13. März 2021

Netzfundstücke (80) – Eilenburg

Jonas Schick / 40 Kommentare

»Linke Gewalt richtet sich nur gegen Sachen.«

Diese ganz spezielle bundesrepublikanische Wahrheit wurde durch die Ereignisse am Morgen des 11. März im sächsischen Eilenburg zum wiederholten Male als das enttarnt, was sie in ihrem Kern, befreit von jeglicher täuschenden, gerne in akademischem Duktus vorgebrachten Verschleierung, ist: eine linke Propagandalüge.

Ihre Etablierung im bundesdeutschen Politbetrieb verdankt sie nicht zuletzt einer breiten Front aus linksgeprägten »Politikwissenschaftlern« und sonstigen »Experten«, die nicht müde werden, diese vermeintliche Tatsache in Bild, Ton und Schrift der deutschen Öffentlichkeit mantraartig vorzubeten.

Indes kann Paul Rzehaczek, Bundesvorsitzender der NPD-Jugendorganisation, Junge Nationalisten (JN), leider eine vollkommen andere Geschichte erzählen:

Am frühen Donnerstagmorgen schlugen als Polizisten verkleidete Linksextremisten gegen die Haustür des Mehrfamilienhauses im nördlich von Leipzig gelegenen Eilenburg, in dem die junge Familie Rzehaczek wohnt. Nachbarn öffneten ihnen die Eingangstür.

Sie drangen ins Haus ein und stürmten zur Wohnung Rzehaczeks. Sich weiterhin als Polizisten ausgebend schlugen sie gegen die Wohnungstür und riefen „Polizei, aufmachen!“. Rzehaczek öffnete zu seinem Unglück. Nachdem sie ihm befahlen, sich auf den Boden zu legen, traktierten sie ihn mit einem Hammer.

Schlugen ihm damit mehrfach auf beide Fußgelenke und auf den Kopf. Erst als sie ihn noch mit Reizgas gequält hatten, ließen die Linksextremen von ihm ab und flüchteten.

Besonders widerwärtig: Das Nachrichtenportal TAG24 erfuhr aus Justizkreisen, daß die Täter offenbar gezielt beide Sprunggelenke Rzehaczeks zertrümmerten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war ihnen bekannt, daß er kurz vor dem Absolvieren einer Fahrlehrerausbildung stand.

Dieser hinterhältige und feige Anschlag auf den jungen Familienvater markiert den vorläufigen Höhepunkt einer sich seit Jahren munter drehenden Eskalationsspirale im linken Spektrum. Gleichwohl sollte diese Zuspitzung unser Milieu keineswegs überraschen.

Allein die Attacken auf das ehemalige Hausprojekt der Identitären Bewegung in der Adam-Kuckhoff-Str. 16 in Halle (Saale) sprechen Bände über eine politische Szene, die in der Bundesrepublik weitestgehend Narrenfreiheit genießt. In den Netzfundstücke (19) – Linke Gewalt in Halle, Pettibone habe ich die Historie linker Angriffe im Umfeld der AK16 nachgezeichnet und Sezession-Chefredakteur Götz Kubitschek hat in »Maschinenraum, Überraschungslosigkeit, Betrieb« über ihr Ausmaß und die Folgen der von staatlicher Seite »übersehenen« linken Gewalt reflektiert.

Aber auch der Fall des alternativen Gewerkschafters Andreas Ziegler, der im Vorfeld einer »Querdenken«-Demo in Stuttgart mit zwei weiteren Mittstreitern von rund fünfzig Antifas auf brutalste Weise attackiert worden war, hat vor Augen geführt, daß es linksextreme Gewalttäter ganz gezielt auf Leib und Leben Andersdenkender abgesehen haben (Das Bürgernetzwerk Ein Prozent e.V. berichtete hier über den gewalttätigen Anschlag.).

Ziegler ist zum Glück wieder aus dem Koma erwacht und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Doch die Blutspur, die der Linksextremismus durch Deutschland zieht, wird immer breiter und länger. Daß es nunmehr die vierten Fundstücke in einem engen Zeitabstand sind, die sich mit linksextremen Übergriffen auseinandersetzen, ist ein weiterer Indikator für den zunehmend ungezügelten Ausbruch linker Gewaltlust.

Die Dimension linksextremer Gewalt in der BRD und Österreich dokumentiert derweil das Netzportal linke-gewalt.info des österreichischen Freilich-Magazins in extenso. Hier stechen insbesondere die Städte Berlin, Leipzig, Hamburg, Bremen, Frankfurt am Main, Stuttgart und Freiburg heraus, wobei nicht zuletzt der Fall »Lina Engels« (hier der Bericht von Ein Prozent) gezeigt hat, daß der Leipziger Stadtteil Connewitz als Epizentrum linksextremer Strukturen, für die Gewalt ein probates und legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung darstellt,  in Deutschland gelten kann. Der Angriff auf Paul Rzehaczek in Eilenburg, das unweit von Leipzig liegt, stellt das nachdrücklich unter Beweis.

Connewitz steht außerdem exemplarisch für die enge Verzahnung zwischen linken Parteien und gewalttätiger Antifa-Szene: Juliane Nagel, Leipziger Stadträtin und sächsische Landtagsabgeordnete für die Linkspartei, und der Leipziger Grünen-Politiker, Jürgen Kasek, sind diesbezüglich besonders hervorzuheben.

Beide machen keinen Hehl aus ihrer tiefen Verwurzelung im Antifa-Milieu. Ein kurzer Blick auf Juliane Nagels Twitter-Account genügt, um etliche unverblümte Zurschaustellung der eigenen linksextremen Überzeugung zu finden.

Hier wird offen mit dem inhaftierten PKK-Führer Abdullah Öcalan sympathisiert:

 

 

Hier teilt Nagel einen Antifa-Aufruf zur Blockade von »Querdenker«-Autokorsos:

 

 

Und das sind nur Auszüge aus den aktuellen Tweets der LINKEN-Politikerin, die keine Zweifel aufkommen lassen, welche Kontakte Nagel pflegt und welche Politik sie verfolgt. Die jüngste Welt-Reportage der Journalisten Ibrahim Naber und Lennart Pfahler »Extrem Links« verdeutlicht Nagels Funktion innerhalb der linksextremen Szene Leipzigs:

An einem Herbstabend fliegt in Leipzig-Connewitz die Tür einer Altbauwohnung auf. Beamte der Mobilen Einsatzgruppe des LKA Sachsen stürmen die Wohngemeinschat dreier junger Männer in der Brandstraße. (…) Rund zehn Minuten lang durchkämmen die Beamten am (sic!) diesem 5. November 2020 die Wohnung.

Dann taucht im Treppenaufgang eine Person auf. Um 18:20 Uhr, 10 Minuten, nachdem der Einsatz begonnen hat, das notieren Polizisten später, trifft „Frau Juliane Nagel“ ein. (…) Der 42-Jährigen eilt der Ruf voraus, bestens in der linksradikalen Szene der Stadt vernetzt zu sein.

