der Ausbau noch gar nicht begonnen und schon fehlt ein bedeutender Teil des abgerufenen Kredits. Da das stark nach Korruption und Veruntreuung der Gelder riecht, wollte die Jobbik, daß ein speziell dafür aufgestellter Ausschuß den Verbleib der Gelder untersuchen sollte. Die Fidesz sabotiert also nicht den Ausbau des Kraftwerks, sondern die Aufstellung des Untersuchungsausschusses. Es ist ein großes Problem in Ungarn, daß regierungsnahe Firmen und Organisationen bei der Vergabe von Staatsaufträgen bevorzugt gefördert werden, während andere benachteiligt werden und leer ausgehen müssen.

Imagine

18. Januar 2021 11:59

@Laurenz  18. Januar 2021 04:09
„Ihr letzter Beitrag geht davon aus, daß es ohne den "Böhmischen Gefreiten" keinen Krieg gegeben hätte. [...]. Es ging also im II.Weltkrieg, den schon wieder die Briten entfesselten, rein um die weitere Vernichtung Deutschlands und Europas, ob nun mit oder ohne einen "Böhmischen Gefreiten", einfach Churchill-Zitate lesen.“

Es war nie meine These, dass es ohne Hitler keinen Krieg gegeben hätte.

Im Gegenteil, Hitler war weniger „Führer“ als manipulierte Marionette.

Heute ist auch wissenschaftlich belegt, dass mächtige anglo-amerikanische Kreise Deutschland in eine Kriegsfalle hineintreiben wollten, um Deutschland als Weltmarktkonkurrenten auszuschalten.

Aber es gab auch in Deutschland mächtige Kreise, bestehend aus Militär, Adel, Großindustrie, die einen Raub- und Versklavungskrieg gegen die Ostvölker wollten.

Das deutsche Establishment, insbesondere Adel und Militär, war politisch und ökonomisch zu rückständig und nicht intelligent genug, um zu begreifen, dass nicht mehr wie im Mittelalter Militärmacht und Kriege, sondern Wissenschaft und ökonomischer Erfolg über Weltmacht, entscheiden.

Ansonsten hätte das High-Tech-Land Deutschland mit dem ressourcenreichsten Land, nämlich Russland, kooperiert.

Dass die Deutschen ein gesellschaftspolitisch beschränktes Volk sind, ist zeigt sich doch nicht nur beim böhmischen Gefreiten, sondern auch bei der Merkel.

Volksdeutscher

18. Januar 2021 12:10

@Imagine - Zitat Laurenz: "Sie erfüllen mit Ihren historischen Kenntnissen nicht einmal die Voraussetzungen für einen Hauptschulabschluß."

Das ist auf den Punkt gebracht. Und weil das so offensichtlich ist, erübrigt es sich meinerseits, daß ich auf Ihre lustigen, aber geschichtsfernen Thesen eingehe. Es ist an Ihrer Art der Argumentation zu erkennen, daß Sie gegen Fakten eine zähe Widerstandskraft entwickelt haben. Keine Beweise könnten Sie überzeugen. Sie haben eine ideologisch vorgebildete Sicht auf die Geschichte, wie diese geschehen und geschehen sein soll. In anderen Worten: Das Wunschdenken ersetzt bei Ihnen die Fakten. So kennen wir eigentlich die Linken. Aber nun wollen Sie von uns ernstlich verlangen, daß wir Ihr Wunschdenken mit Fakten widerlegen, die sie vorher ignoriert oder verworfen haben? Von deren Existenz Sie möglicherweise (oder eher höchswahrscheinlich) überhaupt nichts wissen? Wir könnten über Ihr Ansinnen lachen, wenn es ein Witz wäre.

heinrichbrueck

18. Januar 2021 21:18

„Es sind noch keine Mehrheiten von Not betroffen.“

Obdachlosenrevolution? Eine Wiederholung bringt kein Verständnis, wenn die Vorstellung der Beweise nicht logisch ist. 

