Sammelstelle für Gedrucktes (24)

Die offensive Relativierung der Bedeutung der jüngsten Morde in Würzburg und Wien ist typisch für bundesdeutsche Medien. 

Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

Denn das per­fi­de Ver­schlei­ern grund­le­gen­der Pro­ble­me mit Mas­sen­mi­gra­ti­on und Aus­län­der­ge­walt ist eben­so wie der Ver­such der Ablen­kung (wur­de der Täter aus Soma­lia viel­leicht in Chem­nitz mal scheel ange­se­hen? Hat man genug Sozi­al­ar­bei­ter für Afgha­nen?) kei­ne Aus­nah­me, son­dern die Regel.

War­um das so ist, ahnt man seit lan­gem: Die Jour­na­lis­ten­klas­se ist rot­grün gepolt, Aus­nah­men gibt es kaum noch, und selbst die ver­blie­be­nen libe­ral­kon­ser­va­ti­ven Fei­gen­blät­ter der Polit­jour­nail­le gehen natür­lich nur so weit aus der Deckung her­aus, daß es die üppi­gen Bezü­ge nicht gefährdet.

In Zukunft wird das nicht bes­ser, man erin­ne­re sich nur an die Umfra­ge unter GEZ-Pres­se-Volon­tä­ren (92 Pro­zent für Rot-Rot-Grün!). Und wie es um die Gegen­wart bestellt ist, beleuch­tet jetzt eine Stu­die, über die in der NZZ (v. 30.6.2021) Marc Felix Ser­rao berich­tet (»Nett sind sie nur zu den Grünen«):

Eine Stu­die der Uni­ver­si­tät Trier, die der NZZ vor­liegt, gibt ihm nun neu­es Fut­ter – aller­dings weit über den gebüh­ren­fi­nan­zier­ten Rund­funk hin­aus. «Towards New Stan­dards? Inter­ac­tion Pat­terns of Ger­man Poli­ti­cal Jour­na­lists in the Twit­ters­phe­re» lau­tet der Titel der Arbeit von Nina Schu­ma­cher, Peter Mau­rer und Chris­ti­an Nuern­bergk. Die drei Medi­en­wis­sen­schaf­ter haben die Inter­ak­tio­nen von bun­des­po­li­ti­schen Bericht­erstat­tern und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten auf Twit­ter unter die Lupe genom­men haben. Aus ihren vie­len inter­es­san­ten Befun­den sticht vor allem einer her­vor: Wäh­rend die Jour­na­lis­ten grund­sätz­lich nega­tiv über die Par­tei­en des Lan­des twit­ter­ten, stell­ten die Grü­nen eine Aus­nah­me dar.

Das deckt sich mit der sub­jek­ti­ven Wahr­neh­mung ob der grün-jour­na­lis­ti­schen Syn­the­se. Doch wie gin­gen die Trie­rer For­scher vor?

Für ihre Unter­su­chung wer­te­ten die Wis­sen­schaf­ter Tau­sen­de Twit­ter-Inter­ak­tio­nen aus, ein­mal in der lau­fen­den, ein­mal in der vor­he­ri­gen Legis­la­tur­pe­ri­ode. Die Jour­na­lis­ten waren dabei alle Mit­glie­der der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz (…), also Bericht­erstat­ter, die sich haupt­be­ruf­lich mit deut­scher Bun­des­po­li­tik beschäf­ti­gen. Im ers­ten Zeit­raum waren es 425 Medi­en­ver­tre­ter, im zwei­ten 512.

Aus­ge­wer­tet wur­de nicht nur die Ton­art, in der berich­tet wird, son­dern auch die Modi der Kom­mu­ni­ka­ti­on: Koope­ra­ti­on oder Konflikt?

Das hängt natür­lich von der Par­tei­zu­ge­hö­rig­keit ab:

So hät­ten Abge­ord­ne­te der Links­par­tei in von ihnen initi­ier­ten Inter­ak­tio­nen mit Jour­na­lis­ten am häu­figs­ten einen koope­ra­ti­ven Ton­fall gezeigt (66 Pro­zent), dar­auf folgt die SPD (61 Pro­zent) und die Uni­on (59 Pro­zent). AfD-Abge­ord­ne­te sei­en am wenigs­ten koope­ra­tiv gewe­sen (25 Prozent),

was man wohl kei­nem AfD-Man­dats­trä­ger wird ver­übeln kön­nen ange­sichts der ten­den­ziö­sen Dau­er­be­schal­lung aus den media­len Echo­kam­mern. Einer Anti-AfD-Kon­ti­nui­tät, die nur von einer Grü­nen-affi­nen Kon­stanz über­trof­fen wird:

Der span­nends­te Teil der Unter­su­chung befasst sich schliess­lich mit den Urtei­len der Jour­na­lis­ten über ein­zel­ne Poli­ti­ker oder Par­tei­en. Hier, so die Autoren, sei­en die Ergeb­nis­se wirk­lich «bemer­kens­wert». Wäh­rend die Urtei­le sonst mit einer über­wäl­ti­gen­den Mehr­heit nega­tiv gewe­sen sei­en, hät­ten die Jour­na­lis­ten die Öko-Par­tei und ihre Ver­tre­ter im Unter­su­chungs­zeit­raum des Jah­res 2016 ledig­lich in etwas mehr als einem Drit­tel aller Fäl­le (37,5 Pro­zent) nega­tiv beur­teilt. Im zwei­ten Unter­su­chungs­zeit­raum (Anfang März bis Mit­te Mai 2020) sei­en die Grü­nen dann sogar kein ein­zi­ges Mal beur­teilt wor­den. Kuri­os, schrei­ben die Autoren selbst. Die Nicht­be­ach­tung könn­te an der Nach­rich­ten­la­ge gele­gen haben; im Febru­ar 2020 war es im Frei­staat Thü­rin­gen zur Regie­rungs­kri­se gekommen.

Wir erin­nern uns: Rot-Rot-Grün wur­de in Erfurt durch einen AfD-Coup vor­über­ge­hend abge­wählt, die FDP chan­gier­te gewohnt stand­punkt­los zwi­schen den Polen, die CDU stütz­te am Ende dann den dun­kel­ro­ten Macht­er­halt, wobei die Grü­nen als mar­gi­nal wahr­nehm­ba­rer Juni­or­part­ner unter fer­ner lie­fen bewer­tet wurden.

Die­ses Ereig­nis wür­de auch erklä­ren, wes­halb der Pro­zent­satz nega­ti­ver Beur­tei­lun­gen der FDP – die damals für kur­ze Zeit einen von der AfD mit­ge­wähl­ten Minis­ter­prä­si­den­ten stell­te – mit 75 statt 50 Pro­zent deut­lich höher aus­fiel als 2016. Auch die Links­par­tei rutsch­te in der Gunst ab; aus 66,7 Pro­zent nega­ti­ven Urtei­len wur­den 85,7 Pro­zent. Die Uni­on wur­de mit 69,7 und 69,2 Pro­zent gleich­blei­bend kri­tisch beäugt, die SPD konn­te sich von 71,4 auf 66,7 Pro­zent leicht ver­bes­sern, und die AfD blieb so unge­liebt wie vor­her auch: 100 Pro­zent negativ.

Die­se Zahl kann von nun an in Erin­ne­rung geru­fen wer­den, wenn der AfD vor­ge­wor­fen wird, die grün­ro­te Durch­set­zung der Medi­en­an­stal­ten der BRD zu über­trei­ben. Zumal die vor­lie­gen­de Erhe­bung wohl nur den Gip­fel des Eis­bergs dar­stel­len dürfte:

Die Trie­rer Medi­en­wis­sen­schaf­ter emp­feh­len, die Bezie­hun­gen zwi­schen Jour­na­lis­ten und Par­tei­en näher zu unter­su­chen. So wäre es inter­es­sant, her­aus­zu­fin­den, ob es zwi­schen freund­lich gesinn­ten deut­schen Bericht­erstat­tern und etwa den Grü­nen eine Art «Dis­kurs­ko­ali­ti­on» auf Twit­ter gebe.

Mei­ner sub­jek­ti­ven Ein­schät­zung nach han­del­te es sich bei die­sem Vor­ha­ben dann nicht um ein »Her­aus­fin­den«, son­dern um ein »Bele­gen«, denn daß die­se »Dis­kurs­ko­ali­ti­on« aus Jour­na­lis­ten, Grü­nen und post­mo­der­nen bzw. Life­style-Lin­ken seit Jah­ren ihr Unwe­sen treibt, dürf­te mehr als nur eine Ver­mu­tung darstellen.

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Die­se Koali­ti­on kann in der Pra­xis immer dann beob­ach­tet wer­den, wenn es um die vir­tu­el­le Hetz­jagd auf Abweich­ler der Estab­lish­ment-zuge­hö­ri­gen bzw. ‑nahen Par­tei­en geht. Ob Boris Pal­mer (Grü­ne), Thi­lo Sar­ra­zin (SPD), Hans-Georg Maaßen (CDU) oder Sah­ra Wagen­knecht (Lin­ke) – »Die gefähr­li­che Lust am Auschluss«, so titelt Susan­ne Gasch­ke in der NZZ (v. 29.6.2021), wird in den media­len Fil­ter­bla­sen genährt, die Par­tei­en han­deln dann nicht nur als Akteu­re, son­dern auch als Getriebene.

Gasch­ke steigt ein mit dem Fall Sar­ra­zin, beschreibt eine vier­stün­di­ge Sit­zung des Lan­des­schieds­ge­richts der SPD im Som­mer 2019, in der ver­han­delt wur­de, ob Sar­ra­zin, Sozi seit 1973, aus der Par­tei gewor­fen wer­den müß­te (– ein Jahr spä­ter wur­de der fina­le Aus­schluß durch das Bun­des­schieds­ge­richt formuliert):

Unwür­dig war die Ver­hand­lung, weil es sich von Anfang an um eine Far­ce han­del­te: Auf der einen Sei­te sass Sar­ra­zin, der um sei­ne Par­tei­mit­glied­schaft auf­rich­tig kämpf­te und der eine lan­ge und beein­dru­cken­de Bio­gra­fie im Diens­te der SPD in die Waag­scha­le warf. Sar­ra­zin, der schliess­lich die durch­aus berech­tig­te Fra­ge stell­te, ob die Sozi­al­de­mo­kra­ten in der Wäh­ler­gunst nicht mög­li­cher­wei­se bes­ser daste­hen wür­den, wenn sie sich, wie er seit 25 Jah­ren, inten­siv und kri­tisch mit den The­men Ein­wan­de­rung und Inte­gra­ti­on beschäf­tigt hät­ten – ob nun in sei­nem, Sar­ra­zins Sin­ne oder auf ganz ande­re Wei­se, aber eben: ernsthaft.

Natür­lich ist die SPD von heu­te nicht jene von vor­ges­tern; wäh­rend die alten Gran­den der Vor­kriegs-SPD oder gar der Vor-1914-SPD laut­star­ke offe­ne Debat­ten dar­über geführt hät­ten, wie mit dem Genos­sen zu ver­fah­ren sei, sieht die sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Ver­falls­form der Gegen­wart so aus:

Die Kör­per­spra­che der Par­tei­füh­rung, an die­sem Tag ver­tre­ten durch den jun­gen Gene­ral­se­kre­tär Lars Kling­beil, sag­te alles: Die­ser war tief in sei­nen Stuhl gesun­ken, hielt die Arme abwei­send vor der Brust ver­schränkt und hat­te den Blick Rich­tung Decke gerich­tet. Wenn es nach ihm gegan­gen wäre, hät­te das gan­ze Thea­ter hier wohl in fünf Minu­ten erle­digt sein kön­nen: kei­ne Ant­wort, kein Zucken, kein Argu­ment für Sar­ra­zin. Ein­fach hin­aus mit dem Kerl, Pro­blem gelöst.

