11. Februar 2021

Mit Coronaleugnern leben

Martin Lichtmesz / 123 Kommentare

Zum "rechten" Verhältnis zu den Coronaprotesten in Wien und anderswo möchte ich im folgenden ein paar Bemerkungen machen.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Ich habe bereits erwähnt, daß die Präsenz von wirklichen oder vermeintlichen Rechten auf den maßnahmenkritischen Demonstrationen nach bundesdeutschem Vorbild auch in Österreich benutzt wird, um diese in ein schlechtes Licht zu rücken und etwaige Sympathisanten vor der Teilnahme abzuschrecken.

Insbesondere die von der Regierung mehr oder weniger gekauften Massenorgane Kronen-Zeitung und oe24/Österreich haben alle Hemmungen fallen lassen und führen einen offenen Propagandakrieg. Einen solchen Krieg will man gewinnen, weshalb Rationalität, Vernunft, "common sense" an dieser Stelle nichts bewirken können.

Aus diesem Grund vergaß kaum ein Bericht zu erwähnen, daß Martin Sellner und Gottfried Küssel (ein "Medienliebling" der achtziger und neunziger Jahre) an den Demonstrationen teilgenommen hatten, neben zehn- bis zwanzigtausend weiteren Menschen. oe24 brachte nach der letzten Großdemo diese weltbewegende und wichtigste aller Nachrichten gar auf der Titelseite, während die Kronen-Zeitung  (2. .2 2021) die beiden Buhmänner als "Rädelsführer" bezeichnete und behauptete, sie "stachelten die Menge an". Beides ist schlichtweg erlogen.

Derselbe Artikel der Krone behauptete, daß "mehrere Demonstranten das Parlament als Ziel ausriefen", eine Information, die Innenminister Nehammer von "verdeckten Ermittlern" bekommen haben will. Die Schlagzeile machte daraus einen "Sturm aufs Parlament", um ein bißchen Kapitolsturmgrusel zu erzeugen. Ein solcher "Sturm" hat aber niemals stattgefunden, und wäre auch völlig sinnlos gewesen, nicht zuletzt deshalb, weil sich vor dem Parlament momentan eine große Baustelle befindet.

"Lügenpresse" ist die objektive Bezeichnung für diese Suppe aus Suggestion, Verzerrung und Falschbehauptung. Das Ziel ist die systematische, wissentliche Diffamierung von Regierungskritikern und die Zersetzung der Protestbewegung. Dieselbe Aufgabe hat auch der Staatsschutz mit seinen "verdeckten Ermittlern" und seinen ominösen "Einsatzprotokollen", die hernach der Presse zur entsprechenden Auswertung zugespielt werden.

Beispielhaft für diese Strategie ist diese Einpeitscher-Nummer aus oe24 vom 21. Jänner 2021, geschrieben nach der ersten Großdemo. Die Autorin steigert sich in ein regelrechtes Angst- und Bedrohungsdelirium hinein:

Ermittler sind alarmiert über „militante Rattenfänger“ und „Gefahr für Institutionen“....

Seit Frühjahr 2020 beobachten Verfassungsschützer bereits, wie die Neonazi-Szene versucht, Ängste, Sorgen und Frust aufgrund der Pandemie für ihre Zwecke zu missbrauchen. Am Samstag marschierten 10.000 Menschen bei einer Anti-Masken-Demo mit. Mit dabei, so ein Ermittler zu ÖSTERREICH, sei „das Who is who der Rechtsradikalen“ gewesen...

Die radikale Zelle sei „klein“, aber die Gefahr werde immer größer, dass diese „Rattenfänger“ es schaffen, in die Breite reinzukommen. Dabei seien auch Waffenfunde alarmierend sowie Telegram-Chats, die eindeutige Drohungen beinhalten. Wie gefährlich sind also diese Covid-Leugner?...

Sie zitiert aus einem ihr angeblich vorliegenden "Lagebericht des Verfassungsschutzes":

„Rechtsextremistische Akteure bedienen sich einer parallelen Medienwelt, im konkreten Fall Telegram­chatgruppen, um ein Meinungsbild zu erzeugen, wonach ‚ein System‘ bestehend aus Bundesregierung, staat­lichen Institutionen und Medien sich gegen die Bevölkerung verschworen hätte“.

Ein "Meinungsbild" offenbar, das so abstrus und abwegig ist, daß Bundesregierung, staat­liche Institutionen und Medien konzertiert sämtliche zur Verfügung stehenden Geschütze auffahren müssen, um es mit dem Ruch des Proto-Terrorismus zu belegen. "Van der Bellen, Kurz, Parlament und Ärzte im Visier der Radikalen" hieß es zusätzlich in der Druckausgabe, ganz so, als wären schon die Präzisionsgewehre zum Attentat angelegt.

Die beiden Großdemos in Wien haben deutlich gezeigt, daß der Widerstand gegen den "Corona-Komplex" (das umfaßt Themen wie: Angemessenheit und Effektivität der Regierungsmaßnahmen, Beraubung der Grundrechte, mediale Inszenierung und Desinformation, totalitäre Tendenzen, übergeordnete politische Ziele...)  in Österreich erheblich angewachsen ist, so sehr, daß die Regierung in sichtbare Unruhe geraten ist.

Wie schon anläßlich der "Flüchtlingskrise" im Jahr 2015 ist eine deutliche Spaltung der Gesellschaft in zunehmend verfeindete und gereizte Lager spürbar, die einander gegenseitig böse Absichten, Verantwortungslosigkeit, Wahnsinn und Verblendung unterstellen.

Die Muster ähneln einander so frappierend, daß ich in Erinnerung rufen will, wo Caroline Sommerfeld und ich im Jahr 2017 die eigentlichen Bruchlinien sahen.

Das Schema "Links vs. Rechts" ist hier nur sehr bedingt aussagekräftig, da diese beiden Begriffe kontextabhängig sind und einem stetigen historischen Wandel unterliegen. Wir haben damals argumentiert, daß niemand ausschließlich "linke" oder "rechte" Überzeugungen hat, sondern diese immer in ein konkretes, individuelles Wertespektrum eingebettet sind.

Recht brauchbar zur Veranschaulichung dieses "Spektrumprinzips" ist der "8 Values"-Test (deutsch hier, englisch hier), der acht unterschiedliche Wertefelder nennt, die zueinander in einem Wechsel- und Spannungsverhältnis stehen: Gleichheit-Märkte, Nation-Welt, Freiheit-Autorität, Tradition-Fortschritt. Aus dem Gesamtbild ergibt sich die eigene Position im politischen Koordinatensystem.

Deshalb schlugen wir drei Orientierungspunkte vor (S. 41-47), die nicht unmittelbar mit "links" oder "rechts" zu tun haben:

a) Vertrauen oder Mißtrauen in die Mainstream- und Massenmedien. Dies erscheint mir inzwischen als der wichtigste Punkt. Der Verlust des Vertrauens in die Narrative der Leitmedien beruht vor allem auf der Wahrnehmung, daß diese immer einseitiger bestimmten politischen Interessen dienen, Dissens immer weniger zulassen, und auch vor immer gröberen und aggressiveren Manipulationen nicht zurückschrecken.

Peter Sloterdijk sprach 2016 im Cicero von "Verwahrlosung" des journalistischen Ethos und einer "zügellosen Parteinahme" seitens der Journalisten: "Der Lügenäther ist so dicht wie seit den Tagen des Kalten Krieges nicht mehr." Alain de Benoist spricht von der Herrschaft einer "politisch-medialen Klasse", die heute praktisch zu einer Einheitsfront fusioniert ist.

Die Abwendung von den Leitmedien geht oft mit einem Entfremdungs- oder gar Erweckungserlebnis einher: Allzu dick aufgetragene Propaganda weckt Zweifel, die sich auf andere Bereiche ausdehnen und mitunter ganze Überzeugungsgehäuse zum Einstürzen bringen.

Die meisten Abtrünnigen werden sich an den Knackpunkt erinnern, der bei ihnen das Faß zum Überlaufen brachte: etwa der übertriebene Jubel über den "arabischen Frühling", die antirussische Hetze während der Ukraine-Krise, die maßlose Verteufelung Donald Trumps und PEGIDAs, die "Klimawandel"-Hysterie oder der exzessive Kitsch der"Willkommenskultur" im Sommer 2015.

Das alles erscheint geradezu idyllisch im Vergleich zu dem medialen Flächenbombardement in Sachen "Corona", das seit einem Jahr ohne Pause auf uns herabprasselt. Es hat denselben polarisierenden Effekt wie frühere Kampagnen: Ein Teil der Gesellschaft gerät in seinen Bann und sperrt sich aggressiv gegen jede Kritik und jeden Zweifel, ein anderer spaltet sich ab, und wendet sich alternativen Medien und Weltanschauungen zu, wobei sich viele auf seltsame und fragwürdige Pfade verirren.

Es ist schwierig bis unmöglich, hier in der "Mitte" zu bleiben, und ich halte das nicht unbedingt für eine Tugend, denn es gibt keine "Mitte" zwischen Wahrheit und Lüge, auch wenn sich beide in der Welt des menschlichen Handelns und Denkens vermischen und gleichsam verheddern können.

Diese beiden Lager, die wir im Jahr 2017 beschrieben haben, sind einerseits immer weiter auseinander gedriftet wie tektonische Platten. Andererseits hat sich die Form dieser Platten stetig verändert und erweitert. Im "Mißtrauens"-Lager sind nun viele gelandet, die mit der politischen Rechten bislang nichts am Hut hatten, und die aufrichtig an eher linke und liberale Anliegen wie Basisdemokratie und Grund-, Freiheits- und Menschenrechte glauben, die sie nun durch die "Coronamaßnahmen" bedroht sehen.

b.) Als zweite Bruchlinie nannten wir den Gegensatz zwischen Realismus und Utopismus. Wir folgten hier einer klassischen konservativen Deutung, die das linke Denken als konstitutionell utopistisch begreift, und mit Joachim Fest sagt: "Die Wirklichkeit steht immer rechts."  Übertragen auf die "Coronakrise" ist der Begriff "utopistisch" vielleicht nicht ganz zutreffend, es sei denn, man ist ernsthaft Anhänger der Zukunfts- und Menschheitsoptimierungspläne eines Klaus Schwab oder Bill Gates.

Klarer scheint mir zu sein, wo in diesem Kontext die "Realisten" zu verorten sind: Es sind etwa jene, die sich bemühen, das von Medien und Politik errichtete Angstnarrativ  mit Wissenschaftlichkeit und Rationalität zu kontern. Die Pointe ist, daß sich das Angstnarrativ ebenfalls auf Wissenschaftlichkeit beruft und darum höchste Autorität für sich beansprucht. Aber selbst als medizinischer und wissenschaftlicher Laie kann man rasch erkennen, daß diese Behauptung unhaltbar und ein Instrument des "Lügenäthers" ist.

In diesen Bereich gehört unter anderem die Frage nach der Wirksamkeit von Masken, Lockdowns und Impfstoffen sowie nach der tatsächlichen "Gefährlichkeit" des Virus. Die Masken-, Lockdown- und Massenimpfungs-Ultras sind dabei weniger "Utopisten" als politisch Getriebene, Gefangene ihrer "Blasen" oder Gläubige von Fehlinformationen. Oft zeigen sich bei ihnen kryptoreligiöse, sektiererische Züge und ein seltsam magisches Denken.

Die Rede von den "Coronaleugnern" ist diesbezüglich sehr verräterisch, wie dieser pseudonyme Autor anmerkt, der Einblicke in den Maschinenraum der "Mainstreamblase" gewährt- es handelt sich bei ihm nach Auskunft der Redaktion des Portals multipolar um einen "Redakteur und Nachrichtensprecher beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk", der anonym bleiben will.

Der sogenannte "Coronaleugner" sei ein

... Begriff, der seit dem Sommer immer mehr um sich greift und auch von den Mainstream-Medien inzwischen regelmäßig auf Kritiker der staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen angewendet wird. Der Vergleich mit dem „Gottes-Leugner“ und dem „Holocaust-Leugner“ ist offensichtlich. Während der Begriff des „Gottes-Leugners“ zumindest in unserer Gesellschaft längst Geschichte ist, ist der Begriff des „Holocaust-Leugners“ noch aktuell und es ist kein Zufall, dass man den „Corona-Leugner“ unwillkürlich mit ihm assoziiert.

Dass man Gott gar nicht leugnen kann, sondern nur an ihn nicht glauben, ist inzwischen breiter Konsens. Der „Holocaust-Leugner“ ist dagegen die einzige allgemein anerkannte Ausnahme, bei der Journalisten das Wort „leugnen“ verwenden. Es ist ansonsten nämlich tabu, zumindest sollte es das sein. Ganz einfach, weil es im Wortstamm „lügen“ enthält und damit eine Lüge unterstellt.

Komplementäre sektiererische Entwicklungen finden sich allerdings auch im maßnahmenkritischen Lager, wo es eine starke Tendenz gibt, sich als Reaktion auf die wahrgenommene und als überwältigend erlebte totalitäre Verschärfung in religiöse und esoterische Deutungen und Heilslehren zu stürzen.

c). Die dritte Bruchlinie ist der Gegensatz zwischen Globalismus und antiglobalistischen Positionen: Nationalismus, Patriotismus, Populismus, Separatismus, Souveränismus, Tribalolibertarismus.

Dieser Konflikt ist ein bestimmendes Thema unserer Zeit, und alle Zeichen deuten daraufhin, daß die "Coronaviruskrise" auf eine Art globalistisches Endspiel hinausläuft, das in die Errichtung einer Art von digitalem Weltstaat münden soll.

In diesen Zusammenhang gehört auch, daß in manchen Ländern, etwa in Österreich, ein falscher Patriotismus aktiviert wird, um die Bevölkerung zur Umsetzung von Direktiven zu bewegen, die von globalistischen Playern wie der WHO, dem World Economic Forum oder der UNO ausgegeben werden.

Es ist sinnfällig, wenn die Antwort auf eine globalistische Politik eine (authentisch) patriotische und populistische Färbung annimmt, wie nun etwa auf den Großdemos in Wien. Das ist allerdings nicht zwangsläufig der Fall: Bei den Protesten in Deutschland dominierte eher das "dionysische Individuum" (Sieferle), das dem repressiven Staat mit Regenbogenfahnen, Friede, Freude, Eierkuchen und universalistischem Maximalismus und Menschheitspathos antwortet.

Nun wird auch klar, wieso das rechte Lager der herrschenden Coronapolitik nahezu geschlossen kritisch bis scharf ablehnend gegenüber steht: Sie wird uns von exakt denselben transnationalen Eliten aufgezwungen, die auch die Massenmigration in den Westen, den "großen Austausch" und die Auflösung der Völker und Nationalstaaten vorantreiben.

Es gibt klare ideologische und personale Verbindungen zwischen dem "Great Reset" und dem "Great Replacement". Und es sind dieselben Eliten, die ein einheitliches Denken und Wertesystem durchsetzen wollen, unter systematischer Einschränkung und Eliminierung der Meinungsfreiheit, die einen immer höheren Preis erfordert.

Die Methoden der Globalisten, Widerspruch, Kritik und Abweichung zu ächten und zu ersticken, kennen wir nur allzu gut, und im letzten Jahr konnten wir beobachten, daß exakt diesselben Methoden auch auf Dissidenten angewandt wurden, die mit der politischen Rechten nichts am Hut haben.

Das Spektrum der Gebrandmarkten reicht von bislang respektierten Wissenschaftlern wie Wolfgang Wodarg und Sucharit Bhakdi bis hinab zu Schlagersängern und Starköchen. Auch "normale", nicht-prominente Menschen müssen um ihren guten Ruf und ihre Existenz fürchten, wenn sie die "falsche Meinung" vertreten. Insbesondere auf Ärzte, die nicht der angeordneten Linie folgen, wird erheblicher Druck ausgeübt. 

In Mit Linken leben betonten nun Sommerfeld und ich, daß die drei Bruchlinien zwar nicht per se auf die Rechte beschränkt sind, aber dennoch tendenziell und vektorenartig nach rechts verweisen. Das ist nur folgerichtig, wenn etwa die Mainstreampresse mehrheitlich nach links neigt und ihren Feind als rechtsstehend markiert hat.

Es sind vor allem die utopistischen, egalitären, universalistischen, internationalistischen und moralistischen Denktraditionen der Linken, die sie über weite Strecken zu Kollaborateuren, ja sogar Werkzeugen und Protagonisten der globalistischen Politik gemacht haben. Mit den kosmopolitischen, transnationalen Wirtschaftseliten, die alljährlich in Davos tagen, um über das Schicksal der Welt und der Menschheit zu beraten, haben sie die Abneigung gegen Grenzen, Vaterländer, nationale Gemeinschaften, Patriotismus und Nationalismus gemeinsam.

Hinzu kommt, daß viele Linke von den vorgeblich humanitären und ökologischen Agenden der Globalisten verführt werden: Auch in Davos beteuert man, gegen Ungleichheit, Armut, Rassismus und Klimawandel zu kämpfen, was nur auf der Basis einer gesteuerten globalen Kooperation möglich sei.

Globalisierungskritische Linke (man denke etwa an Naomi Klein) attackieren daher nicht die offiziellen Zielsetzungen der Davos-Eliten an sich, sondern beschuldigen sie der Inkonsequenz und Heuchelei: Der "compassionate capitalism" bemäntelt demnach nur die Weltherrschaft der Konzerne und Profitemacher, ohne wirkliche Veränderungen anzustreben.

Es gibt nun noch einen weiteren Grund, warum die tektonische "Mißtrauens"-Platte unter eher "rechten" Vorzeichen steht: Ganz einfach aufgrund der Einsortierung von außen, basierend auf der negativen Konnotation des Begriffs "rechts", die stetig gepflegt wird. Die Mainstream- oder "Vertrauens"-Platte rächt sich an allen Verrätern und Sezessionisten, die sich von ihr abspalten, mit diskreditierenden Etiketten, die sie ihnen hinterherwirft: "Rechtsextremist" ist dann schlicht und einfach, wer mißtraut, wer widerspricht und wer das Spiel nicht mitmacht.

Der Mainstream dreht den Mißtrauensspieß also um und sagt seinem Publikum: "Vertraut denen nicht, die uns mißtrauen, und die euch einreden wollen, daß ihr uns mißtrauen sollt! Das sind alles Rattenfänger, Nazis, Faschisten, Extremisten, die sich gut getarnt haben und nur Böses im Schilde führen!"

