Karlheinz Weißmann heult mit den Wölfen

Noch ein paar Worte zu Karlheinz Weißmanns desaströsem "Pro-Impfpflicht"-Kommentar.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

Die Gegen­re­de hat Thors­ten Hinz im sel­ben Blatt geschrie­ben. Dies ist die Schlüsselstelle:

Eine Impf­pflicht wäre der Befehl an jeden, sich total, auf Gna­de oder Ungna­de, in die Hän­de einer zwei­fel­haf­ten Obrig­keit zu bege­ben und sich sei­ne Unter­wer­fung in den Kör­per ein­schrei­ben zu las­sen. Die sich abzeich­nen­den Umris­se eines Tota­li­ta­ris­mus im Gewand der Bio­po­li­tik wür­den wei­ter geschärft. Bereits jetzt ist das öffent­li­che und pri­va­te Leben in ein bio­po­li­ti­sches Abs­trak­tum, in ein Sys­tem aus magi­schen For­meln – 2G, 2G-plus, 3G –, gepreßt, in dem der ein­zel­ne sich als ohn­mäch­ti­ges Atom wiederfindet.

Wenn Poli­ti­ker, wel­che die Geset­ze beschlie­ßen und exe­ku­tie­ren, zusätz­lich die Funk­ti­on des Arz­tes über­neh­men, der die medi­zi­ni­sche Dia­gno­se erstellt und die The­ra­pie anord­net, dann kann poten­ti­ell jeder Bür­ger auf das nack­te, gegen den Zugriff der Macht abso­lut schutz­lo­se Leben redu­ziert wer­den. Die Tat­sa­che, daß die natio­na­len Macht­ha­ber als Trans­mis­si­ons­rie­men einer glo­ba­len Mecha­nik agie­ren, macht die Sache noch furchterregender.

Weiß­manns Bei­trag hin­ge­gen ist eine Apo­lo­gie der “staat­li­chen Ord­nung”, ohne die es nach klas­sisch kon­ser­va­ti­ver Auf­fas­sung kei­ne Frei­heit geben kann, was auch “Quer­den­ker”, “Que­ru­lan­ten” und all  jene, “die glau­ben, das Opfer einer gro­ßen Ver­schwö­rung zu sein” end­lich kapie­ren müs­sen. Er kri­ti­siert den Staat wegen sei­ner Lasch­heit und “Ent­schei­dungs­flucht” vor der Impf­pflicht, deren Durch­set­zung sei­ner Mei­nung nach über­fäl­lig ist.

Damit liegt Weiß­mann auf einer ziel­ge­ra­den Linie mit den Leit­ar­tik­lern des Main­streams, die schon seit gerau­mer Zeit ihre auto­ri­tä­re Ader ent­deckt haben, ganz beson­ders glü­hend im links­li­be­ra­len Sek­tor, wo man alle Hem­mun­gen lust­voll hin­ter sich gelas­sen hat. An sei­nem Staat hat der deut­sche Durch­schnitts­jour­na­list nur mehr aus­zu­set­zen, daß er nicht hart genug gegen “Coro­na” und “Coro­nal­eug­ner” vor­geht (frü­her waren es “Rechts­ex­tre­mis­ten”, “Rechts­po­pu­lis­ten” usw), umso gif­ti­ger ist er jedoch gegen­über Bür­gern, die dem Staat nicht aus­rei­chend gehor­chen. Er buckelt nach oben und tritt nach unten, und hat nun dank Weiß­mann Schüt­zen­hil­fe “von rechts” bekommen.

Auch die Juris­ten tun, was sie gegen­über der Macht schon immer getan haben und schaf­fen flei­ßig Legi­ti­ma­tio­nen her­an. Der Ver­fas­sungs­recht­ler Chris­toph Möl­lers erklär­te die “Impf­pflicht” in einem Inter­view mit der Zeit für grund­ge­setz­kon­form, und warf den Poli­ti­kern, ähn­lich wie Weiß­mann, Ent­schei­dungs­schwä­che und Kon­flikt­scheue vor:

ZEIT: Das ist jetzt weni­ger eine juris­ti­sche, eher eine poli­ti­sche Fra­ge: Gegen die Impf­pflicht wird immer wie­der ein­ge­wandt, sie füh­re zu einer Spal­tung der Gesell­schaft oder ver­tie­fe die Spal­tung der Gesell­schaft. Sehen Sie sol­che Gefahren?

Möl­lers: Ich fin­de, so ein Argu­ment ist immer eine Prä­mie für Radi­ka­li­sie­rung. Das Argu­ment belohnt es ja, wenn Leu­te sich beson­ders aggres­siv gegen etwas zur Wehr set­zen, was mehr­heit­lich als rich­tig aner­kannt wird, und dann mit Spal­tung dro­hen. Wenn man sich dar­auf ein­lässt, schaff man einen eigen­tüm­li­chen Anreiz: Wer am lau­tes­ten schreit, gewinnt am meis­ten Ein­fluss. (…) Ich hal­te das Spal­tungs­ar­gu­ment für eine Fik­ti­on, mit der Poli­ti­ker Kon­flik­te ver­mei­den wollen.

In der­sel­ben Zei­tung schrei­ben Kolum­nis­ten Arti­kel mit Titeln wie “Die Gesell­schaft muß sich spal­ten!”, Zitat:

Was es jetzt braucht, ist nicht mehr Offen­heit, son­dern ein schar­fer Keil. Einer, der die Gesell­schaft spal­tet. Wenn davon die Rede ist, ent­steht schnell ein Zerr­bild im Kopf, als wür­de das Land in zwei gleich gro­ße Tei­le zer­fal­len. Doch so ist es nicht. Rich­tig und tief ein­ge­schla­gen, trennt er den gefähr­li­chen vom gefähr­de­ten Teil der Gesellschaft.

Möl­lers’ Gas­lich­te­rei soll offen­bar den Spal­tern ein gutes Gewis­sen ver­schaf­fen. Wir ken­nen das Mus­ter aus ande­ren Zusam­men­hän­gen, etwa aus der “Flücht­lings­kri­se”: Die Regie­rung setzt eine radi­ka­le, extre­mis­ti­sche Poli­tik durch und ver­sucht die­se mit Hil­fe der Medi­en zu “nor­ma­li­sie­ren”. Wer dage­gen pro­tes­tiert, wird als “Radi­ka­ler” und “Extre­mist” gebrand­markt und aus­ge­grenzt. Die Radi­ka­li­sie­rung der Regie­rung hin­ge­gen wird geleug­net und schön­ge­re­det. Folgt man Möl­lers Argu­ment, so wäre über­haupt kei­ne oppo­si­tio­nel­le Ein­fluß­nah­me und kein Gegen­druck mehr erlaubt (am “lau­tes­ten schrei­en” neben­bei immer noch die Mas­sen­me­di­en). Übrig bleibt die lau­fen­de Ein­ge­wöh­nung an einen offen auto­ri­tä­ren Regie­rungs­s­stil, wie er sich seit März 2020 in der west­li­chen Welt schlei­chend durchsetzt.

Der Blog­ger Eugyp­pi­us beschreibt die Art der Herr­schaft, die sich schon lan­ge vor “Coro­na” im Wes­ten eta­bliert hat und die sich im Zei­chen der Pan­de­mie­be­kämp­fung zum tota­li­tä­ren Sys­tem zuspitzt, so:

Die Demo­kra­tien der Ers­ten Welt sind alles ande­re als Sys­te­me, die den Wil­len des Vol­kes kana­li­sie­ren. Viel­mehr sind sie durch den Auf­stieg der Mas­sen­me­di­en und der Mas­sen­ge­sell­schaft zu aus­ge­klü­gel­ten Kon­sens­far­men gewor­den. Die west­li­chen Regie­rungs­sys­te­me sind his­to­ri­sche Uni­ka­te, die sich der Mas­sen­me­di­en bedie­nen, um das Phä­no­men der öffent­li­chen Mei­nung zu erzeu­gen, die durch eine Kom­bi­na­ti­on aus Pro­pa­gan­da und poli­ti­scher Par­ti­zi­pa­ti­on zu einem Regie­rungs- und Kon­sens­in­stru­ment eige­ner Art geformt wird [des­sen Auto­ri­ta­ris­mus sich von Sys­te­men wie Faschis­mus, Kom­mu­nis­mus oder Sozia­lis­mus unter­schei­det. – ML]

Auf die­se Wei­se wird die Mehr­heit zunächst an die Agen­da des Staa­tes gewöhnt und dann zur Durch­set­zung von Regie­rungs­an­wei­sun­gen und zur Unter­drü­ckung von Anders­den­ken­den, Non­kon­for­men und zuneh­mend auch von Des­in­ter­es­sier­ten mobi­li­siert. Die Coro­na-Ein­däm­mung ist ein offen­sicht­li­ches Pro­dukt die­ses Sys­tems, das sich auf eine weit ver­brei­te­te Kon­sens­po­li­tik stützt, die weni­ger von der Poli­zei als von enthu­si­as­ti­schen, von Jour­na­lis­ten beauf­trag­ten Mehr­hei­ten durch­ge­setzt wird.

Wie stellt sich nun Weiß­mann die Umset­zung der Impf­pflicht kon­kret vor? Wel­che Mit­tel erschei­nen ihm ange­mes­sen, um über die “Unein­sich­tig­keit oder den Unwil­len ein­zel­ner hin­weg­zu­ge­hen”? Ist ihm bewußt, daß von sol­chen Zwangs­maß­nah­men der über­wie­gen­de Groß­teil der rech­ten und kon­ser­va­ti­ven Milieus betrof­fen wäre?

In mei­nem Hei­mat­land Öster­reich wer­den die “Unge­impf­ten” von der Regie­rung immer mehr an die Wand gepreßt, wäh­rend sie von einer het­ze­ri­schen, mit Staats­gel­dern gefüt­ter­ten Pres­se zu Sün­den­bö­cken erklärt wer­den, die an der Fort­dau­er der “Pan­de­mie” schuld sei­en. Ein “Geset­zes­ent­wurf” zur Impf­pflicht sieht fol­gen­des vor:

Erst dann wird gestraft, dafür aber ordent­lich: Vor­ge­se­hen sind bis zu 3.600 Euro Geld­stra­fe oder vier Wochen Ersatz­frei­heits­stra­fe bei Unein­bring­lich­keit. Der Ham­mer: Die Stra­fe kann sich auf bis zu 7.200 Euro ver­dop­peln, wenn jemand bereits zwei Mal wegen des Ver­sto­ßes gegen die Impf­pflicht bestraft wur­de oder wenn „aus der Ver­wal­tungs­über­tre­tung eine schwer­wie­gen­de Gefahr für Leben oder Gesund­heit einer Per­son ent­stan­den ist.“

Dies soll bereits für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren gel­ten, über die Dau­er von drei (!) Jah­ren (!) hin­weg. Die finan­zi­el­le Erpres­sung bedroht vor allem die klei­nen Leu­te und die sozi­al schwä­che­ren Schich­ten, die durch die Geld­stra­fen exis­ten­ti­ell ver­nich­tet wer­den kön­nen. Genö­tigt wer­den auch frisch Gene­se­ne mit hohen Anti­kör­per-Wer­ten und Dop­pelt-Geimpf­te, die kei­nen “Boos­ter” mehr wollen. 

Mar­tin Sell­ner kom­men­tier­te auf Tele­gram:

Der Impf­zwang ist ein staat­lich ver­ord­ne­ter Ven­f­lon, also ein gesetz­li­cher Venen­ka­the­ter, durch den die bio­po­li­ti­schen Tech­no­kra­ten 3 Jah­re lang in belie­bi­ger Häu­fig­keit belie­bi­ge Sub­stan­zen in unse­ren Orga­nis­mus jagen dürfen.

Wer durch öko­no­mi­schen, juris­ti­schen und sozia­len Zwang gebeugt wird, sich den Impf­stoff in regel­mä­ßi­gen Abstän­den gegen sei­nen Wil­len in den Kör­per inji­zie­ren zu las­sen, wird dies nicht anders als Ernied­ri­gung, Ver­ge­wal­ti­gung, Tyran­nei zu erle­ben, was es zwei­fel­los auch ist.

Nie­mand wird dadurch zur höhe­ren Ein­sicht gelan­gen, daß die staat­li­che Ord­nung zum Zwe­cke des “Gemein­wohls” die “Frei­heit des Indi­vi­du­ums regu­lie­ren und ein­schrän­ken” soll (Weiß­mann), ins­be­son­de­re in die­sem spe­zi­fi­schen Bereich, der zu gefü­gi­ger Ein­sicht kei­ner­lei Anlaß und Grund bie­tet. Statt­des­sen wird sich in einem gro­ßen Teil der Bevöl­ke­rung ein explo­si­ver Zorn auf­stau­en, der noch den letz­ten vor­han­de­nen Rest unse­res Gemein­we­sens zer­rüt­ten wird.

Schlim­mer noch: Ein beträcht­li­cher Teil der Gepreß­ten, tau­sen­de, zehn­tau­sen­de, viel­leicht noch mehr, wird als Fol­ge der Imp­fung erheb­li­che gesund­heit­li­che Schä­den erlei­den, vie­le wer­den dar­an ster­ben. Wen wird man dafür zur Ver­ant­wor­tung zie­hen? Die Her­stel­ler haben sich dage­gen legal abgesichert.

Der sich täg­lich ver­schär­fen­de Ton­fall der Pres­se und der Poli­ti­ker läßt kei­nen Zwei­fel zu, daß das Estab­lish­ment den “Unge­impf­ten” den Bür­ger­krieg erklärt hat. “Freund” und “Feind” wer­den nun schär­fer unter­schie­den als in den schöns­ten Blü­te­zei­ten des “Kamp­fes gegen Rechts”.  Das ein­schlä­gi­ge Gekrei­sche ist so laut, daß Weiß­mann es unmög­lich über­hö­ren kann, wenn er nicht gera­de sei­nen Kopf in einen Sym­bol­kun­de­wäl­zer oder ähn­li­ches ver­senkt hat.