Ein Ein­zel­fall? Wohl kaum. Über­all im Main­stream gras­siert die Lust am Abkan­zeln, an wider­spruchs­lo­sen Ver­fah­ren, am Durch­re­gie­ren der olig­ar­chi­sier­ten Spit­ze in Kol­la­bo­ra­ti­on mit dem Mob auf Twitter:

Die­se Wei­ge­rung, sich aus­ein­an­der­zu­set­zen, die tie­fe Ver­ach­tung für den nichts­wür­di­gen Geg­ner, der, das ist wich­tig, natür­lich ein Rechts- und kein Links­ab­weich­ler ist – das alles kann man im Nach­hin­ein als Mene­te­kel lesen. Als war­nen­des Zei­chen, zum einen, für eine Sozi­al­de­mo­kra­tie, die sich immer wei­ter von den «nor­ma­len» Men­schen ent­fernt, die sie frü­her gewählt haben, die man aber nicht mehr «nor­mal» nen­nen soll, weil das angeb­lich ande­re aus­grenzt. Als beun­ru­hi­gen­de Ahnung davon, zum ande­ren, wie links­li­be­ra­le Par­tei­en (zu denen hier der Ein­fach­heit hal­ber auch die CDU gezählt sei) künf­tig mit Kri­ti­kern in den eige­nen Rei­hen umge­hen werden.

Auch die Par­tei Die Lin­ke, mitt­ler­wei­le der links-links­li­be­ra­le Flü­gel der Anti-AfD-All­par­tei­en­al­li­anz mit ihrem rechts-links­li­be­ra­len Flü­gel, der Uni­on, ver­fährt so:

Gegen Sah­ra Wagen­knecht, die ehe­ma­li­ge Vor­sit­zen­de der Bun­des­tags­frak­ti­on der Links­par­tei, Spit­zen­kan­di­da­tin der Lin­ken in Nord­rhein-West­fa­len und zug­kräf­tigs­te Per­sön­lich­keit ihrer Par­tei, läuft mit­ten im Bun­des­tags­wahl­kampf ein Aus­schluss­ver­fah­ren. Ihr Ehe­mann Oskar Lafon­tai­ne, ohne den es die Links­par­tei gar nicht gäbe, soll eben­falls hin­aus­ge­wor­fen werden.

Und die Dau­er­re­gie­rungs­par­tei CDU

ist vol­ler Abwehr gegen Hans-Georg Maas­sen, den ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten des Ver­fas­sungs­schut­zes, den sei­ne Par­tei­freun­de als Direkt­kan­di­da­ten für den Wahl­kreis 196 in Süd­thü­rin­gen auf­ge­stellt haben. Es gab Ausschlussforderungen.

Die­se gibt es auch beim künf­ti­gen Part­ner der Uni­on, den Lieb­lin­gen der Journalistenzunft:

Die Grü­nen schliess­lich wol­len den unbe­que­men, aber erfolg­rei­chen Tübin­ger Ober­bür­ger­meis­ter Boris Pal­mer aus­schlies­sen, er steht seit der Flücht­lings­kri­se 2015 unter Ras­sis­mus­ver­dacht, weil er die mög­li­chen Fol­gen unkon­trol­lier­ter Ein­wan­de­rung pro­ble­ma­ti­sier­te. Auch mit sei­ner prag­ma­ti­schen, das Grund­recht scho­nen­den Coro­na-Poli­tik mach­te er sich jüngst in sei­ner ver­bots­freu­di­gen und latent alar­mis­ti­schen Par­tei kei­ne Freunde.

Gasch­ke fragt, ein wenig polit-naiv:

War­um begrei­fen die Par­tei­en sol­che klu­gen und kri­ti­schen Stim­men nicht als Kor­rek­tiv, als will­kom­me­nen Anlass, um die eige­nen Posi­tio­nen auf ihre All­tags- und Wäh­ler­taug­lich­keit zu überprüfen?

Die Ant­wort könn­te auch die weni­gen ver­blie­be­nen auf­rich­ti­gen Jour­na­lis­ten irri­tie­ren: Weil es sich hier eben nicht um ein­zel­ne Feh­ler der Alt­par­tei­en unter Streß­si­tua­tio­nen han­delt, die man leicht kor­ri­gie­ren könn­te, son­dern um betriebs­im­ma­nen­te Sys­tem­feh­ler des Kar­tells, ja um per­p­etu­ier­te Ver­blen­dungs­zu­sam­men­hän­ge, in denen kein Platz für jenen »demo­kra­ti­schen Dis­kurs« ergeb­nis­of­fe­ner Pro­ve­ni­enz vor­han­den ist, der ansons­ten pro­pa­gan­dis­tisch bemüht wird.

Gasch­ke wür­de nie so weit gehen, aber sie ahnt zumin­dest, daß da was Grö­ße­res im Argen lie­gen könnte:

Wer die links­li­be­ra­len Par­tei­en auf die­sen ärger­li­chen Wider­spruch hin­weist, wird zum Stör­fak­tor. Das Pro­blem dabei ist, dass mit den inner­par­tei­li­chen Dis­si­den­ten gleich­sam auch die Wäh­ler in den Sen­kel gestellt wer­den: Jeder Pal­mer, jede Wagen­knecht funk­tio­niert als Signal. Die Bevöl­ke­rung merkt das durch­aus. In einer aktu­el­len Umfra­ge des Insti­tuts für Demo­sko­pie Allens­bach gaben 44 Pro­zent der Befrag­ten an, man müs­se heut­zu­ta­ge und hier­zu­lan­de vor­sich­tig sein mit dem, was man sage – beson­ders zum The­ma Ein­wan­de­rung. Das ist der höchs­te skep­ti­sche Wert in die­ser Fra­ge, seit sie über­haupt gestellt wird,

und das wird man als wach­sen­des Reser­voir für oppo­si­tio­nel­le Poli­tik begrei­fen dürfen.

Gasch­ke trifft am Ende einen wich­ti­gen Punkt:

Natür­lich geht es nicht um staat­li­che Zen­sur. Son­dern um ein jako­bi­ni­sches Mei­nungs­kli­ma, das die Zivil­ge­sell­schaft infi­ziert, das Gross­zü­gig­keit, Neu­gier und Humor im Umgang mit Anders­den­ken­den ver­dor­ren lässt und unse­re Gesell­schaft in ein depri­mie­ren­des Schat­ten­reich von zah­men Kon­for­mis­ten verwandelt,

wobei den Cha­rak­ter­mas­ken die­ses Staa­tes frei­lich den­noch vor­zu­wer­fen bleibt, daß sie die­se Zivil­ge­sell­schaft nicht nur näh­ren, son­dern voll­kom­men frei schal­ten und wal­ten las­sen und qua meta­po­li­ti­schen Set­zun­gen deren Anlie­gen suk­zes­si­ve in Geset­zes­form zu brin­gen bereit sind.

Die Zivil­ge­sell­schaft hat sich den Staat in einer Alli­anz mit den Alt­par­tei­en zur Beu­te gemacht – doch die Ver­ant­wor­tungs­trä­ger des Staa­tes haben es zuge­las­sen. Das ist ein klei­ner, aber fei­ner Unter­schied zu Gasch­kes Rela­ti­vie­rung »staat­li­cher Zensur«.

– –

Doch der Fair­neß hal­ber muß erwähnt wer­den, daß auch jene Par­tei von der Aus­schluß-Sucht befal­len ist, die man – opti­mis­tisch – als »letz­te Chan­ce Deutsch­lands« titu­liert hat bzw. – pes­si­mis­tisch – als »jüngs­te Alt­par­tei« des Lan­des kri­ti­siert: die Alter­na­ti­ve für Deutschland.

Seit­dem der von Jörg Meu­then und Joana Cotar domi­nier­te Teil des Bun­des­vor­stan­des eine 2/3‑Mehrheit sein eigen nen­nen kann, mas­kiert sich die Lust am Spal­ten nicht mehr län­ger durch wohl­fei­les Gere­de über Außen­dar­stel­lung und falsch besuch­te Zelt­la­ger ein­zel­ner Mit­glie­der. Mitt­ler­wei­le scheint die Hal­tung die­ser 2/3‑Mehrheit, die im Novem­ber hof­fent­lich ihr wohl­ver­dien­tes Ende fin­den wird, anders zu sein:

Sie wol­len ent­we­der die­se Par­tei end­gül­tig über­neh­men, und das bedeu­tet auch, sich von gro­ßen Tei­len der Par­tei zu tren­nen, und da sind nicht nur Frank Pase­mann, Andre­as Kal­bitz oder Björn Höcke gemeint. Oder sie könn­ten, wenn das alles nichts hilft, um von CDU/CSU und FDP den Segen zu erhal­ten (und es wird nie­mals hel­fen), eben die Par­tei ver­las­sen und dabei den größt­mög­li­chen Scha­den anrichten.

Unter­maue­run­gen die­ser – zuge­ge­ben: bar­schen – The­se las­sen sich in Bei­trä­gen des Spie­gels und Tages­spie­gels aus der ver­gan­ge­nen Woche finden.

Begin­nen wir mit Ann-Kat­rin Mül­lers Arti­kel im Spie­gel (v. 24.6.2021) über »Ver­trau­li­che Nach­rich­ten von AfD-Poli­ti­kern«. Gewiß: Der­lei Berich­te tref­fen aus­nahms­los die AfD, sind aus ethi­scher Per­spek­ti­ve ver­werf­lich und kom­men in bewußt geg­ne­ri­scher Absicht. Und doch ent­hal­ten sie gewis­se Bot­schaf­ten, aus denen man als AfD-Basis Leh­ren zie­hen muß, weil es 2021 um (fast) alles für die Par­tei geht.

Denn hier sieht man, wie Anhän­ger der 2/3‑Mehrheit des Bun­des­vor­stan­des reden, wenn sie unter sich sind:

Die Nach­rich­ten stam­men aus dem geschlos­se­nen Chat »Akti­on Bun­des­vor­stand«, in dem gut 80 Per­so­nen aus dem Lager von Par­tei­chef Jörg Meu­then mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren. Es sind Funk­tio­nä­re wie Jun­ge oder der Ber­li­ner Frak­ti­ons­chef Georg Pazder­ski, aber auch Lokal­po­li­ti­ker und ein­fa­che Mitglieder.

Und dann nimmt es Fahrt auf. Jun­ge und wei­te­re AfD-Funk­tio­nä­re rau­nen über den fort­exis­tie­ren­den »Flü­gel«, der die Par­tei immer wei­ter domi­nie­re, daher säßen vie­le »auf gepack­ten Kof­fern«, wie Uwe Jun­ge zitiert wird, dem durch sein stän­di­ges Gepol­ter die frap­pie­ren­de Leis­tung gelang, sich in sei­nem eige­nen, durch­aus bür­ger­lich gepräg­ten Lan­des­ver­band Rhein­land-Pfalz vom geschätz­ten Frak­ti­ons­chef zur pos­ten­lo­sen Pro­blem­per­son zu ent­wi­ckeln (was min­des­tens nahe­legt, daß die Fra­ge ob »bür­ger­lich« oder nicht, kei­ne ist, die man mit »pro oder con­tra Meu­then« erklä­ren wird können).

Ein Kol­le­ge Jun­ges aus dem Chat schreibt später:

Es bleibt nur noch, auf Sieg zu set­zen – oder bei einer wei­te­ren Nie­der­la­ge für so einen gro­ßen Knall zu sor­gen, dass ein genü­gend gro­ßer Trüm­mer­teil ent­steht, der alles zwi­schen einer sich mög­li­cher­wei­se spal­ten­den CDU und der dann zur NPD 2.0 wer­den­den AfD aufsaugt.