Der Kampf um das Vertrauen wird nicht primär auf der Ebene des sachlichen Arguments geführt. Er ist primär ein Kampf um die Glaubwürdigkeit, die Autorität und die Reputation der Quellen. Die wenigsten Menschen sind befähigt oder mutig genug, "ohne Haltegriffe", ganz für sich allein zu denken. Es mangelt ihnen an Selbstsicherheit und eigener Urteilskraft. Sie brauchen eine Orientierungshilfe, welcher Autorität sie Glauben schenken dürfen.

Deshalb ist der Angriff "ad hominem" eine der wirkungsvollsten Methoden, um ein Argument in den Augen der Öffentlichkeit zu entwerten. Das funktioniert in beide Richtungen; Die Kritik von Lichtmesz und Sellner an den Coronomaßnahmen ist wertlos und zweifelhaft, weil sie "Rechtsextremisten" sind,  und Kritik an Coronomaßnahmen ist wertlos und zweifelhaft, weil "Rechtsextremisten" wie Lichtmesz und Sellner sie äußern und dafür auf die Straße gehen.

Auch die Kampfvokabel "Verschwörungstheoretiker" (neuerdings: "Verschwörungserzähler", um die "Theorie" zu entsorgen) soll das Vertrauen in denjenigen unterminieren, auf den sie angewandt wird: Sein Mißtrauen gegenüber den reichsten und mächtigsten Menschen und Eliten der Welt, sein Zweifel und Verdacht, daß sie möglicherweise irgendetwas anderes anstreben als unser aller Wohl, wird als Ausfluß eines paranoiden, irrationalen, angstpsychotischen Denkens ohne reale Grundlagen hingestellt.

Auch der "Verschwörungstheoretiker" wird neuerdings automatisch mit rechtsextremem Denken assoziiert; so behauptete die ehemalige Stasi-Informantin Annetta Kahane, vom bundesdeutschen Staat mit der Zersetzung der Opposition beauftragt, daß "Verschwörungsideologien immer ein antisemitisches Betriebssystem"  haben.

Hierzu schreibt der zuvor zitierte pseudonyme Mainstreamjournalist treffend:

Ein ebenso äußerst zweifelhafter Begriff, der als diffamierendes Framing verwendet wird, ist der des „Verschwörungstheoretikers“. Er sagt im Grunde alles und nichts. Das kann einer sein, der an Chemtrails glaubt oder daran, dass die Mondlandung der Amerikaner nur inszeniert war, aber es kann auch einer sein, der einen Watergate-Skandal aufdeckt oder der behauptet (wie geschehen), dass der Irak keine Massenvernichtungswaffen gehortet hat, und der später in seiner Annahme bestätigt wird.

Im Grunde muss jeder investigative Journalist zu einem Teil auch ein Verschwörungstheoretiker sein, denn selbstverständlich wollen die Herrschenden dieser Welt nicht all ihre Umtriebe veröffentlicht haben und halten sie daher geheim. Insofern ist es einigermaßen grotesk, dass Medien diesen Kampfbegriff der Regierenden übernehmen und gedankenlos verwenden.

So sind wir Rechten unterm Strich in einer Zwickmühle, weil unser Gegner die Framings setzt: Wir sind in der Tat gegen den Globalismus und seine totalitären Projekte, weil wir rechts sind, aber das globalistische System benutzt unser Rechtssein propagandistisch als Argument, um sich unangreifbar zu machen.

Mehr dazu in einem Folgeartikel.


Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.


Kommentare (123)

MartinHimstedt

11. Februar 2021 09:18

Rechte sind – zumindest in meiner Heimat – auf den Coronademos eine kleine Minderheit: Leider. Gemessen daran, was dort rumläuft, wirkt es überaus kafkaesk, wenn gegenüber eine Demo von Linksextremisten „Nazis raus!“ skandiert: Welch bizarres Paralleluniversum! 

Ich bin mir tatsächlich nicht sicher, ob ein Sebastian Borhn Mena tatsächlich glaubt, was er da Woche für Woche auf O24 erzählt. Die Strategie geht dabei aber freilich auf:

Gestern erzählt mir mein Pizza-Bäcker (einer der verrücktesten Menschen, die ich kenne – dem ist wirklich alles egal, hält überhaupt nichts von den Maßnahmen und legt sich auch mal mit Polizisten an):

„Ich bin ja wirklich kein Querdenker, aber was die mit uns machen, geht wirklich zu weit!“.

MartinHimstedt

11. Februar 2021 09:20

Er hat sogar bereits geplant, wie er den Eintrag im Impfpass fälschen wird: Aber ein Querdenker, auf keinen Fall!

Volksdeutscher

11. Februar 2021 09:44

"So sind wir Rechten unterm Strich in einer Zwickmühle, weil unser Gegner die Framings setzt...."

Dann muß man den Linken ebenfalls die entsprechenden "Rahmen" setzen. Warum sind da Rechte so scheu, einfallslos und wie auf den Mund gefallen? Ich habe noch nie in einer Unterhaltungsrunde gehört, in die ein Rechter eingeladen worden war, daß er auf die ihm unterstellte Verschwörungstheorie geantwortet hätte: 

1. Meine Behauptung als Verschwörungstheorie zu bezeichnen ist Verschwörungstheorie pur.

2. Beweisen Sie, daß es eine Verschwörungstheorie ist.

3. Wer hat gegen wen verschworen?

4. Verschwörungstheorien sind die Wirklichkeit von morgen.

5. Es gibt keine Verschwörungstheorien.

6. Was ist der Unterschied zwischen Theorie und Verschwörungstheorie?

Oder so ähnlich. Alles Mögliche kann man sich da einfallen lassen, wenn es nur dem Zwecke dient, seinen "Gesprächspartner" der Lächerlichkeit zu überführen. Man denke sich solche Situationen aus und präge sich die möglichen Antworten ein.

Maiordomus

11. Februar 2021 10:13

PS. Das ganze kommunistische Manifest ist eine Verschwörungstheorie; weder gab es je den Kapitalismus als kompaktes Ganzes noch ein Proletariat, das auf die Befreiung durch Marx/Engels wartet. Wie hier schon mehrmals ausgeführt, stammt die erste Analyse des Bergarbeiterproletariates vom konservativen Philosophen und Bergingenieur Franz von Baader, der auch den Begriff "proletairs"  als politisch-soziologischen Begriff einführte und im Sinne der Revolutionsverhinderung deren Integration forderte. Ausserdem war der schlesische später vertriebene Volkskundler Will Erich Peuckert der faktisch beste von den Fakten her Kenner des dortigen Proletariates, vgl. "Volkskunde des Proletariates". Die marxistische Analyse ist indes trotz allem nur von der Feindbildtheorie her eine Verschwörungstheorie. 

RMH

11. Februar 2021 10:47

Mit diesem argumentativen Totschlagstil des "Verschwörungstheorie" und "Leugner" -Vorwurfs machen immer mehr Menschen Bekanntschaft. Selbst in den Reihen der staatstragenden Rechtswissenschaftler, zieht man so langsam aber sicher das Näschen hoch.

So soll Prof. Dr. Stephan Rixen, Universität Bayreuth, kolportiert haben "Wer als Jurist vom Bundestag als Sachverständiger eingeladen werde, gehe ein Reputationsrisiko ein."

https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/corona-verfassungsrecht-kritik-hirte-kingreen-tweet-rechtswissenschaft-bundestag-experten/

Hoffen wir, dass diese Framing- und Diffamierungsklinge des Leugner- und Verschwörungstheoretiker -Vorwurfs endlich einmal stumpf wird.

tearjerker

11. Februar 2021 11:36

Die globalistische Agenda der neuen Weltordnung zielt darauf, organisierte Strukturen der globalistischen Agenda der alten Weltordnung zu ersetzen. Das gilt es zu unterstützen.

ML: Hä?

sok

11. Februar 2021 12:00

Gegensatz zwischen Realismus nd Utopismus.

In diesem Punkt besteht meiner Meinung nach die Gefahr, dass sich die Rechten durch die derzeitige Minderheitsposition zu Allerweltsptotestlern entwickeln.

Bei Corona wäre mir eine eindeutige Wissenschaftsorientierung lieber, da die Wissenschaft  im Prinzip der Wahrheitssuche verpflichtet ist.

Bei Corona fehlt mir z.B. die Erforschung des Prinzips, sich in kleinen Schritten zu infizieren und so Immunität ohne wesentliche Erkrankung zu erreichen (Variolation).

Bei der Pest wurde durch Variolation die Sterblichkeit um den Faktor 10 reduziret. Wenn man die Sterblichkeit bei Corona um den Faktor 10 reduzieren würde, wäre man bei der Sterblickeit einer Grippe. Man könnte sich die die Lockdowns sparen.

Es bestünde gar keine Gefahr als Scharlatan abgetan zu werden, da Drosten die Variolation als Möglichkeit anerkannt hat. Drosten hat gesagt, dass er niemand kennt, der das macht. Drosten liest nur die Papiere, die es gibt.

franzheister

11. Februar 2021 12:39

Sehr guter Artikel Herr Lichtmesz. Hatte gestern wieder eine lange Diskussion mit einem Menschen dessen Tiefenmotivation darin besteht, mich ungefragt optimieren zu wollen. Meine Sprache, mein Denken und Handeln. Es ging um Umweltschutz und um die Tatsache das immer mehr Flächen zubetoniert werden, immer mehr Wald abgeholzt wird und parallel ständig über den sog. Naturschutz gefaselt wird. Man kann mich schwindelig quasseln, aber ich verstehe immer noch nicht, wo sich der "neue" und vielbeschworene Umweltschutz materialisiert. Bei Corona wird man das Gefühl nicht los, dass es doch um etwas ganz anderes geht als um den Virus. Das neue Lieblingswort Dystopie beschreibt die Entwicklungen nur unzulänglich. Das Amazon unter Jubel die Einzelhändler in den Bankrott treibt, scheint niemanden zu interessieren. Der Verlust von unbeschreiblich vielen Arbeitsplätzen scheint die Sorge um die abgesagten Bundesligaspiele nicht verdrängen zu können.                     

Hartwig aus LG8

11. Februar 2021 12:50

Für die deutsche Presselandschaft konstatiert Jürgen Schmid auf der Seite von Alexander Wendt ein zögerliches Innehalten bzw. Zurückrudern; nicht flächendeckend, eher punktuell:

https://www.publicomag.com/2021/02/schubumkehr-in-lockdown-land/

Phil

11. Februar 2021 13:15

Ich habe in Martin Sellners Lesekreis auf Discord (nicht-linke) Leute erlebt, die die Bezeichnung rechts von sich gewiesen haben, als sei es etwas Ehrenrühriges.

Als seit langer Zeit bekennender Rechter kann ich das nicht nachvollziehen, auch wenn mir klar ist, dass die Assoziation rechts = schlecht, böse weitverbreitet ist.

Mir scheint – der polit-mediale Komplex und die Bildungseinrichtungen spielen dabei eine Rolle –, viele haben verinnerlicht, dass sie zu den "Guten" gehören, und wer den Konsens der "Guten" stört, muss schlecht sein.

Imagine

11. Februar 2021 13:24

1/2

Der Mainstream der heutigen Linken hat die Position der traditionellen Rechten eingenommen und ist zu Apologeten und Söldnern der herrschenden Klasse geworden und bietet sich zum Teil als Info-Krieger oder als „Streetfighter“ (cf. „Antifa-SA“) an, vergleichbar mit früheren Landsknechten und Freischärlern.

Die traditionellen Rechten sehen die Bedrohung des eigenen Volkes zum einen von außen kommend (Feindmächte, Ausländer, Immigranten, Asylanten) an, zum anderen sehen sie in Sozialisten und „Linken“ den inneren Feind, aber eben nicht die herrschende Klasse.

Während ein Karl Liebknecht darauf hinwies: „Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“ und damit eine sozialrevolutionäre Position mit Parteinahme für die arbeitende Bevölkerung einnahm, standen die traditionellen Rechten immer auf Seiten der herrschenden Klasse, seien es früher die Feudalherrscher oder danach die Kapitalisten.

Anders als die konformistische Mehrheit der heutigen Linken halten gesellschaftskritische Wissenschaftler nach wie vor an der soziologischen Erkenntnis fest, dass die kapitalistische Gesellschaft eine antagonistische Klassengesellschaft ist. Das betrifft nicht nur „linke“ Wissenschaftler, sondern z.B. auch den zum Baron geadelten Soziologen Ralf Dahrendorf.

Aus kritischer soziologischer Perspektive wird das das Pandemie-Regime als Klassenkrieg verstanden, als einen großen Raubzug, wobei das Establishment zur Verbrecherherrschaft geworden ist.

Imagine

11. Februar 2021 13:26

2/2

Dass ein Klassenkrieg stattfindet, wird gar nicht verschwiegen:
"Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen." (Warren Buffett, im Interview mit Ben Stein in New York Times, 26. November 2006)

Wenn man will, lässt sich die Corona-Pandemie innerhalb weniger Monate unter Kontrolle bringen und zuverlässig unter Kontrolle halten.

Die empirischen Beweise dafür liegen vor. Man kann die Daten und Diagramme bei Wikipedia googlen, so für die Corona-Neuinfektionen wie auch die Corona-Toten in China.. Beides tendiert seit fast einem Jahr gegen Null.

Es gibt also 3 Corona-Lügen:

1. Dass es sich nicht um eine gefährliche Krankheit handelt, sondern nur Fake sei.

2. Dass man die Corona-Pandemie nur mit den hier praktizierten Methoden wie Maskenpflicht, Lockdown, Menschen einsperren etc. bekämpfen kann.

3: Dass es sich beim Ganzen um eine „Naturkatastrophe“ handelt und nicht um einen verbrecherischen Raubzug und eine Diktatur der Herrschenden im US-Imperium.

Wer hat den „Mut zur Wahrheit“, dies auszusprechen?

 

Uodal

11. Februar 2021 13:43

Der Essay ist, wie eigentlich immer, bei Martin Lichtmesz, sehr gut. Folgende Anmerkungen: 

 

1. Der Propagandakrieg, die Diffamierung von Kritikern richtet sich nach meiner Beobachtung nicht an die Bevölkerung, sondern an die jeweiligen Regierungen selbst. 

 

Diese werden, getrieben (von wem auch immer), bzw. treiben sich selbst in eine regelrechte Panik vor dem eigenen Volk. Weltweit, in China (hier existiert eine richtige Phobie vor einem westlich gesteuerten Aufstand), Russland, Myanmar, Weißrussland, USA, Lateinamerika, Deutschland, u.s.w., u.s.w... Überall das gleiche Phänomen, wobei das ideologisch jeweils entgegen gesetzte Lager (Rus. vs. Westen, Westen vs. China, Islam/arab. Länder vs. Westen, u.s.w.) durch seine Aktionen, (Aufstände, Farbrevolutionen, Beeinflussung von Wählen in USA, etc.), weltweit die Angst vor einem das eigene Parlament stürmenden Volk noch weiter anheizt. Überall, weltweit das gleiche Phänomen. 

 

Die Regierungen werden, weltweit, angestachelt und inszeniert von wem auch immer, in eine Panik vor dem eigenen Volk getrieben. Und - die Regierungen werden darüber hinaus auch weltweit zu destabilisierenden Aktionen gegen andere Regierungen getrieben, was wiederum die Panik vor einem, von außen manipulierten, Volk schürt. 

Uodal

11. Februar 2021 13:46

Teil 2
Die Regierungen und die Massenmedien weltweit steigern sich selbst in eine merkwürdige, immer irrationalere Angst vor der jeweils eigenen Bevölkerung. Weltweit das gleiche Phänomen, welches meiner Meinung nach keinerlei rationale Basis hat, sondern, von wem auch immer, gezielt geschürt wird. 

Es gab nie einen Sturm auf ein Parlament durch eine relevante Zahl an "Revolutionären", es gibt keine echten gefährlichen Massenproteste in Polen, in Russland, USA, Österreich... Nirgends! 

Was es gibt, ist eine geschürte Panik der Regierungen vor den eigenen Völkern. Was es gibt, ist eine dadurch immer abgehobenere und arrogantere Sicht auf das eigene Volk. Weltweit. 

Eine geschürte Entfremdung von Völkern und Regierungen! Was ist der Grund? Darüber kann man nur spekulieren. Nicht im luftleeren Raum, sondern entlang dessen, was man beobachten kann. Die Regierungen, weltweit, sollen, eingeübt an Hand z.B. der Corona Maßnahmen, ihre Hemmung verlieren, auch härteste, früher undenkbare Maßnahmen gegen die eigene (!) Bevölkerung durchzusetzen. Bis hin zu... Wozu?

quarz

11. Februar 2021 13:50

@Volksdeutscher

Ich würde den Hebel schon früher ansetzen und bestreiten, dass Verschwörungstheorien als solche apriori mit einem epistemischen Mangel behaftet sind. Wer das unterstellt, ist argumentativ auf aussichtslosem Posten. Wer hingegen den epistemischen Mangel nur in einem konkreten Fall einer bestimmten Verschwörungstheorie unterstellt, der ist zunächst einmal in der Beweispflicht, die vorgebrachten Indizien zu widerlegen oder mindestens gleichwertige Gegenindizien vorzulegen. Und damit sind schon die allermeisten überfordert. Einfach nur "Verschwörungstheorie" zu schreien, hat null argumntativen Wert. Wenn jemandem das erst mal klar gemacht wird, ist ohnehin aller Wind aus den Segeln.

Lotta Vorbeck

11. Februar 2021 13:56

"Insofern ist es einigermaßen grotesk, dass Medien diesen Kampfbegriff der Regierenden übernehmen und gedankenlos verwenden." - schreibt der von Martin Lichtmesz zitierte, pseudonyme Autor auf der vom Paul Schreyer bereitgestellten Netzplattform "multipolar".

Der Kampfbegriff des „Verschwörungstheoretikers“ sei, so heißt es, während der frühen Phase des Kalten Krieges von einer mit ihrem offiziellen Hauptsitz in Virginia präsenten, federal-centralen Geheimdienstagentur ersonnen und in die Welt gesetzt worden. Insofern ist es überhaupt nicht grotesk, sondern stringent und konsequent, "dass Medien diesen Kampfbegriff der Regierenden übernehmen und [genau kalkulierend] verwenden."

Ein gebuertiger Hesse

11. Februar 2021 14:18

Bravo, Imagine, Ihre 3 Corona-Lügen treffen gehörig ins Schwarze. In der Tat wird es nun darum gehen, diese laut auszusprechen.

