Gebärstreik, Folge XXVII

Ob ich mich je gefragt habe, welches Frauenbild ich meinen sechs Töchtern vermitteln will? Wollte? Das fragte mich jüngst eine Journalistin. Ich staunte.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

Bit­te – was denn sonst? Es ist ja qua­si mein Beruf!

Ich habe (zusätz­lich zu mei­nem Mut­ter-Beruf) seit mei­ner Zeit als jun­ge Stu­den­tin bis heu­te ein paar dut­zend Arti­kel zum The­ma Femi­nis­mus geschrie­ben (von denen ich kei­nen revi­die­ren täte). Min­des­tens zehn davon reka­pi­tu­lier­ten die Phi­lo­so­phie mei­ner Lieb­lings­den­ke­rin Camil­le Paglia, die weit­ge­hend alles gesagt hat, was über die „Frau­en­rol­le“ zu sagen ist.

Die Jour­na­lis­tin nickt „wis­send“ und fragt, wie ich denn die Rol­le als „Heim­chen am Herd“ recht­fer­tig­te. Ich sei doch Anti­fe­mi­nis­tin? Dazu noch Katho­li­kin, also schließ­lich dafür, daß „die Frau schweige“?

Es ist so ein dum­mes Spiel: das Han­tie­ren mit Ver­satz­stü­cken, als sei­en wir bei Lego, wo es ein so fes­tes wie arg begrenz­tes Ras­ter gibt. Lego ist übri­gens in päd­ago­gi­scher Hin­sicht ätzend: Es lehrt Kin­der, daß etwas hält, was unter nor­ma­len Bau­klötz­chen­um­stän­den nie hal­ten würde.

Alle Mäd­chen­na­men, die ich für unse­re Töch­ter gewählt habe, ver­wei­sen auf ech­te Hel­din­nen – und eben nicht auf “Heim­chen”. (Übri­gens sind die wenigs­ten dar­un­ter „ger­ma­nisch“, um noch so ein Vor­ur­teil aus­zu­räu­men. Ande­rer­seits fän­de ich es auch nicht pro­ble­ma­tisch, wenn all mei­ne Kin­der „ger­ma­ni­sche“ Namen hät­ten. Ger­ma­ni­sche Namen sind super.) Ich, wir, haben den Mädels mit oft wuch­ti­gen Namen eine gewis­se Hypo­thek auf­ge­bür­det, klar. (Das macht aber in Wahr­heit so man­cher Name, ob Andrea, Leo­nie, Maria, Leni und Sophie.)

Und, das ist doch klar: Natür­lich steht einer Frau Schwei­gen bes­ser zu Gesicht, wo sie nichts zu sagen hat. Her­um­la­bern (vul­go „Worter­grei­fung“, man sieht die Klas­sen­stre­be­rin leib­haf­tig vor sich) ist eh völ­lig über­be­wer­tet. Wie oft die bibli­sche Schwei­ge­auf­for­de­rung auch an Män­ner ergeht (=oft!), woll­te ich mit der Jour­na­lis­tin gar nicht diskutieren.

Wer „Heim­chen am Herd“ sagt, ist ohne­hin Opfer sei­ner eige­nen Klischees.

Die Jour­na­lis­tin frag­te dann, wie ich zu Ana­bel Schun­ke stün­de und ihren fol­gen­den Aussagen:

Frl. Schun­ke ist so etwas wie eine libe­ral-kon­ser­va­ti­ve Influen­ce­rin. Sie hat 70.000 Fol­ger auf Twit­ter und knapp 96.000 auf Face­book. Gebo­ren in Gos­lar, Blond­haar, gemal­te wuch­ti­ge Augen­brau­en, kan­ti­ges Kinn, sehr klein, laaan­ge Fin­ger­nä­gel. Sie ist strikt Anti-Gen­der, Anti-Links und so wei­ter. Und sie ver­fügt (aus­weis­lich ihrer Bil­der und Ein­trä­ge) über ein gehö­ri­ges Selbst­be­wußt­sein. Sie – Mit­te drei­ßig – ist schlag­fer­tig, tough und gar nicht dumm.

Eine soge­nann­te Power­frau. Sie lie­fert (wenn­gleich ich das nicht wirk­lich bewer­ten kann als Hete­ra) hei­ße Pho­tos (gern leicht­be­klei­det) und hei­ße Stel­lung­nah­men. Also sol­che, die nichts für „Wasch­lap­pen“, son­dern qua­si für ech­te Män­ner gedacht sind. Sie pho­to­gra­phiert sich halt gern und genießt den Applaus.

Inso­fern gibt es objek­tiv gar kein Pro­blem mit Schun­ke. Sie macht ihr Ding und zieht ent­spre­chen­de Leu­te an. Es gibt Sachen, die deut­lich weni­ger erfreu­lich sind!

Nur, da ist ihr Pro­blem mit den Män­nern.  Sie, erst für die CDU und Jun­ge Uni­on, dann für Die Lin­ke aktiv, fin­det ein­fach kei­nen Vermehrungspartner.

In zahl­rei­chen State­ments und Vide­os hat die Schun­ke bekräf­tigt, war­um deut­sche Män­ner ihr zu lasch oder blöd sind, sie hat sich “fei­ernd” mit migra­ti­ons­hin­ter­grün­di­gen Tes­to­ste­ro­nis gezeigt.

Ver­mut­lich erhält die mode­rat „rech­te“ Schun­ke mehr Haß­post als die gän­gi­gen links­li­be­ra­len far­bi­gen Kra­wall­da­men vom Schla­ge Dunya Haya­li, Jas­mi­na Kuhn­ke (ali­as #Quat­tro­milf) und Saw­san Che­b­li, zumal Schun­kes halb­ga­re, aneman­zi­pier­te „Füh­lis“ gera­de das deut­sche Kom­men­ta­ri­at extrem erre­gen, nach dem Mot­to: Ken fährt die Braut an, „Bar­bie, halt ein­fach Dein Maul.“

Na gut. Hier pre­digt eine gekonn­te Selbst­dar­stel­le­rin rei­chen­wei­ten­stark weib­li­chen, nicht-lin­ken Hedonismus.

Zurück zur Kin­der­krieg­fra­ge und mit­hin zur Fra­ge der Jour­na­lis­tin. Wir alle haben doch unse­ren Nietz­sche gele­sen: „Alles am Wei­be ist ein Rät­sel, und alles am Wei­be hat eine Lösung: sie heißt Schwangerschaft.“

Dar­in ist viel Wahr­heit. Und nun reiht sich die Schun­ke ein die gro­ße Kohor­te jener schrift­be­gab­ten Frau­en, die die Fra­ge und das Rät­sel ein­fach durch­strei­chen und sagen #menot.

Das Nein zu Kin­dern ist unge­heu­er popu­lär. Das war es bereits vor 30 Jah­ren und ist es heu­te umso mehr.

Es gibt ein gan­zes Gen­re zu die­sen The­men. Wer Peri­odi­ka wie @zeitonline (nur ein Bei­spiel unter hun­der­ten Mög­lich­kei­ten zur Hirn­mas­sa­ge) abon­niert hat, kennt die opfer­mä­ßi­gen Schlagzeilen:

Nie­mand hat mich über Schwan­ger­schafts­schwie­rig­kei­ten auf­ge­klärt! Nie­mand hat mir gesagt, daß eine Geburt so unge­heu­er weh­tun kann! Nie­mand hat mich dar­über auf­ge­klärt, daß Säug­lin­ge dau­ernd schrei­en! Daß Klein­kin­der bocken!  Daß sie Ner­ven kos­ten! Schlaf rau­ben! Geduld for­dern! Kar­rie­ren stillstellen!