Nagel diskutiert im Treppenhaus kurz mit zwei Polizisten, spricht rund fünf Minuten mit einem der Mitbewohner des Beschuldigten. Dann verläßt sie das Gebäude wieder. Um 18:49 Uhr setzt sie auf dem Kurznachrichtendienst Tweet über die Hausdurchsuchung ab. Kurz darauf fliegen Steine auf die Beamten.

Ferner ist in diesem Zusammenhang die Netzseite des speziellen Bürgerbüros der LINKEN in Leipzig, dem linXXnet, das in derselben Straße wie die am 05. November von der Polizei gestürmte WG liegt, einen Besuch wert. Es ist im letzten Jahr 20 Jahre alt geworden, Zeit für eine Laudatio. Und natürlich bedeutet das auch ein Loblied auf »Jule«:

Ich kenne und erlebe das linXXnet seit seiner Geburtsstunde und genau so lange kenne ich Jule. Und in all diesen Jahren ist sie eine Kämpferin, eine unermüdliche Kommunikatorin, die die ungleichen Kräfte der Schwachen bündelt und ihr gemeinsames Handeln fördert. Ihr Revier ist die Großstadt, genauer: der Stadtteil Connewitz. Dort springen mir ständig neue Aufkleber ins Gesicht.

»Connewitz bleibt rot! Richtig rot!« Aber auch andere. Diese Aufkleber gibt es natürlich im linXXnet. Und – natürlich! – das linXXnet ist undenkbar ohne Jule. Aber: es gibt kein ruhiges Hinterland! Auch darum, dass das nicht nur ein Spruch bleibt, kümmert sie sich zuverlässig Jule.

Auch wenn das bedeutet, die Zwietracht zu bringen. Ob es darum geht, antifaschistische Aktivitäten in der Provinz zu unterstützen, oder ob es darum geht, Solidarität mit von der Abschiebung bedrohten Flüchtlingen zu organisieren: wir werden Jule stets in der vordersten Reihe finden, obwohl sie sich wahrlich nie in den Vordergrund drängelt.

Und ich höre gelegentlich den Satz « Jule ist nie zu Hause!« und möchte gern hier entgegnen: »Doch! Denn das linXXnet ist ihr zu Hause!«

Vor allem zwei Punkte dieser Laudatio stechen im Kontext des feigen Anschlags auf Paul Rzehaczek hervor: »Es gibt kein ruhiges Hinterland!« und die Unterstützung Nagels für die »antifaschistischen Aktivitäten in der Provinz« – die antifaschistischen Aktivitäten in der »Provinz« hat Rzehaczek nun zu spüren bekommen.

Zum Überfall auf Rzehaczek schweigt »Jule«, wen wundert es? Anders Jürgen Kasek, dieser verhöhnt das Opfer:

 

 

Und vermerkt in einem daran angeschlossenen Tweet süffisant, daß die Anspielung auf den »Führerschein« seiner Ablehnung für Automobile entspringe:

 

 

»Bösartig« ist ein noch viel zu schwaches Wort für die Reaktionen Kaseks auf den Anschlag in Eilenburg. Währenddessen tuen es ihm Antifa-Accounts auf Twitter gleich. So zum Beispiel hier die »Antifa Nordsachsen«:

 

 

Sekundiert wird diese Riege der vordersten politischen Front aus Antifa und in linksextreme Strukturen eingebundenen »Lokalpolitiker« von eben jenen Experten, die die Mär von der linken Gewalt gegen Sachen erst groß gemacht haben.

Ein Beispiel dafür ist der Politikwissenschaftler Ismail Küpeli dessen Dissertation über die »Kurdenfrage« in der Türkei von der Rosa-Luxemburg-Stiftung durch ein Stipendium unterstützt wird. Für Küpeli ist die Sache eindeutig:

 

 

Was »Antifa ist Handarbeit!« bedeutet, das erleben etliche Konservative und Rechte in der Bundesrepublik ständig: Zerstörte Wahlkampfstände, angezündete Autos, bedrohte Wirte, Sprengstoffanschläge, Handgreiflichkeiten, eingeworfene Fensterscheiben, Faustkämpfe etc.

Den Worten Küpelis schließt sich die linke Spiegel-Kolumnisten, Margarete Stokowski, an, wenn Sie hier »Es kann nicht genug Antifa geben« fordert. Stokowski weiter:

Die Antifa leistet in Deutschland einen ganzen Haufen Bildungs-, Informations- und Mobilisierungsarbeit, die dazu beiträgt, dass es in diesem Land nicht noch düsterer wird, und wer all das ausblendet, hat entweder schäbig recherchiert oder will es nicht besser wissen.

Diese im politmedialen Establishment weitverbreitete Haltung ist derweil tief in die staatlichen Stellen eingedrungen. Linksextreme Straftaten werden nur insuffizient verfolgt. Meistens laufen die Ermittlungen ins Leere bzw. man bemüht sich nicht sonderlich, daß es zu einer restlosen Aufklärung der Verbrechen kommt.

Das Problem der nur unzureichenden Ermittlungsarbeiten im Kontext »Linksextremismus« rührt auch daher, daß sich der Staat bei einer kompromißlosen Verfolgung linker Straftaten als Ergebnis unangenehme Fragen gefallen lassen müßte. Denn die Spur, die zu den Tätern führt, wäre gesäumt von etlichen Projekten, Vereinen und Initiativen, die aus dem eine Milliarde schweren »Demokratie leben!«-Topf der Bundesregierung gefördert werden.

Warum verkehrten die Täter regelmäßig in staatlich unterstützen »Jungendprojekten«, in denen linksextremes Gedankengut zum guten Ton gehört? Warum fördert der Staat »Jugendhäuser«, die als Rekrutierungsstätten für Antifa-Gewalttäter fungieren? Diese und noch viele Fragen mehr würden unweigerlich noch drängender gestellt werden.

Eine konsequente staatliche Ermittlung würde bedeuten, daß man letzten Endes gegen sich selbst ermitteln müßte und so den zur Beute gewordenen Staat zur Kenntlichkeit entstellen würde. Da verwundert es nicht, daß die staatlichen Stellen im Freistaat Sachsen nach dem Angriff auf Paul Rzehaczek lediglich halbherzig auf Ermittlungen der »SoKo LinX« verweist.

Auch die die Medien haben kein Interesse daran, daß diese feinjustierte und gut geölte Maschinerie aus dem Takt kommt. Und so blieben die medialen Reaktionen auf den feigen Angriff verhalten – keine Aufregung, keine Entrüstung und natürlich keine Aufrufe zu mahnenden Lichterketten oder ähnlichem.