Slentz

11. Februar 2021 14:19

@RMH

Danke für den LTO Artikel, sehr lesenswert. Prof.  Lepsius ist sowieso ein scharfsinniger Jurist, sein Beitrag in

“Das entgrenzte Gericht. Eine kritische Bilanz nach sechzig Jahren Bundesverfassungsgericht (Suhrkamp, Berlin 2011).“

ist auch für Nichtjuristen sehr interessant. 

Uwe Lay

11. Februar 2021 15:00

"AfD und FDP kritisieren neue Lockdown-Verlängerung" Junge Freiheit vom 11.2.2021.Die FDP und die unter Führung von dem Meuthenflügel zur FDP 2.0 mutierende AfD protestieren gemeinsam als liberale Parteien gegen die staatliche Politik zur Eindämmumg der Coronaepidemie. Das paßt, denn für den Liberalismus geht die größte Gefahr für die Freiheit des Bürgers immer  vom Staate aus, spätestens seit der Sozialstaat Bismarcks durch soziale Schutzgesetze unternehmerische Freiheiten einschränkte. Die heutige Querdenkerbewegung entzieht sich tatsächlich dem Links-Rechts-Schema, weil sie als liberalbürgerliche weder rechts noch links ist.Daß die Medien nun diese regierungskritische Bewegung als "rechts" kritisierten zeigt nur, daß dies die effektivste Methode der Diffamierng ist, nicht aber,daß sie rechts ist. Nur wird in postmodernen Zeit die Medienwirklichkeit, wie sie es darstellen, für die Realität selbst gehalten.

Uwe C. Lay

Laurenz

11. Februar 2021 15:16

@ML

Die Rechte ist 1. zu freundlich, zu "recht"schaffen und 2. nur deswegen bereit, mit der Linken zu reden, weil wir wissen, daß wir die besseren Argumente haben und etwaige Debatten gewinnen würden. Denn, bis auf den expliziten Katholizismus auf der SiN, glauben Rechte selten, sondern wissen, vor allem seit das Klischee des glatzköpfigen VS-Neo-Nazis verschwand & durch die Erweckung der intellektuellen Neuen Rechten ein ganz anderes, real-politisches Bild positioniert wurde.

Wenn man das weiterdenkt, können wir uns alle Gesprächsangebote zur linken Dämlichkeit sparen. Und Ihre hiesige Zusammenfassung des Status Quo kann man im Grunde mit ein oder 2 Begrifflichkeiten festmachen. E handelt sich einerseits um meist virtuelle Inquisition und andererseits um einen Propaganda-Krieg gegen das eigene Volk.

Da wir uns in der Defensive befinden, verweise ich nochmals auf GK mit der Aussage, daß im parlamentarischen Arm der Rechten politische Aussagen auf ein Mindestmaß heruntergefahren werden sollten. Wir sollten uns einzig auf die Erhöhung unserer Reichweite konzentrieren und etwas Rechtschaffenheit abschaffen, mehr "ad hominem" schadet der Linken hoffentlich, und das könnten wir hier auch schon mal üben.

Laurenz

11. Februar 2021 15:36

@sok

Es existiert keine Übersterblichkeit durch Corona, schon gar nicht im Vergleich zur Grippe,

@Lotta Vorbeck

Angeblich wurde der Begriff  "Verschwörungstheorie" im Zusammenhang mit dem Mord an US-Präsident Kennedy durch US-Geheimdienste geschaffen, als Zweifel an dem Bericht der Warren-Kommission aufkamen.

@Volksdeutscher & Imagine

Natürlich habe ich nichts dagegen, wenn Logik & Sachlichkeit uns eigen sind. Aber mal Hand auf's Herz, der ML-Artikel besagt doch, daß wir uns, mal abgesehen von unseren Foren, Sachlichkeit/Logik sparen können, es gibt keine Debatten mit der Einheitsfront. Insofern können wir uns auch Gesprächs-Strategien sparen. In meiner Anfangszeit auf der SiN vertrat ich ein aggressiveres Vokabular gegen den politischen Gegner, aber das war weder von der Redaktion noch sonst von den Intellektuellen hier gewünscht. Ich bin allerdings noch heute der Überzeugung, daß eine rau formulierte Gegenwirklichkeit effizienter ist, als "Common Sense" der AfD im Bundestag.

Uodal

11. Februar 2021 15:38

2. These: Utopismus vs. Realismus. 

M.L. verortet, Standard im "rechten" Lager, den Utopismus bei der Linken, den Realismus bei der Rechten.  Dies scheint mir nicht richtig. 

Man könnte eher vom umgekehrten Fall sprechen. Beleg: wenn die "Linke" so unrealistisch wäre, wieso gewinnt sie dann seit mind. 200 Jahren jede Auseinandersetzung mit der "Rechten"? Realismus bedeutet die Dinge so einzuschätzen, dass die eigenen Strategien erfolgreich sind. Strache, Trump, AfD, FPÖ...? Muss man wirklich noch mehr Beispiele anführen, beginnend bei der franz. Revolution??

Näher an der Wirklichkeit ist wohl eher: die Linken sind Utopisten, was die Vorstellungen der Gesellschaft als Ganzes betreffen, aber knallharte Realisten, was das Verhalten des Einzelnen betrifft! Siehe die z.B. die dauernde Manipulation der menschl. Grundeigenschaft "Neid" zur Instrumentalisierung von erfundenen oder echten Minderheiten gegen Weiße.

(Ich freue mich jetzt schon auf den ersten Kommentar, der "entrüst, empör, heul" schreibt: "aber das wollen wir doch gar nicht, ist doch nicht unsere Art" - und damit genau meine These bestätigt, warum Konservative/Rechte immer verlieren. Bis jetzt!)

Rechte sind Realisten, was die Gesellschaft, den Staat, die Nation anbelangt - aber jämmerliche Utopisten und Träumer, was das Verhalten, die Psychologie, des Einzelnen anbelangt. Dies erklart die immer wieder erreichten Erfolge der Linken besser als...

 

 

Gotlandfahrer

11. Februar 2021 15:49

1/4

Zunächst herzlichen Dank für den Artikel und den Link auf idrlabs.com, ich neige offenbar zu „theokratischem Distributionismus“. Also: Gott mit uns!

Zur Zwickmühle, „weil unser Gegner die Framings setzt“: Ich behaupte ja nicht, dass diese Framings nicht wirkmächtig seien.  Das liegt aber an der Macht des Gegners, nicht an der Zwingkraft der Frames.  Auf diese sollten wir keine Aufmerksamkeit verschwenden, diese sind ja auch beliebig anpassbar.  Wer gestern noch Pharmalobbyverharmloser war, ist heute übler Massentodbeschleuniger. Alles andere als Ignoranz diesem Nötigungsmüll gegenüber ist dessen Bestätigung für Dritte, das sollten wir dem Gegner nicht gönnen. Dieses Spiel gewinnt man weder mit Studien noch mit Rechtsgutachten, auch wenn es diese dokumentarisch für die Zukunft und für die eigene Seelenhygiene braucht.  Sicher auch im Einzelfall, um sich Köter vom Hals zu halten. Im Großen haben wir es aber mit einen Gegner zu tun, der um den pawlow’schen Gehorsam der Funktionshäftlinge unter uns ihm gegenüber weiß. Die Selbstauskunft des im multipolaren Artikel verlinkten Redakteurs zeigte dies recht eindrücklich: Gerade in mittleren bis gehobenen Hierarchien ist das Resonanzprinzip verinnerlicht, es steht als blinder Fleck des Bewusstseins gar nicht zur Debatte. 

...

Lotta Vorbeck

11. Februar 2021 15:49

@Ein gebuertiger Hesse - 11. Februar 2021 - 02:18 PM

Bravo, Imagine, Ihre 3 Corona-Lügen treffen gehörig ins Schwarze. In der Tat wird es nun darum gehen, diese laut auszusprechen.

---

Nein, nicht ganz ins Schwarze, werter @Ein gebuertiger Hesse. Hinzuzufügen wäre die Frage nach dem Verbleib dessen, was vor "C" unter der Bezeichnung "Grippe" aka "Influenza" geführt worden ist.

Gotlandfahrer

11. Februar 2021 15:49

2/4

Hiergegen das Wort zu ergreifen löst nur den im Gegenüber explizit hierfür eingesenkten Mechanismus aus. Es ist wie eine Wendeschleife im Modellbahntunnel: Man schiebt etwas hinein, und es kommt entgegengesetzt wieder heraus. Anfangs glaubte ich es nicht, dann fand ich es lustig, inzwischen langweilt es mich so, dass ich es längst nicht mehr tue. Seitdem geht es mir und den Wendetunneln besser.  Kleine nichtrepräsentative Mikrobeobachtung am Rande: Je weniger ich reinschiebe, desto mehr bleibt drinnen von dem, was ich nicht mal zur Hälfte hineinbekommen hätte! Beispiel: Die Wagenknecht’sche Warnung vorm Linksliberalismus („Wer bestimmte Meinungen nicht teilt, ist noch lange nicht Nazi“). Die kam in den Wendetunneln auf einmal gut an! Wurde auf Whatsapp mit Zeigestolz geteilt.  Und zwar so, als ob ICH damit nicht einverstanden sein dürfte.  Zum einen wohl, weil es sich auf die Angst vor der möglichen Folge – einem deutschen Trump – bezog. Also am richtigen Glöckchen bimmelte. Zum anderen, weil es nicht von einer (bislang) Falschen kam – denn es kommt ja drauf an, wer etwas feststellt. Immerhin: Da tut sich was im Tunnel. Bzw. im Graben.

...

Gotlandfahrer

11. Februar 2021 15:50

3/4

Das große Endspiel findet ja ohnehin erst noch statt. Zu dessen „ob“, also „ob“ den uns wunderbar bergenden Mächten „Fehler“ nicht doch nur aus „Schwäche“, aufgrund „falscher Beratung“ oder unvermeidbar angesichts von Zielkonflikten heraus unterlaufen, also „ob“ sie nicht doch einfach nur unter eben verdammt schwierigen Umständen das Beste für uns zu tun stets bemüht sind, „ob“ es entsprechend zu einem solchen „Endspiel“ überhaupt kommt, braucht man sich nur zwei überprüfbare Begebenheiten zu Gemüte führen:  Erstens, das „externe Szenarienpapier“ des Innenministeriums „Wie wir COVID-10 unter Kontrolle bekommen“, das die Panik der Bevölkerung als Handlungsziel benennt (das aber natürlich nur unter „rein koordinierender und redaktioneller“ Mitwirkung des Ministeriums zustande kam, wobei man sich fragen darf, warum die Verfasser nicht strafrechtlich wegen Anstiftung zu öffentlichem Aufruhr belangt werden, wenn sie so etwas ernsthaft vorschlagen – wie man sich aber auch Fragen kann, warum es nicht zum Aufruhr kommt, wenn so etwas der Regierung vorgeschlagen wird, ohne dass es zu strafrechtlicher Verfolgung kommt…).  

...

Gotlandfahrer

11. Februar 2021 15:54

4/4

Und, zweitens, die Durchsage des zum gesundheitspolitischen Berater von Herrn Biden avancierten Dr. Faust, äh Fauci, der als Vater der virologischen Gain of Function Forschung die neue Zielmarke unverblümt umriss: „Schlüssel zur Herdenimmunität ist die Impfung der Kinder – noch im Sommer“. Ein Sommermärchen ganz anderer Art also, zu dem auch das „mediale Flächenbombardement“ als Vorband gut passt: So wie die USAF Orte zunächst „leveled“ bevor die GIs gefahrlos die Überlebenden aus den Ruinen treiben und das Gelände besetzen, wird jetzt die Auflösung aller Bänder zwischen den Menschen in Gang gesetzt, um sie ihre Erlösung in widerstandsloser Ergebung ersehnen zu lassen.  Dass der „Lockdown“ verlängert wird, bis „jedem ein Impfangebot gemacht wurde“ ist nichts Anderes, als die sich in Verkennung ihrer Lage noch als „geschützte Staatsbürger“ Wähnenden, in heiligem Ernst lächelnd, so lange zu quälen, bis sie bereit sind, die Herausgabe ihrer Kinder dankbar als alternativlose Erlösung zu empfinden. Man gibt sie ja, sie werden einem ja nicht genommen.  So ist es dann gut, ja. 

https://www.youtube.com/watch?v=Dwyr_eJwmB0

 

Laurenz

11. Februar 2021 16:02

@Uodal

Lesen Sie das Buch eines bekannten Reichskanzlers, welches in den 20ern geschrieben wurde. Dort werden die linken Propaganda-Mechanism fein-säuberlich aufgeführt.

Natürlich ist Ihre Position

"M.L. verortet, Standard im "rechten" Lager, den Utopismus bei der Linken, den Realismus bei der Rechten.  Dies scheint mir nicht richtig."

nicht haltbar.

Das ist dasselbe, wie, wenn man konstatieren würde, "wenn die "Kirche" so unrealistisch wäre, wieso gewann sie dann 1.000 Jahre jede Auseinandersetzung mit den Ketzern?"

Einzig und alleine die Propaganda-Budgets und Staatsgewalt-Inhaber sind entscheidend.

Seit in den USA Corps erlaubt wurde, Wahlkämpfe zu finanzieren, ist die parlamentarische Demokratie der USA passe.

sok

11. Februar 2021 16:46

@ Laurenz

Es existiert keine Übersterblichkeit durch Corona

Man muss Sterblichkeit und Übersterblichkeit unterscheiden. Solange nur 2 % der Bevölkerung infiziert sind, ist die Überterblichkeit durch Corona um einen Faktor 50 kleiner als die Sterblichkeit, da die Übersterblichkeit auf die Gesamtbevölkerung bezogen wird.

Wenn eine derzeit geringe Übersterbichkeit als harmlos angesehen wird, muss  man davon ausgehen, dass sich nur ein kleiner Teil der Bevökerung infiziert. Danach sieht es zur Zeit nicht aus.

Aber selbst wenn man Corona als harmlos einstuft, sind Argumente gegen den Lockdown nützlich, wenn man gegen den Lockdown ist. Man könnte dann Leute überzeugen, die derzeit für den Lockdown sind.

Interessant ist, dass die Variolation vermutlich wirksam ist, ohne beachtet zu werden. Pfleger und Krankenschwestern waren zunächst am häufigsten wegen Corona krank geschrieben. Jetzt sind sie auf den siebten Platz zurückgefallen (AOK). Es spricht viel dafür, dass die Kombination von Krankenpflege mit Schutz mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Variolation führt.

Die Variolation könnte auch der Grund dafür sein, dass bisher kein bekannter Virologe an Corona erkrankt ist.

Ein gebuertiger Hesse

11. Februar 2021 16:58

@ Lotta Vorbeck

'Hinzuzufügen wäre die Frage nach dem Verbleib dessen, was vor "C" unter der Bezeichnung "Grippe" aka "Influenza" geführt worden ist.'

Oder auch, was vorher etwa zwischenmenschliches Miteinander hieß. Kennt man irgendwen, der im letzten Jahr irgendeine(n) andere(n) "auf der Straße" kennen und gar lieben gelernt hat? Wie viele, die heute heiraten (falls es sie noch gibt), haben sich seit der aufgezwungenen Selbstverpuppung kennengelernt? Und wie viele der Frauen sind schwanger geworden - kennt man auch nur eine? DAS ist der Kahlschlag. Manchmal denke ich, daß der Feind genau das will: die totale Verhütung neuen Lebens.

Volksdeutscher

11. Februar 2021 17:14

@Laurenz - "In meiner Anfangszeit auf der SiN vertrat ich ein aggressiveres Vokabular gegen den politischen Gegner, aber das war weder von der Redaktion noch sonst von den Intellektuellen hier gewünscht."

Das trifft sich mit meiner Auffassung. Für mich gölte der Spruch: Wie man in den Wald hineinruft, so hallt es zurück. Übrigens, ich meinte oben lediglich eine rethorische Gewandheit in ernsten Gesprächssituationen, anstatt den feinen Pinkel herauszukehren und zu schlucken. Radikalität der Erwiderungs- und Argumentationsweise haben nichts mit Vulgarität und überflüssiger Reizbarkeit zu tun. Wenn die unverschämten Kerle sich daran gewöhnen, daß sie einen ungestraft piesacken und treten dürfen, werden sie nie die Lust daran verlieren, sondern ganz im Gegenteil, werden sie noch kampflustiger, noch brutaler in ihrer Wortwahl und ihrem Benehmen. Und inzwischen können wir nicht mehr von Gegnern reden, sondern nur noch von Feinden. Diese negative Steigerung verdanken wir vielleicht genau jener "rechten" Passivität, die es versäumt hat, früh auf die linke Aggression zu reagieren. Denn wenn schon keine Aktion, dann wenigstens Reaktion! Wir sind die Reaktionären! Machen wir unserer Bezeichnung eine Ehre! Wer siegen will, muß aus der Verteidigungshaltung in die Angriffshaltung wechseln.

Lotta Vorbeck

11. Februar 2021 18:23

@Ein gebuertiger Hesse - 11. Februar 2021 - 04:58 PM

"Manchmal denke ich, daß der Feind genau das will: die totale Verhütung neuen Lebens."

---

D' accord!

Es begann vor einem Jahr mit "Flatten the curve!", setzte sich fort mit "mal für zwei Wochen 'ne Maske tragen" und gipfelte am Ostermontag [sic!] in einem knapp zehnminütigen Auftritt dieses seltsamen, sich selbst zum Retter der Welt berufen fühlenden Herrn mit der Rechnung im Namen beim Ingo Zamperoni in den ARD-Tagesthemen.

Exakt seit diesem Zeitpunkt bekommt der gemeine BRD-Medienkonsument tagtäglich Dutzende Male Taeser-Bildchen mit Injektionsspritzen und Impfstofffläschen gezeigt. "Vakzin" heißt es neuerdings geschwollen herumschwätzend, wenn um einen, nie zuvor eingesetzten, sogenannten mRNA-Impfstoff geht.

 

1/2

Lotta Vorbeck

11. Februar 2021 18:23

@Ein gebuertiger Hesse - 11. Februar 2021 - 04:58 PM

Der Herr mit der Rechnung im Namen, der sich nicht nur anmaßt mal eben 7 Milliarden Menschen ungefragt "durchimpfen" zu wollen, der nun auch noch die Sonne verdunkeln möchte, kaufte derweil in den USA mehr von der nicht vermehrbaren Ressource Ackerland auf, als dies der Fläche der BRD entspricht.