Mit sei­nem Auf­ruf stellt er sich auf die Sei­te von Mer­kel, Söder, Spahn, Scholz, Laschet, Rame­low, Kret­sch­mann, Kret­schmer, Bouf­fier, Ami­na­ta Tou­ré, Lau­ter­bach, Lind­ner, Polenz, Mont­go­me­ry (der von einer “Tyran­nei der Unge­impf­ten” sprach), Wie­ler, Dros­ten, an die Sei­te von Sascha Lobo, Böh­mer­mann, Dit­furth, Mari­na Weis­band, Olaf Gerse­mann und Niko­laus Blo­me, und, von einer erwei­ter­ten Per­spek­ti­ve aus gese­hen, an die Sei­te von Bill Gates, Klaus Schwab und Albert Bour­la, um nur ein paar weni­ge Namen zu nen­nen. Weiß­manns Fähig­keit zur Freund-Feind-Erkennt­nis hat hier aufs Gröbs­te ver­sagt. Er heult im Chor mit unse­ren schlimms­ten Fein­den, und dient sich ihnen mit “kon­ser­va­ti­ven” Argu­men­ten an.

Dies ist die Schlüs­sel­stel­le von Weiß­manns Artikel:

Der Staats- und Ver­wal­tungs­recht­ler Ernst Forst­hoff (1902–1974) sprach davon, daß der heu­ti­ge Staat nicht nur wie jeder Staat zuvor sei­ne eige­ne Dau­er siche­re, son­dern auch „Daseins­vor­sor­ge“ zu leis­ten habe. Zu den wesent­li­chen Berei­chen sol­cher „Daseins­vor­sor­ge“ gehört die Volks­ge­sund­heit. Ist sie gefähr­det, muß der Staat ein­grei­fen. Ist die Impf­pflicht das Mit­tel der Wahl, um sie zu schüt­zen, dann hat der Staat sie durch­zu­set­zen und darf über die Vor­be­hal­te, die Unein­sich­tig­keit oder den Unwil­len ein­zel­ner hin­weg­ge­hen, um das Gemein­wohl zu schüt­zen. Also: Ärmel hoch!

Das ist eine abs­trak­te, rein theo­re­ti­sche Ablei­tung, die der Lage nicht ange­mes­sen ist, und somit eine erschüt­tern­de Bank­rott­erklä­rung für einen ehe­ma­li­gen “Vor­den­ker”, der sich stets als nüch­ter­ner, den Tat­sa­chen ver­pflich­te­ter Rea­list oder “Verist” prä­sen­tiert hat. Sein Text liest sich, als hät­te Robert Neu­mann eine stil­ech­te Weiß­mann-Par­odie geschrie­ben. Der bemüht stram­me, pro­fes­so­ra­le Duk­tus mit pas­sen­den Zita­ten (Geburts­jahr-Ster­be­jahr) wirkt wie ein gespens­ti­sches Relikt aus einer Welt, die längst nicht mehr vor­han­den ist, und dies nicht erst seit 2020.

In einem Arti­kel für die Druck­aus­ga­be der Sezes­si­on (“not­fall­li­ber­tär”, August 2021) bin ich auf die Fra­ge ein­ge­gan­gen, wie sich eine kon­ser­va­ti­ve Welt­sicht mit einer Kri­tik an den Coro­na-Maß­nah­men ver­ei­ni­gen läßt. Die Ant­wort ist sim­pel: Liegt tat­säch­lich der Ernst­fall im emi­nen­ten Sin­ne vor, etwa eine „epi­de­mi­sche Lage natio­na­ler Trag­wei­te“, dann müs­sen ein­leuch­ten­der­wei­se ent­spre­chen­de Maß­nah­men ergrif­fen wer­den, auch in einem libe­ra­len Staat. Liegt die­ser Ernst­fall nicht vor  – dann eben nicht. Nun muß frei­lich irgend­je­mand ent­schei­den (ewig kann man es nicht aus­dis­ku­tie­ren), ob der Ernst­fall vor­liegt, und wer dies kann, erweist sich als sou­ve­rän. Und das war in Deutsch­land unglück­li­cher­wei­se die­sel­be Kanz­le­rin, die 2015 die Gren­zen öff­nen ließ. 

In mei­nem Arti­kel schrieb ich:

Es trifft zu, daß man­che Rech­te im Früh­sta­di­um der Coro­na­vi­rus-Kri­se auf eher anti­li­be­ra­le und antiglo­ba­lis­ti­sche Kon­se­quen­zen gehofft haben. Das Sze­na­rio schien uns von der Flücht­lings­kri­se her ver­traut: Von außen rollt eine Gefahr auf unser Land zu, und der schwa­che, ernst­fall­blin­de Staat ist nicht imstan­de, es davor zu schüt­zen, etwa durch Ein­rei­se­stopps oder Grenzschließungen. 

Heute erken­nen wir deut­lich, daß wir es mit einem medi­al indu­zier­ten Kol­lek­tiv­wahn zu tun haben, der eine bei­spiel­lo­se glo­ba­lis­ti­sche Macht­er­wei­te­rung ermög­licht hat. In die­sem Manö­ver spie­len die Natio­nal­staa­ten die Statt­hal­ter einer Welt­re­gie­rung in spe, indem sie die ihnen auf­ge­tra­ge­nen repres­si­ven Maß­nah­men vor Ort durch­set­zen und recht­fer­ti­gen. Sämt­li­che Insti­tu­tio­nen wur­den nach tota­li­tä­rer Manier in den Dienst des Regimes gestellt: das Gesund­heits­sys­tem, die Schu­len, die Kir­chen, die Poli­zei. Lang­fris­ti­ges Ziel scheint eine Art Mensch­heits­for­ma­tie­rung durch gen­the­ra­peu­ti­sche Mas­sen­imp­fun­gen zu sein.

Die Ant­wort auf den Spott von Lin­ken und Libe­ra­len, war­um wir Rech­ten als Fans der sou­ve­rä­nen staat­li­chen Durch­set­zungs­kraft und als Kri­ti­ker des Indi­vi­dua­lis­mus uns nun bekla­gen, ist also recht ein­fach: Die Behaup­tung, daß es eine „epi­de­mi­sche Lage von natio­na­ler Trag­wei­te“ gäbe, trifft schlicht­weg nicht zu. Damit ent­beh­ren die staat­li­chen Maß­nah­men, inklu­si­ve der Ein­schrän­kung der Grund­rech­te auf unbe­stimm­te Zeit, jeg­li­cher Legi­ti­mi­tät und Ver­hält­nis­mä­ßig­keit. Man ist kei­nem Staat Gehor­sam schul­dig, der sein Volk vor­sätz­lich in Panik ver­setzt, belügt und in die Irre führt.

Noch vor einem Jahr beant­wor­te­te Weiß­mann in der JF die Fra­ge “Was ist rechts?” mit dem Schlag­wort “Begrei­fen, was ist, und gegen­steu­ern!” In die­sem Auf­satz fin­den sich auch ein paar Sät­ze über den “Staat der Neuzeit”:

Sei­ne Auf­lö­sung im Namen von Glo­ba­li­sie­rung und Gren­zen­lo­sig­keit war aus der Sicht der Veris­ten genau­so ein Irr­tum wie die Bereit­schaft, ihn den Ver­bän­den und allen mög­li­chen Ambi­tio­nen der Gesell­schaft aus­zu­lie­fern. Der Verist ist unbe­dingt für den star­ken Staat, „den Staat ober­halb … der Inter­es­sen­ten“ (Alex­an­der von Rüs­tow), den Staat, der sei­ne Hand­lungs­frei­heit bewahrt und – in wei­ser Selbst­be­schrän­kung – den Bür­ger vor sei­ner – fis­ka­li­schen, päd­ago­gi­schen, reli­giö­sen – Zudringlichkeit.

Daß sich die poli­ti­sche Ent­wick­lung der letz­ten Jahr­zehn­te immer wei­ter von die­sem Ide­al ent­fernt hat, weckt das Miß­trau­en und die Sor­ge der Veris­ten. Denn die „libe­ra­le Demo­kra­tie“ ist offen­bar je län­ger je weni­ger in der Lage, ihre Gefähr­dung zu erken­nen und abzu­weh­ren. Ihren Bestand garan­tiert heu­te nur noch eine unheil­vol­le Mischung aus Uto­pis­mus, Kon­sum und social engi­nee­ring. Die vor­po­li­ti­schen Grund­la­gen, auf denen sie errich­tet wur­de, hat sie rück­sichts­los ver­nutzt. Daß dem nie­mand Ein­halt gebie­tet, hat mit der Macht der „Non­sens­den­ker“ (Roger Scrut­on) zu tun, aber auch mit dem „Mas­sen­wahn“ (Dou­glas Mur­ray), der die vie­len gie­rig hören läßt, daß es gut geht und noch bes­ser gehen wird.

Der Verist weiß, wie schwer es ist, die­se Lage zu ver­än­dern und die exis­ten­ti­el­le Bedro­hung des Gemein­we­sens abzu­wen­den. Denn die Insti­tu­tio­nen, denen sei­ne Nei­gung gehört, ste­hen unter feind­li­cher Kon­trol­le, und ihm fehlt das Zutrau­en der Auf­klä­rer in den zwang­lo­sen Zwang des bes­se­ren Arguments.

Was ist aus all die­sen Ein­sich­ten gewor­den, ins­be­son­de­re, daß die Insti­tu­tio­nen, mit­hin der Staat selbst “unter feind­li­cher Kon­trol­le ste­hen”? Was aus dem “unbe­ding­ten” Ein­tre­ten für die Bewah­rung des Bür­gers vor unbot­mä­ßi­ger staat­li­cher Zudringlichkeit?

Statt­des­sen über­nimmt Weiß­mann in sei­nem Impf­pflicht-Pläy­doy­er allen Erns­tes, ohne einen Mili­me­ter Distanz, das jäm­mer­li­che Pro­pa­gan­da­nar­ra­tiv der Regie­rung, und zitiert etwa Jens Spahn: „Wahr­schein­lich wird am Ende die­ses Win­ters jeder geimpft, gene­sen oder gestor­ben sein.“

Der Staat der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, und das dürf­te Weiß­mann bekannt sein, ist ganz offen­sicht­lich weder am “Volk” (ein mitt­ler­wei­le ver­fas­sungs­feind­li­cher Begriff, inso­fern damit eine gemein­sa­me Abstam­mung impli­ziert wird) noch an sei­ner “Gesund­heit” in irgend­ei­ner Wei­se inter­es­siert. Das Pro­gramm der “Ampel­ko­ali­ti­on” soll­te kei­nen Zwei­fel dar­an las­sen, daß die­ser Staat viel­mehr im Zei­chen der Auf­lö­sung des Vol­kes steht (soviel zur “Daseins­vor­sor­ge”) und sei­nes tota­len Aus­ver­kaufs an glo­ba­lis­ti­sche Inter­es­sen und Dok­tri­nen (wozu auch die Ein­füh­rung vom Impf­päs­sen und digi­ta­len Iden­ti­tä­ten zählt).

Die­sem Staat, die­ser Regie­rung, mit ihrem Gru­sel­ka­bi­nett an ver­kom­me­nen, kor­rup­ten, ver­lo­ge­nen, infan­ti­len, inkom­pe­ten­ten, ridikü­len, macht­hung­ri­gen Gestal­ten traut Weiß­mann zu, aus­ge­rech­net im Bereich “Coro­na” das Rich­ti­ge zu ken­nen, zu wol­len und zu tun? Die­sem trau­ri­gen und unwür­di­gen Per­so­nal, das sein dezi­dier­ter poli­ti­scher Feind ist, will er eine bei­spiel­lo­se Ver­fü­gungs­ge­walt über die Kör­per von Mil­lio­nen Men­schen in die Hand geben?

Der „retour au réel“ (Gust­ave Thi­bon, 1903–2001) des “Gegen­auf­klä­rers” Weiß­mann ist auf pein­li­che Wei­se geschei­tert. Sei­ne Begrün­dung für die Not­wen­dig­keit einer gene­rel­len Impf­pflicht ist beschä­mend dünn:

Was die Gene­sung betrifft, haben wir kaum Ein­fluß­mög­lich­kei­ten. Was das Ster­ben infol­ge oder unter Ein­fluß von Covid-19 betrifft, gibt es immer­hin Optio­nen. Was die Imp­fung angeht, ganz gewiß. Denn auch wenn die Imp­fung kei­nen abso­lu­ten Schutz bie­tet, es „Impf­durch­brü­che“ gibt und der Geimpf­te selbst anste­ckend blei­ben kann, bie­tet sie doch rela­ti­ve Sicher­heit und mil­dert die Krank­heits­ver­läu­fe. Schon des­halb liegt die Ein­füh­rung einer Impf­pflicht nahe.

Wo soll man hier anfan­gen? Eine blo­ße “Mil­de­rung von Krank­heits­ver­läu­fen”,  bei einer Krank­heit, deren Risi­ko stark stra­ti­fi­ziert ist, und die für die meis­ten Men­schen nicht beson­ders gefähr­lich ist, kann kein ernst­haf­tes Argu­ment für einen der­art mas­si­ven Ein­griff wie eine gene­rel­le Impf­pflicht sein. Die Imp­fung dient allen­falls zum Selbst­schutz, eine kol­lek­ti­ve Durch­imp­fung kann allen­falls bei den “Risi­ko­grup­pen” gerecht­fer­tigt wer­den, und selbst dort gibt es erheb­li­che Beden­ken und Einwände.