Überregional fand der Anschlag eigentlich nicht statt: Bis auf den MDR, wenn man ihn denn zu den überregionalen Medien zählen möchte, griff ihn kein Medienhaus in relevanter Weise auf. Dabei fiel zudem auf, daß man , abgesehen von den Boulevard-Blättern Bild und Tag24, in den Meldungen zur Tat vage blieb und somit ihre Schwere herunterspielte.

Zum Vergleich hier die Meldung des MDR:

Nach dem Angriff auf einen 30-Jährigen in Eilenburg ermittelt die Soko Linx des Landeskriminalamtes. Wie das Landeskriminalamt mitteilte, hatten sich am frühen Donnerstagmorgen mehrere Unbekannte als Polizisten ausgegeben und waren in die Wohnung eines Mannes eingedrungen. Nach Angaben des Landeskriminalamtes griffen sie den 30-Jährigen an und verletzten ihn. Anschließend flüchteten sie. Das Opfer konnte die Polizei alarmieren und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Und hier die der Bild:

Falsche Polizisten sollen in Eilenburg bei Leipzig vermummt eine Wohnung gestürmt und den Mieter (30) krankenhausreif geschlagen haben! Das Opfer: Paul Rzehaczek, Bundesvorsitzender der NPD-Jugendorganisation Junge Nationalisten (JN).

(…) Nachdem die Männer von Nachbarn in das Mehrfamilienhaus gelassen wurden, drangen sie in die Wohnung ihres Opfers ein. Nach BILD-Informationen musste sich der Chef der Jungen Nationalisten Sachsen auf den Boden legen, dann zertrümmerten die Täter ihm mit einem Hammer beide Fußgelenke, verletzten ihm am Kopf und besprühten ihn mit Reizgas.

Während die Bild die Tat explizit schildert, ist der MDR um Bagatellisierung bemüht.

Insgesamt konnte man, wie zu erwarten, das gewohnte Spiel beobachten, das ich in den obig bereits erwähnten »Netzfundstücken (19)« folgendermaßen beschrieben habe:

Derlei Taten werden von Medien und Politik geflissentlich unterschlagen oder als mutige Akte des Widerstands verklärt. Besonders abstoßend ist ein jüngster MDR-Bericht, der über "rechte Gewalttäter" fabuliert, Anwohner und radikale Linke einfühlsam nach potentiellen, also mithin fiktiven Bedrohungen befragt, aber mit keiner einzigen Silbe die Gewaltkulisse ganz realer linker Täter gegenüber patriotischen Strukturen erwähnt. Wenn man sich vergegenwärtigt, daß Journalisten bei radikallinken Protestaktionen vor der AK16 immer wieder beim freundlichen Gespräch mit Linksextremen gesehen werden, wird einiges klarer.

Ganz in diesem Sinne können sich die Linksextremen aus Halle also gewiß sein, ein „breites Bündnis“ der sogenannten „Zivilgesellschaft“ im Rücken zu haben – und die seltenen Ermittlungen gegen militante Antifaschisten werden im Normalfall aufgrund mangelnder Beweise und fehlenden öffentlichen Interesses eingestellt. Man ist Teil einer »konformistischen Rebellion«, und als solcher Teil wird man benötigt.

Normalerweise wäre das die Zeit und die Aufgabe eines der größten Akteure außerhalb der »konformistischen Rebellion«, der AfD, hier in die Bresche zu springen und mit aller Macht dafür zu sorgen, daß diese linksextremen Umtriebe die Aufmerksamkeit bekommen, die es benötigt, damit sie ein Ende finden.

Doch was macht die Partei – selbst ständiges Ziel von Antifa-Angriffen – im Angesicht dieses abstoßenden Anschlags: Sie bekleckert sich keineswegs mit Ruhm und schweigt vornehmlich. Abgesehen von ein paar positiv hervorzuhebenden Solidarisierungen von AfD-Akteuren regiert peinliche Stille. 38 Landtagsabgeordnete hat die AfD in Dresden – nur ein einziger, Sebastian Wippel, äußerte sich bei Facebook überhaupt zur Causa Eilenburg!

Der sächsische AfD-MdB Jens Maier sticht indes mit einem Video heraus und trägt wenigstens etwas zur Ehrenrettung seiner Partei bei:

Es bleibt an dieser Stelle nur mit den Worten des Bürgernetzwerks Ein Prozent zu schließen, die prägnant auf den Punkt gebracht haben, welche politische Strategie angesichts der Eskalation linker Gewalt für unser Lager in Zukunft unabdingbar ist:

Wer jetzt überlegt, ob er diese Meldung tatsächlich teilen kann, teilen darf, weil das Opfer einer Jugendorganisation vorsteht, die mit der NPD verbunden ist, dem sei gesagt: Distanzierungen schützen nicht vor der Gewalt dieser Subjekte. Heute trifft es einen »Jungen Nationalisten«, morgen vielleicht schon »Querdenker«, AfD-Abgeordnete oder konservative Lebensschützer. Der totalitäre Antifaschismus kennt nur Feindbilder, keine Nuancen. Dementsprechend muss ihm begegnet werden, bevor es Tote gibt.



Kommentare (40)

Auf Sehrohrtiefe

13. März 2021 16:42

Herzlichen Dank für diese wie immer wichtigen Berichte und Informationen, die zu Reflektion und Tat Anlaß geben.

Haben Sie Kenntnis von einem Spendenkonto, um Herrn Rzehaczek und seine Familie zu unterstützen?

RMH

13. März 2021 17:18

1.

Die Logik der Taten ist klar:

"Wer Rechter/Nazi und damit Ziel eines Angriffs sein darf, bestimmen wir." Und mit jeglicher Solidaritätsbekundung zum Opfer erklärt sich der Bekunder automatisch selber zum Nazi. Damit hält dann jeder sein Maul, um nicht in die Nähe der NPD gerückt zu werden. Das ist die Funktion von Terror.

RMH

13. März 2021 17:20

2. Die Antwort darauf soll nach dem Duktus dieses Textes jetzt offenbar sein, dann lassen wir eben alle in unsere Wagenburg der "Solidarität" rein, in dem wir von "unserem Milieu" und "Nuancen" sprechen, wenn es einen NPD Kader traf. Dazu sage ich klar nein. Ein JN-Mann ist nicht mein "Milieu", er ist auch nicht nur eine "Nuance" weit von mir entfernt, nur weil der Gegner mich mit auf Liste setzt. Und wenn 40 NPD-Kader erschossen werden und ich als Einundvierzigster, dann ist es immer noch nicht "mein Lager", "meine Seite". In totalitären Strukturen stirbt am Ende "jeder für sich allein" (Fallada).  Der Skandal ist, dass unser Rechtsstaat komplett versagt, dass sich Teile der "Etablierten" mit Tätern hämisch solidarisieren (diese unterstützen) und verbal Opfer verhöhnen etc. Das darf man skandalisieren und das sollte die letzte parlamentarische Opposition auch weiterhin tun, wohlwissend, dass man ihr dies in solchen konkreten Fällen als "Solidarisierung" und "Brückenschlag zur NPD", gleich wieder verdreht. Aber das ist das Berufsrisiko jeder Opposition. Die NPD und ihre weiteren Kader und Umfelder zum eigenen Milieu zu zählen oder besser zu erheben, erfordert diese Skandalisierung aber nicht, denn damit ginge die Rechnung der Täter dann komplett auf.