Imagine

18. Januar 2021 22:37

Seltsames, irrationales Verhalten. Anstatt dass jene, die in der Gesellschaft den Status von Parias haben, veraußenseitert sind und bekämpft werden, froh sind, dass mit ihnen jemand außerhalb ihres Lagers kommuniziert, pöbeln sie jene an, die andere Positionen und Meinungen vertreten.

Statt Brücken zu bauen, machen sie die Gräben tiefer.

Ein derartiges Verhalten kennt man von den K-Gruppen und Linksextremisten in den 70-er Jahren.

Aber man weiß, wie dieses Verhalten irgendwann gekippt ist.

Nämlich als sie ihre Armut und Isolation satt hatten. Als sie aufsteigen oder Familien gründen wollen. Da wurden sie zu Konvertiten.

Ex-Maoisten und anarchistische Gewalttäter wurden dann bei den Grünen zu Realos und später zu neoliberalen Antreibern. Andere wechselten in der SPD von linksaußen nach rechtsaußen.

Die meisten wurden Linksspießer.
 

Cugel

18. Januar 2021 23:10

Füttert nicht mehr den Troll.

Laurenz

19. Januar 2021 12:26

@Imagine

Sie schreiben permanent "ad hominem", auch wenn die meisten, die Sie beschreiben, längst tot sind. Daher ist es vollkommen legitim, als Erbe dieser Menschen, Sie, Imagine, in die Pfanne zu hauen.

Auf der andere Seite heiligen Sie die größten Verbrecher, die der Planet je gesehen hat und machen Sich mit diesen gemein.

Sie sind menschlich vollkommen bankrott.

Imagine

19. Januar 2021 15:16

Mit argumentfreien Angriffen disqualifiziert man sich.

Das aggressive Gekläffe vertreibt zwar unerwünschte Mitdiskutanten, aber man bringt sich damit selbst immer weiter ins gesellschaftliche Abseits.

 

Volksdeutscher

19. Januar 2021 16:51

@Imagine - Sie irren sich gewaltig. Ich meinerseits amüsiere mich die ganze Zeit schon über Ihre argumentative Hilflosigkeit. Laurenz hat sich nicht disqualizifiert, das möchten nur Sie so sehen. eIm Gegenteil, er hat Fakten benannt. Dagegen können Sie nicht ankommen. Wo haben Sie nur diese hilflosen moralisierenden Floskeln von der Stange aufgegabelt?

Fonce

19. Januar 2021 21:35

"Hitler war weniger „Führer“ als manipulierte Marionette."

"Den staatlichen Lehrern kommt die Rolle der Vermittlung herrschaftskonformen Wissens und Denkens zu. (…) So waren es im NS-Regime Rassenkunde, völkische Narrative und Führerkult.

---
Es stellt sich die Frage, ob Hitler wirklich ein Manipulierter (Verblendeter, Geisteskranker) war, oder ob er nicht mit dem Volksgeist der Deutschen verschmolzen ist und ihn als Spokesperson oder Statthalter verkörperte. Wenn letzteres wahr ist, dann war der Führerkult natürlich, und hat nichts mit „herrschaftskonformem Denken“ zu tun, weil Hitler dann ohne irgendwelche Märchen (wie es z.B. bei Moses und vor allem bei Jesus offensichtlich der Fall ist*) real des Volks-Gottes Sohn war, der zu den Menschen seines Volkes spricht. Dasselbe gilt für die Rassenkunde, sie kann nicht als "herrschaftskonformes Denken" betrachtet werden, denn sie gehört natürlicherweise zum göttlichen Volksgeist, weil dieser Volksgeist sich ohne die Rassenkunde selber auslöschen würde.

*Weil diese Geschichten entweder kopiert (Jesus von den Ägyptern, und die Schriften von Moses von den Babyloniern) und zudem  rational nicht nachvollziehbar sind.

Imagine

19. Januar 2021 23:49

1/2

Mit Rechten reden, macht keinen Sinn, so meine Erfahrung. Denn wer sich als „rechts“ definiert, grenzt sich nicht nur ab, sondern gewollt aus.

Rechts ist nicht identisch mit konservativ. Ein echter Konservativer will etwas Wichtiges und Wertvolles für Zukunft bewahren. Der Progressive will etwas Wichtiges und Wertvolles in der Zukunft ermöglichen.