Die Apo­lo­ge­ten der Impf­pflicht ver­spre­chen indes weit­aus mehr als nur gemil­der­te Ver­läu­fe. Sie behaup­ten, daß die “Pan­de­mie” nur dann been­det wer­den kön­ne, wenn mög­lichst vie­le Men­schen geimpft sind, aber die Kri­te­ri­en, anhand derer man das Ende der “Pan­de­mie” erken­nen kann  (Inzi­den­zen? Hos­pi­ta­li­sie­run­gen? Impf­quo­ten? “Zero Covid”?), blei­ben im Unge­wis­sen und in stän­di­ger Bewe­gung. Hohe Durch­imp­fungs­ra­ten haben nir­gend­wo eine Bes­se­rung der Coro­na-Gesamt­la­ge bewirkt, in man­chen Aspek­ten sind sogar deut­li­che Ver­schlech­te­run­gen zu beobachten.

Wir wis­sen inzwi­schen, daß die Impf­stof­fe nicht lan­ge wir­ken, daß sie nicht sehr gut wir­ken und daß sie enor­me Neben­wir­kun­gen haben, die von den Gesund­heits­be­hör­den kon­se­quent igno­riert wer­den (sie­he mei­ne – bereits ver­al­te­ten – Bilan­zen hier und hier). Hin­zu kom­men etli­che ande­re Kom­pli­ka­tio­nen, die noch nicht aus­rei­chend erforscht sind, etwa wel­chen Ein­fluß die Mas­sen­imp­fun­gen auf die evo­lu­tio­nä­re Ent­wick­lung aggres­si­ve­rer “Vari­an­ten” haben, die wie­der­um die Impf­stof­fe außer Kraft setzen.

Ist Weiß­mann dies alles nicht bekannt? Bei­spiels­wei­se auf der Ach­se des Guten haben sich seit März 2020 drei, vier Ärz­te zu die­sem The­ma die Fin­ger wund geschrie­ben, wie auch über den gesam­ten Rest des aus Chi­na impor­tier­ten Corona-“Franchise” wie Lock­downs, Mas­ken und Tests. Die kri­ti­sche Lite­ra­tur über die medi­zi­ni­schen, poli­ti­schen, psy­cho­lo­gi­schen Aspek­te des Viren­spuks ist inzwi­schen turm­hoch, und kann nicht mit ein paar Forst­hoff-Zita­ten aus der Kon­ser­ven­do­se vom Tisch gefegt werden.

Weiß­mann ist ein intel­li­gen­ter Mensch und ein bedeu­ten­der kon­ser­va­ti­ver Kopf. Was ist hier gesche­hen? Geis­ti­ge Ver­stei­ne­rung, ver­bun­den mit der Unfä­hig­keit, die eige­nen Theo­rie­ge­bäu­de einer fun­da­men­tal ver­än­der­ten Wirk­lich­keit anzu­pas­sen?  Anbe­tung des “star­ken Staats” um sei­ner selbst wil­len, auch wenn er “feind­li­cher Kon­trol­le” unter­liegt? Schie­re Para­ly­se ange­sichts der Umwäl­zun­gen, deren ohn­mäch­ti­ge Zeu­gen wir heu­te sind, “Nicht­wahr­ha­ben­wol­len”,  daß die alten Koor­di­na­ten­sys­te­me nicht mehr passen?

Es gibt noch eine ande­re Mög­lich­keit: Weiß­mann weiß womög­lich sehr wohl, was geschieht, und fügt sich schon mal vor­aus­ei­lend in ein als unab­wend­bar erkann­tes Schick­sal, hof­fend, daß er in einer Nische über­le­ben und wei­ter­hin sei­ne Beam­ten­pen­si­on bezie­hen kann – man muß ja schließ­lich rea­lis­tisch blei­ben! Erken­ne die Lage! Was sol­len die kom­men­den halb­jähr­li­chen mRNA-Pflicht­imp­fun­gen bis in alle Ewig­keit schon aus­ma­chen? Was hät­te Mac­chia­vel­li getan? Was Thu­ky­d­i­des, David Hume, Ernest Ren­an, Geor­ges Sorel, Vilf­re­do Pare­to, Max Weber, Oswald Speng­ler, Her­mann Hel­ler und Juli­en Freund? Was hat Schmitt nach 1933 getan? Da beißt man eben in den sau­ren Apfel!

In bei­den Fäl­len hät­te Weiß­mann sein Publi­kum auf unver­zeih­li­che Wei­se betro­gen (unver­zeih­lich, denn ein Mann sei­nes Kali­bers hat kei­ne Ent­schul­di­gung mehr für die unkri­ti­sche Repro­duk­ti­on des Coro­na-Nar­ra­tivs). Es braucht Ori­en­tie­rung, Wahr­heit und Klar­heit, kei­ne zwar gelehr­te, aber bestür­zend faden­schei­ni­ge Irreführung.

Und es ist wohl auch nicht im Sin­ne sei­nes gro­ßen Lehr­meis­ters Arnold Geh­len, sich aktiv an der Errich­tung des “Reichs der Lüge” zu beteiligen.

Martin Lichtmesz

Martin Lichtmesz ist freier Publizist und Übersetzer.

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Kommentare (87)

RMH

30. November 2021 10:17

"Wer sein Leben lang Lehrer war, Beamter mit Leib und Seele, und nun eine Pension bezieht, der kann Gretchenfragen nicht anders beantworten – es sei denn, er wäre bereit, die Konsequenzen zu tragen." Götz Kubitschek zum Artikel von Weißmann.

Dem ist eigentlich fast nichts hinzuzufügen. Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht. Selbiges gilt auch für Verfassungsrichter - wie heute demonstriert wurde. Die Entscheidungen des BVerfG wären im Übrigen auch so gefallen, wenn man nicht zu irgendwelchen Essen eingeladen worden wäre, da unterliege man bitte keiner Täuschung. Denn wenn man 2 Prämissen akzeptiert und diese wirklich glaubt, nämlich,

erstens,

dass es sich bei Corona um eine ernsthaft für die Gesamtbevölkerung gefährlichen, pandemischen Erreger handelt

und zweitens,

das die sog. Impfmittel taugliche und geeignete Mittel zur Bekämpfung der Pandemie und zu Aufrechterhaltung der Gesundheit der überdeutlichen Mehrheit der Bevölkerung sind,

dann kommt zwangsläufig zu diesen Ergebnissen, wie auch KH.W.  Kritische Reflexion? Unerwünscht.

Heinrich Loewe

30. November 2021 10:43

Es ist völlig schleierhaft, wie man die drohende Impfpflicht (bei dieser geringen individuellen Gefährdungslage) als welthistorischen inflection point übersehen kann. Es wäre der Einstieg in das potentiell totalitärste System, das die Welt je gesehen hat. Kohlendioxid-Konto und Organspende-score sind praktisch schon in der Pipeline. Das blanke Entsetzen erfaßt einen bei dem Gedanken, daß der Archipel Gulag jederzeit wieder möglich ist.

In Australien werden die Aborigines auf der Straße weggefangen und zwangsgeimpft; die clips kursieren in den sozialen Medien. Die Quarantäne-Konzentrations-Lager sind aufgebaut. Rassismus?

Der Westen hat in Sachen Menschenrechte jetzt schon jede moralische Überlegenheit gegenüber autokratischen Regimes verloren, die er vor 89 hatte.

Man sieht aber auch viele die „das Kreuz nehmen“ und versteht, was Martyrer bedeutet. Vielleicht steckt das an zu einem großen christlichen Erwachen.

Der_Juergen

30. November 2021 11:00

Absolut fundamentaler Text, der grösstmögliche Verbreitung verdient. Thorsten Hinz, den Lichtmesz zu Beginn zitiert, bringt die Sache, mustergültig formuliert, auf den Punkt.

Von einem Mann, der einst ein mit Recht respektierter Denker der Neuen Rechten (wenn auch deren gemässigten Flügels) war, hat man einen solch erbärmlichen Kniefall vor dem kriminellen System nicht erwartet. Der Höhepunkt der Dreistigkeit ist das Argument mit dem starken Staat. Ja, Rechte wünschen sich seit jeher einen starken Staat, aber eben einen solchen, der die Interessen des Volkes vertritt, und nicht einen, der das Volk dezimieren und versklaven will.

Nach Weissmanns Logik hätten die deutschen Patrioten in der DDR die SED-Regierung unterstützen müssen, die ja zweifellos einen starken Staat repräsentierte. Und die SED-Regierung war im Vergleich zu dem heutigen Regime unvergleichlich besser, weil sie nicht nur Schlechtes, sondern auch Gutes tat und ihr Volk ganz bestimmt nicht dezimieren wollte.

Skeptiker

30. November 2021 11:08

Keine Sorge Herr Lichtmesz! Ich gehe zurück ins Körbchen bzw. an die Arbeit. Haben Sie schon einmal mit einem Mitarbeiter der Leopoldina direkt gesprochen? Sind das für Sie alles systemkonforme, von der Politik gekaufte Wissenschaftler? Alle gleich geschaltet! Fände ich interessant. Ansonsten kann ich mit Ihren eher philosophischen Aussagen wenig anfangen. Sie sind ungeeignet, um ein akutes Problem anzugehen. Manchmal braucht es Taten anstelle des ewigen Schwurbelns!

ML: Süß!

Uwe Lay

30. November 2021 11:14

Zur Generallinie der Jungen Freiheit

Dieser Weißmannartikel ist m.E nur verstehbar im Kontext der Generallinie der JF, auf eine zukünftig CDU/CSU Regierung mit der AfD zu setzen.Dafür müßte aber die AfD auf ihre Kritik der jetzigen Coronapolitik der C- Parteien verzichten. Dafür plädiert hier so dieser Kommentar.denn die AfD soll entradicalisiert regierungsfähig werden!

MARCEL

30. November 2021 11:15

Die Spreu trennt sich vom Weizen, auch im eigenen Lager

Das System hat uns den Krieg erklärt und führt ihn (in Italien und Deutschland hat man gar Generäle mobilisiert)

Wie (mit wem und was) führen wir ihn?

starhemberg

30. November 2021 11:19

"Auch die alten Christen wussten sehr genau, dass die Welt von Dämonen regiert sei und dass, wer mit der Politik, das heißt mit Macht und Gewaltsamkeit als Mitteln, sich einlässt, mit diabolischen Mächten einen Pakt schließt, und dass für sein Handeln es NICHT wahr ist, dass aus Gutem nur Gutes, aus Bösem nur Böses kommen könne, sondern oft das Gegenteil. Wer das nicht sieht, ist in der Tat politisch ein Kind."

MAX WEBER "Politik als Beruf"

Gewidmet dem unschön gealterten politischen Kind Karlheinz Weißmann.

Monika

30. November 2021 11:22

In den letzten Jahren und Jahrzehnten hat unsere Gesellschaft verdammt viel Augenmerk auf die individuelle Freiheit gesetzt und ziemlich wenig auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Und bei der Pandemie-Bekämpfung muss man einfach sehen, dass individuelle Entscheidungen unter Umständen die Gesundheit aller gefährden.“ Das hat nicht Karlheinz Weißmann geschrieben, sondern die erste grüne Transfrau im BT, Tessa Ganserer ( WELT, 26.11.21“ Unter Umständen nicht allen frei überlassen...“) 

 Läuft das jetzt unter DIE LIBERALE GESELLSCHAFT UND IHR ENDE ? (analog: die grüne Politik der individuellen sexuellen Präferenzen (LGBT) gefährdet die klassische Familie) oder wird hier der Weg in die grüne Ökodiktatur vorbereitet? Denn „Die Freiheit der Einzelnen steht nicht über der Freiheit der Allgemeinheit“. So K. Göring-Eckardt bei Hart aber Fair 11/21.)  GE will die Impfplicht in zwei Stufen. Geht bei der Bekämpfung des Klimawandels dann auch die Freiheit der Allgemeinheit vor ? Und wie muss man sich das vorstellen? Fazit:

Es ist einiges auseinanderzuklamüsern 🤔🤔🤔

t.gygax

30. November 2021 11:39

@weißmann

Er vollzieht die klassische Unterwerfungsgeste. Man hat ihm wohl "die Instrumente" gezeigt, was GK nur vorsichtig andeutet (Beamtenpension).

Zum Glück hat es auch immer andere Leute gegeben, die leider in sezession kaum erwähnt werden, ein betrüblicher Zustand.

buscem

30. November 2021 11:44

Danke für diesen berechtigten Verriss. Es hat bei Weißmann wohl tatsächlich mit einer „Anbetung des starken Staats um seiner selbst willen“ (Lichtmesz) zu tun, vielleicht aber auch mit dem bürgerlich-konservativen Honoratioren-Naserümpfen gegenüber den „populistischen“ und hedonistischen Querdenkern. Denn Grundrechten sowie die Abwesenheit von Diktatur und transhumanistischem Zombie-Staat sind ja schön und gut, aber was ist, wenn dabei eine Krawatte verrutschen sollte?

Schwach von beinahe allen Beteiligten des konservativen Spektrums – auch von Hinz – finde ich vor allem, dass man sich mal wieder kaum eingehender mit den wissenschaftlichen Argumenten beschäftigt (ähnlich wie beim „Klimawandel“), sondern stattdessen philosophisch-theoretische Debatten über Staat und Pflicht führt. Keine Auseinandersetzung mit Wodarg, Bhakdi, Köhnlein usw. und deren Argumenten. Der entscheidende Punkt ist hier doch in Wirklichkeit nicht, was der Staat darf und ob die Impfung wirkt – sondern ob die behauptete „Pandemie“ überhaupt existiert. Und ob man es überhaupt merken würde, wenn man alle Maßnahmen abschafft.

Diesbezüglich irrlichtert Hinz in seiner Replik kaum geringer als Weißmann: Auch er argumentiert mit Inzidenzen und Infektionszahlen. Auch er hat nach 23 Monaten offenbar nicht registriert, dass positive Tests keine Infektion bedeuten und NICHTS aussagen. Auch er glaubt, dass er als Asthmatiker sich vor „Corona“ sorgen muss und sich deshalb impfen lassen sollte. Zum Haareraufen!

