Sezession
29. September 2018

Politischer Fundamentalismus. „Waldorfschulen gegen Rechts“

Caroline Sommerfeld / 18 Kommentare

Nun ist es also offiziell: Waldorfschulen gegen Rechts. Und ich bin mitschuld daran.

Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

  • Sezession

Unter dem rhetorischen Titel „Wo stehen die Waldorfschulen politisch? Rechts, links oder in der Mitte“ versuchen die Offiziellen in der „Erziehungskunst“, dem Organ des Waldorfbundes Deutschland, nun nicht einmal mehr, mit der Mitte zu liebäugeln. Jahrelang, jahrzehntelang, wünschten sie sich nichts sehnlicher.

Waldorfschulen sind linksaußen angekommen, politisch vereindeutigt, reduziert auf ein Gegnerabwehrprogramm. Barkhoff und ich sind „hinreichend verlässliche Informationen“ dafür, daß man aufrüsten muß in Sachen Spaltung der Gesellschaft.

Die im trauten Dreierkreis einander interviewenden Herren vom „Arbeitskreis Waldorfschulen gegen Rechts“ behaupten auf dieser Grundlage und aufgrund uns kollokativ-kontaminierend zugerechneter Fälle von „Neonazi“-Kindern aus den 90ern, daß Waldorf nicht mit „Rechts“ vereinbar sei. Nicht zu vergessen: die „Reichsbürger“ geben ebenfalls Anlaß zu großer Sorge, waren Henning Kullack-Ublick vom Waldorfbund Deutschland gar eine eigene Reichsbürgerbroschüre wert.

Dies also das Gefahrenabwehrszenario. Linksextremismus gibt ihnen explizit keinen Anlaß zur Sorge. Und in „Auseinandersetzungen mit Eltern islamischer Religionsgemeinschaften“ handelt es sich gleichfalls lediglich um „Beschulungsprobleme“, die aber „keine Unterwanderung oder Politisierung von Schule bedeuten“. Haltet den Dieb!

Die Gefahr der Entdifferenzierung, der Politisierung des gesamten Kommunikationswesens ist in der gesellschaftlichen Emanzipation und Autonomsetzung des politischen Systems angelegt, ist mithin ein Merkmal des Differenzierungsprozesses selbst. Die ausdifferenzierte politische Ordnung weist Tendenzen zur Unstabilität auf, nämlich durch

  1. die Unbestimmtheit dessen, was ein politisch entscheidungsbedürftiges Problem werden kann. Die politische Funktion ist keine inhaltlich fest umrissene Sachaufgabe, sondern ihre Thematik hängt davon ab, welche Probleme jeweils politisiert werden, weil keine besseren Lösungen institutionalisiert sind.
  2. Die Zentralisierung der verbindlichen Macht zu legitimem Entscheiden
  3. die Generalisierung dieser Macht, ihre Verwendbarkeit für viele und auswechselbare Zwecke
  4. die Abstrahierung einer politischen Sondersprache, in die Erwägungen anderer politischer Sphären erst übersetzt werden müssen, um politisches Gewicht zu erhalten (…).“

(Niklas Luhmann, Soziologische Aufklärung, 1981)

Politik hat eine Tendenz, auf andere soziale Systeme auszugreifen, sie sich einzuverleiben, sie sich gefügig zu machen. Das liegt am Code der Politik selbst: Macht/Ohnmacht. Der Versuch, das politische System selber auf den Machtpol zu setzen, und in der Folge Macht ausüben zu können über die Kommunikation anderer gesellschaftlicher Teilsysteme ist mithin schon im Politischen angelegt.

Das „Politisieren“ unterschiedlicher Probleme, für die es vorderhand keine besseren Lösungen gibt, ist also einerseits völlig normal und geschieht in der Gesellschaft andauernd, andererseits ist es nichtsdestoweniger ein Fehler im System. Wenn nämlich, wie Luhmann ausführt, Macht zentralisiert ist (in totalitären Systemen ist das ein typischer Zug), und sprachlich sowohl generalisiert ist (alles mögliche ist plötzlich „politisch“), als auch zu einer Sondersprache (dem Unwörter-Begriffsrepertoire, das Manfred Kleine-Hartlage in „Die Sprache der BRD“ beschrieben hat) mutiert ist, entsteht eine zugespitzte Problemsituation.

Dann nämlich kann eine Schulform, die ja per se Teil des Erziehungssystems ist, sich vorauseilend politisch definieren. Sie braucht dann nur noch an der zentralisierten Macht zu hängen und sich der ubiquitären politischen Sprache und ihrem antifaschistischen Schlagwörterspiel anzubequemen, et voilà: „Waldorfschulen gegen Rechts“.

Rudolf Stichweh, seinerseits Luhmannschüler, hat solcherlei Entwicklungen „Fundamentalismus“ genannt. Fundamentalismus sei der Versuch, „Übersichtlichkeit und Ordnung dadurch wiederherzustellen, daß man behauptet, eines der Funktionssysteme sei viel wichtiger als die anderen, und folglich sei von diesem einen Funktionssystem die Entwicklung der Gesellschaft zu steuern“. Ein solcher Fundamentalismus liegt vor, wenn das Erziehungssystem von der Politik und diese wiederum von der Wirtschaft gesteuert wird.