Daher ist eine gute Kommunikation zwischen Konservativen und Progressiven möglich.

Nicht wenige echte Konservative waren Sozialisten, eben weil Konservative nicht per se Feinde der gesellschaftlichen Veränderung und des Fortschritts sind.

„Rechts“ ist heute eine Sammelbezeichnung für ein sehr heterogenes und widersprüchliches Milieu. Kleinster Nenner ist die Feindschaft gegenüber den „Linken“. Insgesamt ist es ein Mischmilieu, ideologisch konfus und ohne klare gemeinsame Programmatik und Zielsetzungen.

Imagine

19. Januar 2021 23:50

2/2

Es gibt extreme Liberale unter ihnen, die sich als Libertäre oder Anarchokapitalisten bezeichnen und eine sozialdarwinistische Wirtschaftsordnung favorisieren und daher Anhänger des Neoliberalismus sind. Zugleich gibt es Anti-Liberale, die gegen reproduktive und sexuelle Selbstbestimmung, gegen Abtreibung und Promiskuität sind, die für die monogame Ehe  sind und am liebsten eine Monarchie oder einen Führerstaat hätten.

Das rechte Milieu ist zum Rechtsextremismus offen. In ihrem Milieu werden Nazi- und Hitler-Fans geduldet, Leute aus dem Neonazi- Skinhead- und Hooligan-Milieu.
Nicht wenige haben eine rechtsextremistische Vergangenheit.

Publikationen von Feinden von Demokratie und der Republik, wie jene von Freikorps-Fans sind oder von früheren aktiven Rechtsterroristen, sind akzeptiert, ebenso die Anhänger wirtschaftsfaschistischer Ideologien.

Gegen dieses rechte Milieu – mit Ausnahme der libertären Wirtschaftsfaschisten - wird gesellschaftlich seit einiger Zeit eine rote Linie gezogen.

Zuvor war in Deutschland das rechte Milieu – mit Ausnahme der offenkundigen Nazi- und Hitler-Fans sowie „H-Leugner“ – akzeptiert gewesen. Die Mende-FDP war ein Sammelbecken für Ex-Nazis gewesen, der rechte Flügel von CDU/CSU beherbergte lange Zeit Teile des rechten Milieus, insbesondere fanatische anti-kommunistische Transatlantiker und nationale Rechte.

Das ist Geschichte. Heute bekämpft das Establishment dieses rechte Mischmilieu.

Laurenz

20. Januar 2021 10:54

@Imagine (1)

"Mit Rechten reden, macht keinen Sinn, so meine Erfahrung. Denn wer sich als „rechts“ definiert, grenzt sich nicht nur ab, sondern gewollt aus."

Worauf begründen Sie Ihre Erfahrung? Und von wem grenzt sich der Rechte aus? Von Ihrem Diskurs? Grenzen Sie Sich nicht Selbst aus, weil Sie permanent ausgrenzen? Irgendwann gehen Ihnen die Freunde aus.

"Der Progressive will etwas Wichtiges und Wertvolles in der Zukunft ermöglichen."

Sie, Imagine, sind nicht progressiv, Sie sympathisieren mit Marx und den Bolschewisten. Der Marxismus ist älter als Demokratie oder Faschismus. In Ihrem 2ten Pseudonym beziehen Sie Sich auf Augustinus, dem Ideengeber von Marx. Sie sind ewig gestrig.

"Daher ist eine gute Kommunikation zwischen Konservativen und Progressiven möglich."

Die Konservativen sind die Progressivsten. Linker Totalitarismus, in der Antike genannt Despotismus, den wir wieder zu vergegenwärtigen haben, ist uralt.

"Nicht wenige echte Konservative waren Sozialisten, eben weil Konservative nicht per se Feinde der gesellschaftlichen Veränderung und des Fortschritts sind."

Gefährliches Pflaster, Imagine. Auch die Nationalsozialisten waren Sozialisten. Es gab nur wenige Nationalsozialisten, die Kommunisten wurden, aber viele Kommunisten, die zu Nationalsozialisten mutierten.

