Politischer Fundamentalismus. “Waldorfschulen gegen Rechts“

Nun ist es also offiziell: Waldorfschulen gegen Rechts. Und ich bin mitschuld daran.

Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

Unter dem rhe­to­ri­schen Titel „Wo ste­hen die Wal­dorf­schu­len poli­tisch? Rechts, links oder in der Mit­te“ ver­su­chen die Offi­zi­el­len in der „Erzie­hungs­kunst“, dem Organ des Wal­dorf­bun­des Deutsch­land, nun nicht ein­mal mehr, mit der Mit­te zu lieb­äu­geln. Jah­re­lang, jahr­zehn­te­lang, wünsch­ten sie sich nichts sehnlicher.

Wal­dorf­schu­len sind links­au­ßen ange­kom­men, poli­tisch ver­ein­deu­tigt, redu­ziert auf ein Geg­ner­ab­wehr­pro­gramm. Bark­hoff und ich sind „hin­rei­chend ver­läss­li­che Infor­ma­tio­nen“ dafür, daß man auf­rüs­ten muß in Sachen Spal­tung der Gesellschaft.

Die im trau­ten Drei­er­kreis ein­an­der inter­view­en­den Her­ren vom „Arbeits­kreis Wal­dorf­schu­len gegen Rechts“ behaup­ten auf die­ser Grund­la­ge und auf­grund uns kol­lo­ka­tiv-kon­ta­mi­nie­rend zuge­rech­ne­ter Fäl­le von „Neonazi“-Kindern aus den 90ern, daß Wal­dorf nicht mit „Rechts“ ver­ein­bar sei. Nicht zu ver­ges­sen: die „Reichs­bür­ger“ geben eben­falls Anlaß zu gro­ßer Sor­ge, waren Hen­ning Kul­lack-Ublick vom Wal­dorf­bund Deutsch­land gar eine eige­ne Reichs­bür­ger­bro­schü­re wert.

Dies also das Gefah­ren­ab­wehr­s­ze­na­rio. Links­ex­tre­mis­mus gibt ihnen expli­zit kei­nen Anlaß zur Sor­ge. Und in „Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit Eltern isla­mi­scher Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten“ han­delt es sich gleich­falls ledig­lich um „Beschu­lungs­pro­ble­me“, die aber „kei­ne Unter­wan­de­rung oder Poli­ti­sie­rung von Schu­le bedeu­ten“. Hal­tet den Dieb!

Die Gefahr der Ent­dif­fe­ren­zie­rung, der Poli­ti­sie­rung des gesam­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­sens ist in der gesell­schaft­li­chen Eman­zi­pa­ti­on und Auto­nom­set­zung des poli­ti­schen Sys­tems ange­legt, ist mit­hin ein Merk­mal des Dif­fe­ren­zie­rungs­pro­zes­ses selbst. Die aus­dif­fe­ren­zier­te poli­ti­sche Ord­nung weist Ten­den­zen zur Unsta­bi­li­tät auf, näm­lich durch

  1. die Unbe­stimmt­heit des­sen, was ein poli­tisch ent­schei­dungs­be­dürf­ti­ges Pro­blem wer­den kann. Die poli­ti­sche Funk­ti­on ist kei­ne inhalt­lich fest umris­se­ne Sach­auf­ga­be, son­dern ihre The­ma­tik hängt davon ab, wel­che Pro­ble­me jeweils poli­ti­siert wer­den, weil kei­ne bes­se­ren Lösun­gen insti­tu­tio­na­li­siert sind.
  2. Die Zen­tra­li­sie­rung der ver­bind­li­chen Macht zu legi­ti­mem Entscheiden
  3. die Gene­ra­li­sie­rung die­ser Macht, ihre Ver­wend­bar­keit für vie­le und aus­wech­sel­ba­re Zwecke
  4. die Abs­tra­hie­rung einer poli­ti­schen Son­der­spra­che, in die Erwä­gun­gen ande­rer poli­ti­scher Sphä­ren erst über­setzt wer­den müs­sen, um poli­ti­sches Gewicht zu erhal­ten (…).“

(Niklas Luh­mann, Sozio­lo­gi­sche Auf­klä­rung, 1981)

Poli­tik hat eine Ten­denz, auf ande­re sozia­le Sys­te­me aus­zu­grei­fen, sie sich ein­zu­ver­lei­ben, sie sich gefü­gig zu machen. Das liegt am Code der Poli­tik selbst: Macht/Ohnmacht. Der Ver­such, das poli­ti­sche Sys­tem sel­ber auf den Macht­pol zu set­zen, und in der Fol­ge Macht aus­üben zu kön­nen über die Kom­mu­ni­ka­ti­on ande­rer gesell­schaft­li­cher Teil­sys­te­me ist mit­hin schon im Poli­ti­schen angelegt.

Das „Poli­ti­sie­ren“ unter­schied­li­cher Pro­ble­me, für die es vor­der­hand kei­ne bes­se­ren Lösun­gen gibt, ist also einer­seits völ­lig nor­mal und geschieht in der Gesell­schaft andau­ernd, ande­rer­seits ist es nichts­des­to­we­ni­ger ein Feh­ler im Sys­tem. Wenn näm­lich, wie Luh­mann aus­führt, Macht zen­tra­li­siert ist (in tota­li­tä­ren Sys­te­men ist das ein typi­scher Zug), und sprach­lich sowohl gene­ra­li­siert ist (alles mög­li­che ist plötz­lich „poli­tisch“), als auch zu einer Son­der­spra­che (dem Unwör­ter-Begriffs­re­per­toire, das Man­fred Klei­ne-Hart­la­ge in „Die Spra­che der BRD“ beschrie­ben hat) mutiert ist, ent­steht eine zuge­spitz­te Problemsituation.