Erziehung hat dann als System aufgehört zu existieren, es werden nur noch übriggebliebene Programme abgespult, ähnlich einem längst erloschenen Stern, dessen Licht wir noch sehen. Dann kommt es zu einer Konstellation, in der Erziehung nicht länger ohne den Fremdcode Macht/Ohnmacht bestehen kann, und sich daher selbst politisiert.

Doch der Waldorfbund bräuchte nicht einmal in die Ferne der luhmannschen Systemtheorie zu schweifen, um zu erkennen, daß der politische Fundamentalismus eine Gefahr für ihre Schulen darstellt. Rudolf Steiners Ideen zur „Dreigliederung“ der Gesellschaft sind im Grunde Protosystemtheorie (beide kommen vom selben Organismusgedanken des Deutschen Idealismus her, den sie auf das Soziale übertragen haben).

Bei Steiner heißt es, erst in ihrer durchgreifenden funktionalen Trennung, ohne daß ein Gebiet in das andere in unberechtigter Weise eingreife und dadurch zu sozialen Komplikationen führe, könnten die drei funktionalen Teilsysteme des „sozialen Organismus“ ihre eigenen Kräfte voll entfalten.

In seinem Vortrag zur „Zusammenwirkung des Geistes-, Rechts- und Wirtschaftslebens zum einheitlichen dreigegliederten sozialen Organismus“ sprach Steiner 1919 davon, das freie „Geistesleben in seiner Selbständigkeit, das Rechtsleben in seiner Selbständigkeit, in seiner Losgelöstheit vom Wirtschaftsorganismus, und die freie Ausgestaltung der Wirtschaftsorganisation als eine solche“ nicht erst als Sozialutopie einführen, sondern jederzeit beobachten zu können.

Das „freie Geistesleben“ umfaßt Bildung, Kunst, Religion, und ist wie ein anderer Körperteil im Organismus auch für genuin andere Aufgaben zuständig als die Politik, die für ihn in das Rechtsleben gehört. Steiner hat es gewußt, seine Adepten betrügen ihn und sich selber, weil sie aus machtpolitischen Motiven handeln.

In Hamburg hat die AfD kürzlich eine „Aktion neutrale Schule“ ins Leben gerufen. Wenn Lehrer mit T-Shirts mit dem Aufdruck „FCK AFD“ zum Unterricht erscheinen, oder eine ganze Schule sich zum Gruppenfoto für „#wirsindmehr“ aufzustellen hat, verletzt dies das Neutralitätsgebot, das im Grundgesetz für staatliche Institutionen und deren Vertreter gilt, mithin auch für öffentliche Schulen und ihre Lehrer (zur Klarstellung: für Waldorfschulen nicht, da sie Privatschulen sind).

Auf der Ebene ausgleichender Gerechtigkeit im politischen Leben ist diese Aktion notwendig und ein sinnvolles Korrektiv. Doch dem politischen Fundamentalismus im Erziehungssystem kann sie nicht beikommen, so sehr auch das Grundgesetz bemüht wird und der „Beutelsbacher Konsens“.

Das Problem „Übersichtlichkeit und Ordnung dadurch wiederherzustellen, daß man behauptet, eines der Funktionssysteme sei viel wichtiger als die anderen, und folglich sei von diesem einen Funktionssystem die Entwicklung der Gesellschaft zu steuern“, liegt viel tiefer. Politik will Erziehung steuern, das Erziehungssystem wehrt sich daher vergeblich mit Mitteln der Politik. Denn „die Generalisierung dieser Macht, ihre Verwendbarkeit für viele und auswechselbare Zwecke“ (Luhmann) ist der angestrebten „neutralen Schule“ vorgeordnet.

Waldorfschulen können überhaupt nicht „politisch neutral“ sein, sie sollten es auch gar nicht wollen, sie sollen „freies Geistesleben“ sein wollen. Die Fragestellung, ob sie „rechts, links oder in der Mitte“ stünden, zeigt, daß sie sich allzu gern steuern lassen wollen, um mit Stichweh gesprochen „Übersichtlichkeit und Ordnung wiederherzustellen“. Hier kommt endlich einmal das zum Tragen, was Armin Nassehi niemals müde wird zu wiederholen: der Ausdifferenzierung der Gesellschaft kann nicht durch Komplexitätsreduktion Einhalt geboten werden. Auch nicht durch jene der „Waldorfschulen gegen Rechts“.


Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

  • Sezession

Kommentare (18)

Carlos Verastegui
29. September 2018 11:02

Mit Luhmann kann ich auch immer weniger anfangen. Allein die "Sprache" tut weh: Gleich drei Mal ist "-(D)ifferenzzierung" enthalten! Der Formalismus der angebliche wertfreien "Sprache" ist so weit getrieben, dass alles inhaltsleer wird. Abstraktion und Generalisierung sind schöne Sachen, mit ihnen kann aber auch viel Missbrauch getrieben werden. Werden sie beim Wort genommen und nicht mehr als Verständnismittel, sondern als angemessen kodifiziertes Verständnis selbst angesehen, führen sie ins Verständnisnirgenwo. Sie sind absurd. Wie verhält sich "Ordnung" zum "System", oder sind nur das zwei verschiedene Wörter für das Gleiche? Oder ist es das Gleiche, nur auf zwei verschiedenen Ebenen? Was genau ist mit "Differenzierung" gemeint, was mit "Politik", "Politisierung", "politisch"? Was hat hier die "gesellschaftliche Emanzipation" - was das auch immer sein soll - zu suchen, und, wie verhält sie sich zur "Autonomsetzung" des von wenigstens mir noch unverstandenen "politischen Systems"? Was für eine "Stabilität" bzw. "Unstabilität" wird da und aus welchen Gründen vorausgesetzt? Was ist damit überhaupt gemeint? Und warum eigentlich nur "Tendenzen"? Vielleicht weil das Wort "stabil" in vollem Wortsinne unangemessen ist? Dann war die Sprache von anfang an falsch gewählt, die Theorie, auf schiefen Grund gebaut, hinkt. Das alles ist viel zu furchtbar, als dass man damit irgendetwas Sinnvolles anfangen könnte. Vielleicht aber bietet sich Luhmann auch nur deswegen an, weil Luhmann selbstredend neutral besetzt, Carl Schmitt hingegen politisch genau verortet zu sein scheint. Anhand von Carl Schmitt nämlich kann zumindest ich den Sachverhalt sehr gut verstehen. Oder auch Max Weber. Schulen erziehen aufgrund anerkannter Wertvoraussetzungen, können dashalb nicht neutral sein, jede Bildungs- und Erziehungsanstalt erzieht im Sinne desjenigen Typus, den sie als für "ihre Gesellschaft" repräsentativ und zudem - Achtung! - SYSTEMERHALTEND erachtet. Der Typus selbst ergibt sich aus einem grundsätzlich politischen Auftrag, welcher auch stillschweigend oder kamoufliert sein kann, meistens aber eine Direktive ist, solche Menschen hervorzbringen. Warum sollten sich die Waldorfschulen der Heranziehung des politisch und sozial von den Machthabern intendierten Menschenschlags enthalt? Vor allem, wenn wir das derzeit wirksame politische und soziale "System"berücksichtigen. Sogar konfessionelle Schulen müssen sich ihm beugen, nur eine Sektenerziehung könnte sich ihm entziehen.

Andreas Walter
29. September 2018 12:51

Ja, das ist schon sehr verrückt, was auch Sie da derzeit erleben, mitmachen müssen.

Wäre in etwa so, wie wenn Montessori-Schulen plötzlich den Kindern vorschreiben würden, was sie wann zu lernen haben.

Ich musste darum gerade bei Ihrer Geschichte an eine Familie denken, die jahrelang mit ihren Kindern auf einem kleinen Segelschiff um die Welt gereist ist. Den Unterricht haben die Eltern selbst geleistet anhand bestimmter Richtlinien, die sie sich vorher besorgt haben. Morgens nach dem Frühstück war auf dem Schiff darum Schule. Bei gebildeten Eltern ist das ja auch nur selten ein Problem, seinem Kind beinahe alles beizubringen, was es wissen will - und auch lernen soll -, und bei bestimmten Fächern muss man eben selbst noch mal zu Lehrbüchern greifen, doch auch das schadet niemand. War ja ganz früher auch bei uns so und ist bei unberührten Völkern noch heute so. Mit zunehmender Entkopplung der Arbeit vom Alltag kamen dann erst die kleinen Dorfschulen, erst bei uns, dann im Wilden Westen und heute auch auf dem Land in der Dritten Welt, und in der Stadt sind sie halt nur grösser oder wenn es bereits mehrere gibt individueller und spezialisierter.

Die meisten aber wissen ja auch nicht, dass die Juden ihre Synagoge auch Shul nennen, was historische Gründe hat.

Vieles von dem was wir heute erleben hat aber auch mit der Globalisierung zu tun, die ähnlich wie der Marxismus aber auch Sozialismus eine Vereinheitlichung und das Setzen von Standards anstrebt. Das hat Vor-, aber auch Nachteile. Man könnte es darum auch Gleichschaltung, zumindest aber Synchronisation und Organisation nennen, weshalb aber auch auf fast jeder Kirche eine Turmuhr mit Glocke(n) thront, oder weshalb der Muezzin 5 mal am Tag nicht nur zum Gebet ruft.

Es sind daher immer die gleichen Konflikte, Antagonisten, die in vielem in der Welt aufeinandertreffen. Individualität versus Uniformität, Egoismus versus Kommunismus, das Ich versus das Wir, Eigensinn versus Gemeinsinn, Behauptung versus Anpassung, Mann versus Frau. Wobei die Kleidung von Frauen, ausser im Islam, auffällig(!) individualistischer ist als die der Männer. Wenn man nicht gerade Ludwig der II. oder schwul ist. In der Beziehung haben sich aber auch Mao und Göring oder auch Gaddafi sehr unterschiedlich präsentiert.