Niekisch

13. März 2021 17:28

Erschütternd....danke für den Bericht. Er innert mich an bürgerkriegsähnliche Zustände zur BT-wahl 1969. Und jetzt gehe ich auf twitter und twittere Kasek, Küpeli pp einen, der sich gewaschen hat...

Niekisch

13. März 2021 18:31

@ RMH: Paul Rzehaczek hat als Opfer politisch motivierter Gewalt meine volle Solidarität, da ich jegliche Gewalt ablehne. Wer darüber was denkt, das ist mir scheißegal. Die Rechnung der Täter geht ganz besonders dann auf, wenn wir aufrechte junge Deutsche, die das Vaterland noch lieben, in ihrem Blut liegen lassen...

Solution

13. März 2021 18:46

Danke für den Artikel. Selbstverständlich genießt das Opfer auch meine Solidarität. In dieser Lage sich zu distanzieren, ist mehr als erbärmlich. Die AfD versagt auch hier auf ganzer Linie. Mit ihr die servilen "feinen Konservativen".

tearjerker

13. März 2021 19:02

Die linke Szene ist ganz offen von NGOs, Parteien und den Gewerkschaften gekauft und zusätzlich von Polizei und in- und ausländischen Diensten unterwandert und gesteuert. Die Chance der Aufklärung ist deshalb relativ hoch. Sollten verdeckte Strukturen den Zugang zu den Tätern erschweren, könnte auch die organisierte Kriminalität eine Rolle spielen. Man wird in alle Richtungen ermitteln, ausser natürlich in den Tabuzonen.

brueckenbauer

13. März 2021 20:15

Dem Antifaschismus muss überhaupt nicht "begegnet" werden, schon gar nicht mit dem ewigen Gejammer über die Schlechtigkeit der Linken. Sondern zuerst einmal müssen Strukturen für Schutz und Unterstützung der eigenen Leute geschaffen werden. Da sind die NPDler (und die Leute rechts von der NPD!) einfach besser aufgestellt, z.B. was Rechtsberatung oder Gefangenenhilfe angeht. Da gibt es eben Organisation, und dadurch wird aucb aus Erfahrungen gelernt.  - Hier gibt es gerade mal ein Hausprojekt; und das wird so "abgewickelt", dass man nichts erfährt, nichts daraus lernt und nichts besser machen kann; obwohl fast jeder weiß, dass wir Häuser in allen Städten brauchen würden. (Dank an tiuri, der das schon im Dezember 2019 monierte. Und natürlich Dank an "Auf Sehrohrtiefe", der in unserem momentanen Zusammenhang die entscheidende Frage gestellt, aber keine Antwort bekommen hat.)

Laurenz

13. März 2021 22:48

@brueckenbauer

Die NPD ist mittlerweile politisch völlig irrelevant. Es ist auch zweifelhaft, ob der VS noch die NPD finanziert. Das sind keine 3.000 Mitglieder mehr. Ein Angriff auf einen NPD- oder JN-Vertreter hat also eher interne propagandistische Zwecke bei der Antifa, was natürlich keine Legitimation für Gewalt ist. Aber stellen Sie Sich vor, die 2- oder 3.000 NPD-Hanseln gäbe es nicht, dann müßten wahrscheinlich Rentner oder wer auch immer herhalten. Die Antifa besteht, wie auch die parlamentarische Einheitsfront, nur noch aus dem Kampf gegen einen imaginären Feind oder Teufel. Es gibt gar keine Faschisten. Nur würde das einer laut sagen, bräche das ganze linke Konstrukt zusammen und auch der Relotius wüßte nicht mehr, worüber er schreiben sollte.

Solution

13. März 2021 22:54

@ brueckenbauer 

Ja, so ist es. Wo bleibt die "Blaue Hilfe"? Das könnte EinProzent organisieren. Die haben bereits einige Erfahrung darin. Ich bin mir sicher, daß hier beträchtliche finanzielle Mittel generiert werden können. 

Allerdings muß der Antifa schon "begegnet" werden. Auch im Rahmen des Gesetzlichen gibt es da jede Menge Möglichkeiten. Man muß nur ein wenig nachdenken und selbst initiativ werden. Handlungsmöglichkeiten eröffnen sich, wenn man deren Handbücher liest. Den legalen Teil an Aktivitäten sollte man sich genau anschauen.

Für mich hat das Antifa-Problem höchste Priorität.

deutscheridentitaerer

13. März 2021 23:37

"Und jetzt gehe ich auf twitter und twittere Kasek, Küpeli pp einen, der sich gewaschen hat..."

Nichts gegen Sie, Niekisch, aber das zeigt doch leider alles.

Herold

13. März 2021 23:51

@brueckenbauern: Genau das, was du vorschlägst, versuche ich schon länger, recht erfolglos hier im tiefsten, saturierten CDU-Westen. Und das ist auch genau das, was mit "Begegnen" gemeint ist. Gegenstrukturen.

Eine Rekapitulation des Hausprojektes in Halle würde mich auch interessieren.

Man kann der JN übrigens spenden oder eine Fördermitgliedschaft eingehen.

Dieter Rose

14. März 2021 11:24

Antifaschismus halt.

Mir liegt eine Faksimile-Ausgabe der ersten Ausgabe der "Schwäbischen Zeitung" nach dem Krieg vom 4. Dezember 1945 vor.

Da heißt es unter "Nachrichten aus dem Kreis Ravensburg":

"Stadt Ravensburg

Antifaschistische Großkundgebung. Eine solche hat kürzlich im Konzerthaus stattgefunden, das die Zuschauer kaum zu fassen vermocht hat. In überaus klaren Darlegungen sprachen die beiden Redner, Herr Landrat B e n d e l und Herr Karl B ü c h s e n m a n n. Sie ernteten für ihre Ausführungen verdienten Beifall. Zum Schluß nahm noch kurz das Wort Herr Oberpostinspektor K ü b l e r."

Aus welchen Organistaionen stammten wohl diese Antfaschisten? Hätten die auch so zugeschlagen?

Niekisch

14. März 2021 11:54

@ deutscheridentitärer 13.3. 23:37: Was alles zeigt das? 

1. Ruhrpott-Eilenburg = 480 km

2. Spendenkonto noch nicht bekannt

3. Dissidentischer Grundsatz: A l l e   Fronten abdecken..

Also: Helfen Sie mir bitte zu verstehen...