Ich leug­ne nichts davon. Rein prag­ma­tisch hat eine Ana­bel Schun­ke also recht. Kin­der sind immer und unbe­dingt ein Klotz am Bein für´s Ego, das sich unbe­ein­träch­tigt von Zwei­ten und Drit­ten ent­fal­ten will. Kin­der sind anstren­gend. Von Geburt an.

Ande­rer­seits: „Nie­mand hat mir gesagt“ ist aus dem Mund die­ses Schreib­per­so­nals ver­mut­lich eine Lüge. Das Geschrei über den “Stör­fak­tor Kind” dau­ert nun ja schon seit vie­len, vie­len Jah­ren an. (Der Spruch, daß „das Leben kein Pony­hof“ sei, ist übri­gens erst 2001 popu­lär geworden.)

Der Trend „Kind? Skep­sis!“ hat sich in mei­nen Augen aber unlängst ver­stärkt. In den mitt­le­ren Sech­zi­ger Jah­ren hat­te der soge­nann­te Pil­len­knick für ein Ein­bre­chen der Gebur­ten­quo­te gesorgt. Ver­hü­tung war jetzt „pro­blem­los“ mach­bar. Und sie ver­zich­te­ten gern auf Nach­wuchs, die Frau­en, es war die Zeit des Gro­ßen Fres­sens, des Hedo­nis­mus, des Nar­zis­mus, des unge­stör­ten Wohl­stands, des Sexexperiments.

Theo­re­tisch unter­füt­tert wur­de der Gebär­streik erst spä­ter. Mei­ne Gene­ra­ti­on erwisch­te es voll. Die von Ana­bel Schun­ke noch stärker.

Ich kon­su­mier­te damals unter ande­rem Unter Müt­tern. Eine Schmäh­schrift (1993) von Doro­thea Dieck­mann (Mut­ter einer Toch­ter), wo mög­lichst ätzend geschil­dert wur­de, wie arg begren­zend Mut­ter­schaft ist gera­de für eine „krea­ti­ve Frau.“ Bereits in den frü­hen Neun­zi­gern war ich Emma-Lese­rin (spä­ter lang­jäh­ri­ge Abon­nen­tin), da gab es noch mehr Feu­er bzw. Was­ser auf mei­ne Mühlen.

Ich bin so der Typ, der sich immer an ant­ago­nis­ti­schen Pro­gram­men abar­bei­ten muß. Weil: Kann ja sein, daß die Gegen­sei­te auch mal ver­nünf­ti­ge Argu­men­te hat.  Ich will ja gewapp­net sein.

In mei­nen zwan­zi­ger Jah­ren las ich fast jeden femi­nis­ti­schen Arti­kel in der taz, spä­ter setz­te ich mich mit Eli­sa­beth Bad­in­ters  Der Kon­flikt, Corin­ne Mai­ers NO Kid. 40 Grün­de, kei­ne Kin­der zu haben (Sezes­si­on 26, 2008) und Die Child­free-Rebel­li­on von Vera Brun­schwei­ger auseinander.

Längst kom­men die Ein­schlä­ge näher: Reg­ret­ting Mother­hood (Es bereu­en, Mut­ter zu sein) der israe­li­schen Sozio­lo­gin Orna Donath tren­de­te dau­er­haft und zog zig Nach­ah­me­rin­nen nach sich:

Nun wur­de es wirk­lich en vogue, nur gaa­anz wider­stre­bend Mut­ter zu sein. Und zu jam­mern über die Ein­bu­ßen an Leib („ich erken­ne mei­ne Brüs­te nicht wie­der“) und See­le („ich habe nicht mal Zeit, mei­ne Fuß­nä­gel zu lackieren!“).

Orna Donaths Essay ließ vie­le Frau­en auf­seuf­zen, die sich durch mut­ter­schaft­li­che Pflich­ten arg ein­ge­schränkt fühl­ten und plötz­lich über­all Dis­kri­mi­nie­run­gen sahen bzw. fühl­ten. Eine Wel­le inter­na­tio­na­len Mut­ter­schmer­zes roll­te an.

Sie hält bis heu­te an. Zuletzt (Febru­ar 2023) hat­te Hei­de Luto­sch bei Matthes & Seitz einen Auf­satz zum “Kin­der­ha­ben“ publiziert.

Auf so eine Schei­ße bin ich rein­ge­fal­len? Ja, bin ich.

Mit “Schei­ße” meint sie die Schwan­ger­schaft. Und:

Ich sah mich als Witzfigur,

womit sie ihre Rol­le als Mut­ter beschreibt. Und:

Es ging mir nicht gut. Und wenn ich genau hin­sah, merk­te ich, dass es auch den ande­ren Müt­tern nicht gut­ging. Kei­ner ein­zi­gen Mut­ter, mit der ich in all den Jah­ren zu tun hat­te, ging es wirk­lich gut.

Es fol­gen, wie gewohnt, dut­zen­de Kla­ge­sei­ten über die mie­se Exis­tenz als Mut­ter. Ich den­ke: Sol­che Bücher haben einen enor­men pro­pa­gan­dis­ti­schen Effekt.

Nun, ich selbst hat­te (nein, habe!) sie­ben Kin­der. Und es ging mir in die­sen rund 17 Jah­ren mit Babies und Klein­kin­dern ziem­lich gut. Rück­bli­ckend waren es viel­leicht die schöns­ten Jah­re mei­nes Lebens.

Ich selbst war dabei vom Natu­rell weni­ger der Mama-Typ; als jun­ge Frau war ich weder häus­lich noch baby­ver­rückt, ich konn­te nicht mal kochen oder backen. Es (das Kin­der­krie­gen) war bei mir rei­ne Will­kür, sogar Trotz gegen den Zeit­geist. So eine Art Die-Pflicht-auf-sich-neh­men, gewis­ser­ma­ßen against all odds. Es war zunächst wie ein Pro­jekt, das ich ange­hen wollte.

Zunächst natür­lich Zeu­gungs­lust (damit mei­ne ich, bit­te, etwas Tran­szen­den­ta­les!), dann aber gro­ße Erzie­hungs­lust. Wie schön: Sich in die Pflicht genom­men füh­len! Total und abso­lut ver­ant­wort­lich sein! Jeman­den beglei­ten und prä­gen zu dür­fen! Dasein MÜSSEN! Unbe­dingt und unersetzbar!

Und dann, qua­si gra­tis, unge­mei­ne Lie­bes­auf­wal­lun­gen, die die übli­chen All­tags-Zuta­ten wie Streß und Lan­ge­wei­le (logisch immer mit im Boot als Mut­ter) überwölbten.

Gera­de ges­tern hat­te ich drei Enkel (alle m, alle drei Jah­re alt) bei mir. Ulkig, daß sich die Lie­bes­schü­be wiederholten!

Ich bin eine ziem­lich jun­ge Oma und tat, als wäre es mei­ne eige­ne Brut. Es war ein Toben, Bal­gen, Streu­nen, ein Ent­de­cken und eine ein­zi­ge Freu­de. Was, bit­te, sonst ist denn Lebens­sinn? Unse­re komi­schen Damen von der Anti-Kin­der-Front müs­sen all das ent­beh­ren. Ich möch­te kei­ne ein­zi­ge Net­flix-Staf­fel, kei­nen ein­zi­gen Spa-Besuch eintauschen.