"Durchimpfen", Ackerland kaufen, die Sonne verdunkeln ... und an anderer Stelle salbadern sie gleichzeitig völlig unverblümt vom "Great Reset" & "Depopulation" daher ... "... are you know, genetically modified organisms and we're injecting them in little kids arms we just shoot him right into the vein ...".

 

2/2

Flaneur

11. Februar 2021 18:39

Treffende Beschreibung der wechselseitigen Wahrnehmungen der unterschiedlichen Gruppen/Lager/Weltsichten und des daraus resultierenden Meinungskampfes (siehe auch Lothar Fritzes Kulturkampf).

Wenn man sich anguckt, wie unerbittlich dieser Kulturkampf mittlerweile geführt wird, welche quasi-religiösen Züge er angenommen hat, dann hat das zwar mitunter fast schon etwas erheitern Surreales - wenn die Situation nicht so ernst wäre. Das gilt vor allem in Bezug auf die Wortschlachten, mit denen sich viele Protagonisten die Zeit der Untätigkeit im zwangsverordneten Homeoffice auf Twitter totschlagen.

Ich halte diesen hypermoralisch bis zur Hysterie aufgeladenen Kulturkampf für nicht gewinnbar, die aktive Beteiligung für Zeit- und Kraftverschwendung. Denn die Basis für jeden Diskurs, die Bereitschaft die Existenz anderer Positionen als legitim anzuerkennen und sich inhaltlich mit ihnen auseinanderzusetzen, fehlt auf der Seite des politisch-medialen Komplexes und seines woken Mobs grundsätzlich. Was als Handlungsoption bleibt, ist das, was Kubitschek mal als  "galliges Gelächter" charakterisiert hat. Aber vielleicht zeigt Lichtmesz im zweiten Teil dieses Artikels noch andere Möglichkeiten auf, die mich überzeugen können. 

Volksdeutscher

11. Februar 2021 18:42

@quarz - "Einfach nur "Verschwörungstheorie" zu schreien, hat null argumentativen Wert."

Das stimmt und das weiß selbst derjenige, der das Wort "Verschwörungstheorie" hinschleudert. Dennoch wirkt und funktioniert es, weil - so meine Wahrnehmung - niemand darauf frappant und mit der nötigen Härte kontert. Man verstummt und läßt es über sich ergehen. Diese passive Haltung ist jedoch tödlich, mit ihr ist weder Schlacht noch Krieg zu gewinnen. Was nutzt die Kenntnis von Wahrheit und Wirklichkeit, wenn mann sie durch so plumpe rethorische Tricks aus der Hand schlagen läßt? Die an "rechten" Argumenten interessierten, aber rethorisch schwachen Laien, die die große Mehrheit bilden, hören die Zwischentöne in solchen Argumentationsgefechten. Man muß den Leuten einfache, doch wirkungsmächtige "Sprachmodule" und "Gedankenketten" in die Hand geben, damit auch sie sich im Alltag mit dem politischen Feind schlagen und behaupten können. Der Intellektuelle lasse sein Volk nicht allein, sondern bewaffne es.

sok

11. Februar 2021 19:00

@, Volksdeutscher

Agressives Vokabular

Die Linken begründen ihren Herrschaftsanspruch mit der Notwendigkeit die Wiederholung der deutschen Vergangenheit zu verhindern.

Wenn man den Kampf gewinnen will, muss man deutlich machen, dass die Vergangenheit instumentalisiert wird, um die Macht zu erhalten und Deutschland abzuschaffen.

Mit welchem Vokabular  man das macht, ist vielleicht nicht so wichtig. Ein agressives Vokabular hat aber den Nachteil, dass man den  Vorwurf erleichtert, die Vergangenheit wiederholen zu wollen. Das stärkt natürlich den Gegner.

Man muss aufpassen, dass der Angriff so gezielt erfolgt, dass möglichst wenig friendly fire entsteht.

Laurenz

11. Februar 2021 19:06

@sok @Laurenz

Bieten Sie doch keine Maulaffen feil, bitte.

Wir sind unheilbar mit Herpes infiziert. Man kann daran sogar sterben. Die Situation der Krankenhäuser bezüglich von Krankenhaus-Keimen wird nicht verbessert. Und die Maßnahmen-Toten werden ebensowenig in Betracht gezogen. Und überhaupt, wie testen Sie denn bitte, wenn der Erfinder der Tests sagt, man kann mit den Tests keine Viren nachweisen.

@Volksdeutscher

Hören Sie bitte auf zu quatschen. Weder Sie führen Debatten noch sonstwer.

Und das Wahlvolk honoriert, wenn die Linke über Bande spielt.

anatol broder

11. Februar 2021 19:51

lichtmesz

die drei Bruchlinien […] tendenziell und vektorenartig nach rechts verweisen.

dafür gibt es in der mathematik einen begriff: attraktor. den im artikel dargelegten zusammenhang könnte man den lichtmesz-sommerfeld-attraktor nennen.

ich schlage ein zweites eigenes framing vor: es gibt keinen verfassungsschutz. diese behörde kennt man doch nur als papiertiger. warum nicht einfach ihre existenz leugnen? damit meine ich die erwachsene version: man redet über die sache nicht mehr oder höchstens als abweisende antwort. (ich kenne keinen verfassungsschutz.)

durchgehend deutsche begriffe sind selbstverständlich die beste möglichkeit, sich gegen den unsinn aus harvard durchzusetzten. rahmen und verzerrung versteht man besser als framing und attraktor. wer ein eigenes springseil hat, muss nicht über fremde stöckchen springen.

 

heinrichbrueck

11. Februar 2021 20:06

Einmal Imagine und zurück: https://www.youtube.com/watch?v=61B2oN5tV3M

@ Laurenz / „Rechtschaffenheit abschaffen“ / Kindergartenschlägerei? Soll die Kindergärtnerin ausgewechselt werden? Wie muß man sich so eine Angriffshaltung vorstellen? Es wäre zu bedenken, die Kindergärtnerin hat ihre Ausbilder, deren Bewußtsein nicht den Kindern gleichwertig ist. „Gegenwirklichkeit“ klingt schon besser. Der Demokrat darf zwar Demokratie spielen, aber er vergibt die Kredite nicht. Er darf sich beschweren, kassiert aber nicht die Zinsen. Die Kindergartenschlägerei gewinnt nicht.

Volksdeutscher

11. Februar 2021 20:20

@Laurenz - Bitte etwas genauer, worauf  Sie sich beziehen, wenn Sie sich erkühnen, mir Quatschen zu unterstellen....

@sok - Da möchte ich Ihnen dem Gefühl nach recht geben. Gegen die hahnabüchene Behauptung linker Poseure in Bezug "Wiederhohlung der Vergangenheit" könnte man erwidern, daß die Geschichte sich niemals wiederhole, deshalb sei sie ja Geschichte: sie bleibe nicht stehen und beginne nicht neu. Da wäre auch noch auf die Tatsache zu verweisen, daß man als Rechter ebenfalls behaupten kann, alles Linke samt den Linken eingeschlossen, abzuschaffen, um die Wiederholung der sibirischen Konzentrationslager, von Katyn, Recsk, ukrainischen Holodomor und die durch die kommunistischen Revolutionen verursachten Massenmorde in aller Welt zu verhindern. Nur gibt es kaum einen Rechten, der sich wagte, damit zu argumentieren. Die empörte Antwort von links ist bereits bekannt und die lautet: "Das ist Aufrechnung!" Man könnte auch die Karte ausspielen, daß die Linke alle Nationen aus der Geschichte ausradieren wolle und nicht nur die deutsche: was haben also die übrigen Nationen mit der "deutschen Vergangenheit" zu tun? Außerdem zeige die Geschichte, daß zu vergleichbaren Taten auch andere Völker und Nationen fähig waren.

quarz

11. Februar 2021 20:35

@Volksdeutscher

"Dennoch wirkt und funktioniert es, weil - so meine Wahrnehmung - niemand darauf frappant und mit der nötigen Härte kontert."

Man könnte ja den Gegenvorwurf "Zufallstheoretiker" in Umlauf bringen. Wer sich gegen diesen Vorwurf verteidigen und zu diesem Zweck epistemisch reflektieren muss, dem fällt vielleicht auf, dass mit dem Benennen einer These bzw. Theorie (aber dann eben auch umgekehrt einer Verschwörungstheorie) noch nicht das Geringste zur Begründung ihrer Glaubwürdigkeit oder Unglaubwürdigkeit geleistet ist.

Lotta Vorbeck

11. Februar 2021 20:50

Die Deutsche Wochenschau 2021: KW 2-4  

veröffentlicht am 29.01.2021

 

Anmerkung:

+ Die Tonspur besteht zu 100% aus Originalzitaten der MSM.

+ Ab Minute 7:20 bis Minute 7:27 mit Martin Sellner im Bild.

 

Auf Sehrohrtiefe

11. Februar 2021 20:57

(1) Es ist aus meiner Sicht richtig, den im Beitrag geführten Bogen von der Migrantenschwemme bis Corona zu spannen und darüber hinaus weiterzuführen. Darüber zu diskutieren, wie gefährlich diese Krankheit ist und wie ihr am besten zu begegnen sei, geht am entscheidenden Punkt vorbei. Dieser besteht darin, daß das System sowie seine Profiteure und Speichellecker - von der Lügenpresse über die Altparteien bis zum Verfassungsschutz - stets restriktiver und aufgeregter reagieren, wenn das Volk es sich anmaßt, selbst zu denken. Nächstes Jahr wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben werden, und egal worum es sich von der Sache her dann handeln wird, die Mechanismen werden dieselben sein, nur noch einschneidender, und wer sich widersetzt, ist rechts/ein Lügner/eine Ratte/ein Rattenfänger oder idealerweise alles zusammen, und zwar noch mehr als heute schon.

Aus dieser Perspektive begrüße ich den Zuwachs an Protestierenden, egal welcher Couleur sie sind, weil sie sich in den im Beitrag aufgeführten Spannungsfelder so verorten wie wir, auch wenn sie nicht "rechts" sind oder nicht denken, "rechts" zu sein. Wir führen diese Bewegung nicht, wie die Systempresse dies herbeischreibt, aber wir müssen unseren Einfluß auch nicht unterschätzen. Er wird meines Erachtens um so größer werden und hilfreicher für uns, je authentischer wir sind und je deutlicher und positiver wir uns unseren eigenen Werten gegenüber darstellen.

Auf Sehrohrtiefe

11. Februar 2021 21:04

(2) Ich meine damit Folgendes. Man kann seine Meinung sagen, indem man gegen etwas ist, aber dann wird die Reaktion des anderen immer sein, festzustellen, man sei ja nur negativ, zersetzend, gar krank. Jedes Negative hat aber naturgemäß ein positives Gegenstück. Wenn ich gegen Corona-Einschränkungen bin, bin ich für Selbstbestimmung und Freiheit. Wenn ich gegen Überfremdung bin, bin ich für die Kultur der Mehrheit in meinem Land. Seit ich offen und klar meinen Freunden und Gesprächspartnern kommuniziere, daß und warum ich identitär, national und ethnopluralistisch bin, ernte ich viel mehr Respekt und Verständnis, als wenn ich mich in eine Nein-Sager-Ecke drängen lasse, aus der ich nur defensiv agieren kann.

Gleiches gilt aus meiner Sicht hier. In den vergangenen Wochen wurde hier berichtet, daß die Teilnehmer an Demonstrationen in Wien und anderswo oftmals bürgerlich und intellektuell aufgeschlossen sind. Begreifen wir dies als Chance. Merkel weg oder Kurz weg nützt nicht; beide sind ohne jede Bedeutung. Geduldig aufzuzeigen, daß Totalitarismus und Terror genau dort zu verorten sind, wo man sich verbal am lautesten über diese echauffiert, nämlich im Kern eines längst verrotteten, geschichtsvergessenen und undeutschen Systems, das ist die sinnvollere Aufgabe. Corona leugnen ist Unfug; sich bei einer Grippe zusammenreißen, im wahrsten Sinne des Wortes die Nase abputzen und frohen Mutes den gesunden nächsten Tag gestalten, der auf uns wartet, das ist die Aufgabe.

Volksdeutscher

11. Februar 2021 21:05

@quarz - "....dass mit dem Benennen einer These bzw. Theorie (aber dann eben auch umgekehrt einer Verschwörungstheorie) noch nicht das Geringste zur Begründung ihrer Glaubwürdigkeit oder Unglaubwürdigkeit geleistet ist."

Sie treffen den Sachverhalt genau. Das Problem ist nur, daß derlei Argumentieren in einer politischen Unterhaltungssendung etwas langatmig daherkommen kann. Deshalb sprach ich oben von Frappanz und Schlagfertigkeit, denn in solchen Momenten kann man mit keiner logischen Ableitung Anerkennung ernten, da schnelles rethorisches Agieren erforderlich ist.

Imagine

11. Februar 2021 22:10

1/5

Der Klassenantagonismus ist das zentrale gesellschaftliche Problem der westlichen Gesellschaften. Es findet ein Wirtschaftskrieg statt, der verdeckt erfolgt. Es geht um die Verteilungskampf des gesellschaftlichen Reichtums zwischen den Vermögenden und der arbeitenden Bevölkerung.

Viele werden nach diesen zwei Sätzen nicht weiterlesen, so wie sie immer abschalten, wenn von Klassen die Rede ist. Sie werden dumm streben. Fine by me!

Die Reichen können in diesem System ein arbeitsfreies Einkommen erzielen, sei es durch Kreditvergabe oder durch Investitionen in profitable Unternehmen, seien es produzierende Unternehmen, seien es Handelsunternehmen, Banken, TV- oder Internetunternehmen, seien es Immobilienunternehmen die durch Vermietung Gewinn machen, seien es Infrastruktur-, Transport- und Versorgungsunternehmen (Energie, Wasser etc.), seien es Krankenhäuser oder  seien es – wie neuerdings in der BRD – Autobahnen, die vom Volk bezahlt wurden und wo demnächst Benutzungsgebühren erhoben werden.

Es geht immer nur um Profitmacherei, d.h. aus Geld mehr Geld zu machen. Aber dazu  muss man über Vermögen verfügen.

Die einen, eine kleine Minderheit in der Gesellschaft, erzielen ein arbeitsfreies Einkommen und schöpfen einen großen Teil des gesellschaftlichen Reichtums ab, während die arbeitende Bevölkerung, die den gesellschaftlichen Reichtum produziert, einen immer geringeren Anteil an diesem Reichtum erhält. Dieses System heißt Kapitalismus.

Imagine

11. Februar 2021 22:11

2/5

Der Wirtschaftskrieg ist als solcher nicht wahrnehmbar, er verläuft ohne Waffen und meist ohne offene Konflikte, aber seine Resultate sind erkennbar, nämlich in den Einkommens- und Vermögensstatistiken, die keineswegs geheim sind.

Die Reichen werden immer reicher, die Arbeitenden immer ärmer. Reichte bei meinen Eltern nur ein Erwerbseinkommen – das meines Vaters - aus, um die Familie zu ernähren, so braucht es heute zwei. Die Erwerbstätigkeit der Frauen und Mütter ist zur Normalität geworden. Damit hat sich die für die Reproduktion einer Familie nötige Arbeitszeit drastisch erhöht und häufig sogar verdoppelt.

Aber die Menschen begreifen nicht, dass ein Klassenkrieg stattfindet, weil sie die systemischen Zusammenhänge nicht verstehen.

Die Rechten waren schon immer Parteigänger des herrschenden Systems, die meisten Linken machen heute demoralisiert und zynisch mit, vor allem dann, wenn sie gute Jobs und einen hohen Lebensstandard haben. Die Rechten waren schon immer Reaktionäre, inzwischen hat sich ein linksgrünes reaktionäres Milieu gebildet, das – wie zuvor die Rechtsliberalen - ohne Solidarität und nicht selten mit Verachtung auf das einfache Volk hinunterblickt.
 

Imagine

11. Februar 2021 22:12

3/5

Beim Pandemie-Regime gibt es Gewinner und Verlierer (s. Schaubild). Der Ökonom Max Otte hat schon früh darauf hingewiesen, dass das Corona-Szenario die Mittelschicht (Video) zerstört.

Bereits die Agenda 2010 aka „New Labour“ war schon ein Volksverarmungsprogramm, was jedoch vor allem die arbeitende Unterschicht betraf. Das war die erste Stufe des Klassenkriegs.

Die Rechtsliberalen haben dies begrüßt und noch ein schärferes Vorgehen gefordert. Aus diesem Grund übten sie auch Kritik an der angeblich „linken“ Merkel-Politik, die den geforderten Sozialstaatsabbau nicht mitmachte. Deshalb haben diese Rechten die AfD gegründet.

Die zweite Stufe des Klassenkriegs war die Massenimmigration.

Die dritte Stufe des Klassenkriegs nunmehr das Corona-Szenario. Aber wer hat das begriffen? Einem Teil der Linken, das systemkritisch und marxistisch gebildet ist, ist dies völlig klar. Im rechten Milieu gibt es Einzelpersönlichkeiten, die über eine entsprechende politische und ökonomische Bildung verfügen.

Aber grundsätzlich wollen die Rechten vom Klassenkampf nichts wissen. Die Rechtsliberalen sowieso nicht, das sind Parteigänger und Profiteure des Systems.

Imagine

11. Februar 2021 22:14

4/5

Das Volk – die arbeitende Bevölkerung - will keinen Klassenkampf, ihr Ideal ist die korporativistische Volksgemeinschaft, wo Kapital und Arbeit gemeinsam zum Wohle des Volkes zusammenwirken.

Korporativismus wollte und will auch die Mehrheit im sozialdemokratischen Milieu und sie erhofft sich einen Staat, der solidarisch auf Basis von Klassenkompromissen zum Wohle des Volkes funktioniert.

Doch dies ist eine Illusion. Denn unter liberal-demokratischen Verhältnissen beherrschen die Reichen mit ihrer Medien- und Korruptionsmacht den Staat und setzen so ihre Interessen durch.

Der historisch Gebildete weiß, dass die herrschende Klasse mit dem organisierten Verbrechen verfilzt ist. In den USA hat die Prohibition das organisierte Verbrechen gefördert und den Staat korrumpiert.

Mussolini hat in Italien die Mafia besiegt, weil er über einen starken Staat mit entsprechendem Gewaltapparat verfügte. Insofern wird von vielen Rechten das faschistische Staatsmodell präferiert.