MARCEL

30. November 2021 11:52

P.S. Verzeihung, aber auch Torsten Hinz entkommt der Impf-(Un)Logik nicht ganz. Man stelle die Eingansabschnitte neben den persönlichen letzten Satz seines Plädoyers. Dennoch ein wertvolles Statement der Solidarität mit den Ungeimpften.

Die Geimpften sind ebenso gefordert.

 

Nemo Obligatur

30. November 2021 11:53

@ Monika

"Denn „Die Freiheit der Einzelnen steht nicht über der Freiheit der Allgemeinheit“. So K. Göring-Eckardt bei Hart aber Fair 11/21.)"

Ist diese Aussage so gefallen? Das ist erstaunlich, denn Freiheit ist selbstredend immer nur individuell. Was soll eine "Freiheit der Allgmeinheit" sein? So etwas gibt es überhaupt nicht. KGE hat mal Theologie studiert. Wie steht es um die "Freiheit des Christenmenschen"? Und würde KGE den Satz unterschreiben: "Du bist nichts, Dein Volk ist alles"? Vermutlich nicht.

Zum Artikel von ML:

Wir kennen das Muster aus anderen Zusammenhängen, etwa aus der “Flüchtlingskrise”: Die Regierung setzt eine radikale, extremistische Politik durch und versucht diese mit Hilfe der Medien zu “normalisieren”. Wer dagegen protestiert, wird als “Radikaler” und “Extremist” gebrandmarkt und ausgegrenzt. Die Radikalisierung der Regierung hingegen wird geleugnet und schöngeredet.

Das ist treffend formuliert. Genau so ist es, und es wird Zeit, dass diese Erkenntnis verbreitet wird. Letztlich soll mit dieser Strategie auch dem IfS das Licht ausgeblasen werden.

Zum Impfen: Ich bin dafür und selbst geimpft. Das ist meine höchstpersönliche Entscheidung. Wer sich anders entscheidet, wird dafür Gründe haben. Im Zweifel müssen beide mit den Konsequenzen leben. Ich mit den Nebenwirkungen der Impfung, die anderen mit der Krankheit oder ihrem vermutlich schweren Verlauf. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Heinrich Loewe

30. November 2021 11:54

@MARCEL

Letztlich mit Christus. Das größte Problem ist, daß die katholische Kirche auch tief kompromittiert ist. Mit Maria 2.0 oder Kirche von unten brauchen wir nicht anfangen. Wo sind die traditional orientierten Priester, bei denen jemand wie ich eine Glaubensunterweisung erhalten könnte?

Franz Bettinger

30. November 2021 11:55

"Geimpft, genesen oder gestorben". Ego non. Ich werde von all dem nichts sein. Ich werde gesund sein.

Ein gebuertiger Hesse

30. November 2021 12:27

Man sollte eine kleine Tausch- oder Abgabe-Börse aufmachen für Bücher von Weißmann. Nach seinem katastrophalen Artikel möchte ich meine Exemplare nurmehr loswerden, anderen mag es ähnlich gehen. 

RMH

30. November 2021 12:55

"Zum Impfen: Ich bin dafür und selbst geimpft. Das ist meine höchstpersönliche Entscheidung. Wer sich anders entscheidet, wird dafür Gründe haben. Im Zweifel müssen beide mit den Konsequenzen leben. Ich mit den Nebenwirkungen der Impfung, die anderen mit der Krankheit oder ihrem vermutlich schweren Verlauf. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen." Nemo Obligatur

Diese Einstellung erwarte ich mir auch von einem Staat, der nach wie vor eine Freiheits- und Toleranzattitude nach außen vor sich her trägt.

Der Kampf geht - wie ich eingangs schon versucht habe zu formulieren - nicht um eine Rechtsanwendung sondern um die Tatsachen und wenn diese nicht feststehen, um die Bewertung von Wahrscheinlichkeiten. Insofern können bitte spätestens jetzt viele AfD Abgeordnete ihre fast schon verinnerlichte Dauerfloskel von der Grundgesetzwidrigkeit von fast allem sich sparen - sie wirkt langsam albern. Entweder taugen die Impfstoffe, oder sie taugen nicht, ist der noch ein kleines bisschen offene große Streitfall. Der Kampf um die Deutung der Sachfrage der Gefährlichkeit von Corona wurde allerspätestens heute verloren. Wir müssen damit jetzt leben, auch wenn viele es anders sehen.

RMH

30. November 2021 13:05

Da ich im letzten Beitrag AfD Politiker ein bisschen gescholten habe würde ich AfD-Politikern dazu raten, sich einmal genau anzusehen, wie S. Wagenknecht aktuell argumentiert. Sie könnte (mit allen Fragezeichen) hier ein Vorbild sein.

Peter Gamon

30. November 2021 13:09

Büttel bleibt Büttel; auch als Pensionär.

Heinrich Loewe

30. November 2021 13:13

Hier ist die Aufgabe. Für jeden. Nach einer kleinen oder größeren Niederlage. Wie gestern abend in Bautzen:

Verwandle Deine Wut und Ohnmacht in Aktion!

Also: Mach was. Es gibt tausend Möglichkeiten: Spende. Werde Mitglied oder Staff bei der Oppositionspartei. Rede mit Deinen Nachbarn. Laß Dich taufen. Setze einen Telegram-Kanal auf und poste. Führe Kredite vorzeitig zurück. Gründe ein Tausch-netzwerk. Usf. Begreife all dies als Akt des Widerstandes.

Luisman

30. November 2021 13:36

@Monika: Bedeutet LGBT nicht Links-Gruen-Bunt-Totalitaer, oder irre ich mich da?

KHW ist einer der Gruende, warum ich mich immer wieder schwer tue, mich zu einer "rechten" Organisation oder Publikation zu bekennen. So manch ein Liberal-Konservativer entbloesst seine totalitaeren Wuensche, wenn es ganz ernst wird, vor allem, wenn den gesalbten Worten Taten folgen sollen. Da die Libertaeren aber wenig, wenig Sinnvolles und noch weniger Praktikables schreiben, lese ich lieber hier.

Ich will gar nicht wissen in wie vielen Arztpraxen man sich im gegenseitigen Einverstaendniss die Giftsuppe bestellte, die Aufkleber brav in den Impfpass klebte und die Sosse sachgerecht entsorgte. Das ist Notwehr.

Industrializer

30. November 2021 13:46

Dieter Stein und KhW sind die fleischgewordene Bankrotterklärung des (bürgerlichen) Konservatismus.

Auch Dieter Stein, denn es ist nicht das erste Mal, dass die Junge Freiheit mir so negaiv auffällt: 2015 der Schmähartikel gegen Björn Höcke (anlässlich seines Talkshowauftritts mit Deutschlandfahne) und 2019 der Schmähartikel gegen Julian Assange anlässlich seiner Verhaftung in London: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/das-ende-der-geschichte-eines-falschen-helden/

Konservative eines Schlages von Karlheinz Weißmann sind bei mir endgültig durch.

brueckenbauer

30. November 2021 14:03

Trotzdem: Weißmann vertritt ganz genau die Position des "klassischen" vorliberalen Konssrvatismus, wie dies auch Gehlen oder Forsthoff getan haben: Der "starke Staat" als Abstraktum muss verteidigt werden, auch wenn einem die "Regierung" nicht gefällt. Deshalb hat Gehlen sich gegen Ende seines Lebens auch für Mao-China erwärmen können. Und deshalb gibt es auch keinen Anlass, Weißmann jetzt als Verräter einer gemeinsamen Sache hinzustellen.

Wenn man einen liberal gebändigten Staat will - wie Rüstow -, dann sollte man sich konsequenterweise als Liberaler oder Libertärer outen. Und darauf bestehen, dass auch Liberale je nach Umständen zum rechten Lager gehören können, wie das ja auch für die Generation Rüstow gegolten hat. Dann kann man auch mit der typisch liberalen Feindvokabel "Totalitarismus" hantieren (ganz zu schweigen von "autoritär", einer Feindvokabel aus dem düstersten kulturmarxistischen Morast).

Monika

30. November 2021 14:09

@ Nemo obligatur In „Hart aber fair“( wohl letzte Sendung, ich gucke das nicht) forderte Katrin Göring-Eckardt eine Impfplicht zum 1. Januar. Sie findet, so wird sie zitiert:

“Dann sollte eine allgemeine Impfplicht kommen. Wir können einfach nicht mehr so weitermachen, dass wir sagen: Die Freiheit des Einzelnen steht über der Freiheit der Allgemeinheit.“

 Ob nun ein „epidemischer Ernstfall von nationaler Tragweite“ vorliegt, der es nötig macht, individuelle Freiheiten auszuhebeln, wage ich zu bezweifeln. Solange nicht reihenweise Kinder und junge Menschen sterben, sehe ich da keinen Ernstfall. Es werden mehr junge Leute abgestochen oder vergewaltigt als durch Covid zu Schaden kommen. Hier sehe ich eher Handlungsbedarf für strenges Eingreifen durch den Staat. Ich bin im Moment der Meinung, dass die „Pandemie“ gut geeignet ist, gewisse Maßnahmen Richtung Überwachung des Volkes durchzusetzen. ( Abschaffung des Bargeldes, Kontrolle des Konsumverhaltens durch Digitalisierung, usw.) Corona hat da wohl Katalysatorwirkung für entsprechende Maßnahmen. Allerdings haben viele junge Leute nichts gegen diese Art von Digitalisierung . In China sind die Leute ganz wild darauf. ( etwa Gesichtserkennung). Auch  Impfgeger sind nicht automatisch gegen Digitalisierung. Und Geimpfte können sich noch gewissen Kontrollen entziehen. Erst die Pflicht zum digitalen Impfpass würde meinen Widerstand hervorrufen. Und der kommt 100 Pro mit der Impfpflicht. 

brueckenbauer

30. November 2021 14:15

Im übrigen geht die Entwicklung dahin, dass die Regierungen mehr und mehr "Stärke" zeigen werden. Und da werden sie eben mehr und mehr klassische Konservative mitreißen können. Allerdings auch mehr und mehr Liberale bzw. Libertäre verlieren (vergessen wir nicht, dass der amerikanische Libertarianism  als "konservative" Gegenbewegung zum starken Staat Roossevelts und Trumans entstanden ist).

Wenn man den klassischen Konservatismus wirkungsvoll angreifen will, muss man zeigen, dass es den "Staat" als Abstraktum gar nicht gibt, sondern bloß die konkret wechselnden Obrigkeiten/Regierungen (aber was wird dann aus dem "Institut für Staatspolitik"?).

Laurenz

30. November 2021 14:20

@Skeptiker @ML

Ja, die Impf-Propagandisten sind weitestgehend von der Pharma-Lobby bestochen, wie man von einem angeblichen Kollegen von Ihnen hier erfahren kann.

Alleine Pfizer zahlte in der Vergangenheit schon über 3 Milliarden US$ an Strafen wegen Korruption. http://drbendig.de/2021/04/21/pfizer-impfstoff-kriminell/

Der Lebensgefährte von vdL ist Direktor solch eines Pharma-Konzerns, die neue Mafia.

 

Gustav Grambauer

30. November 2021 14:33

I

Wundere mich über beide, über Weißmann wie auch auch über Hinz.

In der JF ist zu lesen: "Der Beitrag ist Teil eines Pro und Contras zum Thema Impfpflicht. Das Contra von Thorsten Hinz lesen Sie hier".

Die JF sinkt mit diesem verdruckst-institutionalisierten Pro- / Kontra-Format nach dem Vorbild der Togschous im Unterschichtfernsehen auf das Niveau der niedersten Massenverdummung und von der politischen Intention her gesehen auf das Niveau der niedersten Perfidie herab. Stein wagt gegenüber seiner auch in Stilfragen konservativen Kundschaft - vielleicht (noch) unsicher und verschämt - wohl lediglich nur (noch) nicht, das "Duell"-Format als solches auch qua Layout kenntlich zu machen, etwa so wie die früheren zweiwöchigen sogenannten Duelle Müller-Vogg kontra Gysi in der Super-Illu zur Ergötzung des geteilten und beherrschten Pöbels sogar auf einer Seite gegenübergestellt waren?

Am Hohenzollerndamm ist wohl geplant, die JF strategisch zu einer Art Super-Illu für (sodann) Cucks umzumodeln?

Allnichts

30. November 2021 14:33

1/3

Nemo Obligatur:

Dazu gibt es noch etwas zu sagen: Die Konsequenzen bleiben nicht nur beim Einzelnen, es können andere angesteckt werden, die dann wiederum andere anstecken können, was sich gravierend auf das Gesundheitssystem auswirken und zu vielen Todesopfern führen kann. Dieses Prinzip müsste nach bald zwei Jahren eigentlich jedem verständlich geworden sein.

Zum Artikel:

In dem Text wird deutlich, weshalb von "der Rechten" kein konstruktiver Ansatz zu erwarten ist: Einerseits wird die Lage verkannt, andererseits wird man sich nie dazu durchringen können, sich irgendwie auf die Seite des politischen Gegners und Unterdrückers zu stellen. Psychologisch verständlich, muss das, was ich Fundamentalopposition nenne, trotzdem nicht immer die richtige Wahl sein - weder politisch noch "moralisch".

Wie genau sehen die Lösungsvorschläge der rechten Vordenker, Autoren, Organisationen aus? Das Prinzip von Verordnungen wird meist abgelehnt, Freiwilligkeit funktioniert nicht, Ignoranz funktioniert nicht, Maßnahmen werden ohnehin alle wegen Untauglichkeit oder vermeintlichem Risiko abgelehnt. Mit der Impfung kann ebenfalls nicht argumentiert werden, ohne dem politischen Gegner Zugeständnisse zu machen, denn die Tatsache, dass so schnell ein Impfstoff entwickelt wurde, ist allein sein Verdienst.