Die Jour­na­lis­tin sag­te heu­te, ihr Text müs­se dann noch „durch die Redak­ti­on“. Bin gespannt.

Und hier noch eine aktu­el­le “Umfra­ge”.  Bin unsi­cher, ob knapp 58% „Ja“ ein gutes Zei­chen sind.

Ellen Kositza

Ellen Kositza ist Literatur-Redakteurin und Mutter von sieben Kindern.

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Kommentare (48)

Umlautkombinat

4. März 2023 15:44

Ha, nett! Hab nur Zwei, aber das passt schon. Nur - wie erklaert man Blinden die Farbe?
Sehen Sie das eigentlich so uneingeschraenkt als Trend, das gewollt Kinderlose? Man sagte ja mal, Millenium+ wuerde da eher konservativer und moechte die Kinder wieder. Rein persoenlich stellt sich mir das auch so dar. Quelle ist aber nur eine ziemlich grosse Familie (in allen Generationen) und eine ostdeutsche Grossstadt mit ueberdurchschnittlichen Geburtenraten ueber nun auch schon einiges an Jahren.
 

Der Gehenkte

4. März 2023 15:54

Einer der Gründe, weshalb sich viele junge Frauen verweigern, liegt wohl in der Empirie: wir und sie sind umgeben von jungen Müttern und Paaren, die unter der "Last" ihrer Kinder zusammenbrechen, überfordert sind. Warum sind sie das? Weil Kinder immer mehr als Gegner gesehen werden, als Belastungen, die die eigene "Selbstverwirklichung" behindern. Die jüngeren Generationen stellen tagtäglich den Anspruch, daß die Welt sich für und um sie zu drehen habe. Ist das nicht mehr garantiert, folgt oft der Zusammenbruch, der Streß, die Hysterie, die Panik, die Angst ... Mutter zu sein bedeutet Opfer zu bringen, besser: sich zu opfern, der Sache zu dienen. Das war in älteren Generationen noch Selbstverständlichkeit und hat daher auch deutlich weniger belastet. Nicht das Opfer selbst ist das Problem, sondern das Opfer-Bewußtsein. Daher konnten Eltern trotz Anstrengungen - die zudem damals geringer waren, weil weniger Überwachung - lieben. Sie konnten auch anders loslassen als heutige Mütter. Man hat heute den Eindruck, Mütter infiltrieren das Leben ihrer Kinder bis weit ins Erwachsenenalter und umgekehrt - sprach erst dieser Tage mit einer, die genau wußte, wann ihr Sohn eine Prüfung zu welchem Thema hatte ... Meine Eltern wußten kaum, was ich studiere. Probleme auf Eltern abzuwälzen, wäre mir nicht mal in den Sinn gekommen ....

Herbstwind

4. März 2023 15:54

Für mich ist Schunke keine 'Powerfrau'. Wer so die Hosen voll hat vor dem Kinderkriegen ist ein Schwächling. Nichtmal ein Kind bekommen diese narzisstischen Gören zustande, wobei das doch wirklich zu schaffen ist - auch mit Beruf und Karriere. Denn der Wunsch scheint ja durchaus da zu sein, sonst würde sie das nicht so posten. 
Aber mit den Jahren stellt man fest, dass auch die freiwillig Kinderlosen älter werden und diejenigen mit den Kindern plötzlich die Coolen sind, die junge Leute um sich haben. 
Frau Kositza, Sie sind die wahre Powerfrau, die sich unerschrocken gegen den Mainstream stemmt, 7 Kinder großgezogen hat und nebenbei auch noch blendend aussieht. Meine Hochachtung!
 
 

Joerg

4. März 2023 16:25

Ich mag Ihre Texte sehr, Frau Kositza. Sie sind die einzigen in der Sezession die mich nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch Gefühle in mir auslösen. Hier habe ich mehrfach schmunzeln müssen.
"Peggy, Ophelia" , in einer vor kurzem intensiv wiedergelesenen Ausgabe, hat mich dagegen zu Tränen gerührt.
 
Kositza: Oh, danke. Peggys so schlimmer wie mystischer Selbstmord liegt nun ziemlich genau sechs Jahre zurück..

Niekisch

4. März 2023 16:57

" In den mittleren Sechziger Jahren hatte der sogenannte Pillenknick für ein Einbrechen der Geburtenquote gesorgt. Verhütung war jetzt „problemlos“ machbar. Und sie verzichteten gern auf Nachwuchs, die Frauen, es war die Zeit des Großen Fressens, des Hedonismus, des Narzismus, des ungestörten Wohlstands, des Sexexperiments."
Verehrte gnädige Frau Kositza, diese Zeit habe ich schon sehr bewußt als Gymnasiast und Student miterlebt und wage zu behaupten, daß kein einziger dieser Punkte zutrifft. All das betraf damals noch nur eine recht geringe Zahl von Menschen zu.
Ansonsten ein schöner Artikel. Die Namen Aleida und Menja meiner Töchter lösten trotz ihrer Ungewöhnlichkeit fast immer ein positives Raunen aus.

Kositza: Der durchaus drastische "Pillenknick" läßt sich in x Statistiken ablesen.
Daß damals noch nicht weit & breit sexperimentiert wurde - gut, aber die Tendenz bzgl der Bereitschaft dazu dürfte sehr groß gewesen sein.
Der "Kinsey-Report", der vorgab, aufzudecken, was "wirklich" an "Unerhörtem" längst läuft "between the sheets", war natürlich ein propagandistisches Meisterstück. Den Leuten wurde suggeriert,daß sie komplette Hinterwäldler sind, wenn sie nicht...naja, dies & das praktizierten. Ihr "Aber" erinnert mich daran, daß mit vor 5 Jahren die Leute noch den Vogel zeigten, als ich von den Transkids sprach, die mir in der Umgebung meiner Kinder fast massenhaft begegneten. Heute wird´s keiner mehr leugnen.

RMH

4. März 2023 17:19

"Zeugungslust (damit meine ich, bitte,  etwas Transzendentales!)"
Und selbst wenn Sie die ganz irdische, nicht transzendentale Lust gemeint hätten, wäre daran nichts zu meckern gewesen. Evtl. ist es einer von den vielen Bausteinen, warum Männer und Frauen nur wenig Kinder bekommen und dieses Phänomen dann mit tausenden von Deckmäntelchen, Aufklebern, Labeln etc. zudecken und ständig Erklärbücher- Tweets warum, weshalb, bla- bla veröffentlichen (ChatGPT, übernehmen sie), dass die erotische Spannung zwischen den Geschlechtern weg ist oder zumindest nachgelassen hat. Sex ist wie eine Sport- oder Yogaübung etwas, was "man" bzw. "Frau" hat (und was, wenn man nicht mal Sport-Sex hat? "Ausweitung der Kampfzone" von Houellebecq reißt dieses Thema an) aber diese Anziehung, dass es Spannungsüberschläge fast wie beim Strom gibt, die "Elektrizität", die sich zwischen Mann und Frau einstellen kann. Da fehlen einem die Worte - da kommt es zum Akt. Und das ist der Moment, wo die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Zeugung kommt, sehr hoch ist. Die Naturwissenschaftler werden das mit Hormonen, Pheromenen, neuronale Vorgänge etc. auch wieder totlabern können. Aber das ist die reine Energie, aus der gesunder Nachwuchs entsteht. Wie geschrieben - 1 Baustein, aber evtl. kein geringer. Im Übrigen langweilt es langsam, dass jeder, wie auch Frau Schunke, seine persönlichen Lebensumstände der halben Welt "posten" muss. Auch hier gilt die Weisheit von B. Shaw: "those who can, do; those who can`t, teach."