"Für mich hat das Antifa-Problem höchste Priorität."

@ Solution 13.3. 22:54: Können wir uns auf die geschichtspädagogische Hirnwäsche einigen? Dann erledigt sich das Antifa-Problem gleich mit...

Dietrichs Bern

14. März 2021 12:18

@RMH: 

Ich lese hier noch nicht lange genug mit, um solche Artikel einschätzen zu können. Ist das letztlich des Pudels Kern, der Grund auf dem das hier eigentlich gebaut ist?

Volksdeutscher

14. März 2021 12:41

Auch in den 80-ern existierten schon linke Slums mitten in der Stadt, so z.B. in Nürnberg und hießen KOM. Sie waren damals genauso vernachlässigt, stinkig und keimig wie heute Leipzig-Connewitz, wo das verlotterte linke Gesindel haust: besprühte, zerstörte Hauswände, wohin die Augen nur schauen. Die Linken können nicht nur nicht wirtschaften - sie haben auch einen abgrundtiefen Haß auf Kunst und Schönheit, sie fühlen sich nur im Dreck und Häßlichkeit wohl. Nach wie vor unvorstellbar, daß rechte Gruppen und Vereine sich einer solcher Toleranz erfreuen dürften wie der durch die bundesdeutsche Medien und Politik herangezüchtete linke Abschaum. Das Leipziger Kirschberg-Haus, Treffpunkt rechter Jugendlicher sollte verschwinden, aber in Connewitz traut sich die Polizei nicht wirklich blicken. Es gibt noch andere Mythen wie z.B. daß Intellektualität an links geeicht sei. Und wer links stehe, sei laut Mythos gut, menschlich, sozial, kritisch.... Im Falle einer Machtwechsel muß in linken Vierteln hart durchgegriffen und auch das von ihnen gelebte Zeckenwesen ausgetrocknet werden: das Herumlungern, die parasitäre Lebensführung, das Betteln und Herumliegen vor Einkaufsmärkten. Sie müssen zur Arbeit gezwungen werden.

Volksdeutscher

14. März 2021 12:51

@RMH - Sie haben es richtig erfaßt und zusammengefaßt. Aber so funktioniert nicht nur Terror. So funktioniert eben auch Feigheit. Wenn ich die Kontaktdaten von Herrn Rzehaczek und seiner Familie hätte, würde ich mich ebenfalls durch eine Spende erkenntlich zeigen.

Gotlandfahrer

14. März 2021 13:03

Ein Terrorakt, der an Niedertracht noch nicht überboten wurde. Dem Opfer und seiner jungen Familie wünsche ich Kraft, Familie und gute Freunde, um das zu überstehen. Ich gehe davon aus, dass man uns hier in Kenntnis setzt, wenn die Familie finanzielle Unterstützung benötigt.

Noch ein Wort zum Vorgehen: Die Nutzung der Verkleidung zeigt vielerlei: Neben hochprofessioneller Vorbereitung und finanzieller Ausstattung, der Sicherheit, in der dies kommunikativ zuvor ablaufen kann vor allem auch: Die gezielte Nutzung dieses Symbols der Polizeiverkleidung ist Ausweis eines strategischen Zersetzungskonzeptes, das man auszudenken in Connewitz zu blöde ist. Man hätte sich ja auch als DHL-Bote ausgeben können. Hier haben nicht nur Chaoten gehandelt, hier wurde ein psychologisches Signal gesetzt. Das lautet: Niemand kann hier mehr auf irgendwas vertrauen.

Der Führungsoffizier Fremde Staatszersetzung West wird zufrieden an sein Oberkommando berichten können, dass alles läuft. 

Es zeigt sich mehr und mehr unverhohlen die neue Herrschaft, die unter dem Banner des Fortschritts diejenigen einsammelt, die noch nie die Voraussetzungen ihrer Freiheit verstanden hatten. So wird Prügelstrafe, Foltern, Rädern und Vierteilen aus höheren Glaubensgründen genauso wieder hoffähig, wie das Lehenswesen, denn Zuteilung über Quote an die eigene Handlangerschaft ist ebenfalls nichts anderes. Willkommen im  digital überwachten Mittelalter.

 

Rheinlaender

14. März 2021 13:07

Solidarität bedeutet laut Definition "unbedingtes Zusammenhalten mit jemandem aufgrund gleicher Anschauungen und Ziele". Martin Lichtmesz verweigerte sich hier noch jeglichen Forderungen nach Solidarität mit den Vulgärlinken von "Charlie Hebdo", nur weil dieses Blatt vom gemeinsamen Feind angegriffen wurde, weil man eben andere Ziele hat. Warum also sollte man sich mit den Vulgärrechten von den JN solidarisieren? Ich möchte dem Opfer und seiner Familie unabhängig davon alles nur erdenkliche Gute wünschen und der Polizei viel Waidmannsheil.

Volksdeutscher

14. März 2021 13:49

@Laurenz - Natürlich hat die NPD nichts zu melden. Aber unabhängig von der Zahl ihrer Mitglieder und Wähler ist sie eine rechte Partei mehr. Auch sie sind Deutsche, auch sie sind Patrioten, auch sie lieben dieses Land. Gerade der Umgang mit ihnen zeigt, wie tief das Elend des angezüchteten deutschen Selbsthasses sitzt: an ihnen tobt er sich wie sonst nirgends aus. Auch manche ehrenwerte Konservative können es nicht sein lassen, sich von ihnen zu distanzieren. Erhoffen sie sich davon Lob des deutschfeindlichen Systems? Denn das Wort "National" in ihrem Namen ist an sich schon der größtmögliche Störfaktor, der in der deutschen Politik denkbar ist. "Hänsel" ist außerdem eine Form der Abgrenzung. Wäre ich jedoch einer von jenen Konservativen, die sich hochgeehrt fühlen, ein Heft eines ehemaligen Kommunisten vorstellen zu dürfen, die aber jedes Mal die Nase rümpfen, wenn es um Patrioten der NPD geht, könnte ich die Bücher von Thor von Waldstein nicht guten Gewissens in die Hand nehmen, geschweige denn ihm in die Augen schauen. Aber sie können offensichtlich Beides.

Wenn die NPD oder die AfD nicht wäre, fände der linke Abschaum eben andere Zielpunkte, die sie zu "Nazis" erlären würde. Früher mußten auch CSU-ler und CDU-ler sich vorwerfen lassen, sie seien "Nazis". Diese eifrige, fiebrige Suche nach feindlichen Objekten kommt bei den Linken einer "Arbeitsbeschaffungsmaßnahme" gleich.