Die Fra­ge, die sich hier auf­drängt: Wie soll die Mehr­heit der AfD-Basis mit die­ser unver­söhn­li­chen Min­der­heits-Grup­pie­rung, die indes ungüns­ti­ger­wei­se über eine Mehr­heit im AfD-Bun­des­vor­stand ver­fügt, zusam­men an einem Strang zie­hen, wenn offen über Par­tei­zer­stö­rung bei aus­blei­ben­dem Erfolg der eige­nen Strö­mung dis­ku­tiert wird? Ler­nen die­se Per­so­nen auch aus Anti­fa-Gewalt, Knie­fäl­len, LGTBQ-Pro­pa­gan­da­wel­len, Würz­burg und Co. nicht, daß die Geg­ner nicht Höcke und Kal­bitz, son­dern libe­ra­les Estab­lish­ment und lin­ke Zivil­ge­sell­schaft heißen?

Es ist zu befürch­ten, daß jemand, der 2021 noch die eige­nen Par­tei­freun­de nach strengs­tem Gesin­nungs­test bewer­tet und per­ma­nent beweist, daß er sei­ne eige­nen Inter­es­sen über die des Vol­kes stellt, just die­se Bana­li­tä­ten nicht ler­nen wird. Doch eine regel­rech­te Aus­tritts­wel­le die­ser selbst­er­nann­ten »Gemä­ßig­ten« ist (noch) nicht zu erkennen.

Wor­an das auch lie­gen kann?

Wenn in den ver­gan­ge­nen Mona­ten Chat­grup­pen-Mit­glie­der schrie­ben, dass sie die AfD ver­las­sen wol­len, ver­such­te vor allem eine Frau, sie zum Blei­ben zu über­re­den. Ihr Enga­ge­ment wird offen­kun­dig gern gese­hen, seit Mai arbei­tet sie in Meu­thens Büro im Euro­pa­par­la­ment. Er selbst, dem wegen sei­ner Spen­den­af­fä­re nun straf­recht­li­che Ermitt­lun­gen der Ber­li­ner Staats­an­walt­schaft dro­hen, mischt nicht im Chat mit.

Es wer­de sich eine Per­spek­ti­ve »im Zwi­schen­feld von AfD und Uni­on« erge­ben, schreibt sie etwa im April. Noch sol­le man »vol­le Kraft auf die AfD« gehen.

»Noch«. Und dann? Kommt die »Armee LKR« und wird Ber­lin befrei­en? Oder man wech­selt in eine neue For­ma­ti­on? Bei­des darf man getrost mit »Man­dats­raub« in Ver­bin­dung brin­gen, wes­we­gen ich erneut den Vor­schlag aus der 23. »Sam­mel­stel­le« wie­der­ho­len möchte:

Alle Lis­ten- und Direkt­kan­di­da­ten der AfD geben eine Ehren­er­klä­rung ab, daß sie nach der Bun­des­tags­wahl im Sep­tem­ber in der Par­tei blei­ben, auch wenn sie mit ein­zel­nen Ent­schei­dun­gen im par­tei­in­ter­nen Dis­kurs nicht zufrie­den sein mögen.

Eine sol­che Ehren­er­klä­rung wäre recht­lich selbst­re­dend nicht bin­dend, und poten­ti­el­le »Aus­stei­ger« inter­es­sie­ren sich nicht für anti­quiert erschei­nen­de Tugen­den wie Anstand und Auf­rich­tig­keit; aber man könn­te zumin­dest den zahl­rei­chen nai­ven, aber gut­mei­nen­den Basis­mit­glie­dern, die immer noch zu der bestehen­den 2/3‑Mehrheit im Bun­des­vor­stand hal­ten, zei­gen, daß mög­li­che Aus­trit­te nach der Bun­des­tags­wahl im Sep­tem­ber und der Bun­des­vor­stands­wahl im Novem­ber durch­aus abseh­bar waren. Ohne­hin müß­te man all­mäh­lich Leh­ren aus den ste­ti­gen (und auch brand­ak­tu­el­len) Par­tei­aus­stie­gen »libe­ral­kon­ser­va­ti­ver« Pro­ve­ni­enz gelernt haben.

Es ist doch eigent­lich ganz ein­fach: Die gesell­schaft­li­che Stim­mung wird rau­her wer­den – es ist wich­tig, zu wis­sen, auf wen man sich ver­las­sen kann und auf wen nicht.

Einer, auf den man sich im par­la­men­ta­ri­schen Gefecht künf­tig nicht ver­las­sen wird kön­nen, dürf­te Georg Pazder­ski, Lis­ten­kan­di­dat aus Ber­lin, sein. Wäh­rend sei­ne Kol­le­gin Joana Cotar nach dem Bun­des­par­tei­tag in Dres­den die Flü­gel-Auf­lö­sung schlicht leug­ne­te und damit Ver­fas­sungs­schutz und Pres­se einen bemer­kens­wer­ten gro­ßen Gefal­len tat, geht Pazder­ski die Auf­lö­sung nicht weit genug.

Der Tages­spie­gel (v. 25.6.2021) zitiert ihn in die­sem Kon­text wie folgt:

Des­halb ist es so emi­nent wich­tig, den Flü­gel zu mar­gi­na­li­sie­ren, zunächst sei­ne Prot­ago­nis­ten aus­zu­schal­ten, dann die Sym­pa­thi­san­ten und auch die Oppor­tu­nis­ten. Wir müs­sen auch die Oppor­tu­nis­ten, die dann einer der Sarg­nä­gel für die Par­tei sein wer­den, outen und an den Pran­ger stellen. (…)

Wir dür­fen uns das Pro­jekt AfD nicht von einem Maler­meis­ter und einem Sport­leh­rer kaputt­ma­chen las­sen, dafür ist es viel zu wich­tig für unser Land.

Abge­se­hen davon, daß es einer Alter­na­ti­ve durch­aus sehr gut zu Gesicht steht, daß nicht nur Berufs­po­li­ti­ker und Men­schen wie Pazder­ski, die jahr­zehn­te­lang alles Gesche­he­ne in die­sem Staat mit­tru­gen und auf sei­ner Besol­dungs­lis­te stan­den, für sie ein­ste­hen, son­dern eben auch selb­stän­di­ge Maler­meis­ter, ist es scho­ckie­rend, mit wel­cher Arro­ganz der Typus Pazder­ski die par­tei­in­ter­nen Gegen­spie­ler abkan­zelt (ganz zu schwei­gen davon, daß Pazder­ski offen­bar ob der poli­ti­schen Qua­li­fi­ka­ti­on einer Feng Shui Leh­re­rin schweigt; ist das per se etwas »Höhe­res« als Maler, Lackie­rer oder auch Sportlehrer?).

Doch der unbe­grün­de­ten Arro­ganz kein Ende. Der Tages­spie­gel gibt Pazder­ski wieder:

WIR sind die Basis, nicht die Jogginghosenträger,

womit im Pazder­ski-Block anschei­nend pau­schal die Geg­ner des eige­nen Tuns ver­ächt­lich gemacht wer­den. Aber nicht nur die, son­dern wohl auch jene Kli­en­tel, die iro­ni­scher­wei­se ihm und sei­nes­glei­chen die Man­da­te im Abge­ord­ne­ten­haus ver­schaff­ten, den Gering­ver­die­nern und »Pre­kä­ren«:

Wer kei­ne 120 € im Jahr auf­brin­gen kann – das sind ca. 33 Cent am Tag –, der soll­te sich einen ande­ren Zeit­ver­treib als die Mit­glied­schaft in der AfD suchen.

Das Kon­flikt-Maga­zin bringt es auf den Punkt:

Pazder­ski, so jeden­falls der Tages­spie­gel, setz­te aber sogar noch eins drauf:

Wie hat es mal jemand for­mu­liert, die 3K-Mit­glie­der: kei­ne Zäh­ne, kei­ne Koh­le, kei­ne Bildung.

Kor­rekt schät­zen die Jour­na­lis­ten das Pro­blem Pazder­skis und sei­ner Freun­de ein:

Aus der Abfäl­lig­keit, mit der Pazder­ski hier for­mu­liert, spricht wohl auch der Unmut über die sozia­le Zusam­men­set­zung der AfD-Kli­en­tel. Vie­le Gemä­ßig­te wünsch­ten sich mehr bür­ger­li­che Par­tei­mit­glie­der und auch ent­spre­chen­de Wähler.

Das dür­fen sie sich wün­schen und jeder Wäh­ler, den man gewinnt, einer­lei aus wel­cher Schicht oder Klas­se, ist will­kom­men – doch müs­sen sich jene Krei­se fra­gen las­sen, wie­so ihr expli­zit libe­ra­les, »bür­ger­li­ches« und »gemä­ßig­tes« Pro­gramm, das in den Ver­bän­den von Ham­burg über Hes­sen bis Ber­lin über­wie­gend gefah­ren wird, ent­spre­chen­de bür­ger­li­che Per­so­nen in kei­ner Wei­se abholt?

Liegt es – wie­der ein­mal – an Höcke? Oder dar­an, daß es ein grund­le­gen­des Miß­ver­ständ­nis bleibt, wenn man glaubt, dem pro­to­ty­pi­schen AfD-Wäh­ler – das ist der, der Pazder­ski und Co. das Man­dat ver­schafft – gehe es um »frei­heit­lich-indi­vu­du­el­le Eman­zi­pa­ti­ons­an­lie­gen« (sic) und nicht etwa – popu­lis­tisch zuge­spitzt – um einen Denk­zet­tel ans Estab­lish­ment für Mer­kel, Mas­sen­mi­gra­ti­on und Messermorde?

Doch weit gefehlt: Die bür­ger­li­chen Mas­sen ver­lan­gen nach einer wei­te­ren libe­ral­kon­ser­va­ti­ven Split­ter­par­tei. Zitiert wird ein Chat­teil­neh­mer der Pazder­ski-nahen Grup­pe wie folgt:

Der Lösungs­an­satz: Grün­dung einer neu­en Par­tei, die als Sam­mel­be­cken für bür­ger­li­che AfD­ler und unzu­frie­de­ne CDU­ler glaub­wür­dig, strin­gent geglie­dert und mit einem stren­gen Auf­nah­me­pro­ze­de­re aus­ge­stat­tet ist.

ALFA, LKR, Die Blau­en und zahl­rei­che wei­te­re Pro­jek­te der letz­ten Jah­re bele­gen ja nun tat­säch­lich, daß die­ser Weg der rich­ti­ge ist, wäh­rend Höcke in Bäl­de an der Fünf­pro­zent­hür­de in Thü­rin­gen schei­tert. Vor­an, immer wei­ter voran.

Benedikt Kaiser

Benedikt Kaiser ist Politikwissenschaftler und arbeitet als Verlagslektor.

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Kommentare (64)

Dietrichs Bern

1. Juli 2021 15:40

"ALFA, LKR, Die Blauen und zahlreiche weitere Projekte der letzten Jahre belegen ja nun tatsächlich, daß dieser Weg der richtige ist, während Höcke in Bälde an der Fünfprozenthürde in Thüringen scheitert. Voran, immer weiter voran".

Ja kann man so sehen und seiner Schadenfreude freien Lauf lassen. Es ist aber durchaus legitim, die Rettung nicht bei Herrn Höcke (der seinen Stimmenzenit in Thüringen möglichweise auch überschritten hat)  und schon gar nicht bei Herrn Kalbitz zu sehen.

Darin besteht das Dilemma unserer Zeit.

 

quarz

1. Juli 2021 16:39

"Warum das so ist, ahnt man seit langem: Die Journalistenklasse ist rotgrün gepolt."

Das erklärt viel, aber das allein kann es nicht sein. Quer durch alle Balken des politischen Machtgerüsts muss es in nicht geringer Zahl Leute geben, die ahnen, dass sie auf einem katastrophalen Irrweg unterwegs sind. Warum sie trotz dieser Ahnung in unverbrüchlicher Mafiatreue nicht aus der Marschrichtung ausscheren, lässt sich wohl nur psycho-analytisch erklären. Die Schuld, die sie auf sich geladen haben, ist mittlerweile so groß, dass sie es nicht ertragen würden, ihr ins Gesicht zu sehen. Das ahnen sie und deshalb verweigern sie den Blick in den Spiegel. Übertönt wird das knisternde Nagen des Gewissenswurms mit immer hysterischer tönendem Geschrei "gegen Rechts".