"Insgesamt ist es ein Mischmilieu, ideologisch konfus und ohne klare gemeinsame Programmatik und Zielsetzungen."

Ja, das stimmt. Aber was wollen Sie? SA oder Rotfront marschiert?

Laurenz

20. Januar 2021 11:29

@Imagine (2)

"die gegen reproduktive und sexuelle Selbstbestimmung, gegen Abtreibung und Promiskuität sind,"

Sie fassen 3 unterschiedliche Themen zusammen. Niemand ist gegen sexuelle Selbstbestimmung, außer RMH vielleicht, weiß ich aber nicht. Abtreibung ist legalisierter Mord. Man kann sich darüber vor dem Poppen Gedanken machen. Es ist nichts Neues, daß dabei Kinder gezeugt werden können. Und Promiskuität ist auch etwas persönliches. Sie Sie, Imagine, promiskuitiv?

"am liebsten eine Monarchie oder einen Führerstaat hätten."

Ihr unerbittlichster Gegner auf der SiN, Laurenz, ist Basis- und Verpflichtungs-Demokrat, weder Monarchist noch Verfechter eines Führer- oder Erlöser-Kults.

" In ihrem Milieu werden Nazi- und Hitler-Fans geduldet, Leute aus dem Neonazi- Skinhead- und Hooligan-Milieu. Nicht wenige haben eine rechtsextremistische Vergangenheit."

Wie viele sogenannte Rechtsradikale gibt es in Buntland? Auf dem größten "rechts-extremistischen" Musikfestival rennen 5.000 Leute rum. Laut VS gibt es um die 10.000 Reichsbürger. Was sollen das für Zahlen sein? Skinheads, die es heute nicht mehr gibt, waren vor allem ein Instrument des VS.

Sie labern wieder, Imagine. Weniger "Trash-TV" gucken.

Laurenz

20. Januar 2021 11:35

@Imagine (3)

"Publikationen von Feinden von Demokratie und der Republik, wie jene von Freikorps-Fans sind oder von früheren aktiven Rechtsterroristen, sind akzeptiert, ebenso die Anhänger wirtschaftsfaschistischer Ideologien."

Sie Selbst, Imagine, sind doch ein Feind der Demokratie. Sie sind Marxist. 

Benennen Sie doch bitte die Ihnen bekannten Rechtsterroristen?

Was wissen Sie über die Geschichte der Freikorps? Klären Sie uns auf.

Der Wirtschaftsfaschismus, wie in China, ist worin falsch? Klären Sie uns auf!

"Gegen dieses rechte Milieu – mit Ausnahme der libertären Wirtschaftsfaschisten - wird gesellschaftlich seit einiger Zeit eine rote Linie gezogen."

Sie leben schon wieder im gestern. Auf der SiN treiben sich vorwiegend katholische Akademiker herum, die sich selbst als Rechte oder Neue Rechte bezeichnen. Mit wem, glauben Sie, debattieren Sie hier? Die aktuelle Links-Diktatur zeigt doch, daß das selbst-ernannte Corona-Politbüro gegen alle oppositionellen Kräfte vorgeht. Haben Sie den Artikel von Frau Sommerfeld nicht gelesen?

Laurenz

20. Januar 2021 11:40

@Imagine (4)

"Die Mende-FDP war ein Sammelbecken für Ex-Nazis gewesen, der rechte Flügel von CDU/CSU beherbergte lange Zeit Teile des rechten Milieus, insbesondere fanatische anti-kommunistische Transatlantiker und nationale Rechte."

Auch hier versagen Sie wieder. Auch in der SPD, die Sie hier ausklammerten, befanden sich genügend ehemalige Nationalsozialisten. Und desweiteren vergaßen Sie die Kommunisten der DDR, die vieles aus dem III. Reich pragmatisch adaptierten.

Sie sind tatsächlich der Meinung, daß ein Mitmensch, nur, weil er Mitglied der NSDAP war, aus unserer Gesellschaft hätte ausgegrenzt werden müssen? Hätten Sie einen Gulag für diese Leute legitimiert?

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