Martin Lichtmesz

14. März 2021 14:05

@Rheinlaender

Das "Vulgäre" ist mitnichten der Punkt. Warum Charlie Hebdo teilweise geerntet hat, was es selbst gesät hat, habe ich lang und breit ausgeführt, und das Niveau des Humors war noch der geringste Grund, warum sich meine Sympathie hier in Grenzen hält. CH war neben vielen anderen Dingen einer dezidierter Feind der Rechten. Auch die Sorge um die "Meinungsfreiheit" als gemeinsamer Nenner war hier keineswegs gegeben, wie ich ebenfalls lang und breit ausgeführt habe. 

Dieser niederträchtige Angriff auf einen JN-Aktivisten ist jedoch Symptom einer beunruhigenden Brutalisierung, die vor anderen Teilen des Spektrums nicht haltmachen wird. Antifas unterscheiden nicht zwischen "vulgären" und "nicht-vulgären" Rechten, für diesen Trupp sind wir alle "Nazis", bis hin zu Steinbach, bis hin zu Seehofer und Sarrazin. Es wäre daher geradezu zu dumm, bei einem derart ernsten Übergriff die Solidarität zu verweigern.

RMH

14. März 2021 15:11

Man kann dieses Vorgehen der Antifa nur verurteilen. Aber nur, weil die Antifa bewusst alles wahllos zum Abschuss freigibt, muss man sich noch lange nicht in einen Topf freiwillig werfen lassen bzw. freiwillig in den gleichen Topf springen. Das ist doch genau das, was die wollen.

Solidarität ist ein ausgeleierter, bis zur Konturlosigkeit ausgelutschter linker Begriff - mit wem und was sollte man in den letzten 70 Jahren nicht alles "solidarisch" sein?

Ich bin nicht solidarisch mit JN und NPD Kadern, genauso wenig, wie ich solidarisch mit Grünen bin, die von Polizisten von besetzten Bäumen geschüttelt werden (der Vergleich hinkt schwer, ist klar), würde aber, wenn es mein Nachbar etc. wäre, einer konkret betroffenen Person rein menschlich in solchen Fällen selbstredend - soweit in meinem Möglichkeitsbereich - Hilfe nicht verweigern. Das hat rein gar nichts mit "Solidarität" zu tun, sondern mit normaler, mitteleuropäischer Standardmoral. Und genau diese hat man auch politisch einzufordern. Gewalt ist ein Tabubruch und es gehört sich einfach nicht, Häme und Spott zu verbreiten, wenn jemand Opfer von Gewalt wird.

Hier auf diesen Seiten wird gerne trennscharf gearbeitet und argumentiert. Und um an die aufgegriffene C.H. Debatte anzuknüpfen, ich bin selbstverständlich nicht JN-Rzehaczek und muss es auch nicht sein, um glaubwürdig Antifa-Gewalt verurteilen und bekämpfen zu können.

 

 

Laurenz

14. März 2021 17:00

@Volksdeutscher

Die NPD ist quasi nicht existent. Selbst Wölfersheim war mal.

Martin Lichtmesz

14. März 2021 17:10

@RMH  Wenn sie gewalttätig von denselben Gestalten angegriffen werden, die auch mich im Visier haben, dann bin ich selbstverständlich "solidarisch mit JN und NPD Kadern". Das wäre ich auch mit, sagen wir, Erika Steinbach, die auch schon Antifa-Attacken und Kontokündigungen erfahren hat, obwohl mich auch von ihr etliches trennt. 

Niekisch

14. März 2021 17:14

"Ich bin nicht solidarisch mit JN"

@ RMH 15:11: Ich habe mal gekramt und eine Werbe-Single der Jungen Nationaldemokraten (JN ) von Ende der 60iger/Anfang der 70iger Jahre gefunden. Es musizieren und singen darauf Ingo Halberstadt, Bernd Dröse (tot) und Wolfgang Warmont. Vielleicht kennt hier jemand noch diese Namen und erinnert sich:

"Vorwärts, vorwärts, für ein einiges Land,

für ein einiges Vaterland,

darum leisten wir Widerstand!

 

Wir kämpfen gegen rote Reaktion,

gegen kapitalistisches Monopol,

wir fordern Freiheit für unser Land,

darum leisten wir Widerstand!

 

Unter deutschem Nationalismus vereint

stehen wir zu Gemeinschaft 

und Chancengleichheit,

gegen Ausbeuter und gegen Klassenkampf,

darum leisten wir Widerstand!

 

Weil Sozis verrieten unser Land,

CDU, weich wie Butter, zergeht in der Hand

der roten Reaktion,

darum nationale Revolution!

 

Jugendlicher Überschwang und nicht besonders poetisch, aber inakzeptabel?

 

Der_Juergen

14. März 2021 17:26

Guter Artikel. Ich habe auf Sezession auch keine andere Reaktion auf diesen erbärmlich feigen Überfall erwartet.

Zur NPD: Ich habe mehrere grundsnständige Mitglieder dieser Partei kennengelernt, doch leider  gibt es in ihr auch etliche geistige Nieten, die genau dem von der Journaille gezeichneten Zerrbild vom primitiven Rechten entsprechen und die sich der Journalistenmeute womöglich noch freiwillig als "braune Springteufel" (Lichtmesz) zur Verfügung stellen. 

Wie dem auch sei, jedenfalls gebührt dem von Verbrechern misshandelten Familienvater unsere volle Solidarität.

 

imwerk

14. März 2021 17:52

@ RMH Man schämt sich schon ein wenig für das, was Sie hier schreiben. Niemand fordert ernsthaft Solidarität mit der NPD oder den JN. Und Solidarität ist auch kein »ausgeleierter linker Begriff«. Wenn Sie nicht verstehen, daß dieser Angriff (wie oben mehrfach beschrieben) uns allen gilt – und daß unsere Solidarität dieser Tat etwas den Sinn nehmen kann, weil linksextreme Gewalt dann nämlich nicht Angst und Resignation zur Folge hat, was diese beabsichtigt, sondern im Gegenteil eine Stärkung bewirkt.

Zum Thema Kasek habe ich den Verdacht, daß ihm Unrecht getan wird. Er ist bei weitem nicht so ein Kaliber wie Juliane Nagel. Wahrscheinlich wird der nicht mal von Connewitzer Linksextremisten für voll genommen. Neben großen orthographischen Schwierigkeiten (kann man auf seinem Blog nachprüfen) steht ihm wahrscheinlich eine Art narzißtischer Persönlichkeitsstörung dabei im Weg, ein netter Zeitgenosse zu sein. Man muß den wirklich nicht weiter beachten (und damit aufwerten).

Solution

14. März 2021 17:55

@ Martin Lichtmesz @ Volksdeutscher

Volle Zustimmung. Heute die, morgen wir.

Solidarität mit Opfern bedeutet nicht, daß man mit den Zielen jeglichen Opfers 100% übereinstimmen muß.

@ Niekisch

Verstehe Sie nicht ganz.