Gracchus

4. März 2023 18:50

EKs Artikel sind erfrischend - konkret. Da ich, kinderlos, im Glashaus sitze, kann ich schlecht mit Steinen werfen, es ist bei mir aber keine grundsätzliche Entscheidung, im Gegenteil, ich erlebe es eher als Mangel. Was nicht ist, kann aber ja noch werden. Es geht aber, denke ich, gar nicht darum, jemanden seine Kinderlosigkeit vorzuwerfen. Sondern: wie dies begründet, rationalisiert wird. Das ist, wenn ich mich im eigenen Umkreis umhöre, ganz unterschiedlich, kaum auf einen Nenner zu bringen; oder vielleicht so: ein Kind ist ein anarchisches Element in einem durchgetakteten Alltag. Die Mütter wirken daher auch oft gestresst. Merkwürdigerweise diejenigen mit einem Kind mehr als die mit mehreren. Ich würde auf die Rationalisierungen nicht so viel geben; offenbar wird es als Wagnis empfunden, Kinder zu kriegen und zu versorgen; dieses Wagnis will nicht jeder eingehen, und dahinter steckt vermutlich in den meisten Fällen Angst oder ein Mangel an Vertrauen und Hingabe.

Hesperiolus

4. März 2023 19:13

Spengler gelesen, durchdacht, auf die Zeitlage reflektiert haben, ja; ihn aber überhaupt noch in verbis anzuführen, in einer Publikationsform wie dieser, deren Urleserschaft unter dem Diktum stereotyp konservativ-revolutionärer Rezeption generational ausstirbt, als fossiliertes Geröll im Abgang neurechten Denkens, mag rediviv-beitragenden Karl Vogt-bots etwa skurril und para-doxisch erscheinen – doch sei es: „Wo Gründe für Lebensfragen überhaupt ins Bewußtsein treten, da ist das Leben schon fragwürdig geworden“ - Und: „Das Urweib, das Bauernweib ist Mutter.“ - Über das - demgegenüber schon zur faszinierenden Reminiszenz gewordene - Ibsenweib der Dekadenz hinweg zum nun Schunkeweib der Postdekadenz; widrig! Zum Thema, von Schopenhauer über Mainländer zu Zapffe, besser im Original; als das, was sexual-fellachoid kommentierend hier zu erwarten ist.

Waldgaenger aus Schwaben

4. März 2023 20:39

Dass Sie gar nicht auf Spengler eingehen!
Auf dieser Plattform erschien bereits 2010 hier zu diesem Thema der Artikel
Spengler und die Ibsenweiber
.
Weil es so schön ist, zitiere ich Spengle (mehr muss dazu nicht gesagt werden):
Und nun geht aus der Tatsache, daß das Dasein immer wurzelloser, das Wachsein immer angespannter wird, endlich jene  Erscheinung hervor, die im stillen längst vorbereitet war und jetzt plötzlich in das helle Licht der Geschichte rückt, um dem ganzen Schauspiel ein Ende zu bereiten: die Unfruchtbarkeit des zivilisierten Menschen. ...
Jetzt aber taucht das Ibsenweib auf, die Kameradin, die Heldin einer ganzen weltstädtischen Literatur vom nordischen Drama bis zum Pariser Roman.  Statt der Kinder haben sie seelische Konflikte, die Ehe ist eine kunstgewerbliche Aufgabe und es kommt darauf an, »sich gegenseitig zu verstehen«. Es ist ganz gleichgültig, ob eine amerikanische Dame für ihre Kinder keinen zureichenden Grund findet, weil sie keine season versäumen will, eine Pariserin, weil sie fürchtet, daß ihr Liebhaber davongeht, oder eine Ibsenheldin, weil sie »sich selbst gehört«. Sie gehören alle sich selbst und sie sind alle unfruchtbar. 
 
Der volle Text hier https://www.projekt-gutenberg.org/spengler/unterga2/chap024.html

ede

4. März 2023 20:53

Die transzendale Zeugungslust ist schon ein genialer Trick der Natur. Wenn ihr da, der Natur, reingpfuscht wird, ist das eben hochproblematisch. Ich weiß jetzt auch nicht, wie man der Frau Schunke helfen kann. Ich bin ja auch viel zu alt. 

RMH

4. März 2023 21:30

@Hesperiolus,
vom Ibsenweib zum Schunkeweib ist hervorragend formuliert. Wenn ich Twitter hätte, würde ich das zwitschern # Ibsenweib #Schunkeweib.
Für das Forum spricht, dass gleich 2 Debattenteilnehmer unabhänig voneinander Spengler nennen.

anatol broder

5. März 2023 00:08

in dem artikel, auf den kositza verweist, sieht schunke männer als ursache für den gebärstreik:
«denn das ist das wahre problem, das wir frauen heutzutage haben. jeder mann will nur noch spaß. beziehung ist den männern meiner generation und der nachfolgenden nämlich mittlerweile viel zu anstrengend und wird durchweg als belastung wahrgenommen.»
schunke gibt sich als ahnungsloses opfer:
«ich glaube, dass wir frauen, vor allem diejenigen unter uns, die sich wie ich optisch und intellektuell für eine einigermaßen „gute partie“ halten, den kulturellen wandel um uns, der sich schon vor einiger zeit vollzogen hat, schlicht nicht mitbekommen haben. stattdessen benehmen wir uns immer noch so, als seien wir das maß aller dinge, das geschlecht, das die fäden zieht und über erfolg und niederlage bei der partnersuche entscheidet.»

Laurenz

5. März 2023 00:26

Ich hätte gerne Kinder gehabt, freue mich für alle, die welche haben. Meine Generation der Familie ist nicht so beziehungskompatibel, vielleicht fehlt auch nur der existentielle Druck. Wer weiß das schon? Unseren meckernden weiblichen Schwarz-Importen empfehle ich 2 Jahre Südafrika. Da ist man dann unter seinesgleichen, übrigens alles Nachkommen schwarzer Kolonialmächte. Das therapiert ungemein. Was die Schunke angeht, so ist die natürlich selten dämlich, weil sie keinen Gedanken daran verschwendet hat, wer sie ist & warum sie so sein kann, wie sie ist. Schunke lebt anscheinend nach dem Motto, wenn mein Mann mich nicht schlägt, liebt er mich auch nicht. Frauen, die nicht Mütter von jungen Männern sind, die Autos & Flugzeuge bauen oder Weltliteratur schreiben können, sind stinkend langweilig & die Väter erst. Persönliche Präferenzen im Leben sind beim Menschen meist medial oder familiär geprägt & männlicher Natur, weil Männer nie gefragt wurden. Frauen haben besseres zu tun.