Durch Reform lässt sich die paradigmatische Eiterbeule* vermutlich nicht mehr kurieren. Das haben Paradigmen so an sich. Man wird wohl abwarten müssen, bis sie platzt.

*Ja, lieber VS, schreib's nur auf und durchforste das Archiv, ob nicht irgendein stellvertretender Gauleiter eine ähnliche Metapher benutzt hat! Da habt ihr wenigstens eine Wochenendbeschäftigung.

AmazonBesteller

1. Juli 2021 16:39

Georg Pazderski, Uwe Junge. Beides Stabsoffiziere.

Wundert mich nicht. Was würde wohl Hans-Georg Maaßen mit der AfD machen, wenn er Mitglied wäre? Wie kann man nur so naiv sein, die Netzwerke im Hintergrund nicht wahrzunehmen? Der Junge'sche Verbalausraster ist die Gelegenheit den Typen loszuwerden. Und Pazderski's Beleidigungen sind kein Ausrutscher: er will die AfD als arrogante, abgehobene FDP 2.0 darstellen und damit w i l l e n t l i c h die Unterschicht als Wähler vertreiben.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass genau so in den angeblichen sozialen Parteien über die Unterschicht geredet wird: selbst schuld, hilf dir selber, Lumpenproletariat etc. In den Sitzungen dann verständnisvolles Grimassenschneiden, ist die Tür dann zu, werden die Hartzer vom Leder gezogen. Außer, es sind Flüchtlinge oder Ausländer. Da gibts unendliches Verständnis zum Nulltarif.

Sich hier zu Differenzieren, das sehe ich als die große Chance für die AfD. Leider ist dieses Denken diesbezüglich (!) fester Bestandteil der Rechten. Das sollte sich ändern.

 

Der_Juergen

1. Juli 2021 16:42

Was geht es uns an, ob Sarrazin aus der SPD oder ob Wagenknecht aus der Linkspartei hinausgeworfen wird? Nichts, so wenig wie es uns etwas angeht, ob der Meier oder der Müller wegen Häresie von den Zeugen Jehovas ausgeschlossen wird.

Allein schon die Tatsache, dass Sarrazin und Wagenknecht diesen Vereinen weiter angehören wollen, spricht gegen sie. Oder glaubt irgendjemand ernsthaft, die SPD und die Linkspartei zu sozialpatriotischen Parteien umgestalten zu können?

Elsässer schrieb unlängst in "Compact", Höcke und Wagenknecht verbinde mehr miteinander als ersteren mit Meuthen und letztere mit der Führungsspitze der Linkspartei. Mag schon stimmen, aber wird Wagenknecht je eine Kooperation mit Höcke ins Auge fassen? Gewiss nicht, denn das Brett vor ihrem Kopf viel zu dick und wird es auch bleiben. Für den patriotischen Sozialismus, den Kaiser anstrebt - ein Konzept, das ich voll unterstütze - gibt es in den oberen Etagen der Systemparteien keine potentiellen Partner. Im Fussvolk vermutlich schon. Aber die soziale Rechte muss sich selbst genügen, wie Kaiser vor ein paar Jahren in seinem Büchlein über die Querfront schrieb.

Marc_Aurel

1. Juli 2021 16:59

„Der Lösungsansatz: Gründung einer neuen Partei, die als Sammelbecken für bürgerliche AfDler und unzufriedene CDUler glaubwürdig, stringent gegliedert und mit einem strengen Aufnahmeprozedere ausgestattet ist.“

Die Fragen im „strengen Aufnahmeprozedere“ kann ich mir schon vorstellen:
1)    Welche Bedeutung hat das Wort Volk für Sie?
a)    Nazibegriff
b)    Ein rassistisches Konstrukt
c)     ...

2)    Wer ist Björn Höcke für Sie? (Mehrfachantworten möglich)
a)    Der Teufel
b)    Ein rechtsextremer Antisemit
c)    Faschist
d)    Revisionist
e)    Verschwörungstheoretiker
f)    gefährlicher Nationalist
g)     ...

Was wollen denn Leute wie Meuthen, Pazderski, Junge & Co. überhaupt in einer Partei, die sich als Alternative zum Kurs der Etablierten versteht, wären die nicht von vornherein in einer Altpartei besser aufgehoben gewesen oder war dort der Mitbewerberdruck um die gutbezahlten Stellen zu groß?

...die bringen nichts, machen im Zweifel nur Schaden, blockieren Schlüsselstellungen, verschwenden Parteiressourcen… am schlimmsten: sie spalten und drängen ernsthafte Reformer aus der Organisation.

AmazonBesteller

1. Juli 2021 21:56

@ Der_Jürgen

Alles richtig was Sie schreiben, volle Zustimmung.

Aber hier:

Aber die soziale Rechte muss sich selbst genügen, wie Kaiser vor ein paar Jahren in seinem Büchlein über die Querfront schrieb.

 

Dazu muss die Rechte erstmal sozial werden. Rechte werden als egoistisch und kapitalistisch wahrgenommen und präsentiert. Leute wie Junge und Pazderski, die sich wie Könige benehmen und auf die normalen Bürger herunter schauen, schaden der sozialen Profilierung der Rechten. Als Nächstes werden Sabotageaktionen erfolgen. Ich hoffe man kann diese abwehren, am besten durch einen Rausschmiss von Junge. Den Grund hat er selbst geliefert. 

Letztlich pöbeln und stören die beiden nur.

 

@BK

Kommt die »Armee LKR« und wird Berlin befreien? 

Der Angriff Lucke ist nicht erfolgt. Die anderen werden natürlich auch nicht genügend Kräfte massieren können. ;)

heinrichbrueck

1. Juli 2021 22:24

Warum braucht dieses Land eine AfD? Welches Spiel wird bundesrepublikanisch aufgeführt?
Nach 1945 wurde eine Umvolkungsdemokratie installiert. Und wie üblich in einer Demokratie, wurde nicht die ganze Wahrheit mitgeteilt. Inzwischen wird immer offensichtlicher, wo die Reise hingehen soll. 
Die Angestellten dieser Installation, also Politiker, müssen ihre Arbeitsplatzbeschreibung erfüllen. Was verboten ist, und deshalb das Theater der Parteien, Deutschland als Land der Deutschen zu erhalten. Wer den Höcke geben möchte, wird erledigt. Jedem Politiker sind diese Dinge klar, es sei denn, er spielt eine unwichtige Position. Und es spielt auch keine Rolle, wie diese Struwwelpeterpartei heißt. Dieser Prozeß, für und gegen, sind Erziehungsmaßnahmen gegen weiße Deutsche. Meuthen, Kemmerich, da sind einige Mäuler zu stopfen. 
Die Möglichkeiten, diese Demokratie umzubauen, sind nicht gegeben. Es gibt keine langfristige Demokratie, wie die Phantasten hoffen; geschweige denn ein real existierendes Menschenbild des "demokratischen Diskurses ergebnisoffener Provenienz". 
Was entscheiden gewählte Politiker? Nicht vergessen, wir leben in einer Demokratie. Unterstellungen zählen in der eigenen Welt und so lange diese existiert. Machtpolitisch muß neu gedacht werden, realistischer und langfristig. Ohne die Wähler politisch zu belügen. Keine Lügenschlupflöcher. Denn die AfD ist nicht das Problem. Die Wähler reflektieren nicht, daß sie in einer Demokratie leben. 

Laurenz

1. Juli 2021 22:40

(1)

Das Abschlachten von Würzburg

ist weder eine Tat mit islamischen Hintergrund, noch die Tat eines psychisch Kranken, da im Grunde alle Mörder psychisch krank sind. 

Der Tat war logischerweise rassistisch motiviert!

Der Mann ist ja nicht ins Asylbewerberheim, um seinesgleichen zu morden, sondern hat seine weiblichen Gastgeber gemetzelt.

@Der_Juergen

"Was geht es uns an, ob Sarrazin aus der SPD oder ob Wagenknecht aus der Linkspartei hinausgeworfen wird?"

Klar, wir können auch einen auf ignoranten Reichsbürger machen oder wie?

Nach meinem Verständnis hat BK einfach "unseren" Zeitgeist geschildert, erst die Einnordung auf die Einheitsfront 2.0, dann die virtuelle Eliminierung von Abweichlern. Im Zuge der Fakedemie sind in dieser weltweiten Entwicklung auffällig viele VIPs zufällig verunfallt oder mit über 50 den plötzlichen Kindstod gestorben, auch in Deutschland.

Laurenz

1. Juli 2021 22:42

@AfD-Interessierte

Bei der Junge-, Meuthen-, Pazderski-, Cotar-Bande bestehen in meinen Augen 2 Optionen. Entweder sind die Leute gekauft & beauftragt, eine Partei zu zerstören, denn um Kinski zu zitieren, "so blöd kann keiner sein" https://youtu.be/1fGJ6SX8Ks8 (00:02) ....

Oder diese Fraktion innerhalb der AfD ist tatsächlich so blöd zu meinen, es ließe sich eine Mischung aus historischer CDU & FDP etablieren, die auch von potentiellen Koalitionspartnern akzeptiert würde.

Die Staatsratsvorsitzende hatte in 17 Jahren Parteivorsitz die historische CDU eliminiert & alles dafür getan, auch die historischen Inhalte aller anderen Parteien der Vergessenheit anheim fallen zu lassen. Wieso sollte man die Historie in Form eines Koalitionspartners auferstehen lassen, das ist völlig absurd & weltfremd, in Anbetracht dessen, daß diese Historie heute bereits als VS-relevant "verkauft" wird.

Jan

1. Juli 2021 23:11

Teil I

War Pazderski nicht früher auch mal CDU-Mitglied oder irre ich mich da? Wie auch immer: Pazderski sieht die AfD als Instrument, um die aus seiner Sicht aus der Spur geratene CDU wieder auf Kurs zu bringen. Man darf nicht vergessen: Die Ursuppe der AfD besteht nicht zu knapp aus enttäuschten ehemaligen CDU- und FDP-Mitgliedern oder aus deren ehemaligen Wählern: Lucke, Henkel, Starbatty, Petry, Meuthen, Junge, Gauland und im Prinzip alle Alfa- und LKR-Abspalter. Der frühe Star der AfD in SH und im Europa-Parlament, Ulrike Trebesius, später bei Alfa/LKR, ist jetzt bei der CDU in HH untergekommen. Nicht wenige Liberal-Konservativ-Bürgerliche sind noch in der Partei und sehen die AfD von sogenannten Rechtsextremen gekapert. Mag sein, dass man das aus deren Sicht so sehen kann, aber Deutschland ist nicht mehr das Land aus der AfD-Gründungszeit von 2012/2013, als man hoffte, es würde ausreichen, ein bißchen liberal-konservativ gegenzulenken. Das hatte sich ein rechter Sozi wie Sarrazin wohl auch gedacht und ist nun aus seiner Partei geflogen.

 

Jan

1. Juli 2021 23:13

Teil II

Es sind im letzten Jahrzehnt wirklich schlimme und dramatische Dinge passiert, die sich mit ein bißchen liberal-konservativ an den Symptomen herumdoktern nicht mehr beheben lassen. Allein in den letzten drei Jahren hat sich die Situation nochmal deutlich verschärft und es wird mit härtester Repression gearbeitet. Alle Signale zeigen deutlich: Mit der AfD wird nicht kooperiert und erst recht nicht koaliert, egal wie sie sich verbiegt. Wie Pazderski, Meuthen & Co. durch Anbiederei noch Möglichkeiten sehen, ist mir schleierhaft. Der ganze liberal-konservative Flügel der AfD will einfach nicht wahrhaben, dass in der Bundesrepublik freiwillig durch lieb & nett sein kein legitimer Platz rechts der Union freigemacht wird. Entweder nimmt man sich diesen mit geballter Macht und macht die Union platt oder man bleibt immer Außenseiter. Da hilft auch keine Parteineugründung im großen Stil, die von Flügel-Altlasten befreit sein würde. Da werden ganz schnell neue Flügel ausgemacht, sofern man nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken will.