Monika

14. März 2021 18:04

1. Martin Lichtmesz hat Recht.

2. Wenn man denn will, kriegt man die Kontonummer von Herrn Paul R. schon raus.

3. Im neuen Buch von Juli Zeh „Über Menschen“, entdeckt Dora, die eher linke Protagonistin, in einem Rechtsextremen einen liebenswerten Menschen. Juli Zeh im Interview mit der NZZ: „Wenn jemand ‚Menschheit‘ sagt, geht bei mir die Alarmanlage los.“Das erinnert irgendwie an C.S.

https://nzzas.nzz.ch/kultur/schriftstellerin-juli-zeh-zu-ihrem-neuen-roman-ueber-menschen-ld.1606346

4. Wenn Jürgen Kasek von einem Rechtsextremen je die Gelenke zerschmettert würden , was Gott verhüte, würde ich ihm etwas spenden.

Monika

14. März 2021 18:32

Das neue Buch von Juli Zeh „Über Menschen“ klingt für mich interessanter als das Buch „Krass“ von Martin Mosebach. Auch schreibt sie bewusst  nicht in kunstvoller Sprache, also wieder so einfach wie als Kind. Das wäre ein Vergleich mit Mosebach wert.

Ich bin gespannt auf Ellen Kositzas Rezension.

https://nzzas.nzz.ch/kultur/schriftstellerin-juli-zeh-zu-ihrem-neuen-roman-ueber-menschen-ld.1606346

Volksdeutscher

14. März 2021 22:20

@RMH - Solidarität ist kein linker Begriff, sondern einer, den jeder verwenden kann. Jeder kann bis zu einem gewisen Grade selbst definieren, was er unter Solidarität versteht und zu wem er sich solidarisch verhält. Ich möchte Sie nur daran erinnern, daß auch die polnische Solidarność als eine quasi rechte Bewegung begann und und den Anfang vom Ende des real existierenden Sozialismus einläutete. Äußerst wenige Linke haben sich mit ihr solidarisch erklärt. Aus gutem Grund.

Es geht dabei nicht nur um Ablehnung von Gewalt: kein Linker verhält sich zu anderen Linken so widerlich und schnöde, wie manch ein Rechter sich zu anderen Rechten verhält. Das System - der lachende Dritte - reibt sich die Hände, die Saat des "divide et impera" ist aufgegangen. Das zu verstehen ist jedoch zu hoch für manche konservativen Herren. Und das Erbärmlichste und Lächerlichste dabei ist, daß sie auch noch naiverweise erwarten, daß das System sie aufgrund ihrer Abgrenzung zu anderen Rechten ihnen einen Persilschein ausstellt.... Da glotzen sie mit naiven Kulleraugen und verstehen die Welt nicht mehr, warum sie dann noch genauso bekämpft werden, als wäre ihre biedere, schnöde Abgrenzung nicht erfolgt.

Elvis Pressluft

14. März 2021 23:38

Ähm, hat jemand die Nachrichten des heutigen (Wahl-) Abends verfolgt? Ich schätze, wir werden das noch andernorts ausdiskutieren, aber klar ist m.E.: 1) Die Mehrheit der BRD-Wahlberechtigten will die Öko-Diktatur, will den vorgezeichneten Weg in den totalen-totalitären Staat und sympathisiert mit den Kräften, die Gewaltakte wie den hier geschilderten durchführen und/oder mit zynischen Kommentaren begleiten. An der nächsten Bundesregierung werden definitiv die Grünen beteiligt sein – und was das bedeutet, braucht man niemandem hier zu erklären. 2) Die AfD hat ihre Stunde gehabt; sie wird an dieser Entwicklung, bundesweit allemal, nichts ändern. Mancher mag es positiv aufnehmen, daß die Partei als eine wahrnehmbare politische Kraft noch (!) besteht, aber abgesehen davon ist das Thema einfach durch. Der parlamentarische Ansatz ist gescheitert. Es ist auch irrelevant, ob Meuthen irgendwann demissioniert und die patriotischen Kräfte in der Partei – bei allem schuldigen Respekt für sie – vielleicht ein wenig an Einfluß gewinnen. 3) Was bleibt, ist Arbeit, geistige Arbeit allererst, vielleicht auch „Handarbeit“. Wer daran keinen Geschmack hat, dem wird die Arbeit aufgezwungen werden. Die Wahl, dazu Nein zu sagen, ist ein Luxus, den manche schon jetzt nicht mehr haben und den absehbar wir alle nicht mehr haben werden.

Solution

14. März 2021 23:58

Und wieder haben bei den Wahlen 90% die Systemparteien gewählt. Wie von mir und anderen vorausgesagt: eine krachende Niederlage der AfD. Wann stellt die eigentlich fest, daß die "letzte evolutionäre Chance" vertan ist?

 Danke, Meuthen, danke Cuckservative.

Der_Juergen

15. März 2021 00:11

Für mich ist jeder ein Verbündeter, der für das Überleben der weissen Menschheit und ihrer Kultur kämpft, aber auch jeder,der, ungeachtet seiner Einstellung zu anderen Fragen, den Great Reset bekämpft - die furchtbarste Drohung, der sich die Menschheit in ihrer Gesamtheit je gegenübersah. Somit betrachte ich als europäischer und deutscher Nationalist (natürlich nicht Chauvinist!) ein NPD-Mitgled zunächst einmal als Bundesgenossen und bin mit ihm solidarisch, immer vorausgesetzt, der Betreffende begeht keine sinnlosen Provokationen, die nur dem Feind nützen. Wäre ich Russe, würde ich auch die Stalin-Anhänger zu meinen Verbündeten zählen, weil sie gegen denselben Feind kämpfen wie wir europäische Patrioten im Westen. Tiefgreifende Meinungsunterschiede in weltanschaulichen und historischen Fragen würden daran nichts ändern. Über Stalin soll, wie über Hitler oder Mussolini oder Napoleon, jeder denken, was er will. Entscheidend ist, wie er die HEUTIGE Lage beurteilt. 

Gotlandfahrer

15. März 2021 02:11

Das Hinunterstreichen am Kommentarfaden ist ernüchternd, auch nach ner Flasche Wein. Da muss der Unterschied zw. NPD und Charlie Hebdo erklärt werden. Die Präzedenzlosigkeit der Großwetterlage trübt einigen den Blick für die Verhältnisse. Wie jemandem, der auf seine Stümpfe frisch amputierter Beine starrt und fragt, wann er ins Fussballtraining einsteigen kann.
Der eigentliche Aspekt an dem Gewaltakt ist nicht, wem er gegolten hat oder wen er züchtigt. Sondern die mit allem Anderen zum Ausdruck gebrachte Nichtexistenz unserer Republik. Niemand wird ernsthaft belangt, Empörung ist nicht statthaft und zeitgleich verprügeln in staatsbürgerliche Blindheit dressierte Jungbullen in „echten" Uniformen Alte und Schwache, die Grundrechte wahrnehmen wollen. Spaltung soll überwunden werden, in dem die Abgespaltenen verschwinden. Es ist Krieg. Und er wird mit neuesten Waffen geführt. Das sind nicht die ballistischen. Er wird gegen uns geführt, selbst gegen die, die nicht wissen, was sie tun. Der Gegner weiss um unsere Schwächen, wie die hier teilweise lesbaren Reaktionen. Er hat wenige entscheidende Druckpunkte im Gefüge gekauft oder durch gezielte Förderung Hilfloser für sich eingelullt. Es funktioniert, weil so nie dagewesen. Mein Nachbar, braves CDU-Mitglied, Erbe eines mittelständischen Unternehmens, ernsthaft in Schwierigkeiten, sagt angesichts der beschissenen Lage: Naja es ist ja aber auch eine Chance, die Karten werden neu gemischt….