Gotlandfahrer

5. März 2023 01:33

Ein Erwachsener, egal ob Mann oder Frau, der kategorisch gegen das Bekommen eigener Kinder eingestellt ist, ist nicht eins mit sich und seiner Natur. Obwohl dies überwiegend ein Ergebnis der jahrzehntelangen geistigen Kriegsführung ist, hat diese fingierte Selektion ein Gutes: Es nimmt die Anfälligen, Schwachen ganz ohne physische Gewalt aus dem Spiel.
Die genannten Frauen, die Muttersein als Nachteil beschreiben, sind Teil der Kriegsmaschinerie. Ja, ich kann mir keinen Dammriss zuziehen, aber soll mann deswegen zu der den Frauen widerfahrenden Manipulation schweigen? Wer es aber nicht erkennen will, dass Verführung immer mit Komfortversprechen beginnt, dessen Verendung muss nicht beklagt werden.

Bernard Udau

5. März 2023 06:34

Die Kinderlosen in meiner Umgebung, und zwar Männer und Frauen, äußern sich nie aktiv gegen das Kinderkriegen. 
Es scheitert bei denen hauptsächlich daran, daß kein Partner da ist, jedenfalls nicht für länger als 12 Monate. Bei manchen sind es auch irgendwelche psychische Erkrankungen, die sie abhalten.
Mal ganz ehrlich: Wessen Leben ist denn auch schon so "geil", daß man dafür auf Familie verzichten würde? Kenne ich niemanden.
Der Hedonismus findet seine Opfer mittlerweile, ohne daß diese es merken. Sie sind einfach lebens- und fortpflanzungsuntauglich geworden. Der Kinderwunsch alleine hilft da nicht viel.
Das unterscheidet die Kinderlosen übrigens nur schwach von vielen Eltern. Denen ist nach meiner Beobachtung jeglicher Begriff von Erziehung abhanden gekommen. Die Reproduktion ist auf allen Ebenen gefährdet. 
 

dojon86

5. März 2023 09:22

@Gracchus 4. März 2023 18:50. Zu ihrer Frage, warum eine Mutter eines Einzelkindes oft gestresster wirkt, als die von zwei Kindern. Ein Kind muss man nahezu permanent bespaßen. Das kann angesichts der Erlebnislust und dem Aktivitätsdrang eines Kindes überhört anstrengend sein. Zwei Kinder kann man, wenn der Altersunterschied nicht zu groß ist, gemeinsam in eine Sandkiste setzen und kommt dann doch zum entspannten Zeitungslesen. Höchstens muss man mal bei Streitigkeiten schlichtend eingreifen.

Waldgaenger aus Schwaben

5. März 2023 09:26

Es gibt neben der Erscheinung des Ibsenweibes in späten, müden Zivilisationen eine Erscheinung der Kinderloskeit zu allen Zeiten: Der Verzicht auf Sexualität, und damit Ehe und Familie, um des Himmelreichs willen.
Dieser Verzicht auf Kinder um eines höheren Anliegens willen taucht in unserer Zeit allerdings in pervertierter Form auf, nämlich ohne jede Transzendenz. Ich sehe sich vegetarisch, odes gar vegan, ernährende junge Menschen, die "wegen der Umwelt" auf Kinder verzichten und ihre ganze Energie in "Bewegungen" investieren. 
Die kinderlose Sahra Wagenknecht schreibt zu so einem Leben auf ihrer homepage:
"Wenn man zum Beispiel 70 oder 80 Jahre alt ist, Bilanz zieht und sieht, dass man eigentlich nichts bewegt hat, dann ist natürlich das Bedürfnis größer, zu hoffen, dass man noch irgendeine Möglichkeit nach dem Tod hat. Jemand, der hingegen gegen Ende des Lebens feststellen kann, dass er was bewegen konnte - vielleicht nicht mit dem totalen Erfolg, aber doch mit bestimmten Erfolgen – hat sicherlich nicht ein ganz so starkes Bedürfnis, an ein Leben nach dem Tod zu glauben."(Das Leben leben.)
"und braucht auch keine Kinder als Lebenssinn", könnte man ergänzen.
Doch egal was Wagenknecht bewegt hat oder noch bewegen wird, ihr Lebenweg wird in schwarzer Verwesung münden.  In dieser Welt wird nichts Dauerhaftes von ihr bleiben.

Karl Otto

5. März 2023 10:05

Soweit ich das in meinem Umfeld beobachten kann, wollen die Frauen durchaus Kinder haben, aber später. Erst Beruf, Persönlichkeit entwickeln und ein paar Fernreisen, halte ich prinzipiell nicht für problematisch. Und zwei Kinder sollen es sein, Einzelkinder will man nicht, man meint das würden Egoisten, und mehr als zwei ist zuviel Stress und Arbeit.

Adler und Drache

5. März 2023 10:51

Manchmal kommt es mir vor, als hätte die Elterngeneration den Nachkommen den Krieg erklärt - sie werden durch Abtreibung ausgerottet, die Überlebenden aufgrund einer Vielzahl von psychoemotionalen Dynamiken verwahrlost, sie müssen in Bezug auf die zur Selbstverwirklichung entschlossenen Erwachsenen die Rolle eines Instruments einnehmen ("Recht aufs Kind"), ihre Chancen auf eine "bessere Zukunft" (die doch bisher jede Elterngeneration angetrieben hat) werden radikal gerodet, sie sollen sich einer Altenheimmentalität anpassen und quasi von der Kindheit in die Frühvergreisung übergehen (bei einem Besuch meines Heimatdorfs hat mich das Bild eines Fünfjährigen, der mit dem E-Bike unterwegs war, tieftraurig gemacht), und zu allem Überfluss sind jetzt Kastration, Verstümmelungen und biochemische Manipulation wieder en vogue, die aus dem Kind eine Dark-Fantasy-Marionette der Erwachsenen formen sollen (während ein Herr Ganserer oder ein Herr Kellermann sich einfach als Frau verkleiden).
Wenn mir das so durch den Kopf geht, kann ich nicht mehr böse sein, dass sie sich festkleben und uns mit den wenigen Mitteln behindern, die sie haben, und dass sie die Elterngeneration in den Untergang, den diese ihnen bereitet hat, mit hineinziehen wollen. "Letzte Generation" ... das ist nicht völlig falsch, auch wenn sie es anders verstehen. 
@ Kositza: Kositza: Oh, danke. Peggys so schlimmer wie mystischer Selbstmord liegt nun ziemlich genau sechs Jahre zurück..
Das erwischte mich grad kalt. Im stillen Gedenken und Gott anbefohlen!
 

Volksdeutscher

5. März 2023 11:15

1. Camille Paglia ist wirklich großartig auf ihre Weise, d.h. bis zu einer bestimmten Grenze. Unter den Feministen vertritt sie ausgewogene und in mancher Hinsicht überraschend konservativ erscheinende Ansichten. Aus dem Munde einer bekennenden Lesbe hört man, liest man so etwas selten. Ich kann mir dennoch nicht vorstellen, daß sie selber viel Sympathien für die rechte Sache des Konservativismus, am allerwenigsten des Nationalismus hat. Sie ist eine linksliberale Amerikanerin italienischer Herkunft, die nach ihren eigenen Bekenntnissen Prostitution und Dekadenz unterstützt, also Dinge, die nicht gerade zum Spektrum rechter Ideale gehören. Zuweilen tätigt sie bombastisch daherkommende Aussagen, so z.B. wenn sie behauptet, daß kein gesellschaftlicher Faschismus den "Faschismus der Natur" übersteigen können. Aha. 