Speziell zu Pazderski: Die Jogginghosen stellen nicht nur einen nicht unerheblichen Teil der AfD-Wähler, sondern auch einen erheblichen Teil der Rekruten bei der Bundeswehr, deren Mitglied er jahrzehntelang war. Schön zu wissen, wie er über seine Wähler und Soldaten denkt. Alles in allem ist Pazderski ein Mann von gestern, der irgendwann über seine Borniertheit und Beschränktheit noch stolpert wird.  

Solution

2. Juli 2021 00:18

Da, wo national und sozial zusammen kommen, wird es für die Herrschenden gefährlich.

Volksdeutscher

2. Juli 2021 04:18

"Unwürdig war die Verhandlung, weil es sich von Anfang an um eine Farce handelte..."

Wen überrascht diese Art der Behandlung von Sarrazin? Oder hätten wir die kommunistischen Schauprozesse vergessen, in denen die eigenen Genossen turnusmäßig unter fadenscheinigen Beschuldigungen verurteilt und hingerichtet wurden? Der "Sinn" solcher Schauprozesse war der "Selbstreinigungsprozess" der Partei, mit dem die Kommunisten die Lebendigkeit revoluzionärer Gerechtigkeit demonstrieren wollten. Sie wußten sehr wohl um die Unschuld der Angeklagten. Aber die Perversion ist fester Bestandteil ihres Denkens, die des Tötens um des Tötens willen bedarf. Diese Art des Umgangs mit "Abtrünnigen" und auch mit Andersdenkenden ist bezeichnend für die Linke: anprangern, anklagen, umbringen. Und um von sich abzulenken bringen sie in der BRD seit 1945 nichts Anderes außer Freisler und den seinen. Das ist hierzulande Dauerprogramm.

Volksdeutscher

2. Juli 2021 04:45

"Oder sie könnten, ...... eben die Partei verlassen und dabei den größtmöglichen Schaden anrichten."

Ich möchte mal bezweifeln, daß viele ihnen nachfolgen würden, daher würde der Austritt von Meuthen und den liberalen Haupträdelsführern verkraftbar sein: kein pompöser  und medienwirksamer, sondern klang- und sangloser Abgang. Es wäre jedoch wichtig, daß die Konservativen diesen Abgang zur Basis hin und nach außen als ihren eigenen Erfolg kommunizieren. In Kenntnis der menschlichen Psyche können wir eher davon ausgehen, daß die meisten der Meuthenartigen lieber in der Partei bleiben und sich anpassen, als daß sie sich einer ungewissen politischen Zukunft ausliefern und in einer anderen Partei bei verdienter Marginalisierung im Gnadenbrot stehen oder gar endgültig das Ende ihrer politischen Karriere in Kauf nehmen müssen.

Volksdeutscher

2. Juli 2021 05:26

1."Warum das so ist, ahnt man seit langem: Die Journalistenklasse ist rotgrün gepolt."

Wenn man immer nur eine bestimmte Stimme hört, glaubt man, daß es keine andere mehr gebe. Trugschluß. Denn solange die größte Sorge von Rechten ist, von Linken als Nazis, Faschisten, Antisemiten oder Rassisten bezeichnet zu werden und wie sie sich dagegen verteidigen sollen; solange sie darum besorgt sind, sich ständig zu erklären, es eigentlich anders gemeint zu haben, werden sie ihre Stimme nicht hören lassen; solange sie nicht bereit sind, den Kampf aufzunehmen und darauf zu verzichten, über die Stöckchen zu springen, wird man noch lange glauben, daß die Journalistenklasse rot gepolt sei. Es ist in Wirklichkeit das Elend der konservativen Psyche, mit dem wir zu tun haben. Wenn die Linke die Nazikeule schwingt, schmollen die Herren Konservativen: Wie konnte man ihnen nur so etwas Böses unterstellen, wo doch jeder weiß, daß das NS-System ihren bürgerlichen Widerstand an den Fleischerhaken hängte? Sie selber sind an diesem Zustand schuld - nicht die Linke! Seit 1945 kommen sie nicht aus dieser selbstverschuldeten Verteidigungshaltung heraus. Oder wissen sie etwa nicht, daß die beste Verteidigung der Angriff ist?

Volksdeutscher

2. Juli 2021 05:46

2. "Warum das so ist, ahnt man seit langem: Die Journalistenklasse ist rotgrün gepolt."

Seit 1945 gab es keinen einzigen rechten Protest gegen irgendeine Tat, die irgendwelche Linke irgendwo in der Welt beging, abgesehen von Demonstrationen der NPD Ende der sechziger Jahre. Die konservative Rechte, um zu zeigen, daß sie "anständig" und "brav" sei und nichts mit ihnen gemein habe, verzichtete von Haus aus auf jede Art von politischer Demonstration. Man verkleidete sich und tritt lieber auf  Kölner Karnevalsfesten als Kasper auf, biederte sich dem Volk an, heuchelte Harmlosigkeit und ihre Politiker mimten den Deppen. Obwohl es damals noch rechten Journalismus gab, störte das kaum einen. Oder war das schon damals alles im Untergang begriffen?

 

Volksdeutscher

2. Juli 2021 05:59

3. "Warum das so ist, ahnt man seit langem: Die Journalistenklasse ist rotgrün gepolt."

Nun, seit geraumer Zeit gibt es wieder rechte Proteste, rechte Kundgebungen, die Rechte läßt wieder von sich hören und versteckt sich nicht. Das haben die Bürger der alten BRD so gar nicht gekannt, das wurde ihnen Jahrzehnte lang vorenthalten. Jetzt wissen sie nicht so recht, wie sie damit umgehen sollen, denn seit 1945 sagte man ihnen, daß, wenn die Rechte auf die Straße gehen, münde das dann im Faschismus. Haben die niedrigen Wahlerfolge der AfD womöglich mit diesem Umstand zu tun?

Volksdeutscher

2. Juli 2021 06:02

4. "Warum das so ist, ahnt man seit langem: Die Journalistenklasse ist rotgrün gepolt."

Die Linken fremdeln verständlicherweise, das haben sie nicht erwartet, sie konnten Jahrzehnte lang die Straße unangefochten und ohne Widerstand für sich haben. Nun haben sie ernstzunehmende politische Konkurrenz bekommen, was sich an den bundesweiten Wahlerfolgen der AfD ablesen läßt. Die verbalen wie physischen Aggressionen der Linken dürften sich womöglich aus dieser Richtung speisen. Das zeigt eindeutig die Krise linken Denkens und linker Ideologien. Und da die Aggressionen immer brutaler und gemeiner werden, schweigen die rechten Journalisten in den Redaktionsstuben: um nicht entlassen oder von einer linken Schlägertruppe krankenhausreif geprügelt zu werden.

RMH

2. Juli 2021 07:10

I.

"Elsässer schrieb unlängst in "Compact", Höcke und Wagenknecht verbinde mehr miteinander als ersteren mit Meuthen und letztere mit der Führungsspitze der Linkspartei."

Was mal eben so eine Behauptung ist, die man, wenn man die politischen Werdegänge der beiden - gut, bei B.H. gibts da für die breitere Öffentlichkeit noch nicht so lange etwas zu beobachten - schon länger verfolgt, mit nichts zu begründen ist. B.H. ist in erster Linie - und dann kommt so richtig überzeugend erst einmal lange nichts - ein gusseiserner Patriot. S.H. hingegen nicht und der Graben wird durch alles Buhlen beider um Wähler und von der Politik angeblich "Verlassenen" nicht zugeschüttet.

RMH

2. Juli 2021 07:11

II.

Thema Medien:

Jeder, der eine höhere Schule besucht hat (zumindest in den alten Bundesländern), wurde dort quasi gegen die "Bild" geimpft (Verlorene Ehre der K. Blum etc. - jeder Lehrer, der ein bisschen was auf sich hielt, hat die BILD als "Schund" bezeichnet usw.).

Die Bild macht seit einiger Zeit ein kleines bisschen die Werteunion, ist nicht auf grün-linker Linie (die Grünen wittern mittlerweile sogar eine "Verschwörung" LOL), berichtet stets als erstes größeres Medium über Migrantengewalt und nennt die Täter usw.

Da gabs nen klaren Kursschwenk, ein Ausbrechen aus der medialen Einheitsfront - Bild goes FOX News?

Sollte man einmal beobachten. Ich persönlich denke, dass Bild jetzt versucht, Grün klein zu schreiben, damit eine solide Unionsbasis im Herbst den Kanzler stellen wird.

Der_Juergen

2. Juli 2021 08:56

@RMH

Ich verabscheute BILD stets aus vollem Herzen; auch als ich noch ein braver Konservativer und Strauss-Verehrer war, stiess mich die Primitivität des Blattes ab. Immerhin muss man anerkennen, dass Julian Reichelt - der sich jahrelang als einer der übelsten Hetzer hervorgetan hat - ganz Erstaunliches zu Corona schreibt und die verbrecherische Politik des Regimes mit aller Schärfe anprangert. 

Sicher will BILD die Baerbock verhindern, aber auch der wahrscheinliche Unionskandidat Laschet ist neben dieser allenfalls die Cholera im Vergleich zur Pest. (Für den Akzelerationisten wäre eine Kanzlerin Baerbock natürlich ideal, weil sie diesen Staat in noch rasenderem Tempo in den Orkus triebe als Laschet.) Man muss auch einem Reichel zugestehen, dass er sich zumindest in der zurzeit weitaus wichtigsten Frage vom Saulus zum Paulus wandeln kann. Der US-Abtreibungsarzt Bernhard Nathanson, der von 75.000 in seiner Klinik durchgeführten Abtreibungen 5.000 eigenhändig vorgenommen hatte, wandelte sich später zum engagierten Lebensschützer und zum leidenschaftlichen Kritiker der Abtreibungsbarbarei. Solche Fälle sind leider selten, aber es gibt sie.

RMH

2. Juli 2021 10:03

@Der_Juergen,

der Herr Reichelt hat den grün-jakobinischen Tugendterror an seiner eigenen Person erleben dürfen. Evtl. hat ihn das geprägt. Warten wir's ab. An der Berichterstattung der Bild zum Terror in Würzburg gab es bislang aus meiner Sicht nichts groß auszusetzen.

Laurenz

2. Juli 2021 10:35

@Der_Juergen & RMH

"Ich verabscheute BILD stets aus vollem Herzen"

Das ist & bleibt historische Heuchelei. Mit einer Auflage von über 5 Mio. war die BILD die historisch am meisten verkaufte Zeitung Deutschlands, aber keiner wollte sie gelesen haben. 

Aus demselben Grund lese ich heute noch Relotius. Der ehemalige Spiegel ist einfach nur ekelhaft, seine schreibenden Protagonisten menschlich betrachtet, charakterliche Schließmuskel ohne Gewissen. Es ist aber sehr wichtig über die rassistische & menschenfeindliche Gedankenwelt von Blome, Stokowski, Fricke, Berg, Lobo bis Augstein im aktuellen Geschehen Bescheid zu wissen.

@Volksdeutscher

Sie haben es historisch, zumindest die Zeiten der Bonner Republik, nicht ganz getroffen. Überrascht & auf dem falschen Fuß erwischt, wurden die Konservativen durch den Mauerfall. Der Jude Gerhard Löwenthal gab mit dem ZDF-Magazin der Linken extremes Kontra. Das ZDF-Magazin ist heute nicht mehr vorstellbar. Das Gedenken daran wird nur wegen der jüdischen Herkunft Löwenthals nicht geschändet.