Gustav Grambauer

30. November 2021 14:33

II

Nichts gegen Repliken, wenn sie sich aus Kontroversen heraus ergeben und wenn vonvornherein die Weisheit der Paradoxalen respektive des tertium datur mitschwingt. Aber sich zu überlegen, welche Provokationen man gezielt in ein "Pro und Contra" hineinformatiert, ist einem Blatt mit minimem Anspruch an Seriosität unwürdig.

Hinz hat zwar in der Sache sehr gut geantwortet, aber man muß dazu im Geiste auch die per Tonkonserve redaktionell eingepielten johlenden, klatschenden und "Buh"-rufenden "Publikumsgeräusche" sozusagen mithören. Wieviel Respekt hat die JF noch vor ihren Lesern, die sie mit solchen artifiziellen "Duellen" in den Sumpf der all-gemeinen publizistischen Würdelosigkeit hinabzieht - und dies mit Themen, die von ihrer Wichtigkeit her eigentlich dringend in einem seriösen Format behandelt werden sollten?! Schämt euch zutiefst, nicht nur Weißmann.

- G. G.

ML: In der Tat. Dass diese Debatte überhaupt geführt wird, dass die Fragestellung akzeptiert wird, ist schon schlimm genug.

Valjean72

30. November 2021 14:36

Monika:

Und Geimpfte können sich noch gewissen Kontrollen entziehen. Erst die Pflicht zum digitalen Impfpass würde meinen Widerstand hervorrufen. Und der kommt 100 Pro mit der Impfpflicht. 

Zunächst einmal unterwerfen sich Impfwillige einem perpetuellen Kontrollsystem und das ist mE ein entscheidender Aspekt dieser staatlich-medialen Impfmanie.

Darüber hinaus halte ich es nicht für unwahrscheinlich, dass dieser digitale Impfpass (DIP) lediglich ein Zwischenschritt ist. Schließlich sind auch DIP's nicht sicher vor Fälschung, bzw, diese können von Person zu Person gereicht werden.

Die NY POST titelte im April 2021:

"Pentagon develops implant that could help detect COVID under your skin"

(Quelle: nypost.com, 12.04.2021)

RMH

30. November 2021 14:37

@brueckenbauer,

ich hege die Vermutung, dass die bei M.L. und hier sich in der Debatte äußernde, breite Enttäuschung über KhW nicht daher rührt, dass er eine Position für einen handelnden und durchsetzungsfähigen Staat vertritt, sondern eher daher, dass er den herrschenden Narrativen von der globalen Gemeingefährlichkeit von Covid und von der Tauglichkeit der Impfmittel als wirksames, ungefährliches Remedium dagegen aufgesessen ist. Und da kann man bei einem Mann mit diesem Lebensweg und Œuvre schon erst einmal, vorsichtig ausgedrückt, erstaunt sein.

Eo

30. November 2021 14:37

 

Damit ist Weißmann
voll auf der Linie von Bill Gates und Co. In der internationalen Presseschau im Dlf war heute zB. dieser Satz aus der Washington Post zu hören: Viel dringender ist es, die Impfungen in den Vereinigten Staaten und weltweit zu beschleunigen.

Allnichts

30. November 2021 14:40

2/3

Es wäre meiner Ansicht nach ein gewaltiger Fortschritt, käme wenigstens durch, dass man von einer gesundheitlich relevanten Lage ausgeht, die Fakten also anerkennt. In dem Fall könnte immer noch gesagt werden, dass politisch scharfe Opposition betrieben werden muss, um die eigene Unterdrückung nicht noch zu verfestigen, aber es wäre wenigstens möglich, eine sinnvolle Politik zu betreiben, die nicht allein von machtpolitischen Überlegungen ausgeht.

Trotzdem werden auch wichtige und richtige Dinge angesprochen. Beispielsweise ist nicht klar, unter welchen Bedingungen wieder so etwas wie ein normales Gesellschaftsleben ermöglicht oder wenigstens versucht wird. Es wird zwar von Endemie gesprochen, doch auch die Länder mit hohen Impfquoten und kaum belasteten Krankenhäusern führen weiterhin Maßnahmen ein und durch. Hier fehlt von Seiten der Regierung eine klarer Plan mit festen und überprüfbaren Teilzielen und einem Endpunkt.

Die Abneigung gegenüber Ungeimpften und die - so muss man es oftmals nennen - Hetze gegen Ungeimpfte hat absurde Züge angenommen und wird teilweise von den Eliten gefördert, ich fühle mich mitunter an Indiens Kastensystem erinnert. Das Thema Nebenwirkungen wird tatsächlich etwas unter den Teppich gekehrt, auch wenn ich nicht von einer wirklichen Gefährdung durch die Impfung ausgehe.

Ein gebuertiger Hesse

30. November 2021 14:43

@ Brückenbauer

"[...] Und deshalb gibt es auch keinen Anlass, Weißmann jetzt als Verräter einer gemeinsamen Sache hinzustellen."

Doch. In dieser menschheitsgeschichtlich absolut einzigartigen Bedrohungssituation unser aller körperlicher Integrität ist es sogar das Mindeste, daß ein Klugkopf wie Weißmann den ganzen klassischen oder unklassischen Konservatismus-Sermon beiseite läßt und das Nötige tut, nämlich zum Widerstand animieren und diesen zu tragen helfen.

Laurenz

30. November 2021 14:45

@ML

Wieder ein durchweg klasse Artikel. Beim letzten Mal versuchte ich Ihnen das religiöse Element näher zu bringen. Es ist im Grunde so, wie der designierte Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir allen weißmachen will, daß nur "bildungsferne Idioten" sich gegen die Impfung sperren. Gerade Akademiker & Intellektuelle sind von der Impfreligion überzeugt. Der Augenblick, indem das Individuum in die Religion eintritt, werden alle Fakten abgeschaltet.

Ihr Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg ist ein mutiger & richtiger Schritt in die reale Definition.

Ich werde auf jeden persönlich warten, der mich in einer Zwangsmaßnahme spritzen will oder unter Gewaltanwendung gespritzt haben wird. Und ich werde nicht der einzige sein, der so vorgehen wird.

Im letzten Krieg nahmen Soldaten freiwillig vom Staat bereitgestellte Panzerschokolade ein, obwohl ja jeder weiß, daß Crystal Meth ungesund ist. Hier waren die Umstände eben so, daß die Sucht dem Tod durch Einschlafen vorzuziehen war.

Jetzt ist das nicht der Fall. Die Staatsorgane sehen sich auch gar nicht mehr als Staatsorgane, sondern als Welt-Organe, sie sind dem Staat bereits entfremdet.

Gut bei 06:40 in Love-Priest-Schau zu sehen, was Melanie Amann vom Grundgesetz hält. Die hätte auch beim Stürmer groß Karriere gemacht.

https://youtu.be/jlEGXsCmkL0

Allnichts

30. November 2021 14:45

3/3

Schwächer wird es dann bei dem, was mehr in Richtung Medizin und Gesundheit geht. In Ländern mit einer hohen Impfquote lässt sich sehr wohl eine gesundheitliche Entspannung verzeichnen, Impfungen dienen nicht nur dem Selbstschutz, gemeldete Todesfälle sind erst einmal unbestätigte Verdachtsfälle, auch eine Impfung mit nachlassender Wirkung hat einen positiven Effekt auf das Gesamtgeschehen usw.

Noch bin auch ich gegen eine Impfpflicht, weil ich der Meinung bin, die Lage lässt sich weiterhin ohne beherrschen. Deswegen muss ich aber nicht die positive Wirkung der Impfung verleugnen, ich sehe die Entscheidung schlichtweg noch beim Einzelnen. Die Rechte darf nicht wissenschaftliche Erkenntnisse nur dann anerkennen, wenn es ins eigene politische Programm passt.

Mit Weissmann konnte ich im Übrigen nie viel anfangen. Ich weiss um seine Bedeutung, ich schätze seine Bildung, Intelligenz, Scharfsinnigkeit. Aber war das jemals ein Mann, mit dem sich ein Land herumdrehen lässt?

ede

30. November 2021 15:01

Dietrich Bonhoeffer, Briefe aus der Haft, Nach 10 Jahren, 1942.

Zitat:

"Wer hält stand?
Die große Maskerade des Bösen hat alle ethischen Begriffe durchein-
ander gewirbelt. Daß das Böse in der Gestalt des Lichts, der Wohltat,  
des geschichtlich Notwendigen, des sozial Gerechten erscheint, ist für  
den aus unserer tradierten ethischen Begriffswelt Kommenden  
schlechthin verwirrend; für den Christen, der aus der Bibel lebt, ist es  gerade die Bestätigung der abgründigen Bosheit des Bösen.

 
Offenkundig ist das Versagen der „Vernünftigen“, die in bester Ab-
sicht und naiver Verkennung der Wirklichkeit das aus den Fugen ge-
gangene Gebälk mit etwas Vernunft wieder zusammenbiegen zu kön-
nen meinen. In ihrem mangelnden Sehvermögen wollen sie allen Sei-
ten Recht widerfahren lassen und werden so durch die aufeinander-
prallenden Gewalten zerrieben, ohne das Geringste ausgerichtet zu  
haben. Enttäuscht über die Unvernünftigkeit der Welt, sehen sie sich zur Unfruchtbarkeit verurteilt, treten sie resigniert zur Seite oder verfallen haltlos dem Stärkeren."

starhemberg

30. November 2021 15:13

@ brueckenbauer 14:03

Volle Zustimmung - ich möchte hier auch noch den Ordoliberalen Franz Böhm nennen, der den freien Wettbewerb als "das großartigste und genialste Entmachtungsinstrument der Geschichte" bezeichnete. Und von auf freien, persönlichen Entscheidungen beruhendem Wettbewerb ist in der Behandlung dieser sogenannten "Pandemie" nicht das Allergeringste zu bemerken. Es sind die Kollektivisten, Etatisten und staatsgläubigen Opportunisten, die sich hier gemeinsam die bisherige Maske von der häßlichen Fratze reißen. Egal ob von links oder rechts. 

 

Der_Juergen

30. November 2021 15:17

@Brueckenbauer

Teil 1

"Der "starke Staat" als Abstraktum muss verteidigt werden, auch wenn einem die "Regierung" nicht gefällt. Deshalb hat Gehlen sich gegen Ende seines Lebens auch für Mao-China erwärmen können. Und deshalb gibt es auch keinen Anlass, Weißmann jetzt als Verräter einer gemeinsamen Sache hinzustellen."

Natürlich ist Weissmann ein Verräter, aus den vom @Gebürtigen Hessen genannten Gründen. Das Mindeste, was ein anständiger Mensch in seiner Lage hätte tun können, wäre Schweigen gewesen - nicht sehr heroisch, aber immerhin kein Dolchstoss in den Rücken nicht nur seiner ehemaligen Kameraden, sondern - sehr viel schlimmer - des gesamten deutschen Volkes.

Das Argument mit dem starken Staat, den man verteidigen muss, auch wenn einem die Regierung nicht gefällt, ist in vielen Fällen nicht von der Hand zu weisen, nämlich dann, wenn der starke Staat sich bemüht, sein Volk zu verteidigen, und sei es mit noch so harten Mitteln.

 

Der_Juergen

30. November 2021 15:18

Antwort an @Brueckenbauer 2. Teil

 

Meine aus der Ex-Sowjetunion stammende Frau, deren Familie durch den Stalin-Terror mehrere Angehörige verloren hat (einer wurde,weil er sich bei einer Volkszählung aufgrund seiner polnischen Abstammung törichterweise als "Pole" registrieren liess, dann wegen "polnischem Faschismus" erschossen), verteidgt das Stalin-System dennoch, weil es den Krieg gewonnen und den sowjetischen Staat vor der Unterwerfung und Zerstückelung bewahrt hat.

Ich hätte mich im Juli 1944, obwohl ich damals die katastrophalen Fehler der Hitler-Regierung sicherlich erkannt hätte, gegen Stauffenberg und seine Mitverschwörer gewendet, weil eine Niederlage Deutschlands gleichbedeutend mit seiner Zerstückelung war, und der hätte ich ein totalitäres Regime, das die territoriale Einheit und die Souveränität Deutschlands wenigstens grossenteils gerettet hätte, unbedingt vorgezogen.

Nemo Obligatur

30. November 2021 15:31

@ Allnichts

30. November 2021 14:33

Dazu gibt es noch etwas zu sagen: Die Konsequenzen bleiben nicht nur beim Einzelnen, es können andere angesteckt werden, die dann wiederum andere anstecken können, was sich gravierend auf das Gesundheitssystem auswirken und zu vielen Todesopfern führen kann.

Darüber habe ich schon seit einiger Zeit nachgedacht. Aber ich glaube, das trifft hier nicht zu. Wir sehen ja, dass Impfungen die Ansteckung an sich nicht verhindert, sondern lediglich die Schwere der Erkrankung mildert. Am wirksamsten gegen die Ausbreitung der Pandemie sind vermutlich Kontaktverbote und Ein- bzw. Ausschließungen ("Lockdowns"). Darüber mag ein Staat verfügen, das ist sein Recht zum Wohle der Allgemeinheit. Eine Impfung ist dagegen ein unmittelbarer Eingriff in die körperliche Unversehrtheit des Bürgers, die ich für mich nach Abwägung der möglichen Folgen akzeptiert habe, aber anderen nicht vorschreiben kann. Wäre es anders, wir könnten in der Rechtspflege auch zu Leibstrafen zurückkehren.

Lotta Vorbeck

30. November 2021 15:34

@Allnichts - 30. November 2021 - 02:45 PM

In Ländern mit einer hohen Impfquote lässt sich sehr wohl eine gesundheitliche Entspannung verzeichnen ...

---

... wie aktuell in Gibraltar zu beobachten.