Dann näm­lich kann eine Schul­form, die ja per se Teil des Erzie­hungs­sys­tems ist, sich vor­aus­ei­lend poli­tisch defi­nie­ren. Sie braucht dann nur noch an der zen­tra­li­sier­ten Macht zu hän­gen und sich der ubi­qui­tä­ren poli­ti­schen Spra­che und ihrem anti­fa­schis­ti­schen Schlag­wör­ter­spiel anzu­be­que­men, et voi­là: „Wal­dorf­schu­len gegen Rechts“.

Rudolf Stich­weh, sei­ner­seits Luh­mann­schü­ler, hat sol­cher­lei Ent­wick­lun­gen „Fun­da­men­ta­lis­mus“ genannt. Fun­da­men­ta­lis­mus sei der Ver­such, „Über­sicht­lich­keit und Ord­nung dadurch wie­der­her­zu­stel­len, daß man behaup­tet, eines der Funk­ti­ons­sys­te­me sei viel wich­ti­ger als die ande­ren, und folg­lich sei von die­sem einen Funk­ti­ons­sys­tem die Ent­wick­lung der Gesell­schaft zu steu­ern“. Ein sol­cher Fun­da­men­ta­lis­mus liegt vor, wenn das Erzie­hungs­sys­tem von der Poli­tik und die­se wie­der­um von der Wirt­schaft gesteu­ert wird.

Erzie­hung hat dann als Sys­tem auf­ge­hört zu exis­tie­ren, es wer­den nur noch übrig­ge­blie­be­ne Pro­gram­me abge­spult, ähn­lich einem längst erlo­sche­nen Stern, des­sen Licht wir noch sehen. Dann kommt es zu einer Kon­stel­la­ti­on, in der Erzie­hung nicht län­ger ohne den Fremd­code Macht/Ohnmacht bestehen kann, und sich daher selbst politisiert.

Doch der Wal­dorf­bund bräuch­te nicht ein­mal in die Fer­ne der luh­mann­schen Sys­tem­theo­rie zu schwei­fen, um zu erken­nen, daß der poli­ti­sche Fun­da­men­ta­lis­mus eine Gefahr für ihre Schu­len dar­stellt. Rudolf Stei­ners Ideen zur „Drei­glie­de­rung“ der Gesell­schaft sind im Grun­de Pro­to­sys­tem­theo­rie (bei­de kom­men vom sel­ben Orga­nis­mus­ge­dan­ken des Deut­schen Idea­lis­mus her, den sie auf das Sozia­le über­tra­gen haben).

Bei Stei­ner heißt es, erst in ihrer durch­grei­fen­den funk­tio­na­len Tren­nung, ohne daß ein Gebiet in das ande­re in unbe­rech­tig­ter Wei­se ein­grei­fe und dadurch zu sozia­len Kom­pli­ka­tio­nen füh­re, könn­ten die drei funk­tio­na­len Teil­sys­te­me des „sozia­len Orga­nis­mus“ ihre eige­nen Kräf­te voll entfalten.

In sei­nem Vor­trag zur „Zusam­men­wir­kung des Geistes‑, Rechts- und Wirt­schafts­le­bens zum ein­heit­li­chen drei­ge­glie­der­ten sozia­len Orga­nis­mus“ sprach Stei­ner 1919 davon, das freie „Geis­tes­le­ben in sei­ner Selb­stän­dig­keit, das Rechts­le­ben in sei­ner Selb­stän­dig­keit, in sei­ner Los­ge­löst­heit vom Wirt­schafts­or­ga­nis­mus, und die freie Aus­ge­stal­tung der Wirt­schafts­or­ga­ni­sa­ti­on als eine sol­che“ nicht erst als Sozi­al­uto­pie ein­füh­ren, son­dern jeder­zeit beob­ach­ten zu können.

Das „freie Geis­tes­le­ben“ umfaßt Bil­dung, Kunst, Reli­gi­on, und ist wie ein ande­rer Kör­per­teil im Orga­nis­mus auch für genu­in ande­re Auf­ga­ben zustän­dig als die Poli­tik, die für ihn in das Rechts­le­ben gehört. Stei­ner hat es gewußt, sei­ne Adep­ten betrü­gen ihn und sich sel­ber, weil sie aus macht­po­li­ti­schen Moti­ven handeln.

In Ham­burg hat die AfD kürz­lich eine „Akti­on neu­tra­le Schu­le“ ins Leben geru­fen. Wenn Leh­rer mit T‑Shirts mit dem Auf­druck „FCK AFD“ zum Unter­richt erschei­nen, oder eine gan­ze Schu­le sich zum Grup­pen­fo­to für „#wirsind­mehr“ auf­zu­stel­len hat, ver­letzt dies das Neu­tra­li­täts­ge­bot, das im Grund­ge­setz für staat­li­che Insti­tu­tio­nen und deren Ver­tre­ter gilt, mit­hin auch für öffent­li­che Schu­len und ihre Leh­rer (zur Klar­stel­lung: für Wal­dorf­schu­len nicht, da sie Pri­vat­schu­len sind).

Auf der Ebe­ne aus­glei­chen­der Gerech­tig­keit im poli­ti­schen Leben ist die­se Akti­on not­wen­dig und ein sinn­vol­les Kor­rek­tiv. Doch dem poli­ti­schen Fun­da­men­ta­lis­mus im Erzie­hungs­sys­tem kann sie nicht bei­kom­men, so sehr auch das Grund­ge­setz bemüht wird und der „Beu­tels­ba­cher Kon­sens“.