Laurenz

2. Juli 2021 10:47

@RMH @Der_Juergen

"Herr Reichelt"

Herr Reichelt schreibt oder läßt schreiben, wie jeder sogenannte Journalist entsprechend den Vorgaben seiner vorgesetzten Eigentümer.

In der Bild-Redaktion wurden schon immer anonym BTWn mitgewählt. Das Ergebnis war auch zu Axel-Springer-Zeiten immer mit über 70% extrem links.

Auch die Zusammenarbeit zwischen BK & GK würde größere Diskrepanzen nicht überleben.

Das war auch schon bei Einhard nicht anders.

Es wäre naiv, die Medienwelt nicht unter den Geldscheffel zu stellen. Und die Medienfront ist in Deutschland monetär am härtesten umkämpft, sprich der Bürger der härtesten Manipulation überhaupt ausgesetzt.

Gotlandfahrer

2. Juli 2021 11:32

Zu BILD: Good Cop. So tun, als ob es eine Wahl innerhalb des Rahmens gibt und Opposition steuern um sie nicht an die echte Straße zu verlieren.  Das Corona-Pferd ist eh bald tot geritten, die meisten Leute sind ja jetzt drin im unkündbaren Impf- und Lebensgenehmigungs-Abo.  Weiterhin entscheidend ist aus meiner Sicht, was im Zentrum des Hegemon passiert, wer dort den inneren Machtkampf gewinnt, ob das dann überhaupt den erhofften Unterschied macht und wenn, mit welchen Einschränkungen der äußere Kampf mit der KPC weitergeführt wird.  Ferner, was sich daraus für die EU-Autokraten ergibt, also auch, ob der WEF im Ballbesitz bleibt und wenn, für wen er spielt.  Aus dieser Konstellation in der obersten Weltetage ergibt sich das Fressen für die korporierten Funktionsbonzen und die Medienschaffenden.  Was die wozu schreiben hat nur archivarischen Wert für den Fall, dass doch nochmal abgerechnet werden kann. Meinetwegen soll die Baerbock den Hampelmannjob bekommen, jeder soll es sehen, was wirklich mit ihm getan wird.

Sandstein

2. Juli 2021 12:12

Habe es schon mehrmals geschrieben, aber anscheinend ist das eine sehr unique Haltung: die AfD ist, egal in welcher Ausführung, längst Systempartei. Sie wirkt systemstabilisierend, und jede Wette: auch ein Höcke ist ganz zufrieden mit dem was er da in Thüringen hat. 
Hätte er Mumm würde er aufs Ganze gehen, also im Bund mitmischen. Er scheut ja aber selbst eine Kandidatur für den Bundesvorsitz.

Ist Zeitverschwendung was Sie da schreiben BK, nicht böse gemeint, jeder hat ja da seine Sicht. 
 

 

Volksdeutscher

2. Juli 2021 12:20

@Solution

Das sehen Sie vollkommen richtig. Deshalb versucht das System, das zu verhindern und mit aller erdenklichen Hetze dagegenzusteuern. Ein ungarischer Intellektueller hatte diese Problematik einst so formuliert: "Es gibt welche, die national sind, aber nicht sozial (Rechte); es gibt solche, die sozial sind, aber nicht national (Linke); und es gibt dann solche, die weder national, noch sozial sind (Liberalen)."  Und ein und demselben Volk zugehörige Menschen bekämpfen sich dann dem entsprechend wie Angehörige fremder, miteinander befeindeter Stämme. Wer profitiert wohl davon?

Erst die praktische Verbindung des nationalen Prinzips mit dem sozialen Prinzip würde/könnte den erforderlichen inneren Frieden für unser Land bringen. Es ist unwürdig und deshalb mit aller Härte zurückzuweisen, daß die Kriminalität und Probleme von irgendwelchen importierten kulturell und ethnisch Fremden bei uns die Schlagzeilen füllen, anstatt unsere eigenen Leistungen in Kunst, Wissenschaft und Technik.

RMH

2. Juli 2021 13:21

@Sandstein,

Dann konnte die AfD noch nie Ihre Partei gewesen sein, denn sie war und ist von Anfang an eine Partei, die eine alternative Ergänzung zu den bisherigen Parteien innerhalb des Verfassungsrahmens bieten wollte. Natürlich ist sie damit Systempartei. Nichtsystem- Parteien, die über eine Nische hinaus gehen, werden in diesem Land verboten und dass wäre, wenn es ein nicht von anderen Parteien besetztes BVerfG gäbe, auch vollkommen richtig und systemlogisch. Projizieren Sie einfach nicht so viel von Ihren eigenen Vorstellungen hinein, dann können sie sich den Ton der Enttäuschung auch sparen. Denn getäuscht hat in der AfD noch niemand einen Wähler.

Und bevor sie B.H. dann mit so einer wegwischenden "auch nur" Formulierung bedenken, sollten Sie einfach Mal seinen Telegram Kanal abonnieren und dann würde Ihnen bald auffallen, dass er genau an der richtigen Stelle einen guten job macht.

Sandstein

2. Juli 2021 14:19

@RMH 

Der Wähler wurde noch nicht getäuscht? Ist das Ihr Ernst? 
 

..es reicht doch die Mandate zu zählen, die parteilos in Land- oder im Bundestag sitzen.

Und abseits davon ist es reichlich naiv zu glauben in der Politik würde auch nur irgendwer irgendwas ohne Täuschung erreichen. Das ist eine einzige Negativauslese. 
Aber auch hier gilt: jeder hat da seine Sicht und Sie sind offenbar nicht bereit Ihre zu hinterfragen. 
 

Ps: wer ist BH?   

Laurenz

2. Juli 2021 14:27

@Sandstein

@RMH hat vollkommen Recht, schreibt aber halt so, wie Er ist, zu freundlich. Jede Partei, die zur Wahl antritt, begibt sich in das System, vor allem dann, wenn sie auch noch gewählt wird. Wenn Sie das nicht wollen, engagieren Sie Sich bei 1%, den Identitären oder einer sonstigen Bürgerbewegung, die sind APO.

Übrigens, wir hatten das schon oft genug am Beispiel Hitlers & der Alt68er, die Hitler, ohne daraus gelernt zu haben, kopierten, debattiert. Revolutionen, Putsche sind in Deutschland extrem unbeliebt. Hitler brauchte 10 Jahre um im Marsch durch die Instanzen an die Macht zu kommen, die Alt68er 30 Jahre. Sie vertreten also keine einzigartige Haltung, sondern gar keine, weil utopisch.

@Gotlandfahrer

Mit der neuen Eigentümer-Struktur bei BILD geht es vordergründig wohl wieder mehr um Gewinne, da den Investoren wohl die finanziellen Zuwendungen der Politik für hoffähiges Schreiben zu gering sind.

@Volksdeutscher @Solution

Wir debattieren hier das schon mehrere Jahre, auch gegen die libertären Widerstände auf der SiN. Es geht einfach nicht um Recht haben, sondern ums gewinnen. & BK hat dies professionell in ein Programm gefaßt.

Sandstein

2. Juli 2021 16:48

@ Laurenz

“Sie vertreten also keine einzigartige Haltung, sondern gar keine, weil utopisch.“ 

Selten so einen Stuss gelesen (nichtmal von Ihnen..)  
Meine Haltung? Völlig sinnlos sich den Kopf über die Ausrichtung der AfD zu zerschlagen, das kostet doch nur Zeit und Kräfte (im eigenen Lager wohlgemerkt). Was jeder tun kann ist im Kleinen für ein besseres Deutschland zu arbeiten. Familie gründen, enge Bande zu Brüdern halten und schauen dass man den Menschen die einem was bedeuten Gutes tut.

Das ist meine Haltung, und utopisch ist hier nur Ihr altkluges Geschwätz. 

RMH: mag sein dass Höcke bei Telegramm irgendwas reißt, ich bekomme da nichts von mit und das dürfte 99% der Wähler genauso gehen. 

 

Wahrheitssucher

2. Juli 2021 17:09

@ Laurenz

Ich verabscheute BILD stets aus vollem Herzen"

„Das ist & bleibt historische Heuchelei. Mit einer Auflage von über 5 Mio. war die BILD die historisch am meisten verkaufte Zeitung Deutschlands, aber keiner wollte sie gelesen haben.“

Wie kommen Sie dazu, dem_Jürgen, Heuchelei vorzuwerfen, wenn er doch nur für seine Person spricht?

Abgesehen davon, ist die Verabscheuung die einzig angemessene Reaktion auf dieses Blatt.

Niekisch

2. Juli 2021 18:13

"Erst die praktische Verbindung des nationalen Prinzips mit dem sozialen Prinzip würde/könnte den erforderlichen inneren Frieden für unser Land bringen"

@ Volksdeutscher 12:20:

Einst sogar Ernst "Teddy" Thälmann: "nationale und soziale Befreiung für Deutschland"

Aber zuerst bitte die argumentative Untermauerung dieses heute absolut aktuellen Weckrufs.

RMH

2. Juli 2021 20:08

@Sandstein,

via Telegram wird sicher nichts groß gerissen - aber der politisch Interessierte kann darüber recht gut verfolgen, was alles passiert und was gemacht wird. Und da kann man über B. Höcke sagen was man will: Er ist einer der wenigen Politiker mit Parlamentsmandat, der wirklich noch die Marathon-Distanz in der Disziplin öffentliche Auftritte, Kontakt mit der Bevölkerung etc. geht - eher den Ultra-Triathlon. Respekt, was der Mann an Terminen offenbar runter reißt. Und genau das ist in einem kleinen Bundesland wie Thüringen gut (da kann man noch Leute mit solchen Aktionen erreichen).

Ich teile wahrlich nichts alles, was Höcke so vom Stapel lässt, aber mangelndes Engagement kann man ihm wahrlich nicht vorwerfen. Da können sich manche eine Scheibe von abschneiden.

Volksdeutscher

2. Juli 2021 21:29

@Niekisch

Wenn Sie sagen, daß meine Forderung ein Weckruf und darüber hinaus auch noch ein absolut aktueller sei, dann frage ich mich - oder vielleicht besser Sie? - wozu diesen absolut aktuellen Weckruf noch untermauern? Denn ich meine: eine Säule bedarf doch keiner Untermauerung, sie selbst hat tragende, unterstützende Funktion. Oder haben Sie etwas Anderes im Sinne gehabt? Oder habe ich Sie mißverstanden?

Laurenz

2. Juli 2021 22:24

@Wahrheitssucher @L.

"BILD-Haß"

Hatte mir schon gedacht, daß sich irgendeiner beschweren wird. @Der_Juergen wird mich wohl verstanden haben, ich habe Ihn einfach 5 Mio.-fach multipliziert & Ihn gar nicht wirklich persönlich gemeint. Bedaure, daß Sie das so nicht mitbekommen hatten. Hätte mich wohl klarer ausdrücken müssen.

@Sandstein @L.

"Völlig sinnlos sich den Kopf über die Ausrichtung der AfD zu zerschlagen, das kostet doch nur Zeit und Kräfte (im eigenen Lager wohlgemerkt)."

Da Sie eben keine Wahlen gewinnen wollen, was noch nie so einfach war, wie jetzt, kann ich Ihre Position nachvollziehen. Aber es ist eben trotzdem eine dämliche Position, weil Wahlen zu gewinnen, der Sinn eines jeglichen politischen Engagements ist.

"Was jeder tun kann ist im Kleinen für ein besseres Deutschland zu arbeiten. Familie gründen, enge Bande zu Brüdern halten und schauen dass man den Menschen die einem was bedeuten Gutes tut."

Was glauben Sie, was hier alle machen?

Wunderbar, daß Sie für uns den Stein der Weisen gefunden haben....