Niekisch

5. März 2023 11:17

@ EK zu 4.3. 16:57:  Verehrte Frau Kositza, ohne Haarspalterei betreiben zu wollen verweise ich auf: https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/datenlese-pillenknick-nicht-verantwortlich-fuer-geburtenrueckgang-a-959087.html
https://www.zeit.de/2014/19/stimmts-pillenknick?utm_referrer=https%3A%2F%2Fmetager.de%2F
Das deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen. Viele Frauen, auch in der eigenen Familie, sprachen damals über die Gesundheitsgefahren der Pille und hielten sich erst einmal fern, bevorzugten das Bisherige. Es fehlten auch immer noch die Männer. Vom Regiment meines Vaters überlebten z.B. ganze 7, so daß auch keine nachwuchsen. Auch weitergegebene Kriegstraumata mögen für eine Reproduktionsminderung verantwortlich sein. 
Mit dem "großen Fressen" meinen Sie wohl eher den gleichlautenden Film. Hedonismus? Narzißmus? Sicher bei den relativ wenigen Menschen, die auch heute unser Wirtschaftssystem parasitär ausnutzen, ohne das es Folgen hat.Nur wer miterlebt hat, der weiß wirklich.

Volksdeutscher

5. März 2023 11:24

2. Womit man Feministen und andere Sorten von Linken auf die Palmen bringen kann, ist die Berufung auf die Natur und ihre Wirkungsmechanismen, fälschlich als "Naturgesetze" genannt. Die Natur in den Zeugenstand zu rufen ist aber schon deshalb notwendig und erfolgsversprechend, weil sie indifferent gegenüber ideologische Positionen ist. Man kann sie nicht ideologisch verdächtigen und auch nicht widerlegen, weshalb die Linke beim argumentativen Schlagabtausch immer wieder versucht, sie bei Seite zu schieben. Die biologische Argumentation macht die Linke aller Couleurs sehr zu fürchten und bringt sie in die Rage. Man hat es im Falle Sarrazins gesehen. Widerlegt hat ihn indes niemand. Weil das niemand konnte, fingen sie an, ihn ideologisch zu verdächtigen und zu attackieren. Kurz: Ginge es nach den Linken, müßte aus ihrer Sicht die schärfste nicht ideologische Waffe gegen ihre Politik, d.i. die biologische Argumentation in bevölkerungspolitischem Zusammenhang, verboten werden.

Kurativ

5. März 2023 11:32

Wenn man mit jungen Frauen über eventuelle Kinder spricht, dann kommt man nicht so recht ran, an die Motive ihrer Ablehnung von eigenen Kindern. Obwohl Körpersprache und spontan geäußerte unvorsichtliche Satzbausteine eine ganz eindeutige Sprache sprechen. Die Ablehnung des eigenen Körpers nimmt dann mit zunehmenden (Aus-)Bildungsgrad zu.
Ich sehen hier eine Trennung von Geist und Körper. Aus Sicht von Kant und der Aufklärung eine gute Sache: Fortschrittlich ist der Mensch als homo noumenon (denkendes Wesen), versus eines Menschen als homo phaenomenon (Tier) mit den von der Natur aus gegebenen Neigungen.
Die ganz oben beschriebene Haltung ist aber nur durch äußerliche Faktoren möglich. Also durch Staatsorganisation, Wohlstand, technischen Fortschritt und Arbeitsteilung. All das wird wegfallen, wenn nicht genügend eigene Kinder geboren, erzogen und ausgebildet werden wie es vorhergehende Generationen gemacht haben. Man sieht es an den Statistiken über Ausländer in HARZ4-Verhältnissen.

RBl

5. März 2023 12:00

Vielen Dank, liebe Ellen Kositza, für diese muntere Schilderung zur Mutterschaft. Es ist doch ganz klar, wohin die Reise gehen muss, und welches Frauenbild wir unseren Kindern vermitteln müssen!
Das Mutterstein ist doch nicht langweilig! Es ist ein sehr selbstbestimmter Job, in den ersten Jahren ein Rund-um-die-Uhr-Job, also Dienstleistung 24/7, voller Liebe und Zuneigung, das Nest eben, das sich jeder so gestalten kann, wie er es mag, der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. 
Man stelle sich nur einmal vor, hierfür bekämen wir Frauen Geld und Anerkennung, ich vermute, die Statistiken sähen gleich ganz anders aus.
Das Muttersein setzt eine gewisse Rücknahme des Egos voraus, ja, vielleicht. Aber ist es nicht genau das, was unsere Gesellschaft braucht?
Vielleicht kann man endlich einmal Schluss machen mit dem Glauben, dass nur ein Männerleben das einzig Wahre sei. Wir Frauen sollten kreativ sein, nicht nur nachahmen, sondern selber unsere Rolle und unser Potential voll ausschöpfen!
Wie überall, so wirkt auch hier die Propaganda tagtäglich und prägt unser Denken, Handeln und Tun, alles auf Kosten der nächsten Generation.

Volksdeutscher

5. März 2023 12:30

3. Daß Kinder einen Last oder viel mehr eine Belastung bedeuten, weiß man seit Menschengedenken. Besonders in Zeiten von Dekadenz und Verfall kennzeichnet die Geburtenverweigerung die Erkrankung des Lebensnerves von Einzelnen, Generationen oder gar der gesamten Population. Wer Kinder hat, muß auf Vieles verzichten. Wenn breite Schichten der Gesellschaft dann auch noch wie verstädtlichte Nomaden ihre Exsistenz führen (müssen), sei es aus eigenem Antrieb oder durch äußere Umstände, dann müssen sie mobil sein. Sie können sich bei dieser Lebnsführung kaum leisten, Kinder zu haben, da sie die zur bürgerlichen Lebensführung notwendige Seßhaftigkeit nicht vorweisen, die wiederum eine notwendige Voraussetzung der positiven Einstellung zu Kindern und Aufzucht von Kindern wäre. Wenn sie trotz der geschilderten widrigen Umständen dann doch Kinder bekommen, werden diese zu einem enormen Streß- und Belastungsfaktor: "Wenn ich Schwierigkeiten habe, meine Existenz zu sichern, wie soll ich dann die Existenz eines Kindes sichern? Wozu soll ich mich dann damit plagen?" Die Belastung ist dabei weniger das Kind in seiner physischen Existenz, sondern vielmehr das "Lebenstechnische" darum herum, das den Streß immer wieder von Neuem generiert: Die Suche nach neuen Erwerbsmöglichkeiten, Kindergartenplätzen; die Organisierung der Lebens- und sozialen Umfeldes. Das reibt auf, das erschöpft schon bei der Überlegung, ob Familie oder nicht.

Volksdeutscher

5. März 2023 12:41

4. Bestimmt bin ich nicht der einzige, dem es aufgefallen ist, daß gerade aus diesem zuletzt genannten Grunde geschieht es, daß den importierten Invasoren die zu ihrer Entfaltung und Seßhaftigkeit notwendige Ruhe gegönnt wird: sie bekommen unverdiente Sicherung ihres Lebensunterhaltes; sie werden von erniedrigenden disziplinarischen Maßnahmen der Behörden des linken Obrigkeitsstaates verschont; Vorweis von Bewerbungen und Durchleuchten ihrer Kontobewegung erfolgt nicht; sie bekommen Aufmerksamkeit der Behörden bei Organisierung ihres Lebensumfeldes. Während sie die zu ihrer Vermehrung und Entfaltung notwendige "quasi-bürgerlichen" Voraussetzungen gesichert bekommen, werden diese der deutschen Bevölkerung vorenthalten, sie wird weiterhin erniedrigenderweise auf Trab und unter Streß gehalten.