Auf der anderen Seite haben die Reichen und Mächtigen die Lektion aus der faschistischen Ära begriffen, dass ihnen prinzipiell die Hauptgefahr nicht von den Reformlinken, sondern von den patriotischen Rechten droht, die einen solidarischen Nationalstaat anstreben. Daher wird die AfD bekämpft. Zum einen aus Gründen der Parteienkonkurrenz, aber auch deshalb, damit die nationale Rechte nicht über eine eigene Partei im Parlament verfügt.

Imagine

11. Februar 2021 22:15

5/5

Das Problem bei den nationalen Rechten ist, das nur wenige begreifen, dass heute ein Klassenkrieg von oben stattfindet. Denn anders als die marxistischen Linken denken die meisten Rechten nicht in Klassenkampfkategorien.

Die wollen eine Volksgemeinschaft und praktizieren einen Gefühlspatriotismus, der die Realität der antagonistischen Klassenstruktur und des Klassenkriegs von oben nicht wahrnimmt.

Andreas Walter

11. Februar 2021 22:31

Auch die naiven Deutschen, und nicht nur die “dummen“ Amerikaner, werden eben von morgens bis abends belogen und betrogen (ausgenommen und missbraucht).

Oder was bitte ist das anderes, als Begründung, warum jetzt ausgerechnet die Friseure (ein Frauenthema!) bald öffnen dürfen?:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-wirtschaft-am-ende-ihrer-kraefte-17193281.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3

Wenn nämlich an dieser Begründung auch nur irgendetwas wahres dran wäre müsste man auch gut die Hälfte der deutschen Bevölkerung, nämlich die mit den langen Haaren, als dauerhaft unhygienisch bezeichnen.

Kompletter und daher vorgeschobener Nonsens, der auf einer reinen machtpolitischen Salami-Taktik beruht (die weiblichen Wähler und "Bürger*innen" werden wohl ob ihrer schönen Haare langsam unruhig, haben die Auguren der antideutschen Regierung wahrscheinlich festgestellt).

Jeder "Corona-Leugner" ist daher ein Held, egal ob "links" oder "rechts".

“El pueblo unido jamas será vencido!“ ("La patria[!] vencerá"!) So steht es im Originaltext!

Also nicht auch von den Marxisten verarschen lassen. Die meisten iberoamerikanischen “Linken“ sind nämlich auch Patrioten, ebenso wie auch die “kommunistischen" Chinesen.

"¡Patria o muerte!"

 

Volksdeutscher

12. Februar 2021 00:01

@Imagine - Sie sprechen selbstverständliche Dinge aus, die jedem einleuchten dürften. Während die Linken sich nicht zerstreiten (wenn doch, dann hinter der Bühne) und sich niemals voneinander abgrenzen, leiden die Rechten (nicht nur in Deutschland) unter der Krankheit, einander zu bekämpfen, um zweifelhaften Größen zu beweisen daß sie die echten und anständigen Rechten sind. Ich kann mich daran erinnern, welch dämliche Scharmützelei es zwischen Republikanern, NPD-lern und DVU-lern es in der Vergangenheit gab. Alle hatten auf ihre Weise versucht, sich als die authentische Rechte anzubieten und sich gegenseitig das Wasser abzugraben. Dann war da auch noch die CSU da, dessen Chef behauptete, "neben der CSU dürfe es keine rechte Partei geben". Aber auch er wäre nie auf den Gedanken gekommen, daß es deshalb rechte Parteien neben der seinen gab, weil das, was seine CSU bot, schon damals nicht ausreichte. Auch hier auf SiN gibt es nicht wenige anpasserische Geister, die das Allernotwendigste immernoch nicht begriffen haben: von der Uneinigkeit profitiert nur der Volksfeind, gleich, ob wir ihn mit einer politischen, ökonomischen oder ethnischer Größe assoziieren.

Pferdefuss

12. Februar 2021 01:25

@ Gebürtiger Hesse

'...die totale Verhütung neuen Lebens.'

Das ist es! Vielleicht reicht schon 'Verhütung', statt 'totale Verhütung'. Wer erinnert sich nicht an die Aids-Zeiten, an   d a s   Verhütungsmittel!   K o n d o m  . Es sollte den Tod durch Aids verhindern, verhinderte aber im selben Akt das neue Leben, was verschwiegen wurde. Seitdem ist das Kondom 'salonfähig', ein Muss, 'normal' - wie immer man es bezeichnen mag - geworden. 

Die Maske, der Maulkorb, ist faktisch das Kondom, zur Verhütung neuen Lebens.

Schöne liebreiche Bilder, Metaphern wie Odem, Äther, Angesicht, von Mund zu Mund, küssen, mündig, Lächeln, Lippenpaar siechen dahin; Mona Lisa wertlos. Ein Liebesbekenntnis, ein Liebesgedicht mit Mundkondom - unvorstellbar. 

Laurenz

12. Februar 2021 01:50

 

@Volksdeutscher

In meinen Beiträgen ist alles gesagt worden, was die Kommunikation mit Linken angeht. Es existiert keine Kommunikation mit politisch Andersdenkenden. Deswegen sind westliche Gesellschaften ja gespalten. Das ist auch wesentlicher Inhalt des ML-Artikels, weil dieselbe inquisitorische Taktik auch durch die Zeugen Coronas gegen die sogenannten Corona-Leugner verwandt wird.

Ich erinnere Sie an die Gesprächsrunde auf diesem Ösi-Privatsender mit GK, Broder und 3 linken Hanswursten. In der Sendung ging es um nichts anderes, als GK vorzuwerfen, daß Er "Jehovah" gesagt haben soll und Broder, als Jude, vorzuwerfen, warum Er auf der Seite von GK sitzt. Eine sachliche Debatte um ein gesellschaftliches Thema entstand nie. Es wurde eben alles getan, um genau das zu vermeiden. Und Sie, Volksdeutscher, entwerfen Gesprächsstrategien, die Sie nie in Anwendung bringen können. Das letze Mal, daß ich mit Linken, zum Leidwesen des örtlichen Juso-Vorsitzenden, reden konnte, war beim Gauland-Besuch in Bad Homburg 2016.

Laurenz

12. Februar 2021 02:08

@sok @Volksdeutscher

"Aggressives Vokabular"

Sie haben immer noch nicht verstanden.

Die ganze Linke Propaganda & körperliche Angriffe der Antifantilen beruhen darauf, Rechte Protagonisten zu diskreditieren und ihrer weltlichen Existenz-Grundlage zu berauben. Härter, vulgärer und aggressiver geht es wohl nicht.

Ich beziehe mich immer noch auf GK, der sagte, eigene politische Positionen auf ein Minimum reduzieren, was weniger angreifbar macht, und den politischen Gegner in seinen eigenen Positionen angreifen, Deutungshoheit Stück für Stück erringen.

Und abseits von GK frage ich Sie, aus welchem Grund sollten wir bei diesen verbalen Angriffen gegen die Einheitsfront noch irgendeine Form wahren? Hier geht es einzig nur noch um die oder wir! 

Wenn Ihnen das nicht klar ist, haben Sie in einer politischen Debatte nichts verloren.

Die einzige Form, die wir noch wahren müssen, ist die Verneinung der gewalttätigen Auseinandersetzung. Nicht, weil körperliche Gewalt amoralisch oder inhuman wäre, nein, nur deswegen, weil wir die Schwächeren sind.

Laurenz

12. Februar 2021 02:25

@Auf Sehrohrtiefe

Sie haben es ganz gut begriffen. Der einzige Haken an multi-polaren Widerständen ist, daß sich meist die kleine Minderheit der Kommunisten oder der antiken Kommunisten durchsetzt.

@Imagine

Wenn Sie endlich mal von Ihrer ewig gestrigen marxistischen Dídaktik, fast in manischem Gehabe, lassen könnten, und sich auf die viel einfachere Definition von David Goodhart beziehen würden, wären Sie viel näher am aktuellen Zeitgeist. Sie überschätzen den Marx'schen Proletariats-Faktor. Betroffenheit & Verelendung der Gesellschaft sind noch lange nicht weit genug gediehen, um Veränderungen erwirken zu können.

Und Rechte, an die Sie hier adressieren, sind emotional überhaupt nicht in der Lage, politisch die Betroffenheit und Verelendung zu erzeugen, die Ihre Ideale, Imagine, in irgendeinen Überzeugungs-Prozeß bringen würden.

Die Linke, hingegen, hat bis zum heutigen Tage keine Probleme damit, für ihre feudale Machtergreifung jeden -, aber auch wirklich jeden Preis zu bezahlen.

Volksdeutscher

12. Februar 2021 08:57

@Laurenz - "Ich erinnere Sie an die Gesprächsrunde auf diesem Ösi-Privatsender mit GK, Broder und 3 linken Hanswursten."

Diese Sendung kenne ich nicht. Hätten Sie eventuell den Link dazu?

RMH

12. Februar 2021 09:02

Das Klassenkampf-Gerede ist nur oberflächlich einleuchtend. Im Grunde ist es eine grobe Simplifizierung unter der materialistischen Prämisse, dass mehr Geld auf dem Konto und ein vollerer Bauch automatisch zu mehr Würde beim Menschen führe. Im Grunde ist es eine Perpetuierung der "nur oben ist es gut" Perspektive sowie Ausdruck der Sklavenmoral, welche den Wert eines Menschen nur nach seiner Arbeitskraft taxiert. Nur der schwitzend arbeitende Mensch ist ein soziales Mitglied der Gesellschaft, wer scheinbar "mühelos" aufgrund Vermögen durchs Leben kommt, ist asozial.

Dazu kommt die mangelnde Trennschärfe. Wann ist man denn "Oben", wann Kapitalist? Was ist der Vergleichsrahmen? Betrachtet man das Ganze nur national oder global? Global betrachtet hat ein "Aufstocker", der im Plattenbau mit Onkelz Poster an der Wand wohnt, vermutlich den volleren Bauch, als ein Hirse-Bauer in Somalia. Letzterer hat aber bedeutend mehr Würde. Und genau diese Würde redet der Materialismus - Marxismus ist Materialismus - klein und sorgt so auch für Migration in vermeintlich "bessere Gefilde".

Nein, Klassentheorie ist im Hinblick auf mögliche Ergebnisse genauso unausgegoren, wie das, was ideal denkende Libertäre zu Papier bringen. Liest sich alles erst einmal schlüssig, aber dann ...

Andreas Walter

12. Februar 2021 10:48

Wer Frau Kahane (und auch noch einige andere Propagandisten, Diffamier und Unterdrücker) ein bisschen ärgern möchte kann ihr ja mal folgendes Bild zusenden:

https://www.focus.de/politik/ausland/trotz-lockdown-massen-bei-trauerzug-fuer-toten-rabbi_id_12929638.html?drucken=1

Mit freundlicher Bitte um Erklärung im Kontext zur eigenen Propaganda oder womöglich sogar echten Überzeugung.

Mit einem Bumerang sollte man eben umgehen können oder lieber die Finger davon lassen.

Laurenz

12. Februar 2021 11:27

@Volksdeutscher

https://youtu.be/CzMY61Oj1y4

Imagine

12. Februar 2021 12:20

@RMH  12. Februar 2021 09:02
„Das Klassenkampf-Gerede ist nur oberflächlich einleuchtend. Im Grunde ist es eine grobe Simplifizierung unter der materialistischen Prämisse, dass mehr Geld auf dem Konto und ein vollerer Bauch automatisch zu mehr Würde beim Menschen führe.“

Der Begriff der Klasse ist eine Abstraktion und somit eine Reduktion von Komplexität. Klassen sind nicht sinnlich wahrnehmbar. Klasse ist ein soziologisches Konstrukt.

In der Klassentheorie wird eine Differenzierung nach den objektiven ökonomischen Interessen gekoppelt an die Position im ökonomischen System vorgenommen.

Der Klassenbegriff operiert mit einer Voraussetzung, die im realen Leben nicht immer zutreffen muss, nämlich dass das Verhalten die Individuen durch ein Interesse an Geld- und Vermögensmaximierung bestimmt ist.

Aber das ist nicht bei allen Menschen der Fall. Es gibt auch Menschen, denen anderes viel wichtiger ist als Geld, zum Beispiel Liebe und Würde.

Andere Menschen können aufgrund kognitiver Limitierungen ihr rationales ökonomisches Interesse nicht erkennen. Sie lassen sich daher übervorteilen und betrügen.
 

quarz

12. Februar 2021 12:59

@Andreas Walter

Apropos Kahane. Längere Zeit habe ich erfolglos darüber nachdedacht, an wen mich die Dame erinnert, bis es mit wie Schuppen von den Augen fiel: an Stephen Kings "Pennywise". Nicht nur optisch, sondern auch des Umstands wegen, dass sie in verschiedenen historischen Phasen auftaucht um ihre Wirkung zu entfalten.

Laurenz

12. Februar 2021 13:10

@Imagine

"Aber das ist nicht bei allen Menschen der Fall. Es gibt auch Menschen, denen anderes viel wichtiger ist als Geld, zum Beispiel Liebe und Würde."

Sie faseln schon wieder. In der einzige These Karl Marx', in der er Recht hat: "Das Materielle bestimmt das Sein" oder "Das menschliche Bewußtsein ist ein Produkt materieller Bedingungen".

tun Sie so, als schließen sich einerseits Geld und andererseits, Liebe & Würde, aus, um gleich das Gegenteil zu behaupten mit

"Andere Menschen können aufgrund kognitiver Limitierungen ihr rationales ökonomisches Interesse nicht erkennen. Sie lassen sich daher übervorteilen und betrügen."

Wenn Sie dem Menschen die Freiheit nehmen, sich übervorteilen & betrügen zu lassen, geraten Sie in die orwellianische Diktatur. Nur der indigene Nationalstaat kann politisch ohne restriktive Maßnahmen gegen Individuen mit restriktiven Maßnahmen gegen öffentliche & private Körperschaften vorbeugend vorgehen.

@RMH hatte doch korrekt formuliert, wieso meinen Sie, hier dämlich erläutern zu müssen?

Imagine

12. Februar 2021 13:44

Bleibt nun die spannende Frage, wie lange das „Pandemie-Regime“ von den westlichen Regierungen aufrechterhalten werden wird?

Auf welchen Zeitraum müssen wir uns einstellen?

Hier zeigt sich die Relevanz einer Klassenanalyse:
1. Wer profitiert davon?
2. Über welche Macht verfügen die Profiteure, diese für sie profitablen Verhältnisse aufrechtzuerhalten.

Paul Schreyer vom "Multipolar-Magazin" berichtete, dass die Planziele einen Zeitraum von 5 Jahren umfassen.

Die Anti-Corona-Maßnahmen der Regierungen sind ineffektiv. Die Impfungen allein werden aufgrund der Mutationen nicht die Wende zur Normalität bringen.

So wie es läuft, kann die Corona-Pandemie „never ending“ laufen.

Das Ganze ist zu profitabel und jene, die davon profitieren, sind zu mächtig, als dass eine Wende in der Corona-Politik absehbar ist.

Daher wäre es nicht überraschend, wenn das Ganze noch Jahre läuft.

Laurenz

12. Februar 2021 14:08

@Kommentariat Imagine/sok

"Hier zeigt sich die Relevanz einer Klassenanalyse:
1. Wer profitiert davon?
2. Über welche Macht verfügen die Profiteure, diese für sie profitablen Verhältnisse aufrechtzuerhalten."

Das ist keine Klassenfrage. Das ist die Frage, die jeden individuell betrifft. Profitiere "ich" davon und über welche Macht verfüge "ich", um diese profitablen Gegebenheiten aufrechtzuerhalten.

"Die Anti-Corona-Maßnahmen der Regierungen sind ineffektiv. Die Impfungen allein werden aufgrund der Mutationen nicht die Wende zur Normalität bringen."

1. Mutationen sind "Normalität".

2. Ineffizienz der Regierung ist der "Normalzustand". 

3. "Die Impfungen allein werden aufgrund der Mutationen nicht die Wende zur Normalität bringen." Warum auch? Siehe Herpes oder Grippe.

"Daher wäre es nicht überraschend, wenn das Ganze noch Jahre läuft."

Ja, natürlich. Das haben andere Kommentatoren und meine Wenigkeit schon vor einem halben Jahr behauptet. Wenn ich mich recht erinnere, bot ich im Dezember eine Wette mit einer Flasche Schampus an, wenn ein Kollege hier mit der Beendigung des Lockdowns im Januar dagegen hielte. Hat aber keiner dagegen gehalten.

Auch für die Staatsratsvorsitzende wird es mutmaßlich keinen Ersatz geben. Denn, falls die Stimmung irgendwann kippt, will doch niemand in "der" verantwortlichen Position sein.

Lotta Vorbeck

12. Februar 2021 14:33

@Imagine - 12. Februar 2021 - 01:44 PM

Bleibt nun die spannende Frage, wie lange das „Pandemie-Regime“ von den westlichen Regierungen aufrechterhalten werden wird?

Auf welchen Zeitraum müssen wir uns einstellen?

---

Nunja, der seltsame Herr mit der Rechnung im Namen, in Personalunion Philantrop, Impf-Papst, weltweit größter Ackerlandbesitzer und als ein neuester Streich "Sonnen-Verdunkler" zugleich, äußert sich da ziemlich eindeutig, wenn er verkündet, es seien da "noch weitere 40 todbringende Viren auf die man ebenfalls völlig unvorbereitet ist" in der Pipeline. - "... are you know, genetically modified organisms and we're injecting them in little kids arms we just shoot him right into the vein ...".

anatol broder

12. Februar 2021 15:06

andreas walter 10:48

der rabbi soloveitschik sprach ewige worte gegen die todesangst und für die lebenslust. er lehrte vergebung und dankbarkeit. soloveitschik schenkte hoffnung. er geht als gütiger vater in die geschichte ein. seine freunde lachen, während sie soloveitschik vermissen.

die journalistin kahane spricht tägliche worte für die todesangst und gegen die lebenslust. sie lehrt rache und verachtung. kahane raubt hoffnung. sie geht als böse mutter in die geschichte ein. ihre feinde weinen, während sie kahane verdrängen.

Imagine

12. Februar 2021 15:22

@Laurenz  12. Februar 2021 14:08
„Das ist keine Klassenfrage. Das ist die Frage, die jeden individuell betrifft. Profitiere "ich" davon und über welche Macht verfüge "ich", um diese profitablen Gegebenheiten aufrechtzuerhalten.“

Sie sehen den Wald vor Bäumen nicht.

Wie Otto Normalo leben Sie geistig noch im Mittelalter.