Ich vermute daher, dass es der jeweilige Zeitgeist ist der bestimmt, wann eher Konservative und wann eher Progressive mehr Individualität anstreben. Je nachdem eben, was gerade vor-herrscht, über-wiegt. Dazu wird im Fall von Steiner sicherlich auch der Militarismus vor dem und im 1. Weltkrieg einiges beigetragen haben.

John Haase
29. September 2018 12:53

Bei der amerikanischen Rechten hat einer mal gesagt, daß jede Organisation, die nicht ausdrücklich rechts ist, früher oder später links wird.

Die Fähigkeit der Linken, sich in wirklich jede Art von Institution hineinzuzecken, ist immer wieder atemberaubend. Selbst in der Wirtschaft haben sie es geschafft. Über die Erfindung des „Stakeholders“, der vom Anwohner bis zum Maulwurf auf dem Firmengelände jeder sein kann, haben sie sich als angebliche Interessenvertreter dieser Stakeholder erstmals festgesaugt. Später dann kam der Vielfaltskram dazu und aktuell schafft man über die Implementierung von stets zeckischen Codes of Conduct neue „Arbeitsplätze“ für Sowi-Geraffel. Beeindruckend. Widerwärtig, aber beeindruckend.

Andreas Walter
29. September 2018 14:33

"Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden im Deutschen Reich alle Waldorfschulen „allmählich erstickt“.[10] 1934 gab es einen Kultusministeriums-Erlass, dass keine ersten Klassen mehr gebildet werden durften. 1935 wurde die Anthroposophische Gesellschaft verboten. Zu den Waldorfschulen heißt es in dem Dekret Reinhard Heydrichs (u. a. Leiter des Reichssicherheitshauptamtes): „Die auf der Pädagogik des Gründers Steiner aufgebauten und in den heute noch bestehenden anthroposophischen Schulen angewandten Unterrichtsmethoden verfolgen eine individualistische, nach dem Einzelmenschen ausgerichtete Erziehung, die nichts mit den nationalsozialistischen Erziehungsgrundsätzen gemein hat.“[11]

Sechs Schulen lösten sich unter diesem äußeren Druck selbst auf. Die übriggebliebenen drei Schulen wurden bis 1941 geschlossen.[12]" Wikipedia, Waldorfschule

Soll noch mal einer sagen, die Nazis wären rechts gewesen.

Doch während die Leiter der Waldorfschulen derzeit noch glauben, die Neue Rechte und Reichsbürger würden sie unterwandern wollen, sind sie schon längst unterwandert worden, von Grünen, Linken und anderen Antideutschen. Sollten sich daher in Zukunft lieber Neue Internationale Waldorfschulen nennen.

Gründet auch Ihr deshalb eure eigenen Schulen. Deutsche Schulen der deutschen Minderheit in Deutschland. Wenn jemand mosert schreibt Ihr einfach in eure Statuten: Die Jahre von 1933 bis 1945 wie auch Sexualität werden in diesen Schulen weder im Geschichtsunterricht noch in irgendeinem anderen Fach behandelt. Um diesen Lehrstoff vermittelt zu bekommen bitten wir Eltern, Kinder und Jugendliche sich selbst zu kümmern, warnen aber mit aller Dringlichkeit vor Institutionen ähnlich der Odenwaldschule.

https://www.youtube.com/watch?v=AqPM9O17l98

Franz Bettinger
29. September 2018 21:44

@Carlos: "Allein die Sprache tut weh." Bravo! Gott sei Dank sagt's mal jemand!

Simplicius Teutsch
30. September 2018 14:51

Niklas Luhmann, „das Genie der Gesellschaftstheorie“, verstehe ich eigentlich nur, wenn ihn jemand in meine Sprache übersetzt. Trotzdem ganz kurz: Was Luhmann als „Gefahr“ sieht, nämlich die „Politisierung des gesamten Kommunikationswesens“ ist ja die (in dieser Absicht) erfolgreiche Strategie des herrschenden linken Medien- und Merkelregimes.

Da wird beispielsweise auch kein Halt vor der Indoktrination der Kleinsten in der Kita gemacht. „Gebührenfreie Kitas gegen Familiengeld!“, heißt die erziehungspolitische Forderung aller Linken. Und der CSU in Bayern, die „Familiengeld“ ergänzend oder individuell ersatzweise zur gebührenfreien Kita einführen möchte, wirft man deswegen sogar „Unanständigkeit“ vor. Das ganze „emanzipatorische“, linke Erziehungsprogramm läuft unter der hehren, humanitären Überschrift: Gebührenfreie „Bildung“ für alle von der Kita bis zur Universität.

Dabei ist die Strategie des linken Machterhalts ganz leicht zu durchschauen: Den Eltern traut man nicht. Aber wer die Kinder unter Kontrolle hat, hat auch die Zukunft unter Kontrolle.

Andreas Walter
30. September 2018 20:01

@Simplicius Deutsch

Volle Zustimmung zu Ihrem ersten Satz(!) und Absatz.

Doch folgen (auch) Sie mir bitte für einen kurzen Moment in eine "andere" Richtung nach dem Schluss "des herrschenden linken[!?!] Medien- und Merkelregimes."