Für Gibraltar wird eine 100%-Schlumpfungsquote vermeldet zugleich heißt es per Stand vom 21. November 2021, es sei eine "7-Tage-Inzidenz" von 1.219,9 zu verzeichnen.

→  Christmas cancelled in Gibraltar - the ‘most vaccinated’ place in the world

Laurenz

30. November 2021 15:43

@Allesnichts

"Textbausteine"

Es bringt gar nichts, wenn Sie permanent Ihre Textbausteine mit falschem Inhalt auf der SiN wiederholen. Wir sind hier keine Trottel-Konsumenten der FAZ, des Relotius oder ÖRR.

99,85% der Bevölkerung sind epidemiologisch gesehen gesund. Es existiert daher auch kein kann oder könnte. Es existiert keine Pandemie oder Epidemie (...).

20k liegen mit allen vorhandenen Krankheiten ganz normal auf den Intensivstationen. Das ist ein sehr kleiner Anteil derer, die jedes Jahr in einem Krankhaus behandelt werden.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161961/umfrage/jaehrliche-krankenhausfaelle-seit-1990/

brueckenbauer

30. November 2021 15:45

Nebenbei: Die deutsche Rechte scheint noch nicht herausgefunden zu haben, wer eigentlich wen lenkt und treibt: die Regierung die Medien oder die Medien die Regierung? Im Augenblick geht es wieder dahin, die Regierung für entscheidend zu halten. Das müsste mal jemand ernsthaft erforschen.

starhemberg

30. November 2021 15:54

Der_Juergen 15:17

Ihre Argumentation ist für mich lau. Was ist, wenn ich gar nicht verteidigt werden möchte, weil die Feinde des Staates meine Freunde sind? Was ist, wenn ich verteidigt werden möchte, aber der Staat dies nicht tut? Was ist, wenn der Staat von derart unfähigen Leuten geführt wird, dass die Verteidigung in einer totalen Niederlage endet?Was ist, wenn sich der Staat gegen das Falsche verteidigt und hingegen den wahren Feind als Freund ansieht? Der Beispiele sind vieler. Einen starken Staat nur um den starken Staat willen, egal von wem, mit wem und wohin - das klingt für mich nach einer Zugfahrt in die Hölle. Ohne Rückfahrkarte.

 

 

 

 

starhemberg

30. November 2021 16:00

@ brueckenbauer 15:45

 

Da stimme ich Ihnen zu, eine interessante Frage. Und welche Rolle spielen hierbei multinationale Organisationen, Think Tanks und sogenannte NGO's und warum.

starhemberg

30. November 2021 16:04

@Der_Juergen 15:18

 

P.S. Auch ich hätte im Juli 1944 weitergekämpft, so ich es denn noch gekonnt hätte, aber für keine Idee mehr, für keinen Staat mehr, für kein System mehr und schon für gar keinen Führer. Sondern für meine Kameraden links und rechts im Schützengraben. 

RMH

30. November 2021 16:15

So, jetzt kürzen wir das Ganze etwas ab:

Die Impfpflicht kommt auch in Deutschland und zwar nach dem designierten Kanzler Scholz in Form einer "überparteilichen Initiative" (für was gab es eigentlich noch einmal Koalitionsverträge?). Die FDP ist mithin ad hoc kastriert und darf als Eunuchen Platz in den bequemen Ministersesseln nehmen.

In der Bevölkerung wird´s mit der Impfpflicht scheppern, zwar nicht "systemrelevant" aber doch spürbar. Die Frage ist nur noch, wer als erstes anfängt. Und wenn man sich bspw. die Hetze bei SPON und insbesondere in dessen Kommentarspalten ansieht, würde ich darauf wetten, dass es nicht die Ungeimpften sind, die zur Gewalt greifen werden. Wenn die Ungeimpften erst einmal identifiziert sind  - und mit 3 G am Arbeitsplatz ist das faktisch geschehen - und mit der Impfpflicht alle sich in "ihrem Recht" bestätigt fühlen, wird es die ersten Übergriffe geben. Man kennt das ja, Farbbeutel, abgefackelte Autos, urplötzliche Baseball-Schläger, die aus dem Nichts auftauchen etc.

 

Allnichts

30. November 2021 16:56

Nemo Obligatur:

Impfungen verhindern nicht alle Ansteckungen, aber sie scheinen die Wahrscheinlichkeit für Ansteckungen zu verringern und bei Ansteckung auch zu einer eher geringen Übertragung von Viren zu führen. Zusammen mit dem von Ihnen genannten wahrscheinlich milderen Krankheitsverlauf sind das schon eine Reihe von Gründen für die Impfung. Ich sehe es aber wie gesagt auch so, dass das nicht automatisch eine Impfpflicht rechtfertigt.

Lotta Vorbeck:

Die Impfquote von Gibraltar ist immer wieder eingeordnet worden und die hohe Inzidenz spielt keinerlei Rolle, wenn kaum jemand schwerer erkrankt.

Adler und Drache

30. November 2021 17:17

KHW ist nicht der einzige Rechte, der Befürworter des Corona-Narrativs ist. Ich kann das durchaus verstehen: Es ist eine stringente Sicht, bei der China - der ohnehin heraufdämmernde geopolitische Endboss - die Schuld gegeben werden kann. Eine ähnlich starke Position gibt es auf der Gegenseite nicht, nur einen riesigen Flickenteppich unterschiedlicher, teilweise krass widersprüchlicher Ansichten - von "Es gibt gar keine Viren" bis "Das C-Virus ist eine Biowaffe der globalistischen Eliten zur Dezimierung der Weltbevölkerung" ist alles drin. Ein wahrhaft anarchistischer Sauladen muss das aus Sicht des konservativen Ordnungstheoretikers sein.

Er ist auch nicht der einzige Rechte, der den Maßnahmenstaat und das Durchregieren nach Lage statt nach Gesetz befürwortet. Wer im Liberalismus das Hauptübel unserer Zeit sieht, dem ist auch eine Bio-Öko-Diktatur willkommen, wenn sie nur die Gesellschaft der Beliebigkeit beendet. Man bewundert vielleicht gar, dass diese rotgrünen Taugenichtse den Augiasstall ausgekehrt und ein Machtregime errichtet haben, wer hätte es ihnen zugetraut? Ist das nicht preußischer als alles Vorherige, und ist das Lager auf der Gegenseite nicht abermals ein anarchistischer Sauladen? 

Elvis Pressluft

30. November 2021 17:27

„Es war keine massive Mißstimmung, die im Spätherbst 2021 heraufzog, und sicherlich erwachte kein breiter Abwehrwille; aber unverkennbar machte sich ein Gefühl von Skepsis, Beklemmung, Argwohn breit und bei alledem eine unabweisbare Ahnung von faulem Zauber.“ (nach Fest / „Hitler“). Der Feind hat heute, berauscht von sich selbst und der Unterwerfungsbereitschaft viel zu vieler, eine neue Front eröffnet. Es ist ganz analog zum Aktienmarkt, wo glaubhaften Berichten zufolge die Spekulanten schon kaum noch wissen, wie sie das „billige“ Geld verausgaben sollen. Selbst die Weißmanns dieser „Republik“ können nicht dumm genug sein zu verkennen, daß jetzt alle Dämme brechen. Man sieht die Gelegenheit, richtig durchzuregieren und wird sie nach Gutdünken nutzen. Viele derjenigen, die sich jetzt bestätigt sehen oder zumindest zufrieden-resignativ vermeinen, sich einen Rückzugsraum gesichert zu haben („Wenigstens ist das Thema dann durch …“), werden den heutigen Tag noch verfluchen – aber das verhilft jetzt zu nichts. Unversehens – ich bekenne, mit dieser Schnelligkeit der Entwicklung nicht gerechnet zu haben – sind wir in der gleichen Situation wie die Kameraden in der Ostmark.

Gracchus

30. November 2021 17:50

Ein rabenschwarzer Tag: LASST JEDE HOFFNUNG FAHREN! 

Dieter Rose

30. November 2021 17:52

"Die habe sich legal abgesichert"

Solche Ausschlussklauseln durfte ich als kleiner Selbstständiger nicht in Verträge einbauen - die wären dann grundsätzlich ungültig gewesen.

Qud licet Jovi . . .

AmazonBesteller

30. November 2021 18:06

@ Martin Lichtmesz

Konservative eben. Die waren noch nie anders. Das schöne Wort Cuckservative passt genau.

@ RMH

Warum sind Sie sich so sicher, dass es eine allgemeine Impfpflicht geben wird? Ich glaube, dass wird über die Arbeitgeber geregelt. Als "Arbeitsschutzmaßnahme" ständiges 3G auf eigene Kosten. Bei Verfehlungen: Abmahnung und dann Kündigung. Kein Arbeitslosengeld, keine Versicherung usw. Das ist viel einfacher umzusetzen und durchzusetzen als eine allg. Impfpflicht. Wer impft die Obdachlosen? Wer die Parallelgesellschaften? Niemand.

In meiner traurigen Stadt gab es mehrere Razzien gegen orientalische Cafés. Typisches Widerstandsverhalten der Zugereisten war nicht das Demonstrieren, sondern der Betrug. Falsche Impfpässe noch und nöcher. Lassen wir uns von Österreich überraschen, wie die mit ihren tschetschenischen Impfpflichtigen umgehen. Ich glaube, das wird nicht so einfach wie sich die das vorgestellt haben.

Der_Juergen

30. November 2021 18:40

@Starhemberg

"Ihre Argumentation empfinde ich als lau."

Sie haben meine Beiträge offenbar nicht aufmerksam gelesen. Dass ein starker Staat um des starken Staates willen ein Unding ist, habe ich ja in meinem ersten klar betont, und im zweiten und dritten habe ich nichts geschrieben, was dem widerspräche. 

Lotta Vorbeck

30. November 2021 18:40

@Allnichts - 30. November 2021 - 04:56 PM

Die Impfquote von Gibraltar ist immer wieder eingeordnet worden und die hohe Inzidenz spielt keinerlei Rolle, wenn kaum jemand schwerer erkrankt.

---

... Fein. Dann ist ja alles in Butter.

Nun müßten Sie jetzt nur noch kurz einordnen, warum auf dem Affenfelsen Weihnachten abgesagt wird.

RMH

30. November 2021 18:52

@Amazonbesteller,

die Impfpflicht wurde heute quasi per ordre del Mufti Scholz beschlossen - das Parlament wird das als breites, "überparteiliches" Bündnis schon sehr rasch absegnen. Das der 3G- Druck am Arbeitsplatz deswegen parallel weiter läuft, interessiert genau so wenig, wie die Umstände, dass wir doch eigentlich bereits eine Spitzenimpfquote haben und dass wenn die Impfstoffe nur einen Bruchteil dessen halten würden, was am Anfang versprochen wurde, es eigentlich überhaupt keine Probleme mehr geben dürfte.

Und das Gesetze nicht bis in den letzten Winkel vollzogen werden (können), daran hat sich in diesem Lande noch nie jemand ernsthaft gestört. Es geht nicht primär um die praktische Umsetzung, es geht um die Befriedigung der Tyrannei der Geimpften, die sich jetzt mindestens alle 6 Monate den "Pieks" geben lassen dürfen und es nicht dulden, dass da wer ganz offiziell und mit Duldung des Staates nicht mitmachen muss. Das unterste kehrt sich nach oben. Und in Schulen kann man es am einfachsten durchsetzen - Kindeswohl ade.

Zudem: Der Staat geht an den dauernden C-Hilfen und Subventionen wohl langsam pleite und nun versucht man es mit der Brechstange.

Elvis Pressluft

30. November 2021 19:09

@AmazonBesteller: Na und, etwas Schwund ist immer. Natürlich wird man solche Gruppen gewähren lassen und sich an die Bürger halten. Obdachlosen kann man weder mit Haftandrohung noch mit Zwangsgeldern imponieren; andere haben etwas zu verlieren. Als die Trinkerszene in einer gewissen norddeutschen Landeshauptstadt durch Verweigerung der Masken und interpersonalen Abstände auffiel, hieß es sofort, man müsse hier mit "Augenmaß" verfahren und die "Lebenswirklichkeit" jener Personen berücksichtigen. Ähnliche Kulanz wird dem Großteil der Ausländer gelten, anderen um so sicherer nicht.

Flaneur

30. November 2021 20:06

Ich bin skeptisch, ob wirklich eine offizielle Impfpflicht kommen wird, denn bei einer staatlich verordneten Impfpflicht mit  staatlicherseits vorgeschriebenen Impfstoffen läge die Haftung für Impfschäden etc. nach meinem Rechtsverständnis beim Staat. Schon deshalb wird es wohl eher darauf hinauslaufen, dass mittels soft power der Druck auf die Ungeimpften so massiv erhöht wird, dass sie sich mehrheitlich wohl oder übel "freiwillig" für eine Impfung entscheiden werden. 

Adler und Drache

30. November 2021 20:15

@Skeptiker:

Solch Gekläff lässt uns kalt. Dann geh doch zu Netto!

nom de guerre

30. November 2021 20:19

„Der Impfzwang ist ein staatlich verordneter Venflon, also ein gesetzlicher Venenkatheter, durch den die biopolitischen Technokraten 3 Jahre lang in beliebiger Häufigkeit beliebige Substanzen in unseren Organismus jagen dürfen.“ (Sellner)

In der Tat. Und ebenso in der Tat würde ich die zwangsweise Injektion einer zweifelhaften Substanz in meinen Körper als Vergewaltigung empfinden. Genauer als Vergewaltigung, zu der ich auch noch wissentlich und selbsttätig hingegangen bin. Ein „Gemeinwesen“, das mir so etwas zumuten will, ist für mich keines mehr.