 

Volksdeutscher

15. März 2021 04:05

So eben besuchte ich die Website der AfD.... Hätte ich das lieber nicht getan! Da sind zwei dieser gesinnungstüchtigen AfD-Politiker abgebildet, die breitlippig und zu wiederholtem Male die langweilige Phrase herunterleiern, daß "es in der AfD keinen Platz für Holokaust-Verharmloser gebe". Wie? Ist es das gegenwärtig größte Problem Deutschlands? Nicht, daß ich ihnen das nicht glaube. Aber besäßen sie Mut, Ehrlichkeit und Rückgrad, würden sie etwas Anderes fordern, nämlich, daß "es in der deutschen Demokratie keinen Platz für die Aushebelung der wissenschaftlichen Forschungsfreiheit, der Meinungs- und Redefreiheit geben dürfe". Wir warten vergeblich, wenn wir naiverweise glauben, daß wir das aus dem Munde dieser Herren jemals hören werden. Wieviele solche ultimativen Langweiler gibt es in der AfD mittlerweile? Die wissenschaftliche Forschungsfreiheit, die Meinungs- und Redefreiheit sind jeoch Teile unserer europäischen Zivilisation. Wir dürfen nicht zulassen, daß sie von irgendwelchen Leuten in Frage gestellt und abgeschafft werden, weil sie Angst vor der Wahrheit haben. Und nicht zuletzt, daß diese Leute bestimmen, was wir im eigenen Land sagen und nicht sagen dürfen. Gegenwärtig ist es aber so, daß der Schwanz den Hund wedelt.

RMH

15. März 2021 07:24

OK, da es auch ein bisschen persönlich wurde:

Wie weit geht denn die "Solidarität", außer ein paar kleineren Geldspenden und/oder großen Lippenbekenntnissen? Konkret: Wann schreiben hier wieder Intellektuelle, die erkennbar aus dem NPD- Umfeld sind?

Die haben auch dort gute Leute (Arne Schimmer bspw.), dennoch stehe ich hinter der Linie des Blattes, sie hier nicht veröffentlichen zu lassen, denn das hat gute rationale Gründe.

Für mich ist "Solidarität" mehr als nur christliche Menschenliebe, die ich allen Menschen erst einmal entgegenbringe und sie ist nichts Emotionales, sondern rational Entschiedenes, von daher meine obigen Zeilen.

@M.L.,

ich bin sicher nicht in das Bedrohungsschema einzuordnen, wie Sie und andere, die sich regelmäßig öffentlich positionieren. Dennoch habe auch ich mich schon mehr als nur einmal eingekreist von schwarzen Gestalten vorfinden müssen und durfte das Wegschauen der Polizei dabei erleben. Trotzdem: Nur weil wir auf der gleichen Liste der Antifa stehen, ist man nicht von der selben Feldpostnummer im Sinne einer echten Solidarität - zumindest ich nicht und werde das auch so beibehalten. Ich entwickle auch keine "Solidarität" zu Unionlern, wenn diese zu Abwechslung mal ein paar aufs Maul bekämen.

Anderen bleibt ihre weite Solidarität natürlich unbenommen.

Laurenz

15. März 2021 08:34

@RMH (1)

"Wann schreiben hier wieder Intellektuelle, die erkennbar aus dem NPD- Umfeld sind?"

Die hat es, bis auf heute schon lang Verstorbene, noch nie gegeben. 

Wenn mir vor 20 Jahren & mehr noch NPDler begegnet sind, waren das entweder hirnlose Alkoholiker oder Gläubige, die in der Vergangenheit leb(t)en oder halbseidene Typen, die der der VS abgestellt hatte. Und die Dogmatik war fast schlimmer als bei der Linken. In den 80ern prügelte man sich als NPDler auch noch regelmäßig mit der Linken, quasi antiquierter Polit-Sport. Nur die Linke blieb sich auf diesem Gebiet treu, wie man an der Versehrtheit des JN-Vorsitzenden, Herrn Rzehaczek, im JS-Artikel nachlesen kann.

Sicher kann man Herrn Rzehaczek als politischen Aktivisten bezeichnen, aber es gibt viele unbekannte Kleinst-Parteien, die größer sind als die NPD. Die NPD ist also nur noch ein Geist in den Köpfen vieler oder Ihrem, RMH. Das sind, wie Verbots-Debatten .... Hirngespinste, Theaterstücke & Teufel-an-die-Wandmalereien, die uns nur die Zeit stehlen.

Laurenz

15. März 2021 08:35

@RMH (2)

Die NPD ist heute also so groß, wie einst der KBW. Aber einstige KBW-Mitglieder sitzen heute mit Rang & Namen in der Politik, einer von denen ist sogar als MP im Südwesten bestätigt. Das ist aber von der NPD in 20 oder 30 Jahren so nicht zu erwarten, daher sollten wir sie in Frieden Ruhen lassen. Unsere "intellektuellen" Gegner sitzen auch nicht in der sterbenden SPD oder der kränkelnden CDU, sondern bei den Neo-Religiösen der Grünen. Gestern Abend skizzierte das Jan Fleischhauer, noch ungläubig, in den Äther.

Ein gebuertiger Hesse

15. März 2021 09:03

Soweit kommt's noch, daß man sich erst verstohlen umgucken und vorsorglich hinknien muß, bevor man dem Opfer dieser Dreckstat seine Solidarität ausspricht.

Ergänzung Kubitschek:

Eben. Da sind einem mit einem Hammer beide Fußgelenke zertrümmert worden, und die linksterroristischen Täter haben die tat vorbereitet, geprobt und perfekt ausgeführt, also: nicht im Suff oder panisch oder als Schizophrene in einer Parallelwelt. Ich frage mich schon, warum es in unserem Kommentariat eine Diskussion über die Frage gibt, ob wir den schwerverletzten JN-Politiker ohne Distanzierung von seinen Inhalten ein Opfer nennen dürfen. Wie kaputt ist unser Selbstbewußtsein, wenn von 38 sächsischen AfD-Abgeordneten genau ein einziger die Sache beim Namen nennt?

Jedenfalls: Badeschluß.

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