Nordlicht

2. Juli 2021 23:36

Parteien; Parteiausschluss-Verfahren

Wie v Arnim 1993 schrieb: Die etablierten Parteien haben sich den Staat zur Beute genommen. Dieser Prozess wurde verstärkt durch die Konstruktion der Zwitstimmen, wodurch die interne Macht der Funktionäre anstieg. Die Landeslisten wurden immer wichtiger, heute sind mehr als 400 Abgeordnete nicht direkt gewählt. sondern über die Landeslisten gekommen. Nur 299 haben sich direkt um die Wähler in ihren Wahlkreisen bemühen müssen.

Die AfD sollte in ihrem Programm eine grundsätzliche Wahlrechtreform fordern, nicht nur einige ergänzende Volksbefragungen. Die Parteienherrschaft kann nur beendet werden durch a. ausschliesslich Direktmandate und b. ein Präsidalsystem.

Solution

3. Juli 2021 00:06

Wir brauchen dringend Unterstützung an der Amazon-Front. Ich bitte alle hier bei SIN Rezensionen für Antaios-Bücher zu verfassen, positive Rezensionen zu liken und auch die Bücher des Gegners negativ zu rezensieren und die kritischen Rezensionen zu liken. Amazon ist der Marktbeherrscher. Niemand verkauft mehr Bücher. Und es ist die Suchmaschine für Millionen potentielle Buchkäufer.

Es ist schön hier zu schreiben. Ich lese es mit Gewinn und beteilige mich ab und zu, doch die Front ist woanders.

Die wenigen Rezis und Likes für die aktuellen Bücher von Antaios bedürfen der Unterstützung.

Wenn man sieht, wie die beiden Baerbock-Bücher erfolgreich bei Amazon unter Beschuß liegen, der kann erkennen, was relativ wenige Leute vermögen. Also: Ran an den Feind! 

anatol broder

3. Juli 2021 01:47

@ rmh 

was hat es auf sich, björn höcke (2 mal 5 buchstaben) nicht auszuschreiben? ist das eine berufliche angewohnheit?

ich habe auch schon mehrmals gesehen, wie dieser politiker von gegnern als bernd anstatt björn bezeichnet wird. ist das eine verballhornung?

RMH

3. Juli 2021 11:26

@anatol broder,

ich beteilige mich an den Debatten hier seit Einführung von SiN. Früher wurde hier sehr elaboriert, schön und ausführlich geschrieben. Die Beiträge aller wurden aber am Ende immer länger

Seit Einführung der Zeichenbegrenzung macht sich aber ein AküFi (= Abkürzungsfimmel) breit, von dem auch ich nicht verschont geblieben bin. Und so kommt es, dass ich auch in Beiträgen, bei denen ich das Zeichenmaximum nicht ausreize, Namen abkürze und statt Entschuldigung auch mal das kurze sorry verwende. Beschränkungen verfeinern nicht immer den Stil, will aber nicht zum x-ten mal das Thema mit den 1500 Zeichen aufwärmen, zumal sich jeder daran gewöhnt hat und die Debattenwächter auch großzügig mit der Aufteilung von Beiträgen umgehen.

Das mit dem Bernd statt Björn ist eine sehr erfolgreiche Verballhornung seitens des bunten Kanals namens "heute show". Vermutlich musste sich Bernd das Brot vom Bruder im bunten Geiste Kanal Kika davon schon distanzieren - oder ist Bernd das Brot deshalb so depressiv?

Gustav Grambauer

3. Juli 2021 11:46

Sandstein

"Ps: wer ist BH?"

anatol broder

"was hat es auf sich, björn höcke (2 mal 5 buchstaben) nicht auszuschreiben? ist das eine berufliche angewohnheit?"

Ist doch lange Usus in Schnellroda, gehört doch lange zur Korporät Eidentiti. Eine markantere und weniger verwechselbare Variante wäre die mit den ersten Silben des Vor- und Zunamens: B. H. wäre dann Bjöhö, G. K. Göku, E. K. Elko, C. S. Caso, B. K. Bekai, a. b. anbro, G. G. Gugra usw. Man müßte ja niemandem sagen, daß dies bei der NDPD so gepflegt wurde, wo durchaus stilprägend Bolz als Lobo, Homann als Heiho, Hartmann als Güha usw. angesprochen wurden.

- G. G.

Franz Bettinger

3. Juli 2021 12:40

@Solution: Wollte gerade Ihrer Aufforderung zu Rezensionen von Antaios-Büchern bei Amazon folgen, bin aber (wie ich bei A erfuhr) dazu nicht berechtigt, weil man dazu in den letzten 12 Monaten für wenigstens 50€ Bücher bei A bestellt haben muss und ich das nicht habe und auch nicht tun werde. Tja.

Simplicius Teutsch

3. Juli 2021 12:59

Sie, @Sandstein, 2. Juli 2021 12:12, schreiben:

„… auch ein Höcke ist ganz zufrieden mit dem was er da in Thüringen hat. Hätte er Mumm würde er aufs Ganze gehen, also im Bund mitmischen.“

Also, wie Sie die umfassende politische und menschliche Leistung von Björn Höcke abtun, macht mich ein bisschen ratlos, weil wir hier ja in der Regel auf der gleichen (rechten) Seite stehen und über die politische Gesamtlage ziemlich gut Bescheid wissen. Über das, was möglich ist und über das, was kontraproduktiv ist. 

Ich finde die Diskussionen hier schon gut, aber ich selber möchte andere (Meinungen) nicht immer gleich kritisieren, weil es ja oft auch nur um Missverständnisse geht, und wir im Grunde einer Meinung sind. An einem richtigen Stammtisch, woran ich noch konkrete Erinnerung habe, wäre das etwas anderes. Da kann man schnell korrigieren, nicht opportunistisch gemeint, oder auch nachlegen. Andererseits sollte auch hier im Blog der Pfeffer bzw. der "Laurenz" nicht fehlen. Und pointierte Stellungnahmen sind nun mal die Würze. Die meist ausführliche Darlegung der (politischen) Verhältnisse bekommen wir ja schon oben in den Artikeln geistreich serviert.

Aber @Sandstein, Ihre abfällige Bemerkung zu Höcke, da kann ich nur antworten, gut, dass Sie keine strategische Entscheidungskompetenz über das Verhalten von Björn Höcke haben. Mit Ihren eigenen Worten, wirklich: „nicht böse gemeint.“

links ist wo der daumen rechts ist

3. Juli 2021 13:28

Diese unglaubliche Naivität und Heuchelei.

Zu dem aktuellen Mordfall in Wien.

Ich erinnere: mehr als ein Jahr nach Regierungsantritt der türkis-blauen Koalition 2017 (endlich eine „nationale Regierung“, jubelten Sellner und Konsorten) wurde ein Sozialamtsleiter in Vorarlberg von einem straffällig gewordenen Asylwerber abgeschlachtet. Von einer „nationalen Regierung“ unter einem Innenminister Kickl hätte ich mir vom ersten Tag an erwartet, gegen Asylmißbrauch strengstens vorzugehen. Aber nein, stattdessen ein Endlos-Gezeter um Polizeipferde und eine überflüssige „Sozialschmarotzer“-Debatte; in letzterem Fall schafft es dieser verschissene Drecksstaat halt einfach nicht, den bald 30jährigen Kniefall vor einer neoliberalen Agenda zu beenden und endlich wieder für sichere Jobs zu sorgen.

Und jetzt wieder in D diese Debatten um Höcke ja, Höcke nein. Leute, es geht doch nicht um diese Schiachperchten. Es geht um Deutschland und um Deutschlands Rolle in Europa. Da auf eine Fahrradltruppe (Broder über den Abwehrwillen der Schweizer in WK2) zu hoffen, ist hoffnungslos naiv.

Die AfD wurde als Professorenpartei gegründet, ist im Westen eine Art schmuddelige FDP und im Osten eine reine Protestpartei. Weitere Szenarien kann man an Aufstieg und Fall und Wiederaufstieg usw. der FPÖ seit 1986 studieren.

Solange keine charismatische, die gegnerischen Lager verbündende Figur auftaucht, sind diese Sandkastenspiele nutzlos.

Sandstein

3. Juli 2021 13:35

@ Laurenz

Sie verstehen es einfach nicht, deshalb nochmal ganz langsam und explizit: ich halte jedwedes "politische Engagement" der Rechten derzeit für sinnlos bis kontraproduktiv. Es nimmt Druck vom Kessel, suggeriert eine "einfache" Lösung an der Urne. Die wirds nicht geben.
@ Teutsch

Wieso abfällig? Habe den Herrn mehrmals persönlich erlebt, er hat einfach kein Format. Das ist meine Beurteilung.

Simplicius Teutsch

3. Juli 2021 18:52

@Sandstein,

Sie bringen die Diskussion genau an den Punkt, wo ich eigentlich – auf diesem Forum - nicht weitermachen will. Dieser Ton: „Sie verstehen es einfach nicht, deshalb nochmal ganz langsam und explizit“. (@Laurenz darf das andererseits! Solche Bemerkungen. Und ihn haben Sie ja auch direkt angesprochen.) Aber wenn Sie schon überheblich werden, dann müssen Sie Ihre Argumentation um einiges logischer machen.

Ich halte Björn Höcke für eine starke politische Figur im rechten Lager. Seine Gegner übrigens auch. Sie aber, @Sandstein, mögen Björn Höcke nicht. OK. Aber dann machen Sie doch bitte nicht einen Widerspruch aus Ihrer hier empfohlenen strategischen Logik.

Einmal halten Sie „jedwedes "politische Engagement" der Rechten derzeit für sinnlos bis kontraproduktiv.“ Und gleichzeitig kritisieren Sie das für Sie nicht ausreichende politische Engagement von Höcke, nämlich dass er „ganz zufrieden (ist) mit dem was er da in Thüringen hat. Hätte er Mumm würde er aufs Ganze gehen, also im Bund mitmischen.“

Was denn nun?

Simplicius Teutsch

3. Juli 2021 19:08

Am Ende wäre ich sogar bei Ihnen, @Sandstein,

mit dem Gedanken, dass die Linksgrünen uns unbedingt brauchen, um sich selber aufzurüsten. All den Milliarden-Etats gegen Rechts würde schlagartig der Boden entzogen werden. Wenn ich zaubern könnte, meinetwegen zusammen mit Ihnen, ja das wäre eine super Idee: Die würden vielleicht schauen, wenn wir als Gegner plötzlich weg wären! Ganz weg als Gegner. Die würden erstmal in sich zusammenklappen. – Aber wie soll das gehen?

Meinen Sie, das ist die Meuthen-Strategie? Ich war mal ein Befürworter von Meuthen (und  von Höcke! gleichzeitig) in meinem Verständnis als Liberal-Konservativer für Volk und Heimat, und in dem Sinne, dass sich Leistung lohnen muss. Aber das geht hier zu weit.

Sind Sie Anhänger von Meuthen? Eine Tarnkappen-Strategie der Rechten, des sich Unsichtbarmachens als Rechte, um auf diese Weise stärker als die AfD bisher in die Parlamente zu kommen, das wird jedenfalls nicht aufgehen.

Der_Juergen

3. Juli 2021 19:08

@Wahrheitssucher

Danke für Ihre Unterstützung, aber mit @Laurenz diskutieren zu wollen, ist Zeitverschwendung (ich habe es zugegebenermassen selber schon etliche Male versucht). Der Mann ist entweder nicht in der Lage, einen einfachen deutschen Text zu verstehen, oder falls er hierzu doch imstande ist, hält er es  für unter seiner Würde, die Wortmeldungen anderer Foristen aufmerksam zu lesen, ehe er sich dazu äussert. Von seiner flegelhaften Ausdrucksweise ganz zu schweigen. Und wer, wie besagter Blog-Rüpel, meint, Wahlen zu gewinnen, sei "der Sinn eines jeglichen politischen Engagements", hat auf diesem Forum ohnehin nichts verloren. Dass ihn die Blogherren ungehindert wüten lassen, kann ich mir nur damit erklären, dass Kubitschek und Kositza als Besitzer eines Schlosses es offenbar für standesgemäss erachten, einen Hofnarren zu halten.