Gimli

5. März 2023 14:25

@Volksdeutscher
Bitte Vorsicht mit der Natur als Zeugin. Wer auf Naturrecht und Ideologiefreiheit setzt, aktzeptiert jede Art von Paarbeziehungen, Kinder"mord", Fortpflanzungstrategien etc ... Die Ethologie und die übergeordnete Biologie wissen davon und man muss schmunzeln über manch Einlassung von Philosophen oder Theologen. Sind alles Ideologen ihres Fachs. Wer weiß schon vom Generationswechsel bei Gefäßpflanzen, von schwulen Schwänen etc? 
Dem friedlichen Zusammenleben halber entwickelt eine Tier-Gruppe Normen, der Mensch macht dann Ethik und Moral und gar Sünde daraus, also viel Mumpitz. Die Nationalen haben etwas mehr Abgrenzungsbedürfnis, vllt so wie sich Schmipansengruppen bekriegen. In Firmenorganisationen erlebt man viel Alphatiergehabe, Helmut Kohl in der Politik lieferte auch gutes Bildmaterial dazu. 
Trotzdem kann man auch viel Gutes in einer Normsetzung entdecken, so zB die, die den Vater gleichberechtigt in die häuslichen Pflichten einbindet, gibt genug Männer die nicht den abwesenden Versorger spielen wollen. Will sagen: Wie beim Gendern können die Rollen fluide sein. Ich spiele mit meinen Kindern anders als meine Frau (Raufen <-> Vorlesen), da steckt mE viel Genetik und Sozialisation drinne. Wir gehen beide wieder in Vollzeit arbeiten. Ich mache die Wäsche, Haus und Garten (von allem viel), meine Frau die Buha und Steuer. Wir fühlen uns als linke Bürgerliche :)
 

anatol broder

5. März 2023 14:30

@ rbl 12:00 
«das mutterstein ist doch nicht langweilig! […] wir frauen sollten kreativ sein, nicht nur nachahmen, sondern selber unsere rolle und unser potential voll ausschöpfen!»
rock-n-roll.

anatol broder

5. März 2023 14:37

@ dojon86 9:22
«ein kind muss man nahezu permanent bespaßen.»
nein, muss man nicht.

Kositza: Haha, weil Sie das als Vater nicht müssen? Weil das die Frau Mama macht? Logisch ist die intensibe Betreuung bei Einzelkindern lange Jahre der Fall.
Vlt. ist das Wort "bespaßen" falsch gewählt. Klar, wenn sie dem Kind beizeiten ein Endgerät in die Hand geben, dann hat sich das...

Franz Bettinger

5. März 2023 15:38

@Gimli: Oh, da irren Sie sich. Pfadfinder-Tugenden werden bald wieder groß gefragt sein. Man übe sich schon einmal darin. Zum Sprit Tanken werden dann Findige ganz schnell wieder Handpumpen zur Hand haben. Vieles geht ganz ohne Strom. Wir haben’s nur verlernt. KI, mein Lieber, ist etwa so befriedigend und sexy wie ein Porno. Not the real thing! But better than no thing at all, agreed. 

Ein gebuertiger Hesse

5. März 2023 18:38

Immer wieder ist auch der physiogniomische Abgleich aufschlußreich: Schaut die Dame, schaut der Herr, die da keine Kinder haben (wollen), erfüllt und FROH in die Welt (das Gesicht ihres Gegenübers) hinein oder nicht? Oftmals sieht man da bereits, wo der andere herkommt.

RMH

5. März 2023 21:29

"Ich mache die Wäsche, Haus und Garten (von allem viel), meine Frau die Buha und Steuer. Wir fühlen uns als linke Bürgerliche :)"
Für so etwas hat man Personal oder beauftragt andere (es sei denn, man hat irgendwas davon als Hobby - deutsch "Steckenpferd"). Denn nur so funktioniert Kapitalismus. Man bringt die Kohle wieder unter die Leute. Wir fühlen uns als anarchistische Melkkühe, da wir mit Spitzensteuersatz u.a. das Elterngeld, den Zuschuss zur Wärmepumpe, das 49.- Euro Ticket und allen anderen bullshit von linken, bürgerlichen Nullen mitfinanzieren. Sind deswegen aber nicht frustriert - Auswandern tun nur pensionierte Ärzte ;)

Gracchus

5. März 2023 21:58

@dojon86
Das ist wohl zutreffend, konnte ich bei einer Familie mit 6 Kindern beobachten.

Gracchus

5. März 2023 22:04

Wobei - bitte beachten - Schunke sich ja nicht gegen das Kinderhaben, sondern das Kinderaustragen ausspricht - und ein wenig verschämt für Leihmutterschaft plädiert.

anatol broder

5. März 2023 22:14

@ kositza 14:37
dojon redet über nahezu permanente bespassung. anatol verneint buchstäblich dojons aussage. kositza behauptet zwar erstens, anatol liege falsch, was die aussage von dojon bestätigt, aber zweitens, dojons aussage sei vielleicht doch nicht richtig. anatol erkennt das rätsel wieder, denn er kennt die weiber. anatol bedankt sich für die unterhaltung.

dojon86

6. März 2023 09:07

@anatol broder Nicht nur aus Freude oder Pflichtgefühl sondern auch aus schnödem Eigeninteresse sollte man sein Kind bespaßen wenn es einsam in der sprichwörtlichen Sandkiste sitzt sofern man in der Folge eine gute Beziehung zu ihm will. Es lohnt sich in späteren Jahren, wenn man von seinem Nachwuchs manches Unangenehme ( Schule) fordern muss.

Laurenz

6. März 2023 09:31

@Anatol Broder @EK
Diesmal muß ich für Sie eine Bresche schlagen. Auch im konservativen Lager kann nicht alles sein, was nicht sein darf. Ich persönlich tauge vielleicht nicht zum Ehemann, aber ich erkenne, im Gegensatz zum Eli Monty Phytons, sofort anwesendes Weibsvolk.

links ist wo der daumen rechts ist

6. März 2023 09:40

Ich verstehe beim Thema Kinder diese ideologische Überhöhung nicht.
Sprechen wir doch nicht verschämt von „transzendentaler Zeugungslust“, sondern ganz einfach von Fortpflanzungstrieb als ehrlichstem Ausdruck der Geschlechterattraktion.
Ob man dann Kinder hat oder nicht, sind nachträgliche Rationalisierungen – auf beiden Seiten.
Mutterschaft ist biologisch, Vaterschaft (da nie ganz sicher) metaphysisch.
Wenn Familien oder Eltern-Kind-Verhältnisse funktionieren, ist es gut und schön, wenn nicht, ist es die Hölle auf Erden.
Und warum freut man sich nicht ganz einfach am eigenen Kinderreichtum und hält Kinderlosen deren Lebensweise vor? Weil dann unser Volk (das tatsächliche oder das Phantasma?) „ausstirbt“ bzw. man auf den Zuzug kinderreicher Nichtautochthoner „angewiesen“ sei? 
Warum kommt bei einer ureigensten Sache (zu der man sich in Kierkegaards Sinne „verhält“) immer die Biopolitik ins Spiel? 
Abgesehen von den ganz Armen und den Reichen, denen Kinderreichtum Zeitvertreib ist, will die breite Mehrheit ihre Gene fortgepflanzt sehen – allerdings unter halbwegs gesicherten ökonomischen Bedingungen. Und wer zerstört diese systematisch seit Jahrzehnten? Nein, nicht der „Kulturmarxismus“, sondern der urrechte Neoliberalismus.
Was suchen Frauen im gebärfähigen Alter bei ihrer Partnerwahl? Charme, Intelligenz, Witz? Nein, finanzielle Sicherheit.