Denn Erziehung (bis zu einem gewissen Punkt) ist bekanntlich Frauensache:

"Der Beitrag erschien in „eigentümlich frei“ Nr. 147 unter dem Titel „Der Streik: Wenn Männer 'den Galt machen'“"

https://www.cuncti.net/geschlechterdebatte/586-maennerstreik-interview-mit-helen-smith-warum-immer-mehr-maenner-sich-der-gesellschaft-verweigern

Wird es darum nicht Zeit, das Kind beim Namen? Ersetzen Sie einfach "linken" durch feministischen, und schon wird aus fast allem was gerade passiert ein Schuh.

In eine Gesellschaft mit starken Männern fallen nämlich auch keine anderen Männer ein. So wie es auch kein Zufall ist, dass überwiegend junge Frauen die Grünen wählen, Männer die AfD (und früher mehr Frauen die SPD):

https://www.emma.de/artikel/frauen-waehlen-merkel-maenner-die-afd-334859

Mir ist durchaus bewusst, wie brisant meine These ist, denn Matriarchate ("Bonobo-Kulturen") haben sich bisher nur auf Inseln und in abgelegenen Regionen ausgebildet und nur dort auch gehalten, bis sie irgendwann durch männlichere Kulturen entdeckt und angegangen, unterwandert, verdrängt wurden.

Zudem ist diese Diskussion aber auch schwierig, weil ... ich kann es gerade noch nicht in Worte fassen.

heinrichbrueck
30. September 2018 22:33

Das "Medien- und Merkelregime" sind Werkzeuge der Herrschaft.

„Verkommt Macht zum Selbstzweck, ist sie nur noch ein hervorstechendes Merkmal der Tyrannei – denn dann wird Freiheit zerstört und damit die politische Mitbestimmung des Einzelnen.“ Henriette Reker - eine Armlänge Abstand - Philosophin.
Den Koranschulen gegen Rechts fehlte wohl der Respekt. Und seit wann kann verachtenswertes Verhalten respektiert werden. Materialismus möchte über Spiritualität triumphieren. Die Verachtenswertheit des Gutmenschen. Als ob sein Satanistenkult respektiert werden könnte, ohne Gott zu töten!
„Ein Akt der absoluten Unhöflichkeit." Ein Vogel namens Schramma.
Wie stellt man sich Politik eigentlich vor?
Der Kampf um die Herrschaft. Sobald die Waldorfschulen gegen die Koranschulen werden antreten dürfen, wird Politik interessant. Das demokratische Prinzip Steiners auf der einen Seite, das Führerprinzip auf der anderen. In Köln vorgeführt...

Als ob politische Figuren wie Reker, Schramma etc., regieren würden. Eine Merkelfixierung wirkt wie ein rotes Tuch, ähnlich dem Stierkampf (und Stierkampf ist nur deshalb geil, weil der Stier eventuell den Torero massakriert). Unterstellten Untertanengeist und Wählerbeschimpfung dürfen nicht fehlen. Die Ausbildung einer guten Führung, ein guter Staat, wird wohl kaum über Wählerei gewährleistet werden können. An der Spitze gibt es immer eine Führung, auch wenn der aufgeklärte Demokrat - von Reker regiert wird...
Den freien Bürger regiert dann Merkel!

Simplicius Teutsch
30. September 2018 23:27

@Andreas Walter
Das ist ein bedenkenswerter Satz: „In eine Gesellschaft mit starken Männern fallen nämlich auch keine anderen Männer ein.“

Das heißt im banalen, aber brutalen Umkehrschluss, wir deutschen Männer lassen es geschehen und ziehen den Schwanz ein. Und ich denke, die Refugees sehen das genau soo! Aber wenn wir uns männlich dagegen wehren, werden wir als Faschisten und Rassisten kriminalisiert und aus dem Verkehr gezogen. Wir dürfen als Opfer herhalten und uns abstechen lassen, aber nicht zurückschlagen. Siehe Chemnitz. Weibliche deutsche Verluste werden vom Regime allerdings ebenfalls kalt hingenommen.

Ich fürchte, Sie haben recht. Zumindest trifft Ihre Feminismus-These auf weite Teile unserer gesellschaftlichen Funktionseliten in allen Bereichen zu, wie man sie in den Medien täglich betrachten kann und muss. Oder schauen Sie mal all die männlichen Deppen und Hanswurste in den vielfältigen, das Fernsehprogramm überschwemmenden Tatort-Krimis an. Hier werden ganz bewusst Klischee-Bilder geprägt.

Es scheint wohl nicht nur so: Das westliche Matriarchat, die Feministinnen und die sich progressiv unterwerfenden Männer, haben mit Merkel als unfruchtbarer, kalter Königin bereits die Herrschaft in der Gesellschaft weithin übernommen, jetzt bald auch in Bayern, und sie fühlen sich offenbar mit der vorhandenen Wirtschaftskraft, Bürokratie, Technik, Sicherheits-, Wohlfahrts-, Erziehungs- und Rechtsstruktur stark genug, um auch den Millionen eingewanderten männlichen Refugees und chauvinistischen Moslems zu zeigen, wo die Kastrationsärztin das Messer ansetzt, wenn sie nicht brav hedonistisch und/oder zu Diensten sind. - Ob das nicht eine Fehlkalkulation ist?

KlausD.
1. Oktober 2018 11:43

@Andreas Walter
"Gründet auch Ihr deshalb eure eigenen Schulen."
Ganz genau, und wir nennen sie Volksschulen, und einen Lehrer dafür gibt es auch schon, und zwar den "Volkslehrer".
Ja, die Idee ist faszinierend, allein die Umsetzung ... wenn ich nur an den Rummel rund um das Haus der Identitären Bewegung in Halle denke. Der der erste Schritt könnte vielleicht sein
"nur eine Sektenerziehung könnte sich ihm entziehen."
Gezielte einzelne Bildungs- und Beschäftigungsangebote für Kinder und Jugendliche etwa. Das ist natürlich eine Riesenaufgabe, die nur im großen Rahmen (IB,AfD) angegangen werden kann, denke ich.

Lotta Vorbeck
1. Oktober 2018 12:49

@KlausD. - 29. September 2018 - 02:33 PM

"Gründet auch Ihr deshalb eure eigenen Schulen."

@Andreas Walter - 1. Oktober 2018 - 11:43 AM

Ganz genau, und wir nennen sie Volksschulen, und einen Lehrer dafür gibt es auch schon, und zwar den "Volkslehrer".
Ja, die Idee ist faszinierend, allein die Umsetzung ... wenn ich nur an den Rummel rund um das Haus der Identitären Bewegung in Halle denke. Der der erste Schritt könnte vielleicht sein
"nur eine Sektenerziehung könnte sich ihm entziehen."

____________________________

Die in der BRD zugelassenen Privatschulen sind an dieselben Lehrplanvorgaben gebunden, wie die staatlich betriebenen Schulen.

In Übersee mag es relativ problemlos möglich sein, Privatschulen zu gründen ...

Thomas Martini
1. Oktober 2018 14:26

Off-Topic @Andreas Walter:

"In eine Gesellschaft mit starken Männern fallen nämlich auch keine anderen Männer ein."

Mit Verlaub, aber diese Annahme ist ein naiver Irrtum. Nehmen wir nur den sogenannten "D-Day". Am 6. Juni 1944 beginnt in der Normandie, an schroffen und steilen Küsten, die Invasion zur "Befreiung" Europas. Eine gewaltige Armada von 185.000 Mann stürmte damals die Stellungen an der französischen Küste, schwere Verluste in Kauf nehmend.

Hans Heinze, damals Offizier in der Normandie: "Ich habe in diesem Moment geglaubt, daß die ganze Welt sich gegen uns aufgestellt hat."

Der D-Day war der Rammbock für die zukünftige Invasion Europas durch Migranten.

"Seht ihr, so sagen die Schreiber unserer neuen Rechtsgelehrten, es gibt ein sehr einfaches Mittel, zu erkennen, ob die Organisation, der ihr angehört, eines Tages Gefahr läuft, als verbrecherisch erklärt zu werden. Ihr müsst Euch grundsätzlich hüten vor der Entschlusskraft. Wenn ihr irgendwo
das Eigenschaftswort "nationalistisch" hört, wenn man euch auffordert, Herr im eigenen Hause zu sein, wenn man euch von Einigkeit, von Selbstzucht, von Kraft und Größe spricht: Ihr könnt nicht leugnen, daß das ein wenig demokratischer Wortschatz ist und Ihr infolgedessen Gefahr lauft, Eure Organisation eines Tages verbrecherisch werden zu sehen. Hütet euch also vor den schlechten Gedanken und wisst, daß das, was wir verbrecherisch nennen, immer durch die gleichen Absichten abgesteckt ist." (Maurice Bardéche, - 1949 in "Nürnberg oder das Gelobte Land", S. 33/34)

"Es gibt eine vor lauter demokratischem 'Idealismus' blinde Welt, die gleicher Art ist, wie die vor Marxismus blinde Welt. Es ist nicht erstaunlich, wenn ihre Verfahrensweisen allmählich übereinstimmen, wenn ihr Recht schließlich das gleiche wird, obwohl die Worte bei ihnen nicht den gleichen Sinn haben. Es ist auch ein Glaube. Es ist das gleiche Unternehmen auf die Seelen. Wenn sie den Nationalismus verdammen, wissen sie sehr gut, was sie tun. Es ist die Grundlage ihres Gesetzes. Sie verdammen unsere Wahrheit. Sie erklären sie für vollständig falsch. Sie verdammen unser Fühlen, unsere Wurzeln sogar, unsere tiefste Art zu sehen und zu empfinden. Sie erklären uns, dass unser Gehirn nicht so gemacht ist, wie es sein sollte: Wir haben das Gehirn von Barbaren. Diese ständige Warnung bereitet uns zu einer Art von politischem Leben, die wir nicht übersehen dürfen und die zu übersehen uns übrigens drei Jahre festländischer Erfahrung nicht erlauben. Die Verurteilung der nationalsozialistischen Partei geht viel weiter als es den Anschein hat. Sie trifft in Wirklichkeit alle dauerhaften Formen, alle geologischen Formen des politischen Lebens. Jedes Volk, jede Partei, die sich des Bodens, der Überlieferung, des Berufs, der Rasse erinnern, sind verdächtig. Wer immer das Recht des Zuerstgekommenen beansprucht und so offensichtliche Sachen wie das Eigentum des Gemeinwesens bejaht, beleidigt eine Weltmoral, die das Recht der Völker, ihre Gesetze zu verfassen, leugnet.

Nicht nur die Deutschen, wir alle sind enteignet!

Niemand hat mehr das Recht, sich auf seinen Acker zu setzen und zu sagen: „Diese Erde gehört mir“. Niemand hat mehr das Recht, sich im Gemeinwesen zu erheben und zu sagen: „Wir sind die Alten. Wir haben die Häuser dieser Stadt gebaut. Wer den Gesetzen nicht gehorchen will, verlasse uns!“" (Maurice Bardéche, - 1949 in "Nürnberg oder das Gelobte Land", S. 37/38)

In dem Antaios-Buch "Nationalmasochismus", beschreibt Caroline Sommerfeld den Dialog mit einer "Ethnomasochistin". Jene meinte, als habe sie sich Bardèches Worte sehr genau zu Herzen genommen, an Frau Sommerfeld gerichtet: "Caroline, es kann einfach keine Menschen geben, die so denken wie du, und das ist echt krank." (Ley, Lichtmesz, Sommerfeld u.a., Nationalmasochismus, S. 73)

Es ist so überdeutlich auffällig, wo die Ursache des demokratischen Nationalmasochismus zu finden ist, daß man nicht umhin kommen wird, die IMT-Nachkriegsordnung offensiv und nach außen gerichtet einer Revision zu unterziehen. Das ist kein Schnee von gestern, und wer behauptet, das ginge uns heute nichts mehr an, lügt sich nur in die eigene Tasche.

Unter den herrschenden Vorzeichen, braucht man sich jedenfalls nicht zu wundern, wenn auch die Waldorfschulen das "breite Bündnis" gegen "Rechts" noch etwas dicker machen.

Maiordomus
1. Oktober 2018 22:41

@Martini. "Der D-Day war der Rammbock für die zukünftige Invasion Europas durch Migranten." Auch wenn man die damaligen Heldengeschichte einschliesslich der berühmten Verfilmung nicht voll zum Nennwert nimmt, bleibt dieser Ihr Satz wohl buchstäblich "dümmer als die Polizei erlaubt".

Thomas Martini
2. Oktober 2018 15:00

@Maiordomus

Sie bestreiten den Zusammenhang ernsthaft?

Es gibt da ein interessantes Video bei YouTube, das leider nicht mehr auffindbar ist. Jedenfalls fragt da ein amerikanischer Offizier in einem Landungsboot seine weißen GI's, wofür sie in diesem Weltkrieg kämpfen, und wofür sie bereit sind, jetzt gleich ihr Leben auf's Spiel zu setzen. Die Antworten fallen dann in etwa so aus:

Captain: "Wofür kämpfst du, John?"

"Ich kämpfe für die Rechte der Schwarzen, und aller Rassen, damit sie uns gleichgestellt sind und sich auch massenhaft in Europa ansiedeln können."

Captain: "Klasse John, das nenne ich Moral. Und wofür kämpfst du, James?"

"Ich kämpfe für Frauenrechte, damit Frauen und Männer gleichberechtigt sind und wir mit ihnen auf dem Arbeitsmarkt konkurrieren können."

Captain: "Großartig James! Fortschrittlich und progressiv. Und du, Patrick, wofür ziehst du in die Schlacht?"

"Ich kämpfe für die Religionsfreiheit, damit sich auch Muslime zukünftig in Europa breitmachen können, ohne daß ihre religiösen Gefühle verletzt werden."

Captain: "Religionsfreiheit für die Mohammedaner, ja, sehr wichtig. Und was ist mit dir Trevor?"

"Ich kämpfe für die Rechte der Schwulen und Lesben! Homosexuelle wurden lange genug unterdrückt, und ich will, daß sie sich in Zukunft auf Straßenparaden ganz stolz in der Öffentlichkeit zeigen können."

Captain: "Oh yeah! Das gefällt mir, Trevor. William, was ist mit dir?"

"Mir geht es um die Pressefreiheit, Captain. Ich wünsche mir, daß unsere Presse zukünftig jeden Anhänger des Nationalismus diffamiert, und sich für die Auflösung der Nationalsstaaten ausspricht, damit wir irgendwann eine Welt-Regierung haben."

Und so weiter, und so fort. Demokratische Werte eben. Es sollte nun wirklich nicht allzu schwer sein, den Zusammenhang zwischen der heutigen Migranteninvasion und der damaligen Invasion durch die Alliierten nachzuvollziehen. Die Siegermächte haben Europa damals für eine Neue Weltordnung sturmreif geschossen. Natürlich konnten die Soldaten damals nur schwer ahnen, für welche Ziele und Zwecke sie sich missbrauchen lassen. Das ändert nichts an der Tatsache, daß der D-Day nur der Invasionsvorläufer für die heutige Migrantenschwemme war.

Andreas Walter
2. Oktober 2018 19:50

@Thomas Martini

Solche originale Dialoge in einem originalen Film von 1944?

Never!

Sind Sie sicher, dass das, was Sie da gesehen haben, nicht etwas anderes war? Eine Parodie, Comedy?

Oder ein alter Film unterlegt mit neuen Dialogen, zu welchem Zweck auch immer? Dann aber wahrscheinlich politische Werbung oder Antiwerbung genau dagegen. Doch wen soll die bitte ansprechen? Veteranen des 2. Weltkriegs?

Sind Sie sicher, dass Sie das nicht geträumt haben?

Caroline Sommerfeld
2. Oktober 2018 20:46

Leute, wer verhohnepiepelt hier eigentlich wen? Zurück zum Thema oder ich schließe eigenmächtig das Bad.

Thomas Martini
2. Oktober 2018 23:26

Naja, das Thema, beziehungsweise die Frage ist doch, warum Kämpfen die Waldorfschulen heutzutage gegen Rechts? Und ich bleibe dabei, das kommt daher, weil Europa vor gut einem dreiviertel Jahrhundert von den Alliierten "befreit" wurde. Diesen kausalen Zusammenhang kann man nicht übersehen.

@Andreas Walter

Logischerweise handelte es sich bei dem erwähnten Video um Satire. Ich weiß leider nicht mehr, unter welchem Titel das Video zu finden ist, daher sah ich mich gezwungen sinngemäß zu improvisieren.

"Doch wen soll die bitte ansprechen? Veteranen des 2. Weltkriegs?"

Vor allem die Menschen, deren Weltbild durch die Geschichtsschreibung der Demokraten bestimmt wird. Das Video fand ich ursprünglich in einem englischsprachigen Forum, in dem die Foristen übrigens sehr genau wissen, was der Krieg, den ihre Großeltern gegen Deutschen führten, ihren eigenen Staaten letztendlich eingebrockt hat.

Passend dazu das folgende Bild, womit wir dann auch wieder beim "Kampf gegen Rechts" wären:

https://coriolan.in/rom/wp-content/uploads/2018/10/Stirb-du-Nazi.jpg

Andreas Walter
2. Oktober 2018 23:54

Dieses Tagebuch ist auch nur ein Spiegel der Gesellschaft, Frau Sommerfeld, differierende Meinungen oder sogar Trolle lassen sich auch hier darum nicht immer vermeiden.

Ich empfehle Ihnen darauf am besten gar nicht einzugehen und sich nur das herausziehen, was einem nützlich sein kann.

Zurück zum Thema würde in diesem Fall heissen: Wer bestimmt über die Erziehung unserer (oder anderer) Kinder, wie, wodurch, und durch wen lernen Kinder was wann wo. Mit der Gesetzeslage darüber bin ich nicht vertraut, doch auch mit Gesetzen weiß ich kann man Missbrauch, Schindluder treiben.

Das dies auch in Ihrem Fall so ist haben Ihnen aber auch hier bisher alle bestätigt. Nur nützt das einem (auch Ihnen) in einer Diktatur erstmal nichts, egal wodurch sich so eine Diktatur selbst legitimiert oder zustande gekommen ist.

Ich kenne das Thema nur deswegen ein wenig, weil ich im Ausland selbst auf eine Deutsche Schule gegangen bin, ich darum auch die Gründungsgeschichten solcher Schulen im Ausland schon öfters gelesen habe. Diese Schulen sind oft auch ausgesprochene Eliteschulen, einfach auch wegen der Klientel, die dort ihre Kinder in guten Händen wissen will. Zum zweiten geht es bei solchen Schulen aber auch explizit um die Lehre beziehungsweise Erhaltung von nationaler kultureller Identität, zu der auch die Sprache und Geschichte gehört. Meist einigt man sich da aber auf einen Kompromiss mit dem Gastland, so das theoretisch sogar noch mehr als an anderen Schulen gelehrt werden müsste, wenn der Tag nicht auch für die Kinder trotzdem nur 24 Stunden hätte. Gerade in Deutsch und Geschichte musste ich darum in Deutschland dann viel nachholen, als schon bereits fast erwachsener (16). Was ich aber heute als Glück sehe, weil ich dadurch auch noch nicht so stark indoktriniert war wie die anderen junge Menschen um mich herum dann in Deutschland. Wobei der Anti-Nazi-Hype, habe ich dann später erfahren, auch hier in Deutschland nicht gleich nach dem Krieg angefangen hat, sondern sogar eine lange Pause nach den Nürnberger Prozessen hatte. Weiter ging es damit eigentlich erst in den '70ern, doch in einem Land wie Mexiko kommt so etwas erst viel später an. Zumindest damals, heute geht durch das Netz auch das schneller.

Mein Vorschlag mit der Gründung eigener Schulen ist darum ernst gemeint, denn auch alle Auslandschulen haben mal klein angefangen, sind dort auch auf Widerstand gestossen, nicht nur auf Verständnis. Sonst müssten aber auch Waldorfschulen verboten werden, Montessori, oder Katholische, Evangelische, Jesuitische, was auch immer, wenn man uns unsere verbieten will. Entweder oder.

Für diesen Beitrag ist die Diskussion geschlossen.