Kositza: Ungehindert gewiß nicht. Fragen Sie ihn gern mal, wieviel % seiner Beiträge freigeschaltet werden.

Solution

3. Juli 2021 19:41

@ Franz Bettinger

Schade. Ich bin natürlich ein guter Kunde bei Antaios, doch ab und an auch bei Amazon wegen oft seltener, englischsprachiger Bücher sowie antiquarischer Titel.

Sandstein

3. Juli 2021 22:33

@ Teutsch

wo ist denn da jetzt der Widerspruch den Sie gesucht und vermeintlich gefunden haben? Wenn ich jetzt sag Sie sollten vielleicht nochmal lesen was ich schrieb ist das aus Ihrer Sicht sicher auch wieder überheblich, richtig? 

Höcke mag in Thüringen ein gewisses Gewicht erreicht haben, das spielt im Bund aber keine Rolle: das System ist so aufgebaut, dass nur die Angepassten nach oben kommen. Die AfD hat das begriffen in Personen von Meuthen, Pazze etc. und dann sind die Fundis eben raus (ich ja ebenso), nur zetere ich nicht sondern ziehe meine Schlüsse. 

Ist natürlich total abgehoben...wie albern! 

 

Laurenz

3. Juli 2021 22:39

@Simplicius Teutsch (@Sandstein)

Warum ist das Gedächtnis unserer jüngsten Geschichte hier so kurz?

Wir hatten bis 2017 keine echte parlamentarische Opposition im Bund & bis 2013 keine in den Ländern.

Davor herrschte in den Parlamenten exakt das, was Sie gerade mit @Sandstein debattieren, nämlich 0 echte Gegner, reine Abwink-Agonie.

Mein Vater, Bankdirektor a.D. einer (ehemaligen deutschen) Großbank war mehrere Jahre bei der Linken, um überhaupt irgendwie Opposition machen zu können, ein wahrhaft fatalistischer Schritt.

Auch wenn die AfD in den Parlamenten geschnitten wird, zumindest sind die Debatten mittlerweile unterhaltsam & die AfD brachte Phoenix eine höhere Einschaltquote. Vorher wollte doch keiner mehr die Langweiler im Reichstag sehen.

Eingedenk dessen hat sich wohl Ihre sinnentleerte Debatte mit Sandstein aufgrund der historischen Gegebenheiten erledigt.

Franz Bettinger

4. Juli 2021 07:09

@Alle Zerstörer, die meinen, es muss noch viel schlechter werden, bevor es wieder gut werden kann: Ist das Berserkerhafte Zerschlagen-Wollen unserer Welt (ja, auch von Rechts) Ausdruck der im Nachbar-Strang von Bosselmann beschworenen Demut? - Nein, es ist Hybris, Hochmut, Dummheit, und es zeugt vom Neid und niederen Instinkt der Zukurzgekommenen. Ich halte nichts von verbrannter Erde- und Nero-Befehlen. 

Dieter Rose

4. Juli 2021 10:26

Aufruf an alle AfD-Wähler: CDU wählen (mit zusammengebissenen Zähnen)

Aufruf an alle bisherigen Nichtwähler: CDU wählen - da sollte es doch zu einer Regierung ohne Grüne reichen.

Einfach mal zur Diskussion gestellt!

RMH

4. Juli 2021 10:47

@F.B.,

ich stimme ihrem letzten Kommentar zu 100% zu. Die Wahrscheinlichkeit, dass aus der Asche ein Phönix aufstehen wird, ist utopisch gering. Das es hingegen schlicht bei der Asche bleibt, die vom Wind der Geschichte in die Vergessenheit weggeblasen wird, ist heuristisch das plausibelste.

Simplicius Teutsch

4. Juli 2021 11:05

@Laurenz, @Sandstein

Ich kann zwar nicht jede pejorative Äußerung von Ihnen nachvollziehen oder gutheißen, so wie es Ihnen umgekehrt offenbar mit meinen Meinungs-Äußerungen ergeht.

Aber im Grunde beurteilen wir die Situation doch gleich. Meine ich jedenfalls: Deutschland auf der Abrutschrampe.

Die Linksgrünen sehen das aber ganz anders, viel hoffnungsvoller: Deutschland auf der Abschussrampe mit dem Ziel in den Sternen: moralischer Weltmeister und Klima-Weltmeister!

PS: „pejorativ“, ich habe sicherheitshalber für mich selber nachgegugelt: „… deutet auf die Absicht des Sprechers hin, mit einem solchen Ausdruck etwas oder jemanden bewusst schlechter (negativ) darzustellen.“ – Ja, das habe ich schon so gemeint.

Laurenz

4. Juli 2021 15:26

@Simplicius Teutsch @Sandstein & L.

Persönlich habe ich hier mit niemandem ein Problem, das ginge sogar viel weiter, als nur ein Bier oder Wein zusammen zu trinken. Aber wir sind Deutsche & sollten streiten, mir ist die heuchlerische Sprache von Salon-Sozis zuwider. Und wenn Der_Juergen, wie Sandstein persönlich werden, diskreditieren Sie Sich bloß Selbst. Meine Beleidigungen beziehen sich immer auf die fehl eingeschätzte Sachlage, welche die Herren mangels genügender/m Recherche/Nachdenken zum Besten geben. Man sollte sich an den Stärken Maiordomus' ein Beispiel nehmen, nicht an Seinen Schwächen. Da sind die (Rat-) Schläge einfach nur verdient. Linke nehmen auch keine Rücksicht, das können wir hier schon mal üben.  https://youtu.be/-OgnpDjk6Cw Wie Sie im Video sehen können, halten sich dort nur wenige Nicht-Indigene auf.

@Franz Bettinger @Alle Zerstörer & RMH

Wir Rechten sind doch fast nur Zuschauer. Das Spektakel des Untergangs passiert doch ohne unser Zutun. Nur Mitleid oder Selbstmitleid können wir uns sparen. Für den Bürger gilt, was für jegliche Erziehung von Belang ist, wer nicht hören will, muß fühlen. Hier schätzt Simplicius Teutsch auch die Grünen völlig falsch ein. In unseren negativen Volks-Eigenschaften sind die Grünen wesentlich deutscher als wir.

Laurenz

4. Juli 2021 15:30

@Dieter Rose

Was macht es für einen Unterschied, ob die Grünen in einer CDU-geführten Regierung sitzen oder nicht? Erinnern Sie Sich an Schröder/Fischer. Die Sozis & Polizistenschläger bombardierten Serbien, betrogen die Sozialversicherten, bereicherten Konzerne & ließen Primaten ins Land. Was ist da jetzt anders?

Simplicius Teutsch

4. Juli 2021 20:21

@ Laurenz, sie schreiben:

„Hier schätzt Simplicius Teutsch auch die Grünen völlig falsch ein. In unseren negativen Volks-Eigenschaften sind die Grünen wesentlich deutscher als wir.“

Halt! @Laurenz, ich glaube, da verwechseln Sie mich. Total.

Um es kurz und übertrieben zu sagen: Für mich sind die linksgrün Gepolten bzw. im Besonderen die sog. Antifa die wahren geistigen Kinder und Erben Hitlers. Fanatisch, radikal, extremistisch, idealistisch, intolerant, verbissen, kompromisslos.

Marc_Aurel

5. Juli 2021 09:22

@Dieter Rose
"Aufruf an alle AfD-Wähler: CDU wählen (mit zusammengebissenen Zähnen)"

Bevor ich mein Kreuz bei einer antideutschen Alt-Partei mache, fällt mir der Arm ab - Wahltaktik hin oder her, so etwas kommt überhaupt nicht in Frage.

Außerdem ist das was Sie vorschlagen, vielleicht genau der Grund warum die Grünen so hochgejubbelt werden: man zeigt dem Volk die Baerbock's und Habeck's damit sie CDU wählen und wie Laurenz schon schreibt: die Frage in welcher Mischung die Deutschlandabschaffer diesmal antreten, ist ohnehin nicht relevant, der Kurs bleibt in den Kernpunkten ohnehin gleich.

Laurenz

5. Juli 2021 09:45

@Simplicius Teutsch

"Die Linksgrünen sehen das aber ganz anders, viel hoffnungsvoller: Deutschland auf der Abschussrampe mit dem Ziel in den Sternen: moralischer Weltmeister und Klima-Weltmeister."

Das hatten Sie doch geschrieben, oder?

Am deutschen Wesen soll die Welt genesen & bist Du nicht willig, so brauch' ich Gewalt.

Niekisch

5. Juli 2021 19:15

"Besonderen die sog. Antifa die wahren geistigen Kinder und Erben Hitlers."

@ Simplicius Teutsch 4.7. 20:21: Wie kann das sein, wo es Antifa doch schon in den 20iger Jahren des 20. Jh. gab? Und sie kämpfte da gerade g e g e n  AH.

Laurenz

5. Juli 2021 20:02

@Simplicius Teutsch @L.

"Für mich sind die linksgrün Gepolten bzw. im Besonderen die sog. Antifa die wahren geistigen Kinder und Erben Hitlers."

Das ist historisch absolut falsch. Wenn die Grünen grün wären, träfe das in Teilbereichen zu, sind sie aber gar nicht. Sie sind nur ersatzreligiös. Viel eher träfe das auf Läden, wie PETA, WWF etc. zu, die ebenso radikal für Tierschutz eintreten, wie die Nationalsozialisten. Die Antifa gründet sich historisch auf dem Rotfrontkämpferbund, die in der Weimarer Zeit die Parteiversammlungen aller Mitbewerber mit brutaler Gewalt heimsuchten. Das passiert heute zwar in dieser allumfassenden Form nicht mehr, weil die korrupte Antifa gekauft ist, aber die Tradition der rücksichtslosen Gewalt bleibt.

Die Grünen fühlen sich gesandt, die Welt zu retten. Das meinte ich mit "deutsch". Dieses imperiale Gehabe anderen die Welt zu erklären mit einhergehender Bevormundung, das stammt eher aus dem II. Reich. Die Nationalsozialisten waren ideologisch nie Imperialisten. Die Grünen sind extrem imperialistisch. Sie töten auch dafür.

Dieter Rose

6. Juli 2021 08:16

@Marc Aurel et al.

 

Danke! Ich hatte eine Alleinregierung im Sinn, in der Hoffnung, dass die dann sich wieder auf ihre alten, sicher nicht unumstrittenen Werte besinnen.

So bleibt also, nicht zu wählen bzw. AfD, mit dem Ergebnis, dass alles mehr oder weniger beim Bisherigen bleibt - mit geringen Variationsmöglichkeiten.

Die Entscheidung werde ich wohl ohne  Argumentationshilfen von außen treffen müssen. Nicht, dass ich es mir leicht machen will. Aber auf absehbare Zeit das Land in den Untergang zu schicken, will gut überlegt sein.

 

RMH

6. Juli 2021 08:51

@antifa-Historie,

Welche Ideologie und in welcher historischen Tradition derjenige steht, der mir aktuell und ganz konkret auf die Fresse hauen will, interessiert mich nur sekundär. Primär verteidigt man sich. Das der angreifende Abschaum auch irgendwelchen ideologisch moralischen Über- oder Unterbau benötigt, um sich beim draufschlagen wohler zu fühlen, ist klar, sollte uns aber einzig und allein unter dem Aspekt interessieren, wie man den Gegner damit evtl. abwehren, schwächen und letztlich besiegen kann. Der Gegner interessiert sich für unsere feinzieselierten und elaborierten geistesgeichtlichen Traditionslinien auch 0 die Bohne.

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