dojon86

6. März 2023 11:08

@anatol broder @EK EK gibt mir Recht, bemängelt höchstens meine Wortwahl. (Bespaßen)

Schobbepetzer

6. März 2023 12:08

Da der Gebärstreik doch eher auf der Seite des politischen Gegners stattfindet, frage ich mich, ob das nicht sogar langfristig positiv ist, auch wenn wir die Auswirkung dann weniger erleben werden. Aber vielleicht hat die Evolution auch einfach festgestellt, dass sie mit Grünen, FFF´s usw in eine Sackgasse geraten ist.Gut ich bin Mann und habe drei Söhne. In jeder Beziehung, das Beste was mir passieren konnte, es ist der wesentliche Sinn des Lebens. Ein Staat muss massiv für ein "Ja" zum Kind eintreten, ich denke da gibt es finanziell unheimlich viel zu tun. Der einzige Bereich in dem ich massiv für Subventionen bin. Dabei geht es nicht nur um Beihilfen für die Eltern z.B. keine Steuern ab dem dritten Kind, sondern viel mehr noch um Infrastruktur die Schulen, Sportplätze, Freizeitanlagen, Ausbildungs- und Bildungsangebote. Ganz im Ernst, als im Ausland Lebender, kann ich nur sagen, da hat Deutschland viel Potential nach oben.

Gustav

6. März 2023 13:47

@ Gimli
"Wir fühlen uns als linke Bürgerliche :)" 
Auf jeden Fall sind sie gut funktionierende Untertanen der herrschenden Ordnung (Unordnung?). Das schafft auch nicht jeder!

Gustav

6. März 2023 13:58

@ Gimli
"Die Nationalen haben etwas mehr Abgrenzungsbedürfnis, vllt so wie sich Schmipansengruppen bekriegen....." 
Die Nichtnationalen haben etwas weniger Abgrenzungsbedürfnis, etwa wie Parasiten zu ihren Wirten.
Als lästige Quälgeister verlangen sie allen anderen Menschen ab, denselben Göttern zu opfern. Ihr penetranter Idealismus will alle Menschen nach seiner Façon selig machen.
Wer braucht sowas?

Adler und Drache

6. März 2023 15:00

@Gimli: Wer auf Naturrecht und Ideologiefreiheit setzt, aktzeptiert jede Art von Paarbeziehungen, Kinder"mord", Fortpflanzungstrategien etc ... Die Ethologie und die übergeordnete Biologie wissen davon und man muss schmunzeln über manch Einlassung von Philosophen oder Theologen.
Mich deucht, Sie wissen nicht, was der Begriff "Naturrecht" überhaupt bedeutet. Das IST ein philosophischer Begriff! 

RMH

6. März 2023 16:37

@links ist etc,
Bei den Schunkeweibern kommen sie nur mit finanzieller Sicherheit auch nicht besonders weit, wie im Übrigen bei fast allen deutschstämmigen Frauen. Ich stelle zudem fest, dass viele Männer - Sie sind nicht gemeint, dass ist allgemein geschrieben - der Phantasie "schöne Frau mit Geld" gerne Mal nachhängen, aber in der Praxis dann es nicht abkönnen, wenn die Dame des Herzens eine bessere Karriere hat und mehr Kohle, als man selber. Die traditionelle Hypergamie der Frauen hat ihre Entsprechung auf männlicher Seite. Das großbürgerliche "Geld muss zu Geld" sorgte dafür, dass man den Mann dann schon bei einem Dukaten an mehr auf weiblicher Seite recht sicher regelmäßig im Bordell wiederfand, wo er sein Selbstbewußtsein aufbügelte. Die Schunkeweiber werden ge***, von Männern gewisser Kreise auch gerne ausgenutzt, aber ganz spießig geheiratet eben nicht. Damit sollten diese Damen mit Würde umgehen können, aber keinen Instagram Account befüllen.

Laurenz

6. März 2023 16:45

@Dojon86 @Anatol Broder @EK
EK gibt mir Recht, bemängelt höchstens meine Wortwahl. (Bespaßen)
Sie definieren eben zu schlecht. Anatol Broder hat Ihre Schwäche exakt benannt. Wenn EK mit 6 Mädchen oder jungen Frauen ein Klassik-Konzert besucht, ist das eine Beispiel geben, zum einen, was kulturell alles geht & zum anderen, wie man das organisiert, um auch etwaige Gefahren, wie Risiken zu vermeiden. Es gibt auch bei Klassik-Anhängern Mitbürger, die sich gerne an zu jungen Menschen vergreifen. Wenn EK & CS ein Schriftwerk raushauen, um zu zeigen, was man mit Kindern liest, so ist auch das Erziehung & keine Bespaßung, auch wenn Erziehung spannend gestaltet werden kann. Heute können die erwachsenen Töchter EKs das alles selbst organisieren, weil Sie es gelernt haben. Was vor allem die europäische oder besser deutsche Kultur stark gemacht hat, ist nicht das preußische oder jüdische Element der schulischen Erziehung, sondern das Erlernen des selbständigen Denkens. Mir war noch mein ganzes Leben lang so gut, wie nie langweilig, auch dann nicht, wenn meine Mutter oder andere gerade keine Zeit für mich hatten. Dafür ist die Welt viel zu groß.

SamweisG

6. März 2023 22:22

Guter Artikel.
Bringt die Fakten klar hervor. Kinder sind zum einen eine Herausforderung, besonders, wenn diese klein sind. Ich habe daher massiv Respekt vor Leuten, wie EK + GK, mit 07 Kinder gesegnet sind, das ist nicht ohne. Nochmals Respekt. Nach 06. durchwachter Nacht, noch mehr Respekt :-).
Aber Kinder sind ein Segen, gerade in dieser Zeit, weil wenn es normal läuft, die Familie eine Art seelische Heimat ist.
Zu anderen Entiäten der Gesellschaft sei gesagt:
Deaktiviert die Fernseher, Kündigt eure Streaming Abos.
Dafür kauft regelmäßig beim Antaios Verlag oder kauf ein Abo der Sezession.
Besucht die Heilige Messe.
Bringt wesentlich mehr fürs Gemüt und den Seelenfrieden.
 
 
 

Gracchus

6. März 2023 23:08

@links
Ich finde auch, man sollte daraus keine Ideologie machen - wobei ich EKs Text aber auch nicht so verstehe; dieser beruht weniger auf allgemeinen Erwägungen, sondern persönlichem Erleben. Nur: Manchmal meine ich, der "Deutsche" (an und für sich) braucht für alles und jedes eine Ideologie, auch wenn er nur einen Nagel in die Wand schlägt. Darin sehe ich überhaupt die deutsche Misere.
Schunke vertritt laut Selbstauskunft übrigens eine neoliberal-konservativ-kapitalistische Ideologie.  

ede

7. März 2023 00:31

So richtig wissen wir doch nicht warum wir auf der Welt sind. Bemerkenswerterweise fragen wir unsere Eltern nicht danach, und unseren Kindern scheint das auch gleichgültig zu sein. Man sollte das nicht zu kopflastig betrachten, einfach machen. Bei mir war es vermutlich eine Sylvesternacht, nachdem mein Vater aus der Gefangenenschaft kam (nicht erfragt, nur berechnet :) 

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