Was ich mich aber frage: Selbst wenn man nicht davon ausgeht, dass die Impfstoffe als schädlich intendiert sind, und auch nicht davon, dass es um „eine Art Menschheitsformatierung durch gentherapeutische Massenimpfungen“ geht, sondern es sich bei den Nebenwirkungen „lediglich“ um unerwünschte Nebenfolgen handelt, dürfte doch in dem Moment, in dem es eine über Jahre währende Pflicht zu regelmäßigen Impfungen gibt, klar sein, dass die Hersteller kein Interesse mehr daran haben können, besonderen Aufwand zu betreiben, um die Verträglichkeit ihrer Produkte sicherzustellen. Der Konsument kann sich dann schließlich nicht mehr gegen den Impfstoff entscheiden. Ob das denjenigen, die die Impfpflicht befürworten und für die jetzt der Booster und demnächst die 4., 5. usw. Impfung ansteht, bewusst ist? 1/2

nom de guerre

30. November 2021 20:23

@ Heinrich Loewe

„In Australien werden die Aborigines auf der Straße weggefangen und zwangsgeimpft; die clips kursieren in den sozialen Medien. Die Quarantäne-Konzentrations-Lager sind aufgebaut. Rassismus?“

Solche Clips habe ich auch gesehen, werde aber – wenn echt – nicht schlau draus. Ich meine, was kann es wen auch immer wirklich kümmern, ob die Aborigines im Northern Territory geimpft sind oder nicht? In der Gegend wohnt doch fast niemand und es handelt sich vermutlich auch nicht um eine Gruppe, deren „Nicht-Kontrolle“ der australischen Regierung gefährlich werden könnte. Eines der vielen Puzzleteile in dieser ganzen unsäglichen Inszenierung, die ich nicht einordnen kann.

p.s.: „Laß Dich taufen.“ Wenn das jemand tut, habe ich nichts dagegen, aber was soll es bringen? Ich bin getauft. In meiner Familie und überhaupt in meinem sozialen Umfeld sind fast alle getauft und konfirmiert, viele sogar kirchlich aktiv. Dagegen ist die Zahl der Impffreien in beiden Fällen doch sehr überschaubar. Mehr Impfpropaganda als bei den Amtskirchen geht eigentlich nicht. Eine Bekannte ist deshalb gerade ausgetreten. Kann es sein, dass Sie das christliche Milieu überschätzen? 2/2

der michel

30. November 2021 20:27

Niedriger hängen, Herr Lichtmesz.

Herr Weißmanns "Kniefall" vor St. Corona mag Sie beuteln - aber er scheint viel Gespür für die Stimmung des "Volkes" zu haben. Corona ist nicht der neue "Schwarze Tod" und die "Impfungen" nur ein Behelf, um Schlimmeres zu verhüten (ich erspare mir das Fakten-Gehuber).

Die AfD hat durch Beharren auf die "Impffreiheit" und entsprechend kindische "Demonstrationen" im  Parlament die Bundestagswahl völlig vergeigt - zumindest im Westen. Die Außenwirkung der AfD-Haltung zu Corona war wahltaktisch  katastrophal. Das Wahlvolk war im "Furcht&Schrecken-Modus". Hätte die AfD sich auf ihre "Kernkompetenzen" (Migration, innere Sicherheit, Kultur, Außenpolitik), wäre sie i.m.h.o. bei 15 - 17% gelandet.

Nix Ampel dann...

Kann sein, daß die "Strategen" die "Ossilastigkeit" des "Corona-Widerstands" einfach auf die gesamte Republik übertragen haben, aber Wahlen für die AfD  werden nicht nur im Osten sondern in ganz Deutschland gewonnen. Oder eben nicht...

Allnichts

30. November 2021 20:33

Skeptiker:

Ich finde es bemerkenswert, wie sehr sich viele unserer Gedankengänge ähneln, bis hin zu ähnlichen Begrifflichkeiten. In der letzten Zeit musste ich häufiger daran denken, dass es die eine Sache ist, sich realistischerweise am Rande der Gesellschaft zu sehen, und eine andere, alles dafür zu tun, um dort, am Rande der Gesellschaft, auch zu bleiben. Eigentlich kaum denkbar, ist man gerade dabei, sich mittelfristig noch mehr ins Abseits zu stellen und noch unmöglicher zu machen. Es wird immer mehr Verschwörungsszene.

Auch in so manch anderer Äusserung finde ich mich wieder. Es freut mich daher, dass es auch Stimmen wie Ihre und auch noch einige andere gibt, auch wenn diese die Minderheit darstellen. Viel erreicht wird dadurch nicht, weder hier noch an anderer Stelle. Man wird nur zusehen können.

Lotta Vorbeck:

Da haben Sie tatsächlich einen Punkt. Es wird nicht klar mitgeteilt, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit halbwegs und dauerhaft wieder Normalität einkehrt. Das ist dann allerdings vor allem die politische Ebene, weniger die wissenschaftliche.

heinrichbrueck

30. November 2021 20:55

Wie konnte die Linke die Rechte besiegen? Die Rechte macht die Arbeit mit, weil das eigene Weltbild, "ein Gelingen auf Dauer" (Weißmann), nicht zuläßt. Tritt eine Spaltung ein, zwangsläufig herbeigeführt, aus beiden Hälften stets das Negative serviert werden kann. Der Feind darf jubilieren, währenddessen sich diejenigen zu Tode diskutieren, die strenggenommen nicht im politischen Wettbewerb zueinander stehen. Wer gewinnt denn, falls der französische gegen den deutschen Neger kämpft? Und ob der Neger dann konservativ oder progressiv ist, er bleibt Kanonenfutter einer feindlichen Nachkriegspolitik. Gegensteuern, wie Weißmann denkt, im Dienste demokratischer Verschwörung, funktioniert nicht. Man möchte am Steuer sitzen, oder sich chauffieren lassen, dann wird auch Klarheit herrschen, in welcher Position sich das Lenkrad befindet. Wenn die Macht nicht dauerhaft dient, hat der Feind gewonnen. 

Lotta Vorbeck

30. November 2021 21:01

@Allnichts - 30. November 2021 - 08:33 PM

Sie tatsächlich einen Punkt. Es wird nicht klar mitgeteilt, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit halbwegs und dauerhaft wieder Normalität einkehrt. Das ist dann allerdings vor allem die politische Ebene, weniger die wissenschaftliche.

---

Die Frage war nicht, "welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit halbwegs und dauerhaft wieder Normalität einkehrt", sondern warum jetzt, wo doch, Zitat @Allnichts, "die Impfquote von Gibraltar immer wieder eingeordnet worden [ist] und die hohe Inzidenz keinerlei Rolle [spielt], wenn kaum jemand schwerer erkrankt", dennoch Weihnachten 2021 auf Gibraltar abgesagt wird?

Kurativ

30. November 2021 21:02

CDU und AfD bezeichnen sich beide als Konservativ, haben aber im Kern völlig unterschiedliche Konzepte und Geburtsmythen. So sollte es zumindest sein. Wenn die AfD sich dem Konzept der CDU nach dem Vorschlag der jf angleicht, und nur noch der Form nach unterschiedlich aussieht (zum Beispiel durch die Schärfe der Rhetorik), dann wird die AfD natürlich von der CDU marginalisiert. Das Original ist eben doch originaler.

Die politisch-gesellschaftlichen Grenzlinie liegt aktuell nicht zwischen Rechts und Links (oder zwischen Rechts oder noch rechter), sondern zwischen so Globalisierung und Lokalisierung. Und da sollten sich CDU und AfD als Gegner (und nicht als Feind) in einer Demokratie gegenüberstehen. Die CDU hat als Handlanger der Oligarchie, Banken und internationalen Großkonzerne mächtige Unterstützer, während die AfD die Einsicht von Freiheit auf ihrer Seite hat. Die AfD muss dies nur offen vermitteln. Herr Höcke hat es auf PEGIDA gemacht. Deswegen wird er jetzt schärfer verfolgt.

Heinrich Loewe

30. November 2021 21:41

Verehrter @nom de guerre,

die praktischen Probleme für den Christen sind derzeit zum Verzweifeln groß, ich weiß. Wo sind die nicht durch die Moderne angekränkelten Hirten? Fasten und Beten ist die Kraft gegen das Böse. Das Kreuz nehmen in der Nachfolge Christi - ganz praktisch: Aufstehen und der Macht die Wahrheit ins Gesicht sagen. In der Zeit siegt das Böse, wie uns die Offenbarung lehrt, mit ungeheuerer Machtfülle.

Alle hintergründigen Konvergenzen, vom Great Reset bis zum Transhumanismus, potenzieren diese Machtfülle. Aber schon darin daß all dies vor zweitausend Jahren offenbart wurde, liegt ein Trost. Und denken wir an die verfolgte Urkirche. Und was daraus wurde. Die göttliche Vorsehung ist "unberechenbar". Aber sie wirkt durch uns; Sie und mich und viele andere hier. Durch unsere Taten.

Wenn Sie darüber meditieren wollen; Josef Pieper "Über das Ende der Zeit."

Und immer mal wieder Dank an Meister Lichtmesz' Opus zu diesem Themenkreis. Das wäre jetzt auch mein Buchtipp zum Verschenken. "Kann nur ein Gott uns retten?"

Der_Juergen

30. November 2021 22:01

Sahra Wagenknecht zeigt Flagge, was erfreulich ist. Ihre Analyse bleibt zwar an der Oberfläche, weil sie glaubt (oder so tut, als glaube sie), es gehe nur oder hauptsächlich um die Profite der Pharmaindustrie; sie kann sich offenbar nicht von ihren marxistischen Denkschemen befreien. Immerhin, welch ein gewaltiger Unterschied zwischen dieser Frau und dem erbärmlichen Weissmann. 

Wie Lauterbach & Co. Kliniken auf Profit getrimmt und daran verdient haben - YouTube

Ein gebuertiger Hesse

30. November 2021 22:08

Was Weißmann betreibt, ist letztlich sogar die Pervertierung und Verharmlosung der von ihm in Anspruch genommenen Bezugsquellen, also von Gehlen & Co. Jeder Mensch, der in eine menschheitsgeschichtlich existentielle Krise geworfen wird, hat mit Feuer und Schwert zu kämpfen, dagegenzuhalten, neue Breschen zu schlagen und NICHT die totalitären Regierungslügen, die uns alle einzulullen suchen, zu bekräftigen. Tut er es aber dennoch, muß zurecht gefragt werden, ob er je etwas anderes war als - ein Agent in letztlich böser Mission.

Seine alten Bücher, noch einmal, wer will sie noch? Sie haben sich spätestens jetzt als Schall und Rauch erwiesen.

Simplicius Teutsch

30. November 2021 22:36

Naja, ist schon klar. Weißmann ist nicht der Typ Mensch, der in einem Krieg heldenhaft oder gezwungener Maßen an der Front verreckt. Seinesgleichen ist viel zu begabt für die Anforderungen der Etappe und noch weiter hinten. Da braucht man ja auch gute Leute mit besonderen Fähigkeiten; z.B. in der theoretischen und praktischen Ausbildung.

Man kann es aber auch so sehen:

Das, was Weißmann auf der Titelseite der Jungen Freiheit geliefert hat, ist eine schulmäßige Pflichtübung, um die JF aus der heißen Corona-Schusslinie zu halten. Die zwei Leuchten der JF haben zu diesem Zweck im gegensätzlichen Meinungskampf, wie 2 Schüler im Sozialkunde-Leistungskurs, ein Thema, die Corona-Zwangsimpfung, im Für und Wider, kurz und bündig, vor der versammelten Leserklasse analysiert. Note 1 für beide. 

Note 1++ für Martin Lichtmesz.

 

Industrializer

30. November 2021 22:39

Die feuchten Träume dieses Unmenschen namens Karlheinz Weißmann nehmen konkrete Formen an: Die politische Klasse, also der Staat, der Weißmann nach um des Staates Willen unbedingt zu verteidigen ist, will den Impfzwang: https://youtu.be/TIn49o4aiaM

Nordlicht

30. November 2021 22:53

Wer solche Verbündete hat, der braucht keine Gegner mehr.

nom de guerre

30. November 2021 23:11

@ Heinrich Loewe

Vielen Dank für die Buchempfehlungen! Gerade jetzt sind sie mir sehr willkommen.

Imagine

30. November 2021 23:37

1/2

Die Diskussion verläuft so konfus, als hätte es hier nie die gut recherchierten und mit wissenschaftlichen Belegen versehenen Lichtmesz-Artikel gegeben.

Aus der Psychopathologie kennt man das Phänomen von Identitätsdiffusion und –konfusion, was anscheinend inzwischen zur gesellschaftlichen Normalität geworden ist.

Erkenntnisse werden nicht wie Nägel beim Bergsteigen eingeschlagen, wo man weiterklettern kann. Sondern das Ganze ist wie beim Stricken eines Pullovers, wo beim nächsten Mal die gestrickten Maschen wieder aufgezogen werden.

Das Ganze ist Ausdruck einer Neurosenbildung, jeder Psychotherapeut kennt dies.

Daran scheitern Gesprächstherapien. Denn diese Menschen benötigen zu ihrer psychischen Stabilität ihre falschen Realitätskonstrukte, so wie Gläubige ihre religiösen Wahnvorstellungen. Und fallen immer wieder in ihre neurotischen Realitätskonstrukte zurück. Neurosen sind regressive psychische Mechanismen der Angstbewältigung.

Wenn jemand von der fixen Idee beherrscht wird, Impfen wäre die Lösung und nur mit Impfen aller könne man das Problem lösen, dann ist er gegen rationale Gegenargumente immun.

Dann sieht er in den Ungeimpften Gefährder und Volksschädlinge, so wie unsere Vorfahren in den Juden Volksschädlinge gesehen haben. Deutschland sollte – so der kollektive Wahn - judenfrei werden, man muss diese vertreiben und als ultima ratio gegebenenfalls vernichten.

Imagine

30. November 2021 23:38

2/2

Jetzt – so die Volksmehrheit - muss man die Ungeimpften mit allen Mitteln zu Impfungen zwingen.