Das Pro­blem „Über­sicht­lich­keit und Ord­nung dadurch wie­der­her­zu­stel­len, daß man behaup­tet, eines der Funk­ti­ons­sys­te­me sei viel wich­ti­ger als die ande­ren, und folg­lich sei von die­sem einen Funk­ti­ons­sys­tem die Ent­wick­lung der Gesell­schaft zu steu­ern“, liegt viel tie­fer. Poli­tik will Erzie­hung steu­ern, das Erzie­hungs­sys­tem wehrt sich daher ver­geb­lich mit Mit­teln der Poli­tik. Denn „die Gene­ra­li­sie­rung die­ser Macht, ihre Ver­wend­bar­keit für vie­le und aus­wech­sel­ba­re Zwe­cke“ (Luh­mann) ist der ange­streb­ten „neu­tra­len Schu­le“ vorgeordnet.

Wal­dorf­schu­len kön­nen über­haupt nicht „poli­tisch neu­tral“ sein, sie soll­ten es auch gar nicht wol­len, sie sol­len „frei­es Geis­tes­le­ben“ sein wol­len. Die Fra­ge­stel­lung, ob sie „rechts, links oder in der Mit­te“ stün­den, zeigt, daß sie sich all­zu gern steu­ern las­sen wol­len, um mit Stich­weh gespro­chen „Über­sicht­lich­keit und Ord­nung wie­der­her­zu­stel­len“. Hier kommt end­lich ein­mal das zum Tra­gen, was Armin Nas­sehi nie­mals müde wird zu wie­der­ho­len: der Aus­dif­fe­ren­zie­rung der Gesell­schaft kann nicht durch Kom­ple­xi­täts­re­duk­ti­on Ein­halt gebo­ten wer­den. Auch nicht durch jene der „Wal­dorf­schu­len gegen Rechts“.

Caroline Sommerfeld

Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und dreifache Mutter.

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Kommentare (18)

Carlos Verastegui

29. September 2018 11:02

Mit Luhmann kann ich auch immer weniger anfangen. Allein die "Sprache" tut weh: Gleich drei Mal ist "-(D)ifferenzzierung" enthalten! Der Formalismus der angebliche wertfreien "Sprache" ist so weit getrieben, dass alles inhaltsleer wird. Abstraktion und Generalisierung sind schöne Sachen, mit ihnen kann aber auch viel Missbrauch getrieben werden. Werden sie beim Wort genommen und nicht mehr als Verständnismittel, sondern als angemessen kodifiziertes Verständnis selbst angesehen, führen sie ins Verständnisnirgenwo. Sie sind absurd. Wie verhält sich "Ordnung" zum "System", oder sind nur das zwei verschiedene Wörter für das Gleiche? Oder ist es das Gleiche, nur auf zwei verschiedenen Ebenen? Was genau ist mit "Differenzierung" gemeint, was mit "Politik", "Politisierung", "politisch"? Was hat hier die "gesellschaftliche Emanzipation" - was das auch immer sein soll - zu suchen, und, wie verhält sie sich zur "Autonomsetzung" des von wenigstens mir noch unverstandenen "politischen Systems"? Was für eine "Stabilität" bzw. "Unstabilität" wird da und aus welchen Gründen vorausgesetzt? Was ist damit überhaupt gemeint? Und warum eigentlich nur "Tendenzen"? Vielleicht weil das Wort "stabil" in vollem Wortsinne unangemessen ist? Dann war die Sprache von anfang an falsch gewählt, die Theorie, auf schiefen Grund gebaut, hinkt. Das alles ist viel zu furchtbar, als dass man damit irgendetwas Sinnvolles anfangen könnte. Vielleicht aber bietet sich Luhmann auch nur deswegen an, weil Luhmann selbstredend neutral besetzt, Carl Schmitt hingegen politisch genau verortet zu sein scheint. Anhand von Carl Schmitt nämlich kann zumindest ich den Sachverhalt sehr gut verstehen. Oder auch Max Weber. Schulen erziehen aufgrund anerkannter Wertvoraussetzungen, können dashalb nicht neutral sein, jede Bildungs- und Erziehungsanstalt erzieht im Sinne desjenigen Typus, den sie als für "ihre Gesellschaft" repräsentativ und zudem - Achtung! - SYSTEMERHALTEND erachtet. Der Typus selbst ergibt sich aus einem grundsätzlich politischen Auftrag, welcher auch stillschweigend oder kamoufliert sein kann, meistens aber eine Direktive ist, solche Menschen hervorzbringen. Warum sollten sich die Waldorfschulen der Heranziehung des politisch und sozial von den Machthabern intendierten Menschenschlags enthalt? Vor allem, wenn wir das derzeit wirksame politische und soziale "System"berücksichtigen. Sogar konfessionelle Schulen müssen sich ihm beugen, nur eine Sektenerziehung könnte sich ihm entziehen.

Andreas Walter

29. September 2018 12:51

Ja, das ist schon sehr verrückt, was auch Sie da derzeit erleben, mitmachen müssen.

Wäre in etwa so, wie wenn Montessori-Schulen plötzlich den Kindern vorschreiben würden, was sie wann zu lernen haben.

Ich musste darum gerade bei Ihrer Geschichte an eine Familie denken, die jahrelang mit ihren Kindern auf einem kleinen Segelschiff um die Welt gereist ist. Den Unterricht haben die Eltern selbst geleistet anhand bestimmter Richtlinien, die sie sich vorher besorgt haben. Morgens nach dem Frühstück war auf dem Schiff darum Schule. Bei gebildeten Eltern ist das ja auch nur selten ein Problem, seinem Kind beinahe alles beizubringen, was es wissen will - und auch lernen soll -, und bei bestimmten Fächern muss man eben selbst noch mal zu Lehrbüchern greifen, doch auch das schadet niemand. War ja ganz früher auch bei uns so und ist bei unberührten Völkern noch heute so. Mit zunehmender Entkopplung der Arbeit vom Alltag kamen dann erst die kleinen Dorfschulen, erst bei uns, dann im Wilden Westen und heute auch auf dem Land in der Dritten Welt, und in der Stadt sind sie halt nur grösser oder wenn es bereits mehrere gibt individueller und spezialisierter.

Die meisten aber wissen ja auch nicht, dass die Juden ihre Synagoge auch Shul nennen, was historische Gründe hat.

Vieles von dem was wir heute erleben hat aber auch mit der Globalisierung zu tun, die ähnlich wie der Marxismus aber auch Sozialismus eine Vereinheitlichung und das Setzen von Standards anstrebt. Das hat Vor-, aber auch Nachteile. Man könnte es darum auch Gleichschaltung, zumindest aber Synchronisation und Organisation nennen, weshalb aber auch auf fast jeder Kirche eine Turmuhr mit Glocke(n) thront, oder weshalb der Muezzin 5 mal am Tag nicht nur zum Gebet ruft.

Es sind daher immer die gleichen Konflikte, Antagonisten, die in vielem in der Welt aufeinandertreffen. Individualität versus Uniformität, Egoismus versus Kommunismus, das Ich versus das Wir, Eigensinn versus Gemeinsinn, Behauptung versus Anpassung, Mann versus Frau. Wobei die Kleidung von Frauen, ausser im Islam, auffällig(!) individualistischer ist als die der Männer. Wenn man nicht gerade Ludwig der II. oder schwul ist. In der Beziehung haben sich aber auch Mao und Göring oder auch Gaddafi sehr unterschiedlich präsentiert.

Ich vermute daher, dass es der jeweilige Zeitgeist ist der bestimmt, wann eher Konservative und wann eher Progressive mehr Individualität anstreben. Je nachdem eben, was gerade vor-herrscht, über-wiegt. Dazu wird im Fall von Steiner sicherlich auch der Militarismus vor dem und im 1. Weltkrieg einiges beigetragen haben.

John Haase

29. September 2018 12:53

Bei der amerikanischen Rechten hat einer mal gesagt, daß jede Organisation, die nicht ausdrücklich rechts ist, früher oder später links wird.

Die Fähigkeit der Linken, sich in wirklich jede Art von Institution hineinzuzecken, ist immer wieder atemberaubend. Selbst in der Wirtschaft haben sie es geschafft. Über die Erfindung des „Stakeholders“, der vom Anwohner bis zum Maulwurf auf dem Firmengelände jeder sein kann, haben sie sich als angebliche Interessenvertreter dieser Stakeholder erstmals festgesaugt. Später dann kam der Vielfaltskram dazu und aktuell schafft man über die Implementierung von stets zeckischen Codes of Conduct neue „Arbeitsplätze“ für Sowi-Geraffel. Beeindruckend. Widerwärtig, aber beeindruckend.

Andreas Walter

29. September 2018 14:33

"Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden im Deutschen Reich alle Waldorfschulen „allmählich erstickt“.[10] 1934 gab es einen Kultusministeriums-Erlass, dass keine ersten Klassen mehr gebildet werden durften. 1935 wurde die Anthroposophische Gesellschaft verboten. Zu den Waldorfschulen heißt es in dem Dekret Reinhard Heydrichs (u. a. Leiter des Reichssicherheitshauptamtes): „Die auf der Pädagogik des Gründers Steiner aufgebauten und in den heute noch bestehenden anthroposophischen Schulen angewandten Unterrichtsmethoden verfolgen eine individualistische, nach dem Einzelmenschen ausgerichtete Erziehung, die nichts mit den nationalsozialistischen Erziehungsgrundsätzen gemein hat.“[11]

Sechs Schulen lösten sich unter diesem äußeren Druck selbst auf. Die übriggebliebenen drei Schulen wurden bis 1941 geschlossen.[12]" Wikipedia, Waldorfschule

Soll noch mal einer sagen, die Nazis wären rechts gewesen.

Doch während die Leiter der Waldorfschulen derzeit noch glauben, die Neue Rechte und Reichsbürger würden sie unterwandern wollen, sind sie schon längst unterwandert worden, von Grünen, Linken und anderen Antideutschen. Sollten sich daher in Zukunft lieber Neue Internationale Waldorfschulen nennen.

Gründet auch Ihr deshalb eure eigenen Schulen. Deutsche Schulen der deutschen Minderheit in Deutschland. Wenn jemand mosert schreibt Ihr einfach in eure Statuten: Die Jahre von 1933 bis 1945 wie auch Sexualität werden in diesen Schulen weder im Geschichtsunterricht noch in irgendeinem anderen Fach behandelt. Um diesen Lehrstoff vermittelt zu bekommen bitten wir Eltern, Kinder und Jugendliche sich selbst zu kümmern, warnen aber mit aller Dringlichkeit vor Institutionen ähnlich der Odenwaldschule.

https://www.youtube.com/watch?v=AqPM9O17l98

Franz Bettinger

29. September 2018 21:44

@Carlos: "Allein die Sprache tut weh." Bravo! Gott sei Dank sagt's mal jemand!

Simplicius Teutsch

30. September 2018 14:51

Niklas Luhmann, „das Genie der Gesellschaftstheorie“, verstehe ich eigentlich nur, wenn ihn jemand in meine Sprache übersetzt. Trotzdem ganz kurz: Was Luhmann als „Gefahr“ sieht, nämlich die „Politisierung des gesamten Kommunikationswesens“ ist ja die (in dieser Absicht) erfolgreiche Strategie des herrschenden linken Medien- und Merkelregimes.

Da wird beispielsweise auch kein Halt vor der Indoktrination der Kleinsten in der Kita gemacht. „Gebührenfreie Kitas gegen Familiengeld!“, heißt die erziehungspolitische Forderung aller Linken. Und der CSU in Bayern, die „Familiengeld“ ergänzend oder individuell ersatzweise zur gebührenfreien Kita einführen möchte, wirft man deswegen sogar „Unanständigkeit“ vor. Das ganze „emanzipatorische“, linke Erziehungsprogramm läuft unter der hehren, humanitären Überschrift: Gebührenfreie „Bildung“ für alle von der Kita bis zur Universität.

Dabei ist die Strategie des linken Machterhalts ganz leicht zu durchschauen: Den Eltern traut man nicht. Aber wer die Kinder unter Kontrolle hat, hat auch die Zukunft unter Kontrolle.

Andreas Walter

30. September 2018 20:01

@Simplicius Deutsch

Volle Zustimmung zu Ihrem ersten Satz(!) und Absatz.

Doch folgen (auch) Sie mir bitte für einen kurzen Moment in eine "andere" Richtung nach dem Schluss "des herrschenden linken[!?!] Medien- und Merkelregimes."

Denn Erziehung (bis zu einem gewissen Punkt) ist bekanntlich Frauensache:

"Der Beitrag erschien in „eigentümlich frei“ Nr. 147 unter dem Titel „Der Streik: Wenn Männer 'den Galt machen'“"

https://www.cuncti.net/geschlechterdebatte/586-maennerstreik-interview-mit-helen-smith-warum-immer-mehr-maenner-sich-der-gesellschaft-verweigern

Wird es darum nicht Zeit, das Kind beim Namen? Ersetzen Sie einfach "linken" durch feministischen, und schon wird aus fast allem was gerade passiert ein Schuh.

In eine Gesellschaft mit starken Männern fallen nämlich auch keine anderen Männer ein. So wie es auch kein Zufall ist, dass überwiegend junge Frauen die Grünen wählen, Männer die AfD (und früher mehr Frauen die SPD):

https://www.emma.de/artikel/frauen-waehlen-merkel-maenner-die-afd-334859

Mir ist durchaus bewusst, wie brisant meine These ist, denn Matriarchate ("Bonobo-Kulturen") haben sich bisher nur auf Inseln und in abgelegenen Regionen ausgebildet und nur dort auch gehalten, bis sie irgendwann durch männlichere Kulturen entdeckt und angegangen, unterwandert, verdrängt wurden.

Zudem ist diese Diskussion aber auch schwierig, weil ... ich kann es gerade noch nicht in Worte fassen.

heinrichbrueck

30. September 2018 22:33

Das "Medien- und Merkelregime" sind Werkzeuge der Herrschaft.

„Verkommt Macht zum Selbstzweck, ist sie nur noch ein hervorstechendes Merkmal der Tyrannei – denn dann wird Freiheit zerstört und damit die politische Mitbestimmung des Einzelnen.“ Henriette Reker - eine Armlänge Abstand - Philosophin.
Den Koranschulen gegen Rechts fehlte wohl der Respekt. Und seit wann kann verachtenswertes Verhalten respektiert werden. Materialismus möchte über Spiritualität triumphieren. Die Verachtenswertheit des Gutmenschen. Als ob sein Satanistenkult respektiert werden könnte, ohne Gott zu töten!
„Ein Akt der absoluten Unhöflichkeit." Ein Vogel namens Schramma.
Wie stellt man sich Politik eigentlich vor?
Der Kampf um die Herrschaft. Sobald die Waldorfschulen gegen die Koranschulen werden antreten dürfen, wird Politik interessant. Das demokratische Prinzip Steiners auf der einen Seite, das Führerprinzip auf der anderen. In Köln vorgeführt...

Als ob politische Figuren wie Reker, Schramma etc., regieren würden. Eine Merkelfixierung wirkt wie ein rotes Tuch, ähnlich dem Stierkampf (und Stierkampf ist nur deshalb geil, weil der Stier eventuell den Torero massakriert). Unterstellten Untertanengeist und Wählerbeschimpfung dürfen nicht fehlen. Die Ausbildung einer guten Führung, ein guter Staat, wird wohl kaum über Wählerei gewährleistet werden können. An der Spitze gibt es immer eine Führung, auch wenn der aufgeklärte Demokrat - von Reker regiert wird...
Den freien Bürger regiert dann Merkel!

Simplicius Teutsch

30. September 2018 23:27

@Andreas Walter
Das ist ein bedenkenswerter Satz: „In eine Gesellschaft mit starken Männern fallen nämlich auch keine anderen Männer ein.“

Das heißt im banalen, aber brutalen Umkehrschluss, wir deutschen Männer lassen es geschehen und ziehen den Schwanz ein. Und ich denke, die Refugees sehen das genau soo! Aber wenn wir uns männlich dagegen wehren, werden wir als Faschisten und Rassisten kriminalisiert und aus dem Verkehr gezogen. Wir dürfen als Opfer herhalten und uns abstechen lassen, aber nicht zurückschlagen. Siehe Chemnitz. Weibliche deutsche Verluste werden vom Regime allerdings ebenfalls kalt hingenommen.

Ich fürchte, Sie haben recht. Zumindest trifft Ihre Feminismus-These auf weite Teile unserer gesellschaftlichen Funktionseliten in allen Bereichen zu, wie man sie in den Medien täglich betrachten kann und muss. Oder schauen Sie mal all die männlichen Deppen und Hanswurste in den vielfältigen, das Fernsehprogramm überschwemmenden Tatort-Krimis an. Hier werden ganz bewusst Klischee-Bilder geprägt.

Es scheint wohl nicht nur so: Das westliche Matriarchat, die Feministinnen und die sich progressiv unterwerfenden Männer, haben mit Merkel als unfruchtbarer, kalter Königin bereits die Herrschaft in der Gesellschaft weithin übernommen, jetzt bald auch in Bayern, und sie fühlen sich offenbar mit der vorhandenen Wirtschaftskraft, Bürokratie, Technik, Sicherheits-, Wohlfahrts-, Erziehungs- und Rechtsstruktur stark genug, um auch den Millionen eingewanderten männlichen Refugees und chauvinistischen Moslems zu zeigen, wo die Kastrationsärztin das Messer ansetzt, wenn sie nicht brav hedonistisch und/oder zu Diensten sind. - Ob das nicht eine Fehlkalkulation ist?

KlausD.

1. Oktober 2018 11:43

@Andreas Walter
"Gründet auch Ihr deshalb eure eigenen Schulen."
Ganz genau, und wir nennen sie Volksschulen, und einen Lehrer dafür gibt es auch schon, und zwar den "Volkslehrer".
Ja, die Idee ist faszinierend, allein die Umsetzung ... wenn ich nur an den Rummel rund um das Haus der Identitären Bewegung in Halle denke. Der der erste Schritt könnte vielleicht sein
"nur eine Sektenerziehung könnte sich ihm entziehen."
Gezielte einzelne Bildungs- und Beschäftigungsangebote für Kinder und Jugendliche etwa. Das ist natürlich eine Riesenaufgabe, die nur im großen Rahmen (IB,AfD) angegangen werden kann, denke ich.

Lotta Vorbeck

1. Oktober 2018 12:49

@KlausD. - 29. September 2018 - 02:33 PM

"Gründet auch Ihr deshalb eure eigenen Schulen."

@Andreas Walter - 1. Oktober 2018 - 11:43 AM

Ganz genau, und wir nennen sie Volksschulen, und einen Lehrer dafür gibt es auch schon, und zwar den "Volkslehrer".
Ja, die Idee ist faszinierend, allein die Umsetzung ... wenn ich nur an den Rummel rund um das Haus der Identitären Bewegung in Halle denke. Der der erste Schritt könnte vielleicht sein
"nur eine Sektenerziehung könnte sich ihm entziehen."

____________________________

Die in der BRD zugelassenen Privatschulen sind an dieselben Lehrplanvorgaben gebunden, wie die staatlich betriebenen Schulen.

In Übersee mag es relativ problemlos möglich sein, Privatschulen zu gründen ...

Thomas Martini

1. Oktober 2018 14:26

Off-Topic @Andreas Walter:

"In eine Gesellschaft mit starken Männern fallen nämlich auch keine anderen Männer ein."

Mit Verlaub, aber diese Annahme ist ein naiver Irrtum. Nehmen wir nur den sogenannten "D-Day". Am 6. Juni 1944 beginnt in der Normandie, an schroffen und steilen Küsten, die Invasion zur "Befreiung" Europas. Eine gewaltige Armada von 185.000 Mann stürmte damals die Stellungen an der französischen Küste, schwere Verluste in Kauf nehmend.

Hans Heinze, damals Offizier in der Normandie: "Ich habe in diesem Moment geglaubt, daß die ganze Welt sich gegen uns aufgestellt hat."

Der D-Day war der Rammbock für die zukünftige Invasion Europas durch Migranten.

"Seht ihr, so sagen die Schreiber unserer neuen Rechtsgelehrten, es gibt ein sehr einfaches Mittel, zu erkennen, ob die Organisation, der ihr angehört, eines Tages Gefahr läuft, als verbrecherisch erklärt zu werden. Ihr müsst Euch grundsätzlich hüten vor der Entschlusskraft. Wenn ihr irgendwo
das Eigenschaftswort "nationalistisch" hört, wenn man euch auffordert, Herr im eigenen Hause zu sein, wenn man euch von Einigkeit, von Selbstzucht, von Kraft und Größe spricht: Ihr könnt nicht leugnen, daß das ein wenig demokratischer Wortschatz ist und Ihr infolgedessen Gefahr lauft, Eure Organisation eines Tages verbrecherisch werden zu sehen. Hütet euch also vor den schlechten Gedanken und wisst, daß das, was wir verbrecherisch nennen, immer durch die gleichen Absichten abgesteckt ist." (Maurice Bardéche, - 1949 in "Nürnberg oder das Gelobte Land", S. 33/34)

"Es gibt eine vor lauter demokratischem 'Idealismus' blinde Welt, die gleicher Art ist, wie die vor Marxismus blinde Welt. Es ist nicht erstaunlich, wenn ihre Verfahrensweisen allmählich übereinstimmen, wenn ihr Recht schließlich das gleiche wird, obwohl die Worte bei ihnen nicht den gleichen Sinn haben. Es ist auch ein Glaube. Es ist das gleiche Unternehmen auf die Seelen. Wenn sie den Nationalismus verdammen, wissen sie sehr gut, was sie tun. Es ist die Grundlage ihres Gesetzes. Sie verdammen unsere Wahrheit. Sie erklären sie für vollständig falsch. Sie verdammen unser Fühlen, unsere Wurzeln sogar, unsere tiefste Art zu sehen und zu empfinden. Sie erklären uns, dass unser Gehirn nicht so gemacht ist, wie es sein sollte: Wir haben das Gehirn von Barbaren. Diese ständige Warnung bereitet uns zu einer Art von politischem Leben, die wir nicht übersehen dürfen und die zu übersehen uns übrigens drei Jahre festländischer Erfahrung nicht erlauben. Die Verurteilung der nationalsozialistischen Partei geht viel weiter als es den Anschein hat. Sie trifft in Wirklichkeit alle dauerhaften Formen, alle geologischen Formen des politischen Lebens. Jedes Volk, jede Partei, die sich des Bodens, der Überlieferung, des Berufs, der Rasse erinnern, sind verdächtig. Wer immer das Recht des Zuerstgekommenen beansprucht und so offensichtliche Sachen wie das Eigentum des Gemeinwesens bejaht, beleidigt eine Weltmoral, die das Recht der Völker, ihre Gesetze zu verfassen, leugnet.

Nicht nur die Deutschen, wir alle sind enteignet!

Niemand hat mehr das Recht, sich auf seinen Acker zu setzen und zu sagen: „Diese Erde gehört mir“. Niemand hat mehr das Recht, sich im Gemeinwesen zu erheben und zu sagen: „Wir sind die Alten. Wir haben die Häuser dieser Stadt gebaut. Wer den Gesetzen nicht gehorchen will, verlasse uns!“" (Maurice Bardéche, - 1949 in "Nürnberg oder das Gelobte Land", S. 37/38)

In dem Antaios-Buch "Nationalmasochismus", beschreibt Caroline Sommerfeld den Dialog mit einer "Ethnomasochistin". Jene meinte, als habe sie sich Bardèches Worte sehr genau zu Herzen genommen, an Frau Sommerfeld gerichtet: "Caroline, es kann einfach keine Menschen geben, die so denken wie du, und das ist echt krank." (Ley, Lichtmesz, Sommerfeld u.a., Nationalmasochismus, S. 73)

Es ist so überdeutlich auffällig, wo die Ursache des demokratischen Nationalmasochismus zu finden ist, daß man nicht umhin kommen wird, die IMT-Nachkriegsordnung offensiv und nach außen gerichtet einer Revision zu unterziehen. Das ist kein Schnee von gestern, und wer behauptet, das ginge uns heute nichts mehr an, lügt sich nur in die eigene Tasche.

Unter den herrschenden Vorzeichen, braucht man sich jedenfalls nicht zu wundern, wenn auch die Waldorfschulen das "breite Bündnis" gegen "Rechts" noch etwas dicker machen.

Maiordomus

1. Oktober 2018 22:41

@Martini. "Der D-Day war der Rammbock für die zukünftige Invasion Europas durch Migranten." Auch wenn man die damaligen Heldengeschichte einschliesslich der berühmten Verfilmung nicht voll zum Nennwert nimmt, bleibt dieser Ihr Satz wohl buchstäblich "dümmer als die Polizei erlaubt".

Thomas Martini

2. Oktober 2018 15:00

@Maiordomus

Sie bestreiten den Zusammenhang ernsthaft?

Es gibt da ein interessantes Video bei YouTube, das leider nicht mehr auffindbar ist. Jedenfalls fragt da ein amerikanischer Offizier in einem Landungsboot seine weißen GI's, wofür sie in diesem Weltkrieg kämpfen, und wofür sie bereit sind, jetzt gleich ihr Leben auf's Spiel zu setzen. Die Antworten fallen dann in etwa so aus:

Captain: "Wofür kämpfst du, John?"

"Ich kämpfe für die Rechte der Schwarzen, und aller Rassen, damit sie uns gleichgestellt sind und sich auch massenhaft in Europa ansiedeln können."

Captain: "Klasse John, das nenne ich Moral. Und wofür kämpfst du, James?"

"Ich kämpfe für Frauenrechte, damit Frauen und Männer gleichberechtigt sind und wir mit ihnen auf dem Arbeitsmarkt konkurrieren können."

Captain: "Großartig James! Fortschrittlich und progressiv. Und du, Patrick, wofür ziehst du in die Schlacht?"

"Ich kämpfe für die Religionsfreiheit, damit sich auch Muslime zukünftig in Europa breitmachen können, ohne daß ihre religiösen Gefühle verletzt werden."

Captain: "Religionsfreiheit für die Mohammedaner, ja, sehr wichtig. Und was ist mit dir Trevor?"

"Ich kämpfe für die Rechte der Schwulen und Lesben! Homosexuelle wurden lange genug unterdrückt, und ich will, daß sie sich in Zukunft auf Straßenparaden ganz stolz in der Öffentlichkeit zeigen können."

Captain: "Oh yeah! Das gefällt mir, Trevor. William, was ist mit dir?"

"Mir geht es um die Pressefreiheit, Captain. Ich wünsche mir, daß unsere Presse zukünftig jeden Anhänger des Nationalismus diffamiert, und sich für die Auflösung der Nationalsstaaten ausspricht, damit wir irgendwann eine Welt-Regierung haben."

Und so weiter, und so fort. Demokratische Werte eben. Es sollte nun wirklich nicht allzu schwer sein, den Zusammenhang zwischen der heutigen Migranteninvasion und der damaligen Invasion durch die Alliierten nachzuvollziehen. Die Siegermächte haben Europa damals für eine Neue Weltordnung sturmreif geschossen. Natürlich konnten die Soldaten damals nur schwer ahnen, für welche Ziele und Zwecke sie sich missbrauchen lassen. Das ändert nichts an der Tatsache, daß der D-Day nur der Invasionsvorläufer für die heutige Migrantenschwemme war.

Andreas Walter

2. Oktober 2018 19:50

@Thomas Martini

Solche originale Dialoge in einem originalen Film von 1944?

Never!

Sind Sie sicher, dass das, was Sie da gesehen haben, nicht etwas anderes war? Eine Parodie, Comedy?

Oder ein alter Film unterlegt mit neuen Dialogen, zu welchem Zweck auch immer? Dann aber wahrscheinlich politische Werbung oder Antiwerbung genau dagegen. Doch wen soll die bitte ansprechen? Veteranen des 2. Weltkriegs?

Sind Sie sicher, dass Sie das nicht geträumt haben?

Caroline Sommerfeld

2. Oktober 2018 20:46

Leute, wer verhohnepiepelt hier eigentlich wen? Zurück zum Thema oder ich schließe eigenmächtig das Bad.

Thomas Martini

2. Oktober 2018 23:26

Naja, das Thema, beziehungsweise die Frage ist doch, warum Kämpfen die Waldorfschulen heutzutage gegen Rechts? Und ich bleibe dabei, das kommt daher, weil Europa vor gut einem dreiviertel Jahrhundert von den Alliierten "befreit" wurde. Diesen kausalen Zusammenhang kann man nicht übersehen.

@Andreas Walter

Logischerweise handelte es sich bei dem erwähnten Video um Satire. Ich weiß leider nicht mehr, unter welchem Titel das Video zu finden ist, daher sah ich mich gezwungen sinngemäß zu improvisieren.

"Doch wen soll die bitte ansprechen? Veteranen des 2. Weltkriegs?"

Vor allem die Menschen, deren Weltbild durch die Geschichtsschreibung der Demokraten bestimmt wird. Das Video fand ich ursprünglich in einem englischsprachigen Forum, in dem die Foristen übrigens sehr genau wissen, was der Krieg, den ihre Großeltern gegen Deutschen führten, ihren eigenen Staaten letztendlich eingebrockt hat.

Passend dazu das folgende Bild, womit wir dann auch wieder beim "Kampf gegen Rechts" wären:

https://coriolan.in/rom/wp-content/uploads/2018/10/Stirb-du-Nazi.jpg

Andreas Walter

2. Oktober 2018 23:54

Dieses Tagebuch ist auch nur ein Spiegel der Gesellschaft, Frau Sommerfeld, differierende Meinungen oder sogar Trolle lassen sich auch hier darum nicht immer vermeiden.

Ich empfehle Ihnen darauf am besten gar nicht einzugehen und sich nur das herausziehen, was einem nützlich sein kann.

Zurück zum Thema würde in diesem Fall heissen: Wer bestimmt über die Erziehung unserer (oder anderer) Kinder, wie, wodurch, und durch wen lernen Kinder was wann wo. Mit der Gesetzeslage darüber bin ich nicht vertraut, doch auch mit Gesetzen weiß ich kann man Missbrauch, Schindluder treiben.

Das dies auch in Ihrem Fall so ist haben Ihnen aber auch hier bisher alle bestätigt. Nur nützt das einem (auch Ihnen) in einer Diktatur erstmal nichts, egal wodurch sich so eine Diktatur selbst legitimiert oder zustande gekommen ist.

Ich kenne das Thema nur deswegen ein wenig, weil ich im Ausland selbst auf eine Deutsche Schule gegangen bin, ich darum auch die Gründungsgeschichten solcher Schulen im Ausland schon öfters gelesen habe. Diese Schulen sind oft auch ausgesprochene Eliteschulen, einfach auch wegen der Klientel, die dort ihre Kinder in guten Händen wissen will. Zum zweiten geht es bei solchen Schulen aber auch explizit um die Lehre beziehungsweise Erhaltung von nationaler kultureller Identität, zu der auch die Sprache und Geschichte gehört. Meist einigt man sich da aber auf einen Kompromiss mit dem Gastland, so das theoretisch sogar noch mehr als an anderen Schulen gelehrt werden müsste, wenn der Tag nicht auch für die Kinder trotzdem nur 24 Stunden hätte. Gerade in Deutsch und Geschichte musste ich darum in Deutschland dann viel nachholen, als schon bereits fast erwachsener (16). Was ich aber heute als Glück sehe, weil ich dadurch auch noch nicht so stark indoktriniert war wie die anderen junge Menschen um mich herum dann in Deutschland. Wobei der Anti-Nazi-Hype, habe ich dann später erfahren, auch hier in Deutschland nicht gleich nach dem Krieg angefangen hat, sondern sogar eine lange Pause nach den Nürnberger Prozessen hatte. Weiter ging es damit eigentlich erst in den '70ern, doch in einem Land wie Mexiko kommt so etwas erst viel später an. Zumindest damals, heute geht durch das Netz auch das schneller.

Mein Vorschlag mit der Gründung eigener Schulen ist darum ernst gemeint, denn auch alle Auslandschulen haben mal klein angefangen, sind dort auch auf Widerstand gestossen, nicht nur auf Verständnis. Sonst müssten aber auch Waldorfschulen verboten werden, Montessori, oder Katholische, Evangelische, Jesuitische, was auch immer, wenn man uns unsere verbieten will. Entweder oder.

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