Weil sie nicht begriffen haben, dass die moderne Gesellschaft durch ein System entpersonalisierter Herrschaft gekennzeichnet ist.

Imagine

12. Februar 2021 15:43

Jährlich neue Impfkampagnen
Corona-Mutanten schaffen Milliarden-Markt

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Corona-Mutanten-schaffen-Milliarden-Markt-article22347267.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Das wird lustig.

Ständig neu impfen.

Maske tragen bis zum Lebensende.

Ein gebuertiger Hesse

12. Februar 2021 15:53

@ Pferdefuß

"Die Maske, der Maulkorb, ist faktisch das Kondom, zur Verhütung neuen Lebens.

Schöne liebreiche Bilder, Metaphern wie Odem, Äther, Angesicht, von Mund zu Mund, küssen, mündig, Lächeln, Lippenpaar siechen dahin; Mona Lisa wertlos. Ein Liebesbekenntnis, ein Liebesgedicht mit Mundkondom - unvorstellbar."

Sehr schön, Sie werden haptisch. Der Nennung dieser nun verlorenen Dinge gegenüber kann die meiste, wenn auch noch so zutreffende analytische Kritik an den Sauereien, die uns angetan werden, einpacken, da sich weder unsere Sehnsucht noch unsere Wut in ihr verfängt.

Weiterzudenken.

Laurenz

12. Februar 2021 16:46

@Imagine @Laurenz

"Weil sie nicht begriffen haben, dass die moderne Gesellschaft durch ein System entpersonalisierter Herrschaft gekennzeichnet ist."

Wie beweisen Sie das?

Sie erachten den Wahlmob für dümmer, als er ist.

Ohne eine Vielzahl von individuellen Profiteuren, zB öffentlicher Dienst, Beamte, Heilwesen, Pharma, Versorger, Entsorger, Rechtsanwälte, etc.pp.,  gäbe es keine Stimmen für die Einheitsfront. Vor daher ist bei uns beiden die Begriffsstutzigkeit eindeutig verteilt. Ihre Seite der Waage wiegt so schwer, daß sie auf den Boden knallt.

Volksdeutscher

12. Februar 2021 17:02

@Laurenz - Ich danke. Außer GK ist kaum einer im Bilde, was los ist. Broder hat die Artikelserie bei Elsässer über die NSU-Prozesse auch nicht gelesen, sonst hätte er nicht so viel Stuß von sich gegeben.

1. Da hier der politische Gegner von Anfang genötigt wird, sich zunächst einmal an bestimmten Begriffen wie "Völkisches" oder "Homogenität" abzuarbeiten, kann man daraus die Folgerung ziehen, daß es hier nur um Bestätigung eines bestehenden von links bestimmten Bildes über die Neue Rechte. Daher bin ich nach wie vor der Meinung, daß man solche Debatten intellektuell nicht ernstnehmen darf und man sie brechen muß und brechen kann, indem man den vorgegebenen Inhalt entfremdet. Monströse Beispiele aus der Geschichte des Kommunismus sind zu zitieren, die "zu verhindern gelte, um ein Abdriften in die Barbarei zu verhindern" und "Wehret den Anfängen" und "Freiheit und Selbstbestimmung freier Völker gegen linke Vereinnahmung zu verteidigen" und überhaupt "no pasaran" .... kurz, "eine Schau abziehen" und einen linken rethorischen Stil verwenden, der geschickt mit rechten Inhalten unterlegt ist.

Volksdeutscher

12. Februar 2021 17:13

@Laurenz

2. Wenn man in solchen Diskussionen wie ein regulärer Soldat auftritt, ist man schon von vorneherein verloren, daher ist nur der Kampfstil des Partisanen erfolgversprechend: den Gegenüber der Unsachlichkeit, des biederen Ernstes, der Phantasielosigkeit, der mangelnden Logik, der Kleinbürgerlichkeit, der Weinerlichkeit, der Widersprüchlichkeit und alles, was die sog. schwarze Rethorik bietet, bezichtigen. Und man lasse nicht aus, durch provokative Gegenfragen und Unterstellungen nachzutreten, denn auf der Straße gelten andere Regeln als im Kampfring.

Schauen Sie.... Götz Kubitschek ist ein ernstzunehmender rechter Intellektueller. Aber weder Ernst noch Intellektualität ist in allen Gesprächssituationen angebracht oder erforderlich. Und der politische Feind sucht in solchen Diskussionen nicht nach diesen Qualitäten in ihm.

Andreas Walter

12. Februar 2021 17:38

Eine günstige Gelegenheit, den BR mal anzuschreiben und nach dem Unterschied zwischen einem Corona-Leugner und einem Corona-Kritiker zu fragen:

https://www.br.de/nachrichten/bayern/ethikrat-staatsregierung-entlaesst-lockdown-kritiker-luetge,SOjalPE

Lotta Vorbeck

12. Februar 2021 18:07

@Ein gebuertiger Hesse

@Pferdefuss

'...die totale Verhütung neuen Lebens.'

---

Vielleicht kennen Sie's schon?

Wenn nicht sei Ihnen beiden für weitergehende Inspiration nachgereicht:

--->   FF - #127 - Digitales Helau und Alaaf kleines Schaf

veröffentlicht am 12.02.2021

 

Anmerkung:

Die mehrfach erwähnte "Halbzeit-Show" bezieht sich auf eine Sequenz in der vorhergehenden Sendung auf dem Kanal desselben Herrn Köstler.

Laurenz

12. Februar 2021 18:38

@Volksdeutscher (1)

Sehe das anders als Sie.

Zu Broder: Früher hatte Broder Elsässer gestalkt, um quasi der völlig irren von Ditfurth folgend, dem Ex-Kommunisten Elsässer "Braunes" nachzuweisen. Aber irgendwie schienen diese Broder-Aktionen nicht genug honoriert worden zu sein, denn Broder hat schon vor einiger Zeit die Seiten gewechselt. Vielleicht wurde ihm einfach auch nur die Großdeutsche Merkel-Nummer zu bunt.

Andreas Walter

12. Februar 2021 18:39

@Volksdeutscher

Ganz genau! Mit Leichtigkeit und einem Lächeln, denn wir werden am Ende eh siegen (allein schon wegen der Naturgesetze und weil Yin immer gleich Yang, auch wenn beides und gerade deshalb nicht das Selbe ist).

“Wir sind mehr“? Auch das mag so sein, aber Idioten haben sich in der Geschichte noch nie durchgesetzt.

Ganz im Gegenteil sogar haben schon immer kluge Minderheiten bereits ganz enorme weltliche Macht akkumuliert - und nicht nur Himmlische.

Frauen leiden übrigens stärker unter Corona als Männer, doch das nur so ganz nebenbei.

Was die aktuelle Leidfigur der "Deutschen" deshalb natürlich vorher nicht wissen konnte.

Denn was nützt auch Zalando, wenn man mit den neuen schönen Schuhen keine Schau mehr abziehen darf. Alles Dinge, von denen aber eine Merkel eben nichts versteht.

Nur mal "Frauen überlastet durch Corona" bei Google eingeben. Konnte ich sogar bei einer mir bekannten, allein erziehenden Mutter neulich beobachten, wie sehr sie gerade besonders ihr jüngster Spross fordert, weil der zur Zeit ja auch völlig unausgeglichen ist, es ihm auch an Reibung (und klarer Führung) fehlt.

Laurenz

12. Februar 2021 18:46

 

@Volksdeutscher (2)

GK hingegen, ist Denker, Philosoph, Autor, Intellektueller & auch noch Inhaber eines Verlages, was ein relativ hohes Arbeits-Pensum bedeutet. Eine gewisse öffentliche Präsenz ließ sich nun mal in unserem politischen Umfeld nicht umgehen. Aber ich denke nicht, daß Er, wie Precht, Spaß daran hätte, sich zu einer Prostituierten der Öffentlich-Rechtlichen zu machen. Er ist selbst, was Er im letzten Artikel auch über Klonovsky schrieb, kein Politiker. Daher finden wir auch nur selten bei Ihm "Aggressives Vokabular". Das kommt nur ausnahmsweise zum tragen, wenn damit etwas Explizites ausgedrückt werden soll.

Wir, hingegen, und die meisten, die denken, wie wir, besitzen alle diese Prädikate nicht, und die linken Hanswurste, bis auf wenige Ausnahmen, wie Wagenknecht, Albrecht Müller, etc., schon mal gar nicht. Von daher sehe ich es als sinnig an, sich verbal-aggressiv gegen die Einheitsfront zu wenden, denn das wird anscheinend von der Masse verstanden und erzeugt Aufmerksamkeit, bzw. Reichweite. Fangen wir damit schon mal an.

"Antifantile sind keine Menschen, nicht mal Tiere!"

Volksdeutscher

12. Februar 2021 20:26

@Laurenz

Unter Ihren Ausführungen gibt es einige Argumente, über die ich noch nachdenken muß. Haben Sie vielen Dank vorerst einmal.

heinrichbrueck

12. Februar 2021 20:42

@ Volksdeutscher

Wo begegnete Ihnen der politische Feind?

@ Andreas Walter

Corona-Leugner: Leugnung eines Eingriffs (Fledermaus oder Labor).

Corona-Kritiker: Maßnahmenkritiker.

"Antifantile sind keine Menschen, nicht mal Tiere!" Und wie geht es weiter – in der realen Welt?

Volksdeutscher

12. Februar 2021 21:15

@heinrichbrueck - Der politische Feind ist überall. Das wäre noch zu ertragen, wäre er nicht auch noch an der Macht. Er baut ungehindert sein Netz aus wie in Essen und zuletzt auch in Dresden, indem er Seinesgleichen ermutigt, andere guten Gewissens zu denunzieren und zu bespitzeln, die sich nicht an die diktatorischen Anordnungen der Regierung halten.

Laurenz

12. Februar 2021 23:26

@heinrichbrueck & Volksdeutscher

Nicht verzagen & niemals die Flinte ins Korn werfen, höchstens zeitweise, wenn Flinten gerade nicht zweckdienlich sind.

Radikale Linke, wie Söder & Merkel, lassen zum Glück für den Machterhalt jede ökonomische Ratio über die Klinge springen. Wir könnten gar nicht so viel sabotieren, selbst, wenn wir wollten.

Insofern ist die Linke, als feudaler Machthaber, selbst unfreiwillig ein revolutionärer Zersetzer der eigenen Macht, im Grunde, so ganz ohne uns. Wir sind nur die Requisiten & Textvorlagen eines miserablen Theaterstücks.

@EK

Es wäre ja fast zu schön, wenn der Volltrottel Habeck auch nur den Hauch von Recht hätte.

anatol broder

12. Februar 2021 23:42

aus der verschwörung des fiesco von friedrich schiller:

zenturione. mord und tod. wir sind gefangen.

zibo. mein schwert sagt: nicht lange.

vier asserato. steck ein. steck ein. der graf ist ein ehrenmann.

zibo. verkauft. verraten. die komödie war der speck, hinter der maus schlug die türe zu.

vier asserato. das wolle gott nicht. mich schaudert, wie das sich entwickeln soll.

Eo

13. Februar 2021 01:03

Hallö Volksdeutscher,
gut daß Du das Stichwort 'politischer Feind' hier eingebracht hast. Dazu eine kurze Adnote.

Der politische Feind
sind alle jene, die die Bewußtwerdung des einzelnen wie auch im Ganzen mit aller Macht und allen Tricks verhindern wollen und daher versuchen, jede Art und Form der Bewußtmachung zu erfassen, zu untergraben, mit brachialen Mitteln zu stören sowie mit gesetzlichen Mitteln zu unterbinden bzw. zu kriminalisieren.

Mit anderen Worten
es sind diejenigen (und alle, die diesen zuarbeiten), die uns Deutschen nur einen Objektstatus zugestehen und also darüber bestimmen wollen, was mit uns zu geschehen hat, aber alles daran setzen, um zu verhindern, daß wieder ein Subjektstatus in erreichbare Nähe rückt.

Denn um Subjekt zu werden,
bedarf es des Selbstbewußtseins. Und dies ist wie das Bewußtsein eine Sache der Bewußtwerdung und damit der Bewußtmachung.

 

Andreas Walter

13. Februar 2021 05:14

Wow! Das ist zwar "nur" in etwa ein Fünftel der Speicherenergie pro kg, die manche fossile Kraftstoffe bereits von Natur aus besitzen, aber immerhin 15 mal so viel wie ein moderner Lithium-Ionen-Akku pro kg überhaupt speichern kann. Ein 200 kW Akku für einen Tesla würde nämlich allein schon 1.260 kg wiegen, die H2-Paste mit dem gleichen Energiegehalt aber nur 87 kg. Selbst das zusätzliche Gewicht einer dazugehörigen Brennstoffzelle würde in so einem Fall dann womöglich kaum noch von Bedeutung sein. Das wäre in Verbindung mit auch modernen Kernkraftwerken ein echter Quantensprung in Sachen Elektromobilität, der da wieder mal in Deutschland gemacht wurde. Mein Respekt darum an die Ingenieure in Sachsen, denen diese Leistung jetzt gelungen ist, denn über das reine Laborstadium sind sie auch bereits raus. Deutsche U-Boote könnten von dieser Technik womöglich dann auch bald profitieren, betreffend Reichweite, Gewicht, Sicherheit und Größe. Das müsste ich allerdings noch Recherchieren, denn Brennstoffzellen liefern glaube ich die Energie langsamer als Akkus gleicher Größe. Magnesium unterliegt aber zudem auch nicht der gleichen Knappheit wie es bei Lithium der Fall ist.

https://www.ifam.fraunhofer.de/de/Institutsprofil/Standorte/Dresden/Wasserstofftechnologie/hydrolyse.html

https://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2021/februar-2021/wasserstoffantriebe-fuer-e-scooter-und-co.html

Andreas Walter

13. Februar 2021 11:53

@heinrichbrueck

Seien Sie sich da mal nicht so sicher und lesen Sie, was auch Professor Supaporn Wacharapluesadee, nein, der Name ist anscheinend kein Scherz, herausgefunden hat:

https://www.focus.de/wissen/natur/corona-herkunftsraetsel-corona-herkunftsraetsel-vertieft-sich_id_12973341.html

https://youtu.be/IkoidwsLXCg

Trotzdem sitzt die schlimmste Mutante wahrscheinlich in Berlin, glaubt man zumindest hier im Erzgebirge. Wobei München auch schwer verseucht sein soll mit allerlei Zu-Mutationen.

Gibt es eigentlich schon ein rechtes Satiremagazin? Ich meine, so ein richtig Hartes mit dem Namen DIE GUSTLOFF? Wir Leben doch angeblich in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat. Dann wird es doch vielleicht mal Zeit, unsere Rechte auch einzufordern, so wie auch Charlie Hebdo. Oder wie Larry Flint. Unter Lebensgefahr. Friede auch ihrer Asche.

 

Laurenz

13. Februar 2021 12:09

@Eo @Volksdeutscher

 

Ihren letzten Beitrag haben Sie, in meinen Augen, hervorragend formuliert. Der Beitrag hat fast schon spirituelle Kraft.

Uodal

13. Februar 2021 12:51

3. These: Das was wir jetzt erleben, ist nur der harmlose erste Versuchsballon zur Errichtung einer echten "1984"er Diktatur. Irgendwann kommen die aktuellen Maßnahmen an ihr Ende - und die "Rechte" wird dies als einen fulminanten, großartigen Sieg feiern. Während dessen wird auf Seiten der Globalisten rekapituliert werden. Was hat gut geklappt (Panik verbreiten, Schraube immer stärker anziehen), dann wird ein paar Jahre lang das Narrativ geframet werden, dass nur die strengsten Maßnahmen Millionen Tote verhindert haben, wir alle werden zu Corona-Überlebenden erklärt - und - fast alle werden drauf reinfallen, stolz drauf, dass sie diesen Krieg brav durchgehalten und überlebt haben und alle (!) Maßnahmen im Nachhinein für richtig halten und jeden Kritiker für völlig irr und für einen rechten Leugner erklären und anzeigen. Alle Kritiker werden verstummen, einfach aufgeben - DANN kommt der nächste Schritt Richtung totaler Diktatur - und eine Mehrheit wird dankbar zu Boden sinken, Freudentränen vergießen und alle Maßnahmen begeistert mitmachen. Bis hin zur dauernden Isolation in "Erholungsheimen". Niemand wird nachfragen, wenn er seinen Angehörigen seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Diese Erholungsheime bestellen auch merkwürdigerweise nie Nahrung für die Insassen.....
D.h. natürlich hat Imagine Recht mit ihrer Beobachtung, dass ein Krieg der Globaliste gegen alle, vor allem weiße Völker stattfindet. Auch wenn unser lorbergekränztes Universalgenie dies nicht begreift.

 

Lotta Vorbeck

13. Februar 2021 13:30

@Andreas Walter - 13. Februar 2021 - 05:14 AM

"Das wäre in Verbindung mit auch modernen Kernkraftwerken ein echter Quantensprung in Sachen Elektromobilität, der da wieder mal in Deutschland gemacht wurde."

---

Die Frage "Elektro- oder Verbrennungsmotor?" als Automobilantrieb ist bereits vor 100 Jahren eindeutig zugunsten des Verbrennungsmotors entscheiden worden.

Sowohl von der Firma Bosch als auch von einer wesentlich kleineren, weithin unbekannten, in Saxonia ansässigen Firma sind Verfahren bis zur Einsatzreife entwickelt worden, mit denen es möglich wäre, den in der BRD virulenten Bedarf an Dieselkraftstoff aus ohnehin anfallenden Abfallstoffen zu hydrieren. Allein aus ideologischen Motiven heraus wird diese Technologie blockiert, während man gleichzeitig von aus an oberirdisch gespannten, elektrischen Fahrleitungen gespeisten LKW phantasiert.

Gespannt wie ein Flitzebogen sehen wir der Vorstellung des ersten per Brennstoffzelle angetriebenen Panzers sowie den ersten, von Akkumulatoren gespeisten, geländegängigen Militärtransportern entgegen.

Volksdeutscher

13. Februar 2021 20:56

@Eo - Wenn ich das Wort Feind gebrauchte, so nicht aus plumper Stimmungsmache, sondern aus dem einen Grund: ich glaube daran, daß wir uns im Krieg befinden. Dieser Krieg ist zwar nicht blutig, darum umso gefährlicher, wie alles, was sich leise heranschleicht und das Wiegelied des Pazifismus trällert: Entwaffnen durch Einlullen. Auch sein Ziel ist die physische Vernichtung unserer und anderer europäischer Nationen durch erzwungene Einwanderung. Der Terminus politischer Gegner kann in der Situation die Wirklichkeit nicht mehr abbilden. Auch die Teilung in Freund oder Feind ist ein divide et impera, aber der Zweck ist ein anderer. Die Mobilmachung des Volkes gegen seine äußeren wie inneren Feinde erfordert in seiner existenziellen Bedrohung eine Kampfrethorik und keine Sonntagspredigten. Björn Höcke in seinen höchsten Momenten kam dem recht nahe. Dem Volk muß seine gefährdete Lage wie auch der Verlauf der Frontlinien schockartig bewußt werden. Das könnte unter Umständen wehtun, aber wo kein Schmerz, da auch keine Erkenntnis. Ahnen ist zu wenig. Auswertung der Erkenntnisse Karl-Heinz Bohrers über Wirkungszusammenhang zwischen Schock und Bewußtwerdung wäre in unserer Situation hilfreich.

Eo

13. Februar 2021 21:34

Herr Laurenz,
das haben Sie schön gesagt – danke dafür.

Möchte Sie daher also einmal
auf meine kleine Zeitung, die EnnAll, hinweisen und würde Ihnen gerne eine Ausgabe als PDF zuschicken. Näheres dazu hier im Neue-Spryche-Blogg.

 

Eo

13. Februar 2021 22:45

@ Volksdeutscher

Da stimme ich mit überein;
und dahero bin ich auch eingestiegen – wegen der klaren Benennung.

Denn der Unterschied
zwischen Feind und Gegner ist nicht zuletzt dieser  – ein Gegner kämpft nach Regeln, ein (Tod-)Feind hingegen nützt alle Tricks und kennt keine Skrupel. Oder romantisch ausgedrückt – Ritterlichkeit: Fehlanzeige.

Und genau darauf
muß ma sich letztendlich einstellen, sintemal wir uns längst in einer existenziellen Situation befinden, um das halb totgerittene Wort 'Herausforderung' zu vermeiden.

 

Laurenz

13. Februar 2021 23:18

@Uodal

1984 haben wir quasi schon, aber die Linke, die Orwell gerne für sich in Anspruch nahm, hatte sich leider wenig mit dem Mann beschäftigt, um zu verstehen, daß Orwell vor ihr selbst  warnte.

Aber auch trotz 1984 schießen die Preußen immer noch nicht schnell genug. Söder ist 20% in seinen Umfrage-Werten abgekackt. Sowas mag die CSU gar nicht, schon gar nicht in Bayern.

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/20-prozent-minus-umfrage-soeder/

Andreas Walter

14. Februar 2021 01:05

@Lotta Vorbeck

Schon richtig. Sie beziehen sich für solche (schweren) Fahrzeuge dann wahrscheinlich auf synthetische Kraftstoffe. Die man dort dann tatsächlich auch bräuchte. Wobei die auch den Nationalsozialisten nicht viel genützt haben, solange alle anderen trotzdem noch viel mehr Energie hatten. Das ist ja letztendlich das Mass aller Dinge. Zumindest ohne Wunderwaffen.

Doch gewinnt man heute und auch in Zukunft Kriege überhaupt noch mit Panzern? Panzer sind doch mittlerweile in etwa das, was früher die schweren Schlachtschiffe mit Kanonen mal waren. Damit gewinnt man (auch auf See) heute keinen Blumentopf mehr. Hart wie Kruppstahl, das war darum gestern. Heute gibt es ganz andere Wege und Methoden, um selbst grosse Fahrzeuge aufzuhalten. Drohnen zum Beispiel, die gleichzeitig auch die Mine, der Sprengsatz oder die Splitterwaffe sind. Oder Raketen, Torpedos, ja selbst Granaten, die ja mittlerweile auch alle Strom brauchen. Zumindest die richtig Guten. Kleine Roboter sind das zum Teil heute schon, die sich bei Bedarf auch wochenlang im Schnee oder bei Regen auf die Lauer legen. Oder auch unter Wasser.

Mit etwa 20 € für 100 km ist die Paste derzeit aber eh noch viel zu teuer, doch für manche Anwendungen spielt das keine Rolle. Zudem gibt es auf der Erde in etwa 3.000 mal mehr Magnesium als Lithium. Gut darum, wenn man also Optionen hat. Alternativen. Das ist wieder eine, auch wenn selbstverständlich nicht für alles zu gebrauchen. Und aus Sachsen.

Sobald ich mehr weiß berichte ich wieder. Wie zum Beispiel auch der Preis zustande kommt.

Andreas Walter

14. Februar 2021 02:03

@Lotta Vorbeck

P.S.:

Geben Sie mir bitte noch einen Moment Zeit. Ich werde wie ich mich kenne bereits Montag mit dem Institut telefonieren. Denn wo anders habe ich gelesen, dass 50% des Wasserstoffs von dem stinknormalen Wasser, ja sogar Seewasser(!), kommt, das bei der Reaktion ja auch eingesetzt wird. Schon allein das würde den Preis bereits halbieren, auf 10 € für 100 km.

Oder auch, ob sich der Preis nur auf den Erstkauf bezieht, oder auf jede Wiederverwendung. Doch es wäre ja Irrsinn, hier nicht von Anfang an eine Kreislaufwirtschaft und -produktion anzustreben. Auch das "entladene“ Magnesium ist ja wertvoll, muss also unbedingt zurück zur Fabrik (über ein personalisiertes Pfandsystem, um Missbrauch zu verhindern).

Was also kostet die reine Aufladung der Paste (plus Additive) ist darum die entscheidende Frage, nicht die einmalige Erstinvestition in vielleicht 60 bis 100 kg (120 bis 200 €) der Grundsubstanz in 3 bis 5 Doppelkartuschen a je 20 kg, die man nach Möglichkeit auch wiederverwerten können sollte.

Ich klär' das. Das Thema lässt mir eh seit gestern keine Ruhe mehr. Bin sehr gespannt.

Cugel

14. Februar 2021 02:30

@Andreas Walter, Lotta
Metallhydride als Wasserstoffspeicher sind ein alter Hut. Ein Leichtmetall als Träger ist auch kein Geniestreich. Hinsichtlich der Praxistauglichkeit habe ich  Zweifel. Probleme mit verkrusteten Dichtungen oder Ventilen sind zu erwarten, beim Tanken wie im Fahrbetrieb, beim mechanischen Fördersystem der Patrone. Außerdem ist das Gefahrenpotential beim Wasserstoff hoch, wenn auch in pastöser Form sicher geringer als beim Gas. Ein Risiko der Knallgasbildung vor allem bei Unfällen hat man immer. Nicht zuletzt aber sind Zweifel an der Rentabilität angebracht. Eine Energiebilanz wäre interessant. Schon die Ausgangsstoffe sind energieaufwendig herzustellen (attraktiv erscheint hier wohl, daß das bei beiden Edukten elektrolytisch geschieht), die Hydridsynthese selbst erfordert nochmals einen hohen Energieeinsatz. Die relativ hohe Energiedichte der Hydridpaste ist vorteilhaft, aber Brennstoffzellen haben - Sie haben es erwähnt - keine berauschende Leistung. Außerdem verringert die Retrologistik den Wirkungsgrad. Sie müssen das Gewicht des Treibstoffs über die gesamte Tankfüllung mit der Karre herumkutschieren, der schlammige oder brockige Abfall muß zur Recyclierung transportiert werden, das geht ja nicht an der Tanke. Was ist mit den Bindemitteln? Im Gegensatz zu synthetischen Kraftstoffen muß dann eine gesamte neue Infrastruktur aufgebaut werden, folgerichtig also im Zuge der sog. Energiewende. Der ganze Ansatz überzeugt mich nicht.

Laurenz

14. Februar 2021 17:08

@Andreas Walter @Lotta Vorbeck

Sie verkennen die Dimensionen im militärischen Erdöl-Konsum.

Die US-Army ist weltweit der größte Einzel-Abnehmer an Erdöl und verbrät mehr davon als jeweils die 50 ärmsten Staaten.

Cugel

14. Februar 2021 18:03

@Andreas Walter, Lotta

"Denn wo anders habe ich gelesen, dass 50% des Wasserstoffs von dem stinknormalen Wasser, ja sogar Seewasser(!), kommt, das bei der Reaktion ja auch eingesetzt wird."

Na selbstverständlich, es ist ein Hydrid. Auch die zweite Hälfte des H2-Moleküls kommt aus Wasser (Seewasser können Sie dazu aber erst nach Entsalzung  gebrauchen, auch die energieintensiv), aber die müssen Sie ihm mit hohem Energieeinsatz entreißen. Der hohe Preis der Paste resultiert im wesentlichen aus dem Energiebedarf des Verfahrens. Der ganze Mumpitz zielt darauf, Überschußenergie zu speichern und einen Zusammenbruch des Netzes zu vermeiden, wenn die halbe BRD nachts bei Flaute ihre subventionierten Elektroschüsseln ans Netz klemmt und Kernkraft und Kohle stillgelegt sind. Wie z. B. das neue Stromabschaltgesetz fürs Niederspannungsnetz, bei dem man sich just abzuwiegeln genötigt gesehen hat,  ist es einer der aus der Not geborenen hilflosen Versuche, Auswege aus der Bredouille zu finden, in die man unser Land der (ehemaligen) Ingenieure mit der Energiewende sehenden Auges, mithin vorsätzlich hineingefahren hat. Vielleicht verordnet man uns demnächst, uns nur noch auf Händen laufend fortzubewegen, unter dem Vorwand der Schuhsoleneinsparung und weil uns sonst der Himmel auf den Kopf fallen könnte.

Cugel

14. Februar 2021 18:40

@Andreas Walter, Lotta

 

Den Wasserstoff für die Brennstoffzelle können Sie auch aus anderen Wasserstoffträgern gewinnen, z. B. Methanol, das ebenfalls als PtL-Kandidat im Rennen ist und fast ebenso leicht handhabbar ist wie Benzin oder Diesel, bei einer zwar deutlich, aber noch erträglich hinter Kohlenwasserstoffen zurückliegenden Energiedichte. Wenn ich nicht irre, hat man bei Siemens schon vor 20 Jahren eine Armbanduhr mit einer Methanolpatrone betrieben.
Synthetische Kohlenwasserstoffe halte ich für die gegenwärtig beste Option unter den vielen schlechten. Verbrennt sauberer als fossile, macht also viel weniger schlechte Luft bei höherer Leistung. Die könnte man aber auch mittels Kernkraft gewinnen, dazu braucht es keine Windräder. Tatsächlich sind chemische Synthesen wie diese eine Option der Abwärmenutzung bei Kernkraftwerken neuen Typs, die bei hohen Betriebstemperaturen arbeiten (und daher hohe Wirkungsgrade erzielen) können, weil sie nichtwäßrige Medien (Metall- bzw. Salzschmelzen) als Brennstoff bzw. Brennstoffträger nutzen. Die ganze sogenannte Energiewende ist ein Club-of-Rome-Hirnfurz, zum Nutzen weniger und zu unser aller gewaltigem Schaden. Da wird abgesahnt, daß die Schwarte kracht. Gerade gelesen, daß Teslas Betriebsergebnis nur wegen der CO2-Ausgleichszahlungen der Konkurrenz, also wegen Tetzels Ablaßhandels moderner Variante, positiv ist. Dieser Rückfall in den Beginn der Neuzeit paßt zum Rest des ganzen Theaters, in dem wir die zahlenden Statisten sind.

Lotta Vorbeck

14. Februar 2021 18:42

@Andreas Walter - 14. Februar 2021 - 01:05 AM

"Schon richtig. Sie beziehen sich für solche (schweren) Fahrzeuge dann wahrscheinlich auf synthetische Kraftstoffe. Die man dort dann tatsächlich auch bräuchte. Wobei die auch den Nationalsozialisten nicht viel genützt haben, solange alle anderen trotzdem noch viel mehr Energie hatten. Das ist ja letztendlich das Mass aller Dinge. Zumindest ohne Wunderwaffen.

Doch gewinnt man heute und auch in Zukunft Kriege überhaupt noch mit Panzern? Panzer sind doch mittlerweile in etwa das, was früher die schweren Schlachtschiffe mit Kanonen mal waren."

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Kriege werden aktuell sowohl konventionell, als auch hybride, sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch zugleich geführt.

Schauen Sie sich mal an, was RUS in Arsenal hat. Da finden sich sowohl Hyperschallwaffen, durch den erdnahen Weltraum geführte, bisher von niemand anderem vorgestellte, neuartige Raketenwaffen, sowie Torpedos von bislang nie erreichter Geschwindigkeit, Reichweite, Zerstörungskraft und Treffgenauigkeit als auch eine gigantische Anzahl von Panzern und gepanzerten Fahrzeugen.

Eine weitere HKL zieht sich unsichtbar durch das weltumspannende Rechnernetz.

Dem Ergebnis Ihrer weiteren Recherche, sehe ich in freudiger Erwartung entgegen.

Lotta Vorbeck

14. Februar 2021 18:49

@Cugel - 14. Februar 2021 - 02:30 AM

D' accord!

Überall wo's auf Zuverlässigkeit nebst auch unter widrigen Bedingungen erwünschte Einsatzfähigkeit ankommt, wird unübersehbar weiterhin auf altbewährte Technik, mithin Dieselmotoren gesetzt.

Auch von batteriebetriebenen Lokomotiven, Hochseeschiffen und akkumulatorgespeister Explorationstechnik ist bisher noch nirgendwo in ernstzunehmender Weise die Rede gewesen.

Pferdefuss

14. Februar 2021 19:45

@ Gebürtiger Hesse

@ Lotta Vorbeck

Eine Richtung mit Umwegen  einzuschlagen und sich dabei, mehr als gewünscht zu verirren, aber immer wieder nach Hause zu finden, gehört zu meinem Leben. 

Was macht mich stutzig ? 

- mundtot machen

- Steicheln eines Gesichts mit Maske vorstellbar?

- Mit einen Menschen mit Maske liebäugeln, flirten, schäkern?

- Ist das Vermummungsgesetz ausgesetzt?

- Mund-zu-Mund-Beatmung noch möglich?

- Zahnarzt

- Der Mundraum ist (wie) der Vorhof zur Hölle. 

- Die Seele sitzt im rechten oder linken Gehirnlappen? Seele reimt sich auf Kehle. 

- Bewährte Hausmittel für Lungenpflege: Franzbratwein, Inhalieren, frische Luft, tief durchatmen. 

- Japaner (u. a. Asiaten), ihrer Disziplin wegen beim Tragen der Maske gelobt, halten aus Höflichkeit beim Lachen immer schon die Hand vor den Mund. Kulturdifferenz. 

- Schnellroda: Vorbild (is' nu mal so). Leben im Alltag als Beispiel,  ohne das Private zu verletzen.  (Lotta Vorbeck - danke für den Link   FF - #127 - Digitales Helau und Alaaf kleines Schaf

Lotta Vorbeck

14. Februar 2021 20:59

@Pferdefuss - 14. Februar 2021 - 07:45 PM

Lotta Vorbeck - danke für den Link   

---

Bitte gern!

Hab' hier noch was für Sie, lieber @Pferdefuss, weitergereicht mit besten Grüßen vom Herrn Köstler:

--->   Die Pandemie und das Illuminati Kartenspiel - seltsame Vorraussagen

veröffentlicht am 16.01.2021

Andreas Walter

14. Februar 2021 21:36

@Cugel, Lotta Vorbeck

Hahaha, und wovon träumt Ihr nachts?

Glaubt Ihr im Ernst ich wüsste nicht was man braucht, um eine Weltmacht zu sein?

Kann es etwa sein, dass Ihr eure Ketten womöglich nicht seht?

Wer aber nicht weiß, wo er wirklich steht, findet darum auch niemals einen Weg.

Der gleiche "romantische“ Fehler übrigens, den auch die Grünen und Marxisten begehen.

Aus dem Grund haben die Chinesen auch den Maas zusammengestaucht. Der glaubt nämlich auch noch, oh Wunder, wer Deutschland ist.

Was glaubt Ihr eigentlich, warum den Deutschen auch die Kohle madig gemacht wird?

Oder woher fast der gesamte Phosphor für die deutsche Landwirtschaft kommt?

Warum Ihr auch keine Atomkraft haben dürft so wie der Iran?

Ich dachte immer, deutsche Patrioten wüssten das.

 

 

 

Andreas Walter

14. Februar 2021 22:00

@Lotta Vorbeck, Cugel

Hier. Das sind die Reste und war das Ende auch Ihrer heutigen Hydrierträume:

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_synthetisches_Benzin#/media/Datei:Fotothek_df_ps_0000098_002a_Blick_über_einen_Trümmerschuttberg_gegen_die_Ruine_d.jpg

Keinen Stich sollen wir Deutschen darum mehr machen ausser ein internationales Forschungszentrum auf deutsche Kosten sein und eines der produktivsten, offenen Arbeitslager der Welt.

Schreckliche Worte, zum Valentinstag, doch soll ich weiter darüber schweigen?

 

Cugel

14. Februar 2021 22:39

@Lotta Vorbeck  14. Februar 2021 - 02:30 AM
Ja, der Diesel wird noch lange unschlagbar bleiben. Seriengefertigte batterieanaloge kleine modulare Reaktoren werden schon bald größere militärische Basen versorgen, aber nicht mobile Einheiten. Da kann Stoltenberg ruhig solarzellenbetriebene Kampfpanzer fordern in seiner PR für die Deppenzielgruppe. Was mich wirklich fuchst: Die Maulhuren werden später sagen, daß sie sowieso immer gegen den grünen Irrsinn waren, und damit durchkommen. So entdeckte das Intellektuellenfischblättchen aus Hamburg, nicht als eherne Bastion gesunden Menschenverstandes bekannt, unlängst die Kernenergie. Erbärmliche Clowns.

Cugel

14. Februar 2021 22:42

@Andreas Walter
"Ich klär' das. Das Thema lässt mir eh seit gestern keine Ruhe mehr. Bin sehr gespannt."

Werden Sie ruhiger. Der Möchtegern-Düsentriebe tummeln sich viele auf dem angeblich unsinkbaren Narrenschiff, aber keiner von denen wird die Naturgesetze umschreiben. Nur ordentlich beschenkt werden von unserer göttlichen Führung, was ja nun eben Sinn der Sache ist.

Laurenz

15. Februar 2021 01:05

@Lotta Vorbeck, Cugel & Andreas Walter

Die beiden letzteren Herren haben Lotta nicht wirklich verstanden. Lotta bildete einfach die globale Realität seit ca. 1906 in kurzen Worten ab.

Hier wird schon angefangen, wie die Pseudo-Grünen, herum zu spinnen. Solange Erdöl & Kohle in ausreichender Menge zur Energiegewinnung vorhanden ist, (die deutschen Kohlereserven reichen für den deutschen Energieverbrauch noch über 1.000 Jahre), und Sie keinen billigeren Energieträger finden, ist die Diskussion, außer in Deutschland, beendet. Weltweit befinden sich um die 400 AKWs und 1.400 KKWs im Bau. Die Erdenbürger wollen Energie, und jedes Jahr wollen 80 Mio. mehr Erdenbürger Energie. Und die Fragen weder nach grünen Befindlichkeiten, noch nach der Meinung unserer Staatsratsvorsitzenden. Solange die Bundeswehr den Planeten nicht unterjochen kann, ist jede Sekunde Debatte verschwendete Lebenszeit.

Andreas Walter

15. Februar 2021 12:09

@Laurenz

Ja, Laurenz, ausser in Deutschland. Und wo leben Sie? Wobei auch das nicht mal stimmt:

https://www.golem.de/news/energie-warum-japan-auf-wasserstoff-setzt-1903-140340.html

Hoffen die Herren hier also wirklich auf ein Wunder, durch welches alle Marxisten und auch Grüne plötzlich Patrioten werden? Schon vergessen, weshalb Deutschland beide Weltkriege verloren hat? Aber immer noch von Wunderwaffen träumen? Oder von einem Entsatz durch Hoth? Oder durch Wenck?

Deutschland ist geopolitisch nicht dazu geeignet, souverän zu sein. Dazu zerren hier schon immer zu viele Kräfte in alle möglichen Richtungen. Selbst Frankreich wie auch England liegen da schon deutlich günstiger, haben aber auch bereits schon alles in den Sand gesetzt, mit ihrer idiotischen Einwanderungspolitik. In den VSA tummeln sich mittlerweile aber auch schon viel zu viele Marxisten und Grüne, die werden auch dieses Land noch in den Ruin treiben. China und Russland sind darum die Macht, Australien könnte es auch noch werden. Mit Kernwaffen. Bräuchten dann aber auch weit mehr Personal als jetzt. Indien ist schwer vorauszusagen, was sich dort noch entwickeln könnte. Oder auch die Länder des Islam.

https://de.rt.com/international/112974-militarbuendnis-zwischen-russland-und-china-in-aussicht/

Die machen jetzt das, wovon viele ambitionierte Deutsche schon immer geträumt haben und dem deshalb schon ab 1914 durch die Angelsachsen auch mittels des Intermarium ein Riegel vorgeschoben wurde. Gerade mal 50 Jahre nach Gründung des Deutschen Reiches.

Laurenz

15. Februar 2021 13:50

@Andreas Walter

Sie haben nicht richtig gelesen, weder @Lotta Vorbeck, noch meine Wenigkeit schrieben etwas über die imaginäre Armee Wenck.

Und Ihr japanisches Beispiel ist, gelinde gesagt, beschissen. Denn die Japaner haben nicht mal Kohle, so, wie wir, also noch nicht mal eine Wahl. Die jetzt lebenden 127 Mio. Japaner stehen vor derselben Situation, wie vor dem II. Weltkrieg. Und Japan besitzt noch nicht mal, wie seinerzeit, eine richtige Flotte, um wenigstens kurzfristig, die Energieversorgung zu sichern.   https://de.wikipedia.org/wiki/Japanische_Maritime_Selbstverteidigungsstreitkr%C3%A4fte

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernreaktoren_in_Japan

https://de.wikipedia.org/wiki/Stromerzeugung_in_Japan

https://repositorium.ub.uni-osnabrueck.de/bitstream/urn:nbn:de:gbv:700-201101067003/2/JB2003_Kido.pdf

An den Links können Sie leicht erkennen, aus was denn Japan Wasserstoff erzeugen will. Natürlich aus fossilen Brennstoffen, Sie Witzbold.

Andreas Walter

15. Februar 2021 18:31

@Laurenz

Witzbold, beschissen?

Laurenz Laurenz, wo bleiben Ihre Manieren? Ein bisschen mehr Aikido, wenn ich bitten darf.

Sagten Sie nicht selbst, Deutschland ist ein Sonderfall?

Genau das aber ist doch auch der Grund, warum hier nichts mehr geht ausser, es ist mit Perwoll gewaschen (und schweineteuer, selbst die Steuer).

Wenn man also als Nation (oder auch als Pseudonation) gar nicht mehr die Wahl hat auf die ganz großen Brötchen, dann wähle ich doch die Mittelgrossen und nicht die ganz Kleinen. Nichts anderes aber ist die Brennstoffzelle. Sie bietet technisch viel mehr Möglichkeiten und Alternativen als es nur mit Batterien überhaupt möglich wäre. Auch auf lange Sicht. Oder haben Sie keine Kinder, womöglich sogar schon Enkel?

Da gibt es Deutschland dann eh nicht mehr? Hat sich damit auch der Sonderfall erledigt?

Durchaus möglich, der Krieg hört ja nie auf. Selbst der unter den letzten deutschen Patrioten nicht. Sieht man ja auch hier. Weil viele sich nicht auf's Pirschen verstehen (Castañeda), lieber weiterhin den Kaiser Wilhelm raushängen lassen. Das verschreckt natürlich grüne Mädchen, aber auch zarte Jungs, Frauenversteher, Cucks, usw.. Verstehen Sie mich jetzt?

Lotta Vorbeck

15. Februar 2021 20:13

@Andreas Walter - 14. Februar 2021 - 10:00 PM

an Lotta Vorbeck & Cugel

"Das sind die Reste und war das Ende auch Ihrer heutigen Hydrierträume:"

---

Aus dem Wikipedia®-Eintrag, dem das von Ihnen @Andreas Walter verlinkte, am 17. September 1945 im zerbombten Dresden aufgenommene Photo entnommen ist:

"In Westdeutschland wurde nach dem Krieg die Kohleverflüssigung wegen der konkurrenzlos niedrigen Erdölpreise nicht fortgeführt. In der DDR wurde sie, obwohl ebenfalls „untragbar unwirtschaftlich“, dagegen erst Anfang der 1970er Jahre endgültig aufgegeben, war aber bis zum Zusammenbruch der DDR Bestandteil der strategischen Planung des Ministerrats. In der Bundesrepublik Deutschland kam es in der Folge der ersten "Ölkrise" von 1973 im von der Bundesregierung 1974 beschlossenen Programm Energieforschung zur Errichtung von sieben Pilotanlagen zur Kohleveredelung (Vergasung und Verflüssigung), die von 1977 bis 1980 in Betrieb gingen. Die letzte noch betriebene sehr kleine Anlage in Essen mit einer Produktion von ca. 200 kg/Tag wurde 2004 demontiert und für China Shenhua Energy in China wiederaufgebaut."

Man beachte:

"Hydrierträume" vs. "demontiert und für China in China wieder aufgebaut"

Cugel

15. Februar 2021 22:49

@Andreas Walter

Weltmacht, Blödsinn. Kriegen Sie sich mal wieder ein. Selbstverständlich ist das Fischer-Tropsch-Verfahren aufgegeben worden, sobald der politisch bedingte Druck zur Autarkie nachgelassen hatte. Eben weil es eine teure Notlösung war. Abgesehen davon war der damit hergestellte Treibstoff (öko)toxischer als das Rohöldestillat, wohl wegen des hohen Anteils kondensierter Aromaten(, was im Krieg natürlich irrelevant war. In der irischen See, vor Norwegen und in der Ostsee liegen noch einige Wracks deutscher U-Boote und Kriegsschiffe herum, aus denen die Soße sich ihren Weg bahnt. Die Polen haben schon, ganz wie es ihre liebenswürdig-bescheidene Art ist, für die Sanierung Kohle von uns gefordert.

Cugel

15. Februar 2021 22:52

@Laurenz
Auch Sie sollten ein wenig ruhiger werden. Weniger flink schreiben, dafür die Beiträge lesen, die Sie so bahnbrechend und furios, aber leider nicht immer treffend kommentieren.
Wir sind ohnehin arg vom Artikelthema abgedriftet; Wird Zeit, daß die Badeaufsicht den Stöpsel zieht. Lichtmesz ist wohl nachsichtiger als der Hausherr.

Laurenz

16. Februar 2021 00:24

@Andreas Walter @Laurenz

Wie erkläre ich es dem Kinde? Was Deutschland unternimmt oder nicht unternimmt, spielt einfach keine globale Rolle, es ist vollkommen Wurst, ob wir hier im Hamsterrad Fahrrad fahren oder Öl verbrennen. Sie leiden, wie auch unsere Großkupferten zu Berlin, immer noch am imperialen Deutschen Größenwahn. Der Zug ist schon seit 100 Jahren abgefahren.

Das ist der Grund, so unterstelle ich mal @Lotta Vorbeck und bei meiner Wenigkeit ganz sicher, warum wir diese energiepolitischen Debatten, auf Deutschland bezogen, ablehnen. Wenn Deutschland sich selbst vernichtet, weint uns der Planet keine Träne nach. Und ich auch nicht. Jeder bekommt, was er verdient.

Das heißt nicht, daß eine Zeitung, wie die von JS keine Berechtigung hätte. Aber die Informationen dort befinden sich doch auf einer ganz anderen Ebene.

Laurenz

16. Februar 2021 11:48

@Cugel @Laurenz

Das mag ja sein, habe ich jemals behauptet hier der Sternen-Schreiber des Forums zu sein, oder die Inquisition Maiordomus' ablösen zu wollen?

Die Frage, die sich hier stellt, ist, bringt uns die Debatte weiter oder nicht? Erzielen wir einen Erkenntnisgewinn für alle Teilnehmer und Leser, oder nicht? Ist die Debatte selbst spannend oder nicht?

Der Forist @Andreas Walter hat, wie Sie Selbst notiert haben, weder den globalen Aspekt (des Artikels) noch die Rolle Deutschlands darin verstanden (es gibt keine Rolle). Auch die unnütze Argumentation, daß Corona-Maßnahmen weltweit von Regierungen durchgezogen würde, ist eine Argumentation von Staatsmedien-Gläubigen. 

Die Mehrheit aller 193 Staaten des Planeten machen in Sachen Corona rein gar nichts, außer, formal Ärger zu vermeiden. Denn klar ist doch, daß die Produktions-Kapazitäten der weltweiten Pharma-Industrie an wenigen Standorten in Ostasien kumuliert sind, was eine ungeheure, nicht-staatliche Machtfülle darstellt.

ML hat jedenfalls besser als Sie begriffen, daß hier was abgehen muß. Und der Chef ist immer noch GK. Wenn dem Chef, Offizier a.D., was nicht paßt, setzt es Beitrags-Bau, was auch vollkommen i.O. ist. Bewerben Sie, Cugel, Sich doch als Zensor bei der SiN.

Uodal

16. Februar 2021 12:06

4.These:
Die "Great Reset" Globalisten wollen, vor allem weiße, Gesellschaften endgültig umgestalteten: „Nichts wird je wieder zu dem kaputten Gefühl von Normalität zurückkehren, das vor der Krise geherrscht hat..." (Klaus Schwab) Eine internationale Kaste will "den Schock, den die Pandemie verursacht hat, nutzen ...“ (ebenda), um die Welt in ihrem Sinne zu verändern.
Meine 4. These: die "Rechte" ist erkennbar unfähig, dem etwas entgegen zu setzen. Sie wird auch diese Auseinandersetzung verlieren. Die auf der Hand liegende Begründung: sie verliert seit 200 Jahren jeden Angriff auf die weißen Gesellschaften.
Die Rechte muß daher einer neuen Bewegung Platz machen, muß verschwinden, damit Jüngere eine Chance bekommen. Wie muss diese neue Bewegung beschaffen sein? Was muss sie anders machen? Was sind die Grundlagen?
Die Rechte ist, nach kurzen Erfolgen im Nachgang des Einwanderer-Ansturm's 2015, überall wieder zurück geschlagen worden. Das dilettantische Vorgehen der AfD in der sog. Corona-Krise hat hat die erreichten Erfolge nicht verstetigen können. Lega Nord, FPÖ, USA... Überall das gleiche Bild: eigene Fehler, nicht die Stärke des Gegners, haben einmal errungene Erfolge wieder zunichte gemacht. Die AfD zerlegt sich ganz von alleine, in inneren Streitereien und Machtkämpfen. Da braucht es gar kein Zutun von außen. Die Rechte ist erkennbar einer längerfristigen Auseinandersetzung mit ihrem Gegner wieder nicht gewachsen. Diese Looser-Rechte muß etwas Neuem Platz machen...

Laurenz

16. Februar 2021 12:36

 

@Uodal

Sie werden mir sicherlich zustimmen, daß es in West-Europa keine nennenswerten Zahlen von Rechtsradikalen/Reichsbürgern gibt. Daß, was der @Anatol Broder unbekannte VS an Zahlen veröffentlicht, ist schlicht lächerlich. Das heißt, die "schwache" Rechte Szene vertritt nur legale politische Positionen, welche die Einheitsfront nicht vertritt. Sie haben den Status Quo fast richtig beschrieben. Aber GKs Mosaik-Rechte streitet nur wenig, alles im Rahmen. Das, was Sie als "Die AfD zerlegt sich ganz von alleine, in inneren Streitereien und Machtkämpfen" beschreiben, ist der Konflikt der Rechten Patrioten mit den Nicht-Rechten Nicht-Patrioten innerhalb dieser Partei. Wir sind also weniger, als Sie Selbst einschätzen. Aber da auch der Krug eines Klaus Schwab zum Brunnen geht, bis er bricht, wird, ganz ohne unser Rechtes Zutun einer betroffenen Bevölkerung gar nichts anderes übrig bleiben, als unsere Positionen in der Krise einzunehmen.

Und Ihr lächerliches Mainstream-Alters-Argument sollten Sie einfach aus Ihrem Kopf verbannen. Es gibt nur einen Staat mit einem Jugendlichen an der Macht, Österreich. Und Sie wollen doch nicht behaupten, daß Österreich in Reformen vorne liegt.

Laurenz

16. Februar 2021 16:08

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/usa-winter-stromausfall-windkraft/

2x klicken

Lotta Vorbeck

16. Februar 2021 20:07

@Laurenz - 16. Februar 2021 - 12:36 PM

an @Uodal

"Es gibt nur einen Staat mit einem Jugendlichen an der Macht, Österreich."

---

Referenz: Sebastian Kurz, * 27. August 1986 in Wien

+ Suomi
Prime Minister: Sanna Mirella Marin, * 16. November 1985 in Helsinki

+ Nordkorea
Kim Jong-un
war bei Amtsantritt 2011 noch keine 27 Jahre alt

+ Pakistan
Benazir Bhutto (†)
war 35 Jahre alt, als sie 1988 Prime Minister wurde

Laurenz

16. Februar 2021 21:23

@Lotta Vorbeck

Umso schlimmer das "Alter-Weißer-Mann"-Besching von Uodal. Nur, weil man sich selbst haßt, muß man das niemandem anderen anlaßten. Wer redet noch von F...upForFuture-Bewegung? Deren Luxus-Religion hat endlich fertig. So schnell ist man weg vom Fenster, einfach eine Frage der Profitabilität. 

Andreas Walter

16. Februar 2021 21:50

@Cugel

Deswegen: Wasserstoff

Was glauben Sie, warum ich mich so sehr über die gute Nachricht freue. Der Preis von etwa 20 bis 30 Euro je 10 kg bezieht sich tatsächlich nur auf die Trägersubstanz, habe ich jetzt erfahren, die aber sehr oft wiederverwendet werden kann. Die reine (Re-)Aktivierung des Magnesiums ist dagegen viel billiger. Je nach Stromquelle und Verfahren sogar deutlich billiger selbst als Benzin oder Diesel, als Ökostrom sowieso. Ich beziehe mich dabei auf akademische Quellen, auch wenn das heutzutage leider auch kein Garant mehr für nichts ist.

Der TÜV aber hat erst vor kurzem sogar ein Aggregat aus den VSA mit bereits 6 kW Leistungsdichte pro Liter getestet/abgenommen, verwirklicht in einer 500 PS Brennstoffzelle für LKWs (beziehungsweise für Zugmaschinen und Road Trains). Rechnen Sie mal nach. Das sind 750 kW oder 1.020 PS in einem Würfel von 50 cm Kantenlänge. Also 125 Liter. Wie groß ist der Motorraum eines Leopard 2? 1 x 1 x 1 m? 1.000 Liter? Mal 6. Wären 6.000 kW oder 8.150 PS. Da tut sich daher einiges, in der Branche, und die Paste bringt den Durchbruch.

https://www.cleanthinking.de/tuev-rheinland-hyzon-brennstoffzellen-hoechste-leistungsdichte/

Andreas Walter

16. Februar 2021 22:36

“A second more chemically simple process was also assessed, and in this instance, the process and capital costs not including raw materials were found to be significantly lower ($2/kg H2) relative to the first process estimate ($6.5/kg H2), again providing proof-of principle that simpler regeneration schemes may provide a cost effective route to off board regeneration.“

Final Report for the DOE Metal Hydride Center of Excellence, Sandia National Laboratories (VSA), 2012

Das waren (zumindest 2012) also 1,5 Euro für 1 kg Wasserstoff-Regeneration (ohne die Rohstoffe) und 1 Kilo Wasserstoff reicht im neuen Mirai für 100 km Reichweite:

https://global.toyota/en/newsroom/toyota/33558148.html?padid=ag478_from_kv

Das Mg (zu einmalig 2 bis 3 € pro kg) ist nur der Träger und ist laut einer anderen Studie oft bis sogar beliebig oft wiederverwendbar. Hier zählen also auf Dauer nur die Transportkosten für die zusätzliche volle Abholung/Rückkehr des Tanklastzugs von der Tankstelle und die Versorgung der Tankstelle dann ganz gewöhnlich wie immer mit frischem “Spice“. Wasserstoff Gestehungskosten sind allerdings sehr unterschiedlich und über die Additive weiß ich derzeit noch nicht genug, um eine Prognose zu machen. Bei manchen Verfahren muss man ja auch noch die Bindung oder Sequestrierung des CO2 mit in die Kalkulation einfliessen lassen, bzw., in Zukunft womöglich dann CO2-Zertifikate (hahaha, Ablassbriefe).

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