Im Vorfeld der Schweizer Volksabstimmung über das Covid-19-Gesetz am 28.11.21 gab es keine Partei, die eine klare und mit rationaler Argumentation gestützte Opposition dagegen bildete. Es gab zwar bei der SVP einen Parteibeschluss dagegen, aber viele SVP-Politiker hielten sich nicht daran, sondern waren dagegen, wie z.B. die Züricher Gesundheitsministerin.

Oppositionspotential gab es durchaus, besonders bei den 18- bis 34-Jährigen. Dort war die Mehrheit dagegen.

Aber ähnlich wie die AfD ist die SVP eine rechtspopulistische Partei, die sich eher am rückwärtsgewandeten Kleinbürgertum und der Plebs orientiert, weil sie dort ihr größtes Stimmenpotential sieht.

Ganz anders die FPÖ unter Führung von Herbert Kickl.

Sie ist in der Corona-Frage konsequent oppositionell, arbeitet mit klarer, wissenschaftlich fundierter Argumentation und ihr Adressat sind kritische und intelligente Menschen. Die FPÖ bleibt nicht ideologisch und soziologisch in einem rechten Retro-Milieu gefangen, sondern findet Sympathie und Unterstützung bei der kritischen Intelligenz, wie z.B. bei Prof. Schubert. Weil Herbert Kickl einen klaren freiheitlichen Oppositionskurs fährt und er als Führungsperson glaubhaft ist.

Fredy

1. Dezember 2021 00:12

Als ich vor einigen Jahren hier geschrieben habe, dass Weißmann überschätzt wird, hat man auf mich eingeprügelt.

Beispiel für phänomenale Begriffserklärung, sogar aus dem Klappentext eines seiner Bücher:

"Eine Nation ist was eine Nation sein will."

Ahja, hochintelligent. Aber was ist eine Nation? Ich bin jedenfalls Fredy, weil ich es sein will.

Ordo

1. Dezember 2021 02:20

@Allnichts

Ich lese da viel von "scheinen" und "dürfte". Also aus meiner Sicht taugen ihre oft gepriesenen Impfstoffe einfach nicht viel. Sie bieten nur eine relative Sicherheit gegen schwere Krankheitsverläufe und verhindern nicht die Übertragung (auch wenn sie jetzt behaupten, partiell schon. Konnte bisher aber wohl noch niemand wirklich verifizieren.) Ein vollständiges Bild über die Nebenwirkungen haben wir auch nicht. Und das Beste: nach 6 Monaten verfällt die Wirkung. Unserer Bald-Kanzler forderte daher heute, dass wir ab jetzt alle sechs Monate zur Auffrischungsimpfung rennen sollen. Wenn jetzt jemand wie ich, 33 Jahre alt, sportlich, gut aussehend...entschuldigung, ich schweife ab...diese Fakten mal nüchtern betrachtet, dann kommen mir doch erhebliche Zweifel an den Empfehlungen unserer Regierung und ihren medialen Claqueuren.

Luisman

1. Dezember 2021 03:54

Bharat Biotech hat COVAXIN entwickelt, ein Totimpfstoff:

  • It has proven to neutralize the variants - B.1.1.7 (Alpha) first isolated in UK, P.1- B.1.1.28 (Gamma) & P.2 - B.1.1.28 (Zeta) first isolated in Brazil, B.1.617 (Kappa) first isolated in India, B.1.351 & B.1.617.2 (Beta & Delta) first isolated in RSA & India.
  • Efficacy data demonstrates 65.2% protection against the SARS-CoV-2, B.1.617.2 Delta variant.

Der ist aber ausserhalb von Indien kaum verfuegbar. Fast alle Impfstoffhersteller haben schon einen neuen Impfstoff, der auch v.a. gegen die Delta Variante wirksam ist in der Schublade, aber anscheinend muss erst mal das alte/produzierte Zeug vollstaendig verspritzt werden, bis sie eine Zulassung fuer die neuen Impfstoffe beantragen. Wenn das alte Zeug weggeboostert ist, gibts neue 'Suppe'.

Die Felder/Bereiche, die ein Staat gut kann soll er auch angemessen betreiben, darin soll er stark sein. Vor allem das Rechtssystem, Militaer und Polizei. Und darin soll er sich auch gegen Unordnung, Unterminierung und Sezession wehren. Andererseits ist Sezession notwendig, wenn das bestehende Ordnungs- und Rechtssystem von einer zahlenmaessig starken Minderheit nicht mehr akzeptiert werden kann.

Man sollte solche Worte wie 'Volksgesundheit' gar nicht in den Mund nehmen, denn es ist kein klar messbarar Begriff, sondern populistische Schwurbelei.

RMH

1. Dezember 2021 06:36

Wer für den handelnden, starken Staat ist, sollte einmal genau betrachten, wie in den letzten Jahrzehnten es der Staat geschafft hat, seine Exekutive auf Private wie ein Würgenetz so zu übertragen, so dass nicht mehr der Staat die Gesetze vollzieht, sondern die Bürger selber. Hier ein Statistik-Formular, dort eine Erklärung, Aufzeichnungs- Dokumentations- und "Transparenz"-Pflichten. "Compliance" ist das Zauberwort seit über 25 Jahren. 2G, 3G - wer setzt es vor Ort durch? Gastronomen, Unternehmer, Arbeitgeber. Ein halbes Volk wurde zum Hilfssheriff gemacht - und macht es z.T. sogar gerne. Den Impfzwang setzen am Ende wer um? Ärzte und angelerntes, eingewiesenes Pflegepersonal, welches dann Leuten Spritzen gibt, bei denen jeder weiß, dass sie dies nur wegen Bußgeldern oder anderem Zwang mit sich machen lassen. Bereits jetzt darf sich die versammelte, sich moralisch stets überlegene Ärzteschaft einmal genau überlegen, warum sie überhaupt den Hilfsbüttel macht, wenn bereits jetzt eine hohe Zahl an "Impflingen" dies eigentlich nur mit sich machen lässt, um keinen Druck und damit Ruhe zu haben.

Man will ja nur "Gutes" tun ... 100% Pervers.

RMH

1. Dezember 2021 06:37

Regierungen, die den Notstand selber schaffen, um dann durchzugreifen - eigentlich genau dafür wurden Grundrechte einmal als Abwehrrechte erdacht. Mit ehem. Wirtschaftsanwälten an der Spitze von Verfassungsgerichten, die nach der Maxime gearbeitet haben, was der zahlende Kunde will, wird irgendwie gestrickt, überrascht es dann auch nicht, wenn der durch Regierungshandeln selbst verursachte Notstand dankend als Argument für parteipolitisch gefällige Urteile herhalten darf. Ursache  Wirkung? Jetzt ist er halt da, der Notstand, und dann darf man das. Sinngemäß alle etabl. Politiker gestern: Was geht mich im Angesichts des "Notstands" mein Geschwätz von gestern an.

Laurenz

1. Dezember 2021 07:43

 

@Ordo @Allesnichts

Daß Corona-Impfstoffe einen leichteren Krankheitsverlauf gewährleisten, ist eine stumpfe Behauptung, die durch nichts nachgewiesen ist. Da unser BioNtech-Türke & alle anderen schon oft gelogen haben, ist auch das mit aller Wahrscheinlichkeit eine Lüge. Davon muß man mittlerweile einfach ausgehen.

Aber unsere Mitbürger stehen eben auf Predigten, die einem was versprechen. Sie unterscheiden sich da in keiner Weise von den antiken Hebräern in dem Film "Das Leben des Brian". "Haben die Vögel Arbeit?" https://youtu.be/hh5hRY6Hx78

Hier kann man sich auch die bemerkenswert gewordene & visionäre Rede von Guido Westerwelle aus dem Jahre 2011 anhören. Hier war er tatsächlich seiner Zeit 10 Jahre voraus. https://youtu.be/xlDMUS17VWo 

ca. ab 01:00

Allnichts

1. Dezember 2021 08:32

Ordo:

"Scheinen" habe ich ein Mal verwendet, "dürfte" überhaupt nicht.

Die Wirkung ist nicht nach 6 Monaten verfallen, der Schutz ist noch immer erhöht, er ist nur schwächer geworden. Die "relative Sicherheit" führt immerhin dazu, dass bedeutend weniger Geimpfte in Krankenhäuser, auf Intensivstationen eingeliefert werden und allgemein sterben. "Scheinen" war in dem Zusammenhang ungünstig formuliert, ändert aber nichts daran, dass sowohl die verringerte Ansteckungsrate als auch die Vorteile bei der Virenlast belegt sind. Wahrscheinlichkeit ist etwas anderes als Anschein.

Nur bei den Nebenwirkungen haben Sie einen Punkt, bei dem aber gefragt werden muss: Wo sind die massenhaften Indizien und Beweise? Schon die sozialen Netzwerke müssten voll davon sein.

RMH

1. Dezember 2021 08:56

@Allnichts,

lesen Sie doch bitte auch alternative Quellen wie Reitschuster, Tichys, Achgut, dann werden Sie schnell feststellen, dass es in der Wissenschaft gar nicht so eine überragende Einigkeit gibt, wie Sie hier ständig behaupten.

" ...als auch die Vorteile bei der Virenlast belegt sind."

Bei Delta offenbar nicht mehr, hier das seröse Ärzteblatt:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/126251/SARS-CoV-2-Durchbruchinfektionen-mit-Delta-Variante-haben-in-den-ersten-Tagen-hohe-Viruslast

Übrigens: Der Artikel war im August. Die etablierte Politik hat im Einklang mit Ihren Behörden - und nichts anders ist bspw. das RKI - die Wähler in ein scheinbares Abklingen vor der Wahl eingelullt, es kamen auch Phrasen, von wegen Impflicht wirds nicht geben und jetzt ist die Wahl gelaufen und es zeichnet sich ab, dass wir eine Fortsetzung der Groko + Anhängsel Grüne/FDP unter Scholz bekommen haben. Wenn die Koalitionäre evtl. unsichere Kantonisten werden, gibt der Kanzler eben die Abstimmung im Bundestag "frei" und holt sich seine Mehrheiten mit der Union, die dann auch im BR alles schön abnickt. Im Verbund mit einem klientenorientierten Dienstleistungsgericht namens BVerfG (der Klient ist natürlich die Regierung und nicht der Bürger) dürfte Scholz noch mehr Macht haben, als die scheidende Merkel.

Laurenz

1. Dezember 2021 08:58

@Allesnichts @Ordo

"Die Wirkung ist nicht nach 6 Monaten verfallen, der Schutz ist noch immer erhöht"

Welche unabhängigen Studien können Sie hier als Quelle anführen? 

Sie labern & labern.... Sind Sie Priester von Beruf?

Allnichts

1. Dezember 2021 09:35

RMH:

Aus dem Artikel:

"Patienten, die sich trotz doppelter Impfung mit der Delta-Variante von SARS-CoV-2 infizieren, haben in den ersten Tagen der Erkrankung vermutlich eine ähnlich hohe Viruslast wie ungeimpfte Perso­nen mit COVID-19."

"Eine Stu­die aus Singapur zeigt jedoch, dass die Viruslast bei einer Durchbruchinfektion mit der Delta-Variante nach einigen Tagen rasch zurückgeht."

"Eine Studie ... lässt allerdings hoffen, dass der Ct-Wert nach den ersten Tagen einer Durchbruchinfektion schneller zurück­geht als bei einer Infektion von nicht geimpften Personen."

Sie lesen selektiv. Insgesamt sagt der Text aus, dass Geimpfte bei der eigenen Virenlast vermutlich einen Vorteil haben. Noch dazu geht es bei der Thematik auch darum, welche Virenlast übertragen wird, auch da wird von einem Vorteil für Geimpfte ausgegangen.

Ich verfolge all die von Ihnen genannten Seiten.

Gustav Grambauer

1. Dezember 2021 09:52

RMH

"Wer für den handelnden, starken Staat ist, sollte einmal genau betrachten, wie in den letzten Jahrzehnten es der Staat geschafft hat, seine Exekutive auf Private wie ein Würgenetz so zu übertragen, so dass nicht mehr der Staat die Gesetze vollzieht, sondern die Bürger selber. Hier ein Statistik-Formular ..:"

Wenn man von Behörden und Unternehmen keine Post mehr zugestellt bzw. keine E-Mails auf seinen (!) Server mehr zugesandt bekommt sondern sich bei deren (!) Portal registrieren (rex regis ...) und dann auf derem (!) Server die Korresprondenz führen muß, dann ist das so, als ob man gezwungen wird, sozusagen zu deren "Haus" zu gehen, um sich die Bescheide, Vertragsexemplare, Mitteilungen oder auch nur Hinweise abzuholen und sozusagen in deren (!) Räumlichkeiten sitzend und elektronisch überwacht die Korresprondenz mit ihnen zu führen. (So wie man in der DDR die heiße Literatur falls überhaupt nur im Lesesaal der Bibliothek, d. h. unter Kontrolle, lesen durfte.) Nicht nur wird damit das prozessuale Erfordernis der förmlichen Zustellung leise ausgehebelt (und kein Gericht wird sich je gegen diese Entwicklung stellen), auch wird hier die Bringschuld leise und massenhaft in die Holschuld umgemodelt; ausserdem übernehmen die Behörden und Unternehmen die elektronische Hegemonie über die gesamte Korresprondenz.

Rommel wurde immerhin noch in seinem eigenen Haus besucht, um ihm die Kapsel zu bringen.

- G. G. 

Schobbepetzer

1. Dezember 2021 10:08

@imagine

"Ganz anders die FPÖ unter Führung von Herbert Kickl. ......."

genau das ist es, deswegen schneidet die FPÖ auch besser ab als die AFD.

Der AFD Wischi-Waschi-Kurs in Corona ist kontraproduktiv, nur mit klarer "Ost-Kante" gibt es eine Chance. Die andere Kundschaft wird schon durch das